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HIER+JETZT. Impulsmagazin // Ausgabe 03/2016

HIER ist Ihre logistische Schnittstelle. Das weltweit wachsende Mobilitätsbedürfnis erfordert innovative und zukunftsfähige Verkehrslösungen. Energieeffiziente, emmissionssparende Fahrzeuge und Herstellungstechnologien sowie intelligente multimodale Verkehrssysteme werden künftig den Markt bestimmten. Sachsen-Anhalt bringt Dynamik in die Mobilität der Zukunft.

HIER ist Ihre logistische Schnittstelle.
Das weltweit wachsende Mobilitätsbedürfnis erfordert innovative und zukunftsfähige Verkehrslösungen. Energieeffiziente, emmissionssparende Fahrzeuge und Herstellungstechnologien sowie intelligente multimodale Verkehrssysteme werden künftig den Markt bestimmten. Sachsen-Anhalt bringt Dynamik in die Mobilität der Zukunft.

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UNTERNEHMERGEIST UND<br />

FORSCHUNGSEXZELLENZ IN SACHSEN-ANHALT<br />

HIER<br />

+JETZT.<br />

IMPULSMAGAZIN<br />

<strong>03</strong> /// <strong>2016</strong><br />

www.wirtschaft-in-sachsen-anhalt.de<br />

ERFOLG AUS EINEM GUSS<br />

SLM beliefert die<br />

Automobilindustrie mit<br />

Kunststoffbauteilen<br />

DIE SIMULATIONS­<br />

SPEZIALISTEN<br />

tarakos entwickelt<br />

Planungssoftware<br />

für Produktion und Logistik<br />

DIE EVOLUTION DER DINGE<br />

benjamin GmbH bricht<br />

mit „fluider Logistik“<br />

starre Muster auf


INHALT<br />

ZUKUNFTSMARKT<br />

MOBILITÄT UND LOGISTIK<br />

TITEL: Virtuelle Planung: Das Unternehmen tarakos<br />

hat eine Software entwickelt, die Produktionsanlagen<br />

simuliert.<br />

3<br />

PROFESSION<br />

ERFOLG AUS EINEM GUSS<br />

13<br />

ANFANG<br />

SCHNELLER WACHSEN<br />

6<br />

POTENZIAL<br />

DIE SIMULATIONS-<br />

SPEZIALISTEN<br />

17<br />

RELATION<br />

DIE EVOLUTION<br />

DER DINGE<br />

12<br />

ZUKUNFT<br />

IM KERN SIND ES<br />

SELBSTLÄUFER<br />

19<br />

EXPORTSCHLAGER<br />

SACHSEN-ANHALTS<br />

ERFOLGSWELLE<br />

2 FUNDAMENTE<br />

LOGISTIK IST MEHR ALS LAGER<br />

UND TRANSPORT<br />

14 DURCHBRUCH<br />

KÖNNTE, HÄTTE, FAHRRADKETTE<br />

15 KENNZAHL<br />

ERFOLG IN ZAHLEN<br />

20 MITTEL UND WEGE<br />

UNTERSTÜTZUNG FÜR UNTERSTÜTZER<br />

21 SIEGER<br />

LOB FÜR NEUE WEGE<br />

22 ZUGABE<br />

22 Impressum<br />

16 PODIUM<br />

KONTAKTE: KOMPETENZ IN FORSCHUNG<br />

UND NETZWERKEN


1 EDITORIAL<br />

HIER<br />

IST IHRE LOGISTISCHE<br />

SCHNITTSTELLE.<br />

Das weltweit wachsende Mobilitätsbedürfnis erfordert innovative und zukunftsfähige<br />

Verkehrslösungen. Energieeffiziente, emissionssparende Fahrzeuge und Herstellungstechnologien<br />

sowie intelligente multimodale Verkehrssysteme werden künftig den<br />

Markt bestimmen. Sachsen-Anhalt bringt Dynamik in die Mobilität der Zukunft.<br />

Mitteldeutschland ist seit jeher ein Knotenpunkt wichtiger Handelsrouten. Unternehmen<br />

schätzen die zentrale Lage und die hervorragende Infrastruktur, die für eine<br />

effiziente Logistik unerlässlich sind. Die Anforderungen an die Branche sind enorm<br />

gestiegen – immer mehr Güter sind immer schneller in Bewegung.<br />

Sachsen-Anhalt ist in dieser Entwicklung eine in Deutschland und Europa führende<br />

Logistik-Drehscheibe. Der Flughafen Leipzig/Halle, vier Autobahnen, die Elbe und der<br />

Mittellandkanal sowie ein dichtes Schienennetz stehen für vielfältige Transportlösungen<br />

in alle Himmelsrichtungen. Auch die großen Handelsketten nutzen diese Infrastruktur<br />

und haben Distributionszentren in Sachsen-Anhalt errichtet. Das Potenzial<br />

der Branche ist riesig. Logistikdienstleister bekommen zunehmend einen Großteil des<br />

Geschäftsprozesses übertragen – von der Qualitätskontrolle bis zum Zahlungsverkehr.<br />

Ein geschätzter Standort ist Sachsen-Anhalt ebenso für die Automobilindustrie:<br />

Nahezu in jedem in Deutschland produzierten Auto steckt mindestens ein Bauteil von<br />

hier. Mehr als 260 Firmen der Zulieferindustrie produzieren im Land. Das Institut für<br />

Kompetenz in AutoMobilität (IKAM) widmet sich neben den Feldern Antriebstechnik<br />

und Leichtbau ebenso der zukunftsweisenden Schlüsseltechnologie Elektromobilität.<br />

Für eine enge Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sorgt das Cluster<br />

MAHREG Automotive.<br />

Die Nähe zu den großen Automobilherstellern, eine optimale Wissenschaftsstruktur<br />

sowie ein durchdachtes Clustermanagement bilden für Unternehmen der Automotive-<br />

Branche beste Rahmenbedingungen. Sachsen-Anhalt setzt auf starke Kernkompetenzen<br />

im Bereich Logistik und Mobilität.


FUNDAMENTE 2<br />

LOGISTIK IST<br />

MEHR ALS LAGER<br />

UND TRANSPORT<br />

LUISA KITTNER<br />

Projektmanagerin der<br />

Logistik.Initiative Sachsen-Anhalt<br />

Beate Richter ist Senior Managerin bei der<br />

Investitions- und Marketinggesellschaft<br />

Sachsen- Anhalt (IMG). Sie betreut Investoren<br />

aus der Logistik-Branche sowie dem Bereich<br />

Automotive. Luisa Kittner ist Projektmanagerin der<br />

Logistik.Initiative Sachsen-Anhalt. Ein Gespräch über<br />

eine stark wachsende Branche und ihre Bedürfnisse.<br />

Sachsen-Anhalt liegt zentral sowohl in Deutschland<br />

als auch in Europa. Ein Traumstandort für Logistiker,<br />

oder?<br />

BEATE RICHTER: Die günstige geografische Lage ist<br />

in der Tat ein Grund dafür, dass sich Sachsen-<br />

Anhalt zu einer der gefragtesten Logistikregionen<br />

Deutschlands entwickelt hat. Wir verfügen über eine<br />

exzellente Verzahnung von Straße, Wasserweg, Bahn<br />

und Luftverkehr. Das heißt kurze und schnelle Wege<br />

zu Märkten und Kunden. Außerdem hat Sachsen-<br />

Anhalt eine ausgeprägte Forschungsinfrastruktur im<br />

Bereich Logistik. Investoren wie Hermes Fulfilment,<br />

arvato oder Radial wissen das zu schätzen.<br />

Wie hat sich die Logistik-Branche in den vergangenen<br />

Jahren verändert?<br />

BEATE RICHTER: Die Logistik ist mittlerweile eine<br />

der stärksten Branchen Deutschlands – wir sind<br />

sogar Logistikweltmeister laut Logistics Perfomance<br />

Index. Durch den stark wachsenden e-Commerce<br />

werden neue Distributionszentren benötigt. Logistik<br />

ist heutzutage weit mehr als Transport und Lagerwirtschaft.<br />

Die Industrie 4.0 hält auch hier Einzug<br />

in Form von modernsten IT-Systemen, einer hohen<br />

Automatisierung und schlankeren Prozessen.<br />

Produktionsunternehmen konzentrieren sich zunehmend<br />

auf ihre Kernkompetenzen und gliedern<br />

Aufgaben aus. Logistikdienstleister übernehmen<br />

deshalb zunehmend Mehrwertdienstleistungen<br />

wie beispielsweise Vormontage, Veredlung oder<br />

Reparaturservice.<br />

BEATE RICHTER<br />

Senior Managerin bei der Investitionsund<br />

Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt<br />

Wie unterstützt das Land Sachsen-Anhalt<br />

Logistik-Unternehmen?<br />

LUISA KITTNER: Die Logistik.Initiative ist eine<br />

Marketingplattform, die Unternehmen hilft, die<br />

jeweils notwendige Logistiklösung zu finden.<br />

In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aus<br />

Forschung und Wissenschaft können somit auch<br />

neue Logistiklösungen erarbeitet sowie Alternativen<br />

bewertet und verglichen werden.<br />

Die Initiative engagiert sich jedoch nicht nur für die<br />

Belange der Logistik-Dienstleister, sondern auch für<br />

die Nutzer und Anwender logistischer Dienstleistungen.<br />

Wir vernetzen die Branchen untereinander über<br />

die Logistik und stärken den Technologietransfer.<br />

Welche Rolle spielt der Bereich Automotive in<br />

Sachsen-Anhalt?<br />

BEATE RICHTER: Mit Volkswagen, BMW und Porsche<br />

vor unserer Haustür haben sich hier im Land vor<br />

allem Zulieferer mit Angeboten aus den Bereichen<br />

Metall und Kunststoff etabliert.<br />

Einige kleine Unternehmen sind in der Nische der<br />

Spezialfahrzeuge erfolgreich und verfügen über eine<br />

hohe Flexibilität und Innovationskraft.<br />

Kernkompetenzen haben wir mit zahlreichen<br />

Hochschulen und Instituten in den Themenfeldern<br />

Hochleistungsverbundwerkstoffe, Kunststofftechnik<br />

und Leichtbau. In diesem Zusammenhang werden<br />

sich mit Blick in die Zukunft der Elektromobilität<br />

für die Automobilbranche in Sachsen-Anhalt neue<br />

Spielräume eröffnen.<br />

www.investieren-in-sachsen-anhalt.de/logistik<br />

www.logistik-sachsen-anhalt.de


3 ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK : PROFESSION<br />

ERFOLG AUS<br />

EINEM GUSS<br />

SLM AUS OEBISFELDE BELIEFERT DIE<br />

AUTOMOBILINDUSTRIE MIT KUNST-<br />

STOFFBAUTEILEN<br />

Kunststoff am laufenden Band:<br />

SLM fertigt mit 230 Beschäftigten Bauteile<br />

für zahlreiche Automobilhersteller.


PROFESSION : ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK 4<br />

Über 50 Spritzgussmaschinen produzieren<br />

große und kleine Kunststoffteile.<br />

Alles begann mit sieben Maschinen und fünf Mitarbeitern.<br />

Als Thomas Brüsch 1998 seine Firma gründete, war er noch<br />

Student. Sein erster Auftraggeber war Volkswagen, der bei<br />

ihm Kunststoffteile für den Golf 4 fertigen ließ.<br />

WIE SICH DER GOLF GENERATION<br />

UM GENERATION weiterentwickelt,<br />

so haben sich auch Thomas Brüsch<br />

und seine SLM Kunststofftechnik<br />

GmbH verändert. Aus den sieben<br />

Spritzgussmaschinen sind mehr<br />

als 50 geworden und statt fünf<br />

Mitarbeitern gehört heute ein<br />

ambitioniertes Team von über<br />

230 Mitarbeitenden zum Unternehmen.<br />

Die SLM (Stereolithographie-Modellbau)<br />

steht heute für<br />

hochwertige Kunststoffteile, die<br />

weltweit in der Automobilindustrie<br />

zum Einsatz kommen.<br />

„Ob hochwertige 2-Komponenten-<br />

Bauteile, Befestigungselemente,<br />

Lüftungsgitter, Abdeckteile oder<br />

Kühlerschutzgitter: Unsere Maschinen<br />

fertigen Bauteile in verschiedensten<br />

Variationen, Formen und<br />

Größen. Das kleinste Teil wiegt<br />

fünf Gramm, das größte bringt<br />

1,2 Kilogramm auf die Waage“, so<br />

Geschäftsführer Brüsch. Neben dem<br />

Großkunden Volkswagen beliefert<br />

SLM auch Seat, Audi, BMW, Mercedes,<br />

Porsche oder Lamborghini. SLM<br />

arbeitet auch als System-Lieferant<br />

für verschiedene international tätige<br />

Firmen wie die Automobilzulieferer<br />

MAGNA, Faurecia, SMP oder REHAU.<br />

„Um unter dem hohen Druck der<br />

Branche bestehen zu können, ist es<br />

unerlässlich, immer auf dem neuesten<br />

Stand zu sein. Neben regelmäßigen<br />

Schulungen für die Mitarbeiter<br />

entsprechen unsere Fertigungsmaschinen<br />

hinsichtlich technischer<br />

Entwicklungen stets dem aktuellsten<br />

Standard“, erläutert Thomas<br />

Brüsch. Neben Spritzgussmaschinen<br />

sowie Mehrkomponenten- und<br />

Etagenwerkzeugen verschiedenster<br />

Größen kommt eine hochmoderne<br />

Ultraschall-Vibrationsschweißanlage<br />

zum Einsatz. Um die Logistikkosten<br />

zu senken, hat SLM Silos<br />

für Kunststoffgranulat direkt auf<br />

dem Firmengelände in Oebisfelde<br />

aufstellen lassen.<br />

OEBISFELDE IN DER MAGDE-<br />

BURGER BÖRDE liegt nur gut 15<br />

Kilometer vom Volkswagenwerk<br />

im niedersächsischen Wolfsburg<br />

entfernt. Das war ein Hauptgrund<br />

für die Ansiedlung von SLM auf


5 ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK : PROFESSION<br />

Ein starkes Team: Produktionsleiter Gunnar<br />

Kasprzyk und Geschäftsführer Thomas Brüsch.<br />

einem großzügigen Areal mit viel<br />

Spielraum für Erweiterungspläne.<br />

POTENZIALE AUSSCHÖPFEN und<br />

neue Perspektiven gewinnen, das<br />

hat Thomas Brüsch seit seiner<br />

Jugend fasziniert. Schon früh war<br />

ihm klar, dass er sein eigener Chef<br />

sein will. Nach einer Lehre zum<br />

Automobilmechaniker studierte<br />

er technische Betriebswirtschaft.<br />

Eine solide Ausbildung, die Raum<br />

für Weiterentwicklung lässt,<br />

möchte der 45-Jährige auch den<br />

Auszubildenden seines Unternehmens<br />

geben. Neben Berufen wie<br />

Werkzeug- und Verfahrensmechaniker<br />

bildet SLM ebenso<br />

Kauffrauen und -männern für<br />

Büromanagement aus.<br />

„Ein Erfolgsrezept unseres Familienunternehmens<br />

ist die langfristige<br />

Bindung unserer Mitarbeiter und<br />

Kunden. Deshalb bieten wir jungen<br />

Menschen einen Ausbildungsplatz<br />

mit hohen Übernahmechancen<br />

und guten Konditionen. Darüber<br />

hinaus gibt es Erfolgsprämien<br />

sowie die Möglichkeit auf ein<br />

vierwöchiges Auslandspraktikum“,<br />

erklärt der Geschäftsführer.<br />

DIE PERSPEKTIVE FÜR SLM ist gut.<br />

Der Beweis dafür ist nicht zuletzt<br />

der Neubau einer großen Lagerhalle.<br />

www.slm-kunststofftechnik.de<br />

MAHREG AUTOMOTIVE – DAS ZULIEFERER-NETZWERK<br />

MAHREG Automotive ist ein 1999 in Sachsen-Anhalt gegründetes<br />

Netzwerk, dem 170 Unternehmen und Forschungseinrichtungen<br />

angehören. Die Stärkung der Innovations- und<br />

Leistungsfähigkeit regionaler Zulieferer ist die zentrale<br />

Aufgabe des Netzwerkmanagements. Das Ziel von MAHREG<br />

Automotive ist es, durch Informationen und Kooperationen<br />

zu mehr Innovationen zu forcieren. Umgesetzt wird dieses<br />

Vorhaben durch einen intensiven Wissens- und Technologietransfer<br />

zwischen Wissenschaft, Dienstleistern und<br />

Fertigern. Sachsen-Anhalt soll so zum Zentrum für die Entwicklung<br />

und Fertigung leichter Fahrzeugkomponenten für<br />

alternative, energieeffiziente Antriebssysteme werden.<br />

www.mahreg.de


POTENZIAL : ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK 6<br />

DIE SIMULATIONS-<br />

SPEZIALISTEN<br />

TARAKOS ENTWICKELT PLANUNGS-<br />

SOFTWARE FÜR PRODUKTION UND<br />

LOGISTIK


7 ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK : POTENZIAL<br />

Voll im Bilde: Eine 3D-Brille sorgt in der virtuellen Welt<br />

von tarakos für Durch- und Weitblick.


POTENZIAL : ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK 8<br />

NACHGEFRAGT …<br />

HERBERT BEESTEN<br />

Geschäftsführer tarakos GmbH<br />

Auf den Punkt: tarakos-Programmierer animieren<br />

Logistikabläufe und Produktionsanlagen.<br />

„Innovativ zu sein, heißt<br />

nicht zwangsläufig,<br />

etwas völlig Neues<br />

zu schaffen. Es kann<br />

auch bedeuten, Sachen<br />

anwendbarer, verfügbarer<br />

oder günstiger zu<br />

machen.“<br />

„Wir machen Kino für Vorstände und Entscheider“,<br />

sagt Herbert Beesten und lacht. Der Geschäftsführer<br />

der tarakos GmbH sitzt in einem zum Bürogebäude<br />

umgebauten Speicher im ehemaligen Magdeburger<br />

Handelshafen. Wenn Herbert Beesten aus seinem<br />

Fenster schaut, blickt er auf einen ausgedienten Kran.<br />

Kräne hat auch tarakos im Angebot, wenn auch nur<br />

auf dem Bildschirm.<br />

HERBERT BEESTEN UND SEINE<br />

MITARBEITER entwickeln 3D-Softwarelösungen<br />

für die virtuelle<br />

Planung, Simulation und Visualisierung<br />

komplexer Fertigungsprozesse.<br />

Bevor Investoren und<br />

Unternehmen eine Produktionsanlage<br />

oder Logistikzentren<br />

bauen, können sie mit dem Softwarebaukasten<br />

von tarakos die<br />

Anlage simulieren. Eine 3D-Prozess-Visualisierung<br />

ist heute nicht<br />

mehr wegzudenken, bevor große<br />

Projekte in die Tat umgesetzt<br />

werden. Die Vorteile liegen klar<br />

auf der Hand: genauere Planung,<br />

höhere Produktion, mehr Sicherheit<br />

und Effizienz sowie niedrigere<br />

Energiekosten.<br />

„Unsere Softwareprodukte sind<br />

keine schwer zugänglichen High-<br />

End-Anwendungen für Spezialisten.<br />

Sie richten sich gezielt an die<br />

Bedürfnisse des Mittelstands.<br />

Der Nutzen reicht vom effektiven<br />

operativen Einsatz über die<br />

kostengünstige Anschaffung<br />

und intuitive Bedienung bis hin<br />

zur einfachen Integration in die


9 ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK : POTENZIAL<br />

vorhandene IT-Architektur der<br />

Anwender. Nach wenigen Stunden<br />

Einarbeitung kann man mit<br />

dem Programm arbeiten. Es ist<br />

eine Art LEGO am Bildschirm“,<br />

erklärt Herbert Beesten.<br />

IM SOFTWAREBAUKASTEN von<br />

tarakos befinden sich branchenspezifische<br />

Bibliotheken mit<br />

mehr als 500 animierten Logistik-<br />

und Produktionsobjekten wie<br />

beispielsweise Robotern, Hochregalen,<br />

Fließbändern, Staplern,<br />

Kisten, Treppen und selbstverständlich<br />

auch Personen. Produktionsstraßen,<br />

Montagelinien<br />

oder Versandabläufe können<br />

per „Drag and Drop“ problemlos<br />

und in großer Vielfalt digital<br />

abgebildet werden. Jedem Baustein<br />

kann man eine Leistung,<br />

Geschwindigkeit bzw. Taktzeit<br />

hinterlegen. In einem Video wird<br />

schließlich der gesamte Prozess<br />

abgespielt – wahlweise aus Vogelperspektive<br />

oder Bodenansicht.<br />

Mit einer 3D-Brille lassen sich<br />

die virtuellen Szenarien zudem<br />

eindrucksvoll „durchfliegen“. Diese<br />

visualisierten und „begehbaren“<br />

Prozesse geben immer öfter den<br />

Ausschlag, ob ein Projekt realisiert<br />

wird oder von der Agenda verschwindet.<br />

Das Risiko von technischen<br />

und unternehmerischen<br />

Fehlplanungen wird durch die<br />

Technologie deutlich reduziert.<br />

„Unsere Kunden kommen nicht<br />

nur aus dem klassischen Produktions-<br />

und Logistikbereich. Auch<br />

Ausbildungsbetriebe, Fördertechnikhersteller<br />

oder Planer gehören<br />

zu den Anwendern. Ein enger<br />

Kontakt zu unseren Kunden ist<br />

uns wichtig. Durch Schulungen<br />

und intensive Beratungen lösen<br />

VIRTUELLE REALITÄT (VR)<br />

Als virtuelle Realität wird die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung<br />

der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit<br />

computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung bezeichnet.<br />

Geprägt wurde der Begriff Virtual Reality von dem Autor Damien Broderick<br />

in seinem 1982 erschienenen Science-Fiction-Roman „The Judas Mandala“.<br />

Beim Erstellen einer virtuellen Welt kann man einige Anforderungen definieren,<br />

die erfüllt werden sollten, wie beispielsweise Plausibilität, Interaktivität<br />

und Wiedergabetreue.


POTENZIAL : ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK 10<br />

wir die auftretenden Probleme<br />

zusammen und zeigen so<br />

Optimierungsmöglichkeiten auf“,<br />

erläutert der Geschäftsführer.<br />

So vielfältig die Anwendungen der<br />

Visualisierungssoftware sind, so<br />

breit ist auch die Kundschaft von<br />

tarakos: Automobilhersteller wie<br />

Volkswagen, BMW und Daimler<br />

gehören ebenso dazu wie Würth,<br />

Siemens oder IKEA. Und so kommt<br />

die Software nicht nur in Deutschland<br />

zum Einsatz, sondern auch<br />

in Ländern wie den USA, China<br />

oder Vereinigten Arabischen<br />

Emiraten. „Das Auslandsgeschäft<br />

macht etwa 30 Prozent aus.<br />

Besonders in China sind unsere<br />

Programme gefragt“, so Beesten.<br />

Doch nicht nur Konzerne, sondern<br />

insbesondere auch Mittelständler<br />

bedienen sich der tarakos-Software.<br />

So hat beispielsweise die<br />

Burger Küchenmöbel GmbH mit<br />

Hilfe des Programms eine neue<br />

Produktionshalle geplant.<br />

Einen Steinwurf von Herbert<br />

Beestens Büro entfernt, im so<br />

genannten Wissenschaftshafen,<br />

hat auch das Fraunhofer-Institut<br />

Die Simulationen von tarakos ermöglichen eine<br />

detailgenaue Planung.<br />

für Fabrikbetrieb und -automatisierung<br />

IFF seinen Sitz. Mit ihm<br />

verbindet tarakos eine enge Zusammenarbeit,<br />

wie auch mit dem<br />

Fachbereich Computervisualistik<br />

an der Otto-von-Guericke-Universität.<br />

„Sie lösen Probleme für<br />

uns und wir lösen Probleme für<br />

DER MAGDEBURGER WISSENSCHAFTSHAFEN<br />

Der Wissenschaftshafen bildet zusammen mit der benachbarten<br />

Otto-von-Guericke-Universität und der nahe<br />

gelegenen Hochschule Magdeburg-Stendal das Wissenschafts-<br />

und Forschungszentrum in Magdeburg. Im nicht<br />

mehr genutzten Handelshafen zentrierten sich Wissenschafts-<br />

und Forschungseinrichtungen. Dafür wurden<br />

bereits bestehende mit neu entstandenen Einrichtungen<br />

verknüpft. Heute haben das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb<br />

und -automatisierung (IFF), das Max-Planck-Institut<br />

für Dynamik komplexer technischer Systeme und die<br />

„Experimentelle Fabrik“ als Forschungs- und Transferzentrum<br />

für anwendungsorientierte Forschung dort ihren Sitz.<br />

2006 eröffnete das „Virtual Development and Training<br />

Centre“ VDTC des Fraunhofer-Instituts IFF ein modernes<br />

Forschungszentrum für virtuelle Technologien mit Hightech-Laboren.<br />

Mit dem Umbau zweier alter Getreidesilos<br />

zur „Denkfabrik“ entstanden Büroräume für innovative<br />

Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Die Universität<br />

Magdeburg hat ihr „Entwicklungslabor und Testfeld für<br />

Ortung und Kommunikation in Verkehr und Logistik“ als<br />

Bestandteil des europäischen Galileo-Projektes im Wissenschaftshafen<br />

errichtet.<br />

www.wissenschaftshafen.de


11 ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK : POTENZIAL<br />

Weltweit gefragt: Geschäftsführer Herbert Beesten<br />

verkauft die Software von China bis Dubai.<br />

INDUSTRIE 4.0<br />

sie. Von diesen Kooperationen<br />

profitieren unsere Kunden enorm.<br />

Denn hier in Magdeburg gibt<br />

es Mitarbeiter mit exzellenten<br />

Ausbildungen, insbesondere in<br />

der Computervisualisierung und<br />

Fördertechnik, die ihr Know-how<br />

in unsere Produktentwicklung<br />

einbringen“, erläutert der gebürtige<br />

Münsterländer. Als er in den<br />

1970er Jahren seine Karriere als<br />

junger Elektroingenieur begann,<br />

beschäftigte er sich unter anderen<br />

mit Wärmepumpen. Heute ist<br />

er ein Pionier der Industrie 4.0 –<br />

eine Revolution hin zur digitalen<br />

Produktion.<br />

Beesten gründete tarakos im Jahr<br />

2000, damals saß die Firma noch<br />

in den Räumen der Universität<br />

Magdeburg. Mittlerweile gehören<br />

zum Team von tarakos 13<br />

Mitarbeiter.<br />

Herbert Beesten ist Jahrgang 1953<br />

– in Gedanken simuliert er zunehmend<br />

seinen Abschied aus der<br />

Firma. „Mir liegt viel an einem geordneten<br />

Übergang. Am liebsten<br />

würde ich mich schrittweise zurückziehen“,<br />

so der Geschäftsführer.<br />

An potenziellen Investoren für<br />

eine Übernahme mangelt es nicht.<br />

Es liegen Anfragen aus China und<br />

den USA auf dem Tisch. Doch<br />

Beesten wird nichts überstürzen,<br />

er will für tarakos eine klare Perspektive.<br />

Denn er weiß, bevor man<br />

etwas in die Tat umsetzt, sollte<br />

man vorher genau planen. Der<br />

Name tarakos stammt übrigens<br />

von einer Eröffnung beim Schachspiel<br />

– bei Herbert Beesten hat sie<br />

zum Erfolg geführt.<br />

www.tarakos.de<br />

Nach der bahnbrechenden<br />

Erfindung der Dampfmaschine<br />

durch Thomas Newcomen,<br />

der Mechanisierung der<br />

Produktion durch Henry Ford<br />

und dem Einzug der Informationstechnologie<br />

durch John<br />

Parsons erste numerisch gesteuerte<br />

Maschine befinden<br />

wir uns mittlerweile inmitten<br />

der vierten industriellen<br />

Revolution.<br />

Die Vision der Industrie 4.0<br />

bringt für den Bereich der<br />

Fabrikplanungssoftware das<br />

so genannte „Internet der<br />

Dinge“ mit sich. Die Folge<br />

sind „intelligente digitale<br />

Fabriken“, in denen die<br />

Maschinen bzw. Geräte über<br />

das Internet miteinander<br />

kommunizieren können und<br />

so beispielsweise den Materialfluss<br />

verbessern.


ZUKUNFT : ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK 12<br />

IM KERN SIND ES SELBSTLÄUFER<br />

NEUE LÖSUNGSANSÄTZE AUS SACHSEN-ANHALT<br />

INSTITUT FÜR AUTOMATION UND KOMMUNIKATION | www.ifak.eu<br />

Schon in zehn Jahren könnten Unfälle und Staus auf Deutschlands Straßen die Ausnahme sein.<br />

Zu diesem Ergebnis kommt eine Mobilitätsstudie, die das Magdeburger Institut für Automation<br />

und Kommunikation ifak erstellt hat.<br />

Seit 1991 bearbeitet das ifak Forschungsaufträge rund um Informations- und Kommunikationstechnologien<br />

in verschiedenen Anwendungsdomänen. Verkehrs- und Assistenzthemen sind dabei wichtige<br />

Schwerpunkte. Ein aktuell besonders großes Thema ist das autonome Fahren. Im Auftrag des<br />

Bundesministeriums des Innern hat das ifak eingehend das Potenzial der automatischen Interaktion<br />

zwischen Fahrzeugen, Infrastruktur und Daten-Clouds untersucht. Das Ergebnis: Schon heute wäre<br />

viel mehr möglich, doch scheitert es noch an der notwendigen Kommunikationsinfrastruktur und der<br />

Akzeptanz der Verkehrsteilnehmer.<br />

THERMHEX WABEN GMBH | www.thermhex.de<br />

Automobile sollen immer leichter werden. Gleichzeitig darf auch der Preis nicht zu sehr ins Gewicht<br />

fallen. In Halle (Saale) funktioniert das: dank patentierter Leichtbau-Sandwichmaterialien mit<br />

Wabentechnologie.<br />

Die ThermHex Waben GmbH überzeugt vor allem mit inneren Werten: Ihre preisgünstigen thermoplastischen<br />

Wabenkerne aus Polypropylen werden für das Interieur, für Hutablagen und Kofferraumböden,<br />

aber auch zur Versteifung von Blechen und Faserverbundbauteilen verwendet.<br />

Die Wabenkerne können erstmals in einem kontinuierlichen Fertigungsprozess hergestellt werden.<br />

Ein Standardraumgewicht von 80 Kilogramm pro Kubikmeter und weniger ist möglich – bei einer<br />

Kerndicke von 3 bis 30 Millimetern.<br />

AMBULANZ MOBILE GMBH & CO. KG | www.ambulanzmobile.eu<br />

Für Menschen in Not kommt Rettung mit Sicherheit: Die Schönebecker Ambulanz Mobile GmbH &<br />

Co. KG baut unter anderen Krankentransportwagen, Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge.<br />

In vielen Bereichen ist sie die erste am Ziel.<br />

Als eines der größten der Branche liefert das 280-köpfige Team jedes Jahr 1.400 Fahrzeuge aus.<br />

Es baut maßgeschneidert auf Kundenwunsch und investiert den Großteil der Innovationskraft in die<br />

Verbesserung der Fahrsicherheit – für Patienten und Personal gleichermaßen. Bei ihren Tests geht<br />

die Ambulanz Mobile aus eigenem Antrieb über die Normen hinaus. Zudem war sie die erste, die die<br />

Innenverkleidung aus recycelbarem Material hergestellt und die Blaulichttechnik als LED-Lichter direkt<br />

in das Dach integriert hat.


13 ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK : ANFANG<br />

SCHNELLER WACHSEN<br />

WIE UNTERNEHMEN AUS SACHSEN-ANHALT<br />

DURCHSTARTEN<br />

KILENDA<br />

Man wächst mit seinen Aufgaben. Dass Kinder<br />

so schnell wachsen, brachte zwei Magdeburger<br />

Studenten auf ihre Geschäftsidee: Als erste in<br />

Deutschland vermieten sie Kleidung für Babys<br />

und Kleinkinder. Seither ist auch ihr Unternehmen<br />

rasant gewachsen.<br />

Hendrik Scheuschner (links) und<br />

Patrick Trübe gründeten Kilenda.<br />

Aus 100 mach’ 3.000: So viele Produkte bietet der<br />

Onlineshop Kilenda inzwischen an, darunter viele<br />

Stücke aus ökologischer Produktion. Mehr als 2.000<br />

Kunden mieten hier Kleidung und erhalten sie bequem<br />

per Post nach Hause. Kilenda nimmt täglich<br />

bis zu 100 Bestellungen an und beschäftigt 15 Mitarbeiter<br />

für IT-Entwicklung, Marketing und Versand.<br />

Die Arbeit im Lager erleichtern tausende nummerierte<br />

Regalfächer und ein spezielles Computerprogramm.<br />

Bilanz nach zwei Jahren: Hier will jemand<br />

noch richtig groß werden. | www.kilenda.de<br />

NERICON ENGINEERING & DESIGN<br />

Das Automobil als Ausdruck der Persönlichkeit.<br />

Individuell soll es sein, exklusiv und umweltfreundlich.<br />

Gleichzeitig wird der Markt zur Rennstrecke –<br />

mit immer kürzeren Entwicklungszyklen für neue<br />

Produkte. Mit NERICON sind Hersteller schneller<br />

am Ziel.<br />

Das junge Ingenieurbüro aus Gardelegen heißt<br />

vollständig „NERICON engineering & design GbR“.<br />

Seit 2012 konstruiert es Funktionsbauteile für<br />

Prototypen-, Mess- und Forschungsfahrzeuge. Zum<br />

Portfolio gehören passivgekühlte Voll-LED-Scheinwerfer<br />

wie auch neue Gangwahlstellerkonzepte.<br />

Besonders zu Volkswagen pflegt es eine nachhaltige<br />

Partnerschaft. Dort fand das Team bereits während<br />

des Studiums an der Hochschule Anhalt offene<br />

Türen vor. Aktuell entwickelt Nericon einen eigenen<br />

3D-Drucker für 1:1-Prototypen. | www.nericon.de<br />

Auch diese Konzeptstudie für ein<br />

E-Fahrzeug hat NERICON erstellt.


DURCHBRUCH : ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK 14<br />

KÖNNTE, HÄTTE, FAHRRADKETTE<br />

IN SACHSEN-ANHALT GEHT ES MIT LEICHTIGKEIT VORAN<br />

SCHINDELHAUER BIKES<br />

Das Rad muss man nicht neu erfinden? Vier Magdeburger<br />

Studenten sahen das anders. Mit Zahnriemen<br />

statt Fahrradkette und ihrem ganz eigenen<br />

Fahrstil in Sachen Schönheit haben sie 2009 die<br />

urbane Fahrradkultur aufgemischt. Danach radelten<br />

sie in die Welt.<br />

Ein Team, das mehr und mehr am<br />

Rad dreht.<br />

Das Design der Schindelhauer Bikes wurde seither<br />

mehrfach ausgezeichnet. Das Team wächst stetig,<br />

das Portfolio und weltweite Händlernetz auch. Denn<br />

in dieser Edelfahrradschmiede zählt Klasse, nicht<br />

Masse – und das in vielerlei Hinsicht. Schindelhauer<br />

Bikes sind leicht, schnell, schön und technisch ausgeklügelt.<br />

Purismus auf zwei Rädern. Alles Zweitrangige<br />

verliert jegliche Bedeutung und wird eliminiert.<br />

Das Ergebnis ist Weltklasse. Aufgesattelt wird neben<br />

der Berliner Werkstatt nach wie vor in Zerbst.<br />

www.schindelhauerbikes.com<br />

Mehr Leistung, mehr Komfort und Internet direkt<br />

am Lenkrad: Zusätzliche Bauteile im Auto, die diese<br />

Funktionen möglich machen, bringen mehr Gewicht<br />

und Energieverbrauch mit sich – und damit<br />

höhere Emissionen. Die Hersteller setzen deshalb<br />

auf Leichtbau.<br />

Das Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum PAZ in Schkopau<br />

arbeitet gemeinsam mit Partnern aus der Industrie<br />

an Materialien für den polymerbasierten Leichtbau.<br />

Die Idee: Hochleistungs-Kunststoffe ersetzen Metall<br />

– sie sind mindestens genauso robust, aber deutlich<br />

leichter. Der Schwerpunkt liegt auf Glasfaser- und<br />

Carbon-Verbundkunststoffen. Angestrebt werden<br />

innovative Materialien, die sich in Großserie kosteneffizient<br />

fertigen lassen. Dafür stehen den Kunden<br />

am PAZ Anlagen vom Labor- bis zum Pilotmaßstab<br />

zur Verfügung. | www.polymer-pilotanlagen.de<br />

FRAUNHOFER-<br />

PILOTANLAGENZENTRUM PAZ<br />

Ein Forschungsschwerpunkt in Schkopau:<br />

Umformen, Drapieren, Pressen<br />

und Spritzgießen aus einer Hand.


15 ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK : KENNZAHL<br />

ERFOLG<br />

IN ZAHLEN:<br />

WUSSTEN<br />

SIE SCHON?<br />

In Sachsen-Anhalt verbinden 5 Häfen<br />

und zahlreiche Umschlagstellen<br />

600<br />

Kilometer Binnenwasserstraßen.<br />

In den vergangenen<br />

zehn Jahren ist in der<br />

Herstellung von Kraftwagen<br />

und Kraftwagenteilen<br />

der Umsatz<br />

um<br />

34%<br />

und die Zahl der<br />

Beschäftigten um<br />

38%<br />

gestiegen.<br />

46.000<br />

Beschäftigte arbeiten in Sachsen-Anhalt im<br />

Bereich Verkehr und Lagerei.<br />

Mit 3.100<br />

Kilometern gibt es hier<br />

eines der weltweit dichtesten<br />

Schienennetze.<br />

Mehr als 260<br />

6<br />

Fachbereiche<br />

an Hochschulen<br />

im Land bilden<br />

den Nachwuchs<br />

im Bereich<br />

Logistik aus.<br />

Zuliefererbetriebe der Automotive-Branche<br />

arbeiten in<br />

Sachsen-Anhalt.<br />

Für den Güterverkehr stehen im Land über<br />

Kilometer gut ausgebaute<br />

Straßen zur Verfügung.<br />

11.000


PODIUM : ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK 16<br />

KONTAKTE:<br />

KOMPETENZ IN FORSCHUNG UND NETZWERKEN<br />

HOCHSCHULEN<br />

UND AUSSER-<br />

UNIVERSITÄRE<br />

FORSCHUNGS-<br />

EINRICHTUNGEN<br />

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OvGU):<br />

Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik www.vst.ovgu.de<br />

Fakultät Maschinenbau www.fmb.ovgu.de<br />

Institut für Logistik und Materialflusstechnik www.ilm.ovgu.de<br />

Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik www.iesy.ovgu.de; www.eit.ovgu.de<br />

Fakultät für Informatik www.cs.uni-magdeburg.de<br />

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg:<br />

Lehrstuhl für Produktion und Logistik I www.prodlog.wiwi.uni-halle.de<br />

Hochschule Harz www.hs-harz.de<br />

Hochschule Magdeburg-Stendal www.hs-magdeburg.de<br />

Hochschule Anhalt www.hs-anhalt.de<br />

Hochschule Merseburg www.hs-merseburg.de<br />

Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme www.mpi-magdeburg.mpg.de<br />

Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF www.iff.fraunhofer.de<br />

Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS www.imws.fraunhofer.de<br />

TRANSFER-<br />

UND<br />

FORSCHUNGS-<br />

EINRICHTUNGEN<br />

Institut für Kompetenz in Automobilität GmbH (IKAM), OvGU www.ikam-md.de<br />

Institut für Automation und Kommunikation e. V. (ifak) www.ifak.eu<br />

WTZ Roßlau gGmbH www.wtz.de<br />

Industrielabor Funktionsoptimierter Leichtbau, Hochschule Magdeburg-Stendal<br />

www.funktionsoptimierter-leichtbau.de<br />

Kunststoffkompetenzzentrum Merseburg (KKZ) www.kkz-halle-merseburg.de<br />

Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum für Polymersynthese und -verarbeitung (PAZ)<br />

www.polymer-pilotanlagen.de<br />

Brennstoffzellenlabor und -teststände sowie Batterieteststände, OvGU www.feit.ovgu.de<br />

Testfeld GALILEO Transport Sachsen-Anhalt, OvGU www.galileo.ovgu.de<br />

Satelliten Navigation Sachsen-Anhalt e. V. (Sanasa e. V.) www.satnav-forum.de<br />

Mobilitäts-Daten Marktplatz (MDM) www.mdm-portal.de<br />

CLUSTER<br />

UND<br />

NETZWERKE<br />

Netzwerk Competence in Mobility (COMO) – OvGU<br />

www.automotive.ovgu.de/Projekte/Competence+in+Mobility.html www.emv.ovgu.de<br />

MAHREG Automotive www.mahreg.de<br />

FuE-Netzwerk Assistenz in der Logistik www.logistik.exfa.de<br />

Kooperationsnetzwerk BiS-Net Brennstoffzelle in Serie<br />

www.ikam-md.de/de/forschung/projekte/projekt-bis-net-brennstoffzellen-in-serie<br />

Wissensnetzwerk für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung (WFQ) www.wfq-md.de


17 ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK : RELATION<br />

DIE EVOLUTION<br />

DER DINGE<br />

MIT „FLUIDER LOGISTIK“ WILL DIE<br />

MAGDEBURGER BENJAMIN GMBH<br />

STARRE MUSTER AUFBRECHEN<br />

Fluide Logistik könnte Logistikprozesse<br />

weltweit revolutionieren.<br />

Lars Bergmann denkt schnell und in<br />

alle Richtungen. Ebenso flexibel und<br />

dynamisch sollen in Zukunft auch<br />

Logistik- und Produktionsprozesse<br />

funktionieren: Mit der benjamin GmbH<br />

arbeitet er an einer technischen Lösung,<br />

mit der sich Objekte in Lagern selbst<br />

organisieren und Prozesse parallelisieren<br />

lassen: die „fluide Logistik“.<br />

ES KLINGT WIE SCIENCE-FICTION: Beliebig viele<br />

Transportvorrichtungen bewegen sich frei durch<br />

den Raum. Alles geschieht punktgenau, gleichzeitig,<br />

in alle Richtungen sowie individuell und in<br />

Echtzeit an die jeweilige Anforderung angepasst.<br />

Am Flughafen erhält jeder umgehend seinen Koffer,<br />

bei einem großen Versandhändler werden alle<br />

Bestellungen gleichzeitig bearbeitet. Sich irgendwo<br />

geduldig hinten anzustellen, könnte bald aus der<br />

Mode sein.<br />

„DAS IST KEINE ZUKUNFTSMUSIK“, ist sich der<br />

Unternehmensgründer Lars Bergmann sicher.<br />

Ist es aber ein großes Chaos? „Genauso wenig wie<br />

im Ameisenhaufen. Im Gegenteil: Es ist hochgradig<br />

effizient.“ Der Betriebswirt und Wirtschaftsinformatiker<br />

lächelt selbstbewusst. Jahrelang hat er im<br />

Keller mit Spulen und Magneten experimentiert.<br />

Das fachfremde Wissen dafür las er sich an. Und<br />

alles nur, weil er sich als Student nicht mit den starren<br />

Lösungsrastern seines Professors zufrieden gab.<br />

Damals ging es in einem Seminar darum, Produktionsprozesse<br />

zu optimieren. Heute hat der Magdeburger<br />

eine schlagfertige Antwort: fluide Logistik. Sie hat<br />

das Potenzial, automatische Prozesse weltweit zu<br />

revolutionieren – vom Logistikunternehmen über<br />

Lager, Produktionsstätten und Warenhäuser bis hin<br />

zu ganz neuen Serviceangeboten im Alltag.


RELATION : ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK 18<br />

Dank Magnetfeldern bewegen sich Objekte<br />

frei durch den Raum.<br />

Bisher verlaufen Logistikprozesse eher in<br />

starren Mustern.<br />

Lars Bergmann ist der Kopf der<br />

Magdeburger benjamin GmbH.<br />

Das Grundprinzip ist ähnlich einer Münze, die ein<br />

Magnet wie von Zauberhand auf einer Tischplatte<br />

bewegt. Die benjamin GmbH löst dies mit elektromagnetischen<br />

Antriebsmodulen, die als Kacheln im<br />

oder auf dem Boden verlegt werden. Sie erzeugen<br />

Magnetfelder, deren Größe, Geschwindigkeit und<br />

Intensität wiederum eine Software steuert. Eine<br />

Art zentrales Gottesauge ergänzt die Schwarmintelligenz<br />

der Objekte. Dafür hat Bergmanns 14-köpfiges<br />

Team jahrelang nach den richtigen Materialflussalgorithmen<br />

gesucht.<br />

DAS SYSTEM TRANSPORTIERT OBJEKTE JEGLICHER<br />

GRÖSSE PRÄZISE und ohne gegenseitige Berührung,<br />

reagiert in Echtzeit auf eine veränderte Umgebung.<br />

Es ist signifikant schneller, günstiger und<br />

zielgerichtet. Große Lasten stellen kein Problem dar.<br />

Dank der Parallelität der Prozesse können Fabrikkernbereiche<br />

wie Lager, Förderung und Produktion<br />

miteinander verschmelzen.<br />

Bei der Entwicklung waren auch Wissenschaftler des<br />

Europäisches Raumflugkontrollzentrums Darmstadt,<br />

der Fachhochschule Frankfurt und der Technsichen<br />

Universität Braunschweig eingebunden. Ein breites<br />

Konsortium aus Förderern unterstützt das große Vor-<br />

haben finanziell. Die 2008 gegründete benjamin GmbH<br />

hat ihre Erfindung mittlerweile weltweit patentieren<br />

lassen. Gemeinsam mit großen Industriepartnern wie<br />

der Fraport AG, Betreibergesellschaft des Flughafens<br />

in Frankfurt am Main, arbeitet das Unternehmen nun<br />

daran, sein System marktreif zu machen. Darüber liegt<br />

allerdings noch immer der Mantel der Geheimhaltung.<br />

Doch das Interesse der Automobil-, Chemie- und<br />

Logistikbranche ist bereits geweckt. In den Bereichen<br />

Intralogistik und Produktion suchen die Magdeburger<br />

weiterhin nach strategischen Kooperationspartnern.<br />

www.benjamin-gmbh.de


19 ZUKUNFTSMARKT MOBILITÄT UND LOGISTIK : EXPORTSCHLAGER<br />

SACHSEN-ANHALTS<br />

ERFOLGSWELLE<br />

IFA ROTORION treibt den<br />

internationalen Erfolg weiter an.<br />

Qualität „made in Haldensleben“ – das ist<br />

eine Garantie, mit der man auf der ganzen<br />

Welt gut fährt. Denn die IFA ROTORION –<br />

Holding GmbH arbeitet mit nahezu allen<br />

namhaften Automobilherstellern zusammen.<br />

Als Zulieferer von Antriebs- und<br />

Gelenkwellen ist sie in Europa und Nordamerika<br />

Marktführer.<br />

IN DEN INTERNATIONALEN ERFOLG des Unternehmens<br />

ist Felix von Nathusius sprichwörtlich hineingewachsen:<br />

2014 hat er von seinem Vater Heinrich<br />

den Vorsitz der Geschäftsführung übernommen.<br />

Was IFA-Produkte zum Exportschlager macht,<br />

erklärt er so: „Wenn unsere Kunden neue Fahrzeuge<br />

entwickeln, arbeiten wir schon sehr früh eng mit<br />

ihnen zusammen. Wir müssen die Fahrzeugperipherie<br />

verstehen, damit wir die perfekte Antriebswelle<br />

bauen können.“<br />

AUF DEM VORMARSCH seien dabei Leichtbauprodukte.<br />

Effizient und spritsparend müssen<br />

Automobile heute sein. Deshalb bauen vor allem<br />

die europäischen Premiumhersteller auf die maßgeschneiderten<br />

Lösungen der IFA. Neben den<br />

deutschen Konzernen Volkswagen, Daimler, Audi,<br />

Porsche und BMW gehören auch Volvo, Ferrari und<br />

Jaguar Land Rover zu den Kunden. Im nordamerikanischen<br />

Markt vertrauen Ford, General Motors und<br />

Chrysler auf die Haldensleber Erfolgswellen,<br />

im asiatischen Raum unter anderem Hyundai.<br />

Insgesamt heißt der Trend der Unternehmensgruppe<br />

„weltwärts“: Die Ingenieure arbeiten in<br />

internationalen Projektteams; neben dem Stammwerk<br />

in Haldensleben ermöglichen Standorte in<br />

South Carolina und Shanghai die direkte Nähe zum<br />

Kunden. „Zeitzonen und Ländergrenzen überwinden<br />

wir mit schlanken, effizienten Prozessen spielend“,<br />

sagt von Nathusius.<br />

DAS GROSSE ZIEL: Bis 2025 will die IFA das führende<br />

Industrieunternehmen Mitteldeutschlands werden<br />

und in die Top 100 der weltweiten Automobilzulieferer<br />

vordringen. „Weitere Positivschlagzeilen<br />

werden folgen“, ist sich von Nathusius sicher.<br />

www.ifa-rotorion.de


MITTEL UND WEGE 20<br />

BIRGIT GRÜNTHAL<br />

Förderberatung<br />

Unternehmenskunden<br />

UNTERSTÜTZUNG<br />

FÜR UNTERSTÜTZER<br />

Die eigenen Ideen sind vielleicht Weltspitze.<br />

Doch wer schnell hoch hinaus will, kann im<br />

Freiflug in Turbulenzen geraten. Erfahrene<br />

Copiloten sind dann besonders wertvoll.<br />

Deshalb fördert die Investitionsbank Sachsen-Anhalt<br />

Unternehmen, die auf Nummer sicher gehen und<br />

sich von Fachleuten unterstützen lassen – mit dem<br />

Beratungsprogramm für Unternehmen.<br />

In welchen Situationen können Unternehmen<br />

von Beratung profitieren?<br />

BIRGIT GRÜNTHAL: Beratung ist in vielen Bereichen<br />

sinnvoll. Zum Beispiel, wenn ein Unternehmen ins<br />

Ausland expandieren will. Ein Berater kann dann<br />

länderspezifische Marketingstrategien erarbeiten,<br />

die jeweilige Marktstruktur untersuchen oder sein<br />

Fachwissen zum Thema Exporte vermitteln.<br />

Und solche Beratungen unterstützt die<br />

Investitionsbank dann finanziell?<br />

BIRGIT GRÜNTHAL: Ja, sehr gern sogar. Neben der<br />

Internationalisierung fördern wir auch Beratungen<br />

in den Bereichen Marketing, Organisationsoptimierung,<br />

Personal- oder Risikomanagement und vieles<br />

mehr. Im Fokus stehen immer spezifische Problemstellungen<br />

der jeweiligen Unternehmensführung.<br />

Das kann der verbesserungsfähige Umweltschutz<br />

sein oder die Stärkung des eigenen Innovationspotenzials.<br />

Auch bei einer anstehenden Unternehmensnachfolge<br />

helfen wir.<br />

Wer kann in den Genuss dieser Förderung<br />

kommen?<br />

BIRGIT GRÜNTHAL: Uns ist bewusst, dass vor allen<br />

Dingen kleine und mittlere Unternehmen auf die<br />

Hilfe externer Berater angewiesen sind. Daher<br />

konzentrieren wir uns auch auf sie. Freiberufler,<br />

die eine wirtschaftliche Tätigkeit in Sachsen-Anhalt<br />

ausüben, laden wir ebenso ein, einen Antrag zu<br />

stellen.<br />

Wie genau kann die Investitionsbank weiterhelfen?<br />

BIRGIT GRÜNTHAL: Wir finanzieren anteilig ein spezielles<br />

Projekt. Bis zu 50 Prozent der <strong>Ausgabe</strong>n sind<br />

möglich. Allerdings können höchstens 15 Tagewerke<br />

bezuschusst werden und pro Tagewerk maximal<br />

300 Euro. Unternehmen dürfen aber gern mehrere<br />

Anträge im selben Beratungsgebiet stellen.<br />

Was gibt es darüber hinaus zu beachten?<br />

BIRGIT GRÜNTHAL: Wir benötigen eine aktuelle<br />

Ist-Analyse, aus der die jeweilige Schwachstelle<br />

hervorgeht. Auch sollte der ausgewählte Unterstützer<br />

schon im Voraus einen plausiblen Beratungsplan<br />

erstellen. Am besten, sie wenden sich direkt an die<br />

Investitionsbank unter der kostenfreien Hotline<br />

0800 5600757 oder www.ib-sachsen-anhalt.de.<br />

Wir freuen uns, wenn wir Ihnen individuell alle<br />

Möglichkeiten erläutern können.


21 SIEGER<br />

LOB FÜR NEUE WEGE<br />

SIEGER AURA 2015<br />

RELAXDAYS GMBH<br />

THEMA: Internethandel mit sozialer Verantwortung<br />

Beim Besetzen der 70 Arbeitsplätze der Hallenser Relaxdays GmbH berücksichtigt<br />

der Geschäftsführer Martin Menz soziale Kriterien. Der Onlinehändler<br />

bietet 3.000 Artikel für Haus, Garten und Freizeit mittels eines intelligenten<br />

digitalen Lagers an: Der Bestand lässt sich jederzeit im B2B-Bereich<br />

des Webshops einsehen und andere Marktplätze wie Ebay oder Amazon<br />

sind direkt über „electronic data interchange“ (EDI) angebunden.<br />

www.relaxdays.de<br />

3. PLATZ BESTFORM AWARD 2013<br />

HOSS PR UND HALLESCHE VERKEHRS-AG<br />

THEMA: „Techniklinie 5“ in Halle (Saale)<br />

Die Hoss PR Agentur für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit GmbH<br />

und die Hallesche Verkehrs-AG wurden für ihr Konzept rund um die<br />

„Techniklinie 5“ ausgezeichnet: Die historische Straßenbahnlinie soll<br />

zahlreiche Unternehmen und technische Einrichtungen verbinden.<br />

Ein vielfältiges Programm rückte die Technologieregion Halle-Saalekreis<br />

ins öffentliche Bewusstsein und stieß Kooperationen an.<br />

BEST<br />

FORM<br />

MEHR /// WERT /// AWARD<br />

FÜR KREATIVE IDEEN<br />

www.hosspr.de<br />

2. PLATZ HUGO JUNKERS PREIS 2015<br />

„INNOVATIVSTE PROJEKTE DER ANGEWANDTEN FORSCHUNG“<br />

GESELLSCHAFT FÜR ROTORDYNAMISCHE UNTERSUCHUNGEN MBH<br />

THEMA: Simulationssoftware EMD<br />

Je höhertourig Rotoren laufen, umso unruhiger schwingen sie. Das kann<br />

zum Problem werden – von Abgasturboladern in Verbrennungsmotoren<br />

bis zu 350 Tonnen schweren Gasturbinen. Doch die Simulationssoftware<br />

EMD ist in der Lage, Schwingungen sicher und realitätsnah vorherzusagen,<br />

und kann auch das Verhalten von anderen dynamischen Systemen<br />

wie Zentrifugen oder Getrieben analysieren.<br />

www.rdu-gmbh.de


ZUGABE 22<br />

HIER KENNT QUERDENKEN<br />

KEINE GRENZEN<br />

Sachsen-Anhalt ist ein leistungsstarker<br />

Wirtschaftsstandort<br />

zwischen Tradition und Innovation.<br />

In den vergangenen Jahren<br />

hat sich das Land wirtschaftlich<br />

erfolgreich entwickelt. Um<br />

unsere Unternehmen auf dem<br />

Weg zu mehr Wachstum zu<br />

unterstützen, stehen die drei<br />

großen I’s im Fokus: Innovationen,<br />

Investitionen und Internationalisierung.<br />

www.wirtschaft-insachsen-anhalt.de<br />

HIER INVESTIERT<br />

DIE WELT<br />

Sachsen-Anhalt ist der Top-<br />

Standort für Investitionen<br />

im Osten Deutschlands.<br />

Die Fakten der 2014 und 2015<br />

veröffentlichten Untersuchung<br />

von Ernst & Young zeigen:<br />

Sachsen- Anhalt liegt auf Platz<br />

1 bei ausländischen Direktinvestitionen<br />

in ostdeutschen<br />

Ländern. Finden auch Sie den<br />

optimalen Standort für Ihr<br />

Unternehmen in Sachsen-Anhalt.<br />

www.investieren-insachsen-anhalt.de<br />

HIER TREFFEN IDEEN<br />

IDEALE<br />

Sachsen-Anhalt verfügt über<br />

einen kreativen und lebendigen<br />

Mittelstand – er ist Motor für<br />

die wirtschaftliche Entwicklung<br />

des Landes. Sie möchten ein<br />

Unternehmen gründen? Ihr<br />

bereits erfolgreiches Unternehmen<br />

soll wachsen? Hier finden<br />

Sie wichtige Informationen<br />

rund um den Standort und die<br />

Zukunftsmärkte in Sachsen-<br />

Anhalt.<br />

www.unternehmen-undgruender-in-sachsen-anhalt.de<br />

HERAUSGEGEBEN VOM:<br />

Ministerium für Wirtschaft,<br />

Wissenschaft und Digitalisierung<br />

des Landes Sachsen-Anhalt<br />

Hasselbachstraße 4<br />

39104 Magdeburg<br />

Tel. +49 391 567-4316<br />

www.mw.sachsen-anhalt.de<br />

presse@mw.sachsen-anhalt.de<br />

in Zusammenarbeit mit der<br />

Investitions- und Marketinggesellschaft<br />

Sachsen-Anhalt mbH<br />

Am Alten Theater 6<br />

39104 Magdeburg<br />

Tel. +49 391 568-990<br />

www.investieren-in-sachsen-anhalt.de<br />

welcome@img-sachsen-anhalt.de<br />

Konzept und Layout: genese werbeagentur gmbh, Magdeburg /// Satz und Gestaltung: media consulta Advertising GmbH, Berlin /// Text: Textbüro Wortschatz, Magdeburg, Investitions- und<br />

Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH /// Redaktionsschluss: August <strong>2016</strong> /// 1. Auflage; Änderungen vorbehalten /// Druck und Weiterverarbeitung: X-Press Grafik und Druck GmbH,<br />

Berlin /// Bildnachweise: Harald Krieg, Kilenda, Rainer Böhme, Matthias Fritsche, Schindelhauer Bikes, Fraunhofer PAZ, benjamin GmbH, SLM Kunststoff GmbH, NERICON engineering & design<br />

GbR, IMG/Ralf Lehmann /// Die Benutzung der Veröffentlichungen zum Zwecke der gewerbsmäßigen Veräußerung, insbesondere Adressveräußerung, an Dritte oder des Nachdrucks – auch<br />

auszugsweise – ist nicht gestattet.

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