Loslassen, Juli 2011 - Freie Seelsorge

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Loslassen, Juli 2011 - Freie Seelsorge

Loslassen

DER TRAUER-RATGEBER


Seite 2

LOSLASSEN – DER TRAUER-RATGEBER

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

Sommer – die Hochzeit

des Jahres! Eine Zeit, die

viele Menschen herbeisehnen

und genießen. Gut so!

Mitten im Sommer erscheint

jährlich auch unser

Ratgeber „Loslassen“. Das

Thema Trauer fügt sich

scheinbar nur schwer in die

Empfindungen ein, die die

meisten Menschen im Sommer

haben. Und dennoch

gibt es Sterben, Tod und

Trauer an jedem Tag des

Jahres.

Trauer fühlt sich für den,

der sie jetzt konkret erlebt,

nicht viel anders an, als im

Winter. Wer einen lieben,

vielleichtsogarseinenliebsten

Menschen verloren hat,

Herausgeber:

Münchener Zeitungs-Verlag

GmbH & Co. KG

Paul-Heyse-Straße 2 - 4

80336 München

Geschäftsführer:

Uwe Günther, Daniel Schöningh

Loslassen –Der Trauer-Ratgeber“ ist eine

Sonderveröffentlichung des Münchner

Merkur und seiner Heimatzeitungen zur

Ausgabe 164 am 19. Juli 2011

IMPRESSUM

für den kann es mitten im

Juli dunkel und grau wie im

November sein.

Traueranzeigen in den

Zeitungen, Gespräche, in

denen wir erfahren, dass

ein Bekannter, eine Freundin

verstorben ist, Berichte

über Verkehrsunfälle mit

Unfalltoten, Soldaten, auch

etliche deutsche, die in

fremden Ländern sterben,

Tote von Gewaltverbrechen

– das sind keine Exklusivnachrichten

für die dunkle

Jahreszeit, sondern tatsächlich

alltägliche Nachrichten.

Wiesagte es Rainer Maria

Rilke einmal:

Für Menschen, die einen lieben Menschen verlieren, tauchen trotz des Sommers dunkle Wolken am Horizont

uf. Foto: dpa

Redaktion & Layout:

MKM Merkur Kreativ Media GmbH

Verantwortlich für Anzeigen:

Hans-Georg Bechthold

Druck:

Druckhaus Dessauerstraße

„Der Tod ist groß

Wir sind die Seinen

Lachenden Mund’s.

Wenn wir uns mitten

im Leben meinen

Wagt er zu weinen

Mitten in uns.“

In dieser Ausgabe stellen

wir Ihnen unter anderem

die Hannah-Stiftung vor.

Hannah und ihre Familie

meinten sich mitten im Leben

– bis zum 29. August

2007. An diesem Tag wird

das 14-jährige Mädchen

Opfer eines Gewaltverbrechens

und ermordet. Ein

unvorstellbares Ereignis.

Ihre Familie musste sie loslassen,

weil sie ihr entrissen

Loslassen

DER TRAUER-RATGEBER

Thomas Multhaup

wurde. Ihre Eltern haben

diese Stiftung gegründet.

Wir haben mit Hannahs Vater

gesprochen –und sind

betroffen und fasziniert zugleich.

Aber Trauerarbeit kostet

die Angehörigen bei jeder

Art von Trauerfall viel Kraft.

Oft schon von den ersten Minuten

des Abschieds an. So

vieles ist in einer extremen

Ausnahmesituation zu tun.

Was wichtig ist, was richtig

ist, wer wofür zuständig ist,

Loslassen“ versucht wieder,

einige Informationen und

Tipps anzubieten.

Wer den Sommer unbeschwert

genießen kann, der

soll das mit Freude tun. Wer

gerade Trauer auszuhalten

hat, dem möge es bald besser

gehen.

THOMAS MULTHAUP

FREIER SEELSORGER

THOMAS.MULTHAUP@

FREIE-SEELSORGE.DE

EDITORIAL

Loslassen

DER TRAUER-RATGEBER

Die nächste Ausgabe erscheint am:

■ Dienstag, 4. Oktober 2011

Wollen Sie sich und Ihr Unternehmen im

Trauer-Ratgeber „Loslassen“ präsentieren?

Dann rufen Sie uns an: Telefon 0 89 / 53 06 - 347.

Dienstag, 19. Juli 2011

Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich!


Dienstag, 19. Juli 2011

LosLassen – Der trauer-ratgeber Seite 3

Kondolieren: Offenes Ohr statt Ratschläge

Trauer ist eine emotionae

Last, Trauernde brauhen

also Entlastung. In

iese Kurzformel lässt sich

ie Gefühlssituation von

rauernden Menschen fasen.

Damit ist eine grundätzliche

Richtung für jede

orm von Kondolenz oder

eileidsbezeugung vorgeeben.

Wenn ein Mensch nach

ielen gemeinsamen Jahen

stirbt, dann fehlt dem

interbliebenen nicht nur

er Lebenspartner, sonern

es fehlt auch der

elbstverständlich geworene

Ansprechpartner.Die

eisten Trauernden erwaren

keine großen Worte,

sondern dass man ihnen

zuhört. Das vermittelt das

Gefühl, verstanden und

mit der Trauer angenommen

zu sein.

„Du solltest…“ oder gar

„Du musst…“: Sätze, die so

beginnen, sind sicher gut

gemeint, Trauernde können

sie trotzdem wie Schläge

empfinden. Viel hilfreicher

empfinden Trauernde

Angebote, die persönliche

Unterstützung und Anteilnahme

ausdrücken. Natürlich

sind diese Angebote

für denjenigen, der sie

macht, mit einem höheren

Zeitaufwand verbunden

als das Schreiben einer

Beileidskarte.

Worte überlegt

wählen

Sowohl gesprochene, als

auch geschriebene Worte an

Trauernde sollten gut überlegt

sein. Ein Hilfsangebot,

das dem Trauernden gemacht

wird, muss auch wirklich

machbar sein. Sätze, die

man schreibt, sollen nach

Vor allem bei prominenten Sterbefällen werden oftmals Kondolenzbücher ausgelegt. Foto: dpa

Möglichkeit dem Trauernden

und nicht dem Schreiber gut

tun. Bibelverse oder sonstiger

spiritueller Trost sind mit Zurückhaltung

zu verwenden,

selbst wenn die Trauernden

ansonsten offen dafür sind. Da

Trauer und Leid Gefühlssache

ist, sollte echter Trost das Herz

und nicht den Kopf zu erreichen

versuchen.

Den Tod erklären und verständlich

machen zu wollen,

macht es keinem Trauernden

leichter, eher noch schwerer.

Deshalb sollten Sätze wie:

„Der Tod war eine Erlösung!“,

„Das war ja eigentlich

gar kein lebenswertes Leben

mehr!“, „Der Verstorbene hat

es jetzt viel besser!“, „Es hätte

janochvielschlimmerkommen

können!“, „Der liebe Gott weiß

schon, was gut für den Menschen

ist!“ immer vermieden

werden. Solche Gedanken mögen

gut gemeint sein, vielleicht

sogar stimmen. Trotzdem tun

sie den engsten Angehörigen

meist sehr weh. Sprechen Trauernde

allerdings selber in dieser

Form über den Todund den

Verlust, ist das etwas anderes

und sollte nicht kommentiert

werden.

Für den Trauernden sind eine

mitgeweinte Träne oder eine

herzliche Umarmung oft wichtiger

als viele kluge Worte!

Thomas mulThaup

KonDoLenzKarten

In Zeiten von intensiver

elektronischer Kommunikation

per E-Mail oder Telefon

ist ein auf Papier geschriebenes

Wort seltener geworden.

Aber bei einem Trauerfall

sollte ein

handschriftlicher Gruß sein.

Für den, der es schreiben

möchte, vielleicht ungewohnter

in der Formulierung.

Für den, der es in der

Trauer erhält, ein kostbares

Geschenk, das Verbundenheit

und Anteilnahme wirklich

zum Ausdruck bringt.

Wie beinahe überall ist

auch das Angebot an Kondolenzkartenunüberschaubar

geworden. Neben

Standardkarten, die

man so oder sehr ähnlich

schon vor fünfzig Jahren

gesehen haben könnte,

gibt es auch sehr hochwertige

und geschmackvolle

Karten. Gerade Trauernden

wird es guttun, wenn sie

der Karte ansehen, dass ihr

Verstorbener und auch ihr

Schmerz wertgeschätzt

werden. Tm


Seite 4

LosLassen – Der trauer-ratgeber

Foto eines Verstorbenen

Werregelmäßig die Todes- oder Traueranzeigen in seiner

Zeitung anschaut, und das soll bei nicht wenigen Menschen

bis heute immer noch die erste Seite sein, die sie

lesen, stellt das seit einiger Zeit fest. Immer mehr Hinterbliebene

lassen in diese Anzeige ein Foto ihres Verstorbenen

eindrucken. Warum? Wir leben in einer Welt voller

Bilder.Früher war immer ein Film zu kaufen, dessen Bilder

meist sparsam „verschossen“ wurden. Entwicklung

und Abzüge kosteten auch nochmals.

Die Zeit der Digitalkameras macht schnelles und vielfaches

Fotografieren möglich. Viele Ereignisse und Momente

werden festgehalten, inzwischen fotografieren

manche Menschen auch ihre Verstorbenen. Dahinter

steht unser Bedürfnis,zusehen, festzuhalten, sichtbar zu

sein und – im Fall des Todes – sichtbar zu bleiben. Eine

Traueranzeige mit einem Foto macht den Verstorbenen,

denen, die ihn kannten, sichtbar, eigene Erlebnisse zusammen

mit ihm fallen uns ein. Dieser Trend setzt sich

dann auch bei Trauerfeiern weiter fort.

Auf eine Staffelei, häufig mit Stoff drapiert, wird ein

großes Foto des Verstorbenen gestellt, neben den Sarg

oder die Urne. Manchmal trägt sogar ein Angehöriger

dieses Foto dann auch auf dem Weg zum Grab,woes

dann bei der Beisetzung an einen schönen und gut

sichtbaren Platz gestellt wird. Noch in den 70er-Jahren

war es ganz anders: Man wollte den Verstorbenen nahezu

ausblenden. Heute ist der Wunsch da, ihn bei seinem

letzten Lebensfest gegenwärtig zu haben. Und

was eignet sich da als Erstes mehr, als ein großes, für

alle, die von ihm Abschied nehmen, gut sichtbares

Foto? tm

Beim Trauergottesdienst für den Filmproduzenten Bernd

Eichinger war in der Kirche St. Michael in München ein

großes Foto des Verstorbenen aufgestellt. Foto: dpa

Traueranzeigen mit Portraitfoto des Verstorbenen

in Münchner Merkur und tz Die

Ein Angehörigeroder Ihnen nahestehender

Mensch ist verstorben?

Sie möchten alle, die ihn gekannt und geschätzt

haben,darüber in Kenntnis setzen?

Dann hilft Ihnen eine Traueranzeige

in Münchner Merkur und tz.

Zuverlässig erreichen Sie Verwandte,

Freunde, Nachbarn und Kollegen.

Ab sofort haben Sie auch die

Möglichkeit, die Traueranzeige durch

ein s/w-Portraitfoto des Verstorbenen

noch persönlicher zu gestalten.

Ihr Bestattungsinstitut vor Ort berät Sie

gerne oder wenden Sie sich direkt an uns:

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E-Mail: familienanzeigen@merkur-online.de

DUBIST NICHT MEHR DA,

WO DU WARST,

ABER DU BIST ÜBERALL,

WO WIR SIND.

FRANZ SCHMIDT

*5.SEPTEMBER 1939 †28. APRIL 2010

IN LIEBE:

GABY UND HORST MIT SVEN UND TANJA

BIRGIT UND ANTON SCHMIDT

DIE BEERDIGUNG FINDET MITTWOCH,

DEN 5. MAI 2010, 11 UHR,

AUF DEM NEUEN FRIEDHOF STATT.

Musteranzeige

Erinnerung ist ein Fenster

durch das ich Dich sehenkann,

wann immer ich will.

TamaraSchneider

3. Januar 1986

28. April2010

Die Beerdigung findet Mittwoch,

den 5. Mai 2010, 11 Uhr,

auf dem Neuen Friedhof statt.

Musteranzeige

Trauerrituale im

Wandel der Zeit

Buntbemalte Särge sind ein Trend, der sich auch in

Deutschland immer mehr durchsetzt. Foto: dpa

Wer erinnert sich

noch an die Trauerfeier

für die Königin der

Herzen, Lady Diana?

Fragt man nach, woran

sich denn die Menschen

erinnern, dann

taucht sofort die Antwort

auf: Elton John

hat eine ganz spezielle

Version von „Candle in

the wind“ gesungen.

Das ist jetzt 14 Jahre

her. Dass das noch so

vielen Menschen in Erinnerung

ist, das ist für

eine so schnelllebige

Zeit schon überraschend.

Die allermeisten, die

sich daran erinnern,

fanden und finden das

auch schön. Nur dreißig

Jahre zuvor wäre

das vollkommen unmöglich

gewesen: Das

strenge höfische, aber

auch das strenge anglikanisch-kirchlicheZeremoniell

hätten derart

persönliche Gestaltungselementeunterbunden

und verhindert.

Inzwischen sind

Trauerfeiernmitneuen,

persönlichen Elementen

viel selbstverständlicher

geworden. „Loslassen

stellt einige

dieser neuen Zeichen

und Rituale vor und

versucht, ihre Bedeutung

zu erklären:

n Musik bei der Trauerfeier:

Eine Möglichkeit,

eine Trauerfeier

persönlicher und da-

Ernst Leonhard Kugler

Freier Redner –Katechet

An der Mühle 3

85354 Freising

Telefon: 08161 –92173

mit „näher am Verstorbenen“

zu gestalten,

ist Musik. Natürlich

werden innerhalb eines

kirchlichen Trauergottesdienstes

im Normalfall

Kirchenlieder

gespielt und gesungen

werden. Doch auf dem

Friedhof und natürlich

besonders dann, wenn

die Trauerfeier eine

weltliche ist, sind inzwischen

oft andereKlänge

zu hören. Dabei haben

sich „Time to say goodbye“

oder „My way“

inzwischen auch schon

einen gewissen Klassikerstatus

erworben.

In letzter Zeit ist vielfach

auch der Song „Wir

werden geboren, um zu

leben“ zu hören, aber

auch „Somewhere over

the rainbow“. Das mag

dem einen gefallen, dem

anderen nicht, aber dahinter

steht etwas anderes.

Die Musikvielfalt

der letzten Jahrzehnte

hat sich auch auf die

Geschmäcker der Menschen

ausgewirkt. Jazz,

Rock`n`Roll, Pop – das

war ja in der Ursprungszeit

nicht nur Musik,

sondern Ausdruck eines

neuen Lebensgefühles

und -stils. Viele damals

junge Menschen hat

diese Musik wirklich ge-

E-Mail: mail@ernstkugler.de

Internet: www.ernstkugler.de

Dienstag, 19. Juli 2011

Ob Sie sich für eine Grabrede imkleinen Kreis oder eine

öffentliche Trauerfeier entscheiden, ich helfe Ihnen dabei.

Gemeinsam legen wir die Eckpunkte dafür fest, in einem vertraulichen Trauergespräch,

das wir in der vertrauten Geborgenheit Ihres Heimes führen werden.

Bestattungen und Überführungen

Korbinian Riedl

Inh. Anton Riedl geprüfter Bestatter

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prägt und begleitet. Warum

soll sie dann nicht

auch bei der Trauerfeier

zu hören sein?

n Blumenschmuck:

Würde man Fotos von

Blumengebinden auf

den Särgen aus den 80er-

Jahren nebeneinander

legen, es wäre fast immer

dasselbe darauf zu

sehen. Das würde nicht

nur für die ausgewählten

Blumen gelten, sondern

auch für die Größe.

Großformatige Sargbuketts

deckten damals fast

den gesamten Sarg zu,

machten ihn und damit

den Verstorbenen nahezu

unsichtbar.Auch hier

gibt es deutliche Veränderungen.

Die Blumenauswahl

ist unheimlich vielfältig

geworden. Die Lieblingsblume

eines Verstorbenen

ist inzwischen

oft wichtiger als das, was

„man“ so nimmt. Und

die Größe der Sargbuketts

ist sichtbar kleiner

geworden: Sarg oder

Urne sind nicht länger

hinter einem gut gemeinten

Blumenmeer

verschwunden, sie sind

sichtbar.

(Fortsetzung auf

Seite 5)

Tel. 08022 /93016

Tel. 08026 /93303

Tag und Nacht dienstbereit


Dienstag, 19. Juli 2011

iele Trauergäste bringen

elbst Blumen mit. Foto: dpa

Es geht wirklich um den

Todund den Verstorbenen.

Eine Wahrheit, die sich hinter

nichts wirklich verbergen

ließe. Auch sind häufig gesteckte

Blumenherzen der

engsten Angehörigen an die

Stelle von Kränzen getreten.

Und hinter all dem stecken

ganz offensichtlich auch

riedhofsgärtner und Florisen,

die versuchen der Trauer

uch einen echten floralen

usdruck zu geben.

Mitgebrachte Blumen:

in Wunsch oder eine Anegung,

die schon mehrfach

n „Loslassen“ zu lesen war.

itgebrachte Blumen sollen

nicht erst am Grab aus

em Papier oder der Folie

ewickelt werden. Das sieht

icht nur nicht gut aus, sonern

macht oft ein unangeehmes

Geräusch. Darüber

inaus steht derjenige, der

ie Blumen als lieben letzen

Gruß ablegen möchte,

ann oft noch mit dem Paier

oder der Folie inder

and da und weiß nicht,

ohin damit. Das ist alles

ein Thema, wenn die Bluen

schon vor Beginn der

rauerfeier aus ihrer Verpakung

befreit werden.

Blütenblätter: Im Zusamenhang

mit Blumen fällt

in anderer,neuerer Brauch

n letzter Zeit auf. Am Grab

teht ein Korb, je nach Grö-

neue bestattungsformen

Neue Bestattungsarten

wie beispielsweise die

Baumbestattung werden

immer häufiger angefragt.

Foto: dpa

ße der Trauerversammlung

sind es auch mehrere, mit

Blütenblättern. Bei der persönlichen

Verabschiedung

am offenen Grab nimmt

jeder einige dieser Blütenblätter

und streut sie auf

die Urne oder den Sarg.

Wenngleich Erde und Wasser

nicht nur klassisch sind,

sondern auch eine religiöse

Bedeutung haben, finden

viele Angehörige zumindest

den Erdwurf schwierig.

So tritt an seine Stelle oft

der Blütenwurf. Doch die

Bedeutungen sind nicht

vergleichbar. Während der

Erdwurf tatsächlich das

Beerdigen versinnbildlicht,

geht es beim Blütenwurf

eher um den Abschied der

Trauernden. Einige kostbare

Blütenblätter bringen

die Dankbarkeit für das,

was man Gutes durch den

Verstorbenen erfahren durfte,

zum Ausdruck. Vonder

Rückgabe dessen, was sterblich

an ihm war,andie Erde,

ist dabei nicht zu denken.

n Urne selber tragen: Es

gibt Angehörige, für die

dieser Gedanke undenkbar

wäre: Die Urne, die die

Asche eines Verstorbenen

birgt, selber ans Grab zu

tragen. Aber es gibt auch

die anderen, für die das zu

einem guten Abschluss des

gemeinsamen Lebensweges

gehört. Wer diesen Wunsch

hat, sollte das schon bei

einem der Gespräche mit

dem Bestatter ansprechen.

Dieser wird dann die Friedhofsmitarbeiterentsprechend

informieren. Man tut

aber gut daran, unmittelbar

vor der Trauerfeier nochmals

nachzufragen. Meistens

wird diesem Wunsch

der Angehörigen gerne entsprochen.

Allerdings: Die

Beisetzung in das geöffnete

Grab muss durch den Friedhofsmitarbeitervorgenommen

werden.

Natürlich sind auch die neuen

Bestattungsformen Ausdruck

von Veränderung im Bereich

der Bestattungskultur. Dabei

erweisen sich gerade Baumund

Naturbestattungen als eine

Alternative, die immer stärker

nachgefragt wird.

Selbst in ländlichen Gegenden,

wo der Prozentsatz der Erdbestattungen

noch immer sehr

hoch ist, ist das Thema Baumbestattung

angekommen. Es

entspricht offenbar dem Selbstverständnis

von immer mehr

Menschen, die das Sterben zumindest

im Hinblick auf den

Körper als Rückkehr zur Natur

und in ihren Kreislauf verstehen.

tm

n Texte, bewegte Bilder, Sterbebilder:

Aber nicht nur optisch

tut sich manches beim Thema

Bestattung. Man hört und liest

auch andere Texte. Manchmal

werden persönliche Abschiedsbriefe

von Verwandten vorgelesen,

die eventuell mittels eines

Beamers mit Bildern aus dem

Leben des Verstorbenen hinterlegt

sind. Oder es werden die

Lebensdevisen des Verstorbenen

zitiert. Berührend ist es auch,

wenn ein Mensch, der nach langer

Krankheit verstorben ist, einen

Abschiedsbrief hinterlässt,

der dann stellvertretend bei seiner

Trauerfeier vorgetragen wird.

Ebenso fällt auf, dass auf den

sogenannten Sterbebildern vielfältigere

Motive zu sehen sind.

Und auch die dort eingedruckten

Gedanken und Sätze tragen immer

häufiger eine neue, persönliche

Note. Und wenn Menschen

das traditionellereSterbebild mit

einem guten Gebetswort nach

wie vor mehr entspricht und

Mit den Eröffnungen seiner Bestattungsinstitute

knüpft Karl-Albert Denk an eine beispielhafte

Familientradition an. Seit über 160 Jahren

pflegt die Familie Denk eine einzigartige

Bestattungs- und Trauerkultur, die weitergeführt

und neu belebt werden wird.

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LosLassen – Der trauer-ratgeber Seite 5

mehr Trost gibt? Das ist vollkommen

in Ordnung. Es geht nicht

um zwanghafte Veränderungen,

sondern um Vielfalt.

n Sarg bemalen: Auch das Ritual,

den Sarg zu bemalen, verbindet

zwei wichtige Dinge, nicht

nur für Kinder und Jugendliche,

aber am leichtesten für sie: Dem

Verstorbenen nahe zu sein, indem

ich sein gewissermaßen

„letztes Zuhause“ verschönere,

aber auch der eigenen Trauer einen

ganz persönlichen Ausdruck,

eigene Gestalt geben kann.

n Ankleiden des Verstorbenen

und persönlicher Abschied: Zu

den ersten und vielleicht wichtigsten

Trauerritualen gehört der

persönliche Abschied. Und hier

kann man erkennen, dass neue

Rituale nicht selten eine Rückkehr

zu den ganz alten Bräuchen

und Ritualen bedeuten. Früher

war beispielsweise der häusliche

Abschied im Familienkreis

Menschen begleiten uns eine Weile,

einige bleiben für immer,

denn sie hinterlassen Spuren

in unseren Herzen.

Kommen Sie und sprechen Sie mit uns.

Besonders über das Thema Trauerfallvorsorge.

Der Staat zahlt gar nichts mehr!

Wir sind immer für Sie da. Tagund Nacht.

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kommen wir zu Ihnen nach Hause, auch im

Umland.

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selbstverständlich. Man erwies

dem Verstorbenen die letzte

Ehre. Gute Kleidung, meist der

Sonntagsstaat wurden angezogen,

man betete miteinander,

tröstete sich gegenseitig, auch

indem man sich über das Leben

des Verstorbenen austauschte.

Im Lauf des vergangenen Jahrhunderts

ging das Bekleiden des

Toten immer mehr in die Hände

des Bestatters über, persönliche

Verabschiedungen wurden immer

seltener. Inzwischen weiß

man,wiewichtigundwertvollder

aktive, der persönliche Abschied

ist. Zum einen deshalb, um den

Tod wirklich begreifen zu können,

zum anderen aber, weil die

Zeit zwischen Tod und Bestattung

noch einmal die Möglichkeit

gibt, das gemeinsam Erlebte

Revue passieren zu lassen und

aktiv zu beenden. Eine Möglichkeit,

die mit dem Moment der

Bestattung oder der Einäscherung

absolut und unwiederbringlich

vorbei ist. thomas multhaup

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Seite 6

LosLassen – Der trauer-ratgeber

Das Kreuz als Bildnis für das Leiden Christi ist ein wichtiges Symbol

im Christentum. Foto: dpa

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Dienstag, 19. Juli 2011

Symbolträchtige Hoffnung

Neben den „neuen Symbolen“

und „Ritualen“ bei Verabschiedung

und Trauerfeier gibt

es natürlich auch die klassischen,

meist kirchlichen Zeichen

und Symbole. Da auch

diese sich nicht mehr jedem automatisch

erschließen oder bekannt

sind, sollen sie vorgestellt

und gedeutet werden.

n Was bedeutet „Liturgie“?:

Kirchliche Feiern werden

häufig auch mit dem Begriff

„Liturgie“ bezeichnet. Dieses

griechische Wort meint eine

öffentliche rituelle Handlung,

durch die Gott verehrt wird

und/oder gläubige Menschen

in ihrem Glauben weiter gestärkt

werden sollen. Das gilt

natürlich auch im Hinblick

auf die Trauerfeier und die

Bestattung. Ihre Liturgie soll

Trost geben und den Glauben

an die Auferstehung der Toten

stärken.

gebete:Worte an gott

Gebete sind Worte an Gott. Je nach ihrem

Inhalt können es Lobpreisungen, Dankoder

auch Bittgebete sein. Viele Menschen

haben bei den kirchlichen Gebeten anlässlich

einer Trauerfeier den Eindruck, dass die

Worte Sünde,Schuld,Vergebung besonders

häufig auftauchen. Das mag durchaus sein.

Vielleicht fällt es manchen Menschen aber

auch nur deshalb besonders auf,weil diese

Worte sehr aus unserem Sprachgebrauch

verschwunden sind. Richtig ist auf jeden

Fall, dass sie vor allem im katholischen Ritual

unüberhörbar sind.

n Auferstehung –Kernpunkt

christlicher Hoffnung: Die

Auferstehung der Toten ist

der Dreh- und Angelpunkt

der christlichen Botschaft.

Diese Hoffnung gründet sich

darin, dass die christlichen

Kirchen fest davon überzeugt

sind, dass Jesus drei Tage nach

seinem Tod auferstanden ist

und denen, die an ihn glauben,

auch diese Auferstehung

am letzten oder jüngsten Tag

versprochen hat. Diese Botschaft

„Der Tod ist nicht das

totale Ende!“ prägt die kirchlichen

Rituale rund um eine

Beisetzung sowie die wichtigen

christlichen Zeichen.

n Kreuz: Die Trauerversammlung

geht beispielsweise von

der Trauerhalle aus zum Grab

hinter einem Kreuz her. Seine

Botschaft ist: Jesus ist gestorben

für die Menschen, auch für

den, der jetzt gerade beigesetzt

Dahinter steckt vermutlich eine Angst: die

Angst, dass die Lebensleistung eines Menschen

in Gottes Augen nicht ausreichen

könnte,sodass der Verstorbene nicht in den

Himmel kommt. Ob das so ist, weiß natürlich

niemand. Wer dann schaut, wie Jesus

gelebt hat und wie er auch mit menschlichen

Fehlern umgegangen ist, der wird diese

Angst nicht wirklich nachvollziehen oder

teilen können. Etwas mehr von der Liebe

und Menschenfreundlichkeit dieses Jesus in

Bestattungsritualen hörbar zu machen,

würde sicher vielen Trauernden helfen. tm

Bestattungshilfe RIEDL

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wird. Wer das als Glauben in

sich trägt, der darf zwar traurig

sein, aber letztlich nicht hoffnungslos.

n Erdwurf: Wenn der Sarg

oder die Urne beigesetzt sind,

dann wird häufig Erde in das

Grab geworfen. In diesem Zeichen

verbergen sich mehrere

Aussagen. Zunächst erinnert

der Erdwurf an den biblischen

Schöpfungsmythos, nach dem

Gott den Menschen aus der

Erde geformt hat und ihm

dann mit seinem Atem Leben

gegeben hat.

Am Ende des Lebens zerfällt

dieser Leib wieder und kehrt

in den Kreislauf der Natur zurück.

Das wird mit dem Erdwurf

auch sichtbar gemacht:

Man wird beerdigt, der Erde

zurückgegeben und mit Erde

bedeckt.

Wir beraten Sie in unseren Geschäftsräumen

oder auch gerne bei Ihnen zu Hause!

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(Fortsetzung auf Seite 7)

Wer betet, richtet seine Wünsche und

seinen Dank an Gott. Foto: dpa

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Dienstag, 19. Juli 2011

Schon im antiken Judentum findet sich bei religiösen Riten der Gebrauch von Weihrauch. Foto: dpa

Die begleitenden kirchlihen

Gebete beim Erdwurf

ringen zum Ausdruck, dass

erLeibdesMenschenetwas

esonderes ist, sein Leben

ber nicht mit dem Todzu

nde ist. Der Mensch wird

m Jüngsten Tag aufersteen

mit Leib und Seele. Siher

schwierig zu verstehen!

Spezielle katholische Rien:

Weihwasser und Weihauch

sind Riten, die im

vangelischen Bestattungsitus

nicht oder nur sehr

elten vorkommen. Das

Weihwasser erinnert an die

Taufe. Durch sie wird der

Mensch aus katholischer

Sicht ein Kind Gottes. Diese

Zugehörigkeithört mit dem

irdischen Tod nicht auf,

sondern reicht hinüber ins

neue und ewige Leben.

Der Gebrauch von Weihrauch

bei religiösen Zeremonien

ist älter als das

Christentum. Er findet sich

schon im antiken Judentum,

aber auch in anderen

Religionen. Die Harze, die

verbrannt werden, sind sehr

kostbar. Die gottesdienstli-

che Verwendung stellt also

eine besondere Verehrung

Gottes dar. Bei der katholischen

Beerdigung erinnert

die Verwendung von

Weihrauch noch an etwas

anderes: Er erinnert daran,

dass Gott durch den Heiligen

Geist in den Menschen

wohnt. Die Kirche sagt: Der

Mensch ist ein „Tempel des

Heiligen Geistes“. Das verleiht

dem Menschen eine

besondere Würde, die mit

seinem irdischen Todnicht

verloren geht.

Thomas mulThaup

Kurios: PozzuoLi, MüLL unD ein MausoLeuM

Bella Italia – viele Zeitgenossen

werden in den kommenden

Wochen wieder Urlaub in

Italien machen. Dass es in unserem

Nachbarland ein sogenanntes

Nord-Süd-Gefälle

gibt, das wissen viele. Norditalien:

reich und sauber,Süditalien:

arm und schmutzig, so

sehen es viele Italiener selber.

Im Zusammenhang mit dem

Thema Schmutz und Müll

macht insbesondere Neapel

immer wieder Schlagzeilen.

Diese Stadt und ihr Umland

scheinen tatsächlich in Müllbergen

zu versinken. Die Kapazitäten

für die Entsorgung

gewöhnlichen Mülls sind in

Neapel chronisch ausgeschöpft.

Neue Deponien werden

von Bürgern, die aufgehetzt

sind oder von der Mafia,

für die Sondermüll ein sehr

lukratives Geschäft ist, gekauft

sein sollen, blockiert.

Die nach vielen Jahren Planung

endlich fertiggestellte

Verbrennungsanlage von

Acerra kann nur einen Teil der

anfallenden Menge verarbeiten.

So entstehen ringsumher

illegale Müllkippen. Gleichzeitig

beherbergt die Region

rund um die süditalienische

Stadt ein reiches kulturelles

Erbe mit zahlreichen wichtigen

Ausgrabungsstätten, da-

Das gut erhaltene Mausoleum wurde unter insgesamt 58

Tonnen Sondermüll entdeckt. Foto: dpa

runter die UNESCO-Welterbestätte

Pompeji.

Pozzuoli ist eine Stadt mit

knapp 85000 Einwohnern in

der Provinz Neapel. Zur Zeitenwende,

als das Römische

Reich eine Weltmacht war,

war Puteoli, was kleiner

Brunnen heißt, eine bedeutende

Hafenstadt. Hier wohnten

also auch viele reiche und

reich gewordene Bürger.Auf

ein besonderes Zeugnis dieses

Reichtums stieß die italienische

Polizei vor kurzem bei

einem Einsatz gegen eine illegale

Müllkippe. Sie entdeckte

eine reich dekorierte

Römergrabstätte aus dem

zweiten Jahrhundert unserer

Zeitrechnung.

Dass überraschende archäologische

Funde gemacht

werden, passiert immer

wieder einmal, allerdings

selten unter so kuriosen

Umständen. Denn das gut

erhaltene Mausoleum in

Pozzuoli lag unter 58 Tonnen

Sondermüll.

Das Grabmal befand sich in

der Nähe eines Turmes aus

dem 17. Jahrhundert, der

ebenfalls als Müllkippe

missbraucht wurde. Die italienischen

Behörden zeigten

den Besitzer des Grundstücks

inzwischen wegen

Verstoßes gegen Vorschriften

zum Umweltschutz und

zum Erhalt des archäologischen

Erbes an. Tm

LosLassen – Der trauer-ratgeber Seite 7

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Krisenpädagogin und seit mehr als18Jahren in der Hospizbewegungtätig,Einblicke

in ihreArbeit gibt.

Eine Krise –und dazu gehörtzweifellos

der Verlusteinesgeliebten Menschen

–bedeutetimmer einen Bruchinder

Normalität undKontinuität desLebens,

manchmal auchden völligenZusammenbruch

alldessenwas war.

Ob dieserBruch zum Aufbruch führt,

entscheidetder Betroffene selbst.

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alleingegenüberstehtoder sich

unverstandenfühlt. Hier istesoftmals

sinnvoll,unter fachkundigerBegleitung

die eigenenRessourcenzuentdecken

undimDialog neue Perspektiven und

Wege zu finden sowieKraftfürpositive

Veränderungen zu schöpfen.

Vortragmit anschließendem Gespräch „Umgang mit Krisen“

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Seite 8

LosLassen – Der trauer-ratgeber

Weniger Opfer, weniger Leidensgeschichten

Hannah, ein lebenshungries

und fröhliches Mädchen,

eiert am 10. März 2007 ihren

4.Geburtstag.WenigeMonae

später wird sie von einem

5-jährigen Mann mit einem

esser überwältigt, gefesselt

nd geknebelt, über Stunden

estgehalten, vergewaltigt und

urz nach Mitternacht brutal

urch Messerstiche ermordet.

Loslassen“ sprach mit dem

ater von Hannah, Volker

iedeck, der seine Trauer auf

anz eigene Art und Weise verarbeitet

– bis heute.

Ihre Tochter Hannah ist

einem Gewaltverbrechen

um Opfer gefallen. Wie leen

Eltern und Geschwister

eiter, wenn eine solche

achricht überbracht wird?

Volker Wiedeck: „Es gibt

einRezeptfürdasÜberleben.

wischenzeitlich habe ich

on einigen Familien mit ähnichen

Schicksalen erfahren

der Berichte erhalten, dass

edes Familiensystem und darn

wiederum jeder Einzelne

öllig unterschiedlich auf diee

Situation reagiert. Für meie

Frau und mich war von

nfang an klar,dass wir schon

ür unsere beiden verbliebeen

Töchter weiter leben müsen.

Der Täter durfte nicht

och einmal mehr Macht über

olker Wiedeck

www.zanker.net/trauer Trauergebinde

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Am Waldfriedhof

Blumen sind

ein sichtbares Zeichen

des Abschiednehmens.

Unser Wissen hilft Ihnen,

die richtige Wahl zu treffen.

Wir beraten Sie in allen

Fragen des floralen

Trauerschmucks, der Grabanlage

und Grabpflege.

unsere Familie ausüben und

sie zerstören. Dies war für uns

die wesentliche Motivation.“

Hat IhreFamilie Hilfe und

Unterstützung erhalten?

Wiedeck: „Oh ja, ohne diese

Hilfe und Unterstützung

wären wir hoffnungslos überfordert

gewesen. Vorallem die

Familie im weiteren Sinne hat

für die Erledigung des Alltags

gesorgt. Einkäufe, Kochen,

Putzen. Ganz alltägliche Dinge,

zu denen wir nicht mehr

in der Lage waren. Auch die

Notfallseelsorge und der Opferschutz

der Polizei waren

sehr hilfreich. Auch menschliche

Gesten der Anteilnahme

aus der Nachbarschaft und

dem Freundeskreis waren

sehr wichtig.“

Bereits neun Monate

nach dem Verbrechen war

die Hannah-Stiftung gegen

sexuelle Gewalt gegründet.

Wie kam es dazu?

Wiedeck: „Nach der Tat

kam eine Flut von Betroffenen

auf jedes Familienmitglied

und den Notfallseelsorger zu,

um über eigene Erfahrungen

des sexuellen Missbrauchs

und Gewalt zu berichten.

Zumeist Frauen, aber auch

Männer. Diese Begegnungen

und Berichte haben mir die

Dimension der Gewalt und

des Missbrauchs deutlich vor

Augengeführt. Nach Wochen

des Grübelns wandte ich mich

an Alice Schwarzer,die meine

Absicht, eine Stiftung zu gründen,

in einem EMMA-Artikel

veröffentlichte und damit den

Stein ins Rollen brachte.“

Was leistet die Hannah-

Stiftung?

9 Medaillen

auf der BUGA 2005 -

Ihre Garantie

für ausgezeichnete

Leistung.

Hannah hatte noch ihr ganzes Leben

vor sich. Fotos: fkn

Wiedeck: „Die Hannah-Stiftung

ist in den Bereichen Prävention,

Intervention und Öffentlichkeitsarbeit

tätig. Die Präventionsmaßnahmen

finden durch

die Finanzierung von Kursen an

Schulen statt, welche die Kinder

vor sexuellem Missbrauch schützen.

Darin geht es um die Stärkung

des Selbstbewusstseins, die

Förderung der Wahrnehmung

ihrer Gefühle, die Erarbeitung

von Lösungsstrategien und wie

sie sich Hilfe holen können. Dazu

gehören auch Projekte zur

Selbstbehauptung, Förderung

der Klassengemeinschaft und die

Anleitung für ein respektvolles

Miteinander.

Anfang Juni 2011 hat die Hannah-Stiftung

in Kooperation mit

der Beratungsstelle gegen sexualisierte

Gewalt in Bonn eine eigene

Handreichung mit allen wichtigen

Sachinformationen und

schulischen Arbeitsmaterialien

für Grundschullehrer veröffentlicht.

Diese kann gegen eine

SchutzgebührvonzweiEuroPlus

Porto angefordert werden.

Leider können wir Gewalt und

Missbrauch trotz guter Prävention

nicht verhindern. Deshalb ist

die Intervention ein wichtiger Bereich

im Arbeitsfeld der Stiftung.

Hier fördern wir vor allem die

Arbeit von Beratungsstellen und

ähnlichen Einrichtungen, deren

Mitarbeiterinnen zumeist hoch

qualifiziert, erfahren und auf die

Thematik Gewalt, Vergewalti-

Grabpflege

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gung und sexueller Missbrauch

spezialisiert sind. Dort finden

Betroffene Beratung, therapeutische

Begleitung sowie Hilfen

und Begleitung zu Prozessen bei

Gericht.

Da über dem unbequemen

Thema Missbrauch und Gewalt

immer noch der Schleier des Tabus

liegt, legt die Hannah-Stiftung

großen Wert auf Öffentlichkeitsarbeit,

um zu informieren

und zu sensibilisieren. Erfreulicherweise

gibt es dazu immer

wieder Unterstützung aus der

Bevölkerung. Von Aktionstagen,

Bazaren und Lesungen

über sportliche Ereignisse, Benefizkonzerte

und Sammelaktionen,

bis hin zum Rheinischen

Karneval und Motorraddemos,

wird über die Thematik in der

Presse berichtet.“

Welche Ziele haben Sie für

die Zukunft der Stiftung?

Wiedeck: „Besonders wichtig

ist mir die Prävention in

der Stiftungsarbeit. Jedes Opfer

von Missbrauch und Gewalt

weniger ist mehr als eine Leidensgeschichte

weniger. Denn

auch Familie, Freunde und das

Lebensumfeld der Betroffenen

sind mitbetroffen. Deshalb

möchte ich insbesondere unsere

Präventionsprojekte an den

Schulen ausbauen. Im Laufe

Dienstag, 19. Juli 2011

spenDenKonto

■ Hannah Stiftung,

Kreissparkasse

Köln, Kontonummer

17003362, BLZ

37050299

■ Hannah Stifttung,

VolksbankBonn

Rhein-Sieg, Kontonummer

5505555017,BLZ

38060186

Die Stiftung wird von der

Deutschen Stiftungsagentur

verwaltet und die Spendenkonten

von Opferschutzbeauftragten

der Polizeibehörde

Bonn beaufsichtigt.

der nächsten Jahre werde ich

an diesem Projekt arbeiten und

weitereSpender und Sponsoren

suchen. Intensiv werde ich auch

an der Erhöhung des Stiftungskapitals

arbeiten, um die Bereiche

Prävention und Intervention

mit den nötigen finanziellen

Mitteln ausstatten zu können.

So bleibt es für die Zukunft der

Hannah-Stiftung wichtig, in der

Öffentlichkeit präsent zu sein,

um Spender anzusprechen.

Wirsind Ihnen behilflich!

Bei einem Trauerfall sind wir Tagund Nacht,

Sonn- und Feiertag erreichbar.

IntervIew: thomas multhaup.

InformatIonen & KontaKt

Die Hannah-Stiftung, die sich vor allem für die Prävention vor

sexueller Gewalt starkmacht, hat ihren Sitz in Königswinter.Ansprechpartner

ist Volker Wiedeck, Kantstraße 2, 53639 Königswinter,Telefon

02223/9070955,E-Mail:info@hannah-stiftung.

de.Nähere Informationen über die Stiftung und die Hintergründe

gibt es zudem im Internet unter www.hannah-stiftung.de.

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LosLassen – Der trauer-ratgeber Seite 9

Todesfall in der Familie: Die ersten Schritte

Wenn ein Mensch stirbt, dann sollte Zeit für Trauer

ein können. Doch es gibt eine Vielzahl von Dingen

u veranlassen und zu entscheiden. Die nachstehende

iste bietet Hilfestellungen an, um im Todesfall alle

otwendigen Schritte unternehmen zu können, damit

ine persönliche, angemessene und der Trauer Raum

ebende Bestattung möglich wird.

Hat der Verstorbene zu Lebzeiten Vorsorge getrofen

oder Wünsche hinsichtlich der Bestattung hinter-

Wenn ein geliebter mensch stirbt, umfängt viele hinterbliebene eine

rt dunkelheit. doch irgendwann kommt wieder licht am ende des

unnels. Foto: dpa

Wichtiger hinWeis

Punkte,die mit einem ✔ gekennzeichnet

sind, müssen

von Gesetzes wegen unbedingt

beachtet werden. die

anderen Punkte verstehen

sich als hinweis oder anregung,

woran man denken

sollte und was möglich ist.

lassen, so sollte sein diesbezüglicher „Letzter Wille“

nach Möglichkeit eins zu eins respektiert und umgesetzt

werden. Gibt es keine Vorsorgebestimmungen,

so haben die nächsten Angehörigen eines Verstorbenen

das Recht und die Pflicht, die Bestattung zu organisieren.

Dann entscheiden sie über Art und Umfang

der Bestattung. Sind keine Angehörigen zu ermitteln,

ordnet das Sozialamt in der Regel eine kostengünstige

Beisetzung, eine Ordnungsamtsbestattung an.

Die ersten und

wichtigsten schritte

Die Planung einer Bestattung umfasst viele Einzelpunkte.

Gerade im Schock der ersten Tage fällt

die Organisation dieser Dinge besonders schwer.

Hier kompetent, unaufdringlich und entlastend an

der Seite der Trauernden zu sein und zu helfen,

gehört zu den Kernaufgaben eines qualifizierten

Bestatters und aller an der Abwicklung des Sterbefalles

beteiligten Dienstleister.

Thomas mulThaup

Unmittelbar nach eintritt des todes

✔ ein arzt muss den Verstorbenen

untersuchen und offiziell

den tod feststellen. er stellt

den totenschein als wichtiges

dokument aus. sollte die todesursache

nicht eindeutig

festzustellen sein, ist der arzt

verpflichtet, weitere Untersuchungen

zu veranlassen, was

häufig die hinzuziehung der

Polizei und eine gerichtsmedizinische

Untersuchung bedeutet.

Für viele trauernde ist das eine

furchtbare situation: ein geliebter

mensch ist beispielsweise bei

einem häuslichen Unfall verstorben.

man ist entsetzt und geschockt.

Und dann ordnet der

arzt noch eine weitere Untersuchung

des Verstorbenen an!

doch kein arzt tut dies, weil er

jemandem damit etwas unterstellen

möchte. das Gesetz verpflichtet

ihn dazu.

Grundsätzlich gilt: die benachrichtigung

eines arztes sollte

auch die nachforschungen, ob der Verstorbene ein testament hinterlassen

hat, gehören zu den dringenden aufgaben. Foto: dpa

immerderersteschrittsein.stirbt

ein mensch daheim, dürfen die

angehörigen nicht länger als vier

stunden warten, bis sie den arzt

informieren.

tritt dertod im Krankenhaus oder

einer Pflegeeinrichtung ein, die

von Ärzten betreut wird, erfolgt

die benachrichtigung des arztes

Wir begleiten Sie

im Trauerfall

im regelfall durch diese einrichtung.

n benachrichtigung enger Verwandter,

um weitere schritte

zu besprechen.

n nachforschungen, ob derVerstorbene

zu lebzeiten seinen

Willen hinsichtlich seiner bestattung

hinterlassen hat. Tm

seit 1970 in Freising

Tel.: 08161-620 71

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Seite 10

LosLassen – Der trauer-ratgeber

Wahl des Bestatters und der Grabstätte

✔ Suche nach Grabstätte

Ist ein Grab im Familienbeitz,

das heißt, das Grabnutungsrecht

ist für eine betimmte

Zahl von Jahren erorben,

dann gibt es eine

rkunde, auf der neben dem

aufdatum auch die Grablage

ngegeben ist.

Auch wenn die Grabnutungsgebühr

noch für einige

ahre entrichtet ist, sind häufig

ommunale Gebühren für eie

Verlängerung der Grabstätennutzung

einzuplanen.

Ein Grabneukauf sollte in

uhe und nach einer Ortsbeichtigung

am ausgewählten

riedhof erfolgen. Wer als Anehöriger

zu diesem Zeitpunkt

chon eine Vorstellung von

inem möglichen Grabstein

at, sollte fragen, ob diese Art

on Grabstein an dem gewählen

Feld aufgestellt werden

ann. Unter Umständen gibt

s hier sehr genaue Vorschrifen

seitens der Friedhofsveraltung.

✔ Wahl des

Bestattungsunternehmens

Sicher sind Angehörige unittelbar

nach dem Todeines

eliebtenMenschenangespanner,

aufgewühlter als sonst. Desalb

haben sie das Recht, manhe

Frage auch zweimal zu stelen.

Bestatter sind mit dieser

ondersituation vertraut. Da es

m den einmaligen Abschied

on einem geliebten Menschen

eht, ist es für die Hinterbliebe-

Ihr Partner imMünchner Südostenfür:

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O

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Dienstag, 19. Juli 2011

Für die Einäscherung ist eine handschriftliche Verfügung vonnöten. Foto: dpa

nen wichtig, sicher und mit einem

guten Gefühl entscheiden

zu können. Um einen würdigen

Abschied zu gestalten, braucht

es Beratung und Information, zu

der auch zuverlässige Preisnennungen

gehören.

Dienstleistungen des

Bestatters:

n Abholung des Leichnams

Wer daheim Abschied nehmen

möchte, hat dafür Zeit.

Der Leichnam darf bis zu 36

Stunden – in einigen Bundesländern

24 Stunden –inder

Wohnung bleiben, bis er in

eine öffentliche Leichenhalle

–individuellenTrauer-und Gedenkschmuck

–Grabneuanlage

–ganzjährige Grabbetreuung und

mehrjährige Dauergrabpflege

überführt werden muss.

✔ Festlegung der

Bestattungsart

Möglich sind inzwischen

eine Reihe verschiedener Bestattungsarten.

Abgesehen

von der Erdbestattung setzen

die meis-ten Bestattungsarten

eine Einäscherung voraus.

Die Bestattungsart sollte im

Einklang mit dem Lebensstil

und der persönlichen Überzeugung

des Verstorbenen

sein.

Für folgende

Bestattungsarten braucht

es eine Verfügung:

Schwanseestraße 57

81549 München

Tel.: 089 699 685 3

www.berchtenbreiter.de

Einäscherung

n Verfügung zur Einäscherung

oder Kremierung:

Eine handschriftliche Verfügung

kann so lauten: „Ich

(Vor- und Nachname),

wünsche nach meinem Tode

feuerbestattet zu werden.

Ort, Datum, Unterschrift.“

Diese Verfügung kann

auch von den engsten Angehörigen

nach Eintritt des

Todes ausgestellt werden.

Gegen den Willen auch nur

eines dieser engsten Angehörigen

darf allerdings keine

Einäscherung erfolgen.

Seebestattung

nSeebestattungsverfügung:

Zu jeder Seebestattung ist

eine schriftliche Willenserklärung

erforderlich. Sie dokumentiert

den Wunsch des

Verstorbenen oder durch die

Hinterbliebenen, auf See be-

stattet zu werden.

Erledigung folgender

Behördengänge und

Terminierung:

n Absprache des Bestattungstermins

mit der Friedhofsverwaltung.

Haben Angehörige einen bestimmten

Terminwunsch,

sollten sie diesen dem Bestatter

sehr schnell mitteilen.

Da die Terminvergabe beispielsweise

in München zentral

erfolgt, wird er zwar versuchen,

den Wunschtermin

zu erhalten, kann das aber

nicht versprechen oder gar

garantieren.

n Absprache über die Nutzung

der Trauer- oder Leichenhalle

n Auswahl des Sarges/der

Urne

n Ankleiden des Leichnams,

Einbettung in den Sarg,

Sargbeigaben

(Fortsetzung auf Seite 11)

mal

mal etwas besonderes!

und unddoch doch günstig!

günstig!

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Dienstag, 19. Juli 2011

(Ein Verstorbener muss nicht mit einem

speziellenLeichenkleidangezogensein.

Auch eigene Kleidung ist möglich und

persönlicher.)

n Umfang der Bestattungsfeier.

n Absprache mit dem zuständigen

Pfarramt. (Das zuständige Pfarramt

sollte ebenfalls zeitnah über den Sterbefall

informiert sein, damit die Terinabsprache

für das Trauergespräch

it den Angehörigen und für die Bestattung

so schnell wie möglich erfolgen

kann.)

n Aufsetzen einer Todesanzeige.

n Vorbereitung der Trauerdrucksachen:

Trauerkarten, Sterbebilder.

n Blumenschmuck für die Bestattungsfeier.

n Bestellung von Blumenschmuck,

Handsträußen, Kränzen für die Bestattungsfeier

und eventuell den Gottesdienst

(mit dem zuständigen Seelsorger

vorher absprechen) bei einem Gärtner.

n Suche nach einem Trauerredner,

wenn der Verstorbene das bestimmt hat

der keiner Religionsgemeinschaft anehört.

Suche nach Trauermusik – Musikkaelle

– Trauerfeiersänger.

Reservierung einer Lokalität für den

eichenschmaus – Einladung von Beannten

und Verwandten.

Kondolenzbuch besorgen, falls geünscht.

Meldung des Todesfalls beim zutändigen

Standesamt und Beantraung

der Sterbeurkunden.

ierfür wird benötigt:

Bestattungstradition seit über 165 Jahren

WIR HELFEN WEITER

n Totenschein

n Personalausweis/Geburtsurkunde/

Heiratsurkunde. Bei Geschiedenen

Scheidungsvermerk oder Scheidungsurteil

mit Rechtskraftvermerk.

n Sterbeurkunde des Ehegatten, falls

der Verstorbene verwitwet war.

Das Bestattungsunternehmen übernimmt

auch diese Behördengänge.

Wenn der Verstorbene keine

deutschen Papiere besitzt

Ist der Verstorbene ausländischer

Herkunft, so müssen die Dokumente,

die nicht von deutschen Behörden ausgestellt

sind, in offizieller Übersetzung

vorliegen.

Sterbeurkunden: Wozu? Wie viele?

Nach einem Sterbefall ist für die Hinterbliebenen

die Sterbeurkunde das

wichtigste Dokument, um Rechtsbelange

und -geschäfte eines Verstorbenen

fortführen oder zu Ende bringen zu können.

Sie wird inDeutschland von dem

Standesamt ausgestellt, in dessen Bezirk

sich der Sterbefall ereignete, was nicht

immer gleichbedeutend mit dem Wohnort

sein muss.

Grundlage für die Ausstellung einer

Sterbeurkunde ist der Sterbeeintrag im

Sterberegister des Standesamtes. Die

Urkunde weist Geburts- und Sterbedatum

(Sterbeort und -zeit) sowie den Namen

des möglicherweise vorhandenen

oder vorverstorbenen Ehepartners sowie

das Dienstsiegel des ausstellenden

Standesamtes und den Namen des be-

•zuverlässige Soforthilfe imTrauerfall

•Bestattungen aller Art

•Überführungen im In- und Ausland

•Bestattungsvorsorge -auch mit finanzieller Absicherung

•große Auswahl an Särgen, Urnen &Bestattungsartikeln

•Erledigung aller Behördengänge und Besorgungen

•auf Wunsch Hausbesuche

•Gestaltung von persönlichen Trauerdrucksachen und -anzeigen

•Trauerfloristik, Musik und Redner

Beratungszentrum im Haus der Trauerkultur: Baldurstraße 27 -amWestfriedhof

Zentrum: Lindwurmstr aße 19

Großhadern: Immastraße 1 | Haidhausen: Ismaninger Straße 7

Harlaching: Seybothstraße 66 | Obermenzing: Bergsonstraße 41

Pasing: Bodenseestraße 7 | Perlach: Ottobrunner Straße 145

Waldfriedhof: Würmtalstraße 20

Sie finden uns unter anderem in:

Bad Tölz |Dachau |Dorfen |Erding |Freising |Fürstenfeldbruck

Garmisch-Partenkirchen |Germering |Gilching |Murnau

Neufahrn bei Freising |Weilheim |Wolfratshausen

Eine Todesanzeige in der Zeitung informiert

unter anderem über die Beerdigung und

die Trauerfeier. Foto: dpa

urkundenden Standesbeamten aus.

Sterbeurkunden für Rentenzwecke

sowie für die Sozialversicherung werden

kostenfrei ausgestellt. Sie tragen

einen Aufdruck, aus dem die Zweckbestimmung

hervorgeht. Jede weitere Sterbeurkunde

kostet seit 2009 nach Maßgabe

von Landesrecht zehn Euro.

Da Banken und Versicherungen oft

auf der Vorlage einer Sterbeurkunde im

Original bestehen, sollte die Anzahl der

Sterbeurkunden eher großzügig bemessen

werden.

LosLassen – Der trauer-ratgeber Seite 11

Man sollte darauf achten, dass man

mit der Aushändigung der Sterbeurkunden

alle im Original vorgelegten Papiere

und Dokumente zurückbekommt.

Wenn ein Angehöriger

im Ausland stirbt

Stirbt ein Angehöriger im Ausland,

stellt das Standesamt dort eine Sterbeurkunde

aus. Mit der ausländischen

Sterbeurkunde können die Angehörigen

dann, falls dies beispielsweise im

Zusammenhang mit der Beantragung

eines Erbscheines erforderlich ist, über

den örtlichen Standesbeamten in

Deutschland oder die deutsche Auslandsvertretung

die Ausstellung einer

nachbeurkundenden deutschen Sterbeurkunde

durch das Standesamt I in Berlin

(Rückerstr. 9,10119 Berlin, Telefon

030/90207-0) beantragen.

n Meldung des Todesfalls

✔ Beim Arbeitgeber des Verstorbenen,

sofern er noch berufstätig war

n Bei Bekannten und Verwandten

n Bei Vereinen, Organisationen und

eventuell dem ehemaligen Arbeitgeber,

falls eine Teilnahme an der Bestattungsfeier

erwünscht ist.

Praktischer Hinweis:

Wenn ein alleinstehender Mensch

verstorben ist, sollte auch an Nachstehendes

gedacht werden:

n Versorgung von Haustieren.

n Wasser und Gas in der Wohnung abstellen.

Thomas mulThaup

www.trauerhilfe-denk.de

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Im eigenen Interesse und dem Ihrer

Anhörigen hilft eine Bestattungsvorsorge,

die letzten Dinge zu regeln.

• Art und Umfang der Bestattung regeln

• finanzielle und seelische Entlastung

Ihrer Angehörigen

BESTATTUNGEN &ÜBERFÜHRUNGEN &VORSORGE


Seite 12

LosLassen – Der trauer-ratgeber

Auch nach der

Bestattung warten

noch wichtige

Aufgaben auf die

Hinterbliebenen.

Danksagungsanzeige in

der Zeitung oder Danksagungskarten

✔ Abmeldung bei Krankenkasse,

Rentenkasse, Sozialamt,

Versorgungsamt

✔ Falls Betriebsrenten gezahlt

werden: Abmeldung

beim ehemaligen

Arbeitgeber

Kündigung von laufenden

Zahlungen wie

Miete, Einzugsermächtigungen,

Daueraufträgen,

Bankkonten, Fernsehund

Rundfunkgebühren,

Telefon, Mobiltelefon,

Internet, Versicherungen,

Zeitschriften sowie Vereins-

und sonstigen Mitgliedsbeiträgen

Antrag auf Rentenfortzahlung

(¼ Jahr) beim Rententräger

stellen (dafür

wird eine Kopie der Sterbeurkunde

benötigt)

Handschriftliches oder

nicht amtliches Testament,

sofern vorhanden,

nach Auffinden an das

Nachlassgericht übergeben,

dann eine ausrei-

Regionale Trauerfälle

Auch nach der Veröffentlichung in der Zeitung können Sie

Trauerfälle, Nachrufe und Danksagungen aus Ihrer Region auf

trauer.de nachlesen.

Kündigungen und Steuerfragen

» Das Trauer-und GemeinschaftsportalIhrer Zeitung. «

Im Internet: www.Trauer.de

VonDer PfLege

bis zum grabstein

■ grabpflege

Natürlich pflegen viele Angehörige

die Grabstätte selber.Wer

das aber nicht übernehmen

kann und will, kann

einen Gärtner mit einer Dauergrabpflege

beauftragen.

Die anfallenden Kosten richten

sich nach der Art des

Grabes (beispielsweise Urnen-,

Einzel- oder Doppelgrab),

der gewünschten Bepflanzung

und der Vertragslänge.

■ grabeinfassung

und grabstein

Dienstag, 19. Juli 2011

Wenn alle Aufgaben erledigt sind, sollten Angehörige versuchen, erst einmal etwas Abstand zu gewinnen. Foto: dpa

chende Anzahl von Erbscheinen

beantragen

■ Räumung der Wohnung

■ Abmeldung Kfz – Abmeldung

der Kfz-Steuer beim

Finanzamt

■ Benachrichtigung von Geschäftspartnern

■ Meldung beim Finanzamt

und Erstellung einer Steuererklärung

■ Nachsendeantrag bei der

Post stellen

Wichtiger Hinweis:

Bestattungskosten eines

nahen Angehörigen können

steuerlich geltend gemacht

werden, soweit sie nicht aus

dem Nachlass gezahlt werden

können und nicht durch

Ersatzleistungen (zum BeispielSterbegeldversicherung

oder Kapitallebensversicherung)

gedeckt sind.

Aufwendungen bis zu einer

Höhe von 7500 Euro ein-

schließlich Grabstein werden

von den Finanzämtern als

noch angemessen angesehen.

Nicht abzugsfähig sind mittelbare

Bestattungskosten

wie beispielsweise:

■ Bewirtung von Trauergästen

■ Trauerkleidung

■ Reisekosten

thomas multhaup

BeiErdbestattungenwerdenin

der Regel Grabeinfassungen

undGrabsteineamGrabangebracht.

Ein Steinmetz informiert

darüber,welche Setzzeit

nach der Bestattung sinnvoll

ist. Ein Grabmal sollte nach

Wer sich für die Dauergrabpflege entscheidet, legt das Aussehen

der Grabstätte in die Hände der Profis. Foto: dpa

Möglichkeit dem Lebensstil,

der Lebenseinstellung und

auch der religiösen Überzeugung

des Verstorbenen entsprechen.

Eine gute Frage bei

der Auswahl ist folgende:

„Was würde der Verstorbene

für sich selber wollen oder

auswählen?“ tm


Dienstag, 19. Juli 2011

„Bestattungs-Chinesisch“:

Ruhezeit, Umbettung, Abräumen

Ruhezeiten

Der Körper eines Verstorbenen

muss nach der Bestatung

eine vorgeschriebene

eitspanne im Grab verbleien,

bevor dieses neu vergeen,

also neu belegt werden

ann. Diese Regelung gilt bei

argbestattungen ebenso wie

ei Urnenbestattungen. Allerings

können sich die Liegeeiten

unterscheiden. Die

eitspanne, die der Leichnam

ach der Beisetzung im Grab

erweilen muss, wird als Ruezeit

bezeichnet.

Wie lange sie zu dauern

at, wird von der Stelle, die

en Friedhof verwaltet, meist

lso den Gemeinden und

ommunen, amtlich festgeetzt.

Dabei werden folgende

riterien berücksichtigt: Die

auer des biologischen Zeretzungsprozesses

im Erdeich

und die traditionelle

Der Körper eines Verstorbenen muss einen bestimmten

Zeitraum im Grab bleiben. Foto: dpa

änge der Totenruhe, die

em Verstorbenen im Noralfall

eingeräumt wird. Die

uhezeiten im Grab variieren

e nach der Grabart und dem

ewählten Friedhof.

Dauer der

Ruhezeit

Die Zeit, die der Leichnam

m Grab „ruhen“ muss, wird

enau festgelegt und richtet

ich vor allem nach der Boenbeschaffenheit

des Friedofs.

Ist der Boden sehr sauer,

ann die Zeit kürzer ausfallen

ls in anderen Gebieten. In

er Regel beträgt die Liegezeit

m Grab bei einem Erdwahlrab

20 bis 30 Jahre. Für vertorbene

Kinder und Säugline

gelten andere Regelungen,

blich ist eine Zeit von 10 bis

0 Jahren.

Bei der Bestattung einer

rne sind meist zehn bis 25

ahregesetzlich festgelegt. Bei

iner Baumbestattung kann

ie Zeitspanne bis zu 99 Jahre

etragen. Bei einigen Alternaivbestattungen

wie der Seeestattung

oder der Luftbetattung

gibt es keine Ruheeit:

Die Asche wird janicht

n einem wirklichen Grab bei-

gesetzt. Beispielsweise müssen

Urnen, die bei der Seebestattung

Verwendung finden,

aus einem Material sein, das

sich innerhalb von 24 Stunden

auf dem Meeresboden

zersetzt.

Umbettung

während der

Ruhezeit

Grundsätzlich steht die Totenruhe

immer über dem

Wunsch nach Umbettung.

Umbettung meint, dass der

Leichnam oder die Urne während

der Ruhezeit aus dem

ursprünglichen in ein anderes

Grab gebracht werden. Eine

Umbettung ist also nie ein

Normal-, sondern immer der

Ausnahmefall. Folgende Anlässe

und Gründe kann es

geben, die eine Umbettung

dennoch möglich

machen: Die

zentrale Bestattung

von (teils

nur notdürftig

begrabenen)

Kriegsopfern auf

einem Soldatenfriedhof,

die Re-

habilitation von

ehemals verfolgtenStaatsbürgern

oder umgekehrt

die Ächtung von früher

geehrten staatlichen Persönlichkeiten

oder als Einleitung

eines kirchlichen Seligsprechungsprozesses.

Die Exhumierung, eine Untersuchung

der Leichenreste

und die anschließende neuerliche

Bestattung an einem Ort

der künftigen Verehrung ist

Voraussetzung dafür. Auch

die Schließung eines Friedhofs

durch den Friedhofsbetreiber

kann ein Grund sein.

Neben diesen öffentlichen,

gibt es aber auch persönliche

Gründe, die eine Umbettung

möglich machen. Gerichte

haben als wichtigen Grund

zumBeispielanerkannt,wenn

derVerstorbeneselbstdenOrt

seiner letzten Ruhe anders bestimmthatte,wennVerstorbene

in einem Familiengrab zusammengelegt

werden sollen

oder wenn wegen räumlicher

Entfernung den engsten Angehörigen

der Besuch am bisherigen

Grab nicht mehr zugemutet

werden kann.

Über den entsprechenden

Antrag, den nur die engsten

Angehörigen stellen können,

entscheidet der Friedhofsbetreiber

oder -träger,meist also

die Kommune oder die kirchliche

Gemeinde.

Nach Ablauf

der Ruhezeit

Nachdem die vorgeschriebene

Ruhezeit abgelaufen ist,

kann das Grabnutzungsrecht

bei sogenannten Wahlgräbern

in der Regel verlängert werden.

Dies müssen die Angehörigen

wollen und natürlich auch bezahlen.

Wird keine Verlängerung

beantragt, wird die Grabstelle

aufgelöst und neu vergeben.

Steinmetzbetrieb

Wolfgang NeumeierinErding

Das Schwerste, was das Leben uns abverlangen kann,

ist der Abschied von einem geliebten Menschen,

der uns für immer verlassen hat.

Unser Herz steht für einen Augenblick still,

ungläubig, fassungslos.

Es ist, als hätten alle Uhren aufgehört zuschlagen.

Nichts ist mehr, wie es war.

Was bleibt, ist die Erinnerung.

Ein Grabmal würdigt die Erinnerung an einen geliebten

Menschen, ist Andenken, Zeichen, Monument in einem

Ausdruck von Liebe und Verbundenheit, entscheidend

für die Ausdruckskraft ist das gewählte Material.

Dazu bieten wir Ihnen:

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Zeit entsprechendes Grabmal zu verwirklichen,

wäre ein persönliches Gespräch in unserem

Hause sinnvoll (Erding, Michael-Ferstl-Str.12).

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

LosLassen – Der trauer-ratgeber Seite 13

Abräumen

Dann muss ein Grab abgeräumt

werden. Das gilt auch

dann, wenn man als Nutzungsberechtigter

das Grab vor Ablauf

der Ruhezeit zurückgeben

möchte.

Abräumen bedeutet, dass das

Grab in den ursprünglichen Zustand

zurückversetzt wird. Die

Grabstelle wirdeingeebnet. Die

Bepflanzung, Grableuchte, weiterer

Grabschmuck, der Grabstein

sowie die Umrandung

müssen entfernt und fachgerecht

entsorgt werden. Kurzum all das,

was während der Zeit der Grabnutzung

auf das Grab gebracht

wurde, muss entfernt werden.

Das Abräumen kann von der

Gemeinde durchgeführt oder

von dem, dem das Grab gehört,

selbst oder privat in Auftrag gegeben

werden. Wird die Einebnung

von Mitarbeitern der Gemeinde

oder Kommune durchgeführt, so

erhält der Nutzungsberechtigte

darüber eine Rechnung. Das

Grabmal ist Eigentum des Nutzungsberechtigten.

Ein gut erhaltenes

Exemplar aus einem dicken

Stein, bei dem die Schrift abgeschliffenwerdenkann,kannman

unter Umständen einem Steinmetz

zur Weiterverwendung anbieten.

Hohe Summen sollte man

allerdings nicht erwarten.

Thomas mulThaup


Seite 14

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Dienstag, 19. Juli 2011

Aufgabenverteilung: Hilfe

an der richtigen Stelle

Wer mit Trauernden häufiger

zu tun hat, der weiß aus

eigener Erfahrung: Viele

Trauernde stehen wirklich

unter einer Art Schockzustand.

Mitarbeiter von Bestattungsunternehmen,

aber

auch von Friedhofsverwaltungen,

von Floristen und

Druckereien erleben diese

Ausnahmesituation oft tagtäglich.

Manche Angehörige

sind zerstreut, viele sagen

später von sich selber, dass

sie neben sich gestanden

wären. Aber auch Aggressivität

und erhöhte Empfindsamkeit

von Trauernden

kennt jeder, der mit Bestattungen

zu tun hat. Das immer

auszuhalten, ist nicht

ganz einfach. Das zu ändern,

nicht möglich und

auch nicht sinnvoll.

Dorfen,080 81/9 55 35 01, Bahnhofstr. 4

(Fortsetzung

auf Seite 15)

Schwindegg/Buchbach, 08082/94 71 82 Kothbach 4

Mühldorf, 086 31/76 03, Krankenhausstr. 2a


Dienstag, 19. Juli 2011

Menschen, die Trauernde bei der

Vorbereitung und Durchführung einer

Bestattung beraten, helfen sich,

wenn sie von Anfang an wissen: Diese

Empfindsamkeit, die Aggressivität,

die Dünnhäutigkeit richten sich

nicht gegen sie persönlich, sie sind

Teil der Veränderung, die Hinterbliebene

in diesen ersten Tagen der Trauer

erleben und aushalten müssen.

Gleichzeitig brauchen Angehörige

klare und zuverlässige Informationen.

Die meisten Menschen haben mit

dem Thema Bestattung nur im Akutfall

zu tun. Also dann, wenn ein Angehöriger

verstorben und nun beizusetzenist.DerBegriffBestattungsunternehmen

oder Bestatter lässt nicht

wenige von ihnen vermuten, dass der

Bestatter alles macht. Alles, so die

Vorstellung, bedeutet: VomAbholen

desVerstorbenenüberdenGrabkauf

bishinzurTerminierungund Gestaltung

von Trauerfeier und Beisetzung.

Das stimmt so nicht. Ein

Grab muss man beispielsweise immer

persönlich erwerben.

Ansonsten stimmt diese Vermutung

überall dort, wo eine Gemein-

n Beratung der Hinterbliebenen

im Hinblick auf die

Bestattungsart und die damit

verbundenen Formalitäten

n würdige Ausgestaltung

sowie vorschriftsmäßige

Durchführung der Bestattung

n Regelung der behördlichen

und kirchlichen Formalitäten

n Terminierung der Trauerfeierlichkeiten

n Formalitätenklärung mit

der Friedhofsverwaltung

n Gestaltung, Vermittlung

sowie Lieferung von Traueranzeigen

n Beratung in Fragen zur

Wahl von Sarg oder Urne

n Ankleiden des Verstorbe-

Das Vorbereiten des Leichnams für die

Bestattung gehört zu den klassischen

Bestatter-Aufgaben. Foto: dpa

de oder auch eine Stadt die Aufgaben

der Friedhofsverwaltung vertraglich

an einen bestimmten Be-

KLassische bestatter-aufgaben

statter weitergegeben hat. Wird

dieser dann von Angehörigen auch

als Bestatter gewählt, dann ist er

tatsächlich für (fast) alles zuständig.

Grundsätzlich aber haben ein

Bestatter und eine Friedhofsverwaltung

unterschiedliche Aufgaben

und Kompetenzen, die sich

ergänzen. Der Bestatter kümmert

sich um alles, was mit der Bestattung

zu tun hat. Betrifft das dann

einen Friedhof, so fällt das in die

Zuständigkeit der Friedhofsverwaltung.

Trauernde werden an diesen Details

nicht wirklich interessiert sein.

Sie haben im wahrsten Sinn des

Wortes andere Sorgen. Ihnen aber

in guter und sachlicher Form die

Unterschiede erklären zu können,

ist allen eine Hilfe: den Trauernden,

den Bestattern und auch den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern der

Friedhofsverwaltung. Kompetenz

und geklärte Zuständigkeiten verfolgen

dann dieselben Ziele: Unterstützung

der Trauernden einerseits,

eine Bestattung des Verstorbenen

in seinem und im Sinne der Angehörigen

anderseits. thomas multhaup

Die Aufgaben des Bestatters sind manigfaltig. Foto: dpa

nen (kann aber auch von

den Angehörigen selber

übernommen werden)

n Einbetten oder Einsargen,

n Abholung vom Sterbeort

und Überführung zum Friedhof

n Aufbahren des Verstorbenen

n Überführung zum Fried-

hof oder Krematorium

n Vermittlung von Ansprechpartnern

für Trauerreden,

Floristik oder musikalische

Darbietungen. tm

LosLassen – Der trauer-ratgeber Seite 15

aufgaben Der

frieDhofsverwaLtung

n Durchführung von Beisetzungen auf

den kommunalen Friedhöfen

n Ansprechpartner für Bestatter und Bürger

n Erstellung von Gebührenbescheiden

n Vergabe von Nutzungsrechten an verschiedenen

Grabarten, also der „Grabkauf“

n Verlängerung von Nutzungsrechten

n Bearbeitung von Umbettungsanträgen

n Zuordnung von Bestattungsbezirken

(Darin wird festgelegt, für welche Gemeinde-

oder Stadtgebiete ein bestimmter

Friedhof im Normalfall vorgesehen

ist.)

n Bearbeitung von Grabmalanträgen/

Durchführung der jährlichen Grabmalprüfungen

auf Standsicherheit

n Überwachung der Ruhefristen (Ruhefristen

sind die Zeiten, in denen in einer

Grabstätte keine weitere Bestattung

durchgeführt werden darf.)

n Erteilung von Sondergenehmigungen

für Gewerbetreibende und Bürger (Beispielsweise

können in manchen Kommunen

Gehbehinderte für größere Friedhöfe

ein Fahrrecht für ihren PKW erhalten können,

um an das Grab der Angehörigen

gelangen zu können.)

n Herrichtung und Unterhaltung der

gärtnerischen Anlagen außerhalb der

Grabstellen

n Unterhaltung der Friedhofsgebäude,

Wasserzapfstellen und der Wege auf den

Friedhöfen. tm


Seite 16

LosLassen – Der trauer-ratgeber

eigenverantwortung

Auch wenn Angehörige nach

dem Tod entscheiden können,

ob aus dem Körper des

Verstorbenen eine Organspende

erfolgen darf, so ist

Eigenverantwortung und die

persönliche Entscheidung zu

Lebzeiten doch die bessere

Wahl. Die Wege,an einen Organspendeausweis

zu gelangen,

sind denkbar einfach

geworden. Federführend ist

in Deutschland die „DSO“,

die Deutsche Stiftung Organtransplantation.

Unter der kostenfreien Rufnummer

des Infotelefons,

08 00 /9040400, kann man

sich ausführlich informieren

und beraten lassen und natürlich

auch den Organspendeausweis

anfordern. Ausführliche

Informationen zum

Thema, aber auch die Möglichkeit,

online den Ausweis

auszufüllen, bietet die dazugehörige

Homepage www.

fuers-leben.de.

Selbst eine entsprechende

App, also eine Minianwendung

für Smartphones und

Mobiltelefone, gibt es. Beim

Umgang mit dem Thema zeigen

die Verantwortlichen

viel Fingerspitzengefühl:

Gute und verstehbare Informationen

einerseits, kein

mahnender Zeigefinger oder

ein Druck auf die Tränendrüse

andererseits.Aber entziehen

kann man sich des Themas

und der Entscheidung

für das eigene Leben nicht

mehr, wenn man die Informationen

wirklich aufgenommen

hat. tm

Spenderorgane retten Leben. Foto: dpa

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Dienstag, 19. Juli 2011

Blickpunkt Organspende:

Zum Lebensretter werden

Am 4. Juni war „Tag der Organspende“. Foto: dpa

365 Tage hat das Jahr und

die allermeisten davon haben

nicht nur ein Datum, sondern

sind einem besonderen

Anlass gewidmet. Wer kennt

sie nicht, den Tag des Nichtrauchers,

den Tag des Buches,

Muttertag, um nur einige

willkürlich herauszugreifen?

Auch der 4. Juni 2011

war einem besonderen Anlass

gewidmet. Und aus diesem

Anlass wurde in den

Medien besonders intensiv

über einen Politiker berichtet,

allerdings nicht in seiner

Eigenschaft als Politiker. Es

war Frank-Walter Steinmeier,der

deshalb im Blickpunkt

stand, weil er im vergangenen

Jahr seiner Frau eine

Niere gespendet hatte.

Ja, der 4. Juni 2011 war in

Deutschland der Tag der Organspende:

„Richtig.Wichtig.

Lebenswichtig“, so hieß das

Motto. Bei der zentralen Veranstaltung

in Frankfurt sagte

Steinmeier: „Das ist mein

Portemonnaie – da ist nicht

immer Geld drin, aber mein

Organspendeausweis ist immer

dabei.“ Er appellierte damit

an die etwa 15000 Menschen,

die am Samstag, 4. Juni,

nach Frankfurt am Main gekommen

waren. Mit einer

Luftballon-Aktion, einem

Bühnenprogramm und Infoständen

an der Hauptwache

machten Politiker, Prominente,

Betroffene und Experten

auf das lebenswichtige Thema

aufmerksam.

„Organspende bezeichnet

das zur Verfügungstellen

von Organen eines lebenden

oder verstorbenen

Menschen zur Transplantation.

Für beide Formen

der Organspende gelten gesetzliche

Regelungen, die in

Deutschland im Transplantationsgesetz

festgelegt

sind.

Voraussetzung für eine

Organspende durch einen

Verstorbenen ist aber immer

die eindeutige Feststellung

des Hirntodes, bei gleichzeitiger

künstlicher Aufrechterhaltung

von Atmung und

Kreislauf. Er muss von zwei

unabhängigen erfahrenen

Ärzten nach den Richtlinien

der Bundesärztekammer zur

Hirntod-Diagnostik festgestellt

worden sein.“ So weit

der nüchterne Lexikontext.

Emotionale Zahlen

Doch das Thema „Organspende“

ist kein sachliches,

sondern ein hochemotionales.

Selbst Zahlen lassen diese

Emotionalität spüren. Im

Jahr 2010 stellten 1296 Menschen

nach ihrem Tod Spenderorgane

zur Transplantation

zur Verfügung.

(Fortsetzung auf Seite17)

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Dienstag, 19. Juli 2011

st das Organ gespendet, muss es meistens ganz schnell gehen. Fotos: dpa

Das war aus Sicht der

eutschen Stiftung Orantransplantation

eine

ehr gute Zahl, denn in

en Jahren zuvor war die

ahl der Spender gesunen

oder nur minimal

ngestiegen.Gleichzeitig

arten aber 12 000, also

twa zehnmal so viele

atientinnen und Patinten,

auf eine Organpende.

Ein Warten, das

icht selten vor der

ransplantation mit dem

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Todendet, weil eben kein

geeignetes Spenderorgan

zur Verfügung steht. Wie

so oft, gilt auch hier: Wer

Betroffener, wer ein Wartender

ist oder wer einen

Menschen, der auf eine

Organspende wartet,

kennt, dem wird das Thema

sehr nahe sein, und

umgekehrt.

Transplantierbare

Organe

Gespendet und transplantiert

werden Nieren,

Leber, Herz, Lunge, Pankreas

und Dünndarm, außerdem

Gewebe wie beispielsweise

Hornhaut und

Knochen. Dank des medizinischen

Fortschritts wer-

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auch sonn- und feiertags

den die Operationserfolge

immer besser.

Im Fall des Falles

Seit Inkrafttreten des

deutschen Transplantationsgesetzes

im Dezember

1997 gilt in Deutschland

die sogenannte „Erweiter-

LosLassen – Der trauer-ratgeber Seite 17

teZustimmungslösung“: Der Wille des

Verstorbenen zu Lebzeiten

hat Vorrang.

Liegt keine Zustimmungvor,beispielsweiseinFormeinesOrganspendeausweises,können

Angehörige durch

Ärzte gebeten werden,

eine Entscheidung

nach dem vermuteten

Willen des Verstorbenen

zu treffen. Hat der

mögliche Organspender

die Entscheidung

auf eine bestimmte Person

übertragen, wie das

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(K)eine reLigiöse

Frage?

Christliche Kirchen wenden nichts gegen eine

Organspende ein. Doch es gibt religiöse Gemeinschaften,

die aus verschiedenen Gründen

ihren Mitgliedern davon abraten oder sie untersagen.

Wem Organspende im Wortsinn ein Herzensanliegen

oder eine Frage des Gewissens ist,

der wird fernab von jeder Vorgabe seinen eigenen

Standpunkt dazu gewinnen und vertreten.

Berührt gingen unlängst die zahlreichen Mitfeiernden

einer Trauerfeier auf einem Münchner

Friedhof nach Hause.Der bei einem Verkehrsunfall

verstorbene Endfünfziger hatte immer seinen

Organspendeausweis dabei: Seine Organe

retteten wirklich Leben. Viel mehr an praktizierter

Nächstenliebe, so der Redner, ginge wohl

nicht mehr! tm

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im Organspendeausweis

möglich ist, tritt

diese an die Stelle des

nächsten Angehörigen.

Werden Spenderorgane

zu wissenschaftlichen

Zwecken verwendet?

Auf diese

Frage antwortet die

DSO eindeutig mit

„Nein“. Organspenden

dienen einzig dazu,

anderen Menschen

die Chance auf ein

neues und gesundes

Leben zu schenken.

thomas multhaup

Dieses Mädchen wurde durch ein Spenderorgan

gerettet. Foto: dpa


Seite 18

LosLassen – Der trauer-ratgeber

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Die Erinnerung ist das einzige Paradies,

aus dem wir nicht vertrieben werden können.

(Jean Paul)

Unser lieber Vater

Anton Lechner

ehem. Landwirt und Ziegeleibesitzer

*8.5.1945 †4.2.2006

Auferstehung ist unser Glaube,

Wiedersehen unsere Hoffnung,

Gedenken unsere Liebe.

Augustinus

ist seiner Frau in den ewigen Frieden gefolgt.

In Liebe und Dankbarkeit:

Dr. Anton und Traudl Lechner

mit Michael, Brigitte und Robert

Unterföhring im Namen aller Angehörigen

MUSTER

Beerdigung am Mittwoch, dem 9. Februar 2006, um 9.30 Uhr im Kirchenfriedhof.

Sterberosenkranz am Donnerstag, dem 10. Februar 2006, um 18.00 Uhr.

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Trauerrede

Umgang mit Verlust

Seelsorge

Sterben &Tod

Vortragstätigkeit

Dienstag, 19. Juli 2011

Wenn Trauernde wie ein Uhrwerk funktionieren

Wenn ein naher Verwandter

stirbt, dann tut sich für die Hinterbliebenen

oft ein Abgrund

auf. Außenstehendebekommen

das allerdings nicht immer mit.

Trauernde wirken nach außen

oft viel gefasster, als sie es sind.

Einerseits wollen sie ihre Trauer

aus falscher Scham gar nicht so

öffentlich zeigen, andererseits

funktionieren sie wie ein Uhrwerk.

Woher dieses „Funktionieren“

kommt? Dazu gibt es

verschiedene Untersuchungen,

auch medizinische. Diese haben

erkennen lassen, dass unter

anderem bestimmte Hormone

dieses Funktionieren ermöglichen.

Diese Hormonausschüttung

ist eine Art Überlebenschutz.

Mancher Trauernde würde

sonst von der Wucht seiner

efühle vermutlich selber umgeracht.

Trauer ist keine

Krankheit

Trauer ist ein Gefühl. Ein ganz

esonderes und wertvolles noch

dazu. Die Fähigkeit, Verluste

nicht nur zu erleiden, sondern

anzunehmen und verarbeiten zu

können, ist etwas Großes. Natürlich

sind das schwere und kräfteraubende

Prozesse. Wer sich

ihnen stellt, sie alleine oder mit

Hilfe besteht, reift daran. Weres

kann, sollte nach den ersten Tagen

der Fassungslosigkeit versuchen,

Trauer auszuhalten. Wenn

das noch nicht geht, gibt es sicher

auch medizinische Hilfen, die

häufig den Trauerschmerz eher

abschalten oder verdrängen.

Selbsthilfegruppen bieten eine

andere Hilfe an.

n Selbsthilfegruppen: Trauergruppen

gibt es inzwischen viele.

Es gibt Trauernde, für die solche

Gruppen wie die Initialzündung

sind, wieder Fuß im Leben zu

fassen. Die Erfahrung, nicht alleine

einen schweren Verlust erlitten

zu haben, kann die eigene

Perspektive nachhaltig verändern.

Im Gespräch mit anderen

Trauernden kann ich aber

auch die ein oder andere Lösungsstrategieerfahren.„Ich

mache das so!“, „Mir tut gut,

wenn …“ Sicher erhält man

keine Patentrezepte, wie

man die Trauer verarbeitet,

aber mit einem Impuls oder

einer neuen Idee aus einem

Gruppentreffen nach Hause

zu gehen, kann gut tun. Viele

Leiterinnen und Leiter

solcher Gruppen sind nicht

nur Mitbetroffene, sondern

auch Geschulte. Sie können

also auch noch einen gewissen

Expertenrat mitgeben.

n Trauerbegleitung: Natürlich

gibt es auch Trauernde,

die sich mit ihrer Trauer in

einer Gruppe nicht öffnen

könnenoderwollen.Fürsie,

aber auch für die Trauernden,

die sich professionelle

Hilfe wünschen, kann ein

Trauerbegleiter der richtige

Ansprechpartner sein.

An eine Trauerbegleitung

sollte man dann für sich

denken, wenn auch mehrere

Monate nach dem

Verlust das Gefühl anhält,

dass alles immer eher

noch schlimmer als besser

wird. Eine der wichtigsten

Kompetenzen des Trauer-

Ins gespräch kommen

Nicht über den Schmerz

zu sprechen, das wäre allerdings

verhängnisvoll.

Menschen brauchen Kommunikation

und Austausch,

gerade auch in der

Trauer. Viele Trauernde

werden dabei aber von ihrer

eigenen Scham beinahe

ausgebremst. „Das

kann man doch nicht!“,

„Jeder hat sein Päckle zu

tragen!“, „Die haben

doch auch erst im letzten

Jahr die Oma verloren!“ –

Sätze, die nach Rücksichtnahme

klingen, aber eher

vom Rückzug bestimmt

sind. In der ersten Zeit der

Trauer werden Familien-

begleiters ist, zuhören zu

können. Auf das, was der

Trauernde sagt, vielleicht

aber auch das zu spüren,

was er nicht sagen kann

oder will. Mit Hilfe von

professioneller Trauerbegleitung

kann man lernen,

wie man in schweren

Stunden dennoch nicht

verzweifelt. Und man bekommt

Übung darin, wie

Lichtblicke und kleine

Fortschritte wahrgenommen

und gestärkt werden.

Gleichzeitig hilft sie typische

Trauerphänomene,

wie abwertende Gedanken

und zu hohe Erwartungen

an sich selbst, einzuschätzen

und deshalb

aushaltbar zu machen.

Trauerbegleiter sind immer

Begleiter auf Zeit;

denn am Ende des Trauerweges

kann der Begleitete

gut und ohne ihn weitergehen.

Auch wenn das mit

Kosten verbunden ist, die

in Deutschland keine

Krankenkasse übernimmt,

kann Trauerbegleitung

eine gute Investition

in die eigene Lebensperspektive

sein.

thomas multhaup

angehörige und Freunde

sicher alles tun, um da zu

sein, ein offenes Ohr zu

haben und zu unterstützen.

Jeder, der rät, wird das

sicherlich so gut tun, wie

er es vermag. Wenn das

Gesagte aus dem Herzen

kommt, dann ist selten

ein falsches Wort dabei.

Viele Trauernde ziehen

aus diesen Gesprächen

eine große Hilfe: Der Austausch

und die Möglichkeit,

das Erlebte immer

wieder aussprechen zu

können, hilft, eine gewisse

innere Ruhe wiederzuerlangen.

tm

Frank Bärwaldt

Prediger &Seelsorger

Tel.: 0881 122 36 975

trauerbegleitung@me.com


Dienstag, 19. Juli 2011

Liebes Geld – Zerstrittene Erben?

Wer beim Vererben auf Nummer sicher gehen will, ist bei Fachanwälten an der richtigen Adresse. Foto: dpa

Dass um Geld gestritten

ird, wer wüsste das nicht?

nd manche Kinoszene, in

er Erben bereits am offenen

rab über ihren Erbteil zu

treiten beginen,

ist gar nicht

o weit von der

irklichenWirkichkeit

entfernt.

amilienharmoie,

das ist die

ine Strategie,

m das nie erleen

zu müssen,

ichtig vererben

ie andere.

Richtig vererben

Es gibt verschiedenen Wee,

wie das eigene Erbe nach

em Tod verteilt wird. Selbsterständlich

ist auch das in

laren Gesetzen geregelt.

chließlich ist das für den

taat nicht selten auch nochals

eine Gelegenheit, sich

einen Anteil zu sichern: In

eutschland werden in dieem

Jahrzehnt in etwa acht

illionen Haushalten Verögenswerte

in Höhe von

nsgesamt rund zwei Billioen

Euro vererbt. Liegt kein

estament vor,sotritt immer

die gesetzliche Erbfolge in

raft.

Testament

Ist auch nur ein

Satz des Testaments

mit der

Schreibmaschine

geschrieben,

so ist es ungültig.

Durch ein Testament kann

inVerstorbenerseineNachassverteilung

auch anders

festlegen, als sie die gesetzliche

Erbfolge vorsieht.

Bei den Testamenten wird

zwischen einem handschriftlichen

oder einem notariellenunterschieden.

Testamente

machen wirklich

Sinn. Nicht selten

entstehen auch in

den Familien Unstimmigkeiten

beim Thema „Erbe“,

bei denen das

vorherundenkbar

gewesen wäre.

■ Handschriftliches Testament:

Damit ein solches

Testament gültig ist, muss

es auf jeden Fall handschriftlich

verfasst sein:

von der ersten bis zur

allerletzten Zeile. Wenn

auch nur ein Satz mit der

Schreibmaschine eingefügt

ist, ist das Testament

definitiv ungültig. Auch

ein Computerausdruck

ist nicht gültig. Ein auf

Tonband gesprochenes

Testament ist ebenfalls

unwirksam. Das handschriftliche

Testament

muss auch eigenhändig

unterschrieben werden.

Sicherheitshalber sollte

es mit dem ganzen

Namen unterschrieben

werden. Ort und Datum

müssen gesetzlich nicht

zwingend eingetragen

sein, ist jedoch ratsam.

Werden im Laufe der Zeit

mehrere Testamente verfasst,

die vielleicht jeweils

andere Erben begünstigen

oder widersprüchlich

sind, dann gilt grundsätzlich

das mit dem letzten

Datum. Werjedoch sein

handschriftliches Testament

ändern will, ist besser

beraten, das vorherige

zu vernichten.

■ Notarielles Testament:

Bei der notariellen Testamentserstellung

ist die

fachgerechte Beratung

im Honorar inbegriffen.

Außerdem wird gewährleistet,

dass das fertige

Testament anschließend

die besonderen Vorstellungen

des Erblassers widerspiegelt.

Eine notarielle

letztwillige Verfügung

ist wirksam. Der Notar

prüft zudem die Testierfähigkeit

des Erblassers,

also die Fähigkeit eines

Menschen, wirklich ein

Testament zu errichten –

wie es korrekt heißt. Und

der Notar steht als Zeuge

bereit, falls das Testament

angefochten wird und als

Grund hierzu Zweifel an

der Testierfähigkeit geltend

gemacht würden.

Es ist durch die amtliche

Aufbewahrung zudem

sichergestellt, dass ein

notariell errichtetes Testament

im Erbfall auch

aufgefunden und eröffnet

wird. Thomas mulThaup

LosLassen – Der trauer-ratgeber Seite 19

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Seit1984

stichwort

erbschein

Um in Fall der gesetzlichen Erbfolge ein

Erbe antreten zu können, benötigt der Erbe

zum Nachweis seiner Erbenstellung einen

Erbschein. Zuständig dafür ist das Nachlassgericht,

bei dem der Verstorbene seinen

letzten Wohnsitz oder Aufenthaltsort hatte.

Die Kosten eines Erbscheines richten sich

nach dem reinen Wert des Nachlasses (d.h.

abzüglich Verbindlichkeiten). Regelmäßig

fallen zwei Gebühren an. Bei einem Nachlasswert

von 100 000 Euro ist der Wert der

Gebühr beispielsweise 207 Euro,das heißt,

es fallen insgesamt 414 Euro an. Tm

Juristischerrat:

Kostet geLD,

erspartstreit

Experten bescheinigen dem deutschen

Erbrecht, dass es durchdacht ist, aber

letztlich nur von Fachleuten angewendet

werden kann. Trotzdem setzen viele Erblasser

ihr Testament ohne professionelle

Hilfe auf. Die Folgen: ein unwirksames

Testament und oftmals Streit unter den

Erben. Fachanwälte für Erbrecht helfen,

ein korrektes Testament zu errichten. So

wird die Wahrscheinlichkeit unguten

Streitens unter den Erben deutlich reduziert.

Tm


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