Romane des Jahres 2011 - Stadt Mannheim

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Romane des Jahres 2011 - Stadt Mannheim

Romane des Jahres 2011. Bei uns im Bestand.

Orientierung


Die aufgeführten Bücher fanden in folgenden überregionalen Zeitungen Beachtung und wurden dort rezensiert:

FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung / Sonntagszeitung FR Frankfurter Rundschau

NZZ Neue Zürcher Zeitung SZ Süddeutsche Zeitung

taz die tageszeitung ZEIT Die Zeit

Abbey, Edward:

Die Monkey Wrench Gang. Ein Roman. – Walde + Graf. – 470 Seiten.

Mit 35 Jahren Verspätung erscheint der US-Kultroman um eine kleine Gruppe radikaler Umweltaktivisten

in Deutschland. Die Geschichten von immer tollkühneren Anschlägen auf neue Straßen, Brücken und

andere moderne Errungenschaften lesen sich fast schon wie eine Anleitung zum zivilen Ungehorsam ...

NZZ, 15. 02. 2011

Abbott, David:

Die späte Ernte des Henry Cage. Roman. – Deutscher Taschenbuch-Verlag. – 357 Seiten.

Henry war beruflich sehr erfolgreich; privat aber scheint er alles falsch gemacht zu haben. Mit seinem

Sohn ist er zerstritten, von seinem Enkel weiß er lange nichts. Als er sich der Familie wieder

annähert, geschieht ein furchtbarer Unfall, und Henry muss sich fragen, ob er die Schuld daran trägt.

SZ, 18. 07. 2011

Adiga, Aravind:

Letzter Mann im Turm. Roman. – Beck. – 513 Seiten.

Eine Geschichte um Geld und Macht, Luxus und Entbehrung, ein breites Gemälde der Menschen in

Bombay und nicht zuletzt das Porträt einer brodelnden Stadt. „Der letzte Mann im Turm“ wirft einen

tiefen Blick in die Herzen und Köpfe der Bewohner einer Mega-City – einfache Menschen, die an

einem Ort ohne Grenzen bis an ihre Grenzen getrieben werden.

FAZ, 01. 10. 2011 / SZ , 06. 12. 2011

Adler-Olsen, Jussi:

Erlösung. Der dritte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q; Thriller. – Deutscher Taschenbuch-Verlag.

– 587 Seiten.

Im Sonderderzernat Q in Kopenhagen landet ein verblasstes Schriftstück, das mit menschlichem

Blut geschrieben wurde. Die Entzifferung führt Carl Mørck und seinen Assistenten auf die Spur eines

Verbrechens, dem in den 1990er-Jahren zwei Jungen zum Opfer fielen.

FAZ, 14. 07. 2011

Albers, Sophie:

Wunderland. Roman. – Knaus. – 166 Seiten.

Hanna ist Journalistin und will ein Porträt über Tamer schreiben, einen jungen Mann mit palästinensischem

Vater und deutscher Mutter. Tamer ist manchmal ein Macho und hat Ansichten, die sie abstoßen, gleichzeitig

fasziniert er sie aber auch. Sie will ihn verstehen und taucht ein in seine Welt.

taz, 04. 06. 2011

Amann, Jürg:

Der Kommandant. Monolog. – Arche-Literatur-Verlag. – 108 Seiten.

Unbearbeitet, lediglich etwas verdichtet und verknappt veröffentlicht Amann die Aufzeichnungen von

Rudolf Höß, 1941–1943 Kommandant in Auschwitz, die dieser kurz vor seiner Hinrichtung 1947 im Gefängnis

zu Papier brachte.

FR, 19. 07. 2011

Ames, Greg:

Der bisher beste Tag meines Lebens. – Steidl. – 327 Seiten.

James, 28 Jahre alt, Werbetexter in New York, kommt zu Thanksgiving in seine Heimatstadt Buffalo

zurück – mit dem Vorsatz, seine Mutter zu töten. Ellen ist an Demenz erkrankt und James kann es

nicht mehr ertragen, seine Mutter leiden zu sehen, zumal er ihr vor Jahren einen Selbstmord ausgeredet

hat.

FAZ, 25. 02. 2011


Ani, Friedrich:

Süden. Roman. – Droemer. – 363 Seiten.

Acht Jahre nach dessen letztem Fall setzt der erfolgreiche Krimiautor Friedrich Ani seinen Münchner

Kommissar Tabor Süden erneut auf die Spur eines Vermisstenfalles, den Süden mit gewohntem Gespür

am Ende erfolgreich lösen kann.

SZ, 07. 05. 2011

Aslam, Nadeem:

Das Haus der fünf Sinne. Roman. – Rowohlt. – 459 Seiten.

Ein Engländer, eine Russin und ein Amerikaner illustrieren mit ihren tragischen persönlichen Schicksalen

die unheilvolle Entwicklung Afghanistans während der letzten Jahrzehnte.

FAZ, 26. 04. 2011

Auóur Jónsdóttir:

Jenseits des Meeres liegt die ganze Welt. Roman. – btb. – 283 Seiten.

Sunna, eine etwas chaotische junge Verlagsangestelle aus Reykjavik, löst mit Hilfe des zehnjährigen

Helgi und ihrer umtriebigen Mutter das Rätsel um das Verschwinden der Galeristin Arndis, einer

Freundin aus der gemeinsamen Studienzeit in Barcelona.

FAZ, 09. 08. 2011

Avallone, Silvia:

Ein Sommer aus Stahl. Roman. – Klett-Cotta. – 414 Seiten.

Anna und Francesca sind die besten Freundinnen. Doch mit 14 kann auch eine Kleinigkeit zur Katastrophe

werden und ein Sommer reicht, um das Leben der beiden durcheinanderzuwirbeln.

FAZ, 14. 07. 2011

Bachmann, Ingrid:

Die Radiofamilie. – Suhrkamp. – 410 Seiten.

Die vor einigen Jahren im Nachlass eines Wiener Journalisten entdeckten 15 Folgen der in den 1950er-

Jahren erfolgreichen „Radiofamilie“ stammen aus der Feder Ingeborg Bachmanns (1926–1973) und

zeigen die Schriftstellerin von einer unerwarteten Seite: als amüsant und routiniert schreibende

Unterhaltungsautorin.

SZ, 16. 06. 2011 / FAZ, 01. 07. 2011 / FR, 09. 07. 2011

Balschun, Nicole:

Ada liebt. Roman. – DuMont. – 190 Seiten.

Ada liebt Bo und Bo liebt Ada, doch für beide gibt es kein Happy End. Bo züchtet Schweine, alles

an ihm und um ihn herum riecht nach Schwein, und Ada, intellektuelle Studentin, traut Schweinen

leider nicht über den Weg. Deshalb misstraut sie auch ihrer Liebe.

FAZ, 26. 02. 2011

Bánk, Zsuzsa:

Die hellen Tage. Roman. – S. Fischer. – 540 Seiten.

Süddeutschland in den 1960er-Jahren: Im Mittelpunkt steht die Mädchenfreundschaft zwischen der

vaterlosen Seri und dem Zirkuskind Aja. Dritte im Bunde wird der introvertierte Karl. Als die drei in

Rom zu studieren beginnen, wird ihre Freundschaft zur Zerreißprobe.

SZ, 22. 02. 2011 / FAZ, 13. 03. 2011 / ZEIT, 14. 04. 2011

Barbal, Maria:

Càmfora. Roman. – Transit Buchverlag. – 240 Seiten.

Anfang der 1960er-Jahre verlässt ein katalanischer Landwirt sein Dorf und geht mit seinem Sohn und

dessen Frau nach Barcelona. Während die Männer in der neuen Umgebung scheitern, entwickelt nur

die Frau Kraft, ihren Weg zu gehen.

NZZ, 10. 12. 2011


Baronsky, Eva:

Magnolienschlaf. Roman. – Aufbau Verlag. – 184 Seiten.

Die junge Russin Jelisaweta reist nach Deutschland, um Wilhelmine zu pflegen. Ohne es zu wissen,

löst sie schlimme Erinnerungen in der alten Frau aus. Aber auch Jelisaweta trägt schwer an der Vergangenheit.

Bald befinden sich die Frauen in einem Kleinkrieg, aus dem sie nur die Wahrheit retten

kann.

FAZ, 29. 03. 2011

Baum, Antonia:

Vollkommen leblos, bestenfalls tot. Roman. – Hoffmann und Campe. – 208 Seiten.

Eine junge Frau begibt sich von der Provinz in die Stadt auf der Suche nach Glück und ihrem Platz in

der Gesellschaft. Doch sie scheitert an ihrer eigenen Unfreiheit.

FAZ, 25. 10. 2011 / SZ, 10. 11. 2011 / ZEIT, 17. 11. 2011

Beckett, Simon:

Verwesung. Thriller. – Wunderlich. – 443 Seiten.

Drei junge Mädchen verschwinden spurlos. Als der Außenseiter Jerome Monk gesteht, sie ermordet

zu haben, scheint der Albtraum ein Ende zu haben. Zehn Jahre später bricht er aus dem Hochsicherheitsgefängnis

aus, eine Racheserie nimmt ihren Anfang ...

FAZ, 01. 03. 2011

Begley, Louis:

Schmidts Einsicht. Roman. – Suhrkamp. – 414 Seiten.

Einziger Lichtblick im Leben von Albert Schmidt, dem verwitweten, vereinsamten New Yorker Anwalt

im Ruhestand, ist die frisch aufgeflammte Liebe zu der Pariserin Alice; doch die hält ihn hin ...

Unabhängige Fortsetzung von „Schmidts Bewährung“ und Abschlussband der Schmidt-Trilogie.

FAZ, 13. 11. 2011 / SZ, 06. 12. 2011

Bender, Aimee:

Die besondere Traurigkeit von Zitronenkuchen. Roman. – Berlin-Verlag. – 299 Seiten.

Kurz vor ihrem neunten Geburtstag schmeckt Rose Edelstein in dem von ihrer Mutter gebackenen

Zitronenkuchen mehr als Zitronen, Zucker und Butter – einen Hauch Traurigkeit. In den nächsten

Jahren muss sie lernen, mit einer besonderen Gabe zu leben ...

FAZ, 29. 06. 2011

Bennett, Alan:

Miss Fozzard findet ihre Füße. – Wagenbach. – 137 Seiten.

In sieben Monologen stellen sich Personen vor, die skurrile, zum Teil sogar schreckliche Erfahrungen

gemacht haben.

FAZ, 23. 07. 2011

Berger, John:

A und X. Eine Liebesgeschichte in Briefen. – Hanser. – 205 Seiten.

In Briefen an ihren durch ein diktatorisches Regime verurteilten Geliebten beschwört eine Frau die

gemeinsame Vergangenheit und die Sehnsucht nach Freiheit.

FAZ, 28. 01. 2011

Berman, Sabina:

Die Frau, die ins Innerste der Welt tauchte. Roman. – S. Fischer. – 302 Seiten.

Eine Autistin und Erbin einer Thunfischfabrik, die sich den Tieren mehr verbunden fühlt als den Menschen,

entwickelt humanere Methoden des Thunfischtötens und hat damit international Erfolg, bis

sie in die Schusslinie militanter Tierschutzorganisationen gerät.

FAZ, 07. 12. 2011

Bernuth, Christa:

Wer schuld war. Roman. – Deutscher Taschenbuch-Verlag. – 217 Seiten.

Wer ist Schuld an Pauls Tod? Christa Bernuth reiht alle infrage kommenden Personen aneinander

und webt dadurch ein interessantes Beziehungsgeflecht.

FAZ, 16. 12. 2011


Bierbichler, Josef:

Mittelreich. Roman. – Suhrkamp. – 391 Seiten.

Drei Generationen einer Wirtsfamilie an einem See, zwischen Erstem Weltkrieg und Gegenwart. Die

bäuerlich geprägte bigotte Dorfgemeinschaft verschließt gerne die Augen vor den Realitäten der

Welt, doch zeitgeschichtliche Ereignisse dringen auch in die traditionelle Seewirtsfamilie ein.

FAZ, 15. 09. 2011 / SZ, 20. 09. 2011 / NZZ, 13. 12. 2011

Binding, Tim:

Fischnapping. Roman. – Mare. – 334 Seiten.

Fortsetzung von „Cliffhanger“: Eigentlich wollte Al seine Ehefrau von der Klippe stürzen, doch leider

hat er die falsche Frau erwischt. Jetzt sitzt Al fälschlicherweise für den Mord an seiner unehelichen

Tochter in Haft. Doch nach vier Jahren eröffnen sich ganz neue Perspektiven für Al ...

FAZ, 07. 04. 2011

Bjørnstad, Ketil:

Die Frau im Tal. Roman. – Insel-Verlag. – 334 Seiten.

Der Autor schildert einfühlsam den Weg des jungen Pianisten Aksel Vinding aus tiefer Verzweiflung

zu neuer Hoffnung.

FAZ, 27. 04. 2011

Bolaño, Roberto:

Das Dritte Reich. Roman. – Hanser. – 316 Seiten.

Udo Berger hat nur eine Leidenschaft: Kriegsspiele. Selbst im Urlaub an der Costa Brava verbringt er

die meiste Zeit mit dem Strategiespiel „Das Dritte Reich“, einer Simulation des Zweiten Weltkriegs.

Eines Abends lernt Udo den mysteriösen Verbrannten kennen, ein angeblich durch Folter verunstalteter

Lateinamerikaner, von dem er sofort fasziniert ist. Im „Dritten Reich“ soll dieser den Part der

Alliierten übernehmen und den Lauf der Geschichte ändern.

FAZ, 08. 10. 2011 / SZ, 11. 10. 2011

Böldl, Klaus:

Der nächtliche Lehrer. Roman. – S. Fischer. – 125 Seiten.

Der Kieler Skandinavist erzählt hier die Lebensgeschichte eines Lehrers in einer nordschwedischen

Provinzstadt, der immer mehr den Boden unter den Füßen verliert und zu einer verschrobenen Außenseiterfigur

wird.

SZ, 20. 01. 2011

Born, Katharina:

Schlechte Gesellschaft. Eine Familiengeschichte. – Hanser. – 264 Seiten.

Die Tochter des früh verstorbenen Schriftsstellers Nicolas Born führt uns in weitem Bogen am Beispiel

dreier Generationen einer Familie vom bäuerlichen Leben über zwei Kriege bis hin in unsere

digitalisierte Zeit. Im Mittelpunkt dieses Familienepos stehen drei willensstarke Frauen.

SZ, 10. 03. 2011 / FAZ, 24. 03. 2011

Bose, Bhuddadeva:

Das Mädchen meines Herzens. Roman. – Ullstein. – 181 Seiten.

In dem kurzen Roman des bengalischen Autors berichten vier Männer über einen flüchtigen Augenblick

der Liebe.

NZZ, 09. 02. 2011

Bovenschen, Silvia:

Wie geht es Georg Laub? Roman. – S. Fischer. – 284 Seiten.

Georg Laub, ein erfolgsverwöhnter Schriftsteller, gerät in eine Lebenskrise, die ihn veranlasst, aus

seinem bisherigen Leben zu verschwinden. Spurloses Untertauchen – gelingt es und will er es letztlich?

FAZ, 12. 03. 2011 / SZ, 15. 03. 2011 / NZZ, 05. 07. 2011


Brandt, Jan:

Gegen die Welt. Roman. – DuMont. – 927 Seiten.

Jan Kuper wächst in den 1980er-Jahren als Sohn des Drogisten in einem ostfriesischen Ort auf und

wird dort zum Außenseiter, als er behauptet ein UFO gesehen zu haben. Weitere, für das Dorf unangenehme

Ereignisse fallen auf Daniel zurück, und ein Kampf gegen die einengende Provinzialität

beginnt.

SZ, 03. 09. 2011 / FAZ, 10. 09. 2011 / ZEIT, 06. 10. 2011

Brizuela, Leopoldo:

Nacht über Lissabon. Roman. – Insel Verlag. – 724 Seiten.

Im November 1942 ist Lissabon voller Diplomaten, Spione und Flüchtlinge. Als ein Anschlag auf ein

Schiff verübt wird, eskaliert die Situation und Menschen mit ganz unterschiedlichen Schicksalen und

Motiven treffen aufeinander.

FAZ, 23. 02. 2011

Buhl, Marc:

Das Paradies des August Engelhardt. Roman. – Eichborn. – 236 Seiten.

Marc Buhl erzählt lakonisch und mit großem Gespür für die unfreiwillige Komik aller Menschheitsbeglücker

die Geschichte eines frühen Aussteigers, der auf einer deutschen Kolonialinsel in der Südsee

einen Sonnenorden gründet.

FAZ, 18. 06. 2011

Buselmeier, Michael:

Wunsiedel. Theaterroman. – Wunderhorn. – 158 Seiten.

Im Sommer 1964 hat der junge Ich-Erzähler Moritz Schoppe in dem oberfränkischen Städtchen

Wunsiedel zehn leidvolle Wochen zugebracht; sein Engagement bei den dort alljährlich stattfindenden

Luisenburg-Festspielen geriet zum Fiasko.

SZ, 16. 09. 2011 / FAZ, 22. 09. 2011 / FR, 06. 10. 2011

Byatt, Antonia S.:

Das Buch der Kinder. Roman. – S. Fischer. – 894 Seiten.

Zwischen 1895 und dem Ersten Weltkrieg gehen im Haus des englischen Journalisten und Freidenkers

Wellwood, seiner Ehefrau Olive, einer Schriftstellerin, und ihrer sieben Kinder Künstler, Intellektuelle

und Reformer ein und aus. Ein Familienroman des Fin de Siècle mit viel integrierter Historie dieser Zeit.

NZZ, 08. 10. 2011

Calis, Nuran David:

Der Mond ist unsere Sonne. Roman. – S. Fischer. – 205 Seiten.

Alen schmeißt nach dem Tod seines Vaters die Schule und arbeitet als Türsteher. Er träumt von Geld,

Partys in St. Tropez und einer eigenen Bar in Genua. Als sein Cousin hinter seinem Rücken Geschäfte

macht, wird aus Freundschaft Misstrauen, Verrat und Gewalt.

FR, 24. 11. 2011

Camilleri, Andrea:

Streng vertraulich. Roman. – Nagel & Kimche. – 262 Seiten.

Italien 1929: Der Duce plant die Erweiterung der afrikanischen Kolonien. Deshalb soll der Neffe des

Äthiopischen Kaisers in der Bergbauschule von Vigatà auf Sizilien aufs höchste verwöhnt werden, was

zu einer grotesken Farce voll schreiender Dummheit führt.

SZ, 26. 04. 2011 / FAZ, 10. 05. 2011

Capus, Alex:

Léon und Louise. Roman. – Hanser. – 314 Seiten.

Es ist Liebe auf den ersten Blick, als Léon 1918 Louise kennenlernt. Es ist eine Liebe, die zwei Weltkriege,

jahrelange Trennungen und große politische Umwälzungen übersteht und erst 68 Jahre später,

bei Léons Tod, ein Ende finden soll.

FAZ, 05. 04. 2011 / SZ, 07. 09. 2011


Castellanos Moya, Horacio:

Der schwarze Palast. Roman. – S. Fischer. – 331 Seiten.

1944 wird im von einer Militärdiktatur beherrschten El Salvador der Journalist Pericles inhaftiert.

Seine Frau Haydée beginnt, sich politisch zu engagieren, sein Sohn beteiligt sich an einem Putschversuch

und muss fliehen.

FAZ, 04. 07. 2011

Cayrol, Jean:

Im Bereich einer Nacht. Roman. – Schöffling. – 254 Seiten.

Auf dem Weg zu seinem Vater begreift der Sohn, dass es keine Rückkehr gibt.

FAZ, 06. 06. 2011 / SZ, 11. 08. 2011

Cerha, Ruth:

Kopf aus den Wolken. Roman. – Eichborn. – 252 Seiten.

Annas Bruder Franjo kehrt nach einem Tauchgang nicht mehr zurück. Jahrelang fragt sie sich, was

wohl geschehen sein mag. Rastlos zieht sie von Ort zu Ort. Erst die Liebe von Paul gibt ihr genug

Kraft, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen.

FAZ, 22. 07. 2011

Cheever, John:

Die Lichter von Bullet Park. Roman. – DuMont. – 254 Seiten.

Lebenslügen und Krisen in der scheinbar heilen Welt einer amerikanischen Vorstadt südlich von New York.

FAZ, 12. 03. 2011 / SZ, 11. 04. 2011

Cleave, Chris:

Little Bee. Roman. – Deutscher Taschenbuch-Verlag. – 316 Seiten.

Die junge Nigerianerin „Little Bee“, ist aus ihrer Heimat einem schrecklichen Schicksal entkommen

und meldet sich nach zwei Jahren in einem englischen Flüchtlingslager bei dem gut situierten Ehepaar

Sarah und Andrew, dem sie in Nigeria unter schlimmen Umständen begegnet ist – mit weitreichenden

Folgen.

FAZ, 23. 07. 2011

Coe, Jonathan:

Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim. Roman. – Deutsche Verlags-Anstalt.

– 405 Seiten.

Während eines Wettrennens für eine Öko-Zahnbürstenfirma, das ihn zu den Shetlandinseln führen

soll, ergründet der 42-jährige, depressive Engländer Max, ehemaliger Abteilungsleiter eines Kaufhauses

und von seiner Frau und seiner zwölfjährigen Tochter verlassen, seine Vergangenheit. Humorvoller

Roman.

SZ, 02. 02. 2011 / FAZ, 09. 03. 2011

Coupland, Douglas:

JPod. Roman. – Tropen. – 519 Seiten.

Ethan Jarlewski und fünf Kollegen, deren Namen auch mit „J“ beginnen, sitzen Tag für Tag im Büro einer

Computer-Spiele-Firma und programmieren. Eine sarkastische Reise durch die Angestelltenwelt

des 21. Jahrhunderts beginnt.

FAZ, 05. 11. 2011 / SZ, 28. 11. 2011

Daeninckx, Didier:

Tod auf Bewährung. Roman. – Liebeskind. – 265 Seiten.

Um 1920, kurz nach dem Ersten Weltkrieg, führt René Griffon seine Detektei in Paris. Die aktuelle

Suche nach einem Erpresser wirft ein Licht auf die tatsächliche Realität jener Zeit.

ZEIT, 04. 08. 2011


Dasgupta, Rana:

Solo. Roman. – Blessing. – 463 Seiten.

Ein fast 100-jähriger Mann blickt auf sein Leben zurück, das ihn von Bulgarien nach Deutschland

und wieder zurück führte, wo er Faschismus, Kommunismus und den neuen kriminell durchsetzten

Kapitalismus erlebte.

NZZ, 20. 01. 2011

Dobelli, Rolf:

Massimo Marini. Roman. – Diogenes. – 379 Seiten.

Der Züricher Bauunternehmer Massimo Marini schafft den Aufstieg vom geduldeten Immigrantenkind

zum hofierten Mitglied der Gesellschaft. In Rückblenden erzählt sein Anwalt als Ich-Erzähler

das bewegte Leben dieses außergewöhnlichen Mannes.

SZ, 29. 01. 2011 / FAZ, 24. 06. 2011

Donovan, Gerard:

Ein bitterkalter Nachmittag. Roman. – Luchterhand. – 335 Seiten.

Ein Nachmittag in einem Dorf irgendwo in Europa: Ein Mann gräbt auf einem Feld ein großes Loch

und ein anderer wacht über ihn. Nach wenigen Stunden wird klar warum sich beide an diesem Ort

befinden und dass die Geschichte der Menschheit verbunden ist mit der Geschichte der Gewalt.

SZ, 13. 05. 2011 / FAZ, 07. 11. 2011

Draesner, Ulrike:

Richtig liegen. Geschichten in Paaren. – Luchterhand. – 251 Seiten.

In 17 Geschichten erzählt die in Berlin lebende Autorin von Paaren, ihren Gefährdungen und Verwicklungen

und mancherlei Brechungen in menschlichen Lebenszielen und Begegnungen.

FAZ, 05. 11. 2011

Dückers, Tanja:

Hausers Zimmer. Roman. – Schöffling. – 491 Seiten.

Die junge Julika lebt im geteilten Berlin der 1980er-Jahre inmitten von Altbauhäusern samt dunklen

Hinterhöfen, während sie immer wieder vom fernen Patagonien und sich ins hell erleuchtete Zimmer

ihres Nachbarn träumt.

FAZ, 25. 02. 2011 / SZ, 15. 09. 2011

Eco, Umberto:

Der Friedhof in Prag. Roman. – Hanser. – 519 Seiten.

Ein italienischer Fälscher gerät in Paris in allerlei Verschwörungen und wird selbst zur treibenden

Kraft, sei es in der Dreyfus-Affäre oder beim Zusammenfantasieren der „Protokolle der Weisen von

Zion“, einer antisemitischen Hetzschrift.

FAZ, 08. 10. 2011 / SZ, 08. 10. 2011 / taz, 22. 10. 2011

Énard, Matthias:

Zone. Roman. – Berlin-Verlag. – 588 Seiten.

Auf einer Zugfahrt von Mailand nach Rom drängen sich einem Mann, der im jugoslawischen Bürgerkrieg

gekämpft und in Algerien Massaker erlebt hat, Assoziationen von anderen historischen

Gräueltaten auf.

taz, 10. 01. 2011

Erdrich, Louise:

Schattenfangen. Roman. – Suhrkamp. – 238 Seiten.

Die intensive Chronik einer zutiefst unglücklichen Ehe. Scheinbar sind der Maler Gil und seine Frau

Irene, Kunstwissenschaftlerin und seine Muse, für einander bestimmt. In Wirklichkeit verbindet sie

eine Hassliebe. Als Irene merkt, dass ihr Mann ihr Tagebuch liest, führt sie es scheinbar weiter, in

Wirklichkeit nutzt sie es als Mittel der Manipulation und vertraut ihre wahren Gefühle einem geheimen

Tagebuch an.

FAZ, 24. 06. 2011


Evers, Sturat:

Zehn Geschichten übers Rauchen. Roman. – Frankfurter Verlags-Anstalt. – 191 Seiten.

Eine Sammlung melancholischer, feinsinnig erzählter Kurzgeschichten, lose verbunden durch das

Motiv Rauchen.

SZ, 09. 09. 2011 / FAZ, 08. 10. 2011

Fallada, Hans:

Jeder stirbt für sich allein. Roman. – Aufbau Verlag. – 704 Seiten.

Mit Postkarten, deren Texte gegen das Hitler-Regime gerichtet sind, versucht das Werkmeisterehepaar

Quangel seinen privaten Widerstand, nachdem sie von dem „Heldentod“ ihres Sohnes erfahren

haben. Ungekürzte Orginalfassung.

SZ, 12. 03. 2011 / FAZ, 10. 04. 2011 / ZEIT 28. 04. 2011

Fatah, Sherko:

Ein weißes Land. Roman. – Luchterhand. – 477 Seiten.

Bagdad in den 1930er Jahren. Der junge Araber Anwar versteht nichts von den politischen Wirren

seiner Zeit. Er träumt von schönen Häusern, von fernen Reisen und vielleicht ein bisschen von der

Schwester seines jüdischen Freundes. Er träumt davon, ein »Jemand« zu werden. Doch dann gerät er

mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unter den Einfluss der »Schwarzhemden«, der faschistischen

Jugendorganisation im Irak. Ein bitter wahres Märchen nimmt seinen Lauf, ein Abenteuerroman mitten

durch die Katastrophen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

SZ, 11. 10. 2011 / FAZ, 22. 10. 2011

Feldenkirchen, Markus:

Was zusammengehört. Roman. – Kein & Aber. – 318 Seiten.

Der Investmentbanker Benjamin erzählt von seiner Geschäftsreise, die ihn im Zusammenhang mit der

Großbanken-Pleite nach Irland führt, und von seiner nie vergessenen Jugendliebe, der Irin Victoria.

FAZ, 18. 01. 2011

Fioretos, Aris:

Der letzte Grieche. Roman. – Hanser. – 415 Seiten.

Fiktive Lebensgeschichte von Jannis Georgiadis, geb. 1943 in Smyrna, geflüchtet nach Mazedonien

in eine karge Bergregion, aus der er nach Schweden immigriert, auf der Suche nach einem besseren

Leben als „Gastarbeiter“ in der Fremde.

SZ, 05. 03. 2011 / FAZ, 25. 03. 2011 / NZZ 28. 04. 2011

Florescu, Catalin Dorian:

Jacob beschließt zu lieben. Roman. – Beck. – 402 Seiten.

Die abenteuerliche Lebensgeschichte des Jacob Obertin, der im rumänischen Banat aufwächst und

unter den turbulenten Bedingungen der Zeitgeschichte einen ganz eigenen Überlebenskampf führt.

Eine Art Schelmenroman.

SZ, 05. 09. 2011

Fois, Marcello:

Die schöne Mercede und der Meisterschmied. Ein sardischer Roman. – Eichborn. –

208 Seiten.

1889: Michele Angelo und Mercede, beide Verstoßene und wie ohne Herkunft, geben sich bei ihrer ersten

Begegnung ein stummes Versprechen – das in die Ehe führt. Das neue Geschlecht der Chironis wirkt von

paradiesischem Glück verwöhnt; nach den Zwillingen Pietro und Paolo kommen in den darauf folgenden

zehn Jahren Gavino, Luigi Ippolito und Marianna zur Welt.

FAZ, 06. 10. 2011

Forton, Jean:

Isabelle. Roman. – Graf. – 301 Seiten.

Die zynische Geschichte einer kühl kalkulierten Verführung.

FAZ, 20. 12. 2011


Fortunato, Mario:

Unschuldige Tage im Krieg. Roman. – Schöffling. – 243 Seiten.

Küsse werden zu Kreuzungspunkten verschiedenener Lebensbahnen und ändern deren Verlauf: Weltkrieg

und Faschismus lässen Londoner Intellektuelle auf eine italienische Familie und Mousolinis Soldaten

auf englische Kolonisten in Afrika treffen oder ihrer Liebe in Russland begegnen.

FAZ, 13. 01. 2011 / SZ, 15. 01. 2011 / NZZ 15. 01. 2011

Fox, Paula:

Die Zigarette und andere Stories. – Beck. – 254 Seiten.

„Die Zigarette und andere Stories“ versammelt bislang auf Deutsch unveröffentlichte Erzählungen

der Autorin.

FAZ, 03. 06. 2011

Frame, Janet:

Dem neuen Sommer entgegen. Roman. – Beck. – 287 Seiten.

Die schüchterne, in London lebende neuseeländische Schriftstellerin Grace verbringt in Nordengland

ein Wochenende bei einem Journalisten und seiner Familie. Währenddessen hinterfragt sie

ständig ihr eigenes Verhalten kritisch oder zieht sich voller Heimweh in ihre eigene Welt als „Zugvogel“

zurück.

SZ, 21. 07. 2011

Franck, Julia:

Rücken an Rücken. Roman. – S. Fischer. – 380 Seiten.

In Ostberlin Ende der 1950er-Jahre wachsen die Geschwister Ella und Thomas im Haus der Bildhauerin Käthe

auf sich allein gestellt auf. Käthe ist eine starke aber barsche Frau, deren Herzlosigkeit und Aggression

Ella zu spüren bekommt, während Thomas sich zu fügen versucht. Thomas und Ella geben einander Halt.

FAZ, 22. 10. 2011 / SZ, 26. 11. 2011

Frank, Kim:

27. Roman. – Rowohlt Taschenbuch-Verlag. – 252 Seiten.

„27“ ist das Debüt des Sängers und ehemaligen Frontmannes der Band „Echt“ Kim Frank. Mika glaubt

bereits mit 19, dass sein Leben mit 27 enden wird. Getrieben von dem Gedanken an all die großen

Musiker, die mit 27 gestorben sind, versucht er, einer von ihnen zu werden.

FAZ, 30. 04. 2011

Fröhlich, Anna Katharina:

Kream Korner. Roman. – Berlin-Verlag. – 170 Seiten.

Eine junge Frau lebt zumeist zurückgezogen auf einem alten französischen Landsitz. Doch die Familie

hat auch Verbindungen zu einem märchenhaft reichen indischen Sikh-Clan, in dessen Palästen die Dekadenz

von den Wänden tropft: für die Heldin ein schillernder Ort der Möglichkeiten.

FR, 16. 03. 2011

Gaddis, William:

JR. Roman. – Deutsche Verlags-Anstalt. – 1038 Seiten.

Eine bittere Satire auf das amerikanische Wirtschafts- und Finanzwesen sowie auf den Niedergang

jeglicher Kultur.

FAZ, 15. 01. 2011

Gass, William H.:

Der Tunnel. Roman. – Rowohlt. – 1092 Seiten.

Prof. William F. Kohler hat soeben ein Buch über Schuld und Unschuld in Nazideutschland vollendet

und sitzt an der Einleitung. Aber statt einem das eigene Schaffen hervorhebenden Text entsteht

eine autobiografische Bekenntnisschrift.

SZ, 06. 12. 2011


Genazino, Wilhelm:

Wenn wir Tiere wären. Roman. – Hanser. – 158 Seiten.

Im Mittelpunkt des neuen Romans des Büchner-Preisträgers von 2004 steht ein freischaffender

Architekt um die 40, dem sich durch den Tod eines Freundes beruflich wie privat neue Chancen

eröffnen – an denen er dann aber auf ganz ungewöhnliche Art scheitert.

SZ, 26. 07. 2011 / FAZ, 30. 07. 2011 / ZEIT 06. 10. 2011

Gilmour, David:

Die perfekte Ordnung der Dinge. Roman. – S. Fischer. – 252 Seiten.

Roman des kanadischen Schriftstellers und Journalisten, der auf sein Leben zurückblickt.

FAZ, 04. 03. 2011 / SZ, 04. 05. 2011

Glavinic, Thomas:

Lisa. Roman. – Hanser. – 203 Seiten.

Ein Mann hat sich wegen einer gefühlten Bedrohung durch eine Serie von Morden zusammen mit

seinem kleinen Sohn in eine einsame Hütte zurückgezogen und teilt, vollgepumpt mit Drogen und

Alkohol, seinen Frust in einem Livestream-Programm seinen Hörern mit.

SZ, 08. 02. 2011 / FAZ, 11. 02. 2011 / taz 02. 04. 2011

Grass, Günter:

Grimms Wörter. Eine Liebeserklärung. – Steidl. – 357 Seiten.

Günter Grass erzählt das Leben der Brüder Grimm auf einzigartige Weise als Liebeserklärung an die

deutsche Sprache und die Wörter, aus denen sie gefügt ist.

NZZ, 08. 01. 2011

Grisham, John:

Das Geständnis. Roman. – Heyne. – 527 Seiten.

Der todkranke Sexualstraftäter Travis Boyette gesteht Reverend Keith Schroeder einen Mord, für

den der junge Schwarze Donté Drumm verurteilt wurde und in vier Tagen hingerichtet werden soll.

Für Schroeder und seine Helfer beginnt ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit.

SZ, 07. 10. 2011 / FAZ, 05. 11. 2011

Grodstein, Lauren:

Die Freundin meines Sohnes. Roman. – Klett-Cotta. – 350 Seiten.

Self-made-man Peter will nur das Beste für seinen Sohn Alec. Doch der verliebt sich ausgerechnet

in Laura, deren geheimgehaltene Teenagerschwangerschaft vor Jahren mit einem Säuglingsmord

endete.

FAZ, 09. 08. 2011

Gröschner, Annett:

Walpurgistag. Roman. – Deutsche Verlags-Anstalt. – 443 Seiten.

Am Walpurgistag, dem 30. April, in der vielschichtigen Metropole Berlin, spielen die grimmig-skurrilen

Geschichten von ziemlich durchgeknallten Typen, bis zum Showdown inmitten der alljährlichen Krawalle.

SZ, 29. 10. 2011

Gruber, Sabine:

Stillbach oder Die Sehnsucht. Roman. – Beck. – 379 Seiten.

Ein nach dem Tod ihrer Freundin aufgefundenes Manuskript, die eigenen Erinnerungen und ihr gegenwärtiges

Leben werden für die Protagonistin Clara zu einem Geflecht persönlicher Schicksale

vor dem historisch-politischen Hintergrund Italiens von der Zeit des Faschismus bis heute.

SZ, 27. 07. 2011 / FAZ, 20. 09. 2011 / NZZ 12. 10. 2011

Grün, Lili:

Zum Theater! Roman. – AvivA. – 215 Seiten.

Ihr erstes Engagement an ein Provinztheater führt die junge Schauspielelevin Loni Holl Mitte der 1930er-Jahre

ins aufregende Leben der Bretter, die die Welt bedeuten. Doch der Erfolg kommt nicht mit tiefgründiger

Dramatik, sondern mit „brauchbarem Kitsch“ und der Idealismus bekommt erste Risse...

FAZ, 14. 10. 2011


Hacker, Katharina:

Eine Dorfgeschichte. – S. Fischer. – 125 Seiten.

Ein Kind verbringt mit der Familie die Sommer in einem kleinen Dorf im Odenwald. Doch die Keller

unter den Häusern, der dunkle Wald, die Gespräche der Erwachsenen, das „Teufelsgrab“ am Ende

des Dorfes und auch die Erzählungen der Großmutter sind ihm unheimlich.

SZ, 13. 10. 2011 / FAZ, 15. 10. 2011

Hackl, Erich:

Familie Salzmann. Erzählung aus unserer Mitte. – Diogenes. – 184 Seiten.

Persönliche Erinnerungen und Dokumente zum tragischen Schiksal einer deutsch-österreichischen

Familie, die ins Räderwerk totalitärer Systeme des 20. Jahrhunderts geraten ist.

NZZ, 15. 01. 2011

Haderlap, Maja:

Engel des Vergessens. Roman. – Wallstein. – 287 Seiten.

Maja Haderlap erzählt die Geschichte eines Mädchens, einer Familie und zugleich die Geschichte

eines Volkes. Erinnert wird eine Kindheit in den Kärntner Bergen. Überaus sinnlich beschwört die

Autorin die Gerüche des Sommers herauf, die Kochkünste der Großmutter, die Streitigkeiten der

Eltern und die Eigenarten der Nachbarn.

SZ, 14. 07. 2011 / FAZ, 19. 07. 2011 / NZZ 08. 10. 2011

Haenel, Yannick:

Das Schweigen des Jan Karski. Roman. – Rowohlt. – 187 Seiten.

Der französische Autor Yannick Haenel erzählt in seinem Buch die Geschichte des polnischen Kuriers

Jan Karski. Er bezieht sich in den ersten zwei Teilen des Buches auf historische Fakten und verleiht

Karski im dritten Teil eine Stimme und lässt ihn in einem inneren Monolog über sein Leben erzählen.

FAZ, 02. 05. 2011

Hamilton, Hugo:

Der irische Freund. Roman. – Luchterhand. – 284 Seiten.

Persönliche Konflikte und tödliche Auseinandersetzungen bestimmen das Schicksal eines nach Dublin

geflüchteten jungen Serben beim Versuch, in einem fremden Land heimisch zu werden.

FAZ, 23. 07. 2011

Handke, Peter:

Der große Fall. Erzählung. – Suhrkamp. – 278 Seiten.

Im Mittelpunkt von Handkes neuer Erzählung steht ein Schauspieler in einer Berufs- und Lebenskrise,

der sich zu einem langen Spaziergang aufmacht von einem Haus am grünen Stadtrand von Paris

bis hinein ins Zentrum der Stadt.

SZ, 28. 03. 2011 / FAZ, 09. 04. 2011 / taz 07. 05. 2011

Hart, Maarten ‘t:

Unterm Scheffel. Roman. – Piper. – 284 Seiten.

Alexander Goudveyl ist ein erfolgreicher Pianist. Als ihn eines Abends eine junge Dame anspricht,

stürzt sich der verheiratete Mann in eine intensive Affäre. Seine Liebe zu der Dame wird immer tiefer,

während ihre immer mehr nachlässt. Worauf hat sich Alexander da eingelassen?

SZ, 25. 11. 2011

Haslinger, Josef:

Jáchymov. Roman. – S. Fischer. – 270 Seiten.

Während der kommunistischen Herrschaft in der Tschechoslowakei wurde der ehemalige Torwart der

Eishockey-Nationalmannschaft, schon in den 1930er-Jahren ein Star, nach fiktiven Anschuldigungen zu

Zwangsarbeit in einem Uranbergwerk verurteilt, an deren Folgen er nach seiner Haftentlassung starb.

SZ, 30. 09. 2011 / FAZ, 07. 10. 2011 / NZZ 08. 10. 2011


Hein, Christoph:

Weiskerns Nachlass. Roman. – Suhrkamp. – 318 Seiten.

Rüdiger Stolzenburg, 59 Jahre alt, hat eine halbe Stelle als Dozent an einem kulturwissenschaftlichen

Institut. Finanziell stark eingeschränkt, soll er auch noch eine Steuernachforderung begleichen. Ihm

wird klar, dass sein zersplitterndes Umfeld Gewalt provoziert ...

SZ, 25. 08. 2011 / FAZ, 02. 10. 2011 / ZEIT 08. 12. 2011

Hemingway, Ernest:

Paris, ein Fest fürs Leben. Die Urfassung. – Rowohlt. – 315 Seiten.

Hemingways letztes Buch führt zu seinen Anfängen zurück, es ist der Roman seiner Pariser Jahre, ein

Erinnerungsbuch voll jugendlicher Kraft und melancholischem Humor. Die Urfassung des Klassikers

in neuer Übersetzung.

SZ, 02. 07. 2011 / FAZ, 02. 07. 2011

Herrera, Yuri:

Abgesang des Königs. Roman. – S. Fischer. – 141 Seiten.

Atmosphärisch dicht wird vom Untergang eines Drogenbarons erzählt, der samt seines ganzen Hofstaates

mit Anhängern in einer Mansion in der mexikanischen Wüste in Saus und Braus lebt.

NZZ, 04. 06. 2011

Hill, Reginald:

Der Tod und der Dicke. Kriminalroman. – Droemer. – 553 Seiten.

Der für Mid-Yorkshire zuständige Polizeibeamte Andrew Dalziel liegt nach einer Bombenexplosion

im Koma. Peter Pascoe, sein Stellvertreter, versucht, den Fall zu lösen, in den sich Geheimdienste

und eine Vereinigung von Irak-Veteranen einmischen.

ZEIT, 05. 05. 2011

Hilu, Alon:

Das Haus der Rajanis. Roman. – Beck. – 354 Seiten.

Der sinnlich-poetische, im Palästina der frühen zionistischen Zeit spielende Roman weist in seiner arabischjüdischen

Dreiecksgeschichte parabelartig auf die kaum lösbar erscheinenden gegenwärtigen Konflikte in

diesem Raum.

SZ, 02. 03. 2011 / NZZ, 10. 08. 2011

Høeg, Peter:

Die Kinder der Elefantenhüter. Roman. – Hanser. – 482 Seiten.

Die dänische Familie Finø ist nur auf den ersten Blick eine normale Familie. Als die spleenigen Eltern

eines Tages verschwinden, starten Sohn Peter und Tochter Tilte eine groß angelegte Suchaktion, die

sie in aberwitzige Situationen bringt ...

SZ, 11. 01. 2011

Horst, Norbert:

Splitter im Auge. Kriminalroman. – Goldmann. – 349 Seiten.

Thomas Adam, genannt „Steiger“, war als Mitglied einer Mordkommission an der Aufklärung eines

Sexualmordes beteiligt. Der Täter wurde schnell gefasst und verurteilt. Neue Details veranlassen

Steiger, auf eigene Faust in dem abgeschlossenen Fall zu ermitteln. Er gerät in tödliche Gefahr ...

ZEIT, 29. 09. 2011

Houellebecq, Michel:

Karte und Gebiet. Roman. – DuMont. – 416 Seiten.

Jed Martin stellt Straßenkarten und Satellitenbilder gegenüber. Zum Durchbruch verhelfen ihm jedoch

Porträts. Einer der Porträtierten ist Michel Houllebecq. Jed wird zu einem wichtigen Gegenwartskünstler

und die hübsche Olga verliebt sich in ihn. Doch dann geschieht ein grausamer Doppelmord.

FAZ, 12. 03. 2011 / FR, 15. 03. 2011 / SZ 15. 03. 2011


Hustvedt, Siri:

Der Sommer ohne Männer. Roman. – Rowohlt. – 299 Seiten.

Die New Yorker Dichterin Mia hat eine Krise und verbringt den Sommer in der Nähe ihrer 90-jährigen

Mutter, die im Heim lebt. Mia schreibt sich ihre Wut über ihren untreuen Ehemann und auch sonst eine

Menge vom Herzen und allmählich entdeckt sie sich wieder neu.

FAZ, 18. 03. 2011 / SZ, 23. 03. 2011 / taz 05. 04. 2011

Indriói G. Thorssteinson:

Taxi 79 ab Station. Roman. – Transit Buchverlag. – 117 Seiten.

Reykjavik, Anfang der 1950er-Jahre: Ragnar verdient seinen Lebensunterhalt als Taxifahrer. Es gibt

nur wenig Abwechslung in seinem Leben. Da lernt er eine junge Frau kennen und verliebt sich - aber

Gogo ist schon verheiratet.

SZ, 13. 07. 2011

Ingendaay, Paul:

Die romantischen Jahre. Roman. – Piper. – 466 Seiten.

Der ewig pubertierende Dreißiger Marko gibt sein Studium auf, um etwas aus seinem Leben zu

machen, und wird Versicherungsvertreter. Bei der Suche nach einer passenden Frau versucht er es

zuerst bei seiner Freundin Martina ...

FAZ, 09. 09. 2011 / SZ, 19. 12. 2011

Jacobsen, Roy:

Der Sommer, in dem Linda schwimmen lernte. Roman. – Osburg. – 269 Seiten.

Der zehnjährige Finn wächst zu Beginn der 1960er-Jahre in einer Osloer Trabantenstadt bei seiner Mutter

auf. Als ein rätselhafter Untermieter einzieht und dann auch noch seine sechsjährige Halbschwester Linda

bei ihnen Unterschlupf findet, gerät sein Leben ins Wanken.

FAZ, 18. 10. 2011

Jacobsen, Howard:

Die Finkler-Frage. Roman. – Deutsche Verlags-Anstalt. – 436 Seiten.

(Tragi-)komischer Roman um den erfolgreichen Autor und Produzenten Julian Treslove, der sein Leben

als verfehlt betrachtet und sich vom Judentum seines Freundes Sam Finkler faszinieren lässt.

FAZ, 24. 09. 2011 / NZZ, 08. 10. 2011

Jergovic, Miljenko:

Wolga, Wolga. Roman. – Schöffling. – 328 Seiten.

Während des Kommunismus der siebziger Jahre sucht der vom Leben gestrafte Dzelal Pljevljak im

islamischen Glauben Trost und fährt regelmäßig mit seinem schwarzen Wolga von Split an der dalmatischen

Küste nach Livno ins benachbarte Bosnien-Herzegowina, um in der Moschee zu beten.

Durch die Begegnung mit einer ebenfalls muslimischen Familie beginnt seine Einsamkeit in einem

Land voller Bespitzelung und Verrat gerade zu schwinden, da nimmt die Geschichte auf einer dieser

Fahrten plötzlich eine tragische Wendung.

NZZ, 22. 11. 2011

Jón Kalman Stefánsson:

Der Schmerz der Engel. Roman. – Piper. – 342 Seiten.

Es ist Winter, kalt; Schnee und ewiges Eis lassen den Postboten Jens und einen Jugendlichen den Kampf des

Menschen gegen die Elemente führen. Von Hof zu Hof kämpfen sie durch den Norden Islands.

NZZ, 11. 10. 2011

Kaiser-Mühlecker, Reinhard:

Wiedersehen in Fiumicino. Roman. – Hoffmann und Campe. – 318 Seiten.

Ein talentierter, aber bindungsunfähiger junger Mann, der in Wien ohne Abschied seine Freundin

verlässt, geht nach Argentinien, um an einem agrarökonomischen Projekt zu arbeiten. Er scheitert

menschlich immer wieder an den schwierigen und ungeordneten Beziehungen zu seinem Mitmenschen.

SZ, 06. 09. 2011 / FAZ, 07. 09. 2011


Kelman, Stephen:

Pigeon English. Roman. – Berlin-Verlag. – 297 Seiten.

Harri ist vor wenigen Monaten aus Ghana nach London gekommen. Mit seiner Familie lebt er in einem

tristen Hochhaus-Viertel. Nachdem ein Junge in der Nachbarschaft getötet wurde, macht Harri sich als

Superdetektiv auf Spurensuche.

FAZ, 26. 04. 2011 / SZ, 12. 07. 2011

Kermani, Navid:

Dein Name. Roman. – Hanser. – 1228 Seiten.

Hier schreibt einer über alles, was es zu wissen gibt über sein Leben und das Leben überhaupt: die

Gegenwart und die Vergangenheit seiner Familie, die Erinnerung an gestorbene Freunde und die

mitreißende Lektüre Jean Pauls und Hölderlins. Die Geschichte seines Großvaters, der von Nahost

nach Deutschland ging, wird zum Herzstück des Romans.

SZ, 12. 09. 2011 / NZZ, 08. 10. 2011

Kerouac, Jack:

On the road. – Rowohlt. – 574 Seiten.

Auf der Suche nach Intensität und aus Protest gegen das bürgerliche Leben trampt Kerouac (1922 –1969)

Anfang der 1950er-Jahre kreuz und quer durch die USA und Mexiko, schreibt über seine Erfahrungen und

Eindrücke und wird damit zur Kultfigur der Beat Generation.

SZ, 28. 02. 2011 / NZZ, 19. 03. 2011

Khadra, Yasmina:

Die Schuld des Tages an die Nacht. Roman. – Ullstein. – 413 Seiten.

Ein Algerier erzählt rückblickend von seiner Kindheit und Jugend im Algerien der Unabhängigkeitszeit.

ZEIT, 10. 02. 2011

Khider, Abbas:

Die Orangen des Präsidenten. Roman. – Edition Nautilus. – 155 Seiten.

Ein junger Iraker gerät zufällig in die Hände des Saddam-Regimes und verbringt zwei Jahre im Kerker,

aus dem er fast ebenso zufällig befreit wird.

FAZ, 09. 04. 2011 / SZ, 19. 04. 2011 / NZZ 25. 04. 2011

Kiesbye, Stefan:

Hemmersmoor. Roman. – Tropen. – 206 Seiten.

In einem im wahrsten Sinne des Wortes gottverlassenen Dorf in Norddeutschland kommt es während

einer Mutprobe einiger Kinder zu einer Katastrophe, die das Leben sämtlicher Beteiligter für immer

verändern wird.

SZ, 10. 05. 2011

Klüssendorf, Angelika:

Das Mädchen. Roman. – Kiepenheuer & Witsch. – 182 Seiten.

Die Geschichte einer freudlosen, desolaten Kindheit in der DDR, geprägt von häufiger Abwesenheit

des Vaters und unberechenbaren Wutanfällen der Mutter, denen sich das Kind durch kleine Fluchten

in die Literatur und Fantasie zu entziehen sucht, bis es schließlich tatsächlich ausbricht.

SZ, 18. 08. 2011 / FAZ, 02. 10. 2011 / NZZ 08. 10. 2011

Knausgard, Karl Ove:

Sterben. Roman. – Luchterhand. – 574 Seiten.

Sechs Bände umfasst der autobiografisch angelegte Romanzyklus „Min Kamp“ (übersetzt: „Mein

Kampf“), in dem der norwegische Autor schonungslos sein eigenes Leben zur Schau stellt. Der erste

Band widmet sich Kindheits- und Jugenderinnerungen und beschreibt detailliert das schwierige Verhältnis

zum Vater.

NZZ, 21. 06. 2011


Köhlmeier, Michael:

Madalyn. Roman. – Hanser. – 172 Seiten.

Sebastian Lukasser hat der kleinen Madalyn das Leben gerettet. Seitdem ist er ihr Vertrauter, auch

als es um ihre erste Liebe geht.

ZEIT, 03. 02. 2011

Krauss, Nicole:

Das große Haus. Roman. – Rowohlt. – 374 Seiten.

Geschichten um einen monströsen Schreibtisch, der Schicksale begleitet und Geheimnisse birgt, erzählen

in labyrinthhafter Verzweigung betörend poetisch und weise vom Behaustsein und Vertriebensein,

von Liebe und Einsamkeit.

FAZ, 15. 01. 2011 / SZ, 25. 01. 2011 / FR 05. 05. 2011

Kreisler, Georg:

Ein Prophet ohne Zukunft. – Verbrecher Verlag. – 320 Seiten.

Die Geschichte und kriminelle Karriere des Kriegskindes Erwin in der Wiener Nachkriegswelt des

schönen Scheins. Romandebut des Wiener Kabarettisten.

FAZ, 24. 12. 2011

Krien, Daniela:

Irgendwann werden wir uns alles erzählen. Roman. – Graf. – 234 Seiten.

Sommer 1990, in einem Dorf im Osten Deutschlands: Die 17-jährige Einzelgängerin Maria erlebt die

leidenschaftliche Kraft der Liebe – mit einem Mann, der im Dorf als Sonderling gilt und ihr Vater

sein könnte.

SZ, 30. 12. 2011

Kuczok, Wojciech:

Lethargie. Roman. – Suhrkamp. – 250 Seiten.

Die Schicksale dreier Menschen, deren Leben an einem Wendepunkt steht, kreuzen sich: ein junger homosexueller

Arzt, eine Pop-Ikone, deren Stern am Popularitätshimmel sinkt, und ein Schriftsteller mit

Schreibblockade, der todkrank ist. Sie alle treffen eine radikale Entscheidung ...

FAZ, 04. 01. 2011

Kumpfmüller, Michael:

Die Herrlichkeit des Lebens. Roman. – Kiepenheuer & Witsch. – 237 Seiten.

Im Sommer 1923 lernt der tuberkulosekranke Franz Kafka, als Dichter nur Eingeweihten bekannt, in

einem Ostseebad die 25-jährige Köchin Dora Diamant kennen. Und innerhalb weniger Wochen tut

er, was er nicht für möglich gehalten hat: Er entscheidet sich für das Zusammenleben mit einer Frau,

teilt Tisch und Bett mit Dora.

FAZ, 02. 10. 2011 / SZ, 11. 10. 2011

Kurbjuweit, Dirk:

Kriegsbraut. Roman. – Rowohlt. – 332 Seiten.

Die deutsche Soldatin Esther und der afghanische Schuldirektor Mehsud – mit unaufdringlicher

Schilderungs-, Reflexions- und Kompositionskunst kann Kurbjuweit auch vom Unwahrscheinlichsten

glaubhaft, differenziert und spannend erzählen.

SZ, 10. 03. 2011 / FAZ, 12. 03. 2011 / NZZ 23. 07. 2011

Kuttner, Sarah:

Wachstumsschmerz. Roman. – S. Fischer. – 288 Seiten.

Luise und ihr Freund Flo beschließen, endlich erwachsen zu werden, aus den elterlichen Wohnungen auszuziehen

und eine gemeinsame Bleibe zu suchen. Am Anfang ist alles einfach nur super, doch dann fangen sie

an, über das Leben und ihre Zukunft nachzudenken ...

FAZ, 03. 12. 2011


Leine, Kim:

Die Untreue der Grönländer. Roman. – Mare Verlag. – 333 Seiten.

Der dänische Autor erzählt die Geschichte von Jesper, der ein Jahr lang in der Krankenstation einer ostgrönländischen

Siedlung arbeitet. Hier lernt er die Sturheit der Grönländer, ihre Heimatverbundenheit

und ihr alltägliches Leben gleichzeitig zu lieben und zu hassen.

NZZ, 24. 05. 2011

Leonard, Elmore:

Road dogs. Roman. – Eichborn. – 303 Seiten.

Der Bankräuber Jack Foley wird durch die Unterstützung des reichen Exil-Kubaners Cundo Rey vorzeitig

entlassen. Cundos attraktive Frau würde am liebsten mit den Millionen ihres Mannes durchbrennen.

Jack muss sich schließlich zwischen seiner Ganovenehre und Dawns weiblichen Reizen

entscheiden.

FAZ, 02. 02. 2011

Leroy, Gilles:

Zola Jackson. Roman. – Kein & Aber. – 175 Seiten.

Die über 60-jährige Lehrerin Zola Jackson weigert sich, ihr Haus zu verlassen und vor dem Hurrikan

Katrina zu fliehen. Während die Katastrophe alle Befürchtungen übertrifft, versinkt Zola in Erinnerungen

an ihr Leben als Schwarze in New Orleans und an ihren verstorbenen Sohn Caryl.

SZ, 05. 03. 2011 / FAZ, 11. 06. 2011

Lethem, Jonathan:

Chronic City. Roman. – Tropen. – 490 Seiten.

Gesellschaftskritischer Roman in einem utopisch verfremdeten Manhattan. Ein Ex-Schauspieler und

Müßiggänger befreundet sich mit einem gesellschaftlichen Außenseiter.

FAZ, 27. 02. 2011 / SZ, 07. 03. 2011 / NZZ 15. 06. 2011

Lewitscharoff, Sibylle:

Blumenberg. Roman. – Suhrkamp. – 216 Seiten.

Eines Tages liegt im Arbeitszimmer des Philosophen Blumenberg ein Löwe, den außer ihm selbst niemand

zu sehen scheint. Als das Tier auch im Hörsaal auftaucht, beeinflusst es, obwohl von ihnen nicht gesichtet,

unmerklich die Lebensläufe einiger Studenten.

SZ, 10. 09. 2011 / FAZ, 08. 10. 2011

Lustiger, Gila:

Woran denkst du jetzt. Roman. – Berlin-Verlag. – 286 Seiten.

Der Tod des Onkels, der für das Heranwachsen der Schwestern Tanja und Lisa von unschätzbarer

Bedeutung war, führt die beiden erfolgreichen Frauen in das Haus ihrer Kindheit zurück und lässt in

ihrem nächtlichen Gespräch Enthüllungen familiärer Geheimnisse zu.

NZZ, 17. 09. 2011

Maak, Niklas:

Fahrtenbuch. Roman eines Autos. – Hanser. – 363 Seiten.

Niklas Maak erzählt in seinem Roman „Fahrtenbuch“ nicht nur die Geschichte eines Autos, sondern

verknüpft diese anhand des Fahrzeugbriefes mit den Menschen, die es gefahren sind.

SZ, 17. 09. 2011 / ZEIT, 06. 10. 2011 / FAZ 18. 10. 2011

Makanin, Vladimir S.:

Benzinkönig. Roman. – Luchterhand. – 479 Seiten.

Major Schilin ist als Lageroffizier im Tschetschenienkrieg verantwortlich für die Verteilung von Treibstoff.

Diese Tätigkeit nutzt er für einen schwunghaften Handel auf eigene Rechnung – auch mit dem

Feind.

FAZ, 21. 07. 2011


Manotti, Dominique:

Einschlägig bekannt. – Argument-Verlag. – 250 Seiten.

Kriminalroman um ein Polizeikommissariat im Pariser Vorort: Noria Ghozali vom Zentralen Nachrichtendienst

ermittelt gegen die zynische Polizeifunktionärin Le Muir, die die vom Innenminister

geforderte Säuberungspolitik konsequent in die Tat umsetzt, auch wenn es Menschenleben kostet.

ZEIT, 07. 09. 2011

Márai, Sándor:

Die Schwester. Roman. – Piper. – 277 Seiten.

Der Erzähler und der berühmte Pianist Z. lernen sich im transsilvanischen Winter in einem Gasthof

in den Bergen kennen. Als ein Liebespaar freiwillig in den Tod geht, ist die lustige Stimmung mit

einem Mal weggewischt und Z. erinnert sich an seine große unerfüllte Liebe.

NZZ, 26. 10. 2011

Markares, Petros:

Faule Kredite. Ein Fall für Kostas Charitos; Roman. – Diogenes. – 396 Seiten.

Die Morde an mehreren Bankern lassen die griechische Finanzwelt erzittern. Die Krise trifft inzwischen

jeden, auch die, die sich in Sicherheit wähnten – und Kommissar Charitos steckt mittendrin.

FAZ, 05. 07. 2011 / SZ, 11. 08. 2011 / ZEIT 03. 11. 2011

Martel, Yann:

Ein Hemd des 20. Jahrhunderts. Roman. – S. Fischer. – 205 Seiten.

In einer Mischung aus Roman, Essay und Theaterstück befasst sich der kanadische Autor (geboren 1963)

mit den Möglichkeiten, den sprachlosen Opfern des Holocaust mit rein fiktionalen Mitteln eine Stimme zu

geben.

FAZ, 30. 09. 2011 / SZ, 13. 11. 2011

McCabe, Eugene:

Tod und Nachtigallen. Roman. – Steidl. – 296 Seiten.

Die junge schwangere Beth will im von England regierten Irland im Jahr 1883 mit dem Gutsarbeiter

Ward, einem brutalen, fanatischen Rebellen (was sie nicht weiß), und dem Gold ihres Stiefvaters

fliehen.

FAZ, 03. 12. 2011

McCarten, Anthony:

Liebe am Ende der Welt. Roman. – Diogenes. – 359 Seiten.

Zunächst will niemand der 16-jährigen Delia glauben, dass sie von Außerirdischen entführt wurde

und mit ihnen Sex hatte. Doch dann wird nicht nur sie schwanger, sondern auch andere Mädchen

behaupten, von Aliens geschwängert worden zu sein.

FAZ, 22. 11. 2011

McLain, Paula:

Madame Hemingway. Roman. – Aufbau Verlag. – 456 Seiten.

Fiktiv, aber auf biografischen Daten fußend: Roman über Ernest Hemingway und seine erste Ehe aus

der Perspektive der Ehefrau Hadley Richardson.

FAZ, 02. 07. 2011

Melle, Thomas:

Sickster. Roman. – Rowohlt Berlin. – 330 Seiten.

Zwei junge Männer stehen an vorderster Front einer überhitzten Konsum- und Leistungswelt und

halten stand, bis die Beschleunigung ihr Leben erfasst, überwuchert.

FAZ, 13. 09. 2011 / taz, 12. 10. 2011

Meloy, Maile:

Tochter einer Familie. Roman. – Kein & Aber. – 382 Seiten.

Abby, Anfang 20, beschließt, die Geschichte ihrer Familie aufzuschreiben. Dabei kommt sie Geheimnissen

auf die Spur.

FAZ, 30. 12. 2011


Meyer, Deon:

Rote Spur. Roman. – Rütten & Loening. – 625 Seiten.

Terroristen planen einen Anschlag im Stadion von Kapstadt, eine Schmugglerin will alle täuschen,

eine Agentin verliebt sich in den Falschen – und mittendrin Lemmer, der Bodyguard.

FAZ, 25. 11. 2011

Mingels, Annette:

Tontauben. Roman. – DuMont. – 175 Seiten.

„Danach“ und „Davor“. Zwei Geschichten verbinden sich zu einem Roman, in dem das Schicksal

das Leben zweier Paare verhängnisvoll miteinander verstrickt, ohne dass die Figuren voneinander

wissen.

NZZ, 20. 04. 2011

Mitchell, David:

Number 9 dream. Roman. – Rowohlt. – 536 Seiten.

Eiji Miyake, ein junger Mann von der Insel Yakushima, kommt in die pulsierende Mega-City Tokio,

um seinen Vater zu finden. Seine reale Lebenswelt vermischt sich mit einer virtuellen, sein Suchen

und Fnden verläuft in einem verwirrenden Spiel aus Traum und Realität.

SZ, 06. 06. 2011 / FAZ, 20. 07. 2011

Modick, Klaus:

Sunset. Roman. – Eichborn. – 191 Seiten.

Der gründlich recherchierte biographische Roman zeichnet nicht nur das Leben des Erfolgsschriftstellers

Lion Feuchtwanger (1884–1958) eindringlich nach, sondern gibt auch ein farbiges Porträt von

dessen engem Freund und literarischem Weggefährten Bertolt Brecht.

FAZ, 03. 05. 2011 / ZEIT, 30. 06. 2011

Moers, Walter:

Das Labyrinth der Träumenden Bücher. Ein Roman aus Zamonien. – Knaus. – 426 Seiten.

Der zamonische Dichterfürst Hildegunst von Mythenmetz kehrt über 200 Jahre nach ihrer Zerstörung in

die Stadt der Träumenden Bücher, Buchhaim, zurück. Durch ein Rätsel, das er lösen will, gerät Mythenmetz

in einen unaufhaltsamen Strudel von Ereignissen, der ihn zu vernichten droht ...

taz, 17. 12. 2011

Moor, Margriet de:

Der Maler und das Mädchen. Roman. – Hanser. – 299 Seiten.

Im Jahr 1664 zeichnet Rembrandt in Amsterdam den Leichnam einer frisch hingerichteten Mörderin. In

zwei unabhängigen Erzählsträngen rekonstruiert de Moor das kurze, verpfuschte Leben der jungen Frau

und den Alltag des mit knapp 60 Jahren hoch angesehenen, aber verschuldeten und frisch verwitweten

Künstlers.

SZ, 09. 06. 2011

Munro, Alice:

Zu viel Glück. Zehn Erzählungen. – S. Fischer. – 362 Seiten.

Beziehungsgeflechte zwischen Menschen und deren Dynamik und Wandlungsfähigkeit verbinden

die zehn Erzählungen der kanadischen Autorin. Liebe, Ehe, Tod, Aufbruch und Neubeginn sind nur

einige der darin enthaltenen Themen.

FAZ, 09. 07. 2011 / SZ, 09. 07. 2011 / taz 23. 07. 2011

Murakami, Haruki:

1Q84. Buch 3; Roman. – DuMont. – 570 Seiten.

Im dritten Teil des Epos findet Tengo im Krankenbett seines Vaters eine „Puppe aus Luft“ vor, die ein

Abbild Aomames als junges Mädchen in sich birgt. Er greift nach ihrer Hand und eine unsichtbare

Verbindung entsteht. Fortan wartet Tengo darauf, der Puppe nochmals zu begegnen.

FAZ, 15. 10. 2011 / SZ, 16. 11. 2011 / ZEIT 29. 12. 2011


Muschg, Adolf:

Sax. Roman. – Beck. – 455 Seiten.

Drei junge Rechtsanwälte beziehen 1970 ein „Spukhaus“ mitten im schweizerischen Münsterburg.

Der Beginn einer über 40 Jahre erzählten Geschichte, in deren komplizierten Handlungsstrukturen

sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Leben und Tod auf unergründliche Weise mischen.

FR, 08. 01. 2011

Neuhaus, Nele:

Schneewittchen muss sterben. Kriminalroman. – List. – 535 Seiten.

Fortsetzung von „Tiefe Wunden“: Nach zehn Jahren im Gefängnis wegen Mädchenmordes kehrt

Tobias Sartorius in sein Heimatdorf Altenhain zurück und beginnt, da er sich an die Taten nicht erinnern

kann, Fragen zu stellen. Das wollen einige Dorfbewohner mit allen Mitteln verhindern.

taz, 29. 01. 2011

Neville, Stuart:

Die Schatten von Belfast. Thriller. – Rütten & Loening. – 441 Seiten.

Zwölf Jahre hat Gerry Fegan als Killer der IRA in Belfast im Gefängnis gesessen, bis er vorzeitig begnadigt

wurde. Doch der Bürgerkrieg hat tiefe Spuren hinterlassen. Um die quälenden Geister der Getöteten zu

beseitigen, beginnt er einen Rachefeldzug gegen die Auftraggeber und Verräter.

FR, 08. 03. 2011

Niffoi, Salvatore:

Die barfüßige Witwe. Roman. – Zsolnay. – 202 Seiten.

Im archaischen Bergdorf Tabulé gibt sich Mintonia, viel zu jung auf grausame Weise zur Witwe gemacht,

der Blutrache hin.

SZ, 28. 04. 2011 / NZZ, 28. 05. 2011

Nwaubani, Adaobi Tricia:

Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash Daddy. Roman. – Deutscher Taschenbuch-Verlag.

– 495 Seiten.

Ein arbeitsloser Universitätsabsolvent arbeitet nach vergeblicher Suche, eine qualifizierte Stelle zu

bekommen, als Assistent seines Onkels, der im großen Stil reiche Weiße betrügt.

FR, 21. 06. 2011

Oates, Joyce Carol:

Die Lästigen. Eine amerikanische Chronik in Erzählungen. – Eichborn. – 378 Seiten.

Die 19 zwischen 1963 und 1999 entstandenen und erstmals ins Deutsche übertragenen Kurzgeschichten

sind ein Panorama der dunklen Seite Amerikas; sie erzählen von Rassismus, von kaputten

Beziehungen oder zerrütteten Familien und sind von einer Atmosphäre unterschwelliger Gewalt

durchzogen.

SZ, 15. 03. 2011

Östergren, Klas:

Porträt eines Dandys. Roman. – Kein & Aber. – 543 Seiten.

Südschweden, Frühling 2008: Nur noch wenige Minuten bis zur digitalen Übertragung von „La

Bohème“ aus der New Yorker Metropolitan Opera in einem kleinen Kino auf dem Lande. Minuten,

die Claes Leben schlagartig durcheinanderbringen, denn im Foyer trifft er auf Madeleine, mit der ihn

in den fernen 80er Jahren eine düstere Geschichte verband.

FAZ, 14. 06. 2011 / SZ, 23. 08. 2011

Olmi, Véronique:

Die erste Liebe. Roman. – Kunstmann. – 283 Seiten.

Am Abend ihres 25. Hochzeitstages entdeckt Emilie eine Suchanzeige auf einem Stück Zeitungspapier,

in das der Wein eingewickelt war: „Emilie, Aix 1976. Komm so schnell wie möglich zu mir nach

Genua. Dario“ Sie lässt alles stehen und liegen, nimmt den Autoschlüssel und fährt los.

SZ, 14. 03. 2011


Orringer, Julie:

Die unsichtbare Brücke. Roman. – Kiepenheuer & Witsch. – 820 Seiten.

Ein ungarischer Architekturstudent erlebt eine beglückende Zeit in Paris, bevor ihn die Schrecken

des Zweiten Weltkrieges erreichen. Familiensaga.

FAZ, 25. 03. 2011 / FR, 09. 04. 2011

Orths, Markus:

Die Tarnkappe. Roman. – Schöffling. – 222 Seiten.

Wendungsreicher Roman über einen auf den ersten Blick etwas langweiligen und neurotischen Protagonisten,

der sich immer mehr als Charakter mit ungeahnten Untiefen entpuppt. Die Geschichte

eröffnet immer wieder interessante Deutungsebenen.

FAZ, 31. 05. 2011

Pamuk, Orhan:

Cevdet und seine Söhne. Roman. – Hanser. – 664 Seiten.

Opulentes Familienepos vom Aufstieg und Niedergang einer Kaufmannsdynastie in Istanbul zwischen

1905 und 1935, vor dem Hintergrund der gewaltigen Veränderungen und Umbrüche in der Türkei durch

die Staatsreform Atatürks. 1982 entstandenes Romandebüt des späteren Literatur-Nobelpreisträgers.

SZ, 24. 03. 2011 / FAZ, 30. 04. 2011 / ZEIT, 07. 07. 2011

Pancake, Breece D‘J:

Stories. – Weissbooks. – 216 Seiten.

Band mit Kurzgeschichten des im Alter von nur 27 Jahren gestorbenen Autors, die alle das karge

Leben der Menschen in der Mitte Amerikas jenseits des American Dream poträtieren.

FAZ, 13. 03. 2011 / SZ, 06. 06. 2011

Parei, Inka:

Die Kältezentrale. Roman. – Schöffling. – 209 Seiten.

Ein namenloser Ich-Erzähler begibt sich 2006 im ehemaligen Ostberlin am Ort seiner früheren Arbeitsstätte

auf Spurensuche, um etwas über die Krebserkrankung seiner Exfrau herauszufinden. Es wird

eine verstörende Rückkehr in die eigene Vergangenheit.

FAZ, 24. 09. 2011 / SZ, 01. 12. 2011

Peretti, Camille de:

Wir werden zusammen alt. Roman. – Rowohlt. – 282 Seiten.

Ein Sonntag in einer Pariser Seniorenresidenz: Für manche der Bewohner wird der Tag eine erneute

Enttäuschung, für andere bringt er nicht mehr erhofftes Glück mit sich. In 64 Kapiteln erhält der

Leser einen Einblick in die Schicksale der Bewohner und der Pflegekräfte.

FAZ, 22. 01. 2011 / ZEIT, 16. 03. 2011

Persson, Leif G. W.:

Der sterbende Detektiv. Roman. – btb. – 540 Seiten.

Der pensionierte Mordermittler Lars Martin Johansson liegt nach einem Schlaganfall mehr tot als

lebendig im Krankenhaus. Seine Lebensgeister erwachen erst wieder, als ihm seine Ärztin von einem

nie aufgeklärten Mord an einem kleinen Mädchen erzählt ...

FR, 12. 05. 2011

Petterson, Per:

Ist schon in Ordnung. Roman. – Hanser. – 217 Seiten.

Der 18-jährige Audun hat eine schwere Kindheit hinter sich, mit einem gewalttätigen Vater und einem

ärmlichen Zuhause. Aber Audun lässt sich nicht unterkriegen.

FAZ, 05. 08. 2011 / ZEIT, 22. 09. 2011

Pétur Gunnarsson:

Punkt Punkt Komma Strich. – Weidle. – 130 Seiten.

Eine Kindheitsgeschichte aus dem Reykjavík der Nachkriegszeit, über einen Jungen, der hin- und

hergerissen ist zwischen Stadt- und Landleben, zwischen amerikanischer Kultur und der so anderen

isländischen Normalität.

NZZ, 15. 11. 2011


Piñeiro, Claudia:

Die Donnerstagswitwen. Roman. – Unionsverlag. – 315 Seiten.

In einer gut abgeschotteten Siedlung außerhalb von Buenos Aires lebt um die Jahrtausendwende eine Gruppe

wohlhabender Familien. Als die Wirtschaftskrise auch sie erreicht und ihren Lebensstandard bedroht,

fassen einige von ihnen einen verzweifelten Plan.

SZ, 17. 01. 2011

Pollux, Frans:

Tage der Flut. Roman. – Aufbau Verlag. – 408 Seiten.

Syris ist Steuerfahnder eines Staates, der nur nach Regeln des Marktes funktioniert. Eines Tages wird

das Land in wenigen Minuten von einer riesigen, apokalyptischen Flut überspült. Syris weiß sich mit

zwei Kollegen in ein Schlauchboot zu retten ...

taz, 17. 09. 2011

Powers, Richard:

Drei Bauern auf dem Weg zum Tanz. Roman. – S. Fischer. – 461 Seiten.

Ein Bild des Kölner Fotografen August Sander (1876–1964) dient dem Autor als Ausgangspunkt für

einen erkenntnisreichen und philosophischen Roman über Europa und die USA während und nach

dem Ersten Weltkrieg.

SZ, 11. 10. 2011

Price, Richard:

Clockers. Roman. – S. Fischer. – 798 Seiten.

Strike, ein Drogendealer, der als „Clocker“ rund um die Uhr in Brooklyn mit Drogen handelt, möchte

aus dem Geschäft aussteigen. Sein Boss ist darüber wenig erfreut. Doch dann wird ein schwarzer

Junge ermordet und überraschend stellt sich Strikes gesetzestreuer Bruder Victor der Polizei.

FR, 19. 03. 2011

Pullman, Philip:

Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus. – S. Fischer. – 230 Seiten.

In dieser romanhaften Neuinterpretation des Evangeliums sind Jesus und Christus ungleiche Zwillingsbrüder,

die der vertraut geglaubten Geschichte Jesu neue, teile provokante Aspekte beifügen.

SZ, 23. 02. 2011

Rachman, Tom:

Die Unperfekten. Roman. – Deutscher Taschenbuch-Verlag. – 394 Seiten.

Der Autor stellt in seinem Roman Reporter, Redakteure sowie eine Leserin einer internationalen

Zeitung mit Sitz in Rom in ihrer Unvollkommenheit dar. Dazu umreißt er in kürzeren Abschnitten die

Geschichte der Zeitung.

taz, 29. 01. 2011

Rausch, Jochen:

Trieb. 13 Storys. – Berlin-Verlag. – 205 Seiten.

Dreizehn Geschichten aus den Grenzregionen menschlichen Verhaltens.

SZ, 20. 04. 2011

Rivera Letelier, Hernán:

Die Filmerzählerin. Roman. – Insel-Verlag. – 104 Seiten.

In einem abgelegenen chilenischen Dorf erlangt ein Mädchen Berühmtheit, weil es mit großer Begabung

Kinofilme nacherzählen kann.

FAZ, 29. 08. 2011

Roche, Charlotte:

Schoßgebete. Roman. – Piper. – 282 Seiten.

Das ergreifende Psychogramm einer durch eine unfassbare Familienkatastrophe zutiefst traumatisierten,

neurotischen Frau. Gegen die Dämonen von Erinnerungen und Schuldgefühlen, als Abwehrzauber

gegen grenzenlose Trauer wirft Elizabeth Sex in den Ring ...

SZ, 10. 08. 2011 / ZEIT, 11. 08. 2011 / FAZ, 14. 08. 2011


Rock, Peter:

Meine Wildnis. Roman. – DuMont. – 252 Seiten.

Die 13-jährige Caroline und ihr Vater leben versteckt in einem Wald und meiden den Kontakt zur

Außenwelt. Als sie entdeckt werden, muss sich besonders das Mädchen an ein ganz anderes Leben

gewöhnen. Hinterhöfen, während sie immer wieder vom fernen Patagonien und sich ins hell erleuchtete

Zimmer ihres Nachbarn träumt.

SZ, 24. 08. 2011

Roggenkamp, Viola:

Tochter und Vater. Roman. – S. Fischer. – 268 Seiten.

Während der Nazizeit rettete Paul das Leben seiner Geliebten Alma und deren Mutter. Als er stirbt,

begibt sich seine Tochter auf Spurensuche. Die Suche nach der Vergangenheit ist auch eine Suche

nach der eigenen Identität als Jüdin in Deutschland.

FAZ, 28. 10. 2011

Rosenfeld, Astrid:

Adams Erbe. Roman. – Diogenes. – 384 Seiten.

Edward Cohen gleicht seinem Großonkel Adam wie ein Ei dem anderen. Auf der Suche nach Adams

Vergangenheit stößt Edward auf eine tragische Liebesgeschichte im Berlin der 1930er-Jahre.

FAZ, 13. 09. 2011

Ross, Adam:

Mister Peanut. Roman. – Piper. – 491 Seiten.

David Pepin hat sich nach langjähriger Ehe von seiner Frau Alice entfremdet und phantasiert vielfach

ihren Tod herbei. Als sie tatsächlich stirbt, gerät er prompt unter Mordverdacht.

FR, 15. 04. 2011

Roth, Philip:

Nemesis. Roman. – Hanser. – 218 Seiten.

Als eine Polio-Epidemie das US-Städtchen Newark erreicht, versucht ein junger jüdischer Sportlehrer angesichts

des eskalierenden Leids die Flucht und kann sich doch nicht aus den tödlichen Verstrickungen

lösen. Ergreifender Schicksalsroman mit unterhaltsam-existentiellen Fragestellungen.

FAZ, 10. 02. 2011 / SZ, 17. 02. 2011

Ruge, Eugen:

In Zeiten des abnehmenden Lichts. Roman einer Familie. – Rowohlt. – 425 Seiten.

Über einen Zeitraum von 50 Jahren erzählte tragikomische Familiengeschichte und ein vielschichtiger

Deutschlandroman vor dem Hintergrund der politischen Ereignisse und Umwälzungen des 20. Jahrhunderts.

NZZ, 08. 10. 2011 / FAZ, 02. 11. 2011 / SZ, 04. 11. 2011

Ruiz Zafón, Carlos:

Marina. Roman. – S. Fischer. – 349 Seiten.

In Barcelona streift der junge Óscar Drai durch die geheimnisvollen Straßen der Villenviertel. Dabei

begegnet er der faszinierenden Marina. Beide werden in das dunkle Geheimnis um den reichsten

Mann der Stadt gezogen; von diesem Zeitpunkt an verändert sich ihr Leben dramatisch.

FAZ, 28. 04. 2011 / SZ, 24. 05. 2011

Rushdie, Salman:

Luka und das Lebensfeuer. Roman. – Rowohlt. – 267 Seiten.

Aus Tierliebe verflucht derzwölfjährige Luka, Sohn des legendären Geschichtenerzählers Raschid

Khalifa, den grausamen Captain Aag, Direktor des Zirkus „Große Feuerreifen“. In derselben Nacht

bricht im Zirkus Feuer aus. Die Tiere wagen den Aufstand und Aag schwört Rache.

FAZ, 12. 03. 2011 / SZ, 18. 03. 2011 / NZZ, 23. 04. 2011


Russel, Karen:

Swamplandia. Roman. – Kein & Aber. – 506 Seiten.

Eine Familie bewirtschaftet eine Alligatorfarm in Florida und versucht sie vergeblich gegen einen neu

eröffneten Vergügungspark zu retten.

SZ, 12. 05. 2011 / FR, 21. 05. 2011 / NZZ, 20. 09. 2011

Russo, Richard:

Diese alte Sehnsucht. Roman. – DuMont. – 348 Seiten.

Der 55-jährige Collegeprofessor Jack Griffin erinnert sich während einer Reise auf die zu Massachusetts

gehörende Halbinsel Cape Cod an seine Kindheit und Jugend, zu deren prägenden Erlebnissen

die alljährlichen Ferien mit seinen permanent unzufriedenen Eltern auf dem Cape gehörten.

SZ, 07. 01. 2011

Salew, Me‘îr:

Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger. Roman. – Diogenes. –

281 Seiten.

Wahre und phantastische Geschichten über die in den 1920er-Jahren nach Israel eingewanderte, einzigartige

russische Großmutter und das Geheimnis ihres amerikanischen Staubsaugers, despektierlich und

liebevoll aufgezeichnet von ihrem Enkel.

FAZ, 06. 04. 2011

Saramago, José:

Kain. Roman. – Hoffmann und Campe. – 174 Seiten.

Kain, der Brudermörder, wandelt in der Zeit des Alten Testamentes hin und her, um in den unterschiedlichsten

biblischen Geschichten aufzutauchen: als Retter von Isaak, Liebhaber von Lilith, Zeuge

der Zerstörung von Sodom und Gomorrha. Ist Gottes Handeln vernünftig?

FAZ, 16. 08. 2011 / SZ, 29. 08. 2011 / ZEIT, 06. 10. 2011

Schalansky, Judith:

Der Hals der Giraffe. Bildungsroman. – Suhrkamp. – 222 Seiten.

Eine langjährige Biologielehrerin im ländlichen Vorpommern vermittelt, mit kühler Distanz zu ihren

Schülern, die immergleichen naturwissenschaftlichen Lehrinhalte, während um sie herum alles in

Veränderung begriffen ist – bis ihr biologistisches Weltbild ins Wanken gerät.

FAZ, 10. 09. 2011 / SZ, 28. 09. 2011 / ZEIT, 06. 10. 2011

Scheuermann, Silke:

Shanghai Performance. Roman. – Schöffling. – 310 Seiten.

Eine berühmte Performance-Künstlerin reist, verlockt durch das Angebot einer Galeristin, nach Shanghai,

wo sie sich, hineingezogen in einen lebhaften Kunstbetrieb, mit privaten, glücklosen Erlebnissen ihrer

Vergangenheit konfrontiert sieht.

FAZ, 11. 02. 2011 / SZ, 15. 02. 2011 / NZZ, 23. 07. 2011

Schirach, Ferdinand von:

Der Fall Collini. Roman. – Piper. – 195 Seiten.

Der Italiener Fabricio Collini ermordete in Berlin einen deutschen Industriellen. Erst später stellt es

sich heraus, dass die Tat aus Rache geschah: Sein Vater wurde im 2. Weltkrieg als Partisan von dem

Opfer erschossen.

SZ, 14. 09. 2011 / FAZ, 17. 09. 2011

Schmitt, Éric-Emmanuel:

Die Träumerin von Ostende. – S. Fischer. – 284 Seiten.

Die fünf Erzählungen beschreiben magische Momente und Begegnungen, die voller Pein, aber auch

mit hingebungsvoller Liebe verlaufen können: Auf einer Reise nach Ostende versucht ein Mann,

über das Ende seiner Beziehung hinwegzukommen. Dort begegnet er der mysteriösen Emma ...

SZ, 26. 10. 2011


Scholl, Sabine:

Tödliche Tulpen. Roman. – Deuticke. – 237 Seiten.

In Wien wird die Performancekünstlerin Lale tot aufgefunden, um den Hals ein Tuch des türkischen

Designers Aslan. Die Ermittlerin Gina Sonnenfels aus Berlin wird auf den Fall angesetzt. Sie verfolgt

zahlreiche Spuren im Modemilieu und bei islamistischen Fundamentalisten.

SZ, 03. 06. 2011

Setz, Clemens J.:

Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes. Erzählungen. – Suhrkamp. – 349 Seiten.

Die Erzählungen sind gespickt mit grotesken Ideen und subtilem Horror, voller gewalttätiger Momente

und zärtlicher Gesten.

SZ, 15. 03. 2011 / FAZ, 17. 03. 2011 / NZZ, 29. 03. 2011

Shakespeare, Nicholas:

Die Erbschaft. Roman. – Rowohlt. – 441 Seiten.

Statt bei der Beerdigung seines Lieblingslehrers landet Andy Larkham, ein notorischer Loser, bei einer ganz

anderen Trauerfeier. Am Ausgang schreibt er seinen Namen ins Kondolenzbuch und wird dadurch – unbegreiflicherweise

– Erbe eines Millionenvermögens. Doch das ist noch kein Happy End ...

SZ, 29. 11. 2011

Shriver, Lionel:

Dieses Leben, das wir haben. Roman. – Piper. – 541 Seiten.

Shep hat seine Firma verkauft und will endlich sein Leben genießen, irgendwo weit weg, Doch im

Moment der Wahrheit eröffnet ihm seine Frau, dass sie an Krebs erkrankt ist und sein Geld gerade

so für ihre Behandlungen reichen wird.

FAZ, 12. 03. 2011 / SZ, 10. 11. 2011

Sinkel, Bernhard:

Augenblick der Ewigkeit. Roman. – Knaus. – 543 Seiten.

Fiktionales, jedoch wirklichkeitstreues Lebensbild des genialen Dirigenten Karl Amadeus Herzog,

der aus einfachen Verhältnissen kommend, mit seiner außergewöhnlichen Begabung zum Musik-

Superstar des 20. Jahrhunderts aufsteigt.

SZ, 10. 02. 2011 / FAZ, 28. 04. 2011

Šiškin, Michail P.:

Venushaar. Roman. – Deutsche Verlags-Anstalt. – 554 Seiten.

Ein in die Schweiz emigrierter Russe, der sein Brot als Dolmetscher bei Befragungen russischsprachiger

Asylsuchender verdient, erfährt viele Lebensgeschichten, die der Autor mit der eigenen und der einer

Sängerin zu einem Porträt des Lebens in Russland im 20. Jahrhundert mit seinen Brüchen verwebt.

FAZ, 15. 06. 2011 / SZ, 20. 07. 2011

St. Aubyn, Edward:

Ausweg. Roman. – DuMont. – 203 Seiten.

Der erfolgreiche Drehbuchautor Charlie Fairburn erfährt, dass er nur noch ein halbes Jahr zu leben

hat. Überzeugt von der Gewissheit seines Todes möchte Charlie seine letzten Tage in Südfrankreich

verbringen, ein Buch schreiben und sein ganzes Vermögen im Casino verspielen.

FR, 13. 01. 2011

Stamm, Peter:

Seerücken. Erzählungen. – S. Fischer. – 189 Seiten.

In den zehn Erzählungen dieses Bandes, die ebenso klug beobachtet wie komisch akzentuiert sind,

geht es um Menschen, die sich schwer tun in ihrem Lebensalltag, und für die kleine Aufbrüche schon

große Herausforderungen sind.

FAZ, 12. 03. 2011 / SZ, 14. 03. 2011 / ZEIT, 16. 03. 2011


Steinunn Sigurdardóttir:

Der gute Liebhaber. Roman. – Rowohlt. – 222 Seiten.

Karl kehrt nach Jahren nach Island zurück, um erneut um Una, seine Jugendliebe, zu werben. Er ist

ein rastlos Reisender, der sich nach dauerhaftem Glück sehnt, aber stets wechselnde Liebhaberinnen

beglückt.

FR, 29. 09. 2011

Stevenson, Robert Louis:

St. Ives. – Hanser. – 517 Seiten.

Ein Kriegsgefangener in Edinburgh verliebt sich in ein schottisches Mädchen, flieht und durchquert mit

der Polizei im Nacken ganz England. In gottverlassenen Landschaften und zwielichtigen Kaschemmen

spielen die Szenen und drohen die Gefahren, denen der Held immer wieder entkommt.

SZ, 13. 07. 2011

Streeruwitz, Marlene:

Die Schmerzmacherin. Roman. – S. Fischer. – 398 Seiten.

Amy arbeitet für einen Sicherheitsservice. Allmählich bekommt sie mit, dass Leute verschleppt, gefoltert

und beseitigt werden. Als sie auszusteigen versucht, gerät sie in die Fänge einer undurchsichtigen brutalen

Organisation.

FAZ, 25. 09. 2011 / SZ, 27. 09. 2011 / taz, 08. 10. 2011

Strubel, Antje Rávic:

Sturz der Tage in die Nacht. Roman. – S. Fischer. – 437 Seiten.

Auf einer Insel begegnet Erik Inez, die ihn magisch anzieht. Obwohl Inez wesentlich älter ist, werden

sie ein Paar. Weder Erik noch Inez ahnen, dass sie beide weit mehr verbindet als ihre Liebesbeziehung.

SZ, 05. 09. 2011 / FAZ, 09. 09. 2011 / taz, 22. 10. 2011

Suter, Martin:

Allmen und die Libellen. Roman. – Diogenes. – 194 Seiten.

Johann Friedrich von Allmen pflegt einen luxuriösen Lebensstil. Doch am Rande des finanziellen Ruins

braucht er neue Ideen, das dafür notwendige Geld aufzutreiben. Sein treu ergebener Diener Carlos steht

ihm dabei zur Seite.

SZ, 04. 01. 2011 / FAZ, 04. 01. 2011 / FR, 08. 01. 2011

Suter, Martin:

Allmen und der rosa Diamant. Roman. – Diogenes. – 218 Seiten.

Johann Friedrich Allmen und sein Faktotum Carlos müssen einen überaus wertvollen rosa Diamanten

ausfindig machen, den ein undurchsichtiger Russe entwendet haben soll. Die Spur führt von London

zu einem deutschen Grandhotel ...

FAZ, 28. 06. 2011 / SZ, 10. 08. 2011

Swift, Graham:

Im Labyrinth der Nacht. Roman. – Deutscher Taschenbuch-Verlag. – 317 Seiten.

In einem nächtlichen Monolog legt eine Mutter eine Art Rechenschaft über ihr Leben und analysiert

schonungslos das schwierige Verhältnis zu ihrer Familie.

SZ, 18. 01. 2011 / FAZ, 18. 08. 2011

Tabucchi, Antonio:

Die Zeit altert schnell. Erzählungen. – Hanser. – 168 Seiten.

Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks spielende Erzählungen, die Einzelschicksale kunstvoll in

den politischen Kontext weben.

SZ, 19. 02. 2011 / FAZ, 22. 07. 2011

Taylor, Elizabeth:

Blick auf den Hafen. Roman. – Dörlemann. – 379 Seiten.

Eine klassische Dreiecksgeschichte in einer englischen Kleinstadt in den 1950er-Jahren.

FAZ, 10. 10. 2011


Thórbergur Thórdarson:

Islands Adel. Roman. – S. Fischer. – 311 Seiten.

Nordisland im Jahr 1912: Thórbergur ist eigentlich Dichter. Aber von Gedichten kann man nicht leben.

Also schuftet er in einer stinkenden Heringsfabrik. Ist der Gestank von Tran alles, was das Leben zu

bieten hat? Die wahre Erfüllung findet Thórbergur in seinen philosophischen Grübeleien über die Unendlichkeit

des Universums, die Liebe und das Leben in absoluter Freiheit. Erfüllung sucht er auch bei

der himmlischen Hulda.

FAZ, 08. 10. 2011

Timm, Uwe:

Freitisch. Novelle. – Kiepenheuer & Witsch. – 135 Seiten.

Zwei Freunde aus längst vergangenen Münchner Studententagen der frühen 1960er-Jahre begegnen

sich nach Jahrzehnten unter völlig veränderten Umständen wieder – und werden mit ihrer Vergangenheit

konfrontiert.

FAZ, 12. 03. 2011 / SZ, 15. 03. 2011 / ZEIT, 16. 03. 2011

Tokarczuk, Olga:

Der Gesang der Fledermäuse. Roman. – Schöffling. – 345 Seiten.

Eine etwas verschrobene ältere Frau mit einem Faible für den Sternenhimmel und die Tiere, die sie

umgeben, entwickelt kuriose Theorien über an Tieren vergangene Verbrechen und begibt sich dadurch

in Gefahr. Das Buch ist ein Plädoyer für den sorgsamen Umgang mit der Natur.

SZ, 16. 12. 2011 / FAZ, 23. 12. 2011

Tremain, Rose:

Die Farbe der Träume. Roman. – Insel-Verlag. – 455 Seiten.

Die junge englische Gouvernante Harriet und ihr Mann Joseph wandern Mitte des 19. Jahrhunderts

nach Neuseeland aus. Während Harriet durch Abenteuerlust angetrieben wird, birgt ihr Mann ein

dunkles Geheimnis, das er durch diese Flucht verdrängen will. Anspruchsvoller historischer Roman.

FAZ, 21. 02. 2011

Trojanow, Ilija:

Eistau. Roman. – Hanser. – 171 Seiten.

Der Glaziologe Zeno kämpft für die Erhaltung der Alpengletscher, deren Sterben nicht mehr aufzuhalten

ist. Als Reisebegleiter versucht er schließlich, den Touristen die Kostbarkeiten der Antarktis

zu erklären, doch er stößt auf Desinteresse und Ignoranz.

SZ, 21. 09. 2011 / FAZ, 31. 12. 2011

Tschinag, Galsan:

Das andere Dasein. Roman. – Insel-Verlag. – 270 Seiten.

Galsan Tschinag, deutschsprachiger Schriftsteller aus der Mongolei und preisgekrönter Bestsellerautor,

erzählt in seinem neuen Roman eine Liebesgeschichte voller Leidenschaft. Das andere Dasein

meint die Chance, auch nach einem großen Verlust noch einmal das Glück zu erleben.

taz, 10. 05. 2011

Tyler, Anne:

Die verlorenen Stunden. Roman. – Kein & Aber. – 302 Seiten.

Der 60-jährige Liam Pennywell wird in seiner Wohnung überfallen. Am nächsten Tag erwacht er im

Krankenhaus mit einer Amnesie für das Ereignis. Bei seinem verzweifelten Bemühen, sein Gedächtnis

wiederzuerlangen, lernt er die 22 Jahre jüngere Eunice kennen ...

SZ, 10. 06. 2011

Uhly, Steven:

Adams Fuge. Roman. – Secession-Verlag für Literatur. – 227 Seiten.

Nachdem Adem Öztürk im Einsatz des türkischen Militärs einen kurdischen Offizier getötet hat, der

gleichzeitig als Doppelagent für die türkische Regierung und die NATO gearbeitet hat, beginnt eine

Odyssee durch Deutschland, auf der Flucht vor Kurden, Türken, MOSSAD und BND.

FAZ, 22. 11. 2011 / SZ, 25. 11. 2011


Updike, John:

Die Tränen meines Vaters und andere Erzählungen. – Rowohlt. – 366 Seiten.

Im Mittelpunkt von John Updikes letzten Erzählungen stehen oft ältere Männer, die in ihren Erinnerungen

den Wendepunkten in ihrem Leben nachspüren, verflossenen Geliebten und verpassten

Chancen nachtrauern oder über die Zeit sinnieren, als ihre Kinder noch klein waren und ihre Ehe

glücklich.

FAZ, 13. 05. 2011

Urban, Simon:

Plan D. – Schöffling. – 552 Seiten.

Ostberlin 2011: Die Wiedervereinigung hat es nie gegeben, Krenz ist noch an der Macht, nur die Stasi

existiert angeblich nicht mehr in der ursprünglichen Form. Vopo Hauptmann Martin Wegener soll

einen Mord an einem früheren engen Berater von Krenz aufklären, der nach Stasi-Methode getötet

wurde.

FAZ, 06. 08. 2011 / taz, 26. 11. 2011

Vann, David:

Im Schatten des Vaters. – Suhrkamp. – 184 Seiten.

Mit seinem 13-jährigen Sohn Roy möchte der Zahnarzt Jim ein ganzes Jahr auf einer abgelegenen

Insel Alaskas verbringen. Die Natur bringt Vater und Sohn an ihre individuellen Grenzen, und das

ohnehin schon problematische Verhältnis zwischen den beiden spitzt sich zu, bis die Situation eskaliert.

SZ, 21. 03. 2011 / NZZ, 30. 07. 2011

Vargas Llosa, Mario:

Der Traum des Kelten. Roman. – Suhrkamp. – 444 Seiten.

London, im August 1916. In der Todeszelle des Pentonville Prison lässt der Ire Roger Casement seine

abenteuerliche und tragische Lebensgeschichte Revue passieren: Kolonialismus-Gegner, Freiheitskämpfer,

zuerst geehrt, dann geschmäht und verurteilt.

SZ, 13. 09. 2011 / FAZ, 08. 10. 2011 / ZEIT, 03. 11. 2011

Vásquez, Juan Gabriel

Die geheime Geschichte Costaguanas. Roman. – Schöffling. – 334 Seiten.

Ende des 19. Jahrhunderts scheint die Welt einen neuen Mittelpunkt zu bekommen: In Panama, dem

äußersten Zipfel Kolumbiens, wird ein Kanal gebaut, der die Weltmeere verbinden soll. Frankreich und

die Vereinigten Staaten stürzen sich auf diesen Ort, der bis dahin nur für sein entsetzliches Klima und

unzählige Tropenkrankheiten bekannt war.

SZ, 10. 06. 2011 / FAZ, 17. 10. 2011

Vighy, Cesarina:

Mein letzter Sommer. Roman. – Hoffmann und Campe. – 189 Seiten.

Die Sinne schwinden, körperliche Funktionen fallen aus, aber Amelias Geist bleibt rege. So erzählt

sie in ihrem letzten Sommer von ihrem wechselvollen Leben und den Veränderungen, die die schwere

Krankheit mit sich bringt.

FAZ, 01. 08. 2011

Wagner, Jan Costin:

Das Licht in einem dunklen Haus. Roman. – Galiani. – 308 Seiten.

Eine Komapatientin wird im Krankenhaus ermordet. Der Mörder hinterlässt als einzige Spur Tränenflüssigkeit.

Das Team von Kimmo Joentaa muss sich mit einer Tat befassen, die vor Jahren geschah:

Eine Klavierlehrerin wurde von einer Gruppe Männer auf brutale Weise vergewaltigt.

FAZ, 13. 08. 2011

Wallace, David Foster:

Alles ist grün. Storys. – Kiepenheuer & Witsch. – 267 Seiten.

Fünf Stories des bekannten amerikanischen Autors: überraschend, schockierend, witzig. Ein Zeugnis

amerikanischer Gegenwartsliteratur mit hohem Anspruch.

FAZ, 26. 11. 2011 / SZ, 06. 12. 2011


Walser, Alissa:

Immer ich. Erzählung. – Piper. – 157 Seiten.

Die Erzählung Alissa Walsers besteht aus acht einzelnen Geschichten, die motivisch eng miteinander

verwoben sind und in denen immer neu die Frage weiblicher Identität in wechselnden Beziehungskonstellationen

gestellt wird.

FAZ, 15. 06. 2011 / SZ, 17. 11. 2011

Walser, Martin:

Muttersohn. Roman. – Rowohlt. – 504 Seiten.

Erzählt wird die Geschichte des Krankenpflegers Percy: Der Pfleger in einer psychiatrischen Landesklinik

lebt in seiner eigenen Welt. Zu seiner Zeugung sei kein Mann erforderlich gewesen, erzählt

ihm seine Mutter Fini. Percy glaubt die Wundererzählung. Um nichts in der Welt will Percy seinen

Glauben an die Botschaft seiner Mutter verlieren. Damit wird er schließlich berühmt.

FAZ, 09. 07. 2011 / SZ, 14. 07. 2011

Waters, Sarah:

Der Besucher. – Lübbe Ehrenwirth. – 573 Seiten.

England, zwei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg: Dr. Farady wird zu einem Notfall zum Anwesen Hundreds

Hall gerufen. Zuletzt war er 30 Jahre zuvor als Kind dort gewesen. Er wird Arzt und Vertrauter der Familie

und erfährt nach und nach, dass merkwürdige Dinge auf dem Anwesen geschehen.

FAZ, 26. 07. 2011

Watson, Steven J.:

Ich. Darf. Nicht. Schlafen. Psychothriller. – Scherz. – 397 Seiten.

Mit dem Einschlafen kommt das Vergessen. Jeden Morgen wacht Christine auf und ist völlig verstört.

Der Mann an ihrer Seite ist ihr unbekannt, das Zimmer fremd. Erst als sie das Tagebuch in ihrer

Handschrift findet, beginnt sie aus den Schrecken der Vergangenheit aufzutauchen.

taz, 03. 09. 2011

Wells, Benedict:

Fast genial. Roman. – Diogenes. – 321 Seiten.

Der Loser Francis setzt seine Hoffnung darauf, der Sohn eines genialen Samenspenders zu sein. Und so

macht er sich auf den Weg, seinen Erzeuger mit den guten Genen zu finden. Begleitet wird er von seinem

nervigen Freund Grover und von der angehimmelten, aber psychisch angeschlagenen Anne-May.

FAZ, 06. 09. 2011 / SZ, 27. 10. 2011 / NZZ, 27. 12. 2011

West, Nathanael:

Eine glatte Million oder die Demontage des Lemuel Pitkin. Roman. – Manesse. – 221 Seiten.

Die groteske und satirische Geschichte eines arglosen jungen Mannes, der trotz schlimmer Erfahrungen

am Traum vom „American way of life“ festhält.

SZ, 20. 10. 2011 / FAZ, 05. 11. 2011

Wieringa, Tommy:

Der verlorene Sohn. Roman. – Hanser. – 332 Seiten.

Ludwig zieht mit seiner Mutter von Alexandrien nach England. Sein bisher beschütztes Leben wird von

Naturgewalten und existenziellen Gefahren bedroht.

FAZ, 14. 09. 2011

Willmann, Thomas:

Das finstere Tal. Roman. – Liebeskind. – 314 Seiten.

Was sucht der wortkarge Fremde im fast völlig von der Welt abgeschnittenen Alpental, in dem der Brennerbauer

und seine sechs Söhne die Bewohner in Angst und Schrecken halten?

taz, 05. 03. 2011

Wohmann, Gabriele:

Wann kommt die Liebe. Erzählungen. – Aufbau Verlag. – 203 Seiten.

Die Erzählungen drehen sich um alle Facetten zwischenmenschlicher Beziehungen, enttäuschte

oder erkaltete Liebe, falsche Erwartungen an Kinder ...

FAZ, 05. 04. 2011


Wondratschek, Wolf:

Das Geschenk. – Hanser. – 170 Seiten.

Ein Schriftsteller an der Grenze des Alters erzählt seinem 14-jährigen Sohn sein Leben: seine Siege,

seine Niederlagen und seine Überwindung einer jahrelangen Drogenabhängigkeit.

FAZ, 27. 02. 2011 / SZ, 02. 04. 2011

Woodrell, Daniel:

Winters Knochen. Roman. – Liebeskind. – 222 Seiten.

Die 16-jährige Ree Dolly lebt in einem kleinen Haus in den Ozarks, in der Mitte der USA. Ihr Vater

ist verschwunden und Ree erfährt, dass die Familie das Haus verliert, wenn Jessup nicht vor Gericht

erscheint. Ree macht sich auf die Suche ...

SZ, 01. 08. 2011

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