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AUDIO Die perfekte Box (Vorschau)

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11/2011<br />

www.audio.de Deutschland 5,30 €<br />

HIFI · SURROUND · HIGH END · MUSIK<br />

Schön<br />

bunt:<br />

Björks Multimedia-Album<br />

und weitere<br />

CDs und DVDs<br />

im Check<br />

die <strong>perfekte</strong> box<br />

für absolute Präzision: KEF Blade<br />

für Röhren: Dynavox Impulse V<br />

für Action: Teufel System 10<br />

NETzwERKPlAyER<br />

Test-Premieren von<br />

Pro-Ject und Denon<br />

ENDSTUFE VON NAD<br />

Preiswerter Bi-Amping-<br />

Einstieg mit 4 Kanälen<br />

AV-REcEIVER<br />

<strong>Die</strong> 2000-Euro-Klasse:<br />

Arcam, Pioneer, Anthem<br />

Wireless-Aktivboxen von Canton<br />

Drahtlos Musik hören im ganzen Haus<br />

Österreich € 6,10 - Schweiz sfr 11,20 - Spanien € 7,00<br />

BeNelux € 6,30 - Griechenland € 7,40 - Italien € 7,00<br />

Finnland € 7,80 - Slowenien € 7,20


Jeder einzelne Huftritt.<br />

Wild Horses auf der neuen Focus 380.<br />

<strong>Die</strong> neue Focus 380. Ein ganz großer Moment. Hammer.<br />

Noch detailreicher und feiner in den Höhen, dank Esotar 2 Gewebekalotten-Hochtöner mit Precision Coating. Noch präziser und<br />

homogener in den Mitten. Und absolut souverän im Bass und im Tiefbass, dank parallel spielender Tieftöner mit 20 cm Durchmesser<br />

und mehrfach versteiftem Gehäuse mit großem Volumen. Für ein überwältigendes Erlebnis. Bei Ihrem Dynaudio Fachhändler.<br />

Und auf www.dynaudio.com/new_focus<br />

All there is.


Meinung › Editorial<br />

FiFty FiFty<br />

Christine Tantschinez<br />

ctantschinez@wekanet.de<br />

Wir hatten es ja schon Anfang des Jahres verraten. Aber jetzt im Herbst ist es<br />

endlich offiziell: KEF wird runde 50. <strong>AUDIO</strong> feiert diesen stolzen Geburtstag<br />

gebührend mit den fünf Titel-CDs, die jeweils ein Jahrzehnt der beeindruckenden<br />

Geschichte der Lautsprecher-Innovatoren von der Gründung bis heute musikalisch<br />

begleiten. In dieser Ausgabe, in der vierten Folge, sind die 90er Jahre Thema; mit<br />

der Geburt der UniQ-Treiber, der Start der erfolgreichen Heimkino-Systeme und<br />

dem Übergang in die heutige Konzernmutter GP, nachzulesen ab Seite 14. Cover-<br />

Stücke legendärer Hits wie „Enjoy The Silence“ und große Klassik-Aufnahmen aus<br />

dieser Zeit auf der Titel-CD bringen uns die 90er auch akustisch in Erinnerung.<br />

Und noch ein Geburtstagspräsent gibt es zu bestaunen. Mit der Blade hat sich KEF<br />

quasi selbst beschenkt und einen Ausnahme-Lautsprecher gebaut, der auch die<br />

nächsten 50 Jahre garantiert in Erinnerung bleiben wird. Alles an dieser <strong>Box</strong> ist<br />

spektakulär: das Konzept, die Form und vor allem der Klang. Ab Seite 26 können<br />

Sie nachlesen, wie dieses wunderschöne Geschöpf so ziemlich jedem Tester<br />

(männlich und weiblich) im Haus den Kopf verdreht hat.<br />

Viel Vergnügen dabei wünscht herzlichst<br />

50 JahrE KEF - diE 90Er<br />

Mit 70 Minuten Spielzeit und drei neuen Cover-Versionen altbekannter 90er-Hits von Wave über<br />

Blues bis Grunge kann die neue <strong>AUDIO</strong>-CD aufwarten. Dazu mixt u.a. Bobby McFerrin Jazz mit Mozart,<br />

Evgeny Kissin brilliert am Klavier und Gustav Leonhardt greift in die Orgeltasten.<br />

WELTPREMIERE FÜR DIE QUANTUM 800-LINIE<br />

Extreme Präzision der Wiedergabe und ein<br />

edles schlankes Erscheinungsbild im Bauhausstil<br />

sind die Hauptattribute dieser High-End-Serie.<br />

Dazu gehören die Hochtöner mit Glasfaser-beschichtung,<br />

aufwändige akustische<br />

24dB- Weichen und vor allem die Aludruckguss<br />

Tief- und Mitteltöner, die auf eine<br />

kontrolliertes Schwingverhalten im Übergangsbereich<br />

gezüchtet wurden.<br />

Optisch fallen besonders die hochwertigen Oberflächen<br />

auf, diese gibt es in den Hochglanz-<br />

Varianten Palisander, Schwarz und Weiß. <strong>Die</strong><br />

Serie besteht aus Standboxen, Regallautsprechern,<br />

einem Center sowie dem ebenfalls neuen<br />

Hochleistungssubwoofer Magnat Omega 250<br />

Limited.<br />

Mehr Informationen erhalten Sie unter: www.magnat.de.<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

3


Inhalt › Audio 11/210<br />

One For All: 52<br />

netzwerk-PlAyer<br />

PrO-JECT STrEAm BOx<br />

FlAgge zeigen<br />

Hier sind sie, die aktuellen Flaggschiffe<br />

und Top-Produkte renommierter<br />

Lautsprecher-Schmieden.<br />

Da wäre natürlich die schnittige Blade<br />

von KEF, die mächtige Titan von<br />

Quadral, das Kraft-Surround-Paket<br />

von Teufel und – last, but not least<br />

– der röhrenfreundliche Wirbelwind<br />

Impulse V von Dynavox.<br />

All For One:<br />

Musik-systeM<br />

CAnTOn<br />

YOur WOrLD<br />

60<br />

Teufel<br />

System 10<br />

THx ultra 2<br />

48<br />

Quadral<br />

Titan 8<br />

36<br />

Dynavox<br />

Impulse V<br />

56<br />

MAgAzin<br />

6 news<br />

eine neue <strong>Box</strong> von Sonus-Faber-<br />

Erfinder Franco Serblin, Wellness von<br />

Yamaha und Reisebegleiter von Geneva<br />

9 tipps der Musikdienst Juke startet<br />

den Betrieb; Elvis und ACDC als<br />

Bildbände; High End SWISS<br />

11 szene umfrage: Händler und ihre<br />

Vorführ-Favoriten, Termine<br />

ruBriken<br />

3 editorial<br />

79 Markt<br />

148 Akkustik-Assistent<br />

149 Bestenliste<br />

158 leserbriefe<br />

159 impressum<br />

162 <strong>Vorschau</strong><br />

titel-Cd<br />

14 Cd + report: 50 Jahre keF Vol 4:<br />

die 90er<br />

Im vierten Teil der musikalischen Zeitreise<br />

geht es in das letzte Jahrzehnt des letzten<br />

Jahrtausends – mit Wissenswertem zu KEF<br />

und Highlights aus Pop und Klassik.<br />

lAutsPreCher<br />

26 test: standbox<br />

Von der Konzeptstudie zur Klangskulptur:<br />

Mit der Blade kommt KEF dem Ideal der<br />

Punktschallquelle verdammt nah.<br />

36 test: standbox<br />

Sie begeistert seit 30 Jahren und ist nun<br />

in der achten Generation am Start: Das<br />

Quadral-Flagschiff Titan.<br />

48 test: surround-set<br />

Mit dem System 10 THX Ultra 2 greift Teufel<br />

nach der <strong>Box</strong>enalleinherrschaft im<br />

ernsthaften Heimkino.<br />

56 test: standbox<br />

An der ungemein dynamischen Dynavox<br />

Impulse V blühen Röhren-Amps zu<br />

Partylöwen auf.<br />

60 test: wireless Aktiv-lautsprecher<br />

Canton kreiert per Funk eine eigene<br />

Musik-Welt. Das „Your World“-System<br />

spielt Musik im ganzen Haus, von fast<br />

jeder beliebigen Quelle.<br />

64 test: dsP-lautsprecher<br />

Statt in der <strong>Box</strong> steckt das Digital-<br />

Gehirn bei XTZ da, wo es hingehört: im<br />

Computer.<br />

4<br />

www.audio.de ›11 /2011


Inhalt › Audio 00/210<br />

KEF<br />

Blade<br />

26<br />

TiTEl-Cd<br />

14<br />

<strong>Die</strong> Neunziger Jahre waren spannend<br />

– politisch, musikalisch und auch<br />

technisch KEF brachte den UniQ-Treiber<br />

hervor und die Musikszene einige<br />

unvergessene Hits und traumhafte<br />

Klassik-Aufnahmen<br />

iM TEST<br />

Aktivboxen<br />

Canton Your Duo 60<br />

Av-komplett-SySteme<br />

Philips HTS 9540,<br />

Samsung HT-D6750W 134<br />

Av-ReceiveR<br />

Anthem MXR-500, Arcam AV-400,<br />

Pioneer SC-LX 75 40<br />

endStufen<br />

Audio Research VS-115 20<br />

NAD C245 BEE 142<br />

pc-boxen<br />

XTZ MH-800 64<br />

StAndboxen<br />

Dynavox Impulse V 56<br />

KEF Blade 26<br />

Quadral Titan 8 36<br />

SuRRound-Set<br />

Teufel System 10 THX 48<br />

voRveRStäRkeR<br />

Audio Research LS-27 20<br />

netzweRk-plAyeR<br />

Denon DNP-720 AE 32<br />

Pro-Ject Stream <strong>Box</strong> DS 52<br />

VoR-END-KoMBI<br />

20<br />

Wenn Audio Research mit Röhren hantiert, horcht<br />

der Musikfan auf. Und gerne auch stundenlang zu.<br />

diE BESTEnliSTE<br />

Alle Tests im Überblick 148<br />

VERSTäRkER<br />

digiTAl-QuEllEn<br />

MuSik<br />

20 Test: Vor-End-kombi<br />

Bezahlbar, mit fantastischem Klang: die<br />

Röhren-Kombo von Audio Research<br />

40 Test: drei AV-Receiver<br />

Anthem, Arcam und Pioneer treten zum<br />

Wettstreit der Allrounder um 2000 Euro an.<br />

140 Test: Vier-kanal-Endstufe<br />

Eine Stereo-Endstufe mit vier Kanälen um<br />

600 Euro – das lädt zum ausführlichen<br />

Experimentieren ein.<br />

koMPlETT-SySTEME<br />

134 Test: Zwei Blu-ray-Anlagen<br />

Dass auch Surround-Komplett-Systeme<br />

gut klingen können, beweisen die beiden<br />

Edel-Varianten von Philips und Samsung ab<br />

1000 Euro.<br />

32 Test: netzwerk-Player<br />

In AV-Receivern und Kompakt-Anlagen von<br />

Denon findet man seit Jahren Netzwerk-<br />

Technik. Nun kommt der erste Streamer<br />

der Japaner ohne Verstärkeranhang.<br />

52 Test: netzwerk-Player<br />

Willkommen in Lilliput: der neueste Streich<br />

aus dem Hause Pro-Ject ist klein, streamt<br />

aber wie ein Großer.<br />

REPoRT<br />

144 Serie: Masterminds<br />

<strong>Die</strong> neue <strong>AUDIO</strong>-Serie rund um die Köpfe<br />

hinter den Marken. Erste Folge: Ray Kimber<br />

und Kimber Kable.<br />

Plus: Interview mit Ray Kimber<br />

67 Pop-Cds<br />

Pop-CD des Monats: Biophilia von Björk.<br />

68 die Audiophilen<br />

Joo Kraus & Tales in Tone, Rebekka<br />

Bakken: Trompeten-Jazz und Country-<br />

Pop<br />

70 geheimtipp<br />

Dreamers of the Ghetto: verträumter<br />

Wave-Rock mit Hit-Potenzial<br />

72 Musik Blu-ray, dVd<br />

Queen, Europe, Gary Moore, Roxy Music<br />

74 oldie-Cds<br />

Pink Floyd möbeln die dunkle Seite des<br />

Mondes neu auf.<br />

75 Jazz-Cds<br />

Trombone Shorty: Funk-Jazz für die<br />

Feierlaune<br />

77 klassik-Cds<br />

Janine Fialkoswka: Eine Lady am Klavier<br />

www.audio.de ›11 /2011 5


Magazin › neWs<br />

NOVEMBER 2011<br />

schöne<br />

künste<br />

Maestro und Muse: Franco Serblin,<br />

einst Gründer von Sonus Faber, entwickelt<br />

wieder neue Lautsprecher. <strong>Die</strong> Ktêma soll seine<br />

Philosophie feinen Klangs im Verbund von<br />

edelster Verarbeitung einem neuen Höhepunkt<br />

zuführen. Weitere Modelle folgen.<br />

Wenn Franco Serblin darüber nachdenkt,<br />

wie sich Musik authentisch reproduzieren<br />

lässt, wenn er dafür Hand anlegt an edle<br />

Materialien, dann darf man Großes erwarten.<br />

Schließlich hat der Maestro aus Venetien<br />

einst die High-End-Marke Sonus Faber<br />

gegründet und so berühmte Lautsprecher<br />

wie die Guarneri und die Cremona geschaffen.<br />

„Meine Leidenschaft für Musik und<br />

mein Interesse für Musikinstrumente und<br />

deren Materialien haben meine Forschung<br />

seit den frühen 80ern angetrieben“, konstatiert<br />

der 71-Jährige.<br />

Nach dem Verkauf von Sonus Faber 2006<br />

hat der kunstverliebte Italiener nun eine<br />

neue <strong>Box</strong> kreiert: die Ktêma.Angelehnt an<br />

den altgriechischen Spruch „ktêma es aei“<br />

– etwa: Besitz für alle Zeit – soll eine Ktêma<br />

ihrem Besitzer zeitlose Freude bereiten.<br />

Das aktuelle Modell (Paarpreis: rund 27.500<br />

Euro) macht, fast herzförmig, eine bella<br />

figura, ihr Outfit ist wählbar aus Hochglanz-<br />

Klavierlack oder satiniertem Bergahorn. Das<br />

Gehäuse der handgefertigten Vierwege-<br />

<strong>Box</strong> weist eine dreifache Bogenstruktur auf,<br />

die Seiten sind konkav, die hintere Schallwand<br />

konvex. <strong>Die</strong> beiden Tieftöner arbeiten<br />

hinten, um Überlagerungen mit dem Mittenund<br />

Hochtonbereich zu vermeiden.<br />

Dass die Ktêma becircen kann, belegt<br />

Andrea Bocelli. Der Sänger ist verzückt von<br />

der Ktêma und gratulierte dem Maestro für<br />

Qualität und Hörfreude. <strong>Die</strong> dürfte noch<br />

wachsen: <strong>Die</strong>sen Herbst erweitert das<br />

Zweiwege-Modell Accordo die Reihe (Preis<br />

circa 6.000 bis 7.000 Euro mit Ständer),<br />

Anfang 2012 soll eine weitere Standbox<br />

folgen. www.francoserblin.it,<br />

www.wbs-acoustics.com cd<br />

Fotos: Archiv, glo / Shutterstock.com<br />

6<br />

www.audio.de ›11 /2011


Magazin › neWs<br />

klassisches quartett<br />

Onkyo zeigt Flagge in punkto HiFi mit vier frischen<br />

Komponenten: Der CD-Player C-7070 (rund 500 Euro)<br />

lässt iPod & Co via USB-Port andocken. <strong>Die</strong> beiden<br />

Verstärkerboliden A-9070 (rund 1000 Euro) und<br />

A-9000R (um 1500 Euro) arbeiten als Vollverstärker,<br />

Endstufe oder Vorverstärker. Der A-9000R ist dabei<br />

noch konsequenter auf Klang gezüchtet, zum Beispiel<br />

mit großen 18.000uF-Kondensatoren. Der Netzwerk-<br />

Tuner T-4070 (zirka 800 Euro) beherrscht Streaming,<br />

Radiodienste und konventionellen UKW-Empfang<br />

sowie DAB+. www.eu.onkyo.com/de cd<br />

Wiener Glut<br />

<strong>Die</strong> österreichischen Klangprofis von Krell<br />

AKG schicken ihren neuen Kopfhörer<br />

auf die HiFi-Bühne. Der<br />

K550 arbeitet mit den größten<br />

Treibern, die bei AKG bislang im<br />

Einsatz waren. <strong>Die</strong> 50-Millimeter-<br />

Teile sollen im Team mit der „Real-Image-<br />

Engineering-Technologie“ für eine offene<br />

Klangperformance und satte Bässe sorgen.<br />

Ein neuartiges Bügelband mit Klappmechanismus<br />

verheißt hohen Tragekomfort und<br />

praktischen Transport. Zwei vergoldete<br />

Klinkenstecker (3,5 und 6,3 Millimeter)<br />

legen Smartphones, Portis oder Home-<br />

Geräte an die Leine. Der Preis: rund 300<br />

Euro. www.akg.com cd<br />

klang-Ästhet<br />

Fotos: Archiv, Nicemonkey (2) / Roman Shcherbakov / Alex Staroseltsev – Shutterstock.com<br />

<strong>Die</strong> Hektik des Alltags hinter sich lassen, Lieblingssongs<br />

auflegen – und einfach genießen: <strong>Die</strong> Komplettanlage<br />

Restio ISX-800 von Yamaha macht’s im feinen<br />

Look möglich. Auf dem – für die wandnahe Aufstellung<br />

zum Halbmond abklappbaren – Alufuß thront der<br />

Klang-Körper, wahlweise in Lila, Weiß, Schwarz oder<br />

Grün. <strong>Die</strong> inneren Werte des 600 Euro teuren Entertainers:<br />

Ein Slot schluckt Audio-CDs (auch MP3, WMA).<br />

Außerdem können iPhone und MP3-Player andocken,<br />

der USB-Eingang verarbeitet ebenso MP3- und WMA-<br />

Dateien. Überdies geht die Restio auf UKW-Senderjagd,<br />

und für den guten Stereoton sorgt ein Zweiwege-<br />

Lautsprechersystem. www.yamaha.de cd<br />

sOund-schAtulle<br />

<strong>Die</strong> schweizer Sound-Designer von Geneva lab<br />

schicken das Model XS als Reisebegleiter ins Rennen.<br />

Das rund 15 Zentimeter lange Sound-Kästchen<br />

aus Kunstleder arbeitet mit zwei Tweetern<br />

und quadratischem Bass – auch unterwegs dank<br />

wiederaufladbarer NiMH-Batterien. Ein UKW-Radio<br />

sorgt für gute Unterhaltung, und per Bluetooth<br />

und Mini-Klinke nimmt die XS Kontakt zum Musikrepertoire<br />

von Smartphone oder MP3-Player<br />

auf. Der schmucke Preis: rund 200 Euro. www.<br />

genevalab.ch cd<br />

www.audio.de ›11 /2011 7


Magazin › news<br />

MeeT THe beaT<br />

Studio 5 heißt die neue <strong>Box</strong>en-Familie von JbL fürs Zwei- bis<br />

Sieben-Kanal-Home-Cinema. Chefentwickler Greg Timbers konstruierte<br />

die 5er mit einem beherzten Blick auf professionelle Kinosysteme.<br />

Zum Team zählen der Zwei-Wege-Center Studio 520 C<br />

(rund 500 Euro), die Zweiwege-Regalos 530 (Paar 750 Euro), der<br />

Standlautsprecher 580 (1800 Euro) sowie die 590 (2200 Euro). In<br />

den Modellen 530, 580 und 590 sorgt ein Hochfrequenz-Druckkammertreiber<br />

mit Bi-Radial-Horn für packende Soundattacken.<br />

Der Aktiv-Subwoofer 550P (700 Euro) ergänzt mit zwei 10-Zoll-<br />

PolyPlas-Niederfrequenzwandlern die Tieftonarbeit. <strong>Die</strong> stylische<br />

Docking-Station OnBeat Xtreme (oben) dürfte<br />

dagegen User von iPads, iPhones und anderen<br />

Bluetooth-fähigen Geräten verzücken. Ein<br />

iPad kann direkt in der drehbaren Halterung<br />

andocken, Musik und Videos<br />

beschallt die OnBeat Xtreme dann<br />

mit DSP-optimiertem Stereoklang.<br />

Clever: Videotelefonate mit Apple<br />

FaceTime oder Skype sind möglich.<br />

Außerdem gibt’s ein spezielles App,<br />

mit der sich zum Beispiel Playlisten<br />

oder Equalizer-Einstellungen vornehmen<br />

lassen. <strong>Die</strong> Docking-Station bietet noch einen<br />

Aux-Eingang (3,5 Millimeter Klinke) sowie eine<br />

USB-Schnittstelle. Preis: rund 600 Euro.<br />

www.jbl.com cd<br />

lausch-gut<br />

sennheiser setzt mit seinem Funkkopfhörer<br />

RS 220 auf Wohlklang ohne Kabel. Der offene,<br />

ohrumschließende Hörer mit Velours-Polstern<br />

verspricht dank potenter Neodym-Magnete eine<br />

patente Klangvorstellung im Frequenzbereich<br />

zwischen 16 und 22.000 Hertz. <strong>Die</strong> unkomprimierte<br />

digitale Übertragung soll dabei auf bis zu<br />

100 Meter Sichtverbindung funktionieren. <strong>Die</strong><br />

Sendestation hält einen optischen plus einen<br />

digitalen Koaxeingang und einen Analog-Audioeingang<br />

parat. Der Preis liegt bei rund 400 Euro.<br />

www.sennheiser.com cd<br />

schweden-happen<br />

<strong>Die</strong> skandinavische Edelschmiede Primare<br />

setzt mit ihrem neuen Multiformat-Player BD32<br />

auf spielerische Vielfalt mit High-End-Niveau:<br />

Musik und Filme via Blu-ray, DVD, CD, SACD<br />

und DVD-A setzt der Acht-Kilo-Bolide ebenso in<br />

Szene wie diverse Files aus dem Netzwerk oder<br />

über die USB- sowie e-Sata-Eingänge. Stereo-<br />

High-End-Klänge schickt er über XLR-Ausgänge.<br />

Der SACD-Schaltkreis hat einen eigenen relaiskontrollierten<br />

Filter-Signalweg, die Videosektion<br />

klotzt mit dualen 1080P-V1.4a-HDMI-Outputs.<br />

Der Preis soll bei rund 3.600 Euro liegen.<br />

www.primare.net cd<br />

RICHTIG<br />

GesTeLLT<br />

Zum CD-Receiver C9 von AVM wurde uns ein<br />

falscher Preis von rund 4.000 Euro genannt<br />

(<strong>AUDIO</strong> 10/2011). Der richtige Verkaufspreis<br />

beträgt 4.790 Euro. Neu von AVM ist übrigens<br />

der Modul-bestückte Vollverstärker A 5.2 – sein<br />

Preis: rund 4.000 Euro. cd<br />

8 www.audio.de ›11 /2011


Magazin › TIPPS<br />

Fotos: Archiv, ostill, angelo sarnacchiaro, violetkaipa / Shutterstock.com, C. Dick<br />

JukE-<strong>Box</strong><br />

In der Cloud, der Internet-Datenwolke, schimmert die Zukunft – auch die Musikindustrie<br />

blickt gen Himmel: Jüngst an den Start ging der Cloud-basierte<br />

Streamingmusikdienst Juke, der zur Media-Saturn-Holding gehört. User können<br />

sich auf 13 Millionen Songs von 80.000 Labels stürzen: per PC und Mac oder<br />

direkt via App mit Smartphone oder Tablet-Computer; bei letzteren lassen sich<br />

Tracks auch offline anhören. <strong>Die</strong> Juke-Songs hört man ohne Download – und<br />

das mit dem bislang in Europa neuen Dolby-Pulse-Verfahren, das trotz einer<br />

niedrigen Datenrate von 24 Kbit/s prima Klang verheißt. <strong>Die</strong> Juke-Sessions<br />

gibt’s im Abo für 9,99 Euro im Monat. Laut Bundesverband der Musikindustrie<br />

(BVMI) legten Streaming-Services bei Digitalangeboten am stärksten zu, im<br />

ersten Halbjahr 2011 um gut 21 Prozent. Übrigens: In Deutschland gibt’s fast 70<br />

legale Online-Musik-Services – wer hätte das gedacht. www.myjuke.com cd<br />

_06KWV_Canton_Audio-Stereoplay_11.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);19. Sep 2011 11:41:52<br />

HIFI IST ToP!<br />

Audiogeräte hängten im ersten Halbjahr<br />

2011 LCD-TVs sowie DVD- und<br />

Blu-ray-Player ab: Während der Absatz<br />

von LCD-TVs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum<br />

nach Stückzahlen um 1,3%<br />

zurückging, stieg der Verkauf von<br />

HiFi-Einzelgeräten um sechs Prozent.<br />

Lautsprecher legten um zwölf und MP3-<br />

Docking-Stations sogar um 22 Prozent<br />

zu, so die Zahlen der CEMIX-Statistik.<br />

Reference Home Cinema Pro House Flexidelity<br />

HiFi<br />

Musik ist<br />

die Erotik<br />

der Ohren.<br />

Klanglösungen für jede Anforderung<br />

Lassen Sie sich verführen in unsere Welt des Klangs. Erleben Sie unser vielseitiges Spektrum<br />

hochwertiger HiFi Lautsprecher mit allen Sinnen und entdecken Sie die Vorzüge unserer<br />

Chrono SL Serie. <strong>Die</strong>se verbindet stilvollen Luxus mit einem extravaganten Auftritt in<br />

„high gloss“ und innovative Technologien mit klassischen HiFi Tugenden.<br />

Informieren Sie sich im autorisierten Fachhandel und unter www.canton.de


Magazin › tiPPs<br />

elvis<br />

von michael heartley<br />

edition olms / www.olms.com<br />

192 seiten / 19,95 €<br />

Frisches Futter für Elvis­Fans mit mittleren<br />

Englischkenntnissen: In 20 Kapiteln geht es in<br />

Michael Heartleys englischsprachigem Biografie­Bildband „Elvis“<br />

durch das Leben des King – von „Elvis’ Early Life“ bis zu<br />

„Elvis Leaves The Building“. Im Anhang gibt’s eine „selected<br />

discography“, ein Film­, Buch­ und Websiteverzeichnis und<br />

ein Elvis­Quiz; eine beigelegte CD bringt außerdem ein Dutzend<br />

Presley­Klassiker – von „Hound Dog über „King Creole“<br />

bis zum „Jailhouse Rock“. Neue Erkenntnisse bringt Heatley<br />

zwar nicht ans Tageslicht (wo sollen die nach über drei Jahrzehnten<br />

Elvis­Forschung und Dutzenden von Biografien auch<br />

herkommen?), aber mit rund 20 Euro ist dieser Bild­/Ton­Zwitter<br />

überaus fair bepreist (gedruckt und gebunden wurde in<br />

China). Und schreiberisch setzt Heartley durchaus indivi duelle<br />

Akzente und pflegt einen kurzweiligen Erzählstil. ham<br />

AC/DC: HigH voltAge RoCk 'n' Roll<br />

von phil sutcliffe (herausgeber)<br />

edel / www.edel.com<br />

224 seiten / 24,95 €<br />

Auch an Büchern über AC/DC herrscht wahrlich kein Mangel<br />

– und eigentlich gehört mindestens eine Bandbiografie (plus<br />

eine Handvoll ihrer essenziellsten Alben natürlich) in die Bibliothek<br />

eines jeden seriösen Rockfans. Nicht die schlechteste<br />

Wahl im Printsegment: „AC/DC – High Voltage Rock’n’ Roll:<br />

<strong>Die</strong> ultimative Bildbiografie“ von Phil Sutcliffe. Der Brite, einer<br />

der renommiertesten Musikjournalisten im angelsächsischen<br />

Sprachraum, erzählt hier Anekdoten und Erlebnisse aus 35<br />

Jahren Band­ und Fan­Geschichte, interviewt Rocker­Kollegen<br />

wie Jimmy Page, Meat Loaf oder Steve Vai über ihr Verhältnis<br />

zu Angus, Malcolm & Co., und porträtiert die wichtigsten<br />

Alben der australischen Kultband. 22 weitere Co­Autoren und<br />

Fotografen halfen mit bei diesem opus magnum, das 2006<br />

in Australien im englischsprachigen Original unter dem Titel<br />

„Maximum Rock ‘n’ Roll“ erschien. Der Untertitel „<strong>Die</strong> ultimative<br />

Bildbiografie“ wird schließlich mit rund 500 Live­, Backstage­,<br />

Familien und Live­Fotos sowie Abbildungen von Konzertplakaten,<br />

Backstage­Pässen, Plattencovern und ­labels<br />

eingelöst – wobei sich spannende Einblicke zum Beispiel in<br />

die Verstärker­ und Instrumentenbau­Szene der 70er und 80er<br />

Jahre, die Grafiksprache von T­Shirt­, Eintritts­ und Kredit­(!)<br />

karten­Designern und Angus Youngs beachtliche Sammlung<br />

von Schuluniformen auftun. Das Layout versprüht ordentlich<br />

Rock ’n‘ Roll­Flair, der Druck (auch hier: made in China) geriet<br />

sehr ordentlich, die deutsche Übersetzung sachlich. Netter<br />

Gimmick: eine in den Buchdeckel eingearbeitete „Angus­<br />

Drehscheibe“, mit der sich dessen legendären Bühnensalti<br />

nachdrehen lassen. ham<br />

showtime in zürich<br />

Vorhang auf zur dritten Runde: <strong>Die</strong> HIGH END SWISS hat sich als „eidgenössische<br />

Tochter“ der deutschen HIGH END­Messe prächtig etabliert<br />

und erwartet vom 21.­23. Oktober wieder HiFi­Fans aus ganz Europa in<br />

Zürich. Im Convention Center sowie in weiteren Zimmern und Suiten des<br />

schmucken Mövenpick­Hotel in Zürich­Regensdorf wird auf über 2000<br />

Quadrat metern erneut eine Fülle von Produkten der modernen Unterhaltungselektronik<br />

präsentiert. Mit dabei: fast 250 (!) Vertriebe aus aller Welt<br />

von A wie Acoustic Plan bis Z wie ZU <strong>AUDIO</strong>.<br />

Lohnen könnte sich aus verschiedenen Gründen auch ein Besuch beim<br />

Schweizer Hersteller colotube (3.OG, Stand D02): Dort erwarten den<br />

Besucher unter dem Motto „Dinge für die Sinne“ edel designte und<br />

handverdrahtete Röhrengeräte – und die amtierende „Miss Earth Schweiz“<br />

des Jahres 2009, Graziella Rogers (siehe Bild), die als Markenbotschafter für<br />

die colotube­Produkte auftritt: „Ich liebe das Glühen der Röhren“, sagt die<br />

schöne Ex­Miss, „qualitativ gute Musik auf einem Colotube­Röhrenverstärker<br />

zu hören, ist Erholung pur.“ Alle Messeinfos und eine Anfahrtsskizze gibt<br />

es unter www.highendsociety.de<br />

Mövenpick Hotel Zürich Regensdorf<br />

CH­1805 Zürich­Regensdorf<br />

Geöffnet: Freitag/Samstag: 10­18 Uhr;<br />

Sonntag 10­16 Uhr<br />

Eintritt für Fachbesucher 10 CHF bei Vorabregistrierung<br />

(gültig für alle Tage); für Publikumsbesucher<br />

10 CHF / Tageskarte.<br />

10 www.audio.de ›11 /2011


Magazin › SZENE<br />

beim Handel HingeHört<br />

aUdiO fragt nach im Fachhandel: Wo beginnt für Händler „seriöse“ HiFi-Qualität, welche Komponenten<br />

sind für einsteiger empfehlenswert? Und welche tonträger benutzen sie für Vorführungen?<br />

UNSERE FRAGEN AN DEN FACHHANDEL:<br />

1 Wie viel geld muss man aus ihrer<br />

Sicht für den einstieg in seriöse<br />

HiFi-Qualität zirka investieren? Und<br />

welche gerätekombination würden<br />

Sie zu diesem Preis empfehlen?<br />

2 Was sind ihre lieblings-<br />

Vorführ-Cds bzw. -lPs bzw. -dVds<br />

bzw. -blu-rays – und warum?<br />

3 Welche neue marke bzw. welches<br />

herausragende Produkt haben Sie<br />

zuletzt in ihr Portfolio aufgenommen<br />

– und warum?<br />

LUNA AUDio<br />

Thomas Mathejczyk<br />

Breslauer Str. 406<br />

90471 Nürnberg<br />

1 mein rat: das budget zu zwei dritteln<br />

in lautsprecher investieren, zu einem<br />

drittel in die elektronik. mein elektroniktipp:<br />

der Cambridge one+ (bild) – ein<br />

hochwertig verarbeitetes multi talent<br />

mit tuner, Cd, Sd-Card und USb, das<br />

für 600 euro eine Klangqualität bietet,<br />

wie man sie nur bei wenigen einzelkomponenten<br />

findet. noch 100 euro<br />

günstiger: der dVd-receiver music Hall<br />

aV 2.1. als Standbox mit filigranen Zügen<br />

gefällt die Phonar Veritas P5 (1500<br />

€ / Paar). Wer es etwas spritziger mag<br />

und eine Kompakte vorzieht, liegt mit<br />

der Focal Chorus 807V (800 € + Sockel;<br />

aUdiO 10/06) richtig. Und als Sub-Sat-<br />

Kombi bietet die diamond-Serie von<br />

Wharfedale (um 700 €) viel Freude für’s<br />

geld. tipp für Vinyl-Fans: der Plattenspieler<br />

debut iii esprit von Pro-Ject.<br />

2 eine lP, die mich ob ihres Spiels mit<br />

der dynamik und den von sehr fein bis<br />

ex trem scharf gespielten gitarren immer<br />

wieder fesselt, ist „love Over gold“<br />

von dire Straits. Klanglich top auch:<br />

„Couldn’t Stand the Weather“ von Stevie<br />

ray Vaughan. etwas mys tischer<br />

und sehr audiophil: alle Cds von loreena<br />

mcKennitt.<br />

3 ein Preis-leistungs-Hit ist der audiolab<br />

8200 CdQ (5/11): ein eleganter, hochwertiger<br />

Hybrid aus Cd-Player,<br />

Vorverstärker und da-Wandler. mit<br />

einer endstufe oder monoblöcken von<br />

audiolab hat man für 2000 bis 3000 €<br />

Hörvergnügen der Spitzenklasse. Und<br />

die Focal-electra-be-Serie: faszinierende<br />

High-end-lautsprecher mit herausragenden<br />

beryllium-Hochtönern. mein<br />

tipp speziell für die Focal 1038be: die<br />

röhren-Hybrid-monoblöcke SP-t800<br />

und die röhren-Vorstufe Sa-t8 von<br />

Vincent– ein traum!<br />

Fotos: Archiv, Seregam / hkeita – Shutterstock.com<br />

1 ein n guter einstieg wäre das marantzduo<br />

Pm 6003 (Vollverstärker; bild) / Cd<br />

6003 (Cd-Player; je um 400 euro – ich<br />

bin schon sehr gespannt auf die neuen<br />

6004er- Versionen) plus die Kompaktbox<br />

dali lektor 2 (um 400 euro / Paar).<br />

diese Kette, mit dem richtigen Kabel<br />

verbunden, verblüfft mit authentischem,<br />

feinsinnigem Klang.<br />

2 auf blu-ray: die lichtmond-Projekte<br />

in 3d – faszinierender Pop-Sound und<br />

geniale bildeffekte.<br />

als Cd: der<br />

„Producer‘s Choice<br />

i Sampler“ von<br />

First impression<br />

music (Fim UHd<br />

066; Sieve king<br />

Sound) im neuen<br />

Cd-Ultra-Hd-Format:<br />

ein hervorragendes instrument<br />

zur beurteilung der Qualität einer anlage.<br />

Und – ein tipp aus meiner Heimat<br />

Sri lanka – aufnahmen des musikers<br />

Pradeep ratnayake.<br />

3 Seit kurzem führen wir im einstiegsbereich<br />

lautsprecher von boston<br />

tRiANGLE tRADiNG<br />

ENtERpRiSE<br />

Sudath Thenuwara<br />

Gardeschützenweg 86<br />

12203 Berlin<br />

acoustics – besonders<br />

die Standbox a360 (test:<br />

aUdiO 4/11) überzeugt<br />

in design, Optik und<br />

Sound. es gibt wenige<br />

Hersteller, die sich in der<br />

Preisklasse von 200 bis<br />

800 euro das Paar solch<br />

eine mühe in der abstimmung<br />

der boxen<br />

machen.<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

11


Magazin › SZENE<br />

14./15. 10. Graf Hören und Sehen, 70182 Stuttgart<br />

setzt die neuen Focus-Lautsprecher 160 und 340 von Dynaudio unter<br />

Strom und zeigt anhand des Netzwerk-Players NAD C 446 und eines<br />

iMac samt Amarra-Software, wie einfach sich Musik aus dem Internet<br />

oder PC zur Hifi-Anlage streamen lässt. Jürgen Wolters von der Firma<br />

Dynaudio wird an beiden Tagen Rede und Antwort stehen. Mehr Strom<br />

gibt es im zweiten Graf-Studio nebenan, wo Hans M. Strassner von HMS<br />

an einer Mark-Levinson-Anlage mit den neuen Dynaudio Focus 380<br />

Vorführungen und Workshops rund um das Thema Strom anbietet.<br />

Termine: Fr., 14.10., 16-19 Uhr, Sa., 15.10., 10-13 Uhr und ab 14:30 Uhr.<br />

www.graf-hifi.de; www.graf-plus.de<br />

14./15. 10. HiFi Belzer, 66740 Saarlouis<br />

beleuchtet in einem Workshop die Faszination von Plattenspielern und<br />

Röhrengeräten. Im Mittelpunkt: die neuen Rega-Modelle RP3 und RP1<br />

sowie diverse Röhrenverstärker von Unison. www.hifibelzer.de<br />

14. 10. - 11. 11. PhonoPhono, 10961 Berlin<br />

informiert immer freitags (Bergmannstr. 17, 17 bis 19 Uhr) schwerpunktmäßig<br />

über analoge Klangkultur. <strong>Die</strong> kommenden Termine. 14. Oktober:<br />

Moderne Plattenspieler im Vergleich. 21. 10.: HiFi-Technik für Einsteiger<br />

– wie investiert man richtig, woran erkennt man gute Geräte? 28. 10.:<br />

Platten waschen & reinigen. 5. November: Lange Nacht der Ohren. 11. 11.:<br />

Tonabnehmer im Vergleich. www.phonophono.de<br />

15. 10. - 12. 11. RAE Akustik, 21337 Lüneburg<br />

erwartet <strong>Die</strong>ter Tielert von Silent Wire, der die neue Kabelserie 50 Ag<br />

präsentiert und Tipps zur Klangsteigerung durch Netzkabel gibt. Am 29.<br />

10. zu Gast: Helge Miglitz von Trigon, der den Multimedia-Streamer-/<br />

Ripper Trigon Chronolog vorstellt. „Digital mal anders“ heißt es am 12. 11.<br />

– dann informieren Thomas Gessler und Andreas Sehlhorst über „Digital<br />

Network Amplifier Neuheiten“ von Audionet. Je Veranstaltung sind drei<br />

Durchgänge (10, 12, 14 Uhr) geplant. Anmeldungen und Info unter Telefon<br />

041 31 / 68 42 81 oder per Mail info@ rae-akustik.de. www.rae-akustik.de<br />

21./22. 10. / 28./29. 10. / 4./5. 11. Luna Audio Lounge, 90471 Nürnberg<br />

veranstaltet am 21./22. 10 ein „französisches Wochenende“ mit Lautsprechern<br />

aus den Focal-Serien Electra und Chorus sowie französischen<br />

Leckereien. Eine Woche später beleuchtet das Team um Thomas<br />

Mathejczyk unter dem Motto „You’r Tube“ die Faszination von Röhren-<br />

Verstärkern, Röhren-CD-Playern und Röhren-Hybrid-Verstärkern von<br />

Herstellern wie AMC und Vincent, dazu locken Getränke und leckeres<br />

Fingerfood. Am 4./5. November spielen dann „digitale Multitalente“, also<br />

Streamer, DA- Wandler und Multifunktions geräte wie der Audiolab 8200<br />

CDQ, der T+A Music Receiver oder der Cambridge Sonata NP 30 auf.<br />

Neben den neuen Marken T+A , T.A.C. und AMC gibt’s übrigens auch<br />

erweiterte Öffnungszeiten – Montag bis Donnerstag von 18 bis 20 Uhr<br />

sowie Freitag/Samstag von 14 bis 20 Uhr. www.luna-audio.de<br />

17. - 22. 10. HiFi-Studio Schön, 66955 Pirmasens<br />

lädt zu den HiFi-Tagen 2011. Im Mittelpunkt: die Flächenlautsprecher von<br />

Audio Exklusiv und der CD-Player CD-17A von Cayin. Gleichzeitig gibt’s<br />

einen Workshops zum Thema „Auswirkungen der Mechanik auf den<br />

Klang“. Öffnungszeiten: 14-20 Uhr; um Anmeldung wird gebeten (e-mail:<br />

hifistudio-schoen@t-online.de). www.hifistudio-schoen.de<br />

22. 10. HiFi Concept, 81667 München<br />

präsentiert Neuheiten und Top-Produkte aus dem Portfolio der japanischen<br />

Top-Marke Accuphase, darunter die Vorstufe C-3800 und die<br />

Monoblöcke M-6000. Als Lautsprecher-Partner tritt die Stella Utopia von<br />

Focal auf. www.hificoncept.de<br />

22. 10. / 5. 11. RAE Akustik, 44141 Dortmund<br />

erwartet in seinem Studio 2 (Märkische Str. 125) am 22. 10. Thomas<br />

hifi-TErmiNE<br />

Gessler und Andreas Sehlhorst von Audionet, die unter dem Motto<br />

„Digital mal anders“ Neuheiten aus dem Bereich Digital Network<br />

Amplifier präsentieren. Am 5. November kommt dann <strong>Die</strong>ter Tielert von<br />

Silent Wire, der die neue Kabel-Serie 50 Ag vorstellt und über Klangsteigerungen<br />

durch Netzkabel informiert. Es wird bei jeder Veranstaltung<br />

täglich drei Durchgänge geben (je 10, 12 und 14 Uhr). Anmeldungen und<br />

Info unter Telefon 02 31 / 86 02 465 oder per Mail info@ rae-akustik.de.<br />

www.rae-akustik.de<br />

28. / 29. 10. HiFi-Studio Gärtner, 32791 Lage/Kachtenhausen (bei<br />

Bielefeld)<br />

erwartet die neue Quadral-Standbox Aurum Titan 8 in der Ehlenbrucher<br />

Str. 6. Showtime ist am Freitag ab 14 Uhr, am Samstag ab 10 Uhr. Voranmeldung<br />

erwünscht unter Telefon 05232 / 97888. www.hifi-gaertner.de<br />

29. 10. High End Obsession, 65510 Hünstetten (bei Frankfurt/Main)<br />

freut sich auf den Besuch von Stefan Dreischärf von Audio Physic und<br />

Andreas Schönberg von Audio Exklusiv. Das Duo präsentiert neue<br />

CD-Spieler, Endstufen und Lautsprecher – darunter die neue Audio-Physic<br />

Avantera. Übrigens: Das Team um HEO-Inhaber Helmut Savelsberg ist im<br />

Gebiet Rhein-Main-Taunus neuerdings Exklusivhändler für die Produkte<br />

der Marken Odeon und Audio Physic. www.highend-obsession.de<br />

29. 10. / 1. 11. Sprint Service GmbH, 50389 Wesseling<br />

veranstaltet mit den Lautsprechern des Aktiv-Spezialisten Backes &<br />

Müller am 29. 10. in Bremen einen „Stadtmusikanten-Workshop“ und<br />

macht beim Heimspiel in Wesseling den 1. 11. zum „aktiven Feiertag“.<br />

Anmeldung werden unter Telefon 02236 / 848 445 entgegengenommen;<br />

dort erfährt man auch den genauen Veranstaltungsort.<br />

www.backesmueller24.eu<br />

29./30. 10. Braunschweiger Funkausstellung, 38100 Braunschweig<br />

verwandelt unter Federführung der rührigen Firma Radio Ferner (www.<br />

radio-ferner.de) die VW-Halle (Europaplatz 1) wieder zum aufregenden<br />

Technik-Tempel. Auf rund 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche<br />

erwartet den Besucher eine Fülle von Produkten aus HiFi, High End, Home<br />

Cinema, Computing Media und Telekommunikationstechnik; drum herum<br />

gibt’s ein buntes Rahmenprogramm mit Workshops, Vorträgen und<br />

Events. Angesagt haben sich über 50 Aussteller – in diesem Jahr unter<br />

anderem auch der Audio-Reference-Vertrieb, der Produkte von Meridian,<br />

Sonus Faber, Velodyne und weiteren Marken präsentiert. Und, Kompliment:<br />

Auch dieses Jahr ist der Eintritt frei. Alle Infos sowie einen<br />

Anfahrtsplan gibt’s unter www.braunschweiger-funkausstellung.com<br />

29./30. 10. Radio Maurer, 34117 Kassel<br />

zeigt im Rahmen der Casseler Freyheit am Samstag (10-18 Uhr) und<br />

Sonntag (13-18 Uhr) die „HiFi-Heimkino-TV Trends 2011“. Zu erleben sind<br />

Neuheiten unter anderem von B&W, Chord, Dynaudio (die neue Focus-<br />

Serie), Rotel, KEF, NAD, in-akustik und Thorens. www.radiomaurer.de<br />

29. 10. / 6. 11. / 12. 11. / 19. 11. Schlegelmilch, 97437 Hassfurt<br />

ist umgezogen: In einem schmucken Neubau erwartet HiFi-Fans auf rund<br />

1600 Quadratmetern Ausstellungsfläche unter anderem ein neues<br />

Heimkino- sowie ein High-End-Studio, beste Beratung – und natürlich<br />

eine Fülle exquisiter Marken von A wie Accuphase bis Y wie Yamaha.<br />

<strong>AUDIO</strong> gratuliert herzlich und wünscht weiter viel Erfolg und viele<br />

zufriedene Kunden. Gefeiert wird mit vier spannenden Event: Am 29. 10.<br />

gibt’s einen Streaming-Workshop unter anderem mit der Vorstellung des<br />

neuen Naim-SuperUniti. Am 6. November lockt von 13-18 Uhr ein<br />

verkaufsoffener Sonntag. Am 12. 11. feiert dann die neue Balance<br />

Reference Phonostage von Clearaudio ihre Weltpremiere – Robert Suchy,<br />

Mitglied der Geschäftsleitung, kommt höchstselbst nach Hassfurt. Der 19.<br />

11. schließlich steht im Zeichen der Firmen Dynaudio und Chord – die<br />

Dänen bringen ihre neue Consequence Ultimate nach Hassfurt, Chord-<br />

Inhaber John Franks. www.schlegelmilch-highend.de<br />

12<br />

www.audio.de ›11 /2011


Magazin › SZENE<br />

4./5. 11. TV- und HiFi-Studio Dickmann, 39108 Magdeburg<br />

veranstaltet eine Hausmesse. Im Mittelpunkt: die aktuellen Plattenspieler-<br />

Modelle von Transrotor, Tonabnehmer von Benz-Micro, die neue PM1 von<br />

B&W, audiophile Tontäger und Zubehör von Sieveking Sound sowie die<br />

IFA-Neuheiten der „Loewen“ aus Kronach. Drum herum wird in entspannter<br />

Atmosphäre und bei leckeren Snacks und edlen Tropfen über<br />

Neuheiten und Trends geplaudert. www.firma-dickmann.de<br />

4. - 6. 11. Aug und Ohr, CH- 8005 Zürich<br />

bittet unter dem Motto „Art Of The Ear“ zur Hausmesse in die Heinrichstr.<br />

248. Angekündigt wird „Musikhören der Spitzenklasse“. Was nicht zu viel<br />

versprochen sein dürfte; trifft doch die Elektronik der Berliner High-End-<br />

Firma Burmester auf die eleganten Klangskulpturen der italienischen<br />

Lautsprecher-Manufaktur Sonus Faber (Amati Futura / Stradivari<br />

Homage) – fürwahr ein Event für Aug' und Ohr. www.augundohr.com<br />

5. 11. (Fast) überall in janz Berlin ...<br />

... laden acht Berliner HiFi-Studios, angeführt von Peter Lützelberger<br />

(PhonoPhono) und Siegfried Wörner (<strong>Box</strong>en Gross), wieder zur kultigen<br />

„Langen Nacht der Ohren“. Auch in diesem Jahr chauffiert ein Shuttle-<br />

Service die Besucher durch die Berliner Nacht zu allen teilnehmenden<br />

Studios. <strong>Die</strong> Events in Kürze: Audio Forum (Kurfürstendamm 150 /<br />

Nestorstr. 56) lädt zu einem Workshop über Dynamikreduktion auf<br />

Tonträgern und präsentiert 3D-Komponenten und neue Kopfhörer. HiFi im<br />

Hinterhof (Großbeerenstr. 65/66) zeigt ideale Anlagen und Techniklösungen<br />

für verschiedenste Geschmäcker, Raum-Konstella tionen und<br />

Geldbeutel, Kopfhörer von 300 bis 2500 Euro und schlaue Streaming- und<br />

Netzwerk-Produkte. <strong>Box</strong>en Gross (Oranienplatz 5) widmet sich dem<br />

Thema High-End & Wohnen, Lautsprechern von Linn und Audium und dem<br />

neuen digitalen Röhrencon troller von Ayon. HiFiPlay (Perleberger Str. 8)<br />

zeigt die V-Serie von T+A an den neuen Lautsprechern T+A CWT 500 /<br />

CWT 1000 (T+A-Chefentwickler Lothar Wiemann ist vor Ort) und stellt die<br />

norwegische Lautsprechermarke Forsman vor. HiFi-Studio 10 (Grolmannstr.<br />

56) hebt den Vorhang für einen der derzeit spannendsten<br />

Verstärker, den Devialet aus Frankreich (vorgeführt mit den Superlautsprechern<br />

Magico und Martin Logan und informiert über die Raum- und<br />

Geräteoptimierungstools von Creaktiv Systems. King Music (Uhlandstr.<br />

20-25) lädt zur Europapremiere der neuen Distinction-Serie von TEAC und<br />

zeigt eine „mobile HiFi-Anlage“ von Colorful sowie Kabel von Goldkabel.<br />

Max Schlundt Kulturtechnik (Kantstr. 17; im Stilwerk) freut sich auf den<br />

Besuch von Thomas Gessler von Audionet (der den neuen Digital Network<br />

Amplifier DNA demonstriert) – und von Audio-Reference-Chef Mansour<br />

Mamaghani, der die Lautsprecher Guarneri Evolution Volvere und Amati<br />

Futura präsentiert – und drei Tagesausflüge nach Hamburg zum<br />

A-R-Vertrieb verlost. PhonoPhono (Bergmannstr. 17) schließlich zeigt<br />

digitale HiFi-Technik, Komponenten aus Großbritannien, Lautsprecher von<br />

Dynaudio und audiophile High-End-Träume von Avalon, Gryphon, Nagra<br />

oder Pass Labs. Alle Infos unter www.langenachtderohren.de<br />

5./6. 11. HiFi Music World, 70569 Stuttgart<br />

die deutsche HiFi-Selbstbau-Messe, gastiert im Stuttgarter Commundo-<br />

Tagungshotel (Universitätsstr. 34, Sa.: 10-19 Uhr; So.: 10-18 Uhr; Eintritt: 8<br />

Euro). Auf dem Programm: Musikvorführungen, Workshops zu Themen<br />

wie Raumakustik und Lautsprecherentwicklung sowie ein Ausstellungsbereich<br />

mit allem, was die Do-it-yourself-Szene zu bieten hat. Ausstellerverzeichnis<br />

und Anfahrtsbeschreibung: siehe www.hifi-music-world.de<br />

10.-13. 11. klangbilder I 11; A-1010 Wien<br />

Bereits zum elften Mal lockt in der Donau-Metropole die österreichische<br />

„Erlebnis-Messe für bestes Hören und Sehen“ mit vielen HiFi- und<br />

High-End-Preziosen, Infotainment-Programm und Livemusik. Vorgeführt<br />

wird in den Salons und Zimmern des eleganten Hotels Hilton Vienna Plaza<br />

(Schottenring 11, 1010 Wien, Telefon: 0043 / 1 / 31 39 00; www.hilton.com);<br />

unweit von Musikverein und Staatsoper. Der 10. November (10-20 Uhr) ist<br />

heuer erstmals als Fachhandelstag konzipiert; vom 11.-13. gehört die<br />

Messe dann allen Besuchern. Öffnungszeiten: Freitag/Samstag 11-20 Uhr,<br />

Sonntag: 11-18 Uhr. Auf dem Programm unter anderem: 20 Jahre Pro-Ject<br />

– die österreichische HiFi-Marke feiert ihr Jubiläum. Piano Swing – das<br />

Live-Klavierprogramm des Klavierhauses Förstl. In der Reihe „Berühmte<br />

Entwickler zu Gast“ wird <strong>Die</strong>ter Burmester erwartet, und nicht zuletzt<br />

gibt’s eine tägliche Wein-Degustation. www.klangbilder.eu<br />

11./12. 11. Musikus-HiFi, 30173 Hannover<br />

präsentiert die neue Quadral Titan und weitere aktuelle Lautsprecher aus<br />

dem Hause Aurum. Des weiteren wird die neue Gold-Serie von Monitor<br />

Audio vorgestellt. <strong>Die</strong> Elektronik kommt von Musical Fidelity, Audionet und<br />

Advance Acoustics. Gute Idee: <strong>Die</strong> Lautsprecher werden sowohl in<br />

Stereo-Aufstellungen als auch in Heimkino-Setups aufspielen. Vorgeführt<br />

wird jeweils zwischen 10 und 20 Uhr; Firmenvertreter sind vor Ort.<br />

www.musikus-hifi.de.<br />

12. 11. HiFi-Studio Hörkultur, 77654 Offenburg<br />

veranstaltet von 11-18 Uhr seine jährliche Hausmesse. In der Vorführung:<br />

Neuheiten von Jadis wie der Vollverstärker DA 50 S und der Toploader-<br />

CD-Player Orphée an den Audioplan-Lautsprechern Kontrast V und<br />

Kantata. Zu Gast ist Thomas Kühn von Audioplan. www.hifi-hoerkultur.de<br />

_066W7_Luscendo_EXPOSURE_Audio_0911.pdf;S: 1;Format:(102.00 x 137.00 mm);28. Jul 2011 15:31:22<br />

«Real Hi-Fi at Real World Price since 1974»<br />

5. 11. Projekt Akustik, 23611 Bad Schwartau<br />

stellt aktuelle Lautsprecherhighlights in der Preisklasse um 4000 Euro vor.<br />

Mit dabei: Linn Majik Isobarik, Naim Ovator S-400 sowie die Geheimtipps<br />

von Kudos und Neat. www.projekt-akustik.de<br />

5. 11. Blumenhofer Acoustics, 86877 Walkertshofen<br />

lädt zu einem Schallplatten-Hörabend im Retro-Style: Dabei werden<br />

antike Hi-Fi-Komponenten an die modernen Blumenhofer-High-End-<br />

Lautsprecher angeschlossen; dazu dreht sich edles Vinyl auf feinsten<br />

Plattenspielern. Anschließend diskutiert das Blumenhofer-Team mit den<br />

Gästen, was deren alte Anlagen noch so alles leisten können. Dazu gibt’s<br />

italienisches Gebäck und Cappuccino aus Profi-Hand. Voranmeldungen<br />

unter info@blumenhofer-acoustics.de. www.blumenhofer-acoustics.de<br />

EXPOSURE 3010 S2<br />

• ENDVERSTÄRKER<br />

EXPOSURE 3010 S2<br />

• CD SPIELER<br />

EXPOSURE 3010 S2<br />

EXPOSURE 3010 S2<br />

• VORVERSTÄRKER<br />

2 2A 3 3A<br />

4 4A<br />

Made in England<br />

VERTRIEB - Convergences-Luscendo :<br />

Hochstr. 9, 57334 Bad Laasphe. Telefon : 02752 479533<br />

www.convergences.co<br />

3<br />

JAHRE<br />

GARANTIE


Titel-CD › die 90er<br />

die KeF-cd<br />

Jubiläen feiert man gerne – umso mehr, wenn sie eine Erfolgsgeschichte erzählen: Seit inzwischen<br />

50 Jahren prägt die britische Lautsprecherfirma KEF mit wegweisenden Produkten die HiFi-Szene.<br />

<strong>AUDIO</strong> gratuliert herzlich zum großen Firmenjubiläum – und lässt die Entwicklung einer innovativen<br />

Com pany in fünf Folgen Revue passieren. In diesem Heft: Teil 4 – die 90er Jahre.<br />

■ Text: Christof Hammer, Claus Dick, Otto Paul Burkhardt<br />

14 www.audio.de ›11 /2011


Titel-CD › die 90er<br />

der soUnd der neUnziger<br />

Rassiger Wavepop, überraschender Akustik-Grunge, große Klassik-Aufnahmen mit Star-Dirigenten<br />

und -Solisten: Folge 4 der KeF-Cd-reihe bringt fast 70 minuten musik-Highlights aus den 90er Jahren.<br />

Fotos: Archiv, williammpark – www.shutterstock.com, Andrew Bicknell, Warner Music Group, Stefan Malzkorn, 105 music, Johan Jacobs, Andrew Southam, Dean Macdonell, Sony, Leonhardt, EMI, Universal<br />

1. nada sUrF: enJoy tHe silenCe<br />

(Mardev Records; aus dem Album „If I Had A<br />

Hi-Fi“; MDV 02 / ADA - Warner Music)<br />

<strong>Die</strong> Nachbeben von Mauerfall und Wende<br />

mit dem Zerfall von Ostblock und<br />

Kommunismus (und der Eröffnung des<br />

ersten McDonald’s-Restaurants auf<br />

russischem Boden), die Freilassung von<br />

Nelson Mandela und das Ende der Apartheid,<br />

die Fußball-Weltmeisterschaft in<br />

Italien mit dem Triumph der deutschen<br />

Mannschaft: Das erste der 1990er-Jahre<br />

hatte ordentlich was zu bieten und reihte<br />

in spektakulärem Tempo echte Großereignisse<br />

und Events mit beträcht lichem<br />

Symbolcharakter aneinander. Wer jetzt<br />

im Geiste zurücksurft ins Jahr 1990, wird<br />

als heimlichen Soundtrack dazu einen Hit<br />

wie kaum einen anderen im Kopf haben:<br />

Mit „Enjoy The Silence“ vom Ausnahmealbum<br />

„Violator“ gelang den britischen<br />

modern times<br />

Top-Acts wie Björk, Sinéad O’Connor,<br />

Nirvana oder Brit-Pop-Größen wie Blur,<br />

Pulp und Oasis fegten ab 1990 die<br />

synthie lastigen Sounds der 80er mit frischen<br />

Tönen hinweg – musikalisch standen<br />

die 90er Jahre für einen Aufbruch zu<br />

neuen Ufern. Und auch technologisch<br />

tat sich einiges. In den 90er Jahren revolutionierte<br />

auch die High-End-Schmiede<br />

KEF am River Medway, in der Grafschaft<br />

Kent, die HiFi-Szene dank innovativer<br />

Technologien im Lautsprecherbau.<br />

„Das will ich besser machen – und das<br />

kann ich besser machen,“ lautete das<br />

Credo von Firmengründer Raymond<br />

Cooke nach wie vor. <strong>Die</strong>sen Anspruch<br />

Synthie-/Elektro-Göttern Depeche Mode<br />

ein Coup, der dem Ideal vom <strong>perfekte</strong>n<br />

Popsong ziemlich nahekommt: ein fesselnder<br />

Groove, eine Komposition, die<br />

quasi ideal typisch mit den Elementen<br />

Strophe-Refrain-Bridge hantiert, ein ganze<br />

Platte an attraktiven Soundpattern und<br />

statt nur einer gleich zwei oder drei megastarke<br />

Melodien im Arrangement. Klar,<br />

dass dieser Tophit zum Evergreen avancierte<br />

und eine Vielzahl von Coverversionen<br />

hervorbrachte. Zu den stärksten unter<br />

ihnen gehört die Neubearbeitung<br />

durch die amerikanische Indie-/Collegerockband<br />

Nada Surf, die hier ordentlich<br />

das Tempo anzieht – statt in 4:15 (wie in<br />

der originalen Single-Version) oder in 6:12<br />

(so lange dauert die „album version“)<br />

galoppieren Matthew Caws (voc., git.),<br />

Ira Elliot (dr., voc.) und Daniel Lorca (bass,<br />

voc.) in flotten 3:21 durch „Enjoy The Si-<br />

<strong>Die</strong> britische Traditionsmarke KEF entwickelte in den 80ern revolutionäre Technologien, deren<br />

Früchte in den 90er Jahren in teils bahnbrechende Lautsprechermodelle einflossen. Allen voran<br />

die Uni-Q-Systeme, die den Traum einer einzigen Klangquelle wahr werden ließen und ein<br />

zukunftsweisendes, tonangebendes High-End-Statement markierten. teil 4 der fünfteiligen<br />

KeF-Jubiläumsserie in aUdio.<br />

konnte der ehemalige Elektrotechniker<br />

der BBC in den 90er Jahren in eine neue<br />

Dimension führen.<br />

Dazu leisteten auch frühere Pioniertaten<br />

von KEF ihren Beitrag. Bereits in einer<br />

Zeit, als Computer noch sündhaft teure,<br />

schrankgroße Monster waren, setzte<br />

Cooke auf eine computergestützte<br />

„ganzheitliche Systementwicklung“.<br />

Auch das stete Forschen nach neuen,<br />

optimalen Materialen trieb die Qualität<br />

der KEF-Modelle stets weiter voran –<br />

Gutes wurde noch besser. Bereits in den<br />

späten 80er Jahren hielten neue magnetische<br />

Materialien wie Neodym, Eisen<br />

und Bor Einzug in den Herstellungspro-<br />

lence“. Dem Song steht das ausgesprochen<br />

gut: <strong>Die</strong> dramatisch-melancholische<br />

Atmosphäre steigert sich ins fast<br />

Atemlose, die synthetischen Anteile wurden<br />

ausgedünnt, und die gesamte Komposition<br />

klingt dynamisch-geerdet, ohne<br />

ihr verführerisch-hymnisches Flair zu verlieren.<br />

Dazu charakterisiert diese HörmUttersCHiFF:<br />

1992 wurde KEF von der<br />

multinationalen asiatischen Gold-Peak-<br />

Gruppe übernommen – hier die zu Hongkong<br />

gehörende GP-Firmenzentrale.<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

15


Titel-CD › die 90er<br />

probe exakt den Stil dieser famosen New<br />

Yorker Band, die struppigen Alternative-<br />

Rock ebenso perfekt beherrscht wie vollmundigen<br />

Indie-Pop. Zum Weiterhören<br />

wärmstens empfohlen: die Album-Trilogie<br />

„Let Go“ (2002), „The Weight Is A<br />

Gift“ (2005) und „Lucky“ (2008).<br />

2. stefan Gwildis: Gestern war<br />

Gestern<br />

(105 Music; aus dem Album „Wünscht du wärst<br />

hier, Sony 88697 34373 2)<br />

Ein, zwei Sekündchen des Piano-Intros,<br />

und der Kenner weiß Bescheid: „Walking<br />

In Memphis“! 1991 war’s, als der US-<br />

Amerikaner Marc Cohn mit diesem Popjuwel<br />

reinster Prägung die Musikszene<br />

betrat – und sich als Piano-Man in der<br />

Güte klasse eines Billy Joel oder Elton<br />

John vorzustellen schien. Dass Cohns<br />

Karriere danach vielleicht nicht ganz hielt,<br />

was der fulminante Auftakt versprach<br />

(auch wegen privater Schicksalsschläge<br />

wie einer gescheiterten Ehe oder einer<br />

Schussverletzung bei einem Überfall) –<br />

schade. Aber mit seinem Debütalbum<br />

und der Huldigung an die Mississippi-<br />

Metropole, in der er in „Blue Suede<br />

Shoes“ zwischen Union Avenue und<br />

Grace land auf den Spuren von Elvis Presley<br />

wandelt und das Lebensgefühl der<br />

amerikanischen Südstaaten erkundet,<br />

gelang ihm gleich im ersten Anlauf, wonach<br />

viele Kollegen Jahre über Jahre vergeblich<br />

streben: ein Welthit mit Evergreen-Potenzial.<br />

Auch der deutsche Soul-<br />

Man Stefan Gwildis warf ein Auge auf<br />

diese Ausnahmekomposition und beweist<br />

in seiner Version gleich zweierlei:<br />

wie gut seine 2003 geborene Idee der<br />

Übersetzung von großen Soul-, Bluesund<br />

Popsongs in die deutsche Sprache<br />

funktioniert – und was für ein exzellenter<br />

Sänger er ist. Nach der Erstausgabe mit<br />

„Neues Spiel“, die mit fulminanten Versionen<br />

etwa von „Papa Was A Rolling Stone“<br />

oder „Ain’t No Sunshine“ (plus etlichen<br />

starken Eigenkompositionen) aufwartete,<br />

setzte der Hamburger Jung’ mit der charismatisch-rauhen<br />

Stimme sein Konzept<br />

mit „Heut ist der Tag“ (2007) und schließlich<br />

2008 mit „Wünscht du wärst hier“<br />

fort. „Auch auf Folge 3 stecken Gwildis<br />

und Texter Micky Reincke Evergreens<br />

wie `Spinnin Wheel’ oder `Soul Man’<br />

überzeugend in neue Gewänder“, befand<br />

<strong>AUDIO</strong> in Ausgabe 1/2009. Musikalisch<br />

bleibt Gwildis mit Piano, Orgel und<br />

kernig-gefühlvollen Vocals nah am Original,<br />

stellt den Song als „Gestern war gestern“<br />

aber dank des lebendigen Textes<br />

von Michy Reincke beherzt in einen<br />

neuen Rahmen: Ausgehend vom Bruch<br />

einer Beziehung, analysiert der Erzähler<br />

in einer Art Bestandsaufnahme den Status<br />

quo einer Biografie, um mit kämpferischem<br />

Optimimus die Zukunft ins Visier<br />

zu nehmen. Denn: „Gestern war gestern<br />

/ dreh’ dich nicht mehr um und schau‘<br />

nach vorn / gestern war gestern / hier und<br />

heute geh‘n wir nicht verlor‘n“.<br />

3. ozark Henry: Black Hole sun<br />

kef-meilensteine: Ab 1991 sorgten die<br />

Uni-Q-getriebenen Modelle der Q-Serie für<br />

viel frischen Wind in der Lautsprecher-Szene<br />

– hier die ersten Generationen im Duett.<br />

16 www.audio.de ›11 /2011<br />

zess. <strong>Die</strong> Stoffe wiesen die zehnfache<br />

Leistungsfähigkeit im Vergleich zu herkömmlichen<br />

Lautsprechermagneten auf<br />

und wurden von der NASA entwickelt.<br />

Sie sollten die Ära des revolutionären<br />

Uni-Q-Systems von KEF einläuten, bei<br />

dem der Traum einer einzigen Klangquelle<br />

wahr wurde: Hochtöner konnten<br />

nun so klein gehalten werden, dass sie<br />

sich in die Schwingspule und damit in<br />

das akustische Zentrum des Basstreibers<br />

einpassen ließen. Das Prinzip erweitert<br />

den optimalen Hörbereich und<br />

fördert die Natürlichkeit des Klangs. Das<br />

war ein Meilenstein für KEF und die HiFi-<br />

Welt – und der Gnadenstoß für den<br />

sogenannten „Sweet Spot“. Das Vier-<br />

Wege-Modell 105/3 ging als erster<br />

Wandler der Reference-Serie mit Uni-Q<br />

in die Firmenhistorie ein. Doch damit<br />

nicht genug des Tatendrangs: Nahezu<br />

zeitgleich engagierte sich KEF im<br />

„ Eureka“-Projekt zusammen mit Bang &<br />

Olufsen und der Technischen Universität<br />

von Dänemark, um den Einfluss<br />

des Hörraums auf die Performance von<br />

Lautsprechern zu erforschen. All diese<br />

Ansätze und Aktivitäten führten 1990<br />

zunächst zu einem technischen Facelift<br />

der Reference 107. <strong>Die</strong> 107/2 erhielt<br />

unter anderem einen neuen Alu-Hochtöner<br />

und einen neuen KUBE-Bass trimmer.<br />

Ein Jahr später sorgten zwei neue Modellreihen<br />

für Furore: die Q- und K-Serie.<br />

Alle drei Modelle (Q-60, Q-80 und Q-90)<br />

zierte der 200_25-Uni-Q-Treiber, der einen<br />

200-Millimeter-Bass-/Mitteltonbereich<br />

und einen 25-Millimeter-Hochtöner<br />

vereinte. Ein weiteres Highlight der<br />

Qs war der entkoppelte Magnet in den<br />

Bass treibern. <strong>Die</strong> dreiköpfige K-Serie<br />

sollte dagegen in günstigen Preisgefilden<br />

aufhorchen lassen. <strong>Die</strong> Zweiwegebox<br />

K160 war dabei übrigens die jüngste<br />

Inkarnation der berühmten Coda.<br />

1992 erfasste dann der Wind der Globalisierung<br />

die britische Traditionsmarke:<br />

<strong>Die</strong> hongkong-chine sische Gold Peak<br />

Group übernahm KEF – mit strategisch<br />

durchaus positiven Konsequenzen: <strong>Die</strong>


Titel-CD › die 90er<br />

(Embassy Of Music; aus dem Album „Better Than<br />

The Original – A Selection Of Finest Acoustic<br />

Cover Versions“, Ministry Of Sound / Warner<br />

50524 985107 2)<br />

Synthiepop, Singer-Songwriter – alles prima,<br />

aber alles wohlvertraut. Doch wo<br />

blieben die stilistischen Neuerungen?<br />

Keine Bange: Auch die 90er hielten sich<br />

an das bewährte Motto „kein Jahrzehnt<br />

ohne wegweisende musikalische Innovation“.<br />

Vor allem zwei Genres gaben in<br />

dieser Ära den Takt an. Techno – und<br />

Grunge. Ersterer Stil möge – trotz unbestrittener<br />

Relevanz – an dieser Stelle außen<br />

vor bleiben; der Grunge-Bewegung<br />

jedoch sei explizit gehuldigt. Mit Neil<br />

Young als intellektuellem Übervater verbanden<br />

in karierte Flanellhemden gehüllte<br />

US-Teens und -Twens Fäden aus Punk,<br />

Garagenrock und amerikanischem Folkrock<br />

zu einem Soundtrack, der die (gefühlte)<br />

Perspektivlosigkeit ihres „Slackertums“<br />

(von to „slack“; zu deutsch: lustlos,<br />

schlaff, herumlungernd) in kernige<br />

Gitarrenriffs, melancholische bis weltschmerzgetränkte<br />

Vocals und teils spektakuläre<br />

Laut-/leise-Arrangements kleidete.<br />

Bands wie Nirvana, Pearl Jam oder<br />

Alice In Chains sorgten so fast ein Jahrzehnt<br />

lang für große Momente und machten<br />

Grunge zum weltumspannenden Lebensgefühl.<br />

Nicht zu vergessen: die Formation<br />

Soundgarden aus Seattle, der<br />

Hauptstadt der Grunge-Bewegung. Ihr<br />

größter Hit gelang der Truppe um Sänger<br />

und Drummer Chris Cornell 1994 mit<br />

„Black Hole Sun“ vom Topalbum „Superunknown“;<br />

einem stoisch-fiebrig-<br />

Midtempo-Song voll schwerer Gitarren<br />

Cornells Gänsehaut-Gesang, etwas Psychedelic-<br />

und Bluesrock-Flair inklusive.<br />

Der Belgier Piet Goddaer, seit 1996 unter<br />

dem Pseudonym Ozark Henry als Interpret<br />

melodiensatter Dream pop- und Indierock-Songs<br />

eine feste Größe (zuletzt<br />

mit der CD „Hvelreki“; Besprechung siehe<br />

<strong>AUDIO</strong> 5/2011), macht diesen Klassiker<br />

des Genres in seiner 2011-Interpretation<br />

zu einer leisen Pianopop-Ballade:<br />

minimal rhythmisiert, wunderbar durchhörbar<br />

im Klang und gegen Ende mittels<br />

eines unerwarteten Breaks in fast jazzige<br />

Gefilde hinweggleitend. „Better Than<br />

The Original“, wie der Untertitel des Samplers<br />

lautet, auf dem der Musikmanager<br />

Konrad Sommermeyer 16 ungewöhnliche<br />

Bearbeitungen von großen Pop- und<br />

Rockhits versammelt (Besprechung siehe<br />

<strong>AUDIO</strong> 8/2011)? Geschmackssache –<br />

aber ein Beispiel für beherztes, das Original<br />

eigenständig und zugleich respektvoll<br />

interpretierendes Covern allemal.<br />

4. bobby mcferrin & chick<br />

corea: song for amadeus<br />

(aus der CD „The Mozart Sessions“; Sony<br />

Classical SK 62601)<br />

Mozart als Treffpunkt von Klassik und ›<br />

Jazz – auch so lässt sich diese Musik neu<br />

erfinden. <strong>Die</strong> Crossover-Granden Bobby<br />

Batterie- und Elektronikspezialisten förderten<br />

den Taten- und Forschungsdrang<br />

der Kenter Kreativschmiede und eröffneten<br />

so neue Möglichkeiten der Weiterentwicklung.<br />

Der Erfolg am Markt<br />

blieb KEF in jeder Hinscht treu: Im gleichen<br />

Jahr lobten japa nische HiFi- Kritiker<br />

das Model 105/3 mit seiner Uni-Q-Technologie<br />

der zweiten Generation als besten<br />

Import-Lautsprecher.<br />

sounds good: KEF-Surround-Sets (hier eine Kombination aus Model 20B, 30B, 60S und<br />

80C) versammelten ab Mitte der 90er Jahre wirklich die ganze Familie vor dem Heimkino.<br />

Wenn ob des knackig-präsenten, zum Abheben schönen Klanges dann noch jemand die Ohren<br />

hängen ließ, lag das ausschließlich an biologischen Faktoren oder an einer ungünstigen<br />

Sitzposition.<br />

1993 erhielt die Q-Serie ein Update. <strong>Die</strong><br />

Modelle 10, 30, 50 und 70 arbeiteten<br />

alle mit dem 6,5-Inch-Bass-/Mitteltontreiber<br />

und galten als Highlight in der<br />

marktrelevanten mittleren Preiskatagorie.<br />

1993 war auch das Jahr eines weiteren<br />

Ritterschlags: KEF produzierte den<br />

legendären BBC-Studiomonitor LS3/5A<br />

komplett als alleiniger Lizenznehmer in<br />

einer Bi-Wiring-Version. Ebenfalls 1993<br />

wurde die Reference-Serie mit den<br />

Modellen 101/3, 100, 90 und 103/4 vorgestellt,<br />

die das Line-Up von Uni-Q-Systemen<br />

in der Reference-Serie vervollständigten.<br />

Und noch im gleichen Jahr<br />

sorgte das Centerspeaker Model 100<br />

mit Uni-Q-Technik für Furore auf dem<br />

Heimkinosektor.<br />

1994 holte sich KEF schließlich die High-<br />

Tech-Weihen von Hollywood-Legende<br />

und Lucasfilm-Gründer George Lucas<br />

und präsentierte als eine der ersten Firmen<br />

ein THX-zertifiziertes Home-Cinema-System.<br />

Als revolutionär galten dabei<br />

die drei Frontspeaker mit ihren ver-<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

17


Titel-CD › die 90er<br />

McFerrin und Chick Corea zeigen auf ihrem<br />

Sampler „The Mozart Sessions“<br />

(1996) in 20-Bit-Technologie, was alles<br />

möglich ist. In ihrem „Song For Amadeus“<br />

lassen sie kurz und lässig aufblitzen,<br />

was ihnen in 2:29 Minuten alles zum Adagio<br />

aus der Sonate KV 280 einfällt: Es<br />

funkt und sprüht und singt und groovt<br />

und fetzt und rockt. Eher leise, zart,<br />

dezent, versteht sich – im intimen Zwiegespräch<br />

von Corea-Piano und McFerrin-<br />

Vocals. Ein Geniestreich. Mozart? Hätte<br />

einen Mordsspaß dabei gehabt.<br />

5. Wolfgang amadeus mozart:<br />

klavierkonzert d-moll kv 466:<br />

rondo, allegro assai<br />

(The Saint Chamber Orchestra, Bobby McFerrin,<br />

Chick Corea, Klavier; aus der CD „The Mozart Sessions“;<br />

Sony Classical SK 62601)<br />

Man hält sich streng an den geheiligten<br />

Notentext – und dennoch klingt die Musik<br />

wie frisch durchlüftet. Das oft hektisch<br />

zernudelte Rondo (Allegro assai) aus KV<br />

466 ist ein gutes Beispiel – unter Bobby<br />

McFerrins inspirierendem Dirigat (1996)<br />

kommt es hell ausgeleuchtet und leicht,<br />

federnd und quicklebendig musiziert daher.<br />

Toll die Kadenz: Chick Corea packt<br />

die bekannten Mozart-Motive und fantasiert<br />

sich mit ihnen auf und davon – in eine<br />

neue, leicht angeschrägte Klassikwelt.<br />

Wo er ankommt? Mal im freien Raum,<br />

mal bei sich, mal bei Mozart. Der Weg ist<br />

das Ziel.<br />

6. joseph haydn: sinfonie g-dur<br />

hob i:94: finale (La Petite Bande, Sigiswald<br />

Kuijken; aus der CD „Joseph Haydn: Sinfonien<br />

93 / 94 & 95“; Deutsche Harmonia Mundi /<br />

Sony Classical 05472 77275 2)<br />

Wie turbulent, wie übermütig, wie frech<br />

Haydn klingen kann, zeigt La Petite Bande<br />

unter ihrem Leiter Sigiswald Kuijken. Das<br />

Ensemble, benannt nach der Barockkapelle<br />

des Komponisten Lully am Hof des<br />

Sonnenkönigs Ludwig XIV., hat auf der<br />

Basis historisch originaler Musizierpraxis<br />

einen eigenwilligen, quirligen Stil entwickelt.<br />

<strong>Die</strong> 1992 in der Haarlemer<br />

Doopsgezindekerk entstandene Aufnahme<br />

zählt bis heute zu den Top-Hits der<br />

Kuijken-Bande: Das Finale der Sinfonie<br />

„Mit dem Paukenschlag“ ist absolut brillant,<br />

spritzig und humorig musiziert – ein<br />

Haydn-Spaß!<br />

7. franz schubert / franz liszt:<br />

aufenthalt s 560, nr. 3<br />

8. franz schubert / franz liszt<br />

erlkönig s 558, nr. 4 (beide: Evgeny<br />

Kissin, Klavier; aus der CD„Kissin Plays Liszt“; RCA<br />

Red Seal / Sony 88697 83948 2)<br />

Schubert-Lieder ohne Gesang – nur mit<br />

Klavier? Liszt, ein begnadeter Arrangeur,<br />

schafft dieses Wunder. Er lässt das Klavier<br />

singen. Und wie! Evgeny Kissin<br />

macht aus diesen effektsicheren Arrangements<br />

rauschende, schwelgerische<br />

Klangfeste. Das Lied „Aufenthalt“ wird<br />

ein leben im dienste von kef:<br />

Über 35 Jahre prägte Raymond Cooke das<br />

Gesicht der von ihm gegründeten Firma.<br />

1995 starb er im Alter von 70 Jahren.<br />

18 www.audio.de ›11 /2011<br />

tikal ausgerichteten Hochtönern, um negative<br />

Effekte von Boden und Decke zu<br />

negieren und die Sprach verständlichkeit<br />

zu verbessern. Das ebenfalls 1994 vorgestellte<br />

Subwoofer-/Satellitensystem<br />

40B/70S machte bestehende Zwei-Kanal-Anlagen<br />

zu einem vollwertigen Surround-System.<br />

<strong>Die</strong> 40B arbeitete dabei<br />

mit der gleichen „Coupled Cavity“-Technologie<br />

wie die Reference-Reihe. Letztere<br />

wurde wiederum im gleichen Jahr<br />

mit den Modellen One, Two, Three und<br />

Four erneuert, die alle vier überdies mit<br />

dem neuen Uni-Q-Treiber im 165_25mm-<br />

Format bestückt wurden. Alle Treibereinheiten<br />

erhielten obendrein eine<br />

mechanische Entkopplung.<br />

1995 trauerte die Unternehmensgruppe<br />

GP/KEF dann um ihre „Vaterfigur“:<br />

Firmenpatriarch Raymond Cooke verstarb<br />

im Alter von 70er Jahren. Doch<br />

auch nach dem Ableben seines visionären<br />

Gründers blieb KEF den Maximen<br />

„Qualität, Ehrlichkeit, Hingabe und<br />

Innova tion“ treu.<br />

<strong>Die</strong>se Werte legten weiterhin die Basis<br />

für wegweisende neue Ideen im Lautsprecherbau.<br />

Das Reference Model Four<br />

mit Uni-Q-Treibern der vierten Genera-<br />

unverWüstlich: 1993 bekam KEF von der<br />

britischen BBC die alleinige Lizenz für eine komplette<br />

Neuauflage des <strong>Box</strong>enklassikers LS 3/5.


Titel-CD › die 90er<br />

in Kissins praller, hoch virtuoser Interpretation<br />

zu einer grandiosen, wilden Weltschmerz-Klage.<br />

Vollends der „Erlkönig“:<br />

Kissin inszeniert die Lisztsche Schubert-<br />

Version in dieser glasklaren Aufnahme<br />

von 1992 als packendes Drama – mit<br />

süßen Gespensterstimmen und schaurigen<br />

Momenten. Auch ohne Worte und<br />

Gesang unglaublich spannend.<br />

9.-12. georg friedrich händel:<br />

wassermusik. 9. allegro / 10.<br />

alla hornpipe / 11. sarabande /<br />

12. rigaudon i & ii) (Tafelmusik; Jeanne<br />

Lamon; aus der CD „Handel – Water Music / Suite<br />

From Il Pastor Fido“; Sony Classical SK 68257)<br />

In den 90ern wehte ein frischer Wind<br />

durch die Barockmusik-Szene: Das kanadische<br />

Ensemble Tafelmusik ließ mit seinem<br />

lichten, leichten und anspringenden<br />

Originalinstrumenten-Sound scheinbar<br />

ausgelutschte Evergreens neu aufblühen.<br />

Händels Wassermusik, 1995 in toller<br />

Raumakustik aufgezeichnet, klingt sie<br />

bei den Kanadiern unter Konzertmeisterin<br />

Jeanne Lamon einfach sensationell.<br />

Luftig und rasant: die schnellen Sätze<br />

(Alla Hornpipe, Rigaudon). Doch am<br />

schönsten gelingt der Tafelmusik-Crew<br />

die Sarabande – sehr zart, sehr graziös,<br />

sehr seelenvoll.<br />

13.-16. johann sebastian bach:<br />

matthäuspassion. 13. so ist<br />

mein jesus nun gefangen (Soli:<br />

Christian Fliegner, Sopran; René Jacobs, Alt) / 14.<br />

am abend, da es kühle war (Solo:<br />

Klaus Mertens, Bass) / 15. mache dich,<br />

mein herze, rein (Solo: Klaus Mertens,<br />

Bass) / 16. wir setzen uns mit<br />

tränen nieder (alle: Tölzer Knabenchor,<br />

La Petite Bande, Gustav Leonhardt; aus der CD<br />

„Matthäuspassion“; Deutsche Harmonia Mundi /<br />

Sony Classical 88697 86642 2)<br />

Ein Meilenstein in der Geschichte der<br />

Bach-Lesarten ist Gustav Leonhardts<br />

Matthäuspassion, 1989/1990 aufgenommen<br />

von Wolf Erichson, dem Grandseigneur<br />

unter den Originalklang-Experten,<br />

und 2011 wiederveröffentlicht. Mit dem<br />

Tölzer Knabenchor, dem Orchester La<br />

Petite Bande und handverlesenen Solisten<br />

(darunter dem als Dirigent bekannten<br />

René Jacobs als Alt) entstand ein<br />

Gesamtkunstwerk, das Maßstäbe setzt.<br />

<strong>Die</strong> Arie „Mache dich, mein Herze, rein“<br />

mit dem samtweichen Bass Klaus Mertens<br />

gibt einen Eindruck von der Magie<br />

dieser Einspielung. Erst<br />

recht der Schlusschor<br />

„Wir setzen uns mit Tränen<br />

nieder“ – Höhepunkt<br />

einer auratischen,<br />

berührenden Aufnahme,<br />

die Geschichte schrieb.<br />

tion heimste 1995 weltweit Lob und<br />

Anerkennung ein. Und noch ein Highlight<br />

ereignete sich im selben Jahr: <strong>Die</strong><br />

Coda 7 avancierte zur meistverkauften<br />

<strong>Box</strong> in Großbritannien. 1996 wurde als<br />

nächstes die erfolgreiche Q-Serie weiter<br />

optimiert, etwa mit dem neuen Uni-Q-<br />

Treiber im 165_19-Millimeter-Format.<br />

Außerdem erblickte die Monitor-Serie<br />

das Licht der Welt. Sie sollte die Tradition<br />

exzellenter Kompaktlautsprecher<br />

wie der Celeste oder der LS3/5A (für<br />

deren Weiterbau KEF 1993 die alleinige<br />

Lizenz der BBC bekam) fortführen. <strong>Die</strong><br />

beiden neuen Modelle RDM One und<br />

Two erfüllten von Beginn an die hohen<br />

Studioanforderungen und fanden auch<br />

als luxuriöse Heimboxen ihren Platz.<br />

Später bekam die Monitorfamilie noch<br />

Zuwachs durch die Standbox RDM3.<br />

1997 erhielt die THX-Heimkinoserie ein<br />

Update – und schließlich betrat das neue<br />

Flaggschiff The Maidstone – Model 109<br />

die staunende High-End-Bühne. Für diesen<br />

spektakulären Speaker stand das<br />

Vierwege-Prinzip der<br />

105/3 Pate. <strong>Die</strong> 109<br />

sollte die State-Of-<br />

The-Art-Stellung von<br />

KEF demonstrieren.<br />

Feinste, selektierte<br />

Materialien für die<br />

Frequenz weichen, internes<br />

Bi-Wiring und<br />

auf Ultra präzision getrimmte<br />

15-inch- und<br />

10-inch-Treiber waren<br />

wichtige Bestandteile<br />

der 109. Sogar eine externe aktive Frequenzweiche<br />

wurde auf Wunsch angeboten.<br />

Ein erster Schritt in die Gipfelregionen<br />

der High-End-Szene, dem später<br />

noch Spektaku läres folgen sollte ...<br />

1999 erschienen dann die vier Modelle<br />

der neuen Cresta-Reihe, um im Budget-<br />

Bereich den Ton anzugeben. <strong>Die</strong> Cresta<br />

2 spielte sich dabei in Windeseile in die<br />

Herzen der HiFi-Kritiker. In den späten<br />

90ern arbeiteten die KEF-Ingenieure<br />

überdies an neuen erschwinglichen<br />

highend, baujahr<br />

1997: <strong>Die</strong> Maidstone (alias<br />

Reference 109) war der<br />

erste, noch vergleichsweise<br />

bodenständige Versuch von<br />

KEF, über dem Flaggschiff<br />

107 noch eine „Über-<br />

Referenz“ zu installieren –<br />

die Entwicklungsabteilung<br />

durfte hier nach Herzenslust<br />

und angeblich ohne<br />

Budgetlimit drauflosbauen.<br />

Hochleistungs-Subwoofer-/Satellitensystemen.<br />

Ein Ergebnis waren die eigenständigen,<br />

ei-förmigen Satelliten<br />

des Systems KHT2005. Ihr Guss-Alugehäuse<br />

und der Uni-Q sorgten zusammen<br />

mit dem Subwoofer für großes<br />

Kinogefühl im Wohnzimmer. Doch damit<br />

sind wir eigentlich schon in diesem Jahrtausend<br />

gelandet: Was in der letzten,<br />

fünften Dekade der KEF-Historie spannendes<br />

geschah, lesen Sie in <strong>AUDIO</strong><br />

1/2012.<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

19


Verstärker › Vor-enDsTufenkombi<br />

Dauer-brenner<br />

Röhrenverstärker gibt es viele. Nur wenige davon kann man jahrzehntelang nutzen, aber noch<br />

kleiner ist die Zahl derer, bei denen man das auch wirklich wollen würde. audio research gelingt der<br />

Bau solcher Raritäten regelmäßig – etwa mit dieser wunderschönen Vor-Endstufenkombi.<br />

■ Text: Bernhard Rietschel<br />

TesT<br />

Röhren-Vor- und Endstufe<br />

Audio ReseARch Ls-27 7300 €<br />

Audio ReseARch Vs-115 7300 €<br />

20 www.audio.de ›11 /2011


Verstärker › Vor-EndstufEnkombi<br />

Lange, kalte Winter sind nicht nur<br />

gut für den Verkauf von HiFi-Geräten,<br />

sie helfen auch bei deren Entwicklung.<br />

Das gilt für allem für die Arbeit<br />

an Röhrenverstärkern, die naturgemäß<br />

große Mengen an Abwärme produzieren.<br />

So bringt ihre Heimatstadt Minneapolis<br />

im kontinentalen Norden der USA<br />

der Audio Research Corporation einen<br />

Standortvorteil, den die Firma seit über<br />

40 Jahren auch zu nutzen weiß: Zwar<br />

baut sie mittlerweile auch hervorragende<br />

Transistorgeräte und sogar moderne,<br />

kühl laufende Schaltverstärker. <strong>Die</strong> wahre<br />

Verkörperung ihres Könnens findet<br />

sich aber in den Röhrenamps, die neben<br />

viel Hitze stets auch etwas Reifes, Endgültiges,<br />

in sich Ruhendes ausstrahlen.<br />

Der zeitlose Look, der selbst Jahrzehnte<br />

auseinander liegende ARC-Geräte harmonisch<br />

im selben Rack koexistieren<br />

lässt, leidet nicht einmal unter dem riesigen,<br />

grünen Matrixdisplay, das die Front<br />

der Vorstufe LS-27 schmückt. Missen<br />

will man die moderne Zutat bald sowieso<br />

nicht mehr: Lautstärke, Balance, die<br />

Polarität der Ausgänge lässt sich darauf<br />

Fotos: H. Härle, Archiv, MPS<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

21


Verstärker › vor-endstufenkoMBi<br />

vom Hörplatz aus ablesen. Auch für Monobetrieb,<br />

den gewählten Eingang und<br />

ob dort XLR oder Cinch anliegt, sowie<br />

den je Eingang dreistufig einstellbaren<br />

Verstärkungsfaktor hat die Leuchttafel,<br />

die sich auf Wunsch nach einigen Sekunden<br />

selbsttätig verdunkelt, unmissverständliche<br />

Meldungen parat.<br />

Alle erwähnten Funktionen sind fernbedienbar,<br />

was die LS-27 zu einer der komfortabelsten<br />

Vorstufen macht. Selbst die<br />

Betriebsstundenzahl bleibt nicht im Dunkeln,<br />

sondern lässt sich mit dem „Hours“<br />

Knopf ins Display rufen. Was freilich keine<br />

Nervosität erzeugen soll – die beiden<br />

6H30-Doppeltrioden, in Russland einst<br />

für Militärzwecke entwickelt, sind sehr<br />

robust und normalerweise für viele tausend<br />

Musikstunden gut.<br />

In der LS-27 bilden die zwei Röhren eine<br />

symmetrische Ausgangsstufe, von den<br />

Ausgangsbuchsen nur durch vier fette<br />

Folienkondensatoren getrennt. Aus Röhrensicht<br />

stromaufwärts liegt neben extrabreiten<br />

und -dicken Leiterbahnen auch<br />

etwas Silizium im Signalweg: JFET-Transistoren<br />

puffern und symmetrieren nötigenfalls<br />

die Eingangssignale, vier Stellchips<br />

– für jede Signalhälfte und jeden<br />

Kanal einer – regeln den Pegel.<br />

<strong>Die</strong> wuchtige, durchweg höchstwertige<br />

Bestückung der Hauptplatine ist eine<br />

Augenweide, die an der vor Buchsen<br />

starrenden Rückwand Fortsetzung findet:<br />

<strong>Die</strong> LS-27 ist mit sechs jeweils symmetrisch<br />

oder unsymmetrisch nutzbaren<br />

Line-Eingängen, einem ebensolchen<br />

Heimkino-Direkt-Input, einem Monitoreingang<br />

sowie vier Ausgangs-Stereopaaren<br />

auch riesigen Anlagen gewachsen.<br />

<strong>Die</strong> „Phono“-Buchsen bedeuten allerdings<br />

nur die Einladung, hier doch einen<br />

externen Phono-Preamp anzuschließen<br />

– vorzugsweise natürlich von Audio<br />

Research, etwa den furchterregend dynamischen<br />

PH-6 (<strong>AUDIO</strong> 1/11).<br />

Wenig zu bedienen gibt es naturgemäß<br />

an der Endstufe VS-115 – sieht man einmal<br />

von der gelegentlich notwendigen<br />

Ruhestromkontrolle und -Justage ab, die<br />

hier über Voltmeter und tückisch tief im<br />

Topdeck versenkte Trimmpotis erfolgt.<br />

Tückisch deshalb, weil die Zugangsöffnungen<br />

von gleich vier bulligen, im Be-<br />

MesslaBor<br />

<strong>Die</strong> LS-27 zeigt einen sehr ausgewogenen<br />

Frequenzgang, der über XLR noch<br />

breitbandiger ist (1). Der Klirr ist für Röhrenverhältnisse<br />

niedrig und nimmt vor<br />

allem schnell zu höheren Ordnungen hin<br />

ab (2). <strong>Die</strong> Leistungsausbeute ist von der<br />

verwendeten Übertrager-Anzapfung abhängig.<br />

Der abgebildete Würfel (4) entstand<br />

an der 8Ω-Klemme und zeigt einen<br />

sehr kräftigen Verstärker (2x134/90W<br />

an 8/4Ω, AK=65). An der 4Ω-Klemme<br />

kehrt sich das Verhältnis um (2x78/126W,<br />

AK=61). Praktisch perfekt verlaufen die<br />

ersten vier Klirr-Oberwellen in der Harmonischen-Analyse<br />

(3).<br />

Pädagogisch wertvoll: Das Platinenlayout der LS-27 ist so großzügig, dass man die<br />

Schaltung noch mit dem Zeigestock erklären könnte. <strong>Die</strong> riesigen weißen Koppel-<br />

Kondensatoren (vorne links) sind besonders klangschonende Spezialanfertigungen.<br />

22 www.audio.de ›11 /2011


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Micro Porous Filter oder die Tungsten Sound<br />

Tube, und so innovative Konstruktionsdetails,<br />

wie das Secure Loop Design, sorgen über<br />

Stunden für ein einzigartiges Hörerlebnis und<br />

einen optimalen Tragekomfort. Der C5 sitzt<br />

selbst bei sportlicher Aktivität so sicher und<br />

bequem im Ohr, dass Sie ihn kaum bemerken<br />

werden und minimiert dabei wirkungsvoll<br />

störende Nebengeräusche. Zudem bietet sein<br />

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Verstärker › VOR-ENDStUFENKOMBi<br />

FEiERLichER aNBLicK: Ganz in schwarz wachen drei mächtige Trafos (einmal Netz, zweimal<br />

Ausgang) über die Röhrenschar. Acht schwarz-gelbe Buchsenpaare rechts und links des<br />

Hochstrom-Netzeingangs dienen der Messung des Ruhestroms.<br />

trieb kochend heißen KT-120 umstellt<br />

sind. Je Kanal, versteht sich.<br />

Derselbe Röhrentyp findet sich in halber<br />

Stückzahl auf der Octave RE-290 aus<br />

dem letzten Heft. Was freilich nicht bedeuten<br />

muss, dass die VS-115 deshalb<br />

doppelt so dynamisch spielt. Im Vergleich<br />

der beiden Amps war es vielmehr<br />

die Octave, die die Tester immer wieder<br />

mit knallharten Snare-Impulsen zum<br />

Blinzeln brachte, wenn das supersaftig<br />

aufgenommenen Karate-Album „Unsolved“<br />

lief. Über das gesamte Frequenzband<br />

unglaublich straff, fast autoritär in<br />

der Platzierung jedes Schlagzeugbeckens<br />

und Gitarrenverstärkers, bildete<br />

die deutsche Endstufe mit Rock den Gegenpol<br />

zur basskräftigeren, aber auch<br />

weniger explosiv und fast etwas zu<br />

weich musizierenden Amerikanerin.<br />

Mit Händels „Acis & Galatea“ (HD-<br />

Download, Linn Records) wandte sich<br />

das Blatt zugunsten der ARC: <strong>Die</strong><br />

schwierig wiederzugebenden Chorpassagen<br />

kündigten bereits an: Mit dem<br />

Amp kann man die Platte nicht nur durchhören<br />

– man muss. Sofort. <strong>Die</strong> vollen 95<br />

Minuten. Nachts, zwei Tage vor Redaktionsschluss,<br />

im fensterlosen, wenig<br />

heimeligen <strong>AUDIO</strong>-Hörraum.<br />

Aus den bewährten Reference 207 von<br />

KEF kam ein audiophiles Schlaraffenland:<br />

Weich, seelenvoll und auf weiter<br />

Bühne erstand ein exaktes, eben nicht<br />

aufgeblähtes, sondern die Bescheindenheit<br />

des kleinen Ensembles unterstreichendes<br />

Bild des Dunedin Consort. Den<br />

Zauber der Aufnahme musste man nicht<br />

mühsam heraushören – Atemgeräusche,<br />

feinste Bogenstriche, Simmnuancen<br />

und Raumanteile kamen einfach<br />

herbeigeflogen wie gebratene Tauben,<br />

die Töne schienen das Zweckmobiliar zu<br />

umranken wie reife Trauben<br />

<strong>Die</strong> LS-27 unterstützte den den wohligen<br />

Schauer mit <strong>perfekte</strong>r Transparenz,<br />

gepaart mit urtümlicher Kraft und riesigem<br />

Größenmaßstab. <strong>Die</strong> Vorstufenfrage<br />

ist damit schnell beantwortet, ein No-<br />

Brainer, wie der Amerikaner sagt: Was,<br />

wenn nicht eine Audio Research?<br />

Fazit<br />

Bernhard Rietschel<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />

Nach einem test der VS-115 hat<br />

es mich schon lange gelüstet –<br />

das Upgrade auf die neuen Kt120-<br />

Endröhren war der ideale anlass.<br />

<strong>Die</strong> 115 ist tatsächlich die kleinste<br />

Röhrenendstufe im audio-Research-Programm,<br />

aber zumindest<br />

in meinen augen mit abstand<br />

die schönste. Wer sie gehört<br />

hat, versteht auch, warum<br />

die amerikaner keine billigere<br />

bauen: aus dem gleichen Grund,<br />

will man nämlich plötzlich auch<br />

nichts billigeres mehr kaufen. Ein<br />

argument, das 1:1 auch für die fabelhafte<br />

LS-27 gilt.<br />

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Audio ReseARch<br />

LS-27<br />

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7300 Euro<br />

Garantiezeit<br />

5 Jahre (Röhren 1 Jahr)<br />

Maße B x H x T (cm) 48 x 13,4 x 33,8 (ohne Griffe)<br />

Gewicht (kg)<br />

7.4 kg<br />

Anschlüsse<br />

Phono MM / MC – / –<br />

Hochpegel Cinch / XLR 6 x jeweils Cinch oder XLR<br />

Festpegel Eingang • (Cinch + XLR)<br />

TapeOut 1<br />

Pre Out Cinch / XLR 2 / 2<br />

Kopfhörer –<br />

Funktionen<br />

Aufnahmewahlschalter –<br />

Klangregler/ abschaltbar –<br />

Loudness –<br />

Besonderheiten Monosch., Phasensch., 3<br />

Gain-Stufen (12/18/24dB),<br />

Betr.Std.Anzeige, 12V-Trigger<br />

aUDiOGRaMM<br />

ÅBäriger Bass, riesige<br />

Bühne, griffiges Timbre.<br />

Íüber Cinch nicht ganz so<br />

geschmeidig wie via XLR.<br />

Phono MM/MC – / –<br />

Klang Cinch / XLR 120/128<br />

Ausstattung<br />

überragend<br />

Bedienung<br />

überragend<br />

Verarbeitung<br />

überragend<br />

klAnguRteil<br />

PReis/leistung<br />

128 Punkte<br />

sehR gut<br />

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Audio ReseARch PREIS/LEISTUNG 11/11<br />

VS-115 (2011)<br />

Vertrieb<br />

Audio Reference<br />

040 / 533 203 59<br />

www.<br />

audioreference.de<br />

Listenpreis (Paar) 7300 Euro<br />

Garantiezeit<br />

5 Jahre (Röhren 1 Jahr)<br />

Maße B x H x T<br />

44,5 x 20 x 50 cm<br />

Gewicht<br />

28 kg<br />

AusstAttung<br />

Eingänge Cinch / XLR 1P. / 1P.<br />

Pegelsteller –<br />

Kanäle 2<br />

Ferneinschaltung • (über 12V-Triggerspannung)<br />

Leistungsanzeige –<br />

Besonderheiten –<br />

aUDiOGRaMM<br />

Klang Cinch / XLR 115 / 125<br />

Ausstattung<br />

gut<br />

Bedienung<br />

gut<br />

Verarbeitung<br />

überragend<br />

klAnguRteil<br />

PReis/leistung<br />

ÅSehr kräftig, relativ lautsprecherunkritisch,<br />

himmlisch<br />

weicher, durchhörbarer Klang.<br />

Í Bass manchmal zu kräftig.<br />

125 Punkte<br />

üBeRRAgend<br />

24 www.audio.de ›11 /2011


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Lautsprecher › standboxen<br />

zurück in<br />

die zukunft<br />

KEF betreibt die eigene Philosophie so radikal wie nie zuvor: die<br />

neue Blade soll das Ideal der <strong>perfekte</strong>n Punktschallquelle erreichen.<br />

Klingt die elegante Skulptur so organisch und grazil, wie sie<br />

aussieht?<br />

■ Text: Malte Ruhnke<br />

test<br />

Standbox mit echter und virtueller Punktschallquelle<br />

kef Blade 25 000 €<br />

26<br />

www.audio.de ›11 /2011


Lautsprecher › Standboxen<br />

Fotos: Archiv<br />

Kaum ein Lautsprecherhersteller<br />

stellt ein einziges Konstruktionsprinzip<br />

so hartnäckig wie KEF in<br />

den Mittelpunkt, und arbeitet dennoch<br />

fortwährend daran: Seit man das erste<br />

Koax-Chassis namens UniQ einführte,<br />

hat es unzählige Varianten und Verbesserungen.<br />

<strong>Die</strong> Idee, sämtliche für die Ortung<br />

relevanten Schallanteile aus einem<br />

einzigen akustischen Zentrum zu erzeugen<br />

und somit Abbildung wie Schallabstrahlung<br />

zu perfektionieren, erwies<br />

sich für die KEF-Ingenieure beinahe als<br />

Lebensaufaufgabe.<br />

irrungen und wirrungen<br />

Dabei erschienen vor allem die kleinen<br />

2-Wege-Modelle als die konsequentesten,<br />

die dem Ideal der Punktschallquelle<br />

so nahe kamen wie sonst höchstens<br />

Breitbänder (die akustisch andere Nachteile<br />

aufweisen). <strong>Die</strong> Spitzenmodelle, allen<br />

voran die im Jahr 2004 eingeführte<br />

Reference 207, war aus Sicht der Akustik<br />

von bemerkenswerter Inkonsequenz:<br />

Nicht nur, dass der UniQ im Stimmbereich<br />

von einem Grundtöner Unterstützung<br />

benötigte, man baute der rundgeformten<br />

<strong>Box</strong> auch noch zusätzliche Bässe<br />

und einen aufgesetzten Superhochtöner<br />

ein. Kann man eine 5-Wege-Konstruktion<br />

ernsthaft als Punktschallquelle<br />

bezeichnen, selbst wenn ihr Herzstück<br />

ein Koaxialtöner ist? <strong>Die</strong>sen Widerspruch<br />

versuchten die KEF-Entwickler<br />

fortan aufzulösen, erweiterten den Einsatzbereich<br />

des UniQ und ließen den Superhochtöner<br />

wieder weg. Doch erst im<br />

Jahr 2008 machte man sich an die Idee,<br />

ein <strong>Box</strong>enkonzept mit einer auch konzeptionell<br />

<strong>perfekte</strong>n Punktschallquelle<br />

zu entwickeln.<br />

ohne ecken und kanten<br />

Wie bei den KEF-Superboxen üblich -<br />

man denke an die Maidstone und die Genesis<br />

des Austin-Projektes, das zur Muon<br />

führte - wurde diese Studie zunächst<br />

ohne Rücksicht auf eine spätere praktische<br />

Verwendbarkeit konstruiert. Heißt<br />

auf gut Deutsch: Geld, Zeit und Konventionen<br />

spielten keine Rolle. Gebaut wird,<br />

was akustisch notwendig und sinnvoll<br />

ist, und wenn Messungen oder Hörtests<br />

andere Wege nahelegen, dann wird<br />

eben weiter geforscht und gebaut. Das<br />

nutzten die Entwickler in mehrfacher<br />

Hinsicht voll aus: Für das Gehäuse, aber<br />

auch für das zentrale Koaxialchassis, eine<br />

völlig neue Generation UniQ. Beide<br />

folgten den Vorgaben einer idealen<br />

Punktschallquelle, und bei beiden steigerte<br />

sich der Aufwand schnell ins Unermessliche.<br />

Der Gehäuseaufbau hat mit<br />

einer klassischen <strong>Box</strong> kaum mehr etwas<br />

gemein. Statt einer Kiste mit Frontwand<br />

und Seitenteilen eine einzige große<br />

Schallwand, die den erzeugten Wellen<br />

keinerlei Kanten, Hindernisse und Brechungsflächen<br />

entgegensetzt, sondern<br />

eine harmonische Ausbreitung fördert.<br />

Ganz im Sinne einer akustisch unendlichen<br />

Schallwand. Man hätte also auf einer<br />

Schallwand ein Koaxialchassis für<br />

Mittel- und Hochton benötigt sowie vier<br />

Bässe kreisförmig darum verteilt - das<br />

sorgt dafür, dass das Ohr alle Frequenzen<br />

aus demselben Punkt ortet. Hifitechnisch<br />

ideal, aber eine Scheibe von<br />

einem oder anderthalb Meter Durchmesser<br />

wäre nun selbst für eine Projekt-<br />

<strong>Box</strong> absolut nicht praxistauglich. Zumal<br />

die KEF-Entwickler seit dem Projekt<br />

Austin/Muon auch dahinter gekommen<br />

waren, dass eine möglichst schmale,<br />

sanft verrundete Schallwand die Abstrahleigenschaften<br />

des Chassis besser<br />

zur Geltung bringt als eine klassische<br />

breite Schallwand und auf diese Weise<br />

genauer abbildet. Für die Blade verband<br />

man einfach beide Ideen und bog eine<br />

Schallfläche mit fünf Wandlern sanft um<br />

die Front herum und erhielten eine sehr<br />

schmale, skulpturähnliche Form, die<br />

akustisch aber, bis auf eine leichte Aufweitung<br />

der Mitteltonabstrahlung, die<br />

segensreichen Eigenschaften der unendlichen<br />

Schallwand inklusive dem<br />

Fehlen jeglicher Kantenreflexionen beibehalten<br />

soll. <strong>Die</strong> vier Basstreiber wanderten<br />

natürlich auf die Seiten des Gehäuses,<br />

womit die Funktion der virtuellen<br />

Punktschallquelle aber erhalten<br />

bleibt. Ein weiterer akustischer Vorteil<br />

ergibt sich aus dieser Biege-Aktion: die<br />

linken und die rechten Bässe arbeiten<br />

nun um 180 Grad versetzt, und etwaige<br />

Impulse, die sie auf das Gehäuse abgeben<br />

– umgangssprachlich könnte man<br />

auch vom Rückstoß sprechen – löscht<br />

sich damit vollkommen aus. Um diesen<br />

Effekt noch zu perfektionieren, verban-<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

27


Lautsprecher › standboxen<br />

sicke: <strong>Die</strong> äußere<br />

Aufhängung der<br />

Ringmembran darf keine<br />

Kantenbrechungen im<br />

Hochton verursachen. <strong>Die</strong><br />

Sicke ist deshalb gefaltet<br />

und setzt sich fast nahtlos<br />

zu einem Gummi-<br />

Waveguide fort.<br />

Zentrierung: Damit die<br />

große Schwingspule und die<br />

Ringmembran nicht taumeln,<br />

müssen sie von außen und<br />

relativ rigide eingespannt<br />

werden. <strong>Die</strong> Schwingspule ist<br />

mit Versteifungselementen<br />

etwa auf halber Breite der<br />

Ringmembran verbunden.<br />

mitteltöner-schwingspule: <strong>Die</strong><br />

extrem große Spule schwingt außerhalb ihres<br />

Magnetsystems. So sind die Spulen von<br />

Mittel- und Hochtöner möglichst weit voneinander<br />

entfernt und beeinflussen sich magnetisch<br />

nicht.<br />

membran: <strong>Die</strong> ringförmige Membran des<br />

ist mit Versteifungen versehen, um<br />

Partialschwingungen zu verhindern.<br />

Gleichzeitig ist sie so geformt, dass sie den<br />

Schall des Hochtöners nicht negativ beeinflusst,<br />

sondern wie eine Schallführung wirkt.<br />

monitore stellten sich mir ein, allerdings<br />

ganz ohne dieses Gefühl der zu hohen<br />

Klangpräzenz. Denn die Blade zeigte<br />

auch gegenüber ihrer etwas bauchigeren<br />

Schwester, der Reference 207/2, ein<br />

ähnlich neutrales, ähnlich fein aufgelöstes<br />

Klangbild, das allerdings mit einem<br />

Mehr an Transparenz und Seidigkeit am<br />

Ohr punktete. Wo die Reference sich<br />

eher als Studiomonitor gerierte und Details<br />

der Aufnahme genaustens offenlegte,<br />

stellte die Blade diese mit betont<br />

unaufgeregter Lockerheit in den Raum.<br />

Ein zweites Vorurteil gegen schlanke <strong>Box</strong>en<br />

räumte sie noch schneller aus: das<br />

eines zu dünnen Tiefbasses. Das Pfund,<br />

dass die schmale <strong>Box</strong> untenrum bewegen<br />

kann, ist schier unglaublich, wobei<br />

es bei Joe Satrianis „Engines of Creation“<br />

weniger die Masse an Tiefton war,<br />

die beeindruckte, als vielmehr dessen<br />

Kontrollierheit, das rhythmsiche Feingefühl<br />

gepaart mit schwärzester Tiefe und<br />

guter Durchsetzungskraft. <strong>Die</strong> Refemittelton-antrieb:<br />

Der Magnetring für<br />

den Mitteltöner ist außergewöhnlich feldstark<br />

waveguide: <strong>Die</strong> metallene<br />

Krone vor der Kalotte<br />

und der Trichteransatz<br />

sorgen für eine resonanzund<br />

interferenzfreie<br />

Bündelung des<br />

Hochtonschalles.<br />

hochtonkalotte:<br />

<strong>Die</strong> Alu-Membran mit<br />

ihrem Einzoll-Antrieb samt<br />

Magnetring und<br />

Bedämpfungsvolumen findet<br />

komplett innerhalb des<br />

Mitteltöner-Systems ihren<br />

Platz.<br />

Gummi-Waveguide übergeht.<br />

Schmale <strong>Box</strong>en neigen akustisch zu einer<br />

eher breiten Abstrahlung und klingen<br />

oft räumlich breit, zu den Seiten ausgedehnt,<br />

dafür aber noch tendenziell diffus<br />

und unkonkret. Ein solches Klangbild<br />

hatte ich intuitiv auch von der von vorne<br />

völlig schmalen Blade erwartet. Doch<br />

nichts da: <strong>Die</strong> Bühne bei Mahlers 4. Sinfonie<br />

(Gürzenich Orchester, Oehms)<br />

baute sich perfekt gestaffelt zwischen<br />

den beiden Skulpturen auf, glänzte dabei<br />

mit einer kaum je dagewesenen Ortungsnatürlichkeit.<br />

Jedes Instrument<br />

war in Breite und Tiefe an seinem Platz,<br />

der Raum bis in die letzten Ecken natürlich<br />

ausgeleuchtet, ohne dass man das<br />

Gefühl hatte, hier sei ein Lautsprecher<br />

am Werke. Dabei veranstaltete die Blade<br />

allerdings auch keine Effekthascherei<br />

und blies den Raum auch nicht künstlich<br />

auf, sondern beließ die Abbildung so,<br />

wie sie auf der Aufnahme ist. Assoziationen<br />

an die besten koaxialen Nahfeldden<br />

die Gehäusenentwickler sowohl die<br />

beiden Seitenteile der <strong>Box</strong> als auch die<br />

Chassis selbst mit Verstrebungen. Soweit,<br />

so gut für die Prototypenhersteller.<br />

Denn mit konventionellen Methoden<br />

wie Schichtverfahren ließ sich eine solche<br />

Skulptur nicht mehr fertigen. Während<br />

man bei der Muon auf verformtes<br />

Aluminium gesetzt hatte, wurde der Blade-Prototyp<br />

aus glasfaserverstärktem<br />

Kunststoff gefertigt, wobei Front und<br />

Seitenteile natürlich aus einem Stück gegossen<br />

werden müssen.<br />

alles aus der mitte<br />

Dabei war die Gehäuseentwicklung gar<br />

nicht alles: parallel zum Konzept entstand<br />

eine neue Generation UniQ-Chassis.<br />

Kleiner als der Koax von Muon und<br />

Reference-Serie, sollte er dennoch nahtlos<br />

bis zur Übergabe an die Basstöner<br />

spielen. Eine flache Sicke hätte nicht genug<br />

Hub erlaubt, deshalb erfand man eine<br />

gefaltete Version, die nahtlos zum<br />

28 www.audio.de ›11 /2011


Impuls<br />

Eine <strong>Box</strong> für die mühelose<br />

Wiedergabe dynamischer Extreme.<br />

Impuls III und V<br />

Doppelpack: Jeweils zwei der Flachmembran-Woofer sind Rücken an Rücken mit<br />

Metallstangen verbunden. Das sorgt außerhalb des Gehäuses für ein breites<br />

Abstrahlverhalten, darinnen für ein Auslöschen fast jeglichen Körperschalles.<br />

rence 207/2, obgleich laut gespielt etwas<br />

dynamischer und knalliger, wirkte<br />

bei moderaten Abhörpegel schon fast<br />

eine Spur zu fundamentarm im Vergleich.<br />

Klangfarblich und von der Auflösung her<br />

schenkten sich beide Schwestern nichts:<br />

Doch im Charakter der Darbietung unterschieden<br />

sie sich, die Reference eher<br />

nüchtern-genau, die Blade lockerer und<br />

sanfter, ohne dass sie je ins Schmeichlerische<br />

oder gar Schönfärberische abgeglitten<br />

wäre.<br />

Messlabor<br />

Sehr tief reichend (28 Hz bei -6dB), perfekt neutral mit minimaler Betonung von Oberbass<br />

und Mitten. Auch jenseits der Achse bis +-60 Grad extrem ausgewogen ohne jegliche Welligkeiten<br />

und Interferenzen. Sehr gleichmäßiges Abstrahlverhalten mit mittlerer Bündelung.<br />

In Bass und Grundton ist die Impedanz mit ast durchweg 3 Ohm niedrig, die Blade zieht<br />

also relativ viel Strom vom Verstärker. Mit steigendem Pegel zeigt sich im Mittelton steigender<br />

Klirr, wenn der Ringstrahler an seine Hubgrenzen kommt, Bass, Grundton und Höhen<br />

bleiben jedoch perfekt sauber. Maximalpegel beträgt 107dB, AK ist 63.<br />

KEF Blade<br />

Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

www.dynavox-audio.de<br />

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Schweiz: Sinus Technologies<br />

CH-3257 Ammerzwil ·<br />

Tel: + 41-323891719 · info@sinus-technologies.ch


Lautsprecher › standBOx<br />

seItenansIcHt: <strong>Die</strong> Form einer<br />

Messerklinge - englisch Blade - gab der<br />

Superbox ihren Namen. So schmal die<br />

Skulptur von vorne, so weit baut sie in die<br />

Tiefe. Auf Abdeckungen wurde verzichtet.<br />

Raum und<br />

aufstellung<br />

Raumgröße<br />

m<br />

K<br />

Akustik<br />

t<br />

d<br />

a<br />

Aufstellung<br />

W<br />

g<br />

H<br />

f<br />

Ungefähr auf den Hörer richten,<br />

Abstand experimentell ermitteln.<br />

Geht auch wandnah, aber<br />

manchmal zu fetter Oberbass.<br />

<strong>Die</strong> Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />

auf Seite 148.<br />

Das wäre auch das Einzige, was man<br />

überhaupt kritisieren kann: wenn die Pegel<br />

extrem wurden und ein lautes Metal-<br />

Brett gefragt war (hier: Metallicas „Sad<br />

but true“), enthielt sie sich im Mittelton<br />

der Kraftmeierei und ließ bei allem Sinn<br />

für Rhythmus und Dynamik das letzte<br />

Quentchen Aggressivität und Kraft vermissen.<br />

So, als sei sie eigentlich zu kultiviert<br />

für derlei Musikgenres. Deshalb<br />

zum Abschluss ein audiophiles Paradestück<br />

und ein echter Durchmarsch für<br />

die Blade: „Walking on the moon“ in der<br />

Saxophon-Version des Yuri Honing Trios.<br />

Plastisch und beänstigend realistisch<br />

stellte sie das extrem dynamisch geblasene<br />

Solo-Instrument in den Raum, folgte<br />

den mitunter kräftigen Ausflügen von<br />

Bassdrum und Kontrabass in unterste<br />

Regionen. Wunderbar ihre Transparenz<br />

bei den Saxophon-Kapriolen, die trotz<br />

strahlender Klangfarben und kräftigem<br />

Antritts niemals aggressiv oder unangenehm<br />

tönten. <strong>Die</strong> Musik klingt so, wie<br />

sie ist und wie sie sein soll - auf den<br />

Punkt.<br />

fazIt<br />

Malte ruhnke<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />

die Blade ist kein design-gag, sondern<br />

die durchdachteste gesamtkonstruktion,<br />

die ich im lautsprecherbereich<br />

kenne. sie zeigt, wie<br />

ein theoretisch überlegenes Konzept<br />

mit jahrzehntelanger entwicklungsarbeit<br />

auf die spitze getrieben<br />

wird, bis es nichts mehr zu<br />

verbessern gibt. eine Hörsession<br />

mit ihr ist wie eine lehrstunde:<br />

man erlebt, wie aufnahmen wirklich<br />

klingen; man lernt, dass detaillierte<br />

auflösung und akustisches<br />

Wohlfühlen keine Widersprüche<br />

sind; und sie zeigt, dass ein sensationell<br />

neutraler speaker Rhythmusgefühl<br />

und spaß freisetzen<br />

kann. Wenn ich eine <strong>Box</strong> aus dem<br />

audIO-testfundus mit nach Hause<br />

nehmen dürfte - es wäre die Blade.<br />

stecKBRIef<br />

KEF<br />

BlADe<br />

Vertrieb<br />

GP Acoustics<br />

0231 / 9860 320<br />

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25000 euro<br />

Garantiezeit<br />

5 Jahre<br />

Maße B x H x T 19,5 x 159 x 54 cm<br />

Gewicht<br />

57,5 kg<br />

Furnier/Folie/lack – / – / •<br />

Farben<br />

Hochglanz Schwarz u. Weiß,<br />

Sonderlacke auf Anfrage<br />

Arbeitsprinzipien 3-Wege Bassreflex, Koaxialchassis<br />

Raumanpassung –<br />

Besonderheiten virtuelle Punktschallquelle mit<br />

vier Basstönern<br />

audIOgRamm<br />

Neutralität (2x) 105<br />

Detailtreue (2x) 110<br />

Ortbarkeit 115<br />

Räumlichkeit 110<br />

Feindynamik 95<br />

Maximalpegel 95<br />

Bassqualität 100<br />

Basstiefe 100<br />

Verarbeitung<br />

überragend<br />

KlangurtEil<br />

PrEis/lEistung<br />

ÅAbsolut sensationellstimmige<br />

Transparenz,<br />

perfekt neutrale Klangfarben,<br />

holographisch-realistische<br />

Raumabbildung, dabei knackiger<br />

Tiefbass.<br />

ÍBei hohen Pegeln fehlt<br />

etwas Attacke.<br />

105 PunKtE<br />

übErragEnd<br />

30 www.audio.de ›11 /2011


www.teufel.de<br />

Thorsten Reuber<br />

Geschäftsführer bei Teufel<br />

Raumfeld Audio Streaming-Systeme<br />

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höchster Klangqualität, auf Raumfeld Speakern oder auf Ihrer vorhandenen<br />

HiFi-Anlage.<br />

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... macht glücklich


Digital-Quellen › netzwerkPlAyer<br />

Denonline<br />

Mit dem DnP-720 Ae bringt Denon seinen ersten unabhängigen Streaming-Player ans Netz. In<br />

seinen technischen Grundlagen ist er mit dem Konzernkollegen von Marantz verwandt. Ausstattung,<br />

Preis und Gerätekonzept unterscheiden sich dagegen deutlich. Gilt das auch für den Klang?<br />

■ Text: Bernhard Rietschel<br />

Hätte es innerhalb des D&M-<br />

Konzerns ein Rennen um den<br />

ersten Netzwerkplayer gegeben,<br />

hätte Marantz klar gewonnen:<br />

Schon Anfang 2011 kam deren NA-7004<br />

auf den Markt, erst jetzt gefolgt vom<br />

DNP-720 AE der Schwesterfirma Denon.<br />

Das macht jedoch nichts: Der Denon<br />

richtet sich an eine andere, womöglich<br />

noch breitere Zielgruppe, schon weil<br />

er 300 Euro günstiger ist. Unter 500 Euro<br />

– ein Preis, zu dem der Markt bisher<br />

keinen einzigen Netzwerker bereithielt,<br />

der auch äußerlich nach HiFi aussah.<br />

Klar, Sonos und Logitech klingen gut<br />

und lassen sich prima bedienen. Aber ei-<br />

32 www.audio.de ›11 /2011<br />

ne gediegene 43-Zentimeter-Front aus<br />

Metall können beide nicht bieten, einen<br />

Anschluss für den iPod oder gar integriertes<br />

Airplay für drahtloses Streaming<br />

direkt von Apple-Geräten natürlich erst<br />

recht nicht. Von der Klang-Kompetenz<br />

einer Company, die bislang noch zu jedem<br />

Kapitel der Digitalgeschichte Spannendes,<br />

Maßstabsetzendes beitragen<br />

konnte, einmal ganz abgesehen. Kurzum:<br />

Es gibt oder besser gab genügend<br />

Gründe, auf einen Denon-Netzwerkspieler<br />

zu warten.<br />

Wer allerdings auf Gapless-Wiedergabe<br />

gehofft hat, also die Möglichkeit, auch<br />

ineinander übergehende Songs ohne<br />

die kurze Lücke („Gap“) beim Trackwechsel<br />

zu hören, wird diese wie schon<br />

beim Marantz vermissen. <strong>Die</strong> gemeinsame<br />

Streaming-Baugruppe der beiden<br />

Player lässt sich offenbar einfach nicht<br />

dazu bewegen, und so bleibt Airplay, gefüttert<br />

aus iTunes oder einem Apple-<br />

Porti, die einzige Möglichkeit, wirklich<br />

unterbrechungsfrei von einem lokalen<br />

Server zu streamen.<br />

Wer darauf verzichten kann, iPod oder<br />

-Pad während des Hörens in der Hand zu<br />

halten, darf die Musikwaffel akkusparend<br />

über das übliche Weiße Kabel direkt<br />

am USB-Input des Denon einstecken.<br />

Der Porti wird dann geladen, lässt


Digital-Quellen › neTZwerkplayer<br />

TesT<br />

Netzwerkplayer mit AM/FM-Tuner<br />

und iPod-tauglichem USB-Anschluss<br />

Denon DnP-720 Ae 500 €<br />

VergangenheiT und ZukunfT: Links der<br />

Ausgänge finden Antennen für UKW und Mittelwelle<br />

Anschluss, rechts davon die WLAN-Stummelantenne und<br />

das Ethernet-Kabel.<br />

Fotos: Archiv, MPS, Sebastian Kaulitzki / Shutterstock.com<br />

sich über Player-Display und -Fernbedienung<br />

steuern und gibt die Musik ebenfalls<br />

in digitaler Form direkt an den Denon-Wandler<br />

weiter. Darüberhinaus liest<br />

der USB-Port natürlich auch Speichersticks<br />

und spielt darauf liegende Musik<br />

ab – für das kleine Musik-Mitbringsel<br />

zwischendurch.<br />

Andere, etwa koaxiale oder optische Datentürchen<br />

bringt der 720 AE nicht mit –<br />

als externer D/A-Wandler ist er also ungeeignet.<br />

In der Praxis ist dies vielleicht<br />

der wichtigste Feature-Unterschied zum<br />

Marantz, der dem Denon neben den Digitaleingängen<br />

auch einen Kopfhörerausgang<br />

sowie einen DAB-Tuner voraus<br />

hat. Nicht<br />

dass DAB gegenüber<br />

dem von<br />

Marantz wie Denon gleichermaßen<br />

exzellent implementierten<br />

Internetradio irgendeinen Vorteil<br />

brächte – das Fehlen des zumindest im<br />

Heimbetrieb wenig reizvollen „Digitalradios“<br />

bedeutet also aus <strong>AUDIO</strong>-Sicht<br />

keinen wirklichen Kritikpunkt.<br />

Wer schon mal ein technisch sauber produziertes<br />

und mit ausreichender Datenrate<br />

gestreamtes Webradio (etwa die<br />

drei Linn-Sender mit jeweils 320kbps)<br />

gehört hat, weiß, dass der klangstärkste<br />

Rundfunk heute aus dem Internet<br />

kommt. Dank Volltextsuche und SMS-<br />

Tastatur auf der Fernbedienung sind die<br />

gewünschten Sender – solange man ihren<br />

Namen kennt – mit dem Denon ruckzuck<br />

gefunden und auf Favoriten-Speicherplätzen<br />

abgelegt. Genauso geradlinig<br />

ist die grundlegende Einrichtung: Mit<br />

Abstand die meisten Tastendrücke verschlingt<br />

noch die Eingabe des WLAN-<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

33


Digital-Quellen › nEtzWERKPLAyER<br />

Passworts, sofern der Nutzer nicht einfach<br />

ein LAN-Kabel einsteckt und damit<br />

fast augenblicklich online ist.<br />

WLAN ist beim Denon übrigens eingebaut<br />

– hier ist der 720er seinem funkverachtenden<br />

Marantz-Bruder sogar überlegen.<br />

<strong>AUDIO</strong> empfiehlt dennoch, den<br />

Denon nach Möglichkeit an die LAN-Leine<br />

zu legen, weil der verkabelte Betrieb<br />

unabhängig von Playermodell und Hersteller<br />

einfach stabiler funktioniert und<br />

das WLAN für Geräte freihält, die es<br />

wirklich brauchen. Zum Beispiel für ein<br />

iPhone, auf dem dann das kostenlose<br />

Denon Remote-App laufen kann, das<br />

den Player in allen Funktionen komfortabel<br />

steuert.<br />

<strong>Die</strong> ganze Vergleicherei mit dem Marantz-Modell<br />

könnte zu dem Schluss<br />

führen, dass sich der Denon nur durch<br />

eine schlankere Feature-Auswahl unterscheidet,<br />

aber das Gegenteil ist der Fall:<br />

Zumindest für Musik-Menschen verblassen<br />

die Features vor dem klanglichen<br />

Charakter, den der Denon zum Vorschein<br />

bringt. Seine betont konstruierten,<br />

schlicht und zugleich hochwertig<br />

bestückten Wandler- und Ausgangsstufen<br />

wirken etwas schlanker als die des<br />

Marantz-Players, gleichen diesen Unterschied<br />

aber mit auffallender Sauberkeit<br />

und Lebendigkeit aus. Gut nachzuhören<br />

ist das auf dem Album „New History<br />

Warfare Vol. 2 – Judges“ von Colin Stetson<br />

(FLAC bei www.cstrecords.com),<br />

das dem fassungslosen Hörer nebenbei<br />

zeigt, wie ein Bass-Saxophon in den<br />

richtigen Händen (und vor allem an der<br />

richtigen Lunge) eine komplette Rockband<br />

ersetzen kann. Je nach Anlage und<br />

Geschmack wird die edle, weiche Fülle<br />

des Marantz oder die knackige, räumlich<br />

stabilere und dynamisch anspringendere<br />

Frische des Denon das Rennen machen<br />

– ein Unentschieden dürfte dagegen<br />

nur selten zustandekommen.<br />

FAzIt<br />

Bernhard rietschel<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />

Mit seinem klaren, bei aller Lebendigkeit<br />

trotzdem ausgewogenen<br />

Klang zeigt der Denon, dass<br />

seine Audioabteilung trotz ihres<br />

einfachen Aufbaus in sorgfältiger<br />

Feinarbeit abgestimmt wurde.<br />

Wenn Gapless keine Grundbedingung<br />

ist (das hängt stark von<br />

Musikgeschmack und Hörgewohnheiten<br />

ab), bietet der 720AE<br />

jetzt schon ein rundes, stimmiges<br />

Ausstattungspaket und intuitive<br />

Bedienbarkeit. Dank automatisch<br />

installierbarer Internet­Updates<br />

wird sich der Player auf dieser Basis<br />

aber auch weiterentwickeln.<br />

StEcKBRIEF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

Maße B x H x T<br />

Gewicht<br />

Denon<br />

DNP-720 AE<br />

Denon<br />

0 21 57 / 1208 0<br />

denon.de<br />

500 Euro<br />

3 Jahre<br />

43,5 x 7,5 x 30 cm<br />

3 kg<br />

EInFAcH, ABER EFFEKtIv: Der Audiobereich im unteren rechten Eck der Platine basiert<br />

auf dem AKM4424. <strong>Die</strong>ser DAC hat integrierte Analogfilter- und Ausgangsstufen – im weiteren<br />

Signalweg finden sich nur zwei hochwertige Koppelkondensatoren (rot, ganz rechts).<br />

MESSLABOR<br />

Der Frequenzgang ist sehr ausgewogen<br />

mit minimalem Höhenabfall (rechts), <strong>Die</strong><br />

im Wandler integrierten Ausgangsstufen<br />

bewirken einen etwas hohen Ausgangswiderstand<br />

(1,4kΩ), was an kurzen Kabeln<br />

aber keinen Nachteil bringen muss.<br />

Der Störabstand ist mit 107dB sehr gut,<br />

das Klirrspektrum sauber mit wenigen,<br />

gutmütigen Oberwellen. Zu hoch ist dagegen<br />

der Jitter mit über 2000ps.<br />

anschlüsse<br />

Laufwerk CD/DVD/BD – / – /–<br />

Analog In/Out<br />

– / 1 Cinch<br />

USB<br />

• (Host + iPod)<br />

Digital In koax/optisch – / –<br />

Digital out Koax/optisch – / •<br />

Netzwerk<br />

WLAN u. LAN<br />

Funktionen<br />

Display / OSD • (OELD)/ –<br />

Coveranzeige –<br />

Radio FM/DAB • / –<br />

Internetradio/Anbieter •/ vTuner<br />

Formate<br />

FLAC, WAV, MP3, AAC, WMA<br />

benötigter Server UPnP<br />

Gapless –<br />

Steuerung via App ... • (Denon Remote, 0€)<br />

... überträgt kpl. Playlist –<br />

Max. Auflösung bit/kHz 24/96 Streaming+USB<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

ÅKnackig sauberer, sehr<br />

lebendiger Klang.<br />

ÍKein Gapless.<br />

Klang lossless 100<br />

Bedienung<br />

gut<br />

Verarbeitung<br />

gut<br />

klangURTEIL<br />

Preis/leistung<br />

100 Punkte<br />

sehr gut<br />

34 www.audio.de ›11 /2011


Minimale Größe.<br />

Maximaler Sound.<br />

Sie werden Ihren Augen und Ohren nicht trauen – denn Loewe SoundVision setzt neue<br />

Maßstäbe unter den Audio-Stand-Alone-Anlagen: In einem edlen Aluminiumgehäuse sorgen<br />

sechs Lautsprecher, darunter zwei Subwoofer, für einzigartig authentischen und kraftvollen<br />

Klang. Lassen Sie sich von Loewe SoundVision verzaubern: demnächst bei Ihrem Loewe<br />

Fachhändler – und schon jetzt im exklusiven Misty-Miller-Video auf www.loewe.de.


Lautsprecher › standboxen<br />

test<br />

Standboxen-Flaggschiff<br />

quadral titan Viii 11000 €<br />

metal ballads<br />

Wo titan draufsteht, ist auch Titan drin: Quadrals neues Spitzenmodell setzt konsequent<br />

auf Metallmembranen, in der neuesten Generation 8 sogar auf ein leichtes<br />

Bändchen. <strong>Die</strong>se <strong>Box</strong> kann sichtlich Luft bewegen – sie kann es aber auch ganz sanft.<br />

■ Text: Malte Ruhnke<br />

36<br />

www.audio.de ›11 /2011


Lautsprecher › standboxen<br />

Fotos: Archiv, dunst – Shutterstock.com<br />

Der Name ist Programm: Eine<br />

<strong>Box</strong>, die „Titan“ heißt, muss die<br />

größte, teuerste und beste Quadral<br />

sein. Und das seit 30 Jahren, denn<br />

genau 1981 war die Markteinführung<br />

des ersten Modells. Mit Transmissionline,<br />

30er-Bass und Magnetostaten-<br />

Hochtöner wurde sie zum Inbegriff einer<br />

„Männerbox“ in den 1980er Jahren. Den<br />

Ansatz toppte der Nachfolger mit der<br />

Generationszahl 7 noch – und führte zuletzt<br />

einen relativ einsamen Kampf: Im<br />

Zeitalter von schlanken, eleganten Speakern<br />

trotzte die 2006 eingeführte Superbox<br />

mit ihrem bauchigen Design und<br />

dem demonstrativ zur Schau gestellten<br />

Bass hinter Gittern dem Zeitgeist wie<br />

sonst nur ein US-Musclecar mit Big<br />

Block Motor in einer Herde von Smarts<br />

und Prius’.<br />

Doch über HiFi-<strong>Box</strong>en im Wohnzimmer<br />

entscheiden eben nicht Männer alleine,<br />

und so entschied man sich bei Quadral,<br />

der Generation 8 wieder eine elegante,<br />

schmalere Form zu geben. Was angesichts<br />

der akustischen Forderungen gar<br />

nicht so einfach war: Gerade was Bassdruck,<br />

Tiefgang und Maximalpegel angeht,<br />

durfte die Neue natürlich der Alten<br />

in nichts nachstehen – dabei war deren<br />

Basschassis allein schon breiter als die<br />

ganze <strong>Box</strong> zukünftig sein soll. Entsprechend<br />

lange tüftelten das Quadral-Team<br />

um den neuen Chefentwickler Sascha<br />

Reckert an den Chassis. Und schafften<br />

es letztlich, einen 25er-Bass zu konstruieren,<br />

der im Doppelpack dem alten 30er<br />

deutlich überlegen ist. Wie bei den letzten<br />

Quadral-Konstruktionen üblich, spielen<br />

die beiden Tieftonchassis nach vorne<br />

auf eine kleine Kammer, nach hinten<br />

auf ein ventiliertes Volumen. Das Reflexrohr<br />

verbirgt sich dabei im Fuß der <strong>Box</strong>.<br />

Materialkunde<br />

Quadral setzen bei ihren Membranen<br />

schon seit Jahren überwiegend auf Metall.<br />

Weil aber gerade harte Membranen<br />

aus einem einzigen Werkstoff im Mittelton<br />

zu Partialschwingungen<br />

und Resonanzen neigen, ist<br />

eine Legierung aus drei Metallen<br />

für die Hannoveraner<br />

das Mittel der Wahl: Aus<br />

ALuminium-TItan-MAgnesium<br />

formten sie die Schwingflächen<br />

– und auch den<br />

Kunstbegriff Altima. Von der<br />

homogenen Bestückung<br />

aller Konen mit demselben<br />

Material versprechen sich<br />

die Entwickler einen möglichst<br />

homogenen Klangcharakter.<br />

Der Mitteltöner trägt<br />

dabei die Hauptlast, muss er<br />

doch zwischen 200 und<br />

3000 Hz praktisch den gesamten<br />

Stimmbereich allein<br />

übernehmen, womit Trennungen<br />

in gehörmäßig sensiblen<br />

Tonhöhen vermieden<br />

werden. <strong>Die</strong> Weiche, die<br />

sich auf der Rückseite der<br />

<strong>Box</strong> durch ein Sichtfenster<br />

betrachten lässt, ist mit besonders<br />

edlen Bauteilen ausgestattet,<br />

und mit besonders<br />

vielen. Denn für alle<br />

drei Töner lässt sich eine<br />

dreifach schaltbare<br />

Anpassung an Raum<br />

und Aufstellung vornehmen.<br />

Für bessere<br />

Abstrahlung sorgt auch<br />

die Formgebung mit<br />

der leicht nach hinten<br />

gebogenen Schallwand<br />

– so sind die Abstände<br />

zwischen allen<br />

Chassis und dem Ohr<br />

möglichst gleich. Der<br />

Hochtöner muss dabei<br />

wiederum leicht nach<br />

unten geneigt werden,<br />

rauM und<br />

aufstellung<br />

Raumgröße<br />

k M<br />

Akustik<br />

Genau auf den Hörer richten,<br />

auf Mitteltönerhöhe hören.<br />

Abstand um 3m. Wandnah wird<br />

der Tiefbass schnell zu fett.<br />

denn Bändchen-typisch bündelt er den<br />

Schall relativ deutlich in der Vertikalen.<br />

Mit dem Begriff „Bändchen“ sind einige<br />

Lautsprecherhersteller schnell bei der<br />

t<br />

a<br />

Aufstellung<br />

w<br />

d<br />

g<br />

H<br />

<strong>Die</strong> Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />

auf Seite 148.<br />

f<br />

grosses netzwerk: <strong>Die</strong><br />

edel bestückte Frequenzweiche<br />

sorgt nicht nur für saubere<br />

Trennung und Pegelanpassung,<br />

sie enthält auch Filterglieder für<br />

die Pegelschalter. Bässe,<br />

Mitten und Höhen lassen sich je<br />

um 2dB absenken oder anheben,<br />

was der Anpassung an verschiedene<br />

Räume und deren<br />

Hallcharakter dient.<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

37


Lautsprecher › stanDBOXen<br />

ecHtes DinG: Statt<br />

eines Magnetostaten,<br />

bei dem Leiterbahnen<br />

und Folie verklebt sind,<br />

hat die 2011er Titan ein<br />

lupenreines Bändchen:<br />

ein einziges Stück<br />

Metall, das komplett<br />

vom Strom durchflossen<br />

wird. Entsprechend<br />

stark muss das antreibende<br />

Magnetfeld sein.<br />

HaUpt-aKteUr:<br />

Der Mitteltöner aus der<br />

bekannten aluminium-<br />

Titan-Magnesium-<br />

Legierung muss von 200<br />

bis 3000 Hz fast den<br />

gesamten Stimmbereich<br />

wiedergeben.<br />

Dementsprechend kräftig<br />

ist er ausgelegt,<br />

denn bei 200 Hz ist<br />

schon gut Hub gefragt.<br />

Hand. Viele der entsprechend beworbenen<br />

Konstruktionen sind allerdings Magnetostaten,<br />

bei denen eine nichtleitende<br />

Membranfolie mit einem System aus<br />

Leiterbahnen beklebt oder bedampft<br />

wird. Ein echte Bändchen ist nach Lehrbuch<br />

aber ein Stück Metall, das komplett<br />

vom Signalstrom durchflossen wird<br />

und so das antreibende Magnetfeld<br />

erzeugt. Genau ein solches spendierten<br />

die Entwickler erstmalig der neuen 8er<br />

Titan.<br />

sanfter riese<br />

Im Hörraum hatte die Titan VIII einen optisch<br />

zwar eleganten, aber wegen ihres<br />

stecKBrief<br />

QUadral<br />

TiTan Viii<br />

Vertrieb<br />

Quadral<br />

0511 / 7904-0<br />

www.<br />

www.aurumspeakers.de<br />

Listenpreis<br />

11000 Euro<br />

Garantiezeit<br />

10 Jahre<br />

Maße B x H x T 31 x 139 x 58 cm<br />

Gewicht<br />

88 kg<br />

Furnier/Folie/Lack • / – / •<br />

Farben<br />

Mocca, Eiche, Schwarz, Rot,<br />

Weiß, andere auf anfrage<br />

arbeitsprinzipien 3-Wege Bassreflex, Bändchenhochtöner<br />

Raumanpassung 3fach Pegelschalter<br />

Besonderheiten –<br />

aUDiOGraMM<br />

ÅStimmige und enorm<br />

dynamische <strong>Box</strong>, klingt ausgewogen,<br />

aber auch maskulinkräftig<br />

mit super Timing.<br />

ÍWenig Raumtiefe, etwas<br />

sehr kräftiger Tiefbass.<br />

DOppelpacK: Vom 25er-Tieftöner,<br />

dessen Membran ebenfalls aus<br />

aLTiMa gefertigt wird, arbeiten<br />

zwei Stück in der Titan. Dank kräftigem<br />

antrieb und großer Sicke bringen<br />

sie mehr Schalldruck als früher<br />

ein 30er - und das bei gesteigerter<br />

Präzision und weniger Klirr.<br />

neutralität (2x) 100<br />

Detailtreue (2x) 105<br />

Ortbarkeit 100<br />

Räumlichkeit 85<br />

Feindynamik 100<br />

Maximalpegel 105<br />

Bassqualität 95<br />

Basstiefe 110<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

klangUrteil<br />

Preis/leistUng<br />

101 PUnkte<br />

überragend<br />

38 www.audio.de ›11 /2011


Gardemaßes doch maskulinen Auftritt.<br />

Wer jetzt einen entsprechenden Bombast-<br />

oder Effektsound erwartete, wurde<br />

angenehm enttäuscht: Zum Warmspielen<br />

lief Kammermusik, namentlich Klaviertrios<br />

von Mozart (Guarneri Trio). <strong>Die</strong><br />

klangen über die Titan angenehm stimmig<br />

und kompakt-homogen, als habe<br />

man hier eher einen hochwertigen Monitor<br />

vor sich denn eine XXL-<strong>Box</strong>. Vom<br />

ersten Takt an begeisterte sie mit einer<br />

bruchlos-homogenen Instrumentendarstellung<br />

und einer plastischen Abbildung,<br />

die allerdings auch eher in der Breite als<br />

in der Tiefe genau gestaffelt war.<br />

Dass die Titan aber ein Pfund mobilisieren<br />

kann, wenn die Musik es fordert,<br />

versteht sich von selbst. Knalliger Jazz<br />

wie Jacques Loussiers „The Four<br />

Seasons“ tönte denn auch deutlich<br />

wuchtiger als über einen Kleinmonitor,<br />

Bass und Bassdrum verlieh sie mehr<br />

Nachdruck als gewohnt. Das ging aber<br />

– anders als bei typisch „zu fett abgestimmten“<br />

Großboxen – nicht zu Lasten<br />

der Agilität. Bassläufe kletterten behände<br />

auf der Tonleiter, Drumsounds erzeugten<br />

die notwenige Wucht, erlaubten<br />

sich aber auch kein weiches Nachschwingen.<br />

Das Klavier servierte die<br />

Quadral dynamisch und sehr klar, ließ<br />

auch feinste Nuancen erkennen und bescherte<br />

der Musik so eine große atmosphärische<br />

Dichte. Selbst bei rhythmusbetonter<br />

Klassik – Stravinskys „Sacre du<br />

Printemps“ – wahrte sie diese Balance<br />

zwischen beeindruckendem Fundament<br />

und schneller Leichtigkeit, als sei sie ein<br />

Sumo-Ringer, der nebenbei noch Karate<br />

beherrscht. Der Eindruck setzte sich<br />

denn fort, wenn ein entsprechend härteres<br />

Brett zu bohren war: Metallicas „Enter<br />

Sandman“ krachte mit einem schon<br />

fast an eine Beschallungsanlage erinnernden,<br />

wuchtigen Drumsound und<br />

ungehört harten Bassschlägen in den<br />

Hörraum, die verzerrten E-Gitarren entfalteten<br />

genau den richtigen Druck am<br />

Ohr, ohne dabei aber aggressiv zu klingen.<br />

<strong>Die</strong> Titan VIII kann druckvoll und riesig<br />

groß klingen, aber sie tut es immer<br />

kultiviert und mit Respekt.<br />

Fazit<br />

Malte Ruhnke<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />

Jetzt darf man es ja schreiben: bei<br />

der titan 7 mit ihrem „Grabstein“-<br />

look hörte meine toleranz für die<br />

optik einer box auf. <strong>Die</strong> Neue ist<br />

weder rank noch schlank, aber<br />

sehr harmonisch proportioniert.<br />

Und sie ist klanglich ein echter<br />

Knaller, schafft sie es doch, zugleich<br />

voluminös und fein zu spielen,<br />

hoch aufzulösen und dem ohr<br />

sanft zu schmeicheln. besonders<br />

das Hochtonbändchen war für<br />

mich ein echtes aha-erlebnis:<br />

seine Detaildarstellung ist famos,<br />

dennoch bleibt es völlig transparent<br />

und selbstverständlich. <strong>Die</strong><br />

titan ist eine Männerbox, aber<br />

kein Krachmacher – aber ich habe<br />

selten eine so kultivierte und audiophile<br />

Männerbox gehört.<br />

Messlabor<br />

<strong>Die</strong> Titan 8 zeigt einen betonten Tiefbassbereich,<br />

ist ansonsten sehr ausgewogen.<br />

Der Tiefgang ist mit 22 Hz unterer Grenzfrequenz<br />

(-6dB) enorm. <strong>Die</strong> Messungen außerhalb<br />

der Achse zeigen ein gleichmäßiges<br />

Rundstrahlverhalten mit horizontal großem<br />

Abstrahlbereich. Lediglich vertikal bilden sich<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

Quadral Titan VIII (Steller)<br />

Frequenzgang<br />

neutral high+ high- mid+ mid-<br />

leichte Interferenzen zwischen Mittel- und<br />

Hochtöner aus. <strong>Die</strong> Pegelschalter mit ihrem<br />

+-2dB-Stellungen wirken dabei sehr unterschiedlich:<br />

Im Bass nur subtil, im Hochton<br />

breitbandig und deutlich. Der Mittenschalter<br />

schenkt in +2-Stellung mehr Grundtonwärme,<br />

in -2-Stellung nimmt er etwas Präsenzen<br />

und Schärfe heraus. <strong>Die</strong> Klirrmessung<br />

zeigt eine vorbildlich saubere Wiedergabe,<br />

auch der Bändchenhochtöner zeigt<br />

nicht einmal einen Anflug von Klirr. Im Bassbereich<br />

bleibt die Titan ebenfalls völlig sauber<br />

und erklimmt einen Maximalpegel von<br />

115,5dB, ohne die Klirrgrenze zu erreichen.<br />

110 dB<br />

100 dB<br />

Quadral Titan VIII<br />

Pegel- & Klirrverlauf<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

39


Verstärker › AV-ReceiVeR<br />

40 www.audio.de ›11 /2011


Verstärker › aV-receiVer<br />

Brennraum<br />

Wer rund 2000 Euro für einen AV-Receiver investiert, darf zurecht<br />

eine pralle Ausstattung, ordentlich Leistung und audiophilen<br />

Klang erwarten. Wir haben drei anspruchsvolle Kandidaten<br />

zwischen 1900 und 2200 Euro zum Test geladen, die alle Kompetenzen<br />

in sich vereinen und das Wohnzimmer heiß befeuern.<br />

■ Text: Holger Seybold<br />

Fotos: Archiv, H. Seybold, hkeita – Shutterstock.com<br />

AV-Receiver sind in zwei Welten<br />

gleichermaßen zu Hause. Auf<br />

der einen Seite verwalten sie<br />

den Kino-Mehrkanalton mit der dazugehörigen<br />

Formate-Flut nebst Videoverarbeitung,<br />

andererseits sind sie auch Vollverstärker<br />

für anspruchsvollen Musikgenuss.<br />

<strong>Die</strong>ser Spagat ist eine große Herausforderung<br />

für den Hersteller, wenn<br />

das Ganze auch noch bezahlbar sein soll.<br />

Wer in beiden Welten keine Abstriche<br />

machen möchte, der muss zwangsweise<br />

tief in die Tasche greifen.<br />

Drei AV-Receiver zwischen 1900 und<br />

2200 Euro treten zum Vergleichstest an.<br />

Sie versprechen audiophilen Klang und<br />

Funktionalität unter einen Hut – in diesem<br />

Fall: unter einen Metalldeckel– zu<br />

bringen. Ihre HDMI-Ein- und Ausgänge<br />

sind allesamt 3D-tauglich nach dem aktuellen<br />

Standard 1.4a (Anthem MRX500<br />

durch Software-Update), die integrierten<br />

Video-Prozessoren skalieren das Videomaterial<br />

der Analog-Eingänge wie<br />

FBAS und Component auf bis zu 1080p<br />

(Full HD) hoch. Das TV-Gerät dient damit<br />

nur noch als Monitor, die Quellenumschaltung<br />

für Ton und Bild erfolgt komfortabel<br />

gleichzeitig am AV-Receiver.<br />

Der im Fernseher eingebaute Empfänger<br />

für Sat, Kabel oder DVB-T schickt<br />

sein Tonsignal über das HDMI-Kabel zurück<br />

zum AV-Receiver. Ab Version 1.4 ist<br />

im HDMI-Standard dieser Audio Return<br />

Channel (ARC) spezifiziert und macht ein<br />

zusätzliches Audiokabel überflüssig.<br />

<strong>Die</strong> zahlreichen Surroundformate von<br />

Dolby bis dts, sowie die dazugehörigen<br />

HD-Formate Dolby TrueHD und dts HD<br />

Master stehen so selbstverständlich in<br />

der Featureliste wie die zahlreichen<br />

mehrkanaligen Aufbereitungsformen<br />

von Stereoquellen wie etwa Pro Logic –<br />

das als IIz-Version mittlerweile auch normalem<br />

Surround eine zusätzliche, vertikale<br />

Komponente geben kann.<br />

Sie bringen sogar Internetradio mit, dass<br />

alle drei über das heimische Netzwerk<br />

(per Ethernet-Buchse) vom Service vTuner<br />

beziehen. <strong>Die</strong> Anmeldung gelang bei<br />

allen drei Probanden auf Anhieb, spätestens<br />

nach einem Neustart. Durch das<br />

Dynamic Host Configuration Protokoll<br />

(DHCP) waren keinerlei Einstellungen<br />

nötig, Receiver und Netzwerkrouter verstanden<br />

sich per Handschlag.<br />

Auf der Verstärkerseite stehen sieben<br />

gleichstarke Kanäle parat (Pioneer: neun),<br />

die alle Satelliten eines 7.1-Setups gleichzeitig<br />

mit Power versorgen können.<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

41


Verstärker › AV-ReceiVeR<br />

hieRARchie: Der 500er<br />

Anthem ist seinem großen<br />

Bruder MRX 700 wie aus dem<br />

Gesicht geschnitten. Innen<br />

verrät lediglich der „normale“<br />

Transformator seinen Status,<br />

die Leistungsausbeute kann<br />

sich dennoch sehen lassen.<br />

Anthem MRX500 uM 1980 EuRO<br />

Anthem mRX 500<br />

Der Anthem MRX 500 liegt seit dem<br />

Vertriebswechsel zu Audio Components<br />

knapp unter der 2000-Euro-Marke und<br />

ist ausschließlich mit schwarzer Aluminium-Front<br />

zu haben. <strong>Die</strong> unterschiedlichen<br />

Video- und Audio-Eingänge am<br />

Heck sind nach Formaten gruppiert, das<br />

erleichtert die Stöpsel-Navigation. Auf<br />

der HDMI-Seite müssen vier Eingänge<br />

genügen, was in ferner Zukunft irgendwann<br />

knapp werden könnte, alternativ<br />

bieten die übrigen Buchsen zahlreiche<br />

analoge Ausweichmöglichkeiten inklusive<br />

einer zweiten AV-Zone.<br />

Jeweils ein USB-Anschluss findet sich<br />

sowohl auf der Rückseite, als auch auf<br />

der Front hinter einer kleinen Schiebeblende.<br />

Von einem Speicherstick spielt<br />

der 500er übliche MP3-, WAV- und<br />

WMA-Dateien, ignoriert FLACs allerdings<br />

beharrlich. <strong>Die</strong> Netzwerkbuchse<br />

nutzt er ausschließlich für das Internetradio.<br />

Für die Steuerung des Webradios<br />

hätten die Anthem-Ingenieure besser<br />

das zweizeilige blaue Dot-Matrix-Display<br />

eingebunden, denn ohne Monitor<br />

gleicht sie einem Blindflug. Und einer<br />

Geduldsprobe, denn der Aufbau der<br />

deutschen Senderliste „all stations“ mit<br />

1282 Einträgen dauert knapp 14 Sekunden.<br />

Mit Verlassen der Liste hat der<br />

500er sie prompt wieder vergessen.<br />

<strong>Die</strong> mit 40 Seiten knapp gehaltene Bedienungsanleitung<br />

und das On-Screen-<br />

Menü sprechen derzeit leider nur englisch.<br />

Ist man mit den erforderlichen Begrifflichkeiten<br />

vertraut, geht die Einstellung<br />

einfach und intuitiv von der Hand.<br />

Der MRX 500 verständigt sich hinter der<br />

Position „Bass-Manager“ auf zwei<br />

UniqUe: Der Anthem bringt eine geschaltete<br />

Netzbuchse (im Bild die US-Version) mit.<br />

<strong>Die</strong> RS 232-Schnittstelle ist für das professionelle<br />

Einmess-System ARC und Software-<br />

Updates äußerst wichtig.<br />

42 www.audio.de ›11 /2011


Verstärker › AV-receiVer<br />

grundlegende Setups: „music“ und<br />

„movie“. Jede Quelle bekommt eins der<br />

beiden Setups als Standard, so befeuert<br />

Bluray beispielsweise das komplette<br />

7.1-Heimkino-Set, der CD-Spieler nur<br />

die großen Hauptlautsprecher. Hinzu<br />

kommen zahlreiche Parameter wie Ton-<br />

Bild-Zeitversatz (Lip Sync), Bass- und<br />

Höhenregler oder die Verwendung von<br />

Dolby Volume. Es folgt eine Art Liste,<br />

die jedem Eingangstonformat eine genaue<br />

Decodier-Behandlung vorschreibt.<br />

Das individuelle Quellensetup endet mit<br />

der Videojustage von Helligkeit, Kontrast,<br />

Farbe und weiteren Details.<br />

Stolz ist Anthem auf ihr professionelles<br />

Einmess-System ARC (Anthem Room<br />

Compensation) inklusive Mikrofon und<br />

einem soliden Stativ, das auch dem großen<br />

Bruder MRX 700 (<strong>AUDIO</strong> 2/2011)<br />

beiliegt. <strong>Die</strong> Korrektur verspricht den<br />

Frequenzgang auf Kurs zu bringen.<br />

meSSLABOr<br />

Der Anthem MRX500 digitalisiert die analogen Eingänge, sein Frequenzbereich ist bei<br />

24kHz begrenzt. Der digitale Eingang sampelt mit 96kHz und begrenzt bei 48kHz. Der<br />

Arcam weist am Lautsprecherausgang das geringste Grundrauschen auf, ebenso wie<br />

an seinem Pre-out. <strong>Die</strong> Ausgangsleistungen des Anthem und des Arcam liegen auf<br />

ähnlich hohem Niveau, der Pioneer liefert noch mehr Dampf.<br />

Anthem mrX500: Sinus an 8/4Ω: 2x140/207W; 5x106/94W, Musik an 8/4Ω:<br />

2x164/256; 5x119/148W, Arcam AVr-500: Sinus an 8/4Ω: 2x131/201W;<br />

5x104/143W, Musik an 8/4Ω: 2x136/209; 5x108/145W; Pioneer Sc-LX75: Sinus an<br />

8/4Ω: 2x176/274W; 5x103/161W, Musik an 8/4Ω: 2x210/262; 5x158/260W<br />

Anthem mrX500<br />

Im unteren Leistungsbereich<br />

k3 (rot) über<br />

k2 (schwarz). Absolut<br />

stabile Endstufe bis<br />

2 Ohm, <strong>AUDIO</strong>-Kennzahl<br />

(AK): 64<br />

ArcAm AVr-400<br />

Klirrverlauf bei zuund<br />

abnehmender<br />

Leistung identisch,<br />

etwas empfindlich<br />

bei induktiver Last<br />

AK: 64<br />

ArcAm AVr-400<br />

Der Arcam AVR-400 markiert mit 2200<br />

Euro die preisliche Spitze unseres Trios.<br />

Seine ausschließlich in Silber erhältliche<br />

Front ist vom grün leuchtenden zweizeiligen<br />

Display geprägt, ein klassischer<br />

Lautstärke-Knopf fehlt. Unter der Anzeige<br />

sitzen aufgereiht ein Dutzend Linsenknöpfe,<br />

deren Belegung der Benutzer<br />

auswendig wissen muss, falls er sie<br />

nachts zu bedienen wünscht. <strong>Die</strong> bei-<br />

PiOneer Sc-LX75<br />

Dritte Harmonische<br />

(rot) deutlich über<br />

k2. (schwarz). tiefgAng: Hohes Das 30er-Chassis<br />

Spannungsniveau arbeitet bis im Downfire-Prinzip nach<br />

2 Ohm <strong>AUDIO</strong>-Kennzahl<br />

(AK): 73<br />

unten, Spikes verleihen ihm einen<br />

sicheren Stand. <strong>Die</strong> ungewöhnliche<br />

Ansicht zeigt auch, wie stark der<br />

S8000 SW in die Tiefe baut.<br />

_06L36_Musicline_Audio_11_11_NEU.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 92.00 mm);19. Sep 2011 13:01:20<br />

Naim nicht im Versand erhältlich<br />

Ovator S-400<br />

Little sister’s good at school<br />

„Phänomenales Timing, mitreißende Agilität, knackig-frische Wiedergabe<br />

... <strong>Die</strong> S-400 ist ein ganz großer Wurf.“ <strong>AUDIO</strong> 9/2011<br />

„So impulsiv, vielschichtig und timingsensibel klingen im Bass nur sehr<br />

wenige <strong>Box</strong>en.“ stereoplay 6/2011<br />

„Ein ausgesprochen agiler, offener und rhythmischer Schallwandler.“<br />

STEREO 4/2011<br />

www.music-line.biz · Tel. 04105 77050


Verstärker › AV-reCeiVer<br />

StAbiLität: Das Gehäuseblech<br />

des Arcam ist respektable<br />

1,4 Millimeter stark, die<br />

Halterung des Ringkerntrafos<br />

ist mit dem Kühlprofil verschraubt.<br />

Gleich zwei 80mm-<br />

Lüfter vermeiden Hitzestau.<br />

ArCAM AVR-400 um 2200 EuRO<br />

den kleinen 3,5-mm Klinkenbuchsen für<br />

Kopfhörer und AUX-In gehen in der Logo-Reihe<br />

fast unter, letztere dient gleichzeitig<br />

als optischer Digitaleingang.<br />

Rückseitig gibt sich der AVR etwas kontaktfreudiger<br />

als der Anthem und öffnet<br />

als einziger des Testfelds einer analogen<br />

7.1-Quelle das Tor. Auch die vier S-Video-Buchsen<br />

parallel zu den analogen<br />

Cinch-Video-Eingängen bietet nur er.<br />

<strong>Die</strong> zwei Surround-Back-Endstufenkanäle<br />

betreiben –genauso wie beim Kollegen<br />

Anthem MRX 500– auf Wunsch die<br />

Lautsprecher in Zone2. Zusätzlich kann<br />

der Arcam sie auch für Bi-Amping-Betrieb<br />

der Frontspeaker verwenden.<br />

Bei der quellenbezogenen Zuweisung<br />

zahlreicher Parameter orientiert sich der<br />

Arcam im Groben am vorbildlichen Anthem.<br />

Ein großes Lob verdient die Bedienungsanleitung<br />

im DIN A4 quer-Format,<br />

die mit ihrer klaren Gliederung eine gute<br />

Übersicht bietet und zudem das meiste<br />

44 www.audio.de ›11 /2011<br />

einfach und verständlich erklärt. <strong>Die</strong><br />

Selbsteinmessung „RoomEQ“ erklärt<br />

sich am Bildschirm quasi selbst. Sie konfiguriert<br />

Zeit- und Pegel-Korrektur sowie<br />

den Equalizer, allerdings nur im 5.1- oder<br />

7.1-Betrieb. <strong>Die</strong> Einstellung anderer Konstellationen<br />

erfolgt manuell.<br />

<strong>Die</strong> Bedienung des Internetradios wollte<br />

nicht so richtig flutschen. Zwar zeigt das<br />

Dot-Matrix-Display freundlicherweise<br />

wo man sich gerade befindet, doch<br />

beim Scrollen durch die Listen des Webradios<br />

schlief der Arcam fast ein. Via TV<br />

listet er jeweils fünf Einträge untereinander<br />

auf, jeder Sprung zu den nächsten<br />

fünf dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Für<br />

100 Einträge braucht man mit der „page<br />

up“-Taste geschlagene 55 Sekunden.<br />

<strong>Die</strong> Dauer für 1000 Einträge haben wir<br />

wegen Zeitmangel nicht gestoppt.<br />

Einmal mit dem Netzwerk verbunden<br />

streamt der 400er handelsübliche Musikdateien<br />

problemlos. Nur mit einigen<br />

besonders datenintensiven WAV- und<br />

FLAC-Files hatte er zuweilen Probleme.<br />

Pioneer SC-LX-75<br />

Der nagelneue Pioneer für 1900 Euro<br />

hat wohl Angst, man könnte ihm irgendetwas<br />

ankreiden – und geht deshalb mit<br />

den Features in die Vollen. Zone2 reicht<br />

ihm nicht, er packt eine weitere Zone3<br />

dazu. Zu den insgesamt sieben HDMI-<br />

Eingängen (einer davon auf der Front)<br />

gesellen sich gleich zwei Ausgänge dazu<br />

– einer für den TV, der anderen für<br />

den Beamer. Phono-Eingang? Ja!<br />

Egal ob 9.1-Setup mit Front-Height- oder<br />

Front-Wide-Lautsprechern oder ein<br />

5.1-Setup mit Bi-Amping Front und Bi-<br />

Amping-Center, seine neun Endstufenkanäle<br />

sind zu fast jeder Schandtat bereit.<br />

Dank insgesamt elf <strong>Box</strong>enklemmen<br />

entfällt sogar das Umstöpseln. An seinem<br />

Pre-Out schmeißt er alles raus,<br />

was möglich ist: 11.2 Kanäle!


Der Schweizer Hörgerätespezialist startet mit Earphones.<br />

Brillanter Klang.<br />

Perfekter Tragekomfort.<br />

Für Sie entwickelt.<br />

AlleS KOMplett: Neben den obligatorischen Ins und Outs bietet der AVR-400 als einziger<br />

einen vollen 7.1-Mehrkanal-Eingang sowie jeweils eine S-Video-Buchsen parallel zu den<br />

vier analogen Cinch Video-Eingängen.<br />

StecKBRIeF<br />

Anthem ArcAm Pioneer<br />

MRX 500 AVR-400 SC-LX 75<br />

Vertrieb<br />

Audio Components<br />

040 / 278 586 0<br />

GP Acoustics<br />

0 71 31 / 48 00<br />

Pioneer<br />

0 21 54 / 91 30<br />

www. anthemav.com arcam.de pioneer.de<br />

Listenpreis 1980 Euro 2200 Euro 1900 Euro<br />

Garantiezeit 3 Jahre 5 Jahre 2 Jahre<br />

Maße B x H x T 43,9 x 16,4 x 39 cm 43,3 x 17,1 x 42,5 cm 43,5 x 18,6 x 44,1 cm<br />

Gewicht 15,6 kg 15,5 kg 17,6 kg<br />

Anschlüsse<br />

Phono MM / MC – / – – / – • / –<br />

Line In / Out 5/2 + Zone2 6/– + Zone2 5/1 + 2(Zone2+3)<br />

Analog-Video In 3 FBAS / 3 YUV 4 FBAS / 4 S-Video / 3 YUV 4 FBAS / 3 YUV<br />

Analog-Video Out 2 FBAS + Zone2 / 1 YUV FBAS Zone2 / 1 YUV 2 + 2 (Zone2+3) FBAS / 1 YUV<br />

Frontanschlüsse<br />

Kopfhörer, USB, Video, AUX (analog + optisch), Kopfhörer, Setup Mic, Cinch/<br />

Audio Cinch<br />

Kopfhörer (je 3,5mm Klinke) USB (auch iPod), HDMI<br />

Digital In 3 optisch / 2 koaxial 2 optisch / 4 koaxial 3 optisch / 2 koaxial<br />

Digital Out 1 optisch / 1 koaxial – 1 optisch<br />

HDMI In / Out / Version 4 / 1 / 1.3 (1.4a über Update) 5 / 1 / 1.4a 6 / 2 / 1.4a<br />

unterstützte Funktion HDMI nach Update auf 1.4a: 3D,<br />

ARC, Control<br />

3D, ARC, Control 3D, ARC, Deep Colour,<br />

x.v.Color, Control<br />

Docking-Port / USB / RS232 • / • / • • / • / • • / • / •<br />

Mehrkanaleingang – 7.1 –<br />

<strong>Box</strong>en Front / Cent. / Surr / Back 1 P. / 1 / 1 P. / 1 P. 1 P. / 1 / 1 P. / 1 P. 1 P. / 1 / 1 P. / 1 P. + Front<br />

height + Front wide<br />

Zahl Endstufen 7 7 9<br />

Bi-Amping Frontlautsprecher – • • (auch C / SB / Z2 möglich)<br />

Pre Out 7.1 7.1 11.2<br />

Funktionen<br />

Decoder HD-Ton Dolby TrueHD, DTS-HD Dolby TrueHD, DTS-HD Dolby TrueHD, DTS-HD, DSD<br />

Vollw. Einmessung • (ARC) • (Room-EQ) • (Advanced MCACC)<br />

LipSync Delay • (bis 150ms; je Quelle) • (bis 250ms; je Quelle) • (bis ~400ms; in Frames)<br />

Bass-Trennfrequenz 60-150Hz, 5 Schritte 40-200Hz, 7 Schritte 50-200Hz, 5 Schritte<br />

Fernbedienung /program- 2x (Main/Zone2) / – / – • / • / • • / • / •<br />

mierbar / lernfähig<br />

Video-Konverter 1080p 1080p 1080p<br />

Netzwerk /Webradio / Streaming • / • / – • / • / • • / • / •<br />

Kontroll-App / Airplay – / – ab iOS 4.0 (20 Euro) / – ab iOS 4.2 / •<br />

On-Screen-Menü • • •<br />

Besonderheiten<br />

englische Anleitung, Dolby übersichtliche Bedienungsanleitung,<br />

Advanced Sound Retriever,<br />

Dolby Volume, Volume, geschaltete Steckdose,<br />

2x USB, Bluetooth ready,<br />

2x USB, Surr-Back- Surr-Back-Endst. zuweisbar Endstufenkanäle sehr flexibel<br />

Endst. zuweisbar (Zone 2) (Bi-Amp/Zone 2), DAB zuweisbar<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

ÅImpulsiver Klang mit<br />

Temperament.<br />

Í Eingänge bandbegrenzt.<br />

ÅOffener ehrlicher Klang<br />

mit Drive und Gefühl.<br />

Í Träge Bedienung des<br />

Mediaplayers.<br />

Klang Stereo (Analog) 83 83 80<br />

Klang Surround 98 98 93<br />

Klang Surround HD 102 108 102<br />

Ausstattung sehr gut sehr gut überragend<br />

Bedienung sehr gut befriedigend sehr gut<br />

Verarbeitung sehr gut sehr gut sehr gut<br />

klAngurteil 94 Punkte 96 Punkte 93 Punkte<br />

Preis/leistung sehr gut sehr gut sehr gut<br />

ÅGigantische Ausstattung,<br />

sehr hohe Ausgangsleistung,<br />

streamt bis zu 192kHz/24bit.<br />

ÍKlanglich fehlt etwas Biss.<br />

PFE 012/022<br />

<strong>Die</strong> preisgekrönten Audéo Perfect Fit<br />

Earphones PFE 012/022<br />

++neu+++ neu+++neu++neu++<br />

Wir sind überzeugt!<br />

Phonak Audéo,<br />

im Vertrieb in Deutschland bei:<br />

Sintron Audio GmbH · Südring 14 · 76473 Iffezheim<br />

Ansprechpartner: Christian Fröhling<br />

fröhling@sintron.de<br />

www.sintron-audio.de


Verstärker › aV-receiVer<br />

einzelhaft: <strong>Die</strong> Digitalendstufen-Sektion<br />

ist mit ihrem<br />

Blechmantel von den darüber<br />

geschichteten Elektronikplatinen<br />

abgeschottet. Dank<br />

hohem Wirkungsgrad kommen<br />

die Module ohne einen klassischen<br />

Kühlkörper aus.<br />

pioneer SC-LX 75 um 1900 EuRO<br />

<strong>Die</strong> neue Digitalendstufen-Generation<br />

entstand in Zusammenarbeit mit International<br />

Rectifier und soll sehr effizient<br />

arbeiten. <strong>Die</strong> Module residieren in einem<br />

eigenen lüfterdurchföhnten Metallgehäuse<br />

und zeigen den Mitbewerbern<br />

leistungsmäßig, wo der Frosch die Locken<br />

hat (s. Kasten Messlabor; S. 51).<br />

Der beiliegende WLAN-Adapter AS-WL<br />

300 erspart das Kabel zum Netzwerk-<br />

Router. Wie seine kleinen Brüder streamt<br />

der 75er alle verbreiteten Formate bis zu<br />

192kHz/24bit-FLACs, und kommuniziert<br />

via Airplay mit Apple-Geräten. Durch die<br />

endlosen Tracklisten der NAS oder des<br />

Internetradios scrollt man am komfortabelsten<br />

mit der kostenlosen App „iControl-AV2“<br />

auf einem iPhone oder iPod<br />

touch, die separate iPad-Version serviert<br />

sogar die Messwerte der verfeinerten<br />

Selbsteinmessung Advanced<br />

MCACC wortwörtlich auf dem Tablet.<br />

<strong>Die</strong> neue MCACC soll sogar eventuelle<br />

Phasenprobleme der einzelnen Lautsprecher<br />

korrigieren, die Phase des Subwoofers<br />

exakter anpassen sowie stehenden<br />

Wellen im Hörraum besser entgegen<br />

wirken können.<br />

In den Entfernungs-Einstellungen der<br />

Lautsprecher gibt sich der Pioneer jedenfalls<br />

deutlich feinfühliger als die Mitbewerber.<br />

Statt in groben 30cm- justiert<br />

er den Hörabstand in superfeinen 1-cm-<br />

Schritten. Hinzu kommen diverse Goodies<br />

wie beispielsweise die „Sound<br />

Retriever“-Schaltung, die Datenverluste<br />

komprimierter Quellen wie Webradio<br />

Bluetoothstream oder MP3s weitestgehend<br />

rekonstruieren soll.<br />

flächennutzungsplan: <strong>Die</strong><br />

Anschlussvielfalt des Pioneer lässt im<br />

Normalfall keine Wünsche offen, die neun<br />

Verstärkerkanäle verteilen sich flexibel auf<br />

insgesamt elf Lautsprecherklemmen-Paare.<br />

46<br />

www.audio.de ›11 /2011


HöRtESt<br />

Bereits die ersten Takte des Anthem mit<br />

der Acapella-Formation King's Singers<br />

läutete die insgesamt anspruchsvolle<br />

Hörsession ein. Der MRX 500 ließ den<br />

Sängern ihre persönlichen Klangfarben<br />

individuell ausmalen und wies jedem<br />

seinen festen Platz auf der Bühne zu.<br />

Der Arcam schlug in die gleiche Kerbe,<br />

ohne signifikante Unterschiede. Während<br />

der Anthem die Percussions von<br />

Friedemanns Aquamarin Orchester in<br />

„Sourdos“ mit einer etwas schärferen<br />

Kontur abbildete, agierte der Arcam im<br />

Hochton ein Tick gefühlvoller. Patt!<br />

Der Pioneer spielte zwar grundsätzlich<br />

auf ähnlich hohem Niveau, ließ es aber<br />

insgesamt etwas besonnener und zahmer<br />

angehen. Er wattierte die prägnante<br />

Mundharmonika in Marla Glens „Travel“<br />

und steckte stattdessen lieber den Kontrabass<br />

in ein dickeres Fundament.<br />

Auch mit HD-Material ging der Pioneer<br />

weiter auf Kuschelkurs, wusste aber<br />

trotzdem die intime Athmosphäre der<br />

Live-Aufnahme „Mercy of the Wheels“<br />

von John Gorka zu transportieren. Der<br />

Anthem konnte sich in dieser Disziplin<br />

kaum vom Pioneer distanzieren. Der Arcam<br />

AVR400 dagegen schon. Er teilte<br />

den Raum noch präziser auf, zeichnete<br />

die Gitarrensaiten messerscharf nach<br />

und malte insgesamt ein stimmigeres<br />

Gesamtbild. Einfach traumhaft.<br />

Fazit<br />

Holger Seybold<br />

<strong>AUDIO</strong>-Mitarbeiter<br />

Jeder Euro ist gut angelegt, denn<br />

alle drei aV-Receiver klingen allererste<br />

Sahne – wenn auch unterschiedlich.<br />

Der Sieger arcam aVR-<br />

400 begeistert vor allem mit HD-<br />

Material. in den anderen Modi<br />

schließt der anthem MRX500 auf,<br />

der selbst mit den kritischsten <strong>Box</strong>en<br />

zurecht kommt. Der Pioneer<br />

SC-LX 75 kommt zwar klanglich<br />

nicht ganz an die beiden heran,<br />

setzt sich aber mit praller ausstattung<br />

und gigantischer Leistung<br />

erfolgreich zur Wehr.<br />

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the Big Bang<br />

Das System 10 THX Ultra 2 brilliert nicht nur mit seiner Hochglanzlackierung<br />

– dank mächtig Leistung holt das neue Top-<br />

Modell von Teufel auch fast den Putz von der Decke. Doch ist es<br />

mit der THX-Abstimmung nur für Kino-Sound geeignet – oder<br />

kann man damit auch richtig gut Musik hören?<br />

■ Text: Alexandros Mitropoulos<br />

Fotos: Archiv, MPS, Rashevskyi Viacheslav / Shutterstock.com<br />

Wollten Kinos Anfang der 80er<br />

Jahre Filme von Lucasfilm<br />

zeigen (z.B. „Star Wars“),<br />

mussten sich diese zunächst für den<br />

Wiedergabe-Standard THX qualifizieren.<br />

Anfangs als Produktions- und Wiedergabenorm<br />

für Hollywood-Streifen gedacht,<br />

konnte dieser aber auch im Heimkino-<br />

Bereich schnell Fuß fassen. Teufel war<br />

da ganz vorn mit dabei und erhielt bereits<br />

1996 mit dem Theater 8 als erster<br />

deutscher <strong>Box</strong>en-Hersteller die begehrte<br />

THX-Segnung. Seitdem sind 15 Jahre<br />

vergangen, und die Berliner bemühen<br />

sich noch immer eifrig um die teuren<br />

THX-Lizenzen. Zwar hat sich unter Heimkino-Fans<br />

herumgesprochen, dass das<br />

Logo alleine noch keine <strong>perfekte</strong> Anlage<br />

ausmacht, aber Teufel und THX, das gehört<br />

einfach zusammen.<br />

Ganz nach den Vorgaben der höchsten<br />

Heim-THX-Stufe Ultra 2 besteht das System<br />

10 also aus drei identischen Front-<br />

Lautsprechern, zwei Dipolen als Rear-<br />

<strong>Box</strong>en und einem Subwoofer, der in diesem<br />

Fall ein rie siger und über 80 Kilo<br />

schwerer Bass-Koloss ist. <strong>Die</strong> drei Front-<br />

<strong>Box</strong>en des Typs S-1000 FCR sind nicht<br />

mehr wie beim Vorgängerset Theater 10<br />

als 4-Wege-, sondern als 3-Wege-Lautsprecher<br />

ausgelegt. Jeweils zwei 20<br />

Zentimeter große Tieftöner und ein 12er-<br />

Mitteltöner schmücken die Front der<br />

drei <strong>Box</strong>en. <strong>Die</strong> Membranen sind nicht<br />

etwa konisch geformt, sondern typisch<br />

für die System-Serie flach. Komplettiert<br />

wird das Trio durch einen 25-mm-Gewebe-Hochtöner.<br />

<strong>Die</strong> Dipole sind mit einem Handgriff über<br />

einen Schalter auf der Rückseite wahlweise<br />

auch als Bi- oder Monopole umschaltbar.<br />

Das ist praktisch, wenn je<br />

nach Abhör-Situation unterschiedliche<br />

Abstrahlverhalten erwünscht sind: Beim<br />

reinen Musikhören ist eher eine direkte<br />

Beschallung (Monopol) sinnvoll, für den<br />

Kino-Spaß kann man dagegen auf den<br />

Di- bzw. Bipol-Modus zurückgreifen. In<br />

modernen Filmtheatern werden Lautsprecher-Arrays<br />

im gesamten Raum<br />

platziert, und Dipole versuchen, genau<br />

diesen Klang nachzuahmen. <strong>Die</strong> Teufel-<br />

Rears haben dazu insgesamt acht Schallwandler<br />

im Gehäuse: Jeweils ein 13<br />

Zentimeter großer Tieftöner, ein ebenfalls<br />

13 Zentimeter großer Mitteltöner<br />

und zwei 25-mm-Hochtöner schauen<br />

nach vorne, und das gleiche Gedeck<br />

nochmal nach hinten. Musikpuristen,<br />

die Direktstrahler bevorzugen, können<br />

diese auch für hinten dazuordern.<br />

Komplettiert wird das Set durch einen<br />

Subwoofer, der es in sich hat: Zwei<br />

38-cm-Tieftöner werden von einer 750<br />

Mini-array:<br />

<strong>Die</strong> Rear-Lautsprecher haben insgesamt<br />

acht Schallwandler, die eine Klang-<br />

Atmosphäre wie im Kino simulieren sollen.<br />

wandlungsfähig:<br />

Über den drei stufigen Schalter auf der<br />

Gehäuserückseite ist der Betriebsmodus der<br />

Rear-Speaker wählbar.<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

49


Lautsprecher › surround-seT<br />

raw power: <strong>Die</strong> zwei 38-Zentimeter Woofer haben im 240 Liter großen Gehäuse des Subs<br />

ordentlich Platz zum pumpen. Im Kontrast zu dessen Ausmaßen steht das spartanisch aufgebaute<br />

Anschlussfeld auf der Rückseite und die kleine Betriebsanzeige auf der Front.<br />

Watt starken Endstufe in Schwingung<br />

versetzt. Es lässt sich also bereits erahnen,<br />

dass die Wiedergabe von Sub-<br />

Frequenz-hal tigem Tonmaterial auch<br />

physisch spürbar sein dürfte. So beeindruckend<br />

der Sub indes auch sein mag,<br />

so schlicht wirkt sein Anschlussfeld auf<br />

der Rückseite: Neben einem Line-Eingang<br />

befindet sich dort nur noch ein Poti<br />

zum Einstellen der Übergangsfrequenz.<br />

Über die mitgelieferte Fernbedienung<br />

des Subs – ähnlich minimalistisch aufgebaut<br />

– lässt sich noch die Lautstärke und<br />

die Phase einstellen. Zudem kann man<br />

einen THX-Modus aktivieren, der Trennfrequenz<br />

und Empfindlichkeit mit einem<br />

Knopfdruck auf die vom Lizenzgeber<br />

standardisierten Werte setzt.<br />

Verglichen mit dem Vorgänger Theater<br />

10, das wegen seines Natur-Finishs<br />

recht rustikal wirkte, ist das System 10<br />

nun in einer schwarzen Hochglanz-Lackierung<br />

erhältlich. <strong>Die</strong>se ist perfekt<br />

ausgeführt, und in Kombina tion mit den<br />

Alu-Elementen vermittelt das <strong>Box</strong>en-<br />

Set einen dem Preis angemessenen edlen<br />

und hochwertigen Eindruck.<br />

spass und druck dank sub<br />

Das Einsatzgebiet einer Anlage, die mit<br />

THX gelabelt ist, ist in erster Linie das<br />

Heimkino. <strong>Die</strong> Frage, die man sich daher<br />

als HiFi-Freund zwangsläufig stellt: Kann<br />

man damit auch Musik hören? Im Fall<br />

der Teufel-Anlage ist dies sicherlich kein<br />

Problem: So wie der Vorgänger Theater<br />

10 (<strong>AUDIO</strong> 10/04), bewies auch das System<br />

10 beste Eigenschaften bei der Musikwiedergabe:<br />

Ob das Ausgabeformat<br />

nun 5.1 oder Stereo war, spielte dabei<br />

keine Rolle: Musik jeglichen Stils tönte<br />

ausgewogen und bei aller Präzision nie<br />

aufdringlich. Hallfahnen ließen sich weit<br />

in die Tiefen der Aufnahme verfolgen<br />

und die exakte Tiefenstaffelung etwa<br />

bei „Hong Kong“ von den Gorillaz („D-<br />

Sides“) ließ die Musiker wie von numerierten<br />

Plätzen aus spielen. Das detailreiche<br />

Spiel war ein Stück weit auch auf die<br />

leicht betonten Höhen zurückzuführen.<br />

Auffällig zum Beispiel bei „Red Right<br />

Hand“ von Nick Cave („Let love in“), wo<br />

die S-Laute schon etwas direkter wirkten<br />

als über reine HiFi-Speaker. Auf jeden<br />

Fall sollten die Bespannungen auf<br />

den <strong>Box</strong>en bleiben, sie sind in der Abstimmung<br />

berücksichtigt und mildern<br />

den Klang spürbar.<br />

<strong>Die</strong> Basswiedergabe war unglaublich<br />

gut: Richtig auf- und eingestellt, faszinierte<br />

der Subwoofer bereits bei niedrigen<br />

Pegeln mit seiner unaufdringlichen<br />

Art, sich am Sound-Geschehen zu beteiligen.<br />

Mit kinotypischen LFE-Effekten<br />

und ab einer gewissen Lautstärke zeigte<br />

der Woofer jedoch unüberhörbar, was<br />

MIT dIesen dIscs wurde GeHÖrT<br />

noraH jones: lIve In new<br />

orleans: Der Live-Mitschnitt des etwa<br />

einstündigen Konzerts der sympathischen<br />

Singer-Songwriterin ist absolut zu empfehlen.<br />

<strong>Die</strong> 14 Tracks der DVD laden mit ihrem<br />

Mix aus Folk, Soul und Blues zum Genießen<br />

ein und sind mit viel Atmosphäre aufgeladen.<br />

jaMes bond: casIno royale<br />

Daniel Craigs erster Auftritt als 007 bietet<br />

erstklassige Unterhaltung mit einer interessanten<br />

Story; Action-geladene Szenen werden<br />

durch den sehr guten Klang und das<br />

gestochen scharfe HD-Bild zu einem<br />

Augenschmauß für Bond-Fans.<br />

50<br />

www.audio.de ›11 /2011


Lautsprecher › SurrounD-Set<br />

FlacH wie ein brett: Für die drei identischen Frontlautsprecher bevorzugt teufel Flachmembran-treiber im tief- und mittelton. <strong>Die</strong> verwendeten<br />

Neodym-magnete sind klein (rechts) aber alles andere als schwach. <strong>Die</strong> mächtige trafokern-spule an der rückwand ist teil der<br />

tiefton-Weiche, die den arbeitsbereich der beiden 20er mit 18dB Flankensteilheit nach oben begrenzt.<br />

Sache ist – wie der Autor, nun breit grinsend,<br />

an seinen flatternden Hosenbeinen<br />

bemerkte. Ihre wahren Trümpfe<br />

konnte die Teufel-Anlage bei actiongeladenen<br />

Filmen ausspielen. Bei „X-Men –<br />

The Last Stand“, wenn sich Jean und<br />

Professor Xavier ein telekinetisches Duell<br />

lieferen und dabei ein ganzes Haus<br />

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Front B x h x t / Gewicht 65,5 x 45 x 25 cm / 23,7 kg<br />

Center B x h x t / Gewicht 65,5 x 45 x 25 cm / 23,7 kg<br />

rear B x h x t / Gewicht 30,5 x 46,9 x 21,8 cm / 7,4 kg<br />

sub B x h x t / Gewicht 50 x 126,8 x 59 cm / 85 kg<br />

Furnier/Folie/lack – / – / •<br />

Farben<br />

schwarz hochglanz<br />

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empfohlene trennfrequenz 80 hz (thx)<br />

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Besonderheiten<br />

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umschaltbar<br />

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Åsehr dynamische Wiedergabe,<br />

beeindruckende<br />

subwoofer-Performance,<br />

exzellenter surround-Klang.<br />

Í Im stereo-Betrieb könnten<br />

die höhen etwas milder sein.<br />

Klang musik 92<br />

Klang Film 106<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

klangurteil<br />

PreiS/leiStung<br />

99 Punkte<br />

überragend<br />

aus dem Fundament reißen, ließ der<br />

Subwoofer mit seiner phänomenalen<br />

Per for mance die meisten seiner Konkurrenten<br />

blass aussehen. Ähnliches stellte<br />

sich auch bei „James Bond – Casino Royale“<br />

am Anfang des Filmes ein, wenn<br />

007 mit einem Bulldozer durch einen<br />

Sandberg fährt. Das System 10 reagierte<br />

in allen Situationen mit einer beeindruckenden<br />

Dynamik, ohne dabei aufdringlich<br />

zu wirken. Krawall mit Kontrolle:<br />

Was Surround-Sets aus HiFi-<strong>Box</strong>en<br />

meist an den Rand ihrer Fähigkeiten<br />

bringt, schien dem THX-Set regelrecht<br />

Spaß zu machen.<br />

MeSSlabor<br />

Fazit<br />

alexandros Mitropoulos<br />

auDIO-redakteur<br />

tHX hin oder her: Das teufel System<br />

10 ist ein Surround-Set, das<br />

mit einem ausgesprochen guten<br />

Kino-Sound überzeugen kann. Der<br />

Subwoofer ist zudem eine Klasse<br />

für sich, und als 7.1-Set, also mit<br />

zwei zusätzlichen Direktstrahlern,<br />

ist die anlage auch für Surround-<br />

Musik phänomenal gut.<br />

Der Frequenzgang der Front-<strong>Box</strong>en (links) zeigt einen stetigen Abfall im Bassbereich<br />

nach einem Peak bei 90 - 100 Hz. Darunter liegende Frequenzen übernimmt<br />

der Subwoofer, der bis in den Subfrequenzbereich von 15-20 Hz hinunterreicht.<br />

Aus der Anhebung im gesamten Bereich ab 10 kHz dürfte eine leichte Höhen-Betonung<br />

resultieren. In der Klirrmessung der Frontboxen (rechts) fällt eine merkliche<br />

Zunahme bei etwa 1,6-1,9 kHz (ab 100 dB) auf.<br />

110 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

teufel S1000FCR<br />

Pegel- & Klirrverlauf<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

51


Digital­Quellen › netzwerkPlayer<br />

format beruht. Nur Kennern dürfte auffallen,<br />

dass die Frontplatte nicht wie bisher<br />

mit weichen Radien, sondern nun<br />

mit klaren Kanten ausgeschnitten ist –<br />

ein Facelift, der alle zukünftigen <strong>Box</strong>­<br />

Modelle betrifft, wobei es in der Übergangszeit<br />

und auf Anfrage auch noch<br />

Geräte im alten Styling geben soll.<br />

Das Herz jedes Netzwerkplayers ist das<br />

Streaming­Board, also jene Kombination<br />

aus Chipsatz und Betriebssystem, das<br />

die Daten auf Netzwerkfestplatten, Internet­Radioservern,<br />

iPods oder USB­<br />

Speichersticks für den Nutzer sicht­ und<br />

auswählbar macht, die gewünschte Musik<br />

über die jeweilige Datenschnittstelle<br />

anfordert, entpackt und schließlich als<br />

einheitlichen Bitstrom der Wandlerabteitest<br />

Netzwerkplayer mit integriertem<br />

WLAN und zwei USB-Anschlüssen.<br />

Pro-Ject Stream <strong>Box</strong> DS 735 €<br />

Musik-<strong>Box</strong><br />

<strong>Die</strong> „<strong>Box</strong> Design“-Elektronikserie von Pro-Ject bringt immer anspruchsvollere Produkte hervor.<br />

Jüngste Kreation der Wiener: <strong>Die</strong> stream <strong>Box</strong> Ds, ein puristischer, aber vollwertiger Netzwerkplayer.<br />

■ Text: Bernhard Rietschel<br />

Es fing alles ganz harmlos an in den<br />

frühen 90er Jahren: Heinz Lichtenegger<br />

hatte gerade mit dem legendären<br />

Pro­Ject 1 die Vinyl­Konterrevolution<br />

ausgelöst. Mitten in der Blütezeit<br />

des Digitalismus kamen seine tschechischen<br />

Lieferanten kaum mit dem<br />

Plattenspielerbauen nach. In direkter<br />

Konsequenz explodierte auch die Nachfrage<br />

nach passenden Phono­Vorverstärkern<br />

– das erste „<strong>Box</strong>“­Produkt war<br />

folglich ein minimalistisches, preiswertes,<br />

aber verblüffend gut klingendes<br />

Preamp­Kästchen für Magnetsysteme.<br />

<strong>Die</strong> Phono <strong>Box</strong> und ihre frühen Geschwister<br />

liefen noch als Zubehör neben<br />

dem Plattenspielergeschäft her. Mittlerweile<br />

ist die Elektroniklinie zur weit ver­<br />

52 www.audio.de ›11 /2011<br />

zeigten Großfamilie angewachsen, die<br />

mit dem Plattenspieler­Zweig inzwischen<br />

nicht nur in der Zahl ihrer Mitglieder,<br />

sondern auch in puncto Umsatz<br />

gleichgezogen ist.<br />

kleinwüchsig & koMPetent<br />

Ein Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht<br />

in Sicht: Immer leistungsfähiger und<br />

vielseitiger werden die Mini­Komponenten<br />

der Wiener Marke. Vorläufiger Höhepunkt<br />

dieser Entwicklung ist die Stream<br />

<strong>Box</strong> DS, ein ausgewachsener Netzwerkplayer<br />

mit ebenso ausgewachsenem<br />

Preisschild. Auch das Gehäuse ist vergleichsweise<br />

groß und misst zwei Höhen­<br />

und zwei Breiteneinheiten im Pro­<br />

Ject­Raster, das auf dem kleinsten <strong>Box</strong>­


Digital-Quellen › Netzwerkplayer<br />

Source FirSt: <strong>Die</strong><br />

Streaming-Plattform ist klar<br />

die größte (und teurste)<br />

Platine im Pro-Ject-Player.<br />

Das Audio-Board sitzt links<br />

daneben, der winzige DAC versteckt<br />

sich darauf rechts vorne<br />

unter der Bandkabel-Brücke.<br />

Fotos: Archiv, MPS, B. Rietschel<br />

lung des Players zuführt. Kaum ein Hersteller<br />

kann diese komplexe Baugruppe<br />

selber entwickeln und programmieren,<br />

was zu einer ähnlichen Situation wie bei<br />

den CD-Spielern führt: Wie einst das<br />

Laufwerk kauft man nun das Streaming-<br />

Frontend zu und baut den Player drumherum.<br />

Bei der Auswahl des Zulieferers musste<br />

Heinz Lichtenegger nicht mal seine Heimat<br />

verlassen – sitzt doch ausgerechnet<br />

in Wien, wo auch Pro-Ject residiert, mit<br />

Stream Unlimited einer der weltbesten<br />

Streamingspezialisten. So ließ sich die<br />

Forderung nach dem optimalen „Laufwerk“<br />

perfekt mit dem bewährten Pro-<br />

Ject-Prinzip vereinen, Entwicklung und<br />

Produktion möglichst lokal in Österreich<br />

und dem benachbarten Tschechien anzusiedeln.<br />

Stream700 heißt die Gastspieler-Platine<br />

in der Stream <strong>Box</strong>, sie kommt fix und<br />

fertig samt strahlendem,<br />

fein auflösendem<br />

TFT-<br />

Monitor, der die<br />

Menüs, Titel- oder<br />

Senderlisten, Angaben<br />

über die<br />

aktuell spielende<br />

Musik und auch –<br />

falls vom Server<br />

ausgegeben – das<br />

Albumcover anzeigt.<br />

Der Screen bleibt entweder nonstop<br />

an, oder er fällt nach einem einstell-<br />

baren Zeitintervall automatisch in einen<br />

Schlafzustand. Besonders sensible Hörer<br />

werden womöglich einen Unterschied<br />

hören, einen Hauch mehr Klarheit<br />

und Ruhe,<br />

wenn der Schirm<br />

aus ist. <strong>Die</strong>selben<br />

werden es auch<br />

sein, die instinktiv<br />

dem mitgelieferten<br />

Steckernetzteil<br />

misstrauen<br />

und nach einer<br />

stabiler geregelten,<br />

rausch- und<br />

störärmeren Quelle<br />

für jene 9 Volt Gleichstrom Ausschau<br />

halten, die das Gerät benötigt.<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

53


Digital-Quellen › NetzweRKpLAyeR<br />

<strong>Die</strong> Project-eigene Wandler- und Ausgangsplatine<br />

dürfte in der Strombilanz<br />

allerdings kaum einen Anteil haben – sie<br />

an Minimalismus zu überbieten hätte<br />

bedeutet, entweder den analogen oder<br />

den digitalen (Koax-) Ausgang vollends<br />

wegzulassen. Ähnlich wie schon im Denon<br />

DNP-720AE<br />

dient ein einziger<br />

Chip als kombinierte<br />

Wandler-,<br />

Analogfilter- und<br />

Ausgangsstufe.<br />

Hier ist es ein<br />

CS4344 von Cirrus<br />

Logic – ein<br />

winziger Zehnfüßer,<br />

den nur ein<br />

paar Zentimeter<br />

Leiterbahn, ein Mute-Relais und zwei<br />

kleine Kondensatoren zum Abblocken<br />

allfälliger Gleichspannungsanteile von<br />

den Ausgangsbuchsen trennen.<br />

So schnell der<br />

technische Aufbau<br />

beschrieben<br />

ist, so schwer<br />

fällt die klangliche<br />

Charakterisierung<br />

der<br />

Stream <strong>Box</strong>: Sie<br />

entfaltet ihre<br />

stärksten Qualitäten<br />

immer<br />

dann, wenn man<br />

nicht genau aufpasst, wenn man vom<br />

Testen und Analysieren ins Musikhören<br />

verfällt – und das passierte hier auffallend<br />

häufig. Will man in platten HiFi-Termini<br />

beschreiben, wie die Stream <strong>Box</strong><br />

klingt, kommt etwas heraus wie „an den<br />

Frequenzextremen, besonders im Bass<br />

etwas zurückhaltend, klare Mitten, dabei<br />

insgesamt sehr unaufdringlich und<br />

zurückhaltend“. Das war aber nicht der<br />

wirkliche Grund, warum die Alben vom<br />

<strong>AUDIO</strong>-Hörraumserver auf dem Pro-<br />

Ject stets überdurchschnittlich lange liefen<br />

und der Tester sich zum Umschalten<br />

auf einen Vergleichsplayer fast schon<br />

zwingen musste.<br />

Das Besondere an<br />

der Stream <strong>Box</strong> ist<br />

ihre Ehrlichkeit, eine<br />

bemerkenswerte<br />

Freiheit von<br />

übertriebenem Hi-<br />

Fi-Ehrgeiz und Effektsucht.<br />

Beim<br />

ersten, vielleicht<br />

hastigen Reinhören<br />

läuft man Gefahr,<br />

ihre zarte Stimme zu überhören –<br />

nicht zuletzt auch wegen ihrer mit 0,8<br />

Volt (siehe Messlabor) sehr niedrigen<br />

Ausgangsspannung. Nach exaktem Pegelausgleich<br />

sieht<br />

es anders aus: Nun<br />

klingt es gleich laut,<br />

aber im besten Sinne<br />

immer noch nicht<br />

nach HiFi – dafür beginnt<br />

die Musik, etwa<br />

der afrikanische<br />

Blues „Fantang“<br />

von Malick Pathé<br />

Sow („Maayo<br />

Men“) zu leuchten.<br />

Kora, Hoddu, diverse andere merkwürdige<br />

Instrumente aus dem Senegal,<br />

Sows lyrischer Gesang und die elegante<br />

Rhythmussektion ordnen sich zu einem<br />

majestätisch-edlen Klangfluss den LP-<br />

Fans ruhig als „analog“ bezeichnen dürfen.<br />

Ein naheliegendes Vergleichsgerät war<br />

der ebenfalls auf dem Stream700-Frontend<br />

basierende Musical Fidelity M1<br />

CLIC, dessen aufwendigere Wandlersektion<br />

im Bass deutlich mehr Druck<br />

machte und die virtuelle Bühne breiter in<br />

den Hörraum zimmerte. Was nichts daran<br />

änderte, dass Stimmen und Saiten<br />

über den Project zugänglicher und noch<br />

feiner moduliert schienen. Wie immer<br />

erleichterte die Vorstufe Ayre K-5XE mit<br />

StecKBRIeF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

maße B x H x t<br />

Gewicht<br />

Pro-Ject<br />

Stream <strong>Box</strong><br />

atr<br />

0208 / 882 660<br />

audiotra.de<br />

735 euro<br />

2 Jahre<br />

20,6 x 7,2 x 19,4 cm<br />

2,6 kg<br />

anschlüsse<br />

Laufwerk CD/DVD/BD – / – /–<br />

analog In/out<br />

– / 1 Cinch<br />

USB<br />

2x (Host + iPod)<br />

Digital In koax/optisch – / –<br />

Digital out Koax/optisch 1 / –<br />

Netzwerk<br />

WLaN, LaN<br />

Funktionen<br />

Display / oSD • (tFt)/ –<br />

Coveranzeige<br />

•<br />

radio Fm/DaB – / –<br />

Internetradio/anbieter • / vtuner<br />

Formate<br />

FLaC, WaV, mP3, aaC, ogg<br />

benötigter Server UPnP<br />

Gapless<br />

•<br />

Steuerung via app<br />

überträgt kpl. Playlist<br />

max. auflösung bit/kHz.<br />

• (PlugPlayer)<br />

–<br />

24/192 Streaming+USB<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

ÅSubtiler, ausgewogener,<br />

„analog“ wirkender Klang.<br />

ÍKein schneller Vorlauf,<br />

noch kein eigenes<br />

Steuerungs-app.<br />

Klang lossless 103<br />

Bedienung<br />

sehr gut<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

klangurteil<br />

Preis/leistung<br />

103 Punkte<br />

überragend<br />

MeSSLABOR<br />

Im Frequenzgang (1) zeigt sich ein minimaler<br />

Bassabfall – nur ein halbes dB bei 20Hz,<br />

aber erfahrungsgemäß klingen solche<br />

Geräte oft tatsächlich etwas schlank. Bei<br />

HD-Material reicht die Wiedergabe ohne<br />

deutliche Begrenzung bis über 90kHz. Ausgangswiderstand<br />

(584Ω) und Störabstand<br />

(93dB) sind nur durchschnittlich, klanglich<br />

aber meist folgenlos. Der Jitter ist mit<br />

1440ps insgesamt etwas hoch, das Spektrum<br />

(2) wirkt trotzdem recht sauber.<br />

54 www.audio.de ›11 /2011


Digital-Quellen › NEtzWERKPlayER<br />

Fazit<br />

Bernhard Rietschel<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />

Full MEtal JacKEt: Der dicke, umlaufende Gehäusemantel macht den Pro-Ject stabil<br />

wie eine Geldkassette. Ethernet, WLAN und USB sitzen links, die Ausgänge rechts.<br />

ihrer reproduzierbar in Ein-dB-Schritten<br />

wirkenden Lautstärkeregelung diesen<br />

und andere Vergleiche. Als Endstufe<br />

spielte die dazu passende Ayre V-5XE,<br />

über ganz normale Lautsprecherkabel<br />

verbunden mit den durch Dauer-Testeinsatz<br />

optisch etwas mitgenommenen,<br />

aber immer noch hervorragend klingenden<br />

Paar KEF Reference 207/2.<br />

Sieht man von den zusätzlichen Analogund<br />

Digitaleingängen des CLIC ab, die<br />

der Stream <strong>Box</strong> fehlen, glichen sich die<br />

Player im Praxisverhalten wie ein Ei dem<br />

anderen. Beide schlucken also auch<br />

hochauflösende Musikdateien bis 24bit/<br />

192kHz und spielen durchgehende Liveoder<br />

Konzeptalben unterbrechungsfrei<br />

ab. Sie erschließen einen per USB angeschlossenen<br />

iPod als zusätzliche, fernsteuerbare<br />

Digital-Musikquelle, bieten<br />

eine schwindelerregende Auswahl von<br />

Internetradio-Sendern samt Volltext-<br />

Suchfunktion und ziehen sich Software-<br />

Updates ohne großes Theater übers<br />

Web. <strong>Die</strong> Wiener haben also gut daran<br />

getan, nicht in die Ferne zu schweifen.<br />

_06NF5_Bose_Audio_11_11_Companion.pdf;S: 1;Format:(210.36 x 137.45 mm);23. Sep 2011 13:37:15<br />

<strong>Die</strong> Entwickler der Stream <strong>Box</strong><br />

haben dem Netzwerkbereich offenbar<br />

oberste Priorität gegeben<br />

und mit dem, was an Budget übrigblieb,<br />

eine minimalistische,<br />

aber hervorragend funktionierende<br />

audioplatine gebaut. Das Resultat<br />

ist ein Player, der dank Gapless-<br />

und HD-Fähigkeit wirklich jedes<br />

album in jeder verfügbaren<br />

auflösung überzeugend spielt,<br />

und dessen Klang nahelegt, dass<br />

die alte „Quelle zuerst“-Konstruktionsprinzip<br />

auch bei Netzwerkplayern<br />

gilt. Besser als in der<br />

Stream <strong>Box</strong> dürfte der hier verwendete<br />

Wandlerchip jedenfalls<br />

noch nie geklungen haben.<br />

Genießen Sie Bose Spitzenklang<br />

mit Ihrem Computer.<br />

Überall im Raum.<br />

NEU Companion ® 20<br />

Multimedia Speaker System<br />

Unser leistungsstärkstes Multimedia Speaker System mit nur zwei<br />

Lautsprechern bietet Ihnen raumfüllenden, naturgetreuen Klang –<br />

nicht nur am Computer, sondern überall im Raum.<br />

Erleben Sie den entscheidenden Unterschied. Fragen Sie nach einer Vorführung!<br />

Produktinfo, Händlernachweis: ✆(08 00) 2673111(gebührenfrei)<br />

Internet: www.bose.de oder besuchen Sie den Bose Fachhändler in Ihrer Nähe.<br />

Kennziffer:11ACAUD041


Lautsprecher › StanDbox für röhrenamPS<br />

Party-time<br />

Keine Frage – diese <strong>Box</strong> ist riesig. So riesig wie der Spaß, den sie vor allem Röhrenfans<br />

bringt: Kein 1600-Euro-Lautsprecher – und auch nur wenige teurere – kann aus<br />

einer Handvoll Röhrenwatt so viel Dynamik erzeugen wie die Dynavox impulse V.<br />

■ Text: Bernhard Rietschel<br />

56 www.audio.de ›11 /2011


Lautsprecher › stAndbox für röhrenAmPs<br />

Fotos: Archiv, MPS, Patrizia Tilly – Shutterstock.com<br />

Wenn <strong>AUDIO</strong> günstige Röhrenverstärker<br />

testet, sind die Tester<br />

stets hin- und hergerissen:<br />

Nahezu göttlich erhabener, den Transistor-Kollegen<br />

allemal weit überlegener<br />

Klang liegt im gleichen Gerät oft nur eine<br />

Fußbreit neben hohl hallenden, von<br />

Hochton-Klirrschwaden vernebelten Abgründen.<br />

Zwischen Höhenflug und Absturz<br />

entscheidet praktisch ausschließlich<br />

der Lautsprecher, weshalb <strong>AUDIO</strong><br />

solche Tests stets mit entsprechenden<br />

Empfehlungen garniert. Gezielt auf die<br />

Ansprüche von Röhrenamps optimierte<br />

<strong>Box</strong>en gibt es jedoch kaum, und in erschwinglichen<br />

Preisklassen eigentlich<br />

gar nicht. Bis jetzt jedenfalls.<br />

Unter dem seit Jahren anhaltenden<br />

Trend, einst stattliche HiFi-<strong>Box</strong>en – offenbar<br />

durch Einkreuzen von Bleistiften<br />

– in die Form kippeliger Hungerhaken zu<br />

züchten, verödet der Lautsprechermarkt<br />

aus Sicht des Kleinleistungs-Amps zu<br />

Feindesland. Denn bei dem Schrumpfungsprozess<br />

bleibt die Effizienz auf<br />

dem Spiel: Je dürrer der Speaker, desto<br />

mehr nähert sich sein Wirkungsgrad<br />

dem einer Federkernmatratze.<br />

Mit der Impulse-Serie folgt Dynavox einem<br />

ganz anderen Ansatz, der physika-<br />

lisch nur vernünftig ist, neben den<br />

schlanken Konsens-Stengeln aber radikal<br />

wirkt: Statt einer Ansammlung hochgezüchteter<br />

Klein-Chassis beschäftigt<br />

die <strong>Box</strong> derbe Arbeitstiere aus dem Profibereich,<br />

setzt ganz klassisch auf Gehäusevolumen,<br />

Membranfläche, Horn-<br />

Schallführung und sogar die Unterstützung<br />

der Hörraum-Rückwand, um aus<br />

jedem Watt das absolute Maximum an<br />

Schalldruck herauszuholen. Zum Teufel<br />

mit dem Lifestyle: Eine Impulse übersieht<br />

und überhört man nicht.<br />

Das Herz der Impulse V ist ein Breitband-<br />

Treiber des amerikanischen Herstellers<br />

Eminence mit 32cm Korbdurchmesser,<br />

Pappmembran, Gewebesicke, Hochtonkonus<br />

– ganz Old School. Wirklich als<br />

Vollbereichswandler geeignet ist er aber<br />

nur für Instrumentenverstärker oder vielleicht<br />

kleine Bühnenmonitore. In der Impulse<br />

V wird er schon deutlich vor dem<br />

Ende seines nominellen Frequenzgangs<br />

(Eminence gibt 8kHz an) von einem<br />

Hochton-Horn unterstützt und nach einem<br />

ungewöhnlich breiten Überlappungsbreich<br />

schließlich ganz abgelöst.<br />

Auch der Horntreiber kommt aus gutem<br />

Haus, nämlich vom brasilianischen Hersteller<br />

Selenium.<br />

Entwickler Frank Blöhbaum holt aus<br />

dem Rohmaterial mit einer raffinierten<br />

Weiche, einem mächtigen Gehäuse und<br />

einer ungewöhnlichen Bassabstimmung<br />

nicht nur sehr hohen Wirkungsgrad, sondern<br />

hält die Impedanz der <strong>Box</strong> bis 10<br />

Kilohertz über der 9-Ohm-Linie – günstige<br />

Bedingungen selbst für instabile Eintakt-Verstärker<br />

der ganz alten Schule.<br />

Um im Bass richtig tief runterzukommen,<br />

spielt die <strong>Box</strong> gezielt mit der Akustik;<br />

sie kann und sollte direkt vor der<br />

Wand stehen und beschallte aus dieser<br />

Position auch den <strong>AUDIO</strong>-Hörraum.<br />

<strong>Die</strong> größere Hörentfernung hinderte die<br />

<strong>Box</strong> freilich nicht daran, unmittelbarer,<br />

packender und livehaftiger zu spielen als<br />

so ziemlich jede andere <strong>Box</strong> diesseits<br />

der 2000-Euro-Grenze – allerdings nur in<br />

Verbindung mit Röhrenamps. Zu Beginn<br />

des Tests machten die Redakteure den<br />

Fehler, eine (teure!) Transistorkombi an<br />

die Impulse V anzuschließen, und ernteten<br />

fahle, bassarme, insgesamt lustlose<br />

Klänge. <strong>Die</strong> furiose Verwandlung, die<br />

die <strong>Box</strong> nach Anschluss des preiswerten<br />

Lyric Ti-60 (1200 Euro, Heft 6/10)<br />

durchmachte, übertraf selbst optimistische<br />

Erwartungen: Satt, singend und realistisch<br />

präzise füllte der Bass bei „Se-<br />

Aus der Pro-Abteilung: Der Eminence Beta 12LTA (links) verträgt dank 50mm-Schwingspule und belüftetem Magnetsystem problemlos<br />

über 200 Watt. Der Kompressionstreiber Selenium D220 (rechts) mit Titanmembran und Einzoll-Mündung arbeitet auf ein Exponentialhorn.<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

57


Lautsprecher › StAnDBOx FüR RöhREnAMPS<br />

RAUM UnD<br />

AUFStELLUnG<br />

Raumgröße<br />

K M<br />

Akustik<br />

t<br />

A<br />

Aufstellung<br />

W<br />

D<br />

G<br />

h<br />

F<br />

Genau auf den Hörer<br />

richten, und wandnah<br />

stellen. Hörabstand ruhig<br />

etwas größer, ab 2,5 Meter.<br />

<strong>Die</strong> Aufschlüsselung der symbole finden sie<br />

auf seite 148<br />

AnPASSUnGSFähiG: <strong>Die</strong> großzügig bestückte Weiche besitzt<br />

pegelschalter für „Bass“ (tatsächlich wirkt dieser in den mitten) und „Treble“.<br />

<strong>Die</strong> soliden Terminals reichen von der Alublende bis direkt auf die leiterplatte.<br />

ver“ von Karate (vom jazzig-schwebenden<br />

Rock-Meisterwerk „Unsolved“),<br />

den Hörraum. Jeder Schlagzeug-Akzent<br />

– fein glänzende Becken, pochende Bassdrum<br />

und eine explosive Snare – bekam<br />

eigenen Erlebniswert, der sich nahezu<br />

beliebig steigern ließ: Mit jedem Dreh<br />

am Volume-Knopf wurde der Hör- noch<br />

mehr zum Proberaum, schienen Drumkit,<br />

Bass- und Gitarrenverstärker wahrhaftiger<br />

zu pulsieren, zu vibrieren, den<br />

Raum mit ihrer spezifischen Energie zu<br />

fluten. Grenzen? Selbst mit dem Ti-60<br />

(und erst recht mit dem etwas teureren<br />

T.A.C. K35, der sich für einen zukünftigen<br />

Test warmlief) nicht wirklich. Für<br />

normale Wohnungen steckt schon in<br />

dieser Kombi weit mehr Dynamik, als<br />

man je brauchen dürfte.<br />

Berechtigte Einwände hatten nur die<br />

Klassikhörer in der Redaktion: Der Mittelton<br />

war nicht hundertprozentig neutral<br />

und ließ vor allem Stimmen mitunter<br />

etwas eingeschlossen erscheinen. Auch<br />

gibt es <strong>Box</strong>en – widerum primär aus<br />

Sicht der Klassiker –, die bei ähnlichem<br />

Wirkungsgrad konturenschärfer abbilden<br />

als die in großem Maßstab, aber<br />

leicht diffus zeichnende Dynavox. Andererseits<br />

profitierte auch Klassik vom weiten,<br />

mühelosen Dynamikspielraum –<br />

dem Markenzeichen dieser bemerkenswerten<br />

<strong>Box</strong>.<br />

FAzit<br />

Bernhard Rietschel<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />

Wer einen wandnahen Platz für die<br />

impulse V findet, kommt mit einem<br />

preiswerten Röhrenamp und<br />

einer guten Quelle (wir haben den<br />

Linn Sneaky verwendet) zu einer<br />

Kette, die in Größenmaßstab und<br />

Dynamik mühelos mit mehrfach<br />

teureren Anlagen mithält. Geben<br />

Sie der Riesenbox eine Chance –<br />

eine Rock- oder Funkplatte später<br />

werden Sie eventuelle Einrichtungs-Bedenken<br />

vergessen haben.<br />

StECKBRiEF<br />

emPfehlung<br />

Dynavox<br />

RöHReNFReUNDlIcH<br />

ImpUlse V<br />

Vertrieb<br />

sintron<br />

0 72 29 / 18 29 98<br />

www.<br />

dynavox-audio.de<br />

listenpreis (paar) 1600 euro<br />

Garantiezeit<br />

5 Jahre<br />

maße B x H x T 36,5 x 144,5 x 29,5 cm<br />

Gewicht<br />

45 kg<br />

Furnier/Folie/lack – / • / •<br />

Farben<br />

Kirsche, Buche hell; jeweils<br />

mit Hochglanzfront schwarz<br />

Arbeitsprinzipien 2-Wege Transmissionline ,<br />

Hochtonhorn<br />

Raumanpassung • (Pegelschalter Mitten/Höhen)<br />

Besonderheiten –<br />

AUDiOGRAMM<br />

Neutralität (2x) 65<br />

Detailtreue (2x) 90<br />

Ortbarkeit 75<br />

Räumlichkeit 85<br />

Feindynamik 95<br />

maximalpegel 95<br />

Bassqualität 85<br />

Basstiefe 80<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

klanguRteil<br />

PReis/leistung<br />

ÅWirkungsgradstark und<br />

hoch ohmig, für Röhren optimiert,<br />

enorme Dynamik.<br />

ÍStimmen können etwas<br />

verschnupft wirken.<br />

83 Punkte<br />

sehR gut<br />

MESSLABOR<br />

Mit einer AK von 41 gehört die Dynavox<br />

zu den verstärkerfreundlichsten <strong>Box</strong>en in<br />

der <strong>AUDIO</strong>-Bestenliste. Da sie zugleich<br />

klirrarm (2) und belastbar ist, resultiert<br />

ein unverzerrter Maximalpegel von über<br />

111dB – in der Praxis eher noch einige<br />

dB mehr. Der Frequenzgang (1) zeigt einen<br />

merklichen Hochtonabfall und horntypische<br />

Richtwirkung. Der Bass ist für<br />

wandnahe Aufstellung abgestimmt.<br />

1 2<br />

Dynavox Impuls V<br />

Frequenzgang<br />

100 dB<br />

axial 10*hoch 30*seitl.<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />

Dynavox Impuls V<br />

Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

58 www.audio.de ›11 /2011


Lautsprecher › Kabellose aKtiv-boxen<br />

Grenzenlos<br />

Das kabellose Musik-System „Your World” von Canton wird durch<br />

eine kleine, unscheinbare Schnittstelle zum vielseitig einsetzbaren<br />

Multi-Room-Paket. Der Fantasie sind nun keine Grenzen mehr<br />

gesetzt, sich seine eigene Klang-Welt zu erschaffen.<br />

■ Text: Alexandros Mitropoulos<br />

Wer früher, in den 80er oder<br />

auch 90er Jahren, möglichst<br />

viele Räume in seinem Zuhause<br />

aus einer Quelle mit Musik beschallen<br />

wollte, musste dazu nicht nur<br />

ziemlich tief in die Tasche, sondern auch<br />

noch furchtbar in die Architektur eingreifen,<br />

kilometerlange Strippen ziehen und<br />

monströse Racks voller blinkender Elektronik<br />

mit dem Charme einer Serverfarm<br />

erdulden. Und wehe, auch nur ein<br />

Detail des komplizierten Aufbaus wurde<br />

verändert – dann blieb die Musik stunden-,<br />

ja tagelang stumm, bis der Fehler<br />

endlich gefunden war.<br />

Glücklicherweise haben wir das hinter<br />

uns und es gibt sehr viel einfachere<br />

Möglichkeiten, sein trautes Heim mit<br />

Musik zu beschallen. Pünktlich zur IFA in<br />

Berlin präsentierte Canton ein neues<br />

modulares Funklautsprecher-System<br />

namens „Your World”. <strong>Die</strong> einzelnen<br />

Komponenten der Produktlinie sind frei<br />

untereinander kombinierbar und über eine<br />

robuste Digital-Übertragung miteinander<br />

verbunden. So kann sich jeder –<br />

so die Idee dahinter – sein persönliches<br />

Multi-Room-Set zusammenstellen. Lästiger<br />

Kabel-Salat, mehrtägige Installationen<br />

und verschandelte Wohnräume gehören<br />

damit der Vergangenheit an.<br />

Der Clou: In einem „Your World” -System<br />

können mehrere Sender und Empfänger<br />

gleichzeitig arbeiten. Sie lassen<br />

sich unabhängig betreiben oder zu Gruppen<br />

zusammenschalten. Perfekt also einerseits<br />

für die Party, wenn in jedem<br />

Raum der selbe Song laufen soll, aber<br />

andererseits auch für die individuelle<br />

Musikversorgung einzelner Räume.<br />

Als Sender stehen „Your Stick” und<br />

„Your Dock” zur Verfügung, wobei die<br />

Namensgebung schon den Hinweis auf<br />

das Einsatzgebiet gibt. Im Normalfall<br />

wird der USB-Stick als Dongle am PC<br />

angeschlossen und am Dock ein iPod/<br />

iPhone seinen Platz finden. Das funktioniert<br />

auch wunderbar und ohne Probleme.<br />

Aber das eigentliche Potenzial<br />

steckt im zusätzlichen Mini-Klinken-Eingang<br />

der beiden Sender: analoge Signale<br />

wie etwa von einem Mp3-Player oder<br />

einer Stereo-Anlage werden digitalisert<br />

und finden so ihren Weg per Funk zum<br />

Empfänger.<br />

Liegt übrigens ein Signal am analogen<br />

Eingang an, hat es Vorrang und das USB-<br />

Fotos: Archiv, Phecsone – Shutterstock.com<br />

60<br />

www.audio.de ›11 /2011


Lautsprecher › kabellose akTiv-boxen<br />

TesT<br />

Drahtloses HiFi-Musiksystem<br />

canton your world / your duo 500 €<br />

bzw. iPod-Signal wird kurzerhand ignoriert.<br />

Das Dock verfügt über ein eigenes<br />

Netzteil; der Dongle benötigt einen USB-<br />

Steckplatz, der ihn mit den 5V Betriebsspannung<br />

versorgt. Glücklicherweise<br />

herrscht an USB-Schnittstellen kein<br />

Mangel. Bei vielen AV-Receivern, Fernsehern<br />

und Media-Servern gehören sie<br />

mittlerweile zur Basis-Ausstattung. Einfach<br />

dort den Stick einstecken, mit einem<br />

Klinke-auf-Cinch-Kabel an die Analog-Ausgänge<br />

der gewünschten Quelle<br />

anschließen und schon findet das Signal<br />

seinen Weg zu den Canton-Empfängern.<br />

Ohne USB-Buchse in Reichweite kann<br />

man das ganze natürlich auch mit dem<br />

Dock bewerkstelligen.<br />

Man merkt bereits: der Phantasie sind,<br />

was die Kombinationsmöglichkeiten angeht,<br />

kaum Grenzen gesetzt. Das bringt<br />

auch eine gewisse Experimentierfreude<br />

mit sich, da man ständig auf neue Ideen<br />

kommt, wie man die „Your Duo”-<strong>Box</strong>en<br />

noch mit Musik füttern könnte. Hat man<br />

ein Startpaket mit nur einem Sender gekauft,<br />

kann man weitere Docks oder<br />

Sticks natürlich jederzeit nachkaufen –<br />

149 beziehungsweise 100 Euro kostet<br />

es, wenn ein weiterer Sender „yours“<br />

werden soll. Als potenzielle Empfänger<br />

stehen zur Zeit nur unsere Testkandidaten<br />

„Your Duo” zur Verfügung: Ein vollaktives<br />

und äußerst elegantes <strong>Box</strong>enpaar,<br />

das mit einer Leistung von jeweils<br />

50 Watt, verteilt auf eine Bass- und eine<br />

Hochton endstufe pro <strong>Box</strong>, auch über die<br />

nötige Power verfügt, um mal richtig<br />

Gas zu geben.<br />

Anfang kommenden Jahres folgen mit<br />

„Your Solo” eine One-<strong>Box</strong>-Lösung und<br />

mit „Your Sub” noch ein Subwoofer, beide<br />

natürlich wieder per Funk erreichbar.<br />

Was die „Your World” -Idee erweitert<br />

und somit noch interessanter macht.<br />

<strong>Die</strong> Duo-<strong>Box</strong>en sind sehr gut verarbeitet<br />

und man merkt ihnen die bewährte Canton-Qualität<br />

an. <strong>Die</strong> Lackierung, wahlweise<br />

in schwarz oder weiß erhältlich,<br />

ist perfekt ausgeführt und gibt den Lautsprechern<br />

einen stimmigen Look.<br />

Das Funk-System arbeitet übrigens im<br />

2,8GHz-Band – also da, wo auch WLAN<br />

oder etwa Bluetooth funken. Es verwendet<br />

jedoch eine proprietäre Übertragungsart,<br />

die zumindest dem verbreiteten<br />

Standard-Bluetooth in Bandbreite<br />

und damit Klangqualität deutlich überle-<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

61


Lautsprecher › kabellose aktiV-boxen<br />

Verstärkung ist unterwegs: „Your Sub“ ist ein<br />

Funkwoofer, den man einfach parallel etwa zu einem Pärchen<br />

Your Duo betreiben kann. Das Your Solo ist eine One-<strong>Box</strong>-<br />

Lösung und enthält eng mit der Your Duo verwandte Technik.<br />

Mit Weihnachten wird's allerdings nichts mehr: Der<br />

Familienzuwachs wird im Frühjahr 2012 erwartet.<br />

gen ist. Ein Setup ist<br />

nicht notwendig – es<br />

sei denn, man empfin­<br />

det das Einstecken des<br />

Netzkabels und das Drücken<br />

zweier Knöpfchen bereits als Setup.<br />

Noch einfacher geht es wirklich<br />

nicht: <strong>Box</strong>en in die Steckdose einstöpseln,<br />

Empfänger mit dem Sender paaren<br />

und schon kann es losgehen.<br />

Egal ob in der Küche, im Schlafzimmer<br />

oder im Keller – üppige 20 Meter kann<br />

der Signalweg betragen. Wer über ein<br />

riesiges Haus oder extrem funk­unfreundliche<br />

Architektur verfügt (etwa<br />

feuchte Stahl­<br />

beton­<br />

Messlabor<br />

Der Verlauf des Frequenzgangs (unten, links) ist fast kerzengerade. Eine minimale Anhebung<br />

bei etwa 150 Hz und bei 16 kHz ist zu erkennen. Der Klirrverlauf (unten, rechts)<br />

ist bis 90 dB sehr gut. Ein intelligenter Limiter begrenzt bei darüber liegenden Pegeln<br />

zunächst selektiv den Bass.<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

Canton your_Duo<br />

Frequenzgang<br />

axial 10*hoch 30*seitl. axial mit Grill<br />

50 dB<br />

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />

Bunkerwände),<br />

soll<br />

nicht aus der „Your World“<br />

ausgeschlossen<br />

bleiben:<br />

Canton plant bereits spezielle, entsprechend<br />

potentere Funk­Repeater, die<br />

natürlich wiederum spannende Zusatzfunktionen<br />

mitbringen werden.<br />

Insgesamt lassen sich bis zu drei Sender<br />

in ein gemeinsames System einbinden.<br />

Über die mitgelieferte Fernbedienung<br />

wählt man einfach aus, was man womit<br />

koppeln will. Um den Überblick zu behalten<br />

hat Canton die drei zu Verfügung stehenden<br />

Funk­Kanäle mit unterschiedli­<br />

chen Farben versehen. An einer ge, sowohl am Dock/Stick als auch an<br />

Anzeiden<br />

<strong>Box</strong>en, wird dann der Kanal in der<br />

entsprechenden Farbe dargestellt.<br />

Vertrauensfrage<br />

Schaut man sich die zierlich anmutenden<br />

<strong>Box</strong>en­Gehäuse an, fragt man sich<br />

110 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

Canton your_Duo<br />

Pegel- & Klirrverlauf<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

zwangläufig ob<br />

die Lautsprecher<br />

überhaupt<br />

Tief genung herunter<br />

kommen<br />

können. Als ob<br />

sich die kleinen<br />

Cantons<br />

zunächst<br />

das Vertrauen des<br />

Test­Hörers<br />

verdienen<br />

müssten, sucht man dann natürlich<br />

einen extra basslastigen Einstiegs­<br />

Song heraus. Aber wie es bei solchen<br />

Vorurteilen meistens der Fall ist, bewiesen<br />

sie bei ihrer Feuertaufe das Gegenteil.<br />

Sie machten etwa bei „Groove Me”<br />

von King Floyd (What our Love needs)<br />

erstaunlicher­, aber glücklicherweise ordentlich<br />

Druck. Und das nicht etwa,<br />

schwammig oder wummerig, sondern<br />

richtig tight.<br />

Was sich aber noch viel deutlicher bemerkbar<br />

machte: Der Klang der <strong>Box</strong>en<br />

machte einfach Spaß! Einerseits neutral<br />

und ausgewogen, tönten sie dennoch<br />

auf eine lebendige Art und Weise, was<br />

zum spontanen Fuß­Wackeln verleiten<br />

wollte. Etwa beim 70s­Klassiker „Long<br />

Train Running” von den Doobie Brothers<br />

(The Captain and Me) oder beim „Voodoo<br />

Child” ­Cover von Angelique Kidjo<br />

(Oremi) wurde dies besonders deutlich.<br />

Aber nicht, dass fälschlicher Weise der<br />

Eindruck entsteht, die Cantons seien<br />

keine Allrounder. Denn auch bei Jazz,<br />

Folk oder sogar Klassik fühlten sie sich<br />

wohl. Bei Bachs Brandenburgisches<br />

Konzert Nr. 2 in F­Dur bestätigte der ausgewogene<br />

Klang der mit dem dynamischen<br />

Spiel den Allround­Charakter der<br />

kleinen Cantons. Ein äußerst homogenes<br />

Klangbild stellte sich zudem auch<br />

beim Jazz­Klassiker von Miles Davis<br />

„Miles Runs the Voodoo Down” („Bitches<br />

Brew”) ein. Sämtliche Instrumente<br />

klangen angenehm entspannt, ohne dabei<br />

unpräzise zu wirken.<br />

62<br />

www.audio.de ›11 /2011


Neu DALI ZENSOR<br />

fAzIt<br />

alexandros Mitropoulos<br />

AudIo-redakteur<br />

Your World von canton ist eine<br />

spannende Sache: Unkompliziert<br />

in der Handhabung, kann ich mir<br />

gut vorstellen, ein ganzes Haus damit<br />

zu füllen. Dabei sind bei der<br />

einbindung von anderen Hifi-Geräten<br />

keine Grenzen gesetzt, was die<br />

Sache richtig interessant macht. In<br />

diesem Preisbereich gibt es zwar<br />

viele Mitbewerber, doch die canton<br />

Your Duo sind jeden cent wert.<br />

Sie machen nämlich das, was viele<br />

ihrer Mitstreiter nicht können –<br />

richtig gut klingen.<br />

ZENSOR 1 ZENSOR 1 ZENSOR 1 ZENSOR Surround-Set<br />

StecKBRIef<br />

canton<br />

your duo<br />

Vertrieb<br />

Canton<br />

060 / 832870<br />

www.<br />

canton.de<br />

Listenpreis<br />

500 Euro<br />

Garantiezeit<br />

2 Jahre<br />

Farben<br />

Schwarz / Weiß<br />

Bauart<br />

2-Wege, aktiv<br />

ausstattung<br />

Fernbedienung<br />

•<br />

Verbindungskabel –<br />

Eingänge Analog –<br />

digital SP/dIF, uSB – / • (per Dongle drahtlos)<br />

Kopfhörerausgang –<br />

raumanpassung –<br />

Hochpassweiche –<br />

Besonderheiten Funkübertragung mit dock<br />

oder WLAN-dongle<br />

ZENSOR 1 ZENSOR 7 ZENSOR 1<br />

„Früher waralles besser? Quatsch, früher hat es so ein Lautsprecher-<br />

Juwel wie die kleine Dali Zensor gar nicht gegeben. Wer diesen<br />

Lautsprecher einmal »im Ohr hat«, ist für Qualität sensibilisiert. Und<br />

die alte Ausrede,dass man wirklich gute Lautsprecher schon gerne<br />

hätte,die sich aber nicht leisten kann, die hat mit der Dali Zensor1<br />

endgültig ausgedient.”<br />

Wilfried Kress, hifi & records 03/11<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Ausstattung<br />

Verarbeitung<br />

klangurtEIL<br />

Preis/leistung<br />

Ådruckvolle Basswiedergabe,<br />

Homogener Klang. Anbindung<br />

von analogen Signalen<br />

über dongle oder Stick.<br />

Í -<br />

sehr gut<br />

gut<br />

74 Punkte<br />

sehr gut<br />

Kontakt: DALI GmbH, Tel: 033203 - 180400, kontakt@dali.dk | www.dali-speakers.com<br />

facebook.com/DALI.loudspeakers


Lautsprecher › DsP-<strong>Box</strong>en-set<br />

test<br />

Per DSP unterstützte PC-<strong>Box</strong>en<br />

XTZ MH-800 450 €<br />

völlig losgelöst<br />

Wäre es nicht eine feine Sache, wenn man Lautsprecher einfach per<br />

Knopfdruck auf die Akustik ihres Aufstellungsortes anpassen<br />

könnte? XTZ verfolgt mit ihren neuen DSP-gestützten PC-Lautsprechern<br />

MH-800 dieses Konzept. Das Ergebnis kann sich hören lassen.<br />

■ Text: Alexandros Mitropoulos<br />

64<br />

www.audio.de ›11 /2011


Lautsprecher › dSP-<strong>Box</strong>en-Set<br />

HoHe effizienz: Gerade mal so<br />

groß wie eine Streichholzschachtel ist<br />

der Schaltverstärker im unteren<br />

Platinendrittel, umgeben von den vier<br />

grauen Ausgangsfilterspulen (Pfeil).<br />

Dennoch liefert er erstaunliche<br />

Dynamik.<br />

Fotos: Archiv, Phecsone – Shutterstock.com<br />

Dass Hersteller durch die Verwendung<br />

von Digitalen Signalprozessoren<br />

(DSP) den Frequenzgang<br />

von Lautsprechern korrigieren<br />

können, ist im Grunde genommen<br />

ein alter Hut. Im Normalfall läuft es so ab,<br />

dass die Rechenchips im Verstärkermodul<br />

einer Aktivbox integriert sind oder in<br />

einem separaten, mitgelieferten Prozessor-Kästchen<br />

leben.<br />

<strong>Die</strong> Ingenieure des Schwedischen Herstellers<br />

XTZ verfolgen mit ihrem neuen<br />

Desktop-Set MH-800 jedoch ein ganz<br />

anderes Konzept. Sie kamen auf die<br />

geistreiche Idee, sich die benötigte Rechen-Power<br />

von einem Computer zu holen,<br />

der meistens sowieso schon neben<br />

dem Schreibtisch steht. Das macht Sinn,<br />

denn zum einen sind so leistungsfähigere<br />

Algorithmen realisierbar, und zum anderen<br />

kann sich der Hersteller umso<br />

mehr auf weitere wichtige Elemente seiner<br />

<strong>Box</strong> konzentrieren, zum Beispiel auf<br />

eine gute Gehäuse-Konstruktion. In der<br />

Tat ist die Verarbeitungsqualität der XTZ-<br />

Speaker bemerkenswert: <strong>Die</strong> passiven<br />

Zwei-Wege-<strong>Box</strong>en vermitteln einen extrem<br />

robusten Eindruck. In ihnen arbeiten<br />

ein 7,5cm-Breitband- und ein innen<br />

liegender, 13cm großer Tiefton-Treiber,<br />

wobei der Woofer indirekt über einen<br />

frontseitigen Schlitz abstrahlt<br />

<strong>Die</strong> zwei Lautsprecher werden von einem<br />

externen Verstärker mit Saft ver-<br />

sorgt. Auch der macht in seinem Metall-<br />

Gehäuse einen sehr stabilen Eindruck<br />

und kommt dank kühl laufender Schaltverstärker-Technik<br />

ohne lästige Lüftungsschlitze<br />

aus.<br />

Ganz nach dem Motto „weniger ist<br />

mehr” wird der Frequenzgang der Lautsprecher<br />

also ausschließlich rechnerbasiert<br />

korrigiert: <strong>Die</strong> zwei <strong>Box</strong>en sind ganz<br />

klassisch mit dem Verstärker verbunden,<br />

der seinerseits entweder digital oder<br />

analog direkt mit einem PC oder Mac in<br />

Kontakt steht. Dafür bietet der XTZ-Amp<br />

einen USB-Input und ein Pärchen Cinch-<br />

Eingänge. <strong>Die</strong> Eingangs-Quelle wählt<br />

man über den kleinen Kipp-Schalter auf<br />

der Front.<br />

Auf dem Computer selbst wird dann ein<br />

spezielles Filterprogramm installiert, das<br />

aus renommiertem Haus kommt: <strong>Die</strong><br />

schwedischen Digital-Sound-Experten<br />

Dirac haben sich mit DSP-Software für<br />

high-endige Autoanlagen – von BMW<br />

bis Bentley – einen erstklassigen Namen<br />

gemacht. Der „Dirac Audio Processor“<br />

ist speziell auf XTZ-<strong>Box</strong>en maßgeschneidert<br />

und klinkt sich zwischen das<br />

Quell-Programm und den Audio-Ausgang.<br />

Mit anderen Worten: Alle Klänge<br />

werden von dieser Software bearbeitet,<br />

bevor sie die Lautsprecher erreichen. Es<br />

spielt also keine Rolle, ob der Ton von<br />

einem Player wie iTunes oder von einem<br />

Computer-Spiel stammt. Der eigentliche<br />

Clou: Über das Dirac-Programm<br />

sind verschiedene Equaliser-Kurven auswählbar.<br />

Man kann also den Klang der<br />

<strong>Box</strong>en an die Akustik des Aufstellungsortes<br />

anpassen. Preset-Programme wie<br />

„Bass-Reduction”, „Wall”, „Loudness”<br />

und „Desk” stehen bereits zur Auswahl.<br />

Sound-zentrale: Neben dem Ausgabe-Gerät<br />

sind im Dirac-Fenster auch die<br />

verschiedenen Presets auswählbar. Folgende<br />

zehn Presets stehen zur Auswahl: Bass<br />

Reduction, Bright 1 & 2, Punch, Desk, Flat to<br />

40 & 50 Hz, Loudness, Wall und Wall Bright.<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

65


Lautsprecher › dsP-boxen-set<br />

eingestecKt: Bis auf den<br />

Kopfhörer-Ausgang auf der Vorder-<br />

Seite befinden sich alle wichtigen<br />

Anschlüsse auf der Rückseite des<br />

kleinen Verstärkers. Schön, dass<br />

man auch analoge Tonquellen über<br />

„Aux-In” einschleifen kann.<br />

<strong>Die</strong> Installation verläuft relativ problemlos<br />

– nur sollte man als Mac-User mindestens<br />

OS X 10.6 aufgespielt haben, da<br />

bei einer älteren OS-Version das Setup<br />

fehlschlägt. Korrekt installiert läuft das<br />

Programm, das sich zur Zeit übrigens<br />

noch im Beta-Stadium befindet, fortan<br />

im Hintergrund mit. Eine Möglichkeit,<br />

den Equalizer nach eigenem Gusto feinzutunen,<br />

gibt es bislang nicht.<br />

Beim ersten Start des Dirac-Programm<br />

fragt es zunächst nach den Nutzerdaten,<br />

die man bei der Registrierung von XTZ<br />

erhält. Nach der Aktivierung startet die<br />

Software – allerdings zunächst mit deaktiviertem<br />

Equalising.<br />

wie tag und nacht<br />

Nicht erschrecken: Ohne die digitale<br />

Klangoptimierung klingen die <strong>Box</strong>en<br />

schon merkwürdig. Der Aha-Effekt folgt<br />

aber prompt, wenn man mit einem Klick<br />

die Filterung einschaltet. Je nach Preset<br />

und Aufstellungsort tönen die Speaker<br />

bombastisch gut. Während des Hörtests<br />

unter realistischen Bedingungen<br />

Messlabor<br />

Links: Bei abgeschalteter Filterfunktion<br />

(schwarz) ist der Frequenzgang recht unausgewogen.<br />

„Flat to 40Hz” (dunkelrot)<br />

liefert einen sehr ausgewogenen Frequenzgang,<br />

der tatsächlich bis 40Hz hinabreicht.<br />

„Wall“ (violett) senkt den Pegel im Tiefbass<br />

etwas ab, um den Zugewinn durch eine angrenzende<br />

Wand zu kompensieren.<br />

(also direkt auf dem Schreibtisch) hatte<br />

sich als bestklingender Modus die<br />

„Desk”-Einstellung erwiesen. Problematische<br />

Frequenzen, die etwa durch Reflektionen<br />

entstehen, werden beim Processing<br />

berücksichtigt und der Klang<br />

entsprechend angepasst.<br />

Sofort gefiel der straffe Bass, der erstaunlich<br />

tief herunter ging – ohne dabei<br />

schlapp zu machen. Feinste Details waren<br />

etwa bei „Kashiwate” der japanischen<br />

Pop-Band Clammbon ( „Ten”) zu<br />

hören. Auch der All-Time Hörtest-Klassiker<br />

„Hotel California” vom gleichnamigen<br />

Album der Eagles klang beindruckend<br />

ausgewogen. Der etwas in Vergessenheit<br />

geratene Disco-Song „Funky<br />

Boogie” von John Ozilla machte über<br />

den Schweden-<strong>Box</strong>en dermaßen Spaß,<br />

dass sich im Büro regelrechte Party-<br />

Stimmung breit machen wollte. Bei Klassik<br />

wie auch bei Jazz – beispielsweise<br />

„Hunt up Wind” von Hiroshi Fukumura<br />

(Hunt up Wind) – gefiel Dank der natürlichen<br />

Stereo-Abbildung der frische und<br />

unkomprimierte Ton des XTZ-Sets.<br />

Rechts: „Flat to 50” (rot) reicht nicht ganz<br />

so tief herab wie ”Flat to 40 Hz”. Ansonsten<br />

sind beide fast identisch. Verlauf von<br />

„Desk” (grün) zeigt eine Anhebung im Bass<br />

bis 100 Hz und in den Mitten (800 - 1,5<br />

kHz). Bei „Loudness” (grau) ist die typische<br />

Anhebung im Bass und gegenüber „Flat“<br />

auch in den Höhen erkennbar.<br />

Fazit<br />

Alexandros Mitropoulos<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />

schon nicht schlecht was die<br />

schweden da mit der Mh-800 abliefern.<br />

solange man keinen uraltrechner<br />

besitzt, funktioniert die<br />

idee mit der computer-gestützten<br />

Klang-Korrektur tatsächlich gut.<br />

einige Funktionen wie user-Presets<br />

wären zwar schön, doch vielleicht<br />

wird das ja bei späteren updates<br />

implementiert, zumal die dirac-software<br />

noch eine beta-Version<br />

ist. Punkte kann das desktopset<br />

jedenfalls jetzt schon mit einer<br />

soliden Verarbeitung, aber vor allem<br />

mit seinem spitzenklang einsammeln.<br />

stecKbrieF<br />

XTZ<br />

MH-800<br />

Vertrieb<br />

Mind Audio<br />

www.<br />

www.xtz.se/uk<br />

Listenpreis<br />

450 Euro<br />

Garantiezeit<br />

2 Jahre<br />

<strong>Box</strong> B x H x T<br />

18,5 x 26,5 x 25,1 cm<br />

Farben / Oberflächen Schwarz, Weiß<br />

Bauart<br />

2-Wege, passiv<br />

AussTATTung<br />

Fernbedienung –<br />

Verbindungskabel 1,5m USB-Kabel, 2m Lautsprecher-Kabel<br />

Eingänge Analog 1x RCA<br />

Digital SP/DIF, USB – / •<br />

Kopfhörerausgang •<br />

Raumanpassung •<br />

Hochpassweiche –<br />

Besonderheiten Computer-basiertes DSP-<br />

Processing<br />

audiograMM<br />

Ausstattung<br />

Verarbeitung<br />

klAngURTEIL<br />

Preis/leisTung<br />

ÅStabile, schwere Gehäuse-<br />

Konstruktion. Sehr guter Klang.<br />

Í Keine eigenen EQ-Presets<br />

erstellbar.<br />

gut<br />

sehr gut<br />

72 PunkTe<br />

sehr guT<br />

66<br />

www.audio.de ›11 /2011


| POP | OLDIES | JAZZ | KLASSIK | auf CD, LP, SACD und Blu-ray/DVD<br />

app-solut<br />

abgedreht<br />

Mehr Konzept- als Klangkunst:<br />

Björk beschreitet mit<br />

„Biophilia“ neue Wege.<br />

Fotos: Shutterstock.com, Inez van Lamsweerde & Vinoodh Matadin / Universal<br />

<strong>Die</strong> Geschichte hinter Björks „Biophilia“<br />

ist kompliziert: <strong>Die</strong> isländische<br />

Sängerin veröffentlichte Teile<br />

des Werkes bereits im Sommer, allerdings<br />

nicht als CD, sondern als Apps<br />

für diverse Geräte aus dem Hause<br />

Apple. <strong>Die</strong> waren in ihrer Interaktivität<br />

eher etwas Verwirrendes für den Konsumenten.<br />

<strong>Die</strong> Veröffentlichung eines<br />

„normalen“ Albums ist da eine positive<br />

Nachricht. Eigentlich.<br />

Denn ohne die erstaunlichen Animationen<br />

stehen die Songs auf CD etwas<br />

nackt da. Dass die Stücke nicht<br />

nur für das iPad geschrieben wurden,<br />

sondern auch teilweise auf einem entstanden,<br />

ist durchaus erkennbar: Wo<br />

der Gesang Björks sich mit seiner erstaunt<br />

wirkenden Expressivität in den<br />

gewohnten Bahnen bewegt, läuft die<br />

Musik oft Amok: Sie wabert irgendwo<br />

zwischen Avantgarde, Downbeat<br />

und expressiver SciFi-Klassik durch<br />

schummrige Midtempo-Patterns,<br />

verweigert sich gewohnten Strukturen<br />

und basiert auf Taktgebilden,<br />

die kaum erkennbar sind. Wirkliche<br />

Wucht entwickeln dabei nur wenige<br />

Tracks, etwa „Crystalline“ oder das<br />

bescheidene „Virus“. Letzten Endes<br />

ist diese CD aber eben nur ein Teil<br />

eines größeren Gebildes und kämpft<br />

mit einer gewissen Unvollständigkeit.<br />

Jochen Overbeck<br />

✪ Tori Amos, Kate Bush, Goldfrapp<br />

pop-Cd<br />

des MoNats<br />

avaNtgarde/elektro/pop<br />

Björk<br />

Biophilia<br />

poLydor (UnIVerSaL); Cd, Lp<br />

Musik:<br />

Klang:


Musik › POP UND ROCK<br />

<strong>AUDIO</strong>PHILE POP-CDS DES MONATS<br />

TrOMPETEN-POP/JAzzPOP<br />

JOO KrAUS & TALES IN TONE ...<br />

Painting Pop (+ More Songs From ...)<br />

Edel:Content (edel:kultur); 2 CD, 2 LPs<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

klang<br />

tipp<br />

Joo Kraus ist ein Grenzgänger zwischen<br />

Jazz und Pop: ob als Krautrocker<br />

(bei der deutschen Kultband Kraan) oder<br />

als „HipJazzer“ (mit Hellmut Hattler beim<br />

Duo Tab Two). Und nach wie vor fühlt er<br />

sich pudelwohl beim Spagat zwischen<br />

Pop-Songs und Jazz-Arrangements –<br />

zuletzt beim Michael-Jackson-Tribute<br />

„Songs From Neverland“. Jacksons Tod<br />

im Juni 2009 veranlasste Kraus und sein<br />

Trio Tales In Tones (Ralf Schmid, p; Veit<br />

Hübner, b; Torsten Krill, dr), das fast fertige<br />

„Painting Pop“ zurückzustellen und<br />

stattdessen dem „King Of Pop“ nicht<br />

nur einen Song („Thriller“), sondern eine<br />

komplette Album-Hommage zu widmen<br />

(siehe <strong>AUDIO</strong> 9/2010).<br />

In den vergangenen Monaten wurde<br />

nun fleißig verfeinert und nachgefeilt –<br />

SONgwrITEr/COUNTry-POP<br />

rEbEKKA bAKKEN<br />

September<br />

Emarcy (Universal); CD, Deluxe-Digipak<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

klang<br />

tipp<br />

und es wurde das eine mit dem anderen<br />

verbunden: Das „Painting Pop“-Programm<br />

von CD 1 beinhaltet zehn Cover;<br />

CD 2 neun weitere Hits aus dem Oeuvre<br />

von Jackson. Prächtig verknüpfen Kraus<br />

und Co. die Fäden von Pop und Jazz,<br />

apart schmiegen sich Hübners Pianoläufe<br />

an die filigranen Rhythmen des Duos<br />

Hübner/Krill – und über allem leuchtet<br />

Kraus’ mal elegant-melancholischer, mal<br />

akzentuiert angeschärfter Trompetenton.<br />

Stings „Englishman In New York“ steht<br />

das ebenso gut wie Totos „Africa“ oder<br />

Peter Gabriels „Sledgehammer“. Der<br />

Klang? Sauber, trocken-bassfest, edel.<br />

Neu aus dem Jackson-Katalog kamen<br />

unter anderem „Billie Jean“, der „Earth<br />

Song“ oder „Dirty Diana“ hinzu. Produziert<br />

wurde dieses Repertoire mit nicht<br />

ganz so großem Besteck, trotz mobilem<br />

Equipment wirkt alles immer noch<br />

herrlich lebendig und knackig. Fast noch<br />

etwas präsenter und dynamischer klingt<br />

alles auf der 180-Gramm-Doppel-LP.<br />

<strong>Die</strong> Musik: melancholisch-nachdenklicher,<br />

melodiensatter Countrypop. Der<br />

Erscheinungstermin: natürlich – dem Albumtitel<br />

angemessen – im Frühherbst.<br />

Der Sound dazu: vollmundig, farbig, vielleicht<br />

ein wenig mittenbetont – aber: einfach<br />

schön! So liest sich der Steckbrief<br />

von Rebekka Bakkens „September“.<br />

In jeder Hinsicht also ist das fünfte Soloalbum<br />

der Norwegerin, die sich über<br />

die Jahre hinweg mit US-Folk-/Country-<br />

Klängen angefreundet hat, der Soundtrack<br />

für einen Herbstnachmittag. Mit<br />

Malcolm Burn (Bob Dylan, Emmylou<br />

Harris) als Produzent geht es durch neun<br />

gelassen-sinnliche Eigenkompositionen<br />

und drei Coverversionen, von denen<br />

vor allem der hier „erwachsener“ als im<br />

Original klingende Alphaville-Evergreen<br />

„Forever Young“ überrascht. <strong>Die</strong> durchaus<br />

hochkarätige Begleitband (Gail Ann<br />

Dorsay, b; Bill Dillon, git; Bill Dobrow, dr)<br />

agiert völlig uneitel. So entsteht ein musikalischer<br />

Fluss, den eine gute Anlage mit<br />

Stärken in den Disziplinen Feinzeichnung<br />

und Auflösungsvermögen harmonisch<br />

und raumfüllend zum Strömen bringt.<br />

Christof Hammer<br />

rEggAE/rOCK/SOUL<br />

SUPErHEAvy<br />

SuperHeavy<br />

Polydor (Universal); CD, Deluxe Ed., LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

rOCK/KLASSIK<br />

PETEr gAbrIEL<br />

New Blood<br />

Real World (EMI); CD, LP, DVD, Blu-ray (3D)<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

klang<br />

tip p<br />

Man könnte<br />

natürlich leicht<br />

einen Witz formulieren:<br />

Treffen<br />

sich ein Altrocker<br />

(Mick Jagger) und ein Soul-Grünschnabel (Joss Stone), ein Reggae-<br />

Star, der auch von seinem großen Namen lebt (Damien Marley) und ein Pop-<br />

Brite, der gerne Roots-Rock-Amerikaner wäre (Dave Stewart), sowie ein<br />

indischer Filmkomponist (A.R. Rahman). Und SuperHeavy mag ein Spaß für<br />

alle Beteiligten gewesen sein. Das selbst betitelte Debüt der ungewöhnlichen<br />

Supergroup belustigt aber nicht, sondern gefällt mit einem durchaus<br />

stimmigen Mix aus Reggae-Beats, Bluesrock-Gitarren, Soulgesang und<br />

Weltmusiksprengseln. Auch Vermutungen, es könnte sich hierbei um ein<br />

reines Jagger/Stewart-Ding handeln, werden dank hörbar gleichberechtigter<br />

Arbeitsteilung widerlegt. Kein Witz, sondern gute Unterhaltung. SW<br />

✪ The Rolling Stones „Undercover“, Bob Marley „Uprising“<br />

Superschwergewichte:<br />

Mick Jagger, Damian<br />

Marley, A.R. Rahman, Joss<br />

Stone und Dave Stewart.<br />

Ein 46-köpfiges<br />

Orchester begleitete<br />

Peter<br />

Gabriel auf seiner<br />

„New<br />

Blood“-Tour durch Amerika. Nun<br />

folgt die passende CD. 14 Songs<br />

von diversen Gabriel-Alben in neu<br />

arrangiertem, klassischen Mantel,<br />

opulent und intim zugleich. Bei jedem<br />

Anderen scheint das vielleicht<br />

übertrieben, zu Peter Gabriel passt<br />

es ausgezeichnet, zumal sich das<br />

Songmaterial gut für die orchestrale<br />

Bearbeitung eignet. KT<br />

✪ Bon Iver, Arcade Fire


Jägerin oder Gejagte?<br />

Bei Tori Amos weiß man<br />

das nicht so genau.<br />

Musik › POP UND ROCK<br />

KlASSIK-pOp<br />

TOrI AMOS<br />

Night Of Hunters<br />

DG (Universal); CD, LP, CD + DVD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

klang<br />

tip p<br />

pOp<br />

erASUre<br />

Tomorrow‘s World<br />

Mute (GoodToGo); CD, 2 CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

rOcK<br />

UDO lInDenberg<br />

MTV Unplugged<br />

Warner (Warner)l; CD, 2 CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Statt einer Pop-<br />

Platte veröffentlicht<br />

Tori Amos<br />

als zwölftes Studioalbum<br />

einen<br />

Liederzyklus, der sich bei klassischen<br />

Komponisten wie Franz Schubert<br />

und Frédéric Chopin bedient.<br />

Nun ist die Hinwendung zur Klassik<br />

keine Überraschung, spielte sie bei<br />

der Amerikanerin doch schon immer<br />

eine Rolle. Festzustellen ist: <strong>Die</strong><br />

Bläser und Streicher, die süffigen<br />

Arrangements, all das kleidet ihre<br />

Lieder angemessen. JO<br />

● Kate Bush, Coco Rosie<br />

Um‘s mit einem<br />

ihrer Songs zu sagen:<br />

Für ihr neues<br />

Album verdienen<br />

Erasure „A Little<br />

Respect“. Da mag Andy Bells Stimme<br />

in Tiefe gealtert sein, Vince<br />

Clarkes Gespür für Hitrefrains ihn<br />

manchmal trügen, als 80er-Nostalgiker<br />

wollen die zwei mit „Tomorrow‘s<br />

World“ aber nicht gelten. Dank des<br />

britischen Jungproduzenten Frankmusik<br />

gibt‘s bunten und knarzenden<br />

Elektro- und Disco-House statt pastellfarbenen<br />

Synthie-Pop. SW<br />

● Pet Shop Boys „Nightlife“<br />

Udo Lindenberg<br />

galt lange Zeit<br />

als eher uncool.<br />

Nach „Stark wie<br />

zwei“ (2008)<br />

folgt nun mit „MTV Unplugged“<br />

der Rehabilitation zweiter Teil: <strong>Die</strong><br />

Akustik-Show zeigt die großartig<br />

verknappte Sprache seiner Songs,<br />

sein Händchen für Melodien, die er<br />

heute mit Johnny-Cash-Lässigkeit<br />

darbietet. Auch dank der Gäste<br />

(Inga Humpe, Clueso): eine absolut<br />

unpeinliche Revue eines zwischenzeitlich<br />

verkannten Altmeisters. NT<br />

● „Stark wie zwei“<br />

SOngwrITer<br />

ADAM cOhen<br />

Like A Man<br />

Cooking Vinyl (Indigo); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

cOUnTry/rOcK<br />

KevIn cOSTner & ...<br />

From Where I Stand<br />

Ear Music (Edel); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

crOOner<br />

TOny benneTT<br />

Duets II<br />

Columbia (Sony); CD, CD + DVDt<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

prOgreSSIve MeTAl<br />

DreAM TheATer<br />

A Dramatic Turn Of Events<br />

Roadrunner (Warner); CD, CD + DVD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Jahrelang hat<br />

sich der Sohn als<br />

Musiker gegen<br />

die familiäre<br />

Verbindung zum<br />

legendären Vater Leonard Cohen<br />

gewehrt und vor fünf Jahren sogar<br />

beschlossen, sich aus dem Musikgeschäft<br />

zu verabschieden. Bis<br />

sein eigenes Kind zur Welt kam.<br />

<strong>Die</strong> zehn zarten Songs voller Fingerpicking-Gitarren,<br />

leisen Chören<br />

und echten Gefühlen sind somit gar<br />

als Fortführung des Werkes seines<br />

Vaters zu verstehen. KT<br />

● William Fitzsimmons, Iron & Wine<br />

Seit 2007 outet<br />

sich Schauspieler<br />

Kevin Costner<br />

auch als Songwriter.<br />

Damals<br />

gründete er die Band Modern West,<br />

als deren Vorsteher er solide Songs<br />

über das Amerika des kleinen Mannes<br />

schreibt. „From Where I Stand“<br />

ist das dritte Album, die Rezeptur<br />

bleibt unangetastet: Trockener<br />

AOR-Rock mit Country-Einschlag<br />

trifft auf Folk – und Costner singt<br />

und spielt mit einer, für einen Mimen,<br />

respektablen Leistung! CA<br />

● Bon Jovi, John Mellencamp<br />

Alles Standard?<br />

US-Legende Tony<br />

Bennett sorgt<br />

mit „Duets II“<br />

natürlich für<br />

gediegenes Entertainment: Mit<br />

kleinem Jazzbesteck und großem<br />

Orchester interpretieren der<br />

85-Jährige und seine Gäste (Lady<br />

Gaga, Norah Jones, Aretha Franklin)<br />

Songs aus dem „Great American<br />

Songbook“. So weit, so gewohnt.<br />

<strong>Die</strong> Sensation: das Duett mit Amy<br />

Winehouse („Body And Soul“), ihre<br />

letzte bekannte Aufnahme. SW<br />

● „Duets“, Frank Sinatra<br />

<strong>Die</strong> große Frage<br />

im Vorfeld: Wie<br />

würde sich der<br />

Weggang von<br />

Mike Portnoy<br />

musikalisch auswirken? Trotz des<br />

bezeichnenden Albumtitels sind die<br />

Änderungen nicht dramatisch: <strong>Die</strong><br />

Keyboards von Jordan Rudess bekommen<br />

mehr Platz, James LaBrie<br />

singt entspannt wie selten zuvor,<br />

Mike Mangini hat sich hörbar gut<br />

eingelebt. Viel wichtiger: Das Songwriting-Rädchen<br />

läuft trotz der Veränderung<br />

wie geschmiert. AD<br />

● „Images And Words“, James LaBrie<br />

Fotos: Frank W. Ockenfels / Universal, Victor de Mello / Deutsche Grammophon<br />

rOcK<br />

KASAbIAn<br />

Velociraptor!<br />

Columbia (Sony); CD, LP, CD + DVD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Auf ihrem vierten<br />

Album entwickeln<br />

Kasabian<br />

einen Hang zur<br />

Diversifizierung.<br />

Bedeutet: Ihrem stadiontauglichen<br />

Ladrock setzen sie nicht nur die<br />

altbekannten Big Beats zu, sondern<br />

auch eine gute Portion Psychedelic<br />

und ein bisschen Weltmusik-Tand.<br />

Meistens gut, im Opener sogar<br />

hervorragend: „Let‘s Roll Just Like<br />

We Used To“ zitiert frech die Rolling<br />

Stones und ihr „Paint It Black“,<br />

kommt damit aber durch. JO<br />

● Oasis, Muse, Chase & Status<br />

<strong>AUDIO</strong> MUSIK:<br />

SO TESTEN WIR JEDEN MONAT DIE NEuEN CDS<br />

● <strong>AUDIO</strong> Musik stellt jeden Monat die wichtigsten<br />

neuen Tonträger vor.<br />

Erfahrene Rezensenten bewerten nach den<br />

folgenden Kriterien:<br />

● Musik (Pop, Oldies, Jazz) bzw. Interpretation<br />

(Klassik): für die künstlerische Leistung<br />

● Klang für die Aufnahmequalität<br />

● Bei DVDs nach Bild, Inhalt und Klang<br />

● <strong>AUDIO</strong>-Musik-Tipp: stilistisch verwandtes<br />

Album von hoher Qualität oder Interpret mit<br />

ähnlichem Musikstil<br />

● In allen Sparten vergibt <strong>AUDIO</strong> Musik<br />

null bis fünf Ohren.<br />

Das Raster:<br />

●<br />

überragend<br />

sehr gut<br />

gut<br />

befriedigend<br />

ausreichend<br />

<strong>AUDIO</strong>-Musik-Tipp: stilistisch verwandtes<br />

Album von hoher Qualität oder Interpret<br />

mit ähnlichem Musikstil.<br />

www.audio.de › 11/2011<br />

69


Musik › POP UND ROCK<br />

GEHEIM-<br />

TIPP<br />

R‘n‘B/Soul<br />

clIff RIcHaRd<br />

Soulicious<br />

Capitol (EMI); CD, Deluxe Edition<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

aMERIcana<br />

WIlco<br />

The Whole Love<br />

dBpm / Anti (Indigo); CD, 2 CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Christof Hammer<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />

dREaM-WavE<br />

dREaMERS of<br />

THE GHETTo<br />

Enemy/Lover<br />

Temporary Residence (Cargo); CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Nach seiner<br />

letztjährigen Big-<br />

Band-Swing-<br />

Demonstration<br />

„Bold As Brass“<br />

begab sich Sir Cliff Richard erneut<br />

auf musikhistorische Spurensuche<br />

und scharte für „Soulicious“ legendäre<br />

R‘n‘B-Stars um sich. Unter der<br />

Ägide von Motown-Intimus Lamont<br />

Dozier und Ashford & Simpson entstanden<br />

15 feine Duette (u. a. mit<br />

Denise Williams, Roberta Flack und<br />

Percy Sledge), die betont klassisch<br />

gehalten sind.<br />

CA<br />

✪ Ashford & Simpson, Percy Sledge<br />

Rückblickend<br />

betrachtet war<br />

„Wilco“ (2009)<br />

doch ein schwächeres<br />

Album.<br />

Das Sextett aus Chicago ist vielleicht<br />

immer dann am besten, wenn<br />

es sich – Klangexperimente hin,<br />

ausufernde Gitarrensoli her – auf<br />

die Kraft seiner Songs verlässt.<br />

Deswegen mag man es Alt-Country,<br />

Americana oder gar Classic-Rock<br />

nennen: „The Whole Love“ ist unprätentiös,<br />

zeitlos – und erneut<br />

eines ihrer stärksten Alben. SW<br />

✪ „Being There“, The Jayhawks<br />

Brauchen keine<br />

großen Worte:<br />

Wilco.<br />

1:55 (so lange<br />

dauert das<br />

episch-wolkige<br />

Intro „Antenna“)<br />

bleiben<br />

die Dreamers<br />

Of The Ghetto nicht recht verortbar<br />

– dann aber quillt mächtig<br />

Charisma aus den Songs dieses<br />

US-Vierers. Und zwar urbanbritisches,<br />

das so gar nichts mit<br />

der Heimat der Band, dem Städtchen<br />

Bloomington im eher landwirtschaftlichen<br />

Bundesstaat<br />

Indiana zu tun hat. „A futuristic<br />

sound that mixes old U2 with The<br />

XX“, jubelte kürzlich ein amerikanisches<br />

Magazin – ein etwas<br />

hochgegriffener Vergleich, aber<br />

mit einer spannenden Band hat<br />

man es ohne Frage zu tun. Soundtechnisch<br />

betrachtet, klingt<br />

der verträumte und dunkel geschminkte<br />

Wave-Rock mit seinen<br />

subtil bis kantig-herb eingesetzten<br />

Gitarren und der eher verhaltenen<br />

Elektronik zwar mehr<br />

retrospektiv als futuristisch,<br />

doch tragen die zehn Songs von<br />

„Enemy/Lover“ noch so viele<br />

unverfälschte Independent-Gene<br />

in sich, dass man dem Quartett<br />

gerne einen Platz im CD-Regal<br />

freiräumt. Exemplarisch fokussiert<br />

sich die Leidenschaft dieser<br />

Musik im heiseren, stets kurz<br />

vorm Wegkippen befindlichen<br />

Gesang von Luke Jones – und<br />

wo entfernt verwandte Acts wie<br />

die White Lies bisweilen arg penetrant<br />

nach Hitparadenpräsenz<br />

und Stadionrock-Aura schielen,<br />

agiert dieses Quartett durchweg<br />

eindringlich, aber unprätentiös.<br />

✪ White Lies, The XX<br />

aRT-Rock<br />

STEvEn WIlSon<br />

Grace For Drowning<br />

Kscope (Edel); 2 CD, Limited Ed., 2 LP, Blu-ray<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Mit Mellotron,<br />

Saxofon und<br />

virtuosen Gitarren-<br />

und Piano-<br />

Paketen bewaffnet,<br />

macht sich Porcupine-<br />

Tree-Vorsteher Steven Wilson an<br />

sein zweites Solo-Werk. Der Prog-<br />

Goldjunge verliert sich auf dem<br />

Doppelalbum nicht zu sehr in der<br />

Improvisation, oft bündelt er den<br />

Schönklang, der die Grundlage für<br />

seinen freigeistigen Artpop meets<br />

Jazz bildet. <strong>Die</strong> klangliche Produktion<br />

ist vorbildlich.<br />

CA<br />

✪ King Crimson, Soft Machine<br />

BluES<br />

MaRSalIS & claPTon<br />

Play The Blues<br />

Warner (Warner); CD, Deluxe Ed.<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

klang<br />

tipp<br />

Der Apologet des<br />

British-Blues,<br />

Eric Clapton, und<br />

der legendäre<br />

Trompeten-<br />

-zauberer aus New Orleans,<br />

Wynton Marsalis, führen ihre musikalische<br />

Zusammenkunft im Lincoln<br />

Center, New York auf. Clapton stellte<br />

die Playlist zusammen, Marsalis<br />

arrangierte die Live-Aufnahme.<br />

Teils obskure Gassenhauer aus der<br />

Stadt des Mardi Gras messen sich<br />

mit einer herrlichen Katzenjammer-<br />

Version von Claptons „Layla“. CA<br />

✪ Louis Armstrong<br />

PoP/Rock<br />

WInGEnfEldER & ...<br />

Besser zu zweit<br />

Tag 7 (Rough Trade); CD<br />

Musik:<br />

Hält sich<br />

nach der<br />

Trennung<br />

erst mal an<br />

Kuscheltieren<br />

fest:<br />

Cherilyn Mc<br />

Neil.<br />

Klang:<br />

2008 wurde Fury<br />

endgültig ins<br />

Schlachthaus<br />

gebracht, jetzt<br />

melden sich<br />

Kai und Thorsten Wingenfelder<br />

wieder im Sattel zurück. Im Gepäck:<br />

Jetzt deutschsprachige Songs, die<br />

ins Ohr gehen, im Radio gehen –<br />

und teilweise (etwa der Titeltrack)<br />

sogar das Zeug zum Klassiker haben.<br />

Und nur wer hoffte, dass die<br />

Brüder nach dem Ende von Fury In<br />

The Slaughterhouse komplett umsatteln,<br />

wird hier enttäuscht. NT<br />

✪ Fury In The Slaughterhouse<br />

volkSMuSIk/Rock<br />

HuBERT von GoISERn<br />

EntwederUndOder<br />

Blanko (Sony); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Einmal um die<br />

ganze Welt – und<br />

wieder zurück zu<br />

den Anfängen:<br />

Auf „Entweder-<br />

UndOder“ zeigt Hubert von Goisern<br />

eher wieder seine alpine Seite:<br />

ein Gipfeltreffen aus krachendem<br />

Bluesrock, Western und Austro-Pop,<br />

Bebop-Barjazz und Balladen, bei<br />

dem Goisern in mal grobgestrickter,<br />

mal feinsinnig-kunstvoll gewobener<br />

Klangweste Lebensfreude, aber<br />

auch Melancholie versprüht. Eines<br />

seiner besten Alben! RS<br />

✪ „Omunduntn“, Keller Steff<br />

IndIE-PoP<br />

dEaR REadER<br />

Idealistic Animals<br />

City Slang (Universal); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Nach dem<br />

Debütalbum<br />

trennte sich das<br />

Band-Duo: Darryl<br />

Torr blieb als<br />

Produzent in Südafrika, und Cherilyn<br />

McNeil zog samt Bandnamen<br />

nach Berlin. Mit „Dear Reader“<br />

legt sie ein mit klassisch ausstaffierten<br />

Songs gefülltes Album vor.<br />

Einzuordnen irgendwo zwischen<br />

Elfengesang, Hausmusik und orchestralem<br />

Songwriterpop. Einzig<br />

die Tiernamen der Lieder erinnern<br />

da noch an die alte Heimat. KT<br />

✪ The Do, Clap Your Hands Say Yeah<br />

70 11/2011 › www.audio.de


pop<br />

Rosenstolz<br />

Wir sind am Leben<br />

Island (Universal); CD, CD + DVD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Rock<br />

alice coopeR<br />

Welcome 2 My Nightmare<br />

Universal (Universal); CD, Deluxe Ed., 2 LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

pop<br />

doRis day<br />

My Heart<br />

Sony (Sony); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Sie seien jetzt<br />

„Rosenstolz 3.0“,<br />

sagte Sängerin<br />

AnNa R. in Interviews.<br />

Größere<br />

„Updates“ gab es nach dreijähriger<br />

Zwangspause, hervorgerufen durch<br />

einen Burn-out von Songwriter<br />

Peter Plate, allerdings nicht. Auch<br />

auf dem programmatisch betitelten<br />

„Wir sind am Leben“ gibt‘s große<br />

Melodien, große Refrains, große<br />

Gefühle. Und wie immer die große<br />

Diskussion: Sind Rosenstolz schon<br />

Schlager? Oder noch Pop? RS<br />

✪ „<strong>Die</strong> Suche geht weiter“, Silbermond<br />

Dass er Ke$ha<br />

zum Duett bittet,<br />

ist nur einer der<br />

Gründe, warum<br />

der Schockrocker<br />

für seine Fortsetzung des Albtraum-Erfolgs<br />

jede Menge Aufmerksamkeit<br />

bekommen wird. Bob Ezrin<br />

stand auf der Matte, ehemalige Musiker<br />

waren mit von der Partie; und<br />

die Coopersche Fantasiewelt holte<br />

jenes schrill-gruselige Kostüm aus<br />

der Schatzkiste, welches vor 36<br />

Jahren dabei half, das Original zum<br />

Klassiker zu befördern. AD<br />

✪ „Welcome To My Nightmare“<br />

87? In Worten<br />

siebenundachtzig<br />

Jahre ist Doris Day<br />

inzwischen alt.<br />

Entwaffnend:<br />

„Ich musste<br />

einige moderne<br />

Songs singen.<br />

Denn die alten<br />

habe ich ja alle schon gesungen“,<br />

erklärte Doris Day zu ihrer Entscheidung,<br />

sich mit 87, nach 44 Jahren<br />

ohne neues Album, wieder an Songs<br />

zu wagen. Einige Neukompositionen<br />

ihres Sohnes, dazu Klassiker (u.a.<br />

„You Are So Beautiful“), ein bisschen<br />

Kitsch, viel Gefühl – und eine<br />

immer noch feste Stimme: Was soll<br />

man dagegen sagen? Eben. RS<br />

✪ Judy Garland, Rosemary Clooney<br />

Blues/Rock/pop<br />

Jools Holland<br />

Jools Holland & Friends<br />

Reprise Jazz (Warner); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

pop<br />

BomBay Bicycle cluB<br />

A Different Kind Of Fix<br />

Island (Universal); CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

indie-pop/-Rock<br />

tHe kooks<br />

Junk Of The Heart<br />

Virgin (EMI); CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Heavy metal<br />

edguy<br />

Age Of The Joker<br />

Nuclear Blast (Warner); CD, Deluxe Ed., 2 LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Fotos: Temporrary Residence / Cargo, Marcus Maschwitz / City Slang, Austin Nelson / dBpm, David Black / Sony, Sony<br />

Mit seiner BBC-<br />

Show „Later...<br />

with Jools Holland”<br />

ist Jools<br />

Holland wohl<br />

einer der wichtigsten Wegbereiter<br />

für musikalische Newcomer und<br />

Gastgeber für bekannte Künstler.<br />

Nun legt der Pianist und Bandleader<br />

ein Album mit Gaststars wie<br />

Sting, Bono, Melanie C, aber auch<br />

erstmals deutschen Acts wie Ina<br />

Müller und Herbert Grönemeyer<br />

vor. Große Geste, große Bühne,<br />

große Show – wer’s braucht. KT<br />

✪ Roger Cicero, Herbert Grönemeyer<br />

folk-pop<br />

feist<br />

Metals<br />

Polydor (Universal); CD, Deluxe Ed., LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

klang<br />

tipp<br />

Man hört sie, die<br />

Akribie, mit der<br />

Feist auf „Metals“<br />

ans (dritte)<br />

Werk ging. Und<br />

man hört die Arbeit, um die kristallene<br />

Stimme der Kanadierin ins beste<br />

Licht zu rücken. Darauf, ihre angejazzten,<br />

angesoulten Folk-Songs<br />

dank archaisch anmutender Arrangements<br />

nicht als Kaffeehaus-<br />

Musik enden zu lassen. Erst danach<br />

hört man die Songs, die zunächst<br />

ihre melancholisch-melodische<br />

Tiefe verbergen.<br />

SW<br />

✪ Cat Power „Moon Pix“<br />

Bemerkenswert<br />

unaufgeregt präsentieren<br />

sich die<br />

einst so gehypten<br />

Bombay Bicycle<br />

Club auf ihrem dritten Album: Jack<br />

Steadmans markante Stimme wird<br />

von Songs umrahmt, an denen vor<br />

allem die ausgetüftelten Arrangements<br />

auffallen, die den Elan des<br />

Debüts mit melancholischem Folk<br />

und verspielten Elektro-Störgeräuschen<br />

verbinden. <strong>Die</strong> Wunderkinder<br />

sind erwachsen geworden,<br />

bleiben aber ungestüm. JO<br />

✪ The Drums, Hot Chip, Boy<br />

Blues/Rock/soul<br />

HaRt & Bonamassa<br />

Don’t Explain<br />

Mascot (Rough Trade); CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

<strong>Die</strong> beiden turtelten<br />

in künstlerischer<br />

Hinsicht<br />

schon länger<br />

miteinander herum,<br />

nun präsentieren Beth Hart &<br />

Joe Bonamassa ein gemeinsames<br />

Album, auf dem die Sängerin und<br />

der Gitarrist Soul-Klassiker von Ray<br />

Charles oder auch Aretha Franklin<br />

vertonen. Bonamassas Bluesrock-<br />

Arrangements schmiegen sich um<br />

Funk, Soul und Jazz, während Harts<br />

soulige Rockröhre dem feurigen<br />

Amalgam die Krone aufsetzt. CA<br />

✪ Saint Lu, Joss Stone<br />

„Hauptsache,<br />

das Zeug kommt<br />

von Herzen“,<br />

muss sich die<br />

Band vor der<br />

Veröffentlichung ihres dritten Longplayers<br />

gedacht haben. Denn der<br />

verstärkte Pop-Einschlag wird nicht<br />

allen Fans gefallen. Wer jedoch auf<br />

angenehme Songs mit viel Harmonie<br />

und Mitsing-Faktor aus ist, wird<br />

sich mit „Junk Of The Heart“ ganz<br />

schnell anfreunden können, so viele<br />

potenzielle Hit-Singles gab es lange<br />

nicht mehr auf einem Album. KT<br />

✪ Razorlight, Arctic Monkeys<br />

ameRicana<br />

Ryan adams<br />

Ashes & Fire<br />

Columbia (Sony); CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Ryan Adams haut<br />

auch mal drei<br />

Alben pro Jahr<br />

heraus, dieses<br />

Jahr steht indes<br />

ganz im Zeichen von „Ashes & Fire“.<br />

Es zeigt, was Adams am besten kann:<br />

Er fungiert als Bindeglied zwischen<br />

moderner Americana, klassischem<br />

Country und Folk. Produzenten-<br />

Legende Glyn Johns schneiderte<br />

einen warmen, vollen Sound auf<br />

Adams‘ Timbre; Helfer wie Norah<br />

Jones und Benmont Tench perfektionieren<br />

das Ergebnis. CA<br />

✪ Wilco, Nick Drake, Bob Dylan<br />

Gerade eben<br />

noch stand er<br />

mit Avantasia<br />

auf der riesigen<br />

Wacken-Bühne,<br />

jetzt meldet sich Tobias Sammet mit<br />

seiner Stammband zurück. Das von<br />

Sascha Paeth produzierte, insgesamt<br />

neunte Studioalbum erweist<br />

sich als abwechslungsreich, ohne<br />

dass dabei Grenzen gesprengt werden.<br />

Hier ein Folk-Einfluss, dort die<br />

große Geste, hier die Ballade, dort<br />

die Schmunzelnummer. Der Platz in<br />

den Top Ten winkt bereits. AD<br />

✪ „Hellfire Club“, Avantasia<br />

Findet an Wänden<br />

und bei Klassikern Halt:<br />

Ryan Adams.<br />

www.audio.de › 11/2011<br />

71


Musik › DVD / BLU-RAY<br />

Vor 25 Jahren spielten<br />

Queen im Wembley<br />

Stadion zwei Shows, die<br />

ihresgleichen suchen.<br />

rock<br />

Queen<br />

Queen Live At Wembley ...<br />

Island (Universal); 2 DVD, 2 DVD + 2 CD<br />

B: I: K:<br />

Größte Bühne, größte Lichtanlage<br />

und größte Leinwand der Bandgeschichte:<br />

<strong>Die</strong> beiden Konzerte, die<br />

Queen im Sommer 1986 im Londoner<br />

Wembley<br />

Stadion gaben,<br />

waren auch<br />

im Hinblick auf<br />

die technische<br />

Ausstattung außergewöhnlich.<br />

Vor allem aber<br />

sind die Shows noch heute absolut<br />

sehenswert, weil sie an einen<br />

der großartigsten Performer aller<br />

Zeiten erinnern: Freddie Mercury.<br />

20 Jahre nach seinem Tod und<br />

25 Jahre nach dem legendären<br />

Konzertwochenende wird die DVD<br />

„Queen Live At Wembley Stadium“<br />

noch einmal veröffentlicht – in der<br />

„25th Anniversary Edition“. Das<br />

Besondere: <strong>Die</strong> Disc zeigt erstmals<br />

beide Shows des Jahres 1986 und<br />

enthält bisher unveröffentlichtes<br />

Bonusmaterial. Getrieben von einem<br />

der erlesensten Line-ups der<br />

Musikgeschichte, mit John Deacon,<br />

Roger Taylor und Brian May,<br />

zelebriert Mercury jeden einzelnen<br />

Queen-Hit und natürlich sich selbst.<br />

Von der tollen Stimmung kommt im<br />

Heimkino wegen des frontlastigen<br />

Sounds aber nur wenig an. Optisch<br />

ist die DVD ein Genuss. CZ<br />

✪ „Live Killers“ (2 CD)<br />

hard rock<br />

europe<br />

Live! At Shepherd‘s Bush ...<br />

earMUSIC (Edel); DVD, Blu-ray Disc<br />

B: I: K:<br />

„The Final Countdown“ ist natürlich<br />

dabei. Wie soll es auch anders sein,<br />

wenn die 80er-Hardrock-Helden<br />

von Europe ein Konzert geben?<br />

Auf DVD und Bluray<br />

Disc beweisen<br />

sie mit<br />

„Live! At<br />

Shepherd‘s Bush<br />

Empire, London“,<br />

dass sich ihre<br />

alten Hits wunderbar mit Songs aus<br />

der Neuzeit kombinieren lassen.<br />

<strong>Die</strong> Devise von Europe beim Auftritt<br />

im Februar lautete: So viel Altes wie<br />

nötig, so viel Neues wie möglich.<br />

<strong>Die</strong> musikalische Mischung stimmt<br />

– die Bildqualität von DVD und Bluray<br />

Disc hingegen nicht. JS<br />

✪ „Live: Look At Eden“<br />

rock<br />

Gary Moore<br />

Live At Montreux 2010<br />

Eagle Vision (Edel); DVD, Blu-ray Disc<br />

B: I: K:<br />

Gary Moore war gerade dabei, das<br />

nächste Kapitel seiner Karriere<br />

aufzuschlagen,<br />

als er am 6.<br />

Februar in Folge<br />

eines Herzinfarktes<br />

starb –<br />

mit gerade einmal<br />

58 Jahren. Sein<br />

Konzert beim Montreux Jazzfestival<br />

2010, das auf DVD und Blu-ray<br />

Disc erscheint, ist somit in zweierlei<br />

Hinsicht besonders: Zum einen,<br />

weil es zeigt, dass sich der Blues-<br />

Gitarrist wieder mehr den rockigeren<br />

Tönen zuwenden wollte, und<br />

zum anderen, weil es sich hierbei<br />

um den letzten gefilmten Auftritt<br />

von Moore handelt. Da er ein neues<br />

Rockalbum plante, als er aus dem<br />

Leben gerissen wurde, verwundert<br />

es nicht, dass bereits an vierter<br />

Stelle im Programm ein unbekannter<br />

Titel angestimmt wird: „Days<br />

Of Heroes“ fügt sich perfekt ein<br />

und setzt sich im Ohr fest. Davor,<br />

dazwischen und danach tummeln<br />

sich die Favoriten: „Over The Hills<br />

And Far Away“ zu Beginn, „Empty<br />

Rooms“ sowie „Out In The Fields“<br />

in der Mitte. – Schade, dass Gary<br />

Moore nie wieder solch großartige<br />

Konzerte geben wird. JS<br />

✪ „The Definitive Montreux Collection“<br />

Zusammen mit seinen<br />

Kollegen von Roxy<br />

Music lieferte Bryan<br />

Ferry eine tolle Show ab.<br />

rock<br />

roxy Music<br />

Live At The Apollo<br />

Intergroove (Intergroove); Blu-ray<br />

B: I: K:<br />

30 Jahre nach ihrer Gründung und<br />

18 Jahre nach ihrer Trennung kehrten<br />

Roxy Music im Sommer 2001<br />

auf die Bühne zurück und gingen<br />

auf Welttour.<br />

Von „Virginia<br />

Plain“ bis<br />

„Love Is The<br />

Drug“ spielte<br />

die britische<br />

Artrock-Band<br />

beim Auftritt<br />

im Londoner Apollo all ihre großen<br />

Hits – und bewies dabei erstaunliche<br />

Live-Qualitäten. <strong>Die</strong> kommen<br />

auf der Blu-ray Disc jedoch nicht<br />

angemessen zur Geltung: Der<br />

Sound ist dumpf.<br />

JS<br />

✪ “The Thrill Of It All“<br />

Fotos: Island / Universal, Intergroove<br />

72 11/2011 › www.audio.de


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Datum<br />

✗<br />

Unterschrift<br />

WK 1032 M11


Musik › OLDIES<br />

warum,<br />

pink<br />

floyd?<br />

Zum Start ihrer Re-Release-<br />

Kampagne kosten Pink Floyd<br />

ihren größten (kommerziellen)<br />

Erfolg klanglich voll aus.<br />

spassvögel<br />

Teile der Einnahmen des<br />

Albums investierten Pink<br />

Floyd in die Produktion<br />

von Monty Pythons „<strong>Die</strong><br />

Ritter der Kokosnuss“.<br />

Warum nicht das epochale Psychedelic-Rock-Debüt<br />

„The Piper<br />

At The Gates Of Dawn“ (1967)? Oder<br />

die orchestralen Progrock-Exzesse von<br />

„Meddle“ (1971)? Ja, es gibt vielleicht<br />

rein kompositionstechnisch bessere<br />

Pink-Floyd-Alben als „The Dark Side<br />

Of The Moon“ (1973). Dass es dieser<br />

kunstvolle Spagat zwischen Prog und<br />

Pop, zwischen Konzeptalbum und (damals)<br />

modernster Klangtechnik dennoch<br />

verdient hat, im Rahmen der großen<br />

Re-Release-Offensive „Why Pink<br />

Floyd?“ einen besonderen Platz einzunehmen,<br />

steht aber außer Frage.<br />

Es ist das erste Album, das nun in<br />

großer „Immersion“-<strong>Box</strong>set-Variante<br />

(Preis ca. 100 Euro) erscheint. „Wish<br />

You Were Here“ (1975) und „The Wall“<br />

(1979) werden folgen. <strong>Die</strong> <strong>Box</strong> enthält<br />

das aufwendig remasterte Originalalbum<br />

und die unveröffentlichten Liveaufnahme<br />

Wembley 1974 (CD 1 und 2),<br />

eine Raritätensammlung mit Demos sowie<br />

den sagenumwobenen „Early Mix“<br />

(CD 6) und diverse Konzertmitschnitte<br />

als Erstveröffentlichung (Video-DVD<br />

und Blu-ray). Auch der audiophile Hörer<br />

wird angesprochen: Auf Audio-DVD<br />

und Blu-ray sind der 2003er-5.1-Mix<br />

von James Guthrie (bislang nur auf<br />

SACD), aber auch erstmals der quadrophonische<br />

Mix von Produzent Alan<br />

Parsons aus dem Jahr 1973 zu hören.<br />

Ja, ein wenig findet dieses – im besten<br />

Sinne – „Hifi“-Album erst in diesen<br />

beiden Mixen seine wahre (klangliche)<br />

Bestimmung. Und höchstens eine<br />

Frage bleibt: Warum gibt‘s die Audio-<br />

DVD/Blu-ray nicht separat – oder im<br />

Verbund mit der Einzel-CD? Auf die<br />

Sammlermurmeln, den Schal und die<br />

Untersetzer könnte sicher mancher Fan<br />

verzichten.<br />

Stefan Weber<br />

progrock<br />

pink floyd<br />

The Dark Side Of The Moon<br />

Capitol (EMI); CD, 2 CD, <strong>Box</strong>set<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

klang<br />

tipp<br />

74<br />

11/2011 › www.audio.de


Musik › JAZZ<br />

rOCk‘N‘rOll<br />

ElviS prESlEy<br />

Young Man With The ...<br />

rCa (sony); 5-CD-<strong>Box</strong>set<br />

Musik:<br />

rOCk<br />

QuEEN<br />

Innuendo<br />

island (Universal); 2 CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Ja, auch „Young<br />

Man With The<br />

Big Beat“ bietet<br />

musikalisch natürlich<br />

Bekanntes<br />

– von einer hörbar kaum zu restaurierenden live-aufnahme aus dem<br />

Dezember 1956 im Hirsch Youth Center mal abgesehen. Dennoch gelingt es<br />

diesem elvis-<strong>Box</strong>set, einen neuen Dreh zu finden. es dokumentiert seinen<br />

Durchbruch, versammelt aufnahmen (inklusive der ersten beiden rCaalben),<br />

Demos, live-auftritte und radio-interviews aus dem Jahr 1956. in<br />

dieser Konzentration zeugt es von der rock‘n‘roll-revolution, die elvis damals<br />

auslöste. es zeigt sich hier aber auch einmal mehr, dass der rebell auch<br />

schon früh und gerne Charme und Crooner-schmalz („love Me Tender“)<br />

spielen ließ. Zusammen mit einem großartigen Hardcoverbuch und netter<br />

Memorabilia zwar keine Überraschung, aber doch eine entdeckung. RS<br />

✪ „Elvis Presley“, „Elvis“, „The Complete 50‘s Masters“<br />

Klang:<br />

Mehr als nur eine<br />

„anspielung“<br />

(„innuendo“ auf<br />

Deutsch): Queen-<br />

Frontmann<br />

Freddie Mercury ahnte wohl, dass<br />

diese aufnahmen seine letzten sein<br />

würden. ihm gelang ein würdiger<br />

abschied, der nun als remasterte<br />

Doppel-CD erscheint: Queen gefielen<br />

mit einer verspielten rock-suite<br />

(„innuendo“), rockten hart („Headlong“)<br />

– und selbst der synthieschmalz<br />

(„These are The Days Of<br />

Our lives“) versöhnte. SW<br />

✪ „The Miracle“<br />

auf der suche nach dem<br />

Beat: elvis Presley.<br />

rOCk<br />

grATEFul DEAD<br />

Europe ‘72 – Vol. 2<br />

rhino (Warner); 2 CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Wann ist eine<br />

Fortsetzung<br />

schon besser<br />

als das Original?<br />

acht Jahre nach<br />

dem ersten Teil versammelt „europe<br />

‘72 – Vol. 2“ nun zusätzliche,<br />

unveröffentlichte live-Mitschnitte<br />

der epochalen europa-Tournee von<br />

Grateful Dead. eingefleischte Deadheads<br />

werden über die auswahl diskutieren,<br />

dürften aber zum Großteil,<br />

dank Jams wie „Dark star / Drums<br />

/ The Other One“ und gutem remaster-sound,<br />

begeistert sein. RS<br />

✪ „Europe ‘72“, „Hundred Year Hall“<br />

JAZZ-CD DES MONATS<br />

FuNk JAZZ<br />

trombone Shorty<br />

klang<br />

tipp<br />

For True – VerVe (UniVersal); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Schon interessant, dass so ein Album<br />

aus dem Lager des Jazz<br />

kommt. Denn die Richtung, die Troy<br />

Davis, genannt Trombone Shorty, mit<br />

seinem zweiten Solo-Album „For True“<br />

einschlägt, ist klar. Da will einer raus<br />

aus den kleinen Clubs auf die großen<br />

Bühnen. Das Besondere dabei ist, dass der Mittzwanziger aus<br />

New Orleans bei allen Annäherungen an das möglicherweise<br />

Kommerzielle die Erdung und Originalität nicht verliert. Denn<br />

auf der einen Seite lässt er sich von Kollegen wie Kid Rock, den<br />

Neville Brothers oder der Rebirth Brass Band helfen – Namen,<br />

die sich gut auf dem Cover machen und aus musikalischer<br />

Sicht nicht zwingend notwendig gewesen wären. Andererseits<br />

aber klingt das gute Dutzend Songs derart entspannt aus<br />

dem Bauch heraus gespielt, dass es nicht schwer fällt, dem<br />

Album eine große Party-Zukunft zu prophezeien. „For True“<br />

hat alles, was ein Dauerbrenner braucht: Musik, die direkt in<br />

die Beine fährt und nicht durch allzu komplexe Arrangements in<br />

ihrer Unterhaltungsfähigkeit gebremst wird; ein Musikerteam,<br />

das deutlich hörbar Spaß daran hat, den Sound von Motown &<br />

more wieder aufleben zu lassen; und außerdem einen juvenilen,<br />

kraftstrotzenden Bandleader, der nicht nur herausragend<br />

Posaune und Trompete spielen sowie bemerkenswert singen<br />

kann, sondern mit seinem funky Cocktail auch noch unermüdlich<br />

um die Welt tourt. Sehr lässig! Ralf Dombrowski<br />

✪ Maceo Parker, Fred Wesley<br />

pOp/rOCk<br />

STiNg<br />

25 Years<br />

a & M (Universal); 2 CD, 3 CD + DVD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Von der<br />

Polizei zum<br />

elder statesman:<br />

sting.<br />

Fotos: Genie / eMi, sony, Beatricr de Gea / Universal, Verve / Universal<br />

auch der optisch<br />

ewig junge sting<br />

ist vor gewissen<br />

erscheinungen<br />

des alters<br />

nicht gefeit. am 2. Oktober feierte er seinen 60. Geburtstag, sein Output<br />

kommt schon länger mit „alterswerk“-siegel: erst klassische aufnahmen,<br />

kürzlich neuauflagen seiner Hits mit großem Orchester und jetzt der<br />

rückblick auf „25 Years“ solokarriere. Wirkliche raritäten sucht man bei<br />

stings „persönlicher auswahl“ eher vergeblich, die chronologisch aneinandergereihten<br />

Tracks sollen aber wohl die entwicklung vom ex-Police-<br />

Popstar zum elder statesman verdeutlichen. lohnenswert: die DVD mit<br />

unbekannten live-aufnahmen der Us-Tour 2005. ebenfalls sehenswert:<br />

das schmucke, ausführlich kommentierte und ziemlich dicke (Foto-)Buch,<br />

in das die silberlinge eingebettet sind.<br />

RS<br />

✪ „Nothing Like The Sun“, „Ten Summoner‘s Tales“<br />

Guck mal, mit<br />

einer Hand!<br />

Trombone shorty.


Musik › Jazz<br />

Blondes Hoch aus dem<br />

Norden: Susi Hyldgaard.<br />

vOcaL Jazz<br />

sUsi hyLdgaaRd<br />

Dansk<br />

Yellowbird (Soulfood); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

piaNO Jazz<br />

c. cOREa / s. bOLLaNi<br />

Orvieto<br />

ECM (Universal); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

KOLUMNE<br />

piaNO Jazz<br />

b. MEhLdaU / K. hays<br />

Modern Music<br />

Nonesuch (Warner); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Der Komponist<br />

Patrick Zimmerli<br />

lebt in New York.<br />

Seine am Minimalismus<br />

geschulten<br />

Stücke und Arrangements beeindruckten<br />

Brad Mehldau und Kevin<br />

Hays so sehr, dass die beiden Zimmerli<br />

ein Album widmen. An zwei<br />

Klavieren kosten Mehldau und Hays<br />

die Möglichkeiten von Pathos und<br />

Reduktion, von Klangopulenz und<br />

Zwischentönen mit Hang zu Romantizismen<br />

aus. Feintönender Kammerjazz<br />

mit ein wenig Zuckerguss. RD<br />

✪ Corea & Bollani, Rantala & Taipale<br />

Easy ListENiNg<br />

gEORgE bENsON<br />

Guitar Man<br />

Concord (Universal); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

klang<br />

TIPP<br />

Seine Melodien<br />

verführen zum<br />

Träumen, sein<br />

Gitarrenspiel<br />

vermittelt gleichzeitig<br />

Kraft und Zärtlichkeit, Eleganz<br />

und Direktheit. George Benson bietet<br />

erneut <strong>perfekte</strong>s Easy Listening.<br />

Da ihm Keyboardfuchs Joe Sample<br />

und eine ausgebuffte Band zur Seite<br />

standen, sind für „Guitar Man“<br />

wohlige Gefühle garantiert. Schade,<br />

dass er teils mit zu viel Schmelz<br />

und Schmalz singt. Ansonsten gilt:<br />

smooth, smoother, Benson. WS<br />

✪ Grover Washington jr. „Winelight“<br />

<strong>Die</strong> Platte heißt<br />

– entsprechend<br />

Susi Hyldgaards<br />

Geburtsland –<br />

„Dansk“, doch<br />

fünf der zwölf Titel singt sie – mit<br />

Akzent – auf Deutsch. Auch musikalisch<br />

pendelt die Dänin zwischen<br />

Rock und Jazz. <strong>Die</strong> Energie<br />

ihrer Band sowie eine schörkellose,<br />

hochpegelige Abmischung und die<br />

sparsame Instrumentierung unterstreichen<br />

Hyldgaards ausdrucksstarke<br />

Stimme. Auf Dauer anstrengend:<br />

die assoziativen Texte. WS<br />

✪ Joe Zawinul „My People“<br />

vOcaL Jazz<br />

iNgE bRaNdENbURg<br />

Sing! Inge, sing!<br />

Silver Spot Records (edel:Kultur); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

In den 1950er-<br />

Jahren zählte<br />

Inge Brandenburg<br />

zu den<br />

ersten deutschen<br />

Jazzsängerinnen. Eine Dokumentation<br />

kommt im Oktober in die Kinos.<br />

<strong>Die</strong> zum Filmstart erscheinende<br />

Disc portraitiert Brandenburg mit<br />

22 Songs aus den Jahren 1959 bis<br />

1995, die vor allem fürs Radio und<br />

Fernsehen entstanden. Mit warmer<br />

Stimme machte sie vor Bigbands<br />

und Combos eine gute Figur – und<br />

wurde dennoch nie zum Star. WS<br />

✪ Abbey Lincoln „Talking To The Sun“<br />

piaNO-tRiO<br />

vEiN<br />

Plays Porgy & Bess<br />

Unit Records (JaKla); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

In der Schweiz<br />

ist nicht nur der<br />

Franken stark –<br />

der Jazz feiert<br />

hier ein Dauerhoch.<br />

Dazu tragen Michael Arbenz<br />

(Piano), Thomas Lähns (Kontrabass)<br />

und Florian Arbenz (Drums)<br />

nicht unwesentlich bei. <strong>Die</strong> drei<br />

unterlaufen gängige Hörgewohnheiten,<br />

ohne dabei die effektvolle<br />

Unterhaltung zu vernachlässigen.<br />

Gershwins Meisterwerk „Porgy &<br />

Bess“ ist kaum wiederzuerkennen –<br />

und macht doch Riesenspaß. MI<br />

✪ Carsten Daerr, Michael Wollny<br />

Sie hatten nicht<br />

viel abgesprochen,<br />

aber das<br />

gehörte zum<br />

Konzept. Denn<br />

Chick Corea und Stefano Bollani<br />

setzten auf die Spontaneität und die<br />

Magie des Augenblicks. In der Tat<br />

wurde der Abend beim Umbria Jazz<br />

Winter 2010 zu einem Feuerwerk<br />

der Töne. Dabei gelang es den beiden<br />

hellwach, humorvoll und sensibel<br />

agierenden Pianisten, dem Flow<br />

der Musik zu folgen, ohne sich darin<br />

zu verlieren.<br />

RD<br />

✪ Corea & Hancock, Mehldau & Hays<br />

KaMMER-Jazz<br />

MaRc cOpLaNd & ...<br />

Speak To Me<br />

Pirouet (edel:Kultur); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Sanft tupfen<br />

Pianist Marc<br />

Copland und<br />

Gitarrist John<br />

Abercrombie<br />

Töne aus ihren Instrumenten. <strong>Die</strong><br />

vereinen sich wie die Schatten,<br />

die ein Gegenstand wirft, den zwei<br />

dicht nebeneinander flackernde<br />

Kerzen anleuchten, zu einem sanft<br />

zuckenden, in sich harmonischen<br />

Gesamtbild. Der unaufdringlich präzise<br />

Klang unterstützt den intimen<br />

Charakter des intensiven Zwiegesprächs<br />

auf „Speak To Me“. WS<br />

✪ Metheny / Haden „Beyond The ...“<br />

vOcaL Jazz<br />

thEO bLEcKMaNN<br />

Hello Earth!<br />

Winter & Winter (edel:Kultur); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

klang<br />

TIPP<br />

klang<br />

TIPP<br />

Theo Bleckmann<br />

arbeitet seit zwei<br />

Jahrzehnten an<br />

der Ausweitung<br />

der Singzone. Mit<br />

„Hello Earth!“ wendet der Sänger<br />

sich nun der Musik eines seiner<br />

Vorbilder zu. <strong>Die</strong> Songs stammen<br />

überwiegend aus der „Hounds Of<br />

Love“-Periode von Kate Bush und<br />

überführen im Quintett deren anspruchsvollen<br />

Pop in die Sprache<br />

moderner, jazzgetönter Arrangements,<br />

ohne das Zerbrechliche der<br />

Originale zu verlieren. RD<br />

✪ Kate Bush, Laurie Anderson<br />

Werner Stiefele<br />

<strong>AUDIO</strong>-Mitarbeiter<br />

Alle<br />

ACT-ung<br />

ACT-Gründer Siggi Loch kann inzwischen<br />

auf ein beträchtliches<br />

Repertoire seines 1992 gegründeten<br />

Labels zurückblicken. Diverse<br />

Neuveröffentlichungen spiegeln<br />

die Bandbreite der Fusion aus<br />

Innovation und Publikumsnähe.<br />

Der Sampler In The Spirit Of Jazz<br />

– Magic Moments 5 vereint in 74<br />

Minuten einen Querschnitt der<br />

aktuellen Veröffentlichungen.<br />

Das Profil ist klar: europäisch,<br />

teilweise von ethnischer Musik<br />

inspiriert, oft mit Rock und Pop<br />

verwandt. Unterhaltsame, hochwertige<br />

Compilation. Joachim<br />

Kühns 2010 mitgeschnittenes<br />

Bigband-Werk Out Of The Desert<br />

Live At The JazzFest Berlin bringt<br />

Kühns virtuoses Klavierspiel mit<br />

der Energie der HR-Bigband und<br />

dem Klang von Oud und Guembri –<br />

gespielt von Majid Bekkas – sowie<br />

ethnischer Percussion von Ramon<br />

Lopez zusammen. Der in den USA<br />

lebende Altsaxofonist Rudresh<br />

Mahanthappa verschmilzt auf<br />

Samdhi indische Musik, tranceartige<br />

Volksmusik, Laptop-Sounds,<br />

Pop und Jazz zu einer schlüssigen<br />

Weltmusik. Der Franzose Pierrick<br />

Pédron, ebenfalls Altsaxofonist,<br />

vereint für Cheerleaders Rockund<br />

Heavy-Metal-verwandte<br />

Gitarrensounds, sanfte Akustikgitarre,<br />

weiche Melodien und<br />

pulsierenden Jazz – auch er ein<br />

exzellenter Vertreter der ACT-<br />

Philosophie.<br />

Alle: ACT (edel:Kultur)<br />

JOachiM KühN<br />

Out Of The Desert Live ...<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

R. MahaNthappa<br />

Samdhi<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

piERRicK pédRON<br />

Cheerleaders<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

divERsE<br />

In The Spirit Of Jazz<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Fotos: PR, Michael Schilhansl<br />

76 11/2011 › www.audio.de


Musik › KLASSIK<br />

VIRTUOSITäT<br />

UND TIEFERER SINN<br />

Wer war noch mal Lang Lang? <strong>Die</strong> Kanadierin Janina Fialkowska zeigt,<br />

wie ein Klavier-Recital von Franz Liszt klingen sollte.<br />

Franz Liszt schaffte es Mitte des 19. Jahrhunderts zum Superstar am Klavier. <strong>Die</strong> Erfolgsformel:<br />

virtuoses Spiel, lockerer Charme und ein weit gefächertes Repertoire an selbst<br />

erstellten Transkriptionen von populären bis legendären Melodien aus Lied, Oper und Sinfonik.<br />

Aus diesem Sammelsurium – über 300 Werke des Genres sind nachweisbar – hat die<br />

Kanadierin Janina Fialkowska treffsicher solche herausgesucht, deren Repertoirewert über<br />

Kuriositätenstatus hinausgeht: Lieder von Chopin, Walzer von Schubert sowie ein Sinfoniesatz<br />

von Liszt selbst, teilweise arrangiert, teils frei paraphrasiert. Das spielt sie mit Ernsthaftigkeit,<br />

ohne sich selbst in den Vordergrund zu drängen, zugleich mit einer natürlichen<br />

Lockerheit, die einem den Atem verschlägt. Wenn es virtuos wird, perlen die Verzierungen<br />

mit einer Mischung aus jugendlicher Unverkrampftheit und routinierter Durchdringung der<br />

Materie. Jede der wirkungsvoll eingesetzten Dynamik- und Tempovariationen wirkt organisch,<br />

als könnte man diese Musik gar nicht anders spielen. Selbst der Walzer aus Gounods<br />

„Faust“, das einzige Stück mit leichtem Hang zum „Gassenhauer“, gewinnt hier tieferen<br />

Sinn. <strong>Die</strong>se im Wortsinne romantischen Stücke entwickeln über die Länge der CD einen<br />

regelrechten Sog.<br />

Malte Ruhnke<br />

✪ Liszt: Songs Vol. 1; Eröd;Spencer (Marsyas)<br />

SINFONIK<br />

FELIX<br />

MENDELSSOHN-<br />

BARTHOLDY<br />

SINFONIEN NR. 3<br />

(SCHOTTISCHE)<br />

UND 4 (ITALIENISCHE)<br />

Musikkollegium Winterthur,<br />

Heinz Holliger<br />

MDG (Codaex); SACD<br />

www.mdg.de<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Heinz Holliger<br />

hat sich<br />

gleichermaßen<br />

als Oboist und<br />

Komponist, mit<br />

zunehmendem Alter auch als Dirigent<br />

in der Musikwelt Respekt<br />

verschafft. Um so mehr ist es zu<br />

bedauern, dass diese SACD seinem<br />

Ansehen nicht gerecht wird.<br />

<strong>Die</strong> Mendelssohn-Interpretationen<br />

haben keinen spezifischen<br />

Klang, jedenfalls nicht in der<br />

Wiedergabe durch das Musikkollegium<br />

Wintherthur. Da wird<br />

viel gewackelt und gezögert,<br />

die Musik blüht nicht auf. Wahrscheinlich<br />

hätte Holliger ein souveräneres<br />

Ensemble gebraucht,<br />

wie etwa das Kammerorchester<br />

Basel.<br />

LM<br />

✪ „Orchesterwerke 2“ (MDG)<br />

KLAVIER RECITAL<br />

FRANZ LISZT<br />

TRANSKRIpTIONEN vON<br />

SCHUbERT, CHOpIN,<br />

GOUNOD ET AL.<br />

Janina Fialkowska<br />

Atma Classique (Musikwelt Tontr.); CD<br />

www.fialkowska.com<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Der Blick in die Ferne<br />

trügt: Am Klavier ist<br />

Janina Fialkowska<br />

hochkonzentriert.<br />

LIED<br />

FRANZ SCHUBERT<br />

SCHWANENGESANG,<br />

AUF DEM STROM,<br />

DIE STERNE<br />

Mark Padmore (Tenor),<br />

Paul Lewis (Klavier),<br />

Richard Witkins (Waldhorn)<br />

Harmonia Mundi (Harmonia Mundi); CD<br />

www.harmoniamundi.com<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Um Sehnsucht,<br />

Schmerz und Abschied<br />

geht es im<br />

Zyklus „Schwanengesang“,<br />

den der Verleger Tobias Haslinger<br />

nach Schuberts Tod aus den letzten<br />

Liedern des Komponisten zusammenstellte<br />

und veröffentlichte.<br />

Tenor Padmore und Pianist Lewis<br />

liefern eine unter die Haut gehende<br />

Interpretation dieser Minidramen.<br />

Das liegt an dem deutlich artikulierten,<br />

nuancenreichen Gesang<br />

Mark Padmores, aber auch am<br />

sensiblen Spiel seines Begleiters<br />

und an der Klarheit des Klangbilds.<br />

Mein lieber Schwan: eine starke<br />

Aufnahme!<br />

AF<br />

✪ Quasthoff (Schwanengesang, DG)<br />

www.audio.de › 11/2011<br />

77


Musik › KlASSiK<br />

SINFONIK<br />

FRANZ LISZT<br />

leS préludeS, orpheuS,<br />

Berg-SinFonie<br />

Orchester Wiener Akademie,<br />

Martin Haselböck<br />

NCA (Harmonia Mundi); CD<br />

www.haselboeck.org<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

In der mehrteiligen<br />

Reihe „The<br />

Sound of Weimar“<br />

widmet sich<br />

Martin Haselböck<br />

dem sinfonischen Schaffen Franz<br />

Liszts. <strong>Die</strong> zweite Folge enthält<br />

unter anderem „Les Préludes“,<br />

jenes Werk, das die Nazis im Zweiten<br />

Weltkrieg als Erkennungsmelodie<br />

(„Russland-Fanfare“) für<br />

den Wehrmachtbericht in Rundfunk<br />

und Wochenschauen missbrauchten.<br />

Doch auch in diesem<br />

Fall gelingt es Haselböck und seinen<br />

Musikern, mit hohem spielerischem<br />

Einsatz und nicht zuletzt<br />

durch Verwendung historischer<br />

Instrumente den verkannten Sinfoniker<br />

Liszt zu rehabilitieren. LU<br />

✪ Haitink (Decca), Masur (EMI),<br />

Fricsay (DG)<br />

Spielfreudiger<br />

Querdenker: Cellist<br />

Julian Steckel.<br />

KAMMERMUSIK<br />

DEBUSSy U.A.<br />

French cello SonAtAS<br />

Julian Steckel (Cello);<br />

Paul Rivinius (Klavier)<br />

Cavi-Music (Harmonia Mundi); CD<br />

www.juliansteckel.com<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

klang<br />

tipp<br />

Julian Steckel<br />

und Paul<br />

Rivinius, die<br />

Preisträger beim<br />

ARD-Musikwettbewerb<br />

2010, haben hier ein erstes<br />

Album mit französischen Kompositionen<br />

zu einem „duftenden“<br />

Bouquet gebunden. Bei den Stücken<br />

von Saint-Saens, Fauré,<br />

Debussy, Poulenc und Nadia Boulanger<br />

handelt es sich um reizvolle<br />

Episoden, mit humorvollem und<br />

spielerischem Gestus, aber auch<br />

mit dramatischen Gesten und elegischen<br />

Gefühlen. Hier wetteifern<br />

im besten Sinne zwei Meistermusiker<br />

mit Spielfreude und -witz.<br />

Auch klanglich ist das Album ein<br />

Gewinn.<br />

LU<br />

✪ Debussy/Philips Classics, Queyras,<br />

Tharaud (harmonia mundi), Müller-<br />

Schott, Kulek (EMI)<br />

KAMMERMUSIK<br />

FRANZ SCHUBERT<br />

Forellen-Quintett,<br />

AdAgio und rondo<br />

concertAnte<br />

Demus, Irnberger, Ortner,<br />

Litschauer, Bürgschwendtner<br />

Gramola (Codaex); SACD<br />

www.gramola.at<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Ein Klavier-<br />

Quartett(satz)<br />

von Franz<br />

Schubert? <strong>Die</strong>se<br />

Rarität auf SACD<br />

vorzustellen, ist der eigentliche<br />

Gewinn dieser Veröffentlichung.<br />

Das Forellen-Quintett zu Beginn<br />

offenbart einen wunderbar weichtimbrierten<br />

(originalen) Klang aller<br />

Instrumente. Sie klingen nicht<br />

neuzeitlich harsch oder aggressivbrillant,<br />

sondern „rund“ und lassen<br />

den Zuhörer in die Zeit Schuberts<br />

eintauchen. Es fallen jedoch kleine<br />

Mängel im Zusammenspiel und motorische<br />

Ungleichmäßigkeiten auf.<br />

<strong>Die</strong>se Aufnahme ist daher insbesondere<br />

für Jörg-Demus-Freunde<br />

wertvoll.<br />

LU<br />

✪ Quintett: Richter (EMI), Brendel<br />

(Philips), Quartett: Berezovsky (Sony),<br />

Academy St. Martin Chamber Ensemble<br />

(Chandos)<br />

OPER<br />

ANTONIN DVORÁK<br />

ruSAlKA<br />

Nylund, Beczala,<br />

Magee, Held,<br />

Remmert u. a.,<br />

Cleveland Orchestra,<br />

Franz Welser-Möst<br />

Orfeo (Orfeo); 3 CDs<br />

www.orfeo-international.com<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

klang<br />

tipp<br />

Dvoráks „Rusalka“<br />

galt als das<br />

Operereignis der<br />

Salzburger Festspiele<br />

2008. Der<br />

Live-Mitschnitt zeigt, warum:<br />

Das Cleveland Orchestra unter<br />

Franz Welser-Möst erzählt das<br />

schaurige Märchen über die unglücklich<br />

verliebte Nixe Rusalka<br />

mit betörendem Klangzauber und<br />

schlagkräftiger Dramatik. Auch<br />

die Ensembleleistung stimmt:<br />

Piotr Beczala (Prinz) prunkt mit<br />

feurigen, prächtigen Höhen, Camilla<br />

Nylund (Rusalka) verströmt<br />

schwärmerisch-klagende Kantilenen.<br />

Selbst die Nebenrollen sind<br />

exquisit besetzt – man bestaune<br />

Anna Prohaska im Waldnymphen-<br />

Trio!<br />

OPB<br />

✪ Dvorák, Sinf. Dichtungen, Harnoncourt<br />

(Teldec)<br />

KLAVIER<br />

ROBERT SCHUMANN<br />

cArnAvAl op. 9,<br />

KlAvierKonzert<br />

A-Moll op.54<br />

Davide Cabassi,<br />

Haydn-Orchestra of<br />

Bolzano and Trento,<br />

Gustav Kuhn<br />

Col legno; CD<br />

www.davidecabassi.net<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

<strong>Die</strong>se CD hat<br />

letztlich nur für<br />

die Ausübenden<br />

einen Erinnerungswert:<br />

Bei<br />

der Fülle erstklassiger Aufnahmen<br />

beider Werke dürfte sie auf<br />

dem Markt kaum eine Chance<br />

haben. Das hemdsärmelige Spiel<br />

von Davide Cabassi verbleibt im<br />

engen dynamischen Raum zwischen<br />

mezzoforte und forte und<br />

hat – größtes Manko – keinerlei<br />

Klangfarben, die dem Zuhörer die<br />

Suggestion von musikalischen<br />

Charakteren ermöglicht. Auch die<br />

Konzertaufnahme unter Gustav<br />

Kuhn kommt über handwerkliche<br />

Solidität nicht hinaus. LU<br />

✪ Konzert: Richter (DG), Haskil (Philips),<br />

Perahia (Sony), Carnaval: Kempff<br />

(DG), Arrau (Philips), Michelangeli (DG)<br />

SAKRAL<br />

GABRIEL FAURÉ<br />

reQuieM, cAntiQue de<br />

JeAn rAcine, elegie,<br />

pAvAne, Super FluMinA<br />

BABYloniS<br />

Jaroussky, Goerne u. a.,<br />

Chœur de l’Orchestre de<br />

Paris, Orchestre de Paris,<br />

Paavo Järvi<br />

Virgin Classics (EMI); CD<br />

www.orchestredeparis.com<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Fauré wollte,<br />

dass sein Requiem<br />

sanft und<br />

tröstend ist –<br />

zwei Eigenschaften,<br />

die in dieser sehr natürlichen<br />

Live-Aufnahme besonders<br />

deutlich werden, weil Chor und Orchester<br />

fein differenziert agieren.<br />

<strong>Die</strong> Solisten – Goerne mit warmer<br />

Baritonstimme und Countertenor<br />

Jaroussky als himmlischer Sopran<br />

im Pie Jesu – setzen die Glanzpunkte.<br />

Passend dazu gibt es weitere Werke<br />

für Chor/Cello und Orchester mit<br />

Ohrwurmcharakter, darunter die<br />

Weltersteinspielung des Frühwerks<br />

„Super flumina Babylonis“. Einlegen<br />

und genießen.<br />

AF<br />

✪ Milnes, Te Kanawa, Dutoit, Orchestre<br />

Symphonique de Montréal (Decca)<br />

Foto: Marco Borggreve<br />

78 11/2011 › www.audio.de


Komplett-Systeme › Blu-ray-anlagen<br />

sonnige<br />

aussichten<br />

Relaxed auf dem Sofa liegen und Filme in bestem Surround-Klang<br />

erleben, dafür sind diese beiden Blu-Ray-Anlagen von Samsung<br />

und Philips ideal. Doch stellt sich beim Lauschen von Musik auch<br />

ein Wohlgefühl bei HiFi-Fans ein? Eindeutige Antwort: Ja!<br />

■ Text: Alexandros Mitropoulos<br />

test<br />

Zwei Blu-ray Heimkino Komplett-Anlagen<br />

philips hts 9540 1650 €<br />

samsung ht-d6750w 1000 €<br />

134<br />

www.audio.de ›11 /2011


Komplett-Systeme › BlU-RAy-AnlAgEn<br />

philips Hts 9540 um 1650 EuRO<br />

QUADRATisch, pRAkTisch, gUT: Im<br />

unteren Teil der vier identische Satelliten ist<br />

jeweils ein Dipol untergebracht.<br />

Fotos: Archiv<br />

Mit Blu-ray 3D, WiFi und NetTV<br />

schickt Philips sein Heimkino-<br />

Flaggschiff HTS-9540 ins<br />

Komplettanlagen-Rennen. Neben einem<br />

Center beinhaltet das Set einen<br />

Subwoofer, der mit einem 16,5 cm großen<br />

Treiber bestückt ist und vier identische<br />

Satelliten im Doppel-Format. <strong>Die</strong><br />

Satelliten sehen aus wie zwei aufeinander<br />

gesetzte Würfel: Der obere Kubus<br />

ist ein 2-Wege-System und der untere<br />

gehört zur Gattung der Dipole. Am mehrpoligen<br />

Anschlussstecker ist erkennbar,<br />

dass das Signal für die Satelliten im Player<br />

durch DSPs entsprechend aufgeteilt<br />

wird. Alternativ ist es möglich, die Rear-<br />

<strong>Box</strong>en mittels optional erhältlichem Adapter<br />

kabellos zu betreiben.<br />

Komplettiert wird das ganze noch durch<br />

den 3D-fähigen BD-Player, der obligatorischen<br />

(ovalen) Fernbedienung und einem<br />

kabelgebundenen iPod-Dock. Der<br />

Player kann sich entweder mit WLAN<br />

oder über den rückseitigen LAN-Anschluss<br />

mit dem Internet verbinden. Auf<br />

diese Weise kann man bequem vom Sofa<br />

aus Philips' Internet-Service NetTV<br />

durchstöbern. Das Angebot dort hält<br />

sich zwar noch in überschaubaren Grenzen<br />

– übliche Verdächtige wie Facebook,<br />

Twitter, Youtube und co. sind jedoch bereits<br />

vertreten. Einzig die an die mühselige<br />

Tipperei bei SMS-Schreiben erinnernde<br />

Eingabe von Buchstaben nimmt<br />

irgendwie den Spaß an der Sache. Eine<br />

Tastatur wäre hier durchaus sinnvoller<br />

gewesen. Internet ist jedoch nicht alles,<br />

daher befinden sich andere Anschlussmöglichkeiten<br />

wie zum Beispiel für analoge<br />

und digitale Musik-Zuspieler auf der<br />

Rückseite des Gerätes. Der für Blu-ray<br />

3D benötigte HDMI-Ausgang ist selbstverständlich,<br />

doch eingangsseitig sucht<br />

man leider vergebens nach HDMI-Anschlüssen.<br />

So ist es nicht möglich andere<br />

HD-Geräte mit dem Philips-System<br />

zu verbinden.<br />

Alle Komponenten sind sorgfältig verarbeitet<br />

und überzeugen mit einer sehr guten<br />

Haptik: <strong>Die</strong> Gehäuse bestehen aus<br />

einer Kombination aus edel gebürstetem<br />

Aluminium und<br />

stabilem Plastik. <strong>Die</strong> Anlage<br />

ist recht flott aufgebaut<br />

und dank des benutzerfreundlichen<br />

Einrichtungs-<br />

Menüs auch blitzschnell<br />

einsatzbereit. Falls erwünscht,<br />

sind die Philips-<br />

Lautsprecher mit Hilfe eines<br />

mitgelieferten Mikrofons<br />

in weniger als zwei<br />

Minuten vollautomatisch<br />

eingestellt. Obwohl die<br />

<strong>Box</strong>en mit ihren kleinen<br />

Abmessungen eher für<br />

kleinere Räume und eine<br />

relativ Hörer-nahe Aufstellung<br />

gedacht sind, hat die Anlage die nötigen<br />

Leistungsreserven, um auch mittelgroße<br />

Räume zu beschallen. <strong>Die</strong> Ladezeiten<br />

des Players sind angenehm<br />

kurz und das Navigieren im Menü erweist<br />

sich als erfreulich unkompliziert.<br />

ZAUBERWÜRFEl<br />

Im Surround-Betrieb fiel sofort die ausgezeichnete<br />

Raumdarstellung auf. Beim<br />

Live-Mitschnitt des Songs „Hard to<br />

Handle“ von den Black Crows<br />

(Freak'n'Roll into the Fog) etwa, hatte<br />

man das Gefühl direkt vor der Bühne zu<br />

stehen. <strong>Die</strong> Gitarren-Soli und das nuancenreiche<br />

Spiel des Saxophons wurden<br />

mit einer hervorragender Dynamik<br />

wiedergegeben. Auch<br />

bei Action-Filmen wie<br />

etwa Luc Bessons Klassiker<br />

„Das 5. Element“,<br />

konnte sich das<br />

HTS9540 behaupten:<br />

Dialoge waren wegen<br />

des leicht mittenbetonten<br />

Grundklangs stets<br />

verständlich. Stellenweise<br />

vermisste man<br />

jedoch etwas Tiefbass.<br />

sAmsUng hT-D670W<br />

Gewappnet mit üppiger<br />

Ausstattung und ausgeklügelter<br />

Technik, ver-<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

135


Komplett-Systeme › Blu-ray-aNlaGEN<br />

lOSGElÖST: <strong>Die</strong> Rear-<strong>Box</strong>en (innen) stehen<br />

über den Funk-Empfänger (neben dem Woofer)<br />

kabellos mit dem Blu-ray-Player in Kontakt.<br />

SaMSuNG HT-d6759w um 1000 EuRO<br />

sucht auch Samsung, seine neueste<br />

7.1-Heimkino-Anlage unters Volk zu bringen.<br />

Richtig gelesen: Obwohl das Set<br />

aus fünf <strong>Box</strong>en besteht, verkauft<br />

Samsung es als 7.1-System. Denn das<br />

Gehäuse der vorderen Standboxen beherbergt<br />

im Grunde genommen zwei<br />

Lautsprecher. <strong>Die</strong> Treiber im oberer Teil<br />

sind nach oben schwenkbar, wodurch<br />

die <strong>Box</strong>en auch als Front-Höhen-Lautsprecher<br />

(für Dolby Pro Logic IIz) verwendbar<br />

sind. Dabei erhält der obere<br />

Speaker ein eigenes Signal vom Player<br />

und teilt es sich nicht etwa mit seinem<br />

unteren Pendant. Ein weiteres Schmankerl<br />

sind die zwei Rears, die nicht direkt<br />

am Blu-Ray-Player hängen: Per Kabel an<br />

eine im Lieferumfang enthaltene Empfangs-Einheit<br />

gekoppelt, erhalten Sie ihre<br />

Signale ausschließlich über eine digitale<br />

Funkstrecke. Bis auf einen für den<br />

Empfänger benötigten Stromanschluss,<br />

sind die hinteren Lautsprecher somit relativ<br />

frei im Raum positionierbar. Komplettiert<br />

wird das ganze schließlich noch<br />

durch einen Center und natürlich einen<br />

Subwoofer.<br />

Aber da wir gerade bei technischen Besonderheiten<br />

sind: Ein von den Samsung-<br />

Entwicklern angepriesenes Highlight ist<br />

die sogenannte 2D->3D-Funktion, bei<br />

der Musik im Stereo-Format quasi auf<br />

Knopfdruck wie 5.1 klingen soll. Dazu jedoch<br />

später mehr. Über DLNA-Streaming<br />

lassen sich Musik, Videos und Bilder<br />

ganz unkompliziert vom heimischen<br />

Medien-Server, PC oder eben vom Handy<br />

wiedergeben. Besteht Zugang ins<br />

World Wide Web, kann man auf<br />

Samsungs Internet-Service „Samsung-<br />

Hub“ zugreifen. Bekannte <strong>Die</strong>nste wie<br />

Facebook, Youtube und Twitter sind<br />

selbstverständlich vorhanden. Bei Bedarf<br />

kann man sich jedoch auch weitere<br />

Apps aus dem Samsung-Store herunter-<br />

MIT DIESEN Blu-rayS WurDE GEHÖrT<br />

TrONDHEIMSOlISTENE – IN fOlk STylE:<br />

Äußerst empfehlenswerte Musik-Blu-ray: 15 klassische<br />

Titel mit Folk-Einflüssen aus Nordeuropa im<br />

neuen Gewand. Alle Titel wurden mit Surround-<br />

Techniken aufgenommen und so abgemischt, als<br />

säße man man mitten im Orchester.<br />

DaS füNfTE ElEMENT<br />

Luc Bessons SciFi-Klassiker wartet mit einer<br />

Story epischen Ausmaßes auf und kombiniert<br />

dies mit actiongeladen Kampfszenen.<br />

Neben Bruce Willis und Milla Jovovich in<br />

den Hauptrollen fällt auch die geniale<br />

Darbietung von Gary Oldman auf.<br />

136<br />

www.audio.de ›11 /2011


Komplett-Systeme › BLU-RAy-ANLAGeN<br />

laden. Anschlussseitig ist die HT-<br />

D6759W ebenfalls gut ausgestattet:<br />

Analoge wie auch Digitale Audio- und<br />

Video-Eingänge sind auf der Geräte-<br />

Rückseite des BD-Players zu finden. Neben<br />

dem obligatorischen HDMI-Ausgang<br />

sind noch zwei HDMI-Eingänge für<br />

andere HD-Zuspieler vorhanden. Der für<br />

die drahtlose Verbindung mit den Rear-<br />

<strong>Box</strong>en benötigte Dongle wird ebenso<br />

wie das iPod-Dock rückseitig eingestöpselt.<br />

USB-Sticks und das Messmikrofon<br />

finden dagegen frontseitig geschickt<br />

versteckt unter einer Plastikabdeckung<br />

Anschluss.<br />

<strong>Die</strong> Anlage ist gut verarbeitet und die<br />

schwarze Hochglanz-Optik des Plastiks<br />

verleiht ihr einen edlen Look. Bei den Kabelklemmen<br />

hätte Samsung aber gerne<br />

ein paar Cent mehr investieren können,<br />

da sie nicht wirklich robust wirken. Schaltet<br />

man das Gerät zum ersten Mal ein,<br />

wird man durch ein kurzes Einrichtungsmenü<br />

geführt. Falls erwünscht, kann<br />

man dort auch mit zuvor erwähntem Mikrofon<br />

das 7.1-Set automatisch kalibrieren.<br />

<strong>Die</strong> Ladezeiten des Players sind gut<br />

und die Geräuschentwicklung des Laufwerks<br />

und des Lüfters ist auch angenehm<br />

leise. <strong>Die</strong> Menüführung ist logisch<br />

aufgebaut und man findet sich daher auf<br />

Anhieb schnell zu recht.<br />

ALLeSKÖNNeR<br />

<strong>Die</strong> zwei Highlights der Samsung-Anlage<br />

sind sicherlich die 3D-Umwandlung<br />

von Stereo-Musik und die schwenkbaren<br />

Treiber der zwei vorderen Stand-<br />

Lautsprecher. Doch schon relativ früh<br />

bemerkten die Tester eine unerwartete<br />

Tugend: Der Stereo-Klang war ausgesprochen<br />

gut und die räumliche Abbildung<br />

äußerst natürlich. Jimi Hendrix<br />

„Little Wing“ von der Platte „Axis: Bold<br />

as Love“ beeindruckte mit einer tollen<br />

Dynamik und einem ausgewogenen<br />

Klang. <strong>Die</strong> Samsung-<strong>Box</strong>en tönten bei<br />

„When I was cruel“ (von der gleichnamiger<br />

Scheibe) von Elvis Costello genau so,<br />

wie man es von einer guten Wohnzimmer-Anlage<br />

erwarten würde.<br />

Bei so einer Klanggüte vergisst man<br />

auch schnell, dass die HT-D6579W auch<br />

Surround kann – und zwar richtig gut.<br />

Dabei kam der ausgezeichnete Allround-<br />

Charakter des 7.1-Sets zum Vorschein.<br />

Ein passendes Beispiel dafür ist die Szene<br />

aus „Das fünfte Element” in der die<br />

Opern-Diva ein Konzert gibt und Leeloo<br />

zur selben Zeit gegen Zorg und Gefolge<br />

kämpft. Sowohl Sound-Effekte als auch<br />

der Musik-Teil wurden von den <strong>Box</strong>en<br />

feinzeichnend wiedergegeben. Bei Filmen,<br />

denen ein zusätzlichen Höhenlautsprecher<br />

gut tut (Dolby Pro Logic IIz), kamen<br />

die nach oben drehbaren Treiber<br />

der Frontboxen gelegen. Flog etwa ein<br />

Flugzeug über einen hinweg, so wurde<br />

dies auch dementsprechend realistisch<br />

von den Frontlautsprechern übertragen.<br />

Auch der gute Klang des Subwoofers fiel<br />

sofort auf, der trotz seiner überschaubaren<br />

Größe ordentlich Druck machen<br />

konnte. Dabei blieb die Basswiedergabe<br />

auch bei höheren Pegeln stramm.<br />

StecKBRIeF<br />

philips<br />

HTS9540<br />

Vertrieb<br />

Philips deutschland GmbH<br />

040 / 28990<br />

www. philips.de samsung.de<br />

Listenpreis 1650 Euro 1000 Euro<br />

Garantiezeit 2 Jahre 2 Jahre<br />

samsung<br />

HT-d6759w<br />

Samsung Electronics GmbH<br />

0180 / 57267864<br />

Maße Satelliten-<strong>Box</strong>en<br />

Maße Center-<strong>Box</strong><br />

9,9 x 24,7 x 11,7 cm<br />

43,5 x 8,5 x 11,1 cm<br />

9 x 132 x 11,9 cm<br />

36 x 7,4 x 6,8 cm<br />

Maße Subwoofer 19,6 x 39,7 x 34,2 cm 20 x 39 x 35 cm<br />

Ausführungen Sub/Sat schwarz schwarz<br />

ausstattung<br />

Tuner/RdS • / • • / •<br />

wiedergabe MP3, AAC, wAV, Flac • / • / • / – • / • / • / –<br />

dTS Hd Master / dolby True Hd • / • • / •<br />

Raumeinmessung / Equalizer • / • • / •<br />

On-Screen-display • •<br />

Max.Bild-Auflösung 1080p 1080p<br />

Videoskaler • •<br />

Besonderheiten<br />

anschlüsse<br />

Analog In/Out 2 / – 1 / –<br />

digital In/Out 2 (+1 für TV) / – 1 (+1 für TV) / –<br />

HdMI In/out 0 / 1 2 / 1<br />

Video/S-Video/YUV in • / – / • – / – / –<br />

Video/S-Video/YUV Out • / – / • • / – / •<br />

Scart In/Out – / – – / –<br />

Ethernet / wireless • / • • / •<br />

USB / iPod direkt /<br />

iPod dock<br />

• / – / • • / – / •<br />

Besonderheiten<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Rear-Lautsprecher mittels optionalem<br />

Adapter auch kabellos zu<br />

betreiben.<br />

Bei reinem Musik-Material tönte das<br />

Samsung-System sogar noch etwas<br />

besser: Etwa bei „Diplom“ von Gjermund<br />

Larsen („In Folk Style”). Ein Musik-Titel<br />

mit Nordic- und Klassikeinflüssen<br />

der so aufgenommen und abgemischt<br />

wurde, als säße man mitten im<br />

Orchester. Ein natürlicher 3D-Eindruck<br />

und ein äußerst detaillierter Klang im gesamten<br />

Frequenzbereich machten die<br />

ohnehin schon gute Aufnahme zum absoluten<br />

Ohrenschmaus.<br />

Zuletzt wäre da noch die magische<br />

Transformation von Stereo auf 5.1-Klang<br />

zu nennen. Das Ergebnis ist zwar eine<br />

durchaus räumlichere Darstellung von<br />

Stereo-Musik, jedoch für ernsthafte Musik-Hörer<br />

eher eine nette Zusatzfunktion<br />

als tatsächliches Feature.<br />

Rear-Lautsprecher sind nur kabellos<br />

zu betreiben.<br />

ÅSehr einfache Bedienung und Installation.<br />

ÅExzellenter Stereo-Klang, gute<br />

Ausgezeichneter 3d-Klang.<br />

ÍKlang etwas mitten-betont. Bei<br />

Filmen vermisst man Tiefbass.<br />

Subwoofer-Performance.<br />

ÍMusik im nativen 5.1-Format könnte<br />

etwas räumlicher abgebildet werden.<br />

Klang Stereo 68 74<br />

Klang Surround 70 70<br />

Bildqualität sehr gut sehr gut<br />

Ausstattung sehr gut sehr gut<br />

Bedienung überragend sehr gut<br />

Verarbeitung sehr gut gut<br />

klangurteil 69 punkte 72 punkte<br />

preis/leistung sehr gut überragend<br />

kauftipp<br />

PREIS/LEISTUnG 11/11<br />

138<br />

www.audio.de ›11 /2011


Komplett-Systeme › BLu-ray-aNLageN<br />

Fazit<br />

Alexandros Mitropoulos<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />

MeSSLaBor<br />

im direkten a/B-Vergleich konnten<br />

die Philips-Würfel mit einem beeindruckendem<br />

Surround-Klang überzeugen.<br />

Wegen den kompakten<br />

abmessungen lassen sie sich unauffällig<br />

ins Wohnzimmer-ambiente<br />

integrieren und sehen zudem<br />

noch elegant aus. <strong>Die</strong> Stärken der<br />

Samsung-anlage sind ihr hervorragender<br />

Stereo-Klang und die gute<br />

Performance des Subwoofers.<br />

auch die Wiedergabe von nativem<br />

5.1-audio kann sich hören lassen<br />

und die DLNa-Streaming-Funktion<br />

macht sie im zeitalter von Medien-<br />

Servern und Co. äußerst attraktiv.<br />

Mit diesen tugenden hat sie durchaus<br />

das zeug dazu, die Kompakt-<br />

Stereo-anlage aus dem Wohnzimmer<br />

zu verdrängen.<br />

Philips HTS9540 (Sat) Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

80 dB 85 dB 90 dB 95 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

PhiLiPS htS9540<br />

Oben: Leichte Brillanz-Betonung bei den Satelliten,<br />

beim Center leichte Anhebung bei 4<br />

kHz (ohne Abb.). Der Subwoofer reicht bis<br />

38 Hz herunter (-6 dB). Bis zu einer Lautstärke<br />

von 85-90 dB relativ klirrarme Front-<strong>Box</strong>en<br />

(unten).<br />

_06O90_Genelec_audio_11.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);27. Sep 2011 12:33:36<br />

110 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

Samsung PS-DT5 (HT-D6759W-Front) Pegel- & Klirrverlauf<br />

80 dB 85 dB 90 dB 95 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

SaMSuNg ht-D6759W<br />

Oben: Anhebung um 200 Hz und bei 7,5 kHz<br />

bei den Front-<strong>Box</strong>en. Sonst relativ gerader<br />

Frequenzgang. Der Center hat eine Senke<br />

bei etwa 15 kHz (ohne Abb.); Der Sub wird<br />

mit einem steilen Filter begrenzt. Klirrverhalten<br />

gut bis 85 dB (unten).<br />

Vielen Dank für das ausgezeichnete Feedback auf der HIGH END ® in München. Unser neues 8260A 3-Weg-<br />

DSP-System erhielt weltweit große Anerkennung sowohl von Zeitungs-Kritikern als auch von unseren Kunden.<br />

<strong>Die</strong> nächste Messe in Deutschland ist die HIGH END ® ON TOUR in Düsseldorf, 19.-20. November. Herzlich<br />

willkommen und wir sehen uns in Raum 1201. Für weitere Informationen über unsere ausgezeichneten<br />

Produkte und ihre Verfügbarkeit in Deutschland wenden Sie sich bitte an Audio Export unter www.genelec.de.


Verstärker › Vier-Kanal-endsTufe<br />

TesT<br />

Stereo-Endverstärker für Bi-Amping<br />

NAD C 245 BEE 600 €<br />

Bee-TurBo<br />

Jetzt gibt es die von Björn Erik Edvardsen entwickelte Verstärkertechnik im Doppelpack. Mit dem<br />

NAD C 245 BEE potenzieren sich die Möglichkeiten beinahe im Quadrat. Mehrraum, Bi-Amping und<br />

ganze Endstufen-Arrays sind möglich. Bedeutet das auch einen neuen Level an Klangspaß?<br />

■ Text: Stefan Schickedanz<br />

In der digitalen Welt haben wir uns<br />

längst an Variabilität gewöhnt: Handys<br />

dienen längst nicht mehr nur<br />

zum Telefonieren und Simsen, sie ersetzten<br />

Fotoapparate, Video-Kameras<br />

oder Navigationssysteme. Wie beschränkt<br />

wirkt dagegen die Analogwelt,<br />

wo sich seit Erfindung des Schweizer<br />

Offiziersmessers nichts mehr Bahnbrechendes<br />

getan hat. Zugegeben, an dessen<br />

Status wird auch der neue Endverstärker<br />

C 245 BEE nicht kratzen. Für einen<br />

Verstärker birgt er jedoch eine außergewöhnliche<br />

Fexibilität. Das liegt<br />

140 www.audio.de ›11 /2011<br />

nicht nur an seiner doppelten Stereo-<br />

Endstufe in einem vergleichsweise kompakten<br />

grauen Gehäuse, sondern auch<br />

an den durchdachten Detaillösungen.<br />

Neben zwei Stereo-Eingängen stehen<br />

auch zwei Stereo-Ausgänge mit vergoldeten<br />

Cinch-Buchsen bereit. Damit<br />

spart sich der Besitzer einerseits die Y-<br />

Adapter, wenn sein Vorverstärker nur einen<br />

geregelten Ausgang besitzt. Viel<br />

schwerer wiegt aber die Möglichkeit, im<br />

Bedarfsfall, etwa für Mehrraum-Systeme<br />

oder Lautsprecher mit mehr als zwei<br />

getrennt ansteuerbaren Wegen theoretisch<br />

beliebig viele dieser kleinen grauen<br />

Helfer zusammenzuschalten. So kann<br />

der Besitzer ganze Verstärker-Farmen<br />

aufbauen, mit denen sich so ziemlich jede<br />

Lautsprecher-Konfiguration in den<br />

Griff kriegen lässt.<br />

Rein von der Leistungsabgabe des Herstellers<br />

gesehen traut man der C 245<br />

BEE weniger zu als sie wirklich zu leisten<br />

im Stande ist – außer man kennt die Marke<br />

und weiß wie eine Sinusleistung von<br />

4 x 35 NAD-Watt an 8 Ohm in der Praxis<br />

einzustufen ist. Wer trotzdem mehr Power<br />

pro Kanal braucht, kann mit zwei


Verstärker › Vier-Kanal-endstufe<br />

Fotos: Archiv, MPS, Boris Franz – Shutterstock.com<br />

Schaltern auf der Rückseite die vier Endstufen<br />

zu einem doppelt so starken Stereo-Verstärker<br />

brücken. Gegen die anderen<br />

Verwendungsmöglichkeiten aber<br />

nicht unbedingt die verlockendste Lösung.<br />

Wer den grauen Wolf im Schafspelz<br />

tarnen möchte, freut sich über die<br />

Möglichkeit zur Einbindung in Home-Automation-Systeme<br />

durch den 12-Volt-<br />

Trigger-Eingang und eine<br />

Abschaltautomatik. Nach<br />

10 Minuten ohne Signal<br />

schaltet sich der Amp<br />

automatisch ab. Audiophile<br />

Anwender, die ihre<br />

Endstufen dauern unter<br />

Dampf halten wollen,<br />

können diese Stromsparfunktion<br />

abschalten.<br />

Für die Klangabstimmung<br />

des vielseitigen<br />

Verstärkers zeichnet kein<br />

geringerer als NAD-<br />

Klang-Guru Björn Erik Edvardsen<br />

verantwortlich,<br />

der auch das bekannte<br />

Buchstabenkürzel beisteuert.<br />

Edvardsen verlässt<br />

sich nicht nur auf<br />

seine guten Ohren bei der<br />

Abstimmung, er setzt<br />

auch auf ordentlich dimensionierte<br />

Bauteile.<br />

<strong>Die</strong> C 245 BEE verfügt<br />

über einen stattlichen,<br />

streufeldarmen Ringkerntransformator<br />

und aus dem Vollen<br />

gefräste, massive<br />

Kühlrippenblöcke, die<br />

nicht nur Verlustwärme wirkungsvoll ableiten,<br />

sondern auch das Chassis gegen<br />

Vibrationen versteifen.<br />

Der Hörtest verlief so abwechslungsreich<br />

wie die Einsatzmöglichkeiten dieser<br />

Endstufe. Als Prüfstein verwendeten<br />

wir die vielseitig ansteuerbare und<br />

hochauflösende KEF Reference 207/II,<br />

obgleich sie preislich in einer anderen Liga<br />

spielt. Zunächst musste sich der C<br />

245 BEE als gewöhnlicher Zweikanal-<br />

Endverstärker beweisen. Ein Endstufenzweig<br />

durfte sich ausruhen, während<br />

sich der andere an der schweren Britin<br />

abrackerte. Kaum zu glauben, aber<br />

selbst dieses Ergebnis konnte sich wahrlich<br />

hören lassen. Der Bass wirkte überraschend<br />

kontrolliert und kräftig, die Dynamikreserven<br />

reichten für erhöhte Zimmerlautstärken<br />

im relativ großen, stark<br />

bedämpften <strong>AUDIO</strong>-Hörraum locker<br />

aus. Der Applaus bei „Mr. Bojangles“<br />

von Robbie Williams („Live At Knebworth“)<br />

kam stürmisch und differenziert<br />

aus den Lautsprechern. <strong>Die</strong> Stimmwiedergabe<br />

überzeugte, was Artikulation<br />

und Fokussierung betraf. Als reine Zwei-<br />

Kanal-Stereo-Endstufe übertraf der<br />

schlaue Graue schon in praktisch allen<br />

Belangen das Resultat, das sich beim direkten<br />

Zugriff auf die Ausgangsstufe<br />

des per Brücke auftrennbaren, sehr gelungenen<br />

Vollverstärkers NAD C 326<br />

BEE erzielen ließ. <strong>Die</strong>ses Ergebnis entspricht<br />

dem Einsatz der C 245 BEE als<br />

Stereo-Verstärker für zwei verschiedene<br />

Hörzonen.<br />

Aus audiophiler Sicht interessierte uns<br />

noch mehr der Einsatz als Vierkanal-Stereo-Endstufe.<br />

Dazu trennten wir die<br />

Weiche der KEF in Tiefton- und Mittelhochton-Sektion<br />

auf. <strong>Die</strong> Performance<br />

dankte das Bi-Amping mit einem deutlichen<br />

Schub in Sachen Impulsivität, Basspräzision<br />

und erschien subjektiv lauter,<br />

wenn man die Reserven ausnutze. Nun<br />

schien das Publikum noch enthusiastischer<br />

in die Hände zu klatschen, was die<br />

Musiker um den Bassisten Marcus Miller<br />

(„The Ozell Tapes“) offenbar dazu<br />

Bee Cool: <strong>Die</strong> C 245 BEE präsentiert sich<br />

mit sauberem Aufbau. <strong>Die</strong> massiven<br />

Kühlrippen versteifen das Gehäuse und trennen<br />

das Netzteil von der Endstufen-Sektion.<br />

Öffnungen im Boden sorgen für effiziente<br />

Kühlung. Auffallend: Das großzügige Netzteil<br />

mit Ringkern-Trafo und stattlichen Elkos.<br />

animierte, noch präziser und ausdrucksvoller<br />

in die Saiten zu greifen. Zudem fiel<br />

ein recht drastischer Zugewinn an Plastizität<br />

auf. <strong>Die</strong> Musiker auf der Bühne erschienen<br />

dreidimensionaler vor dem<br />

geistigen Auge. <strong>Die</strong> Obertöne der Instrumente<br />

wirkten klarer und in komplexen<br />

Passagen blieb mehr Durchhörbarkeit<br />

erhalten. Während im Zweikanal-<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

141


Verstärker› ViER-KaNaL-ENDStUFE<br />

BEE DiFFERENt:<br />

Doppelte Ein- und<br />

Ausgänge sind mit den vier<br />

Endstufen der Schlüssel zu<br />

hoher Flexibilität. Nach<br />

Bedarf lassen sich mehre<br />

Amps zusammenschalten.<br />

Betrieb die Kontur und der Nachdruck im<br />

Bass immer dann leicht abnahmen,<br />

wenn es in den mittleren Oktaven richtig<br />

zur Sache ging, ging jetzt der Punch im<br />

Keller nicht verloren. Das einzige kleine<br />

Manko, die leicht zur Kühle neigenden<br />

Stimmen etwa bei Robbie Williams, ließ<br />

sich durch den Vierkanal-Stereo-Betrieb<br />

nicht kurieren. Allerdings wirkte alles<br />

viel weniger angestrengt und sehr luftig,<br />

was den hellen Klangcharakter nicht un-<br />

StECKBRiEF<br />

NAD<br />

C 245 BEE<br />

Vertrieb<br />

Dynaudio<br />

0 41 08 / 4 18 00<br />

www.<br />

nad.de<br />

Listenpreis (Paar) 600 Euro<br />

Garantiezeit<br />

3 Jahre (bei Registrierung)<br />

Maße B x H x T<br />

43,5 x 95 x 31,5 cm<br />

Gewicht<br />

7,3 kg<br />

AuSStAttuNg<br />

Eingänge Cinch / XLR 2 P. / – (+2 Cinch-Ausgänge)<br />

Pegelsteller –<br />

Kanäle 4<br />

Ferneinschaltung •<br />

Leistungsanzeige –<br />

Besonderheiten<br />

Abschaltautomatik<br />

aUDiOGRaMM<br />

ÅSehr dynamisch, ganz<br />

besonders bei Bi-Amping,<br />

satter Bass und viel Details<br />

Í Cinch empfindlich gegen<br />

festsitzende Stecker<br />

Klang 2-Kanal/Bi-Amping 80 / 85<br />

Ausstattung<br />

gut<br />

Bedienung<br />

sehr gut<br />

Verarbeitung<br />

gut<br />

klANgurteil<br />

PreiS/leiStuNg<br />

MESSLaBOR<br />

80/85 PuNkte<br />

ÜberrAgeND<br />

kAuftiPP<br />

PREIS/LEISTUNG 11/11<br />

angenehm in Erscheinung treten ließ.<br />

Wer also seinen NAD C 326 BEE auftrennt<br />

und im Zuge eines stufenweisen<br />

Upgradings als Vorstufe verwendet,<br />

kann mit dem neuen Vierkanal-Amp einen<br />

deutlichen Zugewinn an Wiedergabequalität<br />

verbuchen und widerspenstigere<br />

Lautsprecher zähmen. Das Plus in<br />

Sachen Definition, Durchzeichnung,<br />

Punch und Basspräzision trat im Gegencheck<br />

mit dem als Vorstufe fungierenden<br />

NAD-Vollverstärker deutlich hervor.<br />

<strong>Die</strong> Grundtugenden, die sich zuvor im<br />

Verbund mit der Vorstufe Ayre K-5xe geäußert<br />

hatten, blieben durchweg erkennbar,<br />

auch wenn sich so nicht das<br />

ganze Potenzial des C 245 BEE ausschöpfen<br />

ließ.<br />

Doch das NAD-Team animierte zu Experimenten.<br />

In dieser Konfiguration blieb<br />

die integrierte Endstufe des in Vor- und<br />

Endstufe aufgetrennten Vollverstärkers<br />

ungenutzt. Der Besitzer könnte damit<br />

theoretisch einen weiteren Raum beschallen,<br />

doch da wir die KEF Reference<br />

mit ihren drei auftrennbaren Bereichen<br />

zur Hand hatten, versuchten wir es mit<br />

Tri-Amping. Nun verfügten die Bässe<br />

über einen eigenen Verstärkerzweig der<br />

Vierkanal-Endstufe, die unteren Mitteltöner<br />

ebenfalls. <strong>Die</strong> Koaxial-Systeme für<br />

die oberen Mitten und den Hochtonbereich<br />

speisten wir unter Verwendung<br />

der aus dem Endstufen-Ausgang zu-<br />

rückgeführte Cinch-Verbindung mit der<br />

eingebauten Leistungsstufe des C 326<br />

BEE. Dabei ging noch mehr die Post ab.<br />

Subjektiv hatte man es mit einem weit<br />

potenteren System zu tun, dessen Belastbarkeit<br />

verblüffenderweise weit weniger<br />

hinter kostspieligen Verstärkerboliden<br />

zurückblieb als erwartet. Der Sprung<br />

fiel beinahe so groß aus wie beim Umstieg<br />

von Zweikanal-Stereo auf Bi-Amping,<br />

gerade auch die Stabilität der Abbildung,<br />

die Kontur, der Druck im Bass<br />

und die Plastizität gewannen deutlich.<br />

<strong>Die</strong>ser NAD ist fraglos ein Gewinn.<br />

Fazit<br />

Stefan Schickedanz<br />

<strong>AUDIO</strong>-Mitarbeiter<br />

Wenn man das Klangergebnis in<br />

Relation zum Preis setzt, sucht<br />

diese Vierkanalendstufe ihresgleichen.<br />

Mit vier Kanälen für 600 Euro<br />

definiert die C 245 BEE eine eigene<br />

Nische, die sie zugleich souverän<br />

dominiert. <strong>Die</strong> wenigen<br />

ernstzunehmenden Vierkanal-<br />

Endstufen – etwa die Bi-Stage<br />

oder Bi-Complement von Phonosophie<br />

– liegen alle deutlich im<br />

vierstelligen Preisbereich.<br />

Extrem breitbandig ausgelegte Endstufen,<br />

an 8 Ohm linealgerade bis an die Messgrenze<br />

jenseits von 100 Kilohertz. Vorbildlicher<br />

Stabilitätswürfel (2) bei insgesamt<br />

niedrigem Spannungsniveau (AK 56). <strong>Die</strong><br />

Leistungsangaben des Herstellers werden<br />

selbst bei gleichzeitgem Betrieb aller vier<br />

Kanäle deutlich übertroffen, die Vierkanal-<br />

Leistung liegt nur geringfügig unter der<br />

Stereo-Leistungsabgabe. Beim Klirr relativ<br />

starke K3-Anteile, Verlauf (1) nicht optimal.<br />

1 2<br />

142<br />

www.audio.de ›11 /2011


Der Präzisionsvorverstärker<br />

Modell c-3800<br />

c-27 c-2110 c-2410 c-2810<br />

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P.I.A.-HiFi Vertriebs GmbH<br />

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enrich life through technology


Report › MastErMInds<br />

HiFi ist mehr als ein Business. Es ist in vielen Fällen eine Überzeugung. Enstanden aus einer Idee,<br />

getrieben von Begeisterung. <strong>Die</strong> Köpfe und Menschen hinter den Marken, die mit ihren Einfällen<br />

und Eingebungen, ihren Erfindungen und manchmal spektakulären Ansichten diese ganz entscheidend<br />

prägen, sind Kern der neuen <strong>AUDIO</strong>-Serie Masterminds. Der erste Teil dreht sich um<br />

Ray Kimber und wie aus einer waghalsigen Idee eine High-End-Manufaktur wurde.<br />

gEfloChtEnEs<br />

IMpErIuM<br />

Ein Mann, eine Idee, eine Company:<br />

Ein Brummgeräusch trieb ihn vor über 30 Jahren zur Verzweiflung<br />

– und in eine Erfolgsgeschichte. Heute ist Ray Kimber der Herrscher<br />

über ein Imperium an geflochtenen High-End-Kabeln – von<br />

13 bis 2500 Euro pro Meter.<br />

■ Text: Andreas Günther<br />

Ein modernes Märchen. Wie es<br />

sich so wahrscheinlich nur in den<br />

USA zutragen konnte. Gute Mythenschreiber<br />

sollten die Kimber-Story<br />

also mit „Es war einmal in Amerika beginnen“.<br />

In der Mitte der 70er Jahre surften<br />

die meisten jungen Musikfans auf<br />

der Disko-Welle. Ray Kimber tat das im<br />

Wortsinn: Er stattete Diskotheken mit<br />

dem passenden Equipment aus – mit<br />

Sound-, aber auch Lichteffekten. Als<br />

144 www.audio.de ›11 /2011<br />

verantwortlicher Chefingenieur hatte er<br />

dabei mit einem hartnäckigen Problem<br />

zu kämpfen: <strong>Die</strong> Spannungskabel für die<br />

Lichtanlage schickten Brummgeräusche<br />

in die Lautsprecherleitungen. Ray<br />

Kimber wollte die ultimative Lösung finden<br />

– und ging zuerst einen Irrweg. Wie<br />

es die meisten Menschen noch heute<br />

tun würden: Wenn eine Komponente die<br />

andere stört, dann muss ein Trennelement<br />

her – je größer der Brumm, desto<br />

größer auch die Abschirmung. Geld war<br />

damals kein Problem, Kimber konnte<br />

aus dem Vollen schöpfen. Er versiegelte<br />

die Audio-Kabel unter einem Schild aus<br />

massivem Stahl – und erhielt die Lektion<br />

seines Lebens. Der Klang wurde zur allgemeinen<br />

Überraschung immens<br />

schlechter – „just unbelievable“. Eine<br />

traurige Erkenntnis, die Kimber aber zur<br />

Erfolgsgeschichte seines eigenen Unternehmens<br />

führte.


Report › MASTERMinDS<br />

Fotos: Archiv, Petr Vaclavek – Shutterstock.com<br />

Als einer der ersten erforschte Kimber<br />

die Gesetze von magnetischen Feldern<br />

im Kontext zu der Stärke von Leiterbahnen.<br />

Das Ergebnis war gänzlich untypisch<br />

für damalige us-amerikanische<br />

Verhältnisse – „think big“ war nicht die<br />

Lösung, sondern die Rotation. In der<br />

Kurzfassung: Wenn sich die Kabel nach<br />

einem definierten Algorithmus kreuzen,<br />

entschwindet nicht nur die Angriffsfläche<br />

für Interferenzen, auch heben sich<br />

die Magnetfelder, die während des Signalflusses<br />

entstehen, gegenseitig auf.<br />

Der Effekt funktionierte sogar ohne jede<br />

Form der bekannten Abschirmung.<br />

Ray Kimber hatte damit auch das charakteristische<br />

Flechtmuster gefunden,<br />

das Markenzeichen aller Kimber Kable.<br />

Er hielt seine Erkenntnis für so stark,<br />

dass er 1979 eine eigene Company gründete,<br />

die besagte Kabel für die HiFi-<br />

Kundschaft in alle Welt bringen sollte.<br />

Aus heutiger Sicht ein cleverer, richtiger<br />

Schritt, damals jedoch eine Mischung<br />

aus Mut und komplett unberechenbarem<br />

Übermut. Ray Kimber traf keinen<br />

etablierten Markt an. <strong>Die</strong> gehobenen Hi-<br />

Fi-Hörer daheim begnügten sich zumeist<br />

mit traurigen Standardkabeln von<br />

der Kupferrolle. <strong>Die</strong> Sensibilität für High-<br />

End-Kabel war noch nicht vorhanden.<br />

Und wenn, so wurde der aufkeimende<br />

Markt von anderen Herstellern bedient.<br />

<strong>Die</strong> auf das Gegenprinzip von dick, dicker,<br />

monströs setzten. Kimber erschien<br />

zum Übergang in die 80er Jahre wie ein<br />

Außerirdischer: Er strickte nicht nur Kabel,<br />

er verweigerte sich zudem der<br />

„Mann-sind-die-dick“-Show.<br />

Ein weiteres Problem stürzte auf den<br />

wagemutigen Unternehmer ein: Es gab<br />

bis dato keine Infrastruktur für seine Produktidee.<br />

Kimber fragte bei einem Fachbetrieb<br />

an, der sich auf das Knüpfen von<br />

Wasser-Ski-Tauen spezialisiert hatte.<br />

Ob man denn auch Lautsprecherkabel<br />

verweben könne? Der Versuch ging heftig<br />

daneben – „well it was a disaster“,<br />

erinnert sich Ray Kimber rückblickend.<br />

Einen Prototyp per Hand zu knüpfen war<br />

das eine, davon jedoch eine Großserie<br />

zu starten, kam einem Hürdenlauf gleich.<br />

Kimber nahm Kontakt zum Hersteller<br />

der „rope machine“ auf. <strong>Die</strong> Kerzendochte,<br />

Marinetaue und allerlei dekorative<br />

Stricke verweben konnte – bis dato<br />

hatte aber noch nie jemand den Wunsch<br />

geäußert, hochpräzise Signalkabel zu<br />

ketteln, aus mit Kunststoff verkleideten<br />

Kupferadern. Kimber gab die Spielregeln<br />

vor, gemeinsam fand man die perfekt<br />

justierte „clickety clackety machine“ –<br />

und das erste Produkt für den Firmenkatalog,<br />

das bis heute legendäre Lautsprecherkabel<br />

4PR.<br />

<strong>Die</strong> meisten Testredakteure lügen, wenn<br />

sie behaupten, bereits damals das volle<br />

Genie von Ray Kimber erkannt zu haben.<br />

Auch branchenintern sah man eher einen<br />

skurrilen Außenseiter, der sich vor<br />

allem über das extravagante Design seiner<br />

Produkte definierte. Kimber wurde<br />

vorgehalten, seinen Minimalismus auszustellen.<br />

Oder zugespitzt: Warum verbarg<br />

der Mann seine besonderen Flechtkonstruktionen<br />

nicht sittsam unter einem<br />

Gewebestrumpf – Kimber zeigte<br />

seine Kabel ja regelrecht nackt, ein Exhibitionist.<br />

Stimmt in der Rücksicht natürlich alles<br />

nicht. Mag sein, dass Kimber das Markenzeichen<br />

der offen daliegenden<br />

Flechtkonstruktion erkannte. Vor allem<br />

aber hatte er es mit seiner Abspeckphilosophie<br />

auf die kleineren Brieftaschen<br />

abgesehen. Das bereits genannte erste<br />

Kabel des Hauses, das 4PR, gibt es noch<br />

heute – und noch heute steht es auf<br />

dem Thron der gefährlichsten Preis/<br />

Leistungsvorkämpfer. Stolz sagt die<br />

Kimber Company ungebrochen: „With<br />

4PR, the system performs as if costing<br />

twice as much.“ Ein Effekt, den schon<br />

Anfang der 80er Jahre viele nachvollziehen<br />

konnten. Der Geheimtipp stieg in rasant<br />

kurzer Zeit zum Superseller auf. Mit<br />

offiziellen Zahlen hält sich die Company<br />

zurück, doch die Chancen stehen gut,<br />

dass das 4PR das meistverkaufte, ernsthafte<br />

Lautsprecherkabel der Welt ist.<br />

Der Name verrät den Aufbau: vier Einzelleiter<br />

in braun, plus vier Leiter in Schwarz<br />

sind miteinander verflochten, getrennt<br />

durch Hüllen aus Polyethylen. Wer in der<br />

Produktkategorie weiter hinauf will, wird<br />

von Kimber mit der dann doppelten Anzahl<br />

an Litzen bedient (8PR), gefolgt von<br />

einer Serie in hochreinem Kupfer und<br />

noch höher im Katalog mit einer trennenden<br />

Hülle aus Teflon.<br />

Dem nächsten epochalen Schritt muss<br />

natürlich auch gehuldigt werden: Das<br />

DAS MUTTERTiER: Mit dem 4PR begann die<br />

Kimber-Story – das wahrscheinlich am häufigsten<br />

verkaufte, anspruchsvolle Lautsprecherkabel<br />

auf dem Globus.<br />

LUFTig: Für viele sogar zu luftig – das PBJ<br />

brachte Kritiker auf die Barrikaden und Fans zu<br />

Ovationen über den temporeichen, frischen<br />

Grundcharakter des erschwinglichen Cinch-Kabels.<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

145


Report › masTERminds<br />

das VOLLE sORTimEnT: Kimber versorgt<br />

jede, wirklich jede Komponente mit den richtigen<br />

Leiterbahnen. Neben Stromkabeln bietet die<br />

Company mittlerweile auch Tonarmkabel an.<br />

das maximum: Im Select KS-3038 hat die<br />

Company aus Ogdon, Utah, ihr Know-kow geballt.<br />

Ein Lautsprecherkabel für grob gerechnet 2500<br />

Euro pro Meter.<br />

146 www.audio.de ›11 /2011<br />

Cinch-Kabel PBJ gilt noch heute als ultimativer<br />

Kauftipp. <strong>AUDIO</strong> hat alle Vorzüge<br />

des PBJ in einem Test zusammengefasst<br />

mit den Worten: „Audiophiler Genuss<br />

ohne Preisexzesse“. Das PBJ ist<br />

extrem untypisch im Aufbau – die Augen<br />

staunen, die Ohren noch mehr. Man<br />

sieht drei relativ dünne Adern in rot, blau<br />

und schwarz, sehr luftig verwoben,<br />

noch luftiger beim Übergang in den<br />

Cinchstecker. Was hat den Meister zu<br />

diesem Fast-Nichts bewogen? Gleich<br />

vorweg: Nichts, aber auch gar nichts hat<br />

Ray Kimber hier dem Zufall überlassen.<br />

Es gibt die geheimen „inneren“ Werte.<br />

Beispielsweise die hauseigene, patentierte<br />

„VariStrand“-Technologie – der<br />

Leiter selbst besteht aus sechs unterschiedlich<br />

dicken Kupfersträngen, die<br />

mögliche Einstreuungen durch ihre unterschiedlichen<br />

Angriffsflächen<br />

gegenseitig<br />

aufheben. Nicht<br />

zuletzt ist das Kupfer<br />

hochrein – bei mythischen<br />

99,99999 Prozent.<br />

Wie jedes Kimber<br />

Kable wird auch<br />

das PJB auf jeden erdenklichen<br />

Feinwert<br />

gemessen – DC-Widerstand,<br />

Serieninduktivität,<br />

Serienkapazität,<br />

Parallelkapazität, Parallelinduktivität,<br />

Reaktanz<br />

und Bandbreite.<br />

Ein Kimber Kable ist<br />

die gelebte Abwesenheit<br />

des Zufälligen –<br />

bei trotzdem maximaler<br />

Vielfalt. Nur bei der Namensgebung<br />

erlaubt sich Ray Kimber mitunter einen<br />

Anflug von Humor. Das PBJ soll wie<br />

„Peanut Butter and Jelly“ die High-End-<br />

Fans erfreuen – „just eat it, its good for<br />

you“.<br />

Wie versteht sich die Company heute?<br />

Damals in den Anfängen galt Kimber als<br />

Heilsbote gerade unter Studenten. Mit<br />

wenig Geld war ein enormer Klanggewinn<br />

zu zaubern. Ein 4PR wurde von der<br />

Rolle gezogen, die Enden verdrillt und<br />

hart aber herzlich an Lautsprecher wie<br />

Amp geschraubt – fertig. Das klingt fast<br />

nach Anarchie, wo heute „Konfektionierung“<br />

als Maß und Geschäftsmodell aller<br />

audiophilen Dinge gilt. Kimber ist mit<br />

den preisgünstigen Kabeln groß geworden.<br />

Sicherlich sprudeln auch heute hier<br />

noch die größten Summen in die Firmenkasse.<br />

Doch mit der Company ist<br />

auch die Zielgruppe älter geworden, reifer,<br />

anspruchsvoller. Das Portfolio ist gewaltig<br />

und reicht aktuell von der richtigen<br />

Stromzufuhr bis zum filigranen Kabel<br />

für den Tonarm.<br />

Kimber würde die alten, mitgewachsenen<br />

Fans ausgrenzen, hätte man nicht<br />

auch eine Edel-Serie im Portfolio. „Select“<br />

heißt sie bei Kimber. Es ist nicht<br />

die Revolution, sondern die maximale<br />

Verfeinerung der Ur-Idee. <strong>Die</strong> über nunmehr<br />

30 Jahre anhält und natürlich auch<br />

klaren Steigerungsformen in der Preisgestaltung<br />

brachte. <strong>Die</strong> Liste der Lautsprecherkabel<br />

beispielsweise führt das<br />

Select KS-3038 an – für sagenhafte<br />

15.000 Euro bei drei Stereometern. AU-<br />

DIO hatte die Leiterbahnen vor einigen<br />

Jahren im Hörraum zu Gast – und zu den<br />

maximalen Worten des Lobes und Erstaunens<br />

gegriffen. <strong>Die</strong> höchste Punktezahl<br />

wurde vergeben, ebenso der Rang<br />

der Referenz. Kimber bietet hier reinstes<br />

Silber als Leiter auf, V-Teflon als <strong>Die</strong>lektrikum,<br />

einen dämpfenden Kompositwerkstoff<br />

und Endhülsen aus massivem<br />

Aluminium. In der groben Umrechnung<br />

für 2500 Euro pro Meter. <strong>Die</strong> typische<br />

Kimber-Flechtkunst ist in der Select-Serie<br />

noch immer zu sehen, sie schimmert<br />

unter einem halbtransparenten Kunststoffgarn<br />

hervor. Geliefert wird die Serie<br />

nebenbei in einem luftdichten, passgenauen<br />

Pelican Case – dem Fetisch aller<br />

Kofferfans. Das sind absolut wasserdichte,<br />

bruchsichere Hartschalen, inklusive<br />

Ventil zum Druckausgleich. <strong>Die</strong><br />

NASA vertraut darauf. Aber auch die beruflichen<br />

wie privaten Besitzer von Feuerwaffen.<br />

Wer ein Pelican Case sieht,<br />

weiß sofort: Sicher steckt im Inneren ein<br />

hochbrisanter, extrem wertvoller Inhalt,<br />

vielleicht auch ein gefährlicher.<br />

Statt Fazit lieber ein Vergleich: Das Muttertier<br />

allen Kimber-Erfolgs, das Lautsprecherkabel<br />

4PR ist nach wie vor für<br />

bescheidene 13 Euro den Meter zu haben<br />

- von der Rolle. Zum Select KS-3038<br />

ein gewaltiger Spagat, der aktuell ohne<br />

Konkurrenz im ganzen High-End-Universum<br />

ist.


Report › MAsterMinDs<br />

IntervIew<br />

„Aufgezeichnete Musik ist wie in<br />

Büchsen konserviertes sushi“<br />

ray Kimber über die wichtigsten Produkte seiner<br />

Firmengeschichte, steigende Preise und tote Fische.<br />

AuDio: Sie haben Ihre Firma 1979 gegründet.<br />

Heute wissen alle von dem Erfolg.<br />

Ganz ehrlich – konnten Sie ihn damals<br />

ahnen?<br />

kimber: Ich hatte angenommen, dass<br />

es sinnvoll wäre, in einen Nischen-Markt<br />

zu gehen – aber ich hatte mir damals nie<br />

vorgestellt, dass meine Produkte so<br />

nachhaltig geschätzt würden.<br />

AuDio: Henry Ford sagte einmal:<br />

„Wenn es scheint, dass alles gegen dich<br />

ist – dann erinnere dich daran, dass ein<br />

Flugzeug nur dadurch abhebt, weil der<br />

Wind aus der Gegenrichtung strömt.“<br />

Haben Sie sich jemals ähnlich gefühlt,<br />

damals, heute?<br />

kimber: Sagen wir es so – mit genug<br />

Vertrauen und Finesse kann das Flugzeug<br />

auch in eine andere als nur die optimale<br />

Richtung abheben. Vor kurzem<br />

habe ich einen Kalenderspruch entdeckt.<br />

Von Sarah Palin, einer unterhaltsamen<br />

Dame, die ich jedoch nicht zur Präsidentin<br />

wählen würde. Wenn ich mich recht<br />

erinnere, sagte sie: Tote Fische schwimmen<br />

mit dem Strom.<br />

AuDio: Wo wir bei großen Zitaten sind<br />

- kennen Sie den Autor dieser Worte:<br />

„Notwendigkeit ist die Mutter der Erfindung.“<br />

Meinen Sie, der Autor glaubt<br />

nach wie vor an die tiefere Bedeutung<br />

dieses Satzes? (Hintergrund: Das Zitat<br />

stammt von Ray Kimber selbst).<br />

kimber: Ich weiß nicht, ob dieser Satz<br />

einem Autor jemals mit Sicherheit zugeschrieben<br />

werden kann. Vielmehr bin<br />

ich mir sicher, dass der Autor verstorben<br />

ist. Oder?<br />

AuDio: Was war das wichtigste Produkt<br />

Ihrer Company in der Vergangenheit?<br />

kimber: Sicherlich das 4PR und das<br />

8PR – das war der grundlegende Startblock.<br />

Beide sind nach wie vor im Programm<br />

– mit verbesserten Materialien.<br />

AuDio: Welches wird das wichtigste<br />

Produkt in der Zukunft Ihrer Firma sein?<br />

kimber: Eigentlich unmöglich zu beantworten.<br />

Ich bitte um Nachsicht.<br />

AuDio: Dann fragen wir anders: Gibt es<br />

eine Grenze bei der Entwicklung neuer<br />

Kabel? Liegt diese Grenze in der Physik<br />

- oder eher in der Psychologie?<br />

kimber: Ich glaube, dass es die Grenze,<br />

die Sie ansprechen tatsächlich gibt. Sie<br />

liegt aber nach meiner Ansicht in einem<br />

wirtschaftlichen Bereich – bei den sinkenden<br />

Erträgen für einige Produkte.<br />

AuDio: Ist besserer Klang bei Kabeln<br />

immer auch an steigende Preisen geknüpft?<br />

kimber: <strong>Die</strong> traurige Wahrheit ist, dass<br />

bessere Leiter und bessere Isolierungen<br />

einfach teurer sind. <strong>Die</strong> Antwort lautet<br />

somit: ja.<br />

AuDio: Was ist wichtiger: Das perfekt<br />

Lautsprecherkabel oder das höherwertige<br />

Stromkabel?<br />

kimber: Ich würde mit dem Lautsprecherkabel<br />

beginnen. Ein Lautsprecherkabel<br />

mit hoher Serieninduktion verwässert<br />

Ihnen die meisten, wenn nicht sogar<br />

alle Qualitäten in der Kette. Aber<br />

wenn Sie hier ein grundlegend gutes<br />

Lautsprecherkabel von uns nutzen, können<br />

Sie auch damit beginnen, weitere<br />

Systemverbesserungen anzugehen –<br />

und werden dann auch gute Stromkabel<br />

zu schätzen wissen.<br />

AuDio: Was ist die <strong>perfekte</strong> Quelle für<br />

Sie persönlich? <strong>Die</strong> Schallplatte, die CD,<br />

ein HighBit-Stream?<br />

kimber: Ich prägte die Phrase „aufgezeichnete<br />

Musik ist wie in Büchsen konserviertes<br />

Sushi.“ Das soll aussagen,<br />

dass es einen ungeheuren Unterschied<br />

gibt zwischen feinem weißen Thunfisch<br />

und dem Futter für Haustiere. Ich schätze<br />

sehr stark die DSD-Technik und nutze<br />

hier gern die doppelte Datenrate. Ich genieße<br />

aber auch glücklich und zufrieden<br />

die meiste Musik in unterschiedlichen<br />

Formaten.<br />

AuDio: „Kimber“ ist nebenbei auch der<br />

Name eines Stammes der Völkerwanderung<br />

– aus der Grenzregion des heutigen<br />

Dänemark. Gibt es hier eine persönliche<br />

Familiengeschichte? Ist Kimber Kable<br />

vielleicht sogar eine Firma mit nord-europäischen<br />

Wurzeln?<br />

kimber: Oh, da habe ich heute etwas<br />

Neues gelernt. Meine Urahnen kommen<br />

eigentlich aus England. Doch wenn jetzt<br />

die Aussicht besteht, dass sich dazu<br />

noch DNA aus dem nördlichen Europa<br />

gemischt hat – dann verstehe ich, warum<br />

ich Kälte so gut ertragen kann.<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

147


HiFi-Service › RAUMAKUSTIK<br />

AKUSTIK ASSISTENT<br />

Nicht jede <strong>Box</strong> klingt in jedem Raum<br />

gleich gut. Um Sie vor Fehlkäufen zu bewahren,<br />

gibt <strong>AUDIO</strong> bei jedem getesteten<br />

Lautsprecher an, für welche Umgebung<br />

er sich voraussichtlich gut eignet.<br />

Sie müssen dafür Ihren Raum und Ihre<br />

Hörsituation nach drei Kriterien beurteilen:<br />

Raum größe, Raumakustik und<br />

<strong>Box</strong>enauf stellung bzw. Wandabstand. Anschließend<br />

suchen Sie in der Bestenliste<br />

nach <strong>Box</strong>en, bei denen alle drei Merkmale<br />

Ihrer Hörsituation – z.B. Klein, Hallig,<br />

Wandnah – mit einer grünen Empfehlung<br />

markiert sind. Voila, der Lautsprecher<br />

wird aller Voraussicht nach passen! <strong>Die</strong><br />

<strong>AUDIO</strong>-Empfehlungen sind allerdings nur<br />

als grobe Hinweise zu sehen, in Einzelfällen<br />

kann es trotzdem nicht funktionieren.<br />

Deshalb: Probe- und Vergleichshören ist<br />

in jedem Fall ein guter Rat!<br />

K<br />

T<br />

D<br />

M<br />

A<br />

W<br />

G<br />

H<br />

F<br />

RauMgRÖsse<br />

K<br />

KLEINER RAUM<br />

(UM 15 m 2 )<br />

Der Hörabstand liegt um oder unter<br />

zwei Meter – die <strong>Box</strong> muss auch im<br />

Nahfeld homogen spielen und darf<br />

nicht dröhnen. <strong>Die</strong> Anforderungen an<br />

Pegel und Bündelung sind geringer.<br />

M<br />

MITTELGROSSER RAUM<br />

(UM 24 m 2 )<br />

Abstände von zwei und drei Metern<br />

zwischen <strong>Box</strong> und Hörer sind typisch,<br />

ansonsten ist diese Raumgröße ideal<br />

– sofern der Lautsprecher etwas<br />

Pegel und Bassdruck produziert.<br />

G<br />

GROSSER RAUM<br />

(UM 45 m 2 )<br />

Bei Hörabständen von vier Metern<br />

oder mehr sind nicht nur die Anforderungen<br />

an Schalldruck und Bass deutlich<br />

höher, auch muss der Lautsprecher<br />

noch fokussieren können.<br />

RauMakustik<br />

T<br />

TROCKENER RAUM<br />

Polster, Teppiche und Vorhänge<br />

dämpfen und drücken die Nachhallzeit<br />

im Mittelton unter 0,4 Sekunden,<br />

oft sind die Höhen stärker bedämpft.<br />

Der Lautsprecher darf weder dunkeldumpf<br />

noch zu direkt klingen.<br />

A<br />

AUSGEWOGENER RAUM<br />

Absorbierende Flächen wie Teppich,<br />

Polster etc. und reflektierende Wände<br />

halten einander die Waage.<strong>Die</strong><br />

Nachhallzeit beträgt 0,4-0,6 Sekunden,<br />

der Raumhall ist zudem über die<br />

Frequenzen ähnlich verteilt.<br />

H<br />

HALLIGER RAUM<br />

Parkett, Glas, Beton und hartes Holz<br />

überwiegen – die Akustik wird als<br />

hallig empfunden, die Nachhallzeit<br />

übersteigt 0,6 Sekunden. <strong>Die</strong> <strong>Box</strong><br />

muss den Schall bündeln, um nicht<br />

diffus oder scheppernd zu klingen.<br />

aufstellung<br />

D<br />

DIREKT AN DER WAND<br />

Zwischen dem Lautsprecher und der<br />

Wand dahinter liegen weniger als 30<br />

Zentimeter. <strong>Die</strong>s verstärkt den Bass<br />

und macht den Grundton träge – eine<br />

sehr schlanke Abstimmung oder eine<br />

Ortsentzerrung sind notwendig.<br />

W<br />

WANDNAH<br />

Der Wandabstand beträgt zwischen<br />

30 und 90 Zentimeter. Der Bass wird<br />

hörbar fetter und neigt je nach Raumgröße<br />

zum Dröhnen. <strong>Box</strong>en mit<br />

schlank abgestimmtem oder sehr trockenem<br />

Bass harmonieren hiermit.<br />

F<br />

FREISTEHEND<br />

Lautsprecher und hintere Wand sind<br />

mehr als einen Meter voneinander<br />

entfernt. <strong>Die</strong> <strong>Box</strong> muss auf Bassverstärkung<br />

verzichten, ein satter,<br />

druckvoller oder sogar etwas fetterer<br />

Bass sind von Vorteil.<br />

148 www.audio.de ›11 /2011


Service › Bestenliste<br />

die Bestenliste<br />

bietet eine Übersicht über 1000 Geräte für HiFi, High End, Netzwerk und Surround, die die Redaktion<br />

getestet hat. Doch sie hilft auch bei der richtigen Kombination der einzelnen Komponenten.<br />

<strong>Die</strong> <strong>AUDIO</strong>-Bestenliste kann auf über 20<br />

Jahre Kontinuität zurückblicken und ist eine<br />

zuverlässige Orientierungshilfe für Ihren<br />

Kauf. Sie basiert auf gründlichen Hörvergleichen<br />

der Kandida ten mit konkurrierenden<br />

Produkten.<br />

• Arbeitsreferenzen sind fett gedruckt<br />

• neu getestete Geräte orange<br />

Trotzdem empfiehlt die Redaktion, Hifi-Ketten<br />

nicht wahllos „nach Punkten“ zusammenzustellen.<br />

Verstärker müssen etwa mit dem<br />

Lautsprecher harmonieren und <strong>Box</strong>en wiederum<br />

mit dem Hörraum und der Aufstellung.<br />

<strong>AUDIO</strong> bietet deshalb den einmaligen<br />

Service der <strong>AUDIO</strong>-Kennzahl (AK) und des<br />

<strong>AUDIO</strong>-Akustik-Assistenten.<br />

inhalt<br />

lautsPRecHeR<br />

1. Standboxen Seite 149<br />

2. Kompaktboxen Seite 150<br />

3. Sub-/Sat-<strong>Box</strong>ensets Seite 151<br />

4. Surround-Sets+Stereo-Frontboxen Seite 151<br />

5. Subwoofer Aktiv Heft 10/11<br />

6. PC-<strong>Box</strong>en / Nahfeldmonitore Seite 152<br />

VeRstäRKeR<br />

1. Vollverstärker Seite 152<br />

2. Vorverstärker Seite 154<br />

3. Endstufen Seite 154<br />

4. Phono-Vorverstärker Seite 155<br />

5. Kopfhörer-Verstärker Heft 10/11<br />

6. AV-Receiver Seite 155<br />

7. AV-Vorstufen Heft 1/11<br />

8. Mehrkanal-Endstufen Heft 5/11<br />

analog-Quellen<br />

1. Plattenspieler ohne System Heft 10/11<br />

2. Plattenspieler mit System Heft 10/11<br />

3. Tonabnehmer Heft 7/11<br />

digital-Quellen<br />

1. CD-/SACD-Player Heft 10/11<br />

2. Musik-Server Heft 10/11<br />

3. Netzwerk-Player Seite 155<br />

4. D/A Wandler Seite 156<br />

5. Digital Porties Heft 1/11<br />

6. Blu-Ray-Player Heft 10/11<br />

KoPfHöReR<br />

1. HiFi-Kopfhörer Seite 156<br />

2. Noise-Cancelling-Kopfhörer Heft 10/11<br />

3. Mobile Kopfhörer Heft 10/11<br />

4. Headsets/Mobilhörer mit Mikro Heft 10/11<br />

KomPlett-anlagen<br />

1. Stereo-Komplettsysteme Seite 156<br />

2. Heimkino-Komplettsysteme Seite 156<br />

3. Komplettsysteme ohne <strong>Box</strong>en Heft 10/11<br />

4. AV-Komplettsysteme ohne <strong>Box</strong>en Heft 10/11<br />

5. One-<strong>Box</strong>-Systeme (Stereo) Heft 10/11<br />

6. One-<strong>Box</strong>-Systeme (Surround) Heft 10/11<br />

Lautsprecher<br />

1. standboxen<br />

<strong>AUDIO</strong> bewertet Lautsprecher unabhängig vom Preis durch intensive Klangvergleiche<br />

(Qualitätsklassen und Punkteschlüssel siehe Anfang der Bestenliste). Mit anderen<br />

Sparten (etwa CD-Player) sind die Qualitätsklassen nicht vergleichbar. Einen Hinweis auf<br />

passende Verstärker gibt Ihnen die einmalige <strong>AUDIO</strong>-Kennzahl (AK). <strong>Die</strong>se sollte beim<br />

Lautsprecher kleiner oder gleich der AK des Verstärkers sein – dann ist optimale Dynamik<br />

garantiert. <strong>Box</strong>en für Surround finden Sie in zwei weiteren Rubriken. Ein „a“ anstelle der<br />

<strong>AUDIO</strong>-Kennzahl steht für Aktivbox, „ta“ für teilaktiv.<br />

RefeRenz-Klasse<br />

aB 101 PunKte<br />

Ohne Rücksicht auf Preis und Größe perfektionierte Lautsprecher, bis ins Detail optimiert<br />

und meist von Hand produziert – die Formel 1 der Schallwandler.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

JBL Everest DD 66000 G A H W F 35 4/07 49 800 108<br />

Backes&Müller BM35 M G T A H D W F a 2/07 56 000 107<br />

KEF Blade K T A D W 63 11/11 25000 105<br />

Canton Reference 1.2 DC G T A F 53 8/09 20 000 104<br />

B&W 800 Diamond M G T A F 58 7/10 22 000 104<br />

Revel Ultima Salon2 K M G T A W F 71 12/07 24 800 104<br />

T+A Solitaire CWT 500 G T A H W F 66 9/11 14 000 103<br />

Canton Reference 2.2 DC M G T A W F 53 8/09 15 000 103<br />

Klipsch Palladium P-39 F G T A H F 43 1/08 16 000 103<br />

Martin Logan Summit X (ta) G T A H F 58 7/09 16 800 103<br />

Revel Ultima Studio 2 K M G T A D W F 61 12/08 16 900 103<br />

KEF Reference 207/2 M G T A H W F 52 9/07 18 000 103<br />

Martin Logan CLX G T A H F 71 3/09 28 000 103<br />

Wilson Watt /Puppy 7+Watch Dog 48 5/05 40 400 103<br />

Thiel CS 3.7 M G T A F 61 11/08 13 800 102<br />

Eternal Arts Dipol K M G T A W F 82 2/11 15000 102<br />

Backes&Müller BM15 M G A H D W F a 10/09 20 000 102<br />

Sonus Faber Stradivari Hom. 56 10/05 31000 102<br />

Burmester B 100 51 4/06 44 900 102<br />

Quadral Titan 8 M G T A F 56 11/11 11 000 101<br />

Backes&Müller BM Prime 14 M G T A H D W F a 8/10 15 000 101<br />

B&W 801 D 53 5/05 16 000 101<br />

Isophon Cassiano II D K M T A W F 69 12/08 17 800 101<br />

Focal Scala Utopia M G T A F 57 12/08 19 900 101<br />

Apogee Scintilla Mk 4 K M G T A W F 89 2/11 20000 101<br />

B&W 800 D 61 5/05 20 000 101<br />

ProAc Response D 100 M G T A F 50 8/07 24 900 101<br />

Wilson Audio Watt/Puppy 7 48 3/03 29 500 101<br />

Isophon Arabba M T A F 69 10/06 32 900 101<br />

HigH-end-Klasse<br />

91-100 PunKte<br />

Lautsprecher nach dem Stand der Technik mit Klang- und Gehäuse-Qualität auf extrem<br />

hohem Niveau. Oft garantiert Serienproduktion ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Martin Logan Ethos K M G T A W F 60 2/11 8300 100<br />

Martin Logan Spire (ta) G A H F 65 10/08 9800 100<br />

Elac FS 609 X-Pi CE M G A H F 60 11/08 16 000 100<br />

Sonics Passion K M T A F 57 6/06 24 000 100<br />

Revel Perf. F-52 K M G T A W F 65 7/06 7800 99<br />

ME Geithain ME 160 G T A H F 48 3/10 7800 99<br />

Jamo R 907 M G T A H F 68 3/09 8000 99<br />

KEF Reference 205/2 M G T A H W F 58 1/08 8800 99<br />

Blumenhofer Genuin FS 3 G T A H D W 53 3/10 8900 99<br />

B&W 803 Diamond M G T A W F 55 10/10 9000 99<br />

Burmester B30 M G A W F 63 3/10 9000 99<br />

Dynaudio Sapphire K M G T A W F 60 1/08 12 000 99<br />

B&W Nautilus 802 D 60 1/05 12 000 99<br />

Naim Ovator S600 M T A F 63 5/10 7800 98<br />

Piega Coax 30 K M T A F 6/11 8000 98<br />

Klipsch Palladium P-37 F M G T A H F 53 10/08 8000 98<br />

Sonus Faber Cremona M M G T A F 58 12/10 8400 98<br />

Neat Ultimatum XL 6 M T A F 70 9/11 9 980 98<br />

T + A TCI 1 RE 56 11/02 12 800 98<br />

Dynaudio Confidence C4 58 4/02 13 500 98<br />

Voxativ Ampeggio G A F 34 5/10 16 900 98<br />

Linn Artikulat 350 A (aktiv) a 9/05 31 900 98<br />

Dynaudio Focus 380 M G T A F 60 08/11 6200 97<br />

Focal Electra 1028 Be M T A F 55 11//09 6200 97<br />

Sonics Allegra II K M G T A W F 57 9/08 6200 97<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

B&W N 803 D 58 3/06 8000 97<br />

JBL Array 1000 M G T A H F 58 11/06 6800 97<br />

Audiodata Avancé 66 9/04 9000 97<br />

PMC EB-1 M G T A F 66 2/08 10 600 97<br />

Avantgarde Uno Nano (ta) G A H W F 13 11/06 11 000 97<br />

Adam Tensor Gamma (ta) K M T A D W F 64 2/08 11 600 97<br />

Avalon Ascendant 61 7/04 12 750 97<br />

Naim Ovator S-400 K M T A W F 65 9/11 4200 96<br />

ME Geithain ME150 K M G T A W F 59 9/07 4900 96<br />

Adam Audio Column Mk 3 M G T A W F 60 9/09 5400 96<br />

KSD 2030 M G T A D W F a 3/11 5500 96<br />

Focal Electra 1027 Be 64 12/05 5500 96<br />

Monitor Audio PL 200 K M G T A F 58 9/09 5900 96<br />

Backes+Müller BM 2s K M T A D W F a 1/08 7800 96<br />

Focal Electra 1037 Be M T A F 56 4/07 8000 96<br />

Isophon Europa 2 70 1/03 8000 96<br />

JBL K2 S5800 G T A H F 43 10/03 20 000 96<br />

Klipsch RF-7 II G A H W F 40 11/10 3800 95<br />

Nubert NuVero 14 G T A W F 64 1/09 3900 95<br />

Heco Statement M G T A F 59 1/09 4000 95<br />

Quadral Montan VIII MGTAF 64 12/09 4600 95<br />

PMC Fact 8 K M T A D W F 61 12/10 5500 95<br />

Zu Audio Essence G T A H W F 45 5/10 5700 95<br />

Thiel CS 2.4 K M T A W F 63 7/04 5900 95<br />

Lua Con Espressione 43 10/03 5900 95<br />

Canton Reference 5.2 M G T A F 55 9/08 6000 95<br />

Dynaudio Contour S 5.4 64 8/03 7000 95<br />

Elac FS 608-4π 61 7/04 7000 95<br />

Linn Akurate 242 69 7/04 8200 95<br />

Quad ESL 2905 G T A H F 80 4/07 9500 95<br />

Vivid Audio B1 68 6/05 11 000 95<br />

KSD 2020 M T A H W F a 9/11 4200 94<br />

Thiel SCS 4T K M T A H D W 59 6/11 4000 94<br />

Sonus Faber Liuto M G T A W F 63 6/09 4000 94<br />

BC Acoustique Act A3 M G T A H F 69 6/07 4000 94<br />

Elac FS 249 K M G T A F 58 11/07 4000 94<br />

T + A Criterion TS 200 M G T A F 65 10/07 4000 94<br />

Revel Performa F-32 73 6/04 4800 94<br />

Quadral Montan VII M G T A W F 52 10/07 5000 94<br />

Pioneer TAD S3 EX M G T A H F 59 9/07 5000 94<br />

GamuT Phi 7 K M T A W F 65 4/09 5300 94<br />

Dali Helicon 400 Mk 2 M T A W F 52 11/07 5400 94<br />

B&W N 803 S K M T A W F 64 3/06 5500 94<br />

PMC OB 1i M G T F 70 4/09 5800 94<br />

Burmester B 25 M G T A H W F 66 1/08 6000 94<br />

Klipsch Klipschorn KH 60th G A H D 19 7/06 14 000 94<br />

KEF XQ 40 K M G T A H F 53 3/08 3000 93<br />

ATC SCM 40 K M T A D W 75 6/10 3400 93<br />

PSB Synchrony One K M G A W F 62 4/09 4000 93<br />

Focal Electra 1027 S M G A F 57 7/08 4000 93<br />

B&W 804 S 66 9/05 4000 93<br />

T + A TCI 3R 62 9/02 4600 93<br />

TMR Standard III C M T A F 61 10/07 6200 93<br />

Quad ESL 2805 G T A H F 76 7/06 6900 93<br />

Wharfedale Opus2 - 2 M G T A F 60 6/10 3000 92<br />

Gamut Phi 5 K M T A D W 73 9/11 3200 92<br />

Neat Momentum 4i K M T A D W F 68 4/09 3500 92<br />

Sonus Faber Grand Piano 62 10/05 4000 92<br />

Tannoy Glenair 10 K M G T A H W F 49 5/07 4500 92<br />

Dynaudio Contour S 3.4 64 7/03 4500 92<br />

Mordaunt Short Performance 6 61 8/06 5000 92<br />

Ascendo C8 Renaiss. M G A H W F 70 9/07 5800 92<br />

Piega P 5 LTD 67 7/04 7300 92<br />

Canton Vento 890 DC K M G T A W F 65 2/09 2600 91<br />

Teufel Ultima 800 K M G T A D W F 65 1/10 2800 91<br />

Monitor Audio Gold GX 200 K M T A W F 61 4/11 2900 91<br />

T+A Criterion TS 300 M G T A F 65 3/09 3000 91<br />

JBL LS 80 G A H F 56 9/08 3200 91<br />

Piega P 5 MK2 67 2/05 3900 91<br />

Elac FS 210 A K M T A W F 61 12/06 4000 91<br />

Pioneer TAD S-1 EX 64 12/05 7600 91<br />

Wilson Audio MAXX 2 59 1/07 56 000 91<br />

sPitzenKlasse<br />

76-90 PunKte<br />

Lautsprecher für ambitionierte Musik-Genießer. <strong>Die</strong> Klangqualität lässt in üblichen Wohnräumen<br />

kaum Wünsche offen, die Verarbeitungsqualität genügt hohen Ansprüchen.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Dynaudio Excite X36 K M G T A F 58 4/11 2600 90<br />

Nubert NuVero 11 M G T A D W F 70 2/09 2700 90<br />

ASW Genius 410 M G T A W F 54 4/11 3200 90<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

149


Service › Bestenliste<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Ikon Akustik Antaris 69 9/06 6900 90<br />

Quadral Platinum M5 M g T A f 53 1/10 2400 90<br />

Nubert NuVero 10 M g T A d w f 70 1/11 2450 88<br />

Cabasse Majorca M g T A H f 48 4/11 1900 87<br />

Canton Karat 770.2 DC K M T A w f 64 1/11 2000 87<br />

Martin Logan Motion 12 M g T A f 62 3/11 1880 86<br />

Quadral Platinum U9 M g T A f 52 3/07 2000 86<br />

Canton Karat 790 DC K M g T A f 58 10/07 2000 86<br />

Focal Chorus 836 V M g T A f 54 10/07 2000 86<br />

Nubert nuLine 122 M g T A w f 61 5/08 2130 86<br />

Heco Celan XT 901 M g A f 52 2/09 2200 86<br />

Focal Profile 918 63 7/05 2800 86<br />

Isophon Corvara 65 11/04 3000 86<br />

KEF Q 900 M g A H f 6/11 1600 85<br />

Elac FS 189 M g T A f 52 10/09 2000 85<br />

Elac FS 247 K M T A w f 58 4/08 2000 85<br />

Dynaudio Focus 220 68 9/05 2600 85<br />

B&W 703 63 7/05 3000 85<br />

Audiodata Jolie 66 9/06 4600 85<br />

Audiodata Echelle 2 64 5/03 3600 85<br />

Audio Physic Padua 66 10/03 3700 85<br />

Sonus Faber Toy Tower K M T A w 63 3/09 1800 84<br />

Canton Vento 880 DC K M T A f 55 6/10 2000 84<br />

Audium Comp 5 M T A H f 71 5/10 2000 84<br />

Jamo C-807 M g T A H f 63 11/07 2000 84<br />

Chario Cygnus K M T A w f 70 12/10 2300 84<br />

System Audio Mantra 60 K M T A w 66 6/10 2400 84<br />

Magnat Quantum 907 62 3/05 2600 84<br />

Quadral Platinum M 56 7/05 2600 84<br />

Elac FS 209.2 60 7/05 3200 84<br />

Dynavox Impulse V K T A d w 41 11/11 1600 83<br />

Audio Physic Yara 2 Superior K M T A w 63 12/08 2000 83<br />

Pioneer S-71 K M A H f 72 6/10 2000 83<br />

T+A Criterion TS 350 M T A f 65 4/08 2000 83<br />

Magnat Quantum 709 M g T A f 60 10/07 2000 83<br />

B&W 704 58 10/03 2200 83<br />

B&W XT 4 80 10/05 2500 83<br />

Dynaudio Audience 72 SE 65 11/04 2500 83<br />

KEF XQ30 K T A H dw 64 6/10 2600 83<br />

PSB T6 Tower M g A f 63 9/10 1500 82<br />

Acoustic Energy Radiance 2 K M T A H w f 60 4/10 1500 82<br />

Revel F-12 57 11/05 1600 82<br />

Canton Chrono SL 580 DC K M g T A w f 55 9/10 1600 82<br />

T+A Talis 62 10/05 2000 82<br />

Epos Epic 5 M g T A d w f 51 8/11 1100 81<br />

Canton Chrono 508.2 K M T A w f 57 8/11 1200 81<br />

German Maestro Linea S F-0ne K M g T A w f 60 4/10 1400 81<br />

KEF iQ 90 M g A H f 51 5/09 1600 81<br />

Kudos X2 K M T A w f 70 10/11 1650 81<br />

Elac FS 208.2 51 1/04 1700 81<br />

Quadral Aurum 770 63 1/06 1800 81<br />

Mission 794 K T A d 69 12/08 2000 81<br />

KEF Q 500 K M T A H w f 64 12/10 1000 80<br />

Klipsch RF-62 II M g A H w f 49 8/11 1100 80<br />

Dali Ikon 5 Mk 2 K M T A f 67 8/11 1100 80<br />

Dali Lektor 8 g T A f ´57 9/09 1340 80<br />

Quadral Platinum M4 M g T A f 57 4/10 1400 80<br />

Heco Celan XT 701 M g A f 54 4/10 1600 80<br />

B&W CM 7 67 6/06 1600 80<br />

Tannoy Revolution DC6 T K M A H f 64 9/10 1200 79<br />

System Audio Aura 30 K M T A w f 70 10/11 1250 79<br />

Elac FS 187 K M T A w 63 9/10 1340 79<br />

Heco Celan XT 501 M g T A w f 53 9/09 1400 79<br />

Cabasse Java MC 40 g T A w f 58 5/09 1500 79<br />

Canton Karat 770 DC K M T A w f 64 2/08 1600 79<br />

Canton Ergo 902 51 1/04 1600 79<br />

Infinity Kappa 400 63 2/02 1600 79<br />

Epos M22i K M T A w f 65 12/08 1800 79<br />

Triangle Antal ESW 63 1/06 1800 79<br />

Sonus Faber Grand Piano Home 58 9/00 2600 79<br />

Piega TP5 K M T A f 63 3/07 2770 79<br />

Heco Celan 500 K M T A w f 55 7/07 1200 78<br />

Klipsch RF-82 g A H w f 42 5/08 1200 78<br />

Mordaunt Short Mezzo 6 K M g T A w f 59 9/09 1300 78<br />

Nubert nuLine 102 K M g T A w f 64 12/07 1450 78<br />

Quadral Platinum U7 K M T A H w f 54 12/07 1500 78<br />

Triangle Antal 202 57 6/04 1660 78<br />

Naim Ariva 58 3/05 2000 78<br />

Triangle Celius ES 55 3/05 2300 78<br />

Monitor Audio Silver RX 6 M A f 61 1/10 1030 77<br />

Heco Metas XT 701 M g T A f 56 1/10 1100 77<br />

Epos M 16 i K M T A d w 65 7/08 1350 77<br />

B&W 683 M T A f 66 6/07 1400 77<br />

ASW Cantius 604 59 1/06 1800 77<br />

Elac FS 68.2 K M g T A w f 56 1/11 900 76<br />

Heco Metas XT501 M g A w f 56 1/11 900 76<br />

Jamo S 608 K M T A w f 59 1/10 1000 76<br />

PSB Image T5 K M T A w f 62 1/10 1000 76<br />

Focal Chorus 726 V M T A f 58 7/07 1140 76<br />

Nubert NuWave 85 ATM 64 11/05 1140 76<br />

Cabasse MT 4 Moorea M T A H w 52 6/06 1200 76<br />

B&W DM 604 S3 62 12/01 1300 76<br />

Dynaudio Audience 122 65 12/00 1300 76<br />

Tannoy Rev. Signature DC6T K M A H w f 60 12/07 1500 76<br />

Boston Acoustics VR 3 54 1/04 1500 76<br />

Audio Pro Avanti A.70 K M g T A d w 64 2/08 1600 76<br />

Quadral Aurum 70 58 1/04 1800 76<br />

OBerklasse<br />

61-75 Punkte<br />

Überdurchschnittlich gute Klangqualität, dennoch erschwingliche Preise – das ist typisch<br />

für die <strong>Box</strong>en dieser Klasse.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Boston A 360 M T A f 69 4/11 800 75<br />

Canton GLE 490.2 M g T A f 51 4/11 800 75<br />

Canton GLE 490 M g T A f 52 11/08 800 75<br />

Elac FS 68 K M T A w f 58 6/07 800 75<br />

Klipsch RF-52 II M A H w f 47 1/11 800 75<br />

Mordaunt Short Aviano 6 K M T A f 60 10/09 860 75<br />

Klipsch RF-62 M A H w f 48 8/06 1000 75<br />

Jamo D-590 53 11/05 1000 75<br />

Infinity Classia C336 M g T A f 55 8/08 1200 75<br />

Canton Ergo 607 52 12/05 1200 75<br />

Epos M 15.2 K M T A d w 69 6/06 1250 75<br />

Wharfedale Evo2 30 61 6/06 1300 75<br />

Jamo C-605 M g T A H f 58 4/08 700 74<br />

Canton GLE 470.2 M T A w f 52 12/10 700 74<br />

Magnat Quantum 655 M g A f 61 12/10 700 74<br />

Monitor Audio Bronze BX5 M T A f 61 12/10 700 74<br />

Heco Metas 500 K M T A f 55 4/07 760 74<br />

Elac FS 68.2 M g T A f 56 4/11 800 74<br />

Quadral Argentum 390 M g T A f 58 1/11 900 74<br />

Elac FS 127 K M T A w f 64 8/06 920 74<br />

Dali Lektor 6 M g T A f 55 10/09 940 74<br />

GamuT Dana 1650 K M T A w f 55 10/09 990 74<br />

Canton Chrono 507DC M T A w f 52 11/07 1000 74<br />

Teufel Ultima 5 65 5/05 1000 74<br />

Mordaunt Short Aviano 8 M A f 66 1/10 1060 74<br />

KEF iQ 70 K M T A H f w 58 11/08 1100 74<br />

Teufel Ultima 7 M g T A f 69 7/08 1300 74<br />

Spendor S5e 80 3/05 2000 74<br />

KEF iQ 50 K M T A H d w 63 8/09 700 73<br />

Nubert Nu<strong>Box</strong> 511 K M T A f 61 12/06 760 73<br />

Magnat Quantum 657 g T A H f 58 4/11 900 73<br />

Focal Chorus 716 V M g T A f 57 11/08 950 73<br />

Heco Aleva 400 K M T A f 60 11/08 1000 73<br />

Mordaunt-Short 908i K M T A f 60 6/07 1000 73<br />

Audio Pro Blue Dia. V2i K M T A d w f 62 7/08 1400 73<br />

Heco Victa II 701 M g T A f 51 2/11 560 72<br />

Canton GLE 407 K M T A w f 54 4/07 700 72<br />

Teufel T 500 g A H f 64 12/10 700 72<br />

Yamaha NS-525 F 58 8/06 1000 72<br />

Infinity Beta 50 61 10/04 1000 72<br />

Jamo S 606 M g A H f 67 8/09 600 71<br />

Wharfedale Diamond 9.6 M T A f 60 4/08 650 71<br />

Klipsch RF-52 M A H d w 51 4/07 800 71<br />

Elac FS 109.2 S 53 9/03 860 71<br />

Visonik Evolution 6 62 11/05 900 71<br />

Teufel Ultima 40 M T f 58 2/11 400 70<br />

Mission M 34i K M T A w f 52 1/07 550 70<br />

JBL Studio 180 M A H w f 69 2/11 600 70<br />

Elac FS 67 K M T A d w 60 4/08 600 70<br />

Triangle Polaris S 55 8/03 720 70<br />

Magnat Quantum 507 57 5/05 760 70<br />

Cabasse MT 3 Tobago M T A f 61 4/07 800 70<br />

Quadral Argentum 07.1 M T A f 53 1/07 500 69<br />

Heco Victa 700 M T A f 55 1/07 500 69<br />

Nubert nu<strong>Box</strong> 481 M T A w f 55 1/07 500 69<br />

Wharfedale Diamond 10.5 K A f 62 2/11 600 69<br />

Teufel M 320 F (teilaktiv) K M T A w f 68 6/08 600 69<br />

Canton CD 100 + AS 25 (SSS) 62 6/03 1260 69<br />

Focal Chorus 714 V K T A f 59 2/07 700 68<br />

Tannoy Sensys S2 66 5/05 700 68<br />

Magnat Quantum 508 56 12/06 700 68<br />

Dali Concept 8 61 10/04 860 68<br />

Tannoy Sensys DC 2 69 11/05 1000 68<br />

Elac FS 108.2 57 8/03 600 67<br />

Magnat Quantum 505 58 2/05 600 67<br />

Tannoy Mercury F4 56 2/06 600 67<br />

Monitor Audio Bronze B4 61 3/06 600 66<br />

JBL Northridge E 100 59 6/04 800 66<br />

JBL Northridge E 80 54 8/03 600 65<br />

Magnat Monitor Supr. 1000 M g T A f 61 1/09 400 64<br />

KEF Cresta 30 K M T A w f 63 5/08 450 64<br />

Boston Acoustics CR 95 59 2/04 500 64<br />

Boston Acoustics CR 105 61 8/05 500 64<br />

Elac FS 57 55 2/05 500 64<br />

JBL Northridge E 60 63 2/05 500 64<br />

JBL ATX 60 54 3/03 600 64<br />

Wharfedale Vardus VR-400 M g T A f 66 1/09 400 63<br />

Heco Victa 500 M g T A f 54 5/08 400 63<br />

Mission M 33 K M T A w 55 9/06 400 63<br />

Heco Krypton 400 53 2/04 560 63<br />

KEF Coda 90 62 8/02 600 63<br />

Tannoy Fusion 3 62 8/05 400 62<br />

Jamo E 800 64 1/03 460 62<br />

Visonik Revo 4 58 2/04 600 62<br />

Heco Victa 301 K M T A w 59 6/11 220 61<br />

Boston A 25 K M A d w 68 6/11 260 61<br />

Magnat Monitor 880 M g A f 59 9/06 360 61<br />

KEF Cresta 3 61 5/06 400 61<br />

Infinity Primus 250 57 8/05 400 61<br />

Eltax Liberty 5+ 68 8/03 480 61<br />

Mittel-klasse<br />

31-60 Punkte<br />

In diesem Segment reicht die Klangqualität von ordentlich bis dürftig. Unbedingt vorher<br />

anhören.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Wharfedale Vardus VR-300 M T A f 67 8/08 300 60<br />

Wharfedale Vardus VR-200 K M T A d 67 8/08 250 58<br />

Teufel Ultima 20 K M T f 64 6/11 200 57<br />

Reference S 200 62 12/06 130 39<br />

Pure Acoustic Dream 77 57 12/06 470 39<br />

Paramax LM 48 61 9/09 400 36<br />

standardklasse<br />

0-30 Punkte<br />

<strong>Die</strong> Klangqualität genügt kaum rudimentärsten Anforderungen. Hier ist vor dem Kauf<br />

Vorsicht geboten.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Dragon Audio Dream 5 67 12/06 225 30<br />

Novex Smartline 600 54 12/06 74 29<br />

NIC HCS 1 63 12/06 88 23<br />

2. kompaktboxen<br />

<strong>Die</strong> Bewertung der Kompaktboxen ist mit der von Stand boxen identisch. Prinzipiell gilt<br />

auch für die AUdIO-Kennzahl (AK) das Gleiche. Wenn keine großen Pegel gefragt<br />

sind, darf die AK der Kompaktbox aber um 10 bis 30 Zähler über der des Verstärkers<br />

liegen. Im Zweifelsfall die Kombination probehören.<br />

HigH-end-klasse<br />

91-100 Punkte<br />

<strong>Die</strong> Referenz--Klasse ist hier nicht besetzt, da Kompakt boxen hinsichtlich Bass und<br />

Pegelfestigkeit weniger Punkte sammeln können. <strong>Die</strong> hier gelisteten Lautsprecher haben<br />

das Klangniveau exzellenter Standboxen und besitzen – gemessen an ihren kompakten<br />

Ausmaßen – überdurchschnittliche dynamische Fähigkeiten.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

ME Geithain RL 922 M g T A d w f a 3/09 10500 100<br />

ME Geithain RL 930 g T A d w f a 3/11 7380 97<br />

Adam Tensor Delta TA M g T A w f 56 6/09 7600 95<br />

Adam Tensor Delta A M g T A w f a 6/09 8400 95<br />

JBL Array 800 M g T A H f 60 2/09 4800 92<br />

Klipsch Palladium P17B M T A H w f 59 2/09 4000 91<br />

B&W 805 Diamond K M T A f 60 4/10 4500 91<br />

sPitzenklasse<br />

76-90 Punkte<br />

<strong>Die</strong>se <strong>Box</strong>en bieten feine Qualität in Klang und Material und sind sehr wohnraumfreundlich.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Cabasse Bora M g T A H d w f 51 12/10 2500 90<br />

Tannoy Definition DC8 M g H A w f 56 2/09 3000 90<br />

Pioneer/TAD S-4EX K M T A H f 70 12/10 4000 90<br />

Linn Artikulat 320 A a 9/05 17900 90<br />

Sonics Arkadia M g T A w f 56 5/06 2400 89<br />

Focal Electra 1008 BE K M A w f 62 2/10 3500 89<br />

Elac 330 CE M g T A d w 60 2/10 3300 88<br />

Adam Compact MK3 Active K M T A d w f a 2/10 2800 87<br />

Piega C2 ltd 69 3/03 6000 87<br />

Canton Reference 9.2 DC K M T A w f 63 12/09 2400 86<br />

Harbeth Compact 7/ES3 M g T A f 62 8/11 2550 86<br />

Linn Akurate 212 69 10/03 5000 86<br />

Kef XQ 20 M g T A H f 60 7/10 1800 85<br />

ProAcTablette Anniversary K M T A w f 76 10/11 1950 85<br />

Sonus Faber Liuto Monitor K M T A w 69 12/09 2100 85<br />

Thiel SCS 4 K M g A H d w f 62 12/09 2200 85<br />

B&W 805 S K M T A w 64 4/05 2500 85<br />

B&W CM 5 K M T A d w 62 5/09 1200 84<br />

Sonics Argenta K M T A w f 56 2/06 1200 84<br />

Quadral Aurum Altan VIII M g T A f 60 7/10 1400 84<br />

Sonics Argenta Edition K M T A w f 64 6/07 1600 84<br />

Sonics Argenta Aktiv K M T A w f a 6/08 2600 84<br />

Manger Zerobox 109 K M A H w f 74 9/06 4000 84<br />

Nubert NuVero 4 K M g T A w f 66 7/09 1140 83<br />

Elac BS 244 K M T A w f 64 5/09 1350 83<br />

ME geithain ME 25 K M T A w f 58 8/06 1380 83<br />

ATC SCM 11 K M T A d w f 78 5/11 1450 83<br />

Dynaudio Focus 110 A K T A d w f a 6/09 1800 83<br />

Dynaudio Contour S 1.4 70 12/03 2500 83<br />

Sonus Faber Auditor M K M T A f 67 1/08 3800 83<br />

Abacus A-<strong>Box</strong> 10 K T A d w a 3/11 1190 82<br />

T+A Criterion TR 400 K M T A w f 71 6/07 1500 82<br />

Audiodata Petite K M T A w f 77 9/03 2700 82<br />

Burmester 022 62 12/03 3000 82<br />

Canton Vento 820 K M T A w 57 7/09 1100 81<br />

KS Digital Coax C5 K M T A H d w f a 10/10 1190 81<br />

PMC DB 1 I K T A w f 72 5/11 1500 81<br />

Yamaha Soavo 2 K M T A w f 61 11/07 1500 81<br />

Triangle Solis 56 8/04 2500 81<br />

150<br />

www.audio.de ›11 /2011


Service › Bestenliste<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Klipsch RB-81 II G A H f 52 5/11 800 80<br />

Linn Majik 109 K M T A d w 62 6/09 1200 80<br />

dynaudio focus 110 K T A w f 75 3/06 1200 80<br />

Roksan Kandy K2 TR-5 K M A f 70 7/09 1200 80<br />

Canton Chrono SL520 + WA100 K M d A d w f a 4/10 1240 80<br />

Cabasse Minorca K M T A H d w 57 4/09 800 79<br />

Quad 12 L Studio Active K M T A d w a 6/08 1200 79<br />

Piega C2 62 3/03 2000 79<br />

Dali Helicon 64 4/05 2700 79<br />

KEF Q 300 K M T A H w f 63 5/11 600 78<br />

Heco Celan XT 301 K M G T A w f 58 4/09 800 78<br />

German Maestro Linea S B-ONE K M A w f 65 7/10 800 78<br />

PSB Imagine Mini K T A d w 71 10/11 800 78<br />

ATC SCM 7 K T A d w 79 10/11 850 78<br />

Dali Ikon 2 MK II M T d w 65 7/10 860 78<br />

Nubert NuPro A20 K M T A d w f a 3/11 530 77<br />

Elipson Planet L 73 10/11 770 77<br />

Elac BS 184 M G T A d w 64 7/10 800 77<br />

focal Chorus 807 V M T A f 59 10/06 800 77<br />

Triangle Comete Es 58 3/06 800 77<br />

Revel Concerta M-12 K M T A f 68 3/06 900 77<br />

Tannoy Autograph Mini K T A d 71 8/06 1980 77<br />

Klipsch RB-81 M G H A w f 46 2/07 800 76<br />

Canton Ergo 620 K M T A w f 55 4/09 900 76<br />

Expolinear T 120 LIM 72 4/01 1800 76<br />

OBerklasse<br />

61-75 Punkte<br />

Feine Lautsprecher fürs Regal oder für Lautsprecher- Ständer – mit einer Klangqualität für<br />

gehobene Ansprüche.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Genelec 6020 A K T A d w a 7/07 820 75<br />

dynaudio MC 15 K T A d w f a 7/07 1000 75<br />

B&W 705 57 12/03 1400 75<br />

Tannoy Reveal 601 A K M T A w f a 10/10 540 74<br />

Nubert NuLine 32 KM T A w f 64 3/10 570 74<br />

Canton Chrono SL 520 K T A d w 63 3/10 640 74<br />

Adam A5 K T A d w f a 9/08 670 74<br />

Belves Aesthet 1 K M G T A w f 66 9/08 800 74<br />

Magnat Quantum 703 K T A w f 61 2/07 800 74<br />

MB Quart Alexxa B-1 K M T A w f 67 2/07 800 74<br />

Spendor S 3/5 K T A w f 84 8/06 1090 74<br />

Quadral Aurum 30 66 8/04 1400 74<br />

Elac AM 150 K T A d w f a 8/10 500 73<br />

Quadral Platinum M 2 K M T A w 63 3/10 600 73<br />

Tannoy Reveal6D K M T A d w f a 7/07 650 73<br />

JBL LSR 2325P K T A H d w f a 8/10 520 72<br />

Dynaudio DM 2/7 65 1/10 650 72<br />

Monitor Audio Silver RX 2 M A w f 56 3/10 670 72<br />

Expolinear T 100 L 61 8/04 1600 72<br />

Genelec 6010 A a 11/09 480 71<br />

Canton Chrono 502 K M T A w f 59 8/07 580 71<br />

Elac BS 203.2 62 12/03 800 71<br />

Tannoy Eyris DC 1 72 8/04 900 71<br />

Quadral Platinum 620 51 2/03 1000 71<br />

KEF iQ-30 K M T A H w f 58 7/09 500 70<br />

Nubert NuWave 35 K M T A w f 65 5/07 530 70<br />

Fostex PM 1 Mk 2 M T A f a 10/10 570 70<br />

B&W 685 K M T A f 62 8/07 600 70<br />

Tannoy Sensys DC1 69 10/04 700 70<br />

Heco Metas 300 K M T A w f 60 5/07 500 69<br />

Klipsch RB-61 M G A H f 54 8/07 600 69<br />

Mission Esprit E 52 K T A d w 64 2/08 650 69<br />

Mordaunt-Short Mezzo 2 K M T A f 64 2/08 700 69<br />

B&W CM 1 K T A d w 83 4/06 800 69<br />

Canton GLE 430 K M T A d w 59 10/08 400 68<br />

Elac BS 63 K M G T A d w 66 10/08 450 68<br />

Focal Chorus 706V K M T A w f 62 5/07 470 68<br />

Wharfedale Evo2-10 K M T A f 60 5/07 600 68<br />

Dali Ikon 2 M T A d w 59 2/07 800 68<br />

Nubert Nu<strong>Box</strong> 381 M G T A w f 56 10/08 380 67<br />

PSB Image B5 K T A d w 64 2/10 400 67<br />

Mordaunt Short Aviano2 K M A f 67 2/10 460 67<br />

Monitor Audio Bronze BX 2 M A f 62 11/10 350 66<br />

KEF iQ 3 K M T A H w f 60 5/06 400 66<br />

Magnat Interior Power a 11/09 400 66<br />

Jamo C 603 K M T A H w 67 3/08 440 66<br />

B&W 686 K T A d w f 77 1/08 460 66<br />

Heco Aleva 200 K T M A w f 66 1/08 600 66<br />

Elac BS 123 K T A d w 68 8/07 600 66<br />

Quad 11L2 K M T A w 64 5/07 600 66<br />

Magnat AR 10 61 6/04 600 66<br />

Dali Zensor 1 K M T A d w f 67 10/11 260 65<br />

Mordaunt Short Aviano1 K M T A w f 71 11/10 300 65<br />

Magnat Quantum 553 M T A d w 59 2/10 300 65<br />

Canton GLE 420-2 K T A w f 64 11/10 360 65<br />

Quadral Rhodium 20 K T A w 70 10/08 400 65<br />

Magnat Quantum 603 K M T A w 63 3/08 400 65<br />

Canton GLE 420 K M T A w f 61 3/09 340 64<br />

Jamo S 404 K M T A d w 77 11/10 300 63<br />

PSB Image B4 K T A d 68 11/10 300 63<br />

PSB Alpha B1 K M T A w 57 3/09 300 63<br />

JBL ES 30 M G T A f 65 3/08 400 63<br />

Cabasse MT 3 Antigua 54 4/06 460 63<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Canton Ergo 202 54 5/04 500 63<br />

Sonus Faber Concertino Home 63 3/02 1000 63<br />

Tannoy F1 Custom K M A d w 60 3/09 240 62<br />

Mordaunt Short 902i K M T A d w 71 3/07 250 62<br />

Nubert nu<strong>Box</strong> 311 K M T A d w 63 3/07 280 62<br />

Quadral Argentum 03 60 9/05 320 62<br />

Dali Lektor 1 K M T A w 73 3/09 340 62<br />

Infinity Beta 20 64 5/04 400 62<br />

Visonik Evolution 3 66 12/03 450 62<br />

Quadral Platinum 220 54 7/03 500 62<br />

JBL Studio L 830 68 4/06 500 62<br />

Magnat Monitor Supr. 200 K M T A w 65 1/09 180 61<br />

Dali Concept 2 65 1/04 300 61<br />

Magnat Quantum 503 56 9/05 320 61<br />

Boston Acoustics CR 85 58 5/04 400 61<br />

Tannoy Sensys 1 59 9/05 400 61<br />

Triangle Stella ES 59 4/06 500 61<br />

Monitor Silver RS 1 61 4/06 500 61<br />

Triangle Titus 202 EX 56 5/04 540 61<br />

Epos M 5 63 4/06 600 61<br />

Mittel-klasse<br />

31-60 Punkte<br />

Solide und seriös gefertigte Kompaktboxen mit zufrieden stellendem Klang – wuchtige<br />

Bässe sind nicht ihr Metier.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Heco Victa 300 K M T A w f 59 3/07 200 60<br />

KEF Cresta 10 63 1/06 260 60<br />

Mission M 32i K M T A w 58 11/06 300 60<br />

MonitorAudio Bronze BR2 K M T A f 60 11/06 300 60<br />

Triangle Sathis 108 59 7/03 400 60<br />

Jungson BD 2 Mk 2 K M A f 67 9/08 500 60<br />

Wharfedale Vardus 100 63 1/09 200 59<br />

KEF Cresta 2 K T A d w 62 5/06 300 59<br />

Epos ELS 3 62 9/05 350 59<br />

JBL Northridge E 50 61 6/04 500 59<br />

KEF Cresta 1 K T A d 66 5/06 200 58<br />

Mission M 31i 65 3/07 230 58<br />

Dali Concept 1 K T A d w 64 8/04 240 58<br />

Infinity Primus 150 64 1/05 250 58<br />

Focal Chorus 705 V K T A d w 67 11/06 350 58<br />

JBL Northridge E 30 63 7/03 300 58<br />

Wharfedale Crystal 2-10 K T A d w 66 6/08 150 57<br />

Wharfedale Diamond 9.1 64 1/06 200 57<br />

Tannoy Fusion 1 63 6/05 200 56<br />

Heco Victa 200 K T A d w 70 6/08 150 55<br />

Sonos SP-100 66 6/08 180 54<br />

Boston CR 65 61 7/03 300 54<br />

Mission M 50 66 7/03 460 54<br />

Yamaha NS M 515 56 7/03 400 53<br />

JBL Balboa 10 69 7/06 200 50<br />

JBL Control 1G Universe 59 1/00 200 49<br />

Tawo 203 65 4/05 107 45<br />

Centrum Gali 200 82 7/06 100 44<br />

3. Sub-/Sat-boxenSetS<br />

<strong>Die</strong> Bewertung von <strong>Box</strong>ensets mit Satelliten und Subwoofer ist mit den Noten für<br />

Stereo-<strong>Box</strong>en nicht direkt vergleichbar. <strong>Die</strong> Bewertung erfolgt sowohl in Stereo wie<br />

auch in Surround mit dem Subwoofer und einer optimal eingepegelten Weiche in einem<br />

hochwertigen AV- Receiver. Alle Sets in dieser Liste sind ausdrücklich nicht zum Betrieb<br />

mit Stereo-Verstärkern oder AV-Anlagen ohne Bass management empfohlen. <strong>Die</strong> <strong>AUDIO</strong>-<br />

Kennzahl spielt bei dieser Betriebsart kaum eine Rolle. <strong>Die</strong> Einstufung der Sets erfolgt mit<br />

einer Mittelnote aus Surround und Stereo.<br />

HigH-end-klasse<br />

91-100 Punkte<br />

Besser als Kino: <strong>Die</strong>se Lautsprecher toppen in Verfärbungs-armut und Verzerrungsfreiheit<br />

die meisten Kinos, bei optimaler Einstellung können sie musikalisch überzeugen.<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

Teufel System 10 THX Ultra 2 57 11/11 8000 99 106/92<br />

Teufel Theater 10 THX Ultra 62 10/04 9100 99 104/94<br />

Martin Logan iCinema System 71 4/04 14000 93 93/93<br />

Teufel System 9 THX Ultra 2 56 4/08 4000 92 96/87<br />

Teufel Theater 8 (THX Ultra 2) 51 10/02 2495 91 95/86<br />

sPitzenklasse<br />

76-90 Punkte<br />

Neben hoher Klangqualität meistern <strong>Box</strong>en in dieser Klasse große Dynamik. <strong>Die</strong> Satelliten<br />

sind angesichts der großen Reserven meist kompakt oder für Wandmontage geeignet.<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

Infinity Cascade Model 9/12/3 73 6/06 4300 83 81/85<br />

Teufel Theater LT 7 53 9/06 4800 83 85/81<br />

Audio Pro Avanti A.70/A.20/A.10/A 60 2/08 4100 80 81/78<br />

System Audio SA 1750/705/720 57 2/08 4300 79 83/74<br />

T+A TAL X3/TAL XM/TAL XC 67 3/03 3250 78 80/76<br />

Piega AP 3, AS 3, P Sub 4 63 8/05 4450 76 76/76<br />

OBerklasse<br />

61-75 Punkte<br />

Lautsprecher, bei denen nur noch sehr geübte Hörer klangliche Kompromisse feststellen.<br />

<strong>Die</strong> Maximal- Lautstärke reicht auf jeden Fall für Wohnzimmer- Verhältnisse aus, trotz der<br />

oft kompakten <strong>Box</strong>en<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

Focal Dôme 76 2/09 1850 74 72/75<br />

Teufel System 5 52 6/03 1200 73 73/73<br />

Focal Cinemapro 64 4/05 1625 73 73/73<br />

Canton CD 30 /CD 360 F ASD 250 58 6/04 3860 73 74/72<br />

Teufel Theater LT 2 67 12/07 800 72 71/72<br />

Cabasse Eole 2 57 2/09 1300 72 74/69<br />

Tannoy Revolution DC4/DC4LCR/S1001 68 8/08 1300 72 69/75<br />

Teufel Columa 900 59 5/09 1500 72 74/69<br />

Tannoy Arena Highline 300 73 2/07 2300 72 71/73<br />

KEF KHT 3005 71 1/07 1500 71 72/70<br />

B&W MT-20 72 2/07 1800 71 70/72<br />

Boston A2310 HTS 77 8/11 800 70 68/71<br />

Teufel Motiv 10 69 2/09 1200 70 71/69<br />

Canton Movie CD 202 62 8/08 1350 70 70/70<br />

T+A Talis 5.1 Mini 77 5/03 3200 70 70/70<br />

KEF KHT 2005.3 74 8/08 1000 69 68/69<br />

Infinity Modulus Mk II 68 4/05 1300 68 66/69<br />

Tannoy Arena 78 4/05 1800 68 67/68<br />

Mission M 32/M 3 C 2/M 3 AS 62 7/04 1500 66 64/68<br />

Teufel Theater 3 Cinema 5.1 65 12/04 900 65 64/66<br />

Mordaunt Short Genie 72 4/05 1200 64 62/65<br />

Triangle Galaxy 78 3/04 1300 64 64/64<br />

Canton Movie CD 201 67 2/06 1000 62 62/61<br />

Mittel-klasse<br />

31-60 Punkte<br />

In dieser Klasse sind die <strong>Box</strong>en oft wohnzimmerfreundlich kompakt, die Klangqualität ist<br />

insgesamt in Ordnung.<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

Teufel Concept S 74 11/05 565 60 60/60<br />

Focal/JMLab Sib / Cub 58 12/02 1200 59 56/62<br />

Cabasse Xo 2 44 2/06 1000 58 62/54<br />

Teufel Concept R 55 9/05 295 57 59/55<br />

Audio Pro Cinema Precision 64 5/06 700 55 56/54<br />

4. Surround-SetS<br />

mit Stereo-Frontboxen<br />

<strong>Die</strong> Bewertung von Surround-Sets, die als Frontlautsprecher vollwertige Standboxen<br />

oder basstaugliche Kompaktboxen enthalten, ist in Stereo voll mit der Stereo-Bestenliste<br />

kompatibel. <strong>Die</strong> Einstufung im Stereo-Betrieb erfolgt im Vergleich mit den Standboxen-<br />

Referenzen, in Surround wird mit einem Referenz-AV-Receiver und optimaler Weicheneinstellung<br />

gehört. <strong>Die</strong> <strong>AUDIO</strong>-Kennzahl der <strong>Box</strong> sollte für den Stereo-Betrieb gleich oder<br />

kleiner als die Verstärker-AK sein. <strong>Die</strong> Einstufung der Sets erfolgt mit einer Mittelnote aus<br />

Surround und Stereo.<br />

referenz-klasse<br />

aB 101 Punkte<br />

Stereo, Surround-Musik und Film über Kino-Qualität: <strong>Die</strong>se Sets können schlicht alles,<br />

was den Mehrkanalfan begeistert.<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

Linn Artikulat a 9/05 70000 104 110/98<br />

B&W 803 Diamond Set 55 10/10 22450 101 102/99<br />

HigH-end-klasse<br />

91-100 Punkte<br />

Besser als Kino: <strong>Die</strong>se Lautsprecher bieten Filmsound wie im Kino und können dank großformatiger<br />

Standboxen mit Musik auch mit den besten der besten <strong>Box</strong>en konkurrieren.<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

Sonus Faber Cremona 51 2/03 15900 91 87/94<br />

sPitzenklasse<br />

76-90 Punkte<br />

Neben hoher Musikqualität meistern <strong>Box</strong>en in dieser Klasse große Dynamik. Große<br />

Lautsprecher fürs große Gefühl.<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

Klipsch RF-82/RS-62/RC-62/RT12 d 42 5/08 4400 89 100/78<br />

Nubert nuLine 122 Set 5.0 61 5/08 3600 88 89/86<br />

T + A Criterion TS 300/TR450/TC500 65 3/09 5000 88 85/91<br />

Gamut Phi5 / Phi 3 / Phi LCR (5.0) 70 9/11 5500 88 84/92<br />

Revel Concerta 57 11/05 4600 83 84/82<br />

Sonus Faber Toy Tower Set 5.0 63 3/09 3350 82 80/84<br />

Canton Karat 770DC/730DC/AS 225 66 2/08 4100 79 79/79<br />

OBerklasse<br />

61-75 Punkte<br />

Lautsprecher, bei denen nur noch sehr geübte Hörer klangliche Kompromisse feststellen.<br />

<strong>Die</strong> Maximal- Lautstärke reicht auf jeden Fall für Wohnzimmer- Verhältnisse aus, trotz der<br />

oft kompakten <strong>Box</strong>en.<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

www.audio.de ›11 /2011<br />

151


Service › Bestenliste<br />

Nubert 380 Set 2 52 3/04 1450 74 75/73<br />

Canton Ergo 202/CM 502/AS 1.2 55 7/04 2050 73 71/75<br />

Teufel Theater 4 Hybrid (teilaktiv) 52 9/07 1100 72 75/69<br />

Focal Chorus 714/706/CC+SW700 63 7/04 1850 72 70/73<br />

Infinity Beta 40/20/C 250/SW 10 64 7/04 1850 71 70/72<br />

Tannoy Sensys DC 1/DCC/TS 8 69 7/04 2000 71 71/71<br />

Triangle Polaris Set 55 8/03 2090 71 72/70<br />

Magnat Quantum 505/C513/502 58 2/05 1100 68 67/68<br />

Tannoy Mercury F4-Set 56 3/06 1700 68 69/67<br />

Canton LE 207 Set 60 8/08 1500 67 68/65<br />

Monitor Audio Bronze B4-Set 61 3/06 1450 66 66/66<br />

Nubert nu<strong>Box</strong> 400/CS 330/nuB. 310 53 8/02 950 65 65/64<br />

Mordaunt Short 900er Set 63 8/03 1390 65 67/63<br />

JBL Northridge 80 Set 54 8/03 1430 65 65/65<br />

Quadral Argentum 02 Set 64 2/06 950 64 64/63<br />

Elac FS 57 / CC 51 / BS 53 55 2/05 950 64 64/64<br />

JBL ATX 60 / ATX 10 / ATX 20 54 3/03 900 63 62/64<br />

Visonik Revo 58 2/04 1150 63 64/62<br />

Mittel-klasse<br />

31-60 punkte<br />

In dieser Klasse sind die <strong>Box</strong>en oft wohnzimmerfreundlich kompakt, die Klangqualität ist<br />

insgesamt in Ordnung.<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

Mordaunt Short Avant 900 67 2/04 850 60 60/60<br />

Wharfedale Diamond 62 2/04 860 60 62/58<br />

6. PC-lautsPreCher /<br />

Nahfeld-moNitore<br />

<strong>Die</strong> Bewertung von <strong>Box</strong>ensystemen für den PC- und Schreibtischeinsatz sowie<br />

Nahfeldmonitoren für den Schnittplatz und Homerecordingbereich ist grundsätzlich mit<br />

der von Kompaktboxen vergleichbar, es wird jedoch nur in kurzen Hördistanzen bis 1,5<br />

Meter und im Tischeinsatz gehört. <strong>Die</strong> Sets sind in der Regel Aktivboxen mit eingebautem<br />

Verstärker. <strong>Die</strong> passiven Lautsprecher, die einen externen Verstärker benötigen, sind an<br />

der angegebene <strong>AUDIO</strong>-Kennzahl (AK) zu erkennen<br />

spitzenklasse<br />

76-90 punkte<br />

<strong>Die</strong>se <strong>Box</strong>en bieten studiotaugliche Wiedergabequalität im Nahfeld, eignen sich auch für<br />

großzügigere Recording-Anwendungen und für den professionelen Studioeinsatz.<br />

Modell AK Test Preis Punkte<br />

Dynaudio Focus 110 A a 6/09 1800 83<br />

Quad 12 L Studio Active a 6/08 1200 79<br />

OBeRklasse<br />

61-75 punkte<br />

Musikwiedergabe in sehr hoher Qualität für den Einsatz im Homerecording-Studio oder<br />

am heimischen Computer - das zeichnet diese Sets aus.<br />

Modell AK Test Preis Punkte<br />

Genelec 6020 A a 7/07 820 75<br />

Dynaudio MC 15 a 7/07 1000 75<br />

Canton Your Duo (Wireless) a 11/11 500 74<br />

Adam Artist 3 a 3/11 650 74<br />

Adam A5 a 9/08 670 74<br />

Nubert NuPro A10 a 7/11 470 73<br />

XTZ MH-800 (mit ext. Amp) a 11/11 450 72<br />

B&W MM1 (USB) a 5/10 500 72<br />

Audio Pro LV 2 (Wireless, USB) a 4/10 700 72<br />

Genelec 6010 A a 11/09 480 71<br />

Teufel Motiv 2 (Sub/Sat) a 12/08 300 70<br />

John Blue JB 3 (passiv) 60 5/10 350 70<br />

Razer Mako (Sub/Sat) a 4/08 400 70<br />

Teufel Concept C200 USB (Sub/Sat) a 11/09 200 69<br />

Nubert Nu<strong>Box</strong> 101 (passiv) 68 5/10 260 69<br />

Innosound Piccolo PS-200 (USB) a 4/10 300 69<br />

Focal XS (Sub/Sat, iPod-Dock) a 1/10 500 69<br />

Logitech Z Cinema (Sub/Sat) a 12/08 200 68<br />

Teufel Concept B200 USB a 4/10 230 68<br />

Teufel Concept C300 Wireless (USB,Sub/Sat) a 3/11 300 68<br />

Quad 9L2 (passiv) 71 5/10 450 68<br />

Edifier S530D (Sub/Sat) a 7/11 230 66<br />

Magnat Interior Power a 11/09 400 66<br />

Bose Companion 3 Seris 2 (Sub/Sat) a 12/08 300 65<br />

Logitech Z906 (5.1 Sub/Sat) a 7/11 350 65<br />

Canton Plus Media 2.1 (Sub/Sat) a 12/08 350 64<br />

Auluxe Dew A2021 (Sub/Sat) a 7/11 200 61<br />

Mittel-klasse<br />

31-60 punkte<br />

Musikwiedergabe mit zufrieden stellendem Klang für den Einsatz am heimischen Computer<br />

.<br />

Modell AK Test Preis Punkte<br />

Creative Gigaworks T3 (Sub/Sat) a 12/08 200 60<br />

Logitec Z 2300 (Sub/Sat) a 11/09 200 59<br />

Creative Gigaworks T40 II a 11/09 150 58<br />

Altec Lansing Expressionist BASS a 11/09 130 54<br />

Verstärker<br />

1. VollVerstärker<br />

RefeRenz-klasse<br />

aB 101 punkte<br />

Meist sehr kräftige, in jedem Fall klanglich herausragende Verstärker – Materialauswahl<br />

und Verarbeitungsqualität genügen höchsten Ansprüchen.<br />

Modell . AK Test Preis Punkte<br />

Pass INT 30A 64 1/10 7500 130<br />

Accuphase E-560 56 4/10 8900 130<br />

Krell FBI (FB) 82 10/07 19 000 130<br />

Accuphase E-450 (FB) 74 8/07 6000 125<br />

Symphonic Line RG 10 MK IV Ref 2011 (R) 68 6/11 6800 125<br />

Symphonic Line RG 10 MK IV Ref (R)(FB) 67 1/08 6800 125<br />

Musical Fidelity AMS 35i 50 6/11 7500 125<br />

McIntosh MA 7000 AC 75 1/10 8500 125<br />

Naim Supernait (FB) 59 1/08 3300 120<br />

Naim NAC152XS/NAP155XS/FlatcapXS (FB) 57 11/09 3600 120<br />

Unison Research S6 (R) 3/11 3800 120<br />

Densen B-150 66 6/10 4100 120<br />

Resolution Audio Cantata 50 48 5/11 4200 120<br />

Symphonic Line RG 10 Mk IV 67 9/04 4700 120<br />

T + A V 10 (FB) (R) 55 11/03 5000 120<br />

Accuphase E-408 (FB) 73 12/03 5900 120<br />

Octave V 70 / Super Black <strong>Box</strong> (R) 49 8/05 6100 120<br />

Musical Fidelity kW-550 88 10/07 7800 120<br />

Accuphase E-550 (FB) 58 3/06 7900 120<br />

Denon PMA-SA1 / AU-S1 58 10/07 8000 120<br />

Mark Levinson No. 383 (FB) 77 1/00 8900 120<br />

Burmester 032 (FB) 67 1/04 11 900 120<br />

Audionet SAM V2 63 8/08 3000 115<br />

Cayin VP 100 i (R) 44 6/09 3500 115<br />

Octave V 70 (R) 49 8/05 3900 115<br />

Octave V40 SE (R) 45 12/09 4100 115<br />

Unison Research Sinfonia (R) 35 12/09 4100 115<br />

Lua Belcanto (R)(FB) 52 1/08 4500 115<br />

Accuphase E-308 (FB) 66 12/04 4500 115<br />

Symphonic Line RG 10 Mk 3/2003 67 7/03 4600 115<br />

Octave V 50 Mk2 (FB) (R) 46 7/03 4700 115<br />

Ayre AX 7 (FB) 54 7/03 4750 115<br />

Burmester 051 63 6/06 4950 115<br />

Gamut Si 100 (FB) 69 7/08 5300 115<br />

Quad II Classic Integrated (R) 3/11 5500 115<br />

TACT M 2150 (FB) 72 7/03 5500 115<br />

McIntosh MA 6900 (FB) 73 12/01 7000 115<br />

Anthem Intergrated 225 78 8/10 1900 110<br />

Creek Destiny 2 63 4/07 2000 110<br />

Musical Fidelity A-5.5 Integrated 76 2/09 2200 110<br />

Musical Fidelity M6i 76 8/10 2450 110<br />

Moon i-3.3 63 4/07 2580 110<br />

Naim NAC152XS / NAP155XS (FB) 57 11/09 2650 110<br />

Krell S 300 i 71 6/09 2750 110<br />

Octave V 40 (FB) (R) 45 2/03 2750 110<br />

T + A PA 1530 R (FB) 71 8/03 2800 110<br />

Audio Research VSi 55 (R) 49 5/08 2900 110<br />

Accustic Arts Power ES 59 3/11 3000 110<br />

AVM Evolution A3 NG 63 3/11 3000 110<br />

Accuphase E-213 (FB) 66 7/05 3150 110<br />

T + A PA 1260 R 62 11/09 3200 110<br />

Bryston B 100 SST (FB) 68 5/05 3500 110<br />

Marantz PM-11 S1 (FB) 71 12/04 3500 110<br />

Symphonic Line RG 9 Mk 4 (FB) 66 12/04 3700 110<br />

Lua Sonata SEL (FB) (R) 50 12/04 4300 110<br />

ASR Schäfer Emitter I Clear Blue (FB) 77 7/03 4500 110<br />

AVM A6 (FB) 65 2/03 4500 110<br />

Vincent SV-236 Mk 69 4/09 1700 105<br />

Naim Nait XS 57 2/09 1800 105<br />

Sonus Faber Musica 56 2/09 1950 105<br />

Ayon Orion 50 2/10 2000 105<br />

Unison Unico Secondo 65 4/09 2000 105<br />

Magnat RV 1 (R) 47 2/09 2000 105<br />

AVM Evolution A3 NG (FB) 57 4/07 2000 105<br />

Pathos Classic One MK3 50 2/10 2200 105<br />

Unison Unico SE (FB) 69 4/07 2200 105<br />

Audio Aéro Prima Amplifier (FB) (R) 60 4/07 2400 105<br />

Vincent SV 238 (FB) (R) 75 8/03 2500 105<br />

Luxman L-505 f 63 5/06 3000 105<br />

Accuphase E-212 (FB) 66 5/02 3050 105<br />

Symphonic Line RG 14 Edition (FB) 66 8/02 3080 105<br />

T + A R 1260 R (Receiver) 62 11/09 3600 105<br />

Cayin 500 MK (FB) (R) 40 7/03 3900 105<br />

Lua Sonata SE (FB) (R) 50 7/02 4100 105<br />

McIntosh MA 6500 69 12/00 4600 105<br />

Krell KAV 300 iL (FB) 76 10/01 5000 105<br />

HigH-end-klasse<br />

91-100 punkte<br />

Solide Kraft-Zentralen mit weit überdurchschnittlichem Klang und meist eher rudimentärer<br />

Ausstattung.<br />

Modell . AK Test Preis Punkte<br />

Lyric Ti-60 41 6/10 1200 100<br />

Unison Unico Primo 59 6/10 1500 100<br />

Harman HK 990 (+Raumprozessor) 73 10/09 1500 100<br />

Magnat MA-800 60 4/09 1500 100<br />

Marantz PM-15 (FB) 67 6/05 1500 100<br />

T + A Power Plant 70 12/07 1500 100<br />

Cambridge 840 A V2 67 4/08 1500 100<br />

Yamaha A-S 2000 (FB) 65 1/08 1600 100<br />

Cayin A-55 T (FB) (R) 42 9/07 1650 100<br />

Pure Sound A 30 (R) 38 9/07 1780 100<br />

Marantz PM-15 S2 60 3/10 1800 100<br />

AstrinTrew AT-2000 58 2/09 1800 100<br />

Unison Research Simply Two (R) 19 9/04 1800 100<br />

Creek Destiny IA (FB) 59 4/07 1900 100<br />

Denon PMA-2010 AE 67 2/10 2000 100<br />

Croft Acoustics Integrated R 46 9/11 2100 100<br />

Cyrus 8 vs 2 / PSX-R (FB) 58 4/07 2100 100<br />

Electrocompaniet Prelude PI 2 (FB) 65 4/07 2100 100<br />

Musical Fidelity A 5 (FB) 75 3/05 2200 100<br />

Marantz PM-17 Mk II Ki (FB) 60 8/03 2300 100<br />

Naim Nait 5i 54 8/11 1000 95<br />

Lyric Ti-24 (R) 13 5/10 1000 95<br />

Musical Fidelity M3i 57 2/11 1150 95<br />

Creek Classic 5350 SE 58 12/06 1300 95<br />

Creek Evolution 5350 66 6/10 1350 95<br />

Unison Research Unico (FB) (R) 62 9/03 1300 95<br />

Arcam A 90 63 4/08 1450 95<br />

Heed Obelisk Si /DAC 42 1/10 1450 95<br />

Densen B-110 58 3/06 1500 95<br />

Musical Fidelity A 3.5 68 3/06 1500 95<br />

Audio Analogue Puccini 70 53 3/06 1600 95<br />

Electrocompaniet PI 1 57 7/07 1600 95<br />

Opera Audio M100 Plus 39 7/07 1700 95<br />

Advance Acoustic MAP-800 75 2/09 2000 95<br />

spitzenklasse<br />

76-90 punkte<br />

In dieser Klasse lässt die Klangqualität kaum noch Wünsche offen, Ausstattung und<br />

Verarbeitung sind in jedem Fall alltagstauglich.<br />

Modell . AK Test Preis Punkte<br />

Exposure 1010 A 51 9/11 660 90<br />

Vincent SV-400 53 9/11 700 90<br />

Rega Brio R 48 7/11 700 90<br />

NAD C 356 BEE 62 4/11 750 90<br />

Creek Evo IA 59 5/07 765 90<br />

Creek Evo 2 58 1/10 780 90<br />

Music Hall A35.2 67 9/11 800 90<br />

Denon PMA-1510AE 62 2/11 1000 90<br />

Roksan Kandy K2 65 9/09 1000 90<br />

Vincent SV-232 (FB) 68 10/08 1000 90<br />

Arcam A 28 (FB) 61 10/08 1000 90<br />

Yamaha A-S 1000 (FB) 64 7/08 1000 90<br />

Cambridge 740 A 67 3/08 1000 90<br />

Creek A 50 iR (FB) 53 9/03 1000 90<br />

Naim Nait 5i (FB) 54 3/04 1000 90<br />

Unison Unico P (R) 47 5/06 1000 90<br />

Melody SP-3 (R) 25 7/10 1100 90<br />

Exposure 2010 S (FB) 58 4/06 1100 90<br />

Marantz PM-KI Pearl Lite 60 2/11 1200 90<br />

Audio Analogue Verdi 70 (R) 54 4/06 1200 90<br />

Wadia 151 PowerDAC Mini (nur Digital-In) 50 9/10 1300 90<br />

Cayin A 50 T 42 2/06 1400 90<br />

Roksan Caspian (FB) 57 9/03 1420 90<br />

Cyrus 8 (FB) 58 5/03 1600 90<br />

Yamaha A-S 700 66 3/09 580 85<br />

Rega Brio 3 46 7/08 600 85<br />

NAD C 355 BEE (FB) 62 4/08 650 85<br />

Arcam A 18 46 9/08 700 85<br />

Onkyo A-9555 67 6/06 700 85<br />

Audiolab 8000 S 54 10/06 750 85<br />

Marantz PM 8003 60 1/09 800 85<br />

Denon PMA-1500 AE 62 12/05 800 85<br />

Marantz PM 7001 KI 60 5/07 800 85<br />

Onkyo A-933 60 12/05 800 85<br />

Vincent SV-121 (FB) 54 9/03 850 85<br />

Arcam A 70 54 3/08 850 85<br />

Atoll IN 100 (FB) 60 3/04 875 85<br />

Vincent SV-226 MK 2 63 2/06 890 85<br />

NAD C 372 (FB) 71 3/04 900 85<br />

Rotel RA-1062 (FB) 60 3/04 900 85<br />

Rotel RA 1520 60 9/09 900 85<br />

Advance Acoustic MAP 305 DA (mit DAC) 65 9/06 950 85<br />

Audio Analogue Primo Cento VT 45 3/08 980 85<br />

Cyrus 6vs2 46 1/07 1000 85<br />

Onkyo A-9755 68 4/06 1000 85<br />

PrimaLuna Prologue (R) 42 2/06 1000 85<br />

CEC AMP 3300 (FB) 37 3/04 1000 85<br />

Cyrus 6 (FB) 46 8/04 1000 85<br />

Roksan Kandy KA-1 Mk III (FB) 63 2/03 1040 85<br />

Rega Mira 3 (FB) 49 9/03 1050 85<br />

Roksan Kandy L3 65 1/07 1080 85<br />

Music Hall A 50.2 63 9/09 1100 85<br />

T.A.C. 34 41 2/06 1150 85<br />

Primare I 20 (FB) 61 9/04 1200 85<br />

Dynavox VR-20 (R) 20 7/10 400 80<br />

152 www.audio.de ›11 /2011


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