NEUE MOBILITÄT - Bundesverband eMobilität e.V.

bem.ev.de

NEUE MOBILITÄT - Bundesverband eMobilität e.V.

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NEUE MOBILITÄT

Das Magazin vom Bundesverband eMobilität

Sonderpublikation eBikes & Co.

eMobilität in Europa

elektroräder als

Touristenattraktion

Status Quo

Verkaufszahlen von eBikes

steigen rasant

ISSN 2191-5636 Sonderausgabe

BEM eMobile Ticker

Jetzt im App Store.

Erste Flotten

eBikes als ergänzung von

Fahrzeugflotten

eMobilität & Politik

Neuregelung bei Besteuerung

von Dienst-Fahrrädern

Neue Mobilität

1


n e



BEM-Vorstand Christian Heep unterwegs auf einem eBike

Elektrozweiräder im Fokus


Grußwort BEM-Vorstand Christian Heep

Die Diskussion rund um das Thema Neue Mobilität wird

- insbesondere medial - häufig auf die Elektrifizierung des

Automobils reduziert. Dabei geht es im Kern um die Erhaltung

von Mobilität als Voraussetzung und Treiber unseres

Wohlstands. Die Voraussetzung dafür ist eine effizientere

Nutzung der zur Verfügung stehenden Ressourcen, Infrastrukturen

und Räume bei gleichzeitiger Reduktion schädlicher

Emissionen. Genau hier bieten Elektrozweiräder ein

enormes Potenzial. Vor diesem Hintergrund haben wir im

Rahmen einer Sonderpublikation alle bis dato in der NEUEN

MOBILITÄT erschienenen Artikel zum Thema Elektrozweiräder

noch einmal zusammen gefasst.

Immer mehr Hersteller und Investoren - auch aus der Automobilbranche

- setzen derzeit auf das Thema eBike und

sorgen für einen hochdynamischen Markt. So wird in der

kommenden Radsaison erstmals in sämtlichen Fahrrad-

Kategorien eine ausgereifte elektrische Unterstützung angeboten.

Von praktischen City- und Einkaufsflitzern über

Trekkingbikes für lange Touren bis hin zu leistungsfähigen

Mountainbikes, hochwertigen Klapprädern, Lastenrädern

oder schicken Cruisern ist für jede Altersklasse und Kundengruppe

etwas dabei.

Elektroräder sind dabei nicht nur ein praktisches Transportmittel,

sie bieten auch einen guten Einstieg ins Thema

Elektromobilität. Nicht nur die lautlose Beschleunigung

begeistert, man gewöhnt sich auch schnell an Ladezyklen,

Akkupflege, Softwareupdates, Fachbegriffe wie Amperestunden,

bürstenlose Motoren usw. Viele Hausbesitzer denken

in diesem Zusammenhang vielleicht auch gleich an die

Ladeinfrastruktur, rüsten ihre Leitungen auf oder installieren

direkt ein Solar-Carport.

Zunehmend interessieren sich inzwischen auch Unternehmen

und Kommunen für die Ergänzung ihrer Fahrzeugflotten

durch eBikes. Diese sind in Innenstädten schneller als das

Auto, deutlich kostengünstiger in Anschaffung und Unterhalt,

kennen keine Parkplatzprobleme und werden von den

Mitarbeitern, die ganz nebenbei etwas für ihre Gesundheit

tun, bei gutem Wetter gerne gefahren. Auch touristische

Gebiete haben die neuen Chancen und Potenziale längst erkannt:

Sie schließen sich zu eBike-Regionen zusammen und

bieten vor Ort eine komplette Infrastruktur vom Leih-eBike

über Ladestationen bis zum Akkutausch.

Mehr zum Thema Elektrozweiräder finden Sie in der vorliegenden

Sonderpublikation und wie gewohnt in den kommenden

Ausgaben unseres Fachmagazins NEUE MOBILITÄT.

2 Neue Mobilität Neue Mobilität 3


Editorial - Christian hEEp

Veni, vidi, vici..

Editorial von Christian Heep, Vorstand Marketing im

bundesverband eMobilität und Chefredakteur der NEUEN Mobilität

Die Herausforderung einer realistischen Mobilitäts-Umstellung

auf elektrische Antriebsarten auf basis Erneuerbarer

Energien und ein generelles Umdenken in bezug auf unsere

individualmobilität stellt uns vor komplexe Aufgaben, die nur

gemeinsam mit allen relevanten branchenteilnehmern, Wirtschaft,

Politik, Verbänden, Medien und insbesondere dem

Votum der Öffentlichkeit eine zeitnahe Umsetzung erfährt.

Hier gilt es, möglichst große Schnittmengen zu bilden und

diese mit weiteren, begleitenden Aspekten perspektivisch

und nachhaltig in Einklang zu bringen: Klima- und Umweltschutz,

Ressourcenschonung und weniger Abhängigkeit insbesondere

vom knapper und immer teurer werdenden Öl,

saubere Luft und leisere Städte vor allem in den Ballungsräumen.

Gleichzeitig geht es mit einem besonderen Augenmerk

auf einem globalen Marktplatz aber auch um wirtschaftliche

Aspekte in Bezug auf unsere Wertschöpfung - und die verhält

sich direkt proportional zum Wohlstand in Deutschland

und Europa. Somit reden wir am Ende nicht nur von einer

nachhaltigen Neuen Mobilität, sondern über den Erhalt und

die Schaffung neuer, zukunftsfähiger Arbeitsplätze.

Wir haben also zwei übergeordnete Ziele: Elektromobilität

und eine möglichst hohe Beteiligung heimischer Unternehmen.

Gemeinsam mit unseren Mitgliedern zeigen wir ein

umsetzungsfähiges und nachhaltiges Konzept für eine Neue

Mobilität auf und wirken entsprechend an der Umsetzung

dieser Zielformulierung mit.

Dazu benötigen wir eine starke politische und mediale Sicht-

barkeit. Aus diesem Grund richten wir unsere Aktivitäten ständig

an diesem strategischen Fokus aus. So sind zum Beispiel

der Aufbau des parlamentarischen und wissenschaftlichen

Beirats, die Aktion »Wir elektromobilisieren den Bundestag«

oder »Frühstück bei Tiefensee«, die Europa-Sektion mit Dr.

Ingo Friedrich als Repräsentant in Brüssel, die Beschäftigung

mit den Schaufensterbewerbungen, unsere Roundtable, die

Stammtische, politische Hintergrundgespräche und Teilnahme

an Lenkungskreisen wichtige Bausteine, die in der Kommunikation

dazu beitragen, uns politisch zu verzahnen und

unsere Sichtbarkeit in diesem Bereich erhöhen.

So kommt es, dass auch Landtage unsere emobilen Aktionen

einsetzen und wir uns mit den Landesvertretungen regional

besser verorten können, unser Präsident im Rahmen einer

Delegationsreise mit Dr. Ramsauer nach Japan flog, wir mit

einigen Mitgliedern beim Deutschen Botschafter und beim

Minister auf Malta waren oder auf der Automechanika in

Shanghai. Wir erfahren verstärkt Aufmerksamkeit von unseren

europäischen Nachbarn und den Botschaften, Gespräche

auf ministerialer Ebene und Einladungen zu Vorträgen

nehmen deutlich zu und in Summe werden wir inzwischen

als respektierter Verband von Politik und Medien anerkannt,

zitiert und bei Fachfragen und Statements angefragt.

Sonderbeilagen und Medienkooperationen im Handelsblatt,

der FAZ, der Zeit oder der Financial Times mit 6-stelligen Auflagen

schaffen eine mediale Wahrnehmungsebene. Unsere

Neue Mobilität informiert 4 mal im Jahr mit insgesamt bereits

über 700 Seiten redaktioneller Fachbeiträge und Interviews

zumeist aus den Reihen unserer Mitglieder. Fast täglich kommen

neue Abonnenten hinzu. Unsere XING-Gruppe zählt inzwischen

über 2.000 interessierte Mitglieder, wir haben eine

App und einen Newsbereich, der tagesaktuell gepflegt wird,

wir sind auf Facebook, haben einen eigenen YouTube-Kanal,

Google+ und natürlich twittern wir. 2 mal im Monat erscheint

unser Newsletter für über 6.000 Empfänger, unser PageRank

liegt bei 5 und unsere Webseite ist bis dato 157.490 Mal besucht

worden - weit über 500.000 Seitenaufrufe..

Im Rahmen unserer Gemeinschaftsstände auf der eCarTec,

E-world, Clean Tech World, Michelin Challenge Bibendum,

CEP, Lebenswelt Elektromobilität sowie unserer Präsenz und

Medienpartnerschaften auf vielen Kongressen, Symposien,

Fachveranstaltungen und anderen Events haben wir einige

hundert Gespräche geführt, aus denen sich bereits viele neue

Kontakte und Projekte ergeben haben. In der Folge führen all

diese Aktionen, Social Media Aktivitäten und Cluster-Effekte

Editorial - Christian hEEp

zu weiteren Unterstützern, größerer Aufmerksamkeit und

einem ständig wachsenden Netzwerk, dass wir brauchen,

um die Neue Mobilität in der Gesellschaft zu verankern und

unsere Mitglieder erfolgreich untereinander zu vernetzen.

Diese eigendynamischen Prozesse sind der Grund unserer

strategischen Marketingbemühungen mit dem Ziel, uns den

notwendigen Einfluss zu verschaffen, um mit der Gemeinschaft

einer ganz neuen branche unsere Zukunft nachhaltig

zu verändern und dabei Wirtschaftlichkeit und Umwelt gleichermaßen

zu berücksichtigen.

Wenn wir unsere Netzwerke sinnvoll einsetzen und weiter

ausbauen, wenn sich alle aktiv einbringen, können wir in

Kooperation und Synergie viel bewegen. Und dann ist auch

unsere Zielvorgabe von 4,5 Millionen Elektrofahrzeugen bis

2020 durchaus realistisch. Aber nur, wenn wir das auch wirklich

wollen, uns unserer Verantwortung bewusst werden und

unsere Einflussmöglichkeiten auf allen Ebenen nutzen.

Lasst uns Tatsachen schaffen und im Sinne einer vielversprechenden

Neuen Mobilität siegreich sein. Vielen Dank für

Ihre Unterstützung und viel Spaß beim Lesen..

Christian Heep

christian.heep@bem-ev.de

4 Neue Mobilität AuSgABe 07 April 2012

AuSgABe 07 April 2012 Neue Mobilität 5


eCarTec - BEM-GEMEinsChaftsstand

eCarTec - die Leitmesse für

Elektromobilität

Die eCartec 2010 bringt als leitmesse der emobilen branche

zum zweiten Mal erfolgreich alle aktuellen Entwicklungen

und technologie-Angebote auf einer Fachmesse zusammen.

Neben der Präsentation der neuesten Innovationen, bietet

der Fachkongress zur Elektromobilität eine ideale Kommunikationsplattform

für Energieversorger, Batteriehersteller,

Hersteller und Entwickler von Elektrofahrzeugen, Systemzulieferer,

Forschungseinrichtungen, Verbände und die Politik.

Kommentar von Christian Heep, bEM-Geschäftsführer

zum Gemeinschaftsstand:

»Die Branche der Elektromobilität stellt sich derzeit auf, um

zu einem enormen Wachstumsmarkt mit ungeahnten Potenzialen

zu werden. eMobilität wird dabei nicht nur als Job-

Aussteller BEM-Gemeinschaftsstand

motor fungieren, sondern auch im Bereich Klima- und Umweltschutz

neue Maßstäbe setzen und auf Basis Erneuer-

barer Energien für eine nachhaltige Neue Mobilität sorgen.

Vor diesem Hintergrund sieht der BEM seine Aufgaben primär

in der Bündelung der relevanten Kompetenzen, der Vernetzung

der eMobilitäts-Player und der Entwicklung innovativer

Geschäftsmodelle. Unterstützt von unseren Mitgliedern

und Ausstellern können wir mit dem BEM-Gemeinschaftsstand

Geschlossenheit gegenüber den Idealen der Neuen

Mobilität zeigen und diese in einem optimalen Umfeld präsentieren.

Presserundgänge und zahlreiche geladene Gäste

sorgen für die entsprechende Aufmerksamkeit und mediale

Präsenz. Der BEM-Außenparcours unterstützt das Messekonzept

zusätzlich um die Komponenten Faszination und

Begeisterung durch emotionale Erfahrbarkeit.«

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eBike & eScooter Shop Berlin

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Der BEM-Gemeinschaftsstand symbolisiert die gemeinsame

Positionierung im Bereich der Elektromobilität. Denn nur

gemeinsam können wir langfristig etwas bewegen. Um jetzt

Elektromobilität erfolgreich auf die Straße zu bringen, ist es

unumgänglich, dass wir die notwendigen Kompetenzen bündeln

und mit einer Stimme nach außen hin auftreten. Genau

das hat sich der BEM als aktives Sprachrohr der Branche gemeinsam

mit seinen Mitgliedern zur Aufgabe gemacht.

Frank Müller, BEM-Geschäftsführer

6 Neue Mobilität AuSgABe 01 OkTOBer 2010

Neue Mobilität 7

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eCarTec - BEM-GEMEinsChaftsstand

lesen Sie auf den nächsten Seiten mehr zum BeM-gemeinschaftsstand,

seinen Ausstellern und ihren innovativen produkten,

konzepten und projekten im Bereich eMobilität.

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Das Düsseldorfer Unternehmen Evelocity hat ein ebenso einfaches

wie anspruchsvolles Ziel: Elektromobilität soll erlebbar

werden. Anspruchsvoll, weil im Hinblick auf Reichweite,

Verfügbarkeit und Kosten Mobilität mit elektrisch angetriebenen

Verkehrsmitteln in vielen Bereichen immer noch Zukunftsmusik

ist. Aber eben auch einfach, weil in einzelnen

Segmenten echte Anwendung bereits möglich ist: technisch,

wirtschaftlich und ganz praktisch.

Evelocity positioniert sich dabei in erster Linie als Partner

gegenüber institutionellen Kunden, die in ihre betrieblichen

Abläufe Elektromobilität integrieren wollen. Gründe für

Unternehmen und Kommunen gibt es laut Geschäftsführer

Kirschbaum viele: »Eine bessere CO2-Bilanz, Freude an alternativer

Fortbewegung, innovative Ergänzung der Nachhaltigkeitsstrategie,

ein Bekenntnis zu fortschrittlichen und ökologisch

sinnvollen Trends.« Das junge und leidenschaftliche

Team in Düsseldorf, Berlin und München konzentriert sich

eCarTec - BEM- GEMEinsChaftsstand - EvEloCity

EVELOCITY: Innovative Lösungen

vom Produkt bis zur Infrastruktur

auf die Lösungen, die auch heute schon in der Breite funktionieren.

Große Aufmerksamkeit wurde etwa im Mai 2010 geweckt, als

Evelocity die Landeshauptstadt Düsseldorf mit einer Flotte

individuell gestalteter Elektrofahrräder ausstattete.

Oberbürgermeister Elbers war so begeistert, dass das erste

Rad direkt in seinem Büro landete. Aktuell beschäftigt sich

das Unternehmen mit einem aufwendigen Infrastrukturprojekt:

Bahn-Pendler im Raum Düsseldorf sollen integriert mit

Elektrorad und Bahn unterwegs sein. Dafür entwickelt Evelo-

city im Sinne eines One-Stop-Shops die gesamte Lösung:

vom Elektrofahrrad bis zur Solartankstelle. Der Clou: Aus

öffentlichen Fördermitteln liefert das Unternehmen die

Finanzierung seiner Projekte regelmäßig direkt mit.

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Neue Mobilität 9


eCarTec - BEM-GEMEinsChaftsstand - EnBW ElEktroflottE

DIE ENBW ELEKTRONAUTEN AUF IHRER JUNGFERNFAHRT AM 04. JULI 2010

Elektromobilität bei der EnBW

Erwartungen, Ziele und Aktivitäten im Überblick

Die Bundesregierung sieht das Thema Elektromobilität im

Rahmen der Klimaschutzziele als ein wichtiges Element,

um die verkehrsbedingten CO2-Emissionen zu reduzieren

und gleichzeitig die Abhängigkeiten von Erdölimporten zu

mindern. Mit ihrer Zielsetzung bis 2020 eine Million Elektro-

fahrzeuge und »Plug-in Hybridfahrzeuge« auf Deutschlands

Straßen zu bringen, ist das Thema Elektromobilität zu einem

der bedeutendsten Zukunftsthemen geworden. Auch die

EnBW ist davon überzeugt, dass Elektromobilität dem Klimaschutz

dient und engagiert sich mit zahlreichen Forschungsprojekten

und Initiativen, um das Thema voranzutreiben.

Unter dem Motto »E-Mobilität für alle« fiel am 04. Juli der

Startschuss für die derzeit größte Elektroflotte Deutschlands

im Rahmen der Modellregion Elektromobilität Region

Stuttgart, welches vom Bundesministerium für Verkehr, Bau

und Stadtentwicklung gefördert wird. Ein Jahr lang testen

500 Elektronauten auf elektrisch betriebenen Zweirädern,

so genannten E-Bikes, die Mobilität der Zukunft.

Neben der Erfassung des Nutzungsverhaltens von Elektromobilität

geht es unter anderem darum, Elektromobilität im

öffentlichen Raum sichtbar zu machen und so die Akzeptanz

und das Interesse für die zukunftsweisende Antriebstechnologie

zu steigern.

Seit kurzem bringt die EnBW Elektromobilität aber auch in

die Regionen: Mit einer landesweiten Elektromobilitäts-

initiative für Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg.

Ziel der Initiative »Wir machen Baden-Württemberg

E-mobil!« ist es, das Mobilitäts- und Ladeverhalten in länd-

lichen Regionen zu analysieren, um die dazugehörige Infra-

struktur für ein landesweites Konzept zu entwickeln. Dazu

können Städte und Gemeinden E-Bikes und Ladestationen

zu einem speziellen Teilnehmerpreis bei der EnBW

erwerben. Das Projekt dauert 18 Monate und soll im Frühjahr

2011 starten. »Wir freuen uns, dass unsere Initiative

bei den Städten und Gemeinden auf so großes Interesse

stösst und wir dadurch E-Mobilität auch im ländlichen Raum

voran bringen können«, so Thomas Gunkel, Projektleiter

E-Mobilität bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

Neben der Erprobung der Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen

widmet sich die EnBW als Energieerzeuger und

Netzbetreiber aber schwerpunktmäßig energielogistischen

Fragestellungen im Zusammenhang mit Elektromobilität.

Denn neben dem Bedarf einer ordentlichen Ladeinfrastruktur

sind es vor allem die Auswirkungen auf die dahinterliegende

Energielogistik, die die Energieversorger vor Herausforderungen

stellt.

eCarTec - BEM-GEMEinsChaftsstand - EnBW ElEktroflottE

»Unsere langfristige Vision ist, das Elektroauto an das »smart home«, das intelligente Energiemanagement

eines jeden Haushalts, und über das »smart home« an das »smart grid«

anzubinden.« Christian Buchel, Mitglied des Vorstands der EnBW Energie Baden-Württemberg AG

In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

im Rahmen des Programms »IKT für Elektromobilität«

geförderten Forschungsprojekts MeRegioMobil, entwickelt

die EnBW gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern intelligente

Lade- und Abrechnungsmodelle. Zudem errichtet die

EnBW bis 2011 mehrere hundert Ladepunkte für Elektrofahrzeuge

in Baden-Württemberg. Ziel des Projekts ist es herauszufinden,

wie die Akkus der Elektrofahrzeuge optimal mit

dezentralen Energieerzeugern und Verbrauchsgeräten vernetzt

werden können. Untersucht wird dabei insbesondere

das Potenzial von Elektrofahrzeugen als mobile Energiespeicher

sowie ihre Einbindung in elektronische Marktplätze.

Mehr informationen erhalten Sie unter

www.enbw.com/e-mobilitaet

10 Neue Mobilität AuSgABe 01 OkTOBer 2010

AuSgABe 01 OkTOBer 2010 Neue Mobilität 11


eCarTec - BEM-GEMEinsChaftsstand - EnBW - arE you rEady for E-MoBility ?

Are you ready for E-Mobility?

EINE INITIATIVE DER EnBW

Viele Autofahrer wären heute schon bereit für E-Mobilität

Zu diesem Ergebnis kommt die EnBW nach Abschluss ihrer

Initiative »Are you ready for E-Mobility?«. Ziel des von Anfang

2010 bis Mitte August 2010 dauernden Projekts war es

aufzuzeigen, inwieweit Elektrofahrzeuge schon heute für

den einzelnen Nutzer geeignet wären. Zu diesem Zweck wurden

die konventionellen Fahrzeuge der 300 Testkandidaten

mit der EnBW E-Car Smart Box ausgestattet, welche GPS-basiert

Fahr- und Parkverhalten über einen Zeitraum von zwei

Wochen aufzeichnete.

Festgestellt wurde, dass die Mehrheit der Teilnehmer ihr

Fahr- und Parkverhalten falsch einschätzen und dadurch

auch derzeitig verfügbare Reichweiten der Batterien als nicht

ausreichend ansehen. Ein Beispiel: Etwa 75% der Befragten

geben an, dass ein Elektrofahrzeug mit einer Reichweite von

200 km für ihr Fahrverhalten ausreichend sei. Jedoch fahren

durchschnittlich 60% der Kandidaten nur knapp 40 km am

Tag. Diese Strecke könnte auch mit den heute schon verfügbaren

Elektrofahrzeugen bewältigt werden.

Ein weiterer Punkt sind Unsicherheiten hinsichtlich der Ladeinfrastruktur:

Über 60% der Befragten wüssten aktuell nicht,

wo ein Elektroauto aufgeladen werden könnte. Mögliche

Ansatzpunkte bietet die Analyse der Standzeiten: Denn fast

70% des Tages (ca. 17 Stunden) parkten die analysierten

Fahrzeuge zu Hause. Insgesamt beträgt die effektive Fahrzeit

am Tag sogar nur knapp 50 Minuten.

Aufgrund der hohen Standzeiten und der breiten Verfügbarkeit

einer Lademöglichkeit zu Hause könnte ein voraussichtlicher

Nachteil zum Vorteil der Elektromobilität werden:

Denn Parken wäre gleich Laden. Durch das Aufzeigen von

Ladenmöglichkeiten direkt beim Nutzer konnte die Unsicher-

heit in diesem Punkt um rund ein Drittel auf ca. 44% reduziert

werden.

Gesamt betrachtet wären heute bereits mehr als 45% der

teilnehmer, welche eine private lademöglichkeit besitzen,

für den Einsatz eines heute verfügbaren Elektroautos, mit

einer Reichweite von ca. 100 km, für E-Mobilität geeignet.

Es konnte zudem festgestellt werden, dass sich die Zahl der

Personen, welche bereits für ein Elektroauto geeignet wären,

durch den Einsatz einer zusätzlichen lademöglichkeit

am Arbeitsplatz nur um ca. 5% erhöht hat.

Projektleitung EnBW

bianca Kretzer und Jadine Wohlbold

Bereich Produktinnovation & Energiedienstleistung bei der

EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Serienreife Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen, interessierte

Kunden mit den innovativen Produkten zusammenzuführen

und die Leistungsfähigkeit von Elektrofahrzeugen

bekannt zu machen, sind die erklärten Ziele der Lautlos durch

Deutschland GmbH.

»Schon heute sind wir mit unseren Partnern das bundesweit

größte auf Elektromobilität spezialisierte Händler- und

Servicenetz. Wir verstehen uns als Schnittstelle zwischen

Herstellern von Elektrofahrzeugen und Kunden.« ,so Beres

Seelbach, Geschäftsführer von Lautlos durch Berlin.

Die Lautlos durch Deutschland GmbH bietet ihren Partnern

ein System, das einen schnellen und professionellen

Einstieg in die Vermarktung von Elektrofahrzeugen ermöglicht.

Angefangen von einer eigenen Webseite, über die

Möglichkeit der Absatzfinanzierung bis hin zu exklusiven

Herstellerverträgen werden die Partner mit allen relevanten

Tools ausgestattet.

Beres Seelbach ist sich sicher: »Der wesentliche Erfolg von

der Verbreitung von Elektrofahrzeugen liegt in der Qualität

und Quantität eines spezialisierten Händlernetzwerkes.«

Seit Februar 2010 hat die Lautlos durch Deutschland GmbH

im Berliner Regierungsviertel ihren neuen Hauptsitz. Dort

eCarTec - BEM-GEMEinsChaftsstand - lautlos durCh dEutsChland

lautlos durch Deutschland

Die Vision einer Stadt ohne Lärm und Abgase wird schon bald zur Realität

kann man unter anderem die Serienfahrzeuge: Tazzari ZERO,

Stromos, eRockit, Govecs, eSpire und ELMOTO ausprobieren.

Der neue Standort verdeutlicht allen Interessierten die Vorteile

der Spezialisierung auf Elektrofahrzeuge.

»Mit Hilfe der Lautlos durch Deutschland GmbH wird die Vision

einer Stadt ohne Lärm und Abgase schon bald zur Realität

werden«, betont Seelbach.

www.lautlos-durch-deutschland.de

12 Neue Mobilität AuSgABe 01 OkTOBer 2010

AuSgABe 01 OkTOBer 2010 Neue Mobilität 13


eCarTec - BEM-GEMEinsChaftsstand - trianEl

Natürlich elektrisch

Seit April 2010 bietet die Trianel GmbH - die wohl größte europäische Stadtwerke-

Kooperation mit derzeit 47 Gesellschaftern - mit dem »Netzwerk e-Mobilität«

umfangreiche Dienstleistungen für Stadtwerke im Bereich der Elektromobilität an.

Im für weitere Interessenten offenen kommunalen Netzwerk

bündeln die Energiedienstleister ihre Interessen und

Ressourcen, um mit geringem Kosten- und Personalaufwand

das Thema Elektromobilität positiv zu besetzen.

Derzeit arbeiten die Mitglieder des Netzwerks e-Mobilität

an verschiedenen Projekten, die im Verbund mit der weiter

wachsenden Zahl an Netzwerkpartnern umgesetzt werden.

Zunächst liegt der Fokus auf der Organisation eines gebündelten

Einkaufs für die Netzwerkpartner. So hat das Trianel

Netzwerk e-Mobilität für seine Mitglieder und andere Stadtwerke

insgesamt sieben Pakete geschnürt. Diese Starter-

Kits stellen eine Mobilitäts-Grundversorgung dar. Jedes

Paket besteht immer aus einer Ladestation, drei Pedelecs

und weiteren Bestandteilen. In Ergänzungspaketen können

zusätzliche Ladestationen und auch weitere Komponenten

hinzugekauft werden. Alle Fahrzeuge werden von namhaften

Herstellern gefertigt und sind mit leistungsstarken Akkus

ausgestattet. Die Pakete sind für die Netzwerkmitglieder zu

Trianel Sonderkonditionen zu erwerben.

»Elektrische Mobilität und kommunale Unternehmen« - hinter

diesem »trockenen« Titel verbergen sich interessante

Ergebnisse. Eine umfassende Marktanalyse und Technologiebeurteilung,

ein Gutachten zu den rechtlichen Rahmenbedingungen

für das Errichten und den Betrieb von Lade-infrastruktur

in Kommunen - das sind einige der Inhalte der von

Trianel zwischen September 2009 und März 2010 erstellten

Studie zur Elektromobilität. Darüber hinaus zeigt die um-

fassende Untersuchung auf Basis dieser Vorüberlegungen

mögliche Geschäftsmodelle und Handlungsempfehlungen

für den Einstieg kommunaler Unternehmen in die Elektromobilität

auf. »Elektrische Mobilität und kommunale Unternehmen«

ist die erste speziell auf kommunale Unternehmen

zugeschnittene Studie zu diesem Thema. Weiteres wichtiges

Ergebnis: Der spätere Erfolg des gewählten Geschäftsmodells

hängt entscheidend von der frühen und nachhaltigen

Vorbereitung der Aktivitäten ab. Die Studie beinhaltet neben

einer umfassenden Marktanalyse und Technologiebeurteilung

ein Gutachten zu den rechtlichen Rahmenbedingungen

für Errichtung und Betrieb von Ladeinfrastruktur in Kommunen.

Auf Basis dieser Vorüberlegungen zeigt die Studie

mögliche Geschäftsmodelle für Stadtwerke auf und gibt

konkrete Handlungsempfehlungen für den Einstieg in die

Elektromobilität.

Mit einer Reihe von Veranstaltungen hat Trianel die unterschiedlichen

Facetten zum Thema Elektromobilität aufgearbeitet

- dazu gehörten ebenso Workshops zu IT-Systemen

wie Seminare zu juristischen Fragestellungen, die sich in

Zusammenhang mit dem Thema stellen. Dabei wurde ein

Mustervertrag für Dienstleistungskonzessionen entwickelt,

der von allen Projektpartnern genutzt werden kann.

In einem Fahrevent auf der Teststrecke der RWTH Aachen

konnten Stadtwerke die Angebotspalette der derzeit verfügbaren

Fahrzeuge selbst erfahren. Neben Elektroautos

und elektrisch betriebenen Nutzfahrzeugen galt das Augenmerk

auch E-Rollern und Pedelecs, die für einen schnellen

Markteinstieg geeignet scheinen. Eine von Trianel initiierte

Roadshow zwischen Mai und Oktober 2010 ermöglicht interessierten

Stadtwerken, das Thema Elektromobilität in ihren

»Heimatstädten« aktiv zu besetzten.

interview mit Sven becker, Sprecher der Geschäftsführung

der trianel GmbH

Wie wichtig ist das thema elektrisch motorisierter Straßen-

verkehr für die Stadtwerke?

Ein bis vier Millionen Elektro-

fahrzeuge sollen 2020 Teil des

Verkehrs sein. Die Anzahl der

elektrisch betriebenen Zweiräder

wird um ein Vielfaches

höher liegen. Diese Entwicklung

stellt sehr umfangreiche

Anforderungen an Energieversorger

und Netzbetreiber.

Das Trianel Netzwerk hilft seinen

bislang 21 Mitgliedern,

die notwendige Infrastruktur

Realität werden zu lassen.

eCarTec - BEM-GEMEinsChaftsstand - trianEl

Angesichts der derzeit vorhandenen Fahrzeuge und Technik

- ist eMobilität heute schon ein Markt für die Stadtwerke?

Was die Entwicklung der Technik angeht, ist es unseres Erachtens

schon allein aus Kostengründen für Stadtwerke

wichtig, von Anfang an engen, beratenden Kontakt an

Schnittstellen zu den Herstellern zu halten. Über die Landes-

grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus unterstützen wir das

durch unsere Kooperation mit dem Bundesverband eMobilität

und dem Partner e-WOLF am Standort in Frechen. Außer-

dem gilt: Jedes Fahrzeug, dass emissionsfrei läuft, trägt

heute schon zur Verbesserung des lokalen Klimas bei. Aus

Energie-Versorgungssicht sind Stadtwerke wegen ihrer jahrzehntelangen

Kundennähe und ihrer Angebote an Strom aus

erneuerbaren Energiequellen, ihrer Netzkenntnisse und wegen

ihrer engen Beziehung zu den Kommunen »prädestinierte

Partner« der potenziellen Nutzer der eMobilität.

Was haben denn die heutigen Netzwerkpartner von ihrem

Engagement im Trianel Netzwerk e-Mobilität?

Das Trianel Netzwerk entwickelt strategische Konzepte für

den Einsatz von Elektromobilität. Es hilft bei der Bündelung

von Kompetenzen und schafft die Basis für eine zielgerichtete

Marktpositionierung - und das zu weit günstigeren Preisen,

als ein einzelnes Stadtwerk realisieren könnte.

Wir haben beispielsweise zur Markteinführung unseres

Stadtwerke Energie Rads bzw. zur Einführung des Stadtwerke

Energie Rollers für unsere Netzwerkpartner ein »Rundum-

Sorglos-Paket« entwickelt. Das heißt, wir haben modular

aufgebaute unterschiedliche Pakete mit Fahrzeugen und

Ladesäulen sowie ein für alle nutzbares Produkt- und Marketing-Konzept

erstellt, die jedes Stadtwerk nach eigener

Zusammenstellung anfordern kann. Außerdem unterstützen

wir unsere Partner durch eine permanente Marktbeobachtung

und Analyse der verfügbaren Technologien.

Aber ist eine so große und weiter wachsende Gruppe von Partnern

nicht sehr unbeweglich in der Entscheidungsfindung?

Im Gegenteil - aufgrund der Homogenität und Komplementarität

der Interessen ziehen die Projektpartner an einem

Strang. Für wichtige operative Themen haben wir Arbeitsgruppen

eingerichtet, die sich mit Details zur Entscheidungsfindung

befassen. Die AG »Stadtrad« befasst sich

mit Mobilitätskonzepten rund um Pedelecs, Motorroller

und Elektroautos sowie den dazugehörigen Geschäfts- und

Marketingmodellen. Die AG »Ladeinfrastruktur« beschäftigt

sich mit dem Aufbau eines gemeinsamen, bedarfsgerecht dimensionierten

Ladenetzes und den dazu notwendigen technischen

Standards und die AG »Recht« mit Fragestellungen

rund um das Errichten und Betreiben von Ladesäulen sowie

mit den rechtlichen Grundlagen für relevante Geschäftsmodelle.

So läuft das bisher sehr gut. Und vor allem wichtig: Bei

uns bleibt jeder Partner eigenständig in seinem Geschäftsgebaren.

14 Neue Mobilität AuSgABe 01 OkTOBer 2010 AuSgABe 01 OkTOBer 2010

Neue Mobilität 15


Mobil mit

sauberem

Strom

Wir bringen erneuerbare Energien auf die Straße

Saubere Energie aus erneuerbaren Quellen wird für das Verkehrssystem zunehmend

wichtiger. Schon heute können Unternehmen und Kommunen die Chancen der Elektromobilität

nutzen und in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnehmen. juwi unterstützt

Sie mit attraktiven, maßgeschneiderten Einstiegsangeboten.

Erweitern Sie Ihre bisherigen Umwelt-Aktivitäten konsequent

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Besuchen Sie uns auf der


vom 18.-20.10.2011 in

Halle A6 Stand 607.

juwi R & D Research &

Development GmbH & Co. KG

Energie-Allee 1

55286 Wörrstadt

Tel. +49. (0)6732. 96 57- 0

mobility@juwi.de

www.juwi.de/elektromobilitaet

eMobility als

Mitarbeitermotivation

Unternehmen, die heute in Elektromobilität investieren,

können durch geeignete Maßnahmen einen Vorteil erzielen,

der die Mehrkosten weit übersteigt: Durch ein CarSharing-

Konzept steigt die Auslastung der Fahrzeuge und ein integriertes

Marketing-Konzept (NEUE MOBILITÄT 04) macht am

Markt deutlich, dass ein Unternehmen nicht nur nachhaltig,

sondern auch innovativ ist. Mitarbeitermotivation ist ein

weiterer Effekt, der dabei nicht zu unterschätzen ist.

Die Next Generation Mobility KG führte in diesem Sommer

ein MobilitySharing-Konzept bei Barkawi Management

Consultants ein. Bei der Registrierung gaben über 50% der

Mitarbeiter an, die Fahrzeuge ein bis zwei mal pro Woche

nutzen zu wollen. Ein Vertriebsmitarbeiter berichtete, dass

ihm bei seiner ersten Dienstfahrt ein Kunde den Roller unmittelbar

abkaufen wollte. Andere Mitarbeiter berichteten,

dass sie Freunde für Ausflüge einluden und die gesamte

Nachbarschaft schon Interesse an Testfahrten angemeldet

hat. Dass solche Eindrücke positiv auf den Arbeitgeber zurückfallen,

liegt auf der Hand. Durch das individuelle Design

der Fahrzeuge entsprechend der Corporate Identity, werden

Mitarbeiter aktiv und passiv zu Kommunikatoren für das Unternehmen.

eCarTec - BarkaWi

Der Betreiber eines eMobilitySharing-Projekts kann auf diese

Weise nicht nur im Markt zeigen, dass er neue Wege geht,

sondern auch seine Mitarbeiter mit der Neuen Mobilität faszinieren.

Mit einer eigens entwickelten Software, lassen sich

nicht nur reibungslose Sharing-Konzepte für eFahrzeuge

verwirklichen, sondern auch Marketing- und Motivations-

Kampagnen einführen. Die Next Generation Mobility KG unterstützt

Firmen, Städte und Kommunen bei der Planung und

Umsetzung schlüsselfertiger Konzepte.

tim Ruhoff // bEM beirat

Next Generation Mobility

www.nextgm.com

Individueles Design entsprechend der Corporate Identity

16 Neue Mobilität Neue Mobilität 17


status Quo dEr ElEktroMoBilität - nEtzWErk BrandGalaxy

eMobility - worauf warten wir

eigentlich noch?

Ein Text von Thorsten Rosansky

»In Zukunft fahren wir alle elektrisch!« ist wohl der Satz, der die Situation der Elektro-

Mobilität am treffendsten charakterisiert.

Klar kann man elektrisch fahren, das war ja in diversen

Roadshows, Vergleichsfahrten und Fahrzeug-Tests bereits

immer wieder deutlich zu sehen. Aber aus irgendeinem

unerfindlichen Grund eben noch nicht jetzt. »Wir« fahren

nämlich erst in Zukunft elektrisch.

Kann sein, dass die Projektion des ganzen Themas Elektromobilität

in die Zukunft damit zusammenhängt, dass

hierzulande alles gebannt auf die Entwicklungen der

Automobilindustrie starrt. Elektro-Smart, eMINI und viele

andere durchlaufen weltumspannende Langzeiterprobungen

und sind noch nicht so reif, dass sie in Kundenhand gegeben

würden. Und überhaupt: Vor dem rein elektrischen (Auto-)

Fahren erwartet uns doch eh noch eine längere Periode der

Hybridisierung, oder?

Wer allerdings den Fokus etwas aufzieht und sich in die

Peripherie der individuellen Mobilität begibt, der wird eine

erstaunliche Vielfalt an ausgereiften elektrisch betriebenen

Fahrzeugen entdecken. Segways, eBikes, Pedelecs, eMotorräder

und eScooter (von denen in China bereits mehr als 60

Mio. auf den Straßen sind) werden angeboten - aber auf der

Straße noch eher selten gesehen.

Dabei ist die Elektrifizierung von Zweirädern besonders

sinnvoll: Im städtischen Kurzstrecken-Einsatz spielen Reichweite

und Ladezeit eine untergeordnete Rolle und mit dem

geringen Fahrzeuggewicht werden auch vergleichsweise

kleine Batterien spielend fertig.

Eine Zweirad-Suche auf mobile.de belegt allerdings die hohe

Exklusivität der elektrischen Fortbewegung auch in diesem

© Daimler AG

Segment: Von den 104.289 angebotenen Fahrzeugen tragen

lediglich 236 das Merkmal »Antriebsart: Elektro«.

Potential ist im Zweiradmarkt allemal vorhanden, auch wenn

Motorradfahren schon seit Jahren nicht mehr sexy ist und

Motorisierungsneulinge, die gezwungenermaßen Mofa,

Moped oder Roller fahren, diese so schnell wie möglich gegen

ein Auto eintauschen möchten: Immerhin 3,8 Mio. Krafträder

mit Verbrennungsmotor sind im Bestand.

Als geeignetes Vehikel für die intelligente urbane Mobilität,

nach der immer mehr Menschen suchen, wird ausgerechnet

dem elektrifizierten »Scooter« eine glänzende Zukunft vor-

ausgesagt, der unter der Bezeichnung »Motorroller« schon

einmal großen Anteil an der europäischen Massenmotorisierung

hatte. Auf dem Automobilsalon in Paris werden

denn auch nicht zufällig zwei durchgestylte Exemplare dieser

Gattung unter den klangvollen Trend-Automarken »MINI« und

»smart« angeboten.

Dann sind da noch die Nutzfahrzeuge. 1,8 Mio. Kleintransporter

mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 t sind

bei uns unterwegs - ein Großteil davon zur Überbrückung

der »letzten Meile« im innerstädtischen Verkehr. Kaum

zu glauben, wie häufig die noch dieseln und stinken, wo

doch gerade in diesem Segment zahlreiche emissionsfreie

Alternativen seit langem zur Verfügung stehen! Hier, wo

es auf das totale Komforterlebnis nicht ankommt und das

eventuelle Mehrgewicht von Antriebseinheit und Batterie

zu verschmerzen sind, ist auf der Kurzstrecke vierrädrige

Elektromobilität bereits möglich.

status Quo dEr ElEktroMoBilität - nEtzWErk BrandGalaxy

Und es gibt gute Beispiele: UPS, der größte Paketversender

der Welt, setzt elektrisch betriebene Auslieferungsfahrzeuge

bereits seit 2008 in unseren Städten ein.

Stellt sich die Frage: Wenn das Angebot an elektrisch betriebenen

Fahrzeugen so groß ist - warum greifen dann nur so

wenige zu?

Es liegt nicht an mangelndem Interesse oder gar Vorbehalten

in den Zielgruppen. Ganz im Gegenteil: Die überwiegende

Mehrheit der Fahrzeughalter verfolgt das Thema in der

Presse und erwartet den (teil-) elektrifizierten Antrieb. Dabei

werden der eMobility über alle Studien hinweg durchweg

positive Attribute wie »umweltbewusst«, »innovativ« und

»vernünftig« zugeschrieben - für die Zukunft, wenn denn der

ePkw verfügbar sein wird.

Um den Markt für die Fahrzeuge, die längst da sind, nun

endlich zu entwickeln, muss die automobil-fokussierte

Öffentlichkeit einmal abgelenkt und auf die Angebote »am

Rande« gebracht werden, die heute schon helfen, alltägliche

Transportaufgaben zu lösen - und dabei eine Menge (Fahr-)

Spaß bringen.

Dafür müssten aber die Anbieter in allen Elektrofahrzeugklassen

beginnen, ihre Zielgruppenpotentiale professionell zu

bearbeiten und z.b. in einer gemeinsamen Kommunikations-

Kampagne lauter für sich zu trommeln. Denn was und wen

ich nicht kenne, kann mich auch nicht begeistern.

Vielleicht heißt es ja dann schon bald häufiger: »Ab sofort

fahre ich elektrisch!«

thorsten Rosansky, move automotive

Der Autor ist Geschäftsführer der Automotive-Unit im Agentur-

Netzwerk BrandGalaxy www.brandgalaxy.de

18 Neue Mobilität AuSgABe 01 OkTOBer 2010 AuSgABe 01 OkTOBer 2010

Neue Mobilität 19


Die rund 500 E-Bikes aus der Testflotte der EnBW Energie

Baden-Württemberg AG sind seit Sommer 2010 in der Region

Stuttgart unterwegs. Die Ergebnisse aus den ersten knapp 6

von insgesamt 12 Monaten Feldtest liegen jetzt vor.

Ergebnisse der EnbW Elektroflotte in Zahlen

• Insgesamt wurden rund 430.000 Kilometer zurückge-

legt. Das entspricht einer Strecke von elfmal rund um den

Äquator oder anders ausgedrückt: einmal bis zum Mond.

• Die meisten Testfahrer haben das E-Bike für den Weg zur

Arbeit genutzt.

• Viele der Testfahrer gaben an, das E-Bike mit dem ÖPNV zu

kombinieren.

• 16.270 Kilowattstunden Strom haben die Testfahrer ge-

tankt, das entspricht dem Durchschnittsverbrauch von fünf

Privathaushalten pro Jahr.

• Das Onlineportal für die Testfahrer hatte bisher insgesamt

rund 17.000 Aufrufe und wurde außerdem mit dem renom

mierten if-Designpreis in der Kategorie Produkt-Interfaces

und mit dem Web Service Award 2010 ausgezeichnet.

bisheriges Fazit der beteiligten

EnbW testfahrer thiemo Erb: »Privat fahre ich einen Sportwagen

aus Stuttgart Zuffenhausen, doch der musste dieses

EnbW

ErstE flottEn - EnBW

Deutschlands größte Elektroflotte

zieht Zwischenbilanz

Elfmal rund um den äquator oder anders ausgedrückt: Einmal zum Mond.

Jahr schon öfters in der Garage bleiben, nämlich immer dann,

wenn ich mit meinem EnBW E-Bike in die Stadt gefahren bin

und keine Lust auf Parkplatzsuche hatte.«

EnbW testfahrer Harald Methsieder: »Ich bin nach wie vor

begeistert von der sauberen und geräuschlosen Art der Fortbewegung.

Ich versuche das E-Bike so oft wie möglich zu

nutzen, weil ich mit meinen Erfahrungen dazu beitragen will,

dass in Deutschland bald mehr Menschen emissionsfrei fahren

und tanken. Gespannt bin ich auf mein eigenes Durchhaltevermögen

- und auf das meines E-Bikes.«

EnbW Projektleiter lars Walch: »Bei Schnee und eisigen

Temperaturen lassen viele ihre E-Bikes in der Garage. Wir

nutzen im Projektteam die Zeit, um die Daten auszuwerten

und gemeinsam mit den zuständigen Ämtern und unseren

Projektpartnern den Ausbau der Ladestationen voranzutreiben.

Die bisher gewonnenen technischen Erfahrungen

und Erkenntnisse geben der Herstellerfirma der E-Bikes

wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung

und künftige

Produktion. Allen Testfahrern

und Beteiligten aber erstmal ein

frohes neues Jahr. Bitte immer

vorsichtig fahren und natürlich

den Helm nicht vergessen.«

Die LeaseRad GmbH, mehrfach prämiert für ihr Geschäftskonzept

nachhaltiger Mobilitätskonzepte, verleast Fahrradflotten

auch bereits an Großunternehmen und Städte: Nokia

Berlin, die Frankfurter Baugesellschaft ABG, die Münchner

Unicreditbank und Stuttgarter Beamte fahren die geschäftstauglichen

Bikes. Zum ersten Mal beteiligt sich LeaseRad am

Gemeinschaftsstand des BEM auf der E-world.

»Fahrräder, eBikes oder Pedelecs sind einfach das kostengünstigste,

umweltfreundlichste und gesündeste Verkehrsmittel«,

so Ulrich Prediger, Geschäftsführer von LeaseRad

und Pionier auf dem Gebiet des Verleasens von Fahrradflotten.

Das Konzept von LeaseRad bildet eine Schnittstelle zwischen

Fahrradfachhandel und B2B-Kunden und zeigt, dass

Klimaschutz und Kostenersparnis zukunftsweisend unter

einen Hut zu bringen sind. Ein LeaseRad-Kunde least eine in

der Regel steuerfreie Fahrradflotte. Zum Dienstleistungspaket

von LeaseRad gehören neben der Beschaffung der Räder

im Corporate Design des Kunden: Wartung, Reparatur, Versicherung

und Weiteres mehr - alle Dienstleistungen, die Unternehmen

auch bei ihrer PKW-Flotte in Anspruch nehmen.

Die Firmen sorgen für Null-Emissionen ihres Fuhrparks und

für einen deutlichen Imagegewinn. Ralf Lokay, Inhaber der

Druckerei Lokay und Kunde von LeaseRad: »Gerade in Zeiten,

in denen die Themen Klimaschutz und Finanzkrise vor-

E-world EnErGy & WatEr 2011 - lEasErad

Elektromobilität auf zwei

Rädern im Aufwind

leaseRad macht Räder businesstauglich

herrschen, können wir als umweltbewusste Unternehmer

mit dem Leasen von Fahrrädern statt Autos ökologische,

ökonomische und gesundheitsbewusste Motive unter einen

Hut bringen«. Insbesondere auf Wegen unter sechs Kilometern

ist die Mobilität auf zwei Rädern die effektivste Art des

Fortkommens. Regelmäßiges Fahrradfahren senkt zudem

krankheitsbedingte Fehlzeiten im Schnitt um rund eineinhalb

Tage pro Jahr, so eine Studie.

Besonders Pedelecs sind ideal für Geschäftsleute, denn

man kommt nicht ins Schwitzen, bewegt sich dennoch im

gesundheitlich sinnvollen Bereich und verbraucht auf 100

Kilometern lediglich eine Kilowattstunde Strom oder 20 Cent

Stromkosten.

»Es wäre Wunschdenken, zu meinen, man brauche nur den

Verbrennungsmotor beim Auto zu ersetzen und schon habe

man ein umweltfreundliches oder gar nachhaltiges Verkehrsmittel«,

so Ulrich Prediger. Einzig echte ökologische Alter-

native im Businessbereich: »Das elektrisch unterstützte Rad

ist konkurrenzlos das neue innerstädtische Verkehrsmittel

erster Wahl!«

leaseRad GmbH, Ulrich Prediger, Geschäftsführer

20 Neue Mobilität AuSgABe 01 OkTOBer 2010 AuSgABe 01 OkTOBer 2010

Neue Mobilität 21


ErstE flottEn - eroadshoW

bEM eRoadshow

begeisterung & Faszination für eMobilität

eSCOOTER, STROMOS, SEGWAY UND PEDELEC A2B HYBRID

Die bEM eRoadshow bietet die Möglichkeit einer emotionalen

und öffentlichkeitswirksamen imagepositionierung

in einem innovativen und nachhaltigen Umfeld. Ziel ist,

Elektromobilität vor dem Hintergrund des Klima- und

Umweltschutzes und der Steigerung urbaner lebensqualität

ohne Verzicht als lifestyleprodukt zu präsentieren. ins-

besondere gilt es, die Chancen der eMobilität im bewusstsein

der Menschen zu verankern und sie für eine nachhaltige und

zukunftsweisende Erneuerbare Mobilität zu gewinnen.

Die eRoadshow bietet Unternehmen, Stadtwerken und

Kommunen die Möglichkeit, Elektromobilität als erfahrbare

und realistische Mobilitätsalternative aufzuzeigen und damit

ein großes Publikum zu begeistern. Die neuesten eBikes,

Pedelecs, eMotorräder und eCity-Autos können vom interessierten

Publikum vor Ort selbst ausprobiert, getestet und

gefahren werden.

In Kooperation mit der Trianel GmbH ermöglichten die

eRoadshows zwischen Mai und Oktober 2010 interessierten

Stadtwerken, das Thema Elektromobilität aktiv zu besetzen.

2011 wird das gemeinsame Engagement in weiteren eRoadshows

fortgesetzt, um die Begeisterung und Faszination für

eine Neue Mobilität in der Gesellschaft zu verankern.

Vorteile der bEM-eRoadshow

• Elektromobilität positiv besetzen und erfahrbar machen

• Langfristig wirtschaftlichen Erfolg durch neue Geschäfts-

modelle generieren

• Synergien durch innovationsorientiertes Beschaffungs-

management

• Elektromobilität setzt positive Signale in der Region, für die

Stadtwerke, Unternehmen oder Kommunen stehen

eMobilität bietet daher die Möglichkeit, sich in der Energie-

erzeugung aus Erneuerbaren Energiequellen nachhaltig,

klima- und umweltschonend zu positionieren

• Positionierung im Bereich Elektromobilität, nachhaltige

Unternehmenswahrnehmung und Kundenbindung durch

innovatives Engagement

• Vorreiter-Funktion setzt Zeichen für die zukünftige Ent-

wicklung im Bereich Mobilität

Weitere Informationen zu

den Konditionen erhalten

Sie beim BEM.

bEM eRoadshow

Subline Subline Subline Subline Subline Subline

Elektromobilität im

Stadtwerkenetzwerk

Das Netzwerk e-Mobilität der Trianel GmbH gewinnt immer

mehr neue Mitglieder - zur Jahreswende waren es bereits

26. Konkrete Beitrittsgespräche werden mit zahlreichen

weiteren Interessenten geführt. Neben der Neugewinnung

von Netzwerkmitgliedern kommt auch der gestartete Vertrieb

von Pedelecs für Stadtwerke ins Rollen.

Das Stadtwerke EnergieRad © bietet Stadtwerken auf dem stark

wachsenden Markt der Elektromobilität die Möglichkeit, sich

frühzeitig und nachhaltig zu positionieren. Das Stadtwerke-

Pedelec wurde auf Basis umfangreicher Tests bei netzwerk-

beteiligten Unternehmen konzipiert und ist ein Premiumprodukt

aus deutscher Produktion. Es kann die Marke für

kommunale Unternehmen und deren Engagement im Bereich

der Elektromobilität werden. Das Stadtwerke EnergieRad ©

kann sowohl für den Eigenbedarf von Stadtwerken genutzt,

als auch über den Fachhandel als Koppelprodukt mit einem

Ökostromvertrag vermarktet sowie in Verleihkonzepten eingesetzt

werden.

Ab 2011 werden Interessierte auch ihren Bedarf an verschiedenen

Elektrorollern beim Netzwerk in Aachen anmelden

können. Denn diese werden seitens des Netzwerks vom preislich

attraktiven Einstiegsmodell bis zum High-End-Produkt

angeboten werden. »Wir sind zuversichtlich, gerade für

das kommende Jahr unseren Mitgliedern noch interessantere

Geschäftsmodelle auch in diesem Bereich anbieten zu

können«, so Thomas Spinnen. »Elektromobilität wird auch

zukünftig ein wichtiges Thema für die Stadtwerke bleiben.

Unser gemeinsames Vorgehen senkt hier die Kosten und

schafft einen Marktvorteil für die Beteiligten, den sie allein

nur mit deutlich höherem Aufwand realisieren könnten.«

Nachdem im letzten Jahr bereits einige sehr gut besuchte

Roadshows gemeinsam von Trianel und dem Bundesverband

eMobilität durchgeführt wurden, wird das Netzwerk auch

2011 wieder Roadshows in den Städten der Partnerunternehmen

organisieren und somit die Stadtwerke weiterhin

als lokale Partner für Elektromobilität in der öffentlichen

Wahrnehmung etablieren. Im Fokus der Roadshows werden

die Stadtwerke EnergieRäder © stehen, die für Stromkunden ab

dem Frühjahr auch in den Städten der an der Aktion teilnehmenden

Netzwerkpartner im Zweiradfachhandel erhältlich

sein werden.

thomas Spinnen, trianel GmbH

Leiter Neue Technologien www.trianel.de

ErstE flottEn - eroadshoW

22 Neue Mobilität AuSgABe 01 OkTOBer 2010 AuSgABe 01 OkTOBer 2010

Neue Mobilität 23

BEM eRoadshow


STADT - LAND - STROM - EnBW

Wir machen

baden-Württemberg E-mobil!

Elektromobilität ist eines der bedeutendsten Zukunftsthemen

und könnte künftig dazu beitragen, die verkehrsbedingten

CO2-Emissionen sowie die zunehmende Lärmentwicklung

im urbanen, aber auch im ländlichen Raum, deutlich zu

reduzieren. Doch konzentrieren sich die meisten der derzeit

laufenden E-Mobilitätsprojekte auf größere Städte, ländliche

Regionen werden kaum betrachtet. Dabei haben besonders

ländliche Regionen einen hohen Bedarf an Mobilität. Ob und

wie Elektromobilität eingesetzt und genutzt werden kann und

wie sich das Mobilitäts- und Nutzungsverhalten ländlicher

Regionen vom urbanen Raum unterscheidet, erforscht die

EnBW im Rahmen ihrer E-Mobilitätsinitiative »Wir machen

baden-Württemberg E-mobil!«.

Ziel der von Frühjahr 2011 bis Herbst 2012 dauernden Initiative

ist es, Erkenntnisse zum Aufbau eines landesweiten

Infrastrukturkonzepts zu gewinnen und zur Förderung der

E-Mobilität im ländlichen Raum beizutragen. Alle teilnehmenden

Städte und Gemeinden aus ganz Baden-Württemberg

erhalten zu diesem Zweck ein E-Mobilitätspaket der EnBW zu

einem vergünstigten Teilnahmepreis. Im Gegenzug erklären

sich die Kommunen bereit, regelmäßig Fragebögen über

Mobilitätsmuster und Ladeverhalten zu beantworten, die

zusammen mit in den EnBW Ladestationen gespeicherten

Informationen zu Forschungszwecken ausgewertet werden.

Jedes E-Mobilitätspaket besteht aus einer EnBW Ladestation

mit mehreren RFID-basierten Ladekarten sowie einem EnBW

E-Bike. Die Höchstgeschwindigkeit des E-Bikes beträgt

rund 45 km/h, die Reichweite liegt bei etwa 60 Kilometern.

Aufgeladen werden kann das Zweirad innerhalb von sechs

Stunden an jeder herkömmlichen Steckdose oder aber

unterwegs an den EnBW Ladestationen. »Die zahlreichen

Interessensbekundungen der Städte und Gemeinden zeigen,

dass Elektromobilität auch hier ein Thema ist«, so Thomas

Gunkel, Projektleiter der EnBW Energie Baden-Württemberg

AG. Rund 500 der E-Mobilitätspakete stellt die EnBW aus

diesem Grund im Rahmen der Initiative zur Verfügung.

Einer der ersten Teilnehmer: die Gemeinde Grossbettlingen

im Landkreis Esslingen. »Wir sehen die Notwendigkeit uns

auch als kleinere Gemeinde mit den neuen themen zu

befassen und mit gutem beispiel voranzugehen«, so Eduard

Baier, Amtsleiter der Gemeinde Grossbettlingen. Eingesetzt

wird das elektrische Zweirad für Dienstfahrten in und um

Grossbettlingen. Und das komme bisher gut an, auch bei den

Bürgern, teilte er mit.

Für die Initiative können sich interessierte Kommunen noch

bis zum 15. März 2011 bewerben:

www.enbw.com/kommunalinitiative

Wie wichtig ist eigene Forschung für Derby Cycle bei der

Entwicklung von ebikes?

Inzwischen sehr wichtig. Zunächst hat die Fahrradbranche

darauf gesetzt, fertige Systeme zu kaufen. Dadurch konnten

einige wenige Fahrradhersteller auf die hochwertigen Systeme

weniger Anbieter zurückgreifen. Das wandelt sich jetzt.

Auch aus kaufmännischer Sicht wollen Hersteller unabhängiger

agieren, Innovationen zeigen und treiben Entwicklungen

voran.

Hat dies Auswirkungen auf ihre Arbeit? Gibt es eine Entwicklungsabteilung?

Natürlich hat die wachsende Bedeutung der eBikes Auswirkungen

auf unsere interne Organisation. Das Produktmanagement

wurde umgestellt, ich beschäftige mich ausschließlich

mit eBikes. Die Technikabteilung ist gewachsen,

eBike-Experten und Ingenieure wurden eingestellt. Im Team

arbeiten wir an der Weiterentwicklung der Produkte und Antriebssysteme.

Wir sind in der glücklichen Lage, in diesem

Frühjahr als Weltneuheit ein neues Antriebssystem vorstellen

zu können.

Wie kam es zu der Entwicklung?

Als Fachhandelspartner sind wir sehr nah am Markt. Wir

stehen stets im Kontakt mit Händlern und Kunden, bekommen

Rückmeldung über Produkte und Bedürfnisse. Vielen

forsChunG & EntWiCklunG - fahrzEuGkonzEptE - dErBy CyClE

investitionen in die Forschung

sind unumgänglich

interview mit Rainer brinkmann, Produktmanager ebikes bei Derby Cycle

potenziellen eBikern fällt der Umstieg leichter, wenn keine

Umgewöhnung beim Fahren nötig ist oder das eBike für ein

sicheres, komfortables Fahrgefühl sorgt. Wir haben diesen

Kundenwunsch aufgegriffen und präsentieren mit einem

neuen Antriebs-/Brems-Konzept die Lösung.

Wie sehen Sie die Marktentwicklung im ebike-Segment?

Wir erwarten noch einmal ein echtes Wachstum. Außerdem

nimmt die Differenzierung der eBike-Modelle weiter stark

zu. Für unterschiedlichste Einsatzzwecke sind noch mehr

passende Modelle verfügbar.

Die Markteinführung von eAutos verläuft gerade in Deutschland

eher schleppend. Sehen Sie den Stellenwert der eZweiräder

entsprechend gewürdigt?

Trotz Lobby-Arbeit forscht und probiert die Automobil-

branche noch. Es sind aber schon ca. 500.000 eBikes auf

deutschen Straßen, 200.000 davon wurden allein 2010 gekauft.

Die Fahrradbranche fährt seit Jahren mit funktionierenden

und alltagstauglichen Systemen. Der Endverbraucher

würdigt dies mit beeindruckenden Stückzahlen. Alleine

Derby Cycle hat im vergangenen Geschäftsjahr mehr als

40.000 eBikes verkauft.

www.derby-cycle.de / www.kalkhoff-bikes.de

www.raleigh-bikes.de

24 Neue Mobilität AuSgABe 02 JANuAr 2011 AuSgABe 02 JANuAr 2011

Neue Mobilität 25


forsChunG & EntWiCklunG - ElEktroMotorEn - CpM

Elektroantriebe

Innovationskraft für die Mobilität von morgen

Die Zeit der Konzeptstudien ist vorbei: besonders mit den

light Electric Vehicles (lEV) wird in den kommenden Jahren

der Umschwung vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb

eingeläutet. Damit entsteht der erste Massenmarkt

für eine vollelektrische Mobilität.

Beispiel Spanien: Hier entwickelte die Firma Rieju (Barcelona)

einen völlig neuen Typus von Elektrorollern. Statt ein bestehendes

Fahrzeugkonzept auf Elektroantrieb umzustellen,

bauten die Katalanen einen Roller, der von Grund auf den

Anforderungen der Elektromobilität gerecht wird. Entscheidend

dabei: eine besondere Leichtbauweise und die maximale

Effizienz sämtlicher Komponenten. Der RIEJU MIUS 4.0

ist für den kommerziellen Liefereinsatz gedacht und geht ab

Mai 2011 in Serie.

Effizienz und Leichtbau: Diese Anforderungen galten vor

allem für den Antrieb. Rieju entschied sich hier für eMotoren

des Münchener Unternehmens CPM. Denn der Antrieb

des MIUS, ein CPM90 Power Pack (bis zu 4W, 15Nm, 48V),

konnte den Hersteller sowohl hinsichtlich Effizienz und Kompaktheit

als auch durch seine Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit

überzeugen. Sein geringes Gewicht (3,3 kg)

und der hohe Wirkungsgrad (bis zu 90%) machten es möglich,

die Batteriekosten für die vorgegebene Reichweite entscheidend

zu senken. Außerdem übernimmt die integrierte

Elektronik des CPM-Aggregats die Steuerung des gesamten

Fahrzeugs. Der Einsatz eines zusätzlichen zentralen Mastercontrollers

ist dadurch nicht mehr nötig.

Für das innovative Unternehmen CPM ist der MIUS ein weiterer

Schritt auf einem erfolgreichen Weg. Die aktuelle Produktpalette

von CPM umfasst elektrische Antriebssysteme

von 1 bis 6 kW, die speziell für den Einsatz als Traktionsantriebe

in kleinen Fahrzeugen und als Hilfsaggregate für PKW

und Nutzfahrzeuge entwickelt wurden. Die sehr hohe Effizienz

und Kompaktheit im Niederspannungsbereich (24-72V)

ermöglicht Energieeinsparungen von bis zu 20% gegenüber

Standardmotoren - sowie neue Konzepte mit besonders hohen

Anforderungen an Bauraum und Gewicht.

Darüber hinaus engagiert sich CPM auch in der Weiterentwicklung

innovativer Antriebslösungen. Einer der aktuellen

Schwerpunkte: das 2-Motoren-Konzept CPM90 TWIN (6 - 12

kW). Beim Beschleunigen, bei Bergfahrten oder bei Höchstgeschwindigkeit

sorgen hier zwei CPM90 Power Packs für

Wirkungsgrade bis 90%. Im Teillastbereich hingegen, z.B.

bei geringer und mittlerer Geschwindigkeit, schaltet das

System zurück auf 1-Motor-Betrieb, um den Antrieb in seinem

optimalen Betriebspunkt zu halten. So lassen sich über

sämtliche Fahrsituationen hinweg sehr hohe Wirkungsgrade

erreichen. Für seine Forschungs- und Entwicklungsarbeit

erhielt CPM Ende 2010 die von einem unabhängigen, internationalen

Expertengremium vergebene Auszeichnung

»Global Cleantech 100«.

Christian Ziegler / CPM Compact Power Motors GmbH

www.cpmotors.eu

Die Tourismusregion GrimmHeimat NordHessen betreibt das

größte hessische Netz für den Verleih von eBikes und damit

gleichzeitig auch das drittgrößte in Deutschland.

»Urlaub im Mittelgebirge verbindet sich optimal mit den

Anforderungen an sanften Tourismus und sanfte Mobilität«,

erläutert Ute Schulte, Tourismusmanagerin im Regionalmanagement

Nordhessen. »Naturnahe Aktivitäten wie

Wandern, Radfahren, Wassersport und Reiten kombinieren

wir mit ökologisch sinnvollen Transport-Alternativen. Dazu

ist die enge Verzahnung von touristischen Angeboten und

ÖPNV eine wichtige Voraussetzung.«

Die Einführung des eBike-Netzes im Jahr 2010 war ein wichtiger

Schritt auf dem Weg zur nachhaltigen Tourismusregion.

Koordiniert durch das Regionalmanagement NordHessen

sind derzeit 59 Verleih-und Akkuwechselstationen mit über

120 eBikes im Einsatz. Sie ermöglichen Gästen und Einheimischen

mit elektrisch unterstützter Muskelkraft durch die

nordhessische Landschaft zu radeln. Immer mehr Genussradler

erkennen die Vorteile der eBikes in der hügeligen

Mittelgebirgsregion.

Seit dem Frühjahr 2011 gibt es parallel die Möglichkeit, mit

elektrisch betriebenen Segways die Region rund um den

Edersee sowie im Burgwald-Ederbergland zu erkunden. Dieses

Angebot spricht vor allem jüngere Zielgruppen an und

eröffnet diesen einen neuen Zugang zu Naturerlebnissen

und landschaftsbezogenen Aktivitäten.

ErstE flottEn - GRIMMHEIMAT NORDHESSEN

eMobilität im tourismus

GrimmHeimat NordHessen

Im nächsten Schritt wird die Tourismusregion ihren Gästen

das Mieten von eAutos ermöglichen. In Kooperation mit dem

nordhessischen Hersteller German E-Cars ist der Aufbau von

Mietstationen in touristisch relevanten Orten geplant. Das

Angebot richtet sich vor allem an Gäste, die mit öffentlichen

Verkehrsmitteln anreisen aber auch an Gäste, die das Trendthema

Elektromobilität einmal ausprobieren möchten. Von

Schnupperstunden bis hin zu mehrtägigen Angeboten - inklu-

sive Tourenempfehlungen - reicht das Angebot. Ein Netz von

Ladestationen im öffentlichen Raum sowie in Freizeiteinrichtungen

wie dem Nationalparkzentrum Kellerwald-Edersee

ermöglicht komfortable Mobilität und hohe Reichweiten bei

der Erkundung der touristischen Angebote.

Die Tourismusregion reagiert mit dem neuen Angebot auf

den demographischen Wandel und den damit einhergehenden

Trend zu gesundheitsorientierten und nachhaltigen Angeboten.

Bereits heute sind 25% der Bevölkerung älter als

60 Jahre, Tendenz steigend. Diese Zielgruppe gilt als konsum-

freudig, qualitätsorientiert und umweltbewusst. Bis zu 40%

des Gesamtkonsums der über 60-jährigen entfallen auf den

Bereich Gesundheit, etwa 15% auf den Bereich Tourismus.

Davon will die GrimmHeimat NordHessen profitieren.

Ute Schulte / NordHessen touristik

schulte@regionnordhessen.de

www.nordhessen.de

26 Neue Mobilität AuSgABe 03 April 2011 AuSgABe 04 Juli 2011

Neue Mobilität 27


forsChunG & EntWiCklunG - fahrzEuGkonzEptE - evElotaxi

Das eVelotaxi als transport-

und Kommunikationsmaschine

interview mit Dr. Anselm Franz, Geschäftsführer Veloform Media GmbH

BEM-Vorstand Christian Heep und Leiter der eMO Gernot Lobenberg im eVelotaxi auf der E-world in Essen

Was hat Veloform bewogen neben dem pedalgetriebenen

Velotaxi jetzt das eVelotaxi auf den Markt zu bringen?

Das Thema eMobilität entwickelt sich immer mehr zu einem

realen Absatzmarkt. Veloform hat mit seinen internationalen

Partnern in den letzten zehn Jahren ein weltweites Netzwerk

von 1.800 Fahrzeugen in 120 Städten aufgebaut. Das Velotaxi

als bewährtes Fahrzeug und Werbemittel durch die Umstellung

auf rein elektromobilen Antrieb für diesen Zukunftsmarkt

zu öffnen, schien uns die richtige Entscheidung für 2011.

Sind die Velotaxifahrer faul geworden?

Nachdem 1997 das Velotaxi Konzept in Berlin mit einer ersten

Flotte rein pedalgetriebener Fahrzeuge seinen Start hatte,

verfügen die seit 2000 eingesetzten Fahrzeuge alle über

einen elektrischen Hilfsmotor, der insbesondere beim An-

und Bergauffahren zum Einsatz kommt.

Nur bei der »Velotaxi WM« im letzten Jahr stand der sportliche

Wettkampf ohne Motor unter den teilnehmenden Fahrern

aus 40 Ländern im Vordergrund. Dennoch hat es bei

potentiellen Werbekunden, und Fahrgästen immer einen

Teil gegeben, der das Konzept und die innovative Fahrzeugform

gelobt, wegen des Pedalantriebes dem Thema letztlich

reserviert gegenüber stand. Wir werden das klassische Velotaxi

- zum Beispiel bei den Olympischen Spielen 2012 in

London - weiterhin anbieten. Mit Blick auf den stark wach-

senden Werbemarkt im Bereich eMobilität verfügen wir mit

dem eVelotaxi über eine zeitgemäße Werbeplattform.

Was unterscheidet das eVelotaxi von anderen Elektrofahrzeugen?

Uns geht es nicht darum dem Segway oder eAutos Konkurrenz

zu machen. Der Mobilitätscharakter vom eVelotaxi

wird dem vom Velotaxi sehr ähneln. Es geht um volle Straßentauglichkeit

bei gleichzeitiger Nutzung von Radwegen, Fußgängerzonen

und Parkwegen. Wir erreichen dies durch die

bewusste Abriegelung der Geschwindigkeit unter 20km/h,

was vollkommen ausreichend ist. Der Erfolg des Velotaxi

Konzeptes, Menschen und Marken zu bewegen, basiert seit

jeher darauf, dass wir mit unseren Fahrzeugen stets im Zentrum

der Aufmerksamkeit sind. Ein entspanntes Tempo ist

hierbei erwünscht.

Kann sich jeder ein eVelotaxi kaufen?

Im ersten Jahr des Einsatzes legen wir den Fokus unserer Ver-

marktung auf den Einsatz des eVelotaxi bei Firmenevents,

Messen sowie im Flottenbetrieb. Wir bieten diese Medialeistung

oder Flottenvermietung insbesondere Energiever-

sorgungsunternehmen an, die ein besonderes Interesse an

Werbemaßnahmen im Bereich eMobilität haben. Bewusst

haben wir das eVelotaxi auf der E-world in Essen das erste

Mal der breiteren Öffentlichkeit vorgestellt, wo uns mit vergleichsweise

geringem Aufwand die vollste Aufmerksamkeit

des Fachpublikums aus der Gas- und Elektrobranche sicher

war. Ein Verkauf des eVelotaxi an Privatkunden ist ab 2012

geplant.

Welche Rolle spielt die Mitgliedschaft im bundesverband

eMobilität für Sie?

Die Mitgliedschaft im BEM hat sich für uns im Rahmen der

Markteinführung des eVelotaxi auf lokaler wie nationaler

Ebene bezahlt gemacht. Ob auf dem monatlich stattfindenden

BEM eStammtisch, als Kooperationspartner des BEM

auf Leitmessen der eMobilitäts-Branche oder jetzt auf der

Hannover Messe, der BEM mit seiner stetig wachsenden

Zahl an Firmenmitgliedern bietet uns viele Synergieeffekte

und neue Anknüpfungspunkte.

Welche Chancen sehen Sie für ihr Unternehmen, angesichts

der aktuellen Anstrengungen von politischer Seite die themen

rund um eMobilität zu bündeln?

Neben der erfolgreichen Zusammenarbeit mit BerlinPartner,

sehen wir mit der neuen Berliner Agentur für Elektromobilität

eMO auf regionaler Ebene einen interessanten neuen

Partner. Insbesondere in der internationalen Vermarktung

unserer Produkte können wir auf die langjährige Unterstüt-

forsChunG & EntWiCklunG - fahrzEuGkonzEptE - evElotaxi

eVelotaxi auf der E-world 2011 Mich kann man mieten - weitere Infos beim BEM

zung durch den Regierenden Bürgermeister Berlins und des

Senates bauen, welche unser Velotaxi als original Berliner

Marke erkannten und auf internationalen Reisen stets unterstützt

haben.

Wo sehen Sie das eVelotaxi in fünf Jahren?

Gerade in Berlin erleben wir mit der Entwicklung des ehemaligen

Flughafens Tempelhof zum neuen Central Park der

Hauptstadt eine für uns hochinteressante Entwicklung, an

der wir von Anfang an gestaltend mitwirken. Mit dem eVelo-

taxi können wir für diese einzigartige 355 Hektar große Fläche

ein ideales Mobilitätskonzept anbieten. Schaut man

noch weiter in die Zukunft, wird insbesondere im touristisch

relevanten Innenstadtbereich zwischen Alexanderplatz und

Brandenburger Tor im Rahmen der Baumaßnahmen auf der

Museumsinsel die Verkehrsplanung leichtere Elektrofahrzeuge

begünstigen. Ein ähnlicher Trend ist auch in anderen

Metropolen zu beobachten. Mit dem eVelotaxi haben wir

einen sinnvollen Baustein für den urbanen Verkehr der Zukunft.

Dr. Anselm Franz

franz@veloform.com

www.veloform.com

©2011 BEM / Photos by www.sebastian-knoth.com

28 Neue Mobilität AuSgABe 03 April 2011 AuSgABe 03 April 2011

Neue Mobilität 29


ErstE flottEn - NEXT GENERATION MOBILITY

eMobility - Marketing-Offensive

Die Firma Next Generation Mobility (NGM) führt ein Pilotprojekt

im Bereich eMobility-Sharing bei der Beratungsgesellschaft

Barkawi Management Consultants durch. Ziel ist es,

ein einfach zu bedienendes System mit hohen Akzeptanzwerten

bei den Mitarbeitern zu etablieren.

eMobility-Sharing - Unternehmen haben von eMobility heute

den größten Nutzen

Beim Kauf eines aktuellen eAutos muss man zur Zeit in

Deutschland etwa 17.000 Euro mehr zahlen als für ein herkömmliches

Fahrzeug. Um diese Differenz ohne jegliche Förderung

kompensieren zu können, müsste ein eAuto bei den

heutigen Kraftstoffpreisen über 310.000 Kilometer fahren -

ein unrealistischer Wert.

Aus Marketingsicht hat eMobility aber eine gewisse Magie.

Die Presse nimmt innovative Vorstöße mit Interesse auf und

auch die Bevölkerung assoziiert überwiegend Positives mit

dem Thema. Wenn Unternehmen in eMobility investieren,

können sie die Mehrkosten mit dem entstehenden Marketingeffekt

verrechnen. Denn durch die Investition in eine eFlotte

demonstrieren sie Nachhaltigkeit und Innovationskraft. Nachhaltiges

Handeln wird immer mehr zum Kaufkriterium. Um den

Marketingeffekt maximal nutzen zu können, muss nachhaltiges

Handeln im Bereich Elektromobilität mit einem Kommunikations-

und Nutzungskonzept untermauert werden:

eFahrzeugen sieht man leider weder ihren innovativen Antriebsstrang

an, noch weiß man, wem das Fahrzeug gehört.

eBikes und eRoller eignen sich ebenso gut für Marketingzwecke

wie eAutos und sind dabei deutlich günstiger, schneller

im Stadtverkehr und - bei entsprechendem Design - sogar

noch auffälliger.

Der Pilot - eMobility für Mitarbeiter mit Marketing- und

Motivations-Effekt

Einige Unternehmen haben bereits in eFahrzeuge investiert

und festgestellt, dass nach der komplizierten Fahrzeugbe-

schaffung die Probleme erst richtig anfangen. Wer kümmert

sich um die Verwaltung der Schlüssel und Fahrtenbücher?

Sind die Fahrzeuge ausreichend versichert? Was sagt der

Fiskus zum geldwerten Vorteil? Wollen die Mitarbeiter überhaupt

die Fahrzeuge nutzen und wie motiviert man sie damit

Dienstfahrten vorzunehmen?

Um Antworten zu finden, pilotiert die Next Generation Mobility

KG (NGM) ein System, das mit einer Buchungssoftware

und automatischen Schlüsselschränken ein autarkes Rückgrat

des eMobility-Sharing darstellt. Es handelt sich nicht

um den klassischen Dienstwagen, sondern um einen kleinen

Fahrzeug-Pool für alle Mitarbeiter. Dabei sind die eFahrzeuge

so gestaltet, dass sie der Betreiberfirma Barkawi eindeutig zugeordnet

werden können und als eFahrzeuge erkennbar sind.

Leasing, Service, Versicherungen und Marketing-Maßnahmen

werden auf das Unternehmen zugeschnitten. Vor allem muss

aber die Bedienbarkeit des Systems sehr einfach sein und

die Fahrzeuge jedem Nutzer Spaß machen. eMobility ist keine

Frage des Verzichtes, sondern mit dem richtigen System

ein zeitgemäßer, nachhaltiger Spaßfaktor.

Ausblick und Aufruf

Nach der erfolgreichen Testphase werden weitere Firmen am

NGM-Standort in München in das Konzept integriert und der

Fahrzeugpool erweitert. In Kooperation mit Solarunternehmen

werden Solar-Anlagen für 100 Prozent grünen Strom in

das System integriert. Außerdem bietet die Next Generation

Mobility KG Unternehmen, Städten und Kommunen alle Komponenten

an, die für die Umsetzung notwendig sind. Dabei

geht NGM auch den letzten Schritt und unterstützt nicht nur

den Aufbau, sondern auch den erfolgreichen Betrieb einer

eFlotte mit einem Motivationssystem für Mitarbeiter.

tim Ruhoff / Next Generation Mobility KG

tim.ruhoff@nextgm.com

Die Mobilität der Zukunft

hat bereits begonnen

Interview mit Manuel Ostner, Geschäftsführer PG-Bikes

Schauspieler Orlando Bloom mit dem BlackTrail

Mit dem blacktrail hat PG-bikes das bis dato teuerste und

spektakulärste ebike der Welt auf den Markt gebracht.

braucht Elektromobilität solche Superlative?

Prinzipiell sind wir der Meinung, dass eine Branche wie die

eMobilität momentan am Markt noch nicht die Sensibilität

erreicht hat, die wir alle benötigen. Durch Superlative wie

beim BlackTrail, mit dem Fokus, die reichen, erfolgreichen

und bekannten Menschen wieder zurück vom Bentley auf

ein Bike/eBike zu bringen, ist es uns bereits gelungen einen

großen Teil dazu beizutragen, dass eBikes am Markt nicht

mehr als reine Unterstützungsvehikel gesehen werden

sondern als lifestylige, innovative neue Möglichkeiten der

urbanen Fortbewegung. Einen Trend beginnt man nun mal

immer von oben.

Hollywood-Stars wie Schauspieler orlando bloom und der

Fernsehmoderator Jay leno gehören bereits zu den ersten

Kunden. Was erwarten sie beim Kauf des Super-ebikes?

Sie erwarten dasselbe wie jeder unserer Kunden. Ein absolut

individuelles, nachhaltiges, grünes und zugleich sexy Produkt

zu bekommen, um möglichst entspannt von A nach B in den

Metropolen dieser Welt zu reisen. Ganz gemäß unserem

Claim: Be unique!

Mit ebikes lassen sich ganz neue Wege der urbanen Mobilität

erfahren. Wie sieht für Sie die Mobilität der Zukunft aus?

Die Mobilität der Zukunft hat bereits begonnen! Immer mehr

Menschen werden sich mit dem Thema alternativer Energien

und eMobilität auseinandersetzen müssen. Elektrofahrzeuge

sind bei Weitem nicht mehr nur ein Trend. Vor allem China

macht es uns heute schon sehr gut vor. Im urbanen Bereich

finden sich dort bereits sehr viele Elektrozweiräder wohingegen

in den ländlichen Gebieten der Fokus eher auf dem

Vierradbereich liegt. Und auch wir haben selbstverständlich

noch einige Innovationen in der Schublade. Unsere Kunden

dürfen gespannt sein.

Manuel ostner

PG Trade & Sales GmbH

manu@pg-bikes.com

www.pg-bikes.com

ErstE flottEn - PG-BIKES

30 Neue Mobilität AuSgABe 04 Juli 2011 AuSgABe 04 Juli 2011

Neue Mobilität 31


ErstE flottEn - LECHWERKE AG

Elektromobilität erleben

Eckart Wruck, Projektleiter E-Mobility der lechwerke AG (lEW)

Damit sich Elektromobilität durchsetzt, müssen die Menschen

positive Erfahrungen mit der technologie verbinden. Durch

ihre einfache Handhabung und Alltagstauglichkeit vermitteln

ebikes gleichermaßen Spaß und Komfort - und bieten damit

eine basis für die grundsätzliche Akzeptanz.

Bereits 1881 präsentierte der französische Erfinder Gustave

Trouvé auf der internationalen Elektrizitätsausstellung in Paris

das erste elektrisch betriebene Fahrzeug, ein Drei-Räder-

Mobil. Wenn wir über Elektromobilität sprechen, blicken wir

also auf eine 130 Jahre andauernde Technologiegeschichte

zurück. In der öffentlichen Wahrnehmung befinden wir uns

allerdings erst im Jahr 1 der Elektromobilität. Als regional

führender Energieversorger für rund 500.000 Kunden in

Bayerisch-Schwaben und Teilen Oberbayerns spüren wir, dass

derzeit besonders großes Interesse an dem Thema besteht.

Damit sich die Technologie gleichwohl erfolgreich etabliert,

kommt es im Wesentlichen auf zwei Dinge an. Erstens

müssen die Voraussetzungen stimmen: Dazu tragen wir als

Energieversorgungsunternehmen durch den Aufbau einer

bedarfsorientierten, öffentlichen Ladeinfrastruktur unseren

Teil bei. Zweitens müssen die Menschen die Elektromobilität

praktisch und unmittelbar erleben, im Wortsinn »erfahren«,

und im optimalen Fall mit positiven Erfahrungen verbinden

können. Die Lechwerke präsentieren deshalb seit 2010 das

Thema in der Region auf vielfältige Weise. Dazu gehören

beispielsweise der Verleih von Elektroautos an öffentliche oder

private Organisationen zu Testzwecken oder die Durchführung

von Roadshows, bei denen die Besucher die Möglichkeit

erhalten, eBikes, Elektroautos, eRoller oder Segways auszuprobieren.

Besonders eBikes eignen sich als alltagstaugliche

und technisch ausgereifte Fortbewegungsmittel hervorragend

dazu die Neue Mobilität erlebbar zu machen. Sie bieten so

viel Fahrrad, wie man möchte - und so viel Unterstützung,

wie man benötigt.

Zusammenarbeit mit Kommunen und tourismusverbänden

Kommunen und Tourismusverbänden ermöglichen wir,

hochwertige LEW eBikes unkompliziert zu testen. Über

unser »All-Inklusive-Paket« können Gemeinden die eBikes

für einen monatlichen Pauschalbetrag anmieten. Neben regelmäßiger

Wartung und gegebenenfalls Reparaturarbeiten stellt

LEW auch Akkus, Ladegeräte und Helme zur Verfügung. Die

Gemeinden können die Räder dann weitervermieten und

somit entsprechende Erlöse erzielen. Sie bieten Bürgern

und Touristen damit ein modernes Leistungsangebot.

Sehr erfolgreich haben sich solche Projekte in Günzburg,

LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher, Regionalmanagerin Elisabeth Gutmann, Landrat Dr. Friedrich Zeller,

Manuela Vanni, Bürgermeisterin von Markt Peißenberg, (v.l.) bei der E-Mobility-Roadshow in Schongau.

Krumbach und Rettenbach am Auerberg im Allgäu etabliert.

Das Überlandwerk Krumbach stellt den eBike-Mietern

darüber hinaus drei spezielle eBike-Touren inklusive der

GPS-Daten zur Verfügung. Zudem stehen im Heilbad

Krumbad in Krumbach zwei Elektrofahrräder bereit. Darüber

hinaus vermieten die Lechwerke auch selbst Räder in ihren

Kundenforen in Augsburg, Donauwörth und Landsberg. In

allen anderen Kundenforen können sie telefonisch oder via

eMail reserviert werden.

Unterschiedliche ebike-Modelle in exzellenter Qualität

Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz der LEW eBikes

ist, dass es sich um absolut hochwertige Zweiräder handelt.

LEW gewährleistet das durch die Zusammenarbeit mit der

Partnerfirma Fahrräder Durz. Gemeinsam bieten wir zwei

eBike-Modelle an. Das »LEW City eBike« ist als Tiefeinsteiger

für entspanntes Fahren auch auf längeren Strecken konzipiert

und bietet komfortable Mobilität insbesondere im

Stadtverkehr. Das eMountainbike »Berner Bergziege eBike«

ist die sportliche Variante für lange Touren und wird speziell

auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden hin gefertigt.

Noch in diesem Sommer werden die Bergziege eBikes einem

besonderen Härtetest unterzogen:

ErstE flottEn - LECHWERKE AG

Auf der Alpenüberquerungstour AlpenX bewältigen 20 Fahrerinnen

und Fahrer auf zehn eBikes und zehn herkömmlichen

Mountainbikes gemeinsam knapp 400 Kilometer sowie

mehr als 6.000 Höhenmeter - und beweisen damit die

Leistungsfähigkeit moderner Elektrofahrräder.

Seit diesem Frühjahr steht auch ein neues touristisches An-

gebot zur Verfügung. Die LEWtours, die gemeinsam mit

dem Reiseunternehmen ATCTOURISTIC und der Firma

Durz angeboten werden, bietet eMobilitäts-Erfahrungen

während mehrtägiger Fahrradtouren, die für eBikes optimiert

wurden.

eMobilität nimmt also weiter Fahrt auf. Wir nehmen diese

Dynamik auf und werden gemeinsam mit Gemeinden,

landkreisen und Partnern weitere ideen entwickeln und

realisieren, um dieses Zukunftsthema auch künftig auf

attraktive Weise zu präsentieren.

Eckart Wruck

Projektleiter E-Mobility der Lechwerke AG (LEW)

www.lew.de

32 Neue Mobilität AuSgABe 04 Juli 2011 AuSgABe 04 Juli 2011

Neue Mobilität 33


eCarTec - vEloforM MEdia

xbob und Elmoto

Das starke Gespann im Einsatz für den bEM

Der xBob - ursprünglich für die Unilever Eismarke Langnese entwickelt, findet mittlerweile viele weitere Anwendungen Der xBOB im Einsatz für Coca Cola

Veloform Media -

Entwicklung zum out-of-home media Spezialisten

Das Motto Werbung in Bewegung und die Frage, wie diese

vor das Brandenburger Tor zu bekommen sei, stand im Jahre

1997 am Anfang der Velotaxi Idee. Die ab 2000 von Veloform

entwickelten und hergestellten Fahrzeuge wurden mit ihrer

futuristischen Form schnell zum international bekannten

Werbeträger und Velotaxi damit zur bekannten Marke.

Mit der Idee zur bboxx - einer mobilen, auf die vielen temporären

Nutzungsflächen im Berliner Innenstadtbereich maßge-

schneiderte Verkaufs- und out-of-home media Lösung erweiterte

sich das Produktportfolio der Veloform Gruppe weiter.

Der xbob - von der Eistruhe auf Rädern zur mobilen Verkaufs-

und Promotionplattform

Im Auftrag für Unilever entwickelte Veloform 2008 eine an

die Langnese Standardeistruhe angepasste autonome Fahrzeuglösung,

die sowohl als selbst bremsender Anhänger als

auch als schieb- und steuerbarer mobiler Verkaufsstand zu

nutzen ist.

Dieses »Icebob« Konzept wird seither erfolgreich mit einer

Flotte von 100 Fahrzeugen in verschiedenen Vergnügungsparks

in Deutschland im Auftrag von Unilever eingesetzt.

Hiermit war die Grundlage für eine Vielzahl weiterer Anwendungsmöglichkeiten

des xBob gelegt.

Veloforms internationales Netzwerk als impulsgeber für die

Weiterentwicklung

Auf Grundlage der bestehenden Partnerschaften im weltweiten

Veloform Netzwerk stieß der xBob auch in anderen

Ländern auf reges Interesse und wird von Irland bis Italien

erfolgreich auf Kampagnen für Marken wie Coca Cola,

Nescafè oder Burger King eingesetzt.

Dabei sind die Wünsche und Ideen der Veloform Partner

stets wichtiger Impulsgeber für neue Adaptionen auf Basis

des xBob. So werden mittlerweile xBobs genauso für den

Verkauf von Panini, wie als mobile Plattform für Kickerspiele

bei Promotions eingesetzt.

Der xbob im Fahrzeuggespann

Wichtiger Bestandteil des Mobilitätskonzeptes des xBobs

war von Anfang an die Nutzung als Fahrzeuggespann. Die

Verwendung des eVelotaxi als Zugfahrzeug erhöht neben

dem praktischen Nutzen, im Stadtbereich abgasfrei an den

Einsatzort zu gelangen, erheblich den Aufmerksamkeitswert.

Auf so manchem Stadtfest ist der Einzug eines in den

Farben der lokalen Sparkasse gebrandeten eVelotaxi/xBob

Gespannes zelebriert worden.

Als Dekra geprüftes Fahrzeug kann selbst ein voll beladener

xBob mit einem Eigengewicht von über 250kg durch die integrierte

Auflaufbremsanlage sicher und selbst mit Fahrrädern

als Zugfahrzeug bewegt werden. Schnell war klar, dass als

Zugfahrzeug ein zweispuriges Elektrofahrzeug mit Hinguckeffekt

ideal ist. Deshalb fiel die Wahl schnell auf das Elmoto.

Das Elmoto - Das Elektro-Kleinkraftrad für den unschlagbaren

Fahrspaß

Der breiten Öffentlichkeit wurde das Elmoto durch den

Einsatz im Rahmen eines Feldexperimentes des Stromversorgers

und BEM-Mitglieds EnBW bekannt (siehe NEUE

MOBILITÄT 03). Ab Juli 2010 hatten im Großraum Stuttgart

rund 500 Elektronauten genannte EnBW-Kunden über den

Zeitraum von einem Jahr die Möglichkeit die Fahrzeuge der

Stuttgarter Firma ID-Bike GmbH kostenfrei zu nutzen.

Durch die Verwendung hochwertigster Komponenten unter

anderem aus dem Mountainbike Bereich und seiner Leichtbauart

lässt das Elmoto manch anderen eRoller in Sachen

Fahrdynamik und -spass weit hinter sich.

Entwicklung vom Fahrzeug zum Promotiontool

Fast alle Elektrofahrzeuge werden, obwohl in der Anfangsphase

durch Flottenankäufe öffentlicher und privatwirtschaftlicher

Träger gefördert, direkt an Privatnutzer vermarktet.

Veloform Media war dagegen als Fahrzeughersteller

zunächst Anbieter von b2b orientierten Werbe- und Kommunikationslösungen.

Erst mit der Einführung des eVelotaxi be-

ginnt sich ein neuer Markt der Vermarktung an Privatnutzer

zu erschließen. Als Kenner des Marktes für außergewöhnliche

Fahrzeuge und deren werbliche Nutzung war die Einbindung

des Elmoto als Zugfahrzeug für den xBob ein logischer

Schritt. Neben dem verbesserten und größeren Aktionsradius

verstärken sich Eyecatcherfunktion und Nutzen beider

Fahrzeuge auf ideale Weise.

Erste Einsätze für Coca Cola und langnese sowie für den

bEM auf der eCartec

Nach Konstruktion der Schnittstelle per Anhängerkupplung

kamen die ersten xBob/Elmoto Gespanne im Rahmen des

diesjährigen Tages der offenen Tür beim Veloform Kunden

Coca Cola in Berlin zum Einsatz.

Neben weiteren Einsätzen für Berlin Partner, der Berliner

Gesellschaft für Hauptstadtmarketing und des ISTAF Leichtathletik

Meetings kommt ein im Design des BEM gebrandetes

Gespann vom 18. bis 20. Oktober in München auf der

eCarTec für die Verteilung dieser Ausgabe der NEUEN MO-

BILITÄT zum Einsatz.

till Rumohr

Veloform Media

www.veloform.com

eCarTec - vEloforM MEdia

34 Neue Mobilität AuSgABe 05 OkTOBer 2011 AuSgABe 05 OkTOBer 2011

Neue Mobilität 35


sChWEiz spECial - SPIEGEL INSTITUT sChWEiz spECial - SPIEGEL INSTITUT

Stromlinienförmig in

Richtung Zukunft

Elektrisch, effizient und alltagstauglich

Peraves MonoTracer MTE 150 Peraves MonoTracer MTE 150

»Die Meinung der Konsumenten zum Thema Elektromobilität

hat im Laufe der Zeit interessante Entwicklungsstadien

durchlaufen. Nach einer Studie, die wir bereits 2006 durchführten,

waren aus Konsumentensicht die zukunftsfähigsten

Antriebstechnologien noch der Hybridantrieb, die Brennstoffzelle,

Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen und

Erdgas. Der Elektromotor wurde dagegen kaum erwähnt.

2010 konnten sich bereits 75% der Befragten vorstellen,

ein Elektroauto zu kaufen. Als Kaufgründe wurden vor allem

die Reduzierung gesundheitsschädlicher Abgase (72%) und

die höhere Umweltfreundlichkeit (75%) angegeben. Auch

das geräuscharme Fahren sowie geringere Unterhaltskosten

werden von der Mehrheit als weitere Anreize gesehen.

Und 2011 glauben bereits mehr als 50% der Konsumenten,

dass in naher Zukunft alternative Antriebsmöglichkeiten die

Mehrheit der neu gekauften Autos ausmachen. Erdgas und

Brennstoffzelle spielen dagegen für die Konsumenten keine

große Rolle mehr und Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen

ist verschwunden.

Das Fazit unserer Forschungen: im Rahmen der eMobilität

wird noch immer viel zu sehr in alten Strukturen und Formen

gedacht. eMobilität braucht Innovationen und Technologiesprünge.«

Götz Spiegel

CEO, Spiegel Institut Mannheim GmbH & Co KG, Deutschland

Peak Everything -

Die Zukunft der individuellen Mobilität

»Unser Problem heißt nicht »peak oil«, sondern »peak everything«.

Die Rechnung ist doch ganz einfach: Wir sind in

einem Monat rund 7 Mrd. Menschen auf diesem Planeten.

Rund 1 Mrd. haben ein Auto. Alle möchten eines, die meisten

können sich noch keines leisten. In 20 Jahren sind wir 9 Mrd.

und davon leben 75% in den sogenannten Mega-Clusters.

Etwa 3 Mrd. sollten sich nach Prognosen dann effektiv auch

ein Auto leisten können. Es müssten also in den nächsten

20 Jahren, mit Ersatz der bestehenden Milliarde Fahrzeuge,

rund 3 Mrd. Autos gebaut werden. Das sind rund doppelt so

viele, wie in den letzten 100 Jahren produziert worden sind.

Aus mehreren Gründen ist dies aber nicht möglich, wenigstens

nicht in der uns vertrauten Form eines Autos: 1. Peak

everything: Stahl, Aluminium, Kupfer, Glas, Plastik, Gummi,

alternativ auch Holz würde für eine solche Menge von

je 1.500 kg schweren Autos gar nicht zur Verfügung stehen.

2. Platzbedarf: Wenn in diesen Mega-Clusters nur schon die

Hälfte dieser Autos auf den Straßen wäre, hätten wir längst

eine rein statische Situation.

Nehmen wir folgendes an: eine Fahrzeuglänge von 5 m, 3 m

Abstand und durchschnittlich 6 (!) Fahrbahnen pro Straße.

Götz Spiegel, CEO Spiegel Institut Mannheim und Roger Riedener, CEO der Peraves AG, Schweiz über ihre Aktivitäten im

Rahmen der internationalen Marktforschung zur Elektromobilität.

Sind unter diesen Umständen ca. die Hälfte der 3 Mrd. Autos

unterwegs, dann wird eine Fläche von 2 Mio. km Straße belegt.

Der Verkehr würde stehen. Zum Vergleich: Deutschland

verfügt über insgesamt 600.000 km Straßen. Und eine Metropole

wie New York über 10.000 km.

Da in Zukunft immer mehr Menschen in Metropolregionen

leben werden, muss für diese über tragfähige Alternativen

nachgedacht werden. Es ist eigentlich schon heute klar, dass

dort die individuelle Mobilität nur mit relativ leichten, sicheren,

kleinen, schmalen und elektrisch betriebenen Fahrzeugen

realisierbar bleibt.

Die Batterien werden enorme Entwicklungssprünge machen,

wie wir sie aus der Luftfahrt oder aus der Dieselmotorentwicklung

kennen. Sie finden 20kW ein wenig mager? Dieses

Fahrzeug, das bedeutend mehr Insassensicherheit bieten

wird als ein heutiger VW Polo, mehr nutzbaren Innenraum

hat als ein smart, wiegt mit 2 Personen keine 500 kg, beschleunigt

in weniger als 10 Sekunden auf 100 km/h und

läuft 160 km/h Spitze. Aber es sieht definitiv nicht mehr wie

ein Polo oder smart aus. Es sieht unter Umständen wie ein

Peraves MonoTracer MTE 150 aus.

Und dieser MonoTracer MTE-150 braucht bei konstant 100

km/h weniger als 5kW Antriebsleistung und somit weniger

als 0,5 Liter auf 100 km, umgerechnet auf Benzin. Mit seiner

20kWh-Batterie läuft er über 400 km weit und wenn es

sein muss über 240 km/h schnell, bis er in weniger als 2

Stunden wieder aufgeladen ist - ein echtes Schweizer Highendprodukt.

Kurz gesagt: Mit solchen Fahrzeugen hätten wir eine echte

Chance, die individuelle Mobilität in Megacities zu retten.«

Roger Riedener // CEO, Peraves AG, Schweiz

Peraves AG // www.monotracer.com,

Spiegel Institut Mannheim GmbH & Co. KG

www.spiegel-institut.de

Roger Riedener Götz Spiegel

36 Neue Mobilität AuSgABe 05 OkTOBer 2011 AuSgABe 05 OkTOBer 2011

Neue Mobilität 37


ERSTE FLOTTEN - ZWEIRAD-INDUSTRIE-VERBAND

Rad fahren bewegt

Knapp 20 Minuten benötigt Dr. Kayali für die fünf Kilometer

von seiner Wohnung im Frankfurter Nordend zu seinem

Arbeitgeber, einer Bank im Herzen der Mainmetropole. Bei

den ganzen innerstädtischen Staus jeden Morgen eine reife

Leistung. Aber Dr. Kayali ist nicht etwa ein besonders schnel-

ler Autofahrer oder kennt geheime Schleichwege, er besitzt

gar kein Auto. Ein Trendsetter, das ist es, was Dr. Kayali ist,

zumindest was sein Fortbewegungsmittel angeht, er fährt

nämlich ein eBike.

Damit ist er nicht allein unterwegs, so der Zweirad-Industrie-

Verband (ZIV). Mehr als 800.000 eBikes, so die Schätzungen

des ZIV, fahren derzeit auf Deutschlands Straßen. Damit

nimmt die deutsche Fahrradindustrie eine Vorreiterrolle im

Bereich der Elektrofahrzeuge ein. Allein der Anteil der eBikes

sorgt dafür, dass das Ziel der Bundesregierung bis zum Jahr

2020 rund 1 Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen

zu bringen nahezu erreicht ist.

Und der Trend geht weiter. Für das Jahr 2011 schätzt der ZIV

den Absatz auf 300.000 eBikes, was einem Plus von 50 Prozent

gegenüber dem Jahr 2010 entspricht. »Mittelfristig kann

das eBike einen Marktanteil von 15% des Fahrradmarktes in

Deutschland erreichen«, so Siegfried Neuberger, Geschäftsführer

des ZIV.

Dass diese Zahlen und Schätzungen aus dem täglichen Leben

stammen, verdeutlichen die Veränderungen in der Käufer-

struktur. Waren es früher vorwiegend die sogenannten

»Best Ager« die sich ein eBike zugelegt haben, so sind heute

alle Altersklassen vertreten. Egal ob Mütter mit Kinderanhängern,

Manager auf dem Weg zur Arbeit oder Tourenradler

- das eBike ist allgegenwärtig. In den Niederlanden nutzen

Polizei und Sanitätsdienste das eBike gar als Dienstfahrzeug.

Auf der Suche nach einer Erklärung für diesen Boom

stösst man immer wieder auf die »fünf Freunde« der Fahrrad-

industrie: Gesundheit - Mobilität - Individualität - Umweltschutz

und natürlich die Kosten.

»Die Menschen werden zunehmend sensibler für eine nachhaltige,

gesunde und individuelle Mobilität. Außerdem suchen

sie nach Alternativen zu den steigenden Benzinpreisen.

Mit Kosten von wenigen Cent für eine Akkuladung und

Reichweiten zwischen 30 und 100 Kilometern ist das eBike

eine echte Alternative zum Auto - besonders auf Strecken bis

5 Kilometer. Das man dabei noch seine Gesundheit fördert

ist doch prima«, so Neuberger.

Das eBike-Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Ein Sensor reagiert,

wenn in die Pedale getreten wird, und die elektronische

Steuerung sorgt dafür, dass der Motor Unterstützung

bis 25 km/h liefert. Ein Versicherungskennzeichen braucht

man bei einer Unterstützung bis 25km/h und gleichzeitigem

Pedalantrieb nicht. Bis zu dieser Grenze ist das eBike rechtlich

gesehen ein Fahrrad, was rund 95% aller eBike-Fahrer

freut.

Dass dem eBike-Markt große Chancen eingeräumt werden,

skizziert das stetig steigende Interesse großer Konzerne.

Egal ob Bosch, Porsche oder smart, sie alle sind mit eigenen

Produkten dabei. Mit dem eBike hat die deutsche Fahrradindustrie

einen Wachstumsmarkt geschaffen, der rundum

für gute Stimmung sorgt.

»Wir blicken der Zukunft positiv gestimmt entgegen, zumal

im Bereich der Antriebs- und Batterietechnik aber auch beim

Design ständig innovative Neuerungen auf den Markt kommen«,

so Siegfried Neuberger auf einer Podiumsveranstaltung

im Mai 2011 in Dresden.

Gute Laune hat auch Dr. Kayali, der sich nach der Arbeit auf

sein eBike schwingt und erneut dem Stau entgeht.

Stephan Schreyer

Zweirad-Industrie-Verband e.V.

www.ziv-zweirad.de

ebikes

bedingt durch Diskussionen rund um Klimawandel, alternative

Stadtkonzepte oder urbane Mobilität gewinnt das thema

eMobilität zunehmend an Aufmerksamkeit und bedeutung

in Medien, Politik und Wirtschaft. Forderungen nach

Konzepten und lösungen werden laut. Die Fahrradbranche

setzte früh auf das thema und ist heute Vorreiter im bereich

der Neuen Mobilität.

Wie weit ist Elektromobilität in der Fahrradbranche bereits

umgesetzt?

Die Fahrradbranche hat bereits heute funktionierende, alltagstaugliche

eMobilitätssysteme. Im Vergleich dazu befinden

sich andere Branchen noch in der Testphase. Wir sind

der festen Überzeugung, dass Elektromobilität nicht bedeuten

kann, das heutige Mobilitätskonzept zu kopieren

und lediglich Verbrennungsmotoren durch Elektromotoren

zu ersetzen. Wir müssen unsere Mobilität neu gestalten.

Durch eBikes erfährt gesellschaftliche Mobilität eine völlig

neue Bedeutung. Als leichte Fahrzeuge werden eBikes

den Ansprüchen der innerstädtischen Mobilität angesichts

Parkplatzproblematik und Staus voll gerecht. Dazu setzt die

Fahrradindustrie auf intermodale Mobilität. Reisen Sie zum

Beispiel mit eBike und Bahn, sind Sie bereits heute auch

überregional elektromobil unterwegs.

Wie entwickelt sich der Markt für ebikes?

Der Markt wächst weiter kontinuierlich. Unsere Marke Kalkhoff

ist hier gemessen am Umsatz klarer Marktführer. Insgesamt

verkaufte Derby Cycle in den ersten neun Monaten

2010/2011 73.000 eBikes - 85% mehr als im vergleichbaren

Vorjahreszeitraum. Die Verkaufszahlen von eBikes und Pedelecs

in Deutschland beliefen sich allein im Jahr 2010 auf

rund 200.000. Für das aktuelle Jahr rechnet der Zweirad-

Industrie-Verband mit 300.000 verkauften eBikes und Pedelecs.

Auch wir prognostizieren eine erhebliche Steigerung

der Verkaufszahlen im eBike Segment. Treiber der Entwicklung

sind neben immer längeren Akkulaufzeiten vor allem

auch die große Produktvielfalt. So haben wir allein unter dem

ErstE flottEn - DERBY CYCLE

Vorreiter der Branche

Interview mit Mathias Seidler, Vorstandsvorsitzender der Derby Cycle AG

Markennamen Kalkhoff aktuell 27 verschiedene Modelle im

Angebot. Hier findet also jeder Kunde das für ihn passende

eBike in unterschiedlichen Preiskategorien. Rückmeldungen

von Endverbrauchern finden längst Berücksichtigung in den

neuesten Generationen und sorgen für noch mehr Individualität

und Kundenzufriedenheit.

Welche großen innovationen gab es in diesem Jahr?

Highlight in diesem Jahr ist das von uns selbst entwickelte

Antriebssystem Impulse, das auf dem Markt für Furore sorgte

und nach seinem Verkaufsstart bereits nach einem Tag

ausverkauft war. Mit der Weltneuheit kombinieren wir unter

anderem bei Kalkhoff erstmals ein besonders komfortables

Mittelmotor eBike mit der gewohnten, sicheren Rücktrittbremse

oder einer Freilaufnabe. Wir sind uns sicher, mit

dem Kalkhoff Impulse eine wichtige und große Zielgruppe

anzusprechen und sehen in diesem neuen Antrieb die Möglichkeit,

viele Neulinge von den eBike-Vorteilen zu überzeugen.

Große Innovationen gibt es auch im Akkubereich.

Mit Reichweiten von bis zu 180 Kilometer pro Akku-Ladung

werden heute die üblichen Wegstrecken im Nutzerverhalten

von Fahrradfahrern, aber auch von vielen Autofahrern sicher

abgedeckt.

Interviewpartner

Mathias Seidler

Kontakt

Arne Sudhoff

Derby Cycle AG

www.derby-cycle.de

38 Neue Mobilität AuSgABe 06 JANuAr 2012 AuSgABe 06 JANuAr 2012

Neue Mobilität 39


ErstE flottEn - tEChnisChE WErkE friEdriChshafEn GMBh ErstE flottEn - tEChnisChE WErkE friEdriChshafEn GMBh

bodensee:

bürgermeister auf ebikes

Die technischen Werke Friedrichshafen sind eVorreiter

Manfred Erne und Sebastian Dix auf Pedelecs der Technischen Werke Friedrichshafen Dr. Stefan Köhler, Erster Bürgermeister der Stadt Friedrichshafen, und Alfred Müllner, Geschäftsführer der Technische Werke Friedrichshafen GmbH (TWF) bei

der Eröffnung der Pedelec-Ladestation am 20. September 2011 in Friedrichshafen

Pedelec-Förderprogramm, KommunalRad, eMobilitäts-Portal,

Fahrrad- und Auto-Ladestation: Die Technischen Werke

Friedrichshafen (TWF) am Bodensee sind findig, was eMobili-

täts-Aktionen betrifft. Inzwischen radeln sogar die Bürgermeister

der Partner-Gemeinden mitunter auf TWF-Rädern zu

Amtsterminen. Der neueste Coup: Kürzlich eröffnete die TWF

die erste Ladestation für eAutos, gemeinsam mit dem örtlichen

Renault-Autohaus.

Der Bürgermeister auf dem Pedelec - das hat im Sommer

2011 bei manchem Ortstermin für Staunen gesorgt. Die TWF

hatte ihren neun Partnerkommunen über den Sommer Pedelecs

zur Verfügung gestellt. Die Aktion »KommunalRad«

war ein voller Erfolg, wie Sebastian Dix, Leiter der TWF-

Unternehmenskommunikation, erzählt: »Die Kommunen

haben die eBikes erfolgreich in den Arbeitsalltag integriert,

die Räder waren fast täglich im Einsatz.« Die Nutzer - vom

Amtsboten bis zum Bürgermeister - waren begeistert. Und

auch die Bürger schätzten den Einsatz für umweltfreundliche

Mobilität.

Hervorragend angekommen ist auch das regionale Internetportal

e-mobil-bodensee.de. Dort hat die TWF gemeinsam

mit benachbarten Stadtwerken alle Elektromobilitätsaktivitäten

im Bodenseekreis zusammengefasst und mit den Partnerkommunen

verlinkt. Die TWF hat das System entwickelt

und verkauft es nun weiter. Erster Kunde sind die Stadtwerke

Konstanz, mit weiteren Stadtwerken wird verhandelt. So

ist ein eMobilitäts-Netzwerk für die Bodenseeregion entstanden,

das Urlauber wie Einheimische nutzen.

Wo viele Menschen elektromobil unterwegs sind, da darf die

Ladeinfrastruktur nicht fehlen. Im Herbst hat die TWF ihre

Pedelec-Ladestation in Friedrichshafen eingeweiht, direkt

an der Hafenpromenade am Bodensee und neben der Innenstadt.

Jüngst kam eine Ladestation für Elektroautos in Markdorf

dazu. An beiden Stationen kann man kostenlos tanken.

»Geld verdienen wir damit derzeit ohnehin nicht«, so Sebastian

Dix, Leiter der TWF-Unternehmenskommunikation. »Für

uns ist das ein Service- und Innovationsthema.«

Angefangen hat die TWF ihre Elektromobilitätsaktivitäten im

Frühjahr 2010 mit drei firmeneigenen Pedelecs und einem

Förderprogramm. Manfred Erne, Projektkoordinator bei der

TWF, erinnert sich noch gut an das mitleidige Lächeln mancher

Mitarbeiter beim eBike-Schnuppernachmittag.

»Ich setz mich doch nicht auf so ein Oma-Rad«, mokierten

sich passionierte Biker und Autofahrer einmütig. Erne lächelt:

»Aber alle sind mit einem breiten Grinsen von der Probefahrt

zurückgekommen.«

Auch das Förderprogramm kommt sehr gut an - in der 58.000-

Einwohner-Stadt Friedrichshafen mit hohem Industrieanteil

im Bereich Auto-Zulieferung war das einem solchen Programm

nicht in die Wiege gelegt. Doch knapp zwei Jahre

später hat die TWF über 180 Räder gefördert. Die Förderung

erhalten nur TWF-Kunden, die ihr eBike bei einem der regionalen

Partnerhändler kaufen. »So holen wir den Handel mit

ins Boot«, erklärt Dix. »Wir wollen ja keine Internet-Shops

irgendwo fördern.«

Die eigenen Räder stehen derweil nicht still: Die Mitarbeiter

nutzen die eBikes für Dienstfahrten in die Innenstadt

oder zu Baustellen. Dix fährt zu Pressekonferenzen mit dem

Fahrrad. Und auch im »kombinierten Verkehr« hat sich das

eBike bewährt, wie Erne erzählt: Termine in Konstanz, also

am anderen Ufer des Bodensees, waren zuvor mehr als eine

Autostunde entfernt. Inzwischen radeln Erne und seine Kollegen

mit dem Pedelec zum Schnellschiff Katamaran, das

seit wenigen Jahren Friedrichshafen und Konstanz verbindet,

nehmen das Rad mit aufs Schiff und radeln auf der anderen

Seite bequem und umweltfreundlich zu ihren Terminen.

»Die Räder haben sich bestens bewährt«, resümiert Dix. Und

sie werden »richtig« eingesetzt. Was das bedeutet, erklärt

Dix so: »Erstens: Die Pedelec-Fahrten ersetzen Autofahrten.

Und zweitens: Der Ladestrom ist aus erneuerbaren Quellen.«

Nur so entlaste eMobilität wirklich Klima und Umwelt.

Für ein Stadtwerk seiner Größe ist die TWF sehr aktiv. »Das

ist nur möglich, weil wir uns sinnvoll vernetzen«, erklärt Erne.

Und Dix umreißt die Philosophie der TWF: »Wir wollen verschiedene

Zielgruppen erreichen und funktionierende Systeme

aufbauen. Das geht nur mit hervorragenden Netzwerken«,

so der Pressesprecher: »Es reicht nicht, sich ein eAuto

zu kaufen und zu behaupten, man mache nun eMobilität

Die TWF »lebt Integration und Vernetzung« (Dix) und hat sich

in Sachen eMobiltät als Vorreiter etabliert. Das liegt auch daran,

dass die Aktivitäten in die gesamte Markenphilosophie

eingebaut wurden. Die TWF bietet seit mehr als zehn Jahren

Strom aus Wasserkraft für alle Privatkunden ohne Preisaufschlag

- natürlich fließt auch in den Ladestationen »Aqua-

Strom«. Außerdem betreibt das Stadtwerk den Stadtbus,

die Bodensee-Oberschwaben-Bahn und die Katamaran-

Verbindung nach Konstanz. »eMobilität verbindet alle diese

ökologischen Ansätze miteinander. Und es bringt uns neue,

interessante Partnerschaften.«

Sebastian Dix

Technische Werke Friedrichshafen GmbH

www.twf-fn.de

40 Neue Mobilität AuSgABe 06 JANuAr 2012 AuSgABe 06 JANuAr 2012

Neue Mobilität 41


ErstE flottEn - LEASERAD

Standardisierung

der ladeinfrastruktur

Praktische lösungen für das laden von Pedelecs

Vollautomatisiertes Pedelec-Verleihsystem Frankfurt Schließfachschrank in Offenburg

Momentan herrscht in Deutschland im Bereich Elektromobilität

eine enorme Schieflage. Auf aktuell ca. 3.000 zugelassene,

elektrisch angetriebene Pkw kommen etwa 1.500

zugängliche Ladesäulen. Für die annähernd 1 Mio. eBikes

gibt es maximal ein paar Dutzend Lademöglichkeiten im öffentlichen

Raum, die den Namen Ladesäule verdienen. Im

Gegensatz zum Pkw brauchen eBikes jedoch viel mehr als

nur eine Steckdose.

In Bezug auf die Ladung gibt es zwischen eAutos und eBikes

große Unterschiede. So führen Erstere ihr Ladegerät immer

mit sich und eine frei zugängliche Steckdose reicht in der

Regel zur Wiederaufladung des Akkus. Beim eBike hingegen

muss der Nutzer sein Ladegerät explizit mitnehmen und in

seinem Gepäck unterbringen. Selbstverständlich kann er

sein Rad damit auch an jeder Steckdose aufladen, riskiert

dabei jedoch den Diebstahl seines Ladegerätes. Wenn zum

Laden der Akku herausgenommen werden muss, riskiert er

sogar den Verlust des teuren Energiespeichers. Darüber hinaus

sind die Ladegeräte meist nicht für den Außengebrauch

zugelassen und das Nichtbeachten führt zum Garantieverlust.

Die momentan mehr als 70 verschiedenen Ladestecker

von annähernd 100 Marken haben zwar oft gleiche Stecker,

arbeiten aber mit zum Teil nicht kompatiblen Steckerbelegun-

gen oder unterschiedlichen Spannungen. Durch falsches Anschließen

riskiert der Nutzer hier nicht nur eine Fehlfunktion,

sondern auch Akku-Beschädigungen bis hin zu Akkubränden.

Durch die rasante Verbreitung von eBikes steigt der Bedarf

an einer praktischen Lösung. Doch all diejenigen, die gute

Rahmenbedingungen für ganz oder teilweise elektrisch angetriebene

Fahrzeuge schaffen müssen oder wollen, stehen

vor dem gleichen Problem: es gibt (noch) keinen Standardstecker,

der eine einfache und universelle Ladeinfrastruktur

ermöglichen würde. Der momentan einzige Lösungs-

weg ist der Einsatz spezifischer Ladeinfrastruktur.

So wurden im zurückliegenden Jahr einige interessante Konzepte

bereits in die Realität umgesetzt. In Frankfurt feierte im

Sommer 2011 das deutschlandweit erste vollautomatisierte

Pedelec-Verleihsystem Premiere. An mehreren Stationen

können registrierte Benutzer Pedelecs komplett automatisch

ausleihen. Das Pedelec ist dabei in einer Dockingstation

fixiert, wodurch die Akkus vollautomatisch aufgeladen

werden und das Rad ebenfalls automatisch sicher verriegelt

wird. Die Stadt Offenburg hat einen etwas universelleren

Weg beschritten, indem sie einen Schließfachschrank im öffentlichen

Raum anbietet, der neben herkömmlichen Steckdosen

auch Ladegeräte für die drei gängigsten Akkutypen

bereitstellt.

Einen viel universelleren Weg will das Konsortium Energy-

Bus in den nächsten Jahren realisieren. Ein standardisiertes,

nicht proprietäres Steckersystem in Kombination mit

einem ebenfalls standardisierten Kommunikationsprotokoll

auf CAN Open Basis regelt die Kommunikation zwischen

Ladegerät, Akku und Steuerelektronik und soll damit

den Herstellern einen ähnlichen Ansatz ermöglichen,

wie der USB-Stecker in der Computerindustrie. Damit

können in Zukunft Pedelecs unterschiedlichster Hersteller

an jeder mit EnergyBus-Stecker ausgerüsteten Ladesäule

geladen werden. Die Akteure des Konsortiums, darunter

Panasonic, Bosch, Philips und Rosenberger, möchten mit

ihrem Engagement die Ladeinfrastruktur vereinheitlichen

und damit automatisch auch kostengünstiger und vor allen

Dingen sicherer machen. Erste Produkte mit diesem

System sollen in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Fachleute sind sich einig, dass eine einheitliche Ladeinfrastruktur

dem Pedelec und damit der gesamten Elektromobilität

in unserem Lande enormen Auftrieb geben wird.

Ulrich Prediger // leaseRad GmbH

ulrich.prediger@leaserad.de

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42 Neue Mobilität AuSgABe 06 JANuAr 2012

Neue Mobilität 43

Institutfür Stromrichtertechnik

und Elektrische

Antriebe


ErstE flottEn - PIET HERBERTZ

Christian Heep, bEM-Vorstand Marketing

»Insbesondere der elektrische Zweiradmarkt ist ein guter Einstieg in die Neue Mobilität, der bei uns in Deutschland im Gegensatz

zu beispielsweise China noch sehr schwach entwickelt ist. Vor diesem Hintergrund unterstützen wir Projekte wie Velovolt

selbstverständlich sehr gern und freuen uns auch auf eine rege Teilnahme unserer Mitglieder.«

Mit einem Klick zum eBike-

Händler Ihres Vertrauens

Interview mit Piet Herbertz von Velovolt

Wie ist die idee für Velovolt entstanden?

Velovolt ist in erster Linie ein unabhängiges eBike-Händlerverzeichnis

mit stark lokalem Fokus. Die Internet-Plattform

Velovolt.de bringt Fachhändler und Interessenten aus der

gleichen Nachbarschaft zusammen. Die Idee für Velovolt entstand

infolge einer Projektarbeit der Universität der Künste

Berlin in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesverband

eMobilität. Sechs Studenten (darunter ich) entwickelten hier

bis Frühsommer 2011 ein kommunikationsstrategisches Konzept

zur Positionierung eines eBike-Fachhändlers in Berlin

Mitte. Während der Projektzeit erhielt ich viele Einblicke in

die Dynamik des stationären Fahrradhandels und das kommunikative

Zusammenspiel von Herstellern und Händlern.

Am Ende des Tages blieb die Erkenntnis, dass ein Großteil

der Radhändler in Sachen Kommunikation stark von ihren

Zulieferern abhängen. Eigenes Marketing findet - von Groß-

filialisten mal abgesehen - meist im Rahmen begrenzter Möglichkeiten

statt. Auf der anderen Seite herrscht auf Konsumentenseite

großer Informationsbedarf. Noch immer haben

die wenigsten Radfahrer in Deutschland jemals auf einem

Pedelec gesessen. Gleichzeitig ist der Kauf eines Premium-

Produktes absolute Vertrauenssache.

Welche Vorteile bietet Velovolt ebike-Händlern und Käufern?

Velovolt will Händler und Wissbegierige auf vertrauenswürdiger

Basis zusammenbringen. Daher bieten wir für Händler

zunächst einmal eine kostenlose Plattform, um sich im Internet

zu präsentieren. Die redaktionelle Aufbereitung eines

kurzen Händlerprofils wird dabei von uns übernommen. Mit

der Velovolt-Suche können Besucher mit nur einem Klick sehen,

welche Händler in ihrer Nähe verzeichnet sind, um eine

Probefahrt oder ein Gespräch zu vereinbaren. Das Händlerprofil

und die Bewertungen anderer Kunden dienen als

Grundlage zur Entscheidung über einen Besuch vor Ort. Zusätzlich

informiert der kostenlose Velovolt-Infoservice über

bundesweite oder regionale eBike-News.

Was können wir künftig noch von Velovolt erwarten?

Zukünftig soll Velovolt Stück für Stück um nützliche Funktionen

erweitert werden. So ist zum Beispiel ein Veranstaltungskalender

geplant, in welchem Händler anstehende

Produkt-Präsentationen, Abverkaufs-Aktionen, Workshops,

organisierte Radtouren usw. eintragen können. Auch dieser

wird - abhängig von der Suche des Interessenten - jeweils

regional ausgesteuert werden. Zudem ist geplant, die Suche

zu verfeinern, um zum Beispiel gezielt nach einem eBike-

Verleih auf Sylt oder einer Kalkhoff-Werkstatt in Ulm suchen

zu können.

Piet Herbertz

Velovolt

www.velovolt.de

Das Potenzial ist noch

lange nicht ausgeschöpft

interview mit Ulrike Saade, geschäftsführende Gesellschafterin

der Velokonzept Saade GmbH

Die VEloberlin ist die Publikumsmesse rund um Fahrrad,

neue urbane Mobilität und Reisen. Was erwartet uns in diesem

Jahr?

Die VELOBerlin geht vom 24. bis 25. März 2012 mit vergrößerter

Ausstellungsfläche in der Messe Berlin in die zweite Runde.

Sie bietet vielfältige Produkte und Informationen rund

um das Thema Fahrrad, insbesondere auch viele Elektro-

fahrräder - an die 30 Marken sind schon angemeldet. Um

der Vielfalt an unterschiedlichen Fahrrädern gerecht zu werden,

bietet VELOBerlin einen Parcours für Sport-, Stadträder

und eBikes, sowie einen Parcours für Spezialräder. Darüberhinaus

präsentiert VELOBerlin mit der Sonderausstellung

METROMOBILE die Zukunft der urbanen Mobilität. Innovative

Anbieter stellen sich im Rahmen von Fach- und Publikumsvorträgen,

Produktpräsentationen und Infoständen vor.

im Zweiradbereich hat sich der elektrische Antrieb bereits

jetzt erfolgreich etabliert. Wie sehen Sie die künftige Entwicklung?

Im Gegensatz zum eAuto gibt es das eBike ja schon. Im

Jahr 2011 wurden nach Schätzung des ZIV in Deutschland

fast 400.000 Elektrofahrräder verkauft. Das Potenzial ist

sicherlich noch lange nicht ausgeschöpft, da noch weitere

Zielgruppen mit diesen Produkten angesprochen werden

können. Für die Verbreitung von Pedelecs und eBikes wird

es aber insbesondere im urbanen Raum wichtig sein, dass

ErstE flottEn - VELOBerlin

die notwendigen Infrastrukturen flächendeckend ausgebaut

werden. Als Beispiel möchte ich unter anderem adäquate

Unter- und Abstellmöglichkeiten und besser ausgebaute

Rad(schnell)wege nennen. Gefragt sind hier aber nicht nur

privatwirtschaftliche Anbieter sondern auch die Politik, die

die Rahmenbedingungen für diese Entwicklung wesentlich

verbessern kann.

Neue urbane Mobilität - wie sieht die Mobilität der Zukunft

für Sie persönlich aus?

Ich genieße den Luxus in Berlin kein eigenes Auto besitzen

zu müssen um mobil zu sein und fahre in der Regel mit dem

Fahrrad, im Sommer wie im Winter. Manchmal kombiniere

ich die Wege mit dem ÖPNV oder nehme auch mal ein Taxi.

Die Fahrradnutzung bedeutet für mich eine große Lebensqualität.

Als Firma haben wir uns gerade ein eBike gekauft.

Da sind auch meine Mitarbeiter ganz scharf drauf. Auch finde

ich die neuen Mietradkonzepte und Carsharing Modelle

interessant. Call a Bike nutze ich seit vielen Jahren, nicht nur

in Berlin, sondern auch in den anderen Städten, in denen

dies angeboten wird - einfach praktisch.

Ulrike Saade

Velokonzept Saade GmbH

www.velokonzept.de

44 Neue Mobilität AuSgABe 06 JANuAr 2012 AuSgABe 06 JANuAr 2012

Neue Mobilität 45

© felt bicycles

VEloberlin 2012

Publikumsleitmesse rund um Fahrrad, neue urbane Mobilität und Reisen

Weitere informationen: www.veloberlin.com


ErstE flottEn - REINER KOLBERG ErstE flottEn - REINER KOLBERG

Zweiräder als Wegbereiter

für eMobilität?

Vielfach belächelt und lange durch Politik, Medien und Wirtschaft mit Desinteresse

gestraft, schafft die Fahrradbranche gerade Fakten:

den Durchbruch von Elektromobilität im Massenmarkt.

Für große Resonanz in den Medien sorgte der Zweirad Industrie

Verband (ZIV) im März 2011 mit der Meldung, dass

er nach 200.000 verkauften eBikes in Deutschland im Jahr

2010 für 2011 mit 300.000 rechnet. Auch für die künftige Entwicklung

zeigte sich der ZIV optimistisch. Mittelfristig, das

heißt bis 2018, erwartet er ein Volumen von jährlich bis zu

600.000 Stück. Gemeint sind dabei nicht etwa alle Zweiräder,

inkl. Motorrädern und Rollern, sondern ausschließlich

Elektrofahrräder (eBikes oder Pedelecs).

oft vergessen: Fahrräder sind das effizienteste Fortbewegungsmittel

Angefacht durch einen regelrechten Medienhype wird die

Diskussion um Zukunftsmobilität häufig auf ein einziges

Thema reduziert: die Elektrifizierung des Automobils. Dabei

geht es im Kern um die Erhaltung von Mobilität als Voraussetzung

und Treiber unseres Wohlstands. Die Voraussetzung

dafür ist eine effizientere Nutzung der zur Verfügung stehenden

Ressourcen, Infrastrukturen und Räume bei gleichzeitiger

Reduktion schädlicher Emissionen. Genau hier bieten

Fahrräder und eBikes als effizienteste Fortbewegungsmittel

ein enormes Potenzial. Und sie passen in unsere Zeit.

Rahmenfaktoren sprechen für ebikes

Mit dem anhaltenden Trend zur Urbanisierung und weiter

steigendem Individualverkehr arbeiten inzwischen weltweit

viele Großstädte mit Hochdruck an umweltfreundlichen Konzepten

zur Lösung der Verkehrsprobleme und der Verbesserung

der Lebensqualität. Und auch die Europäische Union hat

sich im März 2011 mit dem »EU Weißbuch Verkehr 2050« die

Reduktion der verkehrsbedingten CO2-Emissionen um 60%

bis 2050 und die Unabhängigkeit vom Öl auf die Fahne geschrieben.

Vorreiter für neue Verkehrskonzepte sind Städte

wie Kopenhagen. Die Stadt strebt inzwischen einen Fahrradanteil

von 50% am Modal Split an. Städte mit ungünstiger

Topographie sehen mit Elektrorädern große Chancen, diese

Vorteile ebenfalls für sich zu nutzen. Erste Flächentests, wie

die Integration von Pedelecs im Projekt »e-Call a Bike« der

Deutschen Bahn in Stuttgart und Aachen laufen bereits.

Ein anderer Treiber für die Verbreitung von eBikes im Massenmarkt

ist der allgemeine Trend zu Gesundheit und Leistungsfähigkeit

bis ins hohe Alter, verbunden mit dem demographischen

Wandel. Fahrradfahren ist beliebt wie nie zuvor

und Pedelecs spielen dabei eine immer bedeutendere Rolle.

So stellt der ADFC als Ergebnis der gerade erschienenen Studie

»Fahrrad-Monitor Deutschland 2011« fest, dass sich die

Anzahl der am Thema Pedelec Interessierten von 2009 bis

heute auf 47% fast verdoppelt hat. In der Gruppe der über

60-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 54%.

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Das interesse an eMobilität per Fahrrad wächst

Die Zeiten, in denen eBikes noch als »Gesundheitsräder«

oder »Rentnermobile« belächelt wurden, sind längst vorbei.

Immer mehr Hersteller und Investoren - auch aus der Automobilbranche

- steigen beim Thema eBike ein und sorgen für

einen hochdynamischen Markt. So wird in der kommenden

Radsaison erstmals in sämtlichen Fahrrad-Kategorien eine

ausgereifte elektrische Unterstützung angeboten. Von praktischen

City- und Einkaufsflitzern über Trekkingbikes für lange

Touren bis hin zu leistungsfähigen Mountainbikes, hochwertigen

Klapprädern, Lastenrädern oder schicken Cruisern

ist für jede Altersklasse und Kundengruppe etwas dabei.

Elektroräder sind dabei nicht nur ein praktisches Transportmittel,

sie bieten auch einen guten Einstieg ins Thema

Elektromobilität. Nicht nur die lautlose Beschleunigung begeistert,

man gewöhnt sich auch schnell an Ladezyklen, Akkupflege,

Softwareupdates, Fachbegriffe wie Amperestunden,

bürstenlose Motoren usw. Viele Häuslebauer denken in

diesem Zusammenhang vielleicht auch gleich an die Ladeinfrastruktur,

rüsten ihre Leitungen auf oder installieren direkt

einen Solar-Carport.

Zunehmend interessieren sich inzwischen auch Unternehmen

und Kommunen für die Ergänzung ihrer Fahrzeugflotten

durch eBikes. Diese sind in Innenstädten schneller als das

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Auto, deutlich kostengünstiger in Anschaffung und Unterhalt,

kennen keine Parkplatzprobleme und werden von den

Mitarbeitern, die ganz nebenbei etwas für ihre Gesundheit

tun, bei gutem Wetter sogar gerne gefahren.

Auch touristische Gebiete haben die neuen Chancen und

Potenziale längst erkannt: Sie schließen sich zu eBike-Regionen

zusammen und bieten vor Ort eine komplette Infrastruktur

vom Leih-eBike über Ladestationen bis zum Akkutausch.

Auf die weiteren Entwicklungen im Markt können

wir gespannt sein.

Reiner Kolberg

Kommunikationsberater und

PR-Redakteur

Herausgeber des Portals

www.e-bikeinfo.de

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ErstE flottEn - vCd

Gut beraten beim E-Rad-Kauf

VCD startet neues Infoportal

Das Projekt »Besser E-Radkaufen« will Informationsdefizite bei den Verbrauchern abbauen

Worauf muss ich achten, wenn ich mir ein E-Rad kaufen

möchte? Wie weit komme ich mit einer Akkuladung?

Diese und viele andere grundsätzliche Fragen rund um das

E-Rad werden immer wieder gestellt. Ab 01. Februar 2012

finden Verbraucher alle informationen rund ums E-Rad auf

dem VCD-internetportal www.e-radkaufen.de

Der VCD will mit dem von Umweltbundesamt und Bundesumweltministerium

geförderten Projekt »Besser E-Radkaufen«

helfen, Informationsdefizite abzubauen. Mit einer Informations-

und Aufklärungskampagne sollen Menschen dazu ermutigt

werden, umzusteigen - vom Auto aufs E-Rad. Denn

nur wer die Alternativen kennt und die Unsicherheit im Umgang

mit neuen Fortbewegungsmitteln ablegt, traut sich

Neues auszuprobieren.

Dass sich eMobilität im Alltag längst durchsetzt und zwar vor

allem bei der Fahrradmobilität zeigen die steigenden Verkaufszahlen

der letzten Jahre. Der Markt ist größer geworden

und die Auswahl vielfältiger. Diese sehr positive Entwicklung

macht es gleichzeitig komplizierter, unter den vielen Modellen

das individuell passende zu finden. Verschiedene Antriebe

und Reichweiten, technische Feinheiten der Steuerung, aber

auch die rechtlichen Regelungen erschweren die Entscheidung.

Der VCD hilft dabei, die eigenen Wünsche und Vorstellungen

zu konkretisieren, um eine qualifizierte Kaufentscheidung

treffen zu können. Ausgangspunkt für die Beratung ist der

VCD-Typentest. Durch die Beantwortung von sieben kurzen

Fragen werden die wichtigsten Kriterien für die Auswahl des

passenden E-Rad herausgefiltert.

Das E-Rad schließt in der Nahmobilität eine Lücke zwischen

Fahrrad und Auto und bietet großes Potential, Verkehr vom

Auto auf das (Elektro-)Fahrrad zu verlagern: Auf dem bergigen

Weg zur Arbeit, unterwegs mit Kinderanhängern und

Lasten oder als Fahrrad mit Unterstützung für Senioren ist

man schneller und gesünder unterwegs. Das schont die Umwelt

und reduziert den Ausstoß von CO2 und anderen Schadstoffen,

dazu senkt es die Lärmbelastung und den Flächenverbrauch.

Der VCD wird bei seiner Arbeit durch einen Beirat beraten

und begleitet. Dieser setzt sich zusammen aus Vertreterinnen

und Vertretern von Fahrrad- und Verbraucherschutzorganisationen,

Verbänden wie dem BEM, Institutionen und

Medien.

Wiebke lemmertz

wiebke.lemmertz@vcd.org

Wasilis von Rauch

wasilis.vonrauch@vcd.org

Elektromotorräder

auf dem Vormarsch

eTrends von der Motorradmesse EICMA

Weniger Emissionen, mehr Fahrspaß - Zero DS 2012

Rund 1.100 Austeller präsentierten vom 08. bis 13. November

2011 auf der Motorradmesse EICMA in Mailand ihre Produktneuheiten.

Auf über 135.000 Quadratmetern dominierten

dabei die traditionellen Motorräder. Ebenso wie in der Automobilbranche

stehen allerdings auch hier alle Zeichen auf

»Green Mobility«. Ein geringer Benzinverbrauch ihrer Produkte

und weniger CO2-Emissionen sind klare Zielvorgaben

für viele Hersteller.

Dass es noch sparsamer und nachhaltiger geht, zeigte der

Ausstellungsbereich »Green Planet« in Halle 2, welcher sich

ganz auf künftige oder bereits auf dem Markt erhältliche

Fahrzeuge mit Elektro- oder Hybridantrieb konzentrierte.

Wenige Schritte weiter konnten die Besucher des »Amerika

Pavillon« erneut 100% grüne eBikes entdecken. Diese boten

zwar einen deutlichen Kontrast zur Masse der Chopper

und Custom Bikes, sind aber ein eindeutiger Vorbote für

einen PS-Paradigmenwechsel auf zwei Rädern: Alternative

Antriebsformen sind die Zukunft und werden unsere Fahrgewohnheiten

verändern.

Im Unterschied zum Elektroauto erfüllen eMotorräder bereits

heute die Bedürfnisse urbaner Mobilität. Elektromotor

und Batterie müssen nur ein geringes Fahrzeuggewicht bewegen;

zu einer guten Leistung und Haltbarkeit kommt die

sehr geringe Wartungsanfälligkeit von Antrieb und Akku.

ErstE flottEn - ZERO MOTORCYCLES EUROPE

Das wiederum bedeutet niedrigere Herstellungs- und Ser-

vicekosten.

In diesem Segment bringt auch unser Unternehmen Zero

Motorcycles die grüne Welle in Bewegung. Wir haben unsere

neue Modellreihe erstmals nicht in den USA, sondern exklusiv

den EICMA-Besuchern in Europa vorgestellt. Am Zero-

Stand im Amerika Pavillon waren unter anderem die neuesten

Versionen der Straßenmodelle Zero S und Zero DS zu

sehen, die je nach Ausführung über eine Reichweite von bis

zu 183 Kilometern und Höchstgeschwindigkeiten von rund

140 km/h verfügen. Den Bedarf nach kleinen und wendigen

Scootern deckt das Modell Zero XU ab: Der Akku des Großstadtflitzers

ist mit wenigen Handgriffen austauschbar und

lässt sich so im Büro oder in der Wohnung flexibel aufladen.

Die sehr positive Resonanz von Journalisten, Händlern und

Messebesuchern belegt in unseren Augen, dass eMotor-

räder auch in Europa ein ernstzunehmender Wachstumsmarkt

sind. Die Begeisterung für die elektrische Zweiradmobilität

ist längst geweckt und im Motorradbereich ausbaufähig;

hierbei sind jedoch auch staatliche Unterstützungen

wichtig, beispielsweise durch Steuervergünstigungen.

Edwin belonje // Managing Director Europe

Zero Motorcycles Europe

www.zeromotorcycles.com

48 Neue Mobilität AuSgABe 06 JANuAr 2012 AuSgABe 06 JANuAr 2012

Neue Mobilität 49


BundEsWEitE sChaufEnstErBEWErBunG - luCas Birnhäupl & Martin JäGEr

Schaufenster

Elektromobilität

Chancen und Risiken für die deutsche Wirtschaft und Industrie

Als eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Marktvorbereitungsphase

abzuschließen und in die Markthochlaufphase

überzugehen, hat die Bundesregierung in ihrem Regierungsprogramm

Elektromobilität die Empfehlungen der Nationalen

Plattform aufgegriffen und im Oktober 2011 das wettbewerbliche

Verfahren um die Vergabe der Schaufensterregionen

eingeleitet. Aus Sicht der Regierung sollen dabei noch offene

Fragen, wie z.B. Kundenerwartungen oder Anforderungen

an die Infrastruktur beantwortet werden. Die für das Gesamtprogramm

bereitgestellten Mittel der Bundesregierung

in Höhe von 180 Mio. Euro sind dabei ein attraktives Benefit

für die Akteure in den Schaufensterregionen.

Die Möglichkeit serienreife Produkte auf die Straße zu bringen,

dient dabei sowohl als Push- aber auch als Pull-Faktor

im Markthochlauf. Die Industrie kann unter Beweis stellen,

dass sie den hohen Ansprüchen der mobilen Generation

nicht nur mit ausgereifter Technologie, sondern auch mit

nutzerfreundlichen Anwendungen und innovativen sowie

bezahlbaren Produkten gerecht wird.

Desweiteren wird sich mit der, in den Schaufenstern gewünschten,

Dichte an elektromobilen Fahrzeugen auch endlich

zeigen lassen, welche Auswirkungen eine kritische Masse

auf das Verkehrs- und Energiesystem haben wird, und ob es

der Elektromobilität gelingt, ein unverzichtbares Element

der Energiewende zu werden.

Die Durchführung des Schaufensterprogramms birgt für die

Akteure aber auch Risiken, die auf den ersten Blick und durch

die euphorische Stimmung innerhalb der sich bewerbenden

Konsortien nicht direkt erkennbar sind. So gibt es z.B. noch

offene Fragen im Hinblick auf die Verfügbarkeit und Kosten

der Fahrzeuge sowie auf einen einfachen und diskriminierungsfreien

Zugang zur Infrastruktur.

Bisherige Forschungsprojekte haben gezeigt, welche Möglichkeiten

und Potenziale durch elektromobile Anwendungen

gehoben werden können. Es besteht aber die Gefahr,

eine Technologie in einen Markt zu bringen, dessen Kunden

nicht bereit sind eigene Verhaltensstrukturen zu ändern,

ohne einen direkt erkennbaren ökonomischen und ökologischen

Einfluss auf ihr Umfeld auszuüben. Ein entscheidender,

aber oft auch durch die Konzentration auf F&E-Aktivitäten

vernachlässigter Faktor für einen sich formenden Markt,

stellt der Fokus auf Kundenbedürfnisse und -erwartungen

dar. Diese müssen in den Schaufensterprojekten mehr denn

je adressiert werden.

An dieser Stelle bleiben der Industrie noch eine Reihe von

Fragen unbeantwortet: Wurde bisher genug Pionierarbeit

geleistet um aufbauend auf den Ergebnissen einer Reihe

vorausgegangener F&E-Projekte die notwendigen Lösungen

sowie Produkte auf die Straße zu bringen? Werden diese

im Anschluss auch vom Kunden angenommen und nachgefragt?

Reichen Fördermittel und Eigenleistung der Industrie

alleine aus, um die Elektromobilität für Nutzer so attraktiv zu

gestalten, dass gewünschte Skalenerträge zu erzielen sind?

Sind die beteiligten Akteure in der Lage in den drei Jahren des

Schaufensterprogramms über die reine F&E-Arbeit hinaus-

zugehen und das Thema öffentlichkeitswirksam mit einer

entsprechenden Größe in einem wertschöpfenden Markt zu

platzieren?

Aufgrund dieser Fragestellungen ist jede Investition auch

unter Gesichtspunkten der Förderung klar zu bewerten. Eine

implizierte Auswirkung während der Laufzeit des Programms

ist nicht zu erwarten, vielmehr werden sich die Investitionen

erst während oder nach der Markthochlaufphase als Gewinn

für die Akteure und den Standort Deutschland herausstellen.

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Ob die Schaufensterregionen es schaffen, diese Strukturen

so zu verändern, dass die Türen für den Massenmarkt geöffnet

werden können, wird insbesondere durch das Engagement

und Commitment der deutschen Wirtschaft entschieden.

Hier gilt es die richtigen Akzente in Richtung Kunden

und Nachfragestimulierung zu setzen.

Entscheidend für den erfolgreichen Start des Programmes

wird dabei sein, die Energie der bewerber aus der wettbewerblichen

Vorphase in Synergien umzuwandeln, die über

die Grenzen der einzelnen Regionen hinaus wirken und

Deutschland auf dem Weg zum leitmarkt Elektromobilität

ein entscheidendes Stück nach vorne bringen.

lucas birnhäupl

Process Management Consulting GmbH

birnhaeupl@process-consulting.de

Martin Jäger

RWE Effizienz GmbH

martin.jaeger@rwe.com

»passt in jedes

Schaufenster!«

bboxx ® , xBob ® , velotaxi ® und eVelotaxi ® sind Marken der

Veloform Media GmbH, Siegfriedstraße 176, 10365 Berlin

50 Neue Mobilität AuSgABe 06 JANuAr 2012

Neue Mobilität 51


ErstE flottEn - TRIANEL ErstE flottEn - trianEl

Das Netzwerk e-Mobilität leistet praxisorientierte Arbeit, um Elektromobilität auf der Straße sichtbar zu machen

Elektromobilität im Netzwerk

Baustein für Stadtwerke auf dem Weg zum innovativen Energiedienstleister

Die kommunalwirtschaftlichen Strukturen der Energiewirtschaft

sehen sich großen Herausforderungen gegenübergestellt.

Die eingeleitete Energiewende, die an sich zunächst

»nur contra Kernkraft« ist und nicht unmittelbar »pro Stadtwerke«,

eröffnet einerseits klare Chancen, birgt andererseits

aber auch Risiken. Die beschlüsse aus dem Sommer

2011 sind Grundstein und derzeit gültiger Handlungsrahmen

für das weitere Vorgehen in der Energieerzeugung.

Zahlreiche Verordnungen und Eckpunktepapiere ergänzen

die umfangreichen Gesetzesnovellierungen.

Damit sich Stadtwerke erfolgreich in der Energiewende positionieren

können, bedarf es nicht nur Lösungen für den Ausbau

eines flexiblen Erzeugungsportfolios (Upstream), sondern

insbesondere auch umsetzungsfähiger Geschäftsmodelle

im Bereich der Neuen Technologien (Downstream). Ein Trend-

thema ist dabei das wachsende Geschäftsfeld Elektro-

mobilität, in dem sich Stadtwerke positionieren müssen.

Möglichkeiten zur strategischen Positionierung

Bis 2020 sollen gemäß des Regierungsprogramms Elektromobilität

eine Million Elektrofahrzeuge auf der Straße sein.

Derzeit sind in Deutschland rund 2.500 eFahrzeuge zugelassen

und rund 1.100 öffentliche Ladesäulen installiert.

Bis 2014 sollen es nach Angaben der Nationalen Plattform

Elektromobilität 100.000 eFahrzeuge sein - davon immerhin

40% in privater Nutzung. Insofern bleibt das politische Ziel

ambitioniert und es ist zu erwarten, dass zur Zielerreichung

auch Hybridfahrzeuge und Elektroroller in die Statistik einfließen

werden.

Klar ist, dass das Elektroauto der Zukunft nicht mit den konventionellen

Fahrzeugen vergleichbar ist. Alle derzeitigen

Bemühungen rund um hybride Antriebe (z.B. Toyota Auris,

Opel Ampera/Chevy Volt) können nur als Übergang und Zeit-

gewinn gelten, bis das reine Elektroauto als Ergänzung zur

konventionellen Antriebstechnologie zur Verfügung steht.

Die Erfahrungen mit den acht Modellregionen haben auf der

einen Seite die Komplexität des Themas eMobilität aufgezeigt

und auf der anderen Seite auch die Diskussionen um

mögliche Geschäftsmodelle in neue Bahnen gelenkt.

Der wirtschaftliche Betrieb einer Ladeinfrastruktur über den

Energieverkauf ist derzeit nicht aussichtsreich. Vielmehr

erweist sie sich als lokale, öffentlichkeitswirksame Positionierung

im Marktgebiet und zeigt die Innovationskraft des

Initiators. In den letzten drei Jahren haben sich so bereits

zahlreiche Stadtwerke marketingtechnisch positioniert und

nehmen nun vielfach weitere Umsetzungsprojekte in Angriff.

Auch in den nächsten zwei Jahren ist eine flächendeckende

öffentliche Ladeinfrastruktur keine notwendige Bedingung

für die erfolgreiche Entwicklung der Elektromobilität. Denn

die derzeit angebotenen eFahrzeuge können ohne Weiteres

Zuhause oder am Arbeitsplatz geladen werden. Allerdings

können Zusatzdienstleistungen, wie z.B. Home-Charger und

Kooperationen mit lokalen Automobilhäusern für Stadtwerke

hier eine Geschäftsmodelloption darstellen.

In der jetzigen Phase rücken Energieversorger, der ÖPNV

und z.B. CarSharing-Anbieter zusammen, um gemeinsam

auf dem Markt aktiv zu werden. Dies ist insbesondere deshalb

von elementarer Bedeutung, weil es Zeit ist, erste Fahrzeugflotten

auf die Straße zu bringen. Nur so erhöhen sich

die Marktpräsenz und die gesellschaftliche Akzeptanz der

eMobilität und Informationen über die Nutzung der Ladeinfra-

struktur, Ladezyklen, Netzbelastung und weitere wichtige

Erfahrungswerte können dabei gewonnen werden.

Unter dem Motto »Stadtwerke bewegen« werden seit April

2010 in dem für weitere Teilnehmer offenen »Netzwerk

e-Mobilität« der Trianel GmbH (derzeit bundesweit 58

Stadtwerke), umfangreiche Dienstleistungen für Stadtwerke

im Bereich der Elektromobilität angeboten. Dazu gehört

auch CarSharing, das für Städte und Gemeinden zunehmend

interessant wird.

CarSharing gewinnt nicht nur in Ballungsräumen und in Zeiten

hoher Treibstoffkosten an Bedeutung. Aktuell sind bei

den bundesweiten CarSharing-Anbietern rund 190.000 Nutzer

registriert (1997 etwa 19.000 Nutzer). Individuelle Mobilität

wird dadurch nicht weniger wichtig, aber der Besitz

eines eigenen Fahrzeugs verliert offensichtlich an Bedeutung.

In den Vordergrund rückt stattdessen das Bedürfnis,

kosteneffizient mobil zu sein.

Gleiches gilt - das zeigt der Blick ins Netzwerk, aber auch in

die Statistik - für Firmenflotten und kommunale Fuhrparks.

Hier können dadurch Kosten reduziert werden (variable

Kosten für Treibstoff oder Wartung, aber auch Fixkosten beispielsweise

für die Anschaffung), dass nur gelegentlich genutzte

Pool-Fahrzeuge durch in Spitzenzeiten zur Verfügung

stehende CarSharing-Fahrzeuge ersetzt werden. Sind dies

dann eMobile, können neben Kosten auch Emissionen vor

Ort vermieden werden. So wird ein aktiver Beitrag zum Klima-

schutz geleistet. Dieser Effekt kann ideal zur Markenaufwertung

des jeweiligen Unternehmens oder für das Stadt- oder

Gemeindemarketing genutzt werden.

eCarSharing ist ein hervorragendes Instrument, Elektrofahr-

zeuge einer großen Anzahl von Nutzern kostengünstig zur

Verfügung zu stellen. Die Frage nach der richtigen Positionierung

sowie der Wahl der richtigen Produkte und Dienstleistungen

kann von einem Unternehmen allein kaum beantwortet

werden. Dies zeigt die Tatsache, dass sich bundesweit

themenspezifische Netzwerke bilden, um sich dem noch mit

Unsicherheiten behafteten Thema Elektromobilität gemeinsam

zu widmen.

Manuel Woste

Trianel GmbH

www.trianel.com

Mitglieder des Netzwerks e-Mobilität in Deutschland

52 Neue Mobilität AuSgABe 06 JANuAr 2012 AuSgABe 06 JANuAr 2012

Neue Mobilität 53


ErstE flottEn - smart

Während des Transports auf dem smart for-us wird die Batterie des smart ebike mit Strom versorgt

Spaß mit Strom

smart setzt bei der eMobilität auf Lebensfreude

»Umweltfreundlicher Fahrspaß zum kundenfreundlichen

Preis« - Unter diesem Motto starten der neue smart fortwo

electric drive und das neue smart ebike im Frühjahr 2012.

»Beide Elektro-smart haben das Zeug dazu, unseren Städten

ein Stück mehr Lebensqualität zu geben. Aber Modelle,

die die Welt verändern wollen, dürfen nicht die Welt kosten«,

so smart-Chefin Dr. Annette Winkler zu den attraktiven Preisen.

In Deutschland ist der smart fortwo electric drive künftig

unter 16.000 Euro netto zu haben - hinzu kommt lediglich

die Monatsmiete für die Batterie. Das smart ebike kommt ab

2.849 Euro in zwei Farbvarianten auf den Markt.

Für 100% Fahrspaß bei null Emissionen sorgt beim smart

fortwo electric drive die weiterentwickelte Antriebstechnik

der dritten Generation. Der 55-kW-Elektromotor knackt nun

die 120 km/h-Marke - und wahrt so auch auf der Stadtautobahn

die gute Laune. Und dank 130 Newtonmeter Drehmoment

kommt der neue Elektro-smart auch bei höherem Tempo

besser auf Touren; und von 0 auf 100 km/h in weniger als

13 Sekunden. Mehr Reichweite - deutlich über 140 Kilometer

- ermöglicht die neue Lithium-Ionen-Batterie, die erstmals

von der Deutschen Accumotive kommt und eine Kapazität

von 17,6 kWh hat. Außerdem wurde die Ladezeit erheblich

verkürzt.

Den gleichen Antrieb hat das Konzept-Auto smart for-us. Es

feierte auf der Detroit Auto Show Anfang Januar 2011 seine

Weltpremiere. Der smart zum Aufladen stellt die Autowelt

mal wieder auf den Kopf und die Vorstellungen, wie ein urbaner

Pick-up aussehen sollte, vom Kopf auf die Füße. Der forus

signalisiert mit einem Augenzwinkern: Das ist das richtige

Auto für junge und junggebliebene Menschen, die aktiv sein

wollen und dabei auf wenig Emissionen und wenig Verkehrsfläche

Wert legen. Mit dem smart for-us ist das praktische

Ladekonzept eines Pick-up erstmals in die Gegenwart des

urbanen Verkehrs im 21. Jahrhundert übersetzt worden. Er

bietet bequemen Platz für Zwei, schafft dahinter aber den

Raum für zwei smart ebikes. Durch die Docking-Station auf

der Ladefläche des smart for-us sind die Batterien immer geladen

und die Fahrer kommen damit auch an Ziele, die mit

dem Auto nicht erreichbar sind - seien es verkehrsberuhigte

Zonen in der Stadt oder einsame Wege im Park.

Seit zweieinhalb Jahren ist car2go das weltweit erste vollflexible

Kurzzeitmietmodell für Autos. Es hat eine beeindruckende

Schallmauer durchbrochen und die Marke von einer

Million absolvierten Mieten erreicht. Dem im März 2009 in

Ulm gestarteten Mobilitätskonzept folgten 2010 und 2011

mit Austin (Texas), Hamburg und dem kanadischen Vancouver

weitere Städte. Im November 2011 kamen Amsterdam

und San Diego mit jeweils 300 smart electric drive hinzu.

Und Stuttgart wird ab 2012 zum lebendigen Schaufenster

für die Zukunft urbaner Mobilität: Kern des Vorhabens werden

die Errichtung der erforderlichen Ladeinfrastruktur für

Elektrofahrzeuge und die Einführung einer Flotte von 500

elektrischen smart car2go Fahrzeugen sein.

Joachim Franz Kutscher

Daimler AG

joachim_franz.kutscher@daimler.com

Clean Mobility als

Standort-Motor

»Wachstum durch Innovation« lautet das Motto, unter dem

die Zukunftsregion Steiermark weiter gestärkt werden soll.

Das Thema Mobilität ist dabei ein wesentlicher Treiber. Und

das mit besonderem Erfolg: Hier treffen Tradition und Vision

aufeinander.

Schon im Jahr 1906 wurden in der Landeshauptstadt Graz

die ersten Kraftwagen gebaut und nicht zufällig werden heute

hier die Weichen für die Zukunft der Mobilität gestellt - mit

AVL und MAGNA STEYR als zwei der weltweit führenden Entwicklungspartner

der Automobilindustrie im Zeitalter alternativer

Antriebskonzepte als prominente Beispiele. All das

und vieles mehr wirkt wie ein Magnet: Bereits über 180 Unternehmen

sind Mitglied im ACstyria Autocluster. Eingebettet

in die Wirtschaftsstrategie Steiermark 2020 »Wachstum

durch Innovation« verfolgt der ACstyria das Ziel, die Steiermark

als automotive Region auch im Zeitalter der elektrifizierten

Antriebssysteme zu positionieren, in der an innovativen

Technologien und nachhaltigen Lösungen zur Reduktion

der Umweltbelastung durch Mobilität gearbeitet wird. Die

Schwerpunkte dabei sind ECO-Powertrains, ECO-Materials

sowie ECO-Design & Smart Production.

So ist z.B. die Errichtung eines Batterietestzentrums geplant

und Unternehmen wie die e-volution Elektromobilitätskonzepte

GmbH entwickeln zukunftsweisende Elektrofahrzeugkonzepte

wie den Jetflyer. Der Großraum Graz selbst nimmt

ÖstErrEiCh spECial - STEIRISCHE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG

Der Jetflyer - ein Elektrofahrzeug entwickelt und produziert in der Steiermark © Katarzyna von heinemann

als eine der fünf österreichischen Modellregionen für Elektromobilität

auch in der Anwendung eine Vorreiterrolle ein.

Steirischer innovationsgeist

Mit einer regionalen Forschungs- und Entwicklungsquote

von 4,3% liegt die Steiermark europaweit im Spitzenfeld. Die

Erfolgsgeschichte der Steiermark als Paradeland der Innovation

baut auf einem soliden Fundament auf: Fünf Universitäten,

zwei Fachhochschulen und mit der höchsten Ingenieurquote

Europas auch beste personelle Rahmenbedingungen.

In den Universitäten sind die vielen fachlichen Bezüge zum

Automobilbau fest verankert, auch das Thema alternative

Antriebstechnologien resp. Elektromobilität. Mit dem Frank

Stronach Institut (FSI - benannt nach dem in der Steiermark

geborenen Magna-Gründer) baut man in einem Private-Public-Partnership-Modell

international viel beachtete Brücken

zwischen Wissenschaft, Ausbildung und Wirtschaft.

Unternehmen, die von diesem dynamischen Umfeld in der

Steiermark profitieren möchten, werden von der Steirischen

Wirtschaftsförderung SFG bestens betreut und bekommen

professionelle Unterstützung verschiedenster Art.

Dr. Karl Ritsch

Steirische Wirtschaftsförderung SFG

www.sfg.at/neuland

54 Neue Mobilität AuSgABe 06 JANuAr 2012 AuSgABe 07 April 2012

Neue Mobilität 55


status Quo dEr ElEktroMoBilität - tÜv sÜd status Quo dEr ElEktroMoBilität - tÜv sÜd

batteriesicherheit in

Elektrofahrzeugen

tÜV SÜD: batteriesicherheit entscheidet über Erfolg der eMobilität

Im Fokus der TÜV SÜD-Spezialisten: die chemische und mechanische Sicherheit von Lithium-Ionen-Batterien

Die Elektromobilität ist Hoffnungsträger Nummer eins, wenn

es um die Reduktion der CO2-Emissionen im Straßenverkehr

geht. Sicherheitsfragen bringen das Fahren mit Strom jedoch

immer wieder in die Diskussion - zuletzt, als die Hochvoltbatterie

eines elektrisch betriebenen Chevrolet Volt Tage

nach einem Crashtest Feuer fing. Sind Elektroautos unsicherer

als spritbetriebene Fahrzeuge? Nein, sagen die TÜV SÜD-

Experten. Der aktuelle Zwischenfall untermauert jedoch die

Notwendigkeit intensiver Tests für Lithium-Ionen-Batterien.

Als führender Dienstleister im Bereich Elektromobilität unterstützt

TÜV SÜD Industrie und Forschung mit unabhängigen

Tests in einem ständig wachsenden weltweiten Netz

an Testzentren. Jüngster Knotenpunkt ist das neue Batterie-

Testzentrum in Garching bei München. 2012 sollen weitere

Testzentren in Asien folgen.

ISO 12405-1/2, SAE J2929, IEC 62660-1/2 - das sind nur

einige der Normen für Prüfverfahren von Lithium-Ionen-

Batterien, die in den TÜV SÜD-Labors zum Einsatz kommen.

Verschiedene Bezeichnungen für oftmals sehr ähnliche Prüfungen.

Die babylonische Vielfalt zeigt:

Eine einheitliche Sprache wird in Sachen Batteriesicherheit

noch nicht gesprochen. Beste Verständigung zwischen allen

Beteiligten der Entwicklungs- und Wertschöpfungskette ist

aber dringend nötig - gerade vor dem Hintergrund der aktuell

rasanten Entwicklungsgeschwindigkeit neuer Zellen und

damit verbundener neuer Materialkombinationen.

Zellhersteller optimieren kontinuierlich wichtige Komponenten

wie Anoden, Kathoden, Elektrolyte und Separatoren. Dabei

müssen die teilweise divergierenden Ziele hohe Energiedichte,

hohe Leistungsdichte, gute Haltbarkeit, geringere

Kosten und hohe Sicherheit in immer neuen Materialkombinationen

zur optimalen Zelle verbunden werden.

Weil rund um den Globus an diesen Fragestellungen gearbeitet

wird und weil neue Entwicklungen permanent auch

in die Serienfertigung überführt werden müssen, sind die

Geschäftsfelder »Qualitätssicherung« und »Battery Testing«

hoch komplex. Möglichst einheitliche Sicherheitsstandards

sind dabei genauso wichtig wie einheitliche Testverfahren.

Als einer der führenden Dienstleister im Bereich der Elektromobilität

ist TÜV SÜD mit seinem international flächendeckenden

Netz an Testzentren ein wichtiger Partner von Batterieherstellern

und Anwendern.

Dazu Stefan Rentsch, Geschäftsführer der TÜV SÜD Battery

Testing GmbH und Koordinator der weltweiten Testaktivitäten

von TÜV SÜD: »In unseren Testzentren kommen wir For-

TÜV SÜD auf der e-miglia 2011

derungen der Industrie nach international hohen Maßstäben

bei der Batteriesicherheit nach. Mit dem neuen Standort in

Garching als Mittelpunkt verwirklichen wir jetzt unser Ziel,

Energiespeicher nach weltweit reproduzierbaren Methoden

und einheitlichen Abläufen zu testen. Damit nehmen wir unter

den Prüfdienstleistern eine international führende Rolle

ein.«

Gebündelt hat TÜV SÜD seine Anstrengungen rund um die

Batteriesicherheit in der eigens gegründeten TÜV SÜD Battery

Testing GmbH. Das Angebotsspektrum der Testzentren

in Europa, China, Japan, Korea, Singapur, den USA und in

Kanada: Prüfdienstleistungen im Bereich der charakterisierenden

Prüfung, der Umwelterprobung und Simulation sowie

der verschiedenen Missbrauchsszenarien (Abuse Tests) wie

Kurzschluss, Überladung, Tiefenentladung und Überhitzung.

Der internationale Erfahrungsaustausch zwischen den Testzentren

wird zentral vom Konzernbereich »Elektromobilität«

gefördert und gesteuert. »Damit stellen wir Sicherheit über

die gesamte Wertschöpfungskette her, von der Entwicklung

über die Anwendung bis zur Entsorgung«, sagt Volker Blandow,

Head of E-Mobility bei TÜV SÜD.

Neben der Batteriesicherheit arbeitet TÜV SÜD auch an der

Sicherheit im Fahrzeug und im Bereich der Ladeinfrastruktur.

Zudem bietet die TÜV SÜD Akademie seit Jahren umfassende

Schulungskonzepte in der Hochvolttechnologie an - gut

ausgebildete Fachkräfte sind Grundvoraussetzung für die

sichere Wartung und Reparatur von Elektrofahrzeugen.

tÜV SÜD AG

www.tuev-sued.de

Nicht nur auf vier Rädern: auch bei Pedelecs spielt die BattErie-

sicherheit eine zentrale Rolle

56 Neue Mobilität AuSgABe 06 JANuAr 2012 AuSgABe 06 JANuAr 2012

Neue Mobilität 57


huMan rEsourCEs iM BErEiCh eMoBilität - drivE-E

Nachwuchs mit begeisterung

Das DRiVE-E-Programm

DRIVE-E will die Begeisterung für die Elektromobilität wecken Quelle: Fraunhofer IISB / K. Fuchs

Das thema Elektromobilität ist in aller Munde. Die deutsche

Automobilindustrie unternimmt große Anstrengungen, um

dieses neue Geschäftsfeld zu erschließen und immer mehr

Fahrzeuge erreichen die Marktreife. Als kritischer Punkt für

den Markterfolg stellt sich jedoch immer mehr die Verfügbarkeit

geeigneter Fachkräfte heraus. laut einer jüngst veröffentlichten

Studie des instituts der Deutschen Wirtschaft

Köln wird der jährliche bedarf an ingenieuren und Naturwissenschaftlern

für die Entwicklung, Produktion und Vermarktung

von Elektrofahrzeugen - selbst bei einer moderaten

Entwicklung der Elektromobilität - von heute 20.000 auf

rund 26.000 im Jahr 2020 steigen.

Ohne Nachwuchs rollt also auch in der Elektromobilität

nichts. Vor diesem Hintergrund haben das Bundesministerium

für Bildung und Forschung (BMBF) und die Fraunhofer-Gesellschaft

vor zwei Jahren gemeinsam das DRIVE-E-

Programm für Studierende technischer Fachrichtungen ins

Leben gerufen. Die Ziele der Nachwuchsförderung für die

Elektromobilität sind klar abgesteckt: Informieren, Netzwerke

schaffen und vor allem Begeisterung wecken!

»Beim Start des Förderprogramms 2009 wussten wir nicht,

was auf uns zukommt, wie viel Bewusstsein für die Bedeutung

des Themas Elektromobilität bei den jungen Leuten

vorhanden ist und ob sich unsere Ansprüche an die ausge-

wählten Bewerberinnen und Bewerber erfüllen würden«,

so Prof. Lothar Frey, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Integrierte

Systeme und Bauelementetechnologie IISB, das

von Fraunhofer-Seite das DRIVE-E-Programm betreut. »Das

Engagement, die Diskussionsfreudigkeit und die kreativen,

teils durchaus kritischen Sichtweisen der Studentinnen und

Studenten haben aber alle unsere Erwartungen übertroffen.

Für die Industrie steckt hier ein riesiges Potenzial!«

Fahren mit Strom - ein Experte erklärt den Akademieteilnehmern Details

zum Laden eines Elektrofahrzeugs

quelle: Fraunhofer IISB / K. Fuchs

Im März 2012 werden BMBF und Fraunhofer bereits zum

dritten Mal den DRIVE-E-Studienpreis verleihen und die

DRIVE-E-Akademie veranstalten. Mit dem DRIVE-E-Studienpreis

werden exzellente studentische Arbeiten zum Thema

Elektromobilität gewürdigt. Die Auszeichnung geht je

an einen ersten und einen zweiten Platz in den Kategorien

Projekt-/Studien-/Bachelorarbeit und Diplom-/Masterarbeit

und ist mit 2.000 bis 6.000 Euro vergleichsweise hoch

dotiert.

Neben dem DRIVE-E-Studienpreis können sich Studierende

aller relevanten Fachrichtungen wie Elektrotechnik, Maschinenbau,

Mechatronik oder Physik, aber auch verwandter

Fächer wie dem Wirtschaftsingenieurwesen, auch für die

Teilnahme an der DRIVE-E-Akademie bewerben. Sie müssen

lediglich an einer deutschen Universität, Fachhochschule

oder sonstigen Hochschule immatrikuliert sein. Die einwöchige

Ferienschule bietet ihnen die exklusive Möglichkeit,

sich über alle Belange des Zukunftsthemas Elektromobilität

zu informieren. Auf dem Programm stehen Vorträge hochkarätiger

Experten, Exkursionen zu innovativen Industriebetrieben,

Praxis-Workshops und - hierauf wird besonders

Wert gelegt - Kontaktaufnahme und Netzwerkbildung mit

Vertretern aus Industrie und Forschung sowie Gleichgesinnten

aus ganz Deutschland. Eine Jury wählt die geeignetsten

50 Bewerber aus, für die die DRIVE-E-Akademie inklusive

Unterbringung und Verpflegung dann kostenfrei ist.

2012 wird die DRIVE-E-Akademie von BMBF und Fraunhofer

zum ersten Mal gemeinsam mit einem Hochschulpartner

ausgerichtet, in der aktuellen Runde mit der RWTH Aachen

University. Entsprechend findet sie vom 12. bis 16. März 2012

in Aachen statt. Neben dem Institut für Kraftfahrzeuge (ika),

das die Organisation vor Ort übernimmt, beschäftigen sich

zahlreiche weitere Einrichtungen der Hochschule mit der

Thematik. Hier bieten zahlreiche Labors und eine Teststrecke

den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit,

hautnah ein Gefühl für die Fahrzeuge von morgen und die

Technologie hinter dem Elektroantrieb zu bekommen. Höhepunkt

der Akademiewoche ist traditionell die Festveranstaltung

anlässlich der Verleihung der DRIVE-E-Studienpreise,

die am 14. März 2012 stattfindet.

»Die Teilnehmer haben die Veranstaltungen in den Vorjahren

durchweg mit Bestnoten bewertet. Das freut uns natürlich

sehr«, so Dr. Ulrich Katenkamp, der DRIVE-E als zuständiger

Referatsleiter im BMBF zusammen mit dem Fraunhofer IISB

initiiert hat. »Für uns ist das zugleich Ansporn, dem akademischen

Nachwuchs mit DRIVE-E auch weiterhin etwas wirklich

Besonderes zu bieten.«

Dabei sind gerade Angebote wie DRIVE-E oft der Ausgangspunkt

für eine spätere Karriere im Bereich der Elektromobilität,

zumal die Veranstaltung gute Kontakte zu Industrievertretern

eröffnet. Ein Beispiel ist Marcus Walter, der 2010 als

huMan rEsourCEs iM BErEiCh eMoBilität - drivE-E

Student der TU Kaiserslautern an der Akademie teilnahm

und ein Jahr später zu den Preisträgern des DRIVE-E-Studienpreises

gehörte. »In einer spannenden Woche wurde mir

auf vielfältigste Weise die Bedeutung und Notwendigkeit der

Elektromobilität nahe gebracht. Viel wichtiger war für mich

aber neben dem reinen Fachwissen die Tatsache, dass mir

als angehendem Maschinenbauingenieur klar wurde, dass

wir Studenten nicht länger nur die passive Seite der Beobachter

und Konsumenten einnehmen, sondern vielmehr selber

aktiv werden müssen, um die Zukunft des Automobils

mitzugestalten.« Mit dem Preisgeld für DRIVE-E finanzierte

der Student ein freiwilliges Praktikum bei BMW Manufacturing

in den USA, die Auszeichnung brachte ihm ein Angebot

des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt für eine

Diplomarbeit ein. Schließlich entschied er sich für eine Abschlussarbeit

bei BMW. »Ein späterer Arbeitsplatz in der Automobilindustrie

ist für mich nicht mehr wegzudenken«, ist

sich der angehende Ingenieur sicher. »Einen Beitrag für die

Elektromobilität zu leisten und die Zukunft mitgestalten zu

können, würde das Ganze perfekt machen.« Ähnlich interessant

und vielfältig sind die weiteren Berufs- und Studienwege

seiner DRIVE-E-Kolleginnen und -Kollegen, sei es die

Gründung eines Start-Up-Unternehmens für Batterietechnik

oder die Entwicklung von Geschäftsmodellen für die Elektromobilität.

Viele Alumni pflegen noch heute den Kontakt untereinander,

und bei Ehemaligentreffen wie auf der IAA 2011

in Frankfurt hört man immer wieder die Einschätzung, dass

sich die Teilnahme an DRIVE-E mehr als gelohnt hat.

DRIVE-E-Studentin bei einer Probefahrt auf einem eRockit

Quelle: L. Seidel

Marion Conrady // VDI Technologiezentrum GmbH

conrady@vdi.de

Dr. bernd Fischer // Fraunhofer IISB

Bernd.Fischer@iisb.fraunhofer.de

www.iisb.fraunhofer.de

www.drive-e.org

58 Neue Mobilität AuSgABe 06 JANuAr 2012 AuSgABe 06 JANuAr 2012

Neue Mobilität 59


status Quo dEr ElEktroMoBilität - Car - CEntEr autoMotivE rEsEarCh status Quo dEr ElEktroMoBilität - Car - CEntEr autoMotivE rEsEarCh

beliebte Elektrofahrzeuge

Kathrin Dudenhöffer und leoni bussmann

Studienteilnehmer auf einem eBike

Umfragen zur Kaufbereitschaft von Elektrofahrzeugen gibt

es mittlerweile mehr als genug. Nahezu alle kommen zu dem

Ergebnis, dass aufgrund der Reichweite, fehlender öffentlicher

Ladesäulen, der Ladedauer und des Preises Elektrofahrzeuge

kaum Käufer finden. Alle bekannten Umfragen wurden

nach Standard-Marktforschungsmuster durchgeführt. Befragt

wurden potentielle Autokäufer, die bisher nie mit einem

Elektrofahrzeug gefahren sind. Die Antworten der Befragten

spiegeln keine eigenen Erwartungen, sondern geben Meinungen

wieder, die in Presseberichten zu lesen waren (vor

allem kritische, da die Journalisten dem Thema skeptisch

gegenüber stehen). Zudem projizieren die Befragten ihre Erfahrungen

mit ihren heutigen Fahrzeugen auf Elektrofahrzeuge.

Von daher sind die Ergebnisse wenig überraschend, aber

auch wenig aussagekräftig. Die Standard-Marktforschung

schätzt die Nachfrage bei Technologiesprung-Produkten

falsch ein, da die Kunden die Produkte nicht kennen und

das Nutzungspotenzial nicht abschätzen können. Dies war

die Ausgangssituation zu einem Experiment am CAR-Institut

der Universität Duisburg-Essen, das die Kaufbereitschaft für

Elektrofahrzeuge untersuchte.

Experiment:

226 testpersonen fahren jeweils 3 Elektrofahrzeuge

Für das Experiment wurden 226 Testpersonen nach repräsentativem

Querschnitt ausgewählt. Die Testpersonen durch-

liefen ein mehrstündiges Experiment. In Stufe 1 wurde die

Akzeptanz und Kaufbereitschaft von Elektroautos abgefragt

ohne zuvor zu informieren. In der zweiten Stufe des Experiments

ist jede Testperson drei unterschiedliche (teil-)elektrische

Fahrzeuge gefahren. Die Fahrten dauerten 20 bis 30

Minuten und umfassten auch eine Autobahnfahrt. Zusätzlich

wurde der Ladevorgang geübt. Nach dem umfangreicheren

Programm zum Kennlernen der Elektrofahrzeuge wurden die

Testpersonen auf Stufe 3 des Experiments erneut befragt.

Als Testfahrzeuge standen sechs Serienfahrzeuge zur Verfügung,

darunter Batterie-elektrische Fahrzeuge (BEV), ein

Plug-in Hybrid und ein Elektroauto mit Range Extender. Zusätzlich

konnten zwei Serienfahrzeuge getestet werden, die

auf Elektroantrieb (BEV) umgebaut waren. Auch ein Konzeptfahrzeug

(SAM II) sowie ein eBike und Hybrid-Roller wurden

in die Elektro-Fahrzeugflotte mit aufgenommen.

Ergebnis: Hoher Fahrspaß und hohes interesse

Die Ergebnisse des dreimonatigen Experiments zeigen ein hohes

Interesse für Elektrofahrzeuge und stehen im deutlichen

Widerspruch zu den bisher bekannten reinen Umfragestudien.

38% der Testpersonen hatten nach den Testfahrten ihre

Kaufabsicht für Elektrofahrzeuge bekundet (vgl. Abb. 1). Für

das reine Batterie-getriebene Elektroauto (z.B. Nissan Leaf,

Mitsubishi i-MiEV) votierten 14% der Testpersonen. Für Range

Extender á la Opel Ampera und Plug-In Hybrid wie Toyota Prius

Plug-In entscheiden sich 24% der Teilnehmer. Konzepte wie

VW-Nils, Opel Rak e oder Renault Twizzy stoßen dagegen auf

wenig Kundeninteresse.

Abb.1: Elektroauto bei Kaufentscheidung berücksichtigen

Beim Kleinwagen spielt das Batterie-elektrische Fahrzeug

mit 110 Kilometer Reichweite, das 7% der Testpersonen kaufen

würden, die Hauptrolle. Das Fahrzeug ist überwiegend

als Zweitwagen für die Stadt geplant. 5% würden den elektrischen

Kleinwagen als Range Extender mit 50 Kilometer elektri-

scher Reichweite bevorzugen. Alltagsnutzen ohne Reichweiten-Begrenzung

ist hier das Hauptkaufargument. Besonders

ausgeprägt bei den Kompaktwagen ist die Akzeptanz des

Range Extenders mit 50 Kilometer elektrischer Reichweite.

Das Angebot eines Plug-In Hybriden oder Elektroautos mit

Reichweitenverlängerung erfüllt die Mobilitätsbedürfnisse

von immerhin 13% aller Testpersonen.

Da die Akzeptanz in hohem Maße vom Preis der Fahrzeuge

abhängt, wurden die Fahrzeugpreise für 2015 geschätzt. Das

reine Batterie-elektrische Fahrzeug wurde mit einem Aufpreis

gegenüber dem konventionell angetriebenen Fahrzeug

seiner Klasse von 5.000 EUR angesetzt. Dieser Aufpreis war

für die Testpersonen akzeptabel, ebenso wie ein Aufpreis

von 10.000 EUR beim Plug-In. Die heutigen elektrischen

Kleinwagen wie beispielsweise Citroën C-Zero oder Mitsubishi

i-MiEV liegen mit einen Preis von 36.000 EUR deutlich

über dieser Grenze.

Fazit: Das Elektroauto braucht CarSharing, um erfolgreich

zu werden

Die Studie hat gezeigt, dass die Testgruppe nach den Testfahrten

sehr euphorisch auf Elektroautos reagiert hat. 71%

aller Testpersonen haben nach den umfangreichen Testfahrten

und Einweisungen in die Stromlademöglichkeiten

angegeben, beim nächsten Autokauf Elektroautos mit zu

berücksichtigen (vgl. Abb. 2). Das beste Argument für das

Elektroauto ist das Produkt, ähnlich wie beim Apple iPhone.

Wer sich mit dem Produkt Elektroauto auseinandersetzt und

es kennenlernt, ist sehr aufgeschlossen. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit,

dass Interessierte zu einem Autohändler ge-

hen und sich im Vorfeld über Elektroautos bei Testfahrten

überzeugen gering.

Um Elektromobilität flächendeckend umzusetzen, braucht

es die Möglichkeit, die Autofahrer unverbindlich und unkompliziert

mit der neuen Technik vertraut zu machen. Dafür gibt

es kein besseres Instrument als CarSharing mit Elektrofahrzeugen.

Abb.2: Kaufabsichten nach Testfahrten

Bei den Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität sollte

daher eCarSharing im Mittelpunkt stehen. Die bisherigen

Programme der Modellregionen-Wettbewerbe und die von

der Nationalen Plattform für Elektromobilität vorgeschlagenen

Maßnahmen laufen nach den Ergebnissen dieser Studie

ins Leere. Um bis zum Jahr 2020 eine Million Autofahrer von

Elektroautos zu überzeugen, braucht es großflächige Testmöglichkeiten,

idealerweise in Ballungsräumen. Ein Großteil

der Forschungsprogramme (Smart-Grids, IT-Abrechnungsmodelle,

Batterieforschung) bringen keinen Marktimpuls

und tragen daher nur wenig zum Ziel der Bundesregierung

bei.

Kathrin Dudenhöffer // leoni bussmann

CAR - Center Automotive Research

Universität Duisburg-Essen

www.uni-due.de/car

60 Neue Mobilität AuSgABe 07 April 2012 AuSgABe 07 April 2012

Neue Mobilität 61

71%

bei nächster

Kaufentscheidung

berücksichtigen

23%

in vier Jahren

berücksichtigen

6%

nie

berücksichtigen

Konventionell

Batterie-elektrisch

Range Extender / Plug-In-Hybrid

14%

24%

62%


status Quo dEr ElEktroMoBilität - GildEMEistEr EnErGy solutions

Elektrotankstelle

Komplettlösung für eine effiziente eMobilität

Solarpark ANlage in Spanien. 240 SunCarrier erzeugen eine Gesamtleistung von 8,5 MW zur Verfügung. Die eTankstelle von GILDEMEISTER energy solutions. Komplettlösung für eine effiziente eMobilität.

eMobilität und grüne Energie - themen, die hierzulande

derzeit heiß diskutiert werden. Dass die Mobilität von morgen

klimaneutral, nachhaltig und grün sein muss, darüber

herrscht ein breiter Konsens - doch gilt das auch für die

Energie, die sie bewegt und antreibt?

Die neue Herausforderung der Branche heißt nicht mehr nur

grün zu fahren, sondern auch grün zu laden. Elektromobilität

ist ökologisch sinnvoll, wenn der dafür benötigte Strom CO2frei

aus Erneuerbaren Energien erzeugt wird. Die eTankstelle

von GILDEMEISTER energy solutions verbindet diese Überlegungen

zu einer Systemlösung, welche das eigenständige

Erzeugen und Speichern von Erneuerbaren Energien hin zur

Anwendung der eTankstelle umfasst. Mit dieser Wirkungskette,

die das Solarnachführsystem SunCarrier, die Kleinwindanlage

WindCarrier und den Batteriespeicher CellCube

FB 10-100 umfasst, kann sauberer Strom aus erneuerbaren

Quellen unabhängig von öffentlichen Netzen über lange

Zeiträume gespeichert und für jede Leistungsanforderung

der verschiedenen eFahrzeuge zur Verfügung gestellt werden.

Diese Kombination von erneuerbaren Ressourcen und

einem intelligenten Speichersystem ermöglicht das schnelle

Laden von gleichzeitig bis zu sechs Fahrzeugen und das

Einspeisen überschüssig erzeugter Energie in die Batterie

CellCube. Nicht zuletzt ist es eine Alternative, um den steigenden

Energiepreisen auszuweichen.

Die eTankstelle kann rund um die Uhr angefahren werden.

Per RFID-Karte werden die benötigten Stromstärken und

-kapazitäten übermittelt. Auf einem großen Display sind

während des Ladevorgangs die regenerativen Quellen der

Stromgewinnung, die eingesparten CO2-Emissionen und die

Ladezeit sichtbar. Letztere ist durch eine Leistung von bis zu

22 kW im Gegensatz zu Steckdosen wesentlich kürzer. Innerhalb

einer Stunde können durch diese Schnellladung bis zu

drei Vectrix Scooter fast zur Hälfte aufgeladen werden. Insgesamt

können drei Elektrofahrzeuge gleichzeitig mit einer

bis zu sechsfach so hohen Ladeleistung wie mit einer normalen

Steckdose aufgeladen werden. Dabei kann die eTankstelle

an alle ladetechnischen Anforderungen der Fahrzeuge

angepasst werden.

Der Strom kommt dabei unter anderem von dem einachsigen

Solarnachführsystem SunCarrier, beispielsweise dem

SunCarrier 22 oder SunCarrier 260. Bei dieser unternehmenseigenen

Produktreihe folgen die Modulflächen, die je

nach Modell zwischen 22 bis 287 m 2 groß sind, dem Lauf der

Sonne und richten sich über die vertikale Achse permanent

nach dem aktuellen Sonnenstand aus. So kann ein Mehrertrag

von bis zu 40% im Gegensatz zu starren Systemen

erwirtschaftet werden. Entwickelt wurde diese Technologie

ursprünglich für Solarparks, ein zweites Kerngeschäft des

Würzburger Unternehmens, das weltweit schon über 3.200

SunCarrier installiert hat.

Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und weder von der

Tageszeit noch von nur einer Ressource abhängig zu sein,

wird die eTankstelle auch durch den WindCarrier versorgt.

Die Besonderheit dieser neuen Generation einer Kleinwindanlage

ist die vertikale Lagerung der Windachse, die somit

unabhängig von der Windrichtung ist. Ab Windgeschwindigkeiten

von 3 m/s erfolgt eine stetige Energiegewinnung - der

Vorteil: die Konstruktion ist getriebelos und somit sehr geräuscharm.

Das Herzstück der eTankstelle ist die Speicherlösung CellCube

10-100. Auf Basis einer Vanadium RedoxFlow-Großbatterie

wird eine unterbrechungsfreie Energieversorgung sichergestellt

- unabhängig von wetterbedingten Schwankungen,

Temperaturen und Tageslängen. Mit einer nominalen Leistung

von 10 kW wird bis zu 100 kWh Speicherkapazität erreicht,

die zu 100% entladen werden kann. Möglich ist dies

durch einen elektrochemischen Energiespeicher mit dem

flüssigen Vanadium Elektrolyt als Energieträger. Aus zwei

status Quo dEr ElEktroMoBilität - GildEMEistEr EnErGy solutions

Tanks werden jeweils negativ und positiv geladene Elektrolyte

durch elektrochemische Zellen gepumpt und dabei be-

bzw. entladen. Das Verfahren kann in unbegrenzten Zyklen

durchgeführt werden, die Lebensdauer der Batterie ist daher

zeitlich fast nicht beschränkt. Der Betrieb wird von über

30 Sensoren mit 160 Batterieparametern erfasst, die durch

ein Monitoringtool ständig aktualisiert und online abgefragt

werden können. Neben den eFahrzeugen versorgt der

CellCube auch die Beleuchtung und die gesamte Elektronik

der eTankstelle mit Strom, wobei weitere Verbraucher problemlos

angeschlossen werden können. Mittlerweile hat die

GILDEMEISTER-Tochter ihr Batterieprogramm erweitert und

will Mitte des Jahres mit der CellCube-Produktfamilie Ladeleistungen

für eTankstellen mit bis zu 100 kW anbieten.

Die eTankstelle, ein CellCube 10-100 sowie zwei SunCarrier

260, die eine Leistung von je bis zu 48.000 Wp erzeugen,

können im GILDEMEISTER energy solutions Park in Bielefeld

vor der Zentrale des GILDEMEISTER Konzerns besichtigt

werden. Gerne heißen wir Sie nach vorheriger Anmeldung

willkommen.

GilDEMEiStER energy solutions

info@gildemeister.com

www.gildemeister.com

62 Neue Mobilität AuSgABe 07 April 2012 AuSgABe 07 April 2012

Neue Mobilität 63


ErstE flottEn - proEco NEUE MOBILITÄT

eMobilität macht Schule

Auf Elektrorollern durch den Verkehr: proEco bietet auch eScooter für Fahrschulen an

Elektromobilität war noch nie so sehr im Gespräch wie heute:

Der Nutzen, das Design und die Möglichkeiten werden in

den Medien diskutiert. Endverbraucher rüsten ebenso um,

wie Unternehmen, die im Rahmen ihrer Corporate Social

Responsibility ganze Fuhrparks mit eBikes, eScootern und

eAutos ausstatten.

Umweltverschmutzung, Ressourcenknappheit, Erneuerbare

Energien - alles Themen, die nicht nur im Theorieunterricht

der deutschen Fahrschulen angekommen sind. Zahlreiche

Betriebe werben mit umweltbewußtem oder grünem Fahrtraining,

Hybridfahrzeuge für die Praxisstunden sind keine

Seltenheit mehr. Doch Elektromobilität wird von vielen noch

kritisch betrachtet. Viele Fahrlehrer sind überzeugt davon

nicht in (oder auf ) Fahrzeugen mit Elektromotoren unterrichten

zu dürfen.

Fahrschulen stehen in der Tat vor besonderen Herausforderungen,

wenn sie sich mit Elektromobilität auseinandersetzen:

Sie müssen sich mit der oftmals noch geringen Reichweite

der Elektrofahrzeuge arrangieren, sich im Alltag auf

neue Technik unter der Motorhaube einstellen und im Unterricht

auf das kaum hörbare Fahrgeräusch eingehen.

Aber gerade Fahrschulen können besonders von Elektromobilität

profitieren und obendrein noch einen wichtigen Beitrag

zum Umweltschutz leisten: Elektroautos oder -scooter

sind annähernd wartungsfrei und die Kosten für die Batterieladung

liegen signifikant unter den Spritpreisen. Während

die Automatikschaltung häufig noch ein letztes Argument

gegen Elektroautos ist, können eRoller bis 50cc problemlos

im Unterricht eingesetzt werden. Rein rechtlich spricht

nichts dagegen, den Führerschein der Klasse M auf einem

Fahrzeug mit Elektromotor abzulegen (vgl. §6 Abs. 1 Fahrerlaubnis-Verordnung

FeV). Auch ohne Schaltung können die

Fahrstunden und sogar die Prüfung auf einem Elektroroller

abgeleistet werden, ohne das dies eine Beschränkung der

Fahrerlaubnis zur Folge hat (§17 Abs. 6 FeV).

Auch die Reichweite sollte kein Hindernis sein, viele eScooter

legen mittlerweile mühelos bis zu 70 Kilometer zurück.

Um besser auf die Bedürfnisse von Fahrschulen eingehen zu

können, hat beispielsweise die Firma proEco ihr Sortiment

um einen 50cc-Elektroscooter mit eben dieser Reichweite

und austauschbarem Akku erweitert. So lassen sich Strecken

von 140 Kilometern und mehr bewältigen. Mit diesem

Modell will proEco Elektromobilität dort etablieren, wo die

Verkehrsteilnehmer von morgen ausgebildet werden - für

umweltbewusstes Fahren von Anfang an.

olga de Gast

proEco NEUE MOBILITÄT GmbH

www.proeco.de

64 Neue Mobilität AuSgABe 07 April 2012 AuSgABe 08 Juli 2012

Neue Mobilität 65

BEM 2.0

Der E-bike-Finder

Elektrofahrräder boomen. Es gibt eine Fülle von Herstellern

und eine schier unübersichtliche Auswahl an Modellen, was

die Auswahl nicht leicht macht. Natürlich kann man sich im

Netz informieren oder den Händler des Vertrauens aufsuchen,

Fachzeitschriften, Testberichte und Bücher studieren,

aber diese Vorgehensweise ist mühselig und zeitintensiv.

Ab jetzt geht das einfacher und viel praktischer, vorausgesetzt

man besitzt ein iPhone, iPad, Smartphone oder Tablet-

PC mit Android OS. Der E-Bike-Finder ist eine App, die etwa

1.300 Elektrofahrräder der aktuellen Saison mit den wichtigsten

Merkmalen portraitiert und somit einen guten Überblick

über den deutschen Markt gewährt. Über eine bloße

Datensammlung geht die Applikation jedoch hinaus. Erstmalig

haben Sie die Möglichkeit auf einem Smartphone eine

gezielte Suche nach Ihren Wunschparametern durchzuführen,

intuitiv und schnell. Sie können nach bestimmten Herstellern

suchen, Ihre Preisvorgabe einstellen und nach der

Art des Elektrofahrrads selektieren. Sie können bestimmte

Reichweiten vorgeben, eine bestimmte Schaltungs-, Antriebs-

oder Bremsenart wählen oder auch die gewünschte

Rahmengröße auswählen. Geben Sie einfach die wichtigsten

Merkmale Ihres Wunschfahrzeugs ein und schon sehen Sie,

welche Marken und Modelle Ihren Vorstellungen entsprechen.

Jedes Fahrzeug wird mit den wichtigsten technischen

BEM eMobile Ticker

Jetzt im App Store.

Daten portraitiert. Hochauflösende Fotos mit Zoom-Funktion

lassen selbst kleinste Details erkennen.

Ganz nebenbei klärt die App im Glossar alle wichtigen Fachbegriffe

rund ums Thema Elektrofahrrad. Übrigens: Einmal

installiert erfordert der E-Bike-Finder keine Internet-Verbindung.

Sie tragen die größte Datensammlung zum Thema

buchstäblich in Ihrer Hosentasche. Herunterladen lohnt

sich..!

Frank Rosmann // www.e-bike-finder.de

Startscreen, Ausschnitt Suchparameter & Suchergebnisse des E-Bike

FInders

XiNG-Gruppe NEUE Mobilität bEM eMobile ticker

Der BEM diskutiert auf der Online-Plattform XING aktuelle

Fragestellungen zum Status Quo der Elektromobilität. Treffen

Sie die interessanten Köpfe der Branche und unterstützen

Sie uns gleichzeitig mit Ihrem Engagement und Ihren Ideen

auf dem Weg in die postfossile Phase unserer Gesellschaft.

»Wir haben mit der XING-Gruppe ein interaktives Forum

für eMobilität geschaffen und freuen uns auch weiterhin

auf Ihre Beiträge und Kommentare. Stellen wir uns gemeinsam

den vielfältigen Herausforderungen, um Elektromobilität

serienfähig, nachhaltig und zunehmend erneuerbar

auf die Straße zu bringen«, betont Christian Heep, BEM-

Vorstand Marketing, der gemeinsam mit Juliane Girke,

Sandrine Frideres und Tim Ruhoff die Gruppe moderiert.

»Bereits über 2.000 Mitglieder haben bis dato den hohen

Stellenwert der Elektromobilität und ein deutliches Interesse

an Kommunikation und Austausch gezeigt.

Insbesondere die Branchenvielfalt und Unternehmensherkunft

der Mitglieder zeichnet eine vielversprechende Landkarte

der elektromobilen Entwicklung in Deutschland.«

www.xing.com/group-61578.616d2f

Der BEM eMobile Ticker bringt alle relevanten Neuigkeiten

aus dem Bereich Elektromobilität einfach und bequem als

Blog, abonnierbarem RSS-Feed, Twitter sowie via iPhone

App auf Ihr mobiles Endgerät: aufs Wesentliche reduziert,

schnell zu erfassen und stets up to date.

www.eMobileticker.de und www.bem-ev.de

Im Rahmen der Kooperation erhalten BEM-Mitglieder ex-

klusive Sonderkonditionen bei der Presseaussendung. Ihre

Informationen werden zeitgleich an die maßgeblichen Nachrichtenagenturen,

Fachredakteure, Onlineportale und Daten-

banken weitergeleitet. Bitte kontaktieren Sie dafür die BEM-

Hauptgeschäftsstelle.

www.newsaktuell.de

Die Energielandkarte ehoche - Das online-branchenbuch

www.ehoche.de

CleanEnergy Exhibition - Virtuelle Fachmesse für Erneuerbare

Energien, Cleantech und Nachhaltigkeit

www.cleanenergy-exhibition.de


ErstE flottEn - NEXT GENERATION MOBILITY

Der Winter und seine Auswirkung auf die Reichweite von

Elektroautos ist ein viel und gern diskutiertes thema in den

Medien. Verbrauchen Heizung, licht und Scheibenwischer

tatsächlich so viel Strom, dass die batteriekapazität selbst

für innerstädtische Fahrten und den Pendelverkehr nicht

mehr ausreicht? Damit wären die Fahrzeuge im Winter auch

für den Einsatz in Firmenflotten ungeeignet.

Auf Einladung der Next Generation Mobility traten zwölf

Elektrofahrzeuge unter Aufsicht des tÜV SÜD in der ersten

Februarwoche zu einem Praxistest an.

Die Next Generation Mobility (NGM) arbeitet im Moment an

der Erstellung einer Fuhrpark-Software, die sowohl Corporate

CarSharing als auch die Integration von Elektrofahrzeugen

für bestehende Fahrzeugflotten ermöglicht. Diese Software

unterstützt den Anwender bei der Auswahl des richtigen

Fahrzeugs abhängig von Reichweite, Fahrstil und Topografie.

Besonders wichtig für die Nutzung von Elektrofahrzeugen

sind zuverlässige und realistische Werte der Ladezeiten und

des Batterieverbrauchs unter verschiedenen Bedingungen.

Der TÜV SÜD und sein Experten-Team wird als Kooperationspartner

der NGM ein Jahr lang die Alltagstauglichkeit aller

eExtreme

Elektroautos im Härtetest

Next Generation Mobility lud am kältesten tag des Jahres zur testfahrt

12 Elektrofahrzeuge traten im Februar unter Aufsicht des TÜV SÜD zum Praxistest an. BEM-Präsident Kurt Sigl bei minus 13 Grad auf dem Elmoto.

auf dem Markt zur Verfügung stehenden Elektrofahrzeuge

testen. Die Implementierung der Werte aus dieser Test-

reihe bieten dem Software-Nutzer bei der Fahrzeugbuchung

sichere Voraussagen über Restreichweiten und tatsächliche

Einsatzmöglichkeiten der Elektrofahrzeuge.

Im Projektgespräch mit dem TÜV SÜD entstand die Idee,

während der arktischen Rekordtemperaturen ein Worst Case

Szenario zu simulieren. Neben Fahrten auf der Rennstrecke

gelten Minusgrade und der erhöhte Einsatz von elektrischen

Verbrauchern als Reichweiten-Killer für Elektroautos. Mit nur

wenigen Tagen Vorlauf erstellten die Experten vom TÜV SÜD

einen Testablauf und das Team der Next Generation Mobility

lud die lokalen eMobilisten und den BEM zur Kick-Off Veranstaltung

der jungen Projektkooperation ein.

Während die Fahrer sich bei einem kleinen Frühstück bei

Barkawi Management Consultants aufwärmten, hatten die

Elektrofahrzeuge Tesla Roadster, Fiat Karabag, Smart electric

drive, A-Klasse EcoDrive, Peugeot iOn, Citroen C-Zero, Mitsubishi

iMiEV und Tazzari Zero genug Zeit bei minus 13 Grad

auf ein vergleichbares Niveau ab- und auszukühlen. Winterfest

eingepackt führte BEM-Präsident Kurt Sigl den Konvoi auf

dem elektrischen Zweirad ELMOTO Richtung Starnberg an.

Der vorgegebene Testablauf sorgte für gleiche Bedingungen

bei allen Teilnehmern. Vor der Abfahrt wurden Kilometerstand,

Innen- und Außentemperatur sowie die verbleibende

Reichweite auf dem Testbogen eingetragen. Während der

zweistündigen Fahrt sollte das Licht eingeschaltet und der

Innenraum auf eine angenehme Temperatur von 18 bis 20

Grad erwärmt werden.

Starnberg-München und zurück ist eine typische Pendelstrecke

von 50 Kilometern, die jeden Tag von vielen Berufstätigen

zurückgelegt wird. Alle Teilnehmer unseres Tests haben

diesen Weg in neun völlig verschiedenen Fahrzeugtypen

zurückgelegt. Trotz der zusätzlichen Fahrt zum Startpunkt

und unterschiedlichen Fahrstilen, sind alle wieder am Ziel

in München angekommen - ohne Reichweitenängste oder

der Sorge den Weg bis zur Steckdose nicht mehr zu schaffen.

Einzig Kurt Sigl war froh wieder am Ziel zu sein, konnte

aber recht schnell bei einer Tasse Kaffee wieder aufgetaut

werden.

tim Ruhoff

BEM-Beirat und Geschäftsführer Next Generation Mobility

www.nextgm.com

ErstE flottEn - NEXT GENERATION MOBILITY

Kurt Sigl, Präsident bundesverband eMobilität

»Die Idee unserer beiden Mitgliedsunternehmen TÜV SÜD

und Next Generation Mobility, die bereits jetzt erhältlichen

Elektrofahrzeuge unter Extrembedingungen im Alltag zu testen,

kann ich nur begrüßen.

Der Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung - meist geschürt

durch schlecht recherchierte Medienberichte - kann

nur mit Hilfe eindeutiger Fakten und einer gelungenen Kommunikation

erfolgreich begegnet werden.

Denn eines ist klar: Elektromobilität funktioniert bereits

jetzt. Und das nicht nur bei Schönwetter.

Die extremen Minustemperaturen haben entgegen aller Erwartungen

nur mir etwas anhaben können - und nicht dem

ELMOTO, auf dem ich die Strecke zurückgelegt habe.

Auf der typischen Pendler-Strecke von München nach Starnberg

und zurück haben sich alle Fahrzeuge bewährt - für

mich keine große Überraschung. Wieder zurück in München

hatte nicht nur ich noch eine komfortable Restreichweite zur

Verfügung. Das macht deutlich, dass der Einsatz von Elektro-

fahrzeugen in den meisten Flotten bereits heute ohne Probleme

möglich ist. Die geplante Testreihe wird das noch einmal

unterstreichen.«

66 Neue Mobilität AuSgABe 07 April 2012 AuSgABe 07 April 2012

Neue Mobilität 67


politik & ElEktroMoBilität - BEstEuErunG von diEnst-fahrrädErn

BEM fordert Neuregelung

bei der Besteuerung von

Dienst-Fahrrädern

Der Bundesverband eMobilität setzt sich für die Verbreitung

einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Neuen Mobilität

ein. Um dieses Ziel zu erreichen, ist neben der Umstellung

auf Elektromobilität insbesondere auch eine intelligente

Verbindung der Verkehrsträger notwendig, die den Einsatz

von Zweirädern als Alternative zum Automobil berücksichtigt.

»In der Vergangenheit wurde deutlich, dass einige unserer

Mitgliedsunternehmen gewillt sind, Elektrofahrräder als

Dienstfahrzeuge für ihre Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen,

hiervon jedoch aufgrund der derzeitigen steuerlichen

Regelung für die Überlassung von Nicht-Kraftfahrzeugen

von Unternehmen an deren Mitarbeiter absehen. Da diese

Regelung die Verbreitung von Elektrofahrzeugen als Dienstfahrzeuge

behindert, unterstützen wir die Initiative unseres

Mitgliedsunternehmens LeaseRad zur Neuregelung der Besteuerung

von Dienst-Fahrrädern«, so BEM-Marketingvorstand

Christian Heep.

Seit Einführung der sogenannten 1%-Regel existiert für

Kraftfahrzeuge eine eindeutige und praktikable Regelung

der Versteuerung des privaten Nutzungsanteils von Dienstwagen.

Plant ein Unternehmen die Überlassung von Fahrrädern

oder Pedelecs, die keine Kraftfahrzeuge sind, so

setzt die Finanzverwaltung die gesamte Leasingrate als zu

versteuernden Sachbezugswert gem. § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG

an. Diese Handhabung mag zwar mit dem Wortlaut des Einkommensteuergesetzes

vereinbar sein, stellt aber eine klare

Benachteiligung des Verkehrsmittels Fahrrad dar. Beim Pkw

wird durch die 1%-Regel ohne weiteren Nachweis ein Privatnutzungsanteil

von 30 bis 35% unterstellt. Der Ansatz der

vollständigen Leasingrate zzgl. Nebenkosten beim Fahrrad

würde einem Privatnutzungsanteil von 100% entsprechen.

Da ein Dienstfahrrad zu einem großen Teil für dienstliche

Fahrten genutzt werden kann und soll, ist eine die pauschale

Unterstellung einer 100% privaten Nutzung unseres Erachtens

nicht angemessen. Vielmehr sollte schon aus Gleichbehandlungsgründen

der gleiche 30 bis 35%-Privatnutzungs-

anteil wie beim Pkw unterstellt angesetzt werden werden,

der ebenso für die als Kraftfahrzeug geltenden S-Pedelecs

zur Anwendung kommt.

»In einem Brief an die zuständigen Abteilungsleiter des Bundesministeriums

der Finanzen, des Bundesministeriums für

Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie an das Bundesministerium

für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

haben wir jetzt gemeinsam mit LeaseRad auf die Problematik

aufmerksam gemacht und angeregt, von der Regelung des §

8 Abs. 2 Satz 8 EStG Gebrauch zu machen und gemeinsam

mit den Landesfinanzministerien eine bundeseinheitliche

Festsetzung des Sachbezuges eines Fahrrades/Pedelecs

vorzunehmen. Eine Festsetzung auf 1% des auf volle hundert

Euro abgerundeten Bruttolistenpreises halten wir vor

dem Hintergrund der Gleichbehandlung der Verkehrsträger

für dringend notwendig. Darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit,

durch eine 0%-Besteuerung von privat genutzten

Dienst-Fahrrädern/Pedelecs, einen Marktanreiz für Unternehmen

zu schaffen und ein aktives Zeichen zur Förderung

alternativer Fortbewegungsmöglichkeiten zu setzen«, erklärt

Heep. »Wir sind sicher, dass eine solche Festsetzung des

eindeutigen Sachbezugswertes die Attraktivität des Einsatzes

von Fahrrädern/Pedelecs in Firmen, Verwaltungen und

Organisationen deutlich erhöht. Damit wäre ein einfacher,

kostengünstiger und sehr wirkungsvoller Schritt in Richtung

der umwelt-, verkehrs- und gesundheitspolitischen Ziele der

Bundesregierung möglich.«

bundesverband eMobilität e.V.

www.bem-ev.de

intelligent versichert

Spezieller Versicherungsschutz für eFahrzeuge

Mitarbeiter von Segway Deutschland

Die Zurich Bezirksdirektion Detlev Knoll bietet Versicherungslösungen

für jede Art der elektrischen Fortbewegung

im Privat- und Firmenbereich. Detlev Knoll erzählt im Interview

mehr zu den Besonderheiten es deutschlandweit einmaligen

Versicherungspakets.

Seit wann versichern Sie Elektrofahrzeuge?

Vor etwa 5 Jahren fiel der Startschuss zu unserem Versicherungspaket

in Zusammenarbeit mit Reinhold Eder, dem

Geschäftsführer der Firma Segway Deutschland. Durch die

langjährige Zusammenarbeit mit der Zurich Gruppe Deutschland

konnte ein deutschlandweit einmaliges, flexibles und

leistungsstarkes Versicherungspaket entwickelt werden.

Worin unterscheidet sich ihr Versicherungspaket von anderen?

Herzstück des eFahrzeugs ist der Akku, der bei einem Pkw

etwa ein Drittel des Gesamtfahrzeugwertes ausmachen

kann. Zwar wird der Akku bisher über die Kaskoversicherung

abgedeckt, doch sind dabei die versicherten Gefahren eingeschränkt.

Mit dem Zurich Baustein »Elektro Plus« haben

Fahrer von eAutos jetzt erstmals die Möglichkeit, den teuren

Akku rundum abzusichern und ihn so auch vor den finanziellen

Folgen von Bedienfehlern zu schützen. Wird der Akku

beispielsweise im Winter bei Frost nicht regelmäßig voll

aufgeladen, kann es zum Ladeschaden kommen. Für Kunden

mit einer Vollkaskoversicherung gilt dabei zusätzlich:

ErstE flottEn - zuriCh vErsiChErunG

Schäden innerhalb dieser Deckung am Akku haben keinerlei

Auswirkungen auf den Schadenfreiheitsrabatt, dieser bleibt

unverändert.

Und das gilt auch für Elektro-Zweiräder?

Zurich bietet auch Fahrern von elektronischen Zweirädern

mit amtlichen Kennzeichen ab April einen eigenständigen

Absicherungsbaustein, der den Akku des Fahrzeugs risikogerecht

abdeckt. Mit »Elektro-Kasko« können Kunden frei

wählen, ob Sie den Akku ihres Elektro-Zweirads Kasko versichern

möchten. Wer den Akku zusätzlich gegen Bedienfehler

absichern will, kann auch hier auf »Elektro-Plus« aufrüsten

und fährt damit rundum sicher.

Verschiedene Hersteller verkaufen Elektroautos ohne Akku,

bieten diesen aber separat gegen eine monatliche leasing-

Rate an. Wie handhaben Sie diese Fälle?

Eigentümer des Akkus ist in diesen Fällen der Fahrzeughersteller,

welcher auch die Risiken einer Beschädigung trägt.

Um den Käufer finanziell zu entlasten, können Pkw-Fahrer

mit Leasingakku diesen bei der Zurich nun aus dem Versicherungsschutz

ausschließen und erhalten dadurch einen

Nachlass auf ihren Beitrag.

Detlev Knoll // Zurich Versicherung // Bezirksdirektion

www.zurich.de/knoll

68 Neue Mobilität AuSgABe 08 Juli 2012 AuSgABe 08 Juli 2012

Neue Mobilität 69


status Quo dEr ElEktroMoBilität - initiativE zukunftsMoBilität

beratung, Strategie

und Kompetenz

initiative Zukunftsmobilität begleitet Kommunen und Unternehmen

in die Elektromobilität

Mobil mit dem eBike

Unter der Marke »Zukunftsmobilität« hat sich in den letzten

Jahren ein Kompetenz- und Beratungsnetzwerk formiert,

das Kommunen und Unternehmen auf dem Weg in

die elektromobile Zukunft begleitet. »Elektromobilität ist

ein weites Feld, in dem es viele Möglichkeiten der Betätigung

gibt«, so Christian Klaiber, Gründer der Initiative Zukunftsmobilität.

»Wir helfen unseren Auftraggebern, ihre

Rolle in diesem Themenfeld zu finden und begleiten sie

bei der Erarbeitung und Umsetzung konkreter elektromobiler

Lösungen, die dauerhaft etabliert werden.«

Das Netzwerk bündelt das Know-how und die Angebote

seiner Partner und bindet diese in die Konzeption und Realisierung

der Projekte ein. Zukunftsmobilitäts-Projekte

rücken den Mobilitätsbedarf der Menschen einer Region

in den Vordergrund und bedienen ihn durch zielgruppenorientierte

Angebote. Dabei werden ganzheitliche Ansätze

verfolgt und individuelle Elektromobilität beispielsweise

mit Angeboten des ÖPNV verknüpft.

Das Leistungsspektrum reicht von der strategischen und

konzeptionellen Beratung bis zur Projektkoordination

im Rahmen der Umsetzung. »Unser Ziel ist es, elektrisch

angetriebene Fahrzeuge in funktionierende Nutzungsmodelle

zu bringen«, so Klaiber. Angesprochen werden dabei

vorrangig Kommunen und Versorgungsunternehmen

sowie Unternehmen, aber auch Tourismusbetriebe und

touristische Vermarktungsgesellschaften.

Aktuell berät die Initiative Zukunftsmobilität diverse Kommunalverwaltungen

mittlerer Größe wie beispielsweise

die Stadt Rheinfelden oder die beiden Modellkommunen

Elektromobilität in Baden-Württemberg, Ludwigsburg und

Offenburg, bei der Konzeption einer Elektromobilitätsstrategie

sowie als Projektdienstleister. Außerdem hat die Initiative

Zukunftsmobilität das Projektmanagement in verschiedenen

Projekten übernommen. Ein Beispiel ist das

bundesweit einzigartige Projekt »ZUMO Schwarzwald«,

ein Mobilitätsprojekt im Tourismus, welches Urlaubern im

Sommer 2011 CO2-neutralen Mobilitätsurlaub im Schwarzwald

ermöglichte. Das Projekt ZUMO gab den Anstoß für

diverse Urlaubsangebote in Verbindung mit Elektromobilität

im Schwarzwald.

Ausgehend von Projekten in Baden-Württemberg ist die

Initiative Zukunftsmobilität seit Anfang 2012 dabei, sich

auf weitere Bundesländer auszudehnen sowie ihr Knowhow

in grenzübergreifende Projekte einzubringen.

Annette barth

Initiative Zukunftsmobilität

www.zukunftsmobilitaet.de

eMobiler odenwald:

Um Bürger einer ländlichen Region wie den südhessischen

Odenwaldkreis von neuen Zukunftstechnologien zu überzeugen,

bedarf es manchmal mehr als Informationsveranstaltungen

oder Bekanntmachungen in Anzeigenblättern.

Denn nicht selten besteht besonders hinsichtlich Elektromobilität

das Vorurteil, für Berufspendler und Vielfahrer in

der Peripherie nicht geeignet zu sein. Dieser Eindruck wird

von medial begleiteten Testfahrten, die hauptsächlich in Metropolen

inszeniert werden, unterstützt.

Wie falsch diese Wahrnehmung ist, demonstriert das Beispiel

Odenwaldkreis. In diesem Jahr wird nicht nur die erste eBike-

Flotte zum Verleih angeboten. Der Kreis hat darüber hinaus

in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investiert und fährt zukünftig

dank zweier Elektro-Smarts auch selbst elektrisch.

Politiker des Landkreises machen damit deutlich, dass es nicht

von einer bundesweiten Förderung abhängt, ob jeder Einzelne

etwas zum Thema Zukunftstechnologie beitragen kann.

Um auch die Bevölkerung für den neuen Kurs zu gewinnen,

bot der bundesweite Aktionstag Nachhaltigkeit einen guten

Anlass. Am Sonntag, den 03. Juni 2012 zeigte der Odenwaldkreis

mit dem Event »eMobiler Odenwald. Elektrisch fahren

rund um den Marktplatz« die heute bereits zur Verfügung

stehenden Möglichkeiten für elektrisches Fahren, zugleich

aber auch die Herausforderungen für Gesellschaft und Wirt-

status Quo dEr ElEktroMoBilität - eMoBilEr odEnWald

Nicht warten - handeln

odenwaldkreis initiiert eigenes Schaufenster Elektromobilität

schaft. Unterstützt wurde der Kreis von der Frankfurter Kommunikations-Agentur

PP:AGENDA, die die Veranstaltung

konzipierte und kommunikativ begleitete.

Vorgestellt und getestet wurden eine Vielzahl von Elektroautos

der Marken Opel, Citroën, Peugeot, Mitsubishi und

Think von den ortsansässigen Autohäusern und Partnern.

Zahlreiche eBikes verschiedener Marken sowie eRoller regionaler

Händler waren ebenfalls vertreten. Tausende Besucher

machten von der Möglichkeit, die eFahrzeuge zu testen, regen

Gebrauch. Einen weiteren Höhepunkt an diesem Tag bildete

die Einweihung der ersten eBike-Route im Landkreis.

»Wenn Deutschland eine realistische Chance haben will,

Leitmarkt für Elektromobilität zu werden, muss diese Entwicklung

von vielen weiteren gesellschaftlichen Akteuren

getragen werden, die bislang nur ungenügend in Konzepte

eingebunden sind, wie etwa aus den Bereichen Aus- und

Weiterbildung oder Gesundheit. Am Beispiel des eMobilen

Odenwald zeigen wir, wie dies gelingen kann«, meint

Michael Tschakert, Direktor Consulting & Management bei

PP:AGENDA.

Michael tschakert

PP:AGENDA

www.pp-agenda.de

70 Neue Mobilität AuSgABe 08 Juli 2012 AuSgABe 08 Juli 2012

Neue Mobilität 71


ErstE flottEn - EnBW ErstE flottEn - EnBW

tanken à la Carte

Mit der Elektronauten-ladekarte kann jetzt bargeldlos Ökostrom getankt werden.

EnBW-Ladestation, Kleiner Schloßplatz Stuttgart

Ab Anfang Juni ist die EnbW Elektronauten-ladekarte für jedermann

erhältlich. Mit ihr können elektrobetriebene Zweiräder

sowie Elektroautos an über 300 ladepunkten in ganz

baden-Württemberg einfach und sicher Strom tanken.

Die Entwicklung der EnBW Elektronauten-Ladekarte wurde

im aktuell laufenden deutsch-französische Gemeinschaftsprojekt

CROME (Cross Border Mobility für Electric Vehicles)

initiiert. Unterstützt durch das Bundesministerium für

Wirtschaft und Technologie (BMWi) sowie das Bundesministerium

für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ist

es Ziel des Projektes, eine grenzüberschreitende interoperable

Ladeinfrastruktur entlang der deutsch-französischen

Grenze gemeinsam mit Partnern aus der Industrie und Forschung

sowie in Kooperation mit assoziierten Stadtwerken

zu erproben. Die Elektronauten-Ladekarte fungiert dabei als

länderübergreifendes Zugangs- und Bezahlmedium.

Die Bedienung der Ladestation ist ganz einfach: Klappe an

der Ladesäule öffnen, Stecker ins Fahrzeug stecken, Klappe

wieder schließen. Schon kann das Elektrofahrzeug aufladen.

Die Rechnung hierfür erhält der Nutzer monatlich bequem

per Post. Darin werden alle getätigten Ladevorgänge entsprechend

ihrer Ladedauer minutengenau aufbereitet. Das

ist auch das Besondere an der Elektronauten-Ladekarte:

Statt der bezogenen Kilowattstunden, also der Lademenge,

wird die Ladedauer, also die Zeit, die eine Ladestation belegt

wird, abgerechnet. Die Kosten für eine Tankladung hängen

dabei von der jeweiligen Ladezone ab. Angeboten werden

zwei Tarife, entweder für Zwei- oder Vierrad-Fahrzeuge, mit

unterschiedlicher Grundgebühr. Die Preise der Ladezonen

orientieren sich an der Attraktivität des jeweiligen Ladestandorts:

Untergliedert wird in Spar-Zone auf gut erreichbaren

Parkplätzen von EnBW-Partnern, eBike-Zone speziell

für eBikes und Pedelecs, Basis-Zone in Wohngebieten und

Hot-Spot-Zone in stark frequentierten Gegenden wie Flughäfen,

Bahnhöfen oder Innenstädten. »Im Grunde kann man

das Laden an unseren Ladestationen sehr gut mit öffentlich

bewirtschaftetem Parkraum, wie einem Parkhaus, vergleichen.

Je zentraler die Lage, desto höher ist die Nutzungsgebühr.

Die Abrechnung der Ladevorgänge über die Ladezeit

ermöglicht dem Endkunden zudem maximale Kostentransparenz.

Wir erhoffen uns dadurch auch, die Auslastung der

Ladestationen deutlich zu verbessern«, so Thomas Daiber,

Produktmanager bei der EnBW Vertrieb GmbH.

Getankt werden kann an allen der rund 300 installierten

öffentlichen und halb-öffentlichen Ladepunkten der EnBW

und ihrer Partner-Stadtwerke. Bereits heute hat die EnBW

in den Gebieten der Stadtwerke Karlsruhe, EW Mittelbaden,

Star Energiewerke und Stadtwerke Baden-Baden Ladeinfrastruktur

errichtet und damit das Ladestations-Verbundnetz

der EnBW weiter ausgebaut. Im nächsten Jahr sollen weitere

Stadtwerke hinzukommen.

»Wir ermöglichen im Rahmen von Pilotprojekten auch kleineren

Stadtwerken an unserer Ladeinfrastruktur zu partizipieren.

Für diese ist es in der Regel nicht wirtschaftlich, eigene

Ladestationen, sowie IT- und Abrechnungssysteme für

Ladevorgänge zu entwickeln. Mit unserer Hilfe können sich

Stadtwerke nun an das EnBW-Ladestations-Verbundnetz angliedern,

eigene Tarife festlegen und individuell gebrandete

Ladekarten an deren Kunden ausgeben«, so Thomas Daiber.

Dies ist für die EnBW ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung

einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge

in Baden-Württemberg.

Weitere Informationen zur EnBW Elektronauten-Ladekarte

finden Sie online unter www.enbw.com/ladekarte.

In Baden-Württemberg hat die EnBW bereits ca. 300 Ladepunkte installiert

- einige davon auch auf Kundenparkplätzen der Lebensmittelkette Lidl im

Stadtgebiet Stuttgart.

Erfahren Sie mehr über unser Ladestations-Verbundnetz

unter www.enbw.com/ladestationen

72 Neue Mobilität AuSgABe 08 Juli 2012 AuSgABe 08 Juli 2012

Neue Mobilität 73

Max Mustermann

Kartennummer Gültig bis

123456789 12/12

Energie

braucht Impulse


ErstE flottEn - eBikEs & pEdElECs ErstE flottEn - eBikEs & pEdElECs

Zweirad-eMobilität im Fokus

Ein Kommentar von Frank Rosmann

Mit dem Pedelec 2.000 km durch Atlasgebirge und Sahara PHoto: Susanne Brüsch

Während die Fachwelt noch darüber diskutiert, ob und

wann die Elektromobilität unsere automobile Fortbewegung

revolutionieren wird, haben sich in den letzten Jahren

fast unbemerkt Elektrozweiräder auf dem deutschen Markt

etabliert.

Die Branche rechnet für 2012 in Deutschland mit 450.000

eBike-Käufern, satte 50 Prozent Zuwachs im Vergleich zum

Vorjahr. Insgesamt werden wir dieses Jahr 1 Millionen eBikes

auf deutschen Straßen sehen. Neben den Niederlanden und

der Schweiz ist Deutschland hiermit tatsächlich so etwas

wie ein Leitmarkt, zumindest in Europa und der lukrativste

weltweit.

Längst ist das Elektrorad aus der Reha- Ecke gefahren und

vorbei sind die Zeiten, als Pedelecs abfällig als Bewegungshilfe

für Senioren verspottet wurden.Über 1.600 verschiedene

Modelle aller Bauformen, hergestellt von ca. 100 verschiedenen

Herstellern allein auf dem deutschen Markt zeugen

von einem prosperierenden und sehr lebhaften Markt abseits

von Subventionen, Modellregionen, Leuchttürmen und

Schaufenstern. Und das hat gute Gründe.

Das herkömmliche Fahrrad ist mit großem Abstand das wichtigste

Verkehrsmittel der heutigen Welt und das ökologischste

dazu. 2010 zählte der Bestand an unmotorisierten Fahrrä-

74 Neue Mobilität

AuSgABe 08 Juli 2012

dern in Deutschland 69 Millionen, also deutlich mehr als die

rund 40 Millionen Pkw, die jährlich allein hierzulande 65.601

Millionen Liter Treibstoff in 170 Millionen Tonnen CO2 verwandeln.

Mehr als 50% aller zurückgelegten Wege in deutschen

Städten betragen weniger als 5 km und wären damit

prädestiniert für das Fahrrad. Mit dem eBike erhöht sich der

mögliche Radius jedoch beträchtlich. 30 bis 50 km sind immer

mit elektrischer Unterstützung zu erreichen, einige Modelle

schaffen gar bis zu 200 km mit einer Akku-Ladung - und

das mühelos ohne schweisstreibenden Körpereinsatz. Mit

dieser Reichweite erhöht sich die mögliche Nutzung von

eBikes in der Nahdistanz erheblich, sodass Strecken zurückgelegt

werden können, für die bislang das Auto oder bestenfalls

der ÖPNV genutzt wird.

Grund genug die verschiedenen Arten von eBikes einmal näher

vorzustellen: Die wichtigste Gruppe sind die Pedelecs,

was für Pedal Electric Cycle steht.*

Durch das Treten in die Pedale wird die elektrische Unterstützung

herbeigeführt. Rechtlich ist es ein Fahrrad und

ohne Führerschein und Versicherung zu bewegen.**

Die Motorleistung ist auf 250 Watt beschränkt, die elektrische

Unterstützung endet bei 25 km/h.

S-Pedelecs werden bis zu 45 km/h elektrisch unterstützt

und diese sind Kleinkrafträder mit dem Kürzel L1e, was ei-

nem Mofa oder Moped entspricht. Hier liegt die maximale

Nenn-Dauerleistung bei 500 Watt und es ist eine Betriebserlaubnis

oder Einzelzulassung vom KBA erforderlich. Mofakennzeichen

und die jährliche Versicherung in Höhe von

60-70 Euro sind vorgeschrieben. Im Gegensatz zu Pedelecs

dürfen S-Pedelecs innerorts keine Radwege benutzen und

es besteht inzwischen die Pflicht einen »angemessenen«

Helm zu tragen.

Die letzte Gattung ist das »echte« eBike, wobei zwischen

eBike 20 und eBike 45 unterschieden wird. Das eBike 20

ist verkehrsrechtlich gesehen ein Leichtmofa, welches auch

ohne Treten, also mittels »Stromdrehgriff« bis 20 km/h rein

elektrisch fährt, aber in Deutschland helmfrei zu fahren ist.

Das eBike 45 gilt als Kleinkraftrad und erfordert ein Mindestalter

von 15 Jahren, eine Mofa-Prüfbescheinigung, ein

Versicherungskennzeichen und eine Betriebserlaubnis. Ein

eBike 45 darf nur mit einem »angemessenen« Helm gefahrenen

werden. Der Begriff E-Bike wird häufig als Oberbegriff

für alle Arten benutzt. Elektrorad, Hybrid- Rad, Elektro-Velo,

eRad sind weitere Bezeichnungen für oben Beschriebene.

Der deutsche Verkehrsgerichtstag hat letztes Jahr die neuen

Begrifflichkeiten Pedelec 25 und Pedelec 45 eingeführt, die

sich bislang aber nicht durchgesetzt haben.

Mit Preisen ab 1.700 Euro und ohne nennenswerte Unterhaltskosten

haben Pedelecs gute Karten als Lifestyle-Pro-

dukte einen erheblichen Teil der heute üblichen Autofahrten

zu ersetzen. Ein Blick auf die Modellpalette führender Hersteller

zeigt, dass im Gegensatz zu den Anfangstagen deutlich

jüngeres Publikum angesprochen wird.

Pedelecs und eBikes schaffen neue Mobilität, nachhaltig

und CO2-frei, wenn sie mit Erneuerbaren Energien betrieben

werden. Ersetzen sie Autofahrten, reduzieren sie dazu den

Verbrauch an knappen fossilen Ressourcen. Pedelecs sparen

natürlich auch Kosten: 100 km verbrauchen weniger als

eine Kilowattstunde Strom, soviel wie 3 Minuten warm duschen.

Durch regelmässige Bewegung auf dem Pedelec gibt

es Gratis-Ausdauertraining noch dazu und der gesundheitlich

positive Aspekt punktet zusätzlich. Last-but-not-least:

eBike fahren macht wirklich Spaß.

* Der Begriff wurde 1999 erstmalig von Susanne Brüsch in

Ihrer Diplomarbeit geprägt.

*** Eine Ausnahme gibt es: Hat das Pedelec eine Anfahr- oder

Schiebehilfe muss der Fahrer mindestens 15 Jahre alt sein

und eine Mofa-Prüfbescheinigung besitzen. Für nach dem

13.03.1965 Geborene, reicht auch der Pkw- oder Motorrad-

Führerschein.

Frank Rosmann // rosmann@mac.com

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ErstE flottEn - ExtraEnErGy ErstE flottEn - urBan E

Fahrradindustrie im Wandel

Hannes Neupert, erster Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins ExtraEnergy e.V.

im Gespräch mit Frank Rosmann

Was macht ExtraEnergy?

Zu unseren Dienstleistungen zählen in erster Linie Produkttests,

Präsentationen auf internationalen Fach- und Publikumsmessen,

sowie Ausstellungen, Journalismus und die

ExtraEnergy.org Webseite als Informationsplattform. Besonders

bekannt ist der ExtraEnergy TEST IT Parcours, eine mobile

Testfahrstrecke mit Steigungsstrecke.

Welches Marktpotential sehen Sie für Pedelecs?

In den vergangenen 20 Jahren hat sich das Pedelec von einem

Nischenprodukt zu einem Massen-Produkt entwickelt.

Knapp 1 Million Pedelecs sind 2011 in Europa verkauft worden;

2030 werden es nach unserer Einschätzung 8 bis 10 Millionen

jährlich sein und 250 Millionen weltweit im Jahre 2050.

Sie sind sicher eine der wenigen Fachleute, die Pedelecs aller

Hersteller bestens kennen. Gibt es Dinge, die aus ihrer

Sicht zwingend verbessert werden müssen?

Ja, die Standardisierung speziell der Ladestecker und Kommunikationsprotokolle.

Es gibt zur Zeit eine unglaubliche

Vielfalt an verschiedenen Systemen, die der flächendeckenden

Installation einfacher und kompatibler Infrastrukturen

im Wege stehen. Ich denke hier an Lademöglichkeiten ohne

das eigene Netzteil transportieren zu müssen oder an Akku-

Austausch-Systeme, wie sie schon häufig in touristischen

Regionen vorzufinden sind. Dann die weitere Verbesserung

der Batterie-Sicherheit, wie wir dies mit dem Industrie-Standard

BATSO propagieren. 2011 haben sich rund 30 schwere

Brände im Zusammenhang mit Pedelec-Akkus ereignet. Wir

empfehlen beim Kauf darauf zu achten, dass die Batterie des

Pedelecs BATSO Zertifiziert ist. Des Weiteren die Fragen der

CE-Konformität und des Recyclings von Pedelecs bzw. ihrer

elektrischen Komponenten.

Welche Schlüsselfaktoren sehen Sie als entscheidend an

für den weiteren Siegeszug des Pedelecs?

1. Die Produkte müssen sicher, verlässlich und für viele Jahre

haltbar sein. 2. Pedelecs müssen einfach zu benutzen sein

und eine verlässliche Ausstattung aufweisen. 3. Pay-Per-

Use Finanzierungsmodelle - also die Zahlung in Relation zur

Nutzung - können entscheidend dazu beitragen, dass das

Pedelec für alle Menschen verfügbar wird. 4. Die Produkte

müssen so sein, dass Ihre Besitzer stolz auf sie sind und natürlich

Spaß beim Fahren bringen. 5. Fahrradhändler sollten

noch sicherer sein, dass Pedelecs das richtige Fahrzeug für

Ihre Kunden sind.

Wie wird sich die Fahrradindustrie in den nächsten Jahren

entwickeln?

Pedelecs haben die gesamte Fahrradindustrie verändert

und sie werden es auch weiterhin tun. Wahrscheinlich werden

bald alle Fahrradhersteller zu Pedelec-Herstellern konvertiert

sein. Für pure mechanische Fahrräder sehe ich auf

lange Sicht nur noch Nischenmärkte. Dazu drängen immer

mehr Automobil-Zulieferer, wie Bosch, Brose und Marquardt

mit neuen Antriebssystem in diesen interessanten Markt. Ich

bin sicher, wir werden noch viele spannende Innovationen

erleben.

Hannes Neupert

ExtraEnergy e.V. // www.extraenergy.org

Stefan Gruhner, Landesvorsitzender Junge Union Thüringen, Ministerpräsidentin

des Freistaates Thüringen Christine Lieberknecht und Hannes

Neupert, ExtraEnergy

Bildquelle: Thüringer Staatskanzlei

Elektro-lastenräder

für den lieferverkehr

Das BEM-Mitgliedsunternehmen Urban-e präsentierte jetzt

gemeinsam mit seinem Kunden E.ON im Garten des Schloss

Bellevue das erste in Serie gefertigte Lasten-Elektrofahrrad

iBullitt. Anlässlich der Woche der Umwelt waren rund 200

weitere Aussteller eingeladen. Bundespräsident Gauck zeigte

grosses Interesse für das innovative Elektro-Lastenrad und

war sichtlich angetan von der Version mit Solarmodulen. Das

vielseitig einsetzbare iBullitt stellt eine günstige Alternative

zum Auto dar und kann viele Autofahrten ersetzen. Seine Zuverlässigkeit

und Alltagstauglichkeit hat das iBullitt bereits

im Einsatz des Berliner Kurierdienstes Messenger bewiesen.

Dort wurden bereits 25.000 Kilometer im ganzjährigen Betrieb

zurückgelegt.

»Das iBullitt ist das erste in Serie gefertigte Elektro-Lastenrad.

Es gibt ganz wenige Elektro-Lastenräder, die meisten

sind Dreiräder. Das iBullitt ist ein einspuriges Fahrzeug - das

macht es zu einem schnellen und dynamischen Lieferfahrzeug.

Als Autoersatz zu unschlagbar günstigen Betriebskosten«,

erklärt Christoph Hahne, Geschäftsführer bei Urban-e,

und ergänzt: »Prädestiniert sind gewerbliche Nutzer wie der

professionelle Lieferverkehr in der Stadt, wo niedrige Kosten

und eine hohe Lieferfrequenz zählen. Kurier-, Express-

und Paketdienste wie Messenger, aber auch Handwerker,

Bäcker, Biofood- oder Weinhändler, sowie Unternehmen mit

großen Werksgeländen. Wir sehen das iBullitt strategisch

gut aufgestellt für Zeiten, in denen Verbrennungsfahrzeuge

in Innenstädten oder verkehrsberuhigten Zonen zunehmend

verbannt werden.«

Mit dem iBullit, für das als normales Pedelec weder Führerschein

noch Versicherung notwendig sind, können bis zu

100 Kilogramm transportiert werden. Daneben bietet sich

das Fahrzeug auch als ideales Werbemedium für Unternehmen

an: »Das iBullitt wird von Energie-Unternehmen gerne

als Mittel der Firmenkommunikation genutzt. Es ist sehr auffällig

und werbewirksam - ein echter Hingucker. Ausserdem

demonstriert der Kunde hier ohne viele Worte seine Einstellung

zu Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein.«

Urban-e entwickelt seit 2009 das innovative Elektro-Lastenfahrrad

und vertreibt eBikes, Pedelecs und eScooter für

gewerbliche Kunden. »Unsere Produkte kombinieren Innovation,

Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein, Werbung und

Kostenersparnis. Mit diesem Fokus wollen wir unsere Kunden

bei der Umstellung in eine neue elektromobile Zukunft

begleiten«, so Hahne.

Christoph Hahne

Urban-e MSC GmbH

www.urban-e.com

76 Neue Mobilität AuSgABe 08 Juli 2012 AuSgABe 08 Juli 2012

Neue Mobilität 77


ErstE flottEn - zEro MotorCyClEs

Zero Motorcycles sieht der Entwicklung des Elektrozweirad-Marktes optimistisch entgegen

Elektrozweiräder sind

auf dem Vormarsch

Ein Kommentar von Edwin Belonje, Managing Director bei Zero Motorcycles Europe

Während der Absatz von eBikes und Pedelecs schon seit längerem

stetig nach oben geht, zieht jetzt auch die Nachfrage

nach eMotorrädern und eScootern spürbar an. Gründe dafür

gibt es viele. Zum einen haben die Endverbraucher die vielfältigen

Einsatzmöglichkeiten der eMobilität auf zwei Rädern

erkannt. Zum anderen gibt es schlicht und einfach verschiedene

Hersteller, die die unterschiedlichsten Modelle auch

tatsächlich zum Kauf anbieten. Außerdem können gerade Unternehmen

im Bereich Elektrozweirad eine bemerkenswerte

technische Weiterentwicklung verzeichnen. Lebensdauer des

Akkus, Reichweiten und Geschwindigkeiten konnten deutlich

erweitert werden. All diese Aspekte haben in den letzten

Jahren dafür gesorgt, dass die Akzeptanz in entscheidendem

Maße gestiegen ist.

Auch wir bei Zero Motorcycles merken das. Vor allem unsere

Straßenmodelle kommen bei den Kunden gut an. Sie eignen

sich optimal für Pendler, die sich schnell im Stadtverkehr bewegen

wollen und dabei Wert auf geringe Kosten pro gefahrenen

Kilometer legen. Aber auch Motorradfahrer, die vielleicht

ein paar Jahre nicht auf dem Bike gesessen haben und jetzt

mit sauberer Technologie die Landschaft genießen wollen,

zeigen ein starkes Interesse an Elektromotorrädern.

Motorrad fahren ohne dabei die Umwelt zu belasten oder

die Mitmenschen mit lauten Motoren zu stören - das ist ein

wichtiger Punkt, der Elektromobilität auf zwei Rädern so attraktiv

macht. Gleichzeitig überzeugen Reichweiten von mehr

als 180 km und Top-Geschwindigkeiten von über 140 km/h,

mit welchen auch Autobahnfahrten problemlos zu meistern

sind. Dies ist etwa bei unseren Modellen Zero S und Zero DS

der Fall. In Zeiten hoher Benzinpreise ist zudem der günstige

Unterhalt von elektrischen Zweirädern für viele Käufer ein

ausschlaggebendes Argument.

Insgesamt sehen wir der Entwicklung des Elektrozweirad-

Marktes optimistisch entgegen. Natürlich besteht im Bereich

Elektromobilität noch immer ein hoher Handlungsbedarf. Die

Infrastruktur muss flächendeckend ausgebaut werden und

auch von Seiten der Politik wünschen wir uns mehr Engagement.

Mit den funktionalen und hoch qualitativen Produkten,

die auf dem Markt sind, haben wir allerdings die besten Voraussetzungen

geschaffen, um langfristig erfolgreich zu sein.

Denn Elektrozweiräder sind heute definitiv konkurrenzfähig

zu konventionellen Produkten.

Edwin belonje // Zero Motorcycles Europe

Ein nachhaltiger Ansatz für

Elektrofahrzeuge

Interview mit Sven Schulz, Geschäftsführer der Akasol Engineering GmbH

Gemeinsam mit Continental arbeiten Sie an einer neuen Generation

lithium-ionen-batterie. braucht Elektromobilität

solche branchenübergreifenden Kooperationen?

Mit Continental haben wir zur Zeit eine strategische Kunden-/Lieferantenkooperation,

sowie eine Entwicklungspartnerschaft

vereinbart. Continental ist einer der weltweit größten

Automobilzulieferer für Sicherheits-, Powertrain- und

Interieursysteme, sowie Chassis und natürlich Reifen. Wir

arbeiten mit der Division Powertrain zusammen, die bereits

heute auf einen großen Produkt- und Erfahrungsschatz bei

elektrischen Antrieben zurückgreifen kann. Akasol Engineering

kann dieses Portfolio mit seinen Produkten sowie der

Erfahrung und Kompetenz im Bereich Elektromobilität und

leistungsstarker Lithium-Ionen-Batteriesysteme sehr gut

ergänzen. Wir können in unseren Kundenprojekten mit den

Entwicklern und Ingenieuren von Continental kooperieren,

um Kundenwünsche in Bezug auf unsere Batteriesysteme

schnell und professionell umzusetzen, wovon beide Unternehmen

profitieren.

Wodurch zeichnet sich die neue batterie-Generation aus?

Bei der neuen Batterie-Generation sprechen wir von hochintegrierten

Li-Ionen-Batteriemodulen. Die eingesetzten Li-

Ionen-Pouchzellen bestechen durch einen sehr kompakten

Bauraum und werden durch ein stabiles Aluminiumgehäuse

mit einer hocheffizienten Wasserkühlung gekühlt (oder

im Winter gewärmt), sowie vor äußeren Beschädigung geschützt.

Jede Zelle wird durch ein Batteriemanagementsystem

kontinuierlich in Bezug auf Spannung, Temperatur,

Innenwiderstand und Ladezustand überwacht, so dass die

Batterie im Falle eines Fehlers sofort in einen sicheren Zustand

versetzt werden kann.

Darüber hinaus haben wir sehr viel Wert auf die Skalierbarkeit

des Systems gelegt. Weil sich bisher noch kein Standard

bezgl. Batteriechemie und Batteriezellformate etabliert hat,

haben wir die neue Batterie-Generation so entwickelt, dass

sich unterschiedliche Zellarten in das Modul und System

integrieren lassen ohne die Funktionalität zu beeinflussen.

Somit sind wir auch in der Lage Kunden zu bedienen, die

eCarTec - akasol

sich für einen bestimmten Zelllieferanten entschieden haben,

jedoch noch kein passendes System dazu entwickeln

konnten.

Sie entwickeln und produzieren Systeme für stationäre und

mobile Energiespeicher. Wie schätzen Sie die Rolle von

Elektrofahrzeugen im Smart Grid ein?

In ferner Zukunft wird das Elektrofahrzeug seine Rolle im

Smart Grid haben. Aber wir denken da eher in Jahrzehnten

als in Jahren. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen

fehlt noch die technische Infrastruktur und zum anderen

werden in den Diskussionen oftmals banale Bedürfnisse

ausgeblendet, wie z.B. die uneingeschränkte Mobilität zu jeder

Tages- und Nachtzeit oder das Sorgfaltsprinzip der Autofahrer

in Bezug auf ihr Fahrzeug. Wir können uns nur schwer

vorstellen, dass es die Mehrheit der Elektroautofahrer ohne

weiteres akzeptieren würde, wenn das Smart Grid bei Bedarf

auf die Fahrzeugbatterie zugreift und sie als Quelle oder

Senke nutzt und damit die Mobilität des Fahrzeughalters

stark einschränken kann - selbst wenn es nur nachts sein

sollte. Hinzu kommt, dass auch die Lebensdauer der Batterie

aufgrund der begrenzten Zyklenzahlen beeinträchtigt

werden würde - spätestens davor würde wahrscheinlich ein

Großteil der Halter zurückschrecken.

Wir bieten mit dem AReBAM daher eine stationäre Speicherlösung

an, die sogar emissionsfreie Mobilität möglich

macht. Die Sonnenenergie, die tagsüber, wenn das Fahrzeug

in der Regel nicht zu Hause steht, produziert wird, kann im

AReBAM gespeichert werden. Abends, wenn der Fahrzeughalter

von der Arbeit nach Hause kommt, kann er diese Energie

dann in sein Elektrofahrzeug speichern. Das wäre der

nachhaltigste Ansatz für die Elektromobilität in Form eines

dezentralen Mikro Smart Grids.

Sven Schulz

Geschäftsführer Schulz Group GmbH & Akasol Engineering

GmbH

sven.schulz@akasol-engineering.com

78 Neue Mobilität AuSgABe 08 Juli 2012 AuSgABe 05 OkTOBer 2011

Neue Mobilität 79


ErstE flottEn - DORNIER CONSULTING

E-2-Rad Stationen an

bahnhaltepunkten

Elektromobilität für Pendler als wichtiges Glied in der Mobilitätskette

Die Region Stuttgart sucht nach neuen Lösungen, um dem

stetigen Zuwachs an Pendlern gerecht zu werden. Mittlerweile

gibt es mehr als 750.000 Pendler in der gesamten Region.

Dornier Consulting entwickelt vor diesem Hintergrund

zusammen mit der nachhaltigen mobilen Region Stuttgart

(NAMOREG) das Projekt »E-2-Rad Stationen an Bahnhaltepunkten«.

Ziel ist es, ein nachhaltiges Angebot für die letzten

Kilometer zu generieren, damit mehr Pendler ihren Weg

zur Arbeit ohne Auto zurücklegen.

Das Konzept basiert auf einem weltweiten Megatrend: Der

Renaissance des Zweirads. Mittlerweile gibt es in nahezu jeder

größeren Stadt öffentliche Fahrradleihsysteme. Nachdem

diese anfangs nur im Sommer genutzt wurden, erstrecken

sich die Nutzungszeiträume mittlerweile häufig über das

ganze Jahr hinweg. Ein Grund für den Zweiradboom liegt auch

an der immer größeren Beliebtheit von Elektrofahrrädern.

E-2-Mobilität als Produkt für die letzte Meile

Die Projekt-Idee ist folgende: Pendler nehmen am Abend

vom Bahnhaltepunkt ein Miet-Pedelec mit nach Hause, dass

sie erst am nächsten Morgen in die Station zurückbringen

müssen. Dadurch soll der Einsatz des Pkw vermieden wer-

den. Vor Ort müssen damit an den verschiedenen Bahnhaltepunkten

weniger, oftmals knapp bemessene, Parkplätze

für Pkw bereitgehalten werden. Tagsüber stehen die Miet-

Pedelecs dann anderen Nutzern zur Verfügung. Damit wird

erstmals auf das spezifische Nutzerverhalten von Pendlern

auf der letzten Meile mit einem entsprechenden E-2-Rad-

Angebot reagiert.

In der Region Stuttgart werden an Bahnhaltepunkten mit

hohem Pendler-Aufkommen - grundsätzlich außerhalb des

Stadtgebiets - energieautarke Stationen aufgestellt. Begonnen

wird mit der Installation von drei Stationen: Auftakt bildet

die Stadt Bietigheim-Bissingen. Im nächsten Jahr sind 15

Stationen geplant und im Jahr 2015 sollen es bereits 50 sein.

An jeder Station können zunächst 10 Pedelecs ausgeliehen

und 20 private Pedelecs geschützt eingestellt werden. Eigentümer

der Stationen werden die jeweiligen Kommunen

bzw. Gemeinden sein. Durch den Verkehrs- und Tarifverbund

Stuttgart (VVS) wird gewährleistet, dass in der gesamten

Region ein einheitliches Design, Leitsystem und Tarifsystem

zur Anwendung kommt. Der innovative Entwurf erfolgte

durch das junge Stuttgarter Architektenbüro Rosebrock &

Palatsidis.

»Trotzdem kann vor Ort in der jeweiligen Kommune auf individuelle

und kommunale Besonderheiten eingegangen

werden«, so Rainer Gessler, Leiter der Geschäftsstelle NA-

MOREG. Der Zugang erfolgt über eine smarte VVS-Mobilitätskarte.

Die Pedelecs können rund um die Uhr ausgeliehen

werden. Man kann sie telefonisch oder direkt in der Station

reservieren bzw. ausleihen. Bei Problemen ist ein externer

Dienstleister 24 Stunden erreichbar.

Die Energie, mit der die Pedelcs geladen werden, wird auf

der Station per Photovoltaik-Anlage produziert. Gleichzeitig

wird die Energie in einem stationären Lithium-Ionen-

Akku gespeichert. Je nachdem, ob gerade Strom gebraucht

wird oder es günstiger ist, ihn ins Stromnetz zu speisen,

wird entschieden wo der Strom hinfließen soll. Damit kann

schon heute die weitgehende Unabhängigkeit gegenüber

dem Stromhersteller erreicht werden, oder dieser sogar mit

Strom beliefert werden. »Geht man hier noch einen Schritt

weiter und verknüpft am Ende des Tages alle 50 Stationen

virtuell miteinander, dann können diese Stationen sogar ein

kleines bisschen dazu beitragen, als berechenbare Größe im

Rahmen der Energiewende für Netzstabilität zumindest auf

lokaler Ebene zu sorgen«, so Programmleiter Mark Walcher

Berlin elektrisiert

Berliner Agentur für Elektromobilität

www.emo-berlin.de

von Dornier Consulting. Damit erfüllt das Konzept in hohem

Maße die Ansprüche an die im Rahmen der Schaufenster

geförderten Projekte: Die Verbindung von Mobilität, Energie

und Fahrzeugen.

Dr. Mark Steffen Walcher

Dornier-Consulting Gmbh

www.dornier-consulting.com

ErstE flottEn - DORNIER CONSULTING

Das Internationale

SCHAUFENSTER

ELEKTROMOBILITÄT

BERLIN-BRANDENBURG

auf der automechanika:

STAND 10.0 C02

80 Neue Mobilität AuSgABe 08 Juli 2012

Neue Mobilität 81


eCarTec - roBErt MEtzGEr eCarTec - roBErt MEtzGEr

Join the eMobility

Revolution!

eCarTec 2011 - 3. Internationale Leitmesse für Elektromobilität

Elektromobilität in seiner gesamten Bandbreite auf der eCarTec 2011

Die eCarTec findet vom 18. bis 20. Oktober 2011 auf dem Gelände

der Neuen Messe München statt und zeigt Elektrofahrzeuge,

Speichertechnologien, Antriebs- und Motorentechnik

und beschäftigt sich zusätzlich mit den Themen Energie, Infrastruktur

und Finanzierung. Ein Testgelände, auf dem Endverbraucher

die neuesten Elektrofahrzeuge testen und sich

mit der Technologie vertraut machen können, ist ebenfalls

integriert. Angesprochen werden sollen Entwickler, Konstrukteure,

Designer, Manager, Händler, Fuhrpark-Verantwortliche,

private Fahrzeugkäufer sowie Entscheider aus Politik

und öffentlicher Hand. Ein Fachkongress zum Thema Elektromobilität

rundet die Veranstaltung ab. Parallel zur eCarTec

findet zudem die Leitmesse für Materialanwendungen, die

MATERIALICA - 14. Internationale Fachmesse für Werkstoffanwendungen,

Oberflächen und Product Engineering - sowie

die sMove360° - 1. Internationale Fachmesse für Smart Car

Communications - statt.

Herr Metzger, warum veranstalten Sie mit der sMove360°

eine weitere Messe parallel zur eCartec und MAtERiAliCA?

Die Kombination dieser drei Messen ist einzigartig in der

deutschen Messelandschaft und generiert interessante wie

nutzbringende Synergien für alle beteiligten Aussteller und

Besucher.

Der Wandel vom Benzin- hin zum Elektroauto schafft viele

neue Anwendungsbereiche. Schwerpunkte der sMove360°

sind Positioning/Standards, Car Communications, M2M-

Communications, Drive Monitoring Systems, In-Vehicle Infotainment,

Satellites und Hardware sowie Services. Gerade

Elektroautos sind auf Echtzeitinformationen angewiesen, wie

etwa über den Verkehr oder über die nächste freie Ladestation.

Cloud Computing spielt dabei eine genauso große Rolle

wie ausgefeilte Telematiklösungen und integrierte Car-IT.

Was bedeutet »Vernetztes Fahrzeug« für Sie?

Es gibt allein in Europa ca. 300 Millionen Autos und 50 Millionen

LKW. Das sind 350 Millionen Fahrzeuge. Stellen Sie

sich nun vor, diese Fahrzeuge würden alle untereinander

kommunizieren. Ich denke da vor allem an das Thema Sicher-

heit. Viele Unfälle können in Zukunft dadurch vermieden

werden. Ein anderer wichtiger Aspekt ist die Bedienung von

Kommunikationsmedien während der Fahrt. Wie viele Auto-

fahrer sehen wir täglich neben oder hinter uns, die, statt auf

die Straße zu schauen, auf dem Handy herumtippen oder

in die Bedienung ihres Navisystems vertieft sind? Studien

zeigen, dass das Unfallrisiko um das 23-fache steigt, wenn

man während der Fahrt eine SMS schreibt. Die permanente

Verbindung zur Außenwelt ist aber besonders für viele junge

Fahrer wichtiger als PS-Stärke, Alufelgen oder Ledersitze.

Die Autohersteller werden sich also in Zukunft mehr über

Funktionalität differenzieren und sich der Herausforderung

stellen müssen, das Internet ins Auto zu bringen.

»Deutschland ist heute weltweit Marktführer bei konventionellen

Motoren. Wir dürfen uns natürlich bei alternativen

Antrieben nicht abhängen lassen.«

Sie haben das Konzept der MAtERiAliCA in diesem Jahr

etwas geändert. Was ist neu?

Die MATERIALICA ist die etablierte Internationale Fachmesse

für Werkstoffabwendungen, Oberflächen und Product

Engineering. Sie erfährt in dieser Konstellation erstmals in

ihrer Geschichte eine klare Fokussierung auf die zukunftsweisenden

Wachstumsbranchen der Gegenwart:

Mobilität und Energie. Daher auch der MATERIALICA-Messetitel

»Lightweight Design for new Mobility«. Autos müssen

in Zukunft noch leichter werden, um energieeffizienter über

unsere Straßen zu rollen.

Wie wichtig ist das thema Elektromobilität für die Automobilbranche?

Es ist das zentrale Zukunftsthema der Branche. In der

Welt des 21. Jahrhunderts gilt der Grundsatz: Es siegen

nicht die Großen gegen die Kleinen, sondern die Schnellen

gegen die Langsamen. Wer in Zukunftstechnologien

schneller ist als der andere, der sichert sich die künftigen

umsatzstarken Märkte.

Worauf kommt es an, um hier erfolgreich zu sein?

Es kommt vor allem auf die Automobilindustrie und deren

Partner aus der Chemie, dem Maschinenbau, der Elektrotechnik

und der Energiewirtschaft an. Alle müssen da an einem

Strang ziehen, ein gemeinsames Ziel vor Augen haben.

Deutschland ist heute weltweit Marktführer bei konventionellen

Motoren, und wir dürfen uns natürlich bei alternativen

Antrieben nicht abhängen lassen.

Das heißt, bei der eCartec steht nicht nur das Auto im Fokus?

Die Technologie steht eindeutig im Vordergrund. Mehr als

80% der Aussteller sind Technologieanbieter: Sei es im

Energieinfrastrukturbereich, sei es bei den Elektromotoren,

den Batterien, dem Engineering oder der elektronischen

Steuerung. Wir wollen aber auch den Endverbraucher für

Elektroautos begeistern. Mit der eCarLiveDrive erweitern wir

unsere Elektrofahrzeug-Teststrecke deutlich. Im letzten Jahr

haben wir schon knapp 3.000 Testfahrten durchgeführt. Das

ist sehr gut angekommen. In diesem Jahr werden wir rund

100 Elektrofahrzeuge vor Ort bereitstellen können.

Robert Metzger

Veranstalter aller drei Messen

www.ecartec.de, www.materialica.de, www.smove360.de

82 Neue Mobilität AuSgABe 05 OkTOBer 2011 AuSgABe 05 OkTOBer 2011

Neue Mobilität 83


ErstE flottEn - E-COLLECTiON ErstE flottEn - E-COLLECTiON

E-MobilitY

Gesamtkonzepte für Elektromobilität

Der Showroom von E-MOBiLiTY in der Hamburger HafenCity

Das Hamburger Unternehmen E-MOBiLiTY ist eines der führenden Innovationscenter

für Elektromobilität in Norddeutschland. Als selbstständige Geschäftseinheit der

o.m.t GmbH in Lübeck wurde E-MOBiLiTY 2010 von Dr. Detlev Repenning gegründet.

Die o.m.t GmbH ist seit über 23 Jahren auf dem Gebiet umweltschonender Oberflächen-

und Materialtechnologie tätig. Ziel der E-MOBiLiTY ist es, konkrete Lösungen

und Konzepte für den Einsatz von Elektromobilen zu entwickeln.

Einen umfassenden Einblick in die Anwendbarkeit strombetriebener

Fortbewegung vermittelt E-MOBiLiTY in seinem

Showroom in der Hamburger HafenCity. Hier präsentiert das

junge Unternehmen ein breites Sortiment an Elektromobilen.

Dank der engen Anbindung an die o.m.t GmbH kann

E-MOBiLiTY Innovationen in der Batterietechnologie schnell

und unbürokratisch integrieren.

Aktuell errichtet die o.m.t GmbH gemeinsam mit der Schletter

GmbH, führender Hersteller von Solar-Montagesystemen,

eine neue Batteriefabrik in Geesthacht, nahe Hamburg. Hier

sollen die Forschung, Entwicklung und Produktion umweltschonender

Akku-Speichertechnologie ab Frühjahr 2012

vorangetrieben werden. Zudem ist die o.m.t GmbH als Gesellschafter

des Aachener StreetScooter-Konsortiums unter

Leitung von Prof. Achim Kampker direkt an der Entwicklung

des StreetScooters beteiligt und liefert das Know-how für

die Batterietechnologie. Mit der E-COLLECTiON als zweite

selbstständige Geschäftseinheit deckt die o.m.t GmbH das

Feld der autarken Energieversorgung ab.

Im Gespräch mit der NEUEN MOBILITÄT berichtet Dr. Detlev

Repenning, Geschäftsführer der o.m.t GmbH und Gründer

von E-MOBiLiTY und E-COLLECTiON, über die Zukunft der

Elektromobilität und seine unternehmerischen Pläne.

ihr eigentliches Schwerpunktgebiet ist die Material- und

oberflächentechnologie. Welche unternehmerischen Ziele

verfolgen Sie mit E-MobilitY und E-CollECtioN?

Mit diesen beiden Geschäftseinheiten öffnen wir uns erstmals

dem Endverbraucher-Markt und greifen die Themen Umwelt,

Energie und Mobilität konsequent in der Nachhaltigkeits-

kette an - von der Erzeugung der Energie aus Sonne, Wind

und Wasser, seiner Speicherung in hocheffizienten Lithiumspeichern

sowie seiner Nutzenkonzepte in umweltschonenden

und energiesparenden Systemen. Hinzu kommt, dass

die o.m.t GmbH über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet

nachhaltiger Materialtechnologie verfügt. Diese Expertise

möchten wir ganz konkret für die Elektromobilität und

Energieversorgung nutzbar machen. Nach mehr als einem

Jahr erfolgreicher Geschäftstätigkeit sehen wir, dass sich die

beiden Unternehmen als Kompetenzcenter bestens im Markt

positionieren konnten und auf eine große Resonanz stoßen.

ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, um deutschen

Autofahrern die Notwendigkeit neuer Mobilitätskonzepte

zu vermitteln?

Gerade bei jungen Leuten sind massive Einstellungsänderungen

zu beobachten. Sie betrachten das Auto nicht mehr

so stark als Statussymbol wie es frühere Generationen getan

haben. Ihre emotionale Bindung an das Automobil ist geringer.

Geprägt durch die Nachhaltigkeitsdebatte der letzten

Jahre stehen sie neuen Formen der Mobilität aufgeschlossen

gegenüber. Sie wissen, dass das Auto in seiner jetzigen

Form als urbanes Fortbewegungsmittel in eine Sackgasse

führt - sowohl was den hart umkämpften innerstädtischen

Verkehrsraum als auch die ökologischen Folgen betrifft.

Wo liegen ihrer Meinung nach aktuell die Schwachpunkte

beim thema Elektromobilität?

Die Diskussion dreht sich viel zu oft um die Batterie und die

Reichweiten. Wenn ein Verbraucher heute in der Zeitung

liest, dass Elektroautos eine Distanz von nur 50 km zurücklegen,

führt das gleich zu einer Glaubwürdigkeitslücke und

schafft wenig Vertrauen für diese neue Technik. Schließlich

ist die heutige uneingeschränkte Mobilität die größte Errungenschaft

unserer Gesellschaft und eine unverzichtbare Notwendigkeit

des modernen Lebens. Wir benötigen einen vielschichtigen

gesellschaftlichen Diskurs, der jegliche Aspekte

und Vorteile neuer Mobilitätskonzepte umfasst und vor allem

Akzeptanz schafft. Dabei spielen Nachhaltigkeit und

Umweltschutz eine prägende Rolle, aber auch der heutige

Nutzen von Elektromobilität. Wir müssen die grüne Debatte

aus dem Abstrakten herausholen und den Menschen klar

machen, dass es sich lohnt, heute schon grün zu sein. Hierin

sehen wir auch eine maßgebliche Aufgabe der E-MOBiLiTY.

Wie beurteilen Sie die Zukunft der Mobilität und wo sehen

Sie die größten Chancen?

Unbestritten müssen die Ballungszentren entlastet werden.

Doch unsere zukünftige Fortbewegung kann und darf nicht

allein auf Elektroautos aufbauen. Die Lösung liegt in der

leichten elektrischen Mobilität. Leichte Mobilität führt zu

mehr Beweglichkeit im städtischen Bereich und entlastet die

gesamte staugefährdete Verkehrssituation.

Welche Ziele verfolgen Sie mit der ECC Repenning GmbH?

Die Batterie ist die entscheidende Komponente von Elektrofahrzeugen.

Deren Weiterentwicklung wird in den nächsten

Jahren maßgeblich über die Zukunft der Elektromobilität und

auch über die Wettbewerbsfähigkeit des Automobil- und Industriestandortes

Deutschland entscheiden. Aktuell gibt es

in Deutschland noch zu wenig Batterietechnologie, die wir

allerdings dringend benötigen, um nicht den internationalen

Anschluss zu verlieren und gegen internationale Konzerne

wie Toshiba, Panasonic, Sanyo oder BYD zu verlieren. Mit

der Gründung des Joint-Venture Unternehmens »ECC Repenning

GmbH« (ECC = Electro Chemical Company) gemeinsam

mit der Schletter GmbH haben wir uns das ehrgeizige Ziele

gesetzt, die Produktion leistungsfähiger und umweltschonender

Akku-Module weiter voranzutreiben. Geesthacht ist

dabei ein idealer Standort aufgrund der Nähe zur Metropolregion

Hamburg und zum bedeutenden Helmholtz-Institut,

mit dem ich gerne zusammenarbeite.

Welche Projekte stehen demnächst bei ihnen an?

Die Zukunft der Elektrotechnologie ist die eine Seite, aber

vor allem geht es uns bei der E-MOBiLiTY um Alltagstauglichkeit.

Wir werden weiter daran arbeiten, die HafenCity als

modernen, nachhaltigen Stadtteil durch Elektromobilität zu

vernetzen. Hierfür werden wir konkrete Lösungsansätze entwickeln.

Dieses Projekt wird dann auch für andere Regionen

und Städte Modellcharakter haben. Und ein mittelfristig anvisiertes

Ziel wird schließlich die erfolgreiche Markteinführung

des StreetScooters sein. Es ist ein Elektroauto mit viel

Potenzial und besten Marktchancen. Er wird die Akzeptanz

der deutschen Bevölkerung für Elektromobilität revolutionieren.

Dr. Detlev Repenning

Geschäftsführer der o.m.t GmbH und Gründer von

E-MOBiLiTY und E-COLLECTiON

www.e-mobility-hafencity.de

Der Sandtorpark in der Hamburger HafenCity: Hier befindet sich der Showroom

der E-MOBiLiTY

84 Neue Mobilität AuSgABe 05 OkTOBer 2011 AuSgABe 05 OkTOBer 2011

Neue Mobilität 85


BEM - BundEstaG

Wir elektromobilisieren den

bundestag..!

Denn wir wollen nicht nur informieren, sondern insbesondere auch animieren.

Dr. Valerie Wilms, Bündnis 90 / Die Grünen, vor der BEM-Geschäftsstelle in Berlin

Frau Dr. Valerie Wilms, Mdb, bündnis 90/Die Grünen

Sprecherin für Maritime Politik und Nachhaltigkeitsbeauftragte

der grünen Bundestagsfraktion, Mitglied im Ausschuss

für Tourismus sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss

für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung war am 20. April als

erster Gast der Veranstaltungsreihe »Wir elektromobilisieren

den Bundestag« zum politischen Hintergrundgespräch

beim Bundesverband eMobilität.

Obwohl Frau Dr. Wilms bereits in der Vergangenheit erste

Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen sammeln konnte, war

es ihre erste Fahrt auf einem Pedelec. »Das macht richtig

Spaß«, erklärte sie direkt nach der Fahrt. »Begeisterung und

Erfahrbarkeit. Daran muss angesetzt werden, um Elektromobilität

vorwärts zu bringen. Vor allem im Kommunalbereich

bieten eBike-Verleihstationen und innovative Konzepte

im Tourismusbereich ideale Möglichkeiten, um den Bekanntheitsgrad

von Elektromobilität innerhalb der Gesellschaft zu

erhöhen.«

»Die grüne Bundestagsfraktion unterstützt Elektromobilität.

Aber nur dann, wenn es nicht nur um den Austausch

eines konventionellen Motors gegen einen Elektromotor

geht. Wir sehen Elektromobilität als Teil eines umfassenden,

neuen Mobilitätskonzepts«, erklärte sie im Gespräch mit

Marketing-Vorstand Christian Heep. »Die Bindung zum Automobil

wird sukzessive geringer innerhalb der Gesellschaft.

Damit bietet sich uns aktuell eine realistische Chance das

gesamte Mobilitätsverhalten zu verändern«, so Wilms weiter.

»Elektromobilität macht für uns nur auf Basis Erneuerbarer

Energien Sinn. Das bedeutet im Klartext: Null CO2 und null

Atomstrom«, machte die Bundestagsabgeordnete deutlich

und erklärte weiter, dass die Grünen bei der aktuellen Diskussion

zur Zukunft der Mobilität prinzipiell technologieoffen

seien. So werden laut Position der Bundestagsfraktion

im Antrag »Mit grüner Elektromobilität ins postfossile Zeitalter«

alle umweltschonenden Fahrzeuge unterstützt, die

unter 60g/km CO2 bleiben.

»Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger jetzt mitnehmen

und animieren. Hier spielen aktuell insbesondere Kommunen

und kommunalnahe Unternehmen eine wichtige Rolle.

Gerade deren Fuhrparks eignen sich ideal für den Einsatz von

Elektrofahrzeugen. Wir brauchen dringend Kommunal-Fahrzeug-Konzepte,

die sich in Anschaffung und Unterhalt für die

Fuhrparkmanager rechnen«, erklärte sie abschließend.

Herr Dr. lutz Knopek, Mdb, FDP

Mitglied im Sport- und Umweltausschuss sowie stellvertretendes

Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und im Aus-

schuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

war am 23. Mai 2011 gemeinsam mit der Leiterin der

Berliner Konzernrepräsentanz der TÜV NORD AG Tuesday

Porter zur Veranstaltungsreihe »Wir elektromobilisieren den

Bundestag« beim Bundesverband eMobilität.

Neben dem politischen Hintergrundgespräch mit Marketing-

Vorstand Christian Heep nutzte Dr. Knopek die Gelegenheit,

das erste Mal selbst mit einem Elektroauto zu fahren. Neben

dem Stadtauto Mitsubishi iMiEV der TÜV NORD AG hatte er

außerdem die Möglichkeit den Sportwagen Tesla Roadster

des BEM-Mitgliedsunternehmens juwi Probe zu fahren. »Insbesondere

das Anfahrtsmoment hat mich überrascht. Ansonsten

verhalten sich die Stromer wie herkömmliche Fahr-

zeuge. Ich bin begeistert«, so Dr. Knopek unmittelbar nach

der Fahrt.

»Im privaten Bereich sehe ich ein großes Potenzial für Zweitwagen

- dafür eignen sich sowohl der kleine Citystromer als

auch der Elektrosportwagen. Aber auch die Kommunen und

Städte sind gefragt. Um die Sichtbarkeit von Elektromobilität

im Alltag zu erhöhen, sollten mehr und mehr Elektrofahrzeuge

im CarSharing und in Taxiflotten zum Einsatz kommen.

BEM - BundEstaG

Energiefragen stehen momentan im Fokus der politischen Aufmerksamkeit und verbinden sich immer stärker mit der Möglichkeit

eines Systemwechsels hin zu einer emissionsfreien und Ressourcen schonenden Neuen Mobilität auf Basis Erneuerbarer

Energien. Der Bundesverband eMobilität e.V. will dabei nicht nur informieren, sondern insbesondere auch animieren.

Deshalb hat der BEM alle Mitglieder des deutschen Bundestags eingeladen, sich jetzt aktiv mit dem Thema Elektromobilität

auseinander zu setzen und eine vielleicht erste elektromobile Erlebnisfahrt mit einem eBike, eScooter oder Elektroauto zu

machen.

BEM-Vorstand Christian Heep, MdP Dr. Lutz Knopek, FDP und Benjamin Franke ©2011 BEM / Photos by www.sebastian-knoth.com

Der Fahrdienst des Bundestags könnte hier mit gutem Beispiel

vorangehen, da die Fahrten sich ausschließlich auf den

innerstädtischen Verkehr in Berlin beschränken«, schlägt Dr.

Knopek vor.

Der Bundestagsabgeordnete ist sich sicher: »Elektromobilität

wird sich nur dann erfolgreich innerhalb der Gesellschaft

durchsetzen, wenn sie Spaß macht.« Dazu gehöre neben

Fahrgefühl und Komfort auch der einfache Zugang zu Lademöglichkeiten.

»Das ist bereits jetzt ohne weiteres vor der

BEM-Geschäftsstelle möglich«, erklärte Christian Heep seinen

Gästen anhand der soeben installierten EnergieParken-

Ladesäule, die sowohl als normaler Parkscheinautomat als

auch als Ladesäule fungiert.

Tuesday Porter von TÜV NORD machte deutlich, dass Elektro-

mobilität bereits jetzt alltagstauglich ist: »Wenn ich mit unserem

i-MiEV unterwegs bin, weiß ich, dass mich beispielsweise

die Radfahrer nicht hören können. Entsprechend

umsichtig verhalte ich mich inzwischen am Steuer. Auch

das Laden beziehe ich inzwischen automatisch in meine Reiseplanung

mit ein. Kein Problem. Es ist besonders wichtig,

dass jetzt möglichst viele Menschen in ihrem Alltag solche

Erfahrungen machen.«

86 Neue Mobilität AuSgABe 04 Juli 2011 AuSgABe 04 Juli 2011

Neue Mobilität 87


forsChunG & EntWiCklunG - ladEinfrastruktur - voltaris

Überall Tankstrom laden

VOLTARIS realisiert mit Partnern ein Infrastrukturprojekt zum On-Board Metering

Einfach überall Tankstrom laden: Das innovative Infrastrukturkonzept basiert auf mobiler Mess- und Kommunikationstechnik.

Der Elektromobilität gehört die Zukunft. Damit Nutzer von

Elektrofahrzeugen uneingeschränkt mobil sein können,

muss eine bezahlbare Infrastruktur verfügbar sein, die es

ermöglicht, die Fahrzeuge überall zu laden. Der Experte für

Zähler- und Energiedatendienstleistungen VOLTARIS, der

Leitstellenspezialist ITF-EDV Fröschl und der Tankstrom-

Dienstleister ubitricity realisieren hierzu in Zusammenarbeit

mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt ein

neues Infrastrukturkonzept. In dem von ubitricity initiierten

Verbundvorhaben implementieren die Projektpartner eine

innovative Gesamtlösung für die Bereitstellung sowie das

Messen und Abrechnen von elektrischer Energie für Elektrofahrzeuge.

Dabei wird die Infrastruktur von vorne herein so flexibel

ausgelegt, dass zukünftige Anforderungen der Energieversorgung,

z.B. eine mögliche Nutzung der Elektrofahrzeuge

als Energiespeicher zur Stabilisierung des Stromnetzes, berücksichtigt

werden. Für den Verbraucher wird damit Tankstrom

überall verfügbar. Zentrales Element der neuen Infrastruktur

ist das mobile Messen, vorzugsweise im Auto. Das

Konzept strebt damit einen Paradigmenwechsel an: Wesentliche

Komponenten der Infrastruktur (vor allem der geeichte

Stromzähler und die Kommunikationseinheit) werden nicht

stationär in Ladesäulen, sondern mobil im Elektrofahrzeug

angeordnet (On-Board Metering). Die Messdaten werden

per Mobilfunk erfasst. Wesentlicher Vorteil dieses Konzeptes

sind die geringeren Kosten für die Ladeinfrastruktur, da

die erforderlichen Komponenten der Mess- und Kommunikationstechnik

zur Erfassung und Weitergabe des bezogenen

Tankstroms nur einmal im Auto und nicht an jeder möglichen

Ladestelle im Stromnetz benötigt werden.

Im Gegensatz zu den bisher verbreiteten Konzepten mit stationärer

Erfassung des Tankstrombezugs, bei denen an jeder

Anschlussstelle ein separater Zähler benötigt wird, bringt der

Teilnehmer beim On-Board Metering seinen Zähler zu allen

möglichen Anschlussstellen mit: zur Arbeit, zum Einkaufszentrum,

zum Park & Ride Parkplatz oder auch nach Hause.

Die geringen Kosten für die neue Infrastruktur ermöglichen

einen schnellen und wirtschaftlichen Ausbau von Anschlussstellen

zum Laden von Elektrofahrzeugen. Damit wird eine

zeitnahe Umsetzung der Infrastruktur für Elektromobilität

möglich.

VoltARiS GmbH

Dr.-ing. Andreas berg

Referent Sonderprojekte

andreas.berg@voltaris.de

www.voltaris.de

Mit Tante Paula

in die Elektromobilität einsteigen

Elektroroller spielen nicht nur im Stadtverkehr

ihre ganze Stärke aus

Mit der Elektromobilität deutet sich eine technologische

Zeitenwende an. Die Automobilindustrie arbeitet mit

Hochdruck am Elektroauto, um auch zukünftig wettbewerbsfähig

sein zu können. Ein sofortiger Einstieg in die

Elektromobilität ist mit den kultigen Tante Paula Elektrorollern

möglich, die es problemlos mit den angesagten

eBikes aufnehmen können. Die umweltschonenden und

handlichen Modelle »Ferdinand II« und »Maximilian II«

sind bis zu 32 km/h schnell, surren leise an jeder Tankstelle

vorbei und haben gerade einmal einen Stromverbrauch

von 50 Cent auf 100 km. Eine Akkuladung reicht

für rund dreißig Kilometer umweltschonenden Fahrspaß.

Nach drei Stunden ist die Batterie wieder voll und für

die nächste Fahrt bereit. Selbst Steigungen schaffen die

leistungsstarken Elektromotoren ohne große Anstrengung.

Hochwertige Komponenten, wie ein komfortables

Federungssystem, ein Dual-Disc-Scheibenbremssystem,

moderne Elipsoid-Scheinwerfer oder geländegängige

Motorrad-Reifen garantieren langlebiges Fahrvergnügen.

In der Stadt ist der kultige Scooter um ein Vielfaches

schneller als herkömmliche Fortbewegungsmittel und

Parkplatzsorgen sind passé. Die ausgeklügelte Bauweise

des Rollers erlaubt ein sekundenschnelles Zusammenklappen,

so dass Tante Paula in fast jedem Kofferraum für

die nächste Spritztour verstaut werden kann.

HENi Helmut Niemeyer GmbH

Walter-Freitag-Straße 9a

42899 Remscheid

Fon 02191 95 58 0

www.tante-paula.eu

88 Neue Mobilität AuSgABe 03 April 2011 AuSgABe 03 April 2011

Neue Mobilität 89


E-world EnErGy & WatEr 2011 - rÜCkBliCk

tim baack, E-Mobility Partners GmbH, bEM-beirat

»Die E-world ist die Leitmesse der Energiewirtschaft in Deutschland. Alle entscheidenden Branchenteilnehmer der Strom-

und Gasindustrie waren vor Ort, eine ideale Möglichkeit zum Austausch und zur Kontaktpflege. Das Thema Neue Mobilität

war dieses Jahr deutlich stärker vertreten, was auch auf den Gemeinschaftsstand des BEM zurückzuführen ist. Ich hoffe,

dass sich die E-world in Zukunft noch deutlich stärker den Bereichen eMobilität und Smart-Grid zuwenden wird. Es sind

die Zukunftsmärkte der Branche und sie werden immer stärker zusammenwachsen.«

bEM-Gemeinschaftsstand

Elektromobilität als Zukunftsmarkt der Energieversorger

Ulrich Prediger, Geschäftsführer leaseRad

»Energieversorger, Stadtwerke und viele weitere Akteure

aus der Energiebranche konnten sich über umweltfreundliche

Mobilitätslösungen informieren. Das große Interesse an

innovativen und ganzheitlichen Mobilitätsdienstleistungen,

vom individualisierten Pedelec bis hin zu Induktionsladesäulen

und Abstellanlagen aus einer Hand, verdeutlichte

den Bedarf nach multiplizierbaren eMobilitätslösungen für

die Energiebranche. Für LeaseRad eine erfolgreiche Premiere

auf dem Gemeinschaftsstand des BEM und der E-world!«

Rachid Ait bohou, Geschäftsführer e8energy

»Die E-world 2011 empfanden wir als sehr intensive Bühne

zum Austausch mit den Marktteilnehmern sowie potentiellen

Kunden wie beispielsweise den Stadtwerken. Die Gespräche

waren, da es sich fast ausschließlich um Fachbesucher handelte,

auf einem sehr interessierten und hohen Niveau. Besonderes

Interesse hatten die Gesprächspartner am Aufbau

der unabhängigen, überregionalen Ladeinfrastruktur, die

ausschließlich aus Erneuerbaren Energien gespeist wird. Vor

allem das ganzheitliche Konzept, das regenerativer Strom

und gut zugängliche Ladestationen den Betrieb von sauberen

Autos sichern, fand hohen Zuspruch.«

Andreas Gräwingholt, Geschäftsführer German E-Cars

»German E-Cars war in diesem Jahr zum ersten Mal auf der

E-world energy & water vertreten und war insbesondere von

dem Fachpublikum, dem Ambiente und der reibungslosen

Organisation begeistert. Die Besucherkontakte waren von

bester Qualität. Wir hatten dezidierte Anfragen und viele

fachliche Diskussionen. Es freut uns, dass sich Energie- und

Wasserwirtschaft zusammen mit der eMobilität so gut präsentieren

konnten. Gerne sind wir nächstes Jahr wieder auf

dem BEM-Gemeinschaftsstand dabei.«

Uwe Hahner, General Manager Swarco traffic Systems

»Als aktives Mitglied im Bundesverband eMobilität ist es für

uns selbstverständlich, auch auf der E-world mit dabei zu

sein. Nützlich ist es aber auch: Wir hatten reichlich Gelegenheit,

unsere Entwicklung bei Fachbesuchern aus der Energiewirtschaft

vorzustellen. Insbesondere die Anbieteroffenheit

des EnergieParken-Systems und die Möglichkeit, Investitionskosten

durch Parkgebühren zu refinanzieren, begeisterte

die Experten. Wir waren sehr zufrieden. Der BEM-Gemeinschaftsstand

hat viele Fachbesucher angezogen, so dass wir

eine ganze Reihe guter Gespräche über EnergieParken ® führen

konnten. Nächstes Frühjahr gerne wieder!«

©2011 BEM / Photos by www.sebastian-knoth.com

BEM-Gemeinschaftsstand auf der e-world energy & water in Essen Juliane Girke und Sandrine Frideres im eVelotaxi

Stephan Rauterberg, Geschäftsführer Scooter Skillz

»Als Mitglied im Bundesverband eMobilität haben wir die

Gelegenheit genutzt, uns erstmals auf der E-world energy

& water 2011 in Essen auf dem BEM-Gemeinschaftsstand

zu präsentieren. Wir konnten viele interessante Gespräche

mit Ausstellern und Besuchern führen. Unser Konzept,

ein breites Angebot von preiswerten Elektrorollern

mit guter Qualität zu offerieren und mit einem umfassenden

After-Sales-Service zu kombinieren, wurde sehr gut

angenommen.«

Dr. Anselm Franz, Geschäftsführer Veloform Media

»Auf der E-world 2011 hatten wir mit dem neuen eVelotaxi

hervorragende Möglichkeiten, die Gäste der Messe mit

der Werbewirkung und Strahlkraft unseres Produktes zu

begeistern. Gerade mit seinem voll elektrischen Antrieb

ist das eVelotaxi ein verlässliches Fahrzeug mit hohem

Nutzen für den urbanen Verkehr, das auch in den Gängen

der Messehallen für großes Aufsehen gesorgt hat. Durch

die häufige Nutzung des eVelotaxis durch vor Ort anwesende

BEM-Verteter wurde das Fahrzeug zu einer wahren

Kommunikations- und Promotionplattform in Sachen

Elektromobilität.«

Ladeinfrastruktur

• Interoperabilität

• Sicherheit durch

verfahrbare Steckdosen

• Autorisierung per

Mobiltelefon oder RFID

• Vandalismusgeschützte

Bauweise

• Bewährtes glasfaserverstärktesKunststoffgehäuse

Informations- &

Kommunikationstechnik

• Einbindung in

Smart-Grid-Konzepte

• Vernetzung via Internet

mit Backend-System

• Kommunikation

mit dem Fahrzeug

www.ebg-compleo.de

EBG complEo GmbH

info@ebg-compleo.de

Part of the An der Wethmarheide 17 fon +49 (0) 23 06 - 923-3

90 Neue Mobilität AuSgABe 03 April 2011 AuSgABe 03 April 2011

Neue Mobilität 91

D-44536 Lünen fax +49 (0) 23 06 - 29 20

artwork: www.exprim.de


forsChunG & EntWiCklunG - fahrzEuGkonzEptE - MÜnCh forsChunG & EntWiCklunG - fahrzEuGkonzEptE - sChott solar aG

Vom benziner zum Stromer

60 Jahre MÜNCH

Erster Elektro-Doppelweltmeister kommt aus Deutschland

Im Frühjahr 1948 startete der 19-jährige Friedel Münch mit

seiner überarbeiten Einzylinder-Horex auf dem Hockenheimring.

Was zu diesem Moment noch niemand ahnte: Es war

die Geburtsstunde einer legendären Rennmaschine, denn

der junge Techniker entwarf kurze Zeit später seine eigene

Version der Horex, die 500er MÜNCH Renn-Horex, auf die

am 27. Februar 1966 die berühmte MÜNCH »Mammut« TTS

folgte. Er hatte um den Motor des NSU Prinz Automobiles

herum ein, vor allem für die damalige Zeit, außerordentlich

kraftvolles Motorrad geschaffen. Es war der Grundstein für

die MÜNCH-Geschichte, welche Jahrzehnte lang ihre Fortsetzung

finden sollte.

Ein ähnliches Meisterstück gelang im Jahr 2000 dem Würzburger

Unternehmer Thomas Petsch. 1997 erwarb er alle

Rechte an der Marke MÜNCH und verwirklichte mit der

MÜNCH Mammut 2000 seinen Kindheitstraum. Unter dem

Dach der MÜNCH MOTORRAD TECHNIK GmbH entstanden 15

Exemplare der MÜNCH Mammut 2000. Basierend auf einem

2,0-Liter-Turbomotor wurde die mit 260 PS und einem Drehmoment

von 380 Nm stärkste, aber auch teuerste handgefertigte

Serienmaschine der Neuzeit geschaffen.

Heute, über 60 Jahre nach dem ersten Auftritt von Friedel

Münch auf dem Hockenheimring, beherrscht das MÜNCH

Racing Team um Fahrer Matthias Himmelmann und mit der

Elektro-Rennmaschine TTE das internationale Renngeschehen.

Bereits in der ersten Saison der beiden Elektromotorradserien,

der FIM e-Power International Championship und

dem eGrand Prix der TTXGP, gelangen dem Team aus Lohfelden

bei Kassel zwei Einzelrennerfolge, der Gewinn der Einzelfahrermeisterschaft

der TTXGP sowie in beiden Serien der

Sieg in der technisch bedeutsamen Konstrukteurswertung.

Dies hat am 29. November 2010 auch nationale Beachtung

gefunden, als das gesamte Team bei Bundeswirtschaftsminister

Rainer Brüderle empfangen und für seine hervorragenden

Entwicklungsleistungen im Bereich des elektrisch

angetriebenen Motorradrennsports geehrt wurde.

Mit diesen Erfolgen beweist die Marke MÜNCH erneut, dass

sie zu den Pionieren in der Motorradbranche zählt. Es hat

sich also nicht viel geändert, nur dass heute kein Benzin-,

sondern ein Elektromotor die MÜNCH voran peitscht.

Aktuelle Informationen sowie zahlreiche Impressionen zu

MÜNCH gibt es im stets aktuellen Blog auf

www.muenchmotorbikes.com

eMobilität nur mit

Erneuerbaren

Interview Dr. Martin Heming und Thomas Petsch

Thomas Petsch (Manager MÜNCH Racing GmbH) und Dr.

Martin Heming (CEO SCHOTT Solar AG) geben im Interview

mit Juliane Girke, Redaktionsleiterin der NEUEN MOBILITÄT

Auskunft über die gemeinsame Zukunft von eMobilität und

Erneuerbaren Energien. Durch den im März geschlossenen

Kooperationsvertrag zwischen dem Doppelweltmeister im

Elektro-Motorradsport und dem internationalen Produzenten

von Photovoltaikkomponenten wird ein neues Kapitel

der elektrisch betriebenen Fortbewegung eröffnet.

Wie kam es zur Zusammenarbeit von MÜNCH und SCHott

Solar?

Heming: Elektromobilität ist ein hoch interessantes Zukunftsthema,

das zu Recht stark ins öffentliche Bewusstsein

getreten ist. Die legendären MÜNCH-Motorräder machen

die Innovationskraft dieses Marktes erlebbar. Dieses Erlebnis

wollen wir als Innovationsmotor der Solarbranche einem

breiten Publikum ermöglichen.

Petsch: Wir sind stolz darauf, SCHOTT Solar als internationalen

Vorreiter für Solarenergie mit im Team zu haben, denn

für mich ist seit der Entwicklung unserer eBikes klar, dass

eMobilität nur Sinn macht, wenn der Strom dafür aus erneuerbaren

Quellen kommt.

Wo genau sehen Sie die größten Schnittpunkte zwischen

eMobilität und Solarenergie?

Petsch: Elektromobilität sorgt für weniger Lärm und Emissionen

im Verkehr. eFahrzeuge sind zwar im Betrieb grundsätzlich

leise, effizient und kostengünstig, sie sind aber insgesamt

nur so sauber wie der Strom, mit dem sie fahren. Durch

die enge Verknüpfung von Elektromobilität und Solarenergie

entsteht eine Win-Win-Situation für die Energieversorgung.

Heming: Dies gilt auch in technischer Hinsicht. Bislang wird

Solarstrom in das bestehende Stromnetz eingespeist und direkt

verbraucht, wodurch es zu bestimmten Zeiten zu einem

Überangebot kommt. Der Strombedarf von Elektrofahrzeugen

lässt sich durch eine entsprechende Steuerung der Lade-

zeiten genau auf diese Angebotsspitzen abstimmen: Sie

nehmen z.B. über Mittag, wenn viel Solarstrom im Netz ist,

Strom aus erneuerbaren Quellen auf und verbrauchen diesen

dann auf der nächsten Fahrt. So werden sie zu mobilen

Puffern der Stromversorgung.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

Heming: Es ist eine langjährige Zusammenarbeit vorgesehen.

Geplant sind gemeinsame Projekte und Maßnahmen

zur Förderung der Präsenz solarer Energiegewinnung. Beispielsweise

werden wir mittelfristig dafür sorgen, dass die

MÜNCH-Motorräder ausschließlich solar betrieben werden.

92 Neue Mobilität AuSgABe 03 April 2011 AuSgABe 03 April 2011

Neue Mobilität 93


ElEktroMoBilität in Europa - ÖstErrEiCh

ElectroDrive Salzburg

steckt an.

interview mit Alois Schößwendter, Geschäftsführer von ElectroDrive Salzburg

Was war die Motivation hinter dem Projekt ElectroDrive

Salzburg?

Wir wissen aus Studien, dass vor allem beim Verkehr der

CO2-Ausstoss in den vergangenen Jahren stark zugenommen

hat. Ohne Umdenken in diesem Bereich, werden wir die Klimaziele

nicht erreichen. Elektromobilität ist heute an einem

Punkt, wo wir sicher sagen können: das wird sich durchsetzen.

Wir stehen am Anfang eines Megatrends, denn in den

kommenden Jahren werden immer mehr eFahrzeuge auf den

Markt kommen. Als Energieversorger und Verkehrsanbieter

(Lokalbahnen, Stadtbusse) liegen sowohl Stromversorgung

als auch Verkehr natürlich in unserer Kernkompetenz, darum

war es logisch, dass wir uns diesem Thema annahmen.

Salzburg soll zur Vorzeigeregion für Elektromobilität werden.

Wie wird das aktuell umgesetzt?

Wir betreiben sehr viel Aufklärungsarbeit in der Region, bauen

kontinuierlich die Infrastruktur aus und kümmern uns darum,

dass genügend Fahrzeuge für Salzburg verfügbar sind.

Als wir Anfang 2009 mit Elektrorädern anfingen, konnte man

die noch nicht im Fahrradhandel kaufen. Heute sind sie dort

der Verkaufsschlager.

ElectroDrive Salzburg setzt stark auf den Faktor Erfahrbarkeit.

Wie ist die Resonanz der bevölkerung auf das Projekt?

Wir haben seit 2009 über 600 Elektrofahrzeuge auf den

Markt gebracht. Die positive Entwicklung hat uns zum Teil

selbst (positiv) überrascht. Im März 2010 hatten wir sogar

einen Lieferengpass bei den Elektrorädern.

Welche Rolle spielt Elektromobilität für Energieversorger

heute und wie sehen Sie die Entwicklung in den nächsten

zehn Jahren?

Im Moment sehen wir uns auch als Marktbereiter. Wir tun,

was wir tun können, um das Thema am Markt einzuführen.

Natürlich nur in Kooperation mit dem Autohandel, denn dort

liegt ja die Kernkompetenz für die Fahrzeuge. In Zukunft sehen

wir uns als eine Art Kompetenzzentrum in Sachen Elektro-

mobilität. Unser Kern-Know-how wird sicher die Stromversorgung

und das sichere Laden sein.

Weitere Informationen unter www.electrodrive-salzburg.at

Abgefahren!

Stadtwerke Konstanz setzen auf eMobilität

Seit 2009 engagieren sich die Stadtwerke Konstanz mit Erfolg

im Bereich eMobilität: Ein Förderprogramm für Elektrofahrräder

stößt auf positives Kundenecho, und im Fuhrpark

greifen Mitarbeiter auch selbst auf Elektrofahrzeuge zurück.

Wer umsteigt, kommt besser weg - und das in jeder Beziehung.

So lautet das Motto des eBike-Förderprogramms der

Stadtwerke Konstanz. Seit September 2009 unterstützt das

Unternehmen seine Stromkunden, wenn sich diese zum Kauf

eines Elektrofahrrads entschließen. Dieses Angebot kommt

denkbar gut an, denn schon 133 Kunden haben sich Fördermöglichkeiten

gesichert. Sogar im letzten November, einem

Wintermonat, haben sich allein vier Personen für ein eBike

entschieden. Auch sonst ist das Kundenecho ein Gutes: So

gut wie alle Käufer sind mit ihrem neuerworbenen eBike

zufrieden und finden das Förderprogramm der Stadtwerke

Konstanz hervorragend.

Ein Grund für die positive Resonanz liegt nahe: Das eBike ist

eine praktische Bereicherung im Alltag. Auf Nachfrage gab

der Großteil der Käufer an, das Rad vor allem für den täglichen

Einkauf oder Besorgungen in der Stadt zu nutzen. Denn mit

dem Rad ist man gerade in Konstanz oft schneller unterwegs

als mit dem PKW. Dadurch ersetzt das Elektrofahrrad auf

Kurzstrecken bei vielen sogar das Auto. So werden nicht nur

ErstE flottEn - stadtWErkE konstanz

Das E-Bike-Förderprogramm stößt bei den Kunden der Stadtwerke Konstanz auf positive Resonanz. Aber auch die Geschäftsführer Kuno Werner (li.) und Konrad

Frommer (re.) sowie die Mitarbeiter haben große Freude an den eRollern des eigenen Fuhrparks.

Nerven und Geldbeutel geschont, sondern auch die Gesundheit

freut sich über zusätzliche Bewegung. Ein interessanter

Aspekt am Rande: Sehr viele Befragte können sich vorstellen,

in Zukunft auch einen eRoller oder ein eAuto zu fahren.

Die Stadtwerke Konstanz haben in das Förderprogramm zudem

eine umweltfreundliche Besonderheit eingebaut: Man

kann sich nämlich entscheiden, ob man 50 Euro in bar oder

vier Bus-Monatstickets für den Preis von dreien möchte.

Letzteres bedeutet, dass man bei schlechtem Wetter dem

Rad auch mal eine Pause gönnen kann und mit dem ÖPNV

trotzdem umweltschonend unterwegs ist. »Wir stehen für

umweltfreundliche Mobilität« so Kuno Werner, Geschäftsführer

der Stadtwerke Konstanz GmbH. »Durch unser eBike

Förderprogramm wollen wir einen weiteren Beitrag zur Entlastung

des PKW-Verkehrs in Konstanz leisten.«

Dabei gehen die Stadtwerke selbst mit gutem Beispiel voran.

Denn die Mitarbeiter können für Dienstfahrten selbst auf

drei eBikes und zwei Elektroroller zurückgreifen. Dieser Bestand

wird in Zukunft ausgebaut. Gerade haben die Stadtwerke

ein eAuto angeschafft, auf das weitere folgen sollen.

Stadtwerke Konstanz GmbH

www.stadtwerke.konstanz.de

94 Neue Mobilität AuSgABe 07 April 2012 AuSgABe 02 JANuAr 2011

Neue Mobilität 95


BEM eroadshoW

BEM eRoadshow

Die BEM eRoadshow bietet die Möglichkeit einer emotionalen

und öffentlichkeitswirksamen Imagepositionierung in einem

innovativen und nachhaltigen Umfeld. Ziel ist, Elektromobilität

vor dem Hintergrund des Klima- und Umweltschutzes

und der Steigerung urbaner Lebensqualität ohne Verzicht als

Lifestyleprodukt zu präsentieren. Insbesondere gilt es, die

Chancen der Elektromobilität im Bewusstsein der Menschen

zu verankern und sie für eine nachhaltige und zukunftswei-

sende Erneuerbare Mobilität zu gewinnen.

Die eRoadshow bietet Unternehmen, Stadtwerken und Kommunen

die Möglichkeit, Elektromobilität als erfahrbare und

realistische Mobilitätsalternative aufzuzeigen und damit ein

großes Publikum zu begeistern. Die neuesten eBikes, Pedelecs,

eMotorräder und eCity-Autos können vom interessierten

Publikum vor Ort selbst ausprobiert und gefahren

werden.

AuSgABe 01 OkTOBer 2010

Elektromobilität »erobert«

Düsseldorf

Das thema Elektromobilität hat in Düsseldorf in den letzten

Wochen und Monaten deutliche Fortschritte gemacht.

»Neben einem Autostromtarif, der ab sofort verfügbar ist,

haben wir unseren Fahrzeugpool um ein weiteres Auto

sowie fünf Elektroroller erweitert. Für diese Fahrzeuge

suchen wir Testfahrer, die Erfahrungen damit sammeln.

Die Ergebnisse werden wissenschaftlich ausgewertet und

sind ein wichtiger Beitrag auf dem Weg, Elektromobilität

alltagstauglich zu gestalten. Wichtig hierfür war es, ein

sogenanntes »Roaming-System« zu entwickeln. Erst dieses

ermöglicht es Elektromobilisten eTankstellen in verschiedenen

Städten zu nutzen. Hier sind wir gerade einen entscheidenden

Schritt weiter gekommen«, fasst Dr. Udo Brockmeier,

Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, die aktuellen

Entwicklungen rund um Elektromobilität bei dem

Energieversorger zusammen. Die Stadtwerke stehen hierbei

in enger Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt.

Wer ein Elektrofahrzeug testen möchte, kann sich unter

www.emobil-nrw.de bewerben. Für einige Tage oder einen

Monat stehen die Fahrzeuge Interessierten zur Verfügung.

Die Testfahrer werden anschließend vom Wuppertal Institut zu

ihren Erfahrungen befragt und die Ergebnisse wissenschaftlich

ausgewertet, um so »Kinderkrankheiten« der Elektromobilität

zu ermitteln und alltagsfähige Lösungen zu entwickeln.

ErstE flottEn - STADTWERKE DÜSSELDORF

Die ersten 25 Standorte auf Unternehmensparkplätzen

und in Parkhäusern sind ausgewählt. Die Säulen werden

in den nächsten Wochen aufgestellt. Weitere Interessenten

werden gesucht und können sich bei den Stadtwerken

Düsseldorf melden. Die Partnerunternehmen im Rahmen des

Projekts werden rund 17 weitere Ladesäulen aufstellen. Alle

Düsseldorfer Säulen werden eine aus dem Haushalt bekannte

Schuko-Steckdose haben, ergänzt durch einen neu entwickelten

siebenpoligen Steckplatz. Damit soll gewährleistet

werden, dass alle Fahrzeuge - Autos, Roller, Fahrräder und

auch Seniorenfahrzeuge - dort aufgeladen werden können.

Die Ladesäulen werden durch eine Software der Firma

Logica, die in den Niederlanden bereits zum Einsatz kommt,

gemanagt. Mit diesem System, das mit offenen Schnittstellen

arbeitet, ist es möglich, unterschiedliche Säulen zu integrieren.

Auch die Möglichkeit für die Kunden, an Ladesäulen

in anderen Städten zu laden, wird durch die Software grundsätzlich

ermöglicht.

Mit dem Autostrom-Tarif »Naturrheinstrom-mobil« bieten die

Stadtwerke Düsseldorf ein günstiges Ökostrom-Produkt an.

Einzige Voraussetzung ist der Nachweis, dass ein eFahrzeug

angeschafft wurde.

Stadtwerke Düsseldorf AG

www.swd-ag.de

96 Neue Mobilität AuSgABe 02 JANuAr 2011

Neue Mobilität 97


stadt - land - stroM - BaW stadt - land - stroM - BaW

Nutzungsmöglichkeiten

von Elektromobilität in

städtischen und

ländlichen Räumen

Christian Hanke, BAW Institut für regionale Wirtschaftsforschung GmbH

Das Thema Elektromobilität wird momentan viel diskutiert.

Einigkeit besteht in der Fachwelt darin, dass elektrisch angetriebene

Fahrzeuge zukünftig einen relevanten Anteil bei den

Neuzulassungen erzielen werden. Aufgrund der derzeit noch

eingeschränkten Reichweite batterieelektrisch betriebener

Fahrzeuge wurden bisher vorwiegend Städte für die effektive

Umsetzung elektromobiler Konzepte betrachtet. Die Modell-

region Elektromobilität Bremen/Oldenburg zeichnet sich

durch drei städtische Verdichtungsräume - Bremen, Oldenburg,

Bremerhaven - sowie ein ländlich geprägtes Umfeld aus.

Daher fokussieren sich unsere Untersuchungen im Bereich

Mobilitätsstrukturen bewusst auch auf den ländlichen Raum.

Aus verschiedenen Untersuchungen wissen wir, dass für

die individuelle Mobilität in ländlichen Regionen wesentlich

häufiger PKW eingesetzt werden, als in städtischen Zentren.

In der Stadt spielt der öffentliche Nahverkehr, das Fahrrad

oder die Mobilität zu Fuß eine größere Rolle. Während z.B.

in Bremen 42 Prozent der Einwohner den ÖPNV nutzen, ist

es im ländlichen Umland der Modellregion nur etwa jeder

Zehnte. Gruppen mit verfügbarem PKW legen pro Tag über

40 Kilometer zurück, Gruppen ohne PKW - Ausnahme sind

Studenten und Auszubildende - sind dagegen täglich weniger

als 30 km unterwegs. Insgesamt zeigt sich, dass Menschen

mit Auto weitere Strecken zurücklegen als ohne PKW

und auch mehr Zeit für Mobilität aufwenden. Dies trifft vor

allem auf Berufspendler aus dem Umland städtischer Ballungszentren

zu.

Das unterschiedliche Mobilitätsverhalten lässt darauf

schließen, dass sich eMobilität in naher Zukunft zwischen

Stadt und Land unterscheiden wird. Für die ländliche Bevölkerung

wird weiterhin der Pendelverkehr und damit zum

großen Teil die Nutzung des PKW im Mittelpunkt stehen.

Die ersten PKW-Tests in der Modellregion zeigen, dass bereits

heute batterieelektrisch betriebene PKW Strecken von

mehr als 100 km problemlos zurücklegen können und sich

für den täglichen Pendelverkehr eignen. Die Aufladung kann

zu Hause erfolgen. Viel diskutiert werden in Städten eCar-

Sharing-Modelle. Für den ländlichen Raum sind bisher kaum

oder wenig überzeugende Umsetzungskonzepte entwickelt

worden. Denkbar ist jedoch der Einsatz von Elektromobilität

im Bereich Tourismus, um den Urlaubern ohne eigene Fortbewegungsmittel

größtmögliche Flexibilität und Mobilität zu

ermöglichen.

In der Stadt hingegen gibt es vielfältige Überlegungen zur

Nutzung der eMobilität. Unter dem Aspekt der knappen Parkraumverfügbarkeit

wird z.B. eCarSharing ein Thema nach-

haltiger Verkehrsplanung sein. Allerdings schränken lange

Ladezeiten die Nutzung durch mehrere aufeinanderfolgende

Kunden noch stark ein. Es ist auch denkbar, dass Bewohner

Ein Zweirad der Elektrofahrzeug-Flotte in der Modellregion Elektromobilität Bremen/Oldenburg (Quelle: DFKI)

von Städten herkömmliche PKW durch Elektromobile ersetzen

und für wenige längere Distanzen im Jahr andere Angebote

(Bahn, PKW-Verleih) wahrnehmen. In Städten wird

Elektromobilität insbesondere im Bereich Logistik auf großen

Betriebsgeländen oder in Fahrzeugflotten interessant.

eMobilität wird kurz- bis mittelfristig in städtischen Räumen

die größten Verbreitungschancen sowohl bei Privat-

nutzern als auch bei Unternehmen besitzen. Daraus ergeben

sich ganz neue Fragestellungen. Wie können unterschiedliche

Verkehrsmittel effektiver miteinander kombiniert werden

oder wer wird künftig das thema Elektromobilität bestimmen?

Pressekontakt birthe Çil

DFKI GmbH - Robotics Innovation Center Bremen

birthe.cil@dfki.de

www.personal-mobility-center.de

98 Neue Mobilität AuSgABe 02 JANuAr 2011

Neue Mobilität 99


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nern erreichen, dass Elektromobilität im öffentlichen Raum angelegten Planungen der Hersteller einen schnellen Um-

hin und weg *

sichtbar wird, verschiedene Pfade hin zur hin Elektromobilität

und weg * stieg auf die neue Antriebstechnik.

erprobt werden und die Markteinführung hin und von weg Elektrofahrzeu-

*

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gen in der Breite beschleunigt wird. Deutlich mehr als 1.000

Elektrofahrzeuge - Pedelecs, Elektroroller, Pkw (Smart und

Porsche Boxster), Kleintransporter und Busse - werden im

Sommer 2011 auf den Straßen in der Region unterwegs sein.

Als erster Schritt beim notwendigen flächendeckenden Aufbau

einer Infrastruktur werden hunderte von Ladepunkten im

öffentlichen und halböffentlichen Raum aufgebaut.

Wird heute insbesondere die Technologieentwicklung voran

getrieben, so stehen Kommunen, Stadtplaner und Architekten

vor einem ebenso großen Wandel wie die Automobilindustrie

selbst: Elektromobile Fahrzeugkonzepte ermöglichen

und erfordern eine Neupositionierung der Stadtgestaltung.

Verschiedene Projekte in der Modellregion verfolgen dieses

Ziel, so zum Beispiel in Ludwigsburg und auf einem ehemaligen

Flugplatz in Sindelfingen/Böblingen sowie in der Landes-

Weniger Kraft Kraft – – mehr Leistung.

Ladesäule

Mehr Mehr Effizienz – saubere – saubere Leistung.

Mehr Effizienz – saubere Leistung.

Im Rahmen der Demonstrations- und Pilotprojekte testet die hauptstadt Stuttgart, wo das bestehende Fahrrad-Verleih-

Akkuwechselstation * Mit * der Mit Akkuwechselstation der Akkuwechselstation Daimler AG und mit der 50 und Ladesäule Vitos der Ladesäule des geht’s Typs weiter geht’s E-Cell - auch weiter batteriebetriebene

im - Klimaschutz.

auch im Klimaschutz. system ergänzt wird durch Pedelecs. Die 450 Pedelecs sollen

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und und Ladesäule

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und Ladesäule

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bahnen AG führt fünf Gelenkbusse mit Dieselhybridantrieb Stadt trotz der vielen Steigungen zugunsten von öffentlichem

Akkuwechselstation

und Ladesäule

* Mit der Akkuwechselstation und der Ladesäule geht’s weiter - auch im Klimaschutz.

Jetzt gemeinsam e-Mobilität erfahren.

der Marke Citaro schrittweise in den Linienbetrieb auf verschiedenen

Linien ein, dazu gehört auch die wegen der vielen

Steigungen anspruchsvolle Linie 42. Bis zu 700 Elektroroller,

davon 500 in den Händen von privaten Testfahrern, hat die

Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) auf die Straßen der

Verkehr und Fahrrad zu verschieben.

Region gebracht. Ein Konsortium mittelständischer Firmen Holger Haas

entwickelt derzeit Elektroantriebsnachrüstsätze für verbren- Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH

nungsmotorisch betriebene Lieferwagen, wie sie häufig von ecars@region-stuttgart.de

kleinen und mittleren Unternehmen genutzt werden. Diese www.region-stuttgart.de

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Chancen einer Zukunftsbranche

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Mitglieder

Der Bundesverband eMobilität vernetzt alle Akteure aus

Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft, Politik und Medien

miteinander, fördert die öffentliche Wahrnehmung für Elektro-

mobilität durch zahlreiche Veranstaltungen und setzt sich

für die notwendigen infrastrukturellen Veränderungen ein.

»Die Einbindung unserer Mitglieder in die verschiedensten

BEM-Aktionen, Messe-Veranstaltungen, Publikationen und

Projekte ist deshalb eine unserer wichtigsten Aufgaben im

tagespolitischen Geschäft. Darüber hinaus sorgen wir dafür,

dass sich unsere Mitglieder optimal untereinander vernetzen,

um über Branchengrenzen hinaus neue Kooperations-

und Geschäftsmodelle für eine zeitnahe, sichtbare Neue

Mobilität zu entwickeln«, so Kurt Sigl, BEM-Präsident.

Zu den Aufgaben des BEM gehört die Verbesserung der gesetzlichen

Rahmenbedingungen für den Ausbau der Elektromobilität

als nachhaltiges und zukunftsweisendes Mobilitätskonzept

und die Durchsetzung einer Chancengleichheit

bei der Umstellung auf Elektromobilität.

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Wir danken unseren Mitgliedern für ihre Unterstützung und ihr Engagement für eine Neue Mobilität.

Die Branche der Elektromobilität wird nicht nur bei der

Schaffung und dem Erhalt von Arbeitsplätzen zu den starken

Wachstumsbranchen gehören. Es ist unverzichtbar, sich

gemeinsam und verstärkt den Herausforderungen der Elektro-

mobilität zu stellen, um einen nachhaltigen Aufschwung

im gesamten Marktumfeld zu sichern. Diese Aufgabe er-

fordert eine aktive Teilnahme der innovativsten Unternehmen

Deutschlands, starker Persönlichkeiten und das kooperative

Zusammenwirken aller beteiligten Akteure aus Wissenschaft,

Forschung, Wirtschaft, Politik, Medien, den Verbänden

und Institutionen, sowie das Engagement jedes einzelnen

Bürgers, der sich für eine Neue Mobilität einsetzen möchte.

Eine BEM-Mitgliedschaft verbindet die soziale, ökonomische

und ökologische Herausforderung mit den Chancen der

eMobilität und des Sustainability Developments und verankert

diese nachhaltig in der Gesellschaft.

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Vorteile einer Mitgliedschaft iM BundesVerBand eMoBilität e.V.

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senden Netzwerkpool emobilitätsbegeisterter Unternehmer

• Branchenübergreifender und interdisziplinärer Austausch

mit den relevanten Playern der Branche

• Vernetzung mit Politik, Wirtschaft, Medien, anderen Ver-

bänden, Forschungseinrichtungen und Instituten

• Teilnahme an verschiedenen BEM-Veranstaltungen: BEM-

Roundtable, BEM eStammtisch, Galaveranstaltungen, Kon-

ferenzen, Symposien u.a.

• Imagefördernde Positionierung als Vorreiter, Innovations-

träger und aktiver eMobilitätsplayer

• BEM-Gemeinschaftsstand auf Messen und Veranstaltungen

• Präsentation auf Veranstaltungen und Konferenzen

• Zugang zu Fachkompetenz im Bereich Elektromobilität:

kompetente Einführung in die Thematik der Neuen Mobilität

für Ihre Kunden und Mitarbeiter

• Zugang zu Partnerverbänden und Kooperationspartnern

• Regionale Vernetzung über unsere Landesvertretungen in

Bayern, NRW, Mitteldeutschland, Baden-Württemberg und

Hessen

• Professionelle Beratung, Unterstützung und wertvolle Netz-

werkkontakte beim Aufbau Erster Elektrofahrzeug-Flotten

• Sichtbare Einbindung in BEM eRoadshow und »Wir elektro-

mobilisieren den Bundestag«

Mediale Einbindung

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seite und der XING-Gruppe NEUE MOBILITÄT

• Bezug der NEUEN MOBILITÄT - das BEM-Fachmagazin

• Sonderkonditionen bei Anzeigenschaltung bundesweiter

Printmedien im Rahmen zahlreicher Medienkooperationen

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BEM-Medien und bundesweite mediale Aufmerksamkeit:

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über die Medienkooperationen vom BEM

Politisches Netzwerk

• Aktive Gestaltung & Förderung der Branchenziele auf poli-

tischer Ebene für eine nachhaltige Neue Mobilität

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Regional-, Bundes- und EU-Ebene / Brüssel

• Zugang zu den Experten im Parlamentarischen Beirat

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gen, Projekten und Gesetzgebungsverfahren

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Politische Kernarbeit im bEM: bundesparteitage, Ministerien, politische Hintergrundgespräche, Jury iKt ii, lenkungs- und

Arbeitskreise, eMobile talk, Frühstück bei tiefensee, Europa-Sektion, Repräsentanz in brüssel mit Dr. ingo Friedrich, lebenswelt

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Mitgliedsbetreuung

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sandrine.frideres@bem-ev.de

bundesverband eMobilität e.V.

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neue MoBilität

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Christian Heep

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Online-Ausgabe

bEM-Photograf

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Sonderpublikation Elektrozweirad

Erscheinung Juli 2012

ISSN 2191-5636

Ausgabe Juli 2012

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Anzeigenschluss 14.06.2012

Für Anzeigenschaltungen und Ein-

träge ins Firmenverzeichnis der NM

gilt unsere Anzeigenpreisliste.

Mediadaten, Stand Oktober 2011.

www.neue-mobilitaet.info

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Parlamentarischer beirat

MdB Wolfgang Tiefensee, SPD

Beiratsvorsitzender

MdL Markus Rinderspacher, SPD

MdB Dr. Reinhard Brandl, CSU

MdB Andreas Jung, CDU/CSU

MdB Werner Simmling, FDP

ehem. MdA Volker Ratzmann

Bündnis 90/Die Grünen

MdL Ulrike Müller, FREIE WÄHLER

Wissenschaftlicher beirat

Dr. Jan Traenckner, Vorsitzender

Matthias Groher

Tim Ruhoff

Markus Emmert

Dipl.-Ing. M.S. Tim Baack

Dr. Gregor Matthies

Andreas Serra

Dr. Mark Steffen Walcher

Josef Maier

Dr. Dr. Reinhard Löser

Heiko Herchet

Dr. Jan Peter Korthals

Prof. Dr.-Ing. Christian Voy

Dipl.-Ing. und Dipl.-Wirtsch.-Ing.

Johann Georg Friedrich

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Dipl.-Ing. Eckhard Fahlbusch

bEM-Vorstand

Kurt Sigl, Präsident

Michael Hofmann, Finanzen

Christian Heep, Marketing

bEM-berater

Armin Henning, Politik

Sven Hertel, Strategie

Das BEM-Fachmagazin NEUE Mobilität erscheint alle drei Monate und publiziert Artikel, Beiträge, Informationen, Interviews, Termine und Kommentare zum

Themenspektrum Elektromobilität & Erneuerbare Energien in den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Umwelt, Wirtschaft, Politik, Medien und Lifestyle.

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Angaben, Daten, Behauptungen etc. in den Autorenbeiträgen kann der Herausgeber, bzw. die Redaktion keine Haftung und Gewährleistung übernehmen.

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108 Neue Mobilität

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