BANKInTErn - VR-Bank Westmünsterland eG

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BANKInTErn - VR-Bank Westmünsterland eG

BANKZEIT

®

Ein Magazin der VR-Bank Westmünsterland eG

Ulrich Wickert:

„Menschen und Werte

in den Mittelpunkt des

Lebens stellen“

„Droht eine neue

Inflation?“ – Gastbeitrag

von Prof. Dr. Ulrich

van Suntum

Glänzende Arbeitsmarktzahlen

– Interview mit

Barbara Ossyra,

Agentur für Arbeit

Nr. 11 I Juni 2011

Werte

schaffen

Werte

Bilanz 2010 –

Rückblick

auf bestes

Geschäftsjahr


2

„Brüderlichkeit, die wir heute Solidarität

nennen, könnte das Ideal sein,

das der Gesellschaft wieder einen

Sinn gibt.“ Ulrich Wickert, der engagierte

und weltoffene Journalist, der

uns viele Jahre lang Abend für Abend

als Tagesthemen-Moderator die guten

wie schlechten Nachrichten erklärt

hatte, hat diesen nachdenklichen Satz

gesagt. Warum ich ihn zitiere? Weil er

eine Wahrheit enthält, die bereits Hermann

Schulze-Delitzsch und Friedrich-

Wilhelm Raiffeisen, die Gründungsväter

der genossenschaftlichen Idee, vor 160

Jahren pragmatisch umgesetzt haben.

„Was einer allein nicht schafft, das

schaffen viele“, haben Schulze-Delitzsch

und Raiffeisen gesagt und auf

dieser ebenso einfachen wie einleuchtenden

Erkenntnis den Grundstein für

den zurzeit erfolgreichsten Bankenverband

Deutschlands gelegt. Die genossenschaftliche

Idee haben sie auf die

Werte Solidarität, Verantwortung, Nähe,

Partnerschaftlichkeit und Hilfe zur

Selbsthilfe verpflichtet. Sie ist bis heute

ein Erfolgskonzept geblieben, das auch

von der Finanzmarktkrise nicht aus den

Angeln gehoben werden konnte.

Ulrich Wickert hat sich als Autor intensiv

und sehr differenziert mit dem Thema

„Werte“ auseinandergesetzt. Sein

engagiertes Eintreten für eine Gesellschaft,

die sich an Werten orientiert und

ihr Handeln an ihnen ausrichtet, macht

ihn zu unserem „Bruder im Geiste“.

Ich persönlich kann mir darum keinen

besseren, keinen glaubwürdigeren Unterstützer

unsere Kampagne „Werte

schaffen Werte“ vorstellen. „Der Erfolg

Ihrer Genossenschaftsbank beweist,

dass Werte wie Fairness, Vertrauen,

Verantwortung, Partnerschaftlichkeit,

Hilfe zur Selbsthilfe, Respekt und So-

lidarität mehr als modern sind: Sie sind

moderner denn je“, schreibt er in einem

Grußwort auf Seite 4. Und als geübter

Beobachter weiß er sehr genau, wer

diese Werte lebt und so den Erfolg trägt:

Es sind die Mitglieder und Kunden.

Werte schaffen Werte. Das klingt gut.

Aber wie funktioniert das eigentlich in

einer genossenschaftlichen Bank? In

dieser BANKZEIT wollen wir Ihnen, liebe

Leserinnen und Leser, einen Eindruck

verschaffen, auf welche ganz unterschiedlichen

Weisen bei uns in der VR-

Bank und im Westmünsterland Werte

gelebt, bewahrt und geschaffen werden.

Es geht dabei – wie sollte es anders

sein in einer Bank – auch um Geldwerte.

Auf den Seiten 30 bis 33 legen

wir Ihnen eine Bilanz für das Geschäftsjahr

2010 vor, die in allen Bereichen

das Prädikat „erfolgreich“ verdient. Allein

das Kundengeschäftsvolumen der

Bank, also die bilanziellen und vermittelten

Kredite und Geldanlagen, haben

wir um 243 Millionen Euro oder 7,2 Prozent

auf 3,6 Milliarden Euro ausgebaut.

Neue Kredite im Wert von 360 Millionen

Euro wurden vergeben. Das ist Rekord

und zeigt, dass wir die Unternehmen

und Menschen in unserer Region nach

Kräften dabei unterstützen, Werte zu

schaffen. Auch das ist ein Grund dafür,

dass bei uns im Westmünsterland

viele Erfolgsgeschichten geschrieben

werden – ein hervorragendes Beispiel

ist die Firma döpik Umwelttechnik, die

die BANKZEIT auf den Seiten 18 bis 21

erzählt.

Die hervorragende geschäftliche Entwicklung

haben wir genutzt, das Eigenkapital

aufzustocken und damit die

Zukunftsfähigkeit der VR-Bank weiter

zu erhöhen. Das ist ganz im Sinne von

Schulze-Delitzsch und Raiffeisen, wie

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GEMEINSAM WERTE SCHAFFEN

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übrigens auch die Gründung des VR-

Bank-Beirates. Das neue Organ hat im

letzten Jahr seine Arbeit aufgenommen

und sich auf Anhieb als wertvoller Impuls-

und Ratgeber erwiesen (Seite 28).

Als genossenschaftliche Bank wollen

wir die Region insgesamt voranbringen,

sprich wertvoller machen. Bildung

ist dabei das wichtigste Feld, denn es

ist der „Rohstoff“, auf den Deutschland

seinen Wohlstand baut. Darum fördern

wir mit einer eigenen Bildungsinitiative

vorbildliche Projekte in Schulen (Seite

26) und darum legen wir allerhöchsten

Wert auf eine gute Aus- und Weiterbildung

in unserem Haus (Seite 22).

Liebe Mitglieder und Kunden, ich wünsche

Ihnen viel Freude beim Lesen und

lade Sie herzlich ein, sich an der Wertediskussion

zu beteiligen – so wie es

Arbeitsagentur-Chefin Barbara Ossyra,

Beiratsvorsitzender Ludger Berghaus,

die Unternehmer Tobias und Erich Picker,

Gastkommentator Professor Dr.

Ulrich van Suntum, unser ehemaliger

Auszubildender Alexander Wissing sowie

sechs weitere Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter bereits getan haben. Ihre

ganz persönlichen Statements über

Werte finden Sie in dieser Ausgabe der

BANKZEIT.

Werte schaffen Werte. Das gelingt aber

nur, wenn sie von Menschen getragen

werden.

Es grüßt Sie herzlich

Dr. Wolfgang Baecker

Vorstandsvorsitzender


Inhaltsverzeichnis

04

Grußwort „Werte schaffen Werte“

Ulrich Wickert

05 Brief zur Finanzmarktkrise

06 Es lohnt sich, mitzubestimmen.

Jeder kann Mitglied der VR-Bank Westmünsterland werden

07 Ausbildung bedeutet, in die Zukunft zu investieren

10

Interview mit Barbara Ossyra, Leiterin der Agentur für Arbeit Coesfeld

KompetenzCentrum Coesfeld eröffnet

Interview mit Dr. Wolfgang Baecker und Georg Kremerskothen

Geldautomatennetz in Borken erweitert

12 Der Kunde ist der beste Verbraucherschützer

Wie gelingt nachhaltiger Verbraucherschutz?

14 Droht uns eine neue Inflation?

Gastbeitrag von Professor Dr. Ulrich van Suntum

16

Glückliche Gewinner

Achte „VRühlingsparty“

Borkener Industrie- und Gewerbetage

Dialog Außenwirtschaft

Bundesliga-Tippspiel

VR-Bank weiter Schalke-Partner

UnternehmerFrühstück zum Thema „IT-Security“

18 Wenn der Vater mit dem Sohne

Unternehmensporträt der Firma döpik Umwelttechnik, Stadtlohn

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24

26

BANKInTErn

BANKGaLErIE

BANKKarrIErE

Abschlussprüfung für Ausbildungsjahrgang 2008

Höchster Bildungspreis für Alexander Wissing

Karriereplanung

Top Arbeitgeber 2011

BANKGaLErIE

Ifo-Präsident Sinn diskutiert in Coesfeld auf BANKLIvE über die Euro-Krise

VR-Bank unterstützt Stadtjubiläum Dülmen

BANKInTErn

Bildungsinitiative der VR-Bank fördert Schulprojekte in der Region

Schüler-UnternehmerDialog

Stifterversammlung in Ramsdorf

Chipkartenleser

VR-Bank-Beirat

Wertvoller Erfahrungsaustausch

30 Bilanz 2010

Bericht über ein Erfolgsjahr

33 Impressum

34 Welche Werte sind uns wichtig?

Antworten aus der VR-Bank Westmünsterland

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www.vr-bank-westmuensterland.de

Meine Bank

BANKZEIT

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Werte schaffen Werte. Ich freue mich, dass sich die genossenschaftliche

FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken

zur genossenschaftlichen Idee und zu ihren Werten

wie zum Beispiel Fairness, Vertrauen, Verantwortung,

Partnerschaftlichkeit, Hilfe zur Selbsthilfe, Respekt und

Solidarität bekennt.

Diese Orientierung an klaren Werten ist kein bloßes Lippenbekenntnis,

sondern sie wird gelebt: Das beweist das

tägliche Engagement der über 180.000 Mitarbeiter der

Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken.

Und das beweist Ihr persönliches Engagement

für Ihre Genossenschaftsbank.

Ich freue mich, dass Menschen hinter den Werten der genossenschaftlichen

Idee stehen und sich für sie einsetzen.

Menschen, die Solidarität nicht nur predigen, sondern

praktizieren. Menschen, die ihre Verantwortung als Bürgerinnen

und Bürger unserer Gesellschaft ernst nehmen und

verantwortlich handeln.

Die Orientierung an Werten und an den Bedürfnissen der

Mitglieder und Kunden macht die Volksbanken Raiffeisenbanken

seit über 160 Jahren einzigartig. Und einzigartig

erfolgreich. Dazu tragen Sie als engagiertes Mitglied entscheidend

bei.

Ich freue mich, dass Sie, als aktives Mitglied Ihrer Genossenschaftsbank,

die Werte der genossenschaftlichen Idee

leben. Der Erfolg der Genossenschaftsbanken, der Erfolg

Ihrer Genossenschaftsbank beweist, dass Werte wie

Fairness, Vertrauen, Verantwortung, Partnerschaftlichkeit,

Hilfe zur Selbsthilfe, Respekt und Solidarität mehr als modern

sind: Sie sind moderner denn je.

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Info

Der hier abgedruckte offene Brief „an die Finanzmarktkrise“ ist Teil einer Anzeigenkampagne

der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken. Er bringt in einer

ungewöhnlichen Form zum Ausdruck: Die Genossenschaftsbanken widerstanden

dank ihres einzigartigen Geschäftsmodells auch im Jahr 2010 allen Angriffen

der Finanzmarktkrise – und zwar nachhaltig!

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Es lohnt sich, mitzubestimmen.

Jeder kann Mitglied der vr-Bank Westmünsterland werden.

Über 45.000 sind es schon.

Siegbert Hövelbrinks, Bereichsdirektor Privatkunden:

„Es gibt viele Gründe, Mitglied bei der VR-Bank zu sein.“

Wem gehört eigentlich die VR-Bank Westmünsterland?

Ganz einfach: Es sind die über 45.000 Menschen, die

Mitglied geworden sind und sich damit zu ihrer Volksbank

bekannt haben. Durch ihre Teilhabe und ihre Stimme sind

sie die Garanten dafür, dass genossenschaftliche Werte

wie Solidarität, Hilfe zur Selbsthilfe und nachhaltiges

Wirtschaften lebendig bleiben. Die Genossenschaftsidee

ist heute zeitgemäßer, moderner und konkurrenzfähiger

denn je, wie die Gründungen von Wohnungs-, Einkaufs-

oder Photovoltaikgenossenschaften (Sonnenregion

Westmünsterland eG) beweisen.

Mitglied der VR-Bank kann jeder werden, ob als Privatperson

oder Unternehmen. Der Einsatz ist vergleichsweise

gering. 150 Euro beträgt die Höhe der Beteiligung, die

Mindesteinlage nur 15 Euro. Mitglieder sind Miteigentümer

an einer bewährten Solidargemeinschaft gemäß

dem Motto „Meine Bank gehört mir“. In den vergangenen

Jahren gab es für die Einlage eine fünfprozentige Dividende

sowie für maximal zehn Geschäftsanteile weitere

zwei Prozent Bonus. Insgesamt schüttete die Bank im

Jahr 2010 rund 1,55 Millionen Euro an Dividenden an ihre

Mitglieder aus.

Immer mehr Menschen erkennen die vielen Vorteile, die

sich aus einer Mitgliedschaft bei ihrer örtlichen Volksbank

ergeben.

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Mitglieder wissen mehr: Ein Bankteilhaber ist besser informiert.

Und das gilt nicht nur für die geschäftliche Entwicklung

der Bank, die sein Vermögen verwaltet, seinen

Betrieb oder sein Eigenheim mit Krediten finanziert. Regelmäßig

informiert die Bank ihre Mitglieder auch über

neue gesetzliche Regelungen, Finanzprodukte oder Entwicklungen

auf den Finanzmärkten. Mitglieder haben einen

Wissensvorsprung.

Mitglieder bewegen mit: Mitglieder können etwas bewegen

im Unternehmen. Sie sind in den demokratischen Entscheidungsprozess

der Genossenschaft eingebunden.

Die Mitwirkung erfolgt über die Vertreterversammlung,

den Beirat und den Aufsichtsrat. In all diesen Gremien

sitzen Mitglieder, die nach demokratischen Prinzipien gewählt

wurden. Im Gegensatz zu Aktiengesellschaften gilt

dabei das Prinzip: Jedes Mitglied hat genau eine Stimme.

Die Mehrheit der Mitglieder entscheidet und nicht die

Mehrheit der Kapitalanteile.

Mitglieder stärken die Region: Jede Mitgliedschaft stärkt

das Eigenkapital der Bank. Die VR-Bank kann hierdurch

den heimischen Unternehmen und den Privatkunden

mehr Kredite gewähren. So ist jedes Mitglied auch ein

regionaler Wirtschaftsförderer!

Mitglieder partizipieren am Erfolg: Das Mitgliedschaftsprinzip

ist einfach: Mit einem Geschäftsanteil beteiligt

man sich an der Bank und kommt so in den Genuss

exklusiver oder sogar vergünstigter Produkte – wie beispielsweise

die Mitgliederversicherungen der R+V Versicherung.

Unsere Werte – Vertrauen und Nähe: Auch heute noch

prägt eine Idee das Selbstverständnis der Volksbanken

Raiffeisenbanken: Die Verbesserung der wirtschaftlichen

Situation jedes Einzelnen. Jedes Mitglied profitiert von

den Vorteilen einer großen Gemeinschaft. Mehr als die

Hälfte der rund 30 Millionen Kunden der Volksbanken

Raiffeisenbanken sind Mitglied ihrer Bank, über 45.000

Menschen davon bei der VR-Bank Westmünsterland.

Das ist jeder vierte Einwohner im Geschäftsgebiet der

VR-Bank. Werden auch Sie Mitglied und profitieren Sie

von den Vorteilen dieser einzigartigen genossenschaftlichen

Idee.

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„Ausbildung bedeutet,

in die Zukunft zu investieren“

Interview mit Barbara Ossyra,

Leiterin der agentur für arbeit Coesfeld

Der Arbeitsmarkt spürt längst den demografischen Wandel.

Die BANKZEIT sprach mit Barbara Ossyra, Leiterin der

Agentur für Arbeit Coesfeld, über Fachkräftesicherung,

Frauenförderung, die Zukunft der Ausbildung und mehr.

Die Wirtschaft im Kreis Coesfeld boomt. Es herrscht nahezu

vollbeschäftigung. Wo liegen die Gründe für diese besonders

positive Entwicklung?

Im Kreis Coesfeld liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei

3,1 Prozent. Das ist die geringste Arbeitslosenquote in

ganz NRW. Der Kreis Coesfeld profitiert neben der guten

Lage mit Angrenzung an Münster, dem Ruhrgebiet und

den Niederlanden vor allem von der heterogenen, mittelständisch

geprägten Unternehmensstruktur. Es gibt eine

hohe Anzahl an klein- und mittelständischen, inhabergeführten

Unternehmen. Starke Wirtschaftsbereiche sind

vor allem die chemische Industrie, der Maschinen- und

Anlagenbau, das Baugewerbe, aber auch die Konsumgüterindustrie

(unter anderem Ernährungswirtschaft, Textil-

und Bekleidungsgewerbe). Insgesamt ist das verarbeitende

Gewerbe von überdurchschnittlicher Bedeutung.

Die Zahl der Beschäftigten hat in den letzten Jahren zugenommen,

im Gegensatz zur Entwicklung in Nordrhein-

Westfalen

Profitieren alle Ihre Kunden gleichermaßen von dem aufschwung?

Besonders erfreulich ist, dass die positive wirtschaftliche

Entwicklung für alle Personengruppen spürbar wird. Von

dem Aufschwung haben zunächst einmal die Männer

profitiert. Das liegt daran, dass das verarbeitende Gewerbe

in der Wirtschaftskrise stärker betroffen war und

dort zumeist Männer arbeiten. Wir beobachten außerdem

eine erhöhte Nachfrage bei älteren und schwerbehinderten

Menschen, wenn auch noch nicht so stark wie bei

den jungen Personen. Dies ist ein Zeichen für die gute

wirtschaftliche Entwicklung und den Fachkräftebedarf in

unserer Region.

Wie unterscheiden sich aufgabenschwerpunkte Ihrer agentur

in Zeiten einer geringen arbeitslosenquote von denen mit sehr

hohen?

In Zeiten mit einer geringen Arbeitslosenquote wird die

Betreuung der örtlichen Arbeitgeber/-innen intensiver,

um gemeinsame Strategien zur Deckung des Fachkräftebedarfs

zu entwickeln. Bei den Arbeitnehmern ist und

bleibt unser Hauptziel die Vermittlung. Außerdem setzen

wir alles daran, Arbeitslosigkeit nicht eintreten zu lassen,

also unsere Kunden und Kundinnen möglichst noch während

ihrer Kündigungszeit zu vermitteln.

Seit einigen Jahren schon spricht man von den Gefahren des

demografischen Wandels, auch durch den damit verbundenen

rückgang des arbeitskräfteangebots. Wie groß ist die

Gefahr aus Ihrer Sicht für den regionalen arbeitsmarkt?

Tatsächlich wird es in einigen Branchen schwieriger,

geeignetes Personal zu rekrutieren. An die Arbeitgeber

kann ich nur appellieren, spätestens jetzt flexibel zu reagieren,

langfristig zu denken und alle Möglichkeiten zu

nutzen. Das kann die Weiterqualifizierung von bereits

Beschäftigten sein, die Erschließung neuer Potenziale –

ich denke da unter anderem an Berufsrückkehrer –, die

Flexibilisierung von Arbeitszeiten oder auch schlicht die

Bereitschaft, den älteren oder vielleicht nur zu 95 Prozent

geeigneten Bewerbern eine Chance zu geben.

Arbeitgeber müssen zunehmend Anreize schaffen, um

qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu binden. Das

gilt nicht nur für die betriebliche Ausbildung, sondern ist

auch eine Frage der strukturellen Gegebenheiten. Wenn

jungen Menschen vor Ort mehr Möglichkeiten zum Beispiel

für eine akademische Laufbahn geboten werden,

verringert sich die Gefahr der Abwanderung. Zu den Anreizen

gehören auch eine familienfreundliche Personalpolitik

und ein aktives Gesundheitsmanagement.

Als Bundesagentur für Arbeit sind wir bereits heute in

vielfältiger Weise aktiv, um durch Beratung und Qualifizierung

das Fachkräfteangebot zu steigern und somit

neue Chancen zu eröffnen.

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Bei allen Fragen zur Personalgewinnung und auch -qualifizierung

steht der Arbeitgeberservice der Agentur für

Arbeit selbstverständlich als Ansprechpartner zur Verfügung.

ausbilden bedeutet, in die Zukunft des eigenen Unternehmens

und in die region zu investieren. Wie ist es um die ausbildungsbereitschaft

in der region bestellt?

Der Ausbildungsmarkt in der Region befindet sich im

Wandel. Erste Anzeichen des künftigen Fachkräftebedarfs

machen sich bereits jetzt bemerkbar, denn die

Bewerberzahlen sinken, während die Nachfrage nach

Auszubildenden steigt. Rein rechnerisch kommen im

Agenturbezirk Coesfeld auf jeden Bewerber 0,7 Stellen.

Die Wirtschaft muss neue Wege gehen, um Jugendliche

für eine Ausbildung zu gewinnen und somit den eigenen

Fachkräftebedarf sicherzustellen. Das ist bei den Unternehmen

in der Region angekommen. Wir verzeichnen einen

kontinuierlichen Stellenzuwachs.

als vr-Bank beschäftigen wir bei einer ausbildungsquote von

12 Prozent selbst über 50 auszubildende. Wie sehen Sie die

Perspektive der Strategie, die künftigen Fachkräfte vor allem

über die eigene ausbildung zu gewinnen?

Die Ausbildung der zukünftigen Fachkräfte im eigenen

Betrieb bringt enorme Vorteile mit sich. Wer seine Mitarbeiter

selbst ausbildet, kennt sie auch am besten und

weiß, dass sie den betrieblichen Anforderungen entsprechen.

Die Chance, diese Auszubildenden an das Unternehmen

zu binden, ist groß, und das ist wichtig für die

Zukunft des Unternehmens.

Ausbildung lohnt sich nicht nur für die Arbeitgeber, sondern

vor allem für die Jugendlichen. Das belegt auch die

Statistik: Das Risiko, arbeitslos zu werden, ist ohne Ausbildung

wesentlich höher als mit einer Ausbildung. Junge

Menschen, die sich bei der Entscheidung für einen

bestimmten Beruf noch schwer tun oder bei der Vielzahl

von Wahlmöglichkeiten Orientierung benötigen, bieten

wir mit den Angeboten der Berufsberatung – wie beispielsweise

des Berufsnavigators – systematische Hilfe.

Die Berufsberater kennen den regionalen und überregionalen

Ausbildungsmarkt und unterstützen mit Informationen

und Tipps rund um das Thema Ausbildung.

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Einsatz des Berufsnavigators 2011 an der Freiherr-vom-Stein-

Schule in Coesfeld: Thomas Borgert (stehend 3.v.l.), VR-Bank,

und Ilse Krämer-Hörsting (stehend 2.v.r.), Arbeitsagentur, schauten

den Schülern über die Schulter

Ministerin von der Leyen hat bei ihrem Besuch der Handwerksbildungsstätte

in Coesfeld erklärt, sie wolle die Erwerbstätigenquote

von Frauen anheben. Hat die region hier nachholbedarf?

Die Frauenerwerbsquote in Coesfeld ist noch unterdurchschnittlich

im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen und dem

Bund. Die Frauen in der Region sind gut qualifiziert,

dieses Potenzial wird aber noch unzureichend genutzt.

Es muss uns besser gelingen, Frauen zu motivieren und

auch die Bereitschaft der Arbeitgeber zu erhöhen, diese

Frauen einzustellen. Angesichts des demografischen

Wandels und des steigenden Fachkräftebedarfs wäre

das ein großer Gewinn für die Unternehmen.

Dafür muss die Wirtschaft familienfreundliche Arbeitsbedingungen

schaffen, aber auch die staatlichen Betreuungsmöglichkeiten

für Kinder müssen noch mehr ausgebaut

werden. Ein weiterer, im Zuge der demografischen

Entwicklung immer bedeutsamer werdender Aspekt ist

die Betreuung von pflegebedürftigen Familienangehörigen.

Immer mehr Firmen setzen mittlerweile auf ein Personalmanagement,

das sich an den Lebensphasen der

Mitarbeiter/-innen orientiert. Eine solche Personalpolitik

erhöht die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft

der Angestellten – egal, ob Frau oder Mann.

Die vr-Bank hat ihren Mitarbeitern im vergangenen Jahr eine

Jobgarantie ausgesprochen und wurde bereits zum vierten

Mal als „Top arbeitgeber“ ausgezeichnet. Wie wichtig ist Jobsicherheit

für die Fachkräftesicherung?

Jobsicherheit gehört für die meisten Menschen zu einem

guten und zufriedenen Leben dazu. Was es für Menschen

bedeutet, ihren Job zu verlieren, erleben wir in unserer

täglichen Arbeit. Daher ist es von Vorteil, wenn Arbeitgeber

ihren Mitarbeitern eine Jobgarantie geben. Und

davon profitieren nicht nur die Mitarbeiter. Die Fachkräfte,

die man morgen braucht, sollte man am besten heute

an sich binden. Dies gelingt, wie die VR-Bank zeigt,

durch ein Personalmanagement, das die erhöhten Anforderungen

an Flexibilität in Arbeit und Leben mit den

individuellen Zielen der Mitarbeiter in Einklang bringt. Die

Auszeichnung als „Top Arbeitgeber“ bescheinigt genau

diese sehr guten Arbeitgeberqualitäten.


UnternehmerFrühstück in Coesfeld 2010: Barbara Ossyra im Gespräch mit Bundesarbeitsminister a.D. Walter Riester (l.) und

Dr. Wolfgang Baecker (r.).

Wie wird Ihrer Meinung nach die arbeitswelt der Zukunft aussehen?

Die konjunkturelle Erholung in Deutschland hat sich fortgesetzt.

Der Arbeitsmarkt profitiert von dieser positiven

wirtschaftlichen Entwicklung. Die Nachfrage nach Arbeitskräften

ist hoch, gleichzeitig werden Fachkräfte in

unterschiedlichsten Berufsbereichen bereits knapp. Aufgrund

des demografischen Wandels wird das Erwerbspersonenpotenzial

weiter sinken. Der technische Wandel

und die Globalisierung werden dazu führen, dass die Anforderungen

an die Fähigkeiten des Einzelnen wachsen.

Dies bedeutet, dass wir in Zukunft gut qualifiziertes Personal

benötigen.

Was bedeutet das für die arbeit Ihrer agentur?

Daraus ergeben sich für die kommenden Jahre ganz andere

Herausforderungen, nicht nur für die Bundesagentur

allein, sondern für alle Arbeitsmarktpartner. Die Aufgabe

der Zukunft wird es sein, das vorhandene Erwerbspersonenpotenzial

stärker zu nutzen. Wir können es uns

nicht leisten, das eigene Potenzial im Land zu vernachlässigen,

in der Hoffnung, dass durch die Zuwanderung

das Fachkräfteproblem gelöst wird.

Die Bundesagentur für Arbeit hat in ihrem Strategiepapier

„Perspektive 2025 – Fachkräfte für Deutschland“ zehn

Handlungsfelder zur Steigerung des Fachkräfteangebots

benannt. Zuwanderung ist nur ein Baustein. Weitere

Handlungsfelder können sein: die Zahl der Schulabgänger

ohne Abschluss sowie der Ausbildungs- und Studienabbrecher

zu reduzieren, die Erwerbspartizipation

von Menschen über 55 Jahren zu erhöhen, die Erwerbspartizipation

von Frauen zu erhöhen und die Arbeitszeit

teilzeitbeschäftigter Frauen zu steigern, die Arbeitszeit

Vollbeschäftigter zu steigern, Ausbildungs- und Qualifizierung

voranzutreiben und die Arbeitsmarkttransparenz

zu erhöhen. Schließlich wäre zu prüfen, inwieweit flankierende

Maßnahmen im Steuer- und Abgabenbereich

realisierbar sind.

www.arbeitsagentur.de

Zur Person

Barbara Ossyra

· 1994 zweites juristisches Staatsexamen

· seit 1995 in verschiedenen Tätigkeiten bei der Bundesagentur

für Arbeit in Nürnberg, Jena, Gotha, Halle,

Merseburg, Gera und Halberstadt

· seit 2009 Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur

für Arbeit Coesfeld

Barbara Ossyra

Werte: „Werte bieten langfristig verlässliche

Orientierung und Sicherheit. Sie

werden vor allem durch täglich gelebte

Praxis verankert und konkretisiert. Als

Agentur für Arbeit sind wir unseren Kunden

und Kundinnen – Arbeitnehmern

und Arbeitgebern – gegenüber verpflichtet.

Beide haben Anspruch auf unsere

Dienstleistungen, an die wir hohe

Qualitätsstandards anlegen.

Und unser Prinzip „gute Dienstleistung“

gilt auch nach innen: Bei der Arbeit helfen

wir einander. Eine offene und ehrliche

Zusammenarbeit ist mir persönlich

sehr wichtig. Dazu gehört, Respekt vor

anderen zu haben, vor allem aber auch

gegenseitiges Vertrauen. Das gilt für

mich sowohl im Privaten als auch im Berufsleben.“

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BANKInTErn

KompetenzCentrum Coesfeld eröffnet

Eine Bank zum Anfassen

Infotainment statt bunte Fähnchen

und Luftballons: Mit acht sehr gut besuchten

Themenabenden stellte sich

die modernisierte Hauptstelle der VR-

Bank Westmünsterland in Coesfeld

ihren Mitgliedern und Kunden einmal

ganz anders vor. Das KompetenzCentrum

der Zukunft machte dabei seinem

Namen alle Ehre.

„Mehr Bank zum Anfassen“ hatte

Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang

Baecker den Gästen in der Einladung

zu den Eröffnungsabenden versprochen.

Was sie bei ihren Rundgängen

erlebten, ist eine ganz auf Service

und Beratung ausgerichtete Bank, in

der viele Vorschläge von Mitgliedern,

Erster Anlaufpunkt im neuen Kompetenz-

Centrum Coesfeld: das Service-Rondell.

Kunden und Mitarbeitern umgesetzt

wurden. Nicht nur mehr Licht, sondern

auch mehr Orientierung bietet das

KompetenzCentrum. Dafür sorgt im

Zentrum das Service-Rondell als erste

Anlaufstelle. Was viele überraschte:

Die um den Service-Point gruppierten

Beraterräume, die Namen aus der

Coesfelder Geschichte tragen, bieten

nicht nur die notwendige Diskretion.

Sie vermitteln durch stilvolle Einrichtungen

auch echte Wohlfühlatmosphäre.

Hier treffen sich Kunden und

Berater auf Augenhöhe. Wohlfühlatmosphäre

gilt auch für die Lounge, in

der sich Kunden bei einer Tasse Kaffee

entspannen können.

An Service bietet das KompetenzCentrum

der Zukunft alles, was eine kundenorientierte

Bank haben muss – und

sogar noch ein bisschen mehr. So finden

die Kunden neben einem großzügigen

Selbstbedienungsbereich auch

noch eine Bargeldkasse – ein heute

längst nicht mehr selbstverständliches

Angebot.

UnternehmerForum mit Ralph Goldschmidt

Information und Unterhaltung

Die Gäste erlebten auch, wie sich ein

Teil der Bankhalle zur „Hanse-Lounge“

verwandelte. Der Veranstaltungsraum

bietet 150 Besuchern Platz und kaum

ein Stuhl blieb an den Eröffnungsabenden

leer. Kein Wunder: Kompetente

Referenten erklärten spannende

Themen. Und als Zugabe gab’s Comedy

vom Feinsten.

Im InformationsForum „Erben & Vererben“

beschrieb Ass. jur. Claus Hofschulte,

Finanzplaner der VR-Bank

Westmünsterland, eine optimale Nachlassplanung,

damit nicht „der Zufall

das Testament schreibt“. Über das

Wohnen im Kulturquartier in Coesfeld

neben dem KonzertTheater informierten

sich Familien, die ihren Traum

von den eigenen vier Wänden wahr

machen wollen.

Im ersten von zwei Unternehmer-

Foren stellte der Motivationstrainer

Chefredakteur Dr. Karl-Heinz Tölle (2.v.r),

Landwirtschaftliches Wochenblatt, blickte

auf die Agrarpolitik nach 2013.

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Ralph Goldschmidt seine Formel zur

„Überwindung des inneren Schweinehundes“

vor. Matthias Partetzke,

Vorsitzender des IngenieurNetzwerks

Energie, erläuterte ein Energiemanagement

für Firmen. Um die Sorgen

der Landwirte ging es im AgrarForum

„Agrarpolitik nach 2013 – Wohin geht

die Reise?“ Im AnlegerForum beleuchtete

Michael Kopmann von der

DZ BANK (Frankfurt) die Konjunktur-

und Kapitalmärkte 2011.

Christoph Brüske war Stargast beim

LadiesEvening.

Dass der LadiesEvening etwas unbeschwerter

geriet, lag vor allem am

Kabarettisten Christoph Brüske mit

seiner Hymne an die heimische Damenwelt.

„Fahr von Münster mal nach

Westen, da sind die Frauen echt am

besten“, sang der quirlige Rheinländer.

Die Frage „Frauen leben länger

– aber wovon?“ beantwortete Reinhold

Riese, Vertriebsdirektor der Union

Investment. Zum Abschluss der Eröffnungswochen

wurde es komisch:

Die ZAUdERER, die „gröbsten Magier

aller Zeiten“, machten Comedy über

„GELD. MACHT. SPASS.“

www.mehrbankfuermich.de

Verzauberten das Publikum:

Die ZAUdERER


Interview mit Dr. Wolfgang Baecker und Georg Kremerskothen

Der persönliche Kontakt entscheidet

Sechs Monate dauerte der Umbau

der Coesfelder Hauptstelle, fünf Millionen

Euro investierte die VR Bank.

Viel Aufwand für ein großes Ziel: „Mehr

Bank“ für die Kunden. Dr. Wolfgang

Baecker, Vorstandsvorsitzender der

VR-Bank Westmünsterland, und sein

Vorstandskollege Georg Kremerskothen

erläutern, was sie darunter verstehen.

In der neuen Hauptstelle bieten Sie jetzt

„mehr Bank“. Was bedeutet das für den

Kunden?

Dr. Wolfgang Baecker: Auch eine Bank,

die komplexe Finanzprodukte nur über

das Internet anbietet, ist eine Bank.

Aber das ist nicht das, was wir unter

Bank verstehen. Wir setzen den persönlichen

Kontakt gegen die Anonymität

der virtuellen Banken und stellen

Verlässlichkeit und persönliche Erreichbarkeit

in den Vordergrund. Dabei

spielen die Filialen eine unverzichtbare

Rolle.

Jetzt acht Standorte in Borken

Geldautomatennetz in Borken erweitert

Geldautomaten in Borken

Welche Überlegungen liegen Ihrem jetzt

auch in Coesfeld umgesetzten Konzept

der „Filiale der Zukunft“ zugrunde?

Georg Kremerskothen: Mit dem Umbau

in Coesfeld stärken wir das Bewährte:

Die Ausrichtung auf unseren Auftrag

der Förderung unserer Mitglieder und

Kunden in der Region. Wir haben mit

der Umgestaltung noch mehr Platz geschaffen

für Service und Beratung und

für einen intensiven Dialog mit unseren

Firmen- und Privatkunden.

BANKInTErn

Dennoch gewinnt das Internet an Bedeutung.

Wie sehen Sie die Zukunft der

vr-Bank vor diesem Hintergrund?

Dr. Wolfgang Baecker: Das Internet

gehört heute selbstverständlich dazu.

Doch nur eine Bank, die auch „greifbar“

und persönlich vor Ort ist, kann

ihren Kunden „mehr Bank“ bieten. Hier

zeigt sich die Bedeutung der Investitionen

in unsere Hauptstelle. Denn der

persönliche Kontakt mit dem Kunden

wird künftig mehr denn je eine entscheidende

Rolle im Bankensektor

spielen.

Ab sofort können sich Bankkunden

auch im Borkener Stadtteil Hovesath

rund um die Uhr mit Bargeld versorgen

und ihr Handyguthaben aufladen.

Am Nahversorgungszentrum an der

Nina-Winkel-Straße hat die VR-Bank

Westmünsterland einen Geldautomaten

in Betrieb genommen. Auch am

Gesundheitszentrum Josef-Viertel an

der Heidener Straße steht Kunden nun

ein Geldautomat zu Verfügung. Damit

ist die VR-Bank an acht Standorten im

Stadtgebiet Borken vertreten. Im gesamten

Geschäftsgebiet betreibt die

VR-Bank damit nunmehr 57 Geldautomaten

für ihre Mitglieder und Kunden.

Zusätzlich stehen ihnen bundesweit

rund 19.000 Automaten an den Volks-

und Raiffeisenbanken zur Verfügung,

an denen sie ebenfalls kostenlos an ihr

Bargeld kommen können.

www.vr-bank-westmuensterland.de

Service

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Der Kunde ist der beste Verbraucherschützer

Wie gelingt nachhaltiger verbraucherschutz?

Kundenberaterin Gurbet Atalan (Coesfeld) im Beratungsgespräch

Wenn man die Zeitungen aufschlägt, dann fällt auf: Die Beschäftigung

mit dem Verbraucherschutz in der Finanzberatung

ist so gut wie verschwunden und aktuell der Griechenland-

und Staatsschuldendiskussion gewichen. Es gibt

wohl doch Wichtigeres als gesetzlichen Verbraucherschutz,

so könnte man folgern.

Das ist einerseits sehr bedauerlich, denn vieles, was gefordert

wurde, ist nachvollziehbar und richtig. „Es ist doch

richtig, dass der Kunde eine persönliche und qualifizierte

Beratung erwarten darf. Es ist doch richtig, dass der Kunde

Transparenz und Nachhaltigkeit fordert. Es ist doch richtig,

dass der Kunde von seiner Bank erwartet, dass sie gut aufgestellt

ist und beispielsweise über eine gute Eigenkapitalbasis

verfügt und immer liquide ist“, bilanziert Dr. Baecker.

Andererseits ist der Versuch, all dieses über gesetzliche Regulierung

herbeiführen zu wollen, immer nur der zweitbeste

Weg. Denn am Beispiel der Griechenland-Diskussion wird

deutlich: Die politische Aufmerksamkeit ist schnelllebig und

sprunghaft. Sie ist – so scheint es – immer stärker dominiert

vom aktuellen Tagesgeschehen.

„Es bleibt dabei: Der beste und nachhaltigste Verbraucherschutz

ist da gegeben, wo er im Geschäftsmodell verankert

ist, und nicht da, wo er unter Androhung von Strafen hinein-

BANKZEIT

GEMEINSAM WERTE SCHAFFEN

gepresst wird. Der Kunde ist sich eben selbst sein bester

Verbraucherschützer. Er weiß besser als die Politik, was auf

Dauer gut für ihn ist. Und er hat die Wahl.“, so Dr. Baecker.

„Das genossenschaftliche Selbstverständnis passt hervorragend

zur Verbraucher-Musterbank“, ist der Vorstandsvorsitzende

überzeugt. „Bei uns stehen die Mitglieder im

Mittelpunkt. Es ist unserer Auftrag, sie zu fördern. Und da

unsere Mitglieder auch unsere Kunden sind, sind wir praktisch

zur Kundenorientierung verpflichtet.“ Dreh- und Angelpunkt

für den nachhaltigen Erfolg sei der ganzheitliche

Ansatz bei der Beratung und Betreuung der Kunden. Dr.

Baecker: „Wir werden uns auch in Zukunft nicht mit Mindestanforderungen

an den Verbraucherschutz zufrieden

geben, sondern mutig voranschreiten, um uns vom Einheitsbrei

der Geschäftsmodelle zu unterscheiden.“

„Allerdings müssen wir auch selbstkritisch feststellen,

dass wir die Besonderheiten unseres Geschäftsmodells

in den vergangenen Jahren vielleicht nicht ausreichend –

und wohl auch nicht selbstbewusst genug – verdeutlicht

haben. Das sagen uns heute viele unserer Kunden, denen

erst die Finanzmarktkrise verdeutlicht hat, dass eine

Volksbank etwas Besonderes ist. Hier müssen und wollen

wir mehr informieren.“

®


Beratungstipp Altersvorsorge

Vorteile noch 2011 sichern

Die Zeit wird knapp. „Wer noch in diesem Jahr eine Rentenversicherung

abschließt, kann sich handfeste Vorteile

sichern“, rät Monika Hecht von der R+V Versicherung zum

Handeln.

Denn ab 2012 wird für alle staatlich geförderten Vorsorgeprodukte

– also für Riester- und Rürup-Renten sowie die

betriebliche Altersversorgung – das frühestmögliche Renteneintrittsalter

von 60 auf 62 Jahre erhöht. Das heißt: Nur

wer seine Vorsorge noch vor 2012 vertraglich absichert, bekommt

im Fall der Fälle schon mit 60 Jahren Rente inklusive

staatlicher Förderung. „Das sollten auch diejenigen berücksichtigen,

die an Altersteilzeit denken“, so Hecht. Weiterer

Vorteil: Verträge, die noch in diesem Jahr abgeschlossen

werden, sichern den Garantiezins von 2,25 Prozent.

Auch bei der privaten Altersvorsorge gehen im nächsten

Jahr Vorteile verloren. Wer erst 2012 eine private Rentenversicherung

abschließt, muss mindestens 62 Jahre

werden, um die Steuervergünstigungen bei der Kapitalauszahlung

nutzen zu können. Für ältere Verträge gilt die

60-Jahre-Altersgrenze.

Beratungstipp Rohstoffe

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Aus Angst vor der Inflation legen immer mehr Menschen ihr

Geld in Rohstoffen an. Vor allem die als sicher geltenden

Edelmetalle sind in der weltweiten Schuldenkrise gefragt

wie selten. Der Goldpreis bewegt sich auf Rekordniveau.

Und viele Experten rechnen bis Ende des Jahres mit weiter

steigenden Preisen. „Es ist aber nicht alles Gold, was

glänzt“, mahnt Christoph Bender, Vermögensberater der

VR-Bank, Kapitalanleger zu einem vorsichtigen Vorgehen.

Wer sein Geld in Rohstoffen anlegen will, sollte vorher sorgfältig

die Marktrisiken und -chancen gegen die eigenen

Renditeerwartungen abwägen. Beim Thema Rohstoffe ist

u.a. zu beachten, dass diese Anlageformen in der Regel in

einer fremden Währung (US-$) notieren und – anders als

andere Anlageformen – keine laufenden Erträge wie z.B.

Zinsen oder Dividenden erwirtschaftet werden. „Dabei

kann ein versierter Vermögensberater wertvolle Unterstützung

leisten“, so Bender. „Wir klären Anleger über mögliche

Risiken und Nebenwirkungen auf. Entscheidend für

den nachhaltigen Anlageerfolg ist eine tragfähige, auf lange

Sicht ausgelegte Vermögensstruktur.“

Mehr Informationen: www.vr-bank-westmuensterland.de

R+V Versicherungsexpertin Monika Hecht,

Stadtlohn

Christoph Bender, VR PrivateBanking:

Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

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14

Droht uns eine neue Inflation?

Gastbeitrag von Professor Dr. Ulrich van Suntum

Zur Person

Professor Dr. Ulrich van Suntum

• Geschäftsführender Direktor des Centrums

für angewandte Wirtschaftsforschung Münster

(CAWM)

• Direktor des Instituts für Siedlungs- und

Wohnungswesen (INSIWO) der Westfälischen

Wilhelms-Universität Münster

• Ordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre

der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Eurokrise, Staatsverschuldung, Rohstoffknappheit –

wie soll das alles weitergehen? Fragt man die Leute auf

der Straße, dann rechnen viele nicht nur mit Steuerer-

höhungen, sondern auch mit einem Wertverfall des Euro.

Da kommt schnell Sehnsucht nach der guten alten D-

Mark auf. Sogar in Wissenschaft und Politik wird darüber

diskutiert, ob man nicht den Euro in zwei getrennte

Währungen aufteilen sollte. Wackelkandidaten wie Griechenland,

Spanien, Portugal und Italien hätten dann den

Süd-Euro, die stabileren Länder mit Deutschland an der

Spitze dagegen ihren eigenen Nord-Euro. Viele erhoffen

sich davon mehr Stabilität für unser Geld und größere

Sicherheit vor dem Griff anderer, unsolide wirtschaftender

Länder in unsere Steuerkassen.

Andererseits haben gerade ältere Menschen auch große

Angst vor einer Währungsreform. Schließlich hat sich der

BANKZEIT

GEMEINSAM WERTE SCHAFFEN

Staat schon oft auf diesem Weg entschuldet. Das ging

hauptsächlich auf Kosten der Sparer und der Altersvorsorge,

deren Vermögen sich dabei buchstäblich in nichts

auflöste. Denn Inflation vermindert den Wert von Ersparnissen

und Wertpapieren, und selbst das Eigenheim ist

dann am Ende keine sichere Geldanlage mehr. So wurden

den Immobilienbesitzern nach der Währungsreform

von 1948 Zwangshypotheken ins Grundbuch geschrieben,

um sie auf diese Weise an den Kosten zu beteiligen.

Zu Recht sind deshalb gerade die Deutschen immer sehr

wachsam, wenn es um die Sicherung des Geldwertes

geht.

Vorerst besteht allerdings kein Anlass, den Teufel an die

Wand zu malen. Zwar sind die Preise zuletzt wieder etwas

stärker gestiegen, aber das hängt hauptsächlich mit

der Knappheit von Rohstoffen zusammen. Die deutsche

Staatsverschuldung ist zwar hoch. Sie wird aber mittel-

fristig im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt eher

wieder sinken, vor allem wegen der 2009 eingeführten

Schuldenbremsen. Eine starke Geldentwertung wie etwa

nach den Weltkriegen ist deshalb ebenso wenig zu befürchten

wie etwa ein Bankrott des deutschen Staates.

Genaugenommen ist schon der Begriff „Eurokrise“ ganz

falsch. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Krise der

Staatsfinanzen, die zudem auf einige Mitgliedsländer

im Euroraum beschränkt ist. Zwar hat die Europäische

Zentralbank inzwischen Schulden dieser Staaten für insgesamt

rd. 75 Mrd. Euro aufgekauft. Das ist sicher eine

gigantische Summe, aber bezogen auf die insgesamt

umlaufende Geldmenge M3 im Euroraum macht sie weniger

als 1 Prozent aus. Bedenklich sind diese Käufe in

erster Linie, weil sie die Staatsverschuldung unterstützen,

doch den Geldwert gefährden sie nicht. Die Europäische

Zentralbank ist zudem in ihren Entscheidungen

völlig unabhängig von Europaparlament, Europäischer

Kommission und Europäischem Ministerrat. Anders als

in früheren Zeiten können die Politiker deswegen heute

nicht einfach mehr Geld drucken lassen, um sich der

Staatsschulden zu entledigen.

Der Euro hat denn auch bisher nicht an Wert verloren.

Bisher war er sogar wertstabiler als die viel gelobte

D-Mark, selbst in ihren besten Zeiten. So sind die Verbraucherpreise

in Deutschland seit der Euro-Einführung 2002

nur um durchschnittlich 1,5 Prozent pro Jahr gestiegen.

®


Ulrich van Suntum

Werte: „Mein Doktorvater (Prof. Hans Besters von der Ruhr-Universität Bochum)

hat zu uns immer gesagt: ‚Wenn Sie etwas für die Menschen tun wollen, müssen

Sie erst mal was lernen.’ Umgekehrt gilt aber auch: Fachwissen allein genügt nicht,

es muss vielmehr mit echter Motivation verbunden sein, anderen zu helfen. Insofern

sind Fleiß, Seriosität und Liebe zu den Mitgeschöpfen (keineswegs nur zu den

Menschen) für mich untrennbar miteinander verbundene Werte.“

In den zehn letzten D-Mark-Jahren davor hatte die Inflationsrate

dagegen mit 1,9 Prozent deutlich höher gelegen.

Die anfängliche Diskussion um den angeblichen

„Teuro“ ist darum zu Recht längst verebbt. Auch die

Wertentwicklung des Euro gegenüber dem Dollar gibt

keinen Anlass zur Sorge, im Gegenteil: Kostete ein Euro

Mitte 2002 noch etwa einen Dollar, so ist er derzeit schon

rd. 1,45 Dollar wert.

Es wird aller Wahrscheinlichkeit auch nicht zu einem

Auseinanderfallen des Euroraumes kommen. Problemländern

wie Griechenland und Portugal würde das auch

nicht viel nutzen. Ihre Schulden sind in Euro festgeschrieben

und würden deshalb auch bei Wiedereinführung einer

eigenen Währung unverändert hoch bleiben. Damit

wäre letztlich niemandem geholfen.

Die einzige Lösung des Schuldenproblems ist die

Rückkehr zur Tugend des Sparens. Dazu müssen die

Maastrichter Stabilitätskriterien nicht nur verschärft,

sondern vor allem auch mit automatisch einsetzenden

Strafen für künftige Sünderländer bis hin zu Stimmrechtsverlust

und Pfändung von Staatseigentum versehen

werden. Erste Beschlüsse dazu gibt es schon, allerdings

bieten sie immer noch zu viele Schlupflöcher. Deutschland

ist mit der Einführung von Schuldenbremsen für

Bund und Länder 2009 schon einmal mit gutem Beispiel

vorangegangen. Ab 2020 dürfen nämlich die Bundesländer

keine neuen Schulden mehr machen, und auch

der Bund darf sich ab 2016 nur noch minimal in Höhe

von 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verschulden.

Weil die Wirtschaft weiter wächst, bedeutet das auf

Dauer, dass die deutsche Schuldenquote kontinuierlich

zurückgehen wird. Entsprechende Regelungen sollten

deshalb künftig Bedingung dafür sein, dass ein Land Mitglied

werden bzw. auf Dauer bleiben kann. Dann könnten

nicht nur die Sparer, sondern auf Dauer auch die Politiker

wieder ruhiger schlafen.

www.vr-bank-westmuensterland.de

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BANKGaLErIE

Glückliche Gewinner

Auto und Geldgewinne

für Kunden

Glückwunsch an Gewinnerin Martina Hardelt durch

Dirk Gärtner (l.) und Alfons Ising

Es muss nicht immer der Millionen-

Jackpot sein, auch kleine Summen

machen glücklich. So zeigte sich die

Merfelderin Marita Hardelt hocherfreut

über einen Hauptgewinn in Höhe von

5.000 Euro, den sie beim Gewinnsparen

der VR-Bank Westmünsterland

im Monat Mai für sich verbuchen

konnte. Alfons Ising, Filialleiter der

Volksbank in Merfeld, und Regional-

Jürgen Drews auf der achten „VRühlingsparty“

Mallorca in Stadtlohn

Schon zum achten Mal verbreiteten

sich Frühlingsgefühle in der Stadthalle

Stadtlohn. Ende April feierte die

VR-Bank Westmünsterland ihre VRühlingsparty.

1.000 Besucher begrüßten

die neue Jahreszeit. Wer dabei sein

wollte, musste sich sputen: Schon eine

Woche vor der Fete waren alle Tickets

vergriffen. Das lag auch an Jürgen

Drews. Der „König von Mallorca“ hielt

In bester Partylaune war der Club „Double

Six Pack“, denn er wurde als Sieger des

Stadtlohner Volksbank-Kegel-Cups geehrt.

Ludger Hillmann (r.), Leiter der Volksbank

in Stadtlohn, gratulierte.

leiter Dirk Gärtner überbrachten

die gute Nachricht und gratulierten

der überraschten Kundin mit einem

Blumenstrauß zum unerwarteten

Geldsegen. Insgesamt konnten

sich in diesem Jahr bereits vier Gewinnsparer

der VR-Bank über einen

Hauptgewinn in Höhe von je 5.000

Euro freuen, die Summe aller Geldgewinne

betrug 242.000 Euro.

Besonderes Glück hatte in diesem

Jahr der Coesfelder Guido Worms.

Bei der Sonderziehung des Gewinnsparvereins

der Volksbanken

Anfang des Jahres zog er das große

Los, einen VW Polo Blue Motion.

Im März konnte der strahlende Gewinner

sein neues Auto direkt in der

Autostadt Wolfsburg abholen.

Hof mit allen Hits, von „Ein Bett im

Kornfeld“ bis „Wieder alles im Griff“.

Mit dabei waren auch Christian

Horsters, bekannt als „DJ der guten

Laune“, die Gruppe Rosenrot, das

Schlager-Pop-Duo Fantasy und DJ

Olaf. Außerdem wurden die Sieger

des Stadtlohner Volksbank-Kegel-

Cups der gemischten Clubs geehrt:

Das „Double Six Pack“ sicherte sich

die Urkunde.

BANKZEIT

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®

Schlüsselübergabe an den glücklichen Gewinner

Guido Worms (r.) durch Kundenberater

Carsten Pier und Frank Neuenhausen

(l.), Vorstand des Gewinnsparvereins

www.vr-bank-westmuensterland.de

InternetFiliale

Borkener Industrie- und Gewerbetage

Jungen

Besuchern

Ausbildung

vorgestellt

Zahlreiche interessante Gespräche

wurden am Stand der VR-Bank Westmünsterland

auf den dritten Borkener

Industrie- und Gewerbetagen geführt.

Viele der jüngeren Besucher interessierten

sich nicht nur für die Spiele

auf der Wii-Station, sondern auch für

einen Berufsstart bei der VR-Bank.

Dessen Auszubildende präsentierten

ihre Kampagne „Wir wollen dich“, in

der sie für eine Lehre zur Bankkauffrau

oder zum Bankkaufmann werben. Die

VR-Bank unterstützte als einer von

drei Hauptsponsoren den Industrie-

und Gewerbetag und sorgte darüber

hinaus dafür, dass die Besucher gut zu

den Ständen der 137 regionalen Unternehmen

gelangten: Ein kostenloser

VR-Bank-Shuttle-Service brachte sie

zu den Attraktionen, die sich auf dem

80 Hektar großen Gelände im Gewerbegebiet

Ost verteilten.

www.wir-wollen-dich.de


Dialog Außenwirtschaft über China

Auf Vertrauen

kommt es an

Mangelnde Gründlichkeit bei der

Marktanalyse, ungenügend vorbereitete

Führungskräfte oder Produkte,

die nicht zum örtlichen Markt

passen: Unternehmen, die sich

nach China wagen, können einiges

falsch machen. Eines sollten sie besonders

beherzigen: „Wer im Reich

der Mitte erfolgreich Geschäfte machen

will, muss die chinesische Kultur

verstehen.“

So brachte es Helmut von Siedmogrodzki

beim „Dialog Außenwirtschaft“

der Wirtschaftsförderungsgesellschaft

für den Kreis Borken

Anfang Juni auf den Punkt. Mittelständler

aus der Region waren dazu

in die VR-Bank Westmünsterland

nach Borken gekommen. „Nehmen

Sie sich die Zeit, Vertrauen aufzubauen“,

riet Siedmogrodzki, der

deutsche Kunden beim Aufbau von

Unternehmen in China begleitet,

seinen Zuhörern. Ähnliche Erfahrungen

sammelte Helmut Ebbert.

Auch der Geschäftsführer der Firma

Meade Instruments Europe aus

Rhede unterstrich, dass eine ehrliche

und offene Kommunikation auf

Augenhöhe mit den chinesischen

Geschäftspartnern eine entscheidende

Rolle spiele.

Doch neben kulturellen Fragen gilt

es auch, finanztechnische Aspekte

bei Geschäftsbeziehungen nach

China zu berücksichtigen. Darüber

informierte Torsten Sieverding von

der VR-Bank Westmünsterland.

Der „Dialog Außenwirtschaft“ wird

am 12. Oktober mit dem Schwerpunktthema

„Zielmarkt Italien“ fortgesetzt.

Torsten Sieverding (4.v.l.), Leiter Außenhandel,

dankte den Referenten des „Dialogs

Außenwirtschaft“.

Bundesliga-Tippspiel

Damen erneut erfolgreich

Tippspielleiter Henning Jedrzejek gratuliert

der erfolgreichen Gewinnerin Edith Schnabel.

Im Jahr der Frauen-Fußballweltmeisterschaft

in Deutschland beeindruckten

erneut die weiblichen Teilnehmer beim

Bundesliga-Tippspiel der VR-Bank West-

münsterland mit ihrem Fußballverstand.

VR-Bank weiter Schalke-Partner

Bonus für

DFB-Pokalsieg

Bonus für Schalke 04 VR-SparCard-

Inhaber: Der Pokalsieg der Knappen

am 21. Mai im Berliner Olympiastadion,

auf den Tag genau 14 Jahre

nach dem Gewinn des UEFA-Cups in

Mailand, wird ihnen im Monat Juli mit

zwei Prozent Extrazinsen versüßt.

Außerdem können sie sich – solange

der Vorrat reicht – ein Poster von

der Pokalübergabe in ihrer VR-Bank-

Filiale abholen. Die seit 2006 bestehende

Kooperation mit dem FC

Schalke 04 hat die VR-Bank Westmünsterland

– bereits lange vor dem

UnternehmerFrühstück zum Thema „IT-Security“

Tatort Internet

Ein mulmiges Gefühl hinterließ das UnternehmerFrühstück

2011 der VR-Bank

bei manchem Teilnehmer. „IT-Security

in Ihrem Unternehmen – Sind Sie

sicher?“ lautete das Thema. Sebastian

Schreiber, Geschäftsführer der Computersicherheitsfirma

Syss, demonstrierte

mit einem Live-Hacking, wie schnell

jeder Unternehmer Opfer eines virtuellen

Einbruchs werden kann. Tatort

ist nicht nur das Internet, auch sogenannte

„trojanisierte“ Handys werden

zum Ausspähen und Abhören genutzt.

Schreiber, der aus TV-Sendungen wie

Plusminus und WISO bekannt ist,

knackte selbst verschlüsselte USB-

BANKGaLErIE

Edith Schnabel aus Borken ist die Tipp-

Königin des Westmünsterland-Tipps der

Saison 2010/2011. Sie gewann mit 249

Punkten knapp vor Claas Terjung (248

Punkte) aus Dülmen. Rang drei geht

ebenfalls an die Damen: Sarah Bresche

aus Coesfeld sammelte 247 Punkte.

Auch bei der Verlosung von zwei Mal

zwei Eintrittskarten für ein Ligaspiel des

FC Schalke 04 räumte das vermeintlich

schwache Geschlecht ab. Kathrin Haßler

aus Coesfeld und Marie Kübber aus

Dülmen sind die Glücklichen. Für den

Westmünsterland-Tipp der kommenden

Saison können sich Interessenten bereits

wieder im Internet anmelden:

www.vr-bank-westmuensterland.de

Fußball-Tippspiel

Pokalerfolg – bis 2014 verlängert.

Fast 15.000 Kunden besitzen die

Schalke VR-SparCard. Die sportliche

Geldanlage bringt den Sparern

Extra-Zinsen für jeden Heimspielpunkt.

Zudem werden jedes Jahr

über 500 Gewinne wie VIP-Tickets

und Fan-Artikel verlost. Die Schalke

04 VR-SparCard kann in allen

Bankstellen oder im Internet auf

www.vr-bank-westmuensterland.de

bestellt werden.

Sticks mit höchsten Sicherheitsstandards.

Immerhin: Die große Resonanz

zeigte, wie ernst Unternehmer die Sicherheit

im Netz nehmen. Wie man das

Firmenvermögen gegen Wirtschaftskriminalität

absichern kann, zeigte im

Anschluss Hubert Lanzerath, Experte

der R+V Versicherung. Mit einer VermögensschutzPolice

bietet die R+V

Firmen Versicherungsschutz gegen

Wirtschafts- und Internetkriminalität,

zum Beispiel bei Sabotageakten, Hackerangriffen,

Phishing und Pharming.

Sein Fazit: „Jeder sollte sich intensiv

mit dem Thema beschäftigen, um seine

individuelle Strategie zu finden. Selbstverständlich

stehen die Firmenkundenbetreuer

der VR-Bank ihren Kunden mit

Rat und Tat zur Seite.“

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®

BANKZEIT

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Wenn der Vater mit dem Sohne

Vor 25 Jahren krempelte Erich Picker seinen Betrieb von heute auf morgen

komplett um. Mit nachhaltigen Produkten und einer Unternehmensführung, die

sich an familiären Werten orientiert, machte der Stadtlohner döpik Umwelttechnik

fit für die Zukunft.

Man duzt sich bei döpik. Die Monteure die Kaufleute, die

Kaufleute die Sekretärinnen, die Sekretärinnen die Chefs.

Und umgekehrt. Und wenn im Sommer der erste Auszubildende

bei döpik anfängt, dann wird auch er sich daran

gewöhnen müssen, seinen Arbeitgeber zu duzen. „Wir

wollen eine große Familie sein“, erklärt Tobias Picker,

Juniorchef des Stadtlohner Spezialisten für Holz- und

Biomasseheizungen. Die Mitarbeiter sollen sich wohlfühlen

und gerne für das Unternehmen arbeiten, sagt der

28-Jährige. Auch darum trifft sich die 25-köpfige döpik-

Familie alle zwei, drei Monate zum gemeinsamen Grillen,

Bowlen oder Fußballgucken auf Kosten der Chefs.

Tobias Picker ist auch mit seinem Mitgeschäftsführer per

Du. Natürlich. Er ist sein Vater. Erich Picker, eins neunzig

groß, schlank, sofort präsent, wenn er einen Raum betritt.

Ein Seniorchef, dem man seine 60 Jahre nicht anmerkt.

Seit fast 40 Jahren ist er Unternehmer. Einer mit

Gespür für gute Geschäftsideen. Und einer, der auch den

Mut mitbringt, Neues auszuprobieren.

Am Anfang war der Silobau

1972 hatte der gelernte Kaufmann mit seinem damaligen

Geschäftspartner Döbbelt angefangen, unter dem Namen

döpik als Generalvertreter für einen englischen Hersteller

Getreide- und Güllesilos in Nordrhein-Westfalen

aufzustellen. Ein gut gehendes Geschäft, das er dennoch

aufgab, um ein Produkt zu vermarkten, von dem damals

niemand sicher sagen konnte, ob es sich überhaupt am

Markt durchsetzen wird.

Damals war 1986. Am Kaminfeuer hatte sich Erich Picker

vom Stadtlohner Hotelier Heiner Lembeck zu einer Tour

nach Gunzenhausen bei Nürnberg überreden lassen.

Persönlich wollten sie prüfen, ob die Heizung, die dort

in einem Drei-Mann-Betrieb gebaut und ausschließlich

mit Holzabfällen befeuert wurde, etwas für das Hotel sein

könnte. Das Unternehmen hieß damals wie heute Heizomat.

Der Unterschied: Aus den drei Mitarbeitern sind

heute gut 200 geworden und aus dem Kleinstbetrieb ein

europäischer Marktführer.

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20

Erster Partner von Heizomat

Picker ließ sich von der umweltfreundlichen Technik

überzeugen und wurde 1986 der erste Werksvertreter

der kleinen Heizungsschmiede, zuständig für Nordrhein-Westfalen,

Niedersachen, Schleswig-Holstein und

die Niederlande. Der Erfolg kam aber nicht über Nacht.

Während das Geld weiter mit dem Silobau verdient werden

musste, montierte döpik zunächst nur eine Handvoll

Heizungen pro Jahr. Die erste erhielt das Hotel Lembeck,

die zweite der Innenausbau-Spezialist Tenbrink, der bis

heute schon viermal seine Bio-Heizung aufrüsten ließ.

1990 nahm das Geschäft mit den neuen Heizungen

Tempo auf. Gesetzlich verordnet sozusagen: Holz verarbeitende

Betriebe wurden verpflichtet, ihre Holzreste

in Müllverbrennungsanlagen zu entsorgen. Das ist teuer

und machte fast über Nacht die Holzhackschnitzelheizungen

für diese Kunden interessant. „Zumal die umweltfreundliche

Technik zeitweise auch noch mit 25 Prozent

gefördert wurde“, erinnert sich Erich Picker an die Aufbruchszeit

Anfang der neunziger Jahre.

Heiztechnik für Landwirte

Da hatte Picker seinem damaligen Geschäftspartner

schon ausgezahlt und alles, was mit dem Silobau zu

tun hatte, verkauft. Mit zwei Monteuren und bewährten

Bürokräften konzentrierte er sich ganz auf die umweltfreundliche

Technik von Heizomat. Er selbst tourte durch

die Lande, um Überzeugungsarbeit zu leisten. Mit Erfolg:

Immer mehr Landwirte begeisterte er für die Technik, mit

BANKZEIT

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der sie nicht nur CO 2 -neutral, sondern auch preiswert

Wärme für Ställe, Gewächshäuser und Wohnstuben erzeugen

können. Denn das Heizmaterial kommt aus dem

Wald oder wächst auf dem eigenen Acker. In der Region

ist das immer häufiger Miscanthus, ein energiereiches

Schilfgras, das mit wenig Pflege und Dünger auskommt

und gut für den Boden ist, weil die Blätter Humus liefern.

3.000 Holz- und Biomasseheizungen von Heizomat hat

döpik bis heute aufgestellt. 30 bis 3.000 Kilowatt beträgt

das Leistungsspektrum der Anlagen. Sie werden mit

Holzhackschnitzeln, Sägespänen, Sägemehl, Holz- und

Industriepellets, aber auch mit Stroh, Miscanthus und

anderen Energiepflanzen befeuert. Längst wollen nicht

nur Landwirte, Schreinereien oder Möbelhersteller mit

nachwachsenden Rohstoffen heizen. Auch städtische

Bauhöfe, Schulen, Krankenhäuser, Altenheime, Hotels,

Industrieunternehmen und sogar Schwimmbäder stattet

döpik mit passgenauen Biomasseheizungen aus. „Mit

Aufträgen aus dem öffentlichen Bereich machen wir inzwischen

mehr als die Hälfte unseres Umsatzes“, sagt

Erich Picker. Die Anerkennung freut ihn. „Es war schließlich

ein langer Weg dahin“, so der Pionier.

Nachfolger aus der Familie

Seit gut fünf Jahren begleitet ihn Sohn Tobias Picker dabei,

den Kundenstamm beharrlich zu vergrößern. Für den

Junior, der mit 14 in den Ferien bei der Kesselmontage

half, stand spätestens nach dem Abitur fest, ins väterliche

Unternehmen zu gehen. Auf künftige Führungsaufgaben

bereitete er sich sorgfältig vor. Das kaufmännische

®


Rüstzeug erwarb er als Auszubildender beim Nachbarn

Lichtgitter GmbH, einer der weltweit führenden Hersteller

für Gitterroste, das Schweißen, Biegen, Montieren und

Verkabeln lernte er in einem praktischen Jahr in der Fertigung

bei Heizomat. Dazu kommen noch jeweils drei Monate

Vertriebserfahrung in Österreich und Schaltschrankbau

in der Schweiz.

Der Nachfolgeprozess im Unternehmen döpik ist seitdem

im vollen Gang. Die Aufgaben zwischen Vater und Sohn

sind klar verteilt. Dass auch mal die Türen etwas lauter

zufielen, gehöre dazu, sagt Juniorchef Tobias Picker.

„Ich darf zum Glück meine eigenen Fehler machen.“ Die

grundsätzliche Marschrichtung ist aber klar abgesteckt:

döpik will sich weiter aus der Nische bewegen und die

umweltfreundliche Heiztechnik für mehr Menschen interessant

machen.

Architekten und Schornsteinfeger zu Gast

Einen Meilenstein auf diesem Weg wurde im Mai mit der

Eröffnung des Informationszentrums an der Thyssenstraße

erreicht. Auf rund 7.000 Quadratmetern werden

dort 14 Kesselanlagen mit verschiedenen Austragungsmöglichkeiten

wie Schubboden oder Teleskopfräser,

Schneckensysteme und Kettenförderungen sowie Bunkerbefülltechniken

in Funktion gezeigt. Mindestens so

wichtig wie der Showroom sind die Schulungsräume.

Hier sind regelmäßig Planer, Architekten, Handwerker

und Schornsteinfeger zu Gast, um sich über die neuen

Entwicklungen bei Biomasseheizungen zu informieren.

döpik will die Kunden nicht überreden. Sie sollen überzeugt

werden.

Tobias Picker ist ohne Zweifel ein Überzeugungstäter.

„Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, Ölheizungen zu

verkaufen“, erklärt er. Dass er dazu beitrage, den CO 2 -

Ausstoß zu reduzieren oder Landwirte unabhängig von

Öl und Gas zu machen, gebe ihm ein gutes Gefühl. „Wir

stehen voll hinter dem, was wir tun“, sagt Tobias Picker

und spricht für die gesamte döpik-Familie.

Unternehmer Tobias (l.) und Erich Picker (M.) mit VR-Bank Firmenkundenbetreuer

Ludger Hillmann

Tobias Picker/Erich Picker

Werte: „Unsere Werte sind: Freude an

der Arbeit, am Erfolg, und der Umweltgedanke

unserer Produkte!“

Info

Vom Silobau zur Umwelttechnik

döpik Umwelttechnik, Stadtlohn

Stall- und Silobau war zunächst das Kerngeschäft der

1972 gegründeten Firma döpik. Seit 1986 ist das Unternehmen

Werksvertretung für Heizomat Gerätebau, dem

Marktführer für Biomasseheizungen und Maschinen

zur Holzzerkleinerung mit Sitz in Gunzenhausen. Den

Silobau gab döpik 1989 komplett auf.

Fernwärmeleitungen, VA-Kamine, Rauchgasreinigungsanlagen

sowie Container und Fertiggaragen für Heiztechnik

und Brennstoffe ergänzen das Produktangebot

für Gewerbekunden und öffentliche Auftraggeber.

Über den Fachhandel liefert döpik auch Pelletsheizungen

für Einfamilienhäuser an private Kunden. Vor sechs

Jahren entwickelten die Stadtlohner einen Kessel, der

in Österreich hergestellt und erfolgreich unter eigenem

Namen vermarktet wird. Vorteil der döpik-Heizung:

Er verbrennt problemlos auch Pellets, deren Güte nicht

die hohen DIN-Normen erreichen.

döpik ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich

gewachsen. Zurzeit beschäftigt das Stadtlohner Unternehmen

25 Mitarbeiter.

www.doepik.de

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22

BANKKarrIErE

Abschlussprüfung für Ausbildungsjahrgang 2008

Top-Ergebnisse für 17 Auszubildende

17 junge Leute haben es geschafft: Die

Bankkauffrauen und Bankkaufmänner

bestanden mit überdurchschnittlich

guten Noten ihre Abschlussprüfung

vor der IHK in Münster.

Im Sportschloss Velen gratulierte Vorstandsvorsitzender

Dr. Wolfgang Baecker

gemeinsam mit den Bereichsdirektoren

Margot Heiring und Siegbert

Hövelbrinks sowie Ausbilderin Christin

Naßmacher den 17 frisch gebackenen

Bankern. „Die auffallend guten Ergebnisse

sind ein eindrucksvoller Beweis

für die fundierte und hochwertige

Ausbildung bei der VR-Bank Westmünsterland“,

betonte Dr. Baecker.

Davon profitierten auch die Mitglieder

und Kunden. „Unsere Investitionen in

die Ausbildung der jungen Menschen

sind gut angelegt.“ Die VR-Bank beschäftigt

unter den 400 Mitarbeitern

mehr als 50 Auszubildende. Mit einer

Ausbildungsquote von mehr als zwölf

Prozent zählt sie zu den größten Ausbildern

der Region.

Höchster Bildungspreis für Alexander Wissing

Etappenziel erreicht

Vor zweieinhalb bzw. drei Jahren

gingen sie an den Start. Jetzt erreichten

17 junge Auszubildende der

VR-Bank Westmünsterland ein wichtiges

Etappenziel in ihrer beruflichen

Laufbahn. Ihre Ausbildung zur Bankkauffrau

oder zum Bankkaufmann

bestanden: Jan Dahm (Borken),

Christina Niehaus (Südlohn), Tim

Kersen (Dülmen), Carolin Gjardy

(Dülmen), Stefan Funke (Ramsdorf),

Bester unter den Erfolgreichen

Als einer der „Besten unter den Erfolgreichen

2010“ wurde Alexander Wissing

mit dem Karl-Holstein-Preis, dem

höchsten Bildungspreis der Industrie-

und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen,

ausgezeichnet. Er gehört mit 24

weiteren Auszubildenden zu den Prüfungsbesten

von 10.400 Absolventen.

Der Borkener hatte 2010 seine Prüfung

mit 97 Prozent abgeschlossen. „Es ist

schon ein tolles Gefühl, zu den besten

25 zu gehören“, erklärte der junge

Bankkaufmann. IHK-Präsident Dr. Benedikt

Hüffer gratulierte den Preisträgern:

„Sie haben eine hervorragende

Leistung erbracht“.

Alexander Wissing freut sich über die Auszeichnung als „Bester der Erfolgreichen“ durch

IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer (l.). Christin Naßmacher und Holger Wüstnienhaus

aus dem Bereich Human Resources der VR-Bank Westmünsterland gratulierten.

®

BANKZEIT

GEMEINSAM WERTE SCHAFFEN

Christian Hohlweck (Ramsdorf),

Christian Wilde (Coesfeld), Karin

Gerding (Dülmen), Peer Rotthaus

(Ibbenbüren), Melanie Salz (Borken),

Patrick Kemmerling (Coesfeld), Theresa

Schulze Hillert (Coesfeld), Kim-

Sandra Wassing (Stadtlohn), Jana

Kästner (Coesfeld), Melanie Wagenfort

(Borken-Weseke), Mechalraj Gunasekar

(Stadtlohn) und Sebastian

Böyer (Coesfeld).

Alexander Wissing

Werte: „Konsequentes Handeln

ist für mich ein wesentlicher

Wert. Sowohl im beruflichen

Umfeld als auch in der

Freizeit als Fußballschiedsrichter

bin ich auf diesen Wert

angewiesen. Durch Konsequenz

schafft man es, verlässlich

für andere zu werden

und damit auch Vertrauen

aufbauen zu können.“


Karriereplanung CRF Institut lobt Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Weiter mit

Bildung

Henning Beermann

Christiana Wübbels

Andrea Böing

Claus Hofschulte

Die Bankkauffrauen Andrea Böing und

Christiana Wübbels wissen den Wert

einer soliden Ausbildung bei der VR-

Bank zu schätzen. Darauf ausgeruht

haben sie sich aber nicht. Berufsbegleitend

studierten die Beraterinnen

an der Frankfurt School of Finance &

Management und bestanden dort erfolgreich

ihre Abschlüsse zur geprüften

Bankfachwirtin (IHK). Auch Kollege

Henning Beermann investierte Zeit in

seine Weiterbildung: Der Vermögensberater

bildete sich an der Steinbeis-

Hochschule Berlin zum Bachelor of

Business Administration weiter. Auf

seine neue Aufgabe im Bereich PrivateBanking

bereitete sich Ass. jur.

Claus Hofschulte ein Jahr lang intensiv

vor. Mit Erfolg: Als „Certified Financial

Planner“ gehört der ausgebildete Banker

und Jurist nun zu den ausgewählten

Finanz-Spezialisten Deutschlands.

Mit der internationalen Qualitätsmarke

„Certified Financial Planner“ werden

Personen in der Finanzdienstleistungsbranche

ausgezeichnet, die nach Ausbildung,

Erfahrung und ethischem Anspruch

zur Spitze zählen. Davon gibt

es in Deutschland nur wenige Hundert.

Claus Hofschulte ist keine Ausnahme

in der VR-Bank. „Wir investieren ganz

gezielt in die Fortbildung unserer Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter“, unterstreicht

Personalchefin Margot Heiring

die Bedeutung von Weiterbildung in

der Unternehmenspolitik der VR-Bank.

„Ziel ist, unseren Mitgliedern und Kunden

die beste Beratung und Förderung

zu bieten.“

VR-Bank wieder

„Top Arbeitgeber“

Die VR-Bank Westmünsterland gehört

in diesem Jahr wieder zu den attraktivsten

Arbeitgebern in Deutschland.

Zum vierten Mal hat sie das renommierte

Gütesiegel „Top Arbeitgeber“

erhalten, das vom international tätigen

CRF Institute an 101 Unternehmen für

hervorragendes und modernes Personalmanagement

verliehen wurde. Die

VR-Bank überzeugte vor allem in den

Untersuchungskriterien „Karrieremöglichkeiten“

(siehe nebenstehender Bericht)

und „Work-Life-Balance“. Margot

Heiring, Bereichsdirektorin Human

Resources, nimmt im Gespräch mit

der BANKZEIT-Redaktion dazu Stellung:

Work-Life-Balance klingt nach einem

neuen, knackigen Schlagwort für viele

weiche Themen der Unternehmensführung.

Warum ist es mehr als eine Modeerscheinung?

Ein ausgewogenes Verhältnis von Berufs-

und Privatleben entscheidet darüber,

wie leistungsfähig Mitarbeiter

sind – und somit, welchen Erfolg ein

Unternehmen haben kann. Das ist empirisch

belegt. Mitarbeiter, die seltener

ausfallen und zu ihrem Arbeitgeber

stehen, machen unsere Bank langfristig

wettbewerbsfähig. Das wollen wir

zusammen erreichen.

Maßnahmen für eine bessere vereinbarkeit

von Beruf und Privatleben bieten

inzwischen viele Unternehmen. Was

zeichnet Ihr Programm aus?

Wir sehen in unseren Mitarbeitern den

ganzen Menschen, der auch seinen

Kunden als ganzen Menschen sieht

und langfristig begleitet. Deshalb sollen

unsere Mitarbeiter bei uns nicht nur

auf die berufliche Kurzstrecke gehen,

sondern sich den Marathon

eines langen Berufslebens

zutrauen. Wir helfen ihm

dabei, seine Kräfte richtig

einzuteilen.

BANKKarrIErE

Man sagt, zufriedene arbeitnehmer sind

produktivere arbeitnehmer. Könnten Sie

den positiven Einfluss einer besseren

Balance auch messen?

Flexible Arbeitszeitarrangements helfen

unseren Mitarbeitern, Angehörige

zu betreuen und dann bei der Arbeit

den Kopf frei zu haben. Die Angebote

zu Gesundheit und Fitness verringern

Krankheitstage. Die zusätzliche Produktivität

können wir messen – aber

natürlich können wir keine einfachen

Ursache-Wirkungs-Mechanismen bei

einzelnen Mitarbeitern belegen.

Wie häufig ist die Work-Life-Balance

heute ein Thema in Bewerbungsgesprächen?

Wir interessieren uns für die Wünsche,

Motive und Bedürfnisse unserer neuen

Kolleginnen und Kollegen und besprechen

mit Bewerbern, wie Karriere

und Lebensglück in Einklang gebracht

werden können.

Planen Sie, die Hilfsangebote für ein

besseres persönliches Gleichgewicht

auszubauen?

Ja, denn wir wollen Mitarbeitende ihren

Lebensphasen entsprechend einsetzen.

Bei den älteren Mitarbeitern

haben wir da durchaus Nachholbedarf.

Wir möchten sie mit ihren Talenten und

Vorzügen gezielt ansprechen. In Mentorentandems

sollen Ältere und Jüngere

voneinander profitieren, außerdem

denken wir über projektorientierte

Ausstiege aus dem Arbeitsleben nach.

www.vr-bank-westmuensterland.de

Top Arbeitgeber

Margot Heiring, Bereichsdirektorin Human Resources, freut sich mit Alexander Wissing

(M.) und Thomas Kocks über die erneute Auszeichnung zum Top Arbeitgeber.

23


24 BANKGaLErIE

ifo-Präsident Sinn diskutiert in Coesfeld auf BANKLIvE über die Euro-Krise

„Rettungsschirm vergrößert Probleme“

Hans-Werner Sinn nimmt kein Blatt vor den Mund. Deutliche

Worte fand der Präsident des ifo Wirtschaftsforschungsinstituts

auch bei der Veranstaltung „BANKLIvE“ der VR-Bank

Westmünsterland zur Euro-Krise: „Der Eurorettungsschirm

zögert die Probleme der Eurozone nur hinaus und macht sie

schlussendlich noch größer“, erklärte er vor ausverkauftem

Haus Ende Februar im KonzertTheater Coesfeld.

Kredite und Bürgschaften für Griechenland, Irland und Co.

bereiten dem Ökonomen große Sorgen. „Je mehr Geld die

Europäische Währungsunion zur Verfügung stellt, desto

weniger ändert sich.“Die Garantien in Höhe von 440 Milliarden

Euro, davon allein 120 Milliarden von der Bundesrepublik,

würden Europas Problemländer nicht „als Schuldengrenze,

sondern als Schuldenrecht interpretieren.“ Von der

Euro-Bürgschaft profitierten vor allem Großbanken, denen

jedes Risiko abgenommen werde. Die Haftung für fahrlässige

Fiskalpolitik und riskante Anleihegeschäfte übernehme

stattdessen der Steuerzahler: „Der ist bei einem Zahlungsausfall

der Dumme.“

Als Alternative zum Rettungsfonds forderte Sinn einen

mehrstufigen Krisenmechanismus: Bei einer drohenden

Staatsinsolvenz sollten zunächst Gläubiger auf einen Teil

ihrer Forderungen verzichten, dann sollte die Währungsunion

für maximal zwei Jahre finanziell helfen und schließlich,

als letzter Ausweg, eine geordnete Insolvenz eines Staates

folgen.

Unter diesen Rettungsschirm wagte sich auch der ansonsten skeptische Prof. Hans-

Werner Sinn (2.v.l.). ZDF-Moderatorin Juliane Hielscher hatte ihn zudem für die VR-Bank-

Vorstände Dr. Wolfgang Baecker (r.) und Georg Kremerskothen aufgespannt.

®

BANKZEIT

GEMEINSAM WERTE SCHAFFEN

Podiumsdiskussion mit Vertretern aus der Region

Im Anschluss moderierte Juliane Hielscher vom ZDF eine

lebhafte Diskussion zum Thema: „Deutschland zahlt sich

matt. Wie viel ist (uns) Europa wert?“ Auf dem Podium saßen

neben Dr. Wolfgang Baecker auch Magdalene Garvert vom

Kreislandfrauenverband Borken, der Sozialwissenschaftler

Werner Völlering und Dirk Schuchardt. Der Geschäftsführer

von Lichtgitter aus Stadtlohn zeigte sich optimistisch: „Wir

mittelständischen Unternehmer haben schon viele Krisen

überstanden, wir werden auch die Euro-Krise meistern.“


Den musikalischen Rahmen des Abends bildete das Quartett

„Salut Salon“, das die Zuschauer mit einem brillanten

Mix aus Klassik, Rock, Chanson und Folk begeisterte.

Mehr Informationen: www.banklive.de

Pressemeldungen

Klassik, Rock, Chanson und Folk,

brillant gemixt: Mit diesem Programm

begeisterte das Quartett

„Salut Salon“ die Zuschauer.

VR-Bank unterstützt Stadtjubiläum

„Wir sind Dülmen“

„Wir sind Dülmen“ – unter diesem

Motto feiert Dülmen 2011 die Verleihung

der Stadtrechte vor 700 Jahren

durch Bischof Ludwig II. Die VR-Bank

Westmünsterland ist ein Teil der Stadt.

Mit ihren Vorgängerinstituten ist die

Bank bereits seit 125 Jahren vor Ort

präsent und hat in dieser Zeit die Region

maßgeblich mitgeprägt. Grund

genug also, das Stadtjubiläum aktiv

mitzugestalten.

Bereits Ende des vergangenen Jahres

überreichte Georg Kremerskothen

Bürgermeisterin Elisabeth Stremlau

das erste Exemplar einer Sondermedaille

aus Feinsilber mit einer Stadtansicht

aus dem 17. Jahrhundert sowie

dem Jubiläumslogo. Die Jubiläumsfeiern

unterstützt die VR-Bank mit einer

Spende in Höhe von 10.000 Euro.

Damit werden unter anderem der „Tag

der Jugend“ in der Festwoche vom 15.

bis 24. Juli und das „Dülmen-Musical“

des Clemens-Brentano-Gymnasiums

gefördert, das das Jubiläumsgeschenk

der Schule an die Stadt ist.

Gemeinsam mit der Stadt Dülmen,

der Dülmener Zeitung und Teamfoto

Marquardt suchte die VR-Bank Westmünsterland

zudem die „Jubiläumsbotschafter“

der Stadt. Aus vielen,

vielen Bewerbungen wählte eine Jury

sechs Dülmener Bürger, die von Bürgermeisterin

Lisa Stremlau und VR-

Bank-Vorstand Georg Kremerskothen

per Handschlag in ihr Amt erhoben

wurden. Sie geben dem Stadtjubiläum

ein Gesicht und repräsentieren

mit ihrer Persönlichkeit, ihrer Biografie

und ihrem Engagement jeweils einen

Teil Dülmens. Mehr Informationen:

www.700-jahre-duelmen.de

Dülmen feiert:

Georg Kremerskothen (l.)

und Thomas Reher (r.) überreichen

Dülmens Bürgermeisterin

Lisa Stremlau den Spendenscheck

für das Stadtjubiläum.

BANKGaLErIE

Gerd Wiesmann (o. l.), ehemaliger Landrat des

Kreises Borken, und MdB Johannes Röring

trafen sich auf der BANKLIVE-Veranstaltung

ebenso wie die beiden Hauptgeschäftsführer

der Kreishandwerkerschaft Borken, Christoph

Bruns (l.), und Coesfeld, Dr. Michael Oelck.

Jubiläumsbotschafter der Stadt Dülmen:

Ludger Puhe, Ilka Kerckhoff, Marlen

Dreyer, Ingo Blankenau, Ulrike Sipply,

Ludger Hillermann (v.l.).

Info

Offizielle Sonderprägung

zum Jubiläum

Die Sondermedaille zum Stadtjubiläum

aus 999er Silber samt Etui

und Echtheitszertifikat ist weiterhin

in allen Bankstellen der VR-Bank in

Dülmen zum Preis von 34,90 Euro

erhältlich. Bestellt werden kann

auch eine 999,9-Feingold-Ausführung

– etwas kleiner, aber mit 89

Euro deutlich wertvoller.

25


26

BANKInTErn

Bildungsinitiative der VR-Bank fördert Schulprojekte in der Region

Streitschlichter und coole Schüler

Mit 250.000 Euro fördert die VR-Bank

Westmünsterland innerhalb von fünf

Jahren die Bildungsarbeit an Schulen.

Ein Angebot, das ankommt – viele der

90 Schulen im Geschäftsgebiet haben

sich seit 2009 mit ihren guten Ideen

beworben. Streitschlichter in Nottuln,

ein Coolness-Training in Borken oder

eine Rutsche in Stadtlohn: Das sind

nur drei Beispiele für gelungene Projekte,

die die VR-Westmünsterland Bildungsinitiative

fördert.

Keinen Schuldigen suchen

Dr. Wolfgang Baecker (4.v.l.) und Thomas

Borgert (3.v.l.) überbrachten den Spendenscheck

an Schulleitung, Lehrer, Förderverein,

und Streitschlichter.

Am Gymnasium Nottuln übernimmt

seit Februar 2010 ein 14-köpfiges

Streitschlichterteam Verantwortung,

um das Schulklima zu verbessern. Das

Angebot wird sehr gut angenommen,

was auch daran liegt, dass es von

Schülern für Schüler kommt. „Das Gespräch,

ganz ohne Lehrkräfte, ermöglicht

eine entspanntere Atmosphäre

und hilft vielen Schülern, ihre Differenzen

offen auszusprechen“, sind die

Team-Mitglieder im Alter von 14 bis 16

Jahren überzeugt. Die Streitschlichter

suchen dabei nicht nach einem Schuldigen,

sondern vermitteln zwischen

den Konfliktpartnern, bis diese sich

selbst einigen.

Ein Jahr lang haben mit Dagmar Lange-Meischen

und Christa Reinhard

zwei geschulte Lehrerinnen des Gymnasiums

das Schlichterteam auf diese

anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet.

Regeln wurden aufgestellt und ein

Leitfaden entwickelt, an dem sich die

Streitschlichter orientieren.

In vertraulichen Gesprächen versuchen

die Schlichter, sich in die Gefühle

und Motivationen der Streithähne

hineinzuversetzen und eine Lösung

zu finden. Für das Miteinander der

Schüler ist das Programm ein enormer

Gewinn. Profitiert haben auch

die Streitschlichter selbst: dank der

Fähigkeiten, die sie in der Ausbildung

erworben haben, und dank des darüber

ausgestellten Zertifikats. Mit 2.500

Euro unterstützte die VR-Bank die

Streitschlichter. Davon konnte unter

anderem ein Schlichtungsraum für die

Gespräche eingerichtet werden.

Respekt und Gelassenheit in der

Klasse

Die Kinder aus der Klasse 3a der

Josefschule in Borken nahmen an

einem zehnwöchigen Coolness-Training

der Evangelischen Jugendhilfe

teil, gefördert von Mitteln aus der

Bildungsinitative. „Cool bleiben“ ist

aber nur ein Aspekt des Trainings:

Einfühlungsvermögen, Respekt und

Gelassenheit im Umgang miteinander

wurden gefördert. Gestärkt wurde die

Klassengemeinschaft, in der die Schüler

sich und ihre Fertigkeiten nun besser

entfalten können.

Gutes Lehrmaterial allein reicht

nicht aus

Neue Materialien für eine nachhaltige

Stärkung im Bereich Naturwissenschaft

und Technik im Sachunterricht

hat die Astrid-Lindgren-Schule in

Borken-Burlo erhalten. Vier nagelneue

Forscherkisten mit Unterrichtsmaterialien

zu den Themen „Brücken – und

was sie stabil macht“, „Schall – was

ist das?“, „Schwimmen und Sinken“

sowie „Luft und Luftdruck“ bereichern

seit Neuestem die Schule. Die Boxen

sind eine Entwicklung der Uni Münster,

die sogenannten „KINT-Boxen“

sollen komplexe Sachverhalte den

Kindern verständlich machen. Schulleiter

Rudolf Koormann ist sehr dankbar

über die großzügige Unterstützung

durch die VR-Westmünsterland Bildungsinitiative.

„Allein gutes Lehrmaterial

reicht nicht aus“, machte er deut-

BANKZEIT

GEMEINSAM WERTE SCHAFFEN

®

lich. Zusätzlich werden die Lehrkräfte

zu den entsprechenden Themen durch

die Uni Münster geschult.

Freuen sich gemeinsam mit Schülern und

Lehrern über die finanzielle Unterstützung

der Bildungsinitiative: Georg Kremerskothen

(hinten links) und Rudolf Koormann

(hinten mitte).

Die Hordtschule bewegt sich

An der Stadtlohner Hordtschule haben

viele Eltern, Lehrerinnen und Mitarbeiter

der Schule mit angepackt, um

den Schulhof zu einem großzügigen

und kindgerechten Gelände umzugestalten.

Die 195 Schüler trugen selbst

durch einen Sponsorenlauf zum neuen

Spielplatz bei. Die VR-Bank beteiligte

sich mit 1.800 Euro für eine Rutsche.

Einweihung der neuen Rutsche auf dem

Schulfest: Ludger Hillmann (l.) und Berthold

te Vrügt schneiden gemeinsam mit

den Schulvertretern das Band durch.

Zunächst noch bis 2013 läuft die Bildungsinitiative

der VR-Bank Westmünsterland.

Pro Jahr stehen 50.000

Euro bereit. Schulen sollten sich mit

ihren Projekten bewerben: Der nächste

Ausschreibungstermin ist Montag, 31.

Oktober 2011. Mehr Informationen:

www.vr-bildungsinitiative.de


Schüler-UnternehmerDialog

Junge Konstrukteure beeindrucken Chefs

Wieder einmal hat ein Team der Herta-Lebenstein-Realschule(Stadtlohn)

das Europa-Finale im „FIRST ®

LEGO ® League-Wettbewerb“ erreicht.

In Delft (Niederlande) platzierten sich

die „Atomos-Konstrukteure“ Anfang

Juni im vorderen Mittelfeld. 60 Teams

waren an den Start gegangen. Die

Generalprobe hatten zuvor heimische

Unternehmer beim ersten Schüler-

UnternehmerDialog der VR-Bank

Westmünsterland erlebt. Die VR-Bank

unterstützt seit Jahren als Sponsor

die FIRST ® LEGO ® League-Teams.

Die Roboterpräsentation erfolgte in

Englisch. Prof. Dr.-Ing. Jürgen te Vrugt

vom Fachbereich Elektrotechnik und

Informatik der Fachhochschule Münster

stellte dabei kritische Fragen, um

die Jugendlichen gezielt auf den Wettbewerb

vorzubereiten.

Stifterversammlung in Ramsdorf

Über 10.000 Euro

Förderungen

Getreu dem Motto „Aus der Region –

für die Region“ hielt die Stiftung Aktive

Bürger Borken Stadtlohn und Umgebung

ihre Stifterversammlung in diesem

Jahr in Ramsdorf ab. Vorstand

und Kuratorium waren zu Gast im Seniorenhaus

St. Walburga und dankten

Verwaltungsleiter Thomas Kronenfeld

für den herzlichen Empfang. Stiftungsvorsitzende

Elisabeth Hüls wartete

auch mit einer Überraschung auf. „Wir

möchten bei dieser Gelegenheit nicht

nur Zahlen und Fakten übermitteln,

sondern auch zeigen, wohin die Gelder

der Stiftung gehen“, erläuterte Hüls.

„Daher halten wir unsere Stifterversammlung

gern bei Projektpartnern vor

Ort ab, damit man sich von der ‘Nachhaltigkeit

der Projekte’ überzeugen

kann.“ Für das Rollfietsen-Projekt des

Seniorenhauses stellte die Stiftung 500

Euro zur Verfügung, die Pflegedienstleiter

Jürgen Kaling dankbar in Empfang

nahm. Kaling hielt im Anschluss an die

Versammlung, zu der auch zahlreiche

interessierte Bürger gekommen waren,

einen informativen Beitrag zum Thema

„Demenz und Pflege – Der Übergang

von der Häuslichkeit in die Betreuung“.

Elisabeth Hüls konnte der Stifterversammlung

in ihrem Jahresbericht 2010

nur positive Zahlen verkünden. So wurden

Förderungen von insgesamt über

10.000 Euro ausgesprochen. „Seit Bestehen

der Stiftung sind schon knapp

100.000 Euro an unterstützungswürdige

Projekte in die Region geflossen“,

stellte Vorstandsmitglied Berthold te

Vrügt erfreut fest. Auch im Jahr 2011

sei die Stiftung bereits wieder mehrmals

aktiv gewesen. Besonders stolz

zeigte sich Kuratoriumsvorsitzender

Professor Dr. Jörg Minte darüber, dass

das Stiftungsvermögen sich aufgrund

mehrerer Zustiftungen mittlerweile auf

über 300.000 Euro erhöht hat.

www.stiftung-aktivebuerger.de

BANKInTErn

Glückwünsche an die „Atomos“: Ludger Hillmann (l.) und Berthold te Vrügt (3.v.l.)

gratulierten den jungen Konstrukteuren

Ziel des Schüler-UnternehmerDialogs

ist, den Austausch zwischen den

heimischen Unternehmen und den

Fachkräften von morgen zu fördern.

Schulleiter Ludger Terfrüchte und

Lehrer Dietmar Kemper bedankten

sich beim Generalbevollmächtigten

Elisabeth Hüls überreicht den Spendenscheck

an Jürgen Kaling (M.) und Thomas

Kronenfeld.

Berthold te Vrügt für die Initiative.

Sie freuen sich schon darauf, wenn

demnächst talentierte und engagierte

Schülerinnen und Schüler ihre technischen

Qualitäten erneut unter Beweis

stellen können. Denn nach dem

Finale ist vor dem Finale!

Chipkartenleser

Banking mit

dem neuen

Personalausweis

Inhaber des neuen Personalausweises

im Scheckkartenformat (nPA) können ihr

Dokument seit Jahresbeginn im Internet

für die Verwaltung ihrer Mail- und Social

Network-Zugriffe einsetzen. Auch die

elektronische Steuererklärung ELSTER

soll zukünftig mit dem nPA möglich sein.

Nötig ist dazu nur noch ein Chipkartenleser

- der sogenannte nPA-Leser. Dank

Förderung durch die Bundesregierung

und der VR-Bank Westmünsterland wird

der Leser zum günstigen Preis von 28

Euro bis Ende 2011 an Privatpersonen

abgegeben. Das Lesegerät überträgt

verschlüsselt Daten des neuen Personalausweises.

Neben den zahlreichen

Anwendungen des nPA kann es zusätzlich

mit den Chipkarten der Bank für

das Internet-Banking und Zahlungsverkehrs-Programme

eingesetzt werden.

Chipkartenleser und neuer Ausweis sind

kein Muss für die Kunden: Andere Möglichkeiten

des Bankings, zum Beispiel

das PIN/TAN-Verfahren via SMS, stehen

weiterhin offen.

www.vr-bank-westmuensterland.de

27


28

BANKInTErn

VR-Bank-Beirat

Mitwirkung, die sich bewährt!

Seit einem Jahr steht der Beirat als

neues satzungsmäßig verankertes

Organ der VR-Bank Westmünsterland

beratend zur Seite. Er ist Impulsgeber

und Diskussionspartner und trägt so

zur Meinungsbildung bei.

Dreimal hat sich das Gremium unter

Leitung seines Vorsitzenden Ludger

Berghaus und seines Stellvertreters

Udo Damhus in dieser Zeit getroffen,

um sich aus der Perspektive der Mitglieder

und Kunden mit aktuellen Themen

der VR-Bank zu beschäftigen.

In einem ersten Workshop identifizierten

die Mitglieder in Arbeitsgruppen

Themenfelder, die für Mitglieder

und Kunden im Zusammenspiel mit

ihrer Bank besonders wichtig sind. Daraus

entwickelten sie ein erstes Profil,

um auf dieser Basis Ansatzpunkte für

die Weiterentwicklung zu gewinnen.

Die so gewonnenen Erkenntnisse flossen

bereits in die Aktivitätenplanung

der Bank ein.

In der nächsten Sitzung im Burgsaal in

Ramsdorf beschäftigten sich die Mitglieder

mit dem Schwerpunktthema

„Öffnungszeiten“. Vielen Kunden sei

nicht bewusst, dass Beratungstermine

auch außerhalb der Öffnungszeiten

stattfinden können, stellte der Beirat

fest. Oder sie „trauen“ sich oft nicht,

ihre Beraterin oder ihren Berater darauf

anzusprechen.

Auch seien die Öffnungszeiten der

23 Niederlassungen noch nicht ausreichend

bekannt. So könnten viele

Kunden den Vorteil der regional unterschiedlichen

Öffnungszeiten nicht

nutzen. Als Beispiel wurde die Niederlassung

in Ramsdorf genannt, die

samstags geöffnet hat und im Bedarfsfall

dann natürlich auch von Kunden,

die nicht aus Ramsdorf kommen,

genutzt werden kann.

Zudem vertrat der Beirat die Meinung,

die regional unterschiedlichen Öffnungszeiten

unbedingt beizubehalten

und nicht zu vereinheitlichen. Insbesondere

in den vier Kompetenzzentren

wünschten sich viele Beiratsmitglieder

längere Öffnungszeiten.

„Wir haben die wichtigen Hinweise

aufgenommen und werden die Informationen

zu den Öffnungszeiten den

Kunden gegenüber nun transparenter

kommunizieren“, erklärte Bankdirektor

Berthold te Vrügt. Zudem ist die Meinung

des Beirats in die Entscheidung

BANKZEIT

GEMEINSAM WERTE SCHAFFEN

®

mit eingeflossen, die zunächst nur für

die Eröffnungswochen verlängerten

Öffnungszeiten im KompetenzCentrum

Coesfeld auch über diese Zeit

hinaus beizubehalten. Eine Übersicht

der Öffnungszeiten aller Bankstellen

der VR-Bank Westmünsterland finden

Sie auf der Rückseite der BANKZEIT.

Auch eine weitere Empfehlung des

Beirats wurde bereits umgesetzt. So

äußerte der Beirat den Wunsch nach

einem größeren Angebot an Informationsveranstaltungen

für Mitglieder und

Kunden. Die im Rahmen der Wiedereröffnung

des KompetenzCentrums

Coesfeld durchgeführte Veranstaltungsreihe

wurde daher sehr positiv

wahrgenommen. Viele der dort behandelten

Themen sollen in den nächsten

Monaten auch an anderen Standorten

angeboten werden.

„Die Einrichtung des Beirats hat sich

bereits jetzt bewährt“, so das erfreuliche

Fazit von Bankdirektor te Vrügt.

„Er passt sehr gut zu einer Genossenschaftsbank,

weil diese ihre Tätigkeiten

und Zielsetzungen ausschließlich

aus den Interessen der Mitglieder

und Kunden sowie der heimischen Region

ableitet.“

Workshop in Ramsdorf: Der VR-Bank-Beirat tagte in der Burg Ramsdorf zum Schwerpunktthema „Öffnungszeiten“.


Wertvoller Erfahrungsaustausch

Besuch ehemaliger Vorstände

Alfred Lechtenberg, Heinrich Tömmers,

Kurt Gille, Alfred Dresemann

und Manfred Ballensiefen sind zwar im

Ruhestand. Der Gedankenaustausch

der ehemaligen Vorstandsmitglieder

der VR-Bank ist aber nach wie vor gefragt.

Zu einem Erfahrungsaustausch

hatte sie der amtierende Vorstand

in das neue KompetenzCentrum in

Coesfeld eingeladen. „Die Einschätzung

und die Meinung unserer ehemaligen

Kollegen ist für uns von großem

Wert“, betonte Vorstandsvorsitzender

Dr. Wolfgang Baecker.

Ludger Berghaus, Beiratsvorsitzender

BANKInTErn

Werte: „Die Familie ist für mich der höchste Wert und

Grundstein für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der

leistungsstarken Familienbetriebe. In der Landwirtschaft

stehe ich für den Erhalt der Kulturlandschaft durch traditionell

nachhaltiges Wirtschaften – möglichst ohne

staatliche Gängelung.“

Ehemalige und amtierende Vorstände tauschen sich aus (v.l.): Dr. Wolfgang Baecker, Alfred Lechtenberg, Heinrich Tömmers,

Kurt Gille, Georg Kremerskothen, Alfred Dresemann, Berthold te Vrügt und Manfred Ballensiefen

29


30

Bilanz 2010

Bericht über ein Erfolgsjahr

vr-Bank Westmünsterland eG begleitet nachhaltig den

wirtschaftlichen aufschwung im Westmünsterland und blickt

auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 zurück

Zwei Jahre nach der Finanzmarktkrise und der daran anschließenden

Wirtschaftskrise verloren einige europäische

Länder im Jahr 2010 das Vertrauen der Investoren. Die Staatengemeinschaft

musste eiligst Notprogramme für Griechenland

bereitstellen und entwickelte einen langfristigen

Rettungsfonds für finanziell „angeschlagene“ Staaten, den

als Erstes Irland in Anspruch nahm. Deutschland zeigte

sich unbeeindruckt von dieser Entwicklung. Deutschland

war die „Wachstumslokomotive“ in Europa. Auf den stärksten

Einbruch der Wirtschaftsleistung seit dem Zweiten

Weltkrieg folgte ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in

Höhe von 3,6 Prozent – der höchste seit der Wiedervereinigung.

Die Arbeitslosenzahlen sanken auf den niedrigsten

Stand seit 1993. Von dieser konjunkturellen Erholung profitierte

auch die geschäftliche Entwicklung der VR-Bank

Westmünsterland eG sehr stark.

Bilanzsumme

„Die VR-Bank Westmünsterland eG schaut auf das beste

Geschäftsjahr ihrer jungen Geschichte zurück“, zieht Vorstandsmitglied

Dr. Wolfgang Baecker ein positives Fazit.

„Die Bank präsentiert sich ungebrochen leistungsbereit,

leistungsstark, ertragsstark und kapitalstark.“ Das Zahlenwerk

unterstützt diese Aussagen eindrucksvoll. Das Kundengeschäftsvolumen

der Bank, also die bilanziellen und

vermittelten Kredite und Geldanlagen, konnte um 243 Millionen

Euro oder 7,2 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro ausgebaut

werden. So stieg auch die Bilanzsumme um über

3,6 Prozent auf nunmehr 1,77 Milliarden Euro. Sowohl das

Kreditgeschäft als auch das Kundenanlagegeschäft waren

zu fast gleichen Teilen an dieser positiven Entwicklung beteiligt.

Kreditgeschäft

Die Bank ist der bevorzugte Finanzierer im Westmünsterland.

Mit über 360 Millionen Euro wurde ein neues Rekordvolumen

im Kreditneugeschäft erzielt. Alleine im Fördermittelgeschäft

legte die Bank um 27 Millionen Euro auf 110

Millionen Euro zu. „Die Unternehmen und Privatpersonen

im Westmünsterland haben die Krise hinter sich gelassen

und investieren wieder. Die VR-Bank Westmünsterland eG

steht als zuverlässiger Kreditpartner zur Verfügung“, so Vorstandsmitglied

Georg Kremerskothen. Firmenkunden finan-

BANKZEIT

GEMEINSAM WERTE SCHAFFEN

zierten Investitionen und Betriebsmittel über neue Kredite in

Höhe von 248 Millionen Euro. Die Land- und Forstwirtschaft

war mit einem Anteil von 11,3 Prozent die größte Gruppe

unter den Kreditkunden.114 Millionen Euro Kreditgelder, ein

Plus von 6 Prozent, gingen an Privathaushalte. Die Gelder

flossen in Neubauten und insbesondere in energetische

Sanierungsmaßnahmen. Insgesamt wuchs der bilanzielle

Bestand der Kredite nach Tilgungsleistungen überdurchschnittlich

um 102 Millionen Euro oder 8,3 Prozent auf 1,32

Milliarden Euro an.

Geldanlagen

Die Verbesserung der Liquiditätssituation unserer heimischen

Wirtschaft sowie die stärkere Fokussierung der

Privatkunden auf klassische Einlagenprodukte (VR-Bank

Sparkonto, VR-Bank Wachstumsgeld) führten zu einem

deutlichen Anstieg der Kundeneinlagen. Außerdem konnte

der Bereich „Altersvorsorge“ über Lebens- und Rentenversicherungen

sowie Riester-Verträge deutlich ausgebaut

werden. Bei den Wertpapier- und Fondsanlagen waren insbesondere

Fonds mit Wertsicherungskonzepten und Immobilienfonds

gefragt. Hierzu gehören auch unsere beiden in

Kooperation mit unserem Fondspartner Union Investment

angebotenen Fonds VR-Westmünsterland IMMUNOSelect

und IMMUNOAktiv, die mittlerweile ein Vermögen von mehr

als 137 Millionen Euro verwalten. Die Geldanlagen unserer

Kunden stiegen inkl. der Gelder bei unseren Verbundpartnern

um mehr als 8 Prozent oder 144 Millionen Euro auf

rund 1,93 Milliarden Euro. Alleine die bilanziellen Kundeneinlagen

legten um über 124 Millionen Euro zu.

Ertrags- und Vermögenslage

Die hervorragende geschäftliche Entwicklung schlug sich

auch im Geschäftsergebnis 2010 nieder. Der Überschuss der

normalen Geschäftstätigkeit stieg auf 12,4 Millionen Euro

an. Hier profitierte die Bank von einem deutlich gestiegenen

Zinsergebnis aufgrund der Ausweitung des bilanziellen

Kundengeschäftes und einer Zunahme der Zinserträge aus

der Fristentransformation aus einer steilen Zinsstruktur. Außerdem

konnte das Provisionsergebnis durch die steigende

Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten und die Belebung

im Wertpapier- und Fondsgeschäft zulegen. Im Gegensatz

dazu blieben die Verwaltungsaufwendungen inkl. Sachab-

®


Auf neun Regionalversammlungen wurden den lokalen Vertretern die Entwicklung der VR-Bank Westmünsterland insgesamt sowie der Bank

vor Ort präsentiert. Für den Bereich Südlohn/Oeding stellten (v.l.) Martin Schipper (Oeding) und Frank Selting (Südlohn) die Zahlen vor.

schreibungen auf Vorjahresniveau, obwohl hohe Investitionen,

z. B. bei der Neugestaltung des KompetenzCentrums

Coesfeld in eine weitere Filiale der Zukunft, getätigt wurden.

Dieses insgesamt positive Geschäftsergebnis gibt der

Bank die Möglichkeit, das Eigenkapital deutlich und nachhaltig

zu stärken.

„Eine Stärkung des Eigenkapitals ist zwingend notwendig.

Die höheren Eigenkapitalanforderungen des Baseler Ausschusses

für Bankenaufsicht (Basel III) werden dazu führen,

dass insbesondere überregionale Banken ihr Kreditvolumen

reduzieren und die Kreditnachfrage bei den Banken vor Ort

– wie bei der VR-Bank Westmünsterland eG – steigen wird.

Wir werden aufgrund unserer hervorragenden Vermögens-

und Finanzlage diesen Anforderungen gewachsen sein“, so

Dr. Wolfgang Baecker. „Das entspricht unserem Verständnis

von einer Genossenschaftsbank als Selbsthilfeeinrichtung

des Mittelstandes.“

Insgesamt fließen rund 6,3 Millionen Euro in die Reserven

und das Eigenkapital – ein Plus von 2,7 Millionen Euro gegenüber

dem Vorjahr. Im Sinne der Dividendenkontinuität

schüttet die Bank, vorbehaltlich der Zustimmung der

Vertreterversammlung, an die über 45.000 Mitglieder eine

deutlich über dem aktuellen Zinsniveau liegende Dividende

in Höhe von fünf Prozent plus zwei Prozent Bonus – insgesamt

1,52 Millionen Euro – aus. Auch die Städte und

Gemeinden profitieren vom geschäftlichen Erfolg. So überweist

die Bank rund 3,8 Millionen Euro an Steuern, ein Plus

von 1,3 Millionen Euro.

Insbesondere aufgrund der „Euro-Schuldenkrise“ war auch

das Jahr 2010 ein sehr ereignisreiches Jahr. Das grundlegende

Vertrauen der Gesellschaft in viele Institutionen ist

weiter gesunken. Man denke nur an die Position der Europäischen

Zentralbank im Zuge der Rettungsmaßnahmen.

Über 74 Milliarden Euro an Anleihen, vorzugsweise der

angeschlagenen Staaten, kaufte sie an; ein Novum. „Aber

wir machen weiterhin das einzig Richtige“, so Dr. Wolfgang

Baecker, „als Bank vor Ort und mit Gesicht und Stimme

setzen wir auf langjährige, nachhaltige und vertrauensvolle

Kontakte zwischen Mitarbeitern und Kunden. Wir haben

deshalb im letzten Jahr für alle Mitarbeiter eine Jobgarantie

ausgesprochen. Motivierte Mitarbeiter sind für uns ein

wichtiger Erfolgsfaktor.“

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Geschäftliche Entwicklung

der VR-Bank Westmünsterland eG 2010

Bilanzzahlen im Vergleich (in TEUR)

Aktiva 2010 2009

Barreserve 33.127 30.840

Forderungen an Kreditinstitute 83.828 108.205

Forderungen an Kunden 1.322.636 1.221.041

Wertpapieranlagen 191.985 217.043

Beteiligungen und Geschäftsguthaben

bei Genossenschaften

75.989 75.891

Treuhandvermögen 15.577 19.692

Sachanlagen 22.020 20.627

Sonstige Vermögensgegenstände 8.275 10.355

Rechnungsabgrenzungsposten 44 99

Aktive latente Steuern* 11.146 0

Summe der Aktiva 1.764.627 1.703.793

Passiva 2010 2009

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 435.568 509.385

Kundeneinlagen 1.127.189 1.003.095

Begebene Schuldverschreibungen 2.037 7.186

Treuhandverbindlichkeiten 15.577 19.692

Sonstige Verbindlichkeiten 3.343 2.969

Rechnungsabgrenzungsposten 397 454

Rückstellungen 16.413 13.857

Nachrangige Verbindlichkeiten 682 749

Fonds für allgemeine Bankrisiken 24.800 23.000

Eigenkapital 138.621 123.406

Summe der Passiva 1.764.627 1.703.793

®

BANKZEIT

GEMEINSAM WERTE SCHAFFEN


Gewinn-

und Verlustrechnung (in TEUR)

2010 2009

Zinsüberschuss 40.088 36.381

Erträge aus Aktien und Beteiligungen 1.613 1.083

Provisionsüberschuss 14.187 13.234

Sonstige betriebliche Erträge 2.086 2.563

Personalaufwand 22.555 22.511

Verwaltungsaufwendungen 15.164 14.397

Abschreibungen auf Sachanlagen 2.478 3.090

Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.363 447

Abschreibungen und Wertberichtigungen 4.025 5.094

Betriebsergebnis 12.389 7.722

Außerordentlicher Aufwand* 746 0

Steuern 3.827 2.566

Einstellung in Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.800 1.800

Jahresüberschuss 6.016 3.356

Zuführung zu den Rücklagen 1.800 0

Bilanzgewinn 4.216 3.356

* Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

Es handelt sich bei den vorstehend abgedruckten Bilanzzahlen um eine verkürzte Wiedergabe. Der Jahresabschluss 2010 wurde vom Rheinisch-Westfälischen

Genossenschaftsverband e.V., Mecklenbecker Straße 235-239, 48163 Münster, geprüft und uneingeschränkt bestätigt. Die Offenlegung erfolgt beim

Amtsgericht Coesfeld (Genossenschaftsregister), die Veröffentlichung im Bundesanzeiger.

Herausgeber

VR-Bank Westmünsterland eG

Kupferstraße 28, 48653 Coesfeld

Telefon: 02541 13-0

Telefax: 02541 13-333

E-Mail: bank@vr-bank-westmuensterland.de

Internet: www.vr-bank-westmuensterland.de

Redaktion

Thomas Borgert (verantwortlich)

Berthold Stein

Dr. Dajana Klein

Grafische Umsetzung

flowconcept GmbH, Detmold

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ist ein QR-Code-Reader erforderlich.

Fotografie

VR-Bank Westmünsterland eG

Joachim Busch

Oliver Krato

Teamfoto Marquardt

Iris Bergmann

Borkener Zeitung

Münsterlandzeitung

Streiflichter Coesfeld

Titelbild: BVR

Thinkstock

Impressum

Druck

Druckerei Lage, Borken

Stand: Drucklegung 06/11

© 2011 VR-Bank Westmünsterland eG

Alle Rechte vorbehalten.

Nachdruck und Verwendung

nur mit Genehmigung.

www.vr-bank-westmuensterland.de

BANKZEIT

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34

BANKInTErn

Welche Werte sind uns wichtig?

antworten aus der vr-Bank Westmünsterland

„Werte schaffen Werte“ heißt die aktuelle Kampagne der

Volks- und Raiffeisenbanken. In diesem Heft werden Beispiele

gezeigt, wie die VR-Bank Westmünsterland diesem

Anspruch in Tagesarbeit, aber auch durch soziales und kulturelles

Engagement gerecht wird.

Welche Werte lenken aber die Menschen, die in der Bank

arbeiten? Was treibt sie an? Die BANKZEIT hat bei drei jungen

Bankkaufleuten nachgefragt, die noch nicht lange im

Berufsleben stehen. Und sie hat drei ältere Kollegen um ihre

Meinung gebeten, die in einer anderen Zeit groß geworden

sind und über viel Berufserfahrung verfügen.

Die Jungen: Vertrauen ist die Basis

Stefanie Hemsing, 20 Jahre jung, begeisterte Fußballerin

und noch Auszubildende, bezeichnet sich selbst

als Familienmensch. Dass sie durch die Ausbildung

weniger Zeit für Freunde und Familie hat, bedauert

sie darum. Vertrauen ist für sie der wichtigste Maßstab,

den sie an sich und an die Menschen in ihrer

Umwelt legt. Sie träumt von wirtschaftlicher Unabhängigkeit

und von einem eigenen Häuschen, findet aber, dass Geld

und Macht gerade bei den jüngeren Menschen ihrer Generation

überbewertet werden.

Auch für Marc Adler (23), Berater im Kompetenz-

Centrum Coesfeld, spielt Vertrauen die Schlüsselrolle

in seinem Wertekanon: „Wachse ich als Kind auf,

vertraue ich meinen Eltern. Bin ich Azubi, vertraue

ich meinem Ausbilder, dass er mich vernünftig zur

Prüfung bringt. Bin ich Arbeitnehmer, vertraue ich

meinem Arbeitgeber. Bin ich Sportler, vertraue ich meinen

Mannschaftskollegen. Bin ich hilfsbedürftig, vertraue ich

meinem Pflegepersonal oder meiner Familie“, sagt er. Ohne

Vertrauen sei nur ein Leben als Einzelkämpfer möglich. Marc

Adler stellt aber auch fest, dass die Menschen seiner Generation

auf Glauben weniger Wert legen, als es noch die Eltern

taten, als sie so jung waren. Unabhängigkeit und Ungebundenheit

seien für junge Menschen heute wichtiger.

„Geistige und religiöse Werte haben für die jüngere Generation

an Wert verloren“, sagt Christina Wansing (23),

die zurzeit in der Filiale in Reken eingesetzt ist. „Diese

Werte stehen bei unseren Großeltern noch an erster

Stelle.“ Deutlich spürt die junge Bankkauffrau, dass ihre

Wertvorstellungen durch das Berufsleben beeinflusst

werden. Ganz traditionelle Grundeinstellungen wie Zuverlässigkeit,

Zielstrebigkeit, finanzielle Unabhängigkeit haben an Bedeutung

gewonnen. Als Jugendliche sei es ihr noch viel mehr

um Anerkennung gegangen. Heute ist es wichtig, auf eigenen

Beinen zu stehen, von den Eltern finanziell unabhängig zu sein.

Aber auch sie stellt fest: Vertrauen ist privat wie beruflich die

Basis im Wertesystem. „Es ist wichtig, durch eine faire und ehrliche

Beratung das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Nur so

können wir Kunden auch langfristig an uns zu binden.“

BANKZEIT

GEMEINSAM WERTE SCHAFFEN

Die Älteren: Mehr über Werte sprechen

Ulrike Vogt, 57 Jahre alt, arbeitet im KompetenzCentrum

Borken. „Meine wichtigsten

Werte sind heute Eigeninitiative, Selbstverantwortung,

Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit,

Mut, Verantwortung für andere, Nachhaltigkeit,

Respekt. Leider scheinen viele Werte

aus der Mode gekommen zu sein“, sagt sie.

Was sie besonders stört: Statt Selbstverantwortung zu zeigen,

suche man heute oft die Schuld bei anderen. „Wenn

ich wegen eines Lochs im Bürgersteig stolpere, mache ich

die Stadt verantwortlich“, nennt Ulrike Vogt ein Beispiel.

Beängstigend findet sie es, dass es in einer Gesellschaft, in

der PC und Internet immer mehr persönliche Begegnungen

ersetzen, schwieriger werde, nach den eigenen Werten zu

leben und zu handeln. Eine Diskussion über Wertvorstellungen

hält sie darum auch für gut. „Wichtig ist das Bewusstsein,

dass jeder Einzelne seine Umwelt und seine Zukunft

durch sein Verhalten mitbestimmt.“

Für Bernhard Scheipers (61), Leiter der Niederlassung

in Holtwick, ist Ehrlichkeit die

Richtschnur. „Leider haben wir ja in den vergangenen

Jahren erleben müssen, dass in

verschiedenen Unternehmungen Ehrlichkeit

nicht richtig gelebt worden ist“, stellt er bedauernd

fest und ergänzt: „Auch der Wert

der Arbeit wurde zu meiner Jugendzeit mehr geschätzt als

heute. Die Blickrichtung auf den Menschen als Geschöpf

Gottes fehlt häufig.“ Eine Besinnung auf ethische Grundwerte

wie Toleranz, angemessene Zurückhaltung und

Hilfsbereitschaft tue not. „Wir müssen wieder lernen zu

erkennen, dass wir nur im Team stark sind und alle aufeinander

angewiesen sind.“ Eine Wertediskussion könne die

Gesellschaft gut gebrauchen, vor allem angesichts der Herausforderungen

durch die dramatischen demografischen

Umwälzungen.

Magdalena Schütte (56), Mitarbeiterin in

Südlohn, ist in einer Großfamilie aufgewachsen.

Traditionen, feste Regeln und Werte wie

Pünktlichkeit, Verlässlichkeit und respektvoller

Umgang bestimmten den Alltag, berichtet sie.

Das prägt sie bis heute. „Viele junge Leute sind

heute selbstbewusster, kritischer und auf sich

gestellt, weil ihnen oft der familiäre Halt fehlt. Manchmal sind

ihnen materielle Werte wichtig“, sagt sie. Umso wichtiger sei

es, dass Jung von Alt lerne und umgekehrt. Schütte: „Das

Miteinander im Privaten wie im Beruflichen ist ein Geben und

Nehmen. Wir können von der Jugend im Bereich Computer

und Technik und die Jugend von unseren Wertvorstellungen

und Erfahrungen im Alltag lernen. Der Umgang mit jungen

Menschen im täglichen Leben macht mir viel Spaß!“

®


VR-Bank Westmünsterland eG

Öffnungzeiten für Sie im Überblick

KompetenzCentrum Borken

Borken Butenwall 57

Mo.-Fr. 08:30-13:00 Uhr

14:00-18:00 Uhr

Borken Kornmarkt 10

Mo.-Fr. 09:00-12:30 Uhr

14:00-17:00 Uhr

Di., Do. 14:00-18:00 Uhr

Borken-Burlo Borkener Straße 45

Mo.-Fr. 08:30-12:30 Uhr

14:30-17:30 Uhr

Do. 14:30-18:00 Uhr

Borken-Weseke Borkenwirther Straße 3-5

Mo.-Fr. 08:30-12:30 Uhr

14:30-17:30 Uhr

Do. 14:30-18:00 Uhr

KompetenzCentrum Coesfeld

Coesfeld Kupferstraße 28

Mo.-Do. 08:30-18:00 Uhr

Fr. 08:30-16:30 Uhr

Coesfeld Druffels Weg 62

Mo.-Fr. 08:30-12:30 Uhr

14:00-16:30 Uhr

Do. 14:00-18:00 Uh

Coesfeld Kleine Viehstraße 1-3

Mo.-Fr. 08:30-12:30 Uhr

13:30-16:30 Uhr

Do. 13:30-18:00 Uhr

Coesfeld-Goxel Rekener Postweg 25

Mo.-Fr. 08:30-12:30 Uhr

14:00-16:30 Uhr

Do. 14:00-18:00 Uhr

KompetenzCentrum Dülmen

Dülmen Westring 30

Mo., Mi., Fr. 08:30-16:30 Uhr

Di., Do. 08:30-18:00 Uhr

Dülmen Königswall 6

Mo.-Fr. 08:30-12:30 Uhr

Mo., Mi., Fr. 14:00-16:30 Uhr

Di., Do. 14:00-18:00 Uhr

Dülmen Lüdinghauser Str. 197

Mo.-Fr. 08:30-12:30 Uhr

14:00-16:30 Uhr

Do. 14:00-18:00 Uhr

Dülmen Josef-Heiming-Str. 21

Mo.-Fr. 08:30-13:00 Uhr

Mo.-Mi., Fr. 14:30-17:00 Uhr

Do. 14:30-18:00 Uhr

Dülmen-Hausdülmen Halterner Straße 276

Mo.-Fr. 08:30-12:30 Uhr

14:00-16:30 Uhr

Do. 14:00-18:00 Uhr

Dülmen-Hiddingsel Brinkstraße 7

Mo.-Fr. 08:30-12:30 Uhr

14:30-17:30 Uhr

Do. 14:30-18:00 Uhr

Dülmen-Merfeld Rekener Straße 22

Mo.-Fr. 08:30-12:30 Uhr

14:00-16:30 Uhr

Do. 14:00-18:00 Uhr

KompetenzCentrum Stadtlohn

Stadtlohn Neustraße 5-7

Mo.-Fr. 08:30-12:30 Uhr

14:00-16:30 Uhr

Do. 14:00-18:00 Uhr

Kupferstraße 28, 48653 Coesfeld

ServiceRufnummer und Fax 0180 111 5 333*,

E-Mail: bank@vr-bank-westmuensterland.de, Internet: www.vr-bank-westmuensterland.de

* 3,9 ct./Min. aus dem Festnetz, Mobilfunkhöchstpreis 42 ct./Min., Rufnummer werktags 8 –19 Uhr

Gescher Kirchplatz 9

Mo.-Fr. 08:30-12:30 Uhr

14:00-16:30 Uhr

Do. 14:00-18:00 Uhr

Holtwick Kirchplatz 23

Mo.-Fr. 08:30-12:30 Uhr

14:00-16:30 Uhr

Do. 14:00-18:00 Uhr

Reken Hauptstraße 29

Mo.-Fr. 08:00-12:30 Uhr

14:30-17:00 Uhr

Do. 14:30-18:00 Uhr

Südlohn Nordwall 6

Mo.-Fr. 08:30-12:30 Uhr

14:00-16:30 Uhr

Do. 14:00-18:00 Uhr

Südlohn-Oeding Winterswyker Straße 1a

Mo.-Fr. 08:30-12:30 Uhr

14:00-16:30 Uhr

Do. 14:00-18:00 Uhr

Velen Coesfelder Straße 14

Mo.-Fr. 08:15-12:30 Uhr

14:15-16:30 Uhr

Di., Do. 14:15-18:00 Uhr

Velen-Ramsdorf Lange Straße 30

Mo.-Fr. 08:00-12:30 Uhr

14:30-17:00 Uhr

Mi. nachmittags geschlossen

Sa. 08:00-12:00 Uhr

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