Sprachförderung und literarisch-ästhetische Arbeit

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Sprachförderung und literarisch-ästhetische Arbeit

Zur Machart von Bildern in Bilderbüchern

Die Machart von Bildern für Bilderbücher ist für die

meisten Studierenden Terra incognita. Um zumindest

eine Ahnung davon zu erzeugen, wie breit das

Spektrum bei der Herstellung von Bildern (ich spreche

hier bewusst nicht von Illustrationen, weil nicht

selten die Bilder wichtiger sind als die Texte) für

Kinderbücher ist, wurde versucht, einzelne Figuren

oder Gegenstände aus den vier Büchern praktisch

möglichst genau nachzuvollziehen. Verwendet wurden

dafür Bleistifte, Buntstifte, Ölkreiden, Tinten,

Papiere zum Zerschneiden (Glühwürmchen), vor

allem aber Aquarellfarben (Steinsuppe), Acryl- (Hinterm

Vorhang...) und Temperafarben/Gouache (Lukas

Löwe).

Es liegt auf der Hand, dass dies für die Studierenden

mangels Erfahrung und Übung nicht ganz einfach

9. Termin

Mutmaßungen und eigene Versuche

war. Aber es war für alle erhellend, wie viele Möglichkeiten

der Darstellung es gibt, und es wurde

eindrücklich deutlich, dass durch derartige Übungen

die Sensibilität bei der Bildwahrnehmung beträchtlich

gesteigert wird. Ein einziger Termin ist dafür

allerdings das absolute Minimum, mehr als erste

Einblicke sind in so kurzer Zeit nicht zu erwarten.

Man könnte (vielleicht sollte) ein ganzes Seminar

damit füllen. Auch deswegen, weil ältere Techniken

wie die Ölmalerei, neuere wie das Operieren mit

digitaler Technik sowie Mischformen von traditionellen

Techniken mit digitalen Bildbearbeitungsmöglichkeiten

wegen der Zeitknappheit gar nicht in den

Blick gerieten. Eine mögliche Alternative zu einem

ganzen Seminar wäre ein für derartige praktische

Übungen reserviertes Wochenende.

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