Rundschreiben Nr. 04/2008 - Kassenärztliche Vereinigung ...

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Rundschreiben Nr. 04/2008 - Kassenärztliche Vereinigung ...

Kassenärztliche Vereinigung

Mecklenburg-Vorpommern

Körperschaft des öffentlichen Rechts

KV Mecklenburg - Vorpommern | Postfach 160145 | 19091 Schwerin

An alle niedergelassenen und

ermächtigten Ärztinnen und Ärzte,

psychologischen Psychotherapeuten

sowie Einrichtungen in

Mecklenburg-Vorpommern

«ANR»

Abrechnungsabteilung

Ansprechpartner(in):

Frau Gläser

--

Telefon: 0385.7431.299

Fax: 0385.7431.461

eMail: aschaarschmidt@kvmv.de

www.kvmv.de

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Datum: 14. März 2008

-

R U N D S C H R E I B E N N R . 4 / 2 0 0 8

zur Abrechnung der ärztlichen Leistungen im 1. Quartal 2008

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem 1. Januar 2008 findet der neue EBM nun Anwendung in Ihren Praxen. In vielen

Veranstaltungen sind die grundlegenden Änderungen, von denen vorrangig die Ärzte im

hausärztlichen Versorgungsbereich betroffen sind, vermittelt worden.

Darüber hinaus wurden zu Beginn des neuen Jahres Gespräche mit sehr vielen Ärzten in allen

Fachbereichen der Abrechnungsabteilung geführt, um die Umsetzung der neuen

Abrechnungsregelungen zu erleichtern.

Hauptaufgabe der Abrechnungsabteilung wird es sein, im Rahmen der sachlich-rechnerischen

Prüfungen des ersten Quartals, soweit möglich, Hinweise zur Abrechnung zu geben.

Wie bereits zur Einführung des EBM 2000plus werden wir gemeinsam mit dem Vorstand der

KVMV versuchen, auftretende Fragen zur Abrechnung oder zur späteren Honorarverteilung zu

klären.

Zur Abrechnung des 1. Quartals 2008 berücksichtigen Sie bitte folgende Hinweise:

Mit Einführung des neuen EBM sind die Leistungen des organisierten neben Notfallpauschale

Notfalldienstes bzw. der Notfallbehandlungen an Krankenhäusern neu 01210 kein Ganzkörperstatus,

EKG oder neuro-

geordnet worden.

Neben der Notfallpauschale nach der Ziffer 01210 sind im logische Basisdiagnostik

gesamten Quartal fakultative Leistungen, die im Anhang 1 unter

der Spalte Grundpauschalen aufgeführt sind, nicht zusätzlich

berechnungsfähig. Das bedeutet, dass das EKG und die

neurologische Basisdiagnostik, auch wenn sie im Kapitel 27 als

Einzelleistungen stehen, für die Abrechnung entfallen.

Da der Ganzkörperstatus nach den Ziffern 03311 bzw. 04311 im neuen

EBM keine berechnungsfähige Position mehr darstellt, kann auch nicht

ersatzweise auf den funktionellen Ganzkörperstatus nach der Ziffer

27310 ausgewichen werden.

Zur Einführung des EBM wurde in den Veranstaltungen nicht eindeutig

auf diese Regelungen verwiesen, so dass Sie bitte dies ab sofort

berücksichtigen. Ab dem 2. Quartal 2008 werden wir die benannten

Einzelleistungen ersatzlos streichen müssen.

Neumühler Straße 22 | 19057 Schwerin

Deutsche Apotheker- und Ärztebank Schwerin | Kto 0 003 053 393 | BLZ 120 906 40 | IK 200 201 957

Seite 1 von 8

RS_1_08_.doc


Wir möchten Sie zu Beginn des neuen Jahres nochmals darüber Krebsvorsorgeuntersuchung

nach Ziffern 01730

informieren, in welchem Zeitraum die Gesundheitsuntersuchung und

die Krebsvorsorgeuntersuchung durchgeführt werden darf.

und 01731 einmal

Bezieht man sich auf die Richtlinien des Gemeinsamen kalenderjährlich,

Bundesausschusses, ist die Abrechnung der Ziffer 01730 und Check UP nach Ziffer

Ziffer 01731 für die Krebsuntersuchung einmal kalenderjährlich 01732 zweijährlich

(p.a.), die Ziffer 01732 für die Gesundheitsuntersuchung (Check

UP) einmal in zwei Jahren berechnungsfähig. Wir erhalten

zunehmend von unterschiedlichen Krankenkassen Berichtigungsanträge,

weil die Anspruchsfristen nicht eingehalten werden. Darüber

hinaus ist die sachlich-rechnerische Abrechnungsprüfung aufwendig

und zieht unweigerlich bzgl. der Zytologie auch eine Korrektur der

Abrechnung der eingebundenen Pathologen nach sich.

Der Bewertungsausschuss hat in seiner 149. Sitzung beschlossen, Neue Beratung zum

noch zum 01.01.2008 die Beratung zum Zervix-Karzinom nach Ziffer Zervix-Karzinom nach

01735 in den EBM aufzunehmen.

Ziffer 01735 zum

Eine Anspruchsberechtigung besteht entsprechend der 01.01.2008

Krebsfrüherkennungs-Richtlinie nur einmalig für Frauen im Alter

vom vollendeten 20. bis zum vollendeten 22. Lebensjahr, die nach

dem 1. April 1987 geboren sind.

Die Beratungsleistung nach Ziffer 01735 schließt die

Krebsfrüherkennungsuntersuchung nach der Ziffer 01730 für zwei

Quartale aus. Die Dokumentation über die durchgeführte Beratung hat

bis zur Einführung eines Präventionspasses auf dem Muster 16 zu

erfolgen. Die Berechtigung zur Abrechnung der Beratungsleistung

haben ausschließlich Ärzte, die die Krebsfrüherkennungsuntersuchung

nach Ziffer 01730 durchführen und abrechnen können. Der Beschluss

wurde im Dt. Ärzteblatt, Heft 10 vom 7. März 2008 veröffentlicht.

Aus gegebener Veranlassung müssen wir Sie darüber informieren, Ziffer 01820 nur bei

dass die Ziffer 01820 für die Ausstellung von Überweisung im Rahmen

Wiederholungsrezepten, Überweisungsscheinen oder die der Empfängnisregelung,

Übermittlung von Befunden oder ärztlichen Anordnungen nur im Sterilisation oder

Zusammenhang mit der Empfängnisregelung, Sterilisation oder Schwangerschaftsabbruch

dem Schwangerschaftsabbruch berechnungsfähig ist.

Die Ausstellung einer Überweisung im Rahmen der

Mutterschaftsvorsorge, zur sonographischen Differentialdiagnostik oder

zur Geburtsplanung für das Krankenhaus sowie für andere

Überweisungen rechtfertigt nicht die Abrechnung der Ziffer 01820.

In diesen Fällen ist die Verwaltungsgebühr nach Ziffer 01430 denkbar,

die allerdings im Arztfall neben einer Grundpauschale oder

Versichertenpauschale ausgeschlossen ist.

Nach Veröffentlichung des neuen EBM sind bezogen auf die Ziffern Chronikerzuschlag nach

03212 und 04212 rückwirkend zum 01.01.2008 noch Korrekturen Ziffer 03212 und Ziffer

erfolgt.

04212 für Hausärzte

Vorgenannte Ziffern sind für chronisch kranke Patienten bis zum

vollendeten 2. Lebensjahr ohne die notwendige Voraussetzung der

jährlichen Dauerbehandlung berechnungsfähig. Für die

diabetologischen Schwerpunktpraxen ist der Chronikerzuschlag

auch dann berechnungsfähig, wenn nur die

Versichertenpauschalen nach den Ziffern 03120 bis 03122

bzw. 04120 bis 04122 in Ansatz gebracht werden können.

An dieser Stelle möchten wir Sie darüber informieren, dass die

Chronikerzuschläge nach den Ziffern 03212 und 04212 nicht dem

Regelleistungsvolumen (RLV) unterliegen.


Die KBV hat uns darüber informiert, dass die Verträge über die ärztliche Volle Versicherten- bzw.

Versorgung von Bundeswehrsoldaten und von Zivildienstleistenden Grundpauschalen bei

rückwirkend zum 1. Januar 2008 geändert wurden.

besonderen

Vertragsärzte, die von Ärzten der Bundeswehr per Auftragsleistungen für

Auftragsleistung gebeten werden, Untersuchungen und/oder Bundeswehr und

Begutachtungen im Zusammenhang mit der Feststellung der Zivildienst

Wehrdienstfähigkeit, Musterungs- und Tauglichkeitsuntersuchungen

durchzuführen, sind berechtigt, in diesen Fällen die vollen

Versicherten- bzw. Grundpauschalen zu den berechnungsfähigen

Einzelleistungen der Fachgruppe abzurechnen.

Bei Beauftragung von Leistungen, die im Anhang 1 „Verzeichnis der

nicht gesondert berechnungsfähigen Leistungen“ aufgeführt sind,

sind entgegen der Allgemeinen Bestimmungen im EBM Punkt 2.1.6

anstelle der halben die vollen Versicherten- bzw. Grundpauschalen

der Fachgruppe berechnungsfähig.

Für Zivildienstleistende ist nur im Zusammenhang mit

Auftragsleistungen bei Musterungs- und Tauglichkeitsuntersuchungen,

die nicht im EBM als Einzelleistungen berechnungsfähig sind, als

Entschädigung die volle Versicherten- oder Grundpauschale

abzurechnen.

Seit dem 02.01.2007 werden für geleistete Dienste im Rahmen des Abrechnung der

organisierten Notdienstes nach Notdienstordnung 18,00 € je Stunde Stundenpauschalen für

honoriert. Die Vergütung der Bereitschaftsstunden erfolgt unter den organisierten

Abrechnung eines sogenannten Pseudo-Patienten NOTDIENST. Notdienst nach den Ziffern

Die Bereitschaftsstunden sind je Bereitschaftstag mit den Pseudo- 90000 - 90024

Nummern 90000 – 90024 abzurechnen. Aufgrund diverser

Korrekturen und nachträglicher Anforderung der Stundenpauschalen für

den Notdienst geben wir Ihnen in der Anlage 1 zu diesem

Rundschreiben nochmals detaillierte Informationen zur Abrechnung.

Die Krankenkasse Eintracht Heusenstamm (KEH) hat zum 01.01.2008 Krankenkasse Eintracht

mit der BKK Mobil Oil unter der neuen Kassennummer 09455 Heusenstamm (KEH) seit

fusioniert. Damit endet der mit dem AEV-Verband für die KEH 01.01.2008 keine Kasse

geschlossene Vertrag der Homöopathie nach den Ziffern 99610 bis des AEV-Verbandes mehr

99613. Für die neue BKK Mobil Oil gelten weiterhin die Verträge der

Hautvorsorge nach den Ziffern 99070 und 99071 und der Vertrag der

hausarztzentrierten Versorgung.

Der IKK-Landesverband Nord hat uns nochmals über das seit 2006 Bescheinigung nach GOÄ

eingeführte Bonusprogramm „IKK Gesundheits-TÜV“ informiert. Nr. 70 für Ausfüllen eines

Versicherte der IKK Nord werden bei nachgewiesener Erfüllung der Bonusheftes

Voraussetzungen im Rahmen des Bonusprogramms von der z.B. Bonusprogramm „IKK

Zahlung der Praxisgebühr nach § 28 Abs. 4 SGB V für Gesundheits-TÜV“

12 Monate befreit. Zu berücksichtigen ist, dass bei Inanspruchnahme

von Leistungen durch mehrere Ärzte dennoch das

Überweisungsverfahren nach § 24 BMV-Ärzte Anwendung findet, d.h.

die weitere Behandlung ist nur mit Überweisung zuzahlungsfrei. Eine

Befreiung für andere Zuzahlungen wie z.B. Verordnungen von Arznei,

Heil- und Hilfsmitteln ist damit nicht verbunden.

Aktueller Hinweis:

Für das Ausfüllen eines Bonusheftes ist eine Privatliquidation nach

GOÄ vorzunehmen, wenn die Dokumentation durch den Arzt

persönlich erfolgt. Entsprechend sind Gebühren für Bescheinigungen

nach GOÄ-Nr. 70 abzurechnen. Der Steigerungssatz für den

persönlichen Aufwand liegt im Ermessen des Einzelnen.

Die Ziffer 01620 aus dem EBM ist für das Ausfüllen eines Bonusheftes

nicht mehr abzurechnen.


Zum 01.01.2008 sind für die Polizeivollzugsbeamten in Mecklenburg- Versichertenkarte für

Vorpommern Chipkarten eingeführt worden.

Polizeibeamte im

Wir möchten Sie darüber informieren, dass die ausgegebenen Statusergänzungsfeld

Chipkarten im Statusfeld falsch die 1 für den Rechtskreis West falsch

ausweisen. Richtig wäre gewesen Status 9 für Rechtskreis Ost. Da es

sich bei der Landespolizei MV (78 870) um einen nur in Mecklenburg-

Vorpommern ansässigen Sonstigen Kostenträger (SKT) handelt, hat

dieser fehlerhafte Status keine Relevanz für die Abrechnung.

Gegebenenfalls wird die Landespolizei festlegen, ob an die

Polizeivollzugsbeamten neue Chipkarten ausgegeben werden.

Die Vertreterversammlung hat am 12.12.2007 festgelegt, für Ärzte, die Online-Abrechnung wird

online abrechnen, den Verwaltungskostenabschlag von 2,3 % um ab 01.01.2008 gefördert

0,1 % auf 2,2 % zu senken. Diese Regelung tritt erstmalig mit der

Abrechnung des 1. Quartals 2008 in Kraft.

Aufgrund der Möglichkeit, auch online abzurechnen, haben wir unsere

„Grüne Erklärung“ angepasst.

Die Angabe ONLINE hat allerdings nur dann zu erfolgen, wenn die

Abrechnung der ärztlichen Leistungen ausschließlich in dieser

Weise erfolgt und nicht noch zusätzlich eine Abrechnung per ADT

eingereicht wird.

Wenn nur DMP, Koloskopie oder Dialyse als elektronische

Dokumentation ONLINE und die gesamte Arztabrechnung per ADT

erfolgt, ist das Kreuz bei ADT unter Angabe der Anzahl der Disketten /

CD-ROM vorzunehmen. Ihre Fragen zur Online-Abrechnung richten Sie

bitte an die EDV-Abteilung, Frau Rutz, Tel. 0385 / 7431-257.

Bereits im Dezember-Rundschreiben 2007 haben wir Sie darüber Hautkrebs-Screening wird

informiert, dass der Gemeinsame Bundesausschuss die zum 01.07.2008 GKV-

Krebsfrüherkennungs-Richtlinie ab dem 01.07.2008 um das Haut- Leistung

Screening erweitert hat. Anspruchsberechtigt auf dieses Screening

sind alle zwei Jahre gesetzlich Versicherte ab dem

vollendeten 35. Lebensjahr.

Die Hautvorsorge kann im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung

nach erteilter Genehmigung durch hausärztlich tätige FÄ für Innere

Medizin, FÄ für Allgemeinmedizin, Praktische Ärzte sowie FÄ für

Dermatologie abgerechnet werden.

Die Voraussetzung zur Erteilung ist die Teilnahme an einem

anerkannten 8-stündigen Fortbildungsprogramm. Entsprechende

Anmeldungen zu den Fortbildungsveranstaltungen nimmt im Bereich

der Qualitätssicherung, Frau Ludwig unter Tel.-Nr. 0385 / 7431-384

entgegen. Die Schulungstermine werden Ihnen dann bekanntgegeben.

Wir möchten Ihnen mitteilen, dass es eine Neuauflage der Neue GOÄ/UV-GOÄ zum

Gebührenordnung Ärzte (GOÄ) mit integrierter UV/GOÄ geben wird. 01.04.2008

Sie enthält eine Übersicht über die neuen Standardtarife für sämtliche

Standardversicherte mit geänderten Hochsätzen, ein erweitertes

Verzeichnis der Analogbewertungen und Abrechnungsempfehlungen

der Bundesärztekammer für größere Rechtssicherheit bei der

Abrechnung neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden nach

der GOÄ und sämtliche Änderungen der UV/GOÄ, über die wir im

März-Journal 2008 berichteten.

Die Broschüre wird voraussichtlich vom Deutschen Ärzteverlag noch

Ende März geliefert und umgehend an alle Praxen in unserem Land

verteilt.


Wichtige Information aus unserer Vertragsabteilung:

Mit Rundschreiben Nr. 21/2007 vom 18. Dezember 2007 haben wir Honorarverteilungsmaßstab

2008

Ihnen den Honorarverteilungsmaßstab (HVM) für das Jahr 2008

übermittelt. Dieser befand sich zum damaligen Zeitpunkt im

Unterschriftsverfahren und somit unter dem Vorbehalt der

Unterzeichnung durch die Landesverbände/-vertretungen der

Krankenkassen.

Das Unterschriftsverfahren ist zwischenzeitlich abgeschlossen worden.

Damit steht der HVM nicht mehr unter Vorbehalt.

Den HVM und das o. g. Rundschreiben finden Sie auch auf unserer

Homepage unter www.kvmv.de ? Satzungen und Richtlinien.

Auf folgende aktuellen Beschlüsse des Arbeitsausschusses des Bewertungsausschusses aus der

303. Sitzung mit Wirkung zum 01.04.2008 möchten wir verweisen:

Zur Abrechnung des Chlamydia trachomatis Nachweises im Urin zur Chlamydien-Screening

Empfängnisregelung und zum Schwangerschaftsabbruch entsprechend

der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses im Pooling-

Verfahren inklusive Einzel-Nachtestung im Falle eines positiven

Pooling-Befundes wird die Ziffer 01840 (190 Punkte) aufgenommen.

Befristet bis zum 31.12.2008 wird der Chlamydien-Nachweis mittels

Enzym-Immuno-Essay mit der Ziffer 01842 (190 Pkt.) sowie die

diesbezügliche Abstrichentnahme nach der Ziffer 01843 (55 Pkt.)

aufgenommen.

Im Abschnitt 32.3.12 werden für den Nachweis von Nukleinsäuren

folgende Ziffern neu aufgenommen:

32841 Influenza A und B

(nicht bei Verdacht auf Vogelgrippe)

32842 Mycoplasmen

32843 Polyoma-Virus bei organtransplantierten Patienten

32844 EBV bei organtransplantierten Patienten

Der Zuschlag 32859 für die Durchführung mittels

Nukleinsäureamplifikationstechnik (NAT) wurde um die vorgenannte

Untersuchung erweitert.

Im Abschnitt 32.2.14 wird für den Nachweis einer MTHFR-Mutation die

Ziffer 32863 neu aufgenommen.

Des weiteren wurde in der Präambel 32.2 Nr. 13 festgelegt, dass im

Zusammenhang mit einer Screeninguntersuchung Tumormarker nicht

verwendet werden dürfen.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Beschlüsse des

Arbeitsausschusses des Bewertungsausschusses noch der

abschließenden Bestätigung des Bewertungsausschusses

bedürfen und unter dem Vorbehalt der Nichtbeanstandung des

BMG stehen.

neue Laborleistungen für

Nukleinsäure-Nachweise

und Mutation

Abschließend werden aufgrund von vielen Nachfragen zur Umsetzung des neuen

Überweisungskonzeptes folgende Hinweise gegeben:

1. Bei Ausstellung einer Überweisung der Kategorie A und B hat der ausstellende Arzt einen

schriftlichen Krankheitsbericht zur Weiterbehandlung für den akut behandlungsbedürftigen

Patienten zu geben, entweder als Anlage zur Überweisung oder auf dem Überweisungsschein

selber. Die Mindestangaben im Bericht sind Diagnosen und durchgeführte Therapien. Wenn

bei einer Überweisung der Kategorie A im Einzelfall keine Therapie eingeleitet wird, erübrigt

sich die Angabe.


2. Für die Überweisung eines Patienten zum Psychologen innerhalb von einer Woche (Kategorie

B) sind bereits in der Vergangenheit in der KVMV Regelungen zur Patientensteuerung

umgesetzt worden. Ärzte wenden sich bitte an Frau Voglau in der Qualitätssicherung unter der

Tel.-Nr. 0385 / 7431-377.

3. Neben einer Überweisung der Kategorie A, B und C gibt es aus anderen Gründen eine Vielzahl

von Überweisungen, die keine Kategorie tragen.

4. Es ist auch bei der Ausstellung von Überweisungen mit der Kategorie C immer eine Diagnose/

Verdachtsdiagnose anzugeben und ggf. Befunde mitzugeben. Ein Überweisungsschein, der nur

die 95000C ohne die vorgenannten Angaben ausweist, ist unzureichend ausgefüllt und führt

dazu, dass die Patienten zum ausstellenden Arzt zurückgeschickt werden können.

5. Eine Überweisung der Kategorie C ist dann auszustellen, wenn der Patient die notwendige

Überweisung aufgrund der Wiedereinbestellung durch den Überweisungsempfänger

erhält. Die Kennzeichnung 95000C braucht vom Überweisungsempfänger nicht in die

Abrechnung übernommen zu werden, wenn es sich bei dem Patienten um einen solchen

handelt, der weder bekannt ist, noch einbestellt ist bzw. die letzte Behandlung mehrere Jahre

zurückliegt.

6. Nur wenn sowohl im haus- als auch im fachärztlichen Vorsorgungsbereich das

Überweisungskonzept korrekt umgesetzt wird und die Abrechnung der Pseudo-Nummern

95000A, 95000B und 95000C von den eingebundenen Ärzten gleichermaßen auf beiden Seiten

erfolgt, können unter Berücksichtigung der Morbidität ggf. Versorgungsengpässe auf allen

Ebenen erkannt und verändert werden.

Ihre Abrechnung des 1. Quartals 2008 geben Sie bitte bis zum 10.04.2008 zu folgenden Zeiten bei

uns ab:

01.04.200804.04.2008 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr

05.04.2008 – 06.04.2008 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr

07.04.2008 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr

08.04.2008 – 10.04.2008 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Ich wünsche Ihnen ein frohes Osterfest. Möge Sie auch in diesem Jahr der Frühling mit schönen

Tagen verwöhnen, um für anstehende Änderungen in den nächsten Monaten Kraft zu schöpfen.

Mit freundlichen Grüßen

Maren Gläser


Anlage 1 zum Rundschreiben Nr. 4/2008

Abrechnung der Stundenpauschalen im kassenärztlichen Notdienst

Seit dem 02.01.2007 werden in Mecklenburg-Vorpommern Bereitschaftspauschalen für den

organisierten Notfalldienst nach der Notdienstordnung in Höhe von 18,- € je Stunde vergütet.

Für folgende Zeiten des organisierten Notdienstes werden Stundenpauschalen gewährt:

• mittwochs, 13:00 Uhr, bis donnerstags, 7:00 Uhr;

• montags, dienstags und donnerstags in der Zeit

von 19:00 Uhr bis 7:00 Uhr des darauffolgenden Tages;

• am Wochenende von freitags in der Zeit von 16:00 Uhr

bis montags 7:00 Uhr;

• feiertags sowie am 24. und 31. Dezember am Vorabend um 19:00 Uhr beginnend und

um 7:00 Uhr des dem Feiertag folgenden Arbeitstages endend.

Um eine Berücksichtigung der von Ihnen abgeleisteten Stunden in der Honorierung zu erhalten, ist

es zwingend notwendig, dass Sie in Ihrer Abrechnung einen Pseudo-Patienten „NOTDIENST“

abrechnen.

Wir möchten Sie bitten, je nachdem, ob Sie per Computer oder manuell abrechnen, wie folgt

zu verfahren.

ADT-Ärzte

Für diesen Behandlungsfall sind die Patientenfelder wie folgt zu füllen:

Feld Inhalt Bemerkung

Nachname Notdienst nur diesen Namen

Vorname

Organisierter

Geburtsdatum

1. Tag im Quartal immer aktuelles Abr.-Quartal

PLZ 99999 kann auch eigene Postleitzahl sein

Versichertenart (M, F; R) M kann auch F oder R sein

Geschlecht Unbekannt kann auch männlich oder weiblich sein

Diagnose ICD-10 UUU kann auch anderer ICD sein

Krankenkasse (VKNR) 78102 AOK MV

Kostenträgerabrechnungsbereich 00

Primärabrechnung (standard)

Scheinuntergruppe 00 Originalschein

Abrechnung der Stundenpauschalen im Abrechnungsfeld

Die Abrechnung der Dienste erfolgt je nach Stundeneinsatz über die Pseudo-Nrn. 90000 bis

90024 für den jeweiligen Behandlungstag.

Die beiden letztgenannten der fünfstelligen Pseudo-Nrn. sollen die Uhrzeit von 00 Uhr bis

24 Uhr darstellen.


An folgenden drei Beispielen wird die Abrechnung der Stundenpauschalen erläutert:

Notdienst von Mittwoch 2.1.2008 ab 13.00 Uhr bis Donnerstag 3.1.2008 bis 7.00 Uhr

2.1. 90013, 90024

3.1. 90000, 90007

Notdienst von Freitag 22.2.2008 ab 16.00 Uhr bis Samstag 23.2.2008 bis 12.00 Uhr

22.2. 90016, 90024

23.2. 90000, 90012

Notdienst von Samstag 15.3.2008 ab 7.00 Uhr bis Montag 17.3.2008 bis 7.00 Uhr

15.3. 90007, 90024

16.3. 90000, 90024

17.3. 90000, 90007

Manuell abrechnende Ärzte

Legen Sie sich einen Abrechnungsschein Muster 5 für den Patienten „Notdienst“ an und

rechnen nach vorgenannten Beispielen die Stundenpauschalen ab.

„1. Tag des aktuellen Abrechnungsquartals“

„Ersatzwert für Postleitzahl / Diagnose“

„eigene Vertragsarztnummer“

Abrechnung der geleisteten

Notdienststunden je Tag!

Mit der Abrechnung der Notdienststunden unter den genannten Pseudo-Nummern 90000 bis

90024 werden die tatsächlichen Stundenpauschalen je Bereitschaftstag automatisch

durch die KVMV berechnet und je Stunde mit 18,00 € vergütet.

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