Baumaschinen Baugeräte Baufahrzeuge - SBM Verlag GmbH

sbmverlag

Baumaschinen Baugeräte Baufahrzeuge - SBM Verlag GmbH

11

November 2013

www.baumagazin.eu

Das Fachorgan für

Baumaschinen Baugeräte Baufahrzeuge

bau MAGAZIN 11/2013

Im Blickpunkt

Liebherr: Eigene Komponenten

garantieren Unabhängigkeit

Straßenbau & Straßensanierung

Wirtgen: Neue Spezialisten

für den Betoneinbau

Erdbewegung

Komatsu: Raupe D61i-23 mit

vollautomatischer Schildsteuerung


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40 | Schmölz Schachtfix und Baugeräte | Verbaugreifer

macht manuelles Anschlagen und Abhängen

der Ketten unnötig

41 | BKT – Bohnenkamp | Lauffläche des neuen

Earthmax-Reifen SR 41 soll für eine größere Steifheit

der Stollen sorgen

42 | Motec | Die neuen digitalen HD-Kameras für den

Heavy-Duty-Einsatz versprechen eine bislang

unerreichte Bildqualität

43 | Carlights.de | Der neue Monitor CM-MRFS72

erleichtert durch die Distanzlinien-Anzeige und vier

Kamerakanäle das Rangieren

Straßenbau und Straßensanierung ab Seite 46

Das als Steinfräse, Steinbrecher, Asphaltfräse und Bodenstabilisierer einsetzbare Multifunktionsgerät

MTH 225 von FAE überzeugte beim Bau der neuen TGV-Trasse Tours – Bordeaux (S. 67).

46 | Wirtgen | Gleitschalungsfertiger bieten eine

große Vielfalt und hohe Qualität im Betoneinbau

48 | Belidor – Noggerath | Neuer Antriebsgiebel

mit Benzinmotor im Betonflächenfertiger Variant SG

November 2013

6 | Editorial

8 | Zum Titel – Terratest | Mit dem Leichten Fall -

gewichtsgerät Terratest 5000 Blu bietet Terratest ein

Produkt an, das auf eine Kabelverbindung verzichtet

und die Messwerte via Bluetooth von der Lastplatte

zur Messelektronik überträgt – und so im Handumdrehen

exakt Aufschluss gibt über die Verdichtungsqualität

des Bodens.

10 | Namen und Neuigkeiten | Baubranche aktuell

Im Blickpunkt ab Seite 18

18 | Liebherr | Nach dem Rekordumsatz in Höhe von

9,09 Mrd. Euro im vergangenen Jahr, rechnet die

Firmengruppe Liebherr in diesem Jahr mit einem

Umsatz »leicht unter Vorjahresniveau«. Das hat Stefan

Heissler, der als Vorstandsmitglied der Liebherr International

AG in Bulle (Schweiz) unter anderem die

Unternehmenskommunikation verantwortet, vor der

internationalen Fachpresse im Rahmen der Liebherr-

Infor mationsfahrt im badischen Ettlingen erklärt.

Grund dafür seien die gesamtwirtschaftlichen

Rahmen bedingungen, die sich 2013 nicht verbessert

hätten. »Dass wir trotzdem den zweithöchsten

Umsatz in der Unternehmensgeschichte erwirtschaften

werden, ist Ausdruck unseres konstanten

Wachstums in den vergangenen Jahren und darauf

können wir stolz sein«, sagte er.

Erdbewegung ab Seite 24

24 | Hyundai Heavy Industries | Kurzheckbagger

235LCR-9 überzeugt durch seinen sehr kleinen

hinteren Schwenkradius

26 | Doosan Infracore Europe | Vier DA30-Muldenkipper

und ein Kettenbagger DX490LC-3 beim Ausbau

der B 2 im Einsatz

4 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13

28 | Wacker Neuson | Zwei Kabinendumper des Typs

3001 transportieren unter härtesten Bedingungen

Material aus einer Mine im chilenischen Tocopilla

31 | Pirtek | Mobiler Hydraulikservice unterstützt

die Bauarbeiten an Flutmulde zum Rhein

33 | Trimble | Essential Kit als bedienungsfreundliches

Basispaket für die Baustellenpositionierung

34 | MOBA | Baggersystem Xsite Link beim chine -

sischen »Süd-Nord Wassertransferprojekt« im Einsatz

36 | Rädlinger | Verschiedene Schnellwechselsysteme

für spezielle Anforderungen

37 | Holp | QuickOn-Zange ermöglicht einen

einfachen Kuppelvorgang auch unter hohem

Restdruck

38 | Lehnhoff Hartstahl | Hydraulische Universal-

Schwenklöffel HB-R und HB-G optimieren Erd- und

Böschungsarbeiten

39 | Seppi M | Baggermulcher BMS mit neuen

Werkzeugen, mehr Leistung und einem neuen Design

30

Komatsu | Mit der vollautomatisierten

Schildsteuerung der D61i-23e kann jetzt auch das

Grobplanum automatisiert werden

49 | Volvo Construction Equipment | Straßen -

fertiger P6820C punktet durch Leistung, Produktionskapazität

und Präzision

50 | Ammann | Radfertiger AFW 270 E ist speziell für

kleinere und mittlere Baustellen entwickelt worden

52 | Vögele | Mit einer Armada an Straßenfertigern

die Start- und Landebahn in Bremen erneuert

55 | Fliegl | Mit Fliegl-Abschiebetechnik die extrem

belastete A 100 in Berlin saniert

58 | Asenkerschbaumer | Thermisch isolierte

Asphaltmulden sollen für mehr Nachhaltigkeit im

Straßenbau sorgen

62 | Bomag | Die fünfte Generation knickgelenkter

Tandemwalzen ist mit allen drei Verdichtungssystemen

verfügbar

63 | JCB Vibromax | Tandem-Vibrationswalzen

sollen hinsichtlich der Produktivität Maßstäbe setzen

64 | Volvo Construction Equipment | Mit den

neuen SD-Walzenzügen in weniger Durchgängen eine

höhere Materialdichte erreichen

65 | Weber Maschinentechnik | Bodenverdichter

CR 9 will durch Laufruhe und einfache Handhabung

punkten

66 | MOBA | Mit dem Walzensystem MCA-2000

qualitativ hochwertige Walzergebnisse erzielen

69 | HEN | Effiziente und kostensparende Asphalt -

sanierung mit der Anbaufräse RBM S 2300

70 | Kutter | Eine Profilfräse für Fels und Beton auf

der Basis der Wirtgen-Großfräse W 2200 entwickelt

71 | Lissmac | Knickgelenk im Compactcut 600

ermöglicht besonders effizientes Fugenschneiden


72 | Wirtgen | Neue Rundschaftmeißel sollen Leistung und

Wirtschaftlichkeit der Kaltfräsen weiter steigern

73 | Breining | Neuer Fahrwerksantrieb erhöht die Steig -

fähigkeit und damit die Mobilität des Mono 500 AFU-2

75 | Linetech | Neue Betonschutzwand LT 105 mit geringem

Platzbedarf und hohem Sicherheitsniveau

76 | Towerlight | Mit dem neuen Hybrid-Lichtmast ist eine

unabhängige Beleuchtung über 30 Tage möglich

76 | Idrobenne bei Riedelsberger | Mit der KSG-Zange

sind Bordsteine mit dem Minibagger einfach zu verlegen

90 | Vereinigte Filzfabriken | Besonders weiche Polypro -

pylenbeschichtung des neuen SP-Liner XF ermöglicht

schwierige Rohrsanierung

92 | SEKISUI SPR Europe | Mit dem Wickelrohrverfahren

einen 220 m langen Abwasserkanal in Ansbach saniert

Schalung und Gerüste – Betonbau ab Seite 94

94 | Harsco Infrastructure | Anspruchsvolle Traggerüst -

lösungen für die neue Pariser Philharmonie

95 | Meva | Wand- und Deckenschalung Alufix bewähren

sich beim Wohnungsbau in Kolumbien

86

Max Streicher | Verschiedene Verfahren kommen beim

Bau einer neuen Erdgasleitung in Frankreich zum Einsatz

Kanal- und Rohrleitungsbau ab Seite 78

78 | Betek | Mit HiPro und DoPro zwei neue Meißelbaureihen

für Grabenfräsen im Portfolio

80 | BSB Saugbagger und Zweiwegetechnik | Bagger -

anbaugerät TC2 Tin Bin bietet eine effektive Staubbindung

81 | HS-Schoch | Mit dem Rohrschieber Rohre präzise

positionieren und ineinander verschieben

82 | Bergmann | Dumper 2040R sorgt für einen wirtschaftlichen

Transport auch auf engen Kanalbaustellen

83 | Vogt Baugeräte | Druckluft-Spaten und -Hammer

vereinfachen die Handschachtung signifikant

84 | Rehau | Mit der Rohrkupplung Awadukt-Flex-Connect

lassen sich eine Vielzahl unterschiedlicher Werkstoffe

verbinden

84 | Simona | Mit den neuen coextrudierten PE-100-Rohren

lassen sich neuartige Einsatzmöglichkeiten erschließen

87 | Hobas | Mischwasserspeicher in Cottbus mit

GFK-Sonderprofilen saniert

88 | Trelleborg Pipe Seals | Mit dem MtH-System die

Hausanschlussleitungen des Europäischen Patentamtes

erneuert

89 | Mennicke Rohrbau | Mit dem Close-Fit-Lining die

Eingriffe in die Natur minimiert

97 | Ischebeck | Mit dem System Titan HV eine komplexe

Schalungsaufgabe beim Rostocker Uni-Neubau gemeistert

98 | Mayer Schaltechnik | Teleskop-Trägerschalungssystem

Primax erleichtert anspruchsvolle Schalungsarbeiten

100 | BAM | Vorkonfektionierte Bewehrungselemente

verkürzen die Verlegezeit um rund 30 Prozent

102 | Liebherr | Autobetonpumpe 47 M5 XXT mit

optimiertem Mast und innovativer Abstützung

Bau- und Nutzfahrzeuge ab Seite 105

106 | Doll | Mit dem neuen Teleskop-Sattelauflieger Panther

S8E einen schweren Generator nach Mazedonien transportiert

108 | TII Group | 56 Achslinien des Typs K25 SPE trans -

portieren 880 t schweren und 91 m langen Raffinerie-Turm

110 | Palfinger | Langholzkran Epsilon S 260 L und das

ratioplus-Lenksystem sorgen für Präzision

112 | Goldhofer | Das Space Shuttle »Enterprise« macht sich

mit den Schwerlastmodulsystemen vom Typ THP/SL auf seine

letzte Reise

113 | AL-KO | Die Neuheit »AAA Premium Brake« sorgt für

eine automatische Nachstellung der Bremsbeläge

115 | Spanset | Das modulare Truxafe-System sorgt für

einen sichereren Transport von Big Bags

Tipps für Unternehmen

118 | DHPG | Was bei den von Januar 2014 an geltenden

neuen Regeln für Dienstreisen zu beachten ist

Rubriken

119 | Impressum

120 | Aktuelles | Händler-Nachrichten, Jubiläen,

Veranstaltungen, Auszeichnungen

126 | Messen, Seminare und Termine

128 | Auf einen Blick | Redaktionsverzeichnis: Kontaktadressen

130 | Branchenführer, Mietparkwegweiser, Verkäufe

und Gesuche | Der bauMAGAZIN-Anzeigenmarkt

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Editorial

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Natürlich ist das »No« zu Olympia

2022 nachzuvollziehen, und natürlich

braucht Deutschland diese Winterspiele

nicht. Nicht zu den Bedingungen

eines Internationalen Olympischen Komitees

(IOC), dem wie dem Weltfußballverband

FIFA zurecht der Ruf anhaftet, nur an

eigenen, möglichst hohen Profiten interessiert

zu sein. Doch diese gescheiterte

Bewegung steht auch symbolisch dafür,

dass die Bürger immer weniger gewillt sind,

Großereignisse oder Großprojekte einfach

so hinzunehmen und durchzuwinken, weil

die Politik, die Wirtschaft oder – wie im

Falle von München – der Sport diese

befürworten. Denn es ist richtig, nachzufragen

und nachzuhaken, ob dieses oder

jenes überhaupt Sinn macht und auch

bezahlbar ist. Nur zu oft in der Vergangenheit

wurde mit unrealistischen Planungsansätzen

der Öffentlichkeit etwas vorgegaukelt,

die aus allen Wolken fiel, als die

tatsächlichen Belastungen und Kosten

bekannt wurden.

Beispiele dafür gibt es zu genüge, vor

allem auch in jüngster Zeit: die Elbphil -

harmonie in Hamburg, der Berliner Flughafen

oder das Projekt Stuttgart 21 sind die

bekanntesten. Nicht zu vergessen die eine

Mehr Mut und Kraft

zur Neugestaltung

Große Ereignisse oder Projekte werfen ihre Schatten voraus. Und manchmal sind diese Schatten

so übermächtig und legen sich über ein Ereignis oder ein Projekt, sodass dieses schon im Ansatz

scheitert. Jüngstes Beispiel ist das Votum gegen eine Bewerbung um die Olympischen Winterspiele

2022 in München. Dabei mögen die Argumente der Olympia-Gegner durchaus berechtigt gewesen

sein; doch kann man sich in diesem Zusammenhang und angesichts anderer Beispiele durchaus

auch die Frage stellen: Ist die Verteidigung des Status quo, ist die Angst vor Neuem und die

mangelnde Risikobereitschaft mittlerweile so in unserer Gesellschaft manifestiert, dass man

heute viel leichter und viel öfter gegen etwas ist als dafür? Fehlt also grundsätzlich der Mut oder

die Kraft zur Neu gestaltung, weil die Sorge überwiegt, Bestehendes aufgeben zu müssen? Das

allerdings würde dem Gemeinwesen langfristig eher schaden, als dass es ihm nutzt. Denn eine

Weiterentwicklung fände nicht statt.

oder andere ICE-Trasse, der eine oder

andere Kanal – ganz zu schweigen von Autobahnen

oder Umgehungsstraßen. Immer

wieder werden Millionen, manchmal Milliarden

an öffentlichen Geldern für falsche

Projekte an falschen Orten verpulvert. Und

das hat was mit mangelnder Transparenz,

mit den für Laien unverständlichen Genehmigungsverfahren

und mit Finanzierungsplänen

zu tun, die das Papier nicht wert

sind, auf denen sie formuliert wurden.

Deshalb ist es für die Zukunft un -

umgänglich, dass im Vorfeld eines Großereignisses

oder eines Großprojekts realistische

Zahlen und Fakten kommuniziert,

diskutiert und bewertet werden unter

Berücksichtigung der Vereinbarkeit von

Ökologie und Ökonomie. Dann käme es vielleicht

auch nicht dazu, dass Unsummen für

Fledermausbrücken ausgegeben werden

müssen, wie unlängst im oberschwäbischen

Biberach geschehen. Rund

400 000 Euro kosten die zwei Flugkorridore

über die neue Nordwest-Umfahrung,

obwohl der Praxistest noch aussteht. Denn

keiner weiß, ob die nachtaktiven Tiere die

Querungshilfe überhaupt annehmen. Für

Fußgänger übrigens sind die beiden Brücken

nicht zugelassen.

Aber von solchen Absurditäten einmal

abgesehen: Den Mut, Neues zu denken und

dann nach Abwägung aller Für und Wider

vielleicht auch zu wagen, sollte man nicht

verlieren. Diese Gefahr aber besteht, wenn

Selbstgefälligkeit, Bequemlichkeit und das

Sankt-Florians-Prinzip immer öfter eine

unheilige Allianz bilden. Bei der gescheiterten

Olympia-Bewerbung gab es in der

Tat nachvollziehbare Gründe für die Ablehnung.

Und doch kann man sich fragen: War

nicht auch München ’72 ein gewaltiger

Kraftakt, für den es heute keine Zustimmung

mehr geben würde? Dabei prägt das

Olympia-Image die Stadt bis heute, wurde

mit dem Bau des S- und U-Bahn-Netzes

begonnen, das niemand mehr missen will.

Womit wir beim Thema Infrastruktur

und Koalitionsverhandlungen wären. Dort

bestimmte zuletzt die Einführung einer

Pkw-Maut die Debatte. Dabei geht es nicht

allein darum, den Verkehrsetat – aus welchen

Quellen auch immer – um die in der

Tat notwendigen Milliarden aufzustocken.

Effizienter wäre eine neue Struktur in der

Finanzierung von Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen.

Vorschläge dazu hat eine

Kommission unter dem Vorsitz des

früheren Bundesverkehrsministers Kurt

Bodewig vorgelegt (siehe auch Seite 57).

Danach soll ein vom Parlament eingerichtetes

Sondervermögen dazu dienen, die jahrelang

vernachlässigten Investitionen in

den Erhalt der Infrastruktur zu finanzieren.

Allerdings müssten die Länder bei jedem

Vorhaben den Bedarf und die Dringlichkeit

anhand eines exakten Zustandsberichts

nachweisen. Eine Art Prioritätenliste also –

dank der zielgerichtet und schnell saniert

werden könnte.

Sollten Sie zu unseren Themen in dieser

Ausgabe – die Sie natürlich auch in unserem

Online-Portal unter www.baumagazin.eu

finden – Anregungen haben oder Wünsche,

schreiben Sie uns per E-Mail unter

baumagazin @ sbm-verlag.de. Wir freuen

uns über jede Zuschrift. In diesem Sinne

eine unterhaltsame Lektüre wünscht Ihnen

Ihr

Michael Wulf

Chefredakteur

6 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


Schwieriges Gelände ist seine Arena.

Der Arocs. Die neue Kraft am Bau.

Kompromisslos stark. Überragend robust. Beeindruckend effizient: der neue Arocs ist ein echtes

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Zum Titel

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> TERRATEST

Leichtes Fallgewicht jetzt mit Bluetooth

Das Leichte Fallgewichtsgerät von Terratest gibt als kompaktes Messgerät im Handumdrehen Aufschluss über die

Verdichtungsqualität des Bodens im Erd-, Straßen- und Leitungsbau. Bei bisher üblichen Fallgewichtsgeräten wird

die Lastplatte mit der Messelektronik verkabelt, oft ein schwieriges Unterfangen, wenn man bedenkt, dass Leichte

Fallgewichtsgeräte oft unter beengten Platzverhältnissen im Leitungsgraben verwendet werden. Das Messkabel

baumelt oft störend im Weg, außerdem bildet die Kabelverbindung mit den Buchsen vor allem an der Lastplatte den

reparaturanfälligsten Schwachpunkt des Gerätes. Das neue Modell Terratest 5000 Blu verzichtet hingegen gänzlich

auf diese Kabelverbindung. Die Messwerte werden via Bluetooth von der Lastplatte zur Mess elektronik übertragen.

Die Funkverbindung erfolgt auf Knopfdruck, das Paaring dauert weniger als eine Sekunde.

Wir haben die neuesten Komponenten

der Bluetooth-

Technologie verwendet und

größten Wert auf ein schnelles

Paaring gelegt«, betont Dr. Bernhard

Korsch, Entwicklungsleiter

bei Terratest in Berlin. »Die ausschließlich

positive Resonanz

bei den Kunden und das enorme

Interesse an dem Gerät zeigen

uns, dass wir mit der Bluetooth-

Entwicklung voll ins Schwarze

getroffen haben«, so Korsch weiter.

Terratest bietet das nach eigenen

Angaben weltweit einzige

Leichte Fallgewichtsgerät an,

das via Bluetooth arbeitet. Ohne

Kabel kann die Elektronikbox autark

vom Fallgewicht beispielsweise

außerhalb des Leitungsgrabens

positioniert werden.

»Voice-Navigation«

und Dauermessbetrieb

Dank Bluetooth-Datenübertragung

wurden auch »Voice-Navigation«,

Dauermessbetrieb und

»Magic-Eye« möglich. Alle drei

machen Terratest 5000 Blu zu einem

Messsystem, das schnell,

präzise und anwenderfreundlich

die Verdichtungsqualität auf

der Baustelle ermittelt.

»Voice-Navigation« führt mit

gesprochenen Anweisungen

durch den Messmodus und unterstützt

eine fachgerecht Messung

von Beginn an. Außerdem

muss ein Anwender nicht mehr

unmittelbar auf das Display des

Messgerätes schauen, da ihm die

Anweisungen »zugerufen« werden.

Wird das Gerät im Dauermessbetrieb

betrieben, kann

man Messungen mit der Mechanik

starten. Starkes Einklinken

des Fallgewichts oben an der

Führungsstange startet den

Messbetrieb, sodass man sich

bis zu 10 m von der Messelektronik

entfernen kann. Dadurch

kann der Bediener eine Vielzahl

von Messungen ausführen, ohne

zwischendurch immer wieder

den Messcomputer bedienen zu

müssen.

Unterstützend zur Sprachführung

verfügt das Gerät über

ein »Magic-Eye« an der Lastplatte,

das die jeweilige Bereitschaft

„Bluetooth OK«, »Messbereit«

und »Stand by« optisch über rote,

grüne oder blaue LED anzeigt.

Die Lastplatte mit der integrierten

Messelektronik übermittelt die

Messergebnisse via Bluetooth.

Das »Magic Eye« zeigt die unterschiedlichen

Bereitschaftsmodi

durch unterschiedliche Farben an.

TERRATEST

Terratest 5000 Blu überträgt die

Messwerte via Bluetooth, auf die

Kabelverbindung kann gänzlich

verzichtet werden.

»Must Have«-Ausstattungen

Beim Kauf eines Leichten Fallgewichtsgeräts

sollte, so betont

Korsch, immer auch auf die Qualität

der Sromversorgung geachtet

werden, da Geräte mit R6-

Batterien oder R6-Akkus schnell

an ihre Grenzen stoßen würden.

»Hier ist in jedem Fall ein Gerät

mit leistungsstarkem Bleiakku

zu bevorzugen, da dieser als

nicht so kälteempfindlich beim

Einsatz in der kalten Jahreszeit

gilt«, betont der Entwicklungsleiter.

Besonders hervorzuheben

sei zudem, dass ein Leichtes Fallgewichtsgerät

heutzutage über

ein GPS-System verfügen sollte,

da bereits viele öffentliche Auftraggeber

und Ingenieurbüros

Messungen ohne GPS-Koordinaten

nicht mehr anerkennen. »Außerdem

wird die Rechtssicherheit

durch ein GPS-System erhöht,

wenn es beispielsweise im

Nachhinein um die Beweisbarkeit

einer fachgerechten

Verdichtung geht.« Terratest

5000 Blu verfügt

auch über ein präzises

GPS-System, einen integrierten

Drucker für

Baustellenausdrucke, eine

SD-Karte als externes Speichermedium

sowie einen Texteingabemodus.

Als weiterer Pluspunkt gilt

die kompakte, geschützte Bauweise.

Die Elektronikbox Robusta

bleibt während der Messung

auf der Baustelle geschlossen

und wird über Außentaster bedient.

So ist die Elektronik gegen

Staub, Regen und Schmutz auf

der Baustelle geschützt.

Software für Eigenüberwachung

Bei der Anschaffung eines Neugeräts

sollte auch Wert auf eine

benutzerfreundliche, intelligente

Software zur Auswertung und

Archivierung der Messdaten ge-

Die ausschließlich positive

Resonanz bei den Kunden und das

enorme Interesse an dem Gerät

zeigen uns, dass wir mit der

Bluetooth-Entwicklung voll ins

Schwarze getroffen haben.«

Dr. Bernhard Korsch,

Entwicklungsleiter bei Terratest in Berlin

legt werden. »Terratest 2.0 erfüllt

alle Vorgaben der obligatorischen

Eigenüberwachung gemäß

ZTV E und ZTV A in Bezug

auf die Verdichtungsmessung.

Verdichtungsnachweise können

dadurch von ausführenden Tiefbaufirmen

selbst erbracht werden,

ohne dass externe Prüflabors

beauftragt werden müssen«,

so Korsch. Ein Vorteil, der

den Anschaffungspreis des Gerätes

von unter 4 000 Euro relativ

schnell amortisieren lasse. ●

8 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


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Namen und

Neuigkeiten

Baubranche aktuell

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> VOLVO CONSTRUCTION EQUIPMENT:

Pat Olney geht

zum Ende des Jahres

Pat Olney, derzeit noch Präsident von Volvo

Construction Equipment, wird das Unternehmen

zum Jahresende verlassen. Er strebt

eine neue Herausforderung bei einem großen

US-Maschinenbauunternehmen an, das

jedoch nicht in Konkurrenz zum bisherigen

Arbeitgeber stehen soll.

Olney (44) war seit 1996 bei Volvo CE und hatte einige wichtige Top-

Management-Positionen in den Bereichen Finanzen, Produktion und

Betriebsleitung inne bevor er zum Präsidenten von Volvo CE im Mai

2011 ernannt wurde. Er blicke, so Olney, auf eine lange und bereichernde

Karriere bei Volvo zurück. »Die Entscheidung fiel mir nicht

leicht.« Er habe aber immer den Wunsch gehabt, nach Nordamerika

zurückzukehren und die sich ihm nun gebotene Gelegenheit »war

einfach zu gut, als dass ich sie nicht annehmen würde«.

Olof Persson, Präsident und CEO der Volvo Group, bedankte sich für

Olneys Leistungen für Volvo. Er bedaure dessen Entschluss, das Unternehmen

zu verlassen. »Gleichzeitig verstehe ich und respektiere den

Wunsch, aus beruflichen und privaten Gründen nach Nordamerika

gehen zu wollen.« Wie Volvo CE informiert, habe die Suche nach einem

Nachfolger für Pat Olney bereits begonnen. ●

> TEREX CRANES:

Terex warnt

vor Produktfälschungen

WULF

Pat Olney, noch

Präsident von Volvo

CE, verlässt das

Unternehmen.

Terex Cranes geht derzeit aktuellen Berichten über Plagiate von

Terex-Raupenkranmodellen aus China nach. Wie bereits bei

ähnlichen Vorfällen im Jahre 2011 war erneut der Gittermast-

Raupenkran Terex CC 2500-1 das Ziel der Produktkopierer.

Die Maschinen werden montiert, als Markenware gekennzeichnet und,

so informiert der Hersteller, als gebrauchte Geräte weit unter dem

Marktwert angeboten. Die Mehrheit der bis jetzt gefundenen Plagiate

ist rot lackiert und wird unter der Terex-Marke Demag angeboten.

Von dieser neuesten Welle der Kran-Piraterie sollen laut Terex insbesondere

die Märkte in den asiatischen Ländern wie China, Südkorea,

Singapur, Indien und Pakistan betroffen sein. »Wir wissen von drei

verschiedenen ›Ausführungen‹ des CC 2500-1 auf dem Markt und es

wurden mindestens neun oder zehn gefälschte Krane verkauft, die

alle aus China stammen«, berichtet Klaus Meissner, Director of

Product Integrity bei Terex Cranes. »Die Situation ist durchaus ernst,

nicht nur, weil hier unser geistiges Eigentum verletzt wird, sondern

vor allem, weil dies ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko für unsere

Kunden darstellt. Der Einsatz dieser minderwertigen Kopien kann

tödliche Folgen haben.« Terex hat eine E-Mail-Adresse für Kunden

eingerichtet, die sich der Echtheit eines Krans versichern wollen, den

sie bereits gekauft haben oder zu kaufen beabsichtigen. Kunden

können eine E-Mail an terexcranes. brandcheck@ terex. com senden

und hier ihre Fragen zu einem bestimmten Kranmodell stellen. ●

> HUESKER GRUPPE:

Tochtergesellschaft

in Russland gegründet

Die Huesker Gruppe mit Stammsitz im

westfälischen Gescher hat eine neue Tochtergesellschaft

in Moskau gegründet. Als ein

führender Hersteller von Geokunststoffen ist

die Gruppe in den Bereichen Erd- und

Grundbau, Straßen- und Verkehrswegebau,

Wasserbau, Umwelttechnik sowie in der

Stanislav Khmelnitskiy

ist Geschäftsführer

von Huesker OOO.

Industrie- und Agrarwirtschaft tätig. Die Geschäftsführung der

neuen russischen Tochter Huesker OOO übernimmt Stanislav

Khmelnitskiy.

Der gebürtige Moskauer Khmelnitskiy bringt langjährige Management-

Erfahrungen auf dem Gebiet der Technischen Textilien sowie im

Maschinenbau mit. »Unser Ziel ist es, die Aktivitäten in der Eurasischen

Zollunion weiter aus zubauen und in den nächsten Monaten weitere

Geschäftsfelder zu erschließen«, so Khmelnitskiy über die zukünftige

Ausrichtung der Unternehmensgruppe. Neben Wachstumsplänen und

der Intensivierung bestehender Partnerschaften sollen Lagerkapazitäten

geschaffen werden, um noch flexibler auf Anfragen reagieren zu

können. »Ein weiterer Schwerpunkt wird im Bereich der Beratung

liegen«, so Khmelnitskiy.

Nach langjährigen Geschäftsbeziehungen in den eurasischen Raum

ergänzt die Huesker Gruppe mit Huesker Russland sein Netzwerk um

einen zusätzlichen wichtigen Baustein. Neben weiteren Tochtergesellschaften

in Großbritannien, Spanien, Italien, Frankreich, den Niederlanden,

USA und Brasilien arbeitet Huesker mit Handels- und Vertriebspartnern

sowie eigenen Repräsentanzen in über 60 Ländern eng

zusammen. ●

> MANITOU – YANMAR:

Yanmar und Manitou erweitern

strategische Allianz

Das japanische Unternehmen Yanmar und der französische

Baumaschinenhersteller Manitou wollen ihre Zusammenarbeit

weiter stärken. Ende Oktober übernahm deshalb Yanmar 6,26 %

der Aktien an Manitou BF.

Schon seit 2012 arbeiten beide in Nordamerika zusammen. So

vertreibt Manitou Americas die Kompaktbagger von Yanmar unter

den Marken Gehl und Mustang, während Yanmar America die

Kompaktlader und -raupenlader des französischen Anbieters unter

seinem Namen verkauft. Künftig soll diese Zusammenarbeit auch in

Mexiko und Südamerika Früchte tragen. Die übernommenen Aktien

waren seit 1988 von der französischen Bank Société Générale

gehalten worden, die diese nun in Folge eines Strategiewechsels bei

den Unternehmensbeteiligungen veräußerte. Yanmar und Manitou

verbindet bereits eine 25-jährige Partnerschaft im Motorenbereich.

In Zukunft wollen beide Unternehmen nach weiteren Entwicklungsmöglichkeiten

suchen, gleichzeitig aber auch das jeweils eigene

Vertriebsnetz ausbauen. ●

HUESKER

10 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


> LANGENDORF:

Neu gegründete Strautmann Fahrzeugbau

übernimmt Fahrzeugbauer Langendorf

Die Strautmann Fahrzeugbau GmbH um Finanzier Dr. Klaus-Peter

Strautmann übernimmt das Waltroper Unternehmen Langendorf

GmbH, Hersteller von Sattelkippern, Innenladern, Tiefladern und

Spezialfahrzeugen.

Der Kauf des 1889 gegründeten und seit 1960 in Waltrop (östliches

Ruhr gebiet) ansässigen Unternehmens soll im Rahmen eines Asset

Deals vorgenommen werden, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen

vereinbart. Der Käufer kündigte an, das Know-how am Standort in

Waltrop erhalten und ausbauen zu wollen. Damit gilt der in wirtschaftliche

Schwierigkeiten gekommene Fahrzeugbauer als gerettet und die

Weiterführung des Unternehmens als sichergestellt. »Dank des neuen

Eigentümers wird Langendorf auch weiterhin qualitativ hochwertige

Produkte im Markt anbieten«, ist Jens Daniel, Geschäftsführer von

Langendorf, überzeugt. »Mit Dr. Klaus Strautmann haben wir einen

Käufer gefunden, der profunde Kenntnisse im Nutzfahrzeuggeschäft

hat und so den lang fristigen Fortbestand des Unternehmens sicherstellt«,

so Daniel. »Somit können sich unsere Kunden auch weiterhin

auf einen langfristig verlässlichen Partner und das umfangreiche

Know-how des Traditionsunternehmens aus Waltrop verlassen.«

»Mein Investment in Langendorf spiegelt meine Überzeugung wider,

dass dieses Unternehmen mit seinem starken und bekannten Markennamen

eine deutliche Berechtigung im Markt hat. Weder die

Mannschaft noch die Produkte haben mich jemals daran zweifeln

lassen, dass Langendorf auch in Zukunft hochwertige Fahrzeuge mit

dem bekannten Qualitätsbonus erfolgreich im Markt platzieren wird«,

ergänzt Dr. Strautmann. ●

> WACKER NEUSON:

Deutliche Steigerung von Umsatz

und Profitabilität im dritten Quartal 2013

Trotz eines schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds konnte

der Baugeräte- und Kompaktmaschinenkonzern Wacker Neuson

im 3. Quartal 2013 eine positive Geschäftsentwicklung verzeich -

nen. Die bisherige Prognose für das Gesamtjahr wird bestätigt.

Wacker Neuson konnte seinen Konzernumsatz im 3. Quartal um 8,6 %

zum Vorjahr auf 276,3 Mio. Euro steigern. Währungsbereinigt stieg der

Umsatz um 13 %. »Betrachtet man die negative Entwicklung in

einzelnen Märkten, so können wir mit diesem Wachstum nicht

unzufrieden sein«, erläutert Cem Peksaglam, Vorstandsvorsitzender der

Wacker Neuson SE. »Allein in Europa konnten wir beim Umsatz im

3. Quartal um 13 % zulegen und damit unsere Marktanteile in einem

zum Teil schrumpfenden Markt weiter ausbauen.«

Im 3. Quartal konnte ein Anstieg bei der Profitabilität erzielt werden,

indem das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)

um 21 % auf 41,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr anstieg. Dies

entspricht einer EBITDA-Marge von 14,9 % (Q3 2012: 13,4 %). Das

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 26,5 Mio. Euro

(Q3 2012: 20,1 Mio.). Die EBIT-Marge stieg auf 9,6 % (Q3 2012: 7,9 %).

Im Verlauf der ersten neun Monate stieg das EBITDA nur leicht auf

110,9 Mio. Euro (9M 2012: 110,3 Mio. Euro). Dies entspricht einer

EBITDA-Marge von 12,9 % (9M 2012: 13,6 %). Das EBIT erreichte

66,9 Mio. Euro (9M 2012: 69,3 Mio. Euro) bei einer EBIT-Marge von

7,8 % (9M 2012: 8,5 %).

Die Prognose für 2013 mit einem Umsatz von rund 1,2 Mrd. Euro

(2012: 1,09 Mrd. Euro) und einer EBITDA-Marge von über 13,0 %

(2012: 13,0 %) gilt unverändert. ●

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\\\\\\\\\\\\\ NAMEN UND NEUIGKEITEN \\\\\\\\\\\\\\

> DENIOS:

Neues Mitglied der

Geschäftsleitung

> STW:

Geschäftsführung

erweitert

Zum August erhielt die bestehende STW-

Geschäftsführung Verstärkung: Sonja Wiedemann

und Dr. Michael Schmitt sind neue Geschäftsführer

der Sensor-Technik Wiedemann GmbH und

unterstützen die bisher alleinigen Geschäftsführer

Katharina und Wolfgang Wiedemann.

DENIOS

Dr. Uwe Wagner verstärkt als

Technischer Direktor die

Geschäftsleitung der DENIOS AG.

Uwe Wagner verstärkt als

Technischer Direktor die

Geschäftsleitung der Bad

Oeynhausener DENIOS AG,

einem Spezialisten für be -

trieblichen Umweltschutz und

Sicherheit am Arbeitsplatz.

Der 48-jährige promovierte

Maschinenbau-Ingenieur,

zuletzt Leiter des Standortes

Stuhr bei Parker Hannifin

Manufacturing Germany, war

zuvor über 10 Jahre bei Linde

beschäftigt, davon drei Jahre

als Produktionsleiter der

Staplerwerke in China. »Uwe

Wagner bringt ein enormes

fachliches und organisatorisches

Wissen in den Bereichen

Produktion und Logistik mit,

das für die weitere Entwicklung

unseres Unternehmens von

großer Bedeutung sein wird«,

so DENIOS-Technik-Vorstand

Benedikt Boucke. »Er wird die

Umsetzung unserer ehrgeizigen

Ziele koordinieren und unter

anderem die internen Produktionsabläufe

weiter optimieren.«

Der gebürtige Dortmunder

Wagner freut sich auf die neue

Herausforderung. Einen

Schwerpunkt seiner künftigen

Tätigkeit sieht er in der Implementierung

neuer Produktionstechnologien

und nennt als

Beispiel die Lasertechnik.

Als Markt- und Technologieführer

entwickelt DENIOS seit

über 25 Jahren Lösungen für

die Gefahrstofflagerung, die

betriebliche Sicherheit und den

Umweltschutz in Unternehmen

– vom Einzelprodukt bis zum

schlüsselfertigen Gesamtobjekt.

DENIOS beschäftigt heute rund

650 Mitarbeiter an weltweit

15 Standorten. ●

Sonja Wiedemann ist bereits seit 2005 in dem

Familienunternehmen tätig: »Wir möchten die

Arbeit meiner Eltern unterstützen und weiter hin

erfolgreich umsetzen. Zudem verfolgen wir unter

anderem eine verstärkt marktorientierte Ausrichtung

unserer Produkte und Dienstleistungen. Wir werden

die neuen Geschäftsfelder Teleservice und Hybridtechnik

weiter ausbauen und auch weiterhin

innovative Lösungen in den Bereichen Steuerungsund

Messtechnik für mobile Arbeitsmaschinen auf

den Markt bringen. Ein besonderer Fokus wird wie

bisher sein, sichere und interessante Arbeitsplätze in

der Region zu schaffen.«

Michael Schmitt verfügt über langjährige Erfahrung

im Bereich der Entwicklung und Fertigung elektro -

nischer Produkte und war u. a. bei EADS als

Programmleiter, bei Sepura als Bereichsleiter und

zuletzt bei der Unternehmensberatung Campana &

Schott tätig. Hier lernte er auch STW kennen. »Ich

freue mich auf die neue Herausforderung«, so

Schmitt. »Die unternehmerischen und organisatori-

> DOOSAN:

Doosan konnte in diesem Jahr sein Vertriebsnetz

deutlich ausbauen und nun auch Atlas-

Vorpommern als Vertriebspart ner für das Post -

leitzahlgebiet »13« gewinnen. Gemeinsam mit

Atlas Rostock stellt das Unternehmen nun auch

im nordostdeutschen Raum eine flächen deckende

Versorgung der Doosan-Kunden sicher.

Neben dem Produktprogramm und den hochwertigen

Maschinen, gaben insbesondere auch die

Empfehlungen und guten Erfahrungen von Händlerkollegen

für Günther Harfensteller, Geschäftsführer

Atlas Vorpommern, letztlich den Ausschlag pro

Doosan. Dazu Franz Beckmann, Regional Director

Deutschland & Schweiz bei Doosan: »Wir freuen uns,

mit Atlas Vorpommern einen so kompetenten und

zuverlässigen Partner gefunden zu haben.«

Atlas Vorpommern wurde 1992 in Kletzin gegründet,

wo auch heute noch die Firmenzentrale ihren Sitz

hat. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über eine

Mietstation in Pasewalk. Heute beschäftigt Atlas

Vorpommern 36 Mitarbeiter. Neben dem Vertrieb,

der Vermietung und dem Service für Baumaschinen

bietet das Unternehmen auch Fahrzeugbau,

Sonderbauten und Zaunbau an. Hohe technische

STW

Sonja Wiedemann und Michael Schmitt.

schen Herausforderungen, vor denen wir als

wachsender Komponenten- und Systemlieferant

stehen, sind mir bekannt. Letztlich möchte ich mit

meinem Engagement zu STWs Erfolg beitragen.«

STW entwickelt und fertigt in Kaufbeuren im Allgäu

seit 28 Jahren mit über 430 Mitarbeitern Hightech-

Produkte in der Mikro- und Leistungselektronik.

Die Produktpalette umfasst die Entwicklung und

Herstellung frei programmierbarer Steuerungen für

mobile Arbeitsmaschinen und von Sensoren auf

Mikrosystembasis für extreme Einsatzbedingungen.

Außerdem die Entwicklung zukunftsweisender

Produkte für Hybridantriebe von Fahr zeugen und für

die Verwendung von Brennstoffzellen.

Das Unternehmen betreibt auch Niederlassungen in

den USA (Atlanta) und in Großbritannien (Bedfordshire).


Atlas Vorpommern ist neuer Doosan-Vertragshändler

im Gebiet »Nordostdeutschland«

DOOSAN INFRACORE

Franz Beckmann (Regional Director Deutschland &

Schweiz), Berthold Muth (Verkauf Atlas Vorpommern)

und Hubertus Münster (District Sales Manager

Doosan & Bobcat; v. li. n. re.).

Kompetenz besitzt Atlas Vorpommern auch in

eigenen technischen Entwicklungen von Dünge -

mittelstreuern und Speziallösungen. ●

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> LEICA GEOSYSTEMS:

Deutschland-Vertrieb

für Maschinensteuerungen

Leica Geosystems Vertrieb erweitert die eigene Kompetenz im

Segment Maschinensteuerung mit dem Direktvertrieb von Leica

Geosystems Maschinensteuerungslösungen im deutschen Markt.

Dieser umfasst neben den Steuerungen iControl 2d/3d für Grader,

Dozer und Bagger auch Sonderlösungen für Straßenfertiger,

Fräsen und Radlader für diverse Erdbewegungsapplikationen.

iControl soll Nutzern eine flexible Lösung für das Steuern von Bau -

maschinen bieten und die etablierte Construct-Produktfamilie für die

Bauvermessung erweitern. Mit iControl und Construct von Leica

Geosystems soll ein effizienter und produktiver Arbeitsablauf und

Datentransfer garantiert werden. Die Experten von Leica Geosystems

stehen beratend für das Sortiment des Produktangebots

im Bereich Maschinensteuerung zur

Seite. Dies beginnt bei der Erstberatung, reicht

über die Installation maßgeschneiderter

Kundenlösungen bis zum After Sales Support.

Installation und Support beinhalten neben der

Systeminstallation auch die Schulung des Bedienpersonals, die Systemkalibrierung

und -konfiguration. Kunden sollen von der direkten

Zusammenarbeit mit dem Hersteller Leica Geosystems profitieren und

die Vorteile der Partnerschaft mit dem Marktführer für Vermessungsund

Baulösungen in Deutschland und Europa nutzen. Die europäische

Produktion soll zudem schnellen Service gewährleisten. Leica

Geosystems ist ein global tätiges Unternehmen mit Sitz Heerbrugg

(Schweiz), das rund 3 500 Mitarbeiter in 28 Ländern beschäftigt. Leica

Geosystems ist Teil der schwedischen Hexagon-Gruppe. ●

> FLEXSEAL:

René Gottschalk ist neuer

Gebietsverkaufsleiter

René Gottschalk, bislang Sales Manager beim

Vertriebsunternehmen Crassus, ist zum

September als Gebietsverkaufsleiter zu

Flexseal gewechselt, Anbieter für flexible

Rohrverbindungstechnik. Damit soll sich die

bestehende partnerschaftliche Verbindung

zwischen den beiden Unternehmen weiter

festigen.

Als Gebietsverkaufsleiter übernimmt Gottschalk die Verantwortung für

die Vertriebsgebiete Bayern, Berlin und Brandenburg von Rolf Harnack.

Der 71-Jährige verlässt Flexseal nach mehr als zwölf Jahren zum Ende

des Jahres. Im Namen der Belegschaft bedankte sich Flexseal-

Geschäftsführer Michael Penalver Giar bei Harnack für die Jahre, die

das Unternehmen unter seiner Führung stand, sowie für die letzten

Jahre im aktiven Vertrieb im Gebiet Berlin/ Brandenburg.

»Mit René Gottschalk haben wir einen absoluten Spezialisten mit

enormem Know-how im Bereich der flexiblen Rohrverbindungen für

uns gewinnen können«, sagte Sales Manager Roman Luckemeyer.

Gottschalk soll unter anderem auch Ansprechpartner für Crassus sein,

um den Know-how-Transfer zwischen Hersteller und Vertrieb sicher -

zustellen. »René Gottschalk wird die starke Bindung zwischen Crassus

und Flexseal weiter vorantreiben und als innovativer Ideengeber im

Bereich der Rohrverbindungstechnik für sowohl die Haustechnik als

auch den Tiefbau fungieren. Dieser strategische Wechsel wird beide

Unternehmen weiter in ihren Bereichen voranbringen und die bestehenden

Positionen festigen«, ist sich Luckemeyer sicher. ●

FLEXSEAL

René Gottschalk ist

der neue Flexseal-

Gebietsverkaufsleiter

für Bayern, Berlin und

Brandenburg.

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11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 13


\\\\\\\\\\\\\ NAMEN UND NEUIGKEITEN \\\\\\\\\\\\\\

> DEUTZ:

Alle Finanzkennzahlen verbessert –

Motorenlieferung an Manitou

Die Deutz AG hat ihre Geschäftszahlen für die ersten drei Quar tale

2013 vorgelegt. Dabei konnte das Unternehmen Aufträge im Wert

von 1,2 Mrd. Euro verbuchen, ein erneuter Rekordwert in der

heutigen Unternehmensstruktur. Zudem kündigte das Unternehmen

an, ab kommendem Jahr Telehandler des französischen

Anbieters Manitou für die Landtechnik mit Motoren auszustatten.

Gegenüber dem Vorjahr wurden die Aufträge um rund ein Viertel

gesteigert. Die gute Entwicklung des Auftragseingangs ist auf das

starke Wachstum im Anwendungsbereich Landtechnik – im Neun -

monatszeitraum haben sich die Aufträge hier fast verdreifacht – sowie

auf den steigenden Anteil höherwertiger Produkte, die gute Entwick -

lung des Neugeschäfts und auf sogenannte Vorbaumotoreneffekte

zurückzuführen. Die Zahl der verkauften Motoren lag innerhalb der

ersten neun Monate 2013 leicht über dem Vergleichswert, das Unternehmen

konnte 134699 Motoren verkaufen, 1,9 % mehr als im Vorjahr.

Beim Umsatz konnte das Unternehmen den Vorjahreswert ebenfalls

übertreffen. In den ersten neun Monaten 2013 erzielte Deutz einen

Umsatz von 1,04 Mrd. Euro und lag um 7,6 % über dem Wert des

Vergleichszeitraums im Vorjahr. Damit ist der Umsatz erneut stärker

gestiegen als der Absatz, was auf den Absatz

höherwertiger Motoren der neuen Emissionsstufen

zurückzuführen ist. Das operative

Ergebnis (EBIT) betrug im Berichtszeitraum

27,2 Mio. Euro und erhöhte sich gegenüber dem

Vorjahreszeitraum um 16,2 %. Dank der

positiven Entwicklung des operativen Ergebnisses

ist auch das Konzernergebnis der ersten

neun Monate 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

um 8,7 Mio. Euro auf 20,9 Mio. Euro

gestiegen und hat damit um 71,3 % zugelegt.

Die Wachstumsprojekte in China entwickeln sich

weiterhin erfreulich. »Unser chinesisches Joint

Venture Deutz (Dalian) Engine Co. weist auf -

grund höheren Umsatzes und gestiegener

Effizienz eine positive Ergebnisentwicklung auf. Auch die neu ange -

stoßenen Projekte entwickeln sich im Rahmen unserer Planungen. Wir

sehen uns mit unseren modernen, umweltfreundlichen Produkten gut

für den asiatischen Markt positioniert«, so Deutz-Finanzvorstand

Dr. Margarete Haase.

Auf Basis der positiven Geschäftsentwicklung in den ersten neun

Monaten bestätigt Deutz-Vorstandsvorsitzender Dr. Helmut Leube die

Prognose für 2013. »Für das Geschäftsjahr 2013 bekräftigen wir unsere

Prognose: Wir erwarten auf Basis der vorliegenden Neunmonatszahlen

und des aktuell hohen Auftragsbestands einen Umsatz von mindestens

1,4 Mrd. Euro. Die EBIT-Marge soll im Berichtsjahr über 3 % liegen. Für

2014 erwarten wir ein signifikantes Umsatzwachstum im niedrigen

zweistelligen Prozentbereich und eine moderate Verbesserung der EBIT-

Marge«, so der Deutz-Vorstandsvorsitzende.

Manitou-Telehandler für die Landtechnik mit Deutz-Motoren

Deutz hat mit Manitou einen weiteren Partner für die langfristige

Zusammenarbeit im Landtechniksegment gewinnen können: Die

französische Gruppe mit den Marken Manitou, Gehl, Mustang, Edge

und Loc stattet ab Januar Teleskoplader der Manitou-Serie von 6 m bis

7 m – und mit Multifunktionsgreifschaufel – mit Deutz-Motoren der

Baureihe TCD 3.6 aus, die für den Einsatz in der Landtechnik entwickelt

wurden. Die wassergekühlten 4-Zylinder-Motoren der Reihe TCD 3.6

(55,4 bis 90 kW) verfügen über ein modulares, optional am Motor

angebautes Abgasnachbehandlungssystem (AGN), das die Geräte -

integration vereinfacht. Der TCD 3.6 ist mit Ladeluftkühler verbaut

und erfüllt die Abgasstufe EU 3B und US EPA Tier 4 interim allein mit

einem Oxidationskatalysator. ●

DEUTZ

Deutz-Vorstandsvorsitzender

Dr. Helmut

Leube bekräftigt die

Prognose für 2013.

> FURUKAWA ROCK DRILL GERMANY:

FRD Abbruchtechnik zieht um

und firmiert künftig unter neuem Namen

Zum Oktober ist das bisher als

FRD Abbruchtechnik bekannte

Unternehmen in neue Geschäftsräume

in Frankfurt umgezogen.

Zum Umzug fand auch die

Umfirmierung statt: aus FRD

Abbruchtechnik wurde jetzt

Furukawa Rock Drill Germany.

Mit der Umbenennung soll eine

klare Linie für die internationale

Darstellung der Firma entstehen

und gleichzeitig eine eindeutige

Kennzeichnung. Schließlich

handelt es sich bei dem Unternehmen

nicht, wie früher Behör -

den oft angenommen hätten, um eine Firma für Abbrucharbeiten,

sondern um einen der weltweit führenden Hersteller von Abbruch -

anbaugeräten. Um künftiges Wachstum sicherzustellen wurde nach

15 Jahren Platz für neue Arbeitskräfte benötigt. Der neue Gebäudekomplex

mit dem bildlichen Namen »Am Kirschbaum« ist mit einer

umlaufenden Reihe von Kirschbäumen umgeben – ein Bezug zu

Japan für den japanischen Hersteller von Abbruchwerkzeugen. Mit

der Expansion sieht Horst Nitezki, Verkaufsleiter Furukawa Rock Drill

Germany, einen weiterer Meilenstein zum Wachstum von Furukawa

Rock Drill Germany gelegt. »In den neuen Räumen sind wir für

zukünftige Aufgaben sehr gut gerüstet. Wir können unsere Händler

schneller unterstützen und Großkunden wie Mietparks besser

betreuen.« ●

> WEBTEC:

Webster Messtechnik wird auch im

deutschsprachigen Raum zu Webtec

Nach jahrelangem Betrieb unter verschiedenen Namen in Europa

und Nordamerika soll künftig der einheitliche Name Webtec den

Spezialisten für Hydraulik-, Mess- und Regeltechnik definieren.

Das Unternehmen war bislang weltweit unter verschiedenen Namen

wie Webster Instruments, Webtec Products, Webster Messtechnik

(Deutschland, Österreich und Schweiz) und Webtec tätig. Die verschiedenen

Markennamen waren ursprünglich gewählt worden, um die

behördlichen Auflagen in den jeweiligen Ländern zu erfüllen, nicht

um Verwirrung zu stiften. Kurz vor dem 50. Jahrestag des Bestehens

des Unternehmens sollen nun ein einheitlicher Name, ein einheitliches

Logo sowie eine einheitliche Internetadresse das Jubiläum

angemessen würdigen und gleichzeitig die Geschäftsprozesse unter

einem Namen vereinheitlichen.

»Wir sind noch immer dasselbe Unternehmen, stellen dieselben

innovativen Produkte her und beschäftigen dieselben Mitarbeiter,

die unsere Kunden kennen und denen sie vertrauen«, sagt Martin

Cuthbert, Managing Director von Webtec. »Das Einzige, das sich

ändert, ist unser Name – nicht unser Engagement, unseren Kunden

erstklassige Produkte zu liefern.«

Webtec mit Hauptsitz im britischen St. Ives wurde 1964 als Gemeinschaftsunternehmen

von Webster Electric und Applied Power

gegründet. Webtec bietet Hydraulikkomponenten und Hydraulik -

messgeräte für die mobile und industrielle Maschinenbranche. ●

FRD

Horst Nitezki (Verkaufsleiter

Furukawa Rock Drill Germany; re.)

mit Office-Manager Cengiz

Akman.

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BELL EQUIPMENT:

Vertrieb und Service

im Norden neu geordnet

Mit Hyundai Baumaschinen Nord, Taurock,

Philipp & Sohn sowie MT Sauerland verfügt

Bell Equipment über vier neue Händler und

stellt damit seinen Vertrieb und Kundendienst

in Norddeutschland neu auf. Auch in

weiteren Regionen verstärkt der Muldenkipper-Spezialist

seine Kundenbetreuung.

Die Umstrukturierung sei nach Unternehmensangaben

notwendig geworden, als sich vor rund

drei Jahren die Beendigung der Zusammenarbeit

von Bell Equipment mit einer Reihe herstellergebundener Vertriebspartner

abgezeichnet hatte. »Wir entschieden uns damals bewusst

gegen eine schnelle Neuordnung und übernahmen die meisten der

betroffenen Regionen zunächst in den Direktvertrieb«, erklärt Bell-

Verkaufsleiter Andreas Reinert rückblickend. »Die Service-Betreuung

von Bestands- und Neukunden erfolgte zunächst durch eigene Teams

und teilweise mit Unterstützung unserer angestammten unabhängigen

Partner Beutlhauser, BIV, König, Nagel und Welte, die nach wie vor

unsere starke Basis in den absatzstärksten Marktregionen bilden.«

Gerade im Norden griff Bell zudem auf freie Servicepartner zurück –

eine Zusammenarbeit, die sich insbesondere nach der konjunkturellen

Erholung im Straßen- und Tiefbau sowie im Gewinnungsbereich intensivierte.

»Steigende Maschinenauslastungen brachten mehr Service-

Anfragen für unsere Partner, die darauf mit großem Engagement

reagierten und neue Kundendienst-Kapazitäten für Bell-Muldenkipper

schufen«, nennt Reinert die Grundlagen der Händler-Kooperationen.

Hinzu komme die genaue Kenntnis der regionalen Märkte: »Es gibt

wohl kaum eine Muldenkipper-Anwendung in Deutschland, für die das

große Modellprogramm von Bell Equipment nicht die richtige Lösung

bietet. Unsere neuen Partner kennen den Bedarf von Kunden in ihrer

Region sehr genau und können darauf mit der richtigen Beratung

reagieren.« Als Teil des Bell-Händlernetzes seien die Unternehmen

zudem vom Start weg voll in das engmaschige deutsche Service-

Netzwerk eingebunden, das im engen Zusammenspiel der zentralen

Bell-Stand orte Alsfeld und Eisenach mit den jetzt neun Händlern

neben dem umfassenden Kundendienst auch begleitende Leistungen

wie Miet angebote und Einsatzberatungen sicherstelle.

Neue Partner

Neu zuständig für die nordwestlichen Marktregionen von der ost -

friesischen Küste über Bremen bis ins nördliche Rheinland ist Hyundai

Baumaschinen Nord (Bad Bentheim). Bell-Kunden und Interessenten in

Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern werden

jetzt durch den Spezialisten für schwere Baumaschinen Taurock

betreut, der ebenso die westfälischen Marktregionen rund um den

Unternehmenssitz Bielefeld übernahm. Vielfältig sind die Marktsegmente,

die der neue Berliner Bell-Händler Philipp & Sohn in Berlin und

Brandenburg betreut. Das Unternehmen unterhält neben dem Berliner

Hauptsitz drei Service-Stützpunkte. Über große Erfahrung in der

Ausrüstung und Betreuung von Gewinnungsbetrieben verfügt zudem

der Bell-Partner Maschinen + Technik Sauerland aus Schmallenberg.

Seine Strategie der Kooperation mit freien Servicepartnern setzt Bell in

weiteren Regionen fort. Als neue »Vertrags-Dienstleister« wurden im

Raum Niederrhein/ Aachen das Unternehmen Hans Stolz Bau- und

Landmaschinenreparatur, Eschweiler, sowie im Saarland die Firma

Schmelzer Basis benannt. »Wir haben damit letzte Lücken in unserem

Servicenetz geschlossen und sind jetzt auch in diesen Gebieten im

Kundendienst sehr gut aufgestellt«, gibt sich Andreas Reinert

überzeugt. »Alle Betriebe bringen eine große Erfahrung im Bau -

maschinen- und Nutzfahrzeug-Bereich mit und besitzen qualifiziertes

Personal, das sich eingehend mit der spezifischen Bell-Technik vertraut

gemacht hat.« ●

BELL EQUIPMENT/TB

Verkaufsleiter Andreas

Reinert ist verantwortlich

für den

Aufbau und die

Koordinierung der

deutschen Vertriebs -

aktivitäten.

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\\\\\\\\\\\\\ NAMEN UND NEUIGKEITEN \\\\\\\\\\\\\\

> PALFINGER:

In den ersten drei Quartalen 2013

verstärkt außerhalb Europas gewonnen

Die Palfinger-Gruppe konnte in den ersten drei Quartalen 2013

weiteres Wachstum generieren. Die langjährige Internationalisierungsstrategie

habe es nach Unternehmensangaben ermöglicht,

trotz der unverändert schwierigen Wirtschaftslage in Europa das

Geschäft auszubauen und den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum

zu erhöhen. Das Ergebnis konnte, ausgehend vom

bereits erfreulichen Vorjahresniveau, ebenfalls gesteigert werden.

»Seit Beginn der Wirtschaftskrise 2008 gewinnen die Regionen außer -

halb Europas an Bedeutung. Ohne unsere internationale Aufstellung

könnten wir kein Wachstum verzeichnen, im Gegenteil. Auch für die

Zukunft sehen wir die Potenziale vor allem in den BRIC-Ländern und

der globalen Business Area Marine. Wir haben uns in diesen Märkten

schon gut positioniert und werden dies fortsetzen«, bestätigt Herbert

Ortner, Vorstandsvorsitzender der Palfinger AG, die Strategie.

Der Umsatz der ersten drei Quartale 2013 liegt als Rekordwert mit

716,1 Mio. Euro um 4 % über dem Umsatz des Vergleichszeitraums

2012. Das Wachstum wurde zu einem Großteil außerhalb Europas und

in der Business Area Marine erwirtschaftet. Insbesondere die 2012

erfolgte Akquisition von Palfinger Dreggen und die Erhöhung der

Beteiligung an dem rumänischen Produktionsunternehmen Nimet im

2. Quartal hätten, so das Unternehmen, die Umsatzrückgänge in den

europäischen Stammmärkten kompensieren können. Im 3. Quartal

zeichnete sich auch in Europa ein leichter Aufwärtstrend ab.

Das EBIT der ersten neun Monate 2013 beträgt 56 Mio. Euro. Im

Vergleich mit dem operativen Ergebnis der ersten drei Quartale 2012,

erzielte Palfinger eine Steigerung um 7,8 %. Die EBIT-Marge konnte

von 7,5 % auf 7,8 % erhöht werden. Das Konzernergebnis liegt mit

34,3 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres von 31,7 Mio. Euro. ●

> GRAMMER:

Deutlicher Anstieg bei

Umsatz und Ergebnis

Die Grammer AG, Spezialist für Sitzsysteme und Pkw-Innenausstattungen,

hat auch im abgelaufenen Quartal sowohl Umsatz als

auch Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern können.

In Folge stieg von Januar bis September 2013 der Konzernumsatz

um 12 % auf nun 952,9 Mio. Euro an.

Das operative Ergebnis (EBIT) konnte um 22,7 % auf 43,3 Mio. Euro

erhöht werden. Die EBIT-Rendite verbesserte sich entsprechend um

0,3 Prozentpunkte auf 4,5 %. Beim Ergebnis nach Steuern erzielte

Grammer in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013 eine

Verbesserung um 24,5 % auf 23,9 Mio. Euro. »Wir haben uns gut in

den Märkten positioniert und konnten mit unseren innovativen

Produkten Marktanteilsgewinne erzielen. Dies trifft für alle Regionen

und auch für beide Unternehmensbereiche zu. Besonders erfreulich

ist, dass wir mit dem Umsatzwachstum nicht nur den absoluten

Ergebnisbeitrag, sondern auch die Ergebnisrendite im Konzern

verbessern konnten«, sagte Grammer-Vorstandsvorsitzender Hartmut

Müller.

In den ersten neun Monaten stiegen die Umsätze deutlich an und

auch die Anzeichen für das vierte Quartal sind weiterhin positiv.

Zusammen mit den Zuwächsen aus dem Kauf der nectec Automotive

und einem organischen Wachstum von mindestens 5 % soll die

Umsatzentwicklung im Grammer-Konzern für das Gesamtjahr 2013

noch einmal deutlich über dem Rekordwert des Vorjahres liegen. ●

> BAUVERBÄNDE:

»Wirtschaftsstandort Deutschland nicht

durch marode Infrastruktur gefährden«

Über 10 000 kommunale Straßenbrücken müssen bis 2030 ersetzt

werden, rund 15 % der kommunalen Straßenbrücken im Land.

Darüber hinaus befindet sich jede zweite Brücke in einem

schlechten Zustand und muss dringend saniert werden. Dies geht

aus der Studie »Ersatzneubau Kommunale Straßenbrücken« des

Instituts für Urbanistik (Difu) hervor, die im Auftrag des Bundesverbandes

der Deutschen Industrie (BDI), des Hauptverbandes der

Deutschen Bauindustrie (HDB), des Bundesverbandes Baustoffe –

Steine und Erden (BBS) und der Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV

Stahl) erstellt wurde.

»Die Zeit drängt. Wir müssen jetzt investieren

und sanieren, damit unser starker Wirtschaftsstandort

nicht durch eine marode Infrastruk tur

gefährdet wird«, erklärten die Verbände bei der

Vorstellung der Gemeinschaftsstudie in Berlin.

»Das heißt Straßen, Brücken, Schienen- und

Wasserwege müssen schleunigst modernisiert

werden«, ergänzte Dieter Schweer, Mitglied der

Hauptgeschäftsführung des BDI, »denn unser

industrieller Kern basiert auf realen Produkten,

die nur über eine exzellent ausgebaute

Verkehrsinfrastruktur zum Kunden gelangen«.

Laut Studie beläuft sich der Investitionsbedarf

Die Bauverbände

fordern: »Jetzt investieren

und sanieren.«

allein für den Ersatzneubau auf rund 11 Mrd. Euro bis 2030 oder

630 Mio. Euro jährlich. Rechne man den Teil-Ersatzneubau hinzu,

summiere sich der Investitionsbedarf auf 16 Mrd. Euro oder 930 Mio.

Euro jährlich. Die Verbände fordern Bund, Länder und Gemeinden auf,

den Erhalt der kommunalen Straßenbrücken als Gemeinschaftsaufgabe

aufzufassen und so den Werteverzehr zu stoppen. »Den Ländern sitzt

die Schuldenbremse im Nacken. Die Kommunen dürfen nicht zum

Opfer der rigiden Konsolidierungspolitik der Länder werden. Wir rufen

die Länder daher auf, ihre Investitionszuweisungen wieder auf das

Niveau der Jahre vor der Kapitalmarktkrise aufzustocken, mindestens

um 1,2 Mrd. Euro. Die kommunalen Haushalte müssen gestärkt und

dürfen nicht weiter geschwächt werden«, betonte BBS-Präsident

Andreas Kern. »In diesem Sinne finden wir es richtig und gut, dass sich

Bund und Länder auf eine Verlängerung der Ausgleichszahlungen nach

dem Entflechtungsgesetz verständigt haben«, so Kern weiter. Marcus

Becker, Vizepräsident Wirtschaft des HDB, ergänzte: »Allerdings hat die

Regelung einen schweren Webfehler. Sie sieht keine Zweckbindung der

Mittel zugunsten der kommunalen Verkehrsinvestitionen vor.« Für

Becker ist auch der Bund weiter mit im Spiel. »Er muss sich vor allem

um die Brücken im Zuge ›seiner‹ Bundesstraßen kümmern, soweit

deren Ersatz Sache der Kommunen ist. Wir schlagen vor, dass der Bund

die Möglichkeiten des § 5a Bundesfernstraßengesetz nutzt und die

Kommunen beim Ersatzneubau von Brücken unterstützt. Wir denken

hier an ein Brückenbauprogramm, das mit 300 Mio. Euro jährlich

ausgestattet werden sollte.« Becker plädierte dafür, die Möglichkeiten

öffentlich-privater Partnerschaften auch im Bereich der kommunalen

Brücken stärker zu nutzen.

»Private Dienstleister stärker in den Planungsprozess einbeziehen«

Dr. Bernhard Hauke, Sprecher der Geschäftsführung bauforumstahl,

sieht die Länder bei der Planung und Organisation in der Pflicht. »Die

Landesstraßenbaubehörden müssen die kommunalen Baubehörden

personell unterstützen, damit in absehbarer Zeit Ersatzbaumaßnahmen

umgesetzt werden können.« Zudem schlägt Hauke vor, private Dienstleister

stärker in den Planungs prozess einzubeziehen. Eine sinnvolle

Möglichkeit dafür seien Design-and-Build-Ausschreibungen mit klar

beschriebenen Bewertungskriterien, bei denen Planung und

Herstellung des Brückenbauwerkes an eine Bietergemeinschaft

vergeben würden. ●

DANIEL RENNEN / PIXELIO.DE

16 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


ENTDECKEN, WAS NEU IST


Im Blickpunkt

\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

MICHAEL WULF

Obwohl die Unternehmensgruppe Liebherr angesichts der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in diesem Jahr mit einem Umsatz »leicht

unter Vorjahresniveau« rechnet, waren die Stimmung bei der Präsentation der Halbjahreszahlen und der Prognose für 2013 vor der internationalen

Fachpresse in Ettlingen bestens bei den Liebherr-Managern (v. li. n. re.): Stefan Heissler, als Vorstandsmitglied der Liebherr International AG in Bulle

(Schweiz) unter anderem für die Unternehmenskommunikation zuständig, Gebhard Schwarz (Geschäftsführer Liebherr-Component

Technologies AG), Rudolf Ellensohn (Geschäftsführer Liebherr Machines Bulle SA), Kurt Schöllenberger (Geschäftsführer Liebherr-Ettlingen GmbH)

und Dominique Tasch (Geschäftsführer Liebherr-Werk Biberach GmbH).

> LIEBHERR

Komponentensparte

garantiert technologische Unabhängigkeit

Nach dem Rekordumsatz in Höhe von 9,090 Mrd. Euro im vergangenen Jahr rechnet die Firmengruppe Liebherr in

diesem Jahr mit einem Umsatz »leicht unter Vorjahresniveau« in Höhe von 8,986 Mrd. Euro. Das hat Stefan Heissler,

der als Vorstandsmitglied der Liebherr International AG in Bulle (Schweiz) unter anderem die Unternehmenskommunikation

verantwortet, vor der internationalen Fachpresse bei der Liebherr-Informationsfahrt im badischen Ettlingen

erklärt. Grund dafür seien die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die sich 2013 nicht verbessert hätten.

»Dass wir trotzdem den zweithöchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte erwirtschaften werden, ist Ausdruck

unseres konstanten Wachstums in den vergangenen Jahren, und darauf können wir stolz sein«, sagte er. So werde

Liebherr auch in diesem Jahr in die Erweiterung und Modernisierung des weltweiten Produktionsnetzwerkes sowie

in den Ausbau der Vertriebs- und Service-Organisation rund 800 Mio. Euro investieren. Eine der größten und

wichtigsten Investitionen ist dabei der Bau des neuen Logistikzentrums in Kirchdorf für rund 115 Mio. Euro. Heissler

erläuterte zudem, warum die Sparte Komponenten mit ihren 16 Produktlinien für die Firmengruppe immer

wichtiger werde. »Im Wesentlichen geht es dabei um unsere unternehmerische Unabhängigkeit und um die Qualität

unserer Produkte«, so Heissler. Das bedeute: Grundsätzlich wolle man unabhängig sein – vor allem in finanzieller,

aber auch in technologischer Hinsicht. »Zudem verhilft uns die ausgeprägte Diversifikation der Firmengruppe zu

einer möglichst großen Unabhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen in einzelnen Branchen oder Märkten.«

Das dokumentieren auch die

Umsatzzahlen der ersten

sechs Monate dieses Jahres, in

denen Liebherr mit einem

Umsatz von 4,399 Mrd. Euro

(+ 0,3 %) auf dem Niveau des

Vorjahres lag, im wichtigen Bereich

Erdbewegungsmaschinen

allerdings einen Umsatzrückgang

von 179,6 Mio. Euro auf

891,4 Mio. Euro (– 16,8 %) im

Vergleich zum Vorjahreszeitraum

hinnehmen musste. Dafür

entwickelten sich in diesem Zeitraum

die Sparten Fahrzeug -

krane (+ 10,4 %), Turmdreh -

krane (+ 2,3 %), Betontechnik

(+ 4,2 %) und Mining (+ 8,3 %)

positiv, wobei Heissler davon

ausgeht, dass die Umsätze im Bereich

Mining in der zweiten Jahreshälfte

eher rückläufig sein

werden. Außerhalb des Bereichs

Baumaschinen und Mining, bei

dem in den ersten sechs Monaten

insgesamt ein Umsatz von

2,808 Mrd. Euro (– 1 %) erwirtschaftet

wurde, haben sich vor

allem die Sparten Aerospace und

Verkehrstechnik (+ 9,4 %) sowie

Werkzeugmaschinen und Automationssysteme

(+ 6,2 %) positiv

entwickelt.

Auch in den verschiedenen

Absatzregionen fielen die Umsätze

im ersten Halbjahr recht unterschiedlich

aus. Während im

Nahen und Mittleren Osten

(+ 27,6 %), in Amerika (+ 5,7 %)

sowie im Fernen Osten und in

Australien (+ 8,5 %) teilweise

starke Zuwächse zu verzeichnen

18 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


waren, sind die Erlöse in Westeuropa

(– 2 %) und in Afrika

(– 3,4 %) leicht und in Osteuropa

(– 17 %) stark zurückgegangen.

»Es ist eine deutliche Verschiebung

in den Märkten festzustellen«,

sagte Heissler. »So ist der

Dass wir trotz der

gesamtwirtschaftlichen

Rahmenbedingungen 2013 den

zweithöchsten Umsatz in der

Unternehmensgeschichte

erwirtschaften werden, ist Ausdruck

unseres konstanten Wachstums in

den vergangenen Jahren und darauf

können wir stolz sein.«

Stefan Heissler

Umsatzanteil Westeuropas in

den vergangenen Jahren von

rund 68 % auf heute gut 45 % zurückgegangen.«

Gleichwohl fließt ein Großteil

der Investitionen der Unternehmensgruppe,

die zum Ende

des Jahres weltweit rund 39 000

Mitarbeiter beschäftigen wird,

vor allem in die europäischen

Standorte. Von den rund

800 Mio. Euro sind allein

115 Mio. für den Bau des neuen

Logistikzentrums in Kirchdorf

auf einer Fläche von 170 000 m²

vorgesehen. Von dort aus wird

die weltweite Ersatzteilversorgung

für die Liebherr-Erdbewegungsmaschinen

erfolgen, später

soll in Kirchdorf auch die Ersatzteillogistik

weiterer Baumaschinensparten

angesiedelt werden.

»Für uns ist das neue Logistikzentrum

eine Art Leuchtturm-

Investition«, sagte Heissler.

Schlüsseltechnologien

selbst beherrschen

Von strategischer Bedeutung sei

zudem der Ausbau der Sparte

Komponenten. »Für uns ist es

wichtig, alle Schlüsseltechnologien

selbst zu beherrschen«, betonte

Heissler. »So haben wir unsere

Produkte technologisch absolut

im Griff, müssen keine

Kompromisse eingehen und können

unseren Kunden maßgeschneiderte

Lösungen anbieten.«

Auch sei man weniger von

Zulieferern abhängig, weil man

die Produktionskapazitäten in

diesem Bereich zum Teil selbst

bestimmen könne. »Die Beherrschung

von Kernkompetenzen

ist also ein wesentlicher Be-

Ein Reifenprogramm,

das Großes bewegt.

Über 45 verschiedene Reifen für

Steinbruch, Laden, Heben, Transport.

Das Unternehmen

Die zur Sparte Komponenten gehörenden Gesellschaften der Firmengruppe Liebherr

sind 2007 unter der Spartenobergesellschaft Liebherr-Component Technologies AG mit

Sitz in Bulle (Schweiz) zusammengefasst worden. Zur Sparte gehören Kompetenz -

zentren für die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb an den deutschen Standorten

Biberach, Ettlingen, Kirchdorf und Lindau, in Bulle, in Monterrey (Mexiko) sowie seit

dem Jahr 2011 auch in Colmar (Frankreich) und in Dalian (China). Insgesamt beschäftigt

die Sparte heute rund 3 250 Mitarbeiter auf drei Kontinenten. Das Produktportfolio

umfasst 16 Produktlinien, die in 14 Geschäftsbereiche zusammengefasst sind:

Diesel- und Gasmotoren, Einspritzsysteme, Axialkolbenpumpen und -motoren,

Hydraulikzylinder, Großwälzlager, Antriebe, Elektromaschinen, Schaltanlagen,

Komponenten der Elektronik und Leistungselektronik sowie Software für die Industrie

als auch für die Luftfahrt. Zukünftig werden außerdem Groß-Dieselmotoren zum

Produktportfolio gehören. Weitere Geschäftsbereiche sind die Bereiche After-Market

sowie Remanufacturing (siehe auch Extra-Bericht Seite 20). Bei Diesel- und Gas -

motoren liegt das Produktionsvolumen derzeit jährlich bei ca. 10 000 Einheiten, an

Hydraulikkomponenten werden ca. 42 000 Einheiten produziert. Am Standort Biberach

werden Großwälzlager sowie Getriebe und Seilwinden hergestellt mit einer Jahresstückzahl

von insgesamt mehr als 50 000 Einheiten. Vergleichbar hohe Stückzahlen

produziert Liebherr in Kirchdorf mit jährlich ca. 40 000 Hydraulikzylindern. In Lindau

wurden im Jahre 2012 weit über 100 000 Elektronikkomponenten produziert. Mit der

in Nussbaumen (Schweiz) als Vertriebs- und Servicegesellschaft gegründeten Liebherr-

Components AG haben Kunden seit 2012 einen zentralen Ansprechpartner für das komplette

Portfolio an Komponenten, egal in welchem Liebherr-Werk diese ent wickelt

und gefertigt wurden.

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\\\\\\\\\\\\\\ IM BLICKPUNKT \\\\\\\\\\\\\\

Wir befinden uns mit

unserer Komponentensparte

in einer äußerst dynamischen

Phase. Wir haben es uns

zum Ziel gesetzt, den Umsatz

bis zum Jahre 2020 um

40 bis 50 % zu steigern.«

Gebhard Schwarz

standteil unser Philosophie«,

sagte Heissler. »Mit der eigenen

Fertigung wichtiger Komponenten

und Systeme haben wir ein

hohes Maß an vertikaler Integration.«

Das ist auch der Grund, warum

die zur Komponentensparte

gehörenden Gesellschaften

unter der Spartenobergesellschaft

Liebherr-Component

Technologies AG mit Sitz in Bulle

(Schweiz) zusammengefasst

worden sind. Deren Geschäftsführer

Gebhard Schwarz erläuterte

in Ettlingen, dass die Produktion

in den einzelnen Produktlinien

in den vergangenen

Jahren stetig gestiegen sei und

man 2012 Komponenten im

Wert von rund 1 Mrd. Euro hergestellt

habe. Weil außerdem die

Anzahl der Kunden – die nicht

zur Firmengruppe Liebherr gehören

und deren Anteil am Komponenten-Umsatz

mittlerweile

rund 18 % beträgt – kontinuierlich

zugenommen hat, ist 2012

in Nussbaumen (Schweiz) mit

der Liebherr-Components AG

zudem eine zentrale Vertriebsund

Servicegesellschaft gegründet

worden. Diese ist der Ansprechpartner

für alle Produktlinien

der Komponenten, egal in

welchem Liebherr-Werk sie entwickelt

und gefertigt wurden.

Zur Zielgruppe der Liebherr-

Components AG gehören alle

Hersteller von Maschinen für

den schweren Offroad-Bereich

sowie Hersteller von Industriegeräten.

Neben den Baumaschinen

liegt der Absatzschwerpunkt

vor allem auf den Branchen

Maritim, Agrar- und Forstmaschinen,

dezentrale Energiesysteme

(BHKW und Biogasanlagen)

sowie Windenergieanlagen.

Für Gebhard Schwarz steht

es deshalb außer Frage, dass vor

allem auch »externe Projekte«

für eine deutliche Steigerung des

Umsatzes in der Sparte Komponenten

sorgen werden. »Wir befinden

uns in einer äußerst dynamischen

Phase«, so Schwarz, der

in diesem Zusammenhang auf

die umfangreichen Investitionen

in die Sparte Komponenten verwies.

So beläuft sich das Investitionsvolumen

für die Jahre 2012

und 2013 auf gut 200 Mio. Euro.

Für die Jahre 2014 bis 2016 sind

rund 370 Mio. Euro eingeplant,

wobei der überwiegende Teil in

die Standorte Biberach, Colmar,

Bulle und Lindau fließen wird.

Dementsprechend hat sich auch

»Remanufacturing

hat ein großes Wachstumspotenzial«

Neben der Entwicklung und Produktion von neuen Komponenten gehört auch der Bereich Remanufacturing zur

Spartenobergesellschaft Liebherr-Component Technologies AG. Liebherrs Remanufacturing-Kompetenzzentrum

für Europa hat seit 2004 in Ettlingen bei Karlsruhe seinen Sitz. Das Unternehmen, das derzeit rund 200 Mitarbeiter

in den Bereichen Remanufacturing und Verzahntechnik beschäftigt, konnte seinen Gesamtumsatz in den vergangenen

sieben Jahren vervierfachen und erwirtschaftete 2012 rund 50 Mio. Euro. Mit einem Anteil von 65 % ist die

Aufarbeitung von Dieselmotoren die wichtigste Produktgruppe, wobei auch Motoren von MAN oder John Deere

überholt werden. Aufbereitet werden in Ettlingen zudem Gasmotoren, Hydraulikpumpen, -motoren und -zylinder,

Fahr-, Dreh- und Schwenkantriebe sowie Verteilergetriebe und Seilwinden. Seit 2010 ergänzen Achsen des

Fabrikats DANA das Portfolio.

Für Kurt Schöllenberger, Geschäftsführer

der Liebherr-Ettlingen

GmbH, ist Remanufacturing

ein Bereich mit einem großen

Wachstumspotenzial, da es sowohl

in ökonomischer als auch in

ökologischer Hinsicht von Vorteil

sei. »Verglichen mit einer Neuteilfertigung

benötigen wiederaufbereitete

Teile bei der Auslieferung

bis zu 75 % weniger Energie und

Rohmaterial«, erläuterte Schöllenberger.

Als Originalhersteller habe

Liebherr zudem die Möglichkeit,

auf alle benötigten Teile rasch zugreifen

zu können oder ohne großen

Aufwand bedarfsgerecht

nachzuproduzieren. Letzteres gel-

te insbesondere für ältere Modelle,

die nicht mehr in Serie gebaut werden,

sodass man im Bedarfsfall als

verlängerte Werkbank der Serienbetriebe

agiere. »Für den Kunden entstehen

durch diese Produktionsweise

deutliche Kosten- und Zeitvorteile.

Durch die Wahloption verschiedener

Aufbereitungsstufen finden Kunden

entsprechend ihren Ansprüchen

die optimale Lösung für jedes

Maschinenalter.«

Ziel des Remanufacturings sei

es, Neuteilqualität aus bereits verwendetem

Material nach industriellen

Maßstäben herzustellen, so

Schöllenberger. Im Idealfall bedeute

dies, dass möglichst eine komplette

die Zahl der Beschäftigten erhöht,

die von gut 1 000 im Jahr

2008 auf 3 250 angestiegen ist.

»Wir haben es uns zum Ziel

gesetzt, den Umsatz bis zum Jahre

2020 um 40 bis 50 % zu steigern«,

sagte Schwarz. Dass dabei

auch Komponenten an Mitbewerber

verkauft werden, sei

grundsätzlich möglich. »Wie in

der Automobilindustrie gibt es

diese Barriere nicht, abgesehen

einmal von ganz besonderen

Komponenten.« Außerdem verhandle

man derzeit größere Projekte

sowohl mit verschiedenen

Kunden in den USA und Osteuropa

als auch mit möglichen Kooperationspartnern

in Fernost.

Dabei beabsichtige man aber

nicht, konkretisierte Stefan

Heissler, einen Kooperationspartner

mit der Produktion einer

Liebherr-Maschine zu beauftragen.

Dagegen gehöre es zur

Strategie, Komponenten auch

für andere Unternehmen zu entwickeln

und zu produzieren, die

dann das Branding dieses Kunden

erhalten.

Fokus liegt auf der Auslegung

kompletter Maschinensysteme

Neben den zusätzlichen Kapazitäten

und Produkten für externe

Kunden werde man aber keinesfalls

die ursprünglichen Ziele der

Sparte Komponenten vernachlässigen,

so Schwarz, »nämlich

den technologischen Fortschritt

der Baumaschinen von Liebherr

zu sichern«. So gebe es seit Jahren

Forschungs- und Entwicklungsprojekte

zu den Themen

Energieeffizienz und Hybridisierung

der Baumaschine. Beispielsweise

habe die Komponentensparte

durch die Entwicklung

Antriebskomponente, etwa ein Dieselmotor,

aus ehemals gebrauchten

und aufbereiteten Teilen wieder

montiert werde. Voraussetzung hierfür

sei die individuelle Eignung der

Einzelteile, »die ausnahmslos strengen

Prüfungen unterzogen werden.

Verschleißteile wie Dichtungsmaterial,

Lager etc. kommen aus Qualitätsgründen

für eine Wiederverwendung

nicht in Betracht«.

Neben der Einführung neuer

Produktreihen stelle insbesondere

die Reaktion auf sich verändernde

Kundenpräferenzen eine Herausforderung

dar. »Wir sehen uns daher

ständig in der Pflicht, auf Marktbedürfnisse

zu reagieren und unser Re-

20 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


von speziellen Axialkolbeneinheiten

und Hydraulikzylindern

umfassend zur Produktion der

Energiespeichersysteme Pactronic

bei Hafenmobil kranen und

Bohrgeräten sowie ERC (Energy

Recovery Cylinder) bei Umschlagmaschinen

beigetragen.

Als ein weiteres Beispiel nannte

Schwarz das auf der Bauma vorgestellte

Bagger-Hybridkonzept

R 9XX, für das man eine patentierte

Antriebslösung entwickelt

habe, »bei der die Vorteile von

elektrischen und hydraulischen

Systemen vereint werden konnten«.

»Unser Fokus liegt zunehmend

auf der Auslegung kompletter

Maschinensysteme und

der Optimierung der zugehörigen

Komponenten«, erläuterte

Schwarz. »So haben wir in den

letzten Jahren das komplette Antriebssystem

der Mining Trucks

von Liebherr entwickelt, von

den Stromgeneratoren und Elektromotoren

über die Radantriebe

bis hin zur kompletten Steuerungstechnik

mit Frequenzumrichtern

und Regelung des Antriebsstrangs.

Ebenso befassen

wir uns mit neuen Antriebssystemen,

welche die Vorteile hydrostatischer

Antriebe mit mechanischen

Antrieben verbinden, den

sogenannten Leistungsverzweigungsgetrieben

bzw. CVT-Getrieben.

Wir sehen für diese Antriebe

große Chancen in allen Anwendungen,

deren Lastkollektiv

die Vorteile beider Systeme verlangt,

beispielsweise in Radladern.«

Bei Liebherr sei man überzeugt

davon, so Schwarz, dass

auch in den Baumaschinen der

Zukunft, vergleichbar den Automobilen,

deutlich mehr Steuerungstechnik

und elektrische

Antriebssysteme zum Einsatz

kommen werden. »Um die technologische

Entwicklung voran

zu treiben und den gestiegenen

Bedarf an elektrischen Maschinen

und Schaltanlagen decken

zu können, sind wir derzeit dabei,

ein weiteres Produktionswerk

in Biberach zu bauen.«

Liebherr ist derzeit der einzige

Hersteller von Dieselmotoren,

der die Anforderungen der

Emissionsvorschriften gemäß

Tier 4 final/Stufe IV ohne

Oxidationskatalysator erfüllt.«

Rudolf Ellensohn

»Chancen auf dem

freien Markt gesehen«

Einer neuen Herausforderung

habe man sich in den vergangenen

Jahren mit der Entwicklung

von Common-Rail-Einspritzsystemen

und Motorsteuergeräten

gestellt. »Dabei war es unser

strategisches Ziel, unsere Kernkompetenzen

im Bereich Dieselmotor

deutlich zu erweitern«,

sagte Schwarz. »Denn im Zuge

der sich verschärfenden Emissionsrichtlinien

sei die Beherrschung

des Gesamtsystems Verbrennungsmotor

– bestehend

aus Motorarchitektur, Einspritzung,

Motorsteuerung und Abgasnachbehandlung

– von ausschlaggebender

Bedeutung. Mit

Remanufacturing ist ein

Bereich mit einem großen

Wachstumspotenzial, da es sowohl

in ökonomischer als auch in

ökologischer Hinsicht von Vorteil ist.

Verglichen mit einer Neuteilfertigung

benötigen wiederaufbereitete

Teile bei der Auslieferung bis zu 75 %

weniger Energie und Rohmaterial.«

Kurt Schöllenberger

Mit einem Anteil von 65 % ist die Aufarbeitung von Dieselmotoren

die wichtigste Produktgruppe in Liebherrs europäischem

Remanufacturing-Kompetenzzentrum in Ettlingen.

manufacturing-Programm anzupassen«,

so Schöllenberger. Dies hat dazu

geführt, dass Liebherr in Ettlingen

seit Anfang dieses Jahres drei

unterschiedliche Aufbereitungsstufen

anbietet: Tauschkomponenten,

Generalüberholungen und »klassische«

Reparaturen.

Neuwertige Remanufacturing-

Tauschkomponenten werden idealerweise

präventiv bestellt, so Schöllenberger.

Die gebrauchte Komponente

wird erst ausgebaut, nachdem

das Tauschaggregat angeliefert

wurde. Der Tausch findet dann

innerhalb von 24 Stunden statt, sodass

es nur zu minimalen Stillstandzeiten

kommt. Diese Option richtet

sich an Kunden von Maschinen mit

hohem Restwert und zugleich hoher

Laufleistung, die beispielsweise

im Mining, beim Güterumschlag

oder Offshore eingesetzt werden.

»Bei Kosten von lediglich 70 % einer

Neukomponente kann sich der Kunde

außerdem wieder auf ein Aggregat

mit Neuteilgarantie auf neuestem

technischem Standard verlassen«,

sagte Schöllenberger.

Die zweite Option in Ettlingen

stellt eine Generalüberholung der

kundeneigenen Komponente dar.

Diese wird ausgebaut, nach Ettlingen

geliefert und dort nach den gleichen

Qualitätskriterien aufgearbeitet.

Der Preis für Generalüberholungen

liegt bei ca. 50 % einer Neukomponente.

Allerdings muss der Kunde

eine drei- bis zehntägige Stillstandzeit

in Kauf nehmen. Generalüberholungen

werden üblicherweise für

Komponenten von Maschinen mittleren

Restwerts mit planbaren mehrtägigen

Stillstandzeiten durchgeführt.

Auch bei der Generalüberholung

erhalte der Kunde eine vollumfängliche

Neuteilgarantie, so Schöllenberger.

Außerdem werden in Ettlingen

auch klassische Reparaturen angeboten,

insbesondere für ältere Maschinen,

die nur noch auf wenige Betriebsstunden

im Jahr kommen.

»Während Tauschkomponenten und

Generalüberholung zu Festpreisen

abgewickelt werden, wird bei der

Reparatur zunächst der Schaden

erörtert und ein Angebot erstellt«,

so Schöllenberger. »Der Brückenschlag

zum Remanufacturing wird

dadurch erreicht, dass auch bei der

Reparatur nach Möglichkeit aufgearbeitete

Einzelteile zum Einsatz

kommen. Eine weitere Besonderheit

stellt die Garantie dar: Diese

beträgt 50 % der Neuteilgarantie –

nicht nur auf die getauschten Teile,

sondern auf die Gesamtkomponente.

Wodurch Liebherr sich von

der gängigen Praxis am Markt abhebt.«

iwu ◆

11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 21


\\\\\\\\\\\\\\ IM BLICKPUNKT \\\\\\\\\\\\\\

der Entscheidung, neben den

mechanischen Motorelementen

auch die Einspritzung und die

Steuerung selbst zu entwickeln

und zu produzieren, habe Liebherr

zum einen die Strategie seines

Gründers Hans Liebherr fortgesetzt,

alle entscheidenden Teilkomponenten

selbst zu produzieren

und möglichst unabhängig

von Lieferanten zu sein.

120 kW und 765 kW, wie Rudolf

Ellensohn erläuterte, der als Geschäftsführer

von Liebherr Machines

Bulle SA die Entwicklung

und Produktion aller Liebherr-

Motoren verantwortet. Aufgrund

der von Januar 2014 an

geltenden verschärften Emissionsvorschriften

gemäß Tier 4 final/

Stufe IV habe man sich bei

Liebherr entschieden, so Ellentem

der Maschine und die gleichen

Schnittstellen beim Einbau

haben. Das ermöglicht den internen

wie externen Kunden eine

wesentliche Vereinfachung ihrer

Maschinenbaukästen durch die

Austauschbarkeit von Motoren

verschiedener Emissionsstufen

in der gleichen Maschine.

Zur Abgasnachbehandlung

setzt Liebherr bei der Stufe IV

Aufgrund der von Januar 2014 an geltenden verschärften Emissionsvorschriften gemäß Tier IV final/ Stufe IV

hat sich Liebherr entschieden, die Systemkompetenz als Dieselmotorenhersteller durch die Entwicklung eines

eigenen Einspritzsystems inklusive Motorsteuerung zu erweitern und den Motorenbaukasten komplett zu

überarbeiten sowie neu zu strukturieren. Diese neue Motorengeneration mit SCR-Technologie feierte auf der

Bauma ihre Weltpremiere.

Zum anderen habe man aber

auch Chancen auf dem freien

Markt gesehen. So sei in nur vier

Jahren Entwicklungszeit ein modulares

System für Einspritzdrücke

bis 2 200 bar entstanden,

das höchsten Ansprüchen genüge.

»Erste Verkaufserfolge bei

Kunden außerhalb der Firmengruppe

zeigen dies«, so Schwarz.

»In unseren eigenen Motoren ist

das Common-Rail-System seit

2012 serienmäßig im Einsatz.

Wir rüsten zwischenzeitlich alle

Motorvarianten, vom 4-Zylinder-

Reihenmotor bis hin zum V-12-

Dieselmotor, mit unserem Common-Rail-System

aus.«

Das aktuelle Dieselmotorenprogramm

von Liebherr umfasst

drei Baureihen mit einem Leistungsspektrum

zwischen

sohn, die Systemkompetenz als

Dieselmotorenhersteller durch

die Entwicklung eines eigenen

Einspritzsystems inklusive Motorsteuerung

zu erweitern und

den Motorenbaukasten komplett

zu überarbeiten sowie neu

zu strukturieren. »Wir bieten

jetzt einen einheitlichen Grundmotor

an, der durch kleine Modifikationen

respektive durch den

Einsatz von Abgasnachbehandlungssystemen

an die in den unterschiedlichen

Regionen und

Märkten geforderten Emissionsanforderungen

angepasst werden

kann«, sagte Ellensohn.

Konkret bedeute dies, dass

die Motoren in den Emissionsstufen

IIIA, IIIB und IV die gleichen

Leistungen, die gleichen

Anforderungen an das Kühlsysbzw.

Tier 4 final voll auf die SCR-

Technologie, nachdem noch bei

den Motoren der Stufe IIIB bzw.

Tier 4 interim je nach Anwendung

sowohl Partikelfilter als

auch SCR-Katalysatoren im Einsatz

waren.

Auf Basis der Felderfahrungen

mit beiden Systemen und

den Anforderungen in Bezug auf

Modularität, Bauraum, Leistungsfähigkeit

und Wartungsfreundlichkeit

habe sich Liebherr

hinsichtlich der Emissionsvorschriften

gemäß Tier 4 final/

Stufe IV für die SCR-Technologie

entschieden, so Ellensohn. Zugleich

habe man dieses System

im Vergleich zur vorigen Stufe

deutlich weiterentwickelt. So

werde für eine optimale Zerstäubung

das notwendige Adblue

jetzt zusammen mit Luft in das

Abgas eingespritzt. Daraus resultierten

hohe Wirkungsgrade und

eine sehr effiziente Verringerung

der Stickoxide.

Emissionen innermotorisch

unter den Grenzwerten

Durch die ideale Systemintegration

und intelligente Entwicklungslösungen

habe Liebherr es

geschafft, die Partikelemissionen

bereits innermotorisch unter

die Grenzwerte zu bringen,

weshalb man auf Oxidationskatalysator

(DOC), Partikelfilter

(DPF) und Abgasrückführung

verzichten könne. »Liebherr ist

damit derzeit der einzige Hersteller

von Dieselmotoren, der

die Anforderungen der Emissionsvorschriften

gemäß Tier 4 final/

Stufe IV ohne Oxidationskatalysator

erfüllt«, betonte Ellensohn.

»Mit unserer SCR Only-Lösung

ist auch beim Betrieb der

Maschinen mit Kraftstoff mit höherem

Schwefelgehalt keine Verschlechterung

oder Zerstörung

des Abgasnachbehandlungssystems

zu erwarten.« Somit könnten

die Tier 4 final/ Stufe IV-Motoren

auch in Ländern eingesetzt

werden, in denen schwefelfreier

Kraftstoff noch nicht flächendeckend

zur Verfügung steht. Für

spezielle Anforderungen mit

noch schärferen Grenzwerten –

wie die Schweizer Abgasnorm,

Maschinen für den Tunnelbau

oder den Betrieb in geschlossenen

Hallen – werde das Liebherr-

SCR-System durch einen Partikelfilter

ergänzt. Sollten die Vorschriften

in Richtung Emissionsstufe

V weiter verschärft werden,

so Ellensohn, könne Liebherr

aufgrund der Modularität

der Grundmotoren und des

Abgasnachbehandlungssystems

auch diese strengeren Anforderungen

erfüllen. In diesem Fall

würde man in Verbindung mit einem

überarbeiteten SCR-Katalysator

einen Oxidationskatalysator

sowie bei Bedarf einen Partikelfilter

einsetzen. Allerdings

werde Liebherr bei der Entwicklung

der nächsten Motorengeneration

wieder verstärkt die Reduzierung

des Kraftstoffverbrauchs

sowie den Kundennutzen

in Fokus haben. ◆

22 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


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Leistung und Ausstattung harmonieren

Das 1953 gegründete Bauunternehmen Gerber in Denzlingen bei

Freiburg beschäftigt mehr als 60 Mitarbeiter in den Sparten

Hoch-, Tief- und Straßenbau. Seit Jahren beschafft man

Tiefbau maschinen beim Vertragshändler Eberle und Hald,

der in Teningen bei Freiburg eine große Niederlassung

mit zehn Mitarbeitern und sechs Servicewagen betreibt.

Nieder lassungsleiter Stefan Egler konnte nun erstmals

einen Hyundai-Kurzheckbagger 235LCR-9 mit

Oilquick-Schnellwechsler an Geschäftsführer

Stefan Gerber und sein Team übergeben.

Ausschlaggebend für Stefan

Gerber war der örtliche

Händler mit Beratung, Vorführungen

und dem Service: »Baumaschinen

gleichen sich auf einem

hohen Niveau an und da

macht der Vertrieb den Unterschied.

Mit Eberle und Hald haben

wir sehr gute Erfahrungen

gemacht. Wir werden gut betreut

und auch bei Störungen

oder Wartungsaufgaben hilft

man uns schnell und unkompliziert.

Für uns wichtig, weil wir

keinen so großen Fuhrpark haben.

Ich bin der Meinung, dass

die Kombination Hyundai/

Eberle und Hald für uns auf Dauer

eine tragfähige Lösung ist.«

Da Gerber primär im öffentlichen

Raum baut, sind Beschädigungen

etwa an Straßenbelag,

Pflasterungen oder Wegeinfassungen

zu vermeiden. Deswegen

wurde der Kurzheckbagger aus

südkoreanischer Produktion mit

Bridgestone-Gummipads ausgestattet.

Der 23 800 kg schwere

Bagger wird von einem Tier II-

Cummins-Motor mit 113 kW

Leistung angetrieben. Besonderheit

des Kurzheckbaggers ist ein

sehr kleiner hinterer Schwenkra-

Der 23 800 kg schwere Hyundai-Kurzheckbagger 235 LCR-9 bei Tiefbauarbeiten

in Gottenheim bei Freiburg im lehmigen Boden. Die hydraulische

Schnellkupplung erleichtert den Anbau und Tausch von Löffeln,

Verdichterplatten und anderen Anbaugeräten.

dius von nur 1 680 mm. Damit

dreht der Bagger quasi innerhalb

seiner Kontur und beeinträchtigt

den Gegenverkehr bei

Arbeiten auf zweibahnigen Straßen

nicht. 5 550 mm maximale

Grabtiefe sprechen ebenso eine

eindeutige Sprache wie die großen

Tragkräfte. Diese sind im

Tiefbau besonders wichtig, denn

Bagger-Tuning.eu

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Der 800 mm breite Grabenräumlöffel kann in kürzester Zeit mit der

hydraulischen Schnellwechseleinrichtung gegen andere Anbaugeräte

getauscht werden.

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24 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


Verbauelemente, Rohre und andere

schwere Lasten sind millimetergenau

in Baugruben einzuheben,

von Lastwagen abzuladen

oder anzureichen. Bei

4 500 mm Ausladung kann der

Hyundai-Bagger im 360°-Betrieb

4 280 kg schwere Lasten

bewegen. Herzstück der Loadsensing-Hydraulikanlage

sind

zwei Axial-Verstellpumpen mit

je 222 l/min Fördervolumen.

Für Fahr- und Schwenkbewegungen

stehen zwei bzw. eine

Verstellpumpe zur Verfügung.

Serienmäßig ist der Kurzheckbagger

mit einem 5 680-mm-

Verstellausleger und einem

2 950-mm-Stiel ausgestattet

(weitere Stiele mit 2 000 und

2 400 mm Länge sind im Angebot).

Als passende Löffelvolumi-

wir diese Maschinen mit gutem

Gewissen auch in schwere Einsätze

empfehlen können. Im Servicefall

sind die Geräte schnell

wieder flott, was unter anderem

an der sehr guten Versorgung

mit allen Ersatzteilen liegt.«

Stefan Gerber ließ den Unterwagen

des 235 LCR-9 mit einem

optionalen Schild ausstatten. So

werden die Tragkräfte bei Hubarbeiten

in Fahrzeuglängsrichtung

erhöht und es lassen sich

vor Ort kleinere Planier- und Verfüllarbeiten

durchführen. ●

DIE NEUE GENERATION

DER MOBILBAGGER

Wir empfehlen Hyundai, weil

das Preis-Leistungsverhältnis stimmt

und weil wir diese Maschinen mit

gutem Gewissen auch in schwere

Einsätze empfehlen können.«

Stefan Egler,

Niederlassungsleiter Eberle und Hald in Teningen

na gibt Eberle und Hald-Niederlassungsleiter

Stefan Egler

0,5 m³ bis 1,05 m³ an.

Die Hyundai-Hydraulikbagger

bieten, das gilt auch für die

Kurzheckbagger, eine großvolumige

und mit Wärmeschutzglas

ausgestattete, klimatisierte Kabine.

Verstellbare Joysticks, blendfreie

Displays, wählbare Einsatzprofile

für leichte, mittlere und

schwere Arbeiten sind ebenso

selbstverständlich wie vom Boden

aus erreichbare Wartungspunkte.

Auch die Kontrolle der

Füllstände ist von einem Punkt

aus möglich.

Verbessert hat Hyundai die

Wechselintervalle. Ölfilter müssen

beim »-9«-Modell nur noch

alle 1 000 Stunden gewechselt

werden, Hydraulikfilter nur

noch alle 5 000 Stunden. Noch

einmal Stefan Egler: »Unsere

Kunden rechnen mit spitzem

Bleistift, da spielen Anschaffung

und Unterhalt über mehrere Jahre

eine große Rolle. Wir empfehlen

Hyundai, weil das Preis-Leistungsverhältnis

stimmt und weil

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11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 25


\\\\\\\\\\\\\\

In Franken wird die B 2

ausgebaut – mit dabei ist

Doosan-Technik aus dem

Rühle-Mietpark aus

Untermünkheim-Haagen.

DOOSAN INFRACORE EUROPE

> DOOSAN INFRACORE EUROPE

Beim Ausbau der B2 überzeugt

Beim Ausbau der B 2 im Bereich der Stadt Roth (Franken) setzt die Firma

Thannhauser + Ulbricht Straßen- und Tiefbau aus Fremdingen für die Erd -

bewegung auf vier knickgelenkte Muldenkipper vom Typ DA30 und einen

DX490LC-3 Kettenbagger von Doosan. Die Maschinen stammen aus dem

Rühle-Mietpark in Untermünkheim-Haagen.

Die B 2 ist eine der ältesten

Bundesstraßen und durchquert

Deutschland rund 845 km

in Nord-Süd-Richtung. Südlich

von Nürnberg bildet sie eine der

wichtigsten Verbindungen zwischen

Nürnberg und Augsburg.

Wegen des hohen Verkehrsaufkommens

wird derzeit im Bereich

Roth ein weiteres Teilstück

auf 3,6 km Länge vierspurig ausgebaut.

Da dieses Teilstück auf

einer neuen Trasse verläuft, sind

neben dem Neubau einer Brücke

auch ca. 275 000 m³ Aushub zu

bewegen. Seit Baubeginn im

April wurden 10 ha Wald gerodet

und 61 000 m³ Oberboden

abgetragen. Die Fertigstellung

des Teilstückes ist für kommendes

Jahr geplant. Von den

275 000 m³ Aushub wird ein Teil

des Bodens verbessert und wieder

eingebaut, der Rest wird ab-

gefahren. Bereits nach kurzer

Zeit stellte man fest, dass aufgrund

eines hohen Sandanteils

im Boden, in Verbindung mit heftigen

Regenfällen, die den Boden

stark aufgeweicht hatten, die Bodenbeschaffenheit

einen Transport

des Aushubs mit Baustellen-

Lkw nicht zuließ. Daher machte

man sich bei Tannhauser + Ulbricht

auf die Suche nach einem

Unternehmen, das kurzfristig

vier knickgelenkte Muldenkipper

und einen 50-t-Bagger als

Langzeit-Mietmaschinen zur

Verfügung stellen konnte.

Rühle Maschinenpark stellte

die fünf Großmaschinen innerhalb

von zehn Tagen bereit. Dazu

Geschäftsführer Achim Rühle:

„Natürlich hatten wir auch keine

vier Muldenkipper zur freien

Verfügung auf dem Hof stehen,

doch als Doosan-Händler konnten

wir auf Maschinen aus dem

Doosan-Mietpark zurückgreifen

und so die Anforderung unseres

Kunden erfüllen.« So wurde beispielsweise

der DX490LC-3 direkt

von der diesjährigen Bauma

auf die Baustelle geliefert. Im

Doosan-Maschinenpark steht

eine Reihe von Maschinen den

Händlern zur Miete zur Verfügung.

So können sie auch ohne

hohe Investitionen jederzeit auf

Kundenanfragen, auch zu Maschinen

die sie nicht selber im

Mietpark haben, reagieren.

Die einzigen Standzeiten, die die

Maschinen haben, sind für die

planmäßigen Wartungsarbeiten.

Das haben wir mit Maschinen

anderer Hersteller auch schon

anders erlebt.«

Bernhard Raab, Oberbauleiter, und Polier

Michael Taglieber von Thannhauser + Ulbricht

Die Maschinen von Doosan

sind bei den Fahrern sehr beliebt.

Mit den schwierigen Bodenverhältnissen

kommen sie

problemlos zurecht und liefern

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26 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


eine hervorragende Performance.

Im Schnitt sind die Doosan

Maschinen täglich etwa

neun Stunden im Einsatz und

Bernhard Raab, Oberbauleiter,

sowie der vor Ort zuständige Polier

Michael Taglieber von

Thannhauser + Ulbricht sind mit

den Doosan-Maschinen sehr zufrieden:

»Die Geräte laufen hier

auch unter anspruchsvollen Bedingungen

vor Ort ohne Probleme.

Die einzigen Standzeiten, die

die Maschinen haben, sind für

die planmäßigen Wartungsarbeiten.

Das haben wir mit Maschinen

anderer Hersteller auch

schon anders erlebt.« Die Wartungsarbeiten

an den Maschinen

werden ebenfalls von Rühle Maschinenpark

durchgeführt.

Die Technik

Der knickgelenkte Doosan-Muldenkipper

DA30 bietet eine

Nutzlast von 28 t. Er wird von einem

5-Zylinder-Dieselmotor

DC9 (Scania) mit einer Bruttoleistung

von 276 kW (375 PS)

angetrieben, der die Abgasnorm

wegweisenden Kraftstoffverbrauch

erzielen. Auch das neue

ZF-Getriebe mit acht Vorwärtsund

vier Rückwärtsgängen soll

zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs

beitragen. Der permanente

6-Rad-Antrieb des DA30

sorgt in Verbindung mit der frei

pendelnden Tandem-Hinterachder

Stufe IIIB erfüllt. Sein Bruttodrehmoment

(1 873 Nm bei

1 300 min−¹) verspricht einen

hervorragenden Kraftschluss,

der für den Einsatz unter solch

schwierigen Bedingungen erforderlich

ist. Zudem soll er bei einer

Spitzengeschwindigkeit von

58 km/h einen in der Klasse

se dafür, dass bei allen sechs Rädern

der kontinuierliche Bodenkontakt

gewährleistet ist. Dadurch

kann die Maschine auf

sehr unwegsamem und weichem

Gelände gleichermaßen

gut eingesetzt werden.

Bei dem neuen 50-t-Kettenbagger

DX490LC-3 hat sich Doosan

für den Isuzu AL-6WG1X

Common-Rail-6-Zylinder-Turboladermotor

mit variabler Turbinengeometrie,

EGR (Abgasrückführung)

und DPF (Dieselrußpartikelfilter)

entschieden, der

die Abgasnorm der Stufe IIIB erfüllt.

Er leistet 290 kW (394 PS)

bei 1 800 min−¹ bei einem nach

Doosan-Angaben besonders geringen

Kraftstoffverbrauch.

Dank der neuen Hydraulikpumpen

und -ventile konnte bei den

Ausbrechkräften eine Steigerung

von 3 % bis 6 % im Vergleich

zu dem Vorgängermodell

realisiert werden. Er benötigt in

Verbindung mit dem montierten

3,7-m³-Lehnhoff-Löffel vier bis

fünf Ladespiele um den DA30

voll zu beladen.


\\\\\\\\\\\\\\

> WACKER NEUSON

Sicher, effizient und komfortabel

Sicherheit steht im Bergbau an erster Stelle, auch bei Wacker Neuson ist

Sicherheit ein wesentlicher Faktor. Zwei Kabinendumper des Typs 3001 von

Wacker Neuson transportieren unter härtesten Bedingungen Material aus

einer Mine in Tocopilla in der Región de Antofagasta im Norden Chiles und

erfüllen dabei sämtliche Sicherheitsanforderungen und Komfortwünsche.

In der nordchilenischen Mine

Gabriela Tocopilla auf rund

2 200 m Höhe sind zwei Dumper

des Typs 3001 von Wacker Neuson

im Einsatz. Die beiden Allraddumper

transportieren mindestens

acht Stunden täglich

Material, insbesondere Steine

und Geröll, aus der unterirdischen

Mine.

Über das verpflichtende

FOPS- (Falling Objects Protec -

tion Structure) Level I hinaus, erfüllen

die Dumperkabinen auch

FOPS-Level II. Neben ROPS (Roll

Over Protection Structure) und

TOPS (Tip Over Protection

Structure) zählen der Sicherheitsgurt

und ein effektives

Bremssystem zur Serienausstattung.

Optionen wie Rückfahrwarneinrichtung,

Drehleuchte

und Spiegelpaket erhöhen die

Arbeitssicherheit weiter. Eine

Die chilenischen Anwender schätzen neben den hohen Sicherheits -

standards vor allem die geradezu unschlagbare Geländegängigkeit

der Dumper von Wacker Neuson.

Das Material aus der Mine wird aus bis zu 150 m Tiefe nach oben transportiert

– hier können die Dumper mit ihrer Steigfähigkeit von bis zu

50 % punkten.

50

Prozent

Besonders wichtig ist im Bergbau die

Steigfähigkeit von bis zu 50 %, denn

Material wird in Nordchile aus bis zu

150 m Tiefe nach oben transportiert.

optionale Sichtfeld-Kamera für

die größeren Dumper-Modelle

6001, 9001 und 10001 sorgt

zusätzlich für eine verbesserte

Rundumsicht und minimiert

tote Winkel.

Die chilenischen Anwender

schätzen neben den hohen Sicherheitsstandards

vor allem

die Geländegängigkeit der Dumper.

Sie wird durch die Pendelknicklenkung,

die für permanenten

Bodenkontakt und kraftschlüssige

Traktion sorgt, durch

die große Bodenfreiheit und den

hydrostatischen Allradantrieb

gewährleistet. Besonders wichtig

ist im Bergbau die Steigfähigkeit

von bis zu 50 %, denn Material

wird in Nordchile aus bis zu

150 m Tiefe nach oben transportiert.

Auch wissen die Minen -

arbeiter die Einfachheit der

Bedienung, den Fahr- und Kabinenkomfort

und die Wetter -

unabhängigkeit der Maschinen

zu schätzen.

Die großzügig konzipierte

Kabine des Dumpers 3001 will

dem Fahrer maximale Kopf- und

Beinfreiheit bieten. Alle Steuerund

Bedienelemente sind ergonomisch

angeordnet. Die beiden

Türen der Kabine sind in einem

Winkel von 180° arretierbar, sodass

ein Fahren bei geöffneten

Türen möglich ist. Auch die Wartung

des Dumpers gestaltet sich

unkompliziert: Durch die auf beiden

Seiten der Kabine angebrachten

abschließbaren Wartungszugänge

beschränken sich

die täglichen Kontrollen auf ein

Minimum. Der unter dem Fahrersitz

befindliche Service -

zugang kann durch das Lösen

von vier Schrauben problemlos

erreicht werden.


Das Unternehmen

WACKER NEUSON

Die beiden Allraddumper transportieren mindestens acht Stunden

täglich Material, insbesondere Steine und Geröll, aus der unterirdischen

Mine.

Der Konzern Wacker Neuson ist einer der führenden Hersteller von Baugeräten und

Kompaktmaschinen – mit mehr als 40 Tochterunternehmen, 140 Vertriebs- und

Servicestationen und über 12 000 Vertriebs- und Servicepartnern weltweit. Gegründet

wurde das Unternehmen im Jahr 1848. Zur Wacker Neuson Group gehören die Produktmarken

Wacker Neuson, Kramer Allrad, Kramer und Weidemann. Der Konzern erzielte

im Jahre 2012 einen Umsatz von 1,1 Mrd. Euro und beschäftigt über 4 000 Mitarbeiter

weltweit.

28 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


“Große Verbesserungen erhältlich

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sodass er sich einfach an jeden Einsatzort transportieren lässt. Nähere Informationen

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\\\\\\\\\\\\\\

Die Komatsu-Modelle D61EXi-23

und D61PXi-23 (Bild) verfügen

über eine vollautomatisierte

Schildsteuerung.

TONY ELLIS / KOMATSU

> KOMATSU

Vollautomatisierte Schildsteuerung

Komatsu bietet mit der Neuheit D61EXi/ PXi-23 das erste Komatsu-Modell mit »Intelligent Machine Control« auf dem

europäischen Markt an. Dass das Feinplanum in der Automatikbetriebsart durchgeführt wird, war bisher auch mit

einer herkömmlichen Maschinensteuerung möglich. Dank der vollautomatisierten Schildsteuerung der D61i-23

kann jetzt auch das Grobplanum automatisiert werden. Als Ergebnis wird eine deutliche Steigerung der Produktivität

angekündigt. Die D61i-23 ist nach Anbieterangaben die erste Planierraupe, die ab Werk mit dieser Technologie

ausgerüstet wird. »Intelligent Machine Control« soll sich zudem problemlos auf andere Modelle übertragen lassen.

Die verschiedenen Ausführungen

der D61i-23e mit längerem

Laufwerk (EX) oder geringerem

Bodendruck (PX) bieten die

Möglichkeit, die optimale Maschine

für die jeweiligen An -

forderungen zu wählen. Das Betriebsgewicht

liegt je nach Ausrüstung

zwischen 17,74 t und

18,66 t und die Nettomotorleistung

beträgt 125 kW/ 170 PS bei

2 200 U/min. Die D61i-23 ist zudem

mit Komtrax, dem Wireless-

Monitoring-System von Komatsu,

und dem Baustellenverwaltungssystem

von Topcon ausgestattet.

Vollautomatisierte Schildsteuerung

vom Grob- bis zum Feinplanum

Während hochpräzises Feinplanum

auch mit Planierraupen

durchgeführt werden kann, die

mit einem herkömmlichen

Steuerungssystem ausgestattet

sind, kann die D61i-23 mit der

vollautomatisierten Schildlaststeuerung

auch das Grobplanum

in der Automatik-Betriebsart

durchführen. Beim Grobplanum

überwacht die automatisierte

Schildsteuerung die am Schild

anliegende Last und passt die

Schildhöhe entsprechend an. So

sollen der Kettenschlupf auf ein

Minimum reduziert und die Planiervorgänge

mit maximaler Effizienz

durchgeführt werden. In

der Endphase sorgt die automatisierte

Schildsteuerung

dafür, dass das Fertigplanum

mit maximaler

Präzision abgeschlossen

wird. Im

Vergleich zu herkömmlichen

Maschinensteuerungssystemen

soll mit dieser

technologischen

Innovation von

Komatsu eine

Effizienzsteigerung von bis zu

13 % verzeichnet werden können.

Installation und Integration ab Werk

Komponenten des Maschinensteuerungssystems,

die bisher

am Schild installiert waren, wurden

bei der D61EXi/ PXi-23

durch eine auf dem Kabinendach

installierte GNSS (Global Navigation

Satellite System)-Antenne,

eine verbesserte inertiale Messeinheit

(IMU+) und Sensoren an

den Schildzylindern ersetzt. Diese

Baugruppen werden im Komatsu-Werk

bereits bei der Herstellung

der Maschine installiert,

so wie auch der Monitor und die

Controller in der Kabine. Die Sensoren

sind jetzt in die Zylinder integriert,

was das tägliche Anund

Abbauen der GNSS-Antennen

und Kabel am Schild unnötig

macht und die damit verbundenen

Verschleißerscheinungen

an den Bauteilen eliminiert.

Weiterentwicklungen für

optimierte Leistung

Um optimale Leistung zu erzielen,

hat der Fahrer von seinem

Arbeitsplatz in der Kabine aus

die Möglichkeit, die am besten

geeignete Planierart für den jeweiligen

Einsatz zu wählen.

Ebenso kann er bei den Schild -

last einstellungen aus verschiedenen

Voreinstellungen wählen,

um die Planierleistung an die je-

Komatsu D61PXi-23.

KOMATSU

30 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


weilige Materialbeschaffenheit

anzupassen. Die automatisierte

Schildsteuerung des »Intelligent

Machine Control Systems« kann

während des gesamten Planiervorgangs

aktiviert bleiben, da

das System das Schild zwischen

den einzelnen Planierdurchgängen

automatisch hebt und senkt.

13

Prozent

Im Vergleich zu herkömmlichen

Maschinensteuerungssystemen soll

mit der vollautomatisierten Schildsteuerung

eine Effizienzsteigerung von

bis zu 13 % erreichbar sein.

Bewegt sich die Maschine

auf der Baustelle, sammelt die

GNSS-Antenne auf dem Kabinendach

exakte Profildaten durch

die Messung der aktuellen Steigung.

Für besondere Präzision

beim Planieren von Quergefällen

messen die Sensoren an den

Schildhubzylindern kontinuierlich

den aktuellen Schildwinkel.

Die D61EXi/PXi-23 ist mit

der neuesten Version von Komtrax

ausgestattet. Betriebsstunden,

Kraftstoffverbrauch, Maschinenstandort

oder auch Wartungs-

und Warnhinweis können

mittels einer passwortgeschützten

Internetanwendung abgerufen

und analysiert werden. Die

Flottenmanagementfunktionen

von Komtrax sollen die Maschinenverfügbarkeit

erhöhen, das

Diebstahlrisiko reduzieren und

dem Distributor ermöglichen,

die Maschine fernzuwarten.

Komatsu Care ist auch bei

der D61EXi/ PXi-23 inbegriffen –

ein kostenloser Standard bei jeder

neuen Komatsu-Maschine

mit einem Niederemissionsmotor

gemäß EU-Stufe IIIB. Für drei

Jahre oder maximal 2 000 Betriebsstunden

beinhaltet Komatsu

Care die planmäßige Wartung

einer Maschine, durchgeführt

von geschulten Technikern, unter

Verwendung von Komatsu-

Originalteilen. Ebenfalls enthalten

ist ein zweimaliger, kostenloser

Austausch des Komatsu-Dieselpartikelfilters

(KDPF) sowie

eine KDPF-Gewährleistung für

fünf Jahre oder bis zu 9 000 Betriebsstunden.


> PIRTEK

Bestens »im Fluss«

Die Hochwasserkatastrophen der letzten Jahrzehnte haben gezeigt: Die Begradigung der Flüsse und der Eingriff des

Menschen in deren natürlichen Lauf blieb nicht ohne Folgen. Mittlerweile wird allerorten den Flüssen wieder mehr

elementarer Raum gegeben, um so einerseits die Schäden auf menschliche Siedlungen einzudämmen und andererseits

ökologisch sensible Lebensräume zu sichern. In der Pirtek-Region Wesel/ Rees – an der deutsch-niederlän -

dischen Grenze gelegen – baut das Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg – Rhein seit 2009 eine Flutmulde zum

Rhein. Mit vor Ort ist bei Bedarf auch Pirtek mit seinem mobilen Hydraulikservice.

Bei höheren Wasserständen

bietet die Flutmulde dem

Fluss eine zusätzliche Abflussmöglichkeit;

bis zu 20 % der

Flutmenge wird kontrolliert aufgenommen.

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keiten und Erosionstendenzen

des Rheins werden reguliert und

reduziert.

So werden damit gute Fahrwasserbedingungen

für den

Schiffsverkehr langfristig gesichert,

zudem schützt die Maßnahme

die Stadtmauer Rees vor

Unterspülung sowie Flora und

Fauna in den Auen bei Überschwemmungen.

Flutmulde als Bypass

Rund 3 km lang, 180 m breit, die

Sohle (der Gewässergrund)

2,8 m tief und bis zu 40 m breit

mit leicht ansteigender Böschung,

soll die Flutmulde im

Sommer 2015 auf der linken Seite

des Rheins zwischen Kalkar-

Reeserschanz und Xanten-Obermörmter

fertig gestaltet sein.

Der Bau des »Bypasses« findet

in drei Phasen statt: In der

ersten Phase der Nassbaggerarbeiten

wird ein Bodenaushub

von 2,2 Mio m³ von Schwimmoder

Nassbaggern ausgehoben,

abtransportiert und zu 95 %

wiederverwertet. Die zweite

Bauphase dient der Böschungsund

Sohlsicherung. Sandgefüllte

Gewebematten (Geotextil) bilden

einen Filter zwischen Untergrund

und Deckwerk, das aus einer

50 bis 70 cm mächtigen

Schicht Wasserbausteine besteht.

Die Einbringung unterschiedlicher

Gesteine reguliert

die Schleppgeschwindigkeit und

sorgt somit auch für die Stabilisierung

des Grundwasserspiegels.

In der dritten Umsetzungsphase

wird die Flutmulde Rees

in ihrem ökologisch sensiblen

Raum mittels ingenieurbiologischer

Bauweise ausgestattet.

Erosionsschutzmatten, Nass-Ansaaten,

Gabionen (Drahtgitterkörbe

mit Steinen), Fluchtinsel

sowie heimische Hecken, Gebüsche

und Bäume unterstützen

die natürliche Herstellung der

ursprünglichen Funktion des

11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 31


\\\\\\\\\\\\\\

und Grundwasser, Vorschriften

über den Ausbau von Gewässern

und die wasserwirtschaftliche

Planung sowie den Hochwasserschutz.

Pirtek Wesel/ Rees besitzt

die Berechtigung, Arbeiten

gemäß WHG auszuführen, was

Voraussetzung für diese Zusammenarbeit

ist. Sowohl im Falle

von Hydraulikschlauchdefekten

als auch bei der regelmäßigen

Wartung der Hydraulikschläu-

PIRTEK

Die Flutmulde schützt künftig die Stadtmauer Rees vor Unterspülung sowie Flora und Fauna in den Auen bei

Überschwemmungen.

Lebens-

auenlandschaftlichen

raumes.

Bau mit Spezialgeräten

Die Firma Reinhold Meister Wasserbau

realisiert den Ausbau der

Flutmulde mit Spezialgeräten,

darunter Nassbagger, Baggerpontons

und schwimmendes Gerät.

Martin Weizenegger, Bauleiter

bei Reinhold Meister Wasserbau,

erklärt bei einem Treffen

mit Mathias Wallaschkowski,

Leiter des Pirtek-Centers Wesel/

Rees, und Dipl.-Ing. Peter Kleine,

örtlicher Bauleiter des Wasserund

Schifffahrtsamtes Duisburg

– Rhein: »Für die zahlreichen

Hydraulikschlauchleitungen,

die für die Kraftübertragung

schwimmfähiger Bagger zuständig

sind, haben wir uns den mobilen

Hydraulikservice Pirtek

mit an Bord genommen.« Weizenegger

führt weiter aus: »Hydraulikleitungen

sind an unseren

Spezialgeräten zahlreich vorhanden.

Insbesondere bei diesen

groben Erdarbeiten werden

Schläuche immer wieder mal beschädigt.

In einem solchen Fall

ist schnelle Hilfe für uns wichtig.

Der traditionelle Weg der

Schlauchreparatur – Schlauch

ausbauen, nächste Werkstatt anfahren,

dort neu konfektionieren

lassen, zurückfahren und wieder

einbauen – kostet uns einfach zu

viel Zeit. Im Vergleich dazu sparen

wir mit Pirtek Geld und Aufwand.

Im schlechtesten Fall

steht durch einen Hydraulikschlauchdefekt

nicht nur eine

Maschine, sondern die ganze

Baustellenlogistik still. Nehmen

wir beispielsweise den Bodenaushub:

Dieser wird auf Klappschuten

verladen und abtransportiert.

Tritt nun ein Schlauchdefekt

am Nassbagger auf, resultiert

daraus nicht nur Stillstand

für diesen einen Bagger sondern

auch für den Abtransport der Bodenmassen

und somit verzögert

sich das gesamte Bauprojekt.«

Besonderheit im Gewässerbau

»Nur gemäß Wasserhaushaltsgesetz

(WHG) zertifizierte Unternehmen

sind berechtigt, Arbeiten

an diesen Spezialgeräten, zu

denen die schwimmenden Einheiten

und Schwimm- bzw. Nassbagger

zählen, auszuführen«, erklärt

Matthias Wallaschkowski,

der mit Frank Schneider zusammen

Inhaber des Centers vor Ort

ist. Das Wasserhaushaltsgesetz

(WHG) enthält, neben Bestimmungen

über Schutz und Nutzung

von Oberflächengewässern

Der traditionelle Weg der

Schlauchreparatur – Schlauch

ausbauen, nächste Werkstatt

anfahren, dort neu konfektionieren

lassen, zurückfahren und wieder

einbauen – kostet uns einfach zu viel

Zeit. Im Vergleich dazu sparen wir

mit Pirtek Geld und Aufwand.«

Martin Weizenegger,

Bauleiter Reinhold Meister Wasserbau

che ist das Pirtek-Team Wesel/

Rees schnell vor Ort.

Auch die beiden Service-

Techniker aus dem Team von

Wallaschkowski freuen sich

über diese besondere Baustelle:

»Mit Hydraulikschläuchen und

Werkzeug auf einem Boot zum

Einsatz auf dem Rhein finde ich

besonders reizvoll – da macht

die Arbeit richtig Spaß«, so einer

der beiden Einsatztechniker, die

im Raum Wesel/ Rees rund um

die Uhr und allerorten einsatzbereit

sind.




Pirtek unterstützt die Bauarbeiten der Flutmulde bei Wesel/Rees.

Das Unternehmen




Der mobile Hydraulikservice von Pirtek ist mit derzeit 59 Standorten und 230

mobilen Werkstätten bundesweit vertreten. Jeder der Servicewagen führt rund

1 000 Ersatzteile an Bord, Schlauchpresse- und säge, spezielle Ölmatten und weiteres

spezielles Equipment für die Hydraulikschlauchkonfektion. Alle Servicekräfte sind

für die speziellen Anforderungen von Hydraulikreparaturen geschult.

32 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


TRIMBLE

Qualität und Präzision im

budgetfreundlichen Basispaket

Das Essential Kit von Trimble wird als preisgünstiges und bedienungsfreundliches Basispaket für die Baustellen -

positionierung angeboten. Das Paket umfasst die neue Trimble-Site-Mobile-Kontrolleinheit, die Trimble SCS900-

Feldsoftware und die Trimble SPS985L-GNSS-Smartantenne und bietet damit ein vollwertiges GPS-Positionierungssystem.

Mit GPS kann das Aufmaß- und Abrechnungspersonal schnellere und präzisere Einbau kontrollen,

Böschungs- oder Trassenabsteckungen durchführen als mit herkömmlichen Vermessungsmethoden.

Rädlinger

Schnellwechsler

System „Lehnhoff“

Das Trimble-Essential-Kit ist

eine hochinteressante Erweiterung

unseres Positionierungsportfolios«,

betont Elwyn

McLachlan, Business Area Director

für Trimble Baustellenpositionierungssysteme.

»Mit dem

Mit dem Essential-Kit erzielen

budgetbewusste Bauunternehmen

schnell eine Amortisierung, da mehr

Baustellenpersonal Zugang zu

hochwertiger Technologie erhält und

dadurch wesentlich produktiver und

effizienter arbeiten kann.«

Elwyn McLachlan, Business Area Director für

Trimble Baustellenpositionierungssysteme

Essential-Kit erzielen budget -

bewusste Bauunternehmen

schnell eine Amortisierung, da

mehr Baustellenpersonal Zugang

zu hochwertiger Technologie

erhält und dadurch wesentlich

produktiver und effizienter

arbeiten kann.«

Die SPS985L GNSS-Smartantenne

verfügt über ein robustes und

kompaktes Gehäuse und soll

präzises Positionieren bei einem

attraktiven Preis ermöglichen.

Die neue Einstiegsversion der

SCS900-Feldsoftware von Trimble

ist für Bauunternehmen gedacht,

die neu in die Nutzung von

Trimble Positionierungssystemen

für den Bau einsteigen wollen.

BIEL PHOTOGRAPHIC

Die kompakte und leichte

Trimble-Site-Mobile-Kontroll ein -

heit ist ein mobiles Komplettsystem,

das umfassende Kommunikationsmöglichkeiten

für die

Baustellennutzung

bietet. Mit einem

großen Touchscreen

mit guter

Ablesbarkeit auch

bei Sonnenschein,

einer 8-Mega pixel-

Kamera und einem integrierten

Smartphone

bietet die Site-Mo bile-

Kon troll ein heit den Vorteil,

dass nicht mehrere

verschiedene Geräte auf

der Baustelle herumgetragen

werden müssen.

Die neue Einstiegsversion

der Feldsoft ware Trimble

SCS900 wurde speziell zur Verwendung

mit der Site-Mobile-

Kontrolleinheit entwickelt. Die

Software wird als leicht erlernund

bedienbar beschrieben und

dürfte damit ideal für Bauunternehmen

sein, die neu in die Nutzung

von Trimble-Positionierungssystemen

für den Bau einsteigen

wollen. Außerdem kann

die SCS900-Software im Bedarfsfall

mit weiteren Funktionen aufgerüstet

werden.

Die kompakte, leichte und

robuste Trimble Site Mobile-

Kontrolleinheit verfügt über

einen großen Touchscreen mit

guter Ablesbarkeit auch bei

Sonnenschein, einer integrierten

8-Megapixel-Kamera und einem

integrierten Smartphone, sodass

nicht mehrere verschiedene

Geräte auf der Baustelle herum -

getragen werden müssen.

Das Basispaket kann für die

Nutzung der Connected Site-

Technology aufgerüstet werden

und erlaubt dann die Nutzung

von VRS-Netzwerken, Internet

Base Station Service (IBSS),

Trimble Re mote Assistant und

drahtlose Datensynchronisierung.

Das neue Trimble-Basispaket

Essential-Kit für Baustellenpositionierung

ist über das

SITECH-Technologie-Ver triebs -

netz erhältlich.


spielfreie Verbindung

durch Einstellplatte

am Gehäuseheck

Fanghaken aus hochverschleißfestem

Material

geringer Reißkraftverlust

RÄDLINGER

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU GMBH

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www.raedlinger.com

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> MOBA

Baggersystem im Einsatz für Pekings Wasser

Mehrere Milliarden Kubikmeter Erde werden bewegt, unzählige Tonnen

Beton verbaut. Der Süd-Nord Wassertransfer ist eines der größten Infra -

strukturprojekte, die in China je umgesetzt wurden. Bei den anspruchsvollen

Kanalbauarbeiten wird auch das MOBA-Baggersystem Xsite Link

eingesetzt.

Das Kanalbauprojekt wurde

von der chinesischen Regierung

initiiert, um der Wasserknappheit

im Norden des Landes

Herr zu werden. Alleine in

Peking ist der Grundwasserspiegel

in den vergangenen Jahren

um rund 1,5 m pro Jahr gesunken.

Die Wasserversorgung der

weiter wachsenden Metropole

wird immer schwieriger. Abhilfe

soll ein Wassertransfer vom wasserreichen

Süden des Landes in

die trockene nordchinesische

Ebene schaffen – das »Süd-Nord

Wassertransferprojekt«. Im Zuge

des umfangreichen Projekts

werden auf drei Routen neue

Wasserkanäle mit einer Gesamtlänge

von mehreren Tausend Kilometern

gebaut.

Kanalbauarbeiten der mittleren

Route: Präzision gefragt

Die mittlere Route wird nach Fertigstellung

rund 1 200 km lang

sein. Es ist die wichtigste und

aufwendigste Route, da hier neben

einer Dammerhöhung auch

Flüsse gequert werden und verschiedene

Gesteins- und Bodenarten

auftreten. Dort setzen die

beteiligten Bauunternehmen Sinohydro

Bureau 11 und Military

Auf einem Panel hat der Baggerfahrer alle Positionsdaten der Baggerschaufel

genau im Blick – und weiß so, wo er noch wie tief graben muss.

Police Hydroelectricity auf modernste

Technologie und rüsteten

ihre Bagger mit dem MOBA-

Baggersystem Xsite Link aus, das

die Baggerarbeiten mess- und

sichtbar macht und das präzise

Arbeiten unterstützt. Gerade unter

diesen schwierigen Bedingungen

ist ein akkurates Vorarbeiten

im Erdbau sehr wichtig,

damit das Wasser im künftigen

Kanal- und Rohrsystem fließen

kann. »Beim Bau der Kanäle

muss auch schon im Erdbau genau

die richtige Neigung eingehalten

werden, sowohl bei der

Bearbeitung des Kanalbetts als

auch bei den Böschungen. Deshalb

müssen unsere Bagger

exakt arbeiten. Wir nutzen dafür

das Link-Baggersystem, damit

kann man genau sehen, wie tief

und in welchem Winkel gearbeitet

wird«, sagt Zhang Gong, Leiter

der Abteilung Ausrüstung

und Equipment von Sinohydro

Bureau 11.

Exakte Messwerte für

genaue Einhaltung des Ziellevels

Die Sensoren des Baggersystems,

die an Schaufel, Stiel, Ausleger

und Oberwagen angebracht

sind, erfassen die jeweiligen Neigungswinkel.

Damit werden die

Aushubtiefe, die Neigung und

die Reichweite der Schaufel berechnet.

Die Referenzhöhe wird

durch einen Laserstrahl vorgegeben,

der vom Laserempfänger

am Baggerstiel erfasst wird. Der

Laserempfänger kompensiert

auch Höhenveränderungen, die

bei einem Einsinken oder einem

Weiterbewegen des Baggers entstehen,

sodass die Referenzhöhe

jederzeit bekannt ist und der

Baggerführer entsprechend der

Vorgaben arbeiten kann. Die In-

Wir arbeiten mit dem System

schneller und damit auch deutlich

produktiver. In der gleichen Zeit

können wir ungefähr 30 % mehr

arbeiten als zuvor.«

Zhang Gong, Leiter der Abteilung Ausrüstung

und Equipment von Sinohydro Bureau 11

formationen der Sensoren werden

sofort verarbeitet und in

Echtzeit als Profil oder als dreidimensionale

Darstellung auf dem

Panel in der Kabine abgebildet.

Das zusätzliche LED-Display

zeigt mit Pfeilsymbolen auf einen

Blick, ob noch weiter ausgebaggert

werden muss oder ob

das Zielniveau bereits erreicht

34 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


wurde. Die ebenfalls dargestellte

numerische Angabe der Abweichung

zur Referenzhöhe zeigt an,

wie tief der Baggerfahrer noch

Erdreich ausheben muss. »So

vermeiden wir Fehler beim Arbeiten

und können trotz des

komplexen Projekts sehr gute

und präzise Arbeitsergebnisse

liefern. Sonst müssen wir, wenn

die Vorgaben nicht eingehalten

wurden, nachträglich korrigieren.

Das kann teuer werden und

kostet viel Zeit und wir könnten

dann den Zeitplan vielleicht

nicht einhalten«, erklärt Zhang

Gong. Zusätzlich zu den Kosten

für Material würden dann auch

die Einsatzkosten des Baggers

durch steigenden Treibstoffverbrauch

steigen.

dem System kann ich neuen Baggerfahrern

helfen, ohne langes

Training ein qualifizierter Mitarbeiter

zu werden«, sagt Zhang

Gong. »Wenn zum Beispiel auf

dem Display direkt angezeigt

wird, in welcher Tiefe die Schaufel

gerade baggert, dann kann

der Fahrer direkt sehen, was

noch zu tun ist, und wie tief er

noch baggern muss«, fügt er hinzu.

Musste zuvor der Baggerführer

ständig den Arbeitsprozess

unterbrechen, aussteigen und

manuell nachmessen, oder ein

weiterer Arbeiter vor Ort sein,

der die Tiefe maß, so kann nun

durchgängig gearbeitet werden.

»Wir arbeiten mit dem System

schneller und damit auch deutlich

produktiver. In der gleichen

Zeit können wir ungefähr 30 %

mehr arbeiten als zuvor«,

schätzt der Ausrüstungsleiter.

Auch nachts und unter Wasser

kann der Bagger problemlos arbeiten,

da die Schaufelposition

trotz Dunkelheit auf dem 7"-Display

genau dargestellt wird und

die robusten Sensoren für die Arbeit

unter Wasser genutzt werden

können.

Auf einer Baustelle wie dieser

erhöht jeder Tag, an dem eine

Maschine still steht, die Kosten.

Deshalb ist es für die Bauunternehmen

wichtig, dass die Maschinen

ständig zur Verfügung

stehen – die Zeit für langwierige

Installations- und Einrichteak-

MOBA

Die Kanalarbeiten sind in vollem

Gange: Bagger mit dem MOBA-

Baggersystem beim

Böschungsbau.

Schnelle Einarbeitung, einfache

Handhabung des Systems

Da bei einem solchen Projekt viele

Maschinen und Menschen beteiligt

sind, ist es von Vorteil,

wenn die Mitarbeiter schnell eingearbeitet

werden können. »Mit

Projekt-Fakten

Wasser für Peking

Nach Fertigstellung des Projekts sollen bis zu rund 45 Mrd. m³ Wasser

jährlich über die neuen Kanäle umgeleitet werden. Allein bis 2012

betrugen die Kosten des 2002 begonnenen Projekts bereits rund

27 Mrd. US-Dollar, 11 Mrd. m³ Erde wurden bewegt und 22 Mio. m³ Beton

eingebaut. Das Ende der Bauzeit wird für das Jahr 2050 angepeilt.

tionen fehlt. »Aber das war bei

dem System gar kein Problem, es

ist erstaunlich einfach zu installieren

und zu bedienen«, so

Zhang Gong, der sehr zufrieden

mit der Leistung und der Ausstattung

des Systems ist. ●

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> RÄDLINGER

Schnellwechselsysteme für spezielle Anforderungen

Mit Schnellwechslern lassen sich Anbaugeräte schnell aufnehmen und

wechseln. Der entscheidende Vorteil aber ist, dass für jede Einsatzanforderung

das passende Werkzeug schnell angebaut werden kann. Dadurch

lässt sich nicht nur das Einsatzspektrum von Baumaschinen erweitern, es

lassen sich auch anfallende Reparaturkosten durch den falschen Einsatz der

Anbaugeräte erheblich reduzieren. Rädlinger Maschinen- und Anlagenbau

hat diverse Schnellwechselsysteme im Angebot.

Mit drei Schnellwechslern

richtet sich Rädlinger auf

besondere Nutzungsanforderungen

aus:

Rädlinger-Schnellwechsler SWP

Der Rädlinger-Schnellwechsler

SWP ist für härteste Einsätze wie

beispielsweise in Steinbrüchen

konzipiert. Alle hoch beanspruchten

Teile wie Löffelbolzen,

Fanghaken und Anlageflächen

sind großzügig dimensioniert

und aus gehärtetem bzw. verschleißfestem

Stahl hergestellt.

Die Verriegelung im Löffeldach

erfolgt per feststehender Fanghaken

und einer beweglichen

Klemmeinheit im Schnellwechsler.

Die hohe Flächenpressung

zwischen Keil und Löffel -

dachhaken sowie zwischen hinteren

Anlageflächen des Wechslers

und den Anschlägen am Löffeldach

soll für einen spielfreien

Sitz sorgen. Umständliches Einstellen

oder Nachstellen ist deshalb

nicht nötig. Zusätzliche Sicherheitseinrichtungen

verringern

die Unfallgefahr und Schäden

an Baumaschine und Anbauwerkzeug.

Schnellwechsler System »Lehnhoff«

Der Schnellwechsler nach System

»Lehnhoff« von Rädlinger

ist ein Allrounder. Die Rädlinger-

Version verfügt über Fanghaken

in HB 400 und eine Rückwand

mit Einstellblech, sodass sich

der Sitz exakt einstellen lässt.

Diese Optimierungsideen flossen

als Erfahrungen in der eigenen

Bauunternehmung in die

Technik ein. Rädlinger geht damit

auf ein am Markt sehr gängiges

Schnellwechselsystem ein

und will mit den Verbesserungen

den in der Praxis bisher üblichen

Standard erhöhen. Der

Schnellwechsler fasst mit zwei

Aufnahmeklauen in die Welle

des Löffeldaches. Die Verriegelung

erfolgt durch zwei Riegel-

RÄDLINGER

Schnellwechsler-System Rädlinger SWP.

bolzen, die in einen Klotz am Anbaugerät

greifen.

Rädlinger-Schnellwechsler

ohne Löffelumbau SWh/SWm

Mit dem Rädlinger-Schnellwechsler

ohne Löffelumbau

SWh/ SWm lassen sich Löffel mit

Direktanbau aufnehmen, ein

Neukauf oder Umbau von Anbaugeräten

entfällt. Der Schnellwechsler

verfügt über eine kompakte

Bauweise. Die mechanische

Verriegelung zwischen den

Löffelbolzen erfolgt schnell per

Umschaltknarre. Bei der hydraulischen

Verriegelung wird der

Hydraulikzylinder mit Dauerdruck

beaufschlagt. Zusätzliche

Sicherheit bietet ein integriertes

Sperrventil am Zylinder.

Schnellwechsler für Radlader

Neben Baggern bedient der Rädlinger-Maschinenbau

auch den

Schnellwechslermarkt für Radlader.

Seit ihrer Überarbeitung ist

die Schnellwechseleinrichtung

für Radlader noch kompakter

und leichter geworden. Gegen-

Der Greifer Experte.

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36 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


> HOLP

Einfaches Handling:

Universelle Hydraulik-Kupplungszange

Rädlinger-

Schnellwechsler System

»Lehnhoff«.

über den Vorgängern habe sich,

so der Anbieter, das Gewicht um

ca. 30 % und die Vorbaulänge

um etwa 20 % reduziert. Durch

die neue Bauform sollen Verluste

der Losbrech- und Reißkräfte

verringert und der Lastschwerpunkt

zum Radlader hin verlagert

werden. Auch hier berücksichtigte

Rädlinger die Einsatzbedingungen

und konstruierte

eine Variante für normale Einsätze

mit Bolzenverriegelung und

eine Variante für schwere Einsätze

mit Keilverriegelung.

Die drei Spezial-Schnellwechsler

sowie die Schnellwechseleinrichtung

für Radlader werden

in verschiedenen Größenklassen

produziert. In der entsprechenden

Größe eignen sie

sich für alle Trägergeräte. Zur

Ansteuerung der Schnellwechsler

bietet Rädlinger einen abgestimmten,

nachrüstbaren Hydraulikanbausatz

an. Dieser erfüllt

die aktuellen Richtlinien

und wurde von der BG Bau zer -

tifiziert.


Die mechanische Quick On-Kupplungszange von Holp soll das Zusammenschließen

und Öffnen aller gängigen Hydraulikkupplungen auch unter

hohem Restdruck einfach möglich machen. Staudrücke von weit über

100 bar stellen so kein Problem mehr dar. Das Wechseln eines Anbaugeräts

geht somit schnell und wirtschaftlich vonstatten.

HOLP

Die Linearführung der Quick On-Zange von

Holp ermöglicht einen Kuppelvorgang ohne

große Kraftaufwendung bei allen gängigen

Kupplungsgrößen und Fabrikaten.

Selbst auf der rund 15 000 km

entfernten Inselgruppe Neukaledonien

im südlichen Pazifik

arbeiten Bauprofis mit der

Quick On-Zange aus dem schwäbischen

Fornsbach. Auch in dieser

Klimazone leistet die Zange

gute Dienste. Denn bei starker

Sonneneinstrahlung baut sich

schnell ein hoher Hydraulikdruck

im Schlauch der

Anbaugeräte auf. Da

kuppelt keiner mehr

von Hand. Hier bietet

sich die Quick On-Zange

als kostengünstiges

Hand linggerät an, das

hohen Nutzen verspricht,

Zeit und Ärger

erspart und dank seiner

Größe auch immer

griffbereit ist.

Der bewährte Helfer

mit großem Nutzen

ist inzwischen in

den Werkzeugboxen

vieler Arbeitsmaschinen

nicht mehr weg zu

denken. Auch in Servicewerkstätten

und

-fahrzeugen gehört die Quick On-

Zange häufig zur »Erste-Hilfe-

Ausrüstung«. Das Prinzip der

Quick On ist einfach: Zwei Greifschalen

umgreifen die Kupplung.

Durch das Zusammendrücken

der Zange wird die Kupplung

druckentlastet, so lässt sich die

Verriegelungs-Mechanik an der

Kupplung gut bedienen, als wäre

kein Druck in der Leitung. Holp

hat ursprünglich die Zange für

Flat-Face- und andere Steckkupplungen

entwickelt, doch

auch Schraubkupplungen können

mit der universellen Zange

gekuppelt werden.

Auch für Minibagger

Die Quick On verfügt über zwei

geschmiedete Greifschalen, damit

lassen sich große Kupplungen

– je nach Hersteller – bis zu

1¼" einfach greifen. Für kleine

Durchmesser bis ¼" gibt es serienmäßig

im Lieferumfang ein

Paar Greifadapter, die in die

Greifschalen eingesteckt oder

verschraubt werden. Für Kupplungen

an Minibaggern ab ¼"

bietet sich die Quick On-Zange

ebenfalls an. Selbst eng anein -

ander liegende Leitungen wie

bei einem Minibagger können

gut ent- bzw. angekuppelt

werden. Mithilfe der Zange können

auch ½"-Kupplungen ge -

öffnet werden, die unter weit

mehr als 100 bar Hydraulikdruck

stehen.


Mehr Video-

Information

in unserer

Mediathek

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baumagazin.eu

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> LEHNHOFF HARTSTAHL

Hydraulische Universal-Schwenklöffel

optimieren Erd- und Böschungsarbeiten

Mehr Bewegungsfreiheit beim Graben und Planieren, kombiniert mit hohen

Reiß- und Losbrechkräften: Auf diesen Nenner bringt Lehnhoff seine neuen

High-Tech-Löffel. Die hydraulischen Universal-Schwenklöffel HB-R und HB-G

sind schwenkbar und werden als vielseitige Aushubprofis angekündigt. In

diese Löffel ist eine hydraulische Drehmotor-Technologie integriert, die den

Löffel schwenkt und gleichzeitig für ein Maximum an Reißkraft sorgen soll.

Mit einem Winkel von 2 x 45°

lassen sich die neuen hydraulischen

Universal-Löffel von

Lehnhoff feinfühlig via Joystick

in exakt definierte Schräglagen

schwenken. So formt man mit

den Schwenklöffeln V-förmige

Kanäle, Gräben oder auch fein

abgestufte Böschungen aus.

Durch ihre doppelkonische

Bauweise versprechen die neuen

Löffel neben einem optimierten

Eindringverhalten mehr Aushub

pro Füllung. Zudem spart

man durch die Effizienzsteigerung

auch noch Sprit. Lehnhoff

bietet dem Anwender zwei alternative

Antriebe an, die in jeder

Lage den individuell eingestellten

Schwenkwinkel ermöglichen

sollen.

Schwenkantrieb mit

Hydraulikzylinder

Für alle gängigen Einsätze, die

präzises und bewegliches Arbeiten

erfordern, eignet sich der

wartungsarme Schwenkantrieb

mit Hydraulikzylindern. Der

Schwenkkopf mit zwei groß di-

Die neuen hydraulischen

Universal-Schwenklöffel von

Lehnhoff sollen beste Grab -

fähigkeit und Planierfähigkeit mit

Wendigkeit verbinden.

mensionierten Hydraulikzylindern

und Kolbenstangenschutz

soll mit langen Standzeiten und

einfacher Wartung punkten.

LEHNHOFF

Schwenkantrieb mit im Kantteil

eingelassenem Drehmotor

Der hydraulische Drehmotor ist

in dieser Variante in das Kantteil

des Löffels eingelassen und komplett

abgedichtet. Zum einen ist

er dadurch gegen mechanische

Einwirkungen geschützt und

wartungsfrei. Zum anderen reduziert

die Konstruktion aber

auch seine Bauhöhe. Ein Lehnhoff-Schwenklöffel

mit diesem

Drehmotor verspricht hohe Halte-

und optimierte Reiß- und Losbrechkräfte.

Er ist auch für den

harten Einsatz in nassen, lehmigen

Böden und Gewässern geeignet.

Dank dieser Drehmotor-

Bauweise sind auch Grabgefäße

mit geringer Schnittbreite möglich.

Zu jedem der Schwenkantriebe

haben Anwender die

Wahl zwischen zwei Löffelformen:

Aushub-Profi HB-R

Der Lehnhoff HB-R ist mit einer

tieflöffelförmig geschwungenen

Seitenschneide für mittleren bis

schweren Aushub und Materialeinbau

geeignet. Dank glattem

Boden kann man mit

diesem Löffel auch gut

planieren. Die Seitenschneiden

aus 400-

HB-Stahl, Messer aus

500-HB-Stahl und

ein überstehender Boden,

der die äußeren

Schweißnähte schützt, unterstützen

auch bei harten Einsätzen

eine lange Lebensdauer.

Böschungs-Profi HB-G

Die gerade Seitenschneide und

das Messer des HB-G bestehen

aus widerstandsfähigem 500-

HB-Stahl. Dank dieser Ausrüstung,

einer hohen Profilierwand

und der Gesamtform ist der

HB-G prädestiniert für präzise

Böschungs- und harte Aushubarbeiten.

Für Baggerklassen ab

18 t wird der Löffel zusätzlich

mit quer am Boden angebrachten

Verschleißleisten aus Messerstahl

geschützt.


Präzises und bewegliches

Arbeiten ist mit den neuen

Hydro-Universallöffeln möglich.

Das Unternehmen

Lehnhoff Hartstahl stellt Schwenklöffel für Mini- und Hydraulikbagger von 1 t bis

50 t Einsatzgewicht her. Je nach Löffelgröße warten 50 l bis satte 2 270 l Rauminhalt

darauf, gefüllt zu werden. Die Löffel sind für alle gängigen Aufhängungen erhältlich,

sowohl für Schnellwechselsysteme von Lehnhoff als auch von anderen gängigen Herstellern.

Dank einer Kinematik-Datenbank aller bekannten Bagger- und Aufhängungstypen

sichert der Baden-Badener Hersteller die individuelle Anpassung auch

mit schneller Lieferung zu.


Der im Jahre 1988 als Prototyp

erstmals vorgestellte Baggermulcher

BMS hat sich im Laufe

der Zeit einen hohen Zuspruch

erarbeitet – jetzt ist eine

zeitgemäße Neuauflage

verfügbar.

SEPPI M

> SEPPI M

Neues Design

und neue Funktionen

Das Modell »BMS« wird im

Bereich der Baggermulcher mit

seiner rund 25-jährigen

Geschichte als »Legende«

bezeichnet. Nun bietet Seppi M

das Modell in neuem Design und

mit neuen Funktionen an.

Das BMS ist ein Forstmulch -

gerät, das Gestrüpp und Gehölz

bis zu 25 cm Durchmesser

zerkleinern kann, es eignet sich

für Bagger mit einem Gewicht

zwischen 13 t und 25 t. Zu den

BMS-Neuerungen des Jahres

2013 zählt beispielsweise ein

neuer Rotor – weiter nach vorne

gesetzt gibt er sich aggressiver

und soll so das Fällen von Bäumen

und Gebüsch erleichtern.

Neue Werkzeuge, die die Arbeitsmöglichkeiten

erweitern,

stehen ebenso zur Wahl. Die

wahlweise erhältlichen neuen

Werkzeuge Mini Blade und Mini

Blade Carbide sollen mit scharfer

Klinge punkten. Die Klinge ist

ohne oder mit Wolframcarbid-

Verstärkung erhältlich und wird

besonders dann empfohlen,

wenn Grünzeug schnell und verbrauchsgünstig

zerkleinert

werden soll.

Dabei sollte aber abgewogen

werden, ob sich die hohe

Schnitteffizienz auch

lohnt, denn zugleich sind

diese Werkzeuge empfindlicher

gegen Steine. Dagegen

sind die serienmäßigen feste

Werkzeugen zwar auch

gegen gelegentliche Steine

widerstandsfähig, dafür

aber weniger scharf

und energieeffizient als

die neuen Mini Blade

und Mini Blade Carbide.

Die neuen Verstell-Kolbenmotoren

haben eine verstärkte

Zerkleinerungsleistung, die sich

vor allem in kritischen Momenten

beweisen soll. Die neue Lage

der Hydraulikmotoren und -anlagen

setzt auf einen besseren

Schutz vor Schmutz und Schäden.

Das Gehäuse ist komplett

aus Hardox gefertigt.

Das Modell BMS ist in den

Arbeitsbreiten 100 cm, 125 cm

und 150 cm erhältlich. Es eignet

sich besonders für die Vorbereitung

von Baustellen und für die

Pflege von Straßenbegleitgrün,

Ufern und Bahnstrecken, besonders

wenn diese Flächen länger

nicht betreut wurden und entsprechend

stark bewachsen

sind.


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> SCHMÖLZ SCHACHTFIX UND BAUGERÄTE

»Enormes Rationalisierungspotenzial«

Auch die Mechanisierung der Abläufe auf der Kanalbaustelle steht beim Unternehmen Schmölz Schachtfix und

Baugeräte aus dem Allgäu im Blickfeld. »Unsere neueste Entwicklung, der Verbaugreifer für das Oil Quick- bzw.

Likufix-Schnellwechselsystem, bietet ein enormes Rationalisierungspotenzial bei allen Arbeiten mit Verbau -

elementen«, ist Entwickler Florian Schmölz überzeugt. Bei der Erschließung eines Baugebietes im Unterallgäuer

Markt Rettenbach konnte der Verbaugreifer seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

Werkseitig mit einem voll -

hydraulischen Oil Quick-

Schnellwechseladapter ausgestattet,

war der Verbaugreifer

auf der Baustelle ohne zeitraubende

Montagearbeiten sofort

einsatzbereit. Der Verbaugreifer

wird von der Fahrerkabine aus

hydraulisch gesteuert und greift

die Verbaubox automatisch an

den dafür vorgesehenen Anschlagpunkten.

Nachdem die

ersten beiden Verbauboxen problemlos

im Kanalgraben positioniert

waren, zeigten sich beide

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Spezielle Mulchgeräte für

jeden Einsatz!

BMS Forstmulcher

Kein manuelles Anschlagen und Abhängen der Ketten ist mehr nötig.

Das spart Zeit und Geld.

Maschinenführer des bauausführenden

Unternehmens Kutter

überzeugt vom Konzept des

Schmölz-Verbaugreifers.

Zeitintensives manuelles Anschlagen

und Abhängen der Ketten

soll dank des Verbaugreifers

nun der Vergangenheit angehören.

Endlich müsse niemand

mehr zu den Anschlagpunkten

hochsteigen oder auf dem Verbau

balancieren, freute sich der

Polier der Firma Kutter.

Verbauboxen der SBH-Tiefbautechnik

sind bereits werkseitig mit

den passenden Aufnahmebuchsen

für den Verbaugreifer

ausgestattet. Alle anderen sind

problemlos nachrüstbar.

chen kann. Auch beim Rückbau

der Verbauelemente in Markt

Rettenbach konnte der Verbaugreifer

das Team der Firma Kutter

überzeugen. In Verbindung

mit hydraulischen Anbauverdichtern

beschleunigt sich der

Arbeitsablauf, die Produktivität

steigt.

Mit dem Verbaugreifer könne

man einfach mehr Rohre pro

Tag verlegen, freute sich der Polier.

Für den Einsatz mit dem Verbaugreifer

bietet die Firma SBH-

Tiefbautechnik spezielle Verbauboxen

an. Diese SBH-Boxen sind

bereits werkseitig mit den entsprechenden

Aufnahmebuchsen

Mehr Video-

Information

in unserer

Mediathek

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Amortisation binnen Jahresfrist

Der Wegfall lästiger Arbeitsabläufe

und die schnelle, gezielte

Platzierung, ohne dass der Verbau

durch eine Hilfskraft geführt

werden muss, begeisterte nicht

nur die Mitarbeiter auf der Baustelle,

sondern eröffnet ein hohes

Einsparpotenzial. Berechnungen

des Entwicklers haben

ergeben, dass sich das Anbaugerät

– auch unter Berücksichtigung

der Zeiten, zu denen es

nicht im Einsatz ist – innerhalb

von nur einem Jahr bezahlt ma-

Schnelle und gezielte Platzierung der Verbauboxen.

SCHMÖLZ

40 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


ausgestattet. Vorhandene Boxen

können schnell mit den Aufnahmebuchsen

nachgerüstet werden.

Entsprechende Umrüstsätze

für alle gängigen Verbausysteme

können bei Schmölz bezogen

werden. Als besonderen Service

bietet Schmölz an, die Umrüstarbeiten

direkt auf der Baustelle

durchzuführen.


MOBA WALZEN SYSTEM –

OPTIMALE VERDICHTUNG FÜR

BESSERE STRASSEN

> BKT – BOHNENKAMP

Gesteigerte Leistung

und Funktionalität

Speziell zur Ausstattung von knickgelenkten Muldenkippern entworfen, soll

der neue BKT-Reifen Earthmax SR 41 mit optimaler Traktion, hervorragen -

der Manövrierbarkeit sowie ausgezeichneter Widerstandsfähigkeit gegen -

über Löchern und durchdringenden Fremdkörpern Bestnoten erreichen.

Beim neuen OTR-Radialreifen

Earthmax SR 41 nutzt BKT

die Technologie des Vorgängermodells

Earthmax SR 40, will

dem Endnutzer aber zudem

noch mehr Leistung und Funktion

bieten. So weist die neue Lauffläche

verstärkte Verbindungselemente

auf, die für eine größere

Steifheit der Stollen und somit

mehr Stabilität sorgen sollen.

Das geometrische Stollen -

design verspricht besondere

Traktionseigenschaften – eine

wesentliche Eigenschaft für

knickgelenkte Muldenkipper,

BOHNENKAMP

Der neue Earthmax-Reifen

SR 41 soll besonders in den

Bereichen Leistungsfähigkeit

und Funktio nalität punkten.

die auf schwierigstem Boden

und unter härtesten Bedingungen

im Einsatz sind.

Der Earthmax SR 41 – erhältlich

in den Größen 29.5 R 25 und

26.5 R 25 – ist ein All-Steel-Reifen.

Die aus mehrlagigen Stahlbändern

hergestellte Struktur

und Karkasse zeichnet sich

durch eine höhere Widerstandskraft

gegenüber aggressiven Einflüssen

wie Löcher und durchdringende

Fremdkörper aus.

Die Reifentypen des Earthmax

SR 41 verfügen über eine extra

tiefe Lauffläche (als E4 klassifiziert,

d. h. 50 % mehr als ein

Standardreifen) wodurch

sich der Produktlebenszyklus

des Reifens verlängern

soll. Das neue Modell

wurde mit einem geringeren

Zwischenraum

zwischen den Stollen

entworfen, was auch

deutlich das Risiko feststeckender

Steine und

anderer Fremdkörper

im Reifen reduzieren

soll.

Der Earthmax SR 41

ist in zwei Versionen erhältlich:

eine mit besonders

schnittfester Mischung

(»cut resistant«)

zum Einsatz auf schwer zugänglichen

Böden, auf denen

Schutt aller Art vorhanden ist,

sowie eine Standardmischung

zum Einsatz in kombinierten Anwendungen,

die ausgewogene

Leistungen erfordern. ●

it‘s MOBA

www.moba.de

MCA – Kontrollsystem für Walzen:

» Flexibles System zur optimalen Führung der

Verdichtungsüberfahrten

» GNSS-Po sitionieru ng

» Anwendung sowohl im Asphalt- als auch Erdbau

» Verringert den Verbrauch von Kraftstoff

» Reduziert den Verschleiß der Maschine

» Datenspeicherung von Baustelle, Maschinentyp,

Fahrer und Projektdaten

» Qualitätsnachweis durch Aufzeichnung aller Daten

» Kabelloser Datentransfer von der Walze ins Büro

MOBA Mobile Automation AG Deutschland

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11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 41


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> MOTEC

Digitale HD-Kameras für den Heavy-Duty-Einsatz

Die Zukunft der mobilen Kameratechnik ist digital, hochauflösend und intelligent: Kürzlich stellte der Kamera -

hersteller Motec die erste Generation seiner intelligenten, digitalen HD-Kameras für den Heavy-Duty-Einsatz vor.

Von der Bildaufnahme bis zur Wiedergabe verspricht die neue Plattform zahlreiche neue Fähigkeiten in bislang

unerreichter Bildqualität.

Mobile Kamerasysteme werden

in Zukunft mehr leisten

als eine rein visuelle Unterstützung

des Fahrers«, erläutert

Dr. Christoph Loos, Motec-Geschäftsführer.

»Mit unserer digitalen

Kameraplattform setzen

wir neue technologische Standards

im Heavy-Duty-Bereich.«

Was Bildqualität in HD-Auflösung,

Objekt- und Personenerkennung,

die Verarbeitung von

Bildinformation zur Automatisierung

von Abläufen, sowie die

Wiedergabe auf Smartphones

angeht, bietet die Digitaltechnik

MOTEC

unsere Kameras alle gängigen

Protokolle wie etwa Ethernet

oder HD-SDI«, ergänzt Jürgen

Weiland, Entwicklungsleiter bei

Motec. »Nicht zuletzt ist die Bildqualität

in HD-Auflösung der

analogen Kameratechnik deutlich

überlegen und trägt zu einer

weiteren Verbesserung der Sicherheit

bei. Funktionen wie di-

DOMINIK PETER

bislang unerreichte Möglichkeiten.

»Wir alle tragen heute unsere

Smartphones bei uns – was

liegt da näher, als per App den

Zugriff auf die Kameras zu ermöglichen?«,

so Loos weiter.

»Mehrere Anwender können

zeitgleich die Kamerabilder nutzen.

Dadurch entfallen aufwendige

Investitionen in zusätzliche

Übertragungs- und Anzeigetechnik.«

Neue Möglichkeiten

»Mit unserer modularen, FPGAbasierten

Plattform und unseren

robusten Digitalkameras bieten

wir die Basis für intelligente,

hochwertige Kamera-Monitor-

Lösungen. Dabei unterstützen

Mit unserer digitalen Kameraplattform

setzen wir neue

technologische Standards im

Heavy-Duty-Bereich.«

Dr. Christoph Loos, Motec-Geschäftsführer

gitaler Zoom oder digitales

Schwenken werden erst dank

dieser hohen Auflösung möglich.«

Das System lässt sich dank

modularem Aufbau, offenen Softwareschnittstellen,

Ethernetanschluss

und vollständiger CAN-

Bus-Unterstützung einfach in bestehende

Fahrzeugplattformen

integrieren und in Funktionalität

und Darstellung an herstellerspezifische

Anforderungen anpassen.


Das Unternehmen

Seit mehr als 20 Jahren zählt Motec zu den führenden Anbietern flexibler Kamera-

Monitor-Lösungen für Nutz fahrzeuge, Land- und Baumaschinen sowie Stapler und

Krane. Das Produktprogramm umfasst Kameras, Monitore, Kabel, Funk- und Steuereinheiten

sowie Systeme, die Video- und Sensortechnik vereinen. Seit der Gründung

im Jahre 1992 hat sich das Unternehmen vom Kamerahersteller zu einem System -

lieferanten entwickelt. Mit seinen mehr als 120 Mitarbeitern hat sich das Unternehmen

auf kleine und mittlere Serien spezialisiert.


> CARLIGHTS.DE

Einfacheres Rangieren auf Baustellen

Bei Kippern, Mischern und anderen Baumaschinen ohne Innenspiegel können Rückfahrkameras zwar den toten

Winkel erfassen und damit auch ohne Einweiser das Risiko, Hindernisse oder Personen zu übersehen, minimieren.

Doch den Fahrern fällt es oft schwer, allein mittels der Anzeige auf einem Monitor die Abstände hinter dem Fahrzeug

richtig einzuschätzen. Dabei ist gerade auf Baustellen ein exaktes Rangieren wichtig. Um hier künftig Unfälle und

Beschädigungen zu vermeiden und effizientere Arbeitsabläufe zu ermöglichen, hat Carlights.de einen Monitor

entwickelt, der eigens auf den Betrieb mit Rückfahrsystemen ausgerichtet ist und den Fahrern durch eine Distanzlinien-Anzeige

und vier Kamerakanäle zur Kombination mit Seitenkameras das Rangieren deutlich erleichtern soll.

Für Fahrer soll dank der Neuentwicklung künftig beispielsweise stets klar ersichtlich sein, wie ein Fahrmischer

manövriert werden muss, um den Beton optimal in die Schalung zu fördern.

Der Monitor ist seit Juni standardmäßig

in den Rückfahrsystemen

von Carlights integriert.

»Rückfahrkameras erfassen

zwar den toten Winkel hinter

dem Fahrzeug, doch über einen

kleinen Monitor alle Distanzen

zu Hindernissen richtig einzuschätzen,

ist nicht immer einfach.

Durch das Einblenden von

Distanzlinien auf dem Bildschirm

lässt sich das Problem

aber relativ leicht beheben«, erklärt

Christian Jurtz, Geschäftsführer

von Carlights.de. Bislang

sei die Funktion überwiegend

bei Monitormodellen im Hochpreissegment

angeboten worden,

beim neuen Monitor CM-

MRFS72 von Carlights für die

mittlere Preisklasse ist sie nun

jedoch ebenfalls integriert. Die

Distanzlinien können über den

Kanal A/V2 eingeblendet werden

und sind in drei unterschiedlichen

Größen hinterlegt, sodass

eine optimale Anpassung an das

jeweilige Fahrzeug möglich ist.

»Der Fahrer weiß dadurch zum

Beispiel, wie er einen Fahrmischer

manövrieren muss, damit

der Beton optimal in die Schalung

gefördert werden kann«, so

Jurtz weiter. »Auch das Be- und

Entladen von Kippern wird erleichtert.«

Da Distanzlinien nicht

Der neue Monitor

von Carlights ist auf den Betrieb

mit Rückfahrsystemen ausgerichtet

und erleichtert den

Fahrern durch eine Distanzlinien-

Anzeige und vier Kamerakanäle

das Rangieren.

in allen Situationen sinnvoll sind,

kann die Funktion nach Bedarf

aktiviert und anschließend wieder

abgewählt werden.

Umschalten zwischen vier Kamera-

Eingängen per Schaltimpulskabel

Insgesamt verfügt der Monitor

über vier Kamera-Eingänge, wodurch

sich bei Bedarf neben der

Rückfahrkamera auch Seiten-

CARLIGHTS

Swingotilt

Investitionshilfe !

Greifmodul - Öffnungsweite:

von 500 bis 900 mm!

>> Maschinengröße von 3 bis 30t

>> Rotatorgehäuse aus Stahlguss

>> Fettgeschmiertes Drehgehäuse

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11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 43


\\\\\\\\\\\\\\

Insgesamt hat der Monitor vier

Kamera-Eingänge. Alle Kanäle

lassen sich am Monitor selbst,

per Fernbedienung über Direktwahltasten

oder per Schaltimpulskabel

schalten, zudem kann jeder Kanal

auf dem Monitor einzeln gespiegelt

dargestellt werden.«

Christian Jurtz, Geschäftsführer Carlights.de

oder Frontkameras nachrüsten

lassen. »Reguläre Monitore in

Rückfahrsystemen verfügen

meist über zwei Videoeingänge

und ein Schaltimpulskabel für

die Auto-On-Funktion bei Einlegen

des Rückwärtsganges. Für

ein einfaches Rückfahrsystem ist

das auch völlig ausreichend«, erläutert

Jurtz. Sollen neben der

Rückfahrkamera auch Frontoder

Seitenkameras verwendet

werden, sind weitere Funktionen

notwendig: So lassen sich

beim neuen CM-MRFS72 alle Kanäle

am Monitor selbst, per Fernbedienung

über Direktwahltasten

oder per Schaltimpulskabel

schalten. Wird letztere Option

gewählt, zeigt der Monitor – je

nach Einstellung – beispielsweise

bei Einlegen des Rückwärtsganges

automatisch das Bild der

Rückfahrkamera an oder schaltet

beim Blinken automatisch

auf die jeweilige Seitenkamera

um. Zudem kann jeder Kanal auf

dem Monitor einzeln gespiegelt

oder normal dargestellt werden,

was besonders bei Kameras

wichtig ist, an denen diese Funktion

nicht eingestellt werden

kann: Sollen beispielsweise Kameras

gleichen Typs sowohl an

der Front als auch am Heck installiert

werden, so muss das

Bild der Rückfahrkamera gespiegelt,

das Bild der Frontkamera

aber ungespiegelt auf dem Monitor

angezeigt werden, da nur so

eine seitenrichtige Darstellung

möglich ist.

Besonders gute Farbund

Kontrastwiedergabe

Im Modell CM-MRFS72 ist ein

Lautsprecher integriert, sodass

der Ton direkt über den Monitor

ausgegeben werden kann, wenn

Kameras mit Mikrofonen verwendet

werden. Damit nimmt

der Fahrer auch einen Einweiser

akustisch wahr. Außerdem wurde

im neuen Monitormodell ein

7"-Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung

verbaut, die

im Gegensatz zu CCFL-Backlights

auch eine besonders gute

Farb- und Kontrastwiedergabe

verspricht. Zudem ist der Monitor

5 mm flacher und sein Stromverbrauch

mit 5 W geringer als

bei vergleichbaren Modellen, die

nach Carlights-Angaben in der

Regel 8 W benötigen.

Das Modell CM-MRFS72 arbeitet

mit 12 V oder 24 V, wodurch

der Einsatz in sämtlichen

Fahrzeugklassen möglich ist.

»Der Monitor ist mit allen Kameras

von Carlights sowie mit vielen

Modellen anderer Hersteller

kompatibel. Auch Sonderkameras

wie Shutter- Modelle können

angesteuert werden«, so Jurtz.

Carlights hat bereits einen Großteil

der Rückfahrsysteme aus der

B- und C-Serie auf den neuen

Monitor um gestellt. Durch den

universellen Aufbau und den

Funktionsumfang eignet er sich

sowohl für Einsteiger als auch

für Profis.


Das Unternehmen

Das Unternehmen Carlights.de wurde

2002 von Christian Jurtz als Vertrieb für

Autobeleuchtungssysteme gegründet.

Die Produktpalette umfasst unterschiedliches

Auto-Multimedia-Zubehör, der

Schwerpunkt des Betriebs im brandenburgischen

Tschernitz liegt bei hochwertigen

Rückfahrsystemen und -kameras

der Eigenmarke Carmedien.

Perfektion

seit über 50 Jahren

> ZENTRALVERBAND DEUTSCHES BAUGEWERBE

Baugewerbe kritisiert Bahn: »Unverhältnismäßige

Auflagen gefährden mittelständischen Bahnbau«

Schäffer Maschinenfabrik GmbH

59597 Erwitte · fon 02943 9709-0

www.schaeffer-lader.de

Die Spitzenverbände der deutschen Bauwirtschaft

haben sich mit einem Positionspapier an das

Bundesverkehrsministerium und damit an den

Eigentümer der Bahn AG gewandt, um unverhältnismäßige

Härten bei der Nach rüstung von Bau -

maschinen mit Diesel-Partikelfiltern auf innerstädtischen

Baustellen der DB-Projektbau und damit

einen Alleingang der Bahn zu verhindern.

Die Umweltbelastung, die aus den auf Bahnbaustellen

im innerstädtischen Bereich eingesetzten

Baumaschinen resultiert, liege bei nur

0,5 %, so Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer

des Zentralverband des Deutschen Baugewerbes.

»Der Aufwand der Unternehmen, die nun Rußpartikelfilter,

die bei einfachen Baugeräten bis zu

15 000 Euro und bei Gleisbau-Großgeräten bis zu

120 000 Euro kosten, einbauen müssen, steht in

keinem Verhältnis dazu.«

Nach den Vorstellungen der Bahn sollen in einem

2014 in Kraft tretenden Stufenplan bis 2019

auf innerstädtischen Baustellen nur noch Bau -

maschinen mit Partikelfiltersystem eingesetzt

werden. »Viele Bahnbau-Spezialgeräte bedürfen

darüber hinaus der Zulassung des Eisenbahnbundesamtes,

sodass außerordentlich zeitaufwendige

und teure Zulassungen sowie Abnahmen notwendig

werden«, so Pakleppa.

Der ZDB-Hauptgeschäftsführer äußerte sein

Unverständnis, dass die DB-Projektbau alle Argumente

der Bauwirtschaft und der Hersteller ignoriert

und sich einseitig Forderungen der Deutschen

Umwelthilfe nach einer maximalen

Minimierung von Dieselruß-Emissionen gebeugt

habe. Dabei vergesse die Bahn, dass viele Baumaschinen

nach der Nachrüstung von Filtern einen

höheren Kraftstoffverbrauch und somit größere

CO₂- und Stickoxid-Emissionen aufweisen. »Wir

treten für einen ganzheitlichen und tatsächlich

nachhaltigen Umweltschutz ein«, so Pakleppa,

»der eine ausgewogene Abwägung aller Schutzziele

wie Gesundheitsschutz, Klimaschutz und

Ressourcenschonung beinhalten muss. Insbesondere

unsere mittelständischen Unternehmen

brauchen langfristige Investitionssicherheit und

keine kurzfristige Effekthascherei.«


44 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


Den Fortschritt erleben.

Die Radlader L 506 C - L 514 von Liebherr.

Compactlader:

Maximale Personensicherheit: Freie Rundumsicht

durch hohen Verglasungsanteil der Kabine

Optimale Stand- und Kippsicherheit: kompakte

Gerätebauweise und dadurch niedrige Schwerpunktlage

Überall schnell einsetzbar: Flexibel durch

niedrige Gerätebauweise sowie einfaches und

schnell erlernbares Handling

Parallelführung des Hubgerüsts im Gabelbetrieb

für präzises Positionieren der Ladung

Stereolader:

Maximale Personensicherheit: Freie Rundumsicht

durch hohe Sitzposition des Fahrers

Optimale Stand- und Kippsicherheit: Stereolenkung

(nur 30° Knickwinkel) und Stereosystem (Kombination

aus Knick-Pendelgelenk und Pendelachse hinten)

Langlebig und leistungsfähig, speziell bei harten

Einsätzen: stabile Gerätebauweise

Optionale Speeder-Version für Einsätze, bei denen

Geschwindigkeit zählt

Liebherr-Hydraulikbagger GmbH

D-88457 Kirchdorf

Tel.: (0 73 54) 80-0

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Die Firmengruppe


Straßenbau und

Beton- und Schwarzdeckenfertiger,

Verdichtungstechnik, Bodenaufbereitung, Fräsen,

Spritzmaschinen, Kehrmaschinen,

Einbaumaterialien, Baustelleneinrichtung,

Straßensanierung

Ausrüstung und Zubehör

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SIEGFILM / WIRTGEN

Der SP 81/SP 81i ist in der Standardausführung mit drei Fahrketten ausgerüstet, optional aber auch mit vier Fahrketten erhältlich.

> WIRTGEN

Große Vielfalt und hohe Qualität im Betoneinbau

Mit den Gleitschalungsfertigern

SP 81/ SP 81i, dem SP 82/ SP 82i

und dem SP 84/ SP 84i bietet

Wirtgen neue Spezialisten für den

Betoneinbau. Alle Modelle stehen,

so der Hersteller, für maximale

Anwendungsvielfalt, präzise

Einbauergebnisse, intuitive Bedienbarkeit

und hohen Bedienkomfort.

Mit dem SP 81/ SP 81i bietet

Wirtgen beispielsweise eine

hochflexible Maschine für

den Einbau von großen, monolithischen

Betonprofilen. Abwasserkanäle,

Betonschutzwände,

Bordsteine oder schmale Wege

können mit dem SP 81/ SP 81i

standardmäßig bis 2,2 m Höhe

und 3 m Breite gefertigt werden.

Die Offset-Gleitschalung ist beidseitig

montierbar, so lässt sich

der Betonfertiger bequem an die

jeweilige Baustellensituation anpassen

und sorgt auch bei eingeschränkten

Platzverhältnissen

für optimale Ergebnisse. Bei un-

zureichend planen Böden soll

der flexibel positionierbare

Trimmer für die nötige Präzision

sorgen. Die wendelförmig mit

Meißeln besetzte Trimmerwalze

Auf Kundenwunsch kann der SP 84/SP 84i neben der standardmäßigen

Betoneinbaudicke von 400 mm auch größere Betoneinbaudicken

realisieren.

WIRTGEN (2)

fräst Unebenheiten ab und ermöglicht

so den einheitlichen

Profileinbau.

Inset-Anwendungen

SP 82/ SP 82i und SP 84/ SP 84i

sind neue Modelle für den Inset-

Betoneinbau auf zwei starren

bzw. vier lenk- und schwenkbaren

Kettenfahrwerken. Beim Inset-Verfahren

formt der Gleitschalungsfertiger

mit der zwischen

den Kettenfahrwerken integrierten

Gleitschalung die Betondecke.

SP 82/ SP 82i und

SP 84/ SP 84i können auf diese

Weise 2 m bis 8 m breite Fahrbahnen

und Flächen standardmäßig

bis zu 400 mm Einbaudicke

erstellen – auf Wunsch auch

mit größeren Einbaudicken. Die

Herstellung von Betondecken

mit einem Dachprofil bis 3 % Ge-

46 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


fälle ist mit den Wirtgen-Gleitschalungsfertigern

möglich. Beide

Modellvarianten sind darüber

hinaus auch als spezielle

Ausführung für den US-Markt erhältlich.

Intelligente Features

»Der Kundennutzen stand bei

der Entwicklung unserer neuen

Gleitschalungsfertiger der SP 80-

Baureihe im Fokus«, erklärt Dr.

Ralf Schug, Abteilung Development

and Engineering bei Wirtgen.

»Die neuen Features, die wir

als Bausteinsysteme in allen Maschinen

verwenden, ermöglichen

maximale Anwendungsvielfalt

und präzise Einbauergebnisse.

Dabei ist die Bedienung intuitiv

und sehr komfortabel.«

Der SP 82/SP 82i kann mit einem 3D-Kit zur Unterstützung von

3D-Steuerungen optional vorgerüstet werden.

Neue Features

Bei den neuen intelligenten Maschinen-Features

handelt es sich

um Life Cycle Design, WI-Control,

Eco-Mode, Smooth Slope

und Easy Connect.

Life Cycle Design: Durch den

voll modularen Maschinenaufbau

bekommen Bauunternehmen

für alle Inset- und Offset-Anwendungen

eine passende Lösung.

So sind der einfache Umbau

oder die problemlose Erweiterung

von zusätzlichen Maschinenkomponenten

zur Lösung

komplexer, kundenspezifischer

Einsatzfälle möglich.

WI-Control: Analog zu den

kompakten Wirtgen-Gleitschalungsfertigern

SP 15 und SP 25

ist auch die Baureihe SP 80 mit

WI-Control ausgestattet. Die Maschinensteuerung

erkennt automatisch

die jeweilige Maschinenkonfiguration

und stellt jeweils

die optimalen Maschinenparameter

ein. Zudem ermöglicht sie

durch eine Standardschnittstelle

die Anbindung an ein kundeneigenes

Fleet-Management-System.

Eco-Mode: Für Einsparungen

bei Kraftstoffverbrauch und

Geräuschemissionen sorgt das

bedarfsoptimierte Motormanagement

Eco-Mode, indem es die

Leistung an die Einsatz-Anforderungen

anpasst.

Smooth Slope: Als nach eigenen

Angaben einziger Hersteller

bietet Wirtgen mit Smooth Slope

eine elektronische Querneigungsregelung,

die durch kurze

Maschinenreaktionszeiten einen

präzisen Betoneinbau von

höchster Qualität verspricht.

Easy Connect: Diese 3D-

Schnittstelle soll für zuverlässige

Kompatibilität mit 3D-Steuerungssystemen

aller führenden

Anbieter und für entsprechende

Zukunftssicherheit sorgen. ●

Maschinen fur die

Straßeninstandhaltung

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eine innovative

Produktpalette fur

Maschinen der

Straßeninstandhaltung

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> BELIDOR – NOGGERATH

Motor-Antriebsgiebel

für Betonflächenfertiger

Belidor Betontechnik und Noggerath Betontechnik haben mit einem neuen

Antriebsgiebel mit Benzinmotor einen weiteren Baustein des bereits

bekannten Betonflächenfertiger Noggerath Variant vorgestellt. Ausgestattet

ist der neue Benzinantriebsgiebel mit einem Honda-GX-160-Motor mit

5,5 PS, Handseilwinde sowie einem speziellen Keilriemenschnellspanner.

Die Motordrehzahl der Neuheit

wird per Gashebel geregelt,

bauartbedingt dreht die Vibrationswelle

mit maximalen

3 000 U/min. Der Benzingiebel

kann mit allen Noggerath Variant

Rahmenelementen der aktuellen

Bauart, aber auch mit älteren

Rahmensegmenten kombiniert

werden. Besonders auf unzugänglichen

Baustellen ohne

Anschluss an das öffentliche

Stromnetz kann der neue Benzinantriebsgiebel

eingesetzt

werden. Durch seine Konstruktion

dreht die Vibrationswelle mit

der gleichen Drehzahl wie bei

dem mit Elektromotor angetriebenen

Antriebsgiebel.

48 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13

Durch die zur Verfügung stehenden

Rahmensegmente, die

standardmäßig als 0,5 m, 0,75 m,

1 m, 2 m und 3 m produziert

werden, kann der Betonflächenfertiger

an die jeweilige Aufgabenstellung

angepasst werden.

Sonderlängen oder speziell an

die Baustellengegebenheiten angepasste

Sonderlösungen sind

von Belidor – Noggerath Betontechnik

herstellbar. Selbst die

maximale Arbeitsbreite von

25 m kann mit dem neuen Benzin-Antriebsgiebel

betrieben

werden.

Das leichte und präzise Abziehen

der Betonoberflächen

auch in den Ebenheitstoleran-

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Kehrmaschinen

Winterdienstgeräte

BELIDOR

Brückenüberbauten, Betonstraßen, Industrieflächen, Parkflächen,

Kläranlagen und Tunnelsohlen sind einige Beispiele für die vielfältigen

Einsatzmöglichkeiten der Betonflächenfertiger.

zen nach DIN 18202 ist mit dem

Noggerath Variant SG möglich.

Knickpunkte – sowohl als Hoch-,

als auch als Tiefpunkt – können

nach jedem Rahmenstoß ohne

zusätzliche Anbauteile hergestellt

werden.

Die gleichmäßig über die gesamte

Länge der Rüttelbohle erzeugte

Vibration mit einer

durchgehenden Unwuchtwelle

liefert eine hochwertige, geschlossene

und ebene Oberfläche.

Die bei anderen Systemen

bekannte Abnahme der Vibrationsleistung

von der Mitte zum

Ende des Fertigers gehören mit

beiden Versionen des Noggerath

Variant SG der Vergangenheit

an. Dank der modularen

Bauweise der Betonflächenfertiger

Typ Variant

SG stellen Baustellen

ohne Kranunterstützung

kein Problem

für ihren Einsatz dar. Der

Transport der Geräteteile

ist unkompliziert möglich:

Die Länge des größten

Elements beträgt

3 m bei einem Gewicht

von unter 20 kg pro Laufmeter.

Die Montage der einzelnen

Module und das Einrichten

der Rüttelbohle sind einfach gehalten.

Die Vortriebsgeschwindigkeit

der Rüttelbohle Variant SG

beträgt bei der Benzin- und Elektroversion

bis zu 1 m/min. ●


> VOLVO CONSTRUCTION EQUIPMENT

Hochwertige Straßenbeläge

und Kraftstoffeffizienz

Mit einer besonderen Kombination aus Leistung, Produktionskapazität und

Präzision soll der mittelgroße Volvo-Straßenfertiger P6820C auch unter

schwierigen Bedingungen wie an steilen Anstiegen mit hoher Qualität seine

Aufgaben meistern.

Der neue mittelgroße Volvo-

Kettenfertiger P6820C wird

von Volvos neuem Motor

D6H COM 3B mit 140 kW an -

getrieben. Er entspricht den

aktuellen Abgasnormen und leistet

deutlich mehr als das Vorgängermodell,

zugleich sind nach

10

Meter

Mit einer festen Volvo-Einbaubohle

zeigt sich der P6820C noch effektiver,

wenn er bis zu 700 t bei einer Breite

von 10 m einbaut.

Herstellerangaben Verbrauch

und Geräuschentwicklung gesunken.

Bei aktiviertem Smart-

Power-Modus soll sich der Verbrauch

weiter senken lassen, da

hier die Motordrehzahl reduziert

sowie die Leistung besonders

an den Bedarf anpasst

wird – was bis zu 30 % Kraft -

stoffeinsparung liefern soll.

VOLVO CONSTRUCTION EQUIPMENT

Volvos neuer Fertiger P6820C verspricht hochwertige Straßenbeläge

und einen kraftstoffeffizienten Einsatz. Das Modell wird in Nord- und

Westeuropa erhältlich sein.

Präziser Einbau

Der P6820C mit einer Volvo-

Variomatic-Bohle soll besonders

für hohe Flexibilität stehen,

wenn sich die Einbaubreiten

häufig ändern, und zwar bis zur

doppelten Grundbreite der Bohle

von 2,5 bis 5 m. Mit Verlängerungen

kann er sogar Straßenbeläge

mit bis zu 9 m Breite einbauen.

Mit einer festen Volvo-Einbaubohle

zeigt sich der P6820C

noch effektiver, wenn er bis zu

700 t bei einer Breite von 10 m

einbaut. Sein Durchsatz macht

diesen Fertiger flexibel genug

für eine Vielzahl von Anwendungen

von Orts- und Hauptstraßen

über Fernstraßen bis zu Abfalllagerplätzen.

Er kommt auch mit

einer breiten Palette an Materialien

zurecht, von der Deckschicht

und der Binderschicht

über die Tragschicht bis hin zu

Frostschutzschichten.

Die Einbaueffizienz wird

weiter von einer optionalen hydraulisch

betätigten Einlaufklappe

im Kübel erhöht, die das Material

in den Kübel leitet und ein

Verschütten vor dem Fertiger

vermeidet. Unabhängig hydrostatisch

angetriebene Förderbänder

und Förderschnecken,

die auch reversiert werden können,

stellen sicher, dass das Einbaumaterial

gleichmäßiger zu

beiden Enden der Bohle transportiert

wird. Eine optimale Materialförderung

im Förderkanal

wird durch Anpassung von Höhe,

Geschwindigkeit und Richtung

der Förderschnecke unterstützt.

Die größere Materialmenge

und der hohe Durchsatz dienen

einer optimalen Qualität der

Straßenoberfläche – unabhängig

von Breite, Dicke oder Einbaugeschwindigkeit.

Die große Kübelkapazität

fördert einen ununterbrochenen

Materialfluss für

noch effizienteres Arbeiten und

unterstützt einen durchgängigen

Einbau, zum Beispiel unter

Brücken.

Die Variomatic-Bohle von

Volvo mit Drei-Zonen-Heizsys-

Ideen. Ingenieure. Innovationen.

Erd- und Grundbau

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HaTelit ® ist eine robuste Asphaltbewehrung mit

einem hohen Widerstand gegen Beschädigung beim

Einbau. Der Einsatz von HaTelit ® verzögert nachhaltig

die Entstehung von Reflexionsrissen. Damit werden

Wartungsintervalle und die Nutzungsdauer der

sanierten Fahrbahn deutlich verlängert.

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tem steht auch für eine Verbesserung

von Effizienz und Qualität.

Volvos feste und variabel verlängerbare

Bohlen versprechen

hier einen hohen Verdichtungsgrad.

Er verkürzt die Dauer der

Verdichtung durch Walzen und

führt zu einer glatteren hochwertigen

Straßenoberfläche. Volvo-

Bohlen können auf Asphaltbeton

und Mineralstoffgemisch verwendet

werden. Bohlenverlängerungen

lassen sich dank Volvos

hydraulischem Schnellkupplungssystem

ohne besondere

Werkzeuge innerhalb weniger

Minuten anbauen.

Technik-Fakten P6820C ABG

Grund-Einbaubreite: 2,5 m

Max. Arbeitsbreite: 10 m

Max. Einbaudicke: 300 mm

Max. Einbauleistung: 700 t/h*

Nennleistung: 140 kW (190 PS)

*Abhängig von Einbaudicke, Arbeitsbreite

und Einbaugeschwindigkeit; kann ent -

sprechend den Einbaubedingungen auf

der Baustelle schwanken.

Elektronik für mehr Produktivität

Das Fahrerumfeld mit einem verstellbaren

Sitz ist ergonomisch

gestaltet. Das dreh-, kipp- und

verlängerbare Bedienpult ist mit

EPM-II-System (Electronic Paver

Management II) ausgerüstet,

das alle Funktionen steuert und

den Fahrer mit einfachen Schrittfür-Schritt-Anweisungen

durch

den Arbeitsprozess lotst. Auf einem

großen Farbbildschirm können

die Fahrer mehrsprachige

Motordatenmenüs auswählen.

EPM II überwacht auch den

Kraftstoffverbrauch und verwaltet

die Wartungsintervalle, um

den Fahrer auf fällige Routinewartungen

hinzuweisen. Ein

»Settingsmanager« verkürzt die

Eingabe von Einstellungen und

ermöglicht den Fahrern, Einstellungen

im System zu speichern

und später wieder abzurufen,

wenn ähnliche Bedingungen vorliegen.

Zur Sicherheit können alle

Bedienpulte, also auch das

EPM II, entfernt und in einem

verschließbaren Fach aufbewahrt

werden.

Die mit Gummipolster versehenen

Raupenketten sind wartungsfrei.

Die Raupenketten werden

automatisch und hydraulisch

auf die richtige Kettenspannung

gebracht. Ein Systemmonitor

überwacht die Bewegung

und steuert die Reaktion des Motors,

um sicherzustellen, dass sowohl

Arbeiten in gerader Linie

als auch mit feststehendem Radius

exakt sind. Zusammen mit der

guten Gewichtsverteilung ist so

ein effizienter Einbauprozess sichergestellt.

Die ruckfreie und

präzise Steuerung der elektrohydraulischen

Lenkung wird über

eine benutzerfreundliche Skala

auf dem Bedienpult erreicht.

Die Wartung des Kettenfertigers

P6820C wurde vereinfacht.

Die Servicepunkte sind über die

großen Wartungsöffnungen besser

zugänglich. Ein als Sonderausstattung

erhältliches zentrales

Schmiersystem automatisiert

die Schmierstoffwartung.

Das Fahrerschutzdach lässt sich

schnell und einfach zusammenklappen

und ermöglicht so auch

einen einfachen Transport. Für

Volvo-Straßenfertiger gibt es

»Care Kits«, die für eine längere

Lebensdauer und bessere Leistungen

von Verschleißteilen sorgen

sollen, sowie Servicevereinbarungen,

die Service- und Wartungsangebote

in umfassenden

Paketen zusammenfassen, um

diversen Kundenwünschen entgegenzukommen.


> AMMANN

Radfertiger für alle Fälle

Wenn der Ammann-Radfertiger AFW 270 E an einem Tag von Baustelle zu

Baustelle rollt, am nächsten Tag unter einer Werksanlage einige Quadratmeter

Asphalt einbaut und dabei zügig, ohne Transporthilfe auf eigenen

Rädern ankommt, dann überzeugt er selbst anspruchsvollste Kunden. So

geschehen auch bei der Firma MBS Tief- und Straßenbau, die derzeit unter

anderem im Chemiepark Marl tätig ist. »Der Radfertiger AFW 270 E von

Ammann ist erst sechs Wochen bei uns und war schon mehr als 160 Stunden

im Einsatz«, verrät MBS-Niederlassungsleiter Ralf Sandhofe. Der Praktiker

fasst die Vorteile der Maschine zusammen: »Starke Leistung, flexibler

Einsatz, optimales Handling.«

Hersteller und Anwender im Dialog vor dem neuen Ammann Radfertiger

AFW 270 E: Ammann-Gebietsverkaufsleiter Carsten Peddinghaus,

MBS-Geschäftsführer Kay Stolte, MBS-Geschäftsführer Thomas Jäger

und MBS-Niederlassungsleiter Ralf Sandhofe (v. li. n. re.).

Ammann hat den Radfertiger

AFW 270 E speziell für kleine

und mittlere Baustellen entwickelt.

Eine kompakte Bauweise,

kombiniert mit der optimalen

Traktion der Antriebsräder

versprechen beste Einbauergebnisse.

Kay Stolte, kaufmännischer

Geschäftsführer des MBS

Tief- und Straßenbauunternehmens,

berichtet: »Als wir erstmals

auf die Maschine von Ammann

aufmerksam wurden und

sie auf der diesjährigen Bauma

im Original gesehen hatten, waren

wir von deren Potenzial angetan.

Nach den sechs Testwochen

waren wir dann überzeugt,

dass diese Anlage sich für die Bewältigung

unserer Aufgaben bestens

eignet.«

Thomas Jäger, technischer

Geschäftsführer von MBS, erklärt:

»Innerhalb des Chemieparks

gelten besondere Anforderungen

und Vorlagen, hier müssen

wir mal großflächig, mal unter

beengten Verhältnissen zwischen

und unter den Anlagen arbeiten.

Da sind Flexibilität und

problemloses Umsetzen des Fertigers

gefragt. Hinzu kommt,

dass unser neuer Ammann-Ferti-

Das Unternehmen

Das mittelständische Unternehmen MBS

im westfälischen Marl hat sich auf Erd-,

Kanal- und Straßenbauarbeiten in

Werken der Groß-Chemie, Raffinerien

sowie auf deren Pipelines spezialisiert.

MBS Tief- und Straßenbau ist ein Fachbetrieb

nach §19 I WHG (Wasserhaushaltsgesetz)

und wurde durch den TÜV

Nord für den Standard von Kontraktoren

und produzierende Betriebe gemäß

dem Regelwerk SCC** zertifiziert. Im

Bereich Straßenbau werden bei MBS

Handeinbaugruppen und drei Deckenfertiger

bei Arbeiten für den Industrie-

Schwerlastverkehr eingesetzt – die

jüngste Anschaffung ist ein Radfertiger

von Ammann.

50 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


ger so kräftig motorisiert ist,

dass wir mit ihm auch die liefernden

Lkw anschieben können.«

Nach sechs Testwochen waren

wir überzeugt, dass diese Anlage

sich für die Bewältigung unserer

Aufgaben bestens eignet.«

Kay Stolte, kaufmännischer Geschäftsführer

MBS Tief- und Straßenbau

Technik vom Feinsten

Dass Anwender und Anlage

nicht zufällig zusammenkommen,

ist dem Ammann-Gebietsverkaufsleiter

Carsten Peddinghaus

schon lange bekannt: »Wir

müssen erstmal genau wissen,

wofür ein Kunde die Maschine

braucht. Dann können wir ihn

praxisgerecht beraten und ihm

zeigen, dass Ammann das passende

Produkt liefert.« Es hat

sich auch beim Marler Straßenbauer

schnell herausgestellt,

dass der Radfertiger AFW 270 E

durch seine hervorragenden

Features und die optionale indi-

AMMANN

viduelle Ausstattung eine ideale

Lösung ist.

Die Leistungsmerkmale des

Radfertigers, die kompakte Bauweise,

der hydrostatische Antrieb,

der Wendekreis von 2,8 m

und der 45 PS-Deutz-Dieselmotor

sollen zügiges, wendiges und

Der Radfertiger AFW 270 E von

Ammann ist die jüngste

Anschaffung des Tief- und

Straßenbauunternehmens MBS

auf der Chemieplattform Marl.

wirtschaftliches Arbeiten zulassen.

Der knapp 4 m lange und

5 200 kg schwere AFW 270 E

kann 150 t/h Material ausbringen,

Straßendecken zwischen

5 mm und 250 mm einbauen –

bei einer Arbeitsgeschwindigkeit

von bis zu 40 m/min. Standardmäßig

verfügt der

3-Achs-Fertiger über

4-Rad-Antrieb, hydrostatische

Höhenverstellung

der Schnecken,

automatische

Temperaturkontrolle

und ISR-System.

Der Fahrerstand ist

mit einem klappbaren

Wetterschutzdach sowie

einem links/ rechts verstellbaren

Sitz ausgestattet.

Die elektrisch beheizte Bohle

kann auf Einbaubreiten von

1 400 mm bis 2 730 mm verstellt

werden – optional ist auch eine

Einbaubreite bis 3 330 mm möglich.

Die Materialförderung erfolgt

mit doppelt reversierbarem

Förderband, die Steuerung

manuell oder im Automatik -

betrieb über Paddel. ●

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11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 51


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> VÖGELE

Startbahnsanierung – hohe Qualität in kurzer Zeit

Sanierung der Start- und Landebahn am City Airport Bremen. Nach einer Flughafenschließung von nur 149 Stunden konnte der Flugbetrieb wie

geplant wieder in Betrieb genommen werden. Um 7.30 Uhr morgens starteten die ersten Flugzeuge. Unter ihren Fahrwerken: ein neuer, hochebener

und stabiler Asphaltbelag – ideale Grundlage für sichere Starts und Landungen.

Am City Airport Bremen musste die einzige und über 20 Jahre alte Start- und Landebahn des Flughafens dringend

saniert werden. Den Verantwortlichen blieb keine andere Wahl, als den Flughafen für die Dauer der Arbeiten zu

schließen, umso wichtiger war es, die reine Bauzeit auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Den Auftrag für die

Baumaßnahmen erhielt die Firma Heitkamp Erd- und Straßenbau, die bereits Erfahrung mit Sanierungsprojekten

auf Flughäfen hatte. Sie führte zum Beispiel auch die Sanierung des Flughafens in Zweibrücken durch. Heitkamp

vertraute bei dem anspruchsvollen Einsatz auf Maschinentechnik der Wirtgen-Group. So wurde die gesamte Startund

Landebahn zuerst mit Wirtgen-Fräsen bearbeitet und dann mit Vögele-Fertigern das neue Material eingebaut.

Auf der 45 m breiten und

2 045 m langen Bahn waren

fünf Großfräsen des Typs W 220

und zwei Fräsen vom Typ W 150

im Einsatz. Sie trugen den vorhandenen

Asphaltbelag insgesamt

12 cm dick ab und bereiteten

so die Grundlage für den anspruchsvollen

Asphalteinbau

vor. Nach 30 Stunden Non-Stop-

Arbeit war diese erste Teilaufgabe

vollbracht. Der Austausch der

Asphaltschichten stellte eine logistische

Meisterleistung dar:

60 Lkw waren zwischen Mischgutwerk

und Baustelle unterwegs.

Sie lieferten zuerst das Binderschichtmischgut,

von dem

19 000 t benötigt wurden.

Drei Vögele-Fertiger bauten

das Material in einer 8 cm dicken

Schicht ein. Zum Einsatz kamen

zwei Fertiger des Typs Super

1800-2 sowie ein Super 2100-2.

Um eine möglichst hohe Vorverdichtung

zu erzielen, wurden die

Fertiger mit AB-600-Ausziehbohlen

in der Verdichtungsvariante

TP1, also mit einer hochver-

52 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13

VÖGELE

dichtenden Pressleiste, ausgestattet.

Präzise gefertigte Binderschicht

Schon bei der Binderschicht war

besondere Präzision erforderlich.

Für herausragende Ergebnisse

erfolgte der Einbau in zweimal

drei Bahnen »heiß an heiß«.

Um schon bei der Binderschicht

ein hochebenes und äußerst genaues

Profil zu erzielen, wurde

beim Fertigen der beiden innen

»Heiß an heiß« für eine perfekte

Verzahnung der nebeneinander

liegenden Bahnen.

liegenden Bahnen das 3D-Steuerungssystem

Navitronic Plus

von Vögele zur Nivellierung eingesetzt.

Das Resultat war eine

absolut präzise gefertigte Binderschicht

und damit eine perfekte

Grundlage für die Deckschicht.

Mit Navitronic Plus ist es

möglich, den Einbau auf Basis

von vorgegebenen Vermessungsdaten

durchzuführen. Das

System steuert dabei die Einbaubreite,

die Einbauhöhe und auch

den Verlauf in Längsrichtung

vollautomatisch.

Für den Einbau der Asphaltbeton-Deckschicht

stand förmlich

eine Armada an Vögele-Straßenfertigern

bereit: Sechs Fertiger

der Typen Super 1800-2 und

Super 2100-2 zogen die neue

Schicht in einer Dicke von 4 cm

und einer Breite von je 7,5 m

ein – »heiß an heiß«, um eine

möglichst hohe Verzahnung der

nebeneinander liegenden Bahnen

zu erhalten und perfekte

Asphaltnähte auszubilden. Die

Qualitätsvorgaben des Flughafens

waren besonders hoch, so

musste Heitkamp nicht nur eine

Ebenheit von 3 mm auf 4 m erreichen,

sondern auch präzise

Regenrinnen anlegen. Damit das

Regenwasser zuverlässig von

der Start- und Landebahn ab-

Team für höchste Einbauqualität: Super 1800-2 mit Big-Multi-Plex-Ski

und Navitronic Plus sowie ein Power-Feeder MT 3000-2 Offset von

Vögele.


HOHE ZIELE

ES IST UNSER JOB, HOHE ZIELE ZU SETZEN

UM DIE HERAUSFORDERUNGEN

DES MARKTES ZU BEWÄLTIGEN WEIL ES

DIE KUNDEN VON UNS ERWARTEN WEIL

WIR NEUE WEGE ERÖFFNEN

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Wer in den Bergen arbeitet hat seinen

Blick nach oben gerichtet, standfest und

überzeugt mit minimalem Kraftaufwand

das beste Resultat zu erreichen:

darum garantieren die professionellen

FAE Steinbrecher und Bodenstabilisierer

der Linie CONSTRUCTION das Höchste

an Qualität und Zuverlässigkeit mit einem

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fließt, wurde auf den inneren

Bahnen eine Querneigung von

1,5 % und auf den äußeren Bahnen

eine Neigung von 1 % gefertigt.

Für unterbrechungsfreien Einbau

Es war ein perfekter, lang haltbarer

Belag gefordert, der den

enormen Belastungen durch

schwere Flugzeuge lang standhält.

Bei einer so anspruchsvollen

Aufgabe ist eine reibungslose

Mischgutversorgung Bedingung.

Deshalb wurden die sechs Fertiger

von zwei Power-Feedern des

Vögele-Typs MT 3000-2 Offset

sowie zwei Beschickern des

Typs MT 1000-1 mit Mischgut

versorgt. Der leistungsstarke

MT 3000-2 Offset kann bis zu

1 200 t/h Mischgut an den Straßenfertiger

übergeben und bis

zu 40 t Asphalt vorhalten. Dadurch

sollen mögliche Unterbrechungen

bei der Mischgutübergabe

vom Lkw zum Fertiger verhindert

werden. Ein unterbrechungsfreier

Einbau wiederum

hat einen positiven Einfluss auf

die erzielbare Ebenheit des Belages.

Dank seines Leistungsvermögens

kann ein MT 3000-2 Offset

mit schwenkbarem Offset-

Band zwei Straßenfertiger parallel

mit Material versorgen.

Hohe Ebenheit in Längsrichtung

Um eine hohe Ebenheit auch in

Längsrichtung zu erzielen, waren

alle sechs Fertiger mit dem

Vögele-Nivelliersystem Niveltronic

Plus in Kombination mit Big-

Multi-Plex-Ski ausgestattet. Der

bis zu 13 m lange Ski ist mit drei

Ultraschall-Sensoren ausgestattet,

die mithilfe einer Mittelwertberechnung

Unebenheiten ausgleichen.


> BAUMASCHINEN FINK

Partner für Straßenbauer

Baumaschinen Fink in Schnaittach (Bayern) ist seit 35 Jahren ein Spezialist für Straßen -

fertiger der Marken Vögele, Volvo, Dynapac/ Demag und Bomag. Fink bietet Ersatzteile,

Reparatursätze, Verschleißteile und Gebrauchtmaschinen. Das Unternehmen legt dabei

großen Wert auf die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung von Ersatzteilen,

die auf modernen Anlagen gefertigt werden.

Der Grundstein des Unternehmens wurde

im Jahre 1977 in München gelegt.

36 Jahre später wird das Familienunternehmen

in zweiter Generation geführt, ist nach

Schnaittach umgezogen und agiert weltweit.

Zudem hat sich das Unternehmen auf

Straßenfertiger spezialisiert.

Mit geschulten Mitarbeitern werden

von Schnaittach aus Kunden weltweit mit

allen erforderlichen Ersatzteilen für Straßenfertiger

beliefert. Unabhängig davon, ob

es sich dabei um Bunkerwandgummis, Bohlensätze,

Glättbleche, Tamper, Gummi -

bodenplatten, Laufrollen, Laufwerksketten,

Kratzerketten, Raupenkettenräder, Kratzerbandantriebswellen

oder Sätze für

Schneckenflügel, Verteilerschnecken oder

Materialbunker handelt – für jedes Fabrikat.

Alle gängigen Ersatz- und Verschleißteile

sind ab Lager verfügbar. Ob Vögele, Volvo,

Dynapac/ Demag, Bomag – was gebraucht

wird, wird geliefert – bis hin zu Sonderanfertigungen.

Zu den Kunden zählen namhafte,

auch weltweit operierende Unternehmen,

zudem schätzen regional tätige Straßenbauer

die breite Angebotspalette.

Maßgenaue Ersatzteile

Die Produktion erfolgt sowohl durch Handarbeit

als auch auf modernen CNC-Maschinen

und Laserrobotern. Bevor ein Teil an

den Kunden ausgeliefert wird, wird es einer

Qualitätskontrolle unterzogen. Zur Kunden-

zufriedenheit trägt auch bei, dass viele

Produkte in Kooperation mit den Kunden

weiterentwickelt und verbessert werden.

Maßgeschneiderter Service

Damit die Ersatz- und Verschleißteile zur

richtigen Zeit am richtigen Ort sind, arbeitet

das Unternehmen eng mit Speditionen und

Frachtdienstleistern zusammen. Ein multinationales

Team kommuniziert neben zehn

Weltsprachen beispielsweise auch in Türkisch,

Polnisch und einigen afrikanischen

Sprachen.

Für den unverzüglichen Versand oder

zu einem festen Termin ist der zentral und

verkehrsgünstig gelegene Standort des Unternehmens

ideal. In Russland und in der

Türkei wurden bereits Niederlassungen eröffnet,

weitere Standorte sind geplant.

Fink Baumaschinen bietet nicht nur die

reine Versorgung mit Teilen an. Abgestimmte

Ersatzteilvorschläge bis zu Wartungsund

Versorgungsplanungen sollen Kunden

die sicherheitsbasierenden Instandhaltungen

erleichtern und somit deren Wettbewerbsfähigkeit

sichern helfen.

Das Unternehmen vermittelt auch Gebrauchtmaschinen.

Wer schnell und dringend

eine Maschine für einen bestimmten

Zeitraum braucht, soll bei Fink fündig werden:

Im Mietpark befinden sich neue oder

neuwertige Straßenfertiger.


Die verwendeten Bleche werden mit

Gewichten gerichtet, damit sie tatsächlich

100 % gerade sind.

Hochverschleißfester Stahl als Grundlage der

meisten Ersatzteile wird punktgenau zurechtgeschnitten.

FINK

Das Verschweißen von fertigen Blechen

übernehmen Roboter.

54 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


> FLIEGL

Auftraggeber setzt auf Fliegl-Abschiebetechnik

186 100 Fahrzeuge pro Tag rollen über die A 100 in Berlin. Unter dem

extremen Verkehr leidet selbstredend der Fahrbahnbelag, für eine

Sanierung kann man aber die »Aorta Berlins« nicht für längere Zeit sperren.

Für die jüngste Fahrbahnsanierung bedeutete das: Gebaut wurde bei

laufendem Verkehr, im Mehrschichtsystem, unter striktestem Zeitplan und

mit Technik, die zuverlässig höchste Qualität liefert – dazu gehörte auch

Fliegl-Abschiebetechnik.

Dass sich die Fliegl-Abschiebetechnik

im Straßenbau und

im öffentlichen Bereich etabliert

hat, beweist der Umstand, dass

die Sanierung der A 100 bereits

in der Ausschreibung mit Abschiebefahrzeugen

konzipiert

wurde. Der öffentliche Bauherr,

die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

und Umwelt als Auftragsverwaltung

des Bundes, hat

von Anfang an bei diesem Großprojekt

auf die Abschiebe-Technologie

vertraut. Der betroffene

1,5 km lange Streckenbereich ist

über 50 Jahre alt und fügt in Berlin-Charlottenburg

die AVUS

A 115 und die A 100 im Autobahndreieck

Funkturm zusammen.

Notwendig war eine Sanierungsmaßnahme

größeren Umfangs:

Die Fahrbahn samt einem

Tunnel und vier Brücken wurde

auf einer Tiefe von 10 bis 35 cm

abgefräst und mit mehreren Lagen

neuen Asphalts versehen.

»Insbesondere der Tunnel Rathenauplatz

ist zu niedrig für

FLIEGL

Fliegl ASW schieben auf der A 100 direkt auf den Asphaltfertiger ab.


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vor erhebliche Probleme beim

Entladen, teilweise mussten

Kippmulden sogar ausgebaggert

werden. Die Fliegl-Abschiebewagen

befördern die zähe Masse dagegen

rückstandsfrei in die Fertiger.

Die Abschiebetechnik war

ideal geeignet für die Verarbeitung

des sensiblen Materials

Porous Mastix Asphalt.«

Projektleiter Daniel Schmohl

Kippsattel, deshalb wurde von

Anfang an nach einer Lösung gesucht«,

sagt Projektleiter Daniel

Schmohl. Gefunden wurde sie

bei Fliegl. Insgesamt vier 4-Achser

ASW Stone 5229 kamen auf

der A 100 zum Einsatz. Die Fahrzeuge

schieben sowohl unter

freiem Himmel als auch unter

Höhenhindernissen wie Ampeln,

Schilderbrücken oder Oberleitungen

ab, die ein Kippen unmöglich

machen. Das Befüllen

der Asphaltfertiger funktionierte

so jederzeit kontrolliert, dosiert

und reibungslos, auch im

Tunnel, auch unter den zahlreichen

querenden Bauwerken.

»Wichtig war, die Bauzeit

kurz zu halten und eine geeignete

Technologie zu finden«, sagt

Schmohl. Die Fliegl-Abschiebetechnik

hat dazu ihren Beitrag

geleistet. Zusätzlich hielten die

ASW-Stone-Lkw die Temperatur

des Mischguts konstant – das

war auch deshalb wichtig, weil

zum ersten Mal auf einer Berliner

Autobahn ein lärmarmer Porous

Mastix Asphalt (PMA) eingebaut

wurde. Das Abschieben

auf der vollen Breite der Ladefläche

gewährleistete, dass sich das

Material nicht entmischt und homogen

bleibt. Das Fazit des Projekteiters

fällt eindeutig aus:

»Die Abschiebetechnik war ideal

geeignet für die Verarbeitung

dieses sensiblen Materials.« Der

sehr klebrige PMA stellt Kipper

Elf Tage früher fertig

Sieben Wochen lang wurde auf

der A 100 auf Hochtouren gearbeitet.

Am Ende war die 1,8 Mio.

Euro teure Sanierung elf Tage

früher fertig als geplant. Für Auftraggeber,

Planer und alle ausführenden

Unternehmen war

die Überpünktlichkeit ein großer

Erfolg. »Natürlich hat das

mit durchdachter Organisation,

guter Zusammenarbeit und

pünktlicher Materialzulieferung

zu tun«, sagt Christoph Ritze,

Bauleiter der ARGE A 100 Tunnel

Rathenauplatz Oevermann –

Lanwehr – Faber. »Aber eben

auch mit dem Faktor störungsfreie

Technik. Und da haben die

Abschiebe-Fahrzeuge den Einsatz

anstandslos gemeistert.«

Projektleiter Schmohl betonte:

»Wir haben gute Erfahrungen gesammelt

mit der Abschiebetechnik.«

Fliegl freut sich, kompetenter

Partner dieses prestigeträchtigen

Bauvorhabens gewesen zu

sein.

Die Qualität des Asphalteinbaus

muss sich nun im praktischen

Härtetest erweisen: Trotz

der Extrembelastung von

186 100 Fahrzeugen pro Tag soll

der Asphalt mindestens 15 Jahre

halten.


Das Unternehmen

Die Fliegl-Gruppe ist seit 38 Jahren im Maschinen- und Fahrzeugbau tätig und beschäftigt

derzeit rund 900 Mitarbeiter. In Mühldorf am Inn konstruiert und fertigt Fliegl

Bau- und Kommunaltechnik Produkte für die Bauwirtschaft und den Kommunal -

bereich. Zum Portfolio gehören Kipper, Transportsysteme, Wasserfässer, Mischer und

Mischanlagen und die Fliegl-Abschiebetechnik: Wo der Einsatz von Kippern riskant

oder unmöglich ist, entladen Abschiebewagen als Lkw oder Sattelauflieger alle Arten

von Schüttgut. Mit dem ASW »Asphaltprofi-Thermo« wird Asphalt heiß und homogen

angeliefert, sodass er in optimaler Konsistenz verbaut werden kann.


> INDUSTRIEVERBAND STEINE UND ERDEN BADEN-WÜRTTEMBG.

Steine- und Erdenbranche

diskutiert Verkehrsinfrastruktur

Der ehemalige Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt, Dr. Karl-Heinz Daehre,

erklärt auf den Baustoff-Tagen 2013 im Oktober in Filderstadt, wie die

Finanzierung der Infrastruktur künftig sichergestellt werden kann. Ein

leistungs fähiges Verkehrsnetz ist wichtig, um lokale und regionale Wirt -

schaftsstandorte zu stärken und Arbeitsplätze zu erhalten. Ein Sach verhalt,

den die Bodewig-Kommission vor wenigen Wochen erneut untermauerte.

Daehre, Vorsitzender der Kommission »Zukunft der Verkehrsinfrastruktur -

finanzierung«, berichtete auf den vom Industrieverband Steine und Erden

Baden-Württemberg (ISTE) organisierten Baustoff-Tagen in Filderstadt, wie

der Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur finanziert werden kann.

Die Steine- und Erdenbranche,

die Baustellen mit Rohstoffen

versorgt, fordert seit Jahren,

dass Mängel in der Verkehrsinfrastruktur

behoben werden

und insbesondere das Straßennetz

ausgebaut wird, wie auch

ISTE-Hauptgeschäftsführer Thomas

Beißwenger betont. Beispiele

verdeutlichen, dass die Verkehrsinfrastruktur

chronisch

unterfinanziert ist. Ende 2012

wurde eine Rheinbrücke auf der

A 1 wegen gravierender Schäden

wochenlang für den Lkw-Verkehr

gesperrt, ähnlich ist es bei

einer Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal

bei Raden. Rund 300

Brücken im Bundesgebiet gelten

als akut sanierungsbedürftig,

fand die Bodewig-Kommission

heraus. Der Staat soll in den kommenden

Jahren mindestens

7,2 Mrd. Euro zusätzlich für Straßen,

Schienen und Wasserstraßen,

Flüsse und Kanäle ausgeben.

Diese Summe setzt sich laut

Dr. Karl-Heinz Daehre aus einem

Nachholbedarf von ungefähr

2,65 Mrd. Euro für die nächsten

15 Jahre zusammen und weiteren

4,55 Mrd. Euro, die notwendig

sind, um den Erhalt und Ausbau

der Verkehrsinfrastruktur

voranzutreiben. Woher soll das

Geld dafür kommen?

Daehre berichtete, dass sich

bei den Wasserstraßen keine zusätzlichen

Einnahmemöglichkeiten

auftun. »Ein Sachverhalt, der

sich aus der ›Mannheimer Akte‹

von 1868 ergibt. Diese Akte hat

noch heute rechtsgültigen Bestand«,

so der Kommissionsvorsitzende.

»In ihr ist fixiert, dass

keine Maut erhoben werden

darf, wenn Transporte auf dem

Wasserweg erfolgen.« Ähnlich

sehe es bei der Schiene aus, auch

dort gebe es kaum noch zusätzliche

Einnahmequellen, wie beispielsweise

durch Preiserhöhungen.

Ein anderes Bild ergibt sich

beim Blick auf den Verkehrsträger

Straße. »Jedes Jahr gibt es

verkehrsbezogene Einnahmen

in Höhe von etwa 52 Mrd. Euro«,

so Daehre.

50 % der Einnahmen aus Mineralölund

Kfz-Steuer in die Infrastruktur

»Gleichzeitig werden für die Verkehrsinfrastruktur

jährlich zwischen

22 und 23 Mrd. Euro ausgegeben.«

Laut einem Gesetz aus

den 1960er Jahren müssten dem

Kommissionsvorsitzenden zufolge

jedes Jahr mindestens

50 % der Einnahmen aus Mineralöl-

und Kfz-Steuer in die Verkehrsinfrastruktur

fließen.

»Doch dieses Gesetz wird regelmäßig

durch den finanziellen

Verteilungskampf, der zwischen

den einzelnen Politikfeldern

herrscht, außer Kraft gesetzt«,

so Daehre. Insbesondere die Ausweitung

der entfernungsabhängigen

Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen,

auch für Laster ab 7,5 t

75 Jahre

Erfahrung

zum Vorteil des Kunden

könnte die Einnahmesituation

verbessern. Der Kommissionsvorsitzende

berichtete, dass in

einem weiteren Schritt nicht ausgeschlossen

werden könne, dass

auch Sprinter in die Maut einbezogen

werden.

Daehre machte deutlich,

dass auch an die Infrastruktur

der Städte und Kommunen gedacht

werden müsse. Schließlich

müssten auch sie den Erhalt und

Ausbau ihrer Straßen zukunftssicher

finanzieren. Thomas Beißwenger

verwies darauf, dass die

Mauteinnahmen auch tatsächlich

zweckgebunden eingesetzt

werden müssten. In der Vergangenheit

sei das nicht immer der

Fall gewesen.

Fondsempfehlung

Karl-Heinz Daehre berichtete,

dass die Bodewig-Kommission

die Einrichtung eines Fonds

empfohlen habe, der eine flexible

und überjährige Nutzung der

finanziellen Ressourcen ermöglichen

soll. »Ich denke, dass dies

für eine dauerhafte Akzeptanz

des Finanzbedarfs der Verkehrsinfrastruktur

unter der Bevölkerung

wichtig ist«, so Daehre.

»Um weiter Transparenz zu

schaffen ist es auch notwendig,

regelmäßig Infrastrukturzustands-

und -leistungsberichte

anzufertigen.«


11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 57


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> ASENKERSCHBAUMER

Thermische Isolierung beim Transport

Herkömmliche Transportmethoden für Asphalt könnten entsprechend Überlegungen des Bundesverkehrsministeriums

ab 2015/16 der Vergangenheit angehören und offene oder geschlossene Mulden von thermisch isolierten

abgelöst werden, in denen der Asphalt dann ausschließlich transportiert werden darf. Um diesen gegen Witterungs -

einflüsse und Auskühlung zu schützen – und damit die Qualität und Langlebigkeit des Straßenbelags sicherzustellen

– müssen die Eigenschaften der beim Aufbauhersteller eingesetzten Materialien vielfachen Anforderungen

entsprechen.

Markant sind die beiden flügelförmigen Muldendeckel zur Verhinderung

von Wärmeverlusten.

58 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13

Künftig dürfte die Methode,

den Asphalt im Mischwerk

abzuholen und ihn offen oder

mit einer Plane bedeckt zur Baustelle

zu transportieren, nicht

mehr hingenommen werden.

Die Muldenwände geben durch

ihre großen Außenflächen sehr

viel Wärme ab, wobei die Wärmeverluste

bei nicht abgedecktem

Mischgut noch höher sind.

Wenn noch Nässe und kühle Außentemperaturen

dazukommen,

bedeuten die Temperaturunterschiede

für die weitere Verarbeitung

einen enormen Qualitätsverlust.

Das in Bayern ansässige Unternehmen

Josef Asenkerschbaumer

Fahrzeugbau ist seit

2005 ausschließlich auf die Herstellung

von Asphaltmulden spezialisiert.

Der Aufbauhersteller

bietet maßgeschneiderte Transportlösungen

aus einer Hand.

Bis ins Detail kann auf technische

Anforderungen und Kundenwünsche

eingegangen werden

und so hat sich die »Birne«,

wie sie genannt wird, in der

Asphaltbranche etabliert. Dank

der Vorteile gegenüber herkömmlichen

Kippern und Mulden

ist sie für viele Straßenbauer

geradezu unverzichtbar geworden:

Durch den trichterförmigen

Auslauf ist eine besonders präzise

Mengendosierung möglich. Eine

Schnellentleerung ist ebenso

möglich wie die Abmessung ei-

ner Kleinstmenge, die durch die

Vertiefung in der Auslaufmulde

dosierbar wird. Die hydraulische

Heckklappe lässt sich vom Fahrersitz

und vom Fahrzeugheck

aus bedienen. Die richtige Menge

wird kontrolliert herausgelassen.

Handeinbau oder Fahrbahnsanierung

werden mit oder ohne

Asphaltfertigerbetrieb gemeistert.

Präzise Mengendosierung durch trichterförmigen Auslauf mit

Vertiefung.

ASENKERSCHBAUMER

ße Mischgut zu gelangen. Die Deckel

können vom Fahrerhaus

bzw. vom Fahrzeugheck aus hydraulisch

leicht geöffnet und geschlossen

werden.

»Um auf die Zukunft vorbereitet

zu sein, arbeiten wir mit einem

renommierten Forschungsinstitut

an einer innovativen Lösung

zur thermischen Isolierung«,

berichtet Firmengründer

Josef Asenkerschbaumer und erläutert

die vielfältigen Anforde-

Um auf die Zukunft vorbereitet

zu sein, arbeiten wir mit einem

renommierten Forschungsinstitut an

einer innovativen Lösung zur

thermischen Isolierung.«

Josef Asenkerschbaumer,

Josef Asenkerschbaumer Fahrzeugbau

»Flügel« verhindern Wärmeabgabe

Ein weiteres markantes Detail

stellen die beiden »Flügel« – die

Muldendeckel – dar. Sie verhindern,

dass ein großer Teil der

Wärme an die Umgebung nach

oben abgegeben wird. Beide

Muldendeckel sind ringsum mit

einer Dichtung versehen, die wie

ein »Schnellkochtopf« den Muldenkörper

verschließen. Außerdem

bietet sich Regen und Wind

kein Angriffspunkt, auf das heirungen

an die eingesetzten Materialien

in Bezug auf die Ausdehnung

bei Temperaturschwankungen

(kalt – warm), Brennbarkeit,

Belastbarkeit und dauerhafter

Haltbarkeit. Die Firma Asenkerschbaumer

hat sich zudem

zum Ziel gesetzt, eine Muldenisolierung

auf den Markt zu bringen,

die für bis zu 12 Stunden eine

Wärmedämmung von 80 %

gewährleistet und die einen Meilenstein

beim Asphalttransport

setzen wird. Dabei sind zwei

grundsätzliche Produktlösungen

geplant: Eine Variante soll

fest am Muldenkörper montiert

sein und künftig als Zusatzausrüstung

angeboten werden. Für

bereits im Einsatz befindliche

»Asphaltbirnen« plant der Hersteller

eine Nachrüstlösung. Die

für alle Muldentypen geeignete

Lösung soll ohne großen Aufwand

an die bestehende Mulde

befestigt werden. »Mit der Herstellung

von thermisch isolierten

Asphaltmulden leisten wir

unseren Beitrag zur Qualitätssicherung

und Nachhaltigkeit im

Straßenbau, was letztendlich

dem Wunsch nach uneingeschränkter

Mobilität der Menschen

wie auch der Einsparung

von Steuergeldern für Reparaturarbeiten

zugutekommt«, erläutert

Josef Asenkerschbaumer,

»und damit ist ein wichtiger

Schritt in die Zukunft getan.« ●


Mir gefällt am bauMAGAZIN, …

Das Fachorgan für

03

März 2013

bau MAGAZIN 03/2013

www.baumagazin.eu

Baumaschinen Baugeräte Baufahrzeuge

w ww.baumagazin.eu

Das Fachorgan für

10

Oktober 2013

Baumaschinen Baugeräte Baufahrzeuge

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bau MAGAZIN 10/2013

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Seite 147

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Baubranche.

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Die Ammann-Walzen AV 95-2 wurden bei der flächendeckenden Verdich -

tungskontrolle von der GPS-gesteuerten TopCon-Technik unterstützt.

Die drei Bomag-Walzen BW 174 AP-4 AM 2 verfügten über Asphalt-

Manager-Technik der zweiten Generation.

> FORSCHUNGSPROJEKT

Vier Walzen-Marken im Praxistest

Die Bundesanstalt für Straßenwesen und das Institut für Straßenwesen der

Uni Siegen wollen im Rahmen eines Forschungsprojektes analysieren, wie

sich die flächendeckende Verdichtungskontrolle (FDVK) unter Einbeziehung

neuer technologischer Möglichkeiten sowie dank optimierter Maschinentechnik

auf die Einbauqualität auswirkt. Zu diesem Praxistest kamen

Ammann, Bomag, Caterpillar und Hamm mit ihren Walzen und Verdichtungskontrollsystemen.

Am wissenschaftlich begleiteten

Praxistest an der B 10

bei Pirmasens beteiligten sich

Ammann, Bomag, Caterpillar

und Hamm. Als ausführendes

Unternehmen war die Straßenbaufirma

Juchem aus Niederwörresbach

im Einsatz. Ein Vögele-Fertiger

Super 2100-2 mit

starrer Bohle und der Beschicker

MT 1000-1 brachten das

Asphaltmischgut in Abschnitten

auf einer 4 km langen Strecke

aus. Die Walzen der Wettbewer-

ber übernahmen etappenweise

die Verdichtung. Den Abschluss

bildete eine mit Tellerstreuer bestückte

Tandemwalze.

Ammann: Trendsetter mit ACE

»Wir können es, wir machen es!«,

hieß es bei den Schweizer Baumaschinen-Spezialisten

von Ammann.

Die drei an der B 10 eingesetzten

schemelgelenkten Tandem-Vibrationswalzen

des Modells

AV 95-2 mit 9,5 t Arbeitsgewicht

konnten die Vorteile des

intelligenten ACE-Systems bei

der flächendeckenden Verdichtungskontrolle

aufzeigen. Die

Ammann-Walzen waren mit

GPS-gestützter, hoch genauer

TopCon-Technik ausgestattet sowie

untereinander vernetzt.

Beim ACE werden Amplitude

und Frequenz unter Berücksichtigung

der Asphalttemperatur

kontinuierlich und stufenlos geregelt.

Ammann-Projektleiter

Kuno Kaufmann: »Wir sind mit

dem Verlauf des Testes durchaus

zufrieden. Die Baustelle war gut

organisiert, die Walzenfahrer haben

das Beste aus unseren Maschinen

herausgeholt. Es hat

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Caterpillar und Zeppelin schickten die Walzen des Typs CD 54B mit

Messtechnik von Trimble und Völkel Microelektronik ins Rennen.

Die von Hamm eingesetzten Walzen DV 90 VO und DV 85 VO waren mit

dem Satelliten gestützten HCQ Navigator ausgerüstet.

DIETER GÖLLNER

sich gezeigt, dass die ACE-Technologie

von Ammann nicht nur

zur hohen Straßenqualität beiträgt,

sondern auch die Arbeitsprozesse

optimiert und die Maschinenführer

deutlich entlastet.«

Bomag: Asphalt Manager

und BCM net

Mit drei schemelgelenkten Tandemwalzen

des Typs BW 174 AP-

4 AM 2 trat Bomag den Praxistest

an. Diese 10-t-Maschinen

verfügen über die Asphalt-

Manager-Technik der zweiten

Generation mit integrierter Verdichtungsmess-

und Regelungstechnik

sowie Temperaturmesser.

Die Walzen waren mit dem

Dokumentationssystem BCM 05

und einem GPS-System ausgerüstet

sowie mit dem System

BCM net vernetzt. Hans-Josef

Kloubert, Leiter Anwendungstechnik

bei Bomag: »Der wirkungsvolle,

effiziente und gleichzeitig

schonende Verdichtungsprozess

der Asphalt Manager-

Walzen konnte durch sicheres

Erreichen der Verdichtungsanforderung

und ein hervorragendes

Oberflächenbild der Asphaltschichten

nachgewiesen werden.«

Cat: Walzen im

wissenschaftlichen Test

Caterpillar und sein Vertriebund

Servicepartner Zeppelin

schickten drei Cat-Walzen vom

Typ CD 54B »ins Rennen«. Auch

sie sollten beweisen, wie gleichmäßig

die homogene Verdichtung

mithilfe elektronischer Aufzeichnungssysteme

gelingt und

wie genau die grafische Auswer-

tung der flächendeckenden Verdichtungskontrolle

erfolgt. Auf

den Walzen war Messtechnik

von Trimble und Völkel Microelektronik

installiert. Staale Hansen,

Leiter Produktmanagement

für Straßenbaugeräte bei Zeppelin:

»Für uns stellt der Test eine

gute Möglichkeit dar, zu zeigen,

was Cat-Straßenbau-Walzen

können und wie sie die am Markt

geforderte Verdichtungsleistung

liefern.«

Hamm: Navigator

unterstützt Walzenverbund

Aus dem Hause Hamm kamen eine

Walze vom Typ DV 90 VO und

zwei allradgelenkte Tandemwalzen

des Typs DV 85 VO zum Einsatz.

Alle Hamm-Walzen waren

mit dem HCQ-Navigator ausgerüstet.

Das Satelliten gestützte

Mess- und Dokumentationssystem

dient zur Erfassung und Anzeige

aller wesentlichen Verdichtungsparameter

und des Verdichtungsfortschrittes

einer

oder mehrerer Walzen. Jens Ruprecht,

Produktionsmanager bei

Hamm: »Das System verknüpft

Messdaten verschiedener Sensoren

an den Walzen mit den Positionsinformationen,

die über

GNSS-Empfänger ermittelt werden.

Daraus errechnet der HCQ-

Navigator in Echtzeit den Verdichtungsfortschritt

aller Walzen

in einem Verbund.«

Fazit

Die Ergebnisse des Projektes

werden der Bundesanstalt für

Straßenwesen im Spätherbst

vorgelegt. Ferner ist geplant, ein

Merkblatt für den Asphaltbau

FDVK-A zu erarbeiten.

Dieter Göllner ●

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> BOMAG

Fünfte Generation mit

drei Verdichtungssystemen

Im Rahmen der »Bomag Asphalt Tage 2013«, die im

September in Boppard stattfanden, stellte der Verdichtungsanbieter

weitere Maschinenpremieren vor. So präsentierte

das Unternehmen die fünfte Generation knickgelenkter

Tandemwalzen in der Klasse von 10 t bis 11 t mit den Modellen

BW 161 ADO, BW 161 AD-5 und BW 190. Bomag bietet mit seiner

fünften Tandem walzengeneration Maschinen, die mit allen drei

Verdichtungssystemen – Doppelvibration, Oszillation und Asphalt

Manager 2 – verfügbar sind.

Die Doppelvibration ist die

klassische technische Lösung

mit zwei Amplituden zum

Verdichten von dicken oder dünnen

Lagen. Darüber hinaus bietet

Bomag mit der Oszillation

Tango ein Erregersystem an, das

besonders für den Einsatz auf

Brückenbauwerken und in Gebäudenähe

geeignet ist, weil es

kaum Erschütterungen erzeugt

und dennoch effizient verdichtet.

Auch der Asphalt-Manager 2

ist für die neueste Generation

der knickgelenkten Tandemwalzen

erhältlich. Das System gilt

nach Herstellerangaben als optimale

Kombination aus Messtechnik

und Verdichtungsregelung.

Die Messtechnik ermittelt den

Die neue »-5«-Generation knickgelenkter Bomag-Tandemwalzen. Das

Bomag-Erregersystem Tango befindet sich bei Tandemwalzen in der

hinteren Bandage und ist je nach Anwendung mit einer vibrierenden

Bandage vorne kombinierbar.

Evib-Wert, der dem Fahrer als tisch an die geforderten Bedürfnisse

an und soll so einen 30 %

Orientierung dient und die Maschine

automatisch regelt. Unnötige

Übergänge, die in der Regel bei anderen Maschinen gleicher

geringeren Dieselverbrauch als

für ein höheres, subjektives Sicherheitsgefühl

sorgen, werden erreichen. Mit dem Kubota-

Leistungsklasse ohne Eco-Mode

so vermieden – es wird nur so oft

verdichtet wie nötig. Ergebnis

sind besonders hohe Qualitätsergebnisse

hinsichtlich Griffigkeit Prozent

30

Die Eco-Mode-Hydraulik ist bedarfs -

geregelt, so passt der Lüfter die

Kühlleistung automatisch an die

geforderten Bedürfnisse an, und soll

so einen 30 % geringeren Diesel -

verbrauch als bei anderen Maschinen

gleicher Leistungsklasse ohne Eco-

Mode erreichen.

Mit der fünften Tandemwalzengeneration bietet Bomag nun drei Verdichtungssysteme: Doppelvibration,

Oszillation und Asphalt Manager 2.

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BOMAG

und Ebenheit sowie eine Zeitund

Kostenersparnis durch die

optimale Anzahl der Übergänge.

Eco-Mode für niedrigen

Kraftstoffverbrauch

Auch »Sparsamkeit« stand bei

der Neuentwicklung der fünften

Generation der Tandemwalzen

im Lastenheft der Ingenieure.

Für niedrigsten Kraftstoffverbrauch

soll die Leistungsregelung

des Eco-Mode-Systems sorgen.

Die Hydraulik ist bedarfsgeregelt,

beispielsweise passt der

Lüfter die Kühlleistung automa-

Motor gelten die Maschinen als

gleichzeitig sparsam und leistungsstark.

Dank der Abgasnorm

Stufe 3B/ Tier 4i erfüllt der

Motor strengere Ausschreibungsrichtlinien

mit Emissionsbeschränkungen

und soll so die

neueste Generation der knickgelenkten

Tandemwalzen auch bei

Bauprojekten, bei denen Dieselpartikelfilter

gefordert werden,

wie z. B. im Tunnelbau oder im

Innenstadtbereich zu einem passenden

Partner machen.

Komfort und Übersicht

für den Fahrer

Auch für den Fahrer hat Bomag

die fünfte Generation optimiert.

Die große und geräumige Kabine

mit übersichtlichem Armaturenbrett

soll Maschinisten überzeugen.

Sie bietet Walzenfahrern neben

Platz und Stauraum eine gute

Rundumsicht über das Baustellengeschehen.


62 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


> JCB VIBROMAX

Produktivitäts-Walzen

sollen Maßstäbe setzen

Ob Straßenbauunternehmen, GaLaBauer oder Kommune – Produktivität ist

in allen Bereichen ein absolutes Muss. Hersteller wie JCB setzen darum alles

daran, um mit ihren Maschinen auch dieses Ziel zu erreichen. So gelten die

Tandem-Vibrationswalzen von JCB Vibromax – von der 1,6 bis hin zur 4,3-t-

Klasse – als besonders produktive Maschinen in diesem Marktsegment.

Zwangspausen kosten Zeit

und Geld. JCB hat seine Walzen

mit besonders übergroßen

Wasser- und Dieseltanks ausgestattet.

Die VMT160 führt 45 l

Diesel und 125 l Wasser, die

VMT260 sogar 95 l Diesel und

230 l Wasser. Damit sollen beide

Tandemwalzen selbst bei maximaler

Leistung fast doppelt so

lange wie vergleichbare Modelle

arbeiten.

Automatische Verdichtungsleistung

Die JCB-Vibromax-Walzen bieten

mit Verdichtungsbreiten von

800 bis 1 200 mm eine maximale

Flexibilität. Eine hohe Vibrationsfrequenz

sorgt für eine effiziente

Verdichtungsleistung und

unterstützt somit das schnelle

und kostengünstige Arbeiten.

Die VMT-Reihe ist serienmäßig

mit einer automatischen Vibrationssteuerung

(AVC) für optimale

und glatte/ ebene Oberflächen

ausgestattet. Die zuschaltbare

Einzelvibration ist separat für

vorne oder hinten oder auch als

Doppelvibration wählbar. Selbst

auf unterschiedlichen Böden soll

damit höchste Produktivität gewährleistet

werden.

Gerade bei der Kantenbearbeitung

wird oft viel Zeit verloren,

da der Fahrer diese sensiblen

Stellen sehr konzentriert –

und mit reduzierter Geschwindigkeit

– verdichten muss. Als

Spitzenreiter in Sachen »Seitenfreiheit«

bewerben sich die Modelle

VTM160-80 TSC und

VTM160-90 TSC in der 800- und

900-mm-Ausführung. Auch die

anderen JCB Vibromax-Walzen

sind »kantenecht«. Eine hohe

Die VMT380 von JCB Vibromax verspricht geringe Betriebskosten, eine

hohe Produktivität und eine besonders einfache Bedienung.

Kantenfreiheit mit überstandfreien

Seiten und ein großer Bandagenversatz

(Hundegang) ermöglicht,

in Kombination mit einer

sehr guten Sicht aus dem

Fahrerstand, einfaches und damit

schnelles sowie sicheres

Handling.

Der Fahrerstand ist beidseitig

zugänglich. So kann der Fahrer

bequem aussteigen, ohne

vorher die Maschinen umsetzen

zu müssen. Optional ist auch eine

Dämpfung der Hand-, Armund

Ganzkörper-Vibration möglich.

Für lange Maschinen-Ausdauer

Damit nicht nur der Fahrer, sondern

auch die Technik einen langen

Atem hat, sind die Tandemwalzen

von JCB Vibromax besonders

robust konstruiert und werden

in Deutschland gefertigt.

Der große Pendelwinkel des wartungsfreien,

zentralen Knickgelenks

hält beide Bandagen

durchgängig am Boden und sichert

den konstanten Vortrieb.

Das Zentralgelenk mit vergrößertem

Lagerdurchmesser und

mehr Wandstärke ist massiv,

hoch belastbar und steht für

Langlebigkeit.

Auch in puncto Wartungsaufwand

und Erreichbarkeit der

Servicezugänge soll sich die

VMT-Reihe von Vibromax auszeichnen.

Aufgrund der hohen

Material- und Verarbeitungsqualität

liegen die Wartungsintervalle

weit auseinander. Sollte eine

Reparatur vonnöten sein, garantiert

JCB mit einem engmaschigen

Vertriebs- und Servicenetz

und einer 24-Stunden-Erreichbarkeit,

gepaart mit dem breit

gefächerten Ersatzteillager, eine

schnelle und unkomplizierte Unterstützung.


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Bodenstabilisierungstechnik

Verdichtungstechnik

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JCB

Die VMT160 mit 17 kW/23 PS und einem Einsatzgewicht von 1 600 bis

1 800 kg will mit uneingeschränkter Seiten- und Kantenfreiheit punkten.

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> VOLVO CONSTRUCTION EQUIPMENT

Flexibilität, Leistung und Effizienz in einem Paket

Volvo CE verspricht mit seinen drei

neuen, für den europäischen Markt

entwickelten Walzenzügen SD75,

SD115 und SD135 neue Merkmale

und Funktionen, die eine hohe und

effiziente Leistung garantieren

sollen. Dank einer Kombination aus

maximaler Verdichtungsleistung,

hoher Zentrifugalkraft, hoher

Amplitude und hohem Walzengewicht

zur Erzeugung der Energie,

die für eine hervorragende

Verdichtung und hohe Produktivität

der Maschine benötigt wird, sollen

Anwender in weniger Durchgängen

eine höhere Materialdichte

erreichen.

Flexibilität heißt die Devise bei

den drei Neuheiten – mit einer

Reihe von Ausstattungsmerkmalen,

mit deren Hilfe der

Fahrer seine Maschine an die jeweilige

Tätigkeit anpassen kann.

Dynamische Walzenkräfte lassen

sich leicht auf eine Vielzahl

Drei neue Walzenzüge hat Volvo CE in Europa im Programm: SD75,

SD115 (Bild) und SD135.

von Terrains und Materialtiefen

einstellen. Mit gut erreichbaren

Bedienelementen in der Kabine

kann der Fahrer eine hohe Amplitude

bei geringer Frequenz

oder eine niedrige Amplitude

bei hoher Frequenz wählen – je

nach sich ändernden Bodentypen

und Bedingungen. Als Option

kann eine 5-Frequenz-Funkti-

on gewählt werden, die für noch

größere Vielseitigkeit und Leistung

der Maschine sorgen soll.

Das Mittelgelenk ermöglicht

ein Abknicken des Walzensegments

um ± 38° zur Seite und

± 17° in der Höhe, was eine stabile,

flexible Maschinenleistung

und größeren Fahrerkomfort auf

unebenem Terrain verspricht.

Weil die 1,68 m (SD75) bzw.

2,13 m (SD115 und SD135) breite

Bandage stets Kontakt zum

Untergrund hat, erfolgt die Verdichtung

kontinuierlich und

gleichmäßig.

75

Prozent

Der Walzenrahmen der drei neuen

Walzenzüge SD75, SD115 und SD135

ermöglicht die Bewältigung von

Gefällen von bis zu 75 %.

Das Volvo-Traktionssystem

dient einer besonderen Steigfähigkeit

und soll das Durchdrehen

der Räder oder der Walze

verhindern helfen. Der Walzenrahmen

ermöglicht die Bewältigung

von Gefällen von bis zu

75 %. Die abgewinkelte Konstruktion

wurde für mehr Bodenfreiheit

an steilen Hängen

weiter verbessert, um Schäden

an Straßenbelag und Maschine

zu verhindern. Zur Erhöhung

der Flexibilität während der Ar-

Technik-Fakten

Modell – Bandage: SD75 – Glatt SD75 – Stampffuß SD115 – Glatt SD115 – Stampffuß SD135 – Glatt SD135 – Stampffuß

Motorleistung (kW/PS): 75/101 75/101 110/150 110/150 110/150 110/150

Betriebsgewicht mit Kabine (CECE) (kg): 8 064 8 443 12 293 12 680 13 656 14 403

Bandagenbreite (mm): 1 676 1 676 2 134 2 134 2 134 2 134

Vibrationsfrequenz (Hz): 30,8/33,8 27,5/33,8 30,8/33,8 27,5/33,8 30,8/33,8 27,5/33,8

Zentrifugalkraft (kN): 104/143 133/135 207/258 264/270 206/281 284/293

SD115.

VOLVO CONSTRUCTION EQUIPMENT

64 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


SD115.

beit lässt sich die Walze schnell

auf einen Stampffuß-Walzenkörper

umrüsten. Die anklemmbare

Stampffuß-Bandage ermöglicht

unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten.

Leistung mit Effizienz

Mit neuen Volvo-D5-Motoren

(74,5 kW/ 101 PS bei der SD75

und 110 kW/ 150 PS bei der

SD115 und SD135) liefern die

Walzenzüge eine hohe Leistung

und Effizienz. Der schon bei niedriger

Drehzahl hohes Drehmoment

liefernde Motor erfüllt die

Vorgaben der Stufe IIIB/ Tier 4i

und bietet damit bessere Abgaswerte

bei niedrigerem Kraftstoffverbrauch.

Bei Verwendung des

Smart-Power-Modus (verfügbar

bei SD115 und SD135) lässt sich

der Kraftstoffverbrauch um bis

zu 30 % senken. Gleichzeitig sinken

der Schallpegel des Motors

und der Schadstoffausstoß –

ohne Beeinträchtigung der

Verdichtungsleistung, wie

der Hersteller betont.

Ein Dieselrußfilter

(DPF) verbrennt

Ruß, der sich im

Filter angesammelt

hat.

Die Volvo-Kabine

verfügt über

ROPS- und FOPS-Vorrichtungen

gegen Überschlag und

schützt vor herabfallenden Gegenständen.

Die im Gussverfahren

hergestellten Dach- und

Wandsegmente bestehen aus

schallabsorbierendem Material.

Über dämpfende Kabinenlager

werden auch die Schwingungen

reduziert. Über eine neue Instrumententafel

lassen sich Betrieb

und Leistung der Maschine überwachen,

dank der angezeigten

Diagnosedaten können einige

der regelmäßigen manuellen

Kontrollen entfallen. Die Fahrerumgebung

punktet mit Merkmalen

wie großzügigen Ablagen

und Beinfreiheit, ergonomischer

Bedienung, einstellbarem Sitz

und Becherhalter.

Zur Vereinfachung des Service

sind die wichtigsten Servicepunkte

auf einer Seite der Walze

zusammengefasst. Das Matris-

System der Maschine erfasst und

analysiert Daten zu Bedienung

und Betrieb der Maschine. ●

> WEBER MASCHINENTECHNIK

Schweres Gerät

leicht bedient

Mit einer Zentrifugalkraft von 100 kN und einem Gewicht von fast 740 kg

zählt der neue CR 9 zu den schwersten Bodenverdichtern im Produktportfolio

von Weber Maschinentechnik (MT). Im Einsatz will er durch Laufruhe

und eine besondere Leichtigkeit in der Handhabung beeindrucken.

Der neue handgeführte Bodenverdichter CR 9 soll beim Einsatz durch

seine Laufruhe und die Leichtigkeit in der Handhabung überzeugen. Er

ist mit der Verdichtungskontrolle Compatrol erhältlich.

Der Einsatzbereich des neuen

handgeführten Bodenverdichters

CR 9 ist der klassische

Erdbau beziehungsweise der

Straßen- und Tiefbau. Er will insbesondere

mit einer besonders

leichten Maschinenführung und

guten Laufeigenschaften punk-

ten. Über die stufenlose, elektrohydraulische

Tipp-Schaltung ist

eine präzise und bequeme Umschaltung

des Vor- und Rücklaufs

möglich. Niedrige Hand-

Arm-Vibrationen unterstreichen

den positiven Eindruck im Hinblick

auf eine leichte Bedienung.

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Technik-Fakten CR 9

Gewicht:

ab 737 kg

Arbeitsbreite:

Zentrifugalkraft:

Frequenz:

Motor:

Das Unternehmen

75 cm (90 cm)

100 kN

65 Hz

Hatz 1D90Z

Die Führungsstange lässt sich an

die Körpergröße des Anwenders

anpassen.

Leistung in der Praxis bestätigt

Nach der Vorstellung auf der letzten

Bauma ist der CR 9 diesen

Sommer in die Serienfertigung

gegangen. Anwender bestätigen

laut Weber MT die angekündigte

Leistungsfähigkeit: Auch unter

schwierigen Einsatzbedingungen

halte der Bodenverdichter,

was er verspreche. Zu den Produkteigenschaften

zählt eine

Fliehkraftkupplung mit automatischer

Spannfunktion. Der CR 9

setzt auf einen Hatz-Dieselmotor

des Typs 1D90Z. Dieser verfügt

über eine zusätzliche Ausgleichswelle

und gilt deshalb als

sehr laufruhig. Darüber hinaus

bietet er ausreichend hohe Leistungsreserven.

Der Motor wird

von allen Seiten durch einen

Schutzrahmen und eine solide

Verkleidung geschützt. Trotzdem

lassen sich alle relevanten

Elemente, wie beispielsweise

Luftfilter oder Ölpeilstab, über

eine Wartungsklappe prüfen. ●

Weber Maschinentechnik in Bad

Laasphe ist ein mittelständisches Unternehmen

mit weltweiten Geschäfts -

beziehungen. Der Exportanteil beträgt

rund 60 %. Wichtige Märkte und Standorte

von eigenständigen Tochtergesellschaften

oder Vertriebsbüros sind neben

Europa die USA, Kanada sowie Süd -

amerika. Mit einer neuen Service-

Hotline ergänzt Weber MT sein After-

Sales-Angebot, um insbesondere bei

bundesweit tätigen Bauunternehmen

für schnelle Hilfe im Schadensfall zu

sorgen. Qualifizierte Mitarbeiter helfen

hier montags bis freitags in der Zeit von

7 bis 17 Uhr bei technischen Fragen oder

Problemen. Außerdem geben sie Auskunft

darüber, welcher Fachhändler in

der Nähe für schnelle Maschinen -

reparaturen zur Verfügung steht oder

Mietmaschinen vorhält. Die Rufnummer

der neuen Hotline steht auf jeder

Maschine. Vorerst gilt dieser Service nur

für Deutschland.

Bei Bauprojekten spielt neben dem Bauwerk an sich auch die Tragfähigkeit des Unterbaus eine wichtige Rolle für ein

optimales Ergebnis. Für einen tragfähigen Baugrund wiederum ist die Materialverdichtung im Unterbau ein

entscheidendes Kriterium. Eine flächendeckend gleichmäßige Verdichtung ist wichtig, um späteren plastischen

Verformungen und Setzungen des Bodens vorzubeugen. Mit bloßem Auge ist nicht erkennbar, ob und wo das

Material bereits genügend verdichtet wurde. Deshalb unterstützt das MOBA-Walzensystem MCA-2000 Walzenfahrer,

indem es einen Einblick in die Überfahrten der Walze gibt.

Wird zu wenig verdichtet,

kann die Oberfläche absinken.

Wird bei tragenden Schichten

zu viel verdichtet, kann dies

den gleichen Effekt erzielen, da

sich das Material bei zu häufiger

Überfahrt der Walze wieder lockert.

Mit dem Walzensystem

MCA-2000 unterstützt MOBA

Walzenfahrer mit einem Einblick

in die Überfahrten der Walze.

Damit kann der Fahrer die an

ihn gestellten Anforderungen effizient

und effektiv erfüllen.

Via GNSS-Sensor wird dabei

die Position der Walze ermittelt.

Das MCA-2000 zeichnet die einzelnen

Fahrspuren und die Zahl

der Überfahrten für jeden Bereich

auf. Das System gleicht die

Anzahl der Überfahrten mit der

MOBA

> MOBA

Auf die Verdichtung kommt es an

Der Compaction Assistant zeigt

dem Walzenfahrer anhand eines

Farbschemas, wo er bereits

genügend Verdichtungsfahrten

absolviert hat und wo noch

Überfahrten notwendig sind.

eingegebenen Soll-Zahl an Überfahrten

ab und bildet den aktuellen

Status in Echtzeit auf dem 7"-

Touchscreen-Display ab. Das

Farbprofil zeigt dem Fahrer

deutlich, wo bereits genügend

Überfahrten absolviert wurden

und wo noch Überfahrten erforderlich

sind.

Im Erdbau werden Walzen in den verschiedensten Projekten eingesetzt.

Entscheidend ist die optimale Verdichtung des Materials.

Das System speichert alle Daten,

sodass die Informationen

transparent und zuverlässig für

die spätere Dokumentation

und Kontrolle genutzt

werden können.

Intuitive Bedienung,

einfache Installation

Durch den einfachen Menüaufbau

ist die Bedienung

schnell zu erlernen.

Auch unerfahrene Bediener

sollen mit Unterstützung

des Systems qualitativ

hochwertige Walzergebnisse erzielen

können – unabhängig von

Das Unternehmen

der Maschine. Das Add-On-System

kann auf alle Walzentypen

installiert und zwischen verschiedenen

Walzen ausgetauscht

werden.

Auch im Asphalteinbau

Wird das System im Asphalteinbau

eingesetzt, erfassen Infrarotsensoren

zusätzlich die Temperatur

des eingebauten Materials.

Auf dem Display erhält der Fahrer

einen Überblick über die

Überfahrten und zusätzlich über

die Temperaturen. So kann er

seine Überfahrten an die Temperaturen

anpassen.


MOBA wurde 1972 von Paul Harms als Ingenieurbüro in Steinbach bei Limburg

gegründet. Heute gehört MOBA Mobile Automation zu den führenden Herstellern in

der Sensortechnologie, der Mess-, Steuer- und Regeltechnik und im Bereich der Identifikationssysteme

für mobile Anwendungen. MOBA-Produkte kommen beispielsweise

auf Baumaschinen, Kranen und Hubarbeitsbühnen sowie Kommunalfahrzeugen und

Landmaschinen zum Einsatz. Als Systemspezialist und OEM-Hersteller ist das Unternehmen

mit acht Tochtergesellschaften in Amerika, Europa und Asien sowie mit einem

internationalen Händlernetz global vertreten. MOBA beschäftigt weltweit rund 500

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

STAVRIDA – FOTOLIA

66 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


MTH 225 beim Stabilisieren auf

der Baustelle der TGV-Trasse

Tours – Bordeaux.

Tours nach Bordeaux erfolgreich

ausgeführt.

FAE

> FAE

Erfolgreich im Einsatz für die Bahn

Frankreich verfügt inzwischen über ein umfangreiches Hochgeschwindigkeitsbahnnetz, derzeit entsteht

beispielsweise die 340 km lange TGV-Trasse von Tours nach Bordeaux als Verlängerung der bisher bei Le Mans

endenden und mehr als 200 km langen Neubaustrecke aus Paris. Mit im Einsatz für die Bahn ist das französische

Unternehmen Ecostab, das hier auf ein Multifunktionsgerät des italienischen Anbieters FAE setzt. Mit dem

MTH 225 ist es möglich, Felsplatten zu fräsen, Steine zu zerkleinern, Asphalt zu fräsen und Böden mit einer

Arbeitstiefe bis zu 50 cm zu stabilisieren.

Seit dem letzten Jahr verfügt

FAE über eine französische

Niederlassung in Lyon, das

machte auch den Kontakt zu Ecostab

möglich, ein im Jahre 2003

gegründetes Unternehmen aus

Troncens im Süd-Osten von

Frankreich. Ecostab engagiert

sich beispielsweise bei der Stabilisierung

von Böden, dem Vor-

Ort-Recycling von Material und

der Sanierung von Industriestandorten.

Zu den Kunden zäh-

len sowohl große Erdbauunternehmen,

die wichtige Infrastrukturprojekte

wie Autobahnen

und Eisenbahnlinien ausführen,

als auch Unternehmen, die auf

regionaler Ebene für öffentliche

Körperschaften Straßen, Plätze

oder auch Wege errichten.

Bei Ecostab war man schon

länger auf der Suche nach einer

Lösung, die das Zerkleinern von

Steinen bzw. Fels und eine Bodenstabilisierung

in einem einzigen

Schritt ermöglichen würde.

Eine Zusammenarbeit auf Korsika

mit der Firma Polonio J.M., einem

langjährigen FAE-Kunden,

überzeugte den Geschäftsführer

von Ecostab von der FAE-Technologie.

Inzwischen hat Ecostab

mit dem FAE-Multifunktionsgerät

MTH (Multi Task Heavy) Bodenstabilisierungsarbeiten

im

Auftrag der Baugruppe Vinci auf

der Baustelle der neuen Hochgeschwindigkeitsbahntrasse

von

MTH 225

Das FAE-Modell MTH 225 ermöglicht

Felsplatten zu fräsen,

Steine zu zerkleinern, Asphalt zu

fräsen und Böden zu stabilisieren

– mit einer Arbeitstiefe bis

zu 50 cm. Entwickelt wurde die

Technik für Traktoren mit bis zu

400 PS. Ein spezielles Zahnradgetriebe

erlaubt es, mit dem Rotor

ständig in einem optimalen

Drehzahlbereich zu arbeiten. So

lässt sich in einer einzigen Überfahrt

die Fahrbahn bzw. die Tragschicht

bearbeiten, auch wenn

Steine und Felsbrocken vorhanden

sind. Das Modell MTH 225

zeichnet sich durch einen nach

unten schwenkbaren Rotor aus,

der problemlos durch den Fahrzeugführer

von der Kabine aus

gesteuert wird. Rotor und Seitengetriebe

schwenken gleichzeitig

nach unten, dadurch ergibt sich

ein Mischraum zwischen Rotor

und Maschinengehäuse, dessen

Größe in Abhängigkeit von der

Frästiefe variabel gestaltet ist.

Der verstellbare Rotor ermöglicht

unterschiedliche Arbeitstiefen

zu erreichen, eine konstante

Korngröße zu erhalten und steht

für eine nach Anbieterangaben

erstklassige Mischqualität bei

der Bodenstabilisierung. An der

Unsere Kleinfräsen:

Profis für Ihr Profil

Profile herstellen

Schlitze fräsen

Nuten fräsen

Beschichtungen abtragen

Demarkieren

Mit unseren speziellen Sonderfräswalzen

erzeugen wir nahezu

beliebige Profile in Asphalt und

Beton. Das Spektrum reicht von

Schlitzen und Nuten über Rechteckund

V-Profile bis zu flachen Mulden.

Auch die Wiederherstellung der

Griffigkeit oder der Abtrag von Belägen

in Hallen oder Freiflächen ist

möglich. Fragen Sie unsere Spezialisten

– wir lösen auch ungewöhnliche

Aufgabenstellungen.

Kutter GmbH & Co. KG

Fahrbahnsanierung

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87700 Memmingen

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11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 67


\\\\\\\\\\\\\\

Produkt-Fakten

Mischraum mit veränderlicher Geometrie

Neubaustrecke musste vom

MTH 225 als Hauptaufgabe anstehender

Fels gefräst und Material

zerkleinert werden. Das vor

Ort vorhandene Material war

verdichtet und hatte Abmessungen

von bis zu 80 cm. Das Multifunktionsgerät

war angebaut an

einem Fendt-Traktor des Typs

939, die Arbeiten konnten konstant

mit einer Geschwindigkeit

von 300 bis 500 m/h durchgeführt

werden. Der Einsatz des

MTH als Felsfräse ermöglicht es,

auf der bearbeiteten Fläche

eine Korngröße

von bis zu 50 mm

zu erzielen, wodurch

nachfolgend

eine optimale

Verdichtung

und Tragfähigkeit der

Schichten gegeben war.

Ergebnis

Das Projekt wurde innerhalb des

geplanten Terminrahmens fertiggestellt

und alle beim Projektstart

gesetzten Ziele konnten mit

besten Resultaten erreicht werden.

Ecostab hat die Qualität und

Professionalität der mit der

Multifunktions-Maschine aus -

geführten Arbeit bestätigt. Die

Baugruppe Vinci, als Auftrag

gebende Gesellschaft, zeigte sich

sehr zufrieden mit

den Ergebnissen und

dem erreichten Kostenvorteil,

der sich

durch das Recyceln

des vorhandenen

Materials

und durch die

Verwendung einer einzigen

Maschine ergab.


Vorderansicht und

Rückansicht des

Multifunktionsgeräts MTH:

einsetzbar als Steinfräse, Steinbrecher,

Asphaltfräse und Boden stabilisierer.

Der FAE-Ansatz eines Mischraums mit veränderlicher Geometrie verspricht

beste Fräsergebnisse und breite Einsatzmöglichkeiten der

Maschine auch bei einer Arbeitstiefe von 34 cm, da nur der Rotor und

nicht der Rahmen im Erdreich arbeitet. Auf diese Weise wird die nötige

Zugkraft wesentlich vermindert und es kann folglich mit höheren

Geschwindigkeiten gearbeitet werden. Somit lassen sich Kosten und Bauzeit

reduzieren, Projekte können wirtschaftlicher abgewickelt werden.

Dank des schwenkbaren Rotors erhöht sich das Volumen des Mischraums

in Abhängigkeit von der Frästiefe. Die bedarfsgerechte Einstellung der

Frästiefe ermöglicht es nicht nur, den Treibstoffbedarf der Zugmaschine

zu senken und die Arbeitsgeschwindigkeit zu optimieren, sondern habe

sich, so betont FAE, vor allem bei der Bodenstabilisierung bewährt.

> BG BAU

Mehr Sicherheit für Beschäftigte

im Straßenverkehr ist planbar

Im Bereich von Straßenbaustellen kommt es immer wieder zu

Unfällen. Allein im Jahre 2012 waren laut Statistischem

Bundesamt über 4 600 Menschen betroffen, knapp 700 wurden hier

schwer verletzt, 23 Personen fanden den Tod. Oft gehören Mitarbeiter

von Baufirmen oder Straßenmeistereien zu den Opfern.

Unfallursachen sind beispielsweise überhöhte Geschwindigkeit

vorbeifahrender Autos, zu schmale Fahrbahnen und zu geringe

Abstände zwischen Verkehr und Arbeitsbereich. Eine fachgerechte

Verkehrsführung ist unverzichtbar und besonders bei Straßen- und

Tiefbauern wichtiger Teil des Arbeitsschutzes. Aber auch die

Verkehrsteilnehmer sollten Rücksicht nehmen, so die Berufsgenossenschaft

der Bauwirtschaft (BG BAU).

Ein großes Risiko tragen Beschäftigte,

die direkt neben

dem Verkehr arbeiten. Immer

wieder kommt es vor, dass

Fahrzeuge in die Baustelle geraten

oder diese seitlich streifen.

Die Beschäftigten haben

Anspruch auf einen sicheren

Arbeitsplatz, auch auf Baustellen

neben Straßen und Autobahnen.

Ein ausreichender Sicherheitsabstand

zwischen

Verkehr und Arbeitsstelle ist

einzuhalten. Das werde auf

Straßenbaustellen oft nicht

ausreichend berücksichtigt, so

die BG BAU.

Verkehrsführung im Baustellen -

bereich detailliert planen

Der Sicherheitsabstand zwischen

Beschäftigten und dem

vorbeirauschenden Verkehr ist

so zu bemessen, dass die Menschen

nicht bei jedem Fehltritt

bei der Arbeit oder bei jedem

Fahrfehler in Lebensgefahr geraten.

Dort, wo direkt neben

dem Verkehr gearbeitet wird,

sollte die Geschwindigkeit vermindert

werden.

Damit Verkehrsteilnehmer

sicher ans Ziel und Baustellenarbeiter

abends gesund nach

Hause kommen, ist die Verkehrsführung

im Baustellen -

bereich detailliert zu planen

und auszuführen. Straßenbaubehörden,

Straßenverkehrsbehörden

und Bau unternehmen

müssen schon vor Beginn der

Bauarbeiten einen Verkehrs-

BG BAU

zeichenplan erarbeiten. Dieser

enthält alle Maße, Schilder, Verkehrseinrichtungen

und klare

Angaben, wie die Absicherungen

aufgestellt werden sollen.

Dabei sind Baustellenabsicherungen

den Bauphasen anzupassen

und müssen je nach

Erfordernis mehrmals umgestellt

werden. Zu enge Straßen

können in der Bauzeit provisorisch

verbreitert werden. Umleitungsstrecken

sollten für zusätzliche

Verkehrsströme ausgelegt

werden. Arbeiten, die

den Verkehr stark behindern

würden, lassen sich in verkehrsschwache

Zeiten legen.

Und Lastkraftwagen mit großer

Breite können vor der Baustelle

herausgefiltert und auf

eine Lkw-Umleitungsstrecke

geschickt werden. Im Interesse

der Gesundheit von Beschäftigten

und Verkehrsteilnehmern

lohnt sich der Auf wand für solche

Maßnahmen aus Sicht der

BG BAU, weil damit ein erheblicher

volkswirtschaftlicher

Schaden auf Grund von Staus

und Unfällen sowie viel

menschliches Leid vermieden

werden können.


68 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


HEN-Fräse RBM S 2300 beim

Recycling von Asphalt auf

Sieblinie 0–45 mm. Auf dieser

Baustelle konnten viele

Maschineneinsatzstunden

von Baggern, Raupen und

Lkw eingespart werden.

HEN

Fertig asphaltierter

Weg mit verfestigtem

Unterbau – für die heutigen

Lasten geeignet.

> HEN

Effiziente und kostensparende Asphaltsanierung

Die Zufahrt zu den Riedernhöfen in Steinheim bei Stuttgart war schon seit Jahren ein Problemfall. Die vor rund

25 Jahren erschlossene Straße mit Asphaltbelag konnte den heutigen schweren Verkehrsbelastungen nicht mehr

Stand halten. Mehrfache teure Ausbesserungen, beispielsweise das Überziehen der alten Asphaltdecke mit einer

neuen waren nicht von Erfolg gekrönt. In jedem Frühjahr kamen Schlaglöcher und Fahrspuren von Neuem zum

Vorschein. Es fehlte an der Tragfähigkeit des Straßenunterbaus. Jetzt wurde endgültig Abhilfe geschaffen – mit

dabei eine HEN-Anbaufräse.

Das Lohnunternehmen Trautwein

betreute die Straßensanierung

von Grund auf. Mit einer

HEN-Anbaufräse RBM-S 230

wurde der defekte Asphaltbelag

recycelt, zusammen mit dem

nicht kornabgestuften Unterbau

durchgefräst und auf eine Kornabstufung

von 0/45 als homogene

Masse zur Verfestigung mit einem

auf Zementbasis ausgestreutem

Bindemittel optimal

vorbereitet.

Mittels eines Bindemittelstreuers

wurde das Bindemittel

exakt nach den Vorgaben eines

beauftragten Labors verteilt und

mit der RBM-S230 eingemischt.

Homogene Verfestigungsschicht

Die spezielle Anordnung der

Fräszinken und der lediglich

rund 230 U/min drehende Rotor

der HEN-Fräse brachte ein optimales

Ergebnis sowohl in der

Kornabstufung als auch beim

Einmischen des Bindemittels, sodass

eine homogene Verfestigungsschicht

entstanden ist. Um

die für die Verdichtung wichtige

optimale Bodenfeuchte einzustellen,

wurde mit einem neuar-

tigen Bodeninjektor die erforderliche

Wassermenge direkt in

die vorbereitete Verfestigungsmasse

eingebracht.

Der Vorteil dieses Systems

liegt in der hohen Flexibilität, in

der exakt einzustellenden Ausbringmenge

und einer hohen

Fahrgeschwindigkeit, um hohe

Leistungen zu erreichen. Ein

weiterer Vorteil ist, dass das

Wasser an Steigungen oder

Hang strecken nicht abläuft, sondern

direkt im Boden verbleibt

und seine Wirkung im Boden sofort

einsetzt.

Kurze Bauzeit

Besonders wichtig ist dieses Verfahren,

wenn zum Beispiel flüssige

Bindemittel additive beigemischt

und im Boden verteilt

werden müssen, um die Wirkung

des Zementgemisches zu

verbessern.

Nach diesen Arbeitsgängen

wird der zur Verfestigung bearbeitete

Straßenunterbau verdichtet

und mittels Grader profiliert.

Einige Tage nach der erfolgreichen

Verfestigung des Straßenunterbaus

mit dem HEN-

System wurde eine 4 cm starke

Asphalt-Verschleißdecke auf -

gezogen.

So entstand in kurzer Bauzeit

von nur wenigen Tagen eine

neue, tragfähige und gut zu befahrende

Zufahrt zu den Riedernhöfen,

die auch noch besonders

kostengünstig war. ●

Auffahrrampen aus Aluminium – Qualität „made in Germany“

Lastplatten-Druckversuch auf neu verfestigtem Unterbau.

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11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 69


\\\\\\\\\\\\\\

> KUTTER

Randbalken, Betonstreifen und andere »Härtefälle«

Immer häufiger fordert der Markt bei größeren Maßnahmen den gezielten

Ausbau von schmalen Streifen aus Beton, Fels oder anderen harten

Baustoffen in langen Abschnitten. Für diese Anwendung hat die Firma

Kutter aus Memmingen eine Profilfräse speziell für Fels und Beton auf Basis

einer Großfräse entwickelt. Damit erledigen die Spezialisten für Fräsdienstleistungen

diese Aufgabe präzise, schnell und effizient.

Ein typisches Anforderungsprofil

ergab sich bei einer

Baumaßnahme auf der A 3 nördlich

von Limburg. Hier setzte das

Unternehmen Strassing-Limes

im Spätsommer die Entwässerungsleitungen

auf knapp 8 km

Länge beidseitig unter dem Mittelstreifen

der Autobahn instand.

Dazu wurde die Schutzeinrichtung

entfernt und der Boden im

Mittelstreifen sowie der angrenzende

Fahrbahnbelag mussten

weichen. Besonders anspruchsvoll

war dabei der Ausbau des

Fräsgranulat vor Ort recycelt

Einen Zusatznutzen der speziellen

Profilfräse beschreibt Roland

Schmid aus der Zentrale in Memmingen:

»Das granulierte Materi-

ASPHALT-

REPARATUREN

MIT DEN MASCHINEN VON ATC

1-20 t Kapazität, automatische

Heizung und Förderschnecken.

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75 cm breiten Randbalkens. Er

bestand größtenteils aus extrem

hartem Beton, eingebaut in den

späten 1930er Jahren, als die

Trasse entstand.

HD-Profilfräse baut bis zu 45 cm

Beton in einem Übergang aus

In den meisten Teilbereichen

war der Randbalken überbaut

mit einer Asphaltdecke, sodass

insgesamt 40 – 45 cm ausgebaut

werden mussten. Übliche Kleinfräsen

mit Fräsbreiten bis zu 1 m

können meist nur bis zu 30 cm

tief fräsen. Um den Belag trotzdem

mit der Präzision und dem

Tempo einer Großfräse in einem

Übergang auszubauen, entwickelte

Kutter die HD-Profilfräse

als effiziente Speziallösung. Dabei

verweist die Abkürzung HD

auf die Heavy Duty- bzw. Schwerlast-Anwendungen

– das Einsatzgebiet

dieser Kaltfräse.

Lutz Meyer, Leiter von Kutter

Leipzig, betreute das Projekt

und erklärt: »Wir haben eine leistungsfähige

Großfräse vom Typ

W 2200 modifiziert. Nun fräst

sie harte Beläge wie Beton oder

Fels in Streifen von maximal 1 m

bis zu 45 cm tief. Wir haben bewusst

einen der größten Maschinentypen

gewählt, den es am

Markt gibt. Durch eine optimale

Gewichtsverteilung der knapp

40 t schweren Maschine erzeugen

wir im Fräsbereich genügend

Anpressdruck, um selbst

extrem harte Materialien zuverlässig

auszubauen. Darüber hinaus

statten wir die Fräswalze

mit besonders robusten Meißeln

aus, die auch härteste Mineralstoffe

granulieren können.« Bei

Bedarf, zum Beispiel, wenn kontaminierter

Fahrbahnbelag an-

JUTTA DIETZ

JUTTA DIETZ

Kutter baute diese Großfräse zu einer Spezialmaschine um: Vor der

Maschine ist der Randbalken noch vollständig zu sehen, dahinter

erkennt man den granulierten Belag.

steht, fräst diese Maschine aber

auch in zwei Lagen und reduziert

so das Volumen des speziell

zu entsorgenden Granulats.

Fünf Arbeitsschritte ersetzt

Mit einer solchen HD-Profilfräse

granulierte das zweiköpfige Fräsenteam

von Kutter in nur einem

Arbeitsübergang auf der A 3 bei

Limburg den Randbalken aus Beton

mitsamt dem darüber liegenden

Asphaltüberzug auf ins -

gesamt 15 km. Damit ersetzt

Kutter gleich fünf Arbeitsschritte:

Trennschnitt, Zertrümmern,

Ausbaggern, Abtransportieren

und Recyceln – und das bei Tagesleistungen

von über 600 m.

»Insgesamt waren wir damit

sehr viel schneller als jede alternative

Bauweise«, so Bauleiter

Stefan Krause von Strassing-

Limes. Außerdem entfiel die Koordination

unterschiedlicher

Maschinen und Firmen – eine erhebliche

Entlastung für die Bauleitung

und ein Gewinn an Sicherheit

auf der Autobahnbaustelle.

Kutter realisiert mit der HD-Profilfräse bis zu 45 cm Frästiefe in einem

Arbeitsgang. Das Bild zeigt den Randbalken der A 3 bei Limburg, der in

diesem Bereich 40 cm tief war. Links ist die präzise Fräskante zu sehen.

70 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


al kann ohne weitere Bearbeitung

als Recyclingmaterial verwendet

werden.« Auch bei Strassing-Limes

sah man diesen Vorteil,

beließ das Fräsgut an Ort

und Stelle und verwendete es

später zum Verfüllen der Gräben.

So reduzierte sich die Zahl der

Das granulierte Material

kann ohne weitere Bearbeitung

als Recyclingmaterial

verwendet werden.«

Roland Schmid, Kutter-Zentrale in Memmingen

Transporte für das Verfüllmaterial

und man sparte Ressourcen,

Zeit und Kosten.

Mit derselben Maschine löst

Kutter auch ganz andere Aufgaben,

zum Beispiel auf der A 14

bei Grimma. Dort erzeugte die

HD-Profilfräse 50 cm breite Entspannungsschnitte

in der Betondecke.

Der Hintergrund: Die Betondecke

sollte hier auf einer

Strecke von 3 km ausgebaut werden.

Allerdings war der Beton extrem

fest mit dem Unterbau verbunden.

So fest, dass sich der Beton

selbst nach drei Übergängen

eines Betonzertrümmerers mit

7 t Schlaggewicht bei voller Arbeitshöhe

nicht ausbauen ließ.

Erst die schmalen Schnitte mit

der HD-Profilfräse von Kutter ermöglichten

den 70-t-Baggern,

die Decke in Streifen von der

HGT zu lösen.

Auch Anwendungen im Fels möglich

Außer den beiden beschriebenen

Anwendungen kann die Profilfräse

von Kutter auch in anderen

Fällen helfen. »Die Herstellung

von Schlitzen im Fels, beispielsweise

für die Entwässerung

oder für Leitungen, ist

ebenfalls möglich«, erklärt Roland

Schmid. Mithilfe spezieller

Nivelliersysteme, zum Beispiel

durch Laser, kann Kutter diese

Schnitte sogar direkt mit einem

Gefälle für den Wasserabfluss

erzeugen. »Dabei sind wir nicht

auf eine bestimmte Fräsbreite

festgelegt, denn wir haben die

Maschine flexibel konstruiert.

Bisher haben wir 30, 50 und

75 cm breite Schlitze hergestellt,

aber auch andere Breiten sind

denkbar.«


Compactcut 600 mit Knickgelenk.

> LISSMAC

Fugenschneider

mit Knickgelenk-Lenkung

Lissmac hat mit dem Compactcut 600 einen Fugenschneider mit Lenkung

präsentiert. Dank Knickgelenk ermöglicht die Neuheit schnelles, wendiges

und damit effizientes Arbeiten. Die Innovation ist darüber hinaus auch

kräfteschonend.

Mit der Fugenschneider-Baureihe

Compactcut 600 gibt

Lissmac Anwendern ein besonders

flexibles Programm an die

Hand. Dank spezieller Knickgelenk-Lenkung

lässt sich das gerät

wie ein Muldenkipper steuern.

Das erleichtert das Schneiden

wie auch das Umsetzen. Die

kraftvollen Maschinen müssen

hierfür nicht mühsam auf eine

Achse gekippt und dann gedreht

werden.

Beim Schneidevorgang wird

der Compactcut 600 nicht mehr

durch Drängen oder Drücken auf

Linie gehalten, sondern durch

die arretierbare Einstellung des

Knickgelenks. Zusammen mit

dem niedrigen Schwerpunkt des

Fugenschneiders verspricht diese

Technik einen hervorragenden

Geradeauslauf – auf ergonomische,

gelenkschonende Weise.

Bei elektronischem Vorschub

braucht der Anwender die Maschine

nur noch laufen zu lassen.

Als weiteres Plus verfügt der

Compactcut 600 über getrennte

Antriebe für Vorschub und Sägeblatt.

Damit kann beim Umsetzen

der Maschine das Sägeblatt

abgeschaltet werden, wie es die

gültigen Normen verlangen. Das

erhöht die Sicherheit. Vorschub

und Sägeblattabsenkung erfolgen

durch eine wartungsfreie

Gel-Batterie, die über die Lichtmaschine

geladen wird.

Den Compactcut 600 gibt es

in drei verschiedenen Motorvarianten,

die alle auf der gleichen

Plattform basieren. Wählbar

sind Benzin-, Diesel- und Elektromotoren.

Das Modell 600 PV

verfügt darüber hinaus über die

Möglichkeit zum Trockenschnitt.

Dazu gehört die Vacuum-Dry-

100-Trockenabsaugung, die Partikel

bereits während der Sägearbeit

schnell aus der Fuge entfernt.

Die Maschine arbeitet dadurch

effektiver, das Sägeblatt

wird durch den Vorgang gleichzeitig

gekühlt.


Das Unternehmen

Lissmac entwickelt seit mehr als 30

Jahren hochwertige Profiprodukte für

die Baubranche. Das Unternehmen hat

sich in drei Jahrzehnten vom reinen

Baumaschinenhersteller zum inter -

nationalen Systempartner für hoch -

technische Maschinen und Anlagen

entwickelt. Lissmac Maschinenbau

umfasst heute die Geschäftsbereiche

Construction Technology, Metal

Processing, Plant Engineering und

MT-Handling. Neben dem Hauptfirmensitz

Bad Wurzach ist Lissmac weltweit

mit Niederlassungen in Beckum, den

USA und China vertreten.

Sauber auf der ganzen Linie.

Alle sauberen Wege führen zu uns.

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LISSMAC


\\\\\\\\\\\\\\

> WIRTGEN

Rundschaftmeißel für höhere Maschinenverfügbarkeit

Die Schneidtechnologie ist eine Kernkompetenzen bei der Entwicklung und Produktion von Kaltfräsen; das Zusammenspiel

zwischen Fräswalze, Meißelhalter und Rundschaftmeißel ist entscheidend für ein perfektes Fräs ergebnis.

Wirtgen legt besonderes Augenmerk auf die kontinuierliche Weiterentwicklung aller Komponenten der Schneidtechnologie.

Mit den Rundschaftmeißeln der Generation X ist jetzt eine Neuentwicklung gelungen, die die Leistung und

Wirtschaftlichkeit der Kaltfräsen weiter steigern soll. Für den Baustellenalltag soll das eine zusätzliche Kosten -

optimierungen im Fräsbetrieb sowie ideale Fräsergebnisse mit sich bringen.

Die Rundschaftmeißel der

Generation X sind ab sofort

erhältlich.

Bei der Wirtgen-Entwicklung

liegen die Verbesserungen

im Detail: »Insbesondere die Erfahrungen

aus der Praxis und

das Feedback unserer Kunden

sind in die Entwicklung der neuen

Schneidwerkzeuge eingeflossen«,

erklärt Benjamin Grüber,

Produktmanager Schneidwerk-

Verschleißbeständigkeit durch

eine optimierte Hartmetallzusammensetzung

verbessert.

»Die richtige Mischung aus grobem

und feinem Wolframkarbid

gewährleistet die gleichzeitige

Verschleiß- und Bruchfestigkeit

der Hartmetallspitze«, betont

Thomas Lehnert, Entwicklung

Schneidwerkzeuge Wirtgen. Die

Verlagerung des Hartmetalls in

der Meißelspitze, erkennbar

durch die Einkerbungen im Fußbereich,

verstärkt den zylindrischen

Anteil der Hartmetallspitze.

Die Hartmetallform sorgt damit

für eine höhere Hartmetallausnutzung

und verspricht eine

maximale Standzeit des Rundschaftmeißels.

Durch das lang

anhaltende, hohe Eindringvermögen

wird die Produktivität

nach Anbieterangaben um rund

17 % gesteigert.

Twin-Stop-Spannhülse

Die von Wirtgen entwickelte

Spannhülse mit zwei parallel in

Längsrichtung angeordneten

Anschlägen (Twin-Stop-Spannhülse)

steht für ein limitiertes

140

Prozent

Zwischen Meißelhalter und Verschleißscheibe

eindringende Fräspartikel

verursachen einen Schmirgeleffekt.

Durch den um 140 % stärker aus -

geprägten Zentrierkonus auf der

Verschleißscheibenunterseite wird die

Kippbewegung des Meißels im

Schneidprozess reduziert.

Axialspiel, das das Risiko des Verformens

von Hülsen und die Anzahl

von Meißelbrüchen drastisch

reduzieren hilft. Durch die

optimierte Anschlagspositionierung

der Generation X habe Wirtgen

zudem das Risiko der Schaftbrüche

um weitere 45 % senken

können.

Die Firma Kutter testete die

neue Generation X bereits in der

Praxis und setzte die Rundschaftmeißel

in verschiedenen Wirtgen

Kaltfräsen ein. Nach den

Tests zog Ernst Lang, Verschleißteilspezialist

bei Kutter in Memmingen,

ein positives Fazit: »Das

Schneidverhalten der Meißel

wurde optimiert, die Ergebnisse

waren sehr vielversprechend.

Dadurch konnten in schwierigen

Belagsbedingungen die Fräsleistung

erhöht und die Meißelwechselintervalle

optimiert werden.«

Kunden profitieren von

hoher Maschinenverfügbarkeit

»Mit den neuen Rundschaftmeißeln

können Unternehmen die

Maschinenverfügbarkeit noch

einmal steigern und die Projekte

insgesamt noch wirtschaftlicher

durchführen«, fasst Wirtgen-

Produktmanager Benjamin Grüber

zusammen.


Mit den neuen Rundschaftmeißeln

können Unternehmen die

Maschinenverfügbarkeit noch

einmal steigern und die Projekte

insgesamt noch wirtschaftlicher

durchführen.«

Benjamin Grüber,

Produktmanager Schneidwerkzeuge Wirtgen

zeuge Wirtgen. In Zusammenarbeit

mit Systempartner Betek

wurden viele Details in Bezug

auf Maschinenverfügbarkeit und

Betriebskostensenkung optimiert.

So wurde zunächst die

Ausgeprägter Zentrierkonus

für optimiertes Drehverhalten

Zwischen Meißelhalter und Verschleißscheibe

eindringende

Fräspartikel verursachen einen

Schmirgeleffekt. Durch den um

140 % stärker ausgeprägten

Zentrierkonus auf der Verschleißscheibenunterseite

werde,

so Wirtgen, die Kippbewegung

des Meißels im Schneidprozess

reduziert und in der Folge

können weniger Fräspartikel

eindringen. Dies resultiere zudem

in einer Steigerung der Meißelhalterstandzeit

bezogen auf

den Längenverschleiß. Der äußere

Rand der Verschleißscheibe

wurde um 75 % verstärkt, was

einen verbesserten Meißelhalterschutz

bei tendenziell abrasivem

Fräsgut verspricht.

WIRTGEN

Die Hartmetallspitzengeometrie der Generation X vereint die Vorteile

zylindrischer und kappenförmiger Hartmetallspitzen.

72 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


> BREINING

Maßstäbe bei Steigfähigkeit und Mobilität setzen

BREINING

Breining Maschinen- und Fahrzeugbau aus Remshalden bei Stuttgart ist ein

traditioneller Entwickler und Hersteller von Rührwerkskochern. Diese

Produkte haben sich dank ihrer Qualität und verschiedener technischer

Möglichkeiten auch international einen guten Ruf erarbeitet. Zuletzt hat

sich Breining besonders der Forderung nach einer weiteren Verbesserung

der Steigfähigkeit und des Fahrverhaltens der Anlagen gewidmet.

Breining Mono 500 AFU-2 auf einer 20-%-Steigung.

Die Breining-Maschinen kommen

auf der Straße, bei der

Reparatur, der Instandsetzung

sowie dem Neubau von Asphaltund

Betonstraßen zum Einsatz.

Typische technische Lösungen

Mit dieser Breining-Maschine

wurde uns endlich ein Vergusskocher

zur Verfügung gestellt, der ein

wesentlich effektiveres Arbeiten

möglich macht.«

Egbert Werner, Inhaber EWF

wie indirektes Heizsystem über

Thermalöl-Heizung oder horizontale

Rührwerke für Thermalöl-Kessel

und die Vergussmassen

wurden von Breining nicht

verändert. Über die Jahre haben

sich jedoch neue Forderungen

ergeben, dazu zählen die Vielfalt

der Anwendungen, zum Beispiel

das Versiegeln der Mittelnähte

und Flanken der Asphaltstraßen,

Forderungen im Hinblick auf Ergonomie

bzw. Emissionen. Als

besondere Forderung standen

wie bei vielen Baumaschinen die

Verbesserung der Leistungsfähigkeit

und Kostenreduzierung

im Blickfeld.

Bisher mangelnde Steigfähigkeit

Traditionelle Lösungen bei

selbstfahrenden Vergusskochern

sind die bekannten Vorderrad-Antriebe.

Als Einschränkung

bei dieser Lösung gilt die

fehlende Traktion mangels Auflast

und die damit reduzierte

Steigfähigkeit dieser Anlagen.

Dieses Problem beginnt nicht

erst in Hanglagen, sondern zeigt

sich bereits bei kleinen Auffahrten

und Steigungen in allen Bereichen

des täglichen Baugeschehens.

Dieses Thema wurde von

Breining in der Vergangenheit intensiv

mit Baubetrieben diskutiert.

Die Firma EWF aus Unterwellenborn

(Thüringen) war

100 Tonnen auf Gummifüßen

Das Street-Rubbers-OVERALL-System

Tel: 0171-991 56 32 burkhardt@street-rubbers.de

www.street-rubbers.de

hier durch das tägliche Arbeiten

in anspruchsvollen Lagen ein offener

und konstruktiver Partner

für Breining. Bereits seit einigen

Jahren Kunde mit mehreren Maschinen,

forderte Inhaber Egbert

Werner eine wesentliche Verbesserung

der Steigfähigkeit und

des Fahrverhaltens der Maschinen.

Seit 2012 führten Breining

und die Firma EWF Untersuchungen

und Tests zur Entwicklung

eines neuen Hinterradantriebs

über hydraulisch betätigte

Reib rollen durch. Technisch wurde

dies regional unterstützt

durch die Firma LBG aus Pößneck,

seit Jahren als Händler und

Spezialist für Breining-Maschinen

und Produkte aus dem

Asphaltbereich tätig. »Vertrieb,

Service sowie technische Modifikationen

sind hier der Schwerpunkt

unserer Arbeit«, informiert

LBG-Geschäftsführer Lutz

Dewaldt.

Inzwischen ist die Neuentwicklung

von Breining als Modell

Mono 500 AFU-2 erhältlich:

»Mit dieser Breining-Maschine

wurde uns endlich ein Vergusskocher

zur Verfügung gestellt,

der ein wesentlich effektiveres

Arbeiten möglich macht«, freut

sich Egbert Werner. Die gesamte

Leistung der Maschine sowie

das Fahren ohne Zugfahrzeug

auch in kritischen Baustellen mache

die Baustelle logistisch einfacher

und kostengünstiger. »Antrieb

und Lenkung erfüllen unsere

Forderungen in besonderem

Maß«, so Werner. Das Modell Mono

500 AFU-2 arbeitet mit einem

wassergekühlten Kubota-Dieselmotor

mit hoher Leistung, der

zur Verbesserung der Übersicht-

15

Prozent

Ein neuer Fahrwerksantrieb an den

Hinterrädern mit beidseitigem Reibradantrieb

ermöglicht dem Modell Mono

500 AFU-2 eine Steigfähigkeit von

mehr als 15 %.

lichkeit in das Chassis integriert

werden konnte. Ein neues Fahrwerk

verbessert die Handhabung

im Betrieb. Ein neuer Fahrwerksantrieb

an den Hinterrädern

mit beidseitigem Reibradantrieb

ermöglicht eine Steigfähigkeit

von mehr als 15 %. Zu

den weiteren Merkmalen zählen

ein leistungsfähiger Hydraulik-

Kreislauf mit hohem Wirkungsgrad

und eine effektivere Beheizung.

Das Modell Mono 500 AFU-

2 erlaubt weicheres Fahren an

Steigungen und in Kurven dank

einer hydraulischen Verstellpumpe.

Zudem sollen die Betriebs-

und Wartungskosten der

Anlage reduziert werden. ●

11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 73


\\\\\\\\\\\\\\

> GEYER

Praxisgerechter und rationeller

Einsatz bei Straßensanierungen

Das unterfränkische Unternehmen Geyer Fahrzeugbau ist im Bereich der

Straßensanierung mit seinem Geyer-Thermofass und dessen praxis -

gerechten und rationellen Einsatzmöglichkeiten bekannt. Das Thermofass

von Geyer kommt ohne zusätzliche Heizung aus, dies hilft Unternehmern

Kosten dank günstigerer Anschaffung und Wartung sowie entsprechender

Sicherheitsprüfungen einzusparen.

Die spezielle Form des Geyer-

Thermofass’ hilft den Zusammenlauf

des Materials und

eine komplette Entleerung zu gewährleisten.

Da auch hier das

Thermofass ohne zusätzliche

Hilfsmittel (Förderschnecke)

auskommt, sinken nach Anbieterangaben

der Anschaffungspreis

und die Unterhaltskosten

des Fasses weiter.

Zu den weiteren Produktmerkmalen

zählen eine Rund -

umisolierung und eine damit

verbundene garantierte Einbauzeit

des Mischgutes von 12 Stun-

Das in Deutschland produzierte Geyer-Thermofass ist im Bereich der

Straßensanierung für rationelle Einsatzmöglichkeiten bekannt.

den. Charakteristisch sind ebenso

der Öffnungswinkel der Einfüllöffnung

und eine daraus entstehende

Trichterfunktion, Gasdruckdämpfer,

die auf Wunsch

durch eine hydraulische Deckelöffnung

ersetzt werden können,

sowie eine Lackierung des Fasses

in Wunschfarbe.

Geyer fertigt sein Thermofass

in den Größen ab 1,2 t bis

25 t sowie als Zweikammeraus-

führung mit Duo-Auslaufkanal

oder als Querfass. Mit einem

Kran, Bagger oder Stapler ist das

Thermofass leicht verladbar, es

verfügt hierfür über entsprechende

Hänge- und Anbauvorrichtungen.

Auch Sonderbauten

wie auf Abrollrahmen montiert

und weitere technische Sonderwünsche

(beispielsweise eine

schwenkbare Auslaufrutsche)

werden von Geyer realisiert. ●

GEYER

> BROCK

Wechselsystem

für Sommer- und Winterdiensteinsatz

Brock Kehrtechnik entwickelt und fertigt Groß- und Kompaktkehr maschinen in Größen von 3 m³ bis 12 m³ für

sämtliche Reinigungsarbeiten. Jedes Fahrzeug ist mit gängigen Streuersystemen leicht für winterliche Aufgaben

adaptierbar, damit aus einer effektiven Kehrmaschine ein universeller Helfer für den Winterdienst wird. Eine

wirtschaftliche Lösung, weil Kehrfahrzeuge auf diese Weise das ganze Jahr über effizient genutzt und Standzeiten

vermieden werden können.

Den vielseitigen Anforderungen

des Winterdienstes –

vom Schneeräumen bis zum

Streudienst mit unterschiedlichem

Streugut – begegnet Brock

mit einer Vielfalt an Zusatz -

ausstattungen, die alle Fahr -

zeuge an die spezifischen Aufgaben

der Wintermonate anpassen.

Große Auswahl für den Winter

Brock bietet die Wahl zwischen

Hakenlift oder Containerstützen

mit Twistlock. Entsorgungsbetriebe

mit Hakenliftsystemen

können ihr Angebot durch den

Brock-Aufbau erweitern, denn

er kann mit allen gängigen Systeme

wie Meiler, Gergen oder VDL

verwendet werden. Binnen einer

Stunde kann die Kehrmaschine

zum Salzstreuer umgerüstet

werden.

Kompakt, schnell und effektiv

gibt sich das Wechselsystem

für die SL 140 – eine Lösung gerade

für die Großstadt. Dank

besonderer Wendigkeit und mithilfe

der guten Rundumsicht

schafft es die Kompaktkehrmaschine

bis in die ganz schmalen

Gassen der Innenstädte. Im Vergleich

zu anderen Kehrmaschinen

der Kompaktklasse gelte sie,

so der Anbieter, als besonders

kostengünstig im Unterhalt und

ist sogar mit dem Führerschein

der alten Klasse 3 zu fahren. ●

FOTO MORGANA / MICHAEL HEIMSATH

BROCK

74 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


> LINETECH

Ergänzung für

Schutzsystem

Seit rund zwei Jahren ist der LT 1-6-S von Linetech, eine Übergangskonstruktion

von Ortbetonschutzwänden auf Stahlschutzsysteme, auf dem

Markt. Das System wird nun ergänzt durch die neue Betonschutzwand LT

105. Sie will durch besonders geringen Platzbedarf bei hohem Sicherheitsniveau

überzeugen und verspricht mit einem ASI-Wert von 1,3 (ASI B) einen

hervorragenden Pkw-Insassenschutz.

LINETECH

Der Linetech-Übergang LT 1-6-S ist kompatibel mit Beton- und Stahl -

systemen diverser Bauarten und überzeugt durch die extrem einfache

und schnelle Montage.

Die montagefreundliche Übergangskonstruktion

LT 1-6-S

wurde seit ihrer Markteinführung

2011 bereits in vielen Bundesländern

eingesetzt. Das modular

aufgebaute System wird

über den multifunktionalen Anschluss

LT 1 mit der Betonschutzwand

verbunden. An den

LT 1 schließt das Betonfertigteil

LT 6 mit dem Nut-und-Feder-System

von Linetech an. Die Verbindung

zum Stahlschutzsystem Super-Rail

Eco (SR Eco) erfolgt einfach

über einen Systemadapter,

der mit dem Kastenprofil der SR

Eco verschraubt wird. Komplettiert

wird der Anschluss durch

das Verschrauben der Holme mit

dem Betonfertigteil.

Die Schutzwand steht auf einem

Fundament und ist dort über eine

Nut-Feder-Verbindung fixiert. Sie

soll mit einem ASI-Wert von 1,3

bestmöglichen Schutz der Pkw-

Insassen sichern helfen.

Die Behörden zeigen sich

nach Anbieterangaben äußerst

zufrieden mit dem System – insbesondere

mit den kurzen Bauund

Verkehrssicherungszeiten,

die zu mehr Verkehrssicherheit

führen. Positiv würden die ausschreibenden

Stellen außerdem

bewerten, dass das System von

jedem Schutzplanken-Montagefachbetrieb

aufgebaut werden

kann, da es ohne Sonderbauteile

auskommt. Ausführende Firmen

loben, so Linetech, zudem die

montagefreundliche Konstruktion.

Platzbedarf minimal

Für alle Strecken, auf denen maximaler

Schutz vor Durchbruch

bei begrenzten Platzverhältnissen

gefordert

ist, will Linetech

mit der Ortbetonschutzwand

LT 105

neue Möglichkeiten

eröffnen. Die LT 105

kombiniert die positiven

Eigenschaften eines hochwertigen

Ortbetonschutzwandsystems

der Aufhaltestufe H2

mit einem ASI-Wert von nur 1,3.

Neu ist beim LT 105, dass das

modifizierte Step-Profil mit dem

Linetech eine dynamische

Durchbiegung von 0,0 m erreicht

– das entspricht Wirkungsbereich

W 1. Die neue

Form wird auch als Grund für

den niedrigen ASI-Wert von 1,3

(ASI B) genannt. Vergleichbare

Stahlschutzsysteme würden, so

Linetech, beim selben ASI-Wert

den wesentlich größeren Wirkungsbereich

W4 bieten. Diese

Schutzeinrichtungen ragen nach

einem Anprall bis zu 1,3 m in die

gegenüber liegende Fahrbahn.

Der LT 105 sei mit seiner Kombination

»Durchbruch sicher vermeiden

und Pkw-Insassen bestmöglich

schützen« in dieser Qualität

einzigartig. Darüber hinaus

hat das Profil des LT 105 die positive

Eigenschaft, den Fahrzeugüberhang

auf 0 cm zu begrenzen

(Klasse der Fahrzeugeindringung

VI = 1); Fahrzeuge, insbesondere

Lkw, ragen nach einem

Anprall nicht über die Schutzwand

hinaus. Dank dieser Eigenschaft

bietet sich der Einsatz des

LT 105 für Bereiche vor Brückenpfeilern,

Widerlagern und anderen

Hindernissen an. Auch bei

Engstellen ist die Betonschutzwand

LT 105 eine Lösung. Sie

kann auch unter sehr beengten

Verhältnissen errichtet werden,

da zwar der Fuß mit 60 cm breiter

ist als eine Schutzwand mit

Step-Profil, aber die Wand keine

hintere Einspannung benötigt.

Sie ruht auf einem Asphalt- oder

Beton-Fundament, fixiert in einer

10 cm breiten Nut mittig unter

der Schutzwand. Diese sorgt

für die hohe Stabilität und leitet

im Falle eines Anpralls die Energie

in den Boden ab.

In Ortbetonbauweise mit

Gleitschalungsfertiger hergestellt

Die neue Schutzwand LT 105

wird in Ortbetonbauweise mit einem

Gleitschalungsfertiger hergestellt.

Sie wurde im September

beim TÜV Süd in München geprüft.

Sie ist ebenso wie der

Übergang LT 1-6-S über den Linetech-Vertrieb

erhältlich und

steht Fachfirmen lizenzfrei zur

Verfügung.


Mobile Beleuchtungssysteme

in unterschiedlichsten Ausstattungen für alle

Einsatzgebiete, z.B.

Hoch- und Tiefbauarbeiten

Autobahnbaustellen

Open Air Veranstaltungen

Flughäfen

Bergbau

Steinbrüche

Rettungsdienste

Technische Hilfsdienste

Towerlight Deutschland GmbH


T


\\\\\\\\\\\\\\

> TOWERLIGHT

Lichtmasten

sorgen für Baustellensicherung

TOWERLIGHT

Der italienische Anbieter Towerlight gilt als Weltmarktführer in Sachen

Beleuchtungstechnik und so bietet auch die deutsche Niederlassung Towerlight

Deutschland in Ihlow (Ostfriesland) eine umfangreiche Produktpalette

mobiler Beleuchtungssysteme an. Die Lichtmasten werden neben der

Baubranche für vielfältige Einsatzgebiete – Bergbau, Schienenverkehr,

Flughäfen oder Events – gefertigt, jeder Bereich kann dabei zuverlässig und

optimal mit Licht versorgt werden.

Zusammen mit dem italienischen

Towerlight-Mutterhaus

blickt man nach wie vor mit

Stolz auf die sehr erfolgreiche

Bauma in diesem Jahr zurück.

Sehr gute Verkaufserfolge habe

man dort erzielen können, teilt

der Anbieter mit. Hier wurde

auch, neben der vorhandenen

Produktpalette, der neue Hybrid-Lichtmast

vorgestellt. Das

Unternehmen fertigt seine Beleuchtungstechnik

in der Nähe

von Mailand.

Das Towerlight-Sortiment

umfasst Lichtmasten mit manu-

ell oder hydraulisch bedienbaren

Masten, kombinierbar mit

Halogenleuchten, mit Metall-Halogenid-Leuchten

oder mit LED-

Leuchten. Der Antrieb erfolgt

per Generator, externen Antriebsmöglichkeiten

oder dem

lautlosen Hybrid. Dank moderner

Technik gelten die Lichtmasten

als energiesparend, leistungsstark

und blendfrei.

Zusätzlich zu den Standardgeräten

setzt Towerlight auch individuelle

Kundenwünsche um.

Die Auslieferung speziell gefertigter

Flutlichtmasten im Juni an

den Berliner Flughafen wird als

Beweis für das erfolgreiche

Towerlight-Konzept mit interessanten

Produkten gewertet.

Die Modellvielfalt ermöglicht

die Ausleuchtung von Flächen

im Bereich von 600 m² bis

14 000 m². Speziell mit dem Hybrid-Lichtmast

ist eine nächtlich

unabhängige Beleuchtung über

30 Tage möglich, was gerade in

dichtbesiedelten Baustellenbereichen

dank dem Batteriebetrieb

des Hybrids eine lautlose

Beleuchtung garantieren hilft.

Nur eine zuverlässige, optimale

Ausleuchtung auf Baustellen

bringt eine möglichst vollständi-

MARGARET BERTLING / TOWER LIGHT

ge Sicherheit für Mensch und

Maschine mit sich. Alle Geräte

sind CE-zertifiziert und erfüllen

die geforderten Sicherheitsauflagen.

Durch den Ausbau eines

deutschlandweiten Händlernetzes

mit Schwerpunkt in der Bauund

Event-Branche will Towerlight

kurze Wege zum Kunden sichern.

So bietet beispielsweise

die Firma HO-MA in Berlin seit

diesem Jahr einen neuen Stützpunkt

für Towerlight-Lichtmasten

und konzentriert sich dabei

auf die ostdeutschen Bundes -

länder.


> IDROBENNE BEI RIEDELSBERGER

Eine hydraulische Zange

soll die Baustelle verändern

Eine hydraulische Zange aus dem Hause Idrobenne zur Verlegung von

Bordsteinen bietet der deutsche Vertriebspartner Riedelsberger an und will

damit Baustellen deutlich verändern, denn dank der Zange kann künftig ein

einziger Bediener, bequem von einem Minibagger aus, Bordsteine verlegen,

ohne diese zu zerkratzen oder zu beschädigen.

Die Verlegung von Bordsteinen

wird in der Regel von

zwei Personen mit einem hydraulischen

Greifer durchgeführt.

Dabei sind in einigen Ländern

besonders hohe Arbeitsschutzvorschriften

zu beachten.

Idrobenne hat ein neues Werk-

Die KSG-Zangen wurden entsprechend britischer Sicherheitsstandards

entwickelt und werden aus Stahl – Weldox oder Domex – gefertigt.

76 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


steine in der Breite aufgenommen.

So kann ein Bediener vom

Minibagger aus die Steine perfekt

positionieren, ohne dass eine

weitere Person auf der Baustelle

anwesend sein muss. Beide

Aufnahmebacken sind komplett

mit Teflon beschichtet und

damit beständig gegen Kratzer.

zeug entwickelt, das die bisher

mühsamen Arbeitsabläufe deutlich

erleichtern soll. Dank KSG-

Zange sollen eine deutliche Steigerung

der Produktivität und

sinkende Lohnkosten zu verzeichnen

sein. Bei der neuen

Idrobenne-Lösung werden Bord-

Hydraulischer

Drehmotor

Die KSG-Zange kann mit einem

hydraulischen oder mechanischen

Drehmotor mit Rundumdrehbereich

ausgerüstet werden.

Der Drehmotor ist auf dem

oberen Teil der Zange verbolzt

(Flachteil). Der Hydraulikzylinder

wirkt doppelt und verfügt

RIEDELSBERGER

Verlegezange KSG von Idrobenne.

über ein Sicherheitsventil. Idrobenne

bietet für die Zangen Aufnahmesattel

nach Maß für jede

Betriebsmaschine an. ●

> SILIKAL

Klebemörtel zur Befestigung

von Beton- und Natursteinen

Verkehrskreisel, Überquerungsinseln und Fahrbahnteiler helfen die Zahl der

Unfälle zu reduzieren. Sie sorgen für einen besseren Verkehrsfluss und für

niedrige Bau- und Betriebskosten. Mit dem Silikal-Klebemörtel R17 thix

sind solche Einrichtungen besonders schnell realisiert: Entsprechend vorgeformte

und von der Industrie (wie beispielsweise der Firma Meudt in

Wallmerod) gelieferte Betonsteine oder auch Natursteine werden damit fest

und dauerhaft zuverlässig auf dem Untergrund verklebt.

Neue Kreisverkehre als Kreuzungsersatz,

Bordsteinlösungen

oder auch Inseln für die

Fahrbahnmitte entstehen mit

dem Zwei-Komponenten-Mörtel

Silikal R17 thix ohne Einschnitte

in Straßendecken aus Asphalt

oder Beton. Die neue Verkehrsgestaltung

kann zudem bereits

etwa eine Stunde nach dem Ver-

kleben freigegeben werden –

auch bei niedrigen Temperaturen

wie der Anbieter Silikal zusichert.

Voraussetzung für Asphaltdecken

ist dabei, dass sie trocken

sowie öl- und staubfrei sind. Betonflächen

werden vorab mit der

Feinfräse aufgeraut. Für Rund-,

Flach- und Hochbordsteine sowie

Inselköpfe wird zur Grundierung

das System Silikal R52 eingesetzt.

Verkehrsinseln und Kreisel

in unterschiedlichsten Radien

können mit der Klebetechnik

von Silikal entstehen. Der dauerhaft

hohe Frost-/ Tausalz-Widerstand

und die sehr hohe kraftschlüssige

Verbindung zwischen

Straße und Betonbordstein soll

sich auch speziell in den Wintermonaten

bewähren und für Lösungen

von Dauer sorgen. ●

Das Unternehmen

Silikal in Mainhausen bei Frankfurt am

Main entwickelt und produziert seit

über 60 Jahren Reaktionsharze für

Böden und den Bautenschutz auf Basis

Methylmethacrylat, Epoxid und Poly -

urethan. Zum Sortiment zählen Produkte

für Beton-Reparaturen und

Instandhaltungsmaßnahmen, für Industrie-

und Gewerbeböden, für Bauwerksabdichtungen,

Straßenmarkierungen,

taktile Leitsysteme und Orthopädieharze.

Silikal ist in über 50 Ländern weltweit

aktiv und unterhält eigene Verkaufsbüros

und Lager in der Schweiz,

den USA, Malaysia und der Türkei.

MEUDT/WALLMEROD

Hier kam Silikal R17 thix zum Einsatz: Bei der Gestaltung der Verkehrskreisel in Landau und Weilmünster sowie an der Verkehrsinsel der Autobahnauffahrt

Gießen (v. li. n. re.).

11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 77


Kanal- und

Spezialmaschinen, Saugbagger,

Anbaugeräte,

Schacht- und Kanalrohre,

Schlauchlining,

Rohrleitungsbau

Kanalbaulaser und -kameras

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Beteks Neuheiten sind im

besonders anspruchsvollen

Einsatz zu Hause.

BETEK

> BETEK

Grabenfräsen: Zwei für alle Fälle

über einen verstärkten Ring. Die

Hartmetallspitzen sind aus Betek-Marken-Hartmetall

mit spezieller

schockresistenter Rezeptur.

Die DoPro-Baureihe verfügt

außerdem über einen massiven

hartgepanzerten Ring am Werkzeugkopf,

der vor erhöhtem

Stahlverschleiß schützt und die

Werkzeugstandzeit verlängert.

Beide Baureihen stehen für die

gängigen Haltersysteme und in

mehreren Baugrößen zur Ver -

fügung, außerdem Montageund

Demontagewerkzeuge als

Zubehör.


Für besonders anspruchsvolle

Grabenfräs-und Terrain-Levelling-

Anwendungen bietet Betek zwei

neue Meißelbaureihen, die speziell

für harte Einsätze gerüstet sind. Das

Design wurde so modifiziert, dass

sie sich auch durch härtesten Fels

beißen sollen.

Stark variierende Bodenbedingungen

innerhalb eines Fräsprojekts

bringen beim Grabenfräsen

die Werkzeuge oft an die

Grenzen ihrer Belastbarkeit. Seit

Jahren begleitet Betek weltweit

schwierige Grabenfräs- und Terrain-Levelling-Projekte,

beispielsweise

für den Bau von

Pipelines durch Wüstengebiete

oder die Gewinnung von Mineralien

unter härtesten Bedingungen,

und kennt sich entsprechend

mit der eingesetzten Maschinentechnik

und mit schwierigen

geologischen Bedingungen

aus.

Es war daher naheliegend,

spezielle Werkzeuge zu entwickeln,

die sich beim Fräsen weder

von harter Schlagbelastung

noch von abrasivem Sand oder

härtestem Felsmaterial aus der

Ruhe bringen lassen. Mit den beiden

Baureihen HiPro (High Protection)

und DoPro (Double Protection)

stellt Betek jetzt zwei

neue Werkzeugbaureihen für

Grabenfräsen vor. An allen Stel-

len, die besonders beansprucht

werden, habe man, so betont Betek,

verbesserte Werkstoffe eingesetzt

oder Details an der Werkzeuggeometrie

und den Drehrippen

angepasst: Die Basiskörper

beider Serien bestehen aus einer

härteren Stahllegierung als gängige

Standard-Werkzeuge. Der

Werkzeugschaft ist zusätzlich

thermisch behandelt für größere

Schlagbeständigkeit. Das

Werkzeugdesign verfügt über

spezielle Finnen unten am Meißelkopf

für ein besseres Drehverhalten

der Werkzeuge. Die

Durchmesser der Werkzeugköpfe

sind vergrößert worden, um

einen besseren Halterschutz zu

erzielen. Die Fixierung erfolgt

HiPro und DoPro.

78 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


> STDS-JANTZ

Bohrtechnik beeindruckt

in der Hitze Omans

Mit seinen etwa drei Millionen Einwohnern liegt das Sultanat Oman in

direkter Nachbarschaft zu Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen

Emiraten und Jemen. Der arabische Staat strebt in den nächsten Jahren

einen massiven Ausbau seiner Infrastruktur an. Um auf bestmögliche

Partner setzen zu können, wurde auch die Infra Oman – Messe für Infrastruktur

und industrielle Projekte ins Leben gerufen. Sie fand jetzt zum

dritten Mal in der Hauptstadt Maskat statt. Im Rahmen der Messe präsentierten

Unternehmen aus aller Welt, wo im Bausektor mit moderner Technik

Potenziale ausgeschöpft werden können und was effiziente Neuentwicklungen

für die Zukunft versprechen. STDS-Jantz hat auf der Messe gezeigt,

wie man beides vereint…

STDS-Jantz konnte in Oman

mit seiner belastbaren Bohrtechnik

für den Spezialtiefbau

punkten. Denn Technik muss bei

den dortigen Tiefbauprojekten

besonderen Anforderungen gerecht

werden, beispielsweise

auch aufgrund der trocken- bis

feucht-heißen Klimabedingungen.

Hier hätten die Bohrschnecken,

Bohrkronen, Bohrantriebe

und der Zubehör des Unter -

nehmens für alle Tiefbaubereiche

überzeugen können, wie

STDS-Jantz-Geschäftsführer Peter

Jantz zusammenfasst: »Der

Gedankenaustausch mit den Besuchern

war hochinteressant

und das große Interesse hat uns

selbstverständlich sehr gefreut.

Der Bohrkübel von STDS-Jantz bewährt sich im Einsatz bei

trocken-heißen Klimabedingungen.

Die Offenheit, mit der die Gespräche

geführt wurden, haben bereits

das Vertrauen in unsere

Technik deutlich gemacht.«

Für STDS-Jantz zeichnen

sich nach der Messe bereits neue

Das Unternehmen

Projekte als Partner für die Bohrtechnik

ab. So helfen auch künftig

die Werkzeuge des Unter -

nehmens weltweit bei der sicheren

Umsetzung von Bauvor -

haben.


Nach der Fusion von STDS-Jantz (Attendorn, Deutschland) und N.U.B. Engineering

(Schottland) entstehen mit dem Wissen und der Erfahrung beider Unternehmen der

letzten 30 Jahre und modernen Technologien sowie Fertigungsverfahren Bohrwerkzeuge

für komplexe Herausforderungen.

STDS-JANTZ

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Schneller, sicherer und effizienter im Kanal- und

Straßenbau mit dem hydraulischen Gerätesystem

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> BSB SAUGBAGGER UND ZWEIWEGETECHNIK

»Saugendes«

Baggeranbaugerät

BSB Saugbagger und Zweiwegetechnik aus Berlin hat in den letzten Jahren

einen Wandel vollzogen: Vom reinen Dienstleister in der Unterhaltung der

Gleis-Infrastruktur mit Zweiwegefahrzeugen (Rangieren, Oberleitungsmontage,

Gleisreinigung, Zweiwege-Krandienste und Baggervermietung)

hat sich BSB auch zum Hersteller von Spezialmaschinen entwickelt. Heute

präsentiert sich das Unternehmen auch als Ideenschmiede von Spezial -

maschinen und Anbauten.

BSB produziert heute auch

Anbaugeräte in Einzel- und

Kleinserienfertigung. So beispielsweise

das neue Baggeranbaugerät

TC2 Tin Bin, mit dem

beispielsweise mineralische

Baustoffe, Erde und auch Schotter

per Dünnstromförderung gesaugt

werden können.

Der TC2 ist ein als Baggeranbaugerät

konzipierter, hydraulisch

angetriebener, pneumatisch

arbeitender Feststoffförderer.

Durch einen im Gerät verbauten

Radialventilator wird ein hoher

Luftstrom erzeugt, der das

Material in einen Vorratsbehälter

saugt.

Als neuartig wird das Prinzip

der effektiven Staubbindung im

Gerät von BSB angekündigt.

Durch Öffnen der Klappen wird

das Gerät wieder entleert.

Für Unternehmen mit Tätigkeitsschwerpunkt

im Gleis- und

Kabeltiefbau kann der TC2 eingesetzt

werden, um unproblematisch

und kostengünstig im Bereich

von Gleisen und Weichen

Schotter sowie Erde aus Kabel-

BSB

gräben aufzunehmen und seitlich

zu lagern. Das sind Arbeiten,

für die sie bisher hohe Kosten

durch Handschachtung in Kauf

nehmen mussten. Diese Leistungen

lassen sich mit dem meist

auf der Baustelle vorhandenen

Bagger und dem Baggeranbaugerät

TC2 kostengünstig selbst

erledigen.


> BUNDESQUALITÄTSGEMEINSCHAFT FLÜSSIGBÖDEN

Neue Chancen für

den Tiefbau eröffnet

Die Bundesqualitätsgemeinschaft Flüssigböden

hat erste Hersteller von qualitäts -

gesicherten Flüssigböden zertifiziert und hat

zudem kürzlich einen weiteren Fachkundelehrgang

in der Arbeitsgemeinschaft Stufenausbildung

Bau (ASK) in Kassel angeboten.

Zeitweise fließfähige und selbstverdichtende

Verfüllbaustoffe, kurz als Flüssigböden

bezeichnet, eröffnen im Tiefbau neue

Möglichkeiten«, erläutert Wolfgang Türlings,

Vorsitzender der Bundesqualitätsgemeinschaft

Flüssigböden (BQF). »Das Engagement

baugewerblicher Unternehmen als

Hersteller von Flüssigböden beweist, welche

Vorteile die innovative Bauweise gerade

für den Leitungstiefbau bietet«, so Türlings.

Durch ihre besonderen Fließeigenschaften

und eine sehr gute Selbstverdichtung

erlauben Flüssigböden eine fachgerechte

Verfüllung ohne Nachverdichtung. Die Flüs-

sigbodenbauweise punktet nicht nur bei

Leitungsgräben mit hoher Leitungsdichte,

auch die erschütterungsfreie Verdichtung

und der schnelle Baufortschritt sprechen

bei innerstädtischen Tiefbaumaßnahmen

für Flüssigböden.

Erste Qualitätszeichen-Urkunde übergeben

Viele im Leitungstiefbau tätige Unternehmen

wenden die Flüssigbodenbauweise bereits

an, wobei einige Unternehmen selbst

zum Hersteller von Flüssigböden geworden

sind. So konnte Wolfgang Türlings als erstem

Flüssigbodenhersteller der Firma

A. Frauenrath Recycling die Qualitätszeichen-Urkunde

BQF-Flüssigböden überreichen.

Zudem führte die BQF Ende Oktober

in Kassel einen Fachkundelehrgang Flüssig -

boden durch und bot an der Qualitätssicherung

Flüssigboden interessierten Teil -

nehmern als Einstiegsqualifikation die

BQF

Übergabe der Urkunde des Qualitätszeichen

Flüssigboden durch den Vorsitzenden der

Bundesqualitätsgemeinschaft Flüssigboden,

Wolfgang Türlings (re.) bei der A. Frauenrath

Recycling GmbH an Ralf Brune (Technischer

Leiter; li.) und Jörg Frauenrath (Geschäftsführer

der A. Frauenrath Recycling GmbH).

Teilnahme an einem Fachkundetest an.

Auch bestand während des Lehrgangs für

die Teilnehmer die Möglichkeit, eine Tiefbaustelle

der Firma Konrad Emmeluth,

einem mittelständischen Kasseler Bau -

unternehmen, das Flüssigböden herstellt

und verarbeitet, zu besichtigen. ●

80 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


HS SCHOCH

Die Rohrverlegung

einfach gemacht

»Ich muss in nächster Zeit einige Kilometer Rohre verlegen«, sagte ein

Stammkunde des Anbaugerätespezialisten HS-Schoch zu Entwicklungsleiter

Roland Bihr. »Kannst Du mir einen Adapter entwickeln, mit dem ich die

Rohre komfortabel ineinanderschieben kann«, wünschte der Straßenbauer

– so entstand der HS-Rohrschiebeadapter.

Mithilfe des HS-Rohrschiebeadapters

können nun Anwender

die Rohre sicher und bequem

ineinanderschieben. Der

nützliche Helfer kann binnen Sekunden

mittels Schnellwechsler

an den Baggerarm angekoppelt

werden. Dabei ist das neue Anbaugerät

von HS-Schoch schon

beim Verladen der Rohre in den

Kanal oder die Baugrube eine

große Hilfe.

Mit einem Lasthaken lassen

sich die Rohre sicher anhängen

und in den Untergrund versenken,

bevor sie präzise positioniert

und anschließend ineinandergeschoben

werden. Eine

durchdachte optimale Lastverteilung

gestattet das exakte Ablegen

der Rohre. Verschleißfeste

Gummipolster sollen zudem garantieren,

dass die Rohre nicht

beschädigt und ohne mensch -

liches Zutun sicher ineinandergeschoben

werden können. Neben

der Arbeitszeit kann mit der

Entwicklung von HS-Schoch

auch noch das Unfallrisiko minimiert

werden.


Zur Vermeidung von Kabelschäden

bei Aufgrabungen

Easyloc

Bereiten Sie Ihre Baumaßnahmen optimal vor,

schnell und sicher

Vermeiden Sie Kabelschäden und verhindern Sie

lästige Verzögerungen

Messen Sie Ihre Leitung einfach und sicher ein

Tiefenmessung per Knopfdruck

auch ohne Sender

33 kHz – daher auch

kompatibel zu anderen

Ortungssystemen

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HS SCHOCH

HS-Rohrschiebeadapter.

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Dr.-Herbert-Iann-Str. 6

96148 Baunach

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\\\\\\\\\\\\\\

> BERGMANN

Wirtschaftlich transportieren

auf engen Kanalbaustellen

Die SWR Südwestdeutsche Rohrleitungsbau aus Frankfurt hatte im Stadtgebiet

von Wiesloch 2 300 m Fernwärmeleitung, 600 m Wasserleitung und

450 m Gasleitung zu verlegen. Neben Radladern und Mini- und Kettenbaggern

kamen auch Transportfahrzeuge für den Materialtransport zum

Einsatz. Die örtlichen Gegebenheiten machten das Einrichten von Materiallagerplätzen

unabdingbar. Aushub und Verfüllmaterial mussten über

Strecken von 200 m bis zu 1,5 km zu den Lagerplätzen bewegt werden.

Während der sechs Monate dauernden Baumaßnahme wurden ca. 2 500 m³

Material verfahren und transportiert. Mit dabei: ein Bergmann-Dumper des

Typs 2040R.

Um den Verkehr im Wohngebiet

so wenig wie möglich zu

beeinträchtigen, konnten die

Straßen nur halbseitig gesperrt

werden. Aus diesem Grund kamen

auch nur leistungsfähige

Maschinen mit geringen Arbeitsbreiten

zum Einsatz.

Der wendige Bergmann-

Dumper 2040R bietet eine Nutzlast

von 4 t und eine Breite von

lediglich 1,89 m. Die Maschine

wurde mit einer um 180° drehbaren

Rundkippmulde geliefert,

damit das Material zielgenau

und dosiert in den Graben gefüllt

werden konnte.

Der Dumper-Spezialist Bergmann

aus Meppen bietet mit

dem 2040 im unteren Nutzlastbereich

seiner 2000-er Serie ein

wirtschaftliches Kraftpaket an.

Mit einem Eigengewicht von nur

2,72 t kann er 2,3 m³ Material im

Baustellenverkehr transportieren.

Gebremst wird der 2040 mit

einer hydraulischen Ölbadlamellenbremse,

die auf alle vier Rä-

Der Bergmann-Dumper 2040 punktet auch an Kanalbaustellen.

der wirkt. Bergmann bietet hier

zudem seine besondere verschleißfreie,

vollhydraulische Federspeicher-Parkbremse.

Mit den versenkbaren Armaturen,

die mit einer Schlüsseldrehung

gegen Witterung und Vandalismus

geschützt werden können,

gilt Bergmann als richtungsweisend.

Der Dumper kann optional

auch mit einem Wetterschutzdach

mit Frontscheibe ausgerüstet

werden und kann so bei fast

BERGMANN

jedem Wetter eingesetzt werden.

Das Herzstück des 2040 bilden

der 48,8 PS starke 4-Zylinder-

Kubota-Diesel-Motor mit hydrostatischem

Allrad-Fahrantrieb

mit automotiver Steuerung. Achsen

mit Selbstsperrdifferenzialen

(Sperrwert 45 %) von ZF und

Hydraulikkomponenten von

Sauer Danfoss werden von Bergmann

als Garanten für eine hohe

Wirtschaftlichkeit und eine extrem

lange Nutzungsdauer angeführt.


> ZERTIFIZIERUNG BAU

Zertifizierung Bau ist bei der

»Fremdüberwachung Kanalbau« weiter auf Erfolgskurs

Die Zertifizierung Bau, eine führende

Präqualifikationsstelle und anerkannter

Zertifizierer von Managementsystemen,

freut sich über mehr als 100 Unternehmen,

die inzwischen zu den Kunden im Bereich

der Fremdüberwachung Kanalbau zählen.

Zudem geht man davon aus, dass die Zahl

der Bauunternehmen, die hinsichtlich ihrer

Qualifikation überprüft und überwacht

werden, in den kommenden Monaten weiter

ansteigen dürfte.

Wir verzeichnen inzwischen eine deutliche

Nachfrage von Unternehmen, die

bei öffentlichen Ausschreibungen das Gütezeichen

Kanalbau oder einen gleichwertigen

Nachweis vorlegen müssen«, berichtet

Gerhard Winkler, Geschäftsführer der Zertifizierung

Bau. Zu den gleichwertigen Nachweisen

zähle insbesondere, so Winkler wei-

ter, ein Nachweis der Zertifizierung Bau. So

seien die Anforderungen, die seitens der

Zertifizierung Bau hinsichtlich der Geräteausstattung,

des Fachpersonals und der Eigenüberwachung

gestellt würden,

im Vergleich zu dem bekannten Regelwerk

RAL-GZ 961 gleichwertig.

Insbesondere die Akkreditierung

der Zertifizierung Bau durch die

vom Bund für hoheitliche Akkreditierungsaufgaben

und damit für die

Überwachung dieser Stellen beliehenen

DAKKS (Deutsche Akkreditierungsstelle)

habe entscheidend dazu

beigetragen, das Vertrauen öffentlicher

Auftraggeber in die Neutralität, Unabhängigkeit

und Fachkunde der Zertifizierung

Bau auch in diesem Bereich zu stärken.

Leider komme es in Einzelfällen noch zu

Diskussionen hinsichtlich der Gleichwertig-

keit. Wie einzelne Vorfälle gezeigt hätten,

riskierten öffentliche Auftraggeber jedoch –

oft aus Unkenntnis – Vergabebeschwerden

und Schadenersatzforderungen der Unternehmen,

wenn sie die Fremdüberwachung

der Zertifizierung Bau

nicht als Nachweis anerkennen. Ein

solches Vorgehen sei nicht nur

rechtswidrig, sondern beschränke

auch den Wettbewerb zu Lasten des

Steuerzahlers.

Winkler weiter: »Angesichts der

gewaltigen Aufgaben zum Erhalt unserer

Kanalisation, die namhafte Institute

auf jährlich 7 Mrd. Euro schätzen,

brauchen wir kompetente und leistungsfähige

Unternehmen, die in der Lage sind,

qualitätsgerechte und nachhaltige Bauwerke

abzuliefern. Hierzu tragen auch wir bei.«


82 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


VOGT

> VOGT BAUGERÄTE

Druckluftgeräte helfen aus,

wo schwere Maschinen überdimensioniert sind

Ein wenig ungewohnt ist er noch – der leichte Druckluftspaten in der Grube. Doch er steht seinen »Mann«, wenn es

um die Kleinigkeiten geht: Nacharbeiten der Grabenwände, wenn für die Schachtringe oder die Rohre zu wenig Platz

ist. Oder wenn für die seitlichen Anschlüsse noch ein wenig ausgekoffert werden muss. Hier treibt der 6 kg leichte

Turbo-Spaten von Vogt sein Spatenblatt mit großer Kraft in jeden Boden, ob er sehr fest, gefroren oder verdichtet ist.

Wenn der Schachtverbau weiter

abgesenkt werden muss, spielt

der Vogt-Turbo-Spaten seinen

Vorteil gegenüber Pickel und

Spaten aus: Er ist schlagkräftig,

wendig und erspart das Schwung

holen in engen Verhältnissen.

Mit wenigen Handgriffen kann

der Leichtbau-Spaten auf Graben,

Aufbrechen oder Einrammen

umgerüstet werden.

Beim Freilegen von bestehenden

Leitungen ist der handgeführte

Turbo-Spaten viel sensibler

als ein Bagger, hierfür bietet

das fränkische Familienunternehmen

Vogt aber eine noch bessere

Lösung: die Lanze VL 3,5

schießt mit 2,5-facher Schallgeschwindigkeit

große Mengen

Luft in den Boden, was diesen in

einem Umkreis von 20 bis 50 cm

lockert und somit eine Handschachtung

vereinfacht. Da die

Lanze keine Leitung beschädigen

kann, eignet sie sich sehr gut

zu deren Suche. Hierfür wird entweder

im Boden gestochert (die

Lanze bläst sich den Weg frei)

oder durch schräges Einblasen

ein Suchschlitz erstellt, der auch

eine Sichtverbindung zum Kabel

Der kurze Vogt-Hammer VH 50-

40 eignet sich dank seiner

Wendigkeit und Gerätelänge gut

für horizontale Arbeiten, beispielsweise

Unterminierungen,

Hausanschlussarbeiten oder

Unterfangungen. Schnell kann

das Werkzeug gewechselt

werden, wenn gegraben oder ein

Fundament durchgebrochen

werden muss.

oder zum Rohr erlaubt. Die VL

3,5 benötigt 3,5 m³/min bei

7 bar, was mit einem Mobilkompressor

zu gewährleisten ist.

Turbo-Spaten VTS 50

Der Turbo-Spaten VTS 50 hingegen

kommt auch mit der Luftmenge

der Druckluftanlage von

Lkw oder Unimog aus. Auch kleine

Elektro- oder Benzinkompressoren

eignen sich hierfür, da

der Verbrauch bei lediglich

255 l/min liegt. Der VTS ist mit

Werkzeug 1 m lang, was beim

Graben und Verdichten eine passende

Länge darstellt – muss jedoch

unterminiert oder unterfangen

werden, dann dürfte man

nach Einschätzung von Vogt mit

einem kürzeren Gerät schneller

Der Turbo-Spaten kommt mit

engen Stellen gut zurecht. Mit

einem länglichen Verdichter wird

das Rohr seitlich unterstopft und

anschließend mit einer quadratischen

Platte die Fläche verdichtet.

Die Verdichtungsleistung liegt oft

über dem der Stampfer, die Lagen

sollten allerdings 15 cm nicht

übersteigen.

sein. So greift der Vogt-Hammer

VH 50 auf das gleiche Schlagwerk

zurück, er verfügt jedoch

über einen geraden Stiel ohne

T-Griff und ist in fünf Längen zu

erhalten.

Mit den kürzeren Hämmern

steht ein ideales Gerät zur Verfügung,

wenn es eng zugeht und

man seitlich arbeiten muss. Dies

ist neben dem Unterfangen vor

allem auch beim Unterstopfen

von Rohren vorteilhaft. Hier

kann mit einem VH oder VTS

auch bei wenig Arbeitsraum unterstopft

werden. Meist wird

hier nur unzureichend mit Kanthölzern

oder gar nicht verdichtet.

Kleine Motorstampfer sind

oft aber noch zu groß, zu schwer

und unhandlich. Hinzu kommen

häufig Abgasprobleme in Gruben.

Demgegenüber verfügen

die Druckluftgeräte zwar über einen

Schlauch, gelten jedoch als

robust, wartungsfrei bis auf die

Kontrolle des Ölstands im Öler,

und sind problemlos das Jahr

über einzusetzen, da auch keine

Vereisungsgefahr durch geringen

Luftverbrauch besteht.

Dabei sind die Kleinen noch

flexibel: VTS und VH greifen auf

die Auswahl von 80 Werkzeugen

mit hebelstarker 18-mm-Meißelaufnahme

zurück und bieten

auch andere Arbeitsaufgaben

wie das Aufstechen von Zementfugen

von Pflaster und Bordsteinen,

das Abtragen von Bitumen

und Fahrbahnmarkierungen,

das Einschlagen von Holzpfosten,

Straßenleitpfostenanker

und das Abschlagen von Putz

oder auch Fliesen.


WIMAG

HYDRO-GREIFER.

DIE LEICHTE ART

ZU HEBEN.

Der neue Hydro-Greifer

für den universellen

Einsatz. Optimal als Anbaugerät

an Bagger & Co.

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2013

11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 83


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> REHAU

Neue universelle

Rohrkupplung

Der Polymerspezialist Rehau bietet eine universelle Lösung für die

Verbindung von Kanalrohrsystemen fast aller Materialien und Durchmesser.

Die Awadukt-Flex-Connect-Rohrkupplung verspricht eine sichere und

wirtschaftliche Alternative zu klassischen Manschettendichtungen.

Awadukt-Flex-Connect verbindet

eine Vielzahl unterschiedlicher

Werkstoffe.

REHAU

Für die Sanierung von Kanalleitungen

ist vor allem wegen

der hohen Anzahl unterschiedlicher

Werkstoffe eine universelle

und auch wirtschaftliche Lösung

gefragt, wenn es um die Verbindung

neuer und bestehender

20

Prozent

Die Einstecktiefe der Kupplung

Awadukt-Flex-Connect ist bis zu 20 %

größer als bei herkömmlichen

Standardkupplungen.

Leitungen geht. Die Rehau-Awadukt-Flex-Connect-Rohrkupplung

verspricht nicht nur eine

schnelle und einfache Lösung

des Problems, sondern soll auch

für erhebliche Einsparungen sorgen.

rippter oder glatter Oberflächenstruktur:

Awadukt Flex-Connect

soll fast jede Herausforderung

meistern. Eine Anbindung vorhandener

Leitungen aus traditionellen

Materialien an die Rehau-

Programme aus dem langlebigen

Werkstoff PP ist jederzeit

möglich.

Universell

Der Einsatz erstklassiger Werkstoffe

wie PP, EPDM und Edelstahl

und die zusätzliche Q-TE-C-

Dichtung versprechen eine zuverlässige

Verbindungsqualität

bei Awadukt-Flex-Connect. Außerdem

ist die Einstecktiefe der

Kupplung bis zu 20 % größer als

bei herkömmlichen Standardkupplungen.

Eine geprüfte Dichtheit

bis 2,5 bar sowie extra breite

Edelstahlbänder sollen zusätzliche

Sicherheit bieten.

Die hohe Wirtschaftlichkeit

der Rohrkupplung wird durch

die geringe Variantenanzahl für

niedrige Lagerhaltungskosten

erreicht, zudem sorgt eine

schnelle und einfache Montage

zusätzlich für Zeit- und Kosteneinsparungen

auf der Baustelle.


Lösung für alle Anwendungsfälle

Mit lediglich acht Produktvarianten

für den Abmessungsbereich

DN 110 bis DN 630 gilt die Awadukt-Flex-Connect-Rohrkupplung

als für jeden Anwendungsfall

gewappnet. Unabhängig von

Werkstoff, Oberflächenstruktur,

Wanddicke und Außendurchmesser

können Leitungen im

Handumdrehen verbunden werden.

Ob Beton, Steinzeug, PVC,

PP oder Guss mit gewellter, ge-

Awadukt-Flex-Connect-

Rohrkupplung: eine sichere

und wirtschaftliche Alternative

zu klassischen Manschetten -

dichtungen.

> SIMONA

Auf Rohrsysteme

spezialisiert

Rohrsysteme von Simona decken beispielsweise die Standardanwendungen

der Wasserversorgung und -entsorgung ab, dabei handelt es sich um

Rohrleitungen, Formstücke und Schächte für den erdverlegten Rohr -

leitungsbau. Zudem finden sie Anwendung im industriellen Anlagenbau,

u. a. in Wasserwerken oder Meerwasserentsalzungsanlagen. Neu bietet

Simona auch Mehrschichtrohre mit funktionalen Schichten an. Diese

coex trudierten PE-100-Rohre werden von Simona mit additiven oder

integrierten Innenschichten aus höhermolekularem PE oder modifizierten

Polyolefinen gefertigt.

Das Rohr- und Formteilprogramm

stammt aus den Produktionsbereichen

Rohrextrusion,

Formteilspritzguss sowie der

hauseigenen Kunststoffwerkstatt,

in der Drehteile und Sonderkonstruktionen

gefertigt

werden. Durch die Nutzung dieser

drei Fertigungsbereiche ist

es Simona möglich, Komplettsysteme

für den wirtschaftlichen

und sicheren Transport von flüssigen

Medien anzubieten.

Mehrschichtrohre mit

funktionalen Schichten

Die neuen coex trudierten PE-

100-Rohre kommen beim hydraulischen

Transport feststoffhaltiger

Medien wie Sand, Kies

oder Lockergestein zum Einsatz.

Hier werden die Innenflächen eines

Kunststoffrohrs durch Abrieb

und Schläge stark belastet.

Durch die universellen Eigenschaften

der Simona-Mehrschichtrohre

lassen sich zudem

neuartige Einsatzmöglichkeiten

erschließen. In Norwegen ersetzen

die Simona-Rohre beispielsweise

Stahlrohre, die beim Fischfang

zum Transport der Fische

auf Fischtrawlern eingesetzt

werden. Kunststoffrohre verhindern

mit ihren glatten und widerstandsfähigen

Innenflächen

eine Beschädigung des Fanggutes.

Diese Rohre weisen aufgrund

ihrer funktionalen Schichten

eine hohe Abrieb- und

Schlagfestigkeit auf und halten

dadurch extremen mechanischen

Belastungen stand. Dank

der Korrosionsbeständigkeit besitzen

sie in korrosionsaggressiven

Umgebungen eine längere

Einsatzdauer. Das verhältnismäßig

geringe Gewicht der Rohre

und Formteile unterstützt eine

baustellenfreundliche und wirtschaftliche

Montage.

Erfolg auf Kunststoffmesse K 2013

Mit Produktneuheiten präsentierte

sich Simona auf der

K 2013 in Düsseldorf. Im Bereich

Nachhaltigkeit fanden die

auf Reishülsen basierenden Platten

Simowood made of Resysta

großen Anklang bei den Besuchern.

Das Produkt soll durch

Holzoptik und -haptik überzeugen,

dabei muss kein Baum zur

Produktion gefällt werden. Auch

die Resonanz auf die dritte Generation

der Hohlkammerplatte

von Simona und dem neuen Doppelrohrsystem

Simodual 2 sei, so

das Unternehmen, sehr gut gewesen.


Rohre mit funktionalen Schichten, Schichtaufbau im Vergleich:

integriert, additiv, 3-Schicht (optional) (v. li. n. re.).

SIMONA

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> FLEXSEAL

»Ring frei« für

knifflige Rohrverbindungen

Der Flexring von Flexseal ermöglicht einen schnellen und einfachen

Übergang von Steinzeugrohren auf sechs andere Rohrarten. Der bauaufsichtlich

zugelassene Ausgleichsring soll nahezu jede Herausforderung in

der Rohrverbindungstechnik meistern. Mit praktischen FlexPack-Sets,

bestehend aus einem oder zwei Flexringen und passender Manschette,

lassen sich alle Rohre der DN-Nennweitenklassen 100, 150 und 200 mit -

einander verbinden.

Flexseal-Ausgleichsringe über

einen speziellen Querschnitt,

der die Abdichtung bei rauen

Rohroberflächen verbessert.

Der erhöhte Dichtungsdruck bewirkt

vor allem bei Niederdruckrohren

eine hohe Dichtleistung.

Ergänzend zu den Flexringen

fertigt Flexseal – auf Wunsch

auch nach kundenspezifischen

Anforderungen – Manschettendichtungen

des Typs 2B, die einem

Wasserinnendruck von bis

zu 4 bar widerstehen. Gemeinsam

mit den entsprechenden

Manschetten ist der Flexring

deutschland- und europaweit

bauaufsichtlich zugelassen

(DIBt Z-42.5-425, ETA – 12/410)

für die Verbindung von Abwasserrohren

aller Art.

Teamarbeit im FlexPack

Im Team mit passenden Manschetten

gilt der Flexring als besonders

praktisch: »Mit unseren

Bundles ist es möglich, alle Abwasserrohre

in drei Nennweiten

problemlos und preiswert innerhalb

ihrer Nennweitenklasse

miteinander zu verbinden, sei es

Steinzeug, KG, PVC, SML, GGG,

GFK, Eternit oder EuroTop«, sagt

Flexseal-Geschäftsführer Michael

Penalver Giar. Die Verbindungssets

FlexPack und Flex-

Pack Plus sind auch für die Nennweiten

DN 100, 150 und 200 erhältlich.

FlexPack enthält einen

Flexring und eine Manschette in

der entsprechenden Nennweite,

FlexPack Plus besteht aus zwei

Flexringen und Manschette. ●

Steinzeug

DN150

Flexseal

SC200

Flexring

150

KG DN 150

SML DN 150

GGG DN 150

GFK DN 150

Eternit DN 150

Euro Top DN 150

FLEXSEAL

Ein Bauteil für viele verschiedene Verbindungen: Flexring von Flexseal.

Das Unternehmen

Die 1988 in Großbritannien gegründete

Flexseal Couplings und der deutsche

Rohrverbindungsanbieter Flexseal in

Eschwege (Hessen) gehören seit Mitte

2002 zur US-amerikanischen Fernco-

Gruppe. Flexseal stellt Manschetten und

Adapter, Anschlusselemente und

Anschlussdichtungen, Artikel für Steinzeugrohre

sowie Zubehör wie Anti-

Klapper-Ringe oder Endkappen für alle

Rohrarten her, entwickelt und produziert

aber auch Sonderlösungen.

Nicht immer geht die Installation

von Abwasserrohren

rasch und unkompliziert von der

Hand. So weicht zum Beispiel

mitunter der Durchmesser zwischen

zwei zu verbindenden

Rohrenden um mehr als 12 mm

voneinander ab. Stehen dann

keine geeigneten Adapterlösungen

zur Verfügung oder dürfen

sie wegen der hohen Anforderungen

an die Scherstabilität

nicht verwendet werden, greifen

Monteure auf Ausgleichsringe

zurück. Gemeinsam mit der entsprechenden

Manschette verbinden

diese Ringe nach DIN EN

295-4 Rohre mit großem Nennweiten-Unterschied

sicher miteinander.

Ring für sechs Rohrarten

Der universell einsetzbare Flexring-Ausgleichsring

ist für die

Nennweiten DN 100, DN 150

und DN 200 erhältlich. Der Flexring

FR-150 zum Beispiel ermöglicht

zusammen mit der Flexseal

2B-Manschette SC 200 den Übergang

von einem Steinzeugrohr

DN 150 (DA 186 mm) auf sechs

Rohrarten: KG, SML, GGG, GFK,

Eternit und EuroTop, jeweils in

DN 150. Flexring ist aus einem

Elastomer nach DIN 681-1 gefertigt

und entspricht der DIN EN

295-4. Allerdings gilt zu beachten,

dass laut Anhang A der DIN

Ausgleichsringe vulkanisiert

werden müssen. »Geklebte Dichtungen

erfüllen die aktuellen Anforderungen

in Deutschland und

Europa nicht«, warnt Roland

Mertens, Technischer Leiter bei

Flexseal. Dank moderner Fertigungstechniken

verfügen die

Zum

täglichen

Einsatzin

derechten

Welt

Sulzer Pumps hat sich Bergbauanwendungen genauer angesehen

und die Erkenntnisse genutzt, um eine neue Generation von Entwässerungspumpen

zu entwickeln. Das Ergebnis ist die cleverste Entwässerungspumpe

der Welt für Schmutzwasser oder für Schlamm.

Dürfen wir vorstellen: die ABS Entwässerungs-Tauchmotorpumpen

XJ und XJS – Pumpen für den täglichen Einsatz in der echten Welt.

Wir stellen aus:

Bauma 2013 in München, Halle A6, Stand 226

Sulzer Pumps

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The Heart of Your Process


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> MAX STREICHER

Neue Verfahren bei Pipeline-Verlegung in Frankreich

Das französische Unternehmen GRTgaz baut derzeit im Rahmen des Pipeline-Projekts Haute de France II (HDF II) das

Erdgastransportnetz in Frankreich aus. Die Firma Max Streicher wurde von GRTgaz mit der Durchführung des

Bauloses 2 beauftragt. Zwischen den Gemeinden Corbie und Cuvilly in der nordfranzösischen Region Picardie in der

Nähe von Amiens verlegt Streicher 51,7 km Erdgasleitung DN 1 200. Die Arbeiten in der sogenannten »Kornkammer

Frankreichs« stellen neue Herausforderungen an die erfahrenen Rohrleitungsbauer und fordern den Einsatz neuer

Verlegeverfahren.

CRC – Doppelte Schweißleistung

Im Rahmen der Arbeiten an der

Haute de France II wird das CRC-

Evans-Schweißverfahren eingesetzt.

Dabei wird die Wurzel der

Naht von innen zeitgleich mit

vier Brennern geschweißt. Für

die Füllagen sind Schweißautomaten

mit Doppelbrennersystemen

ausgestattet, die das zeitgleiche

Schweißen von zwei Lagen

im Abstand von 10 cm erlauben.

So sind höhere Abschmelzleistungen

als bei anderen Verfahren

möglich. Die Produktionsraten

liegen deutlich höher. Die

aktuellen Tagesspitzenleistungen

im Vorbau von Streicher liegen

bei über 40 Schweißnähten

pro Tag.

Insgesamt werden auf dem

Baulos 2 ca. 3 200 Vorbaunähte

erstellt sowie drei Schieberstationen

und eine Empfangsstation

gefertigt. Seit März laufen die

Arbeiten nördlich von Paris, für

die rund 230 Streicher-Mitarbeiter

vor Ort im Einsatz sind. Derzeit

sollen erste Druckproben

stattfinden, die Inbetriebnahme

der Erdgasleitung ist für März

2014 vorgesehen. ●

Neun Seitenbaumraupen senken die Pipeline in den Rohrgraben ab. Neben der offenen Bauweise werden

auch grabenlose Verfahren wie das Microtunnelling und Direct Pipe angewandt.

Das Unternehmen

Mit über 100 Jahren Geschichte vereint

die Streicher-Gruppe Qualität und Fachkenntnis

mit Erfahrung in den Bereichen

Rohrleitungs- und Anlagenbau,

Maschinenbau, Tief- und Ingenieurbau

und Roh- und Baustoffe. Unter dem

Dach der Muttergesellschaft Max Streicher

GmbH & Co. KG aA mit Sitz in Deggendorf

beschäftigt das Unternehmen

im In- und Ausland über 3 000 Mitarbeiter.

Mit der Haute de France II

baut GRTgaz eine Parallelleitung

zur bestehenden Haute

de France I. Die HDF II beginnt

im französischen Dünkirchen nahe

der belgischen Grenze und

verläuft in Richtung Süden. Die

Böden der überwiegend flachen

Landschaft im Bereich des Streicher-Loses

sind locker bis felsig.

Es gibt zahlreiche Querungen innerhalb

dieses Bauloses. Auf einer

Länge von insgesamt 370 m

werden Bohrarbeiten im Microtunneling-Verfahren

durchgeführt.

Zahlreiche Straßen und

Fremdleitungen müssen mit geschlossenen

Verlegeverfahren

unterquert werden. Die Bäche

Laluce und Avre werden offen

verlegt. Im Bereich des Flusses

Somme kommt eine neuere grabenlose

Baumethode zum Einsatz.

Die 1 120 m lange Strecke

wird im Direct-Pipe-Verfahren

gequert. Direct Pipe ist eine

Kombination zweier bewährter

Verlegeverfahren, der HDD- und

der Microtunneling-Technik.

Pipelinebau und Landwirtschaft –

Hand in Hand

Die besonderen ökologischen

Anforderungen an die Durchführung

der Arbeiten wirken sich

auf den gesamten Bauablauf aus.

Das Gebiet, durch das die Haute

de France II verläuft, wird auch

als Kornkammer Frankreichs bezeichnet.

Wichtig ist hier der

Schutz der Anbauflächen und damit

die Sicherung einer nachhaltigen

Bodenqualität. So werden

bei schlechter Witterung und ab

einem bestimmten Grad der Bodenfeuchte

die Bauarbeiten gestoppt,

um die Böden nicht negativ

zu beeinflussen. Um die Arbeiten

so effizient wie möglich

zu gestalten, werden die Baumaßnahmen

eng mit der Landwirtschaftskammer,

Chambre

d’ Agriculture, abgestimmt.

MAX STREICHER

CHRISTIAN FOURNIER PRISEDEVUE.COM (2)

51,7 km Erdgasleitung DN 1 200

der Haute de France II verlegt Max

Streicher im Auftrag von GRTgaz.

Rund 230 Streicher-Mitarbeiter

sind vor Ort im Einsatz.

86 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


HOBAS

> HOBAS

Mischwassersammler

mit GFK-Sonderprofilen saniert

Die Sanierungsbedürftigkeit von Altkanälen stellt für Gemeinden und

Abwasserbetriebe eine große Herausforderung dar. Viele der Kanäle wurden

noch gemauert oder bestehen aus Steinzeug, Beton oder Stahlbeton. Von

notwendigen Sanierungen abgesehen, stellen Undichtheiten von Abwasserkanälen

eine Gefahr für die Umwelt dar, austretende Stoffe können Erdreich

und Grundwasser verunreinigen. In Cottbus setzte man kürzlich bei einer

Kanalsanierung auf glasfaserverstärkten Kunststoff von Hobas.

Nach der Fertigstellung zum Neuzustand sanierter

Mischwassersammler.

In Cottbus sorgt das Unternehmen

Lausitzer Wasser (LWG)

für die Entsorgung des Abwassers

von 130 000 Anwohnern. In

diesem Jahr musste wegen erheblicher

Schäden durch Risse

und Korrosion die Sanierung eines

Beton-Mischwasserkanals

aus dem 19. Jahrhundert in der

Bautzener Straße vorgenommen

werden. Dieser dient als

Hauptentwässerungskanal für

Blick in den alten Betonkanal mit

bereits durch die Firma Aarsleff

saniertem Abschnitt.

den südlichen Teil von Cottbus

und führt durch dichte Besiedlung.

Die Planung des Projekts

mit einem Budget von rund

1,2 Mio. Euro übernahm das Ing.-

Büro Lug aus Cottbus. Mit der Sanierung

wurde die Firma Aarsleff

Rohrsanierung, Niederlassung

Dresden (ehemals Insituform)

beauftragt.

Technische Betreuung

Nachdem die Sanierung mit bewehrtem

Beton wegen der

schlechten Substanz des Altkanals

verworfen wurde, fiel die

Wahl auf Hobas-GFK-Rohre

(glasfaserverstärkter Kunststoff),

die man seit den 1990er

Jahren mit guten Erfahrungen in

Cottbus einsetzt. Die LWG legte

bei der Entscheidung Wert auf

die Lang lebigkeit von GFK u. a.

wegen der hohen Korrosionsbeständigkeit.

Auch die hydraulischen

Eigenschaften von GFK

spielten eine Rolle, weil die Rohr-

leitung dadurch wartungsarm

ist. Ein Ausbau des alten Kanals

wäre wegen der mit starken Verkehrsbeeinträchtigungen

verbundenen

aufwendigeren Umsetzung

sowie den daraus resultierenden

höheren Kosten nicht

infrage gekommen. Für die Baumaßnahme

wurden deshalb

passgenaue Eiprofile entworfen,

die dann später mittels Einzelrohrlining

in den bestehenden

Altkanal eingeschoben wurden.

Trotz beengter Verhältnisse

musste die betroffene viel befahrene

Straße während der Arbeiten

nur einseitig gesperrt werden.

Bei einer Neuverlegung im

offenen Graben wäre eine Vollsperrung

notwendig gewesen.

Durch die eingeschränkten Lagermöglichkeiten

vor Ort war

man auf eine Just-in-Time-Anlieferung

durch Hobas angewiesen.

Nach der Kalibrierung des Kanals

wurden Rohrverlegepläne

mit der genauen Reihenfolge der

Installation der GFK-Profile erstellt.

Damit die neuen Profile im

alten Kanal zunächst in die eine

und dann in die andere Richtung

eingezogen werden konnten,

wurden zwei verhältnismäßig

kleine Baugruben (2 x 3,5 m) errichtet.

Diese nutzte man als Zugang,

um die neuen Profile herabzulassen

und mithilfe eines

Fahrwagens in den Kanal einzuschieben.

Das relativ geringe Gewicht

der GFK-Produkte erlaubte

eine schnelle und leichte Verlegung.

Insgesamt wurden 140 m

des Altkanals mit GFK-Profilen

der Maße 930 mm auf 1 510 mm

und 660 m mit den Maßen

800 mm auf 1 330 mm saniert.

Erfolgreiche Umsetzung

Trotz des strengen Winters stellten

die Witterungsbedingungen

für die Experten von Aarsleff

keine große Hürde für die Sanierung

dar. GFK-Profile von Hobas

können auch bei niedrigen

Temperaturen verlegt werden,

Laminierarbeiten und die abschließende

Ringraumverfüllung

verliefen ebenfalls optimal.

Im Zuge der Arbeiten wurden

zudem in acht Schächten neue

GFK-Bauwerke eingepasst, ohne

die alten Schächte entfernen zu

müssen.


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> TRELLEBORG PIPE SEALS

Grabenlose Rohrsanierung vom Hauptrohr zum Haus

Werden Rohrleitungen von Gewerbe- und Büroobjekten saniert, sind

besonders störungsfreie Methoden gefragt. Dies war auch bei der Sanierung

der Hausanschlussleitungen des Europäischen Patentamtes (EPA) in

München der Fall, zudem kam wegen der zum Teil künstlerisch gestalteten

Außenfläche ein offenes Verfahren nicht in Frage. Neun der 16 zu sanierenden

Rohrabschnitte waren nur schwer zugänglich. Als Lösung bot sich

das von Trelleborg Pipe Seals Duisburg entwickelte MtH-System an. Es

ermöglicht die Sanierung des Hausanschlusssystems vom Hauptkanal aus –

eine grabenlose Methode, die keinen Zugangspunkt im Gebäude benötigt

und sich auch bei komplizierten Platzverhältnissen eignet.

Während herkömmliche Verfahren

einen Zugang im Gebäude

benötigen, um dann in

Richtung Hauptkanal zu sanieren,

ermöglicht das MtH-System

(»Main-to-House«) die ausgrabungsfreie

Sanierung aus entgegengesetzter

Richtung. Stutzen

und Abzweige sowie Anschlussleitungen

werden vom Hauptrohr

zum Haus saniert. Ein Zutritt

im Hausbereich über einen

Schacht oder eine Revisionsöffnung

ist nicht erforderlich. Am

EPA werden so derzeit die in

Fließrichtung unzugänglichen

Zuläufe über den Zugang vom

Hauptrohr aus saniert. Die

Hauptrohrdurchmesser liegen

zwischen DN 200 und 300, die

Seitenanschlussdurchmesser variieren

von DN 150 bis 200. Alle

Hauptrohre waren in der Vergangenheit

bereits mit Schlauch -

linern ausgekleidet worden.

Kürzlich konnten sich Experten

aus der Kanalsanierungsbranche

von der Leistungsfähigkeit

des MtH-Systems auf der Baustelle

selbst überzeugen. Sie erlebten

mit, wie ein kleines, bereits

in der Vergangenheit gelinertes

Hauptrohr mit einem

Rohrdurchmesser unter DN 200

sowie ein Zulauf von circa 3,5 m

mit einer Nennweite von DN 150

in kurzer Zeit saniert und dabei

zugleich der Anschluss zum

Hauptrohr über rund 450 mm

abgedichtet wurde.

Abgestimmter Packer

Das MtH-System besteht aus drei

Grundpackern für verschiedene

88 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13

Hauptrohrdurchmesser mit entsprechenden

Kalibrierschlauchvarianten.

Für bestmögliche

Fortbewegung und leichte Ma -

növ rierbarkeit des Packers sorgen

eine schwerpunktoptimierte

Konstruktion und die zum

Rohrdurchmesser anpassbaren

Radsätze. Darüber hinaus ist das

Packersystem mit einer Kamera

ausgestattet. Das für die Sanierungslänge

benötigte und mit

Harz getränkte Linermaterial

wird von einem Inversionsschlauch

aufgenommen. Neben

dem Versorgungsschlauch zur

Steuereinheit befindet sich am

Packer auch der Anschluss für

das zur Aushärtung des Harzes

benötigte Dampf-Luft-Gemisch.

Nach Einbringen des Packers in

den Hauptkanalschacht erfolgt

die Positionierung am Seitenanschluss

über eine Winde am gegenüber

liegenden Zugangspunkt

des Hauptkanals. Dies

wird ebenfalls per Kamera kontrolliert.

Für die beim MtH-System

vorgegebene Art der Aushärtung

ist ein auf die technischen

Parameter abgestimmter

Dampf-Generator vorgesehen.

Für den Einsatz in München vor

Publikum wurde das Packersystem

I für einen Hauptrohrdurchmesser

von DN 200 bis 250 verwendet.

Positionieren des Packers

Alle Komponenten sind dafür

ausgelegt, durch eine Standard-

Schachtabdeckung von 600 mm

Durchmesser zu passen. Dabei

unterstützt ein in den Packer in-

Zusammen mit dem Inversionsschlauch

und dem darin enthaltenen

getränkten MtH-Liner wird

das Packersystem in die Schachtöffnung

eingelassen.

tegriertes Knickgelenk, das auf

Knopfdruck entriegelt wird und

automatisch wieder einrastet.

Mit der auf der gegenüberliegenden

Seite der Hauptleitung positionierten

Winde kann das Packersystem

zum Anschlussstutzen

gezogen und grob ausgerichtet

werden. Die Kamera auf dem

Packer liefert die entsprechenden

Bilder. Die exakte Positionierung

des Korbes am Seitenanschluss

erfolgt durch das Schieben

des Packers – zunächst über

den Abzweig hinaus – und dann

über Zurückziehen bis der Korb

punktgenau einrastet. Über den

gezielten Aufbau des Luftdruckes

wird der MtH-Liner in die

Anschlussleitung inversiert.

Rund 45 Minuten benötigt

das Harzsystem bis zur vollständigen

Aushärtung, sobald das

Epoxidharz eine Temperatur

von 80 °C erreicht hat. Mittels

Druckluft wird der entsprechende

Aushärtedruck konstant gehalten.

Sowohl die Leitungen als

auch der Ringraum im Anschlussbereich

zum Hauptkanal

konnten in München erfolgreich

saniert werden. »Das System hat

Sanierung der Hausanschluss -

leitungen des Europäischen

Patentamtes: Der Packer des

MtH-Systems für kleine

Rohrdurchmesser ist vorbereitet.

den hohen Erwartungen aller Beteiligten

entsprochen. So konnten

wir erstmals im süddeutschen

Raum diese Technik anwenden

und hierbei wertvolle

Erfahrungen für die Anwendung

des MtH-Systems sammeln. Dies

kann uns in Zukunft helfen, mit

diesem System am Markt im Bereich

der Schlauchlinersanierung

Vorteile gegenüber vielen

Wettbewerbern zu generieren«,

erklärt Thomas Bittermann, Leiter

Kanalsanierung bei Stingl. ●

Sowohl die Leitungen als auch

der Ringraum im Anschluss -

bereich zum Hauptkanal wurden

mit dem MtH-System saniert.

TRELLEBORG PIPE SEALS


> MENNICKE ROHRBAU

Close-Fit-Lining im Wasserschutzgebiet

Bauarbeiten in Wasser- und Naturschutzgebieten erfordern besonders umweltverträgliche Sanierungstechniken.

Das Close-Fit-Lining gehört dabei zu den besonders schonenden Verfahren in der Rohrsanierung. Bei der grabenlosen

Methode müssen nur minimale Eingriffe in die Natur vorgenommen werden. Mennicke Rohrbau aus Nürnberg

wendet das Close-Fit-Lining seit Jahren an. Zuletzt bei einer Leitungssanierung im oberpfälzischen Bodenwöhr im

Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Neben Wirtschaftlichkeit und Effizienz legte Mennicke das Augenmerk vor allem

auf den Naturschutz.

Aufgrund der strengen Umweltschutzauflagen,

die bei Arbeiten in

einer Wasserschutzzone gelten,

setzten wir bei diesem Auftrag auf

die bodenschonende und ökologisch

verträgliche Close-Fit-Methode.«

Markus Warmuth-Baron,

Leiter Rohrsanierung bei Mennicke Rohrbau

MENNICKE ROHRBAU

Der PE-Liner wird mittels

Seilwinde in das Altrohr

eingezogen.

Der Naturpark Oberer Bayerischer

Wald ist ein Erholungsgebiet

mit zahlreichen

Seen, Flüssen und Weihern. Ausgewiesene

Natur- und Wasserschutzzonen

sollen das wertvolle

Ökosystem bewahren. Inmitten

der schützenswerten Umgebung

stand im Frühjahr die umfassende

Sanierung von Brunnenleitungen

an. Die alten Asbestzementleitungen

waren aufgrund

des niedrigen Wasser-pH-

Durch Einleitung von heißem

Dampf entfaltet sich der PE-Liner

wieder in seine ursprünglich

runde Form und legt sich nahtlos

an das Altrohr an.

Nach dem Einzug des PE-Liners besitzen die alten Asbestzement -

leitungen wieder die Qualität und Widerstandsfähigkeit eines

neuverlegten Rohrs.

Werts mit den Jahren brüchig geworden,

Muffenverbindungen

lösten sich teilweise auf. Der örtliche

Wasserversorger Zweckverband

zur Wasserversorgung

der Nord-Ost Gruppe beauftragte

die Firma Mennicke Rohrbau

in ARGE mit PRS Rohrsanierung

mit den anspruchsvollen Sanierungsarbeiten.

Rohre wie neu verlegt

»Aufgrund der strengen Umweltschutzauflagen,

die bei Arbeiten

in einer Wasserschutzzone gelten,

setzten wir bei diesem Auftrag

auf die bodenschonende

und ökologisch verträgliche

Close-Fit-Methode«, sagt Markus

Warmuth-Baron, Leiter des

Bereichs Rohrsanierung. Beim

grabenlosen Close-Fit-Lining

müssen nur punktuelle Baugruben

ausgehoben werden. Dadurch

werden Mutterboden und

Ressourcen geschont und die

umliegende Natur nicht unnötig

belastet. Nach dem Ausheben

der Baugruben trennte, reinigte

und kalibrierte Mennicke die bestehenden

Leitungen und begutachtete

sie mittels fahrbarer Kamera.

Anschließend wurden

über 1 000 m PE 100 U-Liner

DN 300 und 450 m U-Liner

DN 200 mittels Seilwinden in die

Altrohre eingezogen. Nach Einleitung

von heißem Dampf legten

sich die PE-Liner nahtlos an

die alten Zementrohre an, die dadurch

wieder die Qualität und

Widerstandfähigkeit einer Neuverlegung

besitzen. Ende Juli

floss das Wasser im Bodenwöhrer

Wasserschutzgebiet wieder

durch einwandfreie Rohre. ●

11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 89


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> VEREINIGTE FILZFABRIKEN

Schlauchlining fast im »freien Fall«

Rohrsanierung in den Alpen: Bei der grabenlosen Sanierung der Entlastungsleitung eines Speicherstollens im

Nahbereich des St.-Bernhard-Tunnels im Schweizer Wallis wurde im Juni der Stand der Technik fast bis ans Limit

ausgereizt, selbst ein nahezu senkrecht abfallender Leitungsabschnitt konnte mit Schlauchlining-Technologie

aus gekleidet werden. Möglich wurde dies durch einen neuen, Längszug-verstärkten Nadelfilzliner der Vereinigten

Filz fabriken aus Giengen an der Brenz (Baden-Württemberg). Innerhalb eines Arbeitstages wurden in extremer

Örtlichkeit 265 m Liner DN 500 durch die auf solche anspruchsvollen Projekte spezialisierte KRT Kanal-Service AG

(Zug) inversiert und im Dampf-Verfahren ausgehärtet.

Das Spektrum der Techniken,

mit denen in den Alpen Energie

gewonnen wird, ist breit: Eine

Variante ist die Speicherung

von Kraftwerks-Triebwasser in

Stollen, die in den Berg getrieben

wurden. Ein solcher liegt unmittelbar

beim Großen-St.-Bernhard-Tunnel

und sammelt Gletscherwasser,

das zur Energiegewinnung

genutzt wird. Kommt

in diesem Speicher mehr Wasser

an, als dem Kraftwerk zugeführt

werden kann, fließt der Überschuss

über eine Stahl-Druckleitung

DN 500 zu Tal und wird

160 m tiefer abgegeben. Die

265 m lange Entlastungsleitung

war durch Korrosionserscheinungen

zum Sanierungsfall geworden.

Dass hier ausschließlich

grabenlose Technologie zum

Zuge kommen konnte, war angesichts

der Örtlichkeit (das Kopfende

der Leitung liegt rund

2 000 m hoch) klar. Schon bald

fokussierten sich die Planungen

auf die Schlauchlining-Technologie,

doch auch hier dünnte das

Feld der Möglichkeiten schnell

aus. Problematisch war vor allem

ein 80 m langer Leitungsabschnitt

mit rund 80° Gefälle. An

den Enden dieser »Freifall-Stre-

Mehr Bild-

Information

auf

www.

baumagazin.eu

cke« erschwerten zudem scharfe

Bögen den Liner-Einbau. Da der

Einsatzort nur umständlich zu

erreichen war, musste das Sanierungsequipment

auf ein Minimum

beschränkt werden. Vor

diesem Hintergrund kamen bestimmte

Schlauchlining-Varianten

nicht in Frage, etwa Liner, die

sich nicht inversieren lassen,

oder Systeme, die den Schlauch

per Wassersäule aufkalibrieren:

Bei einem Innendruck von

160 m Wassersäule würde jeder

derzeit bekannte Liner platzen.

Die extreme Trassenführung mit

Bögen und steilem Gefälle

schloss auch Lichthärtungssysteme

aus. Auch mit logistisch aufwendigen

Systemen hat man im

Hochgebirge naturgemäß keine

Chance.

Weiche Polypropylenbeschichtung

Die Lösung fand sich auf der

Grundlage eines neuen Linersystems

der Vereinigten Filzfabriken.

Der SP-Liner XF verfügt gegenüber

dem Basis-Produkt SP-

Liner über eine Spezialarmierung,

die ihn vor allem gegen

Längszugkräfte ertüchtigt, und

eine besonders weiche Polypropylenbeschichtung.

Deren Vorzug

lag in diesem Fall darin, dass

sich der mit Epoxidharz getränkte

Liner trotz 8,5 mm Wandstärke

vergleichsweise leicht, d. h.

bei geringem Innendruck, ins

Rohr einkrempeln ließ. Ein Einzugsverfahren

schied wegen der

in den Bögen zu erwartenden

Reibungskräfte aus. Für den Inversionsdruck

sorgten 2 m³

Wasser, die sich im Frontende

des Liners zu Tal arbeiteten und

diesen dabei formschlüssig an

die Rohrwand pressten. Der

nach außen hin unbeschichtete

Liner verklebte dabei nachhaltig

und in Endposition mit der Rohrwand;

ohne Verklebung hätte er

sich nach Durchlauf des »Wassersacks«

wieder von der Wand

gelöst und nicht zur Kreisform

gefunden. Der Liner punktet

nach Anbieterangaben mit seiner

technolo gischen Alleinstellung

(Na del filz/ Epo xid harz/ In -

ver sion mit Wand verklebung

und Dampfhärtung).

Der Liner hat den Zielschacht

erreicht.

Inversion des Liners mithilfe von

2 t Wasser vor der Kulisse der

Alpen.

Erfolgreich

Das Ergebnis der Sanierung

kann sich sehen und messen lassen:

Im Nachgang zum Heizprozess

wurde der frisch ausgehärtete

Liner per Luftdruck erfolgreich

auf Dichtheit geprüft. Eine

optische Begutachtung per Kamera

zeigte, dass der Liner auch

in den Knickpunkten des Rohrs

praktisch faltenfrei anlag. ●

Blick in die mobile Imprägnierungsanlage,

in der der Nadelfilzliner

unter Vakuum mit

Epoxidharz getränkt wurde.

VEREINIGTE FILZFABRIKEN

90 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


> SWIETELSKY-FABER

Eiprofilsanierung – Licht-Liner in Landau

Schlauchlining am St-Josef-Werk in Queichheim durch die Niederlassung

Alzey der Swietelsky-Faber-Kanalsanierung.

Es war ein Einsatz am oberen Ende des derzeit Machbaren: Im Oktober

sanierte Swietelsky-Faber-Kanalsanierung in Landau/ Pfalz rund 300 m

eines Eiprofil-Sammlers 1350/ 900 per Schlauchlining. Eingesetzt wurde ein

Alpha-Liner von Reline Europe (Rohrbach/ Pfalz) in vier Einzelstrecken von

bis zu 93 m Länge.

Der

Mischwassersammler fahrensvariante. Angestrebt war

»Mühlweg« entsorgt seit ein schnelles Verfahren, hier versprechen

Licht-härtende Syste-

1955 den Landauer Vorort

Queichheim in Richtung Kläranlage.

Inspektionen haben ge-

mobilen Equipment Vorteile. Die

me mit minimalistischem, hoch

zeigt, dass das Beton-Eiprofil der Bauplanung teilte das Projekt in

Dimension 1350/900 nach 60 vier Liner-Einzüge zwischen

Jahren Schäden aufwies: Korrosion,

Risse und undichte Muffen.

70,5 m und 92,6 m Länge auf.

Nach Begutachtung der Befunde

durch das Ingenieurbüro Team-

Bau (Bergzabern) wurde dem

Bauwerk ein »Altrohrzustand

Klasse 2« nach ATV A 127 attestiert:

Noch grabenlos sanierbar,

aber dringend sanierungsbedürftig.

Dass der marode Sammler

auch durch ein Wasserschutzgebiet

läuft, machte aus ihm ein

Projekt mit hoher Priorität für

den Netzbetreiber EWL Landau.

Das Sanierungskonzept setzte

auf grabenlose Sanierung in

Schlauchlining-Technologie. Im

Detail entschied man sich für die

lichthärtende, auf einem GFK-

Trägerschlauch basierende Ver-

Mehr Bild-

Information

auf

www.

baumagazin.eu

Zusatzproblem

Die vorhandenen Schächte stellten

eine spezielle Randbedingung

des Projektes dar; die massiven

Ortbetonschächte waren

als Rechteck-Profile 60 x 60 cm

ausgeführt – und damit zu klein

für das Einziehen der Liner in

den mächtigen Kanal. Mehrere

Schächte wurden abgebrochen

und durch neue Rundschächte

DN 1200/ DN 1500 ersetzt, über

die dann die Liner-Installationen

stattfanden. Die Niederlassung

Alzey der Swietelsky-Faber-Kanalsanierung

erhielt den

Auftrag: Sie hatte ein Schlauch -

lining mit dem lichthärtenden

GFK-Liner System »Alpha-Liner«

von Reline Europe angeboten.

Ein starkes Argument für

den Alpha-Liner war die Tatsache,

dass dieses System über die

in Landau geforderte DIBT-Zulassung

auch für Einbau-Nenn-

I P - B O D E N D U R C H S C H L A G - G E R Ä T E

Kanalrohr-

Erneuerung für

dynamisches und

hydraulisches Berstlining.

z.B: Die IP 130 mit PCS-

Kopf verdrängt marode

Kanalrohre und zieht im

gleichen Arbeitsgang neue

HDPE-Rohre ein. Bis zu

120 m Länge und mehr!

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Zum Einsatz kam mit dem Alpha-

Liner-System ein lichthärtender

GFK-Liner aus der Pfalz, was

jedoch bei der Systemwahl keine

Rolle spielte: Hier war die DIBT-

Zulassung für Nennweiten

oberhalb DN 1200 von großer

Bedeutung.

SWIETELSKY-FABER

Saubere Arbeit: Ausgehärteter

Alpha-Liner 1350/900 im

Landauer Mühlweg-Sammler.

weiten oberhalb von DN 1200

verfügt. Der Alpha-Liner besteht

aus vier Materialkomponenten:

Kern des Liners sind gewickelte

Schichten aus ECR-Glasfasern,

die werkseitig mit einem UVreaktiven

UP-Harz getränkt werden,

bei extremen Abwässern

optional auch mit lichthärtendem

VE-Harz. Nach außen

schützt eine Mehrschicht-Verbundfolie

den Liner gegen mechanische

Beschädigung und

vorzeitige Belichtung – die Folie

optimiert auch das Dehnungsverhalten

des Liners beim Einbauvorgang.

Weitere Komponente

ist eine innen liegende harzgetränkte

Polyestervlies-Schicht;

diese übernimmt die Funktion

der im technischen Regelwerk

geforderten Reinharz-Schicht

auf der Verschleiß-Seite des Liners.

Der Alphaliner erfüllt die

Forderung nach einer definiert

dicken Chemie- und Verschleißschicht.

Während des Einbauvorgangs

dient eine dreischichtige

Verbundfolie als Styrolsperre

und Einbauhilfe: Sie trennt die

noch nicht gehärtete Harz-getränkte

Innenschicht vom durchfahrenden

UV-Lampenzug und

wird nach Aushärtung des Liners

entfernt.

Ein 83 m langer Liner wie

der des Bauabschnitts im Bereich

des St.-Josef-Werks ist binnen

fünfeinhalb Stunden einsatzfertig

ausgehärtet. Alles in allem

dauerte es mit allen Vor- und Nebenarbeiten

zwei Wochen, die

300 m des Mühlweg-Sammlers

zu sanieren.



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11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 91


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> SEKISUI SPR EUROPE

Grabenlose Sanierung in Ansbach

Seit 2011 ist die Promenade in der fränkischen Stadt Ansbach eine Groß baustelle. Bis 2014 soll das Großvorhaben

der örtlichen Abwasser entsorgung (AWEAN), der Stadt und den Stadtwerken abgeschlossen sein. Eines der Teil -

projekte beinhaltet die unterirdische Infrastruktur für den zunehmenden Abwasser- und vor allem Regenwassertransport

zukunftssicher zu machen. Dazu wurden 220 m des gemauerten Abwasserkanals unter der Fahrbahn der

Promenade mit dem Wickelrohrverfahren saniert. Für das 1936 erbaute Eiprofil (Durchmesser 1 200/ 1 500 mm)

wurde das für Sonderprofile geeignete SPR-Verfahren von Sekisui SPR Europe gewählt, das von dem Bauunternehmen

KMG Pipe Technologies, ein Tochterunternehmen der Sekisui SPR Europe, installiert wurde.

Award-Fakten

Geplant und überwacht wurde

das Bauvorhaben vom Ingenieurbüro

i.u.t. – Ingenieure

aus Ansbach. Die AWEAN überzeugten

nicht nur die geringeren

Kosten der Wickelrohrtechnologie.

So war eine Sanierung in offener

Bauweise ausgeschlossen,

da es in der Vergangenheit bei

Tiefbauarbeiten immer Probleme

mit hochstehendem Grundwasser

gegeben hatte. Eine Änderung

des Grundwasserspiegels

stellt eine Gefahr für die Eichenpfähle

dar, auf denen viele

historische Bauwerke im

Schwemmland der Innenstadt

ruhen. Daher kam nur eine grabenlose

Sanierungslösung in Betracht.

Das Wickelrohrverfahren

bot auch den Vorteil, dass es nur

Standard-Kontrollschächte als

Zugang zum Kanal benötigte.

Auch die Sonderform des Eiprofils

und die Bögen innerhalb des

Kanals verlangten eine besondere

Lösung, die das SPR-Wickelrohrprodukt

erfüllte. Zudem

Japanische Auszeichnung für Ansbacher Wickelrohrprojekt

Das Wickelrohrverfahren hat sich in vielen Projekten bewährt. So kommt

es für Anwohner während der Sanierung hinsichtlich Lärm und Schmutz

nur zu geringfügigen Beeinträchtigungen. Gleichzeitig werden durch

den Einsatz des grabenlosen Verfahrens auch die Umwelt und historische

Gebäude geschont. Entwickelt wurde SPR von Sekisui Chemical, dem

Mutterkonzern der Sekisui SPR Europe, in Kooperation mit der Tokyo

Metropolitan Sewerage Service Corporation und Adachi Construction &

Industry. Für das Ansbach-Projekt wurde Sekisui Chemical mit dem

»Junkan no Michi Abwassersystem«-Award ausgezeichnet. Das japanische

Ministerium für Land, Infrastruktur, Transport und Tourismus ehrt

mit dem Preis Unternehmen für herausragende, nachhaltige Projekte im

Ausland. Naofumi Negishi, Präsident der Sekisui Chemical, nahm die Auszeichnung

im September in Tokio entgegen. Es war das zweite Mal in

diesem Jahr, dass die Sekisui Chemical für ihre Wickelrohrtechnologie

ausgezeichnet wurde. Im März hatte das Unternehmen bereits den

59. Okochi Memorial Preis für die Entwicklung und praktische Anwendung

des Wickelrohrprodukts SPR erhalten.

muss bei dem Verfahren der Kanal

für die Sanierung nicht trockengelegt

werden, Hausanschlüsse

und Zuläufe aus Nebenstraßen

blieben in Betrieb. Des

Weiteren war für den Starkregenabfluss

keine zusätzliche

Wasserhaltung erforderlich.

Wickelrohrmaschine

Unter kontrollierter Vorflut wurde

der 220 m lange Kanalabschnitt

mit dem SPR-Liner ausgekleidet,

indem ein Profilstreifen

aus PVC im Altrohr zu einem

neuen Rohr gewickelt wurde.

Die hierfür im Altrohr installierte

Wickelrohrmaschine wanderte

mit jeder Umdrehung mit dem

anwachsenden SPR-Rohr bis

zum Endpunkt mit. Der Wickelrohrrahmen

der Maschine wurde

unter Berücksichtigung des

für die Statik benötigten Ring -

raums an das Eiprofil des zu sanierenden

Rohres angepasst.

Die ca. 12 000 m Profilstreifen

wurden von oberirdisch nacheinander

stationierten Trommeln

über den Revisionsschacht in

den Kanal eingeführt und von

Die Wickelmaschine wird im

Kanal installiert und verbindet bei

jeder Umdrehung Nut und Feder

des SPR-Profilstreifens zu einem

neuen wasserdichten Rohr. Der

Wickelrohrrahmen der Maschine

wird an die Form und Größe des

zu sanierenden Rohrs angepasst.

der Maschine mithilfe einer Nutund

Feder-Mechanik zu einem

wasserdichten Liner verbunden.

So konnte ohne Unterbrechung

die Installationslänge saniert

werden. Seine statische Eigenschaft

erhielt der neue Liner

durch die Ringraumverfüllung

zwischen dem Wickel- und dem

Altrohr. Hierfür wurden ca.

80 m³ eines Hochleistungsmörtels

in den für die Statik notwendigen

Ringraum eingebracht.

Nach der Aushärtung übernimmt

die Mörtelschale mit einer

Beton-adäquaten Festigkeit

die statische Lastaufnahme des

Sanierungsgewerks. Der PVC-Liner

dient somit als Schalung, der

die Mörtelschale künftig vor

dem korrosiven Angriff des Abwassers

schützt.


Preisverleihung im September in Tokio: Repräsentanten der Sekisui

Chemical Co. Ltd. nahmen den MLIT-Preis gemeinsam mit Vertretern

der Tokyo Metropolitan Sewerage Service Corporation und Adachi

Construction & Industry Co. Ltd. entgegen.

92 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13

220 m Wickelrohr für eine intakte Infrastruktur: Nach Abschluss des

Wickelvorganges ist ein leistungsfähiger, wasserdichter Liner

entstanden.

SEKISUI SPR EUROPE


GEOZ/STADT ZÜRICH

> NEDO

Schachtstativ

für unterirdische Messungen

Um Kanalsysteme zu vermessen, wurden von der Abteilung für Geomatik

und Vermessung (GeoZ) der Stadt Zürich bisher zusätzlich zu tachymetrischen

Aufnahmen an der Oberfläche auch unterirdische Messungen an

Kanalkreuzungen durchgeführt. Um künftig alle Vermessungen überirdisch

durchzuführen, wurde ein Stativ benötigt, das es erlaubt, 3D-Laserscanner

durch den Schachtdeckel einzuführen. Mit dem Schachtstativ haben die

Nedo-Experten für Messtechnik eine Lösung entwickelt, die speziell für den

unterirdischen Einsatz konzipiert ist. Eine nahezu beliebig veränderbare

Zahnsäule soll Vermessungsarbeiten in bis zu 4 m Schachttiefe ermöglichen.

Die Horizontierung des Laserscanners

erfolgt über eine Dosenlibelle.

Die Kurbel zur Höhenverstellung

kann einfach mit einem

Akkuschrauber bedient werden.

Während bisher alle Stative die

Aufgabe hatten, ein Instrument

oberhalb der Erdoberfläche zu

positionieren, ist diese Anforderung

beim Schachtstativ genau

umgekehrt: Das Instrument muss

sicher nach unten führen.«

Thomas Fischer, Nedo-Geschäftsführer

Um unterirdische Kammerbauwerke

an den Kanalkreuzungen

vermessen zu können,

mussten die Mitarbeiter des

GeoZ bisher den Abstieg unter

die Erde auf sich nehmen und

dort mit Schnurlot, Nivellierlatte

und Entfernungsmesser arbeiten.

»In Zukunft soll ein Großteil

der Kammerbauwerke allerdings

mittels 3D-Laserscanner

von der Oberfläche aus erfasst

werden«, sagt Roman Wolf, Projektleiter

Geomatik der Stadt Zürich.

»Der Trend zu terrestrischen

Laserscannern bietet immer

vielseitigere Anwendungsmöglichkeiten

– lediglich ein geeignetes

Stativ für das Kanal-

Laserscanning zu finden, war

bisher eine Herausforderung.«

Dieses Problem hat Nedo nun

mit dem Schachtstativ gelöst.

»Während bisher alle Stative die

Aufgabe hatten, ein Instrument

oberhalb der Erdoberfläche zu

positionieren, ist diese Anforderung

beim Schachtstativ genau

umgekehrt: Das Instrument

muss sicher nach unten führen«,

erläutert Nedo-Geschäftsführer

Thomas Fischer.

Stabile Bewegung hoher Lasten

Da die 3D-Laserscanner sehr

schwer sind und ein Schwingen

des Instruments im Schacht zu

falschen Messergebnissen führen

kann, muss das Stativ besonders

robust sein. Stativkopf und

Kurbelgehäuse sind daher aus einem

Aluminium-Druckguss gefertigt.

»Das Schachtstativ ist modular

aufgebaut und flexibel einsetzbar«,

so Wolf. »Mit den mitgelieferten

Zahnsäulenelementen

von je 1 m kann genau die

Schachttiefe von 4 m abgedeckt

werden, die wir für unsere Vermessungsarbeiten

benötigen.«

Die Zahnsäule ist das Herzstück

des Stativs: Mit einer eingebrachten

Verzahnung versehen, kann

sie nahezu beliebig erweitert

werden.


> SEBAKMT

Online arbeiten

mit Inspektionssystem

Das von der Firma SebaKMT angebotene vCam-5-Rohr-Inspektionssystem

ermöglicht die Aufzeichnung von Videos und die Erfassung von Standbildern

in Abwasserkanälen bzw. -rohren. Rohrquerschnitte sind von 25 mm bis 450

mm möglich, die verfügbaren Schubkabellängen betragen 30 m, 60 m und

120 m. Die Farb-Kameras liefern ab 34 mm ein aufrechtes Bild.

vCam-5 Inspektionssystem.

BSB

machines and vehicles


Ein Bedienmodul, dessen

leichtes, ergonomisches Design

für den Einsatz bei starken

Belastungen konzipiert und

spritzwassergeschützt ist, rundet

das System von SebaKMT ab.

Für die Nahaufnahme

von Objekten

hilft ein Vierfach-

Digitalzoom. Eine

Wi-Fi-Schnittstelle ermöglicht

die Bildübertragung an ein

Notebook, ein Tablet-PC oder

mithilfe einer App direkt auf das

Smartphone (Android, Apple

und Blackberry) ohne lästige Kabelverbindungen.

Bei der Produktentwicklung

standen Benutzerfreundlichkeit,

eine

lange Lebensdauer und eine

hohe Zuverlässigkeit

im Vordergrund. Das

vCam-5-Bedienmodul soll

einen störungsfreien Betrieb

ohne Ausfallzeiten

ermöglichen. Das System

speichert die aufgenommenen

Daten auf einer internen

Festplatte, auf

USB-Sticks oder SD-Karten.

Zur Standardausstattung

gehören ein Textwriter,

eine Ortungssonde,

ein

internes Mikrofon,

eingebaute Akkus,

ein Kameraprüfanschluss

und eine Software-Schnittstelle.


SEBA KMT

Baggeranbausauger

TC2

BSB-Saugbagger und Zweiwegetechnik

Stefan Mattes GmbH & Co KG

Vulkanstraße 13

10367 Berlin

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11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 93


Schalung und Gerüste –

Schalungssysteme,

Arbeitsgerüste,

Betonsanierung,

Betonpumpen,

Betonbau

Ausrüstung und Zubehör

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Ein außergewöhnlicher Entwurf:

die neue Pariser Philharmonie, die

zurzeit im Osten der Stadt im Park

de la Villette entsteht.

JEAN NOUVEL – ARTE FACTORY

> HARSCO INFRASTRUCTURE

Traggerüste für Frankreichs größten Konzertsaal

HARSCO (2)

Die außergewöhnliche Formgebung lässt es erahnen: Die neue Pariser Philharmonie ist ein Bauprojekt höchster

Ansprüche. Im Streben nach einem idealen Klangraum hat Architekt Jean Nouvel einen Entwurf erarbeitet, dem

die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Akustik zugrunde liegen. Größtmögliche Lärmdämmung,

Schwingungsdämpfung und -isolierung bestimmen die Ausführung des 52 m hohen Gebäude komplexes.

Entsprechend aufwendig gestaltet sich dessen Rohbau, den die französische Tochtergesellschaft von Harsco

Infrastructure mit der ingenieurtechnischen Planung, Lieferung und Ausführung anspruchsvoller Traggerüst -

lösungen begleitet.

Auf einer Nutzfläche von

rund 20 000 m² entsteht im

Osten von Paris im Parc de la Villette

die neue Philharmonie.

Herzstück des mit 218 Mio. Euro

veranschlagten Projektes ist der

von einer Doppelhülle aus Beton

und Putz umgebene Konzertsaal

mit 2 400 Sitzplätzen, die um

den Orchesterraum angeordnet

sind. Hinzu kommen eine Empfangshalle,

Eingangsbereiche,

Alle für den Rohbau der neuen Pariser Philharmonie benötigten

Traggerüst- und Unterstützungslösungen werden von Harsco Infrastructure

entwickelt, geliefert und montiert.

sechs Probensäle, zehn Probenstudios,

ein Bereich für musikpädagogische

Projekte, Verwaltungsräume

für Orchester, Ausstellungsbereiche,

ein Restaurant

und Haustechnikräume. Als

optisches Highlight umfasst ein

gewaltiger Rechteckbogen die

Gebäudestruktur. Er wird künftig

als Projektionsfläche dienen.

Schallbrücken vermeiden

Bis zur Fertigstellung des Projektes

Ende 2014 hat die bauausführende

Arge unter Federführung

von Bouygues Bâtiment Ile-de-

France einige Herausforderungen

zu meistern. Die konsequente

bauliche Trennung einzelner

Strukturen sowie eine besondere

Ausführung der Stoßstellen

zwischen Wand und Boden sowie

Wand und Decke innerhalb

der einzelnen Bauteile sollen

Schallbrücken vermeiden und so

die Übertragung von Körperund

Luftschall auf ein Minimum

reduzieren. Das erfordert besondere

Arbeitsweisen. Seit Mai

2012 laufen die Rohbauarbeiten.

Dabei sind es an vielen Stellen

vor allem die hohen abzuleitenden

Lasten, die den Bau des Konzertgebäudes

so anspruchsvoll

machen. Beispielsweise bei der

Herstellung des von Pfeilern getragenen

schwingungsgedämpften

Daches oder anderer

»schwimmender« Decken und

Bauteile.

Alle für den Rohbau benötigten

Traggerüst- und Unterstützungslösungen

werden von

Harsco Infrastructure entwickelt,

geliefert und montiert.

Rund 500 t Harsco-Material sind

derzeit auf der Baustelle – unter

anderem Stützentürme aus Aluminium,

Schwerlaststützen wie

auch das 2010 eingeführte Infra-

Kit-System. Letzteres eignet sich

vor allem für weit gespannte

Überbrückungs- sowie hohe

Tragkonstruktionen. Basis dieses

vielfältig einsetzbaren Systems

sind die bewährte Last -

rahmenstütze mit bis zu 210 kN

Tragkraft pro Stütze und Joch -

träger. Mit den beiden Standard -

94 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


Große Höhen und enorme

abzuleitende Lasten machen den

Trag gerüstbau beim Bau der

Pariser Philharmonie zu einer

anspruchsvollen Aufgabe.

bauteilen lassen sich vielfältige

Schwerlast-Lösungen entsprechend

europäischer Sicherheitsstandards

realisieren. Ebenfalls

im Einsatz vor Ort: die 6,1 m x

2,54 m große Ténor-Deckenschaltafel

(Stahlrahmen plus

18 mm starker Sperrholz-Schalhaut),

die auf der Pariser Baustelle

vor allem als tragfähige

und sichere Arbeitsplattform

eingesetzt wird.

Enges Miteinander in Planung

und Ausführung

Jede Traggerüstlösung entsteht

in partnerschaftlicher Zusammenarbeit

zwischen der Baustelle

und der technischen Planungsabteilung

von Harsco Infrastructure.

Neben logistischen

Herausforderungen und planerischen

Zwängen stellt die Komplexität

der Ausführung hohe

Ansprüche an die Kompetenz

und den Einfallsreichtum der

Planer. Mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit

entwickeln die

Harsco-Experten und die Baustelle

gemeinsam kreative und

innovative Lösungsansätze. Dazu

gehört beispielsweise das

Umleiten und Verteilen besonders

hoher Lasten, um Materialund

Arbeitskosten einzusparen.

Annähernd 500 Konstruktionspläne

für die Traggerüstlösungen

sind der Beleg dieser intensiven

Planung. Montiert werden

die Traggerüste von einem Team

aus 25 Harsco Infrastructure

Mitarbeitern und zwei Projektleitern.


> MEVA

Flottes Bautempo

in Kolumbien

In Kolumbien läuft der Wohnungsbau auf Hochtouren: In Barranquilla wird

derzeit die Wohnsiedlung »Las Gardenias« errichtet, im ersten Schritt

werden dort 3 000 Sozialwohnungen gebaut, anschließend folgen weitere

2 000 Wohnungen. In Kolumbien wird beim Wohnungsbau traditionell kein

Kran benutzt. Wände und Decken werden bei diesem Projekt gleichzeitig

betoniert, um Zeit einzusparen. Statt mit Verputz werden die Wände in

Sichtbeton ausgeführt. Gefordert war eine leichte und dennoch robuste

Handschalung, pflegeleicht, schnell auf- und abzubauen, vielseitig

einsetzbar und mit einer Schalhaut, die auch im Tropenklima eine gleichbleibend

hohe Sichtbetonqualität liefert. Die Wahl fiel auf die Alufix-

Handschalung mit der Alkus-Vollkunststoff-Platte als Schalhaut. Die Alufix

lässt sich als Wand- und als Deckenschalung einsetzen, ist leicht und

dennoch robust.

Die 5 000 Wohnungen verteilen

sich auf zwölf Wohnblöcke

mit insgesamt 250 Gebäuden,

jedes mit fünf Etagen mit je

vier Wohnungen. Der Grundriss

ist bei allen Gebäuden identisch.

Die Wände sind 2,3 m hoch und

8 cm dick, die Decken haben eine

Stärke von 10 cm. Für den Einsatz

als Deckenschalung benötigt

man bei der Alufix lediglich

die Standardelemente, Stützen

und Stützenköpfe. Mit dem Doppeleinsatz

der Alufix als Wand-

Wettbewerbsvorteil durch vorgefertigte Bewehrungselemente

> schnell > dynamisch > sicher

- Reduzierung der Verlegezeit um bis zu 80%

- Bis zu 40% weniger Betonstahl

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11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 95


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lungseinsatz doch unterschiedlichste

Ansprüche erfüllen und

gleichzeitig auf eine wirtschaftlich

optimale Lagerhaltung achten.

Vielseitig einsetzbare Systeme

wie die Alufix tragen hier

zum Erfolg bei.


MEVA

Schnörkellos in der Architektur, praktisch zum Wohnen: Die ersten Sozialwohnungen sind im Bau. Das

Obergeschoss ist mit der Alufix für die Betonage der Wände und Decken vorbereitet.

und als Deckenschalung wurden

die wesentlichen Anforderungen

erfüllt: keine unterschiedlichen

oder komplexen Systeme

mit erhöhtem Lernaufwand für

das Baustellenpersonal, das hier

erstmals Schalung europäischer

Produktion statt kolumbianische

Schalung mit Holzplatte einsetzt;

keine aufwendige Vorratshaltung;

keine Vielzahl unterschiedlicher

Zubehörteile.

Mit ihrer Frischbetondruckaufnahme

von 55 kN/m² erlaubt

die Alufix ein beliebig schnelles

Betonieren bis 2,64 m Höhe. Die

2,3 m hohen Wände einer Etage

können in einem Zug betoniert

werden. Gleichzeitig mit den

Wänden wird die Decke betoniert.

Nach fünf Einsätzen mit

demselben Satz Schalung ist ein

Gebäude komplett fertig. Aufgrund

der hohen Temperaturen

von 25 bis 35°C bindet der Beton

schnell ab und die Schalung ist

schnell wiederverwendbar. Für

Zeitgewinn sorgt auch die Alkus-

Vollkunststoff-Platte. Sie wird

direkt auf der Baustelle gereinigt

und mit identischem Material

repariert, zum Beispiel Nagel -

löcher. Dadurch werden Fahrten

zum Lager vermieden, ebenso

Ausfälle und Verzögerungen im

Bauablauf.

System für unterschiedliche

Ansprüche und Bauweisen

In Mitteleuropa wird die Alufix

auch bei der Wohnungssanierung

benutzt, überall dort, wo

kein Kraneinsatz möglich ist. Auf

den Philippinen – und auch in

Vorderasien – werden beim

Wohnungsbau die Innenwände

erst nach der Deckenbetonage

erstellt. Je nach Land und Kontinent

variiert beim Wohnungsbau

die Bauweise aus Tradition,

aus technischen, finanziellen

oder anderen Gründen. Für international

agierende Bauunternehmen

ist dies eine Herausforderung,

müssen sie beim Scha-

Leicht und handlich: Auch bei

drückender Tropenschwüle kann

ein Arbeiter allein problemlos die

Alufix-Elemente transportieren.

Vielseitiger Einsatz für Wand und

Decke. Der Auf- und Abbau

erfolgt schnell und ohne Hilfsmittel

direkt durch die Arbeiter.

Produkt-Fakten

Modulares Sicherheitssystem für alle MEVA-Wandschalungen

Die Anforderungen an die Arbeitssicherheit auf Baustellen wachsen

beständig. Das gilt vor allem für das Arbeiten in der Höhe, wo je nach Bauteil

und Lage ab 1 m Höhe Absturzsicherungen vorgeschrieben sind. Für

maximale Sicherheit am Bau bietet MEVA seit Jahren als schnell einsetzbare

Komplettlösung die Wandschalung Startec-Securit mit integrierter

Betonierbühne inklusive Geländer und Leiter an. Die Sicherheitskomponenten

der Startec-Securit sind nun auch als eigenständiges, modulares

Sicherheitssystem als Securitbasic im Programm. Damit lassen sich alle

MEVA-Wandschalungen je nach den lokalen Vorschriften und Gegebenheiten

sicherheitstechnisch nachrüsten. Auf der letzten Bauma vor -

gestellt, ist Securitbasic bereits in der Schweiz im Einsatz. Hier errichtet in

der Gemeinde Stein im Kanton Aargau der Pharma-Konzern Novartis eine

neue Produktionshalle. Das ausführende Bauunternehmen betoniert die

hohen Wände mit der MEVA-Großflächen schalung Mammut 350, die hier

mit dem Sicherheitssystem Securitbasic zum Einsatz kommt.

Die Securit-Plattform (optional mit Durchstiegsluke und Leiter, die mit

dem Rücken zur Schalung bestiegen wird), der Rückenschutz, die Frontund

Stirngeländer sind die Basiskomponenten von Securitbasic. Ausgleichs-

und Inneneckbühnen erlauben den Einsatz an beliebigen Wandgeometrien;

bei höheren Wänden werden die Plattformen auf mehreren

Ebenen übereinander angebracht.

Plattformlängen von 1,25 m bis 2,5 m erlauben eine einfache und flexible

Anpassung an den jeweiligen Schalungsaufbau und das verwendete

Wandschalungssystem. Für komfortables und sicheres Arbeiten sorgt die

Plattformbreite von 75 cm. Der Plattformbelag

kann je nach Anforderung oder Präferenz

frei gewählt werden: Zur Auswahl stehen

einfache, bau seitige Holzbohlen, vorgefertigter

Holzbohlen- oder Aluminiumbelag oder

als Top-Ausstattung der vorgefertigte rutschfeste

Riffelblechbelag aus Aluminium,

optional mit integrierter Durchstiegsluke und

Leiter. Diese Top-Ausstattung wurde für den

Einsatz auf der Novartis-Baustelle gewählt.

Securitbasic wird einfach und sicher zu

ebener Erde an die Wandschalung montiert

und mit ihr als komplette Einheit per Kran

gestellt und umgesetzt. Die Securitbasic-Komponenten

werden wie alle MEVA-Zubehörteile

mit der Laufkonsole an der eingeschweißten

DW-Mutter in der Funktionsstrebe

angebracht – ohne zusätzliche Teile

oder Befestigungen, die wegrutschen

könnten.

Eine besondere Eigenschaft von Securitbasic

ist, dass keine Richtkonsole den Belag durchstößt

und zur Stolperfalle wird, denn die

Hier kommt die Securitbasic

an der Wand -

schalung Mammut 350

auf mehreren Ebenen

zum Einsatz. Die Richtkonsolen

sind am

Rücken der Laufkonsolen

befestigt –

außerhalb des Plattformbelages.

Richtkonsolen werden am Rücken der Laufkonsole befestigt. Ein weiteres

Plus: Die Funktionsstreben bleiben für andere Aufgaben frei.

96 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


Die geforderten Turmhöhen von

bis zu 17 m waren aufgrund der

maximalen Abstützungshöhe

von 24,6 m ebenfalls problemlos

zu lösen.

ISCHEBECK

Die Sonderlösungen von

Ischebeck haben super funktioniert.

Die Schalungsvorschläge wurden

nahezu 1:1 umgesetzt.«

Michael Feige und Heinz Achterberg,

Baustellenpoliere

> ISCHEBECK

Komplexe Schalungsaufgabe

beim Uni-Neubau

Mit neuen Institutsgebäuden geht

die Uni Rostock in das Rennen um

einen Platz in der Spitzengruppe

unter den deutschen Hochschulen.

Die viel fältigen Anforderungen für

den Bau wurden mit Schalungs -

systemen von Ischebeck realisiert.

Für das neue Institut für Physik

der Uni Rostock wurden

ein je viergeschossiges Forschungs-

und ein Hörsaalgebäude

gebaut. Auf der Nutzfläche

von 9 500 m² befinden sich u. a.

Forschungslabore verschiedener

Fakultäten, drei Hörsäle und

weitere, auf die Nutzung von Forschung

und Lehre abgestimmte

Räumlichkeiten. Schwingungsentkoppelte

Fundamente im Bereich

der sensiblen Labortechnik,

nicht-magnetische Bewehrung

der Bodenplatten und die

große Vielfalt individueller

Grundrisse mussten von den Planern

des Rohbauunternehmers,

der Berliner Bateg Ingenieurbau,

in die Kalkulation einbezogen

werden. Die Entscheidung, den

Rohbau mit Schalungslösungen

von Ischebeck zu realisieren,

bringt Oberbauleiter Seebe auf

den Punkt: »Wir kennen das Material

und das System. Es ist

kleinteilig, sprich: einfach in der

Handhabung; es ist leicht verständlich

– wichtig für unsere

Handwerker bzw. Einschaler. Daher

ist es wirtschaftlich und vor

allem: Es funktioniert!« Die geforderten

Turmhöhen von bis zu

17 m waren aufgrund der maximal

möglichen Abstützungshöhe

von 24,6 m ebenfalls problemlos

zu lösen.

Viele individuelle Grundrisse

und schneller Baufortschritt

Nach Grundsteinlegung im August

2011 wurden die viergeschossigen

Gebäude auf zwei benachbarten

Baufeldern realisiert.

Die vielfältigen, teilweise

sehr großflächigen Grundrisse

konnten mit dem Combi-Paneel

Titan HV zügig geschalt werden.

Das System ist gekennzeichnet

durch geringes Gewicht der Einzelteile

(maximal 16,5 kg) sowie

die Möglichkeit auch von unten

einzuschalen. Dazu wird das Paneel

aufgelegt und rastet auf der

Gegenseite über das integrierte

Schwenklager ein. Das Ausschalen

nach schon drei Tagen wird

durch das Fallkopfsystem, bei

dem die Stützen automatisch als

Nachlaufstützen stehen bleiben,

sichergestellt. Die Deckenfläche

von annähernd 18 500 m² wurde

so in kürzester Zeit realisiert.

Die Auskragungen an den Gebäudekanten

der anspruchsvollen

Architektur wurden mit der Alu-

Flex-Deckenschalung und Alu-

Schalungsträgern Titan 120 umgesetzt.

Die hohe Maßhaltigkeit,

das geringe Gewicht von

2,9 kg/m sowie das witterungsbeständige

Material ohne Aufquellen

durch Nässe und hoher

Verschleißwiderstand erleichterte

die Umsetzung der Vorgaben

während der teils ungewöhnlich

langen witterungsbedingt

feuchten Bauphase.

Zwei Baufelder und drei Krane

Die zwei 60 x 60 m langen Baufelder

mussten mit drei Kranen beschickt

werden, ohne den Verkehr

auf dem Campusweg zwischen

den Baufeldern zu beeinträchtigen.

Die systemeigenen

Lösungen von Ischebeck hinsichtlich

Transport und Lagerung

waren hier hilfreich für den

reibungslosen Ablauf. Unterstützt

wurden die Rohbauer von

ausgearbeiteten Schalungsvorschlägen

der Ischebeck-Ingenieure

und dem Vertriebsteam

der Berliner Niederlassung von

Robusta-Gaukel. Die Baustellenpoliere

Michael Feige und Heinz

Achterberg sind sich einig: »Die

Sonderlösungen von Ischebeck

haben super funktioniert. Die

Schalungsvorschläge wurden nahezu

1:1 umgesetzt.« Die Nutzungsübergabe

der Gebäude ist

für 2015 geplant. Vier Jahre später,

pünktlich zum 600-jährigen

Jubiläum, will die Uni Rostock in

die Gruppe der Spitzenuniversitäten

Deutschlands aufgerückt

sein. Das Ischebeck-Mietmaterial

wird bis dahin noch etliche Male

den Weg der Bateg-Ingenieurbau

kreuzen.


11/13 ______ www.bauMAGAZIN.eu ______ 97


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> MAYER SCHALTECHNIK

Sichtbeton macht Schule

An der Großbaustelle des musischen Gymnasiums in Freising laufen die

Bauarbeiten für einen Aula-Komplex auf vollen Touren. Rund 15 Mio. Euro

investiert der Landkreis Freising in das Projekt, das sich nach den Entwürfen

des Nürnberger Architekturbüros stm architeken Stößlein + Mertenbacher

im Nordwesten des Geländes anordnet. Bei den anspruchsvollen Schalungsarbeiten

kam das leistungsfähige Teleskop-Trägerschalungs-System Primax

von Mayer Schal technik zum Einsatz.

Der Erweiterungsbau des Camerloher-Gymnasiums

mit

einer Grundfläche von 2 500 m²

gliedert sich in fünf Bereiche: eine

Sporthalle, ein Mittagsbetreuungsbereich,

Fachräume für den

Musikunterricht, eine Bibliothek

sowie eine Aula, die nicht nur als

Pausenhalle, sondern auch für

Veranstaltungszwecke genutzt

werden kann.

Im August 2012 begann das

Bauunternehmen Backer-Bau

aus Hainichen mit den Rohbauarbeiten

des viergeschossigen

Sichtbeton-Bauwerks. Die Anforderungen

an die Betonoberflächen

in den Sichtbetonklassen

SB 3 oder SB 4 waren anspruchsvoll:

Während einige Wände in

Brettstruktur auszuführen waren,

sollten andere Bereiche keine

horizontalen Schalhautstöße

aufweisen. Zudem war die symmetrische

Ankerstelleneinteilung

für jedes Stockwerk unterschiedlich

vorgegeben.

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Auf höchstmögliche

Anforderungen ausgelegt

Durch die langen Erfahrungen

im Sichtbetonbau war man sich

bei Backer-Bau im Klaren, welche

Herausforderung diese Vorgaben

darstellten. Sowohl für die

Arbeitsvorbereitung als auch für

die Schalungstruppe auf der Baustelle.

Backer entschied sich für

das leistungsfähige Teleskop-

Trägerschalungs-System Primax

von Mayer Schaltechnik. Die besonders

steifen Stahlträger-Roste

der Primax-Schalung sind auf

bis zu 100 kN/m² Frischbetondruck

– unter Einhaltung der

Ebenheitstoleranzen nach DIN

18202, Tabelle 3, Zeile 7 – ausgelegt,

was den höchstmöglichen

Anforderungen entspricht.

Nach den architektonischen

Vorgaben waren die Wände der

Aula in Teilbereichen bis zu einer

Höhe von rund 3 m in Brettstruktur

auszuführen und im oberen

Bereich in glattem Sichtbeton.

Dazu mussten auf 4 m hohen Primax

Elementen einzelne 3 m lange

Bretter montiert werden. Die

unregelmäßige Struktur wurde

durch unterschiedliche Breiten

und Stärken der Bretter erzielt.

Das gleiche Element wurde oberhalb

der Bretter mit der für Sichtbeton

bewährten Kunststoffverbundplatte

Longlife belegt, um

im Bereich der einbindenden

Dachträger eine glatte Ober -

fläche zu erzielen. Auch die hier

vorgegebenen äußerst großen

Ankerstellenabstände (vertikal

1,623 m, horizontal 1,485 m)

stellten für die besonders steifen

Primax-Elemente kein Problem

dar.

Für die Wände der Klassenzimmer

und Treppenhäuser waren

in den jeweiligen Stockwerken

unterschiedliche Wandansichten

vorgesehen: So durften

keine horizontalen Schalhautstö-

MAYER

Mit der Vario-Klemme lassen sich die Riegellagen stufenlos variieren.

ße sichtbar sein und zudem waren

die symmetrischen Ankerstellen

auf jeder Etage unterschiedlich

auszuführen. Spätestens

hier sah man sich bei Backer-Bau

darin betätigt, das richte

Schalungssystem gewählt zu

haben: Primax ist nach Anbieterangaben

das einzige System, bei

dem sich die Riegellagen stufenlos

variieren lassen. Mithilfe der

Primax-Variklemme ist es möglich,

die Ankerlagen in jeder gewünschten

Höhe auszuführen.

Damit lassen sich nahezu alle

kreativen Gestaltungsideen hinsichtlich

Fugenbild und Ankeranordnung

erfüllen. Insgesamt

erstellte das Backer-Team circa

3 450 m² Sichtbetonflächen, davon

ca. 450 m² mit Brettstruktur

und ca. 3 000 m² mit absolut ebenen

und glatten Oberflächen.

Da bei Primax die Schalhaut von

der Elementrückseite aus verschraubt

wird, entstanden keine

Abdrücke auf der Betonober -

fläche.


Mehr Bild-

Information

auf

www.

baumagazin.eu

98 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13


> RSB FORMWORK TECHNOLOGY

Spezialschalungen für Rundbauten

In Saudi-Arabien entsteht ein

Gebäude in Form einer Weltkugel,

RSB liefert hierfür die Schalung.

Die Firma RSB Formwork Technology hat seit Anfang des Jahres Aufträge

für rund 30 Projekte entgegengenommen. Weltweite Nachfrage aus Saudi-

Arabien, Kuwait, aber auch aus Europa zeigt das besondere Interesse an den

spezialisierten Schalungssystemen. Derzeit wird in Riad (Saudi-Arabien) ein

Gebäude in Form einer Weltkugel gebaut, wofür RSB die Schalung liefert

und in Kuwait entstehen mit zylinder- und trichterförmigen Schalungen

Wassertürme.

Die Weltkugel wird als Auditorium

genutzt und gilt als das

Prestigeprojekt für den Auftraggeber,

die Saudi Press Agency.

Mit einem Durchmesser von

25,5 m wird die Weltkugel direkt

an den Bürotrakt des Unternehmens

angebaut. Durch diesen

Verbindungstrakt muss eine große

Öffnung geschalt werden, für

RSB eine spannende Herausforderung.

Innerhalb einer Bauzeit

von acht Monaten wird das Gebäude

geschalt.

In Kuwait errichtet RSB zylinder-

und trichterförmige Scha-

lungen für neun Wassertürme,

die die Wasserversorgung sichern

helfen sollen. Jedes Bauwerk

hat eine Höhe von 48 m

und einen Durchmesser von

32 m. Auftraggeber Pierre Haddad,

bestätigt: »Wir haben uns

für RSB entschieden, da es die

einzigen Spezialisten waren, die

diese Wassertürme innerhalb

von zwei Jahren errichten können.«

In Eiform entsteht zudem

derzeit in Kassel ein Klärbehälter

mit einer Höhe von 40,5 m

und einem Fassungsvermögen

von 7 500 m³. Drei weitere Aufträge

für Kläranlagen sind derzeit

in Japan im Auftrag. Geschäftsführer

Stefan Durig ist

stolz auf sein Team: »Das gesamte

RSB-Team arbeitet mit vollem

Elan und Motivation an den

bestehenden Baustellen. Die

derzeitigen Großaufträge be -

stätigen unser jahrelanges

Know-how im Bereich der Spezialschalungen.«

Die strategische

Ausrichtung und die Fokussierung

in den Bereichen Spezialschalungen

und Tunnelbau sollen

zudem weiter ausgebaut

werden.


RSB

Neun Wassertürme entstehen in Kuwait.

In Eiform entsteht derzeit in

Kassel ein Klärbehälter mit einer

Höhe von 40,5 m und einem

Fassungsvermögen von 7 500 m³.


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> BAM

Basis für besonders ökologisches Bürogebäude

BAM

Vorkonfektionierte Bewehrungselemente sollen beim NuOffice rund

40 % Verlegezeit und tonnenweise CO₂ sparen helfen.

Wirtschaftlichkeit mit Arbeitsplatzqualität und Ökologie verbinden – dieser

Nachhaltigkeitsgedanke ist das Leitmotiv hinter dem in München ent -

stehenden NuOffice-Bürokomplex. Dabei wurde nicht nur mit der Fraunhofer-Gesellschaft

ein innovatives Konzept für einen möglichst geringen

Primärenergiebedarf entwickelt; auch beim Bau wurde auf Effizienz und

Umweltfreundlichkeit geachtet. So kam im aktuellen zweiten Bauabschnitt

die Bamtec-Bewehrungstechnologie zum Einsatz, wodurch die Verlegezeit

um etwa 30 % verkürzt werden konnte. Gleichzeitig sparte die Maß -

anfertigung der Deckenbewehrungselemente rund 7 % Baustahl ein und

verhinderte damit pro Tonne Stahl fast 600 kg CO₂-Emissionen.

NuOffice-Projekt in München-

Schwabing.

100 ______ www.bau MAGAZIN.eu ______ 11/13

Im Sommer 2014 soll der zweite

von drei Abschnitten des Nu-

Office im Norden Schwabings

fertig gestellt sein. Das Bürogebäude

bietet 11 500 m² vermietbare

Fläche. Augenmerk wurde

bei der Konzeption vor allem auf

die Ökobilanz gelegt: möglichst

wenig Energie- und Wasserverbrauch,

möglichst geringer CO₂-

Ausstoß. Dafür erhielt der Komplex

bereits jetzt die LEED-Zertifizierung

in Platin im Bereich

»Core and Shell« – mit der höchsten

bisher je vergebenen Punktzahl.

Schnellere Verlegung

mit weniger Arbeitsaufwand

Grundlage des Projekts ist ein enger

Zeitplan, schon im Herbst

2015 soll der dritte Teil abgeschlossen

werden. »Aufgrund

der geringen Bauzeit haben wir

uns für Bamtec entschieden«, berichtet

Markus Trainer, Bauleiter

bei der M. Haseitl Baugesellschaft.

Das System der Schweizer

BAM verbindet die Arbeit

des Statikers mittels Datenverarbeitungstechnik

direkt mit der

Produktion der Bewehrung, um

so je nach Fläche maßgefertigte

Elemente vorkonfektionieren zu

können. Dazu wird zunächst

über Finite-Elemente-Berechnungen

(FEM) für jeden Punkt

die erforderliche Bewehrung ermittelt.

»Daraus erstellen wir einen

Bewehrungsplan, in dem

Länge, Durchmesser und Abstände

für jeden Stahlstab entsprechend

festgelegt sind«, erklärt

Michael Becker, Inhaber

der BT Bewehrungstechnik, die

die Bewehrung für das NuOffice

herstellte. Via CAM-Files wird

die Aufstellung automatisiert

von einer Produktionsanlage abgearbeitet.

In dieser werden die

Stäbe nach ihrer Stärke ausgewählt,

zurechtgeschnitten und

im richtigen Abstand und der

vorgegebenen Reihenfolge auf

ein Trägerband aus 1,6 mm dickem

Federstahl geschweißt.

Für jede der beiden Bewehrungsrichtungen

entsteht ein separates

Element. Die fertigen

Konstruktionen werden aufgerollt

und lassen sich einfach zur

Baustelle transportieren. Vor Ort

muss die Bewehrung nur noch

positioniert und ausgerollt werden.

Ein aufwendiges Anordnen

und Verrödeln entfällt. »Für unsere

Arbeiter war das eine echte

Erleichterung und kam entsprechend

gut an«, erzählt Trainer.

»Wir konnten damit gegenüber

herkömmlicher Bewehrungstechnik

rund 30 % Zeit sparen.«

1 542 maßgeschneiderte

Bewehrungselemente verbaut

Die Elemente sind bei diesem

Verfahren genau auf den Baukörper

abgestimmt, selbst größere

Aussparungen können berücksichtigt

und direkt in die Geometrie

eingearbeitet werden. Beim

modernen Design des Bürohauses

kam diese Flexibilität besonders

bei den zahlreichen Schrägen

zum Tragen. »Es wurden

teils Elemente benötigt, in denen

jeder Stab eine andere Länge hatte«,

berichtet Becker. Für solche

Anforderungen müsste man üblicherweise

die Eisen vor Ort zuschneiden

oder aus einzelnen,

zuvor abgelängten Stäben mühsam

die richtige Abfolge zusammensuchen.

»Die Bamtec-Teile

wurden dagegen wie ein Maßanzug

als fertige Bewehrung geliefert.«

Neben Arbeitszeit und -aufwand

verringert das System

aber auch die CO₂-Bilanz der

Bauteile: »Durch die vollautomatische

Produktion können die

Stabstähle stärker gestaffelt werden,

was bei der üblichen Einzelstabbewehrung

wenn überhaupt

dann nur mit großem Aufwand

möglich wäre«, führt

Franz Häussler, Geschäftsführer

Die Bamtec-Teile wurden wie

ein Maßanzug als fertige

Bewehrung geliefert.«

Michael Becker, Inhaber BT Bewehrungstechnik

von Häussler Innovation und

Sohn des Entwicklers der Technik,

aus. Auf diese Weise ließ sich

die Stahlmenge für die Geschossdecken

des zweiten NuOffice-

Teils um rund 7 % reduzieren.

Da die Erzeugung 1 t Baustahls

mit knapp 600 kg CO₂ zu Buche

schlägt, leistet die Bewehrung einen

wichtigen Beitrag zur ökologischen

Zielsetzung des Komplexes.

Insgesamt wurden im NuOffice

1 542 Einzelelemente mit zusammen

rund 610 t Stahl in der

Bodenplatte, den Decken und

den Wänden der beiden Untergeschosse

verbaut. Zur Positionierung

der Wandbewehrung wurde

dabei ein neuartiges Hebesystem

getestet, mit dem bis zu

100 m² große Bauteile sicher

und schnell an ihren Platz gebracht

werden können. »Die Elemente

werden dazu auf dem Gerät

ausgerollt, vormontiert und

zuverlässig fixiert. So können sie

dann als vollständige innere

oder äußere Wandbewehrung

eingehoben werden«, erläutert

Häussler das Prinzip des Prototypen.

Die Einbauzeit ließe sich

damit künftig um rund 60 % verkürzen.


BILFINGER INDUSTRIAL SERVICES

Mit der magnetischen Verankerung

sollen die Kosten für

Gerüste an Tanks und anderen

Bauteile sinken, bei denen keine

Sicherungen durch Anschweißen

oder Bohren angebracht werden

können.

rüstverankerung wird vor Ort eine

spezielle Testapparatur eingesetzt,

um die Zuverlässigkeit für

jede einzelne Verankerung zu gewährleisten.

Bei der Magnetverankerung

kommen Magnete zum Einsatz,

die sich in der Industrie für eine

Reihe von Anwendungen bewährt

haben. So werden Magnete

beispielsweise in der Seil- und

Hebetechnik zum Anheben

schwerer Lasten eingesetzt.

Dazu Ruud van Doorn, Chief

Executive Officer bei Bilfinger Industrial

Services Belgien/ Niederlande:

»Wir beobachten bei

unseren Auftraggebern den

wachsenden Druck, Instandhaltungsarbeiten

sicher und kosteneffizient

auszuführen. Die Einführung

magnetischer Ankerpunkte

im Gerüstbau ist ein

ausgezeichnetes Beispiel dafür,

wie Bilfinger dazu einen Beitrag

leistet.«


> BILFINGER INDUSTRIAL SERVICES

Magnetische

Gerüstverankerungen vorgestellt

In der Industrie werden hohe Gerüste zur Sicherung üblicherweise an den

Bauten befestigt, für die das Gerüst benötigt wird. Ist das nicht möglich,

muss ein freistehendes, nicht verankertes Gerüst errichtet werden. Bilfinger

Industrial Services Nederland hat nun für einen Kunden ein Gerüst

konstr