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März 2013 1


„Soziale Fragen von A wie Armut bis Z wie Zukunft“

Foto: Gisela Schuster

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitglieder,

„All Business is Local“, heißt es im amerikanischen Marketing,

und auf Berlinerisch übersetzt etwa „Die Welt ist

ein Kiez“. Beide Binsenweisheiten gelten natürlich auch

für unsere gemeinnützige Arbeit und das, was Paritätische

Mitgliedsorganisationen tagtäglich für Gemeinwesen und

lokale Zivilgesellschaft ermöglichen.

Die Menschen nehmen ihre Umwelt zunächst einmal

aus unmittelbarer Erfahrung wahr, aus der Familie, der

Nachbarschaft, der Arbeit und dem Quartier, in dem sie

leben. Neuerdings wird diese

Unmittelbarkeit auf den Begriff

Sozialraum gebracht, mit dem

das Milieu gemeint ist, in dem

Barbara John ist Vorsitzende

des Paritätischen

Wohlfahrtsverbandes

Berlin

die Bürgerinnen und Bürger miteinander

kommunizieren und

aufeinander reagieren – wo sie

aber auch soziale Verwerfungen

unmittelbar erleben und erleiden.

Diesem zugleich einfach klingenden

wie komplexen Umstand

widmen sich jetzt vier Themenrunden

im Verlauf des Jahres in

Spandau – zu Bildung, Gesundheit, Wohnen und Jobs.

„Soziale Fragen in Spandau von A wie Armut bis Z wie

Zukunft“ ist die Überschrift über dem Veranstaltungsprogramm,

zu dem der Paritätische Berlin und die Mitgliedsorganisation

Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V. /

Kulturzentrum Gemischtes gemeinsam einladen. Weitere

Informationen finden Sie hier:

www.paritaet-berlin.de/themen-a-z/themen-a-zdetailansicht/article/soziale-fragen-in-spandau.

html

Im Einladungstext zu den Spandauer Themenrunden heißt

es: „Der Bezirk Spandau verändert sich und steht mit diesem

Veränderungsprozess beispielhaft für die Folgen einer

fortschreitenden Gentrifizierung“. Das heißt: Bürgerliche

Schichten drängen in den Wohnungsbestand der Berliner

Innenbezirke. Die Folge: Viele Familien mit einem sozial

schwachen und/oder Migrationshintergrund ziehen – nicht

immer ganz freiwillig – aus den Innenbezirken Berlins in

besondere Gebiete in den Außenbezirken. Neue, oftmals

nicht unproblematische Sozialräume entstehen.

Darüber muss gesprochen werden.

Die Thematik wird nicht ohne Brisanz sein; ein Ringelpietz,

bei dem Nettigkeiten ausgetauscht werden, ist nicht

zu erwarten. Zu brisant sind die Veränderungen, denen

die Sozialräume in Spandau ausgesetzt sind und die Bürger,

die dort leben. Mehr und mehr sind Randbezirke wie

Spandau dem sozialem Auseinanderdriften der Bevölkerungsschichten

ausgeliefert, das nicht nur in den Innenstadtbezirken

überhand nimmt – eine Entwicklung,

die förmlich nach regelmäßigen Bürgerversammlungen

schreit und nach „Townhall Meetings“, die, nach amerikanischem

Vorbild, auch bei uns immer beliebter werden.

Spandau wird vermutlich der Anfang einer Kampagne

sein – der Start einer Lokalinitiative, die von der Geschäftsstelle

Bezirke des Paritätischen ausgeht, Träger und

Vereine vor Ort einschließt und demnächst vielleicht auf

weitere Bezirke dieser Stadt ausgeweitet wird.

Wer sonst könnte besser die sozialen Fragen und Probleme

in den Stadtquartieren aufgreifen und formulieren

als die sozialen und gemeinnützigen Organisationen im

Paritätischen, die von Haus aus die Interessen, Gefährdungen

und Notlagen der Bürger im Blick haben? Sie sind

damit die Bürgerlobby in den Berliner Bezirken und bündeln

auf einzigartige Weise soziale Interessen der Bewohner,

die Politik und Verwaltung nicht ignorieren können.

Gerade in den Themenfeldern Bildung, Gesundheit,

Wohnen und Jobs, um die es in Spandau geht, sind unsere

Paritätischen Mitgliedsorganisationen zuhause und lokal

fest verwurzelt. Nachbarschaftshäuser etwa – die meisten

der 30 Berliner Einrichtungen sind Paritätische Mitgliedsorganisationen

– sind ohne bürgerschaftliches Engagement

undenkbar, das aus der Mitte der Stadtteile, Bezirke

und Kieze kommt und in diese zurück strahlt.

Was unter dem Dach dieser Einrichtungen organisiert

wird, trägt zum sozialen Zusammenhalt in den Quartieren

bei, sorgt aber auch für Meinungs- und Informationsaustausch.

Manche Nachricht, für die die angestammten Berliner

Medien keinen Platz haben, wird über die Blogs und

Bürgerzeitungen verbreitet, die in den Nachbarschaftshäusern

entstehen, aber auch in den örtlich verwurzelten

Vereinen, Initiativen und Organisationen, für die das Prinzip

„All Business is Local“ Alltagspraxis ist.

Noch eine wichtige aktuelle Mitteilung: Das Ermittlungsverfahren

gegen unser Vorstandsmitglied und meinen

langjährigen Stellvertreter Helmut Forner ist mangels

Tatverdacht laut Staatsanwaltschaft Berlin eingestellt worden.

Ich verbinde die Genugtuung über die Einstellung

des Verfahrens mit einer Bitte an alle: Räumen Sie bitte

Missverständnisse und Konflikte zunächst untereinander

und / oder mit Vermittlung unseres Verbandes aus, bevor

Sie Ermittlungsbehörden, Staatsanwaltschaft und Medien

bemühen und so die Reputation verdienter „Paritäter“ in

Misskredit bringen.

Ihre

März 2013 1


Inhalt

4-9

10-13

13

Landesgeschäftsstelle

Der Paritätische Berlin trauert um

Käte Tresenreuter

● Ermittlungsverfahren gegen Helmut Forner

ist eingestellt

● Interview mit Helmut Forner, Vorstandsmitglied

im Paritätischen Berlin, nach der

Einstellung eines staatsanwaltschaftlichen

Ermittlungsverfahrens gegen ihn

● Besuch aus Polen: Wie geht‘s bei Euch mit

der Inklusion voran?

● Vernissage mit Cordula Mietz in der Landesgeschäftsstelle

Bürgerengagement

● 100 Paten für Berlin

● Nächster Halt: Mentoringprojekt

● Moderne Kampagne gegen die Folgen der

Berliner Winterkälte

● Joachim Gauck im „strassenfeger“-Interview

Aktuell

24-26

26-27

28-29

29

30

Familie

● Stets willkommen in jungen Familien: Das

wellcome-Team

● Verfassungsgericht kippt Adoptionsverbot

– LSVD begrüßt Urteil

● Fun am Runden Familientisch und

in der Elternoase

Frauen und Mädchen

● Wie können behinderte Frauen gegen Gewalt

geschützt werden?

Lektüre

● Wie tickt die Jugend, wie politisch ist sie,

wo will sie hin?

Kinder- und Jugendhilfe

● Tauwetter: „Betroffene von der Politik für

Spektakel missbraucht“

Kindertagesstätten

● Kita nach Bedarf - wie familienfreundlich

sind Öffnungszeiten heute?

14-17

17-19

20-22

Im Gespräch

● Interview mit Ute Zentgraff, Referentin

für Ambulante Pflege und Hospize im

Paritätischen Berlin

Wettbewerbe, Förderpreise

● Förderung für strukturstärkende Projekte

● Soziales Engagement für humanistische

Werte

Pressespiegel

31

32

33

Kultur

● Jugendliche reisten mit dem Kinderzirkus

Cabuwazi nach Israel

Menschen mit Behinderung

● Die Herausforderung Inklusion braucht

qualifizierte Pädagogen

Psychiatrie

● Dorothea Buck: „Wir brauchen eine Psychiatriereform“

23

Ältere Bürger

● Kreuzberg: Neues Pflegewohnheim des

Unionhilfswerkes in der Fidicinstraße

34-40

● Aus- und Weiterbildung, Service, Pinnwand

Titelseite links oben: Lesung im Projekt Hörpol zum Thema Erinnerungen für die Zukunft. Unterstützer: Verband für sozialkulturelle

Arbeit. Foto: Martin Thoma

links mittig: Begegnung zwischen den Generationen. Ehrenamtlicher Besuchsdienst im Nachbarschaftsheim Schöneberg, Pflegerische

Dienste gGmbH. Foto: Jörg Farys

links unten: Projekteröffnung „Tempelhof Inklusiv“. Auftritt der Sambagruppe im Nachbarschaftszentrum ufafabrik. Foto: Christophe

Gateau

rechts oben: Arbeits- und Ausbildungschancen in der Jugendstrafanstalt. KfZ Werkstatt der Universalstiftung Helmut Ziegner. Foto:

Universalstiftung Helmut Ziegner

rechts mittig groß: Foto zum Thema „Bewegung hält gesund“, Selbstverteidigungskurs für Alleinerziehende bei SHIA e.V., Foto:

Michael Janda

2 März 2013


Impressum

So gesehen...

Die Ausstellung „Kaspar Hauser“ – Bilderzyklus

von Greg Tricker im Kaspar-Hauser-Therapeutikum

– beschäftigt sich mit dem rätselhaft dunklen

und zugleich lichten Schicksal des Namenspatrons der

Einrichtung. Die Bilder des englischen Malers Greg

Ticker erzählen eine Geschichte und bilden den atmosphärischen

Raum, in dem sich figurativ-inhaltlich ein

Geschehen verdeutlicht.

Die Ausstellung ist noch bis 26. März 2013, Mo. bis Do.

8 bis 15.30 Uhr, Fr. 8 bis 14 Uhr, im Kaspar-Hauser-

Therapeutikum, Rolandstr. 18/19; 13156 Berlin zu sehen.

www.kht-berlin.de

Bitte geben Sie den Rundbrief

auch an Ihren Vorstand und

Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

weiter.

Impressum

Herausgeber: Paritätischer Wohlfahrtsverband

Landesverband Berlin

www.paritaet-berlin.de

Brandenburgische Str. 80, 10713 Berlin

Tel. (030) 8 60 01-0, Fax (030) 8 60 01-110

E-Mail info@paritaet-berlin.de

Geschäftsführung: Oswald Menninger

Elke Krüger (Stv.)

Redaktion: Uli Schulte Döinghaus

Tel.: (030) 85 40 70 84

Computerfax 032223712420

rundbrief@paritaet-berlin.de

Paritätische Pressestelle, Elfi Witten

Tel. (030) 8 60 01-181

Fax (030) 8 60 01-140

Herstellung: Union Sozialer Einrichtungen gemeinnützige

GmbH. Gedruckt auf 100 Prozent chlorfrei

gebleichtem Papier. Erscheinungsweise monatlich

(Doppelausgaben im Januar/Februar und August/

September). Der Rundbrief hat eine Auflage von

1100 Stück. Der Verteiler umfasst alle Mitgliedsorganisationen

der Paritätischen Landesverbände Berlin

und Brandenburg. Weitere Adressaten: Gesellschaftliche

Institutionen, Verbände, Verwaltung, Einrichtungen

aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Redaktionsschluss ist jeweils der 15. des Vormonats.

Pressemitteilungen und Beiträge bitte möglichst

per E-Mail an die Redaktion senden.

Private Kleinanzeigen (Stellengesuche) bitte an die

Redaktion schicken und den Anzeigentext mailen

an rundbrief@paritaet-berlin.de. Die Anzeigen sind

maximal vier Monate im Internet sichtbar. Namentlich

gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt

die Meinung der Redaktion wieder.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine

Haftung übernommen. Der Rundbrief wird unter

www.paritaet-berlin.de im Internet veröffentlicht.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichtet

die Redaktion auf eine Genderschreibweise.

Die Bezeichnung von Personengruppen bezieht

die weibliche Form jeweils ein.

März 2013 3


Landesgeschäftsstelle

Der Paritätische Berlin

trauert um

Käte Tresenreuter

Am 18. Februar starb Käte Tresenreuter im neunzigsten

Lebensjahr. Wir trauern um eine überzeugende

und überzeugte „Paritäterin“, die weit über

die Stadtgrenzen hinaus bekannt wurde.

Käte Tresenreuter beschloss in den siebziger Jahren

etwas gegen die Vereinsamung älterer Menschen zu

unternehmen. Den Impuls gab ein persönliches Erlebnis

während eines Krankenhausaufenthaltes. Entschlossen

zu handeln, mobilisierte sie ihren Ehemann und einige

weitere Mitstreiter. 1971 gründeten sie das Sozialwerk

Berlin e.V. Der Verein wurde bereits 1972 Mitglied im

Paritätischen Berlin.

Schon ein Jahr später initiierte sie die bundesweit erste

Fachgruppe im Paritätischen. Käte Tresenreuter hatte

sich vorgenommen, die Selbsthilfe

älterer Menschen und Mitsprache

älterer Menschen einzufordern.

Dieses Thema wurde ein zentraler

Inhalt ihres Lebens.

Mut und der Wille zu handeln

prägten ihr Leben

Um die Vision eines

Altenselbsthilfezentrums im

Berliner Grunewald zu realisieren,

aktivierte Käte Tresenreuter

konsequent Spender, Sponsoren

und Stiftungsmittel. Sie wandte

sich beharrlich und erfolgreich

an Entscheider aus Politik,

Verwaltung, Wohlfahrtspflege und

Wirtschaft. Auf einem Grundstück

im Wilmersdorfer Stadtteil

Grunewald entstand 1983 das

Humboldtschlösschen. Die Adresse entwickelte sich

wunschgemäß zum stark frequentierten Begegnungsort

älterer Menschen. 1984 gründete sich hier der

Arbeitskreis Berliner Senioren. Über Jahrzehnte tagte

die Fachgruppe „Ältere Menschen“ des Paritätischen

Berlin in diesen Räumen. Käte Tresenreuter war bis

2011 Vorsitzende und Gastgeberin.

Gemeinsam mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern sorgte sie im sogenannten Schlösschen

für unzählige Veranstaltungen und Feste in

gepflegtem Ambiente. Die Mitgliederzahl des Vereins

wuchs und das „Schlösschen“ (seit 2012 „Käte-

Tresenreuter-Haus“ benannt) ist bundesweit als erstes

Altenselbsthilfezentrum bekannt. Nach dem Fall der

Berliner Mauer 1989 gründete sich im „Schlösschen“

ein Arbeitskreis „Selbsthilfe älterer Menschen der neuen

Länder“. Kontakte nach Tallinn in Estland wurden

gepflegt. Dort entstand 1996 ein Altenselbsthilfezentrum

nach dem Berliner Vorbild.

In ihrer entschiedenen Art verfolgte Käte Tresenreuter

vielfältige neue Ziele zugunsten älterer Menschen.

Als Sprecherin der Fachgruppe Ältere Menschen im

Paritätischen Berlin setzte sie sich nachhaltig für die

Entwicklung der Rehabilitation für ältere Menschen ein.

Mutig übernahm ihr Verein 1988 auf ehrenamtlicher

Basis die Trägerschaft der ersten Koordinierungsstelle

für ambulante Rehabilitation. Käte Tresenreuter hatte

auch die Situation pflegebedürftiger Menschen in

Heimen immer im Blick. Regelmäßige Besuchsdienste

in Einrichtungen und Einladungen ins „Schlösschen“

gehören zum Profil des Altenselbsthilfezentrums.

Zahlreiche Ehrungen für die agile Gründerin

2010 gab die agile Gründerin den Startschuss für das

Modellprojekt „Ältere Menschen

ermitteln selbst die Situation in

Alten- und Pflegeheimen“. Das

Projekt erhielt die Helene-Medaille

der Stiftung Oskar-Helene-Heim.

Der Paritätische Berlin war für Käte

Tresenreuter stets ein wichtiger

Partner. 1974 wurde sie Mitglied

des Beirates, ab 1982 arbeitete sie

im Vorstand mit, 1987 wurde sie

zur stellvertretenden Vorsitzenden

gewählt; dieses Amt bekleidete sie bis

1994.

Käte Tresenreuter erhielt für

ihr Engagement gleich zwei

Bundesverdienstkreuze, den Verdienstorden

des Landes Berlin und

zahlreiche weitere Ehrungen.

Sie verstand es, Gastgeberin zu sein.

Das Sozialwerk Berlin wurde durch

die humorvolle und unersetzliche Mitwirkung ihres

Ehemannes Harry Tresenreuter auch zum familiären

Treffpunkt. Gemeinsam trugen beide zum Gelingen

neuer Projekte bei. Es ist nicht jedem gegeben, die

Ernte des eigenen Wirkens erleben zu können. Käte

Tresenreuter hat sich Ziele gesetzt und sie erreicht.

Wir nehmen Anteil an der Trauer der Familie, der Freunde

und Mitstreiter des Vereins. Dankbar nehmen wir

Abschied von einer starken Persönlichkeit. Wir werden

Käte Tresenreuter in ehrendem Angedenken bewahren.

Vorstand, Beirat, Geschäftsführung,

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Paritätischen

Wohlfahrtsverbandes Berlin

Foto: Andreas Thiele

4 März 2013


Landesgeschäftsstelle

Vorschläge für die Vergabe Paritätischer Ehrennadeln:

Der Vorstand des Paritätischen Berlin

zeichnet jährlich verdienstvolle ehrenamtlich tätige

Mitarbeiter aus den Mitgliedsorganisationen mit der

goldenen oder der silbernen Ehrennadel aus.

Silberne Ehrennadel

Voraussetzung für die Vergabe der silbernen Ehrennadel

ist eine mindestens 10-jährige, besonders

verdienstvolle, ehrenamtliche Tätigkeit in einer

Mitgliedsorganisation.

Die Kriterien sind hier eine besondere Vorbildfunktion,

eine herausragende Intensität und Breitenwirkung

im Engagement.

Goldene Ehrennadel

Für die Vergabe der goldenen Ehrennadel sollten

mindestens 25 Jahre eines besonderen Engagements

die Grundlage sein.

Bitte senden Sie Ihren Vorschlag an:

engel@paritaet-berlin.de

Im Detail senden Sie bitte folgende Angaben:

Vorname, Familienname, Geburtsdatum, Anschrift

und Beruf sowie eine ausführliche Begründung

des Vorschlages.

Das Themenheft „Bewegung

hält gesund“ finden

Mitgliedsorganisationen als

Beilage in diesem Rundbrief.

Darin stellt der Paritätische

Berlin einen Ausschnitt

aus den vielseitigen

präventiven Bewegungsangeboten

Paritätischer Mitglieder

vor. Die Angebote

wenden sich an Kinder und Jugendliche, Familien

und Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund,

behinderte Menschen, Menschen mit psychischen

Beeinträchtigungen, mit Suchtproblemen, ältere

Menschen und Menschen in Pflegeheimen, aber

auch an die Menschen in der Nachbarschaft und

im Stadtteil.

Sie können das „Bewegungsheft“ auch kostenlos

über die Pressestelle des Paritätischen,

schmid@paritaet-berlin.de

bestellen oder Sie finden es zum Download unter:

www.paritaet-berlin.de/pressemedien/broschueren.html

Weitere Beiträge zu Sport, Bewegung und Prävention

veröffentlichen wir gern im Rundbrief. Wir

freuen uns auf Ihre Texte. Bitte schicken Sie diese,

gern auch mit einem Foto, an

rundbrief@paritaet-berlin.de

„Mangels Tatverdacht“

Ermittlungsverfahren

gegen Helmut Forner

ist eingestellt

Das Ermittlungsverfahren gegen Helmut Forner

wegen Untreue ist laut Staatsanwaltschaft Berlin

mangels Tatverdacht eingestellt worden.

Forner ist Vorstandsmitglied des Paritätischen Berlin

und war bis zu seinem Ruhestand Geschäftsführer der

„Nordberliner Werkgemeinschaft gGmbH“ (nbw), einer

Werkstatt für behinderte Menschen. Der Paritätische

Berlin begrüßt die Einstellung des Verfahrens.

Mit der Verfahrenseinstellung bestätigt sich die

Kritik des Paritätischen im November 2012, dass die

Unternehmensleitung der nbw nicht alle Möglichkeiten

ausgeschöpft habe, sich vorab durch eine unabhängige

Kommission Klarheit über die fraglichen Sachverhalte

zu verschaffen. Angesichts der ungeklärten Vorwürfe

und der persönlichen Rufschädigung, die mit einer

staatsanwaltlichen Ermittlung einhergehen und weil in

einem Rechtsstaat die Unschuldsvermutung gilt, hätte

der Verband hier mehr Sorgfalt und ein faires Verfahren

erwartet.

Helmut Forner war im März 2012 nach 40jähriger

Tätigkeit als Geschäftsführer in der Behindertenhilfe in

den Ruhestand gegangen. Erst über einen Journalisten

aus der Berliner Tagesspresse erfuhr er, dass die

Gesellschafter und die Geschäftsführung der nbw ihn

der Untreue bezichtigten.

Auf Drängen vieler Mitgliedsorganisationen kandidierte

Helmut Forner, bis November 2012 stellvertretender

Vorstandsvorsitzender im Paritätischen, trotz des

laufenden Ermittlungsverfahrens erneut für die Wahl

zum Vorstand und wurde mit zahlreichen Stimmen am

21. November 2012 von der Mitgliederversammlung

erneut in den Vorstand gewählt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite ein Interview mit

Helmut Forner

Aktuelle Stellenangebote und -gesuche

finden Sie im Internet stets hier:

www.paritaet-berlin.de/jobs/stellenangebote.html

März 2013 5


Landesgeschäftsstelle

alles so ausgeht, wie es jetzt ausgegangen ist?

Natürlich fängt man an zu grübeln. Stellt sich die Frage,

hast Du vielleicht doch irgendwo irgendwas übersehen?

Ich war mir im Grundsatz sicher, weil ich sehr

wohl weiß, was ich gemacht oder auch nicht gemacht

habe. Und dennoch hat man Selbstzweifel, ich hatte sie

zumindest. Alles andere wäre aus meiner Sicht etwas unnormal.

„Ich habe viel Solidarität

und Unterstützung

erfahren“

Interview mit Helmut Forner, Vorstandsmitglied

im Paritätischen Berlin, (Bild oben), nach der

Einstellung eines staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahrens

gegen ihn.

Wie geht es Ihnen, Herr Forner?

Seit dem 15. Februar, also dem Tag, an dem ich von der

Einstellung des Ermittlungsverfahrens erfuhr, sehr viel

besser.

Vorausgegangen war ein für Sie und Ihre Familie

unruhiges Vierteljahr, können wir uns vorstellen.

Nachdem ich Mitte November des vergangenen Jahres

aus der Zeitung erfuhr, dass die Staatsanwaltschaft gegen

mich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat, habe ich

mir einen Anwalt genommen. Ich hatte etwa Mitte August

von Oswald Menninger gehört, dass bei ihm eine

Mail eingegangen sei, in der stehe, dass gegen mich Anzeige

erstattet werden soll. Er fragte mich, ob ich davon

etwas wisse – und ich habe diese Frage wahrheitsgemäß

mit Nein beantwortet. Ich hatte das damals aber nicht

recht ernst genommen und erst Monate später davon

erfahren, als mich drei, vier Tage vor der Zeitungsveröffentlichung

der Journalist von der Berliner Morgenpost

anrief und mich fragte, was ich denn zu diesen Vorwürfen

zu sagen habe.

Und?

Nichts, habe ich gesagt, denn ich kannte ja keine Vorwürfe.

Mit mir hatte niemand von staatsanwaltschaftlicher

Seite gesprochen.

Nun ist das Verfahren „mangels Tatverdacht“ eingestellt

worden, eine Einstellung erster Klasse – Sie

sind rehabilitiert. Waren Sie jemals im Zweifel, dass

Wie haben Sie die Zeit der Selbstzweifel und der

Unsicherheit überstanden?

Ich habe natürlich schlechter geschlafen als sonst. Aber

ich habe eine Familie, meine Frau und die beiden Kinder,

die keinerlei Zweifel hatten. Für mich war es ganz

eindeutig eine Phase, wo ich ohne eine stabile Familie

sicherlich größere Probleme gehabt hätte. Ich habe unglaublich

viel Solidarität und Unterstützungsangebote

erfahren, und ich habe Vertrauensbekundungen von

Kolleginnen und Kollegen bekommen, die mich zum

Teil seit 35 Jahren sehr gut kennen und in dieser Zeit

auch die einen oder anderen Erfahrungen mit mir gemacht

haben.

Das konnte man während der Mitgliederversammlung

sehr gut erleben ...

Unter dem Strich waren die Solidaritätsbekundungen

deutlich im Übergewicht. Natürlich gab es auch Menschen,

die den Kontakt mit mir gemieden haben und die

sich jetzt zum Teil wieder annähern. Ich bin sicher: Das

war nicht unbedingt als Abneigung gemeint, das war Unsicherheit.

Es ging ja auch um Ihre Reputation, um Ihren guten

Ruf, der bis heute makellos ist.

Das Ehrverletzende hat mich besonders geschmerzt; ich

habe nun seit 1978 für die Behindertenhilfe in Berlin das

eine oder andere – ich übertreibe nicht, wenn ich sage

– in relativ selbstloser Weise auch für andere Träger machen

können. Dann diese haltlosen Vorwürfe! Die haben

auch deswegen so geschmerzt, weil 40 Jahre guter,

sinnvoller Arbeit – wie man mir noch im Jahre 2012 bestätigt

hat – sich plötzlich in Luft aufzulösen drohten.

Das ist nicht so gekommen, das Verfahren ist eingestellt.

Dieses Ende lässt mich die Welt etwas gelassener sehen.

Aber ich will nicht verhehlen: Verletzungen bleiben.

Wie muss man sich an Ihrem Beispiel ein Ermittlungsverfahren

vorstellen, wenn es einmal in Gang

gekommen ist? Was ist da zwischendurch geschehen?

Erst mit Akteneinsicht meines Anwalts wusste ich von

6 März 2013


Landesgeschäftsstelle

den Details der Vorwürfe. Auf diese Vorwürfe hat der

Anwalt schriftlich reagiert. Einige Vorwürfe waren völlig

substanzlos, auf andere ist er im Einzelnen eingegangen.

Und dann habe ich – viele Wochen später – wiederum

via Anwalt den Brief bekommen, dass das Verfahren

eingestellt sei. Mit mir hat zwischendurch niemand von

der Staatsanwaltschaft gesprochen.

Es heißt, die Gegenseite werde Widerspruch einlegen.

Ja, eine sogenannte Beschwerde gegen die Einstellung

der Ermittlungen, mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich

bin sehr davon überzeugt, dass die Beschwerde kein anderes

Ergebnis haben wird.

Nachdem das Verfahren zu Ihren Gunsten eingestellt

worden ist, wer bezahlt Ihre Kosten?

Ich, wer sonst ? (lacht). Das ist mehr Sarkasmus als Heiterkeit

– aber so ist es.

Was lernen Sie selbst aus der ganzen Angelegenheit?

Ich habe einen Teil meines Lebens neu sortiert in Bezug

auf Freundschaften, Bekanntschaften und meine Haltung

dazu. Ich glaube, dass ich das eine oder andere in

der Einschätzung von Menschen, wie sie mir begegnen

und wie ich sie dann auch in einer schwierigen Situation

kennen gelernt habe, besser differenzieren kann als

vorher.

Zum Beispiel?

Ich wurde am 21. März des Jahres 2012 im Roten Rathaus

von meinem damaligen Arbeitgeber mit großem

Jubel verabschiedet ...

… sechs Monate später hat man die Staatsanwaltsschaft

bemüht ...

Genau. Ich lerne daraus, möglichst keinen Wert zu legen

auf irgendwelche Bejublung. Neuerdings weiß ich nicht

mehr, wie ernst sie gemeint sind – abgesehen von vielen

„paritätischen“ Bekundungen, die ich wirklich wertzuschätzen

weiß, etwa die Mitgliederversammlung des Paritätischen,

die mich mich sehr bewegt hat.

Wie beschaulich muss man sich den Alltag des Ruheständlers

Helmut Forner vorstellen?

Beschaulich? Nach wie vor und nicht selten muss ich

mich mit meiner Frau zu einem gemeinsamen Termin

verabreden. Nie hatte ich vor, mich den lieben, langen

Tag in den Sessel zu setzen. Ich bin ja weiter beim Paritätischen

aktiv, ich habe weiter noch die eine oder andere

beratende Funktion in der Behindertenhilfe. Zum

Beispiel bin ich ehrenamtlicher Aufsichtsratsvorsitzender

der Geteq, das ist eine Gesellschaft, die die Nachfolge

von Nueva angetreten hat und deren Gesellschafter

unter anderem der Paritätische ist. Und ich beantworte

sehr gerne Fragen der einen oder anderen Mitgliedsorganisation

des Paritätischen – also ich verbringe einen

nicht ganz unerheblichen Teil meiner Zeit weiter mit

Behindertenhilfe und Sozialpolitik in Berlin. Für mich

war es es immer ein wirkliches Anliegen, für Menschen

mit Handicap und sozialen Benachteiligungen in Berlin

etwas zu tun, und das muss ich ja mit Eintritt in den

Ruhestand nicht schlagartig aufgeben.

Dazu, Herr Forner, wünschen wir Ihnen gutes Gelingen

und alles Gute.

Auch 2013 Wieder:

„KinderZukunft –

Paritätische Hilfe für Kinder

und Jugendliche“

Diesem Rundbrief liegen Erläuterungen und

Unterlagen zum Programm „KinderZukunft –

Paritätische Hilfe für Kinder und Jugendliche

2013“ bei, um deren Beachtung wir bitten.

Es handelt sich dabei um ein Förderprogramm des

Paritätischen Berlin. Das Ziel: Benachteiligte Kinder

und Jugendliche im Alter bis 16 Jahren sollen –

besonders im Bereich Bildung – gefördert werden.

Seit 2006 werden hierfür jährlich rund 50 000 Euro

zur Verfügung gestellt. Die Beilage umfasst einen

Textbeitrag mit Fragen und Antworten zum Förderprogramm,

eine Auflistung der Stadtteilzentren, bei

denen Gutscheine eingereicht werden, und schließlich

einen Gutschein als Kopiervorlage.

Der Paritätische Gesamtverband führt die

Fachtagung „Kinder verdienen mehr – eine Zwischenbilanz

zum Bildungs- und Teilhabepaket“ am

14. März 2013 in Berlin von 10 bis ca. 17 Uhr im

Tagungszentrum der Oranienburger Straße durch.

Es soll eine Zwischenbilanz nach zwei Jahren gezogen

sowie das paritätische Konzept diskutiert werden.

www.der-paritaetische.de

März 2013 7


Landesgeschäftsstelle

Besuch in der Reichstagskuppel:

Teilnehmer

einer Studienreise der

polnischen Organisation

„Federacja Mazowia”

sahen sich in Berlin um,

nachdem sie zahlreiche

Mitgliedsorganisationen

des Paritätischen Berlin

besucht hatten.

Polnische Freunde zu Gast in Berlin

Wie geht‘s bei Euch mit

der Inklusion voran?

Anfang Februar fand eine Studienreise statt, an der

zwölf Teilnehmer aus der polnischen Organisation

„Federacja Mazowia” teilnahmen, die Partner des

Berliner Paritätischen ist.

Die Teilnahmer waren die Repräsentanten des

Projektes „Aufbau von drei lokalen Initiativgruppen

zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

in der Woiwodschaft Masowien”, das zusammen mit

dem Paritätischen Berlin durchgeführt wird. Das

Projekt wird von der Aktion Mensch mitfinanziert.

Die Föderation Mazowia ist ein freiwilliger

Zusammenschluss selbstständiger Träger- und

Nichtregierungsorganisationen, die in der Wojewodschaft

Masowien im gemeinnützigen Bereich tätig sind.

Hier der Bericht von Marcin Górecki, einem der

Teilnehmer der dreitägigen Studienreise.

Für und mit behinderte Menschen sollen

Interessenvertreungen in drei Kreisen gegründet

werden

„Das Ziel des Projektes ist es, Vertretungen von und

für Menschen mit Behinderung in drei Kreisen der

polnischen Woiwodschaft Masowien zu gründen.

Diese Vertretungen wollen zusammen mit ihren

Vertretern die Gemeinden dabei unterstützen, die

UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Das

war u.a. ein Thema der Studienreise, aber auch die

Annäherung der Arbeit der NGOs in Deutschland und

ein Meinungsaustausch über Behinderung. Am ersten

Tag hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich mit

Vertretern der Organisation „Lebenshilfe Berlin für

Menschen mit geistiger Behinderung e.V.“ zu treffen.

Während dieses Treffens lernten die Teilnehmer die

Geschichte der Organisation, die Problematik der

Behinderung in Deutschland und das System der Hilfe

für die Menschen mit Behinderung in Deutschland

kennen.

Am zweiten Tag besuchten sie im „Mosaik

Unternehmensverbund“ Werkstatt und Fördergruppe

für Menschen mit Behinderung. Die Teilnehmer

erfuhren von den Möglichkeiten für Arbeitsplätze für die

Leute mit verschiedenen Behinderungen. Zum Schluss

dieses Treffens besuchten sie auch ein Restaurant, das

von Menschen mit Behinderung betrieben wird.

Am Nachmittag trafen sie sich noch mit der Organisation

„Autismus Deutschland Landesverband Berlin e.V.“ und

hatten die Gelegenheit, eine Ambulanz für Familien

mit autistischen Kindern und Jugendlichen sowie eine

Wohneinrichtung für Autisten zu sehen. Am Abend

wurden sie ins Theater RambaZamba eingeladen, wo sie

eine Darstellung unter dem Titel „Am Liebsten zu Dritt”

bewunderten. Das Spektakel wurde von Künstlern mit

Down-Syndrom gespielt.

Am letzten Tag der Studienreise hatten die Teilnehmer

die Möglichkeit, Berlin zu besichtigen; unter anderem

besuchten sie den Reichstag und das Brandenburger

Tor. Alle kehrten nach Polen mit vielen Ideen und neuen

Herausforderungen zurück.“

Kontakt: Federacja Mazowia

ul. Żytnia 16/31

01-014 Warszawa, Poland

phone/fax: +48 22 652 22 66

E-Mail: mazowia@mazowia.org.pl

8 März 2013


Landesgeschäftsstelle / Bürgerengagement

Vernissage in der

Paritätischen

Landesgeschäftsstelle:

Cordula Mietz (Foto)

malt seit mehr als zwanzig

Jahren am Computer.

Sie kann dies nur mithilfe

einer speziellen Kopfsteuerung,

denn die 49-Jährige

ist seit ihrer Kindheit in ihren Bewegungsmöglichkeiten

spastisch stark eingeschränkt. Nur ihren Kopf

kann sie durch viel Training kontrolliert bewegen.

Diese Fähigkeit hat sie allerdings perfektioniert. Ihre

bunten, an Kinderzeichnungen erinnernden Bilder

füllen Wände. In voller Farbe strahlen ihre Bilder die

Betrachtenden an. Trotz der lustigen Motive wirken

sie nicht oberflächlich. Cordula Mietz vermittelt

Lebensfreude, sie beweist viel Humor, manchmal

auch schwarzen Humor. Sie hat gelernt, mithilfe ihrer

Bilder sehr differenziert zu sprechen. Ganz wesentliche

Unterstützung erhält die Künstlerin vom Verein

kommhelp (www.kommhelp.de). Der Verein entwickelt

individuelle Software für behinderte Menschen.

Die Vereinsmitglieder nutzen bei der Entwicklung

verschiedene Softwarekomponenten vorhandener

OpenSourceSoftware und entwickeln hieraus eine

geeignete Gesamtlösung, passgenau zum individuell

vorhandenen Handicap.

Die Resonanz auf die Vernissage: Beeindruckt waren

die Gäste von der Geduld und dem Fleiß, den die

Zeichnerin aufbringt, um ein einzelnes Bild zu schaffen.

Inzwischen hat sie hunderte Werke entstehen

lassen. Viel Sympathie und Interesse galt den Mitwirkenden

im Verein kommhelp, die ebenfalls geduldig an

Lösungen arbeiten, um Menschen mit Handicap ihr

spezielles Leistungsvermögen zu erschließen.

Die Werke von Cordula Mietz sind noch bis zum

30. April 2013 in der Landesgeschäftsstelle des Paritätischen

Wohlfahrtsverbandes zu sehen. Da die Bilder

in Tagungsräumen hängen, ist die Ausstellung nicht

immer zugänglich. Bei Interesse wird um Anruf gebeten.

Telefon: 030 86001-0

Studentenwerk Berlin

100 studentische

Paten für Berlin

Die studentische Kampagne „100 Paten für Berlin

sucht engagierte Berlinerinnen und Berliner,

die ein Patenkind mit besonderem Förderbedarf

regelmäßig im Alltag unterstützen und dabei

auch den eigenen Horizont erweitern möchten.

Eine Gruppe von Studierenden von TU, FU und UdK

will jetzt das „Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften“

mit einer eigens konzipierten Kampagne unterstützen.

Die Idee zur Kampagne „100 Paten für Berlin“ entstand

im Rahmen eines selbstorganisierten studentischen

Projektseminars des Verbundes „Initiativen 2.0“:

Marc Schmieder, einer der Tutoren der Veranstaltung:

„Unser Projektverbund besteht aus zwei tu projects –

das sind Projekte zur Umsetzung selbstorganisierter

und praxisorientierter Lehre von Studierenden für

Studierende. Dabei untersuchen wir, wie man durch

den Einsatz digitaler Medien etwas für die Gesellschaft

verbessern und Menschen in ihrem ehrenamtlichen

Engagement unterstützen kann. In unserem Seminar

zu Online-Campaigning wollen wir selbst ausprobieren,

was wir konkret für ein sinnvolles soziales Projekt

erreichen können. Die Idee, Menschen davon zu

begeistern, sich konkret für ein Patenkind einzusetzen

hat uns schnell gepackt. Daher suchen wir jetzt 100

Paten für Berlin.“ Was die Studierenden antreibt,

sind die Einfachheit und die konkrete Wirksamkeit

von Kinderpatenschaften: „Als Pate kann jeder etwas

bewegen. Man trifft sich etwa einmal pro Woche

mit einem Patenkind und hilft ihm, seine Stärken zu

entwickeln. Dabei geht es nicht nur ums Lernen für die

Schule. Auch gemeinsame Freizeitaktivitäten stärken

das Selbstbewusstsein des Kindes und können seinen

Horizont erweitern.“

„Auch die Paten profitieren von ihrem Engagement:

Sie erfahren viel Freude, erhalten Einblicke in

andere Kulturen und sozialen Kontexte und sehen

konkret, wie sie mit ihrem Engagement das Leben

eines Kindes entscheidend voranbringen können.“,

so Laura Bauer vom Verein „PaSch – Paten für

Schüler“, die mit den Studierenden gemeinsam an

der Kampagne arbeitet.

Um ihr Ziel – 100 neue Kinderpaten für Berlin

zu finden – zu erreichen, haben die Studierenden

eine Website erstellt, die allgemein über das Thema

Kinderschaften informiert, die Patenvereine

vorstellt und konkrete Erfolgsstories aus den Paten-

Tandems berichtet. Interessierte können sich direkt

über ein Formular auf der Website anmelden und

werden dann an passende Patenschafts-Vereine

weitervermittelt. Weitere Informationen:

www.100-paten-fuer-berlin.de

www.facebook.com/100paten

März 2013 9


Bürgerengagement

Andreas Kessel, dem stellvertretende Vorsitzenden

des Landesverbandes Schulischer Fördervereine

Berlin-Brandenburg e.V. (lsfb), wurde jetzt der

Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

verliehen. Herzlichen Glückwunsch!

www.lsfb.de

Vom 10. bis 21. September 2013 finden bundesweit

hunderte Aktionen von Bürgern, Initia tiven,

Vereinen, Stif tungen, Verbänden, enga gierten

Unter nehmen und weiteren Veran stal tern statt.

Zahl reiche Projekte enga gierter Veran stalter

werden im Zeit raum zwischen dem 10. und 21.

September 2013 unter dem gemein samen Motto

„Enga ge ment macht stark!“ im Blickpunkt der

Öffent lich keit stehen und beson ders gewür digt.

www.engagement-macht-stark.de

Die Zahl der Stiftungen in Deutschland ist

im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent gewachsen,

teilte der Bundesverband Deutscher Stiftungen

auf seiner Jahrespressekonferenz mit. Aktuell gibt

es in Deutschland 19.551 rechtsfähige Stiftungen

bürgerlichen Rechts, 645 davon wurden im vergangenen

Jahr neu gegründet. Damit bleibt Deutschland

innerhalb Europas Spitzenreiter in Sachen

Stiftungsneugründungen.

www.stiftungen.org

Nachbarschaft und Selbsthilfe in Moabit lautet

eine neue Broschüre, die als Stadtteil-Info 2013

jetzt erschienen ist. Sie wird vom Moabiter Ratschlag

e.V. verantwortet und ist auf Papier und als

pdf-Datei hier erhältlich:

E-Mail: info@moabiter-ratschlag.de

www.moabiter-ratschlag.de

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien

Wohlfahrtspflege (BAGFW) hat Wahlprüfsteine

für die Bundestagswahl formuliert. Im Engagementbereich

sieht die BAGFW Reformbedarf

beim Gemeinnützigkeits- und Spendenrecht, dem

Vereinsrecht sowie dem Zuwendungsrecht. Die

BAGFW kritisiert in dem Papier die Instrumentalisierung

und Steuerungsansprüche bürgerschaftlichen

Engagements durch den Staat. Folge dieser

Tendenz sei, dass der „Eigensinn“ und die partizipationsfördernden

Aspekte des bürgerschaftlichen

Engagements in den Hintergrund treten.

www.bagfw.de/fileadmin/media/Projekte_2012/Positionspapier/Buergerschaftlich_4_.pdf

Schülerhilfe Rollberg

Nächster Halt:

Mentoringprojekt

Auf eine erstaunliche Reise durch Deutschland

und Europa hat sich in diesen Tagen der

24-jährige Sebastian Volberg begeben – er ist seit

September 2012 auf einer „Mentoringreise“ und

besucht dabei Menschen und Organisationen, die

im Mentoring tätig sind.

Damit, so Sebastian Vettel, „die Vielfalt von Mentoringund

Patenprojekten in der Praxis zu sehen und um

die Begeisterung, mit der schon viele Menschen dort

engagiert sind, weiter zu tragen an die vielen, die es noch

nicht sind. Mein Ziel ist es, dabei zu sein, wenn Jugend-

Mentoring noch mehr zu einer Institution und einer

Haltung wird und meinen Teil dazu beizutragen. Ich sehe

Mentoring, insbesondere für Kinder und Jugendliche

vor allem als Einstellung als bloß als ein Instrument

oder eine Maßnahme. Zu dieser Entwicklung will ich

beitragen und von denjenigen, die bereits Erfahrung

darin haben, lernen.“

Über Begegnungen und Impressionen schreibt und

fotografiert der junge Mentoring-Fan regelmäßig in

einem Internet-Blog www.sebastianvolberg.de, aus dem

wir hier einige Passagen zitieren.

Interviews in Berlin: „Netzwerk Berliner

Kinderpatenschaften“ und Schülerhilfe Rollberg

Eine seiner Bahncard-100-Reisen führten ihn nach Berlin

zum „Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften“, dem

auch zahlreiche Paritätische Mitgliedsorganisationen

angehören; ein weiteres Gespräch führte er mit

Gilles Duhem, Geschäftsführer im Förderverein

Gemeinschaftshaus Morus 14 e.V. und mitverantwortlich

für das Projekt Netzwerk Schülerhilfe Rollberg.

Mit Florian Stenzel vom „Netzwerk Berliner

Kinderpatenschaften“ unterhielt sich der Mentoringreisende

Sebastian Volberg unter anderem „über

die prekäre finanzielle Situation mehrerer Projekte und

das daraus folgende bekannte Projektesterben in Berlin.

Die Angebote, die Patenschaftsprojekte bieten, müssten

unter die Leistungen der Sozialgesetzbücher fallen

und die Arbeit, die geleistet wird, damit einen höheren

Stellenwert bekommen. Wenn dies der Fall wäre, so

könne die Arbeit der Projektkoordinatoren auf einer

soliden finanziellen Basis stehen und damit auch eine

größere Bereitschaft zu Vernetzung und Kooperation

entstehen, die bisher häufig dann ende, wenn es um

Fragen des Fundraisings ginge.“

Das Gespräch mit Gilles Duhem schloss für den

Besucher Sebastian Volberg sehr praktisch – im

10 März 2013


Bürgerengagement

Besuchsprogramm per Bahncard

100: Sebastian Volberg erkundigt

sich nach Mentoring-

Projekten in ganz Deutschland

- und demnächst auch in

europäischen Ländern.

„Learning by Doing“: „Nach unserem Gespräch kam

spontan ein Junge ins Büro, der eine Stunde überbrücken

wollte, bevor er mit seiner Mutter in die Bibliothek gehen

sollte. Er hatte sich einen Lük-Kasten geholt und schon

mal angefangen, kam aber an einer Stelle nicht weiter.

Gilles kannte sich damit auch nicht aus. Ich hatte früher

(hachja…) auch mal so einen Kasten, da wollte ich

eigentlich nur kurz die Frage klären, aber wie das so ist,

bin ich die nächste Dreiviertelstunde auch noch dabei

gewesen und habe Plättchen aneinander gelegt. Das Bild

war am Ende nicht ganz so wie auf der Zeichnung mit

der Lösung, das hat mich irgendwie geärgert. Gilles aber

sah sich in seinen Ausführungen bestätigt: „So, jetzt

weißt du alles und hast es sogar miterlebt. Learning by

doing, das darfst du weitererzählen.“ Tu ich. Und zwar

gerne.“

Sebastian Volberg will sich weiter in der Bundesrepublik

umschauen – auf der Suche nach Mentoringprojekten,

Mentees und Mentoren, über die es zu berichten lohnt.

www.sebastianvolberg.de

Unter dem Motto: „Gemeinsam für ein Kinderlachen

– verwandle Dein altes Handy in eine wertvolle

Spende für Rote-Nasen-Clowns in Berliner

Krankenhäusern“ haben die Pin Mail AG, 104.6

RTL Berlins Hit-Radio und der Comedian Sascha

Grammel alle Berliner aufgerufen, mit ihrem alten

Handy Lachen und Leichtigkeit zu kleinen Patienten

in das Krankenhaus zu bringen. Mehr hier:

www.handytuete.de

Ein sachverständiger Beitrag zum Unternehmensengagement

„Corporate Volunteering: Wenn

Wirtschaft auf Engagement trifft“ ist dieser Tage

erschienen und kann als pdf-Datei hier heruntergeladen

werden: www.buergergesellschaft.de/fileadmin/pdf/gastbeitrag_lang_130215_01.pdf

Mob e.V.

Moderne Kampagne

gegen die Folgen der

Berliner Winterkälte

„One Warm Winter“ – Das Leben ist kein U-

Bahnhof ! Eine famose Spendenkampagne für die

Obdachlosen in Berlin! Mittlerweile zum dritten

Mal haben die soziale Straßenzeitung strassenfeger

und die Kreuzberger Werbeagentur Dojo

die Spendenkampagne „One Warm Winter“

gestemmt. Das Motto 2013: „Das Leben ist kein

U-Bahnhof !“. Mit dieser frech-frischen Kampagne

sollen erneut Geld- und Kleiderspenden für

Obdachlose eingebracht werden.

Für tausende Obdachlose in der Hauptstadt bedeutet

der Winter nicht nur die schwerste Zeit des Jahres –

viele erkranken oder sterben im schlimmsten Fall

aufgrund der permanenten Unterkühlung. Der Grund:

Notunterkünfte sind häufig überfüllt, und an den

meisten Ausgabestellen herrscht akuter Mangel an

ausreichender Winterkleidung.

Mit dabei war in diesem Jahr war auch das Online-

Rabatt-Portal „Groupon“. Die Idee dahinter: Der

junge, populäre Anbieter von Online-Rabatt-Aktionen

unterstützt One Warm Winter mit einem Charity-Deal.

Nutzer konnten über die Plattform einen Euro spenden.

Diesmal waren als Stars und Testimonials u.a. die Musiker

Arnim Teutoburg-Weiß, Sänger und Frontmann der

mehrfach ausgezeichneten Band „Beatsteaks“ dabei,

Jennifer Weist, Sängerin und Frontfrau der Deutschrock-

Band „Jennifer Rostock“, Marteria, Rap-Musiker, der

mit seinem Hit „Lila Wolken“ seit September und bis

heute die Spitze der deutschen Charts anführt, und MC

Fitti, Rap-Musiker, der mit dem Track „30 Grad“ dieses

Jahr den Berliner Sommerhit gelandet hat. Außerdem

März 2013 11


Bürgerengagement

dabei: Komet, Kiezlegende und Tausendsassa, der sich

nicht nur im Nachtleben Berlins einer großen Bekanntund

Beliebtheit erfreut, und selbstverständlich Wilson

Gonzales Ochsenknecht, Schauspieler, Musiker und

Kampagnen-Unterstützer der ersten Stunde.

Am 18. Januar fand die „One Warm Winter-

Spendenparty“ im Club „Bi Nuu“ im U-Bahnhof

Schlesisches Tor statt: Rund tausend Gäste verfolgten

dort den Liveauftritt von MC Fitti und Marteria und

feierten mit den prominenten Kampagnenbotschaftern

bis in die frühen Morgenstunden. Darüber hinaus

konnten mehr als 350 Kleidungsstücke als Spenden

entgegen genommen werden.

„Und auch den Nutzern des Online-Rabatt-

Portals „Groupon“ wurde beim Gedanken an das

Kältehilfeprogramm des

strassenfeger warm ums

Herz“, so heißt es auf der

Webseite von mob. e.V.:

Zwischen dem 10. und

20. Januar habe der One

Warm Winter Charity-

Deal die beachtliche

Summe in Höhe von

35000 Euro erzielt.

Sophie Guggenberger,

Unternehmenssprecherin

von „Groupon“, dazu:

„Diese Kampagne hat

all unsere Erwartungen

übertroffen. Wir sind stolz darauf, mit allen gemeinsam,

zur richtigen Zeit einen derart wichtigen Beitrag zur

Kältehilfe in Berlin leisten zu können.“

Die Kampagne läuft weiter. Auf der Webseite www.

onewarmwinter.org, die für die aktuelle Kampagne

optimiert wurde, erhalten die Besucher nicht nur

Informationen zur Kälteproblematik, sie können

direkt spenden und ihren eigenen Beitrag leisten, um

Bedürftigen einen wärmeren Winter zu ermöglichen.

Das Prinzip ist einfach: Mit einem Klick einen Euro

spenden und damit einen direkten Beitrag für die

notwendige Kleidung leisten. Als besonderer Anreiz

wird der Spendengeber – via Facebook-Feature – zum

symbolischen Teil der Jacke.

Höchst zufrieden mit den Resultaten ist auch Dojo-

Kampagnenchef Daniel Uppenbrock: „Wir sind

sehr froh, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern,

allen voran dem strassenfeger und ‚Groupon‘,

deutschlandweit so viele Menschen erreichen konnten.

Die Plakatkampagne war auch in diesem Jahr wieder

ein voller Erfolg, und wir haben es geschafft, vor

allem junge Menschen für die Kälteproblematik zu

sensibilisieren.“

www.strassenfeger.org

Joachim Gauck im Strassenfeger-Interview

„Sind Menschen, die wir

als Arme bezeichnen,

ausgeschlossen?“

Am 4. Februar hat „strassenfeger“-Chefredakteur

Andreas Düllick (mob e.V.) ein Interview mit

Bundespräsident Joachim Gauck geführt.

In dem Gespräch kamen Gauck und Dülling (Foto r.)

auch auf das Thema „Armut und Obdachlosigkeit

in Deutschland“ zu sprechen. Hier einige Auszüge.

Das vollständige Interview ist auf der Webseite des

Bundespräsidialamtes nachzulesen:

www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/

DE/Joachim-Gauck/Interviews/2013/130204-

Strassenfeger.html.

Gauck: Was ich (...) sagen kann ist, dass ich froh

darüber bin, wie intensiv sich die Wohlfahrtsverbände

um die Lebenschancen benachteiligter Menschen

kümmern. Wenn wir uns dem Phänomen Armut

in Deutschland nähern, dann müssen wir fragen:

Sind die Menschen, die wir als Arme bezeichnen,

ausgeschlossen aus der Gesellschaft? Fällt es Ihnen

schwerer, aktive Bürger zu sein? Haben sie von

vornherein keine Chancen auf ein gutes Leben?

Dort, wo wir diese Fragen mit Ja beantworten

müssen, beginnt für mich das Problem. Der, der

unten ist, muss hoch kommen können.

Gauck: „Achten wir die Würde derer, die zu

wenig haben, immer so, wie wir müssten?“

strassenfeger: Aber kann ein Mensch, der Hartz IV,

Sozialhilfe oder eine kleine Altersrente bezieht, tatsächlich am

gesellschaftlichen Leben teilhaben und dieses sogar gestalten?

Gauck: Auch der Mann oder die Frau in bescheidenen

Verhältnissen können und sollen politische, wirtschaftliche,

kulturelle und soziale Prozesse in diesem Land

mit gestalten. Zunächst mal sind Menschen Wähler.

In freien Wahlen ist jede Stimme wertvoll. Wer nicht

wählt, macht sich ohnmächtiger als er ist. Darüber hinaus

sind Menschen imstande sich zu verbünden und

gegen ungerechte Verhältnisse zu protestieren.

strassenfeger: Wie sehen Sie das Problem ‚Obdachlosigkeit‘?

Gauck: Wir sollten denen Respekt entgegenbringen

und sie stärken, die Hilfe leisten: Mäßig bezahlte Sozialarbeiter

etwa, die Obdachlose in einen Kältebus

aufnehmen oder die zu Treffpunkten von Wohnungs-

12 März 2013


Bürgerengagement / Aktuell

losen fahren und sie versorgen; Ärzte, die neben ihrer

regulären Arbeit unentgeltlich Menschen aufsuchen,

die es nicht mehr alleine in eine Praxis schaffen; oder

ehrenamtlich engagierte Bürger, die in Stadtmissionen

Essen ausgeben.

Grundsätzlich frage ich mich angesichts mancher

Entscheidungen (in Politik und Verwaltung, d. Red.)

schon: Achten

wir die Würde

derer, die

zu wenig haben,

wirklich

immer so, wie

wir müssten?

Dort, wo die

Antwort Nein

lautet, akzeptiere

ich Ihre

Kritik. Wir

wollen keine

Situationen,

die Menschen

in Würdelosigkeit

und Ausgeschlossensein

bringen.

Wir wollen

Hilfsbedürftigen helfen. Und dazu gehört, dass wir es

ihnen ermöglichen, sich zu waschen oder auf die Toilette

zu gehen.

Kaufen Sie eigentlich die soziale Straßenzeitungen?

Bis zu meiner Wahl war ich viel zu Fuß, mit dem

Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs

und habe oft soziale Straßenzeitungen gekauft

und gelesen. Jetzt komme ich seltener dazu. Aber

wenn ich es schaffe, dann stelle ich fest, dass ich die

Artikel zum Teil richtig anregend finde. Und deswegen

reicht es mir auch nicht, dem jeweiligen Verkäufer

einfach nur zwei Euro zu geben, die Zeitung aber

nicht zu nehmen. Ich finde es toll, dass Zeitungsmacher

und Verkäufer so aktiv sind, dass sie unter

schwierigen Bedingungen die Ärmel hochkrempeln.

Die Straßenzeitungen und Ihre Verkäufer stehen für

folgende wichtige Botschaft: „Schaut her, wir leiden

nicht nur, sondern wir machen etwas. Wir stellen soziale

Themen in den Fokus!’

Ich bin ganz grundsätzlich beeindruckt von dem Engagement,

das in den Straßenzeitungen steckt. Zwar gibt

es den Staat und seine Sozialgesetze, außerdem existieren

Institutionen der Fürsorge. Aber wir brauchen auch

Menschen wie Sie, die ein soziales Gewissen haben und

andere Menschen an deren soziales Gewissen erinnern.

www.strassenfeger.org

Am 21. Februar startete im Nachbarschaftshaus

Urbanstraße ein so genanntes repair cafe. Gemeinsam

sollen hier kaputte Sachen repariert und wieder

funktionstüchtig gemacht werden. Eingeladen sind

nicht nur alle Interessierte, sondern auch Techniker,

Bastler und Handwerker, die ihre Erfahrungen teilen

oder Tipps zur praktischen Umsetzung an Lernwillige

geben wollen.Wo? Nachbarschaftshaus Urbanstraße

(NHU), Urbanstr. 21 in Kreuzberg

Termine: So. 17.3. 12-15 Uhr, So. 14.4. 12-15 Uhr,

So. 12.5.13 12-15 Uhr Infos Renate 0176-38086004

oder repaircafe@gmx.de

Laut Pressemitteilung der Bundespolizeidirektion

Berlin vom 6. Februar wird derzeit das Opfer

einer Spuckattacke gesucht. Die Bundespolizei geht

davon aus, dass das Opfer sich mit einer ansteckenden

Krankheit infiziert haben könnte. Die B.Z.

Berlin berichtet online hierüber unter der reißerischen

Überschrift „Polizei hat den Aids-Spucker,

sucht Opfer“. Dabei will das Blatt erfahren haben,

dass es sich bei dem Täter um einen HIV-positiven

Mann handelt, der zudem nach Einschätzung der

B.Z. zugleich an Aids erkrankt ist. In einer Pressemitteilung

zeigt sich die Berliner Aids-Hilfe e.V.

„schockiert über eine derartige plumpe und diskriminierende

Aufmachung, die zudem medizinisch

jeder Grundlage entbehrt. Wir fordern die B.Z.

auf, eine derartige undifferenzierte und unwahre

Panikmache zu unterlassen.“

www.berlin-aidshilfe.de

Für die bundesweiten Aktionstage zum

„Girls’Day und Boys’Day“ am 25. April wird es

erstmals eine neu entwickelte mobile Anwendung

(App) geben. Ab sofort können Mädchen und

Jungen per App aktuelle Girls’Day- und Boys’Day-

Angebote sowie Veranstaltungen in ihrer Nähe

abrufen und sich online für die Zukunftstage

anmelden.

www.bmfsfj.de/BMFSFJ/

gleichstellung,did=98268.html

Junge Erwachsene ohne berufliche Ausbildung

sollen verstärkt in den Blickpunkt der Arbeit in den

Jobcentern und Arbeitsagenturen rücken. Unter

anderem darauf verständigten sich Bundesarbeitsministerin

Ursula von der Leyen und Heinrich Alt,

Vorstandsmitglied der BA, beim Start der Kampagne

„AusBildung wird was – Spätstarter gesucht“.

www.bmas.de

März 2013 13


Interview

Im Gespräch

„In Sachen Vergütung

geht es hoch

konfliktträchtig zu“

Interview mit Ute Zentgraff, Referentin für Ambulante Pflege

und Hospize im Paritätischen Berlin. In einer ähnlichen

Funktion arbeitete Zentgraff zuvor im Paritätischen Gesamtverband.

Frau Zentgraff, Ihr letzter Arbeitsplatz war beim

Paritätischen Gesamtverband in einer ähnlichen

Funktion. Ist es ungewöhnlich, vom Bundesverband

zu einer Landesorganisation zu wechseln?

Es kommt darauf an, wo man seinen Arbeitsschwerpunkt

sieht. Bundespolitik ist nach meinen Erfahrungen

manchmal sehr weit weg von der tatsächlichen

Arbeit vor Ort. Da geht es um Begleitung von Gesetzgebungsverfahren,

Verhandlungen von Rahmenempfehlungen

etc., ein direkter Bezug zur „Realität“ ist hier

nicht immer gegeben. Das liegt vielleicht auch daran,

dass man auf der Bundesebene fast keinen Kontakt

mehr zur Träger- bzw. Einrichtungsebene hat. Ich glaube,

dass man auf der Landesebene für die Mitgliedsorganisationen

bzw. für die -einrichtungen viel mehr

bewegen kann als auf der Bundesebene.

Aber Sie haben auch schon mal als Expertin für Altenhilfe

und Pflege auf Berliner Landesebene gearbeitet.

Was ist geblieben, was hat sich geändert?

Manche Aufgabenfelder und die damit verbundenen

Probleme sind die gleichen wie vor ungefähr sechs

Jahren. Ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt ist das

Ute Zentgraff, Referentin

für Ambulante Pflege und

Hospize im Paritätischen

Berlin.

Verhandeln mit den Kostenträgern, den Kranken- und

Pflegekassen, aber auch dem Sozialhilfeträger über die

Vergütung ambulanter Pflegeleistungen sowohl, was

die Pflege nach dem Pflegeversicherungsgesetz betrifft,

als auch die häusliche Krankenpflege nach der Krankenversicherung.

Dasselbe gilt für die spezialisierte ambulante

Palliativversorgung, ambulante und stationäre

Hospize, ein breites Feld.

Was ist neu?

Die Qualität. Das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz sagt,

dass ambulante Pflegeleistungen nicht nur nach Leistungskomplexen,

sondern auch nach Zeit angeboten

werden sollen, was erst einmal nicht das Problem darstellt.

Aber die Pflegedienste sollen ein vergleichendes

Angebot machen - Zeit vs. Leistungskomplexe - und

da wird es schwierig, weil sich das Leistungskomplexsystem

nicht mit dem Zeitsystem vergleichen lässt.

Es gibt auf der einen Seite die Honorierung nach

Leistungskomplexen, auf der anderen Seite eine

Honorierung - neu hinzu gekommen - nach Zeitaufwand.

Beides soll verglichen werden. Wie kann

man das vergleichen?

Eben nicht! Das ist das Problem! Im Leistungskomplexsystem

habe ich eine Leistung hinterlegt, und egal

wie viel Zeit der Kunde braucht, er bezahlt den mit den

Pflegekassen verhandelten Preis. Damit werden „positive

und negative Risiken“ der Pflegebedürftigen letztendlich

ausgeglichen, beide bezahlen für die Leistung

den gleichen Preis unabhängig vom zeitlichen Umfang

der Leistung. Wenn nun der Vergleich mit der Zeitvergütung

ansteht, stellt sich das Problem, dass der Pflegebedürftige,

bei dem die Leistung in einer Viertelstunde

erbracht werden kann, zu dem Ergebnis kommt, dass

die Vergütung nach Zeit für ihn preiswerter ist und das

Leistungskomplexsystem verlässt. Damit bleiben im

Leistungskomplexsystem nur noch die Pflegebedürftigen,

bei denen die Leistung sehr lange dauert und für

die das System entsprechend attraktiver ist. Insofern

bedarf es auch einer Änderung der Bewertung der Leistungskomplexe,

da der Ausgleich in dem Pauschalsystem

nicht mehr gegeben ist.

Was ist für die pflegebedürftigen Kunden gerechter?

Zeit ist objektiver. Wir haben uns als Paritätischer sowohl

auf der Länder- als auch auf der Bundesebene

für eine Zeitvergütung eingesetzt, weil wir sagen, damit

kann wirklich jeder die individuelle Zeit bekommen,

die er braucht. Eine Stunde ist eine Stunde! Die nicht

14 März 2013


Interview

Im ambulanten Bereich wurde in der Vergangenheit

alle 2 bis 3 Jahre verhandelt, wobei man eigentlich

jährlich verhandeln müsste, weil ja jedes Jahr Kostensteigerungen

zu verzeichnen sind: Inflationsrate, Sachkostensteigerung,

Lohnsteigerung. Hier gibt es untervollständige

Ausfinanzierung der ambulanten Pflege im

Leistungskomplexsystem hat letztendlich dazu geführt,

dass über die Jahre den Mitarbeitern und damit auch

den Pflegebedürftigen weniger Zeit in den Leistungskomplexen

zugestanden wurde, was zu dem Gefühl

führte, dass es keine Zeit gibt und der Eindruck vorherrscht:

Die Pflegedienste sind nur noch ganz schnell

unterwegs, es ist ein einziges Hetzen. Dies hat den

Gesetzgeber bewogen, in der ambulanten Pflege den

Zeitbezug zu stärken, was ja auch richtig ist. Aber der

Vergleich dieser beiden nicht wirklich vergleichbaren

Systeme funktioniert nicht. Auch den Kassen ist bewusst,

dass bei einer Zeitvergütung wirklich alle Kosten

in einem kalkulatorischen Stundensatz zu berücksichtigen

sind, was bei dem Leistungskomplexsystem so

nicht zwingend war, weil es durchaus Möglichkeiten

der Steuerung gibt, bei Zeit gibt es das nicht.

Kann man zu einem Kompromiss kommen? Wie

könnte der aussehen? Was können Sie solange

tun? Wie gehen Sie vor im Namen Ihrer Mitgliedsorganisationen?

Die Mitgliedsorganisationen geben uns auf den Weg,

dass das Leistungskomplexsystem ein überholtes System

ist und abzuschaffen sei. Soweit ist der Gesetzgeber

nicht gegangen. Insofern wird es Aufgabe der Verbände

sein, in den Verhandlungen für die Vergütung

nach Zeit alle Kosten, insbesondere auch die Kosten

der indirekten Pflege anhängig zu machen und das Leistungskomplexsystem

anzupassen. Wenn die „guten

Risiken“ das Leistungskomplexsystem verlassen, dann

muss ich die jeweiligen Leistungen höher bewerten,

also „mehr Zeit ins System geben“, um einigermaßen

eine Vergleichbarkeit herzustellen.

Sind die Prüfberichte der Pflegekassen – des MDK

– objektiv oder ein Ärgernis?

Die Prüfberichte des MDK stellen letztendlich nicht

wirklich die Qualität der Leistungen dar, sondern sie

spiegeln die Qualität der Dokumentation in einer Einrichtung

wider.

Warum ändert sich nichts daran? Das Publikum

lacht darüber.

Der Gesetzgeber hat die Pflege-Transparenzvereinbarungen

in die Selbstverwaltung auf Bundesebene gegeben.

Auch wenn wir als Verbände sehen, dass diese in

der jetzigen Art und Weise nicht fortgeschrieben werden

dürfen, bedarf es hierzu einer Verständigung mit

dem GKV-Spitzenverband. Und hier liegt der Dissens.

Für die stationäre Altenhilfe gibt es indessen ein Bun-

desmodellprojekt, wo gesundheitsbezogene Qualitätsindikatoren

entwickelt wurden, die man als Grundlage der

Qualitätsberichterstattung verwenden könnte. Wir als

Verbände sprechen uns klar dafür aus, die Ergebnisse

des Projektes in den Pflege-Transparenzvereinbarungen

umzusetzen. Hier wird auf Selbstverwaltungsebene von

Seiten der Kostenträger gemauert u. a. wohl auch, weil

sich das halt nicht in Noten ausdrücken lässt.

Worin besteht aktuell Ihr Alltagsjob, wenn es um

die Fragen der Pflegevergütung geht?

Vor dem Hintergrund der anstehenden Verhandlungen

ist für die Mitgliedsorganisationen ein Kalkulationsblatt

zu entwerfen, welches alle Aufwendungen des Pflegedienstes

enthält. Dann wissen wir, welche Stundensätze

notwendig sind. Parallel ist das Leistungskomplexsystem

neu zu bewerten. Darauf aufbauend ist mit den anderen

Verbänden eine gemeinsame Verhandlungsstrategie gegenüber

den Kassen abzustimmen und diese dann in die

Verhandlungen einzubringen.

Ziehen die anderen Verbände mit? Wer sind Ihre

Verhandlungspartner? Wann wird man zu einem

Ziel kommen? Wie steinig ist der Weg bis dahin?

Die Verbände auf Landesebene sind sehr heterogen. Einerseits

die Wohlfahrtsverbände mit Einrichtungen die

sich größtenteils in tariflichen Strukturen bewegen und

damit relativ hohe Personalkosten haben. Andererseits

private Pflegedienste, die sich teilweise nicht auf diesem

Niveau bewegen, teilweise auch nicht verbandlich organisiert

sind. Insofern gibt es unterschiedliche Aussagen

darüber, wie hoch der Stundensatz sein muss.

Wie stark ist in solchen Verhandlungen der Paritätische?

Der Paritätische hat ein relativ hohes Gewicht, weil wir

unter den Wohlfahrtsverbänden die meisten Pflegedienste

vertreten. Aber insgesamt vertreten die Wohlfahrtsverbände

in Berlin nur noch 25 Prozent aller

Pflegedienste, das heißt 75 Prozent der Pflegedienste

befinden sich in privater Trägerschaft.

Wie häufig finden Verhandlungen statt?

bitte blättern Sie um

März 2013 15


Interview

schiedliche Interessen der Pflegekassen, insbesondere

des Sozialhilfeträgers.

Wie können Organisationen gegenhalten? Welchen

Teufel können Sie wirkungsvoll an die Wand

malen?

Keinen! Ein Pflegedienst kann z. B. in der häuslichen

Krankenpflege nicht einfach sagen, ich komme heute

nicht zur Insulinspritze. Ein Arzt kann seine Praxis zu

machen und in dringenden Fällen auf das Krankenhaus

verweisen. Das kann Pflege nicht. Das, was man

an öffentlichkeitswirksamer Wahrnehmung organisieren

kann, haben wir z. B. letztes Jahr im September gemacht.

Die Aktion war durchaus spektakulär, ist aber

gegenüber den Aktionen der Kassenärztlichen Vereinigung

etwas verblasst. In Berlin haben wir zusätzlich bei

Kampagnen das Problem, dass Leistungsmissbrauch

und Abrechnungsbetrug politisch ins Feld geführt werden.

Widerspiegelt das ein strukturelles Problem? Oder

stehen dahinter kriminelle Einzelne?

Wir als Verband vertreten die Auffassung, dass dies

einzelne Pflegedienste betrifft, der Großteil der Pflegedienste

leistet unter den gegebenen Rahmenbedingungen

sehr gute Arbeit. Wir erleben aber auch, dass an

unsere Pflegedienste von der einen oder anderen Stelle

herangetreten wird – etwa, um Geld zu sparen - sich

außerhalb der gültigen Vereinbarungen zu bewegen,

verbunden mit dem Hinweis, der und der Pflegedienst

mache das doch auch ...

Wieso finden die Verhandlungen zwischen Diensten

und Kassen auf Länderebene statt, wieso ist

das eigentlich Ländersache?

Prinzipiell könnte es ein bundeseinheitliches System

geben, was die Leistungskomplexe betrifft; ansonsten

ist eine Stunde eine Stunde. Wir haben aber in den

einzelnen Bundesländern unterschiedliche Kosten. Es

gibt ein Nord-Süd-Gefälle und ein Ost-West-Gefälle

insbesondere was die Personalkosten betrifft - ein großer,

wesentlicher Bestandteil der Kosten ambulanter

Pflege. Hier wird die Begründung abgeleitet, dass die

Preise in den Bundesländern unterschiedlich sein müssen,

was aber auch dazu führt, dass der Pflegebedürftige,

je nach Bundesland, bei gleichen Sachleistungen

für die ambulante Pflege, weniger bzw. mehr Leistungen

bekommt.

Gibt es diese Differenzierungen auch auf Landesebene?

Zwischen organisierten und nichtorganisierten Pflegediensten:

Bis jetzt agieren wir als Verbände einheitlich,

egal ob Wohlfahrt oder privat; d. h. alle in Verbänden

organisierte Pflegedienste haben in der Regel das gleiche

Preisniveau. Schon heute bestehen aber Abstufungen

bei den nichtorganisierten, hier liegt der Punktwert bis

zu 10 Prozent unter dem zwischen den Verbänden und

den Kostenträgern vereinbarten Punktwert. Wenn jeder

Pflegedienst anhand seiner tatsächlichen Kosten,

so wie es der Gesetzgeber intendiert, die Vergütung

verhandelt, wird diese Ausdifferenzierung größer und

die Pflegedienste der Wohlfahrtsverbände haben es vor

dem Hintergrund der höheren Personalkosten schwerer,

sich am Markt zu behaupten.

Das könnte die Gegenseite, etwa die Kassen, dazu

bewegen, den einen gegen den anderen auszuspielen?

So weit ist es noch nicht, aber es ist auch nicht auszuschließen.

Eigentlich sind die Vergütungsvereinbarungen

Vereinbarungen zwischen den Pflegediensten

und den Kostenträgern. Wir versuchen auf Verbandsebene

einen Rahmen zu schaffen, eine gewisse Einheitlichkeit

für alle in den Verbänden organisierten Pflegedienste

herzustellen. Wenn uns das nicht gelingt, dann

wäre die nächste Ebene Einzelverhandlungen.

Darin besteht ja auch der Vorzug, organisiert zu

sein: Ich überlasse das den Leuten, die sich damit

im Landesverband beschäftigen.

Ja, aber Verhandlungen auf dieser Ebene sind immer

kompromissgeleitet und der Pflegedienst muss dann

entscheiden: Kann ich den erzielten Kompromiss eingehen

oder nicht? Da wird es welche geben, für die der

Kompromiss eine akzeptable oder sogar gute Lösung

darstellt, und es wird einige geben, die sagen werden,

wir können damit nicht bestehen und die dann in Einzelverhandlungen

treten werden müssen.

Das Problem ist immer die Wettbewerbsfähigkeit

am Markt.

Wenn der Pflegedienst in Einzelverhandlungen seine

tatsächlichen Kosten anhängig macht, ist er vielleicht

5, 6 oder auch 7 Euro teurer. Der Pflegebedürftige

wird für sich feststellen, dass er für das gleiche Geld

mehr Leistung bzw. mehr Zeit erhalten kann und trifft

ggf. die Entscheidung, dann gehe ich doch lieber zu

einem billigeren Pflegedienst. Das ist die Problematik,

in der sich die Wohlfahrtsverbände mit ihren in der Regel

höheren Personalkosten bewegen. Letztlich geht es

auch darum...

16 März 2013


Interview

… attraktiver im leergefegten Fachkräftemarkt zu

sein.

Wir haben tatsächlich die Situation, dass der Arbeitskräftemarkt,

besonders bei Pflegefachkräften, leergefegt

ist. Ambulante Pflege ist – etwa im Vergleich zur

Arbeit im Krankenhaus – in der Hierarchie für Kranken-

und Gesundheitspfleger, aber auch für Altenpfleger

in der Regel nicht die erste Wahl.

Wie kann gegengesteuert werden?

Wir sind z. B. hier in Berlin an einem Projekt mit der

Schulverwaltung beteiligt, wo Informationsmaterialien

erstellt werden, um in den Schulen über das Berufsfeld

zu informieren. Und es gibt die von Bund, Ländern

und Verbänden auf Bundesebene unterzeichnete

Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive. Hier wird

zu prüfen sein, was wir als Verbände auf Landesebene

einbringen können. Ziel der Kampagne ist es, den Anteil

der Auszubildenden in den nächsten drei Jahren um

jeweils zehn Prozent zu erhöhen. Da müssen wir die

Träger bzw. Einrichtungen mit auf den Weg nehmen.

Was muss ein Träger tun, außer gut bezahlen, um

attraktiv zu sein?

Die Bezahlung ist das eine, das andere ist ein gutes Arbeitsumfeld,

in dem man sich wohl fühlt. Wichtig ist es,

den Mitarbeitern das Gefühl zu geben, dass sie nicht

nur unter Zeitdruck arbeiten. Ja es gibt Möglichkeiten,

dem Mitarbeiter an der einen oder anderen Stelle vielleicht

etwas Freiraum zu lassen.

Der Markt ist leergefegt. Das hätte man doch auch

schon vor fünf oder zehn Jahren sehen können.

Der Fachkräftemarkt ist ja nicht nur in der Pflege leergefegt,

sondern auch in anderen Bereichen. Wir haben

die Situation, dass Berufsfelder gepuscht werden, die

eine hohe Attraktivität haben. Andere Berufsfelder

können dem nur schwer etwas entgegensetzen. Die

Pflege ist einerseits ein Beruf mit einer hohen gesellschaftlichen

Akzeptanz, aber auf der anderen Seite

weiß der Einzelne auch, was für dieser Beruf an Belastungen

birgt - Schichtarbeit, im ambulanten Bereich

ewig unterwegs etc. - und darüber hinaus die vorrangig

auf Einzelfällen beruhende negative Berichterstattung

in der Tagespresse. Das macht den Beruf für den Einzelnen

nicht attraktiv.

Es scheint, als ob es bei der häuslichen Krankenpflege

keine Konflikte gäbe?

Dem ist nicht so! Mit der AOK Nordost konnten wir

z. B. keine Verständigung über die Vergütung der häuslichen

Krankenpflege herbeiführen, das Gleiche gilt

für die Bestellung einer Schiedsperson. Letztendlich

hat das zuständige Ministerium in Brandenburg eine

Schiedsperson benannt, auf die wir uns schon nicht

als Vertragsparteien verständigen konnten. Der Konflikt

hat sich damit so ausgeweitet, dass wir Verbände

eine einstweilige Verfügung gegen den Bescheid des

Ministeriums über die Benennung der Schiedsperson

erwirkt haben

Also viel Zoff um die häusliche Krankenpflege?

Da geht es in Sachen Vergütung hoch konfliktträchtig

zu. Wir haben die Situation, dass die AOK Berlin mit

der AOK Brandenburg und der AOK Mecklenburg-

Vorpommern fusioniert ist. In Mecklenburg-Vorpommern

gab es gerade ein Schiedsverfahren, an das sich

ein Schlichtungsverfahren anschloss. Wir und unsere

Mitgliedsorganisationen können es nicht hinnehmen,

das einzelne Krankenkassen versuchen, so weit wie

möglich die Preise zu drücken. Darüber hinaus erleben

wir es immer wieder, dass ärztlich verordnete behandlungspflegerische

Maßnahmen von einzelnen Kassen

in Frage gestellt und abgelehnt werden. Auch werden

die Pflegedienste in diesem Zusammenhang immer

wieder aufgefordert versichertenbezogene Unterlagen

an die Krankenkassen zu senden, die von diesen eigentlich

laut Datenschutz nicht eingesehen werden dürfen.

Sollte es Zweifel an einer ärztlichen Verordnung geben,

ist der MDK mit der Prüfung der ärztlichen Verordnung

zu beauftragen.

zentgraff@paritaet-berlin.de

Mit der „Werkstatt Vielfalt“ fördert die Robert-

Bosch-Stiftung Projekte, die Jugendliche aus unterschiedlichen

sozialen, kulturellen oder religiösen

Milieus zusammenbringt. Für eine Förderung

kommen Projekte in Frage, die „das Miteinander

junger Menschen (8 bis 27 Jahre) mit anderen

Jugendlichen oder Menschen fördern, das Verständnis

verschiedener gesellschaftlicher Gruppen

füreinander vertiefen und die unterschiedlichen

Interessen, Erfahrungen und Fähigkeiten für ein

gemeinsames Vorhaben und Engagement nutzen“

Die erste Ausschreibungsrunde läuft noch bis zum

15. März 2013.

www.bosch-stiftung.de/content/language1/

html/45489.asp

März 2013 17


Wettbewerbe, Förderpreise

Der Förderverein der Deutschen Hauptstelle

für Suchtfragen e. V. schreibt im Rahmen

der Aktionswoche Alkohol 2013 den Präventionspreis

aus. Der mit 2000 Euro dotierte Preis

unterteilt sich in zwei Einzelpreise: Einer wird für

die konsequente Umsetzung des Jugendschutzes

in Bezug auf Alkohol im Vereinsleben vergeben,

der zweite bezieht sich auf modellhafte Konzepte

zur Umsetzung. Beide Kategorien werden mit

jeweils 1000 Euro prämiert. Einsendeschluss ist

der 29. März 2013.

www.aktionswoche-alkohol.de

Die Informationsstelle der Theodor Springmann

Stiftung vergibt einen Medienpreis für

Hörfunkbeiträge. Der Preis ist mit 5000 Euro

ausgestattet. Diesmal wird der Preis an Journalisten

verliehen, die sich durch einen oder mehrere

Rundfunkbeiträge in hervorragender Weise

mit dem Thema: „Am Ende bleibt noch Zeit zum

Leben“ befassen.

www.patiententelefon.de/stiftung/preis/

preis_13/index.html

Um das Engagement für ein respektvolles Miteinander

zu fördern ruft der „361 Grad Respekt“

- Wettbewerb gegen Ausgrenzung Jugendliche

zwischen 13 und 25 Jahren auf, Videos zu drehen,

die sich mit den verschiedenen Facetten von

Ausgrenzung und Diskriminierung beschäftigen.

Bis zum 17. März 2013 können Jugendliche selbst

gedrehte Videos in einer der sechs Kategorien

„Sprache“, „Musik“, „Sport“, „Kunst“, „Politik/

Gesellschaft“ und „Held des Alltags“ einreichen.

Hauptpreis ist ein Exklusivkonzert der Musikgruppe

„Glasperlenspiel“.

www.youtube.com/361grad

Das Projekt „Was geht! Sport, Bewegung und

Demenz“ ist am 1. Januar 2013 mit Förderung

der Robert-Bosch-Stiftung und des Bundesministeriums

für Familie, Senioren, Frauen und

Jugend an den Start gegangen. In diesem Rahmen

schreibt Demenz-Support-Stuttgart einen „Gute

Praxis“-Wettbewerb aus. Das Projekt „Was geht!“

setzt den Akzent auf die Freude an Sport und

Bewegung. Erster Preis: 1000 Euro. Teilnahmeschluss

ist der 31. März. Der ausführliche Ausschreibungstext

und die Bewerbungsunterlagen

können hier heruntergeladen werden.

www.demenz-support.de/Repository/AUS-

SCHREIBUNG_GutePraxis_2013.pdf/

Migrantenorganisationen

Förderung für

strukturstärkende

Projekte

Um Migrantenorganisationen bei ihrer Professionalisierung

auf Bundesebene zu unterstützen und

langfristig als Kooperationspartner zu stärken, fördert

das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

(BAMF) jetzt Projekte zum Aufbau von Strukturen

und zur Netzwerkbildung von bundesweit tätigen

Migrantenorganisationen.

Im Rahmen von Modellprojekten sollen bundesweit

agierende Migrantenorganisationen in die Lage versetzt

werden, sich als kontinuierlicher und kompetenter Ansprechpartner

des Bundes in Fragen der Integrationsförderung

zu etablieren. Gefördert werden soll der Auf- und

Ausbau von Dachverbands- bzw. Bundesverbandsstrukturen

und die Gründung von Netzwerken von Migrantenorganisationen

auf Bundesebene. Mit den Projekten

soll zudem die systematische Zusammenarbeit zwischen

Migrantenorganisationen und anderen staatlichen und

nicht-staatlichen Akteuren der Integrationsarbeit auf

Bundesebene unterstützt werden. Vorgesehen ist auch,

Maßnahmen zur Professionalisierung und zur Drittmittelakquisition

von bundesweiten Migrantenorganisationen

zu fördern.

Interessenbekundungsverfahren zur „Strukturförderung

von Migrantenorganisationen auf

Bundesebene“

Um mögliche Träger für die Modellprojekte zu ermitteln,

führt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

ein Interessenbekundungsverfahren zur „Strukturförderung

von Migrantenorganisationen auf Bundesebene“

durch. Die Förderzusage wird einen Zeitraum von bis

zu drei Jahren betreffen, eine institutionelle Förderung

ist ausgeschlossen.

Für eine Förderung kommen Migrantenorganisationen

bzw. Netzwerke von Migrantenorganisationen in Betracht,

die über Mitgliederstrukturen in mindestens fünf

Bundesländern verfügen. Die Migrantenorganisationen

müssen eine eigene Rechtspersönlichkeit haben, zum

Beispiel als eingetragener Verein. Erwartet wird, dass

sie über ihre eigene Herkunftsgruppe hinaus aktiv sind

beziehungsweise in die Aufnahmegesellschaft hineinwirken.

Eine weitere Forderung ist, dass das integrative

Engagement der möglichen Träger nicht religiös ausgerichtet

ist. Zudem sollen die Migrantenorganisationen

bereits mit Institutionen und Regeldiensten der Aufnah-

18 März 2013


Wettbewerbe, Förderpreise

megesellschaft zusammenarbeiten und ausreichende Erfahrungen

mit Projekten im Integrationsbereich gesammelt

haben.

Umfang und Höhe der Projektförderung orientieren sich

am Bedarf des jeweiligen Projektträgers, sollte einen Betrag

von 110 000 Euro nicht überschreiten. Vorgesehen

sind die Übernahme von Personal- und Verwaltungskosten

(inkl. Mietkosten), in geringerem Umfang auch von

Kosten für die Veröffentlichung von Publikationen oder

die Durchführung von Seminaren.

Im Rahmen eines fachlich-wissenschaftlichen Begleitvorhabens

werden die beteiligten Migrantenorganisationen

beim Strukturaufbau unterstützt und beraten. Daneben

sind eine Dokumentation der Projektergebnisse

und eine begleitende Evaluation des Förderansatzes

vorgesehen.

www.bamf.de

• Annetta Kahane (Journalistin &

Stiftungsratsvorsitzende der Amadeu Antonio

Stiftung)

• Prof. Dr. Julius Schoeps (Direktor des Moses-

Mendelssohn-Zentrums Potsdam)

• Prof. Dr. Dieter Wiedemann (Rektor der Hochschule

für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“)

Vorschläge für mögliche Preisträger 2013 nimmt der

Humanistische Verband mit einer schriftlich formulierten

Begründung bis zum 31. März 2013 entgegen.

Diese sind zu richten an:

Humanistischer Verband Deutschlands,

Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.; Wallstr.

61-65; 10179 Berlin

Tel. 030 613904-10; E-Mail: info@hvd-bb.de

Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg e.V.

Soziales Engagement

für humanistische Werte

Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg

und die Humanismus-Stiftung Berlin vergeben

2013 zum sechsten Mal einen Preis, welcher der

Förderung von Aufklärung, Toleranz und Selbstbestimmung

sowie der Einhaltung der Menschenrechte

in der Gesellschaft dienen soll.

Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert und wird alle zwei

Jahre jeweils an eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens,

eine Projekt-Gruppe oder Institution verliehen,

die sich auf wissenschaftlichem, politischem, weltanschaulich-philosophischem

oder künstlerischem Gebiet

oder durch praktisches soziales Engagement für die Verwirklichung

humanistischer Werte und Ziele eingesetzt

hat.

In Erinnerung und Anerkennung an den Politologen

und Zukunftsforscher Prof. Ossip K. Flechtheim als

Theoretiker eines modernen Humanismus und langjähriges

Mitglied des Humanistischen Verbandes trägt der

Preis seinen Namen.

Über die Preisträgerin bzw. den Preisträger entscheidet

eine siebenköpfige Jury, die sich aus Persönlichkeiten aus

Wissenschaft, Kultur und Politik zusammensetzt. In der

Jury sind tätig:

• Hans-Christian Ströbele, (MdB Bündnis 90/Die

Grünen)

• Rolf Schwanitz (MdB, SPD)

• Ülker Radziwill (MdA, SPD)

• Jutta Lieske (Mitglied des Landtags Brandenburg,SPD)

Ziel des Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes

ist die Verbesserung der Lebenswelt

von Kindern und Jugendlichen unter dem Beteiligungsaspekt.

Anträge können Vereine, freie

Träger, Initiativen, Elterngruppen, Kinder- und

Jugendgruppen sowie Schülerinitiativen stellen.

Bewerbungsfrist: 31. März. Es werden Projekte

gefördert, die bewegungsfördernde und interessante

Spielorte im Wohnumfeld, Schule und

Kindertagesstätte schaffen oder der Vernetzung,

Sicherung bzw. Rückgewinnung von Spiel- und

Aufenthaltsmöglichkeiten dienen. Ferner sollen

Projekte Unterstützung erhalten, die das demokratische

und politische Engagement von Kindern

und Jugendlichen fördern, deren Mitbestimmung

an Prozessen in Jugendeinrichtungen,

Schule und Stadtteil ermöglichen. Das Deutsche

Kinderhilfswerk hat im Jahre 2012 durch seinen

Förderfonds 260 Projekte mit insgesamt rund

980 000 Euro unterstützt.

https://www.dkhw-foerderdatenbank.de

Die HanseMerkur Versicherungsgruppe vergibt

den mit insgesamt 50 000 Euro dotierten HanseMerkur

Preis für Kinderschutz. Ausgezeichnet

werden Initiativen, die sich ehrenamtlich um

das Wohl von kranken, behinderten oder sozial

benachteiligten Kindern bemühen. Bewerben

können sich Projekte, die sich für erkrankte, sozial

bzw. psychosozial belastete Kinder oder in der

Vorbeugung vor sozialer Gefährdung engagieren.

Die Bewerbungsfrist endet am 31. März.

www.hansemerkur.de/kinderschutzpreis

März 2013 19


Pressespiegel

Notiert, zitiert, gedruckt

Paritätische Themen in den Berliner Tageszeitungen – die

kompletten Beiträge sind über die zitierten Links im Internet

abzurufen.

In einem Doppelinterview mit „Tonne“ und „Hähnchen“

sprach Taz-Reporterin Plutonia Plarre am 9. Februar

mit zwei jungen Berlinerinnen, die sich 2006 bei

Neuhland kennengelernt hatten. Beide haben Erfahrung

mit Suizidversuchen sowie langjährige Psychiatrieerfahrung.

www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=bl

&dig=2013%2F02%2F09%2Fa0214&cHash=7806d

0a8302c2b1fda3c7f86a14fe763

In einer Taz-Sonderbeilage des Masterstudiengangs Kulturjournalismus

an der Universität der Künste Berlin,

die am 6. Februar erschien, gibt es unter der Überschrift

„Kleine Realisten“ eine Geschichte über den Besuch bei

kleinen Bewohnern des Emmi-Pikler-Hauses. „In der

Einrichtung betreuen und begleiten mehrere Erzieher

Berichte spiegeln das Engagement

in der Kinder- und Jugendhilfe wider

die Kinder vom Säuglingsalter bis zum sechsten Lebensjahr“,

schreiben die Journalistenschüler und zitieren die

Einrichtungsleiterin, Cristina Meinecke. Jede Woche hätten

die Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder zu besuchen.

Sie hätten zwar kein Sorgerecht mehr, doch besäßen sie

ein Umgangsrecht. Sie seien überfordert, hätten aber die

Chance, ihr Kind wiederzubekommen, wenn sie ihre Situation

zum Positiven änderten.

194.95.94.164/wordpress/2013/02/kleine-realisten/

Am 28. Februar berichtet berlinonline, das Internetportal

des Berliner Verlages, über „62 neue Kita-Plätze

für Spandau“. In der Kita des Trägers Orte für Kinder

GmbH könnten ab Sommer 2013 insgesamt 120 Kinder

vom Krippenalter bis zum Schuleintritt betreut werden,

62 mehr als bisher, heißt es in dem Bericht, der auf

eine Pressemeldung des Senats zurück geht.

www.berlinonline.de/nachrichten/spandau/62-

neue-kita-pltze-fr-spandau-24095

„Grundsteinlegung für Kita mit Erziehungshilfeangeboten“,

überschreibt berlinonline.de eine Nachricht

über eine neue Kita der „Juwo - Kita“ gGmbH (Tochtergesellschaft

von „Jugendwohnen im Kiez“). „Mit

der Grundsteinlegung starten die beiden Kinder- und

Jugendhilfeträger „Jugendwohnen im Kiez“ und „Ja-

kus“ ein modellhaftes Projekt, das Kindertagesbetreuung,

Familienbildung und Familienhilfe in einem Haus

verknüpft.“

www.berlinonline.de/nachrichten/kreuzberg/

grundsteinlegung-fr-kita-mit-erziehungshilfeangeboten-23491

www.morgenpost.de/bezirke/friedrichshain-

kreuzberg/article113984767/Neue-Kita-mit-

120-Plaetzen-wird-im-Herbst-fertig.html

Am 1. Mai 2013 startet in der Klax-Fachschule für

Heilpädagogik in der Arkonastraße ein Kurs zum

stattlich anerkannten Heilpädagogen, berichtet berlinonline.de

am 19. Februar. „Damit bildet die neu gegründete

Fachschule Spezialisten aus, die die individuellen

Lebenssituationen von Kindern und Jugendlichen erfassen,

Risiken in der Entwicklung erkennen sowie entsprechende

Förder- und Bildungskonzepte entwickeln und

anwenden können.“

www.berlinonline.de/nachrichten/pankow/heilpdagogikausbildung-ab-mai-23233

Veli kurslari - Ein Elternkurs in türkischer Sprache,

so heißt die Überschrift von berlinonline.de über den

„Nachbarschafts- und Selbsthilfetreff“, ein Projekt von

LebensWelt gGmbH in Kooperation mit dem Bezirksamt

Reinickendorf, das im Rahmen des Teilprogrammes

der Stadtteilzentren - Zukunftsinitiative Stadtteil

- aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale

Entwicklung (Efre) gefördert werde.

www.berlinonline.de/nachrichten/reinickendorf/velikurslari-ein-elternkurs-in-trkischer-sprache-23345

Z. B. Adoptionsrecht: Aktuelle Antworten

auf Fragen zur Zeit

In der Taz vom 12. Februar wird ein Interview mit dem

Vorsitzenden des Lesben- und Schwulenverbands

Berlin-Brandenburg (LSVD) so zusammengefasst:

„Homosexualität muss festes Thema in den Lehrplänen

werden, fordert Jörg Steinert vom LSVD“. Der Verband

wolle zeigen, wie gesellschaftliche Vielfalt gelebt werden

könne und was der rechtliche Rahmen sei. Das sei für die

Lesben und Schwulen aus vielen Ländern wichtig, damit

sie konkret sähen, wie sie sich hier entfalten könnten.

www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ba

&dig=2013%2F02%2F12%2Fa0117&cHash=1076ef

4c835b9a3f74a2cc9a362b4552

Einen Bericht der „Berliner Morgenpost“ vom 14. Februar

übernimmt auch der RBB am gleichen Tag. In dem

Bericht heißt es, dass Berlins Jobcenter Geld für die Qualifizierung

von Arbeitslosen nicht ausgegeben hätten.

20 März 2013


Pressespiegel

71 Millionen Euro seien an den Bund zurückgegeben

worden. Zitiert wird unter anderem Oswald Menninger:

„Kritiker wie Oswald Menninger, Geschäftsführer

des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, halten es

prinzipiell nicht für falsch, die Eingliederungsmittel auf

den ersten Arbeitsmarkt zu konzentrieren. Aber diese

Politik führe ‚nicht überall zum Ziel‘, weil sie die stark

verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit außer Acht lasse. Für

Menschen mit vielfachen Problemen gebe es kaum noch

Hilfe, so die Kritik.“

www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article113620856/Berliner-Jobcenter-muessen-Millionen-an-den-Bund-zahlen.html

www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2013_02/

jobcenter_lassen_geld.html

Neue und bewährte Angebote in Nachbarschaftsund

Freizeitzentren für Alle

Unter anderem wird das Lernpatenprojekt „Elhana“

in einer Betrachtung erwähnt, die Taz und taz.de am 19.

Februar über Kieze in Kreuzberg veröffentlicht. „Für

Hayad ist Tina Reiß diese Chance: Die 24-Jährige engagiert

sich als Lernpatin beim Projekt „Elhana“ und

besucht die Moustaphas zweimal pro Woche zur Hausaufgabenhilfe.

Ein Nachbar habe ihn auf das Lernpaten-Projekt

aufmerksam gemacht, erzählt der 37-jährige

Khaled Moustapha, Hayads Vater.“ Im Laufe des Artikels,

in dem es auch um Quartiersmanagement (QM)

geht, wird auch Cornelia Rasulis zitiert. „Wir brauchen

pragmatische Ideen, die in das Leben der Familien passen‘,

betont Cornelia Rasulis, Leiterin des Familienbereichs

im Nachbarschaftshaus Urbanstraße, das sich als

Partner des QM engagiert.“

www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ba

&dig=2013%2F02%2F19%2Fa0149&cHash=0854a1

cf51f41e1addba6683c6c44fdc

Das „umstrittene Heim für psychisch kranke Straftäter“

entstehe in Weißensee. In einem Nachtrag zur Bauerlaubnis,

um den lange gestritten worden war, sei die geplante

Nutzung genehmigt worden. Das berichtet der

Tagesspiegel am 16. Februar. Das Heim ist demnach

ein „betreutes Wohnen“, seine Bewohner aber seien

Patienten des Maßregelvollzugs in der letzten Stufe vor

der Entlassung. „Jedem Einzelnen von ihnen muss die

Staatsanwaltschaft erlauben, in das betreute Wohnen zu

ziehen, so Projektleiterin Helen von Massenbach

von der Zeitraum gGmbH, dem Träger des Projekts.

Der Widerspruch der Bürgerinitiative dürfte damit wenig

Aussicht auf Erfolg haben. Bliebe den Anwohnern

nur noch eine Klage vor dem Verwaltungsgericht.“

www.tagesspiegel.de/berlin/psychisch-krankestraftaeter-kommen-nach-weissensee/7792666.

html

In der Sonntagsbeilage „Berliner Illustrirte Zeitung“

vom 17. Februar porträtiert die „Berliner Morgenpost“

den „Senioren Computer Club“ (SCC) auf der Fischerinsel.

Der SCC ist ein Angebot des Kreativhaus e.V.

www.morgenpost.de/printarchiv/biz/article113688126/Huch-was-macht-er-jetzt.html

Am 18. Februar berichtet die „Berliner Morgenpost“

über ein Neubauprojekt des Berliner Autistenzentrums:

„Schon heute haben wir mehr Bewerber als Plätze in

dem Wohnheim“, sagt Bärbel Wohlleben, stellvertretende

Vorsitzende des Landesverbandes Berlin.

Seit 2011 hat der Verein „Autismus Deutschland“, der

sich bis 2006 „Hilfe für das autistische Kind“ nannte,

seine Berliner Autismus-Zentrale auf dem Fichtenberg.

Für 2,1 Millionen Euro, die sich aus Eigen- und Lottomitteln

sowie einer Förderung der „Aktion Mensch“ zusammensetzen,

entsteht jetzt das neue zweigeschossige

Gebäude hinter der Villa ...“

www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article113702536/Eine-Heimat-fuer-Hochbegabteund-Autisten.html

Hilfe und Unterstützung könnten Eltern in einem neuen

Familienstützpunkt an der Malteserstraße 120 finden, so

eine Nachricht in der „Berliner Morgenpost“ vom 25.

Februar. Die Beratungsstelle sei eine Kooperation des

Stadtteilzentrums Steglitz e.V. und Famos e.V. Berlin.

Beide Vereine betrieben bereits einen Kieztreff in

Lichterfelde-Süd, heißt es in dem Bericht.

www.morgenpost.de/bezirke/steglitz-zehlendorf/

article113869457/Familienstuetzpunkt-hilft-bei-

Problemen.html

Integration in der Praxis: Paritätische

Mitgliedsorganiationen sind Experten

Der „Tagesspiegel“ beschreibt am 7. Februar die anerkennenswerte

Arbeit von „Heroes“, einem Projekt

des Vereins Strohhalm. Das Neuköllner Projekt

„Heroes“ wolle junge Muslime darin bestärken, gesellschaftlich

veralteten Muster zu durchbrechen. „Unter

Anleitung des Theaterpädagogen Yilmaz Atmaca aus

der Türkei und des Psychologen Ahmad Mansour aus

Palästina treffen sich die 16 bis 21 Jahre alten Jungen ein

bis zweimal pro Woche, diskutieren über Gleichberechtigung

und Demokratie, entwickeln Rollenspiele, grillen

und essen zusammen.“ www.tagesspiegel.de/berlin/

gedenkfeier-fuer-deutsch-kurdin-integrationsprojekterinnert-an-getoetete-hatun-sueruecue/7746166.html

März 2013 21


Pressespiegel

Aus dem Tagesspiegel vom 19. Februar, S. 11: „Ermittlungsverfahren

gegen Sozialmanager Forner eingestellt

Berlin - Die Berliner Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren

gegen den Sozialmanager Helmut

Forner eingestellt. Forner, der stellvertretenderVorsitzender

des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin

ist,war Untreue vorgeworfen worden. Es ging um

seine Amtszeit als Geschäftsführer der Behindertenwerkstatt

„Nordberliner Werkgemeinschaft“ (nbw) bis

März 2012. Angeblich war es zu Unregelmäßigkeiten

bei Transaktionen gekommen, woraufhin die neue Geschäftsleitung

und die Gesellschafter der nbw Anzeige

erstatteten. Forner äußerte sich nun erleichtert über die

Einstellung der Ermittlungen. Er gehe davon aus, dass

seine Anzeige wegen falscher Verdächtigungen, die er im

letzten Jahr gegen seinen Nachfolger in der nbw erstattete,

‚jetzt mit Nachdruck bearbeitet wird‘. Der heutige

Geschäftsführer der nbw teilte mit, dass man bei der

Staatsanwaltschaft Beschwerde gegen die Einstellung

des Verfahrens eingelegt habe. tri“

www.tagesspiegel.de/berlin/nachrichten-nachrichten/7802742.html

In aktuellen Debatten - etwa Inklusion - sind

paritätische Gesprächspartner gefragt

Ähnlich berichteten weitere Berliner Medien und dpa:

www.berlin.de/aktuelles/berlin/2948289-

958092-ermittlungen-gegen-vorstand-von-wohlfahr.html

www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article113733809/BerlinNews-II.html

www.bild.de/regional/berlin/berlin-regional/

ermittlungen-gegen-vorstand-von-wohlfahrtsverband-28580794.bild.html

„Die inklusive Schule sollte man nicht übereilt einführen.

Ein Erfahrungsbericht von Wolfgang Seiring“, hieß

ein kommentierender Beitrag im Tagesspiegel vom 19.

Februar. „Autor Wilfried Seiring, Leitender Oberschulrat

a.D., war von 1995 bis 1998 Chef des Berliner Landesschulamtes

und ist seither Direktor beim Humanistischen

Verband“.

www.tagesspiegel.de/berlin/schule/position-die-

gute-absicht-allein-reicht-nicht/7802646.html

Die Nachricht „Komatrinken bei Jugendlichen ist rückläufig“

analysierte im Tagesspiegel unter anderem die

Leiterin der Fachstelle für Suchtprävention, Kerstin

Jüngling: „Nach Auskunft der Präventionsexpertin

Jüngling ist exzessives Trinken in allen Schichten anzutreffen.“

Anders sei es beim Rauchen: Der Nikotinkonsum

von Jugendlichen sei vor allem in bildungsfernen

Familien ein Problem.

www.tagesspiegel.de/berlin/komatrinken-bei-jugendlichen-ist-ruecklaeufig/7808494.html

„Zwei Männer dürfen nicht Eltern sein. Das Standesamt

Treptow-Köpenick erkennt die Adoption durch ein

schwules Paar nicht an. Jetzt geht der Fall zum Bundesgerichtshof“,

so überschreibt der Tagesspiegel am 21.

Februar eine Geschichte vor aktuellem Hintergrund.

„Absurd‘ findet dieses der Sprecher des Lesbenund

Schwulenverbandes in Deutschland, Manfred

Bruns.“

www.tagesspiegel.de/berlin/adoptionsrecht-fuerhomosexuelle-zwei-maenner-duerfen-nicht-elternsein/7814826.html

In einem Artikel über den Bericht des Inklusionsbeirats

heißt es im Tagesspiegel: „Vor allem gegen Quoten

gab es im Beirat so viel Widerstand, dass Landeselternsprecher

Günter Peiritsch, Jana Jeschke von der Lebenshilfe,

der Landesbehindertenbeauftragte Jürgen

Schneider und Andreas Bethge vom Landesbeirat für

Menschen mit Behinderungen in einem Minderheitenvotum

erklärten, sie könnten die Gesamtempfehlungen

„trotz der Zustimmung zu fast allen Einzelempfehlungen“

nicht mittragen.“

www.tagesspiegel.de/berlin/eine-schule-fuer-alle/7827450.html

Die „Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe“

des Humanistischen Verbands Berlin-Brandenburg

(www.kisberlin.de) habe ihren zweiten Selbsthilfe-Wegweiser

für Pankow herausgebracht, meldet der Tagesspiegel

am 28. Februar.

www.tagesspiegel.de/berlin/neues-aus-dem-ehrenamtsbereich-agenda/7850010.html

22 März 2013


Ältere Bürger

Unionhilfswerk

Kreuzberg: Neues

Pflegewohnheim in

der Fidicinstraße

Das Unionhilfswerk bietet an zahlreichen

Standorten in Berlin ein vielfältiges Angebot

für Menschen mit demenzieller Erkrankung.

Dieses Angebot wurde Ende 2012 um das

neue Pflegewohnheim „Am Kreuzberg“

erweitert.

Foto: Patricia Kalisch

Idyllisch im Bergmann-Kiez gelegen, werden hier bis zu

185 Personen gepflegt. Im Anfangsstadium leben demenziell

Erkrankte gemeinsam mit nicht-demenziell Erkrankten

in einer der drei regulären Wohneinheiten. Ist

ein solches Zusammenleben nicht mehr möglich, gibt es

einen eigenen Wohnbereich für insgesamt 26 Bewohner.

Teil dieses Bereichs ist die „Pflegeoase“ – die erste ihrer

Art in Berlin.

Ein spezielles Raum- und Pflegekonzept ermöglicht es

hier, Menschen in der letzten Phase der Demenz noch

persönlicher zu umsorgen. Besonders Patienten kommen

hier zur Ruhe, die nicht mehr allein bleiben können,

weil sie ihre zeitliche und räumliche Orientierung

verlieren. Ein Nebeneffekt der sehr intensiven Betreuung

ist die Abnahme der krankheitsbedingten Unruhe.

Eine Teilhabe am Tagesgeschehen kann so wieder

ermöglicht bzw. stabilisiert werden. Das Haus in die

Fidicinstraße ersetzt das bisherige Kreuzberger Pflegewohnheim

des Unionhilfswerk in der Stallschreiberstraße.

Auch die 24 Klienten mit Suchterkrankung zogen

mit um und werden nun im Haus „Am Kreuzberg“ auf

drei Wohneinheiten zu je acht Personen betreut und gepflegt.

Beim Bau des Pflegewohnheims „Am Kreuzberg“ wurde

aber nicht nur den Bedürfnissen der neuen Bewohnern,

sondern auch der Umwelt Rechnung getragen. So

sorgt eine Kombination aus Blockheizkraftwerk und

Brennwertkessel ab sofort für Wärme und Strom. Das

ist besonders umweltverträglich und ermöglicht zudem

eine effiziente Ausnutzung eingesetzter Brennstoffe bei

geringem CO2-Ausstoß.

www.unionhilfswerk.de

Der Wegweiser „Wenn Ihr Arzt nicht mehr

heilen kann …“ steht nun als vollständig

überarbeitete Ausgabe in der Schriftenreihe „Gut

Altern in Berlin“ zur Verfügung.

www.hospiz-aktuell.de

Das Lesen von elektronischen Büchern ist für

das Gehirn nicht anstrengender als das Lesen von

herkömmlichen, auf Papier gedruckten Büchern.

Im Gegenteil: Älteren Menschen fällt das Lesen

auf einem Tablet-PC sogar leichter. Dies ergab eine

Lesestudie der Johannes Gutenberg-Universität.

www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/

journal.pone.0056178

Die Deutschen erwarten in ihrer Mehrheit

zukünftig ein deutlich höheres Renteneintrittsalter

als heute, die Hälfte sogar erst mit über 69 Jahren.

Umgekehrt wünschen sie für sich persönlich

den Eintritt in den Ruhestand bereits mit

durchschnittlich 63 Jahren. Dies sind die Ergebnisse

einer repräsentativen Meinungsumfrage des Infas-

Instituts im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zu

Fragen der zukünftigen Alterssicherung.

www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/

bst/hs.xsl/nachrichten_115327.htm

Delegation – Substitution – Innovation. Neue

medizinische Versorgungsformen für eine alternde

Gesellschaft – Chancen für ein längeres Leben zu

Hause. So ist eine Studie überschrieben, die jetzt

vom Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung

veröffentlicht wurde. Fazit: Die Trennung zwischen

ambulanter und stationärer Versorgung bzw.

zwischen Pflege und Medizin muss überwunden

werden.

library.fes.de/pdf-files/managerkreis/09387.pdf

März 2013 23


Familie

wellcome

Stets willkommen in

jungen Familien: das

wellcome-Team

wellcome – Praktische Hilfe nach der Geburt. Das

Baby ist da, die Freude ist riesig – und nichts geht

mehr. Babystress pur, aber keine Hilfe weit und

breit. Wer keine Hilfe von Familie und Nachbarn

hat, bekommt sie von wellcome.

Am 14. Februar fand im Roten Rathaus der diesjährige

Dankeschön-Empfang für die Berliner wellcome-Ehrenamtlichen,

Förderer und Freunde der Initiative statt.

Sigrid Klebba, Staatssekretärin für Jugend und Familien

und die Bevollmächtigte beim Bund und die Europabeauftragte

des Landes Berlin, Staatssekretärin Hella Dunger-Löper

begrüßten gemeinsam mit Rose Volz-Schmidt,

Gründerin von wellcome und Katja Brendel, wellcome-

Landeskoordinatorin Berlin, die Ehrenamtlichen.

Im April 2007 wurde das erste wellcome-Team in Berlin

gegründet. Aktuell arbeiten 17 wellcome-Teams mit

über 220 wellcome-Ehrenamtlichen über die ganze

Stadt verteilt. Im letzten Jahr konnten über 200 Familien

durch wellcome mit mehr als 5000 ehrenamtlichen Stunden

unterstützt werden. In über 700 Beratungsgesprächen

vermittelten die wellcome-Koordinatoren Familien

weitergehende Hilfen.

Als Gründe für den Unterstützungswunsch wurden von

den hilfesuchenden Familien am häufigsten Erschöpfung

und Überforderung benannt. Daneben spielt oft

eine Rolle, dass die Herkunftsfamilien weit entfernt

wohnen, die Familien sich isoliert fühlen und über kein

unterstützendes Netzwerk verfügen.

wellcome erfreut sich in Berlin zunehmender Bekanntheit.

Bei jeder dritten Anfrage gaben die Familien an,

sich auf Empfehlung hin zu melden. Ebenso häufig

wurden Hebammen als die ausschlaggebenden Vermittlerinnen

benannt. Weitere wichtige Zugangswege zum

Angebot wellcome waren im vergangenen Jahr andere

Angebote der wellcome-Träger, Beratungsstellen sowie

das Internet.

wellcome unterstützt mit seinen Ehrenamtlichen jede

Familie unabhängig vom Einkommen. Familien, die

dazu in der Lage sind, zahlen einen Beitrag von maximal

fünf Euro pro Stunde. Doch am Geld darf die Hilfe

nicht scheitern. In der Hauptstadt wird etwa jeder zweite

wellcome-Einsatz ermäßigt. Bundesweit engagieren

sich derzeit mehr als 2500 Ehrenamtliche in über 210

wellcome-Teams.

www.wellcome-online.de

Foto: stephaniehaynes/ wikimedia

Lesbische und schwule Paare sind heterosexuellen Paaren

in Sachen Adoption jetzt gleichgestellt.

Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg

Verfassungsgericht

kippt Adoptionsverbot

– LSVD begrüßt Urteil

Das Bundesverfassungsgericht hat das Verbot

der sukzessiven Adoption durch homosexuelle

Paare aufgehoben. Dem Verfahren liegen eine

Verfassungsbeschwerde eines lesbischen Paares

sowie ein Normenkontrollverfahren im Falle eines

schwulen Paares zugrunde.

Hierzu erklärte Constanze Körner, Leiterin des Projektes

Regenbogenfamilien beim Lesben- und Schwulenverband

Berlin-Brandenburg (LSVD):

„Wir begrüßen das Urteil ausdrücklich. Wenn ein Kind

zwei Mütter oder zwei Väter hat, dann müssen auch beide

vom Gesetzgeber als Fürsorgepflichtige anerkannt

werden. Die bisherige Gesetzeslage steht dem Kindeswohl

entgegen. Abermals musste das Bundesverfassungsgericht

urteilen, weil sich der Gesetzgeber als unfähig

erwiesen hat.“

Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich der Lesben- und

Schwulenverband Berlin-Brandenburg für die Belange

von Lesben und Schwulen mit Kindern und Kinderwunsch.

Am 15. März 2013 um 13 Uhr wird der Verband

Deutschlands erstes Regenbogenfamilienzentrum

eröffnen.

Das von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

finanzierte Zentrum wird ein Ort sein, wo lesbische,

schwule, bisexuelle und transidente Menschen

mit Kindern eine Anlaufstelle haben, um Beratungs-,

Bildungs- und Gruppenangebote nutzen zu können.

Interessierte werden um Anmeldung gebeten:

berlin@lsvd.de

24 März 2013


Familie

Deutscher Familienverband

Fun am Runden

Familientisch und

in der Elternoase

Von Maria Peters, Diplom-Sozialarbeiterin, Deutscher Familienverband,

Landesverband Berlin e.V.

Fun – Familie und Nachbarschaft/ Fun Baby: Ein

Projekt des Bündnisses für Familie – Runder Tisch

Elternbildung Charlottenburg-Wilmersdorf in Kooperation

mit dem Deutschen Familienverband

Seit vielen Jahren gehört der Deutsche Familienverband

(DFV) zum Bündnis für Familie Charlottenburg-Wilmersdorf/Runder

Tisch Elternbildung. Im

Bündnis sind viele unterschiedliche Träger vertreten,

die das Ziel haben, neue Projekte und Formen der Zusammenarbeit

zu entwickeln und voranzutreiben. Im

Laufe der Jahre wurden bereits verschiedene gemeinsame

Projekte durchgeführt, z.B. Elternkurse („Starke

Eltern-Starke Kinder“, „Kess“ usw.) oder die Veranstaltungsreihe

„Familienwelt“ in den unterschiedlichsten

Einrichtungen. Es entstand beim Runden Tisch

Elternbildung der Wunsch etwas anzubieten, was die

ganze Familie und auch Familien mit noch sehr kleinen

Kindern anspricht. Da der DFV bereits sehr gute

Erfahrungen mit „Fun“ gemacht hat, wurde dieses

Programm ausgewählt und ein Konzept erstellt, das

vorsah „Fun Familie“ und „Fun Baby“ in unterschiedlichen

Regionen und Einrichtungen des Bezirks anzubieten.

Das Besondere an „Fun“ ist, dass verschiedene

Träger bei der Durchführung kooperieren

„Fun“ ist ein Angebot der Familienbildung, das die

Familien in den Mittelpunkt stellt. Es spricht alle Familien

an, unabhängig von ihrer Familienform, ihrer

sozialen Lebenssituation und ihren Vorerfahrungen

mit anderen Bildungsangeboten.

Die im Familiensystem vorhandenen Ressourcen zur

Erziehung und Begleitung von Kindern werden im

Sinne eines positiven Zusammenlebens gestärkt. Die

Erziehungspersonen werden anerkannt, gefördert und

gestützt. Durch das Programm wird ein gemeinsamer

Lern- und Erfahrungsort für Eltern mit ihren Kindern

geschaffen. Das Programm soll Spaß (Fun) machen.

Über das Bündnis Charlottenburg Wilmersdorf –

Runder Tisch Elternbildung wurde und wird „Fun“ in

folgenden Einrichtungen durchgeführt:

• Nachbarschaftshaus am Lietzensee in Kooperation

mit AmBerCo e.V. und dem DFV

• Stadtteilzentrum Halemweg in Kooperation mit

Geburt und Familie, der Erziehungs- und Familienberatungsstelle

des Bezirks und dem DFV

• Familienzentrum Schillerstraße in Kooperation

mit dem Familienzentrum Schillerstraße, Am-

BerCo e.V.

• und dem DFV

Hier der Bericht über ein „Fun Baby“ in der Praxis:

„Fun Baby“ in der Elternoase im Halemweg

Wir starteten als Dreierteam mit den Kolleginnen

Petra Karl (Geburt und Familie e.V.), Petra Birkert

(Familien- und Erziehungsberatungsstelle des Bezirksamts

Charlottenburg/Wilmersdorf) und Maria Peters

(DFV) in den Räumlichkeiten der Elternoase im Stadtteilzentrum

Halemweg.

Im Vorfeld des „Fun Baby“ - Kurses führten wir Elterngespräche

mit interessierten Familien aus der

Nachbarschaft. Dabei bekamen wir Kontakte über

Kitas, das Familiencafé und diverse Stellen des Bezirksamtes.

Als wir dann in den Räumen des Stadtteilzentrums mit

unserem Kurs starteten, musste der Raum zunächst

verschönert und kindgerecht gesichert werden. Der

gesamte Raum wurde, bei jedem der insgesamt acht

Treffen, mit Matten ausgelegt. Hinzu kamen Vorhänge

und Tapetenstreifen zur Verschönerung der Wände

und Fenster. Jede Familie bekam noch ihre eigene Yogamatte,

auf der das gemeinsame Spiel stattfand.

„Fun Baby“ ist ein stark strukturiertes Programm,

welches den Eltern die Möglichkeit gibt, sich die Abläufe

des Kurses schneller einzuprägen. Der zeitliche

Ablauf des Programms, wie z.B. die Begrüßung, die

Spiele und die Elternrunde, ist genau festgelegt.

So begann der Kurs pünktlich um 10.30 Uhr. Jede Familie

hatte ihren festen Platz im Raum. Vor den Matten

lag jeweils eine Namenskarte.

Ziel des ersten Spiels: Aufmerksamkeit stärken

Das erste Spiel der Mutter/des Vaters mit dem Kind,

das sogenannte Spiel zu zweit wurde bei jedem Termin

wiederholt. Bei diesem Spiel sollte das Baby die unterschiedlichen

Spielmaterialien erkunden. Der Vater/die

Mutter ging auf das Kind ein, unterstützte es und begleitete

das Spiel sprachlich. Ziel des Spiels war es, dass

die Eltern die Aufmerksamkeit für ihr Kind verstärken.

Nun folgte das zweite Spiel, welches auf das Alter, die

Fähigkeiten und die Bedürfnisse des einzelnen Kindes

ausgerichtet war. Dabei sollte der Aspekt der Kommunikation

und Kooperation gefördert werden. Als

Spielmaterial wurden einfache Haushaltsgegenstände

verwendet, die den Eltern als Spielideen für zu Hause

dienen.

Die Teamer unterstützten die Eltern, ihr Baby indivi-

März 2013 25


Familie / Frauen, Mädchen

duell anzuleiten. Ziel war es, auch schüchterne Eltern

aus der Reserve zu locken, in ein Gespräch einzubeziehen

und die Kontaktaufnahme zu fördern.

In der anschließenden Elternrunde kamen alle Familienmitglieder

an einem „runden“ Tisch zu einem Imbiss

zusammen. Oft war das Essen auch der Einstieg in

die Elternrunde: „Wie wird in den Familien gekocht?

Welche Lebensmittel werden gekauft?“ Diese Fragen

dienten unter anderem als Einstieg zum Thema „gesunde

Ernährung“. Weitere Themen waren die Kitabzw.

Tagesmutterbetreuung im nahen Umfeld und der

Umgang der Familie mit dieser Angelegenheit. Eine

weitere Frage war: „Wie komme ich an eine bezahlbare

Wohnung, wer unterstützt mich, was muss ich beachten?“

Die Gruppenmitglieder sprachen von ihren eigenen

Erfahrungen, die einzelnen Teamer brachten ihr

Fachwissen mit ein und so entstanden immer wieder

tolle und sehr informative Gesprächsrunden.

Das Ziel, den Kontakt der einzelnen „Fun – Teilnehmer“

untereinander aufzubauen, zu stärken und die

Beratungsstellen / Informationsmöglichkeiten in der

Nachbarschaft aufzuzeigen, ist mit Erfolg erreicht

worden.

www.deutscher-familienverband-berlin.de

Fachtag mit Expertinnen

Wie können behinderte

Frauen gegen Gewalt

geschützt werden?

Von Evelyn Selinger, Referentin Familie, Frauen, Mädchen

Der interdisziplinäre Fachtag am 19. Februar 2013

zum Thema „Frauen mit Behinderungen und

Beeinträchtigungen vor Gewalt schützen“ fand

großes Interesse bei den Mitgliedsorganisationen

aus den Referaten Behindertenhilfe, Psychiatrie/

Quere Lebensweisen und Familie, Frauen, Mädchen.

90 Anmeldungen waren eingegangen. Auch

Vertreter aus Bezirksämtern und Gleichstellungsbeauftragte

von Jobcentern nahmen teil.

In seiner Einführungsrede informierte Oswald Menninger,

Geschäftsführer des Paritätischen Landesverbandes

Berlin, über die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Die Ziele der Tagung sprach Evelyn Selinger

an.

Es gehe um die Information und Sensibilisierung der

Teilnehmer und um die Vorstellung von Handlungsmöglichkeiten

für die Verbesserung der Situation von

Frauen mit Behinderungen. Der Fachtag wurde gemeinsam

vom Paritätischen mit Lara, dem Krisen- und Beratungszentrum

für vergewaltigte und sexuell belästigte

Frauen, Signal e.V., (Intervention im Gesundheitsbereich

bei Gewalt, Koordinierungsstelle, Karin Wieners)

und Wildwasser e.V., Iris Hölling, veranstaltet. Die Mitveranstalterinnen

des Fachtages Karin Wieners von Signal

e.V. und Dr. Esther Lehnert von Lara führten durch

die Tagung.

Eine der Autorinnen

der Studie „Lebenssituationen

und Belastungen

von Frauen mit

Beeinträchtigungen

und Behinderungen in

Deutschland“, Prof.

Dr. Barbara Kavemann

(Foto), präsentierte beunruhigende

Zahlen und sehr persönliche Antworten

interviewter Frauen aus der qualitativen Erhebung der

Studie.

Körperliche und psychische Gewalt im Erwachsenenleben

wurde fast doppelt so häufig erlebt wie

von Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt

Im zweiten Teil des Fachtages ging es um Handlungsmöglichkeiten

und Modelle guter Praxis. Ein Überblick

26 März 2013


Frauen, Mädchen

über das schon bestehende Hilfesystem brachten die

Mitgliedsorganisationen Frauenzimmer e.V. (Angelika

May), Wildwasser e.V. (Iris Hölling) und Rebecca Maskos

vom Bundesverband Frauenberatungsstellen und

Frauennotrufe ein.

Die von der Bundesregierung 2009 ratifizierte UN-

Behindertenrechtskonvention fordert, Menschen mit

Behinderungen konsequent vor Gewalt zu schützen

und Frauen im Besonderen vor mehrfacher Diskriminierung

und geschlechtsspezifischer Gewalt. Der Staat

wird in die Pflicht genommen, geeignete Maßnahmen

zu ergreifen, damit Menschen mit Behinderungen von

ihren Rechten Gebrauch machen können. 2011 wurde

von der Bundesregierung ein Nationaler Aktionsplan

zur Umsetzung der Konvention verabschiedet.

Eines der erschreckendsten Ergebnisse der Studie ist,

dass Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen

zwei bis dreimal häufiger sexuellem Missbrauch in

Kindheit und Jugend ausgesetzt sind. Die hohe Betroffenheit

setzt sich im Erwachsenenleben fort: Auch hier

sind Frauen mit Beeinträchtigungen verglichen mit dem

weiblichen Bevölkerungsdurchschnitt zwei bis dreimal

häufiger von sexueller Gewalt betroffen. Auch in Partnerschaften

erleben die Frauen zwei bis dreimal häufiger

körperliche und sexuelle Gewalt. Die Interviewpartnerinnen

berichteten über die Gewaltformen körperliche

Gewalt/Prügelstrafen, Vernachlässigung, sexualisierte

Gewalt, Misshandlung, Vergewaltigung, Verachtung/

Demütigung, psychischer Druck, starke Kontrolle und

Reglementierung

Gewalt wird entschuldigt, Unterstützung wird

nicht gesucht

Die Studie beschreibt zum einen, wie stark sich elterliche

körperliche, vor allem aber psychische und sexuelle

Gewalterfahrungen in der Kindheit auf das Selbstwertgefühl

der Frauen auswirken. Die Studie zeigt zum anderen,

dass die Frauen die Gewalterfahrungen häufig als

Teil der Erziehung verstehen. „Ich wurde sehr hart erzogen…früher

habe ich viel Dresche gekriegt…ich wurde

gedrescht.“ Oder die erlebte Gewalt wird entschuldigt

„Meine Mutter hat mich früher oft geschlagen, weil sie

einfach irgendwie wahrscheinlich mit ihrer Situation

überfordert war. Ich glaub sie hat´s einfach nicht vertragen,

dass ich nichts sehe, und wenn ich mich ungeschickt

angestellt hab, dann war das für sie gleich irgendwie wie

so, na ja, sie hat sich halt schuldig gefühlt und kam damit

irgendwie nicht klar.“

Angebote für Frauen und ein Handlungsmodell für

eine sichere Institution

Die Gewalterfahrungen im Elternhaus setzen sich im

Erwachsenenalter in Institutionen und Behörden fort.

Am stärksten betroffen sind Frauen mit psychischen Erkrankungen

und gehörlose Frauen aber auch die Anzahl

der von Gewalt betroffenen blinden, körperbehinderten

und lernbehinderten Frauen ist erschütternd.

Die drei vorgestellten Handlungsmodelle im zweiten Teil

der Tagung gaben Informationen zur Einrichtung von

Frauenbeauftragten in Einrichtungen der Behindertenhilfe;

Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe

zu Angeboten der Berliner Beratungs- und

Zufluchtseinrichtungen für von gewaltbetroffene Frauen

mit Behinderungen; Frauenzimmer e.V. zur Frage: Institutionen

zu sicheren Orten machen; Wildwasser e.V.

Die Teilnehmer empfanden abschließend in einer Bewertung

der Veranstaltung die Vorstellung der Studie

und der Praxismodelle als anregend und hilfreich – sowohl

für Beratungsprozesse als auch dafür, Schritte hin

auf eine „sichere“ Einrichtung zu machen. Die Vereine

sind gefragt, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen

und bei Unterstützungsbedarf den Paritätischen anzusprechen.

Der Frauenanteil in Aufsichtsräten und Vorständen

großer deutscher Unternehmen ist

2012 etwas gestiegen, verharrt aber weiterhin

auf niedrigem Niveau. Das ist das Ergebnis des

neuesten Managerinnen-Barometers des Deutschen

Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW

Berlin). Demnach waren die Vorstandspositionen

der gemessen am Umsatz 200 größten deutschen

Unternehmen Ende 2012 zu einem Anteil von

vier Prozent mit Frauen besetzt.

www.diw.de

Jugendliche rauchen häufiger, treiben seltener

Sport, sind öfter übergewichtig und schätzen ihre

eigene Gesundheit schlechter ein, je niedriger der

Bildungsabschluss ihrer Mutter ist. Eine gesundheitliche

Ungleichheit zeigt sich bereits bei Neugeborenen:

Mütter mit höherer Bildung bringen

seltener Frühgeburten und Kinder mit niedrigem

Geburtsgewicht zur Welt. Das sind die zentralen

Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts

für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf

Grundlage von Daten des Sozio-oekonomischen

Panels (SOEP). „Die Gesundheit von Kindern

wird nicht nur durch die Genetik bestimmt“, erklären

die Studienautoren Jan Marcus und Daniel

Kemptner. „Eine maßgebliche Rolle spielt auch

die elterliche Bildung, etwa indem sie das eigene

Gesundheitsbewusstsein erhöht.“„Bildungspolitik

ist auch Gesundheitspolitik“, so DIW-Ökonom

Marcus.

März 2013 27


Lektüre

Rezension

Wie tickt die Jugend,

wie politisch ist sie,

wo will sie hin?

„Jugend – Was sie will, wohin sie geht“, so

überschreibt die Konrad-Adenauer-Stiftung das

jüngste Heft der „Politischen Meinung“, die sie

regelmäßig herausgibt. Stiftung wie Zweimonatsmagazin

stehen der CDU nahe, sie sind intellektuelles

Flaggschiff und Beiboot des konservativbürgerlichen

Lagers.

Nun hat die Stiftung ihrem Sprachrohr ein frischeres

Layout verpasst, einen „Relaunch“, wie die Fachleute

sagen. Das erste Heft mit neuem

Anstrich ist dem Thema Jugend gewidmet,

weil Jugend kein Kümmer-,

sondern ein Kernthema sei, wie es

im Editorial des Schwerpunktheftes

heißt.

Die Ouvertüre ist eine Fotostrecke, in

der ein männlicher und drei weibliche

Jugendliche etwas genervt und ganzseitig

den Betrachter fixieren, als habe

der Schuld an ihrer schlechten Laune.

Gottlob verbreitet der Rest der „Politischen

Meinung“ eher neutrale als miese

Stimmungen, teils sind die Beiträge

meinungsstark und kontrovers, teils

informativ und faktensatt. Teils geben

sie in Form von Reportagen oder

Ich-Geschichten Stimmungsbilder

und Schlaglichter über ein Milieu ab,

das in einem Aufsatz die „Generation Y“ genannt wird,

beschrieben von einem Kölner Krankenhauschef, der

jährlich Dutzende, wenn nicht Hunderte junger Mitarbeiter

einstellt.

Generation Y: Technisch hoch interessiert und

ausgebildet, aber insgesamt weniger gut auf die

Arbeitswelt vorbereitet

Was zeichnet die Generation Y aus der Sicht (potentieller)

Arbeitgeber aus, also jene jungen Frauen und

Männer, die nach 1981 geboren wurden? Die Generation

Y gelte als technisch hoch interessiert und ausgebildet,

aber insgesamt weniger gut auf die Arbeitswelt

vorbereitet ist als ihre Vorgänger, schreibt Autor

Christian Schmidt (Jahrgang 1967), und er beruft sich

dabei auf eigene Anschauungen und auf aktuelle Generationsstudien.

Selbstbewusste Mitarbeiter, so Schmidt,

Lese

stoff

kämen mit hohen Erwartungen an den Arbeitsplatz und

machten vielen erfahrenen Kollegen jedweder Branche

den Umgang mit ihnen schwer.

Sie, die Personalchefs und Arbeitgeber, hätten es immer

häufiger mit jungen Beschäftigten zu tun, für die Karriere

und Privatheit kein Gegensatz, sondern Lebensentwürfe

sind, in denen Familie ganz oben angesiedelt

ist. „Über neunzig Prozent der Beschäftigten zwischen

25 und 39 Jahren mit Kindern ist Familienfreundlichkeit

bei der Arbeitgeberwahl sogar wichtiger als das

Gehalt.“ Die Generation Y kommuniziere sehr intensiv

über elektronische Medien, scheine aber Defizite bei

der direkten Interaktion mit Menschen zu haben. Das

betrifft den Umgang sowohl mit Kunden als auch mit

Mitarbeitern. „Anscheinend fehlen den Jobeinsteigern

Kenntnisse in der Teamdynamik und der Unterstützung

von Teamzielen.“

Andererseits passten gerade aktuelle Themen, wie die

kontinuierliche Technisierung, gut

mit den Fähigkeiten der Generation

Y zusammen. Die Weiterentwicklung

eines Unternehmens könne mit den

Stärken der Generation Y gut gelingen,

denn diese Mitarbeiter stellten

viele Strukturen und Prozesse infrage,

besonders weil die Repräsentanten der

Generation Y für Veränderungen aufgeschlossen

seien. „Die Generation Y

kann also zur Professionalisierung und

damit zur Wettbewerbsfähigkeit eines

Unternehmens beitragen“.

Als „politisch“ im klassischparlamentarisch

geprägten Sinn

verstehen sich die wenigsten

Jugendlichen

Unterfüttert werden die Erfahrungen

und Lesefrüchte des Krankenhauschefs durch Untersuchungen

des Sinus-Instituts, die sogenannten Sinus-

Milieustudien. Im Rahmen der Milieustudie „Wie ticken

Jugendliche 2012?“ belegten die Heidelberger Sozialforscher

zahlreiche Alltagsbeobachtungen über Lebensweisen,

Meinungen und Haltungen junger Männer und

Frauen. Als „politisch“ im klassisch-parlamentarisch

geprägten Sinn verstünden sich die wenigsten Jugendlichen,

am ehesten noch die gut gebildeten und ausgebildeten

„Sozialökologischen“ und „Konservativ-Bürgerlichen“.

Der Sinus-Forscher Marc Calmbach schreibt:

„Aus dem Spektrum der klassischen politischen Themenfelder

interessieren Jugendliche am ehesten gesellschaftliche

(Un-) Gerechtigkeit, Sinn und Unsinn von

Hartz IV, Energiepolitik, Umweltpolitik und manchmal

Schul- oder Bildungspolitik.“

Wenn man unter „politisch sein“ verstehe, sich für

28 März 2013


Lektüre / Kinder- und Jugendhilfe

Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft und die Gestaltung

von Lebensräumen zu interessieren, Sprachrohre

zu suchen, die die eigenen Probleme, Sehnsüchte und

Interessen in „ihrer“ Sprache artikulieren können, Bereitschaft,

sich für andere, sich persönlich für konkrete

soziale Probleme im eigenen Umfeld zu engagieren,

„dann finden sich sowohl bei bildungsaffinen als auch

bei bildungsfernen Jugendlichen deutliche Spuren von

Interesse und Teilhabe an Politik“, so Calmbach in der

„Politischen Meinung“, dem Intelligenzblatt der CDU,

die, wie andere Parteien auch, das Problem hat, Jugendliche

und junge Erwansene an sich zu binden. „Erst

wenn Jugendliche das Gefühl haben, dass sie von politischen

Themen auch persönlich tangiert sind“, rät ihnen

die Milieustudie „Wie ticken Jugendliche?“, erst dann

bestehe die Chance, dass sie ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten

erkennen und erweitern.

Ein interessanter Aufsatz – „Brave New Brain“ – im

Jugend-Heft beschäftigt sich mit leistungssteigernden

Präparaten, die angeblich unser kognitives und emotionales

Wahrnehmungsvermögen anregen. Biomedizintechnologie

sei längst nicht mehr auf den Körper beschränkt,

sondern könne das Innerste eines Menschen

beeinflussen, seine Person „optimieren“, etwa durch

Ritalin, Fluctin oder Modafinil, die eigentlich zur Therapie

von pathologischen Aufmerksamkeitsstörungen

oder zur Depressionsbehandlung entwickelt worden

seien, zunehmend aber von gesunden Menschen eingenommen

würden, um Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsleistungen

zu pushen oder das Wohlbefinden zu

heben und sich für berufliche oder soziale Stresssituationen

fitter zu machen.

„Brave New Brain“ – junge Menschen kritisieren

neue Tendenzen des Hirndopings

Das wissenschaftlich etwas verniedlichend umschriebene

„Neuroenhancement“ sei in Wirklichkeit „Doping

am Arbeitsplatz“ und gehe auf die Zunahme von

Phänomenen wie Präsentismus (Arbeiten bei Krankheit),

Störung der Work-Life-Balance sowie Arbeitssucht

zurück, erkannten Schüler und Studenten, die an

einem Projekt der Hochschule Darmstadt teilnahmen

und aus dem die „Politische Meinung“-Autorin Prof.

Nicola Erny berichtet. Bedenken seien häufig geäußert

worden, die die Urheberschaft einer Leistung berühren:

Viele Schüler und Schülerinnen sowie auch Studierende

hätten angegeben, dass sie auf eine „ehrliche“ Note

stolzer seien als auf eine Mithilfe von Neuroenhancern

erreichte Note im Höchstbereich.

Konrad Adenauer Stiftung (Hrsg.): „Die Politische

Meinung“, 6 Euro, Nr. 518 Jan. / Feb. 2013, 58. Jahrgang,

ISSN 0032-3446; www.politische-meinung.de

(das komplette Heft kann kostenlos aus dem Netz

herunter geladen werden)

Tauwetter e.V.

„Betroffene von der

Politik für Spektakel

missbraucht“

Presserklärung des Tauwetter e.V. zur Sitzung des

Runden Tisches „sexueller Kindesmissbrauch“ am

20. Februar.

„Viele Nutzer unserer Beratungsstelle fühlen sich von

der Politik verschaukelt und verraten“, berichtet Thomas

Schlingmann, Traumafachberater von Tauwetter,

einer Anlaufstelle für Männer, die als Junge sexuell missbraucht

wurden. Er hat in einer Unterarbeitsgruppe

des Runden Tisches mitgearbeitet und ist aktuell in den

Beirat des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des

sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes Rörig, berufen

worden.

Thomas Schlingmann, der seit 18 Jahren mit betroffenen

Männern arbeitet, ist enttäuscht: „Es ist viel Energie in

die Arbeit des Runden Tisches geflossen, aber umgesetzt

wird nur wenig.“ „Fachberatungsstellen für Männer und

Jungen gibt es kaum, die für Frauen und Mädchen sind

überlastet und müssen um ihre Existenz bangen. Besonders

schlimm sieht es auf dem flachen Land und für

Menschen mit Behinderung aus. Gleichzeitig führt die

Bundesregierung eine teure Kampagne durch, die noch

mehr Bedarf wecken wird. Die Gesetzesinitiative zur

Stärkung der Opferrechte im Strafverfahren, eins der

wenigen konkreten Ergebnisse des Runden Tisches, liegt

seit Monaten im Bundesrat und nichts passiert. Was das

versprochene ergänzende Hilfesystem angeht, so gibt

es gar keine Überlegungen für den Bereich sexualisierte

Gewalt in Familien und im Bereich sexualisierte Gewalt

in Institutionen schieben sich Bund und Länder gegenseitig

den schwarzen Peter zu.“

„Die Fachberatungsstellen haben eine Unterschriftensammlung

zur Unterstützung der richtigen Forderungen

des Unabhängigen Beauftragten zum Ausbau des Hilfesystems

gestartet. Klar, dass wir diese Aktion unterstützen.

Hier der Link:

https://www.openpetition.de/petition/online/

hilfen-fuer-sexuell-missbrauchte-maedchen-undjungen

verbessern

Schlingmann, der als Junge selbst sexualisierter Gewalt

ausgesetzt war, rät Betroffenen: „Lassen Sie nicht locker,

geben Sie nicht auf. Nerven Sie Krankenkassen, Therapeutenkammern

und Abgeordnete solange, bis Sie angemessene

Hilfe bekommen. Es ist leider nach wie vor so,

dass wir einen langen Atem brauchen.“

www.tauwetter.de

März 2013 29


Kindertagesstätten

Buchlesung: Ina.Kinder.Garten und Shia

Kita nach Bedarf - wie

familienfreundlich sind

Öffnungszeiten heute?

Von Kathleen Fischer

Ina.Kinder.Garten gGmbH und Shia e.V., (Selbsthilfeinitiative

Alleinerziehender, Landesverband

Berlin) luden Ende Januar zu einer Autorinnenlesung

ein. Der Einladung in die Räume des Paritätischen

Berlin waren etwa 50 unterschiedliche

Berliner Akteure gefolgt. Anwesend waren u.a.

Vertreter der Verwaltung, von Unternehmen, freien

Trägern, Erzieherinnen aus Kitas, ein Tagesvater,

Gleichstellungsbeauftragte, Beauftragte für Chancengleichheit.

Ausgehend vom aktuellen familienpolitischen Diskurs

stand zunächst der Zeitstrukturwandel im Mittelpunkt,

welchen wir gegenwärtig alle erleben und der sich auf

das Familienleben auswirkt: Arbeitgeber, Kita, Schule -

unterschiedliche Institutionen bestimmen maßgeblich

das alltägliche Leben von Familien, weisen aber allzu oft

asynchrone Zeitstrukturen auf und verursachen Zeitkonflikte

– nicht selten zum Nachteil der Kinder. Hier

Lösungen zu finden, gehört zu den großen Herausforderungen

unserer Zeit.

Buch im Gespräch: „Kita nach Bedarf. Qualität in

Kitas mit familienfreundlichen Öffnungszeiten“

Regine Schallenberg-Diekmann und Katrin Macha, Autorinnen

der Publikation, stellten im Hauptteil der Veranstaltung

ihr Buch „Kita nach Bedarf. Qualität in Kitas

mit familienfreundlichen Öffnungszeiten“ vor. Die Kindertageseinrichtungen

von Ina.Kinder.Garten gehören

zu den best-practice-Projekten in Berlin: Besonders ihre

am Kind orientierten Erfahrungen, die Erkenntnisse aus

mehr als fünf Jahren Arbeit mit bedarfsgerechten Öffnungszeiten

und die Ergebnisse der wissen schaftlichen

Auseinandersetzung mit Kita-Öffnungszeiten „rund um

die Uhr“ sind anregend, wenn es gilt, über neue Wege in

der Kinderbetreuung und zukunfts trächtige Lösungen

nachzudenken.

In der Buchlesung informierten die Autorinnen über

den Entstehungshintergrund des Buches, gaben Einblick

in die Praxis von Kitas mit erweiterten Öffnungszeiten

und die Betreuung zu besonderen Zeiten – frühmorgens,

abends, am Wochenende oder gar nachts. Dies

ist nicht nur für Kitas und Erzieherinnen bzw. Kitaleiterinnen

interessant, sondern auch für Eltern, freie Träger,

die Verwaltung, Unternehmen und andere Akteure.

Die Veranstaltung zeigte, dass der Wunsch, Familie und

Beruf zu vereinbaren, auch zu einem steigenden Bedarf

an Kitas mit erweiterten Öffnungszeiten und anderen

qualitativ hochwertigen Lösungsmöglichkeiten der Kinderbetreuung

außerhalb der „üblichen“ Öffnungszeiten

von Kita und Hort führt. Diesem Bedarf muss mehr

Aufmerksamkeit geschenkt und er muss auch erfasst

werden. Die Infrastruktur für Kitas mit verlängerten

Öffnungszeiten ist vorhanden, es fehlt aber an finanziellen

Mitteln, um ein berlinweites Angebot unterbreiten

zu können.

Bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten müssen viele

einbezogen werden und: Die Bedürfnisse der Kinder

müssen im Mittelpunkt der Überlegungen stehen. Deshalb

sei die Qualität der Angebote so enorm wichtig,

hieß es im Verlauf der Diskussion.

Fazit vieler Teilnehmer: Das von den beiden Autorinnen

vorgestellte Qualitätshandbuch gehört in die Handbibliothek

aller, die sich mit dieser Thematik beschäftigen

oder Angebote unterbreiten.

Shia e.V., SelbstHilfeInitiative Alleinerziehender,

Landesverband Berlin, Rudolf Schwarz Str. 29/31

10407 Berlin; Tel.: (030) 4251186

E-Mail: kathleen.fischer@shia-berlin.de

kontakt@shia-berlin.de

www.shia-berlin.de

Foto: Marcus Luttmer

Das Praxisbuch „Kita nach Bedarf:

Qualität in Kitas mit familienfreundlichen

Öffnungszeiten“

von Regine Schallenberg-Diekmann

und Katrin Macha ist im

„Bildungsverlag Eins“ erschienen

und kostet 14,90 Euro.

30 März 2013


Kultur

GrenzKultur gGmbH

Jugendliche reisten

mit dem Kinderzirkus

Cabuwazi nach Israel

„Coole Leute, coole Umgebung! Sachen, die ich

noch nie gesehen habe und tausend Eindrücke, die

auf mich einprasseln.“, so beschreibt Viola ihre Erlebnisse

des Projekts, bei dem dreizehn Jugendliche

aus Berlin-Altglienicke, Marzahn und Treptow nach

Israel reisten (Foto unten)

werden kulturelle und Landes-Grenzen spielerisch überwunden

und treffen sich Menschen.

Das nächste grenzsprengende Projekt von Cabuwazi findet

in den Sommerferien 2013 in Berlin statt – mit jungen

Gästen aus Israel, Jordanien und Belgien. Das Projekt

wurde von einem jungen Filmemacher begleitet und in

einer 30-minütigen Dokumentation festgehalten. Die Erlebnisse

der deutschen Jugendlichen beim Leben in einem

drusischen Dorf im Norden Israels und während des

Austausches mit den israelischen Jugendlichen berichten

von einer bewegenden Reise.

Die DVD „Zirkus überwindet Grenzen“ kann bestellt

werden, Informationen und Fragen:

Cabuwazi Kinder- und Jugendzirkus, Anne Timm

Tel. 030-22197660

E-Mail: anne.timm@cabuwazi.de

Die Jugendlichen vom Kinderzirkus Cabuwazi traten einen

ganz besonderen Auftrag an: Sie sollten gemeinsam

mit jungen Menschen von „Maraya Circus“ eine interkulturelle

Zirkusshow zusammenstellen und in israelischen

Städten vorführen. Eine anspruchsvolle und spannende

Aufgabe, denn die Auseinandersetzung mit neuen Sprachen,

mit unbekannten Sitten und Religionen sowie zwei

vollgepackte Wochen warteten auf die Teilnehmer.

Die Berliner Jugendlichen trainieren regelmäßig bei Cabuwazi

an einem der fünf Standorte. Mehr als 500 Kinder

kommen jede Woche auf die Zirkusplätze, um Einradfahren,

Seillaufen, Rhönrad, Trapezartistik oder eine andere

der vielen Zirkustechniken zu erlernen.

Die kostenlosen Freizeitangebote verschaffen den jungen

Menschen Erfolgserlebnisse und steigern das Selbstbewusstsein,

aber auch Teamfähigkeit und Fairness werden

gefördert.

Den Austausch mit anderen Ländern führt Cabuwazi

schon seit vielen Jahren. Die Begegnungen und der Blick

über den eigenen Tellerrand sind wichtige Erfahrungen

für junge Menschen. Mit der Sprache des Zirkus, der

Verständigung durch gemeinsames artistisches Training,

Die Ausstellung „Kaspar Hauser“ - Bilderzyklus

von Greg Tricker im Kaspar-Hauser-Therapeutikum

beschäftigt sich mit dem rätselhaft dunklen

und zugleich lichten Schicksal des Namenspatrons

der Einrichtung

Die Bilder des englischen Malers Greg Ticker erzählen

eine Geschichte und bilden den atmosphärischen

Raum, in dem sich figurativ-inhaltlich ein

Geschehen verdeutlicht. Die Ausstellung ist noch

bis 26. März 2013, Mo. bis Do. 8 bis 15.30, Fr. 8

bis 14 Uhr, im Kaspar-Hauser-Therapeutikum,

Rolandstr. 18/19; 13156 Berlin

www.kht-berlin.de

Verfangen im Labyrinth - Arbeiten auf Papier

und Malerei von Hartmut Lehmann: Der

Künstler beschäftigt sich seit vielen Jahren neben

seiner beruflichen Tätigkeit mit den unterschiedlichsten

künstlerischen Ausdrucksformen. Anfangs

dominierte das Zeichnen und das Naturstudium,

parallel dazu erfolgte die Auseinandersetzung mit

verschiedenen Drucktechniken. Seit Ende der 90er

Jahre lotet er die bildkünstlerischen Möglichkeiten

der verschiedenen Maltechniken aus, wie z.B.

die Gestaltung von Hell-Dunkel-Kontrasten, die

Wirkung von Texturen, Lasuren und Strukturen,

verschiedener Collage-Techniken und die räumliche

Wirkung von Farben.

Die Ausstellung ist bis zum 30. Mai 2013 zu den

Geschäftszeiten Mo bis Do von 9 bis 16 Uhr geöffnet,

und zwar in den Räumen des HVD Berlin-

Brandenburg, Wallstr. 65 (2. Etage); 10179 Berlin;

Telefon: 030 61390410.

März 2013 31


Menschen mit Behinderung

Die Chancen einer soliden Bildung und Ausbildung

sind nicht für alle Jugendlichen gleich.

Mädchen und Jungen mit geistiger Behinderung

zum Beispiel benötigen oft eine zusätzliche

Förderung ihrer individuellen Fähigkeiten. Auch

Jugendliche ohne Behinderung, die eine Ausbildung

abgebrochen oder erst gar nicht begonnen

haben, brauchen eine zusätzliche Portion an

Selbstvertrauen und Motivation, um später am

Arbeitsmarkt bestehen zu können. Der Berliner

Verein „Fördern durch Spielmittel – Spielzeug

für behinderte Kinder“ hat dies erkannt und ein

Computerlabor eingerichtet, das erstmals diese

beiden Zielgruppe zusammen führt und ihnen

neue Lebens- und Arbeitsperspektiven eröffnet:

In gezielten Trainingseinheiten lernen die

Jugendlichen mit und ohne Behinderung gemeinsam

den souveränen Umgang mit dem Computer

und den neuen Medien. Auch ein eigener

Trainingsraum wird eingerichtet, der ein positives

Lernklima vermittelt und die teilnehmenden Jungen

und Mädchen beim Ausbau ihrer Fähigkeiten

unterstützt. Die Aktion Mensch unterstützt das

dreijährige Projekt mit rund 200 000 Euro.

www.spielmittel.de

Zu einer Fachtagung „Miteinander reden!‘ Die

unerhörten Eltern“ lädt die Spastikerhilfe Berlin in

Kooperation mit der Katholischen Hochschule für

Sozialwesen in Berlin am 22. März ein.

In der Einladung heißt es: „In der Behindertenhilfe

können die Stimmen von Eltern erwachsener

Kindern mit Behinderung im doppelten Sinn

„unerhört“ sein.

Sie können einfach nicht gehört (bemerkt, beachtet)

werden, weil sie zu leise sind. Sie können aber

auch unerhört im Sinne von unverschämt sein.

Eltern formulieren überzogene Ansprüche oder

äußern Kritik, die ungeheuerlich erscheinen. Dieses

Spannungsfeld soll im Rahmen von Vorträgen

und Arbeitsgruppen thematisiert werden. Das

Programm der Fachtagung umfasst Vorträge und

Arbeitsgruppen.

Tagungsort ist die Neue Mälzerei, Friedenstraße

91, 5. Obergeschoss in 10249 Berlin.

Die Organisatoren bitten um schriftliche Anmeldung

bis zum 12. März 2013.

Eine online-Anmeldung ist unter www.spastikerhilfe-berlin-eg.de

möglich. Teilnehmergebühr 25

Euro, ermäßigt 10 Euro.

www.spastikerhilfe-berlin-eg.de

Klax-Fachschule für Heilpädagogik

Die Herausforderung

Inklusion braucht

qualifizierte Pädagogen

Am 1. Mai 2013 startet die Klax-Fachschule für

Heilpädagogik in Berlin -Pankow. Die Klax Berlin

gGmbH setzt damit ein deutliches Signal für die

spezialisierte Ausbildung bei der Förderung von

Menschen mit Betreuungsbedarf.

Gerade im Bildungsbereich erfordert Inklusion – die

gleichberechtigte und selbst bestimmte Teilhabe von

Menschen egal welchen Behinderungsgrades an allen

gesellschaftlichen Prozessen zu jeder Zeit – besonders

qualifizierte Pädagogen.

Klax startet im Mai 2013 mit dem Sommersemester den

ersten Ausbildungsgang zum Heilpädagogen in Vollund

Teilzeit. Damit bildet die neu gegründete Klax-

Fachschule Spezialisten aus, die die Lebenssituationen

von Kindern und Jugendlichen erfassen, Risiken in der

Entwicklung erkennen sowie Förder - und Bildungskonzepte

entwickeln und anwenden können. Theorie und

Praxis sollen dabei eng miteinander verzahnt werden.

Problemlöser und Störungsmelder, Vermittler und

Therapeuten

So sind Heilpädagogen in ihrer Arbeit Ressourcen-

Erkenner und Fähigkeiten -Förderer, Problemlöser und

Störungsmelder, Vermittler und Therapeuten. Die neue

Ausbildung zum staatlich anerkannten Heilpädagogen

an der Klax -Fachschule wird dieser Tätigkeitsvielfalt

gerecht: Heilpädagogik, Psychologie, Medizin und

Rechtskunde sind vier der Theoriefächer, die in drei

Jahren Ausbildung bearbeitet werden. Parallel vermittelt

der fachpraktische Unterricht u. a. vielfältige Methoden

aus der Psychomotorik, Musiktherapie, Spielpädagogik,

Sprachförderung sowie systemischen Beratung und Gesprächsführung.

Das Lernkonzept der Fachschule für Heilpädagogik

folgt der Klax -Pädagogik: Mit der Methode „Lernen mit

Zielen“ gestalten die Studierenden ihre Ausbildung mit

und übernehmen Verantwortung für das eigene Lernen.

Wie schon in der Klax -Fachschule für Erzieher bildet

Klax somit auch in der neu gegründeten Fachschule Absolventen

aus, die ihr Handwerk als Heilpädagogen in

Theorie und Praxis verstehen.

Klax -Fachschule für Heilpädagogik

Arkonastraße 45–49; 13189 Berlin Pankow

Tel: (030) 477 96 240: Fax: (030) 477 96 204

E Mail: info@klax ausbildung.de

32 März 2013


Psychiatrie

Unionhilfswerk

„Wir brauchen eine

Psychiatriereform“

Am 17. Januar 2013 wurde im Bundestag ein

Gesetzesentwurf zur Zwangsbehandlung von

Menschen mit psychischer Erkrankung mit großer

Mehrheit gebilligt.

Notwendig geworden war die Neuregelung nachdem

der Bundesgerichtshof im Sommer 2012 die bis dahin

gängige Praxis, Psychiatriepatienten nach einer Zwangseinweisung

auch gegen ihren Willen zu behandeln, für

rechtswidrig erklärt hatte. Betroffenenvertreter kritisierten

den Gesetzesentwurf bereits im Vorfeld scharf. „Wir

waren doch schon viel weiter“,

beklagt auch Dorothea Buck

(Foto), die Grande Dame der

psychiatrieerfahrenen Szene.

Vertreter des Unionhilfswerk

besuchten die beeindruckende

ehemalige Künstlerin nur wenige

Tage vor der Verabschiedung des neuen Gesetzes

in ihrem Hamburger Häuschen. Zustande gekommen

war der Kontakt zu Dorothea Buck über den Dokumentarfilm

über ihr Leben: „Himmel und Mehr“. Das

Unionhilfswerk hatte Klienten und Interessierte zu einer

Sondervorstellung mit anschließender Podiumsdiskussion

unter der Leitung von Patrizia Di Tolla ins Kali-Kino

Neukölln eingeladen.

Die 95-jährige Dorothea Buck hat am eigenen Leib erfahren,

wie sich Zwangsbehandlung anfühlen können.

Sie ärgert sich besonders, dass die Neuregelung das

grundlegende Credo der UN-Behindertenrechtskonvention

„Nicht über uns ohne uns“ außer Acht lässt. Natürlich

gibt es Menschen, die Psychopharmaka brauchen,

„doch die Entscheidung muss jeder für sich treffen können“,

so Buck.

Aus Empörung über das Schweigen zur Euthanasie und

über die schlechten Zustände in deutschen Psychiatrien

hatte Buck in den frühen 60er Jahren begonnen, sich

für die Betroffenen einzusetzen. Das Schweigen ist ihrer

Ansicht nach auch heute noch das zentrale Problem. „Es

setzt sich mehr und mehr eine biologistische Sichtweise

durch. Danach liegen die Ursachen einer Psychose in einer

genetisch bedingten Hirnstoffwechselstörung. Seelische

Ursachen gibt es nicht.“ Besonders weit entfernt

vom erblich bedingten Schwachsinn der Nationalsozialisten

sei man mit dieser Sichtweise nicht. Sie wünscht

sich für die Zukunft der Psychiatrie in Deutschland eine

Abkehr vom Unheilbarkeitsdogma und mehr Kommunikation

mit den Betroffenen.

www.unionhilfswerk.de

Vom Fach

Beim Paritätischen treffen sich Fachgruppen

(FG), Arbeitskreise (AK) und Qualitätsgemeinschaften.

Termine über www.paritaetalsopfleg.de

und im passwortgeschützten

Extranet www.pariextra.de.

FG Ältere Menschen Tel. 31 59 19-30

Forum Jugendhilfeausschüsse Tel. 8 60 01-165

JHA

FG Behindertenhilfe Tel. 8 60 01-152

FG Psychiatrische und Tel. 31 59 19-26

psychosoziale Versorgung

AK Psychosoziale Versorgung/ Tel. 77 32 88 22

BAPP

FG Suchthilfe

Tel. 31 59 19-28

AK Gesundheit

FG Hiv, Aids, STI und Hepatitiden

FG Krankenhäuser Tel. 8 60 01-101

FG Sozialstationen Tel. 31 59 19-34

AK Sozialarbeit in Sozialstationen

Tel. 31 59 19-25

FG Stationäre pfl. Versorgung

AK Soziale Beratung

AK § 67 SGB XII und

Schuldnerberatung

AK Qualität § 67 SGB XII

FG Familie, Frauen,

Mädchen

FG Kita

Integrations-AG

FG Jugendberufshilfe

FG Hilfen zur Erziehung

FG Jugendarbeit

Tel. 31 59 19-30

Tel. 860 01-168

Tel. 860 01-168

Tel. 860 01-168

Tel. 8 60 01-176

Tel. 8 60 01-179

Tel. 8 60 01-165

FG Schulträger Tel.: 8 60 01- 161

FG Betreuung Schulkinder Tel.: 8 60 01-166

FG u. AK Schulbez. Jugendhilfe

AK Koordinierende Leitungen

im Ganztagsbereich

FG Migration

Tel. 8 60 01-177

Qualitätsgemeinschaft

Migration

AK Straffälligen- und

Tel. 86001-122

Opferhilfe

Rechtsberatung mittwochs von 14 bis 16.30 Uhr (ohne

Terminvereinbarung) • Landesgeschäftsstelle

März 2013 33


Aus- und Weiterbildung / Pinnwand

Paritätische Bundesakademie

Von Gesprächsführung

bis Yoga

Veranstaltungsinformationen Mai 2012. Informationen

zu den aufgeführten Veranstaltungen erhalten

Sie bei: Paritätische Bundesakademie, Hackesche

Höfe, Hof 1, Rosenthaler Str. 40 - 41, 10178

Berlin; Tel.: (3.) 24 636 - 440, Fax: (3.) 27 59 41 44,

paritaetische@akademie.org

Der erstgenannte Preis gilt für Seminarteilnehmer

aus Mitgliedsorganisationen, der an zweiter Stelle

genannte Preis für Seminarteilnehmer aus Nicht-

Mitgliedsorganisationen. Soweit nicht anders angegeben,

finden alle Veranstaltungen in Berlin statt.

► Starke Eltern-Starke Kinder®

Erweitertes Zertifikat der Elternkursleiterschulung

Nr.: 091333; 24. Mai; 125 Euro / 145 Euro

► Yoga – Entspannung und Stille mit Kindern

Nr.: 061325; 27. Mai; 110 Euro / 130 Euro

► Pflegerische Kontrakturprophylaxe

Nr.: 051325, 6. Mai, 110 Euro / 135 Euro

► Gesprächsführung und Beratungskompetenz in der

Pflege; Nr.: 051334; 22. – 24. Mai; 315 Euro / 375 Euro

► MDK Prüfung- Die aktuellen Neuigkeiten

Nr.: 051319; 30. Mai; 115 Euro / 138 Euro

► Praxisworkshop: Beziehungsdynamik in der Arbeit

mit Menschen mit psychischen Störungen

Nr.: 081315; 30. – 31. Mai; 250 Euro / 300 Euro

► Rhetorische Tricks und ihre Abwehr

Nr.: 051310; 27. Mai – 28. Mai; 250 Euro / 300 Euro

► Erlebnispädagogik-Lernen mit „Herz, Hand und

Verstand“; Nr.: 091340; 27. Mai – 28. Mai

Brandenburg; 280 Euro / 335 Euro

► Berufliche Standort- und Perspektivenbestimmung

Nr.: 061305; 6. Mai; 155 Euro / 185 Euro

► Erfahrungen weitergeben beim Personalwechsel

Nr.: 061367; 16. Mai – 17. Mai; 285 Euro / 335 Euro

► Erstellen und Texten von Werbe- und PR-Materialien

Nr.: 061301; 30. Mai - 31. Mai; 265 Euro / 315 Euro

Stellenangebot

Die Björn-Schulz-Stiftung sucht zum nächstmöglichen

Zeitpunkt eine/einen

Diplom-Sozialarbeiter-/pädagoge (in) oder

Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in

Ihre Aufgaben

• Koordinator/in im ambulanten Kinderhospizdienst:

• Beratung und Betreuung von Familien mit lebensverkürzend

erkrankten Kindern

• Planung und Durchführung des Einsatzes unserer

ehrenamtlichen Mitarbeitern zur Entlastung der

Familien

• Trauerbegleitung

• Hausbesuche und Kontaktpflege

• Mitarbeit in Gremien der Hospizarbeit

• Konzeptarbeit und Vernetzung mit anderen Diensten

Was Sie mitbringen sollten

• Mehrjährige Berufserfahrung in der Arbeit mit

Familien

• Pädiatrische Palliative Care Ausbildung ist wünschenswert

• Führerschein

• Flexibilität, Belastbarkeit, Offenheit, Freundlichkeit

• Sie betrachten das Sterben als Teil des Lebens

.

Was wir Ihnen bieten

• einen unbefristeten Arbeitsvertrag in Vollzeit

• gezielte Einarbeitung

• regelmäßige Supervision

• erfüllendes Aufgabenfeld als Ansprechpartner und

Vertraute/r für unsere Familien und Familienbegleiter

• Mitarbeit in einem sympathischen und wertschätzenden

Umfeld

• leistungsgerechte Vergütung und zusätzliche Altersvorsorge

• Möglichkeit zur Qualifizierung durch interne und

externe Fort- und Weiterbildungen

Bitte senden Sie Ihre schriftliche Bewerbungen an:

Björn Schulz Stiftung,

Vorstand Jürgen Schulz

Wilhelm-Wolff-Straße 38

13156 Berlin

Mehr Informationen unter:

www.bjoern-schulz-stiftung.de

Aktuelle Stellenangebote und -gesuche

finden Sie im Internet stets hier:

www.paritaet-berlin.de/jobs/stellenangebote.html

34 März 2013


Pinnwand

Stellenangebot

Die Kindertagesstätte Pestalozzistraße liegt in Charlottenburg-Wilmersdorf,

Berlin. In unserer Einrichtung

werden derzeit 88 Kinder im Alter von 1,5 Jahren bis zum

Schulantritt betreut.

Für die Kindertagesstätte sucht das Pestalozzi-Fröbel-

Haus

.

eine/n staatlich anerkannte/n Erzieher/

in, gerne auch mit der Weiterqualifizierung

zum/zur Integrationsfacherzieher/in mit

30 Std./Wo.

Entgeltgruppe: TVL EG 8

Stundenumfang: 30 Wochenstunden

Besetzbar: vom 15.04.2013 bis 14.04.2015

Arbeitsgebiet: Kindertagesstätte Pestalozzistraße mit

derzeit 88 Kindern

Voraussetzung: Staatliche Anerkennung als Erzieher/in

oder eine vergleichbare Qualifikation

.

Wir wünschen uns von Ihnen u.a.:

• Staatliche Anerkennung als Erzieher/in, gern auch

mit Qualifizierung zur/zum Integrationsfacherzieher/in

• Berufserfahrung in der Kindertagesstättenarbeit

• Mitarbeit als Bezugserzieherin/er in der Offenen

Arbeit

• Interesse an der Konzeptionsweiterentwicklung im

Sinne von Early Excellence Centren

• Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Familien

der Kinder

• Bereitschaft, die konzeptionelle Arbeit zu dokumentieren

• Engagement bei internen und externen Evaluationen

• Erarbeitung und Entwicklung von pädagogischen

Angeboten nach EEC

.

Wir bieten Ihnen:

• Gezielte berufliche Weiterentwicklung und begleitete

Fortbildungen durch die Fachberatung des PFH

• Tarifgerechte Bezahlung (mit Jahressonderzahlung

und betrieblicher Altersvorsorge)

• Die Arbeit in einem freundlichen Team

• Einen schönen Arbeitsplatz, der täglich durch Kinderlächeln

bereichert wird

Schwerbehinderte mit gleicher Qualifikation werden

bevorzugt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns

über eine schriftliche Bewerbung bis zum 15.03.2013 an:

Pestalozzi-Fröbel-Haus

Serviceeinheit Personal

Kennziffer: 029

Karl-Schrader-Str. 7/8

10781 Berlin

Von Bewerbungen per E-Mail bitten wir abzusehen. Nicht berücksichtigte

Bewerbungen ohne Rückporto können leider nicht

zugesandt, aber in der Serviceeinheit abgeholt werden.

Stellenangebot

Wetek gGmbH sucht

Verwaltungsmitarbeiter/in für den Bereich

Finanzen und Zuwendungsabrechnung

Aufgabenbereich ist die qualifizierte Mitarbeit in einem

4-köpfigen Verwaltungsteam mit Schwerpunkt :

• Beantragung, Verwaltung und Controlling öffentlicher

Mittel und Zuwendungen (Bezirke/Land/

Bund)

• Budgetkontrolle und Berichterstattung an Zuwendungsgeber,

insbesondere mit Hilfe von Online-

Tools

• Erstellung, Eingabe, Änderung und Umwidmung

von Finanzierungsplänen

• Projektkontrolle und Mittelabruf

• Vorbereitung von Wirtschaftsprüfungen / Zuwendungsprüfungen

• Arbeiten für die Finanzbuchhaltung / Kostenstellenund

Kostenträgerzuordnung

• Vorbereitende Arbeiten für die Personalbuchhaltung

/ Monatliche Anmeldung der Lohn- und Gehaltsanmeldung

an das Personalbüro

• Anlegen und Führen der Personalakten

• Allgemeine Aufgaben / Korrespondenz, Schriftsätze,

Schriftverkehr mit Verwaltungen, Zuwendungsgebern.

.

Voraussetzungen / Kompetenzen:

• Wir erwarten eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung

(bspw. Dipl. Verwaltungswirt/in, Steuerfachwirt/in,

Buchhalter/in etc.).

• Einschlägige Berufserfahrung in der Finanzbuchhaltung

mit Kostenstellen und Kostenträgern, Erfahrungen

in der Abrechnung öffentlicher Fördermittel,

• Gute Kenntnisse des Vergaberechts (VOL, VOF),

Vertrags- und Zuwendungsrechts (LHO, BHO)

• Umgang mit Zuwendungsdatenbanken, hohe Zahlenaffinität

• Gute MS Office-Kenntnisse (Excel, Word, Internet),

Erfahrungen im Umgang mit KHK Sage.

• Die Fähigkeit und Bereitschaft zu selbständigem, systematischem

und eigenverantwortlichem Arbeiten,

eine hohe Leistungsbereitschaft, eine rasche Auffassungsgabe,

ein ausgeprägtes Organisationsgeschick,

• Teamfähigkeit und Flexibilität.

.

Umfang: 39 Stunden

Beginn: zum 01.05. oder 01.06.2013

.

WeTeK Geschäftsstelle, Christinenstr. 18-19, 10119 Berlin

www.wetek.de

.

Bewerber/innen mit Behinderungen werden bei gleicher

Eignung bevorzugt eingestellt. Die Vergütung entspricht

Entgeltgruppe 9 TVL-Berlin

Aussagekräftige Bewerbungen bis zum 25.03.2013

bitte per E-Mail an: scherer@wetek.de

März 2013 35


Pinnwand

Stellenangebot

Sozialarbeiter / Sozialpädagoge (aus paritätischen

Gründen männlich) Beratung und

Krisenunterkunft (BuK)

Die BuK (Beratung und Krisenunterkunft) sucht einen

Sozialpädagogen oder Erzieher. Wir ar beiten mit Jugendlichen,

die in der Regel zwischen 14 und 17 Jahren alt sind

und sich in Kri sensituationen jeglicher Art befinden. Der

Aufenthalt der Jugendlichen bewegt sich zwischen einer

Nacht und maximal drei Monaten.

Umfang 30 Stunden/Woche Zeitraum ab sofort Vergütung

analog TV-L B Arbeitsort Schönhauser Allee 39 b,

10435 Berlin

Voraussetzungen

• staatliche Anerkennung • Interesse an der Arbeit mit

„schwierigen“ Jugendlichen (und ihren Familien) • Fähigkeit,

im Team zu arbeiten • sehr gute kommunikative

Fähigkeiten; niedrigschwelliger Kontakt zu den Jugendlichen

• Freude am Durchsetzen von (auch niedrigschwlligen)

Regeln • Interesse und Erfahrungen in Gruppenarbeit

(Deeskalierungstechniken) • hohe Flexibilität und

Belastbarkeit • Erfahrungen im Clearing • Fähigkeit, auch

in Krisensituationen den Überblick zu behalten • Bereitschaft

zu Diensten zu ungünstigen Zeiten

Die Einstellung erfolgt erst nach Vorlage eines aktuellen

erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses. Schwerbehinderte

Bewerber werden bei gleicher Eignung besonders

berücksichtigt.

Bewerbungen:

bitte (mit Rückporto) bis 15.03.2013 an:

Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH

Victor Mattheo Böhnke

Schönhauser Allee 39b,

10435 Berlin

boehnke@pfefferwerk.de

Nicht berücksichtigte Bewerbungen ohne Rückporto

können leider nicht zurückgesandt, aber im Sekretariat der

Ge schäftsstelle abgeholt werden.

Aktuelle Stellenangebote und -gesuche

finden Sie im Internet stets hier:

www.paritaet-berlin.de/jobs/stellenangebote.html

Stellenangebot

Der TANNENHOF Berlin-Brandenburg e. V. sucht

für das Betreute Wohnen der Integrierte Suchtberatung

Ostprignitz-Ruppin zum schnellstmöglichen Zeitpunkt

einen

Dipl.- Sozialarbeiter/Sozialpädagogen bzw.

vergleichbare pädagogische Ausbildung

(m/w) mit 25 Std./Wo. für den Standort Neuruppin

Aufgaben: Pädagogische Betreuung von abstinent lebenden

suchtmittelabhängigen Menschen,

Hilfeplanung, Einzel-, Angehörigen- und Gruppengespräche,

Krisenintervention, Dokumentation, Kooperationsarbeit

Anforderung: Belastbarkeit, Team- und Kooperationsfähigkeit,

Praxiserfahrungen im Suchtbereich und Beratungsbereich

wäre wünschenswert, gültige Fahrerlaubnis,

gute EDV-Kenntnisse

Wir bieten die Mitarbeit in einem erfahrenen multiprofessionellen

Team.

Für Fragen steht Ihnen Frau Helm, Leitung Integrierte

Suchtberatung Ostprignitz-Ruppin, gerne zur Verfügung

(Tel.: 03391/6885075).

Ihre Bewerbung erbitten wir per E-Mail an bewerbung@

tannenhof.de oder per Post an:

TANNENHOF BERLIN-BRANDENBURG E. V.,

Personalabteilung,

Meierottostraße 8 - 9, 10719 Berlin

www.tannenhof.de

Stellengesuch

Sozialarbeiter im interkulturellen Bereich,

im Suchtbereich oder in der Wohungungslosenarbeit

Nachdem ich (männlich, 30 J.) 2010 mein Studium der

Sozialen Arbeit ander evang. FH Nürnberg abgeschlossen

habe, habe ich noch ein Jahr Erasmus-Praktikum drangehängt.

Habe knapp ein Jahr bei der Caritas (Diözese

Madrid) im Bereich der Wohnungslosenarbeit gearbeitet.

Wo ich dann auch übernommen wurde und zwei Jahre als

Sozialarbeiter angestellt war.

Währenddessen habe ich noch einen Master of Social

Work „Gemeinwesenarbeit, Sozialmanagement und

Evaluation in der Sozialen Arbeit“ an der Universidad

Complutense Madrid absolviert.

Aus privaten Gründen geht´s nun nach Berlin, wo ich ab

Anfang April eine Anstellung als Sozialarbeiter im interkulturellen

Bereich, im Suchtbereich oder in der Wohungungslosenarbeit

suche.

Bei Interesse sende ich Ihnen gerne meinen vollständigen

Lebenslauf zu. simon.desdeafuer@gmail.com

36 März 2013


Pinnwand

Stellengesuch

Sozialarbeiterin/ Kunsttherapeutin sucht

neue Herausforderung

Ich habe langjährige Erfahrungen im Tätigkeitsfeld

Sozialarbeit. Diese Erfahrungen habe ich insbesondere

im betreuten Wohnen mit psychisch- und suchtkranken

Menschen, in einem niederschwelligen Wohnverbund,

gemacht. Ebenso als Kunsttherapeutin mit eigener Praxis

und als Krankenschwester in mehreren medizinischen

Bereichen.

Ich suche ein neues Tätigkeitsfeld im psychosozialen

Bereich.

Vorstellen kann ich mir folgende Tätigkeitsfelder:

Projekt im Aufbau, Kontakt- und Begegnungsstätte, Familienstätten,

Leitung von ehrenamtlichen Gruppen sowie

Beratungstätigkeiten.

Was biete ich ihnen?

Viele Erfahrungen im Kontakt mit Menschen, gute

Kenntnisse in der Psychiatrielandschaft, Erfahrungen in

Gruppenleitungen.

Vielleicht sind sie neugierig geworden?

Ich sende Ihnen gerne meine vollständigen Bewerbungsunterlagen

sowie ein aktuelles Zwischenzeugnis zu.

Bitte kontaktieren sie mich per Mail:

isabrum@gmx.com

Stellengesuch

Kunsttherapeutin und Psychologin sucht

Anstellung

Ich bin 36 Jahre alt, klinische Kunsttherapeutin und

Psychologin. Ab sofort suche ich eine neue Anstellung

als Kunsttherapeutin oder Psychologin. Ich verfüge über

Erfahrung in der (kunsttherapeutischen) Einzeltherapie,

habe sowohl Gruppentherapien als auch Entspannungsverfahren

durchgeführt.

Über drei Jahre habe ich während meines Studiums als

Coach mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet und

Workshops zur Berufs- und Selbstfindung durchgeführt.

In einer Rehaklinik für Mütter und Kinder war ich als Psychologin

tätig und habe u.a. Erziehungs- und Familienberatung

durchgeführt.

Mein Tätigkeitsfeld als Kunsttherapeutin lag in der Leitung

von psychotherapeutischen Kunsttherapiegruppen in

psychosomatischen Kliniken. Zudem habe ich u.a. kunsttherapeutische

Gruppen für Menschen im Altenheim und

im Hospiz angeboten. Ich übernehme gerne die Leitung

von kunsttherapeutischen Gruppen oder entwickele für

sie kunsttherapeutische Konzepte. Ich übernehme gerne

ganz verschiedene Aufgaben im psychologischen Bereich,

sei es Betreuung, Beratung oder auch Therapien.

Sollte ich ihr Interesse geweckt haben, freue ich mich sehr

über eine persönliche Kontaktaufnahme. Gerne sende

ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen zu. Sie erreichen

mich unter

krebsramona@gmx.de

Stellenangebot

Der TANNENHOF Berlin-Brandenburg e. V. sucht für

das Schulbegleiterprojekt der Tagesgruppe „Bauernhof“

ab sofort unbefristet einen

Diplom Sozialarbeiter/Sozialpädagogen

(m/w) 40 Std./Wo.

Aufgaben:

Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrern, tägliche Hausaufgabenbetreuung

und individuelle Nachhilfe, Zusammenarbeit

mit Beratungslehrern und Schulpsychologen,

Krisenintervention, Mitwirkung bei der Erarbeitung

individueller schulischer Fördermaßnahmen.

Anforderungen:

Teamfähigkeit, mindestens zwei Jahre Berufserfahrung,

Erfahrung in Beratung und Gruppenarbeit, Flexibilität,

erweitertes polizeiliches Führungszeugnis.

Der TANNENHOF Berlin-Brandenburg e.V. bietet leistungsgerechte

Entlohnung, Supervison, Arbeit in einem

multiprofessionellen Team, Unterstützung bei Fort- und

Weiterbildung

.

Ihre Bewerbung erbitten wir per E-Mail an bewerbung@

tannenhof.de oder per Post an:

TANNENHOF Berlin-Brandenburg e.V. / Personalabteilung,

Meierottostraße 8 - 9, 10719 Berlin

www.tannenhof.de

Ich bin nach 15 Jahren aus Hessen nach Berlin zurückgekehrt

und möchte mich nun hier wieder platzieren als

Beraterin und Supervisorin

Meine beiden Schwerpunkte sind Führungskräfteberatung

und Teamentwicklung. Besonders fundiert bin ich dabei

in der Arbeit mit Frauen, da ich jahrelang im Bereich

Frauenforschung gelehrt und geforscht habe (FU Berlin).

Inzwischen habe ich einen eigenen Ansatz für die Praxis

entwickelt, um Frauen in ihrer Berufsrolle zu schulen.

Zahlreiche Frauen profitieren von meinem Ansatz der

„sozialen Ordnung“. Er verhilft zu mehr emotionaler

Neutralität und formalerem Verhalten.

Vielleicht mögen Sie einmal auf meine Webseite schauen

und überprüfen, ob mein Profil Sie interessieren könnte?

Gern stelle ich mich persönlich vor und umreiße meine

Arbeit. Über eine Resonanz würde ich mich sehr freuen!

Eva Koch-Klenske

Pädagogische Praxis Dr. Eva Koch-Klenske

Führungskräftetraining, Supervision und Weiterbildung,

Lebensberatung und Krisenhilfe

Wetzlarer Str. 4; 14197 Berlin

030 - 544 68 925

mobil 01522 - 60 73 143

www.koch-klenske.de

März 2013 37


Telefonverzeichnis I

Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin, Brandenburgische Str. 80,

10713 Berlin, Tel. (0 30) 8 60 01-0, Fax (0 30) 8 60 01-110

E-Mail: info@paritaet-berlin.de; Internet: www.paritaet-berlin.de

Name Bereich / Funktion Telefon Fax E-Mail 1

John, Prof. Barbara Vorstandsvorsitzende -182 -260 john@..

Abend, Ronald Catering -105 -110 abend@..

Bodrow, Margita Stiftungsmittel -125 -210 bodrow@..

Böckel, Sabine vom Drittmittel -121 -240 boeckel@..

Bußler, Anett MO-Datenbank -154 -240 bussler@..

Drusche, Angelika Sekr. Geschäftsführung -103 -260 drusche@..

Engel, Petra Pressestelle -107 -140 engel@..

Everién, Yvonne Sekr. Kinder & Kitas/Frauen., Fam. -163 -220 everien@..

Fischer, Ursula Verwaltungsleiterin -111 -240 fischer@..

Gaubert, Sigrid Sekr. Behindertenh. & Werkst. -152 -210 gaubert@..

Gaudszun, Claudia Ref. Kinder und Kitas -179 -220 gaudszun@..

Grof, Martina Catering -105 -110 grof@.

Groos, Ursula Ref. Straffälligen- und Opferhilfe -122 -210 groos@..

Groß, Heike Sekr.Altenhilfe, Soz., Pfl. -172 -220 Gross@..

Hartan, Bärbel Empfang -200 -110 hartan@..

Helbig, Christiane Stiftungsmittel -145 -210 helbig@..

Herchner, Claudia

Sekr. Geschäftsführung / Aufnahmen

-102 -260 herchner@ …

Hoyer, Martin Ref. Kinder und Kitas / Schule -161 -220 hoyer@..

Köppe, Brigitte Empfang -200 -110 info@..

Kriebel, Elvira Ref. Schulbezogene Jugendhilfe -166 -220 kriebel@..

Krüger, Elke Stv. Geschäftsführerin -101 -260 krueger@..

Lachenmayer, Rainer Ref. Altenh., Soz., Stat. Pflege -171 -220 lama@..

Luttmer, Marcus Ref. Kinder und Kitas -178 -220 luttmer@..

Menninger, Oswald Geschäftsführer -104 -260 menninger@..

Mohr, Sabina Sekr. Jugendhilfe -165 -220 mohr@..

Purmann, Reinald Ref. Behindertenhilfe -151 -210 purmann@..

Riesmeier, Yvonne Finanzbuchhaltung -113 -240 riesmeier@..

Schmid, Rita Pressestelle -183 -140 schmid@..

Schödl, Regina Ref. Soziales -168 -210 schoedl@..

Schulz, Andreas Ref. Jugendhilfe -162 -220 schulz@..

Selinger, Evelyn Ref. Familie, Frauen, Mädchen -176 -220 selinger@..

Spöhr, Holger Ref. Migration -177 220 spoehr@..

Wachholz, Chris Drittmittel / Praktikanten -273 -240 wachholz@..

Wanke, Hans-Jürgen Personal / Organisationsberatung -186 -260 wanke@..

Witten, Elfi Pressesprecherin -181 -140 witten@..

Personalbüro Personalverw. (Sprecht. Mi) -135 -240 personalbuero@..

Tagungsräume: E.04: -117 E.05: -118 / E.06: -119/1.14 -274 / 5.04: -115 / Keller: -198

1

Die E-Mail-Adresse setzt sich zusammen aus [angegebener Name]@paritaet-berlin.de

38 März 2013


Telefonverzeichnis II

Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin

Referate

Ambulante Pflege und Hospize

Psychiatrie/Queere Lebensweisen

Suchthilfe/Gesundheitsförderung / Aids

Kollwitzstraße 94–96; 10435 Berlin-Prenzlauer Berg

Tel.: (030) 315 919-0

Fax (0 30) 315 919-29

E-Mail info@paritaet-berlin.de

Name Bereich / Funktion Telefon E-Mail

315919-0

Kalla, Karina

Sekr. Stationäre Pflege und Altenhilfe,

-13 kalla@paritaet-berlin.de

Sekr. Ambulante Pflege und

Hospize

Christian

Reumschüssel-Wienert

Ref. Psychiatrie/Queere Lebensweisen

-26 reumschuessel@paritaetberlin.de

Drees, Heike

Ref. Suchthilfe / Gesundheitsförderung/

-28 drees@paritaet-berlin.de

Aids

Pleyer, Markus

Qualitätsmanagement, ambulante -25 pleyer@paritaet-berlin.de

und stat.Pflege

Lüderitz, Alke

Sekr. Suchthilfe / Gesundheitsf./ -43 luederitz@paritaet-berlin.de

Aids und Psychiatrie/Queere Lebensweisen

Zentgraff, Ute Ref. Amb. Pflege und Hospize -34 zentgraff@paritaet-berlin.de

Zobel, Dr. Oliver Ref. Stationäre Pflege und Altenhilfe -30 zobel@paritaet-berlin.de

Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin

Geschäftsstelle Bezirke

Kollwitzstraße 94–96,

10435 Berlin-Prenzlauer Berg.

Telefon (0 30) 55 67 05-0, Fax (0 30) 55 324 45

Name Bereich / Funktion Telefon E-Mail

556705 -0

Hilla - zur Horst, Renate Bezirksbeauftragte für Steglitz-Zehlendorf/

-19 hilla@paritaet-berlin.de

Pankow/Spandau und Marzahn-

Hellersdorf:

Kelp, Angelika

Bezirksbeauftragte für Charlottenburg- -17 kelp@paritaet-berlin.de

Wilmersdorf/ Mitte/ Reinickendorf

und Friedrichshain-Kreuzberg:

Schlimper, Dr. Gabriele Leiterin der Geschäftsstelle, Bezirksbeauftragte

-18 schlimper@paritaet-berlin.de

für Treptow-Köpenick

Schilling, Dagmar

Bezirksbeauftragte für Lichtenberg- -16 schilling@paritaet-berlin.de

Hohenschönhausen/ Neukölln und

Tempelhof-Schöneberg:

Schoene, Erika Sekr. -10 schoene@paritaet-berlin.de

März 2013 39


Berliner Bestell-Fax für Themenhefte / Arbeitshilfen

Fax (0 30) 8 60 01-140

Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin, Pressestelle

Brandenburgische Straße 80; 10713 Berlin

Themenhefte

Menge

Kostenlose Bestellung [bitte ankreuzen]

Bewegung hält gesund (2/2013)

Vielfalt im Alltag gestalten - Interkulturelle Öffnung unter Paritätischem Dach (9/2012)

Tatort Berlin - Straffälligen- und Opferhilfe unter Paritätischem Dach (3/2012)

Bildungspartner finden sich - Kooperation freier Träger der Jugendhilfe und Schulen (9/2011)

Hürden nehmen. Migrationssozialarbeit im Paritätischen Wohlfahrtsverband (5/2011)

Vielfalt fördern! Fünf Jahre Stiftung Parität Berlin (DP 3/2010)

Stärken stärken. Kunst und Kultur in der sozialen Arbeit/ Programmheft Gala 60 Jahre Paritätischer

Berlin (DP 2/2010)

Gute Pflege braucht ... (DP 1/2010)

Zahlen, Fälle und wie weiter? Zur Steuerung der psychiatr. Versorgung in Berlin (DP 3/2009)

Selbstbestimmt altern. Paritätische Projekte für und von älteren Menschen (DP 2/2009)

Gemeinsam Schule machen (Stand: 10/2008)

Gemeinschaft genießen. Tagespflege im Paritätischen (DP 6/2008)

Der Qualitätscheck – eine Erfolgsgeschichte (NP 3/2007)

Gemeinsam fördern – Verlässlich gestalten. Paritätische Träger als Partner von Grundschulen.

(NP 3/2006)

Wohnungswirtschaft u. soziale Träger: Kooperation mit Zukunft (NP 1/2006)

Arbeitshilfen

Menge Kostenlose Bestellung [bitte ankreuzen]

Mädchen und Jungen vor sexueller Gewalt in Institutionen schützen – (4., komplett überarbeitete,

Auflage, Oktober 2012)

Ambulante Familienpflege – § 20 SGB VIII (Oktober 2012)

Paritätisches Leitbild: Betreutes Jugendwohnen“ (Arbeitshilfe Qualitätsentwicklung in den Hilfen

zur Erziehung; 9/2011)

Qualität in d. Schulbezogenen Jugendhilfe - Fünf Paritätische Handlungsgrundsätze (2/2009)

Gemeinsam fördern – Verlässlich gestalten: Paritätische Träger als Partner von Grundschulen

(NP 3/2006)

Versandanschrift [bitte deutlich schreiben oder stempeln]

MO-Name

zu Händen:

Straße

PLZ Ort

40 März 2013

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