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Planen und Bauen mit Geberit

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<strong>Planen</strong> <strong>und</strong> <strong>Bauen</strong> <strong>mit</strong> <strong>Geberit</strong><br />

Das Planungshandbuch für die<br />

anspruchsvolle Sanitärraumgestaltung


Haftungsausschluss:<br />

Sämtliche Angaben in diesem Werk,<br />

welche auf Normen, Verordnungen<br />

oder Regelwerken etc. beruhen,<br />

wurden intensiv recherchiert <strong>und</strong> <strong>mit</strong><br />

größtmöglicher Sorgfalt zusammengestellt.<br />

Eine Gewähr für die Richtigkeit <strong>und</strong><br />

Aktualität derartiger Informationen<br />

können wir jedoch nicht übernehmen.<br />

Eine Haftung für Schäden resultierend<br />

aus der Verwendung dieser<br />

Angaben schließt <strong>Geberit</strong> aus.<br />

Urheberrechte:<br />

Copyright<br />

<strong>Geberit</strong> Vertriebs GmbH<br />

Alle Rechte vorbehalten. Text, Bilder,<br />

Grafiken sowie deren Anordnung<br />

unterliegen dem Schutz des<br />

Urheberrechts.<br />

Impressum:<br />

Herausgeber<br />

<strong>Geberit</strong> Vertriebs GmbH<br />

Theuerbachstraße 1<br />

88630 Pfullendorf<br />

Konzept<br />

Marketing, Produktdatenmanagement,<br />

Produktmanagement<br />

Layout<br />

Sylvia Flaisch, Marketing Kommunikation<br />

Druck<br />

HÖHN Paper Print GmbH, Biberach<br />

2


Inhalt<br />

Vorwort ................................................ 5<br />

<strong>Geberit</strong>. Ein starker Partner . . .......................... 5<br />

Einleitung<br />

Anforderung an den Architekten . ....................... 6<br />

Installationswände ....................................... 9<br />

Bauarten ......................................... 10<br />

Varianten ......................................... 24<br />

Deckendurchbrüche/Deckenverschluss ..................... 37<br />

Anforderungen ..................................... 38<br />

Sanitäre Raumplanung ................................... 41<br />

Wohnungsbau ..................................... 42<br />

Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich .................... 53<br />

Raumgestaltung . .................................. 54<br />

Ges<strong>und</strong>heit <strong>und</strong> Hygiene ............................. 60<br />

Bedarfswerte nach Gebäudetyp . ...................... 62<br />

Kostenoptimierte Gebäudenutzung ..................... 66<br />

Barrierefreies <strong>Bauen</strong> ..................................... 71<br />

Rahmenbedingungen . .............................. 72<br />

Gesetze <strong>und</strong> Verordnungen ........................... 74<br />

Medizinische Informationen ........................... 79<br />

Beleuchtung in Seniorenheimen . ...................... 83<br />

Farbgestaltung in Seniorenheimen ...................... 85<br />

Sturzprävention .................................... 91<br />

Ergonomie <strong>und</strong> Bewegungsabläufe ..................... 92<br />

Vorausschauende Badplanung . ....................... 94<br />

Raumgestaltung von Sanitärräumen .................... 96<br />

Gr<strong>und</strong>rissgestaltung . .............................. 106<br />

Checkliste für die barrierefreie Badgestaltung . ........... 110<br />

Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften ...................... 111<br />

Schallschutz . .................................... 112<br />

Brandschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 123<br />

Berechnung von Wohnflächen ........................ 133<br />

Elektrische Anlagen in Räumen <strong>mit</strong> Badewanne<br />

oder Dusche ..................................... 138<br />

Feuchtigkeitsschutz in Sanitärräumen .................. 141<br />

<strong>Geberit</strong> Systeme . ...................................... 149<br />

Referenzobjekte .......................................187<br />

Ausschreibungstexte ...................................217<br />

3


<strong>Geberit</strong>. Ein starker Partner.<br />

Synergien nutzen heißt, die Stärken <strong>und</strong> Vorteile aller Beteiligten am Bau sinnvoll<br />

zu kombinieren, um das Ergebnis für Ihren K<strong>und</strong>en zu optimieren. Mit der Verknüpfung<br />

seiner Produkte bietet <strong>Geberit</strong> ein umfassendes Leistungsspektrum,<br />

das die verschiedenen Ebenen in der Sanitärtechnik vereint.<br />

Da<strong>mit</strong> bieten wir Ihnen eine Vielfalt intelligenter Produkt- <strong>und</strong> Systemlösungen,<br />

die sprichwörtliche <strong>Geberit</strong> Qualität, einen qualifizierten Service <strong>und</strong> eine übergreifende<br />

Beratungsleistung.<br />

Mit diesem Handbuch besitzen Sie eine umfangreiche <strong>und</strong> praxisorientierte<br />

Unterlage, die allen am Planungsprozess beteiligten Personen, wie z. B. Architekten,<br />

Fachplanern, Wohnungsbaugesellschaften <strong>und</strong> ausführenden Firmen,<br />

eine effektive Unterstützung bei der täglichen Arbeit bietet.<br />

Der Inhalt behandelt alle wesentlichen Themenbereiche, die bei der Planung von<br />

Sanitärräumen berücksichtigt werden müssen.<br />

Dazu gehören insbesondere:<br />

• Planung von Sanitärräumen im Wohnungsbau<br />

• Planung von öffentlichen Sanitärräumen<br />

• Barrierefreie Badgestaltung<br />

• Schall- <strong>und</strong> Brandschutz in der Sanitärtechnik<br />

• Installationswände <strong>und</strong> Schächte<br />

Bauprozesse verändern <strong>und</strong> entwickeln sich weiter. Immer häufiger koordinieren<br />

bzw. übernehmen Generalisten gewerkübergreifend die Schnittstellen. Geprüfte<br />

Systeme in der Sanitärtechnik unterstützen diese Prozesse, indem sie sämtliche<br />

bauaufsichtlichen Auflagen <strong>und</strong> die umfassende Hersteller-Gewährleistung erfüllen.<br />

<strong>Geberit</strong> hat durch umfangreiche Prüfungen <strong>und</strong> Zulassungen für seine Komplett<strong>und</strong><br />

Einzelsysteme nachgewiesen, dass es möglich ist, ganzheitliche Lösungen<br />

anzubieten <strong>und</strong> zugleich ein Maximum an Sicherheit bei der Planung <strong>und</strong> Ausführung<br />

zu gewährleisten.<br />

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer täglichen Arbeit.<br />

Mit fre<strong>und</strong>lichen Grüßen<br />

Jürgen Dewald<br />

Vertriebsleiter Technik<br />

Christian Gebert<br />

Markus Walther<br />

Produktmanagement<br />

5


Einleitung<br />

Anforderungen an den Architekten<br />

In Kleinmodernisierungen wird ein<br />

Architekt oft gar nicht mehr hinzugezogen.<br />

Auch im Neubaugeschäft<br />

hat sich sein Aufgabenbereich<br />

verändert. Die große Herausforderung<br />

ist zukünftig „<strong>Bauen</strong> im<br />

Bestand“ <strong>mit</strong> weitaus komplexeren<br />

Aufgabenstellungen für den<br />

Architekten als bisher. Während der<br />

Architekt in der Vergangenheit als<br />

alleiniger Bevollmächtigter des<br />

Bauherrn für den gesamten Bauablauf<br />

vom Vorentwurf bis zur<br />

Abrechnung verantwortlich war, wird<br />

dieser Leistungsumfang heute sehr<br />

oft auf mehrere Spezialisten aufgeteilt.<br />

Entwurf <strong>und</strong> Bauleitung sind häufig<br />

voneinander getrennt. Bei größeren<br />

Bauvorhaben begleitet mehr <strong>und</strong><br />

mehr ein dem Bauherrn direkt verantwortliches<br />

Gebäudemanagement<br />

als Controller zusätzlich das<br />

Baugeschehen. Ähnliches gilt für die<br />

Tätigkeit von Sonderfachleuten der<br />

verschiedensten Gebiete der Gebäudetechnik.<br />

Dass durch diese<br />

Splittung der Aufgaben <strong>und</strong> Verantwortlichkeiten<br />

die Koordination nicht<br />

einfacher <strong>und</strong> die Kompetenz nicht<br />

immer transparenter werden, liegt<br />

auf der Hand. Andererseits erfordert<br />

die ungeheure Vielfalt an Baustoffen,<br />

Bauteilen <strong>und</strong> gewerkespezifischen<br />

Bauverfahren vielfach ein Spezialwissen,<br />

das von einem Einzelnen<br />

allein nicht mehr überblickt werden<br />

kann. Die Anforderungen verschiedener<br />

Spezialgebiete, wie z. B.<br />

Schallschutz <strong>und</strong> vorbeugender<br />

Brandschutz, lassen sich überhaupt<br />

nur noch durch eine enge<br />

Zusammenarbeit aller Beteiligten<br />

beherrschen.<br />

Natursteinarbeiten<br />

Fliesenarbeiten<br />

Glaserarbeiten<br />

Wärme- <strong>und</strong> Tauwasserdämmung<br />

Malerarbeiten<br />

Baureinigung<br />

Schreinerarbeiten<br />

Badezimmer<br />

Modernisierung<br />

Elektroinstallationen<br />

• Baukonstruktionen<br />

• Baustoffe <strong>und</strong> Baustoffkombinationen<br />

• Fußbodenaufbau<br />

• Wandoberflächen<br />

• Feuchteschutz<br />

• Schallschutz<br />

• Heizungsinstallationen<br />

• Raumlüftung<br />

• Elektroinstallation<br />

• Bautoleranzen<br />

Mauerwerks-/<br />

Trockenbauarbeiten<br />

Heizung/<br />

Lüftung<br />

Neben einem umfassenden technischen<br />

Allgemeinwissen sind<br />

Kenntnisse von Installationssystemen<br />

<strong>und</strong> eine intensive Hinwendung<br />

zum Detail unabdingbar. Kaum ein<br />

Gewerk hat mehr Schnittstellen <strong>mit</strong><br />

anderen Gewerken als der Sanitärinstallateur:<br />

Sanitärinstallateur<br />

Feuchte-<br />

Isolierung<br />

6


Alle diese Faktoren wirken sich<br />

maßgeblich auf Auswahl <strong>und</strong><br />

Einbau von Installationssystemen<br />

aus.<br />

Bei der Vielfalt an Produkten <strong>und</strong><br />

technischen Systemen führt ein<br />

Verzicht auf eine überlegte Produktselektion<br />

zu unüberwindlichen<br />

Problemen bei der späteren Wartung<br />

<strong>und</strong> Gewährleistung. Vom<br />

Architekten <strong>und</strong> Sonderfachmann<br />

wiederum erfordert das ein verständnisvolles<br />

Eingehen auf die<br />

Vor schläge des Installateurs bei der<br />

endgültigen Produktauswahl, selbstverständlich<br />

ohne dabei vorgegebene<br />

Qualitätsstandards <strong>und</strong> den vereinbarten<br />

Kostenrahmen zu missachten.<br />

Abhilfe schaffen geprüfte Installationssysteme,<br />

wie z. B. <strong>Geberit</strong><br />

Quattro, die die gesamte Sanitärtechnik,<br />

Ver- <strong>und</strong> Entsorgungsleitungen,<br />

Schallschutz, Brandschutz,<br />

Feuchtigkeitsschutz <strong>und</strong> Wandoberflächen<br />

beinhalten. Planung, Ausschreibung,<br />

Detail, Koordination <strong>und</strong><br />

Überwachung werden auf ein<br />

Minimum reduziert. Präzise Vorgaben<br />

für Kalkulation, Angebot,<br />

Termintreue, einschlägige Normen<br />

<strong>und</strong> Richtlinien sowie Langlebigkeit<br />

<strong>und</strong> Kosten werden <strong>mit</strong> <strong>Geberit</strong><br />

Quattro eingehalten.<br />

Modernes <strong>Bauen</strong> stellt höchste<br />

Anforderungen an Wissen, Planung,<br />

Koordination <strong>und</strong> Überwachung.<br />

Der Auftragnehmer braucht präzise<br />

Vorgaben für Kalkulation, Angebot<br />

<strong>und</strong> Terminierung. Der kritische<br />

Bauherr hat Anspruch auf Termintreue,<br />

Qualität, Langlebigkeit seines<br />

Bauwerks <strong>und</strong> der Einhaltung des<br />

Kostenrahmens.<br />

7


Installationswände<br />

Bauarten<br />

Nassbau – Trockenbau ..............................10<br />

Installationswände im Nassbau ........................11<br />

Installationswände im Trockenbau ......................14<br />

Einzelelemente in Ständerwände .......................15<br />

<strong>Geberit</strong> Installationssysteme ..........................16<br />

Industrielle Vorfertigung ..............................22<br />

Varianten<br />

Vorwand-/Inwandinstallation ..........................24<br />

<strong>Geberit</strong> Installationswände im Überblick .................25<br />

Vorwandinstallation (Vorsatzschale) .....................28<br />

Trennwände ......................................35<br />

9


Installationswände<br />

Bauarten<br />

Bauarten<br />

Nassbau<br />

Trockenbau<br />

gemauert oder betoniert<br />

Holz-, Metall-, Systemwände<br />

Ein- <strong>und</strong> Ausmauerung<br />

von Einzelelementen<br />

innerhalb der Wand<br />

Selbsttragende Einzelelemente in<br />

Holz- oder Metallständerwänden<br />

Komplett geprüfte Systemwände<br />

Merkmale<br />

• mehrere Gewerke notwendig<br />

(Installateur, Maurer, Putzer,<br />

usw.)<br />

• Abstimmung der Gewerke<br />

erforderlich<br />

• lange Trocknungszeiten des<br />

Baukörpers<br />

• mehrere Gewerke notwendig<br />

(Installateur, Trockenbauer)<br />

• Abstimmung der Gewerke<br />

erforderlich<br />

• keine Feuchtigkeit im Baukörper,<br />

kurze Trocknungszeiten<br />

• nur ein Gewerk notwendig<br />

(Installateur)<br />

• ein Ansprechpartner<br />

• Gewährleistung eindeutig geregelt<br />

• geprüftes System<br />

• <strong>Geberit</strong> Kombifix<br />

• <strong>Geberit</strong> Sanbloc<br />

• <strong>Geberit</strong> Duofix Systemwand<br />

<strong>Geberit</strong> Lösungen<br />

• <strong>Geberit</strong> Sanbloc<br />

• <strong>Geberit</strong> Duofix<br />

• <strong>Geberit</strong> GIS<br />

• <strong>Geberit</strong> Quattro<br />

10


Installationswände<br />

Bauarten<br />

In der Regel werden die Wanddicken<br />

<strong>und</strong> der Baustoff für eine<br />

Wand vom Architekten vorgegeben.<br />

Gerade die Haustechnik stellt für die<br />

Planung eine komplexe Aufgabenstellung<br />

dar. Zusammenhänge<br />

zwischen den einzelnen sanitärtechnischen<br />

Anforderungen werden oft<br />

spät oder gar nicht erkannt.<br />

• Sind es statisch belastbare<br />

Wände nach DIN 1053 oder<br />

statisch unbelastbare Wände<br />

(Eigenstandsicherheit)?<br />

• Bestehen Anforderungen an<br />

den Schallschutz (DIN 4109)<br />

oder einen erhöhten Schallschutz<br />

(Beiblatt 2 zu DIN 4109)?<br />

• Sind die Bedingungen an eine<br />

fachgerechte Leitungsführung<br />

berücksichtigt?<br />

Entscheidend für die richtige<br />

Planung sind die jeweiligen Aufgabenstellungen<br />

für die einzelnen<br />

Wände wie z. B.:<br />

• Werden Anforderungen an den<br />

baulichen Brandschutz<br />

(DIN 4102) gestellt?<br />

Installationswände im Nassbau<br />

Unter Wänden im Nassbau werden<br />

üblicherweise Massivbauwände<br />

<strong>und</strong> gemauerte Wände verstanden.<br />

Sie bestehen aus Mauersteinen<br />

(Ziegelsteinen, Kalksandsteinen,<br />

Gasbeton), unbewehrtem Beton<br />

oder Stahlbeton.<br />

Mit der Einführung der DIN 1053<br />

sind Mauerschlitze ohne besonderen<br />

statischen Nachweis in tragenden<br />

<strong>und</strong> aussteifenden Wänden<br />

für Installationsleitungen praktisch<br />

nicht mehr möglich (siehe Tabellen<br />

auf Seite 12). Die ohne statischen<br />

Nachweis möglichen Abmessungen<br />

für Schlitze reichen für solche<br />

Leistungen nicht mehr aus.<br />

Die konventionelle Schlitzmontage<br />

entspricht nicht mehr den anerkannten<br />

Regeln der Technik <strong>und</strong> führt<br />

unweigerlich zu Verstößen gegen<br />

öffentlich-rechtliche <strong>und</strong> werkvertragliche<br />

Anforderungen.<br />

Da es in der Regel weder möglich<br />

ist, Schlitze <strong>und</strong> Aussparungen<br />

für horizontale Leitungen in statisch<br />

belasteten Wänden (DIN 1053) noch<br />

in statisch unbelasteten Wänden<br />

(Eigenstandsicherheit) unterzubringen,<br />

ist für diese Leitungen praktisch<br />

immer eine Vorwandinstallation<br />

erforderlich. Ist bereits eine Vorwandinstallation<br />

vorgegeben, beschränkt<br />

sich die Eignungsprüfung<br />

auf die flächenbezogene Masse der<br />

Wand von mindestens 220 kg/m 2<br />

(DIN 4109) <strong>und</strong> den Platzbedarf<br />

für die Vorwandinstallation.<br />

11


Installationswände<br />

Bauarten<br />

Zulässige Abmessungen von Schlitzen <strong>und</strong> Aussparungen in tragenden Wänden (ohne statischen Nachweis)<br />

nach Tabelle 10, DIN 1053, T1, Februar 1990<br />

Horizontale <strong>und</strong> schräge Schlitze – nachträglich hergestellt (Angaben in mm)<br />

1 2 3 4 5 6<br />

Wanddicke<br />

Schlitzlänge<br />

zulässige Lage<br />

unbeschränkt ≤ 1250<br />

zur Wandhöhe a)<br />

Schlitztiefe zulässige Abstände in<br />

Schlitztiefe<br />

gestemmt Längsrichtung<br />

gestemmt gefräst oder gefräst von Öffnungen<br />

≥ 115 – –<br />

≥ 175 – 10 ≤ 25<br />

≥ 240 ≤ 15 ≤ 25 ≤ 25<br />

≥ 300 ≤ 20 ≤ 30 ≤ 30<br />

≥ 365 ≤ 20 ≤ 30 ≤ 30<br />

nur jeweils an<br />

einer Wandseite<br />

vom nächsten Horizontalschlitz<br />

a) nicht zulässig bei Langlochziegeln.<br />

Zulässige Abmessungen von Schlitzen <strong>und</strong> Aussparungen in tragenden Wänden (ohne statischen Nachweis)<br />

nach Tabelle 10, DIN 1053, T1, Februar 1990<br />

Vertikale Schlitze <strong>und</strong> Aussparungen (Angaben in mm)<br />

1 2 3 4 5 6 7 8 9<br />

Wand- nachträglich hergestellt im Verband gemauert<br />

dicke Tiefe Einzel- Abstand von Tiefe Breite 1) Rest- Mindestabstände<br />

schlitz- Öffnungen wand- zu Öffnungen untereinander<br />

breite<br />

dicke<br />

≥ 115 ≤ 10 ≤ 100 ≥ 115 – – –<br />

≥ 175 ≤ 30 ≤ 100 ≤ 60 ≤ 260 ≥ 115<br />

≥ 240 ≤ 30 ≤ 150 ≤ 125 ≤ 385 ≥ 115<br />

≥ 300 ≤ 30 ≤ 200 ≤ 125 ≤ 385 ≥ 175<br />

≥ 365 ≤ 30 ≤ 200 ≤ 125 ≤ 385 ≥ 240<br />

≥ 240 ≤ 80<br />

12


Installationswände<br />

Bauarten<br />

Die Vorwandinstallation kann in<br />

Massivbauweise (Kombifix, Sanbloc)<br />

<strong>und</strong> auch in Trockenbauweise<br />

(Duofix, GIS) ausgeführt werden.<br />

Durch die Ausführung der Vorwandinstallation<br />

in Trockenbauweise lässt<br />

sich der Schallschutz erheblich verbessern.<br />

<strong>Geberit</strong> Kombifix.<br />

<strong>Geberit</strong> Sanbloc.<br />

<strong>Geberit</strong> GIS.<br />

<strong>Geberit</strong> Duofix.<br />

Schallmessung<br />

Messergebnisse<br />

• <strong>mit</strong> kompletten <strong>Geberit</strong> Systemen<br />

• vor einer Massivwand<br />

• Erfüllung der DIN 4109 <strong>mit</strong> 30 dB (A) für alle Aufbauten<br />

• Deutliche Reduzierung der Schallpegel durch Trockenbauweise<br />

Schallmessung.<br />

Vergleich der Messergebnisse nach DIN 4109 – Vorwandinstallation vor einer Massivwand<br />

180 kg/m2 – diagonal darunterliegender Raum.<br />

13


Installationswände<br />

Bauarten<br />

Installationswände im Trockenbau<br />

Seit den 50er-Jahren hat sich der Trockenbau zu einer modernen, rationellen<br />

Bauweise für Ausbau, Umbau, Sanierung <strong>und</strong> Modernisierung entwickelt. Durch<br />

die trockene Montage sowie das Zusammensetzen vorgefertigter Baustoffe <strong>und</strong><br />

Bauteile zu Konstruktionen stellt der Trockenbau eine zeit- <strong>und</strong> kostensparende<br />

Bauweise dar. Nassprozesse werden minimiert <strong>und</strong> z. B. nur noch zum<br />

Schließen von Fugen eingesetzt. Bei der Trockenbauweise ist die Trennung<br />

zwischen der industriellen Produktion der Baustoffe <strong>und</strong> Bauteile einerseits<br />

<strong>und</strong> der Montage der Konstruktion auf der Baustelle andererseits stark ausgeprägt.<br />

An Installationswände im Trockenbau werden die unterschiedlichsten<br />

Anforderungen gestellt wie:<br />

• Trennung von Räumen als selbstständige Wandkonstruktion<br />

(Inwandinstallation)<br />

• Verkleidung von Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs-, Elektroinstallationen<br />

(Vorwandinstallation)<br />

• Anforderungen an die Statik, zur Aufnahme von Sanitärausstattungsgegenständen<br />

wie z. B. Wand-WC, Wand-Bidet, Waschtisch usw.<br />

• Anforderungen an die Sanitärraumgestaltung<br />

• Anforderungen an den baulichen Schallschutz<br />

• Anforderungen an den baulichen Brandschutz<br />

• Anforderungen an den Feuchtigkeitsschutz<br />

Die Installationswände im Trockenbau<br />

stellen eine sehr wirtschaftliche<br />

Bauweise dar, die bei konsequenter<br />

Anwendung dazu beiträgt, die Gestaltung<br />

eines Sanitärraumes stark<br />

zu rationalisieren <strong>und</strong> so<strong>mit</strong> Kosten<br />

zu minimieren.<br />

Heute werden zwei im Gr<strong>und</strong>satz<br />

unterschiedliche Installationswände<br />

im Trockenbau praktiziert: die<br />

Ständerwände, z. B. Knauf W116<br />

(ergänzt durch selbsttragende<br />

Montageelemente) <strong>und</strong> komplette<br />

Installationssysteme, z. B. <strong>Geberit</strong><br />

GIS <strong>und</strong> <strong>Geberit</strong> Duofix Systemwand.<br />

14


Installationswände<br />

Bauarten<br />

Einzelelemente in Ständerwände (z. B. Knauf W116)<br />

Beispiele aus der Praxis<br />

Montagewände, Vorsatzschalen <strong>und</strong> Schachtwände in Trockenbauweise<br />

bestehen aus einer Unterkonstruktion (Holz oder Metall) <strong>und</strong> einer Beplankung,<br />

die die Wandoberfläche bildet. Zwischen den Ständern werden je nach<br />

Anforderung selbsttragende <strong>Geberit</strong> Duofix Montageelemente montiert. Die Ver<strong>und</strong><br />

Entsorgungsleitungen, Heizung <strong>und</strong> Lüftung befinden sich im Hohlraum der<br />

Wand. Je nach Anforderungen der Wand arbeiten die unterschiedlichsten Gewerke,<br />

Trockenbauer, Sanitärinstallateur, Lüftungsbauer usw. an dieser Installationswand.<br />

Die Abstimmung <strong>und</strong> Abläufe der einzelnen Gewerke untereinander<br />

sowie die Bauaufsicht nimmt erheblichen Zeitaufwand in Anspruch <strong>und</strong> muss<br />

koordiniert werden. Aussagen <strong>und</strong> Prüfungen z. B. für den baulichen Brandschutz<br />

sind für die komplette Installationswand nicht vorhanden, <strong>und</strong> die<br />

Gewährleistung für die fachlich richtige Ausführung ist nicht geregelt.<br />

Fachlich richtige Ausführung einer Knauf Installationswand W116.<br />

Die Praxis zeigt, dass die Aussteifung<br />

der Installationswand nicht<br />

möglich ist oder aus Kostengründen<br />

vernachlässigt wird. Anstatt den<br />

Montageregeln der Hersteller zu folgen,<br />

werden durch die Beteiligung<br />

unterschiedlicher Gewerke am<br />

Bauablauf der Installationswand fehlerhafte<br />

Wandkonstruktionen erstellt.<br />

Viele Gewerke sind beteiligt, wer<br />

übernimmt die Gewährleistung?<br />

Fehlerhafte Ausführung der Installationswände.<br />

15


Installationswände<br />

Bauarten<br />

<strong>Geberit</strong> Installationssysteme<br />

Installationssysteme sind aufeinander abgestimmte Komponenten, bestehend aus Montageelementen, einem Tragwerk<br />

aus Profilen <strong>und</strong> Schienen, Befestigungstechniken <strong>und</strong> einer Beplankung. Mit Installationssystemen lassen sich attraktive<br />

Gr<strong>und</strong>rissplanungen <strong>mit</strong> unterschiedlichsten Sanitärwänden in allen Sanitärräumen realisieren. Ergänzt werden die<br />

Installationssysteme <strong>mit</strong> Ver- <strong>und</strong> Entsorgungsleitungen, Heizungsleitungen <strong>und</strong> Lüftung, die <strong>mit</strong>einander abgestimmt <strong>und</strong><br />

geprüft sind (<strong>Geberit</strong> Quattro).<br />

Die Ausführung erfolgt bis zur fliesenfertigen<br />

Oberfläche durch ein<br />

Gewerk, den Installateur. Er ist<br />

einziger Ansprechpartner, die<br />

Koordination <strong>und</strong> Gewährleistung<br />

wird vom Sanitärinstallateur komplett<br />

übernommen. Bauabläufe<br />

werden vereinfacht, Montagezeiten<br />

reduziert <strong>und</strong> so<strong>mit</strong> wirtschaftlich<br />

interessanter.<br />

16


Installationswände<br />

Bauarten<br />

<strong>Geberit</strong> Duofix Systemwand<br />

Mit zusätzlich nur zwei Teilen, der<br />

Duofix System-Schiene <strong>und</strong> dem<br />

Ständer wird <strong>mit</strong> den Duofix<br />

Montageelementen eine Systemwand<br />

erstellt. Mit ihr werden die<br />

baulichen Anforderungen an eine<br />

Installationswand komplett abgedeckt.<br />

Ein Gewerk, der Installateur,<br />

ist der Ansprechpartner für die<br />

komplette Installationswand:<br />

Duofix Systemwand als Inwandinstallation.<br />

Raumhohe Vorwandinstallation<br />

(Vorsatzschale)<br />

Inwandinstallation<br />

Die jeweiligen Wandschalen sind für<br />

sich statisch eigenständig <strong>und</strong> müssen<br />

nicht gegenseitig ausgesteift<br />

werden – schalltechnisch die beste<br />

Installationswand<br />

• keine Körperschallbrücken<br />

• getrennte Wandschalen<br />

System-Ständer <strong>und</strong> Montageelemente<br />

müssen nicht nach hinten<br />

zur rückwärtigen Wand ausgesteift<br />

werden – schalltechnisch die günstigste<br />

Vorwandinstallation:<br />

• keine Körperschallbrücken zur<br />

rückwärtigen Wand<br />

• auch vor Wohnungstrennwänden<br />

einsetzbar<br />

Anordnung <strong>und</strong> Bestückung von<br />

Versorgungsschächten sind frei<br />

wählbar.<br />

Die Anordnung der Montageelemente<br />

ist frei wählbar <strong>und</strong> kann<br />

der jeweiligen Nutzung sowie vorgeschriebenen<br />

Bewegungsflächen<br />

zugeordnet werden.<br />

Duofix Systemwand als raumhohe Vorwandinstallation.<br />

17


Installationswände<br />

Bauarten<br />

<strong>Geberit</strong> GIS<br />

Ganz gleich, ob ein Familienbad, ein<br />

Duschbad oder barrierefreies Bad<br />

geplant wird, <strong>Geberit</strong> GIS gestattet<br />

eine flexible <strong>und</strong> da<strong>mit</strong> individuelle<br />

Gestaltung hinsichtlich Raumarchitektur,<br />

Design <strong>und</strong> Funktionalität. So<br />

lässt sich ein Bad maßgerecht bis<br />

ins kleinste Detail planen <strong>und</strong> auch<br />

ausführen. Statt vieler, meist schwer<br />

zu koordinierender Handwerker ist<br />

für die Baderneuerung bis hin zur<br />

fliesenfertigen Oberfläche nur ein<br />

einziger Handwerker verantwortlich<br />

– der Installateur.<br />

<strong>Geberit</strong> GIS bietet gleichermaßen<br />

ein hohes Maß an architektonischer<br />

Gestaltungsfreiheit wie auch vielfältigster<br />

Nutzungsmöglichkeiten. Das<br />

beweisen sowohl Bäder in der klassischen<br />

Anordnung der Sanitärelemente<br />

wie auch individuell geplante,<br />

in einzelne Zonen aufgeteilte<br />

Komfortbäder.<br />

<strong>Geberit</strong> GIS Tragsystem. <strong>Geberit</strong> GIS Beplankung. Fertiges Bad <strong>mit</strong> <strong>Geberit</strong> GIS.<br />

18


Installationswände<br />

Bauarten<br />

Für jede Bausituation können nach<br />

einfachen <strong>und</strong> einheitlichen Regeln<br />

Installationswände erstellt werden.<br />

Mit GIS lassen sich attraktive Gr<strong>und</strong>rissplanungen<br />

<strong>mit</strong> unterschiedlichsten<br />

Sanitärwänden realisieren, sei<br />

es eine Vorwandinstallation, Inwandinstallation<br />

<strong>und</strong> Raumteiler. GIS<br />

besteht aus Tragsystem (Profil,<br />

Profilverbindern, Montagewinkel),<br />

Montageelementen <strong>und</strong> Beplankung.<br />

Während durch die verkleidete Vorwandinstallation<br />

beim klassischen<br />

Bad praktische Ablageflächen entstehen,<br />

lassen sich <strong>mit</strong> GIS größere<br />

Badräume hervorragend in einzelne<br />

Zonen aufteilen. Beispielsweise um<br />

Bade- <strong>und</strong> Toilettenbereich zu trennen,<br />

eine Duschinsel zu schaffen<br />

oder einzelne Sanitärelemente in<br />

Nischen zu verstecken.<br />

19


Installationswände<br />

Bauarten<br />

<strong>Geberit</strong> Quattro<br />

Bauabschnitte, Produkte, Systeme,<br />

Planung <strong>und</strong> Einbau dürfen heute<br />

wie zukünftig nicht isoliert betrachtet<br />

werden. Mit <strong>Geberit</strong> Quattro lassen<br />

sich komplette Einheiten ausschreiben<br />

<strong>und</strong> einbauen. Und das von<br />

einem einheitlichen Gewerk: dem<br />

Installateur.<br />

<strong>Geberit</strong> Quattro ist ein variables<br />

Schacht- <strong>und</strong> Vorwandsystem. Mit<br />

der Zusammenführung von Sanitär,<br />

Heizung, Lüftung, Abwasser,<br />

Elektroleitung <strong>und</strong> Tragsystem<br />

erfüllt <strong>Geberit</strong> Quattro gr<strong>und</strong>legende<br />

Forderungen heutiger Bauaufgaben:<br />

die Vereinfachung <strong>und</strong> Beschleunigung<br />

des Bauablaufes sowie die<br />

Erfüllung aller baurelevanten Anforderungen<br />

des Brand- <strong>und</strong> Schallschutzes,<br />

die durch Prüfungen<br />

<strong>und</strong> Zulassungen belegt<br />

werden.<br />

<strong>Geberit</strong> Quattro deckt die kompletten<br />

Anforderungen an eine Installationswand<br />

gesamthaft ab – <strong>mit</strong><br />

entsprechenden Nachweisen über<br />

das Brandverhalten (AbP) <strong>und</strong> <strong>mit</strong><br />

Schallgutachten. Der Koordinationsaufwand<br />

wird auf ein Minimum<br />

reduziert. Durch nur ein Gewerk,<br />

den Installateur, lassen sich <strong>mit</strong><br />

<strong>Geberit</strong> GIS <strong>und</strong> <strong>Geberit</strong> Duofix<br />

systemwandgeprüfte Installationswände<br />

bis zur befliesungsfertigen<br />

Oberfläche erstellen.<br />

20


Installationswände<br />

Bauarten<br />

Die Einzelkomponenten<br />

Prüfzeugnisse<br />

• <strong>Geberit</strong> GIS<br />

Vorteilmontage <strong>und</strong> individuelle Badraumgestaltung (siehe Seite 157)<br />

• <strong>Geberit</strong> Duofix<br />

Mit nur zwei weiteren Teilen zur raumhohen Vorwand- <strong>und</strong> Inwandinstallation<br />

(siehe Seite 158)<br />

• <strong>Geberit</strong> Mepla/Mapress<br />

Das universelle Trinkwasser-/Heizungssystem (siehe Seite 164/165)<br />

• <strong>Geberit</strong> Silent-db20<br />

Das schallschutzgerechte Abwassersystem <strong>mit</strong> Profil (siehe Seite 172)<br />

• <strong>Geberit</strong> Aerotec90<br />

Das brandschutzgerechte Lüftungssystem <strong>mit</strong> Profil (siehe Seite 176)<br />

<strong>Geberit</strong> Duofix Systemwand als raumabschließende<br />

Trockenbauwand.<br />

Schallschutznachweis nach DIN 4109.<br />

<strong>Geberit</strong> Quattro <strong>mit</strong> Tragsystem <strong>Geberit</strong> GIS.<br />

<strong>Geberit</strong> Quattro <strong>mit</strong> Tragsystem <strong>Geberit</strong> Duofix<br />

Systemwand.<br />

Materialprüfungsamt NRW<br />

(z. B. I 90: AbP-Nr. P-MPA-E-98-121).<br />

21


Installationswände<br />

Bauarten<br />

Industrielle Vorfertigung<br />

Zeit- <strong>und</strong> Kostendruck sowie Gewährleistungssicherheit <strong>und</strong> Einhaltung der<br />

Normen machen Bauvorhaben weder für Bauherren noch für Architekten,<br />

Planer <strong>und</strong> Installateure zu einer einfachen Aufgabe. Verschiedenste Ver- <strong>und</strong><br />

Entsorgungsleitungen sind unabhängig von der Baukonstruktion <strong>und</strong> den<br />

Bauvorschriften zu koordinieren. Einzellösungen sind dabei aufgr<strong>und</strong> immer<br />

kürzeren Bauzeiten kaum noch zu realisieren <strong>und</strong> nicht mehr zeitgemäß.<br />

Die Lösung von <strong>Geberit</strong> ist die industrielle Vorfertigung. Die Verbindung hoher<br />

Systemqualität <strong>und</strong> umfassender Baubetreuung schafft optimale Voraussetzung<br />

für die reibungslose Fachausführung der Montagearbeiten durch den Installateur<br />

vor Ort.<br />

Optimierung von Bauabläufen sowie die Reduzierung von Bauzeiten <strong>und</strong><br />

-kosten machen die Realisierung anspruchsvoller Bauvorhaben für alle<br />

Beteiligten sicher <strong>und</strong> transparent.<br />

22


Installationswände<br />

Bauarten<br />

Von der industriellen Vorfertigung<br />

profitieren alle:<br />

• Architekten<br />

- Terminsicherheit<br />

- Kostenkalkulationssicherheit<br />

- Reduzierung der Bauzeit<br />

• Planer<br />

- vereinfachte Planung<br />

- vereinfachte Koordination<br />

der Gewerke<br />

- Kalkulationssicherheit<br />

- vereinfachte Kostenplanung<br />

• Installateur<br />

- zeitsparende Montage<br />

- effektiver Einsatz der Mitarbeiter<br />

- entscheidende Kapazitätserhöhung<br />

gerade für umfangreiche<br />

Projekte<br />

Industriell vorgefertigte <strong>Geberit</strong><br />

Sanitärwände basieren auf der<br />

Kombination der <strong>Geberit</strong> Systeme:<br />

• Installationssystem GIS<br />

• Trinkwassersystem Mepla/<br />

Mapress<br />

• Abwassersystem <strong>Geberit</strong><br />

Silent-db20<br />

• Heizungssysteme Mepla <strong>und</strong><br />

Mapress<br />

• Lüftungssystem <strong>Geberit</strong><br />

Aerotec90<br />

Im Verb<strong>und</strong> der geprüften <strong>Geberit</strong><br />

Systeme sind die Schnittstellen perfekt<br />

gelöst, der Abstimmungsbedarf<br />

auf ein Minimum reduziert. Die<br />

Kombination der <strong>Geberit</strong> Systeme<br />

erfüllt alle bauaufsichtlichen<br />

Normenanforderungen <strong>und</strong> bietet<br />

höchste Sicherheit bei<br />

• Brandschutz<br />

• Schallschutz<br />

• Statik<br />

• Feuchtigkeitsschutz<br />

Lieferung direkt ab Werk. Einfacher Transport vor Ort. Montage der Systemkomponenten.<br />

23


Installationswände<br />

Varianten<br />

Varianten<br />

Vorwandinstallation<br />

Inwandinstallation<br />

Einzelelemente vor einer Wand zum<br />

Ein- <strong>und</strong> Ausmauern oder in Trockenbauweise<br />

Selbsttragende Einzelelemente in Holz- oder<br />

Metallständerwänden<br />

Merkmale<br />

• Die rückwärtigen Wände können aus Beton, Mauerwerk<br />

oder Trockenbau bestehen<br />

• Gewinn von Wohnfläche, teilhohe Vorwände bis 1,5 m<br />

werden der Wohnfläche hinzugerechnet<br />

• Vorwandinstallation ermöglichen architektonische<br />

Sanitärraumgestaltung<br />

• Zusätzliche Ablageflächen<br />

• Sind nichttragende innere Trennwände<br />

• Raumgewinn, Verlegung der Installationsebene von der<br />

Vorwand in die raumabschließende Wand<br />

<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

<strong>Geberit</strong> Sanbloc<br />

Selbsttragende Installationsbausteine für den Trocken- <strong>und</strong> Nassbau, die innerhalb einer Wand oder vor einer Wand<br />

montiert werden können.<br />

<strong>Geberit</strong> Kombifix<br />

Montageelemente für den Nassbau, die zum Ausmauern –––<br />

vor einer Wand montiert werden.<br />

<strong>Geberit</strong> Duofix<br />

Selbsttragende Montageelemente für den Trockenbau, die innerhalb einer Wand oder vor einer Wand montiert werden<br />

können.<br />

<strong>Geberit</strong> Duofix Systemwand<br />

Zur Erstellung von raumhohen Installationswänden <strong>mit</strong> zwei zusätzlichen Teilen, dem Duofix System-Ständer <strong>und</strong> der<br />

Duofix System-Schiene plus der Duofix System-Beplankung.<br />

Diese ermöglichen dem Installateur, komplette Installationswände zu erstellen.<br />

<strong>Geberit</strong> GIS<br />

Einfaches <strong>und</strong> universelles Installationssystem für Vorwand- <strong>und</strong> Inwandinstallationen im Trockenbau, das aus Tragsystem,<br />

Montageelementen <strong>und</strong> der Systembeplankung besteht, <strong>und</strong> vom Installateur bis zur fliesenfertigen Oberfläche erstellt wird.<br />

<strong>Geberit</strong> Quattro<br />

Geprüftes, zugelassenes <strong>und</strong> variables Installationssystem für Vorwand- <strong>und</strong> Inwandinstallationen im Trockenbau, das<br />

Sanitär, Heizung, Elektro <strong>und</strong> Lüftung zusammenführt <strong>und</strong> dabei alle Anforderungen an Statik, Brand <strong>und</strong> Schall erfüllt<br />

<strong>und</strong> für Bauherrn, Planer <strong>und</strong> Installateure gr<strong>und</strong>legende Vereinfachungen <strong>und</strong> Kosteneinsparungen beinhaltet.<br />

24


Installationswände<br />

Varianten<br />

<strong>Geberit</strong> Installationswände im Überblick<br />

Für jede Bauaufgabe <strong>und</strong> je nach Gr<strong>und</strong>riss <strong>und</strong> Bauart der Installationswand (Nassbau <strong>und</strong> Trockenbau) hat <strong>Geberit</strong> die<br />

geeigneten Installationswände:<br />

• Einzelelemente Duofix, Kombifix <strong>und</strong> Sanbloc, die ergänzt werden durch den Trockenbauer oder Maurer<br />

• Installationssysteme Duofix Systemwand <strong>und</strong> GIS, komplette Installationswände aus einer Hand bis zur<br />

befliesungsfertigen Oberfläche.<br />

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Einsatzbereiche der <strong>Geberit</strong> Produktlinien in Abhängigkeit der Gr<strong>und</strong>rissgestaltung. Die<br />

von <strong>Geberit</strong> jeweils empfohlenen Produktlinien sind verstärkt (Farbe blau) herausgestellt.<br />

25


Installationswände<br />

Varianten<br />

Vorwandinstallation<br />

(Vorsatzschalen)<br />

Bauaufgabe teilhoch raumhoch (Schächte) Kombinationen<br />

teil-, raumhoch<br />

Inwandinstallation<br />

(Trennwände)<br />

Gr<strong>und</strong>risse<br />

–<br />

DF 1 , DF-S, GIS 2 , KF 1 , SB DF 1 , DF-S 2 , GIS, KF 1 , SB 1 DF 1 , DF-S 2 ,GIS 2 , KF 1 ,SB 1 DF, DF-S 2 , GIS, SB<br />

–<br />

–<br />

–<br />

–<br />

DF 1 , DF-S, GIS 2 , KF 1 , SB 1 DF 1 , DF-S 2 , GIS, KF 1 , SB 1 DF 1 , DF-S 2 ,GIS 2 , KF 1 ,SB 1<br />

–<br />

DF 1 , DF-S, GIS 2 , KF 1 , SB 1 DF 1 , DF-S 2 , GIS, KF 1 , SB 1 DF 1 , DF-S 2 ,GIS 2 , KF 1 ,SB 1<br />

–<br />

DF 2 , GIS 2 DF 2 , GIS 2 DF 2 , GIS 2<br />

26


Installationswände<br />

Varianten<br />

Raumteiler (Gestaltungselemente)<br />

Insel<br />

Bauaufgabe teilhoch raumhoch (Schächte) teilhoch<br />

Gr<strong>und</strong>risse<br />

–<br />

GIS 2<br />

DF-S 2 , GIS<br />

– –<br />

DF-S 2 , GIS<br />

–<br />

DF-S 2 , GIS GIS 2<br />

DF <strong>Geberit</strong> Duofix<br />

DF-S <strong>Geberit</strong> Duofix Systemwand<br />

GIS <strong>Geberit</strong> GIS<br />

KF <strong>Geberit</strong> Kombifix<br />

SB <strong>Geberit</strong> Sanbloc<br />

1<br />

<strong>mit</strong> zusätzlichem Gewerk (Mauer/<br />

Trockenbauer)<br />

2<br />

Besonders geeignet<br />

27


Installationswände<br />

Varianten<br />

Vorwandinstallation (Vorsatzschale)<br />

Zur Errichtung einer Vorwandinstallation<br />

sind die Voraussetzungen<br />

bereits bei der Planung des Gebäudes<br />

bzw. architektonischen<br />

Gestaltung des Sanitärraumes<br />

zu berücksichtigen. Gr<strong>und</strong>sätzlich<br />

wird zwischen teilhohen Vorwänden,<br />

raumhohen Vorwänden <strong>und</strong><br />

Schächten unterschieden. Teilhohe<br />

Vorwandinstallationen sind je nach<br />

Anforderung von 85 cm bis theoretisch<br />

zur vollen Raumhöhe möglich.<br />

Da<strong>mit</strong> hat man Gestaltungsmöglichkeiten<br />

für zusätzliche Nischen<br />

<strong>und</strong> Ablageflächen im Badezimmer,<br />

z. B. für Kosmetikartikel.<br />

Vorwandinstallationen können vor<br />

gemauerten oder betonierten<br />

Massivwänden <strong>und</strong> vor nichttragenden<br />

Ständerwänden montiert<br />

werden.<br />

Gemauerte oder betonierte<br />

Wände für die Vorwandinstallation<br />

müssen ausreichend standfest<br />

sein, um die Kräfte, die eingeleitet<br />

werden, sicher aufzunehmen. Die<br />

Bemessung <strong>und</strong> Ausführung der<br />

gemauerten Wände hat gemäß<br />

DIN 1053-1 „Mauerwerk, Berechnung<br />

<strong>und</strong> Ausführung“ <strong>und</strong> der<br />

betonierten Wände gemäß<br />

DIN 1045 „Beton <strong>und</strong> Stahlbeton:<br />

Bemessung <strong>und</strong> Ausführung“ zu<br />

erfolgen.<br />

Die nichttragenden Ständerwände<br />

sind nach DIN 18 183 „Montagewände<br />

aus Gipskartonplatten (Ausführung<br />

von Metallständerwänden)“<br />

auszuführen. Für Holzständerwände<br />

gilt DIN 4103, Teil 4 „Nichttragende<br />

innere Trennwände (Unterkonstruktion<br />

in Holzbauart)“.<br />

Der Befestigungsbereich der rückwärtigen<br />

Ständerwand muss eine<br />

zusätzliche Verstärkung erhalten<br />

(z. B. durch eine Holzplatte).<br />

Zusätzliche Raumfläche kann<br />

gewonnen werden durch entsprechende<br />

Abstimmung der Vorwandinstallation<br />

<strong>mit</strong> einer rückwärtigen<br />

Einfachständerwand. Diese muss<br />

mindestens den Anforderungen<br />

einer CW 75/100 Metallständerwand<br />

<strong>mit</strong> einlagiger Beplankung (18 mm)<br />

oder zweilagiger Beplankung<br />

(2 x 12,5 mm) entsprechen. Im Bereich<br />

von statisch starker Belastung<br />

durch Konsollasten wie z. B. Wand-<br />

WC <strong>und</strong> Bidet sind zusätzliche<br />

senkrechte UA-Profile notwendig.<br />

28


Installationswände<br />

Varianten<br />

Übersicht von rückwärtigen Einfachständerwänden<br />

Bezeichnung Profile nach Dicke der X Y* Bemerkung<br />

der Wand DIN 18183-1 Beplankung<br />

CW 50/100 CW 50 x 50 x 0,6 2 x 12,5 100 Nicht • Wand zu weich, zu große Durchmöglich<br />

biegung<br />

CW 75/100 CW 75 x 50 x 0,6 1 x 18 115 265 • Zusätzliche Verstärkung durch<br />

2 x 12,5 125 275 UA-Profile (73 x 40 x 2) im Bereich<br />

der BI- <strong>und</strong> WC-Elemente<br />

• Im Bereich des Bausatzes ist hinter<br />

der Beplankung eine Holz-<br />

Montageunterlage<br />

mind. 20 x 10 x 3 cm zu errichten<br />

CW 100/125 CW 100 x 50 x 0,6 1 x 18 140 290 • Im Bereich des Bausatzes ist hinter<br />

2 x 12,5 150 300 der Beplankung eine Holz-Montageunterlage<br />

mind. 20 x 10 x 3 cm zu<br />

errichten<br />

Duofix Duofix System- 1 x 18 90 240 • Ohne Einschränkung<br />

Ständer<br />

* Montageelement für Wand-WC <strong>und</strong> Ablaufleitung ø 90 mm<br />

Einschalige Duofix Systemwand<br />

<strong>mit</strong> 9 cm Tiefe inkl. 18 mm Duofix<br />

Beplankung <strong>mit</strong> einer Duofix<br />

Vorwandinstallation.<br />

Duofix Systemwand einschalig, raumhoch <strong>mit</strong> einer teilhohen Duofix Vorwand.<br />

Die Gr<strong>und</strong>fläche der Vorwandinstallation<br />

wird nur dann der<br />

Gr<strong>und</strong>fläche des Raumes abgezogen,<br />

wenn diese höher 1,5 m ist.<br />

Eine teilhohe Vorwand wird der<br />

Gr<strong>und</strong>fläche zugerechnet.<br />

(Wohnflächenberechnung siehe<br />

Seite 133).<br />

Die raumabschließenden Wände<br />

müssen nur so dick sein, wie es<br />

Statik, Luftschalldämmung <strong>und</strong><br />

gegebenenfalls der Brandschutz<br />

verlangen.<br />

29


Installationswände<br />

Varianten<br />

Minimale Vorwandtiefen<br />

Die Dimension der Entsorgungsleitung für den jeweiligen Sanitärausstattungsgegenstand ist die ausschlaggebende Größe<br />

für die minimale Tiefe der Vorwand. Sind mehrere Ausstattungsgegenstände an der Vorwand platziert, gilt immer die größte<br />

Dimension der Entsorgungsleitung. Die Maßangaben in cm beinhalten die minimale Bautiefe der Vorwand bis zur<br />

befliesungsfähigen Oberfläche.<br />

Vorwandinstallation (Vorsatzschalen)<br />

Nassbau<br />

Trockenbau<br />

Einzelelemente<br />

Einzelelemente<br />

geprüfte<br />

Installationssysteme<br />

Sanitärgegenstand Anschluss- Kombifix Sanbloc Sanbloc Duofix Duofix GIS<br />

leitung ø<br />

Systemwand<br />

UPpowerflush – – – 19,5 19 18,8<br />

UP320/100 90 13,5 15 17,5 17,5 a) /19,5 17/19 16,5<br />

Minimale Vorwandtiefen inklusive befliesungsfähiger Oberfläche<br />

WC<br />

WT<br />

UR<br />

BW/DU<br />

BI<br />

UP200 16,5 17,5 20 19 a) /19,5 18,5/19 21<br />

UPpowerflush – – – 19,5 a) /20,5 19 a) /20 19,5<br />

Kombifix Vorwandtiefe inklusive Putzstärke von 1,5 cm<br />

Sanbloc Installationsbausteine <strong>mit</strong> befliesungsfähiger Oberfläche<br />

UP320/100 110 13,5 15 17,5 20,5 18 a) /20 19,5<br />

UP200 16,5 17,5 20 19 a) /20,5 18,5 a) /20 21<br />

Sanbloc Vorwandtiefe inklusive Beplankung von 2,5 cm<br />

50/75 9,5 16,5 16 14<br />

90 10,5 15 17,5 17,5 17 16,5<br />

110 12,5 20,5 20 19,5<br />

50/75 9,5 16,5 16 14<br />

90 10,5 15 17,5 17,5 17 16,5<br />

110 12,5 20,5 20 19,5<br />

50/75 16,5 16 14<br />

90 – – – 17,5 17 16,5<br />

110 20,5 20 19,5<br />

50/75 16,5 16 14<br />

90 13,5 15 17,5 17,5 17 16,5<br />

110 20,5 20 19,5<br />

Duofix Vorwandtiefe inklusive Beplankung von 2,5 cm<br />

Duofix Systemwand inklusive der Duofix Paneel 1,8 cm<br />

GIS Vorwandtiefe inklusive der <strong>Geberit</strong> Beplankung von 1,8 cm<br />

a) nur bei senkrechtem Verzug des Abgangsbogens durch die Decke.<br />

30


Installationswände<br />

Varianten<br />

Installationsschächte<br />

Installationsschächte sind <strong>mit</strong> das<br />

anfälligste Glied in der Sicherheitskette<br />

eines Bauwerks. Sie durchziehen<br />

das gesamte Gebäude <strong>und</strong><br />

durchdringen vor allem vertikal die<br />

Brandabschnittsbegrenzungen.<br />

Einerseits kann von den Brandlasten<br />

der Installation in Installationsschächten<br />

ein Brand ausgehen,<br />

andererseits muss die Ausbreitung<br />

von Feuer <strong>und</strong> Rauch verhindert<br />

werden (siehe „Brandschutz“ auf<br />

Seite 123).<br />

Ein weiterer Aspekt sind die Übertragung<br />

von Geräuschen, die verhindert<br />

werden muss (siehe „Schallschutz“<br />

auf Seite 112).<br />

Gr<strong>und</strong>sätzlich gibt es zwei Varianten von Installationsschächten, den sogenannten<br />

Nassbau (überwiegend gemauert) oder die Trockenbauweise.<br />

Der Trend geht jedoch eindeutig in Richtung Trockenbau, begründet durch<br />

die rationellere <strong>und</strong> Platz sparende Bauweise.<br />

Abmessungen Schacht im Nassbau.<br />

Abmessungen Schacht im Trockenbau <strong>mit</strong><br />

GIS.<br />

Minimale <strong>und</strong> maximale Abmessungen von Installationsschächten<br />

Installationsschächte reduzieren die nutzbare Wohnfläche. Für die Praxis bedeutet das, dass ein Installationsschacht von<br />

den Abmessungen so gering wie möglich gehalten werden soll.<br />

Die Abmessungen von Installationsschächten ist von mehreren entscheidenden Faktoren abhängig:<br />

• Schachtbelegung, Anzahl der Rohrleitungen (Ver- <strong>und</strong> Entsorgungsleitungen, Heizung <strong>und</strong> Lüftungsleitungen usw.)<br />

• Leitungsverlegung im Installationsschacht<br />

• Wandart, Ausführung im Trocken- oder Nassbau<br />

• Bestückung <strong>mit</strong> Ausstattungsgegenständen<br />

• Anforderungen an den Schallschutz<br />

• Anforderungen an den Wärmeschutz<br />

• Anforderungen an den Brandschutz<br />

Die nachfolgenden Übersichten geben Aufschluss über die Standardmaße von <strong>Geberit</strong> Quattro Installationsschächten <strong>und</strong><br />

herkömmlichen Installationsschächten im Trockenbau. Installationsschächte im Nassbau haben aufgr<strong>und</strong> der Mauerwerksdicke<br />

einen erheblich höheren Platzbedarf.<br />

31


Installationswände<br />

Varianten<br />

Minimale Breite des Installationsschachtes<br />

Die Breite des Installationsschachtes ist von den jeweiligen Dimensionen der Rohrbelegung abhängig. Für die aufgeführten<br />

Beispiele wurde die Dimensionierung der Rohrleitungen für ein 6-Familien-Wohnhaus ausgelegt.<br />

<strong>Geberit</strong> Quattro<br />

Komplettes Schacht- <strong>und</strong> Vorwandsystem für<br />

Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- <strong>und</strong> Elektroinstallation,<br />

baurechtlich geprüft als variables Anlagesystem<br />

• <strong>mit</strong> minimalen Schachtabmessungen<br />

• Brandschutz <strong>mit</strong> allgemeinen bauaufsichtlichen<br />

Prüfzeugnissen für I 30, I 90, F 30, F 90 nach<br />

DIN 4102<br />

• Schallschutz; erfüllt die Standardanforderungen<br />

der DIN 4109 als auch die erhöhten Anforderungen<br />

nach DIN 4109, Beiblatt 2<br />

Weitere detaillierte Ausführungen siehe Schall- <strong>und</strong><br />

Brandschutzbroschüre.<br />

Herkömmliche Installationsschächte<br />

im Trockenbau<br />

• Die Abmessungen von herkömmlichen<br />

Installationsschächten sind weitaus größer.<br />

Da Mindestabstände X (min. 5 cm) zwischen<br />

den einzelnen Lüftungs-, Versorgungs- <strong>und</strong><br />

Heizungsleitungen gemäß der LAR <strong>und</strong> Einzelnachweise<br />

eingehalten werden müssen.<br />

• Hersteller- <strong>und</strong> produktbezogene Ausführungen<br />

für die jeweiligen Verwendungsnachweise<br />

müssen eingehalten werden.<br />

• Unterschiedliche Montagerichtlinien<br />

Fazit<br />

• Erhöhter Aufwand bei der Planung<br />

<strong>und</strong> Ausführung<br />

• Geringe Wohnfläche<br />

Installationsschächte für innenliegende<br />

Bäder <strong>mit</strong> Lüftung <strong>und</strong><br />

Heizungsleitungen<br />

Installationsschächte für innenliegende<br />

Bäder <strong>mit</strong> Lüftung<br />

Installationsschächte für außenliegende<br />

Bäder <strong>mit</strong> Heizungsleitungen<br />

Installationsschächte für<br />

außenliegende Bäder<br />

32


Installationswände<br />

Varianten<br />

Bautiefe des Installationsschachtes<br />

Die Bautiefe des Installationsschachtes resultiert aus der Position der einzelnen Steigleitungen <strong>und</strong> dem Verlauf der<br />

Anschlussleitungen zu den Verbrauchsstellen. Ein weiterer Baustein ist die Bauart des Schachtes. Minimale Wanddicken<br />

werden durch das komplett abgestimmte Installationssystem GIS <strong>mit</strong> 5 cm für Tragwerk inkl. Beplankung erreicht.<br />

Installationsschacht <strong>mit</strong> <strong>Geberit</strong> GIS<br />

Schachtdetail <strong>mit</strong> Leitungskreuzung<br />

Durch die ungünstige Anordnung des Fallstrangs kreuzt die waagrecht verlaufende<br />

Abwasserleitung Ø 90 (Wand-WC) die Versorgungsleitungen.<br />

Fazit: Die Schachttiefe wird unnötig vergrößert.<br />

Schachtdetail <strong>mit</strong> Leitungskreuzung<br />

Die Abwasserleitung Ø 50 (z. B. WT, BW) kreuzt die Versorgungsleitungen.<br />

Fazit: Je kleiner die Dimension der waagrecht verlaufenden Entsorgungsleitung,<br />

umso geringer ist die Schachttiefe.<br />

Schachtdetail ohne Leitungskreuzung<br />

Optimales Positionieren des Fallstrangs im Schacht.<br />

Direkter Verlauf der waagrechten Entsorgungsleitungen zu den Verbrauchsstellen.<br />

Fazit: Mit optimaler Ausnutzung des Schachtes werden geringe Schachttiefen<br />

realisiert.<br />

<strong>Geberit</strong> Installationssystem GIS<br />

TWW = <strong>Geberit</strong> Mepla DN 32<br />

TW = <strong>Geberit</strong> Mepla DN 32<br />

TWZ = <strong>Geberit</strong> Mepla DN 15<br />

HVL = <strong>Geberit</strong> Mapress DN 25<br />

HRL = <strong>Geberit</strong> Mapress DN 25<br />

SW = <strong>Geberit</strong> Silent-db20 DN 100<br />

Trockenbau Installationsschacht<br />

TWW = DN 32<br />

TW = DN 32<br />

TWZ = DN 15<br />

HVL = DN 25<br />

HRL = DN 25<br />

SW = DN 100<br />

L = <strong>Geberit</strong> Aerotec90 DN 110<br />

(Lüftung)<br />

L<br />

= DN 110 (Lüftung)<br />

33


Installationswände<br />

Varianten<br />

Gr<strong>und</strong>rissbeispiele <strong>und</strong> Schachtgrößen<br />

Badezimmer <strong>mit</strong> Wand-WC<br />

Schachtbelegung 1:<br />

Abwasser, Trinkwasser, Heizung,<br />

Montageelement für BW/DU<br />

Schachtbelegung 2:<br />

Abwasser, Trinkwasser, Heizung,<br />

Lüftung, Montageelement für<br />

BW/DU<br />

Gäste-WC<br />

Schachtbelegung 1:<br />

Abwasser, Trinkwasser, Heizung,<br />

Montageelement für Wand-WC<br />

Schachtbelegung 2:<br />

Abwasser, Trinkwasser, Heizung,<br />

Lüftung, Montageelement für<br />

Wand-WC<br />

Badezimmer <strong>mit</strong> Wand-WC <strong>und</strong> Waschmaschine<br />

Schachtbelegung 1:<br />

Abwasser, Trinkwasser, Heizung,<br />

Montageelement für Wand-WC,<br />

Montageelement für Waschtisch<br />

Schachtbelegung 2:<br />

Abwasser, Trinkwasser, Heizung,<br />

Lüftung, Montageelement für<br />

Wand-WC, Montageelement für<br />

Waschtisch<br />

Die tatsächliche Schachtbreite ist abhängig von den Abmessungen <strong>und</strong><br />

Mindestabstandsmaßen vom Wand-WC <strong>und</strong> Waschtisch.<br />

34


Installationswände<br />

Varianten<br />

Trennwände<br />

Installationswände sind eine Art<br />

von Doppelständerwänden. Das<br />

Ständerwerk wird so weit auseinander<br />

gezogen montiert, dass im<br />

Wandinnenraum Platz für horizontal<br />

<strong>und</strong> vertikal verlaufende haustechnische<br />

Installationen entsteht. An die<br />

Installationswände werden erweiterte<br />

Anforderungen an Akustik,<br />

Brandverhalten <strong>und</strong> auch Statik<br />

gestellt.<br />

Unterschieden wird zwischen Installationswänden<br />

(Doppelständerwand)<br />

zweilagig beplankt (z. B.<br />

Knauf W116) <strong>und</strong> geprüften<br />

Installationssystemen im Trockenbau<br />

(Duofix Systemwand, <strong>Geberit</strong><br />

GIS, <strong>Geberit</strong> Quattro).<br />

35


Installationswände<br />

Varianten<br />

Minimale Wandtiefen von Installationswänden<br />

Die Mindest-Wandtiefen sind abhängig von der Dimensionierung der Abwasserleitung <strong>und</strong> den Sanitärausstattungsgegenständen<br />

an der Installationswand. Die nachfolgende Übersicht zeigt die jeweiligen Produktlinien <strong>mit</strong> den minimalen Wandtiefen<br />

in Abhängigkeit der Anschlussleitung <strong>und</strong> des Sanitärgegenstandes.<br />

Sind mehrere Sanitärgegenstände an dieser Installationswand, so ist immer die größte Tiefe zu berücksichtigen.<br />

Inwandinstallation, ein- <strong>und</strong> doppelseitige Belegung<br />

Nassbau<br />

Trockenbau<br />

Einzelelemente Einzelelemente geprüfte Installationssysteme<br />

Sanitärgegen- Anschluss- Sanbloc Sanbloc Duofix Duofix GIS<br />

stand leitung ø Systemwand<br />

Minimale Wandtiefen inklusive befliesungsfähiger<br />

Oberfläche<br />

WC<br />

UPpowerflush 90 – – – – 27 39 26 38 24 38<br />

UP320 90 15 a) /20 30 26 35 26 34 24,5 33 21 33<br />

UPpowerflush 110 – – – – 28,5 39 27 38 24 38<br />

Sanbloc Installationsbausteine <strong>mit</strong><br />

befliesungsfähiger Oberfläche<br />

Sanbloc Vorwandtiefe inklusive Beplankung von 2,5 cm<br />

UP320 110 16 a) /20 30 28,5 35 28,5 34 27 33 23,5 33<br />

WT, UR, BW/DU,<br />

UBI<br />

Duofix Vorwandtiefe inklusive Beplankung von 2,5 cm<br />

50 15 a) /20 30 22 35 22 22 20,8 20,5 17 *) 17 *)<br />

75 24,5 24,5 24,5 23 23 19,5 19,5<br />

90 26 26 26 24,8 24,5 21 21<br />

110 16 a) /20 28 28,5 28,5 27 27 23,5 23,5<br />

maximale Wandtiefe unbegrenzt abhängig<br />

von der<br />

Wandart<br />

abhängig<br />

von der<br />

Wandart<br />

Duofix Systemwand inklusive der Duofix Paneel 1,8 cm<br />

GIS Vorwandtiefe inklusive der <strong>Geberit</strong><br />

Beplankung von 1,8 cm<br />

unbegrenzt 45<br />

a) nur bei senkrechtem Verzug des Abgangsbogens durch die Decke<br />

*) nicht möglich bei teilhohen, freistehenden Wänden<br />

Maximale Abmessungen von Installationswänden im Trockenbau<br />

Installationswände im Trockenbau<br />

Einzelelemente <strong>mit</strong> einer<br />

Knauf W116-Wand<br />

Geprüfte Installationssysteme<br />

Sanbloc Duofix Duofix Systemwand GIS<br />

max. Höhe 4,5 m 4,5 m 4,0 m 3,6 m 4,5 m<br />

max. Länge keine Angaben keine Angaben unbegrenzt unbegrenzt 3,5 m<br />

max. Tiefe keine Angaben keine Angaben unbegrenzt 45 cm<br />

36


Deckendurchbrüche/Deckenverschluss<br />

Anforderungen ....................................38<br />

Systemgerechte Lösung .............................38<br />

37


Deckendurchbrüche/Deckenverschluss<br />

Anforderungen<br />

Anforderungen<br />

Der Architekt, Planer <strong>und</strong> Ersteller<br />

einer Anlage ist gefordert, die<br />

Deckendurchbrüche so zu erstellen,<br />

dass diese den baulichen Anforderungen<br />

genügen. Unsachgemäß<br />

verschlossene Deckendurchbrüche<br />

sind für den vorbeugenden <strong>und</strong><br />

abwehrenden Brandschutz ein nicht<br />

zu unterschätzendes Gefahrenpotential.<br />

Die Brandausbreitung kann entscheidend<br />

beeinflusst werden.<br />

Meist wird der allgemeine Brandschutzgr<strong>und</strong>satz,<br />

wie er in allen<br />

Länderbauordnungen festgeschrieben<br />

ist, außer Acht gelassen. Bauliche<br />

Anlagen müssen so beschaffen<br />

sein, dass der Ausbreitung von<br />

Feuer <strong>und</strong> Rauch vorgebeugt wird.<br />

Im Bereich der Deckendurchbrüche<br />

muss zudem auf die Einhaltung<br />

der Anforderungen für Schallschutz<br />

<strong>und</strong> Wärmedämmung geachtet<br />

werden.<br />

Die Praxis zeigt, dass ein fachlich<br />

richtiger Deckenverguss nur <strong>mit</strong><br />

hohem Aufwand zu bewerkstelligen<br />

ist <strong>und</strong> häufig Fehler gemacht werden.<br />

Das Verfüllmaterial umschließt<br />

meist die Rohrdurchführungen<br />

nicht vollständig <strong>und</strong> so<strong>mit</strong> bleiben<br />

Öffnungen für Rauch, Feuer <strong>und</strong><br />

Schall- <strong>und</strong> Geruchsübertragungen<br />

frei (Siehe Beispiele auf Seite 39).<br />

Systemgerechte Lösung<br />

Das <strong>Geberit</strong> Deckenverschluss-<br />

System FSH 90 – bestehend aus<br />

einer speziellen Verschalung für den<br />

Durchbruch, dem Deckenschott<br />

FSH 90 <strong>und</strong> der mineralischen<br />

Vergussmasse FSH 90 – ermöglicht<br />

dem Installateur ein optimales<br />

Schließen der Deckendurchbrüche.<br />

Die Vorteile:<br />

• Brand- <strong>und</strong> schallschutzgerechte<br />

Planung, Ausschreibung <strong>und</strong><br />

Ausführung<br />

• Lösung aus einer Hand <strong>und</strong><br />

da<strong>mit</strong> keine Gewährleistungsprobleme<br />

• Schnelle, kostengünstige Ausführung<br />

ohne Koordinationsprobleme<br />

• Keine Nachträge durch<br />

zusätzlichen Aufwand<br />

Hohe Sicherheit durch Brandprüfungen<br />

<strong>und</strong> Prüfzeugnisse<br />

(Verwendungsnachweis)<br />

Montagereihenfolge<br />

Seitenschiene ablängen <strong>und</strong> Schienen <strong>und</strong><br />

Spezialfolie montieren.<br />

Die Seitenteile einsetzen. Der komplette<br />

Rahmen ist montiert.<br />

Das Stahlträgerband einsetzen. Lage der<br />

Leitungen markieren, Folie sternförmig einschneiden,<br />

Rohre <strong>mit</strong> Isolierungen durchführen.<br />

Die Vergussmasse anrühren <strong>und</strong> einfüllen –<br />

fertig ist die sichere <strong>und</strong> kostengünstige Lösung.<br />

38


Deckendurchbrüche/Deckenverschluss<br />

Anforderungen<br />

Unvollständige Abdichtung des<br />

Deckendurchbruchs, Öffnungen<br />

<strong>und</strong> Hohlräume im Deckenverguss<br />

Beispiele aus der Praxis<br />

Unsachgemäß verschlossene<br />

Deckendurchbrüche<br />

Undichte Schalung<br />

Aufwendige <strong>und</strong> kostenintensive<br />

Schalung<br />

Schallbrücken durch<br />

herabfallenden Mörtel<br />

Mauerreste im Deckenverguss<br />

Deckendurchbruch ohne <strong>Geberit</strong> Deckenschott.<br />

Die <strong>Geberit</strong> Vergussmasse<br />

umfliest vollständig <strong>und</strong> dicht<br />

die Rohrleitungen<br />

Das <strong>Geberit</strong> Deckenschott<br />

umschließt vollständig <strong>und</strong><br />

dicht die Rohrleitungen<br />

Systemgerechte Lösung <strong>mit</strong> <strong>Geberit</strong> Deckenschott.<br />

39


Sanitäre Raumplanung<br />

Wohnungsbau<br />

Planung <strong>und</strong> Gestaltung von Bädern <strong>und</strong> Küchen . . . . . . . . . . 42<br />

Anordnung von Bädern im Wohnungsbau . . . . . . . . . . . . . . . . 44<br />

Größe von Sanitärräumen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45<br />

Raumbedarf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46<br />

Empfohlene Raumgrößen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46<br />

Abstandsflächen von Einrichtungsgegenständen . . . . . . . . . . . 46<br />

Platzbedarf in Dachschrägen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50<br />

41


Sanitäre Raumplanung<br />

Wohnungsbau<br />

Wohnungsbau<br />

Planung <strong>und</strong> Gestaltung von Bädern <strong>und</strong> Küchen<br />

Die Wohnqualität wird heute sehr stark von der Einrichtung <strong>und</strong> Ausstattung des Bades bestimmt. Das trifft beim Neubau<br />

oder nach der Modernisierung im Altbau gleichermaßen zu. Die Größe eines Badezimmers liegt heute noch im Durchschnitt<br />

etwa bei sechs Quadratmetern. Das heutige moderne Bad soll nicht nur bequem <strong>und</strong> praktisch, sondern auch ansprechend<br />

<strong>und</strong> behaglich sein. Das Bad dient heute nicht nur der Körperreinigung, sondern auch der Entspannung. Es ist gleichzeitig<br />

Wohnbad <strong>und</strong> Erholungsraum, ein Raum, der sich ganz deutlich von der bisherigen „Nasszelle“ unterscheidet. Das heißt<br />

jedoch, dass größere Badezimmer als bisher gebaut <strong>und</strong> sie wohnlicher ausgestattet werden müssen.<br />

Seit einigen Jahren zeigt sich verstärkt ein Trend zu großen Bädern, die eine Kombination von Bad, Fitnessraum <strong>und</strong> Ruhezone<br />

verlangen. Dabei sollen Funktionalität <strong>und</strong> Ästhetik verb<strong>und</strong>en werden. Ein kleiner Raum bietet nicht so viele Gestaltungsmöglichkeiten<br />

wie ein großes Badezimmer. Aber bei geschickter Planung <strong>und</strong> unter Ausnutzung der technischen<br />

Möglichkeiten kann auch ein kleiner Raum dem jeweiligen Anspruch gerecht werden. So lässt sich z. B. der individuelle<br />

Anspruch nach mehr Komfort <strong>und</strong> Sauberkeit nach der WC-Benutzung durch ein <strong>Geberit</strong> Balena Dusch-WC realisieren.<br />

42


Sanitäre Raumplanung<br />

Wohnungsbau<br />

Steingut <strong>und</strong> Porzellan werden von<br />

modernen Kunststoffen in unterschiedlichen<br />

Farbtönen abgelöst.<br />

Die Wände zeigen Farbe, nicht nur<br />

in den üblichen Fliesenverkleidungen.<br />

Stimmungsvolles Licht spielt dabei<br />

ebenso eine große Rolle. Das Bad<br />

wird wohnlich, indem es <strong>mit</strong> zusätzlichen<br />

Möbeln ausgestattet wird. Die<br />

Atmosphäre im Raum sorgt für eine<br />

entspannte <strong>und</strong> gelöste Stimmung.<br />

Bei entsprechenden räumlichen<br />

Gegebenheiten, sollte das Bad<br />

großzügig <strong>und</strong> vorausschauend<br />

geplant werden. Ein Bad dient dem<br />

Benutzer über Jahrzehnte hinweg.<br />

In diesem Zeitraum kann sich der<br />

Ges<strong>und</strong>heitszustand des Benutzers<br />

ändern. Entsprechende Vorkehrungen<br />

können einfach, aber effektiv<br />

berücksichtigt werden, ohne die<br />

Raumatmosphäre zu stören. So<br />

können z. B. bei den <strong>Geberit</strong> Installationssystemen<br />

GIS <strong>und</strong> Duofix<br />

Montageplatten vorgesehen<br />

werden, um bei Bedarf Stützklappgriffe<br />

oder auch einen Duschsitz<br />

nachträglich montieren zu können.<br />

(siehe auch Kapitel „Barrierefreies<br />

<strong>Bauen</strong>“, ab Seite 71).<br />

43


Sanitäre Raumplanung<br />

Wohnungsbau<br />

Anordnung von Bädern im Wohnungsbau<br />

Die beste Anordnung der Sanitärzellen<br />

ist in nächster Nähe zu den<br />

Schlafräumen. Ideal wäre ein direkter<br />

Zugang vom Schlafzimmer durch<br />

die Ankleide. Auch ist es ratsam, die<br />

Räume für Bad <strong>und</strong> WC zu trennen.<br />

Erforderlich ist dies in Wohnungen<br />

<strong>mit</strong> mehr als fünf Personen. Es hebt<br />

den Standard <strong>und</strong> ist im Komfort-<br />

Wohnbau üblich. Ist ein WC vom<br />

Flur aus erreichbar, kann der<br />

Zugang zu Bad <strong>und</strong> WC auch<br />

vom Schlafzimmer aus erfolgen.<br />

Dem Bad sind Wanne, Dusche,<br />

Waschtisch <strong>und</strong> Waschmaschine zugeordnet.<br />

Zum WC zählen Toilette,<br />

Bidet <strong>und</strong> Handwaschbecken.<br />

Zuordnung der Wohnräume.<br />

Es empfiehlt sich, aus technischen<br />

<strong>und</strong> wirtschaftlichen Gründen Bad,<br />

WC <strong>und</strong> Küche an einen gemeinsamen<br />

Installationsschacht anzuordnen.<br />

In Geschosswohnbauten<br />

sollten diese Installationsschächte<br />

übereinander liegen. Werden Bäder<br />

zweier nebeneinander liegender<br />

Wohnungen nach DIN EN 12056 in<br />

Verbindung <strong>mit</strong> DIN 1986-100 an<br />

eine gemeinsame Fallleitung angeschlossen,<br />

sind Schall- <strong>und</strong> Brandschutzanforderungen<br />

sicherzustellen.<br />

Empfohlen werden getrennte<br />

Ver- <strong>und</strong> Entsorgungsstränge je<br />

Wohnung.<br />

Bei der Planung sollten Bad <strong>und</strong><br />

WC nach Norden orientiert <strong>und</strong><br />

möglichst natürlich belichtet <strong>und</strong><br />

belüftet sein. Innen liegende Bäder<br />

müssen über eine Sanitärlüftung<br />

<strong>mit</strong> mindestens 4fachem Luftwechsel<br />

entlüftet werden. Sind<br />

im Haus keine Räume für Waschmaschine,<br />

Wäschetrockner <strong>und</strong><br />

Schmutzwäschebehälter eingeplant,<br />

müssen hierfür Stellflächen <strong>und</strong><br />

Anschlüsse im Bad vorgesehen<br />

werden.<br />

Anordnung eines gegenüberliegenden Badezimmers<br />

z. B. in Hotels oder Seniorenheimen.<br />

44


Sanitäre Raumplanung<br />

Wohnungsbau<br />

Größe von Sanitärräumen<br />

Die Anzahl <strong>und</strong> Größe von Sanitärräumen<br />

richten sich nach der Anzahl<br />

der Personen. Neben den<br />

Anforderungen an die Planung ist<br />

die Gebäudeart zu berücksichtigen.<br />

Danach ist Folgendes zu beachten:<br />

In Wohnungen <strong>mit</strong> mehreren<br />

Personen ist die Installation eines<br />

separaten WCs zweckmäßig. Bei<br />

mehr als drei Personen ist ein<br />

zusätzlicher Waschtisch oder ein<br />

Doppelwaschtisch empfehlenswert.<br />

Durch die erhöhten Anforderungen<br />

an Eigentumswohnungen orientiert<br />

sich der Flächenbedarf an der Anordnung<br />

der Einrichtungsgegenstände.<br />

Bedarfszahlen <strong>und</strong> Komfortstufen im Wohnungsbau<br />

(Empfehlung von <strong>Geberit</strong>)<br />

Wohnungsbau<br />

Badewanne<br />

Dusche<br />

Waschtisch<br />

WC-Anlage<br />

Urinal<br />

Spültisch<br />

1-2 1 1 1 1<br />

3-4 1 1 1 2 1<br />

Geschirrspüler<br />

5-7 1 1 2 2 2 1<br />

1-2 1 1 1 1 1 1<br />

Waschmaschine<br />

pro Wohnung<br />

Wäschetrockner<br />

pro Wohnung<br />

BW DW WT WC UR SP GS WM TO<br />

Wohnungsbau <strong>mit</strong> erhöhten Ansprüchen<br />

3-4 1 1 2 2 2 1<br />

5-7 1 1 3 2 2 1 1 1<br />

Eigentumswohnungen, Eigenheim<br />

1-2 1 1 1 1 1 2 1 1 1<br />

3-4 1 1 2 2 1 2 1 1 1<br />

5-7 1 2 3 3 1 2 1 1 1<br />

45


Sanitäre Raumplanung<br />

Wohnungsbau<br />

Raumbedarf<br />

Wohnflächenbedarf<br />

Als Richtwert für den durchschnittlichen<br />

Verbrauch an Wohnfläche<br />

werden in Deutschland ca. 35<br />

bis 40 m 2 pro Person angesetzt.<br />

Inwiefern diese Richtlinien auf die<br />

Wohnbedürfnisse übertragbar sind,<br />

ist <strong>mit</strong> dem Bauherrn vor Ort zu<br />

entscheiden.<br />

Personen<br />

Raum<br />

1 40 – 50 m 2<br />

2 50 – 60 m 2<br />

3 60 – 75 m 2<br />

4 65 – 85 m 2<br />

5 75 – 95 m 2<br />

6 90 – 110 m 2<br />

Empfohlene Raumgrößen<br />

Raumaufteilung<br />

Die Wohnungsgröße berechnet<br />

sich aus der Anzahl der im Haushalt<br />

lebenden Personen. In dieser Größe<br />

sind Abstellräume (Keller <strong>und</strong> Dachboden)<br />

<strong>und</strong> Verkehrsflächen enthalten.<br />

Die Wohnung muss eine<br />

Mindest-Wohnfläche haben, um die<br />

Führung eines selbstständigen<br />

Haushalts zu ermöglichen. Bei einer<br />

Berechnung von Raummaßen sind<br />

neben den notwendigen Stellflächen<br />

für die Möbel auch die Bewegungsflächen<br />

dazwischen <strong>und</strong> davor zu<br />

berücksichtigen.<br />

Raum<br />

Anzahl der Bewohner<br />

1 – 4 5 <strong>und</strong> mehr<br />

Wohnraum <strong>mit</strong> Essplatz 18 – 20 m 2 + 2 m 2 pro Person<br />

Wohnraum ohne Essplatz 18 m 2 + 2 m 2 pro Person<br />

Schlafzimmer: 1 Bett mindestens 8 m 2<br />

Schlafzimmer: 2 Betten mindestens 12 m 2<br />

Flurbreite: Eingang<br />

130 cm<br />

Stichflur<br />

90 cm, über 1,5 m Länge 100 cm<br />

Abstellraum 2 % der Wohnfläche, mindestens 1 m 2<br />

Abstandsflächen von Einrichtungsgegenständen<br />

Fast alle Maße in Küche <strong>und</strong> Bad sind genormt, nicht nur die Installationen, sondern auch die Einrichtungsgegenstände.<br />

Die Planung erfolgt in der Regel zu einem Zeitpunkt, zu dem noch keine Sanitäreinrichtungen ausgewählt sind. Einer sorgfältigen<br />

Detailplanung der Installation müssen die tatsächlichen Abmessungen der verwendeten Einrichtungen zu Gr<strong>und</strong>e<br />

liegen. Die Anordnung von Schaltern, Steckdosen, Leuchten <strong>und</strong> Lüftungseinrichtungen sowie von Warmwasserbereitern<br />

<strong>und</strong> Heizkörpern ist zu berücksichtigen.<br />

46


Sanitäre Raumplanung<br />

Wohnungsbau<br />

Stellflächen von Einrichtungen in Bädern <strong>und</strong> WCs<br />

Einrichtungen<br />

Stellflächen in cm<br />

in Anlehnung handelsübliche<br />

VDI Blatt 1 Modelle<br />

b t b t<br />

Waschtisch, Hand- <strong>und</strong> Sitzwaschbecken<br />

b<br />

t<br />

Einzelwaschtisch ≥ 60 ≥ 55 55...120 43...60<br />

Doppelwaschtisch ≥ 120 ≥ 55 94...130 55...60<br />

Einbauwaschtisch <strong>mit</strong><br />

1 Becken <strong>und</strong> Unterschrank ≥ 70 ≥ 60<br />

Einbauwaschtisch <strong>mit</strong><br />

2 Becken <strong>und</strong> Unterschrank ≥ 140 ≥ 60<br />

siehe Herstellerunterlagen<br />

Handwaschbecken ≥ 45 ≥ 35 40...55 32...42<br />

Wannen<br />

b<br />

t<br />

Sitzwaschbecken (Bidet),<br />

bodenstehend oder 40 60 35...40 57...66<br />

wandhängend<br />

Duschwanne ≥ 80 ≥ 80 80...120 75...90<br />

(90) (75)<br />

Badewanne ≥ 170 ≥ 75 160...200 70...120<br />

Klosettbecken <strong>und</strong> Urinale<br />

Klosettbecken <strong>mit</strong> Spülkasten<br />

oder Druckspüler 40 75 35...40 53...60<br />

vor der Wand<br />

b<br />

t<br />

Klosettbecken <strong>mit</strong> Spülkasten<br />

oder Druckspüler 40 60 35...40 66...75<br />

für Wandeinbau<br />

Urinal 40 40 29...40 21...40<br />

Wäschepflegegeräte<br />

Waschmaschine 60 60<br />

Wäschetrockner 60 60<br />

Kompaktmodelle<br />

siehe Herstellerunterlagen<br />

Badmöbel<br />

Hochschrank<br />

(Unter-, Oberschrank) ≥ 30 ≥ 40<br />

siehe Herstellerunterlagen<br />

47


Sanitäre Raumplanung<br />

Wohnungsbau<br />

Seitliche Abstände von Stellflächen* )<br />

Der Abstand zwischen Stellflächen <strong>und</strong> Türleibungen beträgt 10 cm.<br />

Seitenwand<br />

a<br />

20 – – 25 20 b 20 20 20 20 5 20<br />

– 0 – 25 b 15 b 15 20 20 15 0 0<br />

15 c<br />

– – – 25 20 20 20 20 20 20 20<br />

25 25 25 – 25 25 25 25 d 25 25 25<br />

20 b 15 b 20 25 – e 0 20 20 3 0 0<br />

20 b 15 b 20 25 0 – e 20 20 3 0 0<br />

15 f<br />

20 20 20 25 20 20 – e 20 20 20 20<br />

25 c<br />

20 20 20 25 d 20 20 20 – e 20 20 37,5 - 40<br />

20 15 20 25 3 3 20 20 0 0 3<br />

5 0 20 25 0 0 20 20 0 0 3<br />

20 0 20 25 0 0 20 20 3 3 –<br />

15 c 25 c 25 c<br />

Seitenwand a<br />

*) in Anlehnung an VDI 6000 Blatt 1.<br />

a. Auch bei Duschabtrennungen<br />

b. Der Abstand kann bis auf 0 verringert werden<br />

c. Bei Wänden auf beiden Seiten<br />

d. Nicht empfehlenswert<br />

e. Im Wohnungsbau nicht üblich<br />

f. Bei Anordnung der Versorgungsarmaturen in der Trennwand<br />

48


Sanitäre Raumplanung<br />

Wohnungsbau<br />

Planungsbeispiele für den Mindestflächenbedarf (ohne Schacht <strong>und</strong> Vorwand)<br />

Integrierte Lösung <strong>mit</strong>/ohne Waschmaschine<br />

ohne Waschmaschine<br />

bei wenig Platzbedarf<br />

Integrierte Lösung <strong>mit</strong>/ohne Waschmaschine<br />

bei standardmäßigem Platzbedarf<br />

ohne Waschmaschine<br />

1,75<br />

1,75<br />

<strong>mit</strong> Waschmaschine<br />

2,40<br />

<strong>mit</strong> Waschmaschine<br />

2,57<br />

1,75<br />

1,75<br />

3,37<br />

3,54<br />

Räumliche Trennung von WC-Raum <strong>und</strong> Badezimmer<br />

ohne Waschmaschine<br />

<strong>mit</strong> Waschmaschine<br />

2,23<br />

1,75<br />

2,51<br />

2,74<br />

49


Sanitäre Raumplanung<br />

Wohnungsbau<br />

Platzbedarf in Dachschrägen<br />

Der Platzbedarf in Dachschrägen<br />

ist in der MBO 12/93 unter § 46<br />

Punkt 4 wie folgt geregelt: Aufenthaltsräume<br />

im Dachraum müssen<br />

eine lichte Raumhöhe von mindestens<br />

2,30 m über der Hälfte der<br />

Gr<strong>und</strong>fläche haben; Raumteile <strong>mit</strong><br />

einer lichten Höhe bis 1,50 m bleiben<br />

außer Betracht. Wenn sich die<br />

Installation eines WCs in der Dachschräge<br />

nicht vermeiden lässt, sollten<br />

die nebenstehenden Mindestmaße<br />

eingehalten werden.<br />

>90 -<br />

X >75 -<br />

FFH<br />

Spülauslösung – Betätigung von oben.<br />

200<br />

>90 -<br />

X >75 -<br />

FFH<br />

Spülauslösung – Betätigung von vorne.<br />

200<br />

<strong>Geberit</strong> Duofix eingebaut unter einer<br />

Dachschräge.<br />

50


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Raumgestaltung ........................................54<br />

Lage, Zuordnung, Zugang <strong>und</strong> Anordnung ...............54<br />

Räume . . .........................................54<br />

Eingang, Ausgang . .................................54<br />

Verkehrsflächen . ...................................54<br />

Beleuchtung. . .....................................54<br />

Fußboden, Wände <strong>und</strong> Decken ........................55<br />

Raumgröße <strong>und</strong> Flächenbedarf . .......................56<br />

Platzbedarf für Reihen-Urinalbecken <strong>mit</strong> Spritzschutz .......56<br />

Platzbedarf für Klosettbecken <strong>mit</strong> Kabine. . . . . . . . . . . . . . . . . 56<br />

Montagehöhen. . ...................................58<br />

Anforderung anAusstatung...........................58<br />

Einrichtung von Waschstellen ..........................59<br />

Gr<strong>und</strong>ausstattung öffentlicher Sanitärräume. . . . . . . . . . . . . . . 59<br />

Ges<strong>und</strong>heit <strong>und</strong> Hygiene .................................60<br />

Bedarfswerte nach Gebäudetyp ...........................62<br />

Planungsrichtwerte. . ................................62<br />

Kostenoptimierte Gebäudenutzung .........................66<br />

Lebenszykluskosten nach Gebäudetypen gegliedert ........67<br />

Betriebskostensegmentierung typischer Industriebetriebe ... . 68<br />

1-Liter Urinalspülsystem von <strong>Geberit</strong> ....................69<br />

53


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Raumgestaltung<br />

Raumgestaltung<br />

!<br />

Die nachfolgenden<br />

Angaben basieren auf<br />

VDI-Richtlinie 3818.<br />

Lage, Zuordnung, Zugang <strong>und</strong><br />

Anordnung<br />

• Toilettenräume sind <strong>mit</strong> Waschräumen<br />

baulich un<strong>mit</strong>telbar zu<br />

verbinden, jedoch in der Regel<br />

räumlich zu trennen.<br />

• Zugänge über schlecht beleuchtete<br />

Flure, Untergeschosse <strong>und</strong><br />

Treppen sind zu vermeiden.<br />

• Anzustreben sind eine räumliche<br />

<strong>und</strong> gestalterische Gesamtkonzeption,<br />

ein gutes Design im<br />

Sinne der Pflegeleichtigkeit,<br />

Funktion <strong>und</strong> Raumgestaltung.<br />

Räume<br />

• Sanitärtechnische Räume für<br />

Männer <strong>und</strong> Frauen sind durch<br />

raumhohe Wände voneinander<br />

zu trennen.<br />

• Toilettenräume für Männer sind<br />

zusätzlich <strong>mit</strong> Urinalanlagen<br />

auszustatten.<br />

Eingang, Ausgang<br />

• Ein- <strong>und</strong> Ausgänge sind so anzuordnen,<br />

dass in den Räumen<br />

keine Zugluft entstehen kann <strong>und</strong><br />

keine Einblicke möglich sind.<br />

• Aus hygienischen Gründen sind<br />

offene <strong>und</strong> durchlässige Räume<br />

anzustreben.<br />

Verkehrsflächen<br />

• Verkehrsflächen sind nach der<br />

vorgesehenen Nutzung zu er<strong>mit</strong>teln<br />

<strong>und</strong> müssen dann nicht<br />

vorgesehen werden, wenn die<br />

öffentlichen Toiletten- <strong>und</strong><br />

Waschräume nicht gleichzeitig<br />

von mehreren Personen betreten<br />

werden können.<br />

Beleuchtung<br />

• In öffentlichen Gebäuden gilt<br />

eine Beleuchtungsstärke > 150 lx<br />

54


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Raumgestaltung<br />

Fußböden, Wände <strong>und</strong> Decken<br />

Fußböden, Wände <strong>und</strong> Decken von öffentlichen sanitärtechnischen Räumen müssen leicht, gründlich <strong>und</strong> lückenlos feucht<br />

zu reinigen <strong>und</strong> zu desinfizieren sein.<br />

Zur Vermeidung der Übertragung von Krankheitserregern dürfen keine organischen Stoffe (z. B. Holz) verwendet werden.<br />

Fußböden<br />

Fußböden sollen widerstandsfähige <strong>und</strong> schmutzabweisende Oberflächen aufweisen, wasserabweisend, feuchteisoliert,<br />

nicht staubend <strong>und</strong> rutschhemmend nach Unfallverhütungsvorschrift GUV 26.17 „Bodenbeläge für nassbelastete Barfußbereiche“<br />

sein <strong>und</strong> ohne Schwellen verlegt werden.<br />

Raumecken sind aus Reinigungsgründen auszur<strong>und</strong>en <strong>und</strong> der Fußbodenrand ist <strong>mit</strong> einem Kehlsockel zu versehen.<br />

Für jeweils 36 m 2 Bodenfläche ist ein Ablauf erforderlich.<br />

Wände<br />

Wandbeläge sollen raumhoch ausgeführt werden.<br />

Wände sollen widerstandsfähige <strong>und</strong> schmutzabweisende Oberflächen besitzen.<br />

55


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Raumgestaltung<br />

Raumgröße <strong>und</strong> Flächenbedarf<br />

Platzbedarf für Reihen-Urinalbecken <strong>mit</strong> Spritzschutz<br />

Die Gr<strong>und</strong>fläche eines öffentlichen<br />

sanitärtechnischen Raumes<br />

ergibt sich aus der Summe der<br />

Stellfläche der Sanitärgegenstände,<br />

der Bewegungsflächen<br />

davor sowie den Verkehrsflächen<br />

(siehe Tabelle auf Seite 57). Für<br />

Vorwandinstallationstechnik ist<br />

hierfür entsprechende Fläche<br />

vom Architekten vorzusehen.<br />

Toilettenkabinen müssen gr<strong>und</strong>sätzlich<br />

nach außen zu öffnende<br />

Türen haben <strong>und</strong> mindestens<br />

0,90 m breit <strong>und</strong> ca. 1,30 m tief<br />

sein.<br />

Vorwandinstallationsfläche: n x 0,75 m x 0,20 m = n x 0,150 m 2<br />

Stellfläche: n x 0,75 m x 0,35 m = n x 0,263 m 2<br />

Bewegungsfläche: n x 0,75 m x 0,70 m = n x 0,525 m 2<br />

Verkehrsfläche: n x 0,75 m x 1,00 m = n x 0,750 m 2<br />

Gesamtflächenbedarf: ca. n x 1,688 m 2<br />

750 750<br />

375 375<br />

750<br />

700<br />

350<br />

1000<br />

Urinalbecken <strong>mit</strong> Spritzschutz,<br />

Reihenanordnung (nach VDI 3818,<br />

Stand 2007).<br />

Platzbedarf für Klosettbecken <strong>mit</strong> Kabine<br />

Vorwandinstallationsfläche: 0,9 m x 0,20 m = 0,180 m 2<br />

Stellfläche: 0,9 m x 0,55 m = 0,495 m 2<br />

Bewegungsfläche: 0,9 m x 0,70 m = 0,630 m 2<br />

Verkehrsfläche: 0,9 m x 1,00 m = 0,900 m 2<br />

Gesamtflächenbedarf: ca. 2,205 m 2<br />

450<br />

900<br />

900<br />

1000 700 550<br />

Klosettbecken <strong>mit</strong> Kabine,<br />

Einzelanordnung (nach VDI 3818,<br />

Bild 5a, Stand 2007).<br />

56


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Raumgestaltung<br />

Flächenbedarf für Sanitärobjekte, deren Benutzung <strong>und</strong> Installation sowie für Verkehrswege in m 2<br />

(nach VDI 3818, Tabelle 10, Stand 2007)<br />

Sanitärobjekt Stell- <strong>und</strong> Bewegungsfläche Verkehrsfläche Vorwandinstallation<br />

Handwaschbecken 0,624 0,6 0,06<br />

Waschtisch 0,77 0,7 0,07<br />

Reihenwaschtisch n x 0,77 n x 0,7 n x 0,07<br />

Urinalbecken 0,735 0,7 0,07<br />

Urinal <strong>mit</strong> Spritzschutz 0,788 0,75 0,075<br />

Reihenurinal <strong>mit</strong> Spritzschutz n x 0,788 n x 0,75 n x 0,075<br />

Urinalrinne n x 0,665 n x 0,7 0<br />

Klosettbecken 1 außerhalb 0,16<br />

Klosettkabine 1,125 0,9 0,18<br />

Reihenkabinen n x 1,125 n x 0,9 n x 0,18<br />

Klosettkabine <strong>mit</strong> HWB 1,625 1,3 0,26<br />

Einzelbrause 0,81 außerhalb 0,135<br />

Reihenbrause n x 0,81 n x 0,9 n x 0,135<br />

Brausekabinen n x 1,44 n x 0,9 n x 0,135<br />

Barrierefrei Klosett 1,82 + ø 1,5 m außerhalb 0,52<br />

Barrierefrei Waschtisch 0,27 + ø 1,5 m außerhalb 0,15<br />

Klosett <strong>und</strong> Dusche 6,36 außerhalb 0,66<br />

Klosettkabine, Schiebetür 5,72 min. 1,2 m 0,52<br />

Klosettkabine, Drehtür 5,72 min. 2,4 m 0,52<br />

57


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Raumgestaltung<br />

Montagehöhen<br />

Anforderung an Ausstattung<br />

!<br />

Die nachfolgenden Angaben Um den verschiedenen Bedürfnissen<br />

sind Erfahrungswerte/Richt- von Nutzern in öffentlichen Bereichen<br />

gerecht zu werden, ist es<br />

werte von <strong>Geberit</strong>, die <strong>mit</strong><br />

den Anforderungen der<br />

Einrichtung bzw. der Nutzer<br />

abgestimmt werden müssen.<br />

bereits bei der Planung notwendig,<br />

deren unterschiedliche Körpergrößen<br />

zu berücksichtigen:<br />

Montagehöhe WC-Becken<br />

(Maßangaben ohne Sitz <strong>und</strong> Deckel ab OKFF)<br />

Kinder 3 – 14 Jahre<br />

25 – 39 cm<br />

Erwachsene <strong>und</strong> Jugendliche<br />

40 – 43 cm<br />

Große Menschen <strong>und</strong> Personen <strong>mit</strong> Hüftleiden<br />

45 – 55 cm<br />

Für Rollstuhlnutzer gemäß DIN 18024/25 inkl. Sitz<br />

48 cm<br />

Montagehöhe Waschtisch (Maßangaben ab OKFF)<br />

Kinder 3 – 14 Jahre<br />

50 – 75 cm<br />

Erwachsene <strong>und</strong> Jugendliche<br />

80 – 90 cm<br />

Große Personen<br />

90 – 100 cm<br />

Ältere Personen<br />

82 – 85 cm<br />

Für Rollstuhlnutzer gemäß DIN 18024-2<br />

80 cm<br />

Montagehöhe Urinal (Maßangaben ab OKFF)<br />

Kinder 4 – 6 Jahre<br />

45 cm<br />

Kinder 7 – 10 Jahre<br />

50 cm<br />

Kinder 1 – 14 Jahre<br />

57 cm<br />

Jugendliche <strong>und</strong> Erwachsene<br />

65 – 70 cm<br />

Klosett- <strong>und</strong> Urinalanlagen<br />

• Werden Spülkästen eingesetzt,<br />

sind nur Betätigungsplatten<br />

ohne Wahlmöglichkeit für unterschiedliche<br />

Spülmengen einzusetzen.<br />

• Urinalanlagen sollten aus<br />

Gründen des Sicht- <strong>und</strong> Spritzschutzes<br />

<strong>mit</strong> Trennwänden<br />

ausgeführt werden.<br />

• Wegen der ständig größer<br />

werdenden Menschen wird<br />

empfohlen, Klosett- <strong>und</strong><br />

Urinalbecken auch höher als<br />

die in den Regeln angegebenen<br />

Montagehöhen anzubringen.<br />

• Aus hygienischen Gründen sind<br />

berührungslos funktionierende<br />

Bedienelemente zu empfehlen.<br />

Bodenabläufe<br />

• Abdeckgitter von Bodenabläufen<br />

dürfen nur <strong>mit</strong> Werkzeug zu<br />

entfernen sein.<br />

45-57<br />

60-70<br />

Montagehöhe UR-Becken: Die Standardhöhe<br />

für Erwachsene beträgt 65 cm bis Vorderkante<br />

Urinal.<br />

58


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Raumgestaltung<br />

Einrichtung von Waschstellen<br />

• Jede Waschstelle soll <strong>mit</strong> einer<br />

vorzugsweise berührungslos zu<br />

bedienenden (selbstschließenden)<br />

Waschtischarmatur ausgestattet<br />

sein. Wandeinbauarmaturen<br />

sind dabei Stand- oder Wandarmaturen<br />

vorzuziehen.<br />

• Die Abläufe der Waschstellen<br />

dürfen nicht absperrbar sein.<br />

Aus hygienischen Gründen soll -<br />

ten die Waschmulden keinen<br />

Überlauf haben.<br />

• Die Wassertemperatur an der<br />

Entnahmestelle darf 40 °C<br />

nicht übersteigen.<br />

• Als Einrichtungen zum Händetrocknen<br />

sind geeignet:<br />

Einmalhandtücher in Papier- oder<br />

Stoffhandtuchspendern sowie<br />

elektrische Warmlufthändetrockner<br />

– für ein bis drei Waschplätze<br />

ist eine Einrichtung vorzusehen.<br />

• Aus hygienischen Gründen<br />

werden solche Einrichtungsgegenstände<br />

gefordert, die<br />

das erhöhte Infektionsrisiko<br />

minimieren.<br />

• Jeder Waschplatz ist <strong>mit</strong> einem<br />

Spiegel sowie einer Ablagefläche<br />

auszustatten.<br />

• Abfallbehälter <strong>mit</strong> ausreichendem<br />

Fassungsvermögen sind für<br />

jeweils ein bis drei Waschplätze<br />

in Vor- <strong>und</strong> Waschräumen vorzusehen.<br />

Gr<strong>und</strong>ausstattung öffentlicher Sanitärräume (<strong>Geberit</strong> Empfehlung)<br />

Wartung <strong>und</strong> Pflege<br />

Ausstattung Urinalanlage<br />

Ausstattung WC-Anlage<br />

Ausstattung WT-Anlage<br />

• Absperrbare Zuleitungen<br />

• Separates Zapfventil <strong>mit</strong><br />

Schlüssel <strong>und</strong> Schlauchanschluss<br />

(DIN 1988)<br />

oberhalb des Bodenablaufs<br />

• Die Ausstattungsgegenstände<br />

sollten über eine<br />

glatte, reinigungsfre<strong>und</strong>liche<br />

Oberfläche verfügen<br />

• Wassersparende Spüleinrichtungen<br />

wie z. B.<br />

elektronische Spülauslösungen<br />

(berührungslos,<br />

automatisch) oder pneumatische<br />

Selbstschlussarmaturen<br />

• Urinalbecken <strong>mit</strong><br />

verdeckten Anschlüssen<br />

• Urinaltrennwände<br />

• Abfallbehälter<br />

• Aschenbecher<br />

• Ausstattung, falls erforderlich,<br />

vandalensicher<br />

• Wassersparende Spüleinrichtungen,<br />

evtl. berührungslos,<br />

<strong>mit</strong> zusätzlicher<br />

manueller Betätigung<br />

• Ausreichende Ablagemöglichkeiten<br />

• Stabiler WC-Sitz <strong>mit</strong><br />

robuster Halterung<br />

• Papier- <strong>und</strong> Reservepapierhalter<br />

• WC-Bürste<br />

• Abfallbehälter<br />

• Aschenbecher<br />

• Kleiderhaken<br />

• Wassersparende<br />

Armaturen (berührungslos<br />

oder Selbstschlussarmaturen)<br />

<strong>mit</strong> Durchflussbegrenzer<br />

• Ausreichende Ablagemöglichkeiten<br />

• Spiegelflächen<br />

• Seifenspender<br />

• Handtuchspender<br />

• Papierkörbe<br />

(Abfallbehälter)<br />

59


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Ges<strong>und</strong>heit <strong>und</strong> Hygiene<br />

Ges<strong>und</strong>heit <strong>und</strong> Hygiene<br />

!<br />

Die nachfolgenden<br />

Angaben basieren auf<br />

VDI-Richtlinie 3818,<br />

Stand 2007.<br />

Für öffentliche Toiletten- <strong>und</strong> Waschräume<br />

ist Hygiene zum Schutz der<br />

Benutzer oberstes Gebot.<br />

Die Sicherstellung der hygienischen<br />

Verhältnisse wird nach Landesrecht<br />

überwacht, z. B. durch Behörden<br />

des Ges<strong>und</strong>heits-, Umwelt- oder<br />

Landwirtschaftsressorts.<br />

Bei der Planung <strong>und</strong> Ausführung<br />

öffentlicher Toiletten <strong>und</strong> Waschräume<br />

sind alle Punkte zu beachten,<br />

die zur Einhaltung der Hygiene<br />

unerlässlich sind.<br />

Infektiologische Aspekte<br />

In öffentlichen Toiletten können<br />

wegen der Benutzung durch unterschiedliche<br />

Personen fäkal ausgeschiedene<br />

Erreger verschiedener<br />

Krankheiten, tierische Parasiten <strong>und</strong><br />

bestimmte Hautkrankheiten übertragen<br />

werden.<br />

Zu den Krankheitserregern, die<br />

sich im Stuhl <strong>und</strong>/oder Urin von<br />

Toilettenbenutzern befinden<br />

können, zählen z. B. die Erreger<br />

der Salmonellenenteritis, von<br />

Ruhr oder Typhus, Kinderlähmung,<br />

infektiöser Gelbsucht <strong>und</strong> Durchfall<br />

verursachende Darmviren.<br />

Über den Handkontakt <strong>mit</strong> kontaminierten<br />

Gegenständen in Toiletten<strong>und</strong><br />

Waschräumen können sie unter<br />

bestimmten Umständen wieder in<br />

den Magen-Darm-Trakt von empfänglichen<br />

Personen gelangen<br />

<strong>und</strong> da<strong>mit</strong> zum Ges<strong>und</strong>heitsrisiko<br />

werden.<br />

Die genannten Krankheitserreger<br />

können außerhalb des Erregerreservoirs<br />

Mensch gegebenenfalls<br />

bis zu mehreren Monaten infektionstüchtig<br />

bleiben. Ihre Überlebensfähigkeit<br />

wird durch Schmutz,<br />

Feuchtigkeit, Wärme <strong>und</strong> Dunkelheit<br />

begünstigt.<br />

Über den fäkal-oralen Übertragungsweg<br />

können darüber hinaus Wurmeier<br />

(z. B. des Madenwurms) übertragen<br />

werden.<br />

60


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Ges<strong>und</strong>heit <strong>und</strong> Hygiene<br />

Technische <strong>und</strong> funktionelle<br />

Vorsorge<br />

Zur Verringerung des Infektionsrisikos<br />

durch Legionellen, insbesondere<br />

im Duschbereich, sind die<br />

DVGW-Arbeitsblätter W 551 bis<br />

W 553 anzuwenden.<br />

Durch geeignete Materialauswahl<br />

sowie bauliche Strukturierung sind<br />

Voraussetzungen zu schaffen, die<br />

ein ges<strong>und</strong>heitsbewusstes Verhalten<br />

der Benutzer von öffentlichen<br />

Toiletten- <strong>und</strong> Waschräumen begünstigen.<br />

Übertragungsmöglichkeiten von<br />

Keimen durch erzwungene Handkontakte<br />

können z. B. durch berührungslos<br />

funktionierende Bedienelemente<br />

minimiert werden.<br />

61


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Bedarfswerte nach Gebäudetyp<br />

Bedarfswerte nach Gebäudetyp<br />

Die nachfolgende Tabelle enthält<br />

Planungsrichtwerte für die Anzahl<br />

von Sanitärgegenständen in<br />

Abhängigkeit unterschiedlicher<br />

Gebäude- <strong>und</strong> Anlagenarten. Die<br />

genannten Bezugsgrößen stellen<br />

Mindestanforderungen dar. Bei<br />

der Planung von Gebäuden <strong>mit</strong><br />

höheren oder geringeren Bezugsgrößen<br />

sind diese Werte entsprechend<br />

anzupassen.<br />

!<br />

Weitere Angaben zu<br />

Bedarfswerten können<br />

VDI-Richtlinie 6000 –<br />

Blatt 3 entnommen<br />

werden.<br />

Planungsrichtwerte (nach VDI 3818, Tabelle 7, Stand 2007)<br />

Lfd. Gebäude-/Anlagenart Bezugseinheit Maximale Größe der Bezugseinheit,<br />

Nr.<br />

die ein WC/Urinal erfordert<br />

WC<br />

Urinal<br />

Frauen Männer Männer<br />

1 Gebäude <strong>mit</strong> Publikumsverkehr Anzahl K<strong>und</strong>en /Besucher (gleichzeitig) 75 100 100<br />

2 Stadt- <strong>und</strong> Wohngebietszentren, Einwohner 5.000 – 10.000 5.000 – 10.000 5.000 – 10.000<br />

Einkaufszonen, Schwerpunkthaltestellen<br />

des ÖPNV<br />

3 Freianlagen, Freizeitparks Besucher (gleichzeitig) 50 – 100 50 – 100 50 – 100<br />

4 Parkhäuser, Tiefgaragen Stellplätze 50 – 200 50 – 200 50 – 200<br />

5 Tankstellen pro Anlage 1 1<br />

6 Volksfeste, Jahrmärkte Besucher (gleichzeitig) 250 500 250<br />

7 Bahnhofsbauten, Busbahnhöfe, Reisende (gleichzeitig) 100 100 50<br />

Flughafen- <strong>und</strong> Hafengebäude<br />

8 Autobahnen, Fernverkehrsstraßen<br />

je 25 Kilometer 2 1 2<br />

9 Raststätten Sitzplätze 30 40 30<br />

10 Gaststätten bis 120 Sitzplätze 20 40 20<br />

121 – 480 Sitzplätze 30 60 30<br />

11 Campingplätze Stellplätze 10 – 15 20 20<br />

62


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Bedarfswerte nach Gebäudetyp<br />

Lfd. Gebäude-/Anlagenart Anzahl WC, Anzahl WC, die ein Maximale Größe der Bezugs- Spezielle Ausstattung Kommentare<br />

Nr. Behinderte Handwaschbecken einheit, die eine Dusche<br />

je Anlage erfordert erfordert<br />

Frauen<br />

Männer<br />

1 Gebäude <strong>mit</strong> Publikumsverkehr 1 1 – – – –<br />

2 Stadt- <strong>und</strong> Wohngebietszentren, 1 1 – – – –<br />

Einkaufszonen, Schwerpunkthaltestellen<br />

des ÖPNV<br />

3 Freianlagen, Freizeitparks 1 1 – – – –<br />

4 Parkhäuser, Tiefgaragen 1 1 – – – siehe Garagenverordnungen<br />

5 Tankstellen 1 – – – –<br />

6 Volksfeste, Jahrmärkte 1 3 – – – –<br />

7 Bahnhofsbauten, Busbahnhöfe, 1 1 – – • 1 Speibecken je –<br />

Flughafen- <strong>und</strong> Hafengebäude<br />

Toilettenvorraum<br />

• 1 Wickeltisch<br />

8 Autobahnen, Fernverkehrs- 1 2 – – • 1 Wickeltisch –<br />

straßen<br />

• alle 50 km<br />

9 Raststätten 1 1 – 2 2 je Raststätte Wickeltisch Berücksichtigung<br />

von Raststätten<strong>und</strong><br />

Tankstellen-<br />

WC<br />

10 Gaststätten bis 120 Sitzplätze 1 1 – – Speibecken siehe auch Verordnungen<br />

der<br />

Länder<br />

121 – 480 Sitzplätze 1 1 – 2 – – – –<br />

11 Campingplätze 1 3 25 25 je 30 Stellplätze: siehe Camping-<br />

• 1 Wickeltisch<br />

(allg. zugänglich)<br />

platzverordnung<br />

• 1 Fußwaschbecken<br />

• 1 Geschirrspülbecken<br />

• 2 Wäschespülbecken<br />

je 50 Stellplätze:<br />

• 1 Trinkwasserzapfstelle<br />

<strong>mit</strong><br />

Schmutzwasserablauf<br />

63


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Bedarfswerte nach Gebäudetyp<br />

Planungsrichtwerte (nach VDI 3818, Tabelle 7, Fortsetzung, Stand 2007)<br />

Lfd. Gebäude-/Anlagenart Bezugseinheit Maximale Größe der Bezugseinheit, die ein WC/Urinal erfordert<br />

WC<br />

Urinal<br />

Frauen Männer Männer<br />

12 Bildungseinrichtungen Schüler / Studenten 15 20 40<br />

13 Hallenbäder Wasserfläche bis 150 m 2 150 150 150<br />

Wasserfläche 151 – 500 m 2 250 500 250<br />

Trockenbereich 1 1 1<br />

14 Freibäder Wasserfläche in m 2 250 500 250<br />

15 Saunen Saunaplätze 10 – 15 20 – 25 20 – 25<br />

16 Medizinische Bäder Behandlungsplätze 10 – 15 20 – 25 20 – 25<br />

17 Stationäre medizinische Station 2 1 1<br />

Einrichtungen<br />

18 Ambulante med. Einrichtungen Arztplätze 4 4 4<br />

19 Turn- <strong>und</strong> Sporthallen Sportfläche in m 2 50 – 100 50 – 100 150 – 200<br />

20 Tageseinrichtungen für Kinder <strong>und</strong><br />

Jugendliche Gebäude 1 1 1<br />

21 Verkaufseinrichtungen<br />

ab 2000 m 2 Verkaufsfläche Verkaufsfläche in m 2 1.000 2.000 2.000<br />

22 Kulturbauten (<strong>mit</strong> Stoßbetrieb) siehe VDI 6000<br />

23 Messebauten, Ausstellungsbauten,<br />

Tagungszentren siehe VDI 6000<br />

24 Zuschaueranlagen von Schwimm<strong>und</strong><br />

Sporthallen siehe VDI 6000<br />

25 Sportstadien, Sportanlagen<br />

im Freien siehe VDI 6000<br />

26 Eissportanlagen siehe VDI 2075<br />

64


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Bedarfswerte nach Gebäudetyp<br />

Lfd. Gebäude-/Anlagenart Anzahl WC, Anzahl WC, die ein Maximale Größe der Bezugs- Spezielle Ausstattung Kommentare<br />

Nr. Behinderte Handwaschbecken einheit, die eine Dusche<br />

je Anlage erfordert erfordert<br />

Frauen<br />

Männer<br />

12 Bildungseinrichtungen 1 2 – – – –<br />

13 Hallenbäder<br />

Wasserfläche bis 150 m 2 1 1 15 15 • 1 Haartrockenplatz siehe auch<br />

Wasserfläche 151 – 500 m 2 – – 25 55 • 1 Wickeltisch VDI 2089<br />

Trockenbereich – – allg. zugänglich) Blatt 1<br />

• 2 Speibecken in der<br />

Schwimmhalle<br />

• 1 Kaltwasserdusche<br />

14 Freibäder 1 3 330 330 • 1 Haartrockenplatz siehe auch<br />

je 50 Schränke VDI 2089<br />

• 1 Wickeltisch Blatt 3<br />

• 1 Speibecken<br />

• 1 Kaltwasserdusche<br />

• 1 Trinkbrunnen<br />

15 Saunen 1 1 3 – 8 3 – 8 • Duschplätze für –<br />

Vorreinigung<br />

• Duschplätze für<br />

Kaltwasser<br />

• 1 – 2 Fußwärmebecken<br />

• 1 Trinkbrunnen<br />

• 1 Speibecken<br />

16 Medizinische Bäder 1 1 – – – –<br />

17 Stationäre medizinische 1 1 – – – –<br />

Einrichtungen<br />

18 Ambulante med. Einrichtungen 1 1 – – – –<br />

19 Turn- <strong>und</strong> Sporthallen 1 1 – 2 10 – 20 10 – 20 • 1 Haartrockenplatz siehe<br />

je 50 Schränke DIN 18032<br />

• 1 Fußwaschstelle<br />

• 5 Duschplätze<br />

20 Tageseinrichtungen für Kinder – 1 – – – –<br />

<strong>und</strong> Jugendliche<br />

21 Verkaufseinrichtungen 1 1 – – Sanitäranlagen in Nähe –<br />

ab 2000 m 2 Verkaufsfläche<br />

der Hauptverkehrsströme<br />

65


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Kostenoptimierte Gebäudenutzung<br />

Kostenoptimierte Gebäudenutzung<br />

Ausgangspunkt ist das auf die<br />

Bedürfnisse der Nutzer ausgerichtete<br />

wirtschaftliche Betreiben <strong>und</strong><br />

Verwalten von Gebäuden. Strategisch<br />

falsche Planung für Betrieb<br />

<strong>und</strong> Nutzung verursacht im Lebenszyklus<br />

eines Gebäudes hohe<br />

Kosten <strong>und</strong> bindet erhebliche Ressourcen.<br />

Zu beachten ist dabei,<br />

dass 80 % der Lebenszykluskosten<br />

in der Nutzungsphase – durch<br />

Umnutzung, Versicherungen, Steuern,<br />

Energie, Wartung, Instandsetzung,Kommunikationsdienste,<br />

Sicherheitsdienste<br />

oder Gebäudereinigung<br />

entstehen. Nachweislich<br />

können diese Kosten durch die Anwendung<br />

von Facility-Management<br />

bis zu 25 % gesenkt werden<br />

(vgl. Zentralverband Deutsches<br />

Baugewerbe; Leitfaden FM).<br />

Entwicklung <strong>und</strong> Beeinflussbarkeit von Gebäudekosten<br />

Gesamtkosten<br />

Beeinflussbarkeit der Kosten<br />

Zeit<br />

Planung Erstellung Nutzung Rückbau<br />

< 2 Jahre < 5 Jahre ˜ 20 - 50 Jahre < 2 Jahre<br />

66


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Kostenoptimierte Gebäudenutzung<br />

Lebenszykluskosten nach Gebäudetypen gegliedert<br />

Der zunehmende Kostendruck auf Bauherren, Investoren <strong>und</strong> Betreiber von<br />

Gebäuden <strong>und</strong> Liegenschaften rückt die Lebenszykluskosten immer stärker<br />

in den Mittelpunkt der Diskussion. Eine Studie der Helbing Management<br />

Consulting GmbH zeigt auf, dass nach ca. zehn Jahren bei Büro- <strong>und</strong> Verwaltungsgebäuden<br />

die Betriebskosten die Investitionskosten übersteigen, bei<br />

Schulen <strong>und</strong> Kindertagesstätten schon nach drei Jahren. Die Studie unterstreicht,<br />

dass bereits bei der Planung <strong>und</strong> Projektierung Bauherren, Planer <strong>und</strong><br />

Behörden gefordert sind, nach nachhaltigen Lösungsvarianten Ausschau<br />

zu halten.<br />

Gebäudeart<br />

Baufolgekosten in Prozent der Baukosten<br />

p.a.<br />

Überschreitung der<br />

Erstellungskosten nach ...<br />

Schulen <strong>und</strong> Kindergärten<br />

31 % 3 – 4 Jahren<br />

Krankenhäuser<br />

26 %<br />

4 Jahren<br />

Hallenbäder<br />

21 %<br />

4 – 5 Jahren<br />

Produktionsgebäude<br />

10 %<br />

10 Jahren<br />

Büro- <strong>und</strong> Verwaltungsgebäude<br />

8,5 %<br />

11 – 12 Jahren<br />

Quelle: Bayerische Staatsbauverwaltung nach Keller/Siegbert.<br />

67


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Kostenoptimierte Gebäudenutzung<br />

Betriebskostensegmentierung typischer Industriebetriebe<br />

Die nachfolgende Abbildung zeigt<br />

beispielhaft, in welcher Relation sich<br />

die Betriebskosten typischerweise in<br />

Industriebetrieben verteilen.<br />

Städtebauliche <strong>und</strong> architektonische<br />

Gestaltung, Layout, Konstruktionsdetails<br />

sowie Materialien <strong>und</strong> Produkte<br />

sind so zu wählen, dass alle<br />

vorhersehbaren Ansprüche bezüglich<br />

Nutzung, Betrieb, Erhaltung<br />

<strong>und</strong> Rückbau so weit wie möglich<br />

befriedigt werden können. Für die<br />

ausführenden Unternehmen zieht<br />

die Lebenszyklusbetrachtung eine<br />

bedeutende Erweiterung ihres Wirkungsraumes<br />

<strong>und</strong> ihrer Verantwortung<br />

nach sich. Die Leistungsverantwortung<br />

wird abgelöst durch<br />

die Systemverantwortung.<br />

Diese kann nur wahrgenommen<br />

werden, wenn die folgenden<br />

Rahmenbedingungen erfüllt sind:<br />

• Frühes Einbringen des unternehmerischen<br />

Know-hows in die<br />

Projektierung<br />

• Bereitstellung von ganzen<br />

Systemen anstelle der Erbringung<br />

einzelner Arbeitsgattungen<br />

• Übernahme von Aufgaben <strong>und</strong><br />

Verantwortung beim Betrieb <strong>und</strong><br />

der Erhaltung des gelieferten<br />

Systems anstatt Verabschiedung<br />

vom Bauwerk nach der werkvertraglichen<br />

Abnahme<br />

Verbrauch<br />

Technische<br />

Dienstleistungen<br />

Infrastrukturelle<br />

Dienstleistungen<br />

Kaufmännische<br />

Dienstleistungen<br />

Sonstige<br />

25 – 30 %<br />

30 – 35 %<br />

10 – 15 %<br />

5 – 10 %<br />

10 – 20 %<br />

Energiekosten Instandsetzung, Services Controlling Gr<strong>und</strong>miete<br />

-haltung<br />

Strom<br />

Gas<br />

Öl<br />

Wasser<br />

Druckluft<br />

Dampf<br />

HKL-Anlagen<br />

Kälteanlagen<br />

Sanitäranlagen<br />

MSR-Technik<br />

Elektrotechnik<br />

Sicherheitstechnik<br />

...<br />

Reinigung<br />

Catering<br />

Bewachung<br />

Fuhrpark<br />

Büroservice (DSFM)<br />

Winterdienste<br />

...<br />

Abrechnung<br />

Finanzierung<br />

Objektmanagement<br />

Flächenmanagement<br />

Auftragswesen<br />

AfA<br />

Zinsen<br />

Leasing<br />

Steuern<br />

...<br />

Quelle: Helbing Management Consulting, GEFMA.<br />

68


Halböffentlicher <strong>und</strong> öffentlicher Bereich<br />

Kostenoptimierte Gebäudenutzung<br />

1-Liter Urinalspülsystem von <strong>Geberit</strong><br />

Um die ökonomischen als auch die ökologischen Anforderungen im öffentlichen Sanitärraum erfüllen zu können, bietet<br />

<strong>Geberit</strong> durch ein geprüftes 1-Liter Urinalspülsystem die Möglichkeit, neben den wirtschaftlichen auch die so wichtigen<br />

hygienischen Anforderungen erfüllen zu können, <strong>und</strong> dies ohne zusätzliche Investitionskosten für den Betreiber.<br />

Die nachfolgenden Ausführungen zeigen die Einsparpotenziale, die durch den Einsatz eines 1-Liter Urinalsystems <strong>und</strong> der<br />

da<strong>mit</strong> verb<strong>und</strong>enen Reduzierung des Wasserverbrauchs pro Urinal erreicht werden.<br />

Berechnungsgr<strong>und</strong>lage<br />

Betriebskosten p. a. in Euro<br />

Wasser- Sonstige Summe Differenz zu<br />

kosten Kosten 1-Liter-System<br />

Anzahl Urinale 25 Urinal 1 Liter 625 125 750 –<br />

Benutzungen/Tag 25 Urinal 3 Liter 1.875 125 2.000 +1.250 (= 63%)<br />

Benutzungstage/Jahr 250 Urinal wasserlos 0 1.266 1.266 +516 (= 41%)<br />

Wasserpreis/m 3 in EUR 4<br />

(einschl. Abwasser)<br />

St<strong>und</strong>ensatz Monteur in EUR 35<br />

Stromkosten/Urinal 5<br />

pro Jahr in EUR<br />

Urinal wasserlos<br />

Kosten Siphon in EUR 0,3 Bei direkt aufeinander folgenden Benutzern ermöglichen elektronische <strong>Geberit</strong> Urinalsteuerungen<br />

(ohne Montage)<br />

darüber hinaus eine dynamische Spülzeitanpassung. Dies gewährleistet eine zusätzliche<br />

Zeitaufwand in h für 30 Wasserersparnis, die hier nicht berücksichtigt wurde.<br />

Siphonwechsel<br />

Hinweis: Bei den angegebenen Unterhaltskosten für wasserlose Urinale handelt es sich um<br />

Anzahl Nutzungen bis 5000 Erfahrungswerte. Diese können je nach Hersteller <strong>und</strong> verwendeten Systemen von den angege-<br />

Siphonwechsel<br />

benen Daten abweichen.<br />

!<br />

Berechnen Sie die voraussichtlichen<br />

Betriebskosten<br />

durch die Eingabe<br />

Ihrer individuellen<br />

Daten.<br />

Nutzen Sie dazu einfach<br />

den Wasser-Verbrauch-<br />

Kalkulator im Internet unter:<br />

www.geberit.de<br />

Diagramm Betriebskostenvergleich Urinal Spülsysteme.<br />

69


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Rahmenbedingungen ....................................72<br />

Demografische Entwicklung ...........................72<br />

Entwicklung <strong>und</strong> Anzahl Pflegebedürftiger ................73<br />

Gesetze <strong>und</strong> Verordnungen ...............................74<br />

Behindertengleichstellungsgesetz. . .....................74<br />

Die wichtigsten Punkte des Behindertengleichstellungsgesetzes<br />

..............................75<br />

Barrierefreie Wohnungsbau-Bestimmungen<br />

in den Landesbauordnungen ..........................76<br />

Medizinische Informationen ...............................79<br />

Altersbedingte Erkrankungen ..........................79<br />

Veränderung der auditiven Fähigkeiten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80<br />

Veränderung der motorischen Fähigkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . 80<br />

Veränderung der Sehfähigkeit .........................81<br />

Beleuchtung in Seniorenheimen. ...........................83<br />

Beleuchtung von barrierefreien Sanitärräumen . . . . . . . . . . . . . 84<br />

Farbgestaltung in Seniorenheimen .........................85<br />

Farbpräsenz <strong>und</strong> Wohlbefinden ........................85<br />

Ausgewählte Farben ................................86<br />

Gestaltungshinweise ................................87<br />

Farbkombinationen für einzelne Raumbereiche ............88<br />

Sturzprävention .........................................91<br />

Ergonomie <strong>und</strong> Bewegungsabläufe .........................92<br />

Bewegungsabläufe von Rollstuhlfahrern bei Toilettennutzung . . 92<br />

Montage- <strong>und</strong> Betätigungshöhen für WC <strong>und</strong> Waschtisch. . . . 93<br />

Vorausschauende Badplanung. ............................94<br />

Raumgestaltung von Sanitärräumen ........................96<br />

Planung WC-Bereich ................................96<br />

Planung Waschtisch-Bereich ..........................98<br />

Planung Badewanne <strong>und</strong> Dusch-Bereich . . . . . . . . . . . . . . . . 100<br />

Normgerechter Fußbodenaufbau bei Dünnbettverfahren ... . 103<br />

Planung von Türen, Wänden, Decken, Bodenbelägen . . . . . . 104<br />

Gr<strong>und</strong>rissgestaltung ....................................106<br />

Checkliste für die barrierefreie Badgestaltung . ..............110<br />

71


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Rahmenbedingungen<br />

Rahmenbedingungen<br />

Demografische Entwicklung<br />

Eine seit Jahren kontinuierlich steigende Lebenserwartung <strong>und</strong> rückläufige<br />

Geburtenraten haben dazu geführt, dass der Anteil der über 65-jährigen<br />

Personen in der B<strong>und</strong>esrepublik Deutschland zum heutigen Zeitpunkt bereits<br />

ca. 20 % beträgt. Nach Berechnung des Statistischen B<strong>und</strong>esamtes wird sich<br />

deren prozentualer Anteil in den kommenden 50 Jahren nahezu verdoppeln.<br />

Ähnliche Entwicklungen werden außer in Deutschland auch in anderen europäischen<br />

Ländern erwartet.<br />

Altersstruktur BRD 2005 – 2050<br />

Anteil Altersgruppen in Mio. Einwohner<br />

90<br />

80<br />

70<br />

60<br />

50<br />

40<br />

30<br />

20<br />

10<br />

0<br />

82,5<br />

81,8 80,1 77,2 73,5 68,8<br />

15,9<br />

16,8<br />

18,6<br />

22,1<br />

23,6<br />

22,9<br />

50,1<br />

50,0<br />

48,0<br />

42,4<br />

38,4<br />

35,5<br />

16,5<br />

15,0<br />

13,5<br />

12,7<br />

11,5<br />

10,4<br />

2005 2010 2020 2030 2040 2050<br />

unter 20 Jahre 20 – 65 Jahre 65 Jahre <strong>und</strong> älter<br />

Altersstruktur B<strong>und</strong>esrepublik Deutschland 2005 – 2050 in Mio. Einwohner<br />

(Quelle: Statistisches B<strong>und</strong>esamt, Ergebnisse der 9. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung, Juli 2005).<br />

72


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Rahmenbedingungen<br />

Entwicklung <strong>und</strong> Anzahl Pflegebedürftiger<br />

Schwerbehinderte Personen<br />

Infolge der steigenden Lebenserwartung<br />

wird auch der Anteil<br />

der hochaltrigen Personen stark<br />

zunehmen. Da <strong>mit</strong> zunehmendem<br />

Lebensalter die Wahrscheinlichkeit<br />

zunimmt, pflege- bzw. hilfsbedürftig<br />

zu werden, kann von einer starken<br />

Zunahme dieser Personengruppe<br />

ausgegangen werden.<br />

So wird vom Kuratorium Deutsche<br />

Altershilfe prognostiziert, dass sich<br />

diese Anzahl von bestehenden ca.<br />

2,2 Mio. pflegebedürftigen Personen<br />

bis zum Jahr 2050 auf über<br />

3,8 Mio. erhöhen wird.<br />

Neben den Leistungsempfängern,<br />

die in Pflegeheimen leben, wird ein<br />

Großteil der Pflegebedürftigen zu<br />

Hause versorgt. Dies kann durch<br />

ambulante Pflegedienste als auch<br />

durch Angehörige geschehen. Von<br />

diesen ca. 2,2 Millionen pflegebedürftigen<br />

Menschen sind 80 % über<br />

65 Jahre alt. Die restlichen 20 %<br />

(ca. 400.000 Personen) entfallen auf<br />

jüngere pflegebedürftige Personen,<br />

von denen der größte Teil zu Hause<br />

betreut wird.<br />

Außer pflegebedürftigen Personen,<br />

die Leistungen aus der Pflegeversicherung<br />

erhalten, leben in<br />

Deutschland 6,6 Mio. schwerbehinderte<br />

Menschen, davon die<br />

Mehrheit in Privatwohnungen. Das<br />

B<strong>und</strong>esamt für Raumordnung geht<br />

davon aus, dass ein großer Teil<br />

von Schwerbehinderten in nicht<br />

behindertengerecht ausgestatteten<br />

Wohnungen lebt.<br />

2,25 Millionen Pflegebedürftige<br />

1,54 Millionen Pflegebedürftige<br />

(68 %) zu Hause versorgt durch.....<br />

709.000 Pflegebedürftige<br />

(32 %) in Heimen<br />

Angehörige<br />

(ausschließlich)<br />

1,03 Millionen<br />

Pflegebedürftige<br />

Pflegedienste<br />

504.000<br />

Pflegebedürftige<br />

Versorgt durch<br />

11.500<br />

Pflegedienste<br />

Versorgung in 11.000 Pflegeheimen<br />

<strong>mit</strong> 574. 000 Beschäftigten<br />

Eckdaten der Pflegestatistik im Jahr 2007.<br />

73


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Gesetze <strong>und</strong> Verordnungen<br />

Gesetze <strong>und</strong> Verordnungen<br />

Behindertengleichstellungsgesetz<br />

Um der gesellschaftlichen Entwicklung<br />

Rechnung zu tragen, trat im<br />

Mai 2002 das Gleichstellungsgesetz<br />

in Kraft, welches Gleichstellung <strong>und</strong><br />

Barrierefreiheit als politische <strong>und</strong><br />

gesellschaftliche Ziele gesetzlich<br />

verankert <strong>und</strong> das Benachteiligungsverbot<br />

des Gr<strong>und</strong>gesetzes<br />

umsetzt. Das Gleichstellungsgesetz<br />

für behinderte Menschen setzt<br />

Maßstäbe. Barrierefreiheit wird dort<br />

als Begriff <strong>und</strong> als ein Kernziel definiert.<br />

Gemeint ist da<strong>mit</strong> nicht nur<br />

die Beseitigung räumlicher Barrieren<br />

für Rollstuhlfahrer <strong>und</strong> Gehbehinderte,<br />

sondern auch der ungehinderte<br />

Zugang blinder <strong>und</strong> sehbehinderter<br />

Menschen zur Kommunikation<br />

in den elektronischen Medien <strong>und</strong><br />

zur selbstständigen Teilnahme an<br />

Wahlen. Dafür werden verschiedene<br />

B<strong>und</strong>esgesetze im Bereich Bahn-,<br />

Luft- <strong>und</strong> Nahverkehr sowie das<br />

Gaststätten- <strong>und</strong> Hochschulrahmenrecht<br />

geändert.<br />

Wesentlich für die Umsetzung des<br />

Gesetzes ist das neue Instrument<br />

der Zielvereinbarungen. Hier können<br />

Behindertenverbände un<strong>mit</strong>telbar in<br />

Verhandlungen <strong>mit</strong> der Wirtschaft<br />

treten, um den jeweiligen Verhältnissen<br />

angepasste, flexible<br />

Regelungen zur Herstellung von<br />

Barrierefreiheit zu treffen.<br />

Ein entscheidender Fortschritt ist<br />

dabei auch die Umkehr der Beweislast.<br />

Demnach muss nicht mehr der<br />

oder die Behinderte eine Benachteiligung<br />

nachweisen, sondern die<br />

Institution ist in der Beweispflicht,<br />

dass eine gleichberechtigte Teilhabe<br />

am täglichen Leben möglich ist.<br />

74


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Gesetze <strong>und</strong> Verordnungen<br />

Die wichtigsten Punkte des Behindertengleichstellungsgesetzes<br />

Gebäude <strong>und</strong> Verkehr<br />

Alle neuen Dienstgebäude des<br />

B<strong>und</strong>es müssen künftig rollstuhlgerecht<br />

sein. Schrittweise sollen<br />

auch Barrieren für Behinderte bei<br />

der Bahn, im Nah- <strong>und</strong> Luftverkehr<br />

abgebaut werden. Dazu gehört die<br />

Einrichtung von Liften, Rampen <strong>und</strong><br />

Behindertentoiletten.<br />

Verbandsklagerecht<br />

Die B<strong>und</strong>esregierung will anerkannten<br />

Behindertenverbänden<br />

die Möglichkeit geben, unabhängig<br />

von einem bestimmten Einzelfall<br />

zu klagen, um die Gleichstellung<br />

Behinderter durchzusetzen.<br />

Bisher kann ein Verband nur <strong>mit</strong><br />

Zustimmung eines einzelnen<br />

behinderten Menschen für diesen<br />

einen Anspruch geltend machen.<br />

Die Länder haben allerdings<br />

bereits klargemacht, dass sie ein<br />

solches Verbandsklagerecht ablehnen.<br />

Gaststätten<br />

Gaststätten in neuen Gebäuden<br />

sollen ebenfalls barrierefrei sein –<br />

durch ebenerdige Eingänge für<br />

Rollstuhlfahrer, Aufzüge, Rampen<br />

<strong>und</strong> Behindertentoiletten. Nur<br />

wenn sie diese Auflagen erfüllen,<br />

erhalten sie eine Genehmigung.<br />

Zielvereinbarungen<br />

Wirtschaftsunternehmen <strong>und</strong><br />

Behindertenverbände sollen in<br />

eige ner Verantwortung Verein barungen<br />

darüber treffen, wie <strong>und</strong> in<br />

welchem Zeitraum Barrierefreiheit<br />

vor Ort verwirklicht wird. So kann<br />

etwa ein Behindertenverband<br />

<strong>mit</strong> einer Kaufhauskette eine<br />

Vereinbarung darüber treffen, wie<br />

die Verkaufsräume barrierefrei<br />

gestaltet werden können.<br />

75


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Gesetze <strong>und</strong> Verordnungen<br />

Barrierefreie Wohnungsbau-Bestimmungen in den Landesbauordnungen<br />

In vielen B<strong>und</strong>esländern gibt es bereits seit mehreren Jahren gültige Vorgaben bezüglich Barrierefreiheit in öffentlich zugänglichen<br />

Gebäuden. Um die demographische Entwicklung auch bei der Errichtung von Wohnungen rechtzeitig zu berücksichtigen,<br />

haben die meisten B<strong>und</strong>esländer ihre Landesbauordnungen entsprechend angepasst. Die nachfolgende Tabelle gibt<br />

eine Übersicht über bereits gültige Vorgaben, die speziell den Wohnungsbau betreffen. Die dort enthaltenen barrierefreien<br />

Vorgaben bedeuten nicht automatisch, dass diese Wohnungen DIN 18025-konform errichtet werden müssen.<br />

Barrierefreiheit im Wohnungsbau – LBO-Vorgaben gegliedert nach B<strong>und</strong>esland (Stand Anfang 2005)<br />

B<strong>und</strong>esland<br />

Musterbauordnung 2002<br />

Baden-Württemberg<br />

Bayern<br />

Berlin<br />

Brandenburg<br />

Wortlaut<br />

§ 50 Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

(1) In Gebäuden <strong>mit</strong> mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei<br />

erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen die Wohn- <strong>und</strong> Schlafräume, eine Toilette, ein Bad<br />

sowie die Küche oder die Kochnische <strong>mit</strong> dem Rollstuhl zugänglich sein. § 39 Abs. 4 bleibt unberührt.<br />

§ 35 Wohnungen<br />

(3) In Wohngebäuden <strong>mit</strong> mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei<br />

erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen die Wohn- <strong>und</strong> Schlafräume, eine Toilette, ein Bad<br />

<strong>und</strong> die Küche oder Kochnische <strong>mit</strong> dem Rollstuhl zugänglich sein. Die Sätze 1 <strong>und</strong> 2 gelten nicht,<br />

soweit die Anforderungen insbesondere wegen schwieriger Geländeverhältnisse, wegen des Einbaus<br />

eines sonst nicht erforderlichen Aufzugs oder wegen ungünstiger vorhandener Bebauung nur <strong>mit</strong><br />

unverhältnismäßigem Mehraufwand erfüllt werden können.<br />

Art. 46 Wohnungen<br />

(2) In Gebäuden <strong>mit</strong> mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei<br />

erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen die Wohn- <strong>und</strong> Schlafräume, eine Toilette, ein Bad <strong>und</strong><br />

eine Küche oder Kochnische sowie der Raum <strong>mit</strong> Anschlussmöglichkeit für eine Waschmaschine <strong>mit</strong><br />

dem Rollstuhl zugänglich sein. Die Sätze 1 <strong>und</strong> 2 gelten nicht, soweit die Anforderungen, insbesondere<br />

wegen schwieriger Geländeverhältnisse, wegen des Einbaus eines sonst nicht erforderlichen Aufzugs<br />

oder wegen ungünstiger vorhandener Bebauung, nur <strong>mit</strong> unverhältnismäßigem Mehraufwand erfüllt<br />

werden können.<br />

§ 45 Wohnungen<br />

(2) Bei Wohngebäuden <strong>mit</strong> mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen im untersten Vollgeschoss<br />

über den üblichen Hauptzugang barrierefrei erreichbar sein. Die Räume in diesen Wohnungen<br />

müssen <strong>mit</strong> dem Rollstuhl zugänglich sein.<br />

§ 45 Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

(1) In Wohngebäuden <strong>mit</strong> mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei<br />

sein. In Gebäuden <strong>mit</strong> Aufzügen <strong>und</strong> <strong>mit</strong> mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines<br />

Geschosses barrierefrei sein.<br />

76


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Gesetze <strong>und</strong> Verordnungen<br />

Bremen<br />

Hamburg<br />

Hessen<br />

Mecklenburg-Vorpommern<br />

Niedersachsen<br />

§ 47 Wohnungen<br />

(6) In Gebäuden <strong>mit</strong> mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei<br />

erreichbar sein. In diesen <strong>und</strong> in den nach § 38 Abs. 7 sowie § 53 Abs. 3 Nr. 2 barrierefrei erreichbaren<br />

Wohnungen müssen die Wohn- <strong>und</strong> Schlafräume, eine Toilette, ein Bad <strong>und</strong> die Küche oder Kochnische<br />

<strong>mit</strong> dem Rollstuhl zugänglich <strong>und</strong> nutzbar sein. Satz 1 gilt nicht, soweit die Anforderungen, insbesondere<br />

wegen schwieriger Geländeverhältnisse, wegen des Einbaus eines sonst nicht erforderlichen Aufzugs<br />

oder wegen ungünstiger vorhandener Bebauung, nur <strong>mit</strong> unverhältnismäßigem Mehraufwand erfüllt<br />

werden können.<br />

§ 45 Wohnungen<br />

(8) In Gebäuden <strong>mit</strong> mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses frei von<br />

Hindernissen erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen die Wohn- <strong>und</strong> Schlafräume, eine Toilette,<br />

ein Bad <strong>und</strong> die Küche oder Kochnische <strong>mit</strong> dem Rollstuhl zugänglich sein. Sätze 1 <strong>und</strong> 2 gelten nicht,<br />

soweit die Anforderungen insbesondere wegen schwieriger Geländeverhältnisse, wegen des Einbaus<br />

eines sonst nicht erforderlichen Aufzugs oder wegen ungünstiger vorhandener Bebauung nur <strong>mit</strong><br />

unverhältnismäßigem Mehraufwand erfüllt werden können.<br />

§ 43 Wohnungen<br />

(2) In Gebäuden <strong>mit</strong> mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei<br />

erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen die Wohn- <strong>und</strong> Schlafräume, eine Toilette, ein Bad <strong>und</strong><br />

die Küche oder Kochnische <strong>mit</strong> dem Rollstuhl zugänglich sein. Satz 1 <strong>und</strong> 2 gelten nicht, soweit die<br />

Anforderungen wegen schwieriger Geländeverhältnisse, wegen des Einbaus eines sonst nicht erforderlichen<br />

Aufzugs oder wegen ungünstiger vorhandener Bebauung nur <strong>mit</strong> unverhältnismäßigem Mehraufwand<br />

erfüllt werden können.<br />

§ 52 Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

(5) Die nach bisherigem Recht rechtmäßig errichteten baulichen Anlagen nach Absatz 4 Nr. 1 bis 3, die<br />

die Anforderungen an die Barrierefreiheit nach dieser Vorschrift nicht erfüllen, sind bei nicht nur geringfügigen<br />

Änderungen der Gebäude so anzupassen, dass sie von Behinderten oder alten Menschen<br />

zweckentsprechend genutzt werden können.<br />

(7) In Wohngebäuden <strong>mit</strong> mehr als drei oberirdischen Geschossen muss mindestens eine Wohnung<br />

durch einen Eingang stufenlos erreichbar sein. Innerhalb dieser Wohnungen müssen die Zugangstüren<br />

zu Wohn- <strong>und</strong> Schlafräumen, zur Küche, zu einem Sanitärraum (Bad/WC) <strong>und</strong>, soweit vorhanden, zum<br />

Freisitz schwellenlos sein <strong>und</strong> eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 0,90 m haben; der<br />

Sanitärraum muss mindestens 7 m 2 groß sein. Absatz 6 Satz 1 bis 6 gilt entsprechend.<br />

(8) § 35 Abs. 5 gilt auch für Gebäude <strong>mit</strong> weniger als sechs Vollgeschossen, soweit Geschosse von<br />

Behinderten <strong>mit</strong> Rollstühlen stufenlos erreichbar sein müssen.<br />

§ 44 Wohnungen<br />

(3) In Gebäuden <strong>mit</strong> mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei<br />

sein. In jeder achten Wohnung eines Gebäudes müssen die Wohn- <strong>und</strong> Schlafräume, eine Toilette, ein<br />

Bad <strong>und</strong> die Küche oder Kochnische zusätzlich rollstuhlgerecht sein. Die Sätze 1 <strong>und</strong> 2 gelten nicht,<br />

soweit die Anforderungen, insbesondere wegen schwieriger Geländeverhältnisse, wegen des Einbaus<br />

eines sonst nicht erforderlichen Aufzugs oder wegen ungünstiger vorhandener Bebauung, nur <strong>mit</strong><br />

unverhältnismäßigem Mehraufwand erfüllt werden können.<br />

77


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Gesetze <strong>und</strong> Verordnungen<br />

Nordrhein-Westfalen<br />

Rheinland-Pfalz<br />

Saarland<br />

Sachsen<br />

Sachsen-Anhalt<br />

Schleswig-Holstein<br />

Thüringen<br />

§ 49 Wohnungen<br />

(2) In Gebäuden <strong>mit</strong> mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei<br />

erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen die Wohn- <strong>und</strong> Schlafräume, eine Toilette, ein Bad <strong>und</strong><br />

die Küche oder Kochnische <strong>mit</strong> dem Rollstuhl zugänglich sein. Abweichungen von den Sätzen 1<br />

<strong>und</strong> 2 sind zuzulassen, soweit die Anforderungen nur <strong>mit</strong> unverhältnismäßig Mehraufwand erfüllt werden<br />

können, insbesondere wegen schwieriger Geländeverhältnisse, ungünstiger vorhandener Bebauung oder<br />

weil sie den Einbau eines sonst nicht notwendigen Aufzugs erfordern.<br />

§ 44 Wohnungen<br />

(2) Gebäude <strong>mit</strong> mehr als vier Wohnungen sind so herzustellen <strong>und</strong> instand zu halten, dass von den<br />

ersten fünf Wohnungen eine <strong>und</strong> von jeweils zehn weiteren Wohnungen zusätzlich eine Wohnung barrierefrei<br />

erreichbar ist. In diesen Wohnungen müssen die Wohn- <strong>und</strong> Schlafräume, eine Toilette, ein Bad<br />

<strong>und</strong> die Küche oder Kochnische <strong>mit</strong> dem Rollstuhl zugänglich sein. Die Sätze 1 <strong>und</strong> 2 gelten nicht,<br />

soweit die Anforderungen insbesondere wegen schwieriger Geländeverhältnisse, wegen des Einbaus<br />

eines sonst nicht erforderlichen Aufzugs oder wegen ungünstiger vorhandener Bebauung nur <strong>mit</strong><br />

unverhältnismäßigem Mehraufwand erfüllt werden können.<br />

§ 50 Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

(1) In Gebäuden <strong>mit</strong> mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei<br />

erreichbar sein. Die Räume in diesen Wohnungen müssen <strong>mit</strong> dem Rollstuhl zugänglich sein.<br />

§ 39 Abs. 5 bleibt unberührt.<br />

§ 50 Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

(1) In Gebäuden <strong>mit</strong> mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei<br />

erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen die Wohn- <strong>und</strong> Schlafräume, eine Toilette, ein Bad<br />

sowie die Küche oder die Kochnische <strong>mit</strong> dem Rollstuhl zugänglich sein.<br />

§ 39 Abs. 4 bleibt unberührt.<br />

§ 50 Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

(2) In Gebäuden <strong>mit</strong> mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei<br />

erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen die Wohn- <strong>und</strong> Schlafräume, eine Toilette, ein Bad <strong>und</strong><br />

die Küche oder Kochnische <strong>mit</strong> dem Rollstuhl zugänglich sein. Die Sätze 1 <strong>und</strong> 2 gelten nicht, soweit<br />

die Anforderungen insbesondere wegen schwieriger Geländeverhältnisse, wegen des Einbaus eines<br />

sonst nicht erforderlichen Aufzugs oder wegen ungünstiger vorhandener Bebauung nur <strong>mit</strong> unverhältnismäßigem<br />

Mehraufwand erfüllt werden können.<br />

§ 52 Wohnungen<br />

(2) In Gebäuden <strong>mit</strong> mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses barrierefrei<br />

erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen Wohn- <strong>und</strong> Schlafräume, eine Toilette, ein Bad <strong>und</strong> die<br />

Küche oder Kochnische <strong>mit</strong> dem Rollstuhl zugänglich sein. Die Sätze 1 <strong>und</strong> 2 gelten nicht, soweit die<br />

Anforderungen, insbesondere wegen schwieriger Geländeverhältnisse, wegen des Einbaus eines sonst<br />

nicht erforderlichen Aufzugs oder wegen ungünstiger vorhandener Bebauung, nur <strong>mit</strong> unverhältnismäßigem<br />

Mehraufwand erfüllt werden können.<br />

§ 53 Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

(1) In Gebäuden <strong>mit</strong> mehr als zwei Wohnungen müssen die Wohnungen mindestens eines Geschosses<br />

barrierefrei erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen die Wohn- <strong>und</strong> Schlafräume, eine Toilette,<br />

ein Bad sowie die Küche oder Kochnische <strong>mit</strong> dem Rollstuhl zugänglich sein.<br />

§ 37 Abs. 4 bleibt unberührt.<br />

78


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Medizinische Informationen<br />

Medizinische Informationen<br />

Altersbedingte Erkrankungen<br />

Demenz<br />

Demenz ist ein Überbegriff für eine<br />

Vielzahl von Erkrankungen. Allen<br />

etwa 55 Unterformen der Demenz<br />

ist gemeinsam, dass sie zu einem<br />

Verlust der Geistes- <strong>und</strong> Verstandesfähigkeiten<br />

(Intelligenz) führen.<br />

Typisch ist eine Verschlechterung<br />

der Gedächtnisleistungen, des<br />

Denkvermögens, der Sprache <strong>und</strong><br />

des praktischen Geschicks, jedoch<br />

keine Trübung des Bewusstseins.<br />

Diese Veränderungen haben zur<br />

Folge, dass Menschen <strong>mit</strong> Demenz<br />

ihre alltäglichen Aufgaben nicht<br />

mehr ausführen können.<br />

Die Ursachen der Demenzerkrankung<br />

sind vielfältig. R<strong>und</strong> eine<br />

Million Menschen leiden allein<br />

in Deutschland an einer Demenzerkrankung.<br />

700.000 davon sind<br />

an Alzheimer erkrankt, bei der in<br />

bestimmten Bereichen des Gehirns<br />

allmählich Nervenzellen zugr<strong>und</strong>e<br />

gehen. Bei etwa 200.000 Demenzkranken<br />

wird das Gehirn durch<br />

Durchblutungsstörungen dauerhaft<br />

geschädigt (vaskuläre Demenz).<br />

Misch- <strong>und</strong> Sonderformen machen<br />

den verbliebenen Anteil aus. 1<br />

1 Quelle: Universität Witten/ Herdecke.<br />

Osteoporose<br />

Unter Osteoporose versteht man<br />

eine Abnahme der Knochenmasse,<br />

-struktur <strong>und</strong> -funktion, die zu einer<br />

schmerzhaften mechanischen<br />

Instabilität des Skelettes <strong>mit</strong> der<br />

Gefahr von Knochenbrüchen führt.<br />

Die wichtigsten Formen der Osteoporose<br />

sind die postklimakterische<br />

<strong>und</strong> die Altersosteoporose.<br />

Ganz allgemein liegt der Osteoporose<br />

ein Missverhältnis zwischen<br />

Knochenaufbau <strong>und</strong> -abbau zu<br />

Gr<strong>und</strong>e. Das Hauptsymptom der<br />

Erkrankung sind vor allem starke<br />

Knochenschmerzen. Als Komplikation<br />

treten Knochenbrüche auf,<br />

die zu dauerhaften Veränderungen<br />

des Skeletts, z. B. zu einer Abnahme<br />

der Körpergröße, führen können.<br />

In der B<strong>und</strong>esrepublik Deutschland<br />

geht man insgesamt von mehr<br />

als fünf Millionen an Osteoporose<br />

erkrankten Personen aus.<br />

Parkinson 1<br />

Parkinson ist eine Bewegungsstörung<br />

<strong>und</strong> zählt zu den neurologischen<br />

Erkrankungen (Erkrankungen<br />

des Nervensystems). Die Übertragung<br />

der Informationen von einer<br />

Nervenzelle zur nächsten erfolgt<br />

über Schaltstellen <strong>mit</strong> Hilfe von<br />

Botenstoffen. Die Botenstoffe werden<br />

von einer Zelle abgegeben bzw.<br />

„ausgeschüttet“ <strong>und</strong> docken dann<br />

an Empfängerstellen der anderen<br />

Nervenzelle an. So wird die Information<br />

an die nächste Nervenzelle<br />

weitergegeben. Steht nicht genug<br />

Botenstoff zur Verfügung, ist die<br />

Informationsübertragung gestört.<br />

Bei der Parkinson-Erkrankung fehlt<br />

der Botenstoff Dopamin.<br />

In der B<strong>und</strong>esrepublik sind zwischen<br />

100.000 <strong>und</strong> 250.000 Menschen an<br />

Parkinson erkrankt. Dabei wird von<br />

etwa 10.000 – 15.000 Neuerkrankungen<br />

pro Jahr ausgegangen.<br />

Aufgr<strong>und</strong> der Erkrankung verändert<br />

sich <strong>mit</strong> der Zeit auch die Haltung.<br />

Der Gang ist ebenfalls häufig betroffen.<br />

Die Arme schwingen nicht mehr<br />

automatisch <strong>mit</strong> <strong>und</strong> der Gang wird<br />

kleinschrittig. Im Zuge dessen <strong>und</strong><br />

durch die Störung der Halte- <strong>und</strong><br />

Stellreflexe kann es dazu kommen,<br />

dass man beim Gehen unsicher<br />

wird. Hinzu kommt, dass manche<br />

Patienten zeitweilig unter einem<br />

plötzlichen Abfall des Blutdrucks<br />

leiden. Aufgr<strong>und</strong> der genannten<br />

Faktoren erhöht sich das Risiko von<br />

Stürzen. Es ist also wichtig, solche<br />

Stürze zu vermeiden.<br />

Die Parkinson-Krankheit zeigt sich<br />

in vier Hauptsymptomen:<br />

• Ruhezittern<br />

Ist vielleicht das bekannteste<br />

Symptom. Zumeist ist eine<br />

Körperseite stärker betroffen als<br />

die andere <strong>und</strong> die Arme häufig<br />

stärker als die Beine.<br />

79


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Medizinische Informationen<br />

Veränderung der auditiven<br />

Fähigkeiten<br />

Veränderung der motorischen<br />

Fähigkeiten<br />

• Muskelsteifheit<br />

Parkinson ist keine Lähmungserscheinung<br />

der Muskeln, die<br />

Kraft bleibt erhalten. Die Bewegung<br />

der Gelenke ist jedoch<br />

nicht mehr so flexibel.<br />

• Bewegungsverlangsamung<br />

Die Bewegungsverlangsamung<br />

äußert sich in einer Verlangsamung<br />

beim Gehen, Hinsetzen,<br />

Aufstehen usw. Dem Patienten<br />

fällt jede Bewegung schwerer als<br />

zuvor. Hiervon ist auch die Feinmotorik,<br />

d. h. Fähigkeiten wie<br />

Nähen oder Schreiben, betroffen.<br />

• Störung der Halte- <strong>und</strong> Stellreflexe<br />

Die Halte- <strong>und</strong> Stellreflexe des<br />

Menschen sind dafür verantwortlich,<br />

dass wir auch in Bewegung<br />

unseren Körper automatisch ausbalancieren<br />

können. Eine Störung<br />

dieser Reflexe bedingt, dass wir<br />

uns bei einer plötzlichen unvorhergesehenen<br />

Bewegung nicht<br />

mehr so problemlos „fangen“<br />

können. Dies kann je nach Ausprägung<br />

zu Gangunsicherheit<br />

<strong>und</strong> zu erhöhter Sturzanfälligkeit<br />

führen. 1<br />

1 Quelle: Kompetenznetz Parkinson, Marburg.<br />

• Altersschwerhörigkeit<br />

Bei älteren Menschen tritt häufig<br />

eine Altersschwerhörigkeit ein.<br />

Besonders im Bereich ab ca.<br />

1000 Hz treten Empfindlichkeitsverluste<br />

auf. Die Hörschwelle<br />

liegt bei ca. 60 dB(A).<br />

• Frequenzabhängige<br />

Höreinschränkungen<br />

Einschränkungen der Hörfähigkeit<br />

in bestimmten Frequenzbereichen<br />

auch unterhalb der<br />

1000-Hz-Grenze können auftreten.<br />

Aus diesem Gr<strong>und</strong> sollen für<br />

akustische Signale immer Töne<br />

verwendet werden, die verschiedene<br />

Frequenzen aufweisen.<br />

• Ortsauflösung<br />

Geräusche können nicht mehr<br />

räumlich geortet bzw. können<br />

nicht nach Intensität <strong>und</strong> Laufzeit<br />

aufgelöst werden.<br />

• Hintergr<strong>und</strong>geräusche<br />

Störende Hintergr<strong>und</strong>geräusche<br />

bereiten die Schwierigkeit, Worte<br />

zu verstehen <strong>und</strong> zu unterscheiden.<br />

Dies kann zu erheblichen<br />

Kommunikationsproblemen führen.<br />

Bei Auslösung von akustischen<br />

Warnsignalen <strong>und</strong> bei der<br />

Verbindung zu einer Hausnotrufzentrale<br />

sollen andere Geräuschquellen<br />

(Fernseher, Radio) deaktiviert<br />

werden.<br />

• Kraft<br />

Mit zunehmendem Alter nimmt<br />

die Muskelmasse ab <strong>und</strong> die<br />

Muskelkraft sinkt. Zudem lassen<br />

die Muskelimpulskraft <strong>und</strong> die<br />

Muskelausdauer nach. Bedienelemente<br />

müssen nach DIN EN<br />

894-3 gestaltet sein.<br />

• Geschicklichkeit<br />

Sowohl Fein- als auch Grobmotorik<br />

lassen im Alter nach.<br />

Gezielte Bewegungsabläufe sind<br />

schwerer zu steuern. Deshalb<br />

sollen Bedienelemente einen<br />

ausreichenden Abstand zueinander<br />

haben. Doppelbelegungen,<br />

z. B. gleichzeitiges Drücken <strong>und</strong><br />

Drehen, sollen vermieden werden.<br />

Vertikale Bewegungsrichtungen<br />

sind vorzuziehen, wenn präzise<br />

Bewegungen erforderlich sind.<br />

Die Bedienelemente müssen<br />

direkt zugänglich sein. Die Anordnung<br />

soll nach Funktion <strong>und</strong><br />

Sequenz erfolgen <strong>und</strong> den<br />

Erwartungen des Nutzers entsprechen.<br />

80


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Medizinische Informationen<br />

Veränderung der Sehfähigkeit 1<br />

Neben den bereits genannten alterstypischen<br />

Krankheitsbilder wie z. B.<br />

die Behinderungen des Bewegungsapparates,<br />

ist die verschlechterte<br />

Sehfähigkeit die bedeutendste<br />

altersbedingte Krankheit. Im folgenden<br />

Abschnitt wird auf die Behinderungen<br />

des Sehapparates eingegangen.<br />

Bei Seh- <strong>und</strong> Wahrnehmungs-Problemen<br />

spielt die Beleuch<br />

tung <strong>und</strong> die Farbgestaltung<br />

eine entscheidende Rolle. Details<br />

zur Beleuchtung <strong>und</strong> Farbgestaltung<br />

von Krankenhäusern <strong>und</strong> Senioreneinrichtungen<br />

können den Kapiteln<br />

ab Seite 83 entnommen werden.<br />

Folgende Augenkrankheiten sind<br />

bekannt (Stand 1993)<br />

• Makuladegeneration<br />

Ist ein Oberbegriff für eine<br />

Gruppe von Augenkrankheiten,<br />

die das Sehzentrum schädigen<br />

(2.447.000 Betroffene).<br />

• Extreme Myopien<br />

Bezeichnet die altersbedingte<br />

Kurzsichtigkeit<br />

(1.066.000 Betroffene).<br />

• Diabetische Retinopat<br />

Ist ein Folgeschaden der<br />

Zuckerkrankheit<br />

(780.000 Betroffene)<br />

• Retinopathia Pigmentosa<br />

Ist ein Oberbegriff für eine<br />

Gruppe von Augenkrankheiten,<br />

welche die Netzhaut zerstören<br />

(30.000 Betroffene).<br />

• Glaukom (grüner Star)<br />

Ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche<br />

Erkrankungen des<br />

Auges, die meist drei Charakteristika<br />

haben: erhöhter Augeninnendruck,<br />

Gesichtsfeldausfall,<br />

Pupillenexkavation<br />

(10.000 Betroffene).<br />

• Katarakt (grauer Star)<br />

Ist eine Trübung der Augenlinse,<br />

die dazu führt, dass das gesehene<br />

Bild die Schärfe verliert<br />

(4.100.000 Betroffene).<br />

Die genannten Augenerkrankungen<br />

können bei den Betroffenen zu<br />

folgenden Auswirkungen führen:<br />

• Akkommodation<br />

Das Auge des älteren Menschen<br />

kann nicht so schnell zwischen<br />

Fern- <strong>und</strong> Nahsehen umschalten.<br />

Aus diesem Gr<strong>und</strong> können<br />

Objekte, die sich schnell annähern<br />

oder entfernen, nur verschwommen<br />

wahrgenommen<br />

• Adaption<br />

Zu den natürlichen altersbedingten<br />

Sehbeeinträchtigungen zählt<br />

die mangelnde Adaptionsfähigkeit<br />

des Auges. Der Wechsel vom<br />

Hellen ins Dunkle ist besonders<br />

kritisch. Die maximale Dunkeladaption<br />

dauert ca. 30 Minuten.<br />

Beim Übergang vom Dunkeln ins<br />

Helle kommt es zu einer starken<br />

Aktivierung der Netzhautsensoren<br />

(Blendung).<br />

Die Helladaption erreicht ihr<br />

Maximum schon nach einer<br />

Minute. Die Sehleistung ist vom<br />

jeweiligen Stand der Adaption<br />

abhängig. Ihr Verlauf ist abhängig<br />

von der Höhe der Leuchtdichte<br />

am Anfang <strong>und</strong> am Ende der<br />

Adaption. Eine gleichmäßige Beleuchtungsstärke<br />

kann das Auge<br />

wesentlich entlasten.<br />

• Linseneintrübung<br />

Die Linse wird aufgr<strong>und</strong> der<br />

Einwirkung der UV-Strahlung<br />

eingetrübt. Dadurch wird nicht<br />

nur eine höhere Beleuchtungsstärke<br />

erforderlich, es können<br />

auch die Farben Grün <strong>und</strong> Blau<br />

nicht mehr eindeutig unterschieden<br />

werden.<br />

werden. 1 Quelle: Auszug VDI Bericht 1871 (2005),<br />

Verfasser Michael Doser, Waldmann Lichttechnik.<br />

81


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Medizinische Informationen<br />

• Verkleinerung der Pupille<br />

Ältere Menschen benötigen aufgr<strong>und</strong><br />

der natürlichen Verkleinerung<br />

der Pupille (im Alter von 80<br />

Jahren nur noch 25 % der Linse)<br />

eine wesentlich höhere Beleuchtungsstärke<br />

als junge Menschen.<br />

Generell soll eine Verdoppelung<br />

der Beleuchtung für Senioren<br />

vorgesehen werden.<br />

• Gesichts- <strong>und</strong> Blickfeld<br />

Die Informationen, die beim<br />

Sehen wahrgenommen werden,<br />

hängen sehr stark vom Gesichts<strong>und</strong><br />

Blickfeld ab. Als Gesichtsfeld<br />

bezeichnet man den Bereich,<br />

der bei unbewegten Augen zu<br />

sehen ist. Das Blickfeld ist der<br />

Bereich, der bei unbewegtem<br />

Kopf zu sehen ist. Es ist<br />

horizontal um 120 Grad <strong>und</strong><br />

vertikal 80 Grad größer als das<br />

Gesichtsfeld.<br />

Das Gesichts- <strong>und</strong> das Blickfeld<br />

verkleinern sich ab dem 55.<br />

Lebensjahr. Besonders die<br />

Fähigkeit zur Aufwärtsbewegung<br />

der Augen nimmt stark ab.<br />

Kinder können die Augen in<br />

einem Winkel von 40 Grad nach<br />

oben bewegen, bei Menschen<br />

über 75 Jahren liegt dieser Wert<br />

noch bei ca. 16 Grad.<br />

• Farbtüchtigkeit<br />

Die häufigste Farbsinnesstörung<br />

ist die Rot-Grün-Verwechslung<br />

<strong>und</strong> beruht auf einer gestörten<br />

Empfindlichkeit des Auges für<br />

Rot oder Grün. Sie ist bei ca.<br />

8 % der Männer <strong>und</strong> bei ca.<br />

0,4 % der Frauen vorzufinden.<br />

Aus diesem Gr<strong>und</strong> soll bei Informationsträgern<br />

die Kombination<br />

„Rot/Grün“ vermieden werden.<br />

• Blendempfindlichkeit<br />

Beim älteren Menschen nimmt<br />

die Blendempfindlichkeit durch<br />

Streulichtbildung in den verschiedenen<br />

Medien (Hornhaut, Linse,<br />

Glaskörper) des Auges erheblich<br />

zu. Die Ursache dafür sind u. a.<br />

altersbedingte Eiweißverklumpungen<br />

im Auge. Aus diesem<br />

Gr<strong>und</strong> sollen Blendungen, Reflexionen<br />

<strong>und</strong> Spiegelungen auf<br />

jeden Fall vermieden werden.<br />

Dabei ist von einer stehenden<br />

<strong>und</strong> sitzenden Körperhaltung<br />

des Nutzers auszugehen.<br />

• Tiefenwahrnehmung<br />

Durch die Änderung der<br />

Akkommodationsfähigkeit <strong>und</strong><br />

Eintrübung der Linse kann die<br />

räumliche Ausdehnung <strong>und</strong> Entfernung<br />

von Objekten nur sehr<br />

schwer eingeschätzt werden.<br />

Treppen sollen so beleuchtet<br />

sein, dass durch ausreichende<br />

Schattenbildung die Erkennung<br />

der Trittkanten möglich ist.<br />

• Chromatische Aberration<br />

Lichtquellen sollen keine<br />

Spektralverschiebung in den<br />

roten oder den blauen Bereich<br />

aufweisen, da hierdurch vorübergehend<br />

auftretende Fehlsichtigkeiten<br />

entstehen können.<br />

Empfehlenswert sind tageslichtweiße<br />

Lichtquellen. Zum einen<br />

wird ein gutes Farberkennen<br />

sichergestellt, zum anderen wird<br />

die Sehschärfe insbesondere im<br />

Nahbereich verbessert.<br />

Quelle: Auszug VDI Bericht 1871 (2005),<br />

Verfasser Michael Doser, Waldmann Lichttechnik.<br />

82


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Beleuchtung in Seniorenheimen<br />

Beleuchtung in Seniorenheimen<br />

Um älteren Personen <strong>mit</strong> Sehstörungen<br />

(siehe Seite 81) ein barrierefreies<br />

Leben zu ermöglichen,<br />

ist auf eine gute Beleuchtung zu<br />

achten (blendfrei, kontrastreich,<br />

hohe Beleuchtungsstärken, gute<br />

Farbwiedergabe). Ebenfalls wichtig<br />

sind Orientierungshilfen <strong>und</strong> Warnhinweise<br />

bei besonderen Gefahrenzonen,<br />

einfache <strong>und</strong> gut erkennbare<br />

Bedienelemente <strong>und</strong> eine klare,<br />

eindeutige Beschilderung.<br />

Menschen <strong>mit</strong> Sehbehinderung<br />

haben Wahrnehmungsprobleme<br />

<strong>und</strong> fühlen sich in ihrer Umgebung<br />

oft unsicher. Sie haben Angst davor,<br />

zu stürzen oder Gegenstände zu<br />

übersehen <strong>und</strong> finden Bedienelemente<br />

(wie Lichtschalter, Türgriffe,<br />

Armaturen) nicht sofort. Durch eine<br />

erhöhte Beleuchtungsstärke <strong>mit</strong><br />

guter Lichtqualität, eine klare Farbgebung<br />

(siehe „Farbgestaltung in<br />

Senioreneinrichtungen” ab Seite 85)<br />

<strong>und</strong> große Bedienteile kann eine<br />

maßgebliche Erleichterung geschaffen<br />

werden. In den nachstehenden<br />

Kapiteln werden detaillierte Werte<br />

angegeben. Die Lichtfarbe der<br />

Leucht<strong>mit</strong>tel muss ebenfalls die<br />

Farbgebung unterstützen.<br />

Beleuchtungsstärken in barrierefreien Lebensräumen in Anlehnung an<br />

DIN EN 12464 (Quelle: VDI-Bericht 1871, Verfasser Michael Doser)<br />

Ort<br />

Beleuchtungsstärke [lx]<br />

Eingangsbereich 200 – 500<br />

Flure 200 – 500<br />

vor Aufzügen 300<br />

Treppenräume 300 – 500<br />

Keller, Putzraum 100<br />

Bad, Dusche 500<br />

Waschplatz 500 – 750<br />

Toiletten 300<br />

Wohnraum 500<br />

Essplatz 500<br />

Küche 500<br />

Gemeinschaftsräume 500<br />

Stationsbad 300<br />

Pflegearbeitsraum 300<br />

Untersuchungsraum 500<br />

Haarpflege 500<br />

Kosmetik 750<br />

83


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Beleuchtung in Seniorenheimen<br />

Beleuchtung von barrierefreien Sanitärräumen 1<br />

In Baderäumen sind eine Allgemeinbeleuchtung<br />

<strong>und</strong> eine Spiegelbeleuchtung<br />

vorzusehen. Außerdem ist<br />

der Duschbereich unter Beachtung<br />

der Sicherheitsregeln VDE 0100 zu<br />

beleuchten. Zur Gr<strong>und</strong>beleuchtung<br />

eignen sich Deckenleuchten, die in<br />

Badräumen in der Nähe der Wanne<br />

zu platzieren sind, so dass keine<br />

Schlagschatten entstehen.<br />

Durch die Spiegelbeleuchtung<br />

werden vor allem ältere <strong>und</strong> sehbehinderte<br />

Menschen häufig geblendet<br />

oder deren Gesichtsfeld wird<br />

unzureichend ausgeleuchtet. Infolgedessen<br />

sollte die Spiegelbeleuchtung<br />

bei hoher Beleuchtungsstärke<br />

(vertikale Beleuchtungsstärke von<br />

ca. 500 lx im Gesichtsfeld) möglichst<br />

blendfrei sein.<br />

Eine helle Ausleuchtung des Gesichts<br />

wird durch großflächige,<br />

blendfreie Leuchten zu beiden<br />

Seiten des Spiegels hervorgerufen.<br />

Leuchten <strong>mit</strong> hoher Lichtfarbtemperatur<br />

(5400 K „Daylight“) sind<br />

besonders geeignet, da diese Lichtfarbe<br />

eine gute Farbwiedergabe hat.<br />

Beste Resultate werden durch<br />

die zusätzliche Anordnung einer<br />

Leuchte oberhalb des Spiegels erzielt.<br />

Ein konzentrierter heller Strahler<br />

oberhalb des Spiegels leuchtet das<br />

Gesicht nicht gut aus <strong>und</strong> führt zu<br />

Blendung.<br />

Insbesondere in Krankenhäusern<br />

werden Toiletten <strong>und</strong> Baderäume<br />

von Patienten verschiedenster<br />

Altersgruppen benutzt. Bei der<br />

Toilettenbenutzung, vor allem bei<br />

Nacht, wenn die Patienten nicht<br />

richtig wach sind, ist eine eindeutige<br />

Zuordnung der Einrichtung notwendig.<br />

Dies ist durch eine klare Farbgebung<br />

<strong>und</strong> eine ausreichende,<br />

blendfreie Beleuchtung zu realisieren.<br />

Downlights oder Halogenspots<br />

sind wegen möglicher Spiegelungen<br />

auf dem Boden <strong>und</strong> Direktblendung<br />

nicht geeignet.<br />

Dusch- oder Badewannen <strong>und</strong> der<br />

sie umgebende Boden sind meist<br />

von unterschiedlicher Griffigkeit, insbesondere,<br />

wenn die Wannen nass<br />

sind. Dieser Unterschied verunsichert<br />

den Patienten. Eine eindeutige Erkennbarkeit<br />

der Bereiche erhöht die<br />

Sicherheit vor allem bei älteren <strong>und</strong><br />

sehbehinderten Menschen. Diese<br />

Unterschiede sind durch eine klare<br />

Farbgebung <strong>und</strong> eine ausreichende,<br />

blendfreie Beleuchtung (300 – 400 lx<br />

auf dem Boden) zu realisieren.<br />

Außer einer gleichmäßigen Ausleuchtung<br />

des Raumes <strong>und</strong> Licht<br />

von den Seiten ist vor allem eine<br />

sehr gute Farbwiedergabe der Lampen<br />

wichtig. Geeignet sind Glühlampen,<br />

Halogenglühlampen <strong>und</strong><br />

Leuchtstofflampen <strong>mit</strong> Lichtfarbe<br />

ww = warmweiß. Auch Tageslichtlampen<br />

oder -röhren spenden ein<br />

ideales Licht <strong>und</strong> weißes Opalglas<br />

hat sehr gute lichtstreuende<br />

Eigenschaften.<br />

Sämtliche Leuchten müssen aus<br />

Sicherheitsgründen feuchtigkeitsdicht<br />

<strong>und</strong> leicht zu reinigen sein.<br />

Beim Kauf von Badleuchten sollte<br />

auf die Prüfzeichen VDE <strong>und</strong> ENEC<br />

geachtet werden. Ihre Auswahl ist<br />

auf die anderen sanitären Objekte,<br />

Armaturen <strong>und</strong> Einrichtungen abzustimmen.<br />

1 Quelle: Auszug VDI Bericht 1871 (2005),<br />

Verfasser Michael Doser, Waldmann Lichttechnik.<br />

84


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Farbgestaltung in Seniorenheimen<br />

Farbgestaltung in Seniorenheimen 1<br />

Farbpräsenz <strong>und</strong> Wohlbefinden<br />

Es ist erwiesen, dass Farben Einfluss<br />

auf den menschlichen Organismus<br />

haben <strong>und</strong> bestimmte<br />

Farben bestimmte Gefühle erzeugen.<br />

Durch Farben lassen sich<br />

Stimmungen zum Ausdruck bringen,<br />

kanalisieren <strong>und</strong> verstärken. Farben<br />

können seelische Verfassungen verändern<br />

oder gar erst erzeugen.<br />

Die Verantwortlichen für Altenhilfeprojekte<br />

setzen bei Planungs- <strong>und</strong><br />

Bauvorhaben vermehrt auf die positiven<br />

Effekte einer methodischen<br />

Farbgebung. Durch den Einsatz<br />

eines speziell auf ältere Menschen<br />

abgestimmten Farbgestaltungssystems<br />

können positive Raumqualitäten<br />

wie Behaglichkeit, Frische<br />

etc. bis hin zu Orientierungsansätzen<br />

aufgebaut werden. Eine vom<br />

Kuratorium Deutsche Altershilfe<br />

(KDA) in Auftrag gegebene farbpsychologische<br />

Untersuchung hat<br />

die Besonderheiten des Farberlebens<br />

älterer Menschen nachgewiesen.<br />

Es liegen abgesicherte<br />

Aussagen darüber vor, welche<br />

Farben <strong>und</strong> welche farblichen<br />

Kombinationen von älteren Menschen<br />

geschätzt oder abgelehnt<br />

werden. Ausgehend von einer<br />

Farbcodierung, die das Farbsystem<br />

<strong>mit</strong> Hilfe der Dimensionen Farbton,<br />

Helligkeit sowie Farbstärke beschreibt,<br />

zeigte sich, dass die Farbstärke<br />

den größten Einfluss auf die<br />

Gefühle ausübt. Je farbstärker –<br />

sprich gesättigter – eine Farbe ist,<br />

umso attraktivere <strong>und</strong> belebendere<br />

Wirkung kann sie entfalten. Der<br />

Farbton selbst hat – bezogen auf<br />

die emotionale Wirkung – nicht das<br />

ihm allgemein zugemessene Gewicht.<br />

So verschiedene Farbtöne<br />

wie Rot <strong>und</strong> Grün wirken bei gleicher<br />

Farbstärke auch gleichermaßen<br />

stimulierend.<br />

Die Helligkeit einer Farbe beeinflusst<br />

vordringlich das Empfinden hinsichtlich<br />

Nachdrücklichkeit oder auch<br />

Mächtigkeit: Je heller eine Farbe<br />

auftritt, umso milder <strong>und</strong> zurückgenommener<br />

mutet sie an.<br />

Farben in den Sektoren Violett<br />

<strong>und</strong> Gelb-Grün erwiesen sich als<br />

kritische Farbbereiche, die ältere<br />

Menschen eher beunruhigen, also<br />

unangenehme Impressionen auslösen<br />

können. Farben im Segment<br />

Blau hingegen stimulieren eher in<br />

Richtung Annehmlichkeit <strong>und</strong> Ruhe.<br />

Doch im Gegensatz zu jüngeren<br />

favorisieren alte Menschen auffällig<br />

hellere Farben, warme Pastelltöne,<br />

dezente Farben also, die in Richtung<br />

fre<strong>und</strong>liche Ruhe <strong>und</strong> Sanft heit<br />

tendieren.<br />

Auf der Basis dieser Erkenntnisse<br />

wurden vom KDA aus dem Gesamt<br />

der Farben 24 Farbtöne ausgewählt,<br />

die ältere Menschen bevorzugen.<br />

Anspruchsvolle architektonische<br />

<strong>und</strong> organisatorische Konzeptionen<br />

produzieren im Verb<strong>und</strong> <strong>mit</strong> dieser<br />

relativ einfach umsetzbaren Farbplanung<br />

für ältere Menschen ein<br />

Mehr an<br />

stimulierender, erlebnisreicher<br />

Umwelt<br />

Vertrautheit, Geborgenheit,<br />

Sicherheit<br />

Überschaubarkeit <strong>und</strong><br />

Orientierungsmöglichkeit<br />

räumlicher Stabilität<br />

1 Quelle: Farbe ins Heim, Herausgeber<br />

Kuratorium Deutsche Altershilfe.<br />

2 Auflage 2002.<br />

85


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Farbgestaltung in Seniorenheimen<br />

Ausgewählte Farben<br />

Eine Farbgestaltung in Heimen darf das Empfinden älterer Menschen nicht unberücksichtigt<br />

lassen. Ausgehend von farbpsychologischen Untersuchungen<br />

<strong>und</strong> darauf aufbauenden Testreihen wurden nach farbplanerischen Kriterien<br />

24 Farben zusammengestellt, die von älteren Menschen präferiert werden. Die<br />

darin enthaltenen Farben bewegen sich – angelegt sowohl auf Harmonie als<br />

auch auf Spannung – in den Koordinaten Farbton (1 Sandgrau, 2 Weinrot,<br />

3 Terrakotta, 4 Maisgelb, 5 Basilikumgrün, 6 Türkis, 7 Rauchblau, 8 Hyazinth)<br />

sowie Helligkeit (A gesättigt, B <strong>mit</strong>telstark, C pastellig).<br />

Es ergeben sich also Farbtonreihen aus<br />

gesättigten Farben: A1 A2 A3 A4 A5 A6 A7 A8<br />

<strong>mit</strong>telstarken Farben: B1 B2 B3 B4 B5 B6 B7 B8<br />

pastelligen Farben: C1 C2 C3 C4 C5 C6 C7 C8<br />

Die einzelnen Farbbezeichnungen lassen sich so<strong>mit</strong> ableiten aus der Position in<br />

der jeweiligen Achter-Farbreihe <strong>und</strong> der senkrecht durch Helligkeitsstufen entstehenden<br />

Dreier-Farbgruppe.<br />

Zum Beispiel kennzeichnet dann aus der Farbgruppe Basilikumgrün<br />

A 5: gesättigtes Basilikumgrün<br />

B 5: <strong>mit</strong>telstarkes Basilikumgrün<br />

C 5: pastelliges Basilikumgrün<br />

Die Kennungen des 24er-Farbensembles wurden in den Farbkörper des Natural<br />

Color System ® NCS Edition 2 übersetzt <strong>und</strong> so eindeutig festgelegt. NCS ist ein<br />

in sich schlüssig aufgebautes Farbordnungs- <strong>und</strong> Farbcodierungssystem,<br />

das auch eine Kommunikation <strong>mit</strong> anderen handelsüblichen Systemen ermöglicht.<br />

Der unverwechselbare NCS Code 1 gibt exakte Auskunft über das Aussehen<br />

des jeweiligen Farbtons, seine Helligkeit <strong>und</strong> Intensität.<br />

1 Farbe ins Heim, Herausgeber. Kuratorium Deutsche Altershilfe, 2. Auflage 2002.<br />

86


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Farbgestaltung in Seniorenheimen<br />

Gestaltungshinweise 1<br />

Die 24 Farben sind in Helligkeit<br />

<strong>und</strong> Farbstärke so konzipiert, dass<br />

sie untereinander harmonisch <strong>und</strong><br />

auf entsprechende Materialien wie<br />

Klinker, Holz, Tapete, Bodenbeläge<br />

<strong>und</strong> Anstrichflächen übertragbar<br />

sind. Die Farben der Reihe A (gesättigt)<br />

sollten möglichst in kleinen<br />

Flächen oder konturhaft auftreten,<br />

beispielsweise an Türen, Türzargen,<br />

Fußleisten, Möbelbezügen, Farbbändern<br />

oder Wandscheiben.<br />

Farben der Reihe B (<strong>mit</strong>telstark) sind<br />

in erster Linie für einzelne Wände<br />

oder für Deckenflächen gedacht.<br />

Farben der Reihe C (pastellig) bilden<br />

den eigentlichen stimulativen Hintergr<strong>und</strong><br />

für die größeren Flächenanteile.<br />

Farbige Decken aus der<br />

Reihe B sind besonders zu empfehlen<br />

bei Teeküchen <strong>und</strong> Cafés,<br />

weniger jedoch für die Wohnräume<br />

im engeren Sinne.<br />

Materialien <strong>und</strong> Farbgebung<br />

• Dunkle Böden ver<strong>mit</strong>teln<br />

Tritt- <strong>und</strong> Standfestigkeit, helle<br />

Bodenfarben aus Helligkeitsstufung<br />

hingegen Leichtigkeit<br />

<strong>und</strong> Beschwingtheit, wobei in<br />

Bereichen wie Aufenthalts- <strong>und</strong><br />

Tagesraum sowie Speisesaal<br />

durch Naturholz-Parkett eine<br />

zusätzliche positive Optik erreichbar<br />

ist.<br />

• Zu vermeiden sind – außer bei<br />

Stufenantritten <strong>und</strong> dergleichen<br />

– stark wechselnde Kontraste<br />

zwischen den Bodenfarben einzelner<br />

Räume. Dadurch entstehen<br />

bei älteren Personen Unsicherheiten<br />

im Trittgefühl.<br />

Signalfarben <strong>und</strong> Leitsysteme<br />

• Schriften, Symbole sowie deren<br />

Untergründe müssen selbstverständlich<br />

gut erkennbar sein,<br />

dürfen aber nicht durch zu starke<br />

Kontraste belastend wirken.<br />

• Von Schwarz-Weiß-Beschriftung<br />

ist abzuraten.<br />

Farbraster für die einzelnen Raumbereiche<br />

In der folgenden Tabelle sind die Farben den Raumbereichen in der Spalte Farbgestaltung zugeordnet, bezogen auf die<br />

Merkmale Decke, Wände, Einzelwand, Farbbänder, Fliesenbänder <strong>und</strong> Möbelbezug. Mehrfachnennungen – wie beispielsweise<br />

bei Einzelwand B1, B2, B3, B4 unter Punkt Ein- <strong>und</strong> Zweibettzimmer Farbtyp 1 – deuten eine Wahlmöglichkeit für die<br />

Farbgebung innerhalb des genannten Spektrums an. Die in der Tabelle ausgewiesenen Farben sind dem 24er-Farbpool<br />

entnommen. Sie sind nicht nur für Anstriche, sondern auch für Farbträger wie Möbelbezugsstoff, Holz, Bodenbeläge oder<br />

Vorhänge konzipiert <strong>und</strong> sind so<strong>mit</strong> auf diese Materialien zu übertragen. Die Anregungen gelten als Orientierungslinie im<br />

Sinne der farbpsychologischen Forschungsergebnisse. Sie sollen ein individuelles Gestalten in Gang bringen, nicht ersetzen.<br />

1 Farbe ins Heim, Herausgeber. Kuratorium Deutsche Altershilfe, 2. Auflage 2002.<br />

87


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Farbgestaltung in Seniorenheimen<br />

Farbkombinationen für einzelne<br />

Raumbereiche<br />

A1 A5<br />

A2 A6<br />

A3 A7<br />

A4 A8<br />

B1 B5<br />

B2 B6<br />

B3 B7<br />

B4 B8<br />

C1 C5<br />

C2 C6<br />

C3 C7<br />

C4 C8<br />

!<br />

Die genaue NCS-Codierung<br />

der Farben kann dem Buch<br />

„Farbe ins Heim” entnommen<br />

werden (Herausgeber:<br />

Kuratorium Deutsche<br />

Altershilfe, 2. Auflage 2002).<br />

Raumbereiche<br />

Ein- <strong>und</strong> Zweibettzimmer<br />

Farbtyp 1<br />

Ein- <strong>und</strong> Zweibettzimmer<br />

Farbtyp 2<br />

Ein- <strong>und</strong> Zweibettzimmer<br />

Farbtyp 3<br />

Ein- <strong>und</strong> Zweibettzimmer<br />

Farbtyp 4<br />

Sanitätsbereich, Stationsbad<br />

Schwesterndienstzimmer<br />

Pflegearbeitsraum<br />

Personalaufenthalt<br />

Aufenthaltsbereiche<br />

auf den Stationen<br />

Flure<br />

Farbtyp A<br />

Flure<br />

Farbtyp B<br />

Flure<br />

Farbtyp C<br />

Flure<br />

Farbtyp D<br />

Treppenhaus<br />

Speiseausgabe, Speiseraum<br />

Farbgestaltung<br />

Decke C1<br />

Wände C1<br />

Einzelwand B1 B2 B3 B4<br />

Möbelbezug A3 A8<br />

Decke C1<br />

Wände C2 C3 C4<br />

Möbelbezug A3 A8<br />

Decke C1<br />

Wände C2<br />

Einzelwand C6 C7 C8<br />

Möbelbezug A6 A8<br />

Decke B1 C4 C8<br />

Wände C1 B1 C4<br />

Möbelbezug A8<br />

Decke C2 C3 C4 B2<br />

Wände/Fliesen C2 C3 C4 B2<br />

Fliesenband B3 B8<br />

Decke A4 B4 C1<br />

Wände B4 C1 C4<br />

Fliesenband/<br />

Einzelwand A3 A4<br />

Möbelbezug A3 A8<br />

Decke C1 B6 B7<br />

Wände C1 C6 C7<br />

Fliesenband A6 A7 B6 B7<br />

Decke A4 B3 B4 C1<br />

Wände B3 B4 C1 C4<br />

Fliesenband/<br />

Einzelwand A3 A4 A8<br />

Möbelbezug A3 A8<br />

Decke B3 B8 C1<br />

Wände C1 C4 C8<br />

Einzelwand A1 B2 B3 B8<br />

Möbelbezug A3 A8<br />

Decke C1<br />

Wände B1 C2 C3 C4<br />

Decke C1<br />

Wände C6 C7 C8<br />

Decke C1<br />

Wände B1 C1 C3 C4<br />

Farbband/<br />

Einzelwand A1 B3 B4<br />

Decke C1<br />

Wände C1 C3 C4<br />

Farbband/<br />

Einzelwand A6 A8 B8<br />

Decke C1<br />

Wände B3 B4 C1<br />

Farbband A3 A4 A6 A8<br />

Decke A1 B1 C1<br />

Wände B1 C1 C2 C3<br />

Möbelbezug A2 A8<br />

Ergänzungsfarben a<br />

A3 A8<br />

A3 A8<br />

B1 B2 B3 B4<br />

C1<br />

A3 A8<br />

C1 C2 C3 C4<br />

C1 C2 C6 C7 C8<br />

A8<br />

B1<br />

C1 C4 C8<br />

B2 B3 B8<br />

C2 C3 C4<br />

A3 A4 A8<br />

B4<br />

C1 C4<br />

A6 A7<br />

B6 B7<br />

C1 C6 C7<br />

A3 A4 A8<br />

B3 B4<br />

C1 C4<br />

A1 A3 A8<br />

B2 B3 B8<br />

C1 C4 C8<br />

B1<br />

C1 C2 C3 C4<br />

C1 C6 C7 C8<br />

A1<br />

B1 B3 B4<br />

C1 C3 C4<br />

A6 A8<br />

B8<br />

C1 C3 C4<br />

A3 A4 A6 A8<br />

B3 B4<br />

C1<br />

A1 A2 A8<br />

B1<br />

C1 C2 C3<br />

88


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Farbgestaltung in Seniorenheimen<br />

Raumbereiche<br />

Friseur, Fußpflege<br />

Cafeteria<br />

Aufenthalts-, Clubraum,<br />

Bibliothek, Lesezimmer<br />

Farbtyp A<br />

Aufenthalts-,Clubraum,<br />

Bibliothek, Lesezimmer<br />

Farbtyp B<br />

Aufenthalts-,Clubraum,<br />

Bibliothek, Lesezimmer<br />

Farbtyp C<br />

Arzt- <strong>und</strong><br />

Behandlungszimmer<br />

Empfangsbereich<br />

Bäderabteilung<br />

Umkleidekabinen<br />

Ruheraum<br />

Warteraum<br />

Arbeitstherapieraum<br />

Gymnastikraum<br />

Büro, Verwaltung<br />

Vortragssaal<br />

Küche<br />

Wäscherei<br />

Betriebstechnik<br />

Farbgestaltung<br />

Decke B2 B3 C1<br />

Wände B2 C1 C3<br />

Möbelbezug A2 A8<br />

Decke C1<br />

Wände B3 C3<br />

Möbelbezug A2 A8<br />

Decke C1 B7 B8<br />

Wände B7 B8 C1<br />

Einzelwand B7 B8<br />

Möbelbezug A8<br />

Decke C1<br />

Wände B6<br />

Möbelbezug A6<br />

Decke A1 B1 C1<br />

Wände A1 B1 C1<br />

Möbelbezug A2<br />

Decke C1<br />

Wände C3 C4 C5 C8<br />

Möbelbezug A5 A8<br />

Decke A1 A7 A8 B1 B7 B8 C1<br />

Wände C1 C7 C8<br />

Einzelwand A1 A7 A8 B7 B8<br />

Möbelbezug A2 A7 A8<br />

Decke B3 B4 C1<br />

Wände C1 C2 C4<br />

Einzelwand/<br />

Fliesenband A4 A8 B3 B4 B8<br />

Decke C1<br />

Wände C4 C5 C7<br />

Decke C1 C5 C7<br />

Wände C5 C7<br />

Decke C1<br />

Wände C3 C4 C8<br />

Decke C1<br />

Wände C1 C2 C3 C4<br />

Farbband A4 A5 A8 B3 B8<br />

Möbelbezug A5 A8<br />

Decke C1<br />

Wände B4 C2 C3 C4<br />

Farbband A3 A4 A5<br />

Decke C1<br />

Wände B4 C4<br />

Möbelbezug A3 A5 A7<br />

Decke A1 C1<br />

Wände B1 C1 C3<br />

Fliesenband A3 A7<br />

Decke C1<br />

Wände C1 C6 C7<br />

Farbband/Fliesenband B6 B7<br />

Decke C1<br />

Wände C4 C6 C7<br />

Decke C1<br />

Wände C1<br />

Metall /Türen A5 A7<br />

Ergänzungsfarben a)<br />

A2 A8<br />

B2 B3<br />

C1 C3<br />

A2 A8<br />

B3<br />

C1 C3<br />

A8<br />

B7 B8<br />

C1 C8<br />

A6<br />

B6<br />

C1<br />

A1 A2<br />

B1<br />

C1<br />

A5 A8<br />

C1 C3 C4 C5 C8<br />

A1 A2 A7 A8<br />

B1 B7 B8<br />

C1 C7 C8<br />

A4 A8<br />

B3 B4 B8<br />

C1 C2 C4<br />

B5<br />

C1 C4 C5 C7<br />

C1 C5 C7<br />

C1 C3 C4 C8<br />

A4 A5 A8<br />

B3 B8<br />

C1 C2 C3 C4<br />

A3 A4 A5<br />

B4<br />

C1 C2 C3 C4<br />

A3 A5 A7<br />

B4<br />

C1 C4<br />

A1 A3 A7<br />

B1<br />

C1 C3<br />

B6 B7<br />

C1 C6 C7<br />

C1 C4 C6 C7<br />

A5 A7<br />

C1<br />

A1<br />

A2<br />

A3<br />

A4<br />

B1<br />

B2<br />

B3<br />

B4<br />

C1<br />

C2<br />

C3<br />

C4<br />

A5<br />

A6<br />

A7<br />

A8<br />

B5<br />

B6<br />

B7<br />

B8<br />

C5<br />

C6<br />

C7<br />

C8<br />

a) Die Ergänzungsfarben gelten beispielsweise für Türen, Vorhänge, Stoffe <strong>und</strong> weitere Accessoires.<br />

89


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Farbgestaltung in Seniorenheimen<br />

Die beiden verschiedenen auf diesen<br />

Seiten schematisch realisierten<br />

Farbgestaltungen wurden aus der<br />

voranstehenden Tabelle „Farbkombinationen<br />

für einzelne Raumbereiche“<br />

abgeleitet <strong>und</strong> zwecks<br />

Veranschaulichung auf die Architekturzeichnung<br />

eines Wohn-/Pflegezimmers<br />

übertragen.<br />

Gr<strong>und</strong>sätzlich sind die 24 ausgewählten<br />

Farben nicht nur für Anstriche<br />

<strong>und</strong> Bodenbeläge, sondern<br />

auch für Möbelbezugsstoffe, Holz,<br />

Vorhänge <strong>und</strong> andere Einrichtungsgegenstände<br />

konzipiert.<br />

90


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Sturzprävention<br />

Sturzprävention<br />

Häufigkeit von Stürzen <strong>und</strong> sturzbedingten Verletzungen<br />

Es wird geschätzt, dass in Deutschland etwa 30 % der zu Hause lebenden<br />

Personen über 65 Jahre mindestens einmal pro Jahr stürzen, <strong>und</strong> etwa 80 %<br />

der über 80-Jährigen. Nach Daten der Krankenhausdiagnostik wurden 1998<br />

insgesamt fast 120.000 Fälle einer Hüftfraktur angegeben. In 90 % dieser Fälle<br />

waren die Personen über 65 Jahre alt. 1<br />

Folgen von Sturzerlebnissen<br />

Ursachen von Stürzen<br />

Stürze im höheren Lebensalter<br />

stellen ein ernstes ges<strong>und</strong>heitliches<br />

<strong>und</strong> soziales Problem dar, da sich<br />

etwa 10 % der Gestürzten verletzen<br />

– die Hälfte hiervon erleidet einen<br />

Knochenbruch. Besonders häufig ist<br />

hier der Oberschenkelhals betroffen.<br />

Dies bedeutet oft eine belastende<br />

Operation <strong>und</strong> eine lang andauernde<br />

Rehabilitierung. Häufig kommt es<br />

dabei zu Komplikationen, was letztendlich<br />

zu Immobilität der Betroffenen<br />

führt. Eine internationale Studie<br />

belegt, dass bis zu 30 % der hochaltrigen<br />

Personen, die wegen einer<br />

Hüftfraktur stationär behandelt<br />

wurden, innerhalb eines Jahres<br />

sterben, ca. 20 % pflegebedürftig<br />

werden <strong>und</strong> ca. 50 % ihre<br />

ursprüngliche Beweglichkeit nicht<br />

Neben dem Rückgang vieler Körperfunktionen (siehe „Medizinische Informationen”<br />

ab Seite 79) hat die oft unzureichende Gestaltung des privaten Wohnumfeldes<br />

einen maßgeblichen Einfluss auf die Sturzhäufigkeit von älteren<br />

Personen.<br />

Da die meisten Stürze sich in der Wohnung <strong>und</strong> nicht im Freien ereignen, ist es<br />

außerordentlich wichtig, im Wohnumfeld entsprechende Vorkehrungen zu<br />

treffen.<br />

Häufige Mängel im Wohnumfeld:<br />

• fehlende Haltegriffe im Badezimmer (WC, Waschtisch, Dusche)<br />

• rutschiger, nasser Fußboden<br />

• zu niedriger Toilettensitz<br />

Stolperfallen (kein ebenerdiger Zugang zur Dusche; Teppichkanten,<br />

Türschwellen, herumliegende Kabel)<br />

• zu hohes Bett<br />

• schlecht sichtbare Stufen <strong>und</strong> fehlende Sicherheit an Treppen<br />

• unzureichende Beleuchtung<br />

mehr wiedererlangen. 1) 91<br />

1) Ärztekammer Nordrhein.


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Ergonomie <strong>und</strong> Bewegungsabläufe<br />

Ergonomie <strong>und</strong> Bewegungsabläufe<br />

Bewegungsabläufe von Rollstuhlfahrern<br />

bei Toilettennutzung<br />

Bei der Toilettennutzung lassen<br />

sich im Wesentlichen zwei unterschiedliche<br />

Benutzungsgewohnheiten<br />

von Rollstuhlfahrern unterscheiden:<br />

• seitliches Umsetzen an der<br />

Toilette<br />

• frontales Umsetzen an der<br />

Toilette<br />

Seitliches Umsetzen an der Toilette.<br />

Frontales Umsetzen an der Toilette.<br />

Quelle: Barrierefreies <strong>Bauen</strong>, Herausgeber Stadt Hannover.<br />

92


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Ergonomie <strong>und</strong> Bewegungsabläufe<br />

Montagehöhen für WC <strong>und</strong> WT<br />

Um Rollstuhlfahrern eine einfache<br />

Nutzung von WC <strong>und</strong> Waschtisch<br />

zu ermöglichen, sollten nebenstehende<br />

Montagehöhen beachtet<br />

werden (siehe generelle Angaben zu<br />

Montagehöhen von Sanitärgegenständen<br />

auf Seite 58).<br />

WC-Becken<br />

(nach DIN 18024/25, inkl. Sitz)<br />

Waschtisch<br />

(nach DIN 18024-2)<br />

Montagehöhe ab OKFF<br />

48 cm<br />

80 cm<br />

Betätigungshöhe 85 cm 1<br />

In allen einschlägigen Normen <strong>und</strong><br />

Vorschriften wird auf die Betätigungs<br />

höhe von 85 cm hingewiesen.<br />

Die zufällig anatomisch gleiche<br />

Handhöhe bei allen Menschen ist<br />

Gr<strong>und</strong>lage der DIN-Forderung, alle<br />

Betätigungen auf einer Höhe von<br />

85 cm über dem Fußboden anzuordnen.<br />

1) Diese Höhe lässt sich von<br />

Menschen unterschiedlichster<br />

Körpergröße bequem <strong>mit</strong> der Hand<br />

erreichen.<br />

1) Quelle: Prof. Phillipen, Institut TLP e.V.<br />

93


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Vorausschauende Badplanung<br />

Vorausschauende Badplanung<br />

Es wird aufgr<strong>und</strong> der sich ändernden<br />

demographischen Verhältnisse<br />

notwendig, die barrierefreien<br />

Anforderungen auch im privaten<br />

Wohnungsbau zu berücksichtigen<br />

(siehe „Gesetze <strong>und</strong> Verordnungen”<br />

auf Seite 74). Insbesondere in der<br />

Badplanung können einfach <strong>und</strong><br />

kostengünstig Vorkehrungen getroffen<br />

werden, die zu einem späteren<br />

Zeitpunkt eine problemlose Nachrüstung<br />

des Bades ermöglichen.<br />

Um zu einem späteren Zeitpunkt die<br />

seniorengerechten Anforderungen<br />

erfüllen zu können, müssen bei der<br />

Planung im Wesentlichen folgende<br />

gr<strong>und</strong>legenden Punkte beachtet<br />

werden:<br />

• stufenlos begehbare Dusche<br />

• Beinfreiheit unter dem<br />

Waschtisch<br />

• rutschfester Bodenbelag<br />

• ausreichend Bewegungsflächen<br />

vor den Sanitärgegenständen<br />

• barrierefreie, <strong>mit</strong> Montageplatten<br />

vorbereitete Installationstechnik<br />

Die barrierefreie Vorbereitung der Installationstechnik lässt sich einfach <strong>und</strong><br />

kostengünstig realisieren. So müssen z. B. beim Installationssystem <strong>Geberit</strong><br />

GIS lediglich die Montageplatten richtig positioniert werden, um bei Bedarf<br />

Stützklappgriffe <strong>und</strong> einen Duschsitz montieren zu können. Darüber hinaus<br />

muss lediglich ein spezieller UP-Siphon vorgesehen werden, um die<br />

Unterfahrbarkeit des Waschtisches zu ermöglichen.<br />

Diese Vorkehrungen bringen keinerlei gestalterische Nachteile <strong>mit</strong> sich, wie das<br />

oft von stereotyp <strong>und</strong> steril wirkenden Pflegebädern ver<strong>mit</strong>telt wird.<br />

Im Gegenteil: Bäder, die im Bedarfsfall barrierefrei nachrüstbar sind, können<br />

designorientiert, individuell, wohnlich, praktisch <strong>und</strong> immer funktionell sein.<br />

Wirtschaftlichkeitsvergleich<br />

Der Wirtschaftlichkeitsvergleich zeigt, dass <strong>mit</strong> einem geringen zusätzlichen finanziellen Aufwand die barrierefreien Anforderungen<br />

erfüllt werden können. Der Vergleich bezieht sich auf die abgebildeten Bäder. Die Zusatzkosten für die barrierefreie<br />

Vorbereitung der Installationstechnik betragen in der Regel zwischen 300 bis 500 Euro (inkl. Montage).<br />

94


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Vorausschauende Badplanung<br />

95


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Raumgestaltung von Sanitärräumen<br />

Raumgestaltung von Sanitärräumen<br />

Planung WC-Bereich<br />

Anforderungen WC-Bereich gemäß DIN 18024/18025<br />

Mindestgröße der<br />

Bewegungsflächen<br />

WC<br />

Haltegriffe<br />

Spülauslösung<br />

Anforderungen gemäß DIN<br />

18024, Teil 2<br />

„Barrierefreies <strong>Bauen</strong>; Öffentlich<br />

zugängl. Gebäude <strong>und</strong> Arbeitsstätten,<br />

Planungsgr<strong>und</strong>lagen“<br />

150 x 150 cm, vor den einzelnen<br />

Sanitärobjekten<br />

Rechts <strong>und</strong> links ist ein 70 cm tiefer<br />

<strong>und</strong> 95 cm breiter Freiraum vorzusehen<br />

Sitzhöhe (inkl. Sitz) sollte 48 cm<br />

betragen<br />

55 cm hinter der Vorderkante des<br />

Klosettbeckens muss sich der<br />

Benutzer anlehnen können<br />

Auf jeder Seite des WC sind klappbare,<br />

15 cm über die Vorderkante<br />

des Beckens hinausragende, in<br />

waagerechter <strong>und</strong> senkrechter<br />

Position arretierbare Haltegriffe zu<br />

montieren.<br />

Je ein Toilettenpapierhalter muss an<br />

den Klappgriffen im vorderen Griffbereich<br />

des Sitzenden angeordnet<br />

sein.<br />

Der Abstand der Haltegriffe muss<br />

70 cm, ihre Höhe 85 cm betragen.<br />

Sie müssen am äußersten vorderen<br />

Punkt für eine Belastung <strong>mit</strong> 100 kg<br />

geeignet sein.<br />

Die Spülauslösung muss beidseitig<br />

<strong>mit</strong> Hand oder Arm zu betätigen<br />

sein, ohne dass der Benutzer die<br />

Sitzposition verändern muss.<br />

Anforderungen gemäß DIN 18025,<br />

Teil 1<br />

„Barrierefreie Wohnungen, Wohnungen<br />

für Rollstuhlbenutzer,<br />

Planungsgr<strong>und</strong>lagen“<br />

150 x 150 cm, vor den<br />

einzelnen Sanitärobjekten<br />

Bewegungsflächen dürfen sich überlagern<br />

Rechts oder links ist ein 70 cm tiefer<br />

<strong>und</strong> 95 cm breiter Freiraum vorzusehen<br />

Sitzhöhe, inkl. Sitz 48 cm; im Bedarfsfall<br />

Höhenanpassung<br />

seitl. Abstand zur Wand mind.<br />

30 cm auf einer Seite<br />

keine Anforderungen<br />

Die Spülauslösung muss in einer<br />

Höhe von 85 cm montiert sein.<br />

96


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Raumgestaltung von Sanitärräumen<br />

Anforderungen WC-Bereich gemäß DIN 18024/18025<br />

Anforderungen gemäß DIN 18025,<br />

Teil 2<br />

„Barrierefreie Wohnungen,<br />

Planungsgr<strong>und</strong>lagen“<br />

Mögliche, aber keine zwingenden<br />

Anforderungen an Bäder<br />

gemäß DIN 18025 Teil 1 <strong>und</strong><br />

DIN 18025 Teil 2<br />

Mindestgröße der<br />

Bewegungsflächen<br />

120 x 120 cm, vor den einzelnen<br />

Sanitärobjekten<br />

Bewegungsflächen dürfen sich<br />

überlagern<br />

WC<br />

keine Anforderungen<br />

zusätzlich gilt DIN 18022<br />

anatomisch gestaltete Sitze<br />

Sitzerhöhung<br />

Liftsitz (<strong>mit</strong> Aufstehhilfe)<br />

Unterduschreinigung<br />

Ohmhänder Reinigungshilfen<br />

Umsetzhilfen<br />

Haltegriffe<br />

keine Anforderungen<br />

Spülauslösungen<br />

Die Spülauslösung ist in einer Höhe<br />

von 85 cm zu montieren.<br />

a) Wohnungen der Kategorie A, bedingt rollstuhlgerecht (entspricht DIN 18025, Teil 2).<br />

97


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Raumgestaltung von Sanitärräumen<br />

Planung Waschtisch-Bereich<br />

Anforderungen Waschtisch-Bereich gemäß DIN 18024/18025<br />

Mindestgröße der<br />

Bewegungsflächen<br />

Waschtisch<br />

DIN 18024, Teil 2<br />

„Barrierefreies <strong>Bauen</strong>; Öffentlich<br />

zugängliche Gebäude <strong>und</strong><br />

Arbeitsstätten, Planungsgr<strong>und</strong>lagen“<br />

150 x 150 cm, vor den einzelnen<br />

Sanitärobjekten<br />

Ein voll unterfahrbarer WT ist<br />

vorzusehen.<br />

Oberkante des WT darf höchstens<br />

80 cm hoch montiert werden.<br />

Kniefreiheit muss in 30 cm Tiefe<br />

<strong>und</strong> in mind. 67 cm Höhe gegeben<br />

sein.<br />

WT ist <strong>mit</strong> einer Einhebelstandarmatur<br />

oder <strong>mit</strong> einer berührungslosen,<br />

schwenkbaren Armatur<br />

auszustatten.<br />

Auslauftemperatur maximal 45 °C<br />

Über dem Waschtisch ist ein<br />

Spiegel anzuordnen, der die Einsicht<br />

sowohl aus der Steh- als auch<br />

aus der Sitzposition ermöglicht.<br />

Ein Einhandseifenspender muss<br />

über dem Waschtisch im Greifbereich<br />

auch <strong>mit</strong> eingeschränkter<br />

Handfunktion benutzbar sein.<br />

Der Handtrockner muss anfahrbar<br />

sein. Die Handtuchentnahme oder<br />

der Luftaustritt sind in 85 cm Höhe<br />

anzuordnen.<br />

DIN 18025, Teil 1<br />

„Barrierefreie Wohnungen, Wohnungen<br />

für Rollstuhlbenutzer,<br />

Planungsgr<strong>und</strong>lagen“<br />

150 x 150 cm, vor den einzelnen<br />

Sanitärobjekten<br />

Bewegungsflächen dürfen sich<br />

überlagern.<br />

WT muss flach <strong>und</strong> unterfahrbar<br />

sein.<br />

UP- oder Flach-Aufputzsiphon<br />

ist vorzusehen.<br />

Höhe: nutzerspezifisch<br />

Armatur: Einhebelmischer <strong>mit</strong><br />

Schwenkauslauf <strong>und</strong> Temperaturbegrenzung<br />

98


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Raumgestaltung von Sanitärräumen<br />

Anforderungen Waschtisch-Bereich gemäß DIN 18024/18025<br />

DIN 18025, Teil 2<br />

„Barrierefreie Wohnungen,<br />

Planungsgr<strong>und</strong>lagen“<br />

Mögliche, aber keine zwingenden<br />

Anforderungen an Bäder gemäß<br />

DIN 18025 Teil 1 <strong>und</strong> DIN 18025<br />

Teil 2<br />

Mindestgröße der<br />

Bewegungsflächen<br />

120 x 120 cm, vor den einzelnen<br />

Sanitärobjekten<br />

Bewegungsflächen dürfen sich<br />

überlagern.<br />

Waschtisch<br />

Beinfreiraum unter WT<br />

muss vorhanden sein.<br />

UP- oder Flach-Aufputzsiphon<br />

ist vorzusehen.<br />

Handbrause<br />

Sitzmöglichkeit vor dem Becken<br />

Kippwaschtische<br />

a) Wohnungen der Kategorie A, bedingt rollstuhlgerecht (entspricht DIN 18025, Teil 2).<br />

99


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Raumgestaltung von Sanitärräumen<br />

Planung Badewanne <strong>und</strong> Dusch-Bereich<br />

Anforderungen Badewanne <strong>und</strong> Dusch-Bereich gemäß DIN 18024/18025<br />

Mindestgröße der<br />

Bewegungsflächen<br />

Bade- <strong>und</strong><br />

Duschwanne<br />

DIN 18024, Teil 2<br />

„Barrierefreies <strong>Bauen</strong>; Öffentlich<br />

zugängliche Gebäude <strong>und</strong><br />

Arbeitsstätten, Planungsgr<strong>und</strong>lagen“<br />

150 x 150 cm, vor den einzelnen<br />

Sanitärobjekten<br />

Duschplatz schwellenfrei,<br />

mind. 150 x 150 cm<br />

Dusch-Klappsitz <strong>mit</strong> Rückenlehne<br />

(40 cm breit, 45 cm tief, Sitzhöhe<br />

48 cm)<br />

seitl. Bewegungsfläche 95 cm breit,<br />

70 cm tief; beidseitig waagerechte,<br />

klappbare Haltegriffe<br />

Eine Seifenschale bzw. -ablage<br />

muss aus der Sitzposition in 85 cm<br />

Höhe erreichbar sein.<br />

Eine Einhebel-Duscharmatur auch<br />

<strong>mit</strong> Handbrause muss aus der<br />

Sitzposition seitl. in 85 cm Höhe<br />

bei einem Wandabstand von 50 cm<br />

erreichbar sein<br />

Auslauftemperatur max. 45 °C<br />

DIN 18025, Teil 1<br />

„Barrierefreie Wohnungen, Wohnungen<br />

für Rollstuhlbenutzer,<br />

Planungsgr<strong>und</strong>lagen“<br />

150 x 150 cm, vor den einzelnen<br />

Sanitärobjekten<br />

150 cm tief vor der Einstiegsseite<br />

der Badewanne<br />

Bewegungsflächen dürfen sich überlagern.<br />

Dusche, rollstuhlbefahrbar,<br />

mind. 150 x 150 cm<br />

Nachträgliches Aufstellen einer<br />

Badewanne im Bereich des Duschplatzes<br />

muss möglich sein.<br />

100


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Raumgestaltung von Sanitärräumen<br />

Anforderungen Badewanne <strong>und</strong> Dusch-Bereich gemäß DIN 18024/18025<br />

DIN 18025, Teil 2<br />

„Barrierefreie Wohnungen,<br />

Planungsgr<strong>und</strong>lagen“<br />

Mögliche, aber keine zwingenden<br />

Anforderungen an Bäder gemäß<br />

DIN 18025 Teil 1 <strong>und</strong> DIN 18025<br />

Teil 2<br />

Mindestgröße der<br />

Bewegungsflächen<br />

120 x 120 cm, vor den einzelnen<br />

Sanitärobjekten<br />

Bewegungsflächen dürfen sich<br />

überlagern.<br />

Bade- <strong>und</strong><br />

Duschwanne<br />

Dusche stufenlos begehbar,<br />

mind. 120 x 120 cm<br />

Nachträgliches Aufstellen einer<br />

Badewanne im Bereich des Duschplatzes<br />

sollte möglich sein.<br />

Wanne<br />

Fahrbare Lifter<br />

Deckenschienen-Hubanlagen<br />

Badewannen-Hubanlagen<br />

Wannensitze<br />

Einsteighilfen<br />

Dusche<br />

Bodenablauf mindestens 30 cm<br />

aus der Ecke<br />

Klappsitz<br />

a) Wohnungen der Kategorie A, bedingt rollstuhlgerecht (entspricht DIN 18025, Teil 2).<br />

101


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Raumgestaltung von Sanitärräumen<br />

Planung Duschbereich<br />

Waren bodengleiche Duschen zunächst nur barrierefreie Lösungen für Seniorenwohnanlagen oder Kliniken, haben sich die<br />

Einsatzbereiche <strong>mit</strong>tlerweile auch auf Wohnbauten, private Einfamilienhäuser <strong>und</strong> Hotels ausgeweitet. Unabhängig davon, ob<br />

es sich um Neubauten oder Sanierungen handelt, ist dies bereits in der frühen Planungsphase zu berücksichtigen.<br />

Bei Planung <strong>und</strong> Einbau der schwellenlosen Dusche gilt es zwei Hauptaufgaben zu lösen, die oftmals für viele am Bau<br />

Beteiligten noch eine Hemmschwelle darstellen.<br />

Erster Ansatzpunkt ist die Entwässerung – die niedrige Bauhöhe lässt nur sehr wenig Höhendifferenz für die Anschlussleitung<br />

zu. Der zweite wichtige Punkt ist die Abdichtung.<br />

Aussparungen <strong>und</strong><br />

Bodenvertiefungen<br />

Entwässerung <strong>und</strong> Abdichtung<br />

von ebenerdigen Duschen<br />

• Die Aussparungsplanung muss<br />

die passende Anordnung von<br />

Fallleitungsabzweigen ermöglichen<br />

<strong>und</strong> gegebenenfalls Bodenvertiefungen<br />

für die Anschlussleitung<br />

vorsehen. Besteht die<br />

Möglichkeit, die Schmutzwasser -<br />

leitung unter der Decke zu führen,<br />

kann die Dusche auch über eine<br />

Deckenaussparung oder Kernbohrung<br />

entwässert werden.<br />

Im Geschossbau sind hierbei<br />

allerdings Brandschutzmaßnahmen<br />

durch zugelassene<br />

Rohrabschottungen, Brandschutzmanschetten<br />

oder eine<br />

Brandschutzvermörtelung<br />

vorzusehen.<br />

• Der Einbau von bodengleichen<br />

Duschen bedarf besonders<br />

sorgfältiger Maßnahmen, um den<br />

erforderlichen Durchfeuchtungsschutz<br />

herzustellen. Dies greift in<br />

den Fachbereich des Fliesenlegers<br />

über.<br />

• Als allgemein anerkannte Regel<br />

der Technik hat sich hierfür das<br />

ZDB-Merkblatt „Hinweise für die<br />

Ausführung von Abdichtungen im<br />

Verb<strong>und</strong> <strong>mit</strong> Bekleidungen <strong>und</strong><br />

Belägen aus Fliesen <strong>und</strong> Platten“<br />

durchgesetzt. Dieses Merkblatt<br />

wurde vom Zentralverband des<br />

deutschen Baugewerbes in<br />

Zusammenarbeit <strong>mit</strong> dem Fachverband<br />

des deutschen Fliesengewerbes<br />

herausgegeben.<br />

• Werden Duschelemente aus<br />

Polystyrol-Hartschaum eingebaut,<br />

entstehen Fugen zum umgebenden<br />

Estrich, die abgedich-<br />

tet werden müssen. In die Abdichtung<br />

müssen auch die Fläche<br />

des Duschelements sowie der<br />

Anschlussflansch des integrierten<br />

Bodenablaufs einbezogen<br />

werden.<br />

• Für die so genannte alternative<br />

Abdichtung im Dünnbettverfahren<br />

entsprechend dem ZDB-<br />

Merkblatt kommen flüssige bzw.<br />

roll- oder streichfähige Dichtmaterialien<br />

(Dispersionen, Dichtschlämme)<br />

zum Einsatz. Aufgetragen<br />

wird in zwei Schichten,<br />

wobei in die erste, noch frische<br />

Schicht (Eck-)Fugendichtbänder<br />

eingelegt werden.<br />

102


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Raumgestaltung von Sanitärräumen<br />

Normgerechter Fußbodenaufbau bei Dünnbettverfahren<br />

Die Abdichtungsebene liegt direkt zwischen Estrich <strong>und</strong> Fliese.<br />

1 Rohfußboden<br />

2 Wärmedämmung<br />

3 Trittschalldämmung<br />

4 Trennlage<br />

5 Estrich<br />

6 1. Abdichtschicht<br />

7 Dichtmanschette<br />

8 2. Abdichtschicht<br />

9 Fliesenkleber im Dünnbett<br />

10<br />

8<br />

9<br />

6<br />

5 4<br />

7<br />

3<br />

2<br />

1<br />

10 Keramischer Bodenbelag<br />

Dünnbettmörtel<br />

Klemmflansch <strong>mit</strong><br />

Dichtmanschette<br />

(Los- <strong>und</strong><br />

Festflansch)<br />

Bodenablauf<br />

<strong>mit</strong> Dünnbettaufsatz<br />

Fliesenbelag<br />

Verb<strong>und</strong>abdichtung<br />

Es sind nur Bodenabläufe <strong>mit</strong><br />

Klebe- oder Los- <strong>und</strong> Festflansch<br />

zu verwenden. An den Flansch werden<br />

Träger aus Gewebe, Vlies oder<br />

Folien, die in die Flächenabdichtung<br />

einbinden, angeschlossen.<br />

103


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Raumgestaltung von Sanitärräumen<br />

Planung von Türen, Wänden, Decken, Bodenbelägen<br />

Anforderungen gemäß DIN 18024/18025<br />

Türen<br />

Wände/Decken<br />

DIN 18024, Teil 2<br />

„Barrierefreies <strong>Bauen</strong>; Öffentlich zugängl. Gebäude<br />

<strong>und</strong> Arbeitsstätten, Planungsgr<strong>und</strong>lagen“<br />

Türen müssen eine lichte Breite von mindestens<br />

90 cm haben.<br />

Türen von Toiletten-, Dusch- oder Umkleidekabinen<br />

dürfen nicht nach innen schlagen.<br />

Große Glasflächen müssen kontrastreich gekennzeichnet<br />

werden <strong>und</strong> bruchsicher sein.<br />

Rotationstüren sind nur dann vorzusehen, wenn auch<br />

Drehflügeltüren angeordnet werden.<br />

Die Tür des Sanitärraumes <strong>und</strong>/oder der Toilettenkabine<br />

muss abschließbar <strong>und</strong> im Notfall von außen<br />

zu öffnen sein.<br />

Hauseingangstüren, Brandschutztüren <strong>und</strong> Garagentore<br />

müssen kraftbetätigt zu öffnen <strong>und</strong> zu schließen<br />

sein.<br />

Erforderliche Bewegungsflächen sind vor handbetätigten<br />

Türen zu beachten.<br />

Schalter für kraftbetätigte Drehflügeltüren sind bei<br />

frontaler Anfahrt mind. 250 cm vor der aufschlagenden<br />

Tür <strong>und</strong> auf der Gegenseite 150 cm vor der Tür<br />

anzubringen.<br />

Untere Türanschläge <strong>und</strong> -schwellen sind gr<strong>und</strong>sätzlich<br />

zu vermeiden. Max. Höhe 2 cm.<br />

Bedienungselemente kraftbetätigter Türen sind<br />

in 85 cm Höhe anzubringen.<br />

Wände <strong>und</strong> Decken sind zur bedarfsgerechten Befestigung<br />

von Einrichtungs-, Halte-, Stütz- <strong>und</strong><br />

Hebevorrichtungen tragfähig auszubilden.<br />

DIN 18025, Teil 1<br />

„Barrierefreie Wohnungen, Wohnungen für<br />

Rollstuhlbenutzer, Planungsgr<strong>und</strong>lagen“<br />

Türen müssen eine lichte Breite von mindestens<br />

90 cm haben.<br />

Türen dürfen nicht in den Sanitärraum schlagen.<br />

Die Tür des Sanitärraumes muss abschließbar <strong>und</strong><br />

im Notfall von außen zu entriegeln sein.<br />

Große Glasflächen müssen kontrastreich gekennzeichnet<br />

werden <strong>und</strong> bruchsicher sein.<br />

Erforderliche Bewegungsflächen sind vor handbetätigten<br />

Türen zu beachten.<br />

Schalter für kraftbetätigte Drehflügeltüren sind bei<br />

frontaler Anfahrt mind. 250 cm vor der aufschlagenden<br />

Tür <strong>und</strong> auf der Gegenseite 150 cm vor der Tür<br />

anzubringen.<br />

Untere Türanschläge <strong>und</strong> -schwellen sind gr<strong>und</strong>sätzlich<br />

zu vermeiden. Max. Höhe 2 cm.<br />

Bedienungselemente kraftbetätigter Türen sind in<br />

85 cm Höhe anzubringen.<br />

Wände <strong>und</strong> Decken sind zur bedarfsgerechten Befestigung<br />

von Einrichtungs-, Halte-, Stütz- <strong>und</strong><br />

Hebevorrichtungen tragfähig auszubilden.<br />

Bodenbeläge<br />

Bodenbeläge müssen nach ZH 1/571 rutschhemmend,<br />

rollstuhlgeeignet <strong>und</strong> fest verlegt sein. Sie<br />

dürfen sich nicht elektrostatisch aufladen.<br />

Bodenbeläge müssen rutschhemmend, rollstuhlgeeignet<br />

<strong>und</strong> fest verlegt sein. Sie dürfen sich nicht<br />

elektrostatisch aufladen.<br />

104


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Raumgestaltung von Sanitärräumen<br />

DIN 18025, Teil 2<br />

„Barrierefreie Wohnungen, Planungsgr<strong>und</strong>lagen“<br />

Türen<br />

Türen müssen eine lichte Breite von mindestens<br />

80 cm haben.<br />

Lichte Breite vor Hauseingangs-, Wohnungseingangs<strong>und</strong><br />

Fahrschachttüren mind. 90 cm<br />

Türen dürfen nicht in den Sanitärraum schlagen.<br />

Die Tür des Sanitärraumes muss abschließbar<br />

<strong>und</strong> im Notfall von außen zu entriegeln sein.<br />

Große Glasflächen müssen kontrastreich gekennzeichnet<br />

werden <strong>und</strong> bruchsicher sein.<br />

Untere Türanschläge <strong>und</strong> -schwellen sind gr<strong>und</strong>sätzlich<br />

zu vermeiden. Max. Höhe 2 cm.<br />

Bedienungselemente handbetätigter Türen sind in<br />

85 cm Höhe anzubringen.<br />

Wände/Decken<br />

Keine Anforderungen<br />

Bodenbeläge<br />

Bodenbeläge müssen rutschhemmend, rollstuhlgeeignet<br />

<strong>und</strong> fest verlegt sein. Sie dürfen sich nicht elektrostatisch<br />

aufladen.<br />

a) Wohnungen der Kategorie A, bedingt rollstuhlgerecht (entspricht DIN 18025, Teil 2).<br />

105


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Gr<strong>und</strong>rissgestaltung<br />

Gr<strong>und</strong>rissgestaltung<br />

Rollstuhlgerechtes Bad in Anlehnung an DIN 18025-1<br />

70<br />

95<br />

70<br />

Durchmesser 150<br />

Die wesentlichen Punkte, die bei<br />

einer rollstuhlgerechten Gr<strong>und</strong>rissgestaltung<br />

berücksichtigt werden<br />

müssen, sind die einseitige Anfahrmöglichkeit<br />

der Toilette, die lichte<br />

Türbreite von 90 cm, der Duschbereich<br />

in einer Größe von<br />

150 cm x 150 cm <strong>und</strong> eine Bewegungsfläche<br />

von 150 cm vor den<br />

einzelnen Sanitärgegenständen.<br />

Bewegungsflächen dürfen sich<br />

überlagern.<br />

150<br />

150<br />

90<br />

Abmessungen Rollstuhl-Standardgröße<br />

52<br />

Ø62<br />

75<br />

96<br />

1,22<br />

1,08 14<br />

7<br />

66 7<br />

80<br />

20<br />

106


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Gr<strong>und</strong>rissgestaltung<br />

Seniorengerechtes Bad in Anlehnung an DIN 18025-2<br />

120 x 120<br />

≥ 80<br />

120 x 120<br />

120 x 120<br />

Die wesentlichen Punkte, die bei<br />

einer seniorengerechten Gr<strong>und</strong>rissgestaltung<br />

berücksichtigt werden<br />

müssen, sind die lichte Türbreite<br />

von 80 cm, der Duschbereich von<br />

120 cm x 120 cm <strong>und</strong> eine Bewegungsfläche<br />

von 120 cm vor den<br />

einzelnen Sanitärgegenständen.<br />

Bewegungsflächen dürfen sich<br />

überlagern.<br />

107


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Gr<strong>und</strong>rissgestaltung<br />

Flächenbedarf von barrierefreien<br />

Sanitärräumen<br />

Dieses Kapitel zeigt den Flächenbedarf<br />

von barrierefreien Sanitärräumen<br />

in Abhängigkeit von den<br />

Einsatzbereichen <strong>und</strong> den dort gültigen<br />

DIN-Vorgaben. Die genannten<br />

Gr<strong>und</strong>flächen sind praxisgerechte<br />

Mindestgrößen von barrierefreien<br />

Sanitärräumen. Sie sollen verdeutlichen,<br />

dass nicht zwangsläufig überdurchschnittlich<br />

große Sanitärräume<br />

notwendig sind, um rollstuhl- bzw.<br />

seniorengerechte Anforderungen<br />

erfüllen zu können. Insbesondere<br />

durch die optimale Überlagerung<br />

der Bewegungsflächen, die zulässige<br />

Nutzung des Duschbereichs als<br />

Bewegungsfläche <strong>und</strong> die an den<br />

Duschbereich angrenzende Anordnung<br />

des WCs lässt sich der Gr<strong>und</strong>flächenbedarf<br />

minimieren. Je nach<br />

Bausituation <strong>und</strong> Anforderungen<br />

kann es notwendig werden, dass<br />

die angegebenen Gr<strong>und</strong>flächen<br />

überschritten werden müssen.<br />

120<br />

150<br />

220<br />

265<br />

200<br />

Seniorengerechtes Bad <strong>mit</strong> Dusche<br />

(in Anlehnung an DIN 18025-2)<br />

Gr<strong>und</strong>fläche inkl. Vorwand ca. 4,4 m 2 .<br />

95<br />

235<br />

Rollstuhlgerechtes Bad <strong>mit</strong> Dusche<br />

(in Anlehnung an DIN 18025-1)<br />

Gr<strong>und</strong>fläche inkl. Vorwand ca. 6,22 m 2 .<br />

108


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Gr<strong>und</strong>rissgestaltung<br />

120 x 120<br />

240<br />

120 x 120<br />

120 x 120<br />

310<br />

Seniorengerechtes Bad <strong>mit</strong> Dusche <strong>und</strong><br />

Badewanne<br />

(in Anlehnung an DIN 18025-2)<br />

Gr<strong>und</strong>fläche inkl. Vorwand ca. 7,44 m 2 .<br />

240<br />

150<br />

290<br />

95 95<br />

150<br />

Rollstuhlgerechtes WC<br />

(in Anlehnung an DIN 18024-2)<br />

Gr<strong>und</strong>fläche inkl. Vorwand ca. 6,96 m 2 .<br />

109


Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Checkliste<br />

Checkliste für die barrierefreie Badgestaltung<br />

Die folgende Checkliste enthält<br />

alle wesentlichen Punkte, die bei<br />

einer idealtypischen barrierefreien<br />

Badgestaltung zu beachten sind.<br />

Detaillierte Angaben zur Planung<br />

<strong>und</strong> entsprechende Normen können<br />

den vorangehenden Kapiteln entnommen<br />

werden.<br />

• Ist die Toilette auf einer individuell<br />

geeigneten Höhe montiert<br />

(mind. 48 cm inkl. Sitz)?<br />

• Ist die Toilette ohne bauliche<br />

Veränderungen nachträglich<br />

höhenverstellbar?<br />

• Ist der Waschtisch <strong>mit</strong> einem<br />

UP-Siphon ausgestattet <strong>und</strong><br />

unterfahrbar?<br />

• Ist der Spiegel auch in sitzender<br />

Stellung zu benutzen?<br />

• Ist die Spiegelbeleuchtung blendfrei<br />

angeordnet?<br />

• Ist ausreichend Ablagefläche für<br />

Hygieneartikel am <strong>und</strong> neben<br />

dem Waschtisch verfügbar<br />

(<strong>mit</strong> Schutzumrandung)?<br />

• Ist der Waschtisch <strong>mit</strong> einer<br />

Handbrause ausgestattet?<br />

• Ist die Utensilienablage gefahrlos<br />

erreichbar?<br />

• Sind große Glasflächen kontrastreich<br />

gekennzeichnet <strong>und</strong><br />

bruchsicher?<br />

• Ist genügend Stauraum <strong>und</strong><br />

Regalfläche vorhanden <strong>und</strong> sind<br />

diese problemlos zu erreichen?<br />

• Ist eine ausreichende Lüftung<br />

ggf. <strong>mit</strong> motorischer Absaugung<br />

der Raumluft sichergestellt?<br />

• Ist der Abfallauffang selbstschließend?<br />

• Sind ausreichende Bewegungsflächen<br />

vor der Toilette<br />

(95 cm neben dem WC) <strong>und</strong><br />

vor dem Waschtisch (frontale<br />

Nutzung gewährleistet) vorhanden?<br />

• Sind der WC-Papierhalter <strong>und</strong><br />

die Toilettenspülung aus der<br />

Sitzposition im Greifbereich der<br />

Hand angeordnet?<br />

• Sind ausreichend Haltegriffe<br />

vorhanden <strong>und</strong> im richtigen<br />

Abstand montiert?<br />

• Verfügt das Waschbecken über<br />

eine verlängerte Einhebelmischarmatur<br />

<strong>mit</strong> Temperaturbegrenzer<br />

oder eine berührungslose<br />

Armatur?<br />

• Ist eine bodengleiche Dusche<br />

installiert?<br />

• Ist eine günstige Verstellbarkeit<br />

des Duschkopfs <strong>und</strong> der Armaturen<br />

gegeben (ergonomische<br />

Formgebung)?<br />

• Ist ein Duschsitz installiert?<br />

• Ist die Zugangstür ausreichend<br />

breit <strong>und</strong> lässt sie sich nach<br />

außen öffnen?<br />

• Ist die Zugangstür für den Notfall<br />

auch von außen zu entriegeln?<br />

• Ist der Bodenbelag ausreichend<br />

rutschfest, ohne Verwendung<br />

von scharfkantigen, strukturierten<br />

Fliesen?<br />

• Ist der Abfallauffang abgedichtet<br />

<strong>und</strong> geruchsverschlossen?<br />

110


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Schallschutz ..........................................112<br />

Luftschall <strong>und</strong> Luftschalld ämmu ng.....................112<br />

Körperschall <strong>und</strong> Körperschalldämmung . ...............113<br />

Übersicht Wandarten <strong>und</strong> -material <strong>mit</strong> Schalldämmmaß. . . . 114<br />

Rechtsgr<strong>und</strong>lagen .................................115<br />

Planungsgr<strong>und</strong>lagen ...............................115<br />

Anforderungen andenSchalls<br />

chutz....................117<br />

Übersicht Schallschutzlösung <strong>mit</strong> <strong>Geberit</strong> Systemtechnik. . . . 120<br />

Einfluss der Installationswandmasse auf den<br />

Installationsschallpegel . . ............................122<br />

Brandschutz ..........................................123<br />

Abschottungsprinzipien gegen Feuer <strong>und</strong> Rauch . . . . . . . . . . 124<br />

Brandschutzmaßnahmen bei Installationsschächten/<br />

geprüften Installationswänden ........................125<br />

Brandschutz durch Abschottung in der Decke <strong>und</strong> Wand ... 125<br />

Rechtsgr<strong>und</strong>lagen .................................126<br />

Planungsgr<strong>und</strong>lagen ...............................129<br />

Berechnung von Wohnflächen ............................133<br />

Elektrische Anlagen in Räumen <strong>mit</strong> Badewanne oder Dusche ..138<br />

Feuchtigkeitsschutz in Sanitärräumen. .....................141<br />

111


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Schallschutz<br />

Schallschutz<br />

Der Mensch ist in seiner Umwelt<br />

ständig Lärm aller Art ausgesetzt.<br />

Mit Recht erwartet er, dass in seinem<br />

Wohn- <strong>und</strong> Arbeitsbereich die<br />

Belästigung durch Fremdgeräusche<br />

wie Verkehrslärm, Sprache, Musik<br />

usw. oder Lärm von haustechnischen<br />

Anlagen (Sanitärinstallation<br />

oder Aufzüge) möglichst gering ist.<br />

In der Akustik wird je nach schallübertragendem<br />

Medium unterschieden<br />

zwischen<br />

• Luftschall: in Luft sich ausbreitender<br />

Schall<br />

• Körperschall: in festen Stoffen<br />

sich ausbreitender Schall<br />

Luftschall <strong>und</strong> Luftschalldämmung<br />

Geräusche aus Sanitärinstallationen breiten sich als Luftschall aus. Ein Hörer<br />

in einem benachbarten Raum nimmt diese Geräusche durch die dazwischen<br />

befindliche Wand vermindert wahr. Man spricht hier von Luftschalldämmung<br />

der Wand, welche je nach konstruktivem Aufbau unterschiedlich sein kann.<br />

Zur Bewertung der Luftschalldämmung einer Wandkonstruktion wird das<br />

Schalldämmmaß R'w in Dezibel (dB) angegeben. Je höher der Wert des Schalldämmmaßes<br />

in dB ist, umso besser sind die akustischen Dämmeigenschaften<br />

einer Wand.<br />

Luftschallreduktion erfolgt durch das Aufbringen von Masse (Dämmung). Eine<br />

Wohnungstrennwand kann eine solche Masse darstellen. Je schwerer die<br />

Trennwand ist, desto größer ist die Schallreduktion.<br />

Schalltechnische Maßnahmen<br />

müssen bereits in einem frühen<br />

Planungsstadium berücksichtigt<br />

werden. Spätere Nachbesserungen<br />

sind oft nicht mehr möglich oder<br />

unbefriedigend <strong>und</strong> teuer. Guter<br />

Schallschutz setzt eine Sensibilisierung<br />

des Planers <strong>und</strong> des Ausführenden<br />

für akustische Gr<strong>und</strong>lagen<br />

<strong>und</strong> schalltechnische Schwachstellen<br />

voraus.<br />

Luftschallausbreitung.<br />

112


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Schallschutz<br />

Körperschall <strong>und</strong> Körperschalldämmung<br />

Geräuschquellen von Sanitärinstallationen verursachen Körperschallanregung. Durch das Ableiten von Wasser in Abwasserleitungen<br />

werden diese in Schwingungen gebracht (Körperschallanregung). Die Schwingungen werden, bei eingemauerten<br />

Leitungen, an Durchführungen <strong>und</strong> durch Befestigungen auf den Baukörper übertragen. Man spricht dann von einer<br />

Körperschallübertragung.<br />

Um die Körperschallübertragung zu dämpfen, ist es wichtig, dass Rohrstrecken <strong>und</strong> Formstücke <strong>mit</strong> entsprechend federnden<br />

Dämmstoffen <strong>und</strong> Befestigungen vom Baukörper entkoppelt werden. Es ist besonders bei der Befestigung von Rohren<br />

darauf zu achten, dass die verwendeten Rohrschellen für eine ausreichende Körperschallentkopplung sorgen.<br />

Körperschallentkopplung durch weiche/federnde Dämmung.<br />

In der Praxis beruhen die Schallschutzlösungen auf der Verbindung der obenstehend<br />

genannten Gr<strong>und</strong>prinzipien. Weitere wichtige Gr<strong>und</strong>prinzipien für einen<br />

optimalen Schallschutz sind:<br />

Prinzip<br />

Verantwortlich<br />

bauakustisch günstige Gr<strong>und</strong>risse<br />

Architekt<br />

bauakustisch günstige Wahl der<br />

Architekt<br />

Gebäudeart <strong>und</strong> -werkstoffe<br />

Um den geschuldeten Schallschutz<br />

zu erzielen, sind bereits von Planungsbeginn<br />

an die Anforderungen<br />

an den Schallschutz werkvertraglich<br />

zwischen Bauherren, Architekten,<br />

Fachplanern <strong>und</strong> Installateuren zu<br />

definieren <strong>und</strong> auszuschreiben.<br />

113


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Schallschutz<br />

Übersicht Wandarten <strong>und</strong> -material <strong>mit</strong> Schalldämmmaß<br />

Steinsorte<br />

Benennung<br />

Wanddicke<br />

in cm<br />

Steinrohdichte<br />

in kg/m 3<br />

Flächengewicht<br />

<strong>mit</strong> Mörtel ohne<br />

Putz in kg/m 2<br />

Bewertetes Luftschalldämmmaß<br />

in dB<br />

Flächengewicht<br />

<strong>mit</strong> Putz a<br />

2x1,5 cm in kg/m 2<br />

Bewertetes Luft-<br />

Schalldämmmaß<br />

in dB<br />

Bims-Vollsteine<br />

<strong>und</strong> Blähton<br />

(Liapor)<br />

9,5<br />

11,5<br />

17,5<br />

24,0<br />

30,0<br />

1000 – 1200<br />

104,5<br />

126,5<br />

192,0<br />

264,0<br />

330,0<br />

38<br />

41<br />

45<br />

49<br />

51<br />

134,5<br />

156,5<br />

222,0<br />

294,0<br />

360,0<br />

41<br />

43<br />

47<br />

50<br />

52<br />

Bims-Hohlblocksteine<br />

<strong>und</strong><br />

Blähton<br />

(Liapor)<br />

17,5<br />

24,0<br />

30,0<br />

36,5<br />

1000 – 1200<br />

192,5<br />

264,0<br />

330,0<br />

401,5<br />

45<br />

49<br />

51<br />

54<br />

222,5<br />

294,0<br />

360,0<br />

431,5<br />

47<br />

50<br />

53<br />

55<br />

Hochlochziegel<br />

(Kleinformat)<br />

11,5<br />

17,5<br />

24,0<br />

30,0<br />

1400<br />

161,0<br />

245,0<br />

336,0<br />

420,0<br />

43<br />

48<br />

51<br />

54<br />

191,0<br />

275,0<br />

366,0<br />

450,0<br />

45<br />

49<br />

53<br />

55<br />

Leichtziegel<br />

(Großformat)<br />

11,5<br />

17,5<br />

24,0<br />

30,0<br />

1200<br />

138,0<br />

210,0<br />

288,0<br />

360,0<br />

42<br />

46<br />

50<br />

53<br />

168,0<br />

240,0<br />

318,0<br />

390,0<br />

44<br />

48<br />

51<br />

54<br />

Poren-Ziegel<br />

z. B. Poroton<br />

Unipor Pori-<br />

Klimaton<br />

11,5<br />

17,5<br />

24,0<br />

36,5<br />

1000<br />

115,0<br />

175,0<br />

240,0<br />

300,0<br />

365,0<br />

40<br />

44<br />

48<br />

50<br />

52<br />

145,0<br />

205,0<br />

270,0<br />

330,0<br />

395,0<br />

42<br />

46<br />

49<br />

51<br />

54<br />

Gasbetonsteine<br />

z. B. Ytong<br />

Hebel<br />

10,0<br />

12,5<br />

15,0<br />

20,0<br />

25,0<br />

30,0<br />

36,5<br />

800<br />

80,0<br />

100,0<br />

120,0<br />

160,0<br />

200,0<br />

240,0<br />

292,0<br />

36<br />

38<br />

40<br />

43<br />

46<br />

48<br />

50<br />

110,0<br />

130,0<br />

150,0<br />

190,0<br />

230,0<br />

270,0<br />

322,0<br />

39<br />

41<br />

43<br />

45<br />

48<br />

49<br />

51<br />

Kalksandsteine,<br />

Vollsteine<br />

Lochsteine<br />

11,5<br />

17,5<br />

24,0<br />

30,0<br />

1700 – 1800<br />

201,0<br />

306,0<br />

420,0<br />

525,0<br />

46<br />

50<br />

54<br />

57<br />

44<br />

49<br />

53<br />

55<br />

57<br />

231,0<br />

336,0<br />

450,0<br />

555,0<br />

202,5<br />

292,0<br />

390,0<br />

480,0<br />

577,5<br />

48<br />

52<br />

55<br />

58<br />

46<br />

50<br />

54<br />

56<br />

58<br />

Ziegel-Vollstein<br />

11,5<br />

1800<br />

207,0<br />

46<br />

237,0<br />

48<br />

Gipsplatten<br />

8,0<br />

10,0<br />

70,0<br />

87,5<br />

35<br />

37<br />

Wandgewichte <strong>und</strong> Schalldämmmaße<br />

a) z. B. Gipsputz 1,0 kg/dm 3 , Rohdichte nach DIN 4109 Teil 3, Putzdicke 1,5 cm = 15 kg/m 2 , beidseitig = 30 kg/m 2 oder<br />

Kalk- oder Kalkzementputz, 1,8 kg/dm 3 , Rohdichte, Putzdicke 1,5 cm = 25 kg/m 2 beidseitig = 50 kg/m 2 .<br />

114


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Schallschutz<br />

Rechtsgr<strong>und</strong>lagen<br />

Standardschallschutz<br />

Die ständige Lärmbelästigung der<br />

Menschen durch die Umwelt fordert<br />

vor allem im Wohnungsbau Schallschutzmaßnahmen,<br />

welche dem<br />

Bewohner die Möglichkeit bieten,<br />

sich zu erholen <strong>und</strong> zu entspannen.<br />

Gesetzesgr<strong>und</strong>lagen sind die<br />

Landesbauordnungen der einzelnen<br />

B<strong>und</strong>esländer. Diese fordern einen<br />

ausreichenden Schallschutz im<br />

Gebäude. Anforderungen <strong>und</strong> Hinweise<br />

zur Ausführung enthält die in<br />

den Ländern bauaufsichtlich eingeführte<br />

DIN 4109 „Schallschutz im<br />

Hochbau“.<br />

Erhöhter Schallschutz<br />

Für die Vereinbarung des erhöhten<br />

Schallschutzes können folgende<br />

schalltechnische Regelwerke als<br />

Gr<strong>und</strong>lage zur Gestaltung des<br />

Werkvertrages verwendet werden:<br />

• DIN 4109, Beiblatt 2<br />

• VDI 4100<br />

Wenn erhöhter Schallschutz gefordert<br />

wird, müssen das Regelwerk<br />

<strong>und</strong> genaue Zahlenwerte des erhöhten<br />

Schallschutzes ausdrücklich<br />

werkvertraglich vereinbart werden.<br />

Der erhöhte Schallschutz im eigenen<br />

Bereich muss als zusätzliche<br />

Leistung vereinbart werden.<br />

<strong>Geberit</strong> empfiehlt, als Gr<strong>und</strong>lage<br />

Beiblatt 2 zu DIN 4109 für den<br />

Werkvertrag zu verwenden.<br />

Planungsgr<strong>und</strong>lagen<br />

Schutzbedürftige Räume<br />

Gemäß DIN 4109 besteht die Anforderung,<br />

dass Wände, an denen<br />

Leitungen (Ver- <strong>und</strong> Entsorgungsleitungen),<br />

Armaturen oder sanitäre<br />

Einrichtungsgegenstände befestigt<br />

werden, eine flächenbezogene<br />

Masse von mind. 220 kg/m 2 haben<br />

müssen. Diese Anforderung muss<br />

nicht erfüllt werden, wenn durch<br />

eine Eignungsprüfung nachgewiesen<br />

ist, dass die Wände sich,<br />

bezogen auf die Übertragung von<br />

Installationsgeräuschen, nicht<br />

ungünstiger verhalten. (Siehe auch<br />

<strong>Geberit</strong> Schallschutzlösungen<br />

Seite 120/121)<br />

Nach der DIN 4109 sind schutzbedürftige<br />

Räume:<br />

• Wohnräume, einschließlich<br />

Wohndielen<br />

• Schlafräume, einschließlich<br />

Übernachtungsräume<br />

• Beherbergungsstätten <strong>und</strong><br />

Bettenräume in Krankenhäusern<br />

<strong>und</strong> Sanatorien<br />

• Unterrichtsräume in Schulen,<br />

Hochschulen <strong>und</strong> ähnlichen<br />

Einrichtungen<br />

• Büroräume (ausgenommen<br />

Großraumbüros), Praxisräume,<br />

Sitzungsräume <strong>und</strong> ähnliche<br />

Arbeitsräume<br />

115


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Schallschutz<br />

Anforderungen nach DIN 4109 (Ausgabe Januar 2001, Tabelle 4) bezüglich der max. zulässigen Schalldruckpegel<br />

in schutzbedürftigen Räumen fremder Wohnbereiche<br />

Spalte 1 2 3<br />

Zeile Geräuschquelle Art des schutzbedürftigen Raumes<br />

Schallpegel in dB(A)<br />

Wasserinstallationen<br />

(Wasserversorgung <strong>und</strong><br />

Abwasseranlagen gemeinsam)<br />

sonstige haustechnische Anlagen<br />

Betriebe tags 6 bis 22 Uhr<br />

Betriebe nachts 22 bis 6 Uhr<br />

Wohn- <strong>und</strong> Schlafräume<br />

L In<br />

≤ 30 a b<br />

L AFmax<br />

≤ 30 c<br />

L r<br />

≤ 35<br />

L r<br />

≤ 25<br />

Unterrichts- <strong>und</strong> Arbeitsräume<br />

L In<br />

≤ 35 a<br />

L AFmax<br />

≤ 35 c<br />

L r<br />

≤ 35 c<br />

L r<br />

≤ 35 c<br />

a) Einzelne, kurzzeitige Spitzen, die beim Betätigen der Armaturen <strong>und</strong> Geräte nach Tabelle 6 (Öffnen, Schließen, Umstellen, Unterbrechen<br />

u. a.) entstehen, sind z. Z. nicht zu berücksichtigen.<br />

b) Werkvertragliche Voraussetzungen zur Erfüllung des zulässigen Installationsdruckpegels:<br />

Die Ausführungsunterlagen müssen die Anforderungen des Schallschutzes berücksichtigen, d. h. u. a. den Bauteilen müssen die<br />

entsprechenden Schallschutznachweise vorliegen.<br />

Außerdem muss die verantwortliche Bauleitung benannt <strong>und</strong> zu einer Teilabnahme vor Verschließen bzw. Verkleiden der Installation<br />

hinzugezogen werden.<br />

Weitergehende Details regelt das ZVSHK-Merkblatt (zu beziehen durch: Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), Rathausallee<br />

6, 53757 St. Augustin).<br />

c) Bei lüftungstechnischen Anlagen sind um 5 dB(A) höhere Werte zulässig, sofern es sich um Dauergeräusche ohne auffällige<br />

Einzeltöne handelt.<br />

116


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Schallschutz<br />

Anforderungen an den Schallschutz nach DIN 4109 <strong>und</strong> den erhöhten Schallschutz DIN 4109,<br />

Beiblatt 2 <strong>und</strong> VDI 4100<br />

Schalltechnisches<br />

Regelwerk<br />

Schallschutzbereiche<br />

Standard<br />

max. zulässiger Installationsgeräuschpegel<br />

Erhöhter Schallschutz a)<br />

Schallschutz -<br />

stufe SSt I<br />

Schallschutzstufe<br />

SSt II<br />

Schallschutzstufe<br />

SSt III<br />

DIN 4109/A1<br />

entspricht den<br />

a. R. d. T. (Empfehlung:<br />

generell werkvertraglich<br />

vereinbaren)<br />

diagonal darunter liegender<br />

schutzbedürftiger Raum im<br />

fremden Bereich<br />

angrenzender schutz -<br />

bedürftiger Raum<br />

im eigenen Bereich<br />

L In<br />

≤ 30 dB(A)<br />

keine<br />

Anforderung<br />

–<br />

–<br />

–<br />

–<br />

–<br />

–<br />

Beiblatt 2 zu<br />

DIN 4109 a)<br />

(werkvertragliche<br />

Vereinbarung erforderlich)<br />

diagonal darunter liegender<br />

schutzbedürftiger Raum im<br />

fremden Bereich<br />

angrenzender schutzbedürftiger<br />

Raum im<br />

eigenen Bereich<br />

–<br />

–<br />

L In<br />

≤ 25 dB(A)<br />

keine<br />

Anforderung<br />

–<br />

–<br />

–<br />

–<br />

VDI 4100 a)<br />

(werkvertragliche<br />

Vereinbarung erforderlich)<br />

diagonal darunter liegender<br />

schutzbedürftiger Raum im<br />

fremden Bereich<br />

angrenzender schutzbedürftiger<br />

Raum im<br />

eigenen Bereich<br />

–<br />

–<br />

–<br />

–<br />

L In<br />

≤ 30 dB(A)<br />

L In<br />

≤ 30 dB(A) b)<br />

L In<br />

≤ 25 dB(A)<br />

L In<br />

≤ 30 dB(A) b)<br />

a) Wenn erhöhter Schallschutz gefordert wird, müssen das Regelwerk <strong>und</strong> genaue Zahlenwerte des erhöhten Schallschutzes ausdrücklich werkvertraglich<br />

vereinbart werden.<br />

b) Achtung: Der erhöhte Schallschutz im eigenen Bereich gilt bei werkvertraglicher Vereinbarung nach VDI-Richtlinie 4100 automatisch <strong>mit</strong> als vereinbart.<br />

117


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Schallschutz<br />

Gr<strong>und</strong>rissplanung<br />

Bauakustisch günstige Gr<strong>und</strong>risse<br />

spielen für einen wirksamen Schallschutz<br />

eine wichtige Rolle.<br />

Befinden sich Sanitärapparate,<br />

Armaturen, Geräte oder Ver- <strong>und</strong><br />

Entsorgungsleitungen an Wänden,<br />

die an einen Aufenthaltsraum grenzen,<br />

so liegt eine bauakustisch ungünstige<br />

Gr<strong>und</strong>rissanordnung vor.<br />

Unter Aufenthaltsräumen sind vor<br />

allem Wohn-, Schlaf- oder Arbeitsräume<br />

zu verstehen.<br />

Befinden sich Sanitärapparate,<br />

Armaturen, Geräte oder Ver- <strong>und</strong><br />

Entsorgungsleitungen an Wänden,<br />

die nicht an einen Aufenthaltsraum<br />

grenzen, so liegt eine bauakustisch<br />

günstige Gr<strong>und</strong>rissanordnung vor.<br />

Neben dem Anordnen von Bädern<br />

unterschiedlicher Wohnungen wäre<br />

auch das Zwischenschalten eines<br />

nicht schutzbedürftigen Raumes<br />

(z. B. Abstellraum) zwischen Bad<br />

<strong>und</strong> schutzbedürftigem Raum eine<br />

wirksame Schallschutzmaßnahme.<br />

Gr<strong>und</strong>satz: Ist ein hohes Maß an<br />

Schallschutz gefordert, ist bereits<br />

bei der Gr<strong>und</strong>rissplanung auf eine<br />

schallschutztechnisch günstige<br />

Anordnung der Räume zu achten.<br />

Bauakustisch günstige Gr<strong>und</strong>risse.<br />

118


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Schallschutz<br />

119


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Schallschutz<br />

Übersicht Schallschutzlösung <strong>mit</strong> <strong>Geberit</strong> Systemtechnik<br />

Schallschutzprinzip<br />

Ausführungsvarianten<br />

als Vorwandinstallation vor einer massiven Trennwand 180 kg/m 2<br />

Anforderungen an <strong>Geberit</strong><br />

Sanitärsysteme<br />

für den diagonal darunterliegenden<br />

schutzbedürftigen<br />

Raum<br />

Standard<br />

nach DIN 4109<br />

L IN<br />

≤ 30 db(A)<br />

erhöhte Anforderungen<br />

nach DIN 4109 Beiblatt 2<br />

L IN<br />

≤ 25 db(A)<br />

GIS/Quattro<br />

L N<br />

= 18 db(A)<br />

erfüllt<br />

L IN<br />

= 18 db(A)<br />

erfüllt<br />

Duofix <strong>mit</strong> Teleskopständern/<br />

Quattro<br />

L N<br />

= 23 db(A)<br />

erfüllt<br />

L IN<br />

= 23 db(A)<br />

erfüllt<br />

Duofix<br />

in Trockenbauwand<br />

–<br />

–<br />

Kombifix<br />

L N<br />

= 27 db(A)<br />

erfüllt<br />

L IN<br />

= 27 db(A)<br />

nicht erfüllt<br />

Sanbloc<br />

in Trockenbau<br />

L N<br />

= 19 db(A)<br />

erfüllt<br />

L IN<br />

= 19 db(A)<br />

erfüllt<br />

Sanbloc im Nassbau<br />

L N<br />

= 24 db(A)<br />

erfüllt<br />

L IN<br />

= 24 db(A)<br />

erfüllt<br />

120


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Schallschutz<br />

als Vorwandinstallation vor Trockenbauwand Knauf W112 (2) als raumabschließende Installationswand (1)<br />

Belegung einseitig<br />

Standard erhöhte Anforderungen Standard erhöhte Anforderungen<br />

nach DIN 4109<br />

L IN<br />

≤ 30 db(A)<br />

nach DIN 4109 Beiblatt 2<br />

L IN<br />

≤ 25 db(A)<br />

nach DIN 4109<br />

L IN<br />

≤ 30 db(A)<br />

nach DIN 4109 Beiblatt 2<br />

L IN<br />

≤ 25 db(A)<br />

L IN<br />

= 17 db(A)<br />

erfüllt<br />

L IN<br />

= 17 db(A)<br />

erfüllt<br />

L IN<br />

= 17 db(A)<br />

erfüllt<br />

L IN<br />

= 17 db(A)<br />

erfüllt<br />

L IN<br />

= 20 db(A)<br />

erfüllt<br />

L IN<br />

= 20 db(A)<br />

erfüllt<br />

L IN<br />

= 17 db(A)<br />

erfüllt<br />

L IN<br />

= 17 db(A)<br />

erfüllt<br />

–<br />

–<br />

L IN<br />

= 21 db(A)<br />

erfüllt<br />

L IN<br />

= 21 db(A)<br />

erfüllt<br />

–<br />

–<br />

–<br />

–<br />

L IN<br />

= 21 db(A)<br />

erfüllt<br />

L IN<br />

= 21 db(A)<br />

erfüllt<br />

L IN<br />

= 22 db(A)<br />

erfüllt<br />

L IN<br />

= 22 db(A)<br />

erfüllt<br />

–<br />

–<br />

–<br />

–<br />

(1) Nicht für Wohnungstrennwand geeignet, da min. R'w von 53 dB gefordert ist.<br />

(2) Trockenbauwände <strong>mit</strong> gleichwertigem Schalldämmwert sind möglich.<br />

121


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Schallschutz<br />

Einfluss der Installationswandmasse auf den Installationsschallpegel<br />

122


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Brandschutz<br />

Brandschutz<br />

Allgemein<br />

Der vorbeugende bauliche Brandschutz, die Verhinderung der Übertragung <strong>und</strong> Ausbreitung von Rauch <strong>und</strong> Feuer, ist<br />

nicht nur bei der Herstellung von Installationsschächten <strong>und</strong> bei Wand- <strong>und</strong> Deckendurchführungen einzuhalten, sondern<br />

auch bei der Durchdringung von Brandwänden.<br />

Dabei gibt es sowohl im Gr<strong>und</strong>satz als auch im Detail verschiedene Möglichkeiten der Ausführung.<br />

Mögliche Ausführungsvarianten sind:<br />

1. <strong>Geberit</strong> Brandschutz Gr<strong>und</strong>prinzip 1<br />

Abschottung durch zugelassene Installationswände (Schächte, Kanäle) <strong>mit</strong> AbP<br />

2. <strong>Geberit</strong> Brandschutz Gr<strong>und</strong>prinzip 2<br />

Abschottung durch zugelassene Rohrabschottung <strong>mit</strong> AbP/AbZ<br />

<strong>Geberit</strong> hat dabei darauf geachtet, dass der Aufwand für Planung <strong>und</strong> Montage <strong>und</strong> so<strong>mit</strong> die Kosten so gering wie<br />

möglich bleiben.<br />

123


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Brandschutz<br />

Abschottungsprinzipien gegen Feuer <strong>und</strong> Rauch<br />

Abschottung durch zugelassene Installationswände<br />

(Schächte, Kanäle) <strong>mit</strong> AbP a<br />

In vertikaler Richtung (geschossübergreifend) nach DIN 4102-11<br />

Abschottung durch zugelassene Rohrabschottung<br />

<strong>mit</strong> AbP/AbZ a)<br />

In vertikaler Richtung (geschossübergreifend) nach DIN 4102-11<br />

• in Decken nach DIN 4102-11 für Trinkwasser, Heizung<br />

<strong>und</strong> Hausentwässerung<br />

• bei Installationsschächten nach DIN 4102-4<br />

• für Raumentlüftung nach DIN 18017-3<br />

I 30<br />

bis<br />

I 90<br />

R 30<br />

bis<br />

R 90<br />

In horizontaler Richtung (auf einer Geschossebene) nach DIN<br />

4102-2<br />

F 30<br />

bis<br />

F 90<br />

In horizontaler Richtung<br />

• in Wänden nach DIN 4102-11 für Trinkwasser, Heizung<br />

<strong>und</strong> Hausentwässerung<br />

• bei Installationsschächten nach DIN 4102-4<br />

R 30<br />

bis<br />

R 90<br />

Merkmale <strong>Geberit</strong> Brandschutzprinzip 1:<br />

• <strong>mit</strong> Installationssystemen in I 30- bis I 90- <strong>und</strong> F 30- bis<br />

F 90-Qualität<br />

• ein in sich geschlossenes Gewährleistungs- <strong>und</strong> Servicepaket<br />

(z. B. nur ein Verwendungsnachweis notwendig)<br />

• höchste Sicherheit bei geringem Planungs- <strong>und</strong> Ausschreibungsaufwand<br />

• hohe Wirtschaftlichkeit<br />

• optimierter Bauablauf<br />

Merkmale <strong>Geberit</strong> Brandschutzprinzip 2:<br />

• <strong>mit</strong> den Rohrleitungssystemen in R 90-Qualität<br />

• kombinierbar <strong>mit</strong> klassifizierten Installationsschächten<br />

nach DIN 4102-4<br />

• kombinierbar <strong>mit</strong> Einzelelementen <strong>und</strong> Installationssystemen<br />

ohne eigene Brandschutzfunktion<br />

• Brandschutzlösung für Einzeldurchführungen von<br />

Rohrleitungen durch Decken <strong>und</strong> Wände<br />

a) AbP = Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis, AbZ = Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung.<br />

124


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Brandschutz<br />

Brandschutzmaßnahmen bei<br />

Installationsschächten/<br />

geprüften Installationswänden<br />

Bei der Herstellung von Installationsschächten<br />

gibt es systembedingte<br />

Unterschiede. Man unterscheidet<br />

geprüfte Komplettsysteme,<br />

z. B. <strong>Geberit</strong> Quattro, nach<br />

DIN 4102-11 <strong>und</strong> DIN 4102-2, die<br />

aus einer Kombination aller <strong>mit</strong>geprüfter<br />

Komponenten bestehen<br />

(Brandschutzprinzip1) von herkömmlichen<br />

Installationssystemen,<br />

die keine Brandschutzfunktion<br />

erfüllen.<br />

Brandschutz durch Abschottung<br />

in der Decke <strong>und</strong> Wand<br />

Der Brandschutz erfolgt durch Abschottungsmaßnahmen<br />

im Bereich<br />

der Decke/Wand aller Medienleitungen.<br />

Diese Abschottungsmaßnahmen<br />

können, z. B. <strong>Geberit</strong><br />

Rohrschotts <strong>und</strong> herstellerspezifische<br />

Lösungen sein. Der klassische<br />

Installationsschacht nach<br />

DIN 4102-4 ist ebenfalls in dieses<br />

Prinzip einzureihen, da alle Rohrdurchführungen<br />

in diesen Schacht<br />

hinein <strong>und</strong> hinaus in der Decke bzw.<br />

Wand einzeln abgeschottet werden<br />

müssen. Größere Einbauteile wie<br />

z. B. Montageelemente für Wand-<br />

WC, die in diese Schachtwände<br />

eingebracht werden, müssen einen<br />

Verwendungsnachweis F 30 oder<br />

F 90 erbringen, z. B. Sanbloc<br />

Installationsbaustein FS90.<br />

Komplettsystem <strong>Geberit</strong> Quattro.<br />

I 90<br />

Klassischer Schacht Nassbau <strong>mit</strong> <strong>Geberit</strong><br />

Sanbloc FS 90 Installationsbausteinen.<br />

125


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Brandschutz<br />

Rechtsgr<strong>und</strong>lagen<br />

DIN 4102 Teil:<br />

Anwendungsbereich<br />

Die Rechtsgr<strong>und</strong>lagen des vorbeugenden<br />

Brandschutzes sind in den<br />

Landesbauordnungen (LBO) der<br />

B<strong>und</strong>esländer verankert. Diese sind<br />

auf die Musterbauordnung (MBO)<br />

zurückzuführen. Darüber hinaus gelten<br />

die in den B<strong>und</strong>esländern baurechtlich<br />

eingeführten Leitungs- <strong>und</strong><br />

Lüftungsanlagenrichtlinien <strong>und</strong> DIN-<br />

Normen (z. B. DIN 4102 als baurechtlich<br />

eingeführtes Regelwerk).<br />

Auf den nachfolgenden<br />

Übersichtsseiten werden die<br />

baurechtlichen Begriffe <strong>und</strong><br />

Anforderungsprofile schematisch<br />

dargestellt.<br />

1 Baustoffe<br />

Begriffe, Anforderungen <strong>und</strong> Prüfungen<br />

2 Bauteile<br />

Begriffe, Anforderungen <strong>und</strong> Prüfungen<br />

3 Brandwände <strong>und</strong> nicht tragende Außenwände<br />

Begriffe, Anforderungen <strong>und</strong> Prüfungen<br />

4 Zusammenstellung <strong>und</strong> Anwendung<br />

klassifizierter Baustoffe, Bauteile <strong>und</strong> Sonderbauteile<br />

5 Feuerschutzabschlüsse, Abschlüsse in Fahrschachtwänden<br />

<strong>und</strong> gegen Feuer widerstandsfähige Verglasungen<br />

Begriffe, Anforderungen <strong>und</strong> Prüfungen<br />

6 Lüftungsleitungen<br />

Begriffe, Anforderungen <strong>und</strong> Prüfungen<br />

7 Bedachungen<br />

Begriffe, Anforderungen <strong>und</strong> Prüfungen<br />

8 Kleinprüfstand<br />

9 Kabelabschottung<br />

Begriffe, Anforderungen <strong>und</strong> Prüfungen<br />

Die bauaufsichtlich eingeführte<br />

Brandschutznorm DIN 4102<br />

Das Brandverhalten von Baustoffen<br />

<strong>und</strong> Bauteilen wird umfassend in<br />

der Norm DIN 4102 abgehandelt.<br />

Insgesamt besteht diese Norm aus<br />

17 Teilen. Die in der folgenden<br />

Tabelle dunkel hervorgehobenen<br />

Teile sind besonders für den vorbeugenden<br />

Brandschutz im Bereich<br />

Sanitär, Heizung <strong>und</strong> Lüftung von<br />

Bedeutung.<br />

11 Rohrummantelungen, Rohrabschottungen, Installationsschächte<br />

<strong>und</strong> Abschlüsse ihrer Revisionsöffnung<br />

Begriffe, Anforderungen <strong>und</strong> Prüfungen<br />

12 Funktionserhalt von elektrischen Kabelanlagen<br />

Anforderungen <strong>und</strong> Prüfungen<br />

13 Brandschutzverglasungen<br />

Begriffe, Anforderungen <strong>und</strong> Prüfungen<br />

14 Bodenbeläge <strong>und</strong> Bodenbeschichtungen<br />

Bestimmungen der Flammenausbreitung bei<br />

Beanspruchung <strong>mit</strong> Wärmestrahler<br />

15 Brandschacht<br />

16 Durchführung von Brandschachtprüfungen<br />

17 Schmelzpunkt von Mineralfaserdämmstoffen<br />

Begriffe, Anforderungen <strong>und</strong> Prüfungen<br />

18 Feuerschutzabschlüsse<br />

Nachweis der Eigenschaft „selbstschließend”<br />

(Dauerfunktionsprüfung)<br />

126


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Brandschutz<br />

Brandschutzanforderungen der Landesbauordnungen<br />

Die Anforderungen in den 16 Landesbauordnungen weichen in Teilbereichen voneinander ab. Die Anforderungen sind zusätzlich<br />

nach den Gebäudeklassen unterteilt. In den Tabellen auf den folgenden Seiten finden Sie eine Übersicht über die<br />

Anforderungen der Musterbauordnung (MBO) an die wichtigen Bauteile, z. B. Kellerdecke, Geschossdecke <strong>und</strong> Wände.<br />

Gebäudeklassen nach Musterbauordnung<br />

Gebäudeklassen<br />

Abbildungen<br />

Erläuterungen<br />

GK 1a<br />

§ 2/(3)<br />

freistehende Gebäude ≤ 7 m OKF<br />

(≤ 2 Nutzungseinheiten <strong>und</strong> insgesamt<br />

≤ 400 m 2 )<br />

GK 1b<br />

§ 2/(3)<br />

freistehende land- oder forstwirtschaftlich<br />

genutzte Gebäude<br />

GK 2<br />

§ 2/(3)<br />

Gebäude ≤ 7 m OKF<br />

(≤ 2 Nutzungseinheiten <strong>und</strong> insgesamt<br />

≤ 400 m 2 )<br />

GK 3<br />

§ 2/(3)<br />

sonstige Gebäude ≤ 7 m OKF<br />

GK 4<br />

§ 2/(3)<br />

Gebäude ≤ 13 m OKF (Nutzungseinheiten<br />

<strong>mit</strong> jeweils nicht mehr als 400 m 2 )<br />

GK 5<br />

§ 2/(3)<br />

sonstige Gebäude ≤ 22 m OKF ü. GO<br />

Hochhäuser<br />

(Sonderbauten)<br />

§ 2/(4)<br />

sonstige Gebäude ≥ 22 m OKF<br />

OKF = Oberkante Fußboden (des höchst gelegenen Geschosses, in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist) über der Geländeoberfläche (GO). Wird das<br />

Dachgeschoss als Aufenthaltsraum genutzt, verschieben sich die oberen Maßlinien in den o. s. Abbildungen auf die Fußbodenoberkante des Dachgeschosses.<br />

127


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Brandschutz<br />

Bauteile nach Musterbauordnung (MBO) 2002<br />

Gebäudeklassen<br />

GK 1 (a+b)<br />

GK 2<br />

GK 3<br />

GK 4<br />

GK 5<br />

Sonderbauten<br />

Bauteil<br />

Tragende Bauteile in Kellergeschossen<br />

(Wände <strong>und</strong> Decken)<br />

MBO § 27/(2) <strong>und</strong> § 31/(2)<br />

F 30<br />

F 30<br />

F 90<br />

F 90<br />

F 90<br />

F 90 a)<br />

Tragende Bauteile in Obergeschossen<br />

(Wände <strong>und</strong> Decken)<br />

MBO § 27/(1) <strong>und</strong> § 31/(1)<br />

keine<br />

Anforderungen<br />

b) c)<br />

F 30<br />

b) c)<br />

F 30<br />

b) c)<br />

F 60<br />

F 90 b)<br />

F 90 a)<br />

Raumabschließende Trennwände<br />

in Obergeschossen z. B. Wohnungstrennwände<br />

bzw. Trennwände<br />

von Nutzungseinheiten MBO § 29<br />

keine<br />

Anforderungen<br />

F 30 c)<br />

F 30 c)<br />

F 60 c)<br />

F 90<br />

F 90 a)<br />

Wände von notwendigen Fluren<br />

<strong>und</strong> Ausgängen ins Freie<br />

MBO § 36/(4)<br />

keine<br />

Anforderungen<br />

keine<br />

Anforderungen<br />

Obergeschosse<br />

F 30<br />

Kellergeschosse<br />

F 90<br />

Obergeschosse<br />

F 30<br />

Kellergeschosse<br />

F 90<br />

Obergeschosse<br />

F 30<br />

Kellergeschosse<br />

F 90<br />

Obergeschosse<br />

F 30 a)<br />

Kellergeschosse<br />

F 90 a)<br />

Gebäudetrennwände/ Brandwände<br />

MBO § 30/(3)<br />

F 60-A d)<br />

F 60-A d)<br />

F 60-A d)<br />

F 60-A d)<br />

F 90-A<br />

F 90-A a)<br />

Durchführungen von Leitungsanlagen,<br />

Installationsschächten,<br />

-kanälen <strong>und</strong> Lüftungsanlagen<br />

MBO §§ 40, 41 e)<br />

keine<br />

Anforderungen<br />

keine<br />

Anforderungen<br />

Obergeschosse<br />

R, I, K oder L 30 f)<br />

Kellergeschosse<br />

R, I, K oder L 90 f)<br />

Obergeschosse<br />

R, I, K oder L 30 f)<br />

Kellergeschosse<br />

R, I, K oder L 90 f)<br />

R, I, K oder<br />

L 90 f)<br />

R, I, K oder<br />

a) f)<br />

L 90<br />

(Wände <strong>und</strong><br />

Decken)<br />

(Wände <strong>und</strong><br />

Decken)<br />

a) In Sonderbauten gelten differenzierte Anforderungen. Details sind den Sonderbauordnungen <strong>und</strong> den spez. Brandschutzkonzepten als Bestandteil der<br />

Baugenehmigung zu entnehmen.<br />

b) Nach § 31/(1) Nr. 1 gelten für Decken zu Dachräumen <strong>und</strong> Flachdächern keine Anforderungen, wenn im Dachraum keine Aufenthaltsräume vorhanden sind.<br />

c) Bei erhöhter Brandgefahr F 90<br />

d) Wenn die Gebäudeabschlusswand ein tragendes <strong>und</strong> aussteifendes Teil des Gebäudes ist, dann muss sie mindestens von innen nach außen F 30 <strong>und</strong><br />

von außen nach innen F 90 sein.<br />

e) Die wesentlichen Abweichungen zu den Landesbauordnungen wurden unter Beachtung der Anforderungen für Leitungs- <strong>und</strong> Lüftungsanlagen §§ 40, 41<br />

bereits auf die Anforderungen der MBO 2002 projiziert, da die MBO 2002 zukünftig in allen B<strong>und</strong>esländern <strong>mit</strong> spez. Anpassungen eingeführt werden<br />

soll. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde auf die Darstellung von geringfügigen Abweichungen verzichtet.<br />

f) Nach §§ 40 <strong>und</strong> 41 werden keine Anforderungen an die Abschottung von Leitungsanlagen, Installationsschächten, -kanälen <strong>und</strong> Lüftungsanlagen innerhalb<br />

von Wohnungen <strong>und</strong> Nutzungseinheiten <strong>mit</strong> nicht mehr als 400 m 2 in nicht mehr als 2 Geschossen gestellt.<br />

128


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Brandschutz<br />

Planungsgr<strong>und</strong>lagen<br />

Klassifizierung von Bauteilen <strong>und</strong> Abschottungen<br />

Die Bauordnungen der Länder<br />

definieren bei Leitungs- <strong>und</strong> Lüftungsanlagen<br />

die Mindestanforderungen<br />

an die Feuerwiderstandsdauer<br />

von Durchführungen <strong>und</strong> die<br />

Eigenschaften der Bauteile.<br />

<strong>Geberit</strong> Rohrschott90 Plus: Feuerwiderstand<br />

über mindestens 90 Min.<br />

Montage des <strong>Geberit</strong> Deckenverschluss-<br />

Systems FSH90 siehe auch Kapitel Deckendurchbrüche/Deckenverschluss<br />

ab Seite 37.<br />

Begriff<br />

Baustoffklasse<br />

Feuerwiderstandsklasse<br />

feuerhemmend<br />

hoch feuerhemmend<br />

feuerbeständig<br />

hoch feuerbeständig<br />

brandschutztechnische<br />

Maßnahmen<br />

Brandschutz<br />

- vertikal<br />

- horizontal<br />

<strong>Geberit</strong><br />

Brandschutz<br />

Gr<strong>und</strong>prinzip<br />

Abschottungsprinzip<br />

<strong>Geberit</strong><br />

Brandschutz<br />

Gr<strong>und</strong>prinzip<br />

Deckenverguss<br />

AbP<br />

AbZ<br />

ZiE<br />

Bauaufsichtsbehörde<br />

A<br />

B<br />

F<br />

R<br />

I<br />

K<br />

Erläuterung<br />

nicht brennbare Baustoffe<br />

brennbare Baustoffe<br />

tragende Bauteile (Wände, Stutzen, Decken usw.)<br />

Maßnahme gegen Brandübertragung für Rohrleitungen<br />

Installationsschächte <strong>und</strong> -kanäle<br />

Brandschutzklappen<br />

F 30<br />

F 60<br />

F 90<br />

F 120<br />

nach den LBO: Verhinderung der Übertragung von<br />

Feuer <strong>und</strong> Rauch über einen bestimmten Zeitraum<br />

(= Feuerwiderstandsdauer)<br />

Brandschutz gegen<br />

- geschossweise Brandübertragung<br />

- Brandübertragung durch eine raumabschließende Wand<br />

Für Quattro Installationsschächte I 30 bis I 90 <strong>mit</strong> allg.<br />

bauaufsichtlichem Prüfzeugnis nach DIN 4102-11 c) <strong>und</strong><br />

Quattro Installationswänden F 30 bis F 90 <strong>mit</strong> allgemeinem<br />

bauaufsichtlichem Prüfzeugnis nach DIN 4102-2<br />

nach Leitungsanlagen-Richtlinie LAR / RbALei, Kapitel<br />

4.2 für Rohrdurchführungen nach den Erleichterungen<br />

der LAR / RbALei a)<br />

nach Leitungsanlagen-Richtlinie LAR / RbALei, Kapitel 4.1<br />

für I 30 bis I 90 Installationsschächte nach DIN 4102- 4 b)<br />

nach Leitungsanlagen-Richtlinie LAR / RbALei, Kapitel<br />

4.2.4 für Unterputz- oder verkleidete Verlegung von einzelnen<br />

brennbaren <strong>und</strong> nicht brennbaren Leitungen d)<br />

nach Leitungsanlagen-Richtlinien LAR/RbALei, Kapitel<br />

4.1 für geprüfte <strong>und</strong> zugelassene Rohrdurchführungen<br />

R 30 bis R 90 a)<br />

Anforderung ist erfüllt, wenn verbleibende Öffnungen im<br />

Bereich der Geschossdecken <strong>mit</strong> formstabilen <strong>und</strong> nicht<br />

brennbaren Baustoffen verschlossen werden.<br />

(z. B. <strong>Geberit</strong> Mineralische Vergussmasse FSH90)<br />

Ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfungszeugnis wird<br />

von einer Prüfstelle als Nachweis der Verwendbarkeit<br />

erteilt.<br />

Eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung wird durch<br />

das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) als Nachweis<br />

der Verwendbarkeit erteilt.<br />

Eine Zustimmung im Einzelfall wird durch die Oberste<br />

Baubehörde des Landes erteilt <strong>und</strong> gilt nur für ein<br />

bestimmtes Bauvorhaben.<br />

Bei Abweichungen von den bauaufsichtlichen Regelwerken<br />

empfiehlt es sich, im Voraus eine Abstimmung<br />

<strong>mit</strong> den Bauaufsichtsbehörden vorzunehmen.<br />

129


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Brandschutz<br />

Übersicht Brandschutzlösungen <strong>mit</strong> <strong>Geberit</strong> Systemtechnik<br />

<strong>Geberit</strong> Lösungen<br />

Installationssysteme Einzelelemente Deckenverschlusssystem<br />

Anforderungen<br />

Brandschutzprinzip<br />

Quattro<br />

GIS<br />

Duofix<br />

Systemwand<br />

Duofix Einzelelemente<br />

Kombifix<br />

Sanbloc<br />

(FS90)<br />

FSH90<br />

erfüllt I 30<br />

<strong>und</strong> I 90<br />

erfüllt I 30<br />

<strong>und</strong> I 90 als<br />

Bestandteil<br />

von Quattro<br />

erfüllt I 30<br />

<strong>und</strong> I 90 als<br />

Bestandteil<br />

von Quattro<br />

–<br />

–<br />

–<br />

erfüllt I 30<br />

<strong>und</strong> I 90 als<br />

Bestandteil<br />

von Quattro<br />

Brandschutz<br />

vertikal<br />

(geschossübergreifend)<br />

30 bis 90 Minuten<br />

(z. B. I 30 bis I 90)<br />

Brandabschottung<br />

durch zugelassene<br />

Installationswände<br />

<strong>mit</strong> AbP<br />

Brandabschottung<br />

durch zugelassene<br />

Rohrabschottung<br />

im Deckenbereich<br />

<strong>mit</strong> AbP/AbZ<br />

–<br />

nur Verkleidung<br />

--> die Brandschutzanforderungen<br />

müssen<br />

durch den Einbau<br />

von zugelassenen<br />

Rohrabschottungen<br />

erfüllt werden<br />

nur Verkleidung<br />

--> die Brandschutzanforderungen<br />

müssen<br />

durch den Einbau<br />

von zugelassenen<br />

Rohrabschottungen<br />

erfüllt werden<br />

nur Einzelelemente<br />

--><br />

die Brandschutzanforderungen<br />

müssen<br />

durch den Einbau<br />

von zugelassenen<br />

Rohrabschottungen<br />

erfüllt werden<br />

nur Einzelelemente<br />

--><br />

die Brandschutzanforderungen<br />

müssen<br />

durch den Einbau<br />

von zugelassenen<br />

Rohrabschottungen<br />

erfüllt werden<br />

erfüllt in Verbindung<br />

<strong>mit</strong><br />

klassifizierten<br />

Schacht- <strong>und</strong><br />

Trennwänden<br />

nach<br />

DIN 4102-4<br />

Deckenverguss<br />

--> die<br />

Brandschutzanforderungen<br />

müssen durch<br />

den Einbau<br />

von zugelassenen<br />

Rohrabschottungen<br />

erfüllt sein<br />

Brandschutz<br />

horizontal<br />

(auf einer Geschossebene)<br />

30 bis 90 Minuten<br />

(z.B. F30 bis F90)<br />

Brandabschottung<br />

durch zugelassene<br />

Installationswände<br />

<strong>mit</strong> ABP<br />

Brandabschottung<br />

durch zugelassene<br />

Rohrabschottung<br />

im Deckenbereich<br />

<strong>mit</strong> ABP/ABZ<br />

erfüllt F 30<br />

<strong>und</strong> F 90<br />

–<br />

erfüllt als Bestandteil<br />

von<br />

Quattro F 30<br />

<strong>und</strong> F 90<br />

–<br />

erfüllt als Bestandteil<br />

von<br />

Quattro F 30<br />

<strong>und</strong> F 90<br />

–<br />

–<br />

–<br />

–<br />

–<br />

–<br />

erfüllt in Verbindung<br />

<strong>mit</strong><br />

klassifizierten<br />

Schacht- <strong>und</strong><br />

Trennwänden<br />

nach<br />

DIN 4102-4<br />

–<br />

–<br />

130


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Brandschutz<br />

Brandschutzlösung bei klassifizierten Schachtwänden aus F90 Bauteilen <strong>mit</strong><br />

<strong>Geberit</strong> Sanbloc Installationsbaustein FS90<br />

Alle Ein- <strong>und</strong> Austritte der Leitungen in bzw. aus dem Schacht müssen entsprechend der erforderlichen Feuerwiderstandsdauer<br />

ausgeführt werden. Diese Maßnahmen sind z. B. vom Keller in den Schacht bzw. vom Schacht ins ausgebaute<br />

Dachgeschoss <strong>und</strong> jeweils in der Schachtwand zu treffen. Ausnahme: einzelne Rohrleitungen gemäß LAR in dazwischenliegenden<br />

Deckenvergüssen erfordern keine weiteren Maßnahmen.<br />

Installationsschacht nach DIN 4102-4 – klassifizierte Schachtwände aus F 90 Bauteilen<br />

Alle Ein- <strong>und</strong> Austritte der Leitungen in bzw. aus dem Schacht müssen entsprechend der erforderlichen Feuerwiderstandsdauer ausgeführt<br />

werden. Diese Maßnahmen sind z. B. vom Keller in den Schacht bzw. vom Schacht ins ausgebaute Dachgeschoss <strong>und</strong> jeweils<br />

in der Schachtwand zu treffen. Ausnahme: einzelne Rohrleitungen gemäß LAR. In dazwischenliegenden Deckenvergüssen (falls erforderlich)<br />

sind keine Maßnahmen zu treffen.<br />

Nassbau<br />

Schachtwand F 90-A nach DIN 4102-4, Tabelle 38<br />

Trockenbau<br />

Vorsatzschale F 90-A gemäß Herstellernachweis<br />

Knauf W628 / Nr. 3069/0446<br />

Knauf W629 / Nr. 3258/2381<br />

Knauf K251 / Nr. 2.417/20842<br />

Rigips Ridurit 3.80.10 / Nr. 3236/205<br />

Rigips Ridurit 3.80.11, P-3914/1672-MPA BS<br />

Rigips Ridurit 3.80.12, P-3216/2068-MPA BS<br />

Promat 150.41 P-3910/5980-MPA BS<br />

Rohrleitung <strong>und</strong> Dämmung, Elektrokabel (brennbar)<br />

Rohrleitung <strong>und</strong> Dämmung nicht brennbar<br />

Deckenverguss zwingend<br />

Querschnitt Schacht<br />

Lüftung nach DIN 18017 <strong>mit</strong> Absperrvorrichtung<br />

K90-18017<br />

<strong>Geberit</strong> Sanbloc FS 90 Feuerwiderstandsklasse F 90<br />

Sanbloc FS 90<br />

F 90<br />

Sanbloc FS 90<br />

F 90<br />

zulässig<br />

zulässig<br />

nein, wahlweise<br />

unbegrenzt<br />

–<br />

zulässig<br />

Sanbloc FS 90<br />

F 90<br />

Sanbloc FS 90<br />

F 90<br />

zulässig<br />

zulässig<br />

entsprechend dem Lüftungssystem<br />

unbegrenzt<br />

ja<br />

zulässig<br />

Trennwände<br />

nach DIN 4102-4<br />

aus F 90 Bauteilen<br />

Nassbau<br />

Trennwand F 90-A<br />

nach DIN 4102-4 Tabelle 38<br />

Trockenbau<br />

Trennwand F 90-A nach DIN 4102-4<br />

Tabelle 48 <strong>und</strong> 49 <strong>und</strong> Knauf W116<br />

Sanbloc FS 90 Sanbloc FS 90 Sanbloc FS 90<br />

Sanbloc FS 90<br />

Raumentlüftung<br />

Raumentlüftung nach DIN 18017-3, <strong>Geberit</strong> Aerotec90,<br />

Einzellüfter in L 90 Qualität<br />

<strong>Geberit</strong> Sanbloc Installationsbaustein FS90; universeller Einbau in F 30 bis F 90 Schacht- oder Trennwänden im Nass- <strong>und</strong> Trockenbau.<br />

131


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Brandschutz<br />

Mit der neuen FS90 Baustein-Generation von <strong>Geberit</strong> Sanbloc erhält nun der<br />

Installateur eine geprüfte <strong>und</strong> zugelassene Komplett-Lösung. Dies bedeutet,<br />

dass neben dem Installationsbaustein aus nicht brennbarem mineralischem<br />

Porenbeton auch eine fachgerechte <strong>und</strong> einfach auszuführende Lösung des<br />

kompletten Wasseranschlusses sowie teilweise bereits vormontierte Platz sparende<br />

Rohrabschottung für den Ablaufanschluss in Form eines RM90 Schotts<br />

angeboten wird.<br />

<strong>Geberit</strong> Sanbloc FS90 Wand-WC Baustein<br />

<strong>mit</strong> RM90 Rohrschott in einer einschaligen<br />

Trockenbau-Schachtwand, Vorsatzschale.<br />

Der Spülkasten als blockfüllender Einbaukörper<br />

minimiert das Volumen des Porenbetons<br />

so, dass hier eine Verkleidung den<br />

Brandschutz unterstützt.<br />

<strong>Geberit</strong> Sanbloc FS90 Waschtisch Baustein<br />

<strong>mit</strong> RM90 Rohrschott in einer einschaligen<br />

Trockenbau-Schachtwand, Vorsatzschale<br />

Hier erfüllt der Baustein aus hochwertigem<br />

Porenbeton ohne weitere Maßnahmen den<br />

Brandschutz.<br />

132


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Berechnung von Wohnflächen<br />

Berechnung von Wohnflächen<br />

fläche im Regelfall auch im freifinanzierten<br />

Wohnraum die Bestimmungen<br />

der §§ 42 – 44 II. BV (a. F.) als Maßstab<br />

herangezogen werden. Da die<br />

Wohnflächenverordnung (WoFIV) die<br />

II. BV ablöst, bedeutet dies gleichzeitig,<br />

dass auch bei freifinanzierten<br />

Wohnungen die Wohnflächenverordnung<br />

(WoFIV) Anwendung<br />

findet.<br />

Seit dem 01.01.2004 gilt die neue<br />

Wohnflächenverordnung (WoFIV) zur<br />

Berechnung der Wohnfläche nach<br />

Wohnraumförderungsgesetz. Diese<br />

Neuerungen ändern aber nichts an<br />

dem gr<strong>und</strong>sätzlichen Problem, dass<br />

es keine einheitlich vorgegebene<br />

Berechnungsweise gibt. Hier bietet<br />

der Normen- <strong>und</strong> Verordnungsgeber<br />

viel Spielraum für Intransparenz.<br />

Neben der Wohnflächenberechnung<br />

nach WoFIV gibt es noch die<br />

DIN 277 „Gr<strong>und</strong>flächen <strong>und</strong> Rauminhalte<br />

von Bauwerken im Hochbau“,<br />

nach der die Gr<strong>und</strong>fläche,<br />

Nutz-, Verkehrs-, Funktionsfläche<br />

<strong>und</strong> mehr ausgewiesen werden.<br />

Beide Berechnungsarten auf dasselbe<br />

Gebäude angewandt, können<br />

erhebliche Differenzen ergeben!<br />

Echte Angebotsvergleiche auf der<br />

Gr<strong>und</strong>lage von Quadratmeterpreisen<br />

können aus diesem Gr<strong>und</strong>e nicht<br />

vorgenommen werden.<br />

Dieses Problem ist nicht neu. Die<br />

mietrechtliche Praxis hat sich auch<br />

schon vor In-Kraft-Treten der Wohnflächenverordnung<br />

weitgehend nach<br />

den Regelungen der §§ 42 ff II. BV<br />

(a. F.) zur Er<strong>mit</strong>tlung der Wohnfläche<br />

gerichtet. Diese Vorgehensweise<br />

wird durch eine aktuelle Entscheidung<br />

des BGH vom 24.3.2004<br />

(VIII ZR 44/03) bestätigt. Danach<br />

können zur Er<strong>mit</strong>tlung der Wohn-<br />

Zum 01.11.2004 hat die Gesellschaft<br />

für Immobilienwirtschaftliche<br />

Forschung e. V. die „Richtlinie zur<br />

Berechnung der Mietfläche für gewerblichen<br />

Raum“ in Abstimmung<br />

<strong>mit</strong> dem Normenausschuss Bau<br />

herausgebracht. Hier ist ein Regelwerk<br />

formuliert, das die Mietfläche<br />

als eine Größe auffasst, die direkt<br />

aus den Objekteigenschaften abgeleitet<br />

wird. Sie ist keinen regionalen<br />

Gepflogenheiten oder Gebäudetypologien<br />

unterworfen. Genauso<br />

kennt sie bei ein <strong>und</strong> demselben<br />

Objekt keine Schwankungsbreite<br />

mehr.<br />

Für die Wohnflächenberechnung<br />

eines Sanitärraumes/Badezimmers<br />

hat dies folgende Auswirkungen:<br />

Vorwände von einer Höhe von<br />

< 1,5 m sowie raumhohe<br />

Schächte, Säulen, Pfeiler, die eine<br />

Gr<strong>und</strong>fläche von < 0,1 m 2 aufweisen,<br />

werden der Wohnfläche<br />

hinzugerechnet.<br />

133


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Berechnung von Wohnflächen<br />

Übersicht der Wohnflächenberechnungen<br />

Wohnflächenverordnung 2004<br />

(WoFIV) (gültig seit 01.01.2004)<br />

DIN 277<br />

zweite Berechnungsverordnung a. F.<br />

(II. BV) §§ 42-44 (bis 31.12.2003)<br />

keine Wohnfläche<br />

Brutto-Gr<strong>und</strong>fläche<br />

Netto-Gr<strong>und</strong>fläche<br />

Technische Funktionsfläche (TF) Nutzfläche (NF)<br />

Für die Er<strong>mit</strong>tlung der Netto-Gr<strong>und</strong>fläche<br />

sind die lichten Maße zwischen<br />

den Bauteilen in Höhe der Bodenbzw.<br />

Deckenbelagsoberkanten<br />

anzusetzen. Konstruktive <strong>und</strong> gestalterische<br />

Vor- <strong>und</strong> Rücksprünge, Fuß-<br />

Sockelleisten, Schrammborde <strong>und</strong><br />

Unterschneidungen sowie vorstehende<br />

Teile von Fenster <strong>und</strong> Türbekleidungen<br />

bleiben unberücksichtigt.<br />

Gr<strong>und</strong>flächen von Installationskanälen<br />

<strong>und</strong> -schächten über 1,0<br />

m 2 lichtem Querschnitt <strong>und</strong> von<br />

Aufzugsschächten werden in jeder<br />

Gr<strong>und</strong>rissebene, durch die sie führen,<br />

er<strong>mit</strong>telt.<br />

• Wohnen <strong>und</strong> Aufenthalt<br />

• Büroarbeit<br />

• Produktion, Hand- <strong>und</strong> Maschinenarbeit,<br />

Experimente<br />

• Lagern, Verteilen <strong>und</strong> Verkaufen<br />

• Bildung, Unterricht <strong>und</strong> Kultur<br />

• Heilen <strong>und</strong> Pflegen<br />

• Sonstige Nutzfläche<br />

Artikel 1, § 2, Absatz 3<br />

Zur Wohnfläche gehören nicht die<br />

Gr<strong>und</strong>flächen von Zubehörräumen (insbesondere:<br />

Kellerräume, Abstellräume<br />

<strong>und</strong> Kellerersatzräume außerhalb der<br />

Wohnung, Waschküchen, Bodenräume,<br />

Trockenräume, Heizungsräume <strong>und</strong><br />

Garagen), von Räumen, die nicht den<br />

an ihre Nutzung zu stellenden Anforderungen<br />

des Bauordnungsrechts der<br />

Länder genügen, sowie Geschäftsräume.<br />

Artikel 1, § 3, Absatz 3<br />

Bei der Er<strong>mit</strong>tlung der Gr<strong>und</strong>flächen<br />

bleiben außer Betracht die Gr<strong>und</strong>flächen<br />

von Schornsteinen, Vormauerungen,<br />

Bekleidungen, freistehenden<br />

Pfeilern <strong>und</strong> Säulen, wenn sie eine<br />

Höhe von mehr als 1,50 Meter aufweisen<br />

<strong>und</strong> ihre Gr<strong>und</strong>fläche mehr als 0,1<br />

Quadratmeter beträgt, von Treppen<br />

<strong>mit</strong> über drei Steigungen <strong>und</strong> deren<br />

Treppenabsätze, von Türnischen sowie<br />

Fenster- <strong>und</strong> offenen Wandnischen, die<br />

nicht bis zum Fußboden herunterreichen,<br />

oder bis zum Fußboden herunterreichen<br />

<strong>und</strong> 0,13 Meter oder weniger<br />

tief sind.<br />

134


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Berechnung von Wohnflächen<br />

Wohnflächenverordnung 2004 (WoFIV)<br />

(gültig seit 01.01.2004)<br />

zweite Berechnungsverordnung a. F.<br />

(II. BV) §§ 42-44 (bis 31.12.2003)<br />

gif<br />

Gesellschaft für Immobilien - Wirtschaftliche Forschung e. V.<br />

Richtlinie zur Berechnung der Mietfläche für gewerblichen Raum (MF-G)<br />

gif-Flächenarten a<br />

Wohnfläche<br />

Artikel 1, § 2, Absatz 2<br />

Zur Wohnfläche gehören auch die Gr<strong>und</strong>flächen<br />

von Wintergärten, Schwimmbädern<br />

<strong>und</strong> ähnlichen nach allen Seiten<br />

geschlossenen Räumen sowie von<br />

Balkonen, Loggien, Dachgärten <strong>und</strong><br />

Terrassen, wenn sie ausschließlich zu der<br />

Wohnung oder dem Wohnheim gehören.<br />

Artikel 1, § 3, Absatz 2<br />

Bei der Er<strong>mit</strong>tlung der Gr<strong>und</strong>fläche sind<br />

namentlich einzubeziehen die Gr<strong>und</strong>flächen<br />

von Tür- <strong>und</strong> Fensterbekleidungen<br />

sowie Tür- <strong>und</strong> Fensterumrahmungen,<br />

von Fuß-, Sockel- <strong>und</strong> Schrammleisten,<br />

von fest eingebauten Gegenständen<br />

(z. B. Öfen, Heizung, Klimageräte, Herde,<br />

Bade- oder Duschwannen), von freiliegenden<br />

Installationen, von Einbaumöbeln<br />

<strong>und</strong> von nicht ortsgeb<strong>und</strong>enen, versetzbaren<br />

Raumteilern.<br />

MF-0 (keine Mietfläche)<br />

Fahrzeugabstellfläche (Stellfläche)<br />

MF-G (Mietfläche)<br />

• Gemeinschaftsräume, Pausenräume,<br />

Sozialräume, Warteräume, Speiseräume,<br />

Hafträume<br />

• Büroräume, Großraumbüros, Besprechungsräume,<br />

Konstruktionsräume,<br />

Schalterräume, Bedienungsräume,<br />

Aufsichtsräume, Bürotechnikräume<br />

• Werkhallen, Werkstätten, Labors,<br />

Räume für Tierhaltung <strong>und</strong> Pflanzenzucht,<br />

Küchen, Sonderarbeitsräume<br />

• Lagerräume, Archive, Sammlungsräume,<br />

Kühlräume, Annahme- <strong>und</strong><br />

Ausgaberäume<br />

• Unterrichts- <strong>und</strong> Übungsräume,<br />

Bibliotheksräume, Sporträume, Versammlungsräume,<br />

Bühnen, Studioräume,<br />

Schauräume, Sakralräume<br />

• Räume <strong>mit</strong> medizinischer Ausstattung<br />

für Operation, Diagnostik <strong>und</strong><br />

Therapie, Bettenräume, Sanitärräume,<br />

Garderoben, Abstellräume<br />

• Räume für Technik von zentralen<br />

Versorgern, Schutzräume<br />

• Loggien, Balkone, überdachte<br />

Gebäudegr<strong>und</strong>flächen, nutzbare<br />

Dachflächen<br />

• Abwasseraufbereitung <strong>und</strong> -beseitigung,<br />

• Hausanschluss <strong>und</strong> Installation, Abfallverbrennung<br />

• Wasserversorgung, Schachtflächen<br />

• Heizung <strong>und</strong> Brauchwassererwärmung<br />

• Brennstofflagerung, Gase <strong>und</strong><br />

Flüssigkeiten<br />

• Elektrische Stromversorgung, Fernmeldetechnik<br />

• Raumlufttechnische Anlagen<br />

• Aufzugs- <strong>und</strong> Förderanlagenmaschinenräume<br />

Technische Anlagen <strong>mit</strong> individ. Mieteranforderungen<br />

a) Die Beispiele zeigen einige typische Nutzungsfälle ohne Anspruch auf Vollzähligkeit.<br />

135


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Berechnung von Wohnflächen<br />

Übersicht der Wohnflächenberechnungen Fortsetzung<br />

Wohnflächenverordnung 2004<br />

(WoFIV) (gültig seit 01.01.2004)<br />

DIN 277<br />

zweite Berechnungsverordnung a. F.<br />

(II.BV) §§ 42-44 (bis 31.12.2003)<br />

keine Wohnfläche<br />

Netto-Gr<strong>und</strong>fläche<br />

Verkehrsfläche (VF)<br />

Für die Er<strong>mit</strong>tlung der Netto-Gr<strong>und</strong>fläche<br />

sind die lichten Maße zwischen<br />

den Bauteilen in Höhe der Bodenbzw.<br />

Deckenbelagsoberkanten anzusetzen.<br />

Konstruktive <strong>und</strong> gestalterische<br />

Vor- <strong>und</strong> Rücksprünge, Fuß-<br />

Sockelleisten, Schrammborde <strong>und</strong><br />

Unterschneidungen sowie vorstehende<br />

Teile von Fenster <strong>und</strong> Türbekleidungen<br />

bleiben unberücksichtigt.<br />

Gr<strong>und</strong>flächen von Installationskanälen<br />

<strong>und</strong> -schächten über 1,0 m 2 lichtem<br />

Querschnitt <strong>und</strong> von Aufzugsschächten<br />

werden in jeder Gr<strong>und</strong>rissebene,<br />

durch die sie führen, er<strong>mit</strong>telt.<br />

Verkehrserschließung <strong>und</strong> Sicherung<br />

Brutto-Gr<strong>und</strong>fläche<br />

Empfehlung<br />

<strong>Geberit</strong><br />

Konstruktions-<br />

Gr<strong>und</strong>fläche (KGF)<br />

Die Konstruktions-Gr<strong>und</strong>fläche ist aus<br />

der Gr<strong>und</strong>fläche der aufgehenden<br />

Bauteile zu er<strong>mit</strong>teln. Dabei sind die<br />

Fertigmaße der Bauteile in Höhe der<br />

Boden- bzw. Deckenbelagsoberkanten<br />

einschließlich Bekleidung anzusetzen.<br />

Konstruktive <strong>und</strong> gestalterische<br />

Vor- <strong>und</strong> Rücksprünge, Fuß-<br />

Sockelleisten, Schrammborde <strong>und</strong><br />

Unterschneidungen sowie vorstehende<br />

Teile von Fenster- <strong>und</strong> Türbekleidungen<br />

bleiben unberücksichtigt.<br />

Gr<strong>und</strong>flächen von Installationskanälen<br />

<strong>und</strong> -schächten über 1,0 m 2 lichtem<br />

Querschnitt <strong>und</strong> von Aufzugsschächten<br />

werden in jeder Gr<strong>und</strong>rissebene,<br />

durch die sie führen, er<strong>mit</strong>telt.<br />

• Wände, Stützen, Pfeiler, Schornstein<br />

• Raumhohe Vormauerungen <strong>und</strong><br />

Bekleidungen<br />

• Installationshohlräume der aufgehenden<br />

Bauteile<br />

• Wandnischen <strong>und</strong> -schlitze<br />

• Wandöffnungen, z. B. Türen,<br />

Fenster, Durchgänge<br />

• Installationskanäle <strong>und</strong> -schächte<br />

sowie Kriechkeller bis 1,0 m 2 lichten<br />

Querschnitt<br />

Vorwände von einer Höhe von<br />

< 1,5 m sowie raumhohe Schächte,<br />

Säulen, Pfeiler, die eine Gr<strong>und</strong>fläche<br />

< 0,1 Quadratmeter aufweisen, werden<br />

der Wohnfläche hinzugerechnet.<br />

136


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Berechnung von Wohnflächen<br />

Wohnflächenverordnung 2004 (WoFIV)<br />

(gültig seit 01.01.2004)<br />

zweite Berechnungsverordnung a. F.<br />

(II. BV) §§ 42-44 (bis 31.12.2003)<br />

gif<br />

Gesellschaft für Immobilien - Wirtschaftliche Forschung e. V.<br />

Richtlinie zur Berechnung der Mietfläche für gewerblichen Raum (MF-G)<br />

gif-Flächenarten a )<br />

Wohnfläche<br />

MF-0 (keine Mietfläche)<br />

• Überwiegend der Flucht <strong>und</strong> Rettung<br />

dienende Wege, Treppen <strong>und</strong> Balkone<br />

• Flächen ohne individuelle Mietanforderungen:<br />

Feste <strong>und</strong> bewegliche Treppen <strong>und</strong><br />

Rampen <strong>und</strong> deren Zwischenpodeste<br />

• Aufzugsschächte, Abwurfschächte<br />

(je Geschoss)<br />

• Fahrzeugverkehrsflächen<br />

MF-G (Mietfläche)<br />

• Flure, Eingangshallen, Foyers<br />

(außer in Shopping-Centern)<br />

• Etagenpodeste von Treppen<br />

• Flächen <strong>mit</strong> individuellen Mietanforderungen:<br />

Feste <strong>und</strong> bewegliche Treppen <strong>und</strong><br />

Rampen <strong>und</strong> deren Zwischenpodeste<br />

• Aufzugsschächte, Abwurfschächte<br />

(je Geschoss)<br />

• Laderampen, -bühnen<br />

Vorwände von einer Höhe von < 1,5 m<br />

sowie raumhohe Schächte, Säulen,<br />

Pfeiler, die eine Gr<strong>und</strong>fläche < 0,1 m 2<br />

aufweisen, werden der Wohnfläche<br />

hinzugerechnet.<br />

Die Fläche des Installationsschachtes <strong>und</strong><br />

die Gr<strong>und</strong>fläche der ihn umgebenden leichten<br />

Trennwände sind keine Mietfläche.<br />

Die Gr<strong>und</strong>fläche der leichten Trennwand<br />

<strong>und</strong> der nicht raumhohen Vormauerung<br />

sind Mietfläche.<br />

Vorwände von einer Höhe von < 1,5 m<br />

sowie raumhohe Schächte, Säulen,<br />

Pfeiler, die eine Gr<strong>und</strong>fläche < 0,1 m 2<br />

aufweisen, werden der Wohnfläche<br />

hinzugerechnet.<br />

• Außenwände <strong>und</strong> -stützen<br />

• Innenwände <strong>und</strong> -stützen, die konstruktiv<br />

(tragend oder aussteifend) notwendig<br />

sind<br />

• Umschließungswände von die MF-0<br />

umgebenden TF, VF<br />

• Leichte Trennwände oder andere<br />

versetzbare oder veränderbare<br />

Konstruktionen<br />

• Mietbereichstrennwände zw. MF-G-<br />

Flächen<br />

• KGF, die aufgr<strong>und</strong> individueller<br />

Mieteranforderungen erforderlich wird<br />

a) Die Beispiele zeigen einige typische Nutzungsfälle ohne Anspruch auf Vollzähligkeit.<br />

137


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Elektrische Anlagen in Räumen <strong>mit</strong> Badewanne oder Dusche<br />

Elektrische Anlagen in Räumen <strong>mit</strong> Badewanne<br />

oder Dusche<br />

DIN VDE 0100-701 (VDE 0100<br />

Teil 701): 2002-02 <strong>mit</strong> Änderung<br />

A1: 2004-02 gilt für Räume, die<br />

dem Baden <strong>und</strong>/oder Duschen<br />

von Personen dienen <strong>und</strong> in denen<br />

Bade- <strong>und</strong>/oder Duscheinrichtungen<br />

fest angeordnet sind. Zu diesen<br />

Räumen zählen auch Räume <strong>mit</strong><br />

fabrikfertigen Bade-, Dusch- oder<br />

Whirlpooleinrichtungen oder für<br />

Duschecken, bei denen keine<br />

Wanne vorhanden ist. Sie gilt nicht<br />

für Räume <strong>mit</strong> Duschen, die nur in<br />

Notfällen benutzt werden, z. B.<br />

Not-Duschen in Laboratorien.<br />

225<br />

Bereich 0<br />

Bereich 1<br />

Bereich 2<br />

60<br />

Es gibt den Bereich 0, der das<br />

Innere von Wannen umfasst <strong>und</strong><br />

zwei weitere Bereiche, die durch<br />

Decken, Dachschrägen, Wände <strong>und</strong><br />

fest angebrachte Abtrennungen begrenzt<br />

werden können.<br />

Schutzbereiche bei Badewanne.<br />

120<br />

Fest angebrachte Abtrennungen<br />

sind Wände, die nur durch bauliche<br />

Bereich 1<br />

Maßnahmen entfernt werden können.<br />

Duschvorhänge, <strong>mit</strong> Dübeln<br />

befestigte Duschtrennwände oder<br />

klappbare Trennwände (es sei denn<br />

sie sind z. B. Bestandteil einer<br />

fabrikfertigen Duschwanne) gelten<br />

225<br />

nicht als Begrenzung. Auch die<br />

Verkleidung einer Wanne, ob fest<br />

gemauert oder leicht abnehmbar,<br />

begrenzt nicht den Bereich 1,<br />

d. h. unter der Wanne gibt es<br />

einen Bereich 1.<br />

Steckdosen,<br />

Installationsgeräte<br />

Schutzbereiche bei Dusche.<br />

138


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Elektrische Anlagen in Räumen <strong>mit</strong> Badewanne oder Dusche<br />

Bereich 0<br />

Bereich 1<br />

Bereich 2<br />

Der Bereich 0 entspricht dem<br />

Inneren der Bade- oder Duschwanne.<br />

Bei Duschen ohne Wanne<br />

entfällt der Bereich 0.<br />

Im Bereich 0 dürfen keine elektrischen<br />

Installationsgeräte errichtet<br />

werden. Nur fest angeschlossene<br />

Verbrauchs<strong>mit</strong>tel <strong>mit</strong> Schutzart<br />

mindestens IPX7 dürfen angebracht<br />

werden, die nach Herstellerangaben<br />

ausdrücklich für die Verwendung im<br />

Bereich 0 zulässig sind <strong>und</strong> <strong>mit</strong> der<br />

Schutzmaßnahme SELV <strong>mit</strong> einer<br />

Nennspannung bis AC 12 V oder<br />

bis DC 30 V versorgt werden, z. B.<br />

kleine Leuchten in der Wanne.<br />

1) Elektrische Verbrauchs<strong>mit</strong>tel sind eine<br />

Untermenge von elektrischen Betriebs<strong>mit</strong>teln.<br />

Sie sind dazu bestimmt, elektrische<br />

Energie umzuwandeln, z. B. in Licht,<br />

Wärme oder in mechanische Energie.<br />

Dieser Bereich wird begrenzt durch<br />

• den Fertigfußboden <strong>und</strong> die<br />

waagerechte Fläche in 225 cm<br />

Höhe über dem Fertigfußboden<br />

• die senkrechte Fläche an den<br />

Außenkanten der Bade- oder<br />

Duschwanne, oder bei gemauerten<br />

Wannen durch die senkrechte<br />

Fläche an der Innenkante der<br />

Bade- oder Duschwanne.<br />

• Für Duschen ohne Wanne gilt<br />

als Begrenzung der Abstand<br />

von 120 cm vom Mittelpunkt<br />

der festen Wasseraustrittsstelle<br />

(Mitte Brausekopf) an Wand oder<br />

Decke.<br />

Im Bereich 1 dürfen nur folgende<br />

fest angebrachte <strong>und</strong> fest angeschlossene<br />

Verbrauchs<strong>mit</strong>tel,<br />

Schutzart mindestens IPX4<br />

errichtet werden:<br />

• Wassererwärmer, Whirlpool-Einrichtungen,<br />

Abwasserpumpen,<br />

<strong>und</strong> Abluftgeräte<br />

• Verbrauchs<strong>mit</strong>tel, die <strong>mit</strong> der<br />

Schutzmaßnahme SELV oder<br />

PELV <strong>mit</strong> einer Nennspannung<br />

bis AC 25 V oder bis DC 60 V<br />

versorgt werden.<br />

Dieser Bereich wird begrenzt durch<br />

• den Fertigfußboden <strong>und</strong> die<br />

waagerechte Fläche in 225 cm<br />

Höhe über dem Fertigfußboden,<br />

• die senkrechte Fläche an der<br />

Grenze zu Bereich 1 <strong>und</strong> die<br />

dazu parallele Fläche in 60 cm<br />

Abstand.<br />

• Für Duschen ohne Wanne ist ein<br />

Bereich 2 nicht festgelegt.<br />

Im Bereich 2 dürfen alle elektrischen<br />

Betriebs<strong>mit</strong>tel/Verbrauchs<strong>mit</strong>tel<br />

errichtet werden 1 , Schutzart mindestens<br />

IPX4.<br />

!<br />

Schalter, Schutzkontaktsteckdosen<br />

<strong>und</strong> Spiegelschränke<br />

<strong>mit</strong> integrierten<br />

Steckdosen sind in den<br />

Bereichen 0-2 nicht zugelassen!<br />

Ausgenommen sind im Bereich 2<br />

Rasiersteckdosen-Einheiten nach<br />

DIN EN 61558-2-5 (VDE 0570 Teil<br />

2-5) <strong>und</strong> in Verbrauchs<strong>mit</strong>teln<br />

integrierte Schalter sowie im<br />

Bereich 1 <strong>und</strong> 2 Schalter <strong>und</strong><br />

Steckdosen versorgt aus SELVoder<br />

PELV-Stromkreisen bis AC<br />

25 V bzw. DC 60 V.<br />

Nach wie vor ist für Waschtische,<br />

WCs <strong>und</strong> ähnliche Sänitäreinrichtungen<br />

ein Schutzbereich nicht<br />

festgelegt, weil man davon ausgeht,<br />

dass hierbei der Mensch nicht im<br />

Wasser steht, wenn er ein elektrisches<br />

Verbrauchs<strong>mit</strong>tel in der Hand<br />

hält <strong>und</strong> dieses gegebenenfalls ins<br />

Wasser fallen könnte.<br />

139


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Elektrische Anlagen in Räumen <strong>mit</strong> Badewanne oder Dusche<br />

Potenzialausgleich<br />

Nicht alle fremden leitfähigen Teile, die in einen Raum <strong>mit</strong> Badewanne oder<br />

Dusche eingeführt werden, sind in den Potenzialausgleich einzubeziehen, sondern<br />

nur Teile für:<br />

• Wasser <strong>und</strong> Abwasser<br />

• Heizung <strong>und</strong> Klima<br />

• Gas<br />

Die genannten Teile sind untereinander über Potenzialausgleichsleiter zu verbinden.<br />

Außerdem muss einmal über einen Potenzialausgleichsleiter eine Verbindung<br />

<strong>mit</strong> der Schutzleiterschiene im Installationsverteiler oder <strong>mit</strong> der Hauptpotenzialausgleichsschiene<br />

hergestellt werden. Der Mindestquerschnitt für<br />

diesen Potenzialausgleichsleiter beträgt 4 mm 2 Cu (bei isolierten Kabeln muss<br />

ein grün-gelb gekennzeichneter Leiter verwendet werden).<br />

Nicht mehr gefordert ist das Einbeziehen leitfähiger Badewannen oder<br />

Duschwannen. Das schließt aber nicht aus, dass leitfähige Bade- oder Duschwannen<br />

<strong>und</strong> auch andere, hier nicht aufgeführte, fremde leitfähige Teile auch<br />

weiterhin einbezogen werden dürfen. Ein vorhandener Potenzialausgleich darf<br />

bei Renovierungsarbeiten nicht entfernt werden <strong>und</strong> muss ggf. z. B. beim<br />

Austausch einer Wanne wieder hergestellt werden.<br />

140


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Feuchtigkeitsschutz in Sanitärräumen<br />

Feuchtigkeitsschutz in Sanitärräumen<br />

Bei Installationen in Sanitärräumen,<br />

wie z. B. Bäder, Duschen, gewerblich<br />

genutzten Küchen u. ä.,<br />

müssen die durch Feuchtigkeit<br />

beanspruchten baulichen Anlagen<br />

vor Durchfeuchtung geschützt<br />

werden. Räume oder Bauteile, die<br />

einer Feuchtigkeitsbeanspruchung<br />

unterliegen, werden in der Regel <strong>mit</strong><br />

einer Bekleidung oder Belägen aus<br />

Fliesen <strong>und</strong> Platten versehen. Diese<br />

Bekleidungen oder keramischen<br />

Beläge sind zwar feuchtigkeitsbeständig<br />

<strong>und</strong> wasserabweisend,<br />

jedoch bedingt durch die Art der<br />

Verfugung wasserdurchlässig, dass<br />

eine zusätzliche Abdichtung erforderlich<br />

ist. Dies gilt unabhängig<br />

davon, ob die betroffenen Wände<br />

im Nass- oder Trockenbau erstellt<br />

sind. Die Art der Beanspruchung ist<br />

maßgeblich für die Maßnahmen des<br />

Feuchtigkeitsschutzes (hoch oder<br />

mäßig beanspruchte Flächen). Hier<br />

muss in der Planung <strong>und</strong> Bauabfolge<br />

sichergestellt werden, dass die<br />

verantwortlichen Gewerke (z. B.<br />

Fliesenleger) die entsprechenden<br />

Arbeiten bzw. Maßnahmen<br />

ausführen.<br />

<strong>Geberit</strong> bietet als Voraussetzung<br />

für einen sicheren Feuchtigkeitsschutz<br />

Systembestandteile im Verkaufsprogramm<br />

an bzw. sind teilweise<br />

Bestandteil des Lieferumfangs<br />

der GIS Montageelemente.<br />

Je nach Feuchtigkeitsbeanspruchung<br />

der Flächen wird unterschieden<br />

zwischen hoch beanspruchten<br />

Flächen (bauaufsichtlich geregelte<br />

Abdichtungen) <strong>und</strong> mäßig beanspruchten<br />

Flächen (bauaufsichtlich<br />

nicht geregelte Abdichtungen):<br />

Hoch beanspruchte Flächen<br />

Mäßig beanspruchte Flächen<br />

bauaufsichtlich geregelte Abdichtungen<br />

bauaufsichtlich nicht geregelte Abdichtungen<br />

durch Brauch- oder Reinigungswasser stark beanspruchte<br />

Fußböden- <strong>und</strong> Wandflächen in Nassräumen wie z. B.<br />

Reihenduschanlagen in Schwimmbädern <strong>und</strong> Sporthallen,<br />

gewerblichen Küchen u. a. gewerblichen Nutzungen<br />

un<strong>mit</strong>telbar spritzwasserbelastete Fußböden <strong>und</strong> Wandflächen<br />

in Nassräumen des Wohnungsbaus (häusliche<br />

Bäder <strong>mit</strong> <strong>und</strong> ohne Bodenablauf)<br />

Feuchtigkeits-Beanspruchungsklassen A1, A2, B, C a)<br />

Feuchtigkeits-Beanspruchungsklassen 0, A01, A02, B0 a)<br />

hoch beanspruchte Flächen inklusive aller Durchführungen<br />

sind komplett abzudichten<br />

mäßig beanspruchte inklusive aller Durchführungen<br />

sind komplett abzudichten.<br />

a) nach ZDB Merkblatt – Fachverband deutsches Fliesengewerbe.<br />

141


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Feuchtigkeitsschutz in Sanitärräumen<br />

Die <strong>Geberit</strong> Einzelelemente <strong>und</strong><br />

Systeme können bei mäßig als auch<br />

bei hoch beanspruchten Flächen<br />

eingesetzt werden. Je nach Beanspruchung<br />

muss die entsprechende<br />

Beplankung gewählt werden.<br />

• <strong>Geberit</strong> Paneel für mäßig<br />

beanspruchte Flächen, z. B.<br />

häusliche Bäder<br />

• <strong>Geberit</strong> Aquapaneel plus für<br />

hoch beanspruchte Flächen,<br />

z. B. Reihenduschen <strong>und</strong><br />

Saunen<br />

Bei feuchtigkeitsempfindlichen Umfassungsbauteilen<br />

oder Verlegeuntergründen<br />

sowie den Beanspruchungsklassen<br />

A1, A2 <strong>und</strong> C ist<br />

eine Flächenabdichtung unter <strong>und</strong><br />

hinter Wannen erforderlich.<br />

Häusliche Bäder <strong>mit</strong> oder ohne Bodenablauf <strong>mit</strong> mäßig beanspruchten Flächen (dunkle Fläche).<br />

Die helle Fläche ist nicht nässebeansprucht <strong>und</strong> muss nicht zwingend abgedichtet werden.<br />

Abdichtung von Bewegungs- <strong>und</strong> Randfugen<br />

Bewegungsfugen <strong>und</strong> Randfugen<br />

zwischen Wand-, Boden- <strong>und</strong><br />

Belagsfeldern bei mäßig <strong>und</strong> hoch<br />

beanspruchten Flächen sind abzudichten.<br />

Hierfür sind Einlagen aus<br />

Vlies oder Gewebe bzw. Folien zu<br />

verwenden.<br />

142


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Feuchtigkeitsschutz in Sanitärräumen<br />

Abdichtungen von Durchdringungen <strong>und</strong> Bauteilen<br />

Durchdringungen werden <strong>mit</strong> Dichtflansch<br />

oder Dichtmanschette (im<br />

Lieferumfang der GIS Montageelemente)<br />

in die Flächenabdichtung<br />

der Wand eingeb<strong>und</strong>en. Die<br />

Armaturenanschlüsse der <strong>Geberit</strong><br />

Montageelemente auf das System<br />

<strong>mit</strong> der <strong>Geberit</strong> Beplankung abgestimmt.<br />

Rohrverlängerungen sind<br />

nicht erforderlich.<br />

Bodenabläufe<br />

Es sind nur Bodenabläufe <strong>mit</strong><br />

Klebe- oder Los- <strong>und</strong> Festflansch<br />

zu verwenden. An den Flansch werden<br />

Träger aus Gewebe, Vlies oder<br />

Folien, die in die Flächenabdichtung<br />

einbinden, angeschlossen.<br />

Dünnbettmörtel<br />

Klemmflansch <strong>mit</strong><br />

Dichtmanschette<br />

(Los- <strong>und</strong><br />

Festflansch)<br />

Bodenablauf<br />

<strong>mit</strong> Dünnbettaufsatz<br />

Fliesenbelag<br />

Verb<strong>und</strong>abdichtung<br />

143


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Feuchtigkeitsschutz in Sanitärräumen<br />

Feuchtigkeitsschutz bei <strong>Geberit</strong> Sanitärwänden<br />

Beanspruchungsklasse<br />

<strong>und</strong> Beanspruchung<br />

Anwendungsbereich (generell nur haushaltsübliche<br />

Nutzung)<br />

Verantwortung: Installateur<br />

geeignetes <strong>Geberit</strong> Material für den<br />

Untergr<strong>und</strong> im Wandbereich<br />

Beanspruchungsklasse 0<br />

Beanspruchung gering:<br />

Wand- <strong>und</strong> Bodenflächen, die zeitweise<br />

<strong>und</strong> kurzfristig <strong>mit</strong> Spritzwasser gering<br />

beansprucht sind<br />

• Wände im Bereich von Sanitärkeramiken<br />

(WC, WT, Urinal, Bidet)<br />

• Gäste WC's (ohne Dusch- <strong>und</strong><br />

Bademöglichkeit)<br />

• Küchen (keine gewerblichen Küchen)<br />

• Hauswirtschaftsräume<br />

• <strong>Geberit</strong> Paneel (GKBI 1) ) <strong>und</strong>/oder<br />

<strong>Geberit</strong> WC-Paneel (GKBI 1) ) <strong>und</strong>/<br />

oder <strong>Geberit</strong> Duofix Paneel (GKBI 1) )<br />

<strong>und</strong>/oder <strong>Geberit</strong> Aquapaneel plus<br />

(Kalziumsilikat 2) )<br />

• <strong>Geberit</strong> Spachtelmasse<br />

Beanspruchungsklasse A01<br />

Beanspruchung mäßig:<br />

Wandflächen, die zeitweise <strong>und</strong> kurzfristig<br />

<strong>mit</strong> Spritzwasser mäßig beansprucht sind<br />

Alle flankierenden Wände <strong>mit</strong> oder ohne<br />

Armaturen im Spritzwasserbereich von<br />

Bade- <strong>und</strong> Duschenwannen (min. 30 cm<br />

breiter als Bade- oder Duschwanne <strong>und</strong><br />

min. 20 cm höher als oberste Armatur)<br />

• <strong>Geberit</strong> Paneel (GKBI 1) ) <strong>und</strong>/oder<br />

<strong>Geberit</strong> WC-Paneel (GKBI 1) ) <strong>und</strong>/<br />

oder <strong>Geberit</strong> Duofix Paneel (GKBI 1) )<br />

<strong>und</strong>/oder <strong>Geberit</strong> Aquapaneel plus<br />

(Kalziumsilikat 2) )<br />

• <strong>Geberit</strong> Spachtelmasse<br />

Beanspruchungsklasse A02<br />

Beanspruchung mäßig:<br />

Bodenflächen, die zeitweise <strong>und</strong> kurzfristig<br />

<strong>mit</strong> Spritzwasser mäßig beansprucht sind<br />

Komplette Bodenfläche einschließlich planmäßig<br />

genutztem Bodenablauf im Duschbereich<br />

(z. B. barrierefreie Dusche ohne<br />

Duschtasse) <strong>und</strong>/oder nicht planmäßig<br />

genutztem Bodenablauf.<br />

–<br />

1) GKBI: Gipskartonplatte, deren Gipskern gegen Feuchtigkeitsaufnahme spezialimprägniert ist.<br />

2) Kalziumsilikatplatten sind diffusionsoffen <strong>und</strong> wasserbeständig <strong>und</strong> dadurch hauptsächlich für hochnässebeanspruchte Bereiche geeignet.<br />

144


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Feuchtigkeitsschutz in Sanitärräumen<br />

Verantwortung: Fliesenleger oder Spezialfirma<br />

Flächenabdichtung<br />

Allgemeines bauaufsichtliches<br />

Prüfzeugnis<br />

(AbP) für<br />

das Abdichtsystem<br />

Fliesenbelag oder<br />

Gleichwertiges<br />

Abdichtung der<br />

Durchdringungen<br />

Abdichtung von<br />

Bewegungs<strong>und</strong><br />

Randfugen<br />

Nicht notwendig<br />

Nicht notwendig<br />

Nicht notwendig<br />

Nicht notwendig:<br />

Fugen im Bereich von<br />

Trink- <strong>und</strong> Abwasserleitungen<br />

müssen <strong>mit</strong><br />

elastischen Fügenfüllstoff<br />

geschlossen werden.<br />

Notwendig:<br />

Bei Fliesenbelag unterhalb<br />

der Fliesenlage<br />

Verwendung einer Dichtbandeinlage<br />

(ggf. <strong>mit</strong><br />

Schlaufe) plus elastischem<br />

Fugenfüllstoff in der<br />

Fliesenfuge.<br />

Notwendig:<br />

Z. B. <strong>mit</strong> Flächenabdichtsystemen<br />

aus Polymer- <strong>und</strong> Kunstharzdispersionen,<br />

Kunststoff-<br />

Zement-Mörtelkombination,<br />

Reaktionsharzen, Folien <strong>und</strong><br />

Bahnen auf Kunststoff- oder<br />

Bitumenbasis<br />

Nicht notwendig<br />

Notwendig:<br />

Z. B. Fliesen im Dünnbett,<br />

Glasplatten, Schichtstoffplatten<br />

o. ä.<br />

Notwendig:<br />

Elastischer Fugenfüllstoff<br />

plus <strong>Geberit</strong> Abdichtscheiben<br />

(im GIS Lieferumfang),<br />

die in die<br />

Flächenabdichtung einzubinden<br />

sind.<br />

Notwendig:<br />

Unterhalb der Fliesenlage<br />

Verwendung einer Dichtbandeinlage<br />

(ggf. <strong>mit</strong><br />

Schlaufe), die in die Flächenabdichtung<br />

einzubinden<br />

ist plus elastischem<br />

Fugenfüllstoff in der<br />

Fliesenfuge.<br />

Notwendig:<br />

Z. B. <strong>mit</strong> Flächenabdichtsystemen<br />

aus Polymer- <strong>und</strong> Kunstharzdispersionen,<br />

Kunststoff-<br />

Zement-Mörtelkombination,<br />

Reaktionsharzen, Folien <strong>und</strong><br />

Bahnen auf Kunststoff- oder<br />

Bitumenbasis<br />

Die Flächenabdichtung des<br />

Bodens ist dicht an die umlaufenden<br />

Wände anzuschließen.<br />

Nicht notwendig<br />

Notwendig:<br />

Z. B. Fliesen im Dünnbett,<br />

Kunststoffbeläge o. ä.<br />

Notwendig:<br />

Es sind nur Bodenabläufe<br />

<strong>mit</strong> Klebe- oder Los- <strong>und</strong><br />

Festflansch zu verwenden,<br />

die in die Flächenabdichtung<br />

einzubinden sind.<br />

Notwendig:<br />

Unterhalb der Fliesenlage<br />

Verwendung einer Dichtbandeinlage<br />

(ggf. <strong>mit</strong><br />

Schlaufe), die in die Flächenabdichtung<br />

einzubinden<br />

ist plus elastischem<br />

Fugenfüllstoff in der<br />

Fliesenfuge.<br />

145


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Feuchtigkeitsschutz in Sanitärräumen<br />

Feuchtigkeitsschutz bei <strong>Geberit</strong> Sanitärwänden<br />

Beanspruchungsklasse<br />

<strong>und</strong> Beanspruchung<br />

Anwendungsbereich<br />

Verantwortung: Installateur<br />

geeignetes <strong>Geberit</strong> Material für den<br />

Untergr<strong>und</strong> im Wandbereich<br />

Beanspruchungsklasse A1<br />

Beanspruchung hoch:<br />

Wandflächen, die durch Brauch- <strong>und</strong><br />

Reinigungswasser hoch beansprucht sind.<br />

Wände in halböffentlichen <strong>und</strong> öffentlichen<br />

Duschen, z. B. Reihenduschanlagen in<br />

Sportstätten, Sauna, Wellnessbereichen<br />

usw.<br />

<strong>Geberit</strong> Aquapaneel plus (Kalziumsilikat 1) ).<br />

Beanspruchungsklasse A2<br />

Beanspruchung hoch:<br />

Bodenflächen, die durch Brauch- <strong>und</strong><br />

Reinigungswasser hoch beansprucht sind.<br />

Bodenflächen in halböffentlichen <strong>und</strong><br />

öffentlichen Duschen, z. B. Reihenduschanlagen<br />

in Sportstätten, Sauna, Wellnessbereichen,<br />

Schwimmbeckenumgängen<br />

usw.<br />

–<br />

Beanspruchungsklasse B<br />

Beanspruchung gegen von innen<br />

drückendes Wasser:<br />

Wand- <strong>und</strong> Bodenflächen in<br />

Schwimmbecken im Innen- <strong>und</strong><br />

Außenbereich.<br />

Wand <strong>und</strong> Bodenflächen in Schwimmbecken.<br />

–<br />

Beanspruchungsklasse C<br />

Beanspruchung hoch in Verbindung <strong>mit</strong><br />

chemischer Beanspruchung:<br />

Wand- <strong>und</strong> Bodenflächen bei hoher<br />

Wasserbeanspruchung <strong>und</strong> in Verbindung<br />

<strong>mit</strong> chemischer Beanspruchung.<br />

Wand <strong>und</strong> Bodenflächen in Räumen <strong>mit</strong><br />

begrenzter chemischer Beanspruchung<br />

(ausgenommen sind Bereiche, in denen<br />

das Wasserhaushaltsgesetz (§ 19 WHG)<br />

anzuwenden ist).<br />

–<br />

1) Kalziumsilikatplatten sind diffusionsoffen <strong>und</strong> wasserbeständig <strong>und</strong> dadurch hauptsächlich für hochnässebeanspruchte Bereiche geeignet.<br />

146


Normen <strong>und</strong> gesetzliche Vorschriften<br />

Feuchtigkeitsschutz in Sanitärräumen<br />

Verantwortung: Fliesenleger oder Spezialfirma<br />

Flächenabdichtung<br />

Allgemeines bauaufsichtliches<br />

Prüfzeugnis<br />

(AbP) für<br />

das Abdichtsystem<br />

Fliesenbelag<br />

oder Gleichwertiges<br />

Abdichtung der<br />

Durchdringungen<br />

Abdichtung von<br />

Bewegungs- <strong>und</strong><br />

Randfugen<br />

Notwendig:<br />

Z. B. <strong>mit</strong> Flächenabdichtsystemen<br />

aus Polymer- <strong>und</strong> Kunstharzdispersionen,<br />

Kunststoff-<br />

Zement-Mörtelkombination,<br />

Reaktionsharzen, Folien <strong>und</strong><br />

Bahnen auf Kunststoff- oder<br />

Bitumenbasis.<br />

Notwendig<br />

Notwendig:<br />

Z. B. Fliesen im Dünnbett,<br />

Kunststoffbeläge o. ä.<br />

Notwendig:<br />

Elastischer Fugenfüllstoff<br />

plus <strong>Geberit</strong> Abdichtscheiben<br />

(im GIS Lieferumfang),<br />

die in die Flächenabdich -<br />

tung einzubinden sind.<br />

Notwendig:<br />

Unterhalb der Fliesenlage<br />

Verwendung einer Dichtbandeinlage<br />

(ggf. <strong>mit</strong><br />

Schlaufe), die in die<br />

Flä chen abdichtung einzubinden<br />

ist plus elastischem<br />

Fugenfüllstoff in<br />

der Fliesen fuge<br />

Notwendig:<br />

Z. B. <strong>mit</strong> Flächenabdichtsystemen<br />

aus Polymer- <strong>und</strong> Kunstharzdispersionen,<br />

Kunststoff-<br />

Zement-Mörtelkombination,<br />

Reaktionsharzen, Folien <strong>und</strong><br />

Bahnen auf Kunststoff- oder<br />

Bitumenbasis.<br />

Die Flächenabdichtung des<br />

Bodens ist dicht an die umlaufenden<br />

Wände anzuschließen.<br />

Notwendig<br />

Notwendig:<br />

Z. B. Fliesen im Dünnbett,<br />

Kunststoffbeläge o. ä.<br />

Notwendig:<br />

Es sind nur Bodenabläufe<br />

<strong>mit</strong> Klebe- oder Los- <strong>und</strong><br />

Festflansch zu verwenden,<br />

die in die Flächenabdich -<br />

tung einzubinden sind.<br />

Notwendig:<br />

Unterhalb der Fliesenlage<br />

Verwendung einer Dichtbandeinlage<br />

(ggf. <strong>mit</strong><br />

Schlaufe), die in die<br />

Flächenabdichtung einzubinden<br />

ist plus elastischem<br />

Fugenfüllstoff<br />

in der Fliesenfuge.<br />

Notwendig:<br />

Z. B. <strong>mit</strong> Flächenabdichtsystemen<br />

aus Polymer- <strong>und</strong> Kunstharzdispersionen,<br />

Kunststoff-<br />

Zement-Mörtelkombination,<br />

Reaktionsharzen, Folien <strong>und</strong><br />

Bahnen auf Kunststoff- oder<br />

Bitumenbasis.<br />

Notwendig<br />

Notwendig:<br />

Z. B. Fliesen im Dünnbett,<br />

Kunststoffbeläge o. ä.<br />

Notwendig:<br />

Elastischer Fugenfüllstoff<br />

plus Manschetten aus<br />

geeignetem Material, die<br />

in die Flächenabdichtung<br />

einzubinden sind. Es sind<br />

nur Bodenabläufe <strong>mit</strong><br />

Klebe- oder Los- <strong>und</strong><br />

Festflansch zu verwenden,<br />

die in die Flächenabdichtung<br />

einzubinden sind.<br />

Notwendig:<br />

Unterhalb der Fliesenlage<br />

Verwendung einer Dichtbandeinlage<br />

(ggf. <strong>mit</strong><br />

Schlaufe), die in die<br />

Flächenabdichtung einzubinden<br />

ist plus elastischem<br />

Fugenfüllstoff<br />

in der Fliesenfuge.<br />

Notwendig:<br />

Z. B. <strong>mit</strong> Flächenabdichtsystemen<br />

aus Polymer- <strong>und</strong> Kunstharzdispersionen,<br />

Kunststoff-<br />

Zement-Mörtelkombination,<br />

Reaktionsharzen, Folien <strong>und</strong><br />

Bahnen auf Kunststoff- oder<br />

Bitumenbasis.<br />

Notwendig<br />

Notwendig:<br />

Z. B. Fliesen im Dünnbett,<br />

Kunststoffbeläge o. ä.<br />

Notwendig:<br />

Elastischer Fugenfüllstoff<br />

plus Manschetten aus<br />

geeignetem Material, die<br />

in die Flächenabdichtung<br />

einzubinden sind. Es sind<br />

nur Bodenabläufe <strong>mit</strong><br />

Klebe- oder Los- <strong>und</strong><br />

Festflansch zu verwenden,<br />

die in die Flächenabdichtung<br />

einzubinden sind.<br />

Notwendig:<br />

Unterhalb der Fliesenlage<br />

Verwendung einer Dichtbandeinlage<br />

(ggf. <strong>mit</strong><br />

Schlaufe), die in die<br />

Flächenabdichtung einzubinden<br />

ist plus elastischem<br />

Fugenfüllstoff<br />

in der Fliesenfuge.<br />

147


148


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

<strong>Geberit</strong> Systemtechnik ...................... 150<br />

<strong>Geberit</strong> Spülkästen <strong>und</strong> Innengarnituren<br />

<strong>Geberit</strong> Aerotec90 . . . ........................ 176<br />

<strong>Geberit</strong> Brand- <strong>und</strong><br />

Schallschutzlösungen . . ...................... 177<br />

<strong>Geberit</strong> Unterputzspülkästen UP320 . ............ 152<br />

Geruchsabsaugung für UP320 . ................ 153<br />

<strong>Geberit</strong> Betätigungsplatten . ................... 154<br />

<strong>Geberit</strong> Aufputz-Spülkästen. ................... 156<br />

<strong>Geberit</strong> Installationssysteme<br />

<strong>Geberit</strong> GIS . ............................... 157<br />

<strong>Geberit</strong> Duofix . ............................. 158<br />

<strong>Geberit</strong> Kombifix . ........................... 159<br />

<strong>Geberit</strong> Sanbloc. ............................ 160<br />

<strong>Geberit</strong> Quattro ............................. 161<br />

<strong>Geberit</strong> Apparateanschlüsse<br />

<strong>Geberit</strong> Uniflex PushControl. ................... 162<br />

<strong>Geberit</strong> Uniflex Duschrinne <strong>und</strong> Ablauf. ........... 163<br />

<strong>Geberit</strong> Armaturen <strong>und</strong> Spülsysteme<br />

WC-Steuerungen. . . ......................... 178<br />

Urinal-Steuerungen . . ........................ 178<br />

Waschtisch-Armaturen ....................... 178<br />

<strong>Geberit</strong> Barrierefrei<br />

<strong>Geberit</strong> Installationssysteme für<br />

barrierefreie Lösungen . ....................... 180<br />

Höhenverstellbares Duofix Wand-WC ............ 180<br />

Duofix Wand-WC für Stütz- <strong>und</strong> Haltegriffe ........ 180<br />

WC-Steuerungen <strong>mit</strong> Betätigung über<br />

Stütz-Klappgriff oder Taster .................... 180<br />

Unterputz-Waschtischsiphons . ................. 180<br />

Uniflex Duschrinne <strong>und</strong> Bodenabläufe . ........... 180<br />

Badewannenablauf Uniflex PushControl .......... 180<br />

<strong>Geberit</strong> Versorgungssysteme<br />

<strong>Geberit</strong> AquaClean<br />

<strong>Geberit</strong> Mepla . ............................. 164<br />

<strong>Geberit</strong> Mapress ............................ 165<br />

<strong>Geberit</strong> PushFit . ............................ 169<br />

Anschluss-Set für innenliegende<br />

Zirkulation . . ............................... 170<br />

<strong>Geberit</strong> Hygienefilter<br />

<strong>und</strong> Hygienespülung . ........................ 171<br />

<strong>Geberit</strong> Entsorgungssysteme<br />

<strong>Geberit</strong> Silent-db20 . ......................... 172<br />

<strong>Geberit</strong> Silent-PP. ........................... 173<br />

<strong>Geberit</strong> PE. ................................ 174<br />

<strong>Geberit</strong> Pluvia . ............................. 175<br />

Komplettanlagen:<br />

<strong>Geberit</strong> AquaClean 8000 <strong>und</strong> <strong>Geberit</strong><br />

AquaClean 8000plus . ........................ 182<br />

Aufsätze:<br />

<strong>Geberit</strong> AquaClean 5000 <strong>und</strong> <strong>Geberit</strong><br />

AquaClean 5000plus . ........................ 182<br />

<strong>Geberit</strong> Softwaresysteme<br />

<strong>Geberit</strong> ProPlanner Light . ..................... 184<br />

<strong>Geberit</strong> Dendrit 5.2 .......................... 185<br />

149


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Systemtechnik<br />

<strong>Geberit</strong> Systemtechnik –<br />

clevere Verbindungen, die passen<br />

<strong>Geberit</strong> – die starke Marke für sanitärtechnische Systeme. Seit mehr als 125 Jahren gehören Innovation, technisches Wissen<br />

<strong>und</strong> integrierte Systeme zu unserer Erfolgsgeschichte bei Planern, Installateuren, Betreibern <strong>und</strong> Nutzern.<br />

Unter <strong>Geberit</strong> Systemtechnik<br />

verstehen wir die clevere Verbindung<br />

einzelner Teile zu kompletten<br />

sanitär technischen<br />

Systemen. Clevere Verbindungen<br />

sind bei <strong>Geberit</strong> gr<strong>und</strong>sätzlich wirtschaftlich,<br />

flexibel, einfach <strong>und</strong><br />

schnell herzustellen. Dafür installieren<br />

wir unser ganzes technisches<br />

Wissen – bis ins kleinste Teil. Das<br />

verstehen wir unter Know-How<br />

Installed.<br />

Wer Systeme von <strong>Geberit</strong> einsetzt,<br />

vermeidet alle Risiken <strong>und</strong> Unsicherheiten,<br />

die sich aus der Kombination<br />

von Teilen unterschiedlicher Hersteller<br />

ergeben können. Jedes der<br />

neun <strong>Geberit</strong> Systeme hilft Ihnen<br />

dabei, unnötige Materialkosten, Montageaufwände<br />

<strong>und</strong> Betreiberkosten<br />

sowie mögliche Gewährleistungskosten<br />

zu vermeiden. <strong>Geberit</strong> bietet<br />

die ganze erforderliche Lösungsvielfalt<br />

am Bau <strong>mit</strong> einem spürbaren<br />

Plus an Sicherheit, ganz gleich ob<br />

es um Brand- <strong>und</strong> Schallschutz,<br />

Trinkwasserhygiene oder andere Anforderungen<br />

geht.<br />

Da<strong>mit</strong> entstehen allen Anwendern<br />

eindeutige Vorteile: einfache Planung,<br />

schnelle Verarbeitung, höchstmögliche<br />

Zuverlässigkeit bei der<br />

Funktion <strong>und</strong> nachhaltig gesicherte<br />

Wirtschaftlichkeit durch Langlebigkeit.<br />

Aus ein <strong>und</strong> derselben Hand<br />

bietet das <strong>Geberit</strong> System alle Beratungsleistungen,<br />

Schulungsangebote<br />

<strong>und</strong> Dienstleistungen für<br />

Planung, Installation <strong>und</strong> Betrieb.<br />

Know­How Installed steckt in<br />

allem, was wir tun.<br />

2<br />

6<br />

7<br />

1<br />

4<br />

3<br />

5<br />

150


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Systemtechnik<br />

1<br />

3<br />

2<br />

4<br />

1 | <strong>Geberit</strong> Spülkästen & Innengarnituren<br />

Aufputz- <strong>und</strong> Unterputzspülkästen, clevere Spüllösungen <strong>und</strong> Wasserspar-Umbausets für ältere Spülkästen<br />

– alle Spültechnologien bieten die gewohnte <strong>Geberit</strong> Perfektion bis ins Detail. Zusammen <strong>mit</strong> den<br />

<strong>Geberit</strong> Betätigungsplatten <strong>und</strong> Urinalauslösungen in zahlreichen attraktiven, aufeinander abgestimmten<br />

Designs <strong>und</strong> Materialien entstehen komplette Spüllösungen für WCs <strong>und</strong> Urinale.<br />

2 | <strong>Geberit</strong> Installationssysteme<br />

Aus Tragsystemen, Montageelementen <strong>und</strong> Systembeplankung entstehen Sanitärwände bis zur fliesenfertigen<br />

Oberfläche. Ganz gleich, ob Massiv- oder Trockenbauwand, ob Vorwand- oder Inwandinstallation:<br />

Mit <strong>Geberit</strong> GIS <strong>und</strong> Duofix, <strong>Geberit</strong> Kombifix <strong>und</strong> <strong>Geberit</strong> Sanbloc finden Sie die optimale Lösung für<br />

jede Sanitäranwendung.<br />

5<br />

6<br />

3 | <strong>Geberit</strong> Apparateanschlüsse<br />

Geruchsverschlüsse von <strong>Geberit</strong> stellen problemlos die Verbindung von Waschtischen, Spültischen,<br />

Wasch- <strong>und</strong> Geschirrspülmaschinen, Trocknern, Ausgussbecken, Bade- <strong>und</strong> Duschwannen <strong>und</strong> Urinalen<br />

zum Entsorgungssystem her. Von Standardanwendungen bis zu speziellen Ausführungen für die<br />

Industrie, in jeder Lösung steckt das einzigartige <strong>Geberit</strong> Wissen über hydraulische Zusammenhänge.<br />

4 | <strong>Geberit</strong> Versorgungssysteme<br />

Mit den <strong>Geberit</strong> Press-Verbindungssystemen Mapress <strong>und</strong> Mepla <strong>und</strong> einem optimal abgestimmten<br />

Sortiment an Werkstoffen, Dimensionen <strong>und</strong> Formteilen können haustechnische <strong>und</strong> industrielle Versorgungssysteme<br />

schnell, einfach, sicher <strong>und</strong> wirtschaftlich installiert werden. Selbstverständlich gehören<br />

auch die nötigen Presswerkzeuge zum System. Das robuste Stecksystem <strong>Geberit</strong> PushFit sorgt für die<br />

schnelle <strong>und</strong> flexible Etagenanbindung.<br />

7 8<br />

9<br />

5 | <strong>Geberit</strong> Entsorgungssysteme<br />

Das schalldämmende <strong>und</strong> raumsparende <strong>Geberit</strong> Silent-db20 Abwassersystem für die Hausentwässerung<br />

im Wohnungsbau, das schalloptimierte Stecksystem <strong>Geberit</strong> Silent-PP, <strong>Geberit</strong> PE für erdverlegte<br />

Abwasserleitungen <strong>und</strong> den Einsatz in der Industrie- <strong>und</strong> Laborentwässerung <strong>und</strong> das Unterdruck-<br />

Dachentwässerungssystem <strong>Geberit</strong> Pluvia ergänzen sich zu Komplettlösungen für die Entsorgung. Für<br />

die Entsorgung von Abluft: <strong>Geberit</strong> Aerotec90, das Entlüftungssystem <strong>mit</strong> integriertem Brandschutz.<br />

6 | <strong>Geberit</strong> Armaturen & Spülsysteme für halböffentliche <strong>und</strong> öffentliche Anlagen<br />

Zuverlässige elektronische <strong>und</strong> sanitärtechnische Produktlösungen werden den hohen <strong>und</strong> vielfältigen<br />

Ansprüchen an halböffentliche <strong>und</strong> öffentliche Sanitärräume gerecht. Elektronische <strong>und</strong> mechanische<br />

Urinal- <strong>und</strong> WC-Steuerungen <strong>und</strong> reaktionsschnelle Waschtisch-Armaturen sorgen für äußerst hygienischen<br />

<strong>und</strong> wirtschaftlichen Betrieb <strong>und</strong> ergeben auch optisch, zusammen <strong>mit</strong> den <strong>Geberit</strong> Urinaltrennwänden,<br />

ein harmonisches Bild.<br />

7 | <strong>Geberit</strong> Barrierefrei<br />

Komfortables, müheloses Wohnen sichert <strong>Geberit</strong> Barrierefrei <strong>mit</strong> dem jederzeit <strong>und</strong> ohne bauliche<br />

Eingriffe höhenverstellbaren WC, dem <strong>Geberit</strong> AquaClean <strong>und</strong> den WC-Steuerungen in Kombination <strong>mit</strong><br />

Stütz-Klappgriffen. Berührungslose Waschtisch-Armaturen <strong>und</strong> Unterputz-Siphons komplettieren das<br />

sanitärtechnische System für komfortbewusste oder bewegungseingeschränkte Menschen.<br />

8 | <strong>Geberit</strong> Softwaresysteme<br />

Alle Planungsschritte in der Sanitärtechnik zeitsparend <strong>und</strong> <strong>mit</strong> höchster Genauigkeit durchzuführen –<br />

das erlauben die beiden <strong>Geberit</strong> Softwaresysteme ProPlanner Light <strong>und</strong> ProPlanner Modulversionen.<br />

Sanitärtechnik, Trinkwasser- <strong>und</strong> Abwasserinstallation, Heizungsrohrnetz-Installation, Vorwandsysteme<br />

<strong>und</strong> -elemente sowie Unterdruck-Dachentwässerung finden sich in dem einfach zu bedienenden, gewerkeübergreifenden<br />

<strong>und</strong> praxisorientierten Planungswerkzeug. <strong>Geberit</strong> Rohrleitungssysteme lassen sich<br />

ebenfalls <strong>mit</strong> der Planungssoftware Kemper Dendrit CAD planen.<br />

9 | <strong>Geberit</strong> Industrieanwendungen<br />

Industrielle Anwendungen stellen hohe, spezifische <strong>und</strong> komplexe Anforderungen an Energie-, Ver- <strong>und</strong><br />

Entsorgungsleitungen. <strong>Geberit</strong> PE, <strong>Geberit</strong> Mapress <strong>und</strong> <strong>Geberit</strong> Mepla spielen ihre Stärke in punkto Belastbarkeit,<br />

Unempfindlichkeit <strong>und</strong> Hygiene in vielfältigen industriellen Einsatzbereichen <strong>und</strong> Laboren aus.<br />

151


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Spülkästen <strong>und</strong> Innengarnituren<br />

<strong>Geberit</strong> Unterputzspülkasten UP320 –<br />

werkzeuglos montierbar <strong>und</strong> wirtschaftlich<br />

Einmal an der Wand befestigt, benötigt die Montage <strong>und</strong> Wartung des <strong>Geberit</strong><br />

Unterputzspülkasten UP320 keine Werkzeuge mehr. Alle Teile lassen sich <strong>mit</strong><br />

einer einfachen Handbewegung an die richtige Stelle bewegen. Für eine schnelle,<br />

sichere <strong>und</strong> wirtschaftliche Installation.<br />

Einsatzbereiche<br />

• In privaten, halböffentlichen <strong>und</strong><br />

öffentlichen Bädern <strong>und</strong> WCs<br />

Vorteile<br />

<strong>Geberit</strong> Unterputzspülkasten UP320 – werkzeuglos montierbar <strong>und</strong> wirtschaftlich.<br />

• Einfache, schnelle <strong>und</strong> sichere<br />

Montage <strong>und</strong> Wartung<br />

• Erhältlich als <strong>Geberit</strong> GIS, Duofix,<br />

Kombifix <strong>und</strong> Sanbloc Element<br />

• Kombinierbar <strong>mit</strong> wassersparender<br />

Zwei-Mengen- oder Spül-<br />

Stopp-Auslösung<br />

• Mit dem Umweltzeichen „Blauer<br />

Engel“ ausgezeichnet<br />

• 25 Jahre <strong>Geberit</strong> Ersatzteilsicherheit<br />

auf funktionserfüllende<br />

Teile<br />

152


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Spülkästen <strong>und</strong> Innengarnituren<br />

Geruchsabsaugung für UP320 – gute Luft<br />

im Bad <strong>mit</strong> geringem Mehraufwand<br />

Die neue <strong>Geberit</strong> Geruchsabsaugung als Kompletteinheit für den <strong>Geberit</strong><br />

Unterputzspülkasten UP320 macht der Geruchsbelästigung im Bad ein Ende.<br />

Nicht nur in innenliegenden Badräumen, sondern auch in belüftbaren Bädern<br />

sorgt die Geruchsabsaugung für gute Luft <strong>und</strong> vermeidet Energieverluste durch<br />

Lüften nach der WC-Nutzung. Die <strong>Geberit</strong> Geruchsabsaugung ist perfekt auf die<br />

<strong>Geberit</strong> Montageelemente Duofix Wand-WC, Kombifix Wand-WC <strong>und</strong> GIS Wand-<br />

WC <strong>mit</strong> dem UP320 (<strong>mit</strong> vormontiertem Anschluss) abgestimmt <strong>und</strong> ermöglicht<br />

die schnelle <strong>und</strong> einfache Montage aus einer Hand.<br />

Einsatzbereiche:<br />

• In privaten, halböffentlichen <strong>und</strong><br />

öffentlichen Bädern <strong>und</strong> WCs<br />

• In innenliegenden sowie belüftbaren<br />

Bädern <strong>und</strong> WCs<br />

Vorteile<br />

• Wirksame Geruchsabsaugung<br />

• Energieeinsparung – Lüften nach<br />

WC-Nutzung nicht notwendig<br />

• Wirtschaftliche Kompletteinheit<br />

• Einfache Planung <strong>und</strong><br />

Ausschreibung<br />

• Durch Installateur montierbar<br />

153


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Spülkästen <strong>und</strong> Innengarnituren<br />

Designfamilien von <strong>Geberit</strong> –<br />

Ästhetik plus Funktion<br />

Die Designs in halböffentlichen<br />

<strong>und</strong> öffentlichen Bereichen<br />

Mit insgesamt acht Designlinien<br />

lassen sich stilvolle Akzente in halböffentlichen<br />

<strong>und</strong> öffentlichen Sanitärräumen<br />

setzen. Für höchste Ansprüche<br />

in Sachen Robustheit <strong>und</strong><br />

Sicherheit stehen Ausführungen in<br />

Edelstahl <strong>und</strong> Zink-Druckguss zur<br />

Verfügung. Mit 2-Mengen- <strong>und</strong><br />

Spül-Stopp-Auslösungen für WCs<br />

erfolgt die Spülung immer ökologisch<br />

<strong>und</strong> ökonomisch. Infrarot<strong>und</strong><br />

pneumatische Auslösungen<br />

ergänzen das Sortiment für erhöhte<br />

Ansprüche im halböffentlichen<br />

<strong>und</strong> öffentlichen Bereich.<br />

Klein <strong>und</strong> flach – die <strong>Geberit</strong><br />

Urinal­Auslösungen<br />

Die Urinal-Auslösungen überzeugen<br />

nicht nur durch ihre Material- <strong>und</strong><br />

Designvielfalt, sondern auch durch<br />

ihre flachen <strong>und</strong> kleinen Maße. Das<br />

hat nicht nur gestalterische, sondern<br />

auch funktionale Vorteile: So wird<br />

z. B. ein ungewolltes Zurückfallen<br />

des Urinaldeckels weitgehend verhindert.<br />

Trotz der kleineren Maße<br />

wurde die Fliesenabdeckung erhöht<br />

<strong>und</strong> gleicht so ungenaue Fliesenarbeiten<br />

aus.<br />

Vorteile<br />

• Komplette <strong>und</strong> ansprechende<br />

Designfamilien: WC-Betätigungsplatten<br />

<strong>und</strong> Urinal-Auslösungen<br />

• Urinal-Auslösungen <strong>mit</strong> formschönem,<br />

reduziertem Design<br />

• Urinal-Auslösungen sind deutlich<br />

flacher <strong>und</strong> kleiner<br />

• Flexible Montage dank größerer<br />

Fliesenüberdeckung<br />

• Urinal-Auslösungen <strong>mit</strong> Sicherungsfunktion<br />

gegen Diebstahl<br />

154


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Spülkästen <strong>und</strong> Innengarnituren<br />

Zuverlässige Funktion <strong>und</strong> ansprechendes Design: <strong>Geberit</strong> Urinal- <strong>und</strong> WC-Auslösungen ergänzen sich zu stilvoll abgestimmten<br />

Designfamilien <strong>und</strong> ermöglichen eine harmonische Gestaltung im anspruchsvollen halböffentlichen <strong>und</strong> öffentlichen<br />

Bad- <strong>und</strong> WC-Raum.<br />

Design­Familie Sigma10<br />

Design­Familie Samba<br />

Design­Familie Bolero<br />

Art.Nr. 115.758.xx.1<br />

Art.Nr. 116.015.xx.1 (pneumatisch)<br />

Art.Nr. 116.025.xx.1 (IR/Netz)<br />

Art.Nr. 116.035.xx.1 (IR/Batterie)<br />

Art.Nr. 115.770.xx.1<br />

Art.Nr. 116.011.xx.1 (pneumatisch)<br />

Art.Nr. 116.021.xx.1 (IR/Netz)<br />

Art.Nr. 116.031.xx.1 (IR/Batterie)<br />

Art.Nr. 115.777.xx.1<br />

Art.Nr. 116.012.xx.1 (pneumatisch)<br />

Art.Nr. 116.022.xx.1 (IR/Netz)<br />

Art.Nr. 116.032.xx.1 (IR/Batterie)<br />

Design­Familie Sigma20<br />

Design­Familie Rumba<br />

Design­Familie Tango<br />

Art.Nr. 115.778.xx.1<br />

Art.Nr. 116.015.xx.1 (pneumatisch)<br />

Art.Nr. 116.025.xx.1 (IR/Netz)<br />

Art.Nr. 116.035.xx.1 (IR/Batterie)<br />

Art.Nr. 115.750.xx.1<br />

Art.Nr. 116.011.xx.1 (pneumatisch)<br />

Art.Nr. 116.021.xx.1 (IR/Netz)<br />

Art.Nr. 116.031.xx.1 (IR/Batterie)<br />

Art.Nr. 115.760.xx.1<br />

Art.Nr. 116.014.xx.1 (pneumatisch)<br />

Art.Nr. 116.024.xx.1 (IR/Netz)<br />

Art.Nr. 116.034.xx.1 (IR/Batterie)<br />

Design­Familie Sigma50<br />

Design­Familie Mambo Edelstahl<br />

Art.Nr. 115.788.xx.1<br />

Art.Nr. 116.016.xx.1 (pneumatisch)<br />

Art.Nr. 116.026.GH.1 (IR/Netz)<br />

Art.Nr. 116.036.GH.1 (IR/Batterie)<br />

Art.Nr. 115.751.00.1<br />

Art.Nr. 116.013.FW.1 (pneumatisch)<br />

Art.Nr. 116.023.FW.1 (IR/Netz)<br />

Art.Nr. 116.033.FW.1 (IR/Batterie)<br />

Art.Nr. 115.890.00.1 (IR/Netz)<br />

Art.Nr. 115.891.00.1 (IR/Batterie)<br />

Art.Nr. 116.013.FW.1 (pneumatisch)<br />

Art.Nr. 116.023.FW.1 (IR/Netz)<br />

Art.Nr. 116.033.FW.1 (IR/Batterie)<br />

155


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Spülkästen <strong>und</strong> Innengarnituren<br />

<strong>Geberit</strong> Aufputz-Spülkasten –<br />

<strong>mit</strong> Sicherheit der Richtige<br />

Der Einsatz eines modernen <strong>Geberit</strong><br />

AP-Spülkastens bietet einwandfreie<br />

Spülleistung <strong>und</strong> reduzierte Wasserkosten.<br />

Die ausgereifte 2-Mengenoder<br />

Spül-Stopp-Technik gewährleistet<br />

optimale Hygienesicherheit.<br />

2-Mengen-Spültechnik.<br />

Spül-Stopp-Technik.<br />

Einsatzbereiche<br />

• Renovation<br />

• Austausch von Druckspülern<br />

• Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

Vorteile<br />

• Austausch ohne großen Aufwand<br />

• Bestmögliche Anpassung an<br />

vorhandene WC-Keramik<br />

• Konsequentes Wassersparen<br />

• Erweiterung <strong>mit</strong> WC-Fernauslösung<br />

möglich<br />

156


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Installationssysteme<br />

<strong>Geberit</strong> GIS –<br />

Freiheit in der Badgestaltung<br />

Das Installationssystem in Trockenbauweise<br />

setzt seit über 10 Jahren<br />

durch seine werkzeugfreie Verbindungstechnik<br />

den Maßstab bei der<br />

Installation.<br />

Nichttragende Installationswände<br />

werden nach einfachen Montageregeln<br />

als Vorwand oder freistehende<br />

Wand erstellt. Da<strong>mit</strong> nimmt<br />

kreative Freiheit in der Sanitärplanung<br />

Form an, zum Beispiel<br />

<strong>mit</strong> Raumteilern, Ecklösungen,<br />

Schrägen <strong>und</strong> Winkeln.<br />

Einsatzbereiche<br />

• Sanitärräume im Wohnungsbau,<br />

in Hotels, Krankenhäusern,<br />

Schwimmbädern <strong>und</strong> Privatgebäuden<br />

• Barrierefreies <strong>Bauen</strong><br />

• Alle Installationswände<br />

• Vielfältige Raumgestaltung<br />

• Neubau, Sanierung oder<br />

Renovierung<br />

Vorteile<br />

• Erstellung von Sanitärwänden<br />

bis zur verfliesungsfähigen<br />

Oberfläche<br />

• Ein Gewerk (Installateur)<br />

• Kurze Bauzeiten<br />

• Wenig Lärm <strong>und</strong> Schmutz<br />

• Handwerkliche <strong>und</strong> industrielle<br />

Vorfertigung möglich<br />

GIS Profil – für die effiziente 1-Mann-Montage.<br />

GIS Profilverbinder – die werkzeugfreie<br />

Verbindungstechnik – <strong>mit</strong> einem Klick ist alles<br />

stabil.<br />

GIS Montagewinkel – einfach <strong>und</strong> sicher in<br />

allen Bausituationen. Gleicht Unebenheiten<br />

aus.<br />

<strong>Geberit</strong> GIS Tragsystem. <strong>Geberit</strong> GIS Beplankung. Das fertige Bad.<br />

157


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Installationssysteme<br />

<strong>Geberit</strong> Duofix –<br />

das Universaltalent im Trockenbau<br />

<strong>Geberit</strong> Duofix System Trennwand.<br />

Duofix Special Wand-WC-Element,<br />

Breite variabel.<br />

<strong>Geberit</strong> Duofix ist das universell <strong>und</strong><br />

schnell einsetzbare Montageelement<br />

für alle Aufgaben im Trockenbau. Es<br />

eignet sich optimal für Installationswände<br />

als Inwand- oder Vorwandsystem<br />

im Duofix System oder in<br />

einer Leichtbau-Ständerwand.<br />

Das Duofix Wand-WC <strong>mit</strong> variabler<br />

Breite eignet sich hervorragend zur<br />

Montage zwischen zwei Wänden<br />

ohne notwendige Befestigung an<br />

der Rückwand. Für noch rationelleres<br />

<strong>Bauen</strong> in Neubau <strong>und</strong><br />

Renovation.<br />

Einsatzbereiche<br />

• Inwandinstallation (Installationswände)<br />

in Ständerwände nach<br />

DIN 18183 <strong>und</strong> in Holzständerwände<br />

nach DIN 4103 Teil 4<br />

• Vorwandinstallation vor gemauerten<br />

oder betonierten Wänden<br />

<strong>und</strong> vor nicht tragenden Ständerwänden<br />

nach DIN 18183<br />

• Systemwand (Installationswände)<br />

<strong>mit</strong> der Duofix System-<br />

Schiene <strong>und</strong> den -Ständern<br />

Vorteile<br />

• Erstellung von Installationswänden<br />

im Trockenbau bis zur<br />

verfliesungsfähigen Oberfläche<br />

• Einfache <strong>und</strong> schnelle Montage<br />

• Minimum an Gewährleistungsrisiken<br />

durch geprüfte Erfüllung<br />

der Normen <strong>und</strong> Anforderungen<br />

• Designvielfalt <strong>mit</strong> <strong>Geberit</strong><br />

Betätigungsplatten<br />

• Duofix Wand-WC <strong>mit</strong> variabler<br />

Breite für die schnelle <strong>und</strong><br />

rationelle Lösung in Neubau <strong>und</strong><br />

Renovation<br />

158


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Installationssysteme<br />

<strong>Geberit</strong> Kombifix –<br />

in der Praxis bewährt<br />

<strong>Geberit</strong> Kombifix ist ideal für den Einbau vor einer nass gemauerten oder betonierten Wand. Die einfachen, praktischen <strong>und</strong><br />

seit Jahrzehnten bewährten Montageelemente dienen zur Befestigung von Sanitärkeramiken. Kombifix ist nach DIN 4109 im<br />

Schallschutz zertifiziert.<br />

Einsatzbereiche<br />

• Vorwandinstallation vor einer nass<br />

gemauerten oder betonierten<br />

Wand zum Ein- <strong>und</strong> Ausmauern<br />

• Keine selbsttragenden Elemente,<br />

daher für den Einbau in Trockenbauwänden<br />

(Ständerwänden)<br />

nicht geeignet<br />

Vorteile<br />

• Einsparung der Arbeitszeit durch<br />

einfache <strong>und</strong> schnelle Montage<br />

• Designvielfalt <strong>mit</strong> <strong>Geberit</strong><br />

Betätigungsplatten<br />

• Füllsegment <strong>und</strong> Schallschutz-<br />

Set bereits in Lieferung enthalten<br />

159


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Installationssysteme<br />

<strong>Geberit</strong> Sanbloc –<br />

der Alleskönner<br />

<strong>Geberit</strong> Sanbloc Installationsbausteine passen immer, ob im Nass- oder Trockenbau, als Vorwand- oder Inwandinstallation.<br />

Sie bieten statische Sicherheit durch hochstabile, selbst tragende Installationsbausteine. Sie sind die Lösung aller Bauaufgaben<br />

<strong>mit</strong> hoher Normenkompetenz im Brand- <strong>und</strong> Schallschutz. Der Porenbeton ist nicht brennbar <strong>und</strong> in die Baustoffklasse<br />

A1 eingestuft. Im Brandfall entstehen keine schädlichen Produkte.<br />

Einsatzbereiche<br />

• Nassbau:<br />

- Vorwandinstallation vor einer<br />

gemauerten oder betonierten<br />

Wand<br />

- Inwandinstallation in eine<br />

gemauerte Wand<br />

• Trockenbau:<br />

- Vorwandinstallation vor einer<br />

gemauerten oder betonierten<br />

Wand; vor einer Ständerwand<br />

nach DIN 18183<br />

- Inwandinstallation in einer<br />

Holz- oder Metallständerwand<br />

nach DIN 18183<br />

Vorteile<br />

• Universell einsetzbar<br />

• Ein Produkt für alle Bauaufgaben<br />

• Rohbaufertige Oberfläche<br />

• Designvielfalt <strong>mit</strong> <strong>Geberit</strong><br />

Betätigungsplatten<br />

• Keine Gewährleistungsrisiken<br />

durch geprüfte Erfüllung der<br />

Normen <strong>und</strong> Anforderungen<br />

160


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Installationssysteme<br />

<strong>Geberit</strong> Quattro – nachhaltig planen,<br />

rationell <strong>und</strong> sicher bauen<br />

Die Einzelkomponenten von <strong>Geberit</strong> Quattro: <strong>Geberit</strong> GIS, <strong>Geberit</strong> Mepla oder Mapress, <strong>Geberit</strong> Aerotec90 <strong>und</strong> <strong>Geberit</strong> Silent-db20.<br />

<strong>Geberit</strong> Quattro ist das wegweisende<br />

System für die Sanitärinstallation.<br />

Da<strong>mit</strong> lassen sich komplette Einheiten<br />

ausschreiben <strong>und</strong> einbauen:<br />

Tragsystem <strong>Geberit</strong> GIS oder Duofix<br />

System, Rohrleitungssystem <strong>Geberit</strong><br />

Mepla oder Mapress, Abwassersystem<br />

<strong>Geberit</strong> Silent-db20 <strong>und</strong><br />

Lüftungssystem <strong>Geberit</strong> Aerotec90.<br />

Da<strong>mit</strong> erfüllen Sie sämtliche bauaufsichtliche<br />

Auflagen an den Brand<strong>und</strong><br />

Schallschutz <strong>mit</strong> umfassender<br />

Gewährleistung aus einer Hand.<br />

Einsatzbereiche<br />

Vorteile<br />

• Individuelle Gestaltungsfreiheit<br />

• Geprüfter Brand- <strong>und</strong> Schallschutz<br />

• Planungs- <strong>und</strong> Ausführungsflexibilität<br />

• Bauzeitersparnis<br />

• Kostenersparnis<br />

• Kalkulationssicherheit<br />

• Schnelle, einfache Ausführung<br />

• Raumgewinn durch minimale<br />

Schacht- <strong>und</strong> Vorwandtiefen<br />

• Gewährleistungssicherheit<br />

• Vorfertigung möglich<br />

• Alle Bauaufgaben <strong>mit</strong> durchgängigem<br />

Brand- <strong>und</strong> Schallschutz<br />

• Planungs- <strong>und</strong> Ausführungssicherheit<br />

durch Einsatz<br />

geprüfter Systeme<br />

• Geschäfts-, Wohn- <strong>und</strong><br />

Krankenhäuser, Bürogebäude,<br />

Hotels<br />

161


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Apparateanschlüsse<br />

<strong>Geberit</strong> Uniflex PushControl –<br />

Design <strong>und</strong> Komfort <strong>mit</strong> Knopfdruck<br />

Der neue Uniflex PushControl Badewannenablauf hat ein einzigartiges Betätigungskonzept:<br />

Per Knopfdruck lässt sich der Badewannenablauf öffnen <strong>und</strong><br />

schließen. Der flache Aufbau der Betätigung macht nicht nur das attraktive,<br />

elegante Design, sondern auch mehr Komfort beim Baden möglich – es steht<br />

keine hochaufbauende, störende Betätigung mehr im Weg. Der flache, strömungstechnisch<br />

optimierte Geruchsverschluss des neuen <strong>Geberit</strong> Uniflex<br />

PushControl Badewannenablaufs hat eine Bauhöhe von nur 90 mm <strong>und</strong><br />

gewährleistet so<strong>mit</strong> eine möglichst niedrige Einbauhöhe <strong>und</strong> da<strong>mit</strong> einen tiefen<br />

<strong>und</strong> komfortablen Einstieg in die Wanne. Mit einer Ablaufleistung von 1 l/s liegt<br />

der Uniflex PushControl 20 % über den Normanforderungen (DIN EN 274) <strong>und</strong><br />

sorgt für einen schnellen <strong>und</strong> sauberen Ablauf <strong>und</strong> eine überzeugende<br />

Selbstreinigung.<br />

Einsatzbereiche<br />

• Private <strong>und</strong> halböffentliche Bäder<br />

Vorteile<br />

• Einzigartige, komfortable<br />

Druckknopfbetätigung<br />

• Flache Betätigung für mehr<br />

Komfort beim Baden<br />

• Überzeugende Ablaufleistung von<br />

1 l/s: 20 % über Normanforderung<br />

(DIN EN 274)<br />

• Mit iF product design award 2008<br />

ausgezeichnet<br />

162


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Apparateanschlüsse<br />

<strong>Geberit</strong> Uniflex Duschrinne <strong>und</strong> Ablauf –<br />

mehr Eleganz für bodenebene Duschen<br />

Ästhetische Design-Aspekte setzt<br />

der Uniflex Ablauf für die im Trend<br />

liegenden bodenebenen Duschen.<br />

Der bodenebene Ablauf von <strong>Geberit</strong><br />

<strong>mit</strong> flexiblem, normgerechten Ablauf<br />

ist in verschiedenen ansprechenden<br />

Designs verfügbar.<br />

Vorteile Uniflex Duschrinnen<br />

Mit zeitgemäßer <strong>und</strong> geradliniger<br />

Ästhetik besticht die <strong>Geberit</strong> Uniflex<br />

Duschrinne zur individuellen Montage<br />

im Randbereich, der Mitte oder im<br />

Wandbereich einer bodenebenen<br />

Dusche. Die Uniflex Duschrinne von<br />

<strong>Geberit</strong> wird in 4 Längen ab 70 cm<br />

angeboten. Sie haben die Auswahl<br />

zwischen drei Designlinien (Edelstahl<br />

gebürstet, Edelstahl hochglanz),<br />

befliesbaren Uniflex Duschrinnen<br />

oder eigener Herstellung <strong>mit</strong> dem<br />

„Kreativset“ aus Holz oder Mineralwertstoffen.<br />

Vorteile Uniflex Ablauf für<br />

bodenebene Duschen<br />

• Auch für barrierefreie, rollstuhlsichere<br />

Duschen<br />

• Einsetzbar im privaten wie auch<br />

im halböffentlichen <strong>und</strong> öffentlichen<br />

Bereich (Rost auch verschraubbar<br />

erhältlich)<br />

• DIN EN 274 normgerechte<br />

Ablaufleistung von 0,7 l/s<br />

• Strömungstechnisch optimal<br />

ausgeformter Siphon <strong>mit</strong><br />

Selbstreinigungseffekt<br />

• Geschmackvolle <strong>und</strong> stilsichere<br />

Designvarianten<br />

• 4 verschiedene Längen erhältlich<br />

(70, 80, 90 <strong>und</strong> 100 cm),<br />

Sonderlängen auf Anfrage<br />

• Für den Einbau in Raum<strong>mit</strong>te<br />

<strong>und</strong> an der Wand<br />

• Zwei Abläufe sorgen für eine<br />

nach DIN EN 1253 normgerechte<br />

Ablaufleistung von 0,8 l/s<br />

• Vollständige Schall- <strong>und</strong><br />

Spannungsentkoppelung durch<br />

Trennung von Rinnenkörper <strong>und</strong><br />

Betonboden<br />

• Schallschutzgeprüft nach<br />

DIN 4109\VDI 4100<br />

Einsatzbereiche<br />

• Private, halböffentliche <strong>und</strong><br />

öffentliche, bodenebene Duschen<br />

• Auch einsetzbar in barrierefreien<br />

Anwendungen<br />

Uniflex bodenebener Ablauf.<br />

Uniflex Duschrinne.<br />

Bodenablauf <strong>mit</strong> 6 stilsicheren Designrosten<br />

kombinierbar.<br />

163


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Versorgungssysteme<br />

<strong>Geberit</strong> Mepla – sichtbar sicher<br />

<strong>mit</strong> 3-facher Prüfsicherheit<br />

<strong>Geberit</strong> Mepla ist ein von der Trinkwasserqualität unabhängiges, korrosionsfreies,<br />

universell einsetzbares Versorgungssystem <strong>mit</strong> Fittingen aus Rotguss oder hochwertigem<br />

Kunststoff PVDF. Mepla Rohre sind sowohl für den Sanitär- als auch<br />

den Heizungsbereich einsetzbar. Die an ein neuzeitliches Versorgungssystem<br />

gestellten Anforderungen werden in vollem Umfang erfüllt.<br />

Einsatzbereiche<br />

• Trinkwasserinstallation<br />

• Heizungsinstallation<br />

• Kühlwasserinstallation<br />

• Regenwasserinstallation<br />

• Druckluftinstallation<br />

Vorteile<br />

• Hohe Formstabilität<br />

• Leichtes Rohr<br />

• Schnelle Montage<br />

• Flexibilität des Rohres<br />

• Korrosionsbeständigkeit<br />

• Hohe chemische Beständigkeit<br />

• UV-Beständigkeit<br />

• Prüfsicherheit der Mepla<br />

Verbindung<br />

• Geringe Längenänderung<br />

• Leicht biegbar<br />

• Recyclebar<br />

• 100 % diffusionsdicht<br />

164


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Versorgungssysteme<br />

<strong>Geberit</strong> Mapress – alles gut versorgt<br />

Mapress Edelstahl<br />

Mapress Pressfitting-Systeme bieten<br />

durchdachte Lösungen für Wohn-,<br />

Büro- <strong>und</strong> Industriegebäude. Mit den<br />

Werkstoffen Edelstahl, C-Stahl <strong>und</strong><br />

Kupfer in Verbindung <strong>mit</strong> der Qualität<br />

der Dichtringe ergibt sich eine<br />

Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten.<br />

Der Pressindikator auf dem Mapress<br />

Fitting kann nach der korrekten Verpressung<br />

<strong>mit</strong> einer kleinen Handbewegung<br />

entfernt werden <strong>und</strong> sorgt<br />

für sichtbar mehr Sicherheit. Unverpresste<br />

Verbindungen sind schon<br />

vor der Druckprobe schnell sichtbar.<br />

Die Farbe des Pressindikators signalisiert<br />

den Werkstoff. Ebenfalls gut<br />

sichtbar: die Angabe der Dimension.<br />

Mapress Edelstahl Systemrohre sind aus hochlegiertem austenitischem, nicht<br />

rostendem Cr-Ni-Mo-Stahl Werkstoff Nr. 1.4401, <strong>und</strong> alternativ aus hochlegiertem<br />

nicht rostendem Cr-Mo-Ti-Stahl Werkstoff Nr. 1.4521 nach DIN EN 10088,<br />

sie sind entsprechend der DIN 4102-1 in die Baustoffklasse A1, nicht brennbar,<br />

eingestuft.<br />

Vorteile<br />

Einsatzbereiche 1.4401<br />

• Mehr Sicherheit <strong>mit</strong> Verpressindikator<br />

• Hygienisch dank Verschlussstopfen<br />

auf Pressenden<br />

• Hohe Korrosionssicherheit<br />

• Universell einsetzbar sowohl für<br />

Haustechnik wie auch Industrieanwendung<br />

• Hoch druck- <strong>und</strong> temperaturbeanspruchbar<br />

• Schnelle, saubere Verarbeitung<br />

• Einsatz bei Renovation möglich,<br />

da keine Brandgefahr durch<br />

Verpresstechnik<br />

• Trinkwasserinstallation<br />

• Warmwasserheizungsinstallation<br />

• Solarinstallation<br />

• Offene/geschlossene Wasserkreisläufe<br />

• Druckluftinstallationen<br />

• Nah- <strong>und</strong> Fernwärmeheizung<br />

• Löschwasserleitungen<br />

• Ortsfeste Wasserlöschanlagen<br />

(Sprinkler)<br />

• Heizöl EL-Installationen<br />

165


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Versorgungssysteme<br />

Mapress Edelstahl Systemrohr<br />

1.4521<br />

<strong>Geberit</strong> Mapress Edelstahl Systemrohre<br />

1.4521 sind die wirtschaftliche<br />

Alternative zu metallischen Versorgungsleitungen<br />

aus Rohrstoffen <strong>mit</strong><br />

großen Preisschwankungen. Das<br />

<strong>Geberit</strong> Mapress Edelstahl Systemrohr<br />

1.4521 ist erhältlich in den<br />

Dimensionen d12 – d54 mm <strong>mit</strong><br />

DVGW W534 Zulassung.<br />

Einsatzbereich<br />

• Trinkwasserinstallationen<br />

Vorteile<br />

• Mehr Sicherheit <strong>mit</strong> Verpressindikator<br />

• Hygienisch dank Verschlussstopfen<br />

auf Pressenden<br />

• Sicher kalkulierbar<br />

• Bewährte <strong>Geberit</strong> Sicherheit<br />

der Pressverbindung<br />

• Korrosionsbeständig<br />

• DVGW W534 Zulassung<br />

• Entspricht der TrinkwV 2001<br />

• Chemisch desinfizierbar<br />

Mapress Edelstahl Gas<br />

Das Mapress Edelstahl Gas System besteht aus hochlegiertem austenitischem,<br />

nicht rostendem Mapress Edelstahl Gas Pressfittings (gelb markiert) Werkstoff<br />

Nr. 1.4401/1.4571, nach DIN EN 10088 <strong>und</strong> dem bewährten Mapress Edelstahl<br />

Systemrohr 1.4401, nach DIN EN 10088.<br />

Einsatzbereiche<br />

Vorteile<br />

• Brennbare Gase nach Arbeitsblatt<br />

DVGW G 260<br />

• Natur-, Erdgase<br />

• Flüssiggase<br />

• Mehr Sicherheit <strong>mit</strong> Verpressindikator<br />

• Hygienisch dank Verschlussstopfen<br />

auf Pressenden<br />

• Hohe Korrosionssicherheit<br />

• Einfache Verbindungstechnik<br />

durch Pressverbindung<br />

• Schnelle, saubere Verarbeitung<br />

• Einsatz bei Renovation möglich,<br />

da keine Brandgefahr durch<br />

Verpresstechnik<br />

166


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Versorgungssysteme<br />

Mapress C­Stahl<br />

<strong>Geberit</strong> Mapress C-Stahl ist die richtige Wahl für geschlossene Kreisläufe wie Wasserheizungsanlagen, Kühlwassersysteme,<br />

Sprinkleranlagen, Druckluftnetze: An der roten Markierung erkennen Sie die <strong>Geberit</strong> Mapress C-Stahl Fittings. Das Mapress<br />

C-Stahl Systemrohr wird wie alle Versorgungssysteme von <strong>Geberit</strong> einfach <strong>und</strong> sicher verpresst.<br />

Die dünnwandigen Mapress C-Stahl Systemrohre aus unlegiertem Stahl sind <strong>mit</strong> oder ohne Kunststoffmantel lieferbar. Die<br />

ummantelten Rohre sind außen <strong>mit</strong> einer cremeweißen Ummantelung (RAL 9001) aus Polypropylen geschützt, <strong>und</strong> eignen<br />

sich besonders für die optisch diskrete Aufputzverlegung. Die Rohre ohne Ummantelung sind durch eine Verzinkung korrosionsgeschützt.<br />

Diese Rohre <strong>und</strong> Fittings sind aus demselben Werkstoff gefertigt. Mapress Rohre für Sprinkleranlagen <strong>und</strong><br />

Druckluft sind zusätzlich <strong>mit</strong> einer inneren <strong>und</strong> äußeren Verzinkung geschützt. Die Mapress C-Stahl Fittings sind galvanisch<br />

verzinkt.<br />

Einsatzbereiche<br />

• Geschlossene Wasserheizungsanlagen<br />

• Geschlossene Wasserkreisläufe<br />

• Entfeuchtete Druckluft<br />

• Heizöl EL<br />

• Für nicht korrosionsgefährdete<br />

Einsatzgebiete<br />

• Sprinkleranlagen<br />

Vorteile<br />

• Mehr Sicherheit <strong>mit</strong> Verpressindikator<br />

• Hygienisch dank Verschlussstopfen<br />

auf Pressenden<br />

• Hohe Wirtschaftlichkeit<br />

• Schnelle <strong>und</strong> sichere<br />

Pressverbindung<br />

• Keine Brandgefahr<br />

• Große Stützweiten möglich,<br />

da<strong>mit</strong> weniger Befestigungspunkte<br />

167


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Versorgungssysteme<br />

Mapress Kupfer<br />

Das Mapress Kupfer Pressfitting-System besteht aus dem Qualitätskupferrohr<br />

(DIN EN/DVGW) <strong>und</strong> den Mapress Kupfer Fittingen aus Cu-DHP Kupfer <strong>mit</strong> der<br />

Werkstoff Nr. CW024A <strong>und</strong> Rotguss (DIN 50930 Teil 6).<br />

Einsatzbereiche<br />

Vorteile<br />

• Trinkwasserinstallation<br />

• Wasserheizungsanlagen<br />

• Geschlossene Wasserkreisläufe<br />

• Druckluft<br />

• Solaranlagen<br />

• Heizöl EL<br />

• Mehr Sicherheit <strong>mit</strong> Verpressindikator<br />

• Hygienisch dank Verschlussstopfen<br />

auf Pressenden<br />

• Universell einsetzbar<br />

• Kostengünstig<br />

• Hoch temperaturbeanspruchbar<br />

• Einsatz bei Renovation möglich,<br />

da keine Brandgefahr durch<br />

Verpresstechnik<br />

Mapress Kupfer Gas<br />

Das Qualitätskupferrohr (DIN EN/DVGW) wird <strong>mit</strong> den Mapress Kupfer Fittingen<br />

(gelb markiert) aus Cu-DHP Kupfer <strong>mit</strong> der Werkstoff Nr. CW024A <strong>und</strong> Messing<br />

verpresst.<br />

Einsatzbereiche<br />

Vorteile<br />

• Brennbare Gase nach Arbeitsblatt<br />

DVGW G 260<br />

• Natur- bzw. Erdgase<br />

• Flüssiggase<br />

• Mehr Sicherheit <strong>mit</strong> Verpressindikator<br />

• Hygienisch dank Verschlussstopfen<br />

auf Pressenden<br />

• Kostengünstig<br />

• Einfache Verbindungstechnik<br />

durch Pressverbindung<br />

• Einsatz bei Renovation möglich,<br />

da keine Brandgefahr durch<br />

Verpresstechnik<br />

168


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Versorgungssysteme<br />

<strong>Geberit</strong> PushFit – das schnelle<br />

Trinkwasser-Stecksystem für die Etage<br />

Bei der Entwicklung der Trinkwasser-Steckverbindung <strong>Geberit</strong> PushFit hatten Robustheit, Sicherheit <strong>und</strong> Flexibilität<br />

oberste Priorität. <strong>Geberit</strong> PushFit bietet ab sofort eine schnelle <strong>und</strong> wirtschaftliche Etagenanbindung von Trinkwasser- <strong>und</strong><br />

Heizungsleitungen. Mit der <strong>Geberit</strong> typischen Sicherheit.<br />

Das Herz des <strong>Geberit</strong> PushFit<br />

Trinkwasser-Stecksystems sind die<br />

robusten Fittings. Alle Steckenden<br />

des <strong>Geberit</strong> PushFit Steckverbindungssystems<br />

sind zudem <strong>mit</strong><br />

Endkappen zum Schutz vor Staub<br />

<strong>und</strong> Schmutz bei der Lagerung <strong>und</strong><br />

beim Einsatz auf der Baustelle geschützt.<br />

Sichtbare Sicherheit geben<br />

die großen Sichtfenster in den<br />

<strong>Geberit</strong> PushFit Steck-Fittings:<br />

Der Steckindikator zeigt <strong>mit</strong> grüner<br />

Signalfarbe, dass ein Rohr sicher<br />

<strong>und</strong> dauerhaft dicht in das <strong>Geberit</strong><br />

PushFit Fitting gesteckt wurde.<br />

Einsatzbereich<br />

• Trinkwasser-Stecksystem für<br />

die schnelle <strong>und</strong> wirtschaftliche<br />

Etagenanbindung in den drei<br />

Dimensionen 16 / 20 / 25 mm<br />

Vorteile<br />

• Der Steckindikator signalisiert <strong>mit</strong><br />

grüner Signalfarbe, dass ein Rohr<br />

sicher <strong>und</strong> unlösbar in das<br />

PushFit Fitting gesteckt wurde<br />

• Uneingeschränkt baustellentauglicher,<br />

robuster Stecksystem-<br />

Formkörper<br />

• PushFit Mehrschichtverb<strong>und</strong>rohr<br />

<strong>und</strong> alternativ flexibles Vollkunststoffrohr<br />

aus Polybuten<br />

• Das <strong>Geberit</strong> Sicherheitskonzept<br />

arbeitet <strong>mit</strong> zwei Dichtringen im<br />

PushFit Formstück<br />

• PushFit Fittings sind <strong>mit</strong> Schutzkappen<br />

zum Schutz vor Staub<br />

oder Schmutz verschlossen<br />

169


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Versorgungssysteme<br />

Anschluss-Set für innenliegende Zirkulation –<br />

mehr Hygiene, weniger Energie <strong>und</strong> Raum<br />

Herkömmliche Zirkulation.<br />

Innenliegende Zirkulation.<br />

Die Zirkulationsleitung wird in der Warmwasserleitung durch den Schacht geführt. Das Set ist für die Steigleitungsdimensionen<br />

d28 <strong>und</strong> d35 mm erhältlich. Die Integration der Zirkulations-Rücklaufleitung in die Warmwasserleitung spart Energie. Die geringe<br />

Wärmeabgabe an die Kaltwasserleitung im Schacht ist die hygienisch optimale Lösung in der Trinkwasserversorgung.<br />

Die innenliegende Zirkulation sorgt durch das Verlegen von nur einer statt zwei Leitungen für eine wirtschaftlichere Installation<br />

im Versorgungsschacht. Im Schacht wird zudem weniger Platz benötigt. Das Set lässt sich einfach <strong>und</strong> ohne Sonderwerkzeug<br />

montieren.<br />

Einsatzbereiche<br />

Vorteile<br />

• Warmwasserführung in der<br />

Steigleitung<br />

• Für <strong>Geberit</strong> Mapress Edelstahl<br />

<strong>und</strong> Mepla Versorgungsleitungen<br />

• Komplett-Set bestehend aus<br />

Anschluss-Stück, Kopfstück <strong>und</strong><br />

PE-Xc Innenrohr<br />

• Hygienische Vorteile aufgr<strong>und</strong><br />

geringerer Kaltwassererwärmung<br />

im Schacht<br />

• Geringerer Platzbedarf im<br />

Installationsschacht<br />

• Geringere Energieverluste bei der<br />

Warmwasserführung<br />

170


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Versorgungssysteme<br />

Hygienefilter <strong>und</strong> Hygienespülung – für einwandfreie<br />

<strong>und</strong> normgerechte Trinkwasserqualität<br />

Die Befüllung einer Trinkwasserinstallation muss gemäß Normen (DIN 1988,<br />

Teil 2; Merkblätter des ZVSHK <strong>und</strong> BHKS; VDI 6023) <strong>mit</strong> filtriertem Trinkwasser<br />

erfolgen. Über den <strong>Geberit</strong> Hygienefilter werden Bakterien <strong>und</strong> Schmutzpartikel<br />

bis zu einer Porengröße von 0,15 µm bei der Befüllung zurückgehalten. Da<strong>mit</strong><br />

wird sichergestellt, dass nur hygienisch unbedenkliches Trinkwasser in die<br />

Trinkwasserinstallation gelangt.<br />

Einsatzbereich<br />

Vorteile<br />

• Für die hygienische Befüllung <strong>und</strong><br />

Druckprüfung von Trinkwasserinstallationen<br />

• Hält Bakterien bis zu einer<br />

Porengröße von 0,15 µm zurück<br />

• Ist bei allen Trinkwasserinstallationen<br />

einsetzbar<br />

Hygienefilter komplett im Koffer.<br />

Insbesondere in Gebäuden, in<br />

denen eine regelmäßige Entnahme<br />

von Trinkwasser nicht sichergestellt<br />

werden kann, wie z. B. in Hotels,<br />

Pensionen, Krankenhäusern, Altenheimen,<br />

Schulen, Turnhallen, Kasernen<br />

<strong>und</strong> auch Ferienhäusern kann<br />

eine Stagnation des Trinkwassers<br />

zur Keimvermehrung <strong>und</strong> zur Kontamination<br />

im Leitungssystem führen.<br />

Die <strong>Geberit</strong> Hygienespülung erneuert<br />

in regelmäßigen Abständen das<br />

Trinkwasser <strong>und</strong> reduziert die Stagnationszeiten<br />

im Leitungssystem.<br />

Die Spülungen werden dabei elektronisch<br />

nach vorgegebenen Parametern<br />

gesteuert, die komfortabel<br />

über das Service-Handy einstellbar<br />

sind.<br />

Einsatzbereich<br />

• In Gebäuden, Gebäudeteilen <strong>und</strong><br />

Leitungsabschnitten, in denen<br />

eine regelmäßige Entnahme von<br />

Trinkwasser nicht sichergestellt<br />

werden kann<br />

Vorteile<br />

• Regelmäßige Erneuerung des<br />

Trinkwassers <strong>und</strong> da<strong>mit</strong><br />

Verringerung des Risikos der<br />

Keimvermehrung durch stagnierendes<br />

Leitungswasser<br />

• Komfortable Steuerung<br />

• Anbindung an die<br />

Gebäudeleittechnik (R485 –<br />

Schnittstelle) möglich<br />

171


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Entsorgungssysteme<br />

<strong>Geberit</strong> Silent-db20 –<br />

der Ruhestifter<br />

Einsatzbereiche<br />

• Drucklose Abwasserinstallation<br />

nach DIN EN 12056 in<br />

Verbindung <strong>mit</strong> DIN 1986-100<br />

• Auch für Gebäude <strong>mit</strong> erhöhten<br />

Schallschutzanforderungen<br />

• Systembestandteil von<br />

<strong>Geberit</strong> Quattro<br />

Vorteile<br />

Das schallgedämmte Abwassersystem <strong>Geberit</strong> Silent-db20 aus mineralstoffverstärktem<br />

Kunststoff wird schnell, leicht, sauber <strong>und</strong> leise verarbeitet. Das hohe<br />

Eigengewicht <strong>und</strong> die Schwingungsdämpfer an den Aufprallzonen machen es<br />

zum echten Schallschlucker.<br />

• Geringes Gewicht<br />

• Schnelle <strong>und</strong> einfache Montage<br />

• Schallgedämmtes Abwassersystem<br />

• Auch für Fallleitungen in DN 90<br />

nach DIN EN 12056<br />

• Reduzierung der Schacht- <strong>und</strong><br />

Vorwandtiefe um 2 cm bei DN 90<br />

gegenüber DN 100<br />

• Mehrertrag durch Flächengewinn<br />

bei Vermietung <strong>und</strong><br />

Verkauf<br />

• Alle Dimensionen von DN 56 -<br />

DN 150<br />

172


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Entsorgungssysteme<br />

<strong>Geberit</strong> Silent-PP –<br />

das Abwassersystem zum Stecken<br />

Das Abwasser-Stecksystem<br />

Silent-PP aus robusten Dreischichtrohren<br />

in den Dimensionen DN 40,<br />

50, 75, 90 <strong>und</strong> 110 <strong>und</strong> <strong>mit</strong> hydraulisch<br />

optimierten Formstücken ist<br />

ideal im Fallstrang <strong>und</strong> zur schnellen,<br />

wirtschaftlichen <strong>und</strong> schalloptimierten<br />

Etagenanbindung im mehrgeschossigen<br />

Wohnungsbau oder<br />

durchgängig in 1-2-Familienhäusern<br />

einzusetzen. In Kombination <strong>mit</strong><br />

<strong>Geberit</strong> Silent-db20 als Fallstrang<br />

erreicht Silent-PP sehr gute Schallschutz-Werte.<br />

Einsatzbereich<br />

• Ideal im Fallstrang <strong>und</strong> zur<br />

schnellen, wirtschaftlichen <strong>und</strong><br />

schalloptimierten Etagenanbindung<br />

im mehrgeschossigen<br />

Wohnungsbau oder durchgängig<br />

in 1-2-Familienhäusern<br />

Vorteile<br />

• Hydraulik- <strong>und</strong> schalloptimiertes<br />

Abwasser-Stecksystem<br />

• Komplettes System in den<br />

Dimensionen DN 40, 50, 75, 90<br />

<strong>und</strong> 110 für erhöhte Ablaufleistung<br />

<strong>und</strong> weniger Geräuschentwicklung<br />

• Zuverlässige <strong>und</strong> dauerhafte<br />

Dichtheit durch den Einsatz der<br />

bewährten EPDM-Dichtung<br />

• Mit HT- <strong>und</strong> KG-Rohren<br />

kombinierbar<br />

173


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Entsorgungssysteme<br />

<strong>Geberit</strong> PE – für Entwässerungen jeder Art<br />

das perfekte System<br />

Die hervorragenden Materialeigenschaften<br />

<strong>und</strong> die absolut dichten<br />

Schweißverbindungen von <strong>Geberit</strong><br />

PE sind ideal für Industrie-, Labor<strong>und</strong><br />

Unterdruckregenentwässerungen<br />

sowie erdverlegte Leitungen.<br />

Einsatzbereiche<br />

• Drucklose Abwasserinstallationen<br />

nach DIN EN 12056 in Verbindung<br />

<strong>mit</strong> DIN 1986-100 sowie<br />

DIN EN 752<br />

• Verlegung innerhalb von<br />

Gebäuden<br />

• Erdverlegte Leitungen<br />

• Systembestandteil für <strong>Geberit</strong><br />

Pluvia<br />

Vorteile<br />

• Widerstandsfähig gegenüber<br />

chemischen Abwässern <strong>und</strong><br />

aggressiven Bestandteilen im<br />

Erdreich<br />

• Heißwasserbeständig<br />

• Flexibel <strong>und</strong> schlagfest<br />

• Umweltverträglich<br />

• Dichtes System durch Spiegeloder<br />

Elektromuffenschweißung<br />

• Keine zusätzlichen Maßnahmen<br />

bei Dichtheitsprüfung oder bei<br />

Regenentwässerung <strong>mit</strong> Unterdrucksystem<br />

Stumpfschweißung<br />

Reinigungsöffnung<br />

Langmuffe<br />

Übergangsstück<br />

AbzweigMAX<br />

Flanschverbindung<br />

Elektro-Schweißmuffe<br />

Formstück- <strong>und</strong> Verbindungsvielfalt für unterschiedlichste Einsatzbereiche.<br />

174


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Entsorgungssysteme<br />

<strong>Geberit</strong> Pluvia – für eine zeitgemäße Architektur<br />

Beim <strong>Geberit</strong> Pluvia Dachentwässerungssystem wird gezielt die Vollfüllung des<br />

Leitungssystems <strong>und</strong> so<strong>mit</strong> eine Selbstabsaugung durch eine Unterdruckbildung<br />

angestrebt. Die Vollfüllung wird durch einen speziellen Pluvia Dachwassereinlauf<br />

<strong>und</strong> durch den hydraulischen Abgleich des PE Abwassersystems erreicht. Das<br />

PluviaFix Befestigungssystem wurde speziell für die Montage von freiverlegten,<br />

horizontalen Regenwasserleitungen entwickelt.<br />

Einsatzbereiche<br />

• Dachaufbauten<br />

- Warmdach Leichtbau<br />

- Warmdach Massivbau<br />

- Kaltdach Leichtbau<br />

- Kaltdach Massivbau<br />

- Umkehr-/Nassdach,<br />

bekiest<br />

• Dachbegrünung<br />

- Extensiv oder intensiv<br />

• Einbau als Notüberlaufsystem<br />

Konventionelle Dachentwässerung:<br />

Dachfläche 1125 m 2<br />

6 Fallleitungen DN 100<br />

6 Dachwassereinläufe<br />

Vorteile<br />

• Kleinere Dimensionen –<br />

weniger Fallleitungen<br />

• Kostengünstig durch weniger<br />

Fall- <strong>und</strong> Gr<strong>und</strong>leitungen<br />

• Gefälleloses Verlegen der<br />

Leitungen<br />

• Weniger Gr<strong>und</strong>leitungen,<br />

Kanalanschlüsse <strong>und</strong> Erdarbeiten<br />

Pluvia Dachentwässerung:<br />

Dachfläche 1125 m 2<br />

1 Fallleitung DN 100<br />

4 Dachwassereinläufe<br />

175


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Entsorgungssysteme<br />

<strong>Geberit</strong> Aerotec90 – das intelligente<br />

Lüftungssystem<br />

Macht das System komplett: der Lüfter von<br />

<strong>Geberit</strong> Aerotec90.<br />

<strong>Geberit</strong> Aerotec90 ist ein Brand<strong>und</strong><br />

Schallschutz geprüftes Lüftungsrohr<br />

aus feuerwiderstandsfähigem<br />

mineralischem Rohrwerkstoff<br />

Vermiculite. Bei ca. 70 °C<br />

macht es die Schotten dicht.<br />

Einsatzbereiche<br />

• Einzellüftung oder Zentrallüftungsanlage<br />

• Geschosswohnungsbau<br />

• Hotels<br />

• Altengerechtes Wohnen<br />

• Entlüftung von Bädern <strong>und</strong><br />

Toilettenräumen ohne Fenster<br />

nach DIN 18017, Teil 3<br />

Vorteile<br />

• Erfüllt Brandschutzanforderungen<br />

• Kein separater Lüftungsschacht<br />

• Kostengünstige Brandschutzlösung<br />

für Dunstabzugshauben<br />

• Rohrmaterial nimmt Feuchtigkeit<br />

auf, dadurch keine Kondensatabläufe<br />

im Keller <strong>und</strong> Schwitzwasserisolierungen<br />

im Dachbereich<br />

• Sehr gute Schalldämmeigenschaften<br />

Einzellüftung <strong>mit</strong> einem Anschluss.<br />

Einzellüftung <strong>mit</strong> Doppelanschluss.<br />

Einzellüftung <strong>mit</strong> separatem Anschluss für<br />

Dunstabzugshauben.<br />

176


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Brand- <strong>und</strong> Schallschutz<br />

Brand- <strong>und</strong> Schallschutz<br />

sicher <strong>und</strong> einfach installiert<br />

<strong>Geberit</strong> Entsorgungssysteme sind für die unterschiedlichsten Anwendungen in<br />

Neubau, Renovierung oder Modernisierung ausgelegt. Alle Lösungen haben<br />

gemeinsam, dass sie im Zusammenwirken auch dem Brandschutz <strong>und</strong> dem<br />

erhöhten Schallschutz Rechnung tragen. Sie ergänzen sich dabei je nach ihrer<br />

Aufgabe am Bau zu einer nahtlosen, maßgeschneiderten Lösung.<br />

Einsatzbereich<br />

• Brand- <strong>und</strong> Schallschutz in<br />

Neubau, Renovierung <strong>und</strong><br />

Modernisierung<br />

Vorteile<br />

• Komplettes, synergetisches<br />

System für Brand- <strong>und</strong><br />

Schallschutz im Gebäude<br />

• <strong>Geberit</strong> Silent-db20: <strong>mit</strong> erhöhtem<br />

Eigengewicht <strong>und</strong><br />

Schalldämmrippen<br />

für optimale dB (A)-Werte<br />

• Akustische Entkopplung durch<br />

Systemrohrschellen<br />

• <strong>Geberit</strong> Rohrschott90 Plus:<br />

einfach zu montierende<br />

Brandschutzlösung zur Deckenoder<br />

Wanddurchführung<br />

• <strong>Geberit</strong> Rohrschott120:<br />

Brandschutzmanschette für<br />

schräge Deckendurchbrüche <strong>und</strong><br />

zur deckennahen Montage<br />

• <strong>Geberit</strong> Deckenverschlusssystem<br />

FSH90: der schnelle Deckenverguss<br />

für sicheren <strong>und</strong> einfachen<br />

Brandschutz in Deckendurchbrüchen<br />

• Isol Schalldämmmatte: umweltfre<strong>und</strong>liche<br />

Matten zur Luft- <strong>und</strong><br />

Körperschalldämmung in<br />

Problembereichen<br />

<strong>Geberit</strong> Rohrschott120: Feuerwiderstand über<br />

mindestens 120 Min. für schräge Deckendurchbrüche.<br />

<strong>Geberit</strong> Rohrschott90 Plus: Feuerwiderstand<br />

über mindestens 90 Min.<br />

<strong>Geberit</strong> Deckenverschlusssystem FSH90: nur ein Gewerk (Installateur), einfach <strong>und</strong> schnell zu montieren,<br />

alle Restöffnungen werden verschlossen, keine feuergefährlichen Materialien im Verguss.<br />

Isol Schalldämmmatte: umweltfre<strong>und</strong>liche<br />

Schalldämmmatte für Abwasserleitungen wie<br />

<strong>Geberit</strong> PE.<br />

177


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Armaturen <strong>und</strong> Spülsysteme<br />

Armaturen <strong>und</strong> Spülsysteme – mehr Sicherheit,<br />

Komfort <strong>und</strong> Ästhetik für die Öffentlichkeit<br />

Durchgängiges, attraktives Design<br />

kombiniert <strong>mit</strong> hoher Funktionalität<br />

für einen wirtschaftlichen Betrieb.<br />

Für mehr Hygiene <strong>und</strong> Wohlbefinden<br />

im halböffentlichen <strong>und</strong> öffentlichen<br />

Bereich <strong>mit</strong> WC-Steuerungen,<br />

Urinal-Steuerungen <strong>und</strong> Waschtisch-Armaturen.<br />

Einsatzbereiche<br />

• Halböffentliche <strong>und</strong> öffentliche<br />

Sanitärräume:<br />

- Autobahnraststätten<br />

- Bahnhöfe<br />

- Bürogebäude<br />

- B<strong>und</strong>eswehreinrichtungen<br />

- Einkaufszentren<br />

- Flughäfen<br />

- Gaststätten, Restaurants<br />

- Industriebetriebe<br />

- Krankenhäuser, Arztpraxen<br />

- Lebens<strong>mit</strong>tel verarbeitende<br />

Betriebe<br />

- Messeeinrichtungen<br />

- Pflegeheime<br />

- Schulen, Universitäten,<br />

Kindergärten<br />

- Sportstätten<br />

- Theater, Museen<br />

178


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Armaturen <strong>und</strong> Spülsysteme<br />

HyTronic87 WT-Armatur (IR/Netz), berührungslos,<br />

Auslauf 150 mm, <strong>mit</strong> Mischhebel.<br />

HyTronic88 WT-Armatur (IR/Netz), berührungslos,<br />

Auslauf 200 mm, <strong>mit</strong> Mischhebel.<br />

JetEX Urinal-Absaugesiphon für 1 bis 4 Liter<br />

Spülmenge.<br />

Vorteile Waschtisch­Armaturen<br />

Vorteile Urinal­Steuerungen<br />

• Minimierter Wasserverbrauch <strong>und</strong><br />

hoher Nutzungskomfort durch<br />

reaktionsschnelle IR-2-Strahl-<br />

Abtast-Technik<br />

• Glatte, reinigungsfre<strong>und</strong>liche<br />

Oberfläche für öffentlichen<br />

Bereich<br />

• Wandarmaturen HyTronic87 <strong>und</strong><br />

88 <strong>mit</strong> Intervallspülungen <strong>und</strong><br />

Energiesparmodus<br />

Vorteile WC­Steuerungen<br />

• Infrarot <strong>und</strong> elektrisch<br />

- Einfache Nachrüstung<br />

- Niederspannungsbetrieb<br />

für maximale Sicherheit<br />

- Fest einstellbare automatische<br />

Intervallspülung<br />

- Manuelle Auslösung bei<br />

Stromausfall<br />

- Verschraubbare Edelstahl-<br />

Betätigungsplatte für<br />

öffentlichen Bereich<br />

• Pneumatisch<br />

- 2-Mengen-Spülung durch<br />

Fernauslösung möglich<br />

• Berührungslose Auslösung für<br />

höchste Hygieneansprüche<br />

• Dynamische Spülzeitanpassung<br />

reduziert Spülzeit <strong>und</strong> nachhaltig<br />

den Wasserverbrauch<br />

• Einsatz im Nass- oder<br />

Trockenbau<br />

• Einstellbare Intervallspülungen<br />

gegen Trinkwasserstagnation<br />

• Mit wenigen Produktvarianten<br />

für alle baulichen Anforderungen<br />

geeignet<br />

• Verdeckte, unsichtbare <strong>und</strong><br />

da<strong>mit</strong> vandalensichere<br />

Urinal-Steuerung<br />

• Robuste Ventiltechnik<br />

Vorteile 1­Liter­Urinalsystem<br />

JetEX<br />

• Wasserkosteneinsparung > 60 %<br />

• Reduzierung der Spülmenge<br />

von 3 auf 1 Liter<br />

• Keine zusätzlichen Investitionskosten<br />

• Geprüfte Systemlösung<br />

• Effektives Funktionsprinzip <strong>mit</strong><br />

nur drei Komponenten<br />

Die verdeckte <strong>und</strong> da<strong>mit</strong> unsichtbare <strong>Geberit</strong><br />

Urinal-Steuerung.<br />

179


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Barrierefrei<br />

<strong>Geberit</strong> Barrierefrei – Systeme für die<br />

sichere Badgestaltung<br />

Gesetze, Verordnungen <strong>und</strong> Normen<br />

wie das Behindertengleichstellungsgesetz,<br />

die Landesbauordnungen<br />

<strong>und</strong> die DIN 18024/18025 setzen<br />

wichtige Standards in der barrierenfreien<br />

Sanitärraumgestaltung. Von<br />

der Badgestaltung bis hin zu funktionalen<br />

Details – <strong>Geberit</strong> bietet<br />

Lösungen, die diese Anforderungen<br />

erfüllen oder übertreffen. Die flexiblen<br />

Installationssysteme GIS <strong>und</strong><br />

Duofix System lassen sich <strong>mit</strong> wenigen<br />

Handgriffen <strong>und</strong> sinnvollem<br />

Zubehör für die barrierefreie Nutzung<br />

auch bei kleinen zur Verfügung stehenden<br />

Flächen ausrüsten. Minimale<br />

Vorwandtiefen sorgen dabei für optimale<br />

Raumausnutzung.<br />

Detaillösungen wie das höhenverstellbare<br />

Duofix Wand-WC-Element,<br />

das <strong>Geberit</strong> AquaClean (siehe Seite<br />

182) <strong>und</strong> der Unterputz-Siphon für<br />

unterfahrbare Waschtische sind wie<br />

alle unsere Produkte <strong>und</strong> Systeme<br />

ausgerichtet auf Funktionalität,<br />

Sicherheit <strong>und</strong> Wirtschaftlichkeit für<br />

Nutzer, Betreiber <strong>und</strong> Installateur.<br />

Einsatzbereich<br />

• Barrierefreie Sanitärraumgestaltung<br />

im Wohnungsbau <strong>und</strong><br />

im halböffentlichen <strong>und</strong> öffentlichen<br />

Bereich<br />

Abdeckplatten <strong>und</strong> Anschlussbogen für UP-Siphons in verschiedenen Oberflächen (abgebildete<br />

Abdeckplatten lieferbar in Kunststoff weiß, Edelstahl, Kunststoff hochglanz-verchromt).<br />

Gestalterische Freiheit, Designorientierung <strong>und</strong><br />

Funktionalität im Einklang: Installationssysteme<br />

von <strong>Geberit</strong> machen es möglich.<br />

<strong>Geberit</strong> Installationssysteme: interessante<br />

<strong>und</strong> praktische Raumlösungen fürs barrierefreie<br />

Bad.<br />

Ausgereiftes System statt mühevoll kombi niertem<br />

Kompromiss: So ungewöhnlich komfortabel<br />

werden barrierefreie Bäder nur <strong>mit</strong><br />

<strong>Geberit</strong>.<br />

180


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Barrierefrei<br />

Die barrierefreie Vorbereitung der Installationstechnik lässt sich bereits kostengünstig durch Integration<br />

von Montageplatten, beispielsweise für Stütz-Klappgriffe am WC <strong>und</strong> am Waschtisch bzw. für einen<br />

Duschsitz, bei Neubauten sowie bei Badsanierungen in der Vorwandinstallation realisieren.<br />

Mehr Flexibilität für komfortable WCs: das<br />

nachträglich höhenverstellbare Duofix Wand-<br />

WC-Element.<br />

<strong>Geberit</strong> Uniflex Ablauf für bodenebene Duschen: Normgerechte Ablaufleistung <strong>und</strong> Stilsicherheit <strong>mit</strong><br />

6 verschiedenen Designrosten.<br />

Nachrüstbar: Die neue funkgesteuerte<br />

HyTronic WC-Steuerung.<br />

Vorteile<br />

Fernauslösung über Stütz-Klappgriff oder Wandtaster.<br />

• <strong>Geberit</strong> Installationssysteme:<br />

perfekt auf die Anforderungen an<br />

barrierefreie Badgestaltung abgestimmt<br />

• Höhenverstellbares Duofix Wand-<br />

WC-Element: nachträgliche<br />

Höhenverstellbarkeit ohne<br />

Demontage der WC-Keramik<br />

• WC-Steuerungen <strong>mit</strong> Betätigung<br />

über Stütz-Klappgriff oder Taster<br />

• Unterfahrbare Unterputz-<br />

Waschtischsiphons<br />

181


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

<strong>Geberit</strong> AquaClean<br />

<strong>Geberit</strong> AquaClean.<br />

Das WC, das Sie <strong>mit</strong> Wasser reinigt.<br />

Duscharm in geschützter Position. Praktische Fernbedienung. Körperwarmer Duschstrahl. Angenehmer Warmluftföhn.<br />

<strong>Geberit</strong> AquaClean sorgt für schonende<br />

<strong>und</strong> sichere Reinigung <strong>mit</strong> frischem,<br />

körperwarmen Wasser nach<br />

der WC-Nutzung. Denn diese Art der<br />

Reinigung ist sanfter, hygienischer<br />

<strong>und</strong> gründlicher als die herkömmliche<br />

<strong>mit</strong> Papier <strong>und</strong> wesentlich komfortabler<br />

als die Benutzung eines<br />

Bidets. <strong>Geberit</strong> AquaClean gibt es als<br />

Komplettanlage <strong>mit</strong> WC-Keramik,<br />

-Sitz <strong>und</strong> -Deckel (<strong>Geberit</strong> AquaClean<br />

8000 <strong>und</strong> <strong>Geberit</strong> AquaClean<br />

8000plus) <strong>und</strong> als Aufsatz (<strong>Geberit</strong><br />

AquaClean 4000, <strong>Geberit</strong> AquaClean<br />

5000 <strong>und</strong> <strong>Geberit</strong> AquaClean<br />

5000plus) zum einfachen Nachrüsten<br />

auf die bestehende WC-Keramik.<br />

(Wasser- <strong>und</strong> Stromanschluss muss<br />

vorhanden sein)<br />

Komplettanlage: <strong>Geberit</strong> AquaClean<br />

8000plus UP.<br />

182<br />

Einsatzbereiche<br />

• Wellness­Bereich<br />

Das Bad wird immer mehr zum<br />

Ort des Wohlbefindens. Ein<br />

<strong>Geberit</strong> AquaClean vereint auf<br />

einzigartige Art <strong>und</strong> Weise das<br />

individuelle Bedürfnis nach mehr<br />

Komfort <strong>und</strong> Sauberkeit<br />

• Therapeutischer Bereich<br />

Komfortable, schonende <strong>und</strong><br />

angenehme Reinigung <strong>mit</strong> nachgewiesenem<br />

therapeutischen<br />

Nutzen<br />

• Religiöser/kultureller Bereich<br />

Möglichkeit, die tägliche rituelle<br />

Körperhygiene auszuüben<br />

Aufsatz: <strong>Geberit</strong> AquaClean 5000plus.<br />

Vorteile<br />

• Persönliche Hygiene <strong>und</strong><br />

Sauberkeit<br />

• Geruchsabsaugung (<strong>Geberit</strong><br />

AquaClean 8000plus, <strong>Geberit</strong><br />

AquaClean 5000plus <strong>und</strong> <strong>Geberit</strong><br />

AquaClean 5000)<br />

• Warmluftföhn (<strong>Geberit</strong> AquaClean<br />

8000plus, <strong>Geberit</strong> AquaClean<br />

5000plus)<br />

• Pulsierender Duschstrahl (<strong>Geberit</strong><br />

AquaClean 8000plus, <strong>Geberit</strong><br />

AquaClean 5000plus)<br />

• Oszillierender Duschstrahl<br />

(<strong>Geberit</strong> AquaClean 5000, <strong>Geberit</strong><br />

AquaClean 5000plus, <strong>Geberit</strong><br />

AquaClean 8000, <strong>Geberit</strong><br />

AquaClean 8000plus)<br />

• Weitere Komfortfunktionen über<br />

die Fernbedienung individuell einstellbar<br />

(<strong>Geberit</strong> AquaClean<br />

5000plus <strong>und</strong> <strong>Geberit</strong> AquaClean<br />

8000plus)<br />

• WC-Keramik „ceramicplus“ für<br />

einfache <strong>und</strong> schnelle Reinigung<br />

(<strong>Geberit</strong> AquaClean 8000,<br />

<strong>Geberit</strong> AquaClean 8000plus)<br />

• Einfach zu montierendes Aufsatzgerät<br />

(<strong>Geberit</strong> AquaClean 4000,<br />

<strong>Geberit</strong> AquaClean 5000, <strong>Geberit</strong><br />

AquaClean 5000plus)


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

<strong>Geberit</strong> AquaClean<br />

<strong>Geberit</strong> AquaClean im Pflegebereich –<br />

für mehr Hygiene <strong>und</strong> Komfort<br />

Wasser ist <strong>mit</strong> nichts zu vergleichen.<br />

So frisch, so sanft, so kraftvoll.<br />

Wasser gibt natürliche Reinheit.<br />

Das Prinzip Wasser <strong>mit</strong> <strong>Geberit</strong><br />

AquaClean zu erleben ist besonders<br />

wertvoll für Menschen, die in ihrer<br />

Mobilität <strong>und</strong> ihrer Beweglichkeit<br />

eingeschränkt sind. Menschen <strong>mit</strong><br />

Mobilitätseinschränkungen können<br />

sich selbstständig reinigen.<br />

Für Pfleger bedeutet das <strong>Geberit</strong><br />

AquaClean weniger belastende<br />

Bewegungen wie Bücken, Stützen<br />

<strong>und</strong> Drehen.<br />

Einsatzbereiche<br />

• Stationäre <strong>und</strong> häusliche<br />

Altenpflege<br />

• Stationäre <strong>und</strong> häusliche<br />

Krankenpflege<br />

• Stationäre <strong>und</strong> häusliche<br />

Betreuung von Menschen <strong>mit</strong><br />

Bewegungseinschränkungen<br />

Vorteile<br />

• Gründliche, sanfte <strong>und</strong> berührungslose<br />

Reinigung nach der<br />

Toilettennutzung<br />

• Zeitliche <strong>und</strong> körperliche<br />

Entlastung des Pflegepersonals<br />

oder der pflegenden Angehörigen<br />

• Respektvoller Schutz der<br />

Privatsphäre<br />

• Kostenentlastung durch Hilfs<strong>mit</strong>telnummer<br />

Fernbedienung <strong>mit</strong> Opto-Auslösung: Trotz<br />

Behinderung oder Mobili tätsbeeinträchtigung<br />

lässt sich das <strong>Geberit</strong> AquaClean über die<br />

Opto-Fernbedienung <strong>mit</strong> dem Fuß bedienen.<br />

Belastbar <strong>und</strong> stabil: Für <strong>Geberit</strong> AquaClean-<br />

Nutzer <strong>mit</strong> deutlich höherem Körpergewicht<br />

bis maximal 150 kg oder für den Einsatz <strong>mit</strong><br />

seitlicher Druckbelastung, wie z. B. beim<br />

Transfer von Rollstuhlfahrern entstehend,<br />

stehen Spezialscharniere <strong>und</strong> ein Spezial-Sitz<br />

zur Verfügung.<br />

Sitzauflage extra soft: Sicherer Schutz vor<br />

Druckstellen bei längeren Verweilzeiten.<br />

183


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Softwaresysteme<br />

Planungs- <strong>und</strong> Kostensicherheit<br />

<strong>mit</strong> <strong>Geberit</strong> Planungssoftware<br />

<strong>Geberit</strong> ProPlanner Light<br />

Die kostenlose Planungssoftware<br />

<strong>Geberit</strong> ProPlanner Light kalkuliert<br />

Material <strong>und</strong> Kosten für Sanitärwände<br />

<strong>und</strong> berechnet Trinkwasser-,<br />

Abwasser- <strong>und</strong> Heizungsinstallationen<br />

unter Einbezug von DIN 1988,<br />

DIN 12056 <strong>und</strong> DIN 1986-100.<br />

<strong>Geberit</strong> ProPlanner Light: <strong>Geberit</strong> Sanitärwände<br />

<strong>mit</strong> GIS oder Duofix schnell <strong>und</strong> exakt<br />

kalkuliert.<br />

<strong>Geberit</strong> ProPlanner Light korrigiert in den<br />

Abmes sungen automatisch, wenn das<br />

Element nicht sauber gesetzt werden konnte.<br />

Einsatzbereich<br />

Vorteile<br />

• Kalkulation von Sanitärwänden<br />

<strong>und</strong> normgerechte Planung von<br />

Trinkwasser-, Abwasser- <strong>und</strong><br />

Heizungsinstallationen<br />

• Normgerecht<br />

• Exakt<br />

• Hohe Zeitersparnis<br />

• Einfache Bedienung<br />

• Wirtschaftlich<br />

Mehr Informationen über <strong>Geberit</strong> Planungssoftware finden Sie auf www.geberit.de.<br />

184


<strong>Geberit</strong> Systeme<br />

Softwaresysteme<br />

<strong>Geberit</strong> ProPlanner<br />

Modulversionen<br />

Die <strong>Geberit</strong> ProPlanner Module<br />

Trinkwasser, Abwasser, Duofix/GIS<br />

<strong>und</strong> Pluvia bauen auf den Funktionen<br />

von <strong>Geberit</strong> ProPlanner Light<br />

auf <strong>und</strong> erweitern den Leistungsumfang<br />

um nützliche Funktionen<br />

für die Planung von der Angebotserstellung<br />

bis zur Bauleitung.<br />

Einsatzbereiche<br />

• Planung von Duofix <strong>und</strong> GIS<br />

Installationssystemen <strong>mit</strong> Rohrleitungssystemen<br />

im bemaßten<br />

2D-Gr<strong>und</strong>riss <strong>und</strong> Aufsicht <strong>mit</strong><br />

3D-Ansicht<br />

• Automatische Generierung der<br />

Trink- <strong>und</strong> Abwassersysteme<br />

<strong>mit</strong> Strangschema-Generator<br />

• Strangschema-Editor für unabhängige,<br />

direkte Planungen im<br />

Strangschema für Trink- <strong>und</strong><br />

Abwasser<br />

• Ausdruck von Stück-, Zuschnitt-,<br />

Preis- <strong>und</strong> Hydrauliklisten <strong>und</strong><br />

von Montageplänen<br />

• Unterdruck-Dachentwässerung<br />

<strong>Geberit</strong> Pluvia <strong>mit</strong> isometrischer<br />

Darstellung, Angebots-, Kalkulations-,<br />

Material- <strong>und</strong> Hydrauliklisten<br />

Software Kemper Dendrit CAD<br />

Mit der Planungssoftware Kemper<br />

Dendrit CAD lassen <strong>Geberit</strong> Ver- <strong>und</strong><br />

Entsorgungsysteme nach den maßgebenden<br />

Normen <strong>und</strong> Richtlinien<br />

planen.<br />

Einsatzbereich<br />

• Kalkulation <strong>und</strong> normgerechte<br />

Planung von Trinkwasser-,<br />

Abwasser- <strong>und</strong> Heizungsinstallationen<br />

Vorteile<br />

• Normgerecht<br />

• Exakt<br />

• Hohe Zeitersparnis<br />

• Einfache Bedienung<br />

• Wirtschaftlich<br />

ProPlanner ermöglicht die maßstäbliche<br />

Planung von Duofix <strong>und</strong> GIS-Sanitärwänden<br />

<strong>und</strong> Bauelemen ten im Gr<strong>und</strong>riss (Bild) oder im<br />

Aufriss.<br />

Volumenstromberechnung <strong>mit</strong> Kemper Dendrit<br />

CAD.<br />

Berechnung des Hygienesystems von Kemper<br />

Dendrit CAD.<br />

185


186


Referenzobjekte<br />

Privater Wohnungsbau ..................................188<br />

Sanierung im Bestand – Einfamilienhaus . . ..............188<br />

Sanierung im Bestand – Zweifamilienhaus ...............190<br />

Wohnungsbau .........................................192<br />

Neubau Stadtquartier <strong>mit</strong> 255 Wohneinheiten . ...........192<br />

Sanierung von acht Mehrfamilienhäusern . ...............194<br />

Sanierung eines Mehrfamilienhauses . . .................196<br />

Halböffentlicher Bereich .................................198<br />

Generationenhaus West Stuttgart . . ...................198<br />

HighLight Munich Business Towers, München . . . .........200<br />

Hotel Atlantic Sail City, Bremerhaven . ..................202<br />

Hotel Strandgut, St. Peter-Ording .....................204<br />

Öffentlicher Bereich. ....................................206<br />

EnerGon Passivhaus, Ulm . . .........................206<br />

Gottlieb-Daimler-Stadion, Stuttgart. . . ..................208<br />

Denkmalgeschütztes Fachwerkhaus, Ahlen/Westfalen . .....210<br />

Industrieller Bereich ....................................212<br />

geobra Brandstätter Produktionsstätte, Dietenhofen . . .....212<br />

Knauf Logistikzentrum, Iphofen . . .....................214<br />

187


188


Referenzobjekte<br />

Privater Wohnungsbau<br />

Einfamilienhaus<br />

Baujahr/Sanierung: Oktober 2004<br />

Ort: Bielefeld<br />

Architekt/Planer: Rene Pier,<br />

Schienbein + Pier, Stuttgart<br />

Produkte: <strong>Geberit</strong> GIS, <strong>Geberit</strong><br />

Betätigungsplatten<br />

In diesem geräumigen Haus entstanden<br />

ein Eltern-, ein Kinderbad<br />

sowie ein Gäste-WC – maßgeschneidert<br />

<strong>und</strong> konsequent umgesetzt<br />

<strong>mit</strong> <strong>Geberit</strong> Vorwandsystemen,<br />

Unterputzspülkästen <strong>und</strong> Betätigungsplatten.<br />

Zwei Waschtische<br />

wurden an einem freistehenden<br />

<strong>Geberit</strong>-Element angebracht.<br />

Die überdimensionale Spiegelrückwand<br />

wurde vor der Montage<br />

bereits <strong>mit</strong> Bohrungen versehen <strong>und</strong><br />

erst dann an die <strong>Geberit</strong> Vorwandinstallation<br />

geklebt.<br />

189


Der Eigentümer des Zweifamilienhauses<br />

wollte ursprünglich nur die<br />

sichtbaren Teile in Bad <strong>und</strong> WC<br />

austauschen lassen – bis ihn die<br />

attraktive Raumaufteilung in der<br />

Vorplanung <strong>mit</strong> <strong>Geberit</strong> GIS, bei<br />

unverändertem Gr<strong>und</strong>riss, überzeugte.<br />

Nach genauem Aufmaß der örtlichen<br />

Gegebenheiten wurden<br />

sämtliche GIS Vorwände, auch im<br />

Bereich der Badewanne <strong>und</strong> hinter<br />

den Duschwänden, in der Werkstatt<br />

vorgefertigt.<br />

190


Referenzobjekte<br />

Privater Wohnungsbau<br />

Zweifamilienhaus<br />

Baujahr/Sanierung: 2004<br />

Ort: Ahlen/Westfalen<br />

Bauherr/Eigentümer: Gemeinnützige<br />

Bauverein eG zu Ahlen<br />

Architekt/Planer:<br />

Bauverein Glückauf GmbH (Tochter<br />

der RAG Immobilien), Ahlen<br />

Installateur:<br />

Schmidtmeier GmbH & Co. KG,<br />

Ahlen<br />

Produkte:<br />

<strong>Geberit</strong> Mepla, Silent-db20, GIS<br />

Aufgabe/Besonderheiten:<br />

Einschnitte in die Privatsphäre sollen<br />

so knapp wie möglich gehalten<br />

werden. Wenig Lärm <strong>und</strong> Schmutz.<br />

Innovative, qualitative <strong>und</strong> zeitsparende<br />

Bauleistung aus einer Hand,<br />

Vorfertigung.<br />

191


Im Gesamten entstanden 255<br />

Wohneinheiten, davon:<br />

219 barrierefreie Mietwohnungen,<br />

2 Wohngruppen <strong>mit</strong> je 9 Pflegewohnplätzen,<br />

2 ambulant betreute<br />

Wohngruppen <strong>mit</strong> je 8 Personen,<br />

1 ambulant betreute Wohngruppe<br />

<strong>mit</strong> 7 Personen für demenzerkrankte<br />

Menschen, 2 Wohnungen für Übergangspflege<br />

oder Gäste <strong>und</strong> ein<br />

Stadtteiltreff.<br />

192


Referenzobjekte<br />

Wohnungsbau<br />

Wohnsiedlung Südliche Furth,<br />

Neuss<br />

Auf dem Areal des ehemaligen<br />

Containerbahnhof Neuss errichtete<br />

die Neusser Bauverein AG<br />

die Wohnsiedlung Südliche Furth.<br />

Baujahr: 2007<br />

Ort: Neuss, ehemaliger<br />

Containerbahnhof<br />

Bauherr: Neusser Bauverein AG<br />

Architekt: Architektur- <strong>und</strong><br />

Stadtplanungsbüro Agirbas &<br />

Wienstroer<br />

Produkte: <strong>Geberit</strong> Quattro (<strong>Geberit</strong><br />

GIS Tragsystem, <strong>Geberit</strong> Mapress<br />

Edelstahl <strong>und</strong&