m/w - Universität Kaiserslautern

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S P E C T R U M

4

NOVEMBER 2008

...das Magazin der TU Kaiserslautern

HIGHTECH THEMA:

ELEKTRO- UND INFORMATIONSTECHNIK

PRAKTISCHE MATHEMATIK

MACHT GUTE STIMMUNG


EDITORIAL

Sehr geehrte Damen und Herren,

der neu gegründete Verein „Freunde der Fruchthalle Kaiserslautern e.V.“

widmet sich dem Erhalt und der Pflege der Fruchthalle und öffnet sich für

möglichst viele neue Mitglieder. Gleichzeitig gilt es, den Kreis der Interessenten/innen

für das Kulturprogramm der Fruchthalle zu erweitern.

Die erste Aktion des Vereins „Neue Stühle für den Konzertsaal“ gilt der

Erneuerung des wichtigsten Mobiliars: Der Konzertsaal braucht dringend

neue Stühle; ein neues Modell wurde bereits ausgewählt. Insgesamt 850

Sitzgelegenheiten soll die Aktion zusammenbringen. Jede/r Bürger/in und

jedes Unternehmen bzw. jede Institution kann mit einer Spende von 100

Euro den Kauf eines neuen Stuhles ermöglichen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich an der Aktion beteiligen würden

und wir damit der Öffentlichkeit zeigen könnten, dass sich die Angehörigen

der TU Kaiserslautern für das kulturelle Leben in der Stadt sehr

interessieren und engagieren. Eine tatkräftige Unterstützung von Seiten

unserer Universität wäre ein weiterer Beleg für die gegenseitige Verbundenheit

und enge Verzahnung von Stadt und TU.

Der Name des Spenders der TU Kaiserslautern wird unter Angabe des

akademischen Titels auf einem eigens gravierten Schild an der Lehne des

gespendeten Stuhles angebracht.

Möchten Sie diese Aktion unterstützen? Einfach die Anzahl der Stühle

(100 Euro/Stuhl) unter Angabe des Namens inkl. des akademischen Titels

für das Namensschild Herrn Thomas Jung, Leiter der Abteilung PR

und Marketing, per e-mail unter thjung@verw.uni-kl.de, nennen.

Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung.

Prof. Dr. Helmut J. Schmidt

Präsident der TU Kaiserslautern

INHALT

4/2008

Praktische Mathematik macht gute Stimmung 4

DFG-Projekt: „Teilgesättigte Böden“ 6

Innovation im Quadrat 6

Kompetenzstelle RLP-AIDA macht sich für Sicherheit stark 8

Nanostrukturierte Katalysatoren 9

Forschung an Biomembranen 9

Ultraschnelle Magnetisierungsprozesse 10

Hightech an der TU Kaiserslautern 12

Lernen ohne Aufsicht 20

Referat Studium und Lehre 20

Commercial Vehicle Technology 21

Masterprogramm Construction & Design 21

Forschungsbezogene Lehre 22

Entwürfe für die Stadt Kaiserslautern 22

Wohnen mit Zukunft 24

Kultur und Spaß neben dem Studium mit AEGEE 24

Die Universitäten Calgary und Kaiserslautern 25

Doktorandensymposium 26

Universitätsbibliothek Kaiserslautern: Organisationsuntersuchung 27

Tag der Mathematik 2008 28

Universität der Großregion“ startet 28

Europäischer Regionalfonds 29

Chemcup 2008: Das Runde muss ins Eckige 30

Gestalten statt Verwalten 31

Die Erfindung des Blitzableiters 32

E-Books der UB stark nachgefragt 33

Riga: „Transfer-of-Knowledge“ 34

Umbaumaßnahmen in Kürze abgeschlossen: Villa Denis 35

Indien, mein Auslandssemester 38

8. IVW-Kolloquium 39

Oberbürgermeister Dr. Weichel besucht IVW 39

Koreanische Wissenschaftler gründen Alumninetzwerk 39

Hochschulsport: ETDS 40

Eiskaltes Wintervergnügen: Kaiserslautern on Ice 42

Weihnachtsmarkt vom 24. November bis 22. Dezember 43

Der erste Rennwagen für die Formula Student 44

„Formula Sae Italy“ 44

Deutsch lernen an der TU 45

TU Chor 46

Bonding – erlebe, was Du werden kannst! 46

Mit der Theater AG nach Acapulco 47

Mit frischem Wind ins neue Semester 48

Wirtschaftsingenieure haben eine „Motorfunktion“ 48

Kooperation mit Japan trägt Früchte 49

Großer Empfang mit 600 Gästen 50

Stiftung RLP für Innovation fördert TU-Projekt 51

Posterpreise für innovative ultrasensitive Massesensoren 52

Beton: Baustoff des 21. Jahrhunderts 52

Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses 53

Vortrag der Gastprofessorin Dr. Renate Tobies 53

„Architektur-Positionen“ 54

Betonköpfe mit Charakter 55

Preisverleihung Freundeskreis 55

Feierliche Urkundenübergabe 56

Planung bewegt! 57

Ausstellung „Alte Weichselbrücke“ in Newcastle Upon 58

Die Unix-AG 58

Kooperation trotz Konkurrenz 59

Die 1. Deutsch-Ungarischen Hochschultage 60

Hohe Anerkennung für den Einsatz in der Nachwuchsförderung 61

EU-Forschungsnetzwerk „CAVNET“ 61

Kreissparkassenstiftung: Preisträger 2007 62

Genomforschung 63

Gratbildung, Gratminimierung und Entgratung 63

Dubais Visionen und Entwicklungen 64

Uni-Villa-Wanderweg getestet 65

Rheinmetall bringt Stiftungskapital von 510.000 Euro ein 66

Gesellschaft für Operations Research 67

Honorarprofessur für Dr. Endemann 67

Kurz notiert... 68

3


TITELTHEMA... FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

PRAKTISCHE MATHEMA

In vielen Bereichen unseres täglichen

Lebens spielt Mathematik, oftmals unbemerkt,

eine große Rolle. Um mathematisch

interessierten Schülern und Lehrern

Einblicke in praxisnahe Anwendungsgebiete

zu geben, organisierte der Fachbereich

Mathematik der TU Kaiserslautern zusammen

mit dem Fraunhofer-Institut für Techno-

und Wirtschaftsmathematik (ITWM)

und dem Fachbereich Mathematik der TU

München erstmals eine „Mathematische

Modellierungswoche“ in Bayern. Die Veranstaltung

fand vom 28. September bis 3.

Oktober 2008 in Garmisch-Partenkirchen

mit finanzieller Unterstützung der Fraunhofer-Gesellschaft

statt.

Bei der Anmeldung zahlte es sich aus,

schnell zu sein: „Die Plätze waren innerhalb

kürzester Zeit belegt. Wir hätten

locker noch eine weitere Modellierungswoche

anbieten können“, kommentierte

Dr. Martin Bracke von der AG Techomathematik

der TU Kaiserslautern und Leiter

der Mathematischen Modellierungswoche

die Resonanz. In Teams bearbeiteten 40

Oberstufenschüler und 16 Lehrkräfte von

13 Gymnasien aus allen Teilen Bayerns

gemeinsam mit wissenschaftlichen Mitarbeitern

der Technischen Universitäten

acht reale Problemstellungen aus unterschiedlichsten

Bereichen des alltäglichen

Lebens. Diese galt es selbständig zu ana-

4 UNI SPECTRUM

lysieren und mathematische Modelle und

Methoden zur Lösung zu entwickeln. Für

die erfolgreiche Bearbeitung sind neben

einem soliden mathematischen Schulwissen

auch Kenntnisse in anderen Disziplinen,

die Befähigung zum praktisch

orientierten Computereinsatz sowie eine

effiziente Teamarbeit wichtig. Am Ende der

Veranstaltung präsentierten die Schüler

ihre Lösungen in einer dem Problemsteller

verständlichen Sprache. Dieser Teil spielt

eine zentrale Rolle in der Zielsetzung der

gesamten Veranstaltung, denn die Erarbeitung

fachlich guter Lösungen garantiert

in der realen Projektarbeit nicht alleine

den Erfolg. Vielmehr sind auch die überzeugende

Darstellung und Interpretation

der Ergebnisse notwendig.

Die Aufgabenstellungen, mit denen die

Schüler und Lehrer konfrontiert wurden,

sind direkt aus dem Leben gegriffen. Dr.

Simone Göttlich von der AG Technomathematik

der TU Kaiserslautern schildert die

Suche nach passenden Herausforderungen

folgendermaßen: „Wir überlegen uns

die Aufgaben, indem wir mit offenen Augen

durch die Welt gehen, Zeitung lesen

und mit Kollegen sprechen. So entstand

die Frage, ob sich eine Spielstrategie für

das Gesellschaftsspiel „Hol´s der Geier“

finden lässt, quasi beim Mittagessen.“

Ganz nah am Schüleralltag war das Erstellen

eines Stundenplans, in dem alle

Stunden optimal verteilt sind. Eher in der

Freizeit angesiedelt - aber für bayerische

Schüler relevant und in Garmisch-Partenkirchen

naheliegend - war die Frage, wie

ein Berg am effizientesten zu besteigen

sei: Nimmt man den kurzen, steilen Weg

oder doch lieber einen flach ansteigenden,

aber längeren? Für die „Bergsteiger-Gruppe“

gab es für einen Tag Unterstützung

vom bekannten Bergsteiger und Mathematiker

Dr. Kurt Schoisswohl von der Universität

Innsbruck. Aber auch industrielle

Fragestellungen, die Juniorprof. Dr. Nicole

Marheineke direkt aus dem Fraunhofer

ITWM mitbrachte, kamen nicht zu kurz: So

wurde dem Problem nachgegangen, ein

optimales Nadelbrett zu entwerfen, mittels

dessen aus Vliesstoffen strapazierfähige

Teppiche hergestellt werden können.

Das Konzept der „Mathematischen Modellierungswoche“

hat in Bayern überzeugt -

nicht nur auf dem Papier - sondern auch

in der Praxis. Als ein Beleg mag gelten,

dass sich die beteiligten Lehrer am liebsten

gleich für eine erneute Teilnahme anmelden

wollten. Auch die Mitarbeiter des

Lehrstuhls von Prof. Dr. Martin Brokate der

TU München, die als Co-Organisatoren und

Betreuer mit von der Partie waren, wären


ND... CAMPUSNEWS... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

TIK

bei einer weiteren Veranstaltung sofort

wieder dabei. Nicht zuletzt zeigte sich die

Begeisterung auch darin, dass die Schüler

freiwillig bis spät abends an ihren Aufgaben

weiter tüftelten. Für zwischenzeitliche

Entspannung sorgten ein abwechslungsreiches

Unterhaltungs- und Ausflugsprogramm

und das moderne Ambiente der

Jugendherberge Garmisch-Partenkirchen

und ihrer Umgebung.

Die positive Resonanz der Modellierungswoche

zeigt, dass Mathematik und ihre

oftmals unerwarteten Anwendungen junge

Menschen faszinieren und begeistern

können. Dieser Einblick in die Möglichkeiten

angewandter Mathematik kommt im

Schulunterricht häufig zu kurz. Die Schüler

lernen Mathematik somit nicht als ein

trockenes, theoriebezogenes Schulfach,

sondern als eine lebendige, im stetigen

Wandel begriffene Wissenschaft kennen,

die einen Bezug zum alltäglichen Leben

hat. Die Lehrkräfte nutzen die Veranstaltung

vor allem dazu, Anregungen für den

eigenen Unterricht zu gewinnen. Ein weiterer

Pluspunkt des Konzeptes ist es, dass

Schulen, Universitäten und Firmen - sofern

sie die Modellierer mit einem industriellen

Problem beauftragen - durch die

gemeinsame Arbeit ein Stückchen näher

zusammenrücken.

Die „Mathematische Modellierungswoche“

wurde 1993 von Prof. Dr. Helmut

Neunzert, dem ehemaligen Leiter der Arbeitsgruppe

Technomathematik und Initiator

des ITWM, ins Leben gerufen. Sein Ziel

war es, junge Menschen für die Mathematik

zu begeistern. Seitdem wird sie jährlich

im rheinland-pfälzischen Lambrecht vom

Fachbereich Mathematik der TU Kaiserslautern

veranstaltet und vom Ministerium

für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur

in Rheinland-Pfalz gefördert. Für Helmut

Neunzert als gebürtigen Bayer war es

ein lang gehegter Wunsch und somit eine

„Herzensangelegenheit“, das Konzept der

„Mathematischen Modellierungswoche“

auch in Bayern bekannt zu machen - was

ihm hiermit gelungen ist!

Juniorprof. Dr. Nicole Marheineke

Dr. Martin Bracke

Sylvia Gerwalin

Ohne Computer geht es nicht

Schüler erstellen einen optimalen Stundenplan

Erholung beim Ausflug zum Kochel-See

4/2008

5


TITELTHEMA...

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

DFG-PROJEKT:

„TEILGESÄT TIGTE BÖDEN“

Im Rahmen eines von der DFG geförderten

Forschungsvorhabens, an dem neben dem

Fachgebiet Bodenmechanik und Grundbau

der TU Kaiserslautern, Institute der

Universitäten Stuttgart und Weimar sowie

der HTW Dresden teilnahmen, sollte das

Verhalten teilgesättigter Böden untersucht

werden.

Die Erforschung des mechanischen Verhaltens

teilgesättigter Böden ist seit vielen

Jahren ein wesentliches Interessengebiet

der Geotechnik. Unter dem Begriff der

Teilsättigung versteht man dabei einen Zustand,

bei dem der Porenraum eines porösen

Festkörpers (Boden) sowohl mit einer

Flüssigkeit (Porenwasser) als auch mit einem

Gas (Porenluft) gefüllt ist. Bei der Untersuchung

teilgesättigter Böden besteht

erheblicher Bedarf an einer ganzheitlichen

Betrachtung des hochkomplexen, miteinander

stark gekoppelten Festkörper-Fluid-

Verhaltens.

Ziel des umfangreichen Forschungsvorhabens

war die Entwicklung eines integralen

Stoffmodells für bindige Böden, die variablen

Witterungsverhältnissen ausgesetzt

sind. Sowohl zeitabhängige Vorgänge, wie

die Konsolidierung und das Kriechen sowie

Quellen und Schwinden, als auch der

Einfluss des Sättigungsgrades und damit

der Wasserspannung und der Temperatur

auf die Parameter des Stoffmodells sollten

erfasst werden. Für die Ermittlung der

Stoffparameter wurden spezielle Ödometer-

und Triaxialversuche durchgeführt.

In einem Teilprojekt wurde das Quellen

von teilgesättigten bindigen Böden behandelt.

In bestimmte Regionen führt dieses

Phänomen zu erheblichen Schäden bei

Gebäuden und Infrastruktur. Zur experimentellen

Untersuchung wurden spezielle

Ödometergeräte entwickelt, wie im Bild

dargestellt. Mittels dieses Gerätes können

radiale und axiale Quelldrücke getrennt

voneinander gemessen sowie axiale Dehnungen

zugelassen werden. Es wurden

umfangreiche Untersuchungen mit dem

Versuchsstand an einem quellfähigen Boden

(Kaolinit) durchgeführt. Dabei wurden

der Anfangs- und der Endsättigungsgrad

sowie die Porenzahl variiert. Aus den Versuchen

ergab sich, dass das Quellverhalten

als nichtlinear-elastisch angesehen

werden kann. Anhand dieser Ergebnisse

sind Approximationen für das eindimensionale

sowie das dreidimensionale

Quellverhalten aufgestellt und in den FEM

- Code ABAQUS mittels einer Subroutine

implementiert worden. Zur Überprüfung

der Güte der implementierten Beziehungen

wurden exemplarisch verschiedene

Laborversuche nachgerechnet. Anhand

eines praxisorientierten Berechnungsbei-

INNOVATION IM QUADRAT

Das Forschungszentrum – Center for Mathematical

and Computational Modelling (CM) 2

fahrenstechnik sowie der Mathematik)

und wird verbindend über fast die gesamte

TU Kaiserslautern wirken. Es ergeben sich

somit Möglichkeiten für neue, interdisziplinäre

(Master-) Studiengänge und koordi-

Innovation Das (CM)² im Quadrat als Klammer – Das Forschungszentrum

um die TU Kainierte (Drittmittel-) Forschungsvorhaben.

Center for serslautern Mathematical und and darüber Computational hinaus Modelling Des (CM)² weiteren werden mit dem Deutschen

Das Forschungszentrum (CM)² wurde im Forschungszentrum für Künstliche Intel-

)² als Klammer um die TU Kaiserslautern und darüber hinaus

Rahmen der Zukunftsinitiative Forschung ligenz DFKI, dem Fraunhofer Institut für

hungszentrum (CM)² (ZiF) des wurde Landes im Rahmen Rheinland-Pfalz der Zukunftsinitiative im Juni Techno- Forschung und Wirtschaftsmathematik (ZiF) des

ITWM

heinland-Pfalz 2008 im Juni etabliert. 2008 Es etabliert. besteht Es aus besteht Mitgliedern aus Mitgliedern und dem Institut von sechs für Verbundwerkstoffe

enen Fachbereichen von sechs der TU verschiedenen Kaiserslautern Fachbereichen

(ARUBI, Biologie, GmbH EIT, IVW Informatik, drei Partner der Science Alli-

nbau und Verfahrenstechnik der TU Kaiserslautern sowie der Mathematik) (ARUBI, Biologie, und wird ance verbindend mit exzellentem über fast internationalen Ruf

te TU Kaiserslautern EIT, Informatik, wirken. Maschinenbau Es ergeben sich und somit VerMöglichkeiten

eingebunden für und neue, auf diese Weise sowohl

plinäre (Master-) Studiengänge und koordinierte (Drittmittel-) Forschungsvorhaben.

ren werden mit dem Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz DFKI,

6 UNI SPECTRUM

nhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM und dem Institut für

erkstoffe GmbH IVW drei Partner der Science Alliance mit exzellentem

spiels aus der Geotechnik wurden die Anwendungsmöglichkeiten

des aufgestellten

und implementierten Quellmodells für die

Praxis demonstriert.

Prof. Dr.-Ing. Christos Vrettos

Fachgebiet Bodenmechanik

und Grundbau

Modifizierter Ödometerversuch zum Quellverhalten

die Anzahl potentieller Forschungspartner

als auch die Quantität und Qualität an

Knowhow signifikant erhöht.

Mathematik als Basis

Die direkte Zusammenarbeit der angewandten

Mathematik mit Anwendern

ist international einer der aktuellen Forschungstrends.

Die Mathematik ist in der

modernen Forschung in vielen Fachgebieten

mittlerweile eine Schlüsseltechnologie

geworden, deren Anwendung vielfach

erst Fortschritte in diesen Gebieten ermöglicht

hat. Beispiele sind spektakuläre


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

Anwendungen der Mathematik an den

Finanzmärkten (siehe z.B. Bild 2), in der

Medizin, in der (virtuellen) Materialentwicklung

(siehe z.B. Bild 1), -prüfung und

-produktion oder aber bei der Planung von

Verkehrsströmen. So wird die fortlaufende

Miniaturisierung beim Entwurf von Computerchips

neue, statistische Methodiken

benötigen, das Schwingungs- und Ermüdungsverhalten

des Radstahls des ICE

kann mit Methoden der inversen Modellierung

untersucht werden oder aber die

Ausrichtung von Stahlfasern in Beton wird

mittels moderner Bildverarbeitungsmethoden

überprüft. Dies sind nur einige wenige

aktuelle Beispiele interdisziplinärer Forschungsprojekte

im (CM)².

Die zentralen Forschungsgebiete des

(CM)² sind die Entwicklung, Anwendung

und Verbesserung mathematischer Modelle

in den Ingenieurwissenschaften und

weiteren Anwendungsgebieten, ihre Umsetzung

in Software unter Anwendung von

State-of-the-Art Software-Technologie sowie

die Entwicklung eines Webs der Mathematik-basierten

Modelle in Analogie

zum und aufbauend auf dem World Wide

Öffnungszeiten:

Mo + Mi + Fr 7:15 - 13:30 Uhr

Di + Do 11:30 - 18:00 Uhr

Web. Dabei besitzt Kaiserslautern national

mit dem Fokus auf Anwendungen in den

Ingenieurwissenschaften im Vergleich zu

den anderen Hochburgen der angewandten

Mathematik wie Berlin oder Heidelberg

ein Alleinstellungsmerkmal.

Visionen mit Nachhaltigkeit

Das von uns angestrebte Web der mathematischen

Modelle soll das Speichern, das

Auffinden, das Ausführen und Kombinieren

mathematischer Modelle ermöglichen.

Eine solche Vision ist auch international

ein attraktives Ziel. So wird beispielsweise

in der „2015 Computing Platform Vision“

von Intel davon ausgegangen, dass Computer

der nächsten Generation über Modelle

miteinander kommunizieren. Hierzu

müssen Computer und die entsprechende

Software in der Lage sein, mathematische

Modelle zu erzeugen, zu manipulieren

und auszuwerten, also Aufgaben lösen

können, die auch im Web der mathematischen

Modelle behandelt werden sollen.

Dies unterstreicht die Wichtigkeit der mathematischen

Modellierung und der Vision

des Forschungszentrums auch in Bezug

auf das World Wide Web.

Neue Nachwuchsförderung

– Freiheit ohne Kontrolle

In der Lehre wird das wesentliche Gewicht

auf die Ausbildung des wissenschaftlichen

Nachwuchses gelegt. Durch einen erfolgreichen

Antrag bei der Carl-Zeiss-Stiftung

konnte die Etablierung eines inneren

Rings aus Nachwuchswissenschaftlern

Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung

für Vollblut-, Thrombozyten- oder Multikomponentenspende

realisiert werden. Dieser Ring besteht aus

zwei Juniorprofessoren in der Mathematik

und in der Informatik sowie zwei Mitarbeitern

aus dem Maschinenbau und aus

der Elektrotechnik. Die Hauptaufgabe dieser

Forscher besteht in der Koordination

der Ausbildung des Nachwuchses. Hierzu

gehören die Identifikation von benötigten

Vorlesungen, Kompaktkursen und die Veranstaltung

von Aktivitäten für den Nachwuchs.

Dabei verfügen die Nachwuchswissenschaftler

über ein großzügiges eigenes

Budget, das sie ohne Kontrolle durch die

am (CM)² beteiligten Professoren

zu innovativen

Zwecken der Ausbildung

einsetzen dürfen. Hierdurch

soll bereits auf der

Ebene des Nachwuchses

interdisziplinäre Forschung

gelebt werden und gleichzeitig

dem Nachwuchs ein

Höchstmaß an Eigenständigkeit

geboten werden.

Ansprechpartner und Struktur:

Das (CM)² wird vom Sprecher Prof. Dr. Ralf

Korn (FB Mathematik) und seinem Stellvertreter

Prof. Dr. Arnd Poetzsch-Heffter

(FB Informatik) geleitet. Dem Vorstand des

(CM)² gehören weiter die beiden Sprecher

der Forschungsschwerpunkte AME, Prof.

Dr. Dietmar Eifler (FB MV) und AMSYS,

Prof. Dr. Norbert Wehn (FB EIT) an.

Ralf Korn

Blutspendezentrale Saar-Pfalz gGmbH

Entnahmestelle Kaiserslautern

auf dem Gelände des Westpfalz-Klinikums

Hellmut-Hartert-Straße 1 • 67655 Kaiserslautern

Nähere Informationen unter � (0631) 203-1804

4/2008

Bild 2: Modellierung von

Aktienkursen und Bewertung

von Optionen („Finanzmathematik“)

7


8

TITELTHEMA...

Die RFID-Technologie

erhält derzeit Einzug

in immer mehr Anwendungsbereiche,

obwohl die mit ihr

RFID-Chip

verbundenen Probleme

bezüglich Sicherheit und Schutz der

Privatsphäre in der Forschung noch nicht

zufriedenstellend gelöst sind. Dies weckt

Ängste in der Bevölkerung und führt zu Akzeptanzproblemen.

Zweiter Verbraucherdialog zum Thema

„RFID“ gestartet

Die Kompetenzstelle RLP-AIDA (Auto-ID-

Architekturen) des Fachbereichs Informatik

der TU Kaiserslautern folgte der Einladung

von Verbraucherschutzministerin Margit

Conrad und des Landesbeauftragten für

den Datenschutz Edgar Wagner und nahm

als fachlicher Berater am zweiten Verbraucherdialog

teil. 26 Vertreterinnen und Vertreter

aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft

und Verbrauchern diskutierten die Auswirkungen

der RFID-Technologie.

Ziel des Verbraucherdialogs ist es, gemeinsam

Maßnahmenvorschläge zu entwickeln,

die eine verbraucherfreundliche

und verbrauchersichere Einführung der

Technologie gewährleisten. Die erste Gesprächsrunde

diente dazu, grundsätzliche

Informationen zum Thema zu vermitteln

und erste Positionen auszutauschen.

Eindeutige Identifikation und kontaktlose

Datenübertragung durch RFID

RFID ist wie der bekannte optische Barcode

eine Technologie zur automatischen

Identifikation. Im Gegensatz zu Barcodes

funktioniert RFID kontaktlos und ohne

Sichtverbindung. Die Möglichkeit der weltweit

eindeutigen Identifikation von Produkten

macht RFID zu einer Technologie

mit großem Potential und vielfältigen Anwendungsfeldern

– von der Fälschungssicherheit

über Zahlungssysteme bis hin zu

Logistik und Produktion.

„Es ist zu erwarten, dass uns die RFID-

Technologie in unserem Alltag künftig ein

ständiger Begleiter sein wird. Wir müssen

uns im Rahmen eines gesellschaftlichen

Diskurses die Frage stellen, wie wir mit

den damit verbundenen Veränderungen,

beispielsweise den Auswirkungen bezüglich

der Privatsphäre, umgehen wollen“,

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

KOMPETENZSTELLE RLP-AIDA MACHT

SICH FÜR SICHERHEIT STARK

so Professor Dr. Paul Müller von der Kompetenzstelle

in seinem Impulsreferat, das

für die Teilnehmer als Diskussionsgrundlage

diente. Seine Arbeitsgruppe Integrierte

Kommunikationssysteme (AG ICSY)

forscht an Konzepten und Verfahren, die

es ermöglichen, Sicherheit und Schutz der

Privatsphäre durch geeignete technische

Mittel zu gewährleisten. Ziel ist es, einerseits

die vielen sinnvollen Anwendungen

der RFID-Technologie nicht zu behindern,

andererseits den Menschen jedoch informationelle

Selbstbestimmung zu ermöglichen.

Kompetenzstelle RLP-AIDA

Der Aufbau der AutoID-Kompetenzstelle

mit Schwerpunkt RFID-Technologie durch

die AG ICSY wurde vom Ministerium für

Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und

Weinbau gefördert. Mitglieder aus Unternehmen,

Hochschulen und Forschungseinrichtungen

erhalten Zugriff auf ein

Netzwerk, das die Kompetenzen bezüglich

AutoID-Systemen in Rheinland-Pfalz

bündelt, Forschungs- und Beratungsdienstleistungen

zum Beispiel in Form von

Workshops und Seminaren anbietet und

Kontakte zu rheinland-pfälzischen Unternehmen

und Instituten vermittelt.

RFID ohne Datenschutzmaßnahmen

nicht kontrollierbar

„RFID-Chips haben nicht nur Vorteile. Sie

gefährden auch das Recht auf informatio-

nelle Selbstbestimmung“, gibt Edgar Wagner

zu bedenken. Die fast unsichtbaren

Chips führten dazu, dass Datenverarbeitungsvorgänge

für Betroffene nicht ohne

weiteres erkennbar werden und deshalb

ohne Schutzmaßnahmen nicht kontrollierbar

seien.

Der Verbraucherdialog als Instrument

der Verbraucherpolitik

Ziel des Verbraucherdialogs ist es, Anbieter

und Verbraucher bzw. deren Verbände

und Experten an einen Tisch zu bringen,

um die Markttransparenz sowie die

Marktsicherheit zu verbessern. Der Verbraucherdialog

- als feste Einrichtung der

Landesregierung - besteht aus einzelnen

themenbezogenen Veranstaltungsreihen.

Anbieter- und Verbraucherorganisationen

sowie Experten erarbeiten in einem begrenzten

Zeitraum gemeinsam Lösungsvorschläge

für ein verbraucherpolitisch

aktuelles Problemfeld.

Der erste Verbraucherdialog zum Thema

„Neue Medien – Kundenschutz für Jugendliche“

startete im April 2007 mit Vertreter-

innen und Vertretern aus 20 Institutionen

und wurde im März 2008 abgeschlossen.

Der zweite Verbraucherdialog „RFID“ soll

im Jahr 2009 abgeschlossen werden.

Tino Fleuren, Dr. Dirk Henrici

Kontakt zur Kompetenzstelle RLP-AIDA:

Prof. Dr. Paul Müller, Tel. 0631/205-2265.


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

L ANDESFORSCHUNGSSCHWERPUNKT NIMMT ARBEIT AUF

NANOSTRUKTURIERTE KATALYSATOREN

Im Landesschwerpunkt werden neuartige

nanostrukturierte Katalysatoren synthetisiert

und charakterisiert, ihre katalytische

Wirksamkeit anhand von Modellreaktionen

bestimmt sowie technisch relevante

Anwendungen untersucht. Ein besonderes

Augenmerk der Arbeiten liegt auf dem Einsatz

nachwachsender Rohstoffe als Stoffbasis

für die katalytischen Reaktionen.

Ein derartiger Ansatz ist aufgrund der Diversität

der benötigten wissenschaftlichen

Qualifikationen und der Instrumentierung

nur fächerübergreifend zu bewältigen.

Dafür haben sich zwölf Kollegen aus den

Fachbereichen Chemie, Maschinenbau

und Verfahrenstechnik sowie Physik der

TU Kaiserslautern zusammengefunden.

Die Katalyse ist von fundamentaler Bedeutung

sowohl in der Chemie als auch in

der Bioverfahrenstechnik. Sie ermöglicht

es, dass Reaktionen unter milden Reaktionsbedingungen

ablaufen, sie erlaubt in

vielen Fällen eine exakte Steuerung von

Chemo-, Regio- und Enantioselektivität

der Transformationen und verhindert dadurch

die Bildung unerwünschter Nebenprodukte.

Die genannten Faktoren sind

von ausschlaggebender Bedeutung für

eine ökonomisch und ökologisch effiziente

chemische Produktion. Nahezu alle

Endprodukte der chemischen Industrie

beinhalten in ihren Herstellungsprozessen

deshalb mindestens einen Schritt, der mit

Hilfe eines Katalysators durchgeführt wird.

Ohne die durch die Katalyse eröffneten

Reaktionswege wäre weder eine effiziente

Reinigung von Abgasen (z. B. aus Verkehr

oder Kraftwerken) noch die Synthese von

Groß- (z. B. Ammoniak, Schwefelsäure,

Kunststoffe, Düngemittel) oder Feinchemikalien

(Pharmaka, etc.) möglich. Je nachdem,

ob der Katalysator und das Substrat

sich gelöst in einer Phase befinden

oder durch Phasengrenzen voneinander

getrennt sind (z. B. Katalysator als Feststoff

in einem Gas), unterscheidet man

zwischen Homogener und Heterogener

Kataylse.

Durch Nanostrukturierung Heterogener

Katalysatoren werden das Verhältnis von

Oberfläche zu Volumen hoch und die Diffusionswege

der Substrate und Reaktionsprodukte

kurz, womit der limitierende Einfluss

des Stofftransports auf die effektive

Reaktionsgeschwindigkeit reduziert wird.

Damit erreicht man, dass sich das System

fast wie bei einer Homogenen Katalyse

verhält und die Umsatzraten deutlich höher

liegen als bei vergleichbaren makroskaligen

Heterogenen Katalysatoren. Dies

erlaubt wiederum, dass die Reaktionen

bei geringeren Reaktionstemperaturen ablaufen,

was besonders bei empfindlichen

Rohstoffen aus pflanzlichen Quellen von

Vorteil ist.

Für die Synthese derartiger Katalysatoren

muss man die Morphologie und die

chemische Natur der Oberfläche der verwendeten

Trägermaterialien gezielt manipulieren.

Das ist eine der zentralen Fragestellungen

des Landesschwerpunktes.

Die Abtrennung der Katalystoren vom

Reaktionsprodukt kann entweder durch

Nanofiltration bzw. Zentrifugation, durch

induzierte Agglomeration oder magnetisch

erfolgen. Damit können die Katalystoren,

die oft teure Edelmetalle enthalten, zurück

gewonnen und wiederverwendet werden.

Konzeptionell verfolgt der Landesschwerpunkt

„Nanostrukturierte Katalysatoren“

eine vollständige Entwicklungskette ausgehend

von grundlagenbasierter Forschung

hin zu anwendungs- und produktorientierten

Vorhaben. Gleichzeitig bilden

die Arbeiten im Landesschwerpunkt die

wissenschaftliche Grundlage für zwei Vorhaben

Transregio-SFBs an die TU Kaiserslautern

zu holen. Beide Voranträge werden

demnächst eingereicht. Eine punktuelle

Kooperation mit dem Forschungszentrum

OPTIMAS ergibt sich aus gemeinsamen

Forschungszielen im Bereich Materialien.

FORSCHUNG AN BIOMEMBRANEN

Prof. Dr. Werner R. Thiel

...weiterer Erfolg an der Technischen Universität Kaiserslautern

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft

(DFG) hat in ihrer Senatssitzung vom 1.

Juli 2008 der Einrichtung der Forschergruppe

1061 mit dem Titel „Dynamic

Storage Function of Plant Vacuoles during

Cold and Osmotic Stress“ zugestimmt.

Pflanzen können ihren Standort nicht verlassen

und sind daher andauernd Stressreizen

wie Kälte und Trockenheit ausgesetzt.

Um diese Stressreize zu tolerieren,

speichern Pflanzen in ihren Zellen große

Mengen an Zuckern, die stark schützende

Eigenschaften besitzen. Die Zucker sind

jedoch nicht frei in der Zelle vorhanden,

sondern sie befinden sich in einem Organell,

dass bis zu 90 Prozent des Zellvolumens

ausmacht und als Vakuole bezeichnet

wird. Bis heute kennt man kaum die

Transportprozesse, die zur Aufnahme oder

Abgabe dieser Verbindungen in oder aus

der Vakuole führen.

Zucker erfüllen jedoch nicht nur in der

Pflanze einzigartige Funktionen, sondern

sie sind gerade auch für den Menschen

von sehr hoher Bedeutung. Der gesamte

Zucker, den der Mensch für seine Nahrungsmittel

benötigt oder der industriell

Verwendung findet, weltweit sind dies cir-

ca 150 Millionen Tonnen pro Jahr, stammt

aus Pflanzen wie Zuckerrohr oder Zuckerrübe.

Auch in diesen Pflanzen erfolgt die

Zuckerspeicherung über unbekannte Mechanismen

in den Vakuolen der Zellen.

Gerade in der Pfalz sind zuckerhaltige

Trauben von einzigartiger Bedeutung für

ein hinlänglich bekanntes und beliebtes

Produkt.

Die obengenannte Forschergruppe, an

der neben zwei Projektleitern der TU (Dr.

Oliver Trentmann und Prof. Dr. Ekkehard

Neuhaus) renommierte Labore aus Heidelberg,

Würzburg, Erlangen und Regens-

4/2008

9


10

TITELTHEMA...

burg teilnehmen, wird gemeinsam daran

arbeiten, die Transportprozesse für Zucker

in der Pflanzenzelle weiter aufzuklären.

Durch die Bündelung der in den verschiedenen

Laboren vorhandenen Expertisen

wird es möglich sein, ein einzigartiges Me-

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

thodenspektrum für die gemeinsame Fragestellung

zu versammeln.

Die Koordination des Gesamtprojekts liegt

bei der TU Kaiserslautern. Sprecher der

Forschergruppe ist Prof. Dr. Ekkehard Neu-

DFG-GEFÖRDERTES SCHWERPUNKTPROGRAMM

„ULTRASCHNELLE

MAGNETISIERUNGSPROZESSE“

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft

förderte in den vergangenen sechs Jahren

das Schwerpunktprogramm 1133

„Ultraschnelle Magnetisierungsprozesse“,

das nun diesen Sommer zum Abschluss

gekommen ist (zur Initiative siehe die Homepage

www.spindynamik.de). Sprecher

der Initiative war Prof. Burkard Hillebrands

aus dem Fachbereich Physik. Von der TU

Kaiserslautern nahmen aus dem Fachbereich

Physik außerdem als Projektleiter

Prof. Martin Aeschlimann, Prof. Wolfgang

Hübner und Dr. Britta Leven teil.

Im Rahmen eines Internationalen Kolloquiums

stellten die Mitglieder des

Schwerpunktes im September in der Tagungsstätte

Kloster Irsee bei Kaufbeuren

ihre Ergebnisse vor. Die DFG hatte hierzu

neben den Mitgliedern und ihren Mitarbeitern

die im Laufe der Förderung beteiligten

Gutachter und weitere internationale

Experten eingeladen.

Forschungsarbeiten wurden in der letzten

Förderphase innerhalb von 18 verschie-

denen Projekten durchgeführt. Schwerpunkte

lagen in der Erforschung von Mechanismen

der Energiedissipation und

des Drehimpulsübertrags auf der Femtosekunden-

und Pikosekundenzeitskala,

auf Spinwellenprozessen und Präzessionsphänomenen,

auf dem Einfluss von

Kopplungseffekten innerhalb der Magnetisierungsdynamik

in Heterostrukturen, auf

Prozessen des schnellen magnetischen

Schaltens und auf der Entwicklung und

Weiterentwicklung von hierzu notwendigen

Experimentiertechniken.

Der Erfolg der Schwerpunktinitiative zeigte

sich in der letzten, zweijährigen Förderperiode

unter anderem in einem Ertrag von

mehr als 100 begutachteten Publikationen

sowie zahlreichen Vortragseinladungen an

die Schwerpunktsmitglieder. Der Sprecher

der Initiative präsentierte einen zeitig zum

Kolloquium in der Zeitschrift Journal of

Physics – Applied Physics erschienenen

Clusterband mit Beiträgen aus den beteiligten

Arbeitsgruppen, welcher die wissenschaftlichen

Ergebnisse zusammenfasst.

haus (Lehrgebiet Pflanzenphysiologie), der

auch Sprecher des von der DFG schon seit

dem Jahr 2003 geförderten Graduiertenkollegs

845 „Membrantransport“ ist.

Prof. Dr. Joachim W. Deitmer

Das Abschlusskolloquium bot den mehr

als 80 Teilnehmern ein Forum des wissenschaftlichen

Gedankenaustauschs, zu

dem insbesondere auch die (ehemaligen)

Gutachter und internationalen Gäste mit

Vorträgen beitrugen.

Die Tagungsstätte Kloster Irsee bildete

mit ihrem großzügigen Ambiente in historischen,

aus der Barockzeit stammenden,

Räumlichkeiten einen hervorragenden

Rahmen für die Tagung. Neben dem

wissenschaftlichen Programm und einer

Postersitzung, zu der alle geförderten

Projekte beitrugen, waren weitere Höhepunkte

ein Abendvortrag des letztjährigen

Physik-Nobelpreisträgers, Prof. Albert Fert

zur Erzeugung von Mikrowellenstrahlung

durch den Spintransfer-Prozess, ein Kolloquium-Dinner,

sowie ein Orgelkonzert auf

der historischen Freiwiß Orgel der angrenzenden

Klosterkirche mit anschließender

Orgelführung.

Prof. Dr. Burkard Hillebrands

Die Teilnehmer des Internationalen Kolloquiums des DFG-geförderten

Schwerpunktprogrammes 1133 „Ultraschnelle Magnetisierungsprozesse“


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

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4/2008

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TITELTHEMA...

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

HIGHTECH: ELEKTRO- UND INFORMATIONSTECHNIK

Für integrierte Systeme wird eine immer höhere Komplexität bei gleichzeitig

höherer Zuverlässigkeit gefordert. Informationstechnische Systeme umgeben

uns am Arbeitsplatz und in der Freizeit. Medientechnische Innovationen

verändern und prägen unsere Gesellschaft. Energieeffizienz ist ein wichtiges

Thema im Haushalt, vor allem aber in der Industrie. Die folgenden Beiträge

aus den Bereichen Ambient Systems, Medien- und Kommunikationstechnik,

Verifikation von Schaltungen und Energieeffizienz in Industrieanwendungen

zeigen in welcher Breite Hightech aus dem Bereich Elektrotechnik und Informationstechnik

dabei zur Anwendung kommt.

1) UWB Transceiver für Wireless Body Area Networks

2) Low Power Sensor zur Kraftmessung in Fahrradkurbeln

3) Sensorknoten (v.l.n.r.)

AMBIENT SYSTEMS

Ein Forschungsschwerpunkt, in dem der FB EIT eine zentrale Rolle spielt

Im Beruf, am Arbeitsplatz, im Auto oder in

der Freizeit sind wir mehr und mehr von

intelligenten Systemen umgeben, die für

uns kaum sichtbar sind und unsere Fähigkeiten

und Fertigkeiten in Beruf und Alltag

wirkungsvoll verstärken. Diese Systeme

sind eingebettet in unsere alltäglichen Umgebungen

und erledigen ihre Arbeit weitgehend

autonom und bedienungsfrei durch

proaktive Beobachtung und Interpretation

ihrer Umgebung über Sensornetzwerke.

Solche Systeme werden auch als ambiente

Systeme bezeichnet. Hierbei handelt es

sich um informationstechnische, verteilte,

teilweise selbstorganisierende, miniaturisierte

Systeme, die in der Regel drahtlos

miteinander kommunizieren. Die in diesen

Systemen zum Einsatz kommenden

Rechnerknoten sind häufig eingeschränkt

hinsichtlich Rechenleistung, Speicher,

Kommunikationsbandbreiten und Energie,

da sie autark arbeiten und von den geometrischen

Abmessungen sehr klein sein

müssen.

Professoren der Fachbereiche Elektro-

und Informationstechnik, Informatik, Maschinenbau

und Verfahrenstechnik sowie

Sozialwissenschaften arbeiten zusammen

mit Wissenschaftlern der An-Instituten der

Science Alliance im Forschungsschwerpunkt

Ambient Systems interdisziplinär an

der Entwicklung solcher Ambienter Systeme.

Anwendungsschwerpunkte sind die

Bereiche medizinische Notfallerkennung,

betreutes Wohnen, gehobene Home Automatisierung,

intelligente Fabrikumgebungen

und intelligente Trainingsumgebungen

für Radrennfahrer. Der FB EIT ist mit sechs

Lehrstühlen an diesem Schwerpunkt u.a.

mit folgenden Forschungsgebieten beteiligt,

die zentral für ambiente Systeme

sind.

Effiziente Hardwareplattformen: System-

On-Chip Ansätze, neuartige Sensoren und

drahtlose Kommunikationsplattformen.

Ein besonderer Aspekt ist hierbei die Minimierung

des Energieverbrauchs in der

Hardware, da die Energie in vielen ambienten

Systemen eingeschränkt ist. An dieser

Stelle sollte erwähnt werden, dass die

im Large Hadron Collider in Cern (welches

momentan in aller Munde ist) eingebauten

1,2 Millionen Analog/Digital Umsetzer

am FB EIT entwickelt worden sind. Diese

Umsetzer werden zur Aufnahme von Ladungsspuren

während der Teilchenkollision

benötigt. Der Low Power Aspekt war

der zentrale Aspekt bei der Entwicklung

der Umsetzer, die auch Verwendung in

ambienten Systemen finden. Einen weiteren

Schwerpunkt bilden robuste Regelungsverfahren

unter den Aspekten der

Ressourcenbeschränkung, eines dynamischen

Schedulings sowie variabler Abtastzeiten,

die durch die Verteilung verursacht

wird.

Prof. Dr.-Ing. habil. Norbert Wehn

Foto: view – die agentur, Reiner Voß


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4/2008

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TITELTHEMA...

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

HIGHTECH: ELEKTRO- UND INFORMATIONSTECHNIK

NULL-FEHLER-DESIGN

FÜR SYSTEM-ON-CHIPS

System-on-Chips (SoCs) ermöglichen fast

unbegrenzte Produktinnovationen, sei es

in der Mobilkommunikation, der Automobiltechnik

oder im Anlagenbau. Ein einziger

Chip enthält heute ein komplettes Computersystem,

das spezielle Aufgaben in einer

bestimmten Anwendung wahrnimmt.

Dachte man vor einigen Jahren beim Wort

„Computersystem“ noch unwillkürlich an

bestimmte amerikanische Großkonzerne,

so hat sich das Blatt inzwischen teilweise

gewendet. Während der Markt für klassische

Computeranwendungen wie etwa

Desktop Computing, worunter auch die

PCs fallen, zur Stagnation neigt und von

großen US-Firmen dominiert wird, spielen

europäische Firmen in dem rasch wachsenden

Markt für „eingebettete“ Computersysteme

eine führende Rolle.

Im Unterschied zu einem Desktop Computer

müssen Computersysteme für eingebettete

Anwendungen speziellen, häufig

extremen, Anforderungen genügen. Dies

gelingt nur, indem sie immer wieder neu

für die jeweilige Anwendung entworfen und

Foto: view – die agentur, Reiner Voß

Mathematisches Beweisen wird

zur Ingenieursdisziplin

optimiert werden. System-on-Chips werden

daher meist aus einzelnen Einheiten,

den sogenannten „IP (= intellectual property)“-

Blöcken zusammengesetzt. Diese

Vorgehensweise erfordert IPs von sehr hoher

Qualität. Werden dort Entwurfsfehler

übersehen, führt dies zu „Respins“, die

Kosten in Millionenhöhe verursachen. Um

bestmögliche Qualität zu erreichen, werden

SoC IPs heute zunehmend mit „formalen“

Methoden verifiziert. Anstatt zu simulieren

wird ein exakter mathematischer

Beweis geführt, der sicherstellt, dass eine

Implementierung eine gegebene Spezifikation

erfüllt. Erfreulicherweise muss der

Entwurfsingenieur diese Beweise in der

Regel nicht eigenhändig entwickeln. Die

Industrie stellt Softwarewerkzeuge zur Verfügung,

die die notwendigen Beweise automatisch

ablaufen lassen. Dennoch wird

es für den Ingenieur zunehmend wichtig,

auch ein „rechnerisches“ Verständnis für

einen System-on-Chip-Entwurf zu erwerben.

Nur dann ist er nämlich in der Lage,

die zu lösenden Beweisaufgaben vollständig

zu formulieren und die Möglichkeiten

formaler Verifikationswerkzeuge optimal

auszunutzen.

Der Lehrstuhl für Entwurf Informationstechnischer

Systeme, Fachbereich Elektrotechnik

und Informationstechnik, trägt auf

diesem Gebiet zum Thema „Hardwareplattformen“

des Forschungsschwerpunktes

Ambient Systems bei. Weiter arbeitet

er im Rahmen von zwei BMBF-Verbundprojekten,

Herkules und Verisoft-XT, mit

mehreren Universitäten und Firmen aus

den Bereichen Automobil und Telekommunikation

zusammen.

Das Projekt Herkules hat sich zum Ziel

gesetzt, die Korrektheit der Kommunikationstrukturen

auf einem Chip zu beweisen.

Dazu wurde in Kaiserslautern gemeinsam

mit industriellen Partnern ein Ansatz entwickelt,

der darin besteht, für Standardprotokolle

wie AMBA „Verification-IPs“

zu entwerfen, die lediglich das protokollspezifische

Verhalten eines SoC-Moduls

beschreiben und unabhängig von einem

konkreten Design sind. Dies erlaubt die

Wiederverwendung dieser Verification-IPs

für alle Module, die den betreffenden Standard

einhalten müssen. Darauf aufbauend

wurde ein Beweisverfahren entwickelt, das

für eine gegebene Verification-IP und ein

konkretes Design vollautomatisch überprüft,

ob das Design den entsprechenden

Standard einhält. Die zugrunde liegende

Beweisaufgabe ist ungeheuer komplex.

Kommunikationsmodule besitzen häufig

über tausend Zustandsvariablen (und somit

über 21000 Zustände). Jeder dieser

Zustände muss im Hinblick auf das einzuhaltende

Protokoll überprüft werden. Am

Lehrstuhl Entwurf Informationstechnischer

Systeme ist es gelungen, einen Algorithmus

zu entwickeln, der diese Komplexität

beherrscht. In einer Fallstudie mit OneSpin

Solutions GmbH und Infineon AG wurde

gezeigt, dass der Aufwand für die Verifikation

der Systemintegration damit um bis

zu 80% reduziert wird. Diese neue Technik

wird aktuell im Rahmen des Projektes Verisoft-XT

auf Protokolle der Automobiltechnik

angewendet, wo neben der Hardware

auch die Software bei der Beweisführung

berücksichtigt werden muss.

Prof. Dr.-Ing. Dr. rer. nat. habil.

Wolfgang Kunz


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PEPPERL+FUCHS:

ERFOLGREICHE PIONIERARBEIT

UND STETIGE INNOVATIONEN

Im September 2008 weiht das Unternehmen das neue Verwaltungsgebäude

am Standort Mannheim-Schönau ein.

Was ist das Erfolgsrezept der

Pepperl+Fuchs-Gruppe? Ein begnadeter

Ingenieur und ein gewiefter Kaufmann

legten 1945 den Grundstein für ein Unternehmen,

das mit der Automatisierung

der Industrieproduktion groß wurde. Innovationsgeschick

und ständige Spitzenleistung

ließ das Unternehmen Mannheimer

Erfolgsgeschichte schreiben. In Forschung

und Entwicklung fließen jährlich zehn Prozent

vom Umsatz.

Ein engmaschiges Netzwerk zu den

Hochschulen in Mannheim, Darmstadt,

Kaiserslautern und Karlsruhe sichert

Pepperl+Fuchs den Zugriff auf die besten

Absolventen eines Semesters und sorgt

somit für den Ingenieurnachwuchs. Die Erfolgsstory

basiert wesentlich auf einer Erfindung

des Ingenieurs Walter Pepperl, der

1958 ein sozusagen altersloses Schaltelement

baute – den ersten Näherungsschalter.

Damit machte sich Pepperl+Fuchs als

Pionier einen Namen.

Erster induktiver Näherungsschalter

1958

Der Umsatz soll im Jahr 2008 um zehn

Prozent, die Zahl der Mitarbeiter um vier

bis fünf Prozent steigen. Das Unternehmen

platzte in den letzten Jahren buchstäblich

„aus allen Nähten“. Im April 2007 wurde

mit dem Bau für das neue Verwaltungsgebäude

begonnen.

Im Mai 2008 war es soweit: 175 Mitarbeiter

zogen in drei Schritten in die neuen

Räumlichkeiten. Der Neubau bietet

Arbeitsplätze für ca. 240 Mitarbeiter auf

vier Etagen mit einer Fläche von mehr als

7.000 m². Pepperl+Fuchs empfängt nun

seine Gäste im neuen repräsentativen

Foyer und ermöglicht Tagungen von 6 bis

150 Personen in 16 modernen Besprechungszimmern.

Irmtraud Schmitt

Referentin Öffentlichkeitsarbeit

Geschäftsbereich Fabrikautomation

Kontaktdaten

Tel.: +49 621 776-111

Fax: +49 621 776-27-1111

www.pepperl-fuchs.com

fa-info@de.pepperl-fuchs.com

Ansprechpartner für Redaktionen

Irmtraud Schmitt (Tel.: -1215, Fax: -2505)

ischmitt@de.pepperl-fuchs.com

Neubau Pepperl+Fuchs GmbH am Standort Mannheim-Schönau

4/2008

Postanschrift: Pepperl+Fuchs GmbH, 68301 Mannheim

Besucheranschrift:

Lilienthalstraße 200, 68307 Mannheim

Telefon: +49 621 776-0

Fax: +49 621 776-1000

Internet: http://www.pepperl-fuchs.com

E-Mail: info@de.pepperl-fuchs.com

Geschäftsführer:

Dr.-Ing. Gunther Kegel (Vors.), Dr.-Ing. Peter Adolphs,

Werner Guthier, Mehmet Hatiboglu

Gründungsjahr: 1945

Berichtsjahr 2007:

· Umsatz: 360 Mio. Euro (konsolidierter Außenumsatz)

· Mitarbeiter: weltweit 3.950

Geschäftsbereiche: Fabrikautomation, Prozessautomation

Fertigungsstätten: Deutschland, USA, Singapur, Ungarn,

Indien, Italien, Brasilien, Vietnam

Tochterunternehmen:

mehr als 30 Gesellschaften weltweit

Hauptzielmärkte:

Chemie, Automobilindustrie, Lager- und Fördertechnik,

Druck und Papier, Verpackungsmaschinen, Textilindustrie, Aufzugsbau,

allgemeiner Maschinenbau, Öl- und Gasindustrie, Engineering,

Prozessleittechnik, Sicherheitstechnik

Hauptprodukte und Dienstleistungen:

· Komponenten für die Fabrikautomation:

Sensoren der Wirkprinzipien induktiv, kapazitiv, Ultraschall,

photoelektrisch, Drehgeber, Identifikationssysteme, Barcodes,

Lesegeräte für Data-Matrix-Codes, Vision-Sensoren

· Komponenten für die Prozessautomation:

Interface Bausteine (Ex i), Remote I/O Systeme (Ex i), Feldbusinfrastruktur-Lösungen,

Füllstandsmessgeräte, Ex-Bedienterminals,

Ex-IPCs, Seminare, Teachware

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TITELTHEMA...

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

HIGHTECH: ELEKTRO- UND INFORMATIONSTECHNIK

Bild 1: PM-Läufer und Ständer eines 10-poligen

Funktionsmusters für eine Pumpenapplikation

Die Bedeutung der elektrischen Antriebstechnik

lässt sich sehr anschaulich am

Energiebedarf ablesen. In der deutschen

Industrie werden aktuell rund 70 % der

elektrischen Energie für elektrische Antriebe

benötigt, sie stellen eine unverzichtbare

Basis bei der Automatisierung

industrieller Prozesse mit einem stetigen

Wachstum dar. Wachstumsträger sind hier

die drehzahlveränderbaren Antriebe, sie

werden zunehmend in die Prozessstruktur

integriert und werden so Bestandteil eines

mechatronischen Systems.

Energieeffiziente Erzeugung und Nutzung

elektrischer Energie sind Forschungsgebiete

mit zunehmender Bedeutung. Als

größte Nutzer elektrischer Energie stehen

die elektrischen Antriebssysteme direkt im

Fokus. Neben der Wirkungsgradverbesserung

einzelner Antriebskomponenten, der

Motor ist hier eine der zentralen Antriebskomponenten,

ist es grundsätzlich notwendig,

durch einen systemtechnischen

Ansatz das Gesamtsystem unter Berücksichtigung

des anzutreibenden Prozesses

zu betrachten, um eine geeignete Systemstruktur

hinsichtlich Funktionalität und Energieeffizienz

zu erhalten.

Da Industrieantriebe bisher überwiegend

mit Drehstrom-Asynchronmotoren ausgeführt

wurden, konzentrierten sich bislang

die Aktivitäten zur Wirkungsgradsteigerung

auf diesen Motortyp. Im Rahmen einer

Foto: view – die agentur, Reiner Voß

ENERGIE-EFFIZIENTE

ANTRIEBSTECHNIK

Vereinbarung zwischen EU und CEMEP

wurden Mindestwirkungsgrade festgelegt,

so dass Norm-Asynchronmotoren in den

Effizienzklassen eff. 3 bis eff. 1 zur Verfügung

stehen.

Da das Wirkungsprinzip der Asynchronmaschine

die Existenz der Stromwärmeverluste

im Läufer bedingt, ist eine weitere

Wirkungsgradsteigerung durch den Übergang

auf permanentmagneterregte (PM)

Synchronmotoren möglich. Der Läufer

wird vorzugsweise mit am Luftspalt angeordneten

Seltenerdmagneten ausgeführt,

die Magnetbestückung sowie deren Bandagierung

und Magnetisierung sind komplett

automatisierbar. Der Ständer wird

nach neuestem Entwicklungsstand mit einer

Drehfeldwicklung in Zahnspulentechnik

ausgeführt. Zahnspulenwicklungen bestehen

aus Einzelspulen, die jeweils genau

einen Ständerzahn umfassen. Sie können

sehr kompakt gefertigt werden, benötigen

nur ein einfaches Isoliersystem und haben

vergleichsweise die geringsten Stromwärmeverluste.

In Bild 1 sind beispielhaft

Ständer und Läufer eines PM Synchronmotors

dargestellt.

PM Synchronmaschinen sind bereits bei

Werkzeug- und Produktionsmaschinen

in den Anwendungen als Servo- oder

Hauptantrieb im Einsatz, aber das Applikationsspektrum

weitet sich aufgrund

der höheren Energieeffizienz sowie der

kostengünstigen Zahnspulentechnik zunehmend

aus. So werden zum Beispiel

Schiffsantriebe und Windkraftgeneratoren

in dieser Technik entwickelt. Das größte

Applikationssegment innerhalb der Industrieantriebe

sind die Pumpenantriebe. In

verfahrenstechnischen Anlagen ist es oft

notwendig, Leckagen zu vermeiden und

das zu fördernde Medium sicher von der

Umwelt zu trennen. Bei Applikationen dieser

Art kommen zunehmend geschlossene

Pumpensysteme mit integrierten Spaltrohrmotoren

zum Einsatz, bei denen konstruktiv

für den Einbau des Spaltrohrs ein

größerer Luftspalt zwischen Ständer und

Läufer erforderlich ist (Bild 2).

Im Gegensatz zu den aktuell eingesetzten

Asynchronmotoren sind PM Synchronmotoren

für diese Applikation optimal geeignet,

da das originäre Luftspaltfeld von

den Läufermagneten aufgebaut wird und

der für den Einbau des Spaltrohres notwendige

große Luftspalt praktisch keinen

negativen Einfluss auf die Energieeffizienz

hat. Wie Untersuchungen zeigen, haben

Spaltrohrmotorpumpen in PM Synchrontechnik

einen um 10 bis 15 % höheren

Wirkungsgrad als Spaltrohrmotorpumpen

in Asynchrontechnik bei gleichzeitiger Reduzierung

des Aktivteil-volumens um rund

50 %.

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Huth

Lehrstuhl für Mechatronik und Elektrische

Antriebstechnik

Bild 2: Prinzipaufbau einer Spaltrohrmotorpumpe


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MEDIEN- UND KOMMUNIK ATIONSTECHNIK

HIGHTECH IM STUDIUM

Kaum eine Technologie verändert und

prägt unsere Gesellschaft und unser tägliches

Miteinander so sehr wie die Medientechnik.

Buchdruck, Telefon, Rundfunk,

Fernsehen, Internet und Handy sind nur

die bekanntesten Beispiele für medientechnische

Innovationen, die fast jeder

täglich nutzt.

Medien- und Datendienste sind durch

Mobilfunk und drahtlosen Internetzugang

heute allgegenwärtig. Mit Hilfe von Handys,

die uns begleiten und mittels Sensoren

unsere Umgebung und vielleicht auch

unseren Gesundheitszustand erkennen,

werden wir in Zukunft nicht nur telefonieren,

fernsehen und Internetdienste nutzen,

sondern auch einkaufen, bezahlen,

automatisch Hilfe holen, wenn wir in Gefahr

geraten, Restaurants, Geschäfte und

Freunde finden, Verkehrsflüsse leiten und

Maschinen und unser Haus steuern. Einige

dieser Dienste werden wir bewusst nutzen,

andere werden ohne uns zu belasten nach

unseren Vorgaben still im Hintergrund arbeiten

und unser Leben vereinfachen.

In der Forschung ist die TU Kaiserslautern

bereits seit vielen Jahren in fast allen der

oben genannten Bereiche aktiv und international

sichtbar, so z.B. im Bereich Digital

Radio Mondiale (DRM), dem digitalen

Rundfunk auf Lang-, Mittel-, Kurz- und

Ultrakurzwelle.

Der Rundfunkempfang über Lang-, Mittel-

und Kurzwelle hat seit Jahren an

Bedeutung verloren, zu schlecht ist die

Klangqualität und zu groß sind die Störungen.

Allerdings besitzen diese Frequenzbereiche

gegenüber dem UKW-Band den

großen Vorteil, dass hier Rundfunk über

große Distanzen und sogar interkontinental

übertragbar ist. Nicht zuletzt demonstriert

das digitale terrestrische Fernsehen

DVB-T eindrucksvoll, dass eine störsichere

Audioübertragung quasi in CD-Qualität

möglich ist. So liegt es nahe, die Vorteile

der digitalen Übertragungstechnik mit der

hohen Reichweite in einem neuen DRM-

Standard zu verbinden. Er sieht vor, das

etablierte schmalbandige Frequenzraster

der Lang-, Mittel- und Kurzwelle beizubehalten

und ein an DVB-T orientiertes digitales

Übertragungsverfahren mit einem

aus MP3 weiterentwickelten Audiokompressionsverfahren

zu verwenden (www.

deutsches-drm-forum.de).

Aufgrund der Leistungsfähigkeit heutiger

Rechner ist es möglich, den sehr komplexen

DRM-Empfänger auf einem handelsüblichen

PC zu realisieren. Hierzu wurde

am Lehrstuhl Nachrichtentechnik der TU

Kaiserslautern ein DRM-Software-Empfänger

für die Forschung und Lehre realisiert.

Die quelloffene Software findet man

unter http://nt.eit.uni-kl.de/forschung/diorama/.

Mit der weiteren Verbesserung der

DRM-Übertragungsqualität durch Diversitätstechniken

befasst sich der Lehrstuhl

im Rahmen eines durch die Deutsche

Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes.

DRM eröffnet auch eine interessante Perspektive

für den bisher analogen UKW-

Rundfunk. Unter der Bezeichnung „DRM+“

wurde ein im UKW-Bereich kompatibles

System entworfen, das es erlaubt, einzelne

Sender auf DRM+ umzustellen und

damit pro Kanal bis zu vier unterschiedliche

Audioprogramme sowie zusätzliche

Datendienste zu übertragen. Dazu wurde

im Frühjahr 2008 ein Feldversuch zur

Verträglichkeit von DRM+ und analogem

UKW-Rundfunk durchgeführt (www.drmradio-kl.eu).

Dabei fand auch die weltweit

erste Live-Übertragung mit DRM+ auf der

Frequenz 87,6 MHz statt. Aufgrund der

positiven Ergebnisse wird dieser Feldversuch

in Kaiserslautern fortgesetzt.

Diese Gelegenheit hat die Fachschaft

Elektrotechnik und Informationstechnik

genutzt um einen Tag lang Live-Radio zu

produzieren: RadioEIT, das Veranstaltungsradio

zum Technotag der TU, war überall in

Kaiserslautern zu hören. Hiermit konnte in

hervorragender Weise das im Studium der

Kommunikationstechnik Gelernte mit der

Praxis verbunden werden.

Die zunehmende Durchdringung vieler

Lebensbereiche mit immer komplexe-

rer Medien- und Kommunikationstechnik

führt aber auch in der Lehre zu einer

stark wachsenden Nachfrage nach Vermittlung

medientechnischer Kompetenz.

Der Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik

der TU Kaiserslautern

hat daher das Studienangebot in diesem

Bereich erweitert und für den Studiengang

„Elektrotechnik und Informationstechnik“

eine Vertiefungsrichtung „Medien- und

Kommunikationstechnik“ eingeführt. Dieser

Studienschwerpunkt wird unsere Absolventen

in die Lage versetzen, nicht nur

die heute eingesetzten Dienste in ihren

Details zu verstehen, sondern auch aktiv

an der Gestaltung zukünftiger Mediendienste

mitzuwirken.

Schwerpunkt der Vertiefungsrichtung Medientechnik

ist die Vermittlung von technischen

Grundlagen der Mediendienste in

Rundfunk, Internet, Mobilfunk und Printmedien.

Wichtige Studieninhalte sind zum

Beispiel die Audio- und Videosignalverarbeitung,

Computergraphik und Mobilkommunikation.

Zusätzlich zum technischen

Wissen werden grundlegende Kompetenzen

in angrenzenden medienwissenschaftlichen

Bereichen wie Medienwirtschaft,

-recht, -gestaltung und -marketing angeboten,

die den notwendigen Überblick

über die Gesamtentwicklung der Medienlandschaft

vermitteln.

Weitere Informationen finden Sie unter

http://medientechnik.eit.uni-kl.de.

Prof. Dr.-Ing. Hans Schotten

Prof. Dr.-Ing. Ralph Urbansky

4/2008

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IN UND UM K AISERSL AUTERN •

Im Netzgebiet der Gasanstalt sind inzwischen

mehr als 600 Erdgasfahrzeuge

unterwegs. Bis Ende des Jahres bietet

die Gasanstalt dazu in Kooperation mit

lokalen Autohändlern ein Förderprogramm

an. Wer bis 31. Dezember 2008 ein Erdgasauto

bei einem der teilnehmenden Autohändler

kauft, erhält ein Tankguthaben

von 500 Kilogramm Erdgas. Mit einem

Opel Zafira zum Beispiel kann man dafür

8.000-9.000 Kilometer weit fahren.

Ab 2009 mit Turbomotor zu haben:

Der Opel Zafira CNG (Herstellerbild Opel)

Erdgasfahrzeuge leisten einen großen

Beitrag zum Umweltschutz. Gegenüber

Benzinern haben sie einen um 25 Prozent

geringeren CO 2 -Ausstoß, gegenüber Dieselfahrzeugen

einen deutlich geringeren

Ausstoß von Stickoxiden. Die „weichere“

Verbrennung des Erdgases vermindert zudem

das Motorengeräusch deutlich.

Auch in wirtschaftlicher Hinsicht sind Erdgasautos

eine echte Alternative. Kürzlich

verglich der ADAC in einer Studie Erdgasmodelle

mit den entsprechenden Benzin-

oder Dieselvarianten. Anschaffungskosten,

Wertverlust, Versicherung, Werkstattkosten

und natürlich die Kraftstoffkosten flossen

bei dem Test mit ein. Das Ergebnis zeigte,

dass bei einer jährlichen Laufleistung von

15.000 Kilometern Erdgasfahrzeuge im

Durchschnitt 3,2 Cent pro Kilometer günstiger

sind als Benziner und 3 Cent günstiger

als Diesel. Insgesamt sind das für den

durchschnittlichen Erdgasfahrer 480 Euro

beziehungsweise 450 Euro mehr im Jahr.

Mit dem VW Touran Eco Fuel ist man pro

Jahr sogar 855 Euro günstiger unterwegs

als in dem vergleichbaren Benziner.

In Kaiserslautern liegt der aktuelle Preis

für Erdgas an den Tankstellen in der Brandenburger

Straße und in der Mainzer Straße

bei 106,9 Cent pro Kilogramm. Das

entspricht einem äquivalenten Benzinpreis

von 74,2 Cent pro Liter.

Seit 1998 fahren im Netzgebiet der Gasanstalt

Fahrzeuge mit Erdgas. Nahezu der

gesamte Fuhrpark des Versorgungs-unternehmen

ist mit diesem alternativen Kraftstoff

ausgestattet.

Insgesamt sind auf Deutschlands Straßen

fast 70.000 dieser Automobile unterwegs.

Mehr als 800 Erdgastankstellen gibt es zur

Zeit in Deutschland, Tendenz steigend.

Informationen zu Erdgasfahrzeugen gibt es

bei Michael Lorenz, Telefon: 0631 8001-

257, Email: michael.lorenz@gasanstalt.de

Das meist verkaufte Erdgasauto:

Der VW Touran (Herstellerbild VW)


• GASANSTALT FÖRDERT BLOCKHEIZKRAF TWERKE •

Wärme und Strom aus Erdgas

Energie effizient zu nutzen, ist das Gebot

der Stunde. Die Verwendung umweltschonender

Antriebsenergien und der

Einsatz innovativer Techniken sind dabei

von besonderer Bedeutung. Am wirkungsvollsten

ist die Kombination aus beidem,

zum Beispiel in einem erdgasbetriebenen

Blockheizkraftwerk. Blockheizkraftwerke

produzieren Strom und Wärme gleichzeitig

und erreichen dadurch bis zu 90 Prozent

höhere Wirkungsgrade: Die bei der Stromerzeugung

durch einen Motor entstehende

Wärme wird nicht an die Umwelt abgegeben,

sondern für die Heizung oder Warmwasser

genutzt.

Erdgas-Blockheizkraftwerke eignen sich

optimal für die Strom- und Wärmeversorgung

von Gewerbebetrieben, Verwaltungsgebäuden,

Schulen, Kindergärten, Hotels,

Krankenhäusern und Mehrfamilienhäusern.

Für Ein- und Zweifamilienhäuser

können sogenannte Mini-Blockheizkraftwerke

genutzt werden. Sie lohnen sich

besonders dann, wenn das ganze Jahr

über ein relativ konstanter Wärmebedarf

gedeckt werden muss.

Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz

Hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz

liegen die Vorteile eines Blockheizkraftwerkes

auf der Hand: Rund 30 Prozent

weniger Primärenergie wird bei dem

Einsatz eines erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerkes

verbraucht. Zudem ist der

CO 2 -Ausstoß bis zu 60 Prozent geringer.

Der in das öffentliche Netz eingespeiste

Strom wird vom regionalen Energieversorger

vergütet und selbstgenutzer Strom ist

ENERGIESPARTIPP 1

Nachts Vorhänge oder Jalousien vor alle Fen-

ster ziehen, damit weniger Wärme entweichen

und weniger Kälte eindringen kann.

von der Stromsteuer befreit (2,05 Cent/

Kilowattstunde). Einfache Installation wie

bei herkömmlichen Heizsystemen, ausgereifte

Technik, kompakte Bauweise, und

leiser Betrieb zeichnen außerdem diese

umweltschonende Heiztechnik aus.

Förderung der Gasanstalt

Die Gasanstalt unterstützt den Einbau von

gasbetriebenen Blockheizkraftwerken mit

bis zu 3.000 Euro. Das Förderprogramm

ist eine Initiative der Arbeitsgemeinschaft

für sparsamen und umweltfreundlichen

Energieverbrauch (ASUE) und des rheinland-pfälzischen

Landesverbandes der

Gas- und Wasserwirtschaft. Voraussetzung

für die Förderung ist der Abschluss

eines fünfjährigen Gasliefervertrages mit

der Gasanstalt. Zudem muss die Antragstellung

und Inbetriebnahme vor dem

31.12.2009 erfolgen.

ENERGIESPARTIPP 2

Bei Kochen mit einem Gasherd wird ein um

35 Prozent höherer Wirkungsgrad erreicht.

Die Fördermittel sind begrenzt. Ein Rechtsanspruch

auf eine Förderung besteht nicht.

Nähere Informationen gibt es bei Wolfgang

Walther, Telefon 0631 8001-258, Email:

wolfgang.walther@gasanstalt.de

An dem Förderprogramm beteiligen sich

neben der Gasanstalt 15 weitere Energieversorgungsunternehmen

in Rheinland-

Pfalz.

Ein BHKW benötigt zur Erzeugung derselben Menge Strom und Wärme ca. 30%

weniger Primärenergie, z.B. Erdgas.

ENERGIESPARTIPP 3

Wenn der Heizkörper gluckert, ist es höchste

Zeit ihn zu entlüften. So können bis zu

15% der Kosten eingespart werden.

19


20

TITELTHEMA...

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

LERNEN OHNE AUFSICHT

Warum das Fachgebiet Pädagogik in

seinen Lehrveranstaltungen auf Eigenverantwortung

und Flexibilität setzt

und welche Vorteile sich daraus für

Studierende ergeben.

„E-Learning ist, wenn man sich nicht mehr

trifft“. So oder so ähnlich könnte ein typischer

Einwand gegen den Einsatz neuer

Medien im Bildungsbereich lauten. Und

wer im Wintersemester einen Raum zur

Vorlesung „Führung und Intervention in

pädagogischen Prozessen“ von Prof. Arnold

sucht, wird tatsächlich nicht fündig.

Auf den ersten Blick erscheint Kritik also

angebracht. Der Versuch, den Lernerfolg

allein am wöchentlichen Besuch einer

Vorlesung abzulesen, erscheint jedoch

fragwürdig genug, um alternative Wege zu

beschreiten. Hierzu entwickelt das Fachgebiet

Pädagogik Konzepte, welche die

individuellen Bedürfnisse, Erfahrungen

und Fähigkeiten der Studierenden in den

Vordergrund stellen.

Den Kern der Veranstaltung bilden Arbeitsaufträge,

mit Hilfe derer sich die Studierenden

innerhalb von Arbeitsgruppen

selbständig mit einer praxisrelevanten

Seit Juli 2008 ist mit Dr. Diana Casel nun

auch die zweite Hälfte des Referates für

Studium und Lehre besetzt, das sie mit

Martin Holzwarth teilt. Hauptziel des Referats

ist die Einführung einer TU-weiten

systematischen Qualitätssicherung in Studium

und Lehre.

Diana Casel studierte von 1998 bis 2003

an der TU Kaiserslautern Biologie. An-

Problematik intensiv auseinandersetzen.

Die Arbeitsgruppen präsentieren ihre Ergebnisse

anschließend allen anderen beteiligten

Studierenden im gemeinsamen

Onlinekurs „Blackboard“ des Virtuellen

Campus Rheinland-Pfalz. Das Besondere

an der Kaiserslauterer Veranstaltung: die

Studierenden bewerten sich gegenseitig.

Sobald eine Mindestanzahl an Bewertungen

eingegangen ist, wird den Mitgliedern

der jeweiligen Gruppe eine vorher fest

vereinbarte Punktzahl gutgeschrieben.

Neben dieser gruppenbezogenen Leistung

können die teilnehmenden Studierenden

auch individuelle Leistungen

erbringen, die ebenfalls mit

Punkten honoriert werden.

Jeder Teilnehmende kann

dabei selbst entscheiden,

durch welche Leistungen er

die erforderliche Mindestpunkzahl

erreichen möchte.

Auf diese Weise entsteht

ein Angebot, das aufgrund

seiner Wahlfreiheit die Studierenden

zur eigenverantwortlichen

Gestaltung ihrer

Lernprozesse anregt.

REFERAT STUDIUM

UND LEHRE

schließend promovierte sie in der Arbeitsgruppe

von Prof. Dr. Joachim Deitmer.

Unmittelbar nach erfolgreichem Abschluss

der Promotion 2006 begann sie ihr Berufsleben

im Pharmaaußendienst. Sie betreute

die Markteinführung eines neuartigen

Impfstoffes gegen Gebärmutterhalskrebs.

Die grundlegenden Forschungsarbeiten

dazu werden übrigens mit dem diesjährigen

Nobelpreis in Medizin geehrt. Am Außendienst

schätzte sie den direkten Kontakt

mit dem Kunden und die unmittelbare

Erfolgsrückmeldung. Ihre Erfahrungen zum

Thema „Kundenzufriedenheit“ wird sie in

ihrer neuen Aufgabe gut einbringen können.

So gehört es zu ihren ersten Aufgaben,

eine systematische Befragung von

Studierenden einzurichten, die die Universität

ohne Abschluss verlassen. So sollen

Die betreuenden Dozenten nutzen freigewordene

Kapazitäten, um die Studierenden

aktiv in ihrem Lernfortschritt zu unterstützen.

Außerdem organisiert das Fachgebiet

Pädagogik zeitlich und inhaltlich konzentrierte

Begleitveranstaltungen, in denen

wichtige Themenstellungen vertieft werden.

Diese Erfahrungen bei der Gestaltung

flexibilisierter Lehr-Lernangebote ermutigen,

die Strategie der Lernunterstützung

und Selbststeuerung fortzusetzen.

Christian Bogner

Fragen beantwortet werden, wer Studien-

abbrecher und wer „Umorientierer“ ist,

was die Gründe dafür sind und welches

geeignete Maßnahmen sind, möglichst

viele zum Studium geeignete junge Leute

zum Erfolg zu führen.

Dr. Diana Casel wird Ihre Erfahrungen und

Ideen in das Referat Studium und Lehre

einbringen, um die TU Kaiserslautern auf

dem Weg zur Systemakkreditierung voranzubringen.

Eine TU-weite systematische

Qualitätssicherung in Studium und Lehre

ist Voraussetzung dafür.

Referat Studium und Lehre


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

COMMERCIAL VEHICLE TECHNOLOGY

Weltweit einzigartiger Master-Studiengang gestartet

Am 20. Oktober begannen die Vorlesungen

im neuen nichtkonsekutiven Master-

Studiengang „Commercial Vehicle Technology

(Nutzfahrzeugtechnologie)“ an der

Anfang 2006 speziell hierfür gegründeten

Graduate School CVT, einer gemeinsamen

wissenschaftlichen Einrichtung der

vier Fachbereiche Maschinenbau- und

Verfahrenstechnik, Elektro- und Informationstechnik,

Informatik und Sozialwissenschaften,

die bereits im Zentrum für

Nutzfahrzeugtechnologie (ZNT) der TU zusammen

arbeiten.

Das neue Master-Programm CVT ist als

Masterstudiengang weltweit einzigartig.

An keiner anderen Hochschule werden

bislang Studieninhalte aus dem Bereich

Nutzfahrzeugtechnik aus vier wissenschaft-

Ab dem Wintersemester 2008/09 wird

von der Université du Luxembourg, der

Ecole Supérieure des Sciences et Technologies

de l’Ingénieur Nancy und der

Technischen Universität Kaiserslautern

das gemeinsame internationale Masterprogramm

„Construction & Design“ (MCD)

angeboten.

Das Masterprogramm bietet Absolventen

von Bachelor- und Diplomstudiengängen

aus dem Bauingenieurwesen und aus

dem Maschinenbau die Möglichkeit, an

der Schnittstelle zwischen Bauwesen und

Maschinenbau besondere Qualifikationen

lichen Disziplinen zweisprachig (englisch

und deutsch) aufbereitet und Studierenden

aus aller Welt angeboten. Der Studiengang

CVT ist sowohl interdisziplinär als

auch international. International sogar in

zweifacher Hinsicht: Zwei Semester wird

auf Englisch, zwei auf Deutsch gelehrt und

gelernt; angesprochen werden Studierende

mit Bachelor-Abschluss aus aller Welt.

Der CVT-Studiengang ist auf die Anforderungen

der Nutzfahrzeugindustrie ausgerichtet:

Künftige internationale Mitarbeiter

sollen immer stärker interdisziplinär ausgebildet

sein und das Fachwissen mehrsprachig

beherrschen. Diese Anforderungen

zu erfüllen war eines der Ziele bei der

Implementierung des Studiengangs, so

dass der CVT-Master als modellhaft angesehen

werden kann. Als Beispiel für das

große Interesse der Industrie an CVT-Absolventen

können die Industriestipendien

kooperierender Firmen gesehen werden,

die die Graduate School CVT einwerben

konnte.

Im Juli 2008 wurde der Studiengang akkreditiert

und obwohl kaum Werbung dafür

gemacht werden konnte, bewarben sich

über 90 Interessenten aus zehn Ländern.

Etwa die Hälfte erhielt die Zulassung, für

die nicht nur gute Noten, sondern auch

Grundkenntnisse in allen drei Ingenieursdisziplinen

benötigt wurden. Zwölf Studierende

aus drei Ländern – Deutschland, In-

„CONSTRUCTION & DESIGN“

Gemeinsames internationales Masterprogramm gestartet

im Bereich der Berechnung, Analyse und

Konstruktion tragender Strukturen zu erwerben.

Dabei liegt ein Schwerpunkt auf

der Vermittlung der spezifischen Besonderheiten

der jeweils fremden Fachdisziplin

und der dort verwendeten Materialien.

Die Studierenden absolvieren je ein Semester

an jeder der drei Partneruniversitäten

sowie ein weiteres Semester an

ihrer Heimatuniversität. Die Veranstaltungen

werden in deutscher, englischer und

französischer Sprache angeboten. Der

fachliche Schwerpunkt liegt in Nancy im

Maschinenbau und in Kaiserslautern im

Bauingenieurwesen, während Luxembourg

dien und China – konnten schließlich zum

WS 2008/09 eingeschrieben werden.

Im Orientierungskurs der kooperierenden

„International School for Graduate Studies“

(ISGS) hatten die Studierenden die

Gelegenheit, erste Kontakte zu Kommilitonen

und Dozenten zu knüpfen und an

Exkursionen zu Sehenswürdigkeiten und

Industrieunternehmen teilzunehmen.

Der Einstieg war für einige Teilnehmer so

eindrücklich, dass die Graduate School

CVT jetzt schon per Mund-zu-Mund-Propaganda

Bewerbungen für das Wintersemester

2009/10 erhielt.

Dr.-Ing. Peter Kosack

Veranstaltungen beider Fachrichtungen in

das Programm einbringt.

Das Programm startet mit Studierenden

aus den Universitäten in Luxembourg und

Nancy. Nach erfolgreicher Akkreditierung

des Studiengangs wird auch die TU Kaiserslautern

voraussichtlich zum Wintersemester

2009/10 Studierende in diesen

Studiengang einschreiben.

Fragen zum Studienprogramm richten Sie bitte

per e-mail an mcd@rhrk.uni-kl.de

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Kurz

4/2008

21


22

TITELTHEMA...

In Industrie und Alltag nimmt die Verwendung

von Sensoren, Schaltkreisen und

intelligenten Systemen ständig zu. Gerade

der Entwurf dedizierter, integrierter Systemlösungen,

z.B. für Wireless-Sensor-

Networks, Smart Environments oder AmI

stellt besondere Anforderungen an die

Ausbildung. Ein Schaltkreis kann heute

typisch 80 % digitale bei 20 % analoger

Funktionalität aufweisen. Letztere kostet

jedoch 80 % der Entwicklungszeit [Quelle:

IEEE]. Der Entwurf analoger Schaltkreise

erfordert, von den Grundlagen aufbauend,

Unter dem Titel „7 x Kaiserslautern. Studenten

entwerfen die Stadt“ zeigt die Architekturgalerie

in Kaiserlautern vom 5.

bis zum 26. November Studentenarbeiten,

die im vergangenen Sommersemester am

Studiengang Architektur der TU Kaiserslautern

entstanden sind. Am Anfang stand

ein Aufruf zur Utopie, den der Kritiker und

Kunstentertainer Bazon Brock als Schlusspunkt

eines dreistündigen Mammutvortrages

am Studiengang vor gut einem Jahr

formuliert hatte. Unter Berufung auf das

Eine „Beletage“ für Kaiserslautern:

Studentenentwurf für die Umgestaltung des Platzes

zwischen Pfalztheater und Fruchthalle, zu sehen

in der Ausstellung „7 x Kaiserslautern“ des

Studiengangs Architektur der TU.

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

FORSCHUNGSBEZOGENE LEHRE: ENT-

WURF INTEGRIERTER SENSORSYSTEME

eine profunde, praxis-

und forschungsorientierte

Ausbildung. Daher

wurden, im Sinne eines

Konfuzius zugeschriebenen

Leitsatzes „Sage es

mir und ich vergesse,

zeige es mir und ich werde

es mir merken, lass es

mich tun und ich verstehe!“

acht Veranstaltungen

des Lehrstuhls ISE

zur Elektronik, Messtechnik,Sensorsignalverarbeitung,

Schaltkreis- und

Sensorentwurf (TESYS,

HEIS), konsekutiv konzipiert.

Auf Matlab und PSPICE aufbauende

Lehrmittel werden für rechnergestützte

bzw. gerätetechnische Demonstration

und Vertiefung im Selbststudium eingesetzt.

Standardbauteile in Aufgaben, z.B.

BC 548/µA 741, erlauben selbstständige

Bestätigung von Klausurlösungen.

In Rechnerübungen zu Vorlesungen des

Fachstudiums werden die Studierenden

mit industriell üblicher Entwurfsweise und

-werkzeugen vertraut gemacht. Semesterprojekte,

z.B. zur Sensorsignalklassifikation

oder Neurocomputern, vertiefen die

K AISERSL AUTERN:

ENTWÜRFE FÜR DIE STADT

Kenntnisse und werden vorgetragen und

verteidigt. Im Chipentwurf wird am ISE seit

1996 Cadence DFW II (EUROPRACTICE)

mit aktuellem Design-Kit (0,35µm CMOS)

eingesetzt. Studierende wurden z.B. in

die Forschung zu rekonfigurierbarer Analogelektronik

und Self-x-Systemen einbezogen,

die es erlaubt, ihren Eigenentwurf

eines Verstärkers sofort messtechnisch zu

prüfen. Dieses wurde im Int. J. of Electr.

Eng. Education publiziert. Zusätzlich zur

externen wäre die interne Akzeptanz, u.a.

durch Aufnahme aller Kurse in die Lehrevaluierung,

wünschenswert. Im Sensorentwurf

wurden diverse Pixel und Sensormatrizen

entworfen, die zur Zeit im Team

in einen kompletten Bildsensor umgesetzt

werden. Weiterer Praxisbezug wird durch

Organisation regelmäßiger Exkursionen zu

Designhäusern, Halbleiterherstellern oder

Messen geschaffen.

Motiviert durch positives Feedback von

Studierenden und aufnehmenden Unternehmen

wird der Ausbau der forschungsbezogenen

Lehre zur Mikrosensorik und

-systemtechnik verfolgt.

Prof. Dr.-Ing. Andreas König


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

Buch Hezechiel des Alten Testamentes, in

dem es heißt: „Und du, Menschenkind,

nimm dir einen Ziegelstein; den lege vor

dich hin und entwirf darauf die Stadt Jerusalem“,

hatte Brock die Studenten dazu

aufgefordert, ihre Vision, ihre Utopie einer

heutigen Stadt zu entwerfen.

Herausgekommen sind Bearbeitungen von

sieben architektonischen Themen in und

um Kaiserslautern, die symptomatisch

sind für das realistische und konkrete Architekturverständnis,

das an der TU gelehrt

wird. Die Entwürfe, betreut von jeweils

einem der sieben beteiligten Lehrgebiete

unter der Leitung eines Hochschullehrers,

befassen sich unter anderem mit architektonischen

Interventionen auf dem Kotten,

einer der ältesten Arbeiterwohngegend

der Stadt, die sich durch eine besonders

kleingliedrige Struktur auszeichnet. Sie

nehmen aber auch das aktuelle Thema der

schrumpfenden Städte auf, indem sie programmatisch

Orte in Kaiserslautern ausweisen,

deren Bebauung das wuchernde

Weichbild der Stadt des 20. Jahrhunderts

entlasten und so zur Rückgewinnung von

Urbanität im Zentrum führen könnte.

Für den stiefmütterlich behandelten Platz

zwischen Pfalztheater und Fruchthalle im

Zentrum der Stadt werden ebenso konkrete

Planungsansätze entwickelt wie

für ein Wohn- und Geschäftshaus in der

Kerststraße/Pirmasenser Straße, einer

der wichtigen Einkaufsstraßen der Stadt.

Zwei Planungsvorhaben am Rand und

außerhalb der Stadt sind einer neuen

Sporthalle auf dem Universitätscampus

und der architektonischen Freilegung

und Präzisierung der historistischen Villa

Denis im Diemersteiner Tal bei Frankenstein

gewidmet, die die Stiftung der TU im

letzten Jahr erwerben konnte und die als

Die Berater für akademische Berufe

Beratung von Studierenden, Absolventen, Studienabbrechern:

- bei der Wahl von Studienschwerpunkten

- beim Übergang in den Beruf

- Infos über den Arbeitsmarkt und die beruflichen

Einsatzmöglichkeiten

- Entscheidungshilfen bei Wechsel von Studienfächern,

Studienzielen, Studienorten oder

beim Studienabbruch

- Durchsicht Ihrer Bewerbungsunterlagen

- Vortragsreihen zu akademischen Berufsfeldern

und Bewerberseminaren zum Berufseinstieg

Tagungszentrum genutzt werden soll. Den

Wald als heimlich-unheimliche Umgebung

Kaiserslauterns thematisiert schließlich

das wohl konzeptuellste Studentenprojekt

der Ausstellung.

Weitere Informationen:

Dr. Andreas Schätzke,

schaetzk@rhrk.uni-kl.de

Telefon 0631/205-3539

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für

ein persönliches Gespräch mit den Beratern

für akademische Berufe. Wir beraten

Sie gern.

Agentur für Arbeit Kaiserslautern

Augustastr. 6, 67655 Kaiserslautern

Tel.: 0631 / 3641-332, Dr. Schweig

Fax: 0631 / 3641-466

www.arbeitsagentur.de

4/2008

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24

TITELTHEMA...

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

ASSISTED LIVING:

WOHNEN MIT ZUKUNF T

Der Touchscreen-PC PAUL

Am 25. Juni 2008 haben der Lehrstuhl

Automatisierungstechnik (Prof. Dr.-Ing.

Lothar Litz und Dipl.-Ing. Martin Floeck)

und das Lehrgebiet Stadtsoziologie (Jun.

Prof. Dr. Annette Spellerberg und Dipl.-

Soz. Bettina Leschke) den Spieß einmal

umgedreht: Anstatt wie gewohnt mit den

Teilnehmer/innen des Pilotprojekts „Assisted

Living“ in der Albert-Schweitzer-Straße

über moderne Wohntechniken zu diskutieren,

waren die Mieter/innen an die TU

eingeladen.

Technische Lösungen können im Alter das

selbständige Wohnen erleichtern. Das

Projekt „Assisted-Living - Wohnen mit Zukunft“

ist im Bereich Ambient Assisted Living

angesiedelt und zeichnet sich durch

Praxisnähe aus. Gemeinsam mit der Bau

AG wurden 20 barrierefreie Apartments

für ältere Menschen errichtet und technisch

ausgerüstet. Alle Apartments sind

mit einem EIB/KNX-Bus und Sensoren

(z.B. Bewegungsmelder) ausgestattet.

Die Hausautomatisierung (z.B. elektrische

Rollläden, Türkamera) und weitere Funktionen

wie Internet und Radio sind über

einen Touchscreen-PC verfügbar, der PAUL

genannt wird (PAUL = Persönlicher Assistent

für Unterstütztes Leben).

Das europäische Studentenforum AEGEE

(Association des Etats Généraux des Etudiants

de l‘Europe) ist die größte interdisziplinäre

Studierendenorganisation Europas

und ein internationales Netzwerk, mit über

15.000 Mitgliedern aus 40 Nationen und

241 Städten.

Campusbesuch der Projektteilnehmer/innen aus

der Albert-Schweitzer-Straße Kaiserslautern

Forschungsziel des Lehrstuhls ist, Signale

von Schalterbetätigungen und Sensoren

zu verarbeiten und so zu interpretieren,

dass Notfälle erkannt werden und im Bedarfsfall

automatisch ein gestufter Notruf

ausgesendet wird. Das interdisziplinäre

Projekt wird sozialwissenschaftlich begleitet,

um die Nutzung und Bewertung der

Technik zu erforschen, ebenso wird der

Gemeinschaftsbildungsprozess unter den

Hausbewohnern moderiert.

Die Wohnungen sind seit Ende 2007 bezogen.

Die Rückmeldungen der Mieter/innen

sind zentral für die Weiterentwicklung

der Technik, weil im realen Einsatz deutlich

wird, welche Komponenten genutzt werden,

Freude oder Kritik hervorrufen und

welche Probleme sich in der dauerhaften

alltäglichen Nutzung ergeben. Anlass für

die Einladung war also, den Mieter/innen

für ihre Mitarbeit im Projekt, für die andauernde

Auskunftsfreude, Anregungen

und für die Gastfreundschaft bei den monatlichen

Mietertreffen zu danken.

Die wirtschaftliche Entwicklung und die

Globalisierung, sowie die heutige Gesellschaft

setzen Maßstäbe für den kulturellen

Austausch.

Aus diesem Grund bieten wir jungen Europäern

die Möglichkeit, europäische Länder,

Sprachen und Kulturen kennen zu

lernen.

All dies erreicht AEGEE durch hunderte

verschiedenster Events pro Jahr in ganz

Europa.

Den Mieter/innen wurde von Prof. Litz die

geplante Notfallerkennung vorgestellt und

von Prof. Spellerberg Einblick in die Forschungen

des Lehrgebiets Stadtsoziologie

gegeben. Besondere Freude machte es

den Gästen gemeinsam mit den Studierenden

in der Mensa zu Mittag zu essen.

Zum Abschluss des Ausflugs wurde die

Aussicht von der Dachterrasse von Gebäude

47 genossen.

Ein großer Dank geht an dieser Stelle an

das Finanz- und Bauministerium Rheinland-Pfalz

und die Wohnungsbaugesellschaften

Bau AG Kaiserslautern, Gemeinschaftliche

Siedlungs-Gesellschaft

Neuwied mbH und Gemeinnützige Baugenossenschaft

Speyer eG für die Unterstützung

des Projekts!

Dipl.-Ing. Martin Floeck

Dipl.-Soz. Bettina Leschke

Prof. Dr.-Ing. Lothar Litz

Jun.Prof. Dr. Annette Spellerberg

Die Mieter/innen des Projekts „Assisted Living“

KULTUR UND SPASS NEBEN DEM STUDIUM MIT AEGEE

Auch in Kaiserslautern bietet AEGEE Programm

für europabegeisterte Studierende:

den European Day of Languages,

europäische Filmabende, Ausflüge zum

Europaparlament nach Strasbourg und

vieles mehr.

Wenn du auch dabei sein und etwas mit uns

bewegen möchtest, dann schaue unter

www.aegee-kl.de (www.aegee.org)


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

DIE UNIVERSITÄTEN CALGARY UND K AISERSL AUTERN:

EINE GEGENÜBERSTELLUNG

Hier sollen persönliche Eindrücke und

Informationen über eine kanadische Universität

aus einer langjährigen Kenntnis

vermittelt werden. Es gibt eine Reihe von

Gemeinsamkeiten dieser Universitäten:

Beide sind etwa gleich alt und haben in

der näheren Umgebung einen dominierenden

Charakter; ein Großteil der Studenten

kommt auch daher. Die Konkurrenz liegt,

ähnlich wie hier, in der Provinzhauptstadt

Edmonton.

Für beide Unis sind Anwendungen wichtig.

Das bedeutet in Calgary nicht nur heutiger

Nutzen, sondern vor allem die Richtung

„Zukunft“; so gibt es z.B. eine interdisziplinäre

Gruppe „Quantum Computing“.

Schließlich gibt es an beiden Orten einen

renommierten Verein in der jeweiligen

Lieblingssportart mit dem die Fans jubeln

und leiden.

Ein erster Unterschied besteht in der Größe.

Calgary ist etwa zehnmal so groß wie

Kaiserslautern und die University of Calgary

(UofC) ist etwa dreimal so groß wie unsere

TU. Die voll ausgebaute UofC hat 16

Fakultäten, 35 Departments und 36 Forschungsinstitute.

Im Ingenieurbereich gibt

es derzeit 102 Professoren, davon sind

14 Frauen, sowie 34 Assistenzprofessuren

(acht Frauen); der Bereich Naturwissenschaften

hat 135 Professoren, davon

16 Frauen sowie 49 Assistenzprofessuren

(zehn Frauen). Altersbeschränkungen für

Professoren existieren nicht.

Die UofC bietet weitaus mehr allgemeinen

Service (Friseur, Postamt, Läden, Reisebüro,

Restaurants, auch mit Live Music);

man kann viele Dinge des täglichen Lebens

in der Uni erledigen. Kurz gesagt:

In Kaiserslautern lernt man in der Uni, in

Calgary lernt und lebt man dort. Auf der

anderen Seite hat Calgary keine subventionierte

und hochklassige Mensa.

Weitere Unterschiede bestehen in der Relation

zur Regierung. Das ist zum Teil auch

ein Unterschied zwischen Nordamerika

und Deutschland, aber das wirkt sich an

den Universitäten oft ganz verschieden

aus. Die Regierung hat in Calgary wenig

Einfluss auf die Universität. Die UofC ist

autonomer, auch in finanzieller Hinsicht.

Man braucht die Regierung nicht zu fragen,

wen man beruft und wie man das

Geld ausgibt. Es gibt aber so etwas wie einen

Aufsichtsrat, den Board of Governors.

Die UofC stützt sich auf vier Geldquellen:

Die Provinzregierung, Studiengebühren,

Drittmittel und Sponsoring. Sponsoring

ist etwas anderes als Drittmittel und es

spiegelt auch die Reputation einer Universität

wider. Das Sponsoring an älteren

Universitäten wie Toronto ist es sehr stark

ausgeprägt, aber auch in Calgary ist es in

den letzen Jahren ständig gewachsen; das

gegenwärtige Stiftungsvermögen beträgt

über 400 Millionen C$.

Studiengebühren sind in Nordamerika

generell mehr akzeptiert als in Deutschland.

Es gilt sogar als normal, dass man

dafür einen Kredit aufnimmt (geschieht ja

bei einem Hausbau auch, sagt man). Die

Diskussionen gehen eigentlich nur

über die Höhe; die Gebühren sollen

nicht sozial diskriminierend sein,

was aber doch vorkommt. Da hilft

aber auch das sehr gut entwickelte

Stipendiensystem.

Die Gebühren haben nun einen

Einfluss sowohl auf die Studenten

wie auch auf die Dozenten. Die

Studenten haben ein besseres Studierverhalten,

sie versäumen keine

Vorlesungen, denn schlechte Noten

bedeuten Wiederholungen und

doppeltes Geld (an der UofC bezahlt

man pro Vorlesung). Andererseits

ist nun der Student auch Kunde und kann

Leistungen vom Dozenten und der Uni erwarten.

Als Dozent muss man seine Unterlagen

zu Beginn des Semesters ins Netz

stellen, Prüfungsbedingungen müssen bekannt

sein. In den Sprechstunden ist man

stets anwesend und man lässt sich in Vorlesungen

nicht vertreten. Auch ist die Hörerzahl

deutlich geringer als bei uns.

Das Pendant zu Studiengebühren sind Besoldungen.

Sie sind seit langem leistungsorientiert,

was in Deutschland die Initiatoren

der W3-Besoldung offenbar auch im

Sinn haben.

Die Infrastruktur ist in Calgary sehr professionell.

Die Universität achtet auf eine

gewisse Einheitlichkeit, z.B. bei der Vergabe

akademischer Grade oder bei der Abhaltung

von Prüfungen. Der Dozent kann

vieles nicht beeinflussen, hat aber auch

keine Arbeit damit. Wenn um 9 Uhr ein

Beamer benötigt wird, dann ist er auch da

und eingeschaltet. Alle Daten werden zentral

verwaltet. Man kann jederzeit im Netz

nachsehen, welche Studenten in den Kursen

registriert sind oder wie der Stand der

aktuellen Reisekostenabrechnung ist.

Trotz ihres jungen Alters legt die UofC hohen

Wert auf Tradition. Ein Grund ist der

Wunsch nach Sponsoren, ein anderer die

Wirksamkeit in der Öffentlichkeit. Für beides

spielen Alumni eine große Rolle, dazu

gehören z.B. der gegenwärtige kanadische

4/2008

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TITELTHEMA...

Premier Harper oder James Gosling, einer

der Väter von Java.

In Calgary gibt es sog. „Graduation Weeks“,

wo feierlich (unter Beteiligung der Familien)

Urkunden überreicht, Ehrenpromotionen

vergeben oder verdiente Angehörige

der Universität geehrt werden. Etwa zwei

Drittel der betroffenen Studenten besuchen

diese. Ein kleines Beispiel mag das

erzeugte Gemeinschaftsgefühl beschreiben.

In einem Department verstarb ein

verdienter und beliebter Techniker. Das

Department bat daraufhin Dozenten, Studenten

und Ehemalige um einen kurzen

persönlichen Beitrag, der in einem kleinen

Band der Familie überreicht wurde.

Als weiteren Vergleich bietet sich die Beziehung

zwischen Stadt und Universität

an. Traditionell hatte der Bürger in Kaiserlautern

eine ganze Reihe von Identifikationsmöglichkeiten

wie den Fußball oder die

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

Firma Pfaff. Die Beziehungen zur Universität

aber waren in den ersten Jahren emotional

eher schwach ausgeprägt, was sich

auch in der geringen Anzahl gemeinsamer

Aktivitäten äußerte. Es hat sich aber kontinuierlich

verbessert. In Calgary war das

von Beginn an anders. Beide Seiten sind

intensiv auf einander zugegangen und

die Universität war stets ein Prestigefaktor.

Das hängt mit der Vorgeschichte zusammen:

In Calgary ging die Initiative der

Gründung der Uni nicht von der Regierung,

sondern von der Stadt selbst aus.

Neben den kulturellen Elementen spielt

der Sport (wie allgemein in Nordamerika)

eine sehr wichtige Rolle. Das wird durch

einige Dinge wie das olympische Eisschnelllaufstadion

in der UofC natürlich

erleichtert, wo man ab und zu Weltrekorde

erleben kann.

DOKTORANDENSYMPOSIUM

In Bezug auf Bewertungen zeigen beide

Unis Initiativen und Erfolge vor. In Kaiserslautern,

und unseren Unis überhaupt, war

die Perspektive eher auf Deutschland fixiert.

Dies ist in Calgary leicht anders. Zunächst

ist man in der „Group of Thirteen“,

in der sich die führenden kanadischen

Universitäten finden. Im Academic Ranking

of World Universities rangiert die UofC

weltweit in der Gruppe 200-300, Kaiserslautern

ist unter den ersten 500 nicht zu

finden. Abschließend soll erwähnt werden,

dass beide Universitäten einen sehr schönen

Campus haben. Der in Calgary ist größer,

aber der in Kaiserslautern ist näher

am Wald. Das bedeutet auch: Man kann

an beiden Unis gut leben!

Michael M. Richter

„Current Scientific Challenges in Concrete and Steel Structures and

Material Technology “

Bereits zum zweiten Mal kamen Doktoranden

des Bauingenieurwesens der

TU Danzig und der TU Kaiserslautern zu

einem Symposium zusammen, um Ergebnisse

aktueller Forschungsarbeiten

auszutauschen. Dabei wurden unter dem

Leitthema „Current Scientific Challenges

in Concrete and Steel Structures and Material

Technology“ am 15. Mai 2008 an

der Technischen Universität Kaiserslautern

aktuelle Fragestellungen des Konstruktiven

Ingenieurbaus diskutiert. Das erste

Symposium hatte im Mai 2005 in Danzig

stattgefunden.

Ausrichter waren die Fachgebiete Werkstoffe

im Bauwesen (Prof. Breit), Stahlbau

(Prof. Kurz) und Massivbau und Baukonstruktion

(Prof. Schnell). Sechs Doktoranden

von der TU Danzig und sieben wissenschaftliche

Mitarbeiter aus Kaiserslautern

hatten über ihre Forschungsarbeiten berichtet.

Aus Danzig waren die drei Professoren

der entsprechenden Institute (Prof.

Z. Cywiński, Prof. P. Korzeniowski und

Dr.-habil. Ing. E. Urbańska-Galewska) mit

angereist, um sich an der Diskussion zu

beteiligen und den Doktoranden zusätzliche

Impulse für ihre Forschungsarbeiten

zu geben.

Alle Beiträge wurden vor der Tagung von

deutschen und polnischen Professoren

rezensiert und in einem Tagungsband in

der Schriftenreihe des konstruktiven Ingenieurbaus

der TU Kaiserslautern zusammengefasst.

Im Begleitprogramm wurde eine Exkursion

nach Trier angeboten. Eine von Prof.

Ramm sorgfältig vorbereitete Führung zu

Porta Nigra, Kaiserthermen, Amphitheater

und Altstadt beeindruckte die polnischen

Gäste. Der Abend wurde mit einem Festessen

und anschließender Weinprobe in

Bernkastel-Kues beschlossen. In seiner

Dankesrede lud Professor Korzeniowski für

2011 zu einem dritten Doktorandensymposium

nach Danzig ein. Die traditionelle

Kooperation beider Seiten wird im kommenden

Sommer mit einer Exkursion von

Bauingenieurstudierenden der TU nach

Danzig fortgesetzt werden. Neben Großbaustellen

sollen vorrangig auch Orte besichtigt

werden, die für das Verhältnis von

Polen und Deutschland von kultureller und

historischer Bedeutung sind.

Dr. Marcin Abramski


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UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK K AISERSL AUTERN:

ORGANISATIONSUNTERSUCHUNG

Im Sommer 2007 beauftragte die TU

Kaiserslautern die HIS (Hochschul-Informations-System

GmbH, Hannover) mit

einer Organisationsuntersuchung der UB.

Die HIS-Beraterin, Silke Cordes, nahm in

extra anberaumten Foren auch Eindrücke

und Anforderungen aus Kundensicht auf.

Ende des vergangenen Wintersemesters

präsentierte sie der Universitätsöffentlichkeit

das Gutachten und überreichte den

Abschlussbericht der Hochschulleitung.

Hat die UB organisatorisch im bundesweiten

Vergleich sehr zufriedenstellend abgeschnitten,

so wurden vor allem bei der

Medienausstattung und der Zahl der Gruppenarbeitsräume

Defizite konstatiert.

Der Abschlussbericht war Thema in zwei

Sitzungen der Bibliothekskommission Anfang

des Sommersemesters. Zur Begleitung

der Umsetzung von Empfehlungen

aus dem Gutachten setzte die Bibliothekskommission

eine Arbeitsgruppe ein;

sie tagte erstmals in der letzten Vorlesungswoche.

Mitglieder sind der für die

Bibliothek zuständige Vizepräsident für

Forschung und Technologie, Prof. Dr. Burkard

Hillebrands, die Leitung der UB, Ralf

Werner Wildermuth und Helmut Rospert,

für die Wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr.

Wolf-Rüdiger Arendholz, für die Studierenden

Dominik Wörsdörfer und für den Personalrat

Eric Benneward. Als Vorsitzender

wurde mit Prof. Dr. Wolfgang Kunz (FB EIT)

bewusst ein nicht der Bibliothekskommission

angehörender weiterer Vertreter der

Professorenschaft benannt.

Noch in der vorlesungsfreien Zeit traten

die Herren Kunz und Wildermuth mit Ansprechpartnern

für Bibliotheksangelegenheiten

in den Fachbereichen in Kontakt,

um deren Impulse aufzugreifen. Unter

Berücksichtigung der Empfehlungen der

HIS-Untersuchung, denen in den verschiedenen

Fachbereichen je nach Literaturintensität

unterschiedliches Gewicht

zukommt, dachten sie mit ihnen konkrete

Maßnahmen für die Bereichsbibliotheken

an. Analog zur Erhebung in den Fachbereichen

werden zentrale Punkte in der Zentralbibliothek

vorbereitet.

Parallel zu dem Begleitungsprozess durch

die Bibliothekskommission und die Umsetzungs-AG

sind bereits verschiedene

Verbesserungen angegangen worden:

Schwerpunktthema Arbeitsplatzausbau

Um Flächen für Gruppen- und Einzelarbeitsplätze

zu gewinnen, werden in allen

Bereichsbibliotheken und der Zentralbibliothek

Bestände identifiziert, die ausgesondert

werden, weil sie veraltet oder durch

elektronische Ausgaben adäquat ersetzt

worden sind; voraussichtlich nur wenig genutzte

Werke werden in das Magazin der

Zentralbibliothek verlegt. Zur Unterstützung

bei der Bearbeitung der ausgeschiedenen

Bestände wurden Anfang Juli zwei

Bibliothekarinnen nach der Ausbildung

befristet auf zwei der nicht besetzten UB-

Stellen weiterbeschäftigt.

In der Bereichsbibliothek Wirtschaft/Maschinenbau

wurden bereits ein zusätzlicher

Gruppenarbeitsraum und weitere

zehn Einzelarbeitsplätze eingerichtet. In

der Bereichsbibliothek Mathematik/Physik

wurden durch Verlagerung verschiedener

bibliothekarischer Arbeitsfelder in die Zentralbibliothek

zwei Räume frei, die mittlerweile

als Gruppenarbeitsräume genutzt

werden.

Bibliotheksmittel

Die Bibliothekskommission hat empfohlen,

dass die zugewiesenen Bibliotheksmittel

auch für Bibliotheks-Aufgaben eingesetzt

werden müssen; eine anderweitige

Verwendung bei Notsituationen kann nur

noch nach entsprechender Begründung

an die Universitätsleitung erfolgen.

Die Fachbereiche haben für Lehrbücher

und bibliothekarische Sachausstattung

einen Bedarf für Einmalmittel aus dem

Wissen-schafft-Zukunft-Programm angemeldet.

Mediendienste

Für die 2007 bis 2008 angeschafften E-

Book-Pakete (v. a. Lehrbücher) ist eine so

starke Nutzung zu verzeichnen, dass weitere

Pakete angeschafft werden. Der Umstieg

auf elektronische Zeitschriften wird

fortgesetzt.

Die Erschließung digitaler Medien wurde

deutlich verbessert. So wurden in diesem

Jahr ca. 5.300 Titelaufnahmen von gedruckten

Büchern aus den Springer Lecture

Notes Series um Links zu den Volltexten

angereichert.

Anfang des Wintersemesters findet eine

Rückrufaktion der in Dauerausleihe befindlichen

Bücher statt.

Eine Umfrage hinsichtlich der Nutzungsmöglichkeiten

des Literaturangebots in

den Instituten der Science Alliance durch

TU-Angehörige wurde durchgeführt. Das

Ergebnis war ernüchternd: Nur das DFKI

und das IFOS gestatten die allgemeine

Nutzung und dies nur vor Ort; alle anderen

beschränken die Nutzung auf Institutsangehörige

und ggf. Gastwissenschaftler der

Einrichtung.

Informationsdienste

Bereits seit Wintersemester 2007/08

läuft innerhalb des Bachelorstudiengangs

„Integrative Sozialwissenschaft” die mit

vier Credit Points bedachte und sich über

drei Semester erstreckende Pflichtveranstaltung

„Literaturrecherche” (www.sowi.

uni-kl.de/wcms/uploads/media/Kompetenzmodul_02.pdf).

Im weiteren Umsetzungsprozess wird insbesondere

darauf zu achten sein, wie bei

insgesamt gedeckelten Ressourcen für die

UB die Defizite in der Qualität und Quantität

des Medienbestandes und beim Platzangebot

abgefangen werden können. Denkbar

sind z. B. Flächen-Rochaden, um die

Zahl der mit Bibliothekspersonal betreuten

Bereichsbibliotheken zu verringern und so

Mittel für den Medienetat freizusetzen und

auf den gewonnenen Flächen zusätzliche

attraktive Arbeitsbereiche für Studierende

zu schaffen. Außerdem ist zu überlegen,

welche Auswirkungen eine eventuell weitere

Personalreduktion auf die Qualität der

UB-Dienstleistungen hat.

Ralf Werner Wildermuth

4/2008

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TITELTHEMA...

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

TAG DER MATHEMATIK 2008

Es ist schon Tradition, dass der Fachbereich

Mathematik der Technischen Universität

Kaiserslautern im zweijährigen

Rhythmus alle Schülerinnen und Schüler

sowie alle Kolleginnen und Kollegen an

den Gymnasien und integrierten Gesamtschulen

in Rheinland-Pfalz zum Tag der

Mathematik einlädt, so auch dieses Jahr

am Samstag, den 7. Juni 2008. Und wie

immer kamen auch diesmal zahlreiche

Schüler und Lehrer, insgesamt wieder ungefähr

2.000 Gäste.

Windmessung im geomathematischen Experimentierzimmer

Gerade im Jahr der Mathematik 2008,

das vom Bundesministerium für Bildung

und Forschung BMBF ausgerufen wurde,

hatten die Mitglieder des Fachbereichs

Mathematik keine Mühen gescheut, um

einen unterhaltsamen und spannenden

Tag vorzubereiten. Um zu zeigen, wie vielfältig

die Mathematik und ihre Anwendungen

sein kann, wurde eines der besten

Programme der bisherigen Tage der

Mathematik angeboten. Im Mittelpunkt

stand dabei bei vielen spannenden Veranstaltungen

das Zuhören, Anschauen und

besonders das Mitmachen.

Europäischer Hochschulraum wächst

zusammen und bietet viele Vorteile für

Studierende

Grenzüberschreitend studieren – das soll

mit dem Projekt „Universität der Großregion“

erleichtert werden. In der Großregion

(Saarland, Lothringen, Luxemburg, Wallonien

und Rheinland-Pfalz) soll ein gemeinsamer

Hochschulraum entstehen, in dem

Wer gerne knobelte oder spielte war im geo-

mathematischen Experimentierzimmer, im

mathematischen Spielzimmer, beim optimalen

Einparken oder bei der Knobelecke

der Optimierung genau richtig. Wer schon

immer mal Mittelpunkt einer großen Fernsehshow

sein wollte, erhielt die Chance

bei „Wer wird Millionär?“ mit Simone

Göttlich, dem weiblichen Gegenstück zu

Günter Jauch. Aber auch Workshops wie

„Mathe macht Spaß“ oder Einführungen

in das Rechnen mit dem Abakus waren

immer sehr gut besucht. Sogar der Mathe-Koffer,

ein Beitrag für den Schul-Unterricht

zum Jahr der Mathematik, wurde

von Norbert Christmann den interessierten

Lehrern vorgestellt.

Die angebotenen Vorträge deckten ein

weites Spektrum aus verschiedenen Bereichen

der Mathematik ab. So wurden Themen

wie Moderne Rechenmaschinen, die

Erde im Wandel, Verschlüsselung, Richtig

die Mobilität der Studierenden zwischen

den Universitäten zum Hochschulalltag gehört

und Abschlüsse ein Siegel der Großregion

tragen – ein unschätzbarer Vorteil

auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Dieser

Vision widmeten sich fünf Universitäten

aus vier Nationen im Projektantrag

Universität der Großregion“ und diesem

gemeinsamen Ziel sind die Partnerhochschulen

heute näher gekommen.

Volle Hörsäle bei den Vorträgen

Heiraten, Evakuierung großer Gebäude,

das Vierfarbenproblem oder aber die Mathematik

für Roboter präsentiert. Sogar die

Simpsons konnten für den Tag gewonnen

werden, dank der guten Beziehungen von

Oliver Wienand! Ergänzt wurde das Ganze

durch Wettbewerbe wie die Mathe-Rallye

und die Wettbewerbsklausuren.

Wie immer war die Abschlussveranstaltung

„Die Mathe-Show“ im restlos ausverkauften

Audimax ein Highlight!

Besonderen Dank gilt neben den Besuchern

wieder allen Professoren, Mitarbeitern

und Studierenden, ohne deren großes

Engagement, gerade an einem Samstag,

die Veranstaltung nicht möglich wäre. Und

natürlich planen wir schon wieder für den

nächsten Tag der Mathematik, dann im

Jahr 2010.

Prof. Dr. Ralf Korn

„UNIVERSITÄT DER GROSSREGION“

STARTET

Denn der Lenkungsausschuss des Interreg-Programms

hat das auf 3 ½ Jahre

angelegte grenzüberschreitende Projekt

Universität der Großregion“ der Universitäten

Saarbrücken, Lüttich, Luxemburg,

Nancy und Metz heute bewilligt. Koordiniert

wird das Projekt von der Universität

des Saarlandes, die rheinland-pfälzischen

Universitäten Trier und Kaiserslautern sind

strategische Partner.


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Mit einem Gesamtbudget von rund sechs

Millionen Euro, das von der EU, den jeweiligen

Regionen und den Partneruniversitäten

selbst getragen wird, sollen die

beteiligten Universitäten in allen Bereichen

des Hochschulalltags eng vernetzt

werden: So sollen unter anderem weitere

grenzüberschreitende Studiengänge und

Abschlüsse eingeführt werden. Leistungsnachweise

sollen ein einheitliches Siegel

tragen und Semesterpläne vereinheitlicht

werden - so wird eine Mobilität der Studierenden

zwischen den beteiligten Hochschulen

ermöglicht. Forscher werden von

gemeinsamen Doktorandenschulen und

Seminaren profitieren. Damit sich Studieninteressierte

einen Überblick über das

grenzüberschreitende Gesamtangebot

verschaffen können, wird ein gemeinsames

Internetportal der „Universität der

Großregion“ entstehen. Projektbeginn war

der 01. Oktober 2008.

Kontakt: Prof. Dr. Patricia Oster-Stierle (Vizepräsidentin

für Europa und Kultur), Tel. 0681/ 302-

2001, E-Mail: p.oster-stierle@mx.uni-saarland.de

EUROPÄISCHER REGIONALFONDS

Rheinland-pfälzische Standorttalente wollen Mittel einwerben

Am 14. Juli fand an der TU Kaiserslautern

ein Workshop statt, bei dem rund 40 Teilnehmer

aus öffentlichen Verwaltungen,

IHKs, HWKs und bestehenden Clusterinitiativen

das Themenfeld „Cluster als regionalwirtschaftliche

Entwicklungsstrategie

– ein europäischer Vergleich“ diskutiert

haben. Am Nachmittag stand fest, dass

eine Gruppe von mehreren Städten und

Landkreisen sich in Kooperation mit der

Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz und

dem Lehrstuhl Regionalentwicklung und

Raumordnung (RuR) auf den Weg machen

wird, ein europäisches Partnerkonsortium

aufzubauen und einen Antrag auf Fördermittel

im Programm Europäische Territoriale

Zusammenarbeit INTERREG IV B Nordwest

Europa zu stellen.

Der Direktor der Entwicklungsagentur

Rheinland-Pfalz e.V., Ministerialrat Jens

Carstensen, hieß die Teilnehmer willkommen

und begrüßte die große Teilnehmerzahl.

Auch Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß, Leiterin

des Lehrstuhls Regionalentwicklung

und Raumordnung, freute sich über die

große Resonanz und informierte die Teilnehmer

über den Aufwand, der mit europäischen

Förderprogrammen einhergeht,

aber auch über die Vorteile, die damit verbunden

sind. Dabei stellte sie insbesondere

die transnationale Diskussion neuer

Ansätze zur Regionalentwicklung, die den

Innovationsprozess in Organisationen und

Regionen beschleunigt sowie die Kostenreduzierung

des Tagesgeschäftes durch

europäische Fördermittel (bis zu 50%) und

nicht zuletzt den Imagegewinn der beteiligten

Einrichtungen und Regionen, in den

Mittelpunkt.

In seinem einführenden Referat über die

Bedeutung von Clustern für die Stadt- und

Regionalentwicklung wies Prof. Jürgen Hiller,

Leiter der Kommunalabteilung im Ministerium

des Innern und für Sport, Mainz,

darauf hin, dass die Landkreise „vielfältige

Standortbegabungen“ aufweisen, die es

zu analysieren gilt, damit aufbauend bestehende

Cluster(-ansätze) gezielt für die

regionalwirtschaftliche Entwicklung in Wert

gesetzt werden können.

Die Zielsetzung des Projektes – die Erarbeitung

von übertragbaren Handlungsempfehlungen

zum Einsatz von Clusterstrategien

als Motor regional- und

Sonja Karb

kommunalwirtschaftlicher Entwicklungsprozesse

sowie die modellhafte Erprobung

von Clustermanagementsystemen – wurde

von Dr.-Ing. Hans Jörg Domhardt erläutert

und im Anschluss von den Teilnehmern intensiv

diskutiert.

Spontan haben sich am Ende der Veranstaltung

mehrere Landkreise und Städte

zusammengefunden und ihr Interesse

sowie ihre Bereitschaft zur Mitwirkung an

einem Antrag sowie der Durchführung des

Projektes im Rahmen des Programms zugesagt.

Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß

Dr.-Ing. Kirsten Mangels

4/2008

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TITELTHEMA...

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

CHEMCUP 2008:

DAS RUNDE MUSS INS ECKIGE

Zum dritten Mal trafen sich am 14. Juli

die Mitglieder des Fachbereiches Chemie

auf dem Rasenplatz der TU Kaiserslautern,

um ihre Experimentierfreudigkeit mit dem

runden Leder beim Chemiker Fußballturnier

– ChemCup 2008 – unter Beweis zu

stellen. Wie in den vergangenen drei Jahren

tauschten die Mitarbeiter für einen

Tag Werkstätten, Labore und Schreibzimmer

gegen den grünen Rasen, um unter

den Augen von Familienangehörigen und

Freunden um die begehrte Trophäe zu

kämpfen.

Vereinfachte Regeln erlaubten den Teams,

sich ganz auf die Spielfreude zu konzentrieren.

Eine Auflage verpflichtete alle

Mannschaften zur Aufstellung mindestens

einer Frau oder eines Professors, um dem

Anliegen des Turniers als gesellige Semesterabschlußveranstaltung

Rechnung zu

tragen.

Bei schönstem Fußballwetter mühten sich

acht aus Arbeitsgruppen und Abteilungen

des Fachbereichs zusammengesetzte

Teams in zwei Turniergruppen zunächst um

den Einzug ins Halbfinale. Im Vergleich zu

den Vorjahren war dabei sichtbar, dass die

fußballerische Qualität aller Teams zugenommen

hatte, was vielleicht auf so manche

Trainingseinheit im Vorfeld des Wettstreits

zurückführbar ist. Im Auftakt des

Turniers standen sich die Finalteilnehmer

von 2007 gegenüber. Dieses Mal gewannen

die HartJungs+Mädels (AK Hartung)

über die spielstarke Gruppe AK Gooßen–

Just do it (AK Gooßen). Als Favorit der

Gruppe A kristallisierte sich jedoch rasch

das Team Oldstars+Starlets (AK Kubik,

Chemikalienausgabe, Abteilung Analytik)

Das Wetter himmelblau – Die Sieger auch

heraus. Es gewann alle Gruppenspiele

in eindrucksvoller

Weise. In Gruppe B sorgte die

Mannschaft Der letzte Richtige

SchrEi (AK’s Schrenk, Eisenbrand,

Richling) für Furore.

Mit gekonntem Flügelspiel

und treffsicherem Abschluss

erreichten sie drei Siege und

damit Platz 1 in ihrer Gruppe.

Auf die Plätze verwiesen

wurden die Klonkrieger (AK’s

Trommer und Kietzmann),

FC Koordina (AK’s Sitzmann,

Thiel, Krüger) und Boltzmän (AK’s van

Wüllen, Niedner-Schatteburg, Gerhards,

Meyer) und die sportlich vorbildlich kämpfende

Frauenmannschaft InorganicChemi-

Girls (AK’s Thiel und Krüger). Neben zahlreichen

Fußballerinnen ließen es sich die

Professoren Sitzmann, Thiel, Kietzmann,

van Wüllen, Gerhards, Hartung und Gooßen

nicht nehmen, ihre Teams auf dem

Platz zu unterstützen.

In den beiden Halbfinals

setzen sich die

Oldstars+Starlets und Der

letzte Richtige SchrEi gegen

die HartJungs+Mädels

und den FC Koordina

durch und so kam es zu

einer im Vorfeld unerwarteten

Finalpaarung. Im

Endspiel wurden die nicht

nur aus Teilnehmern des

Turniers bestehenden Zuschauer

von schönen und

spannenden Spielzügen verwöhnt. Die

Oldstars+Starlets hatten letztendlich das

glücklichere Ende für sich dank des 3:2

Siegtreffers in letzter Minute. Den Turniererfolg

hätten bei dem gezeigten Engagement

und der sportlichen Fairness vermutlich

alle Teams in gleicher Weise verdient.

Nach der Siegerehrung verlagerte sich

die Veranstaltung in das Foyer des Fachbereiches

Chemie. Der folgende gesellige

Grillabend lud Sportler und Angehörige zu

Getränken und reichhaltigen Speisen ein.

Die dritte Halbzeit dauerte mindestens so

lange wie das sportliche Ereignis zuvor.

Es war einmal ein ganz anderer Tag am

Fachbereich Chemie, an den sich nicht

nur die Turniersieger gerne zurückerinnern

werden.

Oliver Brücher,

Jens Hartung, Georg Stapf


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FIT SEIN FÜR STEIGENDE ANSPRÜCHE:

GESTALTEN STAT T VERWALTEN

Wie sich die Zentrale Verwaltung zum Vorreiter für die Service-Einrichtungen

der TU Kaiserslautern entwickelt hat

Gerade im universitären Bereich steigen

die Anforderungen an die Administration

in den vergangenen Jahren rasant: Hochschulpolitische

Entwicklungen und deren

rechtliche Auswirkungen fordern schnelle

und flexible Umsetzung in allen zentralen

Verwaltungsfeldern. Dabei sind oft in

kürzester Zeit „dicke Bretter zu bohren“,

wie beispielsweise die Umstellung vom

kameralen auf den doppischen Haushalt,

die Umsetzung des neuen Tarifvertrags der

Länder (TV-L) oder auch die Gestaltung

des „Bologna-Prozesses“, unter dessen

Einfluss sich die Zahl der zentral zu betreuenden

Prüfungen an der TU Kaiserslautern

innerhalb von fünf Jahren nahezu

verdoppelt hat.

Die Bewältigung derartiger Herausforderungen

bei stagnierender oder gar sinkender

Personalausstattung setzt eine

leistungsfähige Organisation voraus, die

ihre Modernisierungs- und Verbesserungsprozesse

kontinuierlich und konsequent

fortführt und darüber hinaus umfassende

Konzepte und Methoden zur Systematisierung

und Verstetigung des Wandels entwickelt.

In diesem Sinne hat die Zentrale

Verwaltung der TU unter der Führung von

Kanzler Stefan Lorenz seit der Beschlussfassung

über ein Leitbild im Jahr 2000

eine systematische Qualitätsoffensive betrieben.

Der Kanzler bediente sich zunächst des

Gemeinsamen Europäischen Qualitätsbewertungssystems

„Common Assessment

Framework - CAF“. CAF ist das Ergebnis

der Zusammenarbeit der für die öffentliche

Verwaltung zuständigen Minister der

Mitgliedstaaten der EU und ermöglicht

eine systematische Selbstbewertung in

Organisationen des öffentlichen Sektors.

Führungseigenschaften wichtig

Ein Ergebnis des CAF-Prozesses in der

Zentralen Verwaltung der TU war die Erkenntnis,

dass den Führungseigenschaften

nach hausinterner Einschätzung von allen

Leistungsmerkmalen die größte Sorgfalt

und Aufmerksamkeit zu widmen ist, da ein

gelungenes Personal- und Ressourcenmanagement

letztlich immer eine hochwertige

Führungskultur voraussetzt.

Entwicklung der Organisationskultur

Ziel dieses mit Unterstützung der Rambøll

Management GmbH, Hamburg, zwischen

Februar und Juli 2008 durchgeführten Projekts

war die Initiierung und Verstetigung

eines kulturellen Wandels durch Stärkung

der Kommunikations- und Führungskultur.

Kernelement des Vorhabens war die

Einführung der Instrumente „Zielvereinbarungen“,

„Mitarbeitergespräche“ und

„Führungskräftefeedback“. Mittels Führungskräfte-Trainings,Coachingmaßnahmen

und Mitarbeiterinformationen sollte

der kompetente Umgang mit den genannten

Instrumenten etabliert und diese verbindlich

und verwaltungsweit eingeführt

werden. Vorgestellt und eingeübt wurde

hierbei der „wertschätzende Dialog“, sowohl

als innere Haltung als auch als motivationsorientierte

Methode zur Problemlösung.

Der Keislauf der Motivation

Delivery

Was ist der erste Schritt,

der getätigt werden sollte,

um in die gewünschte

Richtung zu kommen?

Welche Maßnahmen sind

erforderlich, um diese Vision

praktisch umsetzen?

Um die Führungsinstrumente in den Bezugsrahmen

der gesamten Organisation zu

setzen, beschloss der Kanzler einen strategischen

Steuerungszyklus zu etablieren.

So werden die Instrumente nicht einzig zur

Personalentwicklung dienen, sondern eingebettet

sein in eine strategische Steuerung

der gesamten Hochschulverwaltung.

Für kommende Herausforderungen

gerüstet

Mit dem Aufbau auf den mit diesem Projekt

gelegten Grundsteinen beweist die

Zentrale Verwaltung der TU Stärke für die

Herausforderungen der Zukunft. Als dienstleistungsorientierte

Serviceeinrichtung will

sie gewährleisten, dass neue Anforderungen

frühzeitig erkannt und in einer Atmosphäre

der gegenseitigen Wertschätzung

und Motivation zielgerichtet und kundenfreundlich

umgesetzt werden. Die Konzepte

und Methoden, mit denen sie sowohl

die interne Mitarbeiter- als auch die externe

Kundenzufriedenheit weiter verbessern

will, sollten für alle Serviceeinrichtungen

der TU Kaiserslautern Anregung und Maßstab

sein.

Den ungekürzten Beitrag finden Sie unter

www.unispectrum.de

Definition

Projektfokus – Was wünschen

wir uns zur Stärkung unserer

Verwaltung?

Methodisches

Vorgehen

Birgit Schlicher

Design Dream

Discovery

4/2008

Was läuft erfolgreich in

unserer Verwaltung?

Welche Faktoren haben zu

diesen Erfolgen geführt?

Wie wird die Verwaltung

aussehen, wenn diese

Faktoren verstärkt

werden?

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32

TITELTHEMA...

Eine Rückschau auf die Veranstaltungsreihe

anlässlich des 275. Geburtstages

von Johann Jakob Hemmer mit Vorträgen

von Dr. Karsten Glöser, Dr. Jürgen Overhoff

(Universität Potsdam) & Dr. Kai Budde

(LTA Mannheim).

Blitzableiters UNI SPECTRUM wahrhaftig eingelöst. …

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

DIE ERFINDUNG DES BLITZABLEITERS...

GEISTESBLITZE

Benjamin Franklins Drachenversuch:

…Als sich das Sommergewitter dem Unterstand

unaufhaltsam näherte, ließ Franklin den

präparierten Drachen mit Williams Hilfe aus

der Hütte heraus steigen und wartete darauf,

dass sich eine der Gewitterwolken über dem

hoch in den Lüften schwebenden Seidenflieger

hinwegschieben würde, was auch geschah.

Wie von Franklin gemutmaßt, zog der auf dem

Drachen befestigte Metalldraht die Ladung der

Gewitterwolke auf sich und leitete sie durch

die regendurchnässte Hanfschnur bis zum

Schlüssel weiter, der sich rasch elektrisch auflud.

Das noch immer trockene Seidenband, das

Franklin nicht in den Regen hinausgelangen

ließ, sorgte als Isolationsmaterial dafür, dass

der Halter der Drachenschnur vor der Gefahr

eines elektrischen Schlages geschützt blieb;

auch hatte Franklin peinlich darauf geachtet,

dass die Schnur nicht die Stallwände berührte

und unter Strom setzte. Als das Gewitter wieder

abzog, lud er eine eigens für diesen Zweck

mitgeführte Batterie mit der elektrischen Ladung

des Eisenschlüssels auf: Der Versuch war

vor den Augen seines Sohnes William erfolgreich

ausgeführt worden.

Franklin veröffentlichte seinen Bericht über

dieses risikoreiche, verwegene und doch auch

von einem fast kindlichen Übermut zeugende

elektrische Experiment zuerst im Oktober

1752 in der Pennsylvania Gazette. […] Seinen

1749 formulierten Anspruch, etwas zum Nutzen

der gesamten Menschheit zu entdecken,

hatte Franklin mit seiner Konstruktion des

Ganz Europa befand sich im Herbst 1752

in Aufruhr, nachdem wenige Wochen zuvor

am 19. Oktober die Pennsylvania Gazette

einen Brief von Benjamin Franklin veröffentlichte,

indem dieser seinen Gedankengang

zu dem heute berühmten Drachenversuch

schildert. Einem der größten

wissenschaftlichen Rätsel seiner Zeit war

er auf die Spur gekommen: Dem Geheimnis

der elektrischen Natur des Blitzes!

Als Sohn eines Bostoner Seifensieders

wurde Franklin nicht nur einer der berühmtesten

Naturforscher seiner Zeit, sondern

zugleich auch bedeutender Staatsmann

der jungen von ihm

mitgegründeten USA.

Er war bereits zu Lebzeiten

weit mehr als nur

ein allseits geachteter

Staatsmann, Entrepreneur,

Physiker und

Literat; Franklin war

eines der ganz großen

Idole der Aufklärung,

dem eine so aufrichtige

und allgemeine Verehrung

zuteil wurde, wie

sie nur außerordentlich

wenige Menschen vor

ihm und nach ihm erlebt

haben.

Benjamin Franklin gilt allgemein und zu

recht als Erfinder des Blitzableiters. Jedoch

wurde auch diesseits des Atlantiks, an der

Erfindung gearbeitet. Es war der 1733 in

der Südwestpfalz geborene Forscher und

Naturwissenschaftler Johann Jakob Hemmer,

der sich mit der Franklin`schen Erfindung

befasste und sie in Experimenten

weiterentwickelte.

Johann Jakob Hemmer wurde als Sohn der

Bauern Wilhelm und Anna Margarethe in

dem kleinen Dorf Horbach nahe Kaiserslautern

geboren. Seine Ausbildung erhielt

er auf der Lateinschule im damaligen Lautern

und auf dem Jesuitenseminar in Köln.

1760 führte sein Weg an den Mannheimer

Hof. Hier erhielt er eine Anstellung als

Hofkaplan. Am 20. Oktober 1768 wurde

Hemmer ordentliches Mitglied in der naturwissenschaftlichen

Klasse der erst wenige

Jahre zuvor gegründeten Pfälzischen

Akademie der Wissenschaften.

Overhoff, Jürgen (2006): Benjamin Franklin – Erfinder, Freigeist,

Staatenlenker, Klett-Cotta: Stuttgart.

Neben seiner Tätigkeit als Sprachwissenschaftler

beschäftigte Hemmer sich von

1776 als Leiter der kurfürstlichen physikalischen

Kabinette in Mannheim und Düsseldorf

vorwiegend mit dem Phänomen

der Elektrizität und als Leiter der 1780 gegründeten

Pfälzischen Meteorologischen

Gesellschaft mit der Atmosphäre und dem

Wetter im Besonderen.

Als Sprachwissenschaftler ging es ihm vor

allem um ein einheitliches Regelwerk zur

Rechtschreibung der deutschen Sprache

sowie um eine Sprachlehre. So erschien

von ihm 1769 die „Abhandlung über die

deutsche Sprache zum

Nutzen der Pfalz“, und

1775 seine „Deutsche

Sprachlehre“ und seine

„Deutsche Rechtschreibung“.

Unter dem

Pseudonym Jakob Domitor

gab er 1776 den

„Grundriss einer dauerhaften

Rechtschreibung“

heraus, dem 1780

schließlich der „Kern

der deutschen Sprachkunst“

folgte. Hemmer

war Mitglied der Deutschen

Gesellschaft, die

für eine Emanzipation

der deutschen Sprache, eine Sprachregelung

in Schreibweise und Ausdruck eintrat.

Aufgrund seiner zum Teil ausgefallenen

sprachlichen und orthografischen Reformvorschläge

war Hemmer Spott und Anfeindungen

besonders durch seinen Kollegen,

und Ordensmitglied Anton von Klein ausgesetzt,

die schließlich zu seinem Austritt

aus der Gesellschaft führten, die zwar seine

Sprachlehre anerkannt und protegiert,

seine Orthografievorschläge jedoch abgelehnt

hatte.

Heute ist Hemmers Name hauptsächlich

mit der Einführung des Blitzableiters in der

Kurpfalz verbunden, der in der Folge an

allen wichtigen Gebäuden der Pfalz, und

später auch in Düsseldorf und München

erfolgte. Es war das Sommerschloss des

kurpfälzischen Obristjägermeisters Freiherr

von Hacke in Trippstadt, wo Hemmer am

15. April 1776 den ersten „Blitzfänger“,

einen sogenannten Fünfspitz anbrachte.

Im Juli 1776 begann er mit der Montage

der Blitzableiter auf dem Schwetzinger


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Schloss. Diese sogenannten „Einspitze“

oder „Fünfspitze“ zieren noch heute die

Dächer der Parkbauten und des Schlosses

in Schwetzingen.

Das Landesmuseum für Technik und Arbeit

hat in Anerkennung um Hemmers naturwissenschaftliches

Wirken und seiner Verdienste

für die Wetterforschung in der Kurpfalz einen

fünfspitzigen Blitzableiter im Maßstab 1:1 aus

Schmiedeeisen und Kupfer nachbauen lassen.

Ebenso zeigt es in seiner Ausstellung ein verkleinertes

Modell des Meteorologischen Kabinetts,

wie es vormals im Mannheimer Schloss

bestanden hatte, mit all den Messinstrumenten,

die Hemmer im 1. Band der Ephemeriden

beschrieben hatte.

Wissenschaftlich errang Hemmer besondere

Bedeutung durch die Leitung der

unter seiner Mitwirkung gegründeten Kur-

pfälzischen Meteorologischen Gesellschaft,

innerhalb der er ein erstes internationales,

von Moskau bis Neuengland

reichendes meteorologisches Beobachtungsnetz

aufbaute, bei dem erstmals mit

einheitlich geeichten Instrumenten und

nach einheitlichen Richtlinien beobachtet

wurde. Die Beobachtungszeiten, die Hemmer

festsetzte, waren an allen Stationen

gleich: 7, 14 und 21 Uhr Ortszeit. In Erinnerung

an die Societas Meteorologica

Palatina hießen diese Zeiten auch Mannheimer

Stunden.

Die Anerkennung der gelehrten Welt seiner

Zeit spiegelt sich auch in Hemmers

Mitgliedschaften in der Ökonomischen

Gesellschaft zu Lautern und in den gelehrten

Gesellschaften zu Bologna, Dijon und

Stockholm wider. Am kurpfälzischen Hof

wurde er 1776 zum Geistlichen Rat und

1788 zum Geheimrat ernannt; ihm wurde

der Titel eines Hofrates des Herzogs von

Zweibrücken sowie des Geheimen Hofrates

des Königs Stanislaus von Polen verliehen.

Hemmer starb im Alter von knapp

57 Jahren in Mannheim an einem Schlaganfall.

Zum 275. Geburtstag von Johann Jakob

Hemmer erinnerten die „Geistesblitze“

vom 11.-13. Juni 2008 an „DIE“ Erfindung

durch Benjamin Franklin und anknüpfende

„Blitzideen“ von Johann Jakob Hemmer

für die Pfalz!

Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der

Academia Domitor – Studienforum Johann

Jakob Hemmer e.V. in Zusammenarbeit

mit der Atlantischen Akademie Rheinland-

Pfalz e.V., dem Institut für Pfälzische Geschichte

und Volkskunde sowie dem Lehrstuhl

für Hochspannungstechnik und EMV

an der TU Kaiserslautern.

Ausführliche Informationen zu den Festvorträgen

im Internet:

www.Academia-Domitor.de

Johannes Stolz

TU Kaiserslautern

Lehrstuhl für Hochspannungstechnik und EMV

Dr. Kai Budde

Landesmuseum für Technik und Arbeit

Mannheim

Patrick Schäfer

Academia Domitor

Studienforum Johann Jakob Hemmer e.V.

E-BOOKS DER UB STARK NACHGEFRAGT

Eine Sparte der von der UB angebotenen

digitalen Medien hat sich in letzter Zeit

besonders dynamisch entwickelt, nämlich

die E-Books.

Die Bibliothek hat ihr Angebot an lizenzierten

elektronischen Büchern – in der Regel

handelt es sich um elektronische Parallelausgaben

gedruckter Bücher – ausgebaut

und auf ihren Webseiten unter dem Menüpunkt

„E-Books“ zusammengeführt.

Den Schwerpunkt bilden bislang fachliche

Sammlungen der Springer-Verlagsgruppe.

Daraus sind folgende Subject Collections

lizenziert:

Naturwissenschaften

(433 Titel aus 2005 - 2008)

Technik und Informatik

(803 Titel aus 2005 – 2008)

Wirtschaftswissenschaften

(1127 Titel aus 2005 – 2007)

Viele der Titel gehören zu den „Springer-

Lehrbüchern“, deren Nutzung besonders

hoch ist.

Das Angebot wird entsprechend den finan-

ziellen Möglichkeiten sukzessive ausgebaut,

auch um Produkte anderer Provider

und Verlage.

Für die campusweit freigeschalteten elektronischen

Bücher gilt, dass für eigene

wissenschaftliche Zwecke die gesuchten

Inhalte ausgedruckt oder herunter geladen

werden können. Weitere, von anderen

digitalen Publikationsformen bekannte

Vorteile sind u.a. elektronische Zusatzmaterialien

wie hoch auflösende Grafiken,

Animationen und Audio- und Videodateien

oder dass Zitate und Referenzen über Ex-

Springer eBook-Nutzungsstatistik Januar–April 2008

enthält die zu den Konsortialverträgen 2007 und 2008 gehörenden Titel

(Copyrightjahre 2005–2008), inkl. Nachkäufen und Kompensationstiteln

Geistes- u.

Sozialwissen

schaft

Naturwissen

schaft

Technik &

Informatik

Wirtschaftswissenschaft

Medizin

Kapitel-

Downloads

(total)

Bielefeld, FH 409 5.021 3.212 8.642

Bielefeld, UB 923 1.836 2.563 3.957 9.279

Bonn Rhein Sieg, FH 3.677 715 4.392

Dortmund, FH 9.522 1.060 10.582

Dortmund, UB 5.591 4.894 36.334 17.906 64.725

Duisburg-Essen, UB 6.472 10.899 22.888 20.407 6.993 67.659

Düsseldorf, FH 51 3.262 1.396 4.709

Düsseldorf, UB 5.324 3.998 9.322

Gelsenkirchen, FH 10 10.531 1.278 11.819

Kaiserslautern, UB 34.435 33.318 9.829 77.582

Köln, FH 2.212 1.967 12.549 4.314 21.042

Köln, UB 2.744 47.739 50.483

Ludwigshafen, FH 2.335 2.335

Münster, UB 7.696 18.583 46.168 12.552 15.728 100.727

Ostwestfalen, FH 405 3.004 3.409

Paderborn, UB 9.539 15.092 24.631

Siegen, UB fehlt (Komp.) 132 31.029 8.939 40.100

Südwestfalen, FH fehlt 13.212 3.575 16.787

Summe 23.354 81.229 242.617 158.304 22.721 528.225

Bei Fragen zu E-Books stehen Ihnen die Fachreferenten der UB sowie die

MitarbeiterInnen der Zentralen Information gerne zur Verfügung.

4/2008

33


34

TITELTHEMA...

portfilter direkt in Literaturverwaltungsprogramme

übernommen werden können.

Der Zugang zu den E-Books ist umfassend

gewährleistet:

alle von der UB lizenzierten elektronischen

Bücher sind im Online-Katalog der

Bibliothek nachgewiesen und über einen

direkten Link aufzurufen

auf den Webseiten der UB ist ein

entsprechender Button „E-Books“ in die

Menüleiste eingebaut, der zu einer Übersichtsseite

führt, auf der das Angebot nach

Fächern untergliedert ist

Vor drei Jahren berichteten wir im Unispectrum

über den Transfer einer komplexen

Forschungsapparatur aus dem Labor von

Prof. Dr. Klaas Bergmann nach Riga. Diese

bewährte Molekularstrahlapparatur mit all

den vielen Geräten für die Durchführung

der Experimente hatte der junge lettische

Wissenschaftler Dr. Ekers während seines

langjährigen Aufenthaltes bei Prof. Bergmann,

Fachbereich Physik, kennen und

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

die einzelnen Fachportale führen zu

den elektronischen Büchern

im Buchbestand der UB ist in den

Regalen bei Printausgaben auf die Verfügbarkeit

eines elektronischen Paralleltitels

verwiesen und

die meisten Titel sind über die Volltextsuche

via Google-Scholar zu finden.

Die sehr starke Nachfrage an der TU nach

den digitalen Volltexten wird belegt durch

eine Nutzungsstatistik der E-Books von

Springer, die das Hochschulbibliothekszentrum

Köln erstellt hat für alle Teilnehmer-

beherrschen gelernt. Die Universitätsleitung

und der Fachbereich Physik der TU

Kaiserslautern hatten dem Vorschlag von

Klaas Bergmann, die Apparatur Dr. Ekers

aus Anlass dessen Rückkehr auf eine Dozentenstelle

in Riga zunächst als langfristig

Leihgabe mitzugeben, zugestimmt.

Der Transfer zeitigte unerwartet erfreuliche

Konsequenzen. Aus Mitteln der Lettischen

Universität Riga und der Lettischen Regierung

wurden 200.000 Euro für den Ausbau

geeigneten Laborraums zur Verfügung gestellt.

Weiterhin wurde der Antrag von Dr.

Ekers an die EU (im Transfer-of-Knowledge

Programm) mit einer stattlichen Summe

von 800.000 Euro aus den Brüsseler Töpfen

honoriert.

Der Einweihung des neuen Labors und des

nach Kaiserslauterer Vorbild in Riga etablierten

Laserzentrums im Juni 2005 in

bibliotheken im Bibliotheksverbund – die

zum Teil erheblich größere Hochschulen

mit breiterem Fächerspektrum versorgen.

Die Nutzungszahlen spiegeln Aufrufe auf

Kapitelebene wider.

Bei Fragen zu E-Books stehen Ihnen die

Fachreferenten der UB sowie die MitarbeiterInnen

der Zentralen Information gerne

zur Verfügung.

Helmut Rospert

START IN RIGA GELUNGEN:

„TRANSFER-OF-KNOWLEDGE“

Professor Marcis Auzinsh (links), Rektor der Lettischen

Universitat Riga, und Prof. Klaas Bergmann

tauschen die gerade unterzeichneten Übergabe-

Urkunden aus.

Anwesenheit auch von TU-Präsident Helmut

Schmidt, hochrangigen Vertretern der

lettischen Regierung und des deutschen

Botschafters in Lettland, folgte eine intensive

Arbeitsperiode mit dem Auf- und

Ausbau der Infrastruktur des Laserzentrums.

Inzwischen ist die wissenschaftliche

Arbeitsgruppe von Dr. Ekers stark gewachsen

und sehr international ausgerichtet.

Mit der Molekularstrahlapparatur wurden

erste wissenschaftliche Ergebnisse erarbeitet

und veröffentlicht. Das heißt: die

im Jahr 2005 vereinbarten Erfolgskriterien

(heute sagt man „milestones“) wurden,

wie erhofft, bis zum Sommer 2008

überzeugt erfüllt. Daher wurde die Übergabe

der aus Kaiserslautern stammenden

Ausrüstung in das Eigentum der lettischen

Universität vereinbart und in einer kleinen

festlichen Zeremonie am 17. Juni 2008

vollzogen. Die Festlichkeit zur Übergabe

fand übrigens in dem Gästehaus der Lettischen

Universität Riga, das zwar nicht vom

Aussehen, aber vom Konzept der Begegnungsstätte

der TU-Stiftung (Villa Denis)

ähnelt, statt.

Fazit: die Anschubhilfe aus Kaiserslautern

hat in Riga reiche Früchte getragen. Es ist

verständlich, dass Prof. Dr. Klaas Bergmann

häufiger und gern gesehener Gast

in Riga ist. Im Februar 2009 wird er z.B.

einige Wochen dort sein und eine Spezial-

Vorlesung halten.

Ju

Dr. Ekers und Prof. Bergmann im Gespräch vor

einem aus Kaiserslautern stammenden Lasersystem

Im Hintergrund: Bild in das Laserlabor


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

UMBAUMASSNAHMEN IN KÜRZE ABGESCHLOSSEN

VILL A DENIS

Das Stiftungshaus der TU Kaiserslautern,

die Villa Denis in Diemerstein, wird

in Kürze für Tagungen, Seminare und als

Begegnungsstätte voll zur Verfügung stehen.

Durch den Ausbau eines zusätzlichen

modernen Konferenzraums und eine entsprechende

Ausstattung finden Sie in der

Villa Denis jetzt den richtigen Raum für

Ihre Veranstaltung. Ob Flipchart, Leinwand

oder Beamer: die Villa Denis kann Ihnen

verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung

stellen.

Villa, Park und Burg bieten ein einmaliges

Ambiente, das jeder Tagung einen besonderen

Charakter verleiht und Ihre Gäste

beeindrucken wird. In den Pausen flanieren

Sie im Park oder bekommen bei einem

Spaziergang auf die Burg den Kopf frei.

Verkehrsgünstig gelegen ist die Villa in 20

Minuten von der TU aus mit dem Auto zu

erreichen. Die S-Bahn verbindet Frankenstein

und Kaiserslautern in zwölf Minuten,

der Bahnhof Frankenstein liegt nur wenige

Gehminuten von der Villa entfernt.

Wir unterstützen Sie gerne in der Vorbereitung

Ihrer Veranstaltung, helfen Ihnen

bei der Suche nach einem Catering und

beantworten Ihre Fragen vor Ort.

Kontakt: Dr. Annette Mechel

Tel. 0631/205-3198; mechel@verw.uni-kl.de

Mietpreise für Räume der Villa Denis, gültig ab 1. September 2008*

- Stifter, Forschungsinstitute, Universität -

Raum Kapazität Kapazität

Bezeichnung wo qm Plenum Tische €/Std. €/Tag**

Rittersaal EG 45,00 70 Plätze 34 Plätze 25,00 € 250,00 €

Roter Salon EG 39,02 40 Plätze 20 Plätze 17,50 € 175,00 €

Terrassenzimmer EG 23,89 20 Plätze 10 Plätze 12,50 € 125,00 €

Grüner Salon plus

Blaues Kabinett

OG

OG

26,55 Gesellschaftszimmer für

12,54 ca. 8 Personen

12,50 € 125,00 €

Konferenzraum A OG 49,61 50 Plätze 30 Plätze 20,00 € 200,00 €

Konferenzraum B OG 23,63 28 Plätze 12 Plätze 10,00 € 100,00 €

Seminarsaal DG 105,52 38 Plätze 28 Plätze 12,50 € 125,00 €

Seminarraum DG 29,05 26 Plätze 12 Plätze 5,00 € 50,00 €

Workshop A DG 20,30 10 Plätze 8 Plätze 3,50 € 35,00 €

Workshop B DG 14,80 8 Plätze 6 Plätze 3,50 € 35,00 €

Workshop C DG 18,51 10 Plätze 8 Plätze 3,50 € 35,00 €

Weingewölbe 64,00 / 30 Plätze 12,50 € 125,00 €

Park/Burgruine*** 12,50 € 125,00 €

Größere Einheiten:

Einheit qm €/Std. €/Tag*

Villa gesamt 472,42 120,00 € 1.200,00 €

EG gesamt 107,91 40,00 € 400,00 €

OG Konferenz**** 73,24 25,00 € 250,00 €

DG gesamt 169,67 22,50 € 225,00 €

Rittersaal + Roter Salon 84,02 35,00 € 350,00 €

Roter Salon + Terrassenzi. 62,91 25,00 € 250,00 €

* Nach §4 Nr. 12 Buchstabe a Umsatzsteuergesetz ist die Vermietung umsatzsteuerfrei.

Ältere Preislisten verlieren hierdurch ihre Gültigkeit.

** ab 10 Stunden

*** bei Nutzung eines Raumes, ist die Mitnutzung von Park/Ruine beinhaltet

**** ohne Grüner Salon und Blaues Kabinett

EG - Erdgeschoss

OG - Obergeschoss

DG - Dachgeschoss

4/2008

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ANZEIGE

36

WAS SER BE

Aus dem schlichten Wasser werk Rote Hohl ist während

der Sanierungs- und Er weiterungsarbeiten das Haus des

Wassers geworden. Am 28. September 2008 öffnete es

seine Tore für das Publikum. Viele Besucher nutzten die

Chance und informierten sich über unser Trinkwasser.

Wasser ist die Grundlage allen Lebens.

Täglich machen wir Erfahrungen damit.

Nichts verbindet alle Menschen dieser

Erde mehr als der tägliche Umgang mit

Trinkwasser. Der Zugang zu sauberem

Trinkwasser entscheidet über Gesundheit

und Leben, das Vorhandensein von Wasser

über wirtschaftlichen Aufschwung.

Nachhaltiger Umgang gefordert

Sauberes Trinkwasser ist für uns selbstverständlich.

Obwohl wir in einer wasserreichen

Region leben, sind auch wir gefordert,

nachhaltig mit dem kostbaren Nass

umzugehen. Denn die Verfügbarkeit der

natürlichen Ressource können wir nicht

verändern. Unser Verhalten sehr wohl.

Gesundes Trinkwasser kommt aus einer

intakten Umwelt.

Haus des Wassers

„Mit dem Haus des Wassers haben wir ein

Informations- und Kommunikationszentrum

geschaffen,“ erklärt Wolfgang Herzog,

Vorstand der TWK Technische Werke

Kaiserslautern. „Wir wenden uns mit dem

Haus des Wassers an alle Bevölkerungsgruppen

und machen ihnen spezifische

Angebote. Wir arbeiten mit den Schulen

zusammen und informieren die Schüler

über die Zusammenhänge von Naturschutz

und Trinkwassergewinnung. Wir zeigen

in diesem hochmodernen Wasserwerk

die vielen kleinen Schritte, die unser Trinkwasser

geht, bis es aus dem Wasserhahn

kommt. Außerdem bieten wir Fachvorträge

für ein interessiertes Publikum. Bei allem

verfolgen wir das Ziel, die Menschen im

Umgang mit dem Lebensmittel Nummer 1

zu sensibilisieren.“

Offiziell eröffnet

Wie das aussehen kann, zeigten die Vorträge

anlässlich der feierlichen Eröffnung

am 26. September 2008. Nach der Begrüßung

durch TWK-Vorstand Wolfgang

Herzog sprach die Staatsministerin für

Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz,

Margit Conrad über die Zusammenhänge

von Klimawandel und Wasserwirtschaft.

Anschließend stellte Oberbürgermeister

Dr. Klaus Weichel den Bezug zur Stadt Kai-

serslautern her. Er betonte, dass die Wasserversorgung

eine Aufgabe der öffentlichen

Daseinsvorsorge sei. Dabei gelte es

die regionale Zusammenarbeit zu verstärken

und gemeinsam mit den Verbundpartnern

Konzepte zu entwickeln, die auch in

Zukunft tragfähig sind. Daran schloss sich

der Fachvortag von Prof. Dr. Axel Bronstert

vom Potsdam Institut für Klimaforschung

an. Er zeigte, wie sich unser Klima in den

nächsten Jahrzehnten verändern wird.

In seiner „Projektion“ zeigte er, dass die

Niederschläge in der Jahressumme nicht

signifikant sinken werden. Doch müssten

wir mit feuchteren Wintern und trockeneren

Sommern rechnen. Dadurch verändere

sich die Verfügbarkeit von Wasser und

die Verdunstung nehme zu. Nachdem die

Architektin Kerstin Molter den Schlüssel

Wolfgang Albrecht, Bereichsleiter Wasser,

übergeben hatte, erkundeten die Gäste

das Haus des Wassers.

Tag der offenen Tür

Der Tag der offenen Tür bot für jeden etwas.

Die Besucher konnten das neue Wasser-


WEGT!

werk mit allen seinen Bestandteilen genau

unter die Lupe nehmen. Die TWK-Mitarbeiter

standen ihnen in allen Bereichen

gerne Rede und Antwort. Eine umfangreiche

Ausstellung gab Aufschluss über die

Hintergründe. Für die jungen Besucher bot

das Kinderwasserwerk jede Menge Spaß.

Handwerkliches Geschick war genauso gefragt

wie künstlerisches Gespür. Aber auch

engagierte Umweltschützer kamen bei der

Aktion „Angel Dir den Dreck“ zum Zug. Die

Schüler der Grund- und weiterführenden

Schulen hatten beim Wissenswettbewerb

gezeigt, was sie schon alles über unser

Trinkwasser wissen. Das zahlte sich aus.

Elf Klassen haben je eine Fahrt mit dem

TWK-Bus zwischen 200 und 600 Kilometern

gewonnen.

Das Wasserwerk

Das 1965 erbaute Wasserwerk Rote Hohl

war in die Jahre gekommen. Nach mehr

als 40 Jahren Dauerbetrieb entschloss

sich TWK, die technischen Anlagen zu

erneuern und das Gebäude zu sanieren.

4,5 Millionen Euro hat TWK hier investiert.

Sämtliche Arbeiten haben Unternehmen

aus der Region ausgeführt. Während der

gesamten Bauphase lief der Betrieb reibungslos

weiter. Das Kesselhaus wurde

erweitert, die Zahl der Filterkessel von

sechs auf zehn erhöht. Damit können

jetzt 210 Liter pro Sekunde – vormals waren

es 170 – gewinnungsnah aufbereitet

werden. Rund 3,5 Millionen Kubikmeter

Trinkwasser liefert das Wasserwerk Rote

Hohl jährlich zur Versorgung der Stadt

Kaiserslautern. Das Fördergebiet liegt im

Aschbachtal. Aufgrund der hohen Qualität

des geförderten Wassers beschränkt

sich die Aufbereitung auf die Entsäuerung.

Dazu läuft das Wasser über natürliches

Kalkgestein in den Filterkesseln. Auf diese

Weise wird die Kohlensäure neutralisiert.

Die Kohlensäure ist für den menschlichen

Organismus unbedenklich, doch dem Leitungssystem

und der Hausinstallation würde

sie schaden.

Text: Dr. Eva Scheer

Fotos: TWK

SO ERREICHEN SIE UNS

TWK Technische Werke Kaiserslautern

Burgstraße 11

67659 Kaiserslautern

Tel.: 0631 7107 - 0

Fax: 0631 7107 - 333

Internet: www.twk-kl.de

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Unseren Kundenservice erreichen Sie

Montag - Freitag von 8.00 bis 17.00 Uhr im

TWK Service-Center,

in der Burgstraße 11

oder

telefonische Beratung in unserem

Dialogcenter unter Tel. 0631 7107 - 381


38

TITELTHEMA...

„Warum ausgerechnet Indien?“ So oder

so ähnlich war die verblüffte Reaktion als

wir von unseren Plänen über unser bevorstehendes

Auslandssemester in Indien an

der Jawaharlal Nehru University in Neu

Delhi berichteten.

Was für uns der eigentliche Grund war,

kann ich bis heute nicht genau sagen. Indien

ist mit Sicherheit nicht das einfachste

Land für einen Auslandsaufenthalt. Liegt

aber nicht gerade hier die Besonderheit?

Der Reiz des Unbekannten, der Wunsch

einmal eine völlig fremde Welt kennenzulernen

und nicht nur für ein paar Tage

als Gast seinen Urlaub dort zu verbringen,

sondern dort zu leben?

Bereut haben wir unseren Entschluss je-

denfalls zu keiner Zeit. In den folgenden

Zeilen könnt ihr von unseren Erfahrungen

und unserem Studium im Land der Kontraste

lesen.

Um eines vorweg zu nehmen, es war eine

unbeschreiblich abwechslungsreiche und

geniale Zeit.

Bevor das eigentliche Studium in Neu Delhi

jedoch begann, wollten wir zunächst die

Zeit nutzen und den indischen „Kontinent“

bereisen, um möglichst viele Eindrücke zu

sammeln.

Also ging es mit Bus und Bahn durchs

ganze Land. Worauf

wir uns eingelassen

hatten, merkten wir

jedoch erst, als wir

mit unseren überladenen

Trekking- Rucksäcken

am Busbahnhof

im Nirgendwo standen

und mal wieder

nicht weiter wussten.

Welcher Bus fährt wohin,

gibt es überhaupt

einen Bus zu unserem

Ziel?

Busfahrpläne gab es

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

Typische indische Straßenszene

INDIEN, MEIN AUSL ANDSSEMESTER

eigentlich immer, nur leider konnten wir

zu diesem Zeitpunkt weder Hindi, Bengali,

Tamil oder eine der weiteren über 100

indischen Sprachen. Klar kommt man mit

Englisch überall durch, zumindest dachten

wir uns das. Doch gerade in den ländlichen

Gebieten ist man damit teilweise restlos

aufgeschmissen. Dennoch sind es gerade

die Gegenden abseits der ausgetretenen

Touristenpfade, welche die stärksten Eindrücke

hinterlassen haben.

Irgendwie kam man immer, dank der sehr

hilfsbereiten Einheimischen, ans Ziel. Teilweise

hat es mal einen halben Tag länger

gedauert als erwartet, aber was solls:

der Weg ist das Ziel. Dennoch waren wir

immer froh angekommen zu sein. Reisen

in Indien dauert lange und ist dank der

vielen Schlaglöcher in den Straßen auch

recht unbequem. Teilweise haben wir für

schlappe 100 km bis zu acht Stunden gebraucht.

Unvorstellbar, wenn man dies mit

Europa vergleicht. Aber damit darf man

gar nicht anfangen, denn dann hätten wir

auch zu Hause bleiben können.

Selbstverständlich haben wir auch die indischen

Touristen-Highlights besucht: das

Taj Mahal in Agra sowie das Gateway of

India in Mumbai möchte man dann doch

nicht verpassen. Doch oft blieb dabei

ein schaler Beigeschmack hängen, denn

hier war man wirklich nur einer von vielen

„reichen Weißen“, die als „Geldkühe“ betrachtet

wurden, welche nur darauf warten,

gemolken zu werden.

Mit knapp drei Monaten Indienerfahrung

hat sich unser Leben vor Ort dann schlagartig

gewandelt, denn jetzt ging es wieder

zurück nach Neu Delhi zum Studieren an

der JNU.

Das Einschreiben an der Uni war ein unglaubliches

Chaos. Zu Beginn wussten sie

vor Ort nicht einmal

wer wir waren, geschweige

denn, ob wir

an der JNU studieren

dürfen. Nach schlappen

fünf Tagen Registrationsstress

hatten

wir es dann geschafft.

Wir waren offizielle

Studenten der Uni und

hatten sogar eines der

begehrten Zimmer im

Studentenwohnheim

ergattert.

Das eigentliche Stu-

dentenleben ist in Indien dem des deutschen

Studenten gegenüber gar nicht so

verschieden. Allerdings ist der Arbeitsaufwand

während des Semesters etwas höher,

da öfter midterm papers und midterm

examinations vorbereitet werden müssen.

Das hat dafür den Effekt, dass die Arbeit

besser verteilt ist und sich nicht alles am

Ende des Semesters konzentriert wie an

der TU Kaiserslautern.

Insgesamt ist das Leben in den JNU Student

Hostels recht einfach. Wer ähnlich

„luxuriöse“ Verhältnisse wie in deutschen

Wohnheimen erwartet, wird hier enttäuscht

werden. Die Doppelzimmer sind nur ca.

10 m² groß und ein Gemeinschaftsbad mit

etwa 46 weiteren Studenten ist die Norm.

Die Enge hat aber auch einen großen Vorteil:

man findet sehr schnell Kontakt zu

den anderen – vor allem auch indischen –

Mitbewohnern und bekommt über sie einen

direkten Zugang zu ihrer so facettenreichen

und schillernden Kultur.

Der Aufenthalt in Indien hat uns die Möglichkeit

gegeben, am indischen Alltag teilzuhaben

und Einblicke in eine Lebenswelt

zu erhalten, die dem nur als Tourist reisenden,

weitgehend verschlossen bleiben

muss. Aber unabhängig von der Menge

der Zeit, die jedem für seine Reise zur Verfügung

steht – es lohnt sich in jedem Fall,

sich auf diese faszinierende und kontrastreiche

Welt einzulassen von der uns nur

wenige Flugstunden trennen.

Thomas Ahlfeldt und

Tobias Kapernaum

Sadu in Varanasi Tempel in Thanjavur


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

8. IVW-KOLLOQUIUM

Am 16. und 17. September 2008 fand

am Institut für Verbundwerkstoffe in Kaiserslautern,

einer der weltweit führenden

Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet,

zum achten Mal das IVW-Kolloquium

statt. Gemeinsam mit Forschungspartnern

berichteten Mitarbeiter des IVW zu

Themen wie innovative Werkstoffentwicklungen,

Verbundwerkstoffbauweisen, Simulationsmethoden,

moderne Verarbeitungstechniken

sowie Fügetechniken und

Werkstoffverbunde.

Über 100 Teilnehmer aus Wissenschaft

und Industrie informierten sich über neueste

Entwicklungen auf dem Gebiet der

Faser-Kunststoff-Verbunde. Die Kopplung

von internationaler Spitzenforschung mit

innovativen Umsetzungen aus der indust-

riellen Praxis fand bei den Teilnehmern

hohen Zuspruch. Eingeleitet mit der Ent-

wicklung und Perspektiven von CFK-Einsatz

in modernen Luftfahrzeugen, behandelten

die Vorträge u.a. thermoplastische

Nanoverbundwerkstoffe, robotergestütztes

Induktionsschweißen, berührungslose

Deformationsanalyse, Simulation von

FKV-Strukturen, Leistungsfähigkeit von

Tribo-Kompositen und schlossen mit den

Herausforderungen und Möglichkeiten für

Polymerwerkstoffe in nachhaltigen Energieszenarien.

Über Arbeiten in aktuellen

Projekten informierte die der Tagung angeschlossene

Posterschau. Auch die Möglichkeit

einer Institutsbesichtigung wurde

gerne wahrgenommen.

Kommentar eines Erstbesuchers: „Eigentlich

dachte ich, dass mich nur wenige

Themen in Ihrem Kolloquium interessieren.

Ich war überrascht, wie aktuell und

fundiert und in welcher Breite Sie The-

men angesprochen haben, die für uns in

der Industrie von großem Interesse sind.

Insgesamt war das eine sehr gelungene

Veranstaltung. Ich kann Sie hierzu nur beglückwünschen.

An der nächsten Veranstaltung

werde ich auf jeden Fall wieder

teilnehmen“.

Hierzu wird im Jahr 2010 anlässlich des

20-jährigen Bestehens des Instituts für

Verbundwerkstoffe wieder Gelegenheit

sein.

Ilona Pointner

OBERBÜRGERMEISTER DR. WEICHEL BESUCHT IVW

Zur Vertiefung der bestehenden Kontakte

besuchte Dr. Klaus Weichel, Oberbürgermeister

der Stadt Kaiserslautern, das Institut

für Verbundwerkstoffe. Er wurde begleitet

von Walter Scherer, Geschäftsführer

der Wirtschaftsförderung Kaiserslautern.

„Es ist immer wieder beeindruckend, was

in Kaiserslautern im Forschungsbereich geleistet

wird“, sagte Dr. Weichel nach einem

Rundgang durch das Haus, bei dem unter

anderem die Herstellung von Kunststoffen

sowie ein Crashtest und das Verschweißen

von Kunststoffen gezeigt wurde.

KOREANISCHE WISSENSCHAF TLER GRÜNDEN

ALUMNINETZWERK

Professor Alois K. Schlarb, Leiter des Instituts

für Verbundwerkstoffe, hat auf

Einladung des Deutschen Akademischen

Austauschdienstes DAAD an der Gründungsveranstaltung

des Alumninetzwerks

ADeKo teilgenommen. Im Rahmen einer

Podiumsdiskussion wurde der Stand und

die Perspektiven der Kooperation mit koreanischen

Wissenschaftlern diskutiert. Die

Podiumsdiskussion wurde vom Vizepräsidenten

des DAAD, Professor em. Dr. M.

G. Huber, geleitet. Teilnehmer der koreanischen

Seite waren Deutschland-Alumni,

die inzwischen in Korea forschen und

lehren, wie der Präsident der Keimyung

Universität, Prof. Dr. J.W. Lee, die Generalsekretärin

des Koreanischen Altstipendiaten-Vereins

der Konrad-Adenauer-Stiftung

(KAVKAS), Prof. Dr. G.-E. Kim, und

Prof. Dr. J. Lee, Gwangju Institute of Science

and Technology GIST. Teilnehmer von

deutscher Seite waren der stellvertretende

Leiter der Abteilung „Europäische und Internationale

Zusammenarbeit in Bildung

und Forschung“ im BMBF, Herr Minister,

der Präsident der Universität Göttingen,

Professor Dr. Dr. h.c. K. von Figura, sowie

der Geschäftsführer des Kompetenznetzes

Optische Technologien in Berlin und Brandenburg

OpTexBB e.V., Dr. B. Weidner.

Institut für

Verbundwerkstoffe GmbH

4/2008

39


40

TITELTHEMA...

NEUES VOM...

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

HOCHSC

DAS EUROPEAN TOURNAMENT FOR DANCING STUDENTS (ETDS)

ERSTMALS IN K AISERSL AUTERN – EIN VOLLER ERFOLG!

Ein roter Teppich, der zur Tanzfläche führte,

drei riesige Kronleuchter, die prunkvoll

über dem Parkett erstrahlen, eine „Wall

of Fame“ mit den Namen aller teilnehmenden

Universitäten: Unter dem Motto

„Hollywood“ wurde am 10. Oktober 2008

das 40. ETDS eröffnet. Dazu waren 420

Tänzer von 30 Universitäten Europas nach

Kaiserslautern gekommen, um in den Disziplinen

Standard und Latein – jeweils in

den Kategorien Breitensport und Open (für

Startbuchinhaber) – ihr Können unter Beweis

zu stellen. Die Mühe des Orga-Teams

(Tobias Stellwagen, Sven Petry, Corbinian

Butz, Charlotte Legrum, Oliver Köhler, Monika

Csemba) unter der Leitung von Janine

Mertel hatte sich gelohnt: Teilnehmer und

Zuschauer waren hocherfreut über ein so

professionell organisiertes und ansprechend

gestaltetes Turnier.

Nach der üblichen Blind-Date-Party am

Freitagabend begann samstags das eigentliche

Turnier. Im Breitensport Standard

hatte Kaiserslautern insgesamt 16 Tänzer

am Start, von denen sich zwei Paare für

die Masters-Klasse qualifizierten. Lars

Steinke schaffte es sogar ins Halbfinale

und belegte den beachtlichen 11. Platz

von insgesamt 136 Paaren. In den Latein-

Open erreichten sowohl Sven Petry als

auch Kristin Müller das Halbfinale (8. bzw.

7. Platz von 31 Paaren). An der abendlichen

Mottoparty wurde die zur Turnierhalle

umfunktionierte Sporthalle des HSSP

weiter in die Atmosphäre der Traumfabrik

Hollywood eingetaucht: Filmrollen zierten

die Tische, Filmplakate hingen erleuchtet

an den mit Samt ausgekleideten Wänden.

Passend zum Motto präsentierte die Lateinformation

der TU Kaiserslautern ihre

Choreographie „Movie“.

Am zweiten Turniertag ertanzte sich Corbinian

Butz in den Standard Open den bemerkenswerten

14.-15. Platz von 37 Paaren.

Vor allem aber glänzte unser Team mit

seinen Leistungen im Breitensport Latein:

Nachdem sich von 21 Tänzern zwölf für

die Masters qualifiziert hatten, erreichte

die Spannung ihren Höhepunkt, als drei

unserer Paare ins Finale Einzug hielten:

Lars Steinke/Barbara Biegler, Oliver Köhler/Charlotte

Legrum sowie Marco Mertel/Eva-Maria

Zimmermann überzeugten

die Wertungsrichter und erreichten den

3., 4., bzw. 5. Platz von insgesamt 135

Paaren. Insgesamt erhielt das Team Kaiserslautern

trotz der zeitaufwändigen Organisation

des Turniers den 5. Platz der

Gesamtwertung. Während des Galaballs

am Abend fand die Siegerehrung in Form

einer Oscarverleihung statt. Außerdem

zeigten Eduard Wall/Michelle Breisch und

Thomas Kulesov/Kristina Breisch (Kinder-

bzw. Jugendpaar vom TC Rot Weiss) ein

Showprogramm vom Feinsten.

Das 41. ETDS findet Pfingsten 2009 in

Groningen (NL) statt. Auch das übernächste

kommt – und zwar wieder nach

Kaiserslautern!

Eva-Maria Zimmermann

Fotos: FLAB-AG der TU – Melanie Bien, Jörg Bien,

Alexander Brödel, Thomas Koziel


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

HULSPORT

ES GIBT NEUIGKEITEN VON DEN TU KICKERN

(FRÜHER VERWALTUNGSMANNSCHAF T)

Seit 2002 steht die Fußballmannschaft

der TU unter der Leitung von Jürgen Uhl

(FB Maschinenbau und Verfahrenstechnik),

der die Mannschaft zusammenhält

und den Teamgeist pflegt. Des Weiteren

ist er ständig auf der Suche neue motivierte

Spielerinnen und Spieler zu akquirieren,

um auch zukünftig die Mannschaft

am Leben zu erhalten.

Die Mannschaft hat in diesem Jahr bereits

sechs Spiele ausgetragen und alle gewonnen.

Grundsätzlich sind die gegnerischen

Mannschaften Verwaltungs-, Behörden-

und/oder ortsansässige Betriebsmannschaften,

die entweder in Kontakt zur TU

stehen oder Mannschaften, die einfach

nach Spielmöglichkeiten suchen.

Um eine lange Tradition aufrecht zu erhalten,

bemüht sich Jürgen Uhl immer genügend

Spielerinnen und Spieler aus dem

TU-Bereich zu mobilisieren. Das letzte

Spiel am 11.07.08 fand auf dem Sport-

fest Thallichtenberg gegen den FCK-Fan

Club Glantal statt. Es war ein aufregendes

Spiel mit einem schweren Gegner, jedoch

konnten sich die erfahrenen TU-Kicker am

Ende mit einem 2:1, durch die Tore von

Bachmann Matthias und Mayer Jochen,

durchsetzen.

Erfreulich war, dass der ehemalige Personalrat

der TU Kaiserslautern (Kurt Früchtl)

auf Einladung als Mitspieler mit von der

Partie war und eine glänzende Leistung

ablieferte.

4/2008

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42

TITELTHEMA... FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

EISK ALTES WINTERVERGNÜGEN:

K AISERSL AUTERN ON ICE

Rauf aufs Eis können Kaiserslauterer

Sportbegeisterte wieder ab dem 14. November

2008. Dann startet die mobile

Eisbahn auf dem Alten Theaterplatz in die

Wintersaison 2008/09. Die Eisbahn, die

in den Jahren zuvor auf dem Parkplatz der

Gartenschau aufgebaut war, kehrt damit

direkt in die Innenstadt zurück. „Wir liegen

dieses Jahr noch zentraler zu den anderen

Veranstaltungen der Stadt, wie etwa dem

Weihnachtsmarkt und dem Kulturmarkt“,

erläutert Alexander Heß vom Projektbüro

Städtische Veranstaltungen.

Der neue Standort bleibt die größte Veränderung

am Konzept der mobilen Eisbahn.

In dem überdimensionalen Zelt von 45

mal 25 Meter Größe sorgt auch weiterhin

eine Eisfläche von 600 Quadratmetern für

winterliches Vergnügen. „Dieses Jahr steht

der sportliche Aspekt im Vordergrund“, gibt

Heß Einblick. „Das kam in den vorherigen

Jahren am besten an.“ Nach der offiziellen

Eröffnung durch Oberbürgermeister Dr.

Klaus Weichel um 19:00 Uhr und einem

kleinen Show-Programm, können die Eisläuferinnen

und Eisläufer zu einem ermäßigten

Preis von 1,50 Euro auf die Bahn.

Am 06. Dezember wird der „Nikolaus on

Ice“ sein und das traditionelle Eisstockschießen

an Fastnacht findet ebenfalls

statt.

An den Freitagen haben Unerfahrene die

Chance, mit dem Eislaufen warm zu werden.

Eine lizenzierte Übungsleiterin zeigt

Jugendlichen bis 14 Jahre die ersten

Schritte. Das Angebot ist kostenlos und

die anschließende Übungsstunde gibt es

zum ermäßigten Preis.

Bei einem Getränk oder Snack die kalten

Finger wärmen, die Füße ausruhen oder

einfach nur den anderen auf dem Eis zuschauen

können die Besucherinnen und

UNI SPECTRUM

– Mobile Eisbahn eröffnet am 14. November

Besucher wie gewohnt vom Bistrozelt

aus. Als Besonderheit werden in der Zeit

vom 24. November bis 22. Dezember

weitere Weihnachtsmarktaktionen im Außenbereich

der Eisbahn aufgebaut. „Am

08. Dezember wird auch der Coca-Cola

Weihnachtstruck wieder zu uns kommen“,

blickt Heß voraus.

Wer keine eigenen Schlittschuhe hat kann

sich für 3,00 Euro vor Ort welche ausleihen.

Ebenso ist es auch in diesem Jahr möglich

seine eigenen Schlittschuhe schleifen

zu lassen. Den Anfängern auf den Kufen

stehen wieder die beliebten Pinguin Laufhilfen

gegen eine Gebühr von 1,50 Euro

zur Verfügung. „Allgemein sind die Preise

im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben“,

teilt das Referat Jugend und Sport mit. Jugendliche

zahlen 2,00 Euro, Erwachsene

3,00 Euro. Vielfahrer sparen beim Kauf

einer 12er Karte und auch Schulklassen

erhalten einen ermäßigten Eintritt. Zusätzlich

sind verschiedene Sonderaktionstage

vorgesehen und Ermäßigungen für Inhaber

der Rheinpfalz-Card.

Schulklassen, Jugend- und Sportgruppen

können sich feste Eislaufzeiten reservieren

lassen, um zum Beispiel einen Wandertag

oder die Sportstunde aufs Eis zu verlegen.

Die Telefonische Buchung der Eisfläche

können schon jetzt bei Frau Schroeer

vom Referat Jugend und Sport, Tel.: 0631

365-1520, vorgenommen werden.

Die Laufzeiten sind täglich von 9:00 Uhr

bis 12:00 Uhr, 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr,

16:00 Uhr bis 18:00 Uhr und 19:00 Uhr

bis 21:00 Uhr. An Freitag- und Samstagabenden

kann man seine Kurven bis 22:00

Uhr drehen.

Mehr Informationen rund um die Eisbahn,

das Veranstaltungsprogramm und

Preise gibt es im Flyer zu „Kaiserslautern

ON ICE“, der ab Anfang November in der

Tourist Information sowie verschiedenen

Geschäften und Gastronomiebetrieben

der Innenstadt ausliegt. Termine und Neuigkeiten

werden auch regelmäßig unter

www.kl-on-ice.de oder auf der Homepage

der Stadt Kaiserslautern www.kaiserslautern.de

veröffentlicht.

„Ich danke den Co-Sponsoren Stadtsparkasse,

Technische Werke, Radio RPR1.

und der Brauerei Park & Bellheimer für

die große Unterstützung“, so Heß. Er freut

sich, dass auch in diesem Jahr wieder viele

Partner für Werbung im Innen- und Außenbereich

gewonnen wurden.

Sandra Janik

Pressestelle Stadt Kaiserslautern


ND... ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

Glitzernden Weihnachtsdekoration, stimmungsvolle

Lichter, Lebkuchenduft und

liebevolle Geschenkideen: Ein Besuch

auf dem Weihnachtsmarkt in Kaiserslautern

verwandelt Stress in Vorfreude und

die vorweihnachtliche Geschenke-Jagd in

einen vergnüglichen Einkaufsbummel mit

kurzen Wegen. Kinder können sich in der

Weihnachtsbäckerei oder beim Karussell-

Fahren vergnügen, Erwachsene genießen

Mittagspause und Feierabend bei einem

Glühwein oder Tee mit Freunden. Hübsche

Holzhütten, ein flackerndes Feuer

und ein pralles Bühnenprogramm machen

den Lautrer Weihnachtsmarkt rund um die

Stiftskirche und auf dem Schillerplatz zum

Erlebnis für die ganze Familie.

Am 24. November 2008 eröffnet um

18:00 Uhr Oberbürgermeister Dr. Klaus

Weichel auf der Bühne am Schillerplatz

den Markt. Pünktlich mit dem Glockenschlag

der 18. Stunde des Tages erstrahlt

die festliche Illumination des Weihnachtsmarktes

und der ganzen Innenstadt. Mit

besinnlichen Worten werden die Besucherinnen

und Besucher auf die Weihnachtszeit

eingestimmt. Bis zum 22. Dezember

kann man das Angebot der Holzhäuschen

zwischen Stiftskirche und Schillerplatz

genießen. „Der Lautrer Weihnachtsmarkt

bietet für jeden etwas“, berichtet Bürgermeisterin

Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt.

Vom Kunsthandwerk und Kinderspielzeug

über Keramik oder Schmuck bis hin zu

Weihnachtsdekoration und Wärmendem

für die Wintertage wird alles geboten. Eine

romantische Atmosphäre bietet dabei die

prachtvolle Beleuchtung beispielsweise in

den Platanen rund um den Weihnachtsmarkt,

an der Tourist Information bis hin

zur Barbarossaburg am Rathaus, die anlässlich

der Weihnachtszeit in monochromatisches

Licht getaucht wird.

Darüber hinaus gibt es auch in diesem

Jahr ein pralles Rahmenprogramm. „Besonderen

Wert haben wir wieder auf Tradition

und eine gewisse Kontinuität gelegt“,

erklärt Alexander Heß, Leiter des Projekt-

IN K AISERSL AUTERN:

WEIHNACHTSMARKT

– vom 24. November bis 22. Dezember

mitten in der Innenstadt

büros Städtische Veranstaltungen. Vor allem

musikalisch lässt es keine Wünsche

offen. „Von Crime&Passion über Waymond

Harding bis hin zu Gospelchören und den

Blechbläsern – das täglich abwechslungsreiche

Programm - von festlicher Weihnachtsmusik

bis zu mitreißenden Rhythmen

der Welt - hält viele musikalische

Leckerbissen zum Genießen vor“, fasst

Heß zusammen. Mehr Informationen zum

Programm bietet der Flyer, der ab Mitte

November in Geschäften, Gastronomiebetrieben,

bei Sparkassen und auch in der

Tourist Information ausliegt.

Zahlreiche Neuigkeiten und Highlights machen

den Weihnachtsmarkt dieses Jahr

zu einem besonderen Veranstaltungs-Erlebnis.

„Erstmalig wird auch der Innenhof

der Stiftskirche in das Konzept integriert“,

verrät Bürgermeisterin Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt.

Dort sorgen ein großes

offenes Feuer und ein Krippenbild für eine

wärmende Atmosphäre. Kunsthandwerker,

Bildhauer und Einrichtungen der Kirche

präsentieren ihre Arbeiten. Immer dienstags

und donnerstags machen die Tiere

des Streichelzoos des Zoos Kaiserslautern

das Krippenmodell zum lebendigen Erlebnis.

Dann wird dort auch ein Krippenspiel

gezeigt. Ein weiteres Highlight auf dem

diesjährigen Weihnachtsmarkt ist ein überdimensionaler

16 Meter langer Adventskalender

am Eingang zum Innenhof der

Stiftskirche. Täglich öffnet sich um 16:00

Uhr ein Türchen und es kommt eines der

24 von Kindergärten der Kirchengemeinde

gestalteten Bilder zum Vorschein.

Auch bei der diesjährigen Weihnachtsmarktsaison

ist wieder die Weihnachtsbäckerei

für Kinder dabei. Am Eingang

zum Innenhof der Stiftskirche wird die

75 Quadratmeter große Bäckerei eingerichtet,

in der die Kids unter Aufsicht von

gelernten Bäckerinnen und Bäckern ihre

eigenen Plätzchen backen können. „Dank

den Sponsoren, Barbarossa-Bäckerei und

Knörr Zelte GmbH, konnten wir die Bäckerei

vergrößern“, berichtet Heß. Für die Be-

gleiterinnen und Begleiter der Kinder sowie

deren Eltern wurde in einem der drei

großen Spitzdachzelte ein Cafe eingerichtet,

wo man bei Kaffee und Kuchen den

Kleinen beim Backen zuschauen kann. An

Wochentagen backen immer Kinder aus

örtlichen Einrichtungen, Schulen und Kindergärten.

Am Wochenende besteht die

Möglichkeit, sich direkt vor Ort anzumelden

und mitzubacken.

Noch eine weitere Überraschung: „Am

05., 06. und 07. Dezember lädt der Mittelalterverein

Legende e.V. erstmalig zu

einem mittelalterlichen Gelage an der

Barbarossaburg ein“, berichtet die Bürgermeisterin.

In den Ruinen des ehemaligen

Schlosses von Kaiser Barbarossa kann

man gemütlich verweilen bei deftigem

Schmauß und heißem Met. Mittelalterliches

Handwerk und Flair entführen die

Besucherinnen und Besucher in die Zeiten

des 12. und 13. Jahrhunderts. Drechsler

und Seifensieder zeigen ihr Handwerk, ein

Märchenerzähler verzaubert die Kleinen

und Köche versorgen die Gäste. „Wir freuen

uns, dass wir den Mittelaltermarkt von

unserer Idee begeistern konnten. Die Zusammenarbeit

lief bereits im Vorfeld sehr

gut und wir sind zuversichtlich, dass der

Weihnachtsmarkt damit um eine ganz besondere

Attraktion bereichert wird“, zeigt

sich Wimmer-Leonhardt zufrieden. Auch

Kaiser Barbarossa persönlich wird anlässlich

des 850 jährigen Jubiläums seines

ersten Aufenthaltes in Kaiserslautern mit

vielen Aktionen, wie beispielsweise einer

Vorlese-Aktion am Eröffnungs-Tag, auf

dem Weihnachtsmarkt zu Gast sein.

Der Lautrer Weihnachtsmarkt ist von Montag

bis Mittwoch von 10:00 bis 21:00 Uhr

geöffnet, Donnerstag bis Samstag von

10:00 bis 22:00 Uhr und sonntags von

13:00 bis 21:00 Uhr.

Sandra Janik

Pressestelle Stadt Kaiserslautern

4/2008

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44

TITELTHEMA...

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

DER ERSTE RENNWAGEN FÜR DIE FORMUL A STUDENT

Am 02.07.2008 hatte das Kaiserslautern

Racing Team e.V. (KaRaT) zur feierlichen

Enthüllung seines Rennboliden im Fraunhofer-Institut

für Experimentelles Software

Engineering eingeladen. Der „CarboNyte-

CN 08“ getaufte Rennwagen trat diesen

Sommer bei drei Events der Formula Student

in Silverstone, Hockenheim und Fiorano

an.

Nach engagierter und Schlaf raubender

Vorbereitungsphase im technischen, aber

auch organisatorischen Bereich wurde das

Fahrzeug den über 50 geladenen Gästen

Mit dem Rennen der Formula SAE Italy

am 22. September endete die diesjährige

Rennsaison der Formula Student in

Europa. Das Kaiserslautern Team (KaRaT)

e.V. nahm dieses Jahr als erstes Team

aus Rheinland-Pfalz an der studentischen

Rennserie teil. Zeit um Bilanz zu ziehen:

Nach einer langen Planungs- und Konstruktionsphase

war es am 02. Juli 2008

endlich soweit: der erste eigene Rennboli-

FEIERLICHE ENTHÜLLUNG

präsentiert. Zu den Besuchern zählten

sowohl die Partnerunternehmen des Kaiserslautern

Racing Teams, als auch Unterstützer

aus dem Umfeld der TU Kaiserslautern.

Der Kanzler der TU Kaiserslautern,

Stefan Lorenz, und der Leiter des Fraunhofer

IESE, Prof. Dr. Peter Liggesmeyer,

begrüßten die Anwesenden mit Worten zu

technischer Innovation und Engagement

an Hochschulen.

Prof. Dr.-Ing. Martin Maier, Faculty Advisor

des Teams, lobte die Eigenregie, in der die

Studierenden der TU Kaiserslautern das

Fahrzeug konzipiert, konstruiert und gefertigt

haben. Das Team selbst stellte die

Arbeitsorganisation und den Weg von der

Idee bis zum fertigen Fahrzeug vor und be-

de, getauft auf den Namen CarboNyte 08,

konnte der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Auch hier kommt Spitzen-Knowhow

aus den Bereichen Leichtbaukonstruktion,

Board-Elektronik und Antriebstechnik zum

Einsatz.

Sein Können konnte das Team dieses Jahr

in drei internationalen Rennen in England,

Deutschland und Italien beweisen. Nach

einem durchwachsenen Auftakt in Silverstone,

wo das Fahrzeug wegen technischer

Probleme nicht an den Rennevents

teilnehmen konnte, folgten zwei für ein

Newcomer Team sehr erfolgreiche Auftritte

in Hockenheim (48. von 78) und Fiorano

(23. von 33). Beide Veranstaltungen

dankte sich bei allen Sponsoren, die den

Bau des Fahrzeugs ermöglichten.

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete

die Enthüllung des Fahrzeugs, in das die

Studierenden über ein Jahr Arbeit investierten.

Ziel ist es, mit dem Rennwagen

bei den internationalen Wettbewerben der

Formula Student, als Newcomer einen

top Platz zu belegen. Der Wettbewerb der

Formula Student UK fand am 12. Juli in

Silverstone statt.

Das Team bedankt sich bei allen Besuchern,

Organisatoren und Helfern und

hofft auch weiterhin auf gute Zusammenarbeit.

Anja Köhler

„FORMUL A SAE ITALY “

zeichneten sich durch ein hochklassiges

Teilnehmerfeld aus 19 Nationen aus.

Besonders hervorzuheben bleibt hierbei,

dass in beiden Fällen das bei weitem anspruchsvollste

Event - die Endurance - erfolgreich

absolviert werden konnte. Dieses

Ausdauerrennen ruft selbst unter den

etablierten Spitzenteams eine 50 prozentige

Ausfallquote hervor und gilt als echter

Härtetest für das Fahrzeug. Ebenfalls

konnte die langwierige technische Abnahme

durch Sachverständige aus dem Automobilbereich,

stets als eines der ersten

Teams absolviert werden. Diese Fakten

unterstreichen die geleistete solide und

fachkundige Ingenieursarbeit.


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

Als persönliches Resümee der Teammitglieder

bleibt zu sagen, dass dieses Jahr

das wohl lehrreichste und aufregendste

war, was einem ein Hochschulstudium

bieten kann. Dies beschränkt sich nicht

darauf, das in den Vorlesungen erlernte

auch einmal in der Praxis anwenden zu

können, sondern gibt einen Eindruck was

es bedeutet, ein solch großes Projekt auf

die Beine zu stellen, ein Team zu koordinieren

und unter Zeitdruck und harten

Zielvorgaben Entscheidungen treffen zu

müssen.

Abschließend möchten wir uns noch einmal

bei allen bedanken, die uns auf unserem

Weg unterstützt haben und hoffen

auch in der nächsten Saison wieder auf

sie zählen zu können.

KaRaT

DEUTSCH LERNEN AN DER TU

Zweimal im Jahr beginnt an der TU Kaiserslautern

in den Semesterferien ein vom

VKB e.V. organisierter Deutsch-Intensivkurs.

Und jedes Mal ist der erste Tag für

alle der spannendste. Für die Studierenden

und für die Dozentinnen.

Auch in diesem Sommer nahmen rund 60

ausländische Studierenden an einem der

fünf Deutschkurse auf dem Campus teil.

Im Rahmen ihres Internationalen Masterstudiums

legen sie nach gesamt 300 Unterrichtsstunden

eine Deutschprüfung auf

dem Niveau A2 nach dem Gemeinsamen

Europäischen Referenzrahmen ab.

In unseren Deutschkursen stehen zwei

Ansätze im Mittelpunkt: der kommunikative

und der sozial-integrative Ansatz. Die

Deutschlerner erwerben oder erweitern

ihre kommunikativen Deutschfertigkeiten

und erproben sie anhand von Praxisaufgaben

in der Alltagsumgebung. Beim gemeinsamen

Einkaufen, beim Besuch des

Wochenmarktes oder der Stadtbücherei

können sie ihre ersten Deutschkenntnisse

gezielt einsetzen.

Mit konkreten Fragen z. B. in der Stadtbücherei

nach den Kosten für einen Ausleihausweis

oder den Fachabteilungen für

ihr Studiengebiet lernen die Studierenden

Die Internationalen Studiengänge und der Deutschkurs

einen Teil des außeruniversitären Umfeldes

kennen.

Oder andere Fragen bei den sprachpraktischen

Übungen in der Stadt gelten der

medizinischen Versorgung, wenn man am

Wochenende krank wird.

Ziel ist es aber auch, den neuen Studierenden

die ersten Schritte an der TU zu

erleichtern. Deshalb wird im Unterricht

immer wieder der Bezug zu den Fachbereichen

hergestellt und die Ansprechpartner/innen

in den Fachbereichen erhalten

konkrete Rückmeldung über „ihre“ Studierenden.

Außerdem wird die soziale Integration in

das neue Umfeld durch kursübergreifende

Projekte wie unsere Kurszeitung, geschrieben

und betreut von den Studierenden

und Dozentinnen, erleichtert.

Dieser Kurs findet in Zusammenarbeit mit

der ISGS statt, die ihn im Rahmen ihres

Orientierungskurses anbietet und die Organisation

der Exkursionen und die soziale

Betreuung übernimmt.

Die Deutschkurse stehen allen, die in einem

universitären Umfeld Deutsch lernen

möchten, zur Verfügung und finden das

nächste Mal im März/April 2009 statt.

Und wenn Sie Interesse an weiteren Informationen

haben, mailen Sie bitte an: Inka Claussen,

claussen@verw.uni-kl.de.

Inka Claussen, VKB e.V.

4/2008

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46

TITELTHEMA...

Wo könnte die „Carmina Burana“ des inzwischen

längst zu Weltruhm gekommenen

Carl Orff besser aufgehoben sein als

in den Kreisen der Jugend mit ihrer vom

Schicksal vorbestimmten Eroberung des

Lebens in all seinen Facetten. Da ist zum

Einen der sogenannte Ernst des Lebens:

die Ausbildung, der Beruf, das finden einer

Position in der Gesellschaft und die

Sicherung des Unterhalts, all das vielfach

verbunden mit der Faszination des

Entdeckens ungekannter Welten. Und da

ist zum Zweiten der „ewige Tanz der Jugend“,

die Beschwingtheit, das Aufeinander-Zugehen,

das Sich-wieder-Entfernen,

das Kennen lernen und Sondieren, das

Eintauchen in die intellektuellen und geis-

Am 27./28. Januar 2009 wird die zehnte

bonding Firmenkontaktmesse veranstaltet.

Das besondere an der kommenden Messe

wird die Erweiterung vom Foyer in Gebäude

42 zusätzlich in das Foyer des Gebäudes

46. Damit werden dieses Mal fast 100 Firmen

Platz finden, sich den Studenten der

TU Kaiserslautern vorzustellen. Damit erreichen

wir wieder die Größe der Messen,

wie zu den Boomzeiten der New-Economy.

Auch für uns sind die Messen eine Art Barometer,

an der man den Bedarf der Wirtschaft

an Ingenieuren messen kann – und

dieser ist immer noch riesig.

Chancen Nutzen

Unter den teilnehmenden Firmen wird von

der kleinen, regionalen Softwareschmiede

bis zum globalen Großkonzern alles vertreten

sein. In einer Umfrage der Wirtschaftswoche

(Stand 2007) unter Personalleitern

landete die TU Kaiserslautern in den Fachbereichen

Elektrotechnik, Maschinenbau,

Informatik und Wirtschaftsingenieurwesen

unter den Top 10! Diese Wertschätzung

sollte jeder Student nutzen, indem er auf

die Firmenkontaktmesse kommt und mit

den Firmen spricht. Ein persönliches Ge-

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

TU CHOR

tigen sowie seelischen und körperlichen

Freuden, das Auskosten der Gelegenheiten

und Möglichkeiten.

Die lange vergessenen Texte der „Carmina

Burana“ machen uns deutlich, dass dieses

Spiel des Lebens schon immer virulent

war, schon immer die Herzen der Menschen

bewegt, ergriffen und hin und her

gerissen hat. Es ist daher nur konsequent,

wenn Carl Orff sein Werk mit dem Anruf „O

Fortuna“ beginnen lässt und es auch so

beendet. Dazwischen dreht sich das Rad

der Fortuna und verdeutlicht, dass es Phasen

des Glücks gibt, in denen das Individuum

obenauf ist und Phasen des Absturzes,

in denen deutlich wird, dass der Mensch

nichts wirklich festhalten kann. Dieses

Drehen des Rades, dieses Durchschreiten

der unterschiedlichsten Lebenslagen, all

das hat Carl Orff in unvergleichlicher Weise

in Töne, Melodien und Rhythmen gesetzt

und ein überaus farbenprächtiges Klangbild

geschaffen.

spräch mit den Studenten überzeugt so

manchen Firmenvertreter mehr, als mehr

oder weniger gute Noten auf dem (Vor-)

Diplomzeugnis. Gerade deswegen machen

sich die Firmen diese Mühe und reisen

teilweise mit bis zu acht Ingenieuren und

Personalern an, um einen persönlichen

Eindruck ihrer potentiellen neuen Kollegen

zu bekommen.

Vorbereitung

… ist alles. Natürlich macht es einen guten

Eindruck, wenn man mit gut vorbereiteten

Bewerbungsunterlagen glänzen kann.

In den Warm-Up-Wochen vor der Messe,

werden einige Veranstaltungen angeboten,

um den Studenten dabei behilflich

zu sein. Diese Veranstaltungen betreuen

nicht wir, sondern unsere langjährigen und

kompetenten Partner.

Motivation

Aber warum machen sich Studenten

diesen Aufwand, eine solche Großveranstaltung

zu organisieren? Weil es Spaß

macht! Bei der Organisation einer solchen

Messe lernt man spielend Soft-Skills wie

Projektmanagement, Präsentationstech-

Bei alledem ist es nur natürlich und folgerichtig,

dass sich die Chöre zweier benachbarter

Universitäten – Landau und Kaiserslautern

– zusammengefunden haben, um

dieses fulminante Werk zu realisieren. Bei

der Aufführung im Neustädter Saalbau

fanden die Akteure beigeisterte Zustimmung.

Möge sich mit dem nun vorliegenden

Konzertmitschnitt die lebensbejahende

Ausstrahlung der jungen Sängerinnen

und Sänger auf den Hörer übertragen.

Prof. Dr.-Ing. Lothar Litz

Vizepräsident für Lehre und Studium

Die CD des Live-Mitschnittes

hat bei Fachleuten

große Zustimmung

erfahren und ist zusammen

mit einem 16-seitigen

Booklet im Handel,

im Uni-Shop und in der Uni-Buchhandlung für 15

Euro erhältlich.

BONDING – erlebe, was du werden kannst!

niken und Teamarbeit - die spätestens in

der ersten Bewerbung als selbstverständlich

angesehen werden. Nebenbei kann

man gleichzeitig Kontakte in die Wirtschaft

und damit auch zu späteren potentiellen

Arbeitgebern pflegen.

Wir freuen uns auf alle Besucher auf der

Firmenkontaktmesse. Alle Interessierten

sind herzlich dazu eingeladen, auch vorher

schon auf unserem Plenum vorbeizuschauen.

Kontakt:

bonding-studenteninitiative e.V.

Theodor-Heuss-Str. 23

67663 Kaiserslautern

www.bonding.de/kaiserslautern


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

IM TIEFSTEN WINTER...

MIT DER THEATER AG NACH ACAPULCO

Im Juli führte die Theater AG der TU Kaiserslautern

auf der Bühne des Audimax’

die Krimikomödie „Scherz beiseite“ von

Agatha Christie fünf mal erfolgreich vor

etwa 650 begeisterten Zuschauern auf.

Das klassische Stück von Agatha Christie

blieb durch seinen Aufbau, die geschickte

Inszenierung und die schauspielerische

Leistung der Gruppe bis zur letzten Szene

fesselnd, wobei u.a. das dunkle Geheimnis

der zwei auf der Bühne miterlebten

Morde letztendlich mit viel Humor und

Ironie gelüftet wurde. An der Produktion

dieses Stücks arbeiteten über drei Monate

lang mehr als 20 schauspielbegeisterte

Mitglieder der Theatergruppe intensiv und

Jana Hempel, Foto: Thomas Koziel

kreativ mit, die sich mit viel Spaß und Engagement

bei Regie, Schauspiel, Bühnenbild,

Logistik, Bild- und Filmaufnahmen

etc. stark einbrachten.

Für das Wintersemester hat sich die Theatergruppe

der TU zu dem Stück „Acapulco,

Madame!“ von Yves Jamiaque entschieden.

Der französische Autor ist für mehr

als zwanzig Drehbücher diverser Verfilmungen

in Frankreich und Hollywood, aber

auch für seine Fernsehserien bekannt. In

Deutschland hat er sich vor allem mit den

Komödien „Acapulco, Madame!“, „Lea“

und „Das schwarze Schaf“ einen Namen

gemacht.

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„Acapulco, Madame!“ ist eine kurzweilige,

witzige und trotzdem tiefgründige Komödie

in sieben Szenen, welche die Theater

AG im Februar 2009 aufführen wird. Die

Aufführungstermine sind Do. 05., Sa. 07.,

Mo. 09., Do. 12. und Fr. 13.2. jeweils um

20:00 Uhr im Audimax. Die Theatergruppe

der TU Kaiserslautern möchte hiermit

ihre Zuschauer schon jetzt zu ihrer neuen

Komödie und einem schönen, unterhaltsamen

Abend im Februar einladen.

Mehr Infos zum Stück finden Sie unter:

www.uni-kl.de/theater.

(v.l.n.r: Ursula Wessoly, Parya Memar)

4/2008

Scherz beiseite von Agatha Christie

(v.l.n.r: Falk Kralemann, Parya Memar, Markus Utz, Jana Hempel)

Fotos: Markus Küster

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TITELTHEMA...

Nach monatelangen Renovierungsarbeiten

wurden am 10.10.2008 die frisch renovierten

und neu gestalteten Räume des

AStAs wiedereröffnet. Sebastian Kaindl,

Schwulenreferent des AStAs, der mit der

Hauptorganisation der Renovierungsarbeiten

betraut war, bedankte sich herzlich

bei allen fleißigen ehrenamtlichen Helfern,

sowie bei der Universitätsleitung, der ZBT

und der Büroausstattungsfirma Römer &

Römer, durch deren Einsatz ein offener

Raum für Beratung und Kommunikation

geschaffen werden konnte. Besonderer

Dank gilt auch der Firma Ferchau Engineering,

die mittels einer Spende die Anschaffung

einer modernen Sitzlandschaft für die

Leseecke des AStA-Büros ermöglichte.

Präsident Prof. Dr. Helmut Schmidt griff

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

MIT FRISCHEM WIND INS NEUE SEMESTER

AB MIT ALTEN ZÖPFEN

Der Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure

(VWI) in Kaiserslautern bietet den

Studierenden hervorragende Möglichkeiten,

ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen

zielgerichtet zu erweitern.

Zum einen veranstaltet der VWI in Zusammenarbeit

mit Unternehmen Workshops,

Fallstudien und Vorträge, die für

jeden Studierenden eine Ergänzung zum

die von Sebastian Kaindl bereits erwähnten

„kurzen Dienstwege“ auf und lobte

die besonders gute und nahe Zusammenarbeit

der studentischen Gremien an der

TU Kaiserslautern. Das von ihm gewählte

Zitat von Henry Ford: „Zusammenkunft ist

ein Anfang. Zusammenhalt ist ein Fortschritt.

Zusammenarbeit ist der Erfolg.“

unterstreicht auch die Intention des AStAs

in einem freundlichen Miteinander, Dienstleistungen

von Studenten für Studenten in

zwangloser Atmosphäre anzubieten.

WIR...

Studium darstellen. Dadurch werden die

persönlichen Fähigkeiten in Bereichen wie

Kommunikation, Organisation, Präsentation

und „Team-Training“ verbessert.

Zum anderen werden vom VWI Firmenbesichtigungen

organisiert, die es den Studierenden

ermöglichen, schon während

des Studiums ihren potentiellen, zukünftigen

Arbeitsplatz kennen zu lernen.

Mit dem gemeinsamen symbolischen

Durchschneiden des roten Bandes eröffneten

Prof. Dr. Schmidt und Sebastian

Kaindl die neuen Räume des AStAs.

Der AStA freut sich darauf, in diesem Semester

viele interessierte Studierende in

den neuen Räumlichkeiten begrüßen zu

dürfen.

Sonja Heizenreder

Herr Zickermann, Frau De Rugeriis (beide Ferchau

Engineering), Frau Müller (Römer+Römer), Sebastian

Kaindl, Herr Altmaier (LBB) und Prof. Dr.

Schmidt (v.l.n.r.).

…Wirtschaftsingenieure haben eine „Motorfunktion“ für die zukünftige wirtschaftliche

Entwicklung. Jedoch muss zuerst der Wirtschaftsingenieur in uns

reifen.

Neben Arbeit und Berufsorientierung

kommt natürlich auch der Spaß beim

VWI-Kaiserslautern nicht zu kurz. Hierzu

gibt es zahlreiche Events, die vor allem auf

die Netzwerkbildung abzielen und Freundschaften

entstehen lassen. Im Dezember

stehen unter anderem die Semesterfahrt

nach Wien an, im Januar das legendäre

„Kochen mit dem Prof.“ und vieles mehr.

Henry Ford sagte einmal, dass er für die

Fähigkeit, mit anderen Menschen auszukommen,

mehr bezahle, als für jede andere

Kompetenz. Bei uns kannst du diese

Kompetenz ausbauen.

Schaue doch unter www.vwi-kl.de,

hier findest du die aktuellen Events.

VWI


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OSAK A PERFECTURE UNIVERSITY, JAPAN

KOOPERATION TRÄGT FRÜCHTE

Die Technische Universität Kaiserslautern

und das Deutsche Forschungszentrum für

Künstliche Intelligenz (DFKI) kooperieren

seit November 2006 mit der Osaka Prefecture

University (OPU). Andreas Dengel,

Professor am Fachbereich Informatik der

TU sowie wissenschaftlicher Direktor und

Mitglied der DFKI-Unternehmensleitung

gründete jetzt, zusammen mit japanischen

Kollegen von der OPU und dem „National

Institute of Advanced Technologies“,

das „Institute of Document Analysis and

Knowledge Science“ (IDAKS ).

Andreas Dengel zur Gründung des neuen

Instituts: „Schon vor zwei Jahren kamen

die Professoren Koichi Kise und Hiroshi

Tsuji mit der Absicht auf uns zu, ein gemeinsames

Institut in Osaka zu gründen.

Ich freue mich sehr, dass es uns nun gelungen

ist, mit dem IDAKS diese Idee zu

verwirklichen. Die Forschungsthemen am

IDAKS passen hervorragend zu unseren

wissenschaftlichen Arbeiten am DFKI und

der TU Kaiserslautern“. Prof. Dengel berät

die Einrichtung in den Bereichen Semantic

Web, Künstliche Intelligenz und Wissensmanagement.

Die Zusammenarbeit mit der OPU umfasst

neben gemeinsamen Forschungsaktivitäten

auch den Austausch von Wissenschaftlern

und Studierenden. Das

gemeinsame Internship-Abkommen mit

der OPU, ein Austauschprogramm für Wissenschaftler

und Studenten, ist erfolgreich

gestartet. Shingo Kubo, ein Austauschstudent

aus Osaka, schloss seine Diplomarbeit

am DFKI und der TU unter der Leitung

von Prof. Dengel mit Auszeichnung ab. Als

Essenz seiner Diplomarbeit entstand eine

wissenschaftliche Publikation, die auf der

renommierten IEEE SMC08 Konferenz als

sogenanntes ‚full paper’ akzeptiert wurde;

ein sehr erfolgreicher Start für seine Karriere

als Wissenschaftler bei Hitachi.

Die Partnerschaft im Bereich der Informati-

ons- und Kommunikationstechnologie soll

zukünftig auch auf andere Fachbereiche

ausgedehnt werden. Dazu finden gegenseitig

regelmäßige Einladungen, Vorträge

und Gastvorlesungen statt.

Das DFKI kooperiert bereits seit Jahren

mit japanischen Forschungseinrichtungen

und Wirtschaftsunternehmen, darunter

namhafte Firmen wie Hitachi, NEC, RICOH

oder Sony.

Udo Urban

SAME PROCEDURE AS EVERY YEAR...

Die diesjährigen Absolventen der „Fachsprachenausbildung Technisches Englisch“ mit

Dozentin Doris Storrer am Tag ihrer Finals. Danach wurde ihnen das Zertifikat „Fachsprache

Englisch“ ausgehändigt. Dafür lohnt sich der Aufwand des zwei Jahre dauernden

Kurses!

Mehr Infos über die Zusatzausbildung via: storrer@rhrk.uni-kl.de

4/2008

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TITELTHEMA...

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

ERSTSEMESTER DER TU UND FH IM FRITZ-WALTER-STADION

GROSSER EMPFANG MIT 600 GÄSTEN

Erstsemester-Stipendiaten mit ihren Urkunden

Die ersten Lehrveranstaltungen sind besucht,

die Studentenbude ist bezogen und

die ersten Kontakte sind geknüpft. Zeit für

die Studienanfängerinnen und -anfänger

der beiden Hochschulen in Kaiserslautern,

sich im größeren Rahmen kennen

zulernen und zu erkunden, was die Stadt

Kaiserslautern noch zu bieten hat. Die ideale

Kulisse hierzu boten Technische Universität

und Fachhochschule gemeinsam

mit Stadt und 1. FCK. Oberbürgermeister

Dr. Klaus Weichel, die beiden Hochschul-

Präsidenten, Prof. Dr. Helmut Schmidt

(TU) und Prof. Dr. Uli Schell (FH) sowie

TICKET 24 / TICKET 24 PLUS

der Vorstandsvorsitzende des 1. FCK, Stefan

Kuntz, taten sich zusammen und luden

am 27.10. erstmals gemeinsam zum

Empfang der Erstsemester ins Fritz-Walter-

Stadion ein.

Der Radiosender „Antenne Kaiserslautern

heizte den rund 600 Gästen mit

fetziger Musik ein und Oliver Dütschke,

Pressesprecher des 1. FCK, portraitierte

im lockeren Gespräch die Gastgeber, die

sich an ihre eigene Zeit der Ausbildung

erinnerten. Stefan Kuntz ging auf gelungene

Kooperationen zwischen Sport und

Wissenschaft ein und stellte eine Reihe

von Job-Möglichkeiten

vor, die der 1. FCK Studierenden

bietet.

„Eine gelungene Veranstaltung“

war immer

wieder aus den Reihen

der Gäste zu hören, die

sich über einen Bon für

Einen Tag eiskalt sparen

PLUS 4x Begleitung.

Der Tag gehört Ihnen: mit dem

Ticket 24 für Einzel reisende ab

5 € und dem Ticket 24 PLUS

für Gruppen bis 5 Per sonen ab

8,50 €. Mehr unter www.vrn.de

oder 01805 – 876 4636 (14 Cent

je angefangene Minute aus dem

Fest netz, aus Mobil funk netzen

ggf. abweichende Preise)

Einfach hin und weg.

Tarif 1/2007

ein Freigetränk mit Hefeherz und ganz besonders

über eine Freikarte für das Heimspiel

des 1. FCK gegen den VfL Osnabrück

freuten. Im Rahmen dieser Veranstaltung

überreichte TU-Präsident Prof. Dr. Helmut

Schmidt 20 Erstsemester-Stipendien für

herausragende Schulleistungen und/oder

soziales Engagement. Das Stipendium in

Höhe von monatlich 160 Euro wird für

zwölf Monate gewährt.

Eine gelungene Premiere, sind sich die

Veranstalter einig, die im kommenden

Jahr ausgebaut werden soll.

Ju


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STIF TUNG RHEINL AND-PFALZ FÜR INNOVATION

AHNEN UND HERING:

STIF TUNG IST WICHTIGER

INNOVATIONSMOTOR IM L AND

Rund 5,7 Millionen Euro im Jahr 2007

für 31 zukunftsträchtige Projekte

Als „antriebsstarken Innovationsmotor“

bezeichneten Wissenschaftsministerin Doris

Ahnen und Wirtschaftsminister Hendrik

Hering am 4.11. bei einer Pressekonferenz

in Mainz die Stiftung Rheinland-Pfalz für

Innovation. Sie habe auch im vergangenen

Jahr eindrucksvoll gezeigt, wie positiv

sie das wissenschaftliche und wirtschaftliche

Geschehen im Land mitgestalte, ur-

teilten die beiden Minister. In 2007 förderte

die Stiftung 31 Projekte im Umfang

von rund 5,7 Millionen Euro. Von diesen

31 Projekten werden 13 an der Johannes

Gutenberg-Universität Mainz, acht an der

TU Kaiserslautern, zwei an den Fachhochschulen

Koblenz und Trier und acht an außeruniversitären

Forschungseinrichtungen

des Landes realisiert.

Stellvertretend für das breite Spektrum

der geförderten Projekte wurde u. a. das

Projekt von Prof. Dr.-Ing. Bernd Sauer,

Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik,

vorgestellt. Professor Dr.-Ing.

Bernd Sauer vom Lehrstuhl für Maschinenelemente

und Getriebetechnik der

TU berichtete, wie „rotierende Wellen“

WIRTSCHAF TLICHER EINSATZ

VON WEICHEN WELLENDICHTUNGSL AUFFLÄCHEN

1. Einleitung / Motivation

Rotierende Wellen werden überwiegend

mit berührenden Elastomerdichtringen abgedichtet.

Allgemein üblich ist es, die mit

dem Dichtring in Berührung stehenden

Wellenoberflächen zunächst mit einem

Drehverfahren herzustellen, im Anschluss

zu härten und dann mit einem Schleifprozess

auf das passende Sollmaß zum

Dichtring zu schleifen. In der Vergangenheit

wurde versucht mit dem Verfahren

„Hartdrehen“ den Schleifprozess zu ersetzen

und Kosten damit einzusparen. Damit

wird zwar eine Kostenreduzierung erzielt,

aber das Härten stellt immer noch einen

wesentlichen Kostenfaktor dar. Da es

schon Anwendungen von nicht gehärteten

Oberflächen als Dichtringlaufflächen gibt,

wurde dieser Gedanke aufgegriffen und im

Rahmen des Vorhabens hinsichtlich einer

wirtschaftlichen Realisierung untersucht.

2. Projektdesign und Ziele

Ziel des Vorhabens war es zu untersuchen,

ob es möglich ist, das relativ aufwändige

Herstellen der Wellenoberflächen zu vereinfachen

und dabei Kosten zu sparen.

Dazu waren einerseits die geeigneten

Parameter zur Herstellung von nicht ge-

härteten gedrehten Wellenoberflächen

experimentell zu ermitteln. Auf der anderen

Seite mussten die Eigenschaften des

Dichtsystems überprüft werden. Als wesentliche

Frage war zu erforschen, welcher

Verschleiß an der Wellenoberfläche (und

dem Dichtring) auftritt. Zu erwarten war,

dass nicht gehärtete Wellen nur deutlich

geringere Laufzeiten mit vertretbarem

Verschleiß zulassen. Im Hinblick auf den

Verschleiß sollten in dem Vorhaben ebenfalls

Verschmutzungen an der Dichtstelle

untersucht werden, weil gerade diese

wesentlich zum Verschleißmechanismus

beitragen.

Da bei dem Vorhaben wirtschaftliche Aspekte

eine wesentliche Motivation bilden,

wurde für die Bearbeitung ein Team aus

mehreren Lehrstühlen der TU Kaiserslautern

gebildet. Die Herstellung der Wellen-

oberflächen und experimentelle Variation

wurde vom Lehrstuhl für Fertigungstechnik

und Betriebsorganisation, Prof. Aurich

durchgeführt. Die vergleichende Bewertung

von Kostenbestimmenden Faktoren

wurde vom Lehrstuhl für Unternehmensrechnung

und Controlling, Prof. Lingnau

vorgenommen. Die Projektleitung und ex-

kostengünstiger als bisher und trotzdem

effizient abgedichtet werden können. Im

Bereich der Mechanik ist die Welle ein

weitverbreitetes, stabförmiges Maschinenelement

zur Übertragung mechanischer

Energie (Drehbewegung). Rotierende Wellen

werden überwiegend mit berührenden

Elastomerdichtringen abgedichtet. Bisher

wurden die kontaktierenden Wellenoberflächen

jeweils durch ein mehrstufiges

Fertigungsverfahren hergestellt und dem

Ring angepasst. Mit diesem Projekt wurden

die Fertigungsparameter getestet und

entwickelt, mit denen KMU ihr individuelles

Produkt kostengünstiger bei gleicher

Qualität herstellen können.

Pressestelle MBWJK

perimentellen Untersuchung der Wellendichtsystems

erfolgte durch den Lehrstuhl

für Maschinenelemente und Getriebetechnik,

Prof. Sauer.

3. Ergebnisse und Ausblick

Im Vorhaben wurden verschieden Drehverfahren

(Längsdrehen, Einstechdrehen

und Tangentialdrehen) zur Herstellung von

Wellenoberflächen für Radialwellendichtringe

untersucht. Es konnten geeignete

Prozessparameter gefunden werden, die

funktionale Oberflächen entstehen lassen,

die für Wellenlaufflächen von Dichtringen

sehr geeignet sind. Durch Laufversuche

mit Dichtringen, bei denen auch gezielt

Verschmutzung an die Dichtstelle gebracht

wurde, konnte nachgewiesen werden,

dass die gefundenen Lösungen für

die Praxis anwendbar sind. Die veröffentlichten

Ergebnisse des Vorhabens liefern

insbesondere kleinen und mittelständischen

Unternehmen geeignete Daten und

Startwerte, um eine Anwendung von nicht

gehärteten kostengünstigen Wellenlaufflächen

in ein Produkt einzubringen.

Prof. Dr.-Ing. Bernd Sauer

4/2008

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TITELTHEMA...

Dipl.-Ing. J. Kehrbusch und Dipl.-Phys.

E. Ilin, beide Doktorandinnen in der AG

„Physik und Technologie der Nanostrukturen“

im Fachbereich Physik, erhielten

bei den internationalen Tagungen „Nanomechanical

Cantilever Sensors“ (Mainz)

und „Nano2Life Conference Meeting“

(Heraklion, Griechenland) Posterpreise

für die Entwicklung und die Applikation

eines neuartigen Mikroresonators (Abb.

1) als ultrasensitiver Massesensor. Der im

Nano+Bio-Center aus Silizium gefertigte

säulenartige Sensor mit Abmessungen von

nur 40 µm Höhe und Querdimensionen

von ca. 5-10 µm wird als Massesensor zur

resonanten Schwingung angeregt. Wird

eine Masse aufgebracht, so verringert sich

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

FÜR INNOVATIVE ULTRASENSITIVE MASSESENSOREN:

POSTERPREISE!

Siliziumsäulen mit Dimensionen von ca. 40 µm

Höhe und 8 µm Durchmesser, die im Nano+Bio-

Center aus einem Siliziumwafer geätzt wurden.

die Frequenz der Eigenschwingung. Diese

Frequenzänderung kann bequem mit Hilfe

einer optischen Messtechnik gemessen

werden. Es gelang den beiden Nachwuchswissenschaftlerinnen

eine nur 5

nm dünne Chromschicht mit einer Masse

von 6,3 pg nachzuweisen. Die Nachweisempfindlichkeit

liegt bei ca.1 Hz/fg und

mit den bisher benutzten Geometrien der

Säulen sollten so 25 fg (1 Femtogramm

= 0,000.000.000.000.001 g) messbar

sein. Durch weitere Miniaturisierung und

Verfeinerung der Messtechnik sollte es

möglich sein, diese Grenze weiter zu reduzieren.

Details zu diesen Massesensoren

finden sich in der erschienenen Veröffentlichung

im Fachjournal Applied Physics

Letters (APL, Vol. 93, Page 023102,

2008).

In weiteren Experimenten wurden Kunststoffkügelchen

aus Latex mit einem Durchmesser

von 2,5 µm als Testobjekt benutzt

und ihre Masse von ca. 8,4 pg erfolgreich

nachgewiesen. Die Latex-Kugeln ähneln in

ihrer Geometrie und Masse biologischen

Zellen. Das Ziel ist es im Rahmen eines

laufenden DFG-Projektes einzelne Zellen

mit diesem patentierten Sensor (E.

Oesterschulze, Ch. Ziegler Patent DE 10

2005 027 788) nachzuweisen. In Zukunft

soll dieser Sensortyp auch für die lokale

Nano-Katalyse im Rahmen des neuen

Forschungsschwerpunkts „NanoKat“ in

Kooperation mit der AG „Anorganische

Chemie“ (Prof. Dr. W. Thiel) eingesetzt

werden.

Prof. Dr. Egbert Oesterschulze

Die beiden Wissenschaftlerinnen E. Ilin (links)

und J. Kehrbusch (rechts) bei der Justage der optischen

Messapparatur.

BETON: BAUSTOFF DES 21. JAHRHUNDERTS

100 Studierende der Fachrichtungen Bauingenieurwesen

und Architektur waren der

Einladung der Professoren Wolfgang Breit,

Werkstoffe im Bauwesen, und Jürgen

Schnell, Massivbau und Baukonstruktion,

zum ersten Beton-Infotag am 25. Juni

2008 gefolgt.

Rund um das Thema Beton wurde diese

Informationsveranstaltung in Zusammenarbeit

mit der HeidelbergCement AG an

der TU Kaiserslautern durchgeführt.

Im Fokus der Fachvorträge des Vormit-

tagsprogramms standen die Ästhetik des

Sichtbetons, als dem absoluten Trendmaterial

in der aktuellen Architektur sowie

neue innovative Betone.

Birgit Westermann von der HeidelbergCement

AG stellte den Studierenden ebenso

fachkundig wie kurzweilig die neuesten

Entwicklungen auf dem Gebiet der Betontechnologie

und der Betonbauweise

vor, wobei die Themenpalette vom ultrahochfesten

Beton mit Druckfestigkeiten

von bis zu 800 MPa über textilbewehrten

Beton und photokatalytischen Beton bis

zum transluzenten Beton reichte. Hierbei

handelt es sich um einen neuartigen Be-

ton hoher Festigkeit, der durch den Einbau

von Glasfasern lichtdurchlässig wird

und es, vollkommen unabhängig von der

Wanddicke, ermöglicht, Licht, Schattenwürfe

oder sogar Farben und Bilder durch

den Beton zu sehen. (Abb. links oben!)

Von der Theorie in die Praxis wurden am

Nachmittag dieser Tagesveranstaltung das

ortsansässige Transportbetonwerk der Fa.

TRAPOBET und die Großbaustelle des Werkes

„Rettenmeier Holzindustrie Ramstein

GmbH & Co. KG“ im Industriegebiet Westrich

in Ramstein besucht.

Robert Adams


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TAG DES WISSENSCHAF TLICHEN

NACHWUCHSES

Im Rahmen des „audit familiengerechte

hochschule“ fand am 9. September ein

„Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses“

unter dem Motto „Wissenschaft und

Familie passt zusammen“ statt.

Nach der Begrüßung durch Professor

Dr. Hans Hagen, dem Vorsitzenden des

Hochschulrats, der kritische Worte zur

Nachwuchsförderung im Rahmen des

deutschen Hochschulsystems fand, hielt

Gastprofessorin Dr. habil. Renate Tobies

einen historischen Vortrag zur Vereinbarkeit

von Beruf und Familie von Naturwissenschaftlerinnen

und Mathematikerinnen

(siehe nachfolgenden Artikel).

Anschließend nahmen auf dem Podium

die folgenden Wissenschaftlerinnen Platz:

Jun. Prof. Dr. Claudia Fecher-Trost, Biologie,

zwei Kinder unter sechs Jahren; Jun.

Prof. Dr. Dagmar Gesmann-Nuissl, Wirtschaftsingenieurwesen,

zwei Kinder im

Grundschulalter; Jun. Prof. Dr. Elke Richling,

Chemie, ein Kind unter sechs Jahren;

Prof. Dr. Inge Schüßler, Sozialwissenschaften,

zwei Kinder unter sechs Jahren;

Dr. Maja Ruby, Informatik, zwei Kinder im

Grundschulalter; Gastprofessorin PD Dr.

Renate Tobies, Mathematik, zwei erwachsene

Kinder.

Zunächst stellten die Wissenschaftlerinnen

ihren persönlichen Weg vor: wie verknüpften

sie Studium und Beruf mit Kindern

und Familie. Ein kurzes Fazit könnte

lauten: so viele Eltern, so viele Vereinbarkeitsmodelle

und – eine sehr große Zufriedenheit!

Allen Wissenschaftlerinnen liegt

viel an der gemeinsamen („qualifizierten“)

Zeit mit ihren Kindern. Daneben erweist

sich die Beteiligung des Partners bei der

Organisation und Betreuung als sehr wichtig

(doch notfalls geht es sogar ohne diese

Hilfe, wenn der Partner beispielsweise zum

Pflegefall wird, wie Kerstin Röse beeindruckend

schilderte).

Demgegenüber empfanden die Wissenschaftlerinnen

neben einer guten, nahe

gelegenen Kita primär die Unterstützung

durch den Chef sowie flexible Arbeitsorte

und -zeiten als hilfreich. Insofern erweise

sich gerade eine Professur - im Vergleich

mit einer Führungsposition in einem Unternehmen

- als günstig, um beides zu vereinbaren.

Wünschenswert wären aus Sicht

der Wissenschaftlerinnen mit Kindern mehr

unbefristete Stellen an den Hochschulen.

Denn wenn mit viel Mühe die Betreuung

der Kinder organisiert wurde, bedeutet ein

erforderlicher Ortswechsel eine große Belastung

für die Familie.

Und immer noch geistert die „Rabenmutter“

durch die Köpfe, wenn nicht bei den

Eltern, so doch noch oft im Verwandten-

und Bekanntenkreis. Claudia Fecher-Trost:

„Man ist hin und her gerissen. Das Umfeld

suggeriert einem leider immer noch, dass

man seine Kinder besser nicht so früh

in fremde Hände gibt und die Kinder dadurch

Schaden nehmen könnten. In dem

Moment, in dem ich wusste, dass meine

Kinder gut betreut werden, es ihnen gut

geht und sie sich ganz normal entwickeln,

konnte ich beruhigt arbeiten. Heute bin

ich mir sicher, dass der frühe Kontakt zu

anderen Bezugspersonen und vielen Kindern

eine große Bereicherung für unsere

Kinder darstellt.“

In der Folge dieser Veranstaltung wurden

karrierefördernde Seminare angeboten:

„Promovieren – ja oder nein? Ein Workshop

zur Entscheidungsfindung“ (Claudia

Winter), „Small Talk“ (Eva Estornell-Borrull,

Annette Reincke) und „Während der

Promotion Weichen für die wissenschaftliche

Karriere an der Hochschule stellen“

(Claudia Winter), die sehr gut angenommen

wurden.

Dr. Doris Niemeyer

VORTRAG DER GASTPROFESSORIN PD DR. RENATE TOBIES

„Mathematikerinnen und Naturwissenschaftlerinnen. Historische Erfahrungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie“

Madame Curie mit ihren Töchtern, 1905

Bis ins 20. Jahrhundert hinein mussten

sich Frauen in Deutschland zwischen

Karriere und Familie entscheiden. Im

Staatsdienst war jede ihrer Tätigkeiten,

z.B. der Beruf der Lehrerin, bis zur Weimarer

Reichsverfassung 1919 mit dem

„Zölibat“ belegt. Knapp zwei Jahre nach

Aufhebung dieser Klausel trat bereits im

Oktober 1923 (bis März 1929) eine neue

„Personal-Abbau-Verordnung“ in Kraft, die

wieder die Kündigung der verheirateten,

bereits lebenslänglich angestellten Beamtin

vorsah. Und im Mai 1932 wurde erneut

ein Gesetz begründet, das die Entlassung

der verheirateten Frau durch die vorgesetzte

Dienstbehörde ermöglichte.

Eine erfolgreiche Karriere im akademischen

Beruf setzte hier im Lande also noch

vor ca. siebzig Jahren den weitgehenden

Verzicht auf ein Familienleben voraus.

Frauen waren gesetzlich gezwungen, sich

zwischen Beruf oder Familie zu entscheiden.

Untermauert waren die rechtlichen

Vorschriften von weit verbreiteten alten

Vorurteilen, wie: ein akademischer Beruf

sei mit dem Mutter- und Hausfrau-Sein

unvereinbar. Oder: Hausfrau und Mutter

sei der natürliche Beruf der Frau. Und besonders

abschreckend: die Kinder könnten

Schaden nehmen, wenn die Frau weiterhin

berufstätig sei. So z.B. Max Planck (1858-

1947): „... im allgemeinen aber kann man

nicht stark genug betonen, dass die Na-

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TITELTHEMA...

tur selbst der Frau ihren Beruf als Mutter

und als Hausfrau vorgeschrieben hat, und

dass Naturgesetze unter keinen Umständen

ohne schwere Schädigungen, welche

sich im vorliegenden Falle besonders an

dem nachwachsenden Geschlecht zeigen

würden, ignoriert werden können.“ Franz

Riehl, Professor an der Universität Königsberg,

argumentierte im Jahre 1907 gegen

verheiratete Frauen, z.B. im Schuldienst

oder an Hochschulen mit den daraus erwachsenen

Beeinträchtigungen im Beruf:

„Die Pflichten einer Hausfrau werden

sich nur ausnahmsweise mit denen einer

öffentlichen Lehrerin vereinigen lassen,

und Schwangerschaft, Wochenbett und

Kindererziehung und -wartung werden

nur zu oft die erheblichsten Störungen in

der Abhaltung der Vorlesungen herbeiführen.“

Gelegentlich arbeiteten verheiratete

Forscherinnen dennoch gemeinsam mit

ihren Männern, prominentes Beispiel Mileva

Marić-Einstein. Trotz der drei Kinder

forschte sie zusammen mit ihrem Ehemann

Albert Einstein; doch ihr Beitrag an

den Forschungen wurde kaum sichtbar

gemacht, sondern systematisch unterbewertet

(Matilda-Effekt).

Während in Deutschland noch im 20.

Jahrhundert beispielsweise die zweifache

Nobelpreisträgerin Marie Sklodowska-Cu-

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

rie eine Professsur erst als Witwe erhielt

(die ihres Mannes), wurde Laura Bassi,

Physikerin, in Italien bereits im 18. Jahrhundert

erste Universitätsprofessorin Europas

und bezahltes Akademiemitglied in

Bologna. Sie war verheiratet, gebar acht

Kinder und unterbrach ihre wissenschaftliche

Tätigkeit nicht. Im Deutschland des

18. Jahrhunderts fand Renate Tobies zwei

Ausnahmen: Dorothea Christiane Erxleben,

Dr. med. Uni Halle, die fünf Kinder ihres

Mannes aufzog sowie vier eigene und

1747 die Praxis des verstorbenen Vaters

übernahm, und Dorothea Schlözer, Dr.

phil. Uni Göttingen.

Im 19. Jahrhundert nahmen erfolgreiche

Karrieren trotz aller Schwierigkeiten und

Behinderungen, auch mit Mann und Kindern

zu, beispielsweise wurde die Russin

Sofja Kowalewskaja (1850-1891, eine

Tochter) nach Studien an der Uni Heidelberg

und privat in Berlin 1874 an der

Uni Göttingen promoviert (Mathematik)

und 1884 erste Mathematikprofessorin in

Stockholm.

Im 20. Jahrhundert finden sich einige Nobelpreisträgerinnen

mit Kindern; neben

der bereits erwähnten Marie Sklodowska-

Curie, eine ihrer beiden Töchter Irène Joliot-Curie

(1935 Chemie-Nobelpreis), die

AN DER TU K AISERSL AUTERN:

„ ARCHITEKTUR-POSITIONEN“

Am 18. Juni 2008 war der Architekt und

Stadtplaner Albert Speer im Rahmen der

Reihe „Architektur-Positionen“ zu Gast an

der TU Kaiserslautern. Die Vortragsreihe

des Studienganges Architektur stand unter

dem Titel „Die europäische Stadt“.

Professor Albert Speer, geboren 1934,

lehrte von 1972 bis 1997 an der TU Kaiserslautern

und betreibt seit 1964 ein

eigenes Büro in Frankfurt. Als Stadtplaner

hat er sich auch international einen

Namen gemacht. Die 1984 gegründete

Sozietät AS + P (Albert Speer und Partner),

die mit heute etwa 100 Mitarbeitern

zu den größten Stadtplanungsbüros in

Deutschland gehört, betreibt seit 2001

eine eigene Zweigstelle in Shanghai. 2006

übernahm das Büro dort die Planungen

für die 300.000 Einwohner fassende Automobilstadt

bei der chinesischen Indust-

ebenfalls zwei Kinder hatte, Gerty Theresa

Cori (1947 Medizin-Nobelpreis), ein Kind,

Maria Goeppert-Mayer, (1963 Physik-Nobelpreis),

zwei Kinder, Dorothy Hodgkin-

Crowfoot (1964 Chemie-Nobelpreis), drei

Kinder und Rosalyn Yalow (1977 Medizin-Nobelpreis),

zwei Kinder. Die Kinder

waren teilweise bei den Arbeiten dabei,

teilweise wurden sie von Bekannten/Verwandten

betreut, manche ForscherInnen

organisierten gemeinsam eine Betreuung

für ihre Kinder.

Im 21. Jahrhundert ist die beste Voraussetzung

für einen guten Berufsverlauf die

Lösung des Problems der Vereinbarkeit

von Beruf und Familie. (Abele/Neunzert/Tobies

2004). Dennoch ruft in Deutschland

der Wunsch, einen Beruf mit Kleinkindern

auszuüben, noch immer das „Rabenmutter-Argument“

hervor. Dazu der Direktor

des Münchner Instituts für Frühpädagogik

Wassilios E. Fthenakis: „Dieser Glaube

entbehrt jeglicher wissenschaftlichen

Grundlage. Und nicht nur das, es werden

damit kleinen Kindern auch wichtige Entwicklungsmöglichkeiten

vorenthalten“.

Doch Änderungen herbeizuführen, ist ein

langwieriger Prozess und bedarf einer aktiven

Kultur-, Bildungs- und Medienpolitik.

Dr. Doris Niemeyer

riemetropole Changchun. In Frankfurt ist

Speer maßgeblich an der Entwicklung des

sogenannten Europaviertels auf dem Gelände

des alten Frankfurter Güterbahnhofs

beteiligt.

Speer wurde vielfach ausgezeichnet. Seit

1970 ist er Mitglied der deutschen Akademie

für Städtebau und Landesplanung.

2003 verlieh ihm die Stadt Frankfurt die

Goethe-Plakette, 2004 erhielt er den Architekturpreis

des DAIV (Deutscher Architekten-

und Ingenieurverein). Im Oktober

2006 wurde Speer für sein wissenschaftliches

Engagement und die damit verbundene

Weiterentwicklung von Architektur

und Stadtplanung mit dem Bundesverdienstkreuz

am Bande ausgezeichnet.

Sara Brück


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BETON ZUM ANFASSEN:

BETONKÖPFE MIT CHARAKTER

Mit einem Betonkopf assoziiert man gemeinhin

einen sturen, uneinsichtigen, auf

seinen Ansichten beharrenden Menschen,

der seinen Mitmenschen das Leben ganz

schön schwer machen kann. Dass Betonköpfe

auch kommunikationsfähig, kreativ

und farbenfroh sein können, stellten zehn

Studierende der Fachrichtung Bauingenieurwesen

des 1. und 2. Semesters in

einem Workshop „betonArt – Charakterköpfe

08“ unter Beweis. Unter der künstlerischen

Leitung des Darmstädter Architekten

und Künstlers Holger C. Heilmann

entstanden Entwürfe für die Betonskulpturen,

die anschließend unter der Betreuung

der Fachgebiete Werkstoffe im Bauwesen

(Prof. Breit) und Massivbau und Baukonstruktion

(Prof. Schnell) unter Verwendung

neu entwickelter Hochleistungs-Feinkornbetone

realisiert wurden.

Das Projekt sollte den Akteuren den Baustoff

Beton und dessen Vielfältigkeit näher

bringen. Mit diesem außergewöhnlichen

Zusatzangebot sollten in der frühen Phase

des Studiums, die im Wesentlichen durch

die Fächer Mathematik und Technische

Mechanik dominiert wird, Gestaltungskompetenzen

sowie handwerkliche Fähigkeiten

gefördert werden. Die entstandenen

Werke wurden am 2. Juli 2008 im

Rahmen einer Vernissage im Park der Villa

Denis in Diemerstein der Öffentlichkeit

vorgestellt.

Dr. Annette Mechel informierte zunächst

über die Geschichte von Villa und Park und

Prof. Theo Schmitt, Sprecher des Studiengangs

Bauingenieurwesen, überreichte der

Stiftung eine Spende des Studiengangs

und seiner Alumni-Vereinigung für die Möblierung

der Tagungsräume. Die anschließende

Vorstellung der Werke durch die

jungen Künstler förderte teilweise witzige,

teilweise auch tiefsinnige Aspekte zu Tage.

Während der Entwurf manchem Macher

offensichtlich eine schlaflose Nacht bescherte

(„Schlaflos“ von Wolfgang Breit),

tat sich mancher, inspiriert von einem Bier

in geselliger Runde („Der Lord“ von Christof

Doppler), etwas leichter. Andere Werke

entstanden in der Auseinandersetzung

mit der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts

(„Senecio“ von Florian Ackermann), der

griechischen Philosophie („Teleiotäs“ von

David Ziegler) oder mit sich selbst („Ich“

von Stefan Monzel sowie „Zeit“ von Michael

Eiden). Ariuntungalag Khatanbaatar,

Studentin aus der Mongolei, griff mit ihrem

Kunstwerk „Der Ruf“ ein Motiv ihrer

Heimat auf. Es zeigt den Kopf einer Person

zu Pferd, die sich in der mongolischen

Steppe durch rufen mit ihren Mitmenschen

verständigen muss. Stephanie Gräser

hat mit ihrem Werk „Spinning WoKaSt“

ein Familienporträt geschaffen, das von

außen nach innen ihren Vater, ihre Mutter

und sich selbst darstellt. Die übrigen Werke

tragen die Titel „Reflexion“(Tino Dilly),

„Schachmatt“ (Julia Priebe), „Homer Jay

Simpson“ (Jürgen Thul) und “Zwiespalt”

(Kenan Ersezer), „Die Drei“ (Wolfgang

Breit), „Paris 1“ (Jürgen Schnell) und „Marike

Gelb“ (Holger C. Heilmann).

Die Freiluftplastiken konnten bis zum 1.

August besichtigt werden.

Robert Adams

PREISVERLEIHUNG FREUNDESKREIS

Am 19. Juni fand im Audimax die Preisverleihung

des Freundeskreises für Arbeiten

im Jahr 2007 statt. Insgesamt wurden

zehn Preisträger, acht Doktoranden und

zwei Diplomanden, ausgezeichnet. Die

Preisgelder sind 1.000 Euro jeweils für

Doktoranden und 500 Euro jeweils für

Diplomanden. Die Preisverleihung nahm

Vizepräsident Prof. Dr. Burkard Hillebrands

vor.

4/2008

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TITELTHEMA...

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

PREISVERLEIHUNG FREUNDESKREIS...

Fachbereich/

Betreuer

A/RU/BI/Prof. Troeger-Weiß

Architektur

A/RU/BI/Prof. Vrettos

Bauingenieurwesen

A/RU/BI/Prof. Meyerspeer

Architektur

Name Art/Thema Arbeit Preisge

Dr.-Ing. Matthias Zürker Dissertation: „Cluster als neue Komponente de

wirtschaftsbezogenen Raumentwicklung – Diskussion der

Anforderungen, Möglichkeiten und Grenzen des Ansatzes

auf Basis der Erkenntnisse einer Evaluation der

Clusterpolitik Oberösterreichs“

Dr.-Ing. Markus Dobrowolsky Dissertation: „Quellverhalten teilgesättigter bindiger Böden

mit mittlerem Quellpotential“

Dr.-Ing. Monika Supé Dissertation: „Die Erweiterung der visuellen Wahrnehmung.

Wahrnehmung trainieren – Training wahrnehmen“

BIOLOGIE/Jun.-Prof. Lakatos Dr. rer. nat. Britta Hartard Dissertation: „Characterisation of � 18 O in lichens during

water exchange processes“

BIOLOGIE/Jun.-Prof. Lakatos Dipl.-Biol. Alexandra Pardow Diplomarbeit: „Response of Epiphytic Crustose Lichens to

Edge Effects in a Tropical Forest Fragment“

MATHEMATIK/Prof. Klar Dr. Simone Göttlich Dissertation: „Continuous Models for Production Networks

including Optimization Issues“

MATHEMATIK/Prof. Greuel Dr. Oleksandr Manzyuk Dissertation: „A8-Bimodules and Serre A8-Functors

PHYSIK/Prof. Fleischhauer Dipl.-Physiker Michael Feld Diplomarbeit: „Ultracold bosonic atoms in bichromatic

superlattices“

PHYSIK/Prof. Korsch Dr. Dirk Witthaut Dissertation: „Quantum and classical dynamics of ultracold

atoms in optical potentials“

PHYSIK/Prof. Halfmann

Dr. Martin Oberst Dissertation: „Effiziente Frequenzkonversion und

Besetzungstransfer in kohärent präparierten Medien“

Freundeskreis-Liste16.10.08

FEIERLICHE URKUNDENÜBERGABE

Anlässlich der Alumni-Feier der Kaiserslauterer

Chemiker am 19. September 2008

lud der Fachbereich Chemie Anfang Juli

insgesamt 44 Absolventinnen und Absolventen

der Chemie und der Lebensmittelchemie

zu einer feierlichen Übergabe der

Diplom- und Staatsexamens-Urkunden

sowie der Promotionsurkunden ein. Etwa

die Hälfte davon nahm im Rahmen der stilvollen

Feier ihre Urkunden bzw. Zeugnisse

aus den Händen des Fachbereichdekans

und Vorsitzenden der Alumni-Vereinigung

Foto: Manfred Bischoff

der Kaiserslauterer Chemiker, Professor

Dr. Wolfgang Trommer, entgegen.

Weiterer Höhepunkt war die Verleihung

der Ehrenmedaille der TU Kaiserslautern

an Dr. Frank Hennecke für seine besonderen

Verdienste um die TU Kaiserslautern in

seiner Funktion als Referatsleiter des Kultusministeriums

für Angelegenheiten der

Universitäten Kaiserslautern und Trier und

seinen besonderen Einsatz um die Lehre

an verschiedenen Fachbereichen der TU.

So war er ab dem WS 1987/88 bis zum

Sommersemester 2008 am Fachbereich


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

Chemie für Lehrveranstaltungen zum Thema

Umweltrecht und Rechtskunde verantwortlich.

Dr. Frank Ristow erhielt für seine Verdienste

um die Lehre am Fachbereich Chemie die

Ehrenurkunde der Alumni-Vereinigung der

Kaiserslauterer Chemiker. Dr. Ristow hat

die Studierenden der Lebensmittelchemie

ab dem WS 1987/88 bis zum heutigen

Zeitpunkt in die Themen Lebensmittelrecht,

Praktische Lebensmittelchemie und

-technologie sowie tierische Lebensmittel

und deren Technologie eingeführt. Dr. Ristow

war zudem Vorsitzender des Prüfungsausschusses

für die Erste Staatsprüfung

und Mitglied des Prüfungsausschusses für

die Zweite Staatsprüfung für Lebensmittel-

chemikerInnen. Des Weiteren hat Dr. Ristow

bei der Konzeption und Realisierung

der Diplomprüfungsordnung für Lebensmittelchemiker

entscheidend mitgewirkt.

Diese wurde am 17.06.1998 als erste

überhaupt in Deutschland in Kraft gesetzt

und beispielhaft für entsprechende Prüfungsordnungen

übernommen.

Gerhard Hammerschmidt, der am Fachbereich

Chemie seit mehr als 20 Jahren den

Vorkurs in Mathematik durchgeführt hat,

sollte bei dieser Feier ebenfalls mit der

Ehrenurkunde der Alumni-Vereinigung der

Kaiserslauterer Chemiker ausgezeichnet

werden. Da er aus persönlichen Gründen

leider verhindert war, wird diese Ehrung

auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

PL ANUNG BEWEGT!

Raum- und umweltplanerisches Kolloquium und Absolventenverabschiedung der Fachrichtung

Raum- und Umweltplanung an der TU

In der seit acht Jahren von den Lehrstühlen

und Fachgebieten der Fachrichtung

Raum- und Umweltplanung erfolgreich

durchgeführten Vortragsreihe „Raum- und

umweltplanerisches Kolloquium“ fand am

11. Juli an der TU Kaiserslautern eine weitere

Veranstaltung statt. Gäste aus der

Planungspraxis auf kommunaler und regionaler

Ebene referierten zu aktuellen raumplanerischen

Themen und regten mit ihren

Vorträgen interessante Diskussionen an.

Nach der Begrüßung durch Dekanin Prof.

Dr. habil. Gabi Troeger-Weiß eröffneten

Dipl.-Ing. Theophil Weick, Geschäftsführer

und Leitender Planer der Planungsgemeinschaft

Westpfalz, und Dipl.-Ing. Matthias

Dreyer von der oberen Landesplanungsbehörde

der Struktur- und Genehmigungsdirektion

Neustadt an der Weinstraße

mit Ihren Beiträgen zum Thema

Raumordnung und Regionalentwicklung

die Veranstaltung. Im Vordergrund stand

dabei insbesondere die Diskussion des in

Rheinland-Pfalz neuen Ansatzes des Regionalmanagements.

Im zweiten Teil der Veranstaltung, der sich

um das Thema Umweltprüfung in der Bauleitplanung

drehte, referierte zunächst Dr.

Michael Koch vom Planungsbüro „Planung

und Umwelt“ zu seinen bisherigen Praxis-

erfahrungen mit der Umweltprüfung von

Bebauungsplänen und zu den Perspekti-

ven ihrer Weiterentwicklung im Umweltgesetzbuch.

Einem spezifischen Teilaspekt

des Themas widmete sich Dipl.-Geogr.

Maren Regener, die im Rahmen ihrer Arbeit

am Institut für ökologische Raumentwicklung

in Dresden den Einfluss der Öffentlichkeitsbeteiligung

im Rahmen von

Bebauungsplanverfahren untersuchte.

Den dritten Abschnitt der für alle Teilnehmer

interessanten Veranstaltung eröffnete

Dipl.-Ing. Benjamin Knop, TU-Absolvent

und derzeitiger Mitarbeiter am Lehrstuhl

RuR, mit seinen Ausführungen zum Thema

„Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven

des Einzelhandels“. Im Rahmen seiner Diplomarbeit

beschäftigte er sich mit der Einzelhandelsentwicklung

der Stadt Limburg

vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungstrends,

insbesondere des Strukturwandels

im Einzelhandel und wachsender

interkommunaler Standortkonkurrenzen.

Weiter wurde die Feier mit interessanten

Vorträgen der Professoren Christoph van

Wüllen („Computer in der Chemie: Gestern

– Heute – Morgen“) und Stefan Kubik

(„Molekulare Erkennung mit synthetischen

Cyclopeptiden“) gestaltet.

Das Trio La Stravaganza Musicale begeisterte

in der Besetzung von zwei Querflöten

und einem Violoncello mit zum Teil eigens

arrangierten Beiträgen von Joseph Haydn,

den Beatles und Alexander Tcherepnin.

Bei dem anschließenden Umtrunk im Foyer

fand die schöne Veranstaltung ihren

Abschluss.

Dipl.-Math. Marion Weber

Im Anschluss an die Vorstellung seiner

zentralen Ergebnisse schilderte Martin

Richard, Bürgermeister der Stadt Limburg

und selbst einer der ersten an der TU

Kaiserslautern ausgebildeten Raum- und

Umweltplaner, die Situation aus Sicht der

Stadt und rundete mit seinem Vortrag eine

gelungene Veranstaltung ab.

Zum Abschluss erfolgte die Ausgabe der

Diplomzeugnisse an die Absolventen des

vergangenen Jahres durch den Studiengangssprecher

Prof. Dr.-Ing. Gerhard

Steinebach. Nach Ausführungen über die

derzeitige Umstellung der Ausbildung vom

Diplom- zum Bachelor- und Master-Studiengang

entließ er die Absolventen mit der

Aushändigung der Urkunden in die Berufswelt

und ehrte die Jahrgangsbesten.

Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß

Dipl.-Ing. Micha Kronibus

4/2008

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58

TITELTHEMA...

Vom 11. – 15. Juni

2008 fand in Newcastle

upon Tyne, GB,

die Jahrestagung von

EUROPA NOSTRA statt,

des europäischen Verbunds

nicht-staatlicher

Denkmalschutzorganisationen

mit Sitz in

Den Haag. Europaweit

sind über 200 regionale

und nationale

Organisationen als aktive Mitglieder von

EUROPA NOSTRA tätig. Die diesjährige Tagung

war schwerpunktmäßig dem indust-

riellen und technischen Erbe gewidmet,

denn Newcastle war im 19. Jahrhundert

unter anderem der Sitz der Stephenson

Works, wo in der Frühzeit der Eisenbahnentwicklung

George Stephenson Lokomotiven

produzierte, die bekanntlich auch

nach Deutschland exportiert wurden. Sein

Sohn Robert setzte nicht nur das Werk

des Vaters fort, sondern schuf als herausragender

Ingenieur der damaligen Zeit

auch zahlreiche bedeutende Brückenbauten

wie die High Level Bridge in Newcastle

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

FACHGEBIET „MASSIVBAU UND BAUKONSTRUKTION“

AUSSTELLUNG „ ALTE WEICHSELBRÜCKE“

IN NEWCASTLE UPON TYNE

DIE UNIX-AG

Die Unix-AG ist eine Arbeitsgruppe an der

Technischen Universität Kaiserslautern,

deren Mitglieder sich mit Computersystemen

aus den Bereichen Linux, BSD und

Solaris beschäftigen, aber auch mit weniger

technischen „Problemen“, wie z.B.

Schach und Online-Spielen, die Zeit vertreiben.

Außerdem grillen wir auch gerne,

sodass sich die Tradition des „Schneegrillens“

gebildet hat. Als Angebot an alle Universitätsangehörigen

veranstaltet die AG

jedes Sommersemester einen LaTeX-Kurs,

und die Britannia Bridge in Nordwales von

1850, die ein Vorbild für die wenig später

in Dirschau gebaute Weichselbrücke von

1857 wurde.

Angus Fowler, deutsches Ratsmitglied von

EUROPA NOSTRA, hatte die vor einigen

Jahren im Fachgebiet „Massivbau und

Baukonstruktion“ erstellte Ausstellung

über die Alte Weichselbrücke in Dirschau

(heute Tczew in Polen) bei ihrer Präsentation

an der Europa-Universität Viadrina

in Frankfurt/Oder kennen gelernt und

wirkte tatkräftig daraufhin, die Ausstellung

anlässlich der Tagung in Newcastle zu zeigen.

Dankenswerterweise stellte das New-

castle Arts Centre geeignete Räumlichkeiten

zur Verfügung. Die Ausstellung fand

als Programmpunkt der Tagung bei den

Besuchern großen Anklang. Ein Vortrag

von Prof. Dr.-Ing. Wieland Ramm verdeutlichte

die Einbettung der Alten Dirschauer

Brücke in die Entwicklung des Ingenieurbaus.

Mariusz Wiórek aus Tczew, Mitglied

des dortigen Kreistages, sprach über die

heutige Situation und die Probleme bei

der Erhaltung des Brückenzuges, der drei

nunmehr über 150 Jahre alte Originalfelder

der alten Brücke enthält, die ein einzigartiges,

national und international anerkanntes

Denkmal der Technikgeschichte

darstellen.

Prof. Dr.-Ing. Wieland Ramm und Mariusz Wiórek (rechts) im Newcastle

Arts Centre vor Tafeln der Ausstellung

Prof. Dr.-Ing. Wieland Ramm

weitere Kurse für das Wintersemester

sind z.Z. in Planung. Neue Mitglieder (ob

Studenten oder Mitarbeiter) sind immer

willkommen. Die Mitglieder der Unix-AG

treffen sich jeden Dienstag um 19:15 im

Raum 34/349. Zu diesen öffentlichen Sitzungen

sind auch Gäste gerne gesehen.

Am 30. August feierten wir unser 15-jähriges

Jubiläum unter dem Beisein von etwa

40 Gästen. Das Jubiläum wurde mit einer

Reihe von Festvorträgen und einer an-

schließenden Grillfeier gewürdigt. In den

Festreden berichteten ehemalige Mitglieder

über die Gründungsphase 1992/93

und die späteren Jahren.

Die Unix-AG wurde als Zusammenschluss

dreier Vorgängerinitiativen gegründet: Einer

Gruppe von Informatikstudenten mit

der Forderung zu freiem Netzzugang, den

Entwicklern des ersten Campus-Informationsdienstes

„KL-Info“ und einer Initiative

für ein selbstorganisiertes Lernen an


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der Universität. Insbesondere soll sie als

hochschulpolitische Kraft die Studenten

zum „verantwortlichen Handeln in einem

freiheitlichen, demokratischen und sozialen

Rechtsstaat“ zu befähigen.

Rückblickend sehen die Gründungsmitglieder

die Unix-AG als wichtiges Umfeld,

um über den Tellerrand des Studiums

hinauszublicken. Nicht nur, dass die Aus-

stattung der Unix-AG eine viel intensivere

Beschäftigung mit der Materie (wichtig für

Informatiker) erlaubt, auch die „soft skills“

beim Organisieren von Kursen (auch damals

gab es schon einen LaTeX-Kurs)

und Veranstaltungen wie dem LinuxTag

wurden gefördert. Diese Erfahrungen haben

den Unix-AG-Mitgliedern geholfen in

ihrem späteren Berufsleben erfolgreich zu

sein. Wie es ein Festredner sinngemäß

ausdrückte: Bill Gates mag vielleicht sein

Imperium von einer Garage aus aufgebaut

haben, die Unix-AG-Mitglieder jedenfalls

starteten ihre Karrieren in einem Kellerraum

in Gebäude 34.

Andreas Teuchert

Sprecher Unix-AG

KOOPERATION TROTZ KONKURRENZ

Widerspruch oder Erfolgsstrategie?

Am 18. September fand in der Rotunde

der TU die diesjährige Jahrestagung des

Bereichs „Arbeit und Soziales“ am Institut

für Technologie und Arbeit (ITA) statt.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto

„Kooperation trotz Konkurrenz - Kooperationsstrategien

für Werkstätten für behinderte

Menschen (WfbM) im Kontext der

Kommunalisierung“.

Die Jahrestagung hatte zum Ziel, Möglichkeiten

zur Intensivierung der Kooperation

sowohl unter den Werkstätten als auch

zwischen WfbM und sonstigen sozialen

Trägern (bei gleichzeitig sich verschärfender

Konkurrenz auf lokaler Ebene) zu

erörtern. Dabei war es die Intention der

Tagung, von anderen Institutionen zu lernen,

die Kooperationsstrategien in verschiedensten

konkurrenzgeprägten Umwelten

des Sozialbereichs entwickelt und

erprobt haben. Die Übertragbarkeit dieser

Beispiele auf die Situation der Werkstätten

für behinderte Menschen wurde dann am

Nachmittag im Rahmen von Workshops

diskutiert.

Der Leiter des Instituts für Technologie

und Arbeit, Professor Dr. Klaus J. Zink,

begrüßte als Gastgeber die Referenten

und Tagungsteilnehmer. Nach einer kurzen

Einführung in die Thematik gaben die

eingeladenen Referenten Einblicke in Kooperationsstrukturen

in der Jugendhilfe,

im Gesundheitswesen und im kommunalen

Bereich. Eine Referentin beschäftigte

sich darüber hinaus mit dem Themenfeld

„Private Public Partnership“ am Beispiel

einer Kooperation der öffentlichen Hand

mit Sozialwirtschaft und Privatwirtschaft

bei der Schaffung von arbeitsplatznahen

Wohnmöglichkeiten für behinderte Men-

schen in einer Gemeinde in der Steiermark.

Am Nachmittag nutzten die Teilnehmer

die angebotenen Arbeitsgruppen, um

im Dialog die neugewonnenen Einsichten

aus anderen Bereichen der sozialen Arbeit

auf die Eingliederungshilfe für Menschen

mit Behinderungen zu übertragen.

Zum Abschluss der Tagung wurde von den

Werkstattvertretern und den Referenten

die konstruktive Atmosphäre der Veranstaltung

hervorgehoben und Interesse an

einer weiteren Zusammenarbeit zu diesen

und ähnlichen Themen bekundet.

Hintergrund des Themas der Jahrestagung

ist die in Rheinland-Pfalz anstehende Kommunalisierung

der Eingliederungshilfe. Sie

stellt die WfbM vor große Herausforderungen:

Denn mit der Kommunalisierung ist

nicht lediglich ein Wechsel der Kostenträgerschaft

und somit der Ansprechpartner

der WfbM verbunden. Vielmehr gilt es, die

bisherigen Strukturen an den Schnittstellen

zu Leistungsträgern, Auftraggebern, der

ortsansässigen Bevölkerung sowie sonstigen

sozialen Trägern auf den Prüfstand zu

stellen und den neuen Gegebenheiten anzupassen.

Die lokale Ebene muss verstärkt

in den Blick gerückt werden. Um das Management

der WfbM bei dieser Aufgabe

zu unterstützen, führt das ITA im Zeitraum

01.11.2007 bis 31.10.2009 das Projekt

„Kommunales Handlungsmanagement für

WfbM“ unter der Beteiligung von 19 rheinland-pfälzischen

WfbM durch.

Weitere Informationen zu der Jahrestagung sind

unter www.ita-kl.de/jata2008 verfügbar.

ITA

4/2008

59


60

TITELTHEMA...

Am 26. und 27. September 2008 fanden

an der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen

Universität Budapest die

1. Deutsch- Ungarischen Hochschultage

statt. Das Referat Südosteuropa des Deutschen

Akademischen Austauschdienstes

(DAAD) initiierte diese Veranstaltung, die

aus einer Präsentation deutscher Hochschulen

sowie mehreren Fachkolloquien

deutscher und ungarischer Hochschulvertreter

und Bildungsexperten bestand.

Mit 21 teilnehmenden deutschen Hochschulen,

darunter auch die „Exzellenzuniversitäten“

LMU München, TU München

und TU Karlsruhe, sowie 16 Vertretern

deutscher und ungarischer Wissenschafts-,

Sprach- und Kultureinrichtungen wurde

deutlich, dass der deutsch-ungarischen

Zusammenarbeit in Forschung und Lehre

von beiden Seiten große Bedeutung beigemessen

wird.

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

TEILNAHME DER TU K AISERSL AUTERN

DIE 1. DEUTSCH-UNGARISCHEN

HOCHSCHULTAGE

Die TU Kaiserslautern war im Auftrag des

Präsidenten und der PR & Marketingabteilung

durch die „International School

for Graduate Studies“ (ISGS) sowie einen

ungarischen Doktoranden aus dem

Maschinenbau vertreten. Prof. Dr.-Ing.

Bernd Sauer, Leiter des Lehrstuhls für

Maschinenelemente und Getriebetechnik

und Ehrensenator der TU Budapest,

unterstützte die Messe zusätzlich noch

finanziell.

An beiden Messetagen waren die Informationsstände

Ziel sehr unterschiedlicher Interessentengruppen,

die von Absolventen

deutsch-ungarischer Gymnasien über promotionsinteressierte

Masterabsolventen

und ungarische Professoren reichten.

Nachgefragt wurde hierbei vor allem das

Angebot der TU Kaiserslautern in den

Bereichen Maschinenbau, Bauingenieurwesen,

Informatik, Architektur, Biologie

und Wirtschaftswissenschaften. Auch die

Angebote des Instituts für Verbundwerkstoffe

(IVW), das konkrete Stellen- und

Forschungsarbeitsausschreibungen anzubieten

hatte, fand bei der überwiegend bereits

gut deutschsprachigen Klientel große

Resonanz.

Im Vorfeld der Messe lieferten die Fachbereiche

und die PR & Marketingabteilung

Informationsmaterialien, welche die

ISGS dann durch Studiengangs- und Forschungsübersichten

und Informationen zu

TU und Stadt ergänzte. Zum ersten Mal

konnte so auch die neue ISGS-Broschüre

„Postgraduate & Doctoral Education“

verteilt werden. Auch einige neue Poster

wurden auf dem mit 16 qm flächenmäßig

größten Stand der Messe präsentiert, so

dass die TU Kaiserslautern sich inhaltlich

und im Auftritt gut neben deutlich größeren

und renommierteren Einrichtungen

behaupten konnte.

Ein besonderes Highlight beim Auftritt der

TU Kaiserslautern stellte der Vortrag von

Dipl.-Ing. Benjamin Radnai, einem ungarischen

Doktoranden am Lehrstuhl von Prof.

Dr.-Ing. Bernd Sauer dar: Im Rahmen der

gut besuchten Informationsveranstaltung

„Das Studium der Ingenieur- und Naturwissenschaften

in Deutschland“ hatte er die

Möglichkeit, Promotionswege in Deutschland

am Beispiel der TU Kaiserslautern

darzustellen. Im Anschluss an seinen in

ungarisch gehaltenen Vortrag wurden im

informellen Kreis auch persönliche Fragen

Promotionsinteressierter Ungarn gestellt.

In 2010 ist eine Wiederholung der

deutsch-ungarischen Hochschultage geplant,

diesmal allerdings an einer deutschen

Hochschule, der TU Karlsruhe.

Weitere Informationen, Presseechos und

gehaltene Präsentationen sind der Website

der Deutsch-Ungarischen Hochschultage:

www.daad.de/duhst zu entnehmen.

International School for Graduate

Studies (ISGS)


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

FÜR DEN EINSATZ IN DER NACHWUCHSFÖRDERUNG:

HOHE ANERKENNUNG

Am 23.10. hat Dr. Annette Schavan, Bundesministerin

für Bildung und Forschung,

Prof. Dr. Klaas Bergmann, Fachbereich

Physik der TU Kaiserslautern, den „Nature

Award for Mentoring in Science“ überreicht.

Die Bedeutung des Preises wurde

von Bundesministerin Schavan hinreichend

hoch eingeschätzt, dass sie selbst

die Laudatio verlas und gemeinsam mit

dem Chefredakteur von „Nature“, Dr. Philip

Campbell, die Ehrung bei einer festlichen

Veranstaltung im Bode-Museeum in

Berlin vornahm.

Schavan zeigte sich insbesondere beeindruckt,

dass junge Wissenschaftler aus

zehn verschiedenen Ländern, die alle bei

Professor Bergmann die Kunst der Forschung

und des Wissenschaftsmanagements

gelernt haben, die Nominierung

durch ihre Äußerungen nachdrücklich unterstützten.

Auch für sein Engagement zur

Unterstützung von Wissenschaftsstandorten

in Osteuropa fand sie anerkennende

Worte.

Die weltweit hochangesehene wissenschaftliche

Zeitschrift „Nature“ hatte

sich vor einigen Jahren entschlossen,

die Bedeutung des Zusammenspiels von

etablierten Professoren und Nachwuchswissenschaftlern

für die Entwicklung der

jungen Wissenschaftler zu beleuchten. Sie

wollte erkunden, was die Elemente eines

guten, kreativen Mentoring sind, die junge

Wissenschaftler fit machen für einen

erfolgreichen weiteren Weg in Forschung

und Lehre. Der Preis wurde im Jahr 2005

ins Leben gerufen. Damals suchte eine

hochrangig besetzte Kommission unter

den Nominierten einen Preisträger, der in

Großbritannien tätig sein musste, aus. Im

Jahre 2006 wurde der Preis für Südafrika

und 2007 für Australien/Asien ausgeschrieben.

Für das Jahr 2008 fiel die Wahl

auf Deutschland und 2009 wird der Preis

in Japan ausgeschrieben.

Die Veranstaltung mit mehr als 200 geladenen

Gästen wurde eingeleitet durch

eine Diskussion mit dem Wissenschaftsjournalisten

Ranga Yogeshwar. Den mit

insgesamt 10.000 Euro dotierten Preis

erhielt Prof. Dr. Klaas Bergmann, TU Kaiserslautern,

gemeinsam mit Prof. Dr.

Heinrich Betz vom Max-Planck-Institut für

Hirnforschung in Frankfurt.

Vorgeschichte:

Der Anruf bei TU-Präsident Prof. Dr. Helmut

Schmidt kam aus Riga, der Hauptstadt

Lettlands. Der Rektor der Lettischen

Universität, Prof. Dr. Marcis Auzinsh, hatte

von dem Plan der „Nature“ gehört, auf

Prof. Dr. Klaas Bergmann und Bundesministerin

Dr. Annette Schavan mit der Urkunde

einen von außen selten wahrgenommenen

Aspekt der Tätigkeit von Professoren, dem

„Mentoring“, aufmerksam zu machen. Die

Frage von Prof. Auzinsh war, ob TU-Präsident

Schmidt einer gemeinsamen Nominierung

von Prof. Bergmann für diesen

Preis zustimmen würde. Er stimmte zu,

unter anderem, weil Prof. Klaas Bergmann

sich vor einigen Jahren bei der Einführung

der Juniorprofessuren an der TU Kaiserslautern

besonders engagiert hatte.

EU-FORSCHUNGSNETZWERK „CAVNET “

Vom 16. bis 18. Oktober fand im Universitätszentrum

der Universität Innsbruck die

2. Jahrestagung des EU-Forschungsnetzwerks

„Cavnet“ statt, an dem die TU Kaiserslautern

mit einer Abteilung aus dem

Fachbereich Biologie beteiligt ist. Wissenschaftler

aus ganz Europa berieten dabei

die Rolle von Kalziumkanälen in lebenden

Zellen.

Das EU-Forschungsnetzwerk sieht einen

intensiven Austausch von Europäischen

Nachwuchsforschern zwischen den neun

beteiligten Gruppen vor. Im Netzwerk wird

die Bedeutung unterschiedlicher Kalziumkanäle

für physiologische Prozesse wie

Gehirnfunktion, Insulinsekretion, Stressantworten

des Nebennierenmarks und

der Hörfunktion untersucht.

Die Wissenschaftler erhoffen sich daraus

Erkenntnisse für das bessere Verständnis

und der Therapie von Erkrankungen wie

Depressionen, Angstkrankheiten, Diabetes

mellitus und Hörstörungen. Von der

TU Kaiserslautern nimmt an dem weltweit

einmaligen Netzwerk die Arbeitsgruppe

von Prof. Dr. Eckhard Friauf teil. Sie untersucht,

unter anderem an genetisch

hergestellten knockout-Mäusen, wie sich

das Fehlen der Kalziumkanäle auf die Gehirnentwicklung

auswirkt. Auf der Tagung,

bei der sehr renommierte Gäste, unter an-

Ju

derem ein Nobelpreisträger aus der Medizin

(1991) anwesend waren, wurden neue

Ergebnisse zur Regulation und Funktion

dieser Kanäle präsentiert und diskutiert.

Das Netzwerk wird seit Dezember 2006

mit insgesamt 3,9 Millionen Euro als Marie-Curie

Research Training Program gefördert

und schließt neben der Arbeitsgruppe

der TU Kaiserslautern weitere namhafte

Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich,

England, Frankreich, Italien, Slowenien

und Schweden ein.

Prof. Dr. Eckhard Friauf

4/2008

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62

TITELTHEMA...

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

KREISSPARK ASSENSTIF TUNG:

PREISTRÄGER 2007

Am 7. August fand die Preisverleihung der

Kreissparkassenstiftung im Rahmen einer

Feierstunde statt. Ausgezeichnet wurden

zehn junge Wissenschaftler für herausragende

Dissertationen und Diplomarbeiten.

Am 7. August fand die Preisverleihung der Kreissparkassenstiftung im Rahmen einer Feierstunde statt. Ausgezeichnet w

Dissertationen und Diplomarbeiten.

Preisträger „Preis der Kreissparkassenstiftung 2007“

Diplomarbeiten

Preisträger „Preis der Kreissparkassenstiftung 2007“ Diplomarbeiten

Fachbereich/

Betreuer

KandidatIn Thema der Arbeit

A/RU/BI (Raum- und Dipl.-Ing.

Neue Strategien und raumplanerische Instrumente zum of-

Umweltplanung)

Sven Uhrhan

fensiven Umgang mit Wohngebäudeleerständen – Evaluie-

Prof. Dr. Willy Spannowsky

rung und Konzeption am Beispiel des Saarlandes

A/RU/BI (Architektur)

Prof. H. Kleine-Kraneburg

Informatik

Prof. Dr. Theo Härder

Informatik (IESE)

Prof. Dr.-Ing. P. Liggesmeyer

Physik

Prof. Dr. Ch. Ziegler

Dipl.-Ing.

Roman Dietzig

Dipl.-Inf.

Sebastian Bächle

Dipl.-Inf.

Sören Kemmann

Dipl.-Phys.

Falk Bernsmann

Preisträger „Preis der Kreissparkassenstiftung 2007“

Promotionen

Preisträger „Preis der Kreissparkassenstiftung 2007“ Promotionen

Fachbereich/

Betreuer

A/RU/BI, Bauingenieurwesen

Prof. Dr.-Ing. J. Schnell

EIT

Jun.-Prof. Dr.-Ing. G. Frey

Mathematik

Prof. Dr. H. W. Hamacher

Mathematik (ITWM)

Priv.-Doz. Dr. K.-H. Küfer

Physik

Prof. Dr. Ch. Ziegler

KandidatIn Thema der Arbeit

Dr.-Ing.

Christian Kohlmeyer

Dr.-Ing.

Jürgen Greifeneder

Polizeidirektion Heidelberg

Feingranulare Mehrbenutzersynchronisation auf XML-

Dokumenten

Werkzeuggestützte Spezifikation eingebetteter Komponentensysteme

ToF-SIMS Investigations on Dental Implant Materials and

Adsorbed Protein Films

Beitrag zum Tragverhalten von Verbundträgern im Bereich

von großen Stegöffnungen unter besonderer Berücksichtigung

der Querkrafttragfähigkeit des Stahlbetongurtes

Formale Analyse des Zeitverhaltens Netzbasierter Automatisierungssysteme

Dr. Stefan Ruzika On Multiple Objective Combinatorial Optimization

Dr. rer. nat.

Anton Winterfeld

Large-scale semi-infinite optimization applied to industrial

gemstone cutting

Dr. Markus Herrscher Modelle zur Materialcharakterisierung mit Hilfe von

Schwingquarzen

Die Preisträger mit Prof. Dr. Burkard Hillebrands,

Vizepräsident für Forschung und Technologie,

Franz Link, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse,

und Kreissparkassen-Verwaltungsratsvorsitzender

Landrat Rolf Künne

UNI SPECTRUM

Die Preisträger mit Prof. Dr. Burkard Hillebrands, Vizepräsident für Forschung und Technologie, Franz Link, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse,

Verwaltungsratsvorsitzender Landrat Rolf Künne


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

INTERNATIONALER WORKSHOP AM NANO+BIO CENTER:

GENOMFORSCHUNG

Im Rahmen des „Network of Excellence

– European Virtual Institute for Functional

Genomics of Bacterial Pathogens – Euro-

PathoGenomics“ (NoE EPG) veranstaltete

das Nano+Bio Center (NBC) der TU Kaiserslautern

einen internationalen Workshop

über ‚Microarraytechnologie‘ vom 8.

bis 12. September. Zweck des Workshops

war die Vermittlung neuester Technologien

auf dem Gebiet der Genomforschung. Ein

Genom, d.h. die Desoxyribonukleinsäure

oder kurz DNA eines Organismus, enthält

dessen gesamte genetische Information.

Durch den rasanten Fortschritt in den letzten

Jahren auf dem Gebiet der DNA-Sequenzierung

sind Genome verschiedener

Organismen und einer Vielzahl von Bakterien

entschlüsselt worden. Der nächste

wichtige Schritt ist der Vergleich verschiedener

Genome. Man kann auf diese Weise

z.B. Komponenten identifizieren, die ein

harmloses Bakterium von einem Krankheitserreger

unterscheiden. Erwartet werden

dabei Erkenntnisse über die Evolution

und Ausbreitung von Krankheitserregern.

Langfristiges Ziel ist es, Chemotherapeutika

und Impfstoffe zu entwickeln, um

Krankheiten zu bekämpfen.

Dr. Patrick Maurer und Michael Nuhn vom

NBC, zusammen mit Michèle Memmer

und Dr. Peter Reichmann aus der Abtei-

lung Mikrobiologie, betreuten den Kurs.

Studierende aus Schweden, Ungarn, den

Philippinen und aus Deutschland von den

Universitäten München und Würzburg

arbeiteten sich in der Woche durch ein

kompaktes Programm, in dem sie lernten,

wie man Genome verschiedener Bakterien

vergleicht. Die Kursteilnehmer isolierten

DNA, die mit speziellen fluoreszierenden

Farbstoffen markiert werden müssen, um

einzelne Gene auf einem ‚DNA-Chip‘ spezifisch

nachweisen zu können. Ein ganz wesentlicher

Faktor ist die bioinformatische

Auswertung der Versuche, die nur möglich

ist, wenn ausreichend große Datenbanken

zur Verfügung stehen, mit denen alle Gene

eines Bakteriums (einige tausend) mit allen

bisher bekannten Genen anderer Organismen

verglichen werden können.

Diese enormen Rechenleistungen können

nur mit Hilfe von speziellen Rechnerclustern

durchgeführt werden. Am NBC ist es

gelungen, solche Rechner zu etablieren,

um solch komplexe bioinformatische Analysen

zu ermöglichen. Über die homepage

stehen sie Wissenschaftlern weltweit zur

Verfügung (http://nbc3.biologie.uni-kl.de).

Der Workshop wurde von dem NoE EPG

finanziert, das von Prof. Dr. Jörg Hacker,

dem derzeitigen Präsidenten des Robert-

Koch Instituts, koordiniert wird. Die Abteilung

Mikrobiologie der TU Kaiserslautern

(Prof. Dr. Regine Hakenbeck) ist Mitglied

in diesem von der EU geförderten Netzwerk.

Die Genomforschung gehört zu den

Schwerpunkten in der Mikrobiologie, der

am NBC interdisziplinär bearbeitet wird.

Das NBC wurde 2004 mit Mitteln der EU

und des Landes Rheinland-Pfalz an der TU

Kaiserslautern etabliert. Dieser Workshop

ist Ausdruck dafür, dass das NBC im fünften

Jahr seit seiner Gründung national und

international vernetzt ist und damit ein wesentlicher

Bestandteil der TU Kaiserslautern

für ihre überregionale Außenwirkung

geworden ist.

Lehrgebiet Mikrobiologie

GRATBILDUNG, GRATMINIMIERUNG

UND ENTGRATUNG

Demonstrationen zum Thema Grat im Versuchsfeld

Zum Thema „Gratbildung, Gratminimierung

und Entgratung“ veranstaltete das

FBK am 16. und 17. Juni 2008 einen

Workshop an der TU Kaiserslautern. Eine

Vielzahl von Vertretern national und international

ansässiger Unternehmen und

Workshop in Kaiserslautern am Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation

(FBK)

Forschungseinrichtungen konnten dabei

als Teilnehmer begrüßt werden.

Der Workshop wurde gemeinsam von

Prof. Dr.-Ing. Jan Aurich, Lehrstuhlinhaber

des FBK, und Prof. David Dornfeld,

Leiter des LMAS an der Universität von

Kalifornien in Berkeley, durchgeführt.

Im Rahmen der Fachvorträge referierten

Prof. Aurich und Prof. Dornfeld über die

Grundlagen der Gratbildung und zeigten

Strategien zur Gratminimierung auf. Weitere

Themenschwerpunkte bildeten der

Einsatz von FEM-Analysen zur Simulation

der Gratbildung, die Gratmesstechnik so-

wie Entgratprozesse und deren industrielle

Einsatzgebiete. Demonstrationen im fertigungstechnischen

Versuchsfeld ergänzten

die wissenschaftlichen Vorträge und zeigten

praxisnah u. a. Ansätze zur Gratminimierung

und Verfahren zur Gratmessung.

Die angeregten Diskussionen unter den

Teilnehmern verdeutlichten einmal mehr

die Aktualität und große Relevanz der Thematik.

Der Workshop erwies sich als wertvolle

Veranstaltung für den Erfahrungsaustausch

zwischen allen Teilnehmern und

stellt somit einen erfolgreichen Auftakt zur

4/2008

63


64

TITELTHEMA...

„International Conference on Burrs: Analysis,

Control and Removal“ dar, welche

durch das FBK am 2. und 3. April 2009

an der TU Kaiserslautern veranstaltet wird.

Die Konferenz mit dem Fokus auf der Grat-

analyse, der Gratbeherrschung und der

Entgratung soll für Experten aus Forschung

und Industrie als Forum zur Diskussion der

Gratproblematik dienen und dabei neue

Ideen und mögliche Zusammenarbeiten

anstoßen und fördern. Ein Fachplenum ermöglicht

dabei den Autoren der Tagungsbandbeiträge

sowie den Gastrednern über

Forschungsthemen und aktuelle Herausforderungen

auf dem Gebiet Grat zu referieren.

FBK

Weitere Informationen zum Thema und zur Konferenz

sind unter www.uni-kl.de/burrs zu erhalten.

Prof. Fatih A. Rifki

während des Vortrags

Prof. Fatih A. Rifki

von der American

University

Sharjah (Vereinigte

Arabische

Emirate) war im Juni zu Gast am Lehrstuhl

Regionalentwicklung und Raumordnung

der TU. Am 26. Juni hielt Prof. Rifki einen

Vortrag mit dem Titel “Dubai – from

a small town on a creeks mouth to global

stature between East and West”, der die

rasanten Strukturveränderungen im Emirat

Dubai zum Thema hatte. Mit großem

Interesse verfolgten etwa 70 Studierende

und Lehrende die Ausführungen, die unter

anderem die Bedeutung von Scheich

Muhammed bin Raschid Al Maktum und

seiner Visionen für Dubai, die inzwischen

untergeordnete Rolle des Öls für das Bruttoinlandsprodukt

des Emirats (Anteil von

5,1% im Jahr 2006) sowie zukünftige

Herausforderungen der Entwicklung hervorhoben.

Dubai ist heute vor allem touristische

Destination mit einigen spektakulären

Projekten, wie einer Skihalle, die auch in

der Wüste das Erlebnis des Skifahrens auf

Schnee ermöglicht, sowie Shoppingdestination,

die insbesondere während des

jährlich stattfindenden, einen Monat dauernden,

„Dubai Shopping Festival“ sehr

hohe Besucher- und Umsatzzahlen hat.

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

Darüber hinaus ist eine Vielzahl internationaler

Konzerne mit einem Sitz in Dubai

vertreten.

Spricht man davon, dass eine nachhaltige

Stadt- und Regionalentwicklung für Dubai

erreicht werden soll, gibt es sicherlich

auch kritisch zu betrachtende Entwicklungen.

Mit einer zu Beginn des Vortrags

formulierten Gleichung (1V + 3Ps) =

6Cs diskutierte Prof. Rifki diese Fragestellung.

Der erste Teil der Gleichung umfasst

Aspekte, die in Dubai zweifelsohne

vorhanden sind: 1V steht für Vision, die 3

Ps stehen für people, place and processes.

Diesen gegenüber stehen 6 Cs, die

für eine zukunftsfähige und nachhaltige

Stadtentwicklung stehen: compact (density),

comprehensive (land uses), connected

(transportation), comprehensible (sense

of place), contained (urban growth limits)

Ankündigungsbild International Conference on Burrs

DUBAIS VISIONEN

UND ENTWICKLUNGEN

sowie re-configurable (adaptable to changing

times and circumstances). Ob diese

Aspekte für alle Entwicklungen in Dubai

Gültigkeit haben, wurde zur Diskussion gestellt.

Unter anderem setzen nicht nur der

Verkehr, der in Dubai stetig ansteigt und zu

Verkehrsstaus in den Straßen führt, oder

auch der hohe Flächenverbrauch Fragezeichen

im Hinblick auf eine nachhaltige

Entwicklung.

Im Rahmen des Besuchs von Prof. Rifki

wurden ebenfalls ein in der Konzeption

befindliches gemeinsames Forschungsprojekt

sowie ein Projekt für deutsche

Studierende an der American University in

Sharjah besprochen und vorbereitet.

Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß

Dipl.-Ing. Swantje Grotheer


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

UNI-VILL A-WANDERWEG GETESTET

TU-Präsident Helmut Schmidt hatte die

Idee: die Uni als Stätte der Lehrens und

Forschung mit der Villa Denis, als Stätte

der Begegnung und Kontemplation durch

einen Wanderweg zu verbinden. Prof.

Klaas Bergmann hörte davon und unternahm

mehrere Erkundungstouren, um

eine geeignete schöne Route zu finden.

Die Rheinpfalz plauderte es aus: die Probewanderung

in kleinem Kreis mit dem

Präsidenten sollte am 6.9.08 stattfinden

– die aber fiel buchstäblich ins Wasser. Es

regnete in Strömen.

Eine neuer Versuch mit Ehepaar Schmidt

(plus Hund), Ehepaar Mechel (mit zwei

Buben plus Hund) und K. Bergmann gelang

am 28. September bei herrlichem

Herbstwetter. Um 10 Uhr traf sich die

Gruppe am Turm auf dem Uni-Campus,

machte sich auf den Weg und erreichten

über den Bremerhof, den Humbergturm,

den Kleinen Humberg, den Parkplatz Hungerbrunnen,

den Ort Waldleinigen (Halb-

zeit!), das verschwiegene Leinbachtal, die

„Hochstrasse“ und die Burg Frankenstein

gesund und munter und nach der Bewältigung

von 26 km, 400 Höhenmeter und

einigen Ruhepausen um 18 Uhr das Ziel.

Im besagten Artikel der Rheinpfalz war

besorgt nachgefragt worden, ob der Präsident

denn für eine solche Strecke fit sei.

Er war fit – ohne wenn und aber !

Jetzt laufen die Planungen an für die große

Wanderung, zu der im Frühjahr 2009 alle

eingeladen werden, die Spaß am Wandern

haben und auf diesem wunderbaren Wanderweg

(mal schmaler Pfad, mal breiterer

Weg, nur gelegentlich geschottert, ganz

wenig Asphalt, meistens fußfreundlicher

weicher Untergrund) den schönen, wenig

bekannten Teil des Pfälzerwaldes zwischen

der TU und der Villa Denis in Diemerstein

bei Frankenstein kennen zulernen. Als Termin

für diese Wanderung sollten Sie sich

den 25. April 2009 vormerken. Sollte es

der Wettergott schlecht mit uns meinen,

(Fast) am Ziel: Burg Frankenstein

ist der 9. Mai 2009 noch als Ausweichtermin

geplant.

Prof. Klaas Bergmann

Der Erkundungstrupp kurz vor Waldleiningen

Die Volkshochschule Kaiserslautern ist

offizielles TestDaF-Zentrum

Der TestDaF ist eine Deutsch Prüfung für Studierende, die für das Studium

in Deutschland einen Nachweis ihrer deutschen Sprachkenntnisse

brauchen. Der TestDaF ist eine Sprachprüfung auf fortgeschrittenem

Niveau. Er umfasst die Niveaustufen B2 bis C1 nach Europäischem

Referenzrahmen. Ein Nachweis über bereits absolvierte Stunden ist

nicht notwendig. Der TestDaF kostet 150 EUR und kann beliebig oft

wiederholt werden. Der TestDaF entspricht der DSH-Prüfung und

dient als Nachweis über Deutschkenntnisse, die zur Aufnahme eines

Studiums an einer deutschen Hochschule verlangt werden. Er wird

von jeder deutschen Universität anerkannt. Ausführliche Broschüren

sowie Infos über Prüfungstermine und Anmeldegebühren erhalten Sie

im Sekretariat des Fachbereichs Sprachen:

Nächster TestDaF-Prüfungstermin: 22.04.2009

Anmeldeschluss: 20.03.2009

Kurse zur Prüfungsvorbereitung: ab 2.2. und ab 1.04.2009

Ansprechpartnerin: Frau Maike Kraus, Tel.: 0631-3625823

maike.kraus@vhs-kaiserslautern.de

Volkshochschule Kaiserslautern, www.vhs-kaiserslautern.de

Weiterbildungszentrum, Kanalstr. 3, 67655 KL

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4/2008

65


66

TITELTHEMA...

Unter dem Dach der Stiftung für die Technische

Universität Kaiserslautern wird die

Rheinmetall-Stiftung künftig ihr Ziel verfolgen,

talentierte wissenschaftliche Nachwuchskräfte

zu unterstützen und ihnen

zusätzliche Möglichkeiten der Qualifikation

zu erschließen.

Dazu ist die Rheinmetall-Stiftung, die im

Jahr 2000 vom Düsseldorfer Rheinmetall

Konzern ins Leben gerufen wurde, am

6.11. der Stiftung für die TU Kaiserslautern

zugelegt worden. Die Stiftung für die

TU Kaiserslautern hat sich ebenfalls der

Förderung von Lehre, Forschung und Ausbildung

verschrieben.

Dr. Gerd Kleinert, Mitglied des Vorstands

der Rheinmetall AG und seit 2004 Mitglied

im Hochschulrat der TU Kaiserslautern,

erklärte im Rahmen eines Festaktes

in der Villa Denis: „Wir wollten und wollen

nicht länger über die Situation des wissenschaftlichen

Nachwuchses in Deutschland

klagen, sondern einen wirksamen Beitrag

zur Verbesserung der Hochschulausbildung

leisten und damit die Attraktivität

der Ausbildung in unserem Land insgesamt

steigern. Die Zusammenführung der

gleichgerichteten Aktivitäten beider Stiftungen

ist ein weiterer wichtiger Schritt in

diesem Sinne“.

Prof. Dr. Helmut J. Schmidt, Präsident der

TU Kaiserslautern: „Ich betrachte es als

einen großen Vertrauensbeweis in die Ar-

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

ERWEITERUNG DER TU-STIF TUNG

RHEINMETALL BRINGT STIF TUNGS-

K APITAL VON 510.000 EURO EIN

Harald Ehrlich (Rheinmetall AG), Friederike Schmidt, TU-Präsident Prof. Dr. Helmut Schmidt, Dr. Gerd

Kleinert, Dr. Annette Mechel und Ulrich Putsch (beide Vorstand der Stiftung für die TU) v.l.n.r.

beit der Stiftung für die TU Kaiserslautern,

dass ein so bedeutendes Unternehmen

wie die Rheinmetall AG beschließt, seine

eigene Stiftung in unserer Stiftung aufgehen

zu lassen“.

Er zeigte sich überzeugt, dass mit dem

auf jetzt rund 2,2 Mio. Euro aufgestockten

Vermögen der Stiftung der Stiftungszweck

sinnvoll umgesetzt werden kann. „Von dieser

Zulegung erhoffe ich mir auch eine gewisse

Signalwirkung. Viele Stiftungen mit

ähnlichem Stiftungszweck wie die TU-Stiftung

tun sich schwer, wirklich wahrnehmbar

ihren Stiftungszweck zu erfüllen. Zusammengefasst

zu einer großen Stiftung

können wir gemeinsam wirklich etwas bewegen“,

so Prof. Dr. Helmut J. Schmidt.

„Es ist uns gelungen, den Namen „Rheinmetall-Stiftung“

und die Zulegung in unserer

Stiftungssatzung zu verankern. Damit

bleibt der Name und der ursprüngliche

Zweck der Rheinmetall-Stiftung im Rahmen

unserer Satzung erhalten“, erläuterte

TU-Präsident Schmidt.

„Die Stiftung für die TU Kaiserslautern

passt hervorragend zu uns. Nicht zuletzt

dank der Exzellenz ihrer Fachbereiche und

der inhaltlichen Nähe zum Automobil-Bereich

verbindet uns eine jahrelange, sehr

erfolgreiche Zusammenarbeit mit der TU

und ihrer namhaften Stiftung“, unterstrich

Dr. Gerd Kleinert, der auch Vorstandsvorsitzender

des zum Rheinmetall-Konzern

gehörenden Automobilzulieferers Kolben-

schmidt Pierburg AG ist. „Im Verbund

mit der Stiftung für die TU Kaiserslautern

können wir von nun an eine noch größere

Wirkung entfalten und erzielen einen wirksameren

Hebel für die Mittel der Rheinmetall-Stiftung“.

Im Zuge der bewährten,

engen Kooperation mit der TU will Rheinmetall

auch künftig die Aktivitäten der TU-

Stiftung eng begleiten, zum Beispiel durch

die Vergabe von Praktikumsplätzen und

Themen für Diplom-Arbeiten.

Mit ihren zwei Unternehmenssparten steht

die Rheinmetall AG für technologische

Spitzenleistungen in einem breiten Leistungsspektrum:

Im Automotive-Bereich

als wichtiger Entwicklungspartner renommierter

Automobilhersteller und mit der

Defence-Sparte als führendem Unternehmen

der Heerestechnik. Die im Jahr 2000

gegründete Rheinmetall-Stiftung, die nun

rechtlich in der Stiftung für die TU aufgeht,

hat sich die Unterstützung der Fortbildung

von Führungs- und Nachwuchskräften

im Bereich der technischen Berufe zum

Ziel gesetzt. Seit ihrem Bestehen hat die

Rheinmetall-Stiftung insgesamt 16 Preisträger

unterschiedlicher Hochschulen

für hervorragende Leistungen im wissenschaftlich-technischen

Bereich gewürdigt

und mit entsprechenden Förderpreisen

ausgezeichnet.

Die Stiftung für die TU Kaiserslautern wurde

am 14. Juni 2006 gegründet. Das Gründungsvermögen

betrug damals 185.000

Euro. Der Stiftungszweck liegt in der Förderung

von Wissenschaft, Forschung, Lehre

und Ausbildung an der TU Kaiserslautern.

Mit der Zulegung der Rheinmetall-Stiftung

wird die Förderung im Bereich der technischen

Ausbildung und Ingenieurswissenschaften

im Satzungszweck genannt.

Oliver Hoffmann

Dr. Annette Mechel


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

Prof. Dr. Horst

W. Hamacher,

F a c h b e r e i c h

M a t h e m a t i k

der TU Kaisers-

lautern, wurde auf der Mitgliederversammlung

der Gesellschaft für Operations

Research (GOR) zum Vorsitzenden des

Vorstands gewählt. Der GOR gehören circa

1.100 persönliche und 60 korporative

Mitglieder an.

Ziel des GOR ist es, Forscher und Praktiker

aus Wirtschaft und Verwaltung zusammenzubringen,

um gesellschaftliche

Probleme mit Mitteln des Operations Research

(OR) zu lösen. Beispiele sind be-

MITGLIEDERVERSAMMLUNG DER GOR WÄHLT

PROF. DR. HORST W. HAMACHER

triebliche Probleme, wie die Simulation

und Optimierung von Betriebsabläufen,

der Standortwahl in Produktionsbetrieben

oder der Minimierung von Lagerhaltung.

Aber auch andere gesellschaftliche

Probleme, zum Beispiel die Planung von

Krebsbestrahlungen, die Evaluierung von

Krankenkassentarifen oder die Evakuierung

von Massenveranstaltungen werden

mit Entscheidungswerkzeugen behandelt,

die auf OR-Methoden beruhen.

Hauptarbeitsgebiete des OR sind die Mathematik,

Wirtschaftswissenschaften und

Informatik. Das OR ist in Kaiserslautern

sowohl an der Technischen Universität als

auch in den Forschungsinstituten durch

HONORARPROFESSUR

FÜR DR. ENDEMANN

Mit Wirkung vom 8. Juli 2008 wurde Dr.-

Ing. Ulrich Endemann, BASF SE, von der

Technischen Universität Kaiserslautern

zum Honorarprofessor ernannt.

Ulrich Endemann studierte Maschinenbau

an der TU Kaiserslautern, war dann

wissenschaftlicher Mitarbeiter unter Prof.

Steinhilper am Lehrstuhl für Maschinenelemente

der TU und promovierte 1989 auf

dem Gebiet der Spiralrillen-Radialgleitla-

Hochschuldozent

Dr. Volker Michel

hat zum 1. Oktober

einen Ruf auf

eine Professur am

Fachbereich Mathematik der Universität

Siegen erhalten und angenommen.

international renommierte Vertreter repräsentiert.

Themen des OR sind auch ein

wesentlicher Teil des an der TU Kaiserslautern

in diesem Jahr neu gegründeten

Forschungsschwerpunkts „Center for Mathematical

+ Computational Modelling

(CM 2 )“.

Professor Horst W. Hamacher wird ab 1.

Januar 2009 seine zweijährige Amtszeit

als Vorstandsvorsitzender antreten. Nach

insgesamt sechs Jahren im Vorstand wird

er satzungsgemäß zum 31. Dezember

2010 aus dem Vorstand ausscheiden.

ger. 1989 trat er in die BASF ein und leitet

dort seit März 2003 den Bereich Application

Engineering E/E. Prof. Endemann hält

seit 1998 die Vorlesung „Konstruieren in

Kunststoffen“ im Rahmen eines Lehrauftrags

des Instituts für Verbundwerkstoffe

für den Fachbereich Maschinenbau und

Verfahrenstechnik.

Prof. Maier (IVW), Prof. Schmidt (TU-Präsident),

Prof. Endemann (BASF SE) und Prof. Ripperger

Wir gratulieren! IVW

(FB MV)

Prof. Dr. Rolf Arnold vom FB Sozialwissenschaften

wurde nach Beschluss der

Landeshochschulpräsidentenkonferenz

vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft,

Jugend und Kultur für weitere fünf

Jahre zum Sprecher des Virtuellen Campus

Rheinland-Pfalz (VCRP) bestellt. Außerdem

wurde Prof. Arnold von der Mitgliederversammlung

des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung

(Bonn), einem Institut

der Leibniz-Gemeinschaft, für eine weitere

Amtszeit in den Verwaltungsrat berufen,

dessen Vorsitz er seit 2002 inne hat.

Ju

Prof. Dr. Klaus J.

Zink (Lehrstuhl für

Industriebetriebslehre

und Arbeitswissenschaft)

wurde vom

Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit,

Familie und Frauen des Landes

Rheinland-Pfalz als Hochschulvertreter in

den Beirat des Kompetenzzentrums „Zukunftsfähige

Arbeit in Rheinland-Pfalz“

berufen.

67


68

TITELTHEMA...

Wie wird eigentlich aus einer Siliziumscheibe

ein Computerchip? Welche Bedingungen,

Verfahren und Technologie sind nötig,

um die mikroskopisch feinen Strukturen

eines Halbleiterelements zu erzeugen?

NanoBioNet e. V., das deutschlandweit

größte Kompetenznetzwerk im Bereich

Nanotechnologie, und das Nano + Bio

Center der TU Kaiserslautern boten zu diesem

Themenkomplex ein Weiterbildungsseminar

an.

Es fand am 25. September und 1. Oktober

an der TU statt. Im Seminar erfuhren die

insgesamt zwölf Teilnehmer in Vorträgen

Der Lehrstuhl Regionalentwicklung und

Raumordnung der TU Kaiserslautern erhielt

im April 2008 den Auftrag, ein kommunales

Entwicklungskonzept für die Kreisstadt

Limburg a. d. Lahn zu erstellen.

Die knapp 34.000 Einwohner zählende

westhessische Stadt Limburg steht wie

alle deutschen Kommunen angesichts

sich ändernder struktureller Rahmenbedingungen

mehr denn je vor großen Herausforderungen.

So unterliegt die Stadt

verschiedenen übergeordneten Entwicklungstrends,

die maßgeblich die kommunale

Entwicklung prägen. Von hoher

kommunalpolitischer Relevanz ist dabei

insbesondere der demographische Wandel.

In Limburg wird aktuellen Prognosen

zufolge zwar zumindest mittelfristig noch

mit keinen Bevölkerungsabnahmen gerechnet,

die städtische Bevölkerung weist

aber bereits seit längerer Zeit einen stetigen

Alterungsprozess auf, der künftig noch

zunehmen wird und mit negativen Folgen

auf nahezu sämtliche kommunale Strukturbereiche

verbunden ist.

UNI SPECTRUM

FORSCHUNG... LEHRE UND STUDIUM... MAGAZIN... STADT UND LA

VON DER SILIZIUMSCHEIBE...

...ZUM CHIP

Nano + Bio Center der TU Kaiserslautern

und Saarbrücker NanoBioNet e. V. boten Seminar

„Fotolithografie und Trockenätzverfahren“ an

und durch eigene Versuche im Reinraum,

wie durch fotolithografische Verfahren und

durch das Trockenätzen Silizium-Bauelemente

für elektronische und mikromechanische

Anwendungen hergestellt und

strukturiert werden können.

Dr.-Ing. Sandra Wolff, Seminarleiterin und

Abteilungsleiterin der Abteilung Nano-

strukturtechnologie am Nano + Bio Center,

beschreibt das Anliegen wie folgt: „Mit

unserem Seminar wenden wir uns an alle

wissenschaftlichen und technischen Fachkräfte,

die bereits jetzt oder künftig mit

diesen Technologien arbeiten, aber mehr

über die Grundlagen erfahren möchten -

und dabei von unserem Expertenwissen

auf diesem Gebiet profitieren wollen. Wir

Vor dem Hintergrund der vorgenannten

Rahmenbedingungen ergibt sich die Notwendigkeit,

dass Kommunen die Herausforderungen

der heutigen Zeit erkennen

und frühzeitige Weichenstellungen vornehmen,

um ihre zukünftige Entwicklung positiv

zu gestalten. In diesem Kontext ist es

das Hauptziel des für die Stadt Limburg zu

erarbeitenden kommunalen Entwicklungskonzeptes,

einen querschnittsorientierten

Handlungs- und Orientierungsrahmen für

eine nachhaltige Kommunalentwicklung

zu konzipieren, der zentralen zukünftigen

Herausforderungen gerecht wird. Dadurch

sollen bereits heute für Limburg Wege aufgezeigt

werden, die die Zukunftsfähigkeit

der Stadt auch über das Jahr 2020 hinaus

sicherstellen.

Ein wesentlicher Bestandteil des Konzeptes

ist eine fundierte Analyse der strukturellen

Rahmenbedingungen sowie zentraler

Stärken und Defizite der Stadt Limburg.

Im Anschluss an ein daraus abzuleitendes

Stärken-Schwächen-Profil werden Szenarien

entworfen, die aufzeigen sollen, wie

sich die Stadt bis zum Jahr 2020 entwi-

sind natürlich froh, dass unser Seminar

eine so starke Nachfrage gefunden hat,

dass wir es in diesem Jahr sogar zweifach

auflegen konnten.“

Martin Monzel, Geschäftsführer von Nano-

BioNet e. V., ergänzt: „Die praktischen

Übungen im Reinraum kann kein noch so

guter Vortrag ersetzen. Und unsere Erfahrungen

haben gezeigt, dass unser Seminar

eine Lücke in der Ausbildung von Laboranten

und wissenschaftlichen Mitarbeitern

schließen kann.“

Mehr über das Aus- und Weiterbildungsprogramm

von NanoBioNet e. V. unter www.nanobionet.de

KOMMUNALES ENTWICKLUNGS-

KONZEPT LIMBURG AN DER L AHN

Dr.-Ing. Sandra Wolff

ckeln könnte. Darauf aufbauend wird dann

ein übergeordnetes Leitbild als rahmensetzende

Zielvorstellung für die künftige

Entwicklung der Stadt Limburg formuliert.

Vor dem Hintergrund des Leitbildes erfolgt

sodann für zuvor abgegrenzte strategische

Handlungsfelder eine Definition

von konkretisierenden Entwicklungszielen.

Zur Verwirklichung dieser Ziele werden

schließlich kurz-, mittel- und langfristige

Maßnahmenvorschläge erstellt, die einen

hohen Umsetzungsbezug aufweisen und

in ihrer Gesamtheit den Standort Limburg

stärken sollen.

Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß

Dipl.-Ing. Benjamin Knop


ND... CAMPUSNEWS... VERANSTALTUNGEN... MENSCHEN... KURZ NOTIERT...

KINDERBETREUUNG IN DEN HERBSTFERIEN:

WISSENSCHAF TLICHER NACHWUCHS

„Wie sind die Ritter an die hohe Decke gekommen,

wenn sie die Lampenkerzen anzünden

wollten?“ Diese und ähnliche Fragen

brachten die Architektin Frau Friedrich

teilweise ins Schleudern, als zwanzig Kinder

im Grundschulalter von Bediensteten

der TU für einen Vormittag die Villa Denis

und die darüber thronende Burg Diemerstein

eroberten. Der Ausflug zur Gemeinde

Frankenstein gehörte zu den Highlights im

Rahmen der Kinderbetreuung „Uni-Erlebnis

für Kids!“ in den diesjährigen Herbstferien.

Die Villa, ein Anwesen aus dem 19.

Jahrhundert, das der Eisenbahnpionier

Paul Camille von Denis bauen ließ, befindet

sich nun, wie auch die vermutlich im

frühen 13. Jahrhundert entstandene Burg,

im Besitz der TU-Stiftung. Der Nachbar,

Dirk Rotzoll, verstand es, den Kindern viel

Interessantes von Villa, Park und Burg zu

vermitteln.

An zwei weiteren Vormittagen konnte sich

der „wissenschaftliche Nachwuchs“ bei

den Workshops des Ada-Lovelace-Projektes

zur Chemie und zur Fotomontage mit

Naturwissenschaft und Technik beschäftigen.

Im Chemie-Workshop wurde ihnen

zunächst erklärt, was Chemie überhaupt

ist, dann konnten sie einen Versuch beobachten,

der durch farbliche Veränderungen

verschiedene Oxidationsstufen von Vana-

Die Gesellschaft für Informatik zeichnet

Personen als Fellows aus, die sich in herausragender

Weise um die GI und die Informatik

verdient gemacht haben.

Mit Jürgen Nehmer ehrte die GI einen

bedeutenden Wissenschaftler, der sich

dium zeigte. Anschließend stellten sie ein

Brause-Getränk her, und schließlich fanden

sie mit Hilfe von Messzylindern heraus,

wie viel Flüssigkeit eine Baby-Windel aufnehmen

kann. Im Fotomontage-Workshop

konnten die Kinder Bilder, die von ihnen

vor einer weißen Wand fotografiert worden

waren, auf einen selbst ausgewählten

Hintergrund durch Fotomontage einfügen.

Dabei wurden ihnen Funktionen wie das

Drehen des Bildes und das Ausschneiden

durch den Zauberstab u.a. erklärt.

Des Weiteren erhielten sie in einer Sporthalle

des Schulzentrums Süd einen Hockey-Schnupperworkshop,

der ebenfalls

viel Spaß machte und sehr gut ankam.

Zudem wurden sie zur Schatzsuche auf

den Campus geschickt (vorher waren Kleinigkeiten

wie Bleistifte, Blocks u.a. versteckt

worden), sie machten einen Ausflug

zum Waldspielplatz am Bremerhof, waren

mehrmals auf dem Sportplatz zum Ballspielen,

Seilspringen und bastelten Drachen

als Fensterbilder.

Liebevoll betreut wurden die Kinder erneut

von Annika Leveringhaus und Daniela

Schumann. Die „Ganztagskinder“ nahmen

wieder das Mittagessen in der Mensa ein,

gut versorgt vom Mensa-Team.

sowohl durch seine wissenschaftliche Arbeit

als auch durch sein vielfältiges ehrenamtliches

Engagement hohe Anerkennung

erworben hat.

Als Mitglied des Wissenschaftsrates und

erster DFG-Vizepräsident aus der Informatik

hat er der Informatik in der deutschen

Wissenschaftslandschaft ein Gesicht gegeben.

In der DFG hat er unter anderem

den „Aktionsplan Informatik“ initiiert, mit

dem herausragende junge Nachwuchswissenschaftler/innen

gefördert worden sind.

In der GI hat sich Jürgen Nehmer über

Die Eltern äußerten sich positiv zu dem

gesamten Konzept mit seiner Vielfalt. Ihnen

gefiel, dass ihre Kinder an Aktivitäten

herangeführt werden, die sie sonst nicht

machen, dass sie früh einen Bezug zur

Universität erhalten, und – dass es dieses

„tolle Angebot“ überhaupt gibt.

Dr. Doris Niemeyer

ERNENNUNG ZUM

„FELLOW DER GI“

viele Jahre in den Fachgruppen „Software

Engineering“ und „Betriebssysteme“ in

der Leitung und Organisation engagiert.

Als Tagungsleiter und Mitherausgeber des

Informatik Spektrums und dort verantwortlich

für die Rubrik „Aktuelles Schlagwort“

prägte er das Erscheinungsbild der GI

nach innen und außen.

Die Ernennung zum Fellow erfolgte in Anerkennung

dieser Leistungen.

Prof. Dr. Stefan Jähnichen

Präsident der Gesellschaft

für Informatik e.V. (GI)

4/2008

69


70

VERANSTALTUNGEN...

Seit Oktober 2008 sind über die bisherigen

Funktionen der ISGS hinaus die Aufgaben

des Internationalen Doktorandenforums

in der ISGS als zentrale Anlaufstelle

für fachübergreifende Angelegenheiten der

(Post)Doktoranden verankert und übernommen.

Die in den letzten drei Jahren

erfolgreich erprobten Konzepte befinden

sich in Weiterentwickelungsphase oder

sind bereits teilweise umgesetzt.

Derartige Konzepte umfassen vor allem

Themen-Workshops, z.B. zur Wissen-

UNI SPECTRUM

EHRUNGEN & PREISE...

MENSCHEN...

schaftssprache Englisch und Deutsch,

monatliche Gruppengespräche mit internen

und externen Führungskräften oder

Seminare zum Thema „Management“ bzw.

souveräne und überzeugende fachliche

„Präsentation“ oder „Selbstdarstellung“.

Dabei freut sich die ISGS über die Kooperation

und Unterstützung der Professoren

aller Fachbereiche, die spontan an dem

ein oder anderen Termin Ihre Erfahrungen

mit jungen (Post-)Doktoranden aus unterschiedlichen

Fachrichtungen teilen möch-

KURZ NOTIERT...

ALUMNI-

TREFFEN

Im Vorfeld des 8. IVW-Kolloquiums trafen

sich die Ehemaligen des Instituts für Verbundwerkstoffe

zur diesjährigen Alumni-

Veranstaltung.

Alumni und IVW-Kolleginnen und Kollegen

fanden sich am Vorabend im Restaurant

„Twenty-One“, im 21. Stockwerk des

Rathauses Kaiserslautern gelegen, zum

gemeinsamen Abendessen ein. Dabei

wurden ausgiebig die Möglichkeiten zum

gegenseitigen Austausch genutzt.

Vortragsveranstaltung und Fachdiskussion

fanden dann am 16. September statt.

Hauptredner war Ralph Dr. Funck von

der Firma COMAT mit seinem Beitrag zur

„Selbständigkeit im Umfeld der Faserverbundwerkstoffe“.

IVW

ISGS ÜBERNIMMT AUFG ABEN DES

INTERNATIONALEN DOK TOR ANDENFORUMS

Mit dem Workshop Strategien des Sprechens

hatte der AStA der TU Kaiserslautern

„soft skills“ im Angebot – und die

Nachfrage war groß. Das auf 25 Teilnehmer

ausgelegte Seminar war in Kürze

ausgebucht und die Warteliste lang. Ting

ten und so die ISGS bei dieser Aufgabe

unterstützen.

Um über die laufenden Aktionen und

Veranstaltungen besser informiert zu

sein, lädt die ISGS alle Interessierten,

(Post)Doktoranden wie Professoren ein,

sich im ISGS-Doktoranden-Verteiler (www.

uni-kl.de/isgs) oder unter doktoranden@

isgs.uni-kl.de bei der ISGS anzumelden.

International School

for Graduate Studies (ISGS)

ASTA-WORKSHOP

Wang, Ausländerbeauftragte

des AStA und Initiatorin des

Workshops, eröffnete das

Seminar, begrüßte die multinationaleTeilnehmergruppe

und stellte die Referentin

Sabine Michels-Kremer vor.

Sabine Michels-Kremer erinnerte

zunächst an einige

Punkte des Aufbaus eines Referats, fokussierte

dann aber die Rolle des Vortragenden.

Relevante strategische Aspekte wie

die freie Rede, Kontakt zum Publikum etc.

wurden besprochen und danach direkt in

die Tat umgesetzt: Die Teilnehmer erarbei-

teten in Gruppen ein Miniatur-Referat, das

es dann unter den kritischen Augen der

Kollegen zu halten galt, was mit viel Spaß

und konstruktiver Kritik vonstatten ging.

Im zweiten Teil standen Gesprächsstrategien

im Mittelpunkt, wobei auch Aspekte

der nonverbalen Kommunikation betrachtet

wurden, zumal diese im multinationalen

Kontext in ihrer Bedeutung erheblich

variieren können. Einhelliges Fazit der Teilnehmer

war, dass der Workshop interessant

war und die Teilnahme sich gelohnt

hatte. Frau Wang - Herzlichen Dank für

Ihre Idee!

Sabine Michels-Kremer


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V O R S C H A U U U N I S P E C T R U M

Ausgabe 1

Februar 2009:

Science Alliance

Erscheinungstermin Februar:

KW 8

Redaktionsschluss: 16.01.2009

Anzeigenschluss: 02.02.2009

HERAUSGEBER:

Präsident und Freundeskreis der TU Kaiserslautern

REDAKTION:

• Dipl.-Volkswirt Thomas Jung (Ju)

ANSCHRIF T DER REDAKTION:

Technische Universität Kaiserslautern

PR und Marketing

Postfach 3049

67653 Kaiserslautern

Tel.: (06 31) 2 05-20 49

Fax: (06 31) 2 05-36 58

presse@uni-kl.de

www.uni-kl.de/PR-Marketing

REDAKTIONSBEIRAT:

• Prof. Dr. Joachim W. Deitmer

• Prof. Dr. Ralph Urbansky

• Jutta Gondrom

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(Änderungen sind der Redaktion vorbehalten)

Namentlich gezeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.


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4

NOVEMBER 2008

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ENERGIEMANAGEMENT

Aufgrund steigender Energiekosten wurde

an der Technischen Universität Kaiserslautern

zum 01.09.2008 ein zentrales Energiemanagement

eingeführt.

Die Energiekosten für das laufende Jahr

sind in der Größenordnung von 5,83 Millionen

Euro kalkuliert. Im Vergleich dazu

beliefen sich die Ausgaben für Strom, Erdgas

und Leichtöl im Jahr 2003 noch auf

3,41 Millionen Euro. Bisher konnten die

steigenden Ausgaben durch Kürzungen

bei Sachausgaben ausgeglichen werden.

Um solche Kürzungen zu vermeiden, muss

der Energiebedarf mittelfristig deutlich reduziert

werden. Zum Erreichen dieses Zieles

folgt die TU dem erfolgreichen Beispiel

vieler Industrieunternehmen und installiert

ein zentrales Energiemanagement. Am

01.09.2008 wurde Dr. Jens Holger Dieckmann

als Energiemanager eingestellt.

Das Energiemanagement ist als präsidiale

Stabstelle in der zentralen Verwaltung angesiedelt.

Dr. Jens Holger Dieckmann studierte von

1997 bis 2003 Bauingenieurwesen an

der Technischen Universität, arbeitete

anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter

im Fachgebiet Bauphysik / Technische

Gebäudeausrüstung unter der Leitung

von Prof. Dr. H. Heinrich und bei der

im Fachgebiet ansässigen Landesenergieagentur

EOR.

Die Aufgabenschwerpunkte des Energiemanagements

lassen sich in drei Arbeitsmodule

gliedern. Der erste Themenschwerpunkt

liegt dabei auf dem Aufbau

eines gestuften Energiecontrollingsystems

zur Erfassung der vorhandenen Energieflüsse.

Dadurch wird ermittelt, in welchen

Bereichen der größte Handlungsbedarf

besteht. Das zweite Modul umfasst

die Unterstützung bei der Sanierung des

Gebäudebestandes und der überalterten

Anlagentechnik. Hier ist eine enge Zusammenarbeit

mit dem Eigentümer der

Liegenschaft, dem Landesbetrieb Liegenschafts-

und Baubetreuung LBB angestrebt.

Der dritte Tätigkeitsschwerpunkt

wird die Öffentlichkeitsarbeit innerhalb

und außerhalb der Technischen Universität

und die Unterstützung bei der Energieträgerbeschaffung

sein. Dr. Dieckmann wird

diese Projekte zukünftig koordinieren und

grundsätzlich Ansprechpartner für energiebezogene

Themen innerhalb der TU sein.

Dr. Jens Holger Dieckmann

BERUFSAUSBILDUNG AN DER TU

Am 15. August 2008 fand ein Treffen der

Ausbilder der TU Kaiserslautern statt. Neben

allgemeinen Informationen und Planung

der Ausbildungsabsichten für 2009

wurde über die Darstellung der TU als

Ausbildungsbetrieb mit den verschiedenen

Ausbildungsberufen besprochen. Schnell

wurde klar, dass der Bekanntheitsgrad der

TU als Ausbildungsbetrieb verbesserungs-

fähig ist. In der Ausbilder-Runde wurden

mögliche Darstellungsmöglichkeiten diskutiert.

Als kurzfristig umsetzbare Maßnahme

wurde eine Internetseite für die

Ausbildung favorisiert. Ausbilder aus dem

RHRK haben sich bereit erklärt, mit ihren

Azubis die technische Umsetzung zu übernehmen.

...erhält eine eigene Internetseite!

Bemerkenswert ist der zeitliche Ablauf:

15.08.08

Idee und Startschuss, Besprechung einer

einheitlichen Darstellung der Berufe

22.08.08:

Internetseite steht in der Grundstruktur

und ist mit Informationen zu einzelnen

(wenigen) Berufen zur Anschauung hinterlegt.

28.08.08:

zu beinahe allen Ausbildungsberufen liegen

Beiträge der Ausbilder vor; Details der

Verlinkung werden abschließend besprochen

Zur Ausschreibung der Ausbildungsstellen

2009 am 06.09.2008 in der Tageszeitung

„Die Rheinpfalz“ war die Internetpräsentation

fertiggestellt und ist seit dem unter

www.uni-kl.de/azubi verfügbar.

Hauptabteilung Personal

4/2008

3


4

INTERN...

BERUFSAUSBILDUNG AN DER TU

Die TU Kaiserslautern bildet seit Jahrzehnten

junge Menschen in den verschiedensten

Berufen aus. Das Spektrum der

Ausbildungsmöglichkeiten umfasst derzeit

22 Ausbildungsberufe und entwickelt sich

ständig fort. Während z. B. in den Siebziger

bis in die Achtziger Jahre hinein noch

„Holzmechaniker/innen“ ausgebildet wurden,

ist die Ausbildung im Beruf Sport-

und Fitnesskauffrau /-mann ab 2009 das

neuste Ausbildungsangebot an der TU. Der

ständige Wandel vollzieht sich aber nicht

nur mit dem Ausbildungsplatzangebot in

neuen Berufen, sondern auch mit zum Teil

erheblichen Änderungen in bestehenden

Ausbildungsberufen.

Die aktuellen Ausbildungsberufe sind unter

www.uni-kl.de/azubi abrufbar.

„Vielen Dank nochmals für das tolle Angebot

der Ferienbetreuung. Meiner Tochter

hat es wieder, wie jedes Mal, sehr,

sehr gut gefallen und viel Spaß gemacht.

Großes Lob!“ So äußern sich Eltern zum

Ferienbetreuungsangebot der TU Kaiserslautern,

das in den Osterferien vom 12.

bis 14. April und vom 17. bis 20. April

zum dritten Mal und in den Sommerferien

vom 28. Juli bis 1. August zum vierten Mal

stattfand.

Dass Eltern nicht einmal halb so viel Urlaub

haben wie Schulkinder Ferien, erschwert

die Vereinbarkeit von Familie und Studium/Beruf.

Auch dieses Betreuungsprogramm,

das die TU im Rahmen des „audit

familiengerechte hochschule“ anbietet,

soll auf den Abbau bestehender Probleme

bei der Verknüpfung von Job oder Studium

mit Kind/ern hinwirken.

In den ersten beiden Wochen der Osterferien

nahmen insgesamt 41 Kinder, in

der letzten Woche der Sommerferien 21

Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren am

„Uni-Erlebnis für Kids“ teil. Betreut wurden

sie von Studentinnen der TU mit pädagogischen

Erfahrungen, in den Osterferien

von Nina Blöhs, Sarah Gabriel und Daniela

Schumann, in den Sommerferien von

Swetlana Gohr und Julia Schlebusch.

UNI SPECTRUM INTERN

Die Anzahl der Auszubildenden an der TU

Kaiserslautern hat sich in den letzten Jahren

(Stand jeweils Oktober) wie folgt entwickelt:

Jahr 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008

Anzahl 62 62 72 83 93 99 106

Die TU hat damit ihre Ausbildungskapazitäten

in den letzten fünf Jahren um rund

70 % gesteigert und einen deutlichen Beitrag

zum Abbau des Lehrstellenmangels

geleistet.

Hauptabteilung Personal

UNI-ERLEBNIS FÜR KIDS

Kinderbetreuung in den Oster- und Sommerferien 2008

Die Jungen und Mädchen erhielten ein

abwechslungsreiches Programm, vom

Selbstverteidigungskurs bis zu spannenden,

kindgemäßen Workshops aus den

Naturwissenschaften und der Technik. In

Kooperation mit dem Ada-Lovelace-Projekt

konnten die Kinder im Elektrotechnik-

Workshop Diodenmännchen und Multivibrator-Schaltungen

löten. Sie erstellten am

Computer Fotomontagen mit Fotos, die

sie selbst zuvor geschossen hatten, sie

programmierten Roboter u.v.m. Die Kinder

beteiligten sich mit großem Eifer an den

Versuchen und hatten sichtlich Spaß.

Zudem wurden Moosnester und Ostereier

aus Ballons und Kleister, Boote und Autos

aus Eierkartons und Pappe gebastelt,

Freundschafts- und an-

dere Armbänder ge-

knüpft, gemalt, Salzteig

geknetet und

drinnen und draußen

gespielt, getobt und

Sport getrieben. Mit

den Matratzen bauten

die Kinder Höhlen und

Häuser oder veranstalteten

eine Mattenschlacht;

die Mädchen

und Jungen spielten

Gesellschaftsspiele,

Reise nach Jerusalem,

in der Sporthalle, auf dem Waldspielplatz

am Bremerhof und auf dem Basketballplatz

des Hochschulsportes. Sie machten

Waldspaziergänge, gingen auf die Dachterrasse

von Gebäude 47, zur Kinder-Uni-

Leseecke in der Unibibliothek und zu einem

Workshop an die Fachhochschule.

Sowohl die Kinder als auch die Eltern bewerteten

die Ferienangebote fast durchgängig

sehr positiv, die kindgerechten

Workshops machten sowohl für die Kinder

als auch für die Eltern die Highlights aus.

Und besonders froh sind alle, dass es dieses

Angebot überhaupt gibt.

Dr. Doris Niemeyer


PERSONALIA

ERNENNUNGEN

• Dipl.-Ing. Johannes Modersohn wurde

mit Wirkung vom 03.06.2008 zum Universitätsprofessor

(W 3) im Fachbereich

Architektur, Raum- und Umweltplanung,

Bauingenieurwesen ernannt.

• Der Präsident der Technischen Universität

Kaiserslautern, Universitätsprofessor

Dr. rer. nat. Helmut J. Schmidt, wurde

erneut mit Wirkung vom 01.07.2008 für

weitere sechs Jahre (2. Amtszeit) zum

Präsidenten der Technischen Universität

Kaiserslautern ernannt.

• Dr. Jörn Saß wurde mit Wirkung vom

01.08.2008 zum Universitätsprofessor (W

2) im Fachbereich Mathematik ernannt.

• Dr.-Ing. Steffen Müller wurde mit Wirkung

vom 29.08.2008 zum Universitätsprofessor

(W 3) im Fachbereich Maschinenbau

und Verfahrenstechnik ernannt.

• Dr. rer. nat. Michael Cuntz wurde mit

Wirkung vom 01.09.2008 zum Akademischen

Rat – als wissenschaftlicher Mitarbeiter

an einer Hochschule – (A 13) im

Fachbereich Mathematik ernannt.

• Privatdozent Dr. Stefan Kins wurde mit

Wirkung vom 01.09.2008 zum Universitätsprofessor

(W 2) im Fachbereich Biologie

ernannt.

• Dr. rer. nat. Nicole Marheineke wurde

mit Wirkung vom 01.09.2008 zur Professorin

als Juniorprofessorin (W 1) im Fachbereich

Mathematik ernannt.

• Dr. rer. nat. Marco Rahm wurde mit Wirkung

vom 01.09.2008 zum Professor als

Juniorprofessor (W 1) im Fachbereich Physik

ernannt.

Universitätsprofessor Dr.-Ing. Martin

Böhle wurde mit Wirkung vom 01.10.2008

zum Universitätsprofessor (W 3) im Fachbereich

Maschinenbau und Verfahrenstechnik

ernannt.

BESTELLUNGEN ZUM HONORAR-

PROFESSOR AN DER TU

• Dr. phil. Hans-Jürgen Seimetz (Fachbereich

Architektur, Raum- und Umweltplanung,

Bauingenieurwesen) wurde mit

Wirkung vom 04.07.2008 zum Honorarprofessor

an der Technischen Universität

Kaiserslautern bestellt.

• Dr.-Ing. Ulrich Endemann (Fachbereich

Maschinenbau und Verfahrenstechnik)

wurde mit Wirkung vom 08.07.2008 zum

Honorarprofessor an der Technischen Universität

Kaiserslautern bestellt.

• Dr. phil. Josef Walter Baulig (Fachbereich

Architektur, Raum- und Umweltplanung,

Bauingenieurwesen) wurde mit Wirkung

vom 30.09.2008 zum Honorarprofessor

an der Technischen Universität Kaiserslautern

bestellt.

VERLEIHUNG DER BEZEICHNUNG

„ AUSSERPL ANMÄSSIGER PRO-

FESSOR“

• Juniorprofessor Dr.-Ing. Matthias Castorph

(Fachbereich Architektur, Raum- und

Umweltplanung, Bauingenieurwesen) wurde

mit Wirkung vom 01.09.2008 die Bezeichnung

„Außerplanmäßiger Professor“

verliehen.

RUHESTANDSVERSETZUNGEN

• Akademischer Oberrat Dr. Rüdiger

Brombeer (Fachbereich Mathematik) trat

nach Erreichung der Altersgrenze mit Ablauf

des Monats September 2008 in den

Ruhestand.

• Akademischer Direktor Dr.-Ing. Konrad

Grünter (Materialprüfamt) wurde mit Ablauf

des Monats September 2008 in den

Ruhestand versetzt.

• Akademischer Direktor Dr. Heinrich

Heydt (Fachbereich Chemie) wurde mit

Ablauf des Monats September 2008 in

den Ruhestand versetzt.

PARTNER DER TU K AISERSL AUTERN...

• Prof. Dr. Hartmut Hotop (Fachbereich

Physik) trat nach Erreichung der Altersgrenze

mit Ablauf des Monats September

2008 in den Ruhestand.

• Prof. Dr. Hans-Jörg Jodl (Fachbereich

Physik) trat nach Erreichung der Altersgrenze

mit Ablauf des Monats September

2008 in den Ruhestand.

• Akademischer Direktor Dr. Winfried Lang

(Fachbereich Biologie) wurde mit Ablauf

des Monats September 2008 in den Ruhestand

versetzt.

• Akademischer Direktor Dr.-Ing. Jürgen

Rötter (Fachbereich Elektrotechnik und

Informationstechnik) trat nach Erreichung

der Altersgrenze mit Ablauf des Monats

September 2008 in den Ruhestand.

• Prof. Dr. Richard Wallenstein (Fachbereich

Physik) trat nach Erreichung der

Altersgrenze mit Ablauf des Monats September

2008 in den Ruhestand.

• Akademischer Direktor Dr. Gotthelf Wolmershäuser

(Fachbereich Chemie) wurde

mit Ablauf des Monats September 2008

in den Ruhestand versetzt.

EMERITIERUNG

• Prof. Dr. Günther Trautmann (Fachbereich

Mathematik) wurde wegen Erreichens

der gesetzlichen Altersgrenze mit

Ablauf des Monats September 2008 von

seinen amtlichen Verpflichtungen entbunden.

DIENSTJUBILÄEN

• Beate Braband-Eberle (ZV, HA 2), Diana

Deininger (ZV, HA 4), Volker Geib (ZV, HA

3), Prof. Dr. Hermann Heinrich (FB A/RU/

BI), Claudia Hoffmann (ZV, HA 4), Klaus

Rauber (UB) und Prof. Dr. Willy Spannowsky

(FB A/RU/BI) feierten ihr 25-jähriges

Dienstjubiläum.

4/2008

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6

INTERN...

Prof. Dr. Regine Hakenbeck

Der Fachbereich Biologie und das Lehrgebiet

Mikrobiologie veranstaltete am 27.

September 2008 ein Festsymposium zum

60. Geburtstag von Prof. Dr. Regine Hakenbeck,

Inhaberin des Lehrstuhls für Mikrobiologie

an der Technischen Universität

Kaiserslautern und eine der Direktorinnen

des Nano+Bio Centers. Das Symposium

wurde durch eine Ausstellung einer Auswahl

ihrer künstlerischen Arbeiten umrahmt.

Die Sprecher dieses Symposiums waren

internationale Spitzenforscher auf dem

Gebiet der Molekularbiologie und Mikrobiologie

und ehemalige Mitarbeiter von Prof.

Hakenbeck, die weiterhin in der Forschung

tätig sind und dementsprechend ihr Forschungsgebiet

vorstellen konnten. Die

Zuhörer setzten sich wiederum aus ehemaligen

Mitarbeitern von Regine Hakenbeck,

die nahezu vollständig der Einladung

folgen konnten, Mitgliedern des Fachbereichs

Biologie und anderer Fachbereiche

der TU Kaiserslautern, und Kollegen aus

dem In- und Ausland zusammen.

UNI SPECTRUM INTERN

PROF. DR. REGINE HAKENBECK:

FESTSYMPOSIUM ZUM 60.

Prof. Regine Hakenbeck befasst sich mit

der Entstehung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen

in dem Bakterium

Streptococcus pneumoniae, einem bedeutenden

menschlichen Krankheitserreger,

der Lungen- und Mittelohr-, aber

auch Hirnhautentzündungen hervorrufen

kann. Zusätzlich beschäftigt sich ihre Arbeitsgruppe

mit dem Gen-Austausch zwischen

Bakterienarten, ein Vorgang der als

Transformation bezeichnet wird, und der

Regulation von bakteriellen Komponenten,

die für die Auslösung von Krankheiten von

Bedeutung sind.

Sie kann auf ein umfangreiches Werk von

weit über hundert begutachteten Publikationen,

zahlreichen Buchbeiträgen und zwei

Büchern als Herausgeber zurückblicken.

Sie ist in zahlreichen wissenschaftlichen

Beiräten, z.B. des Robert Koch Instituts in

Berlin, des Helmholtz Centers for Infection

Research, Braunschweig, vertreten und ist

Mitglied im Evaluierungskomitee der Leibnizgesellschaft.

Weiterhin ist sie derzeit

die Vorsitzende der Fachgruppe Pathogenität

der Vereinigung für Allgemeine und

Angewandte Mikrobiologie Deutschland.

Neben ihrer Arbeit als Editor in internationalen

Zeitschriften hat sie auch internationale

Tagungen organisiert, unter anderem

eine Tagung zur bakteriellen Transformation

an der TU Kaiserslautern. Bei der Einrichtung

des Nano+Bio Centers an der TU

Kaiserslautern war sie eine der treibenden

Kräfte.

Regine Hakenbeck ist nicht nur Wissenschaftlerin

und Professorin, sondern auch

Künstlerin, die sich mit Fotografie, Collagen

aber auch Malerei beschäftigt. Ihre

Werke waren unter anderem in Tübingen,

Mannheim und an der TU Kaiserslautern

zu sehen. Ihre letzte Ausstellung „Genomes

and Biotopics, zusammen mit Susanne

Gerber, führte Kunst und Wissenschaft

zusammen.

Das Symposium wurde durch ein Grußwort

von Prof. Burkard Hillebrands, Vizepräsident

für Forschung und Technologie der TU

Kaiserslautern, eröffnet. Das wissenschaftliche

Programm begann mit drei Vorträgen

der Professoren Donald Morrison, USA,

Jean-Pierre Claverys, Frankreich, und Leiv

Sigve Havarstein, Norwegen zu Vorgängen

beim genetischen Austausch bei Bakterien.

Prof. Waldemar Vollmer aus England

vermittelte anschließend Einsichten in den

Aufbau von bakteriellen Zellwänden.

Ein Beitrag, „Art meets Science“, von Prof.

Jochen Höltje, Tübingen, in dem auf die

künstlerischen Aktivitäten von Prof. Regine

Hakenbeck hingewiesen wurde, sollte

zu der Ausstellung ihrer künstlerischen

Werke, die das Festsymposium umrahmte,

überleiten. Bevor die Teilnehmer jedoch

zu der Ausstellung gehen konnten,

hielt ein Überraschungsgast, Prof. Thomas

Trautner, eine Laudatio. Er war Direktor

des Max-Planck-Instituts für Molekulare

Genetik in Berlin, in dem Regine Haken-

Prof. Jochen Höltje, Organisator der Kunstausstellung,

präsentiert ein Beispiel der „Genomkunst“ von Regine Hakenbeck. Lebhafte Diskussionen an den wissenschaftlichen Postern.


GEBURTSTAG

beck vor ihrer Berufung zur Professorin in

Kaiserslautern eine Arbeitsgruppe leitete.

Entsprechend groß war die Freude beim

unerwarteten Wiedersehen.

Den zweiten Teil des Festsymposiums leitete

Prof. Eckhard Friauf ein, der im Namen

des Fachbereichs Biologie der TU Kaiserslautern

einen launigen Rückblick auf die

Karriere von Regine Hakenbeck richtete.

Prof. Harald Labischinski aus Berlin erklärte

augenzwinkernd, nach welchen Kriterien

man sich ein pathogenes Bakterium

zur Bearbeitung aussuchen sollte. Sechs

ehemalige Mitarbeiter von ihr, Thorsten

Mascher, Karlsruhe, Dorothea Zähner,

USA, Thomas Briese, USA, Götz Laible,

Neuseeland, Mark van der Linden, Aachen

und Heinz Ellerbrok, Berlin berichteten

über ihre Arbeiten als Arbeitsgruppenleiter

oder Professoren. Thematisch wurde hier

der Bogen von Bacillus und Streptokokkus

bis zu Viren und transgenen Kühen

gespannt.

Der letzte Vortrag war einem der Mentoren

von Regine Hakenbeck, Prof. Alexander

Tomasz aus New York, USA vorbehalten,

bei dem Prof. Hakenbeck ihre sog. Post-

Doc Zeit absolviert hat. Bezeichnenderweise

war der Vortrag mit „New York; The

formative Years“ betitelt. Ein Schlusswort

von Regine Hakenbeck beendete die Veranstaltung

in der Rotunde.

Im Restaurant Sommerhaus war dann Zeit

den Geburtstag ausgiebig zu feiern. Es war

weit nach Mitternacht bevor die letzten

Gäste sich auf den Heimweg machten.

Prof. Dr. Burkard Hillebrands,

Vizepräsident für Forschung und

Technologie der TU Kaiserslautern,

eröffnet das Symposium.

Dr. Reinhold Brückner

Dr. Dalia Denapaite

Alle Mitarbeiter, von 1987 bis heute, die an der Analyse

des Zweikomponenten Systems CiaRH mitgearbeitet haben. Der Überraschungsgast, Prof. Thomas Trautner, Berlin.

4/2008

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8

INTERN...

ISGS-BETREUUNGSSTATISTIK 2008

Die Betreuung der internationalen

(Post)Graduierten beginnt in der ISGS mit

der unmittelbaren, persönlichen und ausführlichen

Beantwortung von Anfragen zu

Masterstudium und Promotion, die trotz

umfangreichem und mehrsprachigem Infomaterial

und Webseiten im Alltagsgeschäft

entstehen.

Die statistische Auswertung dieser Anfragen

zeigt eine deutliche zahlenmäßige

Steigerung, die u.a. auf die ISGS-Maßnahmen

zum Forschungs- und Hochschulmarketing

zurückzuführen sind:

Master- und Promotionsanfragen 2007 280

Master- und Promotionsanfragen Jan.–Sept. 2008 483

1 Ohne Mathematik

Daraufhin leistete die ISGS zwischen Januar

und September 2008 zu den beiden

Intakes im Sommer- und Wintersemester

2008/09 auf Wunsch der Fachbereiche

folgende administrative Aufgaben:

1

Spitzenreiter: Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik (exklusive Mathematik)

Bearbeitung der Bewerbungen für internationale Masterprogramme 732

Bearbeitung der Zulassungsformalitäten 148

Formale Bearbeitung und Koordination der Einschreibungen 80

Zielgruppe: a) Internationale Masterstudierende der Fachbereiche Mathematik, Informatik, Elektro- und

Informationstechnik sowie der Graduate School CVT und der internationalen Masterprogramme der anderen

Fachbereiche b) Internationale Doktoranden aller Fachbereiche

Die „Pre-Arrival“- Kommunikation umfasst

pro Zugelassenem durchschnittlich 12 individuelle

Emails bzw. Telefonate. Dieser

umfangreiche Kommunikationsteil ist für

die tatsächliche Entscheidung für die TU

Kaiserslautern oft ausschlaggebend: Hier

wird direkt mit Informationen und Beratung

anderer Universitäten konkurriert, an

denen exzellente internationale Graduierte

sich ebenfalls beworben haben.

Nach der persönlichen Abholung am

Bahnhof, dem Begleiten zur Wohnung und

dem Erledigen der ersten Einkäufe startete

im April und im August 2008 jeweils

der „Orientierungskurs“ (O.K.) mit Sprachkurs,

Orientierung in Stadt und Campus,

Vermittlung der deutschen Wissenschaftskultur

und Unterstützung bei allen administrativen

Angelegenheiten (Visum, Krankenversicherung

etc.):

Teilnehmer an den Orientierungskursen (Masterstdierende/Doktoranden etc.) 115

Anzahl der durchgeführten Exkursionen 14

Anzahl der durchgeführten Events (Kneipentour, Videoabend, Betze-Besuch...) 11

Anzahl der Sportveranstaltungen 3

Anzahl der Feiern 4

Anzahl mehrtägiger Exkursionen und „Interkultureller Wochenenden“ 3

Anzahl der erteilten Promotions-Beihilfe-Stipendien (2008) 12

Dabei wurden den internationalen Masterstudierenden

und Doktoranden insgesamt

101 Wohnungen in Studentenwohnheimen

und privaten Unterkünften vermittelt

und beim Mietvertrag, Umzug und damit

verbundenen Angelegenheiten (Internet-

und Telefonverträge etc.) Unterstützung

geleistet.

Das „ISGS-Branch Office & Meeting

Place“ in Gebäude 36 zeichnet sich für

die Alltagsberatung verantwortlich. Täglich

besuchen es von derzeit etwa 300 von

der ISGS betreuten Graduierten mindestens

fünf bis zehn Studierende und Doktoranden.

Daneben dient es als ständiger

Treffpunkt der internationalen Graduierten

der TU Kaiserslautern, der besonders im

Orientierungskurs zum Kennenlernen,

gemütlichen Beisammensein und zur Erledigung

administrativer Angelegenheiten

(Einschreibung, Bibliotheks- und Rechenzentrumsaccount

etc.) genutzt wird. In

Zukunft ist geplant, das Büro verstärkt als

zentrale Anlaufstelle auf dem Campus für

(Post)Doktoranden und deren fachübergreifende

Veranstaltungen zu nutzen.

In regelmäßigen Evaluationen werden die

einzelnen Leistungen der ISGS intern evaluiert

und ständig verbessert. Anregungen

aus den Fachbereichen, gerade auch was

den Service für Doktoranden und Gastwissenschaftler

betrifft, werden gerne entgegengenommen.

International School

for Graduate Studies (ISGS)


ERFOLGREICHE TEILNAHME AN LEISTUNGSSCHAU

ROBOTER RAVON

Seit 2006 findet jährlich im Wechsel die

militärische und zivile Variante der ELROB

(European Land Robot Trial – http://elrob.

org/) statt, mit dem Ziel, den Stand der

europäischen Outdoor-Robotik einem

breiten Publikum zu präsentieren und den

Austausch zwischen Forschern und Industrie

zu fördern. In diesem Bereich ist die

ELROB eine der wichtigsten Großveranstaltungen

weltweit.

Auch in diesem Jahr wurde die Arbeitsgruppe

Robotersysteme des Fachbereichs

Informatik (Prof. Dr. Berns) durch das

Team „RAVON“ (Christopher Armbrust,

Tim Braun, Tobias Föhst, Martin Proetzsch,

Alexander Renner und Bernd Helge Schäfer)

und dessen gleichnamigen Off-Road-

Roboter vertreten. Aus fünf Szenarien

wurden im Hinblick auf die Eignung des

Roboters und die Forschungsschwerpunkte

zwei ausgewählt.

Im Aufklärungsszenario musste RAVON

von einer vorher unbekannten Startposition

aus zu einem angegebenen Gebiet fahren

und farbige Symbole erkennen.

Während andere Teams versuchten, anhand

von Karten ihr Fahrzeug fernzusteuern,

war der Ansatz der Kaiserslauterer,

dem Roboter nur einige Wegpunkte vorzugeben.

Anhand dieser fuhr der Roboter

anschließend ohne Eingriffe und wich

eigenständig Hindernissen aus, womit er

das einzige vollautonome System in dem

über 20 Teams umfassenden Teilnehmerfeld

war. Durch rechtzeitiges Erreichen des

1km entfernten Zielgebietes befand sich

RAVON unter den vier besten Teilnehmern,

die sich für den zweiten Lauf bei Nacht

qualifizierten. Die Nachtfahrt wurde mit

Bravour gemeistert, wobei RAVON seine

eigene Zeit von der Tagfahrt noch unterbieten

konnte. Auch im Transportszenario

konnte RAVON eine Strecke von mehreren

hundert Metern vollautonom zurücklegen.

In beiden Szenarien hat sich der Vorteil

vollständig autonom agierender Roboter

gegenüber ferngesteuerten Systemen

deutlich gezeigt. Während andere Teams

auf eine Funkverbindung zum Fahrzeug

angewiesen waren, die schnell durch den

dichten Wald oder die Hügel abriss, waren

die Kaiserslauterer vor solchen Schwierig-

keiten systembedingt gefeit. Der erhöhte

Schwierigkeitsgrad dieser Steuerung wurde

auch durch höchste Punktwertungen

des Veranstalters bestätigt.

An dieser Stelle möchte sich das Team

ganz herzlich bei seinen Sponsoren bedanken:

IK elektronik, Mayser, Hankook,

MiniTec, SICK, DSM Computer, Hübner

Giessen, John Deere, Optima, ITT Cannon

und Mobotix

Weitere Informationen zu RAVON finden sich auf

http://agrosy.informatik.uni-kl.de/roboter/ravon/.

Christopher Armbrust,

Tobias Föhst, Martin Proetzsch,

Bernd Helge Schäfer

4/2008

9


10

INTERN...

NEU AN DER TU... NEU AN DER TU... NEU AN DER TU... NEU

PROF. DR. STEFAN KINS

Seit dem 1. September

2008 leitet Prof. Dr. Stefan

Kins die Abteilung Humanbiologie

und Humangenetik

im Fachbereich

Biologie der Technischen

Universität Kaiserslautern

und bringt damit als Nachfolger von Prof.

Dr. Dr. Heinrich Zankl einen modernen

molekularbiologischen Forschungsschwerpunkt

an die TU Kaiserslautern.

Seit nunmehr neun Jahren richtet sich der

Forschungsschwerpunkt von Prof. Dr. Kins

auf die molekularen Grundlagen der Alzheimer

Krankheit. Dabei untersucht er die

pathophysiologische Funktion wesentlicher

krankheitsrelevanter Gene. So interessiert

er sich beispielsweise für die „normale“

physiologische Funktion von Proteinen,

die bei Alzheimer Patienten im Gehirn in

großen Aggregaten abgelagert werden. Er

geht davon aus, dass die Aggregation dieser

Proteine mit einem Verlust ihrer normalen

Funktion einhergeht und dass das Absterben

von Nervenzellen möglicherweise

auf diesen Funktionsverlust zurückzuführen

ist. Da Nervenzellen und insbesondere

deren Ausläufer, die Axone, sehr komplex

aufgebaut sind, und im Laufe des Lebens

nicht erneuert werden können, stellen

sie die Achillesferse des Gehirns dar und

sind gegenüber Veränderungen im Verlauf

des Alterns sehr anfällig. Daher konzentriert

sich der Forschungsschwerpunkt von

Professor Stefan Kins auf pathologische

Veränderungen der axonalen Struktur und

Funktion. Bei seiner Forschung bedient er

sich strukturbiologischen, biochemischen

und modernsten Bildgebenden mikroskopischen

Verfahren, welche es erlauben,

die molekularen Vorgänge der Krankheitsentstehung

zu analysieren.

Stefan Kins hat in Frankfurt Biologie studiert

und im Anschluss daran am Max-

Planck-Institut für Hirnforschung (Frankfurt

a.M.) an den molekularen Grundlagen

der Entstehung von Nervenzellkontakten,

so genannten Synapsen gearbeitet. Nach

seiner Promotion hat er sich dann an der

medizinischen Fakultät der Universität Zürich

dem gegenteiligen Prozess, nämlich

dem Prozess der dem Verlust von Synap-

UNI SPECTRUM INTERN

sen und dem daraus resultierenden Absterben

von Nervenzellen unterliegt, zugewandt.

Diese Arbeiten hat er im Labor von

Prof. Dr. Konrad Beyreuther, welche die

moderne Alzheimer Forschung in Deutschland

begründet hat, fortgesetzt. Nach der

Emeritierung von Professor Beyreuther hat

Professor Kins die Forschung an der Alzheimer

Krankheit in Heidelberg fortgesetzt

und wird diese Arbeiten nun in Kaiserslautern

weiterführen.

...........................................................

JUN.-PROF. DR.

NICOLE MARHEINEKE

Meine Forschungstätigkeiten

liegen im Arbeitsgebiet

Mathematische

Modellierung und Wissenschaftliches

Rechnen.

Meine ThemenschwerpunkteStrömungsdynamik,

Strukturmechanik und Strömung-

Struktur-Interaktionen sind durch meine

enge Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer

Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik

(ITWM) Kaiserslautern, wo ich als

wissenschaftliche Beraterin wirke, geprägt

und werden durch konkrete Fragenstellungen

beispielsweise aus der Textilindustrie,

Faden- und Vliesherstellung, genährt. Ergänzend

zur Modellierung physikalischer

Prozesse und Numerik (stochastischer)

partieller Differentialgleichungen gilt mein

Interesse der Optimierung, insbesondere

der Optimalsteuerung von Strömungsproblemen.

An meiner Juniorprofessur innerhalb des

Center for Mathematical and Computational

Modelling (CM) 2 , die ich zum 01.

September angetreten habe, reizen mich

die interdisziplinäre und problemorientierte

Forschungsausrichtung und Nachwuchsausbildung

in Zusammenarbeit mit

Arbeitsgruppen aus Informatik, Maschinenbau

und Elektrotechnik. Erfahrungen

in der Kooperation mit Ingenieuren und

Umweltwissenschaftlern habe ich bereits

während einer 6-monatigen DAAD-Kurzzeitdozentur

in Nepal sammeln können,

wo ich Projekte im Rahmen der Entwicklungshilfe

initiiert und von mathematischer

Seite betreut habe, wie z.B. die optimale

Auslegung solarer Stromversorgungsnetze

oder Konstruktion energiesparender Öfen

für abgelegene Bergdörfer im Himalaya.

In der Nachwuchsausbildung / -förderung

findet die Mathematische Modellierung –

neben Modellierungsseminaren und Theo-

Prax-Projekten, wo Studentengruppen als

Kleinunternehmer agieren und reale Probleme

lösen – immer stärkeren Einzug in

die Schulen. Eine aktuelle Veranstaltung

anlässlich des Jahres der Mathematik war

eine Modellierungswoche für Schüler und

Lehrer in Garmisch-Partenkirchen, die von

mir und Kollegen der TU Kaiserslautern, TU

München und des Fraunhofer ITWM getragen

wurde. Sie ist auf großen Anklang und

Begeisterung gestoßen und macht den

Bedarf eines steten Austauschs zwischen

Universität und Schule deutlich.

...........................................................

PROF. DIPL.-ING.

JOHANNES MODERSOHN

Im WS 2007/08 hat Dipl.-

Ing. Johannes Modersohn

den Ruf an die TU Kaiserslautern

als ordentlicherUniversitätsprofessor

für das Lehrgebiet

Baukonstruktion und

Entwerfen angenommen. Modersohn hatte

die Nachfolge des Lehrstuhls von Prof.

Dr.-Ing. Paul Kahlfeldt seit dem Wintersemester

2005/06 bereits als Vertretungsprofessor

übernommen.

Das Lehrgebiet Baukonstruktion und Entwerfen

ist zentraler Bestandteil der Aufgaben

in der Oberstufe des Studiengangs

Architektur. Die in diesem Fach erworbenen

Scheine sind für die Studierenden Voraussetzung

zur Ablegung der Diplomprüfung.

Durch die Lehre der Baukonstruktion

müssen in erster Hinsicht die Grundlagen

geschaffen werden, damit die Studierenden

ihr Handwerk beherrschen um, aus

diesem Fundus aufbauend, aus den Einzelteilen

der Technik und Konstruktion in

Verbindung mit einem tragfähigen Konzept

einen ganzheitlichen architektonischen

Entwurf zu fertigen.


AN DER TU... NEU AN DER TU... NEU AN DER TU...

Johannes Modersohn (Jahrgang 1961),

geboren in Bremen, absolvierte die akademische

Ausbildung an der Technischen

Universität Berlin und schloss das Studium

mit der Diplomprüfung bei Prof. Otto

Steidle ab.

Anschließend konnte er in dem deutschlandweit

arbeitenden Büro Hilmer & Sattler

in München und Berlin als Projektleiter

bei zahlreichen großen Bauvorhaben tätig

werden und hat 1994 gemeinsam mit seiner

Partnerin Antje Freiesleben ein eignes

Architekturbüro in Berlin gegründet.

Modersohn hat seitdem eine Reihe von

Projekten geplant und realisiert, die national

und international nicht nur in Fachkreisen

Beachtung fanden. Hierzu zählen

Projekte wie der Bahnhof Potsdamer Platz

oder das Bürogebäude im Beisheim –Center

in Berlin.

Die Arbeit von Johannes Modersohn wurde

in den letzten Jahren von verschiedenen

Institutionen mit Preisen ausgezeichnet

(Deutscher Holzbaupreis 2003,

Brandenburgischer Architekturpreis 2003

und 2007, Bauherrenpreis Modernisierung

2003, Deutscher Umbaupreis 2004,

Architekturpreis der Reiners-Stiftung Hamburg

2004). Besonders hervorzuheben ist

die Auszeichnung seiner Arbeit durch die

Verleihung des Kunstpreises 2004 durch

die Akademie der Künste Berlin und die

Auszeichnung des Bürogebäudes im Beisheim-Center

mit dem „best architect 08“

in Gold.

Darüber hinaus wurden die Arbeiten, Projekte

und Wettbewerbserfolge in zahlreichen

Ausstellungen in Deutschland, Italien

und Spanien gezeigt.

Der renommierte Architekturtheoretiker

Prof. Dr. Neumeyer hat die Arbeit des

Büros Modersohn & Freiesleben wie folgt

beschrieben: „Im Gegensatz zur gängigen

Aufregungs-Ästhetik zeichnen sich die

Bauten des Büros durch ein hohes Maß

an Selbstständigkeit und Gelassenheit

aus. Sie bringen scheinbar Selbstverständliches

zur Geltung, strahlen zugleich aber

auch eine Atmosphäre des Besonderen

aus. Darin besteht eine baukünstlerische

Leistung, wie sie in der Gegenwartsarchitektur

nicht häufig anzutreffen ist.“

PROF. DR.-ING.

STEFFEN MÜLLER

Seit 29.08. ist Prof. Dr.-

Ing. Steffen Müller im

Fachbereich Maschinenbau

und Verfahrenstechnik

tätig. Von Juni 2001

bis Juli 2008 war er bei

BMW in der Fahrwerkentwicklung

tätig; zunächst Projektleiter für

die Serienentwicklung einer elektromechanischen

Lenkung. Anschließend übernahm

er die Leitung der Gruppe Grundauslegung

und Simulation der Fahrwerkregelsysteme

und Quer- und Längsdynamik.

Von Mai 2000 bis Juni 2001 arbeitete er

an der University of California, Berkeley,

am Department of Mechanical Engineering

unter der Leitung von Prof. J. Karl Hedrick

an einem Forschungsprojekt zur Regelung

der Längsdynamik von Automobilen und

zur Ermittlung des Reibbeiwerts zwischen

Rad und Fahrweg. Die Arbeit wurde vom

DAAD über ein Postdoktoranden-Stipendium

für Nachwuchswissenschaftler finanziert.

Vor der Tätigkeit in Berkeley arbeitete er

zwei Jahre am ABB Forschungszentrum in

Heidelberg in der Abteilung „Modellierung

und numerische Simulation“ im Bereich

„Mechatronische Systeme“. Dort beschäftigte

er sich insbesondere mit der Entwicklung

von Antriebsregelungen von Hochleistungslokomotiven.

1993 bis 1998 promovierte Steffen Müller

an der Technischen Universität Berlin am

Institut für Luft- und Raumfahrt im Fachbereich

Verkehrswesen und angewandte

Mechanik bei Prof. Dr.-Ing. Klaus Knothe.

Seine Doktorarbeit beschäftigte sich mit

dem dynamischen Wechselspiel zwischen

Schienenfahrzeugen und dem Gleis im

Hochgeschwindigkeitsverkehr.

Während seiner Forschungstätigkeit an

der Technischen Universität Berlin war er

für ein Semester Gastwissenschaftler an

der University of Cambridge, UK. Für seine

Doktorarbeit wurde er vom Senat von Berlin

mit dem Joachim-Tiburtius-Preis 1999

ausgezeichnet.

Die Forschungsschwerpunkte an der TU

Kaiserslautern werden Fahrwerkregelsysteme,

Fahrerassistenzsysteme und Autonomes

Fahren sein. Hierbei interessiert

insbesondere die Entwicklung neuer innovativer

Fahrwerktechnologien, wie z.B.

Steer-By-Wire Systeme, die Modellierung

und Simulation der Funktion aktiver elektrischer

Fahrwerksysteme und deren Interaktion

mit dem elektrischen Bordnetz, der

Entwurf, die Simulation und Erprobung von

Fahrerassistenzfunktionen mit intelligenten

Fahrermodellen sowie die Analyse und

Bewertung aktiver Sicherheitsfunktionen,

wie z.B. Brems- oder Ausweichassistenten.

Mittelfristig wird er sich darüber hinaus

mit aktiven Systemen in der Maschinen-

und Rotordynamik, Produktions- und

Transporttechnik sowie Medizintechnik

beschäftigen.

...........................................................

DR. MARCO RAHM

Die TU Kaiserslautern besitzt

ein neues, dennoch

altvertrautes Gesicht im

Fachbereich Physik. Am

01.09.2008 wurde Dr.

Marco Rahm zum Juniorprofessor

ernannt.

Als gebürtiger Pfälzer ist ihm die TU als

berufliche Umgebung nicht unbekannt.

So schloss er 2001 sein Physik-Studium

in Kaiserslautern mit dem Diplom ab und

bekam 2006 den akademischen Grad

“Doktor der Naturwissenschaften” ebenfalls

von der TU Kaiserslautern verliehen.

Damals beschäftigte er sich in den renommierten

Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Wallenstein

und Prof. Dr. René Beigang mit

Nichtlinearer Optik und Laserphysik.

Nach der Promotion entschied sich Marco

Rahm, sein Fachgebiet zu wechseln. Zu

dieser Zeit wurde sein Interesse maßgeblich

durch das aufstrebende Forschungsgebiet

der Metamaterialien geweckt. Metamaterialien

sind künstliche, optische

Designer-Werkstoffe, die es erlauben,

deren elektrische und magnetischen Eigenschaften

unabhängig einzustellen. Als

prominentes Beispiel sei hierbei die Rea-

4/2008

11


12

INTERN...

NEU AN DER TU... NEU AN DER TU... NEU AN DER TU...

lisierung von Metamaterialien mit negativem

Brechungsindex zu nennen, welche

die Herstellung von Superlinsen mit Subwellenlängen-Auflösung

ermöglichen.

Seine Forschungstätigkeiten in diesem

Feld knüpfte Rahm an einen 2-jährigen

USA-Aufenthalt in der Pionier-Gruppe von

Prof. Dr. David R. Smith am “Center for

Metamaterials and Integrated Plasmonics”

der Duke University in North Carolina. Dort

beschäftigte er sich hauptsächlich mit

Transformationsoptik, einer innovativen

Design-Methode, die beispielsweise die

Realisierung effizienter Tarnkappen (“Invisibility

Cloaks”) oder anderer unkonventioneller,

metamaterial-basierter Optiken

erlaubt und entsprechendes Medieninteresse

weckte.

Im Jahre 2008 erhielt Marco Rahm einen

mit 2,5 Mio. Euro dotierten “Fraunhofer

Attract” Nachwuchspreis der Fraunhofer-Gesellschaft.

Mit Hilfe dieser von der

Fraunhofer-Gesellschaft finanzierten Junior-Professur

sollen nun im Rahmen einer

Nachwuchsgruppe an der TU Kaiserslautern

innovative Metamaterial-Optiken für

die THz-Technologie in Theorie und Experiment

erforscht und zur Anwendungsreife

weiterentwickelt werden. Mehr Informationen

zur Person „Marco Rahm“ sind derzeit

unter www.ee.duke.edu/~mhr5 abrufbar.

...........................................................

In der Fachrichtung Raum- und Umweltplanung

des Fachbereichs Architektur/

Raum- und Umweltplanung/Bauingenieurwesen

ist es gelungen, zwei neue Honorarprofessuren

einzurichten. Bereits im

Februar 2008 wurde Jürgen Hiller, Ministerialdirigent

im Ministerium des Innern

und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz,

zum Honorarprofessor durch den Ministerpräsidenten

des Landes Rheinland-Pfalz

berufen. Prof. Jürgen Hiller hat die Hono-

UNI SPECTRUM INTERN

DR. RER. NAT. STEFAN LÖHRKE

Seit 01. Oktober 2008

ist Dr. rer. nat. Stefan

Löhrke der neue Geschäftsführer

des Fachbereichs

Biologie. Der

gebürtige Mainzer hat in

seiner Heimatstadt an

der Johannes Gutenberg-Universität Bio-

logie mit den Schwerpunkten Zoologie,

Genetik, Anthropologie und Immunologie

studiert. Schon früh im Studium entdeckte

er sein großes Interesse an der Neurobiologie

und wechselte 1990 zur Anfertigung

seiner Diplom- und Doktorarbeit an das

Max-Planck-Institut für Hirnforschung in

Frankfurt/Main. Dort wurde Stefan Löhrke

in der Abteilung des Neuroanatomen und

Retinaforschers Heinz Wässle zum Elektrophysiologen

ausgebildet. Sein Forschungsgebiet

war die Untersuchung von Ionenkanälen

(= porenbildende Proteinkomplexe

in Zellmembranen, durch die elektrisch

geladene Teilchen passieren können) in

Nervenzellen der Säugernetzhaut. Dass

auch an der TU Kaiserslautern spannende

Neurobiologie betrieben wird, entdeckte

Stefan Löhrke bereits 1994 und trat seine

Postdoc-Stelle in der Abteilung des

Neuron-Glia-Forschers Joachim Deitmer

an. Dort forschte er ebenfalls an Ionenkanälen,

nur diesmal an Neuronen eines

Klassikers unter den neurobiologischen

Modellorganismen, dem medizinischen

Blutegel. Vielen Biologen wird nachgesagt,

dass sie einen Hang zur Medizin haben,

rarprofessur „Public Management“ inne.

Dr. Hans-Jürgen Seimetz, Präsident der

Struktur und Genehmigungsdirektion Süd,

wurde zum Honorarprofessor, ebenfalls

durch den Ministerpräsidenten des Landes,

berufen.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden

die Berufungsurkunden durch den Präsidenten

der TU Kaiserslautern, Prof. Dr.

Helmut Schmidt, ausgehändigt. Schmidt

was im Fall von Stefan Löhrke offensichtlich

zuzutreffen scheint. Dieser wechselte

nämlich 1996 an das Institut für Physiologie

des Fachbereichs Medizin der Johann

Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt,

und wurde der erste wissenschaftliche Assistent

des neu berufenen Hörforschers

Eckhard Friauf. Seitdem gehört zu seinen

Forschungsschwerpunkten die Untersuchung

der Reifung hemmender und erregender

Synapsen (= Kontaktstellen von

Nervenzellen) im auditorischen Hirnstamm

von Säugern (= Gehirnregion für die Verarbeitung

akustischer Signale). 1999 ging

Stefan Löhrke mit Eckhard Friauf zurück an

die TU Kaiserslautern und war am Aufbau

einer innovativen Forschung und Lehre in

der Abteilung Tierphysiologie des Fachbereichs

Biologie beteiligt. Neben seinen

Forschungs- und Lehrtätigkeiten leitete Dr.

Löhrke von 2001 bis 2008 das Tierhaus

der TU Kaiserslautern und sammelte Erfahrungen

im Management einer fachbereichsübergreifenden

Serviceeinrichtung.

An seinen neuen Aufgaben als Fachbereichs-Geschäftsführer

freut ihn besonders

die Herausforderung des Neuen, aber

auch die Möglichkeit, seine langjährige Erfahrung

als Labor- und Einrichtungsleiter

umsetzen zu können.

ZWEI NEUE HONORARPROFESSUREN

FÜR DIE FACHRICHTUNG RAUM- UND UMWELTPL ANUNG

machte deutlich, dass durch die beiden

neuen Honorarprofessoren die bereits

bestehende herausragende raum- und

planungswissenschaftliche Kompetenz an

der TU Kaiserslautern eine Verbreiterung

und Vertiefung erfährt. „Zwei so stark für

das Land Rheinland-Pfalz insgesamt und

insbesondere für die Westpfalz engagierte

hochrangige Persönlichkeiten für die Lehre

und Forschung an der TU Kaiserslautern zu

gewinnen, ist ein Glücksfall“, so Schmidt.


Beide Honorarprofessoren sind langjährige

Lehrbeauftragte am Lehrstuhl Regionalentwicklung

und Raumordnung. Auf

Grund der hohen Reputation der beiden

Honorarprofessoren in Wissenschaft und

Praxis wird das wissenschaftliche Potential

in den Bereichen Stadt-, Kommunal- und

Regionalwissenschaft sowie in der räumlichen

Strukturforschung in der Fachrichtung

Raum- und Umweltplanung deutlich

gestärkt, so die Dekanin des Fachbereichs

Architektur/Raum- und Umweltplanung/

Bauingenieurwesen, Prof. Dr. habil. Gabi

Troeger-Weiß.

Ferner ergänzen beide Professoren die in

der Fachrichtung Raum- und Umweltplanung

durchgeführten Lehrveranstaltungen

zu Fragen der Stadt- und Regionalentwicklung

sowie insbesondere auch zur

europäischen Raumordnung und Raum-

entwicklung. Darüber hinaus kann der

BAUM-STECKBRIEF NR. 11

DEN CAMPUS ENTDECKEN

Baumsteckbrief Nr. 11: Populus lasiocarpa

(Chinesische) Großblattpappel

Die Großblättrige Pappel ist ein mittelgroßer,

langsam wachsender sommergrüner

Laubbaum mit einer rundlichen bis breit

eiförmigen Krone. Sie kann im Freistand

Wuchshöhen von 10 bis 15 m, ausnahmsweise

auch 20 m, und dabei Kronendurchmesser

von 8 bis 10 m erreichen. Sie wird

zu den Weidengewächsen (Salicaceae)

gezählt.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet ist

Mittel- und Westchina, vor allem in der

Provinz Hubei. Das subtropische Klima in

der großen chinesischen Ebene ist durch

teils starke sommerliche Niederschläge

(bis zu 50 % des Jahresniederschlags in

den Monaten Juni bis August) und trockene,

milde Winter geprägt. Dem entsprechend

bevorzugt die Art einen frischen,

nicht zu feuchten, fruchtbaren Boden. Sie

ist empfindlich gegen wechselnde Grund-

wasserstände, längere Trockenheit und

Staunässe. Bezogen auf unsere Klimaverhältnisse

gilt die Art als frosthart und

windfest.

Unverwechselbar ist das auffallend große

bis zu 30 cm lange und bis zu 20 cm breite

Blatt. Es ist dunkelgrün, an der Blattspreite

herzförmig und spitz zulaufend.

Die Blattoberseite ist glänzend und an der

Unterseite etwas heller und behaart. Die

der Sonne zugewandten Stielseiten und

Blattnerven sind rot gefärbt. Ebenso kennzeichnend

sind ihre gelbbraunen, kantigen

und dabei ziemlich dicken Zweige. In der

Blüte (III – IV) trägt der Baum bis zu 10 cm

lange gelbgrüne Kätzchen. Im Herbst verfärbt

sich das Blatt gelb, bleibt aber nicht

lange am Baum.

Die Art weist in Bezug auf ihr Holz- und

Wurzelwerk die für die Gattung typischen

Merkmale auf. Pappeln bilden neben einer

Pfahlwurzel auch ein ausgeprägtes

horizontales Wurzelwerk aus. Eine Verwen-

Wissens- und Know-how-Transfer vom

wissenschaftlichen Bereich in die Praxis

gestärkt werden. Die Zusammenarbeit mit

der Planungspraxis wird künftig intensiviert

werden können.

Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß

dung auf zu kleinen Flächen oder in der

Nähe von Abflussrohren ist nicht anzuraten.

Pappeln folgen der Quelle austretenden

Wassers zielsicher und verstopfen mit

ihren Feinwurzeln jedes undichte Abflussrohr

vollständig.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Gattung

Populus ist erheblich größer als die der

hier beschriebenen Art, die insbesondere

wegen ihres exotischen Aussehens angepflanzt

wird. Zudem wächst sie deutlich

langsamer als ihre Verwandten. Für die

Agroforstwirtschaft kommt sie genauso

wenig in Frage wie für die Papier- oder Energiegewinnung.

Das im Bild gezeigte Exemplar steht als

Solitär seit etwa 30 Jahren in der Südostecke

des Campus neben der Brücke

am Innenbogen der Gottlieb-Daimler-Straße.

Die Krone überragt inzwischen die

Brücke deutlich und sorgt für einen spannungsreichen

Akzent der Straßenführung.

Bei einer Lebenserwartung von etwa 200

Jahren dürfte der Baum bei vorsichtigem

Rückschnitt in etwa 50 Jahren hier eine

bemerkenswerte Torsituation erzeugen.

In Deutschland ist Populus lasiocarpa

(Syn.: P. fargesii) vergleichsweise selten

anzutreffen; meistens wird der Baum als

Solitär in Parkanlagen angepflanzt. Der

Name der Art ist ein Hinweis auf die behaarten

kapselförmigen Früchte. Dazu ist

es hier jedoch bisher nicht gekommen.

Zweihäusig und windblütig ist er auch ein

einsamer Baum; kein Partner weit und

breit, oder doch?

R. Beckmann

4/2008

13


14

INTERN...

VERANSTALTUNGEN

Lautrer Advent:

• 14.11.–25.01. Eisbahn

• 24.11.–22.12. Weihnachtsmarkt

• 24.11.–22.12. Kulturmarkt

• 29.11.–07.12.

Weihnachtsmarkt im Edith-Stein-Haus

• 05.12.–07.12.

Mittelalterliches Gelage

21.11.2008, 20.30 Uhr

Wagner Love „Bigger Than You“ Tour

2008, Kammgarn

21.11.2008, 20.00 Uhr

„Im Niemandsland“ – Die Alzheimer-

erkrankung im Spiegel der Literatur,

Theodor-Zink-Museum

23.11.2008, 17.00 Uhr

Extra-Konzert „Kein Weg zu weit“,

Fruchthalle

26.11.2008, 20.30 Uhr

Wolfgang Schmid‘s Kick

„Let the Groove Begin“ Tour 2008,

Kammgarn

27.11.2008, 20.30 Uhr

Hotel Bossa Nova „Wie das Rauschen

des Meeres“-Tour 2008,

Kammgarn

27.11.2008, 13.00 Uhr

Konzert à la carte „Tuttischläge“,

Fruchthalle

28.11.2008, 20.00 Uhr

Extra-Konzert im Rahmen der „Kleinen

Nachtmusik“ zum 100. Geburtstag von

Philipp Mohler, Stiftskirche

28.11.2008, 20.00 Uhr

Clueso & Band „So Sehr Dabei“-Tour

2008, Kammgarn

28.11.2008, 20.00 Uhr

Jazzbühne meets Steelpan, Fruchthalle

UNI SPECTRUM INTERN

29.11.2008, 19.00 Uhr

„Visite au Château Anouilh“,

Theodor-Zink-Museum

29.11.2008, 12.00 Uhr

„Eine kleine Marktmusik“

Georg Friedrich Händel, Stiftskirche

29.11.2008, 20.30 Uhr

welle:erdball „Operation Zeitsturm“ Tour

2008, Kammgarn

02.12.2008, 17:15

Der mathematische Blick: „Über die

Rolle des Glaubens in der Mathematik“,

Stiftskirche Kaiserslautern

02.12.2008, 15.00 Uhr

„Felix – Das Musical“,

Kinderprogramm in der Kammgarn

03.12.2008, 20.30 Uhr

Christian Hirdes „Der Anmacher“ Tour

2008, Kammgarn

04.12.2008, 20.30 Uhr

Cristin Claas Band „Paperskin“-Tour

2008, Kammgarn

05.12.2008, 20.30 Uhr

Megaherz „Heuchler“-Tour 2008,

Kammgarn

06.12.2008, 20.00 Uhr

No musik in K-Town, Kammgarn

10.12.2008, 20.00 Uhr

Lars Niedereichholz „Unknorke“ – Sein

Debut-Roman, Kammgarn

16.12.2008, 17:15

Der mathematische Blick: „Besser

länger leben mit Mathematik – So geht

das mit der Altersvorsorge“, Deutschordensaal

der Kreissparkasse Kaiserslautern

17.12.2008, 20.00 Uhr

Chaostheater Oropax „Die Weihnachts-

Show“, Kammgarn

19.12.2008. 20.30 Uhr

Die Schröders „Endlich 18“-Tour,

Kammgarn

21. bis 23.12.2008, 20.00 Uhr

Stephan Flesch, Markus Ziegler & Die

Knecht Ruprecht Band „Wir Warten Aufs

Christkind“ – die 21., Kammgarn

26.12.08, 17:00 Uhr

Populäre Orgelmusik am 2. Weihnachtsfeiertag,

Marienkirche Kaiserslautern

27.12.2008, 20.00 Uhr

Walter Elf Zwischen-den-Jahren-Konzert

2008, Kammgarn

Noch mehr Kulturtermine in

Kaiserslautern finden Sie unter...

www.kultur-kl.de

...einfach reinklicken und immer up-to-date sein!


Freundeskreis der

Universität Kaiserslautern e.V.

Gottlieb Daimler-Straße

67663 Kaiserslautern

WERDEN SIE MITGLIED

IM FREUNDESKREIS!

Der Freundeskreis der Universität Kaiserslautern e.V. wurde 1969 noch vor der Gründung der Hochschule von Bürgern der Stadt

und der ganzen Region ins Leben gerufen. Es ist dem Freundeskreis gelungen, durch vielfältige Aktivitäten die Verbindung zwischen

der Technischen Universität und der Bevölkerung herzustellen. Der Freundeskreis fördert nicht nur Exkursionen und kulturelle Veranstaltungen,

sondern unterstützt auch die Öffentlichkeitsarbeit der TU. Auch zum Bau des Internationalen Begegnungszentrums auf

dem Campus hat er einen wesentlichen Beitrag geleistet. Für hervorragende Studien. Und Diplomarbeiten werden seit vielen Jahren

Preise verliehen. Darüber hinaus unterhält der Freundeskreis einen Härtfonds, mit dem Überbrückungsdarlehen für in Not geratene

Studierende finanziert werden.

Beitrittserklärung

Hiermit erkläre(n) ich/wir meinen/unseren Beitritt zum Freundeskreis der Universität Kaiserslautern e.V.

Ich bin/Wir sind bereit, einen Jahresbeitrag von

Ich bin/Wir sind bereit, eine einmalige Spende von

EUR _________________ zu zahlen.

EUR _________________ zu überweisen.

Name ______________________________ Vorname____________________________ Beruf______________________________

Firma_______________________________

Anschrift:

Datum: ____________________

Mit Einzugsverfahren einverstanden: Unterschrift:

Bankverbindung: ____________________________________________________________ (Firmenstempel)

Konto-Nr.: _________________________________________________________________

BLZ: _____________________________________________________________________ ______________________________

Der Beitrag wird durch Selbsteinschätzung der Mitglieder bestimmt.

Der Betrag von EUR 50,-- (für Firmen), EUR 15,-- (für Einzelmitglieder) und

EUR 5,-- (für Jugendliche und Studierende) sollte nicht unterschritten werden, im Regelfall höher liegen.

Bankverbindung: Stadtsparkasse Kaiserslautern Kto-Nr. 000 130 005 (BLZ 540 501 10)

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INTERN...

18 Geschäftsstellen in und um Kaiserslautern,

6 ServiceCenter

und 34 Geldautomaten

...warten auf Ihren Besuch!

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Alle Wege

führen zu uns...

Unsere Geschäftsstellen

im Stadtgebiet:

Hauptgeschäftsstelle Stiftsplatz

Alex-Müller-Straße

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Feuerbachstraße

Am Heiligenhäuschen

Leipziger Straße

Pfaffenbergstraße

Pfaffplatz

Pirmasenser Straße

Rousseaustraße

Schneiderstraße

Unsere Geschäftsstellen

in den Stadtteilen:

Dansenberg

Erfenbach

Erlenbach

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Telefon: (0631) 8406-0 • info@stadtsparkasse-kaiserslautern.de • www.stadtsparkasse-kaiserslautern.de

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