schalom NEU 01.2012 - Österreichisch-Israelische Gesellschaft

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schalom NEU 01.2012 - Österreichisch-Israelische Gesellschaft

schalom

44. Jahrgang • 3/2012 € 3.-

Österreichisch-Israelische Gesellschaft

Erscheinungsort Wien • Verlagspostamt 1080 Wien P.b.b. • GZ 02 Z 031415M


INNOVATION ...

... sichert Wohlstand!

© iStockphoto.com/RichVintage

In einem rohstoarmen Land wie Österreich sind Innovation sowie

Forschung und Entwicklung DER Schlüssel für Wachstum, Arbeitsplätze

und damit Wohlstand. Begeisterung für Wissenschaft und

Technik muss daher so früh wie möglich gefördert werden.

Industrie ist Innovation.


schalom

Inge Dalma

Chefredakteurin

„Peace in Progress“ ist im Augenblick

im Nahost-Raum nur mit viel Optimismus

und Hoffnung wahrzunehmen.

Doch es gibt eine Organisation in Jerusalem,

die sich auf diesem Weg unbeirrt

seit hundert Jahren - das sind vier Generationen

- bewegt und höchst erfolgreich

ist: Hadassah.

1912 träumte die US-Amerikanerin Henrietta

Szold davon, moderne Medizin zu

der unterernährten, leidenden Bevölkerung

des damaligen Palästina zu bringen.

Sie gründete und finanzierte die

„Hadassah Medical Organization“. Ihr

Traum ging schon in den ersten dreißig

Jahren in Erfullung: der Mount Scopus,

im Osten Jerusalems, wurde zum „Hügel

der Heilung“, für die gesamte Bevölkerung.

Doch der UN-Teilungsplan zwang

das Hadassah-Team zur Flucht in den

Westen Jerusalems, wo 1961 die Medizinische

Universitäts-Klinik in der Vorstadt

Ein Kerem eröffnet wurde. Heute

bestehen beide Hadassah-Kliniken.

„Heilen-Lehren-Forschen“ ist Ziel und

Triebfeder der israelischen Institution

mit weltweiter Vernetzung.

Wir haben in dieser Ausgabe der „Ikone

Hadassah“ zu deren 100-Jahr-Jubiläum

die Seiten 9 bis 24 gewidmet, um unserer

werten Leserschaft einen profunden

Blick auf die „Töchter Zions“ – so der

ursprüngliche Name auf Hebräisch,

nach der biblischen Königin Esther – zu

bieten.

Die Politik in Israel, stets bedingt auch

durch die Ereignisse in den Nachbarstaaten,

kann immer nur eine Momentaufnahme

sein: es ist alles in Bewegung.

Der Journalist und ehemalige hochrangige

Diplomat Daniel Shek, zuletzt Israels

Botschafter in Paris, gibt uns einen

schonungslosen Blick hinter die Kulissen

der aktuellen Innenpolitik. (Seite 5).

Mit politischen Vögeln befasst sich Chava

Gurion auf den Seiten 7 und 8, sie verknüpft

Israels politische Zukunft mit

den bevorstehenden US-Wahlen und

dem tickenden Problem Iran - auch mit

einem kleinen Seitenhieb auf Österreichs

unerbetene Einmischung.

Bitte schenken Sie ihr Interesse auch den

Beiträgen über Kultur, Wirtschaft und

vieles mehr auf den verbleibenden Seiten.

Wir, als österreichisch-israelische Gesellschaft,

sind bemüht, durch Aufklärung

und objektive Information gegen

mediale Vor-Verurteilungen und individuelle

unreflektierte Vorurteile gegenüber

dem Staat Israel Überzeugungsarbeit

zu leisten. Bitte unterstützen Sie

unsere Arbeit durch Ihre Mitgliedschaft!

Je mehr wir sind, umso mehr werden

wir gehört.

Unsere homepage www.oeig.at enthält

ein Anmeldeformular sowie täglich aktualisierte

Nachrichten.

Einen unbeschwerten Sommer wünscht

im Namen unseres Teams

herzlichst Ihre

Beziehungen Bilden und Brücken Bauen

Helfen Sie mit Ihrer Mitgliedschaft, die kulturellen, politischen, wirschaftlichen

und sozialen Verhältnisse in Israel der Öffentlichkeit näher zu bringen.

http://www.oeig.at/mitgliedschaft8

Jährlicher Mitgliedsbeitrag € 30.-

SeniorIn € 22.-/StudentIn, SchülerIn, Lehrling € 5.-

In dIeSer auSgabe:

editorial 3

Leitartikel 4

POLITIK

danIeL SheK

ein politischer Streich in Israel 5

Chava gurIOn

Falken, Tauben und andere vögel 7

sonderteil

SOnIa FeIger

DoSSIEr - 100 Jahre Hadassah 9-24

SuSI ShaKed

Zum geburtstag ein Spital 10

beitrag zu einer besseren Welt 11

henrietta Szold - die gründerin 12

Im Zeichen der gesundheit 13

brücke des Friedens 17

Lehre und Forschung 19

hadassah Spitäer in Jerusalem 22

WIrTSChaFT

Kampagne für beschäftigung

arabischer akademiker 25

WISSenSChaFT

Impfung gegen Krebszellen 26

anti-aging effekt 26

bluttest ohne nadel 27

durchbruch bei Kampf gegen Lungenkrebs 26

Israel bei expo 2012 28

vier israelische Frauen unter hundert

einflussreichsten Wissenschaftlerinnen 28

KuLTur

YOSSI beILIn

es eilt nicht ... 29

gourmet Shuk 30

Titelbild:

100 Jahre hadassah - 100 brücke des Friedens

©hadassah

IMPRESSUM: Medieninhaber, Herausgeber: Österreichisch-Israelische

gesellschaft (ÖIg). Zweck: die Zeitschrift „Schalom“

ist das offizielle Organ der ÖIg. diese tritt für die Interessen

des befreundeten Staates Israel und seiner bewohner ein. Ziel

ist der Friede im nahen Osten. die ÖIg leistet im rahmen

ihrer Möglichkeiten die notwendige Öffentlichkeitsarbeit um

den latenten antisemitismus in Österreich und in europa zu

minimieren.

Sitz: 1080 Wien, Lange g. 64. Redaktion/Anzeigenannahme:

T & F: 405 66 83. E-Mail: info@oeig.at, Internet: www.oeig.at.

Chefredakteurin: Inge dalma. Redaktion: Sonia Feiger, Peter

gewitsch, Chava gurion, daniel Kapp, richard Schmitz. Übersetzungen:

georg haber, Kitty Weinberger, Inge dalma. Layout,

Grafik & Produktion: Sonia Feiger. Druck: av+astoria, 1030

Wien. Bankverbindung: bank austria blz 12000-

00262620801.

Die im Magazin veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich

den Standpunkt der ÖIG wieder, sondern bieten einen

Einblick in die politische Diskussion in Israel. ausgewertet werden

Meldungen von: Jerusalem Post, IdF, bICOM, ha’aretz,

Yediot aharonot, Y-net, israelnetz (inn), ICeJ, JTa, ILI u.v.a.

Editorial

schalom

3


Leitartikel

israels image

©M. Leitgeb

Dr. Richard

Schmitz

Zweiter

Präsident

der ÖIg

Tief betroffen nimmt man zur Kenntnis,

dass Israel nach wie vor zu den unbeliebtesten

Ländern der Welt gehört.

Da ist es kein Trost, dass der Iran und

Pakistan noch unbeliebter sind. Für alle,

die Israel kennen, bleibt es unverständlich,

dass ein Staat, der sich nach westlichen

demokratischen Regeln richtet,

schlechter abschneidet als so manche

Diktatur. Auch Deutschland und Frankreich

gelten nach dieser Umfrage nicht

gerade als beliebt. Da ist es wohl notwendig,

die Kriterien der Beurteilung

zu hinterfragen. Allzu ernst kann man

dieses Ranking kaum nehmen.

Trotzdem bleibt es eine Tatsache, dass es

immer schwieriger wird, die Situation

des Landes positiv darzustellen. Die Angriffe

auf die Politik der israelischen Regierung

werden immer häufiger, leider

auch unqualifizierter. Ein Beispiel ist

wohl der Ausritt des österreichischen

Verteidigungsministers Darabos. Das

hat aber immerhin dazu geführt, dass

sich Bundeskanzler und Außenminister

zu ersten mal seit langem eindeutig zu

Israel bekannt haben. Allerdings ist es

international kaum üblich, den Mitgliedern

einer Regierung bei medialen Auftritten

eine „Privatmeinung“ zuzugestehen.

Abweichungen von der Regie-

rungslinie haben in anderen Ländern

wohl ernstere Folgen für den Minister.

Eindeutig ist die Haltung der Deutschen

Regierung zum Staat Israel. Da gibt es

daher die Zustimmung zur Lieferung

eines weiteren U-Bootes an das von Feinden

umgebene Land. Unsere Nachbarn

haben sehr wohl begriffen, dass Israel

und seine Existenz für die gesamte westliche

Welt von Bedeutung sind. Ein demokratischer

Staat inmitten des Nahen

Ostens ist für die umliegenden Länder

eine Provokation, weil sie ihrer Bevölkerung

erklären müssen, warum wirtschaftlicher

und wissenschaftlicher Erfolg

in ihren Ländern nicht möglich ist,

warum es den Bewohnern eindeutig

schlechter geht als den Bewohnern von

Israel.

©Denise Feiger

In diesem Lichte wundert der ägyptische

Wahlkampf kaum. Dort entlarven

sich die Islamisten als Kriegshetzer, die

den Staat Israel vernichten wollen. Wieweit

es ihnen gelingen wird, mit dieser

Strategie zum erwünschten Wahlerfolg

zu kommen, werden die nächsten Tage

zeigen. So bitter es ist, das auszusprechen:

Der arabische Frühling hat zwar

Diktaturen hinweggefegt, westliche

maßvolle Demokratie ist aber weit und

breit noch nicht zu sehen. Gerade in diesen

Ländern gibt es viel zu viele Gruppen,

die wenig Gemeinsames haben.

Lediglich die Islamisten stehen für eine

einheitliche Linie, die naturgemäß von

radikalen Parolen bestimmt wird. Für

Israel ist die Situation um vieles bedrohlicher

geworden.

In diesem Zusammenhang ist es immer

wieder notwendig, darauf hinzuweisen,

dass in Israel 1,5 Millionen Araber

leben, von denen eine satte 2/3 Mehrheit

lieber in Israel als in einem andern

Land leben will, wie eine Umfrage der

Universität Haifa vor kurzem ergeben

hat. In einem Land, in dem man die öffentlichen

Einrichtungen, Spitäler und

Verkehrsmittel ohne Diskriminierung

nutzen kann, das sich bemüht Ungleichgewichte

auszugleichen, lebt man eben

besser. In diesem Sinn hat die Regierung

eine Kampagne gestartet, arabische Akademiker

gleich zu behandeln, um jede

Diskriminierung zu vermeiden. 81% der

arabischen Akademikerinnen und Akademiker

sind bereits heute in den Arbeitsmarkt

integriert. Da dieser Anteil

bei jüdischen Akademikern 90% beträgt,

will man hier Maßnahmen setzen um

dieses Ungleichgewicht auszugleichen.

Das nenne ich sensible providente Politik.

Das Imageproblem Israels spornt die

Österreichisch-Israelische Gesellschaft

an, noch intensiver für Israel und seine

Bevölkerung zu arbeiten.

Dr. Richard Schmitz

unsere neue

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HEBRÄISCHE LESE- UND

KONVERSATIONSRUNDE

mit dr. sandra goldstein

Wir lernen jüdische geschichte anhand von kurzen

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4

schalom


politik

ein politischer streich in israel

Von daniel shek,

ehem. diplomat; Botschafter des staates

israel in paris 2006 -2010

Beispielhafte Mobilisierung im Dienste

der Nation oder Gipfel politischer Manipulation?

Zwischen diesen Extremen

schwankt das Herz des erstaunten und

ratlosen Israelis angesichts des überraschenden

Abkommens von Shaul Mofaz,

des gerade erst an die Spitze der Kadimapartei,

der größten Oppositionspartei

des Landes, Gewählten, über den Eintritt

in die Regierung von Premier Benjamin

Netanyahu. Anstatt den Fall der

Regierung und vorgezogene Wahlen

herbeizuführen, sichert er dem Premierminister

durch diesen überraschenden

Schritt eine felsenfeste Mehrheit von 94

Abgeordneten von 120.

Tatsächlich beruhen diese beiden Positionen

auf handfesten Argumenten.

Für die einen handelt es sich um einen

Akt der Verantwortlichkeit angesichts

der schwierigen Situation des Landes.

Einige schwerwiegende Entscheidungen

warten auf diese Regierung, von einer

wirtschaftlichen und sozialen Krise, die

sich (mit Verspätung) auf unserem Horizont

ankündigt, bis zur Frage der

Atompolitik des Iran, über die Absicht,

die ultraorthodoxe Bevölkerung zu einem

nationalen (militärischen oder zivilen)

Dienst zu verpflichten, die Frage der

unerlaubten Siedlungen und – warum

nicht? – eine Wiederaufnahme des Friedensprozesses.

Was könnte besser sein,

als diese Probleme in einem Sinn der nationalen

Einheit anzugehen? Wer braucht

hiezu noch eine lange Wahlkampagne,

die zweifelsohne Netanyahu neuerlich

den Sieg brächte?

Ich werde der Regierung von Bibi nicht beitreten.

Nicht heute, nicht morgen. Nicht,

wenn ich an der Spitze der Kadima sein

werde. Ist das nun genügend klar?“ und

der nunmehr in der Pressekonferenz das

Gegenteil sagte:“ Es war ein historischer

Fehler der Kadima, der Regierung nicht beizutreten,

und diesen Fehler korrigiere ich

nun“? Damit hat er bloß, weil ihm die

Meinungsumfragen einen freien Fall

vorhersagten, die Notbremse gezogen,

um Zeit zu gewinnen in der Hoffnung

auf seine attraktivere Ausstrahlung bis

zu den für Oktober 2013 vorgesehenen

allgemeinen Wahlen.

Diejenigen in der Kadima, die wie ich

Tzipi Livni unterstützt hatten mit ihrer

Entscheidung, keinesfalls einer Regierung

beizutreten, welche nicht die Absicht

hat, den Frieden mit den Palästinensern

voranzutreiben, können bloß

sprachlos bleiben angesichts dieser

Kehrtwendung. Zahlreiche politische Beobachter

denken, dass Mofaz vielleicht

18 Monate an politischem Leben gewann,

aber schließlich diese Enscheidung den

Anfang seines Verschwindens von der

politischen Szene bedeuten wird. Sie nehmen

auch an, dass, abgesehen von der

ungesunden Situation einer Dreiviertel

Mehrheit in der Knesset und der Unfähigkeit

der letzten Reste der Opposition,

ihre Funktion auszuüben, sich die unerschütterliche

Stabilität, die es dem Premier

erlaubt, ein Mandat von Rekord -

dauer an der Spitze des Landes auszuüben,

als Attrappe erweisen könnte.

Die Abscheu gegenüber der Politik, den

diese Machenschaft von Politikern in

den Augen vieler Israelis, insbesondere

©Miriam Alster/Flash90

Auf der anderen Seite schreit man Skandal!

Wie kann man an die engelhafte Integrität

von Mofaz glauben, der am 3.

März, während seiner Kampagne der

internen Vorwahlen, auf seinem Facebook-blog

schrieb: „Versteht mich recht:

Premierminister Benjamin Netanyahu (l.) and Kadima Vorsitzender Shaul Mofaz bei einer

gemeinsamen Pressekonferenz in der Knesseth am 8. Mai 2012. Netanyahu und Mofaz hatten

in der Nacht beschlossen, eine regierung der nationalen Einheit zu bilden.

schalom 5


Politik

©Amos Ben Gershom/ GPO/Flash90

uS-Präsident barack Obama hat den israelischen

Präsidenten Schimon Peres im

Weißen haus mit der Freiheitsmedaille

geehrt, der höchsten zivilen auszeichnung

der uSa. Während eines gemeinsamen

abendessen würdigte Obama Peres als

einen Mann der Stärke, als „die Essenz von

Israel selbst - einen unbezwingbaren Geist“.

unter der Jugend, hervorruft, birgt die

Gefahr eines Wiederauflebens der Protestbewegung,

welche die Straßen der

israelischen Städte im vergangenen

Sommer füllte. Wenn die Opposition

nicht auf der Tribüne der Knesseth existiert,

wird sie sich umso mehr auf den

Straßen zeigen.

Dennoch kann man darin zwei echte

Vorteile sehen: Einerseits ist es das erklärte

Ziel dieser großen Koalition der

Einheit, einige gewichtige Probleme und

insbesondere das des israelischen Wahlsystems

zu regeln. Seit Jahrzehnten sprechen

sich viele dafür aus, doch niemand

hat den Mut, wirklich die Umsetzung in

Angriff zu nehmen. Falls die neue Regierung

dieses Wunder verwirklichen

könnte, würde dies den schlechten Geruch,

der über dem politischen Leben

meines Landes schwebt, wohl lohnen.

Zweitens hat der Premierminister Netanyahu

, mit einer solchen Mehrheit und

dem verminderten Einfluss der religiösen

Parteien wie auch der extremen

Rechten, keinerlei Entschuldigung mehr

betreffend den Friedensprozess, die

Siedlungen oder die Fragen der Konfessionsfreiheit.

Wie der Leitartikel der Zeitung

‘Ha’aretz’ ausdrückte, könne man

im Umkreis von Bibi nun nicht mehr

sagen, er wolle den Frieden vorantreiben,

könne es aber wegen der innenpolitischen

Fesseln nicht. Nun kann er es.

Und schließlich der Iran. Manche sehen

in dieser politischen Operation das Bestreben,

einen möglichst großen Teil des

politischen Spektrums in die Verantwortung

um eine eventuelle militärische

Operation gegen die iranischen nuklearen

Einrichtungen einzubeziehen.

Sicherlich, Shaul Mofaz sprach sich

schon mehrmals klar gegen eine solche

Operation aus, aber ... Nun gut, Sie

haben verstanden.


Österreichisch-Israelische Gesellschaft

Unser Ziel ist es,

Israel nicht in einem Meer von

voreingenommener und häufig

falscher Berichterstattung

allein zu lassen.

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jüdische Wien.

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6

schalom


Falken, tauBen und andere Vögel

Politik

präsidentenwahl in usa 2012,

parlamentswahlen in israel 2013.

(und österreich.)

Von chaVa gurion

Macht der präsidenten

Präsidentenwahlen in anderen Staaten

sind umso interessanter für die eigene

Innenpolitik, je einflussreicher dieser

Staat im internationalen Staatengeflecht

und je abhängiger der eigene Staat von

dessen Einfluss ist. Weiters unterscheiden

sich demokratische Systeme darin,

wie viel Macht mit dem jeweiligen Präsidentenamt

verbunden ist. Kann

der Präsident selbst sein Kabinett

auswählen und berufen, oder hat

sein Amt rein repräsentativen Charakter,

beschränkt auf Feiertagsreden,

Eröffnungen und Angelobungen? In

beiden Fällen ist in Demokratien, in denen

die Verfassung höchstens zwei Amtsperioden

für den Präsidenten ermöglicht,

oft zu beobachten, dass Präsidenten, die

sich nicht mehr der Wiederwahl stellen

müssen bzw. dürfen, in ihrer zweiten

Amtsperiode deutlich mehr politisches

Profil und Gestaltungswillen entwickeln,

ob nun erwünscht und zulässig oder

nicht. Im Falle der USA, deren Präsidenten

mit weit reichenden, gestaltenden

politischen Machtbefugnissen ausgestattet

sind, muss die Wahl bzw. Wiederwahl

eines Präsidenten alle anderen

Staaten der Weltgemeinschaft zumindest

interessieren, von ihnen beobachtet

und bei politischer Unterstützung der

USA für den eigenen Staat sogar innenpolitisch

berücksichtigt werden.

us-präsidentschaft und israel

Im Aspekt einer so zu erwartenden Profilierung

könnte eine Wiederwahl des

US-Präsidenten Obama von den Pessimisten

in der derzeitigen israelischen

Regierung

Netanyahu

fast als gefährliche

Drohung

aufgefasst

werden.

Die grundsätzlichen

außenpolitischen

Programme des

Amtsinhabers und seines republikanischen

Herausforderers Romney unterscheiden

sich nur marginal, über

wesentliche Punkte herrscht überparteiliche

Übereinstimmung. Mögen die

Republikaner auch milder gegenüber

Israel und härter gegenüber Russland

auftreten als die Demokraten, unter beiden

Präsidenten würden die USA

Schutzmacht Israels bleiben und eine

nukleare Aufrüstung des Iran – nicht

nur wegen Israel - mit allen Mitteln zu

verhindern suchen, diplomatisch oder

militärisch. In letzterem Fall ist nur die

Frage offen, ob man Israel den Vortritt

ließe oder selbst eingriffe. Der einzige

große außenpolitische Unterschied zwischen

beiden Präsidentschaftskandidaten

ist ihre Sichtweise des israelischarabischen

Konfliktes. Romney lässt

sich hierin eher von seinem Bauchgefühl

leiten, Obama steht dem kühler

und kalkulierender entgegen. Während

der Friedensprozess für Romney keine

Priorität hat, solange ihn Israelis und

Palästinenser nicht selbst durch Gewalt

oder Diplomatie dazu machen, wünscht

Obama darin unbedingt Fortschritte.

Und er sieht Ministerpräsident Netanyahu

als weitgehend verantwortlich

für deren Fehlen. Es ist daher absehbar,

dass ein Präsident Obama in

seiner zweiten Amtszeit noch

stärkere Initiativen dafür

ergreifen

könnte.

obama und

netanyahu

Schon Netanyahu’s Antrittsbesuch

bei Obama im Mai 2009

zeigte, dass der amerikanische Präsident

und der neue israelische Premier

niemals eine politische Liebesheirat eingehen

würden. Die Prioritätensetzung

differierte stark. Wollte Netanyahu die

Gefahr eines nuklear bewaffneten Iran

dringend zum gemeinsamen Anliegen

machen, verdeutlichte Obama sein Vorantreiben

des israelisch-palästinensischen

Friedensprozesses. In kühlem

Klima wurde das Treffen mit der Feststellung

einer „verankerten und natürlichen

Allianz“ und Aussicht auf einen

guten Dialog abgeschlossen. Die Prognose

sollte nicht eintreffen. Von einem

Treffen im März 2010 kehrte Netanyahu

wortkarg zurück, ein für Mai vereinbartes

sagte er ab. Die konträren Positionen

eskalierten beim Treffen im Mai 2011,

als Obama mit dem klaren Plädoyer für

eine Zwei-Staaten-Lösung „in den Gren-

schalom

7


Politik

zen von 1967“ Israel die Rute ins Fenster

stellte, wie noch kein US-Präsident

zuvor. Auch beim letzten Treffen im

März 2012, zur Beratung über ein Vorgehen

gegen den Iran, konnten die Differenzen

nicht mehr verborgen werden,

es fielen scharfe Worte.

die iranfrage

Während Obama zwar Bereitschaft andeutete,

eine nukleare Bewaffnung des

Iran mit allen, auch militärischen Mitteln

zu verhindern, wollte er zuvor noch

alle diplomatischen Möglichkeiten ausschöpfen

und Zeit dafür gewinnen. Uneinigkeit

herrschte auch über den Zeitpunkt

militärischen Eingreifens – erst

nach erwiesener nuklearer Waffenfähigkeit

des Iran oder vorher, um diese zu

verhindern? Netanyahu ließ keinen

Zweifel daran, dass Israel bei weiterem

Zögern der USA den Job alleine zu erledigen

gedenke. Obama zeigt sich zwar

inoffiziell von Netanyahu’s Hartnäckigkeit

in der Sache genervt, würde aber

niemals so weit gehen ihn oder eines

seiner Regierungsmitglieder offiziell als

„unerträglich“ zu bezeichnen. Das blieb

dem global noch nicht ganz so bekannten

Weltfriedensstifter und originelle

Einschätzungen des iranischen Nuklearprogramms

verbreitenden, österreichischen

Verteidigungsminister vorbehalten.

Der die israelische Politik zwar

insgesamt nicht nachvollziehen kann,

aber vielleicht gerade deswegen Obama

als besänftigender, verharmlosender

Berater dienen könnte. Nach seinem

österreichischen Job. Mittlerweile sind

Darabos’ krude Ansichten ohnehin

durch die Realität widerlegt. Einerseits

wurde dieser Tage vom Chef des iranischen

Generalstabs hochoffiziell das

Anliegen der völligen Vernichtung Israels

angekündigt und die Durchführung

versprochen. Andererseits wurden

von der Internationalen Atomenergiebehörde

Spuren von nicht gemeldetem,

auf 27% angereichertem Uran in der

iranischen Anlage Fordo gefunden und

bestätigt, die den bisherigen Beteuerungen

des Regimes widersprechen.

zeitfenster

In der Konfrontation mit dem amerikanischen

Präsidenten, der in der Vorwahlzeit

außenpolitisch vorsichtig handeln

muss um alle seine Chancen zu wahren,

sah sich Netanyahu andererseits genötigt,

zur Wahrung seiner eigenen Chancen

im folgenden israelischen Wahljahr

jetzt schon Nägel mit Köpfen zu machen,

möglichst vor November 2012. Es

waren somit Obama (aber gleichzeitig

jedem anderen Kandidaten) die eigenen

israelischen Prioritäten zu verdeutlichen,

denen ein gut nachvollziehbares,

stark gestiegenes Sicherheitsbedürfnis

zugrunde liegt:

Die iranische Bedrohung, die Bomben

aus dem Gazastreifen auf Südisrael, der

Wahlsieg jener islamistischen Gruppen

in Ägypten, die offen von einer geplanten

Aufkündigung des Friedensvertrages

sprechen, der quasi Bürgerkrieg in

Syrien, der auf den Libanon überzugreifen

droht. Andererseits waren hinsichtlich

der Siedlungspolitik wenigstens

kleine Kompromisse zu zeigen und

Termine für die Räumung illegaler Außenposten

anzuordnen. Was die Rechtsaußenparteien

in der israelischen Koalition

verärgerte. Die koalitionären Spannungen

wurden noch verstärkt, als das

Oberste Gericht im Februar das Tal-Gesetz,

das religiöse Jeshiva-Studenten

vom Militärdienst freistellte, wegen Verstoß

gegen den Gleichstellungsgrundsatz

aufhob und eine Anpassung bis

August vorschrieb. Der Protest der religiösen

Parteien war somit vorprogrammiert.

Keine optimalen Voraussetzungen,

Stärke nach innen, aber auch nach

außen in Richtung USA zu zeigen. Sich

seiner Favoritenrolle gewiss, kündigte

Netanyahu am 6. Mai vorgezogene Neuwahlen

für den 4. September an. Um

einen eineinhalbjährigen Wahlkampf

auf vier Monate zu verkürzen, so die

offizielle Version. Um das Zeitfenster

bis zu den amerikanischen Präsidentenwahlen

zu nützen und einem eventuell

wieder gewählten Obama gestärkt

gegenüber treten zu können, darf man

vermuten.

tricky Bibi

Schon zwei Tage später waren diesbezügliche

Meldungen Makulatur. Der

Schlüssel zum Glück hieß Kadima, die

Oppositionspartei. Ende März hatte Tzipi

Livni den Parteivorsitz der Kadima an

Herausforderer Shaul Mofaz verloren, am

ersten Mai hatte sie auch ihren Sitz als

Abgeordnete der Knesset zurückgelegt.

Sie hatte stets ihr Wort gehalten, unter

ihrer Führung würde es niemals eine

Koalition mit dem Likud-Block Netanyahu’s

geben. Dasselbe Wort der Qualität

„read my lips“ gab es zwar auch vom

nachfolgenden Vorsitzenden Shaul

Netanyahu und obama - Treffen im Mai 2011

Mofaz, aber der politische Wind kann

sich bekanntlich schneller drehen als

man Versprechungen abliefern kann.

Umfragen sagten Kadima bei den vorgezogenen

Parlamentswahlen sehr große

Stimmverluste voraus. Netanyahu wusste

die Schwäche des Gegners zu nutzen.

Er einigte sich mit Mofaz auf Eintritt

der Kadima in die Koalition, der in

Dringlichkeitssitzungen bestätigt wurde.

Mofaz wurde mit einem Ministeramt

ohne Portefeuille belohnt und in die

Regierung aufgenommen. Am 8. Mai

wurde das israelische Volk mit einer Regierung

der nationalen Einheit überrascht,

die vorgezogene Neuwahlen

erübrigt und, wie vorgesehen, bis Oktober

2013 in Ruhe arbeiten will. Mit

einer derart breiten Mehrheit ausgestattet,

muss Netanyahu keine Rücksichten

auf den rechten Rand der religiösen

Parteien nehmen und kann auch einem

eventuell wieder gewählten Obama und

dessen ambitionierter Profilierung mit

dem Argument nationaler Einheit entgegen

treten. Vielleicht auch großzügig

darüber hinweg sehen, dass jener leidenschaftliche

Humanist und Pazifist,

der pikanterweise als österreichischer

Verteidigungsminister zugange ist,

plump in Außenpolitik gegen Israel dilettierte.

Was vielleicht als vorzeitige,

doch unnötige Wahlhilfe für dessen Partei

gedacht war, die bekannt dafür ist,

in vergleichbarer Schieflage im muslimisch-österreichischen

Wählerteich zu

fischen.


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schalom


Alle Bilder©Hadassah

dossier zuM 100. geBurtstag

schalom 9


®

Jahre hadassah

eine institution schenkt sich zum geburtstag ein neues spital für Jerusalem.

Die Handvoll Frauen, die sich im Jahr

2012 zu Purim im Tempel Emanuel in

New York zusammenfanden um eine

Bibelrunde, Hadassah, Daughters of Zion,

(später Hadassah, the Women’s Zionist

Organization of America), zu gründen,

haben nicht in ihren kühnsten Träumen

daran gedacht, dass hundert Jahre später

der Name Hadassah für die größte Frauenorganisation

stehen würde, in deren

Besitz heute die Hadassah-Spitäler in Jerusalem,

die bedeutendsten Forschungsund

medizinischen Zentren im Nahen

Osten sind.

Ein entbehrungsreicher Weg

Es war ein steiniger Weg voller Entbehrungen,

Rückschläge und Verluste. Die

Gründerin und Sozialarbeiterin Henrietta

Szold zeigte den Weg vor. Im Jahr

1912 war gerade so viel Geld vorhanden

um zwei engagierte Krankenschwestern

nach Palästina vorzuschicken, die

nötige Hygiene bei Geburt und Säuglingspflege

einzuführen und mit Hilfe

des Wiener Arztes Dr. Albert Ticho auch

die schreckliche Augenkrankheit Trachoma*

zu behandeln. Der erste Weltkrieg

stellte einen schweren Rückschlag

dar. Die „Hadassah-Frauen“ in den Vereinigten

Staaten von Amerika versuchten

mit Veranstaltungen und Vorträgen

Mittel aufzutreiben um Ambulanzen

und Spitäler für Palästina zu finanzieren.

1921 - Dier ersten Absolventinnen

der Krankenschwesternschule

Die Aliyah der Gründerin

1920 übersiedelte Henrietta Szold nach

Palästina, gründete die erste Schwesternschule

und auch die ersten Kinderdörfer,

wo später viele vor dem Holocaust geflüchtete

Kinder und dann auch überlebende

Kinder eine Heimstätte fanden.

Henrietta ließ es sich nicht nehmen, bei

Ankunft der Schiffe jedes Kind mit seinem

Namen zu begrüßen. 1939 wurde

das Hadassah-Spital am Skopus-Berg

eröffnet.

Im neuen Staat Israel

Im Unabhängigkeitskrieg 1948 musste

das Spital nach einem arabischen Angriff,

bei dem 67 Mitarbeiter starben,

aufgegeben werden. Hadassah konnte es

erst nach dem Sechstage-Krieg wieder

in Besitz nehmen. Dieses Spital am Skopus-Berg

versorgt jetzt die Bevölkerung

Ost-Jerusalems und beherbergt einen

Teil der Medizinischen Universität. 1961

war es möglich ein weiteres Spital in

Ein Kerem zu eröffnen.

Fortschritt bringt höhere Ansprüche

Obwohl in all den Jahren immer wieder

Verbesserungen an den Spitälern gemacht

wurden, sind nicht nur die Ansprüche

an die Medizin entsprechend

dem Fortschritt der Forschung gewachsen,

auch die Stadt hat sich ausgedehnt

und bringt mehr Patienten. Da die Forschung

an den Hadassah-Spitälern von

höchster Qualität ist und international

für besten Ruf sorgt, suchen auch zusätzlich

Patienten aus der ganzen Welt

und aus den arabischen Staaten hier Hilfe

und Behandlung. Daher war es notwendig

ein neues Gebäude zu errichten, das

allen Ansprüchen aus dem „State of the

Art“ entspricht.

Eine richtige Entscheidung mit Folgen

Hadassah’s Frauen haben sich diesen

Schritt reiflich überlegt. Versprechungen

von großzügigen Spenden waren vorhanden

und ein Quäntchen Risiko sei

immer dabei, dachte die Vorstandsriege.

Ein großes Paket an Madoff-Anteilen

kam als Geschenk – zweistellige Millionenbeträge

– so wurde der Neubau in

Angriff genommen. Acht Stockwerke

für die Operationsräume mussten unterirdisch

in den Felsen gesprengt werden,

denn Platz ist rar. Das verteuerte

die Baukosten. Dann kam der Madoff-

Crash!!! Mit den zugesagten 60 Millionen

US-Dollar konnte man nicht mehr

rechnen, weitere 30 Millionen US-Dollar

des entstandenen Schadens mussten

abgeschrieben werden. Die letzten fünf

Jahre werden wohl in jeder Hinsicht zu

den schwierigsten Jahren in der Geschichte

der Hadassah zählen.

Wo Wille ist, ist manchmal auch ein

Wunder

Pünktlich zum 100. Geburtstag ist es da,

das Gebäude, für das wir alle gekämpft

und gespendet haben. Aus allen Teilen

der Welt werden sie kommen, die Mitglieder,

die Spender , die Freunde, und

wir werden alle gemeinsam feiern, denn

es ist ein Wunder, dass dieses Gebäude

nun tatsächlich stehen wird, für die

Kranken der Stadt Jerusalem, für Israel

und seine Forscher, Ärzte, Pfleger und

Patienten.

Eine Insel des Friedens

Seit Beginn an werden an den Hadassah-Spitälern

Menschen jedweder Herkunft

behandelt. Araber, Christen und

Juden arbeiten hier Seite an Seite. Das

gemeinsame Ziel zählt: Die Gesundung

und die Pflege des Patienten.

Hadassah wird oft als Insel des Friedens

bezeichnet. Das ist auch der Grund,

warum die Hadassah 2005 zum Friedens-

Nobelpreis vorgeschlagen wurde

Susi Shaked

susi shaked, präsidentin der hadassah austria

* Ein Trachom ist eine bakterielle Entzündung des Auges, die

mit Erblindung enden kann.

10

schalom


hadassah

die hadassah Women’s Zionist Organization of america wurde vor

100 Jahren gegründet und ist heute die größte jüdische Frauenorganisation

weltweit. hadassah ist in 28 regionen in nordamerika vertreten,

die 597 Chapters und 408 gruppen beinhaltet.

hadassah vereint über eine Million ehrenamtliche Mitglieder, die motiviert

und inspiriert sind die Partnerschaft mit Israel zu stärken und die jüdische Tradition

aufrecht zu erhalten. hadassah unterstützt verschiedene wohltätige Projekte, von denen

das hadassah Medical Center in Jerusalem - das größte Krankenhauskomplex im nahen

Osten – als hauptprojekt gefördert wird.

http://www.hadassah.org

100 Jahre Beitrag zu

einer Besseren welt

hadassah

international ltd.

ist ein netzwerk von engagierten

angestell- ten und

zahlreichen ehrenamtlichen

Mitarbeitern (hadassah Freundeskreise), die

das hadassah Medical Center in Jerusalem

von den verschiedenen büros in deutschland,

großbritannien, Frankreich, Schweiz,

Öster- reich, Mexico, Panama, australien

und Israel aus unterstützen.

In ca. 20 weiteren Ländern bestehen Freundeskreise,

die durch ihre ehrenamtliche Mitarbeit

ebenfalls das hadassah Medical Center

in Jerusalem unterstützen. um Freunde

und Förderer zu werben veranstaltet das

hadassah Medical Center durch ihre weltweiten

einheiten regelmäßig hochkarätige

veranstaltungen wie Konzerte, gala-dinners,

Kunstauktionen oder vernissagen.

die Mission besteht darin die Öffentlichkeitsarbeit

zu fördern und finanzielle Mittel

zu beschaffen, um spezielle bedürfnisse zu

decken und unterschiedlichste Projekte in

den hadassah Krankenhäusern in Jerusalem

zu unterstützen.

http://www.hadassahinternational.org

®

das hadassah

Medical center

in JerusaleM

(hMo)

besteht aus den beiden universitätskrankenhäusern

Jerusalems in Ein Kerem und am

Mount Scopus und der fünf medizinische

Schulen in Zusammenarbeit mit der hebrew

university of Jerusalem.

viele hoch spezialisierte Fachabteilungen

haben sich im Laufe der Jahre zu renommierten

medizinischen, wissenschaftlichen

Instituten entwickelt, wie beispielsweise das

Bloomberg Mother and Child Center, das Sharett

Institut für Onkologie, das Douer Center für

chronische Kinderkrankheiten, das Savad Institut

für Gentherapie und das Hadassah Forschungszentrum

für Embryonalstammzellen.

um den medizinischen anspruchen in einer

technologisierten Welt gerecht zu werden,

baut hadassah den Sarah Wetsman Davidson

Tower auf dem gelände des Klinikkomplexes

in ein Kerem. der neue Klinikturm

besteht aus 19 Stockwerken, davon fünf unterirdische

etagen, der bis zur einweihung

zu hadassahs hundertjahrfeier im Oktober

2012 fertig gestellt sein wird.

http://www.hadassah.org.il/english

schalom 11


®

die gründerin

Henrietta Szold

Bedeutende aktiVistin

des Frühen zionisMus

Henrietta Szold (1860 - 1945) war die

älteste Tochter von Rabbiner Benjamin

Szold und Sophie Schaar Szold, die 1859

aus Ungarn in die USA emigriert waren.

1877 schloss sie die Western Women’s

High School ab und unterrichtete danach

15 Jahre lang Französisch, Deutsch, Botanik

und Mathematik an der privaten

Mädchenschule Miss Adams’ School und

an der religiösen Schule ihres Vaters,

Ohew Schalom.

Unter dem Pseudonym Sulamith begann

Szold regelmäßig im New York Jewish

Messenger zu schreiben. Sie war die einzige

Frau, die 1888 in die neu gegründete

Jewish Publication Society (Gesellschaft für

jüdische Publikationen) gewählt wurde,

deren Geschäftsführer sie von 1893 bis

1917 war. 1893 wurde sie Mitglied der

Zionist Association of Baltimore und veröffentlichte

1896 einen Vortrag über ihre

zionistischen Ansichten – wenige Wochen,

bevor Theodor Herzl in der Öffentlichkeit

mit seinem zionistischen

Anliegen wahrgenommen wurde. Als

sich dann 1898 die Federation of American

Zionists gründete, wurde Szold Mitglied

des Vorstands.

In den späten 1870ern halfen Henrietta

Szold und ihr Vater außerdem in Baltimore

den jüdischen Einwanderern, die

aus Osteuropa und Russland kamen.

1888 eröffnete sie in Zusammenarbeit

mit der Isaac Baer Levinsohn Literary

Society eine Abendschule für Emigranten.

In dieser Lebensphase wurde

Henrietta zur Zionistin. 1897 trat

sie der neugegründeten Zionistischen

Vereinigung Baltimores bei.

Ihrem Interesse für jüdische Wissenschaft

konnte sie ab 1893 als Sekretärin

der Gesellschaft für jüdische Publikationen

nachgehen. Daneben übersetzte

sie zahlreiche Werke und gab 1899

das erste amerikanisch-jüdische Jahrbuch

heraus.

Nach dem Tod ihres Vaters 1902 zog sie

mit ihrer Mutter nach New York, wo sie

als eine der ersten Frauen in das Jewish

Theological Seminary eintrat und u. a. den

Talmud studierte. Das war bis dahin den

Männern vorbehalten, und nur unter

der Einschränkung, keine Rabbinerin

werden zu dürfen, konnte Szold ihr

Studium beginnen. Dort schloss sie enge

Freundschaft mit Solomon Schechter, Israel

Friedländer und deren Frauen.

1909 erhielt Henrietta Szold von der Jewish

Publication Society 500 US-Dollar,

mit dem sie eine einmonatige Reise in

das Gebiet des heutigen Israel finanzierte.

Ab diesem Zeitpunkt verstärkte

sie ihre zionistischen Bestrebungen noch

weiter und wollte sich für Palästina einsetzen.

1910 wurde sie Präsidentin der

Federation of American Zionists.

Der beständige Druck und eine unglückliche

Liaison setzten ihrer Gesundheit

zu, und so musste sie 1911 eine Auszeit

nehmen, um sich zu erholen.

Am 24. Februar 1912 gründeten 38 Frauen

aus dem Hadassah-Studienkreis, dem

Szold fünf Jahre zuvor beigetreten war,

die American Daughters of Zion – wieder

wurde Szold in die höchste Position gewählt.

Die Organisation selbst wurde 1914

in Hadassah umbenannt.

Durch den Ersten Weltkrieg war die medizinische

Versorgung der palästinischen

Bevölkerung katastrophal, doch die American

Zionist Medical Unit durfte erst nach

Ende des Krieges, 1918, Personal nach

Palästina schicken. Zwei Jahre später

willigte die 59-jährige Szold ein, die Führung

der Organisation vor Ort zu übernehmen.

Von nun an arbeitete sie fast die

gesamte Zeit ihres Lebens in Palästina.

Neben der Leitung der medizinischen

Einheit war sie zunächst mit der neu

gegründeten Schwesternschule und der

Gesundheitsarbeit in den jüdischen

Schulen beschäftigt.

1926 trat Henrietta Szold von ihrem Posten

bei Hadassah zurück und wurde zur

Ehrenpräsidentin der Hadassah ernannt.

Ein Jahr darauf wurde sie zum Mitglied

der dreiköpfigen Exekutive der Zionistischen

Weltorganisation gewählt, zuständig

für Gesundheit und Erziehung.

1939 wurde ihr ein Sitz im palästinensischen

Nationalrat angeboten und sie

übernahm das Portfolio für soziale

Wohlfahrt.

Die größte Herausforderung ihres Lebens

erwartete Henrietta Szold mit Beginn

des Zweiten Weltkriegs: Schon Anfang

der 1930er Jahre war sie gebeten

worden zu helfen, die jüdischen Kinder

bei der Einwanderung nach Palästina zu

unterstützen. Als sich 1933 und 1934 die

Lebensumstände für die Juden in Europa

drastisch verschlechterten, wurde

Szold in Palästina die Leiterin der von

Recha Freier in Berlin gegründeten Jugend-Alijah.

Ihr engster Mitarbeiter

wurde dabei der 1935 aus Deutschland

eingewanderte Bankier Hans Beyth. Sie

sammelte Geld, stellte Wohnunterkünfte

bereit und unterrichtete die Auswanderer.

Auf diese Weise wurden tausende

Kinder, zunächst aus Deutschland, später

auch aus anderen Ländern, gerettet.

Henrietta Szold selbst hatte nie Kinder,

obwohl dies einer ihrer sehnlichsten

Wünsche gewesen war.

Henrietta Szold initiierte und gründete

viele Hadassah Institutionen in Palästina.

1934 legte sie den Grundstein zum

Hadassah Krankenhaus am Mount Scopus

in Jerusalem.

1944 war ihr Gesundheitszustand so

schlecht, dass sie nicht mehr in die USA

reisen konnte, um die Doktorwürde der

Boston Universität anzunehmen. Sie

wurde ihr per Radioübertragung verliehen.

Henrietta Szold starb 1945 an den Folgen

einer Lungenentzündung in dem von ihr

gegründeten Hadassah Krankenhaus. •

12

schalom


In der Geschichte der humanitären

Bewegungen gibt es kaum ein zweites

Mal eine FreiwillIgenorganisation

wie Hadassah.

Die Gründung der ersten Hadassah-Keimzelle

erfolgte zum Zeitpunkt

des Purimfestes 1912 – daher

auch der Name, der auf die Heldin

dieses Festtags zurückgeht: Hadassah

war in der Bibel der hebräische

Name der Königin Esther und bedeutet

Myrte, Myrtenstrauch.

100 Jahre iM zeichen

der gesundheit

®

1912 Ankunft von zwei Krankenschwestern

in Palästina mit dem zweifachen

Ziel, Mütter und ihre neugeborenen

Babys mit ordentlicher Nahrung zu

versorgen und Trachome, eine verheerende

Augenkrankheit, auszurotten.

1913 Das erste Hadassah-Ambulatorium

wird in Mea Shearim, dem orthodoxen

Viertel Jerusalems, gegründet und

spezialisiert sich auf Gynäkologie, aber

auch auf Augenheilkunde.

16. oktober 1934 –grundsteinlegung für das hadassah spital

Henrietta Szold (re,) , David Ben-Gurion, Nachum Sokolov und Yitzhak Ben-Zvi.

Bau der hadassah-krankenschwesternschule und der pergola (1934-39)

1918 Hadassah gründet zusammen mit

dem Dachverband amerikanischer Zionisten

die American Zionist Medical Unit,

die per Schiff dringend benötigte Arzneimittel,

medizinisches Gerät und Material

nach Palästina bringt. Die aus 45 Ärzten,

Krankenschwestern, Zahnärzten und Sanitätern

bestehende Einheit ruft Gesundheits-

und Wohlfahrtsprogramme nach

US- Vorbild ins Leben. Sie gründen Hadassah-Krankenhäuser

in Jaffa, Tiberias,

Safed, Tel Aviv und Jerusalem.

hadassah Mount scopus - grundsteinlegung: 16. oktober 1934/eröffnung 9. Mai 1939

„Wenn wir Zionistinnen sind ... was bringt es, sich zu treffen, zu reden und Tee zu trinken?

Machen wir etwas Wirkliches und Praktisches - organisieren wir doch die jüdischen

Frauen Amerikas und schicken wir Krankenschwestern und Ärzte nach Palästina“ -

henrietta szold, am 24.Februar 1912 - dem gründungstag der hadassah -

im gespräch mit 38 Frauen im tempel emanuel, new York city

schalom

13


®

1919 Die Einheit gründet die erste Krankenschwesternschule

Palästinas (die

1936 in Henrietta Szold-Hadassah School

of Nursing umbenannt wurde).

1949 Eröffnung der Hebrew University-

Hadassah School of Medicine (der ersten

Ausbildungsstätte für Ärzte Israels).

hadassah kiinderklinik 1949

(im hintergrund die pergola

1921 Hadassah eröffnet ein Krankenhaus

in Tel Aviv, die erste Heilstätte dieser

Stadt.

1939 Eröffnung der Hadassah-Universitätsklinik

auf dem Scopus-Hügel in

Jerusalem

1948 Hadassah ist gezwungen, das Krankenhaus

auf dem Mount Scopus aufzugeben,

da die Sicherheit der Patienten

und des Krankenhauspersonals in dieser

vom Krieg zerrütteten Region nicht

mehr gewährleistet werden kann. Rasch

werden fünf Notkrankenhäuser in den

modernen Stadtvierteln rund um Jerusalem

improvisiert. Kurz vor der Deklaration

des Staates Israel wurden das

Universitätsgelände und Konvois, die

von der Exklave nach West-Jerusalem

unterwegs waren, im-mer wieder von

arabischen Freischärlern angegriffen.

Am 13. April 1948 wurde ein Versorgungskonvoi

auf dem Weg zum Hadassah-Krankenhaus

angegriffen, als er die

arabische Blockade durchbrach. Fünf

Fahrzeuge, darunter zwei Busse und

eine Ambulanz saßen in der Falle. Erst

nach sechs Stunden griff die britische

Armee ein. Bei diesem Angriff auf den

Hadassah-Konvoi wurden 78 Ärzte,

Krankenschwestern und Patienten getötet.

Danach dauerte es fast zwei Jahrzehnte,

bis das Hadassah Hospital wieder in

Betrieb genommen werden konnte –

1967, nach dem Sechstagekrieg.

1953 Hadassah leitet ein Zentrum für

Familiengesundheit und Community

Health, das rasch zu einem Vorbild für

die öffentliche Gesundheitsversorgung

in ganz Israel werden sollte.

1958 Mit dem Ziel der Bekämpfung von

Augenkrankheiten beginnt Hadassah,

Augenärzte in afrikanische Länder zu

entsenden.

1961 Hadassah eröffnet ein neues Krankenhaus

in Ein Kerem in Jerusalem.

1967 Als Jerusalem unter israelischer

Kontrolle wiedervereinigt wird, setzt

sich Hadassah für den Wiederaufbau

des Mount-Scopus-Krankenhauses ein.

1970 Hadassah gründet die neue Hebrew

University-Hadassah School of Occupational

Therapy (Ergotherapie).

Im gleichen Jahr wird der internationale

Ausbildungslehrgang zum Master of

Public Health eingerichtet.

1976 Hadassah eröffnet das Daniel and

Florence Guggenheim Rehabilitationszentrum,

die Rosalie Goldberg Intensivstation

für Neugeborene und das Moshe Sharett

Institut für Onkologie.

erst 1967 konnte die hadassah-Fahne wieder

auf dem am skopusberg gehisst werden

(li.: Hadassah-Präsidentin Rebecca Shulman)

14

schalom


1977 Hadassah führt Israels erste erfolgreiche

Knochenmarktransplantation

durch.

®

1980 Eröffnung der Braun Hebrew University-Hadassah

School für öffentliches

Gesundheitswesen und Community-Medizin.

®

1983 Hatte die visionäre damalige

Präsidentin von Hadassah, der

Women’s Zionist Organization of

America, Bernice S. Tannenbaum, die

Idee, auch über die Grenzen der

USA hinaus Unterstützung für die

Hadassah Medical Organization zu

suchen.

Hadassah International entstand

mit voller Zustimmung der Mutterorganisation,

der Hadassah International

Medical Relief Association,

Ltd. (HIMRA), mit dem Auftrag:

• durch die Unterstützung der Hadassah

Medical Organization in

Israel dazu beizutragen, dass diese

akademischen Forschungs-,

Lehr- und Heilstätte weiterhin ein

Center of Excellence bleibt

• das Bild Israels durch die Arbeit

der Hadassah Medical Organization

in der ganzen Welt zu fördern

• über die Medizin eine Brücke zu

den Nationen zu schlagen.

2003 Einrichtung des Hadassah-Zentrums

für humane Embryostammzellenforschung

und Einweihung der Charlotte

R. Bloomberg Mutter-Kind-Station ein.

2005 Einweihung des Judy und Sidney

Swartz Zentrums für Notfallmedizin.

Die Hadassah Medical Organization

wird für den Friedensnobelpreis nominiert.

2007 beginnt Hadassah mit dem ersten

Spatenstich für den neuen Sarah Wetsman

Davidson Inpatient Tower of Healing

und startet die Tower Capital Kampagne.

1986 Eröffnung des Ina und Jack Kay

Hospizes. Hadassah eröffnet in Jerusalem

das erste regionale Zentrum für anonyme

AIDS-Tests.

1989 Hadassah gründet ein Jugendgesundheitszentrum

für die besonderen Erfordernisse

von Jugendlichen.

Eine Abteilung für Komplementärmedizin

wird eröffnet

1991 Eröffnung der Rapid Response Trauma

Unit (Sofortbereitschaft für Schwerverletzte).

1999 Gründung des Goldyne Savad Instituts

für Gentherapie.

ein kerem mit sarah wetsman davidson

inpatient tower of healing

2001 Hadassah eröffnet die Patricia und

Russell Fleischman Frauenklinik.

15

schalom


®

JerusaleMs geschichte 1900 - 1993

die Briten - der ausbruch des ersten Weltkrieges

änderte den Status von Jerusalem. die Stadt

stand plötzlich im Mittelpunkt internationalen Interesses,

da verschiedene anwärter in der Kontrolle

über den nahen Osten wetteiferten. Jerusalem

wurde das nervenzentrum für den angriff

auf den östlichen Teil des britischen empires. am

9. Dezember 1917 übergaben die Türken Jerusalem

offiziell den britischen Streitkräften unter General

Allenby. die Juden bauten im großen Stil westlich

der altstadt, die araber östlich. Spitäler und

Schulen wurden errichtet, die gebäude der Jewish

agency, das YMCa, das King david hotel,

die hauptpost und die hebräische universität

wurde 1925 am Skopusberg ihrer bestimmung

übergeben. gleichzeitig verstärkten sich die

Spannungen zwischen arabern und Juden. Jerusalem

wurde der Mittelpunkt dieser Spannungen.

Haj Amin al Husseini, der Mufti von Jerusalem,

hetzte seine Leute zu einem wilden hass gegen

die Juden auf.

unabhängigkeit - die briten übergaben das Palästinaproblem

der unO, die am 29. November

1947 einen Teilungsplan annahmen, der Jerusalem

zur internationalen Zone erklärte, die weder

jüdisch noch arabisch war. die araber, lehnten

diese entscheidung ab und begannen sofort mit

angriffen auf jüdische Siedlungen, auch auf Jerusalem.

die altstadt wurde von der neustadt abgeschnitten,

die gebiete außerhalb der Mauern

wurden in jüdische und arabische Militärlager verwandelt.

das jüdische Jerusalem wurde von den

arabern belagert, die die versorgungskonvois, die

sich auf die Stadt zu bewegten, angriffen. So begann

der israelische unabhängigkeitskrieg.

die geteilte stadt - Jerusalem ging aus dem

Kampf im april 1949 als geteilte Stadt hervor.

neunzehn Jahre lang war den Juden der Zutritt zur

Westmauer, zu den alten Synagogen, zum Friedhof

auf dem Ölberg und anderen heiligen Stätten

verboten. es gab eine jüdische enklave auf dem

Skopusberg, aber sie war vom restlichen jüdischen

Jerusalem abgeschnitten, die universität und das

hadassah Spital blieben vernachlässigt und ungenutzt.

das jüdische Jerusalem erholte sich schnell

und begann sofort, die verlorenen einrichtungen

zu ersetzen. eine neue, moderne universität

wurde errichtet und das hadassah Spital eröffnete

eine neue Zweigstelle.

die wiedervereinte stadt - 1967 wurde Jerusalem

als Folge des Sechs Tage Krieges wiedervereint

und dieses Mal unter israelischer regierung. Juden

und arabern wurde der Zugang in alle alten und

neuen Stadtteile ermöglicht. die Juden restaurierten

die zerstörten bezirke, bauten die Synagogen

wieder auf, renovierten und eröffneten die universität

und die hadassah Klinik am Skopusberg und

verbesserten die Lebensbedingungen für Juden

und araber in diesen Stadtteilen. Quelle: jafi

architekt erich Mendelsohn

(1887-1953)

1907 Kaufmannsausbildung in berlin und

Studium der volkswirtschaftslehre in München

1908 –1912 architekturstudium an der Technische.

hochschule berlin und München

1912–1914 Freischaffender architekt in München

1915–1918 Militärdienst

1919 eigenes büro in berlin. erste ausstellung von entwurfsarbeiten in der berliner

galerie von Paul Cassirer

1923 um- und erweiterungsbau für das berliner Mosse-gebäude

1924 Zusammen mit Ludwig Mies van der rohe und Walter gropius gründet er den

berliner „ring“, der zur führenden vereinigung progressiver architekten wird

1933 emigration nach London, ausschluß aus der Preußischen akademie der Künste

1933–1936 büro mit Serge Chermayeff in London

1939 Übersiedlung nach Palästina, eigenes büro in Jerusalem

1941 Übersiedlung nach new York, später in San Francisco

1942 beratungstätigkeit für die amerikanische regierung

1943 vorträge an uS-universitäten, darunter Princeton, Yale und harvard

1946 arbeit als freischaffender architekt

1947 Lehrauftrag an der universität von berkeley

proJekte (auswahl)

• gemeindezentrum 1950-54, St. Paul, uSa

• Synagoge 1952, Miami, uSa

• gedenkstätte für 6 Millionen jüdische Opfer

der nazis 1951-52, nY

• Park-Synagoge und gemeindezentrum

1946-52, Cleveland

• Maimonides Spital 1946-50, San Francisco

• beth-el gemeindezentrum 1948, baltimore

• heBräische uniVersität 1937-39

[proJekt], JerusaleM

• ehem. anglo-Palestine bank (jetzt bank

Leumi) 1936-39, Jerusalem

• hadassah Medical centre der

heBrew uniVersitY 1934-39,

JerusaleM

• haus für Chaim Weizmann 1937, rechowot

• haus Cohen 1935-36, Kensington & Chelsea

• Wohnhaus und bibliothek für

Salman Schocken 1934-35, Jerusalem

• Kaufhaus Schocken 1928-30, Chemnitz

• Textilfabrik »rotes banner« 1925-27, St. Petersburg

• einsteinturm 1919-24, 1920-24, Potsdam

• verlagshaus rudolf-Mosse/Mosse-haus

1921-23, berlin

16

schalom


Unter den israelichen und palästinensischen

Kindern tritt wegen genetischer Besonderheiten

auch Krebs ungewöhnlich häufig auf.

®

In den Fluren der Klinik ziehen sowohl muslimische

Frauen mit Kopftüchern ihre runden

als auch strenggläubige Haredim mit

hohen Hüten, langen Bärten, schwarzen

Mänteln. Dazwischen tänzelt ein Clownpaar

mit roten Nasen und unterhält die Kinder,

die in riesigen Sesseln Infusionen erhalten.

Mitunter monatelang bangen die Eltern in

diesem engen multikulturellen Kosmos um

ihre Kinder. Da ist es unvermeidlich, dass sie

sich kennenlernen. oft stellen die Angehörigen

fest, dass sie, über alle Konfessionen

hinweg, die gleichen Sorgen um ihren Nachwuchs

bewegen.

100 Jahre

Brücke des

Friedens

das hadassah Medical center bietet heute einen der wenigen

neutralen orte, an dem in Jerusalem araber und israelis tagtäglich

zusammenkommen. das trifft sowohl auf die patienten zu wie auf

die ärzte und pflegekräfte.

PÄDIATRISCHE ONKOLOGIE

Im Rahmen eines Sponsorprogramms

des Peres-Zentrums für Frieden hat die

pädiatrische Onkologieabteilung des Hadassah-Krankenhauses

am Augusta Victoria

Hospital die erste Krebsstation für

Kinder im Westjordanland begründet.

PÄDIATRISCHE HERZCHIRURGIE

Seit mehr als zehn Jahren operieren Eli

Milgalter, Jude aus Jerusalem, und Bashir

Marzouka, Palästinenser aus Bethlehem,

Seite an Seite.

Das Programm wird vom Peres-Zentrum

für Frieden mit Spendengeldern

des Regionalrats der Toskana/Italien

sowie von Firmen und Privatpersonen

aus Italien, der Schweiz und den USA

unterstützt.

In Israel wird der Muttertag am

Todestag von Henrietta Szold gefeiert

schalom 17


®

Seit ein paar Jahren exiatiert die erste und einzige knochenMark-datenBank der welt Für nicht-Verwandte

araBische spender im Hadassah Medical Centre in Jerusalem. Spenden kommen schwerpunktmäßig

arabischen, an Leukämie erkrankten Kindern zu Gute.

Bei einem Wiedersehenstreffen, das vom Hadassah University Medical Center veran-staltet wurde, trafen

sich kürzlich zwei arabisch-israelische Kinder, die vor einem Jahr Knochenmarkstransplantationen erhielten,

mit ihren arabisch-israelischen Spendern.

Hadassah hat die Datenbank im Oktober 2008 aufgebaut, da 40 Prozent der arabischen Patienten keine

potentiellen Spender hatten und noch keine Datenbank auf der Welt für Araber existierte. Diese wurde

seitdem von Hadassah Austria und von der Kahane Stiftung in Österreich unterstützt.

M e d i z i n i s c h e s

krisenpersonal

Hadassah war nach terroristischen Attentaten

in Kenia und Argentinien im

Einsatz ebenso wie an den Kriegschauplätzen

Kambodscha, Ruanda und Kosovo.

Seit mehr als 40 Jahren entsendet Hadassah

Ärzte und Krankenschwestern zum

Aufbau medizinischer Grundversorgungssysteme

in afrikanische Länder.

hadassah-ärzte Behandeln

kinder in kasachstan

Ein Team des Hadasah Spitals der Hebräischen

Universität Jerusalem wurde

nach Kasachstan gesandt, um die Ärzte

vor Ort in ihrem Kampf gegen Bleivergiftungen

zu unterstützen. Die Stadt

Chimkent mit einer Bevölkerung von

60.000 Bewohnern zählt zu den am

meisten gefährdeten Städten der Welt

in Bezug auf Bleiverseuchung.

ausBildungs- und weiterBildungsprograMMe

katastrophenhilFe

Nach dem Erdbeben in Haiti, brachte ein

Geburtshelfer des Hadassah Medical Center

das erste Baby des israelischen Feldlazeretts

zur Welt. In Dankbarkeit gab die

Mutter dem Kind den Namen „Israel“.

Für medizinisches Personal der Palästinensischen Autonomiebehörde und Studierende

aus Ägypten, Jordanien und dem Verantwortungsbereich der Palästinensischen

Autonomiebehörde.

Bisher haben Studierende aus 90 Staaten im Hadassah-Krankenhaus eine Ausbildung

absolviert.

der Mitarbeiterstab setzt sich aus orthodoxen

und liberalen Juden, Moslems,

christen und atheisten zusammen. das

personal fühlt sich allein dem anspruch

verpflichtet, jedes gefährdete leben zu

retten, gleich welche politische, religiöse

oder nationale überzeugung die

patienten haben.

notFall- und trauMaMedizin

Das Hadassah Judy and Sidney Swartz

Center für Notfallmedizin mit seiner

Level-1-Traumastation dient Gesundheitsexperten

aus aller Welt als Ausbildungsstätte

für Notfallbereitschaft und

Terrormedizin. Zusammen mit dem Brigham

and Women’s Hospital in den USA

hilft Hadassah bei der Modernisierung

und Verbesserung der palästinensischen

Notfallmedizin im Augusta Victoria

Hospital in Ostjerusalem.

Seit Beginn der Al-Aqsa-Intifada im September

2000 wurden in den Notfall- und

Traumaabteilungen der beiden Hadassah-Krankenhäuser

mehr als 50 Prozent

aller verletzten und traumatisierten israelischen

Terroropfer , d.h. 2.100 Personen,

behandelt. Gleichzeitig wurden

auch verletzte palästinensische Attentäter

in das Krankenhaus aufgenommen.

18

schalom


100 Jahre

lehre und

Forschung

®

Seit 1946 haben die medizinischen Fakultäten

der Hadassah Hebräischen

Universität die Ausbildung hochqualifizierter

Experten garantiert, die Erfahrung

mit den neusten Entwicklungen

der klinischen Medizin und biomedizinischen

Forschung haben. Sie bieten Bildung

und Kenntnisse in einer Umgebung,

in der vorklinische und klinische

Medizin zusammenwirken, um innovative

Ansätze in der Forschung, Ausbildung

und Gesundheitsversorgung zu

ermöglichen.

Die erste Blutbank

Israels wurde in der

Hadasash eingerichtet,

in den 1970er Jahren

wurden erfolgreich

Knochenmarktransplantationen

vorgenommen

und das Institut

für Gentherapie

und humane Embryostammzellenforschung

genießt einen hervorragenden

ruf .

wickelkurs 1949

Die Schulen bestehen aus:

• Medizinische Fakultät

• Pharmazeutische Fakultät

• Zahnmedizinische Fakultät

• Henrietta Szold Schule für Krankenpflege

• Schule für Beschäftigungstherapie

• Braun School für öffentliches Gesundheitswesen

und Gesellschaftsmedizin

©Zoltan Kluger

hadassah war das erste

fremde institut, mit dem

die curies zusammenarbeiteten.

schalom

19


®

schwes

kinders

hadassah „Medical Firsts“ in israel

1964: Erste doppelte Bypass-operation

1977: Erste erfolgreiche Knochenmarks-Transplantation

1983: Erstes retortenbaby

1986: Erste erfolgreiche Herztransplantation

1991: Erste erfolgreiche Leber-Transplantation

1991: Eröffnung der ersten Trauma-Einheit

1992: Erste erfolgreiche Lungen-Transplantation

2004: Erste Computer-gesteuerte Hüftersatz-operation weltweit!

2007: Erste erfolgreiche Eierstock-Gefrierung vor der Chemotherapie

2008: Erste erfolgreiche Schwangerschaft durch Verwendung von Eierstöcken,

die vor der Implantation genetisch getestet wurden

kranke

Fortschritt in Forschung

1999: Entwicklung von Proteinen in der Behandlung von Wunden- und Hautrekonstruktionen

2002: Entwicklung eines Influenza-Impfstoffes

2003: Entwicklung von Antikörper in der Behandlung von Hautkrebs

2003: Weiterentwicklung in der Behandlung von Knochenbrüchen und

Knochenaufbau durch Verwendung von Stammzellen

2006: Entwicklung in der Erkennung von Frühindikatoren von Krebszellen

2006: Fortschritt in der Verwendung von Nabelschnurblut

2007: Fortschritt in der Morbus Crohn-Behandlung durch Immunisierung

2008: Entwicklung in der Verbesserung der Technologie von Mr-Bilddarstellungen

2008: Implantation von embryonischen Stammzellen in MS-kranken Mäusen verlangsamt

den Krankheitsfortschritt

2009: Forscher entdecken die Behandlung von Fettleber-Krankheit

2010: Geburt eines gesunden Babys nach der Implantation von gefrorenen Eizellen-Gewebe

2010: revolutionäre Behandlung von Hirn-Aneurysma

2011: BrainStorm NurOwn wird vom Gesundheitsmisterium für den

ersten Versuch freigegeben (Stammzellentherapie für ALS)

20

schalom


childhood cancer surViVor clinic

®

ternstützpunkt

tation

ausbildung

Heute werden mehr als 80 Prozent der

Krebserkrankungen im Kindesalter geheilt.

Die Notwendigkeit die komplexen

Probleme, denen die jungen Überlebenden

nach den Behandlungen gegenüberstehen,

anzusprechen hat das Hadassah

University Medical Center dazu veranlasst

eine Childhood Cancer Survivor Clinic

zu etablieren.

Unter der Leitung von Dr. Michael Weintraub,

Leiter des Department of Pediatric

Hematology-Oncology und Krankenpflege

Manager Chanie Stoffer, kümmert

sich die Survivor Clinic derzeit

um mehr als 1.000 Überlebenden einer

Krebserkrankung im Kindesalter. Das

multidisziplinäre Team hilft den Überlebenden

mit den schädlichen Auswirkungen

der Chemotherapie und Bestrahlung,

Neuerkrankungen, die sich später

als Folge der Behandlung von Krebs entwickelt

und die psychosozialen Schwierigkeiten,

denen Kinder gegenüber stehen,

wenn sie ins normale Leben zurückkehren,

zurecht zu kommen. Kinder

können zum Beispiel mit der Angst vor

Rückfällen, dem von der Gesellschaft

aufgedrückten Titel des Krebspatienten

und mit körperlichen Behinderungen,

die durch ihren Krebs verursacht wurden,

kämpfen.

Die Mitarbeiter der Clinic arbeiten mit

Spezialisten aus den Bereichen Rehabilitation,

Kardiologie, Pulmologie, Audiologie,

Augenheilkunde, Endokrinologie

und Fertilitätsstörungen, Psychologie,

Psychiatrie, Sonderschulen und Sozialarbeit

um den Weg, den diese Überlebenden

noch zurücklegen müssen, zu

erleichtern. Das Clinic Team wendet sich

auch an viele Organisationen, um sicherzustellen,

dass die Überlebenden angemessene

Intervention erhalten, um mit

jeglichen Behinderungen die sie haben,

zurecht zu kommen.

Darüber hinaus beschäftigt sich das

Team mit der klinischen Forschung von

Krebs bei Kindern, den Ergebnissen und

Interventionen. Aktuelle Forschungsthemen

sind: Verbesserung der Lebensqualität

für die Überlebenden des Kindheitsaugenkrebs

(Retinoblastom), die

langfristigen vaskulären Komplikationen

nach der Behandlung von Krebs bei

Kindern und Muster von Übergewicht

und Hypercholesterinämie bei Überlebenden

einer Krebserkrankung im Kindesalter.

nzimmer

schalom 21


®

hadassah

s p i tä l e r

JerusaleM

proF. dr. ehud kokia

Generaldirektor Hadassah Medical organization

hadassah ein kereM hospital

1952 wurde der Grundstein für ein neues medizinisches Zentrum, der Hadassahklinik

in Ein Kerem gelegt, das 1961 eröffnet wurde. Die Klinik liegt auf einem

Hügel über dem alten Dorf Ein Kerem, etwa 15 Autominuten vom Zentrum Jerusalems

entfernt. In derzeit 22 Gebäuden verfügt es über insgesamt 700 Betten. Im

neu entstandenen Sarah Wetsman Daidson-Tower finden auf 19 Stockwerken 550

Betten, 20 OP-Säle und eine Intensivstation mit weiteren 50 Betten Platz.

Viele Patienten kommen aus dem Gazastreifen, der Westbank und den umliegenden

arabischen Staaten – nicht wenige Patienten kommen aus Ländern, die den israelischen

Staat bis heute offiziell nicht anerkennen.

hadassah Mount scopus

Nach dem Sechs Tage Krieg wurde das

alte Hadassah am Skopusberg restauriert

und erweitert und 1975 wieder seiner

Bestimmung übergeben.

Das ca. 300 Betten und 30 Abteilungen

umfassende Hadassah-Mount Scopus steht

den stark bevölkerten jüdischen und

arabischen Stadtteilen im Norden und

Osten Jerusalems zur Verfügung.

Es wurde 1939 als erste moderne medizinische

Einrichtung im britischen Mandatsgebiet

Palästina eröffnet.

die strenge der Bauten ist

durch drei kuppeln gebrochen.

Die 1.200 Betten des Hadassah-Krankenhauses

in Jerusalem verteilen sich auf zwei Standorte,

die 15 Kilometer auseinanderliegen. Der alte

Campus auf dem Mount Scopus ist umschlossen

von arabischen Siedlungen. Auf einer Hügelkuppe

oberhalb des Ortes Ein Kerem steht der

zweite Campus. Im März wurde ein neuer 350

Mio. teurer Klinikturm eröffnet.

teaM

Ärzte 850

Krankenschwestern 1.940

Medizinisches Hilfspersonal 1.020

Betten Krankenbetten 1.000

oP-räume 31

Intensivstationen 9

Tausende Gesundheitswesen-Mitarbeiter

statistik 2011

Krankenhaus-Aufenthalte 84,179

Tages-Aufenthalte 9,329

operationen 33,037

Geburten 10,501

Laboruntersuchungen 4,076,140

Tagesklinik IVF 3,498

Tagesklinik Hämatologie und

onkologie 35,439

Ambulante Fälle 620,590

radiologie/Ultraschall 418,742

Notaufnahme Fälle 132,061

Dentalbehandlungen 89,710

eigentüMer

Eigentümer des privaten Krankenhauses ist

die amerikanische Women’s Zionist Organization

of America. Der auch Hadassah genannte

organisation gehören heute weltweit fast

300.000 Mitglieder an.

Budget

Das Hadassah hat ein Budget von 400 Millionen

Euro jährlich. Einen Großteil davon erwirtschaftet

das Krankenhaus durch die

Behandlungen, deren Kosten von den staatlichen

Versicherungen erstattet werden.

Hinzu kommen internationale Spenden. Nur

noch ein kleiner Teil stammt von der amerikanischen

Stammorganisation; die hat durch

die Finanzkrise und den betrügerischen Investor

Bernard Madoff viel Geld verloren.

22

schalom


spitalserweiterungen

1949: Medizinische Abteilung der Hebrew University & Hadassah

1953: Abteilung für Zahnmedizin

1961: Inauguration des Spitals Hadassah Ein Kerem

1970: 1. computergesteuertes Patienten- und Versuchsbetriebssystem

1975: Vier-Jahres-Plan für Pflegeausbildung mit Diplom

1976: Wiedereröffnung des rehabilitations-Zentrums Scopus Berg

1976: onkologie-Abteilung in Ein Kerem

1986: Ina und Jack Kay-Sterbehospizes am Scopus Berg

1986: Erstes Chirurgisches Ambulatorium am Scopus Berg

1987: Notfall-Abteilung für Frühgeborene

1992: Erstes Trauma-Behandlungszentrums in Ein Kerem

1998: „Mutter und Kind“-Zentrums in Ein Kerem

2001: Eröffnung einer anerkannten Schwesternschule

2004: Judy und Sydney Swartz Medizinisches Notfall-Zentrum

in Ein Kerem

2007: Elie Douer & Familienzentrum für pädiatrisch-genetische und

chronische Krankheiten am Scopus Berg

2007: Grundsteinlegung für den Sarah Wetsman Davidson-Spitals-

Tower

2011: Marlene Greenebaum-Multidisplizinarisches Brust-Zentrum

2012: Sarah Wetsman Davidson-Spitals-Towers

die chagall Fenster

Marc Chagall, einer der berühmtesten jüdischen Maler, erhielt

1959 eine Anfrage, ob er die Synagogenfenster gestalten wolle

und sagte sofort zu. Zwei Jahre lang arbeitete er mit seinem

Assistenten Charles Marq an den Fenstern und am 6. Februar

1962 zum 50-jährigen Jubiläum der Hadassah-Kliniken in Israel

war Chagall höchstpersönlich bei der Einweihung der

Synagoge in Jerusalem anwesend.

Inspiriert durch die Bibel und durch das Zugehörigkeitsgefühl

zum jüdischen Volk, verewigte Chagall auf den zwölf Fenstern

die zwölf Söhne Jakobs und damit die zwölf Stämme Israels.

Jedes Fenster bezieht sich in seinem Motiv auf einen der

Stämme und den ihm gewidmeten Segensspruch.

®

ein kereM

Nach mehrjährigen Studien haben Hadassah-Ärzte herausgefunden, dass Schoah-Überlebende ein 2,4-fach höheres Risiko

tragen, an Krebs zu erkranken als ihre Altersgenossen, die den Holocaust nicht durchlitten haben, und dass weibliche

Überlebende 1,5 mal so häufig Brustkrebs bekommen. Das Hadassah University Medical Center verfügt über das weltweit

einzige Programm zur Untersuchung und Behandlung solcher Patienten. Derzeit gibt es in Israel noch 380.000 Holocaust-Überlebende

der ersten Generation (7,6 Prozent der jüdischen Bevölkerung). Bei 6,4 Prozent von ihnen, also bei

24.300 Menschen, wurde Krebs diagnostiziert.

schalom 23


®

österreichische Freunde der hadassah spitäler

IBAN AT 53 1100 0052 1082 2200

BIC

BKAUATWW

Um die komplette Anmeldung für die Konferenz zur Hundertjahrfeier in englischer

Hadassah International ist ein Netzwerk Sprache von Freiwilligen, zu sehen klicken Männern Sie bitte und hier. Frauen aller religionen und Nationalitäten,

die dem (http://www.hadassahinternational.org/files/9260%20registrationkit%20HI%20final.pdf)

Prinzip folgen, Fortschritt und Zusammenarbeit der Medizin Brücken zum Frieden

bilden und ein Mittel darstellen, um politische, religiöse und nationaleGrenzen zu überwinden. Hadassah International

ist heute in über 30Ländern in Form sogenannter „units“ vertreten, in Nord- und Südamerika, in

Europa, im Nahen osten, in Asien und Australien.

Um Spenden für die Hadassha Medical organzation zu sammeln, organisierendie einzelnen Hadassah International

Standorte dynamische Veranstaltungen: Designer-Sale, Kunstauktionen, Vernissagen, Konzerte und

Galadinner.

In den vergangenen 28 Jahren haben Anhänger von Hadassah International fast US$ 100 Millionen für

die Heilung, Lehre und Forschung eingebracht.

hadassah österreich wäre froh, auch sie zu ihren Freunden zählen zu dürfen.

24

schalom


wirtschaft

kampagne für die Beschäftigung

arabischer akademiker

Die israelische Regierung hat eine Kampagne gestartet, die dazu aufruft, arabische

Akademiker bei der Arbeitsplatzvergabe nicht zu diskriminieren.

Initiator ist die Behörde für wirtschaftliche Entwicklung im arabischen, drusischen

und tscherkessischen Sektor im Amt des Ministerpräsidenten. Ziel der Kampagne,

die unter anderem aus kurzen Video-Clips und Anzeigen besteht, ist eine „Durchbrechung

von Klischees“.

Eine Studie, die das Amt vor der Kampagne in Auftrag gegeben hatte, hatte ergeben,

dass Akademikerinnen und Akademiker der genannten Sektoren lediglich zu 81%

in den Arbeits- markt integriert sind, im Vergleich zu 90% der jüdischen Akademiker.

Zusätzlich sind viele arabische Akademiker nicht in dem Bereich tätig, den sie

studiert haben. So sind beispielsweise nur 1,3% der arabischen Staatsbürger, die

ein Studium im High-tech-Bereich absolviert haben, auch in diesem Bereich tätig.

Eine Umfrage unter Arbeitgebern hat ergeben, dass der Hauptgrund für die Nicht-

Einstellung von Nichtjuden Vorurteile auf Seiten des potentiellen Arbeitgebers

sind. 22% der befragten Arbeitgeber gaben an, arabische Bewerberinnen und Bewerber

nicht einstellen zu wollen, 25% hatten Vorurteile gegen diese Gruppe.

Dagegen gaben 94% der Arbeitgeber, die bereits arabische Angestellte hatten, an,

weitere arabische Arbeitnehmer einstellen zu wollen. Auch 65% der Befragten, die

noch keine arabischen Angestellten hatten, gaben an, dies in Zukunft tun zu wollen.

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte, eine bessere Integration

von Minderheiten in den Arbeitsmarkt sei im nationalen Interesse. „Wir

müssen Bedingungen schaffen, die eine vollständige Eingliederung der Akademiker

aus dem arabischen Sektor in den Arbeitsmarkt ermöglichen“, so Netanyahu. „Im

Staat Israel hat eine Diskriminierung bestimmter Gruppen keinen Platz. Wir sind

einer Chancengleichheit aller verpflichtet. Der arabische Sektor könnte ein wichtiger

Wachstumsmotor für den israelischen Markt sein, der noch nicht sein volles

Potential ausschöpft.“

www.youtube.com/watch?v=aUK6CYgkYlU&feature=player_embedded

peace in progress

„denk grün“-app des umweltministeriums

Das Umweltministerium hat eine App für Mobiltelefone vorgestellt, die umweltfreundliches

Verhalten fördern soll.

Umweltminister Gilad Erdan erklärte bei der Vorstellung: „Nachdem wir jahrelang

von der Werbung dazu erzogen wurden, Müll zu produzieren und unnütz zu konsumieren,

rufen wir nun zu intelligentem Konsum auf […] Wir möchten Bewusstsein dafür

schaffen, dass mit kleinen Änderungen im Verhalten, jeder und jede von uns Hunderte

Shekel sparen und Umweltschäden vermeiden kann“. Die App gibt den Verbrauchern

Tipps für umweltbewusstes Verhalten zu Hause, bei der Arbeit und unterwegs.

Sie ist auf Hebräisch, Arabisch, Englisch und Russisch verfügbar.

NoCamels

schiesser wird israelisch

Für viele ist es sie Inbegriff von Unterwäsche,

und besonders der Feinripp hat

der Firma zu ihrem Ruhm verholfen.

Jetzt wird die Firma Schiesser israelisch.

Im Mai wurde bekannt, dass die in Israel

äußerst beliebte Wäsche-Firma Delta

einen weiteren Schritt tun würde, um

„mit den Großen zu spielen“, wie es der

Vorstandsvorsitzende Icaac Dabah im

Vorjahr einmal ausgedrückt hatte. Delta

beabsichtigt, Schiesser zu kaufen, nachdem

die Deutschen zuvor noch mit der

Idee von einem Börsengang gespielt

hatten.

Delta gab bekannt, dass sie 68 Mio. Euro

für Schiesser bezahlen werden. 10 Mio.

in Firmenanteile investiert, der Rest

wird zunächst zur Deckung der Schulden

von Schiesser dienen. Delta erhofft

sich von dem Geschäft unter anderem

eine Ausweitung des eigenen Vertriebsnetzes,

die Firma ist mit ihren eigenen

Produkten bisher vor allem auf dem israelischen

Markt präsent.

Globes

zweiter platz für israel im

Bereich cleantech

In einem Ranking zu Innovationen im

Bereich Cleantech (Saubere Technologien),

das die Clean Tech Group gemeinsam

mit dem World Wildlife Fund (WWF)

veröffentlich hat, belegt Israel den

zweiten Platz hinter Dänemark.

Für das Ranking wurden die Bedingungen

untersucht, die in den jeweiligen

Ländern für Cleantech-Projekte bestehen

– 15 Indikatoren spielten bei der

Einstufung eine Rolle.

Ynet

prosiebensat.1 kauft

israelische produktionsfirma

Der deutsche Fernsehkonzern ProSiebenSat.1

übernimmt mehrheitlich den

israelischen TV-Produzenten „July August

Productions“. Damit verspricht sich

das deutsche Unternehmen unter anderem

positive Entwicklungen auf dem

US-Fernsehmarkt. Über den Preis soll

Stillschweigen vereinbart worden sein.

Israelische Produktionen genießen im US-

Fernsehmarkt ein hohes Ansehen“, sagte

der Geschäftsführer der konzerneigenen

Produktionsfirma von ProSieben-

Sat.1 namens „Red Arrow“, Jens Richter,

gegenüber dem „Handelsblatt“. „Mit

der Mehrheitsübernahme von July August

Productions verbessern wir unseren Marktauftritt

im größten TV-Markt der Welt.“

schalom 25


wissenschaft

klinische studie für impfung

gegen krebszellen

Das Hadassah University Medical Center nimmt an einer

klinischen Studie mit einem Impfstoff teil, der das Immunsystem

„trainiert“ bösartige Zellen, die den Körper

befallen haben, zu suchen und zu zerstören.

Der Impfstoff, mit dem Namen imMucin, der in Israel

von Vaxil BioTherapeutics entwickelt wurde, verhindert

nicht, das Krebs ausbricht, er hilft jedoch das körpereigene

Immunsystem zu aktivieren und zu verbessern,

so dass die Krebszellen, die z.B. nach einer Krebsoperation

im Körper verweilen, zerstört werden.

Der Impfstoff wird derzeit an einer Form von Blutkrebs,

genannt Multiples Myelom, getestet.

Das Medikament basiert auf einer Plattform namens

VaxHit, die auf 90% der Krebserkrankungen und sogar

auf Krankheiten wie Tuberkulose, zugeschnitten werden

kann, so Vaxils Chief Executive officer, Julian Levy.

durchbruch im kampf

gegen lungenkrebs

Wissenschaftler aus dem Krankenhaus

Hadassah Ein Kerem haben eine Entdeckung

gemacht, die eine Revolution auf

dem Gebiet der Lun- genkrebs-Therapie

bedeuten könnte. Lungenkrebs ist

die zweithäufigste Krebsform in Israel.

Die Forscher haben einen Stoff entdeckt,

der eine Verbindung zwischen Protein

und Rezeptor verhindert, die für das

Wachstum von Tumoren zuständig

sind. So könnte das Wachstum aufgehalten

und möglicherweise sogar zurückgedrängt

werden.

Bei Versuchen an Mäusen hat der Stoff

zu einem Rückgang von 50% des Umfangs

des Geschwürs geführt, und in

Kombination mit Bestrahlungen und

Chemotherapie wurde sogar eine Verlangsamung

von 90% der Wachstumsgeschwindigkeit

der Krebszellen erreicht.

Der Stoff mit dem Namen BKT140 wird

bereits bei Knochenmarkspendern angewandt

und dient dazu, das Wachstum

von Knochenmarkzellen vor einer

Spende zu beschleunigen. „Es handelt sich

um einen Stoff, der bereits als Medikament

getestet wurde, so dass wir bereits wissen,

dass er in der Anwendung sicher ist und nur

wenig Nebenwirkungen verursacht“, erklärt

Dr. Uri Wald, einer der an der Studie

beteiligten Wissenschaftler. Haaretz

anti-aging eFFekt: Mehr BaBies üBer 45

Forscher an der Hadassah Universitäts-Klinik

in EinKerem, haben herausgefunden,

dass mindestens vier Gene bei Frauen,

die im Alter von mehr als 45

Jahren natürlich empfangen und

gebären konnten, eine deutliche

Lebensverlängerung bewirken.

©/Itzik Marom

Die Untersuchungen wurden an

orthodoxen Frauen aus Mea Sharim

vorgenommen, die in der

Regel sechs und mehr Kinder zur

Welt bringen.

Zumindest vier Gene, die von den Forschern

aus der DNA identifiziert wurden, zeigen „Apoptosis“ auf,

eine Art von programmiertem Zell-Tod, der den Anti-Aging-Effekt bewirkt. Drei weitere Gene wurden

mit Lebensverlängerung in Zusammenhang gebracht.

Diese DNA-Funde sind geeignet, den ersten Schritt auf der grundsätzlichen Suche nach Verjüngung des Körpers für

Frauen und Männer zu markieren.

26

schalom


Bluttest

ohne

nadel

Für viele ist es

ein Gräuel:

Beim Bluttest

wird eine spitze

Nadel in die

Vene eingeführt

– denn

wie sonst soll

das Blut auch

getestet werden, wenn nicht außerhalb

des Körpers…?

Wissenschaftler des Technion in Haifa haben

nun eine Methode entwickelt, die

nicht nur den lästigen Nadelstich erspart,

sondern auch noch innerhalb von drei

Sekunden Ergebnisse liefern soll.

Ein Mikroskop, das etwa die Größe eines

Schuhkartons hat, wird dabei auf

die Haut gelegt und gibt ein Bild des in

den Adern fließenden Blutes – ganz ohne

Blutabnahme. Innerhalb von drei

Jahren, so schätzen es die Forscher ein,

wird der Apparat marktreif sein. Bluttests

ohne Blutabnahme wurden auch

bereits vorher schon entwickelt, sind jedoch

entweder sehr teuer oder arbeiten

mit Kontrastmitteln, die für den Menschen

schädlich sein könnten. Ynet

Mit israelischer Methode gegen das rauchen

die transkranielle Magnetstimulationstherapie

hat eine erfolgsrate von über 40%

als Methode, sich das rauchen abzugewöhnen.

das zeigen die vorläufigen ergebnisse

einer israelischen studie, die diese

ungewöhnliche Methode untersucht.

Die Behandlung erfolgt mittels eines Apparates,

der wie ein Helm auf den Kopf

gezogen wird. Von dort gibt er Magnetstrahlen

ins Gehirn ab, die auf das Nervensystem

einwirken.

Die Therapiemethode wird bereits seit

mehreren Jahren erfolgreich bei Depression

und verschiedenen Suchterkrankungen

wie Alkohol- und Drogenabhängigkeit

angewandt. In einer großangelegten

Studie untersuchen nun Forscher

der Universität Tel Aviv und des

Zentrums für seelische Gesundheit in Beer

Yaakov bereits seit zweieinhalb Jahren erwachsene

Raucher, die mehr als 20 Zigaretten

am Tag rauchen.

Die Teilnehmer durchlaufen zweieinhalb

Wochen lang jeden Tag eine Serie von 13

Behandlungen mit Magnetstrahlen. Jede

Behandlung dauert 12 Minuten, die Stärke

der Strahlen beträgt dabei 10 Hertz.

Einen Monat später unterziehen sich die

Patienten noch einmal sechs Anwendungen.

Jedes Mal, bevor sie an den Apparat

angeschlossen werden, werden sie

Zigarettenrauch ausgesetzt, um ein Verlangen

nach einer Zigarette auszulösen.

Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass

die Magnetstrahlen das Bedürfnis nach

einer Zigarette deutlich senkten und bei

denjenigen Teilnehmern, die weiterhin

rauchten, den Konsum deutlich eingeschränkt

haben. 80% der Teilnehmer

haben demnach nach der Behandlung

ihren Zigarettenkonsum mehr als halbiert.

Haaretz

Wissenschaft

www. jones.at

Bettina Assinger | Doris Rose

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schalom 27


Wissenschaft

expo 2012: israelische

unterwasser-reise

In einem Pavillon auf der Expo 2012 lädt Israel zu

einer Unterwasser-Reise ein. „Sea of Inspiration“

(Meer der Inspiration) ist das israelische Motto bei

der Weltausstellung im südkoreanischen Yeosu.

Der Pavillon zeigt die Errungenschaften von Israels

Marine in den Bereichen Technik, Wissenschaft, Bildung,

Kultur und Umwelt. Die Fassade hat die israelische

Lichtkünstlerin Ayala Serfaty entworfen, um die

Besucher in einem ästhetisch ansprechenden Stil zu

begrüßen. Die Gäste betreten zu Beginn einen beleuchteten

Flur, in dem Bilder gezeigt werden von

Aktivitäten entlang der vier Meere: Wandern an der Küste des Mittelmeers, Surfen

auf dem See Genezareth, Schwimmen auf dem Toten Meer und Tauchen im Roten

Meer. So werden die Besucher in die Tiefe des Meeres geführt. Im anliegenden Raum

wird eine imaginäre Welt der Mikro-Organismen auf 18 Lichtsäulen präsentiert,

die jeweils acht Meter lang sind. Dies soll das grundlegende Fundament des Lebens

und die Verantwortung für die Bewahrung unserer natürlichen Ressourcen zeigen.

Die israelische Vertretung bietet neben dem Pavillon eine Ausstellungshalle an. Dort

informiert sie auf Tafeln unter anderem über Israels führende Rolle in den Meereswissenschaften

und Technologien, über Kosmetik, Entsalzung und Wasserkultur.

„Das Meer der Inspiration bietet den Besuchern ein magisches Abenteuer“, sagte Jaffa Ben-

Ari, Generalkommissarin von Israel. „Die Besucher begegnen exquisiten israelischen

Entdeckungen und Innovationen.“

Allen Gästen steht eine kostenlose App zur Verfügung. Sie bietet einen virtuellen

Rundgang durch den Pavillon und den Zugriff auf alle wichtigen Informationen

rund um Israels Expo-Ausstellung.

inn

www.expo2012israel.com/expo2012israel-en/pages/default.aspx#p

Vier israelische Frauen unter den hundert

einflussreichsten wissenschaftlerinnen

Vier israelische Forscherinnen gehören

zu den 100 einflussreichsten Frauen in

der europäischen Hightech-Branche.

Sie arbeiten für unterschiedliche israelische

Technologiekonzerne. Für die

"Women in Tech Top 100" hat das London-Büro

der im kalifornischen Silicon

Valley ansässigen Vereinigung "Women

in Tech" 100 Frauen aus dem erweiterten

europäischen Raum ausgewählt. Sie

stammen aus Deutschland, Groß- britannien,

weiteren EU-Ländern, Norwegen,

Russland, der Türkei und Israel. Die

Frauen stehen in keiner Rangliste, sondern

bilden gleichwertig die "Top 100".

Die geehrten Israelinnen heißen Orit

Hashay, Gali Ross, Amit Knaani und

Moran Bar, berichtet der Onlinedienst

YourJewishNews.com. Der Verein

„Women in Tech“ will Frauen fördern,

die in der Technologiebranche arbeiten.

Nach eigenen Angaben verfügt der Verband

über „starke strategische Allianzen

und Programme“, um dieses Ziel zu erreichen.

inn

wissenschaftlerin

aus israel ist „europe’s

top young researcher“

Die UNESCO haben eine Wissenschaftlerin

des Weizmann-Instituts zu „Europe’s

top young researcher“ ernannt.

Dr. Naama Geva Zatorsky erforscht probiotische

Mikroorganismen und wird

für zwei Jahre ein Post-Doc-Stipendium

über US$ 40.000 erhalten. Die Ausschreibung

wolle junge Wissenschaftlerinnen

beim Start ihrer Forschungskarriere unterstützen,

da es im Bereich der Wissenschaft

noch immer ein starkes Ungleichgewicht

der Geschlechter gebe, erklärte

Nava Ravid, Vorsitzende von L’Oréal Israel;

die Kosmetikfirma sponsert den

Preis. Wissenschaftsminister Prof. Daniel

Hershkovitz erklärte, Geva-Zatorsky

sei der beste Beweis für das Potential des

Wissenschaftsstandorts Israel und den

Aufstieg von Frauen in der Forschung.

Geva-Zatorsky erforscht den Einsatz

„guter Bakterien“ gegen eine breite Vielfalt

von Krankheiten von gastroenterologischen

Erkrankungen über Diabetes

bis hin zu Immunerkrankungen und

Krebs. Der Körper verfüge über zehn

Mal mehr Bakterien als menschliche Zellen,

so Geva-Zatorsky. „Die Bakterien,

die vom Moment unserer Geburt an in unserem

Körper wachsen, haben einen entscheidenden

Einfluss auf unseren Körper

und unsere Gesundheit“, fügte sie hinzu.

Jerusalem Post

In der Juli-Ausgabe: „Brilliante köpfe“ der Hebräischen

Universität Jerusalem, die auf dem Gebiet

der Gesundheit, Sicherheit, Umwelt, Landwirtschaft,

Computerwissenschaft und Ernährung

revolutionäre Neuerungen gebracht haben.

platz 19 für israel in der hochschulrangliste

Rang 19 von 48 Ländern belegt Israel in

einem Ranking zur Hochschulbildung.

Die drei führenden Länder sind die

USA, Schweden und Kanada.

Eine Organisation namens „Universitas

21“ entwickelte mit Forschern der „Melbourne

Institute of Applied Economics and

Social Research“ aus Australien eine

neue Version der Untersuchungen, um

die besten Hochschulausbildungen in

der Welt zu identifizieren.

Die 48 Länder wurden nach 20 Kriterien

in vier Kategorien analysiert. Dazu gehören

die Investition der Regierungen

in die Hochschulen, Forschung, ausgebildete

Arbeitskräfte im Einklang mit

den Marktbedürfnissen, internationale

Zusammenarbeit und Umwelt. Auf den

Plätzen 4 bis 10 liegen Finnland, Dänemark,

die Schweiz, Norwegen, Australien,

die Niederlande und Großbritannien.

Laut der österreischischen Nachrichtenagentur

„Die Presse“ schafft es

Österreich auf Platz 12, Deutschland

landet auf Rang 17.

Wie die israelische Zeitung „Ha aretz“

berichtet, belegt Israel den dritten Platz

hinter Russland und Kanada bei dem

Kriterium: Prozentsatz der Arbeitskräfte

mit einem Universitätsabschluss.

28

schalom


kultur

es eilt nicht ...

VoN YoSSI BEILIN

Ölbild von Caesar Willich ca . 1862

Mitte des Monats Juni sollte bei uns

zum ersten Mal ein Konzert mit Werken

Richard Wagners stattfinden. Nicht

nur ein kurzes Stück als Teil der Zugabe

wie bei Daniel Barenboim, sondern

ganz offen, ohne Kompromisse:

Ein ganzes Konzert nur Wagner.

Das Konzert sollte nicht aus öffentlichen

Geldern finanziert werden, damit

niemand irgendeine öffentliche Institution

hätte beschuldigen können, eine so

umstrittene Veranstaltung zu finanzieren.

Daher ist alles ganz privat und

spendenfinanziert.

Wäre mein Vater noch am Leben, wäre

er außer sich vor Wut. Ich weiß nicht,

ob er sich mit einem Schild vor den

Konzertsaal gestellt hätte, weil er in seinem

Leben niemals an einer Demonstration

teilgenommen hat, aber er hätte

so etwas niemals akzeptiert.

Er war kein Holocaust-Überlebender,

da er schon lange vor der Shoah nach

Eretz Israel ausgewandert ist, doch die

meisten seiner Familienangehörigen

sind in der Shoah umgekommen. Er hat

sich geweigert, Deutschland zu besuchen,

hat niemals ein Wort Deutsch gesprochen,

obwohl er die Sprache

hervorragend beherrschte und kaufte

keine deutschen Produkte. Die Musik

Wagners war für ihn treife, unrein.

Ich habe nie geglaubt, dass die jüdische

Rache dafür, was uns die Nazis angetan

haben, im Boykott Deutschlands liegt,

das auf den Trümmern des fanatischen

Hitler-Regimes gegründet wurde. Ich

habe Deutschland besucht, habe deutsche

Produkte gekauft, und ich mag die

Musik Wagners. Manchmal ist sie vielleicht

ein wenig zu pompös, doch sie ist

atemberaubend und der Komponist offensichtlich

ein Genie.

Gerne würde ich glauben, dass das

Monster nur auf das Gebiet Deutschlands

begrenzt war und dass ein Boykott

deutscher Produkte ausreichen

würde, damit es nie wieder aufersteht.

Leider ist das in meinen Augen naiv

und eine zu leichte Lösung.

Wagner war einer der größten Antisemiten

der modernen Geschichte. Er hat

Juden nicht „einfach nur so“ gehasst, er

hat sich auch systematisch mit dem

Thema auseinandergesetzt und darüber

geschrieben, vor allem in seinem

schrecklichen Aufsatz „Das Judenthum

in der Musik“ von 1850. Ein jüdischer

Einfluss auf die deutsche Kultur war in

seinen Augen eine Katastrophe. Hitler

hat von Wagner Inspirationen erhalten,

und seine Musik hat mehr als einmal

Juden in den Tod begleitet. Aus diesem

© Foto H.-P. Haack

Grund erschaudern noch heute viele

Holocaust-Überlebende, und nicht nur

sie, wenn sie seine Musik hören und

sind nachdrücklich gegen ihre Aufführung.

Ich würde diese Ablehnung nicht auf

die leichte Schulter nehmen. Die Frage

ist nicht die Finanzierung. Die Frage ist,

ob ein solches Konzert angemessen ist,

solange es Menschen gibt, bei denen

diese Musik solch heftige Emotionen

hervorruft. Schließlich kann man diese

Emotionen nicht mit einer Handbewegung

beiseite wischen.

Hinzu kommt, dass, wer Wagner wirklich

so sehr liebt, seine Musik nicht nur

bei jeder Auslandsreise im Konzertsaal

hören kann, sondern auch im Fernsehen,

im Radio und auf CD.

Es geht hier nicht um Prinzipien oder

Ideologie, während andere uns das

Maul stopfen wollen. Der Widerstand

gegen eine Aufführung ist emotionell

bedingt, und es sieht so aus, als sei sie

damit einfach überflüssig.

Wer Wagner in Tel Aviv aufführt, trägt

damit nichts zur Meinungsfreiheit, zu

universellen Werten und zu den Rechten

des Einzelnen bei. Er läuft Gefahr,

ohne Not guten Menschen sehr wehzutun,

auch wenn er diesen Schmerz für

nicht gerechtfertigt hält.

Diese Aufführung kann man ruhig

noch um 20 Jahre verschieben. Es eilt

nicht.

Israel ha-Yom

schalom 29


Alle ©Thomas Feiger

Kultur

gourmet shuk

eine Tour unternehmen, mit einem 99-

Shekel Bon; man bekommt einen Plan

und Gutscheine für verschiedene Produkte

– alles von biologischer Tahina (Sesampaste)

bis zur würzigen S’chug (Gewürzsauce),

handgemachtem Brot und

Heilmitteln aus Kräutern, die vom jemenitischen

Medizinmann Uzi-Eli hergestellt

werden.

©Sir Kiss

Machane Yehuda, Israels größter und

ethnisch vielfältigster offener Markt,

zieht eine komplett neue Gruppe von

Kulinariktouristen an.

Spätestens wenn sich ganze Busladungen

von Besuchern aus Tel Aviv und

Gruppen von europäischen Rucksacktouristen

Reiseführer nehmen, um durch

die Geschäfte und Marktstände des Machane

Yehuda in Jerusalem geführt zu

werden, weiß man, dass hier etwas Schickes

im Gange ist.

Der Shuk, der bekanntere Begriff für den

Markt, ist der letzte Schrei im kulinarischen

Israeltourismus. Die Mischung

aus exotischen Produkten, Gewürzen

und Säften (Tamarindensaft vielleicht jemand?),

Mittelmeerfischen, fertigen Delikatessen

und seltenen Käsesorten –

viele von ihnen werden von den aus vielen

Ländern kommenden Nachkommen

der ursprünglichen Verkäufer angeboten

– vermittelt eine vielfältige Sinneserfahrung.

„Wir suchten etwas, das Jerusalem noch interessanter

macht“, sagt Reuven Pilo, ein

ehemaliger Koch, der zusammen mit

seiner Frau Mor More Gastronomy and

Tourism (Mehr Gastronomie und Tourismus)

gegründet hat. „Viele Tourismusunternehmen

bringen Besucher in Museen,

zu archäologischen Stätten, zur Klagemauer

– aber sie bringen sie nicht zu den Menschen

von Jerusalem“, erzählt Mor ISRAEL21c.

„Aber wenn man von Jerusalem spricht,

spricht man von einem Schmelztiegel ethnischer

Gruppen. Alle anderen Sehenswürdigkeiten

sind wichtig, aber wir glauben,

dass das Unternehmen, das wir entwickelt

haben, das echte Jerusalem zeigt – die Menschen,

das Essen, die Gebräuche.“

Die Pilos schlossen sich mit Michael Weiss

von dem GoJerusalem Internet Tourismusportal

zusammen, um viele Verkäufer

im Shuk dazu zu bringen, erstmals online

ihre Geschichten zu erzählen und

Markttouren anzubieten. „Die Verkäufer

sind begeistert – der Markt wurde auf hohem

Niveau neu erfunden“, sagt Pilo.

Einige Touren konzentrieren sich zum

Beispiel auf Wein und Käse, oder Bäckereien,

während sich andere auf eine

Einkaufstour mit einem Profikoch begeben,

um dann an einem Kochworkshop

teilzunehmen.

Alternativ kann man auf eigene Faust

‚shuk’ reimt sich auf ‚cook’ (kochen)

Obwohl es in Jerusalem viele Supermärkte

gibt, gibt es für viele Menschen

nichts, das der Ursprünglichkeit und

Vielfältigkeit des Machane Yehuda, der

1928 eröffnet wurde, gleichkommt.

„Mein Vater, er ist 72, geht zweimal in der

Woche mit seinem Einkaufswagen zum

Markt, “ sagt Pilo. „Er kauft Obst und Gemüse

an Montagen, Fisch und Fleisch an

Donnerstagen. Aber hier kaufen nicht nur

Traditionalisten. Es ist chic geworden auf

dem Machane Yehuda einzukaufen.“

In den vergangenen fünf bis sechs Jahren

ist es hier besser geworden, dank Eli

Mizrahi, der mit der Stadtverwaltung

zusammenarbeitet, um die Beleuchtung

und die Wege zu verbessern und Sicherheitskameras

und Überdachungen anzubringen,

abgesehen von Kunstinstallationen

und musikalischen Darbietungen.

„Der Shuk ist ein Anziehungspunkt für alle

jene geworden die vom Ausland oder aus

anderen Teilen Israels kommen, nur um den

Markt zu sehen“, sagt Weiss.

Der fruchtbare Boden der internationalen

Küche inspirierte die Graphikerin

Ruth Yudekovitz vor fünf Jahren, Shukund

Kochtouren im Machane Yehuda

zu organisieren. „Es ist mehr wie eine

Schatzsuche als eine Tour“, erklärt sie.

Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte

des Machane Yehuda und einer

Vorbereitung auf die mehrsprachige Atmosphäre,

wo Araber und Juden Seite an

Seite einkaufen, teilt sie die Teilnehmer

in Gruppen von zwei bis drei Personen.

„Ich gebe jeder Gruppe einen Einkaufswagen,

eine Einkaufsliste, einen Plan und Geld“,

30

schalom


erzählt Yudekovitz ISRAEL21c. „Ich

gebe ihnen kleine Aufgaben für den Weg,

wie zum Beispiel herauszufinden, welches

Spiel an der Ecke des irakischen Sektors des

Shuk gespielt wird.“ (Wenn sie schon einmal

dort waren, werden sie wissen, dass

es sich um Backgammon bzw. Sheshbesh

handelt.)

Mit ihren Entdeckungen bereiten sie

ein Festessen in der speziell renovierten

Kü- che zu. „Ich betone gerne die Fülle in

diesem Land“, sagt Yudekovitz. „Ich zeige

ihnen weniger Bekanntes, wie Kohlrabi und

Mangold. Statt gefüllten Weinblättern könnten

wir gefüllte Mangoldblätter mit Preiselbeeren

oder rotem Reis machen. Das ist ein

traditionelles Essen im Nahen Osten, aber

mit modernem Anklang.“

geben sie einige Burekas in ihren

rucksack.

Die Jugendherberge Abraham, die 2010

eröffnet wurde, bietet meist jungen, europäischen

Gästen – und anderen interes-

sierten Touristen – an Sonntagen

und Donnerstagen eine Marktkochtour.

Der Reiseführer führt die Teilnehmer

durch die Marktbuden, hilft ihnen bei

den Einkäufen der Zutaten, die sie

dann in die Herberge zurückbringen,

um dort eine Kochlektion für traditionelle,

nahöstliche vegetarische Gerichte

zu erhalten. Typische Gerichte sind

unter anderem Kubbeh (marokkanische

Fleischknödel), Majadara (Gericht aus

Reis und Linsen), Tabbouleh (Bulgurweizen

und Salat aus Minze) und Babaganoush

(Me- lanzanisalat), dazu Arak

(Anislikör) aus der Gegend.

„Ich habe immer davon geträumt so etwas

im Shuk zu erleben“, sagt Gal Mor, 34, die

Mitbegründerin der Abraham Herberge

und eine erfahrene Fremdenführerin.

Mor sagt, dass die Budenbetreiber langfristig

davon profitieren. „Unsere Kunden

kommen zurück und kaufen Lebensmittel

und besuchen die Speiselokale am Markt.

Unser Ziel ist es, die lokalen Geschäfte zu

beleben.“

Pilo stimmt ihr zu. „Wie haben sehr positive

Rückmeldungen von den Geschäften“,

sagt er. „Auch wenn nur zwei oder drei Leute

von diesen Touren in das Halvageschäft

kommen, werden sie etwas kaufen.“ Halva

wird aus Sesam und Nougat gemacht

und ist eine Delikatesse im gesamten

Nahen Osten und in Nordafrika. „So

etwas gibt es nicht in Haifa oder wo immer

sie herkommen.“

Sowohl Haifa als auch Tel Aviv haben

einen Bauernmarkt. Aber Israelis aus

diesen beiden Städten wollen zunehmend

mit Reisebusunternehmen von

Tel Aviv aus den Shuk von Jerusalem

erforschen.

„In Tel Aviv und in Haifa gibt es Märkte,

aber man kauft dort Obst und Gemüse und

das ist es“, sagt Igor Drapkin von Rubin

Tours. „Auf dem Machane Yehuda gibt es

viele verschiedene Dinge, inklusive Wein

und Käse, alles handgemacht. Man kostet

dieses und jenes, man kauft dieses und

jenes – es ist wie der Markt in Marrakesch,

aber nur eine Stunde Fahrt nach Jerusalem.“

Abigail Klein Leichman/israel 21c

http://www.jerusalemkoshernews.com/

category/jkn-alerts/shuk/

©nati shohat\ flash 90.

Kultur

INTERNATIONALE ARBEITSGEMEINSCHAFT

FÜR GRUPPENANALYSE

WORKSHOPS FÜR GRUPPENANALYSE

IN ALTAUSSEE 2012/2013

Institutsleitung: Prof. Dr. phil. Michael Hayne, Bonn (geschäftsfuhrend)

Prof. Dr. med. Josef Shaked, Wien

(Mitbegrunderin der IAG: Dr. med. Alice ricciardi von Platen †)

Die Workshops in Altaussee – bekannt und berühmt wegen ihrer emotionalen, interkulturellen und toleranten Atmosphäre

– bieten eine lebendige Selbsterfahrung. Hier ist umfangreiche Gelegenheit, eigene emotionale Reaktionen

kennenzulernen und aufrichtige Rückmeldungen hierzu zu erhalten. Von hier aus können die Teilnehmer die eigene

Beziehungsgeschichte mit ihren konstruktiven und ihren traumatischen Anteilen erforschen, wobei die anderen

Gruppenteilnehmer oft probeweise wie Stellvertreter für frühere Bezugspersonen wahrgenommen werden können.

Daraus entwickelt sich typischerweise ein vielgestaltiges Übungsfeld für eigene Veränderungen in der Beziehungsgestaltung

und für persönliches Wachstum. Diese Möglichkeit zu einer Selbsterfahrung – eventuell ganz unabhängig

von allen beruflichen Ausbildungszielen – nutzen einige unserer Teilnehmer fortlaufend, zum Teil über viele Jahre.

workshops 2012/2013

28. September – 6. oktober 2012 • 22. März – 30. März 2013 • 27. September – 5. oktober 2013

Teilnahmekosten je Workshop 880,00 €/Studenten 440,00 €

(nur Erststudium für die Berufsausbildung, Studienbescheinigung erforderlich)

Die Teilnahmegebühr bitten wir bis spätesten 6 Wochen vor Beginn des Workshops auf das Konto der IAG zu überweisen:

Sparkasse KölnBonn * BLZ 370 50198 * Konto 41 301 359 - IBAN: DE92 3705 0198 0041 3013 59 * BIC: CoLSDE33

organisation: ingrid Berendes • telefon 0228 478951 • telefax 0228 477872 • office@gruppenanalyse.info • www.gruppenanalyse.info

schalom 31


www.bmf.gv.at

Für jede Spende

gibt’s zwei Lächeln.

Erst beim Empfänger,

dann beim Spender.

Ein Service des Finanzministeriums.

Ihre Spende macht zweimal glücklich! Den Empfänger durch die dringend benötigte Hilfe – und

Sie als Spenderin oder Spender mit dem schönen Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Ihr gutes

Gefühl wollen wir noch verstärken: durch die steuerliche Absetzbarkeit Ihrer Spende bei der Arbeitnehmer/innenveranlagung

für 2011! So zaubern Sie mit jeder Spende ein Lächeln in zwei Gesichter.

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