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IM BLICK Herbst/Winter 2013

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4 Im BlIck intErviEw Im Interview Attila „Ich werde nicht wie der Maurer die Kelle fallen lassen.“ – Das hätten auch die Freunde und Wegbegleiter von Attila Fenyves, allen voran Heinz Krejci, nach seiner Emeritierung vergangenen Oktober nicht angenommen. Im Gespräch mit Yvonne Sattler bekräftigt der Doyen des Versicherungsrechts, wie er so oft bezeichnet wird, dass er noch einige große Projekte fortführen möchte. Selbst wenn so manches Hobby ihn wesentlich mehr entspannen würde…

Interview Im Blick 5 Fenyves Verlag Österreich: Heinz Krejci schreibt am Ende seiner Laudatio in der für Sie herausgegebenen Festschrift: „Das Schöne an der Emeritierung ist – auch wenn Sie mit der Überreichung einer Festschrift kombiniert wird, dass Sie den Betroffenen in keiner Weise dazu zwingt, seine bisherige Tätigkeit einzustellen und sich stattdessen irgendein Hobby zu suchen oder dem Müßiggang zu frönen. Man kann und darf vielmehr wie bisher weiterarbeiten, man muss aber nicht.“ Er meint zu wissen, was Sie tun werden, lassen Sie uns wissen, was Sie nun tun werden? Fenyves: Ich sage Ihnen ganz offen, ganz genau kann ich Ihnen das nicht sagen. Meine Emeritierung ist ja noch sehr jung. Abgesehen davon, dass natürlich alles von der Gesundheit abhängt, werde ich aber nicht wie der Maurer die Kelle fallen lassen. Es gibt noch große Projekte, in die ich involviert bin: Beispielsweise der VersVG- Kommentar oder der „Klang“-Kommentar, wo wir etwa bei der Halbzeit von 30 geplanten Bänden angelangt sind. Dieses Projekt wird also noch einige Zeit dauern. Darüber hinaus leite ich ein Forschungsprojekt über die Pflichthaftpflichtversicherung am European Centre of Tort and Insurance Law – kurz ECTIL. Ein rechtsvergleichendes Projekt, an dem auch meine Kollegen Perner und Rubin mitarbeiten. Den sehr erfolgreichen Universitätslehrgang für Versicherungswirtschaft in Graz betreue ich ebenfalls solange weiter, wie die Fakultät mich lässt. Ansonsten möchte ich eigentlich nur noch die Kür und nicht mehr die Pflicht erfüllen. Großprojekte, für die ich mindestens zwei Jahre am Schreibtisch sitze und Materialschlachten abwickeln muss, werde ich keine mehr angehen. Jetzt sollen die Jungen ran, ich habe das lang genug gemacht. „Golfspielen allein ist kein Lebensinhalt.“ Attila Fenyves Wird mehr Zeit für Privates bleiben? Ich hoffe schon. Ich würde gerne mehr reisen, als ich das bisher getan habe. Außerdem spiele ich gerne Golf. Das ist ein Hobby, das mich sehr entspannt, aber natürlich keinen Lebensinhalt darstellt. Ich genieße dennoch das Gefühl, wenn ich am Golfplatz bin, alles von mir abfällt und ich munter vor mich hin spielen kann. Dann gehe ich auch sehr gerne ins Theater und die Oper, auch das Kino mag ich sehr. Ich würde mich nicht als Cineast bezeichnen, aber mich interessiert diese Kunstform, da ich sie ganz eindeutig für die lebendigste von allen halte. Sie kommen aus einer sehr kunstaffinen Familie… In der Tat – mein Vater war Sänger, meine Mutter war Schauspielerin. Auch meinen leider schon verstorbenen Zwillingsbruder und mich hat das Singen immer unheimlich interessiert und emotional beschäftigt. Bis heute gibt es für mich nichts Schöneres als eine besondere Gesangsstimme. Jonas Kaufmann finde ich zurzeit ganz fantastisch. Mein Bruder und ich waren ebenfalls beide daran interessiert Sänger zu werden, aber ehrlich gesagt, waren wir einfach zu feig dafür. Wir sind nicht sehr extrovertiert, sondern eher etwas zurück genommen. Auch fehlte uns der unbedingte Wunsch uns zu präsentieren – und das ist eine der Mindestvoraussetzungen, um Sänger werden zu können. Dazu kommt, dass einem niemand garantieren kann, wie gut man wird, ob man die richtige Technik hat bzw den richtigen Lehrer, der einem eine gute Technik beibringt. Der Sängerberuf ist einfach sehr unsicher. So haben wir uns beide schließlich für die etwas sicherere Variante entschieden. Haben Sie das je bereut? Nein, bereut habe ich das nie. So realistisch muss man sein, sich anzusehen und Im Bild: Mag. Katharina Oppitz, em. o. Univ.-Prof. Dr. Attila Fenyves / Foto: Verlag Österreich zu fragen, hätte ich das geschafft. Ich gehe davon aus, dass ich keine große Gesangskarriere gemacht hätte. Dafür muss man die Begabung haben, sich zeigen zu wollen, ein Publikum ansprechen und in den Bann ziehen zu wollen. Daran sollte es keinen Zweifel geben. Weder mein Bruder noch ich hatten diese Begabung, also kann ich meine Entscheidung vernünftigerweise auch nicht bereuen. Hat Ihnen Ihr Vater zusätzlich abgeraten? Nein, überhaupt nicht. Unsere Eltern waren völlig liberal in dieser Hinsicht und ließen uns freie Hand bei der Berufswahl. Ein wenig ist der Beruf des Professors ja mit einem Beruf auf der Bühne zu vergleichen: Beide treten auf. Vielleicht ist bei mir dann doch der kleine Rest der familiären Veranlagung durchgekommen. Insgesamt bin ich mit meiner Wahl sehr zufrieden – sie hat sich von selbst ergeben, wie so Vieles in meinem Leben. Auch Ihre Spezialisierung im Versicherungsrecht hat sich mehr oder weniger ergeben, oder? Naja, begonnen hat das Interesse dafür bereits während meiner Studienassistententätigkeit. Ich war fasziniert davon, dass in den Privatissima das Argument wiegt. Wer das bessere Argument hat, gewinnt – egal ob das nun der große Professor oder der kleine Assistent ist. Vielleicht traf dies nicht immer zu hundert Prozent zu, aber im Prinzip konnte man schon sagen, dass das Argument schlussendlich siegte und nicht ein Über- oder Unterordnungs-

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