07/09 - Evangelische Kirchen in Erfurt

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07/09 - Evangelische Kirchen in Erfurt

INHALT 2

Historie

Das Evangelische Ministerium 4

zu Erfurt

Prof. Dr. Karl Heinemeyer

Thema: GEBEN FÜR KIRCHE

Generativität – Nachhaltigkeit – 6

Stabilität

Axel W. O. Schmidt

Ehrenamt – der wahre Schatz 7

der Kirche

Christine Gohles

Sonntagskollekte für Arbeitslose 8

Wissenswertes vom Gebem 9

Diesmal sind die Glocken dran 10

Ergebnisse machen Mut 11

Dr. Jürgen Witthauer

Fenster brauchen Hilfe 13

Lothar Schmelz

NACHRICHTEN 14-15

„Mensch, wo bist du?“

Sprechblase

Online-Spiel

Wissen konkret

Freundlichkeit gegen Feindlichkeit

Eine starke Kraft

Meditation

Am Tag danach 16

Margrit Flaschmann

schenkung

Lutherdrucke 17

Dr. Michael Ludscheidt

Personalia

Die Fahrerin des Bischofs 21

ekm

168 Wortmeldungen 24

Mit Luther unterwegs 25

Frauenarbeit 25

40 Jahre Christophorus-Werk 34

Angelika Dresselt

zeitgeschehen

„Frieden riskieren“ 41

„Der gefährliche Schmied“ 41

RUBRIKEN

Evangelisches Ratsgymnasium 20

Augustinerkloster 22

Communität Casteller Ring 32

Kirche mit Kindern 37

Augusta-Viktoria-Stift 38

Offene Arbeit 45

Evangelische Jugend 47

INFORMATIONEN

Gottesdienste 26

Terminkalender 28

Impressum 36

Geöffnete Kirchen 46

Infoblatt

KIRCHENKREIS KONKRET

Zu Gast in der Calle Brusi

in Barcelona

Eike Küstner

Außergewöhnlicher Blick ins

Kirchenleben

Heidi Stiewink

Reise nach Mainz

Frieder Czupalla

Bewegte Jahre im Erfurter Norden

Gerhard Wien

Fakten vom Kreiskirchenrat


In der Nacht vom 14. zum 15. November 1940 zerstörte ein deutscher

Bombenangriff die englische Stadt Coventry, die damit zum Zeichen eines

sinnlosen und mörderischen Vernichtungswillens wurde. Nach dem Krieg

wurde sie Ausgangspunkt einer weltweiten Versöhnungsbewegung mit dem

Symbol des aus drei Nägeln der zerstörten Kathedrale gebildeten „Nagelkreuzes“.

Die Ruine der Kathedrale wurde zum Begegnungszentrum. Hier

wird jeden Freitagmittag die 1959 formulierte Versöhnungslitanei gebetet:

„Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes,

den sie bei Gott haben sollten.“ (Römer 3,23)

Wir alle haben gesündigt und mangeln des Ruhmes,

den wir bei Gott haben sollten. Darum lasst uns beten:

Vater, vergib!

Den Hass, der Rasse von Rasse trennt, Volk von Volk, Klasse von Klasse:

Vater, vergib

Das habsüchtige Streben der Menschen und Völker, zu besitzen, was nicht ihr

eigen ist:

Vater, vergib!

Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt und die Erde

verwüstet:

Vater, vergib!

Unseren Neid auf das Wohlergehen und Glück der anderen:

Vater, vergib!

Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der Heimatlosen und

Flüchtlinge:

Vater, vergib!

Den Rausch, der Leib und Leben zugrunde richtet:

Vater, vergib!

Den Hochmut, der uns verleitet, auf uns selbst zu vertrauen und nicht

auf dich:

Vater, vergib!

Lehre uns, o Herr, zu vergeben und uns vergeben zu lassen,

dass wir miteinander und mit dir in Frieden leben.

Darum bitten wir um Christi willen.

„Seid untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem anderen,

wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.“ (Epheser 4,32)


EVANGELISCHES MINISTERIUM 4

Das Erfurter Gremium

besteht fast 500 Jahre

Prof. Dr. Karl Heinemeyer

Der KKR stellte in seiner Sitzung vom

26.5.08 den Antrag an die Föderationssynode

der EKM und an die Teilkirchensynode

der KPS, dass der Status des Evangelischen

Ministeriums zu Erfurt in der

neuen Verfassung unberührt bleibt. Zu

diesem Beschluss schreibt Universitätsprofessor

Dr. Karl Heinemeyer folgende

Stellungnahme.

Das Evangelische Ministerium zu Erfurt

entstand in den ersten Jahren der Reformation.

Bereits 1523 oder 1524 traten in

der kurmainzischen Stadt die der Lehre

Martin Luthers folgenden Pfarrer erstmals

zu einem Collegium ministrorum zusammen.

Die ministri verbi divini schufen mit

diesem Konvent ein Gremium zur Leitung

der evangelischen Gemeinden in der

Stadt. Schon 1524 veröffentlichte das

Collegium mit dem Erfurter Enchiridion

das erste evangelische Gesangbuch;

1525 errichtete es die erste deutschsprachige

Erfurter Gottesdienstordnung für die

evangelischen Gemeinden und teilte es

die Stadt in neue, größere Pfarrsprengel,

die erheblich von der ehemals sehr kleinteiligen

Pfarreinteilung der vorreformatorischen

Zeit abwichen.

Seit dem Augsburger Religionsfrieden

(1555) nannte sich das Gremium regelmäßig

Evangelisches Ministerium Augsburgischer

Konfession“. Mit der Leitung

und Aufsicht über die evangelischen Gemeinden

der Stadt, zu denen bald auch

die des Erfurter Landgebietes einschließlich

der Stadt Sömmerda kamen, besaß

das Erfurter Ministerium dieselben Rechte

und Pflichten, die in den evangelischen

Territorialstaaten der jeweilige Landesherr

als bischöflicher Leiter seiner Landeskirche

wahrnahm.

Das Ministerium handelte im Einvernehmen

mit dem Erfurter Stadtrat, der die

zwar dem Kurfürsten von Mainz als Landes-

bzw. Stadtherrn untergeordnete, tatsächlich

aber weitgehend unabhängige

Stadt als eine Art Stadtstaat selbständig

regierte. Der Sprecher des Ministeriums,

bald als Senior bezeichnet, wurde aus der

Mitte der ihm angehörenden Pfarrer gewählt

und vom Stadtrat eingesetzt. Die

acht städtischen Pfarreien blieben rechtlich

selbständig und konnten ihre Angelegenheiten

allein regeln.

Insbesondere konnten sie und bald auch

die Gemeinden des Erfurter Landgebietes

ihren Pfarrer aus einem Dreiervorschlag,

den Ministerium und Stadtrat gemeinsam

ihnen vorlegten, selbst auswählen;

bei diesem Pfarrerwahlrecht handelte

es sich um ein Recht, das seit dem 12.

Jahrhundert zahlreiche mittelalterliche

Städte als eines der wichtigsten und vornehmsten

Selbstverwaltungsrechte erworben

und bewahrt hatten. Als der Erzbischof

von Mainz 1664 Stadt und Landgebiet

Erfurt wieder ganz unter seine

Herrschaft als Landesherr zwang und hier

eine kurfürstliche Regierung unter einem

Statthalter einrichtete, blieben nicht nur

die kirchlichen Verhältnisse in der Stadt,

sondern auch das Evangelischen Ministerium

unberührt.

Nach dem endgültigen Übergang Erfurts

an das Königreich Preußen 1814/15 entstand

im Rahmen der preußischen Kirchenverfassung

der Kirchenkreis Erfurt.

Gleichwohl blieb auch die ursprünglich

stadtrepublikanische Einrichtung des

Evangelischen Ministeriums weiterhin

bestehen, trotz mehrfacher Versuche des

Konsistoriums der Provinz Sachsen in


5 EVANGELISCHES MINISTERIUM

Magdeburg in den nächsten Jahrzehnten,

es aufzuheben.

Als dann im Jahre 1873 in Preußen Gemeindekirchenräte,

Kreissynoden und

Kreiskirchenräte eingeführt wurden, übertrugen

Kreissynode und Kreiskirchenrat

Erfurt dem Ministerium und seinem Senior

alle Vollmachten, die sie bisher

schon ausgeübt hatten, so dass künftig –

und zwar stets mit Billigung des Konsistoriums

zu Magdeburg bzw. der Kirchenprovinz

Sachsen – die genannten Gremien

und Organe gemeinsam wirkten.

Die völlige Trennung von Staat und Kirche,

mit der Weimarer Verfassung 1919

eingeleitet, wurde in Erfurt erst nach dem

Zweiten Weltkrieg vollendet, als der Magistrat

der Stadt auf seine Rechte im Kirchenkreis

und damit auch im Evangelischen

Ministerium verzichtete. Doch das

Ministerium besteht auch in der 1950 erlassenen

Grundordnung der nunmehrigen

Kirchenprovinz Sachsen weiter,

wenn auch jetzt mit teilweise veränderten

Aufgaben. Maßgebend ist heute die

Ordnung des Kirchenkreises Erfurt von

1975, die die Rolle des Evangelischen

Ministeriums im Rahmen des Kirchenkreises

klar umreißt, ohne die Rechte des Kirchenkreises

und seiner Organe zu schmälern.

Es handelt sich nach wie vor um den

Konvent aller festangestellten Pfarrer des

Kirchenkreises; geleitet wird es von dem

gewählten Vorsitzenden des Kreiskirchenrates

als seinem Senior. Nicht zuletzt

konnte auch für die Mitwirkung des Ministeriums

bei der Besetzung der Pfarrstellen

im Rahmen der Verfassung der Kirchenprovinz

eine von allen Seiten anerkannte

und inzwischen bewährte Regelung

gefunden werden. Eine unerwartete

Rolle spielte das Ministerium zudem

in den späten dreißiger Jahren unter nationalsozialistischer

Bedrückung, dann in

der Zeit des Sozialismus und besonders

wieder 1989: Als gleichsam „innerer Ort“

des Gedankenaustausches und der Diskussion

gewährte es der Erfurter Pfarrerschaft

Standhaftigkeit, Halt und Geborgenheit

erfolgreich und mit nicht geringer

Strahlkraft nach außen.

Insgesamt gesehen handelt es sich bei

dem Evanelischen Ministerium zu Erfurt

um eine einzigartige Einrichtung der

Evangelischen Kirche mit einer in der

heutigen Zeit beispiellosen Tradition. Seit

seinen Anfängen in den ersten Jahren der

Reformation besteht das Ministerium jetzt

ununterbrochen rund 485 Jahre. Es hat

in diesem nahezu halben Jahrtausend

auch die stärksten Umbrüche und Veränderungen

auf politischem wie auf kirchenorganisatorischem

Felde unbeschadet

überstanden, sich stets den geänderten

Rahmenbedingungen gestellt und

angepasst, ohne jedoch seine Grundsubstanz

aufzugeben. So konnte es seine Mitwirkung

an der Pfarrstellenbesetzung als

eines seiner ältesten, seit dem 16.Jahrhundert

unverändert bestehenden Rechte

in der Tradition bürgerlicher wie kirchlicher

Selbstverwaltung bis auf den heutigen

Tag bewahren.

Die Erfurter evangelischen Christen können

mit großem Stolz auf ihr Evangelisches

Ministerium blicken. Es ist nachdrücklich

zu wünschen, dass ihnen und

ihren Pfarrern diese so einmalige und

ehrwürdige, über Jahrhunderte höchst

erfolgreiche Einrichtung auch in Zukunft

erhalten bleibt.

So wie das Ministerium in der Vergangenheit

immer wieder den veränderten

Rahmenbedingungen in Rechten, Pflichten

und Aufgaben angepasst wurde, dürfte

dies unschwer auch im Rahmen der

Föderation der Evangelischen Kirchen

Mitteldeutschlands gelingen.


THEMA: GEBEN FÜR KIRCHE 6

Generativität –

Nachhaltigkeit – Stabilität

Axel W.-O. Schmidt

Zur Sinnhaftigkeit von Stiftungen für Kirchengemeinden

und die Geschichte vom Goldenen

Ball

Erik H. Erikson hat 1950 den Begriff der Generativität

eingeführt und meint damit, dass

die jeweilige Generation bemüht ist, etwas zu

hinterlassen, sie will Spuren legen. Der nächsten

Generation, verkörpert durch die Kinder,

sollen Werte, die für gut und richtig erachtet

werden, mit auf den Weg gegeben werden.

Nachhaltigkeit, ein Begriff der ursprünglich

aus der Holzwirtschaft stammt meint, dass

immer nur so viel ausgegeben werden darf,

wie neu generiert wird. Also einen Baum einschlagen

und einen neuen pflanzen. Erst wenn

der neue Baum so groß ist wie ein vergleichbares

Exemplar, darf gefällt werden. Stabilität

beschreibt die Fähigkeit eines Systems,

nach einer Störung wieder in den Ausgangszustand

zurückzukehren. Das Gegenteil der

Stabilität ist die Instabilität. Stabilität ist die

Fähigkeit eines Systems, sich durch möglichst

niedrigen Regelungsaufwand in zeitlicher und

räumlicher Hinsicht selbst zu erhalten und

robust zu bleiben.

Diese drei Prinzipien sollten auch für jede

Kirchengemeinde gelten und Berücksichtigung

finden. Ausdruck dieser Bestrebungen kann

eine Gemeindestiftung sein. „Gemeinde“ ist

ein dauernder Prozess stetiger Veränderungen.

Die Kirchengemeinde ist ein soziales System

mit aufeinander verweisenden, sinnhaften

Kommunikationen. Gemeinde ist ein System,

das sich in einer Umwelt immer wieder stabilisieren

muss. Zu diesem System gehören drei

zentrale Elemente: Religion, formale Organisation

und Gemeinschaft.

Vor allem der Zusammenhalt und die formale

Organisation der Gemeinde kann durch eine

Gemeindestiftung gestärkt werden. Die Stiftung

schüttet nur einen Teil der erwirtschafte-

ten Zinsen für in der Satzung bestimmte Zwecke

aus, dies aber dauerhaft mit steigender

Tendenz und regelmäßig über Jahrzehnte.

Mustersatzungen lassen sich leicht finden. Die

Verwaltung der Gelder geschieht professionell

im KVA. Eine Erbschaft sollte auf jeden Fall

Anlass sein, eine Stiftung zu gründen. Man

kann aber auch einfach anfangen und sagen:

Hier sind 500 Euro, jetzt geht es los. Schon

bei einem relativ geringen Stiftungskapital

kann und soll die Ausschüttung der Zinsen erfolgen,

selbst wenn es nur einige Hundert Euro

sind, damit die Gemeinde und die Unterstützer

sehen, dass nicht nur der „input“ sondern

auch ein „output“ erfolgt. Das Stiftungskapital

vermehrt sich jährlich durch die Verzinsung

und die Zustiftungen. Die Stiftung wird zum

Selbstläufer und ist nicht mehr zu bremsen.

Sie beinhaltet die Gedanken der Generativität,

der Nachhaltigkeit und der Stabiliserung

in der Idealform. Finanzielle Ressourcen und

ethische Werte werden so weiter gegeben. Der

goldene Ball, den wir heute in den Händen

halten, gehört uns nicht, denn er wird weitergeworfen

in die nächsten Generationen.

Der goldene Ball

(Börries Freiherr von Münchhausen, 1874-1945)

Was auch an Liebe mir vom Vater ward,

ich hab’s ihm nicht vergolten, denn ich habe

als Kind noch nicht gekannt den Wert der Gabe

und ward als Mann dem Manne gleich und hart.

Nun wächst ein Sohn mir auf, so heiß geliebt

wie keiner, dran ein Vaterherz gehangen,

und ich vergelte, was ich einst empfangen,

an dem, der mir’s nicht gab – noch wiedergibt.

Denn wenn er Mann ist und wie Männer denkt,

wird er, wie ich, die eignen Wege gehen,

sehnsüchtig werde ich, doch neidlos sehen,

wenn er, was mir gebührt, dem Enkel schenkt.

Weithin im Saal der Zeiten sieht mein Blick

dem Spiel des Lebens zu, gefaßt und heiter,

den goldnen Ball wirft jeder lächelnd weiter,

– und keiner gab den goldnen Ball zurück!


7 THEMA: GEBEN FÜR KIRCHE

Ehrenamt – der wahre

Schatz der Kirche

Christine Gohles

Ehrenamtlichkeit ist zurzeit in aller Munde.

Alle Welt redet von der Bedeutung des

Ehrenamtes – nicht nur in Deutschland.

Diskutiert werden der Strukturwandel der

Freiwilligenarbeit und die veränderten

Motive des Helfens. Von Kirche und Diakonie,

den Verbänden und Vereinen, den

Kommunen und dem Staat wird das Ehrenamt

wieder neu entdeckt. Nach einer

jahrzehntelangen Professionalisierungsdebatte,

in der Fachlichkeit und Qualifikation

gefragt waren, wird die ehrenamtliche

Mitarbeit wieder stärker betont. Was

sind Gründe dafür?

Da ist zunächst die öffentliche Armut.

Dem bundesrepublikanischen Wohlstandsstaat

ist das Geld ausgegangen.

Plötzlich wurde vielen klar: Wir können

nicht alle erwünschten Sozial- und Dienstleistungen

bezahlen. Die Krise der öffentlichen

Haushalte führt zu einem Rückzug

staatlichen und kommunalen Handelns.

Immer häufiger wird eine Ausdünnung

und Qualitätsverschlechterung sozialer

Leistungen in Kauf genommen.

Ähnliches gilt für den Bereich der Kirche.

Auch sie wird in den nächsten Jahren ihren

Personalbestand an bezahlten Kräften

weiter kürzen müssen. Sie steht vor der

Entscheidung: Arbeit einstellen oder unbezahlt

organisieren. Die Diskussion über

die Zukunft des Ehrenamtes steht auch im

Kontext der Krise der Arbeitsgesellschaft.

Angesichts der Tatsache, dass uns im Bereich

der Produktion die bezahlte Arbeit

auszugehen scheint, kommt die Frage eines

unbezahlten bürgerlichen Engagements

neu in die Diskussion. Unser Problem

ist nicht, dass wir keine Arbeit mehr

haben. Unser Problem ist vielmehr, dass

wir die notwendige Arbeit für Alte, Kranke

und Schwache nicht bezahlen können

oder wollen. Deshalb die Forderung nach

Bürgerarbeit. Das Modell der Bürgerarbeit,

wie es z. B. der Soziologe Ulrich

Beck auch beim Kirchentag in Stuttgart

vorgestellt hat, geht davon aus, dass die

Menschen in Zukunft neben ihrer Teilerwerbstätigkeit

unentgeltlich für die Allgemeinheit

tätig sein werden. Mit der Bürgerarbeit,

so behaupten die Vertreter dieses

Konzepts, entsteht neben der Erwerbsarbeit

„eine alternative Aktivitäts- und

Identitätsquelle, die ... nicht nur Befriedigung

verschafft, sondern auch Zusammenhalt

in der individualisierten Gesellschaft

... stiftet.“ (Ulrich Beck).

Ein weiterer Grund für die Neubewertung

des Ehrenamtes ist das wachsende Misstrauen

gegen das Expertentum. Die Professionalisierung

und Spezialisierung des

kulturellen und sozialen Sektors der letzten

Jahrzehnte hat zwar die Fachlichkeit

gefördert, gelegentlich allerdings die

Menschlichkeit vernachlässigt. Untersuchungen

zeigen, dass die Hilfen, die engagierte

„nichtberufliche“ Personen ihren

Mitmenschen zuteil werden lassen, von

hoher Wirksamkeit sind. Oft stehen sie

den Hilfsangeboten von professioneller

Seite nicht nach.

Das belegen zahlreiche ehrenamtliche

Projekte wie z. B. die Telefonseelsorge,

die Hospizarbeit oder die Grünen Damen/

Herren in der Krankenhaushilfe. Hier gleichen

häufig Anteilnahme und Engagement

fehlendes berufliches Fachwissen aus. Um

nicht missverstanden zu werden: Feste

Berufsrollen sind heute unverzichtbar für

den Auftrag von Kirche und Diakonie.

Professionalität und dauerhaftes Engagement

sind nötiger denn je. Die komplexe

und differenzierte Welt verlangt danach.

Aber zur Professionalität gehören in der

Kirche die „freie Begabung“ und die „par-


THEMA: GEBEN FÜR KIRCHE 8

tizipative Mitentscheidung“. Ehrenamtliche

bereichern, korrigieren und ergänzen

die Arbeit der Beruflichen. Sie helfen, Profiwissen

vor Erstarrung und Kälte zu schützen

und eine Verbindung herzustellen

zwischen Fachlichkeit und Menschlichkeit,

Spezialwissen und Alltagserfahrung.

Die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen

hat einmal behauptet, 85 % der kirchlichen

Arbeit würden von Ehrenamtlichen

erbracht.

Das Bundesministerium für Familie, Frauen

und Jugend berichtete im Jahr 2000,

dass 5 % der Bürger ehrenamtlich im

kirchlich-religiösen Bereich tätig seien.

Auf 25.000 Pastorinnen und Pastoren in

der Evangelischen Kirche in Deutschland

kommen rund 900.000 Ehrenamtliche.

Zum Beispiel stehen in der Hannoverschen

Landeskirche 104.000 ehrenamtli-

Sonntags-Kollekte

für Arbeitslose

(pm) Seit elf Jahren gibt es den Arbeitslosen-Fonds

„einspluseins“ als gemeinsame

Initiative der Evangelisch-Lutherischen

Kirche in Thüringen und des Diakonischen

Werkes. Am 24. Februar 2008 wurde die

Kollekte in den Gottesdiensten der Kirchgemeinden

der Landeskirche für die Initiative

mit dem Motto „Arbeitslosen Mut

machen“ gesammelt.

255.000 Euro wurden seit 1997 an Arbeitslosenprojekte

ausgezahlt, davon

stammen 127.500 Euro aus dem Haushalt

der Landeskirche, die jeden gespendeten

Euro verdoppelt hat. „Wir knüpfen an die

biblische Tradition an, nach der Solidarität

die konsequente Antwort der Menschen

auf die Liebe Gottes ist“, sagt der

Finanzdezernent der Föderation Evangelischer

Kirchen in Mitteldeutschland

che MitarbeiterInnen 2100 PfarrerInnen

und 800 DiakonInnen gegenüber. In einer

vorsichtigen Schätzung kann man sagen,

dass die Zahl der von Freiwilligen

geleisteten Arbeitsstunden im Bereich dieser

Landeskirche vermutlich deutlich höher

ist, als die Zahl der Arbeitsstunden der

beruflich Mitarbeitenden.

Im Klartext heißt das für diese Landeskirche:

Das Finanzvolumen, das Ehrenamtliche

jährlich erbringen, beläuft sich auf

ca. 1/2 Milliarde Euro. Wissen wir diesen

Schatz zu würdigen?

Wenn wir ständig über Geldmangel in

unserer Kirche klagen und resigniert in die

finanzielle Zukunft schauen, kann uns

dann dieser Schatz nicht Mut machen und

neue Hoffnung geben, dass es anderes gibt

als Geldwerte, auf dem Kirche aufbauen

kann?

(EKM), Stefan Große.

Die Spenden gehen an kirchliche und

diakonische Projekte, die Arbeitsplätze

schaffen und erhalten. Mit den Initiativen

werden zum Beispiel Kirchen, Schulen

und Kindergärten saniert.

„Das hat gleich mehrere positive Effekte“,

sagt Ines Nößler, Geschäftsführerin

der „Neuen Arbeit Neustadt (Orla)“.

Die Beschäftigten haben unter anderem

zahlreiche Kirchen in Thüringen restauriert.

„Die arbeitslosen Menschen sind

sinnstiftend beschäftigt und sehen die Erfolge

ihrer Arbeit. Zudem steigen ihre

Chancen für Angebote auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Gleichzeitig sind die Gemeindeglieder

dankbar dafür, dass sie ihre Gottesdienste

in einer erneuerten Kirche feiern können.“

Die Arbeitslosenprojekte sind auf die

Spenden dringend angewiesen, da die

Zuschüsse seit Einführung von Hartz IV

im Jahr 2005 stetig sinken.


9 THEMA: GEBEN FÜR KIRCHE

Wissenswertes vom Geben

Fundraising ist ...

... die systematische Suche nach und Identifikation

von Menschen, die Interesse daran

haben könnten, ein Projekt einer gemeinnützigen

Organisation mit Zeit, ehrenamtlichem

Engagement und/oder Spenden

zu unterstützen;

... der Beziehungsaufbau zu, die Kommunikation

mit und die Betreuung von diesen

Menschen, um ihnen zielgerichtet zum

optimalen Zeitpunkt über den ihnen angemessenen

Kommunikationskanal auf

ihre Interessen angepasste Vorschläge für

ihr Engagement unterbreiten zu können.

Daher braucht Fundraising Zeit, Planung,

Systematik, Phantasie und Kreativität, um

nachhaltig erfolgreich sein zu können.

Der Beauftragte für Fundraising der EKM

betreut das operative Fundraising auf Ebene

der Landeskirche, wie die Spenden-

Aktion zum Elisabethjahr oder das Bußgeldmarketing

für Notfallseelsorge, Jugendarbeit

u.a.

Daneben berät und begleitet er Fundraising-Aktivitäten

von Gemeinden, Werken

und Einrichtungen. Dazu werden Schulungen

durchgeführt, in denen die Teilnehmenden

die Grundlagen des Fundraising

sowie eine mögliche Systematik für die Erarbeitung

einer Fundraising-Konzeption

kennen lernen.

Spendenaktionen in der

Kirchenprovinz Sachsen

Spenden sind eine wichtige Hilfe zur Erfüllung

der vielfältigen kirchlichen Aufgaben.

Anders als bei Kirchensteuer oder Gemeindebeitrag

können Spenden nicht nur

allgemein für den betreffenden kirchlichen

Haushalt sondern auch für einen bestimmten

Zweck gegeben werden.

Der Spender oder die Spenderin hat also

die Möglichkeit, gerade das zu unterstützen,

was ihm oder ihr besonders wichtig

und unterstützenswert erscheint.

Spenden sind gemäß § 10 b EStG als Sonderausgabe

vom zu versteuernden Einkommen

abzugsfähig. Bei Spenden bis zu einer

Höhe von 100 Euro bedarf es keiner

gesonderten Zuwendungsbestätigung, sofern

es sich bei dem Empfänger um eine

zuwendungsberechtigte Körperschaft des

öffentlichen Rechts handelt. Dies trifft auf

alle Kirchengemeinden unserer Kirchenprovinz

zu.

Sie können Ihre allgemeine Spende der

evangelischen Kirche direkt per Bank-

Überweisung zukommen lassen:

Kirchenamt der Evangelischen Kirche der

Kirchenprovinz Sachsen

Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland

Konto-Nr. 155 190 0025

BLZ 350 601 90

Bank für Kirche und Diakonie (BKD)

Sie können Ihre Spende natürlich auch Ihrer

Kirchengemeinde vor Ort geben.

Spenden-Vorschläge

Hilfen für Osteuropa

Für die protestantischen Minderheitskirchen

in Osteuropa ist es sehr kompliziert,

wieder „auf die Fuße“ zu kommen. Die

teilweise zerstörte Infrastruktur macht ihnen

sehr zu schaffen. Trotzdem und gerade

deshalb engagieren sie sich für die Menschen

in ihren Ländern und versuchen,

soziale Projekte zielgerichtet zu entwickeln.

Hilfe in sozialer Not

Immer wieder geraten Menschen unverschuldet

in finanzielle Not. Staat und Gesellschaft

tun einiges, um diesen Menschen

zu helfen – die Sozialhilfe ist sicher die

wichtigste und bekannteste Hilfe. Dennoch

ergeben sich akute Notlagen, bei denen die

kirchlichen Beratungsstellen den Betroffenen

mit zumeist kleinen Beträgen rasch

und unbürokratisch weiterhelfen können.


THEMA: GEBEN FÜR KIRCHE 10

Kirchenmusikalische Arbeit

Kirchenmusikalische Konzerte in den Kirchen

sind mit hohen Aufwendungen verbunden.

Sowohl innovative kirchenmusikalische

Projekte als auch Traditionspflege

bedürfen zusätzlicher Unterstützung.

Diesmal sind die Glocken

dran – ein Viertel ist schon da

Am Sonntag, dem 1. Juni 2008, hat die Glocke

im Südturm der Erfurter Reglerkirche

in der Bahnhofstraße erstmals seit zweieinhalb

Jahren wieder geläutet. Die Glocke

war im Januar 2006 stillgelegt worden, weil

Glockenstuhl und Aufhängung defekt waren.

Die Glockenanlage der Reglerkirche

besteht aus insgesamt drei Glocken, die aus

den Jahren 1489, 1600 und 1667 stammen.

In insgesamt drei Bauabschnitten soll

die gesamte Anlage bis zum Sommer 2010

komplett saniert sein. Die Kosten dafür

betragen ca. 60.000 Euro, bisher hat die

Gemeinde für dieses Projekt rund 15.000

Euro Spenden gesammelt.

Mit der Aktion zur Rettung der Reglerglocken

– einer Initiative der Erfurter Malschule

im Christlichen Jugenddorfwerk

Deutschlands e.V. – hat der Leiter der Malschule,

Günter Steffenhagen, einen erheblichen

Beitrag dazu geleistet und Maßstäbe

gesetzt bei der Gewinnung von Sympathisanten

und Geldgebern. Mit seiner

Frage: „Stimmen einer Stadt sterben – wollen

wir das zulassen?“ hat er sich Anfang

des Jahres an die Erfurter Öffentlichkeit

gewendet und alle Facetten für die Motivation

von Spendern angesprochen. Wie

man wirklich überzeugend für eine Idee

wirbt, dafür kann seine Aktion nun als

leuchtendes Beispiel stehen:

„Keinem Erfurter kann es egal sein, ob die

Glocken – mitten in der Stadt zwischen

Bahnhof und Anger – nicht mehr erklin-

Kirchliche Kinder- und Jugendarbeit

Für die Unterstützung von Kinder- und Jugendfreizeiten,

Bibelrüsten und Jugendtagen.

Damit gerade junge Menschen den

Glauben an Jesus Christus kennen lernen

und in Gemeinschaft erleben können.

gen. Unseren Kindern zuliebe und den

Bürgern dieser Stadt zu Ehren sollte uns die

Rettung etwas wert sein. Vorschlag: Wie

wäre es in diesem Jahr, das Opfer, das Sie

für mancherlei Nöte und Anliegen in der

Nähe und Ferne bringen, für die Reparatur

der Glocken zu spenden? Wie wäre es mit

einer angemessenen Spende der Geschäftsleute,

Banken, Versicherungen und Wirtschaftsunternehmen,

besonders derer, die

unter dem Klang der Reglerglocken ihrer

Arbeit nachgehen? Wie viel Not sie auch

immer lindern, wie viel sie fragen, wie viel

Bettler auf ihrer Türschwelle stehen,

diesmal sind die Glocken dran!“

Und in der Malschule wurde dies zum Thema.

Günter Steffenhagen verrät: „Einer der

Behinderten erinnerte sich, dass wir über

viele Jahre in dieser Kirche unsere Gottesdienste

hatten. Er sagte spontan: ‚Wollen

wir nicht für die Reparatur der Glocken

malen?’ Dieser Gedanke ließ mich nicht

mehr los.“

Und so war die Ausstellung „Farbe bekennen

– Malschule des CJD Erfurt präsentiert

Bilder zur Rettung der Reglerglocken“ im

Juni 2008 in der Reglerkirche zustande

gekommen. Sie rief Hunderte Menschen

zusammen, hat mit einem vielfältigen Rahmenprogramm

Sinn und Inhalt des Opfers

für die Reglerglocken, des Opfers allgemein,

zur Sprache gebracht. Und prominente

Gäste waren gekommen: der katholische

Bischof Joachim Wanke, der Erfurter

Oberbürgermeister Andreas Bausewein,

Ministerpräsident Dieter Althaus, Pröpstin

Elfriede Begrich.

„Es geht nicht um die Reglerkirche. Es geht

um ,alte Stimmen’ der Stadt Erfurt,“ benennt

Günter Steffenhagen sein Credo.


11 THEMA: GEBEN FÜR KIRCHE

Ergebnisse machen Mut

Dr. Jürgen Witthauer

Überall wird geklagt, dass die Reichen

immer reicher, die Armen immer ärmer

werden. Und da wollten wir es wagen,

um Spenden zu bitten für die Sanierung

unseres Taufsteins in der Kaufmannskirche

am Anger, der zu Ostern in diesem

Jahr 2008 400 Jahre alt geworden ist?

Wir wussten ja um den ideellen und

kunsthistorischen Wert des Friedemannschen

Taufsteins. Wir, die wir hier und

heute in der Gemeinde mit dem Taufhandeln

seine Aktualität nicht in Frage stellen.

Aber wissen das auch die Menschen,

die fern stehen oder für die die Taufe an

diesem Taufstein ein Ereignis aus grauer

Vorzeit ist und die den eigenen Bezug

dazu verloren haben?

Bei unseren Überlegungen versuchten wir

uns in die Zeit vor 400 Jahren zu versetzen:

Wie groß mag damals die Freude gewesen

sein, nach den Epitaphen und nach

der Renaissance-Kanzel nun einen Taufstein

zu besitzen in dieser Kaufmannskirche,

in der Martin Luther 1522 gepredigt

hatte?

Wer hatte da eigentlich vorrangig mitgeholfen?

- Die spendenfreudigen und die wohlhabenden

Frauen und Männer dieser

Gemeinde?

- Die Leitung der Gemeinde?

- Die Friedemänner, dunkel ahnend

dass sie in dieser ihrer Kirche ihr Lebenswerk

errichten?

Wie viele Gebete, wie viel Denken und

Planen, aber auch wie viel Zweifel mag

es damals gegeben haben! Und hat sich

damals gar jemand Gedanken über

Nachhaltigkeit gemacht und vorstellen

können, dass 400 Jahre, d.h. über 14 Generationen,

Menschen an diesem Taufstein

getauft wurden – hier sei nur an die beiden

älteren Brüder Johann Sebastian Bachs,

seinen Vater Ambrosius und an den Barockdichter

Kaspar Stieler erinnert – und

dass heute Menschen in diese Kirche kommen,

die Gott loben und preisen?

Und so relativierten sich unsere Zweifel.

Aber trotzdem – würden heute auch Menschen

in unserem Land bereit sein, nicht

nur gute Worte zu finden, sondern auch

ihre Geldbörse zu öffnen?

Wir begannen einfach mit der Spendensammlung,

nicht wissend, höchstens ahnend,

wie steinig die Mühen der Ebene

sind.

Zunächst wurde im Dezember 2004 im

Gemeindekirchenrat der Evangelischen

Kaufmannsgemeinde ein Beschluss gefasst,

dass

- der Taufstein mit Spenden restauriert

werden soll,

- die Verantwortung für die Durchführung

Helga Knabner und Dr. Jürgen

Witthauer vom Arbeitskreis „Geöffnete

Kirche“ übertragen wird und

- eine eigene Haushaltstelle „Taufstein

beim Kirchlichen Verwaltungsamt eingerichtet

wird.

Letzteres ist wichtig, damit alle eingehenden

Spenden zum Taufstein auch nur für

diesen Zweck verwendet werden und dass

der Spendende – wenn er es denn wünscht

– eine Spendenbescheinigung erhält.

Der offizielle Start begann im Kirchweihgottesdienst

2005. Als Schirmherrn konnten

wir den damaligen Geschäftsführer

der Verbraucherzentrale Thüringens

Dr. Christian Koth gewinnen.

Wir hielten es auch für angebracht, die

Namen der Spenderinnen und Spender an

der Ausstellungstafel in der Kirche aufzuschreiben

und diese Liste zu aktualisieren

ebenso wie den Spendenstand in einem

Spendenbarometer.


THEMA: GEBEN FÜR KIRCHE 12

Spendenbarometer Restaurierung

Aktueller Spendenstand

8.150 EURO

Für Spendeneinzahlungen:

KVA Erfurt

Kontonummer

130061360

Bankleitzahl

82051000

Sparkasse Mittelthüringen

Verwendungszweck: Taufstein RT08

Und wenn wir heute zurückblicken, dann

kann sich das Ergebnis sehen lassen. Wir

haben bisher über 8.000 Euro an Spenden

erhalten. Sieht man sich die Liste an, so liegen

die Beträge von 5 Euro bis fast 900 Euro

und wir wissen, dass für manche unter den

Spendenden die Gabe ein echtes Opfer bedeutet.

Wir haben im Frühjahr 2008 weitere 4.500

Euro an Fördermitteln durch das Landesamt

für Denkmalpflege und Archäologie erhalten.

Und dazu muss gesagt werden:

Ohne die Spenden, die wir als Eigenmittel

angeben konnten, hätten wir die Fördermittel

nicht erhalten.

Wenn dies auch noch nicht für die gesamte

Sanierung des Taufsteins ausreicht – es

fehlen noch ca. 5.700 Euro – so können

wir doch mit der Sanierung beginnen und

die Hoffnung haben, dass auch der fehlende

Anteil noch durch zweckgebundene

Spenden zusammenkommt.

Aber ebenso wichtig sind die wesentlichen

Zuarbeiten. So haben zwei Studierende der

Fachhochschule Erfurt unter Leitung von

Prof. Staemmler vom Fachbereich Restaurierung

und Konservierung eine Dokumentation

erstellt und eine Achse gereinigt und

gefestigt.

Dies war eine notwendige Vorarbeit, um

in Beratungen mit dem Landesamt für Ar-

chäologie und Denkmalpflege, mit der

Kunstgutsachverständigen der Kirchenprovinz

Sachsen und mit der evangelischen

Kaufmannsgemeinde die weitere Strategie

festzulegen.

Nicht zu vergessen das Aufsuchen der

Quellen im Stadtarchiv und in der Bibliothek

des Evangelischen Ministeriums im

Augustinerkloster. Für uns als Laien war das

Lesen in den Taufbüchern und anderen

historischen Dokumenten spannend und

aufregend zugleich.

Auch wurden von Helga Knabner zwei

kleine Ausstellungen für die Kaufmannskirche

erstellt, in denen der aktuelle Stand der

Arbeiten dargestellt wurde.

So konnten sich die Gemeinde, aber auch

die vielen Gäste ein Bild vom Fortgang der

Arbeiten machen.

Wir haben bis jetzt sehr viel gelernt und

wir hätten sicher das Eine oder Andere besser

machen können:

- So war die Information über den Fortgang

der Arbeiten – besonders der auswärtigen

Spender – nicht optimal.

- Wir haben bisher auf die Einwerbung

von Mitteln bei Sponsoren verzichtet.

- Uns wurde bewusst, dass mit einem

Verein zur Förderung der Sanierung der

Kaufmannskirche oder mit der Gründung

einer Stiftung langfristig manche

Dinge günstiger hätten gestaltet werden

können.

Vielleicht können wir für Zukünftiges in

dieser Richtung weiterarbeiten.

Was bleibt: dankbar zu sein für all die Menschen,

die es für wichtig erachten, in dieser

Kirche auch dem Taufstein ein würdiges

Gesicht zu geben:

- den zahlreichen Spenderinnen und

Spendern mit ihren kleinen und großen

Spenden,

- Prof. Staemmler und seinen Studierenden

und

- den Vielen, die im Hintergrund ihre

Kenntnisse und ihre Freizeit kostenlos

zur Verfügung gestellt haben.


13 THEMA: GEBEN FÜR KIRCHE

Fenster brauchen

dringend Hilfe

Lothar Schmelz

Nach Gesprächen mit Vertreterinnen und

Vertretern des Landesamtes für Archäologie

und Denkmalpflege, dem Bundesverwaltungsamt

und dem Thüringer Ministerium

für Verkehr, Landesentwicklung und

Medien wurde ein Plan erarbeitet, der es

ermöglicht, das alte Mauerwerk des Augustinerklosters

bis 2013 zu restaurieren.

Begonnen haben wir im Mai 2008 mit der

Restaurierung des Kirchenturms (1475). Es

war allen klar, dass wir bei den Restaurierungsarbeiten

auch die altehrwürdigen

Kirchenfenster des Hohen Chores reinigen

würden.

Wie Herr Pfarrer Dr. Andreas Lindner feststellte,

hat sich eine Scheibe des „Löwenund

Papageienfensters“ bedenklich nach

innen gewölbt. Dies musste natürlich unverzüglich

überprüft werden.

Ich nahm diese Situation zum Anlass, die

Fachreferentin für Glasmalerei und Glasfenster

im Landesamt für Archäologie und

Denkmalpflege, Frau Scheibner, zu bitten,

sich das Fenster doch anzuschauen um

festzustellen, was zu dem Schadensbild

geführt haben könnte. Am 22. April machte

sie auf der Hebebühne Fotos von einigen

Scheiben. Was wir zu sehen bekamen,

war nicht sehr erfreulich. Alle Aufnahmen

zeigen ein erhebliches Schadensbild an

dem aus dem Jahr 1310 stammenden

Fenster.

Frau Susanne Scheibner schreibt in einer

ersten Stellungnahme u. a.: „Teilweise

verliert die aufliegende Malerei mit zunehmender

Glaszersetzung ihren Haftgrund.

Es fielen weiterhin Mängel im statischen

Gesamtsystem der Fenster und

ihrer Einbausituation auf. Aufgrund der

festgestellten Schäden und Mängel ist

nach nunmehr 25 Jahren dringend die

Überprüfung und Untersuchung der mittelalterlichen

Glasmalerei durchzuführen.“

Vorsichtigen Schätzungen zufolge betragen

die Restaurierungskosten aller vier

Fenster ca. 400.000 Euro.

Was sind die nächsten Schritte? Im Juni

wurden an sechs verschiedenen Stellen

der Augustinerkirche Klimasensoren installiert,

um über einen Jahreszyklus das

Nahfeldklima zu erfassen. Zugleich entnehmen

die Restauratoren des Thüringer

Landesamtes für Archäologie und Denkmalpflege

aus dem Löwen- und Papageienfenster

und dem Augustinusfenster

(1330) je drei Scheiben zur Begutachtung.

Sowohl aus den Messungen als auch aus

den Untersuchungen der Scheiben ergeben

sich die restauratorischen und konservatorischen

Maßnahmen, die voraussichtlich

in der zweiten Jahreshälfte 2009

beginnen.

Wo wir das Geld herbekommen? Ich weiß

es nicht! Eine solche Nachricht muss man

erst einmal in Ruhe durchdenken. Viele

Fachleute haben uns bereits Mut zugesprochen

und ich bin zuversichtlich, dass

wir auch mit Ihrer Unterstützung die Finanzierung

hinbekommen.

Es muss einfach klappen, um diese wertvollen,

über Jahrhunderte gepflegten Fenster

auch unserer Nachwelt erhalten zu

können – dies ist meine und unser Aller

Verantwortung.

Am Denkmalwochenende, 13. und 14.

September, wird Frau Scheibner jeweils

um 14 Uhr anhand einer Scheibe in der

Augustinerkirche Interessierten die Situation

und das Schadensbild aus erster Hand

erklären.

Unser Spendenkonto:

KD-Bank

Bankleitzahl 350 60 190

Konto 157 00 39 012


NACHRICHTEN 14

„Mensch, wo bist du?“

Der 32. Deutsche Evangelische Kirchentag

vom 20. bis 24. Mai 2009 in Bremen

steht unter der Losung „Mensch, wo bist

du?“.

Erstmals leitet damit eine Losung in der

Form einer Frage die Programmvorbereitungen

eines Deutschen Evangelischen

Kirchentages, zu dem die Veranstalter im

nächsten Jahr an der Weser erneut

100.000 Menschen erwarten.

Als Aufforderung, „Verantwortung für die

Zukunft zu übernehmen“, und zugleich

als Zuspruch Gottes charakterisiert Kirchentagspräsidentin

Karin von Welck das

Losungswort. Der Kirchentag, so die Hamburger

Kultursenatorin, lade damit ein „zu

einem Glaubensfest, zum Dialog mit

Gott“ sowie „zur Diskussion der brennenden

Fragen unserer Zeit“ und wolle „ein

Zeichen setzen für Menschlichkeit in unserer

Welt“.

Die zur Losung gewählte Frage Gottes an

Adam und Eva markiere den Beginn der

„Geschichte der Freiheit“, hob die Generalsekretärin

des Kirchentages, Ellen

Ueberschär, hervor. Denn erst die freie

Entscheidung über das Gute und das Böse

ermögliche dem Menschen und verpflichte

ihn dazu, Verantwortung für sein Leben

und sein Handeln in der Welt zu tragen.

Der Bremer Kirchentag findet in drei Themenbereichen

statt: „Horizonte des Glaubens“,

„Perspektiven für die Gesellschaft“

und „Chancen für die Welt“.

Mit der Veranstaltung im Jahr 2009 ist der

Deutsche Evangelische Kirchentag nicht

nur erstmals an der Weser zu Gast. Eine

Besonderheit liegt auch darin, dass nach

diesem Kirchentag 2010 der 2. Ökumenische

Kirchentag in München und 2011

der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag

in Dresden stattfindet – also drei Kirchentage

in drei aufeinander folgenden

Jahren.

Ein Prospekt lädt Gruppen und Einzelne

zur Mitgestaltung des Kirchentages ein.

Im Internet finden Interessierte unter

www.kirchentag.de die Ausschreibungen

für den „Markt der Möglichkeiten“, für

Musik, Theater, Kleinkunst sowie für Gottesdienste

und kirchenmusikalische Konzerte.

Bewerbungen online oder per Post bitte

bis 31. 8. 2008.

Deutscher Evangelischer Kirchentag

Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

Postfach 1555, 36005 Fulda

Magdeburger Str. 59, 36037 Fulda

( 0661/96950-70/71, Fax 0661/96950-90

E-Mail runge@kirchentag.de

Sprechblase

Eine Sprechblase, die an einem strahlend

hellblauen Himmel schwebt, ist auf dem

Plakat für den 32. Deutschen Evangelischen

Kirchentag zu sehen, der vom 20.

bis 24. Mai 2009 in Bremen stattfindet.

Zu lesen ist in dieser Sprechblase die Kirchentagslosung

„Mensch, wo bist du?“.

Ihre Spitze weist nach oben, denn in der

Bibel (1. Mose 3, 9) ist es Gott, der diese

Frage stellt.

Das Motiv falle nicht nur auf, sondern

auch „ein wenig aus dem Rahmen“, meinte

Kirchentagspräsidentin Karin von

Welck. Die als Kultursenatorin in Hamburg

tätige Kirchentags-Präsidentin sieht

in dem Plakat einen „Hingucker“, der

„Raum für eigene Gedanken und Assoziationen“

lasse.

Online-Spiel

„Jona – ein Prophet geht baden“

Jona gehört zu den bekanntesten Propheten

im Alten Testament. Seine Geschichte

ist die spannende Grundlage für ein neues

Online-Spiel der Internetarbeit der EKD.

In kurzen Textpassagen und durch Zeichnungen

werden sechs Szenen aus Jonas

Leben geschildert, die dann zu einer Fra-


15 NACHRICHTEN

ge führen. Für jede richtige Antwort erhalten

die Teilnehmenden eine Silbe, die

am Ende des Spiels in die richtige Reihenfolge

gebracht werden müssen – das

ergibt das Lösungswort. Zusätzliche Informationsseiten

und Links zu ausführlicheren

Bibelstellen erleichtern das Rätseln.

Erstmalig werden zum Spiel auch Unterrichtsmaterialien

bereitgestellt, die einen

Einsatz in Schule und Konfirmandenarbeit

erleichtern. Wer alle Fragen bis zum

5. August richtig beantwortet und zusätzlich

noch ein wenig Losglück hat, dem

winken Bücher und CDs als Preise für das

Lösungswort.

http://www.ekd.de/spiele/jona

Wissen konkret

Anlässlich des Besuches von Bundespräsident

Horst Köhler in der Evangelischen

Akademie Thüringen haben Schüler aus

Kranichfeld, Neudietendorf und Altenburg

über ihre Erfahrungen mit Projekten zur

DDR-Geschichte informiert. Diese Angebote

organisiert die Evangelische Akademie

seit 2003 für Schüler aus Realschulen

und Gymnasien ab Klasse 9.

Ein Projekt betrifft die Betriebsgeschichte

des VEB Kabelwerk Kranichfeld. In einem

Zeitzeugengespräch mit Akteneinsicht

haben sich die Schüler außerdem mit der

Flucht eines Vaters und seines Sohnes

beschäftigt.

Unter dem Motto „Literatur in der DDR“

wurde die Biographie von Franz Fühmann

über zwei Diktaturen mit einem Weg vom

Nazi zum Kommunisten bis zum Oppositionellen

behandelt. Aus dem Projekt

sind verschiedene Seminarfacharbeiten

zur Lokalgeschichte entstanden.

In einem Tandem-Projekt von acht Schulklassen

aus sechs Bundesländern ging es

um Protest und Anpassung im geteilten

Deutschland um das Jahr 1968.

Die Angebote zur Historischen Projektarbeit

mit Jugendlichen basieren auf einer

Kooperationsvereinbarung zwischen der

Evangelischen Akademie und dem Thüringer

Kultusministerium. Die Zusammenarbeit

umfasst die Bereiche Grundwerteorientierung

und Demokratieerziehung sowie

das Projekt „Denkwege“ zum Philosophieren

mit Jugendlichen.

Freundlichkeit gegen Feindlichkeit

In der Föderation Evangelischer Kirchen

in Mitteldeutschland (EKM) gilt 2008 als

Aktionsjahr unter dem Motto „Kirche gegen

Rechtsextremismus“. Ziel soll es sein,

klar zu erkennen und zu benennen, wo

rechtsradikale Ansichten herrschen bis in

die Mitte der Gesellschaft und der Kirchengemeinden

hinein. Es geht um Aufklärung

der Hintergründe und um Alternativen,

wie der Fremdenfeindlichkeit mit

Menschenfreundlichkeit und Nächstenliebe

begegnet werden kann.

Eine starke Kraft

Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher

Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung

KiBa) besteht seit 1997 und ist eine Stiftung

der Evangelischen Kirche in Deutschland

(EKD) sowie der evangelischen Landeskirchen.

Seit 1999 hat die KiBa mehr

als 590 Förderzusagen für Sanierungsvorhaben

in Höhe von über 17 Millionen

Euro geben können. In Sachsen-Anhalt

finanzierte die Stiftung bisher Sanierungsarbeiten

an über 90 Kirchengebäuden. Allein

nach der Hochwasserkatastrophe des

Jahres 2002 an Elbe und Mulde konnte

die Stiftung 146 Sanierungsprojekte aus

dem Nothilfefonds der EKD mit insgesamt

neun Millionen Euro fördern. Für das Jahr

2008 sind bisher bereits Förderungen für

67 Projekte mit einem Gesamtvolumen

von über 1,5 Millionen Euro vorgesehen.

Dem Förderverein der Stiftung KiBa gehören

zurzeit mehr als 2000 Mitglieder

aus dem ganzen Bundesgebiet an.

http://www.stiftung-kiba.de/


MEDITATION / HILFE 16

Am Tag danach

Margrit Flaschmann

Alles ist anders in unserem Pfarrgarten am Tag

danach, gestern haben wir hier Pfingsten gefeiert,

fröhlich und ausgelassen …

Heute ist es wieder still.

Die Bäume flüstern, die Nachtigall singt – Melodien

der Liebe siebenfalt … der Flieder duftet

betörend, die Pfingstrosen blühen und der Mohn,

der schöne rote Mohn leuchtet mit all seiner

Herrlichkeit und Zerbrechlichkeit in den Tag hinein

und erinnert mit seiner schwarzen Mitte an

die Tränen in der Welt …

Und die Gräser – wie filigran sie sind und doch

so stabil, sacht wiegen sie sich im Wind und

verzaubern jeden Sommerblumenstrauß.

Ja, es ist Sommer – Zeit, barfuß zu gehen, bunte

Kleider zu tragen und die Sommerohrringe herauszuholen,

in denen der Sonnenschein funkeln

kann…

Zeit , draußen zu feiern und miteinander glücklich

zu sein.

Nach dem Gottesdienst gab es herrlichen Kuchen

und am Abend das, was jeder mitbrachte :

Fettschnitte und Gurke, Salate und große Töpfe

voll Suppe, Käse und Rotwein – was will man

mehr …

Die Band „Mollverbot“ aus Gebesee machte

Musik, die uns zum Tanzen verführte – verrückt

und wild haben wir getanzt, es war einfach

schön.

Und viele waren da: Kinder und Alte und die

dazwischen, Nahe und Ferne, Traurige und

Glückliche…

Und heut, am Tag danach, denke ich –

manchmal erfüllt sich ein Traum ein Stückchen

(man lebt scheinbar von Augenblicken und nicht

von Tagen)

Ich träume ihn oft und gern , diesen Traum von

Gemeinde: alle zu integrieren, zu erleben, dass

wir alle zusammengehören, so verschieden wir

auch sind,

verbunden durch unsere Träume und Ängste,

verbunden durch unsere Sehnsucht und unseren

Schmerz und in der Mitte ist ER, unser Gott,

der uns mit sich und untereinander verbinden

will.

Was kann man an solch einem Pfingsttag anderes

beten als:

Komm, Heiliger Geist und erfülle unsere Kirchen

und Gemeinden und Herzen und mache uns zu

Brüdern und Schwestern, das können wir nicht

allein.

Und was soll man anderes singen am Tag

danach, als :

Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht,

die Weisheit deiner Wege,

die Liebe, die für alle wacht,

anbetend überlege:

So weiß ich von Bewundrung voll,

nicht wie ich Dich erleben soll,

mein Gott, mein Herr und Vater.

Es ist still in unserem Pfarrgarten, das ist schön,

aber wir freuen uns schon sehr auf unser nächstes

Fest, das wir Weinfest genannt haben, weil

dann unsere Weintrauben vor der Kirche abgepflückt

und in den Garten getragen werden, dann

bleiben wir zusammen bis spät in die Nacht hinein

und wärmen uns am Feuer…

Sofort zur Stelle

Neu in Thüringen – Interventionsstelle gegen

häusliche Gewalt

Am 1. April 2008 hat in Erfurt unter der Trägerschaft

der Evangelischen Stadtmission und Gemeindedienst

Erfurt gGmbH die erste Interventionsstelle

gegen häusliche Gewalt in Thüringen

ihre Arbeit aufgenommen. Der Sitz der Interventionsstelle

befindet sich in der Bahnhofstraße 1

in unmittelbarer Nähe des Angers. Die Interventionsstelle

arbeitet eng mit der Leitstelle gegen

häusliche Gewalt des Thüringer Ministeriums für

Soziales, Familie und Gesundheit zusammen.

Nach einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt

treten die beiden Mitarbeiterinnen der Interventionsstelle

von sich aus mit den Opfern häuslicher

Gewalt in Kontakt. Hierdurch können mehr

Opfer häuslicher Gewalt erreicht und über die

rechtlichen Möglichkeiten, besonders des Gewaltschutzgesetzes,

informiert werden.

Die Interventionsstelle gewährleistet eine zeitnahe

Kontaktaufnahme zum Opfer. Innerhalb

von 24 Stunden wird den Opfern ein Beratungsgespräch

angeboten. Hilfe bei Anträgen, Begleitung

zu Polizei und Gerichten gehören zu den

Arbeitsaufgaben.


17 SCHENKUNG

Lutherdrucke für die

Ministerialbibliothek

Dr. Michael Ludscheidt

Neben den Inkunabeln (Frühdrucke bis

1501), den Lutherausgaben des 16. bis 19.

Jahrhunderts und dem frühneuzeitlichen

Personalschrifttum gehören die Flugschriften

aus dem Jahrhundert der Reformation

zu den wertvollsten Teilen des historischen

Buchbestandes der Bibliothek des

Evangelischen Ministeriums im Erfurter

Augustinerkloster. Die rund 600 Drucke

umfassende Sammlung jener kleinformatigen,

nichtperiodischen Schriften zumeist

geringen Umfangs läßt sich im Kern auf

die Initiative des Theologen und Pädagogen

Karl Reinthaler (1794-1863) zurückführen,

der für die reformationsgeschichtliche

Bibliothek seines Erziehungsinstituts,

des 1821 gegründeten „Martinsstifts“, annähernd

500 Flugschriften zusammentrug.

Seine Kollektion beinhaltet sowohl die

Schriften Luthers, seiner Freunde und Anhänger,

als auch die Publikationen der

Reformationsgegner, und ermöglicht so

bis zu einem gewissen Grad Einblicke in

die zeitgenössischen Auseinandersetzungen.

Als die Reste der kriegsbedingt dezimierten,

ehemals rund 4500 Bände umfassenden

Martinsbibliothek 1949 der Bibliothek

des Evangelischen Ministeriums

als Sonderbestand eingegliedert wurden,

gelangte auch die weitgehend unversehrte

Flugschriftensammlung in deren Besitz.

Außer den Einzelexemplaren der Martinsbibliothek,

die schon im 19. Jahrhundert

katalogisiert wurden, existieren in der

Ministerialbibliothek mehrere, offenbar

bereits im 16. Jahrhundert zusammengestellte

Sammelbände, in denen bis zu 40

Flugschriften vereinigt sind.

Einen willkommenen Zuwachs hat diese

bedeutende Flugschriftensammlung vor

kurzem durch eine Schenkung aus privatem

Besitz erhalten.

Durch Herrn Erdmann Sturm, emeritierten

Professor für Systematische Theologie

und Religionspädagogik an der Universität

Münster, wurden der Bibliothek des

Evangelischen Ministeriums zwei Flugschriften

Martin Luthers aus den 1520er

Jahren übergeben. Stiftungen für die Erfurter

Ministerialbibliothek haben eine

lange Tradition und sind auch in der jüngeren

Vergangenheit gelegentlich getätigt

worden. Nicht immer kann auf diese Zuwendungen

ausführlich hingewiesen werden.

Wenn aber, wie im vorliegenden Fall,

zwei wertvolle alte Drucke gestiftet werden,

so ist es angezeigt, sie etwas eingehender

vorzustellen.

Es handelt sich zum einen um die 1520

in Wittenberg von Melchior Lotter d. J.

gedruckte lateinische Schrift De captivi-


SCHENKUNG 18

tate Babylonica ecclesiae praeludium, die

noch im gleichen Jahr in Straßburg auch

in einer deutschen Übersetzung (Von der

Babylonischen gefengknuß der Kirchen)

herauskam. In volkssprachlicher Übertragung

befand sich dieses Traktat ursprünglich

in der Reinthalerschen Sammlung, ist

aber mittlerweile nicht mehr auffindbar.

Mit dem von Erdmann Sturm zur Verfügung

gestellten lateinsprachigen Exemplar

liegt die erste Ausgabe des Textes (Benzing/Claus

704; VD 16 L 4190) vor, der

bis 1524 immerhin sieben Nachauflagen

erlebte und somit zu den wirkungsreichen

Schriften Luthers gezählt werden darf.

Das vermutlich in der zweiten Hälfte des

19. Jahrhunderts doppelt durchschossene

und mit einem schmucklosen Einband versehene

Exemplar ist mit zahlreichen Marginalien

und Unterstreichungen von einer

Hand des 16. Jahrhunderts versehen.

Als einer der Vorbesitzer kann der provinzsächsische,

u. a. in Stendal und Zeitz

wirkende Pfarrer Georg Hermann Justin

Kromphardt (1845-1937) identifiziert

werden, der den Druck laut handschriftlichem

Eintrag am 15. September 1881

erwarb, was durch den einliegenden Lieferschein

des Tübinger Antiquariats Heckenhauer

(in dem Hermann Hesse ab

1895 seine Buchhändlerlehre absolvierte)

bestätigt wird.

In der Abhandlung von der babylonischen

Gefangenschaft der Kirche geht es Luther

um die Reform der Theologie, näherhin

der Sakramentslehre, deren Entstehung er

(historisch nicht haltbar) der römischen

Kurie anlastet. Seine Kritik richtet sich vor

dem Hintergrund der zeitgenössischen

Meßopferfrömmigkeit insbesondere gegen

die Auffassung vom Abendmahl.

Zum anderen kann die Ministerialbibliothek

Luthers in den Kontext der Auseinandersetzungen

mit den Schweizer und

oberdeutschen Reformatoren um die

Abendmahlslehre gehörende Schrift Das

diese wort Christi (Das ist meyn leib etce.)

noch fest stehen wydder dye Schwermer

geister in der von Heinrich Steiner 1527

in Augsburg gedruckten Ausgabe (Benzing/Claus

2419; VD 16 L 4269) ihrem

Bestand eingliedern (Erstausgabe Wittenberg:

Michael Lotter, 1527). Ein in den

Katalogen der Sammlung Reinthalers ohne

Angabe von Drucker und Druckort nachgewiesenes

Exemplar der Schrift wird in

der Bibliothek des Evangelischen Ministeriums

seit den 1980er Jahren vermißt.

Um so erfreulicher ist es, daß sie dank

der Münsteraner Schenkung nun in den

Bestand zurückkehrt. Auch dieser Druck

ist anhand der handschriftlichen Signierung

auf dem Titelblatt Georg Hermann

Justin Kromphardt als Vorbesitzer zuzuordnen

und weist gleichfalls Benutzungsspuren

in Form von Anstreichungen und

Randbemerkungen eines Lesers aus dem

16. Jahrhundert auf.

Da diese beiden für die Entfaltung der


19 SCHENKUNG / RESTAURIERUNG

Reformation bedeutsamen Traktate der

Bibliothek des Evangelischen Ministeriums

gerade im 25. Jahr nach ihrer Neueinrichtung

im ehemaligen Dormitorium

des Augustinerklosters zugehen, dürfen sie

als eine überraschende Jubiläumsgabe

betrachtet werden. Die Stiftung von Herrn

Professor Erdmann Sturm belegt, daß die

historische Büchersammlung der Erfurter

evangelischen Geistlichkeit über die

Grenzen der Thüringischen Landeshauptstadt

hinaus als eine Institution wahrgenommen

wird, der man bibliophile Schätze

guten Gewissens anvertrauen kann,

weil sie dort am rechten Ort sind. Für die

aus diesem Vertrauen erwachsene Bereicherung

des Altbestandes sei Herrn Professor

Sturm nachdrücklich der herzliche

Dank aller Verantwortlichen, Benutzer

und Förderer der Ministerialbibliothek

übermittelt!

Bibliographien und Literatur

* Josef Benzing/Helmut Claus: Lutherbibliographie.

Verzeichnis der gedruckten

Schriften Martin Luthers bis zu dessen Tod.

Bd. I. Baden-Baden 2 1989 (Bibliotheca

bibliographica Aureliana, X).

* Michael Ludscheidt: Die Flugschriftensammlung

der Martinsbibliothek in der

Bibliothek des Evangelischen Ministeriums

Erfurt. In: Ulman Weiß (Hg.): Flugschriften

der Reformationszeit. Colloquium

im Erfurter Augustinerkloster. Tübingen

2001, S. 9-16.

* Johannes Schwitalla: Flugschrift. Tübingen

1999 (Grundlagen der Medienkommunikation,

7).

* Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich

erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts

(VD 16); im Internet unter http:/

/www.vd16.de

* Verzeichnis der in der Martinskammer

im Martinsstift zu Erfurt aufbewahrten

Urdrucke aus der Reformationszeit. Erfurt

1892.

Engel im Verborgenen

(pm) Das Kuratorium der Kirchlichen Stiftung

Kunst- und Kulturgut der Kirchenprovinz

Sachsen hat die Restaurierung

von 15 historischen Taufengeln beschlossen.

Die Kosten der Arbeiten belaufen

sich auf mehr als 20.000 Euro.

„Das Interesse an Taufengeln und auch

an ihrer Nutzung wächst. Es ist uns eine

Freude, dass wir immer mehr dieser liebenswerten

„Taufgeräte“ wieder für den

Gebrauch herstellen lassen können. Und

viele Menschen freuen sich mit uns“, sagt

die Kunstreferentin der Kirchenprovinz

Sachsen, Dr. Bettina Seyderhelm.

Auf dem Gebiet der Kirchenprovinz gibt

es mehr als 200 Taufengel. Die hölzernen

Kunstwerke entstanden überwiegend

in der Barockzeit für evangelische

Dorfkirchen Mittel- und Norddeutschlands.

Gefertigt wurden die Taufengel

zumeist von Schnitzern und Fassmalern

zum Beispiel in der Altmark, der Börde,

im Fläming oder im Harz.

Eine Zeit lang waren sie „aus der Mode

gekommen“.

Die heute noch existierenden Taufengel

blieben daher lange unbeachtet und

wurden in den letzten Jahren oft in einem

bedauernswerten Zustand aufgefunden:

in Scheunen oder Abstellräumen,

auf Emporen oder Pfarrhausböden.

Die widrigen Lagerungsbedingungen haben

über die Jahre den Taufengeln stark

zugesetzt. Etwa zwei Drittel benötigen

somit dringende restauratorische Hilfe.

Die Kirchliche Stiftung Kunst- und Kulturgut

der Kirchenprovinz Sachsen ist

jetzt auch im Internet vertreten:

www.kskk-online.de


RATSGYMNASIUM 20

Tabuthema Tod?

Johanna Herrmann, 11b

Evangelisches ratsgymnasium

Meister-Eckehart-Straße 1, 99084 Erfurt

Diese Frage stellten wir uns auch im Religionspraxiskurs

im Rahmen des großen

Themengebiets Anthropologie.

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Wenn

ja, wie sieht es aus? Ist der Tod Segen oder

Fluch? Gehört der Tod zum Sinn des Lebens?

Um weitere Denkanstöße und Perspektiven

zu erhalten, fuhren wir zusammen mit

dem Bio-Leistungskurs nach Dresden ins

Hygienemuseum. Auf dem Weg dorthin

besuchten wir die Frauenkirche, an der

uns besonders die prächtig verzierte Kuppel

und die Unterkirche mit ihrem faszinierenden

Taufstein beeindruckten.

Unser eigentliches Ziel war aber die Sonderausstellung

des Hygienemuseums „Six

feet under“, die nach einer TV-Serie um

eine Bestatterfamilie benannt wurde. Thema

der Ausstellung: der Tod in allen seinen

Facetten. Gleich am Eingang erwartete

uns ein Kunstwerk aus vielen Grabsteinen,

die real existierenden, aber namentlich

unbekannten Personen gewidmet

waren. Die folgenden Exponate reichten

von Nahaufnahmen aus der Pathologie

über Decken, in die Mafia-Mordopfer

in Mexiko eingewickelt worden waren, bis

hin zu Särgen in Hühner-, Krabben- und

Autoform aus Afrika.

Bei vielen Ausstellungsstücken musste

man mehrmals hinsehen, um ihre Wirkung

voll zu erfassen, die aber dann umso

eindrücklicher und oftmals sogar schockierend

war, z. B. bei einer Plexiglasscheibe,

auf der mehrere Spritzer waren,

die sich dann als Leichensekret herausstellten.

Gleich daneben konnte man über

Kopfhörer die Geräusche einer Obduktion

(mit)hören.

Wir stellten fest, dass der Tod in vielen

Ländern durchaus kein Tabuthema ist. In

Japan gilt er sogar als erstrebenswert.

Trotzdem gingen wir am Ende alle ziemlich

betroffen und aufgewühlt hinaus. Vielen

ging die Frage durch den Kopf, ob man

den Tod so darstellen dürfe.

Auch in der nächsten Unterrichtsstunde

ging es hauptsächlich darum. Verletzt eine

solch provozierende Darstellungsart nicht

die Würde der Toten? Dabei wurde deutlich,

dass die Ausstellung uns doch sehr

betroffen gemacht hat. Obwohl man

durchaus einige kunstvolle, gelungene

Werke bestaunen konnte, war der Großteil

der Klasse eher abgeschreckt worden,

was sicherlich auch an unserer Führerin

lag, die uns immer wieder aufforderte

noch genauer hinzusehen, um auch wirklich

alle Details zu erfassen. Sicher sind

wir nicht besonders prüde oder schreckhaft,

aber die Vorstellung sich in der Situation

fotografieren zu lassen, in der man

gerne sterben würde, wie einige japanische

Models und Schauspielerinnen, war

uns dann doch zu makaber.

Im Gegensatz dazu wirkte die Dauerausstellung

des Hygienemuseums wie eine

entspannende Auflockerung. Es gab viel

zum selbst Ausprobieren und Staunen.

Durch verschiedene „Gerätschaften“, wie

z. B. Plastikbecher für die Ohren, wurden

wir in die körperliche Situation von


21 RATSGYMNASIUM / PERSONALIA

70-jährigen Menschen hineinversetzt. Mit

Hilfe einer Wärmebildkamera erhielten

auch die letzten Ungläubigen unter uns

den Beweis, dass Mädchen kältere Hände

haben als Jungen und durch Gedächtnistests

wurden wir uns der Leistungsfähigkeit

unseres Gehirns bewusst.

Leider war hier die Zeit viel zu kurz, um

annähernd alles auszuprobieren. Dafür

hatten wir danach zwei Stunden Freizeit,

die von fast allen mit shoppen und Suche

nach dem nächsten Subway mehr oder

weniger gewinnbringend genutzt wurden.

Erstaunlich pünktlich trafen wir uns halb

sieben am Bahnhof wieder. Die „Arbeit“

war jedoch längst noch nicht vorbei. Zur

großen Verwunderung unserer begleitenden

Lehrer, Frau Herold und Herrn Pögel,

die sich ihrerseits zusammen mit

Monique mit Skat die Zeit vertrieben,

wurde während der zweistündigen Rückfahrt

ein Skript für die Faustinszenierung

entworfen und für anstehende Tests gelernt,

bis wir schließlich um 20.30 Uhr

nach einem erlebnisreichen Tag in Erfurt

ankamen.

An dieser Stelle wollen wir uns herzlich

bei unseren Begleitern Frau Herold und

Herrn Pögel bedanken und ganz

besonders beim Förderverein unserer

Schule, ohne dessen finanzielle Unterstützung

diese Exkursion nicht möglich gewesen

wäre.

Termine

9.7. 9 Uhr Gottesdienst zum Schuljahresabschluss,

Predigerkirche, anschl.

Zeugnisausgabe

10.7.-20.8. Thüringer Sommerferien

21.8. Erster Schultag; Beginn für

5.-Klässler 8.30 Uhr neuer Schulhof

23.8. 10 Uhr Gottesdienst zum Schuljahresanfang,

anschl. Kaffeetrinken im

Innenhof, Haus am Breitstrom

21.-29.8. Eingangsprojekt der neuen

5. Klassen, Präsentation 29.8. 12.30 Uhr

„Endlich wird ein

Männerberuf von

uns erobert“

Christiane Börner

aus Erfurt ist die

neue Fahrerin

von Landesbischof

Christoph

Kähler.

Ausgeschrieben war von der Thüringer

Landeskirche eine Kraftfahrer-Stelle ohne

weitere Hinweise.

Christiane Börner hätte bei ihrer Bewerbung

nicht im Traum daran gedacht, welche

Aufgabe sie erwartet.

„Es ist für mich sehr spannend, den Bischof

zu fahren“, sagt die 49-Jährige. Als

Reaktion auf ihren neuen Job erntet sie

viel Erstaunen.

„Offensichtlich ist das Chauffieren noch

als reiner Männerberuf bekannt, der nun

endlich von uns Frauen erobert wird“, so

die Erfurterin.

23 leitende Geistliche hat die Evangelische

Kirche in Deutschland – nur noch in

Nordrhein-Westfalen gibt es eine Frau als

Fahrerin.

Christiane Börner ist verheiratet und hat

zwei Kinder. Die gelernte Zahntechnikerin

war in den vergangenen Jahren unter

anderem als Kurierfahrerin beschäftigt.

Die Stellenausschreibung hatte sie auf der

Internetseite der Föderation Evangelischer

Kirchen in Mitteldeutschland (EKM) gefunden.

Der evangelischen Kirche ist Christiane

Börner ebenso wie ihr Ehemann seit vielen

Jahren eng verbunden: Sie engagiert

sich ehrenamtlich in der Erfurter Predigergemeinde

und singt in der Augustinerkantorei.

Bischof Kählers bisheriger Fahrer Paul Gippert

wurde nach 29 Jahren im aktiven

Dienst des Thüringer Kirchenamtes verabschiedet.


AUGUSTINERKLOSTER 22

ENTSPANNEN UND TAGEN IN DER

LUTHERSTÄTTE EVANGELISCHES

AUGUSTINERKLOSTER ZU ERFURT

Augustinerstraße 10

99084 Erfurt

Telefon 0361 / 576600

www.augustinerkloster.de

• Führungen durch das Klosterensemble

• Besichtigung der Elisabethkapelle

nach Anmeldung

• Spezialführungen freitags:

Augustinerkloster–Burse–Collegium

maius–Michaeliskirche

• Ausstellung „Bibel – Kloster – Luther“

sowie wechselnde Ausstellungen

• Übernachtungen, Tagungsräume

• Konzerte, Vorträge, geistliches Leben

• Begegnungscafé „Klosterstube“

Neues aus dem

Augustinerkloster

Lothar Schmelz

2008 war bisher ein sehr ereignisreiches

Jahr für die Lutherstätte Evangelisches

Augustinerkloster zu Erfurt.

Richtfest

Am 25. Januar feierten über 100 Gäste

mit Pröpstin Elfriede Begrich und mir das

Richtfest der wiederaufgebauten ehemaligen

Waidhäuser. Nach 64 Jahren entsteht

wieder ein Haus an der Stelle, an der am

25. Februar 1945 eine Luftmine dieses

Haus völlig zerstörte.

16 Zimmer werden eingerichtet und sollen

nach der Fertigstellung Menschen

Ruhe, Erholung und Einkehr bieten. Es

wird ein Haus, das es in der Landeshauptstadt

in dieser Form und mit den angebo-

tenen Inhalten noch nicht gibt. Eine enge

Bindung an das Kloster ist gegeben. Pröpstin

Begrich, Schwester Katharina/CCR und

noch einige andere Seelsorger werden, so

gewünscht, die Gäste bei ihrem Aufenthalt

begleiten. In dem historischen Keller

wird ein Andachtsraum entstehen. Im

Haus selbst wird eine kleine Küche eingerichtet;

hier haben die Gäste die Möglichkeit,

selbst Frühstück oder Abendessen

zuzubereiten. Da es ja in dem ursprünglichen

Sinn keine „Waidhäuser“

mehr sind, suchen alle Beteiligten zur Zeit

einen geeigneten Namen.

Auch Sie, liebe Leser, können sich an dieser

Namenssuche beteiligen. Senden Sie

uns Ihren Vorschlag.

Das Gebäude wird am 12. September

2008 eröffnet, am 13. und 14. September,

jeweils zwischen 13 und 17 Uhr,

besteht die Möglichkeit der Besichtigung.

Grundsteinlegung

Ein weiterer Höhepunkt war der 25. Februar:

An der Ruine der ehemaligen Bibliothek

des Klosters wurde in einer sehr

festlichen, aber auch freudigen Feier der

Grundstein für den Wiederaufbau gelegt

(wir berichteten).

Im Keller des Gebäudes wird ein Fürbitt-

Altar entstehen sowie eine Gedenktafel

für die 267 ums Leben gekommenen Menschen.

Hier wird auch das Nagelkreuz

seinen endgültigen Platz finden. Außerdem

wird an diesem Ort eine Dauerausstellung

eingerichtet, die sich mit der Baugeschichte

des Klosters beschäftigt. Im

Erdgeschoss entsteht ein Veranstaltungsraum,

im ersten Obergeschoss werden

Büroräume und im zweiten Obergeschoss

ein repräsentativer Empfangsraum zur Verfügung

stehen. Im Haus wird der Beauftragte

der EKM bei Landesregierung und

Landtag seinen Dienstsitz haben.

Die Arbeiten gehen gut voran, die Gründungsarbeiten

sind bereits abgeschlossen


23 AUGUSTINERKLOSTER

und nach über 63 Jahren liegt wieder eine

Decke über dem Keller. Der Rohbau wird

voraussichtlich Ende August 2008 fertig

sein.

Da auch dieses Gebäude eine neue Nutzung

erfahren wird, bitten wir Sie, sich

auch hier an der Namenssuche zu beteiligen.

Die historische Bibliothek des Evangelischen

Ministeriums im Augustinerkloster

bleibt auch weiterhin im Ostflügel des Augustinerklosters

beheimatet. Es gibt keinen

besseren Ort für diesen wertvollen

und teilweise einzigartigen Buchbestand.

Friedensgebet

Das Erfurter Augustinerkloster ist seit

25. Februar Mitglied der internationalen

Nagelkreuzgemeinschaft (wir berichteten).

Jeden Freitag wird nun in der Augustinerkirche

innerhalb des Mittaggebetes

der Schwestern der Communität Casteller

Ring um 12 Uhr das Friedensgebet gebetet.

Dadurch möchten auch wir über

die Grenzen unserer Landeshauptstadt hinaus

unserer Verantwortung für Frieden

gerecht werden und gegen Gewalt, für Versöhnung

und ein geschwisterliches

Miteinander beten und eintreten. Alle

Menschen sind zu diesem Gebet ganz

herzlich eingeladen.

Weitere Mitglieder in Deutschland sind

u. a.: Der Deutsche Dom und die Kaiser-

Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin, die

Frauenkirche in Dresden, die Altstadt

Kreuzeskirche in Essen, die Kirche Heilig-Kreuz

in Halle/Saale, die Nikolaikirche

in Kiel, die Kirche St. Nicolai in Leipzig,

das Gossner-Haus in Mainz, das Kloster

Ottobeuren, die Evangelische Kirchgemeinde

St. Marien in Stralsund und das

Nagelkreuzzentrum Würzburg.

Für mich ist sehr beeindruckend, dass das

Nagelkreuz für die deutschen Zentren in

der Justizvollzugsanstalt Würzburg von

Gefangenen hergestellt wird.

Die Nagelkreuzgemeinschaft unterstützt

die Arbeit von Partnern und Zentren nicht

nur in Deutschland. Partner haben wir in

Coventry, Kreisau in Polen und Minsk/

Weißrussland sowie in Modra/Slowakische

Republik.

Zur Zeit steht das Nagelkreuz auf dem

Altar im Kapitelsaal, am Freitag zum Friedensgebet

auf dem Altar der Augustinerkirche.

Nach Fertigstellung des ehemaligen

Bibliotheksgebäudes wird es seinen

endgültigen Platz auf dem Fürbitte-Altar

im Keller der Gebäudes haben.

Das Nagelkreuz wurde von Provost Howard aus

Coventry nach dem Krieg in die von englischen

Bomben zerstörten Städte gebracht als ein

Zeichen für die in Christus geschehene und auch

verfeindeten Völkern eröffnete Versöhnung und

für den Neuanfang, der daraus entstehen kann.

Das Nagelkreuzzentrum Kiel war 1947 das erste

und gibt bis heute davon Zeugnis.

Uns Deutsche fordert das Nagelkreuz seitdem

heraus, mit unserer schwierigen Vergangenheit

und auch mit der spannungsreichen Gegenwart

im Geiste der Wahrheit und der Versöhnung

umzugehen.

In den derzeit 50 (eigene Anmerkung: aktuell

54) Nagelkreuzzentren in Deutschland mühen

sich Menschen, in konkreten Situationen

friedenstiftend und versöhnend zu wirken, den

Dialog zwischen Jungen und Alten,

Eingesessenen und Fremden zu fördern, der

Gewalt zu entsagen, Geschichte aufzuarbeiten

und Verständnis füreinander zu gewinnen.


EKM 24

168 Kommentare und

Stellungnahmen

Die Arbeit am Verfassungsentwurf für die

Evangelische Kirche in Mitteldeutschland

(EKM) ist abgeschlossen. Alle Mitglieder

der Föderationssynode sowie der Synoden

von Thüringer Landeskirche und Kirchenprovinz

Sachsen haben den Text erhalten.

Die Parlamentarier trafen sich vom 19. bis

22. Juni zur ersten Lesung der neuen Verfassung

im thüringischen Bad Sulza. Auf

den folgenden Sitzungen vom 3. bis 5. Juli

in Wittenberg wurde der endgültige Verfassungstext

von der Föderationssynode

sowie den beiden Landessynoden beschlossen.

In einem Beschluss der Föderationskirchenleitung

zur Freigabe des Entwurfs für

die Synodaltagungen heißt es: „Er führt

die unterschiedlichen Traditionen und

Identitäten beider Teilkirchen zusammen

und bildet eine tragfähige Grundlage für

die vereinigte Kirche“. Die Kirchenleitung

dankt allen, die sich am Stellungnahmeverfahren

beteiligt haben. 168 Kommentare

mit einer Länge von etwa 2000 Seiten

waren eingegangen. Eine Redaktionsgruppe

hatte den Entwurf nach Ablauf der

Frist überarbeitet.

Ruth Kallenbach, Rechtsdezernentin der

EKM und Leiterin des Verfassungsprojektes,

ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Zwar seien einige Kompromisse nötig gewesen,

„aber die Verfasser vieler Stellungnahmen

werden sich wieder finden“, so

die Dezernentin. Dank der „kreativen und

umfangreichen Mitarbeit“ habe die Re-

daktionsgruppe wichtige Anregungen bekommen.

Die eingearbeiteten Änderungen betreffen

den kompletten Verfassungsentwurf.

Einige Passagen sind neu, es wurden missverständliche

Worte wie „Kirchspiel“ gestrichen,

und in vielen Bereichen ist den

Ehrenamtlichen noch mehr Mitspracherecht

eingeräumt worden. Neu sind unter

anderem Aussagen zu Menschenrechten

sowie zum interreligiösen Dialog. Die

Mitschuld der Kirche an der Vernichtung

jüdischen Lebens wurde stärker betont.

Noch deutlicher wurde das Subsidiaritäts-

Prinzip hervorgehoben, wonach auf jeder

Leitungsebene nur die kirchlichen Aufgaben

wahrzunehmen sind, die auf der

jeweils unteren Ebene nicht ausreichend

erfüllt werden können.

Die Verfassung der EKM wird die Verfassung

der Thüringer Landeskirche und die

Grundordnung der Kirchenprovinz Sachsen

ablösen, wenn ab dem 1. Januar 2009

beide Landeskirchen vereinigt sind. Eine

Verfassungskommission mit sieben Arbeitsgruppen

hatte an dem Entwurf ein

Jahr lang gearbeitet. Das Stellungnahme-

Verfahren dauerte vom Dezember 2007

bis März 2008.

Mit der Verfassung wird das kirchliche

Leben von etwa 930 000 evangelischen

Christen in Mitteldeutschland geregelt,

konkret unter anderem die Organisation

und Leitung der Kirche, die Aufgaben von

Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und

Landeskirche sowie das Verhältnis von

Haupt- und Ehrenamtlichen. Die Verfassung

soll auf die aktuelle Situation der

Gemeinden und das kirchliche Leben heute

eingehen.

Ökumenisches Friedensgebet

Donnerstag 17 Uhr

Lorenzkirche Anger / Ecke Pilse


25 EKM

„Mit Luther unterwegs“

Am 20. Oktober 2008 wird eine Pilgergruppe

von Erfurt nach Wittenberg aufbrechen.

Zwölf Tage dauert die Reise in

täglichen Etappen von 20 bis 25 Kilometern.

Am 31. Oktober soll die Gruppe zu

den Reformationsfeiern in der Lutherstadt

Wittenberg eintreffen. Die Pilgerreise unter

dem Motto „Mit Luther unterwegs“ ist

die Startaktion der Föderation Evangelischer

Kirchen in Mitteldeutschland (EKM)

in die bundesweite Luther-Dekade von

2008 bis 2017.

Von Erfurt (20.10.) führt der Weg über

Weimar durch die Orte Eckartsberga,

Rossbach, Weißenfels, Merseburg nach

Halle. Von hier aus geht es nach einem

Ruhetag (27.10.) weiter über Brehna, Löbnitz,

Gräfenhainichen und Bergwitz nach

Wittenberg (31.10.).

Einzelne Pilger können den ganzen Weg

oder mehrere Tage mitgehen. Interessierte

sollten sich rechtzeitig anmelden. Auch

Gemeinde-, Jugend- und Konfirmandengruppen

sind willkommen, sich für ein

Stück des Weges anzuschließen. Begleitet

werden die Pilger wie zu Luthers Zeiten

von einem Pferdefuhrwerk, das Gepäck

und Proviant transportieren und auch

fußkranke Wanderer aufnehmen kann.

Übernachtet wird in einfachen Pilgerquartieren

oder – bei Wunsch – in Pensionen

und Hotels. Morgen- und Abendandacht

sowie Frühstück, Mittag und Abendbrot

finden in den jeweiligen Kirchgemeinden

statt. Abgerundet wird der Tag durch Musik,

Vorträge, Ausstellungen und Gespräche

am Abend.

Ziel der Aktion ist es, dass „sich die Menschen

aus der neuen Evangelischen Kirche

in Mitteldeutschland mit freiem Kopf

und fröhlichen Herzen auf den Weg ma-

chen, einander kennen lernen und

miteinander ins Gespräch kommen“, erklärt

Franziska Schreiber von der Projektgruppe

der EKM.

Zum Auftakt wird ein extra für diesen

Anlass geschriebenes Theaterstück des Regisseurs

Harald Richter im Augustinerkloster

Erfurt uraufgeführt. Es zeigt Luthers

erste reformatorische Ansätze und seine

Beziehung zu Beichtvater Johann von

Staupitz.

Vorstellungen:

Samstag, 18. Oktober, 16 und 19.30 Uhr,

Sonntag, 19. Oktober, 16 Uhr.

Informationen und Anmeldung

(Anmeldefrist 31. Juli)

Kirchenamt der EKM

Franziska.Schreiber@ekmd.de

(, Fax: 03691-678-404, -449

Frauenarbeit

Der Sitz der gemeinsamen Frauenarbeit

der Föderation Evangelischer Kirchen in

Mitteldeutschland (EKM) ist seit April

2008 in Halle. Die bisherigen Dienststellen

der Frauenarbeit in Magdeburg und

Weimar sind im März aufgelöst worden.

Die Frauenarbeit der EKM ist bereits seit

April 2005 fusioniert.

„In der gemeinsamen Dienststelle in Halle

vereinen und bündeln sich unsere bisherigen

Erfahrungen und Fähigkeiten aus der

Landeskirche Thüringen und der Kirchenprovinz

Sachsen. Als gemeinsames Team

werden wir zukünftig ein stabiles Netzwerk

knüpfen“, sagt Hanna Manser, Leiterin

der EKM-Frauenarbeit.

Die Frauenarbeit hat es sich zur Aufgabe

gemacht, die Leistungen der Frauen in

Kirchenkreisen und Gemeinden sichtbar

zu machen. Ehrenamtlich tätige Frauen

sollen darin bestärkt werden, ihre Themen

in Gottesdienste, Gemeindeleben und

Synoden einzubringen.

www.frauenarbeitekm.de


GOTTESDIENSTE 26

Gottesdienste

Andreaskirche Andreasstraße

So, feiertags 10 Uhr

24.8. GD zum Schuljahresbeginn

Augustinerkirche Augustinerstraße

Sa 18 Uhr Abendgebet mit der Begrüßung des

Sonntags

So 9.30 Uhr mA

Gustav-Adolf-Kirche Singerstraße 1

So 10.30 Uhr 1.–15. d. Monats

31.8. 10.30 Uhr Gottesdienst zum Schulbeginn

7.9. 10.30 Uhr Jubelkonfirmation

So 9.15 Uhr 16.–31. d. Monats

Kaufmannskirche am Anger

So 10 Uhr außer 6.7.; 24.8. Dankgottesdienst

zum Abschluss der Außensanierung; 14.9.

Kantatengottesdienst mit Christophoruswerk

Melanchthon-Gemeindezentrum Ludolfweg

So 11 Uhr 6.7. Sommerfest

Lukaskirche Stadtweg 64

So 10.30 Uhr 16.-31. d. Mon.

Lutherkirche, Magdeburger Allee

So 11 Uhr 1.-15. des Monats

So 9.30 Uhr ab 16. des Monats

21.9. 9.30 Uhr Taufgedächtnis-GD

28.9. 9.30 Uhr Erntedank mit Kindertagesstätte

Michaeliskirche Universitätskirche,

Michaelisstraße 11

So 11.15 Uhr Universitätsgottesdienst 27.7.;

31.8.; 28.9.

So 17 Uhr GD der Alt-Katholischen Gemeinde

13., 27.7.; 10., 24.8.; 14., 28.9.

So 19 Uhr Gottesdienst des Christophoruswerkes

30.7.; 27.8.; 24.9.

Mi 13 Uhr Stadtmissionsgottesdienst 16.7.

Sa 14 Uhr Gottesdienst zur Trauung 30.8.

Martinikirche Hans-Sailer-/ Tiergartenstraße

So 9.30 Uhr 1.-15. des Monats

So 11 Uhr ab 16. des Monats (nicht am

letzten So)

24.8. 10 Uhr Schulanfangs-GD

Gemeindezentrum Roter Berg

Hammerweg 4a

So 11 Uhr (letzter Sonntag im Monat)

Predigerkirche/ Predigerkloster

Meister-Eckehart-Straße

jeden So 10 Uhr

24.8. Familien-GD zum Schulanfang mit

persönlicher Segnung der Erstklässler und aller,

die im Herbst neu anfangen

Reglerkirche Bahnhofstraße

jeden So 9.30 Uhr

24.8. Familiengottesdienst zum Schulanfang

So 18 Uhr 28.9. Jugendgottesdienst

„Spiegelkreuz“

So 9.30 Uhr 5.10. Kantatengottesdienst zum

Erntedankfest

Reglergemeindehaus Juri-Gagarin-Ring

So 14 Uhr, Fr 17 Uhr Christen aus der ehem. SU

laden ein

Regler-Gemeindehaus Wilhelm-Busch-Straße

1. und 3. Samstag im Monat 17 Uhr

Thomaskirche Schillerstraße

jeden So 10 Uhr

Alach St. Ulrich

Fr 18 Uhr 4.7. Kirmes-GD

Sa 16 Uhr 5.7. Regionalgottesdienst in

Bindersleben

So 15 Uhr 6.7. Regionalgottesdienst in Frienstedt

So 14 Uhr 13.7.

So 9.30 Uhr 17.8.

So 10 Uhr 24.8. Regionalgottesdienst in

Kleinrettbach

Sa 13 Uhr 30.8. Trauung

Andisleben St. Peter und Paul

So 9.30 Uhr 6., 20.7.; 3., 17.8.; 14., 28.9.

Sa 14 Uhr 30.8. Schuleinführungs-GD

Sa 18 Uhr 20.9.

Bechstedt-Wagd Dreifaltigkeitskirche

So 9.30 Uhr 27.7.; 24.8.

Bindersleben St. Lucas

Sa 16 Uhr 5.7. Regionalgottesdienst

So 15 Uhr 6.7. Regionalgottesdienst in Frienstedt

Do 14 Uhr 10.7. Eiserne Hochzeit

So 14 Uhr 3.8.

So 10 Uhr 24.8. Regionalgottesdienst in

Kleinrettbach

So 9.30 Uhr 31.8.

Fr 15 Uhr 5.9. Goldene Hochzeit

Bischleben Benignuskirche

So 10.30 Uhr 6.7.; 3.8.;

So14 Uhr 20.7.; 17.8.;

So 19.30 Uhr 31.8. Andacht zum

Weltfriedenstag gem. mit Möbisburg, Rhoda

Büßleben Petrikirche

So 9.15 Uhr 24.8. Schulanfänger-GD; 7.,21.9.

So 10.30 Uhr 28.9.

Dachwig Petrikirche

So 9 Uhr 20.7.; 3.8.; 14.9.

So 9.30 Uhr 31.8.

So 10.30 Uhr 6.7.; 17.8.; 28.9.

Sa 18 Uhr 11.7. Kirchweih

Egstedt Dreifaltigkeitskirche

So 11 Uhr 13.7.; 10.8.;

So 14 Uhr 27.7.; 24.8.


27 GOTTESDIENSTE

Sa 14 Uhr 7.9. Sommerfest

Elxleben Michaeliskirche

So 9 Uhr 17.8.; 28.9. .

So 10.30 Uhr 20.7.; 3., 31.8.; 21.9.

So 14 Uhr 7.9. Tag der Diakonie

Sa 18 Uhr 5.7.

Ermstedt Andreaskirche

Sa 16 Uhr 5.7. Regionalgottesdienst in

Bindersleben

So 15 Uhr 6.7. Regionalgottesdienst in Frienstedt

So 9.30 Uhr 13.7.

So 13 Uhr 17.8.

So 10 Uhr 24.8. Regionalgottesdienst in

Kleinrettbach

Frienstedt St. Laurentius

Sa 16 Uhr 5.7. Regionalgottesdienst in

Bindersleben

So 15 Uhr 6.7. Regionalgottesdienst

So 13 Uhr 3.8.

So 10 Uhr 24.8. Regionalgottesdienst in

Kleinrettbach

So 10.30 Uhr 31.8.

Gebesee Laurentiuskirche

jeden So 10.45 Uhr außer 27.7.; 10.8.; 7.9.

Gispersleben Kiliani-Kirche

So 9.30 Uhr 13.8. Kirchweih und Taufe;

27.7.10., 24.8.; 7., 21.9.

Gispersleben Vitikirche

So 9.30 Uhr 6., 20.7.; 3., 17., 31.8.; 14., 28.9.

Gottstedt St. Georg

Sa 16 Uhr 5.7. Regionalgottesdienst in

Bindersleben

So 15 Uhr 6.7. Regionalgottesdienst in Frienstedt

So 14 Uhr 20.7.

So 10 Uhr 24.8. Regionalgottesdienst in

Kleinrettbach

Fr 18 Uhr 29.8. Andacht

Hochheim Johanneskirche

So 9.30 Uhr 13., 27.7.; 10., 24.8.; 21.9.

7.9. Kirmesgottesdienst im Festzelt

Kirchheim St. Laurentius

u:So 9.30 Uhr 13.7.; 10.8.;

So 15 Uhr 31.8. Laurentiusfest

Kleinrettbach St. Severi

Sa 16 Uhr 5.7. Regionalgottesdienst in

Bindersleben

So 15 Uhr 6.7. Regionalgottesdienst in Frienstedt

So 10.30 Uhr 13.7.

So 10 Uhr 24.8. Regionalgottesdienst

Kühnhausen Porta Coeli-Kirche

So 10.45 Uhr 13., 27.7.; 10., 24.8.; 7., 21.9.

So 14 Uhr 6.7. anschl.Gemeindefest

Marbach St. Gotthardt-Kirche

So 9.30 Uhr 27.7.; 10.8.; 7., 21.9.

So 14.30 Uhr 13.7. Kirmes-GD mit Chor;

24.8. Schulanfangs-GD

Möbisburg Dionysiuskirche

So 10.30 Uhr 20.7.; 17.8.;

Sa 18 Uhr 5.7.; 2.8.;

Sa Schulanfänger 23.8.

So 19.30 Uhr 31.8. Friedensfeuer auf der Burg

So Gemeindefest 7.9.

Nottleben St. Peter und Paul

Sa 16 Uhr 5.7. Regionalgottesdienst in

Bindersleben

So 15 Uhr 6.7. Regionalgottesdienst in Frienstedt

So 14 Uhr 17.8.

So 10 Uhr 24.8. Regionalgottesdienst in

Kleinrettbach

Rhoda Kirche zum Guten Hirten

So 9 Uhr 6.7.; 3.8.; .

Sa 18 Uhr 19.7.; 23.8.

So 19.30 Uhr 31.8. Andacht zum

Weltfriedenstag in Bischleben, gem. mit

Möbisburg

Ringleben St. Bartholomäus

So 9.30 Uhr 13., 27.7.; 10., 24., 3108.;

14., 21.9.

So 10 Uhr 6.4. Konfirmation

Salomonsborn St. Dionysius-Kirche

So 11 Uhr 27.7.; 10.8.; 7., 21.9.

Schmira Nikolauskirche

So 11 Uhr 27.7.; 31.8.

Tiefthal Peter-und-Paul-Kirche

So 10.30 Uhr jeden zweiten So, beginnend 6.7.

31.8. 10.30 Uhr Schuleinführungs-GD

Walschleben Cruciskirche

So 9 Uhr 6.7.; 7., 21.9. .

So 10.30 Uhr 13., 27.7.; 10.8.

Sa 11.30 Uhr 23.8. Schuleinführungs-GD

Waltersleben St. Nikolai

So 14 Uhr 13.7.; 10.8.

Werningsleben Allerheiligenkirche

So 14 Uhr 6.7.; 3.8.; 7.9.

Windischholzhausen Michaeliskirche

So 14 Uhr 6.7. Sommerfest

So 10.30 Uhr 24.8. Schulanfang; 31.8.;

jeden So im September

Witterda Gustav-Adolf-Kapelle

So 9 Uhr 13.7.; 3.8.

So 14 Uhr 14.9. Kapellenfest

Zimmernsupra St. Jacobus

Sa 16 Uhr 5.7. Regionalgottesdienst in

Bindersleben

So 15 Uhr 6.7. Regionalgottesdienst in Frienstedt

So 13 Uhr 20.7.

So 10.30 Uhr 17.8.

So 10 Uhr 24.8. RG in Kleinrettbach

Klinikumkapelle Hauptgebäude

So 9.30 Uhr Andacht mit Orgelmusik


terminkalender

1.7. 9.30 – 16 Uhr Gemeindezentrum Roter

Berg, Hammerweg 4a

13. Ökumenischer Seniorentag

„Alt – na und?“

...............................................................................................................................................................

Orgelkonzerte in der Predigerkirche

mittwochs 20 Uhr

2.7. Gerarde Gillen, Dublin/Irland

9.7. Tenor und Orgel

Gerald Hupach, Dresden – Tenor

Rainer Fritzsch, Radeberg – Orgel

16.7. Frank Dittmer, Greifswald

23.7. Johannes Schymalla, Stendal

30.7. Matthias Dreißig, Predigerorganist

6.8. Paul Derret, Hull/Großbritannien

13.8. Trompete und Orgel

Jürgen Hartmann, Leipzig – Trompete

Ulf Lauenroth, Bad Branstedt – Orgel

20.8. Kilian Nauhaus, Berlin

27.8. Holger Gehring, Dresden

...........................................................................................................................................................

sonntags 15 bis 18 Uhr Cyriakkapelle im

Gebreite

Offene Einladung zu Kaffee, Kuchen,

Kennenlernen und Gesprächen über Gott,

Welt und Kirche (bis 31.8.)

mittwochs 12 – 12.20 Uhr Michaeliskirche

Orgelmusik mit Andrea Malzahn

freitags 19.30 Uhr Michaeliskirchhof

Hofkonzert (bis 29.8.)

samstags 23.45 Uhr Michaeliskirche

Musikalisches Nachtschwärmergebet

(bis 30.8.)

4.7. 19.30 Uhr Michaeliskirche

Hofkonzert

Chor „mercoria“, Leitung Andreas Korn

5.7. 15 Uhr KSP Martini-Luther

Jahresfest der KiTa der Margarete-Wehling-

Stiftung

5.7. 17 Uhr Lutherkirche

Sommermusik

Chor des Kirchspiels Martini-Luther und der

Baptisten-Gemeinde

28

5.7. 17 Uhr Peter-und-Paul-Kirche Tiefthal

Musik aus der Zeit der Romantik

Michael von Hintzenstern, Weimar – Orgel

Matthias von Hintzenstern, Gera – Violoncello

5.7. 22 Uhr Augustinerkloster

Nachtkonzert – Orgel und Orchester

Thomas Ennenbach, Eisleben – Orgel

Andreas-Kammerorchester

Leitung Dietrich Ehrenwerth

Händel – Rheinberger – Guilmant

6.7. 10 Uhr Andreaskirche

Gottesdienst zum Auftakt des

Gemeindefestes

14 Uhr Kinderkantate „Arche Noah“

6.7. 15 Uhr Michaeliskirche

Kammerkonzert

Theatrum Affectuum, Amsterdam / Milano

6.7. 17 Uhr Michaeliskirche

Orgelkonzert

Takashi Watanabe, Japan

anschließend Vernissage zur Ausstellung

„Unterwegs gesehen“

Dr. Karin Vogel, Erfurt

6.7. 17 Uhr Reglerkirche

Kammermusik

Werke barocker Komponisten

Gundula Mantu – Violine

Eugen Mantu – Violoncello

6.7. 17 Uhr Lucaskirche

Sonntagsmusik

„Singet dem Herrn ein neues Lied“

Chor und Orgel

Apfelstädter Adjuvanten

Leitung Albrecht Lobenstein

Orgelimprovisationen von Albrecht Lobenstein

9.7. 15.30 Uhr Augusta-Viktoria-Stift

Zuckertütenfest

12.7. 19 Uhr Kulturhof Krönbacken

Vernissage „40 Jahre Christophorus“

Ausstellung bis 17.8.

12.7. 22 Uhr Augustinerkloster

Nachtkonzert

Vocalensemble Marienhain

Leitung Robert Eilers

Stefan Decker, Vechta – Orgel

Purcell – Carpentier – Händel


29 TERMINKALENDER

12.7. 14 Uhr Pfarrgarten Frienstedt

Sommerfest der Kita St. Laurentius

19. – 24.7. 21 Uhr Michaeliskirchhof

Erfreuliches Theater

25.7. 19.30 Uhr Predigerkirche

Vorbilder Bachs in Frankreich und Italien

Rheinische Kantorei – Das Kleine Konzert

Leitung Hermann Max

(im Rahmen des MDR-Musiksommers 2008)

26.7. 17 Uhr Michaeliskirche

Orgelkonzert

Mario Videla, Argentinien

26., 27.7. 21 Uhr Michaeliskirchhof

Erfreuliches Theater

30.7. 20 Uhr Kaminzimmer des „Goldenen

Schwans“ Michaelisstraße

Buchlesungsreihe AUSLESE

Eine Veranstaltung der Evangelischen

Erwachsenenbildung Thüringen

2.8. 19.30 Uhr Predigerkirche

Calwer Choristen

Leitung Hans-Jörg Kalmbach

3.8. 17 Uhr Michaeliskirche

Orgelkonzert

Andrea Malzahn

anschl. Vernissage „Farbartisten“

Ausstellung des Christophoruswerkes bis 4.9.

10.8. 16 Uhr Lutherkirche

Orgelkonzert

Erich Türk (Rumänien)

15.8. 18 Uhr Kaufmannskirche

ERFURTER ORGELN

Improvisation und Information

Die 2. Erfurter Schuster-Orgel

Albrecht Lobenstein

16.8. 17 Uhr Bischleben

Pfarrgartenfest

19.8. 19 Uhr Martinikirche

Thematischer Gemeindeabend

„Glauben wir im Sommer noch, was wir im

Winter singen?“

Engel und Engelgeschichten

Dr. Gerhard Begrich

22.8. 18 Uhr Christuskirche Tettaustraße

ERFURTER ORGELN

Improvisation und Information

Die 1. Erfurter Schuster-Orgel

Albrecht Lobenstein

23.8. Kindergarten Möbisburg

Einschulungsfeier

anschl. Schulanfängergottesdienst

26.8. 17 Uhr Peter-und-Paul-Kirche Tiefthal

Orgelkonzert

Dr. Hartmut Haupt

27.8. 20 Uhr Kaminzimmer des „Goldenen

Schwans“ Michaelisstraße

Buchlesungsreihe AUSLESE

Eine Veranstaltung der Evangelischen

Erwachsenenbildung Thüringen

2.9. 9-22 Uhr Dom/Predigerkirche

3.9. 9-12.30 Uhr Dom/Predigerkirche

I. Internationaler Orgelwettbewerb

Bach – Liszt

Halbfinale

2.9. 18 Uhr Kleine Synagoge

An der Stadtmünze

Schlag-Schatten des Christentums

Vortragsreihe

„Hexen“

Pfr. Hartmut Hegeler

Eine Veranstaltung der Evangelischen

Stadtakademie „Meister Eckhart“ Erfurt und

des Katholischen Forums im Land Thüringen –

Akademie des Bistums Erfurt

5.9. 18 Uhr Predigerkirche

ERFURTER ORGELN

Improvisation und Information

Die Schuke-Orgel (1978)

Prof. Matthias Dreißig

6.-27.9. samstags 17 Uhr Michaeliskirche

Musikalische Vesper

6.9. 11 Uhr Christophorusschule

Jahresfest

6.9. 14 Uhr Martinikirche

Gemeindefest des KSP Martini-Luther

6.9. Egstedt

Sommerfest im Pfarrgarten

6.-7.9. Möbisburg

Gemeindefest und 700Jahrfeier der

Dionysiuskirche

7.9. 17 Uhr Michaeliskirche

Orgelkonzert


TERMINKALENDER 30

7.9. 17 Uhr Reglerkirche

Kammermusik

Martina Bätz – Blockflöte

Johannes Häußler – Orgel

9.9. 19.30 Uhr Kleine Synagoge

An der Stadtmünze

Schlag-Schatten des Christentums

Vortragsreihe

„Inquisition“

Dr. Klaus Unterburger, Münster

Eine Veranstaltung der Evangelischen

Stadtakademie „Meister Eckhart“ Erfurt und

des Katholischen Forums im Land Thüringen –

Akademie des Bistums Erfurt

9. 9. 20 Uhr Gemeindehaus Predigerstraße 4

Infoabend

„Worum es beim christlichen Glauben

geht...“

Evangelische Predigergemeinde und Communität

Casteller Ring – Schwester Catharina CCR

und Pfarrer Staemmler – laden gemeinsam ein

zum Erwachsenenunterricht

„Worum es beim christlichen Glauben geht...“

Für Leute, die Interesse am christlichen Glauben

haben und die mehr über den christlichen

Glauben wissen möchten; die sich taufen lassen

wollen (Ostern 2009 ist dann die Taufe möglich),

die wieder in die evangelische Kirche eintreten

möchten (Vorbereitung auf das Abendmahl)

oder die einfach mal zuhören möchten,

worum es in der Kirche und bei Glauben geht.

Zehn Abende sind geplant, jeweils 20 Uhr

10.9. 19 Uhr Café Paul

Reihe Literaturcafé

Silke Dokter, Erfurt

Glücksmomente – Lyrik

14.9. Kirchspiel Martini-Luther

Tag des Offenen Denkmals

14.9. 10.30 Uhr Gustav-Adolf-Kirche

Gottesdienst zum Denkmaltag

anschließend GASTmahl der Gemeinde mit

Gästen und Musik im Gustav-Adolf-

Gemeindezentrum

12 Uhr Kinder- und Jugend-Tischtennisturnier

auf dem Hof

13-15 Uhr Führungen in der Kirche

14.9. 16 Uhr Peter-und-Paul-Kirche Tiefthal

Denkmaltag

Kirche und Kirchturm sind den ganzen Tag zu

besichtigen

Handglockenchor der Augustinergemeinde

Gotha

.............................................................................................................................................

ERFURTER KIRCHENMUSIKTAGE 2008

10.9. 20 Uhr Predigerkirche

Eröffnungskonzert

Augsburger Domsingknaben

Leitung Reinhard Kammler

12.9. 20 Uhr

Kirchensprung und Wandelkonzert

Christuskirche Tettaustraße – Martini im Brühl

– Martinskloster – St. Severi

Mirjam Seifert – Flöte

Matthias Dreißig – Orgel

13.9. 19.30 Uhr Predigerkirche

Bach-Händel-Konzert

Johann Sebastian Bach – Messe G-Moll

Georg Friedrich Händel – Utrechter Te Deum

Augustiner Vocalkreis, Solisten und

Barockorchester

Leitung Dietrich Ehrenwerth

14.9. 11.30 Uhr Predigerkirche

„Prattica di musica“ Suhl

Johann Friedrich Fasch zum 250. Todestag

(Matinee am Tag des Offenen Denkmals)

16.9. 19.30 Uhr Rathausfestsaal

Oliver Messiaen

«Vingt Régards sur l´Enfant Jésus»

Tamara Stefanovich – Klavier

17.9. 20 Uhr Predigerkirche

Saxophonquartett “fo(u)r” Fans und Orgel

Matthias Dreißig – Orgel

19.9. 19.30 Uhr Cruciskirche

Orgelkonzert

Josef Miltschitzky, Ottobeuren

20.9. 19.30 Uhr Dom

Abschlusskonzert

Zum 100. Geburtstag von Olivier Messiaen

Olivier Latry, Paris – Orgel

Quartett „ensemble incanto“

............................................................................................................................................

14.9. 10 Uhr

Kaufmannskirche am Anger

Kantatengottesdienst

Johann Heinrich Stölzel

„Welche der Geist Gottes treibt, die sind

Gottes Kinder“

Chor der Kaufmannsgemeinde

Leitung Michael Jahn


31 TERMINKALENDER / ANZEIGEN

14.9. 17 Uhr Andreaskirche

Konzert

Saxophon und Orgel

15.9. 20 Uhr Bildungsstätte St. Martin,

Farbengasse 2

Evangelische Erwachsenenbildung

Katholische Erwachsenenbildung

ERFURTER VORTRÄGE

Die Russisch-Orthodoxe Kirche in Thüringen

Pfr. Michail Rahr, Weimar

16.9. 19.30 Uhr Kleine Synagoge

An der Stadtmünze

Schlag-Schatten des Christentums

Vortragsreihe

„Thron und Altar“

Dr. Walter Fleischmann-Bisten, Bensheim

Eine Veranstaltung der Evangelischen

Stadtakademie „Meister Eckhart“ Erfurt und

des Katholischen Forums im Land Thüringen –

Akademie des Bistums Erfurt

19.9. 18 Uhr Tiefthal Peter-und-Paul-Kirche

ERFURTER ORGELN

Improvisation und Information

Die Ladegast-Orgel

Albrecht Lobenstein

23.9. 19.30 Uhr Kleine Synagoge

An der Stadtmünze

Schlag-Schatten des Christentums

Vortragsreihe

„Sexualität“

Prof. Dr. Hubertus Lutterbach, Duisburg/Essen

Eine Veranstaltung der Evangelischen

Stadtakademie „Meister Eckhart“ Erfurt und

des Katholischen Forums im Land Thüringen –

Akademie des Bistums Erfurt

24.9. 19 Uhr Café Paul

Reihe Literaturcafé

Rainer Karg, Greiz

„Wo gibt es denn so was?“

Erzählungen, Lyrik

24.9. 20 Uhr Predigerkirche

Diplom-Orgelkonzert

Marco Lemme, Hochschule für Musik

„Franz Liszt“, Weimar

24.9. 20 Uhr Kaminzimmer des „Goldenen

Schwans“ Michaelisstraße

Buchlesungsreihe AUSLESE

Evangelische Erwachsenenbildung

26.9. 18 Uhr Martinikirche im Brühl

ERFURTER ORGELN

Improvisation und Information

Die Eifert-Orgel (1878)

Albrecht Lobenstein

30.9. 19.30 Uhr Kleine Synagoge

An der Stadtmünze

Schlag-Schatten des Christentums

Vortragsreihe

„Mission zwischen Inkulturation und

Kolonialismus“

Dr. Arnd Bünker, Münster

Eine Veranstaltung der Evangelischen

Stadtakademie „Meister Eckhart“ Erfurt und

des Katholischen Forums im Land Thüringen –

Akademie des Bistums Erfurt

10.10. 19.30 Uhr Gustav-Adolf-Kirche

Chorkonzert

„Maxim Kowalew Don Kosaken“

1.10. 20 Uhr Predigerkirche

Diplom-Orgelkonzert

Nico Schmitt, Hochschule für Musik

„Franz Liszt“, Weimar

5.10. 18 Uhr Kleine Synagoge

im Rahmen der interkulturellen Woche

Interreligiöse Andacht mit Lesungen aus

heiligen Schriften verschiedener Religionen

Thema „Die Wirklichkeit des Menschen“

Dr. Alex Bauer, Bahai-Gemeinde Erfurt

In Erfurt in Zentrum-Nähe – und doch nicht

„mittendrin“ – vermieten wir in einem sanierten

Altbau eine schöne Zweizimmer-Wohnung.

Ca. 70 m², geräumige Küche, Bad, Gäste-WC.

Im Haus wohnen in weiteren zehn Wohnungen

lauter freundliche Mieter.

Kontakt: ERFURTER BLÄTTER, Adresse, Telefon,

Mail wie im Impressum angegeben.

Wir vermieten provisionsfrei in Stützerbach,

am Nordosthang des Thüringer Waldes, nur drei

km vom Rennsteig entfernt, in einem 3-Familienhaus

mit Gemeindenutzung ab 1.9. 2008 eine

ruhige, teilmodernisierte 2-Zimmer-Dachgeschosswohnung.

In dem zu verhandelnden Mietpreis

ist die Nutzung eines großzügigen Gartens

eingeschlossen.

Rückfragen über Kirchgemeinde Stützerbach,

Pfarrer Schwarzkopf, ( 036782.6 12 46 oder

KVA Erfurt, Frau Friedemann, ( 0361.5987232


COMMUNITÄT CASTELLER RING 32

Communität Casteller Ring

im Augustinerkloster

Augustinerstraße 10, 99084 Erfurt

( 0361-5766023, Fax 0361-5766098

e-mail: CCR-Erfurt@augustinerkloster.de

http://www.augustinerkloster.de

Tägliche Gebetszeiten (außer dienstags):

7 Uhr Morgengebet, 12 Uhr Mittagsgebet, 18 Uhr

Abendgebet (samstags mit Begrüßung des Sonntags),

19.30 Uhr (außer samstags) Nachtgebet;

Öffnungszeiten der Klosterstube

täglich (außer dienstags) 10.30-17.30 Uhr

23.7. 19 Uhr Augustinerkirche

Feierabendgottesdienst – der etwas andere

Gottesdienst für junge Menschen, verantwortet

vom SfC (Studenten für Christus)

und Schwestern der CCR

20.9. „Klostertag“ – ein Einkehrtag im

Augustinerkloster zu Erfurt.

Leitung Pfarrerin Gisela Noack

Sr. Katharina Schridde CCR

Noch nicht und schon jetzt!

Katharina Schridde CCR

Sind wirklich erst drei Monate vergangen,

seit ich am 25. März hier in Erfurt und im

Augustinerkloster einzog? Sind es wirklich

erst vier Wochen, dass unsere

Schwestern Ruth Meili, Gisa Deck und

Christa Pischke in einem wunderbaren

Gottesdienst in der Augustinerkirche verabschiedet

wurden und auf den Schwanberg

zurückgekehrt sind?

Zeit ist bekanntlich ein trügerisches Phänomen,

jedenfalls wenn man sie nur „gefühlsmäßig“

wahrnimmt. Ich fühle mich

inzwischen so vertraut mit der Stadt, mit

dem Kloster und erst recht mit unserer

Kirche, dass ich mich schon fast als „Erfurterin

fühle – und zwar als solche aus-

gesprochen wohlfühle! Dazu trug und

trägt immer noch der sehr freundliche und

herzliche Empfang bei, den die Menschen

mir hier bereitet haben.

Und dann gibt es noch sehr häufig Augenblicke,

da alles doch wieder ganz neu

ist. Wo ist diese oder jene Straße? Wo finde

ich diese Adresse und jene Telefonnummer?

Welche Bedeutung hat die Veranstaltung

nächste Woche und was genau kann

ich dazu beitragen? Wem muß ich bescheid

sagen, wenn ich dies oder jenes

gern beginnen würde? In solchen Situationen

also, die sich nicht allzu häufig stellen,

Ereignisse, die nur ab und zu oder –

falls es sich um kirchenjahreszeitliche

Feste handelt – überhaupt nur einmal im

Jahr stattfinden merke ich dann doch, dass

ich noch recht neu hier bin. Und das wird

auch noch länger so bleiben – so dass ich

immer noch staunen kann über die Fülle

der Möglichkeiten und das Vertrauen, das

uns Schwestern hier geschenkt wird.

So kenne ich noch längst nicht alles und

bin doch schon jetzt angekommen.

Wir leben nun zu viert in unserer Schwesterngruppe

im Kloster und es ist überaus

hilfreich, dass die drei anderen – Sr. Martina,

Sr. Roswitha und Sr. Caecilia – die

nötige Kontinuität gewährleisten. Sie leben

alle seit Jahren in dieser Stadt und

als Gruppe zusammen, wissen also, wie

es bisher war, was sich bewährt hat, auch,

was vielleicht neu durchdacht werden

kann. Und so ergänzen wir uns und finden

einen guten Weg zwischen Bewahrung

und Aufbruch.

Selbstverständlich bleiben die Stundengebete

und Gottesdienste in der Augustinerkirche

auch weiterhin unsere wichtigsten

und eigentlichen Aufgaben und unser

wesentliches Anliegen. Auch die Klosterstube

wird unverändert fortgeführt und erfreut

sich weiterhin großer Beliebtheit.

Wir bieten auch in Zukunft Einzelbegleitung

und Exerzitien an, werden uns ver-


33 INFORMATIONEN

mehrt in der Kursarbeit des Klosters engagieren

und einfach da sein, wenn uns

jemand braucht. Und wir werden hören,

was sich sonst gestalten und entwickeln

will hier in der Stadt und in der Kirche,

die ja ihrerseits auf dem gemeinsamen

Weg mit der Evangelisch-Lutherischen

Kirche in Thüringen zur Evangelischen

Kirche Mitteldeutschlands einem großen

Wandel entgegengeht.

Unsere ganze Communität hat als Motto

für sich ein Wort aus der Regel des Ordengründers

Benedikt gewählt, das auch

für unsere Arbeit hier in Erfurt verbindlich

ist und bleiben wird:

„In allem Gott suchen, Christus nichts

vorziehen und das Leben unter der Führung

des Evangeliums gestalten“.

Das versuchen wir zu leben und mit den

Menschen hier in der Stadt zu teilen.

Tauftag 11. November 2008

Am 11. November sollen 525 Menschen

aus aller Welt die Taufe empfangen –

möglichst viele von ihnen in der Petrikirche

in Lutherstadt Eisleben. An diesem Tag

und in dieser Kirche wurde vor 525 Jahren

der Reformator Martin Luther getauft.

Anlässlich dieses Taufjubiläums haben die

Kirchengemeinden in Eisleben ein Internetportal

eingerichtet.

Unter www.luther525.de gibt es Informationen

rund um das Tauffest sowie die

Möglichkeit, sich für die Taufe am 11.

November in der Lutherstadt Eisleben

oder in der eigenen Heimatgemeinde anzumelden.

Außerdem möchten die Initiatoren

des Tauffestes 525 Kirchengemeinden

dafür gewinnen, zu diesem Tag einen

Taufgedächtnisgottesdienst zu feiern.


40 JAHRE CHRISTOPHORUS 34

Von der Kindertagesstätte

zum Werk

Angelika Dresselt

In diesem Jahr darf unsere Einrichtung auf

40 Jahre ihres Bestehens zurückblicken.

Zu der Zahl 40 gibt es viele u.a. christliche

Assoziationen. 40 Tage dauerten die

Sintflut, Moses Aufenthalt auf dem Sinai

und auch die Wanderung des Volkes Israel

durch die Wüste. Die Herrschaft der

Philister über die Israeliten währte 40 Jah-

re. Wir möchten 40 Jahre „Christophorus“

würdigen und einen Rückblick auf die

vergangene Zeit wagen. Die Legende vom

Heiligen Christophorus begleitet uns von

Anfang an.

Das Lied „Alles muss klein beginnen“ wird

bei unseren Festen nicht selten gesungen.

Klein und bescheiden begann es auch mit

„Christophorus“. Die Erfurter Kinderärztin

Dr. Pudschies nahm sich einst in ihrer

Praxis der Probleme von Kindern mit geistiger

Behinderung und deren Eltern an. Es

zeigten sich Verzögerungen in der Entwicklung

der Kinder. Erfahrungen im

Umgang mit Behinderungen und Beeinträchtigungen

und entsprechende Förderangebote

gab es damals wenig bzw. gar

nicht. Sie suchte für diese Kinder nach

gezielten Fördermöglichkeiten. Ein Raum

war nötig, Geld für Heizung. Wichtiger

noch war Personal, das mit diesen Kindern

arbeiten konnte, ebenso brauchte

man Beschäftigungsmaterial. Sehr vieles

musste bedacht und erörtert werden. Bei

dem katholischen Bischof Hugo Aufderbeck

und dem evangelischen Propst Dr.

Verwiebe stieß sie

mit ihrem Anliegen

auf Gehör. So wurde

1968 gemeinsam

mit der Christengemeinschaft

die Tagesstätte

gegründet.

Dem Einsatz von Dr.

Pudschies ist es also

zu verdanken, dass

es „Christophorus“

in Erfurt überhaupt

gibt und dass wir

von Beginn an eine

ökumenische Einrichtung

sind.

Die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter

um Christine Lux

übernahmen

zunächst die Förderung der Kinder in den

Räumen der Stadtmission, d.h. in der ehemaligen

Garderobe. Eurythmie und Musik

standen ebenso auf dem Lehrprogramm

wie Pflanzenkunde und Rechnen.

1978 konnte das „Haus zum Sternberg“

erworben werden. Die erforderliche Rekonstruktion

dauerte mehrere Jahre. Als

1981 die Christengemeinschaft ausschied,

übernahmen die evangelische und die katholische

Kirche die alleinige Verantwortung.

Das Kuratorium unter dem Vorsitz


35 40 JAHRE CHRISTOPHORUS

von Pfarrerin Sigrun Pabel ernannte Ernst

Günther zum Leiter der Tagesstätte.

Das „Haus zum Sternberg“, Allerheiligenstraße

8 wurde 1986 fertiggestellt und

schrittweise von nunmehr 40 jungen Erwachsenen

und einer Gruppe von etwa

zehn Kindern bezogen.

Behinderte Kinder erfuhren in der damaligen

DDR keine Schulbildung, sie galten

nur als „förderungsfähig“. In der Christophorus-Tagesstätte

wurden sie durch individuelle

pädagogische Förderung zur

größtmöglichen Selbständigkeit geführt.

Der Tagesablauf für die jungen Erwachsenen

beinhaltete Angebote zur produktiven

Arbeit, für begleitende Förderung und

zur sinnvollen Freizeitgestaltung.

Zudem wurden handwerkliche Begabungen

unter der Anleitung von Fachpersonal

im Keramikbereich und in der Handweberei

unterstützt.

Übrigens zeigten die Jugendlichen beim

Sommerfest 1989 mit viel Spielfreude und

nicht nachlassender Begeisterung unter

dem Titel „Ein bunter Regenbogen“ die

Geschichte von der Arche Noah, die 40

Tage der Sintflut ausgesetzt war. Im Logo

von „Christophorus“ war für viele Jahre

der Regenbogen – das Symbol für Gottes

Zuspruch – sichtbar.

Die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen

nach der Umbruchsituation in der

DDR brachten für die Christophorus-Tagesstätte

neue Herausforderungen.

Am 7. März 1991 gründete sich in neuer

Rechtsform die Christophoruswerk Erfurt

gGmbH. Im gleichen Jahr vollzog sich der

Wechsel hin zu Werkstatt für Behinderte

(WfB) und Förderschule. „Christophorus“

profilierte sich auch dank der Unterstützung

durch den Träger Hessisches Diakoniezentrum

Hephata e.V. als dritter Gesellschafter

neben Caritas und Kirchenkreis.

Hephata stieg nach abgeschlossener

Aufbauphase Ende 1998 als Gesellschafter

wieder aus.

In die Leitungsarbeit brachten sich zusätzlich

zunächst Peter Carstädt (bis 1997) und

Norbert Jahnke ein. Letzterer führte das

Werk bis 2007, während Ernst Günther

neue Aufgaben im Caritasheim „St. Pia“

in Dingelstedt übernahm.

In den folgenden Jahren erweiterte das

Werk seine Dienste für Menschen mit

Behinderungen oder sozialen Beeinträchtigungen

in Erfurt, Gotha und Umgebung.

Mit den Bereichen Arbeit, Wohnen sowie

Beratung und Bildung kann diesem Personenkreis

ein breit gefächertes Angebot

vorgehalten werden. Inzwischen ist es

ganz selbstverständlich, dass z.B. behinderte

Kinder eine Förderschule besuchen,

dass Menschen mit Behinderung beim

Integrationsfachdienst Beratung und Assistenz

erfahren oder ein Wohnangebot

nach ihren Vorstellungen in Anspruch nehmen

können.

Es entwickelte und festigte sich auch die

Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen

der Behindertenhilfe in der Stadt wie

dem Lebenshilfe e.V. und dem Christlichen

Jugenddorfwerk Deutschland.

Vor dem Hintergrund der erfahrenen ideellen

Hilfestellung in den Jahren der Neuorientierung

besteht seit 2003 eine Partnerschaft

zur Organisation „Trebuie“ in

Braila/Rumänien.

Um den gewachsenen Qualitätsansprüchen

Rechnung zu tragen, weisen die

Werkstätten seit 2003 und die Wohnheime

seit 2005 die Zertifizierung nach DIN

EN ISO 9001:2000 auf.

Bis zum heutigen Tag wird das Werk von

den beiden Gesellschaftern Caritasverband

für das Bistum Erfurt e.V. und dem

Evangelischen Kirchenkreis Erfurt getragen.

Der Aufsichtsrat unter dem Vorsitz

von Dr. Martin Remus verantwortet gemeinsam

mit dem Geschäftsführer Dr.

Björn Starke die inhaltliche Arbeit. Etwa

650 Menschen mit Behinderung werden

von ca. 220 Mitarbeiterinnen und Mitar-


40 JAHRE CHRISTOPHORUS / IMPRESSUM 36

beitern begleitet und gefördert.

Dies alles geschah und geschieht nie ohne

den Segen Gottes. Bei so viel Machbarem

in unserem Leben – den Segen können

wir immer nur wieder neu erbitten.

Er ist das Fundament, auf dem unsere Arbeit

aufbaut, denn Gott liebt alle Menschen.

Jeden, so wie er ist. Jeden mit seinen

Fähigkeiten und Grenzen. Darauf

vertrauen wir.

Die Kulturdirektion der Stadt Erfurt ermöglicht

uns eine Ausstellung, in der alte und

neue Kunstwerke gezeigt, die aktuelle

Arbeit im Christophoruswerk beschrieben

und natürlich frühere Zeugnisse des Lebens

und Arbeitens in der Christophorus-

Tagesstätte dargestellt werden.

Die Ausstellung ist vom 12.7. bis

17.8.08 im Kulturhof „Zum Güldenen

Krönbacken“ zu sehen. Zur Vernissage

am 12.7.08 um 19 Uhr möchten wir

Sie herzlich einladen.

Werkstatt-Laden

Der kleine Laden für viele Geschenkideen

Töpferwaren

Kerzen

Textilien

Holzwaren

Glückwunschkarten

u.v.m.

aus unseren und

anderen Werkstätten

für behinderte Menschen

Allerheiligenstraße 8 • 99084 Erfurt

Tel. 0361.6005-060 • Fax 0361.6005-011

werkstattladen@christophoruswerk.de

Öffnungszeiten Mo-Fr 10-12 und 12.30-18 Uhr

Sa 9.30-13 Uhr

IMPRESSUM

HERAUSGEBER

Evangelisches Ministerium Erfurt

Senior Andreas Eras

Schmidtstedter Straße 42, 99084 Erfurt

( 0361-55076-11 Fax -19

info@evangelischer-kirchenkreis-erfurt.de

www.erfurt-kirche.de

REDAKTIONSKREIS

Thomas M. Austel, Margrit Flaschmann,

Christine Gohles, Gerta Link,

Wolfgang Musigmann, Michael Pohl

REDAKTION

Gerta Link

Schmidtstedter Straße 42, 99084 Erfurt

( 0361-5507625, Fax 0361-5507619

erfurter.blaetter@evangelischer-kirchenkreiserfurt.de

VERANTWORTLICH

Thomas M. Austel

Schmidtstedter Ufer 22, 99084 Erfurt

(/Fax 0361-5620818

thomas.austel@ekkps.de

SATZ/TYPOGRAFIE

Angela B. Kirsten, Mittelhäuser Straße 3

99089 Erfurt (/Fax 0361-7913874

DRUCK

fehldruck GmbH

Schlachthofstraße 82, 99085 Erfurt

( 0361-2252355 info@fehldruck.de

Ohne Anzeigen und Spenden geht es nicht.

Konto-Nr. 60 000 1288, BLZ 820 510 00

Sparkasse Mittelthüringen

Namentlich gezeichnete Artikel geben die

Meinung des Autors wieder.

Über Zuschriften freut sich der Redaktionskreis.

ERSCHEINUNGSWEISE

Die ERFURTER BLÄTTER erscheinen vier Mal

im Jahr. Die nächste Ausgabe erscheint Anfang

Oktober 2008.

FOTOS

Titel: Gerta Link; S. 2: Frieder Czupalla ; S.21:

Stefan Börner; S. 34: Angelika Dresselt; S. 38:

Augusta-Viktoria-Stift; Rücktitel: Hubertus

Röder, Kulturdirektion der Stadt Erfurt

Grüne Seiten: S. 1: Eike Küstner; S. 2: Heidi

Stiewink; S. 3: Frieder Czupalla


37 KINDER

KIRCHE

MIT KINDERN

Wöchentliche Treffen der Kinder

in den Gemeindehäusern der

Kirchengemeinden

6- bis 10-jährige

Andreas Mi 16 Uhr

Kaufmann Di 15.30 Uhr

Martini Di 15 Uhr

Prediger Di 15 Uhr

Regler Do 16 Uhr

Südost Do 16 Uhr

Thomas Do 15 Uhr

Alach Di 15 Uhr

Bindersleben Mo 17 Uhr

Bischleben Di 16 Uhr

Büßleben Mo 15.30 Uhr

Dachwig Di 14.45 Uhr

Egstedt Mi 17 Uhr (1./ Monat)

Elxleben D0 14.45 Uhr

Gebesee Mi 14.45 Uhr

Gispersleben Mo 14.30 Uhr

Kirchheim Mi 16 Uhr

Kleinrettbach Mi 17 Uhr (14-tägig)

Marbach Do 16 Uhr (14-tägig)

Möbisburg Di 14.30 Uhr

Tiefthal Do 16 Uhr

Walschleben Mo 14.45 Uhr

10- bis 12-jährige

Andreas Mi 17 Uhr

Kaufmann Di 16.30 Uhr

Prediger Mo 15 Uhr

Regler Do 15 Uhr

Thomas Do 16 Uhr

Bischleben Di 17 Uhr

Büßleben Do 15.30 Uhr

Dachwig Di 15.45 Uhr

Gebesee Mi 15.45 Uhr

Gispersleben Mo 16.30 Uhr

Walschleben Mo 15.45 Uhr

Monatliche Treffen

Ermstedt Di 17 Uhr

Frienstedt Sa 10 Uhr

Zimmernsupra Fr 16 Uhr

Familien-Gottesdienste und -Feste

4.7. 16 Uhr Gemeindefest Bindersleben

6.7. 10 Uhr Thomaskirche

Familiengottesdienst und Gemeindefest

6.7. 11 Uhr Gemeindezentrum Philipp

Melanchthon FG und Sommerfest

31.8. 10 Uhr Cyriakkapelle

Prediger-Gemeindefest

31.8. Laurentiusfest in Kirchheim mit

Schulanfängergottesdienst

Familiengottesdienste zum Schulbeginn

23.8. 11.30 Uhr Walschleben;

nach Schuleinführung Möbisburg

24.8. 9.30 Uhr Reglerkirche

10 Uhr Thomaskirche, Predigerkirche

Andreaskirche, Windischolzhausen

31.8. 9.30 Uhr Kilianikirche;

10 Uhr Kaufmannskirche;

10.30 Uhr Gustav-Adolf-Kirche.

Für Mitarbeiter/innen in

Kindergottesdienst und Kinderkreisen

Wer gern im Kindergottesdienst mitarbeiten

möchte, ist herzlich willkommen:

26.8. 19.30 Uhr Reglergemeindehaus

28.8. 19 Uhr Kaufmannskirche Duftestübchen

25.9. 18 Uhr Reglergemeindehaus mit

Vorbereitung des Reformationstages für Kinder

Weiterhin werden auch im September „Godly

Play“-Materialien hergestellt.Wer sich dafür

interessiert, melde sich bitte bei K. Eisbrenner

Für Eltern

16.9. 20 Uhr Kaufmannskirche Duftestübchen

Elterngespräch

Für Eltern und Schulanfänger

Schnupperfest 17 Uhr

1.7. Philipp-Melanchthon-GZ, Ludolfweg 10

3.7. Reglergemeindehaus J.-Gagarin-Ring 103

Exkursion für 9- bis 12jährige Kinder

20.9. „Auf Luthers Spuren in Eisleben“ –

erlebnispädagogische Führungen und

Aktionen rund um Martin Luther

Abfahrt 9.07 Uhr Hbf Erfurt. Anmeldung bei

Karin Eisbrenner oder Katecheten und

Gemeindepädagogen vor Ort.

Kinderbibeltage Vorschau

13.-16.10 Gebesee (Anmeldung Ute Dietrich)

13.-17.10. Südost (Dorothea Peukert)

13.-17.10. Marbach (Susanne Lazay, Bernd

Weise)


DIAKONIE

Augusta-Viktoria-Stift

Hospitalplatz 15a, 99084 Erfurt ( 0361/659640

www.augusta-viktoria-stift.de info@augusta-viktoria-stift.de

Immer wieder mittwochs

„Wohin geht’s denn heute?“, werde ich jeden

Mittwoch von den Heimbewohnern des

Augusta-Viktoria-Stiftes als erstes gefragt.

Kein Wunder, denn mittwochs gehen wir spazieren.

Dank der bereitwilligen Helfer können

wir in einer geselligen Gruppe die Umgebung

inspizieren. Senioren, die sich alleine

unsicher fühlen, oder die auf den Rollstuhl

angewiesen sind, fühlen sich in der Gruppe

sicher. Durchaus haben unsere Spaziergänge

auch einen körperlichen Trainingscharakter.

So mancher wurde wieder sicherer auf

den Beinen und im Umgang mit Gehhilfen.

Dadurch vergrößert sich der Aktionsradius

und die Lebensqualität.

Die Alten können den Jungen viel vom alten

Erfurt erzählen und die Jungen erzählen den

Alten etwas über das heutige Erfurt und einer

staunt über den anderen und letztlich staunen

alle über das schöne Erfurt. Heimatgefühl

kommt auf.

Diesmal machten wir uns auf in den Zoo. Das

Wetter war wie für uns gemacht.

Ganz bequem mit der Straßenbahn fuhren wir

zum neuen Haupteingang. Natürlich begeisterten

zuerst die Erdmännchen. Die Löwen

lagen satt und faul in der Sonne.

„Kaum zu glauben, dass die

echt sind.“ sagte eine Heimbewohnerin.

Als hätte es die Löwin

gehört, erhob sie sich und

flanierte vor uns hin und her.

Ebenso begeisterten die Elefanten

und die Affen. Wir hatten

das Glück, ein Affenbaby mit

seiner Pflegemutter zu beobachten.

Wir amüsierten uns

darüber, wie dieser kleine Wildfang

die Frisur seine Pflegemutter

zerfurchte, die das allerdings

38

sehr gelassen und mit viel Liebe zum Tier hinnahm.

Das Mittagessen nahmen wir im Zoo ein und

nach dieser Pause besuchten wir den Bauernhof,

wo sich uns ein schönes Bild bot: August,

Auguste, Adele und Doritta umringten

eine Frau, die es sich auf einer Bank bequem

gemacht hatte. Nicht ohne Grund, denn in

ihrem Gepäck hatte sie frisches Gemüse. Die

ehrenamtliche Gänsemutter erklärte uns mit

Augenzwinkern, dass August der Gänsechef

ist und schon zwölf Weihnachten überlebt

hat.

Auf dem Weg zum Ausgang verweilten wir

noch etwas auf einer Grasfläche und ich sagte:

„Jetzt finden wir noch ein Kleeblatt mit

vier Blättern!“ Eine Heimbewohnerin sah

mich verdutzt und ungläubig an. Doch gleich

zeigte ich ihr eins nach dem anderen und ihre

Hand füllte sich unverhofft mit den Glücksbringern.

Den Strauß stellte ich in ihr Zimmer

und sie hatte tagelang Freude daran, irgend

jemanden mit einem Kleeblatt zu überraschen.

Ein erlebnisreicher Tag ging zu Ende. Die

nächste Überraschung kommt auf die Frage

„Wohin geht’s denn heute?“

Cordula Hartmann


39

Evangelische Pflegeeinrichtungen,

Kindertagesstätte, Waldkindergarten

Was ist das?

Seite für Jung & Alt

Sudoku Aus zwei mach eins

Es sind vier Brüder in der Welt,

die haben sich zusammengestellt.

Der eine läuft und wird nicht matt,

der zweite frisst und wird nicht satt,

der dritte säuft und wird nicht voll,

der vierte singt, das klingt nicht wohl.

(Auflösung: Wasser-Feuer-Erde-Wind)

Knopf Bienen

Korb Schuhe

Apfel Hand

Netz Nest

Nadel Ring

Löffel Loch

Blumen Spinnen

Haus Finger

Tasche Ball

Vogel Koch

Hut Baum

Feder Wagen

Leiter Strick

Waage Becher

Eier Brief

Schlüssel Vase

(z.B.: Knopfloch)

„Das Glück

deines Lebens

hängt von der

Beschaffenheit

deiner

Gedanken ab“

Mark Aurel


Wir haben für jede Situation

das Richtige für Sie

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Wir beraten Sie gerne.

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Erfurt

Juri-Gagarin-Ring 53

99084 Erfurt

Öffnungszeiten:

Mo.–Do. 8.00–18.00 Uhr

Fr. 8.00–16.00 Uhr

Telefon 0180 2 153153*

Mo.–Fr. 8.00–20.00 Uhr

Telefax 0180 2 153486*

*6 ct je Anruf aus dem Festnetz. Anrufe aus Mobilfunknetzen

können zu abweichenden Preisen führen.


41 ZEITGESCHEHEN

„Frieden riskieren“

Die Ökumenische FriedensDekade vom 9.

bis 19.11.2008 steht unter dem Thema „Frieden

riskieren“. Das Motto ist mit zwei biblischen

Texten verbunden, im Neuen Testament

Johannes 14,27 und im Alten Testament

2. Könige 6,8–23.

Sie bietet die Möglichkeit, auf Fragen der

Friedenssicherung, der gewaltfreien Konfliktlösung,

von Frieden und Krieg, von Frieden

und Gerechtigkeit und auf das Tötungsverbot

der Bibel einzugehen.

Die Friedensdekade wird in diesem Jahr zum

29. Mal veranstaltet. Im Zeitraum vom Eröffnungs-Friedensgottesdienst

am 9.11. bis

zur Abschlussveranstaltung am 19.11. werden

die Erfurter Christen mit vielen Veranstaltungen

und Angeboten von Gruppen und

Gemeinden ein deutliches Signal für den

Frieden setzen.

Die Beauftragten für die Friedensarbeit im

Kirchenkreis Erfurt, Pfarrer Ricklef Münnich

und Diakon Wolfgang Musigmann bitten

rechtzeitig um Mitteilung der Veranstaltungen

während der Friedensdekade für die

Aufnahme in das Programm. Die Angaben

müssen bis 15.9.2008 vorliegen, damit sie

in einem Flyer veröffentlicht werden können.

Pfarrer Ricklef Münnich

Petristraße 1, 99092 Erfurt

( 0361 / 785 22 93

pfarrer@marbach-salomonsborn.de

Wolfgang Musigmann

Allerheiligenstraße 15, 99084 Erfurt

( 0361 / 642 26 61

W.Musigmann@web.de

Anträge zur Gewährung einer Zuwendung

für die Finanzierung von Veranstaltungen

können an den Projektfonds des Kirchenkreises

gestellt werden.

Materialien zur Ökumenischen FriedensDekade

sind einzusehen und bestellbar unter

www.friedensdekade.de

„Der gefährliche Schmied“

Die Ausstellung des Martin-Luther-King-Zentrums

für Gewaltfreiheit und Zivilcourage

e.V. Werdau wird vom 1. bis 24. September

2008 in der Augustinerkirche gezeigt.

Vor 25 Jahren befanden sich die Auseinandersetzungen

um die staatsunabhängige Friedensbewegung

in der DDR auf ihrem Höhepunkt.

Die Wanderausstellung informiert über die

Bewegung Schwerter zu Pflugscharen. Mit

ihren Symbolen trug die staatsunabhängige

Friedensbewegung in der DDR die Botschaft

der Gewaltfreiheit über die Kirchenmauern

hinaus in die Öffentlichkeit.

Ein Staat mit außenpolitischem Friedens- und

Abrüstungsanspruch bekam plötzlich Angst

vor eigenen Friedessymbolen, als diese von

Bürgern aufgegriffen wurden, die sich ideologischer

Reglementierung und Kontrolle

entzogen.

So wurde der friedfertige Mann der sowjetischen

Skulptur, der die biblische Vision

„Schwerter zu Pflugscharen“ verbildlichte

und gegenwartsnah machte, zum „gefährlichen

Schmied“, den man meinte, bekämpfen

und tabuisieren und gegen Friedensbewegte

vorgehen zu müssen.

Viele hielten diesem Druck stand. Bis hin zur

Friedlichen Revolution und bis zum Verfassungsentwurf

des Runden Tisches begleiteten

diese Symbole die Bürgerbewegung.

Selbst die Friedensbewegung des vereinigten

Deutschlands mahnt mit den in der DDR

hart umstrittenen Zeichen Abrüstung, zivile

Konfliktbearbeitung und eine gewaltfreie

Gesellschaft an.

1.- 24.9. 2008 Augustinerkirche

Eröffnung 1.9. 16 Uhr

Namens des Erfurter Aktionskreises für Frieden

lädt zu dieser Ausstellung ganz herzlich

ein Pfr. i.R. Karl Metzner.


SEELSORGE / CJD 42
























Andacht mit Orgelmusik

sonntags 9.30 Uhr

Kapelle im Hauptgebäude

des Helios-Klinikums

Gespräche und Besuche

am Krankenbett


Angebote der

Klinikseelsorge

Bitte rufen Sie uns

Klinikseelsorgerinnen an

Pfarrerin Anette Carstens,

( 733129

Pastoralpsychologin

Christine Gohles, ( 6639342

Pfarrerin Siegrid Staemmler,

( 5626215


43 INFORMATION

Bibliothek des

Evangelischen Ministeriums

im Augustinerkloster

zu Erfurt

Augustinerstraße 10

99084 Erfurt

( 0361.5766022

Öffnungszeiten

Mo 14-18 Uhr

Di, Mi 8-18 Uhr

Do, Fr 10-13 Uhr

Ökumenische Telefonseelsorge

Erfurt e.V.

Geschäftsstelle

Postfach 100735, 99007 Erfurt

( 0361-5621620 Fax 0361-7891537

Supervision

für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

in kirchlichen, diakonischen und

sozialen Berufen

Christine Gohles

Lehrsupervisorin – DGfP

( 0361-6639342

Anette Carstens

Supervisorin i.A. – DGfP

( 0361-733129

Landeskirchliche

Gemeinschaft

Erfurt

Mainzerhofstraße 2

( 0361.6442419

sonntags

Gemeinschaftsgottesdienste

mittwochs

17 Uhr Bibelstunde, Hauskreise

donnerstags

16 Uhr Kindertreff

freitags

19 Uhr Jugendstunde


INFORMATION 44

Verband Christlicher

Pfadfinderinnen und

Pfadfinder e.V.

Magdeburger Allee 46

99086 Erfurt ( 0361-6536027

Di 9-13 Uhr, Mi 15-17 Uhr, Do 13-18 Uhr

Pfadfindergruppen des VCP Erfurt

Wöchentliche Gruppenstunden

Dienstag

16-18 Uhr Jugendklub

Färberwaidweg

Kinderstufe (Kinder von 7 – 10 Jahren)

Gruppenleitung Stefan Herbst

Dienstag

16-18 Uhr Magdeburger Allee 46

Landesbüro

Kinderstufe (Kinder von 7 – 10 Jahren)

Gruppenleitung Fanny Fauska

Donnerstag

16-18 Uhr Magdeburger Allee 46 Landesbüro

Pfadfinderinnen- und Pfadfinderstufe (Kinder

und Jugendliche von 10 – 15 Jahren)

Gruppenleitung Mike Glattfeld

Der Blaue Laden

Inhaberin Brigitte Schubert

hält für Sie bereit

- Glückwunschkarten für

alle Gelegenheiten

- Wunsch- und Grußkarten

- ein ausgewähltes

Buchangebot

- Bestellservice für Ihr

Wunschbuch

Thomasstraße 8

99084 Erfurt

( 0361 / 5623404

Montag – Freitag vorübergehend

veränderte Öffnungszeiten

Samstag geschlossen

Ich freue mich auf Sie!


45 OFFENE ARBEIT / BERATUNGEN

OFFENE ARBEIT

ERFURT

Evangelischer Kirchenkreis

Allerheiligenstraße 9

99084 Erfurt

(/Fax 0361-6 42 26 61

mail: OffeneArbeitErfurt@gmx.de

www.OffeneArbeitErfurt.de.vu

Montag

14-18 Uhr Umweltbibliothek

16-18 Uhr Jugendtreff / Projektzeit

17-20 Uhr JugendInfoPoint

18.30-20 Uhr Indiaca-Sport (Infos in der OA)

20-23 Uhr Filmabend / OA Kultur Treff

Dienstag

14-18 Uhr Umweltbibliothek

18.30-20.30 Uhr Kunstkurs für Mädchen und

junge Frauen (Anmeldung Kerstin)

20-24 Uhr Offene Arbeit-Treff mit Infobörse,

Kultur, JIP, Umweltbibliothek

Mittwoch

14-19 Uhr Café Integral im Wechsel Kreatives

und Kinderkino für Schlaumeier

17-19 Uhr Rechtsberatung für ausländische

MitbürgerInnen und Café

19.30 Uhr Männergruppe (mit Vorabsprache)

20-24 Uhr Tanzabend 14tägig

20-22 Uhr Bibelkreis 1 x monatlich

20 Uhr Glaubensgespräch 1x monatlich

Donnerstag

9-12 Uhr Büro

17.30-19 Uhr Vorbereitungskreis

19-20 Uhr Umweltbibliothek/

Kriegsdienstverweigererberatung/ JIP

20-24 Uhr Themenabend

Freitag

13-17 Uhr Umweltbibliothek

Ferien-Öffnungszeiten 14.7.-20.8.08

Mo 20-24 Uhr; Mi15-19 Uhr, Do 19-24 Uhr

Filmabende

14.7. 21.30 Uhr „Schnmidtzelparadies“

28.7. 21.30 Uhr „Harold und Maude“

11.8. 21.30 Uhr Überraschungsfilm

25.8. 21.30 Uhr „Easy rider“

8.9. 20.30 Uhr Überraschungsfilm

22.9. 20.30 Uhr „Babel“

Tanzabende jeweils 20 Uhr

2.7.; 27.8.; 10.9.; 24.9. interkulturell

Glaubensgespräch „Jesus und die Welt“

17.9. 20 Uhr

Bibelkreis jeweils 20 Uhr

9.7.; 3.9.

Themenabende jeweils 20.30 Uhr

3.7. „Leben in Kommunen

(Lebensgemeinschaften)“ in Kooperation mit

Biko e.V. und AGENDA 21 Erfurt

10.7. „Recht & Gerechtigkeit – der § 129a“

in Kooperation mit Biko e.V.

Kulturtreff Offene Bühne

15.9. 18-23 Uhr Jam Session – miteinander

Musik machen – spontan und überraschend

THEATER

8. und 9.7. 20 Uhr „Auge um Auge“

Theaterscheune Teutleben e.V.

EXTRA

Sommerkino in Reinsfeld 21.30 Uhr

19.7. „Die fetten Jahre sind vorbei“

26.7. „Die Kinder des Monsieur Mathieu“

SOMMERFREIZEIT in Reinsfeld

13.-27.7. (Anmeldung ( 0361.6422661)

21.8. Grillen und Livemusic zum Ferienende

13.9. Tagung „Basisgruppen in der DDR und

ihre aktuelle Bedeutung“

20.-21.9. Exkursion Nationalpark Hainich

(Anmeldung ( 0361.6422661)

22.-28.9. Interkulturelle Woche in Erfurt

Beratungen

Offene Arbeit

Allerheiligenstraße 9, 99084 Erfurt

Di 20.30 Uhr Arbeitsrecht

Mi 17-19 Uhr Juristische Beratung für

Ausländer

Do 19 Uhr Kriegsdienstverweigerer

amnesty international

Erfurter Gruppe

Michaelisstraße 14, 99084 Erfurt

Di ab 18.30 Uhr

Aktionskreis für Frieden e.V.

Warsbergstraße 1, 99092 Erfurt

( / Fax 0361-56 17 580

Aktionskreis-Frieden-erfurt@gmx.de

Mo-Fr 9-15 Uhr, Infotag Mi 16-18 Uhr


Besuchen Sie die geöffneten Kirchen

der Erfurter Innenstadt

Andreaskirche

Andreasstraße

täglich 13-17 Uhr

bis 31.10.08

Michaeliskirche

Michaelisstraße

Mo-Sa 10-16 Uhr

Augustinerkirche

Augustinerstraße

täglich 8-20 Uhr

Augustinerkloster

Führungen stündlich 10-16 Uhr

außer 13 Uhr

Kaufmannskirche

am Anger

Mo-Sa 11-17 Uhr

Sa 18 Uhr Abendsegen

und Orgelmusik

Predigerkirche

Meister-Eckehart-Straße

Di-Sa 11-16 Uhr

So 12-16 Uhr

Reglerkirche

Bahnhofstraße

werktags 10-13 Uhr

sonntags nach dem

Gottesdienst

bis 5.10.08


Büro /

Predigerkeller

Fax :

Evangelische Jugend

Erfurt

Büro im Predigerkeller

Meister-Eckehart-Str. 1

0361 / 5 66 03 43 Frau Fischer

Mo – Do 08.00 - 13.00 Uhr

0361 / 5 66 03 43

0361 / 5 66 03 42

info@evangelischejugenderfurt.de

www.evangelischejugenderfurt.de

Regelmäßige Treffs –

Junge Gemeinden:

Andreas Fr.. 20.00 Uhr

Bischleben Mi 17.00 Uhr

Dachwig Mo 18.00 Uhr

Gebesee Di 18.00 Uhr

Gispersleben Fr 17.00 Uhr

Martini Fr 19.00 Uhr

Prediger Mo 19.00 Uhr

Regler Mo 19.00 Uhr

Süd-Ost Mo 19.00 Uhr

Thomas Mi 19.30 Uhr

Windischholzh. Die 19.30 Uhr

Regelmäßige Angebote:

• Taizégebet

im Ursulinenkloster jeden zweiten Mittwoch im Monat

um 19.00 Uhr

• Capoeira Escola Popular

am Rabenhügel, Kinderheim des Christopheruswerkes

(im Trainingsraum)

Dienstag 17.00 – 21.00 Uhr

Donnerstag 18.00 – 20.00 Uhr

Infos bei: Hans-Jürgen Neumann 0174 / 923 57 41

• Bandproben Thomaskirche

(im Bandprobenraum unter der Thomaskirche - links

neben Haupteingang)

Infos bei Christian Schmalz 0179 / 2539728

Renè Thumser 03 643 / 90 30 84

• Samba /Trommelprojekt

(im Bandprobenraum unter der Thomaskirche- links

neben Haupteingang)

Dienstag 17.00 – 21.00 Uhr

Infos bei: Maik Becker 0173 / 35 77 607

ESJR (Ev. Stadtjugendrat) im Predigerkeller

02. September, 19.00 Uhr

Veranstaltungen im

Predigerkeller

• Spieleabend

jeden Mittwoch, 19. 00 – 22.00 Uhr

• Kultur- und

Kleinkunstabend

jeden Donnerstag, 19. 00 Uhr

• Bandabende

(1 x im Monat)

Freitag, 20 Uhr

• Landesjugendcamp

04.-06. Juli Volkenroda

• Paddelfreizeit 14. – 20.

Juli in Mecklenburg

(Anmeldungen jeweils über Büro)

•Jugendgottesdienst

„Spiegelkreuz“

28. September,18.00 Uhr

in der Reglerkirche

(siehe aktuelle Aushänge oder

Homepage)

www.evangelischejugenderfurt.de

• Jugendcafé

im Predigerkeller

jeden Freitag 9.30 - 13.30 Uhr

(in den Ferien ist das Café geschlossen)

Wichtige

Telefonnummern:

Pfarrerin Katharina Passolt 5 62 01 18

Referent Jugendarbeit

Renè Thumser 03643 / 90 30 84

Referent Jugendarbeit Ingo Matzke 60 22 363


Kirchenkreis konkret

Informationsblatt

Heimweh ist im deutschen Pfarrhaus in der

Calle Brusi in Barcelona nicht das Thema,

aber Heimat. Und damit verbindet der ehemalige

Jugendpfarrer von Erfurt, Jeremias

Treu, für sich die thüringische Landeshauptstadt.

Seit September 2007 ist der Mittvierziger

als Pfarrer für die deutschsprachige protestantische

Gemeinde in der katalanischen

Metropole verantwortlich. (wir berichteten im

Heft Juli 2007).

So vertraut der Blick auf den Monatsplan mit

seinen Gottesdienstzeiten und den wöchentlichen

Gruppenabenden anmutet, so anders

ist das Leben in einer Auslandsgemeinde. Es

ist das Leben in einem zwei- bis dreisprachigen

Kontext (Spanisch, Deutsch, Katalanisch)

und das Leben einer Gemeinde in der

Diaspora.

630 Gemeindeglieder scheinen zunächst

wenig, aber die Kirche ist am Sonntag wohlgefüllt.

Für den wöchentlichen Gottesdienst

und das Zusammentreffen mit anderen deutschen

Protestanten legen viele Gemeindemitglieder

weite Wege zurück. Neben der Verkündigung

übernimmt die Kirche auch kulturelle

Funktionen. Der Diaspora geschuldete

Eigenheiten sind drängende Fragen nach

Heimat ist ein großes Thema

Eike Küstner

dem protestantischen Selbstverständnis im katholischen

Umfeld und nach den deutschen

Wurzeln. Als „wunderbar“ hat Jeremias Treu

die Aufgeschlossenheit der Gemeinde für alle

ostdeutschen Fragen erlebt.

Pfarrer Treu hat für sich schon in den ersten

Monaten erfahren, wie wesentlich Sprache

in einem anderen Land sein kann. Sein Ehrgeiz

lässt ihn im Sommer einen zweiten

Sprachkurs starten.

Amtshandlungen wie Taufen, Eheschließungen

und Beerdigungen müssen zweisprachig

gehalten werden. Oft wird der Pfarrer um die

Taufe der hier geborenen Kinder gebeten,

auch wenn die Familien nicht häufig zu den

Gottesdiensten kommen können. Dazu sind

die Anfahrtswege oft zu lang, so 150 Kilometer

können es schon sein. Wege, welche der

Pfarrer auch zu Beerdigungen fahren muss.

Er hat wenig Zeit, sich vorzubereiten, innerhalb

von 48 Stunden müssen Verstorbene in

Spanien beigesetzt werden. Auch die Trauungen,

welche der Geistliche in seinem Kalender

hat, finden nicht unbedingt in der kleinen

Kirche in der Calle Brusi statt, sie sind

zweisprachig und oft auch ökumenisch. Die

Ökumene ist für die Auslandsgemeinde gewachsene

Selbstverständlichkeit, monatlich

trifft man sich mit den Gläubigen der katholischen

Nachbargemeinde zum Taizégebet.

Die Gemeinde entscheidet und regelt ihre

Belange selber. Auch wenn die modernen

Kommunikationsmöglichkeiten vieles erleichtern,

die nächsten Amtskollegen sitzen in Valencia

und Madrid. Der straffgefüllte Alltag

lässt für Treffen nur wenig Zeit.

Wer das Anwesen der deutschsprachigen protestantischen

Gemeinde in der Calle Brusi

betritt, wird eine Oase in der pulsierenden

Millionenstadt vorfinden. Die kleine turmlose

Kirche, mit gelb-grauen Bruchsteinen ver-


AUSLAND / PARTNERSCHAFT 2

kleidet, verbindet ein Laubengang mit dem

Pfarrhaus, davor liegt ein mit Palmen bewachsener

Garten. Den Auftrag für dieses Ensemble

am damaligen Stadtrand erhielt 1942

der berühmte Kirchenarchitekt Otto Bartning,

der für Erfurt auch die Cyriakkapelle entwarf.

Eine Geschichte, die für Pfarrer Treu ebenso

interessant ist wie das Vikariat von Dietrich

Bonhoeffer 1928/29 in dieser Gemeinde.

Derzeit zeigt eine kleine Ausstellung im Gemeinderaum

die Lebensstationen Bonhoeffers

auf. In die voraussichtlich sechsjährige Amtszeit

Pfarrer Treus in Barcelona fällt das 125jährige

Bestehen der Gemeinde 2010, die

Vorfreude und die Ehrfurcht vor diesem Jubiläum

bereichern jetzt schon den Gemeindealltag.

Senior Andreas Eras besuchte am 8. Mai 2008

mit einer Delegation des Kreiskirchenrates

Erfurt die Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar.

Gastgeber waren die Kreissynodalvorstände

Braunfels und Wetzlar unter Leitung der

Superintendenten Roland Rust und Ute Kannemann.

Die Gäste nahmen an der Eröffnung

des ersten Konfirmandentages der Kirchengemeinde

Wetzlar in der Unteren Stadtkirche

teil und trugen sich beim Besuch der

Wiedereintrittstelle und des Kirchenpavillons

in das Gästebuch ein. „Das war ein außergewöhnlicher

Einblick in das kirchliche Leben“,

betonte Eras auch im Blick auf den Besuch in

Greifenstein. Neben dem Glockenmuseum

und der mittelalterlichen Burg beeindruckte

die Erfurter Gäste dort vor allem der Auftritt

des Handglockenchors. Der kam extra aus

Hüttenberg angereist, um ein Konzert für die

Gäste in der Schlosskirche zu geben, in dessen

Genuss dann auch Einheimische kamen.

Die Kirchenleitungen der drei Kirchenkreise

tauschten sich über ihre jeweils neuen Wege

in einer aus demografischen Gründen klei-

Der Gemeinde war bei der Wahl des neuen

Pfarrers sehr wichtig, dass seine Partnerin das

Gemeindeleben mit belebt. Sigrid Treu engagiert

sich intensiv in der Gemeinde, sie ist

wichtige Ansprechpartnerin für viele Belange

und hält ihrem Mann gern den Rücken frei.

Einige Wochenstunden möchte sie künftig

wieder in ihrem Beruf als Zahnärztin arbeiten.

Für die beiden Töchter, die in Deutschland

studieren, ist das Pfarrhaus in der Calle

Brusi ihre zweite Heimat. Jeremias Treu nennt

die Stadt Erfurt gerne seine Heimat, nach den

Jahren in Spanien wünscht er sich auch

wieder hierhin zurück. Bis dahin wird das

spanische Pfarrhaus offen stehen für Freunde

und Familie. Als Gastgeschenk ist eine Greußener

Salami übrigens sehr beliebt.

Außergewöhnlicher Blick ins Kirchenleben

Heidi Stiewink

ner werdenden Kirche aus. Beim nächsten

Besuch der Braunfelser und Wetzlarer im Jahr

2009 in Erfurt sollen vor allem der Besuch in

der neu entdeckten, ältesten Synagoge und

Gespräche im jüdisch-christlichen Dialog im

Mittelpunkt stehen.

Wetzlarer, Braunfelser und Erfurter vor dem

Glockenmuseum am Fuße der Burg Greifenstein


3 PARTNERSCHAFT

In Mainz wurden wir, Vertreter des Kreiskirchenrates

Erfurt, am 10. April von der Synodenpräsidentin

am Bahnhof abgeholt und mit

dem Kleinbus zum „Haus der Kirche“ gebracht.

Dort wurde fleißig gearbeitet, nicht

nur von den Mitarbeiter/innen in den Büros,

sondern auch von Handwerkern im und am

Haus, denn die feierliche Eröffnung am 28.

Mai stand bevor. Im Dachgeschoss ist ein großer

Seminarraum ausgebaut worden, der den

Namen „Erfurt“ bekommen hat.

Wenn die Zeit knapp ist, wie bei diesem Besuch,

muss sie möglichst effektiv genutzt

werden. In einer ersten Besprechungsrunde

berichteten die Vertreter beider Kirchenkreise

über Wichtiges aus ihrer Arbeit. So erfuhren

die Mainzer von Prosenior Dr. Remus,

dass in Erfurt ein bis 2012 gültiger Stellenplan

beschlossen wurde, Herr Kirsten berichtete

von den Bemühungen um die Neubesetzung

der Kreis-Jugendpfarrstelle. Vizepräses

Messing sprach über die Wahl des neuen Synodenpräses

Dr. Falk Oesterheld und von

einem Treffen der Synodenpräsides in Volkenroda

zur EKM-Verfassung.

Frau Transchel lud zur 775-Jahrfeier nach

Witterda ein, Herr Czupalla informierte über

die Evangelische Stadtmission Erfurt. Senior

Eras berichtete über die Veranstaltungen zum

460. Todestag des Erfurter Reformators Johannes

Lang, über sein Referat auf der Kreissynode

zur Situation des Kirchenkreises Erfurt,

die Bildung von zwei Kirchspielen und die

Tendenz zu „kleinen Visitationen“, bei denen

nur die Gottesdienste im Blick sind.

Die Gastgeber hatten natürlich auch einiges

zu berichten. So sprach der Dekan vom „Ladenboom“,

womit Kinderläden bzw. Kindergärten

gemeint sind und die damit zusammenhängenden

Finanzierungsprobleme. Die

Kirchgemeinden als Träger müssen zu den

Personal- und Sachkosten zuschießen. Die

Mainzer Synodenpräsidentin widmete sich

dem Thema „Kirche und Diakonie“. In der

Leitung der Mainzer Diakonie hat es einen

Zu Gast in Mainz

Frieder Czupalla

Wechsel gegeben und man begeht ein Wichernjahr

u.a. mit Tagen der Diakonie. Es gibt

eine Stiftung „Evangelisches Mainz“ mit einem

Bestand von 550.000 EURO, von dem

die Zinsen in Höhe von 5 % eingesetzt werden

können. Es wurde an die 20-jährige Städtepartnerschaft

zwischen Erfurt und Mainz

erinnert.

Das kulturelle „Schmankerl“ war ein Besuch

in der Josephkapelle, die im Krieg schwer

zerstört worden war. Wieder aufgebaut wurde

sie als Doppelkappelle, unten die eine

Konfession, oben die andere. Inzwischen

wurde sie grundlegend saniert bzw. umgebaut.

Die Zwischendecke wurde entfernt und

ein architektonisch hervorragend gestalteter

Kirchenraum geschaffen. Genutzt wird die

Kapelle u.a. von einem Seniorenheim, die

evangelische Heimseelsorgerin führte uns. Da

die Kapelle Besitz der Stadt Mainz ist, hat

die Kommune auch die Sanierung finanziert.

So etwas wünschte man sich manchmal auch

hier vor Ort. Mein Aha-Effekt war die Josephfigur

mit dem Jesuskind auf dem Arm. Ähnliche

Mariendarstellungen kennen wir ja, aber

eine „Maria mit

Bart“ war für mich

schon überraschend.

Von dort aus ging

es dann wieder

zum Bahnhof und

mit dem ICE zurück

nach Erfurt.

Nun sind wir an

der Reihe, uns etwas

einfallen zu

lassen, was wir

den Mainzer Dekanatsvertretern

bei ihrem nächsten

Besuch in Erfurt

am 27. November

zeigen

können.


PERSONALIA / KREISKIRCHENRAT 4

Christoph Carstens geht nach Drübeck

Gerhard Wien

Nach fast zwölf Jahren Dienst im Pfarramt

der Martini-Gemeinde und im Kirchspiel

Martini-Luther wurde Christoph Carstens mit

seiner Familie am 1. Juni von seiner Gemeinde

verabschiedet. Im festlichen Gottesdienst

hielt er seine Abschiedspredigt über Philipper

1,3.4. und 3,15.16. Seine sinntiefe Auslegung

über Ankunft und Abschied zielte

immer wieder zutreffend auf den Anlass des

besonderen Gottesdienstes. Kirchenchor, Kinder

der Gemeinde und die „eigene“ Konfi-

Gruppe brachten auf ihre Weise zum Ausdruck,

was ihnen ihr Pfarrer bedeutet hat.

Alles Beiträge, wie sie nur aus einer lebendigen

Gemeinde heraus möglich sind. Für den

GKR erinnerte dessen Vorsitzender daran, wie

Christoph Carstens mit seinen besonderen

Gaben in die Gemeinde und darüber hinaus

in den Kirchenkreis Erfurt gewirkt hat.

Beim anschließenden Empfang, den die Kirchspielgemeinde

ausrichtete, würdigten die

Grußworte der Mitarbeiterrunde, des Präses

Über die Sitzungen des Kreiskirchenrates

(KKR) in den Monaten April und Mai 2008

informiert Senior Andreas Eras

Sondersitzung 9. 4. 2008

Bezüglich der Dienstanweisung für die

Gemeindepädagogin Karin Eisbrenner

stellt der KKR fest, dass die abgesprochenen

Dienste weiterhin ihre Gültigkeit haben,

bis die erarbeitete Vorlage für die

Dienstanweisung des Kirchenamtes vorliegt.

Berufen in den Aufsichtsrat der Stadtmission

und Gemeindedienst gGmbH wird

Herr Jürgen Messing.

Fakten vom Kreiskirchenrat

der Kreissynode, des Direktors des Ratsgymnasiums,

des Pfarrers der Partnergemeinde

Wetzlar, der Partnergemeinde aus Siebenbürgen,

des Pfarrgemeinderates der katholischen

St. Josefsgemeinde sowie des Proseniors für

Mitarbeiter insbesondere die vielfältige verantwortungsvolle

und engagierte Arbeit Christoph

Carstens’. Gemeindekreise und Luther-

Kita verabschiedeten in recht origineller und

anrührender Weise ihren Pfarrer. Dieser und

seine in der Gemeinde gleichfalls engagierte

Frau erwiderten all dies mit einem dankbaren

Rückblick auf ihre bewegten Jahre im

Erfurter Norden. Von hier geht Christoph Carstens

nun ab 1. Juli in das Evangelische Tagungszentrum

Kloster Drübeck. Dort wird er

als theologisch-pädagogischer Geschäftsführer

neue interessante Aufgaben übernehmen.

„Tschüss“ der ganzen Familie sagt die dankbare

Kirchspielgemeinde, und dies in des

Grußes wörtlicher Bedeutung: „Geh(t) mit

Gott!“

Sitzung 21.4. 2008

Die Beschlüsse der Sondersitzung vom

9.4. werden bestätigt.

→ Synode – Evangelisches Ministerium –

Konvente

Bezüglich der Einführung der neuen

Landesbischöfin / des neuen Landesbischofs

der EKM am 30.8.2009 10 Uhr

in Magdeburg – nach der Verabschiedung

von Landesbischof Dr. Kähler am 1.6.

2009, 10 Uhr in Eisenach und der Verabschiedung

von Bischof Noack am 7.6.

2009, 10 Uhr im Magdeburger Dom – votiert

der KKR positiv zu folgendem Vorschlag:

Für den 30.8.09 sollte ein Bus ge-


5 KREISKIRCHENRAT

mietet werden, damit möglichst viele

Menschen aus Erfurt die Möglichkeit haben,

an der Einführung der Bischöfin/ des

Bischofs teilzunehmen. Es wird ein zentrales

Angebot an alle Gemeindeglieder

geben. Der KKR beschließt zur Berufung

der Vorstandsmitglieder der St.-Andreas-

Stiftung und beruft gem. § 6.2. drei Mitglieder

in den Vorstand: Frau Ryssek,

Frau Rademacher, Herrn Eras, Senior

und Pfarrer der Andreasgemeinde. Der

KKR nimmt zur Kenntnis, dass der GKR

der Andreasgemeinde gem. § 6.1. Herrn

Axel W.O. Schmidt und Herrn Prof. Dr.

Wolfgang Kölmel in den Vorstand berufen

hat. Der KKR dankt dem bisherigen

Vorstand mit dem Vorsitzenden Herrn

Schmidt und der stellvertretenden Vorsitzenden

Frau Rademacher sehr herzlich für

die geleistete Arbeit.

→ Finanzfragen

Der KKR dankt dem Kirchenamt (Konsistorium)

für die Darlehensvereinbarung

vom Juli 2003. Die finanziellen Mittel haben

die konkrete Unterstützung und Stabilisierung

des Gesamthaushaltes und des

Haushaltes des Evangelischen Ratsgymnasiums

bewirkt. Wir danken den

Mitarbeitern der Finanzabteilung des Kirchenamtes

(Konsistoriums) und den Mitarbeitern

der Finanzabteilung des KVA

sowie dem Finanzausschuss des Kirchenkreises

für die gute und konstruktive Zusammenarbeit

in Bezug auf die Einhaltung

der Vereinbarung. Der KKR stellt den Antrag

ans Kirchenamt auf Erlass der Darlehensschuld

und der Zinsen.

Der KKR beschließt, den Antrag auf Aufnahme

in die „Liste gemeinnütziger

Einrichtungen für die Zuwendung von

Geldbeträgen“ bis zum 1.5.2008 beim

Thüringer Oberlandesgericht, Rathenaustraße

13, 07745 Jena zu stellen. Dem

Antrag an den Projektfonds für das Konfi-Projekt

2008 von Andreasgemeinde,

Gispersleben, Kühnhausen, Tiefthal und

Predigergemeinde stimmt der KKR zu. Für

eine Spende, die die Stiftung Warte- und

Pflegeanstalt für kleine Kinder einem Kindergarten

in Rumänien zukommen lassen

will, hat die Stiftung am 28.2.08 einen

Beschluss gefasst, den der KKR zur

Kenntnis nimmt. Zur Finanzierung dieser

Spende beschließt der KKR eine Rücklagenentnahme

aus den allgemeinen

Rücklagen der Stiftung in Höhe von 400

Euro. Die Genehmigung von Kirchenamt

liegt vor. Der KKR stimmt dem Vertrag

zwischen der Vereinigung für Internationale

Jugendarbeit e.V. und dem Kirchenkreis

zu, der die Durchführung von niederschwelligen

Kursen zur Integration

ausländischer Frauen zum Inhalt hat.

→ Bauvorhaben – Liegenschaften

Beschlossen wird die inhaltliche und bauliche

Konzeption für die Sanierung der

Casino-Schule. Der KKR stimmt der Restaurierung

des Abendmahlskelches der

Andreasgemeinde zu. Die Maßnahme ist

mit rund 3.200 Euro veranschlagt. Der

KKR beschließt die Vergabe der Baulastfondsmittel

in Höhe von insgesamt

206.000 Euro. Überträge aus dem Jahr

2007 sind in einer Gesamthöhe von

89.700 Euro vorhanden.

→ Pfarramtliche Dienste

Der KKR beschließt gemäß Prädikantengesetz

die Beauftragung von Herrn Karl-

Heinz Kindervater mit der freien Wortverkündigung

in der Michaeliskirche zu

Erfurt vom 1.6.2008 bis 31.5.2009 mit

monatlich einem Gottesdienst / einer Vesper

und gegebenenfalls mit Vertretungsdiensten

vor allem in den ländlichen Kirchengemeinden.

Als Mentor wird Herr

Pfarrer Lindner beauftragt. Zur Besetzung

der Pfarrstelle im Kirchspiel Martini-Luther

beschließt der KKR, dass Frau

Pfarrerin Dorothee Müller ab 1.7.08 die

100%ige Pfarrstelle des Kirchspiels Mar-


KREISKIRCHENRAT 6

tini-Luther inne hat. Die Dienstanweisung

für die Pfarrstelle des Kirchspiels

Martini-Luther ist durch den GKR des

Kirchspiels in Abstimmung mit Prosenior

Dr. Remus bis Ende Juni 2008 zu erstellen.

Gemeindepädagogin Franziska

Gräfenhain hat im Kirchspiel Martini-

Luther ab 1.6.08 eine 100%ige Stelle inne,

davon 25% pfarramtliche Dienste und

75% gemeindepädagogische Dienste. Der

KKR nimmt die zwei vom Kirchenamt

präsentierten Bewerbungen für die Kreisjugendpfarrstelle

entgegen, stellt sie als

Wahlvorschlag auf und legt den Ablauf

des Bewerbungsverfahrens fest. Auf der

Grundlage der Voten des Stellenplanausschusses

und des Umsetzungsausschusses

Stellenplan zur Erstellung eines klaren

Konzeptes für Sozialarbeit im Kirchspiel

Martini-Luther hat der GKR Martini-Luther

am 25.1.2008 einen entsprechenden

Beschluss gefasst. Der KKR

nimmt dankbar zur Kenntnis, dass die Arbeitsgruppe

Sozialkonzeption im

Kirchspiel Martini-Luther unter der Leitung

einer Gemeindeberatung ihre Arbeit

aufgenommen hat. Der KKR bittet den Gemeindekirchenrat

des Kirchspiels Martini-Luther,

in der Arbeitsgruppe Sozialkonzeption

rechtzeitig das Diakonische

Werk in Kenntnis zu setzen oder einen

Vertreter des Diakonischen Werkes hinzu

zu ziehen. Frau Proseniorin Piontek

wird beauftragt, zu diesem Tagesordnungspunkt

mit dem Gemeindekirchenrat

eine entsprechende Verhandlung zu

führen. Das Kirchenamt ist von dem Gesamtvorhaben

zu informieren.

Evangelisches Ratsgymnasium

Der KKR bestätigt den Beschluss des Kuratoriums

des Ratsgymnasiums vom

14.4.2008 zum evangelischen Religionsunterricht

als Prüfungsfach: Der KKR

wirkt darauf hin, dass eine Zusammenarbeit

mit dem Kirchenamt, mit der Ka-

tholischen Kirche und mit dem Evangelischen

Schulwerk erfolgt, damit die Fächer

Evangelische Religion / Katholische Religion

/ Ethik als Fächer mit erhöhtem Anforderungsniveau

in die Fächergruppe aufgenommen

werden (als Gesellschaftswissenschaft).

Der KKR bestätigt den Beschluss

des Kuratoriums des Ratsgymnasiums

vom 14.4.08 zur Zusammenlegung

von Klassen.

→ Kenntnisnahmen

Mit Dank nimmt der KKR den Info-Brief

der Telefonseelsorge zur Kenntnis.

→ Drei Umpfarrungen werden beschlossen,

zwei Wiedereintritte zur Kenntnis

genommen.

→ Verschiedenes

Der KKR nimmt zur Kenntnis, dass das

Evangelische Ministerium rückblickend

auf das am 2. April 08 stattgefundene Johannes-Lang-Gedenken

beschlossen hat,

auch am 2.4.2009 vormittags ein Gedenken

an dem Wohnhaus von Johannes

Lang durchzuführen. Nachmittags soll

eine Gedenkfeier in der Michaeliskirche

stattfinden und eine Gedenktafel an der

Kirche sowie eine Gedenkplatte am Haus

angebracht werden. Die ESG sollte mit

eingebunden werden. Hochschulpfarrer

Dr. Rothe ist gebeten, dazu ein Konzept

zu erstellen. Herr Messing gibt einen Bericht

über den Besuch im Dekanat Mainz

am 10.4.08 sowie über die Einweihung

des Mainzer „Haus der Kirche“ mit dem

Raum ERFURT am 28.5.08. Neuer Besuchstermin

in Erfurt ist der 27. November

2008. Der KKR nimmt Berichte über

den Besuch in Wetzlar/Braunfels und

über das Gedenken „60 Jahre Israel“ am

8. Mai 2008 in Erfurt entgegen. Frau Gleiser-Schmidt

informiert über den Besuch eines

Chors aus Tansania am 23. und 24.

Juni 2008 in Erfurt. Der Chor wird nach

einem Gottesdienst in der Augustinerkir-


7 KREISKIRCHENRAT

che und einem Empfang im Augustinerkloster

abends in der Martinikirche ein

Konzert geben. Für die künftige Betreuung

des Tansania-Projekts des Kirchenkreises

wird ein Nachfolger für das Ehepaar

Rambow gesucht.

Sondersitzung 30.4.08

Die Dienstanweisung für Pfarrer Münnich

wird rückwirkend ab 1.6.07 beschlossen.

Der kirchenaufsichtlichen Genehmigung

zum Architektenvertrag für

die Frei- und Verkehrsanlagen der Kita

Arche Noah wird zugestimmt. Dem Projekt

„Markenwelt – Toleranz und Ausgrenzung

Jugendlicher“ der Offenen Arbeit

wird zugestimmt und der Kosten- und Finanzierungsplan

über 6.800 Euro einschließlich

Zuschüsse vom Kinderschutzbund

Thüringen wird bestätigt. Der

Kosten- und Finanzierungsplan in Höhe

von 2.952 Euro zur Technik-Erneuerung

für das Band-Projekt der Evangelischen

Jugend wird genehmigt.

Sitzung 26.5.08

→ Personalia – Aktualia

Aus gesundheitlichen Gründen hat Frau

Gemeindepädagogin i.R. Autenrieth

ihre Mitarbeit im Stellenplanausschuss beendet.

Der KKR dankt ihr für ihren Einsatz

und wünscht ihr Kraft und Gottes

Segen.

→ Synode – Evangelisches Ministerium –

Konvente

Der KKR stellt den Antrag an die Föderationssynode

der EKM und an die Teilkirchensynode

der KPS, in die neue Verfassung

folgenden Passus aufzunehmen:

„Der Status des Evangelischen Ministeriums

zu Erfurt bleibt unberührt“. Anlage

zu dem Beschluss ist die Stellungnahme

von Universitätsprofessor Dr. Karl Heinemeyer

(zu lesen auf Seite 4-5). Kann

im Vorfeld der Synoden durch einen Brief-

wechsel zwischen dem Kirchenamt und

dem Kirchenkreis Erfurt die Statusfrage geklärt

werden, so werden die Anträge zurück

gezogen. Das Protokoll der Dienstberatung

vom 23.4.08 wird bestätigt.

Dem Antrag des stellvertretenden Provinzialsynodalen

Dr. Martin Borowsky an die

Föderationssynode bezüglich einer Erklärung

zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht

stimmt der KKR zu. Dr. Borowsky

legt eine Erklärung vor, die die

Föderationssynode auf ihrer Tagung vom

4. bis 5. Juli 2008 in der Lutherstadt Wittenberg

beschließen möge. Die Erklärung

leitet ein: „Der derzeitige Verfassungsprozess

und das Entstehen einer neuen Kirche

bieten zugleich die Chance einer

Selbstverständigung und Vergewisserung.

Dabei dürfen die historische Dimension

und Verantwortung nicht ausgeblendet

werden, insbesondere das Versagen großer

Teile der Kirchen im Dritten Reich.

Im Bereich der thüringischen und der provinzsächsischen

Landeskirchen ist dieser

Aspekt bisher allerdings kaum beleuchtet

worden oder jedenfalls außerhalb wissenschaftlicher

Kreise nicht hinreichend präsent.“

→ Fachbericht

Der KKR nimmt dankend den Fachbericht

der beiden Geschäftsführer der Stadtmission

und Gemeindedienst Erfurt gGmbH

entgegen.

→ Finanzfragen

Der KKR beschließt die Neuordnung der

Vermögens-, Schadens-, Haftpflichtversicherung

für den Kirchenkreis Erfurt für

eine Jahresprämie in Höhe von 1.820 Euro

ab 1.6.08. Die zusätzliche Finanzierung

für sieben Monate in Höhe von 653 Euro

erfolgt aus der Haushaltsstelle Deckungsreserve.

Der KKR beantragt die

kirchenaufsichtliche Genehmigung. Der

KKR legt Widerspruch ein gegen die Gebührenerhebung

der Rechnungsprüferin


KREISKIRCHENRAT 8

für den Zeitraum 2001 bis 2006 – Ausländerseelsorge

im Kirchenkreis Erfurt. Die

Betriebskosten für den Archivraum in der

Nordstraße 6 werden zur Kenntnis genommen.

→ Bauvorhaben – Liegenschaften

Über die Baulastfondsmittel in einer

Gesamthöhe von 155.056,24 Euro wird

beschlossen. Den Antrag des GKR Andisleben

an die Vereinigte Kirchen- und Klosterkammer

nimmt der KKR zur Kenntnis

und leitet ihn weiter. Die Vertrags-Ergänzung

zum Architektenvertrag für die Baumaßnahme

Kaufmannskirche wird genehmigt.

Der KKR stimmt dem Grundstücksteilflächenkaufvertrag

zwischen

der Kaufmannsgemeinde und der Landeshauptstadt

Erfurt zu.

Der Bewilligungsbescheid des Landes zur

Gewährung einer Zuwendung durch das

Kultusministerium für die Casinoschule

in Höhe von 481.500 Euro wurde übergeben.

Es werden drei Bauabschnitte beschlossen.

Zur Begleitung des Bauvorhabens

Casinoschule ist ein Vertrag zwischen

dem KVA und dem Kirchenkreis zu verhandeln

und zu erstellen. Er soll in der

Juli-Sitzung des KKR vorliegen.

Der KKR stellt einen Antrag an den Schulinvestitionsfonds

der Landeskirche. Einzelheiten

dazu werden zwischen dem Kirchenkreis

und dem Kirchenamt verhandelt.

Der KKR fasst einen Beschluss zur

Vermietung der Pfarrwohnung Hans-Sailer-Straße

55. Beschlossen wird die Anmietung

eines Teils der Wohnung für Frau

Pfarrerin Carstens vom 1.6.2008 bis

30.4.2009.

→ Anstellungsverhältnisse

Der KKR benennt die Termine für die Vorstellung

der beiden Bewerber für die

Kreisjugendpfarrstelle: 6.6. 17 Uhr und

11.7. 17 Uhr. Der KKR stimmt der Anstellung

des Hausmeisters Viktor Merezki

in der Predigergemeinde zu. Die Predigergemeinde

hat ab 7.4.08 eine unbefristete

Anstellung von Herrn Merezki beschlossen.

Er ist Mitglied der Russisch-Orthodoxen

Kirche. Die Anstellung ist im

Rahmen der ACK-Klausel möglich.

Evangelisches Ratsgymnasium

Aufgrund des Schüler-Kosten-Jahresbeitrages

ist der Nachtragshaushalt für

das RG von bisher 3.368.501 Euro auf

3.737.965 Euro beschlossen worden. Die

Funktionsstellen für Frau Burbank – Inhaltliche

Arbeit – und Herrn Junker – Öffentlichkeitsarbeit

– sind mit Zustimmung

der beiden Stelleninhaber um ein

Jahr verlängert worden. Der KKR erteilt

dem KVA die Vollmacht zur Erhebung von

Schulgeld und beauftragt das KVA mit der

Schulgeld-Erhebung zum frühestmöglichen

Termin. Daraus ergibt sich, im Rahmen

des 80%-Stellenumfangs von Frau

Helga Seidel, die Dienstanweisung wie

folgt zu verändern: Geschäftsstelle für das

Ratsgymnasium, Schriftwechsel und Aktenführung

für das Kuratorium, Protokollführung

und Aktenführung für das Bauvorhaben

Ratsgymnasium.

→ Kenntnisnahmen

Der Rundbrief Mai der Telefonseelsorge

wird dankend zur Kenntnis genommen.

→ Umpfarrungen – Wiedereintritt

16 Umpfarrungen werden beschlossen,

ein Wiedereintritt wird zur Kenntnis genommen.

→ Verschiedenes

Für die professionelle und engagierte Gestaltung

der Auftaktveranstaltung zur Straßensammlung

dankt der KKR der Referentin

Karin Eisbrenner. In einer Erbschaftsangelegenheit

fasst der KKR drei

Beschlüsse für die Stiftung Warte- und

Pflegeanstalt für kleine Kinder.

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