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UNVERGESSLICH.

Zündkerzen. NGK

Außerirdisch gut,

wie nicht von dieser Welt.

Bestens unterwegs mit

NGK Zündkerzen.


amz 12-2013

editorial

I

n der zweiten Ausgabe unserer Branchenuntersuchung

TWIxx, Teile- und Werkstattindex,

hatten wir vor kurzem die Wirkung der

Marke bei der Teilebeschaffung in den Fokus

gestellt und wollten wissen, welchen Einfluss

die Teilemarke auf die Einkaufsentscheidung im

Kfz-Aftermarket hat. Als überraschend erwies sich

dabei die Feststellung, dass die Marke als eher

nachrangig bewertet wurde. Gut drei Viertel der

Werkstätten und gut zwei Drittel der Teilehändler

kamen zu diesem Schluss, was sich entsprechend

in der Markenloyalität niederschlägt. In den vergangenen

Jahren hat damit die Teilemarke an

Zugkraft verloren. Beim aktuellen TWIxx in dieser

Ausgabe wollten wir in Erfahrung bringen, ob und

inwieweit sich Erstausrüsterqualität bei Ersatzteilen

als Verkaufsargument in Einklang bringen

lässt. Mit dem Begriff Erstausrüsterqualität assoziiert

ein Großteil der Werkstätten, wie auch der

Teilehandel, vor allem hohe Qualität, die sich über

dem durchschnittlichen Qualitätslevel der marktüblichen

Teile befindet und sieht darin ein wichtiges

Kriterium, um die Qualität eines Teiles zu

bewerten, insbesondere bei sicherheitsrelevanten

Verschleißteilen. Aber auch Serviceteilen wird hier

noch eine hohe Bedeutung beigemessen, weshalb

vor allem im Teilehandel, aber auch im Werkstattgeschäft

regelmäßig darauf verwiesen wird, um für

den Bezug eines Teiles überzeugen zu können. Fast

drei Viertel beim Teilehandel und zwei Drittel der

Befragten bei den freien Werkstätten setzen dieses

Argument beim Verkaufsgespräch ein. Denn nach

Einschätzung von Werkstätten und Teilehandel ist

mit über 60 Prozent der Befragten Erstausrüsterqualität

auch dem Pkw-Fahrer ein Begriff.

Bei der Frage, was verstehen Sie unter Erstausrüsterqualität,

konzedieren über die Hälfte den

Erstausrüsterteilen die gleiche Qualität wie bei Originalteilen

und gut ein Viertel gute Qualität. Nach

Einschätzung des Marktes rangieren Ersatzteile

in Erstausrüsterqualität mit 93 Prozent sehr nahe

am Qualitätsniveau des Originalteils. Zweitmarken

namhafter Teilehersteller und Eigenmarken

des Handels rangieren mit 72 und 67 Prozent als

Alternativen dahinter. Was die Teilequalität betrifft,

votieren nur knapp ein Drittel der Befragten

Qualität als

Verkaufsargument

_ Neben einfachem Bestellwesen und zügiger

Lieferung sowie guten Preisen erweist sich die

Erstausrüsterqualität als Top-Kriterium für die

Teilebestellung im freien Servicemarkt.

„Nach Einschätzung von

Teilehandel und Werkstätten

ist Erstausrüsterqualität ein

treffendes Verkaufsargument.“

für importierte Fernostmarken. Demnach schätzen

beim Teilehandel und den Werkstätten gut

ein Drittel Erstausrüsterqualität als sehr wichtig

und rund die Hälfte als wichtig ein. Das sind einige

Kernaussagen des aktuellen amz Teile- und Werkstattindex

TWIxx, der als Kompendium mit noch

weit mehr interessanten und für die Markteinschätzung

unveröffentlichten Zusatzinformationen

und Analysen als Whitepaper unter amz.de/twixx

bestellt werden kann. Aber auch das derzeitige und

zu erwartende Geschäftsklima im freien Markt bei

Teilehandel und Werkstätten stand beim aktuellen

TWIxx ebenfalls wieder im Fokus. Die Stimmungslage

in der Kfz-Branche wird als mittelmäßig bis gut

eingestuft. Auf die Zukunft projiziert, rechnen eher

weniger mit einer Verschlechterung, dagegen aber

häufiger mit Verbesserungen. Die Perspektiven für

das kommende Jahr versprechen demnach eine interessante,

positiv geprägte Branchenentwicklung.

Mit Erscheinen dieser Ausgabe sind die Tage in

2013 gezählt und allerorts gilt es, sich auf das kommende

Geschäftsjahr einzustellen. Deshalb möchten

wir, die Redaktion der amz und das Team der

Schlüterschen Verlagsgesellschaft, Ihnen, verehrte

Leser, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten

Start ins neue Jahr 2014 wünschen.

Jürgen Rinn (amz-Chefredakteur)

amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013 3


amz 12-2013

inhaltsverzeichnis

Ganz nah am Kunden

_ Bei MAPCO Autotechnik geht es stetig weiter vorwärts.

Mit Kundennähe, Fertigungskompetenz, Qualität und Erfahrung

baut das inhabergeführte Unternehmen seine Kapazitäten weiter

aus und setzt mit mehreren Zentrallagern und bereits zehn

Regionalcentern kundenorientierte Akzente.

amz TWIXX:

Qualität überzeugt

_

Wer Autos repariert, will Qualität liefern. Wer

Teile liefert, will seine Kunden zufrieden stellen.

Dabei kommt der Erstausrüstungsqualität eine

entscheidende Bedeutung zu. Sie ist Profis sowohl

in der Werkstatt als auch im Handel gleichermaßen

wichtig. (Seite 12)

Modulare

Prüfstraße

_

Snap-on Equipment hat die neue Prüfstraßengeneration

Hofmann safelane 204-RP

eingeführt. Sie lässt sich je nach Anforderung der

Werkstatt mit verschiedenen Prüfmodulen bestücken.

Der drahtlose Anschluss der Anzeigeeinheit

verringert die Installationskosten. (Seite 42)

Beschwerden

richtig behandeln

_

Sie sind ärgerlich – sowohl für den Kunden

als auch für den Betrieb – Beschwerden. Sie sind

aber immer auch eine Chance. Denn jede Reklamation

hilft, Schwachstellen im Betrieb rechtzeitig

aufzudecken. Wir zeigen, wie man dabei vorgehen

sollte. (Seite 68)

4 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


U m a u c h k ü n f t i g f a c h g e r e c h t r e p a r i e r e n z u k ö n n e n

technik

teilemarkt

szene Vom Bremsenpartner zum Modulanbieter 8

Mit dem Sortimo Western Star Truck durchs Land 10

amz TWIXX 11

trends Quo vadis, AU? 14

Winterreifen-Vorbehalte 18

Informationen aus dem Motorinneren 20

Kabelloses Laden in zweieinhalb Stunden 22

planen & bauen Nachhaltige Werkstatttore 24

Auskehr-Schwung 26

Eine Idee aus der Natur 28

Kubistische Perfektion 30

werkstattpraxis EPB: Funktion, Varianten, Werkstatttipps 32

Bremsflüssigkeit ist ein besonderer Saft 36

Ausvibriert 38

werkstattausrüstung Problemlöser bei Bremsproblemen 40

Modulare Prüfstraße 42

Bremskolben pneumatisch zurücksetzen 44

Für den optimalen Bremsenservice 44

Noch einmal getoppt 54

Alles aus einem Guss 55

Profis erfahren die Zukunft 56

Batterieausfälle

als Chance sehen 57

Lizenz zum Kaufen 58

Gas geben

beim Bremsenservice 59

nachrichten

Offizielles Organ des Gesamtverband

Autoteile-Handel E.V.

Editorial 45

Extra in dieser

Ausgabe!

Sonderheft Dezember

auto motor zubehör

Produktreport

2013/2014

Tagung des AK NKW

in Darmstadt 46

Was den Norden bewegt 49

GVA-College: Fort- und

Weiterbildungsprogramm 50

Automobiltechnik und mehr

Produkte und Dienstleistungen für den Service

Moderne Werkstattausrüstung

Profi Repair Box

von ColorMatic

Das Einsteiger-Set zur Gewinnsteigerung

mit Kleinschadenreparatur

betrieb

AU INFO 53

Editorial:

Qualität als Verkaufsargument 3

management Neues Portal für Service- und Reparaturdaten 62

Vertrauen ist wichtiger als der Preis 64

Es geht wieder aufwärts 66

Beschwerden richtig behandeln 68

Titelanzeige:

Ganz nah am Kunden 6

KBA-Zahlen 73

Profile 70

Impressum 72

Rückspiegel 74

amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013 5


titel

anzeige

Ganz nah am Kunden

_ Bei MAPCO Autotechnik geht es stetig weiter vorwärts.

Mit Kundennähe, Fertigungskompetenz, Qualität und Erfahrung

baut das inhabergeführte Unternehmen seine Kapazitäten weiter

aus und setzt mit mehreren Zentrallagern und bereits zehn

Regionalcentern kundenorientierte Akzente.

IN KÜRZE:

Infos über MAPCO

- Gründungsjahr 1976

- 200 Mitarbeiter

- 10 RegionalCenter

- in 45 Länder wird exportiert

- 20 000 qm Lagerfläche,

- 35 000 Palettenstellplätze

- 20 000 Artikelpositionen

Im Jahr 1976 als Anbieter von Bremskomponenten

für Teilehandel wie auch

Kfz-Werkstätten gestartet, kann die

MAPCO Autotechnik GmbH auf eine

lange und erfolgreiche Vertriebstätigkeit

zurückschauen, in der sich das Unternehmen

mit Sitz in Borkheide und Brück

einen Namen im Kfz-Aftermarkt gemacht

hat. Obwohl das Lieferprogramm inzwischen

gewaltig erweitert wurde und auf

rund 20 000 Positionen angewachsen ist,

wird dort konsequent weiter entwickelt.

HPS: Extra stark, lang haltbar

und hohe Kundenzufriedenheit

Mit der Qualität als Maxime startete das

Unternehmen bereits zur AMI 2008 die

Qualitätsinitiative High Performance

Standard – HPS und hat eine Auswahl seiner

Produkte beim TÜV Rheinland auf ihre

Qualität hin untersuchen lassen. Denn

die Fahrzeugersatzteile von MAPCO Autotechnik

werden mit den gleichen Spezifikationen

wie die Originalteile der entsprechenden

Fahrzeughersteller produziert. In

einigen Fällen wurde die Qualität jedoch

durch die MAPCO-Ingenieure deutlich

verbessert, weshalb aus Standardteilen

innovative MAPCO High Performance

Standard Produkte, kurz HPS-Teile wurden.

Die HPS-Produkte übertreffen in der

Qualität die Originalteile und gelten als

extrem langlebig. So werden beispielsweise

die HPS-Stabilisatorstreben aus 12 mm

starkem Rundstahl gefertigt, wogegen die

Materialstärke des Herstelleroriginalteils

meistens nur auf 8 mm beschränkt ist.

Das MAPCO-HPS-Teil verfügt so über eine

höhere Verbiegesicherheit, und auch die

Lebensdauer der Kugelgelenke wird verlängert.

Die Palette von rund 400 HPS- Produkten

wurde in umfangreichen Testverfahren

geprüft. Besonderes Augenmerk

lag dabei auf der Festigkeit des verwendeten

Werkstoffes, der Beständigkeit

gegenüber Umwelteinflüssen und den

Verschleißprüfungen. Danach wurden

die HPS-Produkte in allen Bereichen vom

TÜV Rheinland zertifiziert. Denn Zielsetzung

von MAPCO ist, mit den HPS-Produkten

besser zu sein als der Standard.

Anlasser und Lichtmaschinen

als neue Produktsäule

Seit kurzem erweitert die neue, fünfte

Produktsäule „Elektrik“ mit mehr als 90

Anlassern und über 230 verschiedenen

Qualitätsmerkmale

HPS: Extra stark

und lang haltbar.

Das sorgt für hohe

Kundenzufriedenheit.

Foto: MAPCO

Lichtmaschinen das Portfolio. Als Besonderheiten

im Bereich der Lichtmaschinen

werden die qualitativ hochwertige und

vollständige Isolierung sowie kompakte

Bauweise angeführt. Zudem verfügen

die Lichtmaschinen über vollständig versiegelte

Regler, wodurch sie wasserdicht,

stoßfest und feuergeschützt sind. Alle

Anlasser und Lichtmaschinen werden

als Neuteile angeboten, womit keine

möglichen versteckten Defekte aufgrund

von Materialermüdung nachgelagert

auftreten können. Arbeitskosten werden

durch den kompletten Austausch und

den Einbau des Neuteils minimiert, weil

aufwändige Fehlersuche und Einzelteilreparatur

entfällt.

Außerdem verfügen diese Teile über

perfekte Passgenauigkeit und werden

mit den entsprechenden Prüfprotokollen

ausgeliefert. Jedes Teil wird vor der

Auslieferung umfassend getestet und

entspricht der OE-Qualität. Desweiteren

entfallen Altteilpfand und Aufwand

mit den Rückgabemodalitäten. Der Einbau

eines Neuteils sorgt zudem für die

Werterhaltung. Daher stehen für viele

jüngere Fahrzeuge Lichtmaschinen und

Anlasser in großer Anzahl zur Verfügung,

besonders im Bereich der jüngeren Transporter

und Flottenfahrzeuge.

Carbon-Bremsen ab 2014

Ebenfalls neu im Programm ab 2014 sind

Carbon-Bremsen, die mit einer Fülle von

Vorzügen aufwarten. Sie bestehen aus

einer Hightech-Belagmischung mit mindestens

15 Prozent Carbon Kevlar® Anteil.

Durch die extreme Materialhärte entsteht

weniger Abrieb auf der Bremsscheibe

und verursacht natürlich weniger Bremsstaub,

einen höheren Fahrkomfort und

geringeren Verschleiß. Das sogenannte

Verglasen der Bremsbeläge wird minimiert.

Bereits nach wenigen Bremsungen

sind die Bremsen eingefahren und bieten

ver-besserte Bremsleistung als Standard-

Beläge. Die Bremswirkung ist bei allen

Betriebstemperaturen bis 700° C optimal,

so dass kein Überhitzen der Bremse möglich

ist. Bedingt durch den geringeren

Abrieb haben sie eine rund 50 Prozent

längere Lebensdauer und weisen sehr

6 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


MAPCO mit Sitz in Brück und Borkheide ist ein vom Eigentümer

geführtes Unternehmen mit stetigem Wachstum. Foto: MAPCO

Rund 20 000 Teilepositionen sind lieferbar und untermauern

die Distributionsstrategie: Ganz nah am Kunden. Foto: MAPCO

gute Bremseigenschaften bei nasser Umgebung

auf. Selbstverständlich erfüllen

die MAPCO-Bremsbeläge die strengen

Normen der ECE R90 Richtlinien.

Vertrieb und Service vor Ort

Das Vertriebsgeschäft von MAPCO besteht

aus mittlerweile fünf Säulen. Dazu

zählen der traditionell starke Export,

der Inlands-Außendienst und die RegionalCenter

sowie das Online-Geschäft,

worüber die rund 20 000 Produkte für

nahezu alle auf dem Markt befindlichen

Fahrzeugtypen bestellt werden können.

Der Vertriebsservice vor Ort bleibt

aber wichtig, weshalb auch ein weiterer

Ausbau des Netzes der RegionalCenter

in Deutschland auf der Tagesordnung

steht. Zum Vertriebsnetz von MAPCO gehören

mittlerweile zehn RegionalCenter.

Ein Express-Lieferservice sorgt binnen

Stunden für schnelle Abhilfe, wenn ein

Teil nicht direkt vorrätig ist.

INTERVIEW:

Die Zukunft liegt im Detail

Inhaber und Geschäftsführer von MAPCO Autotechnik

Detlev Seeliger: „Was nicht bei uns produziert werden kann,

wird auch nicht verkauft.“ Foto: Rinn

_ Wir sprachen mit Inhaber und Geschäftsführer von MAPCO Autotechnik, Detlev Seeliger,

über die Entwicklungsschritte des Unternehmens. Das Gespräch führte Jürgen Rinn.

amz: Herr Seeliger, MAPCO kann als inhabergeführtes Unternehmen mittlerweile auf eine Tradition bis auf das Jahr 1976 zurückblicken.

Womit sind Sie gestartet?

Seeliger: Gestartet sind wir mit unserem Bremsensortiment für französische Automobile, für die es zu der Zeit keinen Anbieter im deutschen

Aftermarkt gab. Bereits auf einer der ersten EquipAuto haben wir die ersten Bremshydraulikprodukte für französische Fahrzeuge

vorgestellt, die heute noch in ähnlicher Bauweise bei MAPCO bestellbar sind.

amz: Wo werden die Teile des MAPCO-Produktprogramms produziert?

Seeliger: MAPCO produziert an unterschiedlichen Hightech Standorten weltweit, natürlich auch in China. Hier gilt anzumerken, China

wird Europa in 2013 erstmals mit rund 20 Millionen Fahrzeugen bei der Autoproduktion übertreffen, laut Financial Times. Das zeigt,

dass China neben Produktionskapazitäten auch das nötige Know-how besitzt. Für MAPCO ist China der deutliche Favorit für die Umsetzung

von innovativen, forschungsintensiven und komplexen Produktserien, die ein hohes Qualifikationsniveau erfordern. Zudem gibt

viele Gründe, warum auch alle namhaften Automobilhersteller in China vertreten sind. Denn China verfügt heute über die neueste

Technik und sehr gut ausgebildete Fachkräfte und effiziente Produktionsstrukturen. Es wäre sträflich, nicht auf dieses Know-how zurückzugreifen.

Denn es ermöglicht MAPCO zu marktgerechten Preisen hervorragende Qualität weltweit anzubieten.

amz: Wie sehen Ihre Vorgaben in Punkto Qualität aus?

Seeliger: Als Hersteller überprüft MAPCO permanent die Qualität seiner Produkte vom Rohstoff bis zum Endprodukt. Der Herstellungsprozess

ist für jede Komponente dokumentiert, darum kümmern sich geschulte Mitarbeiter in Deutschland und Asien. Dadurch erfüllen

MAPCO-Teile höchste Ansprüche. Unsere Produkte sind mit dem Herstellungsort, den Produktionsdaten und der Chargennummer gekennzeichnet,

um eine lückenlose Dokumentation sicherzustellen. Zudem sind die Produkte so gut, dass dauerhaft eine Garantiefallquote

von unter zwei Promille abgebildet werden kann. MAPCO verbürgt sich für die Qualität seiner Produkte mit dem eingetragenen

Markenzeichen.

amz: Wie hat sich MAPCO in der Vertriebsstruktur aufgestellt?

Seeliger: MAPCO exportiert seine Produkte weltweit und setzt gleichzeitig auf Regionalität mit seinen RegionalCentern. Diese Struktur

ist der Garant für Lieferfähigkeit und kundenindividuelle Betreuung und ermöglicht den Kunden das persönliche Fachgespräch vor Ort

zu pflegen. Darüber hinaus verfügt MAPCO über mehrere Zentrallager in Deutschland und zusätzliche Teilelager in den RegionalCentern,

aber auch in Frankreich und Italien. Deshalb sind die gewünschten Produkte immer zur Hand und natürlich schnell beim Kunden.

amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013 7


technik

szene

Das neue Konzept des ATE-BremsenCenter soll

Werkstätten mehr Produkte sowie mehr Service

bieten und beim Werkstattmodul künftig auch

VDO-Elektronik-Produkte und VDO-Dieselreparatur-Service

einbeziehen. Foto: Continental

_ Vom Bremsenpartner zum Modulanbieter

_ Continental hat sein ATE-BremsenCenter-Konzept erweitert.

Das Werkstattmodul umfasst neben der Bremsenwartung künftig auch

weitere Bereiche des Continental-Portfolios im Automotive Aftermarket

sowie VDO-Elektronik-Bauteile und den VDO-Dieselreparatur-Service.

Die dem ATE-BremsenCenter-Konzept

angeschlossenen Werkstätten können

einen großen Teil ihres Bedarfs an

Knowhow und Ersatz- sowie Verschleißteilen

mit nur einer Quelle decken und

die Produktbereiche nach dem Baukastenprinzip

ihren individuellen Bedürfnissen

entsprechend zusammenzustellen.

Entsprechend dem Vorgängermodell

des ATE-BremsenCenters können sie sich

ausschließlich auf das Thema Bremse

spezialisieren oder ihre Kompetenz

auf die Themen Elektronik und Dieselreparatur

ausweiten. Das notwendige

Knowhow dafür können sie sich in praxisorientierten

und modular aufgebauten

Schulungen im Continental-Trainings-

Center aneignen. Bei technischen Fragen

stehen den Werkstätten Hotline-Services

zur Verfügung. Auch die Gestaltung des

neuen ATE-BremsenCenters werde sich

vom reinen Bremsenlieferanten lösen,

heißt es dort. Der renommierte Name

bleibt erhalten, allerdings wird der optische

Bezug zur Unternehmensmarke

des Continental-Konzerns deutlich gestärkt.

Das reicht von Schildern für die

Außendarstellung der Werkstätten bis

hin zu professionellem Marketingmaterial,

die Verbindung zum Konzern soll im

Design deutlich werden, betont Bert-C.

Lembens, Leiter Continental IAM Sales

Services und merkt an: „Diese optische

Annäherung war für uns von großer Bedeutung.

Continental steht für seine OE-

Kompetenz, und diese wollen wir auch

unseren Werkstatt-Partnern zur Seite

stellen.“ Um das neue Konzept weiter in

den Markt zu kommunizieren und den

Dialog mit den Werkstätten zu stärken,

ist eine deutschlandweite Besuchsaktion

von Continental-Mitarbeitern bei bestehenden

ATE-BremsenCentern angelaufen.

„Werkstätten, die sich für das System

interessieren, finden alle erforderlichen

Informationen auf www.ate.de/bremsencenter“,

erklärt Lembens. j r.

_ Überall einsetzbar

_ Nutzer der Werkstattsoftware Esitronic von Bosch haben jetzt

mit der neuen App How2Fix für Smartphone und Tablet-PC auch

mobil schnellen und einfachen Zugriff auf diese Wissensdatenbank.

Dazu meldet man sich in der App auf dem

mobilen Gerät mit den gleichen Zugangsdaten

an wie in der PC-Version auf dem

Werkstatt-Computer, heißt es dort. Zur

Funktion: Über eine Freitextsuche gebe

man sein Reparaturproblem ein und erhalte

eine Auswahl möglicher Lösungen.

Klickt man eine Lösung an, werden die

Details mit den zugehörigen Fahrzeugdaten

abgerufen. Sollte für die Reparatur

ein Ersatzteil erforderlich sein, führt ein

Link direkt zur entsprechenden Position

im elektronischen Bosch-Ersatzteilkatalog

eCat, lauetet die Herstelleraussage. Im Falle,

falls der Werkstattmitarbeiter über die

How2Fix-App in der Bosch-Wissensdatenbank

keine Lösung antrifft, könne er online

über das TTS (Trouble Ticket System) ein so

genanntes Ticket erstellen. Darin muss er

sein Problem darstellen, das daraufhin von

den Bosch-Reparaturexperten bearbeitet

und als neue Lösung in die Wissensdatenbank

eingestellt wird. Damit soll dann diese

Information sofort auch über die App

verfügbar sein.

Die Werkstatt-App How2Fix werde

zunächst in einer deutschen und einer

englischen Sprachversion für mobile

Geräte mit dem Betriebssystem iOS, für

iPhone und iPad angeboten, heißt es

bei Bosch, und im App-Store könne die

How2Fix-App kostenlos heruntergeladen

werden. Eine Version für Android-Geräte

ist ab November 2013 auch im Google-

Play-Store vorgesehen. Wer bereits die

Die Bosch-Wissensdatenbank kann man von überall nutzen.

Werkstattsoftware Esitronic mit den Informationsarten

Steuergeräte-Diagnose

SD und SIS-Fehlersuchanleitungen verwendet

und dazu die technische Hotline

abonniert hat, verfügt bereits über einen

Zugang zum Trouble-Ticket-System und

zur Wissensdatenbank. Dieser Zugang

zum Trouble-Ticket-System gilt als Voraussetzung

für die Nutzung der neuen

App.

jr.

Foto: Bosch

8 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


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spezielle Services. amz.de hat die Fakten

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Für das Kfz-Gewerbe geht ein Autojahr

zuende, das von Robert Rademacher, Präsident

des Kfz-Gewerbes, mit der Note drei

minus beziffert und bei gut 2,9 Millionen

Neuwagen landen wird.

Jetzt prüft

die EU

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„Top Five“

_ Die fünf meistgelesenen

Artikel auf www.amz.de

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Das neue Kältemittel in Auto-Klimaanlagen

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Mit dem Sortimo

Western Star Truck

durchs Land

_ Zum 40-jährigen Jubiläum der Sortimo International GmbH

tourte von April bis Oktober der legendäre Sortimo Western

Star Truck durch Deutschland und machte am 24. und 25.

Oktober auch an der Niederlassung Nürnberg in Fürth Halt.

Der Spezialist für maßgeschneiderte

Fahrzeugeinrichtungen

wartet nunmehr seit 40 Jahren

mit intelligenten Systemen für

strukturiertes Arbeiten auf. Das

Produktportfolio umfasst Einrichtungslösungen

für Unternehmen aus Handel,

Handwerk und Industrie. Mit den Einrichtungen

Globelyst, simpleco sowie dem

BOXXen- und Ladungssicherungsprogramm

hat das Unternehmen ein breites

Produktsortiment aufgestellt, das neben

der Übersichtlichkeit im Fahrzeug auch

den sicheren und schonenden Transport

von Materialien und Werkzeugen sicherstellen

soll. Angefangen mit einem Koffer,

der über eine präzise Innenaufteilung für

den jeweiligen Bedarf verfügte, bietet

das mittelständische Unternehmen heute

für jedes leichte Nutzfahrzeug auf dem

europäischen Markt eine komplette Einrichtung

an.

Im Jahr 1973 hatte Herbert Dischinger

die Idee des Sortimo-Koffers mit

herausnehmbaren Kunststoffboxen

als kleinste Einheit für Werkzeug und

Kleinteile. Daraus entstand die maßgeschneiderte

Fahrzeugeinrichtung Sortimo

Mobil. Über drei Jahrzehnte später,

im Jahr 2004, brachte das Unternehmen

die dritte Fahrzeugeinrichtungsgeneration

Sortimo Globelyst als flexibles

Einrichtungssystem auf den Markt. Der

Name Globelyst ist die Abkürzung von

„Globales System“. Die ständig weiter

entwickelte modulare Fahrzeuginnenausstattung

für Handwerks- und Servicefahrzeuge

ist mittlerweile in der vierten

Generation.

Sortimo Western Star Truck

machte Stopp in Fürth

Der Sortimo Western Star Truck wurde ursprünglich

von einem deutschen Liebhaber

amerikanischer Trucks erworben, der mit

ihm den amerikanischen Kontinent durchquerte.

Nach der Reise ging der Truck an

Sortimo, wo er vom gewöhnlichen Lastwagen

mit neuer Lackierung auf das Corporate

Design abgestimmt, zum fahrenden

Seit vier Jahrzehnten entwickelt, fertigt und

verkauft die Sortimo International GmbH maßgeschneiderte

Fahrzeugeinrichtungslösungen...

Fotos: Rinn

...für Unternehmen aus Handel, Handwerk und

Industrie. In der Nürnberger Filiale machte

man das eindrucksvoll deutlich.

Kunstobjekt mutierte, um ihn national und

international in Sachen Werbung auf Tour

gehen zu lassen. Anlässlich des 40-jährigen

Firmenjubiläums tourte der Western Star

Truck durch ganz Deutschland und machte

am 24. und 25. Oktober an der Sortimo-

Niederlassung Nürnberg auf der Tour seinen

letzten Stopp. An diesen beiden Tagen

stellte die Niederlassung nicht nur den

Truck vor, sondern nahm den Event zum

Anlass, den geladenen Kunden und Besuchern

das Sortimo-Produktspektrum sowie

das komplette Leistungsangebot, wie die

Umrüstalternativen von Transportfahrzeugen,

die Zusammenarbeit mit den Flottenbetreibern

und den örtlichen Autohäusern

vorzustellen. Im Winter wird der Sortimo

Truck eine kurze Pause einlegen, wie aus

Zusmarshausen zu erfahren war, um für

das kommende Jahr wieder topfit an den

Start für neue Touren gehen zu können.

Jürgen Rinn

10 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


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Qualität überzeugt

_ Wer Autos repariert, will Qualität liefern. Wer Teile liefert, will

seine Kunden zufrieden stellen. Dabei kommt der Erstausrüstungsqualität

eine entscheidende Bedeutung zu. Sie ist Profis in Werkstatt

und Handel gleichermaßen wichtig.

Nur 56 Prozent aller Befragten

verstehen unter Erstausrüsterqualität

die gleiche Qualität

wie beim Fahrzeughersteller.

Es ist also noch nicht überall

angekommen, was Erstausrüsterqualität

wirklich bedeutet.

Insgesamt lässt sich aber sagen, dass

mit Erstausrüsterqualität vorwiegend

positive Eigenschaften assoziiert werden.

Neben der gleichen Qualität wie

beim Hersteller erwarten die Befragten

von einem Erstausrüstungsteil gute Qualität

(21 Prozent), eine bekannte Marke

(zehn Prozent), Passgenauigkeit (fünf

Prozent), bessere Qualität (drei Prozent)

oder Premium-Lieferanten (drei Prozent).

Die Erstausrüstung genießt also auf jeden

Fall einen guten Ruf.

In Werkstatt und Handel ist man

sich außerdem einig, dass ein Teil mit

Erstausrüstungsqualität dem Originalteil

ebenbürtig ist. Die Befragten stufen

seine Qualität annähernd so hoch ein

wie die des Originalteils. Aber auch die

Zweitmarken namhafter Hersteller und

die Eigenmarken des Handels schneiden

in puncto Qualität nicht schlecht ab.

Weit abgeschlagen ist in den Augen von

Werkstatt und Teilehandel die Qualität

der Billigmarken aus Fernost.

Eine einhellige Meinung herrscht in

Werkstatt und Handel darüber, dass die

meisten Autofahrer wissen, was Erstausrüsterqualität

bedeutet. Ebenso legen

beide Gruppen großen Wert darauf, dass

ein Teil genau diese Eigenschaft hat. Weit

über 80 Prozent der Befragten finden,

dass Erstausrüstungsteile wichtig sind.

Unterschiede werden dennoch gemacht:

bei den Verschleiß- und Karosserieteilen

wird mehr Wert auf die Erstausrüstungsqualität

gelegt als bei den

Serviceteilen. Grundsätzlich lässt sich

sagen, dass im Handel die Relevanz von

Erstausrüstungskomponenten höher ist

als bei den Werkstätten.

Genutzt wird dies auch als Argument

beim Verkauf. 74 Prozent der Befragten

im Handel argumentieren im Verkaufsgespräch

mit der Erstausrüstungsqualität.

In der Werkstatt sind es 63 Prozent.

Dort meint man auch, dass dieses Thema

den eigenen Kunden wichtig ist und dass

sie über die Qualität der Teile aus der

Erstausrüstung informiert sind. Erstaunlicherweise

ist dies Argument aber wohl

bisher bei den Autofahrern noch gar

nicht angekommen.

Im Rahmen des aktuellen TWIXX

wurden zwar keine Autofahrer befragt.

Trotz allem hat eine frühere Befragung

Erste Marken stehen für

hohe Qualität

Die Ergebnisse des aktuellen TWIXX

bestätigen uns von der ARUA in unserer

Produktpolitik. Wir sind die ersten Marken

und alle stark in der Erstausrüstung.

Als starke Partner der OEMs beweisen

wir jeden Tag aufs Neue, dass wir beste

Qualität liefern.

Offenbar wissen diese Qualität auch

Werkstatt und Handel zu schätzen. In

den Kfz-Betrieben möchten die Mechaniker

gute Arbeit liefern. Hochwertige

Produkte namhafter Erstausrüster helfen

ihnen dabei, ihr eigenes Qualitätsversprechen

gegenüber ihren Kunden

einzuhalten. Und die Händler wollen

mit guter Ware ihre Werkstatt-Kunden

zufrieden stellen.

Eine Reparatur mit minderwertigen Teilen

ist ihr Geld nicht wert. Deshalb vertraut

man uns in Handel und Werkstatt.

Denn es ist bekannt, dass wir als Partner

der Fahrzeughersteller in der Erstausrüstung

hervorragende Qualität liefern, die

wir selbstverständlich in der selben Güte

auch im Aftermarket anbieten.

Wir sind sehr froh darüber, dass die

Profis in Werkstatt und Handel auch den

Unterschied zwischen den ersten Marken

und den Zweitmarken kennen. Das zeigt

uns, dass wir genau das Richtige tun.

Erste Marken stehen immer für hohe

Qualität.

Freie Werkstätten können mit Erstausrüstungsmarken

Vertrauen beim Autofahrer

schaffen. In Werkstatt und Handel

helfen die starken Marken der Erstausrüster

dabei, das Image der Betriebe beim

Autofahrer zu stärken. Das nützt am

Ende allen, die an der Wertschöpfungskette

Ersatzteil beteiligt sind. Auch dem

Autofahrer.

Peter Fiekens,

ARUA Geschäftsführer

12 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


AMZ-MARKTFORSCHUNG

TWIXX

In regelmäßigen Abständen führt die

amz Marktforschung in Werkstatt und

Handel durch. Dafür führen die Marktforscher

von abh aus Köln Telefoninterviews.

Der amz TWIXX beleuchtet

dabei einerseits die aktuelle Lage in der

Branche und die Erwartungen für die

Zukunft. Im zweiten Teil steht ein branchenrelevantes

Thema im Fokus. TWIXX

widmet sich im Dezember der Erstausrüstungsqualität.

Der Dezember-TWIXX

wurde unterstützt von der ARUA.

Den vollständigen TWIXX gibt es als

Whitepaper unter amz.de/twixx.

Stichprobe

Stichprobe 1: n =100 Freie Werkstätten, Repräsentative Ziehung

aus abh-Adressdatei, Quotierung nach Werkstattsystemen.

Stichprobe 2: n =100 Teilehändler, Repräsentative Ziehung

aus abh-Adressdatei, Quotierung nach Kooperationen.

Befragung

Telefonische Befragung (CATI) durch b2b-Interviewer des

abh-Telefonstudios, Dauer des Interviews: maximal zehn Minuten.

Standardfragebogen: Fragen zum Geschäftsklima.

Wechselnde Schwerpunktthemen: Q1 Werkstattsysteme.

_ Stimmung bessert sich

Im dritten Quartal hat sich die Einschätzung

der eigenen und der Marktsituation

leicht verbessert. Es herrscht

zwar keine Euphorie, aber es werden

Verbesserungen erwartet.

Eine mindestens gleichbleibende

Situation erwartet man für das kommende

Quartal, eher noch rechnen die

Profis in Werkstatt und Handel mit einer

Verbesserung ihrer Situation.

der Marktforscher von abh ergeben, dass

nur 16 Prozent der Autofahrer darauf

achten, ob ein Teil von einer bestimmten

Marke stammt. Auf ein Originalteil legen

nur 28 Prozent der Autofahrer Wert.

Dass die Qualität von Ersatzteilen ein

wichtiges Thema in Werkstatt und Handel

ist, hat bereits der TWIXX aus dem

September 2013 ergeben. Hier hatten 89

Prozent der Werkstätten und 79 Prozent

der Teilehändler gesagt, dass eine hohe

Produktqualität ein wichtiges Kriterium

für die Kaufentscheidung ist.

Die aktuelle Befragung bestätigt diesen

Trend und zeigt darüber hinaus, dass

die Tatsache, dass ein Teil bereits in der

Erstausrüstung im Einsatz ist, eine wichtige

Rolle für seine Verwendung spielt.

Denn einem solchen Teil trauen die Profis

in Werkstatt und Handel von vornherein

eine hohe Qualität zu. Wenn es dann

noch schnell geliefert wird, steht einer

schnellen und kundengerechten Reparatur

nichts mehr im Wege.

Dr. Frauke Weber

Das Erstausrüster-Image lohnt sich

Wer als Erstausrüster wahrgenommen wird, dem

wird hohe Teilequalität attestiert. Das Qualitätsniveau

entspricht nach Einschätzung des

Marktes (annährend) dem Level des Originalteils.

Damit hebt es sich deutlich ab von Zweitmarken

namhafter Teilehersteller und von Eigenmarken

des Handels.

Erstausrüsterqualität ist ein wichtiges Kriterium,

um die Qualität eines Teiles zu bewerten. Insbesondere

bei (sicherheitsrelevanten) Verschleißteilen

ist Erstausrüsterqualität von Relevanz, aber

auch bei Serviceteilen wird noch eine hohe Bedeutung

unterstellt. Daher ist es nur folgerichtig,

dass vor allem im Teilehandel, aber auch im

Werkstattgeschäft regelmäßig hierauf verwiesen

wird, um vom Bezug eines Teiles zu überzeugen.

Die aktuelle Befragung zeigt, welche Teilemarken von ATE bis ZF ein klares Erstausrüstungsprofil

aufweisen. Die Befragung zeigt aber auch einen Hauptschwachpunkt,

nämlich dass das Erstausrüstungs-Image auf dem Weg vom Großhandel zur Werkstatt

verlorengeht und beim Kunden nicht mehr ankommt. Das volle Potenzial der Teilemarke

wird dann nicht genutzt.

Dr. Ralf Deckers, Prokurist,

abh Market Research GmbH

Weitere Infos

zum Thema

amz-TWIXX

www.amz.de/erstausruestung

Weitere Zahlen, Daten und Fakten

finden Sie auf amz.de. Sie können dort

auch ein Whitepaper mit detaillierten

Ergebnissen des TWIXX herunterladen.

amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013 13


technik

trends

Quo vadis, AU?

_ Die AU ist 20 Jahre alt. Sie steht aktuell aber nicht wegen ihres

Jubiläums, sondern wegen eines Richtungsstreits über künftige Prüfverfahren

im Rampenlicht. Was und wie soll künftig gemessen werden?

Darüber wird heftig diskutiert. amz zeigt die Hintergründe und

Konsequenzen für Kfz-Betriebe.

Die Abgasuntersuchung (AU) ist

20 und keiner freut sich über

ihren Geburtstag. Stattdessen

wird so heftig wie selten zuvor

über ihre Inhalte gestritten. Als

sie am 1. Dezember 1993 die Abgassonderuntersuchung

(ASU) ablöste, war das nicht

anders. Damals ging ein Aufschrei durch

die Branche. Vieles war neu. Von der ASU

gewohnte Prüfabläufe mussten komplett

umgestellt werden. Kritiker befürchteten

gar ein Massensterben der Dieselmotoren.

Sie bezweifelten, dass die Motormechanik

das mehrmalige Beschleunigen im Stand

bis zur Abregeldrehzahl überleben würde.

Kfz-Werkstätten und Prüforganisationen

mussten in neue Testgeräte, Abgasabsauganlagen

und schalldichte Prüfräume

investieren. Rückwirkend betrachtet hatte

die AU keinen so guten Start. Dennoch

sind sich alle Experten darüber einig, dass

sie sinnvoll ist und in den vergangenen 20

Jahren ihre Aufgabe voll erfüllt hat.

Unbestrittenes Erfolgsmodell

So finden alle Branchenverbände für die AU

lobende Worte. Sie habe für die Umwelt

und Gesundheit eine große Bedeutung.

Laut ZDK trägt sie dazu bei, dass Auffälligkeiten

im Abgasverhalten von Kraftfahrzeugen

einfach und schnell aufgedeckt

werden können. Das würden die jährlichen

Mängelstatistiken zeigen. Der VDIK weist

darauf hin, dass die klassischen Luftschadstoffe

trotz steigender Fahrleistungen seit

1990 um über 90 Prozent gesenkt werden

konnten. Dies sei nicht nur den europaweit

harmonisierten Abgasvorschriften, sondern

auch der AU zu verdanken. Auch die

Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)

hat den Umweltnutzen der AU bestätigt.

Untersuchungen haben gezeigt, dass mit

der periodischen Überprüfung des Abgasverhaltens

die schädlichen Abgasbestandteile

wie Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoff

(HC) und Stickoxid (NOx) erheblich

gesenkt werden konnten. Die AU habe

sich seit ihrem Bestehen als wirksames Instrument

für den Umweltschutz bestens

bewährt, teilt der ASA-Verband mit. Auch

die Prüforganisationen wie TÜV, Dekra und

KÜS teilen diese Meinung.

Technische Weiterentwicklung

Die Abgasuntersuchung kann ihren Zweck

allerdings nur dann erfüllen, wenn die Prüf-

Die AU ist bis heute ein wesentlicher Bestandteil

des Servicegeschäftes. Kfz-Betriebe können

damit ihre Kunden an den Betrieb binden und

Messkompetenz beweisen. Foto: Linzing

methoden, die Messgeräte und die Grenzwerte

an den Stand der Fahrzeugtechnik

angepasst werden. Das ist in der Vergangenheit

immer wieder geschehen. Bei der

1985 eingeführten Abgassonderuntersuchung

wurde bei Ottomotoren lediglich

die Zündung überprüft und der CO-Gehalt

im Abgas gemessen. Die Ergebnisse wurden

handschriftlich dokumentiert. Lagen

keine Einstellwerte seitens des Automobilherstellers

vor, galt ein maximaler CO-

Grenzwert von 4,5 ppm (parts per million).

Heute würde es sehr unangenehm auffallen,

wenn man hinter einem Fahrzeug mit

so hohem CO-Ausstoß fahren müsste.

Die Ablösung der ASU durch die AU

war eine logische Konsequenz in Folge der

weiterentwickelten Fahrzeugtechnik. Es

kamen immer mehr Benziner mit Katalysator

auf den Markt und der Diesel wurde

zunehmend beliebter. Das machte einen

radikalen Schnitt erforderlich. So war die

AU mehr als nur ein Facelift der ASU. Man

konnte mit Recht von einem ganz neuen

Prüfmodell reden. Es wurden Verfahren

entwickelt, mit denen auch Fahrzeuge mit

Katalysator und Selbstzündungsmotor geprüft

werden konnten. Bei Benzinern wurden

weitere wichtige Abgaskomponenten

wie HC, O2 und CO2 in den Prüfumfang

aufgenommen, um das Verbrennungsverhalten

und die Wirksamkeit des Katalysators

besser bewerten zu können. Dafür

mussten Werkstätten und Prüforganisationen

neue Abgastester anschaffen. Zudem

wurde das Opazimeter für die Rauchgastrübung

bei Dieselmotoren eingeführt.

14 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


AMZ-INFO

AU-Historie

01.04.1985: Einführung der Abgassonderuntersuchung

(ASU) für

Kraftfahrzeuge mit Benzinmotoren

01.12.1993: Einführung der Abgasuntersuchung

(AU) an Stelle

der ASU für Kraftfahrzeuge

mit Selbst- und Fremdzündungsmotor

01.01.1994: Der AU Leitfaden 1 (für

Ottomotoren mit U-Kat bzw.

ohne Kat sowie Dieselmotoren)

tritt in Kraft.

01.04.2002: Der AU-Leitfaden 2 (für

Kraftfahrzeuge mit Fremdzündung

und OBD) wird

eingeführt.

01.10.2005: Der AU-Leitfaden 3 (für

Kraftfahrzeuge mit Selbstzündung

und OBD) tritt in

Kraft.

01.04.2006: Die AUK (Abgasuntersuchung

für Krafträder) wird

eingeführt

01.12.2008: Der AU-Leitfaden 4 (für

Fahrzeuge mit EOBD

und Erstzulassung ab

01.01.2006) bringt ein zweistufiges

Prüfverfahren.

01.01.2010: Integration der AU in die

HU und Wegfall der AU-

Plakette.

Quelle: TÜV Süd

Erstmals kam mit dem AU-Leitfaden 1

auch eine softwaregestützte Bedienerführung

zum Einsatz, um Manipulationen zu

unterbinden.

Die Entwicklung ging weiter: 2002

wurde mit dem AU-Leitfaden 2 das OBD-

System bei Fahrzeugen mit Ottomotor

berücksichtigt. Drei Jahre später erfolgte

dies mit dem AU-Leitfaden 3 auch bei

Fahrzeugen mit Dieselmotor. Die letzte

große und wohl auch umstrittenste Revision

der AU wurde im Jahr 2008 mit

dem AU-Leitfaden 4 rechtskräftig. Damals

wurde für alle Fahrzeuge mit OBD

und einer Erstzulassung ab dem 1. Januar

2006 ein zweistufiges Prüfverfahren

eingeführt. Wenn die OBD signalisiert,

dass alle Prüfbereitschaftstests bestanden

sind und keine Fehler abgespeichert

sind, kann die Endrohrprüfung entfallen.

2010 wurde die AU dann in die HU

integriert. Seitdem ist die sechseckige

Plakette vom vorderen Kennzeichen

wieder verschwunden. Die jüngste Änderung

der AU-Richtlinie gab es erst im

vergangenen Jahr. Unter anderem wurde

damit der Plakettenwert als Grenzwert

für die Opazitätsmessung bei Dieselfahrzeugen

festgelegt.

Aktueller Handlungsbedarf

Doch trotz aller Revisionen hat sich in den

vergangenen 20 Jahren immer wieder gezeigt,

dass die Mühlen des Gesetzgebers

beim Überarbeiten der AU-Vorschriften

viel zu träge sind und der immer schnelleren

Entwicklung der Kfz-Technik ständig

hinterherhinken. Das ist auch heute noch

so. Der aktuell gültige AU-Leitfaden 4 ist

schon längst veraltet und müsste dringend

überarbeitet werden. Der ZDK weist darauf

hin, dass moderne Euro-6-Pkw und Euro-

VI-Nutzfahrzeuge mit dem AU-Geräteleitfaden

4 nicht ohne weiteres geprüft werden

können. Hierzu seien die Stichworte

„nicht löschbare NOx-Fehlercodes“ und

„WWH-OBD“ genannt. Zudem zeigt der

ASA-Verband weitere AU-Problemfelder

auf: Hybridfahrzeuge mit Range Extender

und Dieselmodelle, bei denen die Drehzahl

im Stand begrenzt ist, so dass die erforderliche

Abregeldrehzahl nicht erreicht werden

kann.

Deutscher Sonderweg

wird zum Zankapfel

Der Gesetzgeber hat diesen Handlungsbedarf

erkannt. Bereits seit 2012 arbeiten alle

beteiligten Kreise an der Weiterentwicklung

des AU-Leitfadens. Im Sommer dieses

Jahres sind jedoch alle Aktivitäten abrupt

ins Stocken geraten. Die EU-Kommission

arbeitet nämlich schon seit Jahren daran,

die Prüfvorschriften für die periodische

technische Fahrzeuguntersuchung (PTI) in

den EU-Ländern zu überarbeiten und vor

allem zu vereinheitlichen. Nach aufwändiger

Vorarbeit wurde dem EU-Parlament

Anfang Juli 2013 der Entwurf der neuen

Richtlinie EC 380/2012 zur Abstimmung

vorgelegt. Sie regelt die Mindestanforderungen

und Prüfumfänge für die PTI. Die

neue Richtlinie enthält unter anderem

einen Passus, wonach bei der Abgasuntersuchung

die Endrohrprüfung als Standardprüfmethode

anzuwenden ist. Außerdem

soll zukünftig auch eine Wirksamkeitsprüfung

des OBD-Systems und eine Stickoxidmessung

in den Prüfumfang der AU

aufgenommen werden. Das EU-Parlament

hat diesen Vorschlägen zugestimmt. Und

damit ging der Streit erst richtig los. Denn

die Automobilhersteller und der ADAC befürchten,

dass die AU teurer wird und die

Autofahrer stärker belastet werden. Deshalb

wollen sie die AU nach deutschem

Modell europaweit durchsetzen und das

Schadstoffverhalten eines Fahrzeugs von

der OBD beurteilen lassen.

Unsachliche Argumente

In der hitzigen, teils öffentlich und polemisch

geführten Debatte, wurden auch


technik

trends

Bis 2010 konnte man am vorderen Kennzeichen

ablesen, wann die nächste AU fällig ist.

Seit der Integration der AU in die HU ist die

AU-Plakette ausgestorben. Foto: Dekra

schon mal die Fakten falsch dargestellt.

So bezeichnete der ADAC in der Oktober-

Ausgabe seiner Mitgliederzeitschrift „Motorwelt“

die Pläne der EU als „Abgas-Abzocke“

und die Messungen am Auspuff als

„eine sinnlose antiquierte Methode“. Die

EU wolle die Abgasmessung am Auspuff

wieder verbindlich vorschreiben, stänkert

der Automobilclub. Ferner wird ADAC-

Vizepräsident Thomas Burkhardt mit den

Worten zitiert: „Die geplante zusätzliche

Abgasmessung am Auspuff ist technischer

Stand der 80er-Jahre des vorigen Jahrhunderts

und völlig sinnlos. Wieder einmal versuchen

die Prüforganisationen im Verbund

mit der EU, den Autofahrern noch mehr

Geld aus der Tasche zu ziehen.“

Solche Argumente kommen bei einem

Großteil der Autofahrer sicher gut an.

Kfz-Betriebe und Prüforganisationen, die

nichts anderes tun, als im hoheitlichen

Auftrag die AU durchzuführen, bringt das

allerdings in Erklärungsnot. „Die Endrohrprüfung

ist weder veraltet noch wurde sie

in Europa jemals abgeschafft. Sie ist in der

aktuell gültigen Richtlinie EC 2010/48 fest

verankert“, kontert der ASA-Verband zu

Recht und wirft dem Automobilclub „auf

falschen Fakten basierende Meinungsmache“

vor. Deutschland habe mit dem

AU-Leitfaden 4 einen Sonderweg beschritten,

der von der EU-Gesetzgebung nicht

gedeckt ist und im klaren Widerspruch zu

gültigen Richtlinien stehe. Auch die Prüforganisation

Dekra weist darauf hin, dass

in der EU die Abgasmessung am Endrohr

aktuelle Vorschriftenlage ist. Lediglich

Deutschland und die Niederlande seien

von dieser Vorgabe abgewichen.

Mobilitätskosten im Fokus

Die Automobilhersteller vertreten die

gleiche Meinung wie der ADAC. Auch sie

streben primär an, die Mobilitätskosten

für die Autofahrer möglichst gering zu

halten. Was ja auch legitim ist. Die OBD

sei in den vergangenen Jahren ständig

optimiert worden und könne zunehmend

größere Anteile der Wirkprüfung

übernehmen. Deshalb ist der VDIK der

Meinung, „dass bereits bei der aktuellen

Fahrzeuggeneration, spätestens jedoch ab

der Abgasnorm Euro 6 für Pkw und Euro

VI für Nutzfahrzeuge eine weitere Vereinfachung

der Abgasuntersuchung möglich

ist.“ Zudem argumentiert der VDIK, dass

die seit 2006 verstärkte Nutzung der OBD

zu einer deutlichen Effizienzsteigerung

bei der AU geführt und sowohl Kunden

als auch Werkstätten Vorteile gebracht

habe. Gleichzeitig beruft sich der VDIK auf

die ersten Zwischenergebnisse einer vom

Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebenen

Studie. Dem Automobilverband

zufolge belegen die Untersuchungsergebnisse,

dass das in Deutschland praktizierte

zweistufige AU-Verfahren mit Blick auf die

Zielsetzung der AU verlässlich funktioniert

und somit auch für die Zukunft uneingeschränkt

geeignet ist.

Wirkprüfung ist unerlässlich

Das sehen Dekra, TÜV, ZDK und ASA-

Verband anders. „Abgasuntersuchungen

ohne Endrohrmessung bleiben oft ohne

Aussagekraft. Die OBD verzeichnet nur

AMZ-INFO

Zahlen und Fakten zur AU

Die periodische Prüfung des Abgasverhaltens

von Kraftfahrzeugen leistet einen

entscheidenden Beitrag zur Schonung der

Umwelt und Gesundheit. Das zeigen die

jährlichen Mängelstatistiken des ZDK. Hier

ein paar Fakten von 2012:

• 12 Millionen Abgasuntersuchungen wurden

in den Kfz-Betrieben durchgeführt.

• An mehr als 770.000 Fahrzeugen wurden

1,1 Millionen Mängel festgestetllt.

• Die Zahl der abgasrelevanten Mängel

pro Fahrzeug ist mit 1,42 gegenüber dem

Vorjahr (1,39) gestiegen.

• Die durchschnittliche Mängelquote lag

bei 6,5 Prozent.

• Von den statistisch erfassten Mängelfahrzeugen

konnten 560.000 wieder instand

gesetzt werden und so das zulässige

Emissionsniveau erreichen.

• Etwa 23,4 Millionen Abgasuntersuchungen

werden jährlich in Deutschland

durchgeführt.

• In Deutschland gibt es mehr als 36.000

anerkannte AU/AUK-Werkstätten.

Quelle: ZDK

dann einen Fehler, wenn der breite Korridor

der akzeptablen Abgaswerte verlassen

wird“, heißt es in einer Stellungnahme der

Dekra. Auf die Frage, ob die OBD eine Wirkprüfung

ersetzen kann, meint der TÜV Süd:

„Verschiedene nationale und internationale

Studien haben gezeigt, dass die OBD die

Messung der tatsächlich am Ende des Auspuffs

herauskommenden Abgase nicht ersetzen

kann. Vielmehr stellt die Kombination

aus OBD und Endrohrmessung bei der

AU die sicherste Methode dar, die größten

Umweltverschmutzer im Straßenverkehr

zu identifizieren und diese einer zeitnahen

Instandsetzung zuzuführen.“

Ähnlich sieht es auch der ZDK: „Nur

mit der tatsächlichen Messung des Abgases

kann das Gesamtsystem aus Motor,

OBD und Abgasnachbehandlung beurteilt

werden. Zudem ist das in Kraftfahrzeugen

verbaute OBD-System nicht für die periodische

Abgasuntersuchung ausgelegt,

sondern dient ausschließlich als genormte

Überwachungsfunktion für alle in einem

Kraftfahrzeug verbauten abgasrelevanten

Bauteile. Deshalb kann alleine das Auslesen

des OBD-Systems als Ersatz für die

Wirkungsprüfung das Ziel der Abgasuntersuchung

nicht erfüllen.“

Der ASA-Verband weist zusätzlich darauf

hin, dass die OBD kein amtlich zugelassenes

Messmittel sei, wie zum Beispiel ein

Abgastester, der regelmäßig gewartet und

geeicht werden muss, damit er bei der AU

eingesetzt werden darf. Zudem sei die Manipulationssicherheit

bei der OBD-Prüfung

nicht gewährleistet. Außerdem erinnert

der ZDK daran, dass viele Fahrzeuge kein

funktionierendes OBD-System besitzen

und somit nach dem AU-Leitfaden 4 gar

nicht prüfbar sind. Dies betrifft Recherchen

des ZDK zufolge insgesamt über drei Millionen

OBD-Fahrzeuge, was einen Anteil

von über acht Prozent der in Deutschland

zugelassen Fahrzeuge mit OBD ausmacht.

Die Sorge des ADAC, dass eine zusätzliche

NOx-Messung die AU signifikant verteuern

würde, teilen ASA-Verband, ZDK

und Prüforganisationen nicht. Für eine

NOx-Messung sei definitiv kein Rollenprüfstand

erforderlich und es gäbe vielversprechende

Untersuchungsergebnisse, die aufzeigen,

dass es kostengünstige Lösungen

für aussagefähige Ergebnisse gibt. Dennoch

sei für eine NOx-Messung weitere

technologische Entwicklungsarbeit notwendig

und auch die Grenzwerte müssen

noch definiert werden.

Zu hohe Grenzwerte

Apropos Grenzwerte: Sowohl der ASA-Verband

als auch die Dekra weisen darauf hin,

dass die aktuellen Grenzwerte für die Ab-

16 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


gasmessung längst nicht mehr zeitgemäß

sind. Sie sollen teilweise fünf bis zehn Mal

höher liegen, als die üblichen zu erwartenden

Durchschnittswerte von intakten

Fahrzeugen. „Das bedeutet, dass Fahrzeuge

bis zu zehn Mal mehr Schadstoffe

ohne Beanstandung in die Luft blasen dürfen,

als es unter normalen Bedingungen

der Fall ist“, heißt es in einer Stellungnahme

der Dekra. Dies gelte für Ottomotoren

wie auch für Dieselmotoren mit Partikelfilter.

Zudem lassen die aktuellen Grenzwerte

der Prüforganisation zufolge keine

„trennscharfe“ Bewertung der Verfahren

OBD und Endrohrmessung zu. Es sei davon

auszugehen, dass mit zeitgemäßen

Grenzwerten die Statistik von übereinstimmenden

Ergebnissen deutlich anders

aussehen würde.

Wie geht es nun weiter mit der AU?

Damit die EC 380/2013 in die europäische

Gesetzgebung einfließen kann, müssen

die EU-Kommission, das EU-Parlament und

der EU-Ministerrat dem Entwurf zustimmen.

Letzterer ist aber dagegen. Deshalb

wird nun in einem so genannten Trilog-

Verfahren weiter beraten und ein Kompromiss

erarbeitet. Wie die Entscheidung

letztendlich ausfallen wird, war bis zum

Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch

nicht abzusehen. Das Bundesverkehrsministerium

will jedenfalls mit der weiteren

Arbeit am AU-Leitfaden warten, bis eine

Entscheidung aus Brüssel vorliegt. Bis ein

neuer AU-Leitfaden erarbeitet ist und alle

gesetzgeberischen Hürden passiert hat,

wird es wohl noch etwas dauern. Für Kfz-

Werkstätten und Prüforganisationen wird

sich also in den nächsten ein bis zwei Jahren

nichts ändern.

Bestandteil des

Servicegeschäfts

Seit der Einführung der ASU und später

der AU dürfen zugelassene Kfz-Betriebe

diese Untersuchung im hoheitlichen Auftrag

durchführen. Anfangs war das für Kfz-

Werkstätten ein lukratives Geschäft. Die

Fahrzeuge waren Ende der 1980er und in

den 1990er Jahren noch recht verschleißintensiv

und es gab viel zu schrauben und

einzustellen. Ältere Mechaniker dürften

sich noch daran erinnern, wie viele Unterbrecherkontakte

bei der ASU gewechselt

und wie viele Vergaser eingestellt werden

mussten. Heute gibt es nicht mehr viel zu

schrauben und seit der Integration der AU

in den Prüfumfang der HU fragt sich die

eine oder andere Werkstatt, ob es sich denn

noch lohnt, die AU anzubieten. Schließlich

verursacht das Anschaffen und Warten der

Prüftechnik, die Schulung der Mitarbeiter

und der Verwaltungsaufwand Kosten, die

gedeckt werden müssen. „Ja, es lohnt sich

auf jeden Fall“, meint der ZDK. Er sieht die

AU als wesentlichen Bestandteil des Servicegeschäftes.

Drei Viertel der Autofahrer

in Deutschland wählen dem Verband zufolge

für die HU den Weg in die Werkstatt.

Die AU eröffne den anerkannten Kfz-Betrieben

die Möglichkeit, mit ihren Kunden

im Vorfeld der HU über anstehende Reparaturarbeiten

in den Dialog zu treten. Eventuelle

Reparaturen könnten gleich erledigt

werden und ein gut vorbereitetes Fahrzeug

zur HU-Abnahme im eigenen Betrieb vorgeführt

werden. Auch der ASA-Verband

vertritt diese Meinung und weist auf die

Möglichkeiten hin, Kunden zu binden und

Messkompetenz zu beweisen. Hier muss

also jeder Betrieb für sich die Kosten und

Chancen in die Waagschale werfen und

selbst entscheiden, welchen Weg er geht.

Die AU wird aller Voraussicht nach den

Werkstätten auch weiterhin erhalten bleiben.

Der ASA-Verband und der ZDK wollen

sich auch in Zukunft dafür einsetzen.

Richard Linzing

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technik

trends

Nicht nur bei Schnee und Matsch sind

Winterreifen die bessere Wahl. Wer sich

bei Nässe und Frost nicht auf seine Reifen

verlassen kann, hat schlechte Karten.

Fotos: Goodyear Dunlop

Winterreifen-Vorbehalte

_ Noch immer sind bei den Autofahrern viele zur Gewohnheit

gewordene Verhaltensmuster, Mythen und Irrtümer zu Winterreifen

vorhanden, wie die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zu

„Winterreifenmythen“ verdeutlichen.

Wird es wieder ein richtiger

Winter mit Eis und

Schnee? Diese Frage

stellen sich wohl in

erster Linie die Reifenhersteller,

wenn sie die Produktionsmengen

von Winterreifen ins Kalkül

ziehen. Besonders nach dem extrem

langen Winter des Vorjahres, der sich

bis in den April gezogen hat, liegt die

Erwartungshaltung der Reifenindustrie

bezüglich des Ersatzbedarfes bei Winterreifen

bei plus 4,4 Prozent in 2013

und plus 5,6 Prozent in 2014 auf hohem

Niveau, so dass die Reifenindustrie zum

ersten Mal seit 2010 eine positive Entwicklung

in 2014 erwartet. Trotz dieser

Prognose gibt es bei Autofahrern noch

viele Vorurteile und Irrtümer zu Winterreifen,

wie die Ergebnisse einer vom

Reifenhersteller Goodyear Dunlop in

Auftrag gegebenen repräsentativen

Umfrage unter 1400 Autofahrern in

Deutschland zum Thema „Winterreifenmythen“

aufzeigt, die kürzlich präsentiert

wurde.

Vorurteile über Winterreifen

bei den Autofahrern

Knapp 80 Prozent aller Autofahrer in

Deutschland sind der Meinung, dass

Winterreifen lauter sind als Sommerreifen.

Mehr als die Hälfte glaubt, dass

sie einen geringeren Fahrkomfort haben

als Sommerpneus und rund ein Drittel

meint, dass Winterreifen problemlos

im Sommer aufgebraucht werden können.

Über ein Drittel glaubt zudem, dass

Winterreifen nur in Gegenden benötigt

werden, in denen häufiger Schnee liegt.

„Die typische Glättesituation des

Winters ist aber nicht zwingend der

Schnee, sondern der Frost“, merkt

Wetterexperte Thomas Ranft an und

weiß aus Erfahrung zu berichten: „Die

häufigsten Herausforderungen, die sich

ein Winterreifen in der kalten Jahreszeit

in Deutschland stellen muss, sind

Nässe, gefolgt von Frostfolgen wie Reif,

Raureif oder überfrierender Nässe. Erst

dann folgt die typische Schneedecke.“ So

ist es ein Trugschluss, auf Winterreifen

verzichten zu können, weil es in weiten

Ergebnisse der Umfrage zu den Winterreifenmythen. Quelle: Goodyear Dunlop

18 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


Moderne Winterreifen verfügen heute über

die gleichen Materialien (außer Mischungen)

und haben weitestgehend den identischen

Aufbau wie moderne Sommerreifen.

Teilen Deutschlands ohnehin kaum noch

Schnee gebe oder man nur im Nahbereich

unterwegs ist.

Das ist schon daher zu kurz gedacht,

weil der Straßenzustand keinen Unterschied

zwischen Kurz- und Langstreckenfahrten

macht. Denn das Risiko

mit einer gefährlichen Fahrsituation

hinsichtlich tückischer

Fahrbahnverhältnisse besteht

bereits, wenn die Handbremse

gelöst wurde und sich das Auto

in Bewegung setzt. Doch nicht

nur bei Schnee sind Winterreifen

die bessere und sicherere

Wahl, sondern insbesondere

auch bei Nässe.

Zudem glauben über 40 Prozent

der Befragten, dass Winterreifen

mit einer gesetzlich vorgeschriebenen

Restprofiltiefe von

1,6 Millimetern noch über ausreichend

Grip verfügen, wobei

doch Experten allerorts in der

kalten Jahreszeit mindestens

vier Millimeter Restprofil für

erforderlich halten. „Die Ergebnisse

unserer Umfrage bestätigen,

dass bei den Autofahrern

noch erheblicher Aufklärungsbedarf

über die tatsächliche

Leistungsfähigkeit von Winterreifen

herrscht“, merkt George

Rietbergen, Group Managing

Director Deutschland, Österreich

und Schweiz von Goodyear

Dunlop, an. Als Grund, dass

ein Fünftel der Autofahrer in

Deutschland erst dann auf

Winterreifen umrüstet, wenn

die Temperaturen winterlich

werden oder es bereits geschneit

hat, sieht Professor Dr.

Andrea Gröppel-Klein von der

Universität des Saarlandes in

den durch Gewohnheiten bestimmten

Verhaltensmustern

der Konsumenten und führt

auf: „Das Aufziehen von Winterreifen

wird zum einen als

lästig empfunden, zum anderen

ist das Thema Winterreifen in den

Köpfen der Verbraucher sehr stark mit

typischen Winterbildern wie Schnee

und Eis verbunden.“ Deshalb muss sich

die Aufklärung der Kfz-Werkstätten in

der Wintersaison mehr denn je beim Sicherheitsbedürfnis

der Kunden auf das

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FÜR JEDES FAHRWERK.

Thema Winterbereifung konzentrieren,

damit die Autos der Kunden gut besohlt

durch die kalte Jahreszeit rollen, was

sich sicherlich auch für die Werkstatt

auszahlen wird.

Jürgen Rinn

ruville.de

„Winterreifenmythen“

stimmen bedenklich

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Nachhaltiger Erfolg und kontinuierliche Kundenzufriedenheit lassen sich

nur mit einem erreichen: Qualität, die überzeugt. Sie gilt selbstverständlich

auch für unsere 8.000 Fahrwerk- und Lenkungsteile. Denn Qualität ist der

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Entwickelt mit deutschem Ingenieurs-Know-how, zertifi ziert nach GVO,

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Lieferfähigkeit gilt für uns selbstverständlich nur eine Lösung: Qualität.

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Ihr Systemspezialist für Motor & Fahrwerk.


technik

trends

Informationen

aus dem Motorinneren

_ Moderne Motordichtungen können mehr als nur dichthalten.

Mit dem vom Dichttechnikspezialisten Dana entwickelten

elektronischen Motorendichtrahmen mit integrierter Kabelführung

lassen sich Daten aus dem Inneren des Motors sicher nach außen führen.

Bei der neu entwickelten „Electronic

Connector Gasket“, einem elektronischen

Motorendichtrahmen mit integrierter

Kabeldurchführung, vereint Dana

unterschiedliche Materialien – Polyamide,

Elastomere und elektrische Komponenten –

mediendicht in einem Dichtungskonzept.

M

otordichtungen

der

Zukunft sind den Dichttechnikspezialisten

von

Dana in Neu-Ulm zufolge

nicht wie bisher nur simple

Abdichtelemente, sondern intelligente

Komponenten im Gesamtsystem Motor.

Ein Beispiel dafür ist die „SensoriCS“, eine

intelligente MLS-(Mehr-Lagen-Stahl)

Zylinderkopfdichtung mit integrierten

Druck- und Temperatursensoren für

intelligente Motormanagement- und

Kühlsysteme, die Dana unter der Marke

„Victor Reinz“ im Markt etabliert hat.

Vor Kurzem hat das Unternehmen

nun die „Electronic Connector Gasket“

vorgestellt. Dabei handelt es sich um

einen elektronischen Motorendichtrahmen

mit integrierter Kabeldurchführung,

der ebenfalls unter der Marke „Victor

Reinz“ auf den Markt kommt – und

mittlerweile nach eigenem Bekunden

bereits bei diversen Dieselmotoren serienmäßig

verbaut wird.

Leistungsfähig

und kostengünstig

Die Herausforderung bei dieser Neuentwicklung

war den Entwicklern von

Dana zufolge, unterschiedliche Materialien

– Polyamide, Elastomere und elektrische

Komponenten – mediendicht

miteinander zu kombinieren und in

einem Dichtungskonzept zu vereinen.

Das Ziel lautete, den Automobilherstellern

und Motorenentwicklern einen

leistungsfähigen und in der Produktion

kostengünstigen Funktionsrahmen bieten

zu können.

Die „Electronic Connector Gasket“,

eine nach eigenem Bekunden „europaweit

bislang einzigartige Entwicklung“

soll eine vollkommen ölundurchlässige

Abdichtung des Zylinderkopfes in

einem Motor überall dort ermöglichen,

wo Kabel von innen nach außen laufen.

Ein spezieller Ausschnitt gewährleistet

die geschützte Kabeldurchführung

vom Motormanagement in das Innere

des Zylinderkopfes. „Auf diese Art und

Weise verbindet die Electronic Connector

Gasket die Leistungsmerkmale

Dichten, elektrische Verbindung und

Kabelführung in einem Produkt“, berichten

die Entwickler von Dana nicht

ohne Stolz.

Dauerhaft verbunden

Das Besondere der „Electronic Connector

Gasket“ ist laut Dana die mediendichte

Verbindung zwischen einem

haftungsoptimierten Thermoplast-

Dichtrahmen aus Polyamid und dem

Elastomer. Die fest anhaftende Verbindung

der beiden Oberflächen erfordert

keinen zusätzlichen Primer und garantiert

dennoch eine uneingeschränkte

Ölbeständigkeit und -dichtheit. Lediglich

im Bereich der elektrischen

Durchführung unterstützt ein Primer

die hundertprozentige Ummantelung

20 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


des Pinpacks zur Abdichtung durch

das Elastomer. Das Polyamid und die

Grundkomponenten des Elastomers für

die so genannte primerlose Verbindung

bezieht Dana direkt vom Thermoplast-

Hersteller DuPont. Das Pinpack indes

ist eine nach OEM-Spezifikationen

vorgefertigte Einheit aus Kabeln, Metallgittern

und gecrimpten oder geschweißten

Steckverbindungen.

Ein spezieller Ausschnitt ermöglicht

die geschützte Kabeldurchführung

vom Motormanagement in das Innere

des Zylinderkopfes. Das Pinpack ist

eine nach OEM-Spezifikationen

vorgefertigte Einheit aus Kabeln,

Metallgittern und gecrimpten oder

geschweißten Steckverbindungen.

Fotos: Dana/Victor Reinz

Kostengünstiges

Komplettpaket

Der elektronische Motorendichtrahmen

verfügt über eine kompakte Bauform mit

niedriger Bauhöhe, die im montierten

Zustand relativ wenig Raum benötigt. Ein

weiterer Vorteil sind die vormontierten

elektrischen Komponenten. Dabei wird

motorenspezifisch jedes Kabel und jeder

Anschluss im Vorfeld des Spritzgießprozesses

exakt in die Planung einbezogen

und positioniert. Die Kabelführungen

zur Steuerung von Einspritzventilen, Sensoren,

Aktuatoren et cetera können individuell

und flexibel verlaufen.

Da die „Electronic Connector Gasket“

als Komplettpaket geliefert wird,

reduziert sich die Einbauzeit in der Endmontage

für den Autobauer signifikant

– unter anderem, weil das langwierige

Einziehen der Kabel entfällt. Ein positiver

Nebeneffekt des Motorendichtrahmens

ist seine hohe Formbeständigkeit und

Dauerhaltbarkeit – was laut Dana im Servicefall

die problemlose Wiederverwendbarkeit

gewährleisten soll.

Intensiv getestet

Vor ihrem ersten kommerziellen Einsatz

stellte die „Electronic Connector

Gasket“ ihr Können bei einem Fahrzeug-Dauertest

über 240.000 Kilometer

unter Beweis. Sie absolvierte

außerdem alle gängigen Industrie-

Standardtests und übertraf dabei deren

Normvorgaben. Darunter befanden

sich Revisionen unter dynamischen Betriebsbedingungen,

Belastungen durch

innermotorische Hitze und Öl sowie

zur Wärmealterung. Besonders der speziellen

Gummikomposition wird eine

hohe Flexibilität und Dichtwirkung bei

dauerhaften Temperaturbelastungen

bis zu 160 Grad Celsius – mit Spitzenwerten

von bis zu 190 Grad Celsius –

bescheinigt, so Dana.

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technik

trends

Kabelloses Laden beim Volvo C30 Electric.

Foto: Volvo

_ Kabelloses Laden in zweieinhalb Stunden

_ Bei Volvo hat man als Partner eines Forschungsprojekts Möglichkeiten

zum induktiven Laden von Elektrofahrzeugen untersucht und kam

dabei zum Ergebnis, dass das Übertragen von Energie mit Hilfe eines

elektromagnetischen Felds eine vielversprechende Zukunft besitzt.

Beim induktiven Laden wird die Energie

nicht mit einem Kabel von einem Objekt

zum anderen übertragen, sondern über

ein elektromagnetisches Feld. Eine Induktionsspule

erzeugt an der Ladestation ein

elektromagnetisches Wechselfeld. Eine

zweite Induktionsspule befindet sich im

Fahrzeug, empfängt die Leistung aus dem

elektromagnetischen Feld und wandelt

sie zurück in elektrische Energie, mit der

dann die Batterie geladen wird. Diese Ladetechnik

kommt beispielsweise bereits

bei elektrischen Zahnbürsten zum Einsatz,

ist aber bislang noch nicht für Elektrofahrzeuge

verfügbar. Das Forschungsprojekt

wurde von „Flander’s Drive“ durchgeführt,

einem Kompetenzzentrum der Automobilindustrie

in der Region Flandern in Belgien.

Zum Konsortium zählten neben Volvo Cars

auch Bombardier Transportation und der

Bushersteller Van Hool. Das Projekt wurde

zum Teil von der flämischen Regierung

unterstützt, und Volvo stellte das Testfahrzeug,

einen Volvo C30 Electric mit einer Leistung

von 89 kW/120 PS. Das kommt nicht

von ungefähr, denn die Elektrifizierung von

Antrieben bildet einen Schwerpunkt in der

Strategie von Volvo. Als Ergebnis dieser

Strategie wird der V60 Plug-in-Hybrid angeführt,

der seit 2012 als weltweit erster

Pkw mit Dieselhybridantrieb und Plug-in-

Ladetechnik in Serie produziert wird. Das

Unternehmen betreibt zudem eine strategische

Zusammenarbeit mit Siemens zur

Entwicklung von elektrischen Antrieben

und Ladetechniken sowie zur Integration

dieser Systeme in Elektroautos. jr.

_ Steuergeräte-Diagnosetester KTS ist 25

_ Bosch hat 1988 als einer der ersten Hersteller mit dem KTS 300 auch

freien Werkstätten die Möglichkeit zur Steuergeräte-Diagnose eröffnet.

Als der KTS 300 vor 25 Jahren auf den

Markt kam, wurde er wegen seiner Form

auch „Bosch-Hammer“ genannt. Er war

bis 1999 im Lieferprogramm. Daneben

gab es mit dem KTS 100 Module einen

Diagnosetester, der in Verbindung mit

Abgas- oder Motortestern von Bosch verwendet

werden konnte. Ende der 80er-

Jahre brachte Bosch mit dem KTS 115

auch ein OBD-Modul auf den Markt.

Einen wichtigen Meilenstein in der

Steuergeräte-Diagnose und der Weiterentwicklung

der KTS-Produkt-Reihe bildete

1999 die Einführung der Bosch-Werkstattsoftware

Esitronic, mit der seitdem

die Diagnosetester von Bosch ausgerüstet

sind. Zur reinen Steuergeräte-Diagnose,

mit den Möglichkeiten Fehlerspeicher auszulesen

und zu löschen, Ist-Werte auszulesen

und Stellglieder anzusteuern kamen

bald auch Fehlersuchanleitungen, Schaltpläne,

Mechanikdaten und Wartungspläne

hinzu.

Heute ist das KTS-Programm breit gefächert:

Vom OBD-Modul KTS 515, über die

handlichen Tester KTS 200 und 340, die PC-

basierten Bluetooth-Funkmodule KTS 540

und 570, bis hin zu den Diagnosetestern

KTS 840, KTS 870 und 890 kann die Werkstatt

das System aussuchen, das ihren

Anforderungen am besten entspricht. Mit

dem zunehmenden Elektronikanteil in den

Fahrzeugen ist auch der Umfang der Diagnosedaten

in den vergangenen 25 Jahren

enorm gewachsen. 1988 startete der KTS

300 mit den Daten für die Motorsteuerung

von drei Fahrzeugherstellern. Heute deckt

Ahnengalerie: Der KTS 300 und seine Nachfahren.

die Esitronic 2.0 laut Unternehmensangaben

180 Fahrzeugmarken und mehr als

90.000 Modelle weltweit ab.

In den vergangenen 25 Jahren hat

Bosch über 175.000 KTS-Diagnosetester

verkauft. Laut Unternehmensangaben

nutzen derzeit rund 60.000 Werkstätten in

Europa die Werkstattsoftware Esitronic auf

KTS-Diagnosetestern.

rl

www.werkstattportal.bosch.de

Foto: Bosch

22 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


SWF sagt Danke.

Die Finalisten des Fotowettbewerbs stehen fest.

SWF bedankt sich bei allen Teilnehmern des Fotowettbewerbs „Schieß den Klassiker“. Es sind eine Menge an tollen Fotos

eingesendet und jetzt die besten ausgewählt worden. Vielleicht ist eines von den oberen Bildern ja Ihres! Dann haben

Sie die Chance, eine original Vespa zu gewinnen! Schon in den nächsten Tagen wird der Gewinner von uns benachrichtigt.


technik

planen, bauen und einrichten

Das Werkstatttor ist maßgeblich an der Energiebilanz

eines Gebäudes beteiligt. Tore mit

Echtglas bieten eine langanhaltend attraktive

Optik und gute Wärmedämmwerte.

Foto: Butzbach

Beim Werkstatthubtor Spacelite HT reihen sich

die Torsegmente beim Öffnen platzsparend

hinter dem Sturz auf. Foto: Linzing

Nachhaltige

Werkstatttore

_ Wirtschaftliches Bauen und energieeffiziente Konzepte

spielen eine immer wichtigere Rolle. Dabei wird das Werkstatttor

oft vernachlässigt, obwohl es maßgeblich an der Energiebilanz

eines Gebäudes beteiligt ist. Die amz-Redaktion hat sich bei Butzbach

erkundigt, wie nachhaltige Tore aussehen können.

Tor auf, Auto rein, Tor zu – dieses

Spiel wiederholt sich zigmal im

Werkstattalltag. Die wenigsten

Werkstattbetreiber machen sich

darüber Gedanken. Dabei ist das

Werkstatttor ein wichtiger Kostenfaktor.

Unnötige Kosten entstehen beispielsweise

dann, wenn das Tor die betrieblichen

Arbeitsabläufe behindert, den

Energiebedarf für Heizung und Beleuchtung

in die Höhe treibt oder Reparaturen

verursacht.

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Nachteile gängiger Konzepte

In Werkstätten und Autohäusern sind

Sektionaltore sehr weit verbreitet. Das

Torblatt ist bei dieser Bauweise waagerecht

in mehrere Segmente (Sektionen)

unterteilt. Die Segmente sind

mit Scharnieren miteinander verbunden.

Beim Öffnen des Tors werden die

Sektionen mit Hilfe von zwei Schienen

waagerecht unter die Hallendecke geführt.

Diese Bauweise ist jedoch mit

zahlreichen Nachteilen verbunden. Es

beginnt schon damit, dass das Tor beim

Öffnen in die Halle schwenkt und somit

die nutzbare Raumhöhe einschränkt.

Ferner werden bei den meisten Sektionaltoren

Torsionsfedern eingesetzt, die

beim Schließen durch das Eigengewicht

des Tores vorgespannt werden. Die Federkraft

unterstützt dann den Elektromotor

beim Öffnungsvorgang und

erleichtert im Notfall das manuelle Öffnen

des Tores. Doch die Torsionsfedern

verschleißen mit zunehmenden Öffnungszyklen

und müssen immer wieder

getauscht werden. Gleiches gilt für das

Spiralkabel der Sicherheitseinrichtung.

Zudem ist der Aufwand für das Austauschen

einzelner Torsegmente recht

hoch.

Platzsparendes Stapelprinzip

Beim Torspezialisten Butzbach aus Illertissen

bei Ulm wird Nachhaltigkeit

anders definiert. Hier setzt man bei

Werkstatttoren auf Langlebigkeit und

geringste Folgekosten, Energieeffizienz

mit Blick auf die Isolierung und Geschwindigkeit

und nicht zuletzt auf energieeffizientes

Öffnen und Schließen,

indem diese Vorgänge an den Betriebsablauf

angepasst werden.

Vor diesem Hintergrund hat Butzbach

das Werkstatthubtor Spacelite HT

vor fünf Jahren auf den Markt gebracht.

Es besteht ebenfalls aus mehreren waagerechten

Torblättern, arbeitet jedoch

nach dem Stapelprinzip. Die Segmente

sind nicht mit Scharnieren, sondern mit

seitlichen Ketten miteinander verbunden.

Beim Öffnen reihen sich die Torsegmente

platzsparend hinter dem Sturz

auf. Beleuchtungskörper, Hebebühnen

und weitere Einrichtungen an der Decke

werden dadurch nicht beeinträchtigt. Diese

Bau- und Funktionsweise bringt zahlreiche

Vorteile: So kann die volle Raumhöhe

im Torbereich genutzt werden, das

Tor verschmutzt nicht im geöffneten Zustand

und es kann auf verschleißintensive

mechanische Komponenten verzichtet

werden. Damit können laut Hersteller

die Wartungs- und Reparaturkosten mit

Blick auf die Nachhaltigkeit sehr niedrig

gehalten werden.

Robuste Fiberglaselemente

Eine weitere Besonderheit des Butzbach-

Hubtores ist das Material der Torelemente.

Und zwar bestehen sie aus Fiberglas

– einem Verbundwerkstoff, den

Butzbach seit fast 30 Jahren in einem

selbst entwickelten Verfahren herstellt.

Zudem sind die Torblätter in Kammerbauweise

gefertigt sind. Das verleiht ih-

24 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


nen eine sehr gute Wärmedämmung, die mit Einschubprofilen

noch weiter verbessert werden kann. Beispielsweise wird mit

einer 40 Millimeter dicken Standard-Fiberglasplatte ein Wärmedurchgangskoeffizient

von 2,5 W/m 2 K (Watt pro Quadratmeter

und Kelvin) erreicht. Mit zwei Einschubprofilen wird dieser Wert

auf 1,7 W/m 2 K reduziert. Mit isolierten Aluprofilen zwischen

den Torsegmenten lässt sich die Wärmedämmung noch weiter

optimieren. Zusätzlich verhindert eine Rundum-Abdichtung

der Toranlage Energieverluste und Zugluft. Weitere Vorteil der

Fiberglaselemente sind deren hohe Widerstandsfähigkeit bei

Stößen und gute Witterungs- und Korrosionsbeständigkeit.

Außerdem ist das Material lichtdurchlässig. So kann bis zu 78

Prozent des Tageslichtes passieren, was in der Werkstatt ein diffuses,

also schattenfreies und blendfreies Licht erzeugt. Nicht

zuletzt können damit die Kosten für die Beleuchtungsenergie

gesenkt werden. Auf Wunsch kann das Butzbach-Hubtor entweder

vollflächig oder bei einzelnen Segmenten mit transparenten

Elementen ausgestattet werden. Hier stehen Sichtfenster aus

Kunststoff oder Echtglas zur Auswahl. Letzteres lässt sich leichter

reinigen, ist kratzunempfindlich und beständig gegen Chemikalien.

Zudem hat Echtglas einen besseren Wärmedämmwert.

Schnelles Öffnen und Schließen

Zum Thema energieeffizientes Öffnen und Schließen gehört einerseits

die Geschwindigkeit und andererseits die Flexibilität,

mit dem sich ein Werkstatttor betreiben lässt. Während gängige

Sektionaltore mit einer Geschwindigkeit von etwa 19 cm/s

(Zentimeter je Sekunde) öffnen und schließen, gibt Butzbach für

das Hubtor Spacelite HT ein Tempo von 40 cm/s an. Damit ist

es doppelt so schnell. Das beschleunigt die Arbeitsabläufe und

DER AUSTAUSCH-BREMSSATTEL VON FTE

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WERTSCHÖPFUNG

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Torelemente des Butzbach-Hubtors bestehen aus Fiberglas.

Sie sind stabil, wärmeisolierend und lichtdurchlässig. Foto: Butzbach

sorgt dafür, dass die geheizte Werkstatt beim Öffnen des Tores

nicht so stark auskühlt. Letzteres bewirkt unter anderem auch

eine Öffnungshöhenbegrenzung, eine objektgrößenabhängige

Toröffnung und ein automatisches Schließmodul, das Butzbach

optional anbietet.

Gute Lösung für Sanierungen

Einziger Nachteil des Butzbach-Hubtors ist, dass sich keine

Schlupftüre integrieren lässt. Für Betriebe, die darauf angewiesen

sind, hat der Hersteller Hubumlenktore im Angebot, die weitestgehend

die gleichen Vorteile bieten wie die Hubstapeltore.

Übrigens: Die Hubtore von Butzbach sollen sich nicht nur für

Neubauten, sondern auch für Sanierungen eignen. Mit dem Fassadensystem

Varioplan plus bietet der Hersteller zudem an, die

gesamte Gebäudeansicht mit den thermisch gut dämmenden

Fiberglaselementen an das Tor anzupassen.

Richard Linzing

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werden, kann Erneuerung die beste Neuerung sein.

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technik

planen, bauen und einrichten

Sauberkeit im und um den Betrieb zählt mit

zu den ersten Eindrücken, die ein Kunde

heute wahrnimmt…

Rotationsprinzip

Auskehr-Schwung

_ Kehrmaschinen reinigen schneller und effizienter als der neueste

Besen. Vor der Anschaffung sollte man jedoch einige Überlegungen

anstellen, welche Maschine wirtschaftlich sinnvoll ist.

Der erste Eindruck zählt. Sauberkeit

im und um den Betrieb

zählt mit zu den ersten Eindrücken,

die ein Kunde

heute wahrnimmt. Vor allem

Bodenflächen liegen immer im Blick

des Kunden. Insbesondere der Zustand

der Außenbereiche rund um Autohaus,

Werkstatt oder Tankstelle kann darüber

entscheiden, ob der Kunde das Gelände

betritt oder sich angewidert abwendet.

Aber auch Böden in der Werkstatt, im

Gebrauchtwagenpavillons

Reifenlagerhallen & Reifencontainer

Lager oder im Verkaufsraum sollten

immer besenrein sein. Denn neben der

Optik hat Sauberkeit auch mit der Verkehrssicherheit

zu tun. Streugutreste,

grober Müll oder auch vermooste Stellen

bergen eine Rutsch- und Stolpergefahr,

deren Beseitigung dem Firmenbetreiber

obliegt. Für die punktuelle Reinigung zwischendurch

kann das bewährte Trio aus

Besen, Schaufel und Müllsack durchaus

ausreichend sein. Für gewöhnlich sind

jedoch große Flächen zu reinigen, und

hier macht sich eine

Länge, Höhe, Breite variabel

Preiswerte Montage mit Erdnägeln

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Kehrmaschine schnell

bezahlt (siehe Kasten).

Von der Handkehrmaschine

über handgeführte

Kehrsaugmaschinen

bis hin zu

Aufsitzmaschinen bietet

der Markt eine große

Palette an Geräten.

Entscheidendes Auswahlkriterium

ist dabei

die Flächenreinigungsleistung,

aber auch

bei der Technik gibt es

Unterschiede.

Prinzipiell unterscheidet man zwischen

Handkehrmaschinen, die vom Anwender

geschoben werden, handgeführten Kehrsaugmaschinen

mit Antrieb und selbstfahrenden

Aufsitzkehrmaschinen. Bereits die

unmotorisierte Handkehrmaschine vervielfacht

gegenüber dem manuellen Kehren

die Flächenleistung und bewältigt bis

zu 2500 Quadratmeter pro Stunde. Sie unterscheiden

sich vor allem durch das Kehrprinzip.

Grundsätzlich bestehen die Geräte

aus Kehrwalze, Seitenbesen und Auffangbehälter.

Der Antrieb der Walze und der

Seitenbesen erfolgt dabei über die großen

Hinterräder durch Muskelkraft. Die Walze

am hinteren Ende des Geräts rotiert dabei

gegen die Fahrtrichtung und schaufelt den

Schmutz über eine davor liegende Gummilippe

in den Auffangbehälter nach vorne.

Bei Überwurfgeräten liegt die Walze im

vorderen Bereich und fördert den Schmutz

„über Kopf“ nach hinten in den Behälter.

Vorteil: der Behälter wird von oben aufgefüllt,

was das nutzbare Volumen deutlich

erhöht, und größere Schmutzteile werden

nicht vor der Gummilippe hergeschoben.

Die aufwändigste Lösung sind Doppelwalzen-Systeme,

deren gegenläufig rotierende

Walzen nicht nur große Brocken, wie etwa

CHECKLISTE ALS

ORIENTIERUNGSHILFE

* Passt die Maschine zum vorgesehenen

Flächenpensum (Breite, Geschwindigkeit,

Reichweite, Schmutzbehälter)?

* Ist sie für die vorgesehene Fläche

wendig genug?

* Passt das Bürstenmaterial zum

vorherrschenden Untergrund?

* Lassen sich Rüstarbeiten einfach und

schnell vornehmen (Bürstenwechsel,

Filterreinigung, Schmutzentleerung)?

* Ist die Bedienung sicher und einfach

sowie ergonomisch?

* Sind die Instandhaltungskosten durch

reparaturfreundliche Bauweise und

mäßigen Wartungsumfang niedrig?

Anbieterübersicht*

www.echo-motorgeraete.de

www.haaga-gmbh.de

www.hako.com

www.hanselifter.de

www.kaercher.de

www.nilfisk-alto.de

www.stihl.de

www.stolzenberg.de

*kein Anspruch auf Vollständigkeit

26 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


Sensibelle

deshalb sollten Böden in der Werkstatt, im Lager oder im Verkaufsraum und im Umfeld

des Betriebes immer besenrein sein.

Fotos: Väthröder

Das Touchless-

Spendersystem

Getränkedosen aufnehmen, sondern auch

eine leichte Sogwirkung erzeugen, die

Staub oder auch Papier aufnimmt. Seitenbesen

kehren den Schmutz aus Ecken und

Kanten und führen ihn in den Wirkungsbereich

der Kehrwalzen.

Kraftlos

Deutlich schneller und mit minimalem

Kraftaufwand lassen sich Kehrmaschinen

mit Antrieb bedienen. Hier reicht die Palette

von der Akku-betriebenen Kehrmaschine

mit Bürstenantrieb bis zur Kehrsaugmaschine,

die elektrisch oder mit

Verbrennungsmotor betrieben wird. Deren

Saugeinrichtung erleichtert nicht nur die

Schmutzaufnahme, sondern verhindert

auch Staubaufwirbelung durch integrierte

Filtersysteme. Der Antrieb ermöglicht eine

Verdopplung der Flächenleistung und reduziert

den Kraftaufwand etwa um den

Faktor zehn im Vergleich zu Handkehrmaschinen.

Neben der Größe der zu reinigenden

Fläche ist der Einsatzbereich entscheidend.

Geräte mit Verbrennungsmotor

– hier kann der Anwender für gewöhnlich

zwischen Gas-, Benzin- oder Dieselantrieb

wählen – eignen sich fast ausschließlich

für den Außenbereich. Sie sind relativ groß

und können an engen und verwinkelten

Stellen an ihre Grenzen stoßen. Handkehrmaschinen

mit Akku sind leichter und

wendiger, die Einsatzdauer durch die Akkulaufzeit

aber begrenzt.

Rennbesen

Werden die handgeführten Kehrsaugmaschinen

für Flächen bis 3500 Quadratmeter

empfohlen, schlägt bei noch größeren (Außen-)

Flächen die Stunde der Aufsitzmaschinen.

Gebrauchtwagenausstellungen,

Parkplätze, große Tankstellen und Waschbetriebe

mit großen Außenflächen bis zu

10.000 Quadratmeter lassen sich damit

bequem und schnell sauber halten. Neue

Kompaktmaschinen bieten nicht nur ein

wirtschaftliches Preis-/Leistungsverhältnis,

sondern können durchaus wendiger sein

als eine große handgeführte Maschine. Bei

den Aufsitzmaschinen kommt ebenfalls

eine Kombination aus Kehrwalzen und Absaugung

zum Einsatz. Ein Zusatznutzen ergibt

sich aus der Möglichkeit, verschiedene

Anbausätze anzubringen. So ermöglichen

Seitenbesen mit Stahlborsten die Mossund

Grasentfernung, ein Schneeschild

macht die Kehrmaschine zum Räumdienst.

Materialfrage

Für optimale Reinigungsergebnisse muss

das Bürstenmaterial auf den anfallenden

Schmutz und die Oberflächen abgestimmt

sein. Im Innenbereich, auf glatten Böden

und bei hohem Feinstaubaufkommen

empfehlen sich weiche Naturfasern, während

auf groben Oberflächen im Außenbereich

Borsten aus Polypropylen oder Draht

zum Einsatz kommen, da der Materialverschleiß

deutlich ansteigt.

Bei der Wahl des passenden Filterelements

ist ebenfalls das Einsatzgebiet

entscheidend. Papierfilter sind zur Aufnahme

von feuchtem Schmutz nicht geeignet.

Wird die Maschine überwiegend

im Außenbereich genutzt, sollte man

deshalb auf Polyester-Filter zurückgreifen,

die sich dann auch mit dem Hochdruckgerät

reinigen lassen. Der Markt

bietet eine breite Palette an Kehrmaschinen,

die für nahezu jede individuelle Situation

die passende Lösung bereit hält. An

ihre Grenzen stoßen die Kehrmaschinen

allerdings bei anhaftendem Schmutz.

Hier hilft, zumindest im Innenbereich,

nur eine Scheuersaugmaschine als Ersatz

für Schrubber und Putzlappen. Aber das

ist ein anderes Thema.

Dieter Väthröder

Förderndes Mitglied im

Bundesverband Handschutz

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technik

planen, bauen und einrichten

Der Schweizer Hersteller hat mit dem neuen Schleifmittel FiboTec eine leistungsstarke Lösung für den Karosserieund

Lackierbetrieb geschaffen.

Fotos: sia Abrasives

Eine Idee

aus der Natur

_ Beim Schleifen in der Karosserieinstandsetzung wachsen die

Anforderungen ständig – gepaart mit oft knappen Zeitvorgaben.

Deshalb hat man bei sia Abrasives ein Schleifmittel entwickelt,

das maximalen Abtrag in kurzer Zeit und reduzierte Staubentwicklung

gewährleistet.

Die Natur fungierte dabei quasi

als Vorbild, erklärt man beim

Hersteller. Das völlig neu entwickelte

Schleifmittel FiboTec

Multilochung des Schweizer

Herstellers besteht aus einem Lochmuster

auf dem Schleifmittel, dem als Vorbild

die Evolution diente. „Die FiboTec-

Absauglöcher sind als gegenläufige

Spiralen auf dem Schleifmittel angelegt.

Das ist einzigartig. Dabei nutzen wir das

gleiche mathematische Prinzip, wie es

auch beim Aufbau einer Sonnenblume

oder sogar Galaxien vorkommt“, erklärt

Jochen Gaukel, Geschäftsführer der part

GmbH, die sia-Produkte in Österreich und

Rostsanierer und

Grundierer in Einem!

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erhältlich bei: Carlofon GmbH, CARPROFI GmbH,

Stahlgruber GmbH, Wessels & Müller AG

Deutschland vertreibt. Bei der Produktion

des neuen Schleifmittels werde die

Anordnung der Lochmuster nach Vorbild

der Natur mit einem aufwändigen Laserverfahren

erzeugt. Das steigere die Leistung

des Schleifmittels deutlich, so sein

Fazit.

Bis zur Hälfte

mehr Abtragsleistung

Eine verbesserte Absaugung bedeutet

weniger Schleifstaub zwischen Schleifmittel

und Untergrund, weil erst dann

der Lackierer die richtige Schleifwirkung

erzielt. Das wiederum bedeutet,

dass das Schleifmittel sich weniger zusetzt

und der Schleifvorgang sich verkürzt.

„Mit dem neuen Schleifmittel revolutionieren

wir die Oberflächenbearbeitung

der Karosserie. Denn durch

FiboTec erreicht die Werkstatt eine bis zu

50 Prozent höhere Abtragsleistung und

das bei bis zu viermal längeren Standzeiten“,

verspricht der Hersteller. Der

Nutzen liegt im geringeren Materialverbrauch,

höherer Effizienz durch längere

Standzeiten des Schleifmittels bei geringem

Staubrückstand auf dem Werkstück

und in der Arbeitsumgebung.

Optimaler Abtrag,

minimales Zusetzen

Umfassende Tests und Prüfverfahren

bei sia Abrasives in Frauenfeld bestätigen

die außergewöhnliche Schleifleistung

des neuen Produktes auch im

Vergleich zu Schleifmitteln mit herkömmlicher

Lochung. „Mit bis zu 119

Absauglöchern wird eine enorm effektive

Absaugung und ein deutlich erhöhter

Abtrag gewährleistet, egal, bei

welchen Karosserieformen und bei welchen

Materialen“, hebt Gaukel hervor.

Das bringe denn auch mehr Leistung

und hohe Qualität in kürzerer Zeit, womit

sich die Werkstatt einen Wettbewerbsvorsprung

heraushole.

„Deshalb hat sia Abrasives bei der

Entwicklung besonders auf eine nachhaltige,

zuverlässige Schleifleistung über

die gesamte Lebensdauer geachtet, das

sorgt dauerhaft für mehr Prozesssicherheit.“

Ergonomisches Handling

und universell einsetzbar

Das Lochmuster des Schleifmittels ermöglicht

ein schnelles Auflegen auf

den Schleifteller, wobei langwieriges

Ausrichten entfällt. Die Folge sind

kürzere Arbeitsunterbrechungen und

leichtes Handling. Die Absauglöcher

und die Korngröße ab Korn 100 werden

in jede Scheibe gelasert. So lässt

sich auch nach längerem Gebrauch

die Korngröße schnell und zuverlässig

ablesen. Durch die enorme Absaugleistung

fällt dazu weniger Schleifstaub

in der Arbeitsumgebung an. Das soll

ermüdungsfreies, konzentriertes Arbeiten

bei mehr Gesundheitsschutz

gewähren. Zudem sinkt das Risiko von

Fehlstellen durch Staubeintrag. jr.

28 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


_ Direktannahme

in Leichtbauweise

_ Das Thema Direkt- oder Dialogannahme ist nach

wie vor aktuell. Allerdings steht bei kleineren und

mittleren Betrieben dazu in der Werkstatt oftmals

nicht ausreichend Platz zur Verfügung. Mit isolierten

Systemleichtbauhallen hat Hacobau eine Lösung für

die Direktannahme im Programm.

Bei kleineren und mittleren Betrieben steht in der Werkstatt oftmals

nicht der Platz zur Verfügung, einen Arbeitsplatz für die Direktannahme

vorzuhalten.

Foto: Hacobau

Die isolierten Systemleichtbauhallen und Werkstatthallen

mit ihrer hohen Flexibilität ermöglichen Autohäusern, Kfz-

Betrieben, Reifenhändlern und Prüfbetrieben eine unkomplizierte

und einfache Erweiterung des Betriebes. Außerdem

soll die Systemleichtbauweise mit Festpreis den Kunden vor

unliebsamen Überraschungen schützen. Beim Lösungsansatz

für die Direktannahme in Leichtbauweise soll es keine

Abstriche bei der Optik und Qualität geben, das Produkt sich

aber trotzdem preisgünstig darstellen lassen, lautet das Fazit

der Firma Hacobau GmbH aus Hameln. Deshalb empfiehlt

man dort die isolierten Systemleichtbauhallen, die bereits

vor Baubeginn durch eine prüffähige Statik und einen Fundamentplan

die Bauvorkosten erheblich minimieren sollen.

Diese Unterlagen stellt das Unternehmen nach eigener Angabe

dem Kunden kostenfrei zur Verfügung. Sollte die Baugenehmigung

von den Baubehörden verweigert werden, werde

der Auftrag ohne Kosten seitens Hacobau storniert, heißt es

dort. Zudem fallen aufgrund der Leichtbauweise keine teuren

Stützfundamente an, weil ein kostengünstiges Streifenfundament

ausreiche. Die Stahlskelettbauweise mit Fertigteilen

und hochwertigen Sandwichpaneelen soll einen schnellen

Aufbau gewährleisten, um die Montagekosten minimieren zu

können. Die Fertighallen gibt es in vier, fünf und sechs Meter

Breite und bis zu einer Länge von zwölf Metern. Durch die

Kombination des Grundmoduls mit Ergänzungsmodulen lassen

sich die Hallen in ihrer Breite dem Bedarf anpassen, beispielsweise

zu einer Halle mit zehn Metern Breite und zehn

Metern Länge sowie mit einem oder zwei Sektionaltoren. Die

isolierten Systemleichtbauhallen sind mit einer Innenhöhe

von rund 3,60 und 4,40 Meter lieferbar. Mittels eines Sockels

kann die Innenhöhe vergrößert werden. Durch die selbsttragende

Stahlkonstruktion kann eine Wand teilweise oder auch

ganz entfallen, so dass die Halle an ein bestehendes Gebäude

angeschlossen werden kann.

jr.

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amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013 29


technik

planen, bauen und einrichten

Kubistische Perfektion

_ Das Unternehmen Turbo-Mot GmbH im ostwestfälischen

Verl hat seine Logistik und die Produktion umgestellt, um

„Wachstumsschmerzen“ abzustellen. Ein neues Lagersystem

von Schulte-Lagertechnik sorgt dafür, dass alles rund läuft.

So groß wie ein Einfamilienhaus: Der

Kubus von Schulte-Lagertechnik hat bei

Turbo-Mot die Abläufe revolutioniert.

Fotos: Schulte-Lagertechnik

Turbo-Mot ist eine Spezialwerkstatt

für Turbolader. Seit der

Gründung 1997 übernimmt das

Unternehmen die Reparatur, die

Instandsetzung und den Verkauf

von Turboladern. Heute ist Turbo-Mot ein

nationaler Lieferant für freie Kfz-Werkstätten

und Kfz-Vertragshändler, 16 Mitarbeiter

sorgen dafür, dass die Kunden

zufrieden sind. Die Austauschturbolader

von Turbo-Mot bestehen aus Altteilen, die

in der Spezialwerkstatt fachgerecht aufbereitet

werden, so dass Kfz-Betriebe sie als

qualitativ hochwertiges Ersatzteil wieder

einbauen können. Mittlerweile finden

über 7500 neue Turbolader pro Jahr ihren

Weg in Fahrzeuge in Deutschland.

„Bei dieser Größenordnung müssen

die Abläufe stimmen“, sagt Geschäftsführer

Klaus Thiesbrummel. Mit dem Wachstum

stieg auch der Aufwand für Organisation

und Ordnung. Vor allem das Finden

der richtigen Teile nahm immer mehr Zeit

in Anspruch. „Vor drei Jahren waren wir an

einem Punkt, an dem uns das Wachstum

eher behinderte. Ich wusste, wenn wir

uns jetzt nicht sortieren, wird es schwierig“,

sagt Thiesbrummel. So entschloss er

sich, die Organisation der Werkstatt neu

zu strukturieren und an den Produktionsverlauf

besser anzupassen. Ziel war es,

die Verfügbarkeit von neuen Turboladern

sowie Alt- und Ersatzteilen in der Form

sicherzustellen, dass jeder Mitarbeiter immer

genau das griffbereit hat, was er für

seine Arbeit benötigt. Mit seinem regionalen

Betriebsausstatter entdeckte Thiesbrummel

ein Lagersystem der Schulte-

Lagertechnik aus Sundern als geeignete

Lösung. Zuvor ist der Berater des Unternehmens

in die Produktion eingestiegen

und hat daraufhin ein passendes Konzept

entwickelt, welches sowohl die Lagerhaltung

als auch die Produktion unterstützt.

Zudem musste die Lösung in die vorhandenen

Räume eingebettet werden.

Runde Abläufe

Ein roter Regalkubus von Schulte-Lagertechnik,

der die Größe eines Einfamilienhauses

hat, stellt heute das Herz des

neu gestalteten Betriebes dar. Er wurde

in der Mitte der Werkstatt installiert

und bildet den Betrieb in einem Kreislauf

ab: Vom Wareneingang über den

Produktionsbeginn und die Abnahme

bis hin zum Versand. Im Wareneingang

werden die defekten Turbolader im Altteillager

vorgehalten. Das Lager in der

Werkstatt bevorratet die vielen Tausend

Einzelteile für das Innenleben der verschiedenen

Turbolader-Modelle. Auf der

rechten Längsseite des Regals beginnen

die Demontage und die Erfassung

der alten Teile. Danach geht es weiter

am Lagerrücken in die Reinigungsvorbereitung

und die Instandsetzung der

Gehäuseteile. Auf der weiterführenden

Seite schließt sich die Vorbereitung für

die Montage an. An diesen Seiten wird

an mehreren Stationen immer wieder

gereinigt und nachgereinigt, zum Beispiel

in Ultraschallbädern mit verschiedenen

Lösungen und Temperaturen. Das

Regalsystem ist an diesen Seiten komplett

staubdicht geschlossen. Wenn die

Reinigung abgeschlossen ist, kommen

30 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


die sauberen Einzelteile an die offene

Frontseite des Lagersystems. Dort werden

sie mit den fehlenden Neuteilen

aus entsprechenden Boxen im Lagersystem

bestückt und zu neuen Turboladern

montiert. Hier folgen verschiedene

Prüfstationen, Einstellungsläufe und die

Endabnahme.

Kurze Wege und

Schutz vor Schmutz

Durch diese Konstruktion mit dem auf

zwei Seiten geschlossenen Lagersystem

sind die Ersatzteile und Einzelkomponenten

von den Arbeiten sauber

getrennt und vor Verschmutzung

geschützt, aber trotzdem auf kurzen

Wegen erreichbar, wenn sie benötigt

werden. Schließlich gelangen die fertigen

Produkte in ein zweites Regalsystem,

welches ebenfalls neu aufgebaut

wurde. Es ist von zwei Seiten geöffnet,

so dass es von hinten mit neuen Turboladern

bestückt werden kann und diese

vorne vom Versand entnommen und an

die Kfz-Werkstätten versendet werden

können.

Insgesamt bietet das zweigeschossige

System auf einer Grundfläche von

110 Quadratmetern eine Lagerfläche

von 700 Quadratmetern. Basierend auf

einem Fachbodenregal von Schulte-Lagertechnik

konnte es den individuellen

Anforderungen angepasst werden. Die

Anlage besteht aus 1100 so genannten

MultiPlus-Fachböden, die je nach

Standort unterschiedliche Lasten aufnehmen

können. Dort, wo Werkzeuge

und Kleinteile lagern, sind es bis zu 150

Kilo, an den Stellen, wo die schweren

kompletten Turbolader ihren Platz haben,

bis zu 250 Kilo Fachlast. Integriert

sind neben einem Sortierungssystem

für Kleinteile mehrere abschließbare

Schränke und Arbeitsplätze. Das Ordnungssystem

ist mit Trennblechen und

Scanner-Schienen versehen, was Übersicht

und Orientierung verschafft. „Weil

das Lagersystem an unsere individuellen

Anforderungen optimal angepasst

wurde, hat es sich bereits nach kurzer

Zeit amortisiert“, zeigt sich Thiesbrummel

mit der Investition zufrieden.

Professionalität

als Imagefaktor

Die neu eingeführte Ordnung hat aus

seiner Sicht auch Signalwirkung für die

Kunden. „Ordnung und Sauberkeit sind

ein klarer Ausdruck unseres Qualitätsanspruchs“.

Da Schulte die Regalsysteme in

allen gängigen RAL-Farben herstellt, hat

er sich entschieden, das Lagersystem in

der roten Hausfarbe von Turbo-Mot zu

gestalten. Wer das Gebäude von außen

sieht oder Lager und Produktion betritt,

erkennt überall das Corporate Design

wieder. Für Thiesbrummel ist dies zum

einen ein Faktor der Mitarbeitermotivation,

gleichzeitig nutzt er aber Werkstatt

und Lager gezielt als Markenbotschafter.

Berufsschüler, Kunden und Lieferanten

bemerken das professionelle Aussehen

bei jedem Besuch. „Im Zeitalter des Internet

ist es ein ganz wichtiger Punkt,

dass man auch zeigen kann, wo und wie

man produziert“, sagt Thiesbrummel. Er

nutzt sein Lagersystem daher bei jeder

Gelegenheit als Aushängeschild für die

Kundenkommunikation. Zum Beispiel

verschickt das Unternehmen mit jeder

verpackten Einheit auch aktuelle Werkstattinformationen

aus dem täglichen

Leben der Turboladerschäden. Die Bilder

nimmt er selbst in der Werkstatt auf.

Damit erkennt der Kunde auf jedem Dokument:

„Hier wird ordentlich gearbeitet.“

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technik

werkstattpraxis

Die EPB verschafft mehr Freiheiten bei

der Gestaltung des Innenraums, ist bei der

Fahrzeugproduktion einfacher zu montieren

und ermöglicht neue Zusatzfunktionen.

Foto: Volkswagen

EPB: Funktion,

Varianten, Werkstatttipps

_ Die Elektrische Parkbremse setzt sich in immer mehr Fahrzeugmodellen

durch. Für einen professionellen Service muss der Werkstattfachmann

mit dem jeweiligen System vertraut sein. amz stellt

die EPB-Varianten und Besonderheiten für den Bremsenservice vor.

In den vergangenen Jahren hat der

Trend zur Elektrifizierung mechanischer

Komponenten vor kaum

einem System Halt gemacht. Auch

nicht vor der Feststellbremse. Die

Elektrische Parkbremse (Electric Parking

Brake – EPB) ging 2001 erstmals in Serienproduktion.

Seitdem ist sie in immer

mehr Fahrzeugmodellen zu finden.

Der Automobilzulieferer Continental

geht davon aus, dass die EPB in den

kommenden Jahren nach und nach in

allen Fahrzeugsegmenten die konventionelle

Feststellbremse ablösen wird.

Die EPB besteht im Wesentlichen aus

dem Betätigungsknopf, dem EPB-Steuergerät

und der Aktuatorik. Bei neueren

Systemen ist die EPB-Funktionalität in

das ESC-Steuergerät integriert. Damit

entfällt das separate EPB-Steuergerät.

Elektrisch mit Zugseil

Die EPB mit Bremssattel-Aktuatoren ist eine

integrierte Lösung für Faustsattel-Scheibenbremsen.

Die Aktuatoren bestehen aus einer

Motor-Getriebe-Einheit, welche die Bremsbacken

an die Scheibe drückt. Fotos: Continental

Mit Blick auf die Aktuatorik gibt es

derzeit drei Systemvarianten auf dem

Markt: die EPB mit Seilzugbetätigung

(Cable Puller System), die EPB am Bremssattel

(Caliper Integrated) und die Elektro-Trommelbremse.

Bei der EPB mit

Seilzugbetätigung wird der bisherige

Hand- oder Fußbremshebel durch eine

Motor-Getriebe-Einheit mit integriertem

Steuergerät ersetzt. Der zentrale Aktuator

erzeugt über Seilzüge die benötigte

Spannkraft an den Rädern der Hinterachse.

Als Radbremse kann je nach Wunsch

des Automobilherstellers eine klassische

Trommelbremse, eine „drum in head“-

Bremse oder ein Kombisattel zum Einsatz

kommen. Ein wichtiger Vorteil dieses Systems

ist, dass es einfach in eine vorhandene

Fahrzeugstruktur integriert werden

kann. Die Bremskomponenten können

weitestgehend unverändert bleiben. Zudem

ist der Einbauort des Aktuators frei

wählbar.

Integrierte Lösung

Eine weitere EPB-Variante ist die integrierte

Lösung für Faustsattel-Scheibenbremsen,

bei der die Bremsseile komplett

entfallen. Die Aktuatoren bestehen

aus einer Motor-Getriebe-Einheit und

sind an die Bremssättel der Hinterachse

angeflanscht. Die Kraft des Elektromotors

wird je nach Bauart mit Hilfe eines

32 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


Zahnriemens beziehungsweise eines Kunststoffzahnradpaars

und eines Taumelscheibengetriebes auf eine Spindel übertragen.

Bei neueren Versionen von Continental ist für das Betätigen der

Spindel ein zweistufiges Getriebe mit Schneckenantrieb verbaut.

Hier bestehen die Zahnräder und Schnecken aus Metall.

Die Spindel des EPB-Aktuators wirkt auf den Kolben im

Bremssattel und bewegt ihn bei einer Bremskraftanforderung

unabhängig vom hydraulischen Druck in Richtung Belag und

Bremsscheibe. Auf diese Weise wird die erforderliche Spannkraft

erzeugt. Die selbsthemmende Wirkung der Spindel verhindert,

dass sich die Bremse im stromlosen Zustand löst.

Elektro-Trommelbremse

Die Elektro-Trommelbremse gibt es in zwei Varianten. Die EPB-DS

(Duo Servo) kommt überwiegend bei Fahrzeugen der Oberklasse,

Sportwagen und SUVs zum Einsatz. Bei dieser Ausführung handelt

es sich um ein Duo-Servo-System, also eine selbstverstärkende

Trommelbremse, die im Topf der hinteren Bremsscheiben

integriert ist. Bei diesem System können die Seilzüge ebenfalls

entfallen. Die elektromechanischen Aktuatoren sind direkt an

den Radbremsen angeordnet und werden von einem zentralen

Steuergerät aktiviert. Beim Betätigen der EPB erzeugt die

Motor-Getriebe-Einheit der Aktuatoren mit Hilfe einer Spindel

und einem Schneckenantrieb die benötigte Spannkraft an den

Bremsbacken.

Bei der EPB-DB (Drum Brake) handelt es sich um eine Lösung

für Fahrzeuge mit reiner Trommelbremse an der Hinterachse.

Das System ist vor allem auf die unteren Fahrzeugklassen zugeschnitten,

bei denen noch eine mechanische Feststellbremse

eingesetzt wird.

EPB-Funktionen

Die EPB wird je nach Konzept des Fahrzeugherstellers über einen

Knopf, einen Schalter oder Taster betätigt oder wieder gelöst. Bei

einigen Fahrzeugmodellen wird sie automatisch beim Ausschalten

der Zündung aktiviert. Zum Lösen der EPB muss die Zündung

eingeschaltet und das Bremspedal gedrückt sein. Bei den meisten

Fahrzeugmodellen deaktiviert sich die EPB automatisch, sobald

der Fahrer losfährt.

Zusätzlich bietet die EPB zahlreiche Sicherheits- und Komfortfunktionen.

Wird der EPB-Taster beispielsweise ab einer vom

Automobilhersteller definierten Geschwindigkeitsschwelle betätigt,

erfolgt ein Druckaufbau im Betriebsbremssystem über das

ESC-Aggregat an allen vier Rädern. Bei dieser dynamischen Notbremsfunktion

bleiben die ABS- und EBV-Funktionen erhalten,

so dass das Fahrzeug auch bei widrigen Bedingungen mit einer

Die EPB mit Seilzugbetätigung hat eine Motor-Getriebe-Einheit mit

integriertem Steuergerät, die den bisherigen Hand- oder Fußbremshebel

ersetzt.


technik

werkstattpraxis

Bei der EPB mit Bremssattel-Aktuator

wird für den

Bremsbelagwechsel ein

geeignetes Diagnosegerät

für das Zurückstellen der

Kolben und das Anlernen

der neuen Bremsbeläge

benötigt.

Foto: Linzing

definierten Verzögerung sicher zum

Stehen gebracht werden kann. Beim

Loslassen des EPB-Tasters wird der Verzögerungsvorgang

abgebrochen. Außerdem

dienen die EPB-Aktuatoren als

Rückfallebene für den Fall, dass die Betriebsbremse

ausfallen sollte.

Eine weitere Sicherheitsfunktion

ist das automatische Nachspannen der

Parkbremse. Damit kann der Klemmkraftverlust

beim Abkühlen der Bremsbeläge

kompensiert werden. Zudem

erzeugt die EPB immer die maximale

Klemmkraft. Eine Fehlbedienung wie

zum Beispiel eine zu geringe Betätigungskraft

des Bremshebels bei der

konventionellen Feststellbremse, ist damit

ausgeschlossen.

Mehr Komfort für den Autofahrer

bringt zum Beispiel die so genannte

Auto-Hold-Funktion der EPB. Sie verhindert,

dass das Fahrzeug bei Stillstand

oder beim Anfahren am Berg ungewollt

wegrollt. Zusätzlich kann bei Caliper Integrated

Systemen eine Belagsverschleißerkennung

integriert sein.

Die EPB bringt auch für die Fahrzeughersteller

zahlreiche Vorteile. Der

Wegfall des Hebels und der Seilzüge für

das Betätigen der Feststellbremse bietet

mehr Freiheiten beim Gestalten des

Innenraumes und senkt die Kosten bei

der Fahrzeugmontage. Die Kehrseite der

Medaille ist, dass die Komplexität des Systems

steigt und im Reparaturfall höhere

Kosten verursacht werden. Außerdem

sind die Betätigungszeiten im Vergleich

zu einer manuellen Feststellbremse etwas

länger und der feinfühlig dosierte

Einsatz der Feststellbremse seitens des

Fahrers ist nicht mehr möglich. Zudem

muss die EPB bei zu geringer Bordspannung

notentriegelt werden. Je nach System

kann dies recht aufwendig sein.

EPB auf dem Bremsprüfstand

Kfz-Fachleute müssen sich bei Prüf- und

Servicearbeiten an Fahrzeugen mit EPB

auf einige Änderungen einstellen. Zum

Beispiel kann die Wirkprüfung der EPB

nur noch auf einem Rollenbremsprüfstand

erfolgen. Plattenbremsprüfstände

sind hierfür nicht geeignet. Bei der Wirkprüfung

der EPB müssen in jedem Fall die

Anweisungen des jeweiligen Fahzeugherstellers

beachtet werden. Die EPB mit

Seilzügen und die EPB mit Elektro-Trommelbremse

können für gewöhnlich ohne

weitere Besonderheiten geprüft werden.

Hier wird der Taster der EPB so lange betätigt,

bis die Feststellbremse blockiert.

Bei Systemen mit Bremssattel-

Aktuator gibt es einen so genannten

Bremsprüfstandsmodus. Dieser wird

automatisch aktiviert, sobald sich die

Hinterräder für eine gewisse Zeit konstant

mit einer vom Automobilhersteller

definierten Geschwindigkeit drehen. Die

Vorderräder müssen dabei still stehen.

Bei aktivierter Prüfstandsfunktion wird

ein entsprechender Hinweis im Kombiinstrument

ausgegeben. Danach lässt

sich die Spannkraft der Parkbremse in

mehreren Stufen bis zur Blockiergrenze

erhöhen. Beim Verlassen des Bremsprüfstandes

oder Ausschalten der Zündung

wird der Prüfstandsmodus automatisch

wieder deaktiviert.

Wartungs- und

Reparaturarbeiten an der EPB

Auch bei Wartungs- und Reparaturarbeiten,

etwa beim Aus- und Einbau der

Bremsbeläge, der Bremssättel und der

Bremsscheiben, muss der Mechaniker einige

Besonderheiten beachten. Auf das

Wechseln der Bremsflüssigkeit oder Entlüften

des Hydrauliksystems hat die EPB

keinen Einfluss. Hier ist lediglich auf den

vom Fahrzeughersteller vorgeschriebenen

Druck zu achten. Anders sieht es bei Wartungs-

und Reparaturarbeiten an den

Bremsen der Hinterachse aus. Hier muss

der Mechaniker zuerst klären, welches System

im Fahrzeug verbaut ist und die Serviceanweisungen

des Fahrzeugherstellers

lesen.

Am einfachsten ist der Umgang mit

der Seilzugvariante. Sollen die Bremsbeläge

ausgebaut werden, muss der Fachmann

lediglich die EPB lösen. Anschließend

kann er die Reparaturarbeiten wie

bei einer konventionellen Scheiben- oder

Trommelbremse durchführen. Nach dem

Einbau der Bremsbeläge muss er jedoch

darauf achten, dass die Kolben der Bremssättel

hydraulisch an die Bremsbeläge

angelegt werden, bevor die EPB betätigt

wird. Sonst besteht die Gefahr, dass die

Spindel der EPB in der Spindelmutter blockiert.

Die Kalibrierung der EPB mit Cable

Puller System erfolgt automatisch, indem

die Parkbremse mehrmals betätitgt wird.

Bei der EPB mit Bremssattel-Aktuator

ist das Ausbauen der Bremsbeläge deutlich

aufwendiger. Hier wird ein geeignetes

Diagnosegerät benötigt, um die Spindel

der Aktuatoren in den Wartungsmodus

zurückzufahren. Anschließend kann der

Bremskolben mit einer Rückstellvorrichtung

zurückgeschoben werden. Dabei

sollte die Entlüfterschraube am Bremssattel

geöffnet werden. Wer versucht,

den Bremskolben ohne das vorherige

Zurückfahren der Spindel mit Gewalt

zurückzuschieben, wird mit höchster

Wahrscheinlichkeit den Aktuator irreparabel

beschädigen. Nach dem Einbau der

Bremsbeläge sollte der Bremskolben zuerst

hydraulisch an die Bremsbeläge angelegt

werden. Danach erfolgt die Grund-

34 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


einstellung des Systems mit Hilfe eines

Service-Werkzeugs oder Diagnosegerätes.

Hierbei wird die Position der Bremsbeläge

neu angelernt. Abschließend muss der

Fehlerspeicher ausgelesen und gegebenenfalls

gelöscht werden.

Auch bei der Elektro-Trommelbremse

muss die Spindel mit Hilfe eines Diagnosegerätes

oder Service-Werkzeugs in die

Grundposition zurückgefahren werden,

bevor die Kolben mit einer Rücksetzvorrichtung

zurückgestellt werden können.

Nach den Wartungsarbeiten ist bei dieser

Aktuator-Bauart ebenfalls eine Kalibirierung

mit einem Diagnosegerät erforderlich.

Not-Entriegelung

Wenn die Spannungsversorgung des

Bordnetzes ausfällt, lässt sich die EPB

nicht mehr über den EPB-Taster lösen.

Muss das Fahrzeug in so einem Fall geborgen

oder abgeschleppt werden, gibt

es zwei Wege, um die Elektrische Parkbremse

zu entriegeln. Am einfachsten

und sichersten ist das Wiederherstellen

der Spannungsversorgung. Sollte

das nicht möglich sein, ist das Entriegeln

der Parkbremse je nach Aktuator-

Bauart und Fahrzeugmodell sehr unterschiedlich.

Deshalb müssen auf jeden

Fall die Angaben des jeweiligen Fahrzeugherstellers

beachtet werden.

Bei der EPB mit Seilzügen zum Beispiel,

lassen sich die Bremsseile mechanisch

entriegeln. Der Mechanismus ist

meistens von außen zugänglich. Nach

einer Notentriegelung wird das System

während der ersten Betätigung neu initialisiert.

Deutlich aufwändiger ist die

Notentriegelung beim EPB mit Bremssattel-Aktuator.

Hier muss die Spindel

an jedem Bremssattel mit einem geeigneten

Werkzeug einzeln zurückgestellt

werden. Nach der Notentriegelung

muss eine Grundeinstellung mit einem

Diagnosegerät durchgeführt werden.

Bei der Elektro-Trommelbremse

muss am Aktuator zuerst eine Inbusschraube

entfernt werden, um Zugang

zur Spindel zu bekommen. Anschließend

wird letztere mit einem

Innensechskantschlüssel so weit zurückgedreht,

bis sich die Räder frei

durchdrehen lassen.

Richard Linzing

Die EPB mit Elektro-Trommelbremse –

hier die Variante EPB-DS (Duo Servo)

– kommt überwiegend bei Fahrzeugen

der Oberklasse, Sportwagen und SUVs

zum Einsatz.

Es gibt einen

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Bremsgeräusche

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technik

werkstattpraxis

Bremsflüssigkeit nimmt Feuchtigkeit aus der

Umgebungsluft auf und muss regelmäßig erneuert

werden. Ein Bremsflüssigkeitstester hilft bei

der Argumentation gegenüber dem Kunden.

Foto: ATE

Bremsflüssigkeit

ist ein besonderer Saft

_ Wartungs- und Reparaturarbeiten rund um das Bremssystem

bieten Kfz-Werkstätten ein hohes Auftragspotenzial. Obschon

der Bremsflüssigkeitswechsel zu den einfacheren Servicearbeiten

gehört, gibt es dabei einiges zu beachten – insbesondere was die

Auswahl der Bremsflüssigkeit anbelangt.

Die Bremsflüssigkeit spielt eine

Schlüsselrolle in sämtlichen

Bremssystemen: Sie muss

den vom Fuß des Fahrers ausgeübten

Bremsdruck an die

Bremsscheiben übertragen, so dass

diese das Zuviel an Bewegungs- in Wärmeenergie

umwandeln und dadurch das

Fahrzeug zum Stehen bringen können.

Und sie muss die Komponenten des

Bremssystems – Hauptbremszylinder,

ABS-Aggregat, Radbremsen – schmieren

und vor Korrosion schützen. Darüber

hinaus darf sie die emfindlichen Gummidichtungen

in den Bremssystemkomponenten

nicht angreifen.

Was viele Autofahrer allerdings nicht

wissen, beziehungsweise oft unterschätzen:

Die Bremsflüssigkeit ist quasi ein

typisches Verschleißteil – und muss daher

regelmäßig erneuert werden. Je nach

Vorgaben des Fahrzeugherstellers ist ein

Bremslüssigkeitsservice einmal jährlich

oder alle zwei Jahre fällig.

Hohe Anforderungen

An die Bremsflüssigkeit werden hohe Anforderungen

gestellt. In modernen Automobilen

mit leistungsfähigen Bremssystemen

muss sie einen möglichst hohen

Siedepunkt aufweisen. Ist der Siedepunkt

zu niedrig – und entstehen bei extremen

Bremsmanövern oder einer dauerhaften

Belastung, etwa einer längeren Passabfahrt,

hohe Temperaturen an der Radbremse,

geht diese Hitze teilweise auch auf die

Bremsflüssigkeit über. Im Extremfall können

sich Dampfblasen im Hydrauliksystem

bilden. Wenn die Bremsflüssigkeit schließlich

siedet, gibt das Bremspedal nach und

die Bremsleistung nimmt stark ab. Beim

Sieden entstehen nämlich Dampfblasen,

die sich komprimieren lassen. In einem

solchen Fall kommen die Bremsimpulse

nicht mehr an den Radbremsen an, das

Bremspedal fällt bis zum Anschlag durch

und es kommt zum gefürchteten Tritt ins

Leere.

Zudem müssen Bremsflüssigkeiten

für das sichere und schnelle Ansprechen

wichtiger Sicherheitssysteme wie

ABS und ESP über einen ausgedehnten

Temperaturbereich eine gleichbleibend

niedrige Viskosität (Fließfähigkeit) garantieren.

Die Minimalanforderungen an

Bremsflüssigkeiten wurden daher vom

United States Department of Transportation

(DOT) anhand der Norm FMVSS (Federal

Motor Vehicle Safety Standard) 116

definiert. Die dort enthaltenen Klassen unterscheiden

sich nach ihrem Trocken- und

Nasssiedepunkt sowie der Viskosität.

Knackpunkt Siedepunkt

Ein wesentliches Kriterium ist demnach

der Siedepunkt einer Bremsflüssigkeit.

Fachleute sprechen vom Trocken- und vom

Nasssiedepunkt. Der Trockensiedepunkt

beschreibt die Eigenschaft einer neuen,

noch versiegelten Bremsflüssigkeit. Er

liegt je nach Type zwischen 240 und 280

Grad Celsius. Da die meisten Bremsflüssigkeiten

auf Glykol basieren, sind sie mehr

oder weniger hygroskopisch. Das heißt,

Bremssflüssigkeit nimmt Feuchtigkeit aus

der Umgebungsluft auf – vorwiegend über

die Bremsschläuche. Steigt der Wassergehalt

der Bremsflüssigkeit, sinkt gleichzeitig

ihr so genannter Nasssiedepunkt. Bei

einem Wassergehalt von 3,5 Prozent ist bei

Standardbremsflüssigkeiten der Extremwert

erreicht – und sie muss spätestens

jetzt erneuert werden.

Gleichzeitig nimmt mit der Feuchtigkeitseinlagerung

auch die Korrosionsgefahr

zu. Darüber hinaus verändert sich

36 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


auch die Viskosität der Bremsflüssigkeit mit steigendem

Wassergehalt, was die Funktion der elektronischen Regelsysteme

beeinträchtigen kann. „Deshalb müssen glykolbasierte

Bremsflüssigkeiten regelmäßig geprüft und erneuert

werden. Letzteres gilt insbesondere, wenn das vom

Automobilhersteller vorgeschriebene Wechselintervall von

ein bis zwei Jahren erreicht ist“, empfehlen die Experten

von ATE. Der tatsächliche Siedepunkt der Bremsflüssigkeit

lässt sich mit Hilfe eines speziellen Testgerätes ermitteln. Die

Fachleute sprechen dabei vom Aussieden.

Welche Sorte wofür?

Ein wichtiges Kriterium, welche Bremsflüssigkeit sich für

welches Bremssystem eignet, ist die Viskosität. Sie beschreibt

die Zähflüssigkeit der Bremsflüssigkeit. Bei modernen Bremsregelsystemen

wie ABS oder ESP ist eine besonders niedrige

Viskosität erforderlich, also ein besonders dünnflüssiges Fluid,

da die Regelvorgänge in Sekundenbruchteilen ablaufen.

Die Hydraulikaggregate verfügen dazu über eine Vielzahl kleiner

Bohrungen und Kanäle, die kleiner sind als der Durchmesser

eines menschlichen Haares. Eine Flüssigkeit mit falscher

Viskosität kann deshalb fatale Folgen für die Funktion moderner

Bremssysteme haben, warnen die Experten.

DOT 3-Bremsflüssigkeiten sind oft noch in älteren Fahrzeugen

zu finden. Das Mischen mit anderen Bremsflüssigkeiten

ist Experten zufolge nicht zu empfehlen. DOT

4-Bremsflüssigkeiten haben einen höheren Nasssiedepunkt

und sind für viele aktuelle Fahrzeuge geeignet. Für Automobile

mit elektronisch geregeltem Bremssystem bieten

einige Bremsflüssigkeitshersteller Flüssigkeiten auf DOT 4-

Basis an, die jedoch im Vergleich zum Standardprodukt

eine deutlich geringere Viskosität besitzen. Sie sind je nach

Anbieter unter Bezeichnungen wie „DOT 4 Plus“, „DOT 4

Pro“ oder „DOT 4 HP“ erhältlich. DOT 5-Bremsflüssigkeit

dagegen basiert auf Silikon und ist typisch für den amerikanischen

Markt. Sie darf keinesfalls mit einer DOT 5.1-

Bremsflüssigkeit verwechselt oder vermischt werden, da diese

auf mineralischer Basis (Glykol) hergestellt wird. Die DOT

5.1-Bremsflüssigkeit ist allerdings kompatibel mit den DOT 3-

und DOT 4-Varianten. Durch das gute Wasserbindungsvermögen

ist der Abfall des Siedepunkts im Vergleich zu gewöhnlicher

Bremsflüssigkeit geringer.




Klaus Kuss

Wesentliche Unterschiede der

DOT-Klassen sind der Nasssie-

depunkt und die Viskosität. Die

„SL.6“ von ATE beispielsweise

ist besonders auch für elek-

tronische Bremsregelsysteme

geeignet.

Foto: ATE



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amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013 37


technik

werkstattpraxis

Beruhigungsmittel: Bremsenvibrationen

können hartnäckig sein. Neue Bremsscheiben

schaffen selten Abhilfe. Dauerhafte

Besserung dagegen verspricht das

Abdrehen der alten Bremsscheiben.

Fotos: Kuss

Vielfältige Gründe: Dickentoleranzen, Hot

Spots, Hitzeverzug, verzogene Radnaben

– die Gründe für Bremsvibrationen sind

vielfältig. Mit dem Abdrehen der Scheiben

lassen sie sich dauerhaft beseitigen.

Ausvibriert

_ Bremsenrubbeln kann hartnäckig sein – und lässt sich bisweilen

selbst mit Neuteilen nicht beseitigen. Dauerhafte Abhilfe schafft

indes das Abdrehen der Bremsscheiben direkt am Fahrzeug. Doch

auch beim regulären Bremsenservice kann ein Bremsscheiben-

Abdrehgerät gute Dienste leisten

D

er Autobesitzer in der Direktannahme

ist ungehalten: Bereits

zum dritten Mal ist er nun schon

mit seinem Fahrzeug wegen

Bremsenrubbeln und Lenkradzittern

in der Werkstatt. Zweimal haben

die Mechaniker dort deswegen schon die

Bremsscheiben erneuert – doch wenige

Kilometer später tritt das „Vibrations-

Phänomen“ beim leichten Bremsen schon

Abrunden durch Abdrehen: Ein Überdrehen

bereits gelaufener Scheiben beim Bremsbelagwechsel

bringt vom Start weg optimale

Bremsergebnisse. Die sonst übliche

Einbettphase entfällt.

wieder und – verschärft sich zusehend,

je höher die Geschwindigkeit ist, aus der

abgebremst wird.

Problemfall Seitenschlag

Solche und ähnliche Fälle kennen

die Serviceverantwortlichen in Autohäusern

und Werkstätten nur zu gut.

Üblicherweise ist in solchen Fällen

„Ersatzteil-Garantie“ mit neuerlichem

Teiletauschen angesagt. Nicht so in

diesem Fall: Der Serviceberater hat sich

zusammen mit den Bremsenspezialisten

des Fahrzeugherstellers und dessen

Gewährleistungsabteilung auf ein

Plandrehen der Bremsscheiben in eingebautem

Zustand geeinigt, um endgültig

und dauerhaft Abhilfe zu schaffen. Der

Kunde ist zwar skeptisch – zumal es sich

bei seiner Oberklasse-Limousine um

ein noch relativ junges Fahrzeug handelt.

Doch der Serviceberater ist zuversichtlich:

Seit Kurzem nämlich verfügt

die Werkstatt über ein Bremsscheiben-

Abdrehgerät – und die bisher damit erzielten

Erfolge sind überzeugend.

Mehrfachnutzen: Mit Hilfe eines

Bremsscheiben-Abdrehgeräts lässt sich der

Bremsenservice professionalisieren. Zudem

sind damit interessante Zusatzgeschäfte

möglich – und auch die Gebrauchtwagen-

Kostenstelle profitiert davon.

„Technisch ist das Problem klar:

Selbst bei neuen Bremsscheiben gibt

es fertigungsbedingt Toleranzen und

Spannungen im Material. Thermische

Einflüsse, etwa das Durchfahren einer

Pfütze mit heißer Bremsscheibe, kann

diese verformen. Die verzogene Scheibe

entwickelt dann eine Unwucht und beginnt

zu schlagen – was zu Vibrationen

an Bremspedal und Lenkrad führt“, weiß

Josef Bense. Der nordrhein-westfälische

Bremsenspezialist vertreibt Bremsscheiben-Abdrehgeräte

des holländischen

Herstellers Mad in Deutschland. Von

seinem Servicestützpunkt in Kaarst

aus betreut Bense Automobilhersteller,

Importeure und Großhändler und kümmert

sich um die Freigaben und Empfehlungen

der Spezialgeräte.

„Derartige Probleme lassen sich aber

dauerhaft lösen, wenn man die Bremsscheiben

genau parallel zur Bremssattelaufnahme

abdreht. Danach laufen

die Scheiben absolut rund – vor allem

aber ist das Material nun thermisch entspannt.

Ein nochmaliges Verziehen ist

damit nahezu ausgeschlossen“, erklärt

38 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


Bense. Das Abdrehen einer Bremsscheibe sei schnell erledigt, der

Mehraufwand – in Verbindung mit einem Belagwechsel – betrage

für einen geübten Mechaniker nur rund zehn Minuten pro Scheibe,

verspricht der Bremsenspezialist.

Problemfall Dickentoleranz

Doch nicht immer ist ein temperaturbedingter Wärmeverzug der

Bremsscheiben die Ursache für das Bremsenrubbeln. „Bremsvibrationen

haben meist ganz andere Ursachen, die aber gerne übersehen

werden“, berichtet Thomas Hunger, Geschäftsführer der Hunger Maschinen

Vertrieb GmbH in Kaufering bei Landsberg. Das Unternehmen

hat sich auf Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Bremsendienstgeräten

für Pkw und Nutzfahrzeuge spezialisiert.

Nach den Erfahrungen der Bremsenservice-Spezialisten von Hunger

sind für Bremsvibrationen vielfach auch Dickentoleranzen oder

Parallelitätsunterschiede der Bremsscheiben-Reibflächen verantwortlich.

Überschreite die Dickentoleranz einen Wert von 0,015 Millimeter,

spüre dies der Fahrer bereits am immer stärker werdenden Pulsieren

des Bremspedals. Außerdem könne beim Bremsen das Lenkrad zittern,

so die Fachleute aus Kaufering.

Dickentoleranzen können den Bremsenspezialisten von Honeywell

zufolge bereits innerhalb weniger tausend Kilometern entstehen und

sind das Ergebnis des Seitenschlags in der Bremsscheibe: Das Taumeln

der Bremsscheibe verursacht auf der Reibfläche Hoch- und Tiefpunkte,

DAS MULTITALENT

Erst messen, dann drehen:

Unzulässiger Scheibenschlag lässt

sich mit der Messuhr feststellen.

Vor dem Plandrehen muss man

allerdings auch noch die Scheibendicke

prüfen. Sie muss nach

dem Abdrehen in jedem Fall

noch den Herstellervorgaben

entsprechen.

sprich: Auswaschungen. Diese so genannten „Hot Spots“ führen dazu,

dass die Bremsklötze beim Bremsen die Bremsscheibe immer wieder

an der selben Stelle berühren – und die Hochpunkte schneller abschleifen

als die Tiefpunkte. In der Folge entsteht ein Dickenunterschied

zwischen der inneren und der äußeren Reibfläche der Bremsscheibe.

Dadurch können die Bremskräfte zwischen den dicken und dünnen

Stellen variieren und den Bremskolben vor- und zurückdrücken – was

wiederum das Bremspedal pulsieren lässt. Ursachen für Hot Spots können

den Bremsenfachleuten von Honeywell zufolge etwa ein schwer

gängiger Bremssattel oder ein falsch eingestelltes Radlagerspiel sein.

Abrundender Bremsenservice

Doch auch beim ganz normalen Bremsenservice kann ein Bremsscheiben-Abdrehgerät

gute Dienste leisten. Einer Untersuchung der

Technischen Hochschule Holland zufolge ist das Plandrehen bereits

gelaufener Bremsscheiben nach dem Wechseln der Bremsklötze sinnvoll,

um bereits bei den ersten Bremsmanövern auf einer optimalen

Reiboberfläche bremsen zu können. Der Studie zufolge ist dadurch zudem

eine gleichmäßige Temperaturverteilung bereits vom Start weg

gewährleistet – was wiederum Hot-Spots vermeiden hilft. Zudem entfalle

die sonst nach einem Bremsbelagwechsel übliche Einbettphase

– je nach Oberflächen- und Belagqualität kann eine solche zwischen

100 bis 500 Kilometern betragen – da ab dem Einbauen und Abdrehen

sofort die volle Bremsleistung zur Verfügung stehe.

Klaus Kuss

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Dieser Premium-Prüfstand kann als Bremsprüfstand,

für die Diagnose-Annahme oder als Steuereinheit für

Werkstattprozesse eingesetzt werden. In Kombination

mit anderen Prüfgeräten von MAHA ist eine sichere,

sekundenschnelle Beurteilung des Fahrzeugs

möglich. Besonders geeignet für Annahme- und Diagnosestraßen

mit hohem Fahrzeugdurchsatz.

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technik

werkstattausrüstung

Problemlöser

bei Bremsproblemen

Die Serviceabteilungen vieler

Autohersteller sind sich einig,

dass das Abdrehen der Bremsscheiben

am Fahrzeug ist –

also im eingebauten Zustand

– eine optimale Methode ist, um

Bremsvibrationen dauerhaft zu beseitigen.

„Wichtig dabei ist die Montage

des Drehgerätes an die Bremssattelhalterung,

um die Parallelität zwischen

Bremssattel und -scheibe sicherzustellen“,

erklären die Bremsenexperten

von Mad. Der niederländische Hersteller

von Bremsscheiben-Abdrehsystemen

bietet speziell für Pkw, SUV und

Kleintransporter das Modell DA2002

an, welches sich nach Unternehmensangaben

als wirksame und dauerhafte

Bremsscheiben-Reparaturmethode

bewährt hat. „Im Garantiefall, bei

Gebrauchtwagen und im Rahmen der

Wartung bietet diese Art der Bremsscheibenbearbeitung

erhebliche Vorteile

gegenüber dem Scheibentausch“,

so die Experten von Mad.

Das System besteht aus dem Drehgerät

DL2002 und der Antriebseinheit

DU2010. Die Montage des Drehgerätes

erfolgt direkt am Bremssattelträger der

Fahrzeugachse. Die Bremsscheibe läuft

damit beim Abdrehen auf dem Radlager

und wird so parallel zum Sitz der Bremse

bearbeitet. Umspannfehler, wie sie

bei stationären Drehgeräten vorkommen

können, seien damit ausgeschlos-

Das Bremsscheiben-Abdrehsystem

DA2002 von Mad

besteht aus dem Drehgerät

DL2002 und der Antriebseinheit

DU2010. Das Drehgerät

wird am Bremsträger montiert,

so dass die Scheibe parallel

zum Sitz der Bremse bearbeitet

wird.

Foto: Kuss

sen. Der 36-Volt-Vorschubmotor arbeitet

wahlweise mit sechs oder zwölf

Millimetern Vorschub pro Minute und

führt den Drehstahl gleichmäßig von

innen nach außen. Am Ende des Vorgangs

bleibt der Schlitten in seiner Endposition

stehen. „Innerhalb von fünf

Minuten ist die Scheibe wie neu – oder

sogar besser“, verspricht der Anbieter.

Die fahrbare Antriebseinheit DU2010

bietet eine variable Arbeitshöhe von

0,45 bis 1,25 Meter und soll sich sowohl

auf der Grube als auch auf einer Hebebühne

einsetzen lassen.

Der Motor mit einer stufenlos einstellbaren

Drehzahl von 80 bis 160 Umdrehungen

soll einen gleichmäßigen

Antrieb der Radnabe gewährleisten und

auch die Anforderungen von Allradfahrzeugen

bewältigen.

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technik

werkstattausrüstung

Die Basis der safelane 204-RP bildet

ein Rollenbremsprüfstand. Die virtuelle

Analoganzeige ermöglicht das schnelle

und intuitive Ablesen und Beurteilen

der Messwerte.

Fotos: Linzing

Die RP-Box enthält die elektronische

Steuerung der Prüfstraße und überträgt

die Messergebnisse grundsätzlich per Funk

an die Anzeigeeinheit.

Modulare Prüfstraße

_ Snap-on Equipment hat die neue Prüfstraßengeneration

Hofmann safelane 204-RP für Pkw und Transporter im Markt

eingeführt. Sie lässt sich je nach Anforderungen der Werkstatt mit

verschiedenen Prüfmodulen bestücken. Der drahtlose Anschluss der

Anzeigeeinheit verringert die Installationskosten.

Ob bei der Direktannahme, Endkontrolle,

Hauptuntersuchung

oder Fehlersuche an Bremse

und Fahrwerk – die Prüfstraße

spielt heute eine zentrale Rolle

im Alltag der Kfz-Werkstatt. Um Werkstätten

eine effiziente Fahrzeugprüfung zu

ermöglichen, hat Snap-on Equipment die

neu entwickelte Prüfstraßengeneration

Hofmann safelane 204-RP auf den Markt

gebracht. Sie bietet unter anderem einen

modularen Aufbau, einen schnellen Prüfablauf

und eine übersichtliche Darstellung

der Messergebnisse an.

Vielseitiger

Rollenbremsprüfstand

Die Basis der safelane 204-RP bildet ein

Rollenbremsprüfstand. Er kann je nach betrieblichen

Anforderungen und Wünschen

mit unterschiedlichen Rollensätzen und

Antriebsmotoren bestückt werden. Zum

Beispiel stehen kompakte oder getrennte

Rollensätze, SmoothGrip- oder Composite-Rollen

und Motoren mit 3,7 oder fünf

Kilowatt zur Auswahl. Der Allradmodus

und die Funktion der Bremskraftmessung

in zwei Drehrichtungen ist bereits in der

Basisversion des Bremsprüfstands integriert.

Weitere Ausstattungsmerkmale des

Bremsprüfstandes sind rostfreie Tastrollen,

spritzwassergeschützte Motoren, eine automatische

Ausfahrhilfe und das Ermitteln

der Prüfwerte nach dem bewährten und

verschleißfreien DMS-Prinzip.

Ausbaumöglichkeiten

Dank modularer Bauweise kann die

Prüfstraße vom Start weg oder zu einem

späteren Zeitpunkt mit weiteren Messmodulen

bestückt werden. Snap-on

bietet hierfür einen Schnellspurtester

und verschiedene Fahrwerktester an.

Letztere arbeiten entweder nach dem

Eusama- oder nach dem Theta-Prinzip

und lassen sich auf Wunsch mit einem

Geräuschsuchmodul ergänzen. Mit optionalem

Zubehör lässt sich die Prüfstraße

noch weiter individualisieren.

Auf der Zubehörliste finden sich beispielsweise

eine integrierte Waage, ein

Pedalkraftmesser, eine pneumatische

Hebevorrichtung, Rollenabdeckungen

und vieles mehr.

Steuereinheit

mit Funkverbindung

Herzstück der neuen Prüfstraße ist die völlig

neu entwickelte RP-Box. Die Buchstaben

RP stehen für den englischen Begriff „Radio

Power“. Daraus lässt sich eine wichtige

Funktion der neuen elektronischen Steuereinheit

ableiten: Sie überträgt die Messergebnisse

der Prüfstraße grundsätzlich per

Funk (WLAN) an die Anzeigeeinheit. Dank

dieser Lösung kann eine aufwändige Verkabelung

entfallen, was die Installationskosten

verringert.

Auch bei der Anzeigeeinheit zeigt sich

die neue Prüfstraße sehr vielseitig und

flexibel. So kann sich der Werkstattbetreiber

für eine Workstation entscheiden. Sie

besteht aus einem attraktiv gestalteten

Schrank, in den ein PC mit Tastatur, Maus

und Drucker sowie ein 27 Zoll großer TFT-

Monitor integriert ist. Alternativ dazu gibt

es ein 32- oder 42-Zoll TV-Anzeigekit, das

sich wahlweise an einer Wand oder Säule

befestigen lässt.

Für die Anzeigemodule gibt es von

Snap-on ebenfalls diverses Zubehör, mit

dem sich die Prüfstraße weiter individualisieren

lässt. Zur Auswahl stehen beispielsweise

USB- oder WiFi-Drucker, eine

Druckerhalterung für die Säule des Anzeigekits

und eine Funk-Fernbedienung. Bei

der Workstation kann optional ein weiterer

Monitor oder auch ein Tablet-PC als tragbarer

Controller angeschlossen werden.

Softwareversionen

Snap-on Equipment hat auch die Bedienersoftware

der safelane 204-RP komplett

42 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


Nach dem Prüfdurchlauf bietet die

Software zahlreiche Auswertemöglichkeiten

und den Ausdruck eines

übersichtlichen Protokolls an.

neu gestaltet. Die virtuelle Analoganzeige

ermöglicht das schnelle und intuitive

Ablesen und Beurteilen der Messwerte.

Nach dem Prüfdurchlauf bietet die Software

zahlreiche Auswertemöglichkeiten

und den Ausdruck eines übersichtlichen

Protokolls an. Je nach Konfiguration der

Prüfstraße stehen zwei Softwarepakete

zur Verfügung. Die Versionen mit Anzeigekits

werden standardmäßig mit der

Basis-Software ausgeliefert. Entscheidet

sich der Werkstattbetreiber für die Workstation,

erhält er beim Kauf automatisch

die erweiterte Software. Neben den

Funktionen für Brems-, Fahrwerk- und

Schnellspurtest, Basisausdruck und ASA

Livestream, die auch in der Basis-Software

enthalten sind, kommen bei der

erweiterten Software Funktionen wie

Geräuschsuche, Allradmodus, Ergebnisbewertung

mit Grenzwerten, Datenbank,

Vernetzung, Komplettausdruck und andere

hinzu. Mit einem Software-Upgradekit

lassen sich auch bei den Prüfstraßen mit

Anzeigekits die erweiterten Softwarefunktionen

nutzen.

Schneller Prüfablauf

Der Prüfablauf mit der safelane 204-RP

kann individuell gestaltet werden. So kann

sich der Anwender für einen vollautomatischen

Prüfablauf entscheiden. Hierbei

starten Schnellspurtester, Fahrwerktester

und Bremsprüfstand selbstständig. Der

vollautomatische Prüfablauf dauert laut

Snap-on Equipment gerade mal zwei bis

drei Minuten. Auf eine Fernbedienung

kann hierbei verzichtet werden. Letztere

ist jedoch hilfreich, wenn einzelne Module

– beispielsweise nur der Bremsprüfstand

– gestartet werden sollen. Mit Hilfe

der Funkfernbedienung lässt sich auch die

Prüfreihenfolge beliebig bestimmen.

Die neue Prüfstraße ist ab sofort im

Handel erhältlich. Neben der Hofmann

safelane 204-RP gibt es unter der Marke

Cartec eine baugleiche Version mit der

Produktbezeichnung Videoline 204-RP.

Richard Linzing

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werkstattausrüstung

_ Bremskolben pneumatisch zurücksetzen

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Das in einem Koffer gelieferte pneumatische

Bremssattelrückstellwerkzeug DF.17-100A

von Facom ermöglicht einen unkomplizierten

Bremsbelagtausch.

Foto: Facom

Ohne Spezialwerkzeug ar-

tet das Zurücksetzen der

Bremskolben beim Bremsbelagwechsel

häufig zur

Zitterpartie aus. Nicht nur,

dass meist ein enormer Kraft-

aufwand nötig ist: Mit ungeeig-

neten Werkzeugen kann es zu Schä-

den an Mann und Material kommen.

Neben Hautblessuren sind dann häu-

fig auch zerstörte Schutzmanschet-

ten im Bremssattel zu beklagen.

Damit weder das eine noch das

andere passiert, bieten Werk-

zeugspezialisten wie Facom

entsprechende

Spezialwerkzeuge

an, etwa das

pneumatische Bremssattelrückstellwerkzeug

DF.17-100A.

Nach Unternehmensan-

gaben verbirgt sich hinter dem

Zahlen-Buchstaben-Kürzel

die

vor kurzem vorgestellte, verbesserte

Version eines nach eigenem Bekunden

„Bestsellers unter den Kfz-Werkzeugen“.

Beim DF.17-100A handelt es sich laut

Facom um einen kompletten Werkzeugsatz,

bestehend aus einem Druckluftzylinder

sowie einer Reihe von Aufnahmen,

welche die meisten europäischen

Fahrzeuge abdecken sollen.

Das Werkzeug ermöglicht ein

schnelles und problemloses Rücksetzens

des Bremskolbens in den Bremssattel,

wobei der Kolben dabei entweder

im oder entgegen dem Uhrzeigersinn

zurückgestellt werden kann. Ursprünglich

mit sechs Aufnahmen erhältlich,

verfügt die neueste Version des DF.17-

100A nach Unternehmensangaben nun

über drei zusätzliche Aufnahmen: für

den Iveco Daily, den Renault Laguna II

Scénic sowie für den Renault Master III.

Darüber hinaus wurden laut Facom die

bisher schon verfügbaren Aufnahmen

für Renault und Citroën an deren neueste

Modelle angepasst.

kk

www.facom.com

_ Für den optimalen Bremsenservice

Harald Oppermann vertreibt mit seinem

Unternehmen Pro-Cut Europe schon

seit mehr als zehn Jahren Spezialmaschinen

zum Bearbeiten und Optimieren

von Bremsscheiben. Er gilt in der

Branche als Spezialist, wenn es darum

geht, hartnäckiges Bremsenrubbeln und

Bremsvibrationen dauerhaft zu beseitigen.

Seit einiger Zeit bereichert mit der

Opti-Cut FSE 380 eine in Eigenregie entwickelte

und „Made in Germany“ gefertigte

Bremsscheiben-Abdrehmaschine

das Angebot des im niedersächsischen

Burgwedel ansässigen Unternehmens.

Laut Oppermann verfügt der 1,5 PS

starke 230-Volt-Drehstrommotor der

FSE 380 über eine feinfühlige Drehzahlsteuerung

via Potentiometer. Zudem

lässt sich die Drehrichtung beliebig wählen.

Gegenüber den Vorgängermodellen

besitzt die neue Maschine laut Anbieter

praxisgerecht verbesserte Dimensionen

und einen stabileren Schneidkopf, was

noch bessere Ergebnisse als bisher ermöglichen

soll. Zudem lässt sich der

Schneidkopf nun werkzeuglos einstellen.

Eine integrierte Leuchte soll dem

Anwender das Arbeiten in dunklen Radhäusern

und Arbeitsplatzumgebungen

erleichtern.

Den Produktinformationen zufolge

lassen sich mit der FSE 380 Bremsscheiben

mit Durchmessern von 102 bis 380,

optional sogar bis 435 Millimeter bearbeiten.

Über einen optional erhältlichen

Ergänzungssatz lässt sich die Maschine

für den stationären Einsatz umrüsten,

um Bremsscheiben und -trommeln auch

ausgebaut bearbeiten zu können. kk

www.opti-disc.eu

www.pro-cut-europe.de

Mehr Wertschöpfung beim Bremsenservice:

Das verspricht die neue

Bremsscheiben-Optimierungsmaschine

von Harald Oppermann. Dem Bremsenfachmann

zufolge lassen sich Bremsscheiben

innerhalb von maximal 20

Minuten pro Achse optimieren.

Foto: Oppermann

44 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


nachrichten

CARS 2020 –

Nicht ohne den Aftermarket!

_ Wirtschaftsbereiche mit hoher strategischer Bedeutung sowie Schlüsselindustrien

werden von den Nationalstaaten seit jeher besonders gehegt und gepflegt.

Auf europäischer Ebene ist das nicht anders.

Die EU-Kommission weist etwa

der Automobilwirtschaft eine

solche strategische Bedeutung

zu und sieht sie als einen wesentlichen

Eckpfeiler der Gesamtwirtschaft

in der Europäischen Union.

Dokumentiert wurde diese Wertschätzung

etwa durch die Beauftragung einer

hochrangig besetzten Expertengruppe, die

sich mit der Zukunft der Branche beschäftigte

und unter der Firmierung CARS 21

im letzten Jahr den Abschlussbericht ihrer

Arbeit vorstellte. Darin wurden Empfehlungen

zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit

und des nachhaltigen Wachstums

der europäischen Automobilindustrie

formuliert. Auf der

Grundlage dieser Empfehlungen

der CARS 21-Gruppe

wurde ein Aktionsplan

namens CARS 2020 erarbeitet,

über den derzeit im

EU-Parlament beraten wird.

Im Rahmen dieser Anhörungen

hatte ich Gelegenheit,

im Ausschuss für Industrie,

Forschung und Energie

die Position des freien Kfz-Ersatzteilmarktes

vorzutragen.

GVA-Präsident

Hartmut Röhl

Die Notwendigkeit dafür war

dringend gegeben, denn der

Entwurf von CARS 2020 konzentriert sich

bislang im Wesentlichen auf die Belange

der Fahrzeughersteller und hat mit dem

Neuwagenabsatz nur eines der Segmente

der Automobilwirtschaft im Fokus. Dabei

ist der europäische Kfz-Aftermarket alles

andere als ein kleiner Teil der Automobilwirtschaft,

sondern in vielerlei Hinsicht

das oftmals zitierte Rückgrat der gesamten

Branche. Den Daten des Europäischen

Statistikamts Eurostat zu Folge kann der

Kfz-Aftermarket in der EU 4,7 Millionen

Beschäftigte vorweisen, die Fahrzeughersteller

bieten etwa 2 Millionen Menschen

Arbeit. Auch sollte man nicht vergessen,

dass die Produktion eines Neufahrzeugs in

nur wenigen Stunden abgeschlossen ist,

das anschließende Autoleben aber viele

Jahre währt. In dieser langen Zeit wird das

Fahrzeug - im besten Fall - regelmäßig gewartet

und repariert. Und: während viele

Fahrzeughersteller verstärkt dazu tendieren,

Produktionsstätten in den Wachstumsmärkten

wie etwa Brasilien oder

China aus dem Boden zu stampfen, sind

die Unternehmen des Kfz-Aftermarket und

die damit verbundenen Arbeitsplätze nah

am Autofahrer und damit regional bzw.

lokal verwurzelt. Ein deutscher Fahrzeughersteller

z.B. kann seine Modelle dort auf

der Welt produzieren lassen, wo es für ihn

gerade am günstigsten ist - das Aftersales-

Geschäft für die hier zugelassenen Fahrzeuge

aber kann nur hier stattfinden. Der

europäische Automarkt ist immer noch

der größte der Welt: etwa zwei Drittel aller

weltweit zugelassenen Fahrzeuge sind auf

Europas Straßen unterwegs, werden also

auch hier auf dem Kontinent

gewartet und repariert, womit

der Aftermarket entscheidend

zur Wertschöpfung rund ums

Auto in Europa beiträgt. Experten

schätzen, dass die Anschaffung

eines Neufahrzeugs nur

etwa die Hälfte der anfallenden

Kosten während eines gesamten

Autoleben ausmacht, die

andere Hälfte muss der Autofahrer

für Dienstleistungen

und Produkte im Aftersales-

Bereich aufbringen.

Angesichts dieser Fakten

wäre es sehr verwunderlich,

wenn die Positionen der Akteure des

Kfz-Aftermarket im CARS 2020-Prozess

nicht doch noch angemessen gewürdigt

werden. Umso unterstützenswerter ist

ein vorgeschlagenes Amendment (Zusatz)

zum CARS 2020-Aktionsplan, der die Automobilwirtschaft

in ihrer Gesamtheit betrachtet,

also auch die Bedürfnisse der kleinen

und mittelständischen Unternehmen

entlang der gesamten Distributionskette

im Kfz-Aftermarket erfasst.

Die Aftermarket-Akteure, seien es

die Kfz-Teileindustrie, der Kfz-Teilehandel

oder Servicebetriebe, benötigen vor allem

verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen,

damit ihre Teilhabe am Aftermarket

und damit Wettbewerb überhaupt

erst möglich ist. Dass die EU-Gesetzgeber

über ein feines Gespür für die notwendigen

Voraussetzungen funktionierenden

Wettbewerbs in der Automobilwirtschaft

verfügen, haben sie in der Vergangenheit

bereits verschiedentlich bewiesen. Man

denke dabei an die sektorspezifischen

Gruppenfreistellungsverordnungen für

die Automobilwirtschaft oder das Typgenehmigungsrecht.

Mit der Aufnahme der

Belange des Aftermarket in CARS 2020

würde bewiesen, dass der Blick der EU auf

die Automobilwirtschaft tatsächlich ein

umfassender ist. Und falls die Teilnehmer

von CARS 2020 dem Aftermarket nicht die

ihm gebührende Position im Rahmen ihrer

Beratungen einräumen, müssten wir eben

eine hochrangige Arbeitsgruppe „AFTER-

MARKET 2020“ auf den Weg bringen.

Hartmut Röhl, GVA-Präsident

GVA NACHRICHTEN 12/2013

Inhaltsverzeichnis

Editorial 45

Tagung des AK NKW

in Darmstadt 46

Was den Norden bewegt 49

GVA-College: Fort- und

Weiterbildungsprogramm 2014 50

GVA NACHRICHTEN

Impressum

Gesamtverband Autoteile-Handel e.V.

Gothaer Straße 17, 40880 Ratingen

Postfach 12 56, 40832 Ratingen

Telefon (0 21 02) 7 70 77-0

Telefax (0 21 02) 7 70 77-17

1. Vorsitzender: Hartmut Röhl

Geschäftsführung: Hans Jürgen Wahlen,

Marita Kloster

Redaktion der GVA-Nachrichten:

Alexander Vorbau (verantwortlich);

Hartmut Röhl; Jürgen Rinn

Schlütersche Verlagsgesellschaft

mbH & Co. KG, Hans-Böckler-Allee 7

30173 Hannover

amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013 45


nachrichten

Tagung des AK NKW

in Darmstadt

_ Die Mitglieder des GVA-Arbeitskreises „NKW- und Anhängerteile-

Handel“ trafen sich im November zur dritten Sitzung 2013.

Die Vertreter aus Kfz-Teilehandel und Kfz-Teileindustrie hörten

interessante Vorträge.

Weit über 60 Teilnehmer

waren in Darmstadt dabei

Am Vortag der Arbeitskreissitzung

tagten die Mitglieder

des Fachbeirats NKWpartner.

Aus dem Branchenfeedback

ergeben sich für die Redaktion

immer wieder wertvolle Anregungen

für das Heft. Chefredakteur Klaus Kuss

konnte nicht nur viel Lob aus der Sitzung

für seine Zeitschrift mitnehmen,

sondern auch zahlreiche Themenvorschläge

für das nächste Jahr. Im

Anschluss an die Fachbeiratssitzung bot

ein gemeinsames Abendessen die Möglichkeit

zum intensiven Meinungsaustausch

zwischen NKW-Teilehandel und

NKW-Teileindustrie.

Ein Blick auf die allgemeine wirtschaftliche

Lage und die Situation des

NKW-Ersatzteilmarktes in Deutschland

bildete den Sitzungsauftakt für den

Arbeitskreis. Vor etwa 70 Teilnehmern

referierte Herr Udo Mählmann (Fa. Heil

& Sohn), einer der drei Sprecher des AK

NKW, aktuelle Zahlen zur Lage. Für das

Jahr 2014 sind die Prognosen recht optimistisch:

So geht die Bundesregierung

von einem Wachstum des deutschen BIP

um 1,7 Prozent aus, die OECD von 1,9

Prozent und das Institut der deutschen

Wirtschaft rechnet mit einem Plus von

1,5 Prozent. Für den NKW-Teilebereich,

der überdurchschnittlich stark vom Konjunkturverlauf

der Gesamtwirtschaft

abhängig ist, verheißt das eine positive

Entwicklung für das kommende Jahr.

Die DIHK-Konjunkturumfrage aus diesem

Herbst zeigt, dass Industrie, Transportgewerbe

und Handel guter Dinge

sind: die Geschäftsentwicklung tendiert

aufwärts, die Geschäftserwartungen

positiv und die Investitions- und Beschäftigungsabsichten

der Betriebe auf

Wachstum ausgerichtet. Die Ergebnisse

der GVA-Blitzabfragen dieses Jahres zeigen,

dass sich der Kfz-Teilemarkt nach

einem schwachen Jahresstart zunehmend

positiver entwickelt hat. Generelle

Probleme für alle Wirtschaftszweige

stellen der sich verschärfende Fachkräftemangel

sowie die steigenden Arbeitskosten

dar.

Herr Andreas Assmann von der TecAlliance

GmbH präsentierte im Anschluss

den aktuellen Status zum Thema TecDoc

NKW-Daten. Die Teileidentifikation und

-zuordung ist im Nutzfahrzeugbereich

besonders anspruchsvoll, da die Fahrzeuge

und Anhänger oftmals individualisiert

sind: hier gleicht kaum ein Fahrzeug

dem anderen. TecDoc strebt an, die

verfügbaren Fahrzeugstämme auf globaler

Ebene weiterzuentwickeln. In einigen

Staaten wie etwa Brasilien, China

oder Indien deckt man im PKW-Bereich

heute bereits 95 Prozent der Fahrzeugstämme

ab. Mittelfristig strebt man das

auch für den NKW-Bereich an. In 2013

hat TecDoc etwa 1.500 Achsbaumuster

für Zugmaschinen aufgenommen. Für

den NKW-Bereich ist eine VIN basierte

Identifikation ebenso in Vorbereitung

wie ein VIN Decoder. Die Abdeckung

46 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


Andreas Assmann präsentierte den aktuellen

Status zum Thema TecDoc NKW Daten

Rolf Hosefelder stellte das NKW-

Werkstattkonzept Alltrucks vor

Zeigte die steigenden Anforderungen an

Servicebetriebe auf: Günter Haupt (Fa. Bosch)

für die sogenannten Big 7 der Zugmaschinenanbieter

in Europa liegt aktuell

bei über 93 Prozent. Über 340 NKW-

Teilelieferanten haben ihre Artikel in der

einheitlichen, herstellerübergreifenden

TecDoc-Struktur verknüpft. Im Bereich

Werkstattbedarf möchte TecDoc eine

komplette Produktdatenklassifikation

aufbauen. Darunter fallen die Werkstattausrüstung,

Werkzeuge/Spezialwerkzeuge,

Chemie, DIN- und Normteile,

Arbeitsschutzartikel sowie sonstige

Universalartikel. Das Angebot wird im

nächsten Jahr schrittweise ausgebaut

und soll bis zur Automechanika 2014 in

vollem Umfang marktfähig sein.

Die Herren Rolf Hosefelder und Nils

Hollmann von der Firma Alltrucks GmbH

& Co. KG waren in den Arbeitskreis geladen

worden, um das NKW-Werkstattkonzept

Alltrucks zu präsentieren. Das

Konzept wird von den GVA-Industriemitgliedern

Knorr-Bremse, Bosch sowie ZF

in einem gemeinsamen Unternehmen

aufgebaut. Alltrucks ist international

ausgerichtet und ist ein eigenständiges

Full-Service-Werkstattkonzept. Den

Konzeptpartnern bietet man persönliche

Betreuung, eine technische Hotline,

Trainings, eine Mehrmarken-Fahrzeugdiagnose,

ein Werkstattportal, ein

Qualitäts- und Partner-Entwicklungsprogramm

sowie Marketing-Unterstützung.

Das Leistungsangebot soll

gemeinsam mit den Werkstattpartnern

kontinuierlich ausgebaut werden. Das

Konzept sieht eine strikte Trennung

von Systemleistung und Teilebezug vor,

d.h. jede Werkstatt wickelt ihren Teilebezug

weiterhin mit dem Handelspartner

ihres Vertrauens ab. Das System ist,

wie Herrn Hosefelder in seinem Vortrag

ausdrücklich betonte, kein erster Schritt

hin zu einem Direktvertrieb! Zielgruppe

von Alltrucks sind NKW-Werkstätten,

die schwere Lastwagen und Sattelzugmaschinen

ab 6 t zulässigem Gesamtgewicht,

Anhänger und Auflieger, Omnibusse

oder leichte Nutzfahrzeuge von

3,5 bis 6 t zulässigem Gesamtgewicht

warten und reparieren. In naher Zukunft

sollen noch weitere Kooperationspartner

aus der Industrie gewonnen werden.

Herr Günter Haupt von der Robert

Bosch GmbH verdeutlichte in seinem

Vortrag die fortlaufend steigenden Anforderungen

an die Servicebetriebe im

Bereich Diagnose, Wartung und Reparatur.

Während es in der Vergangenheit vor

allem mechanische Bauteile waren, die

den Werkstattmitarbeiter vor Herausforderungen

stellten, sind es heutzutage

vor allem Fragen der Fahrzeugelektronik.

Und die Entwicklung geht weiter:

Der Bereich vernetztes Fahren wird die

Werkstätten fordern. Technische Komponenten

rund um Fahrerassistenz- und

Sicherheitssysteme, Entertainment und

Komfort, Fahrzeugmanagement und

Verkehrsmanagement werden fortlaufend

weiterentwickelt und machen „lebenslanges

Lernen“ gerade für Mitarbeiter

in Servicebetrieben erforderlich.

Neben klassischen Fortbildungsansätzen

wie theoretischen oder praktischen

Trainings hält es Herr Haupt für empfehlenswert,

sich auch mit neuen Formen

der Weiterbildung zu beschäftigen.

Im Hause Bosch etwa setzt man

im Schulungsbereich für die Werkstattkunden

auf kleine Trainingsgruppen,

die Übungen und reale Fehlersuchen

zu verschiedenen Systemen über alle

Marken durchführen. Der Praxisanteil

ist mit über 60 Prozent hoch. Der Referent

empfahl darüber hinaus, die neuen

Möglichkeiten des eLearing zu nutzen.

amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013 47


nachrichten

Die Vertreter aus dem NKW-Teilemarkt hörten interessante Vorträge

Damit lassen sich einerseits Zeit und

Geld sparen und andererseits ein solides

Basiswissen aufbauen.

Aufgrund des demographischen

Wandels ist es für Unternehmen zunehmend

schwierig, geeignete Auszubildende

für sich zu gewinnen. Den

Großhandel und damit auch den Kfz-

Teilegroßhandel trifft diese Entwicklung

besonders hart, da der Wirtschaftsbereich

auch als Arbeitgeber nur wenig

bekannt ist. Um hier gegenzusteuern,

hat der Bundesverband Großhandel,

Außenhandel, Dienstleistungen (BGA)

e.V. eine Ausbildungskampagne initiiert.

Der GVA unterstützt diese Kampagne

des Groß- und Außenhandels und hat

darüber verschiedentlich – unter anderem

in seinen GVA-Nachrichten in der

amz – informiert.

Herr RA Denis Henkel (BGA) präsentierte

den Teilnehmern des Arbeitskreises

Einzelheiten zu „GROSS HAN-

DELN – GROSS RAUSKOMMEN“. Die erste

Phase der Kampagne, die der internen

Aktivierung der Branchen dienen soll,

läuft bereits. Da nur überschaubare Mittel

zur Verfügung stehen, ist der Erfolg

von „GROSS HANDELN – GROSS RAUS-

KOMMEN“ auch davon abhängig, dass

sich möglichst viele Akteure aus dem

Groß- und Außenhandel der einzelnen

Branchen aktiv in die Kampagne ein-

Informierte über die

Ausbildungskampagne des

Groß- und Außenhandels:

RA Denis Henkel (BGA)

bringen. In der internen Phase der Kampagne

können bzw. konnten registrierte

Teilnehmer (unter http://gemeinsam.

gross-handeln.de) u.a. über das Logo

sowie die Gesichter der Aktion abstimmen.

Erfreulich viele Azubis aus dem

Groß- und Außenhandel, so auch von

GVA-Mitgliedsunternehmen, nahmen

daran teil. Die zweite, öffentliche Phase

soll Anfang des kommenden Jahres

starten. Auf einem Online-Portal können

sich die einzelnen Branchenzweige

beziehungsweise teilnehmenden Unternehmen

vorstellen und offene Ausbildungsplätze

in eine Azubi-Börse einstellen.

Mittelfristig soll durch Videos

(z.B. mit den „Kampagnengesichtern“),

Artikel und Podcasts für „Leben“ auf der

Website gesorgt werden.

Mit einem Bericht der GVA-Geschäftsführung

zu aktuellen Themen der Verbandsarbeit

wurde die dritte Sitzung

des Arbeitskreis NKW in diesem Jahr beschlossen.

Auch im nächsten Jahr wird das

Gremium wieder dreimal tagen. Über die

Termine wird die GVA-Geschäftsstelle die

Mitglieder des Arbeitskreises rechtzeitig

informieren.

48 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


Was den Norden bewegt

Die regionale Situation der Branche

wurde intensiv diskutiert

_ GVA-Handelsmitglieder aus den Postleitzahlgebieten 1 und 2:

„Das Jahr wird gut enden“

Ende Oktober trafen sich zum

zweiten Mal in diesem Jahr die

GVA-Handelsmitglieder „aus

dem Norden“. Hier spricht man

eine klare Sprache, und der Meinungsaustausch

kam in dem Round

Table Gespräch unter der Moderation

von GVA-Geschäftsführerin Marita

Kloster nicht zu kurz.

Die GVA-Auswertungen zur Umsatzentwicklung

der Mitglieder aus

Handel und Industrie sowie die Auswertungen

des Betriebsvergleichs (nur

Handel) des Instituts für Handelsforschung

zeichnen ein leicht positives

Bild der Geschäftsentwicklung bis Oktober.

„Verschleißteile und Werkstattausrüstungen

laufen gut“, bestätigen

auch die Round Table Teilnehmer. „Das

Winterreifengeschäft ist angelaufen

und der Teilehandel spürt eine hohe

Investitionsbereitschaft seiner Werkstattkunden.“

In typisch norddeutscher

Klarheit lässt sich zusammenfassend

sagen: „Das Jahr wird gut enden“.

Das „gute Ende“ ist jedoch nicht

selbstverständlich – es ist hart erarbeitet

worden. Der Wettbewerb im

Teilegeschäft ist hart, nicht nur gegenüber

den Automobilherstellern, auch

untereinander. Dass sich trotzdem die

GVA-Mitglieder über Marktereignisse

und -entwicklungen, aktuelle Studien,

rechtliche und wettbewerbspolitische

Themen informieren und austauschen,

ist ein gutes Zeichen. Marita Kloster

schilderte in einem zusammenfassenden

Schnelldurchgang die wichtigsten

Highlights des GVA-Kongresses

vom Oktober des Jahres, an dem nicht

alle Anwesenden teilnehmen konnten.

Man war sich schnell einig: so ein lebhafter

und spannender Themenmix

lädt dazu ein, sich den Termin für den

nächsten GVA-Kongress schon jetzt

vorzumerken: GVA-Jahresmitgliedersammlung

am 28. und GVA-Kongress

am 29. Oktober 2014 in Hannover. Weitere

Themen des interessanten Abends

waren der Designschutz für sichtbare

Autoersatzteile, der Einfluss intelligenter

Verkehrssysteme und fahrzeugbezogener

Telematikeinrichtungen auf

den Wettbewerb im Aftermarket, die

Durchsetzung des Zugangs zu technischen

Daten der Automobilhersteller,

die Ausbildungskampagne für den Kfz-

Teile-Großhandel, der Widerstand des

GVA und seines Dachverbandes BGA

gegen geplante Regelungen zur Insolvenzanfechtung,

die Branchenlösung

TecDoc und die „blauer Engel“-Initiative

der Deutschen Umwelthilfe in Bezug

auf Katalysatoren. Last but not least

gab es noch eine „Tour de Table“ zum

Thema „Hausmessen des Teilehandels“.

Die Konjunkturbarometer zeigen

einen positiven Trend

amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013 49


nachrichten

Das Programm des GVA-College 2014:

JANUAR

13.01. – 18.01.14

Manager Fahrzeugteile 1. Runde,

1. Woche (ausgebucht)

21.01.2014 Schadensersatz und Produkthaftung

28.01.2014 Basiswissen Recht

FEBRUAR

03.02. – 08.02.14

17.02. – 22.02.14

24.02. – 01.03.14

MÄRZ

10.03. – 15.03.14

31.03. – 05.04.14

MAI

05.05. – 10.05.14

14.05. – 16.05.14

21.05. – 23.05.14

21.05.2014

JUNI

02.06. – 07.06.14

03.06. – 04.06.14

23.06. – 28.06.14

Manager Fahrzeugteile 1. Runde,

2. Woche (ausgebucht)

Manager Fahrzeugteile 2. Runde,

1. Woche (ausgebucht)

Manager Fahrzeugteile 1. Runde,

3. Woche (ausgebucht)

Manager Fahrzeugteile 2. Runde,

2. Woche (ausgebucht)

Manager Fahrzeugteile 2. Runde,

3. Woche (ausgebucht)

Manager Fahrzeugteile 3. Runde,

1. Woche (ausgebucht)

Verkaufsseminar 1. Baustein –

Vom Kundenbedürfnis zum

erfolgreichen Abschluss

Expertenseminar für die

Reklamationsbearbeitung

Praxisseminar für den Verkauf –

Souverän im Preisgespräch

Manager Fahrzeugteile 3. Runde,

2. Woche (ausgebucht)

Erfolgsfaktor: Strategische

Gebietsbearbeitung

Manager Fahrzeugteile 3. Runde,

3. Woche (ausgebucht)

25.06. – 27.06.14 Verkaufsseminar 2. Baustein

JULI

03.07.14 Schadensersatz und Produkthaftung

AUGUST

20.08. – 22.08.14 Verkaufsseminar 3. Baustein

SEPTEMBER

03.09.2014

08.09. – 09.09.14

10.09.2014 Basiswissen Recht

25.09. – 26.09.14

OKTOBER

01.10.2014

Marktdaten und Strukturinformationen

des Autoteilemarktes

In Einkauf liegt der Gewinn –

sicher verhandeln und bestellen

Der Verkaufsprofi Innendienst –

mehr Ertrag durch gezieltes Verkaufen

Praxisseminar für den Verkauf –

Souverän im Preisgespräch

22.10. – 24.10.14 Verkaufsseminar 4. Baustein

Erfolgreiche Mitarbeiterführung –

27.10. – 28.10.14 Ziele setzen, Leistungsmängel

bekämpfen, Konflikte lösen

29.10.14 Rechtl. Anforderungen Qualitätsmanagement

und Produktsicherheit

NOVEMBER

03.11. – 04.11.14 Marketingkonzepte für den KFZ-Teilehandel

GVA-College:

Fort- und

Weiterbildungsprogramm

2014

_ Das College-Programm des GVA zählt zu den

renommiertesten Fortbildungsprogrammen für

die Mitarbeiter aus Kfz-Teilehandel und -Teileindustrie.

Im Rahmen des Programms bietet

der GVA auch in 2014 interessante Seminare rund

um die vielfältigen Themen des Kfz-Teileund

-Servicemarktes an.

Mehrere hundert Teilnehmer jährlich zeigen,

dass die Unternehmen des Independent

Aftermarket (IAM) Begriffe wie Fortbildung

und lebenslanges Lernen ernst nehmen

und gut für die Zukunft aufgestellt

sind: So ist der freie Kfz-Aftermarket ein kompetenter

Partner für seine Kunden und gleichzeitig ein attraktiver

Arbeitgeber mit interessanten Weiterbildungs- und

Entwicklungsmöglichkeiten.

Weiterbildung ist kein Selbstzweck. Sie ist eine strategische

Entscheidung, um in einer Zeit der vielfältigen

Wandlungsprozesse am Markt bestehen zu können. Sie

ist eine grundlegende und notwendige Investition in die

Zukunft. Weiterbildung ist die Umsetzung der Verpflichtung,

ein Leben lang zu lernen.

Der GVA stellt sich mit seinem Seminarprogramm

der Verantwortung, die er als Branchenverband des

freien Kfz-Teilehandels für seine Mitglieder hat. Die Herausforderungen

für Unternehmen, Manager und Angestellte

werden vor dem Hintergrund neuer Techniken

und Herausforderungen in den Kernsegmenten Produkt,

Logistik und Kommunikation immer komplexer. Gleichzeitig

stehen die Betriebe des freien Kfz-Teilemarktes als

Arbeitgeber mit anderen Unternehmen und Branchen

im Wettbewerb um die „klügsten Köpfe“ - interessante

Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten werden

angesichts der demographischen Entwicklung dabei

zunehmend wichtiger. Im Rahmen des GVA-College wird

branchenspezifisches Fachwissen ebenso angeboten wie

Strategiedenken, Arbeitstechniken und Organisations-

Know how. Das Angebot richtet sich an Akteure aller Unternehmensteile:

vom Geschäftsführer bis zum Verkäufer

oder Lageristen. Nähere Informationen sind unter www.

gva-college.de abrufbar.

04.11. – 05.11.14 KFZ Technik für Kaufleute –

Ihre Chance für Zusatzverkäufe

10.11. – 11.11.14 Erfolgsfaktor: Strategische Gebietsbearbeitung

19.11. – 21.11.14 Expertenseminar für die Reklamationsbearbeitung

(Alle Angaben ohne Gewähr; Änderungen vorbehalten)

Nähere Informationen sind

unter www.gva-college.de

abrufbar

50 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


Zwei interessante Rechtseminare

zum Jahresauftakt 2014

_ Für die Mitarbeiter aus Kfz-Teilehandel und Kfz-Teileindustrie ist ein solides rechtliches

Basiswissen rund um branchenrelevante Themen unabdingbar. Pünktlich zum Start ins neue

Jahr bietet der GVA zwei Seminare zur Produkthaftung und zum Reklamationsmanagement.

Noch recht neu im Programm

des GVA-College ist das

Seminar „Produkthaftung

und Schadensersatz in Teilehandel

und Teileindustrie“.

Das Seminar unter der Leitung von RA

Marcus Sacré (Osborne Clarke) beschäftigt

sich ausschließlich mit der Haftung von

Unternehmen des Teilehandels und der

Teileindustrie auf Schadensersatz, also Folgeschäden,

die durch hergestellte oder verkaufte

Teile verursacht wurden (Personenund

Sachschäden, z.B. Motorschäden). Das

Seminar beschäftigt sich nicht mit der

Abwicklung von Gewährleistungs- und

Garantiefällen. Auch beim Umgang mit

Schadensersatzansprüchen kommt es auf

die Kenntnis der genauen Rechtslage an,

damit Fehler in der Kommunikation mit

dem Kunden vermieden werden. Im Schadensersatzrecht

geht es zudem meist um

größere Beträge, so dass der rechtssichere

Umgang mit solchen Ansprüchen von

besonderer wirtschaftlicher Bedeutung

für das Unternehmen ist. Die Teilnehmer

lernen insbesondere, Schadensersatzansprüche

von kaufvertraglichen Gewährleistungsansprüchen

zu unterscheiden

und den vom Anspruchsteller vorgetragenen

Sachverhalt richtig einzuordnen. Da

sich Schadensersatzansprüche auch aus

Verstößen gegen Sorgfaltspflichten bei

der betrieblichen Organisation ergeben

können und diese Sorgfaltspflichten, z.B.

aus dem Produkthaftungsgesetz, ebenfalls

abgehandelt werden, richtet sich

das Seminar neben den Mitarbeitern der

Reklamationsabteilungen auch an die entsprechenden

Verantwortlichen im Unternehmen.

Das Seminar findet am 24. Januar

2014 in Ratingen statt.

Seine Premiere im Programm des

GVA-College hat am 28. Januar 2014

das Seminar „Basiswissen Recht“. Viele

Mitarbeiter und natürlich auch die Geschäftsleitung

in Betrieben des Teilehandels

und der Teileindustrie haben

auf allen Ebenen immer wieder mit

branchentypischen Rechtsfragen zu

tun oder werden mit Rechtsbegriffen

konfrontiert, die nicht zum juristischen

Allgemeinwissen zählen. Der GVA bietet

mit diesem Seminar einen Überblick

über typische, für Teilehandel und Teileindustrie

besonders relevante Rechtsgebiete

und gibt Antworten auf sehr branchenspezifische

Fragestellungen. Die

Teilnehmer sollen einen Überblick erhalten

und Zusammenhänge zwischen

einzelnen Rechtsgebieten erkennen. Es

wird dabei ausreichend Zeit für Fragen

aus der Praxis an den Referenten geben.

Konkret geht es um das Zivilrecht

(Sachmangelhaftungsrecht), das Schadensersatzrecht,

das Produkthaftungsrecht,

das Gesetz gegen unlauteren

Wettbewerb und das Recht der Werbung

allgemein, das Markenrecht, das

Kartellrecht (GVO und Leitlinien) und

Rechtsfragen rund um Typzulassungen

und Typgenehmigungen. Das Seminar

richtet sich an alle Mitarbeiter in Teilehandel

und Teileindustrie, die in unterschiedlichsten

Positionen mit Rechtsfragen

aus den angeführten Bereichen

konfrontiert sein können. Es eignet sich

darüber hinaus auch für Mitarbeiter, die

neu in der Branche sind und eine Überblick

über typische Branchenprobleme

mit rechtlichen Bezügen erhalten möchten.

Folgende Aspekte werden besonders

betrachtet:

RA Marcus Sacré informiert

über juristische Themen

1. Rechtsfragen rund um das Reklamationsmanagement:

Sachmangelhaftung,

Produkthaftung und vertragliche

Schadensersatzansprüche.

2. Rechtliche Anforderungen an die Betriebsorganisation

zur Gewährleistung

bestmöglicher Produktsicherheit.

3. Recht der Werbung: Wettbewerbsrecht,

Besonderheiten vergleichender

Werbung.

4. Markenrechte, Designschutzrechte

und technische Schutzrechte der Fahrzeughersteller

und praktische Konsequenzen

für Teileindustrie und Teilehandel.

5. Die Gruppenfreistellungsverordnung

(GVO) und Leitlinien der EU Kommission:

Bedeutung für die Praxis in Teilehandel

und Teileindustrie.

6. Das Typzulassungsrecht nach Euro

5/6 und der Anspruch gegenüber den

Fahrzeugherstellern auf technische Informationen.

amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013 51


nachrichten

Kurz

gemeldet

Für innergemeinschaftliche Lieferungen

gelten neue Regeln

GVA-Neumitglied

CARGLASS GmbH

Zum 1. Oktober 2013 konnte der GVA

mit der CARGLASS GmbH (www.carglass.de)

ein weiteres Handelsmitglied

in seinen Reihen begrüßen. Das Unternehmen

mit Hauptsitz in Köln ist einer

der führenden Fahrzeugglas-Spezialisten

in Deutschland.

Gelangensbestätigung:

Auf neue Regeln geeinigt

Nach etwa zwei Jahren andauernder

Diskussionen sind die Vorschriften für

die Beleg- und Buchnachweispflichten

bei der Steuerbefreiung für innergemeinschaftliche

Lieferungen durch

das Bundesfinanzministerium (BMF)

neu geregelt worden. Die neuen Anwendungsbestimmungen

wurden in

einem BMF-Schreiben vom 16. September

2013 veröffentlicht. Sie sind zum 1.

Oktober in Kraft getreten, wobei eine

Übergangsfrist bis zum 31. Dezember

2013 eingeräumt wurde. Die neuen

Nachweispflichten sind dann zwingend

ab dem 1. Januar 2014 anzuwenden.

Das Serviceportal www.haufe.de hat

das BMF-Schreiben wie folgt zusammengefasst:

• Die Angaben für die Gelangensbestätigung

müssen sich nicht zwingend aus

einem Beleg ergeben.

• Für die Gelangensbestätigung hat die

Finanzverwaltung ein Formular vorgestellt.

Dieses Formular ist in deutscher,

englischer und französischer Sprache

erhältlich (Anlagen 1-3 zu Abschn. 6a.5

UStAE).

• Die Gelangensbestätigung muss nicht

nach dem amtlichen Vordruck erstellt

werden.

• Die Gelangensbestätigung kann sich aus

einem Zusammenspiel verschiedener

Unterlagen ergeben; eine gegenseitige

Bezugnahme der Belege aufeinander ist

nicht erforderlich (z.B. eine Bestätigung

über den Erhalt der Ware – Angabe des

Orts und des Monats des Endes der Beförderung

– auf einer Kopie der Rechnung;

Bestätigung auf einem Lieferschein).

• Werden die Gelangensbestätigung oder

die Dokumente, die die Inhalte der Gelangensbestätigung

wiedergeben, in

einer anderen Sprache als deutsch, englisch

oder französisch ausgestellt, bedarf

dies einer amtlich beglaubigten Übersetzung.

Der Film ist auf www.gva.de abrufbar

Film zum GVA-Kongress 2013

abrufbar

Information und Kommunikation, das

ist es, was die GVA-Jahresmitgliederversammlung

(JMV) mit anschließendem

Kongress alljährlich zu einem wertvollen

Termin für die Teilnehmer macht.

Über 250 Vertreter aus Kfz-Teilehandel

und Kfz-Teileindustrie waren diesmal

der Einladung ihres Verbands nach

Hannover gefolgt und erlebten zwei interessante

Tage. Informationen zu der

Veranstaltung können der GVA-Website

(www.gva.de) entnommen werden. Darüber

hinaus hat der GVA wieder einen

kurzen Film mit Impressionen seines

Kongresses erstellt. Dieser ist ebenfalls

auf der Verbandswebsite verfügbar.

Bereits jetzt vormerken sollte man

sich den Veranstaltungstermin des

nächsten Jahres: Am 28. Oktober 2014

wird die GVA-JMV stattfinden und am

darauffolgenden Tag, dem 29. Oktober,

der GVA-Kongress 2014. Der Tagungsort

Hannover bleibt unverändert.

52 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


§

AU-Info

UNSER LESER-SERVICE

Fachlich einschlägige Auszüge aus dem

Verkehrsblatt, die AU und AUK betreffend

Auf dieser Seite finden Sie regelmäßig und verlässlich

alle AU- und AUK-relevanten Änderungen der Straßenverkehrszulassungsordnung

(StVZO), die vom Bundesministerium

für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen,

Berlin, im amtlichen Verkehrsblatt bekanntgegeben

werden.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen gab bis zum

Redaktionsschluss keine relevanten Änderungen der AU-Vorschriften bekannt.

Mit einem Abo der amz - auto motor zubehör haben Sie alles, was Sie brauchen.

Sie erfüllen die offiziellen Anforderungen an Ihre Informationspflicht!

Unsere Garantie:

Die Schlütersche Verlagsgesellschaft verpflichtet sich gemäß der

Anerkennungsrichtlinie nach §§ 29 und 47a in Verbindung mit den

Anlagen VIII und VIIIc gegenüber ihren Abonnenten, in der Fachzeitschrift

amz die fachlich einschlägigen Auszüge aus dem Verkehrsblatt

des Bundesministeriums für Verkehr zur Durchführung

von Abgasuntersuchungen frühzeitig und vollständig zu veröffentlichen.

Das bedeutet für Sie:

Durch den Nachweis eines Abonnements der amz auto motor

zubehör werden die Voraussetzungen der aktuellen AU- und

AUK-Anerkennungsrichtlinien erfüllt. Sprich: Mit einem Abonnement

der amz (Abo-Vertrag bei Ihrer Innung vorlegen) erfüllen

Sie die offiziellen Anforderungen an Ihre Informationspflicht.

Der Bezug anderer Quellen erübrigt sich.

Ja, ich will!

Bitte senden Sie mir ab der nächsten Ausgabe die Fachzeitschrift amz – auto

motor zubehör regelmäßig im Abo zum Preis von jährlich 62 (inkl. MwSt.

und Versandkosten Inland).

Meine Anschrift:

Vertrauensgarantie:

Meine Abo-Bestellung kann ich innerhalb einer Woche bei

der Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG schriftlich

widerrufen, wobei bereits die rechtzeitige Absendung zur

Fristwahrung ausreicht.

Ich bestätige dies durch meine 2. Unterschrift:

Name

Firma

Straße

PLZ · Ort

Datum · 2. Unterschrift

Meine Abo-Gebühr bezahle ich

bequem durch Bankeinzug

nach Erhalt der Rechnung

Telefon

Telefax

Bankleitzahl

Anzahl Mitarbeiter

Innung

Datum · 1. Unterschrift

Gründungsjahr

Konto-Nr.

Geldinstitut

Kopieren, ausfüllen und faxen an: 05 11/85 50-2600


teilemarkt

Im Reifendienstsektor wurde eine neue

Butler-Montiermaschine aus der Serie

Aircombi präsentiert. Fotos: Rinn

Noch einmal getoppt

_ Wie in den vergangenen Jahren machte die Stahlgruber

Leistungsschau mit großem Publikumsandrang und breiter

Angebots- sowie Informationsvielfalt am 9. und 10. November

auf der Nürnberger Messe ihre letzte Station.

Das Produktfeld in Nürnberg reicht

von Autoteilen über Qualitätswerkzeuge

bis zu Werkstattausrüstung, ergänzt durch

die Präsentation auf das Kfz-Reparaturgewerbe

zugeschnittener Dienstleistungen.

Nach Stationen in München,

Chemnitz, Frankfurt und Sindelfingen

machte in Nürnberg

die letzte Stahlgruber

Leistungsschau dieses Jahres

Station, wie in den 13 Jahren davor, und

wie immer war sie erfolgreich. Schon

am ersten Messetag kamen die Besucher

zum aktuellen Öffnungstermin in

Scharen, um sich über neueste Techniken

und Produkte aus erster Hand

zu informieren. Insgesamt waren es

rund 10.200. Sowohl die Ausstellungsfläche

von rund 11.000 Quadratmetern

wie auch die mittlerweile 170 Ausstellungsstände

konnten das Kontingent

des Vorjahres noch einmal toppen. Die

hier anzutreffende Ausstellungspalette

Perfekte Wartung!

Geniales Kriechöl

Schmiermittel

Kontaktspray

Kein Silikon, PTFE, Graphit

www.brunox.com

erhältlich bei: Carlofon GmbH, CARPROFI GmbH,

Stahlgruber GmbH, Wessels & Müller AG

umfasste die komplette Werkstattausrüstung,

Elektronik und Diagnose,

Qualitätswerkzeuge (Hand-, Spezial-,

Elektro- und Druckluftwerkzeuge), Autoteile

und Zubehör sowie Service- und

Dienstleistungen in breitem Umfang. So

wurden Themen rund um die Glasreparatur

hier in den Fokus gestellt und

greifbar gemacht. Erstmalig bündelte

man in einem Lack-Center fachlich alles

rund um den Lack und präsentierte

Lack-Nebenprodukte, Maschinen sowie

Geräte nach neuesten Erkenntnissen.

Neben modernsten Diagnosegeräten

wurde eine völlig neue Software für das

Karosseriehandwerk vorgeführt, die speziell

auf die Anforderungen dieses Kundenkreises

zugeschnitten ist und viele

Vorteile bieten soll. Zudem standen dort

die Spezialisten der Hersteller zu Fragen

und Informationen zur Verfügung.

Auch hinsichtlich der RDKS und anderen

Themen rund um Rad und Reifen

war ein breites Informationsangebot für

die vielen Fragen der Besucher aufgestellt,

wie etwa der STAkon-Konfigurator

für die Räder- und Druckkontrollsystem-

Zuordnung. Die Besucher konnten an

dem neu erstellten Stand „Fit für den

Reifenservice“ das Finden von Stahl- und

Alurädern sowie die Beantwortung der

Frage, welches Luftdruckkontroll-System

verbaut wird, live testen. Speziell für

den Reifendienst wurde die neue Butler-

Montiermaschine aus der Serie Aircombi

präsentiert, die mit neuen Features ausgestattet

ist, um Reifen effizienter und

schneller demontieren zu können. Beim

Auswuchten sorgte das neue, universelle

Spannmittel zur korrekten Zentrierung

von Pkw-Rädern für Aufsehen, das bei

Drei-, Vier- und Fünflochfelgen zum Einsatz

kommt. Beide Neuheiten waren bei

den Herbst-Leistungsschauen erstmals

zu sehen.

Zudem stand auch dieses Mal wieder

die neu gestaltete Stahlgruber-Welt

im Mittelpunkt der Leistungsschau und

beinhaltete Themen wie technisches

Service-Center, PC-Informationssysteme,

Werkstatt- und Fachhandelskonzepte

sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz

ergänzt durch Telekommunikation. Unter

dem Motto „Keine Zukunft ohne

Fachkräfte“, informiert Stahlgruber auf

den Leistungsschauen durch Spezialisten

an einem eigenen Stand zu diesem

Thema, das mittlerweile auch in der

Kfz-Reparaturbranche angekommen ist.

Abgerundet wurde die Angebots- und

Informationsvielfalt durch die zukunftsorientierten

Werkstatt- und Fachhandelskonzepte.

Alles in allem bot auch die

letzte Leistungsschau im Jahr 2013 wieder

einen interessanten Mix aus Technik,

Kommunikation und Information für alle

Besucher, und alle kamen hier auf ihre

Kosten.

Jürgen Rinn

54 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


Alles aus einem Guss

_ ZF Services und die ZF Lenksysteme GmbH richten ihre

Zusammenarbeit neu aus, wobei ZF Services ab 2014 die

Verantwortung für das internationale IAM-Geschäft von

Lenkgetrieben, Lenkungspumpen und Lenksäulen übernehmen

und ZF Lenksysteme sich auf die Kernkompetenzen Produktion

und Aufarbeitung konzentrieren will. Ab 2014 soll dann das

gesamte Produktprogramm unter der neuen Marke ZF Lenksysteme

von ZF Services vertrieben werden.

Mit der neuen Produktmarke

ZF Lenksysteme

verbindet man auch neue

Umsatzchancen, weshalb

im ersten Schritt die Produkt-

und Serviceverfügbarkeit optimiert

sowie einheitliche verkaufsfördernde

Maßnahmen ergriffen werden

sollen. „Wachsende Ansprüche wie die

zunehmende technische Komplexität

der Aggregate und deren Auswirkungen

auf Diagnose und technische Informationen,

aber auch veränderte Märkte

machen jedoch eine optimierte Aufstellung

im Kundeninteresse notwendig.

ZF Services und die ZF Lenksysteme GmbH,

ein 50:50-Gemeinschaftsunternehmen

von ZF und der Robert Bosch GmbH,

richten ihre Zusammenarbeit neu aus.

Daher legen wir den Fokus auf unsere

Entwicklungs-, Fertigungs- und Prozess-

Kompetenz, die bei allen produzierten

sowie den aufgearbeiteten Aggregaten

zum Tragen kommt“, erklärt Stephan

von Schuckmann, Leiter Produktfeld

Global Aftermarket der ZF Lenksysteme

GmbH. Zudem sollen gebrauchte Lenkungen

in ausreichender Stückzahl für

die Aufarbeitung bereit gestellt werden,

was eine gut organisierte Altteile-Rückführung

voraussetzt. Diese habe man

bereits in vielen europäischen Ländern

mittels Pfandsystem über den Großhandel

erfolgreich etabliert und ein

weltweiter Ausbau soll folgen, lässt

man seitens des Gemeinschaftsunternehmens

verlauten.

Erster Katalog mit erweitertem

Produktprogramm

Der erste Katalog für die Marke ZF Lenksysteme

– „Lenkgetriebe, Lenkungspumpen

und Lenksäulen für Pkw“ mit

dem erweiterten Produktangebot und

im neuen Markendesign erschien zur

Equipe Auto 2013. Hierzu weist man

darauf hin, dass das Design schrittweise

ebenso auf Verpackungen sowie

Der erste Katalog mit erweitertem

Produktprogramm. Fotos: ZF Services

Informations- und Werbematerialien

übertragen werden soll. 2014 will ZF

Services zudem das Nkw-Produktprogramm

um Lenkgetriebe und Lenkwellen

für Nutzfahrzeuge und Busse ausbauen.

Weitere Unterstützung will man

den Werkstattkunden über die Komponenten

hinaus zu Teil werden lassen

und mit Bosch die Werkstattnetzwerke

ZF Services ProTech, Bosch Service und

AutoCrew intensiv nutzen und gemeinsame

Trainingsangebote ausbauen. Die

Produktmarke ZF Parts stehe weiterhin

für Getriebeteile, wie die seit dem Frühjahr

2013 angebotenen Ölwechselkits

für Pkw-Automatgetriebe. Im Zuge der

Umstellung auf den Markenwechsel

wird es einen Übergangszeitraum bis

zum einschließlich ersten Quartal 2014

geben, heißt es bei ZF Services. jr.

Fahrzeug- und

Betriebseinrichtungen

Rausgeflogen?

Wundern Sie sich nicht, wenn Ihre Nachbarn über Sie tuscheln.

Sie denken nur, Sie wären vorübergehend zu Ihrem Auto gezogen.

OK, bei dieser neuen Einrichtung kann man Werkstattund

Wohnmöbel schon mal verwechseln.

bott macht die Arbeitswelt zum Lebensraum.


teilemarkt

Die Live-Werkstatt bot den Profis auf

der Messe Einblicke in neue Ausstattung

und Technologien. Foto: Coparts

Profis erfahren

die Zukunft

_ Die Coparts hatte geladen und die Profis sind gekommen.

In der Frankfurter Messehalle 1 herrschte während der Profi Service

Tage großer Andrang.

Auch elektronisch gesteuerte

„Aussteller“ lenkten die Aufmerksamkeit

der Besucher.

Das Motto der Veranstaltung:

„Zukunft erfahren“ hatten

Veranstalter und Aussteller

wörtlich genommen. Sie präsentierten

in Frankfurt ihre

Produktneuheiten und frische Service-

Ideen. Sowohl die Coparts-Systemzentrale

als auch die Gesellschafter zeigten

einem interessierten Fachpublikum,

was es Neues gibt.

Mehr als 200 Industriepartner und

Dienstleister stellten Produkte und

Trends vor. Das persönliche Gespräch

stand wie immer klar im Vordergrund.

So waren nicht nur die Messestände

der Lieferanten gut besucht. Auch

die Gespräche in den groß angelegten

Kommunikationsbereichen waren so

gut, dass kein Tisch frei blieb. Und wer

sich beim Messebesuch stärken wollte,

konnte dies in der Catering-Zone tun.

Innovative Werkstattausrüstung

spielte auf der Messe eine Schlüsselrolle.

Aber die Coparts zeigte auch, welche

Neuentwicklungen für Handel- und

Werkstattsysteme man im Gepäck hatte.

Großer Schwerpunkt hierbei: innovative

Extras im EDV-System Coparts

Online.

Bei diesem Informations- und Bestellsystem

standen die Erweiterung um

den neuen Werkzeugkatalog und die

Verbesserung des Angebotswesens im

Glaskalkulator im Fokus. Premiere feierte

auch der neue Felgenkonfigurator:

Das Modul ermöglicht eine Felgenkonfiguration

direkt am Foto des Kundenfahrzeuges.

Damit ist laut Coparts eine

noch persönlichere und individuellere

Beratung möglich.

Ziel der Veranstaltung war es für

alle, Trends zu erkennen, Ideen zu entwickeln,

Chancen zu nutzen und gemeinsam

die Zukunft zu gestalten.

Dabei hatte man sowohl an die Profis

aus den Pkw-Werkstätten als auch an

diejenigen aus dem Nutzfahrzeug-

Betrieb gedacht. So nahm auch das

Das starke Coparts-Netzwerk zeigte

seine Leistungsfähigkeit. Fotos: Weber

Konzept für die schwere Klasse breiten

Raum auf der Messe ein. Denn bei Top

Truck geht es um die Zukunft des Nutzfahrzeugbetriebs.

Insgesamt zeigten die Profi Service

Tage, dass man im Hause Coparts gut

aufgestellt ist. So wurde das Motto der

Veranstaltung sichtbar gemacht: Zukunft

erfahren.

fw

56 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


Aufklärung zum Thema Batterie ist notwendig,

dessen sind Christian Zenger (von

rechts), Leiter Technische Schulungen Banner

Batterien, Andreas Bawart, kaufmännischer

Geschäftsführer Banner Batterien,

Günther Lemmerer, Marketingleiter Banner

Batterien, sicher.

Foto: Banner

Batterieausfälle

als Chance sehen

_ Die Gründe für einen Batterieausfall sind vielfältig. Für gewöhnlich

ist jedoch nicht die Batterie selbst die Ausfallursache, sondern

das Energiemanagement. Von Kundenseite kommt damit auf die

Fachwerkstätten großer Beratungsbedarf zu. Die Werkstatt könne

hier mit Information und Aufklärung für mehr Kundenzufriedenheit

beitragen, macht der Batteriespezialist Banner Batterien deutlich.

Laut ADAC werden 32 Prozent aller Pannen von

defekten oder entladenen Batterien verursacht.

Gleichwohl ist nach Überzeugung des Automobilclubs

häufig nicht die Batterie selbst, sondern

das Energiemanagement in modernen Fahrzeugen

schuld. „Mit dem anhaltenden Trend zu Start-Stopp-

Fahrzeugen sind neben einer Top-Batteriequalität vor

allem die Zuordnung der richtigen Ersatzbatterie sowie

eine fundierte Beratung und Unterstützung der Fachwerkstatt

beim Batteriewechsel gefragt“, erklärt Günther

Lemmerer, Marketingleiter Banner Batterien. Mit dem

neuen „Battery Service Tool“ sei jetzt die Anmeldung der

Batterie nach einem Wechsel möglich, ohne die moderne

Batteriemanagement-Systeme den Stromspeicher gar

nicht erkennen können, macht er deutlich. Für alle Fragen

von Fachhändlern im Zusammenhang mit dem Batteriewechsel

sieht sich der Starterbatteriespezialist dank

seiner 60 Vertriebsmitarbeiter in Deutschland bestens

gerüstet.

das Batterieproblem für Keßler ebenfalls

schnell ausgemacht: „Die 08/15-Werkstatt

ist mit dem Ladestromproblem oft

überfordert. Wird keine Lösung für das

Stromproblem gefunden, heißt es dann

meist zu Unrecht, die Batterie ist schuld.

Hier ist Beratung und Unterstützung das

A und O.“ Insgesamt liegen für den „Autopapst“

die Gründe für nicht funktionierende

Batterien nicht an Produktionsfehlern,

sondern vielmehr in einer schlechten

Pflege der Fahrzeuge, einem hohen Pkw-

Alter, fehlenden oder nur unregelmäßig

durchgeführten Inspektionen, einem

nicht funktionierenden Ladestromkreislauf,

abgenutzten Reglerkohlen oder gar

an Marderbissen. „Es ist zumeist nicht die

Batterie“, betont Keßler.

jr.

ERSATZFEDERN

FÜR ALLE

PKW-MODELLE.

Intelligentes Batteriemanagement

verlangt Aufklärung

Künftig kommt es mehr denn je darauf an, den Kunden in

Sachen Batterien aufzuklären und ihn mit entsprechenden

Informationen zu versorgen, meint der aus dem TV bekannte

TV- und Hörfunk-Journalist Andreas Keßler. Darüber

hinaus müssten seiner Meinung nach die Kfz-Werkstätten

ihre Kompetenz noch stärker unter Beweis stellen. Der als

Autopapst bekannte Journalist weiß aus zahlreichen Fällen

in seinen Servicesendungen über Hörer und Zuschauer

von nicht funktionierenden Batterien zu berichten. Dazu

sein Fazit: „Für den Autofahrer ist das Wichtigste, dass die

Batterie funktioniert. Er will wissen, woran er eine gute

Batterie erkennt. Dann ist er auch bereit, den Preis für eine

Qualitätsbatterie zu zahlen.“ Mit Blick auf die Werkstatt ist

Watch out for quality!

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teilemarkt

Zum sechsten Mal fand im Messezentrum

Nürnberg die VmA Technika

statt.

Fotos: Rinn

Ein Augenmerk legte man auf die

Eigenmarke Autool mit einem extra

großen Messestand.

Lizenz zum Kaufen

_ Am 19. und 20. Oktober 2013 fand im Messezentrum Nürnberg

die 6. VmA Technika als vielseitige und informative Kfz-Fachmesse

mit zahlreichen Messehits und großem Rahmenprogramm statt.

Alle zwei Jahre findet die VmA-

Technika in Nürnberg statt.

Vom Verbund mittelständischer

Autoteilegroßhändler

(VmA) organisiert, veranstalteten

die Bosch-Großhändler Knoll,

Küblbeck und Lorch gemeinsam am 19.

und 20. Oktober bereits zum sechsten

Mal die große Leistungsmesse rund ums

Kfz-Handwerk. Auf mehr als 15.000

Quadratmetern in drei Messehallen

präsentierten rund 200 Aussteller ihr

Sortiment, Produkt-Neuheiten, Sonderaktionen

und Konzepte für die

Werkstatt, Verschleißteile, Zubehör,

Die fachliche Information und das

Verkaufserlebnis standen bei den

Fachbesuchern im Vordergrund.

Werkstattbedarf sowie Werkstattausrüstung

den rund 17.000 Fachbesuchern.

Im Fokus standen dabei auch die

umfangreichen Dienstleistungsangebote

der Großhändler wie Systempartnerschaften,

technische Unterstützung,

Schulungen und EDV-Organisation

sowie die Live-Werkstatt mit interessanten

Vorträgen zu aktuellen Werkstatt-Themen

und das Forum mit den

Experten-Themen im Bereich Betriebsführung.

Ein Augenmerk legte man mit

einem extra großen Messestand auf die

Eigenmarke Autool, die mittlerweile ein

Sortiment von 128 Teilen umfasst oder

der Autool-Arbeitsschutzbereich mit

890 Produkten. VmA-Geschäftsführer

Stephan Herrler machte deutlich, dass

es sich hier um eine Verkaufsmesse

handele mit einem hohen Besucherpotential

an Inhabern und Entscheidern,

weshalb man auf Standardrabatte

verzichte und auf lukrative Messeprämien

setze. Immerhin konnten vor zwei

Jahren 7,6 Millionen Euro umgesetzt

werden. So heizten zahlreiche Angebote

in den Messehits und dem Messekatalog

sowie wertvolle Sachprämien

die Kaufatmosphäre bei den Besuchern

an.

Ein attraktives Rahmenprogramm

für die ganze Familie mit dem Besuch

des Playmobil-Funparks ebenso wie

eine Stadtrundfahrt oder der Besuch

einer Lebkuchenfabrik, das beliebte

Autochemie- und Pflege-

Experten beim Erfahrungsaustausch.

Kinderland und ein attraktiver Jugendbereich

rundeten den Event mit einer

fulminanten Abendveranstaltung ab.

Eine Novität der besonderen Art war die

Möglichkeit, Eintrittskarten, Busanreise

und das Rahmenprogramm online zu

buchen und die VmA-Technika-Messeapp.

Über 40.000 Online-Einladungen

gingen bereits im Vorfeld raus, damit

sich die Besucher den Zugang ohne

Wartezeiten am Registrierungscounter

bequem und komfortabel unter www.

vma-technika.com verschaffen konnten.

In der App waren auch immer die

aktuellsten Informationen über die

Messe zu finden. Nach der erfolgreichen

sechsten VmA Technika steht bereits

der Termin für die nächste Fachmesse

am 17. Und 18. Oktober 2015 fest. jr.

Weitere Infos

zum Thema

Teilemarkt auf

www.amz.de/teilemarkt

58 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


_ Gas geben beim Bremsenservice

Bremsenspezialist Hella Pagid Brake Systems unterstützt

den Großhandel und die Werkstätten. Ziel

ist es, die neue Marke beim Endkunden bekannter

zu machen.

Foto: Hella Pagid

Der professionelle Bremsenservice ist ein

lukratives Geschäft. Bremsenspezialist Hella

Pagid Brake Systems unterstützt daher

den Großhandel und die Werkstätten erstmals

mit einer eigenen Kampagne rund um

das Thema Bremse. Von dieser sollen den

Marketingexperten des Essener Unternehmens

zufolge sowohl der Teilefachhandel

und die Werkstätten als auch die Endkunden,

sprich: die Autofahrer, profitieren. Man

wolle die Vorteile der neuen Marke Hella

Pagid in den Vordergrund rücken und deren

Bekanntheitsgrad bei allen dreien steigern.

Im Rahmen der Kampagne platziert

Hella Pagid nach eigenem Bekunden wirkungsvolle

Maßnahmen zur Verkaufsförderung

und unterstützt zudem mit einem

kompetenten technischen Service. Das

Mehrwert-Paket mit Werbemitteln und

technischen Informationen beinhaltet

hierfür unter anderem Poster, Banner, Thekenmatten

und Broschüren sowie Informationen

rund um das Unternehmen Hella

Pagid. Das nach Unternehmensangaben

mittlerweile mehr als 7400 Artikel umfassende

Produktprogramm soll das Bremsenservicepaket

zudem noch weiter abrunden.

Das Design der Kampagne zielt nach

Unternehmensangaben darauf ab, mit der

neuen Marke beim Handel, den Werkstätten

und den Endverbrauchern gleichermaßen

einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Dabei stehen vor allem die Vorteile

für den Endkunden im Fokus, etwa die Produktqualität

durch OE-Kompetenz. Sie sollen

zudem durch eine direkte persönliche

Ansprache des Kunden durch die Kampagnenteilnehmer

untermauert werden.

Passend dazu habe man die Inhalte

auf der Hella Pagid-Homepage

(www.hella-pagid.com) und dem Online-

Portal Hella Tech World (www.hella.com/

techworld) erweitert, was vor allem den

Kfz-Fachleuten im Werkstattalltag zugute

kommen soll. Beispielsweise könne man im

Knowhow-Tool der Hella Tech World lernen,

wie ein Faustsattel-Bremssystem funktioniere.

Zudem gibt es weitere technische Informationen

und Videos rund um die Bremse.

kk

_ Bremsbacken automatisch nachstellen

www.hella.com

STARKE MARKEN

AUS EINEM HAUS

BATTERIEWECHSEL?

DATEN SPEICHERN

ÜBER DEN OBD2 STECKER AM FAHRZEUG

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Trommelbremsen sind bei modernen Pkw

praktisch nur noch an der Hinterachse zu

finden. Doch wie alle Bremssysteme, so

benötigen auch Trommelbremsen einen

regelmäßigen Service. Neben der Kontrolle

der Belagstärke gehört dazu vor

allem, die Gangbarkeit sämtlicher Komponenten

zu überprüfen. Festkorrodierte

Bremsbackennachsteller gehören hierbei

leider zum täglichen Brot. Häufig ist die

Korrosion so stark, dass gangbar machen

nicht mehr möglich beziehungsweise

aus Sicherheitsgründen nicht sinnvoll

ist. Für die einwandfreie Funktion der

Trommelbremse ist es jedoch wichtig,

dass alle Teile funktionieren – und auch

an der richtigen Stelle und in der richtigen

Position sitzen. „Eine falsch eingehängte

Feder kann schnell den gesamten

Mechanismus blockieren“, warnen die

Bremsenfachleute beim Heusenstammer

Kfz-Teilespezialisten Herth+Buss

Das Unternehmen bietet nach eigenem

Bekunden für nahezu 600 verschiedene

Fahrzeugmodelle automatische

Bremsbackennachsteller für Trommelbremsen

innerhalb seines Jakoparts-Sortiments

an.

kk

www.herthundbuss.com

Kfz-Teile-Spezialist Herth+Buss bietet innerhalb

seines Jakoparts-Sortiments automatische

Bremsbackennachsteller für nahezu 600

Fahrzeugmodelle an.

Foto: Herth+Buss

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amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013 59


Frohes Fest und gute Fahrt

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Weihnachtsgrüße

Das amz-Team wünscht all seinen Lesern, Kunden

und Geschäftspartnern ein frohes Weihnachtsfest,

einen guten Rutsch und

ein erfolgreiches Neues Jahr!


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Wessels + Müller wünscht Ihnen

besinnliche Feiertage und

ein erfolgreiches Jahr 2014

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Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches 2014

amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013 61


etrieb

management

Das neue Informations-Portal von Autodata

wirkt übersichtlich und aufgeräumt. Die Inhaltsstruktur

soll sich an den Abläufen in der

Werkstatt orientieren.

Fotos: Autodata

und technischen Service-Bulletins. Zusätzlich

bietet die Online-Software mit

einem Werkstattmanagement-Modul

die Möglichkeit, Kostenvoranschläge und

Rechnungen zu erstellen, Kundendaten

zu verwalten und die Werkstatttermine zu

planen.

Ab ins Netz: Neues

Portal für Serviceund

Reparaturdaten

_ Autodata strukturiert sein Informationsangebot komplett um.

Künftig stehen die Wartungs- und Reparaturdaten des Unternehmens

nur noch online zur Verfügung. Das neue Informations-Portal

ist ansprechend gestaltet und bietet zahlreiche Vorteile.

Hier ein erster Überblick.

Die Datenmenge für Wartungsund

Reparaturarbeiten an

Kraftfahrzeugen wird immer

umfangreicher. Früher reichte

ein Tabellenbuch aus, um Einstell-,

Wartungs- und Reparaturdaten

der meisten Fahrzeugmodelle in die

Werkstatt zu transportieren. Die Zeiten

haben sich grundlegend geändert: Heute

kommen selbst die Mitte der 1990er

Jahre eingeführten elektronischen Datenträger

an ihre Grenzen. Deren Produktion

und Versand ist teuer und die Installation

in der Werkstatt zeitraubend. Aktuell

sind onlinebasierte Informationssysteme

Stand der Technik. Sie stellen dem Kfz-

Mechatroniker zielgerichtet und ohne

große Umschweife die benötigten und

tagesaktuellen Infos bereit. Vor diesem

Hintergrund hat Autodata sein umfangreiches

Datenangebot komplett umstrukturiert

und auf eine neu programmierte

Web-Plattform gestellt.

Zielgerichtete Informationen

Mit dem neuen Informationsportal verfolgt

Autodata das Ziel, Kfz-Werkstätten

die Informationen so zur Verfügung zu

stellen, dass sie in die Werkstattabläufe

passen und somit zur Prozessoptimierung

beitragen. Außerdem wurde eine zeitgemäße

Darstellungsform und intuitive

Bedienerführung angestrebt. Und das ist

dem britischen Datenlieferanten durchaus

gelungen. Die auf der Produktpräsentation

vorgestellte Bedienoberfläche wirkt

aufgeräumt, zeitgemäß und übersichtlich.

Nach der Auswahl des Fahrzeugmodells

– eine VIN-Identifikation ist leider nicht

vorgesehen – lassen sich die benötigten

Daten und Informationen leicht auffinden.

Dank intelligenter Verknüpfungen

werden alle relevanten Informationen für

einen Arbeitsschritt oder ein Bauteil zentral

auf dem Bildschirm dargestellt. Außerdem

gibt es einen schnellen Zugriff auf

weiterführende Informationen. Das zeitraubende

Durchsuchen unterschiedlicher

Datenmodule ist nicht mehr erforderlich.

In der Vollversion steht Kfz-Werkstätten

mit dem Zugang zum Autodata-

Portal ein riesiger Informationsfundus

zur Verfügung. Das Spektrum reicht von

Wartungsplänen über Daten zu Motor,

Antriebsstrang, Fahrwerk, Karosserie und

elektrischen/elektronischen Systemen

bis hin zu einer geführten Fehlersuche

Plattformunabhängiges

System

Ein weiterer wichtiger Vorteil des neuen

Autodata-Portals ist die Unabhängigkeit

von Betriebssystemen und

PC-Plattformen. Für das Nutzen des Informationsangebotes

reicht ein PC mit

Web-Browser und ein Internetzugang.

Mit der Einführung des neuen Informationsportals

will Autodata auch „alte

Zöpfe“ abschneiden: Die CD-Lösung soll

bis Ende 2014 eingestellt werden. Danach

wird es nur noch die Motorraddaten

auf Silberscheiben geben. Die Buch-

Version, die ohnehin nur noch zwei Prozent

des Umsatzes ausmachte, erschien

2013 in ihrer letzten Fassung. Dafür hat

das Unternehmen sein Angebot auf die

Zukunft und heutige Nutzungsgewohnheiten

der Anwender ausgerichtet: Im

Laufe des kommenden Jahres wollen die

britischen Datenspezialisten ihr Informationsangebot

auch in Form von Apps für

Tablet-PCs und Smartphones anbieten.

Aufbereitete

Herstellerinformationen

Wie beim bisherigen Datenangebot basieren

die von Autodata bereitgestellten

Informationen auf originaler Herstellerliteratur.

Die Fachleute des Unternehmens

bereiten die Daten in einem

einheitlichen Format auf, so dass Anwendern

über alle Hersteller und Modellreihen

hinweg die gleiche Datenstruktur

zur Verfügung steht. Derzeit bietet Autodata

Informationen für etwa 17.500

Fahrzeugmodelle von circa 80 Automarken

an. Der Datenbestand reicht bis in

die 1960er Jahre zurück. Pro Jahr werden

laut Unternehmensangaben 800 bis

1000 Fahrzeugmodelle in den Datenpool

neu aufgenommen.

Übrigens: Kfz-Werkstätten, welche

die Wartungspläne von Autodata verwenden,

können sicher sein, nach Herstellervorgaben

zu arbeiten. Dies garantiert

das Unternehmen – auf Wunsch

auch schriftlich. Viele Automobilherstel-

62 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


ler würden mittlerweile die Wartungspläne

von Autodata akzeptieren, so ein

Unternehmenssprecher. Freie Werkstätten

bräuchten somit keinen Garantieverlust

bei Wartungsarbeiten an neueren

Fahrzeugen befürchten.

Abo-Optionen

Das neue Autodata-Portal soll in

Deutschland Anfang 2014 an den Start

gehen. Kfz-Werkstätten können den Zugang

in Form eines Jahres-Abonnements

kaufen. Zur Auswahl stehen zwei Pakete.

Das Einstiegspaket heißt „Service und

Wartung“. Es bietet Kfz-Werkstätten

die im Alltag benötigten Informationen

für alle Wartungsarbeiten. Es umfasst

unter anderem Wartungspläne, Wartungsabbildungen,

Informationen zu

Zahnriemen und Steuerketten sowie

Reparaturzeiten. Integriert ist zudem die

Werkstattmanagement-Software.

Die Vollversion heißt „Diagnose und

Reparatur“ und bietet zusätzlich zum

Einstiegsmodul detaillierte Informationen

für Diagnose- und komplexe Reparaturarbeiten.

Bei der Preisgestaltung

orientiert sich Autodata für die Vollversion

am bisherigen Produkt Online 3, das

für circa 1000 Euro pro Jahr zu haben

war. Das Abo für die Version „Service und

Wartung“ wird etwa ein Drittel weniger

kosten. Mit dem neuen Online-Portal und

den künftig zu erwartenden Software-

Angeboten will Autodata seine führende

Position als Datenlieferant für den Kfz-

Aftermarket weiter ausbauen. Das Datenangebot

steht heute in 22 Sprachen

Das Datenangebot basiert

auf originaler Herstellerliteratur.

Intelligente

Verknüpfungen bieten

Zusatzinformationen

für den jeweiligen

Arbeitsschritt.

zur Verfügung. Die Informationen von

Autodata sind auch in Katalogen und

Informationssystemen des Handels und

verschiedener führender Werkstattausrüster

zu finden. Das neue System ist laut

Unternehmensangaben ab 2014 auch

für die Lizenznehmer nutzbar.

Richard Linzing


etrieb

management

Autoscout 24-Geschäftsführer

André Stark ist vom kürzlich

gestarteten Werkstatt-Bewertungssystem

überzeugt.

Foto: Weber

Vertrauen ist

wichtiger als der Preis

_ Werkstattportale sind inzwischen im Markt angekommen.

Vorreiter war und ist Autoscout 24. Nach mittlerweile zwei Jahren

hat das Unternehmen ein Fazit gezogen. Wichtigste Botschaft:

der Preisvergleich ist den Nutzern gar nicht so wichtig.

Das Jahr 2013 sieht man bei

Autoscout 24 durchweg

positiv. Alle Ziele habe man

erreicht, erklärte Geschäftsführer

André Stark im Rahmen

eines Pressegesprächs. Derzeit seien

etwa 3800 Werkstätten im Portal eingetragen.

Das sei – so Stark – eine „sehr

ermunternde Zahl“.

Besonderen Wert legt Stark darauf,

dass seiner Meinung nach der Preis gar

keine so entscheidende Rolle bei der

Suche nach Werkstattdienstleistungen

spielt.

Werkstattsuche

im Vordergrund

Die Hälfte der Nutzer sucht laut Stark

einfach nur eine Werkstatt. Nachfrage

ist auf jeden Fall da. Jede Werkstatt wird

nach Starks Angaben im Monat durchschnittlich

61 Mal gefunden. Daraus

resultieren dann im Schnitt sieben Kontakte

pro Betrieb, aus denen schließlich

zwei Buchungen werden. Damit bringt

die Präsenz im Portal den Werkstätten

im Portal zwei Aufträge im Monat. Stark

betont, dass es in Städten zu deutlich

mehr Aufträgen kommt als auf dem

Land. Besonders großen Wert legt er auf

die Tatsache, dass die Betriebe, die mindestens

ein Bild hochgeladen haben und

darüber hinaus noch eine Beschreibung

ihrer Firma anbieten, deutlich mehr Anfragen

erhalten als diejenigen, die dies

nicht tun. Wer also eine Präsenz im Portal

ohne diese grundlegenden Fakten erstellt,

verschenkt bares Geld.

Diejenigen Nutzer, die auf der Suche

nach einer Werkstatt sind, sortieren

die Ergebnisliste am liebsten nach der

Entfernung. Offenbar möchte man am

liebsten den Betrieb finden, der am wenigsten

Fahrzeit verursacht. Die Preisdiskussion,

die durch die Portale laut

einiger Branchenvertreter eröffnet wurde,

findet also bei Autoscout 24 nicht

im vielerseits befürchteten Maße statt.

Inspektion gefragt

Die Hälfte aller Anfragen dreht sich im

Portal übrigens um die Inspektion. Danach

folgt mit immerhin 20 Prozent der

Zahnriemenwechsel. Im Werkstattportal

von Autoscout 24 gibt es eine Reihe

von fest definierten Leistungen. Anders

als bei der Konkurrenz von Fairgarage

kann der Autofahrer hier nicht alle möglichen

Reparaturen online kalkulieren

lassen, sondern findet einige wenige

standardisierte Leistungen vor, für die

er sofort einen Preis finden und sie dann

direkt buchen kann.

André Stark macht auf eine Sache

aufmerksam, die im Internet immer

wichtiger wird. „Das gute Gefühl ist extrem

wichtig“, fasst er die Suche nach

Vertrauen auch bei im Internet angebotenen

Dienstleistungen zusammen.

Deshalb hat sich der Marktführer entschlossen,

ein Bewertungssystem einzuführen.

Dadurch erhofft man sich, mehr

Vertrauen in die gelisteten Betriebe herstellen

zu können. Bewerten können übrigens

nur die Kunden, die auch tatsäch-

64 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


lich über das Portal einen Kontakt hergestellt haben. Verrisse

durch den Wettbewerber von nebenan sind also von vornherein

ausgeschlossen. Etwa zehn Tage nach dem Erstkontakt

erhält der Kunde eine E-Mail mit einem Bewertungslink, der

dann 30 Tage gültig ist. In dieser Zeit kann er seine Werkstatt

mit ein bis fünf Sternen bewerten und einen schriftlichen

Kommentar dazu abgeben.

Bewertungen meist positiv

Ein Bewertungssystem also, das von anderen Online-Portalen

bereits bekannt und von den Kunden akzeptiert ist. Die Zahlen,

die Stark präsentiert, zeigen, dass die Bewertungen für

die meisten Werkstätten positiv sind: 95 Prozent der Kunden

würden ihre Werkstatt weiter empfehlen. Die bewerteten Betriebe

erhalten im Schnitt eine Note von 4,3. Die Zufriedenheit

mit den gelisteten Werkstätten scheint also groß zu sein.

Laut Angaben von Autoscout 24 ist es nur selten nötig, die

schriftlichen Kommentare der Nutzer von Hand zu löschen,

weil sie unsachlich oder unflätig sind. Das komme nur etwa

fünf Mal pro Woche vor. Werkstätten können sich von daher

wohl auf das Bewertungstool verlassen. Die Angst davor,

schlecht wegzukommen, scheint in den meisten Fällen unbegründet

zu sein. Ohnehin gilt ja auch im Internet – genau wie

im richtigen Leben: wer ordentliche Arbeit macht, braucht die

Bewertung nicht zu fürchten.

Etwa ein Drittel derjenigen, die eine Buchung über das

Portal vorgenommen haben, geben auch später eine Bewertung

ab. Von ihnen schreiben etwa 45 Prozent auch einen

Kommentar. Derzeit sind bereits gut 6800 Bewertungen online.

Das Bewertungstool ist erst vor wenigen Monaten gestartet.

Ohne Bewertung geht nichts

Dass Bewertungen im Internet immer wichtiger werden, kann

eigentlich jeder an sich selbst beobachten. Wer prüft nicht vor

dem Urlaub die Bewertungen seines Hotels oder schaut sich

Rezensionen von Produkten vor dem Kauf an? Auch wenn die

nicht immer echt sind: eine gewisse Tendenz spiegeln sie dennoch

wider.

Die Bewertungen bei Autoscout 24 müssen auf jeden Fall

echt sein, weil sie tatsächlich nur von vermittelten Kunden

abgegeben werden können. Das soll laut Autoscout 24-Geschäftsführer

Stark zur Vertrauensbildung beitragen. Dazu

hat das Unternehmen kürzlich eine Studie erstellt.

Darin hat man 400 Werkstätten zum Thema Internet-

Bewertungen befragt. 62 Prozent von ihnen sehen in der Bewertung

eine Chance, 40 Prozent ein Instrument zur Neukundengewinnung.

Bei Autoscout 24 will man dieses Thema in

der Zukunft forcieren, denn schließlich trägt es ja auch zum

eigenen guten Ruf bei.

Man darf gespannt sein, wie sich die Lage entwickelt und

ob in absehbarer Zeit eine nennenswerte Zahl von Werkstattaufträgen

über das Portal vermittelt werden wird. Laut

Stark wollen die Kunden ihre Werkstatt im Internet finden.

Ob das der Werkstatt passt oder nicht.

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etrieb

management

Angesprochen auf die künftige Marktentwicklung

erklärt ASA-Präsident Klaus Burger:

„Wir vertrauen auf Impulse, die neue Fahrzeugtechnologien

mit sich bringen werden

und der Mobilität aller Autofahrer zugute

kommen.“

Fotos: Linzing

als Standardprüfmethode anzuwenden

ist. Außerdem soll zukünftig auch eine

Wirksamkeitsprüfung des OBD-Systems

und eine Stickoxidmessung in den Prüfumfang

der AU aufgenommen werden“,

erklärt Harald Hahn, Leiter des ASA-Fachbereichs

Diagnose, und merkt an: „Die

Richtlinie EC 380/2012 wird nun in einem

Trilog-Verfahren weiter beraten und kann

dann in die EU-Gesetzgebung einfließen.“

Es geht wieder aufwärts

_ Trotz allgemein verhaltener Nachfragesituation in Europa

erwartet man beim ASA-Verband im Bereich Werkstattausrüstung

Impulse für eine Marktbelebung durch neue Fahrzeugtechnologien,

anziehende Konjunktur sowie durch die Automechanika 2014. Zudem

fordert man ein Ende in der Debatte über die Endrohrprüfung und die

Grenzwerte für die AU an die moderne Fahrzeugtechnik anzupassen.

Störfeuer vom ADAC und

den Automoilherstellern

Diese neuen Vorgaben werden vom ADAC

und den Automobilherstellern in Frage gestellt,

die versuchen, die Entscheidung des

EU-Parlaments über den EU-Ministerrat

zu kippen. So bezeichnet der ADAC die

Endrohrprüfung als völlig veraltet und als

bereits abgeschafft und stellt die OBD als

Maß aller Dinge für die Emissionsüberwachung

dar. Außerdem wirft man der EU vor,

die Autofahrer abzocken zu wollen. Dabei

sieht die Situation laut Hahn ganz anders

aus. „Die Endrohrprüfung ist weder veraltet,

noch wurde sie in Europa jemals abge-

Die Werkstattausrüster müssen

derzeit eine längere Durststrecke

überstehen als

erwartet, lautet das Fazit von

Klaus Burger, Präsident des

ASA-Verbandes, im Bezug auf die Entwicklung

des Werkstattausrüstungsmarktes

im ablaufenden Kalenderjahr

2013. Als Grund für die derzeit schwache

Nachfrage nach Werkstattausrüstungsgegenständen

sieht er den Rückgang

bei den Neuwagenverkäufen, der sich

negativ auf die Investitionsbereitschaft

der Autohäuser auswirkt. Desweiteren

hält er die anhaltende Diskussion über

die Inhalte der periodischen technischen

Fahrzeuguntersuchung (PTI)

und der Debatte über die Endrohrprüfung

bei der AU sowie die immer noch

nicht geklärte Situation bei den neuen

Kältemitteln für eine Zurückhaltung

von Investitionen in diesen Bereichen.

Ab dem zweiten Quartal 2014 soll es

jedoch wieder bergan gehen, meint er:

„Wir vertrauen auf Impulse, die neue

Fahrzeugtechnologien mit sich bringen

werden und der Mobilität aller Autofahrer

zugute kommen. Auch die guten

Aussichten für ein Anziehen der Konjunktur

in Deutschland, die erwartete

Absatzsteigerung bei Neufahrzeugen

und die bevorstehende Automechanika

2014 geben Grund zur Hoffnung, dass

das Ende der Durststrecke im Werkstattausrüstungsmarkt

bald erreicht

sein wird.“

Endrohrprüfung oder OBD,

das ist hier die Frage

Mit Sorge sieht er die derzeitige Diskussion

rund um die Abgasuntersuchung

und insbesondere der Endrohrprüfung,

die seinen Worten zufolge von den Automobilherstellern

und dem ADAC mit

inhaltlich falschen und populistischen Argumenten

geführt werde, um mit Unterstützung

aus höchsten politischen Kreisen

die europäische PTI-Gesetzgebung

in ihrem Sinne zu manipulieren. Die EU-

Kommission arbeitet bereits seit Jahren

daran, die Vorschriften für die periodische

technische Fahrzeugüberprüfung (PTI)

zu überarbeiten, mit dem Ziel, einerseits

die Verkehrssicherheit und den Umweltschutz

zu verbessern und andererseits

die Prüfvorschriften in der EU zu harmonisieren.

So wurde dem EU-Parlament Anfang

Juli 2013 die Richtlinie EC 380/2012

zur Abstimmung vorgelegt, die die Mindestanforderungen

und Prüfumfänge für

die PTI regelt. „Der neuen Richtlinie ist

auch zu entnehmen, dass bei der Abgasuntersuchung

(AU) die Endrohrprüfung

1,1 Millionen Mängel bei

Abgasuntersuchungen

Knapp 1,1 Millionen Mängel an mehr

als 770.000 Fahrzeugen haben die Kfz-

Betriebe im vergangenen Jahr 2012 bei

den Abgasuntersuchungen (AU) an Pkw,

Nutzfahrzeugen und Krafträdern (AUK)

erfasst, so der Abschlussbericht zur Mängelstatistik

des Zentralverbands Deutsches

Kfz-Gewerbe (ZDK). Im Durchschnitt

konnten somit 1,42 abgasrelevante

Mängel pro Fahrzeug festgestellt. Im Vergleich

zum Vorjahr (1,39) ist diese Quote

leicht angestiegen. Fast zwölf Millionen

Abgasuntersuchungen erfassten die

anerkannten AU-Betriebe im Jahr 2012

auf Basis eines festgelegten Qualitätssicherungssystems.

Die durchschnittliche

Mängelquote lag bei 6,5 Prozent. Die

Spannbreite dieser Quote bewegte sich

zwischen 3,3 Prozent (bei Krafträdern mit

geregeltem Katalysator) und 15 Prozent

(bei Fahrzeugen mit Ottomotor ohne

Kat oder mit ungeregeltem Katalysator).

Von den statistisch erfassten Mängelfahrzeugen

konnten mehr als 560.000

Pkw, Nutzfahrzeuge und Krafträder mit

einer Wartung, Inspektion oder Reparatur

wieder instandgesetzt werden und so das

zulässige Emissionsniveau erreichen.

66 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


Hinsichtlich der Manipulationssicherheit bei der

OBD-Prüfung fürchtet Harald Hahn, Leiter des ASA-

Fachbereichs Diagnose: „Verließe man sich bei der

AU allein auf die Berechnungen der OBD, würde die

Luftverschmutzung zunehmen und die Gesundheit

von Millionen Bürgern wäre stärker gefährdet.“

schafft. Sie ist in der aktuell gültigen Richtlinie

EC 2010/48 fest verankert“, macht er

deutlich. Denn bei der Abgasuntersuchung

an Benzinern können im Leerlauf Informationen

aus dem OBD-System genutzt werden.

Beim Diesel ist die OBD als alternative

Prüfmethode überhaupt nicht vorgesehen.

„Deutschland hat hier mit dem AU-Leitfaden

4 einen Sonderweg beschritten, der

von der EU-Gesetzgebung nicht gedeckt

ist und im klaren Widerspruch zu gültigen

Richtlinien steht“, kritisiert er. Deshalb ist

man beim ASA-Verband der festen Überzeugung,

dass nur eine direkte Wirkprüfung

am Auspuffendrohr den Zweck der

Abgasuntersuchung erfüllen kann. Auch

die geplante Stickoxidmessung hat laut

Hahn ihre Berechtigung. Denn der Stickoxidausstoß

ist trotz neuer Abgasvorschriften

in den EU-Ländern nicht zurückgegangen.

Kontroverse Diskussionen

beenden

Deshalb fordert Burger hier vor allem

klare und technisch fundierte Diskussionen,

die dann auch zu politisch korrekten

Entscheidungen führen: „Unser

Ziel ist es, technisch korrekte und

gleichzeitig wirtschaftliche Lösungen

zu finden, die zu einem besseren Umweltschutz

und mehr Sicherheit im

Straßenverkehr führen. Die müssen

auch für die Autofahrer wirtschaftlich

vertretbar sein“, fordert der ASA-Präsident.

Polemik mit den Kosten für die Autofahrer

sowie inhaltlich falsche und populistische

Argumente hält er für unangebracht

sowie manipulativ. Er fordert,

dass die Endrohrprüfung im Sinne eines

bestmöglichen Umweltschutzes und der

Luftreinhaltung erhalten bleibt.

Jürgen Rinn

Wenn Qualität und Service Kunden bringen.

Das bedeutet Feel the Drive.

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etrieb

management

Bei der Reklamationsbearbeitung kommt

es insbesondere auf soziale Kompetenz

und Menschenkenntnis an. Foto: ZF Services

Beim Bekanntwerden einer Reklamation

setzt in vielen Unternehmen Panik ein und

man fällt unbewusst in urzeitliche Verhaltensweisen

zurück. Beim Erkennen einer

Gefahr gab es dort die drei Hauptreaktionen

Erstarrung, Angriff oder Flucht, denn

es war instinktive Handlung angesagt,

zum Überlegen blieb keine Zeit. Heute sind

diese Reaktionen fehl am Platze, jetzt kann

strategische Planung und überlegtes Handeln

helfen, eine Reklamation kundengerecht

anzunehmen und im Sinne aller Beteiligten

zu lösen. Vier Hauptpunkte sollte

ein Unternehmen beachten, wenn es eine

Reklamation gut lösen will.

Die kurzfristige Reaktion

Beschwerden

richtig behandeln

_ Sie sind ärgerlich – für den Kunden und für den Betrieb –

Beschwerden. Sie sind aber auch eine Chance. Denn jede Reklamation

hilft, Schwachstellen im Betrieb rechtzeitig aufzudecken. Wir zeigen,

wie man dabei vorgehen sollte.

Betrachten Sie den unzufriedenen

Kunden als Partner und nicht als

Last. Fehler macht jeder, auch

Sie und Ihre Mitarbeiter. Sie

müssen daher lernen, mit Ihren

Fehlern richtig umzugehen. Dass Sie eine

mangelhafte Leistung sofort und ohne

Umschweife nachbessern, sollte selbstverständlich

sein. Wenn Sie versuchen, sich

herauszureden und den Fehler auf andere

abzuschieben, verärgern und verlieren Sie

den Kunden. Wenn Sie hingegen offen

einen Missgriff zugeben und wieder gut

machen, erwerben Sie sich Respekt. Mit

anderen Worten, Beschwerden ermöglichen

die Wiedergutmachung, zeigen

Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und

geben die Gelegenheit sich vom Wettbewerb

zu differenzieren.

Deshalb gilt es vorrangig, die Ziele

der Reklamationsbearbeitung festzulegen

und dem Kunden die notwendige

Akzeptenz für sein Problem entgegenzubringen,

den sachlichen Hintergrund für

die Reklamation zu erfahren, kurzfristige

Abhilfe vorzuschlagen und einzuleiten.

In der Praxis ist das oft schwierig. Da

steht der aufgebrachte Kunde plötzlich

in der Werkstatt, schimpft herum und

droht gleich mit dem Rechtsanwalt.

Dann müssen Sie locker bleiben. Wahren

Sie Fassung, versuchen Sie, die Auseinandersetzung

auf eine sachliche Ebene zu

bringen. Versuchen Sie nicht, Recht zu

behalten, sondern finden Sie heraus, was

der Kunde von Ihnen erwartet. Es geht

nicht darum, ob die Reklamation berechtigt

ist oder nicht, sondern ob der Kunde

zufrieden ist.

Wenn Reklamationen

in die Hose gehen

Reklamationen werden im Unternehmen

oft als großes Übel empfunden und führen

leicht zur Eskalation. „Dabei sind Reklamationen

von Kunden und erkannte

interne Abweichungen von Mitarbeitern

eine Chance, das Unternehmen besser zu

machen“, erklärt Helmut König, der sich

mit der kundenspezifischen Entwicklung

von Vertriebs- und Organisationskonzepten

beschäftigt. Je nach Projekt können die

Schwerpunkte dabei im Verkauf, im Marketing

oder in der Organisation liegen, häufig

ist eine Kombination sinnvoll.

Erstarrung, Angriff oder Flucht

Wenn eine Reklamation vom Kunden aufgenommen

wird, ist neben einer guten Gesprächsannahme

vor allem die kurzfristige

Reaktion wichtig. „Egal, welche Prioritäten

im Unternehmen vergeben sind, Reklamationen

sollten immer sofort die Stufe

1 bekommen. Der Kunde hat ein Problem,

ist verängstigt oder bedrückt und fragt

um Hilfe, wenn auch manchmal aggressiv.

Aber so, wie wir einem guten Freund helfen,

der mit Sorgen zu uns kommt, sollte

man auch versuchen, dem Kunden zu helfen.

Verständnis für die Situation und das

Versprechen nach schneller Hilfe entzerren

die Gesprächssituation“, macht König

deutlich. Leider ist es oft so, dass schnelle

Hilfe nicht gegeben werden kann, weil bestimmte

Dinge nicht geklärt werden können,

dann dauert die Bearbeitung länger

als erwartet.

Auch hier sollte der Kunde trotzdem

sofort zurückgerufen werden, um ihn

über die weitere Vorgehensweise zu informieren.

So ist er in den meisten Fällen

erst mal beruhigt, denn jetzt weiß er,

dass man sich um sein Anliegen kümmert.

Das ist nicht anders, als wenn wir

bei einer Verabredung auf jemand warten,

der sich verspätet hat. Es wird kein

unnötiger Ärger und Druck aufgebaut,

wenn uns ein kurzer Anruf darüber informiert,

wann die Verabredung ankommen

wird.

Die langfristige Reaktion

Auf die kurzfristige Reaktion folgt erst die

mittel- dann die langfristige. Mittelfristig

muss die Reklamation geklärt werden und

eine für alle Parteien akzeptable Lösung gefunden

werden. Ziel ist, den Kunden weiter

als zufriedenen Geschäftspartner zu behalten,

empfiehlt König. Dann aber trennen

sich Reklamation und Kunde voneinander,

die Reklamation hat noch einen weiteren

Weg im Unternehmen vor sich, sie ist noch

nicht erledigt. Eine Reklamation ist eine

Qualitätsabweichung. Abweichungen

können im eigenen Unternehmen oder

beim Kunden festgestellt werden. Es muss

dazu ein System vorhanden sein, alle Ab-

68 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


Beim Bekanntwerden einer Reklamation setzt

in vielen Unternehmen Panik ein und man

fällt unbewusst in urzeitliche Verhaltensweisen

zurück. Foto: Archiv

weichungen zu erfassen, auszuwerten und

zu bearbeiten. Solche Vorfälle bieten einer

Organisation nämlich immer auch die Gelegenheit,

besser zu werden. Auf entsprechenden

regelmäßigen Qualitätstreffen

können alle Vorgänge besprochen werden

mit dem Ziel der zukünftigen Vermeidung.

Dabei kommen auch intern bemerkte Abweichungen

hinzu, denn eine Reklamation

auszumerzen, bevor sie beim Kunden ankommt,

ist die Königsdisziplin.

Die Organisation

Sehr viele Reklamationen scheitern laut

König an der Organisation eines Unternehmens.

Dies betrifft zum einen den Kontakt

mit dem Kunden, zum anderen den

Ablauf der weiteren Bearbeitung. Wenn

Telefone nicht besetzt sind, Kunden nicht

schnell zurückgerufen werden, Entscheidungskompetenzen

nicht bekannt oder

Entscheidungsträger nicht kurzfristig zur

Verfügung stehen, wird aus einer Mücke

leicht ein Elefant. Diese Dinge gut zu organisieren,

zu delegieren und entscheidungsfähig

zu machen, bringt ein Unternehmen

in der Gunst des Kunden nach vorn. Ein

guter Ablauf hilft zusätzlich, aus der Reklamation

zu lernen. Dies betrifft vor allem die

verantwortlichen Hände im Unternehmen,

die die Reklamation weiterleiten. Gute

geplante Besprechungen und leicht zu

verstehende und umzusetzende Entscheidungen

sind wichtig.

Der Geist im Unternehmen

Wenn dem Chef eines Unternehmens seine

Reklamationen scheinbar egal sind, gilt

das auch für seine Mitarbeiter. Der Geist

im Unternehmen, der unbedingte Wille

für den Kunden das Beste zu liefern, ist die

wichtigste Voraussetzung für eine schnelle

und kundenfreundliche Bearbeitung von

Reklamationen. Unternehmensgeist wird

vorgelebt, nicht aufgezwungen. Dabei zeigen

die Dinge, die man macht, weil man

will und nicht weil man muss, die wahre

Einstellung eines Managers oder Unternehmers.

Freiräume für Mitarbeiter sind

dabei genauso selbstverständlich wie

das offene Zugehen auf Kunden und Lieferanten.

Wenn ein Unternehmen zum

Beispiel angestoßen durch eine Reklamation

eines Kunden eine Produktionsverbesserung

realisieren konnte, die Geld

spart und den Kunden von dieser Einsparung

profitieren lässt, ist es im Zenit des

guten Unternehmergeistes.

Lösungsvorschläge anbieten

Weitere Infos

zum Thema

Betrieb auf

www.amz.de/betrieb

Um in jedem Fall weiter mit dem Kunden

auf einer Wellenlänge zu bleiben, gilt es, Lösungsvorschläge

zu unterbreiten, die je

nach Einzelfall individuell ausfallen. Zum

Beispiel: „Wir bieten Ihnen an…“ oder

„…was halten Sie von dieser Lösung...?“

Stimmt der Kunde einem dieser Vorschläge

zu, gilt es, diesen abzusichern und danach,

also wenn der Reklamationsfall abgeschlossen

ist, nachzufragen, ob der Kunde

mit der Abwicklung zufrieden war. Denn

Feedback ist immer wichtig. Deshalb wird

eine genaue Dokumentation erstellt, die in

ein Beschwerdemanagement mündet.

Nutzen Sie die Chance und bedenken

Sie, nicht jeder unzufriedene Kunde

beschwert sich. Mancher lässt gar nichts

von sich hören. Stattdessen verbreitet er

im Freundes- und Bekanntenkreis, dass

er von Ihnen enttäuscht war. Marketing-

Experten haben herausgefunden: Ein

zufriedener Kunde erzählt dies drei Personen,

ein unzufriedener berichtet es

hingegen 15 bis 20 Menschen. Wenn sich

ein Kunde also schon die Mühe macht,

sich in seinem Unmut an Sie zu wenden,

dann nutzen Sie Ihre Chance.

Schwachstellen aufdecken

Reklamationen sind auch Indikatoren für

Schwachstellen in Ihrem Betrieb. Wenn sich

die Beschwerden häufen, müssen Sie über

kurz oder lang auch mit Auftragsrückgang

und Gewinneinbrüchen rechnen. Nehmen

Sie den Unmut Ihrer Kunden nicht auf die

leichte Schulter, sondern betrachten Sie

ihn als ein Controlling-Instrument. Erfassen

Sie die Reklamationen systematisch,

forschen Sie nach den Ursachen und kommen

Sie so möglichen Unzulänglichkeiten

auf die Spur.

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amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013 69


profile

Anne Marie Rehberg, geschäftsführende

Gesellschafterin von creative Team Training

und Beratung GmbH, bei einer Schulung im

Hause Trost.

Profi-Training

im Wandel der Zeit

_ Permanent veränderte Marktbedingungen und Kundenanforderungen

stellen selbst die besten Verkaufsseminare auf den Prüfstand,

hat man beim Düsseldorfer Seminarausrichter creative team erkannt

und deshalb die Verkaufsseminare mit neuen Inhalten und noch mehr

Praxisorientierung aufgepeppt.

Weder Feuerlauf noch dreimalige

Tschakka-Rufe

zu Beginn des Tages

entscheiden im Wettbewerb,

sondern allein die

Beziehung zum Kunden und die methodisch

fundierte Vertriebsarbeit in Kombination

mit persönlicher Stabilität führen

zu kontinuierlichem Erfolg“, erklärt Praxistrainer

Rüdiger Schäper vom creative

team. Er richtet seine Trainingsinhalte

dank langjähriger Erfahrung im Verkauf

und in Kombination mit einer pädagogischen

Ausbildung am Vertriebsalltag

der Teilnehmer aus.

Ein Schwerpunkt seiner Trainerausbildung

und heutigen Tätigkeit ist die

Weiterbildung von Mitarbeitern im Vertriebsinnendienst,

die mit ihren Kunden

per Telefon kommunizieren. Im Tagesseminar

„Das etwas andere Verkaufstraining

– Gewinner haben Erfolg, Verlierer

Ausreden“ gibt er Anregungen, über die

alltägliche Routine hinauszudenken,

neue Ideen aufzunehmen, Lust auf die

Aufgabe neu zu spüren und bisherige

Verhaltensweisen konstruktiv zu hinterfragen.

Kratzmann geht bei seiner Arbeit

auf intensivere Kundenbeziehungen,

leichtere Kundengewinnung, die Ausrichtung

von Stärken und Potenzialen

auf den wirkungsvollsten Punkt und eine

höhere Wertschätzung des Marktes für

die erbrachten Unternehmensleistungen

ein. Er ist seit 2001 Mitglied im creative

Team. Im Workshop „Bessere Ergebnisse

im Außendienst“ will er individuell und

passgenau für das Team dazu beitragen,

Lösungen zu entwickeln und damit den

Erfolg des Außendienstes zu befeuern.

„Rainer Kratzmann und Rüdiger Schäper

werden mit neuen Ideen Pepp in Ihre Verkaufsmannschaft

bringen, was sich dann

auch auszahlt“, verspricht Anne Marie

Rehberg, Geschäftsführerin creative

team GmbH.

Hausinterne Seminare

und individual Coaching

Mehr als 90 Prozent der Seminare und

Workshops sind unternehmensspezifische

Fortbildungsmaßnahmen. Darüber hinaus

werden auch offene Seminare angeboten.

Fotos: creative team

Eine Fülle hausinterner Seminare wie

„Existenzsicherung und Wachstum

2013“ als innovative Weiterbildung und

Personalentwicklung für Teilehersteller,

Werkstattausrüster und Autoteilehändler

hat der Düsseldorfer Seminarausrichter

im Programm. Dazu gehören auch der

Powertag für Verkäufer von Werkzeugen

und Werkstattausrüstung, sowie Seminare

für Telefonverkäufer: „Das Telefon

als Verkaufs- und Marketinginstrument“,

Powertraining für Kfz-Werkstätten, Persönlichkeitstest

für Verkäufer (PAT), Individual

Coaching für Führungskräfte und

Mitarbeiter. Um die Entscheidung für

eine individuelle Weiterbildung der Fachberater

zu erleichtern, bietet creative

team noch bis Ende Januar 2014 Schnupperkonditionen

an.

Ein Meilenstein im kreativen Seminarprogramm

bildet auch das Konzept

vom Meister zum Werkstatt-Manager,

eine vierstufige Kompaktweiterbildung

für Meister mit Zukunftsorientierung,

wie sie vom VmA mit der Weiterbildung

zum Werkstatt-Manager (VmA) durchgeführt

wird.

Außerdem weist man auf das Angebot

spezieller Dienstleistungen sowie

Incentives für Mitarbeiter/Kunden,

Qutdoor-Training mit Weltrekordler Kurt

Bendlin, Golf Events, Messe- und Geschäftsreisen

hin. Gemeinsam mit der

Messe Frankfurt und dem ASA-Verband

werden Ausstellern und Besuchern Geschäftsreisen

mit Ausstellerbetreuung

und Kontaktvermittlung zur Industrial

Automotive Week Las Vegas und Automechanika

Dubai 2013 angeboten. jr.

70 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


_ Besser verkaufen als Belohnung

_ Mit einer Schulung der besonderen Art bedankte

sich Schmierstoffspezialist Liqui Moly bei besonders guten Kunden.

Verkauf dich an die Spitze! – Unter diesem

Motto bekamen besonders gute Kunden

des Ulmer Schmierstoffspezialisten ein besonderes

„Zuckerl“ geboten: Der Management-

und Verkaufstrainer Erich-Norbert

Detroy referierte beim „Liqui Moly Motivationstag

2013“ und präsentierte Tipps und

Tricks, mit denen sich das Verkaufen im

automobilen Tagesgeschäft noch erfolgreicher

gestalten lässt. Insgesamt spendierte

Liqui Moly seinen Kunden im Zeitraum

von September bis November 2013

fünf solcher Motivationstage: in Hannover,

Ulm, Wels (Österreich), Berlin und Düsseldorf.

Bei der Veranstaltung in Ulm konnte

Peter Baumann, Marketingleiter bei Liqui

Moly, rund 170 Gäste begrüßen. Nach einer

kurzen Einführung legte „END“, wie

Ernst-Norbert Detroy in der Branche genannt

wird, los. Detroy zählt zu den führenden

Kreativköpfen in der Riege der

europäischen Management- und Verkaufstrainer.

Mehr als 500 Unternehmen profitieren

laut Baumann vom umfangreichen

Vertriebs-Knowhow des gebürtigen

Schwaben Detroy. „Es ist schwer sich seinem

Bann zu entziehen, seine Ideen nicht

sofort in die Praxis umsetzen zu wollen“,

kommentierte einer der Zuhörer.

In seinem lebhaften, anspornenden

Vortrag sprach Detroy unter anderem darüber,

wie man zum attraktivsten Unternehmen

seiner Region wird – und sich das

auch noch alles herumspricht. „END“ gab

Tipps, wie man sich selbst gut verkauft, seine

Kunden begeistert – und sich bei diesen

selbst zur „Marke“ macht.

Gebannt verfolgten die Zuhörer die

Tipps, wie man seinen Preis durchsetzt,

auch wenn andere billiger sind – und wie

man mit besserer Abschlusstechnik häufiger

und zielsicherer zu einem krönenden

Abschluss kommt. Rollenspiele, bei denen

Verkauf dich an die Spitze! – Unter diesem Motto

spendierte Liqui Moly erfolgreichen Kunden einen

Motivationstag mit Erich-Norbert Detroy.

Foto: Kuss

Mutige ihr eben Gelerntes gleich umsetzen

konnten, würzten den Vortrag des Motivationsspezialisten.

In den Pausen zwischen

den Themenblöcken hatten die Teilnehmer

Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre

auszutauschen.

Klaus Kuss

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profile

ISSN 0001-1983

Gegr. 1912 als „AUTO-Markt“

Franzensbad-Wien, 101. Jahrgang 2013

Offizielles Organ

des Gesamtverband

Autoteile-Handel e.V.

Das Kraftfahrzeug-Magazin für die Führungskräfte

aus Kfz-Handel, -Werkstätten, -Teilegroß- und Einzelhandel

sowie aus -Industrie und -Zulieferfirmen

HERAUSGEBER UND VERLAG:

Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG

Postanschrift: 30130 Hannover

Telefon 0511 8550-0, Telefax 0511 8550-2600

VERLAGSLEITUNG: Klaus Krause

KFZ- UND MOBILITÄTSMEDIEN:

LEITUNG: Eckhard Schulte

Telefon 0511 8550-2610, schulte@schluetersche.de

REDAKTION:

Jürgen Rinn (Chefredakteur)

Finkenstraße 2, 97264 Helmstadt

Telefon 09369 982171, Telefax 09369 982172

rinn@schluetersche.de

Richard Linzing (stellv. Chefredakteur)

Telefon 08261 7628983, Telefax 08261 7628984

linzing@schluetersche.de

Dr. Frauke Weber (Redaktion)

Telefon 06432 988613, Telefax 06432 988614

frauke.weber@schluetersche.de

Klaus Kuss (Redaktion)

Telefon 08342 9184190, Telefax 08342 9184192

kuss@schluetersche.de

Thomas Vahle (Chef vom Dienst)

Telefon 0511 8550-2615, vahle@schluetersche.de

www.amz.de

STÄNDIGE REDAKTIONELLE MITARBEITER:

Ute Kernbach (Automobil-Markt), Peter Rodenbüsch

(Automobil-Szene), Hans T. Rosarius (Recht),

ANZEIGENLEITUNG:

Christian Welc, Telefon 0511 8550-2643, welc@schluetersche.de

ANZEIGENVERKAUFSLEITUNG:

Gitta Lemke, Telefon 0511 8550-2648, lemke@schluetersche.de

ANZEIGENVERKAUF:

Marion Bäre, Telefon 0511 8550-2645, baere@schluetersche.de

Marcel Trageser, Telefon 0511 8550-2647, trageser@schluetersche.de

Derzeit gültige Preisliste: Nr. 51 vom 1.1.2013

DRUCKUNTERLAGEN:

anzeigendaten-amz@schluetersche.de

Telefon 0511 8550-2521, Telefax 0511 8550-2401

PRODUCER: lokaydesign.de

VERTRIEB/ABONNEMENT-SERVICE:

Nadine Jerke, Telefon 0511 8550-2636, Telefax 0511 8550-2405

vertrieb@schluetersche.de

ERSCHEINUNGSWEISE: 10 x jährlich

BEZUGSPREISE: Jahresabonnement e 62,– jährl. Inland,

inkl. Versandkosten, inkl. MwSt., e 62,– jährl. Ausland,

zuzüglich Versandkosten e 21,–, Einzelheft e 7, –

im In- und Ausland zuzüglich Versandkosten

(EU-Steuerregelung wird berücksichtigt).

Für ordentliche GVA-Mitglieder ist der Bezug der amz

im Mitgliedsbeitrag enthalten.

BANKVERBINDUNGEN: Sparkasse Hannover

(BLZ 250 501 80), Konto 101 99 00

Angeschlossen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung

der Verbreitung von Werbeträgern e. V. (IVW)

Nachdruck nur mit Genehmigung des Verlages unter

ausführ licher Quellenangabe gestattet. Gezeichnete Artikel

decken sich nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte haftet der Verlag nicht.

GERICHTSSTAND UND ERFÜLLUNGSORT: Hannover

Diese Ausgabe enthält das amz-Sonderheft „Produktreport 2013/14“.

Wir bitten unsere Leser um freundliche Beachtung.

DIE TITEL DER KFZ- UND MOBILITÄTSMEDIEN

IM ÜBERBLICK:

amz – auto motor zubehör • bfp fuhrpark + management

• GO GLOBAL BIZ • Kfz-MeisterService (integriert in amz)

• NKW PARTNER • www.amz.de • www.goglobalbiz.de

• www.nkwpartner.de • www.fuhrpark.de

Druck: CW Niemeyer Druck GmbH

Böcklerstraße 13, 31789 Hameln/Wangelist

_ Der Deutsche bei Sogefi

_ Guglielmo Fiocchi ist bereits seit einem Jahr CEO

des italienischen Zulieferers Sogefi.

Weil er lange Zeit in Deutschland verbracht

hat, trägt er in seiner italienischen

Heimat den Spitznamen „il Tedesco“, was

nichts anderes bedeutet als „der Deutsche“.

Die amz-Redaktion hatte während

der Equip Auto Gelegenheit zu einem exklusiven

Gespräch.

Der 50-jährige Ingenieur hat Benzin

im Blut und ist tatsächlich ein hervorragender

Deutschland-Kenner. 15 Jahre hat

er in Deutschland zugebracht, lange Zeit

war er für den italienischen Reifenspezialisten

Pirelli tätig. Dass Fiocchi hervorragend

Deutsch spricht, ist für ihn eine

Selbstverständlichkeit.

Der deutsche Markt ist aus der Sicht

des Sogefi-CEO besonders wichtig. Und

weil Qualtität hierzulande eine große

Rolle spielt, sieht sich das Unternehmen

hier auch gut aufgestellt. Auch wenn

man sich realistisch als Nummer drei im

Markt mit Filtern einschätzt, gibt sich Fiocchi

selbstbewusst. Er weiß, dass Sogefi

stark im OE-Bereich ist und will diese

Stärke auch auf den Aftermarket übertragen.

Besonders wichtig sind ihm Service

und ein hervorragender Katalog.

Die zunehmende Konzentration im

deutschen Teilehandel sieht er gelassen.

Er weiß zwar, dass dies zu mehr Preisdruck

führen kann. Trotz allem meint er,

dass man sich in dieser Situation dem

Markt anpassen muss und letztendlich

durch den Konzentrationsprozess zuverlässigere

Partner entstehen können. fw

Guglielmo Fiocchi gilt als Deutschland-

Kenner.

Foto: Weber

_ BlitzRotary erweitert Führungsteam

_ Uwe Henn wird Vice President Blitz und verantwortet den

Standort Bräunlingen.

Uwe Henn,

Vice President Blitz.

Foto: Linzing

Die BlitzRotary GmbH hat mit Uwe Henn

ihr Führungs-Team erweitert. In seiner

neuen Funktion als Vice President Blitz

wird Uwe Henn den Standort Bräunlingen

und damit die Bereiche Lkw-Hebetechnik,

Drucklufttechnik, Reifenfüll- und

Meßtechnik sowie Sonderwerkzeuge

verantworten.

Mit diesem personellen Schachzug

will Frank Scherer, Geschäftsführer der

BlitzRotary GmbH und President der Vehicle

Servcie Group Europe (VSGE), den

Geschäftsbereich Blitz nachhaltig stärken

und damit den Grundstein für weiteres

Wachstum legen.

Uwe Henn ist in der Branche kein

Unbekannter. Er war bis vor Kurzem Geschäftsführer

der Maschinenfabrik J. A.

Becker und Söhne. Somit kann er auf ein

fundiertes Wissen aus den Bereichen

Maschinenbau im Allgemeinen sowie

Hebetechnik und Drucklufttechnik im

Besonderen zurückreifen.

Außerdem hat er von 2008 bis Herbst

2012 den ASA-Fachbereich Hebetechnik

geleitet. In dieser Funktion war er maßgeblich

am Erarbeiten der neuen Branchenvereinbarung

„Fahrzeughebebühnen“

beteiligt.

rl

72 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


Wir stehen jetzt online

amz.de/kba


ückspiegel

Autonome Fahrzeuge prägen künftig den Straßenverkehr.

Das verändert die mobile Welt. Die

Daimler und Benz Stiftung beleuchtet in ihrem

Förderprojekt Villa Ladenburg die gesellschaftlichen

Auswirkungen.

Das Auto fährt allein

_ Autonome Autos, die vollautomatisch lenken, bremsen und

beschleunigen, könnten nach Ansicht von Barbara Lenz in einigen

Jahren Realität sein. Die Berliner Verkehrswissenschaftlerin forscht

im Rahmen des Förderprojekts Villa Ladenburg der Daimler und Benz

Stiftung über die Mobilität von morgen.

Autonomes Fahren heißt auch

künftig nicht, den Menschen zu

entmündigen. Vielmehr gehen

die Automobilhersteller davon

aus, dass der Fahrer jederzeit

die Hoheit übernehmen kann, wenn er es

wünscht. Das entspräche auch der Vorstellung

der meisten Menschen, die heute

über das autonome Fahren diskutieren“,

sagt Prof. Dr. Barbara Lenz vom Deutschen

Zentrum für Luft- und Raumfahrt,

Prof. Dr. Markus Maurer, Sprecher des vierköpfigen

Kernteams, gestaltet gemeinsam mit dem Projektbeirat,

externen Beratern sowie wissenschaftlichen Mitarbeitern

die Begleitforschung zum autonomen Fahren im Förderprojekt

Villa Ladenburg.

Fotos: Daimler und Benz Stiftung/Oestergaard

die als Wissenschaftlerin zugleich Direktorin

des Instituts für Verkehrsforschung

in Berlin ist. Die Expertin gehört zum Kernteam

von Daimler und der Benz Stiftung

im Förderprojekt Villa Ladenburg, das

die individuellen und gesellschaftlichen

Anforderungen des autonomen Fahrens

untersucht. Mit rund 1,5 Millionen Euro

fördert die Stiftung zwei Jahre lang vier

hochrangige Gelehrte, die sich interdisziplinär

der Symbiose Technik und gesellschaftliche

Entwicklung nähern.

Mercedes S500 allein auf Tour

Daimlers Forschungsauto legte unlängst

mit einem selbstfahrenden Mercedes

S500 die gut 100 Kilometer lange Reise von

Mannheim nach Pforzheim ohne Eingriffe

eines Fahrers fehlerfrei zurück. Das technisch

hochgerüstete „Rollende Labor“ war

mit mehr als 20 Assistenzsystemen ausgestattet.

Das Ergebnis ist vielversprechend.

Dennoch, autonomes Fahren kommt

schrittweise. „Im Jahr 2020 werden wir

insgesamt schon sehr viel weiter, um 2030

könnte es Realität sein“, betont die Professorin.

Bis dahin sind noch zahlreiche

Hürden zu nehmen: das notwendige Kartenmaterial

muss viel präziser werden, die

Rechnerleistung im Fahrzeug weiter steigen,

außerdem sind komplexe rechtliche

Fragen zu regeln. Das Allerwichtigste jedoch,

davon ist Lenz überzeugt, ein breiter

gesellschaftlicher Dialog sei ergebnisoffen

zu führen.

Prof. Dr. Barbara Lenz: „Die gesellschaftliche

Diskussion ist in Gang. Ich sehe keine Blockade

für künftige Nutzer. Es steht dann nur die Frage,

ob er automatisch fahren will oder es darf.“

Schritt für Schritt

Der Weg dahin ist fließend. Es wird über

einen langen Zeitraum einen Mischbetrieb

geben, weil neue und ältere Fahrzeuge

zugleich auf den Straßen rollen.

Zahlreiche Mobile werden so ausgestattet

sein, dass sie vollständig mit Hilfe

ihrer umfangreichen Bordsysteme unterwegs

sind und auch komplizierteste

Verkehrssituationen meistern. Wichtig

ist auch, dass von den neuen technischen

Systemen nicht nur Autos der Luxusklasse

partizipieren. Schon jetzt könnte die

Elektrik-/Elektronik-Architektur in einer

E-Klasse von Mercedes-Benz verbaut

werden. Bei der erwähnten Forschungsfahrt

mit dem S500 nahmen Daimler-

Forscher Radargeräte und Kameras, wie

sie heute in ähnlicher Form in Fahrzeugen

der S- und E-Klasse von Mercedes-

Benz eingesetzt sind. Autonomes Fahren

müsse außerdem bezahlbar sein. Das

System dürfe nicht mehr als 2000 oder

3000 Euro pro Modell zusätzlich kosten.

Dabei stellt die Verkehrsforscherin fest,

dass beim autonomen Fahren viele Vorteile

erwartet werden. Dazu gehören

weniger Verkehrsunfälle, weniger Stress

im Verkehr und die Reduktion von Abgasen.

Dennoch seien noch zahlreiche

Fragen offen, die die Wissenschaftler im

Förderprojekt Villa Ladenburg intensiv

diskutieren.

Filipp Kaiser

74 amz - auto | motor | zubehör Nr. 12-2013


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Messekalender 2014:

21. – 23.05.2014 Automechanika Kiev, Ukraine

03. – 05.06.2014 Automechanika Middle East, Dubai, UAE

26. – 09.08.2014 Automechanika Mims, Moskau, Russland

16. – 20.09.2014 Automechanika Frankfurt, Deutschland

04. – 06.11.2014 AAPEX Las Vegas, USA

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