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medizin&technik 06.2016

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■ [ MESSE ] WISSENSTRANSFER ÜBER LÄNDERGRENZEN HINAUS Cluster-Kooperationen | Wirtschaft und Wissenschaft in der Medizintechnik zu vernetzen und den Wirtschaftsstandort Oberösterreich langfristig zu stärken ist Ziel der OÖ. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria. Der innovative Medizintechnik-Cluster stellt sich auf der Medica vor. Schnelle Hilfe bei einem medizinischen Notfall ist häufig der erste Schritt, um ein Leben zu retten. Im Rahmen eines Cluster-Kooperationsprojektes der OÖ. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria wurde deshalb das Notrufsystem Careclick entwickelt. Die Notrufschalter sind für die schnelle Erste Hilfe bei Notfallsituationen in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern gedacht IHR STICHWORT ■ ■ ■ ■ Franz Neudorfhofer von ATV Elektronik, Gerd Rosenauer von X-Visions sowie Nikolaus Dürk, Katharina Kloiber und Carina Waidhofer von X-Net Services haben das Careclick- Notrufsystem entwickelt Medtech-Wissenstransfer Vernetzung von Medizin, Wirtschaft und Wissenschaft Innovative Produktentwicklungen Förderungen von Kooperationsprojekten Bild:Werner Gaisbauer und benötigen selbst keinen Stromanschluss, Batterien oder Akkus. Sie basieren auf der Energy Harvesting Technologie – die erforderliche Signalenergie wird allein durch die Betätigung eines Schalters erzeugt. Careclick eignet sich somit als Notrufsystem zur Nachrüstung in Gebäuden. Das Linzer Unternehmen X-Net Services und das Wittlinger Therapiezentrum in Tirol brachten nun die zweite Generation mit zusätzlichen Funktionen auf den Markt. Alarme von Careclick können jederzeit auf einem Smartphone oder Tablet abgerufen, eingesehen und bearbeitet werden. Durch die Erweiterung der batterie- und stromlosen Basisfunktion mit modernen mobilen Systemen ist nun der Hybrideinsatz für Notruf, als Anzeigesystem und für WLAN möglich. Durch die Alarmierung können in Notfallsituationen wie nach Stürzen oder Kreislaufbeschwerden in Toiletten, Bädern sowie in Wohn- und Schlafräumen von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder Betreuungseinrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung Leben gerettet werden. Das Notrufsystem besteht aus beliebig vielen Notrufschaltern, auf denen durch Druck ein Alarm ausgelöst und das Signal ohne Zeitverzögerung über ein Netzwerk an den Careclick-Server weitergeleitet wird. Jeder ausgelöste Alarm ist eindeutig einem Schalter und damit auch einem Raum in der Einrichtung zugeordnet. Bei Betätigung eines Schalters können gleichzeitig mehrere Aktionen ausgeführt werden: E-Mail-Benachrichtigung, Telefonanruf oder SMS-Nachricht an mehrere hinterlegte Nummern. Gemeinsame Projekte ermöglichen Innovationen Der Medizintechnik-Cluster der OÖ. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria arbeitet als zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Im ebenfalls erfolgreich abgeschlossenen Projekt „Steriscope“ der Förderschiene Cornet wurde ein Niedertemperatur-Sterilisationsverfahren mit superkritischem CO für medizinische Geräte 2 und neue Materialien zur Sterilisation entwickelt. Das Projekt wurde mit Partnern aus Deutschland und Österreich durchgeführt. In Österreich übernahm der Medizintechnik-Cluster der OÖ. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria die Projektkoordination und die Aufgabe, die Kontakte zwischen den Partnerunternehmen, sowie zu den Forschungspartnern in Österreich und Deutschland zu intensivieren. 46 medizin&technik 06/2016

Förderprojekt Steriscope: Der Endoskopschlauch ist nach der CO 2 -Behandlung wieder einsatzbereit Bild: Montanuniversität Leoben 100 Prozent sicher Eine weitere Erfolgsgeschichte handelt von einer neue Therapieform für Schlaganfallpatienten der G.Tec Medical Engineering GmbH aus Schiedlberg aus Oberösterreich: Recoverix arbeitet mit der Kraft der Gedanken und kombiniert drei Rehabilitations-Methoden. Die Patienten stellen sich in ihren Gedanken eine Handoder eine Beinbewegung vor. Diese in Gedanken vorgestellte Bewegung wird in Echtzeit mit Hilfe eines Avatars auf einen Bildschirm visuell imitiert. Die vorgestellte Bewegung kann dann durch elektrische Stimulation der betroffenen Muskeln der Arme oder Beine in Echtzeit durchgeführt werden. Wie das Beispiel G.Tec zeigt, öffnen sich durch die Digitalisierung der Medizintechnik neue Chancen für innovative Produkte und Dienstleistungen. Zu den bereits existierenden clusterübergreifenden Themen gesellt nun ein neues Projekt, das zwei dynamische Branchen vernetzt: die Initiative Digital Medtech (IDM). Um die Unternehmen dabei zu unterstützen, diese neuen Chancen zu nutzen, starten der Medizintechnik-Cluster und der IT-Cluster von Business Upper Austria gemeinsam die IDM. Im Zentrum der Initiative steht die Kooperation von IT- und Medizintechnik-Unternehmen. Im Rahmen der Initiative werden die Partnerunternehmen auf deren Weg zum digitalen Medizinprodukt begleitet. G.Tec jedenfalls möchte bis 2018 den Therapieerfolg mit Recoverix evaluieren, perfektionieren und die Markteinführung vorbereiten. (su) ■ www.medizintechnik-cluster.at Auf der Medica: Halle 17, Stand D20 Alles, was uns ausmacht, und noch mehr: Das ist KOCH medplus. Die Technologiemarke zum Verpacken medizintechnischer sowie pharmazeutischer Produkte. Mit besonderer Kompetenz beim Beraten und Projektieren, beim Konfigurieren, bei Maschinendesign und -bau, beim Qualifizieren und Validieren. Alles, was es braucht. Für Ihren sicheren, optimierten Verpackungsprozess. COMPAMED 14.–17.11.2016 . Halle 08b . Stand C07 medizin&technik www.koch-pac-systeme.com

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