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Im Überblick

Pressekonferenz zum Maßnahmenpaket Italienisch

Zweitsprache besser lernen

Ein Maßnahmenpaket zum verbesserten Erlernen der Zweitsprache Italienisch hat das Deutsche Bildungsressort am

16. Oktober vorgestellt. Eine Lernstandserhebung zur Zweiten Sprache, die die Evaluationsstelle an 56 Grundschulen

vorgenommen hatte, lieferte unter anderem Ergebnisse zu wichtigen Voraussetzungen des guten Sprachenlernens.

Die Informationen dazu im Folgenden:

Maßnahmen zum verbesserten Erlernen der

Zweitsprache Italienisch präsentierte das

Deutsche Bildungsressort im Rahmen einer

Pressekonferenz an der Wirtschaftsfachoberschule

Heinrich Kunter in Bozen. „Die

deutschen Schulen sind keine einsprachigen,

sondern eigentlich mehrsprachige

Schulen, denn beim Abschluss der Oberschulen

müssten alle Schülerinnen und

Schüler Deutsch, Italienisch und Englisch

können; allerdings legen wir auch Wert auf

die Muttersprachenkompetenz, die als Basis

für präzises Denken gilt“, erklärte Bildungslandesrätin

Sabina Kasslatter Mur die

Grundhaltung des Deutschen Bildungsressorts

in Sachen Sprachunterricht. Ausgehend

von der KOLIPSI-Studie 2011 habe das

das Deutsche Bildungsressort ein Maßnahmenpaket

geschnürt, um die Bemühungen

um einen bestmöglichen Erwerb der Zweitsprache

Italienisch an Südtirols Schulen

noch weiter zu verstärken, so die Landesrätin.

„Weil die Studie gezeigt hat, dass die

Schüler die Zweitsprache nicht in dem Ausmaß

können, wie sie sie laut Unterrichtsstundenanzahl

beherrschen müssten, war

eine einfache Ausdehnung des Italienischunterrichts

nicht die Lösung“, erläutert die

Landesrätin. „In erster Linie geht es darum,

die didaktische Kontinuität des Zweitsprachenunterrichts

im ländlichen Gebiet zu erhöhen,

die Lehrpersonen besser auszubilden

und somit die Unterrichtsqualität zu

steigern“, erklärte Schulamtsleiter Peter

Höllrigl.

Ausbildungsmöglichkeiten

und Sprachzertifizierungen

Insgesamt hat das Bildungsressort neun

Maßnahmen gesetzt: Für die Zweitsprachenlehrpersonen

wurde ein attraktives Ausbildungsangebot

geschaffen und intensive Beratung

und Unterstützung, vor allem im Vinschgau

und im Pustertal angeboten. Die

Lehrpersonen wurden angeregt, für fünf

Jahre auf Mobilität zu verzichten. Weiters

wurden innovative Vorhaben des Sprachlernens

gefördert sowie das Austauschjahr und

die Klassenpartnerschaften ausgebaut. In

der Grundschule wurden Kompetenztests

durchgeführt. Für die Mittelschule sind sie

in Vorbereitung. Die Neuordnung der Abschlussprüfung

ist für die Mittelschule umgesetzt.

In Mals, Schlanders, Meran, Bozen,

Brixen und Bruneck gibt es eine Zertifizierung

des Sprachstands.

„Für die Zweitsprachenlehrer wurden mehrere

Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen,

damit sie fehlende Studientitel ergänzen

können“, sagte Rudolf Meraner, der Leiter

des Bereichs Innovation und Beratung im

Bildungsressort. So gibt es das Studium generale

plus an der Freien Universität Bozen,

das im heurigen September gestartet ist und

einen Weiterbildungsmaster mit der Università

degli stranieri von Siena, der für

2014/2015 in Planung ist. Für die Lehrpersonen

wurden außerdem Sprachkurse zum

Deutschlernen angeboten, an denen 55 Personen

teilgenommen haben. Ende Oktober

soll ein ESF-Projekt mit Sprachkursen in

Bruneck, Brixen, Bozen, Meran und Latsch

starten. „Um die Motivation der Schüler

beim Lernen der Zweitsprache zu steigern,

werden auch Sprachzertifizierungen angeboten,

wofür die Schüler die Prüfungen an

ihren Schulen machen können“, erläuterte

Meraner. Für die Prüfungen C1 und B2 in Italienisch

haben sich laut Meraner für diesen

November mehr als 400 Schülerinnen und

Schüler angemeldet.

Für Italienisch als Zweitsprache wurde ein

bei der Abschlussprüfung der Mittelschule

ein neues Modell eingeführt. „Es basiert auf

Hören, Lesen, Schreiben, Monolog und Dialog,

was dann auch in den Italienischunterricht

einfließt“, erklärte Marco Mariani, der

Inspektor für Italienisch als Zweitsprache.

Im Vorjahr wurde dieser neue Prüfungsmodus

an 14 dritten Mittelschulklassen (240

Schülerinnen und Schüler) erprobt. Laut

Mariani haben 65% der Schülerinnen und

Schüler die Tests positiv abgeschlossen und

auch bei den Lehrerinnen und Lehrern ist

das neue Modell gut angekommen.

Tests zum Lernstand der Kinder

Eine Lernstandserhebung, durchgeführt von

der Evaluationsstelle am deutschen Bildungsressort,

erhob die Wirksamkeit und

die Voraussetzungen zum Zweitsprachenlernen.

Insgesamt nahmen 56 Grundschulen an

der Evaluation teil. Im Herbst 2012 haben

alle Grundschüler und Grundschülerinnen

der vierten Klasse der Grundschule an einem

Test teilgenommen, in dem ihre Fähig-

10 November 2013

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