VISIER: Das internationale Waffen-Magazin Bluegrass Moonshiner (Vorschau)

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8

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Benelli SuperNova

Was leistet die neue

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Bluegrass Moonshiner

■ Brandneu

■ Bullpup-Repetierer

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Startschuss | EDITORIAL

TARGET ELITE PLUS

ULTIMATE MATCH GRADE CARTRIDGES

TV, selbstgemacht

Bei Redaktionsschluss lief die Weltcup-Serie des weltweit wichtigsten

Schützenverbandes International Shooting Sport Federation (ISSF).

Für September steht die Weltmeisterschaft im spanischen Granada

an. Und im Gefolge von alldem war sie dann auch wieder da – die Frage

nach der Berichterstattung und damit der Öffentlichkeitswirkung

des Schießsports. Mal abgesehen vom Biathlon standen die übrigen

Schießsportarten immer im Schatten, allenfalls bei Olympia gab es

mal etwas zu sehen. Das kann und muss man ändern, dachte sich die

ISSF und machte sich 2010 ans Werk. Inzwischen verlässt man sich

nicht mehr darauf, dass die Anstalten und Sender berichten, falls sie

überhaupt Filmteams schicken. Da kümmert sich die ISSF nun selber

drum. Sie versorgt die Sender mit professionell aufbereitetem Material

und hat im Internet einen eigenen Sender gestartet, über den man

die Wettkämpfe verfolgen kann. Okay: Beim während der abschließenden

Arbeiten an diesem Heft gerade laufenden Weltcup in Peking

vermeldete die ISSF einen Ausfall – doch der hing wohl mit mangelhafter

Stromversorgung in China zusammen und nicht mit der Vorbereitung

der ISSF. Unterm Strich zeigte sich der Schützen-Weltverband

positiv davon überrascht, wie er seine Außendarstellung verbessern

konnte, seit er die filmische Berichterstattung in die eigenen Hände

genommen hat: Allein 2013 habe man mit dem Material zur ISSF-

Meisterschaft ungefähr 300 Millionen Zuschauer in der ganzen Welt

erreicht. Auch die sonstigen Social-Media- und Presse-Aktivitäten

hätten eine gute Resonanz erbracht. Daher können sich die Fans jetzt

schon freuen: Für die vom 6. bis 20. September in Granada stattfindenden

Weltmeisterschaften kündigte der Verband an, über alle Finalwettkämpfe

per ISSF-Fernsehen zu berichten. Nachverfolgen kann

man das über www.issf-sports.org – es sei davon ausgegangen, dass

in Andalusien bezüglich der Web-Verbindungen alles glatt laufen

wird: Freuen wir uns darauf, dass wir unsere Schützen da fast schon

hautnah werden verfolgen können.

Matthias S. Recktenwald

Chefredakteur

August 2014

VISIER.de | 3

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INHALT | In dieser Ausgabe

Bluegrass Moonshiner:

- Brandneu

- Bullpup-Repetierer

- .308 Winchester

In Amerika assoziiert man mit

dem Wort „Moonshine“ vor allem

Schwarzgebranntes. Die Firma

Bluegrass Armory aus

Florida hingegen taufte

eine neue Büchsenkreation

auf diesen Namen. Was der

Bullpup-Repetierer leistet,

lesen Sie ab Seite 30.

30

82

8 Bore OC

Sporting Rifle

Mit einem Vorderlader im

gewaltigen Kaliber 8 Bore

zur Jagd nach Afrika wie

die Großen des 19.

Jahrhunderts. Diesen

Traum erfüllte sich Heinz

W. Faude. Der Reisebericht

samt Vorstellung

der 8 Bore OC Sporting

Rifle startet auf Seite 82.

118

Eurosatory 2014

Die Trends und Neuheiten der Rüstungsbranche

– frisch von der Pariser Eurosatory.

VISIER war vor Ort und berichtet ab Seite 118.

Smith & Wesson

M 66-8

Anfang des 21.

Jahrhunderts

beendete die Firma

Smith & Wesson ihre

Revolverbaureihe

M 66. Jetzt lebt sie in

Form des M 66-8

wieder auf – ob der

Winterschlaf Spuren

hinterlassen hat,

lesen Sie ab Seite 24.

12

24

SIG Sauer

P 226 LDC

LDC – Long Dust Cover oder

zu Deutsch langer Staubschutz.

Das ist das erste,

was einem beim Betrachten

des neuesten Mitglieds der

P 226-Familie auffällt. Was

die massige Ganzstahlpistole

kann, das verrät

der Bericht ab Seite 12 .

Auf einen Blick

KURZWAFFEN:

SIG Sauer P 226 LDC, 9 mm Para S. 12

Walther PPQ M2 5 Zoll, 9 mm Para S. 18

S & W M 66-8, .357 Magnum, S. 24

LANGWAFFEN:

Bluegrass Moonshiner, S. 30

.308 Winchester

Benelli SuperNova IPSC, 12/89 S. 38

Auto Assault-12, 12/70 S. 44

Walther Terrus, 4,5 mm S. 50

Walther Century, 4,5 mm S. 50

Walther LGU Master, 4,5 mm S. 50

Parker-Hale P/53 S. 68

Parker-Hale P/58 S. 68

Parker-Hale P/61 S. 68

Parker-Hale Volunteer Percussion S. 68

Target Rifle, .451

Parker-Hale 3 Band Henry S. 68

Volunteer Rifle, .451

Parker-Hale Withworth „451“ S. 68

Military Match Rifle

8 Bore OC Sporting Rifle, 8 Bore S. 82

4 | VISIER.de

August 2014


S 8 001-001 Titel.indd 1 09.07.14 08:49

In dieser Ausgabe | INHALT

Test & Technik

SIG Sauer P 226 LDC 12

Wofür taugt die massige Ganzstahlpistole?

- Die Schießtest-Ergebnisse16

Walther PPQ M2 5 Zoll 18

Was bringt das erste Ulmer Zentralfeuer-

Sportmodell mit Polymergriffstück?

- Die Schießtest-Ergebnisse23

Smith & Wesson M 66-8 24

S & W belebt sein Modell M 66 wieder. Was

kann der neue 357er Revolver?

- Die Schießtest-Ergebnisse28

- Die Geschichte des M 19 / M 6629

Bluegrass Moonshiner 30

- Brandneu

- Bullpup-Repetierer

- .308 Winchester

- Die Schießtest-Ergebnisse35

Benelli SuperNova 38

Was leistet die neue IPSC-Flinte?

- Die Schießtest-Ergebnisse42

MPS AA-12 44

Vollauto-Militärflinte – geht das überhaupt?

3 neue Walther-LGs 50

Bringen‘s die Luftgewehre für Freizeit

und Sport?

- Die Schießtest-Ergebnisse54

- Und das sagen die Leser dazu50

Mehl BMC 19 56

Welche Vorteile bietet das neue v 0

-

Messgerät?

Knives Of Alaska 60

Neue Outdoormesser für Sie im Praxis-Check.

Sammeln & Selbermachen

Parker-Hale-Vorderlader68

Alles über die historischen Nachbauten der

Enfield-Gewehre.

- Parker-Hale71

- Zubehör75

August 2014

Geschichte & Geschichten

Nikolai Makarow und

seine Konstruktionen 76

Zum 100. Geburtstag des Konstrukteurs

der russischen PM-Pistole.

Faszination Waffen

8 Bore OC Sporting Rifle 82

Afrikajagd mit dem Vorderlader: Wie

es früher war – und wie es heute ist.

Recht & Ordnung

Zuverlässigkeit92

Sichere Lagerung von Waffen und das März-

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts.

- Waffenaufbewahrung93

Vor Ort

Eurosatory 2014 118

Die Trends und Neuheiten der Pariser

Fachmesse für Wehrtechnik.

ISSF-Weltcup124

Fort Benning, München, Maribor und

Peking lauteten in diesem Jahr die

Stationen der ISSF-Schützen.

News

- Puma-Küchenmesser 6

- Ruger Single-Seven 6

- Pump-Action-ARs 7

- Taser AXON Flex 8

- Internet-Fundstück 9

Namen & Nachrichten

- VISIER-Fotowettbewerb 108

- Neue RUAG-Homepage 109

- Lesertipp: Gewehrgurte 111

Ständige Rubriken

Startschuss 3

Leserbriefe10

Die Anzeige des Monats 95

Anzeigen-Coupon 96

Termine 112

VISIER-Shop-Bestellcoupon 115

Impressum 117

Vorschau 130

Vor 150 Jahren starb

Ferdinand Lassalle

wegen einer grossen

Liebe

«Das Duell

von Carouge»

Feuernde Kanonen

Schwarzpulverladungen für Mini-Geschütze

bis zur 47-mm-Infanteriekanone

August 8/2014

Arsenal

Strike One

Dienstpistole mit neuem

Verriegelungssystem

birgt viel Potential

WM-Vorbereitung für die

IPSC-Schützen an der

SM in Niederbipp

Außerhalb der Schweiz gibt es das in

VISIER beigefügte Supplement des

Schweizer Waffen-Magazins nicht am

Kiosk, sondern nur im XXL-Abo vom Verlag.

VISIER.de | 5


NEWS | Produkt-Neuheiten

Puma K-Serie

Scharfes für die Küche

Ruger

Single-Seven

Exklusiv in .327 Magnum

Die Messer des Solinger Herstellers Puma sind vor allem bei Jägern und Outdoorfans

ein fester Begriff. Die bei der Herstellung solcher Klingen gemachten

Erfahrungen lässt der Traditionsbetrieb jetzt in seine Küchenmesserserie

einfließen. Insgesamt acht Modelle umfasst die Reihe. Dazu gehört ein

klassisches Streichmesser für das Frühstücksbrötchen ebenso wie ein großes,

universelles Kochmesser (Bild). Die Klingen bestehen aus 1.4116er Stahl

mit einer Härte zwischen 57 und 59 HRC; als Griffmaterial dient Eibenholz.

Interessierte können die Messer direkt bei Puma kaufen, entweder auf

der normalen Homepage www.pumaknives.de oder der extra für die Küchenmesser

eingerichteten Webpräsenz www.puma-kueche.de. Die Preise liegen

zwischen 21 und 59 Euro.

TQ

Lone Wolf

Distributors

Pimp my Glock

Glocks kleine einreihige 380er-Pistole G42 meisterte erst in der

Juni-Ausgabe den VISIER-Test. In den USA ist man ein Stück weiter:

Großhändler Lone Wolf bietet bereits eine ganze Menge Aftermarket-Teile

und Umbauten für die Taschenpistole an. Im Bild:

Tritium-Visierung von Trijicon und hauseigene Gravur / Lackierung

des Schlittens in Urban-Camouflage. Daneben bietet Lone Wolf

auch eigenes Zubehör an, etwa neue Schlagbolzenführungen und

sämtliche verbaute Federn. Auch Besitzer anderer Pistolen aus der

Glock-Palette sollten einen Blick auf die Hompage wagen. Denn der

Großhändler führt ab sofort die Magazin-Bodenplatten von

US-Hersteller Pearce Grips. Die Elemente gibt es für diverse

Glock-Modelle. Sie bestehen aus Kunststoff und dienen je nach

Version als zusätzliche Auflage für den kleinen Finger oder als

Magazinverlängerung. Die Teile kosten zwischen sechs und zehn

US-Dollar. Weitere Informationen: www.lonewolfdist.com TQ

6 | VISIER.de

US-Hersteller Ruger fertigt exklusiv

für den Großhändler Lipsey‘s eine

spezielle Variante des Single-Six-

Revolvers. Die Waffe kommt in

Stainless Steel mit ungefluteter

Trommel – allerdings im Kaliber

.327 Federal Magnum. Durch die

Verwendung von Single-Six-Trommelrohlingen

finden so dank unterschiedlicher

Bohrungen sieben statt nur

sechs Patronen Platz. Der Revolver

kommt in drei Lauflängen: 4 5 / 8

Zoll,

5 1 / 2

Zoll sowie 7 1 / 2

Zoll. Alle drei

Varianten gehen in den USA für 659

Dollar zum Kunden. www.ruger.com

oder www.lipseys.com

TQ

August 2014


Produkt-Neuheiten | NEWS

Bentwood UMOS

Pump-Action fürs AR

Die Kreativität in Sachen AR-15 scheint ja besonders in den USA kein Ende zu finden. Neuester Streich: Das UMOS-System vom

Hersteller Bentwood aus Nevada. Der Name steht für „Universal Manual Operation System Pump Action“ und macht aus einem

normalen AR-15 einen Vorderschaftrepetierer. Das Set besteht aus Laufhülse, Haltemutter, Vorderschaft und dem nötigen

Gestänge. Bei dem Konzept dachte der Hersteller an die Jäger. Denn in mancher Gegend ist die Jagd mit Halbautomaten verboten

– so kann man trotzdem mit dem gewohnten AR auf die Pirsch gehen. Interessant ist das Ganze auch für Wiederlader und Benchrest-

Schützen. Sie müssen sich dann bei ihren Handlaborierungen nicht mehr darum kümmern, ob die Energie ausreicht, um das AR

noch zu repetieren. Zudem kann man damit auch bei der 3-Gun Manual Division antreten. Das Set hat noch keinen Vertriebspartner

in Deutschland. In den USA geht das UMOS für 350 Dollar über die Ladentheke. www.bentwoodgunsmithing.comTQ

Nikon Prostaff 3i

Neuer Entfernungsmesser

Vom japanischen

Optikspezialisten Nikon

stammt der neue

Entfernungsmesser

Prostaff 3i. Das Gerät

gibt via Laser die exakte

Distanz zum Ziel an

– laut Pressemitteilung

in Schritten von 0,1

Metern und somit in der kleinsten Messeinheit, die

momentan am Markt erhältlich ist. Das Prostaff 3i lässt

sich zudem von Nah- auf Fernzielmodus und umgekehrt

umschalten. Das soll auch in bewaldetem Gebiet jederzeit

eine exakte Messung möglich machen. Der Messbereich

des sechsfach vergrößernden Gerätes startet bei 7,3

Meter und geht bis 590 Meter. Ein Preis stand bei Redaktionsschluss

noch nicht fest. www.nikon.de

TQ

S & W

M & P Shield

Jetzt auch ohne manuelle Sicherung

Aufgrund erhöhter Nachfragen vor allem aus der US-Kundschaft

hat sich Smith & Wesson dazu entschlossen, seine

Taschenpistole M & P Shield in einer Variante ohne manuellen

Sicherungshebel anzubieten. Die einreihige Pistole im

Kaliber 9 mm Para und .40 S & W kommt ansonsten mit den

gleichen Features, wie auch die Varianten mit Daumensicherung.

Nach Deutschland kommen beide Varianten

über den Importeur Waimex aus Fürth.

www.smith-wesson.com / www.waimex.comTQ

August 2014

VISIER.de | 7


NEWS | Produkt-Neuheiten

SureFire X400 Ultra

Leuchte und Laser in einem

US-Lichtspezialist SureFire

kombiniert bei seiner neuen

Waffenleuchte X400 Ultra das

Prinzip von Sehen durch Licht

und Zielen mit Laser. Jetzt

bringt der Hersteller eine neue

Variante mit grünem statt

rotem Laser. Laut Surefire ist

Grün die Farbe, die das menschliche

Auge am besten sehen kann. Das

soll auch in schwierigsten Situationen

eine sichere Zielauffassung ermöglichen. Der Laser lässt sich über sogenannte Nylok-Schrauben auf den Treffpunkt ausrichten.

Diese sollen sich auch bei intensivem Schießen nicht verstellen, der Laser somit den Trefferpunk länger halten. Zusätzlich

kommt die Leuchte mit einer 500-Lumen-LED, die ihr weißes Licht durch eine TIR-Linse aufs Ziel richtet. Das Paket wird von zwei

123A Lithium-Batterien angetrieben, die halten laut SureFire bis zu 1,5 Stunden. Die Montage an der Waffe erfolgt über eine

Schraubverbindung mit der Picatinny-Schiene. In den USA müssen Käufer 790 Dollar einplanen. www.surefire.com

TQ

Taser AXON Flex

Brillen-Kamera

Moderne Technik macht es dem Gesetzeshüter leichter, Verstöße und Beweise

auf Video festzuhalten. Ein nützliches Tool dafür ist das AXON-Flex-System

von US-Hersteller Taser. Das System besteht aus Kamera, Halter und einem

Batteriekasten für den Gürtel. Je nach Wunsch lässt sich die Kamera entweder

am Brillenbügel, am Helm oder auch auf dem Armaturenbrett

des Streifenwagens befestigen. Das System

zeichnet ein 130° breites Sichtfeld mit einer

Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten auf. Laut

Taser soll es sich auch bei schlechten Sichtverhältnissen

noch einsetzen lassen. Die gespeicherten

Daten lassen sich einfach auf den Computer

übertragen. Auch wenn AXON Flex vornehmlich für

Polizeibehörden entwickelt wurde, macht es auch für

Sportschützen Sinn: Etwa dann, wenn bei aktiven

Disziplinen die Bewegungsabläufe dokumentiert

werden sollen. Das System gibt es für 599 Dollar. Mehr

Infos finden Sie im Web: www.taser.com

TQ

+++ Mehr News finden Sie unter www.all4shooters.com +++

8 | VISIER.de

August 2014


Produkt-Neuheiten | NEWS

Revolver-

trommel-

Stifthalter

Jetzt im VISIER-Shop

Netzfundstück:

Fans von russischen Ordonnanzwaffen kennen die

olivgrünen Blechdosen, hinter deren dicht verlöteten Deckeln

sich mehrere 100 Schuss Surplusmunition verbergen.

Für echte Liebhaber dieser im US-Slang als „Spam

Cans“ (= Frühstücksfleischdosen) bekannten

Behälter bietet das kleine US-Unternehmen Plush Armory

nun die Dosen in Kissenform an. Sie sind mit den korrekten

kyrillischen Daten für 7,62 x 54 mm R-Munition versehen,

weich und plüschig und kosten 24,99 Dollar. Als

nächstes plant der Hersteller übrigens ein Plüsch-A10-

Erdkampfflugzeug ... www.plusharmory.com

Exklusiv bei uns erhältlich!

SCHEIBEN-

SPEZIALIST

Wozu ein schnöder Becher aus

dem Schreibwarenladen, wenn

man als Schütze seine Leidenschaft

auch stylisch ins Büro

bringen kann? Der Revolvertrommel-Stifthalter

aus dem VISIER-

Shop ist 90 Millimeter hoch,

durchmisst 70 Millimeter und

besteht aus massivem Aluminium-Druckguss.

Den Blickfang

gibt es für 19,95 Euro im VISIER-

Shop unter www.vsmedien.de, zu

finden in der Rubrik „Besondere

Angebote“.

TQ

August 2014

Pro Shot Coyote

Pouch & Cleaning

Rod

AR-15

Reinigung

leichtgemacht

Vom US-Hersteller Pro-Shot Products stammt ein

Reinigungsset, das speziell auf die Bedürfnisse von

AR-15- und anderen 223er-Schützen zugeschnitten ist.

Das „Coyote Pouch & Cleaning Rods“-Set besteht aus

einem sechsteiligen doppelt beschichteten Reinigungsstab

mit einer Länge von 855 Millimetern. Dazu gehören

Patches und Patchhalter, Werghalter, Wollwischer und

Bronzebürste. Käufer bekommen zudem eine Flasche

1-Step Cleaner & Lubricant sowie Pro-Gold Schmierfett

mitgeliefert. Mit zum Set gehört zudem eine Coyotefarbene

Cordura-Tasche mit passenden Schlaufen und

Ösen. Beim deutschen Importeur Waffen Ferkinghoff

kostet das Set 59,99 Euro.

www.waffen-ferkinghoff.com

TQ

STI „Targetmaster“

• 6"-Lauflänge

• Aristocrat-Visier mit 3Positionen

für verschiedene Haltepunkte

und Distanzen

Magazintrichter

• gecheckertes Griffstück

• 1911-Stahl-Griffstück mit

schwerem Dustcover

• Bull barrel

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LESERBRIEFE | Ihre Meinung zählt

Leser-Post

E-Mail: visier@vsmedien.de

oder: visier@visier.de

Brief: VS Medien GmbH,

Redaktion VISIER,

Wipsch 1, 56130 Bad Ems

Waffen müssen

beherrschbar sein

Smith & Wesson M & P 340,

VISIER 7/2014

Als Besitzer von Revolvern der

Marken S & W und Ruger bin

ich ein großer Fan der Kaliber

.357 Magnum und .38 Special.

Als im Jahre 1935 die Patrone

.357 Magnum eingeführt wurde,

galt sie als die stärkste Revolverpatrone

der Welt. Für

Jäger und Silhouettenschützen

war dieses Kaliber eigentlich

gedacht. Von Polizisten in

den USA wurden das Kaliber

.357 Magnum eher zurückhaltend

eingesetzt. Noch bis zum

Wechsel zur Selbstladepistole

vor 20 Jahren führten viele

US-Polizisten den 4-zölligen

38er S & W M 10 bzw. M 64 als

Dienstwaffe. In der Zeitschrift

VISIER wurde zudem gerne

empfohlen, die .357 Magnum

aus Revolvern ab der Lauflänge

von 3 Zoll zu verschießen.

Zuviel Energie werde sonst aus

kurzen Stummelläufen verpuffert

etc.. Meiner Meinung

nach sollte die .357 Magnum

aus geeigneten Revolvern

vom Typ S & W 686 oder Ruger

GP 100 verschossen werden.

Der S & W M & P 340 ist sicher

zweifellos eine sehr gute Verteidigungswaffe.

Um ernsthaft

die .357 zu verschießen,

ist diese Waffe zu leicht und zu

teuer. Die meisten werden

diesen Revolver sicher im Kaliber

.38 Special schießen und

führen. Müsste ich meinen

S & W M 60 Kaliber .38 Special

ersetzen, würde ich sicher

wieder ein .38 Special-Modell

wählen. Die S & W-Modelle

442/642, 638, 637, sind 38er-

Revolver mit Leichtmetallrahmen.

Gemäß Hersteller sind

diese Rahmen heute so stark,

dass sie problemlos .38 Special-Patronen

+P+ vertragen.

Auch neue Pistolen im Kaliber

9 mm kurz (.380 ACP) erleben

in den USA eine Renaissance,

weil sie eben beherrschbar

sind. Das Gleiche gilt auch für

die bewährten 38er Revolver-

Modelle von S & W, Ruger (LCR)

und Taurus. Diese Waffen sind

wesentlich billiger als der

S & W M & P 340 und in der Regel

von guter Qualität.

Hans Schnell, Schmitten

(CH)

Ich bin Mitte der 90er in die

USA ausgewandert und lebe

jetzt im Staat Arkansas. Seit

2001 besitze ich auch eine CC,

meine Lizenz fürs verdeckte

Führen. Seit damals habe ich

immer einen S & W 49 geführt,

mit Hogue Grips auf bequem

getrimmt und war immer zufrieden

mit der kleinen Snubnose.

Währenddessen verabschiedeten

sich Freunde und

Kollegen, die auch Revolver

führten, immer mehr in

Richtung Subcompact-Pistole.

Was mich dabei am meisten

verwunderte: Gerade die

Jungs, die immer meinen M 49

belächelten („38er hält doch

niemanden auf“) laufen jetzt

fast alle mit kleinen 380er-

Pistolen herum. Klar, die Munition

hat sich seit damals

gewaltig weiterentwickelt,

trotzdem faszinierte mich

dieser Gesinnungswechsel.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich

ging vor einem Jahr den umgekehrten

Weg, als ich meinen

M 49, der von der Schusszahl

und Finish her echt nicht mehr

schön war, in Rente schickte

und mir besagten M & P 340

zulegte. Wenn schon upgraden,

dann auch mit mehr

Power, dachte ich mir. Den Artikel

kann ich daher vollkommen

bestätigen. Klar, der Kleine

kickt wirklich übel mit

357er Ladungen. Aber mir ist

es lieber, ich hab alle zwei Wochen

auf der Range ein bisschen

Aua im Handgelenk, als

im Notfall in der Brust – weil

eine Patrone einen Angreifer

nicht stoppen konnte. Als Munition

benutze ich übrigens

die Speer Gold Dot Short Barrel

Personal Protection mit

135 Grains in .357. Die benötigt

zwar wirklich etwas Eingewöhnung,

dafür bin ich mir

aber sicher, auch aus meinem

kleinen Paket immer genug

Mannstoppwirkung herauszuholen,

weil die Patrone extra

für Zweizöller optimiert wurde.

Gruß nach Deutschland

und macht weiter so.

Dirk65, per E-Mail

Kaiserkrone?

Springer-Repetierer,

VISIER 6/2014

Hallo Freunde vom VISIER,

ein W unter einer Krone mag

sicher die Fantasie eines

Amerikaners anregen und sofort

auf einen deutschen Monarchen

schließen, aber ein

deutscher Kaiser hätte sich

sicherlich die deutsche Kaiserkrone

als Abbildung über

seinem W gewünscht.

Otto_Zitzke, per E-Mail

Es ändert sich nie

Editorial, VISIER 7/2014

Ich habe sowohl die Lanz-

Sendungen als auch die Beiträge

über Henning Baum als

auch das Vorderladerschießen

gesehen. Und so sehr ich

Herrn Wilhelmus‘ Argumentation

verstehe, so sehr muss ich

10 | VISIER.de

August 2014


Ihre Meinung zählt | LESERBRIEFE

aber auch fragen: Wundert es

Sie? Das läuft doch schon seit

Jahrzehnten nach dem gleichen

Schema. Wenn ein Promi

was macht, dann ist es gut,

wenn Otto Normalbürger etwas

ähnliches tut, ist es hundepfui.

Ich habe noch ihren

Artikel über Herrn Baum im

Kopf, den ich damals als mir

persönlich überaus sympathischen

Menschen empfand und

der auch als begeisterter

Schütze für die Sache einsteht,

soweit ihm das auf dem

Drahtseil zwischen eigener

Meinung und der notwendigen

Neutralität, die er als

Schauspieler ja popularitätsbegründet

an den Tag legen

muss, möglich ist. Aber meine

Meinung ist: Am Ende werden

die Legalwaffenbesitzer immer

wieder von den Medien

angeschmiert. Da kommt mal

ein netter Beitrag, der wird

dann aber durch die nachfolgenden

fünf Beiträge gegen

die „Psychos von nebenan“

wieder mehr als wettgemacht.

Die Medien in Deutschland

sind in der Masse scharf

links, anti-Waffen und anti-

Freiheit. Und das wird sich

auch leider nie ändern.

B_Piccariello, per E-Mail

Die rechte Hand des

Teufels?

Winchester SX3 Raniero

Testa, VISIER 7/2014

Nach diesem Testbericht

habe ich mich mal ins Internet

eingeloggt und mir bei

Youtube den Weltrekord des

Herrn Testa angesehen. Das

haut einen echt vom Stuhl,

wenn man sieht, wie er erst

zwölf Tontauben aus der Hand

wirft und sie anschließend

abschießt. Der Sound der

August 2014

Winchester erinnert dabei

eher an einen Vollautmaten.

Einfach hammermäßig, was

man mit Können und dem

entsprechenden Training alles

hinbekommt.

El_Kolossos, per E-Mail

VISIER-Service

Ich habe mir Raniero Testa

mal im Internet angeschaut –

erinnert sich noch jemand an

den Film „Die rechte und die

linke Hand des Teufels“ mit

Bud Spencer und Terence Hill

und dieser unvergleichlichen

„Erst Backpfeife, dann Revolver

ziehen“-Szene? Bei Raniero

Testa hatte ich das Gefühl,

dass er beide wie lahme

Enten wirken lassen würde.

A. Juesters, per E-Mail

Auch das VISIER-Team war von

diesen Videos begeistert. Wer

den Rekord sehen möchte:

www.youtube.com eingeben

und nach „Raniero Testa World

Record“ suchen. Die Red.

Mit Spaß dabei

50 Jahre MP 5, VISIER 7/2014

Als Polizeibeamter gehöre ich

zu der verschwindend geringen

Gruppe derer, die tatsächlich

regelmäßig die MP 5

schießen können. Da ich VI-

SIER ja schon länger lese,

dachte ich mir schon, dass da

ja „irgendwas“ zum Geburtstag

der MPi kommen müsste.

Sie haben mich nicht enttäuscht.

Als kleine Ergänzung

Hotline: (02603) 5060-201

kann ich sagen, dass es mir

und auch vielen meiner Kollegen

viel Sicherheit gibt, dass

man „für im Notfall“ die MP 5

im Kofferraum liegen hat –

abgesehen davon, dass diese

Waffe viel Spaß beim Schießtraining

macht. Darf ich das

überhaupt sagen? Ja, auch

einem Polizisten darf Schießen

Spaß machen, solange er

nicht im Einsatz feuern muss.

Name der Redaktion bekannt

Ich bin immer wieder fasziniert,

wie lange sich die MP 5

schon in Diensten hält. Obwohl

ja eigentlich seit gefühlten

20 Jahren die Maschinenpistole

im normalen Pistolenkaliber

totgeredet wird. Den

„Pörsonäl Difens Wäpens“

wird das Wort geredet, trotzdem

sieht man die normalen

Maschinenpistolen noch immer

im Einsatz. Das zeigt meiner

Meinung nach aber die

Qualität deutscher Entwicklungen.

Dies gilt nicht nur für

die MP 5, sondern im besonderen

Maß für die 9 mm Para, die

sich ja nun auch schon seit

Kaisers Zeiten hält.

Horst Weiler, Kiel

Einmal in der Woche, dienstags, von 14 bis 16 Uhr, stehen Ihnen die

Fachleute von VISIER Rede und Antwort. Wenn Sie also Fragen zu

älteren Artikeln haben, Angaben zu bestimmten Waffen brauchen oder

eine Adresse benötigen - rufen Sie an!

Aus Platzgründen können wir nicht alle eingesandten Briefe abdrucken. Solange Sie

in Ihren Briefen nichts anderes vermerken, gehen wir davon aus, dass Sie mit einem

Abdruck oder einer eventuell nötigen Kürzung einverstanden sind. Leider können wir

keine Einzelrecherchen durchführen oder Waffen beurteilen, die nicht von uns getestet

wurden. Aus juristischen Gründen dürfen wir keine Rechtsberatung erteilen. Dafür bitten

wir Sie um Verständnis.

VISIER.de | 11


TEST & TECHNIK | SIG Sauer P 226 LDC

Neue Großkaliber-Sportpistole SIG Sauer P 226 LDC:

Schweres

12 | VISIER.de

August 2014


SIG Sauer P 226 LDC | TEST & TECHNIK

Gerät

SIG Sauer erweitert das

Programm um die Variante

P 226 LDC. Die massige

Ganzstahlversion der

bekannten P 226 soll sich

besonders für die IPSC-

Production Division

eignen. Zu Anfang kommt

sie in den Kalibern 9 mm

Luger und 9 x 21 mm –

hier der Bericht zum

ersten Praxis-Einsatz.

Anders als bei manchen anderen

großen Herstellern von Dienstund

Verteidigungspistolen scheut

SIG Sauer schon seit langen Jahren

nicht davor zurück, auch für diverse

Sportdisziplinen passend

konzipierte

Modelle aufzulegen.

So nun auch

bei der neuen P 226

LDC, welche vor allem

die IPSC-Schützen ansprechen

soll. Ihren Namen

erhält die neue Version

durch das massive,

bis zur Laufmündung reichende

Stahlgriffstück. Dieses

„Long Dust Cover“ (langer Staubschutz)

sorgt für zusätzliches Gewicht

möglichst nah an der Mündung.

Das ist bei der direkten Ganzstahl-Konkurrenz

für die Production-Class des

IPSC-Sports bewährter Standard. Dies

zeigen bereits seit Jahren Waffen wie

wie die Tanfoglio Stock 2 und 3 oder die

CZ-75 SP 01 Shadow. Abseits einiger moderner

Zutaten in Design und Ausstattung

handelt es sich bei der LDC freilich

nach wie vor um eine waschechte P 226,

die ja bereits in den 1980er Jahren an

den Auswahltests der US-Armee für einen

Ersatz der betagten M 1911 A1 teilgenommen

hatte. Die Verriegelung er-

August 2014

VISIER.de | 13


TEST & TECHNIK | SIG Sauer P 226 LDC

folgt nach verbessertem Browning-

System direkt im Auswurffenster. Das

Abkippen des Laufes wird über eine offene

Verriegelungskulisse gesteuert.

Auch das traditionelle Double Action-/

Single Action-Abzugssystem (DA/SA)

mit Entspannhebel fand sich bereits

beim Urmodell der P 226.

Apropos Hebel: Die Bedienelemente

entsprechen in ihrer Funktion und Anordnung

auch bei der LDC dem gewohnten

Bild der meisten Modelle der gesamten

P 220er Baureihe. Der – bei der LDC

leicht abgespreizte – Verschlussfanghebel

liegt ganz hinten nahe beim Griffhorn

und lässt sich vom Daumen der

Schießhand bequem und ohne Umgreifen

erreichen. Das gilt aber nur für

Rechtshänder. Auch der Entspannhebel

hinter dem Abzug kann von Linkshändern

nicht ohne weiteres bedient werden,

und umstecken lässt sich die Entspanntaste

genauso wenig wie der

Schlittenfang. Immerhin, der Magazinauslöser

kann bei Bedarf problemlos auf

die andere Seite des Griffstücks umgesteckt

werden. Die Demontage erfolgt

schnell und einfach in gewohnter 220er

Manier über einen Zerlegehebel vor dem

Abzugsbügel. Für manche Schützen

könnte es da aber ein Problem geben.

Denn aufgrund der Form und Positionierung

des Schlittenfanghebels erscheint

es sehr unwahrscheinlich, dass die Pistole

bei korrekter Handhaltung mit beiden

Daumen nach vorn weisend nach

dem letzten Schuss offen bleibt: Bei

Rechtshändern liegt der Daumen der

Modell:

SIG Sauer P 226 LDC

Preis: € 1299,-

Kaliber:

Kapazität:

Maße (L x B x H):

Lauflänge:

Visierlänge:

Kimme:

Korn:

Abzugsgewicht:

Gewicht:

9 mm Luger

17 + 1 Patronen

208 x 43 x 142 mm

112 mm

151 mm

3,8 mm, LPA

3,8 mm, Lichtsammler

1550/4350 g (SA/DA)

1230 g (mit Magazin)

SIG Sauer

setzt die

kompakte

LPA-Mikrometerkimme

der P 226 LDC

möglichst

tief in den

Schlitten ein.

Das Markenzeichen des neuen

IPSC-Ganzstahlmodells ist das

verlängerte Dustcover mit

integrierter Picatinnyschiene.

14 | VISIER.de

August 2014


SIG Sauer P 226 LDC | TEST & TECHNIK

Das Fiberglaskorn gehört zur Grundausstattung der P 226

LDC. Die Mündung des 112-mm-Laufes wird hinterdreht.

Schusshand genau auf dem verbreiterten Verschlussfanghebel.

Für den IPSC-Bereich schadet dies aber kaum. Denn dort

ist es nicht üblich, eine Pistole vor dem Nachladen komplett

leerzuschießen.

Mit allem Drum & Dran: Als Visierung entschied sich der

Hersteller für die seit Jahren im IPSC-Bereich beliebte Kombination

eines Lichtsammlerkorns mit einer Mikrometerkimme.

Anders als auf der Hersteller-Website im Internet fand

sich im Schwalbenschwanz des Testexemplars ein grünes anstelle

eines roten Leuchtkornes. Die voll verstellbare TPU-

Kimme von LPA ist allerdings so ziemlich die kleinste Mikrometerkimme,

die üblicherweise auf Großkaliberpistolen

eingesetzt wird. Das Kimmenblatt zeigt sich dementsprechend

dann auch als vergleichsweise kompakt. Normalerweise

bevorzugen die Schützen bei reinrassigen Sportpistolen

klar größere Kimmenblätter, auch bei nicht verstellbaren

Wettkampfvisieren. Schlecht ist das Visierbild der Testwaffe

dennoch nicht. Wer sportlich mit dem klassischen Tönnchenvisier

von Smith & Wesson-Revolvern klarkommt, dem wird

auch das italienische TPU-Visier keine Schwierigkeiten bereiten.

Zudem rastet es in Höhe und Seite gleichmäßig. Und

nachvollziehbar beschriftet ist es obendrein. Der Werksabzug

hinterließ einen überzeugenden Eindruck. Der Spannabzug

arbeitet gleichmäßig und löste beim Testexemplar mit

4350 Gramm auch nicht zu schwer aus. Auch vorgespannt fiel

das Auslösegewicht mit 1550 Gramm nicht zu schwer aus.

Nachträgliches Tuning wäre sicherlich noch möglich, um die

Widerstände weiter zu reduzieren. Aber prinzipiell funktioniert

die Abzugsmechanik direkt aus der Schachtel einwandfrei.

Dazu leistet auch das SRT-System seinen Beitrag: SIG

Sauers „Short Reset Trigger“ bietet nach dem ersten Double

Action-Schuss einen sehr kurzen Rückstellweg für das Züngel

in Single Action, der Hersteller selbst spricht von 1,2 Millimetern.

Zudem lässt sich auch der Nachzug über eine Triggerstopschraube

individuell einstellen.

Magtech

Pistolen- und

Revolvermunition

Geschoss -

Preis per

Art.-Nr. Kaliber

art gewicht

(grains)

50

Stück

500

Stück

1000

Stück

2000

Stück

4160107 .32 S&W long LWC 98 20,–– 185,–– 336,–– 652,––

4160110 .38 Spec. LRN 158 16,50 142,–– 258,–– 500,––

4160112 .38 Spec. SJSP 158 19,–– 168,–– 304,–– 590,––

4160115 .357 Mag. SJSP 158 20,–– 185,–– 336,–– 652,––

4160121 9 mm Para FMC 124 15,–– 126,–– 230,–– 446,––

4160123 9 mm Para JSP-Flat 95 18,–– 146,–– 264,–– 512,––

4160119 9 mm Para FMC-Subsonic 147 18,–– 146,–– 266,–– 516,––

4160135 9 mm Para JHP 115 17,–– 142,–– 257,–– 499,––

4160128 .44 Mag. SJSP 240 31,–– 270,–– 488,–– 946,––

4160131 .45 ACP FMC 230 23,–– 192,–– 348,–– 675,––

4160132 .45 ACP FMC/SWC 230 25,–– 204,–– 370,–– 716,––

FMC

Full Metal Case

(Vollmantel)

Alljagd

Topstar .22 l.r.

Preis per

Art.-Nr. Kaliber Bezeichnung 50

Stück

1000

Stück

5000

Stück

10000

Stück

20000

Stück

30000

Stück

4500408 .22 lfB Alljagd Topstar 5,20 85,–– 404,–– 734,–– 1476,–– 2106,––

Alljagd Topstar

9 mm Para

LRN

Lead Round Nose

(Blei-Rundkopf)

FMC-SUB

LWC

Full Metal Case Subsonic

(Vollmantel)

Lead Wadcutter

(Blei-Scharfrand)

SJSP

Semi Jacketed Soft

Point (Teilmantel-

Flachkopf)

JSP-Flat

Jacketed Soft Point

Flat (Teilmantel-

Flachkopf)

Preis per

Art.-Nr. Kaliber Bezeichnung Geschoss

1000 Stück 2000 Stück

4500558 9 mm Para Alljagd Topstar Vollmantel 8,0 g 212,–– 398,––

Verkauf nur an Berechtigte.

Erhältlich in allen Alljagd Fachgeschäften.

Händlernachweis: www.alljagdhaendler.de

JHP

Jacketed Hollow

Point (Hohlspitz)

FMC/SWC

Full Metall Case

(Vollmantel-

Scharfrand)

Alljagd Versand GmbH

Postfach 11 45 · 59521 Lippstadt

Tel. 02941-974070 · Fax 02941-974099

www.alljagdhaendler.de · info@alljagd.de

August 2014

VISIER.de | 15

9189_Alljagd_Munition_CalVis_91x253.indd 1 06.01.14 12:40


TEST & TECHNIK | SIG Sauer P 226 LDC

Wie bei der gesamten P 220er-Baureihe

üblich, wird auch bei der P 226 LDC

der Schlitten nahezu über die gesamte

Länge des Griffstücks geführt.

Schwer in Form: Bei der Verarbeitung

gibt sich der Hersteller keine Blößen.

Die LDC präsentierte sich innen wie außen

tipptopp verarbeitet. Zu bemängeln

gab es von der hinterdrehten Mündung

bis zum lang ausgeschwungenen Griffhorn

nichts. Auch die dezente Beschriftung

unter Verzicht auf Lasergravuren

macht einen optisch ansprechenden

Eindruck. Der Schlitten saß bei dem

Test-Exemplar mit nur minimalem, kaum

fühlbaren Spiel auf dem Rahmen. Auch

der Lauf wurde in verriegeltem Zustand

spielfrei im Verschlussgehäuse gelagert.

Die beiden mitgelieferten Magazine

aus italienischer Fertigung machen

einen qualitativ guten Eindruck. Beide

ließen sich recht angenehm befüllen,

auch komplett aufmunitioniert bei geschlossenem

Schlitten noch leichtgängig

im Griffstück einrasten. Und sie fielen

auch komplett leer jederzeit frei aus

dem Magazinschacht. Leider schützt

den Blechkörper nur eine simple Brünierung

vor Rost. Dafür spendiert die Firma

SIG Sauer dem abnehmbaren, flachen

Blechboden der Patronenbehälter eine

Gummiplatte, welche die Magazine beim

Aufprall auf harte Flächen vor Beschädigungen

schützt. In ihrer Handhabung

bereitete die neue P 226 den Testschützen

keinerlei Probleme. Alle Bedienelemente

lassen sich von Rechtshändern

wie gewohnt einfach betätigen.

Auch die Handlage ist durch die rauh

punzierte, rund 34 mm breite Griffschale

und das verlängerte Beavertail – rein

subjektiv wahrgenommen – sehr gut. In

Relation zu Lauf- und Gesamtlänge handelt

es sich bei der P 226 LDC um eine

außerordentlich schwere Waffe. Das

merkt man natürlich auch im Schussverhalten.

Die 9 mm Luger (alias 9 mm Parabellum)

ist ja sowieso alles andere als

ein Knochenbrecher. Aus der über 1200

Gramm schweren SIG Sauer schießt sie

16 | VISIER.de

SIG Sauer P 226 LDC, 9 mm Parabellum

Nr. Laborierung SK (mm) v 0

(m/s) E 0

(J)

1 93 grs Fiocchi EMB 69 373 419

2 115 grs Sellier & Bellot JHP 52 336 421

3 115 grs PMC FMJ 62 330 406

4 115 grs Prvi Partizan FMJ 74 (56) 316 372

5 115 grs Magtech FMJ 55 347 449

6 123 grs Fiocchi FMJ-TC 77 328 429

7 124 grs Sellier & Bellot FMJ 53 (19) 312 391

8 124 grs GECO Hexagon JHP 27 (21) 317 404

9 124 grs Magtech FMJ 58 (41) 333 446

10 139 grs GECO FMJ 46 276 343

Anmerkungen / Abkürzungen: SK (mm) = Streukreisangaben in Millimeter, Schussentfernung

25 Meter, gefeuert wurde mit aufgestützter Waffe. Bei den Angaben handelt es sich um

Fünf-Schuss-Trefferbilder, die Werte in Klammern sind Angaben nach Abzug eines Ausreißers.

v 0

(m/s) = Geschossgeschwindigkeit in Meter pro Sekunde, direkt vor der Mündung ermittelt.

Messgerät: Mehl BMC 18. E 0

(J) = anhand von v 0

und Geschossgewicht errechneter Geschossenergiewert,

in Joule. Auf der Website www.helgepeters.de lässt sich dieser Wert online ermitteln.

Geschoss-Abkürzungen: FMJ = Full Metal Jacket (Vollmantel), JHP = Jacketed Hollow Point

(Mantel-Hohlspitz), JSP = Jacketed Soft Point (Teilmantel), TC = Truncated Cone (Kegelstumpf).

August 2014


SIG Sauer P 226 LDC | TEST & TECHNIK

Die akkuraten Passungen und der relativ leichte Werksabzug

ermöglichen gute Treffer-Ergebnisse.

sich butterweich; erst recht unter Verwendung von Spezialmunition,

die mit schweren Geschossen passend für den

IPSC-Minor-Faktor von 125 laboriert wurde. Treffen tut sie

auch: Mit aufgelegter Waffe setzte sich auf 25 Meter die GECO

Hexagon mit 27 mm an die Spitze – durch Abzug eines Ausreißers

würde die Gruppe auf 21 mm schrumpfen. Ebenfalls sehr

überzeugend: die ganz gewöhnliche 124-Grains-Vollmantelpatrone

von Sellier & Bellot. Hier verdarb ein wahrscheinlich

schützenbedingter Ausreißer die Gruppe und öffnete das

Trefferbild auf knapp über 50 mm, die restlichen vier Schuss

lagen auf 19 Millimeter zusammen. Zu kritisieren bleibt nicht

viel. Die Lichtspalte der Zieleinrichtung dürfte ruhig etwas

breiter ausfallen, das Leuchtkorn erweist sich in Relation

zum Kimmenausschnitt als relativ breit. Funktionsstörungen

gab es nicht, auch nicht bei extra locker einhändig gehaltener

Waffe und beim Verfeuern von schwach geladener Fabrikmunition.

Bei den schwachen Munitionssorten um Faktor 125

schleuderte das Testexemplar die Hülsen allerdings ohne

großen Nachdruck aus dem Auswurffenster – viel Luft nach

unten bleibt hier nicht mehr.

Das Fazit: SIG Sauer hat die LDC-Version der P 226 zwar Disziplinen

wie der IPSC-Production-Klasse gleichsam auf den

Leib geschneidert. Aber ungeachtet davon wird das neue Modell

sicherlich auch vielen Sportschützen im Bereich 25-Meter-Präzisionsschießen

und diversen Mehrdistanz-Disziplinen

viel Freude bereiten. Denn die Waffe erweist sich als sehr

gut verarbeitet und praxisgerecht ausgestattet: Mit der SIG

Sauer P 226 LDC erhält man viel Sportpistole für sein Geld.

Text: Hamza Malalla und

Matthias S. Recktenwald

Fotos: Michael Schippers

Die Testwaffe kam vom Hersteller, der SIG Sauer GmbH & Co.

KG (www.sigsauer.de) – vielen Dank!

Modell Governor

Kaliber .45ACP + .45 Colt +

.410 / 2½" Ladeclip (auch gemischt

zu verschießen!), Lauflänge:

2¾" (70 mm), Gewicht: 840 g,

Trommelkapazität: 6 Patronen,

Scandium Rahmen und Stainless Steel

Trommel, Finish: matt schwarz, starre

Visierung mit Leuchtkorn, Gummigriff.

Art.-Nr. 8950724 1046,–

Smith & Wesson Modelle 686

Kaliber .357 Magnum, L-Rahmen, Nill-Griff, Trommelkapazität: 6 Patronen

686 Target Champion

Match Master

6"-Lauf, RB, AS, FL, TT, TH, Nill-Match-Master-

Griff, Gewicht: 1250 g. Mit verstellbarem

2-Stufen-Korn und LPA-Visier TXT 01-07, Abzugstuning

und Triggerstop.

Art.-Nr. 8950375 1490,–

686 Target Champion

6"-Lauf (15,24 cm), RB, GB, AS, FL, TT, TH,

Gewicht: ca. 1250 g. Scheibenrevolver für

die meisten gängigen Großkaliberdisziplinen.

Mit Scheibenkorn, Sporthahn und Sportabzug,

Millett-Visier.

Art.-Nr. 8950257 1280,–

686 Security Special

RB, AS, GB. Optimierter Tragekomfort

durch speziellen Griff. Wegen

des schweren Laufes geringer Hochschlag.

Mattfinish, deshalb keine störenden Reflektionen

durch Lichteinfall. Gewicht: ca. 1100 g

4"-Lauf Art.-Nr. 8950372

3"-Lauf Art.-Nr. 8950371 je1239,–

Verkauf nur an Berechtigte. Solange der Vorrat reicht!

Erhältlich in allen Alljagd Fachgeschäften.

Alljagd Versand GmbH

Postfach 11 45 · 59521 Lippstadt

Tel. 02941-974070 · Fax 02941-974099

www.alljagdhaendler.de · info@alljagd.de

August 2014

VISIER.de | 17

9189_Alljagd_SuW_CalVis_91x253.indd 1 30.01.14 11:04


TEST & TECHNIK | Walther PPQ M 2 5 Zoll

Selbstladepistole Walther PPQ M 2 5 Zoll

Nach Verlänger

Mit der PPQ M 2 5 Zoll lanciert Walther

erstmals ein Zentralfeuer-Sportmodell

mit Polymergriffstück. Damit betritt der

Ulmer Traditionshersteller einen Weg,

den die meisten größeren Hersteller von

Pistolen mit Kunststoffrahmen bereits

seit Jahren folgen.

18 | VISIER.de

August 2014


Walther PPQ M 2 5 Zoll | TEST & TECHNIK

Extralange

ung

Pistolenvarianten mit

mehr oder weniger sportlicher Ausstattung

bilden einen Marktbereich,

den heute nur noch wenige Hersteller

von Polymerpistolen ignorieren.

Die Waffen werden zwar nur selten als

Dienstpistolen oder für das verdeckte

Tragen gewählt. Aber sie eignen sich

prächtig für Sportarten wie IPSC oder

das in den USA sehr beliebte IDPA. Und

sie machen in Übersee auch als Waffe für

die Heimverteidigung keine schlechte

Figur. Die Carl Walther GmbH springt

nun auch auf diesen Zug auf, wenn auch

mit leichter Verspätung: Fast 20 Jahre

nach Einführung der Walther P 99 bietet

das Unternehmen eine Fünf-Zoll-Version

der PPQ M 2 an.

PPQ M 2: Im Wesentlichen basiert auch

Walthers neuestes PPQ-Modell auf der

bewährten Technik der P 99. Das Griffstück

besteht aus Glasfaser-verstärktem

Kunststoff mit eingegossenen Führungsschienen

für den Schlitten. Darüber

findet sich ein aus dem Vollen gefräster

Schlitten und ein konventionell

gezogener, einteiliger Lauf. Auch beim

Verriegelungssystem gibt es keine technischen

Extratouren: P 99 und PPQ verriegeln

nach einem verbesserten Browning-System

über einen abkippenden

Lauf, der vorn ohne Mündungsbuchse

und hinten direkt im Auswurffenster gelagert

wird. Der entscheidende Unterschied

liegt im Abzugssystem. Aktuell

offeriert Walther die P 99 üblicherweise

als DA/SA-System mit Entspanntaste; es

existieren aber auch DAO-Varianten und

die stets teilvorgespannte Behördenvariante

P 99 Q. Das Abzugssystem der PPQ

simuliert dagegen in Abzugsweg, -gewicht

und -charakteristik eine extrem

kultivierte, teilvorgespannte Mechanik.

Realiter ist da aber nichts nur teilgespannt,

rein technisch handelt es sich

um einen Single-Action-Abzug.

Für die Sicherheit haben die Konstrukteure

dennoch gesorgt. Neben dem Abzugsweg

schützen hier eine automatische

Schlagbolzensicherung sowie eine

Abzugssicherung im Züngel davor, dass

es ungewollt kracht. Das PPQ-Griffstück

August 2014

VISIER.de | 19


TEST & TECHNIK | Walther PPQ M 2 5 Zoll

mit seinen ergonomischen Mulden für

die Fingerwurzelknochen und dem

(nicht zu scharfen) Oberflächenmuster

entspricht allerdings der modernen Behördenvariante

P 99 Q. Die normale P 99

muss sich mit einem etwas älteren Design

des Griffbereiches bescheiden. Die

heute allgemein üblichen, auswechselbaren

Griffrücken zur individuellen Verbesserung

der Handlage gehören nach

wie vor zum Standard – die Firma Walther

führte dieses Designelement ja im

Jahr 1996 mit der P 99 als erster Hersteller

bei Polymerpistolen ein.

Ausstattung: Bis auf den verlängerten

Schlitten unterscheidet sich die

fünfzöllige PPQ M 2 nur geringfügig von

einer normalen Vier-Zoll-PPQ – die sechs

ovalen Öffnungen in der Oberseite des

Schlittens dienen wohl eher der Kosmetik

als der Gewichtsreduzierung. Die Bedienhebel

des neuen Modells sind wie

bei Walther üblich beidseitig angelegt.

Das „M 2“ in der Modellbezeichnung bezieht

sich dabei auf einen seitlichen Magazinlöseknopf,

der ganz klassisch zum

Entfernen des Magazins eingedrückt wird

und sich bei Bedarf auf die rechte Seite

des Griffstücks umstecken lässt. Es ist

reine Geschmackssache, ob man nun die

ursprüngliche PPQ-/P 99-Variante bevorzugt

oder den neuen M 2-Drücker. Tatsache

aber bleibt, dass der M 2-Druckknopf

relativ groß ausfällt, bereits nach recht

geringem Druck sicher auslöst und durch

eine (beidseitige) Wulst hinter dem Abzugsbügel

zuverlässig davor geschützt

wird, unbeabsichtigt betätigt zu werden.

Das „M“ in der Modellbezeichnung der Walther-Selbstladepistole

PPQ M 2 5 Zoll steht für den umsteckbaren Magazindruckknopf.

Im Gegensatz zu einer Standard-PPQ

kommt das Fünf-Zoll-Modell mit Walthers

seitlich verstellbarer Polymervisierung.

Gegenüber der bei einer „normalen“

PPQ üblichen, nur seitlich durch

Klopfen verstellbaren Stahlvisierung

mit phosphoreszierenden Leuchtpunkten

bietet die Kunststoffkimme natürlich

den Vorteil, dass sie sich einfach per

Schraubendreher passend zu Munition,

Entfernung oder dem individuell bevorzugten

Haltepunkt einstellen lässt. Allerdings

geht das nur seitlich. Für eine

Höhenkorrektur braucht es eine Feile

Modell: Walther PPQ M 2 5“

Preis: € 1049,-

Kaliber:

Kapazität:

Maße (L x B x H):

Lauflänge:

Visierlänge:

Kimme:

Korn:

Abzugsgewicht:

Gewicht:

9 mm Luger

15 + 1 Patronen

206 x 34 x 135 mm

127 mm

183 mm

4,5 mm, Plastik

3,6 mm, Plastik

2550 g

745 g (mit Magazin)

Auch die neue PPQ M2 5 Zoll erbte

von der Walther P 99 die auswechselbaren

Griffrücken zur individuellen

Anpassung des Griffstücks an die

Hand des Schützen.

20 | VISIER.de

August 2014


Walther PPQ M 2 5 Zoll | TEST & TECHNIK

oder ein neues Korn in einer anderen

Höhe. Um eine Match-Visierung handelt

es sich also eher nicht. Die Lichthöfe

fallen erheblich breiter und flacher aus

als bei einem Wettkampfvisier üblich,

und die drei weißen Dämmerungsmarken

wären für eine sportliche Lösung

eher störend. Für ein Combat-Visier dagegen

erweisen sie sich als zu klein, um

wirklich bei einer schnellen Zielauffassung

unter ungünstigen Lichtverhältnissen

zu helfen.

Die Magazine entsprechen weitestgehend

dem „normalen“ P 99/PPQ-Magazin

aus aktueller Fertigung, sind aber mit

diesen aufgrund der unterschiedlichen

Magazinauslöser nicht austauschbar.

Zum Glück hat Walther sie aber auch passend

als „M Series“ beschriftet. So können

keine Verwechslungen auftreten.

Ansonsten bleibt alles beim Alten: Mit 15

Patronen (zwölf in .40 S & W) ist die Kapazität

in Relation zur Waffenhöhe der PPQ

eher mittelmäßig. Dafür lassen sich die

Behälter von der ersten bis zur letzten

Patrone leicht von Hand aufmunitionieren,

die Kontroll-Bohrungen auf der

Rückseite zeigen den Munitionsvorrat

exakt an und der Blechkorpus ist korrosionshemmend

beschichtet. Die mitgelieferte

Magazinladehilfe funktioniert zwar

einwandfrei, wird aber bei normal starkem

Daumen wohl nie benötigt.

Verarbeitung und Finish: Die Testwaffe

entsprach qualitativ dem von der

Neben verlängertem

Lauf und Schlitten

unterscheidet sich

das Fünf-Zoll-Modell

von der Vier-Zoll-

Standardversion

auch kosmetisch –

durch die sechs

Einfräsungen in der

Schlittenoberseite.

Carl Walther GmbH gewohnten hohen

Standard. Außen wie auch im Inneren

der neuen Fünf-Zoll-Pistole zeigt sich

alles sorgfältig überarbeitet, störende

Werkzeugspuren sucht man hier vergebens.

Die mattschwarze Tenifer-

Oberflächenvergütung entspricht bei

Dienstpistolen in puncto Korrosionsschutz

modernem Standard. Was nicht

so recht gefiel: Selbst moderates Schütteln

quittierte die Pistole mit einem

deutlich hörbaren Rappeln des Schlittens

auf dem Rahmen. Das ist aber für

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VISIER.de | 21


TEST & TECHNIK | Walther PPQ M 2 5 Zoll

Waffen der Baureihen P 99/PPQ durchaus

nicht ungewöhnlich und scheint sich

üblicherweise nicht negativ auf die

Schussleistung auszuwirken. Im Gegenteil:

Walther-Pistolen gelten als präzise

Waffen. Der Lauf saß dann auch in verriegeltem

Zustand fest im Schlitten,

und darauf kommt es an.

Am Abzugskonzept hat sich nichts geändert.

Genau wie das kürzere Basismodell

verfügt auch die Longslide-PPQ aus

sportlicher Sicht über den besten Abzug,

den man direkt ab Werk in einer Polymerpistole

mit Schlagbolzenschloss

bekommen kann. Der mittellange Abzugsweg

und rund 2,5 Kilogramm Auslösegewicht

erinnern dabei an typische

Abzüge für teilvorgespannte Systeme.

Das gilt nicht für den angenehm trockenen

Druckpunkt der Walther PPQ, dieses

Markenzeichen der PPQ ist für Werksabzüge

in Polymerpistolen mit Schlagbolzenschloss

leider durchaus nicht üblich.

Ebenfalls bei modernen Pistolenkonstruktionen

nicht gängig, aber bei Sportschützen

sehr beliebt: der extrem kurze

Reset (Rückstellweg) des PPQ-Abzugszüngels

von etwa drei Millimetern. Manche

Modelle anderer Hersteller lassen

sich zwar durch Tuningteile mit ähnlich

guten Abzügen nachrüsten. Das klappt

aber längst nicht bei allen Herstellern.

Und selbst wenn die entsprechenden

Custom-Teile lieferbar sind, kann das Tunen

ganz schön ins Geld gehen: Mit dem

simplen Wechseln von ein oder zwei Federn

ist es hier nämlich nicht getan.

Auf dem Schießstand: Böse Überraschungen

beim Schießen wurden nicht

erwartet. Und die langläufige PPQ enttäuschte

auch nicht. Im Test schleuderte

der Prüfling den Testern zweimal eine

ausgeworfene Patronenhülse an den

Kopf. Ansonsten lief aber alles glatt,

und die meisten Hülsen flogen brav

gleichmäßig nach rechts aus der Waffe.

Auch durch absichtlich lockeres, einhändiges

Halten mit extraschwacher

Das Zerlegen erfolgt ähnlich wie bei einer Glock über das Betätigen des Abzugs

und das Herunterziehen des Demontageriegels oberhalb des Abzugszüngels.

Üblicherweise wird die PPQ hierzulande mit

einer nicht verstellbaren Stahlvisierung ausgeliefert.

Die Fünf-Zoll-Variante kommt dagegen mit einer

seitlich justierbaren Plastikkimme.

22 | VISIER.de

Die Picatinny-Montageschiene sowie die zusätzlichen

Spannrillen vorn im Schlitten fehlen natürlich auch bei dem

neuen Modell nicht. Der beste Streukreis gelang mit der

(nicht abgebildeten) Hohlspitzpatrone von Sellier & Bellot.

August 2014


Walther PPQ M 2 5 Zoll | TEST & TECHNIK

Munition für den IPSC-Minor-Faktor ließ

sich die Pistole nicht zu Funktionsstörungen

motivieren – die fünfzöllige PPQ

M 2 verträgt auch die Kombination von

schlappen Laborierungen und einem

labbrigen Zugriff sehr gut. Im Bereich

Präzision gab es ebenfalls nichts Negatives

zu berichten. Das beste Fünf-

Schuss-Trefferbild mit aufgestützter

Waffe maß 45 mm (Sellier & Bellot 115

grs JHP), nach Abzug eines Ausreißers

wären es nur 22 mm gewesen. Das

Schussverhalten des neuen Modells ähnelt

dem einer gewöhnlichen PPQ stark.

Rein subjektiv präsentierte sich die

neue Version minimal vorderlastiger

Schießtest Walther PPQ M2, 5“, 9 mm Parabellum

Laborierung SK (mm) v 0

(m/s) E 0

(J)

1. 93 grs Fiocchi EMB 103 (43) 389 456

2. 115 grs Sellier & Bellot JHP 45 (22) 359 478

3. 115 grs PMC FMJ 71 (38) 352 462

4. 115 grs Prvi Partizan FMJ 82 (43) 325 394

5. 115 grs Magtech FMJ 72 (54) 362 488

6. 123 grs Fiocchi FMJ-TC 66 340 461

7. 124 grs Sellier & Bellot FMJ 75 (47) 327 430

8. 124 grs GECO Hexagon JHP 49 (30) 336 454

9. 124 grs Magtech FMJ 67 (36) 352 498

10. 139 grs GECO FMJ 78 293 400

Anmerkungen/Abkürzungen: SK (mm) = Streukreisangaben in Millimeter, Schussentfernung

25 Meter, gefeuert wurde mit aufgestützter Waffe. Bei den Angaben handelt es sich um

Fünf-Schuss-Trefferbilder, die Werte in Klammern sind Angaben nach Abzug eines Ausreißers.

v 0

(m/s) = Geschossgeschwindigkeit, direkt vor der Mündung ermittelt. Messgerät: Mehl BMC 18.

E 0

(J) = anhand von v 0

und Geschossgewicht errechneter Geschossenergiewert, in Joule. Auf der

Website www.helgepeters.de lässt sich dieser Wert online ermitteln. Geschoss-Abkürzungen: FMJ

= Full Metal Jacket (Vollmantel), JHP = Jacketed Hollow Point (Mantel-Hohlspitz), JSP = Jacketed

Soft Point (Teilmantel), TC = Truncated Cone (Kegelstumpf).

schmeisserm5f_vis814.qxd 08.07.2014 21:46 Uhr Seite 1

und dadurch besser ausbalanciert, der

Hochschlag minimal geringer. Die verlängerte

Visierlinie bringt ebenfalls

Vorteile, die sich aber durch das dem

Stahlvisier des Standardmodells leicht

unterlegenen Visierbild der Plastikkimme

wieder aufheben. Freilich schadet

ein längerer Lauf nie, wenn man ein paar

Metersekunden extra aus seiner Munition

herauskitzeln möchte.

Insgesamt: Die neue Walther PPQ M 2

5 Zoll macht eine sehr gute Figur. Der

Hersteller sollte vielleicht das Visierkonzept

noch einmal überdenken –

Material, Einstellbarkeit und Visierbild

lassen keine rechte Begeisterung aufkommen.

Wer eine leichte Pistole mit

Schlagbolzenschloss bevorzugt, der findet

hier eine fein verarbeitete, zuverlässige

Waffe mit exzellentem Abzug,

guter Präzision und ebenso angenehmen

Schusseigenschaften zu einem

konkurrenzfähigen Preis.

Text: Hamza Malalla und

Matthias S. Recktenwald

Fotos: Michael Schippers

Die vorgestellte Testwaffe stammte von

der Firma Carl Walther GmbH (www.carlwalther.de)

– vielen Dank. Achtung:

Walther beliefert nur den Fachhandel,

nicht aber den Endverbraucher.

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TEST & TECHNIK | Smith & Wesson M 66

Rückkehr des S & W-Revolvers M 66:

Er ist wieder

24 | VISIER.de

August 2014


Smith & Wesson M 66 | TEST & TECHNIK

da

August 2014

Vorn die brandneue

Version des S & W M 66

Combat Magnum im

Kaliber .357 Magnum,

dahinter drei ältere

Modelle aus der Baureihe

M 19 / M 66.

Seit einigen Jahren ist es ruhig auf dem Revolvermarkt

– zu ruhig, wie man bei dem US-Hersteller

Smith & Wesson befand und daher das Jahr 2014

mit einer kleinen Produktoffensive startete. Ein

Ergebnis davon ist der wiederbelebte M 66.

Um die Jahrtausendwende begann

der Siegeszug der Selbstladepistolen

mit Polymergriffstück – auch

bei den traditionell auf Revolvern eingeschworenen

US-Polizisten. Diese Umwälzungen

machten vor Smith & Wesson als

dem (neben der brasilianischen Firma

Forjas Taurus) größten Revolverhersteller

der Welt nicht halt: Hier nahm man

bei den oft dienstlich genutzten Modellreihen

Einschnitte vor. So stellte

S & W 1996 bei der Reihe M 19 zuerst die

Sechs-Zoll-Ausführung mit eckigem

Griffrahmenrücken (Square Butt) ein,

1998 trennte man sich von der Spielart

mit 2 ½-Zoll-Lauf und rundem Griffrahmenrücken

(Round Butt). Im November

1999 kam das Aus für den M 19. Gut fünf

Jahre länger dauerte die Schonfrist für

dessen Ableger M 66, doch 2004/05 war

es auch für ihn vorbei. Das heißt: Bis

jetzt. Auf der SHOT Show 2014 präsentierte

S & W neu Entwickeltes. Etwa den

M 69, einen mit mittelgroßem Rahmen

bestückten Fünfschüsser in .44 Magnum.

Überdies legte man Altvertrautes

wieder auf, darunter auch den M 66. Und

kaum hatte S & W-Importeur Waimex aus

Fürth die ersten Stücke auf Lager, als er

auch schon eins davon zur VISIER-Redaktion

in Marsch setzte.

M 66-8 Combat Magnum – so lautet

die Bezeichnung der neuen, 1132 Euro

teuren Version (s. Kasten Seite 29). Ihr

auffälligstes Merkmal ist in zweierlei

Hinsicht der fünfzügige Lauf:

1. Er wird zweiteilig gefertigt. Das eigentliche

Rohr steckt in einem Mantel,

an dem sich obendrauf die Schiene, die

Aufnahme für die Kimme und das rot

eingelegte Rampenkorn sowie unten

drunter das Ausstoßergehäuse finden.

„Tensioned Barrel“, also eingespannter

Lauf, nennt sich das. Ganz neu ist das

nicht. Es kam nach 2002 mit dem M 66-7.

Und die Revolver der US-Kultmarke Dan

Wesson warteten mit so etwas auf. Jedenfalls

führt diese Bauweise dazu, dass

sich die Laufmündung in neuem Look

darbietet.

2. Die Lauflänge ist neu. Der 66-8 kam

mit 4 ¼ Zoll statt mit den für den M 66

klassischen 4 Zoll. Als Erklärung verwies

Thilo Kuchler von Waimex auf ein Dokument

der Royal Canadian Mounted Police

(im Web abzurufen unter: www.rcmp-grc.

gc.ca/cfp-pcaf/fs-fd/clas-eng.htm).

Demnach gilt in Kanada eine Waffe als

verboten, wenn sie einen Lauf mit einer

Länge von 105 Millimetern oder weniger

besitzt. Um sich also diesen Markt nicht

zu verschließen, verlängerte S & W den

Lauf des M 66 auf das geforderte Maß.

Was sonst noch auffiel: Die Trommel

verriegelt wie gehabt zweifach – jedoch

vorn nun mittels einer gefederten Kugel.

Diese sitzt im Trommelkran und greift

hinten in eine Kerbe des Ausstoßergehäuses

ein. Früher hatte sich die Achse

über einen Federbolzen ganz vorn im

Ausstoßergehäuse festgesetzt. Jetzt

verbaut S & W bei Abzug, Trommelentriegler

und Hahn brünierten Stahl aus

MIM-Teilen anstatt des früher vom M 66

gewohnten Stainless Steel. Der Abzug ist

nunmehr glatt und nicht mehr geriffelt.

Wie seit 1998 und damit bei der Version

M 66-5 üblich, findet sich auch beim

M 66-8 ein fliegend gelagerter Schlagbolzen.

Zudem prangt oberhalb des

Trommelentrieglers das inzwischen bei

S & W gängige, kreisförmige „internal

lock“, mittels dessen sich die Waffe gegen

unbefugten Gebrauch absperren

lässt. Zu den Griffschalen: Anfangs kam

der M 66 mit den werksintern als „Stocks“

VISIER.de | 25


TEST & TECHNIK | Smith & Wesson M 66

bekannten, rotbraunen Schalen aus Gonçalo-Alves-Holz.

Mit dem M 66-4 folgte

1994 der aus schwarzem Elastomer bestehende,

einteilige Hogue-Monogrip,

der Fingerrillen aufwies und den Griffrücken

frei ließ. Der neue, ebenfalls aus

Elastomer gefertigte Griff besteht wiederum

wie zu den Gonçalo-Alves-Zeiten

aus zwei aufgeschraubten Schalen. Sie

tragen beide das S & W-Logo, haben angedeutete

Fingerrillen und genoppte

Seitenpartien; zusammen bedecken sie

die Griffspange des Rahmens rundum.

Vorn und unten fügt sich das Elastomer

prima zusammen. An der Rückseite hingegen

gab es beim Testmodell eine leicht

fühlbare Stoßkante: Hier müsste man mit

einer Klinge und etwas Schleifpapier ran,

um bei längerem Verfeuern von Hartgeladenem

eine schmerzende Innenhand zu

vermeiden. So eine Korrektur ist aber

kein großes Problem.

Qualitativ zeigte sich das Testmuster im

Übrigen in gewohnter S & W-Qualität: Die

Passungen und das Finish der glasperlengestrahlten

Waffe waren ebenso in Ordnung

wie Schlossgang und Timing. Und

für Retro-Gefühle sorgte das – zumindest

im VISIER-Test lange nicht mehr gesehene

– Bild der Visierung: Die Röllchenkimme

mit ihrem weiß umrandeten Eck-

Auschnitt von 3,3 mm harmonierte

prächtig mit der roten Einlage im nunmehr

endlich ebenfalls schwarzen Rampenkorn

von 3,15 mm Breite. Zum Abzug

– hier zeigte sich S & W-Importeur

Waimex bestens vorbereitet. Thilo Kuchler:

„Da die Abzüge der

meisten neuen S & W-Revolver

’out-of-the-box ’ etwas

stramm gehen, füge

Kaliber:

ich noch einen dreiteiligen

Abzugsfedern-Satz mit je Kapazität:

1 x 11, 12 und 13 lbs. Federstärke

bei, den wir als

Lauflänge:

Zubehör zu einem empfohlenen

Verkaufspreis von 15 Visierlänge:

Euro pro Set anbieten. Die

Kimme:

typische standardmäßige

Rebound Slide Spring im Korn:

K-, L-, N-, und X-Frame-Revolver

verfügt eine Federstärke von 17 lbs.

Zwar ersetzt der Einbau einer leichteren

Abzugsfeder sicherlich kein fachmännisches

Tuning, aber der Abzug, vor allem der

Double Action Trigger, wird dadurch durchaus

’händelbar ’“. Mit dem Umrechnungsfaktor

0,4536 ergeben sich aus diesen

Werten zwischen 11 und 17 pounds (kurz:

lbs) Federwerte zwischen 4990 und 7712

Gramm – ersteres akzeptabel, zweites als

reiner Zahlenwert zu hoch. Wobei hier

betont sei: Das Auslösegewicht allein lie-

Modell: Smith & Wesson M 66-8

Preis: € 1132,-

Maße (L x B x H):

Abzugsgewicht:

.357 Magnum

6 Patronen

245 x 36,5 x 150 mm

107 mm

159 mm

3,3 mm, Mikrometer, voll verstellbar

3,15 mm, starr, Rampe mit Einlage

1805/6275 g (SA/DA)

Gewicht:

1046 g

Rundum geschlossener Elastomergriff, schwarze Schrauben, schwarze Visier- und

schwarze Bedienelemente – das ist neu am Smith & Wesson M 66-8 Combat Magnum.

26 | VISIER.de

August 2014


Smith & Wesson M 66 | TEST & TECHNIK

fert nicht die verbindliche Aussage zum

Beurteilen des Abzugs. Daraus wird erst

etwas, wenn man sich noch mit der Abzugscharakteristik

befasst sowie damit,

wie gut die Hände mehrerer Tester mit

Griff und Abzug zurechtkommen. Nun

von den nominellen Werten zu den per

TriggerScan-Gerät gemessenen: Im Single-Action-Modus

brach der Abzug nach

leichtem, sehr kurzen Kriechen bei 1805

Gramm, im Double-Action-Modus nach

durchaus strammen 6275 Gramm. Jedoch

erschien die Charakteristik lehrbuchmäßig:

Der DA-Abzug (= Spannabzug) baute

seinen Druck gleichmäßig und kratzfrei

auf, um klar und ohne Durchfallen zu brechen.

Das Züngel gefiel dabei durch fingerfreundlich

verrundete Kanten. Insgesamt

stellten mehrere Tester unabhängig

voneinander fest, dass DA-Auslösegewicht

und -Charakteristik ab Werk völlig

S & W-gemäß seien. Das Urteil sah sich

auch durch den Vergleich mit drei anderen

S & W M 66 und M 19 bestätigt. Dennoch

kann man zu dem Zusatz-Kauf des

Federnkits nur raten – zumal zu dem finanziellen

Kurs.

2

1

Auf dem Schießstand: Da schlug

sich der M 66-8 wacker. Die Fünfer-Gruppen

lagen zwischen 25 und 65 mm. Da

kann man nicht meckern. Nur die GECO-

Wadcutter bekam dem Neuen nicht, da

gab es Treffergruppen, die um ein Drit-

Beim M 66-8 verriegelt der Trommelkran vorn per gefedertem Kugellager (1); früher

gab es da einen am Achsenende einrastenden Federschnäpper (2), hier bei einem M 66.

Blick aufs „geschäftliche Ende“: Der M 66-8 (l.) kommt mit einem zweiteiligen Lauf.

Hingegen kamen fast alle älteren Versionen – hier M 66 – mit einteiligem Rohr.

August 2014

VISIER.de | 27


TEST & TECHNIK | Smith & Wesson M 66

Eingespannt in die Ransom-Rest-

Einschießmaschine – so absolvierte der

Smith & W M 66-8 seinen Präzisionstest

mit sieben 38er und 357er Ladungen.

tel größer ausfielen (siehe Tabelle). Den

Check der Waffe im Freihand-Betrieb

kann man so zusammenfassen: Der Revolver

machte Spaß. Er blieb auf kurze

Distanz selbst bei schnellem Schießen

in der Neun. Er schoss sich ein- wie beidhändig

gehalten sehr angenehm. Die

bemängelte leichte Kante hinten am

Griff machte sich beim Dauerbetrieb

nicht unangenehm bemerkbar. Und er

ließ sich in SA wie DA kontrolliert und

treffgenau schießen, auch wenn man

sich für Action fraglos einen etwas weicheren

Spannabzug wünscht.

Fazit: Mit dem M 66-8 legt S & W zur

Freude der Revolverfans einen Klassiker

wieder auf. Er eignet sich für jeden, der

den Bums des 357ers will, nicht aber die

Ausmaße etwa eines M 27 oder eines

M 686 – in Deutschland gerade etwas für

Jäger. Insgesamt: Ein schöner Revolver,

bei dem das Preis-Leistungs-Verhältnis

stimmt. Und fraglos auch einer, über

den sich bald die Tuner etwa des Club 30

hermachen dürften ...

Text: Matthias S. Recktenwald

Fotos: Michael Schippers, Thomas Quirin,

Matthias S. Recktenwald, VISIER-Archiv

Die Testwaffe stammte von der Firma

Waimex (www.waimex.com), die anderen

S & W‘s von einem befreundeten

Sammler – ihnen allen vielen Dank!

28 | VISIER.de

Oben und unten: Natürlich wurde der M 66-8 auch „richtig“ ausprobiert: Er ließ sich

gut bedienen, war einfach zu be- und entladen und gefiel durch seinen guten Griff.

Schießtest Smith & Wesson M 66-8 Combat Magnum, .357 Magnum

Fabrikpatronen .38 Special SK (m/s) v 2

(m/s) E 2

(J)

1. 125 grs Magtech SJSP 33 (30) 238 229

2. 132 grs PMC Bronze FMJ 68 (65) 275 323

3. 148 grs GECO Wadcutter 124 (93) 235 265

4. 158 grs GECO Lead Roundnose 52 (35) 286 419

Fabrikpatronen .357 Magnum SK (m/s) v 2

(m/s) E 2

(J)

5. 158 grs GECO Flatpoint 54 (42) 364 678

6. 175 grs WM Bullets Lead Flatpoint 42 (36) 268 407

7. 180 grs Remington SJHP 49 (27) 302 531

Anmerkungen/Abkürzungen: SK (mm) = Streukreisangaben in Millimeter, ermittelt auf 25

Meter Distanz. Der Revolver war eingespannt in der Ransom-Rest-Einschießmaschine, die Tester

verfeuerten pro Durchgang je eine volle Trommelladung zu sechs Schuss. Daraus ergeben sich

Sechs-Schuss-Gruppen, die Fünf-Schuss-Streukreiswerte in Klammern sind also abzüglich eines

Streichers zu verstehen. v 2

(m/s) = Geschossgeschwindigkeit, zwei Meter vor der Mündung

ermittelt. Messgerät: Mehl BMC 17. E 2

(J) = Anhand von v 2

und Geschossgewicht errechneter

Geschossenergiewert, in Joule. Auf der Website www.helgepeters.de lassen sich diese Werte

online ermitteln. SJSP = Semijacketed Soft Point, Teilmantelgeschoss. FMJ = Full Metal Jacket,

Vollmantelgeschoss. SJHP = Semijacketed Hollow Point = Teilmantelhohlspitzgeschoss.

August 2014


Smith & Wesson M 66 | TEST & TECHNIK

Vor 60 Jahren: Die Idee des Polizisten

1954 traf S & W-Firmenchef Carl Reinhold Hellstrom (1895-

1963) bei den Landesmeisterschaften in Camp Perry auf

William „Bill“ Jordan (1911 - 97) und fragte: „Wie soll der

ideale Polizeirevolver aussehen?“ Jordan war eine US-Legende:

Der Zwei-Meter-Hüne hatte es beim Marine Corps

zum Oberst gebracht und in 30 Jahren Dienst bei der Border

Patrol auch diverse Feuergefechte überstanden. Zudem

galt er im Kurzwaffen-Bereich als profilierter Autor.

Gerüchten zufolge ließ Hellstrom Champagner anrollen

und brachte so den schweigsamen Ex-Grenzpolizisten zum

Reden. Jordan forderte statt der gängigen Revolver in .38

Special einen in .357 Magnum. Aber bislang handelte es

sich bei den erhältlichen 357er Revolvern meist um die mit

großem N-Rahmen bestückten, recht ungefügen Modelle

– Bill Jordan plädierte nun für diese vier neuen Details:

1. einen Vier-Zoll-Lauf, dessen Dicke von vorn bis hinten

möglichst gleich bleiben sollte,

2. einen kleineren Rahmen, ungefähr so, wie bei den 38er

Military & Police-Modellen von Smith & Wesson,

3. eine verstellbare Visierung,

4. ein zirka bis zur Laufmitte reichendes Ausstoßergehäuse.

Zu den Folgen dieses Gesprächs US-Autor Dick Metcalf:

„Nach einem Jahr des Experimentierens mit hinsichtlich ihrer

Stärke verbesserten Stählen und einem speziellen Hitzebehandlungsprozess

lag das Ergebnis vor, der .357 Combat

Magnum (später umbenannt in Model 19), wovon am

15. November 1955 die Waffe mit der ersten Seriennummer

(K 260 000) an Jordan überreicht wurde.“ Dieses S & W-Modell

mit K-Rahmen entwickelte sich beim anvisierten Kundenkreis

der Sternträger zum Hit. 1963 folgte das erste

Stück mit 6-Zoll-Lauf, 1966 das erste in 2 ½ Zoll. Seltener

Neben einem Foto

von Ideengeber Bill

Jordan vier Mitglieder

des M 19-/M 66-Clans

(v.o.): M 19-3 (2 ½"),

M 19-6 (6"), M 66 (4")

und M 66-8 (4 ¼").

sind Stücke mit 3 und 5 Zoll Lauflänge. Ab 1957 stempelte

S & W den .357 Combat Magnum mit der Modellnummer 19.

Und 1959 kam die Version 19-1, der aufgrund weiterer technischer

Änderungen 1963, 1967, 1977 und 1982 die Versionen

19-2 bis 19-5 folgten. Als letzte Spielart gilt der M 19-6.

1970 erschien der erste M 19-Ableger aus rostträgem Stahl.

Für den bürgerte sich die Modellnummer 66 ein. Der M 66

brachte es auf die Varianten 66-1 bis 66-7. Folglich trägt der

Wiedergeborene die Kennung „66-8“ – und in Reverenz an

die Anfänge der Reihe M 19 / M 66 auch rechts am Lauf unter

der Kaliberangabe die Bezeichnung „Combat Magnum“.

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August 2014

Abgabe nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis.

VISIER.de | 29


TEST & TECHNIK | Bluegrass Moonshiner

Bullpup-Repetierer Moonshiner

Mond-Gerät

Der Begriff „Moonshiner“ steht in den

USA traditionell für einen Schwarzbrenner.

Doch die amerikanische Firma Bluegrass

Armory gab auch ihrem ungewöhnlichen

Repetierer diesen Namen. VISIER hat die

Waffe für Sie getestet.

Die Firma Bluegrass Armory ist hierzulande

noch nicht sehr bekannt.

Wer deshalb vom Namen auf den

Hersteller schließen will, der liegt

schnell daneben. Bluegrass bedeutet

Wiesenrispengras, und das gibt es

schließlich auf der gesamten nördlichen

Halbkugel. Country-Fans kommen der

Sache schon näher: Sie werden sich an

30 | VISIER.de

Bill Monroe und die Band Bluegrass Boys

erinnern und tippen dann auf die USA –

richtig. Allerdings entstand diese Musikrichtung,

für die unter anderem Banjo

und Mandoline kennzeichnend sind,

Ende der 1930er Jahre in Kentucky und

Tennessee – Bluegrass Armory sitzt aber

in Ocala, Florida. Doch vielleicht wissen

künftig mehr deutsche Sportschützen

etwas mit Bluegrass Armory anzufangen.

Denn auf der diesjährigen IWA in

Nürnberg stellte die Firma Liemke einen

Bullpup-Repetierer des Herstellers vor.

Die nur 91 cm lange Waffe in .308 Winchester

macht einen sehr soliden Eindruck.

Zum modernen Design scheint der

Name „Moonshiner“ nicht zu passen,

denn dabei geht es nicht um romanti-

August 2014


Bluegrass Moonshiner | TEST & TECHNIK

Wie auch immer, nicht nur der Name ist

originell, sondern auch die Konstruktion.

Bluegrass bietet mit dem Moonshiner

nicht nur eine Bullpup-Waffe, sondern

auch einen Repetierer für den

schnellen Kaliberwechsel: Der Besitzer

kann den 308er Lauf gegen Rohre der

Kaliber .300 WinMag. und .338 Lapua

Magnum tauschen. Und das dauert lediglich

anderthalb bis zwei Minuten.

Wichtige Äußerlichkeiten: Den

2170 Gramm schweren 308er Lauf versieht

Bluegrass mit 11-Zoll-Drall und

sechs Zügen mit Rechtsdrall. Auf der

Mündung findet sich ein 5/8“ x 24-

Gewinde, nichts Exotisches: Das ist in

den USA das Standardgewinde für Feuerdämpfer,

Mündungsbremsen und Schalldämpfer.

Auf dem Gewinde, das ungefähr

dem metrischen M 16 x 1 entspricht,

sitzt eine Zwei-Kammer-Mündungsbremse.

Zwischen dem Anlagebund am

Lauf und der Bremse sorgt ein kleiner

Messingring für deren festen Sitz; ab einem

bestimmten Anzugsmoment verhindert

Reibung ein Lösen der Bremse.

sche Stunden im Mondschein, sondern

um die Hersteller von Schwarzgebranntem,

der traditionell ins Einweckglas

statt in die Flasche kommt. Bis heute gibt

es in den USA Leute, für die Steuern und

Abgaben auf Hochprozentiges genauso

des Teufels sind wie die Bundesregierung

in Washington. So wie es aussieht, arbeitet

in der kleinen Firma in Florida jemand,

August 2014

der diese Jungs bewundert. Vielleicht

ging es aber auch nur darum, einen gängigen

Begriff für das Produkt zu finden

und sich so vom sonst in der Branche bei

Modellbezeichnungen üblichen Buchstaben-

und Zahlensalat abzusetzen.

Die untypische Außenkontur verrät nicht

nur, wie aufwändig dieses Waffenteil in

der Herstellung ist – auf ihr basiert auch

das Design des Bullpup-Repetierers mit

Wechselläufen. Bis auf halben Weg zum

Patronenlager verdickt sich das Rohr konisch,

bis dieses am mündungsseitigen

Anlagebund 20,5 mm und etwa in Laufmitte

25 mm misst. Nach einem zirka 35

mm langen zylindrischen Teilstück findet

sich ein massiver Bund mit einem Durchmesser

von 35 mm und einer Breite von

knapp 20 mm. Das ist natürlich untypisch

für herkömmliche Repetierer, aber

ein entscheidendes Konstruktionsmerkmal

des Moonshiners: Der Bund führt den

Wechsellauf im Gehäuse (Receiver) und

stützt ihn ab. Das für die Präzision unverzichtbare

Zentrieren übernehmen

dann zwei Passstücke, die wiederum

über je eine Schraube gesteuert werden.

Deren Innenkontur entspricht dem Radius

des Bundes. Durch Anziehen der

Schraube legen sich die beiden Passstücke

an die Mantelfläche des Bundes. So

fixieren und zentrieren sie diesen.

VISIER.de | 31


TEST & TECHNIK | Bluegrass Moonshiner

Modell:

Preis:

Kaliber:

Kapazität:

Länge:

Lauf:

Bluegrass Moonshiner

zirka 3800,- Euro

.308 Win.

5 + 1 Patronen

910 mm (mit Bremse)

550 mm (6 Züge, rechts)

Der Moonshiner-Repetierer ist äußerst kompakt, die Gesamtlänge beträgt inklusive

Mündungsbremse nur 91 Zentimeter. Gegen die jagdliche Verwendung der führigen

Bullpup-Waffe spricht jedoch ein Leergewicht von über 5700 Gramm.

Gewicht:

5759 g (o. Montage, ZF)

Ausstattung: Bullpup-Repetierer mit

Zylinderverschluss, Alugehäuse mit

Picatinny-Rails, Mündungsbremse.

Wechselläufe und Magazinadapter für .300

WinMag und. 338 Lapua Magnum (optional).

Vor dem Bund befindet sich ein weiteres,

etwa 91 mm langes und 26 mm dickes

zylindrisches Teilstück. Daran schließt

sich noch ein 72 mm langes an, welches

den gleichen Durchmesser wie der Bund

aufweist. Dieses Stück bildet das Patronenlager.

Wie beim Bund wird das patronenlagerseitige

Ende über zwei Passstücke

zentriert. Damit sich der Lauf immer

in derselben Stellung einbauen lässt,

befinden sich auf dem Mantel der hinteren

Verdickung zwei flache Bohrungen.

Eine ist rot markiert und nur in der korrekten

Laufstellung sichtbar. Die andere

Bohrung nimmt den Kopf einer M8-

Madenschraube auf, welche den Lauf

zusätzlich zu den zwei Passstückpaaren

sichert. Den Abschluss des Laufes bildet

schließlich eine mit diesem verschraubte,

50 mm lange Hülse, welche die beiden

Verriegelungswarzen der Kammer

aufnimmt.

Alles schön kompakt: Der Receiver

besteht aus einer Aluminiumlegierung

und wird im sogenannten Strangpressverfahren

vorgefertigt. Der Zugrohling

32 | VISIER.de

wird anschließend spanend bearbeitet,

um die Öffnungen für die Abzugsgruppe,

das Auswurffenster und die Picatinnyschiene

zu schaffen. Im vorderen Gehäusedrittel

arbeitet Bluegrass die Führungen

mit den Passstücken für die

Laufzentrierung ein. Auf der linken Receiver-Seite

befinden sich Passstücke

mit Linksgewinde, auf der rechten Seite

solche mit Rechtsgewinde. Schon nach

etwa zwei Umdrehungen der Schrauben

wird der Lauf fixiert beziehungsweise

für den Ausbau freigegeben. Großer

Vorteil: Die Schrauben lassen sich nicht

komplett herausdrehen, können also

nicht verloren gehen. Zum Schutz der

Aluminiumoberfläche eloxiert Bluegrass

das Gehäuse und die Schrauben –

ein bewährtes Verfahren, wenn es um

gute Korrosions- und Abriebbeständigkeit

geht.

Unten am Receiver nimmt eine Tasche

einen Kasten auf, in dem das komplette

Abzugssystem steckt. Obwohl nur von

zwei Steckbolzen gehalten, hatte der

Abzugskasten in der Testwaffe kein radiales

Spiel, nur in axialer Richtung saß

er nicht ganz fest. Doch das störte nicht

und verursachte auch keine Folgeprobleme.

Bei ausgebautem Abzugskasten

kommen die M8-Madenschraube zur

Laufsicherung sowie die Bohrung zum

Vorschein, in der die rote Markierung am

Lauf die korrekte Einbaulage anzeigt.

Unterhalb der Zwei-Stellungs-Schiebesicherung

befindet sich ein Pistolengriff,

wie man ihn von AR-15-Systemen

kennt. Er kann innen Werkzeug oder andere

nützliche Kleinigkeiten aufnehmen.

Das zweireihige Stahlblechmagazin

fasst insgesamt fünf Patronen und

kommt von der Firma Accurate Mag aus

Monroe, Connecticut. Entsprechend den

Vorgaben des US-Militärs für Scharfschützengewehre

fällt dieser Behälter

nach dem Lösen der Arretierung frei aus

dem Schacht. So etwas bringt bei den

meisten Waffen allerdings den Nachteil

mit sich, dass das Magazin etwas klappert

– beim Moonshiner war es nicht anders.

Die Schaftkappe aus Vollgummi ist

mit einem massiven Trägerblech verschraubt,

an dem wiederum ein Winkelstück

mit kurvenförmiger Kontur sitzt.

Die Tester schätzten diese Zugabe, weil

sie das Einziehen der Waffe mit der nicht

schießenden Hand ermöglicht. Am hinteren

Gehäuseende fixieren ebenfalls

zwei Steckbolzen Winkelstück, Trägerblech

und Schaftkappe – offensichtlich

wollte der Hersteller die Anzahl der

Schrauben möglichst klein halten. Weniger

schön: Schaft, Schaftbacke und

-kappe lassen sich nicht verstellen – ein

August 2014


Bluegrass Moonshiner | TEST & TECHNIK

1 2

Wegen des Bullpup-Designs lässt sich der Verschluss nicht nach hinten

entnehmen. Nach Entnahme des Magazins und der Sicherheitsüberprüfung

muss man zunächst den Kammerstengel abschrauben.

Manko gerade bei Repetierern, bei denen

der Schütze auf ein Zielfernrohr angewiesen

ist. Am vorderen Gehäuseende

montiert der Hersteller drei 65 mm lange

Picatinny-Schienen an den Seiten

und an der Unterseite. Diese können

Zweibein-Adapter sowie optische und

optronische Anbauteile aufnehmen. Auf

der Oberseite sitzt eine aus einem Stück

bestehende, 206 mm lange Picatinny-

Schiene. Sie hat eine Vorneigung von 30

Winkelminuten, was auf eine Distanz

von 100 Metern einem Höhenunterschied

von etwa 87,3 cm entspricht.

Ein bisschen Kino: Der US-Hersteller

legt dem neuen Bullpup-Gewehr keine

gedruckte Bedienungsanleitung bei.

Stattdessen gibt es einen USB-Stick mit

Videoanleitung, in der ein Bluegrass-

Armory-Mitarbeiter in englischer Sprache

das Zerlegen der Waffe in einzelnen

Schritten erklärt. Das macht zunächst

misstrauisch: Es gibt ja so kompliziert

aufgebaute Waffen, bei denen der Kunde

mit einer gedruckten Anleitung überfordert

wäre. Bestes Beispiel in der VISIER-

Geschichte: Die 45er Avenger-Pistole,

hier musste man beim Zerlegen mit und

ohne Werkzeug Teile in jede Richtung

entfernen: nach links, rechts, oben, unten,

hinten und vorn (siehe VISIER

7/2008). Doch so schlimm ist es beim

Moonshiner nicht, das feldmäßige Zerlegen

gestaltet sich sogar recht einfach.

Neben der Madenschraube unter der Abzugsgruppe

muss man nun an der rechten Receiver-Seite zwei

4-mm-Inbusschrauben lösen. Sie lassen sich nicht

komplett herausschrauben und können deshalb

nicht verloren gehen.

Um anschließend mittels einer Drehbewegung

den Verschluss vom Lauf zu trennen, muss man

den Kammerstengel wieder anschrauben. Bevor

man beim Zusammenbau der Waffe den Lauf

wieder in den Receiver schiebt, muss der Kammerstengel

allerdings wieder abgenommen werden.

Zwei Steckbolzen halten die Abzugsgruppe nahezu

spielfrei in der Waffe. Eine M8-Madenschraube unter

dem Abzugskasten sorgt für die richtige Ausrichtung

des Rohres im Gehäuse. Wichtig beim Zusammensetzen

der Waffe ist der rote Punkt in dem Indexfenster. Er

bestätigt die korrekte Lage des Laufes.

3 4

5

Nach dem Lösen der drei

Schrauben lassen sich der

Lauf und der Verschluss mit

einem Handgriff zusammen

aus dem System ziehen. Die

hier sichtbare Verdickung

am Lauf sorgt zusammen

mit der Laufwurzel für die

Zentrierung im Receiver.

August 2014

VISIER.de | 33


TEST & TECHNIK | Bluegrass Moonshiner

Mit Matchmunition lieferte der Moonshiner

im Test gute Streukreise um die

20 mm und besser – auch dank der

Mündungsbremse. Kimme und Korn

fehlen, zielen kann der Schütze nur mit

der an Picatinny-Rails befestigten Optik.

Die obere Schiene bietet genügend

Verstellmöglichkeiten für einen

optimalen Augenabstand zum ZF. Der

Schaft lässt sich nicht anpassen, der

Schütze benötigt deshalb eine

entsprechend hohe Montage.

Allerdings erzwingt die Bullpup-Konstruktion

untypische Handgriffe: Zunächst

wird das Magazin entfernt und

der Kammerstengel aus der Kammer herausgeschraubt.

Anschließend muss

man die beiden Steckbolzen der Abzugsgruppe

bis zum Anschlag herausdrücken.

Dabei lässt sich der hintere nur

dann herausziehen, wenn die Sicherung

auf Feuerposition steht und der Abzug

durchgezogen wird. Nun kann man die

Madenschraube zur Lauffixierung unter

dem Abzugskasten mit Hilfe eines Inbusschlüssels

einige Umdrehungen herausdrehen.

Ganz ohne Werkzeug geht es

also nicht. Löst man danach die beiden

Schrauben, welche die Passstückpaare

halten, kann man den Lauf samt Verschluss

nach vorn herausheben. Zum

Trennen von Verschluss und Lauf

schraubt man einfach den Kammerstengel

wieder in die Kammer, öffnet den

Verschluss und entnimmt diesen aus der

Verriegelungshülse.

Die Waffe feldmäßig zerlegt. Nur für den Ausbau des

Rohres ist Werkzeug notwendig. Auch der Hinterschaft

wird von Steckbolzen fixiert, mit dessen Einziehhilfe

vor der Schaftkappe lässt sich die Waffe mit der nicht

schießenden Hand gut ausrichten.

34 | VISIER.de

August 2014


Bluegrass Moonshiner | TEST & TECHNIK

Kaliber, wechsle dich: Entsprechend

einfach gestaltet sich der Kaliberwechsel.

Die Kammer wird wieder im Lauf verriegelt

und der Kammerstengel entfernt.

Nun den Lauf mit der Kammer von

vorn in das Gehäuse einführen und dabei

auf die korrekte Laufposition achten.

Anschließend die Madenschraube

und die beiden Schrauben für die Passstücke

anziehen. Auf der Rückseite des

Abzugskastens findet sich die, ebenfalls

mit Steckbolzen verstiftete, Führung

für die vordere Seite des Magazins. Bei

einem Kaliberwechsel wird dieser Einsatz

ausgetauscht. Es gibt zwei Einsätze,

einen schmalen für das Kaliber .308

Winchester und einen breiten für .300

WinMag und .338 Lapua. Da sich beim

Kaliberwechsel nicht nur die Magazinbreite,

sondern auch dessen Länge ändert,

wird auch der Einsatz getauscht,

der den hinteren Magazinteil führt. Hier

gibt es einen für jedes der drei Kaliber.

Ist der Magazinschacht für das Wechselkaliber

eingerichtet, kann man den Abzugskasten

wieder einsetzen. Dabei

muss man darauf achten, dass der Abzug

zum Eindrücken des hinteren Steckbolzens

wieder durchgezogen werden

muss. Nun noch den Kammerstengel in

die Kammer einschrauben – fertig.

Auf dem Schießstand: Die Streukreismessungen

mit insgesamt elf Laborierungen

fanden auf dem 100-Meter-

Stand der Schießanlage Philippsburg

statt. Als Zielhilfe montierten die Tester

das neue Zeiss Conquest DL 3-12 x 50 mit

beleuchtetem Absehen 60 und einer Absehenschnellverstellung

(ASV). Optik

und Waffe verband eine Era-Tac-Blockmontage

für Mittelrohrdurchmesser (30

mm) der Firma Recknagel. Wie üblich

schickten die Tester pro Laborierung zunächst

fünf Projektile durch die Geschossgeschwindigkeits-Messanlage,

diesmal das neue BMC 19-Gerät der Firma

Mehl (mehr dazu auf Seite 58). Die

beiden besten Streukreise mit 14 und 15

Millimetern erreichten die Matchpatronen

aus der Remington-Serie Premier

Match. Bis auf die preiswerten Trainingspatronen

von S & B, Topshot und

Mesko unterboten alle Laborierungen

eine Streuung von einer Winkelminute

(das entspricht 29 mm). Die Zweikammerbremse

leitete die Pulvergase seit-

Schießtest Bluegrass Armory Moonshiner in .308 Win.

Nr. Fabrikpatrone SK 100 m (mm) v 3

(m/s) E 3

(J)

1 146 grs (9,5 g) Mesko VM 35 (27) 850 3432

2 147 grs (9,6 g) Sellier & Bellot Training FMJ 37 820 3228

3 148 grs (9,6 g) Topshot Competition FMJ BT 43 (33) 816 3196

4 168 grs (10,9 g) Hornady Match BTHP 21 802 3505

5 168 grs (10,9 g) Remington Premier Match 15 803 3514

6 168 grs (10,9 g) RWS Target Elite 22 (14) 804 3523

7 170 grs (11,0 g) Lapua Lock Base 18 806 3573

8 175 grs (11,3 g) Prvi Match FMJ BT 24 788 3508

9 175 grs (11,3 g) Remington Premier Match 14 778 3420

10 185 grs (12,0 g) Lapua OTM Scenar 23 (12) 729 3189

11 190 grs (12,3 g) RWS Target Elite 17 737 3340

Hinweise und Abkürzungen: v 3

= gemessene Geschossgeschwindigkeit 3 Meter vor der Mündung,

in Meter pro Sekunde, Durchschnittswert aus 5 Schuss, Messgerät: Mehl BMC 19. E 3

= aus

der v 3

und dem Geschossgewicht errechnete Geschossenergie, in Joule. SK = Streukreis in

Millimetern aus 5 Schuss, in Klammern der Streukreis der engsten Vier-Schuss-Gruppe. Entfernung:

100 m. Alle Streukreise wurden sitzend aufgelegt von zweiteiliger STL-Benchrest-Auflage

geschossen. Abkürzungen: grs (g) = Geschossgewicht in Grain und Gramm. VM = Vollmantel-

Geschoss, FMJ BT (Full Metal Jacket Boat Tail) = Vollmantelgeschoss mit Bootsheck. BTHP (Boat

Tail Hollow Point) = Matchgeschoss mit Bootsheck und kleiner Hohlspitze.

August 2014

VISIER.de | 35


TEST & TECHNIK | Bluegrass Moonshiner

lich ab, ohne den Schützen zu belästigen.

Über die Wirkung der Bremse

können die Tester allerdings keine sicheren

Aussagen treffen. Schließlich

wog die Testwaffe mit Zielfernrohr über

6,5 Kilogramm, schon deshalb fiel der

Rückstoßimpuls sehr angenehm schiebend

aus. Und natürlich wirkt sich so ein

hohes Waffengewicht beim Aufgelegt-

Schießen auch präzisionsfördernd aus.

Die Abzugscharakteristik war gewöhnungsbedürftig.

Nach einem etwas kratzigen

Vorweg von etwa 1,5 mm spürt der

Schütze einen Druckpunkt. Nach weiteren

2 mm Abzugsweg bei gleichzeitig ansteigendem

Widerstand bricht bei zirka

1900 Gramm plötzlich der Schuss.

Die Testwaffe kam

mit zwei Magazinen.

An beiden Enden des

Magazinschachtes

befinden sich durch

Steckbolzen gehaltene

Einsätze, die den

Kaliberwechsel von

.308 Winchester zu .300

WinMag oder zu .338

Lapua ermöglichen:

zwei vordere Einsätze

für die Magazinbreite

und drei Einsätze für

die Magazinlänge.

Fazit: Der Moonshiner-Repetierer ist

eine sauber verarbeitete Waffe, die sich

dank zweier Wechselläufe universell

einsetzen lässt. Die geringe Gesamtlänge

erleichtert das Führen. Jäger dürfte

allerdings das hohe Gewicht stören, das

ohne ZF schon bei 5700 Gramm liegt. Für

groß- oder kleingewachsene Schützen

sollte der Hersteller einen verstellbaren

Schaft anbieten. Bei einem Preis von

zirka 3800 Euro gehört dies nach Meinung

der Verfasser einfach dazu, auch

wenn dieses Modell deutlich günstiger

zu haben ist als andere vergleichbare

Bullpup-Repetierer. Alles in allem: eine

interessante und präzise Waffe, mit der

man wirklich gern schießt.

Text: Christopher Hocke und

Andreas Skrobanek

Fotos: Michael Schippers

Die Firma Liemke (www.lk-shop.com)

lieferte die Testwaffe, Zeiss Sport Optics

(www.zeiss.de) das Zielfernrohr, die

Firma Recknagel (www.recknagel.de)

die Montage. Munition und Komponenten

stellten die Firmen Deurus (www.

deurus-gmbh.com), Frankonia (www.

frankonia.de), Lapua (www.lapua.com),

Helmut Hofmann (www.helmuthofmann.

de), Reimer Johannsen (www.johannsenjagd.de)

und RUAG Ammotec (www.ruag.

com/de/Ammotec)– ihnen allen ein herzlicher

Dank vom VISIER-Team!

36 | VISIER.de

Der in der Größe anpassbare Pistolengriff ist hohl und kann zum Beispiel den

für den Laufwechsel notwendigen Inbusschlüssel aufnehmen. Über dem Griff

findet sich gut erreichbar der Sicherungsschieber.

August 2014


BERUFUNG POLIZEI & MILITÄR

Bluegrass Moonshiner | TEST & TECHNIK

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für optimale Zielerfassung. Digitale

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externen Geräten in das Sehfeld.

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VISIER.de | 37

Schmidt & Bender GmbH & Co. KG | Am Großacker 42 | D – 35444 Biebertal, Deutschland | Telefon: +49 (0) 6409 - 8115 - 0 | info@schmidt-bender.de | www.schmidt-bender.de


TEST & TECHNIK | Benelli SuperNova IPSC

Sportflinte Benelli SuperNova IPSC:

Eine ganz

schnelle Sache

38 | VISIER.de

August 2014


Benelli SuperNova IPSC | TEST & TECHNIK

Die Benelli-Repetierflinte SuperNova gilt seit Jahren als eine der besten

Basiswaffen für Action-Disziplinen wie etwa die IPSC Standard Manual

Divison. Jetzt hat Benelli-Importeur Manfred Alberts in Zusammenarbeit

mit dem italienischen Hersteller ein passendes Sondermodell des bewährten

Vorderschaftrepetierers herausgebracht, die SuperNova IPSC.

Der amtierende Weltmeister Roger

Karp aus Finnland benutzt sie

ebenso wie auch viele andere Topschützen

der Shotgun Standard Manual

Division der Schießsportvereinigung

International Practical Shooting Confederation

(IPSC): Die SuperNova der italienischen

Firma Benelli Armi Spa. Vorderschaft-Repetierflinten

dieser Marke

haben einige technische Besonderheiten,

die sie für den Einsatz bei Action-

Schießdisziplinen geradezu prädestinieren.

Ein ab Werk passend konfiguriertes

Modell der SuperNova gibt es

aber erst jetzt, welches nach Maßgaben

des deutschen Benelli-Importeurs Manfred

Alberts aus Wiehl speziell für die

Anforderungen der Manual Division aufgelegt

wird.

Die Technik: Auch wenn im Namen SuperNova

Anklänge an das astronomische

Phänomen eines verglühenden Sterns

mitschwingen, so handelt es sich realiter

dabei um die Bezeichnung für die

nutzwertgesteigerte Version eines anderen

Modells, der Benelli Nova. Die Benellis

unterscheiden sich von den meisten

aktuellen Vorderschaft-Repetierflinten

durch ihren Drehkopfverschluss

sowie das Gehäuse aus stahlverstärktem

Kunststoff. Ansonsten hat man bei Benelli

in Urbino diese im Englischen als

„slide action shotgun“ oder „pump action

shotgun“ bekannte Flintenart modernisiert,

aber nicht neu erfunden:

Nova und SuperNova funktionieren nicht

fundamental anders als andere Slide Actions

seit gut 120 Jahren auch. Ein wichtiger

Unterschied zwischen den beiden

steckt im Konzept des Hinterschafts. Im

Gegensatz zur günstigeren Nova lässt

sich der Kolben bei der SuperNova abnehmen.

So kann sich jeder individuell

Schränkung oder Senkung durch passende

Unterlegscheiben (= shims) anpassen.

Das geht bei der Nova nicht. Dort

handelt es sich bei Schaft und Systemgehäuse

um eine einteilige Konstruktion.

Der SuperNova-Schaft bietet weitere

praktische Extras. Etwa die weiche, Gelgefüllte

Wangenauflage, die sich bei Bedarf

auch gegen höhere Auflagen auswechseln

lässt, falls man die Flinte mit

mechanischer Visierung, Leuchtpunktoptik

oder Zielfernrohr schießen möchte.

Für normale Sportmunition benötigt

August 2014

VISIER.de | 39


TEST & TECHNIK | Benelli SuperNova IPSC

Die IPSC-Variante der Benelli Super-

Nova unterscheidet sich hauptsächlich

durch die Nordic-Magazinverlängerung

und das lange Fiberglaskorn

von den normalen Jagdmodellen.

eine 12er Flinte üblicherweise keine extraweichen

Wangenauflagen. Bei den

Pumpflinten von Benelli handelt es sich

aber eigentlich um Jagdflinten, die auch

mit mächtigen 12/89er Vorlagen jenseits

von 60 Gramm noch angenehm zu

nutzen sein sollen. Da ergibt die weiche

Einlage im Hinterschaft definitiv Sinn.

Auch die Schaftkappe lässt sich auswechseln.

Ab Werk liefert der Importeur

das IPSC-Modell mit einer dicken, ventilierten

SuperNova-Standardschaftkappe

aus. Alternativ offeriert Benelli aber

auch spezielle, mit Gel gefüllte Schaftkappen

in unterschiedlichen Stärken,

wahlweise für Rechts- oder Linkshänder.

Schließlich findet sich im Kolben der SuperNova

aber auch das Markenzeichen

fast aller modernen Benelli-Flinten mit

Kunststoffschaft – nämlich das vom

Hersteller als „ComforTech“ bezeichnete

System zur Reduzierung des Rückstoßes.

Dabei handelt es sich um zwei Reihen

von winkelförmigen Weichplastik-

Einsätzen im Hinterschaft, die sich im

Schuss verformen und so einen Teil des

Rückstoßes auffangen können.

Zusätzlich bietet Benellis Pumpflinte

eine Funktion, die bei Selbstladern sehr

häufig zu finden ist, nicht aber bei handelsüblichen

Vorderschaft-Repetierern:

Durch Eindrücken des Knopfes im Vorderschaft

kann man die Magazinzuführung

deaktivieren. Dadurch ergibt sich

40 | VISIER.de

Modell:

Preis: € 1273,-

Kaliber:

die Möglichkeit, schnell und relativ unkompliziert

für den nächsten Schuss

eine andere Patronensorte zu wählen

als die Munition in der Magazinröhre.

Außerdem ist es als Sicherheitsoption

im Gelände beim Überwinden von Hindernissen

eine gute Alternative, ohne

dass man das Magazin bei jedem Zaun

gleich komplett leeren muss, um einen

Unfall zu verhindern.

SuperNova IPSC: Viele Unterschiede

gibt es nicht zwischen einer normalen

SuperNova mit 61-cm-Lauf und der neuen

IPSC-Variante, nur das Nötigste wurde

ergänzt. Die wesentliche Neuerung

findet sich unter dem Lauf: Eine Aluröhre

mit abschraubbarer Endkappe

von Nordic Components erhöht die

Magazinkapazität auf neun Patronen in

12/70 oder 12/67,5 mm. Bei besonders

kurzen Wettkampflaborierungen wie

dem 12/63,5-mm-Slug von Sellier & Bellot

lässt sich problemlos noch eine weitere

Patrone im Magazinrohr unterbringen.

Eine passende Nordic-Laufklammer

Benelli SuperNova IPSC

12/89 mm

Magazinkapazität: 9 + 1 Patronen (12/70)

Länge:

1156 mm

Lauf: 610 mm (24“)

Visier:

Gewicht:

Abzugswiderstand:

Fiberglaskorn + Hilfskorn

3650 g

2700 g

Ausstattung: Magazin-Abschaltung, Kunststoffschaft, drei Wechselchokes,

ventilierte Laufschiene.

des US-Spezialisten für Flintenzubehör

sorgt für zusätzliche Stabilität. Hier ließen

sich bei Bedarf auch noch kurze Picatinny-Schienen

für weiteres Zubehör

montieren. Eine zusätzliche vordere

Riemenbügelöse benötigt die IPSC-

Sportversion im Gegensatz zu manch

anderer IPSC-Flinte allerdings nicht,

denn bei der SuperNova gibt es die passende

Öse gleich ab Werk als fest integrierten

Bestandteil der Laufhalterung.

Mehr Änderungen braucht es erst einmal

nicht, um mit der Flinte Wettkämpfe

zu bestreiten. Allein bei der Visierung

spendieren Importeur und Hersteller

dem IPSC-Modell ein extralanges, relativ

schmales Lichtsammlerkorn. In Verbindung

mit dem kleinen Hilfskorn auf

der ventilierten Laufschiene bietet es

einen feinen Kompromiss zwischen umsetzbarer

Präzision und schneller Zielaufnahme.

Drei Wechselchokes gehören

zur Grundausstattung, weitere bietet

der Hersteller als Zubehör an. Aber dies

ist bei allen SuperNovas bereits Standard,

nicht nur bei der IPSC-Version.

August 2014


Benelli SuperNova IPSC | TEST & TECHNIK

August 2014

Verarbeitung und Funktion: An das

stahlverstärkte Polymergehäuse muss

man sich zunächst etwas gewöhnen. Davon

abgesehen macht die mattschwarz

gehaltene Flinte einen ebenso praktischen

wie hochwertigen Eindruck. Die

Spaltmaße sind unauffällig, das Finish

von Lauf und Magazinrohr sauber und

gleichmäßig, Vorder- und Hinterschaft

wirken nicht billig. Der Repetierablauf

erfolgt sauber und gleichmäßig ohne

jegliches Hakeln, der Vorderschaft wird

dabei sauber über zwei Schubstangen

geführt. Was nicht so recht gefällt: In

seiner Ruheposition wackelte der Vorderschaft

relativ kräftig, sowohl bei

verriegeltem Verschluss als auch unverriegelt.

Das wirkt nicht gerade edel. Die

Ladeöffnung ist für einen Vorderschaft-

Repetierer mit über 90 mm ungewöhnlich

groß – hier müssen sich ja bei Bedarf

auch überlange 12/89er Patronen

leicht einlegen lassen. Außerdem bleibt

bei der Benelli-Konstruktion der Ladelöffel

anders als bei anderen Designs

nach dem Einlegen der ersten Patrone in

seiner oberen Position schräg im Gehäuse

stehen und schwenkt nicht jedesmal

automatisch wieder nach unten. Das Zusammenspiel

dieser beiden Faktoren in

Verbindung mit der sehr zuführfreundlichen

Form des Ladelöffels erleichtert

schnelles und hakelfreies Nachladen

von jeweils mindestens zwei, manchmal

gar vier Patronen in einer Hand ungemein.

Das Jonglieren mehrerer Schrotpatronen

in einer Hand zum möglichst

schnellen Aufmunitionieren hat bei

Flinten auf der Jagd oder im Einsatz als

Dienst- oder Verteidigungswaffe keine

Bedeutung. Bei Sportarten wie IPSC

sieht die Sache aber ganz anders aus –

da geben Nova und SuperNova in puncto

Nachladefreundlichkeit den Maßstab

vor, an dem sich alle anderen Vorderschaft-Repetierer

messen lassen müssen.

Trotz leicht verlängertem Lauf und

passendem Magazinrohr wirkt die SuperNova

IPSC nicht unhandlich: Ungeladen

balanciert sie auf Höhe des Verschlusskopfes.

Komplett geladen ist das

freilich nicht mehr der Fall. Aber dagegen

kann Benelli genauso wenig etwas

ausrichten wie alle andren Hersteller

von Flinten mit überlangen Röhrenmagazinen.

Die Sicherung lässt sich gut

bedienen. Und zumindest Rechtshänder

können auch die Verschluss-Entriegelung

vorn im Abzugsbügel gut erreichen.

Auf dem Schießstand: Auch bei

komplett mit normaler Sportmunition in

12/67,5 mm geladener Testwaffe blieb

noch genügend „Luft“, um eine zehnte

Patrone zumindest halb in der Magazin-

Die Ladeöffnung der Vorderschaft-Repetierflinte Benelli SuperNova fällt gewaltig

aus, ihr Ladelöffel arretiert beim Laden der ersten Patrone im Inneren des Gehäuses.

VISIER.de | 41


TEST & TECHNIK | Benelli SuperNova IPSC

Schießtest Benelli SuperNova IPSC

Der ComforTec-Hinterschaft dieses auf IPSC getrimmten Modells lässt

sich durch die als Shims bekannten Zwischenstücke, diverse Schaftkappen

sowie unterschiedlich hohe Wangeneinlagen individuell anpassen.

Laborierung Geschossgewicht SK (mm) v 0

(m/s) E 0

(J)

1. GECO Competition 67,5mm 26/401 81 (56) 450 2631

2. Brenneke Camo 28,4/440 50 460 3000

3. Sellier & Bellot (12/63,5mm) Whiteline 32 /494 39 (57) 395 2497

4. Schönebeck SK Action 28/423 63 455 2898

5. Fiocchi Nova Slug 32/494 73 430 2959

6. Fiocchi Slug 31 Palla Brenneke 31,5/490 41 425 2854

Anmerkungen/Abkürzungen: SK (mm) = Streukreis in Millimetern, Entfernung 25 Meter, Fünf-Schuss-Trefferbilder, stehend aufgelegt ermittelt.

Werte in Klammern nach Abzug eines Ausreißers. v 0

= Mündungsgeschwindigkeit, in Meter pro Sekunde. E 0

= Mündungsenergie, in Joule. Die v 0

- und

E 0

-Werte sind Herstellerangaben.

röhre unterzubringen. Als positiver Nebeneffekt

des zusätzlichen Stauraumes

lässt sich dadurch auch der letzte reguläre

Schuss Nummer Neun ohne zusätzlichen

Kraftaufwand im Vergleich zu den

anderen Patronen in der Röhre verstauen.

Trotz gewaltigem 12/89er Systemgehäuse

mit entsprechend langem Ladelöffel

funktionierte das Testexemplar

auch mit den extrakurzen Sportslugs

von Sellier & Bellot (12/63,5 mm). Von

letzteren passt denn auch tatsächlich

eine Patrone zusätzlich in das Magazinrohr.

Aber es gab insgesamt keinerlei

Funktionsprobleme: Die Waffe repetierte

alle Munitionssorten fehlerfrei.

Der Abzug löste angenehm trocken aus,

könnte aber mit einem Widerstand von

rund 2700 Gramm für eine Sportwaffe

ruhig noch etwas leichter brechen. Der

überlange, griffig quergerillte Vorderschaft

bietet durch seine Länge und

Oberflächenstruktur sicheren Halt. Rein

subjektiv schießt sich die Benelli Super-

Nova für eine Pumpflinte besonders angenehm

bei vergleichsweise geringem

Hochschlag. Besonders deutlich zeigt

sich dies bei stark geladener Jagdmunition,

bei weichen Sportlaborierungen

Über den Knopf im Vorderschaft lässt sich die Munitionszufuhr aus dem Röhrenmagazin

abschalten – das ist sowohl bei der Jagd wie auch im Sport praktisch.

42 | VISIER.de

Drei Wechselchokes nebst passendem

Werkzeug gehören zum Lieferumfang.

August 2014


Benelli SuperNova IPSC | TEST & TECHNIK

Die Magazinkapazität

der

Benelli SuperNova

IPSC beträgt im

Kaliber 12/70

neun Patronen

plus einer Patrone

im Lauf. Die Waffe

fasst verschieden

lange 12er Schrot-

Patronen von

12/63,5 bis 12/89.

fällt der Effekt etwas geringer aus. Daran

haben aber wohl nicht allein die diversen

Rückstoß-dämpfenden Features

ihren Anteil, sondern auch das Gewicht.

Die Benelli SuperNova IPSC ist mit ihrem

61-cm-Rohr immer noch eine handliche

Flinte, wiegt aber doch deutlich mehr

als eine typische 12/76er „Dienst“-

Pumpflinte mit einer Lauflänge von 46

oder 51 Zentimetern. Und das merkt

man auch in der Schulter.

Fazit: Die Benelli SuperNova IPSC bietet

eine praxisgerechte Ausstattung

und viel Schießkomfort für einen zugegebenermaßen

für Pumpflinten relativ

hohen Preis. Sie eignet sich insbesondere

für alle Sportarten, bei denen jeglicher

Zeitverlust beim Nachladen wertvolle

Punkte kostet. Hier ist sie – neben

der einfacheren Benelli Nova – nahezu

konkurrenzlos gut, wenn auch nicht

konkurrenzlos günstig.

Text: Hamza Malalla und

Matthias S. Recktenwald

Fotos: Michael Schippers

Die vorgestellte Vorderschaft-Repetierflinte

Benelli SuperNova IPSC ist nur

über den Fachhandel erhältlich. Das

Testexemplar stellte der Importeur

(Manfred Alberts GmbH, 51674 Wiehl,

www.manfred-alberts.de) zur Verfügung

– vielen Dank!

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TEST & TECHNIK | Vollautomatische Flinte AA-12

AA-12 – Flinten-Hightech für Polizei und Militär:

Alles Anders

US-Soldat beim Testschießen der AA-12 mit Postenschrot – wie man sieht, steigt

die Mündung der zu Militär- und Behördenzwecken entwickelten Flinte nicht hoch.

Sie hat so gar nichts von

dem, an was Waffenliebhaber

beim Stichwort

Flinte denken.

Aber die AA-12 lotet das

technisch Machbare aus

VISIER Autor Gary Paul

Johnston hat einen Blick

darauf geworfen.

Einer von 25 US Marines probiert die von MPS in Tennessee gefertigte AA-12

auf dem Gelände der Gunsite Academy beim „Foreign Weapons Course“ aus.

44 | VISIER.de

Da hätte selbst John M. Browning

gestaunt – der Flinten-Hightech

von heute hat nichts mehr zu tun

mit dem Design seiner Klassiker à la

Winchester M 1897 oder FN Auto 5. Richtungweisendes

kommt heute in

Bullpup-Bauweise, etwa bei Kel-Tec

KSG, SRM 1216 oder Utas UTS-15. Sie

alle haben durch neues und cleveres Design

zum einen die Kapazität gesteigert

und zum anderen die Länge verringert

(siehe VISIER 5/2012 und 5/2013). Aber

aller Innovationsfreude, allem Erfindungsreichtum

zum Trotz – mit keiner

dieser Flinten wurde hinsichtlich militärischer

Nutzung so experimentiert wie

mit dem vollautomatischen Modell Auto

Assault-12 (AA-12). Dieses hat man unter

anderem auf KFZ-Montagen ebenso

ausprobiert wie an Helikopter-Drohnen

August 2014


Vollautomatische Flinte AA-12 | TEST & TECHNIK

Die per PC fernsteuerbare Lafette von More Industries

mit dem kopfüber montierten AA-12-Doppelpack.

Das Set von Lafette und Flinten auf einem Panzerfahrzeug.

Diese Waffenposition erleichtert den Magazinwechsel.

und in Raupenrobotern. Ein Unternehmen

im Bereich der Bodenroboter-Technologie

fertigt Vorrichtungen, welche

bis zu drei der vollautomatischen AA-

12-Flinten halten, jede davon aus der

Distanz mittels Kamera kontrolliert.

Schon um 2005/06 herum präsentierte

die Firma More Industries ein als Hammer

bekanntes Waffensystem aus AA-

12-Flinten, die aus der Entfernung per

Joystick und Computer gesteuert wurden.

Das System, so der Hersteller damals,

solle zu jedem Bodenroboter,

Fahrzeug oder Militärgebäude passen.

Aber auch ohne diese für Flinten ungewöhnliche

Einsatzarten sah und sieht

das Modell AA-12 deutlich anders aus als

gängige Mehrschuss-Versionen: Ein flächiger,

fast brettartig wirkender Schaft

mit unübersehbarem Pistolengriff im

AR-15-Stil, zusammengesetzt aus in diversen

Farbtönungen und -mustern erhältlichen

Kunststoff-Halbschalen. Und

anstelle des üblichen Röhrenmagazins

bezieht dieses Modell seinen Munitionsnachschub

aus Stangen- oder Trommelmagazinen.

Diese Behälter fallen nun

wegen der 12/70er Schrotmunition

größer aus als etwa die Trommel einer

45er Thompson-Maschinenpistole. Damit

aber verstärken sie den einzigartigen

Look der Flinte. Insgesamt sieht sie

„abgefahren“ genug aus, um auch die

Filmschaffenden zu interessieren: AA-

12-Flinten standen seit 2010 im Einsatz

August 2014

bei Kinofilmen wie „Predators“ und den

zwei Teilen von Sylvester Stallones

Söldner-Reihe „The Expendables“. Hinzu

kamen TV-Serien wie „Breaking Bad“

oder „Justified“. Praktiker hingegen

betonen einen ganz anderen, für eine

Combatflinte idealen Vorzug der AA-12:

den auffällig schwachen Rückstoß.

Drei Fertigungs-Generationen:

Die Geschichte begann vor über 40 Jahren:

1972 nahm der Techniker Maxwell G.

„Max“ Atchisson die Arbeit an einer einzigartigen,

vollautomatischen Combat-

Schrotflinte auf, bekannt als „Atchisson

Assault-12“ (AA-12). Anfangs als Rückstoßlader

konzipiert, feuerte sie zuschießend,

entweder aus einem Kastenmagazin

für acht Patronen oder aus

einem Trommelmagazin für 20 Patronen.

Das Design wandelte sich bald zu

einem System mit verriegeltem Verschluss,

angetrieben per Langhub-Gaskolbensystem

(long stroke gas piston).

Jedoch blieb es bei der Bezeichnung AA-

12. Die verbesserte Version hatte einen

geradlinigen Synthetik-Schaft mit integriertem

Pistolengriff, das Ganze aus

zwei Halbschalen zusammengesetzt.

Der gasgetriebene Langhubkolben war

eins mit dem Verschlussträger. Der verriegelte

den Verschluss im System mit

einer vertikalen Warze, ähnlich derjenigen

diverser Semi-Auto- und Repetier-Schrotflinten.

Rein äußerlich ähnelte

das AA-12 entfernt dem AR-15-

Gewehr, welches zweifelsohne seine

Formgebung beeinflusst hatte. Die Waffe

nutzte einen senkrechten, abzugsförmigen

Spanngriff, ähnlich dem, wie er

sich beim AR-10 anfangs oben im Tragegriff

fand. Die Kadenz lag bei 350 Schuss

pro Minute: Diese Versuchsmuster bildeten

die erste Generation der AA-12, gebaut

bis in die späten 1970er Jahre.

Natürlich suchte Atchisson nach Interessenten,

jedoch ohne viel Erfolg. Immerhin

inspirierte die AA-12 das Design

der Universal Sporting Automatic Shotgun-12

(USAS-12), gefertigt vom südkoreanischen

Daewoo-Konzern: Dies

kann man als zweite Fertigungs-Generation

ansehen, begonnen in den 1980er

Jahren unter Lizenznahme bei Atchisson.

Die nur für Behörden und Militär

vorgesehene USAS-12 brachte es auf gut

30 000 Stück, alle wohl im asiatischen

Raum verkauft. Seit den 1990er Jahren

gab es mehrere Versuche, von der USAS-

12 abgeleitete Semi-Auto-Versionen in

den USA zu lancieren.

Die dritte Fertigungs-Generation entstand,

als Atchisson 1987 alle Rechte an

der AA-12 verkauft hatte. Deren neuer

Inhaber war Jerry Baber, Inhaber der

Firma Military Police Systems Inc. (MPS)

aus Piney Flats im US-Bundesstaat Tennessee:

Bekannt als brillanter Waffenkonstrukteur,

gilt Baber auch als Experte

für mit höchster Präzision produzierte

VISIER.de | 45


TEST & TECHNIK | Vollautomatische Flinte AA-12

Die Auto Assault-12

basiert auf der

originalen Atchison

Assault-12, ist aber

voll entwickelt und

stark verbessert.

Modell

Hersteller:

Kaliber: 12/70

Magazin:

Auto Assault-12

MPS, Piney Flats, Tennessee

8 Schuss (Stange)

20 Schuss (Trommel)

Länge:

Lauflänge:

9900 mm

356 mm (Standard)

AA-12 zerlegt

(v.o.): eine

Schafthälfte,

zwei Läufe

(einer im

Lower

montiert),

Federset,

Trommel- und

Stabmagazin.

Gewicht:

4300 g

Ausführung: Automatische Flinte mit

Langhub-Gaskolben und zuschießendem

Verschluss. Schaft aus glasfaserverstärktem

Nylon, angeboten in den meisten gängigen

Farben und Camouflage-Mustern. Finish:

mattierter Stainless Steel. Kimme und Korn

erhöht montiert, Korn höhenverstellbar,

Kimme seitlich justierbar. Feuerwahl per

Abzugskontrolle. Daumensicherungshebel,

sperrt Abzug. Zubehör: angepasster Koffer

der Marke Pelic Case, Ersatzmagazine und

Trageriemen.

Gussteile, gefertigt in seiner B & H-Gießerei.

Zusammen mit seinem Partner,

dem in Deutschland geborenen Maschinenbauingenieur

Boje Corneal, produzierte

Baber auf Grundlage von Atchissons

Original-Zeichnungen eine kleine

Menge von AA-12-Vorserienstücken zu

Testzwecken. Jedoch fanden sie heraus,

dass die Zeichnungen eher nicht als

Spezifikation gedacht waren – denn das

erste komplette AA-12 funktionierte

nicht. Damit begann eine 18 Jahre andauernde

Überarbeitung von Atchissons

Entwurf. Das führte zu nahezu 200 kleinen,

aber entscheidenden Änderungen

an so gut wie jedem Teil der Waffe. Deren

Name wechselte folglich von „Atchisson

Assault-12“ zu „Auto Assault-12“ – immerhin

ließ dies die weitere Verwendung

der griffigen Abkürzung AA-12 zu.

2005 kaufte Baber eine hochmoderne

Highspeed-Filmkamera, um den in Zeitlupe

aufgenommenen Mechanismus der

Flinte studieren zu können. Das lieferte

46 | VISIER.de

die Lösungen für die meisten noch anstehenden

Probleme.

Der Fertigungsprozess: VISIER-Autor

Gary Paul Johnston war „drei Tage in

Gesellschaft mit Jerry Baber und Boje Corneal.

Dabei lernte ich mehr über Gussverfahren

und Fertigungstechnologien, als

ich mir je hätte vorstellen können – vieles

davon nur unter dem Siegel meiner eingeschworenen

Verschwiegenheit. Was ich

sagen darf: Die meisten AA-12-Komponenten

sind per Wachsausschmelzverfahren

hergestellte Präzisionsgussteile aus

rostträgem 17-4PH-Stahl, wie er in der

Luft- und Raumfahrttechnik benutzt wird.

Der benutzte Prozess stellt sicher, dass

ein Teil hernach zu 99 Prozent gefinished

ist.“ (Die EN/DIN-Bezeichnung von

17-4PH-Stahl lautet 1.4542.) Nach dem

Guss durchlaufen die Teile noch eine

Gas-Schmiede, um Maßhaltigkeit und

Stabilität zu verbessern. Direkt danach

folgen Wärmebehandlung und eine kleinere

maschinelle Bearbeitung, ehe sie

in einer abschließenden Wärmebehandlung

auf die für jedes Teil optimale Härte

nach Rockwell gebracht werden. Als maximale

Temperaturen wurden beim AA-

12 gemessen: 124 Grad Celsius am Gas

Port und 66 Grad Celsius am Lauf. Das

liegt weit unter dem Punkt, an dem die

Schaftteile aus glasfaserverstärktem

Nylon Schaden nehmen können.

Die Magazine: Wie bei Atchissons Ur-

Entwurf gibt es für die neuen AA-12-Versionen

zwei Munitionsbehälter-Typen:

Eine Acht-Schuss-Stange und eine

20-Schuss-Trommel. Beide bestehen

aus demselben harten Synthetik-Material

wie der Schaft. MPS bietet nur diese

Ausführungen an, auch wenn 32- und

40-Schuss-Varianten entwickelt worden

sind. Denkbar wäre noch eine Methode,

um zwei Magazine an der Seite anzubringen.

Die Patronenbehälter werden

in einen Schacht ähnlich dem der

August 2014


Vollautomatische Flinte AA-12 | TEST & TECHNIK

ZIELOPTIKMONTAGEN

Made in Germany

Thompson-Maschinenpistole eingeführt.

Und der Magazinauslöser arbeitet wie

der des M 16-Gewehrs.

Technische Details: Wie angegeben

hat das AA-12 ein oben liegendes Spannstück

mit einer Verlängerung, die als

Staubschutz (dust cover) dient. Das

Spannstück gleitet zum Verriegeln nach

vorn, bis es beim Repetieren des Verschlusses

nach hinten gezogen wird.

Dieser Spanngriff bewegt sich nicht mit

dem Verschluss; man drückt ihn nach

dem Spannen über die ganze Strecke hinweg

wieder nach vorn. Links an der Waffe

sitzt der Zwei-Stellungshebel der Sicherung:

Steht er vorn, kann man den Abzug

ziehen. Steht er hinten, ist das Züngel

blockiert. Die einfachen Visierelemente

der AA-12 sind zugunsten eines bequemen

Anschlags auf Türmen montiert, die

entfernt an den AR-15-Kornträger erinnern.

Das Korn lässt sich in der Höhe justieren,

die Kimme zur Seite. Dem Vernehmen

nach arbeitet der Hersteller an einer

Optik-Montage.

Die Robotex Company hat die AA-12 testweise

auf Raupenfahrzeuge zur Kampfmittelbeseitigung

montiert.

Diese AA-12 wurde mit einigen seitens eines

Kunden gewünschten Modifikationen getestet,

darunter Picatinny-Rail und ZF.

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Die neueste

Generation

von Montagen für

Kipplaufwaffen

Repetierbüchsen

Selbstladewaffen

Das Zerlegen: Vorn am Gasblock sitzt

ein Spannring für die eckige Verschlussfeder-Führung,

ihre Verlängerung dient

als Bajonettwarze für den Standardlauf.

Es gibt auch bei Einbau des 13-Zoll-Laufes

einen Spannring ohne diese Aufnahme.

Die beiden Schafthälften werden

durch Verschieben bzw. Drehen entsprechender,

stählerner Hebel voneinander

gelöst. Diese Hebel finden sich beiderseits

des Schafts, in der Mitte und hinter

dem Gasblock wie auch an der Kimme

und unten am Pistolengriff. Nach der

Sicherheitsüberprüfung lässt man den

Verschluss vor. Dann kann man die

Schafthälften binnen Sekunden abnehmen.

Nach Entnahme des gesamten Mechanismus

drückt man die Schulterstütze

etwas nach vorn, damit die Führung

der Verschlussfeder nach vorn aus dem

Gasblock tritt. Hier nimmt man nun den

Spannring ab, dann kann man Schulterstütze

und Verschlussfeder samt Führung

nach hinten herausziehen. Neigt

man nun die Flinte schräg nach hinten,

August 2014

Die AA-12 wurde auch ausführlich an Helikopter-

Drohnen ausprobiert. Im Bild zu sehen ist die

kleinste Ausführung.

rutscht die Verschlusseinheit ins Freie.

Wer will, kann noch den Spannhebel

nach vorn aus dem Verschlussgehäuse

ziehen. Nimmt man jetzt die Laufmutter

vom Verschlussgehäuse ab, lässt sich

der Lauf ausbauen.

Im Feuer: Nein, die AA-12 „kickt“

nicht sonderlich. Überhaupt lässt sie

sich leicht im Schuss kontrollieren. Das

liegt zuerst einmal am Gewicht von zehn

Schnellste und einfachste

Montage und Handhabung.

Werkseitig direkt und auch durch

unauffällige Adapterschienen auf fast

alle Waffen montierbar.

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VISIER.de | 47


TEST & TECHNIK | Vollautomatische Flinte AA-12

Pfund. Auch trägt der geradlinige Schaft

ebenso zur Kontrolle bei wie es das

Arrangement der großen, vier Pfund

schweren Baugruppe Piston/Verschluss

oberhalb des Laufes tut. Aber es gibt ein

Die AA-12 im Feuer, gefilmt per Videokamera. Eine

Schafthälfte fehlt hier, um so die freiliegende Mechanik

der Flinte in Aktion studieren zu können.

Das Abfeuern der einhändig gehaltenen AA-12 zeigt, wie

leicht sich die automatische Flinte kontrollieren lässt:

Alle Schüsse landeten im Ziel.

noch wichtigeres Element. Um den gefühlten

Rückstoß fast gänzlich auszuschalten,

findet sich in der Waffe das

Prinzip des „constant recoil“ (gleichbleibender

Rückstoß). Erstmals definiert

hat das L. James

„Jim“ Sullivan, der bereits

mit Eugene Stoner

am AR-15 gearbeitet

hat. Sullivan nutzte das

Prinzip auch im leichten

Maschinengewehr Ultimax,

das er für Chartered

Industries Singapur

(CIS) entwickelt hat. Bei

einem derartigen System

schlägt die Verschlusseinheit

am Ende

ihrer Bewegung nie mit

voller Wucht gegen eine

feste Fläche. Statt dessen

stoppt sie allmählich

gegen den Druck der langen

Verschlussfeder(n).

Wer es selbst nicht probiert

hat, mag es vielleicht

nicht glauben –

dieser sanfte Ablauf

sorgt dafür, dass die

AA-12 fast keinen fühlbaren

Rückstoß erzeugt.

Der zuschießende Verschluss

trägt hier das

Seine dazu bei. Und

beim Schießen läuft die

vierpfündige Abzugsgruppe

gegen die feder-

Gruppenaufnahme fast aller für die AA-12 gefertigten Patronen, darunter auch

Versuchsladungen: Das umfasst gängige Schrotladungen, Türöffnungs-Munition,

gezogene Flintenlaufgeschosse, Less-Lethal-Ladungen sowie panzerbrechende

Sorten. Ganz rechts steht eine brandneue, ab Sommer 2014 produzierte Patrone.

Sie heißt “BOSS,” entspricht den Geschossen vom „controlled bursting projectile“,

ist aber für das Verschießen aus einem gezogenen 12er Lauf ausgelegt, um eine

Top-Präzision auf längere Distanzen zu liefern.

48 | VISIER.de

belastete Abzugsstangen-Box. Die geht

dann nach vorn, um so den abrupten

Stopp abzupuffern: Das alles liefert eine

Waffe, die sich auch mit wenig Übung

gut kontrollieren lässt.

Beim Besuch in Tennessee verfeuerte

VISIER-Autor Johnston aus zwei AA-12

über 500 Patronen und sah, wie ungefähr

500 weitere von sieben anderen

Leuten verschossen wurden, darunter

zwei Frauen aus Babers B & H-Gießerei,

die beide noch nie mit einer AA-12 geschossen

hatten. Die Frauen handhabten

die Flinten ohne Probleme. Dabei

schoss man die Teststücke aus Hüft- wie

Schulteranschlag, zwei- wie einhändig

sowie kopfüber (die Flinten, nicht die

Tester). Die Waffen durchliefen den Test

ungeschmiert und nicht gereinigt. Dennoch

gab es keine Funktionsstörungen.

Und das, obwohl es sich beim Gros der

Patronen um solche mit niedrigen Hülsenbodenkappen

handelte. Das Verfeuern

der 12er Sportmunition glich dem

Schießen mit einer Maschinenpistole.

Posten-Patronen mit hohen Hülsenböden

und Slugs machten mehr Radau und

sorgten für mehr Mündungsfeuer; auch

steigerte sich hierbei die Feuerrate.

Dennoch stieg der fühlbare Rückstoß

nicht – da wurde alles von den Verschlussfedern

aufgefangen. Ebenso beeindruckend:

Einzelschüsse wie Doubletten

ließen sich ganz leicht abgeben.

Das lag an der relativ niedrigen Feuerquote

von 350 Schuss pro Minute.

Unterm Strich: Bei der Auto-Assault-12

handelte es sich um eine technisch

einmalige Flinte. Eine, bei der die

Hersteller das Mögliche ausprobiert und

damit gezeigt haben, was sich alles aus

einer mehrschüssigen Flinte herauskitzeln

lässt. Freilich muss es sich noch

zeigen, ob das aber auch über das Stadium

der mit Blick aufs Militär erstellten

Machbarkeitsstudie hinausgehen und in

eine Erfolgsgeschichte münden wird.

Text: Gary Paul Johnston

und Matthias S. Recktenwald

Fotos: Gary Paul Johnston

August 2014


Vollautomatische Flinte AA-12 | TEST & TECHNIK

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VISIER.de | 49


TEST & TECHNIK | Drei Walther-Federdruck-Gewehre

Walther LGU Master, Terrus und Century:

Die Feder ist

mächtiger ...

... als das Schwert, wenn

man den Gelehrten glauben

darf. Im Falle von Walthers

neuen Federdruckgewehren

stimmt der Satz: Die drei

Modelle kommen mit

Features, die sich sonst

nur bei kostspieligen

Oberklassewaffen finden.

Bei dem schönen Wetter könnte man

jetzt wunderbar im Garten ein paar

Fallscheiben umwerfen, den Diabolo-Kugelfang

wollte ich ja auch schon

längst mal ausprobieren und ist da nicht

50 | VISIER.de

nächstes Wochenende ein offenes Field-

Target-Event zwei Orte weiter? Solche

Worte rattern einem als VISIER-Redakteur

in einer Tour durch den Kopf, wenn

man das Paket mit den drei neuen Walther-Federdruckgewehren

ins Büro geliefert

bekommt. Terrus, Century und

LGU Master heißen die drei Waffen. „Walther“

steht drauf, Design und Produktion

obliegen aber dem Arnsberger Mut-

August 2014


Drei Walther-Federdruck-Gewehre | TEST & TECHNIK

terkonzern Umarex. Alle drei Gewehre

vertrauen auf die Kraft der gespannten

Feder, um die Diabolos aus den Läufen

zu befördern. Wer jetzt allerdings an

Opas alten Federdruck-Knicker mit dem

Optik-zerrüttenden Prellschlag und dem

KK-Gewehr-artigen Sound denkt, der

marschiert auf dem Holzweg: Umarex

ließ sich nämlich einiges einfallen, um

den drei Gewehren diese rauen Sitten

gründlich auszutreiben.

Terrus: Mit seinem Preis von 279 Euro

rangiert das Walther Terrus am unteren

Ende der hier getesteten Waffen. Serienmäßig

kommt der Knicklauf mit einem

sauber verarbeiteten Kunststoffschaft.

Dessen Checkering, Hi-Grip genannt, besteht

aus Punkten und Halbkreisen. Das

teilt er sich

mit großkalibrigen

Vorbildern

aus

dem eigenen

Haus, darunter

etwa

die Pistole

PPQ – griffig.

Vor allem

der breite

Vorderschaft

gefiel den Testern. Der wie das

restliche System brünierte Lauf wird nur

über ein federbelastetes Sperrelement

in der geschlossenen Position gehalten.

Doch auch mehrfaches, festes Klopfen

mit der flachen Hand gegen die Unterseite

des Vorderschaftes brachte das

Terrus nicht aus der Bahn – die Verriegelung

hielt. Mit der Schaftkappe auf dem

linken Knie, festem Griff mit der Linken

kurz hinter der Kimme und einer vorn am

Lauf greifenden Rechten lässt sich das

Gewehr sanft und mit vergleichsweise

wenig Kraftaufwand spannen. Diese Bewegung

aktiviert auch die über dem

Griff liegende Sicherung, die per Daumen

vor jedem Schuss deaktiviert werden

will. Der Prellschlag hielt sich in

engen Grenzen. Als einzige Waffe im getesteten

Dreierbund kommt das Terrus

ab Werk mit mechanischer Visierung.

August 2014

Kimme und Korn bestehen aus Kunststoff

sowie Metall und verfügen über

Lichtsammler vom US-Hersteller Truglo.

Die Kombination von rotem Punkt am

festen Korn und zwei grünen Punkten an

der seitlich und in der Höhe verstellbaren

Kimme lässt sich als fast optimal bezeichnen:

Ob im gleißenden Sonnenlicht

oder in Innenräumen, die Helligkeit

empfanden die Tester immer als optimal.

Kleiner Wermutstropfen: Der Verstellmechanismus

erwies sich als etwas

hakelig, geht aber für ein Freizeitgewehr

in Ordnung. Wer mag, kann auch

ein Zielfernrohr montieren. Die passende

11-mm-Schiene fräste der Hersteller

in die Oberseite der Systemhülse ein.

Zur Serie gehört auch ein XT-Abzug mit

einstellbarem Vorzug. Unter einer Rändelschraube

an der Mündung findet sich

zudem ein halbzölliges UNF-Gewinde für

einen Schalldämpfer. Den gibt es bei

Umarex für 44,95 Euro. Neben der hier

getesteten Variante in 4,5 mm mit 7,5

Joule Mündungsenergie können WBK-

Inhaber auch eine Variante mit 16 Joule

erstehen.

Century: Die Mittelklasse der VISIER-

Testreihe nahm das Walther Century ein.

Für 349 Euro kommt dieses Modell serienmäßig

mit einem 6 x 42-Zielfernrohr

von Walther sowie den entsprechenden

Montageringen für die 11 mm-Schiene

auf der Gehäuseoberseite. Der Schaft

besteht aus schön polierter Buche, die

Backe hebt die Köpfe sowohl von Linksals

auch Rechtshändern hoch genug, um

bequem durch die Optik blicken zu können.

Das System zeigte sich glatt brüniert

ohne Macken. An der Mündung findet

sich ein Laufgewicht. Hinter der

Rändelschraube an dessen Spitze verbirgt

sich ebenfalls ein 1 / 2

-Zoll-Gewinde.

Im Gegensatz zum Terrus muss man

beim Century den Lauf vor dem Spannen

erst entriegeln. Das geschieht durch einen

Kipphebel unter dem Rohr direkt vor

dem Vorderschaft. In der Praxis ließ

sich das Element zwar leichtgängig bedienen,

zum Spannen sitzt die Hand des

Die beiden Knicklauf-Modelle Terrus (u.)

und Century (M.) kommen ab Werk mit

halbzölligen Mündungsgewinden für

die Aufnahme eines Schalldämpfers.

Für das LGU Master ohne Gewinde

bietet Umarex hingegen einen Aufsatz

an, der die Montage ermöglicht.

Schützen dann aber viel zu dicht am

Drehpunkt des Laufs, um effektiv Kraft

auszuüben: Man muss also mit dem Daumen

entriegeln und dann mit der Hand

den Lauf in Richtung Mündung entlanggleiten.

Erst dort hat man genug Hebelweg,

um den Spannvorgang zu bewältigen.

Der zeigte sich dann aber

butterweich. Das liegt vor allem an dem

von Umarex verbauten Kolben mit einem

Durchmesser von 30 Millimetern.

Dieser Kolben verfügt zudem über einen

Ring, der den Reibungswiderstand im

Zylinder senkt. Im Schuss machte sich

das durch einen äußerst sanften Prellschlag

positiv bemerkbar – zudem zeigte

sich das Century auch ohne Schalldämpfer

flüsterleise. Der XM-Abzug lässt sich

in Vorzugsweg und Abzugskraft einstellen.

Wie beim Terrus aktiviert die Spannbewegung

die am hinteren Ende der Systemhülse

liegende Daumensicherung.

Das getestete 7,5-Joule-Century ist der

Einsteiger der Klasse. Für WBK-Besitzer

gibt es zudem noch eine Variante mit 16

Joule Mündungsenergie.

VISIER.de | 51


TEST & TECHNIK | Drei Walther-Federdruck-Gewehre

Das Walther Terrus kommt als einziges des getesteten Gewehre

mit einem Kunststoffschaft daher. Der konnte die Tester nicht nur

durch sein niedriges Gewicht und die Griffigkeit überzeugen: Auch

die Schaftbacke lag in angenehmer Höhe fürs Zielen sowohl über

die eingebaute mechanische Visierung als auch durch das testweise

montierte 6 x 42-Zielfernrohr von Walther.

LGU Master: Für das Spitzenmodell

dieses Tests müssen Käufer 465 Euro auf

den Tresen legen. Dafür bekommt man

dann aber auch eine in Haptik, Optik und

Verarbeitung sehr hochwertige Waffe,

die kaum Wünsche offen lässt. Im Gegensatz

zu Terrus und Century spannt

der Schütze das LGU Master über einen

parallel unter dem Lauf liegenden Hebel.

Dieser verriegelt in geschlossenem

Zustand sicher über eine gefederte Kugel

unter der Mündung. Die Drehachse

ist kunststoffgelagert. Das reduziert

die benötigte Kraft beim Spannen.

Hightech findet sich beim LGU Master im

Inneren des Zylinders: Der Kolben bewegt

sich hier nicht nur linear von vorn

nach hinten. Er ist zudem drehbar gelagert,

so dass er die Torsionskräfte der

Feder beim Spannen und beim Schuss in

eine Rotationsbewegung umwandelt.

All diese Maßnahmen sorgten im Test für

eine extrem weiche Charakteristik beim

Spannen und im Schuss. Gewöhnungsbedürftig:

Vor dem Schließen des Hebels

muss man einen hinter dem Ladefenster

sitzenden Hebel betätigen; er

blockiert die Mechanik, so dass man

nicht versehentlich schließen kann.

zum Schalldämpfer, der nur den Mündungsknall

reduziert. Das LGU Master ist

einfach leise. Auch bei der Verarbeitung

gab es für die Tester nichts zu meckern:

Weder die glänzend brünierten Metallteile,

noch der Buchenholzschaft gaben

Anlass zur Klage. An der Mündung sitzt

im Gegensatz zu den anderen Testwaffen

kein Schalldämpfer-Gewinde. Allerdings

bietet Umarex einen Adapter an.

Wie auch beim Century verbauen die

Arnsberger beim LGU Master einen in

Vorzugsweg und Abzugsgewicht verstellbaren

XM-Abzug. Auch hier offeriert

Umarex eine weitere Version mit 16

Joule Mündungsenergie.

Range-Time: Obwohl das Einsatzgebiet

der drei Walther-Gewehre eindeutig

im Freien liegt, zogen die Tester der besseren

Vergleichbarkeit wegen auf den

Zehn-Meter-Stand der St. Sebastianus

Schützenbruderschaft in Mülheim-Kärlich.

Mit im Gepäck: insgesamt sieben

Diabolo-Sorten von der 0,51 Gramm

leichten Gamo Pro Magnum bis zur schweren

JSB Exact Heavy mit 0,67 Gramm.

Für optimale Ergebnisse schossen die

Tester alle drei Gewehre mit dem Walther-ZF

6 x 42. Das Terrus machte den

Anfang und zeigte, dass es die schwersten

Geschosse des Tests bevorzugte. Die

JSB Exact Heavy erzeugte einen Streukreis

von knapp 28 Millimetern. Zog man

einen Ausreißer ab, waren es sogar nur

noch 23 Millimeter. Allerdings lässt sich

daraus nicht schließen, dass das Terrus

generell lieber schwere Diabolos mag:

H & Ns Barracuda Power markierte mit

0,66 Gramm das zweitschwerste Projektil

des Tests, erzeugte aus dem 402-

Im Schuss zeigte sich die Effizienz der

von Umarex verbauten „Super Silent

Technology“: Diese reduziert durch

enge Passungen und geräuscharme Lagerungen

die Lautstärke der Waffe beim

Spannen und Schießen – im Gegensatz

52 | VISIER.de

Die Kimme des Terrus lässt sich über

Rändelschrauben verstellen. Links und

rechts vom Kimmenblatt sitzen die beiden

Truglo-Lichtsammler.

Auch das Korn statteten die Arnsberger

mit einem Fiberglasstäbchen eines US-

Herstellers aus. Die kontrastierenden

Farben lieferten sowohl im Sonnenschein

als auch im Dämmerlicht stets

ein sauberes Visierbild.

August 2014


Drei Walther-Federdruck-Gewehre | TEST & TECHNIK

Technische Daten Walther-Luftgewehre

Modell Terrus Century LGU Master

Preis: € 279,- € 349,- € 465,-

Kaliber: 4,5 mm, Einzelschuss 4,5 mm, Einzelschuss 4,5 mm, Einzelschuss

System: Federdruck / Knicklauf Federdruck / Knicklauf Federdruck / Unterhebel

Maße (L x B x H): 1074 x 64 x 195 mm 1108 x 48 x 176 mm 1065 x 51 x 181 mm

Lauflänge: 402 mm 404 mm 392 mm

Gewicht: 3300 g 4078 g 4459 g

Ausführung/Ausstattung:

justierbarer Abzug, Kimme und Korn

mit Truglo-Lichtsammelpunkten,

Kimme seitlich und in Höhe verstellbar,

11 mm-ZF-Schiene, 1 / 2

" Mündungsgewinde,

Kunststoffschaft

justierbarer Abzug, 11 mm-

ZF-Schiene, Alu-Laufgewicht

mit 1 / 2

" Mündungsgewinde,

incl. Walther-ZF 6 x 42, Holzschaft,

Gummischaftkappe

justierbarer Abzug,

11 mm-ZF-Schiene,

System mit Drehkolben,

Holzschaft mit Backe und

Gummischaftkappe

Millimeter-Lauf aber einen Streukreis

von 70 Millimetern. Mit den anderen

Sorten lagen die Löcher in der Scheibe

zwischen 30 und 40 Millimeter auseinander.

Auffällig: Der unverriegelte Lauf

zeigte sich zwischen den Schüssen immer

wieder störrisch, ließ sich nur

durch einen kräftigen Klopfer mit der

flachen Hand auf das Rohr zum Abkippen

bewegen. Dieses Problem trat unabhängig

von der Schusszahl und der

jeweils verwendeten Diabolo-Sorte auf.

Positiv fiel den Testern vor allem der gelungene

Schaft auf: Ob für den Präzisionstest

von der Sandsack-Auflage oder

stehend freihändig, hier gab es nichts

zu beanstanden. Auch der Prellschlag

zeigte sich trotz des geringen Gewichts

erstaunlich niedrig.

Nächster im Test war das Century. Dessen

Holzschaft lag satt und schwer auf

dem Sandsack und gab kaum ein Rucken

an den Schützen weiter. Durch die Optik

konnte man im Schuss immer die Zielscheiben

im Blick behalten. Auch dieser

Knicklauf kam mit der JSB Exact Heavy

gut zurecht: 22 Millimeter lagen die

Treffer auseinander. Mit der am anderen

Ende der Gewichtsskala liegenden Pro

Magnum Penetration von Gamo waren es

sechs Millimeter mehr. Das reicht nicht

nur für Fallscheiben, sondern lässt einen

auf der Luftgewehr-Wettkampfscheibe

das Schwarze ziemlich sicher halten.

Last but not least packten die Tester das

LGU Master aus und montierten das für

den Test von Umarex mitgeschickte Zielfernrohr.

Lag das Century schon ruhig

im Schuss, packte das Topmodell des

Tests noch eine Schippe drauf. Das etwas

höhere Gewicht sowie die technischen

Maßnahmen von Umarex zur Verringerung

des Prellschlages wirkten

sehr gut und machten das Schießen zum

Vergnügen. Das schlug sich natürlich

auch im Trefferbild nieder: Den weites-

Alle drei Gewehre kommen serienmäßig

mit verstellbaren Abzügen. Beim Terrus

(u.) lässt sich über die Madenschraube

der Vorzug einstellen, beim Century (M.)

und beim LGU Master lässt sich zusätzlich

auch das Abzugsgewicht verändern.

Beim Walther Century muss

man vor dem Spannen den

Entriegelungshebel unter

dem Lauf (Pfeil) nach oben

drücken. Der Knicklauf

überzeugte die Tester

durch saubere

Verarbeitung und

minimale Geräuschentwicklung

im Schuss.

August 2014

VISIER.de | 53


TEST & TECHNIK | Drei Walther-Federdruck-Gewehre

ten Streukreis erzeugte die leichte Gamo

Pro Magnum mit beinahe 25 Millimetern.

Die besten Werte von fast 14 Millimetern

erreichte das LGU Master mit der 0,67

Gramm schweren JSB Exact Heavy: Der

nächste Wert lag aber wieder im Mittelfeld

der Geschossgewichte, und zwar mit

der H & N Field Target Trophy: Nach Abzug

eines Ausreißers maßen die Tester hier

nur noch gut elf Millimeter von Lochrand

Beim LGU Master ist der Spannhebel als separates Teil unter dem Lauf angeordnet.

Das erhöht die Präzision und schränkt die Baulänge möglicher Zielfernrohre weniger

ein. Um zu spannen, muss man den Hebel lediglich gegen den Widerstand einer

gefederten Kugel nach unten ziehen.

zu -rand. Insgesamt lieferte das Gewehr

ein sehr harmonisches Trefferbild, zeigte

sich wenig munitionsfühlig. Dazu trug

auch der starre Lauf bei. Einzig die

Spannhebelsicherung konnte nicht ganz

überzeugen: Man vergisst sie einfach zu

schnell und muss dann umgreifen, da der

weiche Spannvorgang es durchaus erlaubt,

mit der rechten Hand auch beim

Ladevorgang am Griff zu bleiben.

Am LGU Master gibt es diesen Schalter hinter dem Ladefenster. Dieses Element zeigt

(hier links) ein Diabolo-Symbol, gegenüber gibt es eine geriffelte Fläche. Die muss

man nach dem Laden drücken, um den Spannhebel wieder nach vorn bewegen zu

können. Das schützt vor ungewolltem Schließen, ist aber gewöhnungsbedürftig.

Schießtest Walther-Luftgewehre

Modell Terrus Century LGU Master

Nr. Munition SK (mm) SK (mm) SK (mm)

1 Gamo Pro Magnum Penetration, 0,51 g 47,51 (28,09) 28,08 24,86

2 RWS R10 Match, 0,53 g 32,21 37,62 20,05

3 RWS Super Field, 0,54 g 39,12 (24,16) 34,72 16,55

4 H & N Field Target Trophy, 0,56 g 42,25 30,41 16,72 (11,48)

5 RWS Supermag, 0,60 g 33,60 (29,56) 33,53 17,28

6 H & N Baracuda Power, 0,66 g 56,82 70,38 (49,29) 20,94 (13,55)

7 JSB Exact Heavy, 0,67 g 27,95 (22,98) 22,10 14,78

Anmerkungen / Abkürzungen: SK (mm) = Streukreis in Millimetern, jeweils 10 Schuss

umschlossen gemessen, ermittelt aus 10 Meter Distanz, geschossen aufgelegt von der Sandsack-

Auflage. g = Gramm. Werte in Klammern nach Abzug eines Ausreißers.

54 | VISIER.de

Für jeden Geschmack etwas: You

get what you pay for. Zu Deutsch: Man

bekommt, was man bezahlt hat. Dieser

Satz trifft auf die drei Walther-Gewehre

vollkommen zu. Wem ein Knicklauf für

Fallscheiben und Dosen im Garten ausreicht,

der wird mit dem Terrus wunschlos

glücklich werden, und bekommt dazu

noch eine Waffe, die so gar nichts mehr

mit dem eingangs beschriebenen „Opa-

Gewehr“ gemein hat. Für höhere Ansprüche

wie Field Target sollte es allerdings

schon das Century sein. Hier

erhält der Käufer für wenige Euro mehr

gleich noch das absolut brauchbare Zielfernrohr

samt Montage obendrein. Den

größten Spaß hatten die Tester sicherlich

aber mit dem LGU Master. Hier

stimmt von der Ausstattung bis zur

Schussleistung einfach alles – dafür

muss man aber auch ein gutes Stück tiefer

in die Tasche greifen. Empfehlenswert

sind alle drei Gewehre, jedes für seinen

eigenen Zweck – zumal Umarex zeigt,

dass auch im Freizeitsegment moderne

Technik durchaus möglich ist, ohne gleich

den Preis durch die Decke zu treiben.

Text: Thomas Quirin

Fotos: Michael Schippers /

Thomas Quirin

Die Testwaffen stellte die Firma Umarex

(www.umarex.de) freundlicherweise

zur Verfügung – Vielen Dank!

August 2014


Drei Walther-Federdruck-Gewehre | TEST & TECHNIK

Und das sagen die Leser dazu:

Als VISIER-Redakteur bekommt

man ja im Lauf der Zeit mit einer

großen Bandbreite von Waffen in

Kontakt – viel mehr als die meisten

„normalen“ Sportschützen. Da aber gerade

Meinungen von „Unvorbelasteten“

viel Nützliches offenbaren können nahmen

sich die VISIER-Tester die Zeit, und

schafften die drei Walther-Gewehre zum

Schießstand der St. Sebastianus Schützenbruderschaft

1872 e.V. in Mülheim-

Kärlich. Dort stand VISIER-Leser Andreas

Corvers zur Stelle. Der 38-jährige

Schornsteinfegermeister schießt seit

seinen Jugendtagen, hat aber in den

letzten Jahren fast nur noch Großkaliber-

und Schwarzpulver-Erfahrung gesammelt.

Trotz dieser langen Zeit griff

er sich ohne Umschweife das erste Walther-Gewehr

und eine Dose Diabolos –

und legte los, als wenn er bis heute

nichts anderes schießen würde. TQ

Der langjährige Großkaliberschütze

fand für den Holzschaft des LGU Master

viel Lob: „Auf den ersten Blick dachte

ich, die Röhre unter dem Lauf wäre ein

Magazin, bis ich herausfand, dass es die

Spanneinrichtung ist – ungewohnt, aber

echt nicht schlecht gelöst. Vor allem das

ruhige Schussverhalten finde ich sehr

angenehm. Der Schaft passt für meine

Statur wie angegossen, mit dem ZF macht

das Ganze richtig Spaß.“

VISIER-Leser Andreas Corvers über das Walther Terrus: „Erinnert vom Aufbau her an

die guten alten Knicker aus Jungschützentagen, aber durch den modernen Kunststoffschaft

liegt es sehr gut in der Hand und ist zudem leicht. Dass der Lauf mehrmals

hakte, hat mich schon etwas gestört, auch die automatische Sicherung ist für mich

recht gewöhnungsbedürftig. Sehr gut gefielen mir die Lichtsammler an Kimme und

Korn, das gibt es ja sonst oft genug nur als teures Extra.“

August 2014

Ginge es

ans Kaufen,

würde sich

der zweifache

Vater fürs

LGU Master

entscheiden:

„Damit hatte

ich nicht nur

das beste Trefferbild,

sondern

es kommt

durch Gewicht und Wertigkeit am ehesten

an eine scharfe Waffe heran. Auch wenn

die Sicherung etwas Gewöhnung braucht,

damit man nicht jedes Mal versucht, den

verriegelten Hebel zu schließen.“

VISIER.de | 55


TEST & TECHNIK | Mehl BMC 19

Geschwindigkeitsmessgerät BMC 19:

Next Generation

Versuchsaufbau: Vorn

zwei Vorserienmodelle

des BMC 19. Dahinter

ein BMC 31, das über eine

Genauigkeit von

einem Promille des

Messwertes verfügt.

Die Geschossgeschwindigkeits-Messgeräte von Werner Mehl zählen zu den

besten weltweit. Auf das aktuelle Modell BMC 18 folgt nun das BMC 19.

VISIER hat sich zwei Vorserienmodelle näher angeschaut.

56 | VISIER.de

August 2014


Mehl BMC 19 | TEST & TECHNIK

Spätestens seit der Markteinführung

des BMC 18 im Jahre 2005 ist

Werner Mehls Firma Kurzzeitmesstechnik

nicht nur Ballistikern, sondern

auch ambitionierten Wiederladern und

Schützen ein Begriff. Es gibt Geschossgeschwindigkeits-Messgeräte,

die billiger

sind – stimmt. Aber in Sachen Zuverlässigkeit

und Präzision setzten schon

das BMC 17 und das BMC 18 international

Maßstäbe. Soviel vorweg: Der neue Ballistic

Measuring Chronograph bleibt

nicht hinter den Vorgängermodellen zurück.

Das bewiesen die beiden Vorserienmodelle,

die VISIER exklusiv testen

durfte. Wie die Vorgänger lässt sich das

neue Modell mittels Infrarot-Fernbedienung

oder vom PC aus bedienen. Mit nun

600 Speicherplätzen besitzt das BMC 19

eine dreimal so große Kapazität wie das

Vorgängermodell. Das Bedienen wird

noch komfortabler und das BMC 19 kann

viel mehr, als nur Geschossgeschwindigkeiten

zu ermitteln.

Aufbau: Wer ein 18er Modell sein eigen

nennt, bemerkt beim Montieren des 19er

Bausatzes schnell, dass er sich nicht

groß umstellen muss. Es bleibt beim bekannten

Messrahmen im vertrauten

Gelb. Vier Distanzstangen verbinden

zwei Lichtschranken. Eine Querverstrebung

zwischen den unteren beiden dieser

Stangen ermöglicht die Montage an

einem Stativ. Drei 50 Zentimeter lange

Kabel verknüpfen die beiden Lichtschranken

miteinander. Ein weiteres,

fünf Meter langes Kabel verbindet diese

mit dem ballistischen Computer, der eigentlichen

Auswerte- und Anzeigeeinheit.

Die Stromversorgung stellt ein

220-Volt-Netzteil sicher. Laut Hersteller

ermöglicht ein sogenannter Weitbereicheingang

Spannungen zwischen 100

und 240 Volt. Die Arbeitsspannung des

BMC-Gerätes liegt zwischen 9 und 16

Volt, so dass ein Batteriebetrieb ebenfalls

möglich ist. Bei einer Leistungsaufnahme

von nur 2,1 Watt inklusive der

Lichtschranken erreicht man je nach

Batteriekapazität mehrere Stunden

oder Tage Laufzeit. Ist alles montiert

August 2014

und zusammengesteckt, können Einsteiger

sich leicht mit den Software-

Funktionen vertraut machen: Werner

Mehl versieht den Speicher des BMC vor

der Auslieferung mit 50 Messungen.

Tast-Sinn: Die mitgelieferte Infrarot-

Fernbedienung ermöglicht eine Bedienung

des BMC 19 bis auf eine Distanz von

zehn Metern. Hieran finden sich wie am

Werner Mehls Firma (www.kurzzeit.com)

beschäftigt sich vor allem mit Kurzzeitmesstechnik.

Professionelle Hochgeschwindigkeitsaufnahmen

(oben)

dokumentieren das Verhalten von

Projektilen im Ziel oder Vorgänge an der

Mündung (unten: Kaliber 7,62 x 39).

PC die Funktionstasten F1 bis F9:

- Die F1 Taste dient der Eingabe des Geschossgewichtes

in Gramm oder Grain.

Mit den Nummerntasten lässt sich das

gewünschte Projektilgewicht der zu untersuchenden

Laborierung auch auf Dezimalstellen

genau bis 100 Gramm

(1543,2 Grain) einstellen.

-Mit F2 lässt sich die Messempfindlichkeit

ändern. Die als Gain (Verstärkung)

bezeichnete Größe reguliert direkt die

Empfindlichkeit der Lichtschrankenverstärker

und sorgt so für sicheres

Messen. Die Verstellung ist in Fünf-Prozent-Schritten

möglich. Null Prozent

empfiehlt sich für sehr große Geschosse,

100 Prozent für sehr kleine. Mit Hilfe der

F2-Taste lassen sich störende Einflüsse

verhindern: Unverbrannte Pulverpartikel,

wie sie bei Kurzwaffen, kurzläufigen

Büchsen und Flinten, vor allem aber bei

Schwarzpulverwaffen vorkommen, führen

nicht mehr zu Fehlmessungen.

- Über F3 kann man die Maßeinheiten

auswählen, etwa Meter pro Sekunde

oder feet per second. Das Display kann

nicht nur die Bewegungsenergie des Geschosses

in Joule, sondern auch den

entsprechenden IPSC-Faktor oder DSB-

Mindestimpuls anzeigen.

- Die F4-Taste ermöglicht eine Übersicht.

Wurde über F3 zum Beispiel die

Geschossgeschwindigkeit in Meter pro

Sekunde gewählt, so lassen sich über

F4 folgende Angaben abrufen: Schussnummer

und Geschwindigkeit des langsamsten

oder schnellsten Geschosses,

Mittelwert der gemessenen Serie, v 0

-

Differenz des langsamsten und schnellsten

Projektils sowie die Schussanzahl

der gemessenen Serie. Die Standardabweichung

wird nicht angezeigt, ist jedoch

im Software-Paket für die Auswertung

am PC enthalten.

- Mit der F5-Taste lässt sich für Dezimalzahlen

für den Export der CSV Dateien

auf eine Micro SD Card entweder das

Komma oder der Punkt auswählen. Weiter

lässt sich mit F5 einstellen, ob das

Gerät Eingaben und Einstellungen mit

einem akustischen Geräusch quittiert.

- Über F6 kann man nach einer Bestäti-

VISIER.de | 57


TEST & TECHNIK | Mehl BMC 19

gung Messdaten vom Speicher löschen.

- F7 erlaubt bei Verwendung mehrerer

BMC-Geräte sogenannte SSID-Erweiterungen:

Wissenschaftliche Messungen

sind häufig redundant, dann stehen

zum Beispiel zwei Messgeräte hintereinander.

So kann der Nutzer jeweils zwei

Messwerte miteinander abgleichen und

jeweils einen Mittelwert gewinnen, der

die Varianz reduziert. Damit sich die

einzelnen Geräte am Rechner unterscheiden

lassen, kann man sie einzeln

benennen und so die einzelnen Messwerte

sicher zuordnen.

- Die Helligkeit des Anzeigedisplays respektive

der Kontrast zwischen Hintergrundbeleuchtung

und angezeigtem

Wert lässt sich in Fünfer-Schritten mit

der Tastenbelegung F8 einstellen. Dies

kann das BMC 18 noch nicht, deshalb

kann man beim Vorgängermodell die

Werte nur in einem recht kleinen Winkel

auf dem Display erkennen. Mit dem

BMC 19 arbeitet es sich in dieser Hinsicht

wesentlich angenehmer.

- Nach dem Betätigen der F9-Taste speichert

das Gerät die gewonnenen Messwerte

im CSV-Format als Tabelle auf der

erwähnten Speicherkarte. Bei mehreren

Messreihen kann man die einzelnen

Files entsprechend mit Buchstaben und

Ziffern beschriften.

Präzision: Den messbaren Kaliberbereich

gibt Werner Mehl mit 4,5 mm bis

12,7 mm (Kurzwaffe) an – das Gerät

lässt sich also für die meisten Kaliber

nutzen. Ein wichtiges, wenn nicht gar

das wichtigste Kriterium für eine Kaufentscheidung

ist, in welchem Bereich

das BMC 19 zuverlässige Werte liefert.

Der Hersteller gibt eine Genauigkeit von

+/- 1 Prozent vom Messwert an. Dies

würde bei einer Geschossgeschwindigkeit

von 800 m/s einen Anzeigewert zwischen

792 und 808 m/s bedeuten. Zahlreiche

Vergleichsmessungen des

Herstellers und des Autors zeigten aber,

dass das BMC 19 noch präziser arbeitet:

Die Messungenauigkeit bewegt sich tatsächlich

in einem Bereich von +/- 0,2 bis

0,4 Prozent. Die VISIER-Tester schickten

während des etwa zehnwöchigen Tests

insgesamt etwas mehr als 3300 Projektile

unterschiedlicher Kaliber durch die

Messrahmen der beiden BMC19. Dabei

kam es lediglich zu zwei Fehlmessungen.

Das ist eine sehr gute Quote. Und

da es sich bei den Testgeräten noch um

Vorserienmodelle handelte, gibt es erst

recht keinen Grund zum Meckern.

Hard- und Software: Anders als das

BMC 18 verwendet das neue Modell Wireless

LAN – die Daten lassen sich also

kabellos an den Rechner übertragen.

Die Reichweite liegt je nach Umgebung

bei 30 Metern und mehr. Geht es nach

dem Hersteller, dann braucht der Nutzer

Auswerteeinheit und Fernbedienung.

Der Kontrast des Displays lässt sich beim

neuen BMC-Modell variieren.

Mit der F2-Taste auf der

Fernbedienung lässt sich

für jedes Kaliber von

4,5 bis 12,7 mm die

optimale Verstärkung

(Gain) der Infrarot-Lichtschranken

einstellen.

Dies ist besonders

von Vorteil, wenn

das Gerät Pulverreste

oder Verbrennungsrückstände,

die schneller

sind als das Geschoss,

ignorieren soll.

Typischer Versuchsaufbau für zielballistische Tests: Vor und hinter der Seife steht ein BMC. Mit dem zweiten Gerät lässt sich der

Geschwindigkeits- und Energiewert eines austretenden Geschossrestes bestimmen. Geht es nur um die v 0

, genügt ein BMC.

58 | VISIER.de

August 2014


Mehl BMC 19 | TEST & TECHNIK

künftig keinen PC oder Rechner mehr. Er

plant eine App, mit deren Hilfe sich das

BMC 19 auch zusammen mit einem

Smartphone oder einem Tablet nutzen

lässt. Bis jetzt gibt es dieses zusätzliche

Programm aber noch nicht, da braucht

es Hilfe von einem Programmierer –

Werner Mehl würde bei der Entwicklung

natürlich mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Eine Protokollbeschreibung liegt

dem Messgerät übrigens schon bei; es

kann also jeder, der weiß, wie es geht,

seine eigene App erstellen.

Wer sich das BMC 19 leistet, findet im Paket

neben dem Bausatz auch einen USB-

Stick mit einer Bedienungsanleitung für

das mitgelieferte Softwarepaket. Auf 66

Seiten erklärt die Anleitung dem Nutzer

in verständlichen Schritten mit Texten

und Screenshots die zahlreichen möglichen

Einstellungen und Anwendungen

sowie die Vorgehensweise bei der individuellen

Anpassung an die eigenen Bedürfnisse.

Das mitgelieferte Softwarepaket

beweist, dass Werner Mehl mit

dem BMC 19 keinen alten Wein in neuen

Schläuchen anbietet. Es ist so umfangreich,

dass es den Rahmen dieses Artikels

sprengen würde. Daher stellvertretend

hier nur einige Beispiele:

- Der Nutzer kann den Messreihen eigene

Datenbanken zuweisen, welche dann

beispielsweise die technischen Daten

der Waffe oder die genauen Laborierungsdaten

wie Pulversorte, Geschosstyp

und anderes mehr enthalten.

Hat der Benutzer bereits eine umfangreiche

Datenbank angelegt, helfen Filter

ein bestimmtes Kaliber, einen Geschosstyp

oder anderes schnell in der

Datenbank zu finden.

- Messreihen anderer BMC-Geräte lassen

sich in die eigene Datenbank importieren.

- Ein sogenannter Report Generator ermöglicht

das Erstellen von Formularen

zu den erhobenen Messreihen, die Formulare

kann der Nutzer frei gestalten.

- Die Messwerte einer Schussserie lassen

sich grafisch darstellen, wobei man

die y-Achse (Geschwindigkeit, Impuls,

Energie, usw.) in ihrer Skalierung anpassen

kann. Fehlschüsse werden auf

Wunsch aus den Messreihen entfernt.

- Eine weitere Funktion ist die Verteilung

der Messwerte nach Gauss (sogenannte

Normalverteilung). Diese Funktion

hilft vor allem bei der

Qualitätssicherung.

- Mit der sogenannten Column Configuration

kann man eigene Rechenoperationen

und Formeln in die Auswertung der

Messreihen integrieren.

Das umfangreiche Softwarepaket des BMC 19 ermöglicht die grafische Darstellung

der Messwerte – und das sogar vergleichend, von mit mehreren Geräten gemessenen

Daten. Die Diagramme basieren auf dem Versuchsaufbau (S. 56). Oben die Ergebnisse

von zehn Patronen .22 l.r. Lapua Standard Plus, geschossen aus einem eingespannten

Lauf. Unten die mit 21 Schuss ermittelten Kurven für das Kaliber .44 Magnum. Die

Messunterschiede zwischen den beiden BMC 19 lagen hier bei höchstens 0,6 m/s.

August 2014

Fazit: Das BMC 19 basiert auf den

bewährten Vorgängermodellen. Die

Infrarot-Lichtschranken machen den

Anwender unabhängig von den Lichtverhältnissen,

das Gerät arbeitet auch

bei Dunkelheit, bei grellem Sonnensowie

bei Neonlicht zuverlässig. Dank

Wireless LAN bietet das neue Modell

mehr Komfort als seine Vorgänger. In

puncto Zuverlässigkeit und Funktionssicherheit

gibt es im Preissegement unter

1000 Euro nur wenige andere Geräte,

die mit der BMC-Reihe mithalten können.

Das gilt auch für das 19er Modell,

dessen Preis voraussichtlich 899 Euro

betragen soll. Das ist nicht billig, aber

durchaus ein fairer Preis für ein komplett

in Deutschland entwickeltes und

gefertigtes Messgerät – zumal ein großes

Softwarepaket die unterschiedlichsten

Auswertungen, Datenbanken,

Grafiken und Statistiken ermöglicht. Für

Wiederlader und Ballistiker ist das

BMC 19 deshalb sein Geld wert.

Text: Christopher Hocke und

Andreas Skrobanek

Abbildungen: Christopher Hocke,

Kurzzeitmesstechnik Werner Mehl

VISIER.de | 59


TEST & TECHNIK | Knives Of Alaska

Jagdmesser von Knives Of Alaska:

Aus dem Wilden Westen

für den Hohen Norden

60 | VISIER.de

August 2014


Knives Of Alaska | TEST & TECHNIK

Knives Of Alaska heißt eine Reihe von Messern, die

es seit diesem Jahr bei der Gummersbacher Firma

AKAH im Sortiment gibt. VISIER hat vier der für

Jagd- und Outdoorzwecke bestimmten Geräte

begutachtet und ausprobiert – hier das Ergebnis.

August 2014

Markennamen sind oft mehr eine

Frage des Images als der tatsächlichen

Gegebenheiten. Beispiel:

In diesem Artikel geht es um Messer der

Marke „Knives Of Alaska“ (KOA). Und das

ist ein Name, bei dem sofort Assoziationen

an Elche und Lachse, an Goldsucher

und an Jack London mitschwingen. In

der Realität hingegen sollte man das

dahinterstehende Unternehmen besser

mit Comanches und Cowboys, mit Ölpumpen

und Space Shuttles verbinden.

Denn die Firma sitzt in der texanischen

Stadt Denison, dem Geburtsort des ehemaligen

US-Präsidenten Dwight D. „Ike“

Eisenhower. Jedoch ändert dieser

Standort nichts am Einsatzzweck, für

den KOA von jeher seine Messer auslegt.

Damit spricht das Werk Outdoorfans und

Jäger an, die sich eher unter Nordlicht in

Schnee und Eis tummeln als unter strahlender

Sonne in der Prärie. Kein Wunder:

Hinter KOA steht Charles B. Allen, und

der begann seine Karriere als Buschpilot

sowie als Angel- und Jagdführer im hohen

Norden. Allens Credo zu Messern

verknüpft das Praxisorientierte mit dem

Soziologischen: „Wir haben nie den Umstand

aus dem Blick verloren, dass das

Messer eines passionierten Jägers, Anglers

oder Naturburschen zwei wichtige Aspekte

aufweist. Erstens, und das ist am

wichtigsten, handelt es sich um ein Präzisionswerkzeug,

das die anstehenden Tätigkeiten

wirkungsvoll, sicher und zuverlässig

durchführt, stets aufs Neue, Jahr

um Jahr. Zweitens stellt das Messer eines

Mannes eine Investition dar und ist zudem

eins der Dinge seines persönlichen

Stolzes. Es bildet einen Maßstab unter

seinesgleichen.“ Das liest sich sehr amerikanisch

– aber messen lassen müssen

sich die Messer ungeachtet aller pompösen

Treuherzigkeit schließlich in der

Praxis. Und für diesen Zweck ließ sich

VISIER vier der Messer vom Deutschland-Importeur

AKAH aus Gummersbach

kommen. Das umfasste die Modelle:

- Alaskan Bush Camp Knife (119 Euro)

- Magnum Alaskan (139 Euro)

- Alpha Wolf (95 Euro)

- Trekker Series Elk Hunter (105 Euro).

VISIER.de | 61


TEST & TECHNIK | Knives Of Alaska

Das Alaskan Bush Camp Knife ist 267 mm lang, seine Klinge misst 151 mm in

der Länge und 38 mm in der Breite. Mit 203 mm Gesamtlänge und einer Klinge

von 100 mm Länge und 21 mm Breite geriet das Alpha Wolf deutlich zierlicher.

Unter dem Namen des Messers findet

sich auf dem Ricasso die Materialangabe

– D2-Werkzeugstahl. Alle

Messer entstanden in den USA. Und

das Firmenlogo der Futterale bietet

einen eingeprägten Bärenkopf.

Vier Gemeinsamkeiten: Allen Vieren

gemeinsam war zum ersten ihre Herkunft.

Die Messer von KOA entstehen

laut Eigenauskunft samt und sonders in

den USA. Keine Selbstverständlichkeit

angesichts eines Marktes, dessen Lieferanten

sehr oft dort fertigen lassen, wo

immer es in der Welt die günstigsten Bedingungen

dafür gibt.

62 | VISIER.de

Zum Zweiten verfügte jedes Miglied des

Quartetts über den KOA-eigenen „Suregrip“.

Darunter versteht der Hersteller

die Ausstattung mit Griffschalen aus

dem zur Familie der thermoplastischen

Elastomere gehörenden Werkstoff Santopren,

vor knapp 40 Jahren entwickelt

von der Firma Monsanto. Und der bietet

die Vorteile,

a) sich auch bei kalter Witterung warm

und angenehm anzufühlen,

b) selbst in regennassem Zustand noch

rutschsicher in der Hand zu liegen und

c) in einer breiten Spanne von Witterungsbedingungen

formbeständig zu

bleiben – nämlich zwischen 120 und -40

Grad Celsius.

Alles ideale Eigenschaften für Jagdmesser.

KOA fixiert diese Schalen per Aufnieten

auf der Flachangel seiner Messer.

Dritte Gemeinsamkeit: Das Finish und

der Stahl – bei den vier KOA-Messern

handelt es sich dabei um D2, gefinisht

mittels Keramikperlen zu einem stumpfen,

nicht-reflektierenden und damit

wildnisgerechten Grauton. Zum Stahl:

Auch bekannt unter der Bezeichnung

Böhler K 110, handelt es sich dabei um

einen Kohlenstoffstahl, den die Firma

Böhler-Uddeholm entwickelt hat. D2

zählt zur Klasse der Werkzeugstähle und

lässt sich bis zum Wert von HRC 64 härten

– KOA verwendet für dieses Quartett

luftgehärteten Stahl aus US-Produktion.

Wegen seiner Zusammensetzung

lässt er sich sehr gut schleifen und gilt

trotzdem als sehr schnitthaltig. Was auf

den ersten Blick als Nachteil gelten

mag, ist der Umstand, das Böhler D2

nicht zu den rostträgen Sorten gehört –

aber genau hier liegt der Vorteil für das

rauhe nordische Klima: In Kreisen der

Messerfraktion munkelt man von manchem

hochlegierten Stahl, der bei extremen

und dauerhaften Minustemperaturen

schließlich spröde geworden sei.

Unter diesen Bedingungen hingegen seien

die niedriger legierten Kohlenstoffstähle

resistenter, da von höherer Zähigkeit.

Als Viertes haben die vier Testmesser

die Scheiden gemeinsam. Sie sind genäht

und vernietet. Und sie bestehen

samt und sonders aus, so KOA, „vegetabil

gegerbtem und geöltem Rindsleder der

Güteklasse 1“, zwischen drei und vier

Millimeter dick. Unterschiede gibt es

bei der Gestaltung: Bei den Futteralen

der Modelle Magnum Alaskan und Elk

Hunter wurden die Frontpartie mittels

Pressen über einem Leisten zu einer

August 2014


Knives Of Alaska | TEST & TECHNIK

zu sehen, in dem die Niete eigentlich

hätte stecken sollen. Auch erwies sich

das Klettband des Verschlusses als nur

sehr großzügig versäubert. Hier wie bei

der Scheide des Bush Camp Knife standen

die Keder (Nahtzwischenstücke)

fühlbar über oder fielen etwas zu kurz

aus. Auch hätte man sich für Außenkanten

aller vier Hüllen lieber eine gründlichere

Politur gewünscht statt der zum

Teil nicht gerade hingebungsvoll aufgetragenen

schwarzen Farbe. Aber wer da

mehr Schönheit haben will: Bei allen

Scheiden ist noch genug Platz zwischen

Naht und Kante, um etwas Leder abzuschleifen,

saubere Kanten anzubringen

und diese mit einem Stück Leinenstoff,

etwas Wachs und etwas Spucke (doch,

doch) sauber zuzurichten.

Der Firmengründer von Knifes Of Alaska ist Charles B. Allen. Er weiß als Hunting

Guide und erfahrener Jagdpraktiker, wie ein nicht nur für die Jagd im Norden

taugliches Messer auszusehen hat. Hier Allen mit einem kapitalen Elch.

August 2014

Steckscheide ausgeformt, die auch einen

Teil des Griffes mit umschließt. Das

Bush Camp Knife hat eine Scheide aus

aufeinander gelegten Lederstücken, die

nur die Klinge verhüllt. Diese drei Scheiden

besitzen mit Druckknopf-Verschlüssen

bewehrte Sicherungsriemen. Und

sie haben normale Gurtschlaufen. Aber

nur bei den Futteralen von Alpha Wolf

und Bush Camp Knife gibt es in diesen

Schlaufen je ein Paar zusätzliche Schlitze.

So lassen sich die Scheiden auch auf

schmalen Gurten oder Rucksack-Trageriemen

stramm aufziehen. Die Scheide

des kleinen Alpha Wolf verfügt als einzige

über einen Korpus aus einem einteiligen,

längs gebogenen Stück Leder; der

Messergriff wird mittels einer Klettverschluss-Lasche

in der Scheide fixiert.

Und die Trageschlaufe ist so angebracht,

dass das Messer quer am Leibgurt hängt.

Der Test begann mit einer Kontrolle

der Scheiden: Alle vier bestanden aus

gutem, stabilem Leder. Sie zeigten sich

ordentlich, aber nicht hervorragend gearbeitet:

Bei der Scheide des Alpha Wolf

saß die für die Ortpartie bestimmte

Messingniete zu hoch – auf der Rückseite

war im Leder das vorgestanzte Loch

Großes Plus: Die Messer ließen sich wunderbar

leicht aus ihren Scheiden ziehen

und nach dem Arbeiten wieder darin

versorgen. Natürlich muss man wie bei

jedem anderen Lederetui auch aufpassen,

dass die am Scheidenmund und an

den Sicherungsriemen vorbeigehende-

Schneide nicht versehentlich Aufschnitt

produziert. Aber man brauchte keins der

Messer mit hohem Kraftaufwand zu ziehen

und anschließend mit ebensoviel

Einsatz wieder „nach Hause“ zu rammen.

Das ging hier herrlich einfach, zumal mit

der Scheide links über der Hüfte. Zudem

erwies sich das geölte Leder als biegsam

und nicht als so starr – manches andere

der vielen im Lauf der Jahre bei VISIER

probierten Messermodelle kam mit einer

Scheide, die so hart ausfiel wie die 2000

Jahre alte Sohle einer römischen Legionärssandale.

Insgesamt: Mit kleinen Unsauberkeiten

behaftete, robuste Futterale,

denen der ästhetisch ambitionierte

Lederbastler durchaus noch auf die

Sprünge helfen kann.

Robust, aber grob, das passt auch zu den

Messern selbst. Die acht Santopren-

Schalen der vier Suregrips ragten fühlbar

über die Angelkanten und zum Teil

über die Griffnieten. Hier und da blieb

auch nach dem Bohren der Löcher die

VISIER.de | 63


TEST & TECHNIK | Knives Of Alaska

Oben das Elk Hunter mit seiner charakteristischen Ricasso-Mulde: 213 mm lang, Klingenmaße 110 x 25 mm.

Unten das Magnum Alaskan, mit Handschutz und Riemenöse. 240 mm lang, Klingenmaße 118 x 27 mm.

ein oder andere Faser unversäubert

stehen: Nervig, aber auch das lässt sich

beheben. Mit etwas Geduld, Fingerspitzengefühl

und ein paar gängigen Gerätschaften

(feines Schleifpapier, Ledermesser,

feiner Cutter). Und beim Elk

Hunter gab es vorn am Übergang von

Griffschale zur Fehlschärfe hübsch

hässliche Ritzen.

64 | VISIER.de

Sehr gut gefielen die Santopren-Griffe

an sich. Also völlig erwartungsgemäß.

Wie schon bei anderen damit bestückten

Gegenständen – etwa bei Ruger-Revolvern

der Modelle Super Redhawk, GP 100

und SP 101 – erwies sich auch hier das

Santopren als echter Handschmeichler.

Es blieb sogar unter fließendem Wasser

vertrauenerweckend sicher in der Hand.

Auch empfand die Haut das Material

selbst dann als angenehm, nachdem die

Messer ein paar Stunden im Kühlschrank

verbracht hatten. KOA hat an der Stelle

ebenso alles richtig gemacht wie beim

Design der Griffe und der Balance der

Messer: Alle vier ließen sich gut in der

Hand drehen und lagen dann in jeder gewünschten

Position bequem und zuverlässig,

ohne dass die Klinge das Messer

nach unten zog oder unausgewogen erscheinen

ließ. Und noch ein Plus: Die

drei Messer Alaskan Bush Camp Knife,

Magnum Alaskan und Alpha Wolf kamen

mit Fangriemenösen im Griff. Und die

fielen nicht nur groß genug auch für

dickere Riemen aus, sondern erwiesen

sich zum Schutz gegen deren Durchscheuern

rundum verrundet – vorbildlich.

Zum Stahl und damit zu den Schneideeigenschaften

des Quartetts. Wie gesagt,

war die Oberfläche des D2-Materials

keramikgestrahlt, was für schöne mittelgraue

und zudem nicht unter

Sonnenlicht reflektierende Oberflächen

sorgte. Alles gut – nur: D2 gehört zu den

nicht rostfreien Stahlsorten. Und bei denen

sorgt ein solches Finishen auch trotz

der üblichen Nachpolitur für leicht vergröberte

Oberflächen und damit auch für

eine minimal höhere Rostanfälligkeit.

Der lässt sich aber von vornherein durch

sorgfältiges Abwischen/-trocknen und

leichtes Einölen nach dem Arbeiten entgegenwirken.

Dann störte sich ein Tester

an den nicht gebrochenen Kanten

des Klingenrückens und der Ricasso-

Mulden, mittels dessen sich Bush Camp

Knife und Elk Hunter im Vorgriff packen

ließen: „Wenn ich da beim Arbeiten fest

drauf drücke, ist das extrem unangenehm

und schmerzt. Das könnte man durch Anfasen

bestimmt verbessern.“

Keine Kritik hingegen gab es beim Design

der Schneiden: KOA hatte den Messern

Magnum Alaskan und Bush Camp

Knife ballig geschliffene Klingen spendiert

– hier bildet deren Querschnitt zur

Schneide hin einen Spitzbogen, im Fall

dieser zwei Prüflinge freilich einen ganz

leichten. Ist die Schneide wie bei Elk

Hunter und Alpha Wolf im Querschnitt

voll keilförmig, spricht man von einem

derben Schliff. Ballig oder derb, bei Outdoormessern

sind diese Schneidenarten

vorzuziehen. Denn sie sind robuster als

ein Hohlschliff. Und sie eignen sich auch

besser für Hackarbeiten, natürlich nur

soweit, wie es die Gesamtgröße zulässt.

Elk Hunter und Alpha Wolf haben je eine

Drop-Point-Klinge, die kaum länger und

breiter ist als zwei nebeneinander gelegte

Zigarillos – da ist mit dem Zerhacken

etwa von dicken Ästen nicht viel drin.

Aber sie schnitten alle: Der Test begann

mit dem Zertrennen von Papier. Das besorgten

sie alle vier ebenso tipptopp wie

den Rasiereinsatz am diesbezüglich zigfach

leidgeprüften Redakteurs-Unter-

August 2014


Knives Of Alaska | TEST & TECHNIK

mm und einer Klingenbreite von 38 mm

natürlich eher für die derberen Jobs

vorgesehen.

Fazit: Die Firma KOA aus Texas bietet zu

Preisen von 95 bis 139 Euro bezahlbare

Messer, die sich prima für draußen eignen.

Einen Schönheitspreis werden diese

soliden Stücke mit ihrem auf Werkzeug

getrimmten Charakter wohl kaum gewinnen.

Aber sie bieten gute Griffe und erledigen

das ordentlich, was sie tun sollen.

Zudem ist das Sortiment reichhaltig genug,

um die Fans kleiner, zierlicher Outdoor-Messer

ebenso zu befriedigen wie

diejenigen großer, eher für Hackarbeiten

bestimmter Ausführungen.

Die Scheiden: Beim Bush Camp Knife bedeckte das Leder nur die Klinge.

Bei Magnum Alaskan und – nicht im Bild – Elk Hunter reichte es bis zur Griffmitte.

Die Alpha-Wolf-Gurtschlaufe erlaubt diagonales und horizontales Tragen.

arm. Zum nächsten Tatort – ab in die Küche.

Hier zerkleinerten die Tester

Fleisch, Obst und hartes Gemüse, ohne

dass die Messer meuterten, abrutschten

oder ihr Schnittgut zerdrückten, statt

es zu zertrennen. Selbst zum Schälen

von Kartoffeln hätten sich zumindest die

beiden kleineren Stücke geeignet; freilich

hätte da jeder Tester einem Sparschäler

den Vorzug gegeben. Dann ging

es an den Holzstoß, die Prüfer schnitzelten

sich einige Feuerspäne zurecht. Alles

ging gut, kein Prüfling streikte oder

nahm Schaden. Erwartungsgemäß schlugen

sich bei den feineren Tätigkeiten die

kleineren Messer deutlich besser als das

große Alaskan Bush Camp Knife. Aber

das ist mit einer Klingenlänge von 150

Und das VISIER-Team war auch aus einem

ganz anderen Grund zufrieden: Seit

langem war das der erste Test ohne heldenhaft

verpflasterte Finger und Unterarme

– wir lernen es allmählich ...

Text: Matthias S. Recktenwald

Fotos: Michael Schippers,

Knives Of Alaska

Alle Messer kamen von der Firma AKAH

(www.akah.de) – vielen Dank. Wichtig:

Akah beliefert nur den Fachhandel. Den

Hersteller KOA erreicht man über www.

knivesofalaska.com – vielen Dank für

die Fotos von Charles B. Allen.

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SAMMELN & SELBERMACHEN | Parker-Hale-Vorderlader

68 | VISIER.de

August 2014


Parker-Hale-Vorderlader | SAMMELN & SELBERMACHEN

Die Repliken von Parker-Hale:

Lang anhaltender

Nachruhm

Vorderladerfans kennen die Firma Parker-Hale für ihre Nachbauten der Enfield-

Gewehre. Vor einigen Jahrzehnten als authentisches Zubehör für die historische

Darstellung ebenso geschätzt wie als präzises Sportgerät, bilden die Parker-

Hales heute ein eigenes Sammelfeld: Hier ein Überblick zu dieser Waffengruppe.

Seit über 50 Jahren – so lange schon

gibt es industriell gefertigte Nachbauten

historischer Vorderlader

(VL). Längst konzentrieren sich Sammler

nicht mehr nur auf Originale, sondern

auch auf diese als Repliken bekannten

Kopien. Einen speziellen Ruf

genießt da eine Gruppe von Nachbauten,

obwohl der letzte daraus bereits

vor über 25 Jahren entstanden ist: Es

handelte sich um die hervorragenden

Vorderlader der britischen Firma Parker-

Hale (P-H), die 1972 von Birmingham

aus auf den Markt kamen.

Typisch Parker-Hale: Anders als bei

manchem Mitbewerber blieb hier das VL-

Programm klein. P-H befasste sich da

nur mit zwei britischen Modellfamilien:

1. mit Enfield-Militärgewehren P/53,

P/58 und P/61, alle im Kaliber .577,

2. mit den um 1860 in Großbritannien

bekannten Volunteer Rifles (= Freiwilligen-Gewehren)

im Kaliber .451.

Alle P-H-Büchsen hatten kalt gehämmerte

Läufe, nicht nur außen genau kopiert,

sondern auch innen: Das Feld-

Zug-Profil glich dem ihrer historischen

August 2014

Vorbilder – damals bei seriell produzierten

VL-Repliken einzigartig. Diese Läufe

waren innen wie außen brüniert. Sie trugen

oben zwischen dem unteren und

dem folgenden Ring die Werksadresse.

Nur beim P/61 stand sie zwischen Visierung

und unterem Ring. Die Schrift im

Stempel wechselte im Laufe der Zeit

leicht. Links auf der Laufwurzel fand

sich die Seriennummer, hinten auf dem

Lauf die Beschussamts-Abkürzung „BP“

(„Birmingham Proof“). So, wie das Lauffinish

zum PH-Standard zählte, tat das

auch die buntgehärtete Schlossplatte.

Auf ihr prangten links hinten unter einer

Krone die Buchstaben P-H. Rechts auf

den Kolben kam der kreisrunde Stempel

„Parker-Hale LTD“. Das war es dann mit

den sichtbaren Stempeln. Der heute übliche

Warnhinweis „Black Powder Only“

entstellte keinen Lauf. Die Beschusszeichen

kamen unten ans Rohr und landeten

damit verdeckt im Schaft. So war

dem Gesetz ebenso Genüge getan wie

dem auf Authentizität bedachten Auge.

P-H‘s Enfield-Gewehre in .577:

Dazu gehören die Gewehre P/53, P/58

und P/61, wobei P für „pattern“, also

Modell, steht. Die Vorlagen fand P-H im

„Pattern Room“ in Enfield (seit 1989 in

Nottingham und seit 2005 im Tower von

London: www.royalarmouries.org).

Diese Ordonnanzwaffen-Mustersammlung

enthält von jeder britischen Militärwaffe

ein gesiegeltes Probestück,

Konstruktionsunterlagen und Lehren

für die Waffenabnahme. P-H durfte darauf

zurückgreifen. Daher entsprechen

die drei Modelle großteils den Originalen,

viele Teile lassen sich austauschen.

Allerdings gab es einige wenige Zugeständnisse

an die moderne Fertigung

und die Produktionskosten. Deutlich

sichtbar ist das bei den Visieren und

beim P/53-Schaft. Den fügte P-H aus

zwei Teilen zusammen, beim Vorbild war

er einteilig. Auch bei den Stempeln wich

man ab: Bei den Originalen stand das jeweilige

Fertigungsjahr auf der Schlossplatte

– bei den „Neubauten“ stets das

Modelljahr 1853, 1858 oder 1861. Im

Übrigen glich das Schloss innen wie außen

der originalen Militärausführung.

Die Originaltreue brachte Sportschützen

einen eher unerwünschten Effekt.

VISIER.de | 69


SAMMELN & SELBERMACHEN | Parker-Hale-Vorderlader

Parker-Hale verewigte sich mit seinen Initialen unter einer Krone hinten

in der Schlossplatte. Und typisch für diese Gewehre war der kreisrunde

Herstellerstempel im Schaftholz. Das Kürzel „BP“ unter Krone ist das

Beschusszeichen des abnehmenden Amtes und bedeutet „Birmingham

Proof“ – und ganz sicher nicht „Black Powder“, also Schwarzpulver.

Denn ab Werk hatten die Kopien das militärisch

übliche Abzugsgewicht von

etwa 3000 Gramm. Viele ließen daher

ihre Waffen überarbeiten. In Deutschland

erledigte das zum Beispiel Helmut

Mohr (www.mohr-vorderlader.de), der

auch genau abgestimmte Kokillen und

Kalibrierer fertigte. Apropos: P-H lieferte

für seine Enfields drei Kokillen –

alle zugekauft: Es handelte sich um die

RCBS-Kokille 58560M (speziell für die

P/58) sowie die Lyman-Kokillen 575213

(510 Grains, Geschoss mit tiefem Hohlboden)

und die 575213PH (566 Grains,

Geschoss mit flachem Hohlboden).

Der P-H-Auftritt begann 1972 mit dem

„Enfield Artillerie Carbine P/61“, auch

70 | VISIER.de

„Musketoon“ genannt. In Deutschland

kam man da aber erst ab Sommer 1974

dran. Denn die ersten Exemplare gingen

meist in die USA, wo sich das handliche

Musketoon auch als Jagdwaffe etablierte.

Überhaupt fand es schnell Anklang,

weil es mit seinem fünfzügigen Lauf mit

progressiver Zugtiefe ausgezeichnet

schoss, auf 50 wie auf 100 Meter. Von

der beliebten Waffe folgte in den

1980ern eine Luxus-Version mit Fischhaut

und im stilechten Eichenholzkoffer.

Der enthielt auch einen Zubehörsatz:

Kombinationswerkzeug (= „Sergeant‘s

Tool“), Pulverflasche, Kokille, Ölflasche,

Putz-Set und Schraubenzieher. Aber

auch das Standard-Musketoon kam mit

viel Equipment: Bronzebürste, Wollwischer,

Sergeant‘s Tool, Pistonschutz,

Echtheitszertifikat, Ladeanleitung und

Nachdruck des Buchs „Instructions

of Musketry“. Die Kokille ging hier

extra. 1974 folgte das „P/58“, kurz darauf

das „P/53“. Das P/58 kam auch mit

fünfzügigem Progressiv-Lauf. Es avancierte

schnell zur Lieblingswaffe aller

Dienstgewehr-Schützen. Mit ihm kam der

Weltrekord 99 von 100 Ringen. Bei den

Europameisterschaften 1988 belegten

sieben Starter damit Spitzenplätze. Im

Gegensatz dazu mochten die Schützen

das P/53 weniger – das lag am dreizügigen

Lauf und an einem sehr langen Drall.

Volunteer-Gewehre in .451: Damit

orientierte sich P-H an jenen Gewehren,

August 2014


Parker-Hale-Vorderlader | SAMMELN & SELBERMACHEN

Oben: Parker-Hale 3 Band Volunteer Rifle mit Whitworth-Laufprofil in .451.

Unten: Parker-Hale-Kopie des Enfield P/58 in .577.

Beides Perkussions-Vorderlader. In Nussbaum geschäftet, die Volunteer hat Fischhaut-

Verschneidungen. Läufe und Ringe brüniert, Schlosse buntgehärtet, Ladestöcke blank.

Enfield-Nachbauten von Parker-Hale, Kaliber .577

Modell P/53 P/58 P/61

Gewicht 4100 g 3860 g 3400 g

Gesamtlänge 1390 mm 123 cm 1020 mm

Lauflänge 990 mm 840 mm 610 mm

Zugzahl/Drall 3 / 1:72“ (1830 mm) 5 / 1:48“ (1220 mm) 5 / 1:48“ (1220 mm)

Zugprofil konstante Zugtiefe Progressivzüge* Progressivzüge*

Visiereinstellung bis 900 Yards bis 1100 Yards bis 600 Yards

* An der Mündung 0,005“ tief, an der Schwanzschraube 0,013“.

Parker-Hale:

1880 gründeten Alfred Gray Parker und Arthur Hale in Birmingham

dieses Unternehmen. Parker war ein bekannter

Schütze, der die Wünsche seiner Sportkameraden kannte

und sich auf entsprechendes Zubehör verlegte. Der Aufstieg

der Firma Parker-Hale (P-H) begann mit dem Boom

des Kleinkaliberschießens in

Großbritannien. Nach dem

Zweiten Weltkrieg fertigte

P-H meist Scheiben- und

Jagdwaffen sowie Zielfernrohre.

Dank innovativer Maschinen

zur Laufherstellung

verfügte P-H bald über eine

der besten Fertigungsstrecken

für kalt geschmiedete

Läufe. P-H schuf auch Scharfschützengewehre

wie M 82

und M 85 und konnte sich auf

dem Weltmarkt positionieren.

Jedoch folgte in den 1990er Jahren in der britischen

Waffenindustrie eine Krise, verschärft durch die Gesetzesänderungen

nach dem Dunblane-Schulmassaker von

1996. Auch P-H geriet dadurch in Schwierigkeiten. Da Kapital

für eine Umstrukturierung fehlte, wurde die Firma im

November 1999 an die John

Rothery Co. Ltd. verkauft.

Heute fertigt sie Zubehör und

Pflegemittel für Waffen. Bereits

1989/90 gab P-H den

Bau der seit 1972 gefertigten

Perkussions-Vorderlader auf

und veräußerte den Maschinenpark

sowie alle vorhandenen

Teile an die US-Firma

Navy Arms. Die Gründe dafür

lagen in Umsatzrückgängen

und im Druck der italienischen

Konkurrenz.

bei denen es sich trotz des entsprechenden

Äußeren nicht um Militärwaffen,

sondern um nur für Training und Wettkämpfe

bestimmte Muster handelte.

Jedoch griffen im US-Bürgerkrieg vor

allem konföderierte Scharfschützen

häufig darauf zurück, weil man damit auf

große Distanzen sehr präzise schießen

konnte. Bei den P-H‘s in .451 handelte

es sich aber um keine 1:1-Kopien historischer

Originale. Statt dessen wollte

man zweierlei umsetzen: Zum einen die

August 2014

Vorgaben, welche die britische National

Rifle Association 1860/61 für Volunteer

Rifles erlassen hatte. Zum anderen hatte

man die Wünsche der modernen VL-

Schützen im Blick.

Die Schlosse der 451er Rifles wichen äußerlich

von denjenigen in .577 nur dadurch

ab, dass nun da „Parker-Hale“

stand, wo sonst Modelljahr und „Enfield“

zu lesen waren. Innen zeigte sich

dann ein wesentlicher Unterschied: Die

Volunteers hatten ein Schloss mit „Fliege“.

Diese verhinderte, dass die Abzugsstange

bei gezogenem Abzug in die

Sicherungsrast fallen konnte. Die

Volunteers besaßen Patentschwanzschrauben

mit einem Pulversack in geringerem

Durchmesser als das Laufkaliber.

Zum Standard zählten Fischhaut-

Verschneidungen. Die Kimme war bis

1000 Yards einstellbar, das Visierblatt

ließ sich (in geringem Umfang) seitlich

verstellen. Dazu kam ein per Schwal-

VISIER.de | 71


SAMMELN & SELBERMACHEN | Parker-Hale-Vorderlader

Volunteer Rifles von Parker-Hale, Kaliber .451

Modell Volunteer Percussion Target Rifle 3 Band Henry Volunteer Rifle Whitworth .451” Military Match Rifle

Gewicht: 4300 g 4400 g 4400 g

Gesamtlänge: 1260 mm 1330 mm 1330 mm

Lauflänge: 840 mm 915 mm 915 mm

Dralllänge: 1:20 (510 mm) 1:20 (510 mm) 1:20 (510 mm)

Laufprofil / Zugzahl Rigby, 8

Henry, 7

Henry, 7

Polygon, Hexagonal

benschwanz montiertes Perlkorn im

Korntunnel. Zu jeder Waffe gehörten Ladeanleitung,

Geschossform (Lyman

457121PH) mit Kalibriermatrize, Locheisen

für Filzpfropfen, Pistonschlüssel,

ein Ersatz-Piston, drei verschieden

hohe Kimmenblätter, zwei Bronze-Reinigungsbürsten

und drei Wollwischer.

72 | VISIER.de

Den Anfang machte 1976 die „Volunteer

Percussion Target Rifle“, auch als

„2 Band Volunteer“ bekannt. Sie gleicht

bis auf Fischhaut und Visierung dem

2-Band-Modell P/58. Der Lauf ist unter

den Ringen und im Bereich der Schwanzschraube

gebettet. Einige puristische

Funktionäre bemängelten dies als nicht

„originalgetreu“, doch das verhallte.

Und 1977 erreichte Wilfried Weigner in

Bisley mit einer solchen Waffe 96 von

100 Ringen. Bis etwa 1981 hatten die

Läufe ein dem Entwurf von John Rigby

folgendes Profil mit acht breiten Zügen.

Dann kamen Läufe mit siebenkantigem

Polygonprofil und sehr schmalen Feldern.

Anscheinend wurden 1981 kurzzeitig

sowohl Waffen mit Rigby-Profil

als auch demjenigen von Alexander

Henry gefertigt. Bei Läufen mit Henry-

Profil kam zur Unterscheidung ein H vor

die Seriennummer. Ab etwa 1979 stellte

P-H ihre Neuauflage der „Whitworth-

Rifle“ mit ihrem hexagonalen Laufprofil

nach Sir Joseph Whitworth vor. Nur folgerichtig,

denn die galt um 1860 als

präzisester Vorderlader überhaupt. Die

P-H-Whitworth hat drei Laufringe und

ist etwas länger als die 2 Band Volunteer,

der sie sonst aber ähnelt. Ab etwa

1985/86 folgte die „3 Band Henry Volunteer

Rifle“, nun mit Henry-Profil. Sie

gleicht bis auf die fehlende Beschriftung

links am Lauf der Whitworth-Rifle.

Auch hier war der Lauf nicht gebettet.

Dreierlei Parker-Hale: Bis jetzt war

es einfach, nun wird es komplizierter:

Mehr als 16 Jahre nach Ende der eigentlichen

P-H-Produktion kamen noch neu

gefertigte Vorderlader aus P-H-Teilen,

da könnte man an ein Weiterleben nach

dem Tod glauben. Man schaue beim Kauf

genau hin – es gibt drei Gruppen von

„Parker-Hale-Vorderladern“:

1. Die Originale: die Waffen von P-H aus

Birmingham. Qualitativ sehr hochwertig.

Mit rundem Schaftstempel.

2. Die Navy-Arms-Versionen: bis auf

den Schaft komplett aus P-H-Teilen und

britisch beschossenen Läufen gefertigt.

Sie weichen nur durch den fehlenden

Schaftstempel von den originalen

P-H‘s ab. Qualität wie vor. Etwa 1990/91

dürfte Navy Arms die P-H-Teile aufgebraucht

haben. Was nicht heißt, dass

dann auch alle Waffen verkauft waren.

3. Die Armi-San-Paolo-Versionen: Sie

kamen 1999 für Zeughaus Hege und sollten

bis auf die Schäfte aus originalen P-H-

Teilen bestehen. Bei näherem Hinsehen

sah man aber deutliche Unterschiede zu

P-H. Die in Italien beschossenen und

mit „Black Powder Only“ gestempelten

Läufe hatten einen etwas größeren Innendurchmesser.

Ihre Seriennummern

August 2014


Parker-Hale-Vorderlader | SAMMELN & SELBERMACHEN

P-H Volunteer Rifle, 2-Band-

Ausführung mit Henry-Laufprofil.

Wie alle Volunteer-Versionen

kam auch diese Ausführung mit

sorgsam ausgeführter und tief

geschnittener Fischhaut an

Kolbenhals und Mittelschaft.

Dieses Gewehr hat einen verstellbaren,

ledernen Trageriemen.

lagen weit oberhalb von 20 000. Zudem

fehlten auf den Schlossplatten die

Buchstaben „P-H“, viele Teile wichen in

Maßen und Verarbeitung ab. Die Waffen

waren nicht schlecht, erreichten aber

nicht die bekannte Qualität. Und der

P-H-Stempel auf dem Lauf erklärt sich,

wenn man weiß, dass man nach einer Lizenzgebühr

von zehn Pfund „Parker-Hale

Ltd. Birmingham England“ auf jeden

passenden Lauf stempeln darf.

Die Zahlen: Da die Firma des damaligen

Generalimporteurs Wilhelm Krueger

& Co. Hannover nicht mehr existiert und

P-H Deutschland keine Akten über die

VL-Fertigung hat, lassen sich die Produktionszahlen

nur grob schätzen. Als

Basis dafür dienen Seriennummern und

Beschussdaten, die der Autor seit 2012

gesammelt hat. Dabei bezog er nur Waffen

ein, deren Schaft den P-H-Stempel

trägt und deren Lauf einen britischen

Beschuss hat. Vermutlich hatte jedes

P-H-Modell einen eigenen, mit 1 beginnenden

Seriennummernbereich. Die

Analyse der bekannten Seriennummern

stützt diese Annahme. Sicher ist auch,

dass bis auf eine Ausnahme keine fünfstelligen

Seriennummern bekannt sind.

Hat man nur die Schlosse der beiden Parker-Hale-Reihen

Enfield und Volunteer, kann man sie so unterscheiden:

Alle Enfield-Nachbauten tragen die Jahreszahl der

Modellbezeichnung plus „Enfield“ auf der Schlossplatte,

innen gibt es keine „Fliege“ – im Unterschied zu ...

August 2014

... den Schlossen der P-H-Volunteers: Hier sitzt in der

Nuss das als „Fliege“ bekannte, drehbar gelagerte

Element (Pfeil). Es verhindert, dass der fallende Hahn

versehentlich in der Laderaste hängenbleibt. Außen

auf den Schlossplatten steht stets „Parker-Hale“.

VISIER.de | 73


SAMMELN & SELBERMACHEN | Parker-Hale-Vorderlader

Die Volunteers (l.: Henry, M.: Whitworth) haben

ein getunneltes, feines Perlkorn. Außerdem verfügen

sie über Messingköpfe und Plastikführungen an den

Ladestöcken. Das Korn der P/58 (r.) zeigt sich als sportlich

überarbeitete Dachkornversion auf einem Sockel.

Alle P-H‘s hatten Rahmenleiter-Klappkimmen (v. l.):

Volunteer Whitworth bis 1000 Yards, Enfield P/58 bis

1100 Yards, Volunteer Henry bis 1000 Yards. Bei den

2-Band-Mustern saß die Kimme am zweiten Laufring, bei den

3-Band-Versionen hinter dem dritten, viel näher zum Hahn.

Die Zahlen nach Modellen gegliedert:

P-H-Enfields in .577

- zirka 7000 P/53,

- zirka 8000 P/58,

- zirka 10 000 P/61.

P-H-Volunteers in Kaliber .451

- zirka 1500 Zwei-Band, Rigby,

- zirka 1500 Zwei-Band, Henry,

- zirka 1200 Drei-Band, Henry,

- zirka 1000 Drei-Band, Whitworth.

74 | VISIER.de

Praxistipps: Auf den Schießplätzen

sind diese Waffen selten, obwohl sie

hervorragend schießen. Den Umgang

mit den P-H-Enfields hat W. S. Curtis gut

beschrieben (deutsche Übersetzung:

www.loaditup.de/files/338431.pdf).

Jedoch scheinen ein paar Sätze zu den

Volunteers nötig: Ein Weichblei-Geschoss

aus der Lyman-Kokille 457121PH

hat sich bewährt, auch in der Whitworth-Rifle.

Dass letztere nur mit sechskantigen

Spezialgeschossen gut treffen

würde, stimmt nämlich nicht. Schon

1860 konnte man lesen, dass diese

Büchse mit runden wie mit sechskantigen

Geschossen erstklassig schießen

würde. Man wusste schon damals, dass

der Druck der Pulvergase ausreichte, das

Geschoss so weit zu stauchen, dass es

sich an den Lauf anpasste. Wichtig für

die Präzision ist stets ein genau kalibriertes

Geschoss mit glattem fettfreien

Boden. Es muss senkrecht mit leichtem

Druck in die Mündung geschoben

werden, danach aber allein durch das

Gewicht des Ladestocks bis zum Pulver

gleiten. Wichtig auch, das Blei stets genau

auf die gleiche Tiefe direkt auf die

Ladung zu setzen. Dabei hilft eine Markierung

am Ladestock. Nie mit Gewalt

abwärts drücken, ein Geschoss mit deformierter

Spitze fliegt nicht präzise.

Das Wischen nach jedem Schuss kann

unter Umständen den Zündkanal durch

die nach unten geschobenen Pulverrückstände

verstopfen. Natürlich könnte

man erst das Pulver einbringen, es via

Papp- oder Filzscheibe abdecken und

dann „aufs Pulver“ wischen. Am besten

verzichte man darauf und blase nach

dem Schuss feuchte Atemluft in den

Lauf. Bilden sich trotzdem harte Krusten

im Lauf, wechsele man das Geschossfett.

Apropos: Zu dem Thema gibt es so

viele Ansichten wie Schützen. Die einen

schwören auf Fett mit hohem Wasseranteil

und treffen damit. Andere, darunter

der Autor, verwenden eine Mischung aus

einem Teil Bienenwachs auf vier bis fünf

Teile Talg und treffen genauso gut. Als

Treibstoff eignen sich die Schweizer Pulver

Nr. 3 und 4 (CH 3, CH 4). Bewährte

Ladungen für die 100-m-Distanz sind 60

bis 65 Grains CH 3 oder 70 Grains CH 4.

Für Distanzen bis 1000 Yards empfehlen

sich 80 bis 90 Grains CH 4.

P-H – die Preise heute: Viele Stücke

liegen noch bei ihren Erstbesitzern, die

längst nicht mehr alle auch noch schießen.

Immer öfter liest man in Angeboten

„aus Nachlass …“. Wer sich dafür interessiert,

wird auf Auktionsplattformen wie

E-Gun fündig. Zwischen März 2013 und

Juni 2014 wurden da 50 P-Hs angeboten.

Entscheidend für den Preis waren der Zustand

und die Frage, ob eine Kokille dazu

gehörte. Neuwertige oder nur wenig geschossene

Stücke erzielten am meisten.

Im Durchschnitt gab es folgende Preise

(zum Vergleich die Neupreise in Mark):

- Musketoon P/61: mittlerer Preis 565

Euro (1973: 680 Mark)

- 2-Band-Enfield P/58: zirka 860 Euro

(1974/75 zirka 950 Mark)

- 3-Band-Enfield P/53: zirka 650 Euro

(1974/75 zirka 1000 Mark)

- 2-Band-Volunteer Rifle, Kaliber .451“:

zirka 965Euro (1977: 1050 Mark)

- 3-Band-Henry Volunteer Target Rifle,

Kaliber .451“: mittlerer Preis 1042 Euro

(1988: 1665 Mark).

- An Whitworth-Gewehren wurde genau

eins für 1500 Euro verkauft (1988: 1515

August 2014


Zubehör, Zubehör:

P-H bot zu den Vorderladern die passende Ausrüstung

an: Pulverflaschen, Zündhütchen, Geschossgießformen

(= Kokillen), Handgriffe dafür, Ölfläschchen, Reinigungsbürsten

und mehr. Alles wurde unter „Parker-Hale“

vertrieben, auch wenn vieles von anderen Firmen

stammte. Später kamen noch hochwertige Diopter der

Typen Creedmore und Dr. Goodwin sowie ein passendes

Korn hinzu. Da das VL-Schießen in den frühen 1970ern

auch in Großbritannien „neu“ war, kamen von P-H auch

Anleitungen, z. B. zum Geschossgießen. Jede Waffe kam

mit mehrseitigem Faltblatt, das den Umgang mit dem

Gewehr beschrieb. Und natürlich gab es passende Aufnäher:

All das bereichert heute das P-H-Sammelfeld.

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Walther PPK, 7,65, Stahl, gut......ab 270,–

Walther TPH, 22lr o. 6,35, s.g. .... ab 320,–

Das gehört zum P-H-Sammelfeld:

Gedrucktes, Wischer,

Piston-Abdeckung und das

als Sergeant‘s Tool bekannte

Kombinations-Werkzeug.

Und nicht zu vergessen die

„Patches“ – hier die Aufnäher

zu Enfield P/61 Musketoon

und zu Enfield P/58.

DM). Kein Wunder, die waren in Deutschland stets selten. Als

Sammler achte man aufs Originalzubehör. Damit hat Parker-

Hale alle seine Vorderlader reichlich ausgestattet und offerierte

auch unabhängig davon ein üppiges Angebot – einen kleinen

Ausschnitt sehen Sie direkt über diesen fünf Zeilen abgebildet.

Text: Wolfgang Finze

und Matthias Recktenwald

Fotos: Michael Schippers,

Wolfgang Finze, Archiv

Die Redaktion dankt allen Sammlern und Schützen, die mit

ihren Angaben beim Ermitteln der ungefähren Fertigungszahlen

geholfen haben.

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Norinco JW15 Repetierer, Kal. 22lr/6mm

Platz, Holz- oder Plastikschaft, neu .. 238,–

Norinco JW14 SL-Gewehr, Kal. 22lr/6mm

Platz, Holzschaft, 10er Mag., neu ...... 268,–

Colt M4 Carbine, Kal. 22lr/6mm Platz,

Walther Lizenzfert., 30er Mag., neu .. 660,–

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Vorderschaft Repetierflinte, Laufl. 51 cm,

Plasteschaft schwarz, neu ................340,–

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GESCHICHTE & GESCHICHTEN | Nikolai Makarow und seine Konstruktionen

Zum 100. Geburtstag von Nikolai Fjodorowitsch Makarow:

Für Arbeiter und Bauern

Waffenbegeisterte aus der ganzen Welt kennen den Russen Nikolai Makarow vor allem

wegen seiner PM-Pistole. Dabei entwickelte er noch eine ganze Reihe von anderen

Waffen für seine sowjetische Heimat. Der modern denkende Ingenieur zählt zu den

Großen im russischen Waffenbau des 20. Jahrhunderts: eine Würdigung.

76 | VISIER.de

August 2014


Nikolai Makarow und seine Konstruktionen | GESCHICHTE & GESCHICHTEN

Man kann über den sowjetischen

Waffenbau durchaus geteilter

Meinung sein. Manche können

mit den oft rustikalen Konstruktionen

wenig anfangen, für andere stellen die

einfachen, robusten Waffen den Gipfel

der Ingenieurskunst dar. Tatsache ist jedoch,

dass die Sowjetunion es wie kaum

eine andere Nation verstanden hat,

sich ihren Konstrukteursnachwuchs vor

allem aus den ländlichen Bevölkerungsschichten

groß zu ziehen. Das gilt für

den Kleinbauernsohn Michail Kalaschnikow

ebenso wie für Alexei Sudajew, Sohn

eines Mechanikers und Konstrukteur der

PPS-43-MPi. Eine weitere Persönlichkeit

in dieser Liste ist Nikolai Fjodorowitsch

Makarow: Auch bei ihm sorgte die Herkunft

aus einfachen Verhältnissen gepaart

mit dem sowjetischen Bildungssystem

und einem nicht zu bändigenden

Interesse an Technik dafür, dass aus dem

Sohn eines Lokführers ein Waffenkonstrukteur

von Weltrang werden konnte.

Nikolai Fjodorowitsch Makarow wurde am

22. Mai (am neunten Mai nach dem alten

julianischen Kalender, der im Zarenreich

galt) 1914 in der Stadt Sassowo des

Governements Rjasan in der Familie des

Lokomotivführers Fjodor Wassiljewitsch

Makarow geboren. Die Mutter des

zukünftigen Waffenkonstrukteurs, Pelageja

Wassiljewna, war Hausfrau und zog

den Jungen und fünf weitere Kinder groß.

Schon früh begeisterte der Beruf des

Papas Klein Nikolai. Daher stand für den

14-Jährigen nach dem Ende der sechsten

Klasse auch fest: Etwas Technisches muss

es sein, am besten auch mit Dampfloks.

Makarow besuchte daraufhin die Eisenbahn-Berufsschule

in Rjasan, wo man ihn

zwei Jahre lang zum Schlosser ausbildete.

Nach dem Abschluss fand er schnell

Arbeit im Bahnbetriebswerk der Station

Sassowo an der Kasan-Eisenbahnstrecke.

Dort reparierte der junge Mann zwischen

1931 und 1935 Lokomotiven. Doch trotz

der harten Arbeit war der Technikhunger

Makarows nicht zu stillen: Nach einem

Vorbereitungsjahr bei der RabFak

(Arbeitsfakultät) in Moskau begann er

August 2014

1936 ein Studium am Mechanischen

Institut in Tula, der Alma Mater einer

ganzen Reihe von sowjetischen Waffeningenieuren.

Nach dem deutschen Angriff

auf die Sowjetunion im Jahr 1941

brach Makarow sein Studienabschlusspraktikum

ab und man sprach ihm vorzeitig

die Ingenieursqualifikation zu.

Dadurch entging er knapp der allgemeinen

Mobilmachung in jenen Tagen. Kurz

darauf fand er sich in Sagorsk wieder, 70

Kilometer südlich von Moskau, wo in der

dortigen Waffenfabrik die Produktion

der PPSh-41-Maschinenpistole auf Hochtouren

lief. Durch die schnellen deutschen

Vorstöße geriet die Fabrik in Gefahr

und wurde weiter nach Osten verlegt,

nach Wjatskije Poljany bei Kirow. Hier

nahm ein weiterer Spross einer Bauernfamilie

den jungen Ingenieur in sein Konstruktionsteam

auf: Georgi Semjonowitsch

Schpagin, namensgebender

Erfinder der Maschinenpistole PPSh 41.

Neben der Arbeit behielt Makarow aber

auch sein Studium im Auge: 1944 schloss

er mit Auszeichnung ab. Sein selbstgewähltes

Thema für die Diplomarbeit

lässt in der Rückbetrachtung schon auf

seinen Weitblick schließen: Die Entwicklung

eines Maschinenkarabiners

für die seinerzeit brandneue Patrone

7,62 x 39 mm M 43, die später im AK 47

und seinen zahllosen Nachbauten zu

Weltruhm gelangte. Nach dem Studienabschluss

sollte Makarow eigentlich am

Wie hier in polnischen Diensten stärkte

der Panzerabwehrkomplex 9k111 die

Schlagkraft der Infanterie gegen einen

gepanzerten Gegner enorm. Bei dem

unter Nikolai Makarows Leitung

entwickelten System muss der Soldat

im Schuss nur noch das Ziel im Fadenkreuz

behalten – den Rest besorgen

Flugkörper und Steuerungscomputer.

Forschungsinstitut NII SPWA in Kunzewo

(heute ZNIItotschmasch in Klimowsk)

als Projektkonstrukteur arbeiten. Aber

schon im Folgejahr bat Makarow aus familiären

Gründen um eine Versetzung in

das Konstruktionsbüro ZKB-14 nach

Tula, 200 km südlich von Moskau.

Zur rechten Zeit: Er kam gerade

rechtzeitig dort an, um an einem Wettbewerb

für eine neue Dienstpistole teilzunehmen,

ausgeschrieben von der

Hauptverwaltung für Artillerie des Verteidigungsministeriums.

Die neue Waffe

sollte die besten konstruktiven und

operativen Eigenschaften aller im Krieg

eingesetzten Faustfeuerwaffen der Welt

in sich vereinen und die als TT 33 eingeführte

Tokarew in 7,62 x 25 mm ersetzen.

Die Konkurrenz war gewaltig: Klangvolle

Namen wie Fjodor W. Tokarew, Sergej

A. Korowin und Konstantin M. Simonow

nahmen an dem Wettbewerb teil, dazu

noch eine Handvoll Jungkonstrukteure

aus Tula, Moskau und Ischewsk.

Am Ende der Tests stand Makarows Entwurf

TKB-429 im neuen Kaliber 9 x 18 mm

als Gewinner fest.

Ein Grund für den Sieg Makarows war

vielleicht, dass er nicht versuchte, das

Rad gänzlich neu zu erfinden. Der Ingenieur

ließ sich für seinen Pistolen-Entwurf

stark von der Walther PP inspirieren,

ergänzte ihn aber um einige eigene

entscheidende Verbesserungen: Ein externer

Schlittenfanghebel ließ den Verschluss

auch bei leerer Waffe vorgleiten,

ohne dass man das Magazin entnehmen

musste. Zudem änderte er den Drehsinn

der Sicherung, deren Hebel man nun

zum Entsichern nach unten drücken

VISIER.de | 77


GESCHICHTE & GESCHICHTEN | Nikolai Makarow und seine Konstruktionen

Obwohl von der äußeren Form her etwas

anders, kann die PM ihre Anleihen bei

der Walther PP nicht leugnen. Im Gegensatz

zum Vorbild wanderte der Magazinhalter

allerdings an die Griffunterseite

– dafür verfügt Makarows Entwurf aber

über einen Schlittenfanghebel.

musste anstatt nach oben. Daneben bearbeitete

er auch die Charakteristik des

Spannabzuges.

Abgesehen von diesen Änderungen

lehnte sich die ab 1949 im mechanischen

Werk Ischewsk („Ischmech“) in

Serie produzierte PM (Pistolet Makarowa

= Makarows Pistole) aber relativ

dicht an die Walther an: Der Lauf blieb

starr, der Verschluss unverriegelt. Für

eine derart leichte Waffe bildete das Kaliber

9 x 18 mm die obere Grenze dessen,

was ohne Verriegelung möglich war und

sich trotzdem noch komfortabel spannen

ließ. Zum Erfolg der Waffe bei der

Roten Armee, der Miliz und anderen sowjetischen

Behörden trug auch die Fertigungsqualität

bei: Schon die ersten

Baulose wiesen kaum Fertigungsspuren

auf. Kein Vergleich mehr zu der notgedrungen

grobschlächtigen Verarbeitung

der Kriegsjahre. Ein Zugeständnis an

eine längere Waffenlebensdauer in Friedenszeiten

war der hartverchromte

Lauf, der für eine Lebensdauer von mindestens

5000 Schuss ausgelegt wurde.

Nachdem die PM bis Mitte der 1950er nur

für die Sowjets gefertigt worden war,

ging man dann dazu über, auch für den

Export zu produzieren. Zunächst lieferte

man an Rotchina und die Staaten des

Warschauer Pakts. Später vergaben die

Sowjets auch Fertigungslizenzen. 1957

erhielt so der VEB „Ernst Thälmann-Werke“

in Suhl eine solche für die Produktion

in der DDR. Allerdings machte die

Mangelwirtschaft einer längeren Fertigung

einen Strich durch die Rechnung:

Die Qualität der Pistolen schwankte gehörig,

zudem konnte der „Volkseigene

Betrieb“ nie die geforderten Stückzahlen

produzieren. Auf Anweisung des

großen sowjetischen Bruders musste

die DDR daher schon 1965 die Produktion

einstellen, die Maschinen einlagern.

Eine neue Erlaubnis gab es bis zum

Ende des Ostblocks nicht mehr.

Groß-Kaliber: Während seine Pistole

im kommunistischen Herrschaftsbereich

Erfolge feierte, widmete sich Makarow

bereits neuen Aufgaben. Seine nächste

erfolgreiche Konstruktion fand ebenfalls

weltweite Verbreitung, ist aber wohl nur

einem viel kleineren Personenkreis bekannt:

Ab 1949 arbeitete er zusammen

mit seinem Ingenieurskollegen Nikolai

Afanasiew in Tula an einer 23-mm-Bordkanone,

bestimmt zum Einsatz als Abwehrwaffe

in Bombern und Transportmaschinen.

Die Waffe sollte die bis dato

verwendete Nudelman-Richter NR-23 im

gleichen Kaliber ersetzen. Dazu vergrößerten

die beiden Ingenieure eine vor-

Auf den verschneiten Straßen von Tula:

Nikolai Makarow mit seiner Ehefrau

Nadeschda Jakowlewna

78 | VISIER.de

Die 310 mm lange PM PB (Pistolet Bes‘schumnyi = die lautlose Pistole) wurde als

intern schallgedämpfte Variante der Makarow entwickelt. Der zweigeteilte Dämpfer

drückt die Geschwindigkeit der normalen 9 x 18 mm Ordonnanzmunition unter die

Schallgrenze – der resultierende Lärmpegel der ansonsten unveränderten Pistole

entspricht in etwa demjenigen einer Patrone im Kaliber .22 kurz.

August 2014


Nikolai Makarow und seine Konstruktionen | GESCHICHTE & GESCHICHTEN

herige Konstruktion von Afanasiew, das

schwere MG A-12.7 im Kaliber 12,7 mm.

Die so entstandene Maschinenkanone war

ein Gasdrucklader und kam dank dem sich

vertikal bewegenden Verschlussblock auf

eine beeindruckende Feuerrate von bis zu

1250 Schuss pro Minute. Das ermöglichte

es, dem Ziel pro Sekunde rund acht Kilogramm

Geschossmasse entgegen zu werfen

– für den Luftkrieg im beginnenden

Jet-Zeitalter und die damit verbundenen

extrem kurzen Reaktionszeiten für Bordschützen

ein wichtiger Wert. Für die Waffe

griffen Makarow und Afanasiew auf die

damals brandneue Hochdruckvariante

der Patrone 23 x 115 mm zurück. Diese basierte

auf der damals weit verbreiteten

14,5 x 115 mm. Die als AM-23 bezeichnete

Maschinenkanone kam ab 1954 zum Beispiel

im strategischen Bomber Tupolew

Tu-95 und dem Jet-Bomber Tu-16 als Abwehrbewaffnung

zum Einsatz; sie setzte

sich schnell als die Bordkanone für Bomber

und Transportmaschinen im Ostblock

durch. Nachdem Rotchina die Waffe in Lizenz

gefertigt hat, stehen die Kanonen

auch heute noch weltweit im Dienst von

Luftstreitkräften.

Dosenöffner: Im weiteren Verlauf seiner

Karriere orientierte sich Makarow

mehr und mehr in Richtung moderner

Technik. Mit Beginn der 1960er Jahre

befasste er sich mit der damals recht

neuartigen Form der Panzerbekämpfung

via schützengelenktem Flugkörper.

Zwar besaßen sowohl die Sowjetunion

mit der 3M6 „Shmel“ (NATO-Bezeichnung

AT-1 Sapper) als auch der Westen

mit der SS. 11 schon seit den späten

1950ern Panzerabwehrraketen, die der

Soldat per Fernbedienung ins Ziel lenken

konnte. Allerdings erforderten beide

Modelle jedoch einen gewaltigen

Ausbildungsaufwand und ließen trotzdem

in der Leistung zu wünschen übrig:

Der Schütze musste nämlich nicht nur

das Ziel im Auge behalten, sondern auch

noch per Steuerknüppel die Rakete

steuern. Unter Gefechtsbedingungen

mit gegnerischem Abwehrfeuer eine

fast unlösbare Aufgabe.

August 2014

Neben einer Menge Orden und

Ehrentiteln ehrte der sowjetische

Staat Nikolai Makarow auch auf

materielle Art – diese Wolga-

Limousine gab es in den 1960er

Jahren als Geburtstagsgeschenk.

Seiner Frau zufolge wurde der

Wagen zu Makarows liebstem

Hobby – neben dem Angeln.

Die moderne Pistolenserie Baikal-442 kann ihre Wurzeln nicht verleugnen: Trotz der

zeitgenössischeren Linienführung, doppelreihigem Magazin und westlichen Kalibern

wie der .380 ACP spiegelt sich die klassische PM hier überdeutlich wider.

Auch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion blieb die PM die Standard-

Kurzwaffe bei Militär und Gesetzeshütern, wie hier der russischen Sondereinheit

OMON. Mittlerweile satteln die Spezialtruppen auf die moderne Pistole MP-443

Grach um, die große Mehrheit der Soldaten und Milizionäre in Ex-Ostblockstaaten

führt aber auch weiterhin die PM – es gibt schlichtweg noch zu viele Exemplare.

VISIER.de | 79


GESCHICHTE & GESCHICHTEN | Nikolai Makarow und seine Konstruktionen

Aus diesem Blickwinkel bekamen westliche Abfangjäger

die Tupolew Tu-16 öfter mal zu sehen. Neben

dem Heckstand verfügte der zweistrahlige Bomber

über zwei weitere Abwehrtürme mit je zwei der von

Makarow mitentwickelten AM-23-Maschinenkanonen.

Makarow erkannte das Problem und

machte sich Gedanken, wie man diese Arbeitsbelastung

für den Soldaten vereinfachen

könnte. Ab 1962 entwickelte er

mit seinem Team den Anti-Panzer-Flugkörper

9K111 „Fagot“ (NATO-Bezeichnung

AT-4 Spigot). Der kam nicht nur

wartungsfrei in einer Hülle aus glasfaserverstärktem

Kunststoff (GFK), sondern

funktionierte auch über das halbautomatische

Steuerungssystem SACLOS

(Semi Automatic Command to Line Of

Sight = Halbautomatische Lenkung über

Sichtverbindung). Hierbei muss der Soldat

bloß den Panzer im Visier behalten,

die Steuerung erfolgt automatisch. Die

Signale erhält die Rakete über im Flug

abgespulte Drähte zum Kommandogerät.

1970 führte die Rote Armee das System

für die Infanterie ein. In der ersten

Version konnte der Hohlladungssprengkopf

der Rakete 400 mm dicken

Panzerstahl durchschlagen. (Der damals

bei der Bundeswehr verwendete Leopard-

1-Panzer zum Beispiel wies bei einer

70 mm starken, 30° geneigten Wannen-

Frontpanzerung eine Durchgangsstrecke

von 140 Millimetern auf und hätte somit

leicht penetriert werden können). Eine

größere Variante des Waffensystems

stammte ebenfalls von Makarows Reißbrett:

9M113 „Konkurs“ (NATO-Bezeichnung

AT-5 Spandrel) basierte auf dem

ersten Flugkörper, schaffte aber bis zu

600 Millimeter Panzerstahl. Aufgrund

des Gewichts eignete sich dieses System

freilich nur zur Montage auf Fahrzeugen

wie dem Schützenpanzer BRDM-2.

Die etwas größere Variante AT-5 Spandrel unterscheidet sich von der AT-4 vor

allem durch ihr höheres Gewicht und eine größere Durchschlagskraft. Armeen des

Ostblocks, hier die Rumänen, setzten die Waffe daher vornehmlich auf leichten

Schützenpanzern zur Panzerjagd ein. Die Leistung der Makarow‘schen Konstruktion

lässt sich mit der im Westen verbreiteten Panzerabwehrrakete TOW vergleichen.

80 | VISIER.de

Auch der im Westen unter

der NATO-Bezeichnung AT-4

bekannte Raketenkomplex

geht auf Makarows Arbeit

zurück. Damit bekam die

Infanterie des Warschauer

Pakts in den 1970ern eine

leistungsfähige Plattform

zur Panzerabwehr. Mehr

als 35 Nationen

führten das

System aus

Rakete und

Werfer ein

und nutzen es

teilweise auch

noch heute.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte

sich Nikolai Makarow in der Welt der sowjetischen

Waffenkonstrukteure einen Namen

als moderner Querdenker gemacht.

Wahrscheinlich hätte er auch noch weitere

Erfolge feiern können, jedoch erlitt er

1969 einen schweren Autounfall. Dabei

zog er sich einen komplexen Beinbruch

zu, der nur schwer heilte und dem vormals

robusten Ingenieur die Gesundheit

ramponierte. Der damals erst 55-Jährige

war fortan von Krankheiten geplagt und

ging schon mit 60 Jahren notgedrungen

in Rente. Dem Konstruktionsbüro in Tula

blieb er allerdings weiter treu und arbeitete

als Berater für technische Angelegenheiten.

Als er 1988 starb, hatte er die

für sowjetische Konstrukteure seines

Ranges angemessene Zahl von Orden und

Ehrungen verliehen bekommen: Neben

der zweimaligen Staatsprämie für seine

Pistole zeichnete man ihn 1966 mit dem

Orden des Roten Banners der Arbeit und

1971 mit dem Lenin-Orden aus. 1974

ehrte ihn die Partei mit dem Titel Held

der Sozialistischen Arbeit. Und das, obwohl

Makarow Zeit seines Lebens trotz

mehrfacher Ermahnungen nie in die KPD-

SU eingetreten war. Den Agitatoren entgegnete

er damals: „Ich kann nicht Zeit in

Parteiversammlungen verbringen, muss

ich doch arbeiten!“

Text: Dr. Ilya Shaydurow

und Thomas Quirin

Übersetzung: all4shooters.com

Fotos: Dr. Ilya Shaydurow,

Michael Schippers, Archiv

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INFORMATIONEN – HINTERGRÜNDE – MEINUNGEN


FASZINATION WAFFEN | 8 Bore OC Sporting Rifle

82 | VISIER.de

August 2014


8 Bore OC Sporting Rifle | FASZINATION WAFFEN

Afrikajagd mit dem Vorderladergewehr:

Big Bore

In Afrika Antilopen, Gnu, Zebra oder Elefanten jagen, aber so, wie es die legendären

Afrikajäger des 19. Jahrhunderts taten – das wollte Jäger Heinz W. Faude

erleben. Und besorgte sich die Replika eines Afrika-Vorderladers im Riesenkaliber

8 Bore und setzte dann sein Vorhaben in die Tat um. Sein Plan war historisch

ambitioniert, seine Erlebnisse außergewöhnlich fesselnd: Hier sein Bericht.

Keine Jagdwaffe war größer – zu Beginn

des 19. Jahrhunderts nutzte

man zur Großwildjagd auf dem

Schwarzen Kontinent gigantische einläufige

Flinten im Kaliber 8, 6 oder 4 mit

einer Lauflänge von 100 bis 150 Zentimetern,

wie sie in Europa zur Wasserwildjagd

verwendet wurde. Und daraus

entwickelte sich dann in der Mitte des

19. Jahrhunderts das klassische Elefantengewehr,

nunmehr zumeist als Produkt

eines erstklassigen Büchsenmachers

(mehr dazu im Kasten Seite 87).

Mich haben die alten Elefantenjäger und

ihre Vorderlader immer fasziniert. Oft

liest man über die unzulänglichen ballistischen

Leistungen dieser alten Waffen

und die Fehlerhaftigkeit der verwendeten

Geschosse. Ganz so kann es nun

nicht gewesen sein. Denn die alten Männer

hatten mit ihren Waffen um die

Jahrhundertwende in vielen Gegenden

Afrikas das Wild fast ausgerottet, und

die Wilddichten waren oft viel geringer

als heute. Als Vorderladerjäger und

-schütze musste ich der Sache auf den

Grund gehen. Und entdeckte die US-Firma

October Country Muzzleloading

(OC), die Vorderladerwaffen im Kaliber 8

produziert. So bestellte ich ein solches

Gewehr. Es folgten zig Telefonate und E-

August 2014

Mails, aber nach anderthalb Jahren hielt

ich sie in Händen, die Büchse namens

8 Bore OC Sporting Rifle: Angesichts

ihres Kalibers und der im Schuss

zu erwartenden Kräfte nichts, worauf

das Wort zierlich zuträfe. Eine Laufschlüsselweite

von gut 35 Millimeter,

ein stämmiger Kolbenhals mit einem

(oben ermittelten) Durchmesser von

44 mm – diese Büchse ist ein Brocken.

Man stelle sich eine amerikanische

Hawken-Rifle vor, die man einer Mastkur

unterzogen hat, dann kann man sich ein

Bild machen. Aber das ist ein Gewehr im

englischen Stil, deshalb ist die Linienführung

aller Klobigkeit der Maße zum

Trotz immer noch elegant. Technisch

folgt die 8 Bore OC Sporting Rifle den

Spezifikationen, die der englische Leutnant

James Forsythe 1862 in seinem

Buch „The Sporting Rifle and its Projectiles“

beschrieben hat. Forsythe war Angehöriger

der britischen Bengalenarmee

und jagte sehr intensiv in der

britischen Kolonie. Kernstück seiner

Theorie ist der Einsatz schwerer Pflaster-Rundkugeln

vor immensen Pulverladungen,

verschossen aus Waffen mit ultra-langem

Drall. Die Fachwelt kennt

dieses Drallprofil als „Forsythe-Drall“,

in Amerika heute noch für Vorderlader-

Jagdwaffen benutzt. Dieser Drall besteht

aus sehr flachen breiten Zügen

und sehr schmalen Feldern, die wie Stege

in den Lauf ragen. Der Forsythe-Drall

hat Vorteile: Zum einen ist die Laufverschmutzung

relativ gering. Dies erlaubt

schnelles Nachladen in heißem Klima,

wo Schwarzpulverrückstände sofort

eine knochenharte Kruste bilden. Wichtiger

aber ist zum anderen, dass durch

das flache Laufprofil und den extrem

langen Drall die Rundkugel die Züge

nicht überspringt, sondern sauber geführt

wird. So lassen sich sehr hohe Geschwindigkeiten

und Energiewerte erreichen.

Das geht aber nur mit Rundkugeln,

denn Langgeschosse werden

nicht genug stabilisiert. Ohnehin favorisierten

viele der alten Afrikajäger, darunter

der berühmte Sir Samuel White

Baker, die gute alte Rundkugel. Von einer

ausreichend großen Pulvermenge

angetrieben, erreicht sie eine deutlich

flachere Flugbahn auf den üblichen

Jagddistanzen. Und der Rückstoß ist

schwächer als bei einem Langgeschoss.

Die 8 Bore OC Sporting Rifle entspricht

den englischen Waffen aus der Zeit um

1860, wie sie von begüterten Jägern

VISIER.de | 83


FASZINATION WAFFEN | 8 Bore OC Sporting Rifle

Vorn die 8 Bore OC Sporting Rifle: Länge 1240 mm, 30-Zoll-Lauf, Drall: 1 : 144“ (= 1 : 360 cm), Gewicht 6600 Gramm. Schaft: englischer

Nussbaum. Neben dieser Afrika-Büchse wirkt das Parker-Hale-Vorderladergewehr nachgerade zierlich (siehe dazu Seite 68).

Die Vogelperspektive verdeutlicht, um wieviel dicker der Kolbenhals und die Laufwurzel bei der

8 Bore OC Sporting Rifle (o.) im Vergleich zu der Parker-Hale Volunteer Rifle im Kaliber .451 (u.) ausfallen.

84 | VISIER.de

August 2014


8 Bore OC Sporting Rifle | FASZINATION WAFFEN

verwendet wurden. Die Schäftung folgt

dem englischen Stil. Sie ist gerade

ausgeführt, hat feine Kreuzschraffur-

Verschneidungen sowie einen Büffelhornabschluss

und besteht aus gutem

Nussbaumholz. Dabei achtet OC-Inhaber

John Maciosek auf geraden Maserungsverlauf

– wegen des bei dieser Waffe anfallenden

Rückstoßes sehr sinnvoll, damit

das Holz keinen Schaden nimmt. Auf

dass auch der Schütze heil bleibt, gibt

es am Schaft zwei eher anachronistische

Dreingaben: hinten eine Gummikappe

und innen drin einen zwei Pfund schweren

Rückstoß-Absorber der US-Firma

Pachmayr. Der massive 30-Zoll-Achtkantlauf

wird im Stoßboden eingehakt

und per Laufhaltekeil gesichert; das

Rohr ist glasfasergebettet. Und natürlich

verfügt der Lauf über den Forsythe-

Drall, hier mit einer Länge von 360 cm.

Insgesamt zeigen sich alle Holz-Metall-

Teile als sehr akkurat eingepasst. Die

Visierung besteht aus einem Zwei-Klappen-Visier

mit grobem Rechteckausschnitt

und einem Neusilberkorn in

Messerklingenform. Die Büchse wiegt

mit Holzladestock zirka 6000 Gramm,

mit Messingladestock gut 6600 g. Apropos

– ich habe ein paar Modifikationen

vorgenommen. So musste ich den Holzstock

ersetzen. Der knickte beim aller-

August 2014

Jagdführer Markus Rogl aus Namibia (l.) und Heinz W. Faude (r.) bei einer Rast – die

weite, grandiose Landschaft macht einen weiteren Reiz bei solchen Jagdreisen aus.

Die in Schreibschrift

gravierte

Angabe „October

Country“

verweist auf den

US-Hersteller

October Country

Muzzleloading

Inc. in Hayden,

Idaho.

VISIER.de | 85


FASZINATION WAFFEN | 8 Bore OC Sporting Rifle

ersten Schuss mit voller Ladung wie

eine Blume ab. Ich ersetzte ihn durch

einen Messingstock. Die nur angelöteten

Ladestockröhrchen hielten dem

Rückstoß auch nicht lange stand. Ich

ließ neue aus Stahl anfertigen und befestigte

sie mit Schrauben. Seitdem gab

es keine Probleme mehr. Ich habe grenzenloses

Vertrauen in die Waffe: Fünfmal

habe ich sie in Namibia und Zimbabwe

geführt und etwa 30 Stück des als

„plains game“ bekannten Savannenwildes

(Zebra, Gnu, Oryx, Eland etc.) sowie

ein paar Elefanten erlegt.

Die Treibladungen: Für jagdliche

Zwecke verwende ich meist zwei Ladungen,

210 Grains Schweizer Jagdschwarzpulver

Nr. 3 (CH3) für „plains game“ und

eine CH3-Ladung von 440 Grains für Elefanten.

Bis 100 Meter Distanz haben

beide Ladungen fast die gleiche Treffpunktlage.

Auf 50 m lassen sich fünf

Schuss problemlos in einem Streukreis

von 50 bis 70 mm unterbringen. Auf

100 m gelingt es mir mit meinen altersschwachen

Augen, alle Schüsse in einem

Streukreis von 18 bis 20 cm zu platzieren.

Diese Werte reichen für den gedachten

Zweck völlig aus – also für die

Jagd auf schweres und großes Wild und

den Schuss über Kimme und Korn. Auf

70 m eingeschossen, beträgt die maximale

Flugbahnerhebung 30 mm und der

Geschossabfall auf 100 m etwa 100 mm.

Normalerweise schieße ich bis maximal

120 m und halte bei weiten Schüssen

einfach etwas höher an.

Die Geschosse: Ein weites Experimentierfeld

ist das Herausfinden der

optimalen Bleilegierung. In alter Zeit

mischte man meist Zinn und Antimon

bei. Aber die Altvorderen gebrauchten

auch Quecksilber zum Gießen sehr harter

Geschosse. Es hatte darüber hinaus

noch den Vorteil, dass das legierte Projektil

schwerer ausfiel als ein reines

Bleigeschoss. Für „plains game“ verwende

ich meist 54 Gramm schwere

Reinblei-Geschosse. Deren Wirkung ist

beeindruckend: Meist geht das Wild

86 | VISIER.de

Beim Korn der Büchse handelt es sich um ein in einem Schwalbenschwanzsockel

montiertes, seitlich driftbares Neusilberelement, das auf der Rückseite geriffelt ist.

Die Kimme umfasst zwei klappbare Blätter mit zwei Rechteckausschnitten,

Heinz W. Faude benutzt freilich immer das – hier im Bild aufgestellte – niedrigere.

Heinz W. Faude bei der Pirsch in Namibia, seine Vorderladerbüchse

8 Bore OC Sporting Rifle im Anschlag, im Hintergrund der erlegte Oryx.

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8 Bore OC Sporting Rifle | FASZINATION WAFFEN

Großwildwaffen: Historisches

Vor 200 Jahren war die Großwildwaffe eine gigantische einläufige

Flinte im Kaliber 8, 6, oder 4 Bore. Dazu kam eine

Lauflänge von 1 bis 1 1 / 2

m, wie man sie in Europa zur Wasserwildjagd

verwendete. Denn die frühen Elefantenjäger in

Afrika jagten meist zu Pferd. Sie ritten nah an den Elefanten

heran, schossen und ritten zurück, um nachzuladen –

im Sattel sitzend, mit auf dem Boden

aufgestellter Waffe. Weil ein

Pferd viel schneller als ein Elefant

ist, standen die Chancen für den Jäger

nicht schlecht. Verschossen

wurden aus den glattläufigen Waffen

gehärtete, großkalibrige Rundkugeln.

Von denen gingen im Kaliber

4 Bore zum Beispiel vier Stück

auf ein englisches Pfund, das Ganze

vor immensen Pulverladungen von

bis zu 500 Grains. Dies ergab eine

Mündungsenergie von 12 000 Joule.

Einst wie jetzt beeindruckende Werte,

die den Schützen alles abverlangten.

Der berühmte Afrikajäger

Frederick C. Selous benutzte noch in

den 1870er Jahren solche Waffen. In

seinem Buch „A Hunters Wanderings

in Africa“ schrieb er zu dem

Thema: „(...) Mr. William Williams

(...) gab mir gute Informationen über

das Matabeleland und zeigte mir

großkalibrige Vorderlader, wie sie von

den holländischen und eingeborenen

Jägern ausschließlich verwendet wurden. Ich kaufte letztendlich

2 dieser einfachen Gewehre (...). Es handelte sich um

glattläufige Entenflinten einfachster Bauart, die eine Rundkugel

von 4 Unzen (113 Gramm) verschießen, bei einem Waffengewicht

von nur 12,5 Pfund, hergestellt von Isaac Hollis in

Birmingham. Mit diesen Gewehren und einer ähnlichen, aber

zwei Pfund schwereren, die ich im folgenden Jahr von einem

holländischen Jäger erwarb, erlegte ich in 3 Jahren 78 Elefanten“.

An anderer Stelle schreibt Selous, der Rückstoß dieses

Gewehrs – geladen mit einer Handvoll Pulver (550 grs) aus

einer umgehängten Ledertasche – sei so extrem gewesen,

dass er froh gewesen wäre, er hätte nie etwas mit einer der

Waffen zu tun gehabt (mehr zu Selous in VISIER 5/2007).

F. C. Selous mit einem seiner Elefantengewehre

im Kaliber 4. Dies war eine umgebaute

Entenflinte, deren empfindliche Schaftstellen

mit Leder verstärkt worden waren.

Mitte des 19. Jahrhunderts war die Elefantenpopulation im

Süden Afrikas durch die Jagd zumeist drastisch reduziert.

Diese verlagerte sich nun in die inneren Zonen Afrikas. Die

waren mit dichtem Busch bewachsen; hier war auch die Tsetse-Fliege

beheimatet. Hier erwies sich das Jagen zu Pferd

als unmöglich. Und die Gewehre waren meist spezielle Anfertigungen

der besten europäischen Büchsenmacher mit

kurzen gezogenen Läufen, die extrem teuer waren – Waffen

für den, der es sich leisten konnte. Im Laufe der Zeit setzte

Kaliber 4 (26,7 mm) für die Jagd auf Elefanten gewissermaßen

den Standard, während Kaliber

8 (21,2 mm) der Maßstab für die

Medium-Bore-Klasse wurde. Also

so, wie heute etwa die .416-Kaliber

den Standard in der Mittelklasse

darstellen. Doppelbüchsen waren

eher selten, da das Gewicht der riesigen

Kaliber meist nur einen Lauf

zuließ. Man hatte üblicherweise

eine schwere Back-up-Waffe dabei,

die der Gewehrträger (wenn er nicht

geflüchtet war) für einen Folgeschuss

dem Jäger reichte. Relativ

viele Waffen im Kaliber 4 hatten

nach wie vor glatte Läufe. Da es sich

um reine Spezialwaffen für die Elefantenjagd

auf kürzeste Distanz

handelte, spielte die Präzision keine

Rolle. Stattdessen war die

schnellere Nachladbarkeit einer

glatten Waffe ein echter Vorteil. Zudem

meinte der berühmte englische

Büchsenmacher W. W. Greener herausgefunden

zu haben, dass gezogene

Läufe den gefühlten Rückstoß

merklich erhöhten. Daher stellte er 4er Waffen nur mit glattem

Lauf her. Dagegen waren 8er Waffen fast immer gezogen.

Das machte sie universeller im Einsatz und ließ auch

Schüsse auf anderes afrikanisches Wild zu.

Mit dem Aufkommen der Patronenwaffen endete die Ära der

Vorderladerwaffen nicht abrupt. Stattdessen blieben diese

– teilweise sogar mit Steinschlosszündung – auch bei weißen

Jägern noch lange in Gebrauch. So nutzte der berühmte

Elefantenjäger John „Pondoro“ Taylor in den 1930er Jahren

eine Zeitlang Vorderlader, als er keine Patronenmunition

beschaffen konnte. Die ersten Patronenwaffen übernahmen

die alten Vorderladerkaliber. Sie waren für gewaltige

4er oder 8er Schwarzpulverpatronen eingerichtet, ehe 1898

mit der .450 Nitro Express die erste leistungsfähige Nitropulver-Großwildpatrone

entstand. Sie setzte den bis heute

gültigen Leistungsstandard, der in vielen modernen Patronen

kopiert wurde.

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VISIER.de | 87


FASZINATION WAFFEN | 8 Bore OC Sporting Rifle

Von links: Selbstgewickelte Papierpatronen mit 210 Grains und 440 Grains,

jeweils mit CH3. Vor der Laufmündung zum Größenvergleich eine Ein-Cent-

Münze und eine 45er Kugel. Zu den 8-Bore-Geschossen: Weichbleigeschoss

nach Schuss auf Zebra, dann zwei kaum verformte Hartbleiprojektile,

geborgen aus zwei Elefanten. Dann rechts hinten ein Weichblei nach

Schuss auf Hartebeest, davor eins, mit dem ein Oryx erlegt wurde.

schlagartig zu Boden. Diese Geschosse

pilzen auf einen Durchmesser bis zu

40 mm (!) auf und verursachen einen gewaltigen

Wundkanal. Meist ist kein Ausschuss

vorhanden. Das Blei findet sich

auf der Ausschuss-Seite unter der Decke

des Wildes. Beeindruckend auch das

Restgewicht des Geschosses, das fast

immer über 90 Prozent liegt. Bei der Interpretation

dieser Werte möge man

beachten, dass der den Wundkanal verursachende

Querschnitt im Quadrat ansteigt,

wenn der Durchmesser sich verdoppelt.

Ein Geschoss im Kaliber .416

hat zum Beispiel einen Querschnitt von

0,88 cm 2 . Hingegen hat eine Rundkugel

im Kaliber 8 bei doppeltem Durchmesser

bereits einen Querschnitt von 3,52 cm 2 .

Aufgepilzt auf 40 mm ergeben das sehr

imposante 12,56 cm 2 .

88 | VISIER.de

Bei moderaten Auftreffgeschwindigkeiten

von 300 bis 400 Metern pro Sekunde

stellt Blei ein ideales Geschossmaterial

dar. Es splittert nicht, sondern hält zusammen

und erzeugt auch genug Tiefenwirkung.

Ähnliche Erfahrungen machten

auch die US-Bisonjäger, die meist

reine Bleigeschosse wegen ihrer Wirkung

und Wiederverwendbarkeit bevorzugten.

Wenn ein Ausschuss gewünscht

wird, verwende ich eine Blei-Zinn-Legierung

im Verhältnis von 20 : 1, die auch

von vielen der alten afrikanischen Büffeljäger

benutzt wurde. Auf „plains

game“ wird man mit dieser Legierung

fast immer einen Ausschuss haben. Die

Geschossgeschwindigkeit dieser Ladung

beträgt 500 m/s. Das ergibt eine Energie

von 6750 Joule (zu den ballistischen Daten

siehe Tabelle Seite 89). Man erkennt,

dass die Rundkugel aufgrund ihres

schlechten ballistischen Formwertes

ein enormer Energieverschwender ist.

Der Rückstoß dieser Ladung beträgt zirka

110 Joule. Ich empfinde ihn schwächer

als den einer .458 Winchester Magnum,

ein durchschnittlicher Schütze

sollte damit keine Probleme haben.

Eine Hartblei-Kugel im Kaliber 8 nach

dem Schuss auf den Elefanten. Wie

groß die Kugel ist, sieht man, wenn

man sie mit den Fingern vergleicht.

Auf Elefanten verwende ich wie erwähnt

eine 440-Grains-Ladung und harte Geschosse

mit einer Blei-Zinn-Antimon-

Legierung von 20 : 1 : 1. Die Brinellhärte

dieser Geschosse beträgt etwa 16 – reines

Blei liegt bei 3 bis 4 Brinell. Auch

wiegen die Geschosse etwas weniger als

solche aus reinem Blei, da das spezifische

Gewicht von Zinn und Antimon

niedriger ist als das von Blei. Die gemessene

Geschwindigkeit beträgt über

615 m/s, in der afrikanischen Hitze vielleicht

noch ein paar m/s mehr. Das Geschoss

wird einen Elefanten bei einem

Herzschuss ohne Verformung durchdringen

und unter der Haut auf der Ausschusseite

stecken bleiben. Bei einem

seitlichen Gehirnschuss wird der Schädel

durchschlagen. Bei einem „frontal

brain shot“ (Gehirnschuss von vorne)

besteht das Risiko, dass die Eindringtiefe

zu gering ist. Dies gilt vor allem dann,

wenn es sich um einen Bullen mit seinem

dickeren und härteren Stirnknochen

handelt. In Beschussversuchen auf

nasses Papier und trockenes Holz fand

ich heraus, das die Penetration der

August 2014


8 Bore OC Sporting Rifle | FASZINATION WAFFEN

Ballistische Daten zur 8 Bore OC Sporting Rifle

Entfernung (m) v 0

(m/s) Energie (Joule) Flugbahn (cm)

0 500 6750 -3,25

20 460 5710 +0,5

40 410 4550 +2,5

70 360 3500 0,0

90 335 3000 -6,5

Der 50-m-Schusstest auf die entsprechend verkleinerte

DJV-Scheibe Nr. 2 zeigt, was für große Löcher das Kaliber 8

stanzt. Und auch, dass alles im Leben des Keilers sitzt.

110 315 2700 -18,0

Diese Resultate kamen mit einer Ladung von 210 grs CH3 zustande.

v 0

= Mündungsgeschwindigkeit des Geschosses.

8 Bore OC Sporting Rifle nur etwa zwei

Drittel derjenigen einer .458 Winchester

Magnum beträgt: Der Vorteil des gewaltigen

Geschoss-Querschnitts kehrt sich

hier in das Gegenteil um und wird zum

Nachteil. Die alten Männer wussten das

und bevorzugten auf Elefanten Herzschüsse.

Oder aber sie gingen sehr nah

heran, wenn sie einen Gehirnschuss anbringen

wollten. Die gewaltige Energie

dieser alten Waffen führte bei einem

Kopftreffer in den weitaus meisten Fällen

zu einem Knock-Out – selbst dann,

wenn das Gehirn verfehlt wurde. Somit

blieb Zeit für den Folgeschuss aus der

Zweitwaffe in die Herz-Lungen-Region.

Viele der alten Elefantenjäger führten

wegen ihrer gewaltigen Stoppkraft die

gigantische 4 Bore, die eine über 100 g

schwere Rundkugel mit einer Energie

von mehr als 12 000 Joule veschoss. Die

Nachteile der 4 Bore gegenüber der

8 Bore sind die geringere Durchschlagskraft,

das sehr hohe Waffengewicht von

mindestens 9 bis 10 kg sowie der horrende

Rückstoß. Nach meiner Einschätzung

ist die 8 Bore vor allem aufgrund ihrer

besseren Handling-Eigenschaften und

der größeren Universalität die bessere

Wahl. Selbst für einen trainierten Jäger

ist ein Gewicht von knapp 7000 g das

Maximum dessen, was er unter den Bedingungen

einer echten Elefantenjagd

tagaus, tagein tragen kann – dabei fallen

täglich Märsche über viele Kilometer

an, und das bei teilweise über 40 Grad im

Schatten.

Mit der Ladung von 440 Grains CH3 erreicht

meine 8 Bore eine Energie von

knapp 10 000 Joule. Und der Rückstoß

ist mit 270 Joule fürwahr gewaltig und

wirklich ein starkes Erlebnis: Eine gewaltige

Qualmwolke, ein Knall fast wie

ein Kanonenschuss. Die Waffe presst

dem Schützen für einen kurzen Moment

die Luft aus den Lungen und wirft ihn

ein, zwei Schritte zurück. Selbst die

gefürchtete .577 Nitro verhält sich

dagegen vergleichsweise zahm. Das

Schießen solcher Waffen ist echte

Schwerstarbeit. Normalerweise bin ich

nicht in der Lage, an einem Nachmittag

mehr als fünf Schüsse mit voller Ladung

abzugeben. Ähnliches berichtet auch Sir

Samuel White Baker – selbst dieser Hüne

von einem Mann bekannte, am Tag

höchstens ein, zwei Schüsse zu verkraften.

Freilich verschoss er auch noch größere

Kaliber, darunter eine 2 Bore, die

von seinen schwarzen Jägern den Spitznamen

„Kind einer Kanone“ erhielt.

Die Jagd: In Simbabwe jage ich meistens

auf alte Kühe und zahnlose Elefanten

(„tuskless“) im Rahmen sogenannter

„non trophy hunts“, bei denen es

also nicht um Trophäen und Zähne geht.

Es gibt drei Ziele bei diesen Jagden:

1. die Fleischversorgung der lokalen Bevölkerung,

2. das Ausmerzen unerwünschter Gen-

August 2014

Die 8 Bore OC Sporting im Feuer: Faude

benutzt für das schwere Gewehr ein

Zweibein, um die Waffe beim Schuss

überhaupt ruhig halten zu können.

VISIER.de | 89


FASZINATION WAFFEN | 8 Bore OC Sporting Rifle

träger (zahnlose Elefanten haben einen

Gendefekt, den sie weitervererben),

3. die Entnahme überalterter Kühe aus

der Population.

Das ist nichts anderes als die klassische

Hege, wie sie auch der Jäger hierzulande

betreibt. Auch der World Wildlife

Found (WWF) toleriert die Jagd unter

Nachhaltigkeits-Gesichtspunkten. Als

„Trophäe“ erhält der Jäger nur die

Schwanzhaare des erlegten Elefanten,

aus dem sich ein, zwei schöne Armbänder

flechten lassen.

Die Jagd strengt an. Man muss viele Kilometer

laufen, ehe man ein passendes

Tier findet. Vor zwei Jahren kehrte ich

trotz fantastischer Pirsch mit ganz viel

Anblick als Schneider zurück, weil wir

keine Tuskless fanden. Die Jagd auf

weibliche Elefanten ist spannendes

Waidwerk. Man jagt fast immer an und in

der Herde, und die Kühe sind aggressiv.

Denn in jeder Herde gibt es Kälber, und

die Kühe wollen diese natürlich schützen.

Zudem sind die zahnlosen Tiere von

Natur aus besonders angriffslustig.

Nach Ansicht erfahrener Jäger vielleicht

die gefährlichste Jagd, die man heute

noch machen kann. Wichtig dabei sind

ein absolut erfahrener Berufsjäger und

ein gutes Fährtensucherteam. Ich habe

viermal mit meinem Freund Lance Nesbitt

sowie den beiden Fährtensuchern

Malloy und Clement gejagt und habe

Die erlegte Elefantenkuh, mit dem nicht ganz landesgerechten Bruch im Äser.

Die Jagdbegleiter gratulieren Faude, am Körper der Kuh lehnt das Gewehr.

grenzenloses Vertrauen in das Gespann

– eine absolut wichtige Voraussetzung

bei einer solchen Jagd. Umgekehrt habe

ich in den vielen gemeinsamen Tagen im

Busch meine Sache wohl ganz gut gemacht.

Denn ich spüre ihren Respekt, zu

dem wohl auch meine Waffe einen gehörigen

Teil beiträgt. Jedenfalls nennen

sie mich „man with the canon“, Mann mit

der Kanone. Und das klingt fast wie ein

Lob aus dem Mund solcher Profis, die

schon dutzendfach lebensgefährliche

Situationen überstanden haben.

Oktober 2013, unsere vierte gemeinsame

Jagd im Sambesi Valley im Grenzgebiet

zwischen Sambia, Moçambique und

Simbabwe. Diesmal ist alles ganz anders

als sonst: Wir kommen nicht an die Elefanten

heran. Normalerweise sucht man

bei einer solchen Jagd sehr früh am Morgen

erfolgversprechende Fährten und

folgt ihnen, bis man oft gegen Mittag

die Elefanten in ihrem schattigen Einstand

findet. Wir stoßen auf jede Menge

Fährten. Aber die Elefanten ziehen fast

immer mit der bestehenden Windrichtung.

So bekommen sie irgendwann unsere

Witterung und flüchten. Offenbar

herrscht ein gewaltiger Druck durch Wilderer,

der die Elefanten dazu gebracht

hat, ihr Verhalten umzustellen. Lance

Nesbitt ist verzweifelt. So etwas hat er

in 20 Jahren als Berufsjäger noch nicht

erlebt. Wochenlang pirschen wir viele

Kilometer, kommen nur zweimal an eine

Die Kugel ging quer durch den Körper und

blieb direkt unter der Haut stecken. Nach dem

Ausschneiden sah man, wie wenig das Hartblei

verformt war.

90 | VISIER.de

August 2014


8 Bore OC Sporting Rifle | FASZINATION WAFFEN

Herde heran, in der sich kein passendes

Stück befindet. Immer nehmen die Elefanten

unsere Witterung auf und flüchten.

Wir ändern unsere Strategie und

suchen uns höhergelegene Punkte, von

denen aus wir viele Kilometer überblicken

können, um der Herde dann in einem

Gewaltmarsch außerhalb der vorherrschenden

Windrichtung den Weg

abzuschneiden.

Mit der 8 Bore

OC Sporting

Rifle lässt sich

auch anderes

Wild waidgerecht

erlegen.

In diesem Fall

blieb ein Oryx im

Feuer von Heinz

W. Faude.

Am 15. Oktober 2013 ist es endlich soweit.

Wir entdecken gar nicht weit weg

eine kleine Herde von vier Kühen, darunter

eine alte Kuh. Es ist später Nachmittag,

noch knapp eine Stunde bis zum

Dunkelwerden. Kurzes Beratschlagen,

dann schlagen wir einen großen Bogen

und warten auf einer kleinen Anhöhe auf

die Herde. Unterhalb ist ein kleines

schmales Tal und eigentlich müssen sie

dort kommen. Und dann kommen sie:

erste Kuh, zweite Kuh mit einem kleinen

Kalb, dritte Kuh, schließlich die alte Kuh

mit langen Stoßzähnen, deutlich größer

als ihre Töchter. „Siehst Du die Kuh?“,

fragt Lance. Natürlich tue ich das, meine

schwere Waffe ruht längst im Zweibein.

Doch dann nimmt die Herde Fahrt auf,

vielleicht haben sie einen Fetzen unserer

Witterung bekommen. Ich schieße

überhaupt nicht gern auf ein sich bewegendes

Ziel. Denn rutscht die Waffe ein

klein wenig aus der Schulter, kann das

sehr schmerzhaft werden. Aber wir haben

keine Zeit mehr – 35 m Distanz, das

grobe Korn steht hoch auf dem Vorderlauf

der Kuh. Ich ziehe den Abzug. Ein

Vulkan aus Feuer und Rauch bricht aus,

nimmt mir die Luft und wirft mich zwei

Schritte zurück. Doch bevor der Körper

den Schock verarbeitet hat, habe ich

wieder klare Sicht, sehe, wie die Kuh

dreht und den Rückwechsel nimmt, zehn

zwölf stolpernde Schritte, sie taumelt,

dann bricht sie zusammen. Aus, vorbei,

das Ende einer langen und harten Jagd.

Wie vor 200 Jahren hat die mächtige

8 Bore das größte Wild auf Erden mit einem

einzigen gut platzierten Schuss zur

Strecke gebracht. Für mich eines der

letzten Abenteuer, das von einem Mann

alles fordert und das nur ein robuster

Jäger mit eisernen Nerven und bedingungslosem

Vertrauen in die eigenen

Fähigkeiten und die seiner Waffe besteht.

Daran hat sich nichts geändert,

heute wie vor 200 Jahren.

Text: Heinz W. Faude und

Matthias S. Recktenwald

Fotos: Michael Schippers,

Heinz W. Faude, Archiv

Die 8 Bore OC Sporting Rifle stammt von

dem im US-Bundesstaat Idaho ansässigen

Hersteller October Country Muzzleloading:

www.octobercountry.com.

Leutnant Forsythes auch heute noch

absolut lesenswertes Buch „The

Sporting Rifle and its Projectiles“ gibt

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August 2014

VISIER.de | 91


RECHT & ORDNUNG | Zuverlässigkeit

Lager-Verwaltung

Erlaubnispflichtige Schusswaffen dürfen nur ungeladen im Tresor lagern, dies

bestätigte das Bundesverwaltungsgericht im März. Wer das nicht beachtet,

muss gegebenfalls seine Waffen abgeben.

Komplizierte und praxisferne Regelungen

gibt es im deutschen Waffengesetz

reichlich. Wer herausfinden

will, was es erlaubt oder verbietet,

muss sich zunächst durch Definitionskataloge

in den Anlagen des Gesetzes

kämpfen. Auch die vielen Querverweise

in den einzelnen Paragrafen erleichtern

die Suche nach Ge- und Verboten nicht.

Zumal sich in der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung

(AWaffV) oft noch

weitere, konkretere Vorschriften finden.

Die Aufbewahrungsbestimmungen sind

da keine Ausnahme. Doch der Grundsatz

in § 36 Abs. 1 WaffG ist einfach: „Wer

Waffen oder Munition besitzt, hat die erforderlichen

Vorkehrungen zu treffen, um

92 | VISIER.de

zu verhindern, dass diese Gegenstände

abhanden kommen oder Dritte sie unbefugt

an sich nehmen.“ Deshalb ist es unzulässig,

die Pistole oder die Jagdflinte

unter dem Bett oder im Kleiderschrank

aufzubewahren. Wer es trotzdem tut,

gilt als unzuverlässig und muss mit dem

Widerruf seiner Erwerbs- und Besitzerlaubnis(se)

rechnen. Das leuchtet ein

– und passiert trotzdem immer wieder,

wie ein Blick in die Rechtsliteratur zeigt.

Der Online-Kommentar des Walhalla-

Verlags (www.walhalla-online.de) weist

zum Beispiel auf zwei solcher klaren

Urteile hin:

1) „Wer sorglos einen mit acht Patronen

geladenen Colt Arminius [sic] auf dem

Wohnzimmerschrank in seiner Wohnung,

eine ebenfalls mit acht Patronen geladene

Pistole Mauser unter dem Bett im Schlafzimmer

und eine (ungeladene) Repetierbüchse

auf einem Schrank im Kinderzimmer

verwahrt und obendrein noch weiter

der Ansicht ist, hiermit den Sicherheitsbedürfnissen

Genüge getan zu haben, hat

seine persönliche waffenrechtliche Unzuverlässigkeit

so nachhaltig unter Beweis

gestellt, dass seine Waffenbesitzkarte zu

widerrufen ist.“ So urteilte der VGH München

schon 1996 (AZ: 21 CS 95.3505).

2) Die Aufbewahrung eines geladenen

Gewehres im Schlafzimmerschrank ist

auch dann unzulässig und ein Verstoß

gegen die Sorgfaltspflichten, wenn das

August 2014


Zuverlässigkeit | RECHT & ORDNUNG

Schlafzimmer nur für den Waffenbesitzer

zugänglich ist und nur dieser den

Schlüssel zum Schrank besitzt. (VGH

München, 11. 6. 2001, AZ: 21 ZB 01.631).

Für solche Fälle muss niemand die

Rechtssprechung studieren, der gesunde

Menschenverstand führt zum gleichen

Ergebnis. Das gilt ebenso beim

Schlüsselproblem: Auch der beste Tresor

schützt nicht vor unbefugtem Zugriff,

wenn der Schlüssel offen herumliegt

oder die Zahlenkombination an der Tür

klebt, weil der Besitzer sie sich nicht

merken kann.

Eigentor: Trotzdem bietet die Rechtsprechung

zum Thema „Aufbewahrung

von Schusswaffen“ hin und wieder Überraschendes.

Zum Beispiel der Beschluss

des Bundesverwaltungsgerichts vom

3. März 2014 (AZ: 6 B 36.13). Dabei entschied

das BVerwG über die Nichtzulassung

einer Revision durch das Oberverwaltungsgericht

Münster. Der dem

Beschluss vorangestellte Leitsatz

spricht für sich:

„1. Die Verwendung für die Kaninchenjagd

im eigenen Garten erfordert es nicht, dafür

eine geladene Waffe bereit zu halten.

2. Sorgfältig und sicher werden die dem

Waffenrecht unterliegenden Gegenstände

– d.h. außer Waffen auch vom Waffenrecht

umfasste Munition – nach § 13

AWaffV jedenfalls nur dann aufbewahrt,

wenn sie vor dem unberechtigten Zugriff

geschützt sind. Dem widerspricht die Aufbewahrung

in einem Raum, der ohne weiteres

von Familienmitgliedern oder Hauspersonal

betreten werden kann.“

Soweit, so klar – interessant ist der Fall

aus einem anderen Grund: Unter anderem

ging es nämlich um die Frage, ob

eine Waffe geladen im Tresor aufbewahrt

werden darf. Die zuständige Behörde

hatte dem Betroffenen wegen

Verstoßes gegen die Aufbewahrungsbestimmungen

die Zuverlässigkeit abgesprochen

und seine WBK widerrufen.

Dieser wollte das nicht hinnehmen,

klagte und verlor 2010 vor dem Verwaltungsgericht

Düsseldorf. Dann suchte

der Kläger Rettung vor dem Oberverwaltungsgericht

(OVG) Münster. Doch auch

hier blitzte er 2013 ab, wie schon der

zitierte Leitsatz verrät. Und das nicht

nur, weil seine Waffen nicht ausreichend

vor unberechtigtem Zugriff geschützt

waren. Sondern offenbar auch, weil eine

Waffe geladen, also mit Patrone im

Patronenlager, im Tresor stand. Das

mochte der Waffenbesitzer nicht einsehen.

Denn das Corpus Delicti stand

schließlich in einem Tresor, in dem Waffen

und Munition gemeinsam aufbewahrt

werden durften. Das Bundesverwaltungsgericht

fasst die Argumentation

des Betroffenen so zusammen:

„Der § 36 Abs. 1 Satz 2 WaffG erlaube in

Waffenschränken der Norm DIN/EN 1143-1

Widerstandsgrad 0 die gemeinsame Aufbewahrung

ohne weitere behördliche Genehmigung.

Ebenso sei eine gemeinsame

Verwahrung aufgrund behördlicher Genehmigung

möglich. Sei jedoch die gemeinsame

Verwahrung von Waffe und zugehöriger

Munition in einem Behältnis

erlaubt, so mache es keinen Unterschied,

ob die Munition sich dann im Patronenlager

befinde oder neben der Waffe liege.“

Lagerwirtschaft: Die Sichtweise der

OVG-Richter war eine völlig andere. Dass

der Kläger die Waffe mit Patrone im Patronenlager

in seinen Waffenraum stellte,

sei ein unsachgemäßer Umgang,

„weil ein sachgemäßer Umgang die Beachtung

grundlegender Vorsichtsmaßregeln

erfordere.“ Und weiter: „Die Aufbewahrung

einer durchgeladenen Waffe sei per

se nicht ordnungsmäßig (sorgfältig). Es

handele sich um eine Selbstverständlichkeit,

Schusswaffen nach dem Gebrauch zu

Mindestanforderungen Waffenaufbewahrung

Art und Anzahl der Waffen

1 max. 10 Langwaffen A nach VDMA 24992

Tresor-Mindestanforderung

(Sicherheitsstufe / Widerstandsgrad)

2 max. 10 Langwaffen + Munition A mit verschließbarem Innenfach Stufe B nach VDMA 24992

3 max. 10 Langwaffen + max. 5 Kurzwaffen A für Langwaffen, verschließbares Innenfach

für Kurzwaffen nach VDMA 24992

4 mehr als 10 Langwaffen + max. 10 Kurzwaffen B nach VDMA 24992*

5 mehr als 10 Langwaffen + max. 10 Kurzwaffen + Munition B nach VDMA 24992, Munition im verschließbaren Innenfach*

6 mehr als 10 Langwaffen + max. 10 Kurzwaffen + Munition 0 nach DIN/EN 1143-1 (verschließbares Innenfach verzichtbar)*

7 mehr als 10 Langwaffen + mehr als 10 Kurzwaffen

+ Munition

1 nach DIN/EN 1143-1 (verschließbares Innenfach verzichtbar)

Hinweise: * Zusätzliche Bedingung: Das Tresorgewicht muss über 200 kg liegen oder der Schrank mit einem entsprechenden Abrissgewicht an der

Wand verankert sein. Das Über-Kreuz-Lagern von Munition ist zulässig: Munition, die sich nicht aus den im Tresor lagernden Waffen verschießen

lässt, darf im Tresor aufbewahrt werden. Die Klassifizierung des Waffenschranks (Sicherheitsstufe / Widerstandsgrad) obliegt ggf. dem Erlaubnisinhaber;

deshalb sollten entsprechende Hinweisschilder im Tresor vorhanden sein. Die Entnahme von wesentlichen Teilen aus der Waffe und deren

Lagerung im verschließbaren Innenfach oder einem anderen Waffenschrank ermöglicht kein Abweichen von den im WaffG bzw. in der AWaffV

geregelten Mindestanforderungen für die Aufbewahrung!

August 2014

VISIER.de | 93


RECHT & ORDNUNG | Zuverlässigkeit

entladen. Dies ergebe sich aus der grundlegenden

Umgangs- und Vorsichtsmaßregel.

Dementsprechend habe für den Gesetzgeber

keine Veranlassung bestanden,

ausdrücklich die Aufbewahrung geladener

Waffen zu untersagen. Aus der ausnahmsweisen

Zulassung von Waffen und Munition

in einem Sicherheitsbehältnis nach § 36

Abs. 1 Satz 2 Halbs. 2 WaffG folge nichts

Gegenteiliges.“ Deshalb lägen Tatsachen

vor, die die Annahme rechtfertigen, dass

der Kläger mit Waffen oder Munition

nicht vorsichtig oder sachgemäß umgehen

und diese Gegenstände nicht sorgfältig

verwahren werde. Folgerichtig

hielten die OVG-Richter den Betroffenen

gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b WaffG

für unzuverlässig.

Zudem ließen die OVG-Richter in Münster

auch keine Revision gegen ihr Urteil

zu. Weil der Kläger nicht aufgeben wollte,

legte er dagegen Beschwerde ein,

über die dann das Bundesverwaltungsgericht

in Leipzig entscheiden musste.

Doch die obersten Verwaltungsrichter in

den roten Roben lehnten diese ab, weil

die genannte Annahme des Oberverwaltungsgerichts

„offensichtlich zutreffend“

sei: „Es besteht keinerlei Zweifel, dass die

Aufbewahrung von Waffen in durchgeladenem

Zustand grundlegenden Vorsichtsbzw.

Sorgfaltsmaßgaben im Umgang bzw.

bei der Aufbewahrung von Waffen und Munition

im Sinne von § 5 Abs. 1 Nr. 2

Buchst. b WaffG widerspricht. Nur bei Beachtung

dieser Maßgaben ist sichergestellt,

dass Dritten die einfache Wegnahme

von Waffen zum schnellen, sofortigen

Gebrauch erschwert wird. Die Maßgaben

dienen im Übrigen auch dem Schutz des

Berechtigten.“

94 | VISIER.de

Ohne Zweck ist alles weg: Legalwaffenbesitzer

sollten deshalb penibel jede

einzelne Waffe nach dem Gebrauch kontrollieren,

bevor sie die Tresortür wieder

schließen. Für Sportschützen und Jäger

mag das albern klingen, weil sie die Waffe

schon entladen, bevor sie sich auf den

Heimweg machen. Außerdem folgt vor

dem Reinigen noch eine Sicherheitskontrolle.

Doch es kann

auch anders ablaufen:

Eine versehentlich

nicht entladene

Jagdwaffe, die wieder

im Tresor landet,

weil die Kinder rufen

und man das Putzen

verschiebt. Oder eine

kleine Unaufmerksamkeit,

wenn man

die Patronen aus der

Repetierflinte wieder

ins Freie befördert.

Eine zusätzliche

Kontrolle kann

also nicht schaden.

Steht plötzlich die

zuständige Behörde

unangekündigt für

die Nachschau vor

der Wohnungstür,

kann der WBK-Inhaber

sein Hobby sonst nur wegen einer

Unachtsamkeit an den Nagel hängen.

Wichtig ist der Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts

allerdings auch

noch in einer anderen Hinsicht: So mancher

Sportschütze, Sammler oder Jäger

legt absichtlich eine seiner Kurzwaffen

aufmunitioniert und durchgeladen in

den Waffenschrank – um etwa bei Raubüberfällen

in den eigenen vier Wänden

gewappnet zu sein. Einige WBK-Inhaber

beschafften sich genau aus diesem

Grund extra einen Tresor, in dem Waffen

und Munition gemeinsam aufbewahrt

werden dürfen. Damit schien alles in

bester Ordnung. Schließlich gibt es ein

Recht auf Notwehr. Doch so eine „Vorsorge“

ist nach dem Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts

nicht zulässig.

Nicht nur die Besitzer einer wertvollen

Waffensammlung werden das verständlicherweise

kritisieren. Denn für Kriminelle

sind oft die Waffen selbst das Objekt

der Begierde, weil sie damit weitere

Straftaten begehen wollen. Für Legalwaffenbesitzer

gibt es insofern ein zusätzliches

Risiko, in der eigenen Wohnung

Opfer einer Straftat zu werden.

Niemand muss den Tresorschlüssel immer bei sich tragen.

Unbefugte Personen dürfen aber keinen Zugriff haben.

Das deutsche Waffengesetz berücksichtigt

dies allerdings nicht: Der Umgang

mit Schusswaffen ist nur im Rahmen des

Bedürfnis umfassten Zwecks erlaubt.

Schon deshalb dürfte das Bereithalten

einer durchgeladenen Waffe im Tresor

für eventuell eintretende Notwehrlagen

grundsätzlich unzulässig sein.

Fazit: Eine Gefahr, dass es bei der Entnahme

einer durchgeladenen Waffe aus

dem Tresor zu unbeabsichtigter Schussauslösung

kommt, lässt sich nicht leugnen.

Dennoch legen das Oberverwaltungsgericht

Münster und das Bundesverwaltungsgericht

die Latte für

Waffenbesitzer – wieder einmal – viel zu

hoch: Schon ein versehentlich nicht geleertes

Patronenlager kann in Zukunft

den Vorwurf der Unzuverlässigkeit begründen.

Ein Blick in den Spiegel hätte

den Richtern vielleicht zu einer etwas

lebensnaheren Entscheidung verholfen.

Denn wie wäre es, wenn ein Richter nicht

mehr Recht sprechen dürfte, der auch

nur einmal ein Fehlurteil gefällt hat?

Text: Andreas Skrobanek

Fotos: Michael Schippers

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Pistolen: Hämmerli –Schweiz Mod. 208 Limited Edition „125 Jahre“,

Lauflänge: 15 cm, Baujahr: 1988, ungeschossenes Sammlerstück, Jubiläumsausführung

in limitierter Auflage, handgestochene Arabeskengravur

auf den Laufseiten, Schriftzug „125 Jahre Hämmerlie 1863-1988“ in Gold

ausgelegt, anatomischer verstellbarer Rechtsgriff aus Nußbaumholz mit

handgestochener Verschneidung, in orginal Leder ausgeschlagenem Edelholzkoffer

mit dazu gehöriger Tragetasche, und Schussbild, ein Stück zum

sammeln und schiessen, Kaliber: .22 l.r., Zustand: 1–2 neuwertig, mit leichten

Gebrauchsspuren; Art.Nr.: 57519 limit. Aufl. €1.495,-

Pistolen: Contender –USA Mod. Contender Match 2er-Set, Lauflänge:

s. Text, Baujahr: 2005, ungeschossen aus Sammlungsauflösung,

Ganzstahl-Kipplaufpistole, einstellbarer Matchabzug, Handspannsystem

mit außenliegendem Hahn, Originalgriffschalen aus ausgesuchtem Nussbaumholz

mit Rückstoßminderer-Gummieinlage am Griffrücken, mit zwei

Wechselläufen: Nr. 1Kal. .45 lc. /.410 Lauflänge 25,5 cm einstellbare

Matchvisierung, Nr. 2Kal. .30-30 Win. Lauflänge 41 cm einstellbare

Matchvisierung sowie Montagebohrung für ZF-Montage, jeder Lauf mit

separatem Vorderschaft, bei Eintrag des kalibergrößten Laufes kann

der andere ohne weiteren Voreintrag auf Gelbe WBK erworben werden,

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erhältlich, Kaliber: s. Beschreibung, Zustand: 1–2 neuwertig, mit leichten

Gebrauchsspuren; Art.Nr.: 60428 Gelegenheit €895,-

Pistolen: Walther –Ulm Mod. GSP Edition „25 Jahre“ –Duo Tone

Set, Lauflänge: 11,5 cm /Baujahr: 1994, ungeschossene Schrankwaffe

aus Sammlungsauflösung, in limitierter Sonderauflage (zum 25 jährigen

Bestehen der weltweit erfolgreichsten Sportpistole), mit vielen Extras,

titan-nitrierter Verschluss, Griffstück matt hart verchromt, zusätzliches

abnehmbares Laufgewicht mit Gravur „25 Jahre GSP“, nummerngleiches

Wechselsystem Kal. .32 WC, Lauflänge 10,5 cm, einstellbarer orthopädischer

Rechtsgriff (Gr. M/L) aus graubraun gemasertem Schichtholz, im

Original-Aluminium-Transportkoffer sowie reichhaltigem Originalzubehör

und jeweils 2Magazinen, eine echte Schießmaschine mit unschlagbar

guter Balance und Spitzenpräzision; Kaliber: .22 l.r. /.32 WC, Zustand:

1–2 neuwertig, mit leichten Gebrauchsspuren;

Richtpreis €2.568,- Art.Nr.: 60640 Rarität €1.498,-

Revolver: Colt –USA Mod. 1873 Single Action Army One Of Onehundred,

Lauflänge: 7,5‘‘, Baujahr: 1963, ungeschossen aus Sammlungsauflösung,

dt. Neubeschuss 1970, limitiertes Sondermodell „H.COOK One Of

Onehundred“, noch aus 2. Generation mit seperater Trommelhülse, bunt

gehärteter Stahlrahmen, Lauf und Griffstück hochglanzverchromt, brünierte,

geflutete Trommel, Originalgriffschalen aus schwarzem Hornmaterial mit

Colt-Emblem und amerik. Wappenadler, im Colt-Karton (Deckel mit leichtem

Wasserschaden) mit Papieren, ein Stück zum Sammeln und Schiessen,

Kaliber: .45 LC, Zustand: 1–2 neuwertig, mit leichten Gebrauchsspuren;

Art.Nr.: 59443 Rarität €1.498,-

Pistolen: Glock –Österreich Mod. 21 Sport, Lauflänge: 11,5 cm, Baujahr:

ca. 2010, selten geschossene Schrankwaffe, Sicherheitsabzug, einstellbare

Kontrastvisierung, 13+1 Schuss-Magazin, Griffstück aus unverwüstlichem

Polymer Verbundwerkstoff, im Original-Transportkoffer mit

Magazin-Schnelllader, mit hoher Magazinkapazität im leistungsstarken

Kaliber, ideal für Sport, Fangschutz und Selbstschutz, Kaliber: .45 ACP;

Richtpreis €769,- Art.Nr.: 61265 Gelegenheit €498,-

Revolver: Korth –Ratzeburg Mod. Sport, Lauflänge: 15 cm, Baujahr: 1984,

ungeschossen aus Sammlungsauflösung, noch in allerbester original Korth-

Verarbeitung, 6-schüssige DA-Ausführung, einstellbare Target-Visierung,

einziger Revolver am Weltmarkt mit von außen einstellbarem Abzugsgewicht,

von Hand herausnehmbare Trommel, feinstes hochglanzbrüniertes Finish,

Originalgriffschalen aus ausgesuchtem Nussbaumwurzelholz mit handgeschnittener

Fischhaut, im original Lederkoffer, ein Stück zum Sammeln und

Schiessen, die Stahl gewordene Präzision; Kaliber: .357 Magn., Zustand: 1–2

neuwertig, mit leichten Gebrauchsspuren;

Richtpreis €7.980,- Art.Nr.: 61109 Rarität €3.345,-

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Selbstladebüchsen: Heckler &Koch –Oberndorf Mod. MR308,

Lauflänge: 16,5‘‘ /4,Baujahr: 2011, Gasdrucklader mit Drehkopfverschluss,

selten geschossene Schrankwaffe, frei schwingender Lauf mit

Mündungsfeuerdämpfer, in sechs Stufen verstellbare Schulterstütze

Picantinny-Handschutzsystem, 10-Schuss-Magazin, abklappbares Korn,

ZF-Montage mit 30 mm-Ringen, (mit viel nachrüstbarem Sonderzubehör!)

komplett montiert und eingeschossen mit ZF Nightforce 1-4x24 /Mildot,

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mit leichten Gebrauchsspuren; Gesamtpreis €3.050,-;

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Art.Nr.: 59918 Rarität €298,-

Flinten: Smith u. Wesson –USA Mod. 916a Police Magnum, Lauflänge:

50 cm, Baujahr: 1980, Ganzstahlausführung in Behördenqualität, zusätzlich

montiertes Hitzeschutzblech mit Ghostring /Dioptervisierung, Schiebesicherung

auf der Scheibe, schwarz lackierter Holzschaft, ein Stück zum

Sammeln und Schiessen, Kaliber: 12/76 Mag., Zustand: 2–3 gebraucht, mit

sichtbaren Gebrauchsspuren; Art.Nr.: 60830 Rarität €675,-

Vorderschaft-Repetierflinte: Winchester –USA Mod. 1300 N.W.T.F. ,

Lauflänge: 56 cm, Baujahr: ca. 2000, ungeschossen aus Sammlungsauflösung,

limitiertes Sondermodell der amerikanischen „National Wild Turkey

Federation“, mit Schriftzug sowie Truthahngravur auf rechter sowie linker

Systemseite, mit einstellbarer Buckhornvisierung, Wechselchoke (1 Stück

im Lieferumfang enthalten) weitere auf Anfrage lieferbar, Sonderschäftung

aus buntem Schichtholz mit handgeschnittener Fischhaut am Pistolengriff

sowie Griffrillen am Vorderschaft, Schaftlänge einschl. schwarzer Gummikappe

365 mm, eine der robustesten und zuverlässigsten Repetierflinten

am Weltmarkt in seltener, limitierter Ausführung; Kaliber: 12/76, Zustand:

1-2 neuwertig, mit leichten Gebrauchsspuren;

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hochwertiger Walther-Fertigung, gut sichtbare Beschriftung und Bestempelung,

gefertigt als Wehrsport- /Kadettengewehr für die vormilitärische

Ausbildung wie z. B. bei H. J. ,einstellbare Visierung bis 200 m, Flügelsicherung

wie beim Original, Druckpunktabzug, Nussbaumschaft mit leichten

Gebrauchsspuren (restliche Stahlteile und Mechanik im Zustand 1-2) und

original dazugehörigem Ledergewehrriemen, ein Stück Geschichte zum

Sammeln und Schiessen, Kaliber: .22 l.r., Zustand: 1–3 50% anteilig Zust.

1, der Rest in Zust. 2–3; Art.Nr.: 59656 Rarität €975,-

Selbstladebüchsen: Heckler &Koch –Oberndorf Mod. SL7 Match,

Lauflänge: 45,5 cm, Baujahr: 1986, selten geschossene Schrankwaffe,

Match-Lochschaft-Umbau aus grünem Schichtholz mit einstellbarer

Schaftkappe durch den Spezialisten Jazombeck, Polygonlauf, patentierter

Rollenverschluss, einstellbare Trommelvisierung (wie bei Gewehr G3),

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Weltmarkt, weitere Magazine (5 und 10 Schuss) können beim Kauf der

Waffe dazu erworben werden, außerdem Markenzielfernrohre mit orig.

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VISIER|8-2014 107


NAMEN & NACHRICHTEN | Aktuelles aus der Branche

-STELLENANGEBOT

Wir bieten eine herausfordernde,

kreative Tätigkeit beim marktführenden

deutschen Verlag für

Waffenzeitschriften. Wir bieten

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in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis

am Arbeitsplatz

in Bad Ems. Wir suchen einen

Mitarbeiter für die Redaktion

VISIER. Diese betreut pro Jahr

zwölf Monatsausgaben der Zeitschrift

VISIER und vier Ausgaben

der Zeitschrift VISIER-Special.

Die Themengebiete reichen vom

Sportschießen über den Test von

Lang- und Kurzwaffen, Munition,

Ausrüstung und Messer bis hin

zum Sammeln von Schuss- und

Blankwaffen, Geschichte oder

Waffenrecht – die gesamte Bandbreite

rund um das Waffen-Fachgebiet.

Gesucht wird für diese

redaktionelle Arbeit ein neuer

Kollege (m/w), entweder ein Redakteur

oder ein Volontär. Was

wir in jedem Fall voraussetzen:

Flexibilität, Neugier, Teamfähigkeit,

das Gefühl für lebendige

Sprache sowie das Talent, komplizierte

Sachverhalte allgemeinverständlich

auch unter Termindruck

zu vermitteln. Gute

Deutsch- und Englisch-Kenntnisse

setzen wir ebenso voraus wie

den Besitz einer Waffenbesitzkarte

und / oder eines Jagdscheins

sowie einer gültigen

Fahrerlaubnis der Klasse B. Wenn

Sie sich als Redakteur bewerben,

gehen wir davon aus, dass Sie ein

Volontariat abgeschlossen haben

und über Erfahrung im Printbereich

verfügen. Wenn Sie sich

als Volontär bewerben, sollten

Sie ein abgeschlossenes Studium

oder eine abgeschlossene Berufsausbildung

mitbringen. Wir

lassen uns überraschen von Ihren

Ideen, Ihren Vorkenntnissen

und Ihrem Einsatzwillen. Bewerben

Sie sich mit den üblichen Unterlagen,

Arbeitsproben und dem

Datum des frühestmöglichen Arbeitsbeginns:

VS Medien GmbH,

Redaktion VISIER,

z. Hd. Frau Mullins,

Wipsch 1,

56130 Bad Ems

E-Mail: visier@visier.de

Mit VISIER am Ballermann?

Sommer-Fotowettbewerb

Sommerzeit – Urlaubszeit, da gehört Lesestoff ebenso zum Gepäck

wie die Badehose. Extra für die schönsten Tage des Jahres hat VISIER

deshalb einen Fotowettbewerb ins Leben gerufen: Ob am Strand, auf

dem Hotelbalkon oder einfach im Garten, lassen Sie sich mit Ihrem

VISIER-Heft beim Lesen fotografieren und senden Sie uns das Bild

zu. Unter den schönsten Einsendungen verlost das VISIER-Team

Preise: Der Erstplazierte darf sich zum Beispiel auf das Buch „Walther

– Eine deutsche Erfolgsgeschichte“ sowie das Hunting Knifeset aus

gleichem Hause freuen. Einfach das Bild bis zum 31. 8. 2014 an

info@vsmedien.de senden. Ganz wichtig: In den Betreff der E-Mail

VISIER Sommer-Fotowettbewerb 2014“ eingeben.

TQ

108 | VISIER.de

August 2014


Aktuelles aus der Branche | NAMEN & NACHRICHTEN

Caldwell

Mag Charger

Bald auch in Deutschland

In Ausgabe 7/2014 stellte VISIER bei

den Produkt-Neuheiten unter anderem

den AR-15-Magazinlader von US-Hersteller

Magwell vor. Kurz nach Redaktionsschluss

kam dann die Meldung, dass

das clevere Helferlein bald auch in

Deutschland erhältlich ist: Die Firma

Helmut Hofmann hat schon Ende

vergangenen Jahres eine Ladung in den

USA vorbestellt, wurde aber bisher noch

nicht vom Hersteller beliefert, da der

kaum den Bedarf des US-Marktes decken

kann. Wenn die Mag Charger ihren Weg

über den Großen Teich finden, gehen sie

bei Helmut Hofmann für 99 Euro über

die Ladentheke. Infos: www.helmuthofmann.deTQ

Noveske Rifleworks

Tim Dillon ist neuer Geschäftsführer

Zeitreise im August

Rokoko auf Schloss Fasanerie

Wie Lorina Noveske, Witwe des im vergangenen

Jahr verstorbenen Firmengründers

John Noveske, mitteilte, fungiert ab sofort

Tim Dillon als Geschäftsführer des AR-

Herstellers aus Oregon. Dillon ist seit 25

Jahren in der Waffenindustrie tätig und

leitet nun neben dem Tagesgeschäft auch

die Produktion von AR-Gewehren und

-Teilen bei Noveske. www.noveske.comTQ

Am Wochenende des 9. und 10. Augusts

dreht sich auf Schloss Fasanerie im

osthessischen Eichenzell alles um die Zeit

zwischen 1740 und 1786. Die Schau

„Zeitreise ins 18. Jahrhundert“ ist laut

eigener Aussage die größte Reenactment-

Veranstaltung für diese Epoche in ganz

Europa. Neben Reenactors, die das Leben

der Zivilisten nachspielen, sorgen Vorträge zu unterschiedlichen Themen und

praktische Vorführungen wie Fechten und zeitgenössische Chirurgie für das totale

„Rokoko-Feeling“. Für militärhistorisch Interessierte gibt es Soldaten in originalgetreuen

hessischen Uniformen. In Vorführungen und einem Theater-Manöver

werden Waffen, Drill und Taktik von hessischen, preußischen und anderen Truppen

nachgestellt. Der Eintritt zum Militärlager kostet sechs Euro pro Person, für 14 Euro

gibt es Familienkarten. Mehr Infos: www.schloss-fasanerie.de TQ

RUAG

Ammotec

Neue Website gestartet

Die deutsche Vertriebstochter der RUAG Ammotec

GmbH hat ihre Internetpräsenz komplett umgebaut.

Auf den neugestalteten Seiten stellt RUAG Ammotec

Deutschland die Produkte von 14 Marken vor. Neben

den eigenen Munitionsmarken RWS, Rottweil, GECO

und Norma finden sich dort nun auch Glock, Diana,

3M Peltor sowie Kahles, Rössler und Weihrauch.

Daneben gibt es auf der neuen Homepage auch eine

Händlersuche. Neben Deutschland und Österreich beliefert RUAG Ammotec auch Frankreich, die Benelux-Staaten sowie England,

Finnland und Schweden. Für all diese Länder sollen in Zukunft die Internetauftritte im gleichen Stil aufgebaut werden. Das soll

nicht nur Händlern, sondern auch Endkunden die Suche erleichtern. Mehr Infos: www.ruag-ammotec.deTQ

August 2014

VISIER.de | 109


NAMEN & NACHRICHTEN | Aktuelles aus der Branche

Thomas Leigh

Dobert (1946 - 2014)

Bekannt als „Arizona

Tom“ oder „Sergeant

Tom“, war er dabei, als

in Deutschland das

Westernschießen aus

der Taufe gehoben

wurde. Er arbeitete als

Range Officer und

Match Director, mit viel

Organisationstalent

sowie einem großen

Sinn für Humor. Tom

Dobert rief in Dänemark

mit Tommy Trans das erste europäische Quigley-Schießen

aus – und lenkte so nebenbei das Augenmerk auch

anderer europäischer Schützenverbände und Firmen auf die

prächtige Longrange-Anlage in Ulfborg. Zudem war er auf

vielen Waffenbörsen zu finden, um in stilgerechtem Western-

Outfit zu waffenrechtlichen Fragen Stellung zu beziehen.

Doch war er mehr als nur ein versierter Westernschütze und

Hobbyist: In eine sehr musikalisch geprägte, amerikanische

Familie geboren, bescherte ihm das Schicksal eine Kindheit

in New Jersey, Österreich und Arizona, ehe es ihn 1964 zur

US-Armee verschlug. Er kämpfte in Südvietnam, mit den

„Skysoldiers“ der 173rd Airborne Brigade und mit der Special

Forces Group 2. Nach seiner Armeezeit lebte er in Deutschland,

wo er für die Frankfurter Berufsfeuerwehr arbeitete,

sich als Rettungssanitäter und Lehrtaucher qualifizierte.

1988 zwang ihn ein Tauchunfall zum Wechsel ins private

Wach- und Sicherheitswesen. Auch hier folgten Sonderqualifizierungen,

unter anderem im bewaffneten Personenschutz.

Infolgedessen arbeitete er ab 1995 als selbstständiger

Auftragnehmer im Sicherheitsgewerbe und als Schießlehrer.

Und er schrieb: Das VISIER-Team hat ihn in den vergangenen

15 Jahren als professionellen, fachkundigen Autor erlebt.

Als jemanden, der schon mal für einen Artikel eine mehrtägige

Autofahrt auf sich nahm und sich unbedingt an getroffene

Abmachungen hielt. Auch schreckte er nicht davor zurück,

Kontroversen hervorzurufen. Er stand dann stets parat, um

in der Diskussion seine Meinung zu vertreten – höflich,

bestimmt und immer mit seinem unverwechselbaren Sinn für

geistreichen Humor. Nach längerer Krankheit verstarb Tom

Dobert am 28. Juni in Wien. Das VISIER-Team trauert um

einen Schützenkameraden, um einen Autorenkollegen und

um einen geschätzten Freund. Unser Beileid gilt seiner Frau

Susanne Putsche Dobert, seinen Kindern, seinen Enkeln und

seinem Urenkel: Schalom, Tom!

Matthias S. Recktenwald

110 | VISIER.de

Alte VISIER-Artikel

Jetzt zum vergünstigten Preis

Wenn man einen älteren VISIER-Artikel sucht, dann bedeutet

das für langjährige Leser oftmals viel Wühlerei in Dutzenden

Jahresausgaben. Allerdings kann man es sich auch einfacher

machen, indem man sich den gesuchten Beitrag einfach im

PDF-Format auf den Computer zieht. Im VISIER-Online-Shop

unter www.vsmedien-shop.de gibt es ab sofort alle Artikel

ab der ersten Ausgabe 1987 zum vergünstigten Preis zum

Download. Abonnenten zahlen statt 99 Cent nur noch 50 Cent

pro Artikel, für die anderen Leser sinkt der Preis von 2,49 Euro

auf einen Euro. Die Vorgehensweise ist dabei denkbar einfach:

1. Auf der Homepage vom VS-Medien-Shop die gesuchte Waffe

in die Stichwortleiste eingeben. 2. Suche gegebenenfalls

verfeinern. 3. Artikel in den Warenkorb legen. 4. Per PayPal

oder Kreditkarte bezahlen. 5. Artikel auf Ihren Computer

herunterladen und genießen.

TQ

Blue Book of Gun

Values

Neue Ausgabe erhältlich

Das vom Team um Stephen P.

Fjestad verfasste Blue Book of Gun

Values ist eins der Standardwerke

für Waffensammler und Käufer

von Gebrauchtwaffen, da es eine

nach Firmennamen geordnete

Übersicht über antike und aktuelle,

militärische und zivile Waffenmodelle und deren Schätzpreise

gibt. Jetzt liegt die von Blue Book Publications (BBP)

aus Minneapolis in Minnesota veröffentlichte 35. Ausgabe vor.

Das Werk ist lieferbar als Buch oder – wie hier gezeigt – als

CD-ROM (kompatibel mit Windows- und Mac-basierten

Rechnern). Aber nur auf der CD-ROM gibt es zusätzlich über

5000 Fotos. Und das 80-seitige „Photo Percentage Grading

System“ hilft laut Verlag, den Zustand der jeweiligen Waffe

korrekt zu bestimmen. Erweitert hat BBP auch die Abschnitte

zur „Serialization“ und zum Warenzeichen-Index. Der Preis

beträgt 39,95 US-Dollar.

Info: www.bluebookofgunvalues.com

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August 2014


Aktuelles aus der Branche | NAMEN & NACHRICHTEN

„Knüpfen und flechten“

VISIER-Lesertipp: Gewehr- und

Fernglasgurte selbst herstellen

Hier der Text von Leser Matthias Halk: „Ich bin kein großer Fan von gekauften Sachen, das gilt auch für das Zubehör für mein

Hobby, die Jagd. Daher fertige ich mir seit kurzem die entsprechenden Gurte für Gewehr, Fernglas und Co. selbst an. Im Folgenden

eine Schritt-für-Schritt Anleitung für einen einfachen Gewehrgurt“.

1 2 3 4

Man benötigt stabile Nylonschnur,

mindestens die sechsfache

Länge des Endprodukts,

daher vor dem Kauf messen.

Daneben zwei stabile Ösen,

Karabinerhaken oder ähnliches,

sowie Schere und Feuerzeug.

Im nächsten Schritt macht man

den gleichen Knoten nochmal,

allerdings macht man dieses

Mal die Schlaufe mit dem

rechten Stück Schnur. Dann

festziehen und auf der linken

Seite weitermachen, immer

abwechselnd.

Eine der Ösen hängt

man mit Schnur an die

Türklinke. Die Schnur,

die später der Gurt

wird, nimmt man halb

und schlauft sie durch

die Öse.

5 6 7

August 2014

Ist man mit den Knoten

am anderen Ende

angekommen, zieht man

die letzte „Flechtmasche“

besonders stramm,

schneidet die Enden der

Schnur auf etwa einen

Zentimeter ab, erhitzt

diese mit dem Feuerzeug

und drückt sie an. Das

geht nicht mehr auf!

Jetzt zieht man die doppelte

Schnur durch die zweite Öse,

hier den Karabinerhaken

und legt somit die Länge des

Endprodukts fest. Achtung:

Diese lässt sich später nicht

mehr verändern.

Der so entstandene Gurt sieht

nicht nur schöner aus, als ein

gekaufter; je nachdem, wie

stramm man geflochten hat,

federt er auch ein bißchen

und macht das Tragen zum

Vergnügen.

Den Karabiner hängt man wieder

an die Türklinke. Dann nimmt

man die freien Enden, verknotet

sie wie hier abgebildet und zieht

das Ganze stramm. Jetzt geht das

Flechten los.

Unter den Zuschriften an VISIER

finden sich immer wieder nützliche

Tipps, die es verdienen, veröffentlicht

zu werden: Praxistipps von

VISIER-Lesern für VISIER-Leser.

Sollten auch Sie einen solchen

Hinweis rund um unser Hobby

kennen, dann lassen Sie andere

daran teilhaben! Senden Sie der

Redaktion bitte eine kurze

schriftliche Anleitung / Erläuterung

sowie einige Fotos Ihrer nützlichen

Idee, gern auch ein Portrait von

Ihnen selbst. VISIER wählt aus den

Einsendungen die besten Ideen

aus. Das lohnt sich: Jeden abgedruckten

Lesertipp honoriert

VISIER mit einem Einkaufsgutschein

für den VISIER-Shop im Wert

von 25 Euro – in diesem Monat geht

der an Matthias Halk für seine

ausführliche Flechtanleitung.

Die Redaktion

VISIER.de | 111


TERMINE | August und September

Terminsache

VISIER veröffentlicht alle Termine

von Auktionen, Messen,

Ausstellungen, Schießsportveranstaltungen

und Lehrgängen,

wenn sie rechtzeitig schriftlich

vorliegen.

Redaktionsschluss

für die nächsten Ausgaben:

Heft 11/14 25. 9. 2014

Heft 12/14 25. 10. 2014

Heft 01/15 25. 11. 2014

Senden Sie uns Ihre Termine

bitte per E-Mail an

termine@vsmedien.de,

an die Fax-Nummer (02603)

5060-202 oder als Brief an

„Redaktion VISIER, Wipsch

1, 56130 Bad Ems“. Bitte

denken Sie daran, nicht nur

Veranstalter, Ort und Datum,

Waffen und Disziplinen,

sondern auch einen Kontakt

(E-Mail, Telefon- oder Fax-

Nummer) mitzuteilen. Geben

Sie bitte ebenfalls an, ob der

Wettkampf eine Qualifikation

erfordert, eine Anmeldung

nötig ist oder die Teilnehmeranzahl

begrenzt ist. Selbstverständlich

können Sie auch

komplette Ausschreibungen

einsenden. Die kostenlose

Veröffentlichung erfolgt

ohne Gewähr.

Den VISIER-Terminkalender

mit zusätzlichen (oft

aktuelleren) Veranstaltungstipps

finden Sie auch im

Internet auf der VISIER-

Homepage www.visier.de

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Börsen

23. 8. Niederlande: Militariabörse

im Zalencentrum CCOG

Duiven, Kastanjelaan 2, NL-6921

ES Duiven, Gelderland, Militaria,

Waffen, Blankwaffen, Orden,

Uniformen, Info nur telefonisch

unter (0031) 5 70 61 83 35 oder

(0031) 6 27 53 41 77

23. 8. Schweiz: Spezial-

Waffenauktion bei Kessler,

Löwenstr. 20 in CH-8280 Kreuzlingen,

Info und aktueller Katalog

unter Tel. (0041) 71 671 23 23,

Fax: 71 671 23 24 oder unter

www.kesslerauktionen.ch

26. - 27. 8. Law Enforcement

Days bei Teutodefence in Bad

112 | VISIER.de

Oeynhausen, Fachausstellung

und Workshops, nur für Behörden-Fachbesucher,

Kontakt und

Info bei Holger Veh, Tel. (05731)

79 69 71, per E-Mail:

veh@teuto-defence.de und

unter www.teuto-defence.de

31. 8. Militaria und Sammlerbörse

in den Kasseler Messehallen,

Jagd-, Sport-, Sammlerund

Dekowaffen, Munition, Zubehör,

Blankwaffen und Militaria,

Info: Expo Management GmbH,

Tel. (0431) 68 03 80, E-Mail:

info@messen.de oder www.

waffenboersen.com

2. 9. Österreich: Auktion im

Dorotheum in Wien, Historische

Waffen, Uniformen und Militaria

Vorbesichtigung: 23. 8. - 2. 9.,

Ort: Palais Dorotheum in A-1010

Wien, Dorotheergasse 17, Info

und Katalog unter Tel. (0043) 515

60-200, E-Mail:

katalog@dorotheum.at oder

unter www.dorotheum.com

2. 9. Großbritannien: Auktion

bei Wallis & Wallis, antike

Waffen, Blankwaffen, Orden,

Rüstungen, Literatur und

Militaria, Kontakt und Info: West

Street Auction Galleries, Lewes,

Sussex, England BN7 2NJ, E-Mail:

auctions@wallisandwallis.org

und www.wallisandwallis.org

5. - 6. 9. Waffen- und Militariabörse

„Forum Historicum“ in

der Rosenheckhalle, Dernbacher

Str. 62a in 56424

Ebernhahn, Waffen, Sammlerwaffen,

Orden, Uniformen,

Militaria, Info unter Tel. (02623)

5651, E-Mail:

geschichtsverein@gmx.de und

www.forum-historicum.de

7. 9. Großbritannien: The

Bristol Fine Antique Arms Fair

im Holiday Inn, Filton BS16 1QX,

antike Waffen, Blankwaffen und

Militaria, Info unter

www.tricornfairs.co.uk

11. - 12. 9. Schweiz: Auktion in

der Galerie Fischer in CH-6006

Luzern, Haldenstr. 19, antike

Schuß- und Blankwaffen, Rüstungen,

Militaria und Historica, Vorbesichtigung

1. - 8. 9., Info und

Katalog unter Tel. (0041)41 418

10 10 sowie

www.fischerauktionen.ch

12. - 14. 9. USA: Versteigerung

von antiken und modernen

Lang- und Kurzwaffen bei Rock

Island Auctions, 42nd West

Street, Rock Island, IL 61201, Info

und Katalog unter E-Mail:

info@rockislandauction.com

oder www.rockislandauction.com

13. 9. Österreich: Auktion im

Dorotheum in Wien, Jagd-,

Die wichtigsten Adressen auf einen Blick

Schießsportverbände:

Deutscher Schützenbund

(DSB), Lahnstr. 120, 65195

Wiesbaden- Klarenthal, (0611)

4 68 07-0, Fax -49,

www.dsb.de, info@dsb.de

Bund Deutscher Sportschützen

(BDS), Birkenring 5,

16356 Ahrensfelde, (030) 50

18 44 68, Fax 97 99 23 59, www.

bdsnet.de,

bdsberlin@web.de

Bund der Militär- und

Polizeischützen (BDMP),

Grüner Weg 12, 33098

Paderborn, (05251) 3 74 57, Fax

3 11 70, www.bdmp.de,

bdmp.bgst@t-online.de

Bund der Historischen

Deutschen Schützenbruderschaften

e.V., Bundesgeschäftsstelle

(montagsfreitags

8.00 - 16.00 Uhr): Am

Kreispark 22, 51379 Leverkusen,

(02171) 7 21 50, Fax 2080,

www.bund-bruderschaften.de,

Info@Bund-Bruderschaften.de

Deutsche Schießsport-Union

(DSU), Stierweg 54, 56575

Weißenthurm, (02637) 2347,

Fax 2616 (Mo. bis Fr. jeweils

8-13.00 Uhr),

www.d-s-u.de, info@d-s-u.de

Cowboy Action Shooting –

Germany e.V. (SASS-affiliierter

Club Deutschland),

Geschäftstelle: Heiko Kaaden,

Huttenstr. 77, 06110 Halle/

Saale (0345) 1 20 05 81,

www.cas-germany.org,

vicepresident@casgermany.org

SASS Germany e.V., (offizielle

Vertretung der SASS, USA),

Klaus-Jürgen Pohl, (0941)

2 80 34 00,

pohl@sass-germany.de,

www. sass-germany.de

European Rifle Association -

Deutschland (ERA-D),

Paderborner Str. 1, 33758

Schloß Holte -Stukenbrock,

www.era-d.de, info@era-d.de

Verband der Reservisten der

Deutschen Bundeswehr e.V.

(VdRBw), Generalsekretariat,

Provinzialstr. 91, 53127 Bonn,

(0228) 2 59 09-0, Fax -77,

www.reservistenverband.de,

info@vdrbw.de

Freie Schützen in Deutschland

e.V. (FSD), Geschäftsstelle

Siegburg (mittwochs

und donnerstags 18.00 - 22.00

Uhr), PF 1318, 53703 Siegburg,

(02243) 84 39 97, Fax 9 11 98

72, www.fsdev.de

Kyffhäuserbund e.V., Bahnstr.

12, 65205 Wiesbaden, Tel.

(0611) 52 36 16, Fax 59 06 38,

www.kyffhaeuserbundev.de,

kyffhaeuserbund@t-online.de

TIRO e.V., Delitzscher Str. 106,

06116 Halle/Saale, Tel. (0345)

56 67 20 24,

www.tiro.de, office@tiro.de

Waffenrechts- und

Sammlerverbände:

Forum Waffenrecht e.V.

(FWR), An der Pönt 48, 40885

Ratingen, (02102) 5 59 57 40,

Fax 5 59 57 39, www.fwr.de,

f.goepper@ fwr.de

prolegal Interessengemeinschaft

für Waffenbesitz e. V.,

Geschäftsstelle (dienstagsdonnerstags

10.00 - 12.00 Uhr),

Gartenstr. 12, 56357, Bogel,

Tel: (06772) 969-6522, Fax:

-8425, www. pro-legal.de,

info@pro-legal.de

Verband für Waffentechnik

und -geschichte e.V.(VdW),

Oststraße 154, 40210

Düsseldorf, (0211) 46 48 44,

Fax 48 90 35,

www.vdw-duesseldorf.de,

info@vdw-duesseldorf.de

Verband für Waffentechnik

und -geschichte e.V.

Hannover (VWG), Meisenweg

2, 30855 Langenhagen.

Ansprechpartner Rainer

Buchholz, (0511) 78 44 51,

Fax (0511) 7 40 38 81,

www.vwg-ev.de

Internationaler Freundeskreis

Lebendige Geschichte

(FLG), Karl-Arnold-Str. 1,

65199 Wiesbaden,

www.f-l-g.org,

geschaeftsfuehrung@f-l-g.org

Kuratorium zur Förderung

Historischer Waffensammlungen

e.V., Ulmerstr.32,

89171 Illerkirchberg, (07346)

5213, Fax 91 95 60,

www.waffensammlerkuratorium.de,

info@waffensammlerkuratorium.de

Alle Angaben ohne Gewähr!

August 2014


August und September | TERMINE

Sport- und Sammlerwaffen,

Vorbesichtigung: 6. - 13. 9., Ort:

Palais Dorotheum in A-1010 Wien,

Dorotheergasse 17, Info und

Katalog unter Tel. (0043) 515

60-200, E-Mail:

katalog@dorotheum.at oder

unter www.dorotheum.com

18. 9. Großbritannien: Auktion

bei Holts Auctioneers, Princess

Louise House, 190 Hammersmith

Road, London W6 7DJ, ausgesuchte

Jagd- und Sportwaffen, Info

und Katalog unter Tel. (0044)

1485 542822 sowie E-Mail:

enquiries@holtsauctioneers.com

und www.holtsauctioneers.com

18. - 20. 9. Waffen- und

Militariabörse Reichertshofen

in der Paarhalle, 85084 Reichertshofen,

Thannbergstr. 30, Einlass

nur für Personen über 18 Jahre,

Info bei: Kremess Agentur,

Ernst-Velten-Str. 20, 47809

Krefeld, Tel. (02151) 7 84 32 61

oder unter www.kremess.de

21. 9. Großbritannien:

Internationale Börse für

Waffen, Orden und Militaria in

Liverpool, The Village Hotel,

Whiston, Liverpool, Info bei:

Northern Arms Fair, P.O. Box 277,

Harrogate, HG3 4XZ, E-Mail:

a.tidswell@uwclub.net oder

www.northernarmsfairs.co.uk

Schießveranstaltungen

Großkaliber-Schießen

2. - 3. 8. Landesmeisterschaft

beim BDMP, LV Bayern in

Friedenfels für die Disziplinen

SG1/2, Info und Anmeldung bei

Karl Georg, Zinnkopfstr. 9, 83324

Ruhpolding, Tel. (08663) 41 94 96,

E-Mail:

Sandratscharly@aol.com

2. - 3. 8. Landesmeisterschaft

beim BDMP, LV Bayern in

Friedenfels für die Disziplinen

ZG2 -Süd und ZG3 - Süd., Info und

Anmeldung bei Walter Judex,

Obermühlstr. 9, 83413 Fridolfing,

Tel. (08684) 96 89 14, E-Mail:

judex@slg-traunstein.de

16. 8. Mühlburger Militärgewehrschießen

auf dem

Schießstand des SC Mühlburg,

Kurzheckweg 15, 76187 Karlsruhe

für Militärgewehre bis Baujahr

1963 im Originalzustand, Kaliber

6,5 mm bis 8 mm, Rahmenprogramm

„Alaska Run“ mit

Schwarzpulverschießen,

Axtwerfen u.v.m., Campingmöglichkeit,

Info: Volker Lechner, Tel.

(0173) 8 61 09 62, E-Mail:

volker.lechner@sbz-lechner.de

und www.sc-mühlburg.de

16. 8. Ordonnanzwaffen-

Schießen des Schützenvereins

Merzig 1898 e.V., für Ordonnanzgewehre

(Repetierer und

Einzellader) mit offener

Visierung, Kaliber 6 - 8 mm,

Leihwaffen vorhanden, Info beim

SV Merzig 1898 e.V., Waldstraße

207, 66663 Merzig, Tel./Fax:

(06861) 3042 und www.

schuetzenverein-merzig.de

30. 8. Großkaliberschießen der

St. Sebastianus Schützenbruderschaft

1904 e.V. in Mayen-

Hausen, für alle ordonnanzmäßig

geführten Militärgewehre im

Original (bis Konstruktionsjahr

1945) ab Kaliber 6,5 mm, offene

Visierung, Leihwaffen vorhanden,

Info und Anmeldung bei Frank

Neis, Molkereistr. 10, 56743

Mendig, Tel. (02652) 3405 und

E-Mail: fhneis@gmx.de

13. 9. Frankonia-Schießen auf

dem Schießstand Krelinger

Heide in 29664 Walsrode, für

Militär-, und Ordonnanzkarabiner

ab Kaliber 6,5 mm auf 100 Meter,

Pistole Sig Sauer P 226 Kaliber

9 mm Luger auf 20 Meter sowie

Lever Action Kaliber .357

Magnum auf 50 Meter, Wurfscheibenschießen

möglich,

Leihwaffen vorhanden,

Anmeldung bis 5. 9. an

Frankonia, Niedersachsenring

12, 30163 Hannover, Tel. (0511)

96373-10, Fax: -20, E-Mail:

Hannover@frankonia.de

13. - 14. 9. „Schoglad“-Cup

auf dem Schießstand des SV

Waldenbuch, Alte Dettenhäuser

Str. 1 in 71111 Waldenbuch,

für GK und KK-Ordonnanzwaffen

bis Baujahr 1945,

Info und Anmeldung bei

Matthias Pracht, Taubenweg 10,

70794 Filderstadt, Tel. (0160)

97204868 und E-Mail: schoglad

cup@svwaldenbuch.de

14. 9. Offenes Ordonnanzund

Dienstpistolen-Schießen

der SG Schwetzingen,

Hockenheimer Landstraße

(B36), 68723 Schwetzingen, für

Ordonnanz- und Dienstpistolen

im Originalzustand, separate

P08-Wertung (Normalausführung

100 mm Lauflänge), Info

und Anmeldung unter Tel. (0174)

30 77 124, sowie E-Mail:

info@sg-schwetzingen.de und

www. sg-schwetzingen.de

26. - 28. 9. Pfalz-Pokal auf

dem Gelände der SLG

Ludwigshafen für Präzisionsgewehre

und Selbstlader,

Disziplinen: ZG1, ZG2, ZG3 und

ZG4 auf 100 Meter nach

BDMP-SpoO, Meldeschluss:

12. 9., Ausschreibung und

Anmeldung per E-Mail:

Volker.Malkmus@t-online.de

27. 9. Ordonnanzgewehr-Preisschießen

der FSG Schongau auf

100 Meter, Info und Ausschreibung

unter E-Mail: FSG-Schon

gau-Sportleiter@online.de

oder www.fsg-schongau.de

Schwarzpulver- und

Westernschießen

30. 7. - 3. 8. Philippsburg Star,

Offene DM im Westernschießen

auf der Schießanlage Philippsburg,

12 Stages Main Match nach

BDS SpoO, Sidematches,

Westernkleidung gemäß

BDS-Sporthandbuch erwünscht,

zeitgleich am 30. 7. Offene DM

97-11 Wild Bunch mit 6 Stages

nach BDS SpoO, Info bei Peter

Hufgard, Forsthausen 39, 63931

Kirchzell, und unter

www.bds-westernschiessen.de

2. - 3. 8. Offene VL-Meisterschaft

der DSU in Mayen-Hausen

für Steinschlossgewehr- und

-muskete, Perkussions- und

Zutritt ab 16 Jahren.

Hinterladergewehr, Steinschlossund

Perkussionspistole,

Perkussionsrevolver und

SA-Revolver für SP-Patronen, Info

und Anmeldung bei der DSU-

Geschäftsstelle, Stierweg 54,

56575 Weißenthurm, Tel. (02637)

2347 oder unter www.d-s-u.de

6. - 9. 8. Italien: Days of Thruth

in Agna (PD) im Centro

Sportivo „Le Tre Piume“, via

Constanze, 8, I-35021 Agna, CAS

European Championship nach

SASS Reglement, Main Match mit

12 Stages, Info und Anmeldung

unter www.wildwestrebels.com

8. - 10. 8. Vorderlader-,

Unterhebler- und Derringer-

Schießen beim SV Falken-Gesäß

1955 e.V. (Odenwald), auf dem

Schießstand im Steinbruch in

64743 Beerfelden/Hetzbach,

historisches Westernlager,

Campingmöglichkeit vorhanden,

Info bei Horst Krämer, Tel.

(06068) 2841, E-Mail:

sv.falken-gesaess@freenet.de

und www.sv-falken-gesaess.de

8. - 10. 8. Internationales

Vorderladerschießen und

MILITARIA

+SAMMLER

BORSE

Sonntag

31. August 2014

9-15 Uhr

Kassel

Messehallen

Die große neue Sonntags-Börse im Zentrum

Deutschlands! Ein riesiges Angebot erwartet Sie!

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August 2014


TERMINE | August und September

Westerntreffen „Pulverdampf

in Düren“ beim Kentucky

Muzzleloaders Club“ in 52353

Düren für Western-Lang- und

Kurzwaffen, Traditionskleidung

erwünscht, Campingmöglichkeit,

Anreise ab Donnerstag möglich,

Info und Kontakt: Rolf Runkler,

Im Ahlersheeden 7, 27612

Loxstedt-Nesse, Tel. (04744) 5983

oder unter E-Mail:

rolf.runkler@t-online.de

8. - 10. 8. Internationales

Vorderlader- und Westernwaffenschießen

des Schützenvereins

Wörth am Rhein e.V., für

Vorderladerlang- und -kurzwaffen

sowie traditionelle Westernwaffen

nach DSB-Sportordnung,

Campingmöglichkeit, Traditionskleidung

erwünscht, Info:

Matthias Fried, Tel. (07271)

12 68 33, E-Mail: svwoerth@gmx.

de und www.sv-woerth.com

14. - 17. 8. Quigley Shoot der

Neuwieder Schützengesellschaft

1833 e.V. zum vierten Mal

auf dem Schießstand Nordhausen,

für Vorderlader- und Westernwaffen,

Eimerschießen, Sonderwertung

Büffelscheibe, Traditionskleidung

erwünscht, Campingmöglichkeit

vorhanden, Anmeldung

an Bernd Helbach, Tel.

(0170) 6 14 20 73 oder unter

E-Mail: sharps-doctor@gmx.de

sowie neuwieder-sg@t-online.de

15. - 17. 8. Unterhebelgewehrund

Westernschießen in 36341

Lauterbach/Hessen, Unterhebelgewehre

aller Kaliber mit offener

Visierung, Revolver alle Kaliber,

Flinte Kaliber 12, Rahmenprogramm,

Info bei Alwin Lomp,

Karlsbader Str. 21, 36341 Lauterbach,

Tel. (06641) 7872, oder

unter www.ssvl.de

6. 9. „Nicolas von Dreyse“-Pokal,

Dreistellungspokal und

Zündnadelkarabinerschießen

- M57 beim SV Nicolas von Dreyse

in Sömmerda, Meldeschluß 4.

9., Ausschreibung und Anmeldung

bei Matthias Büchner, Tel. (03634)

62 37 41 oder unter E-Mail:

anmabue@web.de

13. - 14. 9. Unterhebel-,

Westernwaffen- sowie

Steelplate-Schießen beim SV

Sersheim 1923 e.V., gleichzeitig

Deutsche Meisterschaft der SPI,

Info, und Anmeldung bei Robert

Supper, Tel. (07042) 34045 und

E-Mail: robertgraubart@web.de

und www.svsersheim.de

27. 9. Offene Vereinsmeisterschaft

der Cologne County

Western Shootists im BDS

Westernschießen auf der

Schießanlage Philippsburg,

114 | VISIER.de

Kommerzielle Lehrgänge

Kostenpflichtiger Eintrag für

die Rubrik kommerzielle

Lehrgänge.

Je angefangene Druckzeile

(ca. 30 Zeichen inkl. Leerräume

und Satzzeichen)

5,60 € zzgl. 19 % MwSt.

je Veröffentlichung.

Weitschuss-Seminare der

Firma Blaser: präzises

Schießen auf Entfernungen bis

400 Meter auf dem Versuchsgelände

der Firma Rheinmetall

in Unterlüß in der Lüneburger

Heide, Gruppenbuchungen bei

Gunther Stoschek, Tel. (07562)

702-324, Fax: (07562) 702-343,

Einzelbuchungen sind über den

Blaser-Fachhandel möglich,

Termine (auch wochentags)

nach Vereinbarung.

DEVA-Lehrgänge für

Vorderlader und Wiederlader

sowie Sachkundelehrgänge

nach § 7 WaffG, Sachkunde für

Schießstandaufsichten und für

Damtierhalter in NRW (jeweils

nach Vereinbarung), Kontakt

und Anmeldung: DEVA, Dune 3,

33184 Altenbeken, Telefon

(05255) 73-3, Fax: (05255)

7305, E-Mail: info@devainstitut.de

oder unter

www.deva-institut.de

Schulungszentrum Mayr,

Marktplatz 6, 86556 Kühbach,

Tel. (08251) 82 92 5, E-Mail:

WMAYR@aol.com sowie

www.Schulungszentrum-Mayr.com

Termine:

Böllerkurs: 4. 8. und 29. 9.

Handböller - Standböller -

Kanone: Kosten: 90,00 Euro für

eine Böllerart, jede weitere

zzgl. 10,00 Euro

Wiederladekurs: 10. - 11. 8.

– Kosten: 100,00 Euro

Vorderladerkurs: 11. 8.

– Kosten: 90,00 Euro;

Kombination Wiederlader-/

Vorderladerkurs: 160,00 Euro

Waffensachkunde für

Sportschützen, Waffenherstellung

und Gehegebesitzer:

1. - 2. 8. und 26. - 27. 9.

- Kosten: 160,00 Euro

Waffenschein: 1. - 3. 8. und

26. - 28. 9.

- Kosten: 200,00 Euro

Disziplinen: - 1890 - Mavericks,

Buckaroos, Ladys, Traditional,

Forty Niner, Senior, Duelist, DD,

Meldeschluss für die

nächsten Ausgaben:

Heft 9/2014 25. 7. 2014

Heft 10/2014 25. 8. 2014

Heft 11/2014 25. 9. 2014

Bei Nichtbestehen können die

Kurse mit Prüfung kostenlos

wiederholt werden. Zusätzliche

Termine je nach Bedarf

möglich. Außerdem Lehrgänge

Schießstandaufsicht, kundige

Person, Fallenlehrgang, Reinigung

von Schießstandanlagen

– Termine auf Anfrage.

Vorbereitungslehrgang für

die Fachkundeprüfung im

Waffenhandel, Info: M. Burg,

82393 Iffeldorf, Tel. (0176) 20

13 90 88, E-Mail:

info@waffen-burg.de oder

R. Herrmann, 74677 Dörzbach,

Telefon (07937) 80 37 17, Kurse

monatlich, Termine auf

Anfrage. E-Mail:

guns-n.more@gmx.com

Lehrgänge der Firma

Waffen-Becker für NC-Pulver,

Böller und Schwarzpulver,

Kosten: 169,00 Euro (NC/

Schwarzpulver) bzw. 120,00

Euro (Böller) inklusive

Lehrmittel und Prüfungsgebühr,

Ort: Schießstätten

Schöpplenberg, 58339

Breckerfeld, Tel. (02338) 8261,

Info: Waffen-Becker,

Märkischer Ring 104 in 58097

Hagen, Tel. (02331) 3 12 23

ISS International Security

School & Services GmbH

Termine:

Brandschutzunterweisung

mit Löschübung:

8. 8. in Bad Wörishofen

USBV (Erkennung, Suche und

Schutz vor Sprengsätzen):

9. - 10. 8. in Bad Wörishofen

Sicherheitstechnik:

6. - 7. 9. in Bad Wörishofen

5,5 Tage Personenschutz-

Aufbaukurs:

21. - 26. 9. in Königswartha

(bei Dreden)

Taktisch Operatives

Sicherheitsfahrtraining:

27. - 28. 9. in Kamenz

(bei Dresden)

Black-Powder, BP Duelist, 1880,

1880 Nitro, 1880 Gentelman

Class, 1870, Western-Outfit

Senden Sie uns Ihren Text bitte

per E-Mail an

anzeigen@vsmedien.de,

per Fax an (02603) 5060-107 oder

per Post an: VS Medien GmbH,

Anzeigenabteilung VISIER

Postfach 1351, 56120 Bad Ems.

Info bei: ISS International

Security School & Services

GmbH, Zur Friedenskirche 30,

51491 Overath, Telefon

(02204) 20119-0, Fax: (02204)

20119-10 oder

www.vipprotection.de

und unter E-Mail:

info@vipprotection.de

Schlottmann - Lehrgänge:

Vorderlader, Wiederlader,

Böller und Waffensachkundeschulungen,

Infos bei Jan

Schlottmann, Rogahner Str. 24,

19061 Schwerin, Tel. (0385) 5

50 93 99, E-Mail: office@

schlottmann-net.com und

unter www.Kanonen.de sowie

www.wiederladen.de

Dipl.-Ing. (FH) Uwe Kotthaus

Termine:

Kombilehrgang Vorder-/

Wiederlader:

2. - 4. 8.

Fachkundelehrgang Teil 1:

29. - 31. 8.

Waffensachkundelehrgang

Sportschütze/Waffensammler:

5. - 7. 9.

Fachkundelehrgang Teil 2:

12. - 14. 9.

Alle Lehrgänge finden in 66453

Gersheim/Walsheim statt. Info

und Anmeldung unter Tel.

(06843) 58 98 63, Fax: (06843)

58 98 64 oder E-Mail:

info@waffenwesen.de

und www.waffenwesen.de

Wiederladelehrgänge bei

“Wiederladen/Reloaders

Help”, Kontakt: Dirk Landwehr,

Richard-Byrd-Straße 27 in

50829 Köln, Tel. (0221) 70

9006-748, Fax: -79, E-Mail:

reloaders.help@gmx.net

Vorbereitungslehrgang für

die Fachkundeprüfung

Waffenhandel:

Info und Kontakt unter:

www.waffenschule-berlin.de

erforderlich, Campingmöglichkeit,

Anmeldung bis 21. 9. an

Michael van der Meulen, Edmund-

August 2014


VISIER – August 2014 | Bestellcoupon

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Anz. Best-Nr. Artikel Einzelpreis Gesamtpreis

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___ 25 898 Buch: “Hämmerli – Pistolen und Revolver” 29,00 E ______

___ 25 895 Buch: “WALTHER A GERMAN SUCCESS STORY” 85,00 E ______

___ 25 894 Buch: “WALTHER Eine deutsche Erfolgsgeschichte”

Jubiläumswerk in zwei Bänden

85,00 E ______

___ 2525 Victorinox-Jubiläumsmesser - 25 Jahre VISIER 25,00 E ______

___ 25 869 Buch: “Olmpisches Pistolenschiessen 2. Auflage” 44,80 E ______

___ 86 875 Buch: “Olympisches Gewehrschiessen” 47,80 E ______

___ 86 870 Buch: “Faustfeuerwaffen schweizerischer Polizeikorps” 45,00 E ______

___ 86 858 Buch: “Das Schalldämpferkompendium” 15,90 E ______

___ 25 890 Buch: “Sportgewehre und Sportpistolen“ 24,50 E ______

___ 25 891 Buch: “Im Zeichen des Waffenschmieds“ 24,50 E ______

___ 25 896 Buch: “Luftgewehre und Luftpistolen“ 28,90 E ______

___ 25 875 Buch: “History Writ in Steel” 89,00 E ______

___ 25 872 Buch: “Leistungsplaner Gewehr” 11,90 E ______

___ 25 840 Buch: “Perfect Practice”, (deutsch) 25,00 E ______

___ 25 850 Buch: “Thinking Practical Shooting”, (deutsch) 29,50 E ______

___ 25 901 Buch: “Dienstwaffen der deutschen

Polizei und Gendarmerie” Band III

___ 25 893 Buch: “Dienstwaffen der deutschen

Polizei und Gendarmerie” Band II

___ 25 892 Buch: “Dienstwaffen der deutschen

Polizei und Gendarmerie” Band I

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Waffenrecht inkl. Ergänzung

45,00 E ______

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7,90 E ______

___ 20 356 Ergänzungs-Broschüre zum Waffenrecht 1,00 E ______

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___ 29 044 DVD: “SWM Edition I: Waffen-Miniaturen“ 19,95 E ______**

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Die Sonderhefte zu einem

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Anz. Best.-Nr. Artikel

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__ 12 545 Kalaschnikow 9,10 E

__ 12 645 Repetierbüchsen 9,10 E

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__ 13 645 Schießen mit Unterhebel-Repetierern 9,10 E

__ 13 745 M 16 & AR-15 9,10 E

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__ 13 945 Fallschirmjäger 9,10 E

__ 14 045 Maschinenpistolen 9,10 E

__ 14 145 Pistolen 9mm Luger III 9,