Sitz in Deutschland. Weltweit aktiv. Investitionsfokus

sachwertefonds.de

Sitz in Deutschland. Weltweit aktiv. Investitionsfokus

Nr.: 203

42. KW / 13.10.2009

Kostenlos per E-Mail

ISSN 1860-6369 Sehr geehrte Damen und Herren,

Inhaltsverzeichnis

Editorial (Rohmert) 1

Expo Real 2009 - Back to 2

basics (Eberhard/Rohmert)

Makler-Research: Büroflä- 6

chenumsatz bricht zweistellig

ein – sind die fetten Jahre

vorbei?

Büromarkt Frankfurt: 9

Mieter achten auf Kosten

DIP: Auch B-Standorte 11

unter Druck (Rohmert)

Hamburger Büroflächen- 11

markt weiterhin im Abschwung,

Mieten stabil

Serie: Einzelhandelsimmo- 15

bilien – Trends auf der

Angebotsseite - Berlin

Wald-Fonds kaufen ein 16

5-Sterne Hotelmarkt Berlin 18

DekaBank entwickelt 19

Benchmark für deutsche

Gewerbeimmobilieninvestoren

(Subroweit)

Presserecht (6): Überblick 21

über die presserechtlichen

Ansprüche und ihre Durchsetzung

(Mettenheim)

München ist Europameister 22

des E-REGI 2009 (Krentz)

Deutsche Wohnimmobilien- 23

märkte weiter stabil

Frankfurts Bürger lieben 24

ihre Stadt (Winckler)

Direktinvestitionen legen 24

wieder zu – Dennoch kein

Grund zur Entwarnung

Impressum 26

Immobilienbrief Ruhr ab S. 27

Impressum 25

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 1 von 26

vor ziemlich genau einem Jahr stellte ich auf einer Podiumsdiskussion im Rahmen der

Expo Real 2008 fest, dass das Beste, was der Volkswirtschaft aus damaliger Sicht

heraus geschehen könne, die schlimmste Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte

sein würde. Wir haben Glück gehabt. Es kam die schlimmste Wirtschaftskrise der

deutschen Nachkriegsgeschichte – aber das war’s. Dieses Jahr stellten die Volkswirte

Karsten Junius, Deka, und Günter Vornholz, Deutsche Hypo, auf einer Podiumsdiskussion

auf der diesjährigen Expo Real fest, dass die systemischen Risiken im Griff

seien. Volkswirtschaftlich ist die Frage nach der Inflation von Bedeutung.

Interessant war, wie ein ganzer Saal von potentiellen Inflationsprofiteuren den beruhigen

Worten lauschten, es gäbe keine Inflation. Wenn ich einmal ehrlich und unwissenschaftlich

sein darf, muss ich zugeben, dass ein paar Jahre moderate Inflation

Bestandteil meines Morgengebetes sind. Wenn es nicht die alte Akzelerationshypothese

einer sich ständig verstärkenden Inflation gäbe, ist aus Immobilien-Sicht durchaus

zu überlegen, was denn an einer 5-jährigen dynamischen Phase mit einer

Inflationsrate von 3 oder 4% tatsächlich so gefährlich wäre.

Zwar regten sich unsere Uni-Professoren in den 70ern über den legendären Satz des

damaligen Finanzministers Helmut Schmidt aus dem Jahre 1972 auf, ihm seien 5%

Inflation lieber als 5% Arbeitslosigkeit. Das ging natürlich auch nicht gut. Andererseits

ist die Erinnerung an kräftig steigende Löhne in einer dynamischen Volkswirtschaft

sicherlich keine schlechte Erinnerung. Die Realzinsbetrachtung des Sparbuches der

Großmutter interessierte damals lediglich die Wissenschaft. Hohe Zinsen bremsen

staatliche Kreditaufnahme mehr als Sparappelle. Geldentwertungsängste schürten die

Bereitschaft zur Sachanlage. Gefühlte Geldentwertung erhöhte die Kreditbereitschaft.

Büro- und Wohnungsmieten und die Immobilienwerte stiegen. Der Einzelhandel profitierte

von inflationsbedingt wachsenden Nominalumsätzen.

Vielleicht lohnt sich dann auch wieder ein Bankensystem, das sich wieder mit dem

volkswirtschaftlich relevanten Kreditgeschäft beschäftigt, anstatt in der Analyse von

Basel II-Regelungen, Covenance-Regeln und dem verzweifelten Versuch, im Investmentbanking

Renditen zu erwirtschaften, den Sinn des Banking zu sehen. Das

honorige Gedankengut moderner Eigenkapitalregelungen führt zur Herrschaft der Regeloptimierer

und - wie mir vor 30 Jahren der spätere Chef der Wirtschaftsweisen,

Herbert Hax anhand damals anderer Bilanzregeln beibrachte - zu einer self fullfilling

prophecy, die eben nur so lange hervorragend funktioniert, solange sie funktioniert.

Weniger starre Regeln in Verbindung mit einer engagierteren Aufsicht werden natürlich

nicht einzelne Bankpleiten mit sportlichen Vorständen verhindern können. Das

stört das System aber nicht. Dagegen erweisen sich starre Regelungen mit regelabhängiger

Aufsicht automatisch als kumulativ wirkende, prozyklische Fallen, die zum

einen Regeloptimierer begünstigen, was automatisch zur Sinnentleerung der Regelungen

führt, und die zum anderen bei einer regeladäquaten Fehlentwicklung

zu gleichzeitigen Schwierigkeiten aller Institute führt und

nicht nur zum Ausfall einzelner „Sportler“.

Die heutige Ausgabe wurde möglich durch unsere Partner

aurelis Real Estate, Catella Real Estate AG, DEGI GmbH,

Deka Immobilien Investment, Fairvesta, Garbe Group,

Ideenkapital AG, RA Klumpe Schroeder & Partner und

Deutsche Postbank AG sowie durch den Sponsor Westdeutsche

Immobilienbank.

Werner Rohmert, Herausgeber


Personalien

Erlangen: Immobilien-

Anlagemanager Dr. Matthias

Schreier (36) wird Mitglied

im Aufsichtsrat der

GRR. Die Berufung erfolgt

im Zuge der Erweiterung des

Gremiums, nachdem im April

2009 das Versicherungsunternehmen

Provinzial

Rheinland und der Immobilien-Dachfonds

INIZIO ein

großes Aktienpaket der GRR

erworben hatten.

Eschborn: Dr. Elmar

Schütz (45) leitet seit Oktober

die Projektentwicklung

der Region Mitte bei der aurelis

Real Estate. Damit ist

er für die Entwicklung von

rund 6,6 Mio. qm Flächen in

den Bundesländern Baden-

Württemberg, Hessen,

Rheinland-Pfalz und Saarland

verantwortlich.

Wohnungswirtschaft

Expo Real 2009 – Back to basics

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 2 von 26

Vom 5.-7. Oktober tummelte sich auf der Expo Real auf dem Münchner Messegelände

alles was in der Szene Rang und Namen hat. Allerdings geht auch die Krise nicht

spürlos an der Expo Real vorbei. Die Stimmung ist dabei besser als die nackten Zahlen

verraten. Die konkrete Frage nach gemachten Geschäften endete meist in einem

„noch nicht“. Vor einem Jahr war der Zusammenbruch von Lehmann noch frisch und

löste in der Immobilien- und Finanzwelt blanke Panik aus. Opportunisten zogen sich

blitzartig aus dem Markt zurück. Die am Abgrund stehenden Banken stellten das Kreditgeschäft

ein. Die Stimmung fasste einer der renommierten Teilnehmer mit dem

Kommentar zusammen, im letzten Jahr habe die Branche Angst gehabt. Jetzt wisse

sie, warum. Ein Jahr nach der Lehman-Pleite hat sich der Markt stabilisiert. Das meint

zumindest Hubertus Kobe, DTZ Retail Services. 2008 herrschte Verzweiflung ergänzt

André Langmann, Chef der GRR AG aus Erlangen. Inzwischen scheint sich

die Finanzierungslage zu verbessern. Wie Karsten Junius, Dekabank, und Günter

Vornholz, Deutsche Hypo, auf einer Podiumsdiskussion feststellten, ist es sicher,

dass die systemischen Risiken im Griff sind. Volkswirtschaftlich ist die Entwicklung

der Inflation von Bedeutung (siehe Editorial).

Das Schlusszahlenwerk der Expo Real sah 21 000 Fachbesucher aus 73 Ländern

und einen Rückgang um 15% (Vorjahr: 24 800 Teilnehmer aus 78 Ländern). Neben

den Besuchern waren die ausstellenden Unternehmen mit 14 750 Repräsentanten

vertreten. Insgesamt hatte die Messe damit über 35 000 Teilnehmer (2008: 42 000

Teilnehmer). Auf der Expo Real stellten insgesamt 1 580 (-14%) Unternehmen aus

34 Ländern aus. 6 Hallen waren diesmal Schauplatz des Geschehens. Eine weniger

als 2008. Auch die "Nebenlagen" in den Hallen sind deutlich leerer als in den vergangenen

Jahren. Dennoch ist das Ergebnis positiv für die Messe, berücksichtigt man,

dass der Mitarbeiterabfluss der Branchenunternehmen sicherlich weit größer ist als

der Besucherrückgang der Messe.

Der Messebesuch hat sich dennoch oder gerade wegen der Konsolidierung gelohnt.

Der gefühlte Rückgang bei Besuchern und Messeständen war übrigens deutlich größer

als das Zahlenwerk bestätigt. Erwartungen führen nun einmal zu Wahrnehmungsänderungen.

Auch das Messegelände, bei der die Messeleitung nicht mehr

wie üblich jeden Quadratmeter verscherbeln konnte, war deutlich aufgelockerter.

Freiflächen und Besprechungsflächen berichteten von geplatzten Ausstellerträumen.

Um-Frage

WL Bank Direktor Ludger Kortemeyer-Lanvers:

Handel von Emmissionsrechten

auch für Wohnungsunternehmen

www.wohnungswirtschaft -heute.de


Es gab Raum für Gespräche, die sonst in

den Gangkreuzungen konzentriert unter

kontinuierlichem Schulterklopfen Vorbeilaufender

stattfinden mussten.

Tag 1 der Immobilienmesse endete mit dem

Fazit, dass sich die Lage etwas entspannt

hat. Das stellt auch Ralph Müller, Head of

Realtionship Management/Funds bei Garbe

fest. Opportunisten aus England und den

USA klopfen bereits mit dem Scheckheft an

die Türen. Es sind die richtigen Leute vor

Ort. Man hat viel Zeit zu reden. Es

herrscht Normalität wie vor dem Boom. Motto:

"Weniger Party, mehr Arbeit." Gleichzeitig

wird der Scheidepunkt der Branche offensichtlich.

Bislang haben das Fertigbauen der

Boom-Projekte, gut gefüllte Kriegskassen

und kostenorientierte Verschlankungen die

Branche noch in gutem Zustand erhalten.

Langsam dürfte aber bei vielen Marktteilnehmern

die Grenze eines lockeren Aussitzens

der Krise erreicht sein.

Auch der zweite Tag der Expo Real in München

offenbarte Überraschendes. Banken

vertrauen sich wieder! Neugeschäft sei möglich.

Und auch über 50 Mio. Euro sind Finanzierungen

machbar. Wirklich überraschend

kam allerdings die engagierte Aussage der

Eurohypo, im Neugeschäft in diesem Jahr

zwischen 3 und 6 Mrd. Euro zu machen.

Das erste Halbjahr hat aber erst 700 Mio.

Euro gebracht, das dritte Quartal war nicht

wirklich gut (Die Eurohypo veröffentlicht traditionell

keine Quartalszahlen) und woher

das Neugeschäft kommen soll wurde leider

nicht vollständig offenbart. Allerdings sollen

wohl vor allem kleinere Deals dazu beitragen

auch wenn Vorstandssprecher Frank

Pörschke Deals im mittleren dreistelligen

Millionenbereich nicht ausschloss.

Von den Teilnehmern wird demgegenüber

immer noch das Fehlen von Finanzierungsmöglichkeiten

beklagt. Wer seine Erwartungshaltung

auf dem Level der letzten 3

Jahre belässt, dürfte nachhaltig enttäuscht

werden. Zumindest für die nächste Phase

dürften wieder die Kriterien klassischen Immobilienbankings

Einzug halten. Die prohibitiven

Eigenkapitalanforderungen von bis zu

50% für Projektentwicklungen werden natürlich

auch nicht nachhaltig bestehen bleiben.

Es ist aber klar, dass das Bankensystem nur

beschränkt Kredite vergeben kann. Dafür

steht den Banken viel zu wenig Eigenkapital

zur Verfügung. Verschlechtertes Rating im

Bankensystem selber sowie verschlechtertes

Rating der Bestandskunden fressen im

Nachhinein vorhandenes Eigenkapital.

Gleichzeitig ermöglicht die Margenanpassung

im Bestand eine vorübergehende Zurückhaltung

im Neugeschäft. Randbemerkungen

einzelner Teilnehmer mit dem Tenor

„Unzucht mit Abhängigen“ dürften sicherlich

bei einer vom Bankensystem selbst als ausgewogen

dargestellten Margenpolitik die

Ausnahme bleiben.

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Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 3 von 26

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Personalien

München: Die beiden früheren

GF der Hypovereinsbank-Tochter

H.F.S., Hans-

Georg Acker und Dietmar

Schloz, gründen ein eigenes

Emissionshaus für geschlossene

Zweitmarkt-

Immobilienfonds. Es heißt

Asuco Fonds und will im

Dezember mit einem ersten

Produkt auf den Markt kommen.

Der Asuco Masterfonds

richtet sich an institutionelle

Investoren und reiche Privatanleger.

Der Fonds investiert

in Anteile der von Asuco

analysierten 100 bis 150 geschlossenenImmobilienfonds

und soll mindestens

6% p.a. ausschütten.

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 4 von 26

Die Messe ist spürbar leerer, was nicht zu ihrem Nachteil ist, da Gespräche oft qualitativer

sind als noch in den letzten Jahren. Die vielen Gemeinschaftsstände (Allein

auf dem Frankfurter Stand fanden sich über 25 Firmen) bedeuten auch, dass Geschäftsführer

viel direkter anzutreffen sind als noch in den Vorjahren, wo man sich

erst „durchfragen" musste und die Entscheider zumeist im hinteren oder gar oberen

Teil der Messestände anzutreffen waren. Die Aussteller drücken auf die Kostenbremse

und die Messegesellschaft offenbar auch. Die berühmten Expo-Taschen suchte

man in diesem Jahr vergeblich. Sogar das Bändchen um den Hals musste diesmal

die Messeleitung selber stellen. Ein Blick ins Parkhaus verriet allerdings, dass die

Kostenbremse noch nicht in allen Bereichen angekommen ist. Das könnte im nächsten

Jahr vielleicht schon anders aussehen, wenn die Leasingverträge ausgelaufen

sind und vorbildhaftes Verhalten gefragt ist.

Die Expo ist wieder zur Arbeitsmesse geworden. Bodenständigkeit und Vernunft sind

wieder mehr in den Fokus gerückt als "Höher, Schneller, Weiter". Was von der positiven

Stimmung übrig bleibt, wird man sehen. Eine Rückkehr auf normales Niveau

scheint wieder ein Stück näher gekommen zu sein. Andererseits war jeder da, den

wir erwarteten. Lediglich viele internationale Visionäre der Emerging Countries mit

Mega-Planungen fehlten.

Lutz Aengevelt brachte es auf den Punkt. Zu bedauern sei der Besucherrückgang

aus qualitativer Sicht nicht. Die sinkende Anwesenheit von „Lachslutschern“ und

„Prospektsammlern“ ließ aus Sicht von Aengevelt die Quote der Dealmaker steigen.

Beklagt wird naturgemäß das Fehlen von Finanzierungsmöglichkeiten. Wer seine

Erwartungshaltung auf dem Level der letzten 3 Jahre belässt, dürfte nachhaltig enttäuscht

werden. Die Zeit der großen Deals ist laut CorpusSireo-Gründer Michael

Zimmer für einige Jahre vorbei. Die Immobilienkomponenten gewinnen wieder an

Bedeutung. Trotz aktueller Re-Nationalisierung bleibt jedoch für Zimmer die neugewonnene

Internationalität des Immobiliengeschäftes auch zukünftig erhalten.

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August 2009

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Unibail-Rodamco

Shopping Centre

EUR 205,000,000

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Poland

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July 2009

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EUR 92,250,000

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France

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Sole Provider

Westdeutsche

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June 2009

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USD 1,275,000,000

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USA

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Westdeutsche

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Personalien

Hamburg: Joachim Pawlik,

bislang Vorstandsvorsitzender

der Pawlik Sales Consultants,

ist mit Wirkung

zum 1.11.09 zum Vertriebsvorstand

der MPC Capital

berufen worden. Seit Beginn

des 2. Halbjahres leitete er

bereits als Interimsmanager

den Vertrieb klassischer

Fondsprodukte bei MPC.

Zudem wird sich Ulrich Oldehaver,

der bislang Produktentwicklung

und Vertrieb

innerhalb eines Vorstandsressorts

bei MPC betreute,

seinen Schwerpunkt

verändern und sich künftig

ganz auf die Produktentwicklung

konzentrieren.

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 6 von 26

Mit Blick auf jetzt 27 Jahre aktive Immobilientätigkeit und –beobachtung zuckt das

"Der Immobilienbrief"-Team bei einzelnen Zyklen sowieso eher mit der Schulter. Unsere

These, die wir Ihnen zuletzt im Expo Spezial vorstellten, besagt sogar, dass aus

Immobiliensicht die aktuelle Krise deutlich geringere Folgen haben wird als die Krisen

in den neuen Bundesländern und der anschließende Boom im Westen Ende der 90er

Jahre. Es gab lediglich Irrationalität bei Bestandstransaktionen. Zur Realisierung Investment-Euphorie

getunter Neubauten war die Auszeit des gesunden Investment-

Verstandes viel zu kurz. Damit dürfte der Leerstandshöhepunkt des kommenden zyklischen

Tals wahrscheinlich geringer ausfallen, als beim letzten Mal. Da die Baukapazitäten

nicht so stark aufgestockt worden sind, halten sich auch hier die Freisetzungen

in Grenzen. Lediglich die Dienstleister, die auf Bestandstransaktionen ausgerichtet

waren, dürften erhebliche Anpassungsmaßnahmen vornehmen. Und dass man in

einem annähernd fertig gebauten Umfeld mit rationaler Finanzierung nun einmal weniger

Projektentwickler benötigt, als Wüsten- und Ruinen-Staaten, dürfte sich bald

herumsprechen. (AE/WR)

Makler-Research: Büroflächenumsatz bricht zweistellig ein

sind die fetten Jahre vorbei?

André Eberhard / Werner Rohmert

Die Krise hinterlässt im dritten Quartal auf den Büromärkten tiefe Kratzer. Der

Umsatz brach sowohl bei BNP Real Estate (früher Atisreal), bei Jones Lang

LaSalle (JLL) und auch bei DIP-Partner im Vorjahresvergleich um ca. 30% ein.

Der Rückgang betrifft dabei alle Standorte. Am stärksten fällt der Rückgang in

Düsseldorf aus. BNP und JLL sehen hier einen Rückgang von 47% bzw. 43%, DIP

von ca. 46%. Für 2009 dürfte sich der Gesamtflächenumsatz in der Rheinmetropole

bei 310 000 qm einpendeln. Das wären dann über 100 000 qm weniger als 2008 und

sogar 200 000 qm weniger als 2007.

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Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 7 von 26

Unternehmens-News

Am besten konnte sich Berlin mit -17% bei BNP, -19% bei JLL bzw. -10% bei DIP

halten. Die Researcher sehen auch keinen Lichtblick am Horizont, da nach der Wahl

die Arbeitslosigkeit, die von Kurzarbeiterregelungen und politischer Rücksichtnahme

profitierte, in den nächsten 12 Monaten ansteigen könnte. Die Leerstände haben sich

in allen beobachteten Städten erhöht. Spitzenreiter ist nach wie vor Frankfurt mit

13,4% (BNP), 13,3% (JLL) bzw. 14,3% (DIP). Die Spitzenmieten sind stabil. Daher

ersparen wir Ihnen die Spitzenmietentabelle. Lediglich Hamburg hat, lt. BNP ein Mi-

Frankfurt/München: Stenus von 2% hinnehmen müssen.

phan Jung (44) wechselt

Auch wenn der Druck auf die Mieten etwas nachgelassen hat, rechnet JLL bis zum

zum 1.10.09 von der HSH

Ende des Jahres noch mit sinkenden Mietpreisen in allen Hochburgen. Insofern ist

Real Estate, wo er als Mit-

das aktuelle Verharren auf dem Stand des letzten Quartals lediglich eine Verschnaufglied

der Geschäftsleitung

pause innerhalb eines Abwärtskanals. In der Prognose geht JLL davon aus, dass die

das Asset Management ver-

Mieten Ende 2009 insgesamt um 5 bis 6% gegenüber 2008 nachgegeben haben werantwortete,

zu Knight Frank

den. Die Schere zwischen Nominal- und Effektivmieten öffnet sich weiter. Bei einem

und wird dort als Director

Fünf-Jahrsvertrag liegt die effektiv zu zahlende Miete um bis zu 15% unter der nomi-

Investments tätig.

nalen Vertragsmiete. "Für Mieter ergeben sich vor diesem Hintergrund und in

Büromärkte im 3. Quartal 2009 (JLL/BNP/DIP)

Umsatz

Leerstandsquote

BNP Veränd. JLL Veränd. DIP Veränd. BNP JLL

DIP

Stadt Q3 09 (%) Q3 09 (%) Q3 09 (%) Q3 09 Q3 08 Q3 09 Q3 08 Q3 09 Q3 08

Berlin 293.000 -17,00 290.000 -18,84 295.000 -10,61 7,7% 7,9% 9,3% 8,9% 8,2% 8,7%

Düsseldorf 163.000 -47,92 178.000 -43,44 168.000 -46,67 11,5% 10,5% 12,0% 10,5% 10,3% 10,0%

Frankfurt 340.000 -23,60 296.000 -24,34 278.000 -25,27 13,4% 12,7% 13,3% 12,4% 14,3% 13,9%

Hamburg 301.000 -27,64 293.000 -28,54 270.000 -33,33 7,2% 6,1% 7,7% 6,9% 7,2% 6,8%

München 403.000 -33,93

3Gesamt 1.500.000 -29,81

400.000

1.457.000

-33,55

-29,79

415.000

1.426.000

-27,83

-28,59

8,7%

9,5%

8,3%

9,0%

9,1%

9,6%

8,4%

8,8%

9,2%

9,2%

8,9%

9,1%

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Unternehmens-News

Hamburg: Der ECE-

Gruppe ist es gelungen, einen

wesentlichen Anteil ihrer

25%igen Eigenbeteiligung an

der Arkády Pankrác Prag

langfristig zu refinanzieren.

Die Berlin Hyp stellt dafür

insgesamt Fremdkapital in

Höhe von 20 Mio. Euro zur

Verfügung. Die ECE hat die

Arkády Pankrác Prag entwickelt

und betreibt das Center

seit der Eröffnung am

14.11.2008 (damals das 100.

Center der ECE).

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Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 9 von 26

Kombination mit einer großen Auswahl an qualitativ guten Flächen in den innerstädtischen

Lagen der Hochburgen gute Chancen zur Verbesserung ihrer Mietsituation.

Dieses Fenster für Nutzer sehen wir zumindest in diesem und im nächstem Jahr noch

geöffnet", so Helge Scheunemann von JLL.

Frankfurter Mieter achten auf Kosten

Werner Rohmert, Herausgeber „Der Immobilienbrief“,

Immobilienspezialist „Der Platowbrief“

Der Frankfurter Büromarkt leidet im dritten Quartal mit minus 24% nicht nur unter

mangelndem Umsatz. Jones Lang LaSalle (JLL) stellt fest, dass bei der Anmietungsentscheidung

immer mehr die Kosten statt der Lage in den Vordergrund rücken.

Suchte man früher nach „der“ Adresse in Frankfurt, entscheiden sich Nutzer nun immer

mehr für eine kostenoptimierte Immobilie. Der regionale Vermietungsleiter von

JLL, Marcus Mornhart, wagt vor aktuell miesem Zahlenwerk den Blick in die Zukunft.

Er erachtet Frankfurt als möglichen Gewinner der Finanzkrise; denn er kennt wohl die

Zukunftsstrategie der Bankhäuser. Die Tendenz in Bankenkreisen sei eindeutig:

„Weg vom föderalistischen Prinzip hin zur Konzentration auf die auch international

bedeutende Finanzmarktmetropole Frankfurt. ‚Für den Immobilienmarkt Frankfurt ist

das natürlich die Zukunftsperspektive par excellence’“, so Mornhart in seiner Zukunftsvision.

Institutionelle Eigentümer mit Büroschwerpunkt und kontinuierlichem

Bewertungsbedarf werden so etwas natürlich gerne lesen.

Die derzeitige Tendenz des Frankfurter Marktes ist jedoch wenig befriedigend. Eine

Bodenbildung bei der Flächenvermietung wird es lt. JLL frühestens im 1. Quartal

2010 geben. Einem Büroflächenumsatz von 296 000 qm zum Dreivierteljahr 2009

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Unternehmens-News

Erlangen: GRR hat ihr Portfolio

um 4 Lebensmittelmärkte

erweitert. Rund 10

Mio. Euro wurden in den

Erwerb der Neubauten, die

zusammen knapp 750 000

Euro Jahresnettomiete erwirtschaften,

investiert. Die akquirierten

Objekte liegen in

Forchheim, Bad Oldesloe,

Lüneburg sowie im Raum

Potsdam und sind mit 15jährigen

Verträgen an die

Ankermieter Penny, Lidl,

Netto und Edeka vermietet.

Berlin: Hypoport gründet

Joint Venture mit on-geo.

Ziel ist es, die Informationen

von on-geo in Europace zu

integrieren.

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 10 von 26

stehen 418 000 qm im Vergleichszeitraum des Vorjahres gegenüber (minus 29%).

Auch der gerne zitierte, relativierende Langfristvergleich rettet das Zahlenwerk diesmal

nicht. Im Fünfjahres-Durchschnitt weichen die ersten drei Quartale 2009 um 16%

nach unten ab. Im Zehnjahres-Vergleich sind es sogar 24%. Auf dem Investmentmarkt

in Frankfurt sieht es auch nicht besser aus. Da sind die Zahlen noch grausamer.

Das Investmentvolumen ging lt. Colliers von 1,2 Mrd. Euro auf 417 Mio. Euro

um 65% zurück. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat auch die Leerstandsquote

von 12,4% auf 13,3% zugelegt. Da bis zum Jahresende von den rund 100 000 qm

Fläche, die derzeit noch in der Pipeline sind, nur noch ein knappes Drittel verfügbar

ist, dürfte sich keine dramatische Entwicklung ergeben. Die Spitzenmiete hat sich

nach Verlusten im 1. Hj. jetzt bei 35 Euro eingependelt und wird bis mindestens zum

Jahresende 2009 weiter zurück gehen. Die Spitzenmiete sei damit wieder auf den

Stand von vor zweieinhalb Jahren zurückgefallen

Positiv ist sicherlich, dass in der Immobilienwirtschaft, nicht nur in Frankfurt,

die „Krise“ besser ablaufen wird als noch 2002. Das Angebot hat die Euphorie nicht

mitgemacht. Viele Leerstände von heute stammen noch aus dem Bauboom um

die Jahrtausendwende und nicht aus dem Investmentboom der letzten Jahre, der

bei aller Irrationalität vor allem auf den Bestand ausgerichtet war. Auch die Mietsituation

hört sich eigentlich nicht dramatisch an. Der erfahrene Marktbeobachter erinnert

sich aber an Mietverträge mit der Bundesbank im Messeturm oder der EZB bei

der alten BfG, die schon in den frühen 90ern die aktuellen Marken durchbrachen.

Damals waren 35 bis 45 Euro erreichbar und die 50 Euro wurden punktuell

überschritten. Nach wie vor fragen wir uns, wie sich immobilienwirtschaftlich Investments

mit 5% Rendite, die nach 20 oder 30 Jahren wirtschaftlicher Schrott sind, ohne

echte Mietentwicklungsperspektiven rechnen können. Auch die Finanzwirtschaft

schafft nur realitätsferne Sonderchancen.

realis

Manche Zwillinge erkennt man sofort.

Bei anderen ist ein zweiter Blick nötig: Australien und Kanada liegen geografisch weit auseinander, von den Rahmenbedingungen

her sind sie allerdings fast „eineiig“: Beide verfügen über stabile Volkswirtschaften, die sich auch in den aktuellen Krisenzeiten

bewähren und langfristig positive Aussichten bieten. Basis hierfür sind eine geringe Staatsverschuldung, reichhaltige und breit

diversifizierte Rohstoffvorkommen sowie eine zukunftsträchtige demografische Struktur. Diese ausgezeichneten Voraussetzungen

schlagen sich auch in beiden Immobilienmärkten nieder und bieten attraktive Renditen von ca. 8 %. Mit der Real I.S. können Sie von

diesem aussichtsreichen Zwillingspaar profitieren. Lernen Sie unser starkes Duo näher kennen!

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Unternehmens-News

Düsseldorf: Deutsche

Grund und Boden Kapital

schließt mit Wirkung zum

1.10.09 einen Kooperationsvertrag

mit der auf das

Marktsegment Pflegeimmobilien

spezialisierten Avia-

Rent Capital Management

S.á.r.l.. Ziel dieser Vereinbarung

ist es, die jeweiligen

Kompetenzen der beiden

Unternehmen zu bündeln und

in den nächsten Monaten

einen ersten Pflegeimmobilienfonds

zu initiieren.

Amsterdam: Neuer Lizenzpartner

der Engel & Völkers

Commercial ist das Maklerunternehmen

EV Commercial

The Netherlands e.V.

Auf der Expo Real in München

unterzeichneten die

Geschäftsführer Erik Troost

und Menno Heineman den

Vertrag. Mit zwei Büros in

Amsterdam und Haarlem

betreuen sie die Sparten Büroflächenvermietung,

Retail

Services, Industrie, Investment

sowie Wohn- und Geschäftshäuser.

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 11 von 26

Auch B-Standorte unter Druck - Büromärkte unisono mit

deutlichen Einbrüchen

Inzwischen haben die DIP Deutsche Immobilien Partner das bundesweite Zahlenwerk

der Büromärkte vorgelegt. Die Trends der Top 5, die wir Ihnen vergangene Woche

vorstellten, bestätigen sich. Darüber hinaus haben vergleichbare Einrüche bis zu

50% auch in den B-Standorten, die die internationalen Consultants weniger berücksichtigen,

stattgefunden. Zwischen 39 und 50% verloren Essen, Rostock, Leipzig und

vor allem Hannover. Gut gehalten haben sich Bremen, Dresden, Magdeburg und

Stuttgart. Die Mieten haben im Durchschnitt leicht nachgegeben. Der Leerstand hat

aber nur minimal zugelegt. Es ist auch relativ wenig in der Pipeline.

Deutsche DIP-Büromärkte I.-III. Quartal 2009

Büroflächenumsatz (in m²) Top-Miete Mittlere Miete Leerstand

3Q 2009 3Q 2008 Änd. 2009 2008 2009 2008 (in %)

Berlin 295.000 330.000 -11% 20,50 22,00 15,00 16,50 8,2% 8,7%

Düsseldorf 168.000 315.000 -47% 22,50 23,00 17,00 16,50 10,3% 10,0%

Frankfurt 278.000 372.000 -25% 35,00 37,50 21,50 23,50 14,3% 13,9%

Hamburg 270.000 405.000 -33% 23,50 24,10 13,25 15,20 7,2% 6,8%

München 415.000 575.000 -28% 32,50 32,50 15,10 15,80 9,2% 8,9%

Bremen 45.000 48.000 -6% 12,50 12,00 8,00 8,00 3,4% 3,1%

Dresden 40.000 41.000 -2% 10,00 10,20 7,50 8,00 13,8% 13,6%

Essen 78.000 128.000 -39% 13,00 13,00 8,50 8,50 6,0% 5,0%

Hannover 55.000 110.000 -50% 14,00 12,50 9,50 9,50 4,8% 3,8%

Köln 160.000 180.000 -11% 20,80 20,80 11,00 13,00 8,2% 8,9%

Leipzig 88.000 62.000 42% 12,00 10,00 7,90 6,80 19,4% 21,3%

Magdeburg 17.000 16.500 3% 10,50 10,50 7,75 8,00 14,5% 14,7%

Nürnberg 40.000 64.000 -38% 11,50 12,00 9,00 10,00 6,8% 6,9%

Rostock 4.500 8.000 -44% 11,00 9,50 7,50 7,50 10,5% 8,7%

Stuttgart 134.000 146.000 -8% 18,00 17,60 13,40 14,00 6,2% 6,1%

DIP Gesamt 2.087.500 2.800.500 -25% 23,8 24,6 14,20 15,40 9,2% 9,1%

Hamburger Büroflächenmarkt weiterhin im Abschwung, Mieten

weitgehend stabil, aber der Leerstand steigt

Sabine Richter, freie Wirtschaftsjournalistin

Die Bilanz, die die großen Maklerhäuser für den Hamburger Büromarkt nach Ende

des dritten Quartals zogen, lag auf erwartetem Niveau. „Unternehmen haben noch

nicht auf die verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagiert; Kosteneinsparungen

und Konsolidierung bestimmen immer noch das Geschehen, so Helge

1stred

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Gelsenkirchen: Vista Reihenhaus

erwirbt eine Fläche

von 7 800 qm im Wohnquartier

Am Stadtgarten von aurelis

Real Estate. Vista wird

hier ab Oktober 2009 25 Reihenhäuser

errichten.

Hamburg: Union Investment

erwirbt für ihren Institutionellen

Immobilienfonds

Immo-Invest: Europa das

„Motel One“ von Neuer

Steinweg, einem Joint Venture

aus Deutsche Immobilien

und Hamburg Team.

München: Privatinvestor

erwirbt das ca. 2 100 qm

große Areal an der Sattlerstraße

von der Deutschen

Telekom über Corpus Sireo

und Immocon.

Essen: Sal. Oppenheim

erwirbt für einen Immobilienfonds

die Immobilienentwicklung

Rüttenscheider Tor

mit ca. 16 500 qm Bruttogrundfläche

von Hochtief

Projektentwicklung. Die

schon vermieteten Flächen

werden zwei renommierte

Rechtsanwaltskanzleien spätestens

Anfang kommenden

Jahres beziehen.

Rotterdam: Wölbern Invest

erwirbt ein Green Building

Bürogebäude von der niederländischenProjektentwicklungsgesellschaft

OVG. Die

Bereitstellung der Finanzierung

erfolgte durch die auf

gewerbliche Immobilien spezialisierte

niederländische

FGH Bank.

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 13 von 26

Scheunemann, Leiter Research bei Jones Lang LaSalle Deutschland. Wie

alle großen Bürostandorte musste auch Hamburg weitere Einbußen bei den Vermietungszahlen

hinnehmen.

Die großen Maklerhäuser melden für das erste Halbjahr einen Büroflächenumsatz

von knapp unter 300 000 qm, was einem Rückgang von knapp 30% gegenüber dem

Vorjahreszeitraum entspricht.

Wie immer weichen die Zahlen der Immobilienunternehmen leicht voneinander ab.

Jones Lang LaSalle meldet 293 000 qm Umsatz und einen Rückgang von 30%

gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Grossmann & Berger: 300 000 qm, minus 28%,

CB Richard Ellis: 297.000 qm, minus 29%, BNP Paribas Real Estate: 301 000 qm,

minus 28,3%, Savills: 277 500 qm, minus 31%, Engel & Völkers Commercial:

305 000 qm minus 29%.

Mit der üblichen Maklerrhetorik versuchen die Leiter der Büroflächenabteilungen die

Stimmung etwas aufzuhellen: „Dank der hoch diversifizierten Wirtschaft generieren

wir Nachfrage aus allen Branchen, sie hat sich nur noch nicht in konkreten Umsätzen

niedergeschlagen“, erklärt Andreas Wende von Jones Lang LaSalle. Der Rückgang

ist nur scheinbar groß, man müsse den Umsatz aufgrund der wirtschaftlichen

Situation mit den Jahren 2005 und 2006 vergleichen, ergänzt Andreas Rehberg

von Colliers Grossmann & Berger.

Heiko Fischer von CBRE Hamburg weist darauf hin, dass im ausgewiesenen Umsatz

keine Mietvertragsverlängerungen berücksichtigt werden. Anders als im Bereich

der Neuanmietungen gebe es hier aber überdurchschnittliche Aktivitäten. CBRE habe

allein in den letzten vier Wochen rund 30 000 Quadratmeter Bürofläche nachverhandelt

und neue Mietverträge abgeschlossen, allerdings unter Zugeständnissen der

Vermieter. Innerhalb des Büroflächenangebots ist seit einiger Zeit eine stufenweise

Zunahme der zur Untervermietung offerierten Flächen registrierbar; auch diese Entwicklung

wird im weiteren Jahresverlauf stärker ins Gewicht fallen, so Fischer.

Der längerfristige Vergleich: Auch das Fünfjahresmittel der ersten neun Monate wurde

2009 um 20% unterschritten und im Zehn-Jahres-Schnitt der ersten drei Quartale

sind es immerhin noch rund 13% Diskrepanz, heißt es bei Jones Lang LaSalle. Der

Gesamtjahresumsatz werde sich voraussichtlich bei rund 400 000 qm einpendeln,

eine Einschätzung, die von den anderen Markerhäusern geteilt wird.

„Der Markt für Büroflächen wird noch einige Zeit ein Mietermarkt bleiben, bestätigt

Colliers Grossmann & Berger. Allerdings wird die diversifizierte Wirtschaft in Hamburg

und viele zukunftsträchtige Branchen die Büroflächennachfrage nicht weiter signifikant

zurückgehen lassen. Weniger optimistisch klingt Daniel J. Gedack von Savills:

„In den nächsten Monaten dürften die Konjunkturpakete und die Kurzarbeit ihre

puffernde Wirkung verlieren, deshalb ist auch für das Schlussquartal nicht mit

einer Belebung zu rechnen.“

Der Leerstand ist mit 0,1% nur leicht angestiegen und liegt je nach Berechnungsmethode

der Maklerhäuser zwischen 7,2 und 7,7% (JLL: 7,7%, BNP: 7,2%, G & B:

7,6%, CBRE: 7,5%, E & V: 7,7%). Damit stehen in der Hansestadt fast eine Million

Quadratmeter Büroflächen zum Bezug bereit. Knapp ein Drittel davon sind Neubauten

und umfassend sanierte Flächen. Die Prognose zum Jahresende: Stabil, da nur

noch rund 6 500 qm spekulative Flächen auf den Markt kommen. Bis dato wurden in

2009 rund 160 000 qm fertig gestellt, rund 13% oberhalb des Fünf-Jahres-Schnitts.

2010 rechnen die Spezialisten aber mit einem deutlichen Anstieg der Leerstandsquote.

Denn von den geplanten 400 000 Quadratmetern, die im kommenden Jahr auf

den Markt kommen werden, sind 310 000 Quadratmeter spekulative Flächen.

Die Spitzenmiete (drei Prozent des Vermietungsumsatzes) wird als stabil bei 23 bis

24 Euro angegeben, mit einer möglichen Abwärtstendenz im letzten Quartal 2009 um

50 Cent, so JLL. Heiko Fischer von CBRE weist darauf hin, dass das seit dem vierten

Quartal 2007 stabile Spitzenmietniveau in der ersten Jahreshälfte nur noch durch

Vergabe umfangreicher Incentives gehalten werden konnte. Diese liegen laut JLL in

der Spitzenlage bei vier bis sechs Monatsmieten. G & B spricht von Incentives in

Höhe von fünf bis zehn Prozent auf die Nominalmiete, in der Regel Baukostenzuschüsse

und mietfreie Zeiten.


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DER EUROPÄISCHE GESUNDHEITSIMMOBILIENFONDS

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Paris: Union Investment

erwirbt für den UniImmo:

Deutschland Fonds den

Bürokomplex A4C im Quartier

Rive Gauche für 91,5

Mio. Euro, die von der Berlin

Hyp zur Verfügung gestellt

werden. Kreditlaufzeit

beträgt 10 Jahre.

München: MTU Onsite

Energy verlängert Mietvertrag

über rd. 10 500 qm Produktions-,

Lager- u. Büroflächen

im Technologie- u. Innovationsparkt

Ottobrunn für

weitere 5 Jahre mit Valad

Property Group.

Hamburg: HIH Hamburgische

Immobilien Handlung

erwirbt das Columbus-Haus

nahe der Hafencity für rd. 74

Mio. Euro von Tishman

Speyer.

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 15 von 26

Die (aussagekräftigere) Durchschnittsmiete (alle Mietverträge in 2009 nach Flächen

gewichtet) ist verglichen mit dem 2. Quartal 2009 leicht auf 13,20 Euro gesunken.

Engel & Völkers errechneten 12,75 Euro pro Quadratmeter.

Der größte Teil des Umsatzes wurde wie üblich in der Innenstadt realisiert, gefolgt

von Hafencity und Hafenrand sowie der City Süd. Nach Branchen sind die Spitzenreiter

bei den Umsatzträgern in den ersten neun Monaten die öffentliche Hand/

Verwaltung, unternehmensnahe Dienstleister, die Bau- und Immobilienbranche, das

Finanzwesen und der Industriesektor.

Beinahe 70% aller Mietvertragsabschlüsse wurden im Flächensegment unter 500 qm

getätigt, nur knapp 2% im Segment über 5 000 qm. Den größten Abschluss im 3.

Quartal stellte Hochtief dar, die rund 15 000 qm im Projekt Parkyard des Quartier 21

im Hamburger Osten beziehen werden.

Serie: Einzelhandelsimmobilien – Trends auf der Angebotsseite

- Berlin

André Eberhard, Chefredakteur „Der Immobilienbrief“

Beim deutschen Einzelhandelsangebot kam es aufgrund veränderter Konsumgewohnheiten

und neuer Unternehmensstrategien zu starken strukturellen Veränderungen

beim Umsatz und bei der Flächenexpansion. Das Immobilienresearch der Deutsche

Hypo, dem Kompetenzzentrum für Gewerbeimmobilienfinanzierungen im

NORD/LB-Konzern, hat in Kooperation mit der GfK GeoMarketing in ihrer aktuellen

Studie „Einzelhandelsimmobilien – Trends auf der Angebotsseite“ diese Veränderungen

analysiert. Mit zum Teil überraschenden Ergebnissen. Die Gesamt-Ergebnisse

der Studie hatten wir Ihnen bereits in einer der letzten Ausgaben vorgestellt. Als Serie

wollen wir Ihnen nun die Ergebnisse der Studie zu den einzelnen Einzelhandelsmetropolen,

beginnend mit Berlin, vorstellen.

Berlin, das über die höchste Verkaufsfläche in Deutschland verfügt, weist eine Vielzahl

an erstklassigen Einzelhandelslagen auf. Neben den beiden Innenstadtbereichen

City-West und Mitte (mit Alexanderplatz, Friedrichstraße und Potsdamer Platz) gibt es

historisch bedingt 9 Hauptzentren und viele dezentrale Zentren in den Stadtteilen.

Somit hat Berlin den geringsten Anteil an Fläche in der Innenstadt von allen.

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Bayern: Immobilien-

Handels AG erwirbt ein

größeres Wohnungsportfolio

mit rd. 400 WE und einer

Flächengröße von ca. 32 000

qm von einer bayerischen

Wohnungsgesellschaft über

Dr. Lübke.

München: Arenbergische

Gesellschaften erwerben

eine Einzelhandelsimmobilie

mit 840 qm Nutzfläche in der

Langen Straße 24-26 von

einem Privatinvestor über

Lührmann. Das Gebäude

wird von Jack Wolfskin und

Buddelei Moden genutzt.

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 16 von 26

In den vergangenen Jahren hat sich die Kaufkraft auch wegen der Abwanderung einkommensstarker

Bevölkerungsgruppen in den Speckgürtel von Berlin deutlich schwächer

als im Bundesdurchschnitt entwickelt. Trotz der rückläufigen Kaufkraft hat Berlin

eine hohe Magnetwirkung für nationale und internationale Einzelhändler, was sich

dann auch in dem überdurchschnittlichen Umsatzzuwachs zeigt.

Die Attraktivität Berlins hat ständig zugenommen und gemessen am Zentralitätsindex

sogar den höchsten Zuwachs unter den Großstädten. Berlin profitiert von den rund 5

Mio. Einwohnern im Einzugsgebiet und der in den letzten Jahren deutlich zugenommenen

Zahl an Touristen und Geschäftsreisenden, die die geringe Kaufkraft Berlins

mehr als kompensieren konnten.

Die Verkaufsfläche ist allein in den letzten fünf Jahren um mehr als 13 v.H. auf gut

4,5 Mio. qm gestiegen. Das Wachstum erfolgte vor allem dank der starken Expansion

von Einkaufszentren besonders an den o.g. Standorten. Inzwischen liegt die Ausstattung

mit Shopping Centerflächen in Berlin deutlich über der an anderen Standorten.

Mit insgesamt 1,3 qm Verkaufsfläche pro Kopf liegt Berlin aber noch unter dem Bundesdurchschnitt.

Die Flächenproduktivität beträgt knapp 3.900 Euro pro m², wodurch Berlin am Ende

der Rangliste der Städte und nur gut 10 v.H. über dem Bundesdurchschnitt liegt.

Mit einer Höchstmiete von 260 Euro liegt Berlin an zweiter Stelle und hat in den letzten

Jahren auch einen weit überdurchschnittlichen Zuwachs erzielen können.

(In der nächsten Woche: Hamburg)

Wald-Fonds kaufen ein

Im vergangenen Jahr startete Catella Real Estate mit dem „Focus Global Forests“

den ersten „Offenen“ Waldfonds für institutionelle Anleger. Jamestown legte einen

geschlossenen Waldfonds auf. Danach war es aber ruhig um die Wald-Investments

geworden. Die Finanzkrise drückte die Perspektiven. In USA fiel der Bau als Haupt-


9. Fachkonferenz

20. Oktober 2009 in Frankfurt am Main

Als etablierte Plattform bietet die Initiative Immobilien-

Aktie Informationen aus erster Hand und ist Treffpunkt

vieler relevanter Player am Immobilienmarkt.

Interessante Unternehmenspräsentationen, Expertenvorträge,

Podiums diskussionen, ein Workshop und Oneon-One-Gespräche

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Investoren bilden ein abwechslungsreiches Programm.

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Hochstraße 4

60313 Frankfurt am Main

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● alstria office REIT

● Colonia Real Estate

● CR Capital Real Estate

● Deutsche EuroShop

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● DIC Asset

● ESTAVIS

● Fair Value REIT

● HAHN-Immobilien

● InCity Immobilien

● IVG Immobilien

● PATRIZIA Immobilien

● POLIS Immobilien

● Prime Office

● TAG Immobilien

● Vivacon

Förderer Gastro-Sponsoren

Technologie-Sponsor

Medienpartner


Deals Deals Deals

Düsseldorf: AMD Akademie

Mode & Design mietet

mehr als 2 400 qm Bürofläche

in den ehemaligen Reitstallungen

am Gardeplatz

über Anteon.

Berlin: Budiro Immobilien-

Finanzierungsberatung

mietet ca. 213 qm Fläche in

der Chausseestr. 25 von

AXA Real Estate über Nai

apollo. Damit ist das Objekt

wieder voll vermietet.

Koblenz: beeline mietet für

ihren Store I AM 66 qm Verkaufsfläche

in der Löhrstr. 34

von Privat über CB Richard

Ellis.

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 18 von 26

nachfrager nach Holz aus. Gleichzeitig stellte sich der Erwerb als schwieriger heraus

als erwartet. Jetzt kommen aber erste Kaufmeldungen für das Nischenprodukt.

Rund ein Jahr nach Vertriebsstart hat Jamestown den ersten Forst mit 3.900 Hektar

in South Carolina gekauft. Jamestown sieht sich zum „guten Preis zum Zuge“ gekommen,

weil der Verkäufer Liquidität benötige, um Dividenden auszuzahlen. Jamestown-Waldexperte

Bolko von der Schulenburg hat 18,3 Mio. USD Eigenkapital

in den Kauf investiert. Jamestown sieht einen Holzwert, der rund 20% höher liegt.

Ungeachtet der derzeitigen Krise hält Jamestown an seiner Prognose fest, wonach

sich der Einsatz seiner Kunden innerhalb des Anlagehorizontes von sieben bis 15

Jahren verdoppelt bis verdreifacht. Gleichwohl räumt der Anbieter ein, dass der Holzmarkt

aktuell am Boden liegt.

Weniger sportliche Erwartungen bei seinen institutionellen Investoren nährte auch in

besseren Zeiten Catella KAG Chef Andreas Kneip mit rund 6% langfristiger Renditeerwartung.

Catella hat jetzt rd. 2 115 ha Waldfläche in Finnland für rund 6 Mio. Euro

als erste Transaktion gemeinsam mit den Partnern Neue Vermögen und Pöyry Forest

Industry Consulting gekauft. Die Anfangsrendite durch Abholzung liegt über

4%. Chancen bringen neben generellen Perspektiven insbesondere Baugrundstücke

Ferienhäuser und ein Kieswerk.

5-Sterne Hotelmarkt Berlin

Werner Rohmert, Herausgeber „Der Immobilienbrief“,

Immobilienspezialist „Der Platowbrief“

Der Berliner Luxushotelmarkt hat seinen Härtetest noch vor sich. Seit 1999 hat sich

die Zahl der 5-Sterne Hotels lt. Kempinski Controller, Otto Steger, auf der Adlon

Gesellschafterversammlung von 11 auf 22 Hotels verdoppelt. Zwei 5-Sterne Hotels

sollen noch kurzfristig dazu kommen. Lt. Hospitality Inside sind noch einmal 50%

der gesamten Berliner Hotelfläche aktuell im Bau. Das für das Adlon relevante, abso-

Dienstleistungen für die Immobilienbranche

Strategie/

Kommunikation

�� Interne und externe

Kommunikation

�� Strategische Beratung

�� Immobilienprojektbetreuung

Real I.S.

Rohmert SMART-Consult

Werner Rohmert

Marketing

(Bernhard S. Maier)

�� Marketingkonzeptionen

�� Mediaplanung

�� Investor Relations

�� Corporate Publishing

Prospektierung

(Uli Richter)

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von der Idee bis hin

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Hamburg: Rechtsanwaltskanzlei

Dr. med. Wende &

Dr. jur. Erbsen mietet ca.

282 qm Bürofläche in der

Marienstr. 41 aus dem Immobilienspezialfonds

City

Select der Quantum ImmobilienKapitalanlagegesellschaft

über JLL.

München: Family Office

AM Alpha erwirbt ein rd.

65 000 qm großes Areal in

den Lenbachgärten für mehr

als 200 Mio. Euro von ImmoFinanz

über Drees &

Sommer. Der Kaufpreisberechnung

lag ein Immobilienwert

von mehr als 200

Mio. Euro zugrunde.

Nordhorn: Textilfilialist

Görgens mietet 1 005 qm,

Modehändler Böckmann

mietet 2 000 qm und Blumen

Stockhorst mietet Flächen

im neu entwickelten VIP-

Center an der Kokenmühlenstr.

5-7 über stores and

concepts.

Köln: Verein für europäische

Sozialarbeit, Bildung

und Beruf mietet 1 900 qm

in der Stolberger Straße und

1 300 qm Bürofläche in der

Dillenbuerger Str. 65-69 über

BNPP RE.

Berlin: Investor erwirbt den

Römischen Hof mit rd. 9 500

qm Mietfläche, Unter den

Linden/Charlottenstraße für

50 Mio. Euro von Vivico

über Jones Lang LaSalle.

Berlin: WBS Training mietet

ca. 230 qm Bürofläche im

Verwaltungsgebäude am

Borsigturm 11 in Reinickendorf

von Windsor über Nai

apollo.

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 19 von 26

lute Topsegment, das Steger als Peer Group bezeichnete, umfasst 5 Hotels, die im

Zahlenvergleich des Vortrages für die Adlon-Anleger aber nicht namentlich vorgestellt

wurden. Identifizierbar war das „Hotel de Rome“, das dem Adlon „auf den Fersen“

ist. Mit nur 146 Zimmern sind Preise und Belegung leichter hoch zu halten.

Das Adlon bleibt aber Preisführer. Während lt. Berliner Morgenpost inzwischen Zimmer

in der renommierten 5-Sterne Szene für zwischen 100 und 125 Euro erhältlich

sind, hat das Adlon in 2008 einen Durchschnittspreis von 281 Euro „netto netto“, also

ohne MwSt und ohne Frühstück erzielt. Das Rocco Forte (RF) kam immerhin lt. Referat

auf 260 Euro. Der vergleichbare Gesamtmarkt lag bei gut 200 Euro. Mit 272 Euro

beim Adlon, 245 Euro bei Sir Rocco Forte und knapp 180 Euro im vergleichbaren

Markt geht es in 2009 allerdings deutlich bergab.

Bei gleichzeitigem Rückgang der Belegung – hier schlug sich das RF etwas besser –

geht die wichtige Kenngröße RevPar, Umsatz pro verfügbarem Zimmer, natürlich in

den Keller. Der 5-Sterne Markt stürzte von knapp 118 Euro auf unter 100 Euro, das

Adlon von 146 auf 115 Euro und das RF von 134 auf ebenfalls 115 Euro. Der Gesamtumsatz

des Adlon, der 2008 mit 38 Mio. Euro (-1%) noch vergleichsweise stabil war,

geht 2009 voraussichtlich um über 13% auf etwa 33 Mio. Euro zurück. Allerdings war

dem Kempinski Controller hier Erleichterung anzumerken, hatte doch die Branche

zum Jahreswechsel noch über Einbrüche von etwa 30 % fabuliert.

Da die Festpacht des Adlon weiterhin leicht zulegt, geht der unvermeidliche Kempinski-Verlust

hier am Adlon Fonds-Anleger vorbei. Der musste allerdings zunächst, wenn

auch mit Besserungsschein, auf Mieten aus der neuen Spitzengastronomie der Adlon-

Südseite verzichten, die in den Crash der Berliner Sterne-Gastronomie hinein eröffnete.

Wenn andere aufgeben müssen, helfen auch „2 Michelin Sterne, 9 Hauben und 65

Punkte im Gault Millau“ nicht weiter.

Vor dem Hintergrund der 2016 anstehenden Umfinanzierung und des auch dann auslaufenden

Kempinski-Mietvertrages – 20 Jahre gehen überraschend schnell vorbei -

beschlossen die Anleger, die verdienten Ausschüttungen zu thesaurieren. Zwar wurde

deutlich, dass auch ältere, sonst eher ruhige Anleger mit dem monetären Ergebnis der

Anlage für die private Altersvorsorge bei Thesaurierung und Mietverzicht nicht zufrieden

sind, jedoch hatte der Treuhänder in der Einladung über seine Empfehlungen

deutlich gemacht, wie er abstimmen werde, so dass auch bei deutlicher Zunahme der

Gegenstimmen klare Mehrheiten erreicht wurden.

DekaBank entwickelt Benchmark für deutsche Gewerbeimmobilieninvestoren

Dr. Stefan Subroweit, Senior Economist im Immobilien Research/ DekaBank

Der Grundsatz für erfolgreiches Portfoliomanagement, sei es nun im Immobilien- oder

Wertpapierbereich, lässt sich in einer einfachen Maxime zusammenfassen: „Lege

nicht alle Eier in einen Korb!“. Es gilt,

vorhandenes oder anvertrautes Kapital

so auf unterschiedliche Positionen aufzuteilen,

dass die unterschiedlichen

Schwankungen der einzelnen Positionen

sich möglichst vorteilhaft ausgleichen.

Auch für Immobilieninvestoren

ist es ratsam, sich über die Schwankungs-

und Ertragseigenschaften ihrer

Investments Gedanken zu machen.

Dabei steht jeder Portfoliomanager vor

der Herausforderung, zwei grundsätzliche

Fragen beantworten zu müssen. In

welche Regionen und auf welche Nutzungsarten

sollen die Investitionen

verteilt werden?

Um darauf Antwort zu geben, lohnt es

zunächst einmal, sich die Struktur des

Quelle: DekaBank

39 Mrd.

Eur

9,5%

82 Mrd.

Eur

20,0%

84 Mrd.

Eur

20,4%

206 Mrd.

Eur

50,1%

Büro Einzelhandel Logistik Sonstige

Das Benchmarkportfolio für deutsche Gewerbeimmobilienmärkte


Deals Deals Deals

Berlin: Allianz Real Estate

erwirbt für die Allianz Versorgungskasse

V.V.a.G. ein

neu errichtetes Nahversorgungszentrum

an der Breisgauer

Str. 1-3 in Zehlendorf

für 18 Mio. Euro von HGHI

Schlachtensee über Savills.

Das Objekt wird ab Dezember

2009 u. a. von Rewe und

der Commerzbank bezogen.

Frankfurt: SEB Asset

Management erwirbt für den

Publikumsfonds SEB ImmoInvest

den „KPN Büroneubau“

mit einer Gesamtmietfläche

von rd. 23 000 qm

im Büromarkt Sloterdijk

vom niederländischen Projektentwickler

OVG Real

Estate. Das Gebäude ist für

10 Jahre plus Verlängerungsoption

an das niederländische

Telekommunikationsunternehmen

KPN Telecom

B.V. vermietet.

Berlin: Schulstiftung der

Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburgschlesische

Oberlausitz

mietet 2 200 qm Fläche und

ein Unternehmen der Erwachsenenbildung

mietet

400 qm Fläche an der Bundesallee

14/185 von DIC

Asset über DTZ.

Dresden: Itaricon mietet rd.

850 qm Bürofläche am Wiener

Platz von Pirelli RE.

Zusätzlich eröffnet Anfang

2010 die bereits in Dresden

ansässige asiatische Gastronomie

„Mandarin“ auf rund

650 qm eine Erlebnisküche.

Damit ist das Objekt zu 80%

vermietet.

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 20 von 26

hiesigen Gewerbeimmobilienmarktes vor Augen zu führen: Deutschland verfügt etwa

über 320 Mio. qm Büroflächen, 122 Mio. qm Verkaufsflächen und 330 Mio. qm Logistikflächen.

In einer aktuellen Studie („Investmentstrategien für den deutschen Immobilienmarkt“)

hat die DekaBank erstmals den Wert dieser Flächen berechnet. Die Summe

aller investitionsrelevanten Büro-, Verkaufs- und Logistikflächen beläuft sich auf

etwa 329 Mrd. Euro. Hinzu kommt noch der Markt für Spezialimmobilien, der rund 82

Mrd. Euro beträgt, so dass das Volumen des relevanten Gesamtmarktes in Deutschland

411 Mrd. Euro wert ist. Ein Benchmarkportfolio, das den Gewerbeimmobilienmarkt

in Deutschland abbilden möchte, sollte den Berechnungen zufolge zu zirka

50% in Büroimmobilien, zu 20% in Einzelhandelsimmobilien, zu 10% in Logistikimmobilien

und zu 20% in sonstigen Nutzungsarten investieren.

Schwieriger als die sektorale Allokation ist die Frage nach der regionalen Verteilung

des deutschen Gewerbeimmobilienmarktes – bezogen auf Flächen und Werte – zu

beantworten. Der DekaBank-Studie zufolge befinden sich 160 der insgesamt 206

Mrd. Euro Bürovolumen in den so genannten „Big 7“, in Berlin, München, Hamburg,

Frankfurt, Stuttgart, Köln und Düsseldorf. Auch im Einzelhandel dominieren die großen

Städte: Von den 51 Mrd. Euro Volumen in 1a-Lagen entfallen 33 Mrd. Euro auf

die großen 6 Standorte (siehe Tabelle).

Sektor Marktvolumen Benchmark Sicherheit Rendite

Mrd. EUR

%

Büro 206 50.3 43.4 65.0

Einzelhandel 84 20.1 28.4 10.0

Zentrale Lage 51 12.4

Shoppingcenter 14 3.4

Fachmärkte 19 4.7

Logistik 39 9.5 18.2 15.0

Sonstige 82 20.0 10.0 10.0

Summe 411 100.0 100.0 100.0

Größere Einzelpositionen

Büro

Berlin 40 9.8 6.1 22.2

München 34 8.2 17.1 18.6

Hamburg 26 6.5 5.9 2.4

Frankfurt 23 5.5 8.4 12.5

Stuttgart 12 3.0 2.1 0.0

Köln 12 2.9 2.9 0.0

Düsseldorf

Einzelhandel: Zentrale Lage

14 3.4 0.1 4.7

Berlin 9 2.1 5.4 0.0

Hamburg 9 2.1 1.9 2.5

München 7 1.8 6.3 6.3

Hannover 3 0.8 3.5 0.0

Köln 3 0.7 2.8 0.0

Frankfurt

Logistik

2 0.5 2.4 0.0

Rhein-Ruhr 5 1.3 6.2 6.2

Berlin 4 0.9 3.8 4.5

Frankfurt 4 0.9 1.6 0.0

Hamburg 3 0.8 3.9 3.9

München 2 0.6 2.7 0.4

Quelle: DekaBank. Grün: Übergewichtung, Orange: Untergewichtung

Welche Sektoren und Regionen sollten Portfoliomanager übergewichten? Dies hängt

zum einen vom Risikoprofil des Investors, zum anderen von seinen Ertrags- und Risikoeinschätzungen

ab. Im Vergleich zu den zurückliegenden 10 Jahren trauen wir

dem Bürosektor, der in den vergangenen Jahren von der Überbauung nach der Wiedervereinigung

überproportional belastet war, zukünftig eine stärkere Performance


Deals Deals Deals

Bayern: Immovation erwirbt

476 nahezu voll vermietete

Wohneinheiten in

Füssen, Altenstadt und

Schongau. Mit dem Ankauf

des Immobilienpaketes ist

gelungen, den vorgesehenen

Anteil von 63% Bestandsimmobilien

für ihren Immobilienfonds

der 2. KG auf einen

Streich komplett zu platzieren.

Die restlichen 37% sind

Denkmalschutz- und Sanierungsobjekten

vorbehalten,

deren Ankauf zurzeit vorbereitet

wird. Zusammen mit

anderen Faktoren machen sie

eine steuerfreie Ausschüttung

der Fonds-Rendite von 7,5%

p. a. möglich.

Hamburg: Jeanne Doesburg

mietet für das erste

franchisebetriebene Caffè mit

dem Premium-Konzept

„Espression by Lavazza“ 150

qm Fläche am Sandtorkai

von DWI Grundbesitz über

Savills. Die Eröffnung ist für

November 2009 geplant.

Berlin-Mitte: Verband

kommunaler Unternehmen

mietet für 10 Jahre 60% des

ca. 9 000 qm Bürofläche

umfassenden neuen Gebäudes

an der Invalidenstr. 91,

das von Hochtief Projektentwicklung

gebaut wird.

Hochheim: Rath KG erwirbt

ein Gewerbegrundstück

mit insgesamt rd. 7 267 qm

in der Dr.-Ruben-Rausing-

Straße von Heico Betriebsverwaltung

über Steinbauer

Immobilien.

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 21 von 26

zu. Investoren, die die Schwankungen des Sektors nicht scheuen, sollten diesen

Bereich mit 65% übergewichten. Die Benchmark beträgt nur rund 50%. Risikoaverse

Investoren sollten dagegen andere Nutzungsarten ansteuern und Einzelhandel und

Logistik übergewichten.

Der nachfolgende Beitrag ist der sechste Teil einer Artikelserie des Hamburger

Presse- und Medienanwalts Philipp von Mettenheim über das Presse- und Äußerungsrecht.

Presserecht (6): Ein Überblick über die presserechtlichen Ansprüche

und ihre Durchsetzung

Philipp von Mettenheim

Betroffenen einer negativen Berichterstattung stehen mehrere Ansprüche mit unterschiedlichen

Stoßrichtungen zur Verfügung, die sich gegen diejenigen richten, die an

der negativen Berichterstattung mitgewirkt haben (z.B. Verfasser, Chefredakteure,

Verleger und Herausgeber). Die Ansprüche sind im Wesentlichen der Anspruch auf

Unterlassung, auf Gegendarstellung, auf Berichtigung, auf Schadensersatz und der

Anspruch auf Geldentschädigung.

Der Unterlassungsanspruch ist ein auf die Zukunft gerichteter, verschuldensunabhängiger

Anspruch, der das Ziel verfolgt, eine Wiederholung oder sogar eine sich erstmals

abzeichnende negative Berichterstattung zu verhindern. Interpretationsanfällige

Äußerungen können für einen Journalisten zum Fallstrick werden. Mit dem Argument,

der Journalist könne sich ja in Zukunft klarer ausdrücken, lässt die Rechtsprechung

bei mehrdeutigen Aussagen diejenige nicht ganz fern liegende Deutungsvariante als

Grundlage eines Unterlassungsanspruchs zu, die den Betroffenen in seinen Rechten

verletzt, auch wenn der Journalist nicht einmal an diese Variante gedacht hat.

Mit dem Anspruch auf Gegendarstellung soll dem Betroffenen einer

Berichterstattung unter dem Gesichtspunkt der Waffengleichheit die Möglichkeit

gegeben werden, seine Sicht der Dinge darzustellen. Wegen des Prinzips der Waffengleichheit

werden im Rahmen eines Gegendarstellungsverfahrens Fragen nach

Wahrheit oder Unwahrheit nicht beantwortet. Dies hat zur Folge, dass Medien gerichtlich

gezwungen werden können, Unwahrheiten zu veröffentlichen, was sicherlich

nicht selten vorkommen dürfte. Die Gegendarstellung muss an derselben Stelle wie

die Erstmitteilung erscheinen.

Der Unterlassungs- und der Gegendarstellungsanspruch können neben einer ganz

normalen Hauptsacheklage schon im Wege des vorläufigen Rechtsschutzes, also

durch eine einstweilige Verfügung durchgesetzt werden. Ein Betroffener wird so relativ

schnell, oftmals binnen weniger Tage gerichtlichen Schutz erlangen.

Die nachfolgend beschriebenen Ansprüche hingegen lassen sich nur mit einer Hauptsacheklage,

die durchaus langwierig sein kann, durchsetzen.

Das ist zum einen der verschuldensunabhängige Anspruch auf Berichtigung. Begrifflich

wird zwar je nach Umfang zwischen Widerruf und Richtigstellung unterschieden,

letztlich aber geht es immer um die Verpflichtung der Medien, bei feststehender Unwahrheit

einer Tatsachenbehauptung an derselben Stelle wie die Erstmitteilung zuzugeben,

einen Fehler gemacht zu haben.

Zum anderen sind es schließlich die verschuldensabhängigen Ansprüche auf Schadensersatz

und Geldentschädigung. Der Anspruch auf Schadensersatz setzt einen

materiellen Schaden voraus, der durch die negative Berichterstattung entstanden sein

muss, was häufig sicherlich Beweisschwierigkeiten mit sich bringt. Die Geldentschädigung

ist eine Art Schmerzensgeld und unter den presserechtliche Ansprüchen die

ultima ratio. Sie ist von dem Medium für eine von ihm zu verantwortende, schwerwiegende

Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Betroffenen zu gewähren, wenn dieser

nicht auf andere Weise einen befriedigenden Ausgleich erhalten kann.

(Im siebten Teil dieser Serie wird es in vier Wochen um die Bildberichterstattung gehen.

www.omg-legal.de)


Deals Deals Deals

Zürich: Acron Helvetia

VII Immobilien erwirbt das

Büro- u. Geschäftshaus Portikon

von Hochtief Development

Schweiz. Das erste

Projekt der Schweizer Tochtergesellschaft

von Hochtief

Projektentwicklung wird zu

knapp 40% von Baxter

Healthcare genutzt.

Wien: Ergo Austria International

mietet ca. 10 000

qm Bürofläche im Projekt

Marximum von Hochtief

Development Austria. Damit

ist der Büropark im

Stadtteil St. Marx jetzt zu

knapp einem Drittel vergeben.

Berlin: Bundesanstalt für

Immobilienaufgaben mietet

für ein Beratungsgremium

521 qm Bürofläche in der

Luisenstr. 46 von Polis über

NAI apollo.

Göteborg: Das im Eigentum

der schwedischen Regierung

stehende Unternehmen Jernhusen

erwirbt das Centralhuset-Gebäude

mit über 10 600

qm Büro- u. Einzelhandelsfläche

für ca. 40 Mio. Euro

vom Internationalen Immobilien-Institut

über Savills.

Düsseldorf: Rechtsanwälte

mieten 900 qm Bürofläche

im Immermann Tower, Immermannstr.

40 über

BNPPRE.

Bedburg: Internationales

Logistikunternehmen mietet

ca. 28 500 qm Hallen- u.

Bürofläche im Logistikzentrum

Bedburg II, Werner-von-

Siemens-Str. 7, von der FE

IPF über JLL.

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 22 von 26

München ist Europameister des E-REGI 2009 von LaSalle Investment

– Erstmals russische und türkische Metropolen in

das Ranking aufgenommen

Karin Krentz, Chefredakteurin „Der Immobilienbrief Berlin

Zum ersten Mal überhaupt ist München Spitzenreiter im Ranking des E-REGI von

LaSalle Investment Managament (LIM) und verdrängt London als den Spitzenreiter

des Vorjahres auf Platz acht. Basierend auf anhaltenden Wachstumsprognosen

trotz der Krise zeige München eine bessere Performance als seine Mitbewerber,

was auf die robuste und vielfältige lokale Wirtschaftsstruktur zurückzuführen ist,

die nach wie vor auf den Bereich Forschung und Entwicklung setzt. So ist München

als die europäische Stadt mit dem

größten kurz- bis mittelfristigen wirtschaftlichen

Entwicklungspotenzail und

entsprechend nachhaltiger Immobilinenachfrage

identifiziert worden.

Die Ergebnisse des diesjährigen E-

REGI spiegeln die Nachwirkungen der

globalen Finanzkrise wider, die sich

überall in deutlichen Korrekturen der

BIP- und Beschäftigungswachstumsprognosen

nach unten niedergeschlagen

haben. LIM favorisiert

im E-REGI nun wohlhabende Orte wie

zum Beispiel die Schweizer und die

skandinavischen Städte, deren starke

Fundamentaldaten die Wirtschaft gegen

die Auswirkungen eines verlangsamten

Wachstums schützen, so die

LIM-Researcher.

Der E-REGI ist ein quantitatives

Modell, entwickelt als Hilfestellung zur

Identifizierung derjenigen Städte und

Regionen Europas, die das größte

kurz- bis mittelfristige wirtschaftliche

Entwicklungspotenzial aufweisen und

in denen daher die Nachfrage nach

Immobilien besonders nachhaltig zu

werden verspricht. 2009 erscheint der

E-REGI zum 11. Mal. Die Untersuchung

konzentriert sich auf 98 Ballungsräume,

die die Stadt-Regionen

mit einer Bevölkerung von mehr als 500 000 Einwohnern repräsentieren, sowie alle

nationalen Hauptstädte. Das Scoring von 2009 umfasst 288 Regionen in 31 europäischen

Ländern mit einer Gesamtbevölkerung von mehr als 540 Mio. Menschen.

Paris liegt weiterhin auf Platz zwei, mit nur wenig Rückstand gegenüber München.

Dies sei zum Teil auf die anhaltenden Wachstumsaussichten zurückzuführen, basierend

auf der diversifizierten Wirtschaftsstruktur und dem hohen Wohlstandsniveau

der Stadt, die einen Schutz gegen die vollen Auswirkungen der globalen Konjunkturabschwächung

bieten. London, das sechs Jahre in Folge unter den ersten Sechs gewesen

war, ist nun auf Platz 8 abgerutscht. Die Kreditkrise hat ernsthafte Auswirkungen

auf das größte Finanzzentrum Europas, und in der Folge mussten die BIP- und

Beschäftigungswachstumsprognosen für London dramatisch nach unten hin korrigiert

werden. Nicht dargestellt im E-REGI sind jedoch die Immobilienpreise. Diese wurden

in London schneller korrigiert als in den anderen Städten, sagt Claus Thomas, Geschäftsführer

Lasalle Investment Management GmbH. „Hier ist der Tiefpunkt erreicht,

auf langem Weg geht es nun geradeaus“, so Thomas.

Zum ersten Mal überhaupt war es möglich, ausgewählte russische und türkische

Städte in die Analyse mit einzubeziehen, weist Thomas hin. Moskau sicherte sich


Deals Deals Deals

Düsseldorf: AXA Real

Estate Investment Managers

erwirbt für einen Spezialfonds

die Projektgesellschaft

„Neue Düsseldorfer

Stadtquartiere GmbH & Co.

KG“ mit 104 Mietwohnungen

von der Interboden-

Gruppe. Das Transaktionsvolumen

beträgt 22 Mio.

Euro. Die Wohnungen sind

zu 85% vermietet.

Frankfurt: Savills vermietet

440 qm Büroflächen im

Westend an eine Anwaltskanzlei

zur Vergrößerung der

Kanzlei in der Westendstraße

16-22 von der R+V Versicherung

AG.

Essen: Heidelberg Cement

mietet rd. 590 qm Bürofläche

in der Ruhrallee 311 von

Privat über Cubion.

Regensburg: Marc O’Polo

mietet rd. 355 qm Ladenfläche

in der Pfarrergasse 1

über Lührmann.

Nürnberg: Nespresso mietet

rd. 325 qm Fläche in der Kaiserstr.

23 von Privat über

Kemper’s JLL.

Brüssel/Düsseldorf: Signa

Property Funds AG hat für

ca. 70 Mio. Euro einen der

begehrtesten Neubauten in

Brüssel erworben - das Sirius

Bürogebäude. Das Gebäude

hat eine Mietfläche von rd.

29 600 qm und liegt in der

nähe des Da Vinci Parks. Es

ist über 15 Jahre vermietet.

Das Objekt wurde im September

09 fertig gestellt. Alleinmieter

Mobistar soll bis

zum 1.11.09 das Objekt bezogen

haben.

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 23 von 26

sofort einen Platz in den Top 10, was seine Größe und die bemerkenswerte Basis für

ein Wachstum widerspiegelt. Die türkischen Städte profitieren zwar von einer wachsenden

Bevölkerung und einer zunehmenden Anzahl an Arbeitskräften, in Bezug auf

den Faktor Wohlstand können sie jedoch nicht mithalten. Dass diese Städte im E-

REGI bewertet wurden, erklärt Thomas mit der verbesserten Verfügbarkeit von Informationen

über diese Märkte. Gleichwohl zeigt der REGI auch, dass das Geschäftsklima

(Business Environment) trotz überdurchschnittlichem Wachstum noch zu wünschen

übrig lässt wie in Moskau (Position 6), Jekaterinenburg (91), St. Petersburg

(92) und Nishi Nowgorod (94). Von Immobilieninvestitionen in Osteuropa rät LIM ab.

Das trifft ebenfalls auf die Türkei zu, wo sich die Situation nach Kündigung des Doppelbesteuerungsabkommen

(DBA) durch die Bundesrepublik Deutschland ändern

wird. Ab 2011 soll ein neues Abkommen gelten, das sich nach den Vorstellungen

Deutschlands künftig an dem OECD-Musterabkommen orientieren soll.

In der neuen E-REGI Ausgabe von 2009 ist Stuttgart (9/-3) weiterhin die zweitattraktivste

Stadt in Deutschland, was hauptsächlich dem hohen Wohlstandsniveau und

den starken Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zuzuschreiben ist. Dies hat ein

anhaltendes wirtschaftliches Wachstum zur Folge, trotz der Abkühlung auf dem Herstellungssektor,

die die lokale Automobilindustrie in Mitleidenschaft gezogen hat. Diese

wird jedoch derzeit effektiv von der Regierung bezuschusst, sodass eine Kürzung

dieser Maßnahmen die Region auf jeden Fall beeinträchtigen wird.

Rund die Hälfte der übrigen deutschen Städte ist im Ranking auf Grundlage eines

überdurchschnittlichen Wohlstandniveaus aufgestiegen. So konnten zum Beispiel das

Saarland (40/+32), Hannover (32/+26) und Leipzig-Dresden (49/+14) ihre Positionen

verbessern, ebenso wie Bielefeld (41/+16), Bremen (36/+11) und Nürnberg (27/+3).

Das Ruhrgebiet (59/-15), Berlin (64/-14) sowie Köln/Bonn (30/-17) und Frankfurt (20/-

8) rutschten im Ranking allesamt deutlich ab. Dies war hauptsächlich auf kräftige Korrekturen

der Wachstumsprognosen zurückzuführen, die relativ schwache Wettbewerbsposition

dieser Städte widerspiegelnd und im Falle von Frankfurt die Abhängigkeit

vom Finanzsektor.

Traditionell stabile Städte wie Mannheim/Karlsruhe (15/-4), Hamburg (31/-3) und

Düsseldorf (34/-1) waren besser in der Lage, ihre Position im diesjährigen Ranking zu

halten. Der Aufstieg des Saarlands unter die Top 50 E-REGI-Städte begründet LIM

mit der Nähe zu den westeuropäischen Wohlstandsregionen wie Luxemburg. Aber

liegt das Saarland nicht schon immer dort?

Deutsche Wohnimmobilienmärkte weiter stabil

Christina Winckler, Korrespondentin „Der Immobilienbrief“, Frankfurt

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt zeigt sich im 1. Halbjahr 2009 von der weltweiten

Wirtschaftskrise immer noch weitgehend unbeeindruckt. In vier der acht von Jones

Lang LaSalle (JLL) untersuchten Städte sind die Schwerpunktmieten in diesem

Zeitraum angestiegen. Mit Ausnahme von Köln liegen jedoch auch die Mieten den

anderen Metropolen über dem Vorjahresniveau. Die teuerste Stadt Deutschlands

bleibt mit 12,40 Euro München. Den höchsten Mietanstieg erlebte Hamburg und liegt

daher nun um internen Ranking vor Stuttgart auf dem dritten Platz. In der Hansestadt

müssen in der Spitzt 9,85 Euro/qm/ mtl. gezahlt werden. Weiterhin günstig sind die

Mieten in Berlin und Leipzig.

Zu dieser positiven Lage trage in Deutschland die räumlich sehr differenzierte Bevölkerungsentwicklung

bei, so JLL. So kämpfen auf der einen Seite Städte und Gemeinden

in strukturschwachen und ländlichen Regionen mit dem Problem starker Abwanderungs-

und Überalterungs-Tendenzen. Die Großstädte hingegen erfahren auf der

anderen Seite eine erhebliche Zuwanderung und Einwohnerverjüngung sowie ein

Wachstum der Ein- und Zwei-Personen-Haushalte. Diese Nachfrage setze die Märkte

unter Druck, konstatiert JLL. Denn diese ausdifferenzierte Gruppe habe Ansprüche

an Wohnraum, die häufig n mit dem aktuellen Angebot nicht befriedigt werden können.

Diese Entwicklung sei nicht wirklich neu. Aber die notwendige Bautätigkeit in

den Metropolen bleibe noch immer hinter dem Bedarf zurück. Dadurch werden auch

künftig die Mieten und Preise weiter steigen werden.


Fonds-News

Grünwald: KGAL bringt

den ersten Photovoltaikfonds

InfraClass Energie 5 auf

den Markt. Der Investitionsfokus

liegt auf den Ländern

Spanien, Italien und Griechenland.

Der Fonds wird in

bestehende oder neu zu errichtendePhotovoltaikanlagen

investieren. Die Zeichnung

ist interessierten Investoren

ab sofort möglich.

London: KGAL setzt im

Oktober 2009 ihre gestartete

Reihe geschlossener England-Immobilienfonds

mit

dem PropertyClass England

2 fort. Er investiert wie

sein Vorgänger in eine Core-

Immobilie in London. Der

Neubau 30 Park Street liegt

zentral im Stadtteil

Southbank. Er ist bis ins Jahr

2028 an die Hyde Housing

Association Ltd. vermietet.

Auch die zweite Immobilienbeteiligung

in Großbritannien

wird zu 100% über Eigenkapital

finanziert. Das Eigenkapitalvolumen

beträgt 35,5

Mio. GBP.

Hamburg: Nordcapital

bietet Anlegern mit dem

Nordcapital Offshore

Fonds 5 erstmals die Möglichkeit,

sich an einem Ankerziehschlepper

zu beteiligen.

Der Fonds finanziert

den Anchor Handler "E.R.

Louisa". Die Mindestbeteiligung

liegt bei 15 000 Euro,

zzgl. 5% Agio. Die Laufzeit

beträgt 12,5 Jahre nach Ablieferung,

die Auszahlung

betragen 8% p.a. ab Juli

2010, insgesamt sind ca.

208,5% geplant.

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 24 von 26

Bei der Untersuchung von Eigentums- und Mietwohnungen zeichnen sich entgegen

gesetzt Trends ab. Während in den hochpreisigen Städten München und Frankfurt die

Mieten zum vorjährigen Vergleichszeitraum leicht zurückgehen, zeigt sich in beiden

ein Anstieg der Kaufpreise für Eigentumswohnungen. Demgegenüber ist sowohl die

Miet- als auch die Kaufpreisentwicklung in den anderen untersuchten Städten von

Stagnation oder Verteuerung gekennzeichnet.

Investoren halten Deutschland nach wie vor für einen attraktiven Standort für Immobilieninvestitionen.

Auch wenn der Investmentmarkt weiterhin von ungünstigen Finanzierungsbedingungen

beherrscht wird, gibt es doch einige positive Entwicklungen.

Nach einer Beruhigung im Jahr 2008 legt das von JLL erfasste Portfolio-

Transaktionsvolumen im Wohnimmobiliensektor gegenüber dem Vergleichszeitraum

deutlich zu. Allein im 2. Quartal 2009 wurden 15.000 gehandelte Wohneinheiten registriert.

Seit Anfang 2008 weist kein Quartal eine solche Menge an verkauften Wohnungen

aus (der Verkauf der 93.000 LEG-Wohnungen im Juni 2008 bleibt hier unberücksichtigt).

Portfoliotransaktionen mit mehr als 10.000 Wohnungen – wie in den

vergangenen Jahren – sieht JLL weiterhin nicht.

Bereits zum dritten Mal analysierte JLL Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M, Hamburg und

München, zum zweiten Mal die Wohnungsmärkte von Köln, Leipzig und Stuttgart.

Frankfurts Bürger lieben ihre Stadt

Christina Winckler, Korrespondentin „Der Immobilienbrief“, Frankfurt

Die Frankfurter wissen die Lebensqualität ihrer Stadt zu schätzen. Die Ergebnisse der

jährlichen Bürgerbefragung des Bürgeramtes Statistik und Wahlen bestätigen die

hohe Verbundenheit der Einwohner mit Frankfurt und ihre überwiegende Zufriedenheit

mit den Lebensbedingungen.

Das Bild, das sich die Frankfurter von ihrer Stadt machen, wird zunehmend differenzierter.

Im Vergleich zu 2003 erhielt “die Stadt, in der man gut leben kann“ den höchsten

Zustimmungsgewinn. Diese Charakterisierung hat die „Goethestadt“ und das

„Zentrum des Rhein/Main-Gebietes“ verdrängt.

81% der Befragten gaben an, dass „sie gern in Frankfurt leben“. Nur 16% würden lieber

woanders wohnen. Unzufrieden sind die Frankfurter mit der Verkehrssituation in

der Stadt. Durch die steigende Einwohnerzahl nahm die Verkehrsdichte erheblich zu.

Auch die Kriminalität ist nach wie vor ein Problempunkt. Allerdings liegt diese Nennung

mit 14% auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren. So fühlen sich 90% der Befragten

in der Innenstadt tagsüber und 60% am Abend sicher.

Doch nicht nur für die Einwohner der Main-Metropole ist die Stadt attraktiv. Als Wirtschaftsstandort

wird die Stadt von internationalen Unternehmen angenommen. Im 1.

HJ siedelten trotz der schwierigen Zeiten 19 internationale Unternehmen neu in Frankfurt.

Dadurch wurden 180 Arbeitsplätze neu geschaffen, teilt der Wirtschaftsdezernent

Markus Frank mit. Und, so Frank, weitere stehen in den Startlöchern.

Dass Frankfurt nach London und Paris der „beliebteste Unternehmensstandort in Europa“

ist, bestätigt auch eine Studie von Cushman& Wakerfield, die auf der Espo

Real präsentiert wurde.

Direktinvestitionen legen wieder zu – Dennoch kein Grund

zur Entwarnung

Hans Christoph Ries, Finanzjournalist/ Investmentanalyst (DVFA)

Jones Lang LaSalle hat auf der Expo Real aktuelle Daten zu europäischen

Direktinvestitionen in Gewerbeimmobilien veröffentlicht. Danach sind Direktinvestitionen

in gewerbliche Immobilien im dritten Quartal 2009 europaweit auf 18 Mrd.

Euro angestiegen, entsprechend einem Plus von 40% gegenüber dem Vorquartal

(Q2 2009: 12,9 Mrd. Euro).

Tony Horrell, Leiter European Capital Markets bei Jones Lang LaSalle: "Dies ist das

zweite Quartal in Folge, in dem das Transaktionsvolumen zulegen konnte, und wir

gehen davon aus, dass wir die niedrigsten Quartalsvolumina in dieser Phase des wirtschaftlichen

Abschwungs im ersten Quartal 2009 hinter uns gebracht haben. Wir er-


Sonstiges

München: Colliers Property

Partners startet ab sofort

ein Suchprogramm mit

Zugriff auf die Gewerbeimmobilienangebote

der Colliers-Standorte

auf dem Apple

iPhone und sind damit

weltweit die ersten Anbieter

einer derartigen Applikation.

Mit der einzigartig anwenderfreundlichen

Funktion der

Umkreissuche wird den Interessenten

erstmals eine mobile

Immobiliensuche um den

aktuellen Standort ermöglicht.

In wenigen Sekunden

zeigt die iPhone Applikation

alle nächstgelegenen verfügbaren

Büro- und Industrieflächen

an. Zusätzlich bietet das

Suchprogramm die Auswahl

für die Nutzungsart, Lage,

Größe sowie Preisspanne der

Wunschimmobilie. Alle Immobilienangebote

für Büro-

und Industrieflächen werden

auf der Google Maps-Karte

angezeigt. Mit Hilfe der Favoritenfunktion

können präferierte

Immobilien in einer

persönlichen Merkliste abgespeichert

werden. Über die

iPhone-eigene E-Mailfunktion

werden Anfragen

direkt aus der Objektansicht

an den zuständigen Makler

gesendet. Zunächst auf die

Büros von Colliers Property-

Partners in München und

Frankfurt begrenzt, stehen

bald mit Berlin, Düsseldorf,

Hamburg und Stuttgart die

wichtigsten und größten ImmobilienstandorteDeutschlands

zur Verfügung. Colliers

PropertyPartners realisierte

das Suchprogramm für das

Apple iPhone in Zusammenarbeit

mit Phase 4 Communications

GmbH München.

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 25 von 26

warten für die letzten drei Monate des Jahres das stärkste Quartalsvolumen in 2009

und rechnen mit einem Gesamtjahresvolumen von mehr als 60 Mrd. Euro. Trotz dieser

gestiegenen Transaktionsaktivitäten gehen wir davon aus, dass das Transaktionsvolumen

zum Jahresende 45 % unter dem des Jahres 2008 liegen wird, das wiederum

um 55% unter dem von 2007 lag."

Horrell weiter: "Im Laufe des Sommers hat sich die Stimmung auf dem Markt deutlich

verbessert und heute sehen wir eindeutige Anzeigen dafür, dass das Vertrauen zumindest

in einigen europäischen Märkten wieder zunimmt. Aktuell ist die sich verbessernde

Stimmung einer der Hauptfaktoren für die Verbesserung des Marktinteresses

und den Anstieg der Transaktionen, spürbar in allen Sektoren und auf den Märkten."

Das Interesse der Investoren konzentriert sich auch weiterhin vor allem auf Premiumobjekte.

Derzeit aktive Investoren haben außerdem eine klare Präferenz für die reiferen,

transparenten Märkte Westeuropas sowie für diejenigen Märkte, in denen die

Preise am stärksten gefallen sind - in manchen Fällen bis zu 50%. Die Folge sind

deutliche Unterschiede im Investoreninteresse auf den europäischen Märkten. Der

europäische Investmentmarkt ist so uneinheitlich wie seit langem nicht mehr.

Manche Märkte wie beispielsweise London werden derzeit mit Kapital überflutet, häufig

von vermögenden Privatinvestoren. Institutionelle Anleger verzeichnen weitere

Kapitalflüsse für ihre Einzelhandelsfonds. Deutsche Offene Fonds konnten ebenfalls

Kapitalzuflüsse verzeichnen und sind weiterhin europaweit aktiv. Europäische REITs

haben ihr Kapital durch eine Kombination aus Bezugsrechtsemissionen und Verkäufen

wieder aufgestockt. Sie haben dadurch ihre Position gestärkt und beabsichtigen,

wieder als Käufer auf dem Markt aufzutreten. Es wird zunehmend erkannt, dass sich

die besten Gelegenheiten typischerweise ergeben, bevor sich die Märkte wieder erholen.

Verkäufer werden nach eindeutigen Anzeichen einer Erholung in der Regel

versuchen, ihre Vermögenswerte länger zu halten. Das Einwerben von Kapital bleibt

für Investmentfonds jedoch schleppend. Value add - Direktinvestitionen bleiben auf

geringem Niveau. Allerdings konzentrieren sich einige opportunistische Investoren

auf Gelegenheiten im Bereich notleidender Kredite.

Grenzüberschreitende Investitionen gewinnen immer mehr an Schwung und wachsen

insgesamt schneller als Inlandsinvestitionen. Manche Märkte wie Deutschland,

Schweden und Russland sind auch weiterhin stärker durch Inlandsinvestitionen geprägt,

während Großbritannien, Spanien und Frankreich von Juli bis September im

Vergleich zum ersten Quartal ein erhebliches Interesse an grenzüberschreitenden

Investitionen verzeichnen konnten.

Bei der Kreditvergabe konnte eine gewisse Verbesserung beobachtet werden, insbesondere

bei Krediten für den Kauf neuer, hochwertiger Objekte. Die Auflagen für diese

Kredite bleiben jedoch weiterhin restriktiv, die Bewertungsverfahren sind auch weiterhin

sehr streng. Als Ergebnis der Vereinfachung bei der Kreditvergabe ist ein Anstieg

bei der Anzahl größerer Transaktionen und ein allmählicher Trend hin zu höheren

durchschnittlichen Transaktionsvolumina zu beobachten. Eine vollständige Erholung

des Markts einschließlich Investitionen in Value add Objekte und Bauvorhaben

wird jedoch von der Rekapitalisierung des Sektors abhängen, sowohl hinsichtlich

Bankbilanzen als auch bezüglich CMBS.

Ein Mangel an qualitativ hochwertigen Produkten auf dem Markt wird dazu führen,

dass erhebliche Kapitalmengen nicht investiert werden können. Nur wenige Eigentümer

können einen Gewinn erzielen, indem sie zu heutigen Bewertungsniveaus verkaufen.

Banken werden ihre Bestände schrittweise durcharbeiten und haben bereits

deutlich gemacht, dass sie den Markt nicht mit Objekten überfluten werden. Manche

Fonds, die am Tiefpunkt des Markts investiert haben, könnten versuchen, Gewinnmitnahmen

zu erzielen, aber hierbei dürfte es sich nur um seltene vereinzelte Fälle handeln.

Andere Investoren werden strategische Verkäufe vornehmen, um ihre Portfolios

neu zu gewichten. Das beschränkte Angebot qualitativ hochwertiger Objekte wird den

Druck auf die Spitzenrenditen auf denjenigen Märkten verstärken, die bereits zunehmend

in den Blickpunkt von Investoren gerückt sind.

Die Mieten werden in den meisten Märkten bis 2010 weiter fallen. Umsatzvolumina

haben fast ein Rekordtief erreicht. Auf vielen Märkten ist die Nettoabsorption seit mindestens

einem Jahr negativ. 2011 werden zwar nur wenige Märkte fallende Mieteinnahmen

verzeichnen - wenn sich die Mietsituation jedoch erholt, so wird diese Erholung

generell schwach ausfallen. In einigen wenigen Märkten mit einem sehr eingeschränkten

Angebot könnte das Mietniveau jedoch schneller anziehen.


Impressum

Rheda-Wiedenbrück, T: 05242-

901250, F: 05242-901251

info@rohmert.de,

www.rohmert-medien.de,

Chefredaktion: André Eberhard

(V.i.S.d.P.)

stellv.: Dr. Karina Junghanns

Immobilienredaktion: Thorge

Albat, Michael Beck, Dr. Thomas

Beyerle, Daniel T. Borger, Dr.

Gudrun Escher, Marion Götza,

Ergin Iyilikci, Uli Richter, Werner

Rohmert, Martina Rozok, Frank

Peter Unterreiner, Petra Rohmert,

Immobilienaktien: Hans Christoph

Ries, Berlin: Karin Krentz,

Frankfurt: Christina Winckler,

München: Thomas Döbel (u.v.a.),

Einzelhandel: Dr. Ruth

Vierbuchen, Volkswirtschaft: Dr.

Günter Vornholz

Hrsg.: Werner Rohmert

Recht / Anlegerschutzrecht:

Dr. Philipp Härle - Tilp RA, Berlin;

Dr. Wolfgang Schirp - RA

Schirp & Apel, Berlin

Redaktl. Beirat: Klaus Ansmann

(Deutsche Post Immobilien), Dr.

Kurt E. Becker (BSK), Jürgen

Böhm (ImmobilienScout24),

Joachim Bücker, Hartmut Bulwien

(Bulwien AG), Bernhard

Garbe (Stilwerk/Garbe Logistik),

Franz Lucien Mörsdorf (Deka

Immobilien) Dr. Karl Hamberger

(Ernst & Young), Klaus Hohmann,

Prof. Dr. Jens Kleine,

Frank Motte, Prof. Dr. Wolfgang

Pelzl (Uni Leipzig), Fritz

Salditt (Stb.), Carl-Otto Wenzel

(Wenzel Consulting AG)

Wissenschaftliche Partner:

��Prof. Dr. Hanspeter Gondring

FRICS (Studiendekan, Duale

Hochschule Baden-Württemberg

Stuttgart)

��Prof. Dr. Thomas Kinateder

(Hochschule für Wirtschaft und

Umwelt Nürtingen -Geislingen)

Verlag: Research Medien AG,

33378 Rheda-Wiedenbrück,

Repkestr. 5, T.: 05242 - 901-250,

F.: 05242 - 901-251

Vorstand: Werner Rohmert

Aufsichtsrat: Senator E.h. Volker

Hardegen (Vorsitz), Univ.

Prof. Dr. jur. habil. Karl-Georg

Loritz, (Bayreuth), Petra Rohmert

Bank: KSK Wiedenbrück (BLZ

478 535 20) Kto.-Nr.: 53 207

Namens-Beiträge geben die Meinung

des Autors und nicht unbedingt der

Redaktion wieder.

Nr. 203, 42. KW, 13.10.2009, Seite 26 von 26

Unternehmen, die in "Der Immobilienbrief" erwähnt werden:

Acron Helvetia VII Immobilien (22), Adlon (18), Alliant Real Estate (20), AMD

Akademie Mode & Design (18), Anteon (18), Arenbergische Gesellschaften (16),

Asuco Fonds (4), aurelis Real Estate (2,13), Avia-Rent Capital Management (11),

AXA Real Estate (18,23), Baxter Healthcare (22), beeline (18), Berlin Hyp (15),

Berliner Morgenpost (19), BNPPRE (6,13,19,22), Böckmann (19), Buddelei Moden

(16), Budiro Immobilien-Finanzierungsberatung (18), Catella Real Estate

(16), CB Richard Ellis (13,18), City Select (19), Colliers (10), Colliers Property

Partners (25), CorpusSireo (4,13), Deka (1,2,20), Deutsche Grund und Boden

Kapital (11), Deutsche Hypo (1,2,15), Deutsche Immobilien (13), Deutsche Telekom

(13), DIC Asset (20), DIP-Partner (6,11), Dr. Lübke (16), Drees & Sommer

(19), DTZ (2,20), DWI Grundbesitz (21), ECE (9), Edeka (10), Engel & Völkers

(11,13), Ergo Austria International (22), Eurohypo (3), Europace (10), EV Commercial

The Netherlands (11), FEIPF (22), FGH Bank (13), Garbe (3), GfK Geo-

Marketing (15), Görgens (19), Grossmann & Berger (13), GRR AG (2), H.F.S. (4),

Hafencity (15), Hamburg Team (13), Heico Betriebsverwaltung (21), HGHI Schlatensee

(20), HIH (15), Hochtief (13), Hochtief Projektentwicklung (21), Hospitality

Inside (18), HSH Real Estate (7), Hyde Housung Association (24), Hypoport (10),

Hypovereinsbank (4), Immocon (13), ImmoFinanz (19), Immovation (21), Inizio

(2), Interboden Gruppe (23), Itaricon (20), Jack Wolfskin (16), Jamestown (16),

Jeanne Doesburg (21), Jones Lang LaSalle (6,9,13,19,24), Kempinski (18),

KGAL (24), Knight Frank (7), KPN Telecom (20), LaSalle Investment Management

(22), Lidl (10), Lührmann (16), Marc O´Polo (23), Mobistar (23), MPC Capital

(6), MTU Onsite Energy (15), Nai apollo (18,19), Nespresso (23), Netto (10),

Neue Vermögen (18), Neuer Steinweg (13), Nordcapital (24), on-geo (10), Otto

Steger (18), OVG (13), OVG Real Estate (20), Pawlik Sales Consultants (6),

Penny (10), Pirelli RE (20), Polis (22), Pöyry Forest Industry Consulting (18),

Provinzial Rheinland (2), Quantum Immobilien Kapitalanlagegeselschaft (19),

R + V Versicherung (23), Rath KG (21), Sal. Oppenheim (13), Savills (13,20,21),

Schulstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische

Oberlausitz (20), SEB Asset Management (20), Signa Property Funds (23),

Steinbauer Immobilien (21), Stockhorst (19), stores an concept (19),

Tishman Speyer (15), Union Investment (13,15), Valad Property Group (15),

Verband kommunaler Unternehmen (21), Vivico (19), WBS training (19), Windsor

(19), Wölbern Invest (13).

Unternehmen, die in "Der Immobilienbrief Ruhr" erwähnt werden:

AEG (8), Architektenbüro Willen Associates (8), Architekturbüro RKW (5), Arge

Duisburg (6), Babcock & Brown (3), BBE (6), Bilk & Schäfer Westdeutschland (4),

BNPP RE (2,4,5), Brockhoff & Partner (4,6), Building Consultancy (3), BulwienGesa

(3), Bundesbank (5), CB Richard Ellis (1,3), Centrum (3), Cerberus (3),

Corpus Sireo Real Estate (7), Cubion (2,6,7), Danone Waters (2), DB Research

(1), DB Schenker (2,5), DG Hyp (3), DGNB (2,5,6), DIC Onsite (6), DKT Duisburg

KontainerTerminal (2), Duisburger Hafen AG (5), Duisburger Hafengesellschaft

(5), duisport (5), EBS (4), ECE (4), EPM Assetis (3), Ernst & Young (7), Europa-

Center Immobiliengruppe (4), Flender (7), fmsc (5), Garbe Logistik (2), gip Verwaltungs

GmbH (3), Goldbeck (5), Hahn-Gruppe (4), Hannover Leasing (4),

Harpen (3), HAVI Global Solutions Europe GmbH (6), Hertie (4), Hochschule

Ruhr West (7), Hochtief (4), IHK Niederrhein (2), IHK Nord Westfalen (7), Immobilien

Management Duisburg (5), JLL (3), Kölbl Kruse (6), KPE (8), LEG Stadtentwicklung

(7), Lidl (6), Lovells (5), MSREF Amanda Essen Zwei GmbH (7),

Multi Corporation (5), Multi Development (5), Netto (6), NRW Bank (7), NRW International

(7), NRW Invest (7), NRW Tourismus (7), NRW Urban (7), Orco (5),

Phoenix West (7), Prologis (8), PropertyFirst GmbH (3), Rewe (4), RGM (3,5,6),

RWE (1), Sal. Oppenheim (4), SCI Verkehr (8), Siemens (7), SNCF (2), Sped.

Reiner Bohnen (2), Stadt Duisburg (5), Stiwa (2), Tengelmann (6), The Elite

Group (7), Thomas Daily (8), Universität Duisburg/Essen (4), Wirtschaftsförderung

Metropole Ruhr (1,4), ZIA (8).


Nr.: 10

42. KW / 12.10.2009

Kostenlos per E-Mail

ISSN 1860-6369

Inhaltsverzeichnis

Editorial 1

Hafenlogistik vernetzt 2

Harpen Immobilien neu

aufgestellt

Marktdaten Ruhrregi- 3

on update

Duisburger Hafenge- 5

sellschaft als Projektentwickler

RGM goes green 5

Nahversorgung als Angebotslücke

6

NRW Urban 7

Schwedische EU-

Präsidentschaft forciert

Zero-Emission-

Standard

Wussten Sie schon 8

Impressum 8

3

7

Sehr geehrte Damen und Herren,

Nr. 10, 42. KW, 12.10.2009, Seite 1

bei aller Messe-Euphorie sollten die noch ausstehenden Wirkungen der weltweiten

Wirtschaftskrise nicht ausgeblendet werden. Dienstleister, so haben die Experten

von DB Research herausgefunden, kommen in der derzeitigen weltweiten Finanzund

Wirtschaftskrise etwas glimpflicher davon. Sie sind weniger stark von den

weltwirtschaftlichen Verwerfungen betroffen. Selbstverständlich gilt dies nicht pauschal.

Einige seien durchaus konjunkturanfällig und müssten mit ähnlichen Entwicklungen

wie in der Industrie rechnen, z. B. die Logistik. Dienstleistungen für Unternehmen

stünden im jetzigen Konjunkturtal – gegen den Trend der letzten Jahre

– schlechter da als konsumnahe Dienste, etwa im Gesundheitssektor oder dem

Einzelhandel. Da der Einbruch der Industrieproduktion 2009 mit 20% besonders

drastisch ausfalle, sei davon auszugehen, dass auch der Anteil des Produzierenden

Gewerbes an der Bruttowertschöpfung überproportional zurückgeht.

Zweiter Aspekt: Auf dem Höhepunkt der Immobilienmärkte vor zwei Jahren, so die

Analysten von CB Richard Ellis, waren US-Investoren mit einem Investitionsvolumen

von allein mehr als 20 Mrd. Euro in den ersten sechs Monaten des Jahres

2007 der größte Einzelinvestor auf dem europäischen Markt. Zugleich wurden von

US-Investoren im identischen Zeitraum Immobilien im Wert von 9,5 Mrd. Euro in

Europa veräußert. Damit waren die USA der größte Nettoinvestor in Europa. Zum

gegenwärtigen Zeitpunkt seien US-amerikanische Marktteilnehmer jedoch als Investoren

praktisch kaum vorhanden. Im ersten Halbjahr 2009 wurden rund 400

Mio. Euro investiert, in gleichem Zeitraum trennte man sich von Engagements im

Wert von rund 700 Mio. Euro. Daran ändert auch nichts, dass amerikanische Unternehmen

einen kleinen Gemeinschaftsstand auf der Expo Real betrieben.

Ob bezogen auf das Ruhrgebiet der Umkehrschluss gestattet ist, dass diese krisengewohnte

Region glimpflicher davonkommen wird, denn – einmal abgesehen

von den umfangreichen Wohnungsportfolios, die seit 2003 angekauft derzeit nicht

an den Markt kommen werden, - Großinvestoren ohne Haltestrategie sind hier

eher selten unterwegs und ihr Fehlen ist deshalb weniger spürbar? Hanns-Ludwig

Brauser, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr, die den

Gemeinschaftsstand samt Veranstaltungsprogramm auf der Expo Real zum wiederholten

Male organisiert hat, kann jedenfalls auf einen sehr erfolgreichen Messeauftritt

zurückblicken. Von Krise sei kaum etwas zu spüren gewesen, viele

Besucher des Standes in der privilegierten Halle B1 seien an konkreten Projekten

interessiert gewesen und wollten in Immobilien investieren. 127 Partner habe

man unter einem Dach zusammengebracht einschließlich – erstmalig – des

Energieriesen RWE und alle wollten 2010 wieder kommen. Dann werde

das Schwerpunktthema das Kompetenzfeld der Energieeffizienz sein, darauf

habe man sich schon geeinigt.

Dr. Gudrun Escher, Chefredakteurin


Personalien

Peter Seeberger von STIWA

Chartered Surveyors hat am

6. Oktober 2009 im Rahmen

der Expo Real als Absolvent

des 1. Lehrgangs die Zulassungsurkunde

zum DGNB-

Auditor verliehen bekommen.

In diesem Lehrgang hat

mit STIWA das erste Immobilienberatungsunternehmen

im

Architektur und Gebäudetechnik

dominierten DGNB teilgenommen.

Damit berät STI-

WA internationale Investoren

neben der Steuerung der operativen

Ausführung insbesondere

bei strategischen Entscheidungen

zu Nachhaltigkeitszertifizierungen.

Andreas Roß, bislang für

BNP Paribas (ehem. Atisreal)

im Vermietungs- u. Investmentsegment

tätig, verstärkt

mit sofortiger Wirkung

das Team der Cubion Immobilien

AG als Spezialist für

die Vermittlung von Gewerbeimmobilien

im Ruhrgebiet.

aurelis Real Estate GmbH & Co. KG

Region West

Mercatorstraße 23 (Hauptbahnhof Südseite)

47051 Duisburg

Tel: +49 (0)203 709028-0

Fax: +49 (0)203 709028-19

info@aurelis-real-estate.de

www.aurelis-real-estate.de

Hafenlogistik vernetzt

Nr. 10, 42. KW, 12.10.2009, Seite 2

Duisburg und die Städte am unteren Niederrhein verstärken ihre Zusammenarbeit

in der Hafenlogistik.

Im neuen Nationalen Hafenkonzept des Bundes kommt nach Auffassung von Minister

Tiefensee den Duisburger Häfen eine Schlüsselrolle zu. Bis 2009 ist der Ausbau

der Anlagen bereits mit 59 Mio. Euro Bundesmitteln gefördert worden – der Bund ist

mit 25% an duisport beteiligt, 50% Stadt Duisburg, 25% Land NRW - und es stehen

weitere Millionen aus dem Topf für den Kombinierten Verkehr zur Verfügung. Der ist

kürzlich von 65 Mio. auf 115 Mio. aufgestockt worden. So konnte Ende August mit

der Freigabe des logport-Zubringers zur Autobahn A57 eine wichtige Lücke im Verkehrswegenetz

geschlossen werden. Zwei Beispiele, wie kombinierte Verkehre in

Duisburg funktionieren, liefern aktuelle Investments auf dem logport-Gelände:

• Mitte Dezember geht das DKT-Terminal für Chemie-Logistik mit einer Umschlagkapazität

von 120 000 TEU (Einheit Container) in Betrieb, Investment 15 Mio.

Euro. Betreiber ist die neue gegründete DKT Duisburg KontainerTerminal, ein

Tochterunternehmen des Chemie-Logistikers Bertschi, die hier den ersten Logistik-

Hub für nachhaltige Chemie-Dienstleistungen aufbauen wollen. Der zugehörige Portalkran

bedient 6 Gleise, zwei LKW-Spuren und 8 Container-Abstellspuren. Den Wasseranschluss

bietet das benachbarte DIT Terminal.

• Ab 2010 betreibt Danone Waters (evian, Volvic) neben Hockenheim den zweiten

Logistik-Railhub für Deutschland in Duisburg. Dafür investiert Garbe Logistik AG

für die Spedition Reiner Bohnen 15 Mio. Euro in ein neues Logistikzentrum auf

70 000 qm Fläche. Das Konzept zielt darauf ab, mit regelmäßigen Bahntransporten –

französische SNCF und deutsche DB Schenker rail - jährlich ca. 8 000 Langstrecken-LKW-Fahrten

und 30% der Emissionen zu vermeiden. Der zugehörige

Gleiskörper erhält ein 300 Meter langes Dach.

Als vor hundert Jahren die Häfen von Duisburg und Ruhrort und damit auch die Städte

fusionierten, geschah dies, um ein ruinöses Wettrennen um Kohle- und Stahltransporte

zu beenden und die Kräfte zu bündeln. Heute stehen stark diversifizierte Güter

samt nachgeordneter Dienstleistung im Fokus, der Flächenbedarf jedoch ist geblieben.

Da der im Stadtgebiet Duisburg auch unter Einbeziehung von Industriebrachen

nicht mehr adäquat zur Verfügung steht, geht der Blick über die Stadtgrenzen hinaus

in Richtung Niederrhein mit den Städten Wesel und Emmerich und ihren jeweiligen

Häfen. Die Initiative der IHK Niederrhein zur Zusammenarbeit wurde jetzt belohnt mit

aurelis. Ideen finden Stadt.

Flächen für Ihre Projekte – Raum für Ihre Ideen.


Personalien

Dr. Peter Heintze ist in die

Geschäftsführung der RGM

KonServ GmbH, Dortmund,

berufen worden. Weiterhin

betreut er Schlüsselkunden im

Bereich Technisches Portfoliomanagement

der RGM

Düsseldorf. Er folgt Dipl.-

Ing. Claus-Peter Nölting, der

auf den Posten des Generalbevollmächtigten

der RGM-

Gruppe wechselt. Dietrich

Schulz übernimmt den Vorsitz

der Geschäftsführung der

PropertyFirst GmbH, Bochum,

zuständig für das kaufmännischeGebäudemanagement.

Zuvor verantwortete er

die Bereiche Recht/ Versicherung/

Revision der Muttergesellschaft

RGM, Dortmund.

Die Geschäftsführung der

Düsseldorfer CENTRUM

Projektentwicklung wird ab

01.10.2009 durch Herrn

Frank Zabel verstärkt, zuständig

für den Bereich der

Akquisition und Umsetzung

von Einzelhandelsimmobilien.

Zuvor hat er für den

australischen Investor Babcock

& Brown den Bereich

Immobilienakquisition in

Deutschland betreut.

Das Immobiliendienstleistungsunternehmen

CB Richard

Ellis (CBRE) eröffnet

in Deutschland die Business

Line Building Consultancy.

Neuer Head von Building

Consultancy ist Alexander

von Erdély, der auch den

Bereich der Beratung für die

öffentliche Hand (Public Advisory

Services) bei CBRE

leitet. Neben dem klassischen

Projektmanagement sind weitere

Schwerpunkte das Investitionscontrolling,

die technische

Due Dilligence und die

energetische Optimierung von

Immobilien.

Nr. 10, 42. KW, 12.10.2009, Seite 3

der Entscheidung des Landes NRW, den Masterplan Häfenkooperation Nieder-

Rhein zu fördern. Seit Mai laufen die Vorarbeiten, im 2. Quartal 2010 soll der Masterplan

vorliegen, Kostenpunkt 125 000 Euro. Auch im Raum Dinslaken – Wesel sind

große Veränderungen im Gange. Nicht nur soll das Kraftwerk Voerde an der Emschermündung

mit einem eigenen Hafen für Importkohle versehen werden – wogegen

eine Bürgerinitiative Sturm läuft -, auch der Hafen Emmelsum bei Wesel wird

gerade ausgebaut und die neue Rheinbrücke dort steht vor der Vollendung. Der

Masterplan soll für alle Kooerationspartner eine gewisse Planungssicherheit bieten

und zugleich Zukunftsperspektiven eröffnen. Denn dass langfristig die Warenströme

versiegen würden, steht nicht zu erwarten.

Die konstante Entwicklung am Niederrhein ist um so bedeutsamer, als pauschal

betrachtet laut JLL auf den europäischen Logistikmärkten die Investitionen sich

gegenüber 2008 nahezu halbiert haben, vor allem in Deutschland, wo sogar 80%

Rückgang zu verzeichnen war. Die Rendite scheint sich zu stabilisieren und betrug

im 2. Halbjahr bei 8 %. Der Logistikflächenumsatz lag bei rd. 4,7 Mio. qm und damit

36% unter dem Vorjahreswert. Die Fertigstellungszahlen in Europa sanken mit

insgesamt 3,6 Mio. qm um 25%.

Harpen Immobilien neu aufgestellt

Nach der Auslagerung der Gebäudebewirtschaftung konzentriert sich das Unternehmen

auf das Asset Management die Projektentwicklung.

In den vergangenen Monaten hat Harpen, mit Gründung 1856 eines der traditionsreichsten

Unternehmen des Ruhrgebietes mit Wurzeln im Bergbau, eine gründliche

Restrukturierung durchlaufen. Dies geschieht nicht zuletzt, um den Gesellschaftern

um Cerberus eine kontinuierliche Verzinsung zu erwirtschaften im Hinblick auf eine

Exit Option, die allerdings derzeit nicht darstellbar und auch nicht beabsichtigt sei,

wie der Geschäftsführer Franz-Josef Peveling am Rande der Expo Real betonte. Im

Zuge der laufenden Neuausrichtung wurde zum 1. Oktober das Facility Management

für das gesamte Portfolio von knapp 70 Objekten der EPM Assetis anvertraut, die

hiermit ihr Tochterunternehmen gip Verwaltungs gmbH, Düsseldorf, betraut hat. Der

Betreuungsvertrag läuft bis Ende 2011 und umfasst auch die erfolgreich abgeschlossene

Projektentwicklung "Stubengasse" in Münster, die 2006 schon einmal auf der

Kippe stand und jetzt nach Restrukturierung zum Abschluss gekommen ist. Für diesen

gemischt genutzten, innerstädtischen Komplex mit Einzelhandel, Wohnen und

Büros laufen derzeit Verkaufsgespräche mit einem potentiellen Investor. Sogar die

Stadt Bremen zeigte sich an dem Konzept einer innerstädtischen Immobilie interessiert.

Bereits veräußert wurden Beteiligungen von Harpen an Gewerbeparks in den

neuen Ländern und z. B. eine Ferienhausanlage auf Usedom, die ein früherer Geschäftsführer

übernommen hat. Ausbauen will Peveling hingegen die Projektentwicklung.

Hier steht neben adressbildenden Geschäftshäusern in City-Lage wie das AOC

in Frankfurt, für das mit der DG Hyp die Refinanzierung gelungen ist, die Logistiksparte

im Mittelpunkt, so u. a. in Hamburg-Billerbeck, wo bereits 40 000 qm Fläche

zur Verfügung stehen mit Erweiterungsoption. Auch Dortmund-Landstrup biete gute

Voraussetzungen, allerdings müsse hier erst Ackerland in Gewerbeflächen umgewandelt

werden. Im Kreis Unna ist Harpen noch Eigentümer von 5,5 Mio. qm

Wald- und Wiesenflächen. Die sollen untersucht, selektiert und teilweise verkauft

werden, um eine Refinanzierung der Kernkompetenzen des Unternehmens zu

erreichen. Die jüngste bankseitige Bewertung des Portfolios ergab nur

unwesentlichen Berichtigungsbedarf.

Marktdaten Ruhrregion update

Der anlässlich der Expo Real ergänzte Property Guide 2009 von BulwienGesa

belegt, dass das Ruhrgebiet von der Immobilienkrise nicht verschont blieb, jedoch

über eigene Stärken verfügt.

Nachdem das 1. Halbjahr 2009 gänzlich ohne nennenswerte Transaktionen verstrichen

war, konnte die Region gerade noch rechtzeitig zur Expo Real zwei große positive

Nachrichten vermelden. Sie flossen ein in den aktuell kommentierten Marktbericht

von Andreas Schulten, Partner des Beratungsunternehmens BulwienGesa, im


Personalien

Die an der EBS promovierte

Dipl.-Kauffrau Prof. Dr. Petra

Brockhoff, Honorarprofessorin

der Universität

Duisburg/Essen, wurde zur

Geschäftsführerin der seit 23

Jahren bestehenden Brockhoff

& Partner Immobilien

GmbH berufen. Das in Essen

ansässige Unternehmen agiert

bundesweit bei der Vermietung

und dem Verkauf von

Handels-, Büro-, Hallen- und

wohnwirtschaftlichen Immobilien.

Zum Jahreswechsel

wird der Firmensitz aus der

eigen genutzten Immobilie

Villa Bredeney im Essener

Süden aufgrund der starken

Unternehmensexpansion in

die Innenstadt verlagert. Neue

Anschrift: Engelbertstr. 43 in

45139 Essen. Die Räume in

der Villa Bredeney sind an

die Wirtschaftsprüfersozietät

Bilk & Schäfer Westdeutschland

vermietet.

Dr. Gregor Brendel wechselt

zum 1.10.09 in den Vorstand

der EUROPA-CENTER

Immobiliengruppe, Hamburg,

neben Jörg Overbeck

und Gerd Sedler. Zuvor war

er Bereichsleiter im internationaler

Erfahrung im Center-

Management der ECE-

Gruppe. Künftig soll er den

seit langem geplanten Expansionskurs

in Richtung europäisches

Ausland vorantreiben.

Bergisch Gladbach

Die Hahn Gruppe erwirbt für

ihren HAHN FCP-FIS –

German Retail Fund das

6 500 qm große, ehemalige

Hertie-Kaufhaus in Erkrath.

Hertie hatte im März 2009 die

Nutzung der Flächen eingestellt,

jetzt soll hier bis Mitte

2010 ein Fachmarktzentrum

mit REWE als Ankermieter

entstehen.

Nr. 10, 42. KW, 12.10.2009, Seite 4

Auftrag der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr. In Essen veräußerte Hochtief

Development ein Büroobjekt für 50 Mio. Euro an Sal. Oppenheim und der Projektentwickler

Kölbl Kruse konnte das berühmte "Dortmunder U" für 54 Mio. Euro an

Hannover Leasing verkaufen, einen bewährten Partner des Unternehmens. Dessen

ungeachtet rechnet man nicht damit, dass die Büroflächenumsätze auf längere Sicht

das Niveau der Boom-Jahre 2007 und 2008 erreichen werden, sondern etwa die

Hälfte der Portfolien wird differenzierte Angebote umfassen. Dazu zählen gerade in

der Ruhrregion gemischt genutzte Gewerbeobjekte einschließlich Rechenzentren.

Ein großes Thema ist und bleibt die Logistik mit allem, was sekundär damit verbunden

ist, etwa die Konfektionierung. Hier ist Fläche gefragt und insofern können auch

Randregionen ihre Chance nutzen. Den Fokus für die Immobilienwirtschaft sieht

Schulten jedoch eindeutig bei den Hellweg-Städten, d. h. der Kette der vier Großstädte

im südlichen Ruhrgebiet von Dortmund über Bochum und Essen bis Duisburg.

Dies spiegelt sich in der relativen Konstanz der Bürospitzenmieten, die hier weniger

volatil sind als in den klassischen A-Städten, aber insgesamt deutlich über dem

Durchschnitt der B- und C-Städte liegen. Das wird auch so bleiben.

Für das Restjahr und 2010 erwartet er ein Erstarken des Marktes, weil Deutschland

insgesamt einen sicheren Cash Flow verspricht, und es werden auch Wohnportfolios

wieder an den Markt kommen. Dies hat auch insofern mit der Finanzkrise zu tun, als

die Kommunen ihre extrem hohe Verschuldung nur durch Verkäufe ihres bisher geschonten

Tafelsilbers werden abbauen können. Der Markt für Eigentumswohnung im

gehobenen Segment zeigt sich bereits lebhaft, aber auch der Mietwohnungsmarkt

wird wieder anspringen, dies allerdings für das Ruhrgebiet nur sehr partiell auf Grund

der demographischen Entwicklung. Investitionen sind auf diesem Sektor kaum zu

erwarten, anders als in den Bereichen Light Industry und Logistik, die die großen

Abschlüsse in 2008 deutlich dominierten und in der Summe fast gleich auf lagen

mit Hamburg. Hier würde es sich lohnen, mehr über die Nachfrager zu sprechen

als über das Angebot, denn man kann durchaus von einer Position der

Stärke aus argumentieren.

Die aktuellen Büromarktdaten von BNPP RE für die Städte Dortmund und Essen

bestätigen den Trend. Demnach sanken die Spitzenmieten leicht bei gleichzeitigem

Anstieg der Leerstände auf jetzt 4 bzw. 4,3% entsprechend 147 000 qm in Essen. Bei

den Flächen im Bau dominieren hier traditionell die Eigennutzer und die Gesamtumsätze

werden auch bei deutlicher Belebung des Geschäftes die Marge der Vorjahre

nicht erreichen. Für Dortmund erwartet BNPP RE bezogen auf das Gesamtjahr 2009

einen guten Flächenumsatz, der - sofern einige größere Abschlüsse durchgeführt

werden - auch über dem Umsatz des Vorjahres liegen könnte. Die Höchstmiete dürfte

sich in Folge des insgesamt geringen Angebotes an hochwertigen Neubauflächen auf

dem aktuellen Stand von 13 Euro stabilisieren.

_ Kennzahlen in Dortmund im 3. Quartal 2009 // Key indicators in Dortmund in the 3rd quarter 2009

Büromarktzonen

Mietpreis

Rent

Flächenumsatz

Take-up

Leerstand

Vacant

space

Flächen im

Bau

Space under

Flächenangebot

Space on offer

Euro/m² m² m² m² m² m² m²

Höchstpreis*

top rent*

von

from

bis

to

3. Quartal

3rd Quarter

2009

gesamt

total

modern

modern

davon

Erstbezug

of this, since

completion

gesamt

total

verfügbar

available

verfügbar

available

Office market zones 1 2 3 4 5 6 7 8 = ( 3 + 7 ) 9

1 City

projektiert

projected

1.1 Citykern 13,00 20.000 42.000 10.500 6.500 40.000 8.000 50.000 30.000

2 Cityrand 11,50 - 12,50 8.000 31.000 10.500 3.000 27.000 27.000 58.000 99.000

3 Nebenlagen 7,80 - 11,00 27.000 27.500 9.500 700 4.000 0 27.500 45.000

4 Flughafen/ECO PORT 6,50 1.000 9.500 9.500 5.800 0 0 9.500 0

Total 56.000 110.000 40.000 16.000 71.000 35.000 145.000 174.000

* Der Höchstmietpreis umfasst nur ein Marktsegment von jeweils 3-5 %. // The top rent given applies to a market segment of 3-5 % in each case.

© BNP Paribas Real Estate Gm bH, NL Essen, 30. Sep tem ber 2009


Duisburg

Der Projektentwickler Multi

Development, ein Tochterunternehmen

der niederländischen

Multi Corporation

aus Gouda, hat den diesjährigenDeutsch-Niederländischen

Wirtschaftspreis

gewonnen. Multi Development

machte das Rennen mit

dem Bau der Einkaufsgalerie

Centrum Galerie, die am 17.

September 2009 in Dresden

eröffnet wurde.

Am Rande der Expo Real

wurden die Verträge zwischen

der Stadt Duisburg

und der GOLDBECK GmbH

für das PPP-Projekt „Neues

Berufskolleg Mitte“ unterzeichnet.

Danach wird die

Firma GOLDBECK Pubic

Partner GmbH in Duisburg-

Neudorf ein rund 55 900 qm

großes Berufsschulzentrum

für drei vormals eigenständige

Berufskollegs errichten

und betreiben. Das städtische

Immobilien-Management

Duisburg (IMD) mietet das

Gebäude ab Fertigstellung im

September 2011 für 25 Jahre.

Die Bundesbank will bis

Ende 2012 die Zahl ihrer

Standorte um rd. ein Drittel

verringern. Insgesamt sollen

dreizehn der derzeit 47 Filialen

sowie eine Betriebsstelle

geschlossen werden. Davon

betroffen ist u. a. die Filiale

Duisburg. Darüber hinaus

prüft die Bundesbank die Realisierung

von zwei großen

Bargeldzentren in den Ballungsräumen

Rhein/Ruhr und

Stuttgart/Ulm. Falls diese

errichtet werden, sollen weitere

neun Filialen geschlossen

werden. Die Pläne sind Teil

der "Bargeldstrategie 2010-

2015", mit der die wirtschaftliche

Effizienz im Bargeldbereich

erhöht werden soll.

Büromarktzonen

Mietpreis

Rent

Nr. 10, 42. KW, 12.10.2009, Seite 5

Duisburger Hafengesellschaft als Projektentwickler

Die duisport-Gruppe nutzte die Expo Real, um neue städtebauliche Pläne in

Hafennähe zu präsentieren.

Nach langer Diskussion mit den städtischen Gremien ist in Duisburg ein Konsens

gefunden: Die auf dem zugeschütteten Kanal des alten Kaiserhafens entstandene

neue Mercatorinsel, die sich weit bis in den Hafenmund vorschiebt, soll nicht mit Lagerhallen

zugepflastert werden, sondern den städtischen Raum in Ruhrort markant

erweitern. Die Spitze wird als öffentlicher Landschaftsraum mit Verbindung zur Rheinbrücke

frei gehalten, dahinter soll ein Büro-Cluster entstehen. Dort will die duisport-

Gruppe ab 2010 sieben Bürogebäude mit rd. 65 000 qm und zwei Parkhäuser mit

1 000 Pkw-Stellplätzen entwickeln. Im Mittelpunkt des geplanten "duisport sky center",

das auf einem rd. 3 ha großen Gelände der Duisburger Hafen AG entstehen

soll, steht ein 80 m hoher Büroturm. Das Investitionsvolumen für das Großprojekt wird

auf 200 Mio. Euro beziffert. Als Investor ist eine Versicherungsgesellschaft im Gespräch.

An einer Ansiedlung ist die Bahn-Logistiktochter DB Schenker interessiert:

Die Verhandlungen seien weit fortgeschritten, sagte Erich Staake, Vorstandschef der

Duisburger Hafengesellschaft bei der Präsentation des Projekts in München. Bis zu

1 000 DB-Mitarbeiter könnten in einem 24 Stockwerke hohen Gebäude angesiedelt

werden. Allerdings ist die Entscheidung ob Duisburg-Ruhrort oder Frankfurt am Main

bei DB Schenker noch nicht gefallen. Die städtebauliche Studie entwarf das

Düsseldorfer Architekturbüro RKW, das auch im benachbarten Mülheim das

Konzept für Ruhrbania erarbeitete.

RGM goes green

_ Kennzahlen in Essen im 3. Quartal 2009 // Key indicators in Essen in the 3rd quarter 2009

Flächenumsatz

Take-up

Leerstand

Vacant space

Flächen im Bau

Space under construction

Flächenangebot

Space on offer

Euro/m² m² m² m² m² m² m²

Höchstpreis*

top rent*

von

from

bis

to

3. Quartal

3rd Quarter

2009

gesamt

total

modern

modern

davon

Erstbezug

of this, since

completion

Mit ihrer neuen Marke Real Green erweitert die RGM Gebäudemanagement

GmbH ihr Angebotsspektrum und sichert die Kundenbindung für die „grüne“

Zukunft der Gebäudebewirtschaftung ab.

Peter Klaus Lange, Geschäftsführer der RGM Gebäudemanagement GmbH, rechnet

in diesem Jahr mit einem Zuwachs der Betreuungsaufträge um 10% und damit

um einiges über dem Durchschnitt der Branche, wie er auf der Expo Real in München

ankündigte. Gute Ansätze bieten eine ganze Reihe von Verträgen in Düsseldorf seit

September, darunter die Ausweitung der Zusammenarbeit mit e-plus und der Auftrag

für den erst vor wenigen Wochen eröffneten Neubau des Hochhauses „Sky Office“

durch den Projektentwickler ORCO. Als erster Mieter ist dort auf mehreren Etagen die

Kanzlei Lovells bereits eingezogen. Während das Sky Office zwar ein attraktives und

hochmodernes, aber kein „grünes“ Bürogebäude nach den Kriterium der DGNB

Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen ist, wird das in Zukunft für Büro-

und andere Immobilien häufiger gefordert werden, davon ist Lange überzeugt. Über

die Tochtergesellschaft fmsc Facility Services and Management Consulting,

gesamt

total

verfügbar

available

verfügbar

available

projektiert

projected

Office market zones 1 2 3 4 5 6 7 8 = ( 3 + 7 ) 9

1 City

1.1 Citykern 12,00 16.500 35.000 8.000 3.500 11.000 2.800 37.800 77.500

2 Cityrand 9,50 - 13,00 41.500 88.500 22.000 2.000 83.500 6.200 94.700 167.000

3 Nebenlagen 11,00 24.000 23.500 4.000 500 140.500 0 23.500 17.500

Total 82.000 147.000 34.000 6.000 235.000 9.000 156.000 262.000

* Der Höchstmietpreis umfasst nur ein Marktsegment von jeweils 3-5 %. // The top rent given applies to a market segment of 3-5 % in each case.

© BNP Paribas Real Estate GmbH, NL Essen, 30. September 2


Duisburg

Die ARGE Duisburg expandiert

und eröffnet in der Duisburger

Fußgängerzone ein

Jobcenter sowie Schulungsräume.

Ende des Jahres werden

auf insgesamt 520 qm

Ladenlokal- u. Büroflächen

im Objekt Königstr. 57 angemietet.

Eigentümer ist die

DIC Onsite GmbH. Vermittelnd

tätig war die Brockhoff

&Partner Immobilien GmbH

aus Essen.

HAVI Global Solutions Europe

GmbH, ein auf Verpackungslösungenspezialisiertes

Logistikunternehmen,

mietete in dem Objekt

„Looper“ an der Schifferstraße

166 im Duisburger Innenhafen

weitere rund 750 qm

Bürofläche und erweiterte

seine Mietfläche somit nunmehr

auf rund 2 000 qm. Der

Büroneubau „Looper“ wurde

vom Essener Projektentwickler

Kölbl Kruse GmbH realisiert,

die Vermietung

vermittelte Cubion.

Mülheim a. d. Ruhr

Das erst im September präsentierte

Konzept für die Umwandlung

des jetzigen Kaufhofes

in das innerstädtische

Einkaufszentrum Ruhrbanium

durch Kölbl Kruse Projektentwicklung

wurden

insofern gravierend verändert,

als das Bestandsgebäude

vorwiegend aus statischen

Gründen nicht weiter genutzt

werden kann und durch

einen Neubau in den bisher

vorgesehenen Dimensionen

ersetzt wird.

Nr. 10, 42. KW, 12.10.2009, Seite 6

Düsseldorf war RGM an der Ausarbeitung der Kriterien des Zertifizierungssystems

der DGNB beteiligt und wird diese Kompetenz mit der neu eingeführten Marke „Real

Green“ künftig als gebündelte Dienstleistung in den Bereichen ökologisch und ökonomisch

nachhaltiges Facility (FM) und Property Management (PM), Energiemanagement

und Zertifizierung ihren Kunden anbieten. Da um die 80% der Lebenszykluskosten

für eine Immobilien in der Betriebsphase anfallen, sind hier die höchsten wirtschaftlichen,

aber auch die höchsten umweltrelevanten Gewinne zu erzielen. Deshalb

richtet sich das Angebot insbesondere auf die Analyse von Bestandsimmobilien und

die Ausarbeitung verschiedener Module zur Optimierung. Für Anlageimmobilien

bei Bilanzierung nach IFRS werde so ein stabiler Wertverlauf und Steigerung

des Marktwertes möglich.

Nahversorgung als Angebotslücke

In einer umfassenden Studie hat sich BBE Handelsberatung den Perspektiven für

den Einzelhandel abseits der Zentren gewidmet und neue Konzepte entdeckt. Die

Studie wurde auf der Expo Real erstmals vorgestellt.

Knapp 50% der deutschen Einzelhandelsumsätze werden im Lebensmittelhandel

getätigt und immer mehr Kunden nutzen Discounter für den regelmäßigen Einkauf,

aber die entsprechenden Anbieter sind vorwiegend in Fachmarktzentren und nur selten

in Stadtteilen und kleinen Orten zu finden. Nahversorgung mit Dingen des täglichen

Bedarfs ist zunehmend nicht nur eine Frage von Handelsmargen und lukrativen

Immobilieninvestments, sondern hat auch eine soziale Relevanz. Bei näherer Analyse

der Einflussfaktoren und der Akteure, entdeckte BBE einen Trend zurück in die

Innenstädte, der in der öffentlichen Wahrnehmung noch kaum angekommen ist. Das

betrifft nicht nur die Shopping Center – die auch immer kleiner werden - und Kaufhäuser

mit der traditionellen Lebensmittelabteilung im Untergeschoss - soweit sie noch

bestehen - sondern auch das Einzelgeschäft bzw. eine Agglomeration von Geschäften.

Dabei sind Geschäftsflächen auch unter 400 qm wieder diskutabel z. B. ohne die

Aktionsware, die viel Platz braucht, aber nicht zum Kernsortiment zählt. Sogar der

Verzicht auf eigene Parkplätze, die innerstädtisch meist nicht darstellbar sind, scheint

möglich zu werden. Der Discounter Netto etwa erprobt ein neues City-Konzept als

Hybrid aus gewohntem Discount-Angebot und Supermarkt und will auf diesem Sektor

expandieren, denn bei der Ansiedlung reiner Discounter sei in Deutschland

bereits eine Sättigung erreicht.

Für Investoren, die sich auf den renditeträchtigen Einzelhandel spezialisiert haben,

könnten, so die Experten von BBE, auch kleinere Städte unter 60 000 Einwohnern,

die üblicherweise von den großen Ketten nicht berücksichtigt werden, eine gute Plattform

bieten, wenn man Angebote bündelt und einfallsreich verknüpft. Besonderes

Augenmerk gilt in der Studie Apotheken und Drogerien sowie den expandierenden

Naturkost-Ketten. Solche Aspekte gewinnen in ländlichen Randregionen an Bedeutung

oder auch im Ruhrgebiet mit seinen zahlreichen Nebenzentren, aus denen sich

der konventionelle Einzelhandel bereits weitgehend zurück gezogen hat.

Und noch eine Beobachtung: Billige Trapezblech-Kisten mit oder ohne Satteldach

am Rande von Gewerbegebieten sind als Energieschleudern mega out. Heute kann

eine innen wie außen ansprechende Architektur zum Werbefaktor werden, das haben

Supermärkte in Österreich vorgemacht. Eine konsequent auf das Energiesparen ausgerichtete

Markt-Konzeption wie bei dem Modell-Markt von Tengelmann in Mülheim

an der Ruhr hilft Betriebskosten zu sparen und wird zum Imagefaktor. Das neue

Filialkonzept von Lidl, das das Unternehmen erstmals auf der Expo Real

präsentierte, ist sogar mit einem Vorzertifikat der DGNB in Silber ausgezeichnet

worden. Der erste neue Markt, der gänzlich ohne fossile Brennstoffe auskommen

soll, entsteht in Neckarsulm.

Die BBE-Studie richtet sich in erster Linie an Projektentwickler und Investoren, wegen

der besonderen Rolle des Einzelhandels für die Stadtentwicklung aber auch an Kommunen,

denen dafür ein reduzierter Preis eingeräumt wird. Näheres unter

www.nahversorgungsstudie.de


Mülheim a. d. Ruhr

Die Standortentscheidung für

die Hochschule Ruhr West

ist gefallen. Der innenstadtnahe

Standort Duisburger Straße

am linken Ruhrufer (nicht im

Entwicklungsgebiet Ruhrbania!)

eigne sich hervorragend

für die Errichtung einer funktionalen,

städtebaulich attraktiven

und überregional ausstrahlenden

Hochschule, heißt

es in Kreisen der Stadt. Die

Partnerhochschule in Bottrop

entsteht der wird als Neubau

auf dem Gelände „An der

Berufsschule 9“ errichtet.

Essen

Die Standortentscheidung für

die Hochschule Ruhr West

ist gefallen. Der innenstadtnahe

Standort Duisburger Straße

am linken Ruhrufer (nicht im

Entwicklungsgebiet Ruhrbania!)

eigne sich hervorragend

für die Errichtung einer funktionalen,

städtebaulich attraktiven

und überregional ausstrahlenden

Hochschule, heißt

es in Kreisen der Stadt. Die

Partnerhochschule in Bottrop

entsteht der wird als Neubau

auf dem Gelände „An der

Berufsschule 9“ errichtet.

Die CUBION Immobilien

AG (Essen/Mülheim) vermittelte

einen Mietvertrag über

rund 400 qm Bürofläche im

Büropark Ruhrallee. Neuer

Mieter wird THE ELITE

GROUP, ein international

tätiger Berater von Automobilherstellern

und dem Automobilhandel.

Eigentümer der

Immobilie ist die MSREF

Amanda Essen Zwei GmbH,

eine Objektgesellschaft vertreten

durch die Corpus Sireo

Real Estate GmbH.

NRW Urban

Nr. 10, 42. KW, 12.10.2009, Seite 7

Das Land NRW hat seine Eigengesellschaften neu geordnet. Eines der Pilotprojekte

für den neuen Liegenschaftsbetrieb NRW Urban ist die gewerbliche Großfläche new-

Park Datteln. Erstmalig wurde auch der Logistik-Preis NRW verliehen.

In Datteln im nördlichen Ruhrgebiet wurde bereits im Juli des Jahres mit der Unterzeichnung

des Gesellschaftervertrags der Startschuss für die Entwicklung des 136 ha

großen Industriegebiets "newPark" gegeben. Insgesamt 100 Mio. Euro sollen in die

Entwicklung des nördlich der Autobahn A2 zwischen Datteln und Waltrop gelegenen

Geländes investiert werden. Die Finanzierung wird von acht Gesellschaftern getragen,

darunter die Stadt Datteln, der Kreis Recklinghausen, die IHK Nord Westfalen,

die Städte Olfen und Lünen sowie NRW Urban, ehemals LEG Stadtentwicklung

Kommunal GmbH. Die Partner entscheiden über die Vermarktung der Flächen für

die Ansiedlung von Unternehmen mit großem Platzbedarf. Im Gegenzug werden die

Partner an den Einnahmen aus Grund- und Gewerbesteuer beteiligt. Erste Ansiedlungen

sollen ab 2012 möglich sein. Damit will man auf den offenkundigen Mangel

an großflächigen Gewerbegebieten ohne planungsrechtliche Einschränkungen in

der Ruhrregion reagieren.

Seit dem Verkauf der Wohnungsbestände der LEG Landesentwicklungsgesellschaft

NRW im vergangenen Jahr wurden auch die Namensrechte für "LEG" verkauft. Im

Gegenzug wurden die jetzt zu 100% in Landesbesitz befindlichen Gesellschaften

NRW Bank, NRW Tourismus, NRW Invest (für die Aquise ausländischer Investoren),

NRW International (für die Begleitung von Unternehmen aus NRW ins Ausland)

und NRW Urban neu sortiert. Die Aufgaben von NRW Urban haben sich dabei nicht

verändert, wie bisher steht die Dienstleistung für Kommunen im Vordergrund. Neu

strukturiert wird auch der Grundstücksfonds, der früher vorwiegend altindustrielle

Flächen zur weiteren Entwicklung übernommen hat. Davon sind noch 800 ha übrig,

die bis 2015/16 abzuwickeln sind, aktuell auf dem Markt sind 500 ha, eine davon ist

Phoenix West in Dortmund. An die Stelle des Grundstücksfonds soll laut kürzlich

erfolgtem Kabinettsbeschluss der Flächenpool NRW treten, allerdings nicht mehr

über den Ankauf von Grundstücken, sondern in Kooperation mit den bisherigen Eigentümern.

In diese Kategorie fällt der newPark Datteln gemeinsam mit zwei weiteren

Pilotprojekten in Geilenkirchen-Lindern und prime site in Euskirchen. Für Datteln

sind die Förderanträge für den Planungsprozess gestellt und der Vertrag zur Sicherung

der Fläche mit dem Vorbesitzer RWE Power für insgesamt 330 ha geschlossen.

Nach einer Marktstudie von Ernst & Young, die produzierende Betriebe der Umweltund

Gebäudetechnik zur Entwicklung von Systemkomponenten als aussichtsreiche

Zielgruppe identifizierte, gehen im ersten Schritt die o. g. 136 ha in die Vermarktung.

Dabei soll NRW Invest unterstützend beteiligt werden.

Ebenfalls in Zusammenarbeit mit NRW Invest wurde auf der Expo Real erstmalig der

Logistikpreis NRW verliehen, um Städte und Kreise anzuregen, sich auf diesem

Sektor neu aufzustellen. Der diesjährige, erste Preis für ein innovatives Flächenangebot

ging an die Stadt Bocholt vor Dortmund und Herne. Die alte Textilstadt Bocholt

im nördlichen Ruhrgebiet verfügt über 150 ha Industriefläche. Traditionell ist hier das

zum Siemens Konzern gehörende Textilunternehmen Flender ansässig, spezialisiert

auf hochwertige technische Textilien.

Als Fernziel verfolgen die Landesgesellschaften die Politik, die Region zum europäischen

Logistikstandort auszubauen und europäische Headquarter aus dem Sektor, z.

B. asiatische Unternehmen, die bisher in London ihren Stützpunkt haben, hier anzusiedeln.

Rolf Heyer, Geschäftsführer von NRW Urban sieht sogar eine Chance zur

punktuellen „Reindustrialisierung des Ruhrgebietes“, um neue, werthaltige Arbeitsplätze

zu schaffen. Ab kommendem Jahr will man mit einer eigenen Kommunikationsstrategie

wieder stärker Präsenz zeigen.

Schwedische EU-Präsidentschaft forciert den Zero-Emission-

Standard für Gebäude

Auf EU-Ebene sollen die Weichen gestellt werden für reduzierte Energiestandards

sowohl für Neubauten als auch für erneuerten Bestand. In Deutschland engagiert

sich der ZIA für Nachhaltigkeitsziele.


Essen

Der Wiesbadener Projektentwickler

KPE will in Essen

das AEG-Haus an der Kruppstraße

abreißen und einen

Büro- und Hotelbau mit rd.

55 000 qm Bruttogeschossfläche

als Green Building errichten.

Für den 130 bis 150 Mio.

Euro teuren Neubau soll das

Zertifikat der Deutschen Gesellschaft

für Nachhaltiges

Bauen beantragt werden. Für

das Projekt gibt es vier vom

Architektenbüro Willen

Associates erarbeitete Varianten

der Neugestaltung. Die

Entwürfe sehen zwischen

26 und 35 Vollgeschosse

vor. Der Planungsprozess soll

bis Sommer 2010 abgeschlossen

sein.

Impressum

Chefredaktion:

Dr. Gudrun Escher (V.i.S.d.P.)

Kontakt:

Gudrunescher

@hotmail.com

Herausgeber:

Werner Rohmert

Verlag:

Research Medien AG,

Lippstädter Str. 133,

33378 Rheda-Wiedenbrück,

T.: 05242 - 901-250,

F.: 05242 - 907-9899

E.: info@rohmert.de

Vorstand: Werner Rohmert

Aufsichtsrat: Senator E. h.

Volker Hardegen (Vorsitz),

Prof. Dr. jur. habil. Karl-Georg

Loritz, Petra Rohmert

Bank: KSK Wiedenbrück

BLZ 478 535 20

Kto.-Nr.: 53 207

Namens-Beiträge geben

die Meinung des Autors

und nicht unbedingt der

Redaktion wieder.

Nr. 10, 42. KW, 12.10.2009, Seite 8

Ziel der Kommission unter der schwedischen Präsidentschaft war laut Medienberichten,

die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass bereits in 2010 ihre Vorschläge in

jeweiliges nationales Recht umgewandelt werden könnten. Deshalb befürwortete sie

eine zweite Lesung der entsprechenden Richtlinien im Parlament in Straßburg noch

in diesem Jahr. Inzwischen scheint sich nach Einsprüchen aus den Mitgliedsländern

die Regelung mindestens um ein Jahr zu verzögern. Ziel ist es, hohe Standards

sowohl für Neubauten als auch für erneuerte Bestandsgebäude zu erreichen. Dafür

seien die Mitgliedsländer, so eine Stellungnahme des Rates, gut vorbereitet. In einer

ersten Stufe sollen nur neue Wohn- und Bürogebäude und öffentliche Gebäude

das Ziel der Emissionsfreiheit erreichen, das EU-Parlament möchte die Mitgliedsstaaten

auf eine Mindestanzahl an neuen und erneuerten Gebäuden verpflichten, die

bis 2015 bzw. 2020 den energieneutralen Standard erfüllen. Zero Emission würde

auf dem Sektor der Energieverbräuche um einiges über das Siegel der DGNB

hinausgehen, jedoch andere Aspekte wie städtebauliche und soziale Kriterien

unberücksichtigt lassen.

Anlässlich der Expo Real bekräftigte der ZIA Zentrale Immobilienausschuss die

Absicht, das Bemühen um ökologische Standards in der Immobilienwirtschaft deutlich

zu verstärken. Deshalb ist man auch eine Kooperation mit der DGNB Deutschen

Gesellschaft Nachhaltiges Bauen eingegangen. Schon heute würde ein Drittel der

Investoren wie Immobilienfonds auf die Einhaltung solcher Standards achten und

selbst Aktienwerte würden nach Auffassung des Bundesumweltministeriums künftig

stärker unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten betrachtet. Aber noch schenke die deutsche

Immobilienwirtschaft diesen Aspekten zu wenig Beachtung, um im weltweiten

Wettbewerb künftig bestehen zu können.

Wussten Sie schon?

Das Ruhrgebiet und die Region Mannheim/Ludwigshafen werden nach Berichten

von Thomas Daily von den Entscheidern der Logistikbranche als Standort mit der

größten Dynamik eingeschätzt. Der bisherige Spitzenreiter Hamburg sackte hingegen

im aktuellen Logistikbarometer des Beratungsunternehmens SCI Verkehr auf den

dritten Platz ab. Im Vergleich zum Vorjahr habe zwar auch das Ruhrgebiet an Dynamik

verloren, jedoch nicht so stark wie Hamburg, so SCI Verkehr. Für Mannheim/

Ludwigshafen spricht die gute Lage mit den großen Rheinhäfen sowie die exzellente

Schienenanbindung. Dem Ruhrgebiet wird zudem noch eine hinreichend große eigene

Wirtschaftskraft zugesprochen. Für das Logistikbarometer werden monatlich 200

Experten der Logistikbranche befragt.

Der internationale Logistikkonzern Prologis hat eine Tochtergesellschaft für die Projektentwicklung

und den Betrieb von Anlagen auf der Basis erneuerbarer Energien

gegründet. Die Gruppe soll weltweit agieren. Das Unternehmen hat bereits an eigenen

Standorten in Europa, Asien und Nordamerika den Einsatz von Wind- und Sonnenenergie

erfolgreich erprobt. Prologis betreibt u. a. Standorte am Rhein bei Emmerich

und im Gewerbepark Ewald in Herne. In Spanien sind zwei Solarprojekte auf den

Prologis Parks in Sant Boi bei Barcelona und Alcala bei Madrid mit einer Leistung von

4,8 MW geplant. Das erste Solardach installierte Prologis 2005 in Frankreich, jetzt

sind es 20 Lager- und Distributionsobjekte mit 669 qm Dachfläche.

Redaktionsauffahrt Haus Aussel

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