Aus Liebe zum Automobil - Nord-Handwerk

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Aus Liebe zum Automobil - Nord-Handwerk

Handwerkskammer Lübeck

Bundesleistungswettbewerb auf dem Priwall

Aus Liebe zum Automobil

Die Berufsbildungsstätte Travemünde war Schauplatz

des diesjährigen Finales beim Bundesleistungswettbewerb

des Deutschen Kfz-Gewerbes. In den modernen Werkstätten

des Kfz-Kompetenzzentrums der Handwerkskammer Lübeck

auf dem Priwall haben die besten Kfz-Mechatroniker aus

16 Bundesländern um den Titel „bester Kfz-Mechatroniker

Deutschlands“ gekämpft. Für Schleswig-Holstein am Start:

Julian Klemm aus Lübeck.

An insgesamt 16 Stationen mussten

die besten Nachwuchs-Kfz-

Mechatroniker ihr fachliches Können und

ihre Liebe zum Automobil unter Beweis

stellen. Vor den Augen der 16-köpfigen

Jury galt es, acht Stunden lang praktische

Aufgaben auf hohem Niveau zu lösen. „Das

Schwierigste ist, dass man nicht weiß, was

auf einen zukommt“, erzählt Julian Klemm.

Für ihn besonders schwierig; bei diesem

öffentlichen Bundesleistungswettbewerb

interessierten sich die Medien natürlich besonders

für den „Lübecker Lokalmatador“.

Ständige Begleiter bei seiner Arbeit waren

dann auch Fotografen, Kameramänner oder

die Kollegen der schreibenden Zunft.

Julian blieb trotzdem hoch konzentriert

– so wie die übrigen Landessieger

auch. Dementsprechend gab es auch

Lob. „Alle waren hoch konzentriert bei

der Arbeit und trotz der knappen Zeit

war es für sie selbstverständlich, Teamgeist

und Hilfsbereitschaft zu zeigen“,

betonte Oliver G. Deutz, Leiter des Kfz-

Kompetenzzentrums für Diagnose sowie

Mess-, Steuer- und Regelungstechnik,

der für die Organisation der Veranstaltung

verantwortlich zeichnete.

Die Aufgaben reichten von Motormanagement

und Fahrzeugvermessung bis

hin zum Prüfen der Abgaswerte und einer

umfangreichen Fehlerdiagnose. Noch einmal

Oliver G. Deutz: „Die Diagnose wird

immer wichtiger und deswegen haben wir

auch unser Hauptaugenmerk beim Bundesleistungswettbewerb

darauf gelegt.“

Am Ende keine leichte Aufgabe für die

Jury, um den Sieger zu küren. Hier konnte

sich dann der Saarländer Dennis Köllner

durchsetzen. „Dieser Sieg in der Bundesausscheidung

eröffnet Dennis die Chance,

zum 5-Länder-Cup zu fahren, wo die jeweiligen

Sieger aus Österreich, der Schweiz,

Südtirol, Luxemburg und Deutschland dann

um das Ticket zu den EuroSkills 2010 in

Polen wetteifern“, sagte Georg Petersen,

Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses

beim Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes

e.V. (ZDK).

Frauenpower

Parallel suchte das Deutsche Kfz-Gewerbe

im „2. Girls Casting“ die drei Besten in

der Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin,

die als Botschafterin für den „Girls-Day

2009“ antreten wird. Die Siegerin Anja

Holzbrecher aus Niedersachsen (Foto unten

links) vertritt 2009 als Botschafterin

für den Girls-Day-Mädchen-Zukunftstag

Konzentriert bei der Arbeit: Schleswig-Holsteins

Teilnehmer Julian Klemm (Foto links).

Frauenpower: Parallel zum Bundesleistungswettbewerb

wurde die Botschafterin für den Girls-Day

Mädchen-Zukunftstag 2009 gesucht (Foto Mitte).

Wo steckt der Fehler? An jeder Prüfstation warteten

anspruchsvolle Aufgaben auf die Teilnehmer

(Foto rechts).

2009“ das Kfz-Gewerbe. Sie setzte sich

gegen zehn Mitbewerberinnen durch und

bewies eindrucksvoll in insgesamt zehn

praktischen Aufgaben aus dem Servicebereich,

die täglich in jedem Kfz-Meisterbetrieb

vorkommen können, was sie kann.

Und Julian Klemm? Am Ende belegte er

den 6. Platz und war dennoch zufrieden:

„Verlieren konnte man hier sowieso nichts.

Es war toll, dabei zu sein.“


Handwerkskammer Lübeck

Neue Wege für das Handwerk

Dahinter steckt immer ein kluger Kopf

Unter dem Motto „Das Handwerk geht neue Wege – gehen Sie mit!“ haben wir Ihnen in der

Dezember-Ausgabe in einer kleinen Broschüre fünf ausgewählte Angebote der Handwerkskammer

vorgestellt. Heute möchten wir Ihnen die Menschen vorstellen, die Ihnen dabei helfen können,

die neuen Wege auch zu beschreiten.

Übergabelotse

Stefan Seestädt ist ein

alter Hase im Bera-

tungsgeschäft der Kam-

mer. Seit 2001 ist der

Wirtschaftsingenieur

in der Abteilung Betriebsberatung

tätig

und befasst sich dort

mit den Schwerpunkten

Existenzgründung, Nachfolge und Unternehmensbewertung.

„Mit unserem Blick

von außen unterstützen wir die Inhaber und

Existenzgründer bei der Lösung komplexer

betriebswirtschaftlicher Probleme“, so

Stefan Seestädt. Aus seiner Sicht haben sich

viele Betriebe noch nicht oder nur wenig

auf den Generationswechsel vorbereitet.

Daher sein Tipp: „Jeder Betrieb sollte rechtzeitig

die Maßnahmen zur Übergabe an

die jüngere Generation einleiten.“ Hierzu

gibt es eine kurze Checkliste der Kammer

im Internet.

Sie erreichen Stefan Seestädt

unter Tel.: 0451 1506-230.

Außenwirtschaftsberatung

Sybille Kujath betreut und berät seit Anfang

Oktober 2007 Betriebe, die für sich Auslandsmärkte

erschließen wollen. Rund 300

Betriebe haben in dieser Zeit eine Beratung

durch die 37-jährige Juristin in Anspruch

genommen. Hinzu kommen rund 350 Teil-

nehmer an Länderinformationsveranstal-

tungen zu Dänemark und

Norwegen. „Ich möchte den

Betrieben dabei helfen, die

Möglichkeiten internationa-

ler Märkte verstärkt zu nutzen“,

so die Zielsetzung der 37-Jährigen.

Sie erhalten nicht nur

wertvolle Akquisetipps und

Kontakte, sondern Beratun-

22 NordHandwerk Januar 2009

gen zur reibungslosen Auftragsabwicklung.

Sie erreichen Sybille Kujath

unter Tel.: 0451 1506-278.

Nachwuchsförderung

„Wir wollen mehr leistungsstarke Lehrlinge

für das Handwerk gewinnen“, lautet die

Zielsetzung von Marc Lode. Der 40-jährige

Ausbildungsplatzakquisiteur der Handwerkskammer

Lübeck betreut die Ausbildungsgänge

„Duales Studium StudiLe“ und

„Technischer Betriebswirt“, die beide eine

Lehre im Handwerk mit einer anspruchsvollen

Zusatzausbildung verknüpfen. Dabei

bietet der gelernte Sozialpädagoge eine „Rund-

umbetreuung“ für die Betriebe an. Neben der

Prüfung von Motivation und Eignung der

Bewerber wird das be-

triebliche Anforderungsprofil

geklärt,

um dann passende

Bewerber und Betriebe

zusammenzuführen.

Sie erreichen

Marc Lode unter

Tel.: 0451 1506-261.

Innovationsberatung

Hier wird Ihr Betrieb fit für die Zukunft gemacht.

Seit dem 1. Juli 2007 steht Diplom-

Ingenieur Raphael Lindlar den Betrieben

als Innovations- und Technologieberater zur

Verfügung. Dabei unterstützt er die Betriebe

bei der Integration neuer Technologien,

der Umsetzung von

Schutzrechten und der

Erschließung neuer

Geschäftsfelder. Bei

Bedarf wird auch das

Fachwissen von Exper-

ten im bundesweiten

Technologietransfernetzwerk

mit 53 Bera-

tungsstellen genutzt. Sein Tipp: „Gewinnen

Sie neue Ideen durch eine Patentrecherche.

Weit über 90 % aller veröffentlichten Patente

und Gebrauchsmuster können frei verwendet

werden.“

Sie erreichen Raphael Lindlar

unter Tel.: 0451 1506-745.

Auslandspraktikum

Mit dem Beratungs- und Mobilitätsbüro

MoiNN (MoiNN bedeutet: Mobilität im

Netzwerk Nord) baut

die Handwerkskammer

Lübeck ein gemeinsames

Netzwerk zwischen

skandinavischen und

deutschen Betrieben

auf, das die Mobilität

von Lehrlingen fördert,

Kontakte herstellt und

nachhaltig sichert sowie

den fachlichen Austausch unterstützt.

Maike Jansens Aufgabe im Projekt MoiNN

besteht in der Koordinierung und dem Aufbau

der Beratungs- und Koordinierungsstelle

für Auslandspraktika von Handwerkslehrlingen.

Die 28-jährige diplomierte Kultur- und Sprachmittlerin

bringt beste Voraussetzungen für

das auf Skandinavien ausgerichtete Konzept

mit. Von 2001 bis 2004 absolvierte sie den

Bachelor-Studiengang „Modern Languages

and Cultural Mediation“ in Sonderburg an der

süddänischen Universität. Die 28-Jährige spricht

fließend Englisch und Dänisch; kann also in

beide Richtungen beraten.

Sie erreichen Maike Jansen

unter Tel.: 0451 1506-265.


Handwerkskammer Lübeck

Dezembertagung der Vollversammlung

Handwerk ist flexibel

und anpassungsfähig“

Volles Programm für das „Parlament des Handwerks“: Neben dem

Haushalt 2009, dem traditionellen Jahresrückblick des Präsidenten,

standen zahlreiche Ehrungen auf der umfangreichen Tagesordnung

der Dezember-Vollversammlung.

„Das Handwerk hat immer wieder

bewiesen, dass es anpassungsfähig und

flexibel ist und wird dies auch 2009 wieder

beweisen“, sagte Horst Kruse, Präsident der

Handwerkskammer Lübeck, anlässlich der

Dezember-Vollversammlung mit Blick auf

die Wirtschaftsaussichten des Handwerks

im kommenden Jahr. Er gehe davon aus,

dass das Handwerk in einen Abschwung

hineingeraten werde. Dies könne z. B. für

die industriellen Zulieferer und das Kfz-

Handwerk gelten.

Dennoch zeigte er sich vorsichtig optimis-

tisch, dass das Handwerk vom Wachstumspaket

der Bundesregierung profitieren könne.

„Natürlich hätte das Handwerk mehr abbe-

kommen können, aber ich sehe auch gute

Signale“, so Kruse. Viele Punkte des Konjunkturpaketes

würden direkt oder indirekt

dem Handwerk zugute kommen. Kruse

nannte in diesem Zusammenhang die Steuerbefreiung

auf Neuwagen oder den Steuerbo-

Standing Ovations für den Ehrenpräsidenten: Peter Burgdorff (Foto rechts)

wurde von Horst Kruse mit dem Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet.

24 NordHandwerk Januar 2009

nus auf Handwerksleistungen, der auf 20 %

von maximal 6.000 € Lohnkosten, also auf

1.200 € erhöht worden sei. „Noch mehr sparen

mit der Handwerkerrechnung“, das sei das

Motto für 2009. Allerdings machte der Kam-

merpräsident hier eine etwas andere Rechnung

auf: „Wenn ein Abzugsbetrag von etwa

1.200 € das ist, was politisch durchsetzbar ist,

dann hätte ich mir eine 25%ige Absetzbarkeit

von 5.000 € gewünscht.“ Wichtig sei

ihm dabei, dass ein spürbarer Unterschied

zwischen dem Mehrwertsteuersatz von 19 %

und einer Absetzbarkeit von 25 % bestehe.

Zufrieden zeigte sich Kruse auch mit

der Reform der Erbschaftsteuer. Aufgrund

der Freibeträge auf das Betriebsvermögen

und der persönlichen Freibeträge werde

ein Großteil der Handwerksbetriebe keine

Erbschaftsteuer zahlen müssen. Er kündigte

in diesem Zusammenhang an, das Beratungs-

angebot der Kammer in diesem Bereich

weiter zu verstärken und forderte die Betriebe

auf, den „Übergabelotsen“ der Kammer

zu nutzen.

Image verbessern

Die Vollversammlung der Handwerkskammer

sprach sich weiterhin für eine breit angelegte

bundesweite Imagekampagne des Handwerks

aus. Nach einer aktuellen Forsa-Studie ist die

Vielfalt des Handwerks der breiten Öffentlich-

keit nicht bekannt. Gerade Jugendliche

wissen nicht, dass das Handwerk innovative

und technisch anspruchsvolle Berufe mit her-

vorragenden Aufstiegsmöglichkeiten biete.

Die Vermittlung der Attraktivität einer

handwerklichen Ausbildung müsse eines

der Hauptziele einer solchen bundesweiten

Imagekampagne des Handwerks sein.

Außerdem betonte Kruse, dass gerade die

„Überschaubarkeit“ Vorteil und Stärke der

Handwerksbetriebe sei: „Kein anderer Wirtschaftsbereich

kann für sich in Anspruch

nehmen, ein solch persönliches Verhältnis

Fotos: Grünke

zu Kunden und Mitarbeitern zu pflegen,

wie das Handwerk.“

Auch die traditionelle Bundessiegerehrung

fehlte dieser Vollversammlung nicht. Neun

Nachwuchskräfte des Handwerks im südli-

chen Schleswig-Holstein zeigten ihre Spitzen-

klasse und gingen aus dem Leistungswettbewerb

des Deutschen Handwerks 2008 auf Bundes-

ebene als 1., 2. und 3. Bundessieger/innen hervor.

Horst Kruse bezeichnete das Ergebnis als

„großen Erfolg für“ die Betriebe. „Die Preis-

trägerinnen und Preisträger sowie deren

Ausbildungsbetriebe haben wieder einmal

bewiesen, welchen hohen Stellenwert eine

qualifizierte Ausbildung für uns hat“, betonte

der Kammerpräsident. Einen ausführlichen

Bericht finden Sie im Internet unter www.

hwk-luebeck.de, Stichwort Aktuelles.

Ehrenpräsident ausgezeichnet

Emotionaler Höhepunkt der Vollversammlung

war dann die Verleihung des

Skandinavien

Tipps zur Markterschließung

Viele Tipps, wie Sie in Skandinavien

Aufträge akquirieren und abwickeln

können, erhalten Sie bei Ihrer Außenwirtschaftsberatung

der Handwerkskammer

Lübeck.

Weitere Infos:

Sybille Kujath, Tel.: 0451 1506-278,

E-Mail: skujath@hwk-luebeck.de.


Handwerkskammer Lübeck

AmtlicHes

Aufforderung zur Einreichung von

Wahlvorschlägen für die Wahlen der

Mitglieder der Vollversammlung der

Handwerkskammer Lübeck

Der Vorstand der Handwerkskammer Lübeck hat

gemäß § 1 der Wahlordnung (WO) für die Wahlen

der Mitglieder der Vollversammlung (Anlage C zum

Gesetz zur Ordnung des Handwerks in der Fassung

vom 24. September 1998 (BGBl. I. S. 3074), zuletzt

geändert durch Artikel 9a des Gesetzes vom 7. September

2007 (BGBl. I. S. 2246) zum Wahltag

bestimmt.

Sonntag, 3. Mai 2009

Der Handwerkskammerbezirk bildet einen

Wahlbezirk (§ 3 WO). Gemäß § 5 der Satzung der

Handwerkskammer Lübeck sind 36 Mitglieder

der Vollversammlung zu wählen; und zwar 24

selbständige Handwerker von Betrieben der Anlage

A, selbständige Handwerker von Betrieben

der Anlage B1 und Inhaber von Betrieben des

handwerksähnlichen Gewerbes sowie 12 Arbeitnehmervertreter,

die in solchen Betrieben beschäftigt

sind. Außerdem sind für jedes Mitglied

gemäß § 6 der Satzung der Handwerkskammer 2

Stellvertreter zu wählen.

Die Mitglieder der Vollversammlung und ihre

Stellvertreter werden durch die Listen in allgemeiner,

gleicher und geheimer Wahl gewählt

(§ 95 HwO). Die Wahlen zur Vollversammlung

werden im Briefwahlverfahren durchgeführt.

Gemäß § 7 der Wahlordnung fordere ich hiermit

zur Einreichung von Wahlvorschlägen für die

Wahl der Mitglieder der Vollversammlung der

Handwerkskammer Lübeck auf.

Die Wahlvorschläge gelten für den Wahlbezirk

(§ 3 WO); sie sind getrennt für die Wahl der Vertre-

ter des Handwerks und des handwerksähnlichen

Gewerbes und für die Wahl der Vertreter der Ge-

sellen und anderen Arbeitnehmer mit abgeschlos-

sener Berufsausbildung in Form von Listen einzu-

reichen und müssen die Namen von so vielen Bewer-

bern enthalten, als Mitglieder und Stellvertreter in

dem Wahlbezirk zu wählen sind (§ 8 Abs. 1 WO).

Die Wahlvorschläge müssen gemäß § 9 WO bis

spätestens 30. März 2009 bei dem unterzeichneten

Wahlleiter eingegangen sein.

Anschrift:

Herrn Rechtsanwalt und Notar

Dr. jur. Klaus Brock,

Kanalstraße 12—18, 23552 Lübeck

In den Wahlvorschlägen sind die Bewerber mit

Vor- und Zunamen, Beruf, Wohnort und Wohnung

so deutlich zu bezeichnen, dass über die Person

26 NordHandwerk Januar 2009

kein Zweifel besteht. In gleicher Weise sind für

jedes einzelne Mitglied 2 Stellvertreter deutlich

zu bezeichnen, so dass zweifelsfrei hervorgeht,

wer als Mitglied und wer als erster bzw. zweiter

Stellvertreter vorgeschlagen wird.

Die Bewerber des Handwerks und des handwerksähnlichen

Gewerbes sowie der Gesellen

und anderer Arbeitnehmer mit abgeschlossener

Berufsausbildung müssen den Gewerbegruppen

wie folgt angehören:

Gewerbe gemäß Anlage A:

I – Bau- und Ausbau

(Maurer- und Betonbauer, Ofen- und Luftheizungsbauer,

Zimmerer, Dachdecker, Straßenbauer,

Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer,

Brunnenbauer, Steinmetzen und Steinbildhauer,

Stuckateure, Maler und Lackierer, Gerüstbauer,

Schornsteinfeger, Tischler, Boots- und Schiffbauer,

Seiler, Glaser, Glasbläser, Glas- und Apparatebauer)

Selbständige: 6/Arbeitnehmer: 3

II – Metall und Elektro

(Metallbauer, Chirurgiemechaniker, Karosserie-

und Fahrzeugbauer, Feinwerkmechaniker,

Zweiradmechaniker, Kälteanlagenbauer, Informationstechniker,

Kraftfahrzeugtechniker, Landmaschinenmechaniker,

Büchsenmacher, Klempner,

Installateur- und Heizungsbauer, Elektrotechniker,

Elektromaschinenbauer, Vulkaniseure und Reifenmechaniker)

Selbständige: 9/Arbeitnehmer: 5

III – Nahrung und Gesundheit

(Bäcker, Konditoren, Fleischer, Augenoptiker, Hörgeräteakustiker,

Orthopädietechniker, Orthopädieschuhmacher,

Zahntechniker, Friseure)

Selbständige: 5/Arbeitnehmer: 3

Gewerbe gemäß Anlage B1:

Selbständige: 2/Arbeitnehmer: *)

Gewerbe gemäß Anlage B2:

Selbständige: 2/Arbeitnehmer: *)

*) Die Gewerbe gemäß Anlage B1 und B2 erhalten

zusammen einen Arbeitnehmervertreter.

Auf jedem Wahlvorschlag sollen gemäß § 8 Abs.

4 WO eine Vertrauensperson und ein Stellvertreter

bezeichnet sein, die bevollmächtigt sind, dem

Wahlleiter gegenüber Erklärungen abzugeben.

Fehlt diese Bezeichnung, so gilt der erste Unterzeichnete

als Vertrauensperson, der zweite als

sein Stellvertreter.

Jeder Wahlvorschlag muss nach § 8 Abs. 5 WO

mindestens von der zweifachen Anzahl der jeweils

für die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite in

der Vollversammlung zu besetzenden Sitze an

Wahlberechtigten, höchstens aber von 70 Wahlberechtigten

unterzeichnet sein. Die Unterzeichner

der Wahlvorschläge müssen bei der Unterschrift

auch Beruf, Wohnort und Wohnung angeben.

Die Unterschriften müssen leserlich sein (§ 8 Abs.

6 WO).

Mit dem Wahlvorschlag sind einzureichen

(§ 9 WO):

1. Die Erklärung der Bewerber, dass sie der Aufnahme

ihrer Namen in den Wahlvorschlag zustimmen.

2. Die Bescheinigung der Handwerkskammer, dass

bei den Bewerbern die Voraussetzungen

a) auf Seiten der Inhaber einer Betriebs eines

Handwerks oder handwerksähnlichen Gewerbes

des § 97,

b) auf Seiten der Gesellen und anderen Arbeitnehmern

mit abgeschlossener Berufsausbildung

des § 99 der Handwerksordnung

vorliegen und

3. Die Bescheinigung der Handwerkskammer, dass

die Unterzeichner des Wahlvorschlags

a) Inhaber eines Betriebs eines Handwerks und

eines handwerksähnlichen Gewerbes in die

Wählerliste (§ 12 Abs. 1) eingetragen sind,

b) bei den Gesellen und anderen Arbeitnehmern

mit abgeschlossener Berufsausbildung, die die

Voraussetzungen für die Wahlberechtigung

(§ 98) erfüllen.

4. Die Bescheinigungen werden von der Handwerkskammer

gebührenfrei ausgestellt.

Die Wählerliste wird in der Zeit vom 9. bis 27. Februar

2009 in der Handwerkskammer Lübeck,

Breite Straße 10—12, Raum 2, ausgelegt. Sie kann

an den Werktagen während dieser Zeit – außer

Sonnabend – von 8 bis 12 Uhr eingesehen

werden.

Wer die Wählerliste für unrichtig oder unvollständig

hält, kann dagegen bis zum Ablauf der Auslegungsfrist

bei der Handwerkskammer schriftlich

oder zu Protokoll Einspruch einlegen (§ 12 Abs. 3

WO). Wegen des Wahlrechts und der Wählbarkeit

wird auf die §§ 96 bis 99 der Handwerksordnung

und die dieser beigefügten Wahlordnung für die

Wahlen der Mitglieder der Vollversammlung (Anlage

C) verwiesen, die bei der Handwerkskammer

und bei den Kreishandwerkerschaften zur Einsicht

ausliegen.

Lübeck, den 3.12.2008

– Der Wahlleiter –

Dr. jur. Klaus Brock

Handwerkskammer Lübeck

Wahlen zur Vollversammlung der

Handwerkskammer Lübeck

Gemäß § 2 der Wahlordnung für die Wahlen

der Mitglieder der Vollversammlung — Anlage

C zu dem Gesetz zur Ordnung des Handwerks

(Handwerksordnung) in der Fassung der

Bekanntmachung vom 24.9.1998 (BGBl. I. S. 3074),

zuletzt geändert durch Artikel 9a des Gesetzes

vom 7. September 2007 (BGBl. I. S. 2246) — berufe

ich für die Wahl zur Vollversammlung der

Handwerkskammer Lübeck

am Sonntag, 3. Mai 2009

(9.00 bis 17.00 Uhr)

in den Wahlausschuss:

I. Aus der Zahl der wahlberechtigten

selbständigen Handwerker:

1. Tischlermeister Gerd Böckenhauer,

Schützenstr. 46, 23558 Lübeck;

Stellvertreter:

Kraftfahrzeugmechanikermeister Paul Engler,

Im Gleisdreieck 37, 23568 Lübeck

2. Gas- und Wasserinstallateurmeister

Manfred Isler, Blücherstr. 15, 23564 Lübeck;

Stellvertreter:

Elektrotechnikermeister Ortwin Bockholdt,

Kronsforder Allee 24a, 23560 Lübeck

II. Aus der Zahl der wahlberechtigten Handwerksgesellen:

1. Bäckergeselle Walter Busch,

Dorfstr. 2, 23923 Groß Bünsdorf;

Stellvertreter:

Metallschlosser Jürgen Vogel,

Danziger Weg 2, 24576 Bad Bramstedt

2. Glas- und Gebäudereiniger Lothar-Heino Schnoor,

Schützenstr. 40, 24626 Gr. Kummerfeld;

Stellvertreter:

Matthias Lohse,

Lohstraße 23, 23617 Stockelsdorf

Als Schriftführer bestelle ich Herrn Geschäftsführer

Christian Maack, Breite Straße 10–12, 23552 Lübeck,

zu seinem Stellvertreter Herrn Ulf Grünke,

Breite Straße 10–12, 235532 Lübeck, im Hause der

Handwerkskammer Lübeck.

Lübeck, den 3.12.2008

– Der Wahlleiter –

gez. Dr. jur. Brock


Handwerkskammer Lübeck

fortbilduNg

Berufsbildungsstätte Kiel

Fit im Handwerksbetrieb (A) –

Finanz- und Rechnungswesen

Termine 2009 auf Anfrage, Sa 8–15 Uhr,

32 U-Std., 180 €

Meistervorbereitungslehrgänge

Elektrotechniker I + II,

Frühjahr 09–11, Fr 16–20.15 +

Sa 8–15 Uhr, 900 U-Std., 5.510 €

Friseur I + II

Frühjahr 09–10, Do 18–22.15 + Mo 9–17 Uhr,

335 U-Std., 2.100 €

Anmeldung und Informationen:

Berufsbildungsstätte Kiel,

Katrin Westhus, Tel.: 0431 53332-593,

E-Mail: fortbildung@hwk-luebeck.de.

Fortbildungszentrum der Handwerkskammer

Lübeck

Betriebswirt/in (HWK)

Lübeck: ab 4.9.09, Fr 15–21 Uhr und

ab 12.1.09, Mo–Fr 8.30–14.45 Uhr

Elmshorn: ab 5.6.09, Fr 15–21 Uhr,

Kiel: ab Nov. 09, Fr 16–20.15 +

Sa 9–15 Uhr, 504 U-Std., 3.100 €

Gebäudeenergieberater/in (HWK)

Lübeck: ab 28.11.09, Do 18–21.15 +

Sa 8–13 Uhr,

Kiel: ab 25.9.09, Fr 16–20.15 +

Sa 8–15 Uhr,

Itzehoe: ab 27.2.09, Fr 18–21.15 +

Sa 8–13 Uhr, 200 U-Std., 1.490 €

Personalmanagement (HWK)

10.1.–16.5.09, Sa 8.15–14.15 Uhr,

112 U-Std., 750 €

Facility-/Gebäudemanagement

10.–31.1.09, Sa 9–16 Uhr, 32 U-Std., 250 €

Betriebliche Risiken optimal

versichern

18.1.09, Mi 17–20.15 Uhr, 4 U-Std., 35 €

Meistervorbereitungslehrgänge

Metallbauer u. Feinwerk-

mechaniker I + II

Teilzeit: seit 26.9.08, Fr 16–20.15 +

Sa 8–14 Uhr, 640 U-Std., 4.900 €

Maler Teil II

Teilzeit: ab 1.11.08, Fr 17–20.15 +

Sa 8–15 Uhr, 600 U-Std., 4.100 €

Tischler Teil I + II in Kooperation

mit der Berufsbildungsstätte Kiel

28 NordHandwerk Januar 2009

ab 28.3.09, Fr 16–21 + Sa 8–13 Uhr, 630

U-Std., 4.110 €

Maurer und Betonbauer I + II

Vollzeit: ab 5.5.09, Di–Sa 8 U-Std. tägl.,

Teilzeit: ab 6.11.09, Fr 17–21.15 + Sa

8–15 Uhr, 800 U-Std., 4.990 €

Zimmerer I + II

Vollzeit: ab 5.5.09, Di–Sa 8 U-Std. tägl.,

Teilzeit: ab 6.11.09, Fr 17–21.15 +

Sa 8–15 Uhr, 800 U-Std., 5.850 €

Anmeldung und Informationen:

Fortbildungszentrum der HWK Lübeck,

Juliane Wiesenhütter, Tel.: 0451 38887-710,

Nadire Aslan-Tut, Tel.: 0451 38887-711,

E-Mail: fbz@hwk-luebeck.de.

Berufsbildungsstätte Elmshorn

Abgasuntersuchungs-Prüflehrgänge

(AU) = Pkw, (AUK) = Kraftrad*

auf Anfrage, ab 8 Uhr, 1–2 Tage, 154/308 €

Vorbereitung auf die

Schweißerprüfung (auf Anfrage)

Meistervorbereitungslehrgänge

Tischler I–IV Vollzeit

ab Feb. 09, Mo–Do 8-15 + Fr 8–13 Uhr,

1.170 U-Std., 7.550 €

Elektrotechniker I + II

ab Feb. 09, Di 18–21.15 + Sa 8–13 Uhr,

900 U-Std., 5.510 €

Anmeldung und Informationen:

Berufsbildungsstätte Elmshorn,

SEMINAr DES MoNATS

Führungskraft in Qualitätsmanagement

Die DIN EN ISO 9001 ist für viele Betriebe

ein Muss für die Teilnahme am Markt.

Auftraggeber erwarten verstärkt von ihren

Auftragnehmern ein Qualitätsmanagementsystem

auf Grundlage der Norm.

Die Normenreihe zielt auf Aspekte wie

hohe Kundenorientierung, Prozessorien-

tierung, Messung der Kundenzufriedenheit.

Ein Qualitätsmanagementsystem auf

der Basis der DIN EN ISO 9000 ff hilft den

Betrieben bei der Optimierung oder Neu-

gestaltung der innerbetrieblichen Abläufe.

Holger Hester, Tel.: 04121 4739-612,

*Nicole Klopp, Tel.: 04121 4739-611,

E-Mail: bbe@hwk-luebeck.de.

Berufsbildungsstätte Travemünde

Verarbeitung von Faserverbundwerkstoffen

(GFK), Grundlehrgang

19.–30.1.09, Mo–Fr 8–16.30 Uhr,

80 U-Std., 695 €

Meistervorbereitungslehrgänge

Segelmacher Teil I + II

16.3.–3.4.09, Mo–Fr 8–16 Uhr,

120 U-Std., 1.650 €

Anmeldung und Informationen:

Berufsbildungsstätte Travemünde,

Gaby Neuke, Tel.: 04502 887-399,

E-Mail: gneuke@hwk-luebeck.de.

Angebot der Kreishandwerkerschaft

Lübeck

Meistervorbereitungslehrgang III + IV

ab 15.1.09, Mo–Fr 8–16 Uhr, 330 U-Std.,

1.300 €

Maßschneider II

ab 9.1.09, Fr ab 14 Uhr + Sa ab 8 Uhr (teilw.

So), ca. 12 Wochenenden, 1. 000 € (Teil I

im Anschluss)

Anmeldung und Informationen:

Kreishandwerkerschaft Lübeck,

Silke Wallentowitz, Tel.: 0451 38959-17,

E-Mail: info@khs-luebeck.de.


VR-Förderpreis Handwerk 2008

Ende Dezember war es wieder so weit. Die Preisträger des

VR-Förderpreises Handwerk 2008 erhielten im Rahmen einer

Feier die mit insgesamt 10.000 € dotierten Preisgelder. An der

Feier nahm auch Werner Marnette teil, der als Minister für

Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-

Holstein auch Schirmherr dieses Förderpreises ist.

Zum insgesamt 7. Mal zeichneten

die Volks- und Raiffeisenbanken

in Schleswig-Holstein herausragende

Leistungen im Handwerk aus. Wie in den

Jahren zuvor kooperierten dabei die Stifter

des Preises eng mit den Handwerkskammern

in Lübeck und Flensburg. Als Medienpartner

begleitete wie in den Jahren

zuvor der Norddeutsche Rundfunk den

Förderpreis. Die Jury bestand aus Vertretern

des Wirtschaftsministeriums, der

Handwerkskammern, des NDR und der

VR-Banken.

Auch in diesem Jahr fiel die Aufgabe

nicht leicht, aus den annähernd 30 Bewer-

bungen die Preisträger zu ermitteln. Am

Ende hatte die Tischlerei Christoph Trebuth

aus Lübeck auf dem mit 5.000 € dotier-

ten 1. Platz die Nase vorn. Der 2. Platz und

30 NordHandwerk Januar 2009

Hauptdarsteller der Preisverleihung: Bernd Wölfel, Dr. Michael Brandt, Christoph Trebuth,

Minister Werner Marnette, Präsident Horst Kruse und Sani-Geschäftsführer Marten Pauls (v. li.).

Großes Bewerberspektrum

die damit verbundenen 3.000 € gingen an

die Firma Wölfel Grundöfen aus Grundhof

(Kreis Schleswig-Flensburg). Über 2.000 €,

und damit den 3. Platz, konnten sich die

Minister Werner Marnette äußerte sich lobend

über die Rolle des Handwerks als verlässliche

wirtschaftliche Größe.

Vertreter der SANI GmbH aus Büdelsdorf

freuen.

Doch bevor die Preise verteilt wurden,

beantworteten Minister Werner Marnette,

VR-Bankdirektor Michael Brandt und

der Präsident der Handwerkskammer

Schleswig-Holstein, Horst Kruse, die

Fragen des NDR-Redakteurs Andreas

Schmidt. In der moderierten Talkrunde

ging es vor allem um die Bedeutung des

Handwerks für Schleswig-Holstein und

die Signale, die von dieser Preisverleihung

ausgehen.

Handwerk als verlässlicher Partner

Wirtschaftsminister Marnette bescheinigte

dem Handwerk in Schleswig-Holstein

eine herausragende Eigenschaft. „Gerade

in Zeiten einer konjunkturellen Abschwächung

zeigt sich, wie wertvoll die

robuste Struktur des Mittelstandes und

damit des Handwerks ist.“ Denn anders

als in Bundesländern, die mehrheitlich

von der Industrie dominiert werden, seien

die durch die Finanzkrise zu erwartenden

Auswirkungen auf die Realwirtschaft nicht

so groß. Marnette lobte das Handwerk

als „verlässlichen Partner bei Ausbildung

und Beschäftigung“ und zeigte sich auch

von der Innovationsfähigkeit des Handwerks

überzeugt. „Ohne innovative Hand-

Fotos: Haumann (2)/pvr

werksbetriebe können

neue Ideen nicht in

die Praxis umgesetzt

werden. Die Bewerbungen

zeigen, was

Handwerksbetriebe

in Schleswig-Holstein

können.“

Für VR-Bankdirektor

Michael Brandt

waren die hochkarätigen

Bewerbungen

Beweis dafür, wie

kreativ und kompetent

das Handwerk sei. „Dem Handwerk

gelingt eine Symbiose von Tradition und

Innovation. Daraus erwachsen Spitzenleistungen,

die vielfältige Marktchancen

bieten.“ Angesichts der jüngsten Medienberichte

zur wirtschaftlichen Gesamtsituation

sagte Brandt, dass die Genossenschaftsbanken

trotz der Finanzkrise so

viele Kredite vergeben haben wie zuletzt

Anfang 2001. „Auch das ist ein Zeichen

dafür, dass gerade der Mittelstand und das

Moderator Andreas Schmidt interviewte auch die Preisträger und

interessierte sich für die Beweggründe der Bewerbung und die

betrieblichen Produkte und Besonderheiten.

NHW_Sonderthemen_180x116_2 17.12.2008 16:52 Uhr Seite 1

SONDERTHEMEN im NordHandwerk

Folgende Themen-Specials haben wir für Sie in Vorbereitung:

02 /2009: IT und Kommunikation

03 /2009: Leasing / Geschäftsleasing

04 /2009: Personaldienstleistung

und Zeitarbeit

05 /2009: Arbeitsschutz-

und Berufskleidung

06/2009: Gewerbe- und Hallenbau

Handwerk, mit dem die VR-Banken traditionell

zusammenarbeiten, vermutlich

weniger stark von den Auswirkungen der

Krise betroffen sein werden, als die größeren

Wirtschaftsunternehmen.“

Wichtige Rolle des Handwerks

Horst Kruse, Präsident der Handwerkskammer

Schleswig-Holstein, freute sich

über einen Preis, der das Handwerk auch

wieder verstärkt in den Mittelpunkt der

SchleSwig-holStein

Öffentlichkeit rückt. „Vielen Akteuren des

öffentlichen Lebens wird mit diesem Preis

gezeigt, welche Qualitäts- und Innovationsleistungen

im Handwerk möglich sind und

welche Rolle das Handwerk für den Technologie-Standort

Deutschland spielt.“

Für dieses Engagement dankte er ausdrücklich

den VR-Banken, die neben den

Sparkassen ganz sicher die „traditionellen

Partner für das Handwerk“ bei allen Finanzierungsfragen

darstellen. Für ihn sei

der Preis auch vor dem Hintergrund bedeutsam,

dass er gut zur geplanten bundesweiten

Imagekampagne des Handwerks

passen würde. „Was Handwerk leisten

kann, zeigt dieser Wettbewerb. Dennoch

brauchen wir in Zukunft dringend diese

Imagekampagne, um als wichtiger Wirtschaft-

und Gesellschaftsbereich wieder

besser wahrgenommen zu werden.“ In

der Öffentlichkeit herrsche nach wie vor

zu großes Unwissen über das Handwerk.

„Hier müssen wir ansetzen, denn es geht

für uns auch um den guten Nachwuchs

der Zukunft.“


SchleSwig-holStein

Der Betriebsvergleich der RGH – ein Interview mit Heino Fischer

Wiederholungstäter aus Überzeugung

Heino Fischer ist geschäftsführender Gesellschafter der Tischlerei F. Fischer GmbH, ausgebildeter Tischler

und studierter Betriebswirt, 51 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Und Heino Fischer ist Wiederholungstäter.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten nimmt der Kieler regelmäßig am Betriebsvergleich der

Rationalisierungsgemeinschaft Handwerk Schleswig-Holstein e. V. (kurz RGH) teil. Und seit Neuestem

posiert er auch für deren Werbung – unentgeltlich. Nordhandwerk sprach mit ihm über seine Beweggründe.

Herr Fischer, die RGH bietet seit fast 50 Jahren

den Betriebsvergleich an, bei dem betriebliche

Daten bis aufs Kleinste analysiert werden. Sie

sind schon lange dabei. Was macht aus Ihrer

Sicht die Teilnahme am Betriebsvergleich so

sinnvoll?

Fischer Der Betriebsvergleich ermöglicht

echte und stimmige Vergleiche der eigenen

Betriebsdaten mit denen von Kollegenbetrieben.

Dabei bleibt der eigene Betrieb für

die anderen anonym. Da die Datenaufnahme

für dieVergleiche durch die Mitarbeiter der

RGH vor Ort in den Betrieben erfolgt,

bieten die Zahlen auch ein echtes Abbild

dessen, was sich im Betrieb abspielt. Und

sie sind häufig viel fundierter als die Zahlen,

die von Steuerberatern und Banken einfach

so aus den Bilanzen und ohne Analyse im

Betrieb ermittelt werden.

Warum bietet Ihnen der Betriebsvergleich eine

wichtige Hilfe im Alltag? Könnten Sie dieses

mit Ihren beruflichen Vorkenntnissen nicht

allein herausfinden?

Fischer Die kaufmännische Leitung von

Handwerksbetrieben wird vielfach stark

vernachlässigt.Viele Handwerksunternehmer

wissen nicht genau über ihre Kalkulationen

und deren Grundlagen Bescheid und steuern

daher leicht in Problembereiche hinein,

ohne es zu merken. Denn Umsätze und

Aufträge sind nicht alles. Mit schlecht oder

falsch kalkulierten Aufträgen kann man sehr

schnell große Verluste machen. Man muss

wissen, wie weit man in Auftragsverhandlungen

nach unten gehen darf und will.

Es werden viele betriebswirtschaftliche Zahlen

recherchiert und analysiert und mit denen des

Wettbewerbs verglichen. Wie nähert sich der

32 NordHandwerk Januar 2009

Betriebsvergleich den Problembereichen im

untersuchten Betrieb?

Fischer Aus den einzelnen Untersuchungsergebnissen

werden die Stärken und

Schwächen des Betriebes gegenüber dem

Wettbewerb in Form eines Profils erstellt.

DieVergleichbarkeit der Betriebe unterein-

ander wird auch dadurch gewährleistet,

dass die Betriebe vorab in verschiedene

Größenklassen eingeteilt werden. Zudem

wird auch noch ermittelt, in welchen Produktbereichen

die Betriebe ihre Umsätze

machen. Dadurch kann derTeilnehmer am

Betriebsvergleich seine Zahlen vergleichen

und gegebenenfalls auch feststellen, in welchen

Kosten- und Leistungsbereichen er

Probleme und Stärken hat.

Gibt es Ergebnisse, die für Sie und Ihren Betrieb

von herausragender Bedeutung sind?

Fischer Sehr wichtig sind die ermittelten

Kosten- und Leistungsdaten über die Produktivität

des Betriebes. Die aus ihnen ermittelten

Stundenverrechnungssätze sind

verlässliche Kalkulationsdaten. Und sie stimmen

wirklich. Das kann ich nach vielen

Jahren Erfahrung wirklich bestätigen. Überhaupt

macht die regelmäßige Teilnahme

großen Sinn. Denn die daraus ermittelten

Ergebnisse zeigen ganz deutliche Entwicklungstendenzen

auf. Die Erfahrungen aus

vielen Vergleichsergebnissen machen einen

als Unternehmer noch sicherer in den Entscheidungen.

Es wird nicht mehr geschätzt,

sondern genau kalkuliert.

Gibt es aus Ihrer Sicht noch weitere Vorteile

einer Teilnahme, die vielleicht nicht auf den

ersten Blick offensichtlich sind?

Fischer Die Betriebsauswertungen können

ein enorm wichtiger und sehr positiver

Punkt für Bankgespräche sein.Man zeigt sich

der Bank gegenüber als wirklich kompe-

tenter Gesprächs- und Verhandlungspartner,

der über seinen Betrieb genau Bescheid weiß.

Vor allem über die betrieblichen Zahlen,

die bei Bankgesprächen ganz automatisch

in den Mittelpunkt der Unterhaltung

rücken. Das wirkt ungemein vertrauens-

bildend. So ist jedenfalls meine Erfahrung.

Über den reinenVergleich und seine Zahlen

hinaus ergibt sich bei den zusätzlich von der

RGH angebotenen Erläuterungsseminaren

zu den Ergebnissen die Möglichkeit, sich mit

Kollegen über die gewonnenen Analysedaten

auszutauschen. Auch von dieser gemeinsamen

Analyse kann man sehr profitieren. Ich bin

darüber hinaus seit vielen Jahren in einem

ERFA-Kreis,in dem sich Kollegen ganz offen

über ihre Betriebsvergleichsergebnisse unter-

halten und der von dem betriebswirtschaft-

lichen Berater unseres Fachverbandes Betreut

wird.Wir treffen uns zweimal im Jahr,

sprechen über alles, tauschen uns aus, geben

einanderTipps, suchen nach Schwachstellen.

Das bringt einen wirklich weiter.

Die Errechnung des Stundenverrechnungssatzes,

Analyse der Beschäftigtenstruktur, Leistungs-

Kosten- und Erfolgsübersicht, Produktivitätszahlen

und anderes mehr – all diese Kennzahlen

werden im Betriebsvergleich ermittelt, analysiert

und verglichen. Das geht ins Geld, oder?

Fischer Überhaupt nicht.Aufgrund der

Struktur der RGH und ihrer Finanzierung

aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums

sowie der Handwerkskammern und der

beteiligten Landesinnungsverbände und

Landesinnungen versteht sich die RGH

als Partner und Förderer des Handwerks

in Schleswig-Holstein. Deshalb ist auch

die Teilnahmegebühr für Betriebe sehr

gering. Innungsmitglieder zahlen sogar

noch etwas weniger. Es ist wirklich extrem

günstig. Und es sind Profis am Werk, die

innerhalb von maximal zwei Stunden alle

wichtigen Zahlen im Betrieb aufnehmen

und die einem dann gute und vor allem

praxisnahe Auswertungen an die Hand

geben. Externe Berater kosten dagegen

einVielfaches und haben häufig keinerlei

Branchenkenntnisse. Die RGH-Experten

haben aufgrund ihrer Erfahrungen einen

ganz anderen Zugang zum Handwerk und

dessen Besonderheiten, da sie jährlich annähernd

400 Betriebe der unterschiedlichsten

Gewerke untersuchen.

Eigentlich – und das ist meine feste Überzeugung

nach all den Jahren – sollte es für

nahezu jeden Betrieb ein Muss sein, am Betriebsvergleich

der RGH teilzunehmen.

Wir danken für das Interview.


SchleSwig-holStein

Bild oben: Konzentriert bei der Sache. Beton-

und Stahlbetonbauer Nikolai Mozar. Bild Mitte:

Benjamin Nötzoldt erläutert Bildungsministerin

Ute Erdsiek-Rave die Aufgabenstellung. Bild unten:

Einem Bundessieger über die Schulter geschaut:

Fliesenleger Sergej Solocha bei der Arbeit.

34 NordHandwerk Januar 2009

Fotos: Grünke

Deutsche Meisterschaften in den Bauhandwerken

Aller guten Dinge sind drei

Sechs hoffnungsvolle Nachwuchshandwerker gingen für Schleswig-

Holstein beim diesjährigen Bundesleistungswettbewerb des

Deutschen Baugewerbes an den Start. Mit drei Deutschen Meistertiteln

blieb die Hälfte der Goldmedaillen im Land.

Die überbetriebliche Ausbildungsstätte

der Baugewerbe-Innung Herzogtum-

Lauenburg in Mölln war diesjähriger Austra-

gungsort des 57.Bundesleistungswettbewerbs

der Handwerksjugend in den bauhandwerk-

lichen Berufen.Nach dreiTagen und anspruchs-

vollenWettkämpfen standen die Sieger fest.

Benjamin Nötzoldt aus Elmenhorst ist der er-

folgreichste deutsche Nachwuchsmaurer.Der

beste Fliesenleger der Republik kommt aus

Neumünster und heißt Sergej Solocha und

bei den Beton- und Stahlbetonbauern wurde

Nikolai Mozar aus Ratzeburg bei seinem

„Heimspiel“ neuer bundesweiter Titelträger.

Abgerundet wurde dieser Erfolg durch die

Plätze 4 und 5 von Stuckateur Jan Buer und

Straßenbauer Christoph Zabel.Einzig „Lokal-

matador“ Pablo Ryan war mit seinem 8. Platz

bei den Zimmerern nicht ganz zufrieden,freute

sich aber über den Sieg seiner Kollegen.

Spitzenergebnis

Mit diesem sensationellen Ergebnis hat sich ge-

zeigt, dass der schleswig-holsteinische Nachwuchs

in den Bauberufen absolute Spitze in

Deutschland ist. „Wir haben einen Meilen-

stein gesetzt, wie ihn dieses Land und unsere

Branche noch nicht erlebt hat“, erklärte

SönkeVoß,Vorstandsvorsitzender des Bauge-

werbeverbands Schleswig-Holstein. Voß lobte

die dreitägige Organisation der Meisterschaften

in Mölln und hob seinen Stellvertreter

Uwe Riewesell hervor, der als Obermeister

der Innung Herzogtum-Lauenburg

nicht nur für den Ablauf mitverantwortlich

war, sondern auch noch den Titel seines

Mitarbeiters Nikolai Mozar feiern durfte.

Insgesamt kämpften 58 Junggesellen der Bau-

handwerke Maurer, Zimmerer,Fliesen-,Platten-

und Mosaikleger, Straßenbauer, Beton-

und Stahlbetonbauer und Stuckateure um den

Bundessieg.Alle jungen Handwerker gehören

zu den Besten in ihren einzelnen Bundes-

ländern und haben sich im jeweiligen Landes-

wettbewerb als erster Sieger durchgesetzt.

Große Bedeutung

Den besonderen Stellenwert des diesjährigen

Bundesleistungswettbewerbs in

Schleswig-Holstein unterstrich der Besuch

der Ministerin für Bildung und Frauen Ute

Erdsiek-Rave, die auch die Schirmherrschaft

für den Wettbewerb übernommen hatte.

Auf einem Rundgang durch die Wettbewerbshallen

zeigte sie sich begeistert von

dem Leistungsvermögen und Engagement

der Nachwuchshandwerker.

Marion Fuchs, Geschäftsführerin der mitorganisierenden

Baugewerbe-Innung für

den Kreis Herzogtum-Lauenburg, freute

sich über einen – nicht nur aufgrund des

„erfolgreichen Heimspiels“ – gelungenen

Wettbewerb: „Toll, dass nach genau zehn

Jahren der Bundesleistungswettbewerb wieder

einmal in Mölln ausgerichtet werden

konnte.“ Nach einem „Gastspiel“ 2009 in

Siegmaringen findet der Bundesleistungswettbewerb

2010 dann wieder in Schleswig-

Holstein, diesmal in Bad Segeberg, statt. Und

hoffentlich genauso erfolgreich.

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