Jahresbericht 2005/2006 (3,41 MB) - Freies Gymnasium Basel

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Jahresbericht 2005/2006 (3,41 MB) - Freies Gymnasium Basel

INHALTSVERZEICHNIS

Einleitung

Bericht des Rektors: Innovation Basisstufe 4

Bericht des Konrektors:

Begabungsförderung auf allen Stufen 6

Bericht des Vorstandspräsidenten:

«Wer aufhört, besser zu werden ....» 8

Bericht der Steuergruppe 10

Schule

Primarschule:

Eine kunterbunte Lernlandschaft 12

Talenta: Aus verschiedenen Zutaten ... 14

Übergangsklasse:

Ein aussergewöhnliches Jahr 16

Musiksekundarschule: «Never too late ...» 18

Projektwoche der Unterstufe 19

Bilingual Teaching 20

Wirtschaftswoche der 4Ga 21

Reisen

Paris, à tout prix 24

Florenz: Kultur, Natur und Kulinarik ... 26

Eine Reise nach Bern: Einstein-Ausstellung 27

Vor dem grossen Finale: Maturreise der 5G 28

Maturität 2006

Matura-Arbeiten 30

Die Maturandinnen und Maturanden 31

Matura-Rede Rektor Thomas Brogli 32

Matura-Rede Prof. Dr. Gottfried Schatz 34

Musik, Sport, Kultur

«Todessehnsucht in der Musik»,

Matura-Arbeit von Isabel Gehweiler 36

Erfolgreiche FG-Schülermannschaften 37

«Mama hat den besten Shit»,

Theateraufführung der 4Gb 38

«Frank der V. – oder: Money is a Crime»,

Theateraufführung der 4Ga 39

Jubiläen und Abschiede

Vor dreissig Jahren ... 40

Ein junger Mann mit Schnauz 42

The Good Fortune of Living and

Teaching in Switzerland 43

Nachruf: Kapitän auf der Kommandobrücke 43

Events, Leben an der Schule

«E Fescht gitt’s» – FG 30 Jahre

am Scherkesselweg 46

Rückblick auf das Schuljahr 2005/06 47

Le cercle des parents 48

Kinderrechte, Menschenrechte 49

Eine grosse Familie – Ehemalige 50

Organisation und Schülerzahlen

Entwicklung der Schülerzahlen 51

Personen 52

Dank, Impressum 54

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BERICHT DES REKTORS

Innovation Basisstufe

«Was wir zuvor lernen müssen, um es danach tun zu

können, das lernen wir eben dadurch, dass wir es zu tun

versuchen. Häuser bauen lernt einer, eben indem er

Häuser baut; Kithara spielen lernt einer, eben indem er

Kithara spielt.»

(Aristoteles, 384 – 322 v. Chr.)

Getreu dieser Maxime aus alter Zeit haben wir uns

im Dezember 2005 entschieden, auf Beginn des

Schuljahres 2006/07 unsere Primarabteilung umzustrukturieren

und um eine Basisstufe zu ergänzen.

Die Basisstufe fasst die zwei Kindergartenjahre und

die ersten zwei Primarstufen in einer stufenübergreifenden

Klasse zusammen und ermöglicht dadurch

begabungs- und entwicklungsgerechte Förderung

der Kinder bereits in frühen Jahren. Während im

öffentlichen Schulwesen der Region die Zauderer

und Warnfinger eine derartige Weiterentwicklung

noch auf Jahre hinaus – selbst als Pilotprojekt –

verzögern, sehen wir es als Gebot der Stunde, diesem

überzeugenden Konzept am Freien Gymnasium

Raum zu verschaffen. Obwohl die Erfahrungen auf

der Kindergartenstufe in unserer bisherigen Organisation

fehlten, ermutigten uns Besuche von bereits

bestehenden Pilotprojekten und unser eigenes

Konzept vom begabungsgerechten Lernen zu

diesem Schritt. Damit erfährt unser FG-Angebot

eine weitere attraktive – und auch logische – Er-

gänzung.

Der aristotelischen Erkenntnis folgend schritten wir

denn zur Tat: Ein Businessplan wurde erstellt, ein

Konzept entworfen, Lehrpläne geschrieben, Lehrpersonal

eingestellt und über die Sommerferien

wurden im Parterrebereich geeignete Unterrichts-,

Spiel- und Betreuungsräume ausgebaut und stufengerecht

eingerichtet. Unterdessen starteten diverse

Werbemassnahmen, fanden viele Informationsabende

und Eintrittsgespräche statt. – Und der Erfolg

gibt uns Recht: bereits im April stand fest, dass unsere

Basisstufe optimal starten würde, dass wir mit

zwei Klassen und je zwei Lehrkräfteteams das neue

Schuljahr beginnen könnten. Doch ohne Extraeinsatz

wäre dieser Start nicht möglich gewesen: Gedankt

sei deshalb an dieser Stelle vor allem diesen Lehr-

kräften unter der Leitung von Frau Céline Robé sowie

Herrn Urs Philipp Hug für ihre grosse Vorbereitungsarbeit

vor und vor allem während den Sommerferien.

Gespannt werden wohl nicht nur wir die Zukunft dieses

jüngsten Sprosses aus der FG-Familie verfolgen.

4


Personelle Veränderungen

Mit dem Semesterwechsel im Februar übernahm

die bereits oben erwähnte Frau Céline Robé die

Leitung der FG Primarschule, die seit dem Rücktritt

von Frau Nonnie Florack im Sommer 2005 vakant

war. Gleichzeitig übernahm sie die Aufgabe als

Klassenlehrerin in der zweiten Primarklasse. Mit ihrem

ansteckenden Enthusiasmus und ihrer grossen

Offenheit fand sie umgehend warme Aufnahme und

viel Anerkennung im Primar- und Schulleitungsteam.

Ihre breite Erfahrung, nicht nur als Klassenlehrerin

einer Reihe von Primarschulen in der Region und

Praxislehrkraft in der Lehrerausbildung, sondern

auch als Lehrerin an der Schweizerschule in Mexiko,

konnte sie – wie beschrieben – in den ersten

Wochen nach ihrem Stellenantritt in die Planung

und Neukonzeption unserer Primarabteilung mit

Basisstufe bestens einbringen.

Mit dem steten Wachstum unserer Schülerzahl

steigen natürlich auch die zeitlichen und organisatorischen

Anforderungen an die Verwaltung und

kaufmännische Leitung unserer Schule. Aus diesem

Grund haben Vorstand und Schulleitung entschieden,

ab Mai 2006 eine weitere halbe Stelle im

Verwaltungsbereich zu schaffen. Seither teilen sich

Herr Urs Philipp Hug und neu Frau Daniela Borer

in diese anspruchsvolle Aufgabe. Mit ihrer exzellenten

Vorbildung und Erfahrung aus dem Bereich

des Revisionswesens übernahm Frau Borer seither

das Finanzwesen und Controlling. Herr Hug ist weiterhin

für das Personal- und Lohnwesen sowie die

Liegenschaftsverwaltung verantwortlich.

Verabschieden mussten wir uns in diesem Jahr von

unserer langjährigen Schulleitungsassistentin Ursula

Pecinska, die uns Mitte Schuljahr verlassen hat,

um die Leitung des neugeschaffenen Literaturcafés

«Kafka am Strand» zu übernehmen. Für mich war

Ursula Pecinska unverzichtbare Hilfe und Stütze der

ersten Stunde, für die Lehrerschaft die stets fröhliche

und hilfsbereite «Dienstleisterin» im wahrsten

Sinne des Wortes, die uns unsere Wüsche bereits

beim Betreten ihres Büros von den Augen ablas, aber

auch für Ratsuchende stets ein offenes Ohr hatte und

diese anschliessend mit aufmunternden Worten ein

bisschen aufgestellter in den «harten Schulalltag»

entliess. Ursula Pecinska verdanken wir auch den

Aufbau und die Gestaltung der Tagesbetreuung in

den ersten Jahren unserer Primarschule. Diesen

Bereich begleitete sie mit viel Engagement bis zu

ihrem Weggang, den wir sehr bedauern.

Mit grossem Organisationstalent und vielen guten

Ideen übernahm im Februar Frau Ursula Abrecht

diese Assistenzaufgabe. Mit Frau Abrecht konnten

wir eine Mitarbeiterin gewinnen, die unsere

Schule als verantwortliche Kontaktperson unseres

Kommunikations- und Werbepartners Gruner

und Brenneisen bereits seit Jahren ausgezeichnet

kennt. Mit ihrem Elan, den profunden Kenntnissen

und Kontakten aus der Werbebranche unterstützt

sie neben ihrer Assistenzfunktion Gabriella Ess als

Verantwortliche für unsere externe Kommunikation

und bringt frischen Wind in viele noch brachliegende

Bereiche der Öffentlichkeitsarbeit.

Allen neuen Mitarbeiterinnen wünsche ich an dieser

Stelle viel Befriedigung und Begeisterung bei ihrer

Aufgabe zum Wohle von Schule und Schülerschaft.

Dank

Für alle Innovationen und Weiterentwicklungen in

einem Schulbetrieb braucht es Personen, welche offen

sind, ein Wagnis einzugehen und damit all diese

Projekte tatkräftig zu unterstützen, aber daneben sind

uns auch jene wichtig, welche «nur» den ordentlichen

Betrieb aufrechterhalten. Auch Letzteres ist eine unverzichtbare

Aufgabe in einer Organisation wie der

unsrigen. Für beides möchte ich an dieser Stelle allen

Lehrkräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den

Mitgliedern der Schulleitung und des Vorstandes und

den Eltern für ihre Unterstützung und Mitarbeit im vergangenen

Jahr herzlich danken. Nur im gut funktionierenden

Team können wir weiterlernen und unserem

Ziel, uns als eine «lernende Organisation» weiterzu-

entwickeln, gerecht werden.

Thomas Brogli, Rektor

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BERICHT DES KONREKTORS

Begabungsförderung

auf allen Stufen

Ein Schwerpunkt in unserer Schulentwicklung ist

die Begabungs-/Begabtenförderung. Was die Begabtenförderung

betrifft, haben wir 1999 mit Einführung

der FG Talenta einen ersten Schritt gewagt.

Nach nun bereits schon sieben Jahren können wir

feststellen, dass sich dieser Schritt gelohnt hat;

nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern

auch für den gesamten Lehrkörper. Das Fördern

von Begabungen darf/kann sich aber nicht nur auf

hoch Begabte beschränken. Wir haben uns daher

zum Ziel gesetzt, bis Juni 2007 ein Konzept zur Begabungs-

und Begabtenförderung auf allen Stufen zu

entwickeln. Warum?

Hier nur einige Gründe:

• Besondere Begabungen sind eine Realität in der

Schulwirklichkeit

• Heterogenität ab Schulbeginn (FrühleserInnen,

FrührechnerInnen)

• Jeder Mensch hat das Recht auf Entwicklung

seiner Begabung(en): Begabungsförderung ist

also ein Menschenrecht. Die «Verschiedenheit

der Köpfe» (Herbart) erfordert einen «der

Entwicklungsstufe entsprechenden Unterricht»

• Gesunde Persönlichkeitsentwicklung: Begabte

Kinder und Jugendliche brauchen Beachtung:

Begabungsförderung macht Lehrende und

Lernende zu Forschern; es macht Lernen autonom

und interessant

• Rechtlicher Anspruch (im Bildungsgesetz steht

u.a. « … jedes Kind seinen Fähigkeiten und

Anlagen gemäss fördern…»)

• Es ist auch eine gesellschaftlich, wirtschaftlich

und ökologisch motivierte Aufgabe, Kinder und

Jugendliche zu fördern.

An einer Initialveranstaltung am 1. April 2006 hat

sich die Lehrerschaft im Rahmen eines Weiterbildungstags

diesen Themen angenommen. Als anerkannten

externen Experten konnten wir Herrn Prof.

Dr. Victor Müller-Oppliger gewinnen.

In seinem Einstiegsreferat nahm er zu folgenden

Themen, Theorien und Ansätzen Stellung:

1. Veränderte Lebenswirklichkeiten: (Schul-)Bildung

woraufhin?

2. Neues Lernen – Erkenntnisse der

Neuropsychologie – Architektur des Wissens.

3. Paradigmen des Lehrens und Lernens:

Behaviorismus und Konstruktivismus als Lehr-,

Lern- und Leistungsverständnis

4. Begabung – Hochbegabung im Kontext der

Neuen Lernkultur

5. Begabungen erkennen: Indizien, Erscheinungsbilder,

Zeichen; Diagnoseverfahren

6. Spezielle Erscheinungsformen wie:

Underachiever/Unhealthy Perfectionists/

Genderunterschiede/Minoritäten/Hochbegabung

und Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS)

7. Möglichkeiten der schulischen (Re)aktion:

äussere und innere Differenzierung

8. Das «Schoolwide Enrichment Model» (SEM) als

mögliche «Road Map» für das FG.

Im zweiten Teil wurden Mittel und Instrumente zur

Begabungsförderung aus den folgenden Förder-

bereichen vorgestellt: Compacting/Talent Portfolio/

Pull Out, Grouping/Mentoring/Differentiation. Jede

Lehrkraft hat sich daraufhin mit einer Aufgabe

aus diesen Bereichen intensiv auseinander gesetzt

und (alleine oder in Gruppen) konkrete Zielsetzungen

für den Unterricht im Schuljahr 06/07 for-

muliert und der Schulleitung eingereicht. In mehreren

Feedbackrunden werden wir zusammen mit

6


Prof. Dr. Müller im nächsten Schuljahr die Erfahrungen

austauschen und Zielsetzungen, wenn nötig, anpassen

und optimieren, damit wir schliesslich das «FG-

Konzept zur Begabungsförderung auf allen Stufen»

präsentieren können.

Ein erster Schritt wurde also getan. Eine grosse,

spannende Arbeit liegt noch vor uns. Alle Beteiligten

sind jedoch überzeugt, dass sich dieser Aufwand

lohnen wird!

Beat Wyss, Konrektor

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BERICHT DES VORSTANDSPRÄSIDENTEN

«Wer aufhört, besser zu werden,

hat aufgehört gut zu sein»

Philipp Rosenthal, deutscher Unternehmer und Politiker

Diesem Leitsatz folgt auch das FG. Unser Bestreben

nach ständiger Verbesserung äussert sich unter anderem

in der kontinuierlichen Weiterbildung unseres

Lehrkörpers, dem Einsatz von verbesserten metho-

disch-didaktischen Lehr- und Lernformen sowie der

ständigen Überprüfung des schulischen Angebotes.

Die letzten Jahre waren durch Neuerungen pädagogischer

Art, erwähnt seien hier die Lernmodule

«Lernen lernen» oder «Cooperative Learning», aber

auch durch die Erweiterung des schulischen Ange-

botes wie z.B. die Einführung des Schwerpunkt-

faches Wirtschaft und Recht, geprägt.

Das Fricktal, Aarau, das Laufental und die solothurnischen

Grenzgebiete zählen heute zu unserem

Einzugsgebiet. Selbst aus dem nahen Ausland besuchen

Kinder und Jugendliche unsere Schule. Das FG

ist offensichtlich auf dem richtigen Weg. Dies zeigt

auch die grosse Nachfrage nach unserem neuesten

Projekt, der Einführung der Basisstufe.

Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört gut

zu sein. Unverzichtbar ist deshalb die fortlaufende

Weiterbildung unserer Lehrkräfte. Die gesamte

FG-Lehrerschaft wurde während des ersten Halbjahres

in wöchentlichen Workshops in der Methodik

des «Cooperative Learning» unterrichtet. Dabei stan-

den dem FG die beiden bereits aus früheren Austauschprogrammen

bekannten Expertinnen, Kaye

Egan und Candice Higgs, zur Seite. Für das ausserordentliche

Engagement der Lehrkräfte, welche viel

unterrichtsfreie Zeit in diese Weiterbildung investierten,

möchte ich mich herzlich bedanken.

Zahlreiche Aktivitäten ausserhalb des Unterrichts

prägten das Schuljahr 2005/06. Für lange Nächte

sorgte das Schulfest «E Fescht gitts». Vor dreissig

Jahren, 1975, fand das Einweihungsfest des neuen

Schulhauses am Scherkesselweg statt. Dreissig bewegte

Jahre sind vergangen, das Schulfest sollte an

diese Zeit erinnern. Im Mittelpunkt stand das Musical

«Tommy». Einmal mehr konnte das FG sein Potenzial

zur Umsetzung solcher Grossaufführungen unter

Beweis stellen. Die Aufführenden wurden für ihre

Anstrengung mit einem ausverkauften Haus belohnt.

Bereits zur Tradition geworden sind die Anlässe des

Elternzirkels. Sowohl der Adventsmarkt als auch

der Ostermarkt verführten zum Kauf der kreativen

Arbeiten. Dankbar darf das FG jeweils aus dem Erlös

der verkauften Preziosen einen grösseren Betrag

für die Einrichtung einer Schulbibliothek entgegennehmen.

Dank einer weiteren grosszügigen zusätzlichen

Spende dürfte dieses Projekt bald Wirklichkeit

werden. Der Elternzirkel trägt auch immer wieder

zum Gelingen der schulischen Anlässe bei. Den im

Elternzirkel organisierten Eltern möchte ich ganz

herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz für die

Schule danken.

Auch in sportlicher Hinsicht hat sich das FG über die

Region hinaus profilieren können. So gewannen FG-

Schüler praktisch sämtliche Titel in den regionalen

Schülermeisterschaften. An den Schweizerischen

Schülerfussballmeisterschaften erreichten sie den

respektablen fünften Rang. Auf solche Erfolgsmel-

dungen wäre wohl jede Schule stolz.

Am FG wird aber nicht nur gefeiert und Sport getrieben,

sondern auch ernsthaft gearbeitet. Es freut

8


mich, dass in diesem Jahr 20 Maturandinnen und

Maturanden ihr Maturadiplom entgegennehmen

konnten und somit Zugang zu sämtlichen Weiterbildungsinstitutionen

haben. Gastredner an der diesjäh-

rigen Feier war Prof. Dr. Gottfried Schatz. Er zeigte

an seinem eigenen Werdegang auf, dass ein Curriculum

nicht immer geradlinig verlaufen muss.

15 Schülerinnen und Schüler der Musiksekundar-

schule konnten ebenfalls ihre Abschlussdiplome in

Empfang nehmen. Sie werden nun ihr Wissen in einer

weiterführenden Schule ergänzen oder eine Lehre in

Angriff nehmen.

Wir wünschen an dieser Stelle allen Absolventen

viel Erfolg für ihren weiteren Lebensweg und hoffen,

möglichst alle anlässlich eines FG-Festes oder später

als Eltern eines kleinen FG-Schülers oder einer kleinen

FG-Schülerin wieder begrüssen zu dürfen.

Seit Februar 2006 wird das Schulleitungsteam durch

eine neue Leiterin der Primarschule ergänzt. Frau

Céline Robé hat sowohl die Leitung der Primarschule

als auch die Einführung der Basisstufe übernommen.

Kaum an der Schule, galt es die Primarschule im

bewährten Rahmen weiter zu führen und weiter zu

entwickeln. Gleichzeitig wurde das Projekt Basisstufe

in Angriff genommen. Am Ende des Berichtsjahres

lagen die erforderliche kantonale Bewilligung so-

wie eine bedeutende Anzahl Anmeldungen vor,

was uns den Start des viel versprechenden Unterrichtsmodells

im Schuljahr 2006/2007 ermöglicht. Ich

wünsche Frau Robé und der neuen Basisstufe viel

Erfolg.

Last but not least möchte ich mich bei allen Eltern

für das uns entgegengebrachte Vertrauen bedan-

ken. Der Schulleitung, den Lehrkräften, meinen Vor-

standskollegen und all den stillen Helferinnen und

Helfern im Hintergrund sei an dieser Stelle ebenfalls

mein aufrichtiger Dank ausgesprochen. Nur dank

ihnen allen werden wir jeden Tag besser und können

uns über das erreichte Resultat zu Recht freuen.

Sven Hoffmann, Präsident des Vorstandes

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BERICHT DER STEUERGRUPPE

Die Steuergruppe

Eigentlich ist der Titel für dieses Schuljahr falsch:

richtiger wäre «Die Lehrerschaft».

Denn die Steuergruppe wurde und wird ordentlich auf

Trab gehalten, unser Kollegium ist ausgesprochen innovativ.

Waren im vorletzten Schuljahr drei Projekte

in Planung, so sind es jetzt mehr. Das Projekt «Lernen

lernen» ist zu einem Zwischenabschluss gelangt: Es

ist ein Curriculum für die ganze Schule erstellt, alle

Lehrkräfte wissen, auf welcher Stufe und in welchem

Fach ein Modul eingeführt und vertieft wird. Die

Schülerinnen und Schüler legen ein Lernportfolio an,

zu denen die Lehrkräfte im Lernbericht und Zeugnis

Rückmeldung geben.

Die Mittwochmorgen-Zeitgefässe werden verfeinert

geplant: Anteile für Methodentrainings sind festgelegt,

spezielle Ereignisse wie Exkursionen und

Teambildung können weiterhin geplant werden. Da

nicht nur zusammengearbeitet wird, hat auch der

Name eine Veränderung erfahren. Wir sprechen

vom «Erweiterten Lernen» am Mittwochmorgen. Die

Lehrerschaft hat in den Sommerferien das «Erwei-

terte Lernen» für das ganze Schuljahr geplant. Damit

konnten Einseitigkeiten vermieden werden.

«Es ist uns wichtig, Begabungen zu erkennen und individuell

weiter zu entwickeln.» Dieser Satz stammt

aus dem FG-Leitbild. Eine Gruppe arbeitet im Auftrag

der Steuergruppe zusammen mit Prof. Dr. Victor

Müller (FHNW) an einem Begabungsförderungskonzept

für die ganze Schule. Die Lehrkräfte planten im

vergangenen Schuljahr individuelle Projekte zu diesem

Thema, die im Lauf des neuen Schuljahres umgesetzt

werden. Dabei können wir auf Kenntnisse aus

dem Cooperative Learning, die uns durch die beiden

kanadischen Trainerinnen Kaye Egan und Candice

Higgs vermittelt wurden, zurückgreifen.

Initiative Arbeitsgruppen widmen sich Kommunikationsfragen,

der Weiterbildung der Lehrerschaft in

Mediation, der Schulkultur «Tribes», von der wir

durch die kanadischen Trainerinnen gehört haben,

der Frage, wie in der Schule sinnvoll beurteilt werden

soll, überprüfen die Notwendigkeit von standardisierten

Tests in der Sekundarstufe I und...

Im Namen der Steuergruppe möchte ich allen

Kolleginnen und Kollegen herzlich für das grosse

Engagement danken.

An dieser Stelle möchte ich auch speziell Herrn

Michael Holzer danken, der während Jahren in

der Steuergruppe mitgearbeitet hat – vorher schon

im damaligen Lehrervorstand – und der nun per

Ende Schuljahr zurückgetreten ist. Viele konstruktive

Beiträge haben wir ihm zu verdanken, in den

Diskussionen fiel er auch dadurch auf, dass er zu

Aktuellem immer die passenden Kapitel aus der

Schulgeschichte präsent hatte. Wir sind sicher,

dass wir sein starkes Engagement für die Schule

neben der Lehrtätigkeit weiterhin spüren dürfen,

sei es als Betreuer der Website oder Leiter von

10


Theaterprojekten. Als Nachfolgerin wurde Frau

Andrea Müller, Primarlehrerin, in die Steuergruppe

gewählt.

Die Schulleitung verfügt ex officio über zwei Sitze

in der Steuergruppe: Konrektor Beat Wyss gibt seinen

Sitz an die Leiterin der Primarschule, Frau Céline

Robé, ab. Er hat sich in seiner selbstgewählten

Lieblingsrolle als Advocatus diaboli immer um die

Bodenhaftung der Steuergruppe bemüht. Wir danken

ihm für seine Mitarbeit – als Schulleitungsmitglied

wird er natürlich weiterhin mit der Steuergruppe zu

tun haben.

Und selbstverständlich danke ich auch dieses Jahr

den Kolleginnen und Kollegen in der Steuergruppe

ganz herzlich.

Lorenz Tobler

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PRIMARSCHULE

Eine kunterbunte Lernlandschaft

Ein Stück in mehreren Akten

Mitwirkende:

Schülerinnen und Schüler der Primarschule

Schülerinnen und Schüler der Talenta

Lehrerinnen und Lehrer

Schulleitung

Betreuerinnen und Betreuer

Eltern

Die Handlung

Ein Schulhaus am Rande der Stadt Basel. Zum

Beginn eines neuen Schuljahres treffen sich alle

Mitwirkenden in der Mensa des Freien Gymnasiums

um sich zu begrüssen und den Start in ein neues lehrreiches

Jahr zu feiern.

Im Verlaufe des Schuljahres finden viele Veranstaltungen

statt. So messen sich die Kinder am

Schauplätze:

Schulzimmer

Schulhaus

Sportanlagen St. Jakob

Mensa

Park im Grünen

Pausenplatz

Sporttag in ihren Leistungen, machen sich in einem

Englisch-Projekt auf eine Reise um die Welt, treffen

mitten im «Park im Grünen» auf den Nikolaus, machen

sich mit lustigen Larven auf ein musikalisches

«Fasnachtszügli» durch das Quartier, verbringen eine

Osterlesenacht in der Schule und bezaubern Gross

und Klein mit ihren Leistungen in der Projektwoche

«Variété».

Dies alles, umrahmt vom lehrreichen, bunten und lebendigen

Schulalltag, macht aus der Primarschule

des Freien Gymnasiums genau diese kunterbunte

Lernlandschaft.

Andrea Müller

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Kurse und Betreuung am FG

Für unsere jüngsten Schülerinnen und Schüler ist der

Tag am FG noch längst nicht zu Ende, wenn der Unter-

richt fertig ist. Die meisten Kinder der Primarstufe

und auch einige aus der Unterstufe nutzen das vielfältige

Kursangebot. Wir achten bei der Zusammenstellung

des Programms darauf, dass wir den

Bedürfnissen der Kinder nach ruhiger, kreativer

Beschäftigung oder nach Bewegung und Sport entsprechen.

Dass es Spass macht zeigen die Bilder.

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TALENTA

Aus verschiedenen Zutaten

eine bekömmliche, wohlschmeckende

Einheit zu kreieren ...

... eine abgerundete Gaumenfreude zu gestalten, die

den einzelnen Früchten den Charakter aber keineswegs

stiehlt, sondern eher wohlwollend verstärkt, ist immer

wieder eine spannende Herausforderung für jeden beherzten

Akteur in der Küche.

Fruchtsalat

800 g Früchte ver- in Stücke schneiden

schiedenster Art

4 EL Zucker nach Belieben darunter

rühren

Saft einer halben Zitrone

1 dl Rahm flüssig oder leicht geschlagen

dazu servieren

Am Anfang des Schuljahres stellten auch wir uns in der

Talenta dieser Aufgabe. Zusammengewürfelt und aus

allen vier Himmelsrichtungen stammend, starteten

wir mit einer herzlichen Kinderschar, deren Gesichter

zwar nicht immer strahlten, deren Offenheit aber

spürbar und deren Begeisterung

sich durch-

aus – und je länger desto

leichter – wecken liess.

Zehn Knaben und leider

nur ein Mädchen

(ab Januar erweiterte

Julia, eine 1.-Klässlerin,

den Mädchenanteil!)

waren es, die es galt, zu

einer Crew zusammen-

zubringen.

Auf einigen Wanderungen lernten wir nicht nur die

Gegend mit ihren vielen Ruinen und Burgen kennen,

auch nahmen wir uns als Gruppe einheitlicher wahr

und konnten ein gegenseitiges Vertrauen wachsen

lassen.

Manch eine Idee für die FG-Zeitung könnte im Wald

beim unbeschwerten Spiel entstanden sein. Die FG-

Zeitungen – es entstanden zwei Exemplare während

diesem Schuljahr – waren für einige Kinder ein wichtiges

Medium, Gedanken, Ideen und Erfahrungen in

eine geeignete Form zu fassen und zu publizieren. In

kleiner Auflage wurde eine Zeitung präsentiert, die an

Reichhaltigkeit und Ideenreichtum faszinierte – zum

Stolz der jungen Journalisten!

Anlässlich der zum Teil verheerenden Erdrutsche im

August 2005 gingen wir der Kraft des Wassers nach.

Erosionsversuche auf dem Pausenplatz liessen uns

diese Naturgewalt besser verstehen. Dass das Was-

ser nicht nur zerstörerische Kräfte, sondern auch

lebensfördernde Elemente in sich birgt, erfuhren

wir anhand der Kleinstlebewesen, des Planktons

in den Weltmeeren, der Nahrungsgrundlage verschiedenster

Meeresbewohner. In einem weiteren

Schritt ermittelten wir die Säuregrade verschiedener

Wasser und Flüssigkeiten. Diese laborartige Arbeit

forderte von den Kindern viel Disziplin und Exaktheit.

Schliesslich stellten wir den Planktonbestand mit der

Übersäuerung unserer Erde in Zusammenhang und

liessen daraus einige weltverbessernde Gedanken

wachsen. Zum Abschluss befasste sich jedes Kind

individuell mit einem eigenen Interessensgebiet im

Bereich des Wassers.

Parallel dazu führte der Projektunterricht die Kinder

im ersten Semester ein weiteres Mal in die Kunst

und Kultur der Chinesischen Schrift und Sprache

oder im zweiten Halbjahr ins spannende Gebiet der

Astronomie ein. Frau Werfeli, Fachfrau auf diesem

Gebiet, ermöglichte den Kindern einen Einblick in

das unendliche Forschungsfeld unseres Weltalls.

Höhepunkte dabei waren bestimmt die zwei Besuche

der Sternwarte auf dem Bruderholz. Beim ersten

Besuch zeigte uns Frau Werfeli – zusammen mit Herrn

Buser, dem Leiter der Sternwarte – wie Astronomen

an verschiedenen Themen und mit verschiedenen

Instrumenten ihrer Forschungsarbeit nachgehen. Der

zweite Besuch fand am späten Abend statt. Gespannt

standen die Kinder im Kuppelgehäuse und verfolgten

mit Staunen das Justieren des riesigen Fernrohres.

Der Blick durchs Rohr führte uns unter anderem auf

die eindrückliche Kraterlandschaft des Mondes.

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Milchreis

1 Tasse Milchreis in eine Pfanne geben und mit

1 Tasse Milch Milch und Wasser aufkochen

1 Tasse Wasser

etwas Birnell oder nach Belieben süssen

anderen Süssstoff

Zimt und Vanille würzen und verfeinern

Zusammen mit Zimt / Zucker heiss oder kalt servieren

Lagerwoche

Ende Mai fuhren wir ins Lager. In Ormalingen, im

oberen Baselbiet, fanden wir ein heimeliges

Pfadihäuschen mitten im Wald. Nicht alles soll in

diesem Lager so gewohnt

wie zu Hause

verlaufen. Auch aus ku-

linarischer Sicht bot

diese Woche den einen

oder anderen ungewohnten

Leckerbissen.

Dass Milchreis zum

Morgenessen durchaus

bekömmlich sein kann,

überraschte nicht wenige

Kinder.

Einige fixe Programmpunkte wie das beliebte

Bogenschiessen, die Wanderung mit Höhlenbesuch

oder der nächtliche Wolfspfad steckten den Rahmen

des Lageralltages ab. Daneben waren auch die

Ideen der Kinder gefragt. So entstand eine kleine

Lagerzeitung, es wurde gebastelt, Fussball oder

Karten gespielt oder am Lagerfeuer gefeuert.

Gepackt vom Knobelvirus

Über das ganze Schuljahr hinweg konnten die Kinder

aus wöchentlich vier Knobeleien verschiedens-

ter Schwierigkeitsstufen eine auswählen und lösen.

Die einen fühlten sich dazu gezwungen, betrachteten

es eher als unliebsame Hausaufgabe, andere rissen

sich um die Arbeiten und knobelten – manchmal

auch zum Leidwesen aller – mit den Eltern zu

Hause um die Wette. Unsere «Meisterknobler» –

davon gab es bei uns etliche und die verstanden es

auch, andere mit dem Knobelvirus anzustecken –

können nun eine reiche Sammlung verschiedenster

Denksportaufgaben in ihren Heften vorweisen.

Alles Schöne hat auch mal ein Ende

Mit einer internen Feier schlossen wir das Schuljahr

ab. Eine Bowle und kleine Knabbereien versüssten

uns diesen Augenblick, der vor allem für die scheidenden

Viertklässler mit einem grossen Schritt ins

Unbekannte verbunden ist und nicht nur wohlige

Gefühle weckt. Cazim, Tristan, Jeremy, Cédric, Anouk

und Denis verlassen die Talenta und werden unterschiedliche

Wege gehen. Wir wünschen diesen

Kindern viel Freude auf ihrem weiteren Schul- und

Lebensweg.

Zurück bleibt ein kleines Häufchen Talentakinder,

das sich aufs nächste Schuljahr und auf viele neue

Gesichter in unserer Gruppe freut!

Urban Hüsler

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ÜBERGANGSKLASSE

Ein aussergewöhnliches Jahr

«Am ersten Schultag wurde uns von Herrn Brogli

gesagt, in welche Klasse wir kommen. Dann nahm

uns unsere Klassenlehrerin in Empfang. In unserem

Klassenzimmer machten wir eine Runde. Das

geht so: Man sagt seinen Namen und seine Hobbys.

So haben wir einander kennen gelernt. (Wir waren

acht Schüler/innen und eine Lehrperson.) Mit der

Zeit quollen wir auf 18 an. Wir machten Exkursionen,

z.B. in die BaZ, ins Theater und in Museen. Ich fand

vor allem toll, dass es am FG Regeln gibt. Es war auch

toll, dass wir Praktikanten hatten, die uns anstatt

Frau Schlup unterrichteten. Überhaupt war die Ük

megatoll. Jetzt freue ich mich aufs PG und auf die

ganze Zeit, die ich noch im FG sein werde.»

Titus Sütterle

«Als ich in die Ük kam, waren wir nur acht. Es war wie

eine Familie, ruhig und angenehm. Zuerst machten wir

viele Exkursionen, danach kamen immer mehr Kinder

dazu und wir konnten nur noch wenige Exkursionen

machen. Ich fand es cool, immer mehr Kinder kennen

zu lernen. Ich habe auch mehr Freunde bekommen.

Die beste Exkursion war, als wir in den Wald gingen

und Klöpfer brieten. Aber die zweitbeste war, als wir

einen Workshop im Theater hatten, hinter die Kulissen

schauen durften und nachher die Opernpremiere von

«Zaide» besuchten. Frau Schlup hat mir geholfen,

dass ich ins PG komme. Am Schluss des Schuljahres

war es noch einmal streng und wir hatten viele Tests.

Aber jetzt ist wieder alles ruhig, weil wir bald Ferien

haben.»

Sonja Keller

«Als ich in die Übergangsklasse kam, war ich etwas

zögerlich, weil ich in der alten Schule Klassenbeste

und alles so einfach gewesen war. Zu Beginn des

Schuljahres waren wir nur acht. Das war zwar sehr

gut, aber das Dumme daran war, dass man sich nicht

verstecken konnte, wenn man etwas nicht wusste!

Mir gefiel der Besuch im Tinguely Museum. Ich fand

seinen Lebenslauf interessant. Im Workshop durften

wir die Zeichenmaschine bedienen. Es kamen sehr

lustige Bilder heraus.

Das Schulfest war echt der Hit. Das mit dem «Kellnern»

war toll. Weniger toll war, dass wir zu jedem Thema

einen Aufsatz schreiben mussten. Der Ausflug ins

Kunstmuseum war spannend (aber viel zu kurz). Nicht

so gut war, dass wir so viele Tests gemacht hatten.»

Patrick Stipp

«Ich war nicht lange bei Frau Schlup, aber die Zeit,

die ich mit ihr verbrachte, war schön und lehrreich.

Ich dachte erst, es wird nur streng und

schwer, aber in Wirklichkeit war es nur schwer,

wenn man gegen die Regeln handelte. In meiner

Zeit kamen zwei Praktikanten. Diese Zeit war anders

als sonst, denn in der alten Schule hatten wir

so etwas nicht. Da ich in der alten Schule in der zweiten

Klasse drei Lehrerwechsel hatte, konnte ich hier

wieder viel aufholen. Ich persönlich bin froh, dass ich

den Wechsel gemacht habe. In der alten Klasse hätte

ich das nie geschafft.

Ich kann das FG nur empfehlen, denn hier hat es tolle

Lehrer. Um ehrlich zu sein: das ist die beste Schule,

die ich je besucht habe.»

Jan van Ditzhuyzen

«Das halbe Jahr im Freien Gymnasium hat sich sehr

gelohnt. Ich habe die Schule gewechselt, weil ich in die

Sekundarschule gekommen wäre. Dank der Ük kann

ich ins PG. Ich wurde gut aufgenommen. Mir macht

es jetzt Spass, in die Schule zu gehen, auch wenn es

Lehrer gibt, die ein bisschen streng sind. Die Pause

ist sehr toll, weil man Pingpong spielen und «döggelen»

kann. Wir machten ein paar tolle Ausflüge, zum

Beispiel einen Besuch im Kunstmuseum Basel und eine

Wanderung auf den Sulzkopf. Frau Schlup ist eine gute

Lehrerin. Bei ihr lernt man sehr viel in kurzer Zeit.»

Stefan Merlo

Titus Sütterle Sonja Keller Patrick Stipp Jan van Ditzhuyzen

Stefan Merlo

16


«Als ich in die Ük kam, war ich ziemlich zurückhaltend,

da ich in meiner alten Klasse nichts Schönes

erlebt hatte. Das halbe Jahr in der Ük war sehr toll,

vor allem die Exkursionen haben mir sehr gefallen.

Auch die Lehrer sind in Ordnung. In der Ük wurde

ich gut aufgenommen. Am besten gefielen mir der

Mathematikunterricht und das Werken. Ich lernte am

Computer zu arbeiten und vieles mehr.»

Armand Kurath

«In die Übergangsklasse bin ich erst später gekommen,

doch ich habe schon viele Freunde.

Ich lerne besser in Englisch als in Deutsch, weil ich

von einer englischen Schule komme. In der Ük ist es

schwierig für mich, weil alles in Deutsch ist. Ich bin

nicht so gut in Mathematik, aber ich lerne jeden Tag

eine Reihe und am Ende werde ich alle Reihen wissen.

Jeden Tag, wenn ich heimkomme, mache ich meine

Hausaufgaben und lerne eine Reihe. Dann hüpfe ich

auf meinem Trampolin, bevor ich am Lesetagebuch

weiterschreibe oder an meinem Helikopter-Vortrag

arbeite. Ich will mehr Deutsch und Mathe lernen,

weil ich Banker werden will. Geographie ist mein

Lieblingsfach. Im Test über die Seen hatte ich eine

Sechs. Ich fand die Exkursionen sehr toll. Ich hatte

die Ük sehr gern mit Frau Schlup.»

Sander Thouin

«Ich war nicht von Anfang an in der Ük. In der alten

Klasse ging es mir nicht gut, daher durfte ich ins FG

kommen. Ich freute mich riesig. Am ersten Schultag

kam ich lächelnd ins Zimmer von Herrn Tschumi, weil

wir am Montagmorgen Religion hatten. Als ich das

Zimmer betrat, sahen alle so fröhlich aus. Ich war

auch fröhlich. Als der Schultag zu Ende war, holte

mich meine Mutter ab. Wenn ich ehrlich bin, muss

ich gestehen, dass ich nicht mehr nach Hause gehen

wollte. Mir gefiel es so gut. Eine Woche lang war ich

Schnupperschülerin, dann trat ich in die Klasse ein.

Die Exkursionen gefielen mir immer sehr gut. Auch

das Zusammenarbeiten mit den andern war super,

weil wir auch immer etwas Tolles gemacht haben.

Diese Schule ist wirklich toll. Man findet immer gerade

neue Freunde.»

Fabienne Wyss

«Am ersten Schultag wurden wir von Herrn Brogli auf

die Bühne gerufen und er sagte, in welche Klasse wir

gehen sollen. Er hatte entschieden, dass ich in die Ük

gehen solle und ich und meine Familie waren zufrieden.

Ich fand es toll: die Exkursionen, Mathematik, Deutsch

und die Klassenstunde. Ich fand den Unterricht

sehr spannend und toll. Meine Lieblingstage waren

Dienstag und Donnerstag, weil wir da erst um 8.45 Uhr

Schule hatten und der Mittwoch, weil dann Werken

und Cooperative Learning auf dem Plan standen.»

Florian Kolberg

«Ich wollte am Anfang gar nicht in die Ük, weil ich lieber

in die OS gegangen wäre. Aber als ich eine Woche

hier war, fand ich es toll. Die Sachen, die ich am tollsten

fand, waren die Exkursionen in die Museen und dass

auf unsern Wunsch die ganze Klasse zusammen Turnen

haben durfte. Jetzt finde ich es schade, dass ich in eine

andere Klasse muss.»

Matilda Z’Graggen

Armand Kurath Sander Thouin Fabienne Wyss

Florian Kolberg

Matilda Z‘Graggen

17


MUSIKSEKUNDARSCHULE

Abschlussaufführung der 5mus

«Never Too Late»

Traditionsgemäss verabschieden sich unsere Schülerinnen

und Schüler mit einem Abschlussprojekt von der Schule.

Traditionsgemäss ist dies in der Musiksekundarschule eine

musikalische Aufführung.

«Never Too Late» erzählt die Geschichte von fünf

Musikern, die sich im Altersheim an die «guten alten

Zeiten» erinnern, in denen sie noch mit ihrer eigenen

Bands durchs Land getourt sind und selber Musik

gemacht haben. Aufgeweckt durch ihre Erinnerungen

beschliessen sie, wieder eine Band zu gründen ...

Und so führt die Aufführung musikalisch durch die

«gute alte Zeit». Dabei wird auch die kürzlich über

die Bühne gegangene Eurovisionsausscheidung und

der MusicStar-Rummel aufs Korn genommen. Die

Seniorenband siegt selbstverständlich dank überragender

musikalischer Qualität (Oldies = Goldies)

Die anwesenden Zuschauerinnen und Zuschauer

hatten auf jeden Fall viel Spass und am Schluss gab

es kein Sitzen mehr auf den Stühlen, stehend entwickelte

sich echte Konzertstimmung.

Mitwirkende:

Salomé Becerra, Patrick Bohny, Matthias Bubendorf,

Karin Cereghetti, Jennifer Ferguson, Nicholas Ford,

Nadine Frey, Dominique Frossard, Jacques Grauwiler,

Till Haener, Christian Hofer, Brendan Kühn, Jonas

Mühlemann, Remo Rentsch, Dergâh Sanli, Roger

Steuer, Florence Strebel.

5mus Abschlussklasse

Schüler/in weitere Ausbildung

Becerra Salomé Au-Pair-Jahr

Bohny Patrick Minerva (10. Schuljahr,

evtl. Gymnasium)

Bubendorf Matthias Gymnasium am Kirsch-

garten (Jurist)

Cereghetti Karin FMS Oberwil

Ferguson Jennifer Minerva (Gymnasium)

Ford Nicholas Mechaniker-Vorlehre

Frey Nadine HWS Basel (Stylistin,

Maskenbildnerin)

Frossard Dominique Zahntechniker-Praktikum

(evtl. KV Vorlehre

oder SBA plus)

Grauwiler Jacques Brückenangebot plus

Haener Till FMS Basel

Hofer Christian Brückenangebot plus,

evtl. Bauzeichner-Lehre

Kühn Brendan Brückenangebot plus

Mühlemann Jonas Gymnasium Bäumlihof

(ETH, Alternativenergie)

Rentsch Remo Kochlehre Kantonsspital BS

Sanli Dergâh HMS Reinach

Steuer Roger Verkehrsschule Basel

Strebel Florence FMS Münchenstein oder

Jazz-Schule Basel

18


UNTERSTUFE

Projektwoche der Unterstufe

Während sich die älteren Schülerinnen und Schüler vor

den Herbstferien auf der Maturreise befinden, einen

Sprachaufenthalt in Canterbury oder die Wirtschaftswoche

besuchen, findet für die 1., 2. und 3. Klasse der Musiksekundarschule

und des Progymnasiums sowie die Übergangsklasse

eine Projektwoche statt.

Klassenfeedback

Da in diesem Schuljahr kein gemeinsames Thema für

alle Projekte vorgegeben war, konnten die Schüle-

rinnen und Schüler aus einem reichhaltigen und ab-

wechslungsreichen Angebot auswählen:

Versteinerungen in der Region Basel

• Wir gehen der Frage nach, wie Basel und Umgebung

vor 150 Mio. und 210 Mio. Jahren aussah

• Wir begreifen, wie Versteinerungen entstehen

• Wir sammeln Fossilien auf zwei Exkursionen

• Wir versuchen unsere Funde zu interpretieren

• Wir verstehen am Schluss, wie sich der Jura

gebildet hat

Mannschaftsspiele

• Team sports (football, basketball, volleyball ...)

• Visiting the Sportamt

Spielen in der Halle

• Wir spielen Fussball, Unihockey, Basketball

Projektangebot

Ich fand die Auswahl an Projekten gut. 90 %

Ich fand die Auswahl an Projekten nicht so gut. 10 %

Projektwahl

Aus der Beschreibung der Projekte wusste

ich, was mich erwartete. 73 %

Aus der Beschreibung der Projekte wusste

ich nicht, was mich erwartete. 27 %

Erwartungen

Meine Erwartungen an das (gewählte) Projekt /

die (gewählten) Projekte wurden erfüllt. 87 %

Meine Erwartungen an das (gewählte) Projekt /

die (gewählten) Projekte wurden nicht erfüllt. 13 %

Spanische und lateinamerikanische Tänze

• Wir lernen spanische und lateinamerikanische

Tänze kennen

Kurzfilm

• Wir drehen einen Kurzfilm

Sciences (in englischer Sprache)

• We visit the «Architekturmuseum»

• We build models of bridges, ... and test the forces

Element Wasser

• Wir erkunden Fortbewegungsmöglichkeiten im,

auf und unter Wasser

Windenergie

• Wir bauen ein Gerät, mit dem wir die Windenergie

nutzen können

Chinesische Kultur

• Chinese speaking and writing

• Chinese painting

• Chinese «Abakus»

• DVD China Tour

Zum ersten Mal holten wir bei allen beteiligten

Klassen ein Feedback über diese Woche ein. Die

Resultate bestätigten, dass diese Projektwoche und

ihre Angebote den Bedürfnissen der SchülerInnen

entsprach und auch zu ihrer Zufriedenheit geplant

und durchgeführt wurde.

Dr. Stephan Sauthoff

Projektziele

Ich habe während des Projektes / der Projekte

etwas gelernt / Fortschritte gemacht / Neues

kennen gelernt usw. 88 %

Ich habe während des Projektes / der Projekte

nichts gelernt / keine Fortschritte gemacht /

nichts Neues kennen gelernt usw. 12 %

Projektform

Ich habe Klassenprojekte lieber als Wahlprojekte. 20 %

Ich habe Wahlprojekte lieber als Klassenprojekte. 80 %

Zeitlicher Umfang

Wir hatten nicht genügend Zeit für die Projektar-

beit. Unser Projekt ist noch nicht abgeschlossen. 20 %

Der Zeitrahmen war genau richtig bemessen. 63 %

Wir hatten zu viel Zeit. / Wir haben daher

noch etwas anderes gemacht. 17 %

19


BILINGUAL TEACHING

Teaching History

in Two Languages

Many of those that have come before us have learned the

lessons of love, loss, beauty and war. The stories they have

left behind are gifts which we are entitled to and responsible

for opening.

Throughout the bilingual history courses at the Freies

Gymnasium the students delve into the past with a

keen eye for the connections to our current situation.

In the 2G we begin with the lessons learned by the

Greeks and Romans and come to understand that

happenings in capital cities and battle fields around

the world have their roots within the ancient struggle

for power, dominance and, sometimes ironically,

equality. The year ends with our quest for beauty as

we follow in the footsteps of great Renaissance masters

like Da Vinci, ruthless political ideologues like

Machiavelli and religious revolutionaries such as

Martin Luther.

In 3G we begin the year by discovering the cultures of

the Americas; before the age of colonization and the

brutal meetings between Native American culture

and that of the European explorers. Through this, we

learn how to create positive intercultural communication

based on deadly mistakes made in the past.

And as this journey rushes us into the future, we are

confronted with the Age of Revolution. We can imagine

ourselves and feel the pain of the battlefields

of the American revolution, the hunger and fear of

the guillotine experienced during the French revolution

and the fierce empowerment of the Russian

revolution.

Upon our return, the 4G attempts to do what has yet

to be done by those who have come before us. We

examine, analyse and propose a successful plan for

peace in the Middle East. This process starts with

a comprehensive introduction to Judaism, Islam,

Zionism and Nationalism. We are able to witness interviews

with David Ben-Gurion, Anwar al-Saddat,

Yassir Arafat, Ariel Sharon and others, as they struggle

with monumental decisions which are still being

played out today. It is from here that we attempt to

create a brighter, more positive and peaceful future;

not only for this region, but for all personal and international

relationships; for, as Margaret Mead so eloquently

said, «Never doubt that a group of thoughtful,

committed citizens can change the world. Indeed, it

is the only thing that ever has.»

Our odyssey finally brings us to Asia, South America

and Africa. In 5G we learn the ancient lessons

of Confucianism, Buddhism, the Dynasties and

explore primary resources provided by Mao Zedong

and the Red Guards. We weave our way through

the rich and complex stories of Mexico, Brazil and

the other enigmatic characters of the Central and

South American region. We are then beckoned to

the shores of Africa, not to colonize, but to listen,

understand and come to grips with a continent that

is so plentiful yet faces unimaginable challenges.

We do not only learn history of love and war, nor herstory

of beauty and loss. We learn ourstory of experience,

creativity and contribution.

Joaquín M. Martínez, Bilingual History and English

20


WIRTSCHAFTSWOCHE

Wirtschaftswoche der

Klasse 4Ga in La Ferrière

In der Wirtschaftswoche hatte die Klasse 4Ga viele

wichtige Fragen zu beantworten.

Wer ist der erfolgreichste Schuhfabrikant? Welches

Unternehmen hat die richtige Strategie, um auf dem

Markt erfolgreich operieren zu können? Haben wir

schon einen Namen für unser Unternehmen? Ist

eine Expansion ins Ausland sinnvoll? Sollen wir

Geld ins Sponsoringgeschäft investieren? Was

machen wir mit unseren nicht verkauften Schuhen,

die hohe Lagerkosten verursachen? Wollen wir die

Produktion erhöhen? Wie wird sich der Dollarkurs

auf die Bilanz des Unternehmens auswirken? Wie

soll unser Logo aussehen? Lässt sich eine Marktnische

finden? Wessen Werbung beeinflusst nachhaltig

das Verhalten der Konsumenten? Soll die

Qualität der Schuhe besser werden? Wie erklären

wir unseren Aktionären die Verluste der letzten

beiden Jahre? Müssen wir unsere Preise der Kon-

kurrenz anpassen? Wollen wir neue Produktionsmaschinen

kaufen und Personal entlassen? Wer

bietet das günstigste Preis-Leistungs-Verhältnis?

Wollen wir Massenware oder Luxusartikel herstel-

len? Welche Farben werden in der kommenden

Saison gefragt sein?

Aber auch

Wer hat Lust Volleyball zu spielen? Wo sitzen die

Vegetarier? Wie feiern wir den Geburtstag von

Pascal? Wer kommt mit in die Beiz? Brauchen alle

ein Billett nach Neuenburg? Wer putzt am letzten

Tag die Toiletten? Wo ist die Zeitung mit den aktuellen

Sportresultaten? Müssen Sie immer filmen oder

fotografieren?

Und daneben auch noch

Wer übernimmt die Titelrolle? Wird das nicht einfach

(...) aussehen? Wäre das nicht ein guter Gag?

Ist das nicht zu lang und langweilig? Kennt jemand

noch Inserenten? Woher nehmen wir einen Safe?

Was, Sie wollen Superwaterproofguns verwenden?

Kann die Schule keinen roten Vorhang kaufen?

Können wir diese Szene streichen? Klingt das nicht

blöd? Interessiert das überhaupt jemanden? Wollen

wir nicht unsere Rollen tauschen? Und viele weitere

Fragen, die das «ewige Geheimnis» der Schülerinnen

und Schüler bleiben werden.

P.S. Und wer schreibt den Artikel über unsere

Wirtschaftswoche für den Jahresbericht?

Dr. Stephan Sauthoff

21


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23


REISEN

Paris, à tout prix!

Préparatifs d’ordre majeur, réservations, discussions,

lettres aux parents, émotions et finalement, rendez-vous

à la gare française de Bâle. Tôt, très tôt, même trop tôt

pour quelques-uns.

Des élèves encore à moitié endormis nous attendent,

ma collègue Christina Sigl et moi, traînant leurs valises,

se congédiant de leurs parents, prêts à se mettre

en route pour LA destination de la saison: Paris!

A dire vrai, au préalable, la préoccupation, pour ne

pas dire la peur, était plutôt de mon côté. Ne me

suis-je pas demandée: «Mais qui va-t-on perdre le

premier respectivement la première? Mais comment

vais-je réagir si ...? Comment tout cela va-t-il se passer?

Et le trafic et tout ce monde? Et si quelqu’un ne

rentrait pas le soir?» Je me suis retrouvée comblée,

au vrai sens du terme, par la responsabilité. «Enfin»,

me suis-je calmée «n’es-tu pas assez orientale et capable

de gérer toute situation, quoique ça soit? Au

diable les soucis, vive la vie, vive la France.»

Mon adorable et infatigable collègue, Christina Sigl –

mon trouble shooter – et moi, nous avons tenu le gouvernail

jusqu’à la dernière minute et tout est allé à

merveille. Les angoisses professorales se sont subitement

transformées en rigolades décontractées. A

part quelques rappels à l’ordre par ci et par là – indispensables

pour éviter le chaos –, tout compte

fait, c’était génial. A travers nos ballades culturelles

(ouf!), nos trajets quotidiens en métro, les repas en

commun, j’ai eu la chance de partager une semaine

inoubliable au sein de cette merveilleuse troupe, cette

classe 2Ga, qui a fait preuve d’un esprit d’équipe

sensationnel tout en restant cool au max (et mois

aussi, faut quand même le dire ici!).

En effet, une année s’est écoulée depuis, c’est moi

qui vous remercie de tout mon cœur, les souvenirs

nous restent et l’espoir de pouvoir encore faire «plein

de choses» ensemble. Nous vous invitons donc, chères

lectrices, chers lecteurs, à nous joindre à une

promenade textuelle à travers Paris.

Jasmina El-Sonbati, prof de classe «en titre»

Au Musée du Louvre

Un objet d’art qui m’a plu était la Mona Lisa, en français

«La Joconde», de Leonardo da Vinci au musée du

Louvre, parce que c’est un très joli tableau. La Joconde

est une femme mystérieuse et la façon dont elle sourit

me fascine. La Mona Lisa est un tableau très célèbre

et beaucoup de gens vont au Louvre seulement pour

l’admirer. Je le comprends, pourtant je ne comprends

pas pourquoi c’est interdit de la photographier. Mais je

l’ai vue et je suis très contente.

Michelle Carabelli

La Place de la Concorde

Je trouve que la dimension de cette place et la circulation

autour de cette place sont impression-

nantes. Mais aussi la vue sur les Champs Elysées est

très belle. En principe cela peut exister seulement

dans une grande ville comme Paris. Mais quand je

pense aux plus de 1000 exécutions qui y ont eu lieu

pendant la Révolution j’éprouve que cette place est

très horrible. En revanche, les statues qui représen-

tent chaque grande ville de France sont une bonne

idée de l’architecte de cette place.

Rahel Ruprecht

L’Arc de Triomphe

Je suis arrivée sur la place de l’Etoile et j’ai vu au

centre de la place le magnifique et le très célèbre

Arc de Triomphe, monument construit pour fêter les

victoires de l’empereur Napoléon. J’ai marché sous

L’Arc de Triomphe et j’ai admiré sa décoration. Il y

a certains noms gravés sur les murs de l’arc, les

noms des généraux français pendant le régime de

Napoléon. J’étais très impressionnée par les sculptures

des victoires de Napoléon. En plus, j’étais très

émue par la tombe du soldat inconnu et par la flamme

éternelle qui représente tous les soldats tombés

pour la France et dont les restes n’ont j’aimais été

24


trouvées. Après être montée sur l’Arc de Triomphe

j’ai eu une vue magnifique sur les toits de Paris:

le Sacré Cœur, la Tour Eiffel et naturellement les

Champs Elysées étaient à mes pieds. Ce panorama

m’a beaucoup plu. Cependant, ce que j’ai apprécié

le plus, c’était le calme sur le toit de l’arc, contraste

frappant avec le brouhaha de Paris.

Eleonor Lowen

Paris

Paris est une ville très grande et belle. Chaque arrondissement

raconte une autre histoire. Ça me plait

beaucoup. J’étais déjà plusieurs fois à Paris, mais

cette fois-ci était une des meilleures. J’ai vu beaucoup

de monuments et j’ai fait la connaissance de

beaucoup de gens. Même si l’hôtel était sale et

même si on n’a pas toujours très bien mangé. En

voilà un exemple: dans deux des trois restaurants la

viande n’était pas bien cuite. A vrai dire, ça m’a dérangée

un peu. Le trafic à Paris est assez dangereux,

les Parisiens conduisent leurs voitures sans respect

pour les autres. Je me suis demandé quand le prochain

accident arrivera. J’aime Paris, par contre je

n’ai pas compris pourquoi Paris s’appelle «la ville

de l’amour». J’espère pouvoir le découvrir un jour!

Merci pour cette semaine merveilleuse.

Suzan Kallenberg

25


REISEN

Kultur, Natur und

Kulinarik ...

Abschlussreise der Klasse 5mus vom

24. bis 29. Juni 2006 nach Florenz.

Zu einem ungewohnten Zeitpunkt, am Samstagabend

um 19.00 Uhr, trafen wir uns in der Schalterhalle am

Bahnhof SBB. Die Spannung, was diese Reise wohl

alles mit sich bringen würde, stand allen Beteiligten

ins Gesicht geschrieben. Leider musste Nadine Frey

kurzfristig auf die Reise verzichten, was bei manchen

Mitschülerinnen und Mitschülern Bedauern aus-

löste. Die 16 Jugendlichen bestiegen also zusammen

mit den beiden Begleitern, Herrn Gentsch und Herrn

Nanni, den Zug EN 313 Basel–Florenz und richteten

sich im Liegewagen gemütlich ein. Wäre der fleissige

Schaffner nicht gewesen, hätten wahrscheinlich alle

besser schlafen können.

Am Sonntagmorgen um 07.30 Uhr fuhr der Zug in

Florenz ein. Es folgte der erste Spaziergang zum Hotel

Argentina mit anschliessendem Rundgang durch die

Stadt. Nach dem Besuch des Palazzo Pitti konnten

wir uns erstmals von den Reisestrapazen erholen.

Der Giardino di Boboli lud zum Verweilen ein. Die

grosse Hitze allerdings verhinderte ein gemütliches

Entspannen im Freien, denn wem gelingt es schon bei

einer Temperatur von 38°C im Schatten in Ruhe ein Eis

zu verschlingen? Am Abend dann der erste Höhepunkt.

Das gemeinsame Nachtessen im Restaurant Giglio

Rosso konnte kaum noch übertroffen werden. Eines

war klar: wenn das Geld reicht, würden wir sicher

nochmals dort aufkreuzen.

Der Montag stand ganz im Zeichen von Museumsbesuchen.

Dabei zeichnete sich Herr Nanni als hervorragender

Reiseführer aus. Auch die Fussballfans

kamen auf ihre Rechnung. Abends stand im Rahmen

der Fussball-Weltmeisterschaft das 1/8-Finalspiel

Schweiz gegen die Ukraine auf dem Programm. Die

Schweiz verlor im Penaltyschiessen und schied aus.

Aber glücklicherweise befanden wir uns hier in

Italien und die Italiener bezwangen anschliessend die

Australier mit einem Tor in der 90. Minute.

Der Tagesausflug am Dienstag ins Leonardo-Museum

auf einer Burg inmitten des Städtchens Vinci war

ein grosser Erfolg. Im Geburtsort von Leonardo sind

viele seiner Erfindungen und Kunstwerke ausgestellt.

Der Ausflug bot die willkommene Abwechslung, die

etwas kühlere und unglaublich schöne Landschaft der

Toscana geniessen zu können.

Auch am Mittwoch brütete die Hitze weiter über der

Stadt Florenz. Jeder Besuch eines Museums diente

als willkommene Erfrischung. Beim Eintritt in die

Medici-Kapelle ging ein Raunen durch die Klasse, das

von absoluter Sprachlosigkeit abgelöst wurde. Nur

schon der Anblick dieses Innenraums, wo sich die

Gräber der Medici-Grossherzoge befinden, war das

Eintrittsgeld wert. Auch die Sakristei nebenan entstand

als Grabmonument der Medici-Familie. Papst

Leo X. beauftragte 1512 den besten – Michelangelo –

mit der Ausführung. Nach dem Besuch des Palazzo

Vecchio blieb nicht einmal mehr Zeit für die Uffizien.

Ein Grund, bald wieder nach Florenz zu reisen. Blieb

noch der Mittwochabend. Für alle war klar: wir wollen

uns nochmals im «Giglio Rosso» verwöhnen lassen,

koste es, was es wolle. Um 22.30 Uhr dann der

letzte Gang zum Bahnhof Santa Maria Novella. 23.13

Uhr Abfahrt des Schlafwagens Richtung Milano

und zurück in die Schweiz. Alle fanden den wohlverdienten

Schlaf. 06.30 Uhr: Regen in Brig und nur

noch 16°C. Welche Erfrischung! 09.33 Uhr: pünktliche

Ankunft in Basel.

Die Reise war kurz, intensiv und sooo schööön!

Andrea Gentsch

26


Eine Reise nach Bern

Die 1Gb besuchte die Einstein-Ausstellung

in Bern.

Das Jahr 2005 ist von der UNESCO und der UNO weltweit

zum «World Year of Physics» erklärt worden. 1905

war das sogenannte «annus mirabilis» (Wunderjahr)

von Albert Einstein und deshalb fanden rund um

die Welt verschiedene Veranstaltungen statt, mit

dem Ziel, sich der Tätigkeiten dieses Jahrhundert-

Menschen zu erinnern.

In Bern, wo Albert Einstein in den Jahren 1902 bis

1909 lebte und am Patentamt arbeitete, entwickelte

er seine bahnbrechenden Theorien, für welche er

im Jahre 1921 mit dem Nobelpreis in Physik geehrt

wurde. Die Stadt Bern nahm nun dieses Hundertjahr-

Jubiläum zum Anlass, das Genie Einstein einer breiteren

Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Im Historischen Museum wurde mit grossem

Aufwand eine Sonderausstellung zum Leben und

Wirken Einsteins aufgebaut – der Erfolg war so überwältigend,

dass die Ausstellung mehrere Male verlängert

werden musste.

Die Ausstellung ist derart faszinierend aufgebaut,

eigentlich sollte jeder Gymnasiast die Möglichkeit

haben, sich vom «Genie Einstein» begeistern zu lassen.

Die Klasse 1Gb machte dazu einen eintägigen

Streifzug durch Bern – auch das Bundeshaus sahen

viele Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal!

Heinrich Schlumpf, Klassenlehrer

Ein Schülerbericht …

Nach einer Reise, die etwa eine Stunde dauerte,

kamen wir in der Hauptstadt der Schweiz an. Vom

Bahnhof Bern liefen wir eine Weile bis zur Einstein-

Ausstellung. Dabei gingen wir am Bundeshaus vorbei

und sahen auf den Strassen ein buntes Treiben.

Schliesslich gelangten wir zur Ausstellung. Wir

bekamen Tickets in Form eines Armreifs. Als wir

die Ausstellung betraten, fanden wir einen grossen

Raum vor, in dem man viele Andenken kaufen

konnte. Auch Papphelme und Holzschwerter, mit

denen einige von uns grossen Spass hatten. Wir

machten eine Führung mit einem Mann, der uns

die verschiedenen Stationen von Einsteins Leben

zeigte. Wir sahen unter anderem auch, wo Einstein

geboren wurde, wo er zur Schule ging, wo er studierte,

welche Firma sein Vater hatte und welche

Erfi ndungen Einstein machte.

Seine Experimente und seine Erkenntnisse wurden

uns auch vorgeführt. Es gab auch einen Simulator,

der zeigte, was passieren würde, wenn man mit

Lichtgeschwindigkeit durch Bern fahren würde.

Nach etwa zwei Stunden Führung verliessen wir

das Museum und trennten uns. Einige gingen sich

Einsteins Wohnung ansehen und erzählten uns

wie es gewesen war.

Nach einem Tag in Bern hatten wir einiges über Einstein

gelernt und fuhren mit dem Zug nach Hause.

Jules Hildebrand, 1Gb

27


REISEN

Vor dem grossen Finale

Matura-Reise der 5G nach Kreta

Sommer 2005. Die Ferien sind zu Ende. Jedermann

weiss, jetzt geht es um die «Wurst». Das

grosse Finale steht bevor. Ein Jahr voller Stress,

Strapazen, aber auch Freude, hat begonnen. Ganze

fünf Wochen dauert es noch bis zu den nächsten

Ferien, sprich Herbstferien. Und während dieser

Zeit muss man sich durchbeissen, um die Maturarbeit

zu Ende zu bringen.

Aber halt! Eigentlich haben wir nur noch vier Wochen,

da uns unsere lang ersehnte und wohlverdiente

Maturreise bevorsteht. Mit dem Wissen

im Nacken, dass man im Falle einer verspäteten

Abgabe der Maturarbeit nicht an der Reise teilhaben

darf, ist man natürlich zusätzlich motiviert, das

Ultimatum für die Maturarbeitabgabe einzuhalten.

Viele Nachtschichten müssen eingelegt werden und

zudem stehen auch noch Prüfungen an. Der Stress ist

nun auf dem Höhepunkt. Klimax bzw. Peripetie (wie

es Herr Sauthoff gekonnt bezeichnen würde). Der

lang ersehnte Tag steht bevor. Gewisse kommen relaxed,

mit Sonnenbrille, Badehose, Schläppli und bereits

mit Sonnencrème eingeschmiert an den vereinbarten

Treffpunkt, da sie bereits mit gutem Gewissen

die Maturarbeit abgegeben haben. Bei anderen sieht

es eher so aus (sich in gestresste Lage hineinversetzen):

Die ganze Nacht durchgearbeitet, mit riesigen

Augenringen und Schweisstropfen auf der Stirn.

«Puh, noch schnell die letzte Seite ausgedruckt, die

Tintenpatrone leer gemacht, muss ich mich schleunigst

auf den Weg zur Schule machen, um meine

Arbeit abzugeben, währenddessen die Mutter noch

den Koffer packt.»

Auf die Sekunde genau treffen alle rechtzeitig am

Treffpunkt ein. Denn keiner will das Risiko eingehen,

die lang ersehnte Reise nach Griechenland, genauer

gesagt Kreta, zu verpassen. Gut gelaunt, in voller

Partystimmung schwingen wir uns in den Partybus,

der uns zum Flughafen nach Deutschland bringt.

Auch den Flieger machen wir mit unserer guten

Laune unsicher und stecken sogar den Piloten an,

der beginnt, Loopings zu drehen. Kaum in Heraklion

(Hauptstadt Kretas) angekommen, müssen wir die

Zeit um eine Stunde vorstellen und ein Bus bringt

uns zu unserer eigentlichen Destination, nämlich

Rethymnon «Golden Beach Hotel.» Nun beginnt das

grosse Einquartier-Chaos. Schon jetzt werden die

anderen Gäste auf uns aufmerksam und ahnen nur

Böses. Die ersten Reklamationen folgen sogleich.

Nachdem wir uns alle eingerichtet haben, beginnt

die Superzeit auf Kreta.

Da wir nicht nur zum Spass da sind, haben wir uns

das Ziel gesetzt, auch das Land und die griechische

Kultur etwas näher kennen zu lernen (Gyros essen

bis zum Abwinken und griechisches Bier «Mythos»

trinken). Somit entstehen tolle Ausflüge wie die

Onroad-Scootertour, quer durch das Landesinnere

und die Küste. Einige können vorne hinwegziehen,

da sie das Glück haben, eine tolle 125 ccm Maschine

zu fahren. Andere müssen sich damit abfinden, sogar

von Velofahrern überholt zu werden und bei steilen

Bergpässen schieben zu müssen.

Der Umwelt zuliebe organisieren wir einen Ausflug,

bei dem wir zu Fuss unterwegs sind. Kaum aus

dem Ausgang zurückgekommen, noch in voller

Partystimmung und mit keinem anderen Gedanken

als schlafen zu gehen, müssen wir uns für die

Wanderung zur Samaria-Schlucht (grösste Schlucht

Europas) bereit machen. Durch riesige, faszinierende,

steinige, ja sogar gefährliche Schluchten kämp-

28


fen wir uns durch, bis wir nach etwa vier bis fünf

Stunden – mit unzähligen Blasen an den Füssen – das

uns nun göttlich erscheinende Meer erreichen, welches

für die erfrischende Abkühlung sorgt.

Ein anderer toller Ausflug ist die Fahrt zur wunderschönen

Hafenstadt Chania, in der wir einen aufregenden

Tag verbringen. Damit die Kultur nicht zu

gering auszufallen droht (Party ohne Ende und dies

zählt leider Gottes nicht zur Kultur), erkunden wir

ausführlich die Stadt Rethymnon in der Umgebung

unseres Hotels. Es gibt einen interessanten und lehrreichen

Rundgang durch die engen Gassen mit einem

wunderschönen Essen zum Abschluss. Zwar

kennen wir die Stadt bereits ein wenig, jedoch nur

die Ausgangsmöglichkeiten wie Bars und Discos.

Nach einer Woche voller Abenteuer, Spass, Party

und «Lerneifer», müssen wir leider auch schon, zur

Freude unserer betagten Hotelmitbewohner, abreisen.

Wir danken unseren Leitern Frau Marzia Rubio und

Herrn Lorenz Tobler für die unvergessliche Zeit auf

Kreta!

Jean de Meuron und Alexis Tzikas

29


MATURA

Matura-Arbeiten

Jeweils Ende Januar, mit Beginn des zweiten Semesters,

fällt in den 4. Gymnasialklassen der Startschuss für die

Matura-Arbeiten.

Im vergangenen Schuljahr geschah dies bereits

zum sechsten Mal. Die folgenden Gedanken beruhen

auf meinen Beobachtungen seit Einführung der

Matura-Arbeit im Jahr 2000. Für die einen – und diese

stellen erfahrungsgemäss die grösste Gruppe dar –

beginnt mit dem Startschuss die Suche nach einem

Thema. Einzelne Schüler haben zu diesem Zeitpunkt

schon eine konkrete Idee, was sie im Rahmen ihrer

Matura-Arbeit machen möchten. Wenige haben

bereits vor dem offiziellen Startschuss Teile ihrer

Arbeit in Angriff genommen und stehen in Kontakt mit

einer betreuenden Lehrkraft. Für die meisten jedoch

heisst es nicht nur ein Thema zu finden, sondern

gleichzeitig auch Ausschau nach einer Betreuerin

oder einem Betreuer zu halten. Je nach Bedarf setzt

die Beratung der Schülerin oder des Schülers bereits

in dieser frühen Phase ein, denn gerade in solch

gemeinsamen Gesprächen wurde schon manches

Thema für die Matura-Arbeit gefunden. Dies trifft vor

allem für all jene Schülerinnen und Schüler zu, die

ausser einem gewissen Richtungswunsch noch keine

konkreten Vorstellungen haben. Ebenso gibt es je-

doch Schülerinnen oder Schüler, die sich für so

vieles interessieren, dass die «Qual der Wahl» zum

Stressfaktor wird. Das Interesse am gewählten Thema

der zukünftigen Maturandinnen oder Maturanden bildet

dabei die Basis für eine gute Qualität dieser Arbeit.

Denn ohne echtes Interesse an der Bearbeitung der

Themenstellung ist es für die betreuenden Lehr-

kräfte schwierig, den Schülerinnen und Schülern

bei der Realisierung ihrer Arbeit beratend zur Seite

zu stehen.

Eine gelungene Matura-Arbeit erfordert über eine

längere Zeit einen kontinuierlichen Arbeitseinsatz,

der nicht erbracht werden kann, wenn die Matura-

Arbeit als «störende Verpflichtung» wahrgenommen

wird. Die Chance, sich einmal im Laufe der

schulischen Ausbildung vertieft mit einem selbst

bestimmten Thema auseinandersetzen zu können,

sollte Motivation sein, die Arbeit erfolgreich

in Angriff zu nehmen. Dem ist aber leider bis heute

nicht immer so. Wie wichtig es ist, sich neben der

Schule genügend Platz frei zu halten für ein Hobby,

die Auseinandersetzung mit politischen, gesellschaftlichen

oder auch wirtschaftlichen Fragen, ein

Engagement in der Pfadi, einer Jugend-Organisation

u. Ä. oder eben auch die Beschäftigung mit Fragen

des zukünftigen Berufes, zeigt sich im persönlichen

Bezug der meisten der bisher behandelten Themen

aus diesen Bereichen.

Allzu viele Schülerinnen und Schüler sind gewohnt,

dass ihnen eine Lehrkraft «vorschreibt», was sie

zu tun und zu lassen (am besten: zu lernen) haben.

Der mit Einführung der Matura-Arbeiten geschaffene

Freiraum stellt manche(n) vor Probleme.

An erster Stelle wäre hier das Zeitmanagement zu

nennen. Hier sind die betreuenden Lehrkräfte ganz

besonders gefordert. Dies beginnt bereits bei der

Festlegung der Anzahl Besprechungstermine, deren

zeitlicher Abstand richtig abzuschätzen ist. Wichtig

ist dabei, dass die einmal gesetzten Fristen nicht verstreichen,

vereinbarte Termine konsequent eingehalten

werden und für Gespräche ausreichend Zeit

zur Verfügung steht.

Von keiner Maturandin und von keinem Maturanden

wird verlangt, dass er oder sie ohne entsprechende

Hilfestellung eine Matura-Arbeit verfasst, die als

«genügend» bewertet wird. Art und Weise sowie

Umfang dieser Begleitung sollten zwischen allen

Beteiligten zu Beginn der Arbeit vereinbart werden.

Bei Zweifeln an der Erreichung des Zieles liegt es an

der Betreuerin oder dem Betreuer zu reagieren und

die entsprechenden Schritte einzuleiten.

Die Präsentation der Arbeiten findet Mitte/Ende

November statt. Dieser Moment bildet nicht nur den

Höhepunkt der Maturaarbeit, sondern ist auch für all

die anwesenden Mitschüler und Lehrkräfte jeweils

ein krönender Abschluss dieser vielfältigen und interessanten

Projekte.

Dr. Stephan Sauthoff

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Die Maturandinnen und Maturanden

Name Schwerpunktfach Thema der Matura-Arbeit Berufswunsch

Brückner David Spanisch Epilepsie und PC/TV Chiropraktor, tätig im Management

De Meuron Jean Spanisch Schatzalp Davos – Chance oder Fehlplanung? Jura/Wirtschaft

Duschmalé Lukas Italienisch Nicht-Erscheinen bei Prüfungen als Überlebensstrategie International Affairs

Elke Helena Spanisch Computer-Sucht in Verbindung mit anderen Süchten Jura

Endress Tobias PAM Schulmediation und Konfliktlösungen Physik und Wirtschaft

Erne Jonas Latein Farbpsychologie in der Werbung Theologie

Ferguson Colin PAM Das richtige Einschulungsalter Architekt

Gass Mathieu Italienisch Pränatale Diagnostik? Zahnmedizin

Gehweiler Isabel Musik Todessehnsucht in der Musik Cellistin (Solistendiplom)

Kim Conrad PAM Rauchen und Gastronomie Verwaltungsrat, Börsenspekulant

Liebhart Lisa PAM Orientalischer Tanz (Vorurteile, Kultur, Verbreitung) Psychologie

Maisano Riccardo Italienisch Nachwuchsförderung im Fussball (D–CH) Jura

Musfeld Per PAM Nachwuchsförderung in CH-Eishockeyliga Wirtschaft

Nussberger Gion Spanisch Wie wirkt sich das Verhalten zwischen Mensch Medizin

und Hai auf das Ökosystem aus?

Riva Stephanie Italienisch Reintegration ehemaliger Strafgefangener Zahnmedizinerin

bezüglich Arbeitsfindung

Rudin Cedric PAM Est-ce qu’ils existent en Suisse-romande des Politikwissenschaften

dialectes tels qu’en Suisse-alémanique?

Stöcklin Corinne Spanisch Berufsalltag als Paraplegiker Kommunikationswissenschaft

Turner Edward PAM Integration von Ausländern im Basler Schulsystem Ingenieur

Tzikas Alexis Italienisch Die Meteora-Klöster und ihre wirtschaftliche Jura

Bedeutung für die Region

Zimmermann Christian Latein Symbolik im Film «Dead Man» Journalist

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MATURA

Eintritt in eine

höhere Liga

Liebe Gefeierte,

Liebe Eltern, Geschwister, Gäste

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Der Schlusspfiff ist gestern Mittag gefallen. Das Resultat

steht fest. Der Aufstieg ist gelungen. Seit gestern

sind Sie, liebe Gefeierte, berechtigt, in einer höheren

Liga mitzuspielen. Dazu gratuliere ich Ihnen ganz

herzlich. Ob es das Ende einer Qualifikationsrunde

war und die entscheidenden Spiele noch bevorstehen,

könnte hier länger erörtert werden, gewiss ist

nur: ein wichtiger Schritt ist getan, eine erste Hürde

übersprungen, das Finalspiel liegt jedoch noch in

recht weiter Ferne.

Sie haben sich seit über zehn Jahren auf diesen

Tag vorbereitet, für diesen Erfolg trainiert, bis zum

Schluss gekämpft und gewonnen. Dass einzelne die

Qualifikationsrunde nicht im ersten Anlauf geschafft

haben, ist sehr schade und ich weiss, dass auch ihr

traurig darüber seid. Doch auch jene haben in der

Schlussphase alles gegeben und sind nun trotz eines

vorübergehenden Rückschlages gewiss taktisch

besser vorbereitet für die nächste, entscheidende

Saison.

Die hier zu feiernden Spielerinnen und Spieler haben

sich in den letzten Monaten durch verschiedenste

Techniken und Fertigkeiten ausgezeichnet:

die einen durch geschicktes Am-Ball-Bleiben und

vorausschauendes Stellungsspiel, andere durch

artistische Einzel-Einlagen der Spitzenklasse, wieder

andere durch engagierte Teamarbeit. Ein Teil

der Teams entwickelte seine Meisterschaft in der

raschen Beurteilung neuer Situationen, ging diese

kreativ an und lernte rasch aus begangenen Fehlern,

ein anderer überzeugte durch grosse Spielübersicht,

beherrschte den Raum in seiner ganzen Tiefe und

spielte bei Kontern erfolgreich seine Schnelligkeit

aus. Noch anders die Routiniers: sie hielten sich an

die wohl trainierten Standardsituationen, auf sie war

Verlass bei stehenden Bällen. Doch über alles gesehen

hat wohl die überzeugende Kopfstärke in jeglicher

Spielsituation das Entscheidende zum heutigen

Resultat beigetragen.

Die Trainer taten stets ihr Bestes am Spielfeldrand,

hatten aber gegen Ende manchmal ihre Mühe, alle

auf dem Platz zu halten oder dorthin zu bekommen,

denn recht oft – und gehäuft in der letzten Phase der

Qualifikationsrunde – waren Verletzungen zu beklagen,

die einzelne Spielerinnen und Spieler zu längerer

Abwesenheit vom Spielfeld gezwungen haben.

Spieler und Trainer waren sich auch nicht immer einig,

ob diese Verletzungen schwer genug waren, um

dem Spiel gänzlich und wiederholt fernzubleiben.

Und warum es vor allem für die am frühen Vormittag

angesetzten Spiele schwierig war, ein vollständiges

Team aufzustellen, ist zurzeit Gegenstand interner

Untersuchungen. Als Schiedsrichter wurde ich

dadurch in der letzten Spielphase auch gefordert,

einzelne gelbe Karten waren unumgänglich, um

das Spiel in Fairness weiterzuführen, glücklicherweise

mussten aber die angedrohten Platzverweise

oder gar Stadionverbote nicht ausgesprochen

werden.

Zur Arbeit der Trainer wäre noch viel Technisches

zu bemerken, doch ich verzichte angesichts der begrenzten

Zeit, die mir zur Verfügung steht, Sie mit

solchen Details zu langweilen. Deshalb möchte ich

mich hier aufs Taktische beschränken. Es ist der

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Trainercrew gelungen, die Spielerinnen und Spieler

taktisch optimal auf die Schlussphase einzustellen,

sie kennen ihre Stärken und Schwächen und auch

die Methoden, Erstere geschickt einzusetzen und

sich Letztere nicht anmerken zu lassen. Trotz der

bereits beklagten kurzzeitigen Ausfälle gelang es

bis zum Schluss, stets ein grosses, schlagkräftiges

Team aufzustellen und damit die heute zu feiernden

Erfolge zu erzielen, dies trotz gewisser Widrigkeiten,

die sich durch die Grösse der Mannschaft ergaben.

Denn seitens der Clubleitung wurden Transfers ge-

schickt genutzt, um durch Abgänge entstandene

Lücken rasch wieder zu schliessen. Trotz dieser

durch die Grösse des Kaders höheren Anforderungen,

gelang es den Trainern aber stets, auch die einzelnen

Spieler in ihrer technischen und taktischen

Entwicklung zu fördern. Für diesen Beitrag zum gemeinsamen

Erfolg danken wir auch ihnen heute

ganz herzlich.

Doch was wäre unser Sport ohne Sponsoren, welche

durch ihr immenses Engagement für die einzelnen

Spieler, aber auch für die ganze Organisation

diese Resultate erst ermöglichen. Ihre jahrelange

tatkräftige, finanzielle, ideelle und oft auch selbstlose

Unterstützung unserer Förderarbeit ( – wir dan-

ken für die fristgerechte Bezahlung der vereinbarten

Beiträge –) haben uns und die Spielerinnen und

Spieler motiviert und beflügelt, täglich unser Bestes

zu geben. Auch sie haben heute Teil am Erfolg und

dafür gebührt ihnen unser Dank.

Auch beim weiteren Publikum, den Freunden und

Förderern unseres Sports möchte ich mich bedanken

für deren Unterstützung, die sie uns seit Jahren

durch ihre Tätigkeit als Gönner und ihr ehrenamt-

liches Vereinsengagement zukommen lassen.

Doch zurück zu Ihnen, liebe Gefeierte, Sie alle haben

es geschafft, und sind heute stolz zur traditionellen

Feierstunde versammelt. Auch die alljährlich

nach dem letzten Qualifikationsspiel üblichen

Ausschreitungen sind vorüber und hielten sich

diesmal in Grenzen. Die Umgebung des Stadions

hat sich von den nächtlichen Störungen erholt, die

Aufräumarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen,

die weiteren Feierlichkeiten werden nun im gesitteten

Rahmen verlaufen. Dazu heisse ich alle herzlich

willkommen und wünsche allen Anwesenden

viel Vergnügen und Genuss bei der nun folgenden

Ansprache von Professor Schatz.

Thomas Brogli, Rektor

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MATURA

Bildung ohne

persönliche Vorbilder ist

für mich undenkbar

Liebe Absolventinnen und Absolventen,

verehrte Anwesende

An einer berühmten amerikanischen Universität legte

ein Professor in seiner Ansprache zur Abschlussfeier

der neugebackenen Doktoren einmal folgendes

Geständnis ab: «Wir haben unser Bestes getan,

Ihnen die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft

beizubringen. Trotzdem ist wahrscheinlich die Hälfte

von dem, was wir Sie lehrten, falsch. Leider kann

ich Ihnen nicht sagen, welche Hälfte.» Dieses

Geständnis war keineswegs pessimistisch, sondern

erinnerte nur daran, dass Wissen und Wissenschaft

fast nie endgültig sind. Wissen und Wissenschaft

beschränken sich nämlich nicht auf das Anhäufen

von Fakten, sondern sind eine Denkweise. Sie fussen

in dem Glauben, dass wir die Welt im Prinzip durch

Beobachtung und durch unseren Verstand deuten

und begreifen können.

Heute feiern Sie den Abschluss einer wichtigen

Lebensphase und den Erfolg von vielen Jahren, in

denen Sie sich anstrengen und auf vieles verzichten

mussten. Sie haben heute wohl auch Anlass, all denen

zu danken, die zu Ihrem Erfolg beigetragen haben

– Eltern, Partner, Geschwister und Freunde. Und

sicher ist darunter auch so mancher Lehrer, der Sie

beeinflusst und damit geformt hat. Sie werden erst

nach vielen Jahren so richtig erkennen, wie stark

andere Menschen Sie geprägt haben. Nichts ist

für die Entwicklung Ihrer Persönlichkeit wichtiger

als Menschen, die Sie bewunderten und die Ihnen

für den Rest Ihres Lebens Vorbild sein werden. Ich

selbst hatte das Glück, nicht nur wunderbare Eltern,

sondern auch grossartige Lehrer zu haben, die noch

heute mein Denken und Handeln prägen. Solche

Vorbilder sind vielleicht das Wichtigste, was Ihnen

Ihr Studium gegeben hat.

Natürlich ist auch das Wissen wichtig, das man

Ihnen hier im Gymnasium vermittelt hat, doch könnte

es für Ihre zukünftige Tätigkeit weitgehend irrelevant

sein. Ich selbst habe Chemie studiert, dann

aber als Biologe gearbeitet. Nach meinem Rücktritt

als Professor an der Universität Basel bin ich dann

zum Wissenschaftspolitiker verkommen und habe

als derzeitiger Kolumnist der Basler Zeitung einen

neuen Tiefpunkt erreicht. Mein wichtigster Mentor

in der Biologie war Mediziner, und der Gründer des

Basler Biozentrums, an dem ich lange Jahre arbeitete,

hatte Physik studiert – diese Liste liesse sich

lange fortsetzen. Das Gymnasium hat Sie vor allem

gelehrt, neues Wissen selbst zu erarbeiten. Es hat

Sie gelehrt, Ihrem Gehirn zu vertrauen. Es hat Sie

autonomer gemacht. Autonome Menschen sind

das Ziel jeder Bildung. Was ist Bildung? Es ist das,

was übrig bleibt, wenn man das meiste von dem,

was man in der Schule gelernt hat, wieder vergessen

hat. Weite Kreise unserer Gesellschaft sehen

Bildung als Freipass für Exklusivität und Arroganz.

Echte Bildung ist aber genau das Gegenteil. Sie ist

Bescheidenheit und Offenheit gegenüber Neuem;

sie ein Reinigungsbad, das uns von anerzogenen

Vorurteilen rein wäscht.

Bildung ohne persönliche Vorbilder ist für mich

undenkbar, wobei diese persönlichen Vorbilder

allerdings auch vor Jahrhunderten oder sogar

Jahrtausenden gelebt haben können. Was können

persönliche Vorbilder Sie lehren? Es braucht so viel,

um erfolgreich zu sein: Intelligenz, Zähigkeit, gute

Gesundheit, Organisationstalent, Führungstalent, den

rechten Partner im Leben – und Ehrlichkeit, obwohl es

manchmal schwer fallen mag, dies zu glauben. Wenn

Sie mich nun fragen: was ist das Allerwichtigste?

Dann antworte ich Ihnen. «Mut.» Es braucht Mut,

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neue Wege zu gehen; es braucht Mut, ehrlich zu

sein; und es braucht Mut, allgemein akzeptierte

Ideen zu hinterfragen. Und Mut lernt man nicht durch

Büffeln, sondern durch die Wechselwirkung mit mutigen

Menschen – also mit persönlichen Vorbildern.

Freunde und Bekannte werden Ihnen oft vorwerfen,

dass Absolventinnen und Absolventen von

Gymnasien und Hochschulen arrogant seien und

meinten, alles zu wissen. Leider ist dieser Vorwurf in

vielen Fällen gerechtfertigt, doch hoffe ich, dass er

Sie nicht treffen kann. Erstens lässt uns das gewaltige

Panorama, das uns Wissen und Wissenschaft

eröffnen, nie vergessen, wie wenig wir wissen und

verstehen. Und zweitens liefern sie uns fast nie endgültige

Wahrheiten, so wie dies die Mathematik kann.

Das eingangs erwähnte Geständnis des amerikanischen

Professors hat es gesagt: die wissenschaftliche

Wahrheit von heute kann sich schon morgen als

falsch erweisen. Dies gilt in ganz besonderem Masse

für die heute so gefeierten Naturwissenschaften. Wir

Naturwissenschafter versuchen, uns der Wahrheit

zu nähern und hoffen, dass wir dabei nicht in die falsche

Richtung gehen. Wir können eine Theorie mit

1000 Experimenten bestätigt haben, doch das 1001.

Experiment kann sie eindeutig widerlegen. Dies

sollte uns nicht entmutigen, denn nur die eindeutige

Widerlegung einer Theorie kann unser Wissen

erweitern. Es sind nicht die Wissenschafter, die alles

zu wissen meinen, sondern es sind die Prediger,

Wunderheiler, Wahrsager und Gurus – und diese

wissen auch alles ohne jeden Zweifel. Ich vermute,

dass wirklich gebildete Menschen viel öfter sagen

«Ich weiss es nicht» oder «ich bin mir nicht sicher»

als andere Menschen.

Bildung und Wissenschaft bedeuten aber auch

Toleranz gegenüber dem Fehler. Ich meine hier

nicht den Fehler des Stümpers, sondern den kreativen

Fehler, der jeder neuen Idee und jedem wissenschaftlichen

Durchbruch vorausgeht. Ohne Fehler

gibt es keine Neuerung. Wer keine Fehler machen

will, wird nicht viel Neues schaffen. Ich habe über

den Misserfolg meiner eigenen Experimente keine

Statistik geführt, doch würde ich vermuten, dass

mindestens 95 % meiner Versuche Fehlschläge waren.

Aber in der wissenschaftlichen Forschung, wie

auch ganz allgemein in jeder kreativen Tätigkeit, ist

ein so genannter Misserfolg letztlich nur ein Hinweis

auf den richtigen Weg. Haben Sie Mut zum Risiko

und scheuen Sie sich nicht, allgemein akzeptierte

Dogmen zu hinterfragen. Nur wer gegen den Strom

schwimmt, kann neue Quellen entdecken. Nehmen

Sie sich die Natur zum Vorbild: Wenn die Natur bei

der Entwicklung des Lebens auf unserer Erde nie

Fehler gemacht hätte, wären wir alle in diesem Saal

noch Bakterien.

Wir Menschen brauchen jedoch mehr als nur unseren

Verstand. Bildung und Wissenschaft allein werden

uns nie ganz befriedigen können. Wer sich allein

vom Verstand leiten lässt, wird schnell unmensch-

lich. Wir brauchen auch die Emotion und das Herz.

Hören Sie stets auch auf Ihr Herz, und zwar gleich

jetzt bei der Wahl Ihrer ersten Arbeitsstelle oder

Ihres weiteren Studiums. Natürlich werden Sie sich

alle Angebote ansehen; natürlich werden Sie das Für

und Wider jeder Möglichkeit rational abwägen. Aber

wenn Sie dies alles getan haben, lassen Sie in letzter

Instanz Ihr Herz entscheiden. Ein Studium oder ein

Arbeitsort mag noch so attraktiv sein – wenn Ihr Herz

dagegen spricht, ist es für Sie wahrscheinlich nicht

das Richtige. Ein Berufsleben ist lang, und Sie werden

letztlich nur dann erfolgreich sein, wenn Sie die

Freude trägt. Auch Ehrgeiz und Willenskraft können

Ihnen helfen, doch beide können schnell ausufern und

Ihr berufliches und privates Leben zerstören. Zu viel

Freude hat dagegen noch niemandem geschadet. Ich

wünsche Ihnen, dass Sie das rechte Gleichgewicht

zwischen Ihrem Verstand und Ihrem Herz finden werden.

Dann werden Sie nicht nur autonom und erfolgreich

werden, sondern auch glücklich.

Prof. em. Dr. Gottfried Schatz

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MUSIK

Todessehnsucht in der

Musik – eine Matura-Arbeit

der anderen Art

Am Donnerstag, 16. März 2006 stellte Isabel Gehweiler ihre

Maturarbeit «Todessehnsucht in der Musik» vor.

Es handelte sich dabei um die Vertonung einer

Gedichtkollage, an deren Ausgangspunkt ein praktisch

unbekanntes Werk von Franz Kafka steht. Mit

Bravour bestand die junge Künstlerin ihren Einstand

als Komponistin und Dirigentin.

In ihrer Arbeit hat Isabel Gehweiler versucht, das

Thema Tod von verschiedenen Seiten zu erfassen.

Dabei hat sie auch den Umgang der Gesellschaft

mit dem Thema «Freitod» in die Arbeit mit einbezogen

und mit Gedichten zum Thema Todessehnsucht

erweitert. Abgesehen von einer länger dauernden

Kompositionsblockade sei sie mit der Arbeit gut

vorangekommen, meinte die junge Künstlerin. Sie

habe erfahren, dass zwischen dem künstlerisch

Wünschbaren und dem tatsächlich Machbaren doch

einige Kompromisse eingegangen werden müssten.

Im Rahmen der Präsentation ihrer Maturarbeit

schlüpfte Isabel Gehweiler noch in die Rolle der

Dirigentin. Eine total neue Erfahrung sei dies für sie

gewesen. Dabei seien auch Probleme zutage getreten,

die man als Zuhörerin oder Zuhörer gar nicht

wahrnehme, die Motorik für den Taktschlag scheine

so einfach, wenn man es nicht selber machen müsse.

Als ungeübte Dirigentin sei es sehr herausfordernd

gewesen, jeden Takt für jedes Instrument und

die Sänger immer genau dort beginnen und enden zu

lassen, wie es vorgesehen sei. Dem Orchester, bestehend

aus acht Musikerinnen und Musikern sowie

vier Sängerinnen und Sängern, war auf jeden Fall

keine Unsicherheit anzumerken. Und geklungen hat

es fantastisch!

Am Freien Gymnasium erhielt Isabel Gehweiler den

notwendigen Freiraum, um im Hinblick auf Konzerte

oder Studienwochen die musikalische mit der schulischen

Ausbildung zu koordinieren. Dies mit Erfolg:

Isabel Gehweiler nimmt regelmässig an nationalen und

internationalen Wettbewerben sowohl solistisch wie

auch mit verschiedenen Kammermusikformationen

teil und hat bereits über zwanzig Preise erhalten.

Die junge Cellistin hat im Juni ihre Ausbildung am

FG Basel mit der Maturität abgeschlossen. Wir wünschen

ihr weiterhin alles Gute und viel Erfolg.

Gabriella Ess

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SPORT

Erfolgreiche FG-Schülermannschaften

Ob mit einem kleinen oder einem grossen Ball –

die FG-Schülermannschaften sind auch dieses Jahr

unter den Besten.

3. FG Golf-Schülermeisterschaften

Bereits zum dritten Mal hat das Sportamt BS zu den

städtischen Schülergolfmeisterschaften eingeladen.

Am Mittwoch 5. April 06 im City Golf Bachgraben

geplant (mit 10 FG Teilnehmer/innen), fiel dieser

Termin einem heftigen Schneefall zum Opfer. Wegen

Osterferien und Terminproblemen schien ein Ver-

schiebedatum gefährdet. Nach einigem Drängen

unsrerseits beim Sportamt erhielt das FG die Mög-

lichkeit, am Freitag, 28. April seine internen Meisterschaften

im Pitch & Putt Bachgraben durchzuführen.

Fünf golfbegeisterte Oberstufenschüler duellierten

sich in einer 9-Loch-Runde, und es war bald zu erkennen,

dass in den Reihen der FG-Schüler einige

«Halb-Profis» mitspielten.

Nach weiten Schlägen und präzisem Einlochen stand

folgende Rangliste fest:

Rangliste:

1. Kim Johannes 5G 30 Punkte

2. Yves Vögtlin 1Gb 39 Punkte

3. Stefan Welti 3Ga 43 Punkte

4. Michael Eggenberger 3Ga 45 Punkte

5. Luca Mainardi 3Ga 55 Punkte

Zum Abschluss dieses erfreulichen Anlasses – diesmal

bei idealem Golfwetter – zeigte sich das Sportamt

doch noch recht kooperativ: Alle Teilnehmer erhielten

ein Z`Vieri, ein Erinnerungsgeschenk und die

Erstplatzierten wurden mit schönen Preisen geehrt.

Ein gelungener Anlass, wir freuen uns auf nächstes

Jahr!

Heinrich Schlumpf

Schülerfussballturnier BS/BL, 17. Mai 2006

Die Schülermannschaft des FG erhielt den 2. Rang

bei 49 teilnehmenden Mannschaften. Damit qualifi-

zierte sie sich für die Schweizer Schülermeisterschaften

am 14. Juni in Bern. Die erfolgreiche

Mannschaft erreichte – dank Unterstützung ihrer

Coaches – einen fünften Rang.

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KULTUR

«Mama hat den besten Shit»

Theateraufführung der Klasse 4Gb

Es war ja klar, dass gerade unsere Klasse sich

für ein Theater mit so einem provokativen Titel ent-

scheiden würde. Das Stück von Dario Fo mit dem

Originaltitel: «La marijuana della mama e la pìu bella«

hat es uns sogleich angetan.

Im Stück «Mama hat den besten Shit» geht es um eine

Mutter und einen Opa, welche so tun, als seien

sie haschsüchtig, um Luigi, ihrem Sohn bzw. Enkel

zu zeigen, wie gefährlich Drogen sind. Luigi weiss

natürlich nichts davon, dass es nur Theater ist und

macht sich wirklich Sorgen um seine Mutter und

seinen Grossvater. Er findet es zwar cool selber zu

kiffen, aber als er dann das Gefühl hat, seine Mama

und sein Opa seien süchtig, gefällt ihm das gar nicht

mehr. Im Verlaufe des Stücks gibt es immer wieder

lustige Zwischenfälle und sozialkritische Ergüsse

und auch dem Publikum wird erst am Schluss klar,

dass der Opa und die Mutter das Ganze nur inszeniert

hatten.

Für die Hauptrollen war ziemlich schnell die ideale

Besetzung gefunden. Christian Stoecklin übernahm

die Rolle des Opas, Jacqueline Lehmann spielte die

Mutter und Gregory Läubli den Luigi.

Bei der Besetzung der Nebenrollen gab es auch keine

Schwierigkeiten, nur die Rolle der drogensüchtigen

Freundin von Luigi wurde immer wieder neu verteilt.

Insgesamt hatten drei verschiedene Personen

die Rolle über einen bestimmten Zeitraum hinweg,

schliesslich wurde die drogensüchtige Freundin

dann von Elena Sutter gespielt. In den weiteren

Rollen zu sehen waren: Maurice Müller als Pfarrer,

Dominique Horst als naives Mädchen von nebenan,

Jörn Zerkowski als Mechaniker, Timothy Scott als

Polizist, Adrian Sutter als Kunde vom Mechaniker,

Christian Lori als Leutnant und Lukas Nyffenegger als

sein Lakai, sowie Herr Holzer – unser Klassenlehrer

und Regisseur – in einer ganz kleinen Rolle.

Die anderen der Klasse wurden als Souffleusen, bei

der Band, bei der Licht- und Tontechnik oder auch

beim Getränke- und Brötchenverkauf eingespannt.

Die Probenzeit verlief eigentlich gut, es mussten aber

immer wieder Überstunden gemacht werden. Trotz

den Überstunden war die Stimmung während der

Proben sehr gut und alle haben sich wohl gefühlt.

Ausserdem machte Herr Holzer mit einigen noch

«Einzelproben», damit auch wirklich alle ihre Rollen

beherrschten.

Im letzten Moment bekam die wichtigste Figur im

Stück – la mama – leider das Pfeiffersche Drüsenfieber

und deswegen wurde das Theater um einen

Monat verschoben. Die beiden Theateraufführungen

waren nicht gerade ausverkauft, aber das anwesende

Publikum war doch sehr von der Aufführung angetan

und es wurde viel gelacht.

Das Theater hat sicher den Klassengeist gestärkt

und war alles in allem ein toller Erfolg.

Francisca Bürki

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«Frank V. – oder: Money is a Crime»

Eine Theateraufführung der Klasse 4Ga

2

Leider habt ihr stets vernommen

Dass die Welt nicht nach dem Wunsch der Frommen

Dass die Reichen reich und die Armen arm.

Doch nun lasst den romantischen Quark

Der Mensch ist nicht frei, er lebt im Geschäft

Von Wölfen umstellt, von Hunden umkläfft

Im Kollektiv gefangen

Wird er über Nacht

Um seine Menschlichkeit gebracht.

Seid daher stark

Seht teils als Tragödie, teils als Schwank

Die Komödie einer Privatbank

Die Geschichte des Fünften Frank

Personen: Die ganze Bande

Vom Stift bis zum Prokurist

Ja, selbst den Direktor und dessen Frau

Seht ihr leiden in dieser Schau

Sowie einige Kunden, doch die nur am Rande.

Nicht nur Könige haben‘s arg getrieben

Nicht nur Minister, nicht nur Generale

Wateten durch Blut, stanken Skandale

Ich bin der Personalchef, ich muss es ja wissen

Wir sind die letzten Schurken weit und breit

Nach uns nur böse, öde Ehrlichkeit.

Drum

O Publikum

Freu dich noch ob uns auf Erden

Was jetzt nur schändlich ist, wird unerträglich

werden.

Wag dich selbst zu sehn in unserem Handeln

Die wir wie du auf dieser Erde wandeln

Verstrickt in Börsenstrategie

Stehn wir fürchterlich vor dir

Henker zwar, doch Götter schier

Minder groß und blutig nicht

Als die Helden von Shakespeare.

Ich stelle vor: die neue Direktion

Es lebe Frank der Sechste!

Das alte Sündenbabel

Ward längst zu unrentabel

Es wird nicht mehr gemordet, es wird einkassiert:

Weil nur noch Ehrlichkeit zum fi nstren Ziele führt.

So endet die Geschichte, doch ich, ich ende nicht

1

2

Der ungeheure Sog der Weltgeschäfte

Spült immer wieder mich ans Licht.

Noch fege ich den Boden, doch schon übermorgen

Steh ich an eurer Kasse, fälsche eure Hefte

Und eh das Jahr dem Ende nah

Steh ich aufs neu als Personalchef allgewaltig da

Und komme wieder, wie jetzt wiederkommen

Die einst in dieser Bank ein böses End genommen.

Und dann, Ihr lieben Leut

Ist‘s wieder Henkerszeit

Für alle, die wie wir in Machtsystemen nisten

Und sich mit Mörderlogik selber überlisten

Sei’s hier, sei’s dort, sei’s anderswo

Setzt Namen, Daten, Länder nach Belieben ein

Es stimmt ja leider sowieso.

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JUBILÄUM

Vor dreissig Jahren ...

Der 1. April 1976 war ein denkwürdiger Tag für unsere

Schule. Der damalige Rektor Zwicky stellte mit diesem

Datum als Arbeitsbeginn drei junge Lehrkräfte an.

Der eine, von der Ausbildung her ursprünglich

Primarlehrer, blickte auf eine soeben bestandene

Lehramtsausbildung mit Doktorat in Bern

zurück, während der er bereits seit 1971 verschiedene

Vikariatsaufgaben an unserer Schule

übernommen hatte. Er wurde provisorisch als

Fachlehrer für Biologie, Chemie und Geographie

angestellt. Sein Markenzeichen wurden neben seinem

gemütlichen Bernerdialekt denn auch bald

seine wohligen Pantoffeln, mit denen er sich in den

Unterrichtsstunden bewegte ...

Der andere, von Herkunft und Dialekt her ein Ost-

schweizer aus Neuhausen am Rheinfall (als Ost-

schweizer betrachtet man hier alle, die östlich von

Basel aufgewachsen sind ...) zudem mit Studium in

Zürich, hatte gerade deswegen – vielleicht auch auf

Grund der Fächerkombination Mathe/Physik und

Astronomie – einen etwas schwierigeren Einstand,

der bald in freundschaftliche Anerkennung umschlug,

als sich herausstellte, dass man auch am Oberlauf

des Rheins etwas von Jassen und Fussball verstand.

Dem Dritten fiel der Anfang wesentlich leichter: einerseits

wurde er vom Rektor schon fast für diese

Aufgabe berufen, andererseits barg sein jugendliches

Alter von gerade zwanzigeinhalb Jahren ganz

andere Vorteile im Umgang mit den nur wenig jüngeren

Schülerinnen und Schülern. Seine von Anfang

weg grosse Beliebtheit fusste laut Rektor Max

Sommer auf seinem pädagogischen Naturtalent

oder wie andere – etwas bösartigere – Quellen betonen,

auf seinem ausgesprochenen Charme – dem

zunächst der weibliche Teil der Schülerschaft kaum

widerstehen konnte, später die Mütter erlagen –

und der, wenn er bei uns pensioniert werden sollte,

wahrscheinlich noch bei den Grossmüttern seine

nachhaltige Wirkung zeigen wird. Wie anders ist es

aus heutiger Perspektive zu erklären, dass diesem

Lehrer – zunächst für Französisch in einer Klasse

angestellt – nach einem Monat bereits eine zweite

Klasse und nach drei Monaten eine dritte Klasse anvertraut

werden konnte?

In der Folge unterrichteten die drei Kollegen in den

drei Abteilungen Realschule, DMS und Gymnasium

ihre Fächer, wurden schon bald integriert und akzeptiert

und erarbeiteten sich so ihren Anteil am eisernen

Bestand der FG-Lehrerschaft. Doch in der Folge

kreuzten und berührten sich die Karrieren dieser drei

geschätzten Kollegen immer wieder, weswegen ich

in dieser vernetzten, vielleicht etwas verwirrenden

Erzählweise verbleiben möchte.

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«Finken-Urs» Schneider wirkte über Jahre als stiller

Arbeiter, Fach- und Klassenlehrer im Hintergrund,

aber auch als langjähriger Präsident der Lehrerschaft

ULK (Unabhängige Lehrerkonferenz) – hier wäre

vor allem an die «Hofer-Episode» im Jahr 1992 zu

erinnern, wo er zusammen mit Beat Wyss zur berüchtigten

Abschussliste, der «Zehnerbande» gehörte,

die schliesslich den Rücktritt von Rektor und

Schulvorstand erwirkte. Nach dem Weggang von

Chemielehrer Heinz Göldi wurde Urs Schneider neben

seinem Biologie-Lehramt zum Chefchemiker

des FG. Seit Jahren vertritt er unsere Schule zusammen

mit dem Rektor auch bei der kantonalen

Maturitätskommission.

Heiri Schlumpfs Karriere gipfelte bereits 1981 in

seiner Wahl zum Konrektor des Rektoratsduos

Reinhardt/Sommer. Dieses Amt übte er zehn Jahre

lang mit seinem Flair für Fairness und Korrektheit und

mit viel Engagement aus, bis er – obwohl zu weiterer

Karriere aufgefordert – sich, bis auf ein späteres kurzes

Einspringen in Schulleitungsaufgaben, wieder für

seine Lehraufgabe entschied. Hunderten von Schülern

blieb er seither als beliebter Mathematiklehrer («Null

isch nid nüüt») in Erinnerung, der es immer wieder

fertig brachte, schwächeren Schülern den berühmten

Knopf zu lösen und eine Reihe von hochbegabten

Naturwissenschaftlern nachhaltig zu fördern.

Beat Wyss blieb noch über Jahre dem «Junglehrer»-

Image treu, was er, wie zahlreiche Anekdoten belegen,

die den Rahmen hier sprengen würden, sichtlich

und sinnlich auch genoss. Sein Ziel, betonte er

noch Jahre lang, sei es nach wie vor nicht, Lehrer

zu werden. Doch 1992 stimmte er dann doch zu, als

ihn Max Sommer nach der Wiederaufnahme seines

Amtes als Rektor zur Übernahme der Aufgabe eines

Konrektors anfragte. Dieses Amt übt er bis heute

mit grossem Engagement und einem riesigen Erfahrungsschatz

aus. Er wird in der Folge zum Initianten

und «Vater» der Talenta und der neuen Primarschule

und leitete vor meiner Amtsübernahme die Schule

während fast eines Jahres praktisch alleine.

Viel wäre über alle drei oder jeden einzelnen noch

zu berichten, etwa über Heiris grosses Sportengagement,

den «brennenden Urs» im Chemielabor, erfolgreiche

Ski- und Klassenlager, den «Teil-Absprung»

von Urs ans Kirschgarten-Gymnasium, Heiris legendäre

Geburtstags-Jassturniere im Januar, die Auftritte

Beats als Barkeeper und Star-Band-Sänger an

zahlreichen Schulfesten, doch soll hier vor allem noch

genug Platz und Zeit verbleiben, allen dreien herzlich

zu danken für ein Lehrerleben voller Engagement und

zum Wohle unserer Schule, ihrer Schülerinnen und

Schüler und für viele unvergessliche Erlebnisse. Ich

wünsche Euch auch in den kommenden Jahren noch

gute Gesundheit und viel Befriedigung in Eurer wichtigen

Aufgabe.

Thomas Brogli, Rektor

41


ABSCHIED

Ein junger Mann mit

Schnauz

Beim Betrachten der Videos zur Hundertjahrfeier

unserer Schule fällt mir eine Sequenz besonders auf,

so dass ich zurückspule.

Ein sich hin- und herbewegender Kolben, der eine

Pleuelstange antreibt, ist Gegenstand des Interesses

zweier Personen: links im Bild ein etwa sechzehnjähriger

Junge, der vornüber gebeugt das mechanische

Schauspiel verfolgt – zu seiner Rechten ein

junger Mann mit Schnauz, der mit dem Finger die

Funktionsweise erklärt. Und beim ganz genauen

Hinschauen kommt mir diese Person auch bekannt

vor: Das muss er doch

sein, ja, er ist es, René

Jantz in jungen Jahren!

Doch kann das sein?

So gegen die vierzig,

schätze ich. Und wenn

ich zurückrechne, beginne

ich zu zweifeln,

1989 muss René bereits

48 sein! Doch meine

Rückfragen bei denen,

die es wissen müssen,

bestätigen: es ist eine

der ersten Aufnahmen

von René, wie wir ihn

seither alle kennen und

schätzen gelernt haben.

Im Hintergrund ist

sein Reich zu erkennen,

wie immer geordnet und gepflegt, wo in den vergangenen

25 Jahren so viele unvergessliche Dinge

entworfen und mit unglaublichem Engagement für

die Sache und Liebe zum Detail entstanden sind:

Kästchen, Schränke und Regale, Velos in jeglicher

Ausführung, Spielautomaten fürs Schulfest, ja ganze

Zimmereinrichtungen gehen auf seine Initiative

zurück – das Kirschgärtli als Bijou, die Mensa-

Trennwände als Höhepunkt.

René, wir verdanken dir vieles, die Liste vollständig

zu machen, masse ich mir gar nicht an, denn sie

würde dir nicht gerecht, sie wäre stets unvollständig.

Sie könnte die Zeit – nach dem Feierabend, am

Wochenende und in den Ferien – und deine Freude

an der Sache nie richtig wiedergeben. Dass es dir

eben Freude und Spass mache mit jungen Menschen

und für eine gute Sache zu arbeiten, hast du stets betont,

wenn man versucht hat, dir für deinen Einsatz

zu danken. Und diese Antwort glaubt man dir. Denn

wer hat René je verärgert oder griesgrämig erlebt?

Deine ansteckende Freude bildete auch Grundlage

deiner Tätigkeit als Werklehrer, wo du Generationen

von Schülerinnen und Schülern gelehrt hast, nicht

bloss den Kopf, sondern mit Sinn für das Schöne und

Praktische auch die Hände zu gebrauchen.

Darum nochmals vielen Dank von allen und der

Wunsch, dass dir noch viele aktive Jahre beschieden

sind und du dich vielleicht auch noch hie und da

am Freien Gymnasium blicken lässt, es gäbe ja noch

viel zu tun ...

Thomas Brogli, Rektor

42


The Good Fortune of

Living and Teaching in

Switzerland

The school year 2005/06 was an amazing experience

for both of us, Candice Higgs and Kaye Egan, two

educators from the Durham District School Board

near Toronto, Ontario.

We arrived in Basel in early August, 2005 and settled

into life in Muttenz to prepare for the opening of

school. Neither of us spoke any German so we had

to rely on the language skills of the Swiss to assist in

our shopping and tram travel, and everyone was most

helpful! We did take German lessons through the FG

«Lernfit» program to help us better understand the

Swiss culture and to continue our own commitment

to lifelong learning. After meeting with the school

administrators, Thomas Brogli and Beat Wyss, we

prepared for teacher training sessions and classroom

lessons. Kaye had been to FG twice in previous

years to provide staff training on Cooperative

Learning. With this training and background FG

had begun its process of becoming a Professional

Learning Community with a school climate of continued

Professional Growth. Our focus for the 2005/2006

year was a continuation and extension of what teachers

had been doing for several years. Teachers

were so receptive and enthusiastic and the weekly

staff development sessions were a pleasure for us to

deliver.

Kaye also had English classes with the PG’s and enjoyed

the delights of being in the classroom. Candice

taught Sport to PG, mus and Ük classes, worked in

the Gymnasium Physics classroom and did Primary

Science in Betreuung. Her experiences working with

the FG staff and students were most rewarding.

As we reflect on our year at FG, we continue to be

impressed by the dedication of teachers and administrators

and by the commitment and involvement

of so many parents. We enjoyed being a part of the

FG Professional Learning Community that supported

student learning and teacher professional growth.

«Thank you» to everyone who made our year so

memorable. We miss you. We are better educators

having spent a year at Freies Gymnasium Basel.

Sincerely,

Kaye Egan and Candice Higgs

NACHRUF

Kapitän auf

der Kommandobrücke

Max Sommer trat 1975 eine Lehrerstelle im Freien

Gymnasium (damals noch Freie Evangelische

Schule) an. 1980 übernahm er zusammen mit seinem

Konrektoratskollegen Reinhardt das Rektorat

in Doppelbesetzung. 1991 legte er dieses Amt

nieder, um sich wieder ganz dem Unterricht zu

widmen. Als aber eine Nachfolgeregelung nach

kurzer Zeit scheiterte, liess er sich bewegen,

vorübergehend an seinen Posten zurückzukehren.

Aus dieser Interimslösung wurden schliesslich

acht zusätzliche Jahre im Rektorat. Im Jahr

2000 trat er endgültig als Rektor zurück und 2004

schied er auch aus dem Schuldienst aus.

Max Sommer hat sich als Kapitän des FG’s gesehen,

der bei jedem Wetter auf der Kommandobrücke

steht und er hat sein Schiff über eine

ganze Generation lang durch ruhiges wie

bewegtes Wasser gesteuert. Er behielt auch

in stürmischen Zeiten einen klaren Kopf; seine

wohlwollende Art der Schülerschaft und

dem Kollegium gegenüber wurde von vielen ge-

schätzt. Verbesserungsvorschläge aus der Lehrerschaft

bezüglich der Schulqualität aber auch persönliche

Anliegen trafen bei ihm auf offene Ohren,

wenn sie seiner Meinung nach dem FG dienten.

All die vielen belastenden Jahre im Rektorat hinterliessen

tiefere Spuren, als mancher von uns

und auch er selber dachte. Leider verliessen

ihn nach seinem Rücktritt als Rektor so rasch

die Kräfte, dass er noch vor seinem wohlverdienten

Ruhestand diese Welt verliess. Allen

im Kollegium, die jahrelang mit ihm zusammengearbeitet

haben, bleibt er als fröhlicher und

geistreicher Kollege und Vorgesetzter in guter

Erinnerung.

Urs Schneider

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45


EVENTS

«E Fescht gitt’s» – s’FG 30 Johr

am Scherkesselwäg

Wie die Zeit doch vergeht! Wer täglich durch

unser Schulhaus geht, wird kaum mehr das brandneue,

topmoderne Gebäude von 1975 vor Augen haben.

In der Zwischenzeit versteckt sich das Haus hinter

hohen Bäumen und Büschen, an einigen Stellen hat

auch der Zahn der Zeit genagt. Welche Bedeutung

dem Bau des neuen Schulhauses zur damaligen Zeit

zukam, zeigt sich darin, dass die Baugeschichte im

Basler Stadtbuch von 1975 dokumentiert wurde. Dort

ist auch nachzulesen, dass der Umzug in das neue

Schulhaus mit einem grossen Fest begangen wurde.

In Erinnerung an diese Zeit und in Freude darüber, dass

sich das FG weiterhin grosser Beliebtheit erfreut –

das Schulhaus platzt mit über 400 Schülerinnen und

Schülern auch schon bald aus allen Nähten – wollte

das FG dieses Jubiläum nicht sang- und klanglos an

sich vorbei gehen lassen und lud zum Fest ein.

Die Feste am FG sind immer ein grosses Ereignis und

weitherum bekannt. Im Mittelpunkt steht in der Regel

eine musikalische Produktion. So auch in diesem

Jahr. So blieb man, 30 Jahre zurückblickend, mit dem

Musical «Tommy» der britischen Rockgruppe The

Who aus dem Jahre 1969 ganz im Zeitgeist. Tommy,

die zentrale Figur dieses Musicals, wird zu einer

messianischen Führergestalt, deren Fall aber vorprogrammiert

ist, als er sich der Kommerzialisierung

entzieht und nur sich selber sein will. Ein Thema also,

welches trotz des Alters des Stückes an Aktualität

nichts eingebüsst hat. Dank unseren engagierten und

in schuleigenen Bands organisierten Schülerinnen

und Schülern konnte dieses ambitiöse musikalische

Vorhaben auch umgesetzt werden. Bemerkenswert,

wie die schwierigen Gesangsrollen gemeistert wurden.

Die Begeisterung bei dem zahlreich erschienen

Publikum war entsprechend gross. An beiden Tagen

waren die Vorstellungen in der grossen Turnhalle nahezu

ausverkauft.

Die Gänge des FG zeigten sich am Fest als kulinarischer

Dauerlauf. Angefangen bei der Pasta-Bar

des Elternzirkels, wo man sich auf buntbemalten

Klosetts sitzend auf das Fest einstimmen konnte,

vorbei am Hotdog-Stand, der griechischen Taverne,

der El-Wyss Bar, am Ehemaligen-Corner bis zum

Chinesen konnte man sich mit Köstlichkeiten aus allen

Herren Länder verpflegen. Süsses gab es wie immer

im Kirschgärtli, wer es lieber gesünder mochte,

konnte sich an der Saftbar mit Drinks in exotischen

Farben überraschen lassen. Die Nachtschwärmer

verzogen sich in die Mensa zur Nachtschwärmerbar

der jungen Ehemaligen. Dort konnte man auch zu

70er Jahre-Hits abtanzen, was die Beine zu leisten

vermochten. Vorgängig gab es nämlich noch

Tanzunterricht klassischer Art. Erstaunlich, wie viel

Begeisterte sich zu einem Swing oder Tango hinreissen

liessen. Manche legten einen ordentlichen

Tanzschritt hin, andere mussten noch unter der fach-

46


kundigen Leitung eines extra engagierten Tanzlehrers

ein bisschen am Schwung üben.

Rund ums Fest gab es noch viele weitere Aktivitäten. In

der Turnhalle konnten Mutige in allerlei akrobatischen

Übungen wie Harassenklettern oder Balancieren in

luftiger Höhe ihren Mut unter Beweis stellen. Die

Tombola konnte dank grosszügigen Spenden mit

tollen Preisen trumpfen. Keine Blumentöpfe, sondern

Fernseher, Reisegutscheine, Füllfederhalter

und vieles mehr gab es zu gewinnen. Andernorts

wurde gebastelt, gespielt, Kerzen gezogen, es wurden

Filme gezeigt, Haare gestylt und noch vieles

mehr. Für Gross und Klein und jeden Geschmack

bot sich Unterhaltung bis spät in die Nacht.

Dem Thema «30 Johr am Scherkesselwäg» entsprechend

bot eine «Retrospektive» Dias aus vergangenen

Jahren. Da tauchten Bilder auf von ehemaligen und

gegenwärtigen Lehrern und Lehrerinnen, man erkannte

Kolleginnen und Kollegen wieder aus der Zeit, als

man selber hier zur Schule ging. Es gab viele «weisch

no ...» mit einem bisschen Wehmut durchsetzt.

Ein solches Schulfest ist nur durch den Einsatz aller

möglich. Einmalig an unserer Schule ist, dass alle

mitmachen und so zum Gelingen beitragen, Lehrer

und Lehrerinnen, die Verwaltung und die Schüler und

Schülerinnen. Auch wenn man es manchmal liebend

gerne hätte bleiben lassen, sich noch mehr Arbeit

neben dem täglichen Business aufzuladen, obsiegt

am Schluss doch stets die Freude und Begeisterung,

gemeinsam ein tolles Ziel erreicht zu haben. Schaute

man in all die fröhlichen Gesichter, war klar: ein gelungenes

Fest!

Gabriella Ess

Rückblick auf das Schuljahr 2005/06

27. August 2005 Das FG läuft am City Marathon

29. August 2005 Diplomverteilung Cambridge for Young Learners

7. September 2005 Klavierkonzert mit Anastasia Voltchok

20. September 2005 Sporttag

27. September 2005 Flohmarkt Primarschule und Talenta

1. November 2005 Tag der Kinderrechte UNO

11./12. November 2005 Schulfest und Musicalaufführung «Tommy»

Dezember 2005 Adventsmarkt Elternzirkel

22. Dezember 2005 Weihnachtsfeier in der Gellertkirche

26./27. Januar 2006 Theateraufführung 4Ga

16./17. Februar 2006 Theateraufführung der 4Gb

22. Februar 2006 FG-Tischtennismeisterschaften Oberstufe

24. Februar 2006 Fasnachtsumzug Primar und Talenta

23. März 2006 Musikalische Vernissage der Projektarbeiten 3mus

29. März 2006 FG-Tischtennismeisterschaften Primar und Talenta

30. März 2006 Osterlesenacht Primar und Talenta

4. April 2006 Ostermarkt des Elternzirkels

4. April 2006 Musikalischer Feierabend

5. April 2006 FG-Schülergolfmeisterschaften

2. Mai 2006 Instrumentalvorspiel aus dem Musikunterricht FG

11. Mai 2006 Wandertag

12. Mai 2006 Variétéaufführungen der Primar und Talenta

17. Mai 2006 Schülerfussballmeisterschaften BS/BL

8./9. Juni 2006 Abschlussaufführung der 5mus

15./16. Juni 2006 Musical und Abschlussfeier 3Pa

23. Juni 2006 Maturfeier im Rathaus

29. Juni 2006 Abschlussfeier 3Pb und 3Pc

30. Juni 2006 Abschlussfeier der 5mus

47


ELTERNZIRKEL

Le cercle des parents

En décembre 2004 le «Cercle des Parents» a vu ses

jours. Le but premier de sa création était de motiver un

travail de coopération entre les parents, le corps

enseignant et les élèves.

Les mots clés et les principes de ce cercle étaient:

«sentiment d’appartenence», à l’école et à ces buts, et

«travail cooperatif» avec et dans le Freies Gymnasium

(FG). Les buts se focalisaient autour du soutien de certaines

activités scolaires, le sponsoring et la realisation

de projets ponctuels et concrets.

Un groupe de parents très motivés et disponibles a

participé depuis le début à développer «l’esprit» de

ce Cercle des Parents (CdP) ou Elternzirkel.

Tant était petit le cercle, tant étaient variées les idées.

De ce fait le CdP a tout-de-suite grandi dans l’ampleur

de ses activités. Plusieurs ont été les évènements

tout au long de l’année que le CdP a realisé ou tout

simplement accompagné.

Notre «course» a commencé tout juste à la rentrée

avec le «1. Basler Marathon». A cette occasion nous

avons animé un buffet de «café-gâteaux» en collaboration

avec Helvetia Patria et l’équipe de cuisine

du FG.

Peu après c’était à l’heure du Baptême du nouveau

piano dont nous avons soigné la déco et dans la

même semaine nous avons organisé un «Marché

aux Puces» avec, entre autre, la participation d’un

«Charriot à Marrons» ... qui a beaucoup plu aux

enfants, petits et grands!

La «Fête du FG version 2005» célébrait les trente ans

du bâtiment du «numéro 30 Scherkesselweg». Notre

équipe répondait encore une fois à l’invitation –

anniversaire oblige – avec un «Pasta Bar» et le

«Wonderful Cocktails bar» (W.C.) fraîchement crée

pour l’occasion avec la participation et le précieux

travail de deux équipes de la «Betreuung».

C’est décembre – et St. Nikolaus et là, prêt à l’appel! Il

a rencontré les enfants de la section primaire comme

par hazard, lors d’un matin brûmeux, sur les collines

du «Grün 80», sans toutefois oublier les grands! 460

«Grättimännchen» ont été livrés ce jour-là!

Notre «Marché de l’Advent» a parfumé l’école de

senteurs de Noël et de sentiments de fête amicaux.

Nous avons accompagné le «Concert de Musique

Classique» et les «Mélodies Pop and Rock» du FG

avec café-gâteaux-biscuits ainsi qu’avec nos notes

de couleur en harmonie avec parfums du printemps.

Le «Tournois de ping-pong» et le «Tournois de foot»

ont profité de l’encadrement sportif d’un «Z’vieri»

riche et varié.

Le «Marché de Pâques» de cette année a amené une

forêt de compte de fée pleine de lapins, coqs, poules

et fleurs ... pour la joie des petits, de moins petits, des

dames et des seigneurs!

A la fin c’était un «Merci» de mise. Corps enseignant,

secrétariat et équipe de cuisine étaient conviés a ce

«Must» que, vu la deuxième édition, devient une tradition.

Une «Piazza» italienne avec le flair du «dolce

far niente» et ses gourmandises nous ont permit de

rendre un «Grazie» à ceux qui passent beaucoup de

temps avec nos enfants. N.B. treize élèves nous ont

aidé à servir soixante personnes avec un menu de

cinq portées!

Notre petit groupe du CdP reste toujours très motivé

et se rencontre une fois par mois. Ensemble nous jetons

nos bases, examinons et organisons nos buts.

Nous fonctionnons selon un double mandat. D’un côté

nous organisons des évènements pour recueillir

des fonds. De l’autre côté nous soutenons des activités

scolaires déjà agendées avec notre présence et

notre travail.

Après avoir fait une donation à la «salle de musique»,

notre but principal tout le long de cette année scolaire

reste le soutien de l’ouverture de la bibliothèque

scolaire.

Nouvelles personnes, idées, aides et nouveaux soutiens

sont toujours les bienvenus.

Travail commun avec un accent de coopération, restent

nos engagements et gratifieront, nous l’espérons,

nos buts proches et lointains.

Monica Koch-Spinelli

48


KINDERRECHTE

Kinderrechte,

Menschenrechte

Am FG haben sich Schülerinnen und Schüler mit Ver-

treterinnen der UNO und der Abteilung Koordination mit

der UNO des eidgenössischen Departements für

Auswärtiges zur Diskussion über Kinder- und Menschenrechtsfragen

getroffen.

Erstmals in der Welt fand im November 2005 am FG

Basel eine vertiefte Begegnung von Kindern und

Jugendlichen mit Vertreterinnen der UNO statt.

Bruna Faidutti, Direktorin der «World Federation

of United Nations Associations» (WEFUNA) begab

sich mit zwei Mitarbeiterinnen ins FG, um eine von

Englischlehrerin Nonnie Florack mit Primarlehrkräften

und den Schulkindern zusammen erarbeiteten

Unterrichtseinheit zu besuchen. Schwerpunkt des

Unterrichtssegments waren die Kinderrechte. Die

Schülerinnen und Schüler thematisierten in einem

Rollenspiel ihre Wünsche und Vorstellungen, die

sie auf Kartonherzen festhielten. Die Herzen nahm

Bruna Faidutti dankend entgegen. Sie versprach den

Kindern, ihre Anliegen, die sie alle als berechtigt anerkannte,

ernst zu nehmen und in das Wirken der UNO

einfliessen zu lassen. Die Kinder lernten, dass sie international

anerkannte Rechte, wie z.B. das Recht

auf einen Namen, auf eine Nationalität, auf Essen

und Trinken, auf Bildung und Spiel, auf ein Dach über

dem Kopf und einige mehr haben. Es sei das Ziel ihrer

Arbeit, dass diese Kinderrechte weltumspannend

durchgesetzt werden, erklärten die UNO-Frauen.

Vor allem Fragen der Menschenrechte standen in

den zwei Unterrichtseinheiten der beiden oberen

Schulstufen im Vordergrund. Hier schalteten sich

auch die aus Bern angereisten Barbara Schmid und

Simon Pidoux von der Abteilung Koordination mit der

UNO des EDA ein.

Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit,

sich ihre Fragen von kompetenter Seite beantworten

zu lassen. Sie hielten auch nicht hinter dem Berg mit

Vorschlägen, Anträgen und mit Kritik, wie die UNO

noch mehr zur Durchsetzung der Menschenrechte

tun kann.

Insgesamt hinterliess das Treffen von Schülerinnen

und Schülern verschiedener Stufen mit hohen

Verantwortlichen der UNO und des EDA einen nachhaltigen

Eindruck. Beide Seiten profitierten voneinander.

Der Wissensstand der Heranwachsenden über

die Organisation, die sich weltweit für die Erhaltung

des Friedens, der Kinder- und der Menschenrechte

einsetzt, wurde merklich verbessert, was der

Zielsetzung der Schulleitung entsprach.

Hans-Peter Lager

49


EHEMALIGE

Eine grosse Familie –

FG-ler gestern, heute, morgen

Wenige Jahre nach der Gründung der Freien Evange-

lischen Schule Basel im Jahre 1889, heute Freies

Gymnasium, wurde die Vereinigung der Ehemaligen der

Freien (VEF) ins Leben gerufen.

Ihr Ziel und Zweck war es damals und ist es heute,

dass die ehemaligen Schülerinnen und Schüler, aber

auch die Lehrpersonen nach Abschluss der Schulzeit

im Freien Gymnasium weiterhin Kontakt zur Schule

und untereinander pflegen können.

Die Vereinigung der Ehemaligen nimmt innerhalb des

FG einen festen Platz ein und ist mit mindestens einem

Mitglied im Schulvorstand vertreten.

Seit langer Zeit leistet sie immer wieder finanzielle

Unterstützung, um den Schulalltag im FG noch

angenehmer zu gestalten. So werden jedes Jahr

Absolventinnen und Absolventen mit Preisen honoriert

und das Lehrerzimmer wird täglich mit der

BaZ bereichert. An der GV des Schulvereins offerieren

die Ehemaligen den Apéro und anlässlich

des 100-jährigen Jubiläums im Jahre 1989 stifte-

te die Vereinigung einen Brunnen. Ferner wurden

verschiedene Beiträge zur Subventionierung von

Fächern mit geringer Schülerzahl ausgeschüttet, für

den Musikunterricht eine Bibliothek mitfinanziert und

Sportereignisse gesponsert. Für den naturwissenschaftlichen

Unterricht wurde ein Beamer gespendet.

Der neue Flügel wurde zu einem grossen Teil von

der Vereinigung der Ehemaligen bezahlt.

In der Politik, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft

sowie in weiteren Zweigen des Berufslebens stehen

unsere Vereinsmitglieder oft an vorderster

Front. Stellvertretend für alle sei unser diesjähriger

Bundespräsident, Moritz Leuenberger, erwähnt.

Die Vereinigung der Ehemaligen ist also in unserem

FG sehr präsent und spielt eine wichtige Rolle.

Ehemalige Schülerinnen und Schüler, ehemalige

Lehrerinnen und Lehrer jeden Alters kommen regelmässig

zusammen; sie besuchen Schulanlässe,

begegnen sich an Festen an der Ehemaligen-Bar,

versammeln sich an der GV im FG und essen zu-

sammen am Stammtisch in der Kunsthalle. Gemeinsame

Erinnerungen prägen die langjährigen

Freundschaften, die sowohl im beruflichen als auch

im privaten Umfeld zum Tragen kommen.

Das FG gestern, heute und morgen: eine grosse

Familie, man kennt sich, man trifft sich, man bleibt

untereinander verbunden. Möchten auch Sie dazu-

gehören? Wir freuen uns auf Ihre Mitgliedschaft.

Informationen erteilt:

H.-Ueli Gubser

Freies Gymnasium

Scherkesselweg 30

4052 Basel

Tel./Fax: 061 692 37 25

E-Mail: vicochghp.hug@bluewin.ch

50


SCHÜLERZAHLEN

Entwicklung der Schülerzahlen

Schuljahr 2003/04 Schuljahr 2004/05 Schuljahr 2005/06

M W Total M W Total M W Total

Talenta 13 1 14 12 1 13 10 2 12

Primarklassen 28 16 44 35 17 52 37 18 55

Übergangsklasse 8 7 15 11 8 19 12 6 18

Musiksekundarschule

1. Klasse 9 1 10 5 7 12 8 2 10

2. Klasse 6 5 11 7 4 11 6 7 13

3. Klasse 11 5 16 6 5 11 8 6 14

4. Klasse 11 10 21 12 5 17 7 4 11

5. Klasse 8 7 15 7 11 18 12 5 17

Total 45 28 73 37 32 69 41 24 65

Progymnasium

1. Klassen 19 11 30 20 9 29 23 12 35

2. Klassen 26 7 33 26 15 41 24 14 38

3. Klassen 28 13 41 27 10 37 31 16 47

Gymnasium

1. Klassen 15 11 26 22 17 39 22 6 28

2. Klassen 21 22 43 14 10 24 22 21 43

3. Klassen 15 8 23 18 18 36 11 13 24

4. Klasse 13 9 22 18 5 23 18 18 36

5. Klasse 7 11 18 10 9 19 17 5 22

Total 144 92 236 155 93 248 168 105 273

Gesamttotal 382 401 423

Kanton Basel-Stadt 122 132 141

Kanton Basel-Land 201 202 204

Übrige Kantone 46 52 61

Ausland 13 15 17

51


PERSONEN

Vorstand

des Vereins Freies Gymnasium Basel

Präsident

Sven Hoffmann,

Dufourstr. 25, Postfach 325, 4010 Basel

Pädagogische Kommission

Claudine Stöcklin-Pilicier, Jurastr. 12, 5000 Aarau

Antje Bauer, Alte Poststr. 12, D-79597 Schallbach

Daniel Brunner, Obere Dorfstr. 8a, 4126 Bettingen

Erwin Veith, Minervastr. 6, 4302 Augst

Finanzkommission

Georg Kähny, Peter Merian-Strasse 28, 4052 Basel

Dr. Michael Pfeifer, Arabienstr. 17, 4059 Basel

Dr. Karl Schweizer, Dörnliweg 25, 4125 Riehen

Vertretung der Lehrerschaft im Vorstand

Katharina Schlup

Peter Tritschler

Schulleitung

Pädagogische Schulleitung

Thomas Brogli, Rektor

Beat Wyss, Konrektor

Céline Robé, Leiterin Basisstufe und Primarschule

(ab Februar 2006)

Erweiterte Schulleitung

Daniela Borer (seit Mai 2006),

Buchhaltung und Finanzen

Urs Philippe Hug, Liegenschaftsverwaltung,

Lohn- und Personalwesen

Gabriella Ess, Öffentlichkeitsarbeit

Schulleitungsassistenz

Ursula Pecinska / Ursula Abrecht (ab Februar 2006)

Schulsekretariat

Brigitte Capeder, Schulsekretärin

Christina Tzikas

Ruth Urich

Hauswart

Andreas Gutknecht

Lehrerschaft

Paul Bader, Latein

Dr. Gerard Batts, Biologie bilingual

Martina Bernasconi, Deutsch

Esther Bohrer Brogli, Wirtschaft und Recht

Thomas Brogli, Deutsch, Geografie

Tobias Bucher, Wirtschaft und Recht

Anne C. Bruggmann, Werken Primar

Kaye Egan, Englisch, Cooperative Learning

Beatrice Eha-Plüss, Mathematik, Sport

Ulf Ekhard, Französisch, Englisch

Jasmin El-Sonbati, Französisch, Italienisch

Michael Fischer, Geografie, Geschichte

Peter Faisst, Sport

Bettina Finkbeiner, Spanisch

Nonnie Florack, Englisch Primar

Andrea Gentsch, Mathematik, Sport

Candice Higgs, Sport, Cooperative Learning

Michael Holzer, Deutsch, Geschichte, W+R

Kathrin Hunziker, Französisch

Urban Hüsler, Talenta

René Jantz, Werken nichttextil

Martha Jost, Religion Primar

Yvette Klingelfuss, Latein, Deutsch

Matthias Levenig, Musik

Huixiang Lin Liu, Sport

Chuanlun Liu, Sport

Katharina Loeliger Holzer, Deutsch

Joaquin Martinez, Englisch, Geschichte bilingual

Martin Meier, Primar

Kerstin Mejdoub, Französisch, Geschichte

Alex Mindeholm, Informatik

Anja Morawietz, Bildnerisches Gestalten

Andrea Müller, Primar

Renata Müller, Primar

Sabin Möschler, Primar

Dr. Joseph Mullis, Geographie

Renato Nanni, Französisch

David Probst, Englisch

Stefan Raich, Bildnerisches Gestalten

Céline Robé, Primar (2. Semester)

Monika Roski, Mathemathik, Physik

Marzia Rubio-Bianchini, Italienisch, Französisch

Susi Rüedi, Biologie

Patricia Saavedra, Spanisch

Dr. Stephan Sauthoff, Deutsch, Geschichte, W+R

Valérie Schaub, Werken textil

Heinrich Schlumpf, Mathematik

Katharina Schlup, Mathematik, Übergangsklasse

Claudia Schmitt, Werken textil

Dr. Urs Schneider, Chemie

Dr. Karin Schuberth, Deutsch

Christina Sigl, Biologie

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Gisela Spinnler Tobler, Talenta

Lorenz Tobler, Musik

Peter Tritschler, Physik, Informatik, Sport

Rudolf Tschumi, Religion, Philosophie

Marc Uebelmann, Werken nichttextil

Max Urich, Deutsch, Französisch, Mathematik

Katharina Wirz, Primar (1. Semester)

Beat Wyss, Englisch, Französisch

Am Ende des Schuljahres 2005/2006 schieden

folgende Mitglieder aus dem Lehrerkollegium aus:

René Jantz, Tobias Bucher, Yvette Klingelfuss, Anja

Morawietz. Den Kolleginnen und Kollegen gilt unser

Dank für die geleistete Arbeit und unsere besten

Wünsche begleiten die Austretenden.

Steuergruppe

Thomas Brogli, Beat Wyss, Michael Holzer,

Dr. Stephan Sauthoff, Dr. Karin Schuberth, Marzia

Rubio-Bianchini und Lorenz Tobler

Mensa

Konrad Reimann

Daniel Müller

Françoise Haas

Ulrich Siegrist

Jolanda Wyser

Jacqueline Gartmann

Betreuung

Leiterin Betreuung

Nonnie Florack

Betreuer/innen

Susanne Grob

Helle Lemmich

Daniela Leupin

Tobias Meier, Waldschule

Gina Pitches

Silvia Pradela

Carine Rüegg

Esther Spychiger

Til Tzikas

Ehemalige

Komitee der «Vereinigung der Ehemaligen

der Freien» (VEF)

Hans-Ueli Gubser, Präsident

Olivier von Schulthess, Vizepräsident

Christian Büchel

Georg Kähny

Oliver Kreyden

Kathrin Lyner

Frank Lindenmann, Kassier

Silvia Meyer-Battaglia

Agathe Thoma-Fünfschilling

Markus Wenger, Revisor

Korrespondenz:

Vereinigung der Ehemaligen der Freien

Scherkesselweg 30, 4052 Basel

Postcheckkonto: 40-164730-2

Ehemaligenbetreuung

des Freien Gymnasiums Basel

Hans-Ueli Gubser, Feldbergstr. 86, 4057 Basel

Tel. 061 693 44 88/061 692 37 25

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DANK UND IMPRESSUM

Danksagung

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, die

uns im Laufe des Schuljahres in finanzieller wie auch

ideeller Hinsicht unterstützt haben.

Wir erlauben uns, Ihnen an dieser Stelle kurz unsere

beiden Stiftungen und den Solidaritätsfonds vorzustellen:

Stipendienstiftung

Mit Ihrer Spende für unsere Stipendienstiftung erhalten

Kinder aus Familien, die auf finanzielle Unterstützung

angewiesen sind, die Möglichkeit unsere Schule zu

günstigeren Bedingungen zu besuchen.

Einzahlungen zu Gunsten der Stipendienstiftung

des FG Basel

PC-Konto Nr. 40-61-4, Basler Kantonalbank,

4002 Basel, Konto 16 427.089.72, BLZ 770

Talenta Stiftung

Junge, talentierte Menschen bilden das Kapital

unserer zukünftigen Generationen. Mit Ihrer

Spende helfen Sie, hoch begabte Schülerinnen

und Schüler an unserer Schule zu fördern.

Einzahlung zu Gunsten der Talenta Stiftung

des FG Basel

PC-Konto Nr. 40-61-4, Basler Kantonalbank,

4002 Basel, Konto 16 420.222.31, BLZ 770

Solidaritätsfonds

Mit einem Solidaritätsbeitrag übernehmen Eltern,

deren Kinder an unserer Schule ausgebildet

werden, die Verpflichtung, jährlich einen

Beitrag in die Stipendienstiftung zu zahlen. Der

Solidaritätsbeitrag wird mit der Schulrechnung

verrechnet.

Zuwendungen an unsere Stiftungen ab CHF 100.–

sind bei den direkten Steuern vom Einkommen

natürlicher Personen abziehbar.

DANK

Wir danken folgenden Firmen, die die

Produktion unseres Jahresberichts mit einem

finanziellen Beitrag unterstützt haben:

Haug AG, Maleratelier, 4125 Riehen

HOBO Telematik und Elektro GmbH, 4052 Basel

Schreinerei Küttel, 4053 Basel

Druckerei Hochuli AG, 4132 Muttenz

IMPRESSUM

Herausgeber: Freies Gymnasium Basel

Redaktion: Ursula Abrecht

Fotos: Titelbild: Martin Friedli, Basel,

S. 49: Monika Koch-Spinelli, alle übrigen:

Freies Gymnasium Basel

Gestaltung: VischerVettiger, Basel

Druck: Hochuli AG, Muttenz

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Freies Gymnasium Basel

Scherkesselweg 30

4052 Basel

Telefon 061 378 98 88

Fax 061 378 98 80

info@fg-basel.ch

www.fg-basel.ch

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