Bereiche: Flachdruck (Lithografie/Alugrafie), Kopier- und ...

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Bereiche: Flachdruck (Lithografie/Alugrafie), Kopier- und ...

Betriebsanweisung .:8-2005 Gem. GefStoffV

Hochschule für Bildende Künste Dezernat V

Tel.: 391 9177

Bereiche: Flachdruck (Lithografie/Alugrafie), Kopier- und Reprotechnik

1. Lösemittel: wie z.B. Böttcherin Gelb u. Blau, Aceton, Spezialbenzin, Terpentinersatz

2. Bogenoffsetdruckfarben, Kupferdruckfarben, Steindruckfarben

3. Cornelin für Steindrucktechnik

4. Entwickler für Kopiertechnik: z.B. Ozasol, Polychrome

Anweisungen der jeweiligen Stoffe/Produkte beachten (Herstellerinformationen, produktbezogene

Betriebsanweisungen)!

Eigenschaften

Für o.g. Lösemittel gilt:

-Brand- und Explosionsgefahr bei hohen Lösemittelkonzentrationen in der Luft

-Gebrauchte Putzlappen sind leicht entzündlich (Dochtwirkung des Putzlappens) !

-Reizung der Schleimhäute, insbesondere die der Augen und Atmungsorgane

-Aufnahme größerer Mengen verursachen Benommenheit, Schwindel,

Kopfschmerzen oder gar Bewußtlosigkeit - narkotische Wirkung !

-Entfettende Wirkung auf Haut; kann zu Hautentzündungen führen

-z.T. geringe Giftwirkung nach Einatmen, jedoch nach Verschlucken können geringe

Mengen z.B. von Spezialbenzin zu schweren Schäden oder zum Tode führen

Für die Einzelbestandteile der Farben (Nr.2) gilt:

-Pigmente: wirken u.U. haut-u. schleimhautreizend; nach Verschlucken z.T.

Giftwirkung

-Mineralöle: besonders schädlich für Umwelt

-Hartharze: Bitumen u. Asphalt sind als krebserregend bekannt, insbesondere nach

Aufnahme i.d. Körper

Cornelin (Nr.3):

-entzündlichBrand- und Explosionsgefahr

-geringe Giftwirkung, verursacht durch Bitumen

Entwickler f. Kopiertechnik (Nr.4):

-Reizwirkung: Gefahr ernster Augenschäden

Verhaltensregeln und Schutzmassnahmen

Für Umgang mit Lösemitteln und Cornelin:

-Gefäße dicht geschlossen halten, von Zündquellen fernhalten, kühl lagern

-Vorratsmenge der Lösemittel am Arbeitsplatz auf ein Minimum beschränken

(Tagesbedarf !)

-kein Umgang mit offener Flamme; elektrostatische Aufladung vermeiden;

Rauchverbot

-Einatmen der Dämpfe vermeiden: für gute Raumbelüftung sorgen; langdauernde

Arbeiten mit Atemschutz ausführen

-Haut- und Augenkontakt vermeiden: Schutzbrille tragen, insbesondere bei

Spritzgefahr; Schutzhandschuhe tragen und für vorbeugenden Hautschutz sorgen

-Lösemittel nicht in die Kanalisation gelangen lassen

-Gebrauchte Putzlappen in den dafür vogesehenen Metallbehältern aufbewahren

Für Umgang mit Farben:

-Haut- und Augenkontakt sowie Verspritzen vermeiden; für vorbeugenden Hautschutz

sorgen

-Farben nicht in die Kanalisation gelangen lassen; Aushänge für Entsorgung

beachten

Für Umgang mit Entwickler:

-Vermeidung von Haut- und Augenkontakt: Schutzbrille und Schutzhandschuhe

tragen

-Entwickler erst nach Neutralisation (s. Betriebsanweisung zur Neutralisation) in die

Kanalisation geben

Essen, Trinken, Rauchen und Aufbewahrung von Lebensmitteln sind in der Werkstatt

untersagt !

Verhalten im Gefahrfall

Mit saugfähigem unbrennbaren Material (z.B. Kieselgur, Sand) aufnehmen und entsorgen!

Ausgelaufene Flüssigkeit nur mit persönlicher Schutzausrüstung beseitigen! Produkt ist

brennbar, geeignete Löschmittel: Kohlendioxid, Schaum, Löschpulver oder Wassernebel.

Nicht zu verwenden: Wasser im Vollstrahl! Bei Brand in der Umgebung Behälter mit

Sprühwasser kühlen! Berst- und Explosionsgefahr bei Erhitzung! Brandbekämpfung nur mit

umgebungsluftunabhängigem Atemschutzgerät und Vollschutzanzug!


Erste Hilfe

Bei jeder Erste-Hilfe-Maßnahme: Selbstschutz beachten und umgehend Arzt

verständigen.

Nach Augenkontakt: 10 Minuten unter fließendem Wasser bei gespreizten Lidern spülen

oder Augenspüllösung nehmen. Immer Augenarzt aufsuchen!

Nach Hautkontakt: Verunreinigte Kleidung sofort ausziehen. Mit viel Wasser und Seife

reinigen.

Nach Einatmen: Frischluft! Bei Bewusstlosigkeit Atemwege freihalten (Zahnprothesen,

Erbrochenes entfernen, stabile Seitenlagerung), Atmung und Puls überwachen. Bei Atem-

oder Herzstillstand: künstliche Beatmung und Herzdruckmassage.

Nach Verschlucken: Kein Erbrechen auslösen, nichts zu trinken geben. Verschlucken kann

zu Lungenschädigung führen. Krankenhaus!

Entsorgung

Nicht in Ausguss oder Mülltonne schütten!

Zur Entsorgung sammeln in: Vorgesehene Abfallbehälter (spezielle Behälter)

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