Pfarreiblatt 5/2013 - Katholische Kirchgemeinde Kriens

kath.kriens.ch

Pfarreiblatt 5/2013 - Katholische Kirchgemeinde Kriens

5/2013 1. bis 15. März Katholische Kirche Kriens

(Foto: L. N.)


2 Thema

Die Ökumenische Kampagne der Fastenzeit thematisiert «Land Grabbing»

Der neue Kolonialismus

Die diesjährige Ökumenische Kampagne

von «Fastenopfer» und «Brot

für alle» beschäftigt sich mit einer

neuen Form von Kolonialisierung –

dem Landraub in Entwicklungsländern.

Internationale Konzerne verhelfen

afrikanischen Regierungen

zu schnellem Geld und versprechen

dem Land einen Entwicklungsschub.

Doch sie zahlen Minimallöhne

und zwingen ganze Völker in

neue Abhängigkeiten.

Seit dem frühen Morgen kniet der

Junge Red bei knapp vierzig Grad Celsius

inmitten eines Zuckerrohrfeldes

und jätet Unkraut. Ein Inder mit einem

grossen Sonnenhut steht über

ihm, passt auf, dass er auch nichts

übersieht. Red ist acht Jahre alt. Umgerechnet

84 Cent verdient er, wenn

er einen Tag lang auf dem Feld im

Westen Äthiopiens schuftet. Seine

Arbeitskraft ist billiger als Pflanzenschutzmittel.

In Äthiopien sind derzeit

über drei Millionen Menschen

auf Lebensmittelhilfslieferungen angewiesen.

Doch der indische Farmpächter

will in wenigen Jahren Millionen

verdienen, indem er Nahrungsmittel

aus dem Hungerland Äthiopien

exportiert, die mit Hilfe von

Kinderarbeit produziert worden sind.

Im vierzehntärmsten Land der Welt

hat der Wettlauf um riesige landwirtschaftliche

Produktionsflächen gerade

erst begonnen. Die sozialen und

ökologischen Risiken und Chancen

sind noch nicht absehbar.

Die Sicht der Investoren

«Noch ist hier überall Wildnis, aber

bald wird alles ordentlich aussehen,

und wir werden unter anderem Zuckerrohr

und Ölpalmen anbauen»,

sagt Karmjeet Singh Sekhon, als er

Mit grosser Kelle angebaut: Zuckerrohrplantage in Sierra Leone.

sich in einem Toyota-Pick-up über

seine Farm kutschieren lässt. Rechts

und links der Piste brennt das bislang

unberührte Buschland; wo die

gelegten Feuer zu schwach waren,

helfen Bulldozer nach. Der Inder ist

Manager der gigantischen Karuturi-

Farm, die sich auf einer Fläche von

zunächst 100 000 Hektar – bald sollen

es 300 000 Hektar sein (grösser als

Luxemburg) – im Westen Äthiopiens

erstreckt.

Kinderarbeit ist eben

billiger als Pflanzenschutzmittel,

Dünger und Traktoren.

Hunger im Land –

Export von Nahrung

Es gibt kein Gesetz, das besagt, dass

ein gewisser Prozentsatz der geernteten

Lebensmittel im Land bleiben

muss, obwohl Äthiopien schon mehrere

Hungersnöte erlitten hat. Der

(Foto: zvg)

Marketing- und Logistikchef der Karuturi-Farm,

Birinder Singh, macht

keinen Hehl daraus, dass seine Firma

rein wirtschaftliche Ziele verfolgt und

an den verkaufen wird, der am meisten

zahlt. Egal wohin.

«Landraub gibt es nicht!»

Äthiopiens Politiker wehren sich gegen

den Vorwurf des Landraubs.

Kein Wunder, dass die äthiopische

Regierung zum Liebling der internationalen

Agro-Investmentfirmen zählt.

«Es gibt jede Menge gutes Land, genug

Wasser, billige Arbeitskräfte und

eine stabile Regierung, die für Gesetz

und Ordnung sorgt», sagt Marketingund

Logistikchef Birinder Singh. Laut

Esayas Kebede, Chef der staatlichen

Agentur, die für die Verpachtung der

landwirtschaftlichen Flächen zuständig

ist, profitiert Äthiopien vielfach

von der Verpachtung. «Durch den Export

der Lebensmittel kommen dringend

benötigte Devisen ins Land, die

Farmen sorgen für Beschäftigung, die

Produktivität wird verbessert und die

Ernährungssicherung erhöht», sagt

Kebede.


Thema 3

David vor den Goliaths

Nicht alle betrachten die Investitionen

der ausländischen Konzerne als

Fortschritt. Der äthiopische Kleinbauer

Ojwato steht auf seinem knapp

einen Hektar grossen Feld. Es macht

ihn wütend, dass die neben seinem

Feld angebauten Lebensmittel exportiert

werden sollen, während er

und seine Familie regelmässig auf

Hilfslieferungen angewiesen sind.

«Als die Ausländer mit ihren grossen

Maschinen kamen, haben wir sie

willkommen geheissen. Sie haben

uns versprochen, dass sie uns Strom,

Wasser und Krankenhäuser bringen.

Davon ist bislang nichts passiert.

Sie haben nur ein paar Männern

schlecht bezahlte Arbeit ge geben»,

sagt der Bauer. Auch wenn seine

Familie das kärgliche Einkommen

aus der Kinderarbeit gut gebrauchen

könnte, hat Bauer Ojwato seinen

Kindern verboten, für die Farm

zu arbeiten. Aber nicht alle sind so

weitsichtig wie Ojwato. «Manchmal

kommen nur fünf von sechzig Schülern

zum Unterricht. Die anderen arbeiten

auf den Feldern», sagt Tigaba

Tekle. Er ist stellvertretender Leiter

einer Schule, die unmittelbar an die

Karuturi-Farm angrenzt.

Beschwichtigungen

«Wir zahlen immer den nationalen

Mindestlohn», sagt Birinder Singh

von der Karuturi-Farm stolz, und

Esayas Kebede von der äthiopischen

Regierung sagt lapidar, dass niemand

gezwungen werde, für den Lohn von

rund einem Euro pro Tag bei den

Indern zu arbeiten. Dennoch schuften

viele Kinder auf den Feldern.

«Die spielen doch nur im Gras», sagt

Esayas Kebede, als er mit den Fotos

der arbeitenden Kinder konfrontiert

wird. Offiziell werden für Grossfarmen

wie die des Inders nur bislang

ungenutzte Flächen genutzt, doch

Menschenrechtsgruppen befürchten,

dass es zu Zwangsumsiedlungen

kommt.

«Fastenopfer» setzt sich weltweit für mehr Gerechtigkeit ein.

Weit entfernt vom Rechtsstaat

So wirft die deutsche Gesellschaft für

bedrohte Völker der äthiopischen

Regierung vor, für die neuen Grossfarmen

systematisch Menschen umzusiedeln.

Die Regierung bestreitet

dies, doch Fakt ist: In Westäthiopien

findet derzeit ein staatliches Umsiedlungsprogramm

statt. Laut dem offiziellen

Regierungsprogramm finden

alle Umsiedlungen freiwillig statt und

dienten lediglich dazu, der Bevölkerung

einen besseren Zugang zu Infrastruktur,

Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen

zu gewähren. Die Realität

sieht anders aus.

Mit ihren drei Kindern kauert Bäuerin

Turu Omod vor dem, was von

ihrem Speicherhaus und ihrer Maisernte

übrig geblieben ist. «Die Regierung

hat uns immer wieder gesagt, wir

sollen in ein neues Dorf ziehen, aber

wir wollten hierbleiben. Hier haben

schon unsere Vorfahren das Feld

bestellt», sagt die Frau. Kurz darauf

brannten am helllichten Tag zeitgleich

mehrere Hütten der kleinen Siedlung

nieder. Die Bewohner vermuten, dass

die Regierung mit dem Feuer dem

«freiwilligen» Umsiedlungsprogramm

Nachdruck verleihen und so unbesiedeltes

Land für ausländische Investoren

schaffen möchte. Die Regierung

(Foto: L. N.)

(die bei den letzten Parlamentswahlen

99,6 Prozent aller Parlamentssitze

erzielte) bestreitet dies, hinderte den

Autor jedoch an seinen Recherchen

in den Umsiedlungsgebieten und

wollte ihm einen offiziellen Begleiter

zur Seite stellen. Begründung: «Wir

wollen nicht, dass Sie politisch unerwünschte

Informationen sammeln.»

Farm-Manager Sekhon, der sich lieber

Bauer als Investor nennt, ist das

Umsiedlungsprogramm egal. Für ihn

muss es mit der Farm vorangehen,

denn er hinkt dem Zeitplan hinterher.

Und dafür muss der kleine Red weiter

Unkraut zupfen.

Philipp Hedemann/insp

Äthiopien ist mit einer Fläche von

rund 1,1 Millionen Quadratkilometern

25 Mal so gross wie die

Schweiz. Die Hälfte der 90 Millionen

Bewohner ist unterernährt.

Alles Land gehört dem Staat. Die

äthiopische Regierung erhofft sich

von der Verpachtung riesiger Flächen

an ausländische Investoren

den benötigten Modernisierungsschub

für die Landwirtschaft.

Spenden ans Fastenopfer:

Postkonto: 60-19191-7


4 Katholische Kirche Kriens

Im Gespräch mit einem binationalen Paar

Krishna und Christus

Gabrijela Odermatt

Religionspädagogin

Pfarrei Bruder Klaus

Mit den Bienen per du

Neulich habe ich Bienenkästen

mit Kissen zugedeckt, damit es

die Bienen wärmer haben für den

Start der Brüte-Zeit. Einige der

fleissigen Insekten flogen wieder

heraus, um mich zu «begrüssen».

Ich störe sie, das geben sie mir

ganz klar zu verstehen.

Jedes Mal frage ich mich: Wie können

mich diese «Stacheltiere» wiedererkennen?

Wie wissen sie, dass

genau ich sie Ende Juli letzten

Jahres ihres Honigs beraubt habe?

Honigbienen haben erstaunliche

visuelle Fähigkeiten. Es ist nachgewiesen,

dass Bienen nach einem

Training sogar Werke von Picasso

und Monet unterscheiden können

– auch ihnen noch unbekannte

Bilder. Sie unterscheiden mehrere

Merkmale: Farbe, Helligkeit und

auffällige Formen. Bienen können,

wie auch wir Menschen, visuelle

Eindrücke verallgemeinern. Dazu

gehört auch das Wiedererkennen

von Gesichtern. Kaum eine andere

Arbeit ermöglicht mir einen engeren

Kontakt zur Schöpfung als die

Arbeit mit Bienen. Dabei wirke ich

selbst mit, ihre Brut zu vermehren

und für ausreichend Nahrung zu

sorgen – als Mitschöpferin, auch

wenn die Tiere meinen Besuch

nicht immer schätzen.

Im Gebetsraum finden sich sowohl christliche als auch hinduistische Elemente.

(Fotos: A. Bucher)

Arthi und Werner Bucher haben sich

in Indien kennengelernt. Er ist

Schweizer und war auf einer Velotour

in Indien. Sie ist Inderin und

arbeitete zu dieser Zeit als Tierschützerin

in einer Tierschutz-Organisation.

2000 haben sie in Indien

geheiratet und Arthi Bucher zog zu

ihrem Mann nach Kriens. Sie haben

einen siebenjährigen Sohn.

C. Fischer: Arthi, wie war es für dich in

die Schweiz zu kommen?

A. Bucher: Die ersten drei Jahre waren

schwierig. Nicht wegen dem Essen

oder Wetter, sondern wegen der

Sprache. In Indien sind die Leute

spontan und man kann einfach kommunizieren.

Als ich Deutsch gelernt

habe, bekam ich neue Kolleginnen.

Dann war es viel besser.

C. Fischer: Arthi, du bist Hinduistin

und du, Werner, Katholik. Wie geht ihr

damit im Alltag um?

A. Bucher: Ich habe an einer katholisch

geführten Schule studiert. Meine

Familie ist, wenn es um Religion

geht, sehr offen. Hier in der Schweiz

gehen wir zusammen zur Kirche. Im


Katholische Kirche Kriens 5

Haus haben wir auch einen Gebetsraum,

der nach dem hinduistischen

Glauben eingerichtet ist.

W. Bucher: Früher habe ich das Buch

gelesen: «Jesus lebte in Indien». Das

hat mein Interesse geweckt. Bei Wallfahrten

in Indien konnte ich zudem

feststellen, dass im Gottesdienst teilweise

gleiche Symbole wie bei uns

verwendet werden: Das Kerzenlicht,

die Glocke, Weihrauch usw. Hier beten

wir zur Gottes-Mutter Maria, in

Indien zur Mutter aller Mütter.

Mit diesem Verständnis von Arthi

für das Christ-Sein und meinem Verständnis

für das Hindu-Sein meistern

wir den Alltag gut.

C. Fischer: So war es für euch klar,

dass ihr beide religiösen Formen lebt?

A. Bucher: Wir sind beide gottgläubige

Menschen und leben beide Glaubensrichtungen.

C. Fischer: Wie vermittelt ihr eurem

Sohn diese beiden religiösen Hintergründe?

A. Bucher: Chris besucht hier den

kath. Religionsunterricht mit seinen

Kameraden. Wenn wir nach Indien

gehen, besuchen wir die Tempel und

erklären alles und beantworten seine

Fragen.

W. Bucher: Durch eine hinduistische

Zeremonie in Indien und die christliche

Taufe hier wurde Chris in beide

Gemeinschaften aufgenommen.

A. Bucher: Durch die Taufe heisst

er Chris, aber in Indien heisst er

Krishna.

W. Bucher: Für Chris gibt es keinen

Unterschied, er lebt es einfach. Arthi

vermittelt ihm die hinduistischen

Geschichten. Mit dem Religionsunterricht

hier wird er die Jesus-Geschichten

lernen.

C. Fischer: Gibt es kulturbedingte Herausforderungen

in eurem Alltag?

W. Bucher: Ich sehe keine. Unsere

Offenheit ist beiderseits sehr gross.

Bei unserem Hintergrund war schon

im Vorfeld so viel abgestimmt, z. B.

das Interesse für die Natur und das

Spirituelle. Würde Arthi sagen, nein,

in die Kirche komme ich nicht, du

kannst mit Chris alleine gehen, dann

würde Chris einen Unterschied feststellen.

Dort kommt die Mutter nicht

mit und dort der Vater nicht.

A. Bucher: Ich denke, was er sagt,

ist wahr. Ein Unterschied ist, hier in

der Schweiz leben wir nach der indischen

Tradition, nämlich dass die

Schwiegertochter mit ihrem Ehemann

im gleichen Haus mit den Eltern

des Mannes lebt. Dies entspricht

eher nicht der Tradition im Schweizer

Alltag. Aber das ist eine schöne

indische Tradition.

C. Fischer: Herzlichen Dank für das

Interview.

Claudia Fischer

Interkulturelle Begegnung

in Kriens

Im Gespräch mit binationalen

Paaren

Donnerstag, 14. März, um 19.30 im

Begegnungszentrum St. Franziskus,

Hackenrainstrasse 2, Kriens

Beim Podiumsgespräch mit drei Paaren

werden Sie Menschen aus anderen

Kulturen (Ägypten, Indien, Deutschland)

kennenlernen. Sie erzählen gemeinsam

mit ihrer/m CH-Partner/in

von der Anziehung des Fremden und

den Begebenheiten im Alltag.


6 Pfarrei St. Gallus pfarrei.gallus@kath-kriens.ch

Ausmisten – eine Wohltat für die Seele

richtige Stressfaktoren. Denn bei jedem

Vorbeigehen lösen sie unangenehme

Gefühle aus oder erinnern

uns an all das, was wir dringend

tun müssen und wieder nicht geschafft

haben. «Es geht nie um Dinge»,

sagt Birgit Medel, «es geht um

die Geschichten, die sie erzählen,

um Erinnerungen, Zukunftspläne …

Gegenstände sind die Requisiten im

Theater unseres Lebens. Wenn wir

die Lebensbühne nie abräumen,

sind wir dazu verurteilt, alte Vorstellungen

zu wiederholen.» So verhindern

wir, dass wir uns in der eigenen

Wohnung zu Hause fühlen

und damit bei uns selbst ankommen

können.

Sich von Dingen zu trennen kostet zwar Überwindung, wirkt aber ungemein

befreiend.

(Foto: A. Metz)

Home sweet home – so steht es getöpfert

oder gemalt neben so mancher

Haustür. Doch hinter den Türen

wartet auf die Bewohner nicht

nur süsses und seliges Nichtstun –

ganz im Gegenteil.

Viel zu viel

Wir Menschen investieren, zumindest

wenn wir die Möglichkeit dazu

haben, eine Menge Zeit und Geld in

unsere Häuser oder Wohnungen.

Denn in den eigenen vier Wänden

möchte man sich entspannen, erholen,

das Familienleben geniessen

und Freunde empfangen. Also wird

geplant, gebaut, gestrichen, Möbel

und Wohnaccesoires werden gekauft,

alles um die Wohnung möglichst

schön zu gestalten.

Das Dumme ist nur, dass sich im

Laufe der Zeit eine Menge Dinge ansammelt

und die Wohnung immer

voller wird. Da gibt es Gegenstände,

die man vielleicht noch einmal brauchen

könnte oder von denen keiner

mehr weiss, dass man sie besitzt. Geschenke,

die aus reiner Höflichkeit

aufgestellt werden, und vieles mehr,

das unnötig Platz braucht. Und an

diesem Punkt sind sich die Wohnexperten

aus Ost und West einig: Zu

viel unnütze Dinge blockieren das

Leben. Sie sind davon überzeugt,

dass die äussere und die innere Ordnung

einen engen Zusammenhang

haben. Daher ist wohl Entrümpeln

angesagt.

Unaufgeräumte Ecken, Schränke,

Ablagestapel und Unerledigtes sind

Weg mit dem Ballast

Da die Fastenzeit sich von jeher mit

der inneren Ordnung beschäftigt, ist

sie offensichtlich auch der ideale

Zeitpunkt, um auszumisten. Das Ganze

kann ja auch mal von aussen nach

innen angepackt werden. Leider ist,

wie alle wissen, Entrümpeln nicht

immer so einfach. Die Erklärung des

Autors von Münchhausen dafür ist:

Dass schon die Neandertaler gehortet

und gesammelt haben und nun

beim Entrümpeln gegen diesen Ur-

Instinkt angegangen werden muss.

Daher verwundert es kaum, dass

Materielles – und sei es noch so unbedeutend

– auch heute noch das

Gefühl von Sicherheit auslösen kann.

Da hilft nur: sich selbst davon zu

überzeugen, dass ohne Gerümpel

und Ballast das Lebensgefühl viel

besser und freier ist, und dann loslegen:

mit dem einfachsten Teil anfangen,

vielleicht einem Kellerregal.

Tanja Metz


pfarrei.bruderklaus@kath-kriens.ch Pfarrei Bruder Klaus 7

Jubiläum 60 Jahre Pfarrei Bruder Klaus: Ateliernachmittag

Werken, backen, tonen

Jedes Kind bekommt über den Religionsunterricht

eine Anmeldekarte. Es

hat die Möglichkeit, bis am 13. März

drei Ateliers auszuwählen. Zwei davon

kann es dann besuchen.

Für die Kinder stehen verschiedenste Ateliers zur Auswahl. Jeder und jede kann

selbst wählen.

(Foto: zvg)

Ein Ateliernachmittag lädt Kinder

ein, sich zu erproben im Backen,

Werken oder Gestalten mit Ton. Jugendliche

und Erwachsene stellen

dafür ihre Fähigkeiten zur Verfügung.

Aus sechs Ateliers auswählen

Die Kinder können aus sechs angebotenen

Ateliers auswählen.

Brot backen:

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

der Bäckerei Spiekermann werden

mit den Kindern Teig kneten, Brötchen

backen und Gebäck herstellen.

Trommeln bauen:

Franziska Schopfer bringt alle Materialien

mit, um richtige Trommeln

herzustellen. Manuel Mäder, Musikstudent,

wird mit den Kindern erste

Klangexperimente mit den gebauten

Trommeln machen.

Steinschleudern basteln:

Pfadileiter und -leiterinnen werden

mit den Kindern Steinschleudern

basteln. Sie werden auch das Schiessen

üben, damit die Kinder entsprechende

Vorsicht walten lassen.

Windrad bauen:

Roger Schopfer leitet die Mädchen

und Buben an, ein Windrad selber zu

bauen.

Drinks mischen:

Sabrina Mühlebach, Ministrantenleiterin

und tätig im Service, stellt mit

interessierten Kindern feine Drinks

aus Fruchtsäften, Gewürzen und weiteren

Zutaten zusammen.

Tonen:

Frau Therry Blum leitet die Mädchen

und Buben an, wie sie aus Ton einen

Gegenstand formen, glasieren und

anschliessend brennen können, damit

dieser wetterfest wird.

Ausstellung und Grillieren

Um 17.00 Uhr schliessen die sechs

Ateliers. Doch der Nachmittag ist

damit noch nicht zu Ende. Die Eltern

der Kinder sind eingeladen, zwischen

17.00 und 18.00 Uhr in einer bunten

Ausstellung alle hergestellten Gegenstände

zu bewundern. Kinder und

Eltern sind eingeladen, den Nachmittag

beim gemeinsamen Grillieren abzuschliessen.

Den Atelierleiterinnen und -leitern

danken wir schon jetzt für ihr Engagement.

Den Kindern wünschen wir

viel Spass beim Werken und Gestalten.

Stephan Brändli

werken, backen, tonen

Ateliernachmittag

für Primarschulkinder

Samstag, 20. April, 13.00–18.00

im Pfarreizentrum Bruder Klaus

13.00–17.00 Atelierbetrieb

17.00–18.00 Grillieren mit der

ganzen Familie


8 Pfarrei St. Franziskus pfarrei.franziskus@kath-kriens.ch

Krankensonntag

Den Lebensmut stärken

Liebe Mitchristen

Am 1. Sonntag im März eines jeden

Jahres halten wir in unseren

Schweizer Bistümern den Krankensonntag.

Wir tun dies getragen vom

Glauben, dass Gott unser Heil will.

Darum hat er ja auch seinen Sohn

zu uns gesandt, um uns zu zeigen,

dass er in Freude und Leid an unserer

Seite ist. Der diesjährige Krankensonntag

fällt auf den 3. März

2013.

Wir werden in den Gottesdiensten

vom Samstag und Sonntag jeweils

das Sakrament der Krankensalbung

spenden. Es will uns stärken an Leib

und Seele und uns heilend begleiten.

Dieses Sakrament ist zwar in erster

Linie für ältere, schwächere und

kranke Menschen gedacht; da aber

keiner von uns vor Krankheit und

Alter gefeit ist, wäre es schön, wenn

viele – auch in Solidarität mit den

Älteren, Schwächeren und Kranken

– einen dieser Gottesdienste mitfeiern,

auch ohne dass sie selbst die

Krankensalbung in Anspruch nehmen.

Hans Jürgen Zahnen

Mit Beschwerden leben

Mit einer Krankheit oder einem

Gebrechen zu leben, fordert von einem

Menschen vielleicht alle Kraft.

Sicher haben Sie schon gehört vom

grossen Maler Pierre-Auguste Renoir

(1841–1919). Während seinen fast

80 Lebensjahren lernte er auch das

Kranksein kennen. Er liess sich dadurch

aber weder den Lebensmut

noch die Schaffensfreude nehmen.

Im Buch «Lustige Leute leben länger»

von A. L. Balling kann man Folgendes

lesen:

«Der grosse Maler Renoir versuchte

in seinen Bildern die Natur, das

Licht, die Freude zu schildern. Er

hat lichtüberflutete Landschaften

gemalt, Kinder, Frauen, Früchte.»

Malen und Zeichnen. Einige seiner

grossen Werke entstanden erst in

dieser Zeit – trotz seiner körperlichen

Behinderung. Renoir blieb im

Süden Frankreichs, in der Sonne von

Nizza.

Ärztliches Phänomen

Er wurde zum ärztlichen Phänomen.

Ein Zeitgenosse schrieb: «Der

Körper schrumpfte, die Knochen

trockneten aus, die Finger wurden

verknotete Spiralen, die Haut vergilbte

zu dünnem Papier. So malte

er.

Man setzte den Rest vom Körper auf

eine stuhlartige Winde, die auf die

Höhe der Staffelei hinaufgeschraubt

werden konnte, steckte ihm einen

Pinsel zu – und der Pinsel tupfte auf

die Leinwand. So sind die Werke seiner

Reife entstanden.»

Nicht jedes Leiden kann geheilt werden.

Viele Menschen müssen mit

Schmerzen oder einem Gebrechen

leben – die Krankensalbung soll uns

in diesem Schicksal stärkend begleiten.

Das Bild «Junge Mädchen am

Klavier» entstand 1892 und kann

im Musée d’Orsay in Paris bestaunt

werden.

Luzia Wirz

Um 1900 stand er auf dem Höhepunkt

seiner künstlerischen Laufbahn.

Da wurde er von starken rheumatischen

Beschwerden befallen.

Er wurde Invalide, musste in den

Rollstuhl, musste getragen und gefahren

werden. Aber das hinderte

ihn nicht am Weiterschaffen, am

Gottesdienste

mit Krankensalbung

Samstag, 2. März

um 18.30 Uhr

Sonntag, 3. März

um 10.00 Uhr


www.kath-kriens.ch Katholische Kirche Kriens 9

«Klagemauer»

in der Kirche St. Gallus

Rosenverkauf Hofmattplatz

Bitten, Sorgen, Dank und Wünsche können in die Ritzen der Klagemauer gesteckt

werden.

(Foto: M. Baur-Lichter)

Samstag, 9. März, 09.00–13.00

auf dem Hofmattplatz

Von Freitag, 1. März bis Ostern gibt

es eine «Klagemauer» in der Kirche

St. Gallus.

Klagen, Bitten, Sorgen – aber auch

Dank und Freude können auf kleine

Zettel geschrieben, den Ritzen der

Mauer übergeben werden.

Die Passions- oder Fastenzeit ist in

der christlichen Tradition eine Zeit

der Einkehr, des Nachdenkens. Die

Menschen, die in Jerusalem vor der

westlichen Mauer, besser bekannt

unter dem Namen Klagemauer, beten,

tun dies in einer langen Tradition.

Heute besuchen täglich viele

Menschen die Klagemauer, um zu

beten. Manche kommen, um zu danken,

andere, um zu bitten, und wieder

andere, um zu klagen. Viele stecken

auch aufgeschriebene Gebete

in die Ritzen und Spalten der Mauer.

Sie stellt ein Symbol für den ewigen,

bestehenden Bund Gottes mit seinem

Volk dar.

Wenn während der Fastenzeit auch

bei uns eine «Klagemauer» steht,

so soll sie an diese Traditionen anknüpfen

und einladen nachzudenken

und zu meditieren. Wofür habe

ich in meinem Leben zu danken,

was möchte ich erbitten, was beklagen?

Auch wenn wir gelegentlich

das Gefühl haben, von allen guten

Geistern verlassen zu sein, so sind

wir doch mitgetragen von guten Gedanken

und Gebeten von vielen

Menschen aus verschiedenen Kulturen

und Religionen.

Beten, Bitten und Klagen befreien

die Seele. Manchmal reicht das stille

Kämmerlein, manchmal brauchen

wir einen konkreten Ort. Die Klagemauer

in der Kirche St. Gallus lädt

ein innezuhalten, abzuladen, um gestärkt

den nächsten Schritt im Leben

zu tun.

In der Osternacht werden die Zettel

dem Osterfeuer übergeben und so in

Licht und Wärme verwandelt.

Mirjam Baur-Lichter

Am 9. März werden Mitarbeitende

der drei Krienser Pfarreien und der

reformierten Kirche Kriens auf dem

Hofmattplatz 300 der «160 000 Rosen

für das Recht auf Nahrung» verkaufen.

Die Rosen werden von der Migros

zur Verfügung gestellt. Verkauft werden

die Rosen zum symbolischen

Preis von Fr. 5.–.

Der Erlös der Rosenaktion fliesst vollumfänglich

in die Projektarbeit von

Brot für alle, Fastenopfer und Partner

sein. Unter dem Motto «Ohne

Land kein Brot» wenden sich die

Werke 2013 gegen legalisierten Landraub

und setzen sich für das Recht

auf Nahrung der lokalen Bevölkerung

ein.

Die Rosen stammen aus zwei Max-

Havelaar-zertifizierten Blumenfarmen

in Tansania. Max Havelaar steht für

Produkte, die unter fairen Bedingungen

sowie möglichst umweltschonend

produziert werden.


10 Katholische Kirche Kriens www.kath-kriens.ch

Pfarreiagenda

Weltgebetstag

Ein Angebot der Krienser Frauen

Freitag, 1. März, 19.30

Johanneskirche, Kriens

Chenderfiir für junge Familien

Sonntag, 3. März, 10.00, St. Franziskus,

Forum, Hackenrainstrasse 2

Thema: «Fastenzeit»

Chenderfiir für junge Familien

Sonntag, 3. März, 10.00

in der Kapelle der Kirche Bruder

Klaus, Pilatusstrasse

«Ech ha gärn Musig»

Zwei Eltern bringen uns das Musikmachen

näher.

Tischmesse

Ein Angebot von Kolping

Dienstag, 5. März, 09.00

im Gallus-Treff, Kirchrainweg 5

In der Fastenzeit haben Sie die Möglichkeit,

eine Tischmesse mit Pater

Joseph Huber und der Kolpingfamilie

zu feiern. Anschliessend sind alle

zum gemütlichen Beisammensein

bei Kaffee und einem feinen Zopf

eingeladen.

Versöhnungsweg

Mittwoch, 6. März bis

Samstag, 9. März im Gallusheim,

Gemeindehausstrasse 9

Für die Viertklässler der Pfarreien

St. Gallus und Bruder Klaus. Nähere

Infos über den Religionsunterricht.

Frauengottesdienst

Donnerstag, 7. März, 09.00

in der Kapelle der Kirche Bruder

Klaus, Pilatusstrasse

Thema: «Auf dem Weg nach

Emmaus»

Wanderungen

Frohes Alter 60 plus

(Foto: zvg)

Mit zwei leichten Wanderungen

laden wir Sie zum Einstieg in die

neue Saison ein:

Nachmittagswanderung

Dienstag, 5. März

Leichte Wanderung (mit einem kurzen

kräftigen Anstieg) von St. Karl

über den Greterwald Richtung Emmen

und der Reuss entlang wieder

nach Luzern.

Die Wanderung findet bei jeder Witterung

statt; Wanderzeit gut 2 Std.

Treffpunkt: 13.00 Uhr VBL-Station

Kasernenplatz (stadtauswärts)

Auskunft: Tel. 041 320 05 04,

Ruth Emmenegger-Habegger

Wanderung Knonau – Sins

Dienstag, 12. März

Knonau – Hatwil – Frauental – Bützen

– Schachen – Reussdamm – Sins.

Auf dieser leichten Wanderung von

ca. 3 Std. kehren wir zum Mittagessen

im Rest. Bützen ein. Treffpunkt: 08.45

Bahnhof Luzern, Torbogen, Abfahrt:

09.10 via Zug nach Knonau, Rückfahrt

15.58 ab Sins nach Luzern.

Auskunft am Vorabend oder ab 06.30

Tel. 041 320 18 71, Peter Fuchs.

Konzert zur Fastenzeit

(Foto: Künstler unbekannt)

Sonntag, 10. März, 17.00

Kirche St. Gallus, Kirchrainweg 5

Giovanni Battista Pergolesi

(1710–1736): Stabat Mater

Jenny Högström, Sopran

Stefan Kahle, Altus

Ensemble «Der musikalische Garten»

Daniela Niedhammer,

Orgel und Leitung

Eintritt frei, Kollekte

Pergolesis Stabat Mater ist eines der

beliebtesten Werke aus dem 18. Jahrhundert.

Bestimmt hat die «düstere

Schönheit» viel zu seiner Popu larität

beigetragen. Die Geschichte dieses

26-jährigen Komponisten, der sein

Werk noch auf dem Totenbett fertigstellte,

wirkte auf das Publikum und

die Musikwelt ausserordentlich anziehend.

Man konnte einfach nicht

widerstehen. «Im gleichen Moment,

in dem sein Tod bekanntgegeben

wurde», so schrieb Dr. Burney, ein

berühmter Reisender im 18. Jahrhundert,

«offenbarte sich in ganz Italien

ein ausgeprägtes Verlangen, seine

Werke zu hören und zu besitzen.»

Und das ist bis heute so geblieben.

Konstantin Keiser


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Kleinen Palmbaum binden

Erlebnis-Kirche St. Gallus

Religiöse Angebote für Kinder

der 2. und 3. Klasse

(Foto: M. Baur-Lichter)

Samstag, 23. März

09.00–12.00 beim Gallus-Treff,

Kirchrainweg 5

Segnung der Palmen um 17.00 Uhr

in der Kirche St. Gallus

Am Palmsonntag und im Vorabendgottesdienst

schmücken die Palmbäume

unsere Kirche und werden gesegnet

in verschiedenen Gärten noch

lange zu sehen sein. Für alle Kinder

der 2. und 3. Klassen in unserer Pfarrei,

die einen Palmbaum herstellen

möchte, bieten wir die Möglichkeit,

einen kleinen Baum anzufertigen.

Hast du Lust und Zeit, mit einem

Elternteil am Samstagmorgen einen

kleinen Palmbaum, ca. 1 Meter, herzustellen?

Nach dem Gottesdienst

kann der Palmbaum auf dem Balkon

z. B. in einem Blumentopf gut platziert

werden. Vielleicht steht irgendwo

ein Grundstab vom letzten Jahr,

bitte mitbringen.

Kosten: Fr. 5.–

Mitnehmen: Baumschere,

Gartenhandschuhe

Anmeldungen bis spätestens 16. März

Tel. 041 329 10 00 oder E-Mail:

m.baur@kath-kriens.ch

Mirjam Baur-Lichter

Kinderhort

Donnerstag, 7. März,

14.00–16.30, St. Franziskus,

Forum, Hackenrainstrasse 2

Unkostenbeitrag: Fr. 5.–

Kontaktperson:

Susanne Haas

Tel. 041 320 32 67

Familiengottesdienst

Samstag, 9. März,

18.30 in der Kirche St. Gallus,

Kirchrainweg 5

Versöhnungsfeier der Kinder

aus den 4. Klassen

Heimosterkerzen gestalten

Montag, 11. März, 13.30 bis

ca. 17.30 im Zentrum Bruder Klaus,

Pilatusstrasse 13

Die Heimosterkerzen der Pfarrei Bruder

Klaus werden von Freiwilligen in

Handarbeit verziert. Dafür braucht

es viele Hände und wenn Sie Lust

haben mitzumachen, so sind Sie herzlich

eingeladen.

Jahreskonzert

«Music around the world»

Jugendblasorchester

Samstag, 16. März, 20.00

St. Franziskus, Hackenrainstrasse 2

Das JBO Kriens nimmt Sie mit auf

eine musikalische Reise um die

Welt. Es erwartet Sie ein vielfältiges

und abwechslungsreiches Konzertprogramm.

Eintritt frei, Kollekte

Generalversammlung

KAB Kriens

Freitag, 15. März, 19.00

im Zentrum Bruder Klaus,

Pilatusstrasse 13

Wir treffen uns um 19.00 im Pfarreiheim

Bruder Klaus zum Nachtessen.

Um 20.00 beginnt die Generalversammlung.

Es sind alle sehr herzlich eingeladen.

Nähkurse

EIn Angebot der KAB

Dienstags ab 19. März,

14.00–17.00

Donnerstags ab 7. März,

08.30–11.30

Donnerstags ab 7. März,

19.00–22.00

jeweils im Gallusheim,

Gemeindehausstrasse 9

8 Lektionen à 3 Std.

Kurskosten: Fr. 180.–

Auch weniger geübte Näherinnen

sind herzlich willkommen.

Auskunft und Anmeldungen:

Rosa Glaus

Tel. 041 320 75 28

Frühlings- und Ostergestecke

selber machen

Ein Angebot der Krienser Frauen

Donnerstag, 14. März, 08.30 und

13.30 im Zentrum Bruder Klaus,

Pilatusstrasse 13

Kursleitung: Gaby Läuchli, Floristin

Kosten: Fr. 10.–/Fr. 15.–

(exkl. Material)

Anmeldungen:

Gaby Läuchli, 041 310 58 50

g.laeuchli@krienserfrauen.ch

Osterbasteln

für Kinder von 3 bis 6 Jahren

Ein Angebot der Krienser Frauen

Mittwoch, 20. März, 15.00

im Gallus-Treff, Kirchrainweg 5

Kinder können in Begleitung

Erwachsener basteln.

Anmeldungen:

j.fischer@krienserfrauen.ch

oder Tel. 041 322 09 09


12 Gottesdienste

Pfarrei St. Gallus

Pfarrei Bruder Klaus

Freitag, 1. März – Herz-Jesu-Freitag – Weltgebetstag

09.00 Eucharistiefeier

anschliessend Anbetung

09.30–10.00 Beichtgespräch

Sonntag, 3. März – 3. Fasten- und Krankensonntag

09.30 Eucharistiefeier

mit Ruedy Sigrist und Karl Abbt

Kollekte: Fragile Suisse, Hilfe bei Hirnverletzung

Samstag, 9. März

18.30 Versöhnungsfeier

mit Karl Abbt und Ursi Thalmann

Musik: Elena Wigger, Orgel

Sonntag, 10. März – 4. Fastensonntag

09.30 Eucharistiefeier

mit Kathrin Pfyl und Karl Abbt

Kollekte: Diözesanes Kirchenopfer

Mittwoch, 13. März

09.00 Eucharistiefeier mit anschliessendem

FMG-Kaffee im Gallus Treff

Mittwoch bis Samstag um 09.00 Eucharistiefeier

Alters- und Pflegeheime

Grossfeld und Zunacher

Grossfeld: Mittwoch, 10.00 Eucharistiefeier (14-täglich)

Sonntag, 09.30 Wortgottesdienst (14-täglich)

Zunacher: Samstag, 10.00

Eucharistiefeier/Wortgottesdienst

Freitag, 1. März – Herz-Jesu-Freitag – Weltgebetstag

18.30 Eucharistiefeier in der Kapelle

Samstag, 2. März

17.00 Eucharistiefeier mit Regina Osterwalder

und Fritz Dommann

Sonntag, 3. März – 3. Fasten- und Krankensonntag

10.00 Chenderfiir in der Kapelle

11.00 Eucharistiefeier mit Regina Osterwalder

und Fritz Dommann

Musik: Ruedi Frischkopf, Orgel

Kollekte: Projekt Popayán, Kolumbien

Mittwoch, 6. März

09.00 Eucharistiefeier in der Kapelle

Donnerstag, 7. März

09.00 Frauengottesdienst in der Kapelle

Freitag, 8. März

18.30 Eucharistiefeier in der Kapelle

Samstag, 9. März

17.00 Gottesdienst zum Versöhnungsweg

mit Karl Abbt, Gabrijela Odermatt und

Margrith Anna Schopfer

Sonntag, 10. März – 4. Fastensonntag

11.00 Eucharistiefeier

mit Karl Abbt und Kathrin Pfyl

Musik: Elena Wigger, Orgel

Kollekte: Diözesanes Kirchenopfer

Mittwoch, 13 März

09.00 Eucharistiefeier in der Kapelle

Freitag, 15. März

18.30 Eucharistiefeier in der Kapelle

Wallfahrtskirche Hergiswald

Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen um 10.00;

Mittwoch und Freitag um 15.00; Donnerstag um 19.30,

mit anschliessender Anbetung bis 21.00


Gottesdienste 13

Pfarrei St. Franziskus

Samstag, 2. März

18.30 Eucharistiefeier mit Matthias Vomstein

und Hans Jürgen Zahnen

mit Krankensalbung und Taufen

Musik: Elena Wigger, Orgel

Sonntag, 3. März – 3. Fasten- und Krankensonntag

10.00 Eucharistiefeier mit Matthias Vomstein

und Hans Jürgen Zahnen

Spendung der Krankensalbung

Musik: Elena Wigger, Orgel

Kollekte: Kollegium St-Charles, Pruntrut

10.00 Chenderfiir im Forum

11.15 Tauffeier

19.00 Taizégebet

Dienstag, 5. März

09.15 Eucharistiefeier

Samstag, 9. März

18.30 Eucharistiefeier mit Hans Jürgen Zahnen

Musik: Othmar Bucher, Orgel

Sonntag, 10. März – 4. Fastensonntag

10.00 Eucharistiefeier mit Hans Jürgen Zahnen

Musik: Othmar Bucher, Orgel

Kollekte: Aufgaben des Bistums

Dienstag, 12. März

09.15 Eucharistiefeier

Seht!

Frau Holle

schüttelt noch einmal

mit aller Kraft die Decken

noch einmal

und noch einmal

Und doch

ist es schon zu spüren

das nahende Ende

der kalten Tage

Denn die Sonne scheint

und strahlt

und wärmt

Nach und nach

verwandeln sich

Eiskristalle

in Wasser – der Frühling naht!

Lilith Eggmen

(Foto: zvg)


14 Katholische Kirche Kriens www.kath-kriens.ch

Taufen

Pfarrei St. Gallus

Rahel Zoé Studhalter, der

Carmen und des Daniel Studhalter.

Céline Föhn, der Fabienne und

des Roger Föhn.

Pfarrei Bruder Klaus

Gianna, der Susanne und

des Reto Cusumano.

Todesfälle

Pfarrei St. Gallus

Doris Trachsel-Schafer, 1965

Bertha Roos-Zihler, 1924

Pfarrei Bruder Klaus

Margareta Sigrist-Huber, 1926

Elisabetha Ulmi-Betschart, 1925

Alfred Auf der Maur, 1922

Johann Riedweg, 1927

Bertha Krähenbühl-Furrer, 1924

Pfarrei St. Franziskus

Silvia Villiger-Hodel, 1950

Kollekten

Pfarrei St. Gallus

Augenklinik Emmaus, Afrika 659.30

Kriens hilft Menschen in Not 653.60

Diözesanes Kirchenopfer 307.60

Pfarrei Bruder Klaus

Verein Heilpäd.

Entlastungangebote

Vogelsang567.—

Diözesanes Kirchenopfer 364.35

Pfarrei St. Franziskus

Verein Kirchliche

Gassenarbeit, Luzern 320.35

Caritas, Luzern 332.80

Gedächtnisse

Pfarrei St. Gallus

Samstag, 2. März, 09.00

XXX. für Fridolin Roos-Brandstetter.

Jgd. für Erwin Schwegler-Tresch; Margrith

Marbacher-Hirschi; Karl Frei.

1. Jzt. für Marta Schriber-Meyer.

Jzt. für Eduard Schriber-Meyer;

Marta Kneubühler, Hedwig Kneubühler,

Ludwig und Maria Kneubühler-Fluder;

Anton Lustenberger-

Bauer; Konrad Dambeck-Moser;

Franz-Sepp Birrer, Paula Birrer, Elisabeth

und Gottfried Moser-Birrer.

Samstag, 9. März, 09.00

XXX. für Doris Trachsel-Schafer.

Jzt. für Niklaus und Marie Duss-

Fischer; Marie Stöcker-Kunz und Angehörige;

Anton und Anna Röösli-

Lisibach; Robert und Josefine Schöpfer-Bösch,

Marie Schöpfer, Adolf

Schöpfer, Elisabeth Nyffeler-Schöpfer

und Rosa Schöpfer.

Jgd. für Trudy Thut-Meyer.

Samstag, 16. März, 09.00

Jzt. für Jakob Ottiger-Estermann; Carlo

und Agatha Signorelli-Bacchetta,

Werner Britschgi-Signorelli, Andrea

Britschgi und Lucius Janka.

Pfarrei Bruder Klaus

Samstag, 2. März, 17.00

Jzt. für Marie und Josef Vogel-Heini

und Josef Vogel-Bänziger.

Jzt. für Alice und Franz Emmenegger-

Bachmann.

Jzt. für Margrit Kneubühler-Blum.

Jzt. für Arnold Eggerschwiler-Ruepp

und Alois und Agnes Eggerschwiler-

Gmür.

Samstag, 9. März, 17.00

Jgd. für Andy Takayama.

Jzt. für Fritz Mühlebach-Aregger.

Pfarrei St. Franziskus

Samstag, 2. März, 18.30

XXX. für Rosa Fuchs-Herre.

Samstag, 9. März, 18.30

Jzt. für Franz Xaver Rütimann.

Schneekristall.

(Foto: L. Wirz)


Thema 15

Der Rücktritt des Papstes am 28. Februar

Papst a. D. entzaubert das Amt

Zwar erwähnte Benedikt XVI. bereits

bei seiner Wahl zum Papst vor

sieben Jahren sowie vor einem Jahr,

dass er nicht zwingend bis zum Lebensende

den Petrusdienst bekleiden

werde. Dennoch traf seine

Nachricht vom Rücktritt für viele

überraschend ein und wirkt sich auf

das Wesen des Papsttums aus.

Perplexe Kardinäle –

überraschte Welt

Als Papst Benedikt XVI. den Kardinälen

den Rücktritt per Ende des

Monats mitteilte, reagierten diese

perplex und erstaunt. Kardinal Kaspar,

der frühere Ökumene-Minister,

meinte: «Es ist ein Schweigen ausgebrochen,

wir wussten zunächst nichts

zu sagen. Natürlich war da Respekt

für die Entscheidung, es zeigt ja auch

Grösse, wenn man die eigene physische

Schwäche in dieser Weise artikuliert

und sagt, ich bin nicht mehr

in der Lage, das Amt in der Weise,

wie ich es selber erwarte, auszuüben.

Diese Demut und Grösse ist anerkannt

worden.» Weltweit reagierten

Vertreter von Kirchen, Religionen und

Staaten auf den Rücktritt und zollten

Joseph Ratzinger für seine Entscheidung

tiefen Respekt.

Fehlendes Demissions-Ritual

Zwar ist schon vor sieben bis zehn

Jahren, als Johannes Paul II. an Parkinson

litt und sein Amt nur noch

beschränkt ausüben konnte, über die

verschiedenen Möglichkeiten, Umstände

und Konsequenzen eines

Rücktritts vom Petrusamt zu Lebzeiten

diskutiert worden. Aber ganz

konkret offenbar doch nicht. Denn

nach dem Rücktritt von Benedikt

XVI. tauchten sehr bald Fragen auf

wie: Wo wird er wohnen? Wie wird

Wie wird man den Rentner künftig ansprechen?

man ihn ansprechen? Was geschieht

mit seinem Papstring? Wie feiert

man eine Abdankung? Es ist interessant,

dass sich die Kirche als 2000

Jahre altes Kompetenzzentrum für

Rituale manchmal völlig hilflos zeigt,

sobald Rituale an Lebenswenden

auftauchen, die nicht schon x-fach

zelebriert wurden.

Ende einer magischen Rolle

Unter Klerikern, Kirchenkritikern

und Journalisten ist nicht nur die Diskussion

um mögliche Kronfavoriten

für die Papstnachfolge gleich nach

der Mitteilung des Papstes angelaufen.

Weil der Papst als Stellvertreter

Jesu Christi, Heiliger Vater, Patriarch

des Abendlandes, Nachfolger des

Apostelfürsten, Oberster Brückenbauer

der Weltkirche, Primas von Italien,

Metropolit von Rom und Souverän

des Vatikanstaates waltet und

sein Amt eine fast magische Komponente

besitzt, wird der Rücktritt von

Benedikt XVI. auch Auswirkungen

auf die symbolische und wesenhafte

Bedeutung des Petrusamts haben.

(Foto: conservationscubclub.com)

Nicht an der Macht kleben

Kardinal Kaspar meinte: «Der Rücktritt

ändert die Sicht des Pontifikates,

es de-sakralisiert es im gewissen

Sinn und macht deutlich, dass hinter

dem Amt ein Mensch steht, der

alt wird und der mit den normalen

Beschwerden des Alters zu tun hat.

Es ist jetzt eine neue Phase des Papsttums

angebrochen.» Während aus

den Worten von Kardinal Kaspar

eher ein Bedauern über die Entheiligung

und Vermenschlichung des

Amtes klingt, sieht der Berliner Kardinal

Rainer Maria Woelki im Amtsverzicht

eine Chance. Benedikt XVI.

habe durch seinen Rücktritt das

Papstamt auf eine gute Weise «entzaubert».

Damit sei er ein Vorbild für

andere Verantwortungsträger in Kirche

und Gesellschaft, «nicht an der

Macht zu kleben», und mache deutlich,

«dass der eigentliche Herr der

Kirche Jesus Christus ist». Benedikt

XVI. setze «einen Massstab, der auch

für folgende Päpste richtungsweisend

ist».

Lukas Niederberger


16 Veranstaltungen

Treffpunkte

Ehe vorbereiten und vertiefen

Ohne Anfang und Ende …

Ehe-Vorbereitung

Fr, 1. März, 19.00–22.00

und Sa, 2. März, 9.00–17.00

Haus St. Josef, Baldegg

Sa, 16. März, 14.00–20.00

und So, 17. März, 9.00–15.00

Haus Bruchmatt, Luzern

(Foto: zvg)

Ehe-Vertiefung

16. März, 8.00–16.00

und 17. März, 8.00–16.00

Pfarrei Bruder Klaus, Emmenbrücke

Kurs-Serie

Sehnsucht Spiritualität

Die spirituelle Dimension in Kommunikation

und Persönlichkeitsentwicklung.

Vier 2-tägige Module und

ein 1 Zusatztag. Kursdaten: 3.–4. Mai/

28.–29. Juni/13.–14. September und

20. September oder 12. Oktober und

15.–16. November. Der Besuch einzelner

Module ist möglich. Anmeldeschluss:

20. April. Leitung: Marianne

Röösli und Fachpersonen.

Info: 041 375 72 72,

www.romerohaus.ch

Kommunionspendekurs

Brot, das die Hoffnung nährt

Einführung in den liturgischen Dienst.

Mit Jürgen Heinze

Info: info@propstei.ch, 056 201 40 40

Fr, 1. März, 9.30–16.30

Propstei Wislikofen

Info für Indien-Praktikum

Ehemalige Volontäre von «ONE

WORLD» erzählen von ihrem Praktikumseinsatz

beim Strassenkinderprojekt

Navajeevan im indischen Vijiyavada.

Gelegenheit zum Gespräch

mit ehemaligen Volontären.

Info: www.one-world.li

Sa, 2. März, 14.00

Barfüesser, Winkelriedstr. 5, Luzern

Wenn Wege sich trennen

Ritual für getrennte und geschiedene

Menschen. Info:

www.frauenkirche-zentralschweiz.ch

So, 3. März, 17.00

Lukaskirche Luzern

19. Katholischer Dialog

Orte der Kirche sind auch

Orte der Freiheit

Konzilsaula

(Foto: www.newcovenantjournal.blogspot.com)

Der Kampf zwischen Freiheit und

Wahrheit am 2. Vatikanischen Konzil.

Mit Willy Spieler und Kapuzinerpater

Adrian Müller.

Moderation: Erwin Koller.

Info: www.romerohaus.ch,

041 375 72 72

Mo, 4. März, 14.00–18.00

RomeroHaus Luzern

Ökumenisches Symposium

Die Taufe im Heiligen Geist

Internationale Tagung der charismatischen

Gemeinschaft «Chemin

Neuf».

7.–10. März

Bethanien, St. Niklausen

Das Reich Gottes auf dem

Konzil und die Folgen

Seminar mit dem Theologen Urs Eigenmann.

Info: www.romerohaus.ch,

041 375 72 72

Sa, 9. März, 9.30–15.30

RomeroHaus Luzern

Frauengottesdienst

Von allen Sinnen

Mit der Frauenkirche Zentralschweiz

So, 10. März, 19.30

RomeroHaus Luzern

Frühlingskonzert

Johannespassion von Bach

Mit dem Chor und Orchester

des Bach Ensembles Luzern

Info und Vorverkauf: 041 226 21 08,

www.bachensembleluzern.ch

So, 10. März, 17.00

Franziskanerkirche Luzern

Gleicht euch nicht der Welt an

Pfarrer Thomas Rellstab spricht im

«Jahr des Glaubens» über das Christsein

in der heutigen Zeit. Eine Veranstaltung

von Pro Ecclesia.

Mi, 13. März, 19.30

Bahnhof Luzern, 1. OG

Info-Veranstaltung

Religionspädagogin werden?

Information, Begegnung und Beratung.

Anmeldung: www.unilu.ch

Sa, 16. März, 10.15–13.00

Universität Luzern

Rituale. Was uns Halt gibt

Seminar zu Übergängen im Alltag, im

Jahreskreis und bei Lebenswenden.

Mit Lukas Niederberger

22.–24. März (Fr, 18.30–So, 13.00)

Lassalle-Haus, Edlibach

041 757 14 14, www.lassalle-haus.ch

Weitere Veranstaltungen finden

Sie unter: www.pfarreiblatt.ch


Luzern – Schweiz – Welt 17

Kirchen-News

Kanton Luzern

Bestattungen bezahlen

Gemeinschaftsgrab Luzern. (Foto: L. N.)

Ab 2014 sollen Bestattungen auf

Luzerns Friedhöfen etwas kosten.

Der Luzerner Stadtrat nimmt einen

neuen Anlauf, nachdem frühere Versuche

zur Einführung von Bestattungsgebühren

gescheitert waren.

Die Einführung von Bestattungsgebühren

ist Teil eines Sparpakets, das

im kommenden Jahr umgesetzt werden

soll. Mit den Gebühren will die

Stadt Luzern jährlich 250 000 Franken

einnehmen. Der Antrag muss vom

Grossen Stadtrat noch genehmigt

werden. Aus Sicht der meisten Fraktionen

soll jedoch die Bestattung der

Asche im Gemeinschaftsgrab (siehe

Bild) kostenlos bleiben.

Kirchgemeinden setzen

auf Immobilien

Einen finanziellen Engpass erleiden

viele Kirchgemeinden wegen der

Senkung von Unternehmenssteuern.

Nun will die katholische Kirche mehr

Mieteinnahmen aus neuen Mehrfamilienhäusern

generieren. Die Kantonalkirche

organisiert im kommenden

November ein spezielles «Bauseminar».

Die Kirchgemeinde Kriens

hat im Januar bereits mit dem Bau

von zwei Mehrfamilienhäusern begonnen.

Dierikon fordert Kapelle zurück

Die Gemeinde Dierikon will ihre

Dorfkapelle, die sie 2006 an einen

Privaten verkauft hat, wieder zurück.

Der jetzige Eigentümer habe sich

nicht an die im Kaufvertrag enthaltenen

Auflagen gehalten, innerhalb

von fünf Jahren mit der Renovation

der Kapelle zu beginnen.

Schweiz

Wunsch nach evangelischem

Stadtkloster in Zürich

Seit zwei Jahren arbeitet eine Spurgruppe

daran, in der Stadt Zürich

christliche Kommunitäten zu fördern

und ein evangelisches Stadtkloster

im benediktinischen Geist zu gründen.

Jetzt ist eine Petition mit über

300 Unterschriften an den reformierten

Zürcher Kirchenrat und die Synode

eingereicht worden.

Kein Friedensgruss im Wallis

wegen Grippegefahr

Wegen einer Grippewelle sollen die

Oberwalliser Pfarreien in nächster

Zeit auf den Friedensgruss im Gottesdienst

verzichten.

Keine Solaranlagen

auf Walliser Kirchen

(Foto: www.st.rupert-gerolfing.de)

Das Bistum Sitten will keine Sonnenkollektoren

auf Kirchendächern zulassen.

Entsprechende Projekte in

Visperterminen und Mase wurden

vom Bischofsrat ohne die Nennung

von Gründen abgelehnt. Man wolle

mit dem Verbot einer Banalisierung

von Kultstätten vorbeugen. Der Gemeindepräsident

von Visperterminen,

Rainer Studer, gibt aber nicht so

rasch nach und bezweifelt, dass das

heutige Kupferdach ein Kulturgut sei.

Der Verein «Oeku Kirche und Umwelt»

zeigt wenig Verständnis für ein

generelles Verbot von Solaranlagen

auf Kirchendächern. In der Schweiz

gibt es bereits 20 Photovoltaikanlagen

auf Kirchendächern.

Cumulus-Punkte sammeln

für Nothilfe-Empfänger

(Foto: L. N.)

Neu kann man an Migros-Kassen die

«Cumulus-Punkte» für Nothilfe-

Empfänger gutschreiben lassen. Von

den Punkten profitieren Projekte wie

Mittagstische oder Deutschkurse für

Asylsuchende und Nothilfebezüger-

Innen. Wer Cumuluspunkte spenden

will, bestellt eine Solikarte oder

den Strichcode-Kleber online unter

www.solikarte.ch.

Bundesrat empfängt den

Dalai Lama nicht

Der Schweizer Bundesrat will im

April den Dalai Lama wie bereits

2009 und 2010 nicht empfangen.

Als Grund wird genannt, dass die

Schweiz keine diplomatischen Beziehungen

mit der tibetischen Exilregierung

pflege. Bei früheren Abfuhren

wurden jeweils terminliche

Gründe geltend gemacht.

Weitere und aktuelle News finden

Sie unter: www.pfarreiblatt.ch


18 Thema

Hilfswerke, die lokal und konkret unterstützen: LUZERNER ASYLNETZ

Netze gegen Hetze

Das Luzerner Asylnetz wurde in den

80er-Jahren gegründet. Es war die

Zeit, als Flüchtlinge in den Kirchen

Unterschlupf fanden und viele engagierte

Menschen sich gegen die abweisende

Praxis des Bundes wehrten.

Mit den wiederkehrenden Verschärfungen

im Asylrecht sind auch

die juristischen und materiellen Hilfen

durch das Luzerner Asylnetz laufend

gestiegen.

Asylsuchende machen nur einen

winzigen Teil der Bevölkerung aus.

Dennoch wird mit der Asylpolitik

Angst geschürt. Verschärfte Gesetze,

die den Missbrauch verhindern sollen,

treffen vor allem die grosse Masse

der Unbescholtenen. Das Luzerner

Asylnetz versucht, die Rechte der

Asylsuchenden zu stützen und ihnen

eine Stimme zu geben in der Debatte

über Asyl- und Ausländerfragen.

Ein warmes Essen

Eigentlich ist die individuelle Betreuung

und Beratung der Asylsuchenden

Aufgabe kantonaler Stellen und

professioneller NGOs. Dennoch hat

das Asylnetz im letzten Jahr den Mittagstisch

im Stutzegg beim Kreuzstutz

in Luzern eingerichtet. Die zahlreichen

Gäste sind Menschen, die in

der Nothilfe leben und vom Kanton

nur ein Dach über dem Kopf, aber

kein fixes Bett erhalten sowie einen

minimalen Warengutschein, obwohl

der Kanton vom Bund Tausende von

Franken erhält.

Die von den Kirchen unterstützte Petition ging an die Regierung.

Erfolgreiche Petitionen

Die Petitionen mit weit über 2000

Unterschriften für zwei algerische

Familien, die schon lange in der

Schweiz leben und bestens integriert

waren, hat das Asylnetz vor zwei

Jahren zusammen mit der katholischen

und der protestantischen Kirche

und den Schulen lanciert. Erstaunlich

und erfreulich war, dass

die Leute auf der Strasse, wenn sie

von den Schicksalen der Familien

hörten, gerne unterschrieben, denn

viele Menschen in unserem Kanton

wissen nicht, wie Familien in der

Nothilfe leben. Sie kennen die Belastungen

einer angedrohten Ausschaffung

und den permanenten und

massiven Druck durch die Behörden

nicht. Viele Luzerner Innen verstehen

nicht, dass Kinder, die hier aufwuchsen

und die schwiizerdüütsch

reden, nach über sieben Jahren wieder

in ein für sie unbekanntes Land

«heimkehren» sollen.

Luzerner Asylnetz

Mehr über das Luzerner Asylnetz

erfahren Sie auf www.asylnetz.ch.

Vielleicht werden Sie Mitglied

beim Verein oder unterstützen diesen

mit einer grosszügigen Spende.

Postkonto: PC 60- 6596-9

(Foto: zvg)

Den Verein unterstützen

Das Luzerner Asylnetz ist als einfacher

Verein organisiert. Die Mitglieder

zeigen ihr Interesse und ihre Solidarität

mit den MigrantInnen und

bauen auf einen aktiven Vorstand.

Beim Mittagstisch kochen Mitglieder

gratis und dank der Unterstützung

durch die Stutzegg können die freiwilligen

Köchinnen schon mit wenigen

Franken Menschen aus der ganzen

Welt zu einem bescheidenen

Mahl einladen und ihnen zeigen,

dass die Schweiz eine jahrhundertealte

humanitäre Tradition pflegt.


www.jugend-kriens.ch Katholische Kirche Kriens 19

Winterlager Jungwacht Blauring

Die Eroberung des Südpols

Russland, China, Arabien und Amerika

erspielten sich während der ganzen

Woche in diversen Spielen Geld. Wer

wohl am Schluss den Südpol erobert?

Im Winterlager vom 2.–9. Februar in Därstetten BE gab es ein grosses Ziel:

die Eroberung des Südpols.

Am Schluss konnte Russland feiern: Sie haben den Südpol erobert!

Die SAG erbaute in fünf Stunden ein Iglu, in welchen am Schluss ein Fondue

genossen wurde.

Die Teilnehmenden und das Leitungsteam einer unvergesslichen Woche.


Vierzehntägliche Erscheinungsweise. Redaktionsschluss für den überpfarreilichen Teil: für Nr. 8/2013 am Donnerstag, 14. März (erscheint Mitte April)

und für Nr. 9/2013 am Donnerstag, 4. April (erscheint Ende April). Adressänderungen und lokale Hinweise ergehen an die Pfarrei. Hinweise für den

Gesamtkanton an: Kantonales Pfar reiblatt, Waldstätterstrasse 9, 6003 Luzern, 079 395 72 56, E-Mail pfarreiblatt@mailworld.ch. Druck und Versand:

Brunner AG, Druck und Medien, Telefon 041 318 34 34.

Öffnungszeiten der Pfarreisekretariate: Montag bis Freitag, 08.00–11.30 und 14.00–17.00

Tel.: Pfarrei St. Gallus, 041 329 10 00; Pfarrei Bruder Klaus, 041 317 30 00; Pfarrei St. Franziskus, 041 329 81 81

Worte auf den Weg

(Foto: www.gemscg.org)

Erbarme dich unser,

erbarme dich unseres Strebens,

dass wir dir in Liebe und Glaube,

Gerechtigkeit und Demut folgen,

in Selbstzucht und Treue und Mut,

und in Stille dir begegnen.

Gib uns reinen Geist, damit wir dich sehen,

demütigen Geist, damit wir dich hören,

liebenden Geist, damit wir dir dienen,

gläubigen Geist, damit wir dich lieben.

Dag Hammarskjöld (1905–1961)

ehemaliger Uno-Generalsekretär

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