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20092010


Stadttheater Bern Spielzeit 2009/2010


VorwortLiebe Theaterbesucherin,lieber Theaterbesucher,herzlich Willkommen zur neuen Saison.Auf den folgenden Seiten erfahren Siealles über unsere Pläne für die Spielzeit2009/10. Theater lebt von spannendenGeschichten, die es erzählt undden Künstlern, die diese auf die Bühnebringen. Als ich die Intendanz desStadttheater Bern übernommen habe,tat ich dies mit einem klaren Bekenntniszum Ensemble-Theater. Das Stadttheaterwird nicht nur durch seine Projekteunverwechselbar, sondern vorallem auch durch die Künstler, die sieverwirklichen, die Abend für Abend fürSie, das Publikum, auf der Bühne stehen.So haben wir in den beiden letztenSpielzeiten in allen drei Sparten systematischEnsembles aufgebaut, Künstlerinnenund Künstler nach Bern geholt,die nun in dieser Stadt leben unddie Erfahrungen, die sie dabei machen,in die Theaterarbeit einbringen.Diese Künstlerinnen und Künstlerbilden sozusagen den optischen Mittelpunktunserer Spielplan-Broschüre.Wir haben den international renommiertenBerner Fotografen Michael vonGraffenried, der übrigens von 1981–1996als Theaterfotograf für das Stadttheatergearbeitet hat, eingeladen, die Mitgliederder Ensembles von Musiktheater,Ballett und Schauspiel zu porträtieren.Mehr als eine Woche durchstreifte erwährend der Vorstellungen und Probendas Theater, um die Kolleginnen undKollegen in möglichst privaten Augenblickenzu fotografieren, fernab derRollen, an denen sie gerade arbeiteten.Michael von Graffenried hat so einfühlsameMomentaufnahmen aus demTheater alltag geschaffen, die Sie aufden folgenden Seiten sehen können.Mit meinem Bekenntnis zum Ensemble-Theater ist zugleich die Über zeugungverbunden, dass Theater einen permanentenDialog mit seinem Publikumbraucht. In zahlreichen Veranstaltungenwie öffentlichen Proben, Denkräumen,Oper im Gespräch, Oper + VIPladen wir sie ein, mit den Theatermachernins Gespräch zu kommen.Nutzen Sie die Gelegenheit der persönlichenBegegnung und des kritischenMeinungsaustausches.Gestatten Sie mir, eine kurze Bilanzder Spielzeit 2008/09: Die Vidmarhallensind weiterhin auf Erfolgskurs, sieverzeichnen stetiges Wachstum derBesucherzahlen. Auch dank der neuenSpielstätten konnte das Schauspiel seinProfil schärfen. Mit den zahlreichenUr- und Schweizer Erstaufführungen,die dort auch in der neuen Saisonwieder stattfinden werden, hat sich dasSchauspiel des Stadttheaters weit überBern hinaus in der deutschsprachigenTheaterszene einen Namen gemacht.Bern:Ballett – das Ballett des StadttheaterBern wurde zu einer England-Tournee eingeladen, die es u. a. insLondoner Royal Opera House führte.Mehrere Produktionen des Musiktheaterswurden von anderen Opernhäusernübernommen, u. a. in Oviedo,Nürnberg und Tel Aviv. Das Musiktheaterdes Stadttheater Bern ist somitin der internationalen Opernszenezu einem gesuchten Koproduzentengeworden. Die Gestaltung des 5. EuropäischenRegiepreises der Opera Europawird zahlreiche Opernfreunde nachBern locken.Und nun wünsche ich Ihnen viel Freudebei der Lektüre unserer Spielplanvorschauund freue mich, Sie in der kommendenSaison in den Spielstättendes Stadttheaters Bern begrüssen zukönnen.Marc AdamIntendant67


TheaterfestStadttheater22. August 2009ab 14 UhrDie Spielzeit 2009/10 beginnt am22. August 2009 mit einem grossenTheaterfest. Ab 14 Uhr öffnet das Stadttheaterseine Türen und bietet einenunterhaltsamen Ausblick auf die neueSaison. Bei öffentlichen Proben könnendie Besucher des Festes die Ensemblesvon Musiktheater, Schauspiel undBallett bei der Arbeit beobachten underste Eindrücke von den neuen Produktionenerhalten. Mitglieder desBerner Symphonieorchesters werden inverschiedenen Kammermusik-Formationenzu hören sein. Im Foyer, in derMansarde und an anderen Orten desTheaters gestalten Ensemble-Mitgliederein attraktives Rahmenprogramm.Da der Mensch bekanntlich nicht nurvon der Kunst alleine leben kann, gibtes im Foyer und im Festzelt vor denStadttheater ein attraktives kulinarischesAngebot.Ab 19.30 Uhr präsentieren Solisten desMusiktheater-Ensembles, der Opernchorund das BSO musikalische Highlightsaus dem Programm des Musiktheatersin der Spielzeit 2009/10.Der Tag im Stadttheater endet miteinem grossen Fest. Die Eingangshallewird zum Dancefloor, die Mansardezur Cocktailbar und das ganze Theaterzum Begegnungsort zwischen demPublikum und den Künstlern.8Kristian Paul9


Musiktheater12 Giacomo PucciniLa BohèmeStadttheaterPremiere: 9. September 200916 Engelbert HumperdinckHänsel und GretelStadttheaterPremiere: 24. Oktober 200920 Coleman/Simon/FieldsSweet CharityStadttheaterPremiere: 12. November 200922 Henry PurcellDido and AeneasStadttheaterPremiere: 10. Januar 201026 Francis PoulencDialogues des CarmélitesStadttheaterPremiere: 23. Januar 201028 Pjotr Iljitsch TschaikowskiEugen OneginStadttheaterPremiere: 26. Februar 201032 Wolfgang Amadeus MozartLa Finta GiardinieraStadttheaterPremiere: 1. April 201036 Georges BizetLa Jolie Fille de PerthStadttheaterPremiere: 8. Mai 2010Konzertante Aufführung40 Andy HallwaxxMy WayStadttheater / MansardeWiederaufnahme: September 2009Schweizer Erstaufführung10 Musiktheater 11


VorwortSehr geehrte Freunde des Musiktheaters,liebe Abonnenten,gleich zu Beginn der Spielzeit überraschtenuns zwei Auszeichnungen,mit denen unsere Arbeit der erstenSpielzeit meiner Intendanz gewürdigtwurde. Johannes Erath erhielt für seineInszenierung von Massenets Cendrillonden renommierten Götz-Friedrich-Preisfür junge Regisseure, der als Eintrittskartean die grossen Opernhäuser gilt.Bei Ihnen, unserem Publikum, besonderserfolgreich waren die Aufführungenvon Rossinis Il Barbiere di Siviglia.Für die Ausstattung der Oper wurde JuliaHansen als Bühnenbildnerin des Jahresvon der Fachzeitschrift Opernwelt nominiert.Diese doppelte Bestätigungaus der renommierten Theater-Fachweltbeflügelt uns natürlich sehr. Es ermutigtuns, den eingeschlagenen künstlerischenWeg weiter zugehen und damitdas Musiktheater in Bern auch überregionalins Gespräch zu bringen.Das Barbiere-Team Mariame Clémentund Julia Hansen wird dann auch dieSpielzeit mit einem Highlight desita lienischen Repertoires eröffnen:Nach zwei Verdi-Jahren steht PuccinisLa Bohème am Beginn der neuen Saison.Unsere Spielplanlinie «Märchenstoffe»wird ab Ende Oktober die Vorweihnachtszeiteinläuten. Hänsel und Gretelist für viele spätere Opernfreunde daserste Zusammentreffen mit der Zauberweltdes Theaters. Die Geschichte vonden beiden hungrigen Kindern, die sichim Wald verirren und auf die böse Hexetreffen, wird von Dale Duesing inszeniert.Als Sänger ein Weltstar und aufallen wichtigen Opernbühnen zu Hause,hat Duesing inzwischen eine zweiteKarriere als Regisseur begonnen, dieihn bereits nach Frankfurt und Berlinund nun auch nach Bern führt.Mit Sweet Charity kommt im Novemberein grosser Musical-Klassiker ins Programm,wiederum inszeniert von PascaleChevroton und ihrem Team.Dem menschlichen Grundgefühl derAngst widmet sich ein Meisterwerk des20. Jahrhunderts. Die Oper Dialoguesdes Carmélites von Francis Poulenc nacheiner Novelle von Gertrud von Le Forterzählt vom Schicksal einer jungenNonne, die sich aus eigenem Entschlussdem Tod stellt, um ihre Lebensangst zuüberwinden. Nach seiner frech-ironischenFledermaus-Inszenierung in derver gangenen Saison wird sich RegisseurBernd Mottl diesmal diesem tiefernstenStoff des französischen Repertoireswidmen.Eine grosse russische Oper erfüllt sichernicht nur den Herzenswunsch vonChefdirigent Srboljub Dinić. Im Februarwird das Musikdrama Eugen Oneginnach dem Versepos von AlexanderPuschkin Premiere haben. Die koreanisch-japanischeRegisseurin Yona Kimwird dabei erstmals in Bern arbeiten.Als Abschluss der szenischen Premierenhaben wir uns auf ein künstlerischesAbenteuer eingelassen. La Finta Giardinieragehört zu den weniger bekanntenWerken von Wolfgang Amadeus Mozartund gilt als frühes Meisterwerk. DenRegisseur können wir zum Zeitpunktdes Redaktionsschlusses nur mit einemgrossen beruflichen Erfolg ankündigen:als Gewinner des 5. Europäischen Regiepreisesder Opera Europa. Die Vereinigungvon über 100 der wichtigen OpernhäuserEuropas kürt ihren Preisträgernach der Finalrunde in Barcelona beieinem Festakt im Mai 2009 in Wiesbaden– nach dem Erscheinen diesesHefts. Der Preis ist eine Inszenierungan einem renommierten Mitgliedshausder Opera Europa, diesmal am StadttheaterBern. Seien Sie mit uns gespanntauf die Mozart-Deutung des prämiertenNachwuchs-Künstlers!Auch 2010 wird die Saison mit einerkonzertanten Ausgrabung aus demfranzösischen Repertoire beendet.Bevor Georges Bizet mit Carmen unsterblichwurde, komponierte er die vieraktigeOper La Jolie Fille de Perth nacheiner Romanvorlage von Sir WalterScott. Der Highland- Grusel mitLiebesromantik entzückte das PariserPublikum durch seine musikalischenPreziosen und wird bei uns eine abwechslungsreicheSaison beschliessen.Der Chor des Stadttheaters, vielfach inden Rezensionen besonders gelobt, freutsich auf die Zusammenarbeit mit demneuen Chorleiter Alexander Martin.Die erfolgreiche Zusammenarbeit mitdem Berner Sinfonieorchester wird inallen sechs Premierenproduktionenfortgesetzt. Eine Perle der Barockmusikbieten wir Ihnen in Koproduktion mitder Freitagsakademie Bern. Das Ensemble,das auf historischen Instrumentenspielt, wird zusammen mit NevilleTranter und seinen berühmten Klappmaulpuppenauf der Vorbühne desStadttheaters Henry Purcells Dido andAeneas neu zum Leben erwecken.Neben den Abendvorstellungen hältunser Rahmenprogramm vielfältigeMöglichkeiten der Begegnung mitunserem Ensemble, der Teilnahmean den künstlerischen Entstehungsprozessenund der gemeinsamen Annäherungan Musik und Theater bereit.Das Musiktheater öffnet sich für Sie!Marc Adam12 Musiktheater 13


Giacomo PucciniLa BohèmeLibretto von Giuseppe Giacosa und Luigi IllicaNach Henri Murgers «Les scènes de la vie de Bohème»Uraufführung 1896 in TurinSzenen in vier BildernIn Originalsprache. Mit deutschen Übertiteln.StadttheaterPremiere9. September 2009Weitere Vorstellungen15./19./26. September 20094./11./25./27. Oktober 200914./21./28. November 200911./19./29. Dezember 200917./24. Januar 201013./17. Februar 20107. März 2010Kostprobe26. August 2009Musikalische LeitungSrboljub DinićInszenierungMariame ClémentBühne, KostümeJulia HansenChorAlexander MartinMitarbeit ChorszenenJoshua MontenDramaturgieRegine PalmaiMimìErika GrimaldiMusettaTamara AlexeevaRodolfoHoyoon Chung (9., 15. Sept./29. Dez./17., 24. Jan./13., 17. Febr.)Giorgio Caruso (19., 26. Sept./4., 11., 25.,27. Okt./14., 21., 28. Nov./11., 19. Dez./7. März)MarcelloRobin AdamsSchaunardGerardo GarciacanoCollineCarlos EsquivelBenoît, AlcindoroLionel Peintre (9., 15., 19. Sept./11., 25., 27. Okt./14., 21., 28. Nov./17., 24. Jan.)Claudio Ottino (26. Sept./4. Okt./11., 19., 29. Dez./13., 17. Febr./7. März)Chor und Extrachordes Stadttheater BernKinderchor der Musikschule KönizBerner SymphonieorchesterWas erleben vier junge Männer, die amRande der Gesellschaft leben, nichtwillens und in der Lage, sich ihr anzupassen?Die grosse Liebe? Armut? DenKampf der Anarchie gegen das Establishment?Und woher das unstillbare Vergnügendes Publikums der ganzen Welt,sich immer wieder der tragisch endendenGeschichte von Rodolfo und Mimìmit nostalgischer Wehmut hinzugeben?«Woran stirbt Mimì?» ist die grosseFrage jeder Inszenierungskonzeptiondieser Oper.Grundlage der beispiel losen Beliebtheitund lebendigen Aktua lität der Oper sindohne Zweifel die unsterblich schönenMelodien Puccinis. Seine detailreichund genau die fesselnde Bohèmiens-Atmosphäre charakterisierende Musikist realistisch und unsentimental.Ähnlich der Meisterschaft grosser Impressionistenin der Malerei zeigt sichhier die Fähigkeit eines Komponisten,leblosen Dingen und alltäg lichen Vorgängenmit musikalischen Mitteln poetischesLeben einzuhauchen. LyrischeEpisoden werden durch humor volleTurbulenzen kontrastiert, und darüberschwebt die Klang gewordene Sehnsuchtnach einem Minimum an Glückals Voraussetzung des Lebens.Eine perfekte Mischung von Komödieund Tragödie, Humor und Pathos prägteschon die literarische Vorlage vonHenri Murger, der «dieses reizende,entsetzliche Leben» mit Charme, Ironie,Unbekümmertheit und Frivolität inseinem Roman plastisch schilderte.Die Oper lenkt den Blick auf die emotionalenZustände der Figuren und schaffteine zeitlose und universale Anziehungskraft,die das Publikum fühlenlässt, dass diese jungen Menschen injeder Stadt und zu jeder Zeit zu findensind.In Koproduktion mit demOpéra-Théâtre de LimogesUnter dem Patronatdes Berner Theatervereins BT HV14 Musiktheater 15


In Zusammenarbeit mit dem Schweizer FernsehenLa Bohème im HochhausLivesendung am29. September 2009, 20.05 Uhr, SF 1Musikalische LeitungSrboljub DinićChor des Stadttheater BernLeitungAlexander MartinKinderchor der Musikschule KönizBerner SymphonieorchesterInszenierung im HochhausRafael SanchezDas Schweizer Fernsehen produziert inZusammenarbeit mit dem StadttheaterBern La Bohème im Hochhaus.Giacomo Puccinis Oper steht ab dem9. September als Eröffnungsinszenierungder Saison im Spielplan desMusiktheaters.Nach dem grossen Erfolg von La Traviataim Hauptbahnhof wechselt das SchweizerFernsehen für das nächste Opernprojektvom öffentlichsten Raum derSchweiz zum privatesten: Spielort wirdein Hochhaus in Bern-Bethlehem sein.La Bohème im Hochhaus wird im Herbst2009 zur besten Sendezeit live auf SF 1ausgestrahlt.Eine Hochhaussiedlung im Gäbelbachquartierin Bern-Bethlehem: StrengeFassaden, 250 Wohnungen pro Haus –Menschen aus mehr als 20 Nationen.In diese multikulturelle Vorstadtweltbricht die Oper ein. Das Fernsehpublikumerlebt das Pathos von La Bohèmein den Mietwohnungen eines BernerHochhausquartiers.Gespielt und gesungen wird live imganzen Hochhaus: in den Wohnungen,in der Waschküche, im Fahrstuhl undauf dem Dach. Der 40-köpfige Chor desStadttheaters steht dicht gedrängt imWohnzimmer. Die Gastgeber erzählenihre Geschichte, lauschen gespannt:Rodolfos Arie «Che gelida manina» ausdem Küchenfenster lässt keinen kalt.Das Liebesduett erklingt im Fahrstuhl,das erschütternde Finale im Nussbaumschlafzimmerdrei Etagen höher. Dasganze Hochhaus klingt: Eine Opernaufführungwie eine Installation, einObjekt. Soziale Realität und Theaterfiktionprallen aufeinander. Für zweiStunden taucht Puccinis MusikBethlehem in Poesie, und das Hochhaushebt ab.La Bohème im Hochhaus entsteht in Zusammenarbeitdes Stadttheater Bernmit dem Schweizer Fernsehen, demBerner Symphonieorchester und denBewohnerinnen und Bewohnern desGäbelbachquartiers in Bern-Bethlehem.Srboljub Dinić16 Musiktheater 17


Engelbert HumperdinckHänselund GretelLibretto von Adelheid Wette (geb. Humperdinck)Nach dem Märchen aus den «Kinder- und Hausmärchen»von Jacob und Wilhelm Grimm (1810)Uraufführung 1893 in WeimarMärchenspiel in drei BildernStadttheaterPremiere24. Oktober 2009Weitere Vorstellungen1./7./17./22./25./29. November 20095./9./13./26. Dezember 20099./12. Januar 2010Kostprobe14. Oktober 2009Musikalische LeitungRoland BöerInszenierungDale DuesingBühneBoris KudličkaKostümeKaspar GlarnerDramaturgieRegine PalmaiPeterKristian PaulGertrudFabienne JostHänselClaude EichenbergerGretelHélène Le CorreKnusperhexeFabrice DalisSandmännchenAnne-Florence MarbotTaumännchenNina JaksicKinderchor der Musikschule KönizBerner SymphonieorchesterWie viele Märchen schildert auchHänsel und Gretel ein Initiationserlebnis –und das ist diese Oper zudem auch fürviele spätere Opernliebhaber. Die ganzeFamilie geht ins Theater und lässt sichgemeinschaftlich von Klängen undTönen in märchenhafte Zauberweltenentführen.Engelbert Humperdinck, von Wagnerals junger Kapellmeister nach Bayreuthgeholt, studierte die Partituren seinesgrossen Vorbilds genau. Dass er dessenmusiktheatralische Aura weg vomHeldenepos in eine Märchenoper adaptierte,sichert ihm vor allen sonstigenWagner-Epigonen bis heute einen eigenständigenPlatz in der Musikgeschichte.Angeregt von Cosima Wagner unddurch kindliches Theaterspiel im Haushaltseiner Schwester Adelheid Wettefand der Komponist sein Opernthema.In nicht nur ironischer Anlehnung zuWagners Parsifal bezeichnete er seinWerk als «Kinderstubenweihfestspiel»und wies darauf hin, dass es sich trotzErlösungswunders am Schluss keineswegsprimär um eine Kleinkinder-Operhandelt. Gegenüber harmlosen Volksliedzitatenwie «Suse, liebe Suse» und«Ein Männlein steht im Walde» stehtein sinfonisch dimensionierter Orchesterapparat,und kein Geringerer alsder junge Richard Strauss leitete alsDirigent die Uraufführung.Musikalische Zentralszenen sind derklang gewaltige Abendsegen, dessenMotive die Oper durchziehen, sowieder Knusperwalzer und ein rasan terHexenritt. Nach Todesnähe im Zauberwald,Gefahr, Verführung, Mut, Listund Hokuspokus steht jedoch wieim Märchen am Ende des Werks dieErlösung aller Lebkuchenkinder.18 Musiktheater 19


Hélène Le CorreClaude Eichenberger20 Musiktheater 21


Sweet CharityMusicalStadttheaterPremiere12. November 2009Weitere Vorstellungen20./26. November 20098./12./20./22./30./31. Dezember 200916. Januar 201014./25. Februar 20103./6./13./21./31. März 201016./18./27. April 201014. Mai 2010Kostprobe4. November 2009Musikalische LeitungMichael FreiInszenierung, ChoreographiePascale ChevrotonBühneJürgen KirnerKostümeTanja LiebermannChorAlexander MartinDramaturgieSascha Mink, Regine PalmaiChoreographische AssistenzVolker BleckCharity Hope ValentineVasiliki RoussiSonnenbrilleThomas MathysVittorio Vidal, FilmstarThomas MathysOscar Lindquist, ein junger BuchhalterThomas MathysHermanRobin BelfondDaddy Johann Sebastian BrubeckN.N.Helene, Nicki, Fritzie, Carmen, Betsy (Taxigirls)N.N.UrsulaN.N.Bern:Ballett –das Ballett des Stadt theater BernChor des Stadttheater BernBerner SymphonieorchesterNach dem Drehbuch zum Film «Le Notti di Cabiria» (1957)von Federico Fellini, Tullio Pinelli und Ennio PlaianoBuch von Marvin Neil Simon, Songtexte von Dorothy FieldsMusik von Cy ColemanDeutsch von Marianne Schubart, Songtexte von Victor BachUraufführung 1966 in New YorkCharity Hope Valentine hat nur Pechin der Liebe. Als Taxigirl, eine abendweisemietbare Begleitung für einsamemännliche Clubbesucher, verdient siesich mühsam ihren Lebensunterhalt imFandango-Ballroom. Doch privat gerätsie immer an den Falschen! Der eineklaut ihr Geld, der andere sperrt sie inden Hotelkleiderschrank und feiertdavor mit seiner Ex Versöhnung. Niewieder will Charity etwas mit Männernzu tun haben! Doch Oscar, ein Angestellterdes Finanzamts, scheint endlichder Richtige zu sein. Um ihn zu beeindrucken,gibt Charity sich als Bankangestellteaus. Obwohl Oscar ihr trotzdes Schwindels einen Heirats antragmacht, geht die Beziehung an Konventionenin die Brüche. Doch CharitysGlaube an das Gute in der Welt ist durchnichts zu erschüttern. Allein sitzt sieim Park und träumt schon wieder vomGlück …In einer faszinierenden Show tanztCharity, das Taxigirl, himmelhochjauchzendund zu Tode betrübt durchsBühnenleben.Vor allem durch den Film von Bob Fossemit Shirley MacLaine, John McMartinund Sammy Davis jr. wurde Sweet Charityberühmt. Populäre Musiktitel wie«Big Spender» oder «If My Friends CouldSee Me Now», eine elektrisierende Showund die schnellen, effektvollen Tanzszenenmachten das Stück zu einem derganz grossen Musical-Klassiker.22 Musiktheater 23


Henry PurcellDidoand AeneasDie Freitagsakademie im StadttheaterLibretto von Nahum Tate nach seiner Tragödie«Brutus of Alba or the Enchanted Lovers» (1678)Nach dem Versepos «Aeneis» (19 v. Chr.) von VergilUraufführung 1689 in ChelseaOper in drei AktenIn englischer SpracheStadttheaterPremiere10. Januar 2010Weitere Vorstellungen17., 22., 29., 31. Januar 2010Musikalische LeitungJörg-Andreas BötticherInszenierungNeville TranterIdee, RealisationKatharina SuskePuppenspiel, PuppenNeville TranterProduktionsleitungGabi GlestiDidoSusanne RydénBelindaUlrike HofbauerAeneasGeorg PoplutzZauberinAnne SchmidEin SeemannJakob PilgramEin GeistRené PerlerDie Freitagsakademie2 Theorben/Gitarren, Cembalo,2 Violinen, Viola, Violoncello,2 Oboen/FlötenDie Freitagsakademie, das renommierteBerner Kammerensemble auf historischenInstrumenten, erweitert seinkünstlerisches Repertoire um eine Koproduktionmit dem Stadttheater Bern.Für ein neues szenisches Projekt wurdedie einstündige Oper des englischenBarockkomponisten Henry Purcell(1659–1695) ausgewählt.Der bekannte Puppenspieler und bekennendeOpernfan Neville Tranter wird,wie bereits in Händels Acis and Galatea,seine ausdrucksstarken Klappmaulpuppenmit Instrumentalisten undSängern in einen vielschichtigen szenisch-musikalischenDialog führen.Purcells einzige vollständig vertonteOper gilt als eines der Meisterwerke desMusiktheaters.Nach dem Untergang Trojas strandetder Held Aeneas an der Küste vonKarthago. Dido, die mächtige KöniginKarthagos, verliebt sich in den Gast.Ihre erbitterte Feindin, eine Zauberin,will Didos Glück zerstören und nötigtAeneas trickreich zur sofortigen Abreise.Schwer gekränkt straft dieKönigin den Treulosen mit Verachtung.Allein zurückgeblieben stirbt Dido angebrochenem Herzen.In seinem Epos Aeneis (19 v. Chr.) hinterfragtVergil den klassischen Schicksalsbegriff.Hin- und hergerissen zwischenLiebe und innerem Pflichtgefühl entwickeltsich das Drama eines modernenMenschen, der nach und nach erkennt,dass er die Konsequenzen seiner Tatenselbst verantworten muss.Eine Koproduktion des Stadttheater Bernmit der Freitagsakademie Bern unddem Théâtre des Marionnettes Genf24 Musiktheater 25


Fabienne JostQin Du26 Musiktheater 27


Francis PoulencDialoguesdes CarmélitesLibretto vom Komponisten nach dem Drehbuch (1947)von Georges Bernanos, Raymond Bruckbergerund Philippe Agostini in der Bearbeitung als Drama«Dialogues des Carmélites» (1951) von Albert Béguinund Marcelle TassencourtNach der Novelle «Die Letzte am Schafott» (1931)von Gertrud von Le FortUraufführung 1957 in MailandOper in drei AktenIn Originalsprache. Mit deutschen Übertiteln.StadttheaterPremiere23. Januar 2010Weitere Vorstellungen30. Januar 20102./21./27. Februar 20104./9./26. März 201015. April 20107./29. Mai 20105./8./16. Juni 2010Kostprobe13. Januar 2010Oper im Gespräch30. Januar 2010Musikalische LeitungSrboljub DinićInszenierungBernd MottlBühneAlain RappaportKostümeDagmar FabischChorAlexander MartinDramaturgieRegine PalmaiMarquis de la ForceKristian PaulBlanche, seine TochterRachel Harnisch (23., 30. Jan./2., 21. Feb./9. März/15. April/7., 29. Mai)Hélène Le Corre (27. Febr./4., 26. März/5., 8., 16. Juni)Der Chevalier, sein SohnFabrice DalisMadame de Croissy, PriorinN.N.Madame Lidoine, die neue PriorinFabienne JostMutter Maria, SubpriorinClaude EichenbergerSchwester Constance, eine junge NovizinHélène Le Corre (23., 30. Jan./2., 21. Feb./9. März/15. April/7., 29. Mai)Anne-Florence Marbot (27. Febr./4., 26. März/5., 8., 16. Juni)Mutter Johanna, DechantinQin DuBeichtvaterAndries CloeteChor und Extrachordes Stadttheater BernBerner SymphonieorchesterAngst ist eines der stärksten Gefühle,sie kann vor Gefahr warnen, aber auchein normales Leben verhindern. Istreligiöser Glauben ein Mittel gegen Lebens-oder gar Todesangst? Dieses urmenschlicheThema faszinierte FrancisPoulenc auf der Suche nach einem geeignetenOpernstoff für sein Auftragswerkder Mailänder Scala. Das Libretto,voll emotional-psychologischer, aberauch historischer Brisanz, basiert aufGeorges Bernanos gleichnamigem einzigenBühnenstück. Dieses wiederumentstand nach Gertrud von Le FortsNovelle Die Letzte am Schafott aus demJahr 1931. Die Erzählung, geschriebenin der dunklen Zwischenkriegszeit,geht auf ein Schreckenskapitel derfranzösischen Revolutionszeit zurück,ein Massaker an den Nonnen einesKarmeliterinnenklosters.Poulenc selbst suchte nach dem Schockerlebnisdes Unfalltods seines Freundesverstärkt religiösen Trost. Dem Komponistengelang jedoch die musikalischeFormulierung des Stoffes über einereine «Glaubensoper» hinaus.Aus der Sicht der furchtsamen NonneBlanche erzählt, scheut sie die direkteSchilderung nicht, ist aber auch vontiefer Einfühlsamkeit und sensiblemVerständnis gegenüber kreatürlichenGrundschwächen geprägt. Blanche verliertdurch die Konfrontation mit demnatürlichen Sterben der alten Priorinund dem Mord an ihren Mitschwesternletztlich die Angst vor dem irdischenTod, indem sich ihr Blick auf das ewigeLeben richtet.Im Umgang mit Orchester und Gesangsstimmegrenzt sich Poulenc unter Berufungauf Monteverdi, Mozart, Verdiund Mussorgski von jeglicher musikalischenAvantgarde seiner Zeit ab. ImpressionistischeKlangfarben und einsprachnaher Vokalstil prägen seinWerk. Der Trauermarsch «Salve regina»,mit dem die Nonnen singend zur Hinrichtungans Schafott treten, und derveristische Schockeffekt des niedersausendenFallbeils gegen die lärmendeRevolutionshymne «Ça ira» lassen dasEnde zum dramatischen Höhepunktwerden.Unter dem Patronat der Gesellschaftder Freunde des Stadttheaters28 Musiktheater 29


Pjotr Iljitsch TschaikowskiEugen OneginLyrische Szenen in drei AktenIn Originalsprache. Mit deutschen Übertiteln.Libretto vom Komponisten undKonstantin Stepanowitsch SchilowskiNach dem gleichnamigen Versromanvon Alexander PuschkinUraufführung 1879 in MoskauStadttheaterPremiere26. Februar 2010Weitere Vorstellungen2./5./20./27. März 20103./17./24. April 20102./4./15. Mai 20103./12./24. Juni 2010Kostprobe11. Februar 2010Oper im Gespräch27. Februar 2010Musikalische LeitungSrboljub DinićInszenierungYona KimBühneBen BaurKostümeJulia HansenChorAlexander MartinDramaturgieRegine PalmaiLarinaJelena BodrazicTatjanaTamara AlexeevaOlgaNatasa JovicFilipjewnaFiorentina GiurcaEugen OneginRobin AdamsLenskiPeter WeddFürst GreminMichail Schelomianski (26. Febr./2., 5., 20., 27. März/3., 12. Juni)Carlos Esquivel (3., 17., 24. April/2., 4., 15. Mai/24. Juni)TriquetAndries CloeteChor des Stadttheater BernBerner Symphonieorchester«Ja, diese Oper hat keine Zukunft»,schrieb Tschaikowski über seinen EugenOnegin, sie sei jedoch «aus unüberwindlicheminneren Drang geschrieben.»Wenig Handlung, wenige Bühneneffektewürden durch den grossen Reichtuman Poesie, die Lebenswahrheit der Vorgängeund die genialen Verse Puschkinsmehr als aufgewogen, aber «siewird niemals Erfolg haben». Welchgrosser Irrtum! Zwischen Verdi undWagner, zwischen dramatischer undepischer Gestaltung öffnet diese Operbis heute eine faszinierende, eigenständigemusiktheatralische Ausdruckssphäre.Onegin hat sich gegen die Banalität,Oberflächlichkeit und Langeweile, dieer an seiner Umgebung hasst, hinterIronie und Zynismus gegen jedermann,auch gegenüber Tatjana, verbarrikadiert.Dies macht ihn letztlich zumGefangenen seiner selbst und tötet seineigenes Gefühl, seine Menschlichkeit.Leichten Herzens bringt er sich erst umeine grosse Liebe und dann um seinenbesten Freund. In schmerzvoller Entwicklunghat Tatjana inzwischen ihrenPlatz in einer Welt gefunden, aus dersich der früher Begehrte selbst ausgesperrthat. Der Schluss lässt das einstgeistreiche, weltgewandte Objekt gesellschaftlicherBegierde hoffnungs-,gefühl-, ruhe-, ziel- und heimatlos zurück.Das Leben findet nunmehr ohneihn statt.Ausgehend vom Lied sind die Partienund Szenen des Werkes geformt. AlsKernstück verbindet Tatjanas berühmteBriefszene intensive psychologischeSchilderung heftigster Gefühlsstürmemit schlichter Menschlichkeit. Geradedadurch wird der Figur der verschmähtenLiebenden eine Dimen sion vonschmerzlicher Schönheit und natürlicherWürde verliehen.30 Musiktheater 31


Anne-Florence MarbotRobin Adams32 Musiktheater 33


Wolfgang Amadeus MozartLa FintaGiardiniera5. Europäischer Opernregie-Preis EOP 2008Libretto von Giuseppe Petrosellini (?), eigentlich fürPasquale Anfossis Dramma giocoso (Rom 1773/74)Uraufführung 1775 in MünchenDramma giocoso in drei AktenIn Originalsprache. Mit deutschen Übertiteln.StadttheaterPremiere1. April 2010Weitere Vorstellungen10./14./23. April 20105./11. Mai 20102./4. Juni 2010Kostprobe18. März 2010Oper im GesprächMärz 2010Musikalische LeitungDorian KeilhackInszenierungGewinner des 5. EOP 2008Bühne, KostümeGewinner des 5. EOP 2008Don AnchiseN.N.Gräfin Violante Onesti/SandrinaHélène Le CorreGraf BelfioreAndries CloeteArmindaFabienne JostRamiroClaude EichenbergerSerpettaAnne-Florence MarbotRoberto/NardoGerardo GarciacanoBerner SymphonieorchesterWer dem neunzehnjährigen WolfgangAmadeus Mozart den Auftrag erteilthatte, für die Karnevalssaison 1775 amMünchner Hoftheater eine neue Operzu schreiben, ist nicht überliefert. DieZeit der grossen Meisterwerke, beginnend1781 mit Idomeneo, ist noch nichtangebrochen, dennoch gilt das nochdem barocken Nummernwechsel vonRezitativ und Arie verhaftete Drammagiocoso als erste ausgereifte Theaterkompositiondes Komponisten.In blinder Eifersucht ist Violante vonihrem Verlobten Belfiore niedergestochenworden. Sie sucht den Geflohenen,der sie für tot hält. Am Hof des DonAnchise, wo sich Belfiore aufhält, trittViolante als vorgetäuschte GärtnerinSandrina, als «finta giardiniera», inDienst. Sie gerät in einen Irrgarten, indem die Gefühle, Wünsche und Begierdenaller sieben Figuren verschlungenwuchern.Die Inszenierung am Stadttheater istder Erste Preis des Wettbewerbs zumEuropäischen Regie-Preis 2008 der OperaEuropa. Das renommierteste Netzwerkfür Musiktheater in Europa kürt seinenNachwuchs-Preisträger im April 2009(nach Redaktionsschluss des Heftes)im Gran Teatre del Liceu Barcelona.Zu den über 100 Mitgliedern der OperaEuropa aus mehr als 30 Ländern gehörenauch Häuser wie die MailänderScala, die Opéra National de Paris,die Opéra National du Rhin Strasbourg,das Bolschoi Theater Moskau, dasMariinsky Theatr St. Petersburg, dasLondoner Royal Opera House und in derSchweiz das Grand Théâtre de Genève.34 Musiktheater 35


Alexander MartinAndries Cloete36 Musiktheater 37


Georges BizetLa Jolie Fillede PerthKonzertante AufführungLibretto von Jules Henri Vernoy Marquisde Saint-Georges und Jules AdenisNach dem Roman «Saint Valentine’s Day orthe Fair Maid of Perth» (1828) von Sir Walter ScottUraufführung 1867 in ParisOper in vier AktenIn OriginalspracheStadttheaterPremiere8. Mai 2010Weitere Vorstellung12. Mai 2010Musikalische LeitungN.N.Chor des Stadttheater BernLeitungAlexander MartinBerner SymphonieorchesterHerzog von RothsayRobin AdamsHenri SmithN.N.Simon GloverCarlos EsquivelCatherineN.N.RalphKristian PaulMabClaude EichenbergerEin HerrAndries CloeteGeorges Bizet hat mit seinem WelterfolgCarmen einen Spitzenplatz in denSpielplänen. Als Ausgrabung unbekannterfranzösischer Meisterwerke präsentiertdas Stadttheater ein frühes Werkdes noch aufstrebenden Komponisten.1867 in Paris uraufgeführt und vomPublikum heftig akklamiert, ist BizetsOper eine Reminiszenz an die Walter-Scott-Mode des 19. Jahrhunderts. Derschottische Schriftsteller schrieb einegrosse Anzahl Historien romane undetablierte das bis heute beliebte Highland-Ambienteals Handlungsort.1828 erschien seine Erzählung SaintValentine’s Day or the Fair Maid of Perth.In der Karnevalszeit überreicht derSchmied Smith zum Valentinstag seinerAngebeteten Catherine eine vergoldeteRose als Symbol seiner Heiratsabsichten.Da der Herzog ebenfallsein Auge auf Catherine geworfen hat,jedoch gleichzeitig auch noch mit derZigeunerin Mab liiert ist, beginnt eineturbulente Reihe von Missverständnissen.Catherine wird fälschlich der Untreuebezichtigt, flüchtet vor Kummerin eine wilde Gebirgsgegend und wirdwahnsinnig. Smith fordert ein Gottesurteilals Beweis für Catherines Treue.Auf dem Kampfplatz singt er nocheinmal die Liebes-Serenade, woraufhindiese aus ihrem Wahn erwacht undalles ein gutes Ende nimmt.Um die Unterhaltungswirkung zu erhöhen,wurde die literarische Vorlagein der Oper um eine seinerzeit höchstbeliebte Wahnsinns-Szene der Hauptdarstellerinerweitert. Nicht fehlendurfte auch eine abenteuerliche Koloratur-Ballade,ein Zigeunertanz und eineKavatine über die Schönheit der Natur.Die konzertante Aufführung des seltengespielten Werks ist ein weiterer Beitragin der Reihe französischer Opernraritäten.38 Musiktheater 39


Fabrice DalisCarlos Esquivel40 Musiktheater 41


Andy HallwaxxMy WayThe true Story of Frank Sinatra & Ava GardnerSchweizer ErstaufführungWiederaufnahmeStadttheater / MansardeWiederaufnahmeIm September 2009Musikalische LeitungMichael FreiInszenierungGerald StollwitzerBühne, RaumRomy SpringsguthKostümeSusanne SchwarzerChoreographiePascale ChevrotonSie verkörperten all das, was dasunterhaltungssüchtige Publikum derfünfziger Jahre mit Glamour, Erotikund Leidenschaft, Kunst und Klischeein Verbindung brachte: Frank Sinatraund Ava Gardner. Die Beziehung deserotischen Glamour-Leinwandstarsmit dem musikalischen Idol der Fiftieswar voll grosser Gefühle, geprägt vonEhekrieg, Alkohol, unfassbarem Erfolgund tiefem Absturz. Die Evergreens, diedaraus entstanden, romantische Balladenund heisse Jazz-Nummern von«The Lady is a tramp» über «Love andMarriage» bis zu «My Way» sind unsterblichgeworden.Frank SinatraThomas MathysAva GardnerSilvia OelschlägerBar-LadiesAnne-Carole Beuret,Andrea Cristina Bieri / Nicole SluderDie BandMichael Frei (Piano)Hans Ermel (Bass)Ueli Hess (Saxophon)Michael Leuenberger (Schlagzeug)Das Songstück My Way erzählt einMärchen, das alle Höhen und Tiefender Neverending-Story-Beziehungdes Promi-Paares durchläuft. Premiereder Produktion in der neugestaltetenMansarde des Stadttheaters war am6. März 2009.KinderbetreuungWir entlasten Eltern. Stressfrei insTheater gehen und die Kinder befindensich in bester Obhut. Das Stadttheatermacht es möglich. Bei Sonntag-Nachmittagvorstellungenöffnet das Stadttheaterseinen Kinderhort. Währenddie Eltern die Aufführung besuchen,unterhalten, umsorgen und betreuenprofessionelle Pädagoginnen ihreKinder. Einfach die Kinder per E-Mailanmelden (theaterpädagogik@stadttheaterbern.ch), Billett reservieren(www.bernbillett.ch) undden Theaternachmittag geniessen.Der Kinderhort öffnet eine halbeStunde vor Vorstellungsbeginn undbetreut Kinder von 4 bis 12 Jahren.Das Angebot ist kostenlos.La BohèmeSonntag, 4. Oktober 2009StadttheaterJulia und RomeoSonntag, 8. November 2009StadttheaterHänsel und GretelSonntag, 13. Dezember 2009StadttheaterSweet CharitySonntag, 14. Februar 2010StadttheaterMeisterklasseSonntag, 28. März 2010StadttheaterDas Käthchen von HeilbronnSonntag, 2. Mai 2010Vidmar:142 Musiktheater 43


Musiktheater + PlusKostproben MusiktheaterDie Kostproben, die in der Regel zu Beginnder Endproben stattfinden, habeninzwischen im Musiktheater eingrosses Publikumsinteresse gefunden.Mitten in der Arbeit ist es so möglich,einen Blick auf den Entstehungsprozesseiner Inszenierung zu werfen.Die Kostprobe beginnt zunächst miteiner kurzen Einführung im Foyer, woRegisseur, Dirigent und Ausstatter mitder Dramaturgin die Grundzüge ihrerInszenierungskonzeption beschreiben.Im Anschluss kann das Publikum vomRang aus während einer Arbeitsprobeeinen Blick auf das noch unfertige Stückund seine Interpreten werfen. Dabeiist es immer wieder eine Überraschung,ob technische Vorgänge geübtwerden, die Sänger und der Chor imVordergrund stehen oder eine Probe mitOrchester angesetzt ist.Stadttheater / Foyer / 18.30 Uhr Einführung,19 Uhr Probe im Saal / Eintritt freiKostprobenLa Bohème26. August 2009Hänsel und Gretel14. Oktober 2009Sweet Charity4. November 2009Dialogues de Carmélites13. Januar 2010Eugen Onegin11. Februar 2010La Finta Giardiniera18. März 2010Oper im GesprächDiese Veranstaltungsreihe bietetallen Opernliebhabern die Möglichkeiteiner vertieften Auseinandersetzungmit der Gattung Musiktheater.Zu ausgewählten Inszenierungen derSpielzeit betrachten kompetente Vortragspartnerdie künstlerischen, inhaltlichenund biografischen Aspekte,den ästhetischen und historischenKontext eines Werkes näher.Als Redner und Gesprächspartner eingeladenwerden beispielsweise Musikwissenschaftler,Kunstwissenschaftler,der Intendant, die Dramaturgin.Bei einer Tasse Kaffee im Foyer desStadttheaters erfahren Sie mehr überWerk und Autoren, Entstehungs- undRezeptionsgeschichte, Theaterbildereiner Inszenierung, Geschichten undGeschichte.«Oper im Gespräch» findet jeweils samstagsum 16 Uhr im Foyer des Stadttheaters statt.Oper im Gespräch«Oper im Gespräch» zu Dialogues de Carmélites30. Januar 2010ReferentProf. Anselm GerhardDirektor des Instituts für Musikwissenschaftder Universität Bern«Oper im Gespräch» zu Eugen Onegin27. Februar 2010ReferentDr. Arne StollbergInstitut für Musikwissenschaftder Universität Bern«Oper im Gespräch» zu La Finta GiardinieraMärz 2010ReferentN.N.Dorian Keilhack44 Musiktheater 45


Oper + VariationenDie Mitglieder des Ensembles, aber auchder Chor, Dirigenten und Solorepetitorenstellen sich ausserhalb der Bühnenvorstellungenmit musikalischen Programmenvor. Die Thematik reichtdabei von Lied- Matineen über Weihnachtslieder-Programmebis hinzu Cross-Over-Nächten mit Jazz oderChansons.Mittwoch, Sonntag /Foyer oder Mansarde Stadttheater /Eintrittspreis: Fr. 20.–La Bohème en ChansonsZur Neuinszenierung von La BohèmeEin französischer Abend mit Cocktailsund Chansons von Edith Piaf,Serge Reggiani, Jacques Brel, CharlesAznavour, Georges Brassens …Mit Mitgliedern des Ensembles28. Oktober 200918. November 200919.30 UhrStadttheater MansardeWeihnachten in der ganzen WeltLieder und Geschichten zumWeihnachtsfestZum Zuhören und Mitsingenfür die ganze FamilieMit Mitgliedern des Ensembles20. Dezember 200911 UhrStadttheater FoyerRussische SeeleZur Neuinszenierung von Eugen OneginMusik und Texte der russischenRomantikMit Chefdirigent Srboljub Dinić undMitgliedern des Ensembles17. März 201019.30 UhrStadttheater MansardeMozart – Lieder und BriefeZur Neuinszenierung vonLa Finta GiardinieraMit Hélène Le Corre (Sopran),Alexander Martin (Klavier) undweiteren Mitgliedern des Ensembles18. April 201011 Uhr21. April 201019.30 UhrStadttheater FoyerRomantisches QuartettVokalmusik von Joseph Haydn, RobertSchumann und Johannes BrahmsMit Mitgliedern des Ensembles19. Mai 201019.30 UhrStadttheater VorbühneOper + VIPGesprächs-Reihe «Die Lieblingsarie»Zu Gast ist Berner Prominenz und Prominenz,die regelmässig in Bern verkehrt.Eine Politikerin, die «Nessundorma» liebt, ein Rockstar, der heimlichden Papageno singt, wenn es niemandhört … Der Clou: Die ausgewählteLieblings-Arie wird für den Gast livevon einem der Solistinnen und Solistendes Berner Stadttheaters vor getragen.Auf die bewegten Reaktionen des Gastesdarf man sich freuen.Fernseh-Moderatorin Monika MariaTrost lädt ein und fühlt dem VIP-Gastden Puls, um herauszufinden, warumes gerade dieses Stück Oper ist, das ihmoder ihr Gänsehaut verursacht.Zu fragen ist auch, welche persönlicheBedeutung Theaterbesuche haben, obOper auch zuhause gespielt wird, welcheBereicherung wegfällt, wenn keineZeit für Kultur ist – und warum ausgerechnetTenöre die Augen zum Glänzenbringen.Was bedeutet Kultur, gerade in Zeitender wirtschaftlichen Krise?Seien Sie gespannt auf die Antworten …Nach Ankündigung im Spielplanleporello /Foyer Stadttheater / Eintritt frei46 Musiktheater 47


Chor des Stadttheater Bern48 Musiktheater 49


Ballett53 Julia und RomeoUraufführungStadttheaterPremiere: 10. Oktober 200957 Auf ein WortUraufführungenVidmar:1Premiere: 29. Januar 201063 Auf immer und ewigUraufführungenVidmar:1Premiere: 24. April 201065 Tanz – Made in Bern 3UraufführungenStadttheaterPremiere: 19. Juni 201067 TANZ IN. BERNTanz International Bern –das TanzfestivalDampfzentrale15.–31. Oktober 200968 STEPS#12Stadttheater / Vidmar:1Premiere: 29. April 20105051


VorwortLiebes Publikum,«Kreation» und «Kommunikation» sinddie beiden Themen, die das Ballettprogrammder Spielzeit 2009/2010 wesentlichbestimmen:«Kreation» vor allem deswegen, weilalle Stücke, die in der neuen Spielzeitzur Aufführung kommen, Uraufführungensind, die für das Bern:Ballettneu entstehen und zusammen mit denTänzern kreiert werden. Unsere Tänzersind vielseitig ausgebildet und jede/jeder von ihnen kann, wie Sie vielleichtschon selbst erlebt haben, zahlreicheTanzstile überzeugend auf die Bühnebringen, sei es in der Gruppe oder insolistischer Funktion. Ich habe Gastchoreographenmit unterschiedlichstemBackground eingeladen, hier in Bern zuarbeiten. Sie werden – auch als Kontrastzu meinen eigenen Kreationen – dafürsorgen, dass wir Ihnen weiterhin einProgramm mit grosser Bandbreitebieten können. Mit Spannung erwarteich Ihre Reaktionen auf unsere neuenStücke. Jedes Mal von neuem interessiertmich der Weg, den eine Kreationnimmt, wenn sie einmal in der Weltist, losgelöst von ihrem Schöpfer. Hältsie stand? Wie verändert sie sich?«Kommunikation» und die Herausforderung,die sie an uns alle stellt,ist ein mich ständig faszinierendesThema, dass meine Stückauswahl oftbeeinflusst. Die Vielseitigkeit der Möglichkeitenzur Vermittlung von Ideenund Gefühlen, aber auch die Schwierigkeiten,sich zu verständigen, prägenalle Stücke der Spielzeit 2009/10 in derein oder anderen Weise.Auch ausserhalb des Scheinwerfer lichtsist «Kommunikation» für uns alsin Bern beheimatete Compagnie einThema: Wir wollen nicht nur mit denVorstellungen vor Ort präsent sein,sondern unser Publikum auch aufanderen Wegen ansprechen. Der Tanzist immer noch die unbekanntestealler Bühnenkünste; es liegt uns dahersehr am Herzen, auch diejenigen anzulocken,die uns bisher noch keinenBesuch abgestattet haben und sie mitder Sparte Tanz vertrauter zu machen.Gleichzeitig wollen wir unseren «Fans»die Möglichkeit geben, noch näherund regelmässiger mit ihrer Ballettcompagniein Kontakt zu treten. Daherwerden wir auch weiterhin ein dichtes,kostenfreies Angebot an öffentlichenProben anbieten. Hier haben Sie dieMöglichkeit, einen Einblick in den Alltagder Tänzer zu gewinnen; schauenSie uns dabei zu, wie die ersten Schritteeiner neuen Kreation entstehen undwas Choreographieren überhaupt bedeutet.Wenn Sie möchten, haben Siebei uns die Gelegenheit, das Entsteheneines neuen Werkes in allen Stadienim Ballettsaal live mitzuerleben. BesuchenSie uns in unserem «Zuhause»in den Vidmarhallen. Alle Terminedazu finden Sie auf unserer Webseiteund im Monatsleporello.Ähnliches gilt für unsere ebenfallswieder geplanten Einführungen undDiskussionen rund um die Vorstellungen:Für uns ist das ein idealer Weg,um Ihre Fragen zu unserer Arbeit zubeantworten, aber auch Ihr Feedbackaufzunehmen, mit Ihnen zu diskutieren,kurz – die Kommunikation inzwei Richtungen anzuregen.Wo auch immer – wir freuen unsdarauf, Sie kennen zu lernen!Herzlichst, IhreCathy Marston52 Ballett 53


Juliaund RomeoBallett von Cathy MarstonMusik: Sergej Prokofjew «Romeo und Julia»UraufführungStadttheaterPremiere10. Oktober 2009Weitere Vorstellungen18. Oktober 20098./13./27. November 200910./15./23./27. Dezember 200914. Januar 2010ChoreographieCathy MarstonMusikalische LeitungDorian KeilhackBühneGarance MarneurKostümeDorothee BrodrückVideoLaurent JaquetBern:Ballett –das Ballett des Stadt theater BernBerner SymphonieorchesterDie klassische Liebesgeschichte ist tiefin unsere Kultur verwurzelt und fandWiderhall in unzähligen Inszenierungenund Interpretationen. Doch sounterschiedlich die Versionen auch seinmögen – in welcher Form, mit welchenFarben und mit welcher Sichtweiseauch immer Künstler sich dem Stoffgenähert haben – das Originalbild,die einfache Liebes geschichte, scheintimmer hindurch. Diese Universalitätvon Romeo und Julia ist einer der Ansatzpunktefür Cathy Marston, wenn sie indieser Spiel zeit nun für das Bern:Balletteine neue Fassung zu Prokofjews Musikkreiert. Einen zweiten bietet der roteFaden dieser Tanzspielzeit: Kommunikation– oder hier eher die Unmöglichkeitdazu – zwischen einzelnen Personen,zwischen den Generationen undzwischen Familien bestimmt die Beziehungder beiden Protagonisten invieler Hinsicht. Marston plant, dieGeschichte aus Julias Perspektive zuzeigen und fragt sich: Wie weit hat dieHeldin überhaupt Einfluss auf ihr eigenesLeben? Was erwarten die Eltern?Oder ist ohnehin alles vorbestimmt –sei es vom Schicksal, von Shakespeareoder gar von Prokofjew?Paula Alonso54 Ballett 55


Martina LangmannEmma Lewis56 Ballett 57


Auf ein WortVier Choreographien von Mark Bruce, Cathy Marston,Emma Murray und Medhi WalerskiUraufführungenVidmar:1Premiere29. Januar 2010Weitere Vorstellungen3./7./20./28. Februar 20107./9./19. März 2010ChoreographieMark BruceCathy MarstonEmma MurrayMedhi WalerskiBühneJulia HansenKostümeN.N.Bern:Ballett –das Ballett des Stadt theater BernErneut gibt es in Vidmar:1 einen vierteiligenTanzabend – mit vier Uraufführungen!Die choreographischen Handschriftender vier Künstler sind extremunterschiedlich, die Kombination lässtdaher ein abwechslungsreiches Programmerwarten. Allerdings gibt esein Bindeglied: Marston hat alle Choreographengebeten, ihre Stücke unterdem Thema «Bewegung und Text» zuentwickeln.Medhi Walerski ist Franzose, er warlange Tänzer beim Nederlands DansTheater und hat dort auch seine erstenSchritte als Choreograph unternommen,zuletzt mit grossem Erfolg für NDT 1.Sein Stil ist lyrisch, gleichzeitig humorvollund mit grossem Sinn für theatralischeEffekte.Mark Bruce stammt aus England, erabsolvierte seine tänzerische Karriereunter anderem in Belgien bei Rosas.Choreographisch steht er für ein betontphysisches Tanzvokabular, das seineenglische Herkunft mitsamt einergewissen Skurrilität nicht verbergenkann.Emma Murray ist vielen sicher als ehemaligeTänzerin des Ensembles desStadttheater bekannt. Die junge Choreographinlebt und arbeitet in Bern,sprudelt nur so vor originellen Ideenund lässt vermuten, dass sie auf demSprung zu einer interessanten Karriereist. Wir sind neugierig auf ihre ersteZusammenarbeit mit den Tänzern desBern:Ballett!Izumi Shuto58 Ballett 59


Jenny TattersallHui-Chen Tsai60 Ballett 61


Erick GuillardErion Kruja62 Ballett 63


Auf immerund ewigChoreographien von Cathy Marston und Andrea MillerVidmar:1Premiere24. April 2010Weitere Vorstellungen28. April 20109./15. Mai 20105./8./13./15. Juni 2010Clara (Uraufführung)ChoreographieCathy MarstonMusikClara Schumann, Robert Schumann,Johannes BrahmsMusikalische BeratungAlexander MartinBühne, KostümeJon BausorBühne, LichtJon ClarkeBern:Ballett –das Ballett des Stadt theater BernNeues Stück (Uraufführung)ChoreographieAndrea MillerBühne, KostümeJon BausorBühne, LichtJon ClarkeBern:Ballett –das Ballett des Stadt theater BernWährend Cathy Marston sich mit einerganz besonderen Künstler-Ehe beschäftigt,wird sich Andrea Miller in gänzlichanderer Stilistik und auch von eineranderen Seite dem Thema Ehe nähern.Die junge Choreographin aus New Yorkist ein Riesentalent, das in den USAbereits für Furore sorgte. Sie wird vonder Berner Ballettchefin eingeladen,erstmals in Europa zu arbeiten.Cathy Marston realisiert ein lange geplantesProjekt, das von Clara Schumann,ihrer Ehe mit Robert und der engen Verbindungzu Johannes Brahms inspiriertist. Geht es in Julia und Romeo um Kommunikationzwischen den Generationen,zeigt diese Dreiecksbeziehung, wie Kommunikationohne Worte funktioniert,wie Musik geheime Botschaften überträgt,wie Komponisten voneinanderMotive aufgreifen und diese in weite renWerken ein Eigenleben entwickeln.Gary Marshall64 Ballett 65


Tanz –Made in Bern 3UraufführungenStadttheaterPremiere19. Juni 2010Weitere Vorstellungen22./23. Juni 2010ChoreographieTänzerinnen und Tänzerdes Bern:BallettBern:Ballett –das Ballett des Stadt theater BernDie Tänzer des Bern:Ballett sind beisämtlichen Tanz-Produktionen derSpielzeit aktiv in den Schaffensprozessmit eingebunden und tragen oft Wesentlicheszu den endgültigen Choreographienanderer bei. Deshalb soll esauch für sie in dieser Spielzeit wiederdie Möglichkeit geben, ihre ganz eigenechoreographische Richtung weiter zuentwickeln; viele Choreographen-Karrierenhaben auf diese Art und Weiseihren Anfang genommen. Manche derchoreographischen Nachwuchs-Talentestellen in dieser Spielzeit nun schonzum dritten Mal eigene Arbeiten vor.So können Sie deren künstlerische Entwicklungverfolgen. Das Programm isteine extrem abwechslungsreiche Kombinationaus unterschiedlichsten Tanzsprachen,das Lust auf mehr macht!Bruce McCormack66 Ballett 67


TANZ IN. BERNTanz International Bern – Das Tanzfestival15.– 31. Oktober 2009Das Programm setzt sich in diesem Jahraus Produktionen aus Belgien, Frankreich,Deutschland, Österreich, Israel,Südafrika und der Schweiz zusammen.Klingende Namen wie ULTIMA VEZ /Wim Vandekeybus, Mathilde Monnier/La Ribot, Chris Haring, Yasmeen Godder,Isabelle Schad, SUPERAMA undweitere internationale Gruppen stehenauf dem Programm, ebenfalls geplantist erneut die Verleihung des SchweizerTanz- und Choreographiepreises.Im Rahmen von TANZ IN. BERN zeigtdas Bern:Ballett am 18. Oktober 2009im Stadttheater Cathy Marstons neueKreation Julia und Romeo.Ein Muss für alle Tanz-Interessierten.Detaillierte Informationen und Ticketreservationab September 2009 aufwww.dampfzentrale.chDenis Puzanov68 Ballett 69


STEPS#12Stadttheater Bern30. April 2010, 19.30 UhrBalé da Cidade de SãoPaulo (Brasilien)Vidmar:14. Mai 2010, 11 und 16 UhrGeschlossene Vorstellung für SchulenIntrodans for Youth (NL)BateChoreographieFernando MeloVidmar:16. Mai 2010, 19.30 UhrBarak Marshall (Israel)MongerBarak Marshall (2008)Das Programm wird zu einem späterenZeitpunkt bekannt gegeben.In Lateinamerika ist das Balé da Cidadede São Paulo Legende. 2008 hat die Compagnieihr vierzigstes Jubiläum gefeiert.Das Balé, wie das dreissigköpfigeEnsemble in Brasilien liebevoll genanntwird, hat in diesem Zeitraum die farbenfroheund körperbetonte KulturBrasiliens in sich aufgesogen und denTanz auf allerhöchste künstlerischeEbene gehoben. Und das in einerStilvielfalt zwischen Neoklassik undTanztheater, die ihresgleichen sucht.Die Schweizer Tournee des Balé wirdim Rahmen von Steps#12 zum herausragendenTanzereignis werden.Double SingleChoreographieWilliam ForsytheEllaChoreographieRobert BattlePromenadeChoreographieRobert BattleAt the StationChoreographieJacqueline BeckTensile InvolvementChoreographieAlwin NikolaisAus Israel kommt ein Tanztheaterstückvon grosser physischer Wucht. Marshallvermischt in seiner jüngsten Choreographiezeitgenössisch-ethnischeElemente mit den schnellen und kraftvollenBewegungen des modernenTanztheaters. Monger untersucht dieDynamik von Hierachie, Macht, Würdeund die Kompromisse, die man eingehenmuss, um zu überleben.«Ein Werk von höchster Originalitätgetanzt von zehn virtuosen Tänzern …Das Ergebnis ist einzigartig,er frischend und kraftvoll.»(Ruth Eshel, Haaretz)Bitte beachten Sie unser Tanzabo, dass wirfür diese Spielzeit eingerichtet haben!Zum vierten Mal ist Introdans Gastim Rahmen von STEPS, diesmal kommtIntrodans for Youth zu uns. Konzeptbei Introdans ist: auch für Kinder undJugendliche ist nur das Beste gut genug!Fünf Stücke von sechs internationalgefragte Choreographen sind bei diesenVorstellungen speziell für Schüler zusehen.70 Ballett 71


Schauspiel74 WoyzeckVon Tom Waits, KathleenBrennan und Robert WilsonSchweizer ErstaufführungVidmar:1Premiere: 12. September 200976 AndorraStück in zwölf Bildernvon Max FrischVidmar:1Premiere: 1. Oktober 200978 Der Gott des GemetzelsSchauspiel von Yasmina RezaVidmar:1Premiere: 6. November 200980 Die verzauberten BrüderMärchen von Jewgeni SchwarzStadttheaterPremiere: 3. Dezember 200982 Der goldene DracheVon Roland SchimmelpfennigSchweizer ErstaufführungVidmar:2Premiere: November 200984 Neger im SchneeSchauspiel von Marianne FreidigUraufführungVidmar:1Premiere: 18. Dezember 200985 Sehnsucht ist unheilbarLiederabend vonMichael Frei und Antje ThomsUraufführungVidmar:2Premiere: Dezember 200986 MeisterklasseSchauspiel von Terrence McNallyStadttheaterPremiere: 6. Februar 201088 Ein bisschen Ruhe vor dem SturmVon Theresia WalserSchweizer ErstaufführungVidmar:2Premiere: Februar 201089 Das Käthchen von HeilbronnRitterspiel von Heinrich von KleistVidmar:1Premiere: 19. Februar 201090 QuartettVon Heiner MüllerVidmar:1Premiere: 27. März 201092 Co-StarringEin Stück für Jugendlichevon Theo FranszVidmar:2Premiere: März 201094 VerbrennungenVon Wajdi MouawadVidmar:1Premiere: 10. April 201096 Letzte TageVon Lothar KittsteinSchweizer ErstaufführungVidmar:2Premiere: Mai 201098 SpektakelVier Stücke fürs Stadttheater BernUraufführungenVidmar:1Premiere: 29. Mai 20107273


VorwortSehr geehrte Damen und HerrenLiebes PublikumPlötzlich ist die Krise da, und sie istheftiger, bedrohlicher und globaler alserwartet. Keiner weiss, wie lange siedauert, ob die Talsohle bereits erreichtist oder ob es überhaupt jemals eineErholung geben wird. Es rauscht imBlätterwald: Die Krise ist Dauerthemaund kreiert mehrere Haupt- und vieleNebenschauplätze. Der Verlust vonSicherheit ist spürbar, und Existenzangstwird zum dominanten Themaunseres Zusammenlebens.«Theater ist Krise.» So lautet ein berühmterAusspruch des vor zehn Jahrenverstorbenen, bedeutenden deutschenDramatikers Heiner Müller, dessenQuartett wir zeigen. Heiner Müllermeinte 1995 damit, Theater könne überhauptnur in der Krise und als Krisefunktionieren, müsse sich also seineKrisen geradezu suchen, um fruchtbararbeiten zu können. Das Theater ist krisenfest,gestählt in einem Jahrzehntewährenden Dauerkonflikt, der es alsLuxus objekt und Spekulationsmassebehandelt wissen will.Aber auch inhaltlich sind wir in unsererArbeit ständig mit Krisen konfrontiert:Immer ist ein Konflikt Kern derdramatischen Handlung. Immer istes die Krise, an der ein Mensch wächstoder zu Grunde geht. Denn das Theaterfokussiert auf das Schicksal von Menschen.Es zeichnet die unerträglicheSituation, in der sie sich befinden,thematisiert gesellschaftliche oder persönlicheKonflikte, an denen sie leidenund schildert ihr Ringen um Recht undAnerkennung.Der Soldat Woyzeck ist in Büchnersgleichnamigem Fragment gefangenin einem System, aus dem es kein Entrinnengibt. Seine Suche nach Glückoffenbart das schlechte Rüstzeug, mitdem er sich zu behaupten versucht undzeigt, wie sehr er zum Instrument deranderen geworden ist. Auch Andri inMax Frischs Andorra wird bestimmt vonder Gesellschaft, in der er lebt. Er verzweifeltan der Ächtung der anderen,die ihm aufgrund der vermeintlichenZugehörigkeit zu einer Minderheit entgegengebrachtwird. Neger im Schneevon Marianne Freidig erzählt die Geschichteeines Schweizer Tourismusortes,der durch Schneemangel undMissmanagement in die Krise geschlittertist. Maria Callas kann uns beialler Virtuosität in der Meisterklassevon Terrence McNally ihre zahlreichenLebenskrisen nicht vorenthalten.Auch sie bekommt, neben vielen anderenGeschichten, darunter wieder zahlreicheUr- und Schweizer Erstaufführungen,ihre Stimme. In Yasmina RezasGott des Gemetzels wird die Prügeleizweier Schüler Ausgangspunkt für einentragikomischen Bewältigungsversuchvon deren Eltern, der in die Katastropheführt – oft ist das vermeintlich schwerwiegendeProblem eben auch ein zuVernachlässigendes, und der Versuch,es zu bewältigen, amüsiert und belustigt.An den Schauplatz einer sehrernsthaften politischen Dauerkrisehingegen, in den Nahen Osten, entführenuns die Verbrennungen des FrankokanadiersWajdi Mouawad, undschliesslich machen wir mit unseremdritten Stückspektakel am Ende derSpielzeit – erneut in leicht gewandelterForm – die Krise selbst zum Thema derStückaufträge.Der Mensch ist das Mass auf der Bühne.Seine Not bewegt und beschäftigt uns.Mit ihm erleben wir unsere Ängste undSehnsüchte oder lachen über die eigeneUnzulänglichkeit. Wir freuen uns aufIhr Interesse und laden Sie herzlich ein,in unserer dritten gemeinsamen Spielzeitüber den Umgang mit Krisen nachzudenkenund uns gar über Begegnungenmit Figuren zu freuen, die unserleben lassen, was es heisst, an einemWendepunkt Stärke, Einsicht, Zuversichtoder Lebensfreude zu gewinnen.Erich Sidler74 Schauspiel 75


Woyzeck(Blood Money)Nach dem Stück von Georg Büchner. Songs und Liedtextevon Tom Waits und Kathleen Brennan. Konzept von Robert Wilson.Textfassung von Ann-Christin Rommen und Wolfgang Wiens.Deutsch mit englischen Liedtexten.Schweizer ErstaufführungVidmar:1Premiere12. September 2009Weitere Vorstellungen17./18. September 200910./11./17./23./31. Oktober 20091./7./13./14. November 200929./31. Dezember 200911. Mai 20104. Juni 2010Weitere Vorstellungen nach Ankündigungim SpielplanleporelloMusikalische LeitungMichael FreiInszenierungMatthias KaschigBühneMichael BöhlerKostümeStefani KlieEs gab ihn wirklich: Johann ChristianWoyzeck, geboren 1780 in Leipzig, fandnach Jahren des Umherirrens als verabschiedeterpreussischer Soldat in seinerGeburtsstadt ein Zimmer bei einerWitwe, die sich mit ihm einliess, abergleichzeitig freizügigen Umgang mitallerlei Soldaten hatte. Am 2. Juni 1821erstach Woyzeck seine Geliebte. DerFall wurde durch zahlreiche medizinischeGutachten berühmt, die Büchnerals junger Medizinstudent in der Bibliothekseines Vaters las. Als er 1837 mitnur 23 Jahren starb, hatte er mit seinemDrama Dantons Tod die Literatur längstrevolutioniert, doch sein Woyzeck, geschriebenein Jahr vor seinem Tod, bliebein «Fragment in Prosa» – kurze Szenen,die ein Blitzlichtgewitter auf das Lebeneines verlorenen Menschen werfen.Nach The Black Rider und Alice habensich Robert Wilson und Tom Waits erneuteines grossen Stoffes der europäischenKultur angenommen. Fürihre Bühnenfassung hat Tom Waitszu Büchners Originaltext eine gleichermassenbrutale wie sensible Musik geschrieben,in der aggressive Rhythmikund romantische Melodien das Leid vonBüchners Figuren spiegeln. Die Songsmit dem typischen Waits-Sound ausJahrmarktsmusik, traurigen Walzernund melodiösen Balladen greifen dieStimmung einzelner Szenen auf undverstärken, was Büchner von denverzweifelten Lebensumständen der«armen Leut’» erzählt.Henriette Cejpek76 Schauspiel 77


AndorraStück in zwölf Bildern von Max FrischVidmar:1Premiere1. Oktober 2009Weitere Vorstellungen9./13./14./30. Oktober 20098./10./18./21./25./27. November 200911./26. Dezember 200913. Februar 2010Weitere Vorstellungen nach Ankündigungim SpielplanleporelloInszenierungAntje ThomsBühneKirsten HammKostümeKatharina MeinkeMusikPhilipp Ludwig StanglAuf dem Marktplatz von Andorra ereignetsich ein grausamer Fall von Selbstjustiz,dem der angehende Tischler Andrizum Opfer fällt. Schon lange hattesich im andorranischen Volk Wut gegendie Juden aufgestaut und bricht sichnun, angesichts einer Bedrohung vonaussen, im Inneren Bahn. So weit dernüchterne Tathergang einer persönlichenund gesellschaftlichen Tragödie.In zwölf Bildern erzählt Max FrischAndris Geschichte, der angeblich einjüdisches Findelkind, in Wahrheit aberder illegitime Sohn eines braven Andorranersist. Stück für Stück werdenAndris Selbstbewusstsein, seine Beziehungzu seiner Freundin und seinerFamilie von den Vorurteilen und demzunehmenden Hass seiner Umgebungzerstört. Vorurteile, Intoleranz undAusgrenzung bewirken, dass der jungeMann sich schliesslich in einemverzweifelten Akt bewusst die fremdeIdentität aneignet und fortan denErwartungen seiner Umgebung vollund ganz entspricht. Sein Tod ergibtsich danach geradezu zwangsläufig –ein Teufelskreis, aus dem zu entkommener keine Chance hat, egalwie er sich verhält.Max Frisch schrieb sein wohl bekanntestesStück unter dem Eindruck desHolocausts – erste Skizzen finden sichbereits 1946 unter dem Titel «Du sollstdir kein Bildnis machen». Seine eindringlicheWarnung ist heute unter anderenVorzeichen immer noch gültig.Wo Menschen verschiedenster Kultureneng beieinander leben, sind unterschwelligeroder gar nicht so unterschwelligerFremdenhass allgegenwärtig,und doch ist die Wahrheit oftnicht das, was auf den ersten Blicksichtbar ist. Vorurteile sind nach wievor schlechte Berater im Umgang mitanderen Menschen, da sie eine imwahrsten Sinne des Wortes mörderischeEigen dynamik entwickeln können.Unter dem Patronat der Gesellschaftder Freunde des StadttheatersSabine Martin78 Schauspiel 79


Der Gott desGemetzelsSchauspiel von Yasmina RezaVidmar:1Premiere6. November 2009Weitere Vorstellungen11./12./20./28. November 20095./13./19./27. Dezember 20098. Januar 2010Weitere Vorstellungen nach Ankündigungim SpielplanleporelloInszenierungGabriel DiazBühneBeni KüngKostümeDorothee BrodrückDer 11-jährige Ferdinand hat dem gleichaltrigenBruno bei einer Rauferei aufdem Schulhof zwei Schneidezähne ausgeschlagen.In Zeiten des behüteten(Einzel-)Kindes können dessen Elterndas natürlich nicht einfach hinnehmen,denn dass Kinder Aggressionen im Spielausleben und sich dabei Blessuren holen,ist im politisch korrekten Weltbildder bürgerlichen Mittelschicht nichtvorgesehen. Also lädt das Elternpaardes Opfers (sozialkritische Schriftstellerinund Eisenwarengrosshändler)das Elternpaar des Täters (Vermögensberaterinund erfolgreicher Anwalt)ein, um in einem offenen, zivilisierten,fast möchte man sagen freundschaftlichenGespräch über die pädagogischenKonsequenzen des Vorfalls zu beraten.Doch das Treffen verläuft anders als geplant.Die Frage nach Täter und Opfer,der Wunsch, den Konflikt auf ein archaischesGegenüber von Gut und Bösezu reduzieren, lässt die Diskussion eskalieren.Alkohol ist an diesem Abendnatürlich auch im Spiel, und am Endesind alle Wohlstandsmasken gefallen:Man wird handgreiflich, übergibt sichauf wertvolle Ausstellungskatalogeund ersäuft fremde Handys in Blumenvasen.Paarübergreifend wechseln dieKonstellationen. Einzig der Jurist Alainfühlt sich angesichts der Katastrophein seiner Weltanschauung bestätigt:Er habe immer an den «Gott des Gemetzels»geglaubt.Mit treffsicherem Humor nimmtYasmin Reza die Konfliktunfähigkeitder modernen bürgerlichen Gesellschaftaufs Korn, die haltungslos zwischenGutmenschentum und egoistischemKonkurrenzkampf pendelt.Jonathan Loosli80 Schauspiel 81


DieverzaubertenBrüderMärchen von Jewgeni SchwarzStadttheaterPremiere3. Dezember 2009Weitere Vorstellungen6./7./8./14./15./16./17./18./24. Dezember 20093./31. Januar 20107. Februar 2010Weitere Vorstellungen nach Ankündigungim SpielplanleporelloInszenierungRosmarie VogtenhuberBühne, KostümeChristoph WagenknechtWassilissa ist auf der Suche nach ihrenSöhnen Fjodor und Igor. Beide rissen anihrem dreizehnten Geburtstag von zuHause aus, um Helden zu werden. Aberschon im nächsten Wald war es vorbeimit ihrer Abenteuerlust, denn dortherrscht die böse Hexe Baba Jaga, diein einem höchst mobilen Haus aufHühnerbeinen lebt, den ganzen Waldschikaniert und vorbeiziehende Kinderin Ahornbäumchen verwandelt. Da stehenFjodor und Igor nun und rauschentraurig mit den Blättern, als ihre Mutterin den Zauberwald kommt.Zum Glück trifft Wassilissa zunächsteinen Bären, einen Kater und einenHund, die ihr erzählen, was mit ihrenSöhnen geschehen ist und sich mitihr verbünden. Baba Jaga macht der besorgtenMutter ein Angebot: Durch dieErledigung eigentlich unmöglich zubewältigender Aufgaben kann sie ihreSöhne erlösen. Mit der tat kräftigenUnterstützung der Tiere geht Wassilissaan die Arbeit. Und als auch noch ihrjüngster Sohn Iwanuschka auftaucht,der wie seine Brüder ebenfalls auf demHeldentrip ist, schaffen es alle gemeinsam,Baba Jaga auszutricksen, undschliesslich unterstützt sogar das Hausmit den Hühnerbeinen die Guten imKampf gegen das Böse …Die verzauberten Brüder, verfasst 1953, istdas bekannteste von Jewgeni Schwarz’kunstvollen Märchen und fantastischenFabeln. Eine Parabel über Kraft, Mut,Ausdauer, das Erwachsenwerden undüber die Stärke mütterlicher Liebe.Milva Stark82 Schauspiel 83


Der goldeneDracheVon Roland SchimmelpfennigSchweizer ErstaufführungVidmar:2PremiereNovember 2009Ein Mietshaus in einer grossen Stadt:Unten, in der Küche des China-Vietnam-Thai-Schnellrestaurants «Der goldeneDrache» wird zwischen zischenden Gaskocherneinem jungen Chinesen ohneAufenthaltsgenehmigung mit einerRohrzange ein schmerzender Zahn gezogen.Der Zahn gelangt aus Versehenin die Thai-Suppe, von dort in den Mundeiner Stewardess, Stammkundin imSchnellrestaurant, in ihre Manteltascheund später in den Fluss, in den sie ihnwirft. Der junge Chinese ver blutet nachder Rohrzangenoperation, wird in einengrossen Drachenteppich gewickelt undin den gleichen Fluss geworfen, wo seinZahn hinter ihm hertreibt.Der Tote und der Zahn gelangen sozurück nach Hause, leider ohne dieSchwester, die zu finden das Ziel derReise des Chinesen war. Und dann gibtes noch die kleine Asiatin, die vomLebensmittelhändler in einem dunklenZimmerchen gleich neben dem «GoldenenDrachen» gefangen gehalten undan Männer verkauft wird … Als Fantasieauf die Fabel von der fleissigen Ameiseund der lustigen, aber faulen Grille hatRoland Schimmelpfennig ein poetischesund berührendes Stück geschrieben.Mit minimalen theatralen Mitteln –fünf Schauspieler spielen unabhängigvon Geschlecht und Alter jeder jedeRolle – erzählt es von der Brutalitätunserer globalisierten Zeit, in der dieGrillen von den Ameisen auf ganzeneue Art kolonialisiert werden.Roland Schimmelpfennig, geboren 1967in Göttingen, arbeitet seit 1996 als freierAutor und gilt als einer der führendendeutschen Dramatiker.Sebastian Edtbauer84 Schauspiel 85


Negerim SchneeSehnsuchtist unheilbarVon Marianne FreidigUraufführungVidmar:1Premiere18. Dezember 2009Weitere Vorstellungen3./6./7./12./13./30. Januar 201014./24. Februar 201012. März 2010Weitere Vorstellungen nach Ankündigungim SpielplanleporelloBeim ersten Kurzstück-Spektakel 2008in den Vidmarhallen hat die aus derLenk stammende Autorin MarianneFreidig in ihrem Kurzstück Die Wildenein brisantes Thema aufgegriffen: Derwirtschaftliche Druck, unter den dieWintersportorte der Schweiz durch ausbleibendenSchnee geraten. Das StadttheaterBern hat die Autorin beauftragt,diesen Stoff weiter zu entwickelnund wird das neue Werk im Dezemberpräsentieren.Im Zentrum von Marianne FreidigsStück stehen eine (fiktive) OberländerSkiregion und ein Mann, der als PionierLifte und Speicherseen gebaut, BauernWiesen abgeschwatzt und dem Dorfletzten Endes viel Wohlstand gebrachthat: der alte Hans. Nur eine Generationspäter werden die Winter immer wärmerund die Touristen, von denen inzwischendas ganze Dorf wirtschaftlichabhängig ist, bleiben aus.InszenierungN.N.Bühne, KostümeN.N.Der Ver waltungsrat des Skiressortsringt um Lösungen: Bringt der russischeInvestor mit seinen Plänen fürLuxushotels und Golfplätze mehr alsein sanftes «Zurück-zur-Natur»? Willder Tourist ein Spassbad oder einearten reiche Blumenwiese? Zwischenden Kindern Karla und Martin werdendiese Fragen diskutiert, während ihrVater sich zunehmend in seine Erinnerungenan die alten, vermeintlich gutenZeiten zurückzieht, in denen nochmit handwerklicher Sorgfalt Ski ausEschenholz gefertigt wurden und erim Dezember schon wusste, wie dieSchneequalität im Februar sein würde.Freidig erzählt, wie der Einzug des Big-Business und das Denken in Management-Kategoriendie Schweizer Bergregionenverändern, einen Generationenkonflikthervorrufen, gewachseneSozial-Strukturen und nicht zuletztauch die Natur zerstören.(Arbeitstitel)Liederabend von Michael Frei und Antje ThomsUraufführungVidmar:2PremiereDezember 2009Jeder, den von Zeit zu Zeit die Sehnsuchtnach dem Anderswo packt, weiss, dassman – Goethe zum Trotz – manchmaleben in die Ferne schweifen muss, auchwenn das Gute nah liegt. Die SchweizerKrankheit und Wortschöpfung Heimwehmag ja schön und gut sein und vongrosser Vaterlandsliebe zeugen, aberFernweh ist aufregender, zumindestmusikalisch. Denn schon immer unternahmenKomponisten und Musiker denVersuch, Wanderlust, Exotik und Seemannsromatikin Worte und Melodienzu fassen. Und so wurden das Meer, unberührteStrände, einsame Inseln, gefährlicheÜberfahrten, aber auch heterooderhomosexuelle Liebesbeziehungen,die mit bürgerlichen Ehevorstellungenwenig gemein haben, zu idealen Inhaltensehnsuchtsvoller Gesänge: DerSchlager und das Meer sind bis heuteMusikalische LeitungMichael FreiInszenierungAntje Thomsuntrennbar verbunden. Ferne Eilande,weisse Schiffe, fremde Häfen, roteSonnenuntergänge und die Liebe derMatrosen bilden von jeher die wichtigstenBestandteile einer unverwüstlichenKunstform, die aus der deutschsprachigenKulturlandschaft nicht mehr wegzudenkenist.Was also läge näher, als im meerfernenBinnenland Schweiz einen der Sehnsuchtsortepar excellence, zu beschwören?Und all das Wunderbare, wasdamit zusammenhängt: Muscheln!Masten! Möwen!Die Regisseurin Antje Thoms, aufgewachsenan der Ostsee, wird gemeinsammit dem Schauspielmusiker MichaelFrei für das sangesfreudige Schauspielensembleeinen Liederabend vollerSeemannsgarn und Spökenkiekereikonzipieren – ein Seestück mit Liedgutsozusagen.86 Schauspiel 87


MeisterklasseSchauspiel von Terrence McNallyStadttheaterPremiere6. Februar 2010Weitere Vorstellungen12. Februar 201010./14./28. März 201011./22./25. April 201018./21./28. Mai 20109. Juni 2010Weitere Vorstellungen nach Ankündigungim SpielplanleporelloInszenierungWolfgang HagemannBühne, KostümeOliver KostechaMaria Callas, auch «La Divina» genannt,gilt bis heute als die grösste Primadonnaassoluta der Opernwelt. Als sie1971/72 an der New Yorker JuilliardSchool of Music eine Meisterklasse gab,hatte sie den Zenit ihrer Karriere bereitsüberschritten. Die Protokolle undTonbandaufzeichnungen dieser Unterrichtsstundenverarbeitete TerrenceMcNally zu einem biografischen Portraitder Künstlerin.Streng und gnadenlos tritt die Callasden jungen Leuten entgegen: Ihre Kritikist hart, ihr Perfektionismus unerbittlich,ihre Ansprüche an ihre Schülersind ebenso hoch wie die an sich selbst:Sie verlangt kompromisslose Hingabean die Kunst. Die Schüler – bescheiden,ruhmsüchtig, talentiert oder blossesMittelmass – lassen die zum Teil demütigendenSzenen nicht immer widerspruchslosüber sich ergehen, hören derKünstlerin aber dennoch fasziniert zu,wenn sie über ihre Arbeit und über ihrLeben spricht. Die Callas durchlebt sonoch einmal entscheidende Stationenihres Lebens: ihre Karriere an der MailänderScala, die Triumphe an dengrossen Opernhäusern dieser Welt,aber auch die zerstörerische Liebe zuAristoteles Onassis und ihre privatenNiederlagen.Der Callas-Verehrer Terrence McNallyzeichnet in seinem Stück das Bild einergebrochenen und egozentrischen Diva,die dennoch nichts von ihrer Faszinationskrafteingebüsst hat. Untermaltwird das preisgekrönte Drama voneinigen der schönsten Opernarien derWelt – eine Hommage an eine charismatischeSängerin, und eine Hommagean die Kunst. Heidi Maria Glössner wirdim Stadttheater die Rolle der Callasübernehmen.Andri Schenardi88 Schauspiel 89


Ein bisschenRuhe vor demSturmDas Käthchenvon Heilbronnoder Die FeuerprobeEin grosses historisches Ritterspiel von Heinrich von KleistVon Theresia WalserSchweizer ErstaufführungVidmar:2PremiereFebruar 2010Thomas Bernhards Theatermachertrifft auf Bernd Eichingers Untergang:Drei Schauspieler bereiten sich auf einePodiumsdiskussion vor, in der es umdie Darstellbarkeit Hitlers gehen soll.Da der Moderator noch nicht da ist,plaudern sie auf leerer Bühne über ihrMetier und landen gleich bei einemGrundproblem: Ist die Bühne wirklichleer? Steht sie nicht immer schon vollerFragen, bevor man sie überhaupt betretenhat? Zwei der Männer habenHitler im Film bereits gespielt, derdritte bisher nur Goebbels. Würde dasTheater ganz andere Anforderungen ansie stellen? Immerhin war Hitler einereale Person, da ist das Theater ja wohlzwangsläufig zum Abbild der Wirklichkeitverpflichtet? Ein Kampf der Kulturenbricht aus und tobt fast fundamentalistischzwischen altem «Naturalismusschwindel»und heutigen «Radikalbuben»,die Stücke lieber mit Videosund «Schrumsmusik» zukleistern.InszenierungAndy ToblerBühne, KostümeN.N.Mitten im Disput dämmert den dreiHerren jedoch, wie tief sie eigentlich inder Theaterfalle sitzen. Denn eigentlichwar ihr Gespräch erst für später vorgesehen,im Beisein von Publikum …Theresia Walser, geboren 1967 in Friedrichshafen,ist eine der bekanntestendeutschen Dramatikerinnen, die seitetwa zwölf Jahren die Gegenwart inall ihren Facetten auf witzige, nachdenklicheund pointierte Weise reflektiert.Ihrer Autorentätigkeit voran gingdie Arbeit als Schauspielerin – und dieAusbildung dazu an Hochschule fürMusik und Theater in Bern. 1998 wurdesie in der Kritikerumfrage der ZeitschriftTheater heute zur besten Nachwuchsautoringewählt, 1999 zur bestendeutschsprachigen Autorin.Vidmar:1Premiere19. Februar 2010Weitere Vorstellungen25./26. Februar 20104./5./20. März 201017. April 20101./2./12./14. Mai 201010./18. Juni 2010Weitere Vorstellungen nach Ankündigungim SpielplanleporelloDer Dichter Heinrich von Kleist hat inseinen Stücken stets den Raum zwischenGefühl und Verstand erkundetund seine Figuren immer wieder in dasZwischenreich des Traumes geschickt,damit sie dort lernen, mit der Realitätumzugehen. Mit dem Käthchen von Heilbronnhat er ein irisierendes Märchengeschaffen, das ein romantischesPlädoyer für den Sieg des Gefühls überdie Widrigkeiten der Wirklichkeit hält.Denn ein gemeinsamer Traum – wassonst? – verbindet das einfache Mäd chenKäthchen mit dem Grafen Wetter vomStrahl. Doch während ihr der Glaubean die nächtliche Vision schier unerschöpflicheKräfte verleiht und sie mittraumhafter Sicherheit die Zeichender Liebe erkennt und ihnen folgt, mussInszenierungErich SidlerBühneGregor MüllerKostümeBettina LatschaMusikPhilipp Ludwig Stangler mühsam Vorurteile und Täuschungenüberwinden, bis er ahnt, dass diesesmerkwürdige Geschöpf, das ihm nichtvon den Fersen weicht, seine Bestimmungist.Heinrich von Kleist schrieb sein «grosseshistorisches Ritterspiel» 1807/08 alsträumerisch-wunderbares Volksstück,in dem ein visionäres Gefühl, die Liebe,durch das Vertrauen und die Unbeirrbarkeiteines Mädchens Erfüllung findet.Einerseits passiv ihrer Bestimmunghingegeben, erweist sich das Käthchenandererseits gerade durch sein somnambulesHandeln als erfolgreich – ineiner Zeit des Pragmatismus, wie derheutigen, ein gleichermassen fremderwie hochgradig faszinierender Vorgang.90 Schauspiel 91


QuartettVon Heiner MüllerVidmar:1Premiere27. März 2010Weitere Vorstellungen11./25./27. April 201016. Mai 20103./12./22./23. Juni 2010Weitere Vorstellungen nach Ankündigungim SpielplanleporelloInszenierungErich SidlerKomposition und VideoPhilipp Ludwig StanglKostümeBettina Latscha1782 schrieb Choderlos de Laclos denBriefroman Liaisons dangereuses, der diemoralische Fäulnis des Ancien régimethematisierte. 200 Jahre später, achtJahre bevor die Mauer fiel, nahm dergrosse (ost-)deutsche Autor HeinerMüller diese Vorlage und machte darauseine Reflexion über die Endzeit einerEpoche.In einem «Salon vor der französischenRevolution/Bunker nach dem DrittenWeltkrieg» erwartet die Marquise deMerteuil ihren einstigen Liebhaber Vicomtede Valmont zum Quartett. Beidespielen mit vertauschten Rollen – unddamit vertauschten Geschlechtern –eine alte Intrige nach, bei der Valmontin der Rolle der von ihm verführtenMadame Tourvel an dem Gift stirbt, dasihm die Merteuil (als Valmont) reicht.Alleingelassen auf dem Trümmerfeldihrer ungestillten Leidenschaften mussdie Marquise jedoch erkennen, dass esErlösung nicht gibt, wenn selbst derTod Theater ist.Ein amoralischer Rationalismus bildetdie Grundlage dieses «intellektuellenPornos» eines der bedeutendsten deutschenBühnendichter. Es ist einesprachlich hochkomplexe Demontagevon Religion, Liebe und Moral, bei derim Sinne de Sades der Sexualakt zumAkt der geistigen Vernichtung umgedeutetwird.Der Komponist Philipp Ludwig Stangl,der fest in Bern engagiert ist und hieru.a. die Bühnenmusik zu Rosa undBlanca, Endstation Sehnsucht, Homefrontund Schwarze Spinne geschrieben hat,wird das Stück vertonen und so nebendas sprachliche ein musikalisches Geflechtstellen, das die Präzision undAusdruckskraft der Müllerschen Spracheheraushebt und konterkariert.Weiter wird eine Bildebene durchProjektionen hinzukommen, welcheSprache und Musik ergänzt und dieBegegnung der beiden Figuren medialauflöst.Die Medienproduktion entsteht inZusammenarbeit mit dem ICEM Institut fürComputermusik und Elektronische Medien,Folkwang Hochschule.Ernst C. Sigrist92 Schauspiel 93


Co-StarringEin Stück für Jugendliche von Theo FranszVidmar:2PremiereMärz 2010InszenierungJürg SchneckenburgerBühne, KostümeN.N.Co erwacht eines Morgens und stelltfest, dass sich einiges verändert hat.Die Haare stehen ihm zu Berge, seineHormone spielen verrückt und aufseinem Gesicht spriessen Pickel. ÜberNacht hat er die Welt der Kinder verlassenund ist in die der Erwachseneneingetreten. Von jetzt an, so weiss er,wird nichts mehr sein, wie es war. Kurzentschlossen nagelt er seinen Teddy andie Kinderzimmertür und macht sichauf den Weg zur Schule. Aber irgendwieist er an diesem Tag immer am falschenOrt … Und so erlebt Co an einem einzigenTag auf einmal alle seelischenund körperlichen Veränderungen aufdem Weg zum Erwachsenwerden: Erhat erstmals Stress mit seinen Eltern,findet seine erste Liebe und verliert siegleich wieder, er riskiert sein Lebenund wird vielleicht ein Held, oder amEnde eben doch nicht?Co-Starring ist ein holländisches Erzähltheaterstückfür einen Schauspielerund einen Musiker. Beide deklinierenin einem rasanten Spektakel vollerBerg- und Talfahrten die tragischkomischenGefühlswallungen rundum die Tragödie des Erwachsenwerdensdurch. Ehrlich und ohne Umschweife,auf originelle, humorvolle und unbeschwerteArt, kommen dabei auchheikle Themen wie Selbstbefriedigungund Suizid zur Sprache.Mit Co-Starring bieten wir ein Stück fürdie klassische «Theater-Lücke» an: fürall jene, die dem Weihnachtsmärchenschon entwachsen, für den Abendspielplanaber noch zu jung sind. Co-Starringrichtet sich vornehmlich an Sechst- bisNeuntklässler, daneben aber in besterKindertheatertradition auch an alle,die den Horror der Pubertät schon malvor- oder noch mal nacherleben wollen.Diego Valsecchi94 Schauspiel 95


VerbrennungenVon Wajdi MouawadVidmar:1Premiere10. April 2010Weitere Vorstellungen18./29./30. April 20107. Mai 20106./9./16./17./25. Juni 2010Weitere Vorstellungen nach Ankündigungim SpielplanleporelloInszenierungStefan OtteniBühne, KostümeN.N.Ein Stoff, aus dem die Nachrichten sind:Mit «eindrucksvoller Sprachgewalt»(Die Welt) nimmt der 1968 im Libanongeborene frankokanadische Autor WajdiMouawad den Zuschauer mit auf einelange Reise, auf der schonungslos vonden Anlässen für Gewalt und Kriege,Blutvergiessen und Vergewaltigungenberichtet wird.Mouawad erzählt, wie die ZwillingeJeanne und Simon die Vergangenheitihrer Mutter Nawal erkunden, die vordem Krieg im Nahen Osten in den sicherenWesten geflohen war, um sichdort eine neue Existenz aufzubauen.Der letzte Wille der Mutter überträgtden Geschwistern die Aufgabe, zweiBriefe zu übermitteln: einen an ihrentot geglaubten Vater, den anderen aneinen bislang unbekann ten älterenBruder. Widerwillig nehmen die Zwillingedie Reise in die Heimat ihrer Mutterauf sich. Das Ende, das wie das verwirrendeErwachen aus einem langen,quälenden Traum ist, soll hier nichtverraten werden. Zu kunstvoll undraffiniert ist es vom Autor konstruiert,der das individuelle Erleben seinerFiguren mit dem kollektiven Schicksalverknüpft, das die Region des NahenOstens wie ein Albtraum überzieht.Verbrennungen ist eine aufwühlendeTragödie antiken Ausmasses, eindunkles Stück voller Poesie, das zeigt,wie aus Schweigen Sprache und auseinem Trauma Geschichte wird.Heiner Take96 Schauspiel 97


Letzte TageVon Lothar KittsteinSchweizer ErstaufführungVidmar:2PremiereMai 2010InszenierungBernhard MikeskaBühne, KostümeN.N.Eine einsame Villa in einem Park. Einebekannte Fernsehmoderatorin machtsich für ihren Arbeitstag fertig. Zurgleichen Zeit zögert eine junge Frauin zerknitterten Kleidern vor dem Eingangstorzum Park. Soll sie das Anwesenbetreten oder nicht? In diesemMoment fällt der Fernsehmoderatorindas Handy aus der Hand und zerschelltauf dem Küchenboden. – Was wie einThriller beginnt, bleibt in dieser Anfangssequenzstecken, denn mit demFall des Mobiltelefons bekommt die Zeiteinen Sprung. Immer wieder erlebenbeide Figuren die gleiche Situation, beijedem Mal kommen neue Details zumVorschein. Die Geschichte bewegt sichwie in Zeitlupe voran, verästelt sich immermehr, verselbständigt sich geradezuund bleibt albtraumhaft in Wiederholungenund Varianten stecken, bisder Zuschauer selbst im Labyrinth derunendlichen Möglichkeiten gefangenist. Und mit jeder Umdrehung diesesAnfangs einer grossen Erzählungwird das Verhältnis, in dem die beidenFrauen zueinander stehen, rätselhafter:Sind es Mutter und Tochter?Geliebte? Schwestern? Rivalinnen?Oder zwei Seelen in einer Brust?Lothar Kittstein, geboren 1970 in Trier,hat einen kunstvollen, schwebendenRätseltext geschrieben, eine Miniaturfür zwei Schauspielerinnen, die dieWirklichkeit infrage stellt und dieSplitter zusammenklaubt, aus denensich vielleicht das Bild einer realenSituation zusammen setzen liesse.Stefano Wenk98 Schauspiel 99


SpektakelVier Stücke für das Stadttheater BernUraufführungenVidmar:1Premiere29. Mai 2010Weitere Vorstellungen30. Mai 20101./2. Juni 2010Weitere Vorstellungen nach Ankündigungim SpielplanleporelloWenn Sie wissen wollen, wer ich bin,schauen sie mich an. Da ist nichts dahinter.Andy WarholDas Aufwachen aus dem dereguliertenPartyrausch ist bitter: eine Zunge wieein Löschblatt, ein Kopf, als wäre einLastwagen darüber gefahren. Kater!Aber nicht genug: die physische Krisesetzt sich im Geist fort, denn plötzlicherkennen wir, dass unser soziales Bewusstseinauf standby war und immernoch ist. Der Neoliberalismus hat ausdem Relativismus der PostmoderneKapital geschlagen, wir befinden unsin einem Nebeneinander von Möglichkeiten,in einem Raum der nur nochOberfläche ist: ohne Bewusstsein fürGeschichte, ein Raum der ewigen Gegenwart,in dem die Vergangenheit geschrumpftund die Zukunft gestauchtist. Hier ist es kaum möglich, Utopienzu entwickeln oder an das Neue zuglauben.Wenn alles relativ ist, dann gibt es keinenklaren Standpunkt, aus dem herauspolitische Verantwortung übernommenwerden kann. Dann verschwinden dieUnterschiede zwischen Migration undeinem Sommerurlaub, zwischen demPrekariat der digitalen Bohème undFlüchtlingsschicksalen.Kann man in einer Räumlichkeit, dieohne Zeitkontinuum auszukommenscheint, überhaupt etwas erkennen undbegreifen? Zum Sehen, Verstehen undSichtbarmachen braucht es Raum, dasheisst die Möglichkeit, Abstand zu nehmen.Zum Geschichten erzählen auch.Das Stadttheater Bern lädt einen visuellenKünstler und vier künstlerischePartnerschaften ein, sich die Frage derutopischen Möglichkeiten des künstlerischenund politischen Handelns zustellen. Eine schon früh konzipierteRauminstallation ist der Ausgangspunktfür die vier Teams: sie kreierenGeschichten, die sich zu diesem Raumverhalten müssen, in diesem Raumhandeln müssen – ohne diesen Raumnicht erzählt werden können.DenkräumeWissenschaftliche Texte existierengemeinhin zwischen Buchdeckeln.Was aber passiert, wenn man sie in denBühnenraum eines Theaters entlässt?In den Denkräumen lädt das Stadttheaterregelmässig Wissenschaftlerinnenund Wissenschaftler ein, ihre Arbeitvorzustellen. Sie stellen den Künstlerndes Theaters eine Auswahl eigenerund auch fremder Texte zur Verfügung,die dann von Schauspielerinnen undSchauspielern des Ensembles auf dieBühne gebracht werden. Sängerinnenund Säger, Tänzerinnen und Tänzergestalten animierende Denkpausenund am Ende jedes Denkraumes stehteine Diskussion mit den Gestalterndes Denkraumes.Ein detailliertes Programm mit Themenund Veranstaltungszeiten wird zumBeginn der neuen Spielzeit vorliegen.KostprobenDas Schauspiel hat sein Konzept fürdie Kostproben überarbeitet. Weiterhingibt es vor jeder Premiere eineöffentliche Probe. Zusätzlich aber wirdin regelmässigen Abständen im Foyerdes Stadttheaters eine Einführungsveranstaltunggeben, in der Dramaturgieund Ensemble die nächsten Produktionenvorstellen.Kostproben und Einführung werdenjeweils im Spielplanleporello angekündigt.100 Schauspiel 101


TheaterpädagogikLet’s fetz, bei uns geht die Post ab!Hier das aktuelle theaterpädagogischeAngebot des Stadttheater Bern!Wir öffnen für Gross und Klein Türenund Pforten des Stadttheaters; lassenMasken fallen, stürmen die Bretter, diedie Welt bedeuten und hauen gemeinsamauf den Putz!Unser Angebot bedient Frischlinge undfrisch gebliebene Menschen, die sichfür die Theaterwelt begeistern und amPuls des Geschehens teilhaben wollen.Du bist jung, voller Power, zwischen11 und 21 Jahren alt und dabei einStar zu werden? Werde Clubmitgliedoder mach beim Tanzprojekt mit!Junior- und Jugend Clubs:In den Clubs U15 und U21 stehen Improvisation,Spiel- und Körpertrainingim Mittelpunkt. Gegen Ende der Spielzeitzeigen die Clubs ihre eigenen Produktionen.Regelmässige Teilnahmeist Vorraussetzung. Melde dich rechtzeitigam Beginn der neuen Spielzeitan und zeig, was du kannst!Kritiker ClubDu bist ein schlaues Köpfchen, ein stillerDenker, ein scharfzüngiger Kritiker?Sag uns deine Meinung! Ein kleinerClub jugendlicher Theaterbegeisterterbesucht Endproben des Schauspiels unddiskutiert anschliessend mit Regie undDramaturgie.TanzprojektFür alle, die am liebsten ihr Tanzbeinschwingen und kaum stillsitzen können,besteht die Chance, einmal selberauf der grossen Bühne des Stadttheaterszu tanzen! Zusammen mit einem professionellenTänzer entwickelt ihr in regelmässigen,intensiven Trainings eureganz eigene Choreographie und bringtsie auf der Bühne des Stadttheaters zurShow.Du bist jünger als elf, aber umsobegeisterungsfähiger? Auch für dichbieten wir was Feines!Werde zum Detektiv und lüftedie Geheimnisse der Theaterwelt!Öffentliche Kinderführungen durchdas Stadttheater werden im Leporellound bei Bern Billett regelmässig ausgeschrieben.Mama oder Papa findenalle aktuellen Informationen überAngebote für Kids auch immer auf demInternet (www.stadttheaterbern.ch).Nicht verpassen: Tolle Preise lockenbei den Mal-, Schreib- und Kreativwettbewerben!KontaktTheater pädagogikNägeligasse 1, 3011 BernTel. 031 329 51 07theaterpaedagogik@stadttheaterbern.chLiebe Lehrkräfte, wir bringenSchwung in die Klassenzimmer!Durch unseren Service bereitenwir Sie und Ihre Klasse auf dengemeinsamen Theaterbesuch vor.Profitieren Sie von unserenAngeboten für Schulen, Schüler,Klassen und Kollegien!Beratungen, Crashkurse, Materialmappenund Werkeinführungenunterstützen Lehrkräfte in der Planung,Vorbereitung und Durchführung ihresUnterrichts, der sich intensiv undabwechslungsreich mit einem Stückdes Stadttheaters beschäftigen soll.Wir sind für Sie da!StückeinführungenSie sind Lehrkraft und werden mit IhrerKlasse eine Vorstellung (egal welcherSparte) im Stadttheater besuchen? Wirkommen in Ihre Klasse, schieben Pulteund Stühle zur Seite und animierendie Lernenden, sich in die Situationund die Figuren zu versetzen. Die spielerischeAuseinandersetzung mit demzuvor gelesenen Stoff sensibilisiertund macht garantiert auf den Theaterbesuchneugierig!PremierenklassenSie möchten Ihre Klasse mit einembesonderen Projekt auf Trab halten?Das tun wir gerne!Zu allen drei Sparten führen wir je einePremierenklasse durch.Die Premierenklasse setzt sich intensivmit einem Stück, einer Choreographieoder einer Oper auseinander. Die Theaterpädagoginnenbesuchen die Klassein Ihrer Schule oder holen sie ins Stadttheater.Es wird gespielt, diskutiertund dargestellt. Beteiligte der Produktionstehen den Jugendlichen Frage undAntwort, und nach dem Besuch einerEndprobe kritisiert man gemeinsamdie Kritiken der Zeitungen. Dieses umfangreicheAngebot steht allen Klassenoffen. Motivierte, engagierte Klassenbewerben sich jetzt!PatenschaftenGeben Sie Ihrer Klasse die Möglichkeit,sich hautnah mit dem Theater auseinanderzu setzen. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnendes Stadttheaters werden«Gotte oder Götti» (Pate oder Patin)Ihrer Klasse. Ihr trefft Euch regelmässig,haltet Euch über Aktuelles aufdem Laufenden und lernt auf eine sehrpersönliche Weise die Besonderheitender Theaterwelt kennen.WorkshopsIn kurzen Workshops halten wir Lehrkräftefit! Testen Sie Ihr Können,sprengen Sie Ihre Grenzen, überraschenSie sich selber! Profis aus dem Musiktheater,vom Schauspiel und demBallett leiten durch diese Kurse!(Informationen finden Sie auch unterwww.weiterbildung.phbern.ch)Noch nicht genug?Wir stillen Ihren Hunger!NewsletterIm monatlichen Theaterpädagogik-Newsletter informieren wir Sie per Mailüber unsere aktuellen theaterpädagogischenAngebote, Highlights und möglicheProbenbesuche. Lassen Sie sich inden Verteiler des monatlichen Mail-Newsletters aufnehmen!Für junge Theatergänger empfehlen wirdie Priority-Card oder das neue Jugend-Abo(siehe Seiten 120 und 122)102103


Pour les francophones et les francophiles de BerneLa NouvelleScène– une fenêtre sur la culture française …– présente 7 spectacles sélectionnésparmi les meilleures productionsfrançaises ou suisses-romandes quipartent en tournée– met de préférence l’accent surles auteurs de langue française– offre un éventail varié de styles– garantit un haut niveau de réalisationartistique avec ou sans vedettes31 octobre 2009Lee Hall adaptation Fabrice MelquiotLes Peintres au charbonMise en scène Marion BierryTirées d’un fait authentique par l’auteurde Billy Elliot, les tribulations d’unpetit groupe de mineurs qui décident deprendre des cours du soir. Leur rencontreavec l’art sera étonnante, comique ettouchante à la fois.8 mars 2010Antoine RaultLe Diable rougeAvec Claude Rich et Geneviève CasileLe Cardinal Mazarin est au sommetde sa puissance. Autour de lui, chacunattend son heure: calculs, jeux de pouvoir… qui ne sont pas sans rappelerles liens étroits entre affaires publiqueset vie privée des scènes politiquescontemporaines.21 mai 2010Henry BecqueLes CorbeauxMise en scène Anne Bisang,comédie de GenèveAvec notamment Yvette ThéraulazAprès le décès de l’entrepreneur Vigneron,sa famille devient la proie de corbeauxaffairistes qui cherchent à s’approprierses biens. Une valse d’intriguesaussi drôle que féroce.15 novembre 2009Frédéric Lenoir et Louis-Michel CollaBonté divineAvec Roland GiraudUn prêtre, un rabbin, un iman et unbonze se retrouvent bloqués dansune petite pièce sans communicationpossible avec l'extérieur …11 janvier 201022 mars 2010Spectacle en coursde programmation*26 avril 2010Spectacle en coursde programmation*Jules RomainsDonogoo … ou lesmiracles de la scienceMise en scène Jean-Paul TriboutLes tribulations d’un grand canular oucomment une ville imaginaire devientune réalité qui envahit une sociététout entière. Une pièce satirique dansl’esprit déjanté de Nekrassov.Sous réserve de modifications* Le programme détaillé de la Nouvelle Scèneest disponible à la Billetterie du Théâtredès mi-juin. Il est envoyé directement auxabonnés.104105


MitarbeitendeTheaterleitung/GeschäftsleitungIntendant/Vorsitzender der GeschäftsleitungMarc AdamKaufmännischer DirektorAnton StockerTechnischer DirektorGino FornasaAssistentin der GeschäftsleitungN.N.Künstlerische BetriebsdirektionKünstlerische BetriebsdirektorinDr. Esther FerrierMitarbeiter Künstlerisches BetriebsbüroOlaf SchmidtDramaturgieChefdramaturgMatthias HeidLeitende MusikdramaturginRegine PalmaiSchauspieldramaturginKarla MäderSchauspieldramaturgenPatric BachmannBallettdramaturginWanda PuvogelAssistentin MusikdramaturgieMagdalena BoschungProgrammation Nouvelle ScèneJosé ZengerKommunikationLeitung ÖffentlichkeitsarbeitSusanne SchäferLeitung PresseBeat GlurMarketingN.N.PolygrafManuel LinigerTheaterpädagogikRegula BühlerGabriele Michel-FreiFotografieAnnette BoutellierPhilipp ZinnikerFührungenGabriele BieriBeat GlurPhilipp MamieGabriele Michel-FreiBibliothekNataša DinićBühne und KostümeLeiterin der AusstattungJulia HansenBühnen- und KostümbildnerChristoph WagenknechtBühnenbildassistenzAnna BucherStefanie LinigerRomy SpringsguthInspizienzGabriele BieriHasan KoruMiklós LigetiSoufflageMonique Saulnier,Margot VandrichN.N.StatisterieIrène BürgiRenato DanelonMusiktheaterLeitungMarc AdamChefdirigent und Musikalischer DirektorSrboljub DinićKünstlerischer BeraterFabrice DalisLeitende MusikdramaturginRegine PalmaiChorleiterAlexander Martin1. KapellmeisterDorian KeilhackStudienleiterSimon RekersSolorepetitorinnenAngela GossmannKrassimira HristovaRegieassistenz, AbendspielleitungGerald StollwitzerCristina Teuscher (Gast)DramaturgieSascha Mink (Gast)DirigentenRoland BöerJörg-Andreas BötticherSrboljub DinićMichael FreiDorian KeilhackN.N.RegiePascale ChevrotonMariame ClémentDale DuesingYona KimBernd MottlGerald StollwitzerNeville TranterGewinner des 5. EOP RegiepreisesBühne, KostümeBen BaurDagmar FabischKaspar GlarnerJulia HansenJürgen KirnerBoris KudličkaTanja LiebermannAlain RappaportSusanne SchwarzerRomy SpringsguthGewinner des 5. EOP RegiepreisesKostümassistenzVerena KoppSimone Hofmann106107


Solistinnen/SolistenTamara AlexeevaJelena BodrazicFabrice DalisQin DuClaude EichenbergerFiorentina GiurcaErika GrimaldiRachel HarnischUlrike HofbauerNina JaksicNatasa JovicFabienne JostHélène Le CorreAnne-Florence MarbotVasiliki RoussiSusanne RydenAnne SchmidRobin AdamsRobin BelfondGiorgio CarusoHoyoon ChungCarlos EsquivelGerardo GarciacanoAndries CloeteThomas MathysClaudio OttinoKristian PaulLionel PeintreRené PerlerJakob PilgramGeorg PoplutzMichail SchelomianskiPeter WeddChorBorjana AngelovaElisabeth BraurFranka FriebelVilislava GospodinovaMilena GradinarovaNina JaksicVesela LepiduLidia LichtenszteinSilvia OelschlägerAnett RestUlrike SchneiderAleksandra ShenkerNina SzaboManami TakasakaDuck-Hee Suzuki YoonGyörgy AntalffyMarius ChrzanowskiPier DalasDono DonovGerassim GerassimovJanos HolczerIvaylo IvanovSascho JelevAtanas OuroumovVesselin OuroumovAngel PetkovAndrzej PoraszkaPietro SantucciRolf ScheiderTsunehiro SuzukiTadeusz TomaszczukAssen TochevBallettLeiterin Ballett und ChefchoreographinCathy MarstonBallettmeisterin/TänzerinJenny TattersallBallettmeister/TänzerBruce McCormickManagement/DramaturgieWanda PuvogelDramaturgEdward Kemp (Gast)BallettpianistAbdiel Montes de OcaTänzerinnen/TänzerPaula AlonsoMartina LangmannEmma LewisIzumi ShutoJenny TattersallHui-Chen TsaiErick GuillardIlan KavErion KrujaGary MarshallDenis PuzanovJianhui WangChoreographieMark BruceCathy MarstonAndrea MillerEmma MurrayMedhi WalerskiBühne, KostümeJon BausorDorothee BrodrückJon ClarkeGarance MarneurSchauspielLeiter SchauspielErich SidlerDramaturgieChefdramaturgMatthias HeidSchauspieldramaturginKarla MäderSchauspieldramaturgenErik Altorfer (Gast)Patric BachmannSchauspielmusikMichael FreiPhilipp Ludwig StanglRegieassistenz, AbendspielleitungAndy ToblerOlivier BachmannSchauspielerinnen/SchauspielerHenriette CejpekMarianne HamreSabine MartinMilva StarkSebastian EdtbauerJonathan LoosliAndri SchenardiErnst C. SigristHeiner TakeDiego ValsecchiStefano WenkRegieGabriel DiazWolfgang HagemannMatthias KaschigBernhard MikeskaStefan OtteniJürg SchneckenburgerErich SidlerAntje ThomsRosmarie Vogtenhuber108 Mitarbeitende109


Bühne, KostümeMichael BöhlerDorothee BrodrückStefanie KlieOliver KosteckaBeni KüngKirsten HammBettina LatschaKatharina MeinkeChristoph WagenknechtKaufmännischeDirektionKaufmännischer DirektorAnton StockerBuchhalterinGabriella In-AlbonKaufmännische MitarbeiterinSylvie HurniKaufmännischer MitarbeiterNicolas FreyKurierN.N.PersonalleiterinMaja SchmidPersonalassistentinnenCarmen Aerni, Karin WeberLogeAbteilungsleiterinZsuzsanna HolczerDaniela FunkeHeinrich GrobJulia Boukari-GramssEdith LiechtiGarderobièren, SchliesserinnenAbteilungsleiterinStefanie WirthGrazia AngeliLivia BannwartEva BeckKatharina BianconeAdelheid BinggeliLucia BühlerEvelyn BuriTabea BürkiRuth DäppenEmilia DonovaPia FaccaSusanne FlückigerMargrit FreiburghausAranka Kanyo-SzaszChristine KellerDaniela KellerRenate KrummenacherRita LemmJulia LiechtiMirjam LiechtiLiberata LofortiMelania LofortiAnna PaganoHedy PfisterAlexandra PortmannCorinne PreteSvenja RavioliElla ReberSperanza SaponaroSimone SchalkChristine SchmidGerda SchweizerEsther Sommer-DösseggerMyrtha StruffeneggerFranziska VollenwyderVeranstaltungsdienstThomas GlückAndré HelferMax MeierJosef PavlinLionel TejedaTechnische DirektionTechnischer DirektorGino FornasaAssistenten der Technischen DirektionMarkus InäbnitBarbara NyffelerLeiterin Kostüm und MaskeFranziska AmbühlLeiter BühnenbetriebClaude RuchLeiter WerkstättenAndreas Matthias WieczorekBühnenbetriebBühnentechnikBühnenmeisterMarc BrüggerFred RietmanPaolo RüttiHans-Rudolf SchützBernhard Spielmann1. SchnürmeisterRoger GrandiSchnürmeisterRudolf SchneiderJürg StreitBühnentechnikerCarla WiedmerJean-Claude BögliBeat BrunnerPeter EggerDaniel GauchStefan GautschiDavid GrütterYvan JovanovicVinzenz KocherFabio KohliUrs KohliThomas KymUrs LiechtiPascal LindenmannTim LoosliUrs MartiJosquin PelletAndré RenaudStefan RomigFrancesco ScaramuzzoMatthias SchallerAngelo SpagnoliJozsef TothHans Ruedi WengerProbebühnenwartUrs GertschBeleuchtungBeleuchtungsmeisterJacques BattoclettiStellvertreter des BeleuchtungsmeistersKarl Morawec1. BeleuchterRolf LehmannStellwerkbeleuchterBernhard BieriDaniel GräubHanspeter LiechtiJamshid MirshahiBeleuchter und BeleuchterinMarc BinzReto DietrichMarek StreitPhilippe VonlanthenPatricia ZwahlenTonTonmeisterPaul VasilescuTontechnikerBruno BenedettiUrs HallerJann SchochRequisitenChefrequisiteurThomas AufschlägerRequisiteurinnenTabea Bösch RuchIsabelle CerulloGabriela HessCora LiechtiBarbara Salchli110 Mitarbeitende111


DekorationCheftapeziererDaniel Mumenthaler1. TapeziererVinzenz HerrmannTapeziererMartin BieriBeat CherpillodPhlippe EgglerThomas WittwerWerkstättenSchreinereiLeiter SchreinereiBruno Basler1. SchreinerMarkus BlaserSchreinerSabine Bühler-NeffDominik Lehmann FluryNicola MangioneWalter RohrerSchlossereiLeiter SchlossereiMarc BergundthalSchlosserN.N.MalsaalLeiterin des MalsaalsSusanna Hunziker1. TheatermalerinLisa MinderTheatermalerinnen und TheatermalerBarbara BonoLevin BräuDaniel EymannSusanne KolbowN.N.Kostüm, MaskeKostümassistentinnenSimone HofmannVerena KoppDamengewandmeisterinGabriela SpecognaHerrengewandmeisterinGabriele GröbelFundusverwalterHeinz AllemannMitarbeiterin FundusSybille WeltiModistinnenCaroline BuchsMarina FröhlinDamenschneiderei1. DamenschneiderinRenate TschaboldSchneiderinnenCarmen AmslerUrsula GigerKatrin SchiltElvira SzaboNuria TrübStefanie UnholzHerrenschneiderei1. HerrenschneiderThomas EberhardSchneider und SchneiderinnenKarin Brönnimann-SalvisbergMahmud HamidiPantaleone IannelliJeannine LindeggerMariette MoserBrigitte Pilleri-RiederAnkleidedienstMaria KummerYvonne LeuenbergerJudith MoserFrançoise MumenthalerBarbara ToniettiEveline ZehnderJeanna VerlanovaVania Wyssen-IvanovaMaskenbildnereiChefmaskenbildnerRalph ZaunStellvertreterin des ChefmaskenbildnersSibylle Langeneck-DekumbisMaskenbildnerinnen und MaskenbildnerGabriele BaslerHeike BechtoldRuth CaprezSibylle CarpinelliMartina JansAnja WiegmannRainer WolfHausdienstHausmeisterUgo JamettiBetriebselektrikerFranco SilibertiAbwart VidmarhallenCsaba TothHausreinigungsdienstAnura Mudiyanselage HerathCarmen LozanoAna-Maria MascialeZeynep ÖzgürAli ÖzgürEdwin SalvisbergMaria Lourdes UrruzolaStephen Kumar WilliamBernerSymphonie orchester1. ViolineAlexandru Gavrilovici (1. Konzertmeister)Alexis Vincent (1. Konzertmeister)Isabelle Magnenat (2. Konzertmeisterin)Naoko Ogura (2. Konzertmeisterin)N.N. (2. Konzertmeister)Maurice DentanAnara Baimukhambetova-VeillonElisabeth Becker-GrimmWilfried BretscherAline FallerAnna HolligerAlexandru IanosFióna-Aileen KraegeStefan MeierJeanne de RicaudMichael RubeliChristian ScheurlenFrançois TheisElisabeth Vasilescu-Häusler2. ViolineTadeusz Kuzniar (Solo)Anouk Theurillat (Solo)Wei-Zhong Lu (stv. Solo)Francis Roux (stv. Solo)Susanne BaumgartnerUrs BébiéGabriele BrosigKatia Giubbilei-AlvarezCornelia Hauser-RuckliRegula HungerGeorg JacobiMarianne KrengerWen Lu-HuMartin ManellaKascheureBenedetto RuoccoSandra SeggianiTheatermaler in AusbildungJanik Jehle112 Mitarbeitende113


ViolaYutaka Mitsunaga (Solo)N.N. (Solo)Thomas Korks (stv. Solo)Yang Lu (stv. Solo)Olivier BertholetEmanuel BütlerChristoph EnderleFriedemann JähnigOlivier KriegerUlrike LachnerDominique RoggenAdelheid SouchayVioloncelloConstantin Negoita (Solo)Alexander Kaganovsky (Solo)Arpad Szabó (stv. Solo)Peter Hauser (stv. Solo)Claudia BiseggerAndreas GrafPavlina IorovaChristina Keller-BlaserEva LüthiEva Wyss-SimmenKontrabassShigeru Ishikawa (Solo)Gabriel Vacariu (Solo)Christian Geiser (stv. Solo)Matteo BurciCordula KreschelManuel KuhnBéla SzedlákMatyas VincziFlöteChristian Studler (Solo)Kurt Andreas Finger (Solo)Anne-Marie Sommer (stv. Solo, Piccolo)Sakura Kindynis (Piccolo)Cornelia Zehnder (Piccolo)OboeAdam Halicki (Solo)Mariko Shimura (Solo)Stilian Guerov (stv. Solo, Englischhorn)Catherine Kämper (Englischhorn)KlarinetteJörg Capirone (Solo)Walter Stauffer (Solo)Michel Biedermann (Solo, Es-Klarinette)Renato Bezzola (Bassklarinette)Urs Etter (Bassklarinette)FagottIngo Becker (Solo)Monika Schneider (Solo)Masao Sakamoto (stv. Solo)N.N.HornOlivier Alvarez (Solo)Olivier Darbellay (Solo)Christian Holenstein (Solo)Sebastian Schindler (stv. Solo)Daniel LienhardMatteo RavarelliBarbara ShankarPeter SzlávikTrompeteJean-Jacques Schmid (Solo)Olivier Anthony Theurillat (Solo)Heike Gerber (stv. Solo)N.N.PosauneStanley Clark (Solo, Altposaune)Wassil Christov (Solo, Altposaune)Hans-Peter Schiltknecht (stv. Solo)Justin Clark (Bassposaune)Josef Zink (Bassposaune)TubaDaniel Schädeli (Solo)HarfeLine Gaudard (Solo)Roxane Olshausen (stv. Solo)Pauke/SchlagzeugFranz Rüfli (Solopauke)N.N. (Solopauke)Paul Meier (stv. Solopauke)Hans-Jürg WahlichOrchesterwarteDaniel WürglerWalter LüthiRené GautschiNermin HalilovicBibliothekMirjam HolzerTheatergenossenschaftBernVerwaltungsratHenri Huber (Präsident)Dr. Herbert Binggeli (Sekretär)Hans ArniJacques BattoclettiKatrin DiemDominique FolletêteBeat LuginbühlVeronica SchallerRolf ScheiderDr. Christoph StalderJaqueline Strauss114 Mitarbeitende115


Ihr EngagementSponsorenMöchten Sie sich als Sponsor des Stadttheatersprofilieren? Sie können unsdurch die ganze Spielzeit begleiten, alsVidmarhallen-Sponsor zeichnen, eineganze Sparte unterstützen, einzelneVeranstaltungen auf Ihre Fahne schreibenoder als Sponsor spezieller Aktivitätenauftreten.FoyerClubDer FoyerClub ist eine exklusive Vereinigungvon Wirtschaftsunternehmenund Theaterfreunden, die die Arbeit desStadttheater Bern jährlich mit einemGesamtbeitrag unterstützen wollen.Die Mittel fliessen ausschliesslich demkünstlerischen Bereich zu und schaffendem Theater die notwendigen Freiräume.Mit einer jährlichen Zuwendung zwischen5000 und 25 000 Franken leistendie Mitglieder einen wichtigen Beitragzur nachhaltigen Steigerung eines attraktivenTheaterangebots in der Bundesstadt.Je nach Jahresbeitrag reichendie Gegenleistungen von einer Loge,einem Freikartenkontingent in besterKategorie, der Nennung im Spielzeitheft,der Nennung auf der Webseite desStadttheaters, dem persönlichen Kontaktmit der Direktion bis hin zur Organisationvon Kundenanlässen. Zudemwird den Mitgliedern im Frühlingnoch vor der alljährlichen Pressekonferenzbei einem Apéro mit künstlerischemRahmen exklusiv der Spielplander kommenden Saison vorgestellt.Detaillierte Informationen zuSponsoring und FoyerClub:Öffentlichkeitsarbeit/Susanne SchäferStadttheater Bern, Postfach, 3000 Bern 7Tel. dir. 031 329 51 06. Infos auf www.stadttheaterbern.ch unter Service.FührungenBlicken Sie hinter die Kulissen desStadttheaters! Gerne organisieren wireine private Führung und zeigen Ihnendas Theater einmal von einer ganzanderen Seite. Kontakt: fuehrungen@stadt theaterbern.chVermietungenWir vermieten Ihnen das Theater gerneauch für Ihre Eigenveranstaltungen.Sei es nun das neoklassizistische Stadttheatermit seinem stimmungsvollenZuschauerraum und seinen stilvollenFoyers oder aber die loftartigen Räumlichkeitenin den Vidmarhallen mitvielfältigen Nutzungsmöglichkeiten.Lassen Sie sich von uns über Termineund Preise beraten.Angebote für FirmenEntführen Sie Ihre Kunden oder Mitarbeiterinnenin die Welt des Theaters!Kaufen Sie ganz einfach einen Tanzabend,eine Schauspielvorstellung odereine Opernnacht, mieten Sie exklusiveine Loge oder werfen Sie einen Blickhinter die Kulissen. Wir führen Siegerne durch das Haus oder entwerfenIhnen einen Theaterworkshop.Das Stadttheater Bern dankt …… für die Unterstützung in der Spielzeit2008/09 und für das ihm entgegengebrachteVertrauen:der TrägeschaftStadt BernRegionale Kulturkonferenz RKKKanton Bernden Stiftungen und SponsorenWarlomont-Anger-StiftungErnst Göhner StiftungMigros-KulturprozentSociété Suisse des Auteurs (SSA)Schweizer Kulturstiftung Pro HelvetiaValiant HoldingSerigraphie UldryAdvantisden Mitgliedern des FoyerClubsCrédit SuisseFredy & Regula Lienhard StiftungGalenica HoldingDie MobiliarUBSValiantVidmar AGAllianz SuisseDie Securitas Gruppeden BesucherorganisationenGesellschaft der Freunde des StadttheatersBerner Theaterverein BTHVBallettfreunde des StadttheatersBern BFBfolgenden PartnernAPG, Der Bund (Medienpartner),The Cathy Marston Project, Draht- undGumpesel, Groupe Mutuel, Krompholz,Macdonald Associates, ÖsterreichischesKultur forum Bern, The Royal OperaHouse (London), ROH2, David Streiff,swiss cultural fund in britain,Thömus Veloshop… und allen Förderern, die nichtgenannt werden möchten.KontaktOlaf Schmidt, Mitarbeiter KBBStadttheater Bern, Postfach, 3000 Bern 7Tel. dir. 031 329 51 10olaf.schmidt@stadttheaterbern.ch116117


BesucherorganisationenBerner TheatervereinPräsidentinKatrin DiemDer Berner Theaterverein (BTHV) ist dieBesucherorganisation des StadttheaterBern. Er wurde 1923 gegründet undunterstützt seit dieser Zeit ideell undfinanziell das Stadttheater sowie nachMöglichkeit weitere Theater. Über diefinanzielle Unterstützung hinausmöchte der Verein das Interesse undVerständnis für das Theater auf breiterBasis fördern. Der BTHV versteht sichals Vermittler zwischen Publikum undTheaterschaffenden. Seine Mitgliedererhalten für sämtliche Vorstellungenauf der grossen Bühne sowie in den Vidmarhallen30% Rabatt auf den Eintrittspreis(ausgenommen sind lediglich dieSilvestervorstellung sowie Gast- undFestvorstellungen). Im DAS Theater ander Effingerstrasse Bern erhalten BTHV-Mitglieder für alle Vorstellungen dieErmässigung um eine Platzkategorie(beim jeweiligen Patronatsstück wirdzusätzlich in der Pause ein Glas Champagnerofferiert). Die Mitglieder treffensich am regelmässig stattfindendenBTHV-Stammtisch und diskutieren dortmit Mitarbeitenden des Stadttheaters.Zudem organisiert der BTHV jedes Jahreine Theaterreise.Briefadresse:Berner Theaterverein BTHVc/o Stadttheater BernPostfach, 3011 BernTelefonische Auskünfte:Das Theater an der Effingerstrasse031 382 72 73E-Mail:info@bthv.chwww.bthv.chGesellschaft der Freundedes StadttheatersPräsidentBeat LuginbühlDie Gesellschaft der Freunde des StadttheatersBern ist 1962 mit dem Zielgegründet worden, das Stadttheaterfinanziell zu unterstützen. Daran hatsich bis heute nichts geändert. Die Mitgliederder Gesellschaft verstehen sichnach wie vor als Gönner des StadttheaterBern. Gleichzeitig schafft die Gesellschaftaber auch Kontakte zwischenkulturell interessierten Menschen unddem Stadttheater. In den Jahren seit derGründung haben sich immer neue Persönlichkeitenund namhafte Firmendazu entschlossen, das StadttheaterBern zu unterstützen, und sind derGesellschaft beigetreten. Als Freundinoder Freund des Stadttheaters könnenSie an verschiedenen Anlässen teilnehmen,die von der Direktion und denKünstlerinnen und Künstlern speziellfür die Gesellschaft durchgeführt werden:Liederabende, Probenbesuche,Vorträge oder Lesungen. Ausserdemhaben Sie als Mitglied der Gesellschaftein Vorkaufsrecht für bestimmte Vorstellungendes Stadttheaters.Exklusiv organisieren wir mehrmalsjährlich Reisen im Inland und ins Auslandzum Besuch spezieller, ausgesuchterVor stellungen an anderen Theatern.Sekretariat:Christine Bosshardt GmbHBrünnenstrasse 1263018 BernTel. 031 992 00 75Fax 031 992 07 75christine.bosshardt@bluewin.chwww.freunde-stadttheaterbern.chBallettfreunde des StadttheatersBern BFBPräsidentinVerena MarchandDer Verein der Ballettfreunde des StadttheatersBern BFB ist 1978 gegründetworden. Er hat das Ziel, das Ballettensembledes Stadttheaters finanziellzu unterstützen und seine künstlerischenPläne zu fördern. Der Kreis derBallettfreunde versteht sich zudemals Interessengemeinschaft und sollein lebendiges gesellschaftliches undkulturelles Forum sein, das den Mitgliedernvielfältige Aktivitäten wie denEinblick in die Arbeit des Ballettensembles,Probenbesuche, Vorträge, FilmundVideovorführungen oder auswärtigeBallettbesuche anbietet.Vorteile einer Mitgliedschaft:Die Vereinsmitglieder erhalten jährlicheinen Gutschein, der ihnen für einehauseigene Ballettvorstellung ihrerWahl den Bezug einer Eintrittskarte beliebigerPlatzkategorie zum Betrag vonFr. 10.– ermöglicht.Ausserdem geniessen die Mitglieder füralle weiteren Ballettvorstellungen desStadttheaters auf je einer Eintrittskarteeine Preisreduktion von 10%.Die Ballettfreunde können überdies anallen Veranstaltungen wie dem Ballettbrunch(Probenbesuch beim Bern:Ballettmit anschliessendem Brunch mit denTänzerInnen), an Vorträgen, FilmundVideovorführungen oder auswärtigenBallettbesuchen teilnehmen,die der Verein während einer Spielzeitorganisiert.Haben wir Ihr Interesse geweckt?Wir freuen uns auf Ihre Kontaktnahme:Ballettfreunde des StadttheatersBern BFBSekretariat3000 BernTel. 031 332 33 23Fax 031 333 31 87verena@marchand.infoDas aktuelle Programm derBallettfreunde finden Sie unter:www.stadttheaterbern.ch/Service/Besucherorganisationen118119


ServiceKostümverleihDer Kostümverleih in den Vidmarhallenist für Schulen, Theater und Privatpersonengeöffnet:Mittwoch: 10–12 und 13–18 UhrDonnerstag: 13–19 UhrFreitag: 13–18 UhrFundusführungenAuf Anfragen führt Sie der FundusverwalterHeinz Allemann gernedurch den Fundus! Dauer der Führung:ca. 1 Stunde, max. 15 Personen pro Führung,Kosten: Fr. 50.–KontaktHeinz Allemann, FundusverwalterTelefon Vidmarhallen: 031 979 53 37Telefon Stadttheater: 031 329 52 78SchwerhörigenanlageSowohl das Stadttheater wie auchVidmar:1 verfügen über eine Schwerhörigenanlage.– Bitte erkundigen Sie sich im Stadttheaterbei unserem Personalvor Ort nach dieser Dienst leistung(Infrarot mit Hörern).– In der Vidmar:1 ist eine induktive Höranlageinstalliert, die von der 1. bis3. Reihe direkt über die entsprechendausgerüsteten Hörgeräte der Besucherfunktioniert. Bitte achten Sie beimKauf der Billette auf die entsprechendenSitzreihen.RollstuhlplätzeIm Stadttheater stehen im 1. Sperrsitzvier Plätze für Rollstühle zur Verfügung(Preisreduktion 50%). In den Spielstättender Vidmarhallen können Rollstuhlplätzejeweils in der 1. Reihe zur Verfügunggestellt werden. Geben Sie bittebereits beim Billettkauf Ihren Wunschnach einem rollstuhlgängigen Platz an!RestaurationIm Stadttheater ist das Buffet im Foyereine Stunde vor Vorstellungsbeginngeöffnet. Die Öffnungszeiten des Restaurantsle beizli in den Vidmarhallenfinden Sie unter www.lebeizli.ch oderTel. 031 971 11 64.AdressenStadttheater BernPostfach, 3000 Bern 7Tel. 031 329 51 11 (Zentrale)info@stadttheaterbern.chwww.stadttheaterbern.chSpielstättenStadttheaterKornhausplatz 203011 BernVidmarhallenKönizstrasse 161, 3097 Liebefeld– Tiefgarage (Fr. 5.–) jeweils eineStunde vor Vorstellungsbeginn.Montag bis Freitag stehen erst ab18.30 Uhr Parkplätze zur Verfügung.– Bus Nr. 17 ab Hauptbahnhof bisHardegg/Vidmar– Bus Nr. 10 ab Zytglogge bis HessstrasseImpressumHerausgeberStadttheater BernIntendantMarc AdamTexteMarc AdamErik AltorferRe gula BühlerBeat GlurMatthias HeidMartina KolischKarla MäderCathy MarstonGabriele Michel-FreiRegine PalmaiWanda PuvogelErich SidlerAnton StockerMonika Maria TrostRegula UrbanekEsther Wehinger-KobelSchweizer Fernsehen SF1RedaktionDramaturgieKonzept und GestaltungGerhard Blättler und Büro Z, BernFotosMichael von Graffenried,www.mvgphoto.comPhilipp Zinniker (Chorfoto)DruckW. Gassmann AG, BielInseratePublicitas AG, BernRedaktionsschluss30. März 2009Änderungen vorbehalten120121


BilletteVorverkaufDer Vorverkauf für die ganze Spielzeitbeginnt am 17. August 2009.Billette erhalten Sie bei:Bern BillettNägeligasse 1a3011 BernTel. 031 329 52 52Fax 031 329 52 55info@bernbillett.chwww.bernbillett.chBillette für Vidmar:1 könnenauch bei der Raiffeisenbank in Könizbezogen werden:Raiffeisenbank SchwarzwasserBläuacker 4, 3098 KönizTel. 031 734 55 55, Fax 031 329 52 55schwarzwasser@raiffeisen.chÖffnungszeiten Bern BillettSchalter: Mo–Fr 12–18.30 UhrSa 10–14 UhrTelefon: Mo–Fr 10–18 UhrSa 10–14 UhrAbendkassenStadttheaterDie Vorstellungskasse bei Bern Billettist jeweils eine Stunde vor Beginn derVorstellung geöffnet.VidmarhallenDie Vorstellungskasse in den Vidmarhallenist jeweils eine Stunde vorBeginn der Vorstellung geöffnet.Telefonische BestellungenBei telefonischen Bestellungen istdie Bezahlung sowohl per Kreditkarteals auch gegen Rechnung möglich.Die Billette werden Ihnen gegeneine Gebühr von Fr. 6.– pro Versandzugestellt.Keine RücknahmenBestellte oder gekaufte Billettekönnen weder zurückgenommen nochumgetauscht werden.Online-VorverkaufBestellen Sie auf www.bernbillett.chonline und platzgenau für die ganzeSpielzeit ab dem 15. August 2009.GeschenkgutscheineBei Bern Billett sind Geschenkgutscheinein jeder Betragshöhe abFr. 20.– erhältlich.Am Schalter können keine Rechnungenbezahlt werden. Für die Anrechnungeines Geschenkgutscheines senden Siebitte die Rechnung samt Gutscheinan Bern Billett, für den Restbetrag erhaltenSie eine neue Rechnung.ErmässigungenPriority-CardSchüler, Lehrlinge* und Studierende*erhalten gegen Vorweisung eines Ausweisesim Vorverkauf bei Bern Billettdie Priority-Card (Fr. 20.– pro Spielzeit).An der Vorstellungskasse erhalten Siemit dieser für die jeweilige Vorstellungjeden noch freien Platz für Fr. 15.– (ausgenommen1. Platzkategorie).50%-Ermässigung mit KulturLegiSport, Bildung und Kultur für alle! DieKulturLegi ermöglicht Besucherinnenund Besuchern mit kleinem Haushaltsbudgetvergünstigten Eintritt zu Sport-,Bildungs- und Kulturveranstaltungen.Infos: www.kulturlegi.chTel. 031 378 60 36SchulklassenSchulklassen (mindestens zehn Schülerinnenund Schüler) in Begleitung vonLehrkräften bezahlen einen Einheitspreisvon Fr. 15.– (im Stadttheater abPreiskategorie 4 ). Pro zehn Schülerinnenund Schüler erhält eine Lehrkraftebenfalls ein Billett zu Fr. 15.–.Gastspiele und SondervorstellungenEs gelten besondere Regelungen.MinimalpreisErmässigungen können nur biszum Minimalpreis von Fr. 10.– proBillett gewährt werden.50%-ErmässigungKinder, Schüler, Lehrlinge* undStudierende* erhalten bereits im Vorverkaufeine Ermässigung von 50%.* am 1. August des jeweiligen Jahres das30. Lebensjahr noch nicht vollendetSUBNeu in der Saison 2009/10Neu für AbonnentenAbos bis 8 Vorstellungen haben einmalpro Spielzeit eine Stücktauschmöglichkeit(Bearbeitungsgebühr Fr. 6.–).Grössere Abos haben zweimal proSpielzeit eine Stücktauschmöglichkeit(Bearbeitungsgebühr Fr. 6.–).Leporello im KulturkuvertDas Monatsleporello enthält aktuelleInformationen zum Spielplan. Neu wirdden Leporello-Abonnenten das aktuelleMonatsleporello des Stadttheaters imKulturkuvert zusammen mit den Spielplaninformationender Dampfzentrale,des Kinos Kunstmuseum und desSchlachthauses per Post zugestellt. EinAbo des Kulturkuverts kostet Fr. 20.– proSpielzeit. Abonnieren Sie das Kulturkuvertmit der beigefügten Bestellkarte.Neu: 50%-ErmässigungKinder, Schüler, Lehrlinge* undStudierende* erhalten bereits im Vorverkaufeine Ermässigung von 50%.* am 1. August des jeweiligen Jahres das30. Lebensjahr noch nicht vollendetJugendabo3 Vorstellungen, Fr. 30.–Vorstellungsdaten nach Wahl.(Siehe Seite 122)Partnerschaft SUBDas Stadttheater Bern ist neu Kultur-Partner der StudentInnenschaft derUniversität Bern SUB. Pro Vorstellungdes Stadttheaters stehen den Mitgliedernder SUB zwei Freikarten zur Verfügung(ausgenommen Premieren undGastveranstaltungen). Die Freikartensind über die SUB zu reservieren unddort im Sekretariat abzuholen.122123


AbonnementeEgal, ob Sie viel oder weniger, an einemfesten oder alternierenden Wochentag,nur im Stadttheater, nur in den Vidmarhallenoder an beiden Spielorten insTheater gehen, nur eine oder alle Spartensehen möchten: wir finden das passendeAngebot für Sie! Und wenn nicht,schneidern wir Ihnen mit dem Wahlaboein Angebot auf den Leib!Ein Stadttheater-Abonnementlohnt sich:– Sie erhalten einen Rabatt gegenüberdem Einzeleintrittspreis.– Sie sind bei allen VorstellungenIhrer Wahl dabei.– Ihr Platz ist immer für Sie reserviert(ausser Wahlabo).– Sie erhalten kostenlos das monatlicheLeporello zugesandt.– Pro Abonnementsplatz können Siefür jede Vorstellung (ausser Sondervorstellungen)Ihrer Wahl ein Billettmit 10% Ermässigung kaufen.NeuabonnementeLassen Sie sich bei Bern Billett individuellberaten und sichern Sie sichvor Saisonbeginn Ihren Wunschplatz.Im 3. Rang werden keine Abonnementevergeben.Erneuerung von AbonnementenBestehende Abonnemente erneuernsich automatisch für die nächste Spielzeit,wenn sie nicht bis Ende Mai derlaufenden Saison gekündigt werden.WahlaboSie wollen die freie Wahl? Stellen Siesich mit dem Wahlabo Ihr ganz persönlichesTheaterprogramm für die neueSpielzeit zusammen. Suchen Sie sichaus dem Spielplan mindestens fünf Produktionender gleichen Preiskategorieaus. Darauf erhalten Sie eine Ermässigungvon 10%. Die Vorstellungsdaten(ausser Premieren) können Sie frei wählen.Gegen Vorweisung Ihres Abos erhaltenSie ab 19. August bei Bern Billettdie Eintrittskarten. Einmal bezogeneEintrittskarten werden nicht umgetauscht.Jugend-AboFür alle, die nicht älter als 20 Jahresind, gibt es das neue Jugend-Abo. DreiVorstellungen zum sensationellen Preisvon Fr. 30.–!* Günstiger ist Theaterkaum zu haben. Dafür gibt es in derOper grosse Gefühle und mitreissendeMusik in La Bohème, im Ballett mit Juliaund Romeo die schönste Liebesgeschichtealler Zeiten in einer brandneuen Choreographieund im Schauspiel BüchnersWoyzeck mit Tom Waits melancholischerRockmusik. Der Vorstellungstag istfrei wählbar (ausser Premieren). Egalob alleine, mit der Clique oder gar derganzen Klasse, mit dem Jugend-Abosteht dem Theaterbesuch eigentlichnichts mehr im Wege.* Im Stadttheater Karten ab Preiskategorie 4UmtauschrechtIm Verhinderungsfall können Sie IhrenAbonnementsplatz (ausser Wahlabonnement)bis spätestens einen Werktag vorder Vorstellung abmelden. Sie könneneinen Platz in einer anderen Vorstellung(ausser Sondervorstellungen) derselbenProduktion in der laufenden Saisongegen eine Gebühr von Fr. 6.– pro Platzwählen (ein weiterer Umtausch desgleichen Billetts ist nicht mehr möglich).Bei Grossandrang kann eine umgetauschteVorstellung allenfalls nichtmehr nachgeholt werden.Abos bis 8 Vorstellungen haben einmalpro Spielzeit eine Stücktauschmöglichkeit(Bearbeitungsgebühr Fr. 6.–).Grössere Abos haben zweimal proSpielzeit eine Stücktauschmöglichkeit(Bearbeitungsgebühr Fr. 6.–).Premieren AboProgrammheft-AboMit einem Programmheft-Abo erhaltenSie für Fr. 68.– pro Saison sämtlicheProgrammhefte der Premieren desStadttheaters (ohne Wiederaufnahmen)nach Erscheinen zugestellt. Das Programmheft-Abokann bei Bern Billettschriftlich bestellt werden.1 Mi 9.9.09 La Bohème Oper2 Do 1.10.09 Andorra Schauspiel3 Sa 10.10.09 Julia und Romeo Ballett4 Sa 24.10.09 Hänsel und Gretel Oper5 Do 12.11.09 Sweet Charity Musical6 Fr 18.12.09 Neger im Schnee Schauspiel7 Sa 23.1.10 Dialogues des Carmélites Oper8 Fr 29.1.10 Auf ein Wort Ballett9 Sa 6.2.10 Meisterklasse Schauspiel10 Fr 19.2.10 Das Käthchen von Heilbronn Schauspiel11 Fr 26.2.10 Eugen Onegin Oper12 Do 1.4.10 La Finta Giardiniera Oper13 Sa 10.4.10 Verbrennungen Schauspiel14 Sa 24.4.10 Auf immer und ewig BallettPreiskategorie1 1202.00 2 1052.00 3 962.00 4 872.00 5 615.00Musik Premieren Abo1 Mi 9.9.09 La Bohème Oper2 Sa 24.10.09 Hänsel und Gretel Oper3 Do 12.11.09 Sweet Charity Musical4 Sa 23.1.10 Dialogues des Carmélites Oper5 Fr 26.2.10 Eugen Onegin Oper6 Do 1.4.10 La Finta Giardiniera OperPreiskategorie1 750.00 2 630.00 3 559.00 4 488.00 5 283.00124125


Schauspiel Premieren Abo1 Sa 12.9.09 Woyzeck Schauspiel2 Do 1.10.09 Andorra Schauspiel3 Fr 6.11.09 Der Gott des Gemetzels Schauspiel4 Fr 18.12.09 Neger im Schnee Schauspiel5 Sa 6.2.10 Meisterklasse Schauspiel6 Fr 19.2.10 Das Käthchen von Heilbronn Schauspiel7 Sa 27.3.10 Quartett Schauspiel8 Sa 10.4.10 Verbrennungen SchauspielPreiskategorie1 390.00 2 377.00 3 368.00 4 359.00 5 335.00Grosses Musik Abo1 So 11.10.09 La Bohème Oper2 So 29.11.09 Hänsel und Gretel Oper3 Di 22.12.09 Sweet Charity Musical4 So 21.2.10 Dialogues des Carmélites Oper5 Sa 20.3.10 Eugen Onegin Oper6 Fr 23.4.10 La Finta Giardiniera OperPreiskategorie1 627.00 2 498.00 3 421.00 4 345.00 5 191.00Kleines Musik Abo1 So 25.10.09 La Bohème Oper2 Sa 5.12.09 Hänsel und Gretel Oper3 Di 9.3.10 Dialogues des Carmélites Oper4 Sa 10.4.10 La Finta Giardiniera Oper5 Sa 15.5.10 Eugen Onegin OperPreiskategorie1 542.00 2 434.00 3 364.00 4 302.00 5 169.00Opern Abo1 Sa 26.9.09 La Bohème Oper2 Sa 7.11.09 Hänsel und Gretel Oper3 Sa 30.1.10 Dialogues des Carmélites Oper4 Mi 5.5.10 La Finta Giardiniera Oper5 Sa 12.6.10 Eugen Onegin OperPreiskategorie1 542.00 2 434.00 3 364.00 4 302.00 5 169.00Schauspiel Abo1 Do 17.9.09 Woyzeck Schauspiel2 Do 12.11.09 Der Gott des Gemetzels Schauspiel3 Do 7.1.10 Neger im Schnee Schauspiel4 Do 25.2.10 Das Käthchen von Heilbronn Schauspiel5 Do 22.4.10 Meisterklasse Schauspiel6 Do 3.6.10 Quartett Schauspiel7 Do 17.6.10 Verbrennungen SchauspielPreiskategorie1 289.00 2 274.00 3 264.00 4 254.00 5 235.0010er Abo1 Fr 18.9.09 Woyzeck Musical2 So 1.11.09 Hänsel und Gretel Oper3 Fr 27.11.09 Julia und Romeo Ballett4 So 13.12.09 Der Gott des Gemetzels Schauspiel5 So 7.2.10 Auf ein Wort Ballett6 Do 4.3.10 Dialogues des Carmélites Oper7 So 18.4.10 Sweet Charity Musical8 Di 11.5.10 La Finta Giardiniera Oper9 Do 3.6.10 Eugen Onegin Oper10 Mi 23.6.10 Quartett SchauspielPreiskategorie1 734.00 2 610.00 3 536.00 4 464.00 5 316.00126 Abonnemente127


9er Abo1 Fr 23.10.09 Woyzeck Musical2 Mi 18.11.09 Andorra Schauspiel3 So 20.12.09 Sweet Charity Musical4 So 17.1.10 La Bohème Oper5 Mi 24.2.10 Neger im Schnee Schauspiel6 Sa 27.3.10 Eugen Onegin Oper7 So 18.4.10 Verbrennungen Schauspiel8 So 9.5.10 Auf immer und ewig Ballett9 Sa 29.5.10 Dialogues des Carmélites OperPreiskategorie1 604.00 2 514.00 3 460.00 4 406.00 5 298.008er Abo1 Sa 19.9.09 La Bohème Oper2 So 11.10.09 Woyzeck Musical3 Fr 20.11.09 Sweet Charity Musical4 Do 10.12.09 Julia und Romeo Ballett5 So 3.1.10 Neger im Schnee Schauspiel6 Sa 27.2.10 Dialogues des Carmélites Oper7 Sa 20.3.10 Das Käthchen von Heilbronn Schauspiel8 Do 24.6.10 Eugen Onegin OperPreiskategorie1 626.00 2 518.00 3 453.00 4 389.00 5 259.007er Abo1 Fr 30.10.09 Andorra Schauspiel2 Do 26.11.09 Sweet Charity Musical3 Di 12.1.10 Hänsel und Gretel Oper4 Fr 26.2.10 Das Käthchen von Heilbronn Schauspiel5 Fr 19.3.10 Auf ein Wort Ballett6 Di 4.5.10 Eugen Onegin Oper7 Mi 9.6.10 Verbrennungen SchauspielPreiskategorie1 458.00 2 391.00 3 351.00 4 311.00 5 231.006er Abo1 So 1.11.09 Woyzeck Musical2 Sa 21.11.09 Andorra Schauspiel3 Sa 19.12.09 La Bohème Oper4 Do 25.2.10 Sweet Charity Musical5 Sa 24.4.10 Eugen Onegin Oper6 So 6.6.10 Verbrennungen SchauspielPreiskategorie1 462.00 2 393.00 3 345.00 4 303.00 5 216.00Grosses Dienstags Abo1 Di 15.9.09 La Bohème Oper2 Di 13.10.09 Andorra Schauspiel3 Di 17.11.09 Hänsel und Gretel Oper4 Di 15.12.09 Julia und Romeo Ballett5 Di 12.1.10 Neger im Schnee Schauspiel6 Di 2.3.10 Eugen Onegin Oper7 Di 27.4.10 Sweet Charity Musical8 Di 18.5.10 Meisterklasse Schauspiel9 Di 8.6.10 Dialogues des Carmélites Oper10 Di 22.6.10 Quartett SchauspielPreiskategorie1 801.00 2 658.00 3 571.00 4 486.00 5 314.00Grosses Mittwoch Abo1 Mi 14.10.09 Andorra Schauspiel2 Mi 25.11.09 Hänsel und Gretel Oper3 Mi 23.12.09 Julia und Romeo Ballett4 Mi 13.1.10 Neger im Schnee Schauspiel5 Mi 17.2.10 La Bohème Oper6 Mi 10.3.10 Meisterklasse Schauspiel7 Mi 31.3.10 Sweet Charity Musical8 Mi 14.4.10 La Finta Giardiniera Oper9 Mi 12.5.10 Das Käthchen von Heilbronn Schauspiel10 Mi 16.6.10 Dialogues des Carmélites OperPreiskategorie1 776.00 2 638.00 3 554.00 4 473.00 5 307.00128 Abonnemente129


Freitag Abo1 Fr 9.10.09 Andorra Schauspiel2 Fr 13.11.09 Julia und Romeo Ballett3 Fr 11.12.09 La Bohème Oper4 Fr 8.1.10 Der Gott des Gemetzels Schauspiel5 Fr 12.2.10 Meisterklasse Schauspiel6 Fr 5.3.10 Eugen Onegin Oper7 Fr 26.3.10 Dialogues des Carmélites Oper8 Fr 16.4.10 Sweet Charity Musical9 Fr 14.5.10 Das Käthchen von Heilbronn Schauspiel10 Fr 4.6.10 La Finta Giardiniera OperPreiskategorie1 789.00 2 649.00 3 563.00 4 480.00 5 310.00Kleines Dienstag Abo1 Di 27.10.09 La Bohème Oper2 Di 8.12.09 Sweet Charity Musical3 Di 2.2.10 Dialogues des Carmélites Oper4 Di 9.3.10 Auf ein Wort Ballett5 Di 27.4.10 Quartett SchauspielPreiskategorie1 414.00 2 346.00 3 301.00 4 261.00 5 177.00Kleines Mittwoch Abo1 Mi 11.11.09 Der Gott des Gemetzels Schauspiel2 Mi 9.12.09 Hänsel und Gretel Oper3 Mi 6.1.10 Neger im Schnee Schauspiel4 Mi 3.2.10 Auf ein Wort Ballett5 Mi 3.3.10 Sweet Charity Musical6 Mi 2.6.10 La Finta Giardiniera OperPreiskategorie1 422.00 2 359.00 3 318.00 4 282.00 5 204.00Sonntag-Nachmittag Abo1 So 4.10.09 La Bohème Oper2 So 8.11.09 Julia und Romeo Ballett3 So 13.12.09 Hänsel und Gretel Oper4 So 14.2.10 Sweet Charity Musical5 So 28.3.10 Meisterklasse Schauspiel6 So 2.5.10 Das Käthchen von Heilbronn SchauspielPreiskategorie1 550.00 2 449.00 3 382.00 4 322.00 5 196.00Tanzabo1 So 18.10.09 Julia und Romeo Ballett2 Sa 20.2.10 Auf ein Wort Ballett3 Fr 30.4.10 Balé da Cidade (STEPS) Ballett4 Do 6.5.10 Barak Marshall: Monger (STEPS) Ballett5 Sa 5.6.10 Auf immer und ewig Ballett6 Sa 19.6.10 Tanz made in Bern 3 BallettPreiskategorie1 294.00 2 250.00 3 222.00 4 194.00 5 141.00Nouvelle Scène1 Sa 31.10.09 Les Peintres au charbon Schauspiel2 Do 15.11.09 Bonté divine Schauspiel3 Mo 11.1.10 Donogoo … ou les miracles de la science Schauspiel4 Mo 8.3.10 Le Diable rouge Schauspiel5 Mo 22.3.10 N.N. Schauspiel6 Mo 26.4.10 N.N. Schauspiel7 Fr 21.5.10 Les Corbeaux SchauspielPreiskategorie1 525.00 2 427.00 3 357.00 4 294.00 5 168.00Jugend-Abo1 Freie Wahl des Datums La Bohème Oper2 Freie Wahl des Datums Woyzeck Schauspiel3 Freie Wahl des Datums Julia und Romeo BallettEinheitspreis Fr. 30.00130 Abonnemente131


Sitzplan StadttheaterSperrsitzBühneOrchestersitzBühneOrchestersitzSperrsitzSperrsitz1. Rang1. RangParterreLogenLogen1. Rang1. Rang1. Rang1. Rang2. RangParterre2. RangParterreLogenLogenLogenLogenLinks2. Rang2. RangRechts2. Rang2. Rang3. Rang1. Preiskategorie2. Preiskategorie3. Preiskategorie4. Preiskategorie5. Preiskategorie6. PreiskategorieArzt LinksFeuerwehrAB8. ReiheLinks6. Reihe3. Reihe 1. Reihe23 / 2521 / 23 / 253. Rang3. RangRechtsRechts132AB AB1. Preiskategorie 1. Preiskategorie Arzt 8. Reihe Arzt 6. Reihe8. Reihe 23 / 25 6. Reihe 23 / 25133


Eintrittspreise StadttheaterSitzplan Vidmar:1Änderungen bleiben vorbehalten.Bei Premieren wird ein Zuschlag erhoben.Die verzauberten Brüder1 30.00 2 25.00 3 22.00 4 19.00 5 10.00 6 10.00Baté da CidadeBarak Marshall1 67.00 2 57.00 3 50.00 4 43.00 5 25.00 6 15.00MeisterklasseLa Nouvelle Scène1 81.00 2 69.00 3 61.00 4 53.00 5 31.00 6 18.00La Finta GiardinieraLa Jolie Fille de PerthJulia und Romeo1 95.00 2 80.00 3 71.00 4 62.00 5 36.00 6 21.00Anfahrtsskizze VidmarhallenHänsel und GretelDialogues des Carmélites1 109.00 2 91.00 3 81.00 4 71.00 5 41.00 6 24.00Bus Nr. 17HaltestelleHardegg / VidmarVon LoryplatzTram Nr. 5Endstation HaltestelleFischermätteliWeissensteinstrasseVon EigerplatzLa BohèmeSweet CharityEugen Onegin1 123.00 2 104.00 3 92.00 4 80.00 5 46.00 6 27.00Von Autobahn A12AusfahrtBümpliz/KönizKönizstrasseHardeggerstrasseTurnierstrasseDido and AeneasEinheitspreis 39.00Eintrittspreise VidmarhallenÄnderungen bleiben vorbehalten.Bei Premieren wird ein Zuschlag erhoben.Vidmar:1Einheitspreis 39.00Vidmar:2Einheitspreis 20.00Von KönizBus Nr. 17HaltestelleNeumattwegKönizstrasseNeumattwegSportwegWaldeggstrasseWaldeggstrasseMalenwegEinfahrtTiefgarageVidmarhallenSportwegWilkerstrasseWaldeggstrasseGrenzwegLiebefeldstrasseVon EigerplatzSchwarzenburgstrasseTankstelleBus Nr. 10HaltestelleHessstrasse134135


Plötzlich der Absturzin die BequemlichkeitentsetzlichverantwortungslosDie Welt will unterhalten seinaber sie gehört verstörtverstört verstörtwo wir hinschauen nichtsals Unterhaltungsmechanismus heuteIn die Kunstkatastrophe meine Damein die unglaublichste aller Kunstkatastrophengehört alles hineingestossenhineingestossen hören SiehineingestossenThomas Bernhard, «Minetti» (1976)

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