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Amtsblatt Ausgabe 46/2013 - Gemeinde Königsbach-Stein

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2 Nummer

2 Nummer 46 Donnerstag, 14. November 2013 Gedenkveranstaltung und Ausstellungseröffnung „Jüdisches Leben in Königsbach“ Am Samstag vor 75 Jahren, am 10. November 1938 – und nicht erst am 22. Oktober 1940, dem Tag der Deportation der letzten verbliebenen jüdischen Mitbürger – endete unwiderruflich die Geschichte der jüdischen Gemeinde Königsbach. Mit einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung und Ausstellung im Königsbacher Rathaus haben Volkshochschule, Gemeinde und Dr. Joachim Mehne, ehemals Lehrer und Begründer der Arbeitsgemeinschaft „Spurensuche“ am Lise- Meitner-Gymnasium Königsbach, an das Schicksal der jüdischen Mitbürger erinnert. Was am 10. November 1938 in Königsbach geschah, erfuhren die Besucher durch ehemalige Mitglieder der AG Spurensuche, die aus Texten einer Gerichtsakte von 1946 die Geschehnisse lebendig werden ließen. Was die Mitbürger damals getan oder unterlassen haben, welche rühmliche Rolle der Dorfpolizist und ein mutiger Bäcker gespielt haben, welche unrühmliche ein Wirt und der Landarzt, wurde ebenso verdeutlicht, wie die Misshandlung der Juden und die komplette Verwüstungen jüdischer Wohnungen durch auswärtige Rollkommandos. Aus Augenzeugenberichten entstand ein deutliches Bild dieses Tages, auch von der Zerstörung der Synagoge, die die Juden selbst vornehmen mussten. Mehne hat nicht nur die beeindruckende Ausstellung zusammengetragen, sondern auch den Eröffnungsvortrag im prall gefüllten Bürgersaal vor mehr als 150 Interessierten gehalten. Er erinnerte an die Geschichte der Königsbacher Juden etwa ab Beginn des 18. Jahrhunderts, an den Bau der ersten Synagoge 1803/04, die 1833 niederbrannte, und auch daran, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienten, als ihnen - bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts - verwehrt war, bürgerliches Gewerbe zu betreiben. „1875 lebten in Königsbach 220 Juden“, so Mehne, „ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung lag damit bei über zehn Prozent.“ Sie waren integriert, kämpften als Soldaten für Baden und gaben im Ersten Weltkrieg ihr Leben für ihr Vaterland. Mitglieder der jüdischen Gemeinde waren in Vereinen aktiv, Mitbegründer der Feuerwehr, pflegten Freundschaften mit nicht-jüdischen Familien. „Kinder aus jüdischen Familien wirkten im Mai 1927 bei einem Klaviervorspiel zugunsten des evangelischen Gemeindehauses mit“, erinnerte Mehne. „Die Welt schien in Ordnung - war es aber nicht!“ Nazi-Terror, die Schritt für Schritt vollzogene Ausgrenzung der Juden, der Ausschluss der Kinder von Schulen und Universitäten, der Boykott jüdischer Geschäfte, die Verdrängung der Juden aus dem öffentlichen und dem Wirtschaftsleben, Verfolgung, Entrechtung und Erniedrigung folgten. Bürgermeister Heiko Genthner hatte zu Beginn der Veranstaltung an „eine der dunkelsten Stunden der deutschen Geschichte“ erinnert und den Anwesenden gedankt, „dass Sie gekommen sind, um der Opfer zu gedenken, um sich den Schrecken der Vergangenheit zu stellen und um die daraus erfolgenden Verpflichtungen für die Gegenwart und für die Zukunft besser zu verstehen.“ Genthner weiter, „die Verfolgung traf Menschen, die hier jahrzehntelang gelebt hatten. Menschen, die wie alle anderen ihrem Tagewerk nachgingen, Menschen, die sich Verdienste um die kulturelle, wirtschaftliche oder politische Entwicklung unserer Gemeinde erworben haben.“ Die beeindruckende Ausstellung im Foyer des Rathauses gibt der jüdischen Geschichte in Königsbach mit Dokumenten, Plakaten, Briefen, Fotografien von Häusern, Schulklassen und Familienfeiern ein persönliches Gesicht. Das auf Film gebannte Interview einer Zeitzeugin, die - wie auch ihre Geschwister - durch die Vorsorge ihrer Eltern im Ausland überlebt hat, während die Eltern im Konzentrationslager starben, ergänzt die Ausstellung. Die Ausstellung kann noch bis zum 23.11.2013 zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses von Montag bis Freitag besucht werden. Am Samstag, dem 16.11., sowie am Samstag, 23.11.2013, ist das Rathaus von 10.00 – 13.00 Uhr ebenfalls geöffnet. An diesen beiden Tagen steht Herr Dr. Mehne für Fragen zur Verfügung. Wenn Sie eine Gruppenführung wünschen, so setzen Sie sich bitte mit der vhs-Außenstellenleiterin Frau Ruthardt, Tel. 4 92 54, in Verbindung.

Nummer 46 Donnerstag, 14. November 2013 3 Heynlin - Kindertagesstätte und Evangelischer Kindergarten Storchennest sagen „Danke“ Am Dienstag, dem 5. November 2013, fanden Spendenübergaben der Volksbank Stein-Eisingen an die zwei Kindertageseinrichtungen in Stein, der Heynlin-Kindertagesstätte und dem Kindergarten Storchennest, statt. Die Vertreter der Volksbank, Frau Vögele und Herr Schäfer, besuchten beide Einrichtungen,um einen symbolischen Scheck von 450 Euro zu übergeben. Die Leiterin der Heynlinkindertagesstätte, Frau Brenneis und Frau Ade vom Kindergarten Storchennest, nahmen jeweilsin Begleitung einiger Kinder,diesen hohen Betrag mit großer Freude entgegen. Im Anschluss daran folgten noch kurze Führungen durch die Häuser. Die Heynlin-Kindertagesstätte und der Kindergarten Storchennest bedanken sich noch einmal ganz herzlich für die willkommene finanzielle Unterstützung, aber auch für das große Interesse an unserer Arbeit. IMO-Auszubildende überreichen 1.300 Euro an Spenden aus Tombola Große Freude bei jungen Fußballern und der Jugendfeuerwehr: Jeweils 650 Euro übergaben die beiden Auszubildenden des Königsbacher Galvanikunternehmens IMO, Larissa Frank und Jessica Mengel, gemeinsam mit IMO- Marketingleiterin Anja Bischoff, an die Vertreter der Jugendfeuerwehr Königsbach-Stein und der Jugendabteilung des SV Königsbach. Anlässlich des 40-jährigen Firmenjubiläums von IMO hatten die Auszubildenden des Hauses eine Tombola mit vielen attraktiven Preisen organisiert und dabei den stolzen Betrag von insgesamt 1.300 Euro erlöst. Unter dem Motto „IMO in Bewegung“ hatte der Königsbacher Oberflächenspezialist sein Jubiläumsjahr eingeläutet, und gemeinsam feierten die Familie Müller mit den Mitarbeitern und deren Familien, rund 480 Gästen, ein „bewegendes“ Jubiläumsfest. Dabei stand jedoch nicht nur die Geselligkeit im Vordergrund, sondern auch gemeinschaftliches soziales Engagement: Grund genug für die Auszubildenden diese Tombola durchzuführen, deren Erlös nun für die Jugendarbeit im Ort gespendet wurde. Auch dabei wurde das Motto „IMO in Bewegung“ aufgegriffen: Denn sowohl Jugendfußballer, Jugendfeuerwehr und deren Betreuer freuten sich über die Spenden, die durch eine nachahmenswerte Initiative der IMO-Lehrlinge zustande kamen die Fußballjugend als auch die Jugendfeuerwehr sind immer in Bewegung, unterstrich Anja Bischoff bei der symbolischen Scheckübergabe. Beide Gruppen freuten sich sehr über die Unterstützung und bedankten sich beim Unternehmen, insbesondere bei den Auszubildenden. Die Fußballer setzten ihren Teil der Spende in ein neues Mannschaftstrikot um und die Feuerwehrjugend wird es für ihren Jahresausflug im kommenden Jahr verwenden. ufa

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