D 2 A 2. Änd Begr. Stadium I 17.09.13 - Stadt Emden

emden.de

D 2 A 2. Änd Begr. Stadium I 17.09.13 - Stadt Emden

Bebauungsplan Nr. D 2 A, 2. Änderung

S T ADTTEIL Frü chtebu r g

S chulzentru m am St ein weg

BEGRÜNDUNG

Übersichtsplan Fachdienst 361 Stadtplanung, 17.09.2013

Fachdienst Stadtplanung

Telefon: 04921 / 87-1416

Telefax: 04921 / 87-10 1416

E-Mail: stadtplanung@emden.de

STADT EMDEN

Ringstraße 38 b

26721 Emden


Bebauungsplan D 2 A, 2. Änderung, Stadtteil Früchteburg, Entwurf Stadium I 2

I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

I RAHMENBEDINGUNGEN ........................................................................................................................ 3

1 ANLASS DER PLANUNG UND ALLGEMEINES ZIELSETZUNG ................................................................ 3

2 GELTUNGS- UND ÄNDERUNGSBEREICH ............................................................................................... 3

3 ÜBERGEORDNETE VORGABEN ............................................................................................................... 4

3.1 Flächennutzungsplan ................................................................................................................................. 4

3.2 Fachplanungen .......................................................................................................................................... 4

3.3 Bebauungsplanung .................................................................................................................................... 4

3.4 Natur und Landschaft………………………………………………………………………………………………5

II BESTANDSAUFNAHME (BESCHREIBUNG UND BEWERTUNG) .......................................................... 5

4 NUTZUNGEN UND EINFLÜSSE ................................................................................................................ 5

4.1 Gebietscharakteristik; Prägung .................................................................................................................. 5

4.2 Äussere verkehrliche Erschliessung .......................................................................................................... 6

4.3 Ver- und Entsorgung; sonstige techn. Infrastruktur ................................................................................... 6

4.4 Emissionen / Immissionen ......................................................................................................................... 6

III PLANUNG (AUSWIRKUNGEN; MASSNAHMEN) .................................................................................... 7

5 PLANUNGSRECHTLICHE FESTSETZUNGEN .......................................................................................... 7

5.1 Städtebauliches Konzept…………………………………………………………………………………………..7

5.2 Art und Mass der baulichen Nutzung, Bauweise ....................................................................................... 7

5.3 Innere verkehrliche Erschliessung ............................................................................................................. 8

5.4 Maßnahmen zum Schutz von Natur und Landschaft………………………………………………………...…9

5.4 Ver- und Entsorgung; sonstige techn. Infrastruktur ................................................................................... 9

IV SONSTIGE PLANUNGS-/ENTSCHEIDUNGSRELEVANTE ASPEKTE ................................................... 9

6 FLÄCHENBILANZIERUNG ......................................................................................................................... 9

7 STÄDTEBAULICHE KALKULATION......................................................................................................... 10

8 UMSETZUNG; REALISIERUNG ............................................................................................................... 10

9 VERFAHRENSABLAUF ............................................................................................................................ 10

9.1 Ziel der Bebauungsplanaufstellung ......................................................................................................... 10

9.2 Verfahrensablauf ...................................................................................................................................... 10

9.4 Ergebnis der Abwägung .......................................................................................................................... 11

10 VERFAHRENSVERMERKE ...................................................................................................................... 12


Bebauungsplan D 2 A, 2. Änderung, Stadtteil Früchteburg, Entwurf Stadium I 3

I

RAHMENBEDINGUNGEN

1 ANLASS DER PLANUNG UND ALLGEMEINE ZIELSETZUNG

Der Rat der Stadt Emden hat in seiner Sitzung am 04. April 2013 seine Schulentwicklungsplanung

beschlossen, die unter anderem vorsieht, das heutige Gymnasium am Treckfahrtstief in den

Bereich des Schulzentrums am Steinweg zu verlegen. Hierfür sind sowohl ergänzende Neubauten

als auch Umbauten für Klassenräume, Mensa und Sportanlagen erforderlich.

Das Schulzentrum am Steinweg liegt teilweise im Geltungsbereich des seit dem 16.10.1972

rechtskräftigen Bebauungsplans D 2 A, der in diesem Bereich eine Fläche für den Gemeinbedarf

mit den Zweckbestimmungen Schule, Hallenbad und Schwimmbad festsetzt. Weiterhin ist am

nordöstlichen Rand des Grundstücks der Berufsbildenden Schule I (BBS I) eine Fläche für

Stellplätze festgesetzt.

Ein geplanter Erweiterungsbau als südlicher Anbau an das Gebäude der BBS I für Klassenräume

des Gymnasiums liegt innerhalb der festgesetzten überbaubaren Fläche, die geplante Nutzung

entspricht gleichfalls den Festsetzungen des Bebauungsplans, so dass dieses Vorhaben durch

das geltende Planungsrecht abgedeckt ist. Der Neubau der Sporthalle sowie die aufgrund der

Intensivierung der Nutzung und der einhergehenden Steigerung der Schülerzahl machen eine

Anpassung der städtebaulichen- und Verkehrsinfrastruktur erforderlich.

Der geplante Standort der Sporthalle liegt außerhalb der überbaubaren Fläche im Bereich der

derzeit festgesetzten Stellplatzanlage. Weiterhin ist im südlichen Geltungsbereich eine neue

Planstraße vorgesehen, die aufgrund der überarbeiteten städtebaulichen Struktur und dem

zusätzlichen Verkehrsaufkommen erforderlich wird. Hierzu ist die Änderung des Bebauungsplans

in einem Teilbereich erforderlich.

Im geltenden Flächennutzungsplan der Stadt Emden ist die Fläche als Fläche für den

Gemeinbedarf dargestellt.

Ziel dieser Bebauungsplanänderung ist die städtebauliche Neuordnung des Schulzentrums zur

Umsetzung der Beschlüsse zur Schulentwicklung in Emden.

2 GELTUNGS- UND ÄNDERUNGSBEREICH

Der räumliche Geltungsbereich der Bebauungsplanänderung wird wie folgt begrenzt:

im Norden:

im Osten:

im Süden:

im Westen:

durch den Früchteburger Weg,

durch die Theaterstraße,

durch die angrenzenden Grundstücke des Studentenwohnheims und der

Friesentherme,

durch den Steinweg.

Der räumliche Geltungsbereich ist im Übersichtsplan bzw. Bebauungsplan geometrisch eindeutig

festgelegt.

Das Plangebiet umfasst eine Fläche von ca. 3,1 ha.


Bebauungsplan D 2 A, 2. Änderung, Stadtteil Früchteburg, Entwurf Stadium I 4

3 ÜBERGEORDNETE VORGABEN

3.1 FLÄCHENNUTZUNGSPLAN

Für die kreisfreie Stadt Emden ersetzt der Flächennutzungsplan das Regionale Raumordnungsprogramm.

Im Flächennutzungsplan der Stadt Emden ist die Fläche bereits als Fläche für den Gemeinbedarf

dargestellt; somit entspricht die Änderung des Bebauungsplanes den Zielaussagen des

Flächennutzungsplanes.

3.2 FACHPLANUNGEN

Der Stadt Emden liegen bereits Verdachtsmomente vor, dass im Änderungsbereich Altlasten

(Altablagerungen oder Altstandorte) vorhanden sind. Einerseits handelt es bei der Fläche um den

ehemaligen Standort einer Ziegelei, zum anderen liegt eine Auswertung der PD Osnabrück vom

18.10.2007 vor, die aus Sicherheitsgründen Gefahrenerforschungsmaßnahmen für das Plangebiet

empfiehlt. Hinsichtlich des Vorhandenseins von Kampfmitteln oder weiteren Altlasten werden

entsprechende Erkundungsmaßnahmen beauftragt.

Es befinden sich nach derzeitigem Kenntnisstand keine Bodendenkmäler im Plangebiet. Sollten

jedoch bei den vorgesehenen Bau- und Erdarbeiten vor- oder frühgeschichtliche

Bodenaltertümer festgestellt werden, sind diese unverzüglich der Unteren

Denkmalschutzbehörde oder der Ostfriesischen Landschaft zu melden.

Die Ausbauunternehmer sind verpflichtet, sich bei dem jeweiligen Versorgungsunternehmen nach

der Lage der vorhandenen Leitungen zu erkundigen. Vor Beginn der Baumaßnahmen ist eine

gemeinsame Trassenbegehung erforderlich.

Sonstige Planungen, die bei der vorliegenden Aufstellung des Bebauungsplanes D 2 A 2.

Änderung zu beachten wären, sind nicht bekannt.

3.3 BEBAUUNGSPLANUNG

Der Änderungsbereich befindet sich innerhalb des Bebauungsplanes D 2 A, der seit dem

16.10.1972 rechtsverbindlich ist. Der Änderungsbereich umfasst das Gelände der BBS I

einschließlich der Stellplatzanlage, die heutige Freifläche des ehemaligen Hallenbades sowie die

Stellplatzanlage der Friesentherme. Der geltende Bebauungsplan setzt eine Fläche für den

Gemeinbedarf mit den Zweckbestimmungen Schule, Hallenbad und Schwimmbad sowie eine

Stellplatzanlage fest.

Künftig soll eine überbaubare Fläche im Bereich der heutigen Stellplatzanlage ausgewiesen

werden, die den Neubau der Sporthalle ermöglicht. Südlich daran angrenzend werden die

vorhandenen Stellplatzanlagen für alle Nutzungen der Schulen und der benachbarten kulturellen

und sportlichen Einrichtungen zusammengefasst. Weiterhin wird am südlichen Rand des


Bebauungsplan D 2 A, 2. Änderung, Stadtteil Früchteburg, Entwurf Stadium I 5

Änderungsbereichs eine öffentliche Straßenverkehrsfläche, die den veränderten Anforderungen

gerecht wird, festgesetzt.

3.4 NATUR UND LANDSCHAFT

Der Änderungsbereich ist bereits zum heutigen Zeitpunkt durch einen rechtskräftigen

Bebauungsplan abgedeckt, wodurch bereits Baurechte bestehen. Da die bestehenden

Festsetzungen nicht den strukturellen und städtebaulichen Zielsetzungen für die weitere

Entwicklung des Schulzentrums am Steinweg entsprechen, ist eine Planänderung erforderlich. Im

Rahmen der 2. Änderung des Bebauungsplanes D 2 A wird die bestehende Ausnutzungsziffer der

Grundflächenzahl (GRZ) von 0,4 übernommen. Folglich werden mit der vorliegenden

Bauleitplanung keine Eingriffe in den Naturhaushalt und in das Landschaftsbild verursacht, die

nicht bereits zu einem früheren Zeitpunkt zulässig waren.

Bei einem Bebauungsplan der Innenentwicklung gem. §13a BauGB wird von einer

Umweltprüfung (gem. § 2 Abs. 4 BauGB), von dem Umweltbericht (gem. § 2a BauGB), von der

Angabe der verfügbaren Umweltinformationen (gem. § 3 Abs. 2 Satz 2) sowie von der

zusammenfassenden Erklärung (gem. § 10 Abs. 4 BauGB) abgesehen.

Der Änderungsbereich umfasst insgesamt eine Fläche von ca. 3,1 ha, wonach bei einer

Grundflächenzahl von 0,4 eine Grundfläche von rd. 12.400 m² besteht. Da die durch diese 2.

Änderung in Anspruch genommene Grundfläche weniger als 20.000 m² beträgt, ist keine

Vorprüfung des Einzelfalles erforderlich. Durch die 2. Änderung des Bebauungsplanes D 2 A

werden keine Vorhaben begründet, die nach anderen Gesetzen einer

Umweltverträglichkeitsprüfung unterliegen. Ferner bestehen keine Anhaltspunkte für eine

Beeinträchtigung der Schutzgüter der NATURA 2000 (Gebiete von gemeinschaftlicher

Bedeutung).

Folglich sind im vorliegenden Fall die Voraussetzungen für einen Bebauungsplan der

Innenentwicklung gem. § 13a BauGB erfüllt.

II

BESTANDSAUFNAHME (BESCHREIBUNG UND BEWERTUNG)

4 NUTZUNGEN UND EINFLÜSSE

4.1 GEBIETSCHARAKTERISTIK; PRÄGUNG

Das Plangebiet liegt im Kulturviertel und wird von den Straßen Früchteburger Weg, Theaterstraße

und Steinweg begrenzt und auch über diese erschlossen.

Die Nachbarschaft wird überwiegend von öffentlichen Einrichtungen geprägt. Vorhanden sind

eine Grundschule und ein Gymnasium sowie die Berufsbildenden Schulen I + II, weiterhin das

Neue Theater und das neu errichtete Allwetterbad „Friesentherme“. In südwestlicher Richtung


Bebauungsplan D 2 A, 2. Änderung, Stadtteil Früchteburg, Entwurf Stadium I 6

sind ein Studentenwohnheim und eine Seniorenwohnanlage sowie Arztpraxen und ein

Bürogebäude angesiedelt. In nordöstlicher Richtung befindet sich die Sportanlage des

Sportvereins Kickers Emden und nördlich grenzen Wohnnutzungen an.

4.2 ÄUSSERE VERKEHRLICHE ERSCHLIESSUNG

Der Planbereich ist nach Norden über den Steinweg und im weiteren Verlauf über die

Schützenstraße und die Auricher Straße an die A 31 (Anschlussstelle Emden Mitte) angebunden

(Entfernung von ca. 1,5 km).

Die Innenstadt ist über den Steinweg nach Süden und dann über verschiedene Straßen in rund

1,0 km erreichbar.

Weiterhin ist der Planbereich bereits an das städtische Busliniennetz angebunden. Nordöstlich, in

ca. 100 m Entfernung befindet sich eine Bushaltestelle im Sielweg, südwestlich befindet sich eine

weitere im Steinweg; diese wird voraussichtlich in den Bereich der Planstraße im Geltungsbereich

verlegt, damit die Fußwege zu den Schulen, zum Schwimmbad und zum Theater kürzer werden.

Ca. 500 m südwestlich befindet sich der ZOB am Hauptbahnhof, der gleichzeitig die Verknüpfung

mit dem öffentlichen Fernverkehrsnetz und dem straßengebundenen Regionalverkehr herstellt.

4.3 VER- UND ENTSORGUNG; SONSTIGE TECHN. INFRASTRUKTUR

Da es sich bei der vorliegenden Planung um die strukturelle Änderung eines vorhandenen

Gebietes handelt, sind alle Ver- und Entsorgungseinrichtungen bereits vorhanden.

4.4 EMISSIONEN / IMMISSIONEN

Der Bereich des Schulzentrums am Steinweg ist sowohl durch die Schulnutzungen, aber auch

durch die umliegenden kulturellen Einrichtungen zu unterschiedlichen Tageszeiten stark von Zuund

Abgangsverkehren belastet. Zurzeit wird der Quell- und Zielverkehr über den nördlich des

Plangebietes angrenzenden Früchteburger Weg abgewickelt. Hier grenzt unmittelbar nördlich ein

faktisches Wohngebiet an, das entsprechend von diesen Verkehren belastet wird.

Mit der veränderten städtebaulichen Struktur – schalltechnisch wirksame Abgrenzung von

Parkplatz und neuer Erschließungsstraße durch den Bau einer Sporthalle – und der zusätzlich

geplanten verkehrlichen Erschließung wird eine Entlastung des Wohngebietes erzielt. Durch die

Verlagerung des Verkehrs wird jedoch voraussichtlich das südlich des Plangebiets angrenzende

Studentenwohnheim zusätzlich belastet. Die Auswirkungen der Planung sowie die daraus

gegebenenfalls erforderlichen schalltechnischen Maßnahmen werden mittels eines noch zu

erstellenden schalltechnischen Gutachten geprüft und festgeschrieben.

Weitere schädliche Umwelteinwirkungen, die auf das Plangebiet einwirken, sind derzeit nicht

bekannt.


Bebauungsplan D 2 A, 2. Änderung, Stadtteil Früchteburg, Entwurf Stadium I 7

III

PLANUNG (AUSWIRKUNGEN; MASSNAHMEN)

5 PLANUNGSRECHTLICHE FESTSETZUNGEN

5.1 STÄDTEBAULICHES KONZEPT

Aufgrund des Beschlusses des Emder Rates vom 04.04.2013 zur Schulentwicklungsplanung soll

das Gymnasium am Treckfahrtstief an den Standort der Berufsbildenden Schule I verlegt werden.

Hierfür sind sowohl Neubauten als auch Umbauten für Klassenräume, Mensa und Sportanlagen

erforderlich; ebenso ist die verkehrliche Erschließung den strukturellen Veränderungen

anzupassen.

Zur Unterbringung des Gymnasiums ist ein Erweiterungsbau der BBS I am Steinweg erforderlich.

Weiterhin ist für das gesamte Schulzentrum eine ergänzende Sporthalle notwendig. Diese soll aus

mehreren Gründen am Früchteburger Weg eingerichtet werden:

1. Die Sporthalle soll in zentraler Lage für alle potenziellen Nutzer (BBS I, GaT, JAG und

Früchteburgschule) auf für alle möglichst kurzem und sicheren Weg erreichbar sein.

2. Aufgrund der Nutzung des Parkplatzes durch Besucher der Nordseehalle und des Neuen

Theaters (sowie der Schulen) wird dieser insbesondere auch in den Abend- und

Nachtstunden regelmäßig intensiv genutzt, was zu einer Beeinträchtigung der angrenzenden

Wohnnutzungen führt. Der Standort für die Sporthalle parallel und angrenzend an den

Früchteburger Weg ermöglicht es, den Parkplatz aus schalltechnischer Sicht deutlich von

der angrenzenden Wohnbebauung abzuschirmen.

3. Durch die Anordnung der Sporthalle am Früchteburger Weg kann der angrenzende Parkraum

für alle umgebenden Nutzungen (Schulen, Allwetterbad, Neues Theater und Nordseehalle)

konzentriert werden. Die Konzentration der Stellplatzanlage ermöglicht eine zukünftige

Erweiterung beispielsweise durch den Bau eines Parkdecks.

Weitere Sportanlagen als Freianlagen sind südlich der Sporthalle der BBS II, außerhalb des

Änderungsbereichs des Bebauungsplan D 2 A 2. Änderung, notwendig und möglich.

Um der Veränderung des Parkraumangebots, der Ergänzung der ÖPNV-Einrichtungen sowie der

notwenigen Entflechtung der Verkehrsströme Rechnung zu tragen, ist eine neue Anbindung der

Theaterstraße an den Steinweg erforderlich. Hierdurch wird gleichfalls eine deutliche

schallbezogene Entlastung der Anwohner im Bereich Früchteburger Weg / Sielweg erreicht

werden.

5.2 ART UND MASS DER BAULICHEN NUTZUNG, BAUWEISE

Die bestehende Festsetzung zur Art der baulichen Nutzung, Fläche für den Gemeinbedarf mit der

Zweckbestimmung Schule, bleibt unverändert. Die überbaubare Fläche innerhalb dieser

Festsetzung wird in nordöstlicher Richtung erweitert, da hier eine Sporthalle geplant ist. Bisher ist

hier eine Fläche für Stellplätze ausgewiesen.

Ergänzt wird im Änderungsbereich die Festsetzung einer Verkehrsfläche besonderer

Zweckbestimmung / Parken. Diese ist erforderlich, da die notwendigen Parkflächen allen

umliegenden öffentlichen Nutzungen (Schulen, Schwimmbad, Nordseehalle und Theater)

gemeinsam zur Verfügung stehen sollen. Bisher ist dieser Bereich als überbaubare Fläche


Bebauungsplan D 2 A, 2. Änderung, Stadtteil Früchteburg, Entwurf Stadium I 8

innerhalb der Fläche für den Gemeinbedarf mit der Zweckbestimmung Schule bzw. Hallenbad

festgesetzt.

Darüber hinaus ist zur Erschließung dieser Parkanlage und zur Entflechtung der gesamten

Verkehrssituation im Änderungsbereich eine zusätzlich Straßenverkehrsfläche mit einer Breite von

14,00 m erforderlich. Diese Breite ergibt sich aus den umfangreichen und zeitgleichen

Nutzungsansprüchen von Fußgängern, Radfahrern und motorisiertem Individualverkehr sowie

des ÖPNV. Der Straßenverkehrsfläche angegliedert ist eine öffentliche Grünfläche, die die

Realnutzung dieser Fläche festsetzt und den notwenigen Abstand zwischen der Straße und dem

angrenzenden Studentenwohnheim in angemessener Weise sichert.

Unverändert bleibt das Maß der baulichen Nutzung mit einer Grundflächenzahl (GRZ) von 0,4,

einer Geschossflächenzahl (GFZ) von 1,2 und einer maximal zulässigen Zahl der Vollgeschosse

von VI.

Zuvor war eine offene Bauweise festgesetzt, die mit der Änderung des Bebauungsplans

aufgehoben wird. Aus städtebaulicher Sicht ist eine Festsetzung zur Bauweise nicht erforderlich,

da es aufgrund der umliegenden Bebauung keine Restriktionen hinsichtlich der Einbindung in ein

enges städtebauliches Gefüge gibt.

5.3 INNERE VERKEHRLICHE ERSCHLIESSUNG

Die Haupterschließung des Schulzentrums sowie der anliegenden kulturellen Einrichtungen soll

zur Entlastung des Früchteburger Wegs und der dortigen Anwohner über eine neue Anbindung

an den Steinweg erfolgen. Hier kann auf kürzestem Weg ein für alle Nutzungen zur Verfügung

stehender Parkplatz erreicht werden. Die im Osten an den Änderungsbereich angrenzende

Theaterstraße sollte im nördlichen Abschnitt als Einbahnstraße in Richtung Früchteburger Weg

ausgewiesen werden, so dass hier ein zusätzlicher Abfluss der Verkehre über den Früchteburger

Weg erfolgen kann, die Zufahrt zu den Parkplätzen jedoch ausschließlich über die Planstraße

möglich ist.

Die schalltechnischen Auswirkungen der Planstraße werden in einem entsprechenden

Fachgutachten im Rahmen des Bauleitplanverfahrens untersucht.

Die Anbindung des Gebietes an den ÖPNV ist bereits vorhanden; im Änderungsbereich soll an

geeigneter Stelle eine ausreichend dimensionierte und der Nutzung und Frequentierung

entsprechende Haltestelle eingerichtet werden. Die weitere Abstimmung erfolgt über die

zuständigen Fachbehörden sowie die betroffenen Verkehrsunternehmen im Rahmen der

Ausbauplanung.

Der Änderungsbereich ist als Block allseitig erschlossen. Notwendige Rettungswege sind

vorhanden oder werden im Rahmen von Baugenehmigungsverfahren nachgewiesen.


Bebauungsplan D 2 A, 2. Änderung, Stadtteil Früchteburg, Entwurf Stadium I 9

5.4 MASSNAHMEN ZUM SCHUTZ VON NATUR UND LANDSCHAFT

Am nordöstlichen Rand des Plangebietes entlang des Früchteburger Wegs befinden sich vier

Platanen; diese sind sowohl aus ökologischer wie aus städtebaulicher Sicht bedeutsam und

daher grundsätzlich zu erhalten. Eine entsprechende Festsetzung ist in der zeichnerischen

Darstellung erfolgt.

Am südlichen Rand des Plangebiets befindet sich eine Grünzone mit nicht unerheblichem

Aufwuchs. Dieser ist aus ökologischer Sicht nicht zwingend zu erhalten, aus städtebaulicher Sicht

aber durchaus bedeutsam. Aus diesem Grund wird für den Bereich eine öffentliche Grünfläche

festgesetzt.

5.5 VER- UND ENTSORGUNG; SONSTIGE TECHNISCHE INFRASTRUKTUR

Die Schmutzwasserentsorgung kann über die vorhandenen Anschlüsse erfolgen; die Kapazitäten

sind ausreichend. Das Regenwasser wird über das vorhandene Trennsystem abgeführt.

Inwieweit eine Systemergänzung für die erforderliche Löschwasserversorgung notwendig ist, wird

im Rahmen des weiteren Verfahrens geklärt.

Am südlichen Rand des Plangebietes befinden sich im Abstand von ca. 10 m von der

Grundstücksgrenze zahlreiche Versorgungsleitungen einschließlich Nahwärme. Gegebenenfalls

ist in Absprache mit dem Versorgungsträger hier ein Geh-, Fahr- und Leistungsrecht

festzusetzen.

IV

SONSTIGE PLANUNGS-/ENTSCHEIDUNGSRELEVANTE ASPEKTE

6 FLÄCHENBILANZIERUNG

Das Planungsgebiet hat eine Größe von ca. 3,1 ha. Das Planungsgebiet gliedert sich in eine

Fläche für den Gemeinbedarf mit einer Größe von ca. 1,9 ha. Bei einer festgesetzten

Grundflächenzahl von 0,4 ergibt sich eine zulässige Grundfläche von ca. 7.600 m². Zurzeit ist

bereits eine Fläche von ca. 2.900 m² durch Gebäude genutzt. Die geplanten Neubauten nehmen

zusammen eine Fläche von ca. 1.900 m² in Anspruch.

Für alle umliegenden öffentlichen Nutzungen ist eine zentrale Parkeinrichtung vorgesehen. Diese

ist durch eine Verkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung (Parken) mit einer Größe von ca. 0,9

ha festgesetzt. Da diese Parkflächen für alle umliegenden öffentlichen Nutzung zur Verfügung

stehen sollen, sind sie nicht ausschließlich der überbaubaren Flächen der Berufsbildenden Schule

I und des ehemaligen Gymnasiums am Treckfahrtstief (überbaubare Fläche der Fläche für den

Gemeinbedarf) sondern aus städtebaulichen Gründen separat zu betrachten und zu bewerten.


Bebauungsplan D 2 A, 2. Änderung, Stadtteil Früchteburg, Entwurf Stadium I 10

Eine Einbindung in die Ermittlung der zulässigen Grundflächenzahl von 0,4 soll daher

ausgeschlossen sein.

Die festgesetzte Straßenverkehrsfläche hat eine Größe von ca. 0,2 ha und die angrenzende

öffentliche Grünfläche eine Größe von ca. 0,1 ha.

7 STÄDTEBAULICHE KALKULATION

Das Gebiet ist erschließungsbeitragsrechtlich endabgerechnet. Kosten für die Durchführung

naturschutzrechtlicher Ausgleichsmaßnahmen werden nicht fällig, da nicht notwendig.

8 UMSETZUNG; REALISIERUNG

Die im rechtsverbindlichen Bebauungsplan D 2 A getroffenen Festsetzungen werden für den

Geltungsbereich der 2. Änderung überplant. Das neue Planungsrecht (Ortsrecht) löst insofern das

bisher bestehende ab. Eine Umsetzung der Neubebauung einschließlich der erforderlichen

Infrastruktur ist bis zum 01.08.2015 angestrebt.

9 VERFAHRENSABLAUF

Dem Bebauungsplan ist eine zusammenfassende Erklärung beizufügen über die Art und Weise,

wie die Ergebnisse der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung in dem Bebauungsplan

berücksichtigt wurden, und aus welchen Gründen der Plan nach Abwägung mit den geprüften, in

Betracht kommenden anderweitigen Planungsmöglichkeiten gewählt wurde. Diese Erklärung

erfolgt nach Zustandekommen des Satzungsbeschlusses.

9.1 ZIEL DER BEBAUUNGSPLANÄNDERUNG

Ziel dieser Bebauungsplanänderung ist die Schaffung der planungsrechtlichen Grundlage zur

Umsetzung der vom Rat beschlossenen Schulentwicklungsplanung.

9.2 VERFAHRENSABLAUF

Die Unterrichtung über die voraussichtlichen Auswirkungen des Planes im Rahmen der

frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit (§ 3 Abs. 1 BauGB) fand durch eine öffentliche

Auslegung vom bis im Rathaus statt.


Bebauungsplan D 2 A, 2. Änderung, Stadtteil Früchteburg, Entwurf Stadium I 11

Während der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung wurden folgende wesentliche

Punkte angesprochen:

-

Die Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung verdeutlichte, dass

Im Rahmen der öffentlichen Auslegung gem. § 3 Abs. 2 und § 4 Abs. 2 BauGB wurde der

Bebauungsplan mit Begründung den Behörden und der Öffentlichkeit in der Zeit vom bis

vorgestellt. Stellungnahmen wurden von Behörden abgegeben. Davon waren

Behörden von der Planung nicht betroffen oder hatten keine Bedenken gegen die Planung.

Behörden begrüßten die Planung ausdrücklich, Behörden gaben Hinweise, die bis auf

berücksichtigt werden konnten. Stellungnahmen mit insgesamt Unterschriften

wurden von Bürgern abgegeben. Bürger begrüßten die Planung, Bürger erhoben

Widerspruch.

Der Bebauungsplan und die Begründung wurden (nicht) geringfügig geändert bzw. redaktionell

überarbeitet. Eine erneute Auslegung des Bebauungsplans ist daher nicht erforderlich.

Nach der Abwägung der Stellungnahmen wird der Bebauungsplan D 2 A, 2. Änderung nebst

Begründung gemäß § 10 BauGB vom Rat der Stadt Emden als Satzung beschlossen.

9.3 ERGEBNIS DER ABWÄGUNG, BESCHLÜSSE DER POLITISCHEN GREMIEN

Abwägung nach der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Beteiligung der Behörden

und Träger öffentlicher Belange:

Der Entwurf und die Entwurfsbegründung des Bebauungsplans D 2 A, 2. Änderung werden

gemäß § 3 Abs. 2 BauGB für die Dauer eines Monats öffentlich ausgelegt. Parallel werden die

Behörden und Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 (2) BauGB um Abgabe ihrer

Stellungnahmen innerhalb eines Monats gebeten.

Abwägung nach der Öffentlichen Auslegung und erneute Beteiligung der Behörden und Träger

öffentlicher Belange:

Der Bebauungsplan D 2 A, 2. Änderung nebst Begründung wird gemäß § 10 BauGB als Satzung

beschlossen.

Emden,

Lars Kolk

Fachdienstleiter Stadtplanung

Andreas Docter

Stadtbaurat


Bebauungsplan D 2 A, 2. Änderung, Stadtteil Früchteburg, Entwurf Stadium I 12

10 VERFAHRENSVERMERKE

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Emden hat in seiner Sitzung am

Bebauungsplans D 2 A, 2. Änderung beschlossen.

die Aufstellung des

Diese Begründung hat gemäß § 3 Abs. 2 BauGB zusammen mit der Planzeichnung des

Bebauungsplanes D 2 A, 2. Änderung öffentlich in der Zeit vom bis zum ausgelegen.

Der Rat der Stadt Emden hat den Bebauungsplan D 2 A, 2. Änderung mit der zugehörigen

Begründung nach Abwägung der Stellungnahmen in seiner Sitzung am gemäß § 10 BauGB

als Satzung beschlossen.

Stadt Emden,

Oberbürgermeister

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