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Geschäftsbericht2012SCHWÄLBCHEN MOLKEREIJakob Berz Aktiengesellschaft


InhaltUnternehmenskennzahlen auf einen Blick 2Aufsichtsrat und Vorstand 3Bericht des Vorstandes – Gesamt-Lagebericht – 3Bericht des Aufsichtsrates 15Konzern-Bilanz 16Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 18Konzern-Anhang 19Konzern-Kapitalflussrechnung 28Eigenkapital-Veränderungsrechnung im Konzern 29Bilanz der AG 30Gewinn- und Verlustrechnung der AG 32Anhang der AG 33Mitteilung gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG 38Erklärung 38Beschluss für die Ergebnisverwendung 38Bestätigungsvermerk 39Die Kursentwicklung der SCHWÄLBCHEN-Aktie 40Weitere Hinweise/Termine 401


Unternehmenskennzahlen auf einen BlickSCHWÄLBCHEN Konzern*)2008 2009 2010 2011 2012– T€ –Anlagevermögen (langfr. Vermögen) 18.527 19.094 22.182 21.483 21.183Umlaufvermögen (kurzfr. Vermögen) 31.156 30.478 32.331 36.889 37.840Eigenkapital 21.597 23.240 23.450 21.381 20.179Verbindlichkeiten/Rückstellungen 28.086 26.332 31.063 36.991 38.844Konzernbilanzsumme 49.683 49.572 54.513 58.372 59.023Konzernumsatz 202.458 171.553 178.935 198.931 205.630Veränderung zum Vj. in % 6 –15 4 11 3Rohertrag 50.215 50.453 47.963 47.789 46.688Personalaufwand 16.279 16.775 16.373 16.615 17.607Abschreibungen 2.070 2.196 2.316 2.924 2.390Konzerninvestitionen 2.440 2.579 5.490 4.626 2.285Konzernjahresergebnis 2.908 2.488 789 –911 –1.150Cashflow 4.978 4.684 3.105 2.013 1.240Umsatzrendite in % 1,4 1,4 0,4 –0,5 –0,6Cashflow je Aktie (€, DVFA/SG) 3,59 2,98 0,97 0,46 0,30*) ab Jahr 2011 gemäß HGB, bis Jahr 2010 gemäß International Financial Reporting Standard (IFRS)SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AGAnlagevermögen 12.116 12.502 12.591 12.118 11.761Umlaufvermögen 21.557 20.269 19.658 21.929 20.076Eigenkapital 16.064 16.590 14.708 12.444 11.260Fremdkapital 17.609 16.181 17.541 21.603 20.577Bilanzsumme 33.673 32.771 32.249 34.047 31.837Umsatz 118.159 91.441 98.381 113.740 109.486Veränderung zum Vj. in % 5 –23 8 16 –4Rohertrag 29.366 28.796 27.317 26.085 23.708Personalaufwand 6.716 6.786 6.569 6.783 6.234Abschreibungen 1.428 1.576 1.737 2.306 1.469Investitionen 1.891 1.969 1.439 1.936 1.146Jahresergebnis 1.530 1.306 438 –2.004 –1.185Cashflow 2.908 2.882 2.175 302 284Umsatzrendite in % 1,3 1,4 0,4 –1,8 –1,1Umsatz je Mitarbeiter 969 762 800 910 9772


AufsichtsratDr. Günter Berz-ListBad SchwalbachVorsitzenderVorstandDipl.-Kfm. Günter Berz-ListWiesbadenVolker von FranquéWiesbadenStellv. VorsitzenderMartin BootzNauheimArbeitnehmervertreterBericht des Vorstandes– Gesamt-Lagebericht –Der Lagebericht der SCHWÄLBCHENAG und des SCHWÄLBCHEN Konzernswurden zusammengefasst.Wirtschaftliches BranchenumfeldFür den deutschen Milchmarkt verlief dasJahr 2012 ereignisreich und sehr volatil.Vor allem die saisonalen Schwankungendes Milchaufkommens haben sich hierbeiverstärkt. So lag die Milchanlieferungzur Saisonspitze im Mai deutlich über derVorjahresmenge, während sie zum Saisontiefim November wesentlich niedrigerwar. Die stark schwankende Rohstoffanlieferungließ sich europaweit beobachten.Dieser Anlieferungsverlaufführte nicht nur zu einer ungleichen Ausnutzungvon Verarbeitungskapazitätenund einem schwankenden Produktangebot,sondern vor allem zu sehr volatilenMarktpreisen. Auch die MilchinhaltsstoffeFett und Eiweiß bewegten sich im Jahresverlaufzunächst deutlich über unddann unter den Vorjahreswerten.Aufgrund des in der ersten Jahreshälfteexpansiven Milchaufkommens entstandtrotz der durchaus stabilen Absatzmöglichkeitenim In- und Ausland zunehmenderPreisdruck. Das galt zunächst für diePreise auf den Spotmilchmärkten und beiButter sowie etwas später bei Milchpulver.Die Erlösniveaus dieser wichtigenRohstoffverwendungen gaben immerweiter nach, wobei sich der Abwärtstrendbeträchtlich beschleunigte. Zur Milchspitzeim Frühjahr kam es daraufhin zumPreiseinbruch auf dem Spotmilchmarkt,nicht zuletzt weil die Kapazitätsauslastungder Molkerein an die Grenzen stieß.Vor dem Hintergrund dieses nachteiligenBranchenumfeldes kam es bei den Kontraktverhandlungenfür Konsummilchund Frischprodukte ab Mai zu einer deutlichenPreissenkung im Lebensmittelhandel.Dabei war das Ausmaß der Preisreduktionübermäßig stark, vor allem imVergleich zum Erlösniveau von Käse undMolkenpulver. Wegen des hohen Anteilsan Discount- und Handelsmarken vonteils über 75% bei Konsummilch undFrischprodukten unterliegen die Molkereiender Austauschbarkeit. Dadurch verstärktesich nicht nur der Verhandlungsdruckseitens der Handelskonzerne sondernauch der Wettbewerbsdruck innerhalbder Branche. Zudem beeinflusst beiden Frische-Produktgruppen der kurzfristigmögliche Inlandsabsatz das Preisniveau.So wirkte sich auch die nachteiligeWitterung des zu kalten und nassenFrühjahrs und Sommer ungünstig aus.Rückblickend wurden genau zum Zeitpunktdes Preistiefs bei loser Milch und3


Sahne, für Butter und Milchpulver, dieHalbjahreskontrakte für Konsummilchund Frischprodukte mit dem Handel geschlossen.Von der Preisschwäche wenigerbetroffen blieben die Käseerzeugnisseund Molkenpulver; Letzteres erzielteüber das Jahr sogar höhere Erlöse. Damitstellten sich die Käse-/Molkenpulver-Hersteller bezüglich des RohstoffeinsatzesMilch abermals besser, was derenAuszahlungsleistung vorteilhaft beeinflusste.Sowohl die hohe Milchanlieferung alsauch die reduzierten Abgabepreisebrachten im Weiteren auch rückläufigeAuszahlungspreise für die Landwirte. Inder um den Rohstoff Milch konkurrierendenMolkereiindustrie bedeuteten die differierendenVermarktungserlöse zugleichauch je nach Absatzschwerpunktunterschiedlich verminderte Auszahlungsleistungen.Mithin fiel die Auszahlungspreisabsenkungbei den Herstellernvon Konsummilch- und Frischproduktenstärker aus.Darauf reagierten die Landwirte, bei zugleichsteigenden Futter- und Düngemittelkosten,generell mit einer Einschränkungder Milcherzeugung, sodass es abdem Spätsommer zu einer überraschendstarken Umkehr des Anlieferungsverhaltenskam. Denn über den saisonüblichenRückgang hinaus, lag das Rohmilchaufkommennun zeitweise sogar unter derVorjahreslinie. Diese starke Wende zeigtezum einen, dass die Milcherzeugungauf größere Preis- und Kostenänderungenunmittelbar reagiert. Zum Anderen,dass die Wetterbedingungen nicht zuvernachlässigen sind. Denn die ungünstigeWitterung hierzulande, wie auch inweiten Teilen Westeuropas, dämpfte dieMilchanlieferung. Im Jahr 2012 wurden inDeutschland insgesamt über 30,0 Mio. tMilch angeliefert. Das war eine neue Rekordmengeund dieses Wachstum fandvorrangig in der ersten Jahreshälfte statt.Durch die ab August unerwartete Umkehrvon einer Überschuss- in eine Knappheits-Situationbeim Rohstoff Milch stiegendie Preise für die verschiedenenRohstoffverwendungen wieder an. ImVergleich zu den beiden Vorjahren hat somitin 2012 auch die Preisvolatilität erheblichzugenommen. Zunächst stiegendie Preise auf den kurzfristig reagierendenSpotmärkten für lose Milch und Sahne,die daraufhin weit über dem Preisäquivalentder anderen Milch- und Käseerzeugnisselagen. Zeitversetzt kames zu Preiserhöhungen für Butter undMilchpulver, dann für Käse und ab Novemberschließlich auch für Konsummilchund Frischprodukte. Da die branchenüblichenHalbjahreskontrakte vorherkeine Preisanhebung zuließen, verschärftesich der Vermarktungsnachteilvon Konsummilch und Frischproduktenwährend der zweiten Jahreshälfte.Milchanlieferung und Herstellung von Molkereiproduktenin Deutschland in Tsd. t2008 2009 2010 2011 2012* )Molkereianlieferung 27.809 28.613 29.076 29.765 30.050Konsummilch 5.293 5.447 5.423 5.377 5.254Sahneerzeugnisse 554 568 555 547 542Sauermilchprodukte, Milch-Mix 2.961 2.948 3.005 3.050 2.910Butter 465 453 450 474 489Käseerzeugnisse 2.124 2.183 2.265 2.293 2.380Kondensmilch, Milch- undMolkenpulver 1.193 1.222 1.238 1.253 1.233Quelle: ZMB, BMELV, BLE*) Schätzung4


Im Jahr 2012 sind die Absatzverhältnisseauf den nationalen und internationalenMärkten durchaus stabil gewesen.Sowohl seitens des Lebensmittelhandelsund der weiter verarbeitenden Industrieals auch im Exportbereich war eine insgesamtgute Nachfrage vorhanden. Diefeste Marktlage hat auch die restlichenInterventionsbestände an Milchpulverabbauen lassen.Der Gesamtumsatz der deutschen Milchwirtschaftverzeichnete letztes Jahr infolgeder allgemeinen Preisschwäche eineum 1,6% rückläufige Entwicklung aufrund 22,9 Mrd. €. Obwohl mengenmäßigder Export vor allem dank hoher Käseausfuhrenzulegen konnte, blieb der Außenhandelsumsatzmit 5,8 Mrd. € nur aufVorjahresniveau. Dies verdeutlichte diePreisschwäche weit über den Inlandsmarkthinaus.Für die SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AGwar das vergangene Jahr nochmals einsehr schwieriges Geschäftsjahr, in demallerdings auch die Restrukturierung desMolkereigeschäfts abgeschlossen wurde.Intern wirkten sich die im ersten Quartalnoch zu verkraftenden hohen Sonderaufwendungender StandortschließungMarburg über den gesamten Berichtszeitraumaus.Aus dem externen Marktumfeld sorgtendie nachteiligen Preise für Konsummilchund Frischprodukte bei gleichzeitig höherenMilchgeldzahlungen für einenMargenverlust. Damit führten die innerenund äußeren Einflüsse zu einer zwarmäßigen Umsatzminderung, aber zu einemsehr negativen Geschäftsergebnis.Gleichwohl hat das Unternehmen dieQualitäts- und Markenstrategie mit derGrünen Linie ® und der KaffeespezialitätCaffreddo ® konsequent fortgesetzt.Im Geschäftsfeld Großverbraucher-Handel, das von der SCHWÄLBCHENFrischdienst GmbH an den StandortenMainz, Ilsfeld und seit Mitte Januar 2012über die Kurt Ullrich GmbH in Korntal-Münchingen betrieben wird, wirkte sichder verstärkte Wettbewerb aus. Dennauch im Außer-Haus-Markt werden diegroßen Handelskonzerne immer aktiver.Deshalb musste im Handelssegmenttrotz einer Umsatzausweitung ein Ergebnisrückganghingenommen werden.Milchanlieferung und ProduktionsprogrammAn die SCHWÄLBCHEN AG wurden imJahr 2012 insgesamt 147,6 Mio. kg (Vj.179,0 Mio. kg) Milch angeliefert, was einerplanmäßigen Reduzierung um 17,6%entsprach. Daran hatte das Milchaufkommenvon eigenen Erzeugern einen– Mio. kg – 2008 2009 2010 2011 2012Milch von Erzeugern 178,286 165,297 172,759 176,280 142,998Milch von Molkereien 16,965 18,269 1,813 2,750 4,599Gesamteingang 195,251 183,566 174,572 179,030 147,597Frische Milch 32,278 33,067 29,775 32,560 31,501Haltbare Milch 96,208 74,340 67,154 52,362 0Milch zu Speisequark 36,072 36,289 34,179 31,920 30,523Sahne, Joghurt und sonstigeMilchfrischprodukte 30,693 39,870 43,464 62,188 85,573Gesamtverarbeitung 195,251 183,566 174,572 179,030 147,597Veränderung zum Vj. in % ./.3,9 ./.6,0 ./.4,9 2,6 ./.17,65


erfreulich hohen Anteil von 96,9% (Vj.98,5%).Mit der Verlagerung der Produktion derHarzmolkerei GmbH zur Muttergesellschaftim Frühjahr 2009 und der Schließungder Betriebsstätte Marburg imHerbst 2011 wurde die strategische Neuordnungdes Molkereigeschäfts im Berichtsjahrabgeschlossen. Die Kooperationmit der Arla Foods DeutschlandGmbH, zuvor Milch-Union Hocheifel eG,bei Haltbarer Milch und im Rohstoffmanagementbestand unverändert fort.Durch den Ausbau der Produktion amStammsitz Bad Schwalbach ergab sichhier ein erneuter Verarbeitungsanstiegum 12,0% auf 119,2 Mio. kg (Vj. 106,5Mio. kg). Der Focus auf einen Molkereistandortund der Strukturwandel bei denMilcherzeugern machten zum Jahresanfangauch eine Tourenoptimierung beider Erfassungslogistik erforderlich.Innerhalb des Produktionsprogrammsverringerte sich die Herstellung von frischerMilch auf 31,5 Mio. kg und die Produktionvon Speisequark auf 30,5 Mio.kg. Haltbare Milch wurde im Jahr 2012nicht mehr selbst produziert, sondernvom Kooperationspartner Arla fertig bezogenund an die Kunden weiter verkauft.Die deutlich gestiegene Menge bei Sahne,Joghurt, sonstige Frischprodukte undMilchversand war vor allem auf den höherenAnteil an Versandmilch zurückzuführen.Für den Abverkauf vieler Frischprodukteder Grünen Linie ® und des KaffeegetränksCAFFREDDO ® war die Witterungim letzten Jahr besonders ungünstig, sodassim Frühjahr und Sommer die für diesenSortimentsteil wichtigen Absatzimpulseweitgehend ausblieben.UmsatzentwicklungQuark12%Umsatzstruktur derSCHWÄLBCHEN AGSonstigeProdukte 16%Frische Milch23%Obgleich der um 17,6% reduziertenMilchanlieferung und der im Frühjahrmassiv gesenkten Preise verringertensich bei der SCHWÄLBCHEN AG die Umsatzerlösenur um 3,7% auf 109,5 Mio. €(Vj. 113,7 Mio. €). Eine bis weit in diezweite Jahreshälfte sogar noch positiveUmsatzentwicklung wurde durch diePreiserosion ab Mai sukzessiv aufgezehrt.Der auf Ganzjahressicht gleichwohlmoderate Rückgang kam durch dieZusatzumsätze der als Fertigprodukt zugekauftenHaltbaren Milch zustande, dieim Vorjahr noch weitgehend aus Eigenproduktionentstanden. Des Weiteren warzu berücksichtigen, dass sich durchplangemäß verringerte Absatzmengenim Preiseinstieg das Erlösniveau verminderte.Die ab November wieder deutlich höherenPreise für Konsummilch und Frischproduktezeigten nicht nur die starkePreisvolatilität in 2012, sondern verdeutlichtenauch deren preislichen Nachholbedarf.Die Harzmolkerei GmbH verantwortetenach wie vor selbstständig den Kundenstammund das Sortiment. Aufgrund derim Frühjahr bei großvolumigen Gebindenwie 5- und 10-kg Eimerware und 10-ltr.-Frischmilch-Beutel ebenfalls abgesenktenPreise musste die Harzmolkerei einenUmsatzrückgang um 7,4% auf 10,7 Mio. €(Vj. 11,6 Mio. €) hinnehmen.Sahne19%Joghurt8%HaltbareMilch 22%Das Molkereisegment der SCHWÄLB-CHEN-Gruppe erreichte zusammen110,8 Mio. € (Vj. 115,2 Mio. €).6


Die SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbHexpandierte vergangenes Jahr im Großverbraucher-Marktsowohl aus internerals auch externer Kraft. So wurde MitteJanuar das operative Geschäft der insolventenKurt Ullrich GmbH & Co. KGübernommen. Auf Basis eines „assetdeals“ wurden deren wesentliche Aktivitätenauf die neu gegründete KurtUllrich GmbH übertragen, an der dieFrischdienst GmbH mehrheitlich beteiligtist. Mit dieser Übernahme wird diedynamische Entwicklung des Geschäftsfeldesin Baden-Württembergverstärkt. Bereits seit 2004 ist dieSCHWÄLBCHEN Wiese GmbH als spezialisierterZustell-Dienstleister mit hoherSortiments- und Service-Kompetenz indem Bundesland präsent. Das Großverbraucher-Handelssegmentkonnte dieUmsätze um beachtliche 8,8% auf 111,3Mio. € (Vj. 102,3 Mio. €) steigern. Diestrotz der fortwährend intensiver werdendenKonkurrenzverhältnisse.Unter Einschluss aller Tochtergesellschaftenresultierte im Geschäftsjahr2012 ein konsolidierter Gesamtumsatz inHöhe von 205,6 Mio. € (198,9 Mio. €),das entsprach einer Erhöhung um 3,4%.Umsatzstruktur desSCHWÄLBCHEN-KonzernsHandelsumsatz45%InvestitionenJoghurt undsonst. Produkte 13%Frische Milch13% HaltbareMilch 12%Sahne11%Quark6%Die SCHWÄLBCHEN AG blieb in 2012mit 1,146 Mio. € (Vj. 1,936 Mio. €) unterdem Investitionsniveau früherer Jahre.Die Investitionen erfolgten allein in BadSchwalbach und betrafen vor allem denHerstell- und Abfüllprozess von frischerSahne, eine neue Erhitzungslinie und moderneFiltrationstechnik. An den stillgelegtenProduktionsstandorten in Marburgund bei der Harzmolkerei in Wernigerodegab es keine Investitionen mehr.Ein ebenfalls geringes Investitionsvolumenhatte die Frischdienst GmbH, nachdemin den beiden Vorjahren für die Erweiterungund Modernisierung des Logistikzentrumsin Mainz hoch investiertwurde. Zusammen mit der Wiese GmbHund der Ullrich GmbH wurden Investitionenin Höhe von 1,138 Mio. € (Vj. 2,691Mio. €) getätigt. Diese waren vor allemfür Abschlusszahlungen der Großinvestition,Anschaffungen im Fuhrpark und seitensder neuen Gesellschaft erworbeneVermögensgegenstände.Insgesamt lag das konzernweite Investitionsvolumenbei 2,285 Mio. € (Vj. 4,626Mio. €).PersonalIm Jahresdurchschnitt verringerte sichdie Mitarbeiteranzahl bei der SCHWÄLB-CHEN AG infolge der Betriebsschließungauf 112 (Vj. 125). Im Nachgang des Interessenausgleichsentschieden sich dortfast alle Beschäftigten auf Basis einesRechtsvergleichs für die Abfindungenentsprechend einem Sozialplan und damitgegen eine Weiterbeschäftigung. Beider Harzmolkerei GmbH gab es kein Personal.Die Frischdienst GmbH kam gemeinsammit der Wiese GmbH und derUllrich GmbH auf jahresdurchschnittlichnunmehr 273 (Vj. 233) Mitarbeiter. Insgesamtwurden somit 385 (Vj. 358) Personenbeschäftigt.Die Umsatzleistung je Mitarbeiter erreichtebei der AG 0,977 Mio. € (Vj. 0,910Mio. €) und bei der Frischdienst GmbH0,408 Mio. € (Vj. 0,439 Mio. €). Für die inschwierigem Umfeld und einer für die Unternehmenszukunftwichtigen Phase geleisteteArbeit gebührt den Beschäftigtengroßer Dank und Anerkennung.7


Wirtschafts- und ErtragslageDie aus der Restrukturierung des Molkereigeschäftsresultierenden Folgekostenbelasteten die wirtschaftliche Lage derSCHWÄLBCHEN AG ebenso, wie derkaum verminderte Vermarktungsnachteilvon Konsummilch und Frischprodukten.Insofern spiegeln die Ergebniszahlendes Unternehmens im Jahr 2012 die Vorteileaus der Neuausrichtung noch nichtwider.Das ließen weder die internen Belastungenaus den Abfindungen für das MarburgerPersonal und deren Weiterbeschäftigungbis ins erste Quartal, nochder Margendruck auf die rohstoffintensivenProdukte bei den höheren Auszahlungspreisenzu. Vor allem aus diesenGründen ergab sich im letzten Jahr einnochmals deutlich negatives Geschäftsergebnis.Den im Vorjahresvergleich geringerenRohertrag von 23,708 Mio. € (Vj. 26,085Mio. €) schmälerten zunächst die amJahresanfang gefallenen Versandmilchpreise.Hiervon war das Unternehmendurch den größeren Anteil am Absatzprogrammzumindest partiell betroffen.Ab Mai drückten dann die stark reduziertenAbgabepreise bei weniger vermindertenRohstoffkosten und höhereKosten für Verpackungen und Einsatzstoffeden Rohertrag. Außerdem entstandennur 1,651 Mio. € (Vj. 2,369 Mio. €)sonstige betriebliche Erträge. Die Rohertragsspanneging daher auf 21,6% (Vj.22,9%) zurück.Auch wenn im vergangenen Jahr nocheinmalige Sonderbelastungen von insgesamtetwa 730 T€ anfielen, wirkte sich dieStandortschließung bereits merkbar inden Kostenpositionen aus. So gingen unternehmensweitzahlreiche Aufwendungeninfolge der vollständigen Betriebsstilllegungzurück. Der Personalaufwandnahm um 8,1% auf 6,234 Mio. € (Vj. 6,783Mio. €) ab, darin enthalten war auch dieFortzahlung für die Marburger Belegschaft.Die Abschreibungen des Anlagevermögensblieben mit 1,469 Mio. € (Vj.2,306 Mio. €) erheblich niedriger. Bei denum 9,4% verminderten Sonstigen betrieblichenAufwendungen von 17,987Mio. € (Vj. 19,853 Mio. €) waren die Abfindungszahlungenfür das MarburgerPersonal beinhaltet. Des Weiteren gingenvor allem die Kosten für das Duale System,die Ausgangsfrachten sowie fürEnergie und Instandhaltung zurück.Beim Finanzergebnis blieb der Beteiligungsertragder Frischdienst GmbH mit1,140 Mio. € konstant; der Zinssaldo warmit –289 T€ (Vj. –236 T€) etwas negativer.Nach dem außerordentlichen Ergebnisund einem Steuererstattungsanspruchresultierte im Berichtsjahr ein nochmalserwartet hoher Jahresfehlbetrag von–1,185 Mio. € (Vj. –2,004 Mio. €).Bei der Harzmolkerei GmbH stand diewirtschaftliche Lage ebenfalls unter demEinfluss der durch unzureichende Abgabepreiserückläufigen Umsätze. Gleichwohlwurde auf Basis der ausgelagertenProduktion eine wiederum positive Ertragslageerzielt. Dabei ging der Rohertragauf 1,353 Mio. € (Vj. 1,475 Mio. €)und die Rohertragsspanne leicht auf12,6% (Vj. 12,7%) zurück. Da bis auf eineZeitwert-Abschreibung und den Vertriebsaufwandkeine wesentlichen Betriebskostenentstanden, ergab sich einverringerter Jahresüberschuss von 140T€ (Vj. 218 T€).Auch die SCHWÄLBCHEN FrischdienstGmbH blickte im vergangenen Jahr aufeine ereignisreiche Geschäftsentwicklungund zugleich schwierige Wirtschaftslagezurück. Dabei stellten sowohldie angespannten Konkurrenzverhältnisseals auch das operativ übernommeneGeschäft der Kurt UllrichGmbH für die gesamte Frischdienst-Organisationeine nicht unerhebliche Belastungdar, sei es in personeller oderwirtschaftlicher Hinsicht. Die äußerenEinflüsse zeigten sich im Spannungsfeldhöherer Wareneinstandspreise und dazu8


schwierig anzupassender Verkaufspreise.Des Weiteren befand sich die KurtUllrich GmbH im nicht einfachen Anlaufstadiumdes Gründungsjahres. Daherkonnte im vergangenen Geschäftsjahrdie Ertragslage nicht dem Umsatzanstiegfolgen.Der Rohertrag nahm teilkonsolidiert zwarum 6,8% auf 22,277 Mio. € (Vj. 20,850Mio. €) zu, was einer Spanne von 20,0%(Vj. 20,4%) entsprach. Der Zuwachsbeim Rohertrag reichte aber nicht aus,um die ebenfalls stark erhöhten Aufwendungenzu kompensieren, die vor allemdie Positionen der neuen Gesellschaftbeinhalteten.Der Personalaufwand war wegen dergrößeren Mitarbeiteranzahl mit 11,367Mio. € (Vj. 9,826 Mio. €) höher. Die Abschreibungenlagen auf Basis derumfassenden Baumaßnahme mit 0,850Mio. € deutlich über Vorjahr (Vj. 0,564Mio. €). Der Sonstige betriebliche Aufwandstieg auf 8,100 Mio. € (Vj. 7,319Mio. €). Nach dem Finanz- und Steuerergebnisverblieb teilkonsolidiert eindeutlich verringerter Jahresüberschussvon 1,013 Mio. € (Vj. 1,972 Mio. €).Mit dem Wechsel des Börsensegmentesder SCHWÄLBCHEN-Aktien vom ReguliertenMarkt (General Standard) in denEntry Standard (Open Market) an derFrankfurter Börse zum Jahresende ändertesich auch die konzernweite Rechnungslegung.Demzufolge wurde imJahr 2012 die Konsolidierung aller in denKonzernabschluss einbezogenen Gesellschaftenwieder gemäß den Vorschriftendes HGB und BilMoG durchgeführt.Daraus ergab sich eine Verringerungdes Rohertrags auf 46,688 Mio. €(Vj. 47,789 Mio. €) sowie ein Konzernjahresfehlbetragvon –1,150 Mio. € (Vj.–0,911 Mio. €).Vermögens- und FinanzlageDie Restrukturierung im Molkereigeschäftstellte zugleich einen finanziellenKraftakt dar, der sich in 2011 und 2012mit eingeplanten Verlusten in der Vermögens-und Finanzstruktur ausgewirkt hat.Trotz der im Vorjahr und im Berichtsjahrzu verkraftenden Sonderaufwendungenblieben die Vermögens- und Finanzverhältnissebei der SCHWÄLBCHEN AGgeordnet, was eine solide Bilanz und diejederzeit ausreichende Liquidität bestätigten.Das gesamte Anlagevermögen nahm imBerichtszeitraum auf 11,761 Mio. € (Vj.12,118 Mio. €) leicht ab. Während beiden Technischen Anlagen und Maschinensich im Vorjahr noch eine hohe Sonder-Abschreibungin Marburg auswirkte,erhöhte sich die Position jetzt wieder auf5,885 Mio. € (Vj. 5,414 Mio. €). Dies zumeinen durch die laufende Investitionstätigkeitund zum anderen aus der Umbuchungvon im Vorjahr geleisteten Anzahlungen.Die übrigen Positionen des Sachanlagevermögenslagen etwas niedriger.Die Finanzanlagen blieben mit 2,344Mio. € unverändert. Das mit zusammen20,076 Mio. € (Vj. 21,929 Mio. €) niedrigereUmlaufvermögen ging mit dem geringerenGeschäftsvolumen einher, wasdie stark rückläufigen Forderungen ausLieferungen und Leistungen mit 12,215Mio. € (Vj. 14,995 Mio. €) zeigten. DieVorräte wurden infolge des gestiegenenRohstoff- und Abgabepreisniveaus zumBilanzstichtag mit 3,791 Mio. € (Vj. 3,579Mio. €) höher bewertet. Die Forderungengegen verbundene Unternehmen lagenbei 1,151 Mio. € (Vj. 1,413 Mio. €), dieSonstigen Vermögensgegenstände bei1,999 Mio. € (Vj. 1,889 Mio. €) und dieliquiden Mittel stichtagbedingt bei 0,920Mio. € (Vj. 0,053 Mio. €). Insgesamt nahmdie Bilanzsumme auf 31,837 Mio. € (Vj.34,047 Mio. €) ab.Der nochmalige Jahresfehlbetrag in2012 und der damit aufgelaufen hohe Bilanzverlustvon –3,150 Mio. € (Vj. –1,966Mio. €) schmälerten das Eigenkapital,das mit 11,260 Mio. € (Vj. 12,444 Mio. €)aber immer noch eine Quote von 35,4%(Vj. 36,6%) an der Bilanzsumme hat unddas Anlagevermögen zu 96% (Vj. 103%)9


finanziert. Die anderen Eigenkapital-Positionenblieben im Vorjahresvergleichunverändert. Ebenso waren die Rückstellungenmit 5,673 Mio. € (Vj. 5,773Mio. €) fast gleich. Die Verbindlichkeitenverringerten sich insgesamt auf 14,904Mio. € (Vj. 15,829 Mio. €). Dabei vermindertensich die Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten auf 2,436 Mio. €(Vj. 2,808 Mio. €). Daran hatten die längerfristigenDarlehensverbindlichkeiteneinen Anteil von nur 12,3% (Vj. 17,8%)bezogen auf die Bilanzsumme. Auch dieVerbindlichkeiten aus Lieferungen undLeistungen gingen im Rahmen des geringerenGeschäftsvolumens auf 10,690Mio. € (Vj. 11,157 Mio. €) zurück, ebensodie Sonstigen Verbindlichkeiten mit1,778 Mio. € (Vj. 1,864 Mio. €).In der zum Stichtag 31.12.2012 nunmehrnach den HGB-Vorschriften zu erstellendenKonzernbilanz kam das Eigenkapitalauf 20,179 Mio. € (Vj. 21,381Mio. €) und finanzierte somit zum Stichtag95,3% (Vj. 99,5%) des Anlagevermögens.Die Eigenkapitalquote bezogenauf die Konzernbilanzsumme von 59,023Mio. € (Vj. 58,372 Mio. €) lag bei 34,2%(Vj. 36,6%).Geschäftsrisiken und RisikoberichtZu den für SCHWÄLBCHEN relevantenGeschäftsrisiken gehören, neben dentäglichen Betriebsrisiken als Produzentund Händler von kühlpflichtigen Lebensmitteln,maßgeblich die äußeren Einflussfaktoren.Dabei gehen die potentiellenRisiken jedoch auch immer mit Chanceneinher. Die Hauptaufgabe bestehtdarin, Risiken rechtzeitig zu erfassen undzu beurteilen, um darauf zeitnah und effizientreagieren zu können.Die starke Volatilität auf den beschaffungs-und absatzbezogenen Teilmärktensowie der massive Verdrängungswettbewerbdurch den Konzentrationstrendsensibilisierten das Unternehmendarin, stets ein vorausschauendes Risikomanagementzu betreiben.Die Erfassung, Analyse und Beurteilungder externen Risiken führte in den letztenJahren zu Grundsatzentscheidungen mitweit reichenden und konsequent umgesetztenMaßnahmen. Im Molkereisegmentwaren dies Standortschließungen,strategische Kooperationen, nachhaltigerSortimentsumbau und kontinuierlicheMarkenpflege. Im Handelssegmentwaren es der Ausbau des Logistikzentrums,die Multiplikation des Geschäftsmodellsnach Baden-Württemberg, eineBranchenkooperation für nationale Kunden,die Übernahme eines Frischdienstesund Sortimentausweitungen. Folglichhat sich das Risikomanagement in beidenGeschäftsfeldern als gleichermaßenintakt gezeigt. Sei es zur Verbesserungder jeweiligen Wirtschaftslage als auchfür die weiteren Zukunftsperspektiven.Die Finanz- und Liquiditätsausstattungist unverändert solide. In konservativerForm wird auf eine gute Eigenkapitalbasisgeachtet. Darüber hinaus finanziertsich die SCHWÄLBCHEN-Gruppe durchlangfristige Kredite bei drei Banken, zudenen langjährige Geschäftsbeziehungenbestehen. Langfristige Investitionenwerden mit Eigenkapital und langfristigemFremdkapital finanziert. Für die kurzfristigenZahlungsverpflichtungen sindausreichend Kontokorrentlinien verfügbar,die in 2012 fortbestanden. Zur Risikodiversifikationim Bankenkreis wurdezu einem regionalen Kreditinstitut eineneue Geschäftsverbindung aufgenommen.Dies umfasste eine zusätzlicheKontokorrentlinie. Die Konditionen mitKreditinstituten sind fest vereinbart. Währungsrisikenbestehen nicht. Zu den Finanzierungsinstrumentenwerden weitereAngaben im Anhang gemacht.AusblickDie gesamtwirtschaftliche Entwicklungverspricht für das Jahr 2013 keine besondereWachstumsdynamik. Allerdingssollten die noch gute Arbeitsmarktlageund eine niedrige Inflationsrate den inländischenKonsum und damit auch die10


deutsche Ernährungsindustrie stützen.Inwiefern die Verbraucher bereit sind, fürqualitativ bessere Lebensmittel auchmehr auszugeben, ist angesichts einerstarken Preissensibilität und der Vormachtstellungvon Discount- und Handelsmarkenkritisch zu sehen. Andererseitsgewinnen Themen wie die Transparenz,Regionalität und Herkunft von Nahrungsmittelnan Zuspruch. Die jüngstenEreignisse um falsch deklarierte Fertigprodukteoder mangelnde Kontrollen beiBio-Eiern sowie die öffentliche Berichterstattunghierüber, dürften die Sensibilitätder Konsumenten aber verstärken.Eine wichtige Voraussetzung für stabileBranchenverhältnisse hierzulande, dasgilt für die deutsche Ernährungsindustrieim Allgemeinen und die Molkereiindustrieim Besonderen, bleiben gute Exportbedingungen.Nur dann wird der deutscheMilchmarkt eine ausgeglichene oder positiveEntwicklung vollziehen können. Hierbeigilt es zahlreiche Parameter zu beachten,wie etwa die europa- und weltweitschwankenden Rohstoffvolumina, die internationalverflochtenen Absatzmärkte,den Euro-Wechselkurs oder protektionistischeEinschränkungen. In Anbetrachtsolcher Faktoren, die weder vorherzusehennoch zu beeinflussen sind und die mithoher Volatilität einhergehen, lässt sichkeine verbindliche Aussage über den gesamtenJahresverlauf machen. Dahersteht dieser Ausblick unter Vorbehalt.Der deutsche Milchmarkt steht seit demJahresanfang unter ganzheitlich stabilerenRahmenbedingungen wie im Jahr zuvor.Unter anderem sind die Käsebeständeauf einem niedrigen Niveau undauch die Spotmarktpreise für Milch undSahne sind nach einer zeitweisen Abschwächungzum Jahresbeginn aktuellwieder erholt. Das lässt sich mit den aufnahmefähigenAuslandsmärkten begründen.Allerdings hat Russland die Käseeinfuhrenaus einigen Bundesländernaus Veterinärgründen zuletzt eingestellt.Darüber hinaus liegen seit Anfang 2013viele wichtige Milchverwendungen imVerwertungsniveau in einer engerenBandbreite zusammen und auch diePreisvolatilität ist bisher relativ gering. Immerhinkonnte die Erlösdifferenz vonKäse und Molkenpulver, Butter undMilchpulver sowie vom Milchversand gegenüberKonsummilch und Frischproduktenbei der letzten Kontraktrunde etwasverringert werden.Ein entscheidender Faktor für die weitereMarktentwicklung wird vor allem dasRohmilchaufkommen sein, dies gilt esnicht nur deutschlandweit zu beachten.Auch sind privat oder öffentlich eingelagerteMengen an Butter und Milchpulvernicht mehr vorhanden. Letztlich bleibt abzuwarten,wie sich der weitere Jahresverlaufdarstellt.Bei der SCHWÄLBCHEN AG sollte sichnach den Veränderungen der letzten beidenJahre, auf Basis der neuen Unternehmensstrukturund den angepasstenBetriebsprozessen in 2013 eine wirtschaftlicheErholung einstellen. Nachden harten Einschnitten der jüngeren Vergangenheitbesteht die Zuversicht, dassdie positiven Wirkungen aus diesen Maßnahmennun Schritt für Schritt sichtbarwerden. Von daher wird ein zunächst ausgeglichenesErgebnis angestrebt.Im Verlauf der ersten Jahreshälfte wirddie SCHWÄLBCHEN AG zunächst denVorteil haben, dass im Vergleichszeitraum2012 noch erhebliche Sonderbelastungenmit Einmal-Charakter anfielen.Auch die bei einigen Aufwandsarten erreichtenEinspareffekte sollten die Belastungdes Molkereigeschäfts mindern.Dahingegen wird das Unternehmen vonden besseren Abgabepreisen für Konsummilchund Frischprodukte nur bedingtprofitieren können, denn zum einensind auch die Auszahlungspreise auf einemhöheren Niveau, zum anderen istdurchaus noch ein Erlösunterschied zuden anderen Rohstoffverwendungen vorhanden.Die SCHWÄLBCHEN MOLKEREI JakobBerz AG blickt mit dem Geschäftsjahr2013 auf eine 75-jährige Tradition zurück.11


Gerade im 75. Jubiläumsjahr wird dasUnternehmen sein qualitäts- und markenorientiertesLeitbild weiter schärfen.Das soll unter anderem mit dem Distributionsausbauder Grünen Linie, Neuprodukteinführungenund intensivenMarketingaktivitäten geschehen.Bei der Harzmolkerei GmbH ist basierendauf dem vereinfachten Geschäftskonzept,das auf der Nutzung von Synergienbei der Muttergesellschaft beruht,auch im Jahr 2013 von einer positivenWirtschaftslage auszugehen.Die SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbHund die beiden Tochtergesellschaftenwerden sich in Anbetracht der im Großverbraucher-Handelausgeprägten Wettbewerbsverhältnissebehaupten müssen.Trotz des schwierigen Umfeldes wirdbei der teilkonsolidierten FrischdienstGmbH eine gute Umsatzentwicklung erwartet.Nicht zuletzt sollte bei Ausnutzungaller Kompetenzen im Kunden-,Sortiments- und Logistikbereich sowieder Einkaufspotentiale eine vorteilhafteGeschäftsentwicklung möglich werden.Dabei kommt der Integration der Kurt UllrichGmbH in die Betriebsstrukturen desanerkannten SCHWÄLBCHEN-Frischdienst-Modellseine besondere Bedeutungzu.Bericht gemäß § 289 IV HGB(Übernahmehindernisse)Das gezeichnete Kapital setzt sich aus1.400.000 Stückaktien mit einem rechnerischenAnteil von 2,60 €/Aktie zusammen.Es bestehen keine unterschiedlichenGattungen oder abweichendeRechte und Pflichten. Es sind weder Beschränkungenvon Stimmrechten nochSonder- oder Kontrollrechte bekannt.Für die Benennung und Abberufung desVorstands gelten die gesetzlichen Regelungen.Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 18.Oktober 2013 Aktien der Gesellschaft biszu 10% des derzeitigen Grundkapitals(bis zu 140.000 Stückaktien) über dieBörse oder im Rahmen eines öffentlichenKaufangebotes zu erwerben. Der Gegenwertfür den Erwerb dieser Aktien darfden Börsenkurs um nicht mehr als 10%unterschreiten und nicht mehr als 10%überschreiten. Als maßgeblicher Börsenkursim Sinne der vorstehenden Regelunggilt dabei der Mittelwert derSchlusskurse an der Frankfurter Wertpapierbörsewährend der letzten fünf Börsentagevor dem Erwerb der Aktien bzw.im Falle eines öffentlichen Kaufangebotesvor dem Tag der Veröffentlichung desKaufangebotes. In der Vergangenheitwurde diese Option für 100.000 Aktienausgeübt, die unverändert in Eigenbesitzsind. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenenAktien mit Zustimmung desAufsichtsrates ganz oder teilweise überdie Börse oder durch ein Angebot an alleAktionäre wieder zu veräußern. DerVorstand ist weiterhin ermächtigt, die eigenenAktien mit Zustimmung des Aufsichtsratesganz oder teilweise einzuziehen,ohne dass die Einziehung oder ihreDurchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlussesbedarf. Aufgrundder Ermächtigung kann der Erwerbeigener Aktien sowie deren Wiederveräußerungbzw. der Einzug dieserAktien auch in Teilen, einmal oder mehrmals,ausgeübt werden.Es sind weder Regelungen bei einemKontrollwechsel noch Entschädigungsvereinbarungenbei einem Übernahmeangebotbekannt.Erklärung zur UnternehmensführungDie SCHWÄLBCHEN AG ist sich derTransparenz und Verantwortung gegenüberallen Geschäftspartnern bewusst.Die nach § 289a HGB vorgeschriebeneErklärung zur Unternehmensführungwurde abgegeben undunter www.schwaelbchen-molkerei.deveröffentlicht.12


NachtragsberichtÜber weitere Vorgänge von besondererBedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres2012 ist nicht zu berichten.Bad Schwalbach, den 04. März 2013Der VorstandGünter Berz-List13


NEU! Unser Bester Fruchtjoghurt – der große Genuss im großen Becher!Genießen Sie die fruchtig-leckere Komposition aus heimischen Früchtenund cremig-feinem Joghurt aus frischer Vollmilch.In den drei Sorten: Erdbeere, Himbeere und Apfel-Birne.14


Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat sich seit der letztenHauptversammlung in fünf Sitzungen mitder Lage und den Perspektiven der Aktiengesellschaftund der Beteiligungsgesellschaftenbefasst. Der Vorstand hatden Aufsichtsrat dazu regelmäßig, zeitnahund umfassend informiert. Die zustimmungspflichtigenGeschäfte und Investitionenwurden genehmigt, insbesondereder Wechsel des Börsensegmentes.Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt,dass der Konzernabschluss derSCHWÄLBCHEN MOLKEREI AG unddie Einzelabschlüsse der Gesellschaftenzum 31.12.2012 von der TREURATIOGmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,Steuerberatungsgesellschaft, Wiesbaden,geprüft worden sind. Die Prüfungsgesellschafthat den uneingeschränktenBestätigungsvermerk erteilt und zudembescheinigt, dass der Konzernlageberichtmit dem Konzernjahresabschluss inEinklang steht.Nach Durchführung seiner eigenen Prüfungstimmt der Aufsichtsrat den Jahresabschlüssenfür das Geschäftsjahr 2012der Aktiengesellschaft und des Konzernssowie dem Lagebericht zu. Damitist der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr2012 festgestellt und wird zurVeröffentlichung freigegeben. Der Aufsichtsratund der Vorstand beschließenden Bilanzverlust auf neue Rechnungvorzutragen.Das abgelaufene Jahr 2012 brachte fürdie SCHWÄLBCHEN AG und ihre Tochtergesellschaftennach der bereits rückläufigenEntwicklung des Jahres 2011 erneuteinen Rückschlag. Die Folgen derUmstrukturierung des Molkereisegmentsmit der Konzentration auf einen Standortin Bad Schwalbach und die Erweiterungdes Handelssegments durch die Übernahmeeines Unternehmens forderten, inVerbindung mit der verschärften Wettbewerbslage,ihren Tribut. Trotz dieser negativenEntwicklung der letzten beidenJahre geht der Aufsichtsrat davon aus,dass – auch bei weiterhin zu erwartendenstarken Wettbewerb – für das laufendeJahr 2013 die Wende für eine nachhaltigeVerbesserung geschafft ist.Im Molkereisegment, dem Tätigkeitsfeldder SCHWÄLBCHEN AG, führte derPreisrückgang bei den Handelsmarkenin den Monaten Mai bis Oktober zu Einbußen,die in diesem Umfang auf derRohstoffseite nicht weitergegeben wurdenund durch ihren hohen Anteil auchnicht von den SCHWÄLBCHEN-Markenproduktenaufgefangen werden konnten.Zu diesem Nachteil des laufenden Geschäftskamen in 2012 noch erheblicheFolgekosten der vorangegangenen Produktionsumstellungenhinzu.Im Handelssegment, dem Tätigkeitsfeldder SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbH,konnte eine weiter positive Umsatzentwicklungerreicht werden, allerdingsmussten Einbußen bei der Marge sowohlbei der Verteidigung des angestammtenGebiets Rhein-Main als auch bei der Expansionim Rhein-Neckar-Raum gemachtwerden. Hinzu kamen die Folgekostender Übernahme des StandortesKorntal. Der Aufsichtsrat sieht trotz dieserAnlaufverluste in der Ausweitung imGroßraum Stuttgart einen wichtigenSchritt zur Stabilisierung und Ergänzungdes Handelssegments.Das Jahr 2012 stellt – zusammen mit2011 – einen harten Einschnitt dar, aberSCHWÄLBCHEN geht mit verbessertenVoraussetzungen in das neue Jahr. DerAufsichtsrat dankt dem Vorstand, denFührungskräften und der gesamten Belegschaftfür die dafür geleisteten Anstrengungen.Bad Schwalbach, den 11. März 2013Der AufsichtsratDr. Günter Berz-List– Vorsitzender –15


Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2012 nach HGBder SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG,Bad SchwalbachAktivaAnhang 31. 12. 2012 2011€ T€A. AnlagevermögenI. Immaterielle Vermögensgegenstände 11. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechteund ähnliche Rechte und Werte 133.987,80 702. Geschäfts- oder Firmenwert 2 160.000,00 0II. Sachanlagen 31. Grundstücke und Bauten 12.543.349,31 12.8262. Technische Anlagen und Maschinen 6.770.192,00 6.4593. Andere Anlagen, Betriebs- undGeschäftsausstattung 1.341.195,00 1.2564. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150.408,26 78820.805.144,57 21.329III. FinanzanlagenBeteiligungen 4 84.316,17 8421.183.448,54 21.483B. UmlaufvermögenI. Vorräte 51. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.234.671,07 1.9672. Unfertige Erzeugnisse 168.692,43 2963. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.829.835,29 5.2828.233.198,79 7.545II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 61. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.697.941,21 24.9022. Sonstige Vermögensgegenstände 4.706.229,17 4.018– davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr:340.191,91 € (Vj. 424 T€)28.404.170,38 28.920III. Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei 7Kreditinstituten und Schecks 986.124,58 20437.623.493,75 36.669C. Rechnungsabgrenzungsposten 8 209.992,48 204D. Aktive latente Steuern 9 6.619,01 1659.023.553,78 58.37216


PassivaA. Eigenkapital 10Anhang 31. 12. 2012 2011€ T€I. Gezeichnetes Kapital 3.640.000,00 3.640./. Eigene Anteile –260.000,00 –2603.380.000,00 3.380II. Kapitalrücklage 5.170.000,00 5.170III. GewinnrücklagenAndere Gewinnrücklagen 15.019.234,38 15.019./. Eigene Anteile –1.540.000,00 –1.54013.479.234,38 13.479IV. Konzernbilanzverlust –2.428.574,47 –1.229V. Minderheitenanteil am Kapital 578.389,60 58120.179.049,51 21.381B Rückstellungen1. Rückstellungen für Pensionen 11 2.822.729,00 2.9192. Steuerrückstellungen 12 0,00 23. Sonstige Rückstellungen 12 6.635.845,97 7.1919.458.574,97 10.112C. Verbindlichkeiten 131. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14 10.194.971,10 8.254– davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr:4.225.584,10 € (Vj. 2.675 T€)2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.990.706,39 16.392– davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr:16.990.706,39 € (Vj. 16.392 T€)3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.200.251,81 2.233– davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr:706.712,14 € (Vj. 668 T€)– davon aus Steuern:158.145,95 € (Vj. 133 T€)– davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:73.584,30 € (Vj. 75 T€)29.385.929,30 26.87959.023.553,78 58.37217


Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungvom 01. Januar bis 31. Dezember 2012 nach HGBder SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG,Bad SchwalbachAnhang 2012 2011€ T€1. Umsatzerlöse 15 205.629.983,00 198.9312. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestandsan fertigen und unfertigen Erzeugnissen –48.675,16 423. Sonstige betriebliche Erträge 16 1.264.103,88 2.672206.845.411,72 201.6454. MaterialaufwandAufwendungen für Roh-, Hilfs- undBetriebsstoffe und für bezogene Waren 160.157.232,17 153.8565. Personalaufwanda) Löhne und Gehälter 14.640.179,63 13.822b) Soziale Abgaben und Aufwendungen fürAltersversorgung und für Unterstützung 2.967.069,97 2.7936. Abschreibungen 17auf immaterielle Vermögensgegenständedes Anlagevermögens und Sachanlagen 2.389.880,97 2.9247. Sonstige betriebliche Aufwendungen 26.505.539,49 27.639185.509,49 6118. Erträge aus Beteiligungen 1.431,62 19. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.648,62 7910. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18 592.412,30 56411. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit –400.822,57 12712. Außerordentliches Ergebnis 19 –54.866,00 –5513. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –613.002,16 –91014. Sonstige Steuern –81.565,96 –7315. Jahresfehlbetrag –1.150.256,69 –91116. Gewinnanteil anderer Gesellschafter –49.576,58 –11617. Verlustanteil der Eigenkapitalgeber –1.199.833,27 –1.02718. Verlustvortrag (Vj. Gewinnvortrag) –1.228.741,20 80919. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0,00 75120. Gewinnausschüttung 0,00 26021. Konzernbilanzverlust –2.428.574,47 –1.22918


Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2012 nach HGBder SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG,Bad SchwalbachAllgemeine AngabenDer Konzernabschluss der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG wurdegemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wirdnach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.Nachdem der Konzern seine Konzernabschlüsse für die Geschäftsjahre 2005 bis2011 nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt hat, wurdeder Konzernabschluss zum 31.12.2012 erstmals wieder nach deutschem Handelsgesetzbuch(HGB) aufgestellt. Seit dem 28.12.2012 ist die Aktie im „Entry Standard“der Deutschen Börse in Frankfurt notiert und nicht mehr im „General Standard“, sodass die Gesellschaft kein kapitalmarktorientiertes Unternehmen nach § 264d HGBmehr ist. Die Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2011 wurden retrospektiv ermitteltund erfolgsneutral an die Vorschriften des HGB angepasst. Eine Überleitungdes Eigenkapitals für das Geschäftsjahr 2011 von den nach IFRS berichteten Wertenzu den in diesem Konzernabschluss nach HGB dargestellten Vergleichszahlen2011 ergibt sich aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung und aus der Anmerkungzum (10) Eigenkapital.KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind die SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AG und vier inländischeTochtergesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen.Für die Ingangsetzung des operativen Geschäftes der Kurt Ullrich Geflügel-Wild-Tiefkühlkost GmbH, Korntal-Münchingen, wurden Vermögensgegenstände in Höhevon insgesamt 1.247 T€ erstmals in der Konzernbilanz angesetzt. Die Vermögensübernahmewurde mit Eigenkapital und durch die Inanspruchnahme einer kurzfristigenKreditlinie finanziert.KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs nach dem31.12.2009 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zu demZeitpunkt vorgenommen, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen gewordenist. Der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile wird mit demauf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmensverrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunktbeizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmendenVermögensgegenstände und Schulden entspricht. Ein nach der Verrechnungverbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht,als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unterdem Posten „Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung“ nach dem Eigenkapitalausgewiesen. Die Kapitalkonsolidierung der Tochtergesellschaften, dievor dem 01.01.2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde weiterhin nach der Buch-19


wertmethode (§ 301 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB a. F.) durchgeführt. Dabei entstandeneaktivische Unterschiedsbeträge (314 T€) und passivische Unterschiedsbeträge(468 T€) wurden mit den Gewinnrücklagen verrechnet.Zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeitengegeneinander aufgerechnet sowie Umsatzerlöse und andere Erträge mit denentsprechenden Aufwendungen verrechnet und Zwischengewinne eliminiert.Die auf Konzernfremde entfallenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaftenwerden als Minderheitenanteil am Kapital gesondert ausgewiesen.Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Abschlüsse der SCHWÄLBCHEN AG sowie der Tochtergesellschaften werdennach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Einzelabschlüsseder in den Konzern einbezogenen Gesellschaften sind auf den Bilanzstichtagdes Konzerns aufgestellt.Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten bzw.Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert.Die (1) immateriellen Vermögensgegenstände werden linear (bei einer betriebsgewöhnlichenNutzungsdauer von bis zu drei Jahren) abgeschrieben. Selbst erstellteimmaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.Der aktivierte (2) Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend seiner geschätztenNutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.Die (3) Sachanlagen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf linear abgeschrieben.Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden im Zugangsjahrvoll abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen einheitlicheNutzungsdauern zugrunde: Betriebs- und Geschäftsgebäude 25–33 Jahre,Grundstückseinrichtungen 10–20 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen 7–20Jahre, Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3–14 Jahre. GeringwertigeWirtschaftsgüter bis 410 € werden im Jahr des Zugangs in vollem Umfangabgeschrieben.Die (4) Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.Außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen werden durchgeführt, fallsEreignisse oder Umstände eingetreten sind, die eine dauerhafte Wertminderung derVermögensgegenstände erwarten lassen.Bei den (5) Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswarengrundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bzw.niedrigeren Nettoveräußerungswerten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnissewerden mit den Herstellungskosten unter Berücksichtigung einer verlustfreien Bewertungzum Bilanzstichtag angesetzt. Als Verbrauchsfolgeverfahren kommt die Fi-Fo-Methode zur Anwendung. Finanzierungskosten sind nicht Teil der AnschaffungsoderHerstellungskosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderterVerwertbarkeit ergeben, führen zu Abwertungen.20


Erläuterungen zur Bilanz (1), (2), (3), (4), (17)Entwicklung des AnlagevermögensSCHWÄLBCHEN-Konzern nach HGB+ ZugängeStand ./. Abgänge kumulierte Abschreibungen Buchwert(Angaben in €) 01.01.2012 U Umbuchungen Abschreibungen 2012 31.12.2012I. Immaterielle Vermögensgegenstände1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 1.047.115,19 + 120.849,68 1.056.477,07 79.274,88 133.987,80und ähnliche Rechte und Werte U 22.500,002. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 + 200.000,00 40.000,00 40.000,00 160.000,00II. Sachanlagen1. Grundstücke und Bauten 25.427.680,49 + 330.171,27 13.214.502,45 612.929,20 12.543.349,31U 0,002. Technische Anlagen und Maschinen 28.664.145,73 + 309.063,70 23.408.863,97 1.265.294,39 6.770.192,00./. (191.010,34)U 1.396.856,883. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.839.152,11 + 542.957,15 3.931.397,79 392.382,50 1.341.195,00./. (109.516,47)4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 788.250,55 + 781.514,59 150.408,26U (1.419.356,88)III. Finanzanlagen1. Beteiligungen 84.316,17 84.316,1760.850.660,24 + 2.284.556,39 41.651.241,28 2.389.880,97 21.183.448,54./. (300.526,81)U 0,00+ ZugängeStand ./. Abgänge kumulierte Abschreibungen Buchwert(Vorjahresangaben in €) 01.01.2011 U Umbuchungen Abschreibungen 2011 31.12.2011I. Immaterielle Vermögensgegenstände1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 1.002.743,53 + 17.590,16 977.202,19 66.716,66 69.913,00und ähnliche Rechte und Werte U 26.781,50II. Sachanlagen1. Grundstücke und Bauten 20.228.923,97 + 2.459.736,32 12.601.573,25 503.077,09 12.826.107,24U 2.739.020,202. Technische Anlagen und Maschinen 29.635.601,11 + 245.562,01 22.205.647,58 1.868.218,06 6.458.498,15./. (3.358.889,67)U 2.141.872,283. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.175.215,34 + 278.934,66 3.593.536,11 486.255,66 1.255.917,00./. (604.696,89)4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.071.398,79 + 1.624.525,74 788.250,55U (4.907.673,98)III. Finanzanlagen1. Beteiligungen 84.316,17 84.316,1760.198.198,91 + 4.626.348,89 39.377.959,13 2.924.267,47 21.483.002,11./. (3.963.586,56)U 0,0021


(6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zuAnschaffungskosten bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungenwerden für erkennbare Ausfallrisiken Einzelwertberichtigungen und für das allgemeineKreditrisiko Pauschalwertberichtigungen von 1% (Vj. 2%) gebildet.(7) Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwertbilanziert.Die (11) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf derGrundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach dem Anwartschaftsbarwertverfahrengebildet. Als Berechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, ein Rechnungszins von 5,04% (Vj. 5,14%),ein gesplitteter Einkommenstrend von 0% bzw. 2% (Vj. 0% bzw. 2%) sowie ein Rententrendvon 1,5% (Vj. 2%) und eine Fluktuationsrate von 0% (Vj. 0%) zugrunde gelegt.Die erforderliche Zuführung aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertungbei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wirdbis zum 31. Dezember 2024 mit jährlich 1/15 berücksichtigt.Die (12) Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alleungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischerBeurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.Die (13) Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Zuwendungender öffentlichen Hand werden von den Anschaffungskosten abgesetzt.Erläuterungen der KonzernbilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen desGeschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.Angaben zum Anteilsbesitz Beteiligung in %Konsolidierungskreis:Harzmolkerei Wernigerode GmbH, Wernigerode 100,00SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbH, Mainz 95,00SCHWÄLBCHEN-Wiese-Frischdienst GmbH, Ilsfeld 95,00Kurt Ullrich Geflügel-Wild-Tiefkühlkost GmbH,Korntal-Münchingen 95,00Assoziierte Unternehmen:Gesellschaft zur Förderung des Absatzes milchwirtschaftlicherProdukte GmbH, München 1) 33,33COMO Centrale Organisation MolkereiprodukteHandelsgesellschaft mbH, Mainz 1) 16,671)Die Beteiligungen wurden wegen der untergeordneten Bedeutung nach § 311 Abs. 2 HGB zu Anschaffungskosten bilanziert.Im (8) Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von 100 T€ enthalten.22


Die bilanzierten (9) aktiven latenten Steuern resultieren aus der Zwischenergebniseliminierung.Eine Aktivierung von primären latenten Steuern auf temporäre Differenzenwurde nach § 298 Abs. 1 i. V. m. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht vorgenommen.Bei einem anzuwendenden Steuersatz von ca. 30% wurden aktive latente Steuernbeim Firmenwert, Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen und steuerlichenVerlustvorträgen ermittelt. Von den bestehenden Verlustvorträgen sind rund32% innerhalb der nächsten fünf Jahre mit hinreichender Wahrscheinlichkeit verrechenbar.Die Entwicklung des (10) Eigenkapitals für den Konzern ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnungdargestellt. Das Gezeichnete Kapital der SCHWÄLBCHENAG ist in 1.400.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 2,60 €/Aktieam Grundkapital eingeteilt. Die im Jahr 2008 über die Börse getätigten Käufe von100.000 Stück (Sept. 14.851, Okt. 55.149, Nov. 30.000) eigenen Aktien dienten derKursstabilität, Liquiditätsanlage und der allgemeinen Marktsicherung. Auf eigeneAnteile entfallen 260.000,– € des Grundkapitals, anteilig 7,14%. Ziel des Kapitalmanagementsist die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, die Stärkungder Eigenkapitalbasis und eine adäquate Verzinsung des Kapitals. Aus den Jahresergebnissenwerden regelmäßig Zuführungen zu den Gewinnrücklagen getätigt.Durch den Wechsel der Rechnungslegung von IFRS auf HGB vermindert sich dasKonzerneigenkapital zum 1. Januar 2011 um 832 T€. Die Veränderung resultiert ausAnpassungen in den Bilanzpositionen Firmenwert (–315 T€), Sachanlagen(–764 T€), aktive latente Steuern (–716 T€), Pensionsrückstellungen (–726 T€) undpassive latente Steuern (–237 T€).(11) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden am Bilanzstichtagaufgrund der Anwendung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in Höhevon 658 T€ (Vj. 713 T€) nicht angesetzt.Die (12) sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Verpflichtungen aus demPersonal- und Sozialbereich sowie ausstehende Abrechnungen und Verpflichtungengegenüber Kunden und Lieferanten. Die Höhe der Lieferantenverpflichtungenbestimmt sich anhand von Einflussfaktoren, die erst im neuen Jahr feststehen undgeschätzt werden.01.01.2012 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2012T€ T€ T€ T€ T€Personal- und Sozialbereich 1.074 1.053 21 1.080 1.080Ausstehende Rechnungen 5.877 5.313 504 5.270 5.330Sonstige Rückstellungen 240 149 16 152 2267.191 6.514 542 6.502 6.63623


(13) VerbindlichkeitenRestlaufzeitgesichertüber 1.... gesamt mitbis 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 JahreT€ T€ T€ T€ T€Verbindlichkeitengegenüber Kreditinstituten 4.226 2.556 3.414 10.195 6.580Verbindlichkeiten ausLieferungen und Leistungen 16.991 16.991 253Sonstige Verbindlichkeiten 707 232 1.261 2.20021.923 2.788 4.675 29.386 6.833Von den (14) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Konzern 6.580 T€(Vj. 6.146 T€) grundpfandrechtlich gesichert. Als Sicherheiten bei einigen Lieferantenverbindlichkeitendienen Bankbürgschaften in Höhe von 253 T€ (Vj. 326 T€).Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden in Höhe von 1.585 T€(Vj. 1.632 T€).Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Haftungsverhältnissen bestehenSonstige finanzielle Verpflichtungen, insbesondere aus operativen Miet- und Leasingverträgen,davon mit Restlaufzeiten bis 1 Jahr 1.186 T€ (Vj. 1.521 T€); von 2–5Jahren 1.883 T€ (Vj. 2.542 T€); über 5 Jahre 4 T€ (Vj. 106 T€). Die wesentlichenMiet- und Leasingverträge betreffen Technische Anlagen und haben eine Laufzeitvon drei bis fünf Jahren. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Verpflichtungenoder Risiken.Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie (15) Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich wie folgt:2012 2011T€ T€Molkerei 110.821 115.204Handel 111.311 102.332Konzernüberleitung –16.502 –18.605205.630 198.931Der Absatzbereich umfasst Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und dieangrenzenden Gebiete.In den (16) sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhevon 803 T€ (Vj. 2.082 T€) vor allem aus der Auflösungen von Wertberichtigungenund Rückstellungen sowie der Änderung des Rententrends bei Pensionsrückstellungenenthalten.Die Gliederung der (17) Abschreibungen ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich. Dieaußerplanmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen belaufen sich aufinsgesamt 194 T€ (Vj. 728 T€).24


In den (18) Zinsaufwendungen ist ein Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungenin Höhe von 175 T€ (Vj. T€ 182) enthalten.Das (19) außerordentliche Ergebnis enthält die außerordentlichen Aufwendungenaus der Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von 1/15 des Unterschiedsbetragsgemäß Art. 67 EGHGB.Sonstige AngabenDie wesentlichen Finanzinstrumente sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungenvon 23.698 T€ (Vj. 24.902 T€) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen undLeistungen von 16.991 T€ (Vj. 16.392 T€) sowie Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten von 10.195 T€ (Vj. 8.254). Das maximale Ausfallrisiko der Forderungenentspricht dem Buchwert. Der Ertrag (Vj. Aufwand) aus der Veränderung derWertberichtigung auf Forderungen betrug im Berichtsjahr 92 T€ (Vj. –51 T€). DerAufwand aus der Ausbuchung von Forderungen betrug im Berichtsjahr 6 T€(Vj. 92 T€).Die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer (§ 267 Abs. 5 HGB) waren126 (Vj. 116) Angestellte, 251 (Vj. 235) gewerbliche Arbeitnehmer und 8 (Vj. 7) Auszubildende.Bezogen auf den Aktionärskreis der SCHWÄLBCHEN AG befinden sich 77,8% derAktien im Besitz der Familien Berz und Berz-List. Die Mehrheitsaktionäre derSCHWÄLBCHEN AG haben Darlehen in Höhe von 1.585 T€ (Vj. 1.632 T€) zur Verfügunggestellt, die mit 3% p. a. verzinst werden, entsprechend 48 T€ (Vj. 48 T€)und für die keine Sicherheit bestellt wurden. Herr Dr. Günter Berz-List ist zugleichAufsichtsratsvorsitzender der SCHWÄLBCHEN AG. Ein Abhängigkeitsbericht warnicht zu erstellen. Alle Geschäfte mit nahe stehenden Personen sind vertraglich vereinbartund zu Bedingungen ausgeführt, wie sie mit konzernfremden Dritten üblichsind, oder zum Vorteil der Gesellschaft gereichen.Die Gesamtbezüge des Vorstands der SCHWÄLBCHEN AG betragen 215 T€(Vj. 228 T€), davon 0 T€ variabel (Vj. 15 T€). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsratsder SCHWÄLBCHEN AG belaufen sich auf 15 T€ (Vj. 15 T€). Von anderen in denKonzern einbezogenen Gesellschaften betragen die Bezüge des Vorstands 29 T€(Vj. 29 T€). Der Aufsichtsrat erhielt keine weiteren Bezüge. Für Pensionsverpflichtungengegenüber früheren und jetzigen Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt1.275 T€ (Vj. 1.159 T€) / 443 T€ (Vj. 317 T€) zurückgestellt. Die laufenden Bezügebetrugen 161 T€ (Vj. 161 T€).Vorstand war im Geschäftsjahr Herr Günter Berz-List, Dipl.-Kfm., Wiesbaden.Mitglieder des Aufsichtsrats waren Herr Dr. Günter Berz-List, Bad Schwalbach (Vorsitzender,Vorstand a.D.), Herr Volker v. Franqué, Wiesbaden (Stellv. Vorsitzender,Bankdirektor a. D.) und Herr Martin Bootz, Nauheim (Arbeitnehmervertreter, Molkereitechniker).Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat im Geschäftsjahr von den zum SCHWÄLB-CHEN-Konzern gehörenden Gesellschaften Abschlussprüfungsleistungen von84 T€ (Vj. 79 T€), Steuerberatungsleistungen von 10 T€ (Vj. 9 T€) und andereBestätigungsleistungen von 6 T€ (Vj. 0 T€) erbracht.25


Herr Dr. Günter Berz-List sowie Frau Elfriede Berz halten jeweils mehr als 30% derAktien an der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AG. Herr Günter Berz-List sowie dieFa. Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel, halten jeweils mehr als 3% der Aktienan der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AG.Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzender Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissenentsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernsvermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnissesund die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein dentatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichenChancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschriebensind.Bad Schwalbach, den 04. März 2013Der VorstandGünter Berz-List26


Das Logistikzentrum der SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbH in Mainz27


Konzern-Kapitalflussrechnung für dasGeschäftsjahr 2012 gemäß IAS 72012 (T€) 2011 (T€)Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteil vonMinderheitsgesellschaftern) vor außerordentlichen Posten –1.095 –856+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.390 2.924+/– Zunahme/Abnahme der Rückstellungen –653 42+ Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen –38 –28–/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständendes Anlagevermögens 5 17–/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen ausLieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nichtder Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind –188 –5.729+/– Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungenund Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht derInvestitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 566 4.075= Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 987 445+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen desAnlagevermögens 189 139– Auszahlungen für Investitionen –2.285 –4.626= Cash-Flow aus Investitionstätigkeit –2.096 –4.487+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 15 0– Auszahlungen an Unternehmenseigner undMinderheitsgesellschafter –65 –325+ Einzahlung aus der Aufnahme von Finanzkrediten 2.507 3.221– Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten –566 –566= Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 1.891 2.330Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestand 782 –1.712+ Finanzmittelbestand zum 01.01. 204 1.916= Finanzmittelbestand zum 31.12. 986 20428


Eigenkapital-Veränderungsrechnung im Konzern(Angaben in €) GewinnanteileGezeichnetes Kapital- Gewinn- Erwirtschaftetes anderer Konzern-Kapital rücklagen rücklagen Eigenkapital Gesellschafter eigenkapital31.12.2010 (IFRS) 3.380.000,00 5.170.000,00 12.252.141,65 2.068.965,95 578.519,39 23.449.626,99Umstellungseffekte 0,00 0,00 476.592,73 –1.259.874,47 –49.191,33 –832.473,0701.01.2011 (HGB) 3.380.000,00 5.170.000,00 12.728.734,38 809.091,48 529.328,06 22.617.153,92Konzernergebnis –1.027.332,68 116.473,59 –910.859,09Einstellung in Gewinnrücklagen 750.500,00 –750.500,00 0,00Dividenden –260.000,00 –65.000,00 –325.000,0031.12.2011 3.380.000,00 5.170.000,00 13.479.234,38 –1.228.741,20 580.801,65 21.381.294,83Konzernergebnis –1.199.833,27 49.576,58 –1.150.256,69Dividenden –65.000,00 –65.000,00Kapitalerhöhung 13.011,37 13.011,3731.12.2012 3.380.000,00 5.170.000,00 13.479.234,38 –2.428.574,47 578.389,60 20.179.049,5129


Bilanz zum 31. Dezember 2012 nach HGBder SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG,Bad SchwalbachAktiva31.12.2012 2011€ T€A. AnlagevermögenI. Immaterielle VermögensgegenständeKonzessionen, gewerbliche Schutzrechteund ähnliche Rechte und Werte 42.174,00 32II. Sachanlagen1. Grundstücke und Bauten 2.993.133,53 3.1252. Technische Anlagen und Maschinen 5.885.370,00 5.4143. Andere Anlagen, Betriebs- undGeschäftsausstattung 345.521,00 4154. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150.408,26 7889.374.432,79 9.742III. Finanzanlagen1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.329.595,42 2.3302. Beteiligungen 14.316,17 142.343.911,59 2.34411.760.518,38 12.118B. UmlaufvermögenI. Vorräte1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.225.897,07 1.9582. Unfertige Erzeugnisse 168.692,43 2963. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.396.857,23 1.3253.791.446,73 3.579II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.215.301,68 14.9952. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.150.920,17 1.4133. Sonstige Vermögensgegenstände 1.998.711,11 1.889– davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr:328.471,55 € (Vj. 403 T€)15.364.932,96 18.297III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstitutenund Schecks 919.785,96 5320.076.165,65 21.92931.836.684,03 34.04730


Passiva31.12.2012 2011€ T€A. EigenkapitalI. Gezeichnetes Kapital 3.640.000,00 3.640./. Eigene Anteile –260.000,00 –2603.380.000,00 3.380II. Kapitalrücklage 5.170.000,00 5.170III. GewinnrücklagenAndere Gewinnrücklagen 7.400.000,00 7.400./. Eigene Anteile –1.540.000,00 –1.5405.860.000,00 5.860IV. Bilanzverlust –3.150.339,78 –1.96611.259.660,22 12.444B. Rückstellungen1. Rückstellungen für Pensionen 2.524.001,00 2.5992. Sonstige Rückstellungen 3.149.432,80 3.1745.673.433,80 5.773C. Verbindlichkeiten1. Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten 2.436.255,51 2.808– davon mit einer Restlaufzeitbis zu 1 Jahr: 2.136.255,51 € (Vj. 2.308 T€)2. Verbindlichkeiten aus Lieferungenund Leistungen 10.689.696,70 11.157– davon mit einer Restlaufzeitbis zu 1 Jahr: 10.689.696,70 € (Vj. 11.157 T€)3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.777.637,80 1.865– davon mit einer Restlaufzeitbis zu 1 Jahr: 286.051,25 € (Vj. 340 T€)– davon aus Steuern: 62.370,77 € (Vj. 60 T€)– davon im Rahmen der sozialenSicherheit: 21.832,40 € (Vj. 22 T€)14.903.590,01 15.83031.836.684,03 34.04731


Gewinn- und Verlustrechnungvom 01. Januar bis 31. Dezember 2012 nach HGBder SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG,Bad Schwalbach2012 2011€ T€1. Umsatzerlöse 109.486.124,15 113.7402. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestandsan fertigen und unfertigen Erzeugnissen –60.312,43 693. Sonstige betriebliche Erträge 1.650.817,58 2.369111.076.629,30 116.1784. MaterialaufwandAufwendungen für Roh-, Hilfs- undBetriebsstoffe und für bezogene Waren 87.368.423,58 90.0935. Personalaufwanda) Löhne und Gehälter 5.189.768,10 5.631b) Soziale Abgaben und Aufwendungen fürAltersversorgung und für Unterstützung 1.043.788,55 1.1526. Abschreibungenauf immaterielle Vermögensgegenständedes Anlagevermögens und Sachanlagen 1.469.112,00 2.3067. Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.987.476,96 19.853–1.981.939,89 –2.8578. Erträge aus Beteiligungen 1.141.431,62 1.141– davon aus verbundenen Unternehmen:1.140.000,00 € (Vj. 1.140 T€)9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 34.558,31 12110. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 323.547,84 356– davon an verbundene Unternehmen:33.896,43 € (Vj. 44 T€)11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit –1.129.497,80 –1.95112. Außerordentliches Ergebnis –50.219,00 –5013. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 18.091,63 2014. Sonstige Steuern –22.952,02 –2315. Jahresfehlbetrag –1.184.577,19 –2.00416. Verlustvortrag (Vj. Gewinnvortrag) –1.965.762,59 3817. Bilanzverlust –3.150.339,78 –1.96632


Anhang der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG für dasGeschäftsjahr 2012 nach HGB, Bad SchwalbachBilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Gegenstände desSachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskostenbewertet und – soweit abnutzbar – planmäßig abgeschrieben. Bei der Bemessungder Abschreibungen wird auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauerabgestellt. Es wird nach der linearen Methode abgeschrieben. GeringwertigeWirtschaftsgüter bis 410 € werden im Jahr des Zugangs in vollemUmfang abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen der Niederlassung Marburgwurde auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3HGB abgeschrieben.Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten ausgewiesen.Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die bezogenenWaren werden zu Anschaffungskosten oder – unter Beachtung desNiederstwertprinzips – zu niedrigeren Tageswerten am Abschlusstag bewertet.Als Verbrauchsfolgeverfahren kommt die FiFo-Methode zur Anwendung.Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unterBerücksichtigung einer verlustfreien Bewertung zum Bilanzstichtag angesetzt.Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und aus verminderter Verwertbarkeiterfolgen individuelle Abwertungen.Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgtgrundsätzlich zum Nennwert. Ausfallrisiken sind durch individuelle Bewertungsabschlägeund durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.Unverzinsliche Ansprüche werden mit dem Barwert bilanziert.Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilungfür erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten mit ihrem notwendigenErfüllungsbetrag angesetzt.Die Pensionsrückstellungen entsprechen den Vorschriften des § 253 Abs. 2HGB. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahrenverwendet. Als Berechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, ein Rechnungszins von 5,04% (Vj.5,14%), ein gesplitteter Einkommenstrend von 0% bzw. 2% (Vj. 0% bzw. 2%)sowie ein Rententrend von 1,5% (Vj. 2%) und eine Fluktuationsrate von 0%(Vj. 0%) zugrunde gelegt. Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetragangesetzt.Erläuterungen zur BilanzDas Grundkapital ist eingeteilt in 1.400.000 Stückaktien, lautend auf den Inhaber.Die Gesellschaft hält 100.000 eigene Stückaktien. Die Aktien wurdenim Jahr 2008 erworben und dienen der Kursstabilität und Liquiditätsanlage.Auf die eigenen Anteile entfallen 260.000 € des Grundkapitals (7,14%).33


Entwicklung des AnlagevermögensSCHWÄLBCHEN AG nach HGB+ ZugängeStand ./. Abgänge kumulierte Abschreibungen Buchwert(Angaben in €) 01.01.2012 U Umbuchungen Abschreibungen 2012 31.12.2012I. Immaterielle Vermögensgegenstände1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 600.613,63 + 8.959,90 589.899,53 20.830,90 42.174,00und ähnliche Rechte und Werte2. Geleistete Anzahlungen U 22.500,002. Geleistete AnzahlungenII. Sachanlagen1. Grundstücke und Bauten 11.251.661,46 + 33.594,69 8.292.122,62 165.530,69 2.993.133,532. Technische Anlagen und Maschinen 24.739.606,32 + 280.710,70 20.435.265,03 1.171.373,71 5.885.370,00./. (96.538,87)U 1.396.856,883. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.640.474,01 + 41.433,70 2.319.002,79 111.376,70 345.521,00./. (17.383,92)4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 788.250,55 + 781.514,59 0,00 0,00 150.408,26U (1.419.356,88)III. Finanzanlagen1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.329.595,42 0,00 0,00 0,00 2.329.595,422. Beteiligungen 14.316,17 U 0,00 0,00 0,00 14.316,1742.364.517,56 + 1.146.213,58 31.636.289,97 1.469.112,00 11.760.518,38./. (113.922,79)U 0,00SCHWÄLBCHEN AG nach HGB+ ZugängeStand ./. Abgänge kumulierte Abschreibungen Buchwert(Vorjahresangaben in €) 01.01.2011 U Umbuchungen Abschreibungen 2011 31.12.2011I. Immaterielle Vermögensgegenstände1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 571.382,13 + 2.450,00 569.068,63 23.058,50 31.545,00und ähnliche Rechte und Werte2. Geleistete Anzahlungen U 26.781,502. Geleistete AnzahlungenII. Sachanlagen1. Grundstücke und Bauten 11.205.501,00 + 46.160,46 8.126.591,93 211.138,46 3.125.069,532. Technische Anlagen und Maschinen 26.427.027,67 + 169.712,34 19.325.969,32 1.779.804,32 5.413.637,00U 1.501.755,98./. (3.358.889,67)3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.867.982,89 + 92.780,79 2.225.009,01 291.921,79 415.465,00./. (320.289,67)4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 692.262,29 + 1.624.525,74 788.250,55U (1.528.537,48)III. Finanzanlagen1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.329.595,42 2.329.595,422. Beteiligungen 14.316,17 14.316,1744.108.067,57 + 1.935.629,33 30.246.638,89 2.305.923,07 12.117.878,67./. 3.679.179,43U 0,0034


Die Sonstigen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüberDritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtlicheHöhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässigschätzbar ist. Sie enthalten überwiegend Verpflichtungen aus dem PersonalundSozialbereich sowie ausstehende Abrechnungen und Verpflichtungengegenüber Kunden und Lieferanten. Die Höhe der Lieferantenverpflichtungenbestimmt sich anhand von Einflussfaktoren, die erst im neuen Jahr feststehenund geschätzt werden.Die in der Bilanz nicht ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen undAnwartschaften auf Pensionen betragen zum 31.12.2012 insgesamt602.628,00 € (Vj. T€ 653).Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und ihre Besicherung ergeben sichaus folgender Übersicht:Summe davon mit gesicherteRestlaufzeit Beträge€ über 5 Jahre € €Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten 2.436.255,51 0,00 500.000,00Verbindlichkeiten aus Lieferungenund Leistungen 10.689.696,70 0,00 253.024,90Verbindlichkeiten gegenüberverbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00Sonstige Verbindlichkeiten 1.777.637,80 1.261.186,55 0,0014.903.590,01 1.294.304,36 753.024,90Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünfJahren betreffen Darlehen der Mehrheitsaktionäre.Als Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienenauf den Grundstücken eingetragene Grundschulden in Höhe von insgesamt2.472.944,99 € (Vj. T€ 2.473). Als Sicherheiten bei einigen Lieferantenverbindlichkeitendienen Bankbürgschaften in Höhe von 253.024,90 € (Vj.326 T€).Die bei der SCHWÄLBCHEN AG ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeitengegenüber verbundenen Unternehmen resultieren, mit Ausnahmeeiner Darlehensforderung in Höhe von 650.000,00 €, aus dem LieferungsundLeistungsverkehr.Aufgrund des Überhangs der aktiven latenten Steuern wird von dem Wahlrechtgemäß § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und die latenten Steuernnicht in der Bilanz ausgewiesen. Bei einem anzuwendenden Steuersatz von30% wurden aktive latente Steuern bei Pensionsrückstellungen und sonstigenRückstellungen sowie steuerlichen Verlustvorträgen ermittelt. Von denbestehenden Verlustvorträgen sind rund 22% innerhalb der nächsten fünfJahre mit hinreichender Wahrscheinlichkeit verrechenbar.35


Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:2012 (€) 2011 (T€)Eigenproduktion 84.287.010,62 104.603Fremdproduktion 25.038.836,03 8.473Handelswaren 160.277,50 664109.486.124,15 113.740Der Absatzbereich umfasst Hessen, Rheinland-Pfalz und die angrenzendenGebiete.Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremdeErträge in Höhe von 637.628,86 € vor allem aus Auflösungen vonRückstellungen und Wertberichtigungen auf Forderungen.In den Abschreibungen sind außerordentliche Abschreibungen auf Sachanlagender Niederlassung Marburg in Höhe von 78.438,09 € enthalten.Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Wertminderungen aufForderungen in Höhe von 6.424,26 €.Die Außerordentlichen Aufwendungen enthalten die Zuführung zur Pensionsrückstellungin Höhe von 1/15 des Unterschiedsbetrags gemäß Art. 67 EG-HGB.Das Zinsergebnis beinhaltet einen Zinsaufwand aus der Zuführung zu denPensionsrückstellungen in Höhe von 156.786,00 € (Vj. T€ 163).Sonstige AngabenEs bestehen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen,davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr 174.802,96 € (Vj. T€ 170), von2–5 Jahren 134.370,01 € (Vj. T€ 183) sowie über 5 Jahre 4.068,00 € (Vj. T€ 4),gesamt 313.240,97 € (Vj. T€ 357).36


Die SCHWÄLBCHEN AG unterhielt am Stichtag folgende Beteiligungen:Anteil am Eigenkapital letztesDirekter Anteilsbesitz: Kapital % € Ergebnis €Harzmolkerei WernigerodeGmbH, Wernigerode 100,00 756.444,16 140.060,88SCHWÄLBCHEN FrischdienstGmbH, Mainz 95,00 9.736.813,24 1.306.134,85Gesellschaft zur Förderung desAbsatzes milchwirtschaftlicherProdukte GmbH, München 33,33 75.363,53 6.470,75Indirekter Anteilsbesitz:SCHWÄLBCHEN-Wiese-Frischdienst GmbH, Ilsfeld 95,00 1.182.180,89 165.401,58Kurt Ullrich Geflügel-Wild-Tiefkühlkost GmbH,Korntal-Münchingen 95,00 –66.509,22 –365.997,90Die Gesamtbezüge des Vorstands der SCHWÄLBCHEN AG betragen215.126,64 € (Vj. 228 T€). Die Vergütung setzt sich aus fixen (215.126,64 €;Vj. 214 T€) und variablen (0 €; Vj. 14 T€) Bestandteilen zusammen.Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der SCHWÄLBCHEN AG belaufen sichauf 15.000,– €. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren undjetzigen Mitgliedern des Vorstands sind 942.633 € (Vj. T€ 858) / 442.971 €(Vj. T€ 317) zurückgestellt. Die laufenden Bezüge betrugen 120.005,04 €(Vj. T€ 120).Vorstand war im Geschäftsjahr Herr Günter Berz-List, Dipl.-Kfm., Wiesbaden.Mitglieder des Aufsichtsrats waren Herr Dr. Günter Berz-List, Bad Schwalbach(Vorsitzender, Vorstand a. D.), Herr Volker v. Franqué, Wiesbaden (Stellv.Vorsitzender, Bankdirektor a. D.) und Herr Martin Bootz, Nauheim (Arbeitnehmervertreter,Molkereitechniker).Die Verbindlichkeiten mit nahe stehenden Personen betragen zum 31.12.20121.585.352,59 € (Vj. T€ 1.631) und werden mit 3% verzinst.Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmerwar 112 (Vj. 125), davon 44 (Vj. 46) Angestellte, 63 (Vj. 75) gewerblicheArbeitnehmer und 5 (Vj. 4) Auszubildende.37


Mitteilung gemäß §160 Abs. 1 Nr. 8 AktG:Herr Dr. Günter Berz-List sowie Frau Elfriede Berz halten jeweils mehr als30% der Aktien an der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AG. Herr Günter Berz-List sowie die Fa. Rossmann Beteiligungs GmbH, Burgwedel halten jeweilsmehr als 3% der Aktien an der SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AG.Erklärung (Bilanzeid)Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendendenRechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichenVerhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslagevermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnissesso dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissenentsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancenund Risiken der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung beschrieben sind.Beschluss für die ErgebnisverwendungDer Aufsichtsrat und Vorstand beschließen, den Bilanzverlust in Höhe von3.150.339,78 € bestehend aus dem Verlustvortrag in Höhe von 1.965.762,59 €und dem Jahresfehlbetrag 2012 in Höhe von 1.184.577,19 € auf neue Rechnungvorzutragen.Bad Schwalbach, den 04. März 2013Der Aufsichtsrat, Der Vorstand38


BestätigungsvermerkWir haben den von der SCHWÄLB-CHEN MOLKEREI Jakob Berz AG,Bad Schwalbach, aufgestellten Konzernabschluss– bestehend aus Bilanz,Gewinn- und Verlustrechnung,Anhang, Kapitalflussrechnung undEigenkapitalspiegel – und den Konzernlageberichtfür das Geschäftsjahrvom 1. Januar bis 31. Dezember2012 geprüft. Die Aufstellung vonKonzernabschluss und Konzernlageberichtnach den deutschen handelsrechtlichenVorschriften und denergänzenden Bestimmungen derSatzung liegt in der Verantwortungder gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.Unsere Aufgabe ist es, auf derGrundlage der von uns durchgeführtenPrüfung eine Beurteilung überden Konzernabschluss und den Konzernlageberichtabzugeben.Wir haben unsere Konzernabschlussprüfungnach § 317 HGB unter Beachtungder vom Institut der Wirtschaftsprüfer(IDW) festgestelltendeutschen Grundsätze ordnungsmäßigerAbschlussprüfung vorgenommen.Danach ist die Prüfung sozu planen und durchzuführen, dassUnrichtigkeiten und Verstöße, diesich auf die Darstellung des durchden Konzernabschluss unter Beachtungder Grundsätze ordnungsmäßigerBuchführung und durch den Konzernlageberichtvermittelten Bildesder Vermögens-, Finanz- und Ertragslagewesentlich auswirken, mithinreichender Sicherheit erkanntwerden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungenwerden die Kenntnisseüber die Geschäftstätigkeit undüber das wirtschaftliche und rechtlicheUmfeld des Konzerns sowie dieErwartungen über mögliche Fehlerberücksichtigt. Im Rahmen der Prüfungwerden die Wirksamkeit desrechnungslegungsbezogenen internenKontrollsystems sowie Nachweisefür die Angaben im Konzernabschlussund Konzernlageberichtüberwiegend auf der Basis von Stichprobenbeurteilt. Die Prüfung umfasstdie Beurteilung der Jahresabschlüsseder in den Konzernabschlusseinbezogenen Unternehmen,der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,der angewandtenBilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätzeund der wesentlichenEinschätzungen der gesetzlichenVertreter sowie die Würdigung derGesamtdarstellung des Konzernabschlussesund des Konzernlageberichts.Wir sind der Auffassung, dassunsere Prüfung eine hinreichend sichereGrundlage für unsere Beurteilungbildet.Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungengeführt.Nach unserer Beurteilung aufgrundder bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisseentspricht der Konzernabschlussden gesetzlichen Vorschriftenund vermittelt unter Beachtungder Grundsätze ordnungsmäßigerBuchführung ein den tatsächlichenVerhältnissen entsprechendesBild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslagedes Konzerns. Der Konzernlageberichtsteht in Einklang mitdem Konzernabschluss, vermitteltinsgesamt ein zutreffendes Bild vonder Lage des Konzerns und stellt dieChancen und Risiken der zukünftigenEntwicklung zutreffend dar.Wiesbaden, den 06. März 2013TREURATIO GmbHWirtschaftsprüfungsgesellschaft,SteuerberatungsgesellschaftCh. Wolz (Wirtschaftsprüfer)39


Die Kursentwicklung der SCHWÄLBCHEN-Aktie in EuroDie monatlichen Höchst- und Niedrigstkurse der SCHWÄLBCHEN-Aktie ander Frankfurter Wertpapierbörse seit 2009.Weitere Hinweise/TermineVeröffentlichungen erfolgen über die DGAP (www.dgap.de),ein Unternehmen derEquityStory AG.Der Unternehmenskalender wurde unter www.schwaelbchen-molkerei.deveröffentlicht.Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2012: 26.04.2013Veröffentlichung des Halbjahresberichts zum 30.06.2013: Anfang August 2013Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2013: 25.04.201440


SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AktiengesellschaftBahnhofstraße 38 D-65307 Bad Schwalbach Tel. 06124 / 503-0 Fax 06124 / 503 57info@schwaelbchen-molkerei.de

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