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Taxi Times München - März 2015

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UBER & CO MELDUNGEN Vom

UBER & CO MELDUNGEN Vom fest angestellten Taxifahrer zum „Eventpartner“ bei Uber: So wird reguläre Arbeit in 50 000 unsichere Jobs umgewandelt. NEWSTICKER AUS BIERSTAEDT WIRD ARTZ & PARTNER AUS PARTNERN WURDEN FEINDE Ursprünglich half Google als Investor bei Uber mit, den US-Fahrdienst aufzubauen. Jetzt entsteht aber der Eindruck, als hätte Uber seine Schuldigkeit getan. Dabei dürfte es auch das schlechte Image des App-Anbieters sein, das Google darin bestärkt, künftig eigene Wege zu gehen. Schließlich geriet Uber immer mehr in die Kritik. Vor allem, seitdem sich der Fahrdienst immer häufiger über nationale Gesetze hinwegsetzte und in Staaten wie Spanien oder Frankreich landesweite Verbote sogar ignorierte. Trotzdem hat Uber für einen von Google angekündigten eigenen Fahrdienst die Wege ge ebnet. Uber seinerseits hat angekündigt, jetzt sein eigenes fahrer loses Auto zu entwickeln. Dieses Auto soll dann den Taxidienst übernehmen. Die Zeit bis zur Serienreife ist dann also nur eine lästige Zwischenphase, in der man noch auf menschliche Fahrer Auf der Digital-Life-Design-Konferenz in München trat Uber-Chef Travis Kalanick auf, als hätte er gerade neben dem Taxi auch den Öffentlichen Personennahverkehr erfunden. Es gäbe eine Milliarde Autos weltweit auf den Straßen, die 96 Prozent der Zeit nur unnütz herumstünden. 15 Prozent der Fläche in Städten würde für Parkplätze verschwendet. Die Lösung: die Autos gemeinsam effizienter nutzen. Über Uber. Alleine in Europa ließen sich so 50 000 neue Arbeitsplätze schaffen. Wenn, ja wenn die Gesetzgeber endlich mehr Einsicht zeigten und die überholten Gesetze zur Personenbeförderung im Sinne Ubers änderten. Dabei gibt sich Uber-Gründer Kalanick bescheiden. Das ganz große Geschäft hätte er gar nicht im Sinn gehabt, als er 2009 in San Francisco mit seinem Fahrdienst an den Start ging. „Es sollte kein großes Business werden, es sollte uns nur helfen, durch die Stadt zu kommen.“ Von den größtenteils Gleichgesinnten auf der DLD-Konferenz gab es für die Uber- Visio nen reichlich Applaus. Uber mache das Autofahren umweltfreundlicher, entlaste die Städte und spare den Kunden nebenbei noch Geld. Vom „Flexible Pricing“ – also von UBER: 50 000 JOBS IN EUROPA? Tariferhöhungen zu Spitzenzeiten bis zum achtfachen Uber-Satz – war bei so viel Verbraucherfreundlichkeit wohl weniger die Rede. Auch wurde nicht ausgeführt, dass den für Europa von Kalanick prognostizierten 50000 neuen Jobs für Selbstständige mindestens in gleicher Zahl steuer- und sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geopfert werden müssten. Richtig ist, dass an so einer Entwick lung nur Uber gewinnt. Die Zeche zahlen die Fahrer – und letztendlich alle, die Steuern und Sozial abgaben zahlen. Denn damit hat Uber wenig zu tun. tb Seit Jahren bastelt Google am „Driverless Car“. Jetzt will Uber dem Partner Konkurrenz machen. angewiesen ist. Doch selbst wenn Google Uber den Rang ablaufen sollte, ist das kein Vorteil für das Taxi gewerbe, schließlich hegt der Internetriese genau den gleichen Plan. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Kunden das fahrerlose Taxi verweigern. Schließlich kann ein Taxifahrer mehr, als von A nach B fahren. Er kennt zum Beispiel das nette kleine Café um die Ecke. tb FOTOS: Google, pixelio/Beate Klinger FOTO: DMRZ 0,5 Prozent – die Abrechnungssumme beim Deutschen Medizinrechenzentrum (DMRZ). GÜNSTIGE ABRECHNUNG Oft stellt die Abrechnung von Krankenfahrten ein Problem für Taxi-Unternehmen dar. Einige Taxifirmen haben ihre Fahrer sogar angewiesen, keine Fahrten mit Abrechnung durch die Krankenkasse zu übernehmen, wenn nicht eine Zen trale für die Abwicklung einsteht. Eine Lösung dafür bietet das Deutsche Medizinrechenzentrum DMRZ. Hier haben Taxi-Unternehmer die Möglichkeit, mit allen gesetzlichen Kostenträgern per DTA abzurechnen. Und das für nur 0,5 Prozent der Bruttorechnungs summe zuzüglich Mehrwertsteuer. Für registrierte Kunden übernimmt das DMRZ die Anmeldung zur Abrechnung bei den gesetzlichen Kostenträgern unentgeltlich. Unternehmer brauchen sich also nicht schriftlich für den Datenaustausch mit den Kostenträgern anzumelden. Infos unter www.dmrz.de, dort kann auch die aktuelle Taxi-Studie zu Taxitarifen im Bereich Krankentransport heruntergeladen werden. WARNUNG VOR ABLENKUNG Der Deutsche Verkehrsgerichts tag in Goslar warnt vor den Gefahren, die durch Ablenkung durch moderne Kommunikations techniken im Straßenverkehr entstehen. Gerade das Lesen oder Schreiben von Kurznachrichten während der Fahrt ist gefährlich. So legt ein Auto mit 100 km/h in zehn Sekunden knappe 300 Meter zurück. Wird währenddessen eine SMS gelesen oder geschrieben, ist das Fahrzeug in dieser Zeit praktisch führerlos. Auch, wenn belastbare Daten über die Häufigkeit auf diesem Wege verschuldeter Unfälle fehlen, sieht der Verkehrsgerichtstag im Umgang mit dem Handy am Steuer ein großes Risiko. Der damit betraute Arbeitskreis empfiehlt, das Problem schon bei der Verkehrs erziehung und in den Fahrschulen zu behandeln. Außerdem werden Autobauer sowie Hersteller und Provider von Kommunikations- und Unterhaltungs mitteln aufgefordert, Techniken zu entwickeln, die den Einsatz der Geräte im Straßenverkehr unterbinden. Dazu gehört die situative Funktions unterbrechung, wie eine Sperre der SMS-Funktion während der Fahrt. Außerdem fordert der Deutsche Verkehrsgerichtstag, den Paragraf 23 der Straßenverkehrsordnung den modernen Kommunikations techniken anzupassen. Zeit wird es, denn inzwischen beklagt sich die Polizei schon darüber, dass vermehrt Fußgänger, die sich mehr auf ihr Smartphone als auf die Umgebung konzentrieren, verunfallen. Vielen Taxifahrern ist Jörg-Friedrich Bierstaedt ein Begriff. Als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrsrecht war und ist Bierstaedt stets bestrebt, seine Mandanten sachgerecht und vertrauensvoll zu beraten und ihnen auf wirtschaftlich vernünftigem Wege zielführend zu ihrem Recht zu verhelfen. Jetzt ist er in die Sozietät Artz & Partner eingetreten. Die Kanzlei mit Niederlassungen in Mannheim und Bürstadt firmiert in München in der Leopoldstraße 30. Neben Baurecht, Familienrecht und Arbeitsrecht hat sich die Kanzlei Artz & Partner auf Verkehrsrecht spezialisiert. Somit bleibt Rechtsanwalt Jörg-Friedrich Bierstaedt auch den Taxifahrern unter seinen Mandanten erhalten. Kontakt: www.artz-partner.de TAXIFRÜHSTÜCK BEI DIT LANDSBERGER STRASSE DIT München – ehemals Toyota Wieser – veranstaltete vom 21. bis 24. Januar im Taxi- Kompetenz-Center in der Lands berger Straße 222 ein „Taxifrühstück“. Vorgestellt wurden dabei der neue Lexus GS 300h Hybrid als Taxi-Edition und andere Toyota-Taxi- Modelle. Alle Taxler waren herzlich willkommen. Die Taxi Times Regional ausgabe München hat das zum Anlass genommen, den GS 300h Hybrid genauer unter die Lupe zu nehmen – zu lesen ab Seite 22. Dem DIT-Team im Taxi-Kompetenz-Center mit Ansprechpartner Peter Szitar gilt für so viel Taxi-Engagement der Dank der Fahrerinnen und Fahrer. KRAFT A U T O G L A S Sonderkonditionen für Taxis Versicherungsabwicklung Während einer Kaffeepause bei uns wechseln wir Ihre Scheibe Soforteinbau und Steinschlagreparatur Telefon 089 6 90 8782 Tegernseer Landstraße 228 (Ecke Stadlheimer Straße) 81549 München · www.autoglaskraft.de 10 TAXI MÄRZ / 2015 11

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