Sparkasse Allgäu Jahresbericht 2012

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Sparkasse Allgäu Jahresbericht 2012

Sparkasse

Allgäu

Jahresbericht 2012


Geschäftsgebiet der Sparkasse Allgäu

Mit über einhundert Geldautomaten stellen wir eine

flächendeckende Versorgung rund um die Uhr sicher.

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Jahresabschluss

zum 31. Dezember 2012

der Sparkasse Allgäu

Land Bayern

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Anhang

Der Jahresabschluss wurde nach den für

Kreditinstitute geltenden Vorschriften des

Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung

über die Rechnungslegung der

Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute

(RechKredV) in der Fassung des

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes

(BilMoG) aufgestellt. Die Gliederung der

Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

richtet sich nach den vorgeschriebenen

Formblättern.

In Ausübung des Wahlrechtes nach § 11

Satz 3 RechKredV enthalten die zu Posten

oder Unterposten der Bilanz nach Restlaufzeiten

gegliederten Beträge keine anteiligen

Zinsen.

BILANZIERUNGS- UND

BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bewertung der Vermögensgegenstände

und Schulden entspricht den allgemeinen

Bewertungsvorschriften der §§ 252

ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute

geltenden Sonderregelungen

(§§ 340 ff. HGB).

Forderungen

Forderungen an Kunden und Kreditinstitute

(einschließlich Schuldscheindarlehen)

haben wir zum Nennwert bilanziert. Bei der

Auszahlung von Darlehen einbehaltene

Disagien werden auf deren Laufzeit bzw.

Festzinsbindungsdauer verteilt. Forderungen

aus Sachdarlehen (Lieferansprüche im

Rahmen der Wertpapierleihe) haben wir

wie die zugrunde liegenden Wertpapiere

bewertet. Wechsel im Bestand haben wir

zum Zeitwert angesetzt. Sie werden zu effektiven

Hereinnahmesätzen abgezinst.

Für akute Ausfallrisiken haben wir bei Forderungen

an Kunden in Höhe des zu erwartenden

Ausfalls Einzelwertberichtigungen

vorgenommen. Außerdem haben wir nach

den Erfahrungen der Vergangenheit bemessene

Pauschalwertberichtigungen auf

den latent gefährdeten Forderungsbestand

gebildet.

Wertpapiere

Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve und

des Anlagebestands werden nach dem

strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten

bzw. mit den niedrigeren

Börsenkursen oder den niedrigeren beizulegenden

Werten bewertet.

Beteiligungen

Beteiligungen werden nach dem strengen

Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten

oder zum niedrigeren Wert am Bilanzstichtag

bewertet.

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Immaterielle Anlagewerte

und Sachanlagen

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

werden mit ihren Anschaffungs-

oder Herstellungskosten, vermindert

um planmäßige Abschreibungen,

bilanziert. In 2008 erfolgte bei neu erworbenen

beweglichen Vermögensgegenständen

der Wechsel von der degressiven auf

die lineare Abschreibung auf der Grundlage

der von der Finanzverwaltung veröffentlichten

AfA-Tabellen. Bis 2009 erworbene

oder selbst erstellte Gebäude werden

planmäßig mit den höchsten

steuerlich zulässigen Sätzen abgeschrieben.

Ab 2010 angeschaffte oder selbst erstellte

Gebäude werden linear über eine

Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren abgeschrieben.

Liegt der nach vorstehenden

Grundsätzen ermittelte Wert von Vermögensgegenständen

über dem Wert, der ihnen

am Abschlussstichtag beizulegen ist

und handelt es sich dabei um eine voraussichtlich

dauernde Wertminderung, wird

dem durch außerplanmäßige Abschreibungen

Rechnung getragen. Geringwertige

Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten

150 Euro ohne Umsatzsteuer

nicht übersteigen, werden im Jahr

der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst.

Geringwertige Vermögensgegenstände

von über 150 Euro bis 1.000 Euro ohne

Umsatzsteuer werden im Anschaffungsjahr

voll abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände

werden nach dem strengen Niederstwertprinzip

zu Anschaffungskosten oder zum

niedrigeren Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem

Erfüllungsbetrag passiviert. Der Unterschied

zwischen dem Erfüllungs- und

dem Ausgabebetrag wird unter den Rechnungsabgrenzungen

ausgewiesen und

zeitanteilig erfolgswirksam aufgelöst.

Rückstellungen

Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags

gebildet, der nach vernünftiger

kaufmännischer Beurteilung notwendig

ist. Soweit erforderlich werden

künftige Preis- und Kostensteigerungen

berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer

Ursprungslaufzeit von einem Jahr

oder weniger erfolgt keine Abzinsung. Die

übrigen Rückstellungen werden gemäß

§ 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins

der Rückstellungsabzinsungsverordnung

(RückAbzinsV) abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen werden

nach versicherungsmathematischen

Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren

auf der Grundlage der Heubeck

Richttafeln 2005 G ermittelt. Sie wurden

pauschal mit dem von der Deutschen

Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen

Marktzinssatz der vergangenen

sieben Jahre abgezinst, der sich bei

einer angenommenen Restlaufzeit von

15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Dieser Zinssatz beträgt 5,04 %. Bei der

Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen

wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen

von 2,0 % und Rentensteigerungen

von jährlich 2,0 % unterstellt.

Bei der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen

wurde unterstellt, dass sich der

Verpflichtungsumfang sowie der Diskontsatz

erst zum Ende der Periode ändern.

Die Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes

bzw. Zinseffekten einer geänderten

Schätzung der Restlaufzeit werden

unter dem Personalaufwand bzw. als

sonstige betriebliche Erträge erfasst.

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Für die Verpflichtung zur Leistung von Beihilfen

an Pensionäre und aktive Mitarbeiter

für die Zeit ihres Ruhestandes in

Krankheits-, Geburts- und Todesfällen wird

eine Rückstellung gebildet. Der Bemessung

wird die aktuelle Sterbetafel des BMF

(Bundesministerium der Finanzen) zur Bewertung

einer lebenslangen Nutzung oder

Leistung gemäß § 14 Abs. 1 BewG und die

Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2

Satz 2 HGB für die Ermittlung des Abzinsungssatzes

zugrunde gelegt. Bei dieser

sowie allen übrigen wesentlichen Rückstellungen

wird die Änderung des Verpflichtungsumfangs

bei der Aufzinsung

unterjährig berücksichtigt. Die Erfolge aus

Änderungen des Abzinsungssatzes werden

im Falle von Rückstellungen für Bankprodukte

im Zinsbereich, ansonsten unter

den sonstigen betrieblichen Aufwendungen

ausgewiesen. Die Erfolge aus Zinseffekten

einer geänderten Schätzung der

Restlaufzeit werden in dem GuV-Posten

ausgewiesen, in dem auch die Aufwendungen

zur Rückstellungsdotierung ausgewiesen

werden. Auch bei der Ermittlung der

Aufzinsungserfolge dieser Rückstellungen

haben wir unterstellt, dass eine Änderung

des Abzinsungssatzes erst zum Ende der

Periode eintritt.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen

Geschäfte des Bankbuchs

(Zinsbuchs)

Zur Ermittlung eines ggf. bestehenden

Verpflichtungsüberschusses aus dem Geschäft

mit zinsbezogenen Finanzinstrumenten

im Bankbuch ist eine Gesamtbetrachtung

aller zinstragenden Aktiva und

Passiva des Bankbuchs einschließlich der

Derivate unter Berücksichtigung aller bis

zur vollständigen Abwicklung zu erwartenden

Risiko- und Verwaltungskosten vorgenommen

worden. Hierbei ist die Ermittlung

anhand einer barwertigen Betrachtung

erfolgt. Eine Rückstellung war nicht

erforderlich.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Es besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken

gemäß § 340g HGB.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente (Swaps und

Termingeschäfte) werden grundsätzlich

einzeln bewertet. Die zur Steuerung der

globalen Zinsänderungsrisiken abgeschlossenen

Zinsswaps wurden in die verlustfreie

Bewertung der zinsbezogenen

Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs)

einbezogen und waren somit nicht gesondert

zu bewerten.

Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß

§ 256a i.V.m. 340h HGB. Eine besondere

Deckung gemäß § 340h HGB sehen wir als

gegeben an, soweit eine Identität von

Währung und Betrag der gegenläufigen

Geschäfte vorliegt. Die Umrechnungsergebnisse

aus Geschäften, die in die besondere

Deckung einbezogen sind, werden

saldiert je Währung in den sonstigen

betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen

ausgewiesen. Zum Jahresende nicht

abgewickelte Termingeschäfte werden mit

den entsprechenden Terminkursen umgerechnet.

Die Aufwendungen und Erträge

aus der Währungsumrechnung außerhalb

der besonderen Deckung werden unter

den sonstigen betrieblichen Aufwendungen

und Erträgen ausgewiesen.

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ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Aktivseite

Posten 3: Forderungen an Kreditinstitute

31.12.2012 31.12.2011

In diesem Posten sind enthalten: TEUR TEUR

– Forderungen an die eigene Girozentrale 262.864 237.990

Die Forderungen gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:

Posten 3 b) andere Forderungen

– bis drei Monate 5.000 10.000

– mehr als drei Monate bis ein Jahr 50.103 102.643

– mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 165.000 117.500

Posten 4: Forderungen an Kunden

31.12.2012 31.12.2011

In diesem Posten sind enthalten: TEUR TEUR

– Forderungen an Unternehmen, mit denen

ein Beteiligungsverhältnis besteht 78.610 80.667

Die Forderungen gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:

– bis drei Monate 89.996 109.612

– mehr als drei Monate bis ein Jahr 242.350 214.744

– mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 769.701 764.726

– mehr als fünf Jahre 1.257.747 1.292.861

– mit unbestimmter Laufzeit 149.576 168.225

Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

31.12.2012 31.12.2011

In diesem Posten sind enthalten: TEUR TEUR

– Im folgenden Geschäftsjahr fällige Wertpapiere 232.944 162.401

– Börsenfähige Wertpapiere (ohne antizipative Zinsen), 992.963 904.910

davon sind

– börsennotiert 990.462 902.409

– nicht börsennotiert 2.501 2.501

Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

31.12.2012 31.12.2011

In diesem Posten sind enthalten: TEUR TEUR

– Börsenfähige Wertpapiere, 12.382 12.382

davon sind

– börsennotiert 23 23

– nicht börsennotiert 12.359 12.359

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Anteile an Investmentvermögen

An folgenden Investmentvermögen halten wir mehr als 10 % der Anteile:

Bezeichnung des Marktwert Buchwert Differenz Ertragsausschüt-

Investmentvermögens Buchwert zu schüttungen für

Marktwert das Geschäftsjahr

TEUR TEUR TEUR TEUR

Gemischte Fonds

(international)

Alpen-Fonds 54.353 54.353 – 1.736

KEBI 2-Fonds 62.275 62.011 264 1.693

Immobilienfonds

(international)

BGV III Feeder 2 5.238 5.038 200 485

SICAV-FIS-Fonds

Bei dem BGV III Feeder 2 SICAV-FIS Fonds ist eine Rückgabe nicht vorgesehen. Hier kann die Rückzahlung

über die Fondsauflösung oder durch Veräußerung der Anteile an Dritte erfolgen. Bei dem

Investmentvermögen BGV III Feeder 2 SICAV-FIS handelt es sich um einen von der Kapitalanlagegesellschaft

geschlossenen Fonds, die weiteren dargestellten Investmentvermögen unterlagen keiner

Beschränkung in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe.

Die Fondsanteile am Alpen-Fonds, KEBI 2-Fonds und BGV III Feeder 2 SICAV-FIS Fonds sind dem

Anlagevermögen zugeordnet.

Posten 9: Treuhandvermögen

Das Treuhandvermögen betrifft mit

518 TEUR Forderungen an Kunden und

mit 1 TEUR Beteiligungen.

Posten 12: Sachanlagen

31.12.2012 31.12.2011

In diesem Posten

sind enthalten: TEUR TEUR

– Im Rahmen der

eigenen Tätigkeit

genutzte Grundstücke

und Bauten 16.885 18.254

– Betriebs- und

Geschäftsausstattung 5.752 6.370

Posten 13: Sonstige

Vermögensgegenstände

In diesem Posten sind nachrangige Vermögensgegenstände

in Höhe von 12.952 TEUR

(im Vorjahr 11.900 TEUR) enthalten.

Posten 14: Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten

enthält 3.903 TEUR (im Vorjahr 4.705 TEUR)

Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz von

Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag,

soweit dieser höher ist als der Ausgabebetrag.

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Latente Steuern

Aufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsvorschriften zwischen Handels- und Steuerbilanz und außerbilanzieller

Korrekturen inklusive negativer/positiver Anleger-Aktien- und Immobiliengewinne bestehen zum 31. Dezember

2012 Steuerlatenzen. Dabei wird der Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen durch absehbare Steuerentlastungen

überdeckt. Eine passive Steuerabgrenzung war demzufolge nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver

latenter Steuern wurde verzichtet. Die wesentlichen künftigen Steuerbelastungen resultieren aus unterschiedlichen

Wertansätzen bei den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Sachanlagen und sonstigen Vermögensgegenständen.

Die zum Ausgleich der künftigen Steuerbelastungen benötigten absehbaren künftigen Steuerentlastungen

ergeben sich im Wesentlichen aus unterschiedlichen bilanziellen Ansätzen bei den Forderungen an

Kunden, Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, Sachanlagen und Rückstellungen. Die

Ermittlung der Differenzen erfolgte unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 28,57 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer

zuzüglich Solidaritätszuschlag). Aus Beteiligungen an Personengesellschaften resultierende, lediglich

der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegende Differenzen wurden bei den Berechnungen mit

15,825 % bewertet. Verlustvorträge, die zu einer Steuerentlastung führen und kompensatorisch in die Berechnung

der latenten Steuern einzubeziehen sind, bestehen nicht.

Entwicklung des Anlagevermögens

Bilanz- Anschaf- Zugänge Abgänge Zuschrei- Abschrei- Abschrei- Bilanz Bilanzposten

fungs-/ bungen bungen bungen wert wert

Herstel- kumuliert im Ge- 31.12. 31.12.

lungs- schäfts- 2012 2011

kosten

jahr

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Immaterielle

920 106 10 – 880 61 136 91

Anlagewerte

Sachanlagen

89.290 1.352 2.277 – 59.442 3.876 28.923 31.860

Sonstige

Vermögens-

15.062 – 300 1.052 1.932 – 13.882 13.130

gegenstände

Bilanzwert Nettover- Bilanzwert

Bilanzposten 31.12.2011 änderungen 31.12.2012

TEUR TEUR TEUR

Aktien und andere nicht

festverzinsliche Wertpapiere

131.298 13.401 144.699

Beteiligungen 56.017 13.934 69.951

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Passivseite

Posten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

31.12.2012 31.12.2011

In diesem Posten sind enthalten: TEUR TEUR

– Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale 630.972 704.671

– Durch eigene Vermögenswerte besicherte Verbindlichkeiten 337.234 306.574

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:

Posten 1 b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist

– bis drei Monate 32.536 62.306

– mehr als drei Monate bis ein Jahr 147.283 50.451

– mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 290.255 297.490

– mehr als fünf Jahre 214.718 298.954

Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

31.12.2012 31.12.2011

In diesem Posten sind enthalten: TEUR TEUR

– Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit

denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.406 6.295

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:

Posten 2 a ab) Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten

– bis drei Monate 28.704 28.896

– mehr als drei Monate bis ein Jahr 65.280 114.392

– mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 132.922 52.912

– mehr als fünf Jahre 101 163

Posten 2 b bb) andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter

Laufzeit oder Kündigungsfrist

– bis drei Monate 129.373 194.663

– mehr als drei Monate bis ein Jahr 157.871 275.215

– mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 76.410 124.785

– mehr als fünf Jahre 2.321 2.358

Posten 3: Verbriefte Verbindlichkeiten

31.12.2012 31.12.2011

In diesem Posten sind enthalten: TEUR TEUR

Posten 3 a) begebene Schuldverschreibungen

– Im folgenden Geschäftsjahr fällige Wertpapiere 3.455 7.443

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Posten 4: Treuhandverbindlichkeiten

Die Treuhandverbindlichkeiten entfallen

in voller Höhe auf Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten.

Posten 6: Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten

enthält 3.584 TEUR (im Vorjahr 4.781 TEUR)

Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz von

Hypothekendarlehen und anderen Forderungen

mit ihrem Nennbetrag, soweit dieser

höher als der Auszahlungsbetrag oder

die Anschaffungskosten ist und Zinscharakter

hat.

Posten 9: Nachrangige Verbindlichkeiten

Für von der Sparkasse eingegangene

nachrangige Verbindlichkeiten sind im

Geschäftsjahr insgesamt Aufwendungen

von 4.291 TEUR angefallen.

Die nachrangigen Verbindlichkeiten (ohne

anteilige Zinsen) von insgesamt 124.199

TEUR übersteigen im Einzelfall nicht 10 %

des Gesamtbetrags der nachrangigen Verbindlichkeiten.

Sie haben eine Durchschnittsverzinsung

von 3,37 % und eine

Ursprungslaufzeit von 5 bis 16 Jahren;

davon werden in dem Jahr, das auf den

Bilanzstichtag folgt, 4.713 TEUR fällig.

Die Bedingungen der nachrangigen Verbindlichkeiten

entsprechen den Anforderungen

des § 10 Abs. 5a des Kreditwesengesetzes

(KWG).

Posten 12: Eigenkapital

Im Unterposten „cb) andere Rücklagen“

ist eine gebundene Rücklage gemäß

§ 130 ÖAktG (§103 Z 12 lit c BWG) in Höhe

von 2.999 TEUR des österreichischen Unternehmensteils

enthalten.

Mehrere Posten

betreffende Angaben

Vermögensgegenstände und Schulden in

fremder Währung

Auf Fremdwährung lauten Vermögensgegenstände

im Gesamtbetrag von 122.661 TEUR

und Verbindlichkeiten im Gesamtbetrag von

121.613 TEUR.

ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN

ZU DEN POSTEN UNTER DEM

BILANZSTRICH

Posten 1: Eventualverbindlichkeiten

Hinsichtlich der unter den Eventualverbindlichkeiten

ausgewiesenen Verbindlichkeiten

aus Bürgschaften und Gewährleistungen

sowie Haftung aus der Bestellung

von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten

sind bis zum Aufstellungszeitpunkt des

Jahresabschlusses keine signifikanten Ereignisse

und Informationen bekannt geworden,

die eine Inanspruchnahme daraus

erwarten lassen. Bei unseren Kreditgewährungen

werden in diesem Posten für Kreditnehmer

übernommene Bürgschaften

und Gewährleistungsverträge erfasst. Auf

Basis der regelmäßigen Bonitätsbeurteilungen

der Kunden im Rahmen unserer

Kreditrisikomanagementprozesse gehen

wir für die hier ausgewiesenen Beträge davon

aus, dass sie nicht zu einer wirtschaftlichen

Belastung der Sparkasse führen werden.

Auch haben sich in den letzten Jahren

nur geringfügige Ansprüche Dritter ergeben.

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ANGABEN UND ERLÄUTERUN-

GEN ZUR GEWINN- UND VER-

LUSTRECHNUNG

Posten 2: Zinsaufwendungen

Im Posten „Zinsaufwendungen“ sind Aufwendungen

aus der Aufzinsung bzw. aus

der Änderung des Diskontierungssatzes

von Rückstellungen in Höhe von 21 TEUR

(im Vorjahr 43 TEUR) enthalten.

Posten 5: Provisionserträge –

Dienstleistungen für Verwaltung und

Vermittlung

Die wesentlichen an Dritte erbrachten

Dienstleistungen für Verwaltung und

Vermittlung entfallen auf die Vermittlung

von Produkten der Verbundpartner (Versicherung,

Bausparverträge, Immobilien, Investmentzertifikate

und Vermögensverwaltungsverträge).

Posten 12: Sonstige betriebliche Aufwendungen

In dem Posten sind Aufwendungen aus der

Aufzinsung bzw. Änderung des Diskontierungssatzes

von Rückstellungen in Höhe

von 1.451 TEUR (im Vorjahr 1.412 TEUR)

enthalten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

sind im Geschäftsjahr

nicht angefallen (im Vorjahr 177 TEUR).

Posten 21: Außerordentliche Aufwendungen

Der Posten „Außerordentliche Aufwendungen“

der Gewinn- und Verlustrechnung

entfällt in voller Höhe auf die Bildung einer

Rückstellung für die anteilige Lastentragung

der Sparkasse Allgäu im Rahmen des

EU-Beihilfeverfahrens der BayernLB.

Posten 8: Sonstige betriebliche Erträge

31.12.2012 31.12.2011

In diesem Posten sind

folgende wesentliche

Einzelposten enthalten: TEUR TEUR

- Erträge aus

Grundstücken

und Gebäuden 1.438 1.546

- Erträge aus der

Auflösung von

Rückstellungen 528 870

- Erträge aus der

Verwendung des Erfüllungsrückstandes

der Altersteilzeitrückstellung

733 655

- Erträge aus der

Zuschreibung

von stillen Einlagen 1.052 85

- Erträge aus der

Währungsumrechnung 231 423

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SONSTIGE ANGABEN

Derivative Finanzinstrumente

Die Arten und der Umfang derivativer Finanzinstrumente, bezogen auf die Nominalwerte der zu Grunde

liegenden Referenzwerte, sind in folgender Aufstellung zusammengestellt:

Derivative Finanzinstrumente

Nominalbeträge

nach Restlaufzeiten

– in TEUR – Bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Insgesamt

Zinsrisiken

Zinsswaps 1 10.000 15.000 10.000 35.000

Davon Deckungsgeschäfte – – – –

Währungsrisiken

Devisentermingeschäfte

35.192 3.751 227 39.170

Währungsswaps 2.350 – – 2.350

– insgesamt – 37.542 3.751 227 41.520

Davon Deckungsgeschäfte 18.771 1.876 113 20.760

Nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte derivative Finanzinstrumente

– in TEUR – Nominalbeträge Zeitwert Zeitwert

positiv negativ

Zinsrisiken

Zinsswaps 1 35.000 – 4.697

Währungsrisiken

Devisentermingeschäfte

39.170 790 667

Währungsswaps 2.350 73 71

– insgesamt – 41.520 863 738

1

Zinsswaps mit einem negativen Marktwert von 4.697 TEUR dienen

der Steuerung des globalen Zinsänderungsrisikos und wurden in die

verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

(Zinsbuchs) einbezogen. Daher sind sie nicht gesondert zu bewerten.

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Für Zinsswaps werden die beizulegenden

Zeitwerte als Barwert zukünftiger Zinszahlungsströme

auf Basis der Marktzinsmethode

ermittelt. Dabei finden die

Swap-Zinskurven zum Bilanzstichtag Verwendung,

die den Veröffentlichungen der

Agentur Reuters entnommen werden.

Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte

werden aus den Barwerten

der gegenläufigen Zahlungsströme

(in Fremdwährung und in Euro) unter Anwendung

der Zero-Zinsstrukturkurve der

jeweiligen Währung zum Bilanzstichtag

ermittelt, die den Veröffentlichungen der

Agentur Reuters entnommen werden. Die

Umrechnung erfolgt anhand der zuletzt

verfügbaren Währungs-Spotkurse.

Für Währungsswaps werden die beizulegenden

Zeitwerte als Barwert zukünftiger

Zinszahlungsströme auf Basis der Marktzinsmethode

ermittelt. Dabei finden die

Swap-Zinskurven zum Bilanzstichtag Verwendung,

die den Währungen der jeweiligen

Geschäfte entsprechen und den Veröffentlichungen

der Agentur Reuters entnommen

werden. Danach werden die

Währungsbeträge mit dem entsprechenden

aktuellen Währungskurs in Euro umgerechnet.

Angaben zu nicht passivierten pensionsähnlichen

Verpflichtungen

Der Träger bzw. die Sparkasse ist Mitglied

der Zusatzversorgungskasse der bayerischen

Gemeinden (ZVK). Versichert sind

bei dieser Kasse alle Beschäftigten, die

unter den Geltungsbereich des TVöD-S

fallen. Der TVöD-S gewährt den unter den

Geltungsbereich des TVöD-S fallenden Beschäftigten

grundsätzlich einen Anspruch

auf Verschaffung einer Zusatzversorgung.

Der Anspruch entsteht bei beiderseitiger

Tarifgebundenheit oder wenn die Arbeitsvertragsparteien

die Anwendbarkeit des

TVöD-S im Arbeitsvertrag vereinbart haben.

Grundlage der Versicherung bei der

ZVK ist seit dem 01.01.2002 der Tarifvertrag

über die zusätzliche Altersvorsorge

der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes

(ATV-K). Nach wie vor gewährt die ZVK

eine Alters- und Hinterbliebenenrente sowie

Erwerbsminderungsrenten. Die Höhe

der Versorgungszusage errechnet sich

nach der Betriebsrentenformel der ZVK.

Das Punktemodell basiert auf dem Prinzip,

dass Beiträge zur Zusatzversorgung, multipliziert

mit einem Altersfaktor, Versorgungspunkte

für die Beschäftigten ergeben.

Es werden Leistungen zugesagt, die

sich ergeben würden, wenn eine Gesamtbeitragsleistung

von 4 % des zusatzversorgungspflichtigen

Entgelts vollständig in

ein kapitalgedecktes System einbezahlt

werden würde.

Bei der Zusatzversorgungskasse der bayerischen

Gemeinden werden seit der Umstellung

vom Gesamtversorgungsmodell

auf ein betriebsrentenrechtliches Punktemodell

sowohl Umlagen als auch Beiträge

erhoben. Die Erhebung von Umlagen ist erforderlich,

um die Anwartschaften und laufenden

Rentenverpflichtungen aus der Zeit

vor der Umstellung finanzieren zu können.

Der Umlagesatz betrug im Jahr 2012

4,75% der Bemessungsgrundlage. Ab dem

01.01.2013 beträgt der Umlagesatz 3,75%.

Der Zusatzbeitrag (4 % der Bemessungsgrundlage)

dient dem Aufbau einer Kapitaldeckung

für Anwartschaften, die seit der

Umstellung entstehen. Die Aufwendungen

der Sparkasse belaufen sich in 2012 auf

3.295. TEUR. Die Summe der umlagepflichtigen

Gehälter beträgt 35.129 TEUR.

Der für den derzeit nicht vorgesehenen Fall

einer Beendigung der Mitgliedschaft oder

eines Wechsels in einen kapitalgedeckten

Abrechnungsverband nach der Satzung der

ZVK anfallende Ausgleichsbetrag belief

sich am Ende 2012 auf 58.576 TEUR. Der

Ausgleichsbetrag wurde nach versicherungsmathematischen

Grundsätzen von

der ZVK berechnet und umfasst den Barwert

der Leistungsverpflichtungen der ZVK,

die aus der Mitgliedschaft der Sparkasse

Allgäu im umlagefinanzierten Abrechnungsverband

resultieren. Für die Ermittlung

wird ein Rechnungszins von zurzeit

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1,75 % (gemäß Deckungsrückstellungs-

Verordnung) herangezogen; das Kassenvermögen

der ZVK (Kollektivvermögen aller

Mitglieder im umlagefinanzierten Abrechnungsverband)

bleibt

unberücksichtigt. Im Hinblick auf die Vergleichbarkeit

des bei Ermittlung des Ausgleichsbetrages

zu Grunde gelegten

Rechnungszinses mit dem für die Berechnung

der unmittelbaren Pensionsverpflichtungen

verwendeten Abzinsungssatz

geben wir informativ zusätzlich den

Betrag an, der sich bei einem Zinssatz

von 5,05 % ergeben hätte. Dieser Betrag

beläuft sich auf 38.042 TEUR.

Nicht realisierte Reserven

Die Sparkasse hat nicht realisierte Reserven

in den Grundstücken und Bauten in

Höhe von 18.744 TEUR dem haftenden

Eigenkapital nach § 10 KWG zugerechnet.

Gesamtbezüge des Vorstands und des

Verwaltungsrats

Den Mitgliedern des Vorstandes wurden

für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr

Gesamtbezüge in Höhe von 895 TEUR

gewährt.

Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten

für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr

Gesamtbezüge in Höhe von 185 TEUR.

Pensionsrückstellungen und –zahlungen

für bzw. an frühere Mitglieder des Vorstands

und deren Hinterbliebene

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber

früheren Mitgliedern des Vorstands

und ihren Hinterbliebenen sind zum

31.12.2012 17.618 TEUR zurückgestellt.

Die laufenden Bezüge für diesen Personenkreis

betrugen im Geschäftsjahr 1.409 TEUR.

Kreditgewährungen an Vorstand und Verwaltungsrat

Die Kredite an den Vorstand sowie die zu

seinen Gunsten eingegangenen Haftungsverhältnisse

betragen 394 TEUR. Die entsprechenden

Kreditgewährungen an Mitglieder

des Verwaltungsrats belaufen sich

auf 3.703 TEUR.

Honorare für den Abschlussprüfer

Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes

Bayern ist gemäß § 22 SpkO sowie

§ 340k HGB gesetzlicher Abschlussprüfer

unseres Jahresabschlusses. Für Abschlussprüfungsleistungen

fielen im Geschäftsjahr

2012 Aufwendungen in Höhe von 203 TEUR

an. Die Aufwendungen für andere Bestätigungsleistungen

belaufen sich auf 35 TEUR.

Von dem im Vorjahr im Anhang ausgewiesenem

Honorar für Abschlussprüfungsleistungen

wurden im laufenden Geschäftsjahr

4 TEUR als Erträge aus der Auflösung

von Rückstellungen im GuV-Posten 8. Sonstige

betriebliche Erträge vereinnahmt.

18


Verwaltungsrat und Vorstand

Verwaltungsrat

Vorsitzender: Gebhard Kaiser, Landrat des Landkreises Oberallgäu (bis 30.4.2012)

Dr. Ulrich Netzer, Oberbürgermeister der Stadt Kempten (ab 1.5.2012)

Stellvertretende Vorsitzende: Dr. Ulrich Netzer, Oberbürgermeister der Stadt Kempten (bis 30.4.2012)

Gebhard Kaiser, Landrat des Landkreises Oberallgäu (ab 1.5.2012)

Johann Fleschhut, Landrat des Landkreises Ostallgäu

Thomas Wurmbäck, Polizeihauptkommissar und 2. Bürgermeister der Stadt Immenstadt

Paul Iacob, Bürgermeister der Stadt Füssen

Mitglieder:

Josef Ambros, Geschäftsführer der Anton Ambros GmbH – Zimmereibetrieb

Manfred Baldauf, Steuerberater

Hannes Feneberg, Geschäftsführer der Firmengruppe Feneberg – Lebensmitteleinzelhandel

Walter Grath, Bürgermeister des Marktes Oberstaufen

Alfons Hörmann, Geschäftsführer der Hörmann-Gruppe in Kirchseeon

Thomas Kreuzer, Staatsminister, Leiter der bayerischen Staatskanzlei

Ursula Lax, Kindergartenleiterin

Harald Platz, Geschäftsführer i. R.

Hubert Timmermann, Geschäftsführer des Möbelhauses Lederle GmbH & Co. KG

Martin Haf, Vorstandsvorsitzender (bis 31.1.2012)

Manfred Hegedüs, Vorstandsvorsitzender (ab 1.2.2012)

Vorstand

Vorsitzender: Martin Haf (bis 31.1.2012)

Manfred Hegedüs (ab 1.2.2012)

Stellvertretender Vorsitzender Manfred Kreisle

Mitglieder: Manfred Hegedüs (bis 31.1.2012)

Heribert Schwarz (ab 1.2.2012)

Mitarbeiter / -innen

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt: 2012

Vollzeitkräfte 571

Teilzeit- und Ultimokräfte 386

957

Auszubildende 74

Insgesamt 1.031

Kempten, 11. März 2013 Kempten, 10. Mai 2013

Sparkasse Allgäu

Sparkasse Allgäu

Vorstand

Vorsitzender des Verwaltungsrats

Manfred Hegedüs Manfred Kreisle Heribert Schwarz Dr. Ulrich Netzer

19


Bestätigungsvermerk des

Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend

aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung

sowie Anhang - unter Einbeziehung

der Buchführung und den Lagebericht der

Sparkasse Allgäu für das Geschäftsjahr vom

01.01.2012 bis 31.12.2012 geprüft. Die

Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss

und Lagebericht nach den

deutschen handelsrechtlichen Vorschriften

liegen in der Verantwortung des Vorstandes

der Sparkasse. Unsere Aufgabe ist es,

auf der Grundlage der von uns durchgeführten

Prüfung eine Beurteilung über den

Jahresabschluss unter Einbeziehung der

Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung

nach § 317 HGB unter Beachtung der vom

Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland

e. V. (IDW) festgestellten deutschen

Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung

vorgenommen. Danach ist die Prüfung

so zu planen und durchzuführen, dass

Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf

die Darstellung des durch den Jahresabschluss

unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung und durch

den Lagebericht vermittelten Bildes der

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich

auswirken, mit hinreichender Sicherheit

erkannt werden. Bei der Festlegung

der Prüfungshandlungen werden die

Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und

über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld

der Sparkasse sowie die Erwartungen

über mögliche Fehler berücksichtigt. Im

Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit

des rechnungslegungsbezogenen internen

Kontrollsystems sowie Nachweise

für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss

und Lagebericht überwiegend

auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der

angewandten Bilanzierungsgrundsätze

und der wesentlichen Einschätzungen des

Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung

des Jahresabschlusses

und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung,

dass unsere Prüfung eine hinreichend

sichere Grundlage für unsere Beurteilung

bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen

geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der

bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der Jahresabschluss den

gesetzlichen Vorschriften und vermittelt

unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger

Buchführung ein den tatsächlichen

Verhältnissen entsprechendes

Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

der Sparkasse. Der Lagebericht steht

in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt

insgesamt ein zutreffendes Bild

von der Lage der Sparkasse und stellt die

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

zutreffend dar.

München, den 17. Mai 2013

Prüfungsstelle

des Sparkassenverbandes Bayern

Dürrwanger-Trautwein

Wirtschaftsprüferin

Röthemeyer

Wirtschaftsprüfer

20


Lagebericht zum Geschäftsjahr 2012

Inhalt:

1. Rahmenbedingungen

1.1 Rechtliche Rahmenbedingungen

1.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.3 Regionale Wirtschaftsentwicklung

1.4 Branchen- und Konkurrenzsituation

im Kreditgewerbe

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäftsentwicklung

2.2 Vermögenslage

2.3 Finanzlage

2.4 Ertragslage

2.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.5.1 Produktpolitik

2.5.2 Wirtschaftlichkeit

2.5.3 Investitionen

2.5.4 Personal- und Sozialbereich

2.5.5 Kundenbeziehungen

2.5.6 Umweltschutz

2.5.7 Soziales Engagement

2.6 Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr

2.7 Zusammenfassende Beurteilung der

Geschäftsentwicklung und der Lage

der Sparkasse

3. Nachtragsbericht

4. Risikobericht

4.1 Risikomanagement

4.2 Risikoarten (und deren Absicherung)

4.2.1 Adressenausfallrisiken

4.2.2 Liquiditätsrisiken

4.2.3 Marktpreisrisiken

4.2.4 Operationelle Risiken

4.3 Zusammenfassende Beurteilung der

Risikolage der Sparkasse

5. Prognosebericht

1. Rahmenbedingungen

1.1. Rechtliche Rahmenbedingungen

Die Sparkasse Allgäu ist eine mündelsichere,

gemeinnützige Anstalt des öffentlichen

Rechts nach dem bayerischen Sparkassengesetz.

Träger ist der Zweckverband

Sparkasse Allgäu, dem der Landkreis

Oberallgäu, die kreisfreie Stadt Kempten

(Allgäu), der Landkreis Ostallgäu, die Stadt

Immenstadt und die Stadt Füssen angehören.

Die Sparkasse ist Mitglied des Sparkassenverbandes

Bayern und über diesen dem

Deutschen Sparkassen- und Giroverband

angeschlossen. Sie haftet mit den anderen

bayerischen Sparkassen gemäß § 8 Abs. 2

der Satzung des Sparkassenverbandes

Bayern für die Verbindlichkeiten des Sparkassenverbandes

Bayern. Gleichzeitig ist

die Sparkasse Allgäu außerordentliches

Mitglied des Österreichischen Sparkassenverbandes.

Die Sparkasse ist Mitglied im Sparkassenstützungsfonds

des Sparkassenverbandes

Bayern und damit Teil des Sicherungssystems

der deutschen Sparkassenorganisation.

Dem Sicherungssystem der deutschen

Sparkassenorganisation sind die

Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen

angeschlossen. Als institutssichernde

Einrichtung im Sinne des

Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes

schützt dieses System

den Bestand der angeschlossenen Institute.

Damit ist die Erfüllung sämtlicher fälliger

Kundeneinlagen, z. B. Spar-, Terminoder

Sichteinlagen sowie verbriefter Verbindlichkeiten

in voller Höhe sichergestellt.

21


1.2. Gesamtwirtschaftliche

Rahmenbedingungen

In einer sich abkühlenden Weltwirtschaft

und einem mit der Finanzkrise kämpfenden

Euro–Währungsgebiet erwiesen sich

Deutschland wie Bayern als der berühmte

Fels in der Brandung. Auch wenn nach einem

überraschend starken Jahresauftakt

die Wirtschaft im Laufe des Jahres an

Fahrt verlor, geht es uns dennoch im Vergleich

zum übrigen Euro–Raum noch verhältnismäßig

gut.

Wesentliche Impulse gingen auch 2012

vom Export aus. Trotz des Einbruchs der

Ausfuhren im Dezember 2012 blickt die

deutsche Exportwirtschaft auf ihr bestes

Jahr zurück. Dementsprechend kann

Deutschland mit 188,1 Milliarden € auf

ein enormes Plus in der Handelsbilanz

verweisen. Gegenüber 2011 wuchsen die

Ausfuhren nochmals um 3,4 % auf 1.097

Milliarden €. Dabei wurden die Einbrüche

in der Eurozone durch entsprechende

Steigerungen in den Vereinigten Staaten

und Asien überkompensiert. Ein Wachstum

des privaten Konsums um real 0,8 %

trug zusätzlich zur günstigen Wirtschaftsentwicklung

in Deutschland bei.

Ausrüstungsinvestitionen in Maschinen,

Geräte und Fahrzeuge schrumpften dagegen

im 3. Quartal um rund 2 %. Der

gleichzeitige Abbau von Vorräten minderte

das Wirtschaftswachstum um etwa

0,3 Prozentpunkte.

Diese Minderung des Wachstumstempos

wirkte sich aber nicht auf den äußerst stabilen

Arbeitsmarkt aus. Die Arbeitslosenquote

liegt deutschlandweit bei - im europäischen

Vergleich -guten 6,8 %. Mit

3,7 % Arbeitslosen belegt Bayern innerhalb

Deutschlands klar die Spitzenposition.

In mehr als einem Drittel aller bayerischen

Kreise und kreisfreien Städte

ergab sich mit einer jahresdurchschnittlichen

Arbeitslosenquote von unter 3 %

Vollbeschäftigung. Im Oktober 2012 waren

4,9 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig

in Bayern beschäftigt.

Die Arbeitskräfte- nachfrage verharrte zugleich

auf hohem Niveau. Mehr als 1/3 aller

Unternehmen befürchten wegen des

Fachkräftemangels sogar wirtschaftliche

Risiken.

Im Gesamtjahreszeitraum 2012 verringerte

sich die Wachstumsgeschwindigkeit

des deutschen Bruttoinlandsprodukts auf

real 0,7 %. Für Bayern werden ähnlich solide

Wachstumsraten erwartet. Nachdem

der ifo-Geschäftsklimaindex im Januar

2013 zum 3. Mal in Folge gestiegen ist

und die Auftragseingänge in der deutschen

wie bayerischen Industrie erstmals

im Oktober 2012 wieder zugelegt haben,

deutet vieles darauf hin, dass ab etwa

Mitte 2013 mit weiterer Besserung der

Wirtschaftsentwicklung zu rechnen ist.

Dieser Aufschwung könnte sich 2014 fortsetzen

und sogar noch stärkere Dynamik

erfahren.

1.3. Regionale Wirtschaftsentwicklung

Das produzierende Gewerbe (Schwerpunkt

Maschinenbau) verzeichnet eine

gute, aber im 2. Halbjahr leicht abschwächende

Auftragslage. Bei der Mehrheit

unserer Kunden führte dies zu einer weiteren

Verbesserung der Bilanzsituation,

da die Erträge in den Unternehmen belassen

wurden. Die Investitionen, die vielfach

aus der eigenen Finanzkraft gedeckt

wurden, flossen vor allem in effizienzsteigernde

Maßnahmen.

Das Gastgewerbe konnte eine konstant

gute Entwicklung vorweisen. Erreicht

wurde dies durch überdurchschnittliche

Zuwachsraten bei den Gästezahlen. Unterstützend

wirkte auch, dass der Trend

zur rückläufigen Verweildauer der Gäste

gestoppt werden konnte. Die 4 Sterne

und 4 Sterne plus Häusern konnten die

durchschnittliche Verweildauer der Gäste

sogar ausweiten.

22


Immobilien waren im abgelaufenen Geschäftsjahr

weiterhin stark gefragt. Dies

war sowohl im Bauträgergeschäft als auch

bei Gebrauchtimmobilien zu beobachten.

Dennoch bleibt Lage und Qualität ein entscheidender

Faktor bei der Preisfindung

für Immobilien.

Unsere Privatkunden profitieren von der

niedrigen Arbeitslosenquote im Bereich

der Agentur für Arbeit in Kempten-Memmingen.

Die Quote liegt mit 3,3 % nochmals

deutlich unter dem schon sehr guten

bayerischen Durchschnitt. Dies hat

auch den privaten Konsum im Geschäftsgebiet

angeregt.

1.4. Branchen- und Konkurrenzsituation

im Kreditgewerbe

Für die Sparkasse Allgäu galt es sich im

vergangenen Jahr in einem – bezogen auf

die Wettbewerbsverhältnisse in der Kreditwirtschaft

– eher schwierigen Umfeld

zu behaupten. Dies kommt auch zum Ausdruck,

in dem wir uns im Wettbewerb mit

nicht marktgerechten Konditionen von

zum Teil staatsgestützten ausländischen

Direktbanken auseinander zu setzen hatten.

Der regionale Wettbewerb hat sich im

abgelaufenen Geschäftsjahr nicht verändert.

Die künftigen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften

des Baseler Ausschusses

für Bankenaufsicht (Basel III), stellen eine

Herausforderung für die gesamte Branche

dar. Das ab 1.1.2013 geplante Inkrafttreten

wurde verschoben. Ein genauer Zeitpunkt

ist derzeit nicht bekannt.

Im privaten Wohnungsbau stehen Renovierungen

und energetische Sanierungen

bei der Finanzierung im Vordergrund.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäftsentwicklung

Die Sparkasse Allgäu kann auf ein erfolgreiches

Jahr 2012 zurückblicken.

Das Geschäftsvolumen erhöhte sich um

3,0 % auf 4.372,1 Mio. €, entsprechend

konnte auch die Bilanzsumme um 2,7 %

auf 4.238,4 Mio. € anwachsen.

Das gesamte Kreditgeschäft mit Kunden

inklusive der Verbindlichkeiten aus

Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen

verringerte sich um 0,9 % auf

2.645,6 Mio. € (Vorjahr 2.669,6 Mio. €).

Es wurden 379,4 Mio. € neue Darlehen

ausbezahlt. Darin sind 165,0 Mio. € zur

Finanzierung des Wohnungsbaus enthalten.

Der Bestand an grundpfandrechtlich

gesicherten Kredite musste durch hohe

Tilgungsanteile einen Abgang 1,1 % hinnehmen.

Das Kommunalkreditvolumen ist gegenüber

dem Vorjahr um 3,0 % oder 8,4 Mio. € gesunken.

Die langfristigen Forderungen betragen

82,2 % (Vorjahr 81,8 %) aller Kundenausleihungen.

Die Eigenanlagen der Sparkasse haben

sich gegenüber dem Vorjahr um 12,1 %

auf 1.507,8 Mio. € erhöht. Die aus Liquiditätsgesichtspunkten

bei Kreditinstituten

unterhaltenen Guthaben sind kurzfristig

bzw. mittelfristig verfügbar. Die Anlagen

in Wertpapieren wurden überwiegend in

öffentlichen Anleihen und gedeckten

Schuldverschreibungen vorgenommen.

Hierbei wurden mittlere Laufzeiten bevorzugt.

23


Der unter den Beteiligungen ausgewiesene

Anteilsbesitz der Sparkasse erhöhte

sich um 13,9 Mio. €. Die Veränderung resultiert

im Wesentlichen aus der Erhöhung

der Beteiligung am Sparkassenverband

Bayern. Der Sparkassenverband

Bayern hat für die bayerischen Sparkassen

die LBS (Bayerische Landesbausparkasse)

von der Bayerischen Landesbank

erworben.

Die gesamten Kundeneinlagen sanken

auf einen Stand von 2.983,9 Mio. € (Vorjahr:

3.070,7 Mio. €).

Die Spareinlagen (einschließlich der

Sondersparformen) konnten mit einem

Volumen von 694,0 Mio. € (Vorjahr:

735,1 Mio. €) ausgewiesen werden.

Die Anlagen auf Geldmarktkonten und

die Bestände auf den Girokonten sind

deutlich auf 1.790,6 Mio. € (Vorjahr:

1.589,3 Mio. €) angewachsen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

nahmen um 23,5 % oder 173,6

Mio. € auf 912,1 Mio. € zu. Bei den Verbindlichkeiten

mit vereinbarter Laufzeit

oder Kündigungsfrist handelt es sich

überwiegend um langfristige Refinanzierungen,

die für fristenkongruente Finanzierungen

im Kreditgeschäft verwendet

wurden. In dieser Summe sind auch die

Refinanzierungen für die öffentlichen Kreditprogramme

enthalten.

Im Dienstleistungsgeschäft konnten die

Erträge das letztjährige Niveau übertreffen.

Im Wertpapiergeschäft spiegelt sich

das gestiegene Vertrauen der Kunden in

die Geld- und Kapitalmärkte wieder. Im

Bauspargeschäft wurden Verträge in

Höhe von 155 Mio. € vermittelt. Das Volumen

der vermittelten Immobilien bewegt

sich weiter auf dem erfreulich hohem Vorjahresstand.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

haben sich insgesamt um 2,5 % auf

2.853,7 Mio. € verringert.

Der Verkauf von eigenen Inhaberschuldverschreibungen

und Sparkassenobligationen

wurde im Geschäftsjahr 2009 eingestellt.

Dadurch sind die Bestände von

12,0 Mio. € auf 4,4 Mio. € gesunken.

Da eine rechtliche Unsicherheit über die

künftige Eigenkapitalanrechnung im Rahmen

der Basel III Einführung besteht,

wurde der Verkauf von nachrangigen

Sparkassenkapitalbriefen im Geschäftsjahr

eingestellt. Die nachrangigen Verbindlichkeiten

schmolzen daher um

4,4 % auf 125,8 Mio. € ab.

24


2.2 Vermögenslage

Die Bilanzstruktur der Sparkasse wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

2012 2011 in % der BS in % der BS

T€ T€ 2012 2011

AKTIVA

Barreserve 99.043 120.468 2,3 2,9

Forderungen an Kreditinstitute 335.244 267.635 7,9 6,5

Ausleihungen an Kunden 2.512.112 2.553.199 59,2 61,8

Wertpapiere 1.172.596 1.076.969 27,7 26,1

Beteiligungen 69.951 56.017 1,7 1,4

Immaterielle Anlagewerte

und Sachanlagen 29.059 31.951 0,7 0,8

Sonstiges 20.390 19.951 0,5 0,5

Bilanzsumme (BS) 4.238.395 4.126.190 100,0 100,0

davon Anlagevermögen 257.591 232.396 6,1 5,6

2012 2011 in % der BS in % der BS

T€ T€ 2012 2011

PASSIVA

Bankenverbindlichkeiten 912.090 738.503 21,5 17,9

Kundeneinlagen 2.853.700 2.927.139 67,3 70,9

Verbriefte Verbindlichkeiten 4.437 12.003 0,1 0,3

Nachrangige Verbindlichkeiten

und Genussrechtskapital 125.790 131.533 3,0 3,2

Fonds für allg. Bankrisiken 97.000 81.000 2,3 2,0

Eigenkapital 189.999 186.043 4,5 4,5

Sonstiges 55.379 49.969 1,3 1,2

Bilanzsumme (BS) 4.238.395 4.126.190 100,0 100,0

Derivate wurden zur Absicherung von

Zinsänderungsrisiken in geringem Umfang

abgeschlossen und sind aus dem

Anhang zum Jahresabschluss ersichtlich.

Die Vermögenslage der Sparkasse ist geordnet.

Die Bewertung der Wertpapiere

erfolgte unter Anwendung des strengen

Niederstwertprinzips. Mit den gebildeten

Wertberichtigungen und Rückstellungen

ist den Risiken im Kreditgeschäft und den

sonstigen Verpflichtungen (z.B. aus Beteiligungen)

ausreichend Rechnung getragen

worden. Die Sparkasse besitzt keine

Anleihen hochverschuldeter europäischer

Staaten wie z.B. Portugal, Irland, Italien,

Griechenland, Spanien, Zypern.

Nach der noch zu beschließenden Zuführung

aus dem Bilanzgewinn in die Sicherheitsrücklage

wird sich das Eigenkapital auf

190,0 Mio. € erhöhen, das entspricht einer

Zunahme von 2,1 % gegenüber dem Vorjahr.

Neben der Sicherheitsrücklage verfügt die

Sparkasse über umfangreiche weitere Eigenkapitalbestandteile

im Sinne des KWG. Die

Eigenmittel der Sparkasse übersteigen die

Eigenmittelanforderung gemäß der SolvV

deutlich. Die zukünftige Geschäftsausweitung

der Sparkasse Allgäu ist durch diese

ausreichende Grundlage gesichert.

25


2.3 Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit war aufgrund einer

planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge

jederzeit gegeben. Die eingeräumten

Kreditlinien bei der Bayerischen

Landesbank wurden teilweise in

Anspruch genommen. Das Angebot der

Europäischen Zentralbank, über die Deutsche

Bundesbank Refinanzierungsgeschäfte

in Form von Offenmarktgeschäften

abzuschließen, wurde nicht genutzt.

Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften

wurden entsprechende Guthaben

bei den zuständigen Zentralbanken

in Deutschland und in Österreich für den

österreichischen Unternehmensteil unterhalten.

Bei der Sparkasse errechnete sich zum

Jahresende eine Liquiditätskennzahl gemäß

Liquiditätsverordnung von 3,3. Die

darüber hinaus für weitere Beobachtungszeiträume

(Laufzeiten bis zu zwölf

Monaten) zu berechnenden Kennzahlen

deuten nicht auf zu erwartende Liquiditätsengpässe

hin.

2.4 Ertragslage

Das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung

der Sparkasse hat sich im Geschäftsjahr

2012 gegenüber dem Vorjahr

nur gering verändert.

Zu dem Ergebnis im Einzelnen:

Der Zinsüberschuss - einschließlich laufender

Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen

- verringerte sich im Vergleich

zum Vorjahr um 2.067 T€ auf 83.207 T€.

Das Zinsgeschäft ist weiterhin die bedeutendste

Ertragsquelle für unsere Sparkasse.

Die Veränderung der Zinslandschaft

hat die Erträge der Sparkasse deutlich

beeinflusst. Der Provisionsüberschuss

erreichte 29.606 T€ und konnte

damit das Vorjahresergebnis deutlich

übertreffen. Das Verhältnis von Provisionsüberschuss

zu Zinsüberschuss belief

sich damit auf 35,6 %, nach 31,7 % im

Vorjahr.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen

nahmen um 1,2 % oder 867 T€ zu.

Die Verwaltungsaufwendungen betrugen

71.156 T€. Die darin enthaltenen Personalaufwendungen

erhöhten sich um 1,5%

gegenüber dem Vorjahr auf 50.595 T€.

Durch gezielte Einsparungen konnten die

allgemeinen Preissteigerungen teilweise

kompensiert werden. Der Sachaufwand

erhöhte sich um 0,7 % auf 20.561 T€.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen

auf immaterielle Anlagewerte und

Sachanlagen erhöhten sich um 3,6 % auf

3.937 T€.

Insgesamt nahmen die Erträge (GuV, Pos.

1 bis 9) um 1,1 % auf 119.962 T€ zu. Die

betrieblichen Aufwendungen (GuV, Pos.

10 bis 12) reduzierten sich um 1,0 % auf

79.408 T€. Das Verhältnis der Aufwendungen

zu den Erträgen veränderte sich dadurch

auf 66,2 % (Vorjahr: 67,6 %). Weiterhin

bleibt die nachhaltige Verbesserung

der Unternehmensrentabilität ein

wichtiges Ziel der Unternehmenspolitik.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen

auf Forderungen, Wertpapiere

und Beteiligungen werden - nach der Verrechnung

mit den entsprechenden Erträgen

- in Höhe von 6.697 T€ als Aufwand

(Vorjahr: Ertrag 45.325 T€ - bedingt durch

die Auflösung der Vorsorgereserve nach

340f HGB) ausgewiesen. Dem Fonds für

allgemeine Bankrisiken konnten

16.000 T€ (Vorjahr 71.000 T€) zugeführt

werden.

Im Rahmen des Beihilfeverfahrens der

EU-Kommission gegen die BayernLB hat

sich der Sparkassenverband Bayern 2012

zu einer Kapitalerhöhung bei der BayernLB

Holding AG verpflichtet, und zwar

unter Hinnahme der Begrenzung seiner

gesamten Beteiligungsquote auf 25 %.

Die Kapitalmaßnahme und die Begrenzung

der Beteiligungsquote stellen einen

Lastenbeitrag zur Abwendung von Beihilfeverfahren

gegen die Sparkassen dar. Für

die sich daraus voraussichtlich ergebenden

Lasten hat die Sparkasse eine Rückstellung

zu Lasten des außerordentlichen

Aufwands in Höhe von 4.434 T€ gebildet.

26


Der Steueraufwand ist mit 9.467 T€ höher

als im Vorjahr ausgefallen.

Insgesamt ergibt sich damit ein Jahresüberschuss

von 3.956 T€. Das Ergebnis ist

zufrieden stellend und liegt im erwarteten

Bereich.

Das Ergebnis ermöglicht eine Aufstockung

des Eigenkapitals als Basis für die zukünftige

Geschäftsausweitung. Der Bilanzgewinn

in Höhe von 3.956 T€ soll mit Feststellung

des Jahresabschlusses in die Sicherheitsrücklage

eingestellt werden.

2.5. Nichtfinanzielle

Leistungsindikatoren

2.5.1. Produktpolitik

Die Produktpalette der Sparkasse wird

stets auf die Kundenbedürfnisse angepasst.

Damit ist eine optimale Beratung

und Betreuung unserer Kunden möglich.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der

Vertrieb des nachrangigen Sparkassenkapitalbriefes

eingestellt.

Können Kundenbedürfnisse nicht aus eigenen

Produkten abgedeckt werden, steht

uns eine breite Auswahl von Möglichkeiten

innerhalb der S-Finanzgruppe zur Verfügung.

2.5.2. Wirtschaftlichkeit

Ein ausreichendes Ergebnis ist notwendig

um den satzungsmäßigen Aufgaben nachhaltig

nachkommen zu können. Die künftigen

Eigenkapitalanforderung (Basel III) erhöhen

die Notwendigkeit das bilanzielle

Eigenkapital zu stärken. Dies kann in der

Sparkasse nur durch entsprechende Gewinnzuführungen

erfolgen. Unser Ziel ist

es durch weitere Maßnahmen eine Ertragsausweitung

bzw. eine Kostenreduzierung

zu erreichen.

2.5.3 Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten

folgende Geschäftsstellen nach umfangreichen

Umbaumaßnahmen neu eröffnet

werden:

- Geschäftsstelle Roßhaupten

im Mai 2012

- Geschäftsstelle Stötten

im August 2012

- Geschäftsstelle Biessenhofen

im Oktober 2012

Die Geschäftsstelle in Buchenberg konnte

im November neue Geschäftsräume beziehen.

Für unsere Hauptstelle in Kempten laufen

Planungen für einen notwendigen Neubau.

Die Maßnahme wird sich über mehrere

Geschäftsjahre erstrecken.

Ein Drittel unserer SB-Technik für unsere

Kunden wurde durch moderne, zukunftssichere

Geräte ausgetauscht.

2.5.4 Personal- und Sozialbereich

Die Gesamtzahl der Beschäftigten hat

sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012

verringert. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte

die Sparkasse insgesamt 1.031

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon

571 Vollzeitbeschäftigte (Vorjahr 578),

386 Teilzeitbeschäftigte (Vorjahr 409) und

74 Auszubildende (Vorjahr 71). Die Gesamtzahl

der Mitarbeiter hat damit um

2,6 % abgenommen.

29 Auszubildende haben im abgelaufenen

Geschäftsjahr ihre Ausbildung mit Erfolg

beendet. Die Berufsausbildung bildet das

Fundament für qualifizierte Mitarbeiter.

Neben der klassischen Ausbildung zum

Bankkaufmann/frau bieten wir ein praxisintegriertes

betriebswirtschaftliches Studium

an der Dualen Hochschule Baden-

Württemberg zum Bachelor of Arts (B.A.)

an. Das Duale Studium haben im abgelaufenen

Geschäftsjahr zwei Absolventinnen

mit Erfolg beendet.

27


Angesichts der ständigen Weiterentwicklung

der Sparkassengeschäfte bildete im

vergangenen Jahr die gezielte Förderung

und Entwicklung unserer Mitarbeiter einen

Schwerpunkt der Personalarbeit. Die demographische

Entwicklung wird dabei besonders

beachtet. Dies wird durch die

hohe Anzahl von Auszubildenden deutlich.

Um flexiblere und damit effizientere Arbeitszeitregelungen

zu verwirklichen, können

unsere Mitarbeiter unterschiedlichste

Modelle - von variablen Arbeitszeiten über

Teilzeit bis zur Altersteilzeit - nutzen.

2.5.5 Kundenbeziehungen

Die flächendeckende persönliche Betreuung

der Kunden über unsere Geschäftsstellen

wird durch die Internet-, Telefonund

Mobile-Banking-Angebote unterstützt.

Spezialisierte Mitarbeiter unterstützen

unseren Anspruch auf eine – an den

jeweiligen Bedürfnissen unserer Kunden

ausgerichtete – qualitativ hochwertige Betreuung.

Die langjährige Beratung und Betreuung

der Kunden durch kompetente

Mitarbeiter hat zu einer engen Beziehung

und zu einem hohen Vertrauensverhältnis

geführt, das eine wesentliche Voraussetzung

für den geschäftlichen Erfolg ist. Unser

Beratungsangebot, Montag bis Freitag

von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr, also insgesamt

12 Stunden pro Tag, wird stark genutzt.

2.5.6 Umweltschutz

Der Umweltschutz spielt im Kreditgewerbe

eine geringere Rolle als in anderen Branchen.

Gleichwohl ist er für unsere Kunden

von erhöhter Bedeutung. Hier begleiten

wir die Kunden bei der Umsetzung ihrer

Umweltprojekte durch entsprechende Finanzierungen.

Für den Sparkassenbetrieb wird bei Renovierungen

und Umbaumaßnahmen auf

möglichst große Energieeffizienz Wert gelegt.

Die flächendeckend eingesetzte moderne

ThinClient und Drucker-Technik ermöglicht

eine deutliche Energieeinsparung

und damit eine CO 2 Reduzierung. Die

Reisekostenregelung für Mitarbeiter ist so

gestaltet, dass Mitarbeiter möglichst die

öffentlichen Verkehrsmitteln nutzen. Daneben

erhalten Mitarbeiter Zuschüsse für Umwelttickets

im öffentlichen Nahverkehr. Unsere

Fahrzeugflotte entspricht dem neuesten

Stand der Umwelttechnik.

Müllvermeidung wird ein hoher Stellenwert

eingeräumt und steht vor der Mülltrennung.

Als Partner des Energie- und Umweltzentrums

Allgäu (eza!) unterstützen und fördern

wir den Umweltschutz in der Region.

2.5.7 Soziales Engagement

Als Ausdruck ihrer gesellschaftlichen und

sozialen Verantwortung engagiert sich die

Sparkasse im erheblichen Maße in ihrem

Geschäftsbezirk. Mit Spenden und durch

Sponsoring fördert sie die Entwicklung und

Attraktivität der Region. Im Rahmen der

Spendengala die im Juli in der Musikakademie

in Marktoberdorf stattgefunden hat,

konnten an 275 Vereine und Organisationen

Spenden übergeben werden. Mit einem

Gesamtvolumen von rund 1,9 Mio. €

wurden im vergangenen Jahr diese Einrichtungen

und Vereine in der Region gefördert.

In diesem Betrag ist eine Zustiftung für die

Sparkassenstiftung Allgäu mit 1,0 Mio. €

enthalten.

2.6 Wesentliche Ereignisse

im Geschäftsjahr

Zum 1.2.2012 ist der Vorstandsvorsitzende

Martin Haf in den Ruhestand getreten. Herr

Manfred Hegedüs ist zu diesem Termin

zum Vorstandsvorsitzenden und Herr Heribert

Schwarz zum Vorstandsmitglied bestellt

worden.

Der Vorstand hat unter dem Motto „Wir Unternehmen

Zukunft“ Veränderungen in der

Sparkasse angestoßen. Dies beinhaltet neben

Umstrukturierungen in der Aufbauorganisation

auch eine Straffung unseres Filialnetzes.

Die wesentlichen Veränderungen

werden hierbei im Geschäftsjahr 2013 er-

28


folgen. Mit konkreten Vorstellungen werden

hierbei auch die Personal- und Sachkosten

gesteuert.

Im März 2012 wurde die rechtliche Grundlage

für den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum

(SEPA Single Euro Payments

Area) durch die EU geschaffen. Die Sparkasse

hat entsprechende Projekte für die

Umsetzung angestoßen. Die große Herausforderung

ist nicht nur den Zahlungsverkehr

zwischen den Kreditinstituten zu

verändern sondern unsere Kunden in die

Lage zu versetzen, diese Änderung des

Zahlungsverkehrs umzusetzen.

Nach Verhandlungen mit der EU-Kommission

ist es gelungen, Beihilfeverfahren gegen

die bayerischen Sparkassen abzuwenden.

Dies konnte erreicht werden, in dem

sich der Sparkassenverband Bayern im

Rahmen des Beihilfeverfahrens der BayernLB

bereit erklärt hat, neben einer Verwässerung

seiner Anteile an der BayernLB

Holding AG weitere Lasten in Form des inzwischen

vollzogenen Erwerbs der LBS

und einer Kapitalerhöhung bei der BayernLB

Holding AG in 2013 bei gleichzeitiger

Beschränkung der Beteiligungsquote

des Sparkassenverbands Bayern auf 25 %

zu übernehmen. Für die sich daraus voraussichtlichen

ergebenden Lasten hat die

Sparkasse Allgäu im Jahresabschluss

31.12.2012 eine Rückstellung gebildet.

2.7 Zusammenfassende Beurteilung der

Geschäftsentwicklung und der Lage

der Sparkasse Allgäu

Vor dem Hintergrund des regionalen und

überregionalen Wettbewerbs und der konjunkturellen

Rahmenbedingungen haben

sich die Geschäfte der Sparkasse gut entwickelt.

Unsere Erwartungen sind weitgehend

eingetroffen.

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

ist unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen

Entwicklung als zufrieden

stellend zu bezeichnen.

3. Nachtragsbericht

Vorgänge mit besonderer Bedeutung nach

dem Schluss des Geschäftsjahres sind

nicht eingetreten.

4. Risikobericht

4.1. Risikomanagement

Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

Die bewusste Übernahme, aktive Steuerung

und gezielte Transformation von Risiken

sind Kernfunktionen von Kreditinstituten.

Dabei wollen wir im Rahmen unseres

öffentlichen Auftrages den erzielten Ertrag

im Verhältnis zum eingegangenen Risiko

unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit

optimieren.

Das System zur Erkennung und Überwachung

ist darauf ausgerichtet, Risiken

rechtzeitig zu identifizieren und gegensteuernde

Maßnahmen im Sinne eines aktiven

Risikomanagements und -controllings

einzuleiten. Die angewandten Methoden

zur Messung, Steuerung und Aggregation

aller Risikoarten werden kontinuierlich weiterentwickelt

und regelmäßig den Anforderungen

der Sparkasse und den aktuellen

Marktgegebenheiten angepasst.

Für Zwecke der Risikosteuerung werden

folgende Risikoarten unterschieden:

Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko,

Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko.

Risikomanagement und Risikocontrolling

Die Ausgestaltung des Risikomanagementund

Controllingsystems richtet sich nach

Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt

unserer Geschäftstätigkeit. Im Mittelpunkt

des Risikomanagements steht die Gesamtheit

aller geeigneten Maßnahmen mit der

Zielsetzung der Wertsteigerung der Sparkasse

auf Basis einer aktiven und bewussten

Steuerung aller unternehmerischen Risiken.

Das Risikocontrolling beinhaltet die

Identifizierung, Quantifizierung und Überwachung

sowie das Reporting der Risiken.

29


Basis des Risikomanagementprozesses

bildet das Risikohandbuch. In ihm sind erkennbare

Risiken zusammengeführt. Diese

Risiken werden, abhängig von der Bedeutung

für die Sparkasse, in geeigneter

Weise laufend überwacht und teilweise

über Limitsysteme gesteuert. Im Risikohandbuch

sind Ziele und Aufgaben, Instrumente

der Risikoerkennung sowie die eingesetzten

Risikomessverfahren, die Risikosteuerung,

die Risikokontrolle und die

Berichtspflichten in komprimierter Form

beschrieben. Darüber hinaus sind die organisatorischen

Einheiten, die am Risikomanagementprozess

beteiligt sind, definiert.

In Teilbereichen sind Schwellenwerte

festgelegt, die bei Über- bzw. Unterschreitung

bestimmte Handlungen auslösen.

Das Risikohandbuch wird regelmäßig gepflegt

und bei Bedarf angepasst. Es gibt

damit einen Überblick über den Risikomanagementprozess

der Sparkasse.

Neben der Messung und Steuerung von

Risiken in den einzelnen Bereichen werden

in regelmäßigen Abständen im Rahmen

der Gesamthausrisikoüberwachung

Risikotragfähigkeitsanalysen durchgeführt.

Dazu werden die quantifizierbaren

bzw. quantifizierten Einzelrisiken zu einem

Gesamtbankrisiko zusammengefasst.

Gleichzeitig werden die Möglichkeiten der

Abdeckung dieses Gesamtbankrisikos mit

den zur Verfügung stehenden Deckungsmassen

(Ertragskraft, Reserven, Eigenkapital)

mittels Szenarien (einschließlich

Stresstests) - denen bestimmte Annahmen

zugrunde liegen - aufgezeigt. Die Darstellung

der Gesamtrisikolage bzw. Risikotragfähigkeit

erfolgt auf Grundlage handelsrechtlicher

Vorschriften unter Berücksichtigung

aufsichtsrechtlicher

Eigenmittelerfordernisse. Über die Gesamtrisikolage

und Risikotragfähigkeit

wird regelmäßig an den Vorstand und den

Verwaltungsrat berichtet.

Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit

aller Risikocontrolling- und Risikomanagement-Aktivitäten

wird gemäß den

Mindestanforderungen an das Risikomanagement

(MaRisk) durch die Interne Revision

geprüft.

4.2 Risikoarten (und deren Absicherung)

4.2.1 Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiko wird der potentielle

Verlust verstanden, der durch den

Ausfall eines Geschäftspartners sowie

durch Wertminderungen aufgrund nicht

vorhersehbarer Verschlechterungen der

Bonität von Geschäftspartnern entstehen

kann.

Die Adressenausfallrisiken im Sinne der

MaRisk werden mittels detaillierter und

umfangreicher Strategien planerisch erfasst

und bewertet, wobei die Vermeidung

von Klumpenrisiken im Vordergrund steht.

Aus der Aufgabenstellung der Sparkasse

(Art. 2 SpkG) ist vor allem das Adressenausfallrisiko

im Kundenkreditgeschäft von besonderer

Bedeutung für die Sparkasse. Die

Gefahr eines Ausfalls vertraglich zugesagter

Leistungen wird im Kreditgeschäft

durch die sorgfältige Auswahl der Geschäftspartner

(individuelle Bonitätsbeurteilung)

sowie durch die Hereinnahme von

Sicherheiten begrenzt. Durch eine laufende

Bonitätsbeurteilung bzw. Bonitätsüberwachung

über Risikofrüherkennungssysteme

können Kreditrisiken frühzeitig erkannt

und durch entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen

begrenzt werden. Des

Weiteren werden Kreditlimite als Obergrenze

für Kreditengagements festgelegt,

die laufend überwacht werden.

Die Sparkasse klassifiziert die Risiken für

wesentliche Teile ihres Kreditportfolios. Ergänzend

werden die von der Sparkassenorganisation

zentral entwickelten Ratingbzw.

Scoringverfahren angewendet. Die detaillierte

Kreditrisiko-Einstufung des gesamten

Kreditengagements eines Kreditnehmers

bildet neben weiteren Analyseverfahren

die Grundlage für die

Kreditentscheidung und die Festlegung einer

risikoadjustierten Bepreisung.

Die Einstufung der einzelnen Geschäftspartner

wird auf Gesamtbankebene zusammengefasst.

Im Rahmen der Risikoberichte

werden Vorstand und Verwaltungsrat vierteljährlich

über die Strukturmerkmale des

30


Kreditportfolios bzw. über die Adressenausfallrisiken

informiert. Die Einhaltung

der Planungen aus der Kreditrisikostrategie

wird regelmäßig überprüft.

Den erkennbaren Risiken des Kreditgeschäfts

wird durch eine angemessene Risikovorsorgebildung

Rechnung getragen.

Für latente Risiken werden Pauschalwertberichtigungen

gebildet.

Bei den Adressenausfallrisiken im Sinne

der MaRisk für Handelsgeschäfte werden

in Abstimmung mit der Geschäftsleitung

Risikolimite und Parameter zur Risikomessung

festgelegt. Die Limitfestlegung erfolgt

unter Berücksichtigung der Handelsaktivitäten

sowie der Ertrags- und Substanzkraft

der Sparkasse. Es wird eine

Volumenslimitierung auf Geschäftspartnerebene

sowie eine Ausfalllimitierung auf

Sparkassenebene durchgeführt. Dabei

wird nach Vorleistungs-, Emittenten- und

Wiedereindeckungsrisiken differenziert

vorgegangen. Die Limite werden durch ein

vom Handel unabhängiges Risikocontrolling

überwacht, regelmäßig nach Art und

Höhe bewertet und über die Einhaltung

der Limite dem Überwachungs- und dem

Handelsvorstand mindestens monatlich

berichtet.

Die Sparkasse geht überwiegend im Rahmen

des S-Finanzverbundes Beteiligungen

ein. Diese haben strategischen oder

funktionalen Charakter. Den bisher eingetretenen

Wertveränderungen wurden

durch Abschreibungen angemessen Rechnung

getragen.

Das Adressenausfallrisiko hält sich in einem

vertretbaren Rahmen.

4.2.2 Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden,

Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt

der Fälligkeit nicht nachkommen zu

können.

Das Liquiditätsrisiko wird durch eine angemessene

Liquiditätsvorsorge mittels interner

Liquiditätsplanungen und eine verantwortungsvolle

Strukturierung der Aktiva

und Passiva gesteuert. Die aufsichtsrechtlichen

Vorgaben zur Liquiditätskennziffer

(§ 2 der LiqV) werden bei diesen Planungen

berücksichtigt. Darüber hinaus wird als

weiteres Steuerungsinstrument der gesicherte

und ausreichende Zugang zu Zentralbankgeld

betrachtet (Zentralbankinstrumente).

Kurzfristige Liquidität wird primär

über den Geldmarkt sichergestellt. Zahlungsanforderungen,

die die Zahlungsbereitschaft

beeinträchtigen könnten, sind

auf Basis unserer Finanzplanung nicht erkennbar.

4.2.3 Marktpreisrisiken

Unter Marktpreisrisiko wird das Risiko eines

möglichen Verlusts aufgrund von nachteiligen

Veränderungen der Marktpreise

oder der preisbeeinflussenden Parameter

verstanden.

Für Marktpreisrisiken im Sinne der MaRisk

werden in Abstimmung mit der Geschäftsleitung

je Risikoart (Zinsänderungs-, Währungs-

und Aktienkursrisiko einschließlich

der jeweils dazugehörigen Derivaterisiken)

Risikolimite und Parameter zur Risikomessung

festgelegt. Diese dienen dem Ziel, Ertragschancen

wahrzunehmen, ohne die finanziellen

Ressourcen unangemessen zu

belasten. Die Limitfestlegung erfolgt unter

Berücksichtigung der Ertrags- und Substanzkraft

der Sparkasse. Alle Limite werden

durch ein vom Handel unabhängiges

Risikocontrolling überwacht. Sämtliche Ma-

Risk-relevanten Risiken werden regelmäßig

nach Art und Höhe bewertet. Die zuständigen

Mitglieder der Geschäftsleitung bzw.

der Gesamtvorstand werden regelmäßig

über die Ergebnisse informiert. Bei der

Messung und Überwachung der Risikopositionen

und der Analyse der damit verbundenen

Verlustpotentiale (Risiko-Controlling)

wendet die Sparkasse die Ertragswertperspektive

(GuV-orientierte Sichtweise)

und in Teilbereichen die Substanzwertperspektive

(barwertorientierte Sichtweise) an.

Die Bewertung und Analyse von Zinsänderungsrisiken

auf Gesamtbankebene erfolgt

im Rahmen einer wertorientierten Zinsbuchsteuerung.

Darüber hinaus nutzt die

31


Sparkasse auch die traditionellen betriebswirtschaftlichen

Instrumente und

Verfahren zur Steuerung der Ertragswertperspektive.

Die Marktpreisrisiken bewegen sich innerhalb

des Rahmens der geschäftspolitischen

Zielsetzungen. Währungsrisiken

sind bei der Sparkasse nur von untergeordneter

Bedeutung. Offene Währungspositionen

werden i. d. R. durch gegenläufige

Geschäfte abgesichert.

4.2.4 Operationelles Risiko

Operationelle Risiken werden als die Gefahr

von Schäden definiert, die infolge der

Unangemessenheit oder des Versagens

von internen Verfahren, Mitarbeitern, der

internen Infrastruktur oder infolge externer

Einflüsse eintreten.

Dem operationellen Risiko wird mit zahlreichen

Maßnahmen entgegengewirkt.

Hierzu zählen unter Anderem zentrale Vorgaben

durch Arbeitsanweisungen, laufende

Kontrollen, Verwendung von rechtlich

geprüften Vertragsformulierungen,

Einsatz von auch gesetzlich geforderten

Sicherheits-, Compliance-, Datenschutzund

Geldwäschebeauftragten und Ausund

Weiterbildung unserer Mitarbeiter.

Versicherbare Gefahrenpotentiale hat die

Sparkasse durch Versicherungsverträge in

banküblichem Umfang abgeschirmt.

Zur umfassenden Identifikation und Bewertung

dieser Risiken werden angefallene

Schäden erfasst und analysiert. Durch

entwickelte Risikoszenarien werden Verlustpotentiale

eingeschätzt. Die Ergebnisse

werden dem Vorstand regelmäßig

berichtet. Die dargestellten Risiken werden

nach unserer derzeitigen Einschätzung

die künftige Entwicklung unserer

Sparkasse nicht wesentlich beeinträchtigen.

4.3 Zusammenfassende Beurteilung der

Risikolage der Sparkasse Allgäu

Durch das Risikomanagement und -controlling

der Sparkasse konnten die Risiken

frühzeitig identifiziert und gesteuert werden.

Die Risikolage wird im Berichtszeitraum

nicht nur von den vorgenannten Risiken

geprägt, sondern insbesondere durch

die stark steigenden aufsichtsrechtlichen

Eigenmittelanforderungen durch Basel

III/CRR. Der ursprünglich geplante Einführungstermin

(1.1.2013) konnte von der

Bankenaufsicht nicht realisiert werden. Es

ist davon auszugehen, dass die Regelungen

nun voraussichtlich zum 1.1.2014 gelten

werden.

Unter Berücksichtigung der von uns erwarteten

Ausgestaltung der neuen Eigenmittelanforderungen

durch Basel III/CRR ist

die Risikotragfähigkeit nach derzeitigem

Planungsstand in den Berichtszeiträumen

2013 und 2014 angesichts der laufenden

Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation

der Sparkasse gegeben. Risiken,

die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage der Sparkasse

haben, sind nicht erkennbar. Die Risikolage

ist insgesamt als nicht überhöht

einzustufen.

Die Sparkasse sieht sich durch das implementierte

Risikomanagement sowohl für

das bestehende Geschäft als auch für die

kommenden Herausforderungen gut gerüstet.

5. Prognosebericht

Die Prognosen, die sich auf die Entwicklung

der Sparkasse für die nächsten zwei

Jahre beziehen, stellen Einschätzungen

dar, die die Sparkasse auf Basis der zum

Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts

zur Verfügung stehenden Informationen

getroffen hat. Wir weisen darauf hin, dass

sich die Prognosen durch die Veränderungen

der zugrunde liegenden Annahmen als

unzutreffend erweisen können. Zusätzlich

erschweren die volatilen Märkte die Prognosen.

32


Der Welthandel soll nach den Prognosen

des Internationalen Währungsfonds und

der OECD 2013 wieder etwas stärker expandieren

(+4,5 % laut IWF, +4,7 % bei der

OECD) als 2012 (+3,2 %). In geringerem

Maße gilt dies auch für die Weltproduktion

(2013 +3,6 % beim IWF, +3,4 % bei der

OECD) nach einem Wachstum um 3,3 %

2012. Die für das neue Jahr in Aussicht

stehenden Wachstumsraten bleiben aber

deutlich unter dem, was in vielen früheren

guten, von der Globalisierung angetriebenen

Jahren erreicht wurde.

Weite Teile des Euroraums stecken auch

2013 weiter in der Rezession. Die Anpassungen

der Staatshaushalte, der privaten

Verschuldung, der Wettbewerbsfähigkeiten

und Leistungsbilanzsalden gehen weiter.

Diese Maßnahmen sind nötig, entfalten

aber kurzfristig zunächst restriktive

Wirkungen.

Die Aussichten für die deutsche Volkswirtschaft

sind zwar nicht überbordend, aber

doch ungleich besser als in den europäischen

Krisenländern. Die meisten Prognosen

gehen von einem Wiederanspringen

der Wachstumsimpulse hierzulande ab

dem Frühjahr 2013 aus.

Vom Außenbeitrag sind dabei keine großen

Impulse zu erwarten, vielmehr wird

der Import etwaige Exportzuwächse aufzehren.

Dies ist durchaus erwünscht zum

Abbau der Spannungen, und Deutschland

hat als Stützungsgeber in hohem Maße

ein Interesse daran, dass auch die Partnerländer

ihre Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen.

Der private Konsum könnte in dieser Situation

in 2013 noch mehr als 2012 zum

Träger des Wachstums zu werden. Von Seiten

der Beschäftigung, den Löhnen, der

Preisentwicklung, der Entwicklung der fiskalischen

Abgabenlast sind die Rahmenbedingungen

dafür jedenfalls günstig.

Die Verunsicherung über den Krisenfortgang

hatte trotz der extrem niedrigen Zinsen

zu einer großen abwartenden Haltung

bei den Investitionen geführt. Ob und

wann es im Jahr 2013 gelingt diese abwartende

Haltung zu überwinden, ist entscheidend

für einen neuen konjunkturellen

Tempogewinn. Die bisher zurückgestellten

Investitionsmaßnahmen wurden in vielen

Fällen nicht endgültig gestrichen, sondern

oft zunächst einmal nur aufgeschoben. Insofern

kann es hier Nachholeffekte geben,

sofern neue negative Nachrichten über

eine neuerliche Krisenverschärfung ausbleiben.

Das Zinsniveau wird auf Sicht niedrig bleiben.

Die Prognosen für Deutschland und

den Euroraum liegen für die Verbraucherpreise

mit einem Plus von rund zwei Prozent

zumeist auf Zielniveau. Langfristig

bleibt freilich Wachsamkeit geboten, ob

das Wiedereinsammeln der reichlich geschaffenen

Zentralbank-Liquidität zum

rechten Zeitpunkt gelingt und ob ein geldpolitischer

Normalzustand ohne Reibungen

wiederhergestellt werden kann.

In unserem Geschäftsgebiet ist von einer

analogen Entwicklung auszugehen. Auf

Grund des wirtschaftlichen Umfelds und

der Entwicklung der Sparkasse im Jahr

2012 erwarten wir in den nächsten zwei

Geschäftsjahren ein moderates Wachstum

der Bilanzsumme.

Wir erwarten ein moderates Kreditwachstum

im gewerblichen und privaten Bereich.

Der Trend zur eigenfinanzierten Investition

wird anhalten. Dies wird Auswirkungen sowohl

für das Kredit- wie auch auf das Einlagengeschäft

haben. Bei den Privathaushalten

steht die Wohnraumrenovierung und

die Konsumfinanzierung im Vordergrund.

Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung

gehen wir davon aus, dass

auch im Prognosezeitraum die Zahlungsbereitschaft

jederzeit gewährleistet ist.

Bei den Zinsen am Geld- und Kapitalmarkt

ist ein Verharren auf dem niedrigen Niveau

vorstellbar. Der dadurch entstehende Druck

auf die Zinsspanne wird durch den starken

Wettbewerbs in der Kreditwirtschaft zusätzlich

verstärkt. Nicht zuletzt wegen der

anhaltend niedrigen Zinsen sind Aktien,

trotz der erheblich gestiegenen Kurse, weiterhin

unter langfristigen Gesichtspunkten

33


attraktiv. Mit unserer qualitativ hochwertigen

Beratung werden wir die Kundenbedürfnisse

abdecken können.

Neben den verbesserten Ergebnisbeiträgen

aus dem bilanzneutralen Wertpapiergeschäft

wird vor allem aus dem weiteren

Ausbau der Verbund- und Vermittlungsgeschäfte

die Möglichkeit zu einer Verbreiterung

der Ertragsbasis gesehen.

Den Anstieg der Verwaltungsaufwendungen

werden wir durch notwendige Einsparungen

und ein intensives Kostenmanagement

in engen Grenzen halten. Gleichwohl

werden wir die notwendigen Investitionen

durchführen. Der geplante Neubau der

Hauptstelle in Kempten wird die Ergebnisse

beeinflussen. Die genaue Dimension

kann erst nach der abgeschlossenen Planungsphase

beurteilt werden.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird

neben der Konjunkturentwicklung auch

durch die regionale Wirtschaftsentwicklung

erheblich beeinflusst. Wir haben in

den letzten Jahren risikoreduzierende

Maßnahmen im Kreditgeschäft getroffen.

Dennoch ist davon auszugehen, dass die

Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf dem

mittlerweile niedrigeren Durchschnitt der

letzten Jahre liegen wird.

Die Risikovorsorge für die eigenen Wertpapiere

wird maßgeblich durch die Höhe des

Zinsniveaus und der Bonität der Schuldner

beeinflusst. Wir versuchen durch eine defensive

Anlagepolitik die Risiken hieraus

soweit wie möglich zu begrenzen. Im Aktienbereich

rechnen wir mit einer anhaltend

hoher Volatilität. Unser Aktienengagement

steht im Einklang mit unserer Risikotragfähigkeit.

Soweit aus heutiger Sicht bereits prognostizierbar,

erwarten wir sowohl für das Jahr

2013 als auch für das Folgejahr eine stetige

Geschäftsentwicklung mit einem Jahresüberschuss

auf Vorjahresniveau.

Mit der Umsetzung von Basel III sind neue

Liquiditäts- und erhöhte Kapitalanforderungen

verbunden. Die Sparkasse wird sich

an dem Meldeverfahren für die künftigen

aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen

(Basel III bzw. EU-Umsetzungsverordnung)

beteiligen. Probeberechnungen haben

ergeben, dass die Liquiditätskennziffern

nach heutigem Kenntnisstand

eingehalten werden können. Auch die bis

zum Jahr 2018 ansteigenden Kapitalanforderungen

können erfüllt werden.

Kempten, 11. März 2013 Kempten, 10. Mai 2013

Sparkasse Allgäu

Sparkasse Allgäu

Vorstand

Vorsitzender des Verwaltungsrats

Manfred Hegedüs Manfred Kreisle Heribert Schwarz Dr. Ulrich Netzer

34


Bericht des Verwaltungsrates

der Sparkasse Allgäu

Der Verwaltungsrat hat während des Berichtsjahres

die ihm nach den gesetzlichen

und satzungsmäßigen Bestimmungen

obliegenden Aufgaben, die auch

die Überwachung der Geschäftsführung

des Vorstandes umfassen, in turnusmäßigen

Sitzungen wahrgenommen. Der Verwaltungsrat

wurde vom Vorstand während

des Berichtsjahres laufend über die wirtschaftliche

Lage und Entwicklung, grundsätzliche

Fragen der Geschäftspolitik sowie

über alle sonstigen wichtigen Angelegenheiten

der Sparkasse eingehend

unterrichtet. Alle Fragen von grundsätzlicher

Bedeutung sowie alle wichtigen Geschäftsvorfälle

wurden erörtert.

Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss

und Lagebericht hat die Prüfungsstelle

des Sparkassenverbandes Bayern

geprüft und mit dem uneingeschränkten

Bestätigungsvermerk versehen.

Mit Beschluss des Verwaltungsrates vom

21. Juni 2013 wurde der Jahresabschluss

zum 31. Dezember 2012 festgestellt sowie

der Lagebericht über das Geschäftsjahr

2012 gebilligt.

Entsprechend dem Vorschlag des Vorstandes

beschloss der Verwaltungsrat, den Bilanzgewinn

des Jahres 2012 über

€ 3.955.905,20 in voller Höhe der Sicherheitsrücklage

zuzuführen.

Kempten, den 21. Juni 2013

Dr. Ulrich Netzer

Vorsitzender des Verwaltungsrates

35


Gremien und Organe der Sparkasse

zum 31. Dezember 2012

Verbandsversammlung

Vorsitzender Gebhard Kaiser, Landrat (bis 30.4.2012)

Dr. Ulrich Netzer, Oberbürgermeister (ab 1.5.2012)

stellvertretende Vorsitzende Dr. Ulrich Netzer, Oberbürgermeister (bis 30.4.2012)

Gebhard Kaiser, Landrat (ab 1.5.2012)

Johann Fleschhut, Landrat

Thomas Wurmbäck, Polizeihauptkommissar und 2. Bürgermeister

Paul Iacob, Bürgermeister

Mitglieder

Manfred Baldauf

Fritz Brunhuber

Walter Grath, Bürgermeister

Bernd Haberkorn

Heinz Hipp

Werner Himmer, Bürgermeister

Alfons Hörmann

Hans-Peter Koch, Bürgermeister

Thomas Kreuzer, Staatsminister

Oliver Kunz

Armin Ländle

Ursula Lax

Ulrich Leiner

Harald Platz

Dieter Zacherle

Verwaltungsrat

Vorsitzender Gebhard Kaiser, Landrat des Landkreises Oberallgäu (bis 30.4.2012)

Dr. Ulrich Netzer, Oberbürgermeister der Stadt Kempten (ab 1.5.2012)

stellvertretende Vorsitzende Dr. Ulrich Netzer, Oberbürgermeister der Stadt Kempten (bis 30.4.2012)

Gebhard Kaiser, Landrat des Landkreises Oberallgäu (ab 1.5.2012)

Johann Fleschhut, Landrat des Landkreises Ostallgäu

Thomas Wurmbäck, Polizeihauptkommissar und 2. Bürgerm. der Stadt Immenstadt

Paul Iacob, Bürgermeister der Stadt Füssen

Mitglieder

Josef Ambros, Geschäftsführer der Anton Ambros GmbH - Zimmereibetrieb

Manfred Baldauf, Steuerberater

Hannes Feneberg, Geschäftsführer der Firmengr. Feneberg - Lebensmitteleinzelh.

Walter Grath, Bürgermeister des Marktes Oberstaufen

Alfons Hörmann, Geschäftsführer der Hörmann-Gruppe in Kirchseeon

Thomas Kreuzer, Leiter der bayerischen Staatskanzlei

Ursula Lax, Kindergartenleiterin

Harald Platz, Geschäftsführer i. R.

Hubert Timmermann, Geschäftsführer des Möbelhauses Lederle GmbH & Co. KG

Martin Haf, Vorstandsvorsitzender (bis 31.1.2012)

Manfred Hegedüs, Vorstandsvorsitzender (ab 1.2.2012)

36


Vorstand

Vorsitzender Martin Haf, Sparkassendirektor (bis 31.1.2012)

Manfred Hegedüs, Sparkassendirektor (ab 1.2.2012)

stellvertretender Vorsitzender

Manfred Kreisle, Sparkassendirektor

Mitglieder Manfred Hegedüs, Sparkassendirektor (bis 31.1.2012)

Heribert Schwarz (ab 1.2.2012)

stellvertretendes Vorstandsmitglied Heribert Schwarz, Vertriebsleiter (bis 31.1.2012)

Rechtsform

Die Sparkasse Allgäu ist eine gemeinnützige

Anstalt des öffentlichen Rechts.

Ihr Träger ist der Zweckverband Sparkasse

Allgäu, dem der Landkreis Oberallgäu, die

kreisfreie Stadt Kempten (Allgäu), der

Landkreis Ostallgäu, die Stadt Immenstadt

und die Stadt Füssen angehören.

Die Sparkasse ist Mitglied des Sparkassenverbandes

Bayern und über diesen

dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband

angeschlossen. Sie haftet mit den

anderen bayerischen Sparkassen gemäß

§ 8 Abs. 2 der Satzung des Sparkassenverbandes

Bayern für die Verbindlichkeiten

des Sparkassenverbandes Bayern. Gleichzeitig

ist die Sparkasse Allgäu außerordentliches

Mitglied des Österreichischen

Sparkassenverbandes.

37


Geschäftsstellen

(Stand 30.6.2013)

Aitrang Römerstraße 6

Altusried Kemptener Straße 2

Bad Hindelang Fuggerweg 2

Betzigau Kempter-Wald-Straße 3

Biessenhofen Füssener Straße 10

Blaichach Sonthofener Straße 1

Buchenberg Lindauer Straße 15

Buching Kirchstraße 10

Burgberg Rettenberger Straße 3

Dietmannsried Krugzeller Straße 6

Durach Kirchenweg 1

Fischen Am Anger 11

Füssen Kaiser-Maximilian-Platz 3

Füssen-West Hohenstaufenstraße 41

Görisried Kirchplatz 9

Immenstadt Marienplatz 9

Kempten

Auf der Halde Lotterbergstraße 59

Kempten

Bahnhofstraße Bahnhofstraße 19

Kempten

Hauptstelle Königstraße 21

Kempten Ost Brodkorbweg 33

Kempten

St. Mang Hanebergstraße 3

Kempten West Lindauer Straße 91

Lechbruck Flößerstraße 22

Marktoberdorf Georg-Fischer-Straße 16 - 18

Missen Hauptstraße 43

Nesselwang Von-Lingg-Straße 11

Obergünzburg Unterer Markt 6

Oberstaufen Schloßstraße 3

Oberstdorf Bahnhofplatz 2

Oy-Mittelberg Hauptstraße 15

Pfronten-Ried Allgäuer Straße 20

Rettenberg Burgberger Straße 8

Riezlern Walserstraße 74

Ronsberg Marktplatz 6

Roßhaupten Hauptstraße 5

Schwangau Deichelweg 1

Seeg Hauptstraße 27

Sonthofen Oberallgäuer Platz 1

Sonthofen

Rieden Siplinger Straße 22

Stötten Dorfstraße 4

Sulzberg Kemptener Straße 1

Unterthingau Marktoberdorfer Straße 9

Waltenhofen Bahnhofstraße 6

Weissensee Seeweg 4

Weitnau Hoheneggstraße 26

Wertach Marktstraße 38

Wiggensbach Rohrachstraße 3

Wildpoldsried Kemptener Straße 12

38


SB-Geschäftsstellen/GAA-Standorte

(Stand 30.6.2013)

Börwang Kemptener Straße 3

Hopfen am See Uferstraße 5

Immenstadt –

Stein Im Esch 1

Kempten

Altstadt Sankt-Mang-Platz 3

Kempten -

Fenepark Ursulasrieder Straße 6

Kempten -

Forum Allgäu August-Fischer-Platz 1

Kempten -

St. Mang Bergstraße 1 b

Lauben Hirschdorfer Straße 19

Lengenwang Hauptstraße 1

Marktoberdorf

Nord Schwabenstraße 67

Oberjoch Paßstraße 20

Obermaiselstein Am Scheid 9

Rieden am

Forggensee Brunnenstraße 8

Sonthofen

Hochstraße Hochstraße 12

Steibis Im Dorf 34

Trauchgau Dorfstraße 18

Wald Nesselwanger Straße 4

Waltenhofen -

Kaufmarkt Ahornweg 1

Zahlstellen in Seniorenheimen

(Stand 30.6.2013)

Kempten Hieberstraße 6

Sonthofen Am Entenmoos 7 - 9

39


Sparkasse Allgäu

Königstraße 21

87435 Kempten

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