Newsletter Februar 2013 - Universität der Künste Berlin

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Newsletter Februar 2013 - Universität der Künste Berlin

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UdK aktuell

Sommer

Auf dem Sofa mit ...

Logenplatz

Schlaglicht

Mehr Informationen auch unter www.udk-berlin.de

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Februar

2013


UdK aktuell

Bei vier Fakultäten, einem Institut für Weiterbildung und

über 70 Studiengängen im Jahr ist viel los an der UdK

Berlin. An dieser Stelle finden Sie einen Ausschnitt der

monatlichen Highlights. Weitere Informationen zu Projekten,

Veranstaltungen und Neuigkeiten finden Sie hier.

Sein Film „GOLD“ ist am 9., 10., 15. und 17. Februar auf der Berlinale im Wettbewerb

zu sehen: Thomas Arslan.

Berlinale 2013

Thomas Arslans Film „GOLD“ läuft im Wettbewerb

der 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin.

Der Spielfilm „GOLD“ von Thomas Arslan ist in den offiziellen

Wettbewerb der 63. Internationalen Filmfestspiele

Berlin eingeladen worden. Der Film erzählt die Geschichte

einer Gruppe deutscher Einwanderer, die sich 1898 zu

den Goldfeldern am Klondike in Kanada aufmachen. Als

Hauptdarsteller wirken mit: Nina Hoss, Marko Mandic,

Uwe Bohm, Lars Rudolph, Peter Kurth, Rosa Enskat und

Wolfgang Packhäuser.

Prof. Thomas Arslan ist Leiter der Fachklasse „Narrativer

Film“ im Studiengang Kunst und Medien der Universität

der Künste Berlin. Er ist außerdem Geschäftsführender

Direktor des Instituts für zeitbasierte Medien und Leiter

des Filminstituts. 2006 erhielt er den Ruf an die UdK Berlin.

Die diesjährige Berlinale läuft vom 7. bis 17. Februar.

Weitere Infos unter www.berlinale.de

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Tom Berkmann von The Major Minors (Foto: Timo Allin)

Noch einmal Film und Berlinale:

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2013

Gerade ist er mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet

worden: Jan-Ole Gersters „Oh Boy“. Dieser melancholisch-humorvolle

Schwarz-Weiß-Film ist das selbstironische

Porträit eines jungen Mannes (Tom Schilling) und

der Stadt, in der er lebt – Berlin. Was nur wenige wissen:

Die Filmmusik zu dieser stimmungsvollen Liebeserklärung

an Berlin stammt aus der Feder von Studierenden der

UdK Berlin. Christophe Colaço (Klavier), Florian Menzel

(Klavier), Philipp Schaeper (Schlagzeug) und Tom Berkmann

(Bass) studieren am Jazzinstitut Berlin und haben

als The Major Minors die Filmmusik von „Oh Boy“ komponiert

und eingespielt.

Derzeit arbeitet das Quartett daran, den Soundtrack auf

Vinyl herauszubringen. Finanzieren werden sie dies mit

einem Kickstarter-Projekt.

Ach, und übrigens sind The Major Minors vom Verband

der deutschen Filmkritik (VDFK) im Rahmen der Berlinale

in der Kategorie Beste Musik nominiert worden.

www.kickstarter.com

www.themajorminors.de

www.ohboy.x-verleih.de/


Und noch mehr UdK Berlin auf der Berlinale:

„Blinder Fleck” von Björn Speidel

(Künstlerischer Mitarbeiter am Filminstitut)

(Deutschland 2013, 16mm, 12 min)

9.2., 17.30 Uhr Arsenal 1, 10.2., 22 Uhr Arsenal 2

„Yugoslavia: How ideology moved our collective body”

von Marta Popivoda

(Alumna der UdK Berlin)

(Deutschland/Serbien 2013, HD, 60 min)

9.2., 15.15 Uhr Arsenal 1, 10.2., 19.30 Uhr Arsenal 2

„The runaway troupe of the cartesian theater”

von Lior Shamriz

(Alumnus der UdK Berlin)

(Deutschland/China 2013, HD, 18 min)

13.2., 15.30 Uhr Arsenal 1, 16.2., 16 Uhr CinemaxX 5

Das Hans Otto Theater, Potsdam zeigt junge Dramatik.

Das Wildwuchs-Festival im Hans Otto Theater präsentiert

Texte aus dem Studiengang Szenisches Schreiben mit

Schauspielstudierenden der UdK Berlin.

Wer sind die jungen Dramatiker von heute? Welche

Themen bewegen sie? Welche künstlerischen Formen

probieren sie aus? Auf der Suche nach Antworten tun

sich 16. das Februar Hans Otto 2013 Theater Hans Otto und die Theater Universität Potsdam der Künste

Berlin Festivalprojekt am 16. des Hans Februar Otto Theaters erstmals und zusammen der Universität zu der einem

gemeinsamen Künste Berlin Festivalprojekt: Im Rahmen einer Langen

Mit freundlicher Unterstützung der Mara-und-Holger-Cassens-Stiftung

Nacht präsentieren sie in crashkursartigen Kurzinszenie-

Wer sind die jungen Dramatiker von heute? Welche Themen bewegen

sie? Welche künstlerischen Formen probieren sie aus? Auf der

Suche nach Antworten tun sich das Hans Otto Theater Potsdam

und die Universität der Künste Berlin erstmals zusammen zu einem

gemeinsamen Festivalprojekt: Im Rahmen einer Langen Nacht präsentieren

sie in crashkursartigen Kurzinszenierungen junge Texte

fürs Theater, allesamt von Studierenden des UdK-Studiengangs

Szenisches Schreiben.

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2013

rungen junge Texte fürs Theater von Fanny Sorgo („Der

himmelblaue Herr“), Thomas Köck („Der Selbstmord des

Mr. Scarlett Johansson“) und Michel Decar („Jenny Jannowitz“),

alle Studierende des Studiengangs Szenisches

Schreiben an der UdK Berlin. Unter der Regie von Jessica

Steinke und Fabian Gerhardt stehen Schauspielstudierende

der UdK Berlin auf der Bühne. Intendant Tobias

Wellemeyer zeigt mit den Schauspielerinnen und Schauspielern

des Potsdamer Ensembles eine Werkstattinszenierung

von Konstantin Küsperts abenteuerlicher Sci-Fi-

Farce „mensch maschine“. John von Düffel, Leiter des

Studiengangs Szenisches Schreiben, moderiert ein Autorengespräch.

Weiter geht es dann mit frischen Texten ganz anderer

Art: Die Potsdamer „PotShow“ präsentiert Poetry Slam

mit Stars der Szene: Daniel Hoth, Sebastian Lehmann und

Maik Martschinkowsky. Anschließend übernimmt ein DJ

die Regie und lädt zur Party Open End.

Die Idee für das Festival hatten Tobias Wellemeyer vom

Hans Otto Theater, John von Düffel, Professor für Szenisches

Schreiben, und Marion Hirte, Professorin für Produktionsdramaturgie

an der UdK Berlin. Die UdK Berlin

und das Hans Otto Theater möchten künftig eng zusammenarbeiten.

Zugleich knüpft das Theater mit dem Festival

in neuer Form an seine erfolgreiche Tradition der

„Potsdamer Werkstatt-Tage“ an.

Alle Infos und Termine finden Sie hier.

16. Februar, 18 Uhr

Reithalle und nachtboulevard

Schiffbauergasse 11, Potsdam


Die Baglama ist Instrument des Jahres 2013.

Der Landesmusikrat hat die Baglama zum Instrument des

Jahres ernannt. Unter der Schirmherrschaft des Präsidenten

der UdK Berlin Prof. Martin Rennert werden in den

nächsten zwölf Monaten Konzerte, Workshops und Veranstaltungen

ein Fachpublikum, aber auch die breite Öffentlichkeit

für die spezifischen Klangfarben, Spieltechniken

und Feinheiten der Langhalslaute begeistern und

neugierig machen.

Projektbeauftragter ist Prof. Joel Betton von der UdK Berlin.

„Ich freue mich sehr darüber, dass der Landesmusikrat

in diesem Jahr die Aufmerksamkeit auf die Baglama

richtet. Ich arbeite seit über zehn Jahren daran, dieses

Instrument aus seinem Nischendasein, das es in Deutschland

völlig zu Unrecht führt, zu befreien.“ Die Baglama

nimmt im gesellschaftlichen Leben sowohl der in

Deutschland seit über 50 Jahren lebenden türkeistämmigen

Migranten als auch in der Türkei selbst einen hohen

Stellenwert ein. 2013 widmet der Landesmusikrat Berlin

mit seinem derzeitigen Präsidenten Dr. Hubert Kolland

sein Projekt „Instrument des Jahres“ den charakteristischen

Spieltechniken, Klängen und Ausdrucksformen der

Langhalslaute. Insbesondere mit Baglama-Konzerten eingeladener

Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und

Ausland, Besuchen von Baglama-Schulen und Institutionen

des Berliner Kultur- und Musiklebens wird ein breites

Publikum angesprochen. In den Berliner Musikbibliotheken

werden Lehrwerke, Fachbücher und CDs/DVDs zur

Baglama ausgestellt sowie kleinere Konzerte mit Preisträgern

von „Jugend musiziert Berlin” stattfinden. Weiterhin

organisiert der Landesmusikrat Berlin einen Kongress

mit Baglama-Lehrern. Einen Höhepunkt des Programms

bildet das in Deutschland erstmalig stattfindende musikwissenschaftliche

Symposium zur Baglama, bei dem das

ganze Spektrum des Instruments zwischen Tradition und

neueren Entwicklungen wissenschaftlich verhandelt werden

soll. Außerdem gibt es Baglama-Meisterkurse mit

Virtuosen aus der Türkei und Lehrerfortbildungen für

Baglama und Gitarre. Das Herbstkonzert 2013 des Landesjugendorchesters

Berlin präsentiert die Uraufführung

einer Auftragskomposition für Baglama und Orchester

von Sinem Altan.

Kooperationspartner sind unter anderem der Deutsche

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2013

Musikrat, die Universität der Künste Berlin, die Hochschule

für Musik Franz Liszt Weimar, die Rotterdam World

Music Academy, das Turkish Music State Conservatory

der Technischen Universität Istanbul, die Landesmusikakademie

Berlin, das Ethnologische Museum der Staatlichen

Museen zu Berlin und das Orient-Institut Istanbul.

Seit 2010 ernennt der Landesmusikrat Berlin ein Instrument

zum „Instrument des Jahres“. Mit der Baglama

steht 2013 erstmals ein Instrument im Mittelpunkt, das

nicht bereits in der westeuropäischen Musikszene etabliert

ist.

www.landesmusikrat-berlin.de

»perchance to dream« – Hochschulen in Europa

Einladung zum Festvortrag des Präsidenten am 22. Februar 2013

Prof. Martin Rennert bei der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft e.V.

Festvortrag des Präsidenten

Erstmals tagt die Berliner Wissenschaftliche Gesellschaft

e. V. in der UdK Berlin.

Unter dem Titel „perchance to dream“ – Hochschulen

in Europa hält der Präsident der UdK Berlin am 22. Februar

einen Festvortrag bei der Mitgliederversammlung

der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft. Unter dem

Vorsitz von Prof. Dr. med. Hans-Peter Berlien hält sie erstmals

ihre Mitgliederversammlung in der UdK Berlin ab. Im

Anschluss an eine Führung durch die Meisterschülerausstellung

beginnt der öffentliche Teil mit der Limitinage #5

– einem experimentellen Format zwischen Wissenschaft

und Musik zum Thema „Wandel”. Danach begrüßt der

Vorsitzende der BWG, anschließend spricht Prof. Martin

Rennert. Nach einem musikalischen Intermezzo wird der


Erhard-Höpfner-Studienpreis vergeben. Nach Kurzvorträgen

der Preisträger klingt die Veranstaltung bei einem

Stehempfang aus. Die Limitinage #5 und das musikalische

Rahmenprogramm gestaltet Ketan Bhatti, Fellow

der Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften

der UdK Berlin. Es spielen Milian Vogel (Bassklarinette,

Effekte), Johannes Haage (Gitarre) und Ketan

Bhatti (Percussion).

22. Februar, 18.30 Uhr

UdK Berlin, Hardenbergstraße 33, Hörsaal 158

Berlin-Charlottenburg

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Internationale

Sommeruniversität

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Februar

2013

Sommer

In den Semesterferien bietet die UdK Berlin mit der Summer

University of the Arts und der Klangkunstbühne ein

vielfältiges Weiterbildungsprogramm.

Die Internationale Sommeruniversität der UdK Berlin geht in die zweite Runde.

Die Berlin Summer University of the Arts 2013 bietet

von Juli bis Oktober englischsprachige Workshops

für Künstler und Kreative aus aller Welt.

Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt des vergangenen

Jahres öffnet die UdK Berlin auch in diesem Sommer wieder

ihre Türen zur Summer University of the Arts. Vom

15. Juli bis zum 13. Oktober präsentiert sie ein facettenreiches

Weiterbildungsprogramm für internationale Künstlerinnen,

Künstler und Kreative. Die englischsprachigen

Workshops aus allen Bereichen der UdK Berlin werden

ergänzt durch kreativwirtschaftliche Kurse, die in der International

Summer School of Creative Entrepreneurship

gebündelt sind.

Das Programm reicht vom klassischen Meisterkurs bis zum

experimentellen Workshop. Die Veranstaltungen aus den

Bereichen Musik („Organ á la carte”, „Music Therapy”,

„String Quartett Masterclass” und „AppMusic”), Bildende

Kunst („Berlin‘s Museums”), Design („Aging in Place”)

und Darstellende Kunst („A Dramatist‘s Toolkit”, „Storytelling”)

richten sich an internationale Kunstschaffende

aller Disziplinen. Zusätzlich zu dem bereits im letzten Jahr


erfolgreich erprobten Programm bietet die Summer University

of the Arts 2013 unter anderem einen Meisterkurs

für professionelle Streichquartette und Laienensembles

unter der Leitung von Professor Gregor Sigl, Mitglied des

weltberühmten Artemis-Quartetts.

Für den Bereich der Kreativwirtschaft bietet die International

Summer School of Creative Entrepreneurship Kurse

zu Career Planning & Self Marketing, Creative Entrepreneurship

& Organisation, Arts Management oder Communication

& Networking. Der deutsche Musikmarkt

und die Relevanz von Konzertagenturen, das Potenzial

des Internets für Künstler und ihre Projekte, das britische

Konzept Creative Leadership und die Strategien des Heldenprinzips

sind nur einige der Themen, mit denen sich

Akteure der Kreativwirtschaft im Rahmen der Summer

University of the Arts 2013 auseinandersetzen können.

www.udk-berlin.de/summer-courses

Der Regisseur Hans-Werner Kroesinger ist zu Gast bei der KlangKunstBühne

(Foto: David Balzer)

KlangKunstBühne

Die KlangKunstBühne geht in ihr zehntes Jahr.

Zu ihrem zehnjährigen Bestehen hat die KlangKunstBühne

Künstlerinnen und Künstler eingeladen, die – angefangen

von lokalen bis hin zu globalen Zusammenhängen

– ihre Kunst gesellschaftlich und politisch verstehen.

Zu Gast sind vom 21. September bis 15. Oktober 2013

das Berliner Architektenkollektiv raumlabor, der Regisseur

Hans-Werner Kroesinger, die Performancekünstlerin

Nezaket Ekici, der brasilianische Komponist Tato Taborda,

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Februar

2013

der US-amerikanische Soundkünstler Paul DeMarinis und

der Künstler Eran Scheerf.

KlangKunstBühne ist ein Weiterbildungsangebot der

UdK Berlin, das sich an Kunstschaffende aller Disziplinen

richtet. In einwöchigen, intensiven Arbeitsphasen haben

die Teilnehmenden die Möglichkeit, intermedial tätigen

Künstlerinnen und Künstlern über die Schulter zu schauen,

über alle Spartengrenzen hinweg Erfahrungen in anderen

Bereichen zu sammeln und in der gemeinsamen

Arbeit die eigenen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten

zu erweitern.

Kursgebühr: 290 bis 340 Euro, Stipendien für UdK-Studierende

sind vorhanden.

www.klangkunstbuehne.de

www.facebook.com/KKB.Berlin


Auf dem Sofa mit …

In der Pressestelle der UdK Berlin steht eine grüne Couch.

Grund genug für uns, eine Rubrik einzurichten, in der wir

Menschen vorstellen, die bei uns auf dem Sofa zu Gast

waren. Diesmal ist es Albrecht Dümling.

Der Musikwissenschaftler Dr. Albrecht Dümling. (Foto: privat)

… Albrecht Dümling

Albrecht Dümling ist ein vielbeschäftigter Mann: Er ist

promovierter Musikwissenschaftler und -kritiker, er forscht,

er schreibt, ist Mitbegründer und Vorstandsmitglied der

Hanns Eisler-Gesellschaft, ist Autor der Ausstellung „Entartete

Musik. Eine kommentierte Rekonstruktion“, kurzum:

Dieser Mann hat viele Projekte. Sein Herz und seine

Leidenschaft hängen allerdings an musica reanimata. Als

Vorstandsvorsitzender des 1990 gegründeten gemeinnützigen

Vereins setzt er sich für die Wiederentdeckung

NS-verfolgter Komponisten und ihrer Werke ein. „Am

meisten Spaß macht mir an meiner Arbeit, etwas Neues

zu entdecken.“ Musica reanimata möchte die Werke

von NS-verfolgten Komponisten in das öffentliche Musikleben

(zurück)holen. Dabei geht es nicht einfach nur

darum, an die jeweiligen Musikerinnen und Musiker zu

erinnern, sondern ihnen ihren gebührenden Platz in der

Musikgeschichte zu geben. „Ich finde es wichtig, zu zeigen,

dass 1933 ein Kulturbruch stattgefunden hat, mit

den vielen Musikern, die ins Ausland beziehungsweise in

den Tod getrieben und ermordet worden sind.“ Neben

den im Ghetto Theresienstadt internierten und den in

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Februar

2013

Todeslagern ermordeten Komponisten bezieht der Verein

in den letzten Jahren vermehrt den Bereich des Exils

mit ein. „Es ist nicht nur eine musikwissenschaftliche,

sondern auch eine zeitgeschichtliche Forschungsarbeit.

Diese Vielseitigkeit in der Arbeit ist hoch spannend.“

Das Engagement von musica reanimata ist breit gefächert.

Der Verein führt wissenschaftliche Konferenzen

durch und publiziert Forschungsergebnisse in der eigenen

Zeitschrift „mr-Mitteilungen“ und in der Buchreihe

„Verdrängte Musik“. Einen wichtigen Aspekt der Arbeit

von musica reanimata bilden die Gesprächskonzerte, die

fünf Mal im Jahr im Musikclub des Konzerthauses am

Gendarmenmarkt stattfinden und vom Deutschlandfunk

aufgezeichnet werden. Dabei gibt es neben der Musik

unglaubliche Geschichten und Biografien zu entdecken.

„Jedes Gesprächskonzert ist ein eigenes Forschungsprojekt“,

erzählt Albrecht Dümling begeistert.

Seit fünf Jahren ist musica reanimata an die Universität

der Künste Berlin angegliedert. Der Verein ist in den

Räumen des Gebäudemanagements am Einsteinufer zu

finden. Als kooperatives Mitglied von musica reanimata

stellt die UdK zwei Beisitzer im Vorstand. Zurzeit nehmen

diese Aufgabe Prof. Dörte Schmidt und Dietmar Schenk,

der Leiter des Universitätsarchivs, wahr. Albrecht Dümling

ist die Kooperation mit der Universität der Künste Berlin

sehr wichtig. Er selbst hat 1972 an der damaligen HfM

sein Staatsexamen in Schulmusik absolviert und möchte

heute die Studierenden und Absolventen der Universität

auf die wertvollen Musikstücke NS-verfolgter Komponisten

hinweisen. „An der UdK gibt es immer Musiker, die

auf der Suche nach Repertoire sind. Wir würden gerne,

dass die Studierenden von unserer Arbeit erfahren.“

Am 3. Juni 2013 präsentiert sich musica reanimata im

Rahmen der crescendo-Musikfestwochen der UdK Berlin.

Text: Mareike Blank

www.musica-reanimata.de

Nächstes Gesprächskonzert:

Fallstudien: Musikerfamilie Moritz, Siegfried, Leo

und Richard Fall

28. Februar, 20 Uhr

Musikclub, Konzerthaus Berlin

Gendarmenmarkt, Berlin-Mitte

Eintritt 8, ermäßigt 6 Euro (für Mitglieder frei)


Logenplatz

Hier stellen wir jeden Monat zwei unserer vielen erfolgreichen

UdK-Protagonistinnen und Protagonisten ausführlicher

vor. Weitere Informationen zu Preisen, Engagements,

Auftritten oder Reisen unserer Studierenden und

Lehrenden finden Sie hier.

Foto: Jean-Claude CAPT / Breguet/Concours de Genève

Das Quatuor Hermès (Klasse des Artemis-Quartett) hat

nach dem 1. Preis in Genf und Bordeaux im Dezember

auch den Preis des YOUNG CONCERT ARTISTS in New

York gewonnen. Der Preis ermöglicht dem Quartett über

zwei Jahre hinweg größere Konzerttourneen und vermittelt

die Musikerinnen und Musiker an eine Agentur

für Nord- und Südamerika. Das Quatuor Hermès wurde

2008 am Konservatorium Lyon gegründet. Seither gab

es Konzerte vor allem in der Salle Molière, Lyon (Musicades),

im Rahmen der Bayer Kultur, Deutschland, und

beim Festival de Radio France, Montpellier. Gidon Kremer

lud es nach Lockenhaus ein, wo es mit Kim Kashkashian

und Mitgliedern der Kremerata Baltica musizierte. Außerdem

wurde es mehrfach auf Musique France vorgestellt

(„Génération Jeunes Interprètes“, „Un mardi idéal“). Das

Quartett gewann zahlreiche Preise, so u. a. 1. Preis und

Prix Coup de Cœur Breguet beim Internationalen Musikwettbewerb

Genf 2011, 1. Preis sowie Prix SACEM für

die beste Interpretation von „Dutilleux’ Quartett Ainsi

la nuit” beim Internationalen Kammermusikwettbewerb

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Februar

2013

Lyon 2009, Publikums-, Kritiker- und Jurypreis der Bayer

CropScience, 1. Preis in der Kategorie Ensemblemusik der

FNAPEC Paris 2010 sowie 2011 Stipendien der Académie

Maurice Ravel (Preis des Rotary Clubs Saint-Jean-de-Luz)

und der Fondation Charles Oulmont. Lehrer und Paten

des Ensembles sind Miguel da Silva vom Quatuor Ysaÿe,

der es von Anfang an begleitete. Eberhard Feltz (Musikhochschule

Hanns Eisler) und Arnold Steinhardt vom Guarneri

Quartett, Valentin Erben und Hatto Beyerle vom

Alban Berg Quartett sowie Walter Levin vom LaSalle-

Quartett sind weitere Meisterkurslehrer der letzten Jahre.

Seit kurzem studiert das Quartett beim Artemis-Quartett

an der Universität der Künste Berlin und arbeitet regelmäßig

mit dem Quatuor Ysaÿe am Pariser Konservatorium

zusammen. Die Bratschistin Yung-Hsin Chang ist seit

2009 Studentin der Klasse von Prof. Hartmut Rohde.


Schlaglicht

Mit über 500 Konzerten, Aufführungen, Ausstellungen,

Lesungen, Symposien etc. ist die UdK Berlin auch ein wich-

MOZART / MENOTTI

tiger Kulturveranstalter in der Stadt. Hier finden Sie eine

Auswahl für den Monat Februar. Das komplette Programm

ist stets aktuell online THE im TELEPHONE

Veranstaltungskalender aufgelistet.

Oder aber Sie abonnieren den UdK-Kalender

und erhalten alle Termine frei Haus per Post.

Die Entführung aus dem Serail

Im Februar erklingt Mozart im UNI.T-Theater der UdK Berlin.

Mozarts „Entführung aus dem Serail“ in 60 Minuten

Was bleibt, wenn man Mozarts beliebtes Singspiel der

Folklore und des historischen Lokalkolorits entkleidet?

Eine beklemmend heutige Studie über menschliche Verstrickungen

und Enttäuschungen, über Gedankenlosig-

UNI.T-THEATER DER UDK BERLIN, FASANENSTR. 1B, 1.&2. FEBRUAR 2013, 19.30 UHR

keit und Menschenverachtung, aber auch über unbeirrbaren

Optimismus und Humor.

Mitwirkende: Studierende der UdK Berlin und der Hochschule

für Musik Hanns Eisler Berlin

Musikalische Leitung: Prof. Jürgen Werner

Inszenierung: Prof. Dagny Müller

1.+2. Februar, 19.30 Uhr

UdK Berlin, UNI.T –Theater, Fasanenstr. 1 B

Berlin-Charlottenburg

Eintritt: frei

Mehr Informationen auch unter www.udk-berlin.de

Zu Gast an der UdK Berlin: Richard David Precht (Foto: Jens Komossa)

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Februar

2013

Studium Generale: „Zukunft des Kapitalismus” mit

Richard David Precht (Autor) und Christian Lindner

(MdL), moderiert von Prof. Dr. Byung-Chul Han

Unter dem Titel „Zukunft des Kapitalismus“ diskutieren

am 4. Februar der Philosoph Richard David Precht und der

FDP-Landtagsabgeordnete Christian Lindner, inwieweit

der neoliberale Kapitalismus inzwischen alle Lebensbereiche

definiert: Selbst die Psyche wird nach kapitalistischneoliberalen

Gesetzen dekliniert. Der totale Wettbewerb

ruiniert menschliche Beziehungen. Die Freiheit selbst

scheint heute keine ethische oder moralische, sondern

eine ökonomische Kategorie geworden zu sein. Sie hat

vor allem Leistung und Produktion zu steigern. Man beutet

sich freiwillig aus, bis man zusammenbricht. Precht

und Lindner gehen – moderiert von Prof. Dr. Byung-Chul

Han – der Frage nach, ob dieses System noch zukunftsfähig

ist oder einer Revision bedarf. Da der Platz begrenzt

ist, wird um frühzeitiges Erscheinen gebeten. Eine Platzwahl

kann nicht garantiert werden.

4. Februar, 18 Uhr

UdK Berlin, Hardenbergstr. 33, Raum 158

Berlin-Charlottenburg

Eintritt: frei

Mehr Informationen sind hier zu finden.


Dozentenkonzert im Joseph-Joachim-Konzertsaal

Zum dritten Mal findet das Dozentenkonzert der Studiengänge

Studienrat (BA1/MA1), Musiklehrer (BA2/MA2) und

Künstlerisch-Pädagogische Ausbildung statt: Von Klassik

bis Jazz wird auf hohem Niveau in unterschiedlichen Besetzungen

musiziert. Dem musikalischen Leiter der Reihe,

Prof. Jörg Schweinbenz, ist es erneut gelungen, ein gleichermaßen

abwechslungsreiches wie spannendes Konzert

auf die Beine zu stellen: es spielen FraGILe, Mathias

Schwabe & Anna Barth (Tanz), Patrick Walliser, Klavierduo

Tovba/Schweinbenz u. a.

13. Februar, 19.30 Uhr

UdK Berlin, Joseph-Joachim-Konzertsaal,

Bundesallee 1-12, Berlin-Wilmersdorf

Tag der offenen Tür beim Masterstudiengang

Kulturjournalismus

Am 13. Februar lädt der weiterbildende Master- studiengang

Kulturjournalismus zu den jährlichen Open Doors

ein. Lehrende und Studierende stellen das Studi- enangebot

vor und stehen für Fragen und Gespräche zur

Verfügung. Zusätzlich findet in diesem Jahr zum ersten

Mal eine Präsentation journalistischer Arbeiten des lau-

fenden Semesters statt. Studieninteressierte haben hier

die Gelegenheit, sich einen authentischen Eindruck vom

Profil der Ausbildung am UdK Berlin Career College zu

verschaffen.

Die Bewerbungsphase für das Wintersemester 2013/14

beginnt am 1. März und läuft bis zum 30. April 2013.

14 Uhr: Lehrende und Studierende stellen den Masterstudiengang

vor

16 Uhr: Präsentation aktueller Veröffentlichungen der

Studierenden

18 Uhr: Get-together – Zeit für Austausch und Fragen

UdK Berlin, Berlin Career College,

Masterstudiengang Kulturjournalismus

Bundesallee 1-12, Berlin-Wilmersdorf

www.udk-berlin.de/kulturjournalismus

Mehr Informationen auch unter www.udk-berlin.de

Vernissage: Julia Schlaak „Rand voll“ im

zwanzigquadratmeter

Newsletter

Februar

2013

Nach der Ausstellung „you never know“ nun die zweite Ausstellung einer UdK-

Studentin im zwanzigquadratmeter: „Rand voll“.

Seit November letzten Jahres präsentiert der Projektraum

zwanzigquadratmeter in Friedrichshain regelmäßig junge

UdK-Künstlerinnen und -Künstler aus der Klasse der

Malerin Prof. Valérie Favre. Ab 15. Februar ist die Ausstellung

„Rand voll“ mit Arbeiten von Julia Schlaak zu

sehen. Julia Schlaak studiert seit 2005 Bildende Kunst

an der UdK Berlin und ist seit 2012 Meisterschülerin

bei Valérie Favre. Mit der UdK Berlin und zwanzigquadratmeter

haben sich zwei Partner gefunden, die ihren

Schwerpunkt auf junge Kunst legen. Der Berliner Projektraum

möchte jungen Künstlerinnen und Künstlern ein

Forum geben und präsentiert sie im Einzelausstellungsformat.

Neben den jeweiligen Ausstellungen haben die

Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, längere Zeit

im zwanzigquadratmeter zu leben und somit gezielt eine

Arbeit für den Projektraum zu entwickeln.

15. Februar, 18 Uhr

zwanzigquadratmeter, Petersburger Straße 73

Berlin-Friedrichshain

Die Ausstellung ist bis zum 1. März 2013 zu sehen.

Der Eintritt ist frei.

www.zqmberlin.org


Beim Winterkonzert ist das Symphonieorchester der UdK Berlin zu erleben.

Winterkonzert der UdK Berlin

Das Symphonieorchester der UdK Berlin spielt zum diesjährigen

Winterkonzert unter der Leitung von Claude Villaret.

Liu Huan: Zwei Landschaftsbilder (Uraufführung)

Dmitrij Schostakowitsch: Violinkonzert Nr. 1

Ottorino Respighi: Pini di Roma

Marlene Ito, Violine

Symphonieorchester der UdK Berlin

15. Februar, 20 Uhr

Konzertsaal der UdK Berlin

Hardenbergstraße/ Ecke Fasanenstraße

Berlin-Charlottenburg

Eintritt frei

Mehr Informationen auch unter www.udk-berlin.de

Eröffnung: Meisterschülerausstellung

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Februar

2013

MEISTERSCHÜLERAUSSTELLUNG 201

Türen auf für die Meisterschüler der UdK Berlin.

Das Wintersemester endet in der Fakultät Bildende Kunst

mit der Meisterschülerausstellung. Zur Eröffnung sprechen

Prof. Dr. Tanja Michalsky, Dekanin Fakultät Bildende

Kunst, und Prof. Kerstin Cmelka.

15. Februar, 18 Uhr

UdK Berlin, Hardenbergstraße 33

Berlin-Charlottenburg

Die Ausstellung ist bis zum 22. Februar zu sehen.

Impressum

Herausgeber: Universität der Künste Berlin, Der Präsident

Verantwortlich: Claudia Assmann

Mitarbeit: Christina Schoßig

Gestaltung: Peter Prautzsch, Umsetzung: Christina Schoßig

Der Newsletter erscheint am 1. des Monats.

Redaktionsschluss ist der 1. des Vormonats.

Fotos: Matthias Heyde, wenn nicht anders angegeben.

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