// Rind im Bild 3/2011 1 - Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G.

rsheg.de

// Rind im Bild 3/2011 1 - Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G.

ZKZ 30665

Rind im Bild

MITTEILUNGSORGAN DER RINDERZUCHT SCHLESWIG-HOLSTEIN EG UND DES LANDESKONTROLLVERBANDES SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V.

3. VIERTELJAHR

3/2011

// TOP-THEMA DHV-Schau 2011 S. 15

// RSHeG Aktuelles S. 5

// RSHeG Kammerehrenpreisverleihung S. 10

// KREiSvEREinE Herbstversammlungen S. 46

// JunGzücHTER Landesfahrt S. 53

// zucHT ZWS August // Rind 2011 im S. Bild 65

3/2011 1


Einladung

„Neumünster am Abend“

Spitzenkühe und Nachzuchten

(Schwarzbunt, Rotbunt, Rotbunt DN, Angler, Fleischrinder)

Donnerstag, den 26. Januar 2012

in den Holstenhallen in Neumünster

Programm

Nachzuchten Schwarzbunt

Brigade · Zabing RF

Goldstein · Schamura

Nachzuchten Rotbunt

Faromir · Liek · Leporello

Nachzuchten Angler

ab 17.30 Uhr Einlass in die Holstenhallen

ab 18.00 Uhr Richten mit Berichterstattung in der

Reihenfolge Fleischrinder, Jungzüchter,

Nachzuchten, Einzelkühe

Anschließend Auswahl des Grand Champion und Verlosung

von wertvollen Zuchtkälbern

Haithabu

Zuchtqualität mit Zukunft!

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG | Rendsburger Straße 178 | D-24537 Neumünster | Tel. +49 (0)4321 / 905-300 | Fax +49 (0)4321 / 905-395 & -396 | E-Mail rsheG@rsheG.de


Liebe Mitglieder,

in Schleswig-Holstein hat sich die ohnehin schwierige Erntesituation noch einmal zugespitzt.

Der Dauerregen hat den Getreidebeständen auf dem Feld sowohl in der Ertragsmenge

als auch in der Qualität stark zugesetzt. Auch Grünland- und Futterbaubetriebe litten

unter der Nässe, da Gras und Heu nicht zum optimalen Zeitpunkt eingebracht werden

konnten.

Trotz stabiler Milchpreise wird die Milchproduktion durch die mäßige Futterqualität kosten-

intensiver, da die Kraftfutterpreise deutlich gestiegen sind.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Besamungsbereich einen deutlichen Zuwachs bei

vergleichbaren Portionspreisen erreicht. Die TOP-Vererber wie Brigade und Terbium bei

Schwarzbunten und Tonikum bei den Rotbunten wurden dabei sehr stark genutzt. Zurückhaltender

war der Einsatz von Jungbullen mit genomischen Zuchtwerten.

Nach einem Jahr der Einführung der genomischen Zuchtwertschätzung können wir festhalten,

dass die Sicherheiten der genomischen Zuchtwerte recht stabil sind und in fast allen

Merkmalen Sicherheit aufweisen, die vorher erst von jungen Vererbern mit Nachkommeninformationen

erfüllt werden konnten. Heute kann man dies bereits beim neugeborenen

Kalb mittels eines relativ preiswerten Chips anhand einer Blut- oder Gewebeprobe bekommen.

Alle bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die genomische Zuchtwertschätzung durch

die effizientere Selektion und die Verkürzung des Generationsintervalles deutlich höhere

Zuchtfortschritte bringt. Damit dies auch tatsächlich schnell in der Praxis umgesetzt wird,

ist die intensive Kommunikation mit den Rinderproduzenten über die Hintergründe und

Chancen der genomischen Selektion eine wichtige Aufgabe der RSH eG in der neuen Besamungssaison,

um ein Optimum an Zuchtfortschritt für unsere Milchviehhalter zu erreichen.

Der Zuchtviehabsatz erfreut sich einer regen Nachfrage. Die Vermarktung ist gekennzeichnet

durch stabile Preise. Leider können wir die Nachfrage im Zuchtviehexport nicht erfüllen,

da in vielen Betrieben aktiv aufgestockt wird und keine tragenden Rinder abgegeben werden.

Bleibt zu hoffen, dass die Rahmenbedingungen, insbesondere im Bereich der Exportbedingungen,

nicht durch neue Auflagen im Veterinärbereich erschwert werden.

Die aktuelle Zuchtwertschätzung brachte einige neue Vererber. Die Zusammenarbeit in der

NOG, der Deutschen TOP-Genetik und der Eurogenetic sind die Basis dafür, dass auch im

neuen Geschäftsjahr TOP-Vererber zur Verfügung stehen, die nachhaltig die Rinderproduktion

unserer Mitglieder verbessern. Die RSH eG kann insbesondere im Bereich der jungen

Bullen mit genomischen Zuchtwerten mit Manpower, Bonanza und Meido bei Schwarzbunten

und Dertour und Fodulo bei Rotbunten Bullen in den Einsatz bringen, die überregional

als Bullenväter eingesetzt werden.

Nach der für die RSH eG sehr erfolgreichen DHV-Schau 2011 mit der Siegerkuh „Irmi“ von

der Hollmann GbR und der Reservesiegerkuh „Dunja“ vom Milchhof Wesenberg und den

überzeugenden Nachzuchten von Terbium und Faromir steht „Neumünster am Abend“

2012 vor der Tür. Hier wollen wir gemeinsam mit Ihnen die Leistungsfähigkeit der hiesigen

Rinderzucht zeigen. Bitte helfen Sie uns mit guten Einzelkühen und mit Töchtern unserer

Vererber, dass die Veranstaltungen - wie in den Vorjahren - ein Erfolg wird.

Vorstand, Aufsichtsrat und die Mitarbeiter werden auch im neuen Geschäftsjahr intensiv

daran arbeiten, kompetenter und zuverlässiger Partner unserer Rinderhalter zu sein. Die

wirtschaftliche Lage der deutschen Milchkuhhalter ist erfreulicherweise stabil. Die Prognosen

gehen von guten Absatzchancen für Milchprodukte und für Zuchtvieh aus, so dass es

keinen Grund gibt, pessimistisch in die Zukunft zu sehen.

Matthias Leisen

Geschäftsführer

// Vorwort

Inhalt

Termine 4

RSH eG 5

Aktuelles zur neuen Besamungssaison 5

Gebührenordnung 8

Kammererhrenpreisverleihung 10

Top-Thema 15

DHV-Schau 2011 15

LKV 21

Aus den Rasseabteilungen 29

Rotbunt 29

Angler 30

Fleischrinder 32

Kreisvereine 38

Versammlungstermine Herbst 2011 46

Für Sie gelesen 58

Personalien 61

Zucht 65

ZWS August 2011 65

Bullenväter 69

Ergebnisse der Ungelenkten Feldprüfung 73

Nachzuchten für Sie gesehen 74

Schauen 78

Testbullen 79

Titelbild:

Die Vincente-Tochter „Irmi“ von der

Hollmann GbR, Österdeichstrich,

errang souverän den Siegertitel bei

den mittleren rotbunten Kuhklassen

auf der DHV-Schau in Oldenburg

Foto: KeLeKi

// Rind im Bild 3/2011 3


4

Termine

Auktionstermine 2011/2012

Schwarzbunt – Rotbunt

29. Sept. 2011 Neumünster 26. April 2012 Neumünster

27. Okt. 2011 Neumünster 31. Mai 2012 Neumünster

17. Nov. 2011 Neumünster 16. Aug. 2012 Neumünster

15. Dez. 2011 Neumünster 20. Sept. 2012 Neumünster

12. Jan. 2012 Neumünster 11. Okt. 2012 Neumünster

01. März 2012 Neumünster 15. Nov. 2012 Neumünster

22. März 2012 Neumünster 13. Dez. 2011 Neumünster

Für alle Auktionen gilt Status nach BHV1-Bundes-VO

BVD/MD: Alle Auktionstiere Antigen-negativ

Terminkalender

26.09.2011 Meldeschluss für Herdbuchkuhbewertung im Oktober

Schwarzbunt – Rotbunt – Angler

Veranstaltungskalender

Schwarzbunt – Rotbunt – Angler – Fleischrinder

Einladung

zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung der Landwirtschaftskammer

Schleswig-Holstein und der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

zum Thema

„Kälber- und Jungviehaufzucht“

- Verluste vermeiden

- Leistung steigern

am Dienstag, den 29. November 2011

10.00 Uhr – ca. 15.30 Uhr

in der DEULA-Halle

Moderation

Dr. W. Lüpping, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

M. Leisen, Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

Vorträge ab 10.00 Uhr

// Rind im Bild 3/2011

// Termine

24. Sept. 2011 Galloway-Jungtierschau Nord, Betrieb Freiherr von Hollen, Giekau

7.-8. Okt. 2011 Schwarz-Rot-Gold Intensiv, Alsfeld

27. Okt. 2011 RUW-Schau, Hamm (DHV)

17. Nov. 2011 Blickpunkt Rind, Paaren (RBB)

21. Nov. 2011 Elite-Auktion, Hamm (DHV)

29. Nov. 2011 Informationsveranstaltung der Landwirtschaftskammer

Schleswig-Holstein und der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

zum Thema „Kälber- und Jungviehaufzucht“, Beginn: 10.00 Uhr

26. Jan. 2012 Neumünster am Abend, Holstenhallen, Neumünster

14. Sept. 2012 Jubiläumsball der RSH eG, Stadthalle, Neumünster

Impressum

Rind im Bild“, 20. Jahrgang, Nr. 3/2011

Mitteilungsorgan der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

u. des Landeskontrollverbandes Schleswig-Holstein e.V.

Rind im Bild“ soll die Rinderzüchter und -halter in

Schleswig-Holstein über die laufende Entwicklung in Zucht,

Besamung, Absatz sowie der Milchleistungsprüfung informieren.

Verlag und Herausgeber:

Rind im Bild

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

E-mail: redaktion@rsheg.de

Telefon 04321/905300

Fax 04321/905396

Internet: www.rsheg.de

www.angler-rind.de

Bankverbindung: VR Bank Flensburg-Schleswig

(BLZ 216.617.19), Kto.-Nr. 417 220

Rind im Bild“ wird herausgegeben von:

Der RSH eG mit folgenden Abteilungen:

Matthias Leisen

Abt. Besamung/Vermarktung/

Herdbuch

Telefon 04321/905351

Dr. Heiner Kahle

Abt. Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner

Telefon 04321/905301

Günter Koch

Abt. Rotbunte Schleswig-Holsteiner

Telefon 04321/905303

Claus-Peter Tordsen

Abt. Angler

Telefon 04641/933221

Claus Henningsen

Abt. Fleischrinder

Telefon 04321/905305

Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e. V. ,

Hergen Rowehl

Steenbeker Weg 151

D-24106 Kiel

Telefon 0431/339870

Fax 0431/3398713

E-Mail: info@lkv-sh.de

Redakt. Schriftleitung:

Susanne Derner

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

Erscheinungsweise: Viermal im Jahr

Auflage 8.000 Exemplare

Anzeigenverwaltung: „Rind im Bild

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

Telefon 04321/905331

Fax 04321/905396

Preisliste Nr. 9 vom 01. September 2001

Anzeigenschluss Nr. 1 am 15. Januar,

Nr. 2 am 15. April,

Nr. 3 am 15. August,

Nr. 4 am 15. November

Satz und Layout:

bdrops GmbH Werbeagentur

Werftbahnstr. 8

D-24143 Kiel

Telefon 0431/70 28 170 · Fax 0431/70 28 171

E-mail: info@bdrops.de

Druck:

Neue Nieswand Druck GmbH

Am Kiel-Kanal 2 · D-24106 Kiel

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und fotomechanische

Wiedergabe – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung

des Verlages gestattet.


RSH eG

Aktuelles zur neuen

Besamungssaison 2011/2012

Zum Beginn des neuen Geschäftsjahres

2011/2012 haben wir mit unseren Partnern in

der NOG, der GGI und der EUROGenetic wieder

ein qualitativ hochwertiges und international

konkurrenzfähiges Spermaangebot für die Rassen

Schwarzbunt, Rotbunt RH, Rotbunt DN und Angler,

sowie verschiedene Fleischrinderrassen bereitgestellt.

Neben den töchtergeprüften Vererbern

kommen Jungbullen mit genomischen Zuchtwerten

zum Einsatz. Neben dem klassischen Bullenkatalog

„Bullen 2012“, in dem nur töchtergeprüfte Vererber

mit vollständigen Informationen enthalten sind,

wird ein breites, qualitativ hochwertiger genomisch

selektierter Jungbullen unter dem Logo „RSH Genomic“

präsentiert, das ständig aktualisiert und an

alle Mitglieder versendet wird.

An dieser Stelle möchten wir Sie aktuell über einige

wesentliche Punkte aus dem Besamungsbereich

informieren.

Hinweise zur Durchführung

der Rinderbesamung

1. Ausgeglichene, wiederkäuergerechte Fütterung

ist die Voraussetzung für Leistung, Gesundheit

und Fruchtbarkeit. Erst die Ergebnisse von

Grundfutteranalysen ermöglichen die Auswahl

des richtigen, d.h. passenden Kraft- bzw. Aus-

gleichfutters.

2. Vorbereitung der Besamung

Beobachten und notieren Sie sorgfältig das

erste Rindern nach dem Kalben und notieren

Falls Sie einmal nicht zu Hause sein sollten, füllen Sie bitte die gelbe Karte aus. Hängen Sie die Karte über dem zu besamenden Tier auf

oder wenigstens so, dass Ihr Tierzuchttechniker die Karte findet. Kennzeichen Sie dann aber das zu besamende Tier

Sie weiter die Brunst bis zum Zeitpunkt der

Besamung in dem Brunstkalender. Nur so wird

die zyklusgerechte Besamung stillbrünstiger

Tiere möglich und Fehlbesamungen (Kosten)

vermieden. RSH-Brunstkalender, die auf die

Bedürfnisse unserer Mitglieder zugeschnitten

sind, erhalten Sie über Ihren Tierzuchttechniker

oder Besamungstierarzt.

3. Besamungsanmeldungen bis 8.00 Uhr

Tiere, die am gleichen Tag besamt werden

sollen, müssen bis 8.00 Uhr bei dem zuständi-

gen Zentralbüro oder dem jeweiligen Besa-

mungsbeauftragten angemeldet werden. Die

Telefonnummer entnehmen Sie bitte dem Bul-

lenkatalog 2012.

Es erleichtert die Besamungsdurchführung,

wenn bereits bei der Anmeldung der ausge-

wählte Bulle genannt wird.

- Besamungsnachmeldungen

bis 9.00 Uhr (Handy)

Die RSH eG bietet den Mitgliedern die Möglichkeit,

Besamungen nachzumelden. Unsere Tierzuchttech-

Nutzen Sie unser Fachwissen für ihre „Zuchtqualität mit Zukunft“.

// Rind im Bild 3/2011 5


6

niker sind mit Handys ausgerüstet und nehmen verspätete

Anmeldungen bis 9.00 Uhr entgegen. Die

so angemeldeten Besamungen werden am gleichen

Tag durchgeführt. Beachten Sie bitte, dass für diese

Besamungen durch zusätzlichen Arbeitsaufwand

eine Nachmeldegebühr von 3,00 EURO zzgl. USt.

pro Betriebsbesuch erhoben wird.

4. Besamungsfreie Tage

Am 1. Weihnachtstag, Neujahr, am 1. Ostertag

und am 1. Pfingsttag werden keine Besa-

mungen durchgeführt. An allen übrigen Sonn-

und Feiertagen sowie Werktagen führen die

Besamungsbeauftragten die vollen Servicelei-

stungen der RSH eG durch.

5. Durchführung der Besamung

Zur Besamung angemeldete Tiere sollen im

Laufstall fixiert oder angebunden sein. Bessere

Besamungsresultate erzielt man bei Rindern

und Kühen, die von der Herde abgesondert und

ruhig behandelt wurden. Es ist Aufgabe des

Tierbesitzers, für das angemeldete Tier folgende

Daten bereitzuhalten:

• Besamungskarte

• Name oder Stallnummer

• Lebensohrmarke

• Vater des Tieres

• Stellen Sie bei angekauften Tieren den Vater

fest und tragen ihn, wie bei den eigenen Kühen,

in die Besamungskartei ein, um Inzucht zu ver-

meiden

• Bei Umbullern bitte das letzte Besamungsda-

tum notieren, damit der Besamungsbeauftragte

eine eventuelle Trächtigkeit ausschließen kann.

Wir weisen darauf hin, dass für die Richtigkeit der

Abstammung der Züchter verantwortlich ist.

Wird jemand anwesend sein, um dem Besamungstechniker

ggf. zu helfen und etwaige Fragen zu beantworten?

Die besten Ergebnisse werden erzielt,

wenn der Besamungsbeauftragte möglichst viele

Vorinformationen zum zu besamenden Tier erhält

und ein Helfer anwesend ist.

6. Trächtigkeitsuntersuchungen

Auf Anfrage führen die Besamungsbeauftrag-

ten Trächtigkeitsuntersuchungen durch. Auch

für Trächtigkeitsuntersuchungen gilt wie für

Besamungen: Die zu untersuchenden Tiere

sollen angebunden sein, es sollen möglichst

alle Informationen bezüglich der Besamung

bereitgehalten werden und das notwendige

Personal abgestellt werden, damit eine ordent-

liche Untersuchung durchführbar ist. Trächtig-

keitsuntersuchungen in größerer Anzahl (5 oder

// Rind im Bild 3/2011

// RSH eG

Der Tierzuchttechniker trägt die Daten des zu besamenden Tieres in die Stallkartei ein. Durch diese Vorgehensweise werden Fehler vermieden,

die immer wieder dazu führen, dass bei Kälbern keine Abstammung nachgewiesen werden kann

mehr Kühe) sollten Sie terminlich mit den Besa-

mungsbeauftragten abstimmen und an Sonn- -

und Feiertagen auf das unbedingt notwendige

Maß beschränken.

7. Aufgabe des Tierbesitzers

Für das richtige Eintragen der Lebensohrmarke

nach VVVO des zu besamenden Tieres in die

Besamungskartei sind die Mitglieder verant-

wortlich. Benutzen Sie darüber hinaus den

hierfür vorgesehenen Vordruck, er erleichtert

die Registrierung der Besamung und man ver-

meidet so unnötige Fehler in der Abrechnung.

8. Lassen Sie den ganzen Bestand besamen, ver-

wenden Sie auf keinen Fall ungekörte Bullen,

denn der Zuchtfortschritt ist mit der Besamung

in allen Merkmalen besser und wirtschaftlicher!

Zudem lassen sich die weiblichen Tiere besser

vermarkten, wenn Sie einen Besamungsbullen

als Vater nachweisen können.

9. Milchleistungskontrolle ist die Voraussetzung

für den betriebswirtschaftlichen Erfolg der Ein-

zelkuh und damit des Gesamtbestandes und

sichert nachhaltig den züchterischen Fort-

schritt!

Anmerkungen zur Gebührenordnung

1. Betriebsgrundbeitrag

Der Betriebsgrundbeitrag ist, unabhängig von

der Anzahl der im Geschäftsjahr durchge-

führten Besamungen, von jedem Mitgliedsbe-

trieb einheitlich fällig. Er deckt einen Teil der bei

der RSH eG für jedes Mitglied entstehenden

allgemeinen Kosten, wie Mitgliederführung,

Bezug Rind im Bild, Katalog etc., ab

und beträgt 25,00 EURO.

2. Besamungsgebühren

Trotz jährlich steigender (Lohn)kosten konnte

die RSH eG über viele Jahre die Gebühr

für die Erstbesamung konstant halten.

Mittlerweile liegen jedoch die direkten Kosten

je EB über der bisher erhobenen Grundge-

bühr, so dass sich der Vorstand veranlasst sah,

die Grundgebühr mit Wirkung vom 01.09.2011

auf 22,00 EURO anzuheben.

Die Grundgebühr beinhaltet nach wie vor 3

kostenlose Nachbesamungen. Für die 5. Besamung

ist eine Grundgebühr von 15,00 EURO

zu entrichten, die aber dann alle weiteren Folgebesamungen

der Kuh beinhaltet. Die Gebühren

für mehrere Erstbesamungen an einem Tag

in einem Mitgliedsbetrieb haben sich wie folgt

geändert:

bis 3 EB pro EB EURO 22,00

bis 5 EB pro EB EURO 18,50

bis 7 EB pro EB EURO 17,00

bis 9 EB pro EB EURO 14,50

10 und mehr EB pro EB EURO 12,00

Die jeweils erreichte Grundgebührklasse gilt

dann für alle an diesem Tag durchgeführten

Erstbesamungen (Bsp.: 8 EB/Betrieb, Gebühr

14,50 EURO = 8 x 14,50 EURO = 116,00

EURO).

Durch die Etablierung der genomischen Zuchtwertschätzung

gibt es den klassischen Testbullen

nur noch bei den Rassen Rotbunt DN und


RSH eG

Ergebnis erfolgreicher Zusammenarbeit Fotos: Winder

Angler. Hier werden die Testbullen wie bisher

mit einem Portionspreis von 5,00 € berechnet.

Bei den Holsteins liegen für alle Jungbullen

genomische Zuchtwerte vor. Die Portionspreise

bleiben für genomisch zuchtwertgeschätzte

Jungbullen beträgt je nach Zuchtwerthöhe und

Abstammung 5,00 bis 20,00 EURO. Die Portionspreise

für töchtergeprüfte Vererber bleiben

weitestgehend unverändert.

3. Fremdspermabestellung

Bestellungen von Fremdsperma sind für alle

Bullen erforderlich, die nicht stationseigen sind

oder über den Vererberaustausch kommen. Alle

Bullen, die unter der Rubrik „Fremdsperma“

veröffentlicht sind, müssen vorbestellt werden.

Richten Sie bitte diese Bestellungen mit den

beiliegenden Bestellkarten an die zuständige

Station Schönböken.

Für einzelne, auf Wunsch der Mitglieder bestellte

Portionen, die nicht von der RSH eG

angeboten werden, besteht Abnahmeverpflichtung.

Die anfallenden Kosten für die Besamungserlaubnis,

Herdbuchaufnahme sowie die

Spermabeschaffungs- und Bearbeitungskosten

gehen zu Lasten des Bestellers.

Bei direkt gekauftem Sperma von anderen

Stationen, das nicht über die RSH eG bezogen

wurde, ist pro Portion eine Bearbeitungsgebühr

von 4,00 EURO zzgl. USt. zu entrichten. Diese

Gebühr beinhaltet alle anfallenden Kosten für

die Registrierung, Datenverarbeitung, Zuchtwertschätzung,

etc..

Die zusätzlichen Kosten der Herdbuchaufnahme,

Transportkosten etc. müssen vom Besteller

zusätzlich übernommen werden. Das bestellte

Sperma soll im Laufe eines Jahres verbraucht

werden. Andernfalls ist die Genossenschaft berechtigt,

das Restsperma zu vernichten. Das Risiko

für das Zukaufssperma trägt der Besteller.

Für die Richtigkeit der Vaterschaft bei zugekauften

Fremdsamenportionen übernimmt die

Genossenschaft keine Haftung!

Die Portionspreise des Fremdspermas können

sich im Laufe der Saison ändern.

4. Haftungsausschluss

Die Angaben im Katalog, anderen Printmedien

und im Internet erfolgen nach bestem Wissen

nach dem jeweiligen Erfahrungsstand der Genossenschaft.

Die Angaben zu Zuchtwerten

und Leistungsdaten basieren auf den Grundlagen

der staatlich anerkannten Leistungsprüfung

und mit der Zuchtwertschätzung beauftragten

staatlich anerkannten Rechenstellen,

für deren Richtigkeit die Genossenschaft nicht

haftet. Angaben zum Gesundheitsstatus und

zu gendiagnostischen Untersuchungsergebnissen

basieren auf Untersuchungsergebnissen

von Tierärzten und/oder anerkannten Untersuchungslabors.

Für die Richtigkeit dieser Ergebnisse

haftet die Genossenschaft nicht. Darüber

hinaus wird eine Haftung nicht übernommen.

Für züchterischen Erfolg und den Befruchtungserfolg

des eingesetzten Spermas und der

Embryonen wird keinerlei Garantie übernommen.

Das Erfolgsrisiko verbleibt beim Besteller.

Bei allen Zukäufen kann die Genossenschaft

davon ausgehen, dass die von dem Lieferanten

angegebenen Abstammungsunterlagen und

Qualitätshinweise richtig sind. Als beweisfähige

Unterlagen sind insbesondere die Zuchtbescheinigung

und die Bluttypenkarte bzw.

DNA-Mikrosatellitenkarte sowie die begleitenden

Veterinäratteste und sonstige Untersuchungsergebnisse

ausreichend. Eine Gewährleistung

für die Richtigkeit dieser Angaben

ist ausgeschlossen. Sollten sich insbesondere

bei späteren Untersuchungen der Nachzucht

Zweifel an der Richtigkeit der Abstammung

ergeben, haftet die Genossenschaft gegenüber

dem Mitglied hierfür nicht. Sie ist jedoch verpflichtet,

ihre etwaigen Ansprüche gegen den

Lieferanten an das Mitglied abzutreten und es

bei der Geltendmachung derartiger Ansprüche

nach Möglichkeit zu unterstützen.

5. Mitgliedschaft

Jedes Mitglied der RSH eG hat sich laut Satzung

mit bis zu drei Geschäftsanteilen an der

Genossenschaft zu beteiligen.

Die Anzahl der Geschäftsanteile und die Höhe

des auszuzahlenden Geschäftsguthabens richten

sich nach der Anzahl der jeweils im Vorjahr

durchgeführten Erstbesamungen.

Die Höhe des Genossenschaftsanteils beträgt

800,00 EURO, darauf sind mindestens 10 %

= 80,00 EURO gem. § 7 Satz 1 GenG sofort

einzuzahlen. Die weitere Einzahlungspflicht

ergibt sich aus der Zahl der durchgeführten

Erstbesamungen in der abgelaufenen Saison.

Ab der 101. Erstbesamung ist ein weiterer Anteil

zu zeichnen und ab der 201. Erstbesamung

wiederum ein weiterer Anteil.

Zur Beachtung!

Alle Angaben und Empfehlungen zu den jeweiligen

Bullen entsprechen dem gegenwärtigen Wissensstand.

Da bei der Weitergabe der Vererbungsmerkmale

stets mit einer gewissen Streuung gerechnet

werden muss, berechtigt die Abweichung von der

durchschnittlichen Vererbung nicht zu Schadenersatzansprüchen!

M. Leisen

// Rind im Bild 3/2011 7


8

// Rind im Bild 3/2011

// RSH eG

Gebührenordnung der RSH eG

Abt. Besamung (gültig ab 01.09.2011)

1. Beiträge

1.1. Betriebsgrundbeitrag pro Mitglied / Jahr ............................................................................ EURO 25,00

1.2. Ein Genossenschaftsanteil beträgt ...................................................................................... EURO 800,00

Einzahlungsstaffel nach EB, mind. 80,00 EURO.

2. Besamungsgebühren (Änderungen vorbehalten)

2.1. Besamungsdurchführungsgebühr pro Erstbesamung inkl.

dreier Nachbesamungen für alle Bullen .............................................................................................. EURO 22,00

Die EB-Gebühr ist nicht übertragbar von Betrieb zu Betrieb

bei Besitzwechsel von Rindern.

2.2. Gebühr für die 5. Besamung ................................................................................................ EURO 15,00

Die Gebühr für die 5. Besamung schließt alle weiteren

Besamungen ein, d. h. eine Gebühr für die 9. / 13. / etc.

Besamung wird nicht mehr erhoben.

2.3. Sonderregelung bei mehreren Erstbesamungen an einem Tag

in einem Mitgliedsbetrieb

bis 3 EB pro EB .................................................................................................................................. EURO 22,00

bis 5 EB pro EB .................................................................................................................................. EURO 18,50

bis 7 EB pro EB .................................................................................................................................. EURO 17,00

bis 9 EB pro EB .................................................................................................................................. EURO 14,50

10 und mehr EB pro EB ...................................................................................................................... EURO 12,00

Die Gebühren gelten jeweils für alle an diesem Tag

durchgeführten EB’s.

Zzgl. zu der Grundgebühr ist die jeweils festgesetzte

Portionsgebühr des eingesetzten Bullen zu entrichten.

2.4. Vertretungsbesamungen TZT in EBB-Betrieben je Besamung .............................................. EURO 10,00

2.5. Nachmeldegebühr für Besamungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr,

die über Handy angemeldet werden, pro Betriebsbesuch .................................................................... EURO 3,00

3. Portionsgebühren

3.1. Vererbersperma pro Portion nach Bullenkarte

3.2. Sperma pro Portion je Bullen aus genomischer Selektion nach Bullenkarte

3.3. Gebühr für nicht über RSH eG bezogenes Fremdsperma

pro Portion zzgl. sonstiger Beschaffungskosten ................................................................................... EURO 4,00

4. Sonstiges

4.1. Gutschrift in ehemaligen Vertragstestherden für Bewertung

von Nachzuchttöchtern und Vergleichstieren aus

Besamungen mit 3.2 je Tier ................................................................................................................ EURO 10,00

4.2. Trächtigkeitsuntersuchungen je Untersuchung .................................................................... EURO 4,00

Alle Preise zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer mit Ausnahme der Genossenschaftsanteile


RSH eG

Der Countdown läuft! Anmeldetermine beachten!

„Neumünster am Abend“

Am 26.01.2012 ist es endlich wieder soweit:

die Verbandsschau der Rinderzucht Schleswig-

Holstein e.G. „Neumünster am Abend“.

Gerade auch im Zeitalter der genomischen Zuchtwertschätzung

ist der Stellenwert von Schauen

ungebrochen.

Im Einzelkuhwettbewerb wird eine Nachfolgerin

von „HaH Grazie“ ermittelt. Diese Kuh aus der

Zucht von Andreas Bewersdorff wurde 2010 mit

dem Titel „Grand Champion“ dekoriert.

Anmeldeschluss Einzelkuhwettbewerb:

Die Kühe für den Einzelwettbewerb melden Sie

bitte bis zum 14.11.2011 unter:

Tel.: 04321- 905 307/308/317

Fax: 04321 - 905 394/395

bzw. per E-mail: vermarktung@rsheg.de

Auch in diesem Jahr benötigen wir Ihre Unterstützung

für die Präsentation aktueller Nachzuchten. In

beistehender Tabelle finden Sie die Vererber, die zur

Zeit für die engere Auswahl der Nachzuchtpräsentationen

vorgesehen sind.

Schwarzbunte Nachzuchten

Brigade

Zabing RF

Goldstein

Schamura

Rotbunte Nachzuchten

Faromir

Liek

Leporello

Angler Nachzucht

Haithabu

Zugelassen werden nur BHV1-freie Tiere mit amtlicher

BHV1-Freiheitsbescheinigung und die die

aktuellen tierseuchenrechtlichen Bedingungen erfüllen

sowie innerhalb 14 Tage vor der Schau blutserologisch

BHV1 sowie BVD/MD-Antigen negativ

untersucht sind. Dr. H. Kahle

Grand Champion 2010: HaH Grazie aus der Zucht von Andreas Bewersdorf Foto: Schulze

Die Stadel-Tochter Diggy von Gerd Sievers aus Beidenfleth sicherte sich den Titel „Sieger alt Neumünster am Abend 2010“

Foto: Arkink

// Rind im Bild 3/2011 9


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Mit dem Ehrenpreis für beispielhafte Leistungen

zeichnet die Landwirtschaftskammer Spitzenbetriebe

im Bereich der Tierzucht aus. Die höchste

Auszeichnung erhalten auf Vorschlag der Zuchtverbände

Züchter, deren Tiere sich durch hohe

Leistungen, hervorragendes Exterieur, Erfolge auf

regionalen und überregionalen Schauen sowie

durch den züchterischen Einfluss auf die breite Landeszucht

auszeichnen.

Die hohen züchterischen Qualitäten sind keine Eintagsfliegen,

sondern ergeben sich aus jahrelangen

züchterischen Erfolgen des Betriebes. Die solide

züchterische Grundlage wird über Generationen

hinweg angelegt, gepflegt und durch gezielte

Zuchtmaßnahmen weiter entwickelt.

Nachhaltige Zuchterfolge beruhen auf einer Kombination

von exakten Leistungsprüfungen, genauer

Beurteilung des Exterieurs, Beobachtung der Tiere,

Kenntnis der Abstammungen, einem hervorragenden

Tier-verstand und der richtigen Einschätzung

der Marktentwicklung. Auch der Mut, neue

Kombinationen auszuprobieren und züchterische

Rückschläge hinzunehmen ist ein wesentliches

Merkmal guter Züchter. Trotz aller Kenntnisse und

genomischer Analysen sind Zuchterfolge nicht sicher

planbar. Um ein TOP-Zuchttier zum richtigen

Zeitpunkt auf den Markt zu bringen, gehört auch

ein wenig Glück.

// Rind im Bild 3/2011

// RSH eG

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein zeichnet Züchter aus

Ehrenpreis für besondere

Leistungen in der Tierzucht

Jordarin aus der Zuchtstätte Reimers hat seine Zuchtwerte bestätigt und rundet das Angebot der

töchtergeprüften RSH-Vererber ab Foto: Arkink

Der RSH-Vorsitzende, Herr Boyens, gratuliert Familie Reimers zur Auszeichnung der Landwirtschaftskammer Foto: Böhnke

Familien Halske, Schönwalde Rethwisch

Herdbuchzucht auf schwierigem Standort

Die Familie Halske hat 1954 Hof Kamp bei Ahrensburg

verlassen und im ostholsteinischen Reth-

wisch einen Betrieb gekauft. Der Standort am

Bungsberg mit schweren Tonböden einerseits und

nassen Moorwiesen andererseits stellt hohe Anforderungen

an eine erfolgreiche Bewirtschaftung.

Heute nutzt der Betrieb ca. 100 ha im Ackerbau und

weitere 100 ha, davon 26 ha Moorwiesen, als Futtergrundlage

für die Rinder. Der Maisanbau für die

Kühe bleibt aufgrund der Bodenverhältnisse und

der Wildschweine schwierig.

Nach dem Abschluss des Landwirtschaftsstudiums

an der Fachhochschule in Rendsburg ist Jan Christoph

Halske 2008 in den Betrieb eingestiegen.

Familie Halske gründete bereits 1974 eine der ersten

GbR’s in Schleswig Holstein. Nach dem Eintritt

Die Siegerkuh der rotbunten Nachzuchten bei Neumünster am Abend 2010 war die Jordarin-Tochter

„Insa“ von der Reimers GbR, Westerhorn Foto: Arkink


von Jan Christoph erfolgte 2010 die Umwandlung

in eine KG. Derzeit bewirtschaftet die Familie mit

einem festen Mitarbeiter den Marktfrucht-Futterbaubetrieb

mit 140 Kühen. Eine Praktikantin mit

großen Passionen für die Milchviehzucht verstärkt

vorübergehend das Team.

Züchter aus Leidenschaft

Die Zucht schwarzbunter Rinder war und ist die

Leidenschaft der Betriebsleiter. Die Herde zählt seit

vielen Jahren zu den leistungsfähigen Herden und

zeigte ihr enormes Potential 2007 mit einer Herdenleistung

von mehr als 11.000 kg. Der Landes-

kontrollverband zeichnete den Betrieb mehrfach

für Milchleistung, Tiergesundheit und Milchqualität

aus. Besonderer Wert wird auf Langlebigkeit gelegt.

Bereits seit den 70er Jahren verkauft der Betrieb regelmäßig

Zuchtbullen und in den achtziger Jahren

begann der Betrieb, die Möglichkeiten des Embryotransfers

gezielt für die Zucht zu nutzen. Immer

wurden neue interessant erscheinende genetische

Linien ausprobiert, um den Zuchtfortschritt zu nutzen.

Natürlich wurde damals auch Pabst Ideal, der

wohl berühmteste Holstein Frisian Bulle, eingesetzt.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Verwendung

der Holstein Frisian mit starker Betonung

der Milchleistung in den Züchterkreisen heftig umstritten

war.

Durch die solide, bewährte Zuchtarbeit, die regelmäßige

erfolgreiche Teilnahme an regionalen und

landesweiten Schauen, das stetige Angebot an

züchterisch interessanten Tieren sowie die Auktionsbeschickungen

hat sich die Zuchtstätte in Züchterkreisen

einen hervorragenden Namen erarbeitet.

// RSH eG

Engagierte Zuchttierverkäufer

Die anerkannt leistungsstarke genetische Veranlagung

und Besonderheiten in der Blutführung sind

Grundlagen für die nachhaltigen Erfolge beim

Zuchttierverkauf. In der Rinderzucht Schleswig Holstein

gehört der Betrieb in Rethwisch mit einem

jährlichen Angebot von 40 bis 45 Bullen und Färsen

zur Spitzengruppe der Betriebe mit Zuchttierverkäufen.

Rinderhalter schätzen insbesondere die Zuchtbullen

aus Rethwisch. Aufgrund der Blutführung mit kanadischer

Genetik sind sie eine Alternative zu den

sonst angebotenen Tieren.

Toronto (September x Skychief) von der Reimers GbR, Siegerin der mittleren Klassen bei Neumünster am Abend 2010 Foto: Arkink

Der RSH-Vorsitzende, Herr Boyens und der Präsident der Landwirtschaftskammer Claus Heller gratulieren der Familie Halske zur Auszeichnung

der Landwirtschaftskammer Foto: Böhnke

Einen überragenden Erfolg verzeichnete der Betrieb

bei der Sunrise Sale 2011 in Karow. Mit 7.700 Euro

erzielte die Man-o-Man Tochter einen Spitzenpreis.

Auch 2010 wurde bereits ein Tier erfolgreich über

die Sunrise Sale vermarktet.

Familie Reimers, Westerhorn

Familienbetrieb mit Tradition

Familie Reimers bewirtschaftet in Westerhorn einen

110 ha Futterbaubetrieb als typischen Familienbetrieb

mit klarer Aufgabenteilung: Senior Bernd Reimers

engagiert sich politisch als Bürgermeister und

Amtsvorsteher. Im Betrieb übernimmt er die Außenwirtschaft

und die Kälberfütterung. Lars Reimers,

der nach seinem Höla-Abschluss 2001 in den Betrieb

eingestiegen ist, zeichnet für die Kühe mit den

züchterischen Aspekten verantwortlich und übernimmt

mit seiner Mutter die tägliche Melkarbeit.

Durch die Arbeitsteilung und das gute Verhältnis innerhalb

der Familie bleibt Zeit für das große Engagement

im Zuchtbetrieb. Als Mitglied im Kreisvorstand,

im Vorstand der RSH und in der Kommission

für die Herdbuchkuh-Bewertung bringt er seinen

züchterischen Sachverstand in die Zuchtorganisa-

tion und zahlreiche Zuchtbetriebe ein.

Auch die zeitaufwändige Teilnahme an regionalen

und überregionalen Schauen ist nur durch den Zusammenhalt

der Familie und das ausgezeichnete

Verhältnis zu den Nachbarn möglich.

Tochter Wencke Reimers ist ebenfalls vom Zuchtvirus

befallen. Sie studiert an der Fachhochschule

in Rendsburg mit dem Schwerpunkt Tierproduktion,

// Rind im Bild 3/2011 11


12

engagiert sich bei den Jungzüchtern und richtet bereits

Schauen im Jungzüchterbereich.

Herdbuch-Kühe gehören seit vier Generationen

zum Betrieb der Familie Reimers. 1988 wurde der

Stall in Westerhorn gebaut und mit 66 Kühen belegt.

Heute stehen 100 Kühe im Stall, die komplette

weibliche Nachzucht kalbt im Betrieb ab und etwa

die Hälfte der männlichen Kälber wird für den Verkauf

als Zuchtkalb oder Bulle aufgezogen.

Rotbuntzucht auf höchstem Niveau

Die Rotbuntherde zählt seit Jahren zu den leistungsstärkeren

Herden in Schleswig-Holstein.

Die Eckpunkte sind beeindruckend:

• Milchleistung: 11.480 kg mit 3,99 %

Fett und 3,48 % Eiweiß

• Erstkalbealter: 26 Monate

• Abgangsalter: 5,1 Jahre

• Lebensleistung: 32.230 kg ECM

• Lebenstagsleistung: 17,4 kg ECM

Die Färse Jamaica mit mehr als 10.000 kg Färsenleistung

gehört zu den TOP 5 in Schleswig-Holstein.

Vier Kühe mit einer 305-Tage-Leistung von weit

über 1.000 kg Fett und Eiweiß spielen in der absoluten

Spitzengruppe der Bundesliga und die Kuh

Zaire überschritt die magische Lebensleistung von

100.000 kg. Mehrfach zeichnete der Landeskontrollverband

den Betrieb Reimers in den letzten

Jahren für die Spitzenpositionen bei Milchleistung,

Milchqualität und Tiergesundheit aus.

Grundlage der Zucht war die eigene Genetik und

// Rind im Bild 3/2011

// RSH eG

Die Goldwin-Tochter Jerri von der Halske GbR ist die Mutter des in Karow bei dem Sunrise Sale 2011 verkauften Jungtieres. Mit 7.700

Euro erzielte die Man-o-Man Tochter einen Spitzenpreis Foto: Arkink

der Zukauf von sieben alten Kühen aus dem ehemaligen

Ausbildungsbetrieb von Lars Reimers. Der

Schwerpunkt der Zuchtauswahl lag nicht bei der

Milchleistung, sondern bei den Inhaltsstoffen – insbesondere

beim Eiweißgehalt. Großer Wert wird auf

die Exterieurmerkmale für Euter und Fundamente

gelegt, um stabile langlebige Kühe zu erhalten. Den

Embryotransfer als Zuchtmethode nutzt Lars Reimers

nur begrenzt für 1 – 2 ausgewählte Tiere mit

hohem genomischen Wert. Jetzt setzt er auf einen

breit gestreuten Einsatz von genomisch selektierten

Jungbullen, um den Zuchtfortschritt zu nutzen.

NOG Glamour von der Halske GbR ist eine von vielen NOG Bullenmüttern Foto: Arkink

Erfolgreich auf Schauen

Das hohe Leistungsniveau gepaart mit hervorragendem

Exterieur und guter Pflege ist eine sichere

Basis für Schauerfolge. Die mit 90 Punkten exzellent

bewertete „Toronto“ zählt zu den exterieurstärksten

Kühen Schleswig-Holsteins und vier Färsen

wurden 2010 mit 86 Punkten her-vorragend

eingestuft.

Regelmäßig nehmen Tiere aus Westerhorn bei der

Landesschau „Neumünster am Abend“ Spitzenplätze

ein. Bei der Kreistierschau „Kellinghusen

bei Nacht 2010“ gingen drei Siegerpreise an den

Betrieb. Auch auf bundesweiten Schauen in Oldenburg

repräsentierten Kühe aus dem Westerhorner

Stall erfolgreich die schleswig-holsteinische Zucht.

Bullenmutter und Auktionstiere

Die Genetik des Betriebes ist gefragt. Jährlich werden

15 – 20 abgekalbte Färsen zur Zucht verkauft

und ein erheblicher Anteil der Bullenkälber wird als

Zuchtkalb oder gekörter Bulle vermarktet.

Mehrere Bullenmütter stehen bei RSH unter Vertrag

und auch bei den genomischen Zuchtwerten sind

etliche Tiere hoch getestet.

Vererber wie der bekannte Jordarin verbreiten die

hochwertige Genetik aus Schleswig-Holstein bundesweit.

Dr. W. Lüpping

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein


Teilweise besteht in der Praxis immer noch eine

gewisse Unklarheit, wie die korrekte Meldung

eines ET-Kalbes zu erfolgen hat. Im Folgenden sollen

daher die hierfür erforderlichen Maßnahmen

vorgestellt werden, um die Nachkommen aus ET

reibungslos, zeitnah und korrekt im Herdbuch registrieren

zu können:

1. Schritt:

Geburts- und Kalbemeldung an LKD

Wie bei der Geburtsmeldung eines „normalen“

Kalbes müssen die Vorschriften der Viehverkehrsverordnung

beachtet werden, d.h. der Geburtsbetrieb

muss innerhalb von sieben Tagen die Ohrmarke

des Kalbes sowie Geburtsdatum, Rasse,

Geschlecht und die Ohrnummer des Trägertieres als

Mutter des Kalbes direkt online an die zentrale HIT-

Rinderdatenbank bzw. per Geburtsmeldekarte an

den LKD melden. Entscheidend hierbei ist, dass das

Trägertier als Mutter gemeldet wird, da nur diese

Angabe im Rahmen der HIT-Meldung von Wichtigkeit

ist, nicht aber die Verknüpfung zur genetischen

Mutter.

Als einziger Unterschied zur Geburtsmeldung eines

„normalen“ Kalbes muss bei der Meldung eines ET-

Kalbes auf der Geburtsmeldekarte das Kennzeichen

„ET-Kalb“ angekreuzt bzw. bei der Meldung per Internet

im Feld „Embryotransfer“ das Kästchen „Ja“

angeklickt werden.

Diese Information „Kalb aus Embryotransfer“ wird

dann später bei der Speicherung in der Herdbuchdatei

berücksichtigt, d.h. das Kalb wird zwar mit

allen Informationen registriert, allerdings muss die

vollständige„genetische“ Abstammung zu diesem

Kalb noch von der RSH eG ergänzt werden (s.u.).

2. Schritt:

Meldung der ET-Nachkommen an die RSH eG

Für die korrekte Registrierung und Zuordnung von

Nachkommen aus ET sind folgende Unterlagen unabdingbar:

1.) Spül- bzw. Auftaubescheinigung oder

Übertragungsprotokoll der zugelassen-

en ET-Tierärzte.

2.) Geburtsmeldung (bei der RSH eG anzu

fordern) an die Herdbuchabteilung der

RSH eG.

3.) DNA-Karte des Kalbes und die DNA-

// RSH eG

Bitte beachten!

Korrekte Registrierung

von Nachkommen aus ET

Karte der Mutter. (Die DNA-Karte hat die früher

verwendete Bluttypenkarte ersetzt).

Die Spül- bzw. Auftaubescheinigung oder das Übertragungsprotokoll

wird direkt vom ET-Team an die

RSH eG übermittelt.

Die Geburtsmeldung erfolgt durch den Züchter, die

Meldefrist von 4 Wochen sollte nicht überschritten

werden. Hier ist neben der Ohrmarke des Kalbes

auch die genetische Mutter (=Spendertier oder Donor)

einzutragen.

Die Klärung der Abstammung der ET-Nachkommen

erfolgt durch DNA-Diagnostik (genetischer Fingerprint).

Der Landwirt muss dafür sorgen, dass von

dem ET-Kalb eine Blutprobe (20 ml) gezogen wird,

die für die Erstellung der DNA-Karte benötigt wird,

anhand derer die Sicherung der Abstammung erfolgt.

Für den Fall, dass für die genetische

Mutter (Spendertier) noch keine DNA-Karte

vorliegt, ist von ihr ebenfalls eine Blutprobe

zu ziehen und mit zu versenden. Wichtig ist,

dass die entsprechenden Untersuchungsanträge

für das Labor in Göttingen vom Züchter oder Haustierarzt

gut lesbar und vollständig ausgefüllt

werden. Der Landwirt kann sich aber auch an die

RSH eG wenden, die den Antrag vorbereitet und

mit dem Blutröhrchen an seinen Betrieb schickt.

Der Tierarzt braucht dann nur noch die Blutprobe

entnehmen.

Die Blutproben sind zu senden an:

Tierärztliches Institut der Universität Göttingen

Frau Dr. Margan

Burckhardtweg 2

37077 Göttingen

Sind alle genannten Unterlagen komplett bei der

RSH eG eingegangen und stimmen diese überein,

ergänzt die RSH die Abstammung des Tieres in der

Herdbuchdatei, diese Information wird dann automatisch

an den LKV übertragen.

Wird durch die DNA-Karte eine Abstammung nicht

bestätigt, ist der Züchter verpflichtet, diesen Umstand

aufzuklären!!

Für Rücksprache und zur Klärung von Detailfragen

erreichen Sie die Abteilung Herdbuch unter

Tel.: 04321/905308, Fax: 04321/905394 oder

04321/905395. Dr. Piepenburg, Dr. Kahle

0302002

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für die ersten 3 – 4 Lebenswochen,

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Schutzelementen.

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labile Verdauungslagen,

stärkt die

Abwehrkräfte und

mobilisiert das hohe

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junger Kälber.

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14

// Rind im Bild 3/2011

// RSH eG

RSH – Heatime – Das Konzept passt!

Starke Unterstützung

im Fruchtbarkeitsmanagement!

Unser qualifiziertes Team berät Sie gerne über die Vorteile des Heatimesystems und die attraktiven RSH Verkaufskonditionen Foto: Behrens

Nach einem RSH internen Vortest zur Beurteilung

der Qualität des Heatime Brunsterkennungssystems

starteten wir am 01.06.2009 mit einem attraktiven

innovativen Angebot an unsere Mitglieder. Bis zum

31.08.2010 wurden durch das RSH Team 343 Heatime

Anlagen verkauft.

Bis zum Redaktionsschluss dieser Rind im Bild Ausgabe

konnten wir die Anzahl der Betriebe, die

„Charta für die Landwirtschaft“ –

Ihr Standpunkt ist gefragt

Bundesministerin Ilse Aigner will mit der Charta

für Landwirtschaft und Verbraucherschutz

die Handlungsfelder und Lösungswege für

eine zukunftsorientierte Politik für die gesamte

Lebensmittelkette beschreiben.

Ziel ist es, die Land- und Ernährungswirtschaft

ihrer Bedeutung entsprechend auch zukünftig

in der Gesellschaft zu verankern. In Workshops,

mit Vertretern breiter gesellschaftlicher

Kreise werden die Herausforderungen beraten.

Das Ziel ist, miteinander, statt übereinander

zu reden. Über das Internet sollen nicht nur

die unmittelbar betroffenen Landwirte und Verbraucher,

sondern alle interessierten Gruppen die

Möglichkeit bekommen, ihre Vorstellungen in den

Diskussionsprozess einzubringen.

Mitreden!

Für die Diskussion sind Ihre Beiträge gefordert. Bürger,

Verbraucher, Landwirte, hier können sich alle

gesellschaftlichen Gruppen einbringen. Teilen Sie

mit, wie Sie die Landwirtschaft der Zukunft sehen!

Nutzen Sie dazu das seitens des BMVEL eigens

RSH Heatime als Managementhilfe nutzen,

auf 494 steigern.

Von diesen 494 Betrieben haben 300 Betriebe

zusätzlich Anlagen und Ausstattungen für die

Brunsterkennung im Färsenbereich eingesetzt.

Wir freuen uns über den Erfolg der konsequenten

Umsetzung unserer Idee zum Nutzen unserer Mitglieder

und zur Verbesserung des Herdenfruchtbarkeitsmanagements.

In keiner Region Deutschlands

sind so viele Heatimeanlagen im Einsatz wie im

RSH Gebiet!

Unser qualifiziertes Team berät Sie gerne über die

Vorteile des Heatimesystems und die attraktiven

RSH Verkaufskonditionen.

Ansprechpartner sind:

Marco Falk Tel.: 0170 / 561 30 71 und

Heinz Danger Tel.: 0170 / 918 27 90

oder 04321 / 905 324

Nutzen Sie die Gelegenheit.

Dr. E. Hasenpusch

dafür bereitgestellte Forum und klicken Sie

sich über www.bmvel.de/DE/Ministerium/

Charta-Diskussion_node.html ein, um Ihre

Meinung als Rinderhalter, Milchproduzent und

Landwirt zur zukünftigen Entwicklung der Rinderhaltung

und Milchproduktion abzugeben.

Dr. H. Kahle

Quelle: BMVEL


DHV-Schau 2011

auf Spitzenniveau

// Top-Thema

Bundessiegerin der jungen rotbunten Kühe wurde die Vincente-Tochter „Irmi“ von der Hollmann GbR, Österdeichstrich. Der Preisrichter, Markus Gerber, stellte vor allem ihren Milchadel und das fantastische,

drüsige Euter heraus Foto: KeLeKi

Am 9. Juni war Oldenburg wieder Schauplatz der

im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Nationalschau

des Deutschen Holstein Verbandes (DHV)

und damit gleichzeitig Laufsteg für 220 der besten

Kühe Deutschlands, Österreichs und Luxemburgs.

Die vielen Zuschauer aus dem In- und Ausland verliehen

der Schau wieder ihr besonderes Flair und

waren begeistert von der hohen Tierqualität und

der Ausgeglichenheit des Schaukontingents.

Ebenfalls auf großes Interesse stieß wieder einmal

die Präsentation der Töchtergruppen von Bullen

aus dem Test- und Wiedereinsatz. Insgesamt neun

Nachzuchten wurden dem kritischen Publikum präsentiert

und wussten zu begeistern (siehe Seite 74).

Bereits am Vortag der Schau, fand der 12. Bundesvorführwettbewerb

der Jungzüchter statt, der auf

absolut hohem Niveau ausgetragen wurde. Für

diesen Bundeswettbewerb mussten sich alle teilnehmenden

Jungzüchter auf den jeweiligen Landeswettbewerben

qualifizieren.

Im Anschluss an den Bundesjungzüchterwettbewerb

wurden auf dem „DHV-Genetik Sale 2011

diverse Spitzentiere aus renommierten Kuhfamilien

mit hohen genomischen Zuchtwerten zu Höchstpreisen

versteigert.

RSH-Schaukontingent

Im Schaukontingent wurden die Schleswig-Holstein-Farben

von neun Schwarzbunten und sieben

Rotbunten vertreten, die man vorab auf den Betrieben

besichtigt und ausgewählt hatte. In einem

14-tägigen „Trainingslager“ wurden diese Schaukühe

auf ihren großen Tag hin vorbereitet, um sie

den kritischen Blicken des Preisrichters optimal zu

präsentieren.

Das Preisrichteramt bei den Rotbunten übernahm

Markus Gerber aus der Schweiz, während bei den

Schwarzbunten Matthias Zens aus Musweiler die

Konkurrentinnen richtete. Beide zwei erfahrene Juroren,

die mit klaren Kommentierungen ihre Richtergebnisse

dem Publikum souverän nahe brachten.

Rotbunte Färsen überzeugten mit viel Adel

Gleich in der ersten Färsenklasse mussten sich

zwei Vertreterinnen aus Schleswig-Holstein mit

der sehr starken Konkurrenz messen. Relativ frisch

abgekalbt, aber in Top-Form präsentierte sich die

Katalog-Nr. 102, „Modell“ von Ute und Hans Jürgen

Wendt aus Riepsdorf. Familie Wendt hatte im

Januar die Classic-Tochter auf der Abendauktion

// Rind im Bild 3/2011 15


16

der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG in Neumünster

als tragende Färse gekauft und Modell hat sich

hervorragend entwickelt. Züchter der Färse ist Uwe

Thies aus Bornhöved.

Ebenfalls in der ersten Klasse im Ring war die Savard-Tochter

„SH Lauri-Red“ von der SH Wendell

GbR aus Beringstedt. Diese großrahmige und körperstarke

Färse geht auf die bekannte Laurie-Sheik-

Familie zurück.

Auf Grund der sehr starken Konkurrenz konnten

sich die beiden Vertreterinnen aus Schleswig-Holstein

nicht im vorderen Feld platzieren. Auf die ersten

beiden Plätze kamen Mr. Burns-Töchter, wobei

die 1-a-Platzierte Katalog-Nr. 113 „RZB Robina“

von der Uhrig RZB aus Sulzbach, mit hervorragender

Entwicklung, viel Länge und einer fantastischen

Bewegung überzeugen konnte.

In der zweiten Färsenklasse traten elf junge Red-

Holstein-Kühe in den Ring, die in punkto Milchadel,

Beinqualität und Bewegung begeistern konnten.

Wiederum war die Rinderzucht Schleswig-Holstein

eG mit zwei Färsen vertreten. Die Ralstorm-Tochter

„HaH NOG Lovestory“, Katalog- Nr. 119 von Andreas

Bewersdorff, Bockhorn, geht auf die bekannte

„West-Port Rubens Marigold“ zurück.

Sowohl „HaH NOG Lovestory“ als auch ihre Mutter,

die Talent-Tochter „HaH NOG Honeymoon“ sind

qualifizierte Bullenmütter aus dem NOG-Zuchtprogramm

in Karkendamm.

Katalog-Nr. 115 „Laus“ von Hauke Jaacks aus

Hamburg-Rissen war die zweite Vertreterin. Die

// Rind im Bild 3/2011

// Top-Thema

Golzo-Tochter zeigte viel Ausstrahlung und ein tadelloses

Fundament. Leider war die Konkurrenz so

stark, dass keine der beiden Kühe vordere Plätze

erreichen konnte. Ihren zweiten 1a-Platz erzielte

die Uhrig RZB aus Sulzbach mit der Katalog-Nr. 121

„Henna“ belegte einen guten 1d-Platz in ihrer starken Klasse Foto: KeLeKi

Die Faber-Tochter „Dunja“ vom Milchhof Wesenberg präsentierte sich in Top-Form und erzielte den Reservesiegertitel bei den älteren

rotbunten Kühen Foto: KeLeKi

„ Red Rose“. Die Advent-Tochter war schon im Stall

aufgefallen und siegte souverän vor der Joyboy-

Tochter „BT Highioy“ aus Österreich. Diese typische

Joyboy-Tochter stammt ebenfalls aus Hessen und

ist nach Österreich verkauft worden.

Sieger-Duo bei den Färsen

stammt aus Hessen

Der Preisrichter betonte des Öfteren die große

Ausgeglichenheit bei den Red-Holstein-Färsen. Alle

Färsen überzeugten mit viel Milchtyp, guten Beinqualitäten

und sehr guten Eutern. Bei der Siegerauswahl

war die Advent-Red-Tochter „Red Rose“

von der Uhrig RZB, Sulzbach, die eindeutige Spitze

mit internationaler Ausstrahlung. Die großrahmige,

typstarke Färse ist mit einem hoch angesetzten Euter

ausgestattet und für viele Zuschauer hat auch

die Favoritin gesiegt.

Als Reservesiegerin stellte Markus Gerber die Joyboy-Tochter

„BT Highioy“ von Franz Pöchhader aus

Österreich heraus. Sie war bereits zweitplatziert in

der gleichen Klasse wie „Red Rose“ und somit erhielten

die Siegerschärpen samt Siegerschecks die

Ersatzplatzierten der zweiten Färsenklasse. Bereits

bei der Verbandsschau „Hessens Zukunft“ in Alsfeld

stand dieses Duo in dieser Reihenfolge auf dem

Siegertreppchen.


Vincente-Tochter „Irmi“

triumphiert souverän

Bei den jungen Red-Holstein Kuhklassen dominierte

die Vincente-Tochter „Irmi“ von der Hollmann

GbR, Österdeichstrich, das Richtgeschehen.

Sehr ausgeglichen präsentierte sie sich mit einem

drüsigen, hoch aufgehängten Euter und setzte sich

vor die Reservesiegerin „Inka“ von Tornado-Red

aus dem Stall von Bernhard Berkemeier, Lengerich.

Diese feine Zweitkalbskuh zeigte sich milchtypisch

mit offener Rippe.

In den beiden Klassen der jungen Kühe (zweite

und dritte Kalbung) hatte die RSH eG neben der

erwähnten Vincente-Tochter „Irmi“, die Lichtblick-

Tochter „Kandy“ vom Milchhof Wesenberg im

Wettbewerb. „Kandy“ hatte im Mai 2011 die

Kreisrinderschau in Rausdorf dominiert und wurde

„Miss Stormann 2011“. In ihrer Klasse war die

Konkurrenz sehr groß, Herr Gerber sagte: „Sehr

gute Klasse von hervorragender Qualität“. Auf dem

1a-Platz stand die angesprochene Tornado-Red

Tochter „Inka“ vor der kapitalen Carmano-Tochter

„Orgel“ von Heinz Breihahn, Hamminkeln, aus dem

Zuchtgebiet der Rinder Union West eG.

In der folgenden Klasse ließ die Schauqualität keinesfalls

nach. Es waren ausgewachsene Kühe von

elegant bzw. milchtypisch bis überkonditioniert

mit durchweg guten Fundamenten und sehr lebendigen

Eutern. Hinter „Irmi“ platzierte sich die

Rustler-Tochter „Hazia“ von Gerhard Fassnacht,

Horb. „Hazia“ hatte viel Schick und Milchtyp sowie

klare Gelenke und ein top Euter.

In Klasse fünf konkurrierten sieben Kühe in der

vierten Laktation um den Klassensieg. Der Richter

sagte: „Ganz tolle Kühe, alle groß, lang, schick und

Top im Milchtyp und in der Bewegung. Die Euter

sind drüsig und gut ausbalanciert.“

Die September-Tochter „Henna“ von der Gut-Milch

Diershoop GbR, Winsen belegte einen hervorragenden

4. Platz in dieser starken Klasse.

An der Spitze stand die Europasiegerin 2010 aus

Luxemburg, die Talent-Tochter „Mylene“, eine

große, sehr lange Kuh mit viel Milchtyp, offenen

Rippen, sehr gutem Euter und Fundament. Auf den

zweiten Platz kam die Faber-Tochter „Daisy“ von

Wilfried Rabe, Asendorf, die im Rahmen, Fundament

und Euter der Erstplatzierten in nichts nachstand,

aber aufgrund der etwas geringen Rippenausprägung

„Mylene“ den Vortritt lassen musste.

Den Abschluss der Red-Holstein Konkurrenz machte

die Klasse sechs, Kühe mit vier und mehr Kalbungen.

Es standen drei sehr gute, schauerfahrene Kühe im

Ring: neben „Dunja“ von Faber vom Milchhof Wesenberg,

die Talent-Tochter“ California“ von Markus

Kreuzer, Berg, und die Laroso-Tochter „Irna“,

Wilfried und Eckhard Hauch, Gemünden. Drei

überragende ältere Kühe mit sehr viel Rahmen und

Milchtyp konnten im Ring alle begeistern.

// Top-Thema

NOG Lone absolvierte erfolgreich die NOG-Bullenmütterprüfung und erzielte auch auf der DHV-Schau ein beachtliches Ergebnis, Besitzer:

Kai Schramm, Wanderup Foto: Arkink

Alle Kandidatinnen hatten viel Ausstrahlung und

super Fundamente sowie sehr gute Bewegungen.

Die Euter waren trotz fünf bis sieben Kalbungen

gut aufgehängt mit geradem Euterboden und top

Strichplatzierung.

Klare Spitze in dieser Klasse war die Faber-Tochter

„Dunja“ aus Schleswig-Holstein. „Dunja“ präsentierte

sich ganz schick und frisch, sehr elegant mit

korrekten Fundamenten und lebendigem Euter.

Auf den Plätzen folgen dann „California“ und „Irana“.

Bei der anschließenden Siegerauswahl standen

die 1a- und 1b-Kühe der Klassen drei bis sechs

im Ring. Es war ein beeindruckendes Bild und es

unterstrich die Klasse des Preisrichters.

Bundessiegerin der jungen Klassen wurde wie beschrieben

die Vincente-Tochter „Irmi“ vor der Tornado

Red-Tochter Inka. Bei den älteren Kühen war

„Dunja“ als älteste Kuh des Red-Holstein-Wettbewerbs

eine heiße Kandidatin auf die Siegerschärpe.

Der Richter stellte auf den Siegerplatz die Talent-

Tochter „Mylene“ aus Luxemburg, die somit einen

weiteren Sieg verbuchen konnte. „Mylene“ war

bereits sehr erfolgreich bei der letzten Europaschau.

„Dunja“ wurde nach 2009, als sie den Titel

Siegerkuh-Alt errang, Reservesiegerin der älteren

Kühe und konnte mit erhobenem Kopf den Ring

verlassen.

Damit waren die Entscheidungen im Rotbuntring

gefallen. Das Kontingent aus Schleswig-Holstein

konnte mit einer großen Ausgeglichenheit überzeugen.

Die Kühe waren alle top vorbereitet und

an dieser Stelle gilt es, dem Vorbereitungsteam von

Christian Fischer aus Brunsbek, einen großen Dank

auszusprechen. Alle Kühe zeigten sich optimal im

Ring, was für eine absolut professionelle Vorbereitung

auf die nationale Schau spricht. Die Arbeit

wurde mit zwei Siegertieren belohnt, was auch für

das Team spricht.

Die Rinderzucht Schleswig-Holstein konnte wieder

erfolgreich an frühere nationale Schauen anknüpfen

und hofft, dass in Zukunft die Rotbuntzüchter

wieder bereit sind, Kühe für die Schauen zu melden.

Große Konkurrenz bei den Holsteins

Die Teilnehmerinnen der schwarzbunten Schaukollektion,

waren an diesem Tage leider nicht in der

Lage, in den Kampf um die begehrten Siegerschärpen

einzugreifen. Trotz intensivster Vorbereitungen

auf den Schautag, mussten sich die meisten Teilnehmerinnen

mit Plätzen in der zweiten Klassenenhälfte

begnügen. Nicht, weil die Kühe nicht die

Qualität hatten, sondern vielmehr, weil die Konkurrenz

im gesamten Teilnehmerfeld zu stark war,

welches wieder mit etlichen Größen der deutschen

Schauszene gespickt war. Auf den Stallgassen und

den Zuschauerrängen sprach man von einer der

besten DHV-Schauen, die bisher in Oldenburg abgehalten

wurden.

Färsenklassen hatten es in sich

Die Goldwin-Tochter „Lara“ von Kai Schramm aus

Wanderup, sollte die Erste sein, die für Schleswig-

Holstein an den Start ging. Diese großrahmige und

an Kapazität überzeugende Färse, konnte gegenüber

der starken Konkurrenz jedoch nur wenig ausrichten.

In ihrer Klasse gewann die Starfire-Tochter

„Odessa“ von Wilhelm Hormann, Warmsen, die

amtierende Siegerfärse der „Schau der Besten

2011“ und zugleich „Miss Sachsen 2011“. In Ol-

// Rind im Bild 3/2011 17


18

denburg sicherte sie sich ihren dritten Titel dieser

Schausaison und wurde unangefochten zur Siegerfärse

der Deutschen Holstein Schau gekürt.

In den Färsenklassen starteten noch zwei weitere

Schleswig-Holsteinerinnen. Dazu gehörte die Reservesiegerfärse

der Kreistierschau Stormarn 2011,

die fehlerfreie Goldwin-Tochter „Lucy“ von Christian

Fischer aus Brunsbeck. Ihre Jugendlichkeit

hinderte sie letzten Endes, sich weiter vorne zu

platzieren, so der Preisrichter Matthias Zens. Mit

mehr Rahmen und Substanz präsentierte sich dann

die fundamentstarke Buckeye-Tochter „Lone“ von

Kai Schramm, die sich in ihrer Klasse einen guten

Mittelfeldplatz sicherte. „Lone“ war zum Zeitpunkt

der Schau bereits neun Monate in Milch, aber noch

in bester Schaukondition.

Homogenität bei Zweikalbskühen

Die Riege der Zweitkalbskühe bestach über alle

Klassen hinweg durch die einheitlich hohe Qualität.

Ein Augenschmaus für jeden Holsteinfan, der immer

wieder typ- und euterstarke Tiere auf den vorderen

Plätzen bestaunen konnte.

Die Schleswig-Holsteiner ließen in dieser Kategorie

drei Starterinnen „auflaufen“. Dabei war der Stall

von Ingwer-Martin Carstensen aus Lütjenholm

gleich zweimal vertreten. Den Anfang machte für

ihn die fundamentstarke Goldwin-Tochter „Korona“,

die zudem über ein super Hintereuter verfügte.

Doch sie war nicht in der Lage in die Fußstapfen

ihrer Ur-Großmutter zu treten. Gemeint ist die bunte

Horton-Tochter „Tarona“, die im Jahr 2003 zum

Grandchampion der DHV-Schau gekrönt und im

selben Jahr von der Fachzeitschrift Holstein International

zur Weltsiegerin 2003 gewählt wurde.

Die zweite im Bunde war die helle September-Tochter

„Kobra“ aus der Anita-Familie, die mit einem

exzellenten Fundament und einem sehr drüsigen

Euter zu gefallen wusste. So sah es auch Preisrichter

Zens, der ihr allerdings etwas mehr Kapazität

gewünscht hätte.

Eine Richtklasse später, ging die schauerfahrene

und zweifellos beste Terbium-Tochter aus dem Testeinsatz

in den Ring. „Karina“ wurde von Peter-

Markus Petersen, Brarderup, gezogen und startete

für ihren neuen Besitzer, der SH Wendell GbR aus

Beringstedt, für den sie schon den Siegertitel der

Nachzuchten auf der diesjährigen RMV-Verbandsschau

Rind aktuell“ gewann.

In ihrer Klasse sicherte sich „ZR Imke“ vom Zuchtbetrieb

Rohdemann aus Grossheide (VOST) den 1a-

Platz. Diese imposante Goldwin setzte sich bei der

Siegerauswahl gegen die Damion-Tochter „Winnie“

von der Milchhof Diera KG aus Diera durch, die

aus der Vollschwester des RSH-Vererbers JACKPOT

stammt.

// Rind im Bild 3/2011

// Top-Thema

„Heidelinde“, Besitzer: Christian Fischer, Brunsbek, sicherte sich einen hervorragenden 1b-Platz

Mittlere Kuhklassen vom Feinsten

In der Kategorie „Kühe mit drei Kalbungen“ standen

die Douglas-Tochter „Jerusalem“ von Thore

Nissen, Ockholm, und die Roy-Tochter „Java“ von

der Gut-Milch Diershoop GbR, Winsen, in direkter

Konkurrenz zueinander. „Jerusalem“ hatte bei

diesem „verbandsinternen“ Duell leicht die Nase

vorn. Sie wurde mit ihrem trockenen Fundament

und dem hohen, breiten Hintereuter vor der Roy-

Tochter platziert, die über etwas mehr Ausstrahlung

verfügte, aber der vor ihr Platzierten sonst in nichts

nachstand.

Den 1a-Platz in dieser Klasse sicherte sich die

ebenfalls nicht unbekannte „LOH Nastyg“ von

Bernd Schulte-Lohmöller aus Rhede (WEU). Diese

extrem milchtypische Marbach-Tochter konnte man

sicherlich zu einer der euterstärksten Kühe dieser

DHV-Schau zählen. Doch am Ende war auch sie

nicht in der Lage, um das Streiten der begehrten

Siegerschärpen einzugreifen. Dies verdeutlicht einmal

mehr, wie stark das Teilnehmerfeld der mittleren

Kuhklassen war.

Als letzte Kuh des RSH-Kontingents betrat die Juote-Tochter

„Heidelinde“ von Christian Fischer aus

Brunsbek den Ring. Diese, für eine DHV-Schau nicht

gerade großrahmige Viertkalbige, hatte sich kurz

zuvor den Siegertitel der „Älteren Kühe“ auf der

Kreistierschau Stormarn 2011 sichern können und

war also bestens in Form. Mit ihrer Frische und Ausstrahlung

und dem nahezu perfekten Euter, zog sie

den Preisrichter Matthias Zens in ihren Bann. Mit

den Worten „Größe ist nicht alles“, platzierte er die

Juote-Tochter auf einem hervorragenden 1b-Platz.

Bei der Siegerauswahl bot sich dann ein imposantes

Bild, was man auf sich wirken lassen musste. Alle

1a- und 1b-Preisträger aufgereiht und der Jubel

war groß. Wieder einmal konnte sich die Stormatic-

Tochter „Krista“ von Cording & Seeger/Windlooper

Holsteins aus Großenkneten durchsetzten und den

Siegertitel der mittleren Kuhklassen für sich verbuchen.

Ein großartiger Erfolg, denn in ihrer Klasse

hatte sie schon diverse Schauikonen wie zum Beispiel

„Outside Kora“ oder „DT Spottie“ hinter sich

gelassen. „Krista“ schien an diesem Tage nicht zu


Foto: Schulze

schlagen und so kam es wie es kommen musste.

Unter dem Beifall der vielen Zuschauer bekam sie

bei der Grand-Champion-Auswahl den begehrten

„Klapps“ aufs Hinterteil und konnte ihren Titel von

2009 erfolgreich verteidigen.

Die Terbium-Tochter „Karina“ hier bei ihrem Auftritt bei der Schau „Rind aktuell 2011“,

Besitzer: Wendel GbR, Beringstedt Foto: KeLeKi

// Top-Thema

Alte Kühe – immer wieder gerne

In den beiden Richtklassen der „Kühe mit fünf

und mehr Kalbungen“ traten insgesamt 17 Kühe

gegeneinander an. Und es ist immer wieder etwas

Besonderes, wenn diese „alten“ Damen, die nicht

nur schön sind, sondern auch schon Enormes geleistet

haben, den Ring betreten.

Bei der Siegerauswahl gab es letztendlich kein Vorbeikommen

an den beiden Erstplatzierten der Einzelklassen.

Zwei extrem kalibrige Kühe mit hohen,

breiten und drüsigen Eutern aus dem Zuchtgebiet

der Weser-Ems-Union, machten es dem Preisrichter

wirklich nicht leicht. Doch dieser entschied sich für

die weiße Starleader-Tochter „EKE Lesta“ von Hein

Ekenhorst aus Lar zur Siegerkuh Alt. Folglich blieb

der Gibson-Tochter „ZMB Triole“ von Lohmöller/

Vette aus Emsbühren nur der Reservesiegertitel.

DHV-Genetik 2011

Bei der Sonderauktion „DHV-Genetik 2011“ wurden

25 Kälber und Jungrinder für durchschnittlich

6.504 Euro zugeschlagen. Den Tageshöchstpreis

von 12.000 Euro sicherte sich die vom Canadian

Cattle Club (CCC), Stuxdorf, angebotene Niagra-

Tochter „CCC Niagra Kora“. Dieses edle Kalb

stammt aus „Goldwin Konny“, die eine Tochter von

„Batkes Outside Kora“ ist (Europasiegerin 2006 in

Oldenburg) und wurde an einen Züchter aus den

Niederlanden verkauft wurde.

Die gut entwickelte und sehr korrekte Shottle-Tochter

„Angeln Genetics Prime“ von Hauke Andresen

aus Struxdorf wechselte für 4.500 Euro in einen

Stall in Frankreich.

Ein „Leckerbissen“ in Rot “ aus der berühmten Roxy-Familie

wurde ebenfalls vom „CCC“ angeboten

und für 8.000,-€ nach Frankreich zugeschlagen. Es

war das Picolo-Kalb „CCC Debby, welches über Mr.

Burns und Goldwin auf Scientific Debutant Rae-ET

zurückgeht – einstige Siegerin auf der World Dairy

Expo in Madison.

Angler-Kollektion in Oldenburg

Bereits seit einigen Jahren ist der Auftritt einer

Angler-Demogruppe fester Bestandteil der Nationalschau.

Das Deutsche Rotvieh/Angler wurde in diesem Jahr

ausschließlich von Töchtern eigener Vererber vertreten.

Die Kollektion bestand aus folgenden Kühen:

„Klinke“, die bekannte Hexer-Tochter von Matthias

Petersen-Knutzen aus Scholderup, war bereits im

November 2010 auf der Eurotier in Hannover mit

dabei. Inzwischen hat sie zum zweiten Mal gekalbt

und zeigte sich mit einem sehr drüsigen Topeuter –

eine gute Werbung für den Baldo-Sohn Hexer. Die

beiden anderen Kühe kamen aus der Zuchtstätte

Fuschera-Petersen in Fahrdorf. Zum einen war es

die Catom-Tochter „Iltis“, die drei Mal gekalbt hat

und durch enorme Körperlänge sowie ihr exzellentes

Fundament die Rassevorzüge demonstrierte.

Die Atos-Tochter „Heike“ har bereits vier Kälber

gebracht und zeigte sich trotzdem frisch mit hoch

angesetztem Euter und tadelloser Bewegung.

Nachfragen im Anschluss an die DHV-Schau zeigen,

dass der Auftritt sich gelohnt hat und wieder

interessierte Landwirte auf die rote Rasse aus dem

Norden aufmerksam gemacht wurden.

Katharina Wendt holt Reservesieg im

Vorführwettbewerb nach Schleswig-Holstein

Auch für vier Jungzüchter aus Schleswig-Holstein

ging es Anfang Juni nach Oldenburg, um dort am

Bundesvorführwettbewerb teilzunehmen. Die blauweiß-rote

Fahne vertraten in diesem Jahr Mario

Körner, Ellen Schramm, Sandra Staggen und Katharina

Wendt.

In der Altersgruppe der 16 -20-Jährigen stellten

Mario Körner mit „Madonna“, einer Alert II-Tochter

(Züchter und Besitzer: Christian Fischer) und Ellen

Schramm mit „Mandi“, einer Ashlar-Tochter (Züchter

und Besitzer: Kai Schramm), vor der Richterin Juliane

Hassbargen (VOSt) ihr Können unter Beweis.

„Klinke“, die bekannte Hexer-Tochter von Matthias Petersen-Knutzen aus Scholderup, war bereits im

November 2010 auf der Eurotier in Hannover mit dabei Foto: Geverink

// Rind im Bild 3/2011 19


20

Es war für beide die Premiere auf der Bundesbühne.

Leider hatten sie es jedoch beide an diesem Tag

schwer mit ihren sehr nervösen Tieren und mussten

sich so mit einer Platzierung im hinteren Feld

zufriedengeben.

In der Altersgruppe der 21 – 25-Jährigen gingen in

diesem Jahr Sandra Staggen und Katharina Wendt

an den Start. Beide konnten in ihren Klassen voll

überzeugen. Katharina arbeitete kontinuierlich an

ihrer Ross-Tochter „Malaga“ (Züchter und Besitzer:

Ute u. Hans-Jürgen Wendt) und konnte sie nahezu

Katharina Wendt mit ihrem Jungrind „Malaga“ Foto: KeLeKi

// Rind im Bild 3/2011

// Top-Thema

perfekt präsentieren. So war ihr der Sieg in ihrer

Klasse nicht mehr zu nehmen. Mit „ Miss Fella“ einer

Scooby Duu-Tochter, ebenfalls aus dem Stall der

Familie Wendt, stellte Sandra sich dem kritischen

Blick der Richterin. Mit einer harmonischen Vorstellung

sicherte sie sich den Reservesieg in ihrer

Klasse.

Im großen Finale der Altersgruppe der 21 - 25

Jahre alten Teilnehmer, konnten Katharina und

Sandra dann noch zusammen mit allen 1a und 1b-

Platzierten um den Bundessieg kämpfen. Kathari-

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na arbeitete unermüdlich an ihrer „Malaga“ und

konnte sich somit am Ende Reservebundessiegerin

der älteren Klassen nennen.

Auch beim Typwettbewerb konnten die Schleswig-

Holsteiner überzeugen. Zum einen wurde „Mandi“,

eine Ashlar-Tochter (Züchter und Besitzer: Kai

Schramm, Wanderup) und „Miss Fella“ eine Scooby

Duu-Tochter (Züchter und Besitzer: Ute u. Hans-

Jürgen Wendt, Riepsdorf) Typtiere in ihren Klassen.

R. Böhnke, G. Koch, I. Schnoor,

C.-P. Tordsen, M. Nobbe

Sie vertraten erfolgreich die blau-weiß-rote Fahne der Jungzüchter der Rinderzucht Schleswig-Holstein

Foto: Tordsen


LKV

Entwicklung des Milchzellgehaltes

in den Betrieben mit einem

Automatischen Melkverfahren

Eine Alternative zur Melkarkeit in konventionellen

Melkständen ist das Automatische Melkverfahren

(AMV), bei dem der Melkvorgang automatisiert

abläuft und der Zeitpunkt des Melkens von

den Kühen selbst bestimmt wird. In den letzten fünf

Jahren haben zahlreiche Betriebe in Schleswig-Holstein

auf ein AMV umgestellt, besonders im Jahre

2008, als die Zahl der AMV-Betriebe von 31 auf 80

anstieg. Aktuell arbeiten 111 Mitglieder des Landeskontrollverbandes

Schleswig-Holstein e. V. (LKV)

mit einem AMV. Das sind 3,0 % aller Mitglieder.

Insgesamt haben 138 Betriebe im LKV schon einmal

mit einem AMV gearbeitet. Z. T. sind sie wieder

zum Melken im Melkstand zurückgekehrt. Andere

Mitglieder haben inzwischen die Milchkuhhaltung

aufgegeben bzw. sind aus dem LKV ausgeschieden.

Den AMV-Betrieben wird allgemein nachgesagt,

dass sie Milch mit einem höheren Zellgehalt produzieren

als Betriebe, die in einem Melkstand melken.

Hinweise dazu und Daten aus anderen Bundesländern

sind in der Ausgabe 6/2011 der Zeitschrift

„top agrar“ zu finden. Wie die in Tabelle 1 dargestellten

Ergebnisse zeigen, gilt das auch für die

schleswig-holsteinischen AMV-Betriebe. Um das zu

zeigen, wurden die jährlichen Herdendurchschnittszahlen

der Betriebe nach dem Melkverfahren differenziert

(Tab. 1). Betriebe in der Umstellungsphase

und solche, die gleichzeitig mit einem AMV und

einem Melkstand arbeiten, wurden dabei nicht berücksichtigt.

Für den Vergleich wurden die Betriebe

mit einer den AMV vergleichbaren Herdengröße

ausgewählt (40-140 Kühe). In den Jahren 2009

und 2010 wiesen die Betriebe mit einem AMV im

Jahresdurchschnitt ein um 40.000 Zellen/ml Milch

höheres Zellzahlniveau auf.

Das höhere Zellzahlniveau der Betriebe mit einem

AMV lässt sich erst richtig beurteilen, wenn die

Daten zu den Ergebnissen aus der Zeit vor der

Umstellung in Beziehung gesetzt werden. In einer

Auswertung wurde deshalb die Entwicklung

von 54 Betrieben in einem Zeitraum von einem

Jahr vor bis zwei Jahre nach der Umstellung auf

ein AMV verfolgt. Der Umstellungszeitpunkt der

einzelnen Betriebe lag zwischen Dezember 2004

und Februar 2009, schwerpunktmäßig mit einem

Anteil von 60 % jedoch im Jahre 2008. Für die

Tabelle 1: Durchschnittliche Herdendurchschnittszellzahl in Betrieben

mit und ohne AMV im LKV Schleswig-Holstein

ohne AMV ohne AMV (40-140 Kühe) mit AMV

Prüfjahr Anzahl HEZZ Anzahl HEZZ Anzahl HEZZ

2007 4.130 257 3.189 252 10 311

2008 3.999 259 3.124 254 18 287

2009 3.802 263 2.988 261 51 301

2010 3.602 268 2.836 263 71 303

Betriebe wurden für die Zeiträume direkt vor und

direkt nach der Umstellung sowie in jeweils halbjährlichen

Schritten im Abstand zur Umstellung die

Durchschnittsleistung und der Milchzellgehalt an

den entsprechenden Prüftagen errechnet. Hierbei

wurden jeweils drei Prüftermine zusammengefasst,

um durch einzelne extreme Ergebnisse mögliche

zufällige Schwankungen zu vermeiden. Das Ergebnis

von einem Jahr vorher enthält z. B. den Durchschnitt

aus den Prüftagen 11 bis 13 Monate vor

der Umstellung. Das Ergebnis direkt vorher wurde

aus den letzten drei Prüfungen vor der Umstellung

errechnet. Direkt danach enthält dementsprechend

die ersten drei Prüfungen mit einem AMV.

Tabelle 2: Entwicklung von 54 Betrieben, die auf ein AMV umgestellt haben,

in der Zeit von einem Jahr vor bis zwei Jahre nach der Umstellung

Kuhzahl Milch-kg Fett M-kg/Kuh

Zeitpunkt 1) gesamt % 2) je Tag % ECM Zellzahl

1 Jahr vorher 79 12,7 1.884 4,17 28,0 205

½ Jahr vorher 83 12,0 2.004 4,17 27,9 214

direkt vorher 85 12,9 1.989 4,19 27,5 242

direkt danach 86 15,1 1.897 4,22 26,6 289

½ Jahr danach 88 12,5 2.031 4,20 27,1 278

1 Jahr danach 89 15,7 2.011 4,25 27,7 277

1½ Jahr danach 91 12,1 2.232 4,20 28,6 271

2 Jahre danach 93 14,0 2.140 4,26 27,8 284

1) jeweils der Durchschnitt aus drei Prüftagen, z. B. ½ Jahr vorher ist das Mittel aus fünf

bis sieben Monate vor der Umstellung, direkt danach = 1. bis 3. Prüfung nach der Umstellung

2) Anteil trockengestellte Kühe

Die Entwicklung von 54 Betrieben vor und nach

der Umstellung auf ein AMV zeigt die Tabelle 2.

Die AMV-Betriebe haben ihre Herden in den drei

Jahren des Auswertungszeitraumes im Mittel um 14

Kühe bzw. 17,7 % aufgestockt. Die jeweils höchsten

Anteile an trockengestellten Kühen direkt nach

der Umstellung sowie ein und zwei Jahre danach

deuten darauf hin, dass der Umstellungszeitpunkt

bewusst so gewählt wurde, dass die Zahl der nach

der Umstellung zu melkenden Kühe zunächst möglichst

gering gehalten wurde.

Die Milchleistung der Kühe wurde in ECM umgerechnet,

um die Milchinhaltsstoffe in der Leistung

mit zu berücksichtigen. Die Milchleistung je Kuh

und Tag verringerte sich von 28,0 kg ein Jahr vor

der Umstellung auf 26,6 kg direkt danach. In der

Folgezeit war wieder ein Anstieg festzustellen.

Eineinhalb Jahre nach der Umstellung wird der

Leistungsstand von einem Jahr vor der Umstellung

wieder übertroffen. Bei der Interpretation

der Entwicklung ist zu bedenken, dass die Herden

// Rind im Bild 3/2011 21


22

inzwischen aufgestockt wurden und die Ergebnisse

durch das Laktationsstadium und eine unterschiedliche

Zusammensetzung der Herden beeinflusst

sein können.

Bei der Entwicklung des Milchzellgehaltes gibt es

im Gegensatz zur Milchleistung einen eindeutigen

Trend zu einem Anstieg nach der Umstellung auf

ein AMV. Der Anstieg der Zellzahl unmittelbar vor

der Umstellung ist möglicherweise auf das Laktationsstadium

zurückzuführen. Das direkt nach der

Umstellung eingetretene erhöhte Niveau hat sich

auch zwei Jahre danach noch nicht wieder verringert.

Der Milchzellgehalt hat sich durch die Umstellung

langfristig um ca. 70.000 Zellen/ml bzw.

ein Drittel vom Ausgangsniveau erhöht. Die ausgewerteten

Betriebe lagen mit ihrem Milchzellgehalt

vor der Umstellung auf ein AMV deutlich unter dem

Durchschnitt aller LKV-Betriebe, die in der betreffenden

Zeit durchschnittlich etwa 260.000 Zellen/

ml hatten.

Betrieben, die auf ein AMV umstellen wollen, wird

empfohlen, unbedingt vor der Umstellung die Eutergesundheit

der Kühe zu sanieren, da mit dem

Stress der Umstellung ein Anstieg zu erwarten

ist. Um zu zeigen, wie sich die Herdenzellzahl bei

einem unterschiedlichen Ausgangsniveau vor der

Umstellung entwickelt hat, wurde das Datenmaterial

aufgeteilt und in Abhängigkeit von der durchschnittlichen

Zellzahl bei den letzten drei Prüfungen

vor der Umstellung folgende Gruppen gebildet:

Bis 150.000 Zellen/ml 10 Betriebe

151.000-250.000 23 Betriebe

251.000-350.000 15 Betriebe

351.000 und mehr 6 Betriebe

Die Entwicklung der Betriebe hinsichtlich der Zellzahl,

der Leistung und der Herdengröße zeigen die

Abbildungen 1 bis 3. Aus der Abbildung 1 ist zu

ersehen, dass sich die Zellzahl aller Gruppen außer

der mit den höchsten Ausgangswerten nach der

Umstellung auf ein AMV deutlich erhöhen. Selbst

bei der Gruppe mit Ausgangswerten unter 150.000

Zellen/ml ist ein Anstieg von 64.000 Zellen/ml

festzustellen. Relativ steigt der Zellgehalt in dieser

Gruppe von Betrieben mit 45,7 % sogar am stärksten

an (Tab. 3). Wenn man die Zeit direkt vor und

nach der Umstellung (Monate – 1 und 1) bei der

Betrachtung außen vor lässt, weisen die 6 Betriebe

mit dem höchsten Zellzahl-Ausgangsniveau den

geringsten Anstieg auf. Eine Bewertung der Ergebnisse

der einzelnen Prüftage in diesen Herden zeigt,

dass das Zellzahlniveau generell höher ist und

stärkere Schwankungen zwischen den Prüftagen

auftreten. Das wird an der größeren Streuung der

Einzelwerte deutlich.

// Rind im Bild 3/2011

Herdenzellzahl

500

400

300

200

100

// LKV

bis 150.000

151. - 250.000

251. - 350.000

351.000 u. m.

n = 10

n = 23

n = 15

n = 6

0

-12 -6 -1 1 6 12 18 24 Monate

Abb. 1:

Zeitpunkt in Bezug zur Umstellung auf ein AMV

ø Herdenzellzahl an einzelnen Prüftagen in Bezug zum Zeitpunkt der Umstellung auf ein AMV

nach der Höhe der Zellzahl im ø der letzten 3 Monate vor der Umstellung

Milch-kg/

Tag

30

29

28

27

26

25

24

23

bis 150.000

151. - 250.000

251. - 350.000

351.000 u. m.

22

-12 -6 -1 1 6 12

Zeitpunkt in Bezug zur Umstellung auf ein AMV

18 24 Monate

Abb. 2: ø Milchleistung je Kuh an einzelnen Prüftagen in Bezug zum Zeitpunkt der Umstellung auf ein AMV

nach der Höhe der Zellzahl im ø der letzten 3 Monate vor der Umstellung

Kühe/

Betrieb

100

95

90

85

80

75

70

bis 150.000

151. - 250.000

251. - 350.000

351.000 u. m.

n = 10

n = 23

n = 15

n = 6

65

-12 -6 -1 1 6 12

Zeitpunkt in Bezug zur Umstellung auf ein AMV

18 24 Monate

Abb. 3: ø Herdengröße an einzelnen Prüftagen in Bezug zum Zeitpunkt der Umstellung auf ein AMV

nach der Höhe der Zellzahl im ø der letzten 3 Monate vor der Umstellung

n = 10

n = 23

n = 15

n = 6


LKV

Tabelle 3: Durchschnittliche Zellzahl bis 6 Monate vor und ab 6 Monate nach der Umstellung auf

ein AMV in Abhängigkeit von der Zellzahl unmittelbar vor der Umstellung

HerdenZZ

HerdenZZ bis HerdenZZ ab Differenz

vor der Umstellung 6 Monate vorher 6 Monate danach absolut %

- 150.000 140.000 204.000 +64.000 +45,7

151.000 - 250.000 200.000 272.000 +72.000 +36,0

251.000 - 350.000 241.000 314.000 +73.000 +30,3

351.000 und mehr 286.000 322.000 +36.000 +12,6

gesamt 210.000 278.000 +68.000 +32,4

In der Abbildung 2 wird die Entwicklung der

Milchleistung je Kuh in der Zeit vor und nach der

Umstellung dargestellt. Auch hier sind die Anmerkungen

hinsichtlich Laktationsstadium und Aufstockung

zu beachten. Die Entwicklung der Leistung,

differenziert nach dem Zellzahlniveau der Herden

vor der Umstellung, bestätigt die alt bekannte Tatsache,

dass Herden mit einem geringeren Milchzellgehalt

höhere Leistungen erzielen. Ein deutlich

abfallendes Leistungsniveau weisen die Herden auf,

die in den drei Monaten vor der Umstellung auf

ein AMV schon durchschnittlich mehr als 350.000

Zellen/ml Milch aufwiesen. Die Betriebe mit dem

niedrigsten Zellzahl-Ausgangsniveau weisen die

höchsten Durchschnittsleistungen je Kuh und den

geringsten Leistungseinbruch durch die Umstellung

auf. Diese Gruppe hält allerdings auch die kleinsten

Herden.

Aus der Abbildung 3 ist die Herdengröße der Betriebe

in Abhängigkeit vom Zellzahlniveau vor der

Umstellung auf ein AMV und die Entwicklung in

dem Zeitraum von einem Jahr bis zwei Jahre nach

der Umstellung ersichtlich. Die Gruppe mit den

niedrigsten Zellzahlen und den höchsten Leistun-

Tabelle 4: Produktionstechnische Kennwerte in Betrieben mit einem AMV in Abhängigkeit von

der Herdenzellzahl in der Zeit vor der Umstellung auf das AMV

Abgegangene Kühe

HerdenZZ Betr. Kühe GL-HD Herden ZZ EKA Nutzdauer Lebensleistung

vor der Umstellung Anz. Betrieb ECM (1000) Monate Jahre gesamt je Tag

- 150.000 10 87,6 9.393 208 27,0 2,8 24.803 13,5

151.000 - 250.000 21 98,0 8.780 245 28,3 2,9 25.661 13,0

251.000 - 350.000 13 103,4 8.723 327 27,7 3,0 25.340 13,1

351.000 und mehr 6 86,7 7.882 325 29,2 3,3 24.786 11,9

gen hält ca. 10 Kühe weniger als die übrigen Betriebe.

Mit einem Anstieg der Kuhzahl um 13,7 %

von 73 auf 83 Kühe weist sie auch die geringste

Aufstockung auf. Die stärkste Aufstockung mit 22,2

% erfolgte in den Herden, die unmittelbar vor der

Umstellung auf ein AMV einen Durchschnitt von

251.000-350.000 Zellen/ml hatten. Sie wiesen mit

99 Kühen auch die größten Bestände am Ende des

Beobachtungszeitraumes auf. Die Betriebe mit der

höchsten Zellzahl vor der Umstellung hielten ein

Jahr vor der Umstellung mit durchschnittlich 87

Kühen die größten Herden. Abweichend von der

Entwicklung der übrigen Herden hatten sie die

Herdengröße bis unmittelbar nach der Umstellung

reduziert und danach dann wieder aufgestockt.

Diese Gruppe weist mit 8,0 % dennoch die geringste

Aufstockung innerhalb von drei Jahren auf. Aus

Tabelle 4 ist ersichtlich, dass diese Gruppe aktuell

im Vergleich zu den übrigen Betrieben sogar die

kleinsten Herden hält.

In der Tabelle 4 sind die Betriebe gruppiert nach

der Herdenzellzahl vor der Umstellung auf ein AMV

und die Produktionstechnik betreffende Daten aufgeführt.

Die Auswertung erfolgte unabhängig vom

Umstellungstermin zum derzeitigen Zeitpunkt. Die

inzwischen geringste Herdengröße der Betriebe mit

der höchsten Zellzahl vor der Umstellung deutet

auf eine Selektion zur Verbesserung der Eutergesundheit

hin. Sie haben trotzdem noch das höchste

Zellzahlniveau.

Die aus Abbildung 3 ersichtlichen Unterschiede hinsichtlich

der Herdengröße sind auch aktuell noch

vorhanden. Die Betriebe mit 251.000-350.000 Zellen/ml

halten mit durchschnittlich 103,4 Kühen die

größten Herden. Mit einem durchschnittlichen Erstkalbealter

von 27,7 Monaten weisen sie zusammen

mit der Gruppe mit der besten Eutergesundheit die

kürzeste Aufzuchtdauer auf. Die Betriebe mit den

höchsten Zellzahlen haben das höchste Erstkalbealter.

Mit durchschnittlich 3,3 Jahren Nutzungsdauer

werden die Kühe in diesen Herden etwas länger ge-

halten als in den übrigen Herden. Dennoch erzielen

die Kühe aufgrund des geringeren Leistungsniveaus

bis zu ihrem Abgang eine geringere Leistung je Lebenstag.

Zusammenfassung

Die LKV-Betriebe mit einem AMV weisen im Durchschnitt

ein um 40.000 Zellen/ml höheres Zellzahlniveau

auf als die Betriebe, die ihre Kühe in konventionellen

Melkständen melken. Durch die Umstellung

auf ein AMV ist in diesen Betrieben ein Zellzahlanstieg

um ca. 70.000 Zellen/ml bzw. um ein Drittel

eingetreten. Die Betriebe mit dem niedrigsten Niveau

unmittelbar vor der Umstellung auf ein AMV

weisen mit einer Erhöhung um 45,7 % relativ den

stärksten Anstieg auf, bleiben mit einer Herdenzellzahl

von 204.000 dennoch die mit Abstand

beste Gruppe. In den sechs Betrieben mit mehr als

350.000 Zellen/ml vor der Umstellung ist mit einem

Anstieg um 12,6 % absolut und relativ der geringste

Anstieg festzustellen. Die Kuhzahlentwicklung

in diesen Herden lässt vermuten, dass durch eine

verstärkte Selektion Maßnahmen zur Verbesserung

der Eutergesundheit durchgeführt wurden. Die aktuelle

Kuhzahl liegt in diesen Herden unter dem

Stand des Zeitpunktes der Umstellung. Alle anderen

Betriebe haben ihre Herden vergrößert.

Das höchste Leistungsniveau weist die Gruppe von

Betrieben mit den niedrigsten Zellzahlen auf. Bei

ihnen ist der geringste Leistungsabfall nach der

Umstellung auf ein AMV eingetreten. Durch ihre

höhere Leistung erreichen sie auch die höchste

Leistung je Lebenstag der Abgangskühe, obwohl

die Kühe in dieser Gruppe die geringste Nutzungsdauer

aufweisen. Neben der Technik übt das Herdenmanagement

bei der Umstellung auf ein AMV

einen wesentlichen Einfluss aus. Ein Hinweis auf ein

überdurchschnittliches Herdenmanagement in den

Betrieben mit den niedrigsten Zellzahlen ist das im

Vergleich zu den übrigen Betrieben niedrigste Erstkalbealter

von 27,0 Monaten.

Der Anstieg der Zellzahl nach der Umstellung auf

ein AMV erfordert von den Betrieben besondere

Bemühungen, um eine akzeptable Eutergesundheit

in ihren Herden zu erhalten. Dazu sollten alle Informationsquellen

genutzt werden. Deshalb ist es unbedingt

notwendig, dass aus allen Gemelken eines

Prüftages die Milchinhaltsstoffe und damit auch die

Zellzahlen untersucht werden. Gerhard Sieck

// Rind im Bild 3/2011 23


24

// Rind im Bild 3/2011

// LKV

Einsatz der Gewebeohrmarken

zur Untersuchung auf das BVD-Virus

Bundesweit gilt seit 1. Januar 2011 die Untersuchungspflicht

auf BVD. Das Ziel der Untersuchung

ist, das BVD-Virus aus allen Rinderbeständen zu eliminieren.

Hierzu ist es notwendig, dass flächendeckend

alle weiblichen und männlichen Rinder über

mehrere Jahre untersucht und die permanenten

Virusträger umgehend aus den Beständen entfernt

werden. Mit diesen Maßnahmen wird die Infektionskette

unterbrochen. Neuinfektionen werden

vermieden.

In Schleswig-Holstein wurde sowohl Gewebe,

dass beim Einzug der Ohrmarken gewonnen wird,

als auch Blut als Ausgangsmaterial für die Untersuchung

auf BVD zugelassen. Bereits seit März

2010 werden deshalb von der LKD zusätzlich zu

den herkömmlichen Ohrmarken solche mit Gewebeentnahmesystem

(Gewebeohrmarken) für die

Erstkennzeichnung von Rindern ausgegeben. Die

nachstehende Grafik zeigt den Anteil der Gewebeohrmarken

an der Gesamtohrmarkenausgabe

in dem Zeitraum von März 2010 bis Juni 2011.

Deutlich erkennbar ist eine Steigerung des Anteils

von Gewebeohrmarken von gut 30 % auf ca.

85 %. Da der Einsatz der Gewebeohrmarken eine

frühzeitige Untersuchung ermöglicht und die Kälber

umgehend nach der Ergebnismitteilung gehandelt

werden können, sollte der Anteil der eingesetzten

Gewebeohrmarken noch erhöht werden.

Anteil Gewebeohrmarken in %

90

70

50

30

I/2010

II/2010

III/2010

In vielen Rinder haltenden

Betrieben wurden bislang die noch vorhandenen

Ohrmarken ohne Gewebeentnahmesystem

(Standardohrmarken) auch nach dem 1. Januar

2011 eingesetzt. Zur Einhaltung der Untersuchungspflicht

innerhalb der ersten sechs Lebensmonate

ist somit für diese mit Standardohrmarken

gekennzeichneten Kälber eine Beprobung

mittels Blut zwingend notwendig.

Bei der Verwendung der Gewebeohrmarken ist

für eine schnelle Mitteilung des Untersuchungsergebnisses

wichtig, dass das Kalb unmittelbar nach

der Geburt gekennzeichnet und die hierbei gewonnene

Gewebeprobe umgehend an das Landeslabor

gesandt wird. Unter Einbezug des Postwegs wird

Quartal

IV/2010

I/2011

II/2011

das Untersuchungsergebnis im Durchschnitt vier

Tage nach dem Versand der Probe vom Landeslabor

an die nationale Datenbank HI-Tier gemeldet. Falls

der Probenversand vor einem Wochenende stattfindet,

erhöht sich diese Zeit auf durchschnittlich

sechs Tage. Für den Verkauf der Kälber ab dem 14.

Lebenstag liegen die Ergebnisse dann rechtzeitig im

HI-Tier vor.

Achtung: Im Einvernehmen zwischen dem Ministerium

für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche

Räume und dem Beirat des Tierseuchenfonds

Schleswig-Holstein wurde entschieden, im Rahmen

der Beihilferegelung zur BVD-Bekämpfung die Kosten

für die Gewebeohrmarken und den Versand

der Proben ab dem 1. September 2011 zu übernehmen.

Im Gegenzug wird die Beihilfe für die Ohrmarken

ohne Gewebeentnahmesystem gestrichen.

Durch diese Entscheidung wird die Probeentnahme

und Untersuchung mittels Gewebeprobe und somit

die Bekämpfung des BVD-Virus unterstützt.

Fazit:

Nur eine vollständige Untersuchung aller neu geborenen

Kälber in allen Betrieben auf das BVD-Virus

sichert den Bekämpfungserfolg und führt dazu,

dass die Untersuchungspflicht in absehbarer Zeit

gelockert werden kann. Der Einsatz der Gewebeohrmarke

liefert frühzeitig Untersuchungsergebnisse.

Kälber mit einem negativen Befund können

nach den Regelungen den BVD-Verordnung im

Alter von 14 Tagen den Bestand verlassen und

permanente Virusträger werden erkannt, bevor sie

erneute Infektionen auslösen. Sie sind aus den Beständen

zu nehmen. Willi Geier, LKD


LKV

Damals – Das Leben auf dem Land

Wandkalender mit alten Motiven für 2012

Der Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e. V.

setzt mit der Herausgabe der 29. Ausgabe des

Wandkalenders „Damals - Das Leben auf dem

Land“ seine Serie der Veröffentlichung von alten

Fotografien fort.

13 Abbildungen aus früherer Zeit geben einen Einblick

in die Welt unserer Vorfahren. Fotos von der

Getreideernte vermitteln z. B. einen Eindruck von

dem hohen Arbeitsaufwand bei der Ernte in der

Zeit vor dem Mähdrescher. Zur Bewältigung der Arbeit

griff man dankbar auf wandernde Landarbeiter,

sogenannte Monarchen, zurück. Ebenfalls mit

viel Personal wurde das Rübenblatt einsiliert. Die

Abbildung eines fahrenden Händlers mit seinem

Planwagen zeigt, wie die ländliche Bevölkerung früher

mit den täglichen Gebrauchsutensilien versorgt

wurde.

Die z. T. mehr als 100 Jahre alten Aufnahmen stammen

z. B. aus dem Archiv von Hans-Hermann Storm,

Rendsburg, und vom Landesamt für Denkmalpflege,

dem die zahlreichen Aufnahmen des Volkskundlers

Theodor Möller gehören, sowie aus einigen

Privatarchiven.

Der Kalender kann nur beim Herausgeber

bezogen werden. Bestellungen sind zu richten

an den Landeskontrollverband Schleswig-Holstein

e. V.

Steenbeker Weg 151, 24106 Kiel,

Telefon: 0431 – 339 87 0

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Fax: 0431 – 339 87 13.

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// Rind im Bild 3/2011 25


26

// Rind im Bild 3/2011

// LKV

Geschäftsführer Gerd Schulz

in den Ruhestand verabschiedet

Nach 21 Jahren beim Landeskontrollverbandes

Schleswig-Holstein e. V., davon seit 2004 als Geschäftsführer,

ist Gerd Schulz am 31. Mai 2011

in den Ruhestand getreten. Die Verabschiedung

erfolgte am 21. Mai 2011 im Rahmen einer Veranstaltung

mit den Vorstandsmitgliedern und Mitarbeitern

auf der Isarnho Farms Prall/Marxen GbR

in Gettorf-Niendamm, an der der LKV-Vorsitzende

Eckhard Marxen Teilhaber ist. Auf dieser als Überraschungsfest

für den scheidenden Geschäftsführer

angelegten Veranstaltung folgten nach einem

förmlichen Abschied und einer Mittagspause mit

einem Imbiss vom Grill anschließend einige lustige

Wettbewerbe auf der Wiese mit aus Vorstandsmitgliedern

und Mitarbeitern zufällig ausgewählten

Mannschaften. Bei einem Teil der Spiele und einem

Fragebogen gab es sogar einen Bezug zur Tätigkeit

beim LKV. Dem gastgebenden Betrieb gilt ein herzlicher

Dank für Bereitstellung der Räumlichkeiten

und Flächen trotz der gerade laufenden Grassilagebereitung.

Der LKV-Vorsitzende Eckhard Marxen und der neue

Geschäftsführer Hergen Rowehl blickten auf der

Veranstaltung noch einmal auf den Werdegang

von Gerd Schulz und seine Verdienste um den LKV

zurück:

Nach einem landwirtschaftlichen Praktikum absolvierte

er von 1969 bis 1974 in Göttingen ein

Landwirtschaftsstudium. Danach folgte bis 1977

eine Referendarausbildung beim Ministerium für

Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kiel.

Darin enthalten war auch ein vierwöchiges Praktikum

beim LKV und damit der erste Kontakt zu

seinem späteren langjährigen Arbeitsbereich. Nach

der großen Staatsprüfung und der Übernahme als

Beamter in den Dienst der Landwirtschaftskammer

Schleswig-Holstein folgte dann bis 1990 eine Tätigkeit

als Lehrer und Berater für Tierproduktion an

der damaligen Landwirtschaftsschule Flensburg. In

dieser Zeit war er auch eng in die Arbeit des Angler

Zuchtverbandes eingebunden und maßgeblich an

der Gründung des Angler Jungzüchterclubs beteiligt.

Am 1.4.1990 übernahm Herr Schulz beim LKV

Schleswig-Holstein e. V. die Funktion eines stellvertretenden

Geschäftsführers und am 1.1.1991

wurde er auch Referent in der Abteilung Tierhaltung

und Tierzucht der Landwirtschaftskammer

Mit humorigen Worten zu seiner Tennisleidenschaft wurde Gerd Schulz vom LKV-Vorsitzenden Eckhard Marxen verabschiedet

Schleswig-Holstein. Die Herkunft aus dem Bereich

der Ausbildung und Beratung war auch prägend für

seine Tätigkeit beim LKV. Es war ein stetes Anliegen

von Schulz, die Daten aus der Milchleistungsprüfung

(MLP) für die Mitglieder und die Rinderspezialberatung

aussagekräftiger und besser nutzbar

zu machen. Unter seiner Führung wurden u. a. das

Herdenauswertungsprogramm per Internet und der

überbetriebliche Herdenvergleich sowie zusätzliche

Informationen auf dem MLP-Rückbericht eingeführt.

Eine wesentliche Neuerung war die 2006

eingeführte elektronische Datenerfassung im Stall

mit dem Ezi-Scanner und der Meldung der Daten an

das Rechenzentrum per Telefonleitung.

Bei der Weiterentwicklung des LKV setzte er darauf,

die Kompetenz anderer Organisationen mit einzubeziehen.

So wurde der LKV in einem ersten Schritt

zu einer Umstellung der EDV-Verarbeitung Partner

der LKV Bayern und Baden-Württemberg sowie

der ZuchtData EDV-Dienstleistung (Wien) in der

RDV EDV-Entwicklungs- und Vertriebs-GmbH. Für

den Bereich Melk- und Messtechnik intensivierte

er bestehende Verbindungen zur dänischen MLP-

Organisation. Ziel seiner Bestrebungen war es, den

LKV Schleswig-Holstein auf zukünftig veränderte

Rahmenbedingungen einzustellen, dabei die Selbständigkeit

zu erhalten, Arbeitsplätze zu sichern

und den Service für die Mitglieder zu verbessern.

Mit seiner offenen Art pflegte Gerd Schulz gute

Beziehungen zu vielen anderen Organisationen

im Land, insbesondere zu den Tierzüchtern. Seine

Stimme war weithin bekannt als kompetenter

Kommentator auf Tierschauen. Darüber hinaus ist

sein engagierter Einsatz für die gesamte schleswigholsteinische

Tierzucht in der Arbeitsgemeinschaft

Schleswig-Holsteinischer Tierzüchter zu nennen.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Gerd Schulz für

seine langjährige Tätigkeit zum Wohle des Landeskontrollverbandes

und der Milchleistungsprüfung in

Schleswig-Holstein und wünsche ihm einen geruhsamen

Ruhestand, noch viele schöne Jahre gemeinsam

mit seiner Ehefrau, Gesundheit und den Elan,

noch viele Dinge freudig anzupacken.

Eckhard Marxen


Der LKV in Kürze

In den Mitgliedsbetrieben des LKV ist seit einigen

Jahren eine positive Entwicklung der Kuhzahl

und im laufenden Prüfjahr 2011 eine leicht rückläufige

Leistungsentwicklung festzustellen. Ende

Juni gab es 309.133 geprüfte Kühe. Die Zahl lag

um 13.013 Kühe bzw. 4,4 % über dem Vorjahresstand.

Die durchschnittliche Herdengröße erhöhte

sich innerhalb eines Jahres um 5,4 Kühe auf 84,1

Kühe/Betrieb.

Tabelle 1: Leistungsergebnisse am Prüftag nach Monaten

// LKV

Der Anteil der in Schleswig-Holstein und Hamburg

in der MLP geprüften Kühe stieg auf 83,8 % an. Die

Prüfdichte lag damit um 1,6 %-Punkte über dem

Vorjahresstand. Im laufenden Prüfjahr sind bereits

20 Milcherzeuger neu in den LKV eingetreten.

Aus der Tabelle 1 ist zu ersehen, dass die Leistungsentwicklung

leicht rückläufig ist. In fast allen Monaten

wurde das Vorjahresergebnis geringfügig

unterschritten. Dadurch kommt es auch zu einer

Verringerung des gleitenden Herdendurchschnitts

im Vergleich zum Ergebnis des Prüfjahres 2010 um

32 kg Milch, 0,01 % Fett und 0,02% Eiweiß auf

8.294 kg Milch mit 4,22 % und 350 kg Fett sowie

3,40 % und 282 kg Eiweiß.

Monat Milch Fett Eiweiß Harnstoff Zellzahl

kg ± Vj. % ± Vj. % ± Vj. mg/kg ± Vj. (1.000) ± Vj.

Oktober 2010 25,1 +0,5 4,24 -0,09 3,46 -0,04 242 +33 252 +7

November 24,9 -0,1 4,31 -0,03 3,45 -0,03 245 +37 253 +2

Dezember 25,1 -0,6 4,39 +0,06 3,49 +0,03 238 +27 249 -7

Januar 2011 25,8 -0,2 4,31 -0,05 3,42 -0,04 247 +34 255 +6

Februar 26,1 -0,1 4,28 -0,06 3,40 -0,05 243 +33 248 -5

März 26,0 -0,4 4,28 -0,01 3,39 -0,02 250 +39 251 -2

April 26,4 -0,2 4,20 -0,02 3,34 -0,03 253 +34 252 -9

Mai 26,7 -0,1 4,11 -0,08 3,32 -0,05 259 +35 252 -9

Juni 26,4 -0,2 4,05 -0,02 3,30 -0,04 273 +38 261 -10

August 25,3 -0,5 4,10 +0,06 3,35 -0,01 277 +34 278 -22

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// Rind im Bild 3/2011 27


28

// Rind im Bild 3/2011

Proben-

bezeichung

185

179

// LKV

PCR-Untersuchungen auf Mastitiserreger

sind beim LKV gut angelaufen

Der LKV hatte seine Mitglieder im April über die

neue Möglichkeit informiert, auch im Labor des

LKV Milchproben von gefährdeten Kühen bzw. von

Kühen mit vorhandener Mastitis auf die verursachenden

Erreger hin untersuchen zu lassen.

Im LKV-Labor wird dazu eine neue Methode genutzt,

die sich innerhalb weniger Jahre weltweit

etabliert hat. Bei der Untersuchung wird die Technik

der Polymerase-Ketten-Reaktion (englische Abkürzung

lautet PCR) genutzt. Dabei werden während

der Analyse genau definierte DNA-Sequenzen (Abschnitte

der Erbinformation) der Mastitiserreger

identifiziert und exponentiell vervielfacht. Infolgedessen

werden Erreger bei Vorhandensein in der

Probe sicher erkannt und durch die Vervielfachung

wird eine hohe Sensitivität erreicht. Dies bedeutet,

dass auch Erreger, die nur in einer geringen Konzentration

vorhanden sind, sicher nachgewiesen

werden können.

Dies wird durch die Ergebnisse der seit April untersuchten

Proben voll bestätigt. Das festgestellte

Erregerspektrum umfasst sowohl Tier- als auch

Umwelt-assoziierte Keime, wobei in der Mehrzahl

der Proben Keime festgestellt wurden, die als so-

genannte Umweltkeime in allen Ställen zu finden

sind. Bei gehäuftem Auftreten bzw. bei hoher

Konzentration dieser Keime in den eingeschickten

Proben kann jedoch eine Verbesserung oft durch

kleine Maßnahmen in der täglichen Arbeitsroutine

erreicht werden. Dies können Maßnahmen wie eine

verbesserte Sauberkeit der Liegeboxen, Nutzung

Beispielergebnisse einer PCR-Untersuchung

225

Erreger /

Erregergruppen

Quantität Proportion

Zellzahlen in 1.000/ml

VR HR VL HL

Staphylococcus sp. (KNS) +

Str. agalactiae +++ >90% 546 1.517 1.801 432

Str. uberis ++

Staph. aureus

Str. uberis

+++

++

>99%

577 805 271 2.320

Staphylococcus sp. (KNS) ++

Str. uberis ++ 959 5.920 20.048 322

Str. dysgalactiae +

von Einmaltüchern zur Euterreinigung, das Tragen

von Handschuhen beim Melken oder das Dippen

mit desinfizierenden Dippmitteln sein. Unterschätzt

wird oft der große Vorteil einer konsequenten Einhaltung

einer bestimmten Melkreihenfolge. Die

Mastitis-Neuinfektionsrate kann gesenkt werden,

werden, wenn wissentlich erkrankte oder bereits

in Behandlung befindliche Tiere ganz zum Schluss

gemolken werden.

Bevor der LKV seine Mitglieder über das neue

Dienstleistungsangebot informiert hat, wurden

viele interne Untersuchungen durchgeführt, die die

Richtigkeit der gefundenen Ergebnisse bestätigt haben.

Dazu zählten neben der Teilnahme an einem

internationalen Ringtest auch direkte Vergleichsuntersuchungen

mit verschiedenen mikrobiologischen

Labors. Als Ergebnis dieser Vergleiche bleibt festzu-

Ein gesundes Euter ist wichtig für eine hohe Milchqualität Foto: Arkink

halten, dass die PCR-Methode nicht nur zu gleichen

Ergebnissen wie die mikrobiologische Standardmethode

kommt, sondern dass sie hoch empfindlich

ist und auch relativ kleine Erregermengen sicher

nachweist.

Auf der Ergebnismitteilung werden die nachgewiesenen

Erreger in die folgenden Kategorien eingeordnet:

+ ein schwacher Erregerbefall

++ ein mittlerer Erregerbefall

+++ ein starker Erregerbefall

Wenn in einer Probe mehr als ein Erreger nachgewiesen

wird, ist diese Aussage für die Auswahl

von effektiven, aber kostengünstigen Bekämpfungsmaßnahmen

hilfreich, da auf diese Weise

der Leitkeim identifiziert wird. Zusätzlich wird der

Leitkeim im Bericht durch Angabe der mengenmäßigen

Proportion in Form einer Kennzeichnung mit

> 90 % oder > 99 % ausgewiesen (siehe Tabelle 1).

Für die Auswahl einer erfolgreichen Behandlungsstrategie

sollte jedoch in jedem Fall der Hoftierarzt

hinzugezogen werden. Es ist dazu empfehlenswert,

dass dieser die Untersuchungsergebnisse ebenfalls

direkt vom LKV erhält.

Weitere Informationen zu diesem Thema sind auf

der Homepage des LKV (www.lkv-sh.de) zu finden.

Das spezielle Probenmaterial (Röhrchen, Etiketten

und Probenbegleitschein) kann direkt vom jeweiligen

Leistungsprüfer oder vom LKV-Labor in Kiel

bezogen werden (Telefon: 0431-33987 53; Mail:

must@lkv-sh.de). Hergen Rowehl


Rotbunt

Faromir-Tochter

erfolgreich auf Jungrinderschau

Die Faromir-Tochter „Liefke“ siegte auf der 1.

Alpuro Nationalen Jungviehschau in Holland im

Typenwettbewerb bei den Kälbern.

Insgesamt stellten sich 76 Kälber und Jungrinder

einem Typ- und Fittingwettbewerb und Jade

Zonnenberg aus Herpen siegte mit der Faromir-

Tochter „Liefke“ souverän und wurde Gesamtsiegerin.

Züchter von „Liefke“ ist Bert Zonnenberg,

der Vater von Jade Zonnenberg.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg

an die Familie Zonnenberg in Herpen.

G. Koch

Außergewöhnliche Kuhfamilie

Die Good-Luck-Tochter „Elegante“ aus der

Zuchtstätte Dieter von Leesen, Sommerland, kann

eine außergewöhnliche Nachzuchtgruppe präsentieren.

Bei insgesamt sechs Abkalbungen hat sie fünf

weibliche Nachkommen gebracht, und diese ohne

Embryotransfer. Der einzige Bulle von ihr ist natürlich

gekört worden und der Lichtblick-Sohn ist in

den Deckeinsatz gegangen.

Jade Zonnenberg mit ihrer Faromir-Tochter „Liefke“ Foto: privat

V.r. : Elegante mit ihren Töchtern Heathrow, Ideal, Lady und Norderney Foto: Arkink

Von den fünf weiblichen Nachkommen sind bereits

drei in Milch. Es sind im Einzelnen die Lexma-

Tochter „Heathrow“, die Bravisi-Tochter „Ideal“

und die Joyboy-Tochter „Lady“. Des Weiteren ist

die Zabing-Tochter „Madam“ tragend und kalbt im

Dezember. Der jüngste Spross aus dieser außergewöhnlichen

Familie ist die Lemond-Tochter „Norderney“.

Die Familie von „Elegante“ ist ein hervorragendes

Beispiel für Langlebigkeit, da auch bereits

die Mutter „Calgary“ (v. Roels) und die Großmutter

„Aachen“ (v. Koerier) sehr lange im Stall von Dieter

von Leesen Milch produziert haben. Es gilt der Familie

von Leesen für diese hervorragende Familie zu

gratulieren und für die Zukunft hofft sie, auf weitere

weibliche Nachzucht aus dieser langlebigen Kuhfamilie.

G.Koch

// Rind im Bild 3/2011 29


30

// Rind im Bild 3/2011

// Angler

Australier von

Angler-Genetik überzeugt

Der Kontakt zwischen den australischen Rotviehzüchtern

und den Anglern besteht schon über 20

Jahre. Nach den ersten Erfolgen des Angler-Bullen

King in Down Under gab es immer wieder interessierte

Landwirte, die nach Angler-Genetik fragten.

In den letzten Jahren waren dann Karen Moroney

von der Weltrotviehorganisation (IRCC) mit Sitz in

Australien, sowie Steve Snowdon von den Aussie

Red Breeders zu Gast in Angeln. Das Ergebnis dieser

Besichtigungstouren war der Einsatz von Angler

Vererbern wie Dragomir, Didolum, Wodka und

Zober in der australischen Rotviehpopulation. Die

Töchter der genannten Bullen haben inzwischen

gekalbt und die Ergebnisse können sich sehen lassen.

So ist der Bulle Dragomir aktuell die Nr. 5 der

Zuchtwertliste.

In diesem Sommer bekamen die Angler Rinderzüchter

gleich drei Mal Besuch aus Down Under.

Mike Green, Farmer aus Mount Gambier (South

Australia), melkt heute 700 Kühe, darunter 300

Aussie Reds, 300 Kreuzungen und 100 Holsteins,

die „rot“ besamt werden. Mit den ersten Angler

Nachkommen ist er sehr zufrieden. Bevor nun die

ersten Kälber von Fundus geboren werden, informierte

Mike sich in der Heimat der Angler über die

aktuelle Genetik. Mike gefielen die gezeigten Hexer-

und Haithabu-Töchter und er orderte Sperma

für den Einsatz in der neuen Saison.

Nur wenige Wochen später war das Ehepaar Hamilton

dann zu Gast in Anglen. Von dem Besuch ihres

Nachbarn Mike Green, der nur 10 Minuten von

Hamiltons Farm entfernt wohnt, wussten sie nichts.

Graeme Hamilton ist auch überzeugter Aussie Red

Graeme und Michelle Hamilton zu Gast bei Fuschera-Petersen in Fahrdorf

Mike Green bei Jacobsen in Hohenlieth

Züchter und wollte nachdem er sich in Dänemark

und Schweden umgesehen hatte ebenfalls die Angler

sehen. Bei zahlreichen Betriebsbesuchen konnte

er sich von der Qualität der roten Kühe überzeugen.

Die dritte Delegation bestand aus John Williams

und seiner Frau Monica. John hat zwischenzeitlich

die Milchviehhaltung aufgegeben und arbeitet jetzt

als Zuchtleiter für die Aussie Reds. Nach Durchsicht

der Interbulllisten war John daran interessiert,

Nachkommen von Hexer und Haithabu zu sehen.

Jeweils 10 Töchter der Bullen sowie einige Spitzenbetriebe

wurden besehen. Das Urteil war einstimmig,

diese Angler Verereber können die Aussies

verbessern, so dass Sperma bestellt wurde. Neben

den zuchtwertgeprüften Angler Bullen steht den

Züchtern in Australien auch der Angler Testbulle Ladykiller

zur Verfügung. Erstmalig bieten die Aussies

neben ihren eigenen Testbullen einen Kandidaten

aus einer anderen Rotvieh-Population an.

Ein weiterer Erfolg für die Angler Rinderzüchter

ist, dass ein dortiger Tierarzt Angler Embryonen

geordert hat, die inzwischen die Reise angetreten

haben.

In Australien haben die roten Rassen momentan

einen enormen Zuwachs bei den Besamungen, für

die Angler also ein Absatzgebiet, das wächst.

C.-P. Tordsen

John Williams in Norgaardholz Fotos: Tordsen


100.000 kg

überschritten

Die fast 17 jährige Hau-Tochter „Tammy“

von Lorenz Engelbrecht aus Grundhof

knackte mit der Milchkontrolle im April die

Schallmauer von 100.000 kg Lebensleistung.

Dank ihrer guten Fruchtbarkeit hat „Tammy“ jedes

Jahr ein Kalb gebracht. Das letzte Bullenkalb wurde

am 10.10.2010 geboren, die Nummer 14 übrigens.

Bis dahin waren es acht Kuhkälber und sechs Bullen.

„Tammy“ hatte nie die höchsten Milchleistungen,

startete mit nur 5.700 kg und steigerte sich bis

zur 5. Laktation auf 8.000 kg Milch. Nach 13 abgeschlossenen

Laktationen ohne Probleme, waren

die 100.000 kg dann doch zusammen gekommen.

Es sind noch drei weibliche Nachkommen in Produktion,

so dass eine würdige Nachfolgerin eventuell

vorhanden ist.

Anlässlich einer kleinen Feierstunde zu Ehren der

Jubilarin zeigte Altenteiler Heinrich Engelbrecht, der

auch Züchter von „Tammy“ ist, anhand einer Ahnentafel

die Vorfahren dieser Kuh auf. Der Stammbaum

enthält 23 Generationen. Den Start machte

die Stammkuh „Weißfuß“, die 1878 geboren wur-

Am 13. Juli fuhren 40 Mitglieder des Vereins

Angler Rinderzüchter (VAR) und des Verbandes

Deutscher Rotviehzüchter (VDR) nach Fünen in Dänemark,

um sich dort Rotviehbetriebe anzusehen.

Als Reiseleiter fungierte Jacob Voergaard, der Lisbet

Holm vor kurzem als Zuchtleiter bei den „Roten Dänen“

abgelöst hat.

Das erste Ziel war der Betrieb von Anja und Henrik

Kongsdal in Nyborg. Der Betrieb wurde 1990 auf

„der grünen Wiese“ erbaut und ständig erweitert.

Zurzeit werden 150 RDM-Kühe gemolken. Diese erreichen

im Durchschnitt 9.800 kg Milch mit 4,3 %

Fett und 3,4 % Eiweiß.

Auf der Regionalschau in Odense (Fünen) konnte Familie

Kongsdal dieses Jahr die alte Siegerkuh stellen.

Die beste Gold-Tochter (V: Peterslund) aus dem Testeinsatz

wurde der Besuchergruppe vorgestellt. Als

nächster Schritt werden 300 Kühe angestrebt. Um

dieses Ziel ohne Zukauf von Rindern zu erreichen,

werden die Zubuller zu 85 % mit gesextem Sperma

besamt. Bei den Kühen werden aktuell R Fastrup

und R Facet eingesetzt. Zum Mittagessen ging es auf

Europas größte Bisonfarm in Morud, so war also das

etwas andere rote Rind Thema in der Pause.

// Angler

Züchterfahrt nach Dänemark

Tammy mit drei Generationen der Familie Engelbrecht Foto: Tordsen

de und dem Urgroßvater von Heinrich Engelbrecht

gehörte. Nach 16 Generationen findet man „Tammy“

auf der Ahnentafel. Aus der Linienbegründerin

„Weißfuß“ sind 120 Tiere im Betrieb, was bedeu-

Der zweite Zuchtbetrieb war die Farm von Lars

Iversen in Skamby. Hier werden 170 Kühe dreimal

täglich gemolken. Die Leistung liegt bei 10.000 kg

Milch, 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Neben dem

Futterbau werden auch 120 ha Raps und Getreide

angebaut, so dass insgesamt 240 ha bewirtschaftet

werden. Der Vorsitzende der Roten Dänen, Lars

Iversen, hatte 10 Kühe aussortiert. Diese wurden

besonders herausgestellt. Es handelte sich um

siegreiche Schaukühe von R Ascona, der im Betrieb

sehr stark genutzt wurde. Weiter waren R Alfa, R

David, R Degn und Orraryd-Väter der gezeigten

Kühe. Neben den aktuellen RDM-Vererbern werden

auch genomische rote Bullen genutzt. Das Jungvieh

wird zum größten Teil mit gesextem Sperma

tet, dass sich die Kuhfamilie stark durchgesetzt hat.

Allein dieses wäre eine Ehrung wert gewesen. Die

Angler Rinderzüchter gratulieren zu dem Erfolg im

Stall. C.-P. Tordsen

belegt, wodurch sich das Erstkalbealter um einen

Monat auf 25 Monate erhöht hat. Auf dem Betrieb

wird eine Klauenwaschanlage zur Mortellaro-

Bekämpfung bzw. -Vorbeugung eingesetzt. Bei

einer gemütlichen Kaffeerunde beantwortete Lars

Iversen geduldig die Fragen der Anglerzüchter. Der

letzte Besichtigungsbetrieb gehört Henrik Jespersen

in Ejby. Dieser startete 1995 mit 30 ha und 38

Kühen. Bis zum Jahr 2008 wurde die Kuhzahl auf

115 erhöht und es wurden zwei Melkroboter angeschafft.

Die roten Kühe erreichen hier 9.500 kg

Milch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Der Tiefstreulaufstall

mit automatischer Einstreuvorrichtung

begeisterte die Reiseteilnehmer. Im Kuhstall fielen

die Töchter von R Bangkok durch ihre enorme Stärke

sowie funktionelle R David-Töchter bei den jungen

Kühen und R Bahama-Töchter bei den älteren Kühen

auf. Die Angler Rinderzüchter bekamen drei unterschiedliche,

sehr interessante Betriebe zu sehen. Im

Stall war die eine oder andere Anregung zu sehen.

Die auch in Deutschland genutzte RDM-Genetik

machte einen guten Eindruck, so dass die Teilnehmer

auf eine interessante Fahrt zurückblicken können.

C.-P. Tordsen

// Rind im Bild 3/2011 31


32

// Rind im Bild 3/2011

// Fleischrinder

Drittes deutsches Färsen-Championat

Erfolgreiche Auktion Best of 2011

Das dritte deutsche Färsenchampionat „Best of“

am 19. April 2011 lief sehr erfolgreich. Von den 84

aufgetriebenen Färsen wurden 82, das sind 20 Färsen

mehr als im Vorjahr, zu einem Durchschnittspreis

von 2.057,- Euro (Vorjahr 2.062,- Euro) verkauft.

Den Tageshöchstpreis erzielte die typvolle, schwarze

Angusfärse „Binia“ (Carbonara x Trever) mit

3.400,- Euro. „Binia“ von Dieter Meyer, Ellerbeck,

wurde vor der Auktion zum Super-Champion gekürt.

Am Vortag hatten die Preisrichter, Dr. Sabine

Schmidt und Dr. Josef Dissen, das Richten der einzelnen

Rassen übernommen und wählten die Klassensieger.

Die Käufer kamen aus 12 Bundesländern

und honorierten vor allem Spitzentiere mit flotten

Geboten. Die beiden schleswig-holsteinischen Limousin-Färsen

fanden neue Besitzer in Niedersachsen

und Bayern. Nach Schleswig-Holstein sind 4

Angus- und eine Limousin-Färse gegangen.

Wir wünschen allen Käufern viel Erfolg mit ihren

neuen Tieren. C. Henningsen

Qualität der Extraklasse: die Champions der Best of Auktion 2011 Foto: Gassan

Ergebnisse Best of 19.04.2011

aufgetriebene

Rasse

Tiere

verkaufte

Tiere

Durchschnittspreis

von bis

Angus 14 14 1.786 € 1.300 € 3.400 €

Blonde d´Aquitaine 1 1 1.900 € 1.900 € 1.900 €

Charolais 16 15 2.220 € 1.400 € 3.200 €

Fleckvieh 22 22 1.945 € 1.300 € 3.000 €

Hereford 5 5 2.400 € 2.000 € 2.800 €

Limousin 20 20 2.280 € 1.800 € 3.000 €

Uckermärker 6 5 1.620 € 1.300 € 2.100 €

gesamt 84 82 2.057 € 1.300 € 3.400 €

Super-Champion „Binia“ von Dieter Meyer, Ellerbeck, erzielte den Tageshöchstpreis Foto: Gassan

Hornlose Limousins von Dr. Karen Volkers, Scheppern und Ute Lucanus, Fargau-Pratjau, wechselten

für 2.000,- Euro und 1.800,- Euro den Besitzer (v.li.) Foto: Lucanus

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Die Top-Listen 2011 für Bullen und Kühe der

Nicht-RZF-Rassen liegen vor. Damit werden Bullen

und Kühe, die sich in der Praxis besonders bewährt

haben, herausgestellt. Die vollständige Liste für das

Bundesgebiet findet Sie unter www.bdf-web.de.

Kriterien für die Auswahl der Tiere sind:

// Fleischrinder

Top-Listen 2011 der Nicht-RZF-Rassen

Top-Liste der Nicht-RZF-Rassen bzw. Extensivrassen, Bullen

Top-Liste der Nicht-RZF-Rassen bzw. Extensivrassen, Kühe

Bullen

• Eingetragen in die Abteilung A –

neu des Zuchtbuchs

• Mindestens 3 Nachkommen,

die in Abt. A eingetragen worden sind

• Aktive Bullen (auch abgegangene Tiere, sofern

im aktuellen Jahr noch Nachkommen gebracht

wurden)

• Bewertung in Typ und Skelett mind. 7, in der

Summe mindestens 15; es gilt die letzte vom ZV

eingetragene Bewertung

Name Geb.-Jahr Vater NK Typ Bem. Skelett ZKZ Züchter Besitzer

Kühe

• Eingetragen in die Abteilung A - neu des Zucht-

buches

• Bewertung in Typ und Skelett mindestens 7, in

der Summe mind. 15 (es gilt die letzte vom ZV

eingetragene Bewertung)

• Mindestens vier lebend geborene Nachkommen

• ZKZ max. 400 Tage

• Mutter in Abteilung A eingetragen.

C. Henningsen

Galloway

Panto 2003 Parant 9 8 8 8 127 Behrens, Alfhausen Dirks Manfred, Duvensee

Cremoso vom Bebensee 2002 Rolf 5 8 8 8 127 Bening, Bebensee Mahnke Hans Heinrich, Harmsdorf

Name

Gelbvieh

Geb.-Jahr Vater NK Typ Bem. Skelett ZKZ Züchter Besitzer

Nicole 2001 Ipp 7 8 7 7 387 Kühne, Kamp-Lintfort Hansen Arne, Ascheffel

Roma 2000 Kelant 7 8 7 7 388 Roeder, Markt Bibart Hansen Arne, Ascheffel

Name

Shorthorn

Geb.-Jahr Vater NK Typ Bem. Skelett ZKZ Züchter Besitzer

Hever Trietje 2000 Bodmin 9 8 7 8 361 Eggers u.Kohrs GbR, Osterhever Petersen Karl-Albert, Risum-Lindholm

Hever Terra 2001 Bodmin 9 7 8 8 355 Eggers u.Kohrs GbR, Osterhever Eggers u.Kohrs GbR, Osterhever

Hever Afra 2002 Tennessee 9 8 7 7 357 Eggers u.Kohrs GbR, Osterhever Eggers u.Kohrs GbR, Osterhever

Hever Tuska 2002 Bodmin 8 8 7 7 361 Eggers u.Kohrs GbR, Osterhever Eggers u.Kohrs GbR, Osterhever

Sina 24K von Schönberg 2001 Halfred 8 8 7 7 369 Hof Schönberg, Westerhorn Hansen Peter Th., Osterhever

Hever Angel 2003 Tennessee 7 8 7 7 351 Eggers u.Kohrs GbR, Osterhever Eggers u.Kohrs GbR, Osterhever

Hever Gloria 2003 Apollo 6 8 7 7 397 Eggers u.Kohrs GbR, Osterhever Eggers u.Kohrs GbR, Osterhever

Hever Ghana 2003 Tennessee 6 8 7 7 353 Eggers u.Kohrs GbR, Osterhever Johannsen Finn, Sprakebüll

Hever Tryntje 2003 Tennessee 5 8 7 7 372 Eggers u.Kohrs GbR, Osterhever Johannsen Finn, Sprakebüll

Hever Gianna 2006 Tennessee 4 8 7 8 345 Eggers u.Kohrs GbR, Osterhever Eggers u.Kohrs GbR, Osterhever

Name

Welsh Black

Geb.-Jahr Vater NK Typ Bem. Skelett ZKZ Züchter Besitzer

Lütt Deern 1992 Christian 15 8 8 7 396 Morschen, Neuengörs Frahm Andreas, Neuengörs

Lütt Lucie 1998 Samson 11 8 7 7 352 Morschen, Neuengörs Frahm Andreas, Neuengörs

Maiti 2000 Sylvester 9 8 7 7 366 Eckert, Süsel Eckert Olaf, Süsel

Katja 2002 Kaspar 7 8 7 7 390 Michaelis, Rätzlingen Eckert Olaf, Süsel

Larissa 2003 Kevin 6 8 7 7 346 Frahm, Neuengörs Frahm Andreas, Neuengörs

Luka 2002 Sylvester 6 8 7 7 371 Eckert, Süsel Eckert Olaf, Süsel

Bess 2004 Kevin 5 8 7 7 387 Eckert, Süsel Eckert Olaf, Süsel

Name

Aubrac

Geb.-Jahr Vater NK Typ Bem. Skelett ZKZ Züchter Besitzer

Obeline 1998 Mignon 12 8 7 7 357 Frankreich Kummerfeldt Gerhard, Tremsbüttel

Ortense 1998 Muscat 12 8 7 7 360 Frankreich Kummerfeldt Gerhard, Tremsbüttel

Olphea 1998 Jalbouze 11 8 7 7 349 Frankreich Kummerfeldt Gerhard, Tremsbüttel

Olga 2000 Obelix 9 8 8 7 352 Frankreich Schümann Edith, Bimöhlen

Name

Galloway

Geb.-Jahr Vater NK Typ Bem. Skelett ZKZ Züchter Besitzer

Toni vom Bebensee 1998 Duran 11 8 8 8 366 Bening, Bebensee Kähler Cai und Hans-Hermann, Tökendorf

Schönweider Pamela 1998 Donau 11 8 7 8 367 von Hollen, Freiherr, Giekau von Hollen Karl-Ludwig Freiherr, Giekau

Quellenhof Lina 1997 Torry 11 8 8 7 383 Boye Timm, Jahrsdorf Boye Timm, Jahrsdorf

// Rind im Bild 3/2011 33


34

// Rind im Bild 3/2011

// Fleischrinder

Blonde d´Aquitaine Züchtertreffen

Anfang August trafen sich bei stark bedecktem

Himmel die schleswig-holsteinischen Blonde d´ Aquitaine

Züchter. In diesem Jahr hatte Jurian Harms aus

Bosau/Klenzau eingeladen. Der Ackerbaubetrieb mit

130 ha verfügt über 30 ha Grünlandfläche, die von

den Mutterkühen gepflegt wird. Im Jahr 2005 begann

die Zucht mit der großrahmigen Rasse Blonde

d´ Aquitaine. Heute stehen 17 Blonde d´ Aquitaine

Kühe samt Nachzucht im Herdbuch. Nach der Vorstellung

des Betriebes ging es auf die einzelnen Weiden.

Dort erregten die beiden letzten Kälberjahrgänge

besondere Aufmerksamkeit. Die Nachkommen

des Bullen USTINOV (Uranus x Okinawa) aus der

Zucht von Hans Ackermann, Steinfeld, begeisterten

alle Mutterkuhhalter. Der neue Deckbulle ORLANDO

(Orion x Uranus), gezogen von Hans Ackermann, ist

ein Bulle mit sehr viel Typ und Ausdruck. Mit 877

gekört, zeigt es sich gut entwickelt. Als Gast konnte

ein belgischer Blonde d´ Aquitaine Züchter begrüßt

werden, der seine Erfahrungen aus dem belgischen

Zuchtgebiet erläuterte. Für die hervorragende Gastfreundschaft

trotz des verregneten Tages danken wir

Familie Harms und wünschen für die Zukunft alles

Gute. C. Henningsen

„Lora vom Hof Rethkamp“ führt ihr sechstes Kalb bei Fuß. Eine typvolle

Herold-Tochter aus dem Bestand von Peter Böttger, Ascheberg

Foto: Henningsen

Feinknochig, lang und gut bemuskelt zeigen sich die USTINOW-Nachkommen von Jurian Harms, Bosau/Klenzau Foto: Henningsen

Rassetreffen Limousin

Am letzten Juni-Wochenende trafen sich die

Limousinzüchter aus ganz Schleswig-Holstein

bei Rüdiger Tews in Molfsee und Peter Böttger in

Ascheberg.

In geselliger Runde wurde zunächst die Limousinherde

von Rüdiger Tews besichtigt. Die Herde „vom

Goosbarg“ umfasst 12 Kühe mit Nachzucht.

Neben dem neuen Kälberjahrgang (Nachkommen

von Osiris, Tigris, Ryde Uranos, Tristan und vom Herdenbullen,

dem Pacha 19-Sohn „Peter Pan“) wurde

als weiterer Höhepunkt der neue Deckbulle „Nordin“

(Nino Pp x Hinnerk Pp) begutachtet. Väterlicherseits

geht er über Neophin auf Dauphin zurück.

Die Hornlosigkeit kommt über die W-Linie der Großmutter.

Mütterlicherseits befindet sich bewährte

hornlose schleswig-holsteinische Genetik in der

Abstammung.

Weiter ging es zu Peter Böttger nach Ascheberg.

Zur Besichtigung standen 45 Limousinkühe mit

Nachzucht.

Besondere Aufmerksamkeit erregten die beiden

Deckbullen „Tristan“ (Tempo x Nenophar) und

„Bastian“ (Balou x Meridien). „Bastian“ ist seit

Januar im Deckeinsatz. I

m Anschluss wurden von Claus Henningsen, Rinderzucht

Schleswig-Holstein e.G., aktuelle Limousin-Besamungsbullen

vorgestellt und empfohlen.

Durch einen verstärkten Einsatz weniger ausgewählter

Spitzenbullen im Besamungsbereich soll

künftig ein höherer Zuchtfortschritt erreicht werden.

C. Henningsen


Bundestreffen „Wagyu“

in Schleswig-Holstein

Bundestreffen der Rasse Wagyu auf dem Betrieb von Rüdiger Marquardt in Negenharrie. Im Hintergrund

die neu errichtete Stallanlage

In diesem Jahr fand das bundesweite Züchtertreffen

des Wagyu-Verbandes Deutschland e.V. im

Kreis Rendsburg-Eckernförde statt.

Über 40 Teilnehmer trafen sich im Juli im Tierpark

„Arche Warder“ anlässlich der Mitgliederversammlung

des Bundesrasseverbandes.

Klaus Möbius, Vorsitzender des Bundesverbandes

Wagyu, eröffnete die Versammlung und berichtete

aus dem Verbandsgeschehen. Dr. Olaf Steinhöfel

vom sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft

und Geologie referierte über die Fütterung

von Rindern, speziell der Rasse Wagyu. Klaus Ebermann

vom Landesverband Thüringer Rinderzüchter

stellte ein Anpaarungsprogramm vor, dass Inzucht

ausschließt - bei der noch sehr kleinen Wagyu-Population

ein gutes Hilfsmittel, um diese auszuschließen.

Claus Henningsen, Abteilung Fleischrinder der

Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G., informierte

über das Zuchtgebiet, die Abteilung und über die

Eintragungskriterien in der Herdbuchzucht.

Im Anschluss an die Versammlung wurden die unterschiedlichen,

vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen

vorgestellt.

Am darauffolgenden Tag ging es auf den Hof von

Rüdiger Marquardt in Negenharrie. Zu dieser noch

jungen Zuchtstätte gehören derzeit gut 20 Wagyu,

dazu kommen noch mehrere Trägertiere, welche die

Embryonen austragen bzw. die Kälber säugen.

Ziel ist es, eine Herde mit 50 bis 70 Wagyus aufzubauen.

Dafür wurden in den letzten Jahren umfangreiche

Baumaßnahmen getätigt. Der Rinderstall

ist als freitragende Halle mit mittig liegendem

Futtergang und Stroheinstreu gebaut worden. Das

Wohlbefinden der Tiere hat oberste Priorität. Die

// Fleischrinder

Rinder liegen im Stroh und haben ganzjährig die

Möglichkeit, in angrenzende Boxen an die frische

Luft zu gehen. Automatische Bürsten sorgen für die

notwendigen Massagen. Gefüttert wird mit einem

elektrisch betriebenen Futtermischwagen. Die Mischung

besteht aus Grassilage und Kraftfutter für

Vermarktung Fresserbörse

Auch in diesem Jahr führt die RSH eG

wieder eine FRESSERBÖRSE durch.

Bitte melden Sie Ihre Fresser rechtzeitig

an, damit wir sie vermarkten können:

1.

2.

3.

Name, Vorname

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

z. Hd. Herrn Henningsen

Rendsburger Str. 178 · 24537 Neumünster

Tel.: 04321/905 – 305

Fax: 04321/905 - 394 oder 04321/905 - 395

Anzahl Geschlecht Ø-Alter von / bis Vaterrasse Mutterrasse

Straße und Hausnummer, PLZ und Ort

Telefon

Anmeldedatum

Jungbullen der japanischen Rasse Wagyu von Rüdiger Marquardt Fotos: Henningsen

die Kühe mit Kälbern und die Bullen. Die Belegung

findet ausschließlich über die künstliche Besamung

statt.

Für die hervorragende Gastfreundschaft und tolle

Organisation danken wir dem Team vom Zuchtbetrieb

Marquardt. C. Henningsen

Unterschrift

// Rind im Bild 3/2011 35


36

// Rind im Bild 3/2011

// Fleischrinder

15. Niedersächsische Landesfleischrinderschau

Siegertitel gingen nach Schleswig-Holstein

Fünf Fleischrinderzüchter der Rinderzucht

Schleswig-Holstein e.G. nahmen am Wettbewerb

der niedersächsischen Landesschau in Tarmstedt

teil. Über 130 Bullen, Kühe und Rinder stellten sich

dem Wettbewerb.

Reservesiegertitel für „Anette vom Brandener

Hof“

Den Reservesiegertitel konnte der Zuchtbetrieb

Anke Jaspers, Halstenbek, für sich verbuchen. Stark

bemuskelt und typvoll, mit einem sehr gut entwickelten

Bullenkalb bei Fuß, zeigte sich „Anette vom

Brandener Hof“ von ihrer besten Seite.

Zum zweiten Mal ganz vorne: Äußerst typvoll, lang und bestens bemuskelt wurde „Allegra vom

Eiderland“ von Dr. Jan Bielfeldt Siegerfärse der Rasse Limousin Foto: H. Bischoff

„Lovely Red vom Nordwind“ aus der Zucht von Hauke Aye, Rantrum, präsentierte sich in Bestform und

zeigte sich äußerst harmonisch Foto: Hauke Aye

Schleswig-Holstein stellte die Siegerfärse

Bei den Limousinrindern ging kein Weg an der

hornlosen, äußerst typstarken und sehr gut entwickelten

Lasse-Tochter „Allegra vom Eiderland“ von

Dr. Jan Bielfeldt, Bargen, vorbei. Nach dem Reservesieg

im vorigen Jahr schaffte „Allegra“ es in diesem

Jahr an die Spitze.

In der Klasse der Welsh Black Bullen sicherte

sich der typvolle „Symbo“ den 1b-Platz vor seinem

Stallgefährten, dem siebenjährigen Importbullen

„Gwen Cyngddion“ von Olaf Eckert, Süsel.

Bei den Gallowaybullen reichte es für den noch

jungen red Belted Bullen „Ultimo vom Nordwind“

von Hauke Aye, Rantrum, nur noch auf den 1d

Platz. „Lovely Red vom Nordwind“, ein typstarkes

Red Belted Rind, ebenfalls von Hauke Aye, errang

den 1c Platz.

Bei den Shorthornrindern erreichte die schimmelfarbene

„Hever Arwen“ den 1a Platz vor der

1 ½-jährigen Stallgefährtin „Hever Amy“ aus der

Zucht der Eggers & Kohrs GbR, Osterhever.

C. Henningsen

„Anette vom Brandener Hof“ wurde Reservesiegerkuh 2011 auf der niedersächsischen Landesfleischrinderschau.

Die Zuchtstätte Jaspers ist seit Jahren immer vorne mit dabei Foto: H. Bischoff

Die Tornado-Tochter „Hever Arwen“ von der Eggers & Kohrs GbR, Osterhever, zeigte sich äußerst

typvoll und mit einem guten Fundament Foto: Claudia Zettler


Prämierungsergebnisse der Tarmstedter Landesschau 2011

Platz

Schauklasse Charolaisbullen

Name Horn Besitzer

Ia Beethoven Moormann, Rainer, Essen-Herbergen

Schauklasse Charolaiskühe

Sieger Fabuleux Meyerdierks, Diethelm, Lilienthal

Res. Sieger Anette Jaspers, Anke, Halstenbek

Schauklasse Charolaisrinder

Sieger Belle Star Fraas, Josef, Vechta

Res. Sieger Domaene Beu, Marko, Osterholz-Scharmbeck

Schauklasse Limousinbullen

Ia Nikita Knurbein, Josef, Lindern

Schauklasse Limousinkühe

Sieger Agripine Brockmann, Cord-Hermann, Soltau

Res. Sieger CN Jasmina Pp ZG Wahlers/Stapel, Scheeßel

Schauklasse Limousinrinder

Sieger Allegra P P Bielfeldt, Jan-Christof, Erfde

Res. Sieger KH Beyonce Meinen, Heiko, Apen

Schauklasse Anguskühe

Ia Bo Meyer, Günter, Walsrode

Schauklasse Angusrinder

Ia Baronin Meyer, Dieter, Bissendorf

Schauklasse Herefordbullen

Ia Wrabpas Pp Rust, Carsten, Bad Fallingbostel

Schauklasse Herefordkühe

Ia HSp Loreen P Spechtmeyer, Ulrich, Espelkamp

Schauklasse Shorthornrinder

Ia Arwen P Eggers & Kohrs GbR, Osterhever

Ib Amy P Eggers & Kohrs GbR, Osterhever

Schauklasse Highlandbullen

Sieger Camillo Hadeler, Fritz, Penningsehl

Res. Sieger Philip Wannewitz, Klaus, Verden

Schauklasse Highlandkühe

Ia Marie Viehbrock, Arne, Sandbostel

Schauklasse Highlandrinder

Sieger Malin Heinz, Manfred, Scholen

Res. Sieger Rosinchen Hadeler, Fritz, Penningsehl

Schauklasse Welsh Blackbullen

Sieger Darius Michaelis, R.& A., Rätzlingen

Res. Sieger Dumbledore Hacke, Jörg, Uelzen

Ib Brenin 4th Stucke, Hans, Loxstedt

Ib Symbo Eckert, Olaf, Bad Schwartau

Ic Gwern-Cynyddion Eckert, Olaf, Bad Schwartau

Schauklasse Welsh Blackkühe

Ia Stella Stucke, Hans, Loxstedt

Schauklasse Welsh Blackrinder

Ia Anja Maack, Hermann, Gödenstorf

Schauklasse Gallowaybullen

Sieger Karl T121 Haase, Carsten, Dinklage

Res. Sieger Balou Rasch, Andreas, Uelzen

Id Ultimo Aye, Hauke, Rantrum

Schauklasse Gallowaykühe

Ia Alpha Wiegmann, Friedrich, Sulingen

Schauklasse Gallowayrinder

Sieger Upsala Wiegmann, Friedrich, Sulingen

Res. Sieger Bunny 1 Büttemeyer/Lömker, Zuchth., Espelkamp

Ic Lovely Red Aye, Hauke, Rantrum

// Fleischrinder

Willkommen bei

Schwarz Rot Gold

3. Bundesschau

für die intensiven

Fleischrassen

ANGUS

BLONDE D’AQUITAINE

CHAROLAIS · LIMOUSIN

7./8. Oktober 2011

Hessenhalle, Alsfeld

Freitag, 7. Oktober 2011

ab 16.00 Uhr Schau ab 19.45 Uhr Großer Züchterabend

Samstag, 8. Oktober 2011

ab 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr Schau

300 Schautiere und ihre Züchter freuen sich auf Ihren Besuch!

Veranstalter: Bundesrasseverbände Angus, Blonde d‘Aquitaine, Charolais, Limousin

Organisatorische Belange Hessenhalle: Ansprechpartner Krausmüller 06631/78411

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Klondyke Rocky im Besitz von Karl-Ludwig Freiherr von Hollen, Giekau – Siegerbulle der Rasse Galloway

auf der Landesfleischrinderschau in Rendsburg während der Norla Foto: Tordsen

// Rind im Bild 3/2011 37


38

Auszeichnung für

hohe Lebensleistung

Es war nicht nur ein erfreuliches Jahr für die

Schwarzbuntzüchter im Kreis Rendsburg-Eckernförde

aufgrund der größeren Anzahl von 100.000

Liter Kühen sondern auch deshalb, weil noch fast

alle von ihnen aktiv auf den Betrieben in Produktion

sind. Insgesamt erreichten 14 Kühe die Lebensleistung

von 100.000 Litern und nur eine von ihnen

ist als Abgang zu vermelden.

Eine der erfolgreichen, alten Kühe steht auf dem

Betrieb der Familie Jan Krabbenhöft in Revensdorf.

Blüte, eine Preval-Tochter aus einer Stardom-

Mutter, erreichte eine Lebensleistung von 105.576

Litern mit 3,02% Fett und 3,06% Eiweiß. In der

zweiten Laktation wurde Blüte mit 84-84-83-83

eingestuft und zeigte sich zum Fototermin noch bei

bester Fitness.

Mit guter Exterieurqualität und Fitness zeigte sich

auch Bea. Eine Lentini-Tochter aus einer Mark David-Mutter,

die auf dem Betrieb der Familie Evelyn

Tönjes zu Hause ist. Bea erreichte eine Leistung von

103.347 Litern mit 3,86% Fett und 3,35% Eiweiß.

In der vierten Laktation wurde sie mit 87-86-84-84

eingestuft.

Zum Fototermin erschien zu Ehren von Zaster die

ganze Familie. Zaster erreichte auf dem Betrieb

der Familie Volker Wehde die Lebensleistung von

107.657 Litern mit 4,25% Fett und 3,37% Eiweiß.

Ebenfalls in der vierten Laktation wurde sie eingestuft

und erreichte folgende Bewertung: 83-86-83-

84. Die Kuh Zaster ist eine Vulvo-Tochter aus einer

Notel-Mutter.

Blüte steht auf dem Betrieb der Familie Jan Krabbenhöft in Revensdorf

// Rind im Bild 3/2011

// Kreisvereine

Bea ist auf dem Betrieb der Familie Evelyn Tönjes zu Hause

Vom Betrieb Carstens/Langholz GbR kommt ebenso

eine Hunderttausendliter Kuh. Valdiva konnte

zur Freude des Betriebsleiters dieses Ziel erreichen.

Die Reed-Tochter erbrachte die Lebensleistung von

105.319 Litern mit 3,79% Fett und 3,26% Eiweiß.

Sie ist leider nicht mehr im Bestand.

In Christiansholm auf dem Betrieb der Familie

Sönke Delfs steht mit Zipfel eine weitere 100.000

Liter Kuh. Zipfel ist eine Tochter des Bullen Patrick

aus einer Matador-Mutter. Sie erreichte eine bisherige

Lebensleistung von 102.120 Litern mit 3,78%

Fett und 3,09% Eiweiß. In der siebten Laktation

wurde sie mit 88-86-86-87 eingestuft. Die hohe

Punktierung zeigt die gute Qualität der Kuh, die

sich zum Fototermin sehr fit und vital präsentierte.

Walnuss heißt die Hunderttausendliterkuh vom

Betrieb der Schwansen M.A. in Rieseby. Die Tonic-

Tochter aus einer Sebastian-Mutter erreichte die

Milchmenge von 106.016 Litern mit 4,25% Fett

und 3,55% Eiweiß. In der dritten Laktation wurde

die Kuh mit 86-85-86-85 bewertet. Bei der Ehrung

der Hunderttausendliter Kühe konnte Werner

Zum Fototermin erschien zu Ehren von Zaster die ganze Familie Wehde aus Bünsdorf


In Christiansholm auf dem Betrieb der Familie Sönke Delfs steht mit Zipfel eine weitere 100.000

Liter Kuh

Jepsen von einem guten Start in die neue Laktation

berichten.

Auf dem Betrieb der Familie Jan Willmann erreichte

die Kuh Anna die Lebensleistung von 100.000 Litern.

Auch diese zeigte sich zum Fototermin in der

Laktation bei bester Gesundheit. Die Roels-Tochter

gab bisher 101.205 Liter Milch mit 3,80% Fett und

3,12% Eiweiß.

Die Familie von Ralf Schneede freut sich in diesem

Jahr über ihre Hunderttausendliter Kuh Babsi, eine

Preval-Tochter aus einer Caplan-Mutter. Babsi erreichte

die Milchmenge von 101.395 Litern mit

3,87% Fett und 3,04% Eiweiß. In der zweiten Laktation

wurde sie mit 86-84-75-85 eingestuft. Ihr

Fototermin fiel dem Stallneubau bisher zum Opfer,

soll aber in nächster Zeit nachgeholt werden.

Ein Anlass zur Freude war für die Familie von Stephan

Repenning ihre erste Hunderttausendliter Kuh

Unox. Unox erreichte eine bisherige Lebensleistung

// Kreisvereine

Vom Betrieb der Schwansen M.A. in Rieseby konnte Werner Jepsen von einem guten Start in Walnuss´

neue Laktation berichten

Auf dem Betrieb der Familie Sieh-Petersen konnten gleich drei Kühe die Lebensleistung von 100.000 Litern erreichen. Mit auf dem Bild

ist die Kuh Ziegeunerin

Auf dem Betrieb der Familie Jan Willmann erreichte die Kuh Anna die Lebensleistung von 100.000 Litern Ein Anlass zur Freude war für die Familie von Stephan Repenning ihre erste Hunderttausendliter Kuh Unox

// Rind im Bild 3/2011 39


40

von 103.219 Litern mit 4,22% Fett und 3,18% Eiweiß

und war beim Fototermin bereits in die nächste

Laktation gestartet. Besonders erfreulich ist für

den Betriebsleiter, dass bereits mehrere Töchter und

Enkeltöchter von Unox in der Herde stehen und sich

ebenso unkompliziert und leistungsbereit zeigen.

Eine weitere Kuh erreichte in Osterrönfeld das Ziel

von 100.000 Litern. Agnes, eine Donald-Tochter

aus einer Cadillac-Mutter steht auf dem Betrieb der

Familie von Klaus Wieck. Sie erbrachte eine bisherige

Lebensleistung von 103.087 Litern mit 3,55%

Fett und 3,15% Eiweiß. Auch hier ist zu berichten,

dass sie bereits in die nächste Laktation gestartet

ist.

Einen besonderen Glücksmoment gab es dann

wohl für die Familie von Carsten Sieh-Petersen.

Gleich drei Kühe konnten in diesem Jahr die Le-

Der Vorsitzende Paul Hameister (mitte) verabschiedet die langjährigen Vorstandsmitglieder Carsten

Damlos (links) und Werner Jepsen (rechts)

// Rind im Bild 3/2011

// Kreisvereine

bensleistung von 100.000 Litern erreichen. Eine

von ihnen ist Vorbei, eine Hj Vogd-Tochter aus einer

Jubel-Mutter. Sie erbrachte bisher 105.591 Liter

mit 4,52% Fett und 3,85% Eiweiß und wurde in

der zweiten Laktation mit 87-87-85-85 eingestuft.

Wienerin ist die zweite erfolgreiche Kuh vom Betrieb

Sieh-Petersen. Die Blackred-Tochter aus einer

Domain-Mutter wurde in der zweiten Laktation mit

84-84-85-85 eingestuft. Ihre bisherige Lebensleistung

liegt bei 100.743 Litern mit 3,56% Fett und

3,24% Eiweiß.

Und dann fehlt noch Ziesar, eine Aerostar-Tochter

aus einer Vanguard-Mutter. Auch sie wurde in der

zweiten Laktation eingestuft und zwar mit 86-84-

88-85.Insgesamt erbrachte sie eine Milchmenge

von 101.901 Litern mit 4,00% Fett und 3,27%

Eiweiß. Insgesamt zeigten sich alle drei Kühe zum

Fototermin bei bester Verfassung. Mit auf dem Foto

Wir bitten um Beachtung!

Bei Hofübergabe, Verpachtung, Sterbefall

oder Wohnungswechsel bitten

wir um umgehende Meldung an die

Geschäftstelle in Neumünster!

Tel.: 04321 – 905 345 oder

Fax: 04321 – 905 396

ist die Kuh Zigeunerin. Sie erreichte im Jahr 2008

die Lebensleistung von 100.000 Litern und hat

inzwischen eine Milchmenge von 131.455 Litern

ermolken.

Der Kreisverein der Schwarzbuntzüchter im Kreis

Rendsburg-Eckernförde möchte an dieser Stelle

noch einmal allen Betrieben herzlich zur Lebensleistung

ihrer Hunderttausendliter Kühe gratulieren.

Die Ehrung der Hunderttausendliter Kühe fand

auf der Jahreshauptversammlung des Kreisvereins

statt. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass nach

langjähriger Mitarbeit im Vorstand Carsten Damlos

und Werner Jepsen nicht wieder für ihr Amt zur

Verfügung standen. Der Kreisverein möchte sich

noch einmal für ihre langjährige Tätigkeit im Vorstand

bedanken. Neu in den Vorstand gewählt sind

Carsten Harm und Heiko Wendell-Andresen.

U. Lucanus

Die Besitzer der 100.000 Liter Kühe bei der Auszeichnung auf der Jahreshauptversammlung

Foto: Lucanus

Name Vorname

Ort Straße

Telefonnummer Betriebsnummer

Fax Handy

Datum Unterschrift


Kreisvereine

Züchterfahrt und Züchterabend –

Sommerprogramm der Schwarzbuntzüchter

im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Ziel der diesjährigen Züchterfahrt der Schwarzbuntzüchter

im Kreis Rendsburg-Eckernförde war

Dänemark. Für drei Tage ging es in das nördlich

gelegene Nachbarland, um Land und Leute und vor

allem die Rinderzucht und Landwirtschaft des Landes

kennenzulernen.

Am Mittwochmorgen, den 29. Juni starteten wir in

Neumünster bzw. Rendsburg mit einer eher kleineren

aber heiteren und unternehmungslustigen

Gruppe von zehn Personen. Als erstes fuhren wir

zum Betrieb von Hans Thysen in Skaerbaek. Auf

dem Betrieb werden 175 Kühe mit einem Melkroboter

gemolken. Eine Besonderheit des Betriebes

war auch die vollautomatisierte Fütterung

des Grundfutters. Der Betrieb von Familie Thysen

konnte schon verschiedene Bullenmütter dänischer

Vererber hervorbringen, von denen er uns auch drei

im Bestand zeigen konnte. Weiter ging es dann zu

Sören und Ole Sörensen in Ribe. Die beiden Brüder

bewirtschaften einen Milchviehbetrieb mit 400

Jersey Kühen. Für Dänemark durchaus alltäglich,

war es für uns doch eher eine Besonderheit eine

reine Jersey Herde in so einer Größenordnung zu

sehen. Gemolken wurden die Kühe von sechs Robotern.

Insgesamt zeigte sich die Herde der Familie

Sörensen in einem sehr guten und harmonischen

Zustand.

Am Nachmittag kam dann Bewegung ins Spiel. Per

Fahrrad ging es über die Insel Fanö. Bei bestem

Wetter gab es eine Pause am Strand und nach einer

Für den Richtwettbewerb hatte die Familie Schneede sechs zweikalbige Kühe ausgesucht und vorbereitet

Züchterabend auf dem Betrieb der Familie Schneede in Gnutz

Stärkung bei Eis oder Kuchen ging es dann wieder

mit der Fähre an Land.

Der zweite Tag der Fahrt war für die Schau in Herning

vorgesehen. Am Donnerstag ist dort immer der

Rindertag. Hier war es jedem selbst überlassen, sich

den Tag einzuteilen und zwischen Schwarzbunt-

und Rotbuntring und Jersey-Zelt vielleicht einmal

die verschiedenen Ausstellungsbereiche der Landmaschinen,

Stallbaufirmen, Futtermittelhersteller,

Gartenbau, Kleintierausstellung, Fleischrinderring

oder Pferden anzusehen.

Am dritten und letzten Tag unserer Fahrt ging es

wieder auf zwei Milchviehbetriebe. Wir starteten

bei Asgar Christiansen in Jordrup. Der über viele

Generationen gewachsene Milchviehbetrieb hat

heute eine Herdengröße von 440 Schwarzbunten

Kühen erreicht. Hier wurden neben Fragen zur

Herde und zu Arbeitsabläufen, v.a. einmal betriebswirtschaftliche

Aspekte und Gründe für betriebliche

Entwicklungen von verschiedenen Seiten betrachtet

und diskutiert. Der zweite Betrieb an diesem Tag lag

in Rodding bei Aage Schmidt Lund. Die Herdengröße

in diesem Betrieb liegt bei 350 Schwarzbunten

Milchkühen. Der Betrieb wurde von einer sehr engagierten

Herdenmanagerin vorgestellt und zeichnete

sich auch durch hohe Lebensleistungen der

Kühe aus. Am Nachmittag dieses Tages stand die

Stadt Kolding auf dem Programm. Wir besuchten

Steffi und Ralf Schneede hatten in diesem Jahr das neue Melkhaus gebaut und waren Anfang des

Sommers mit den Kühen in den neuen Stall umgezogen. So konnte am Züchterabend alles den 300

interessierten Gästen gezeigt werden Fotos: Lucanus

// Rind im Bild 3/2011 41


42

Koldinghus. Das alte Schloss der Stadt Kolding ist

z.T. restauriert. Auf einem der Türme ist eine Aussichtsplattform,

von der man einen wunderschönen

Blick über den Hafen und die Altstadt hat.

Mit vielen neuen Eindrücken kamen wir am Freitagabend

wieder in der Heimat an.

Knapp drei Wochen später, am 19. Juli stand der

diesjährige Züchterabend auf dem Programm. Ausgerichtet

wurde er in diesem Jahr von der Familie

Ralf Schneede in Gnutz. Das Wetter spielte an diesem

Abend mit und bescherte uns in diesem eher

verregneten Sommer einen warmen und trockenen

Abend. Das war neben dem Interesse am Betrieb

// Rind im Bild 3/2011

// Kreisvereine

der Familie Schneede auch ein Grund für den sehr

guten Besuch an diesem Abend mit rund 300 Gästen.

Steffi und Ralf Schneede hatten in diesem Jahr

das neue Melkhaus gebaut und waren Anfang des

Sommers mit den Kühen in den neuen Stall umgezogen.

So konnte am Züchterabend alles den interessierten

Gästen gezeigt werden.

Für den Richtwettbewerb hatte die Familie sechs

zweikalbige Kühe ausgesucht und vorbereitet. Drei

der vorgestellten Kühe sind aktuelle Bullenmütter

der RSH bzw. NOG. Die gute Vorbereitung der Kühe

ermöglichte ein ruhiges Vorführen der Tiere im Ring

und einen reibungslosen Ablauf des Richtwettbewerbes.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle

Die neue Miss Stormarn ist eine Rotbunte

Gelungener Schauabend in Rausdorf

Am Samstag, den 07. Mai hatte der Verein der

Holsteinzüchter im Kreis Stormarn e.V. zu seiner

traditionellen Kreisrinderschau geladen. Zahlreiche

Besucher und Gäste waren dem Ruf gefolgt und

verlebten in der bestens vorbereiteten Reithalle der

Familie Bockholt in Rausdorf einen tollen Schauabend.

Hohe Qualität im Schaukontingent

Insgesamt präsentierten sich 56 schwarz- und rotbunte

Schaukühe im Richtring. Sie belegten eindrucksvoll

das hohe Niveau der Holsteinzucht im

Kreis Stormarn. Das Kommando im Ring hatte an

diesem Abend Sabrina Heldt aus Groß-Schlamin.

Nach der Kreisrinderschau Nordfriesland 2010

übernahm die engagierte Jungzüchterin zum zweiten

Mal die nicht immer einfache Aufgabe des

Richtens. Mit souveränen Entscheidungen und passenden,

teilweise euphorisch vorgetragenen Kommentaren,

nahm die junge Richterin das Publikum

mit und trug entscheidend zu diesem gelungenen

Schauabend bei.

Labiate-Nachzucht überzeugt

Die RSH eG stellte zum ersten Mal eine Wiedereinsatzgruppe

Ihres Top-Verebers „Labiate“ (Ladin x

Salto RF) aus der Zucht von Frank Thomsen, Kleinwiehe

vor.

Die fünf ausgestellten Kühe zeigten sich sehr jugendlich.

Hervorzuheben sind die optimal gelagerten,

breiten Becken, die etwas steileren, gut

eingeschienten Fundamente sowie die hoch aufgehängten

und mit einem sehr guten Bauchschluss

ausgestatteten Euter.

Gesamtsiegern „Kandy“ (Lichtblick x Dunja EX 92), Besitzer: Thomas Schmahl, Wesenberg

Die ausgestellten Kühe konnten überzeugen und

die Vererbungsstärken sowie das lineare Profil von

Labiate bestätigen.

Junge Klassen

Den Schauauftakt bildeten die Färsen. Aufgeteilt in

zwei Klassen konkurrierten 18 vielversprechende

junge Kühe um den Titel des Siegers. Die begehrten

Schärpen gingen an zwei hervorragende junge

Kühe aus der Zuchtstätte Christian Fischer, Brunsbek.

Siegerin wurde „Karola“ eine Tochter des RSH-

Vererbers Labamba. Die sehr gut entwickelte junge

Kuh bestach durch ihre Korrektheit und das hoch

und fest aufgehängte Euter. Ihre Stallgefährtin Lucy

auch noch einmal für die zahlreichen Sponsoren

des Züchterabends bzw. des Richtwettbewerbes.

So konnten an diesem Abend viele Teilnehmer des

Richtwettbewerbes mit einem Preis nach Hause

gehen.

Die zahlreichen, verschiedenen ausstellenden Firmen,

z.B. aus den Bereichen Futtermittel, Stallbau

oder Landtechnik, rundeten den gelungenen Abend

ab.

Herzlichen Dank an die Familie Schneede aus Gnutz

und Ihre tatkräftigen Helfer für einen gelungenen

Züchterabend. U. Lucanus

(v. Goldwin), die ebenfalls mit einem festen, hoch

aufgehängten und dabei drüsigen Euter zu gefallen

wusste, machte den Erfolg mit dem Gewinn der

Reservesiegerschärpe komplett. Beide Kühe hatten

zuvor ihre Klasse gewonnen und dabei die körperstarke

Spirte-Tochter „Lapaloma“ vom Milchhof

Wesenberg und „Kastanie“, eine Shottle-Tochter

von der Kaack KG in Ratzbek, jeweils auf den 1b-

Rang verwiesen.

Mittlere Klassen

25 Kühe mit zwei bis drei Kalbungen traten in Rausdorf

ins Rampenlicht, um Sieger und Reservesieger

der mittleren Klassen unter sich auszumachen.


Kreisvereine

Klasse der jungen Färsen Hervorragend herausgebrachte Kühe in Rausdorf Fotos: Böhnke

Über eine klare Spitze verfügte die Klasse 3, hier

ließ die Lichtblick-Tochter „Kandy“, deren Mutter

keine geringere als die berühmte „Dunja-EX 92“

(v. Faber) ist, keinen Zweifel an ihrer Überlegenheit

aufkommen. Mit einem perfekt aufgehängten, extrem

drüsigen Euter und ihrer enormen Ausstrahlung

entschied sie zunächst die Klasse und später

auch die Siegerauswahl der mittleren Klassen für

sich. Den 1b-Rang in der Klasse 3 sicherte sich die

sehr jugendliche Jackpot-Tochter „Krebs“ von der

Klose-Köhler GbR aus Trittau.

Die Klasse vier verfügte über eine Doppelspitze aus

dem Stall Fischer, Brunsbek. Der 1a-Preis ging an

die milchtypische, korrekte Talent-Tochter „Katja“,

Neue Therapiemöglichkeiten bei Rindergrippe

in Deutschland

Schnell

Lang anhaltend

Einfach

den 1b Rang sicherte sich ihre enorm typstarke

Stallgefährtin „Karina“ (Shottle x Winzerin EX 91).

Auch die Klasse fünf hatte eine Spitze aus dem Stall

Fischer. Die körperstarke Linie-Tochter „Inga“ holte

sich den Klassensieg vor der besonders in Fundament

und Euter überzeugenden „Kara“ (v. Shottle)

aus der Zucht der Kaack KG, Ratzbek.

// Rind im Bild 3/2011 43


44

Den 1b-Rang der Klasse sechs beanspruchte „Illy“

eine Tochter des RSH-Testbullen Morlan (v. Morty),

aus der Zucht von Reimer Wagner, Rümpel für

sich. Der Klassensieg ging hingegen nach Trittau.

Die Lutal-Tochter „Natalie“ aus dem Besitz von

Constanze Schneider hat ihre Heimat im Stall der

Klose-Köhler GbR gefunden. Sie zeigte sich sehr

harmonisch und ausgewogen und verfügte außerdem

über ein hervorragendes Euter. Mit diesen

Vorzügen ließ sie die Konkurrenz hinter sich und

spielte auch in der anschließenden Siegerauswahl

eine gewichtige Rolle. Letztlich konnte „Natalie“

die Schärpe des Reservesiegers-Mittel mit nach Trittau

nehmen.

Alte Klassen

Die Gruppe der vierkalbigen Kühe, die in der Klasse

sieben gegen einander antraten, hatte sich durch

einige Ausfälle auf drei Teilnehmer reduziert. Den

Sieg in dieser kleinsten Klasse des Abends trug eine

Jester-Tochter der Zuchtstätte Bernd Ellerbrock,

Westerau davon, der 1b-Rang ging an die feinzellige

Minister-Tochter „Heide“ aus der Zucht der

Milchhof Steensrade GbR.

Die Klasse acht hatte mit „Heidelinde“ (v. Juote)

und „Garnele“ (v. Edinburgh) eine Doppelspitze

schauerfahrener Kühe vorzuweisen. „Garnele“, die

für den Milchhof Wesenberg bei Neumünster am

Abend 2010 eine hervorragende 1b Platzierung

errang, sicherte sich auch hier den zweiten Platz.

Der 1a-Preis ging an die von Familie Fischer, Brunsbek

ausgestellte „Heidelinde“. Sie war die vielleicht

kompletteste Kuh des Abends, bestach besonders

durch ihr hervorragendes Euter und das trockene

Fundament. Mit diesen Vorzügen sicherte sich die

Juote-Tochter später auch den Titel des Sieger alt,

wie schon in der Klasse acht vor der Testbullen-

Tochter „Garnele“. Nicht der erste Titel für „Heidelinde“,

die bei NMS am Abend 2010 einen Klassen-

Schauteilnehmerin mit über 140.000 kg Lebensleistung „Weltdame“ (v. Dombinator), Züchter und

Besitzer: Christian Fischer, Brunsbek

// Rind im Bild 3/2011

// Kreisvereine

Reservesiegerin der mittleren Klassen „Natalie“ (v. Lutal), Besitzer: Constanze Schneider, Trittau

sieg und bei NMS am Abend 2008 den Reservesieg

der Färsenklassen für sich verbuchen konnte.

Auch in der letzten Klasse des Abends ging der Sieg

an eine Tochter des ehemaligen RSH-Top-Vererbers

Juote, und auch diese ältere Dame ist keine Unbekannte.

„Frisco“, gezogen von Dieter Stoertenbecker,

Bad Oldesloe und heute im Besitz der Kaack

KG in Ratzbek, errang als Jungrind bereits den Titel

des Grand Champions auf der Landesjungzüchterschau

in Rendsburg. In Rausdorf zeigte sie sich jugendlich

und ausgestattet mit einem immer noch

hoch aufgehängten drüsigen Euter. Den 1b-Rang

vergab Sabrina Heldt an die älteste Kuh der Schau.

„Weltdame“ (v. Dombinator) aus der Zucht der Familie

Fischer, Brunsbek. Diese alte Dame befindet

sich bereits in ihrem 15ten Lebensjahr und kann auf

eine Lebensleistung von über 140.000kg Milch verweisen.

„Das Fundament dieser alten Kuh wünscht

man mancher Färse“ so die begeisterte Richterin.

Wahl des Grand-Champion

„Drei hervorragende Kühe!“ begann Sabrina Heldt

ihre letzte Kommentierung an diesem Abend und

bat an dieser Stelle um einen Zwischenapplaus.

Im Ring standen die drei Siegerkühe des Abends.

Die rotbunte Siegerin der mittleren Klassen „Kandy“

(v. Lichtblick) vom Milchhof Wesenberg wurde

hierbei von den beiden Schwarzbunten Siegerinnen

-jung „Karola“ (v. Labamba) und –alt „Heidelinde“

(v. Juote), beide aus der Zucht der Familie Fischer,

Brunsbek eingerahmt. Die Richterin ging noch einmal

auf die Vorzüge dieser drei Top-Kühe ein, von

denen die beiden älteren, „Kandy“ und „Heidelinde“,

auch im RSH-Kontingent für die DHV-Schau in

Oldenburg standen.

Den Gesamtsieg konnte am Ende die rotbunte

„Kandy“ für ihren stolzen Besitzer Thomas Schmahl

vom Milchhof Wesenberg erringen. „Eine Kuh, die

mit ihrer enormen Ausstrahlung, die Blicke auf sich

Siegerin der alten Klassen „Heidelinde“ (v. Juote), Züchter und Besitzer: Christian Fischer bei der

Ehrenpreisvergabe


zieht und über das überragende Euter der Schau

verfügt“ so Sabrina Heldt zu ihrer Entscheidung.

Ein toller Schauabend ging gegen 22.30 Uhr mit

der Verlosung des Kuhkalbes „Nice“ (Jurus x Jackpot)

aus der Zucht der Klose-Köhler GbR zu Ende.

Der absolute Höhepunkt, die Auswahl des Grand Champion

// Kreisvereine

Die glückliche Gewinnerin Angela Lemcke aus

Stellau hat selber keinen Kuhstall und so steht die

junge Holstein-Dame zukünftig im Stall der Familie

Fischer in Brunsbek.

Der Dank des Kreisvereins gilt den zahlreichen Hel-

fern und den Ehrepreisstiftern, ohne deren Engagement

eine solche Schau nicht tragbar wäre sowie

den Züchtern für die hervorragende Präsentation

der Schaukühe und der Familie Bockholt für ihre

Unterstützung. J.-T. Heesch

Verlosungskalb „Nice“ im Arm von Vorführerin Emma Rath Fotos: Böhnke

// Rind im Bild 3/2011 45


46

Versammlungstermine

im

Herbst

2011

// Rind im Bild 3/2011

Versammlungen Schwarzbunte

Tag Datum Kreis Uhr Ort

Di 18.10.2011 SL-FL 19.30 Westerkrug, Wanderup

Mi 19.10.2011 SE 19.30 Gasthof Teegen, Leezen

Mi 19.10.2011 OH 19.30 Kremper Krug, Altenkrempe

Do 20.10.2011 NF 19.30 Carstens Gasthof, Horstedt

Do 20.10.2011 PLÖ 19.30 Schlüters Gasthof, Wankendorf

Mo 24.10.2011 NF 19.30 Gasthof Marschenblick, Oldenswort

Di 25.10.2011 LAU 19.30 Gothmann’s Hotel, Breitenfelde

Di 25.10.2011 RD 19.30 Magarethen-Mühle, Legan

Mi 26.10.2011 STOR 19.30 Gasthaus Mäcki, Bad Oldesloe

Mi 26.10.2011 PLÖ 19.30 Dörpskrog Lindemann, Ratjensdorf

Do 27.10.2011 NF 19.30 Midlumer Krog, Midlum/Föhr

Do 27.10.2011 DI 19.30 Lindenhof, Sarzbüttel

Mo 31.10.2011 STEI/PI 19.30 Strüven`s Gasthof, Neuenbrook

Mo 31.10.2011 SL-FL 19.30 Zur Doppeleiche, Hollingstedt

Di 01.11.2011 RD 19.30 Hotel Stadt Hamburg, Gettorf

Di 01.11.2011 NF 20.00 Nordseeblick am Hafen, Pellworm

Mi 02.11.2011 NF 19.30 Deichgraf Stedesand, Stedesand

Versammlungen Rotbunte

Tag Datum Kreis Uhr Ort

Mo 17.10.2011 RD 19.30 Specks Dörpskrog, Oldenhütten

Mo 17.10.2011 SL-FL 19.30 Jägerkrug, Schuby

Di 18.10.2011 NF 19.30 Möllgaards Kirchspielkrug, Breklum

Di 18.10.2011 HR 13.00 MarC 5, Cadenberge

Mi 19.10.2011 DI 19.30 Lindenhof, Sarzbüttel

Mi 19.10.2011 RD 19.30 Hülsens Gasthof, Dätgen

Do 20.10.2011 LAU 19.30 Gaststätte Hack, Berkenthin

Do 20.10.2011 SE/STOR 19.30 Gaststätte Gerth, Struvenhütten

Mo 24.10.2011 RD 19.30 Landkroog, Todenbüttel

Di 25.10.2011 STEI/PI 19.30 Stadt Hamburg, Horst

Di 25.10.2011 PLÖ/OH 19.30 Giekauer Kroog, Giekau

Do 27.10.2011 STEI/PI 19.30 Cafe Sievert, Wrist

Di 01.11.2011 STEI/PI 19.30 Gasthaus Dückerstieg, Sachsenbande

Versammlung Angler

Tag Datum Kreis Uhr Ort

Di 25.10.2011 SL-FL 19.30 Lindenhof Böel, Böel

Tagesordnung

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Aktuelles aus der RSH eG

3. Vorstellung der neuen Vererber

für die Besamungssaison 2011/2012

4. Verschiedenes


Kreisvereine

Kreisrinderschau Großenwiehe

Schaukühe wussten zu begeistern

Der Kreisverein der Rot- und Schwarzbuntzüchter

Schleswig-Flensburg e.V. veranstaltete Mitte Juni

seine im vierjährigen Rhythmus stattfindende Kreisrinderschau.

53 rot- und schwarzbunte Kühe, sowie

drei Braunviehkühe stellten sich dem Wettbewerb.

Mit Markus Fuschera-Petersen, Fahrdorf und Christian

Gonnsen, Struckum, wurden zwei erfahrene

und versierte Preisrichter gefunden, die mit fundierten

Kommentaren die sehr gute Qualität der

Holsteinzucht im Kreis lobten.

Den Auftakt machten die Jungzüchter. In zwei

Klassen traten neun Kinder und Jugendliche an.

Sieger-jung wurde Sven Schramm aus Wanderup

mit „Nymphe“. Sven war einfach nicht zu schlagen.

In Perfektion zeigte er mit zehn Jahren seine Vorführqualtitäten.

Sieger-alt wurde mit „Mandi“ Ellen Schramm,

Wanderup, die bereits auf der Bundesschau in Oldenburg

ihr Können unter Beweis stellte.

Zum Auftakt der Einzelwettbewerbe präsentierten

sich drei Brauviehkühe aus dem Besitz von

Detlef Horstmann, Jerrishoe. Angeführt wurde die

Gruppe von „Priska“, einer Prunki-Tochter mit guten

Euterqualitäten.

Rotbunt

Die Rotbunten wurden in zwei Klassen gerichtet.

Bei den jungen Kühen führte die Avanti-Tochter

„Kugel“ von Klaus Lohmann, Groß Rheide ihre

Klasse an, gefolgt von „Lava“ mit korrektem Euter

von Ferdinand Feddersen, Kragstedt.

Bei den älteren Kühen siegte wieder eine Avanti-

Bei der Siegerauswahl der schwarzbunten Färsenklassen ging dann doch kein Weg an der Juote-

Tochter „Kora“ von Ferdinand Feddersen, Kragstedt, vorbei

Die Liberal-Tochter „THH Ganges“ aus der Zucht von Frank Thomsen, Kleinwiehe wurde Grand Champion der Kreisrinderschau Großenwiehe

Tochter aus dem Betrieb von Klaus Lohmann. „Ilana“

wusste vor allem mit ihrem außerordentlich

korrekten, hoch und breit angesetzten Euter zu

gefallen. Den zweiten Platz sicherte sich die Fisch-

Tochter „Helsinki“ von Hans-Jakob Andresen, Haurup.

Schwarzbunte Färsen

17 Färsen konkurrierten in drei Klassen um die besten

Plätze. In der jüngsten Färsenklasse hatte die

körperstarke „Lara“ mit ihrem sehr guten Euter

die Nase vorn. Auf den 1 b Platz kam „THH Lucill“

von Frank Thomsen, Kleinwiehe, die in der Bewegung

hervorstach. In der folgenden Klasse führte

„HGS Universum“ von der Jensen & Ottzen Agrar

GbR, Sieverstedt, die Klasse an. Wegen ihrer harmonischen

Übergänge stand sie vor der rahmigen,

mit bestem Vordereuter ausgestatteten Labamba-

Tochter „THH Lupo“ aus der Zucht von Frank

Thomsen. In der letzten Färsenklasse errang die

typstarke Juote-Tochter „Kora“ von Ferdinand Feddersen,

Kragstedt, den Klassensieg. Sie behauptete

sich durch ihr tadelloses Euter vor der fundamentstarken

„Kila“ von Knud Detlef Andresen, Haurup.

In den beiden Rotbuntklassen standen jeweils Avanti-Töchter auf den ersten Plätzen. Beide stammen

aus der Zucht von Klaus Lohmann, Groß Rheide

// Rind im Bild 3/2011 47


48

Als Siegerfärse entschieden sich die Preisrichter

am Ende zugunsten der Juote-Tochter „Kora“ von

Ferdinand Feddersen. Den Reservesiegertitel erhielt

die Vachim-Tochter „Kila“ aus der Zucht von Knud

Detlef Andresen.

Junge Kuhklassen

Bei den jungen Kuhklassen stellten sich 21 Zweit-

und Drittkalbskühe dem Wettbewerb. In der ersten

Klasse der Zweitkalbskühe war es die euterstarke

Jackpot-Tochter „Ivana“ vom Detlef Horstmann,

Jerrishoe, die sich den Klassensieg sicherte. Sie

stand vor der mit trockenen und klaren Fundament

ausgestatteten Mr. Sam-Tochter „Karibik“ von der

Levshöh GbR aus Stoltebüll. Bei der zweiten Klasse

ging kein Weg an der H-Tom-Tochter „THH Kanone“

von Frank Thomsen vorbei. Die Richter lobten

ihr drüsiges Euter und ihre tadellose Bewegung. Sie

platzierte sich vor der ebenfalls euterstarken „THH

Jeanne“ vom selben Betrieb. Den 1c Platz sicherte

sich „THH Kenia“, ebenfalls eine Stallgefährtin

aus dem Betrieb Thomsen. In der letzten Klasse der

Zweitkalbskühe ging die harmonische Goldwin-

Tochter „THH Isa“ von Frank Thomsen an erster

Stelle vor der Mr. Sam-Tochter „Kluge“ von der

Levshöh GbR. In der Klasse der Dreikalbskühe entschieden

sich die Preisrichter für die milchbetonte,

typstarke und bundesschauerfahrene Laudan-Tochter

„Ira“ von Kai Schramm. Sie stand in ihrer Klasse

vor der „HGS Ulaika“ von der Jensen & Ottzen

Agrar GbR, Sieverstedt, die vor allem im Euter und

Fundament punktete. Bei der Siegerauswahl fiel die

Wahl auf „THH Kanone“ aus der Zucht von Frank

Thomsen. Der Reservesiegerpreis wurde an „Ira“

von Kai Schramm überreicht.

Ältere Kuhklassen

Bei den älteren Kuhklassen wurden zwei Klassen

gerichtet. Hier führte die Liberal-Tochter „THH

Ganges“ von Frank Thomsen die erste Gruppe an.

Den 1b Platz bekam „Glora“ von Kai Schramm zuerkannt.

Der Siegerpreis bei den älteren Kuhklassen

war der sehr korrekten „THH Ganges“ nicht

Datenschutz

Die zur Abrechnung der Besamungsgebühren

und Tierverkäufe nebst Aufpreisen notwendigen

Datenmengen, aber auch die vom LKV

und der Herdbuchführung benötigten Züchterdaten

können heute nur noch mittels des Einsatzes

der elektronischen Datenverarbeitung

bearbeitet und verarbeitet werden.

// Rind im Bild 3/2011

// Kreisvereine

Sven Schramm lieferte die beste Vorführleistung in der Kategorie „Jung“ ab. Simon Ottzen, Sieverstedt (li.) überreicht mit Knud Andresen,

Haurup den Siegerpokal Fotos: Claus-Peter Tordsen

zu nehmen. Den Reservesieg erreichte die Nagel-

Tochter „Wache“ von Dirk Feddersen aus Wanderup.

„Wache“ hat bereits eine Lebensleistung von

über 114.000 kg und zeigte sich äußerst korrekt.

Grand Champion

Bei der Auswahl zum Grand Champion setzte

sich die lange, typstarke und mit einer top Oberlinie

und äußerst drüsigen und festen Euter ausgestat-

Die hierfür benötigten persönlichen Daten werden

in unserer elektronischen Datenverarbeitungsanlage

gespeichert und dienen ausschließlich nur unserem

Geschäftszweck. Eine Weitergabe an unbefugte

Dritte erfolgt nicht.

S. Petersen, Datenschutzbeauftragter

tete „THH Ganges“ von Frank Thomsen durch.

Weiteres Highlight der Schau war die Vorstellung

der Betriebssammlungen. In der ersten Klasse

setzte sich der Betrieb von Kai Schramm durch. Die

zweite Klasse wurde von Frank Thomsen angeführt.

Herzlicher Glückwunsch und ein großer Dank und

gilt den Ausstellern, Sponsoren und Helfern für das

Gelingen der sehr schönen Schau. C. Henningsen


Kreisvereine

Prämierung in der Herde im Zuchtgebiet

der Hannoverschen Rotbuntzüchter

Am 12. und 13. Juli 2011 wurden 105 Kühe und

fünf Kuhfamilien auf acht Zuchtbetrieben anlässlich

der Prämierung in der Herde vorgestellt.

Seit 1997 hatten die Hannoverschen Rotbuntzüchter

zum achten Mal zu einer Rundreise durch

das Zuchtgebiet eingeladen. Die Kommission, bestehend

aus Hauke Möller, Ahlenfalkenberg und

Rüdiger Böhnke, Neumünster, wurde, wie auf jeder

Prämierung, von zahlreichen Mitgliedern und

Freunden der Rotbuntzucht begleitet. Alle Aussteller

hatten die Kühe sehr gut vorbereitet, die sich

bei optimalem Schauwetter separat auf der Weide

oder nach Katalognummern sortiert angebunden

im Stall präsentierten.

Von den fünf vorgestellten Familien erhielten zwei

das Elitezeichen, da die Cerco-Tochter Vanessa das

„E“ schon 2007 erhalten hat.

Zum Züchterabend waren alle Mitglieder am

15.07.2011 im Schützenheim in Ihlienworth-

Medemstade eingeladen. Bei Grillfleisch, tollen

mitgebrachten Salaten und allerlei Getränken wurden

die Sieger herausgestellt und mit Ehrenpreisen

bedacht. Einen herzlichen Glückwunsch an alle Sie-

Familien

Teilnehmer und Gäste auf dem Betrieb von Hans Werner Binder. Im Mittelpunkt das Ehrenmitglied Rudolf Binder

ger und Platzierten und ein Dankeschön für zwei

herrliche, abwechslungsreiche Tage im Zuchtgebiet

der Hannoverschen Rotbuntzüchter. Ein besonderer

Dank an alle Teilnehmer für den herzlichen Emp-

1. 3 Töchter (St-Nr. 68 v. Lolito, Heidi v. Avanti und Judith v. Avanti) aus der Cerco-Tochter Vanessa „E“.

Züchter: Bernd Horeis, Ihlienworth

2. 3 Töchter (Aurelia v. Goldstar, Auri und Aure v. Elayo) aus der Lupulin-Tochter Aura „E“.

Züchter: Burkhard Möller, Ahlenfalkenberg

3. Diadem „E“ v. Cadon mit ihren Avanti-Töchtern Ida und Juwel.

Züchter: Klaus-Heinrich Mahler, Baljendorf

Ältere Kühe (5 und mehr Kalbungen)

Siegerkuh: Diadem v. Cadon, Klaus-Heinrich Mahler, Baljendorf

Reservesiegerkühe: Luisa v. Rustan, Meinhard Trimpf, Wanna

St-Nr. 68 v. Lolito, Bernd Horeis, Ihlienworth

Mittlere Klassen (3 und 4 Kalbungen)

Siegerkuh: Falte v. Goldstar, Ferdinand-Werner Kamps, Cuxhaven

Reservesiegerkühe: Famosa v. Avanti, Hans-Jürgen Müller, Steddorf

St-Nr. 801 v. Origin, Hans-Werner Binder, Cuxhaven

Junge Klasse (2 Kalbungen)

Siegerkuh: Hase v. Sputnic, Ferdinand-Werner Kamps, Cuxhaven

Reservesiegerkühe: Irma v. Lichtblick, Jürgen Buhrfeind, Osten

Ira v. Carmano, Hans-Jürgen Müller, Steddorf

Färsen

fang und die gute Bewirtung auf den Betrieben und

an die Familie Horeis für die optimale Vorbereitung

und Durchführung des Züchterabends. R. Böhnke

Siegerfärse: Aure v. Elayo, Burkhard Möller, Ahlenfalkenberg

Reservesiegerfärsen: Jamaika v. Dominator, Klaus-Heinrich Mahler, Baljendorf

Janina v. Stavros, Jürgen Buhrfeind, Osten

Trocken stehende Kühe

Siegerkuh: Elvira v. Achtung, Klaus-Heinrich Mahler, Baljendorf

Reservesiegerkühe: Aline v. Boliant, Burkhard Möller, Ahlenfalkenberg

Anka v. Picasso, Hans-Jürgen Müller, Steddorf

Kühe mit den besten Eutern

Siegerkuh: Falte v. Goldstar, Ferdinand-Werner Kamps, Cuxhaven

Reservesiegerkühe: Ilka v. Lichtblick, Bernd Horeis, Ihlienworth

Irma v. Lichtblick, Jürgen Buhrfeind, Osten

// Rind im Bild 3/2011 49


50

Sonderpreise:

Höchste Lebensleistung

1. Undra v. Hau, Bernd Horeis, Ihlienworth

11/10 La 8637 4,20 363 3,50 302

LL 97.171 kg Milch Abschluss 2010

2. Lena v. Clint, Meinhard Trimpf, Wanna

9/8 La 9667 4,58 443 3,53 341

LL 82.759 kg Milch Abschluss 2010

3. Aline v. Boliant, Burkhard Möller, Ahlenfalkenberg

10/10 La 8598 4,02 346 3,24 279

LL 80.553 kg Milch Abschluss 2010

Höchste Laktationsleistung

Lena v. Clint, Meinhard Trimpf, Wanna

HL 7 12.289 4,61 567 3,52 433

= 1.000 kg Fett und Eiweiß

// Rind im Bild 3/2011

// Kreisvereine

Höchste Färsenleistung

Helga v. Fanetto, Ferdinand-Werner Kamps, Cuxhaven

1. Laktation 9.348 4,73 442 3,46 323

= 765 kg Fett und Eiweiß Die exzellente Goldstar-Tochter Falte von F.W. Kamps war die beste Kuh der Prämierung 2011 Fotos: Böhnke

„Landwirtschaft erleben“

Tag der offenen Tür auf Hof Hackelshörn

Unter dem Motto „Landwirtschaft erleben“ veranstaltete

der Bauernverband Schleswig-Holstein

e.V. am 5. Juni 2011 auf Hof Hackelshörn in Horst/

Elmshorn seinen alljährlich stattfindenden Tag des

offenen Hofes. Das Programm des Hoftages wurde

vom Veranstalter und den Gastgebern, den Familien

Ratjen und Bahlmann, äußerst attraktiv gestaltet

und lockte bei strahlendem Sonnenschein und

und einer frischen Brise mehrere hundert Besucher

aus Nah und Fern nach Horst. Dort erwartete sie

eine umfangreiche Ausstellung landwirtschaftlicher

Maschinen, Informatives rund um das Thema Landwirtschaft

und nicht zuletzt der interessante Milchviehbetrieb

mit Fütterungs- und Melkroboter und

seiner DN-Herde.

Auch der Verein der Rot- und Schwarzbuntzüchter

in den Kreisen Steinburg und Pinneberg trug

unter Zusammenarbeit mit SVN und der RSH e.G.

zum bunten Programm bei und stellte allen Interessierten

anhand von Fotowänden die vielfältigen

Vereinsaktivitäten vor. Wer wollte, konnte die Gelegenheit

nutzen und sich über das Serviceangebot

der RSH eG und des Spermavertriebs Nord (SVN)

informieren.

Auch für die Kleinen gab es auf Hof Hackelshörn

viel zu entdecken. Am Stand der Jungzüchter bei-

Der Stand der RSH eG und Fotowände Foto: Zettler

spielsweise durften Holzkühe bemalt werden und

auch das Kuhfladen-Roulette sorgte für viel Spaß

bei Jung und Alt.

Selbstverständlich kamen auch die Gaumenfreuden

nicht zu kurz, denn die Landfrauen versorgten die

mit Auto und Fahrrad angereisten Besucher mit

Grillspezialitäten, Kaffee und Kuchen sowie andere

Leckereien und Getränken.

Den Familien Ratjen und Bahlmann sowie dem

Veranstalter, dem Bauerverband Schleswig-Holstein

e.V., ist mit diesem Tag des offenen Hofes eine

perfekte Veranstaltung gelungen. Im Namen des

Kreisvereins, der RSH eG sowie des SVN bedanken

wir uns für die Einladung, daran teilzunehmen und

wünschen Hof Hackelshörn weiterhin viel Erfolg!

C. Zettler


Kreisvereine

Züchterabend in der Wilstermarsch

Unter dem Motto „ Köh bekieken un klönen“

veranstaltete der Verein der Rot- und Schwarzbuntzüchter

in den Kreisen Steinburg und Pinneberg

am 14. Juli 2011 seinen diesjährigen Züchterabend

auf dem Betrieb der Familie Bolten in der Wilstermarsch.

Rund 150 Zuchtinteressierte fanden trotz

der unsicheren Wetterlage den Weg nach Kleinwisch

und erlebten einen kurzweiligen Abend mit

interessantem Programm und gutem Essen.

Bei der Begrüßung stellte Detlef Bolten seinen Betrieb

vor und dankte besonders seiner Familie für

die gewohnt tatkräftige Unterstützung bei Organisation

und Vorbereitung der Veranstaltung. Auch

Björn Wiencken, der Vorsitzende des Kreisvereins,

richtete seine Begrüßungsworte an die Anwesenden

und wünschte allen einen unterhaltsamen

Abend.

Günter Koch von der RSH eG übernahm im Anschluss

das Mikrofon und stellte mit Unterstützung

aus den Reihen der Jungzüchter des Kreisvereins

eine Auswahl an Kühen aus der Bolten-Herde im

Ring vor. Neben exterieur- und leistungsstarken

jungen und älteren Produktionskühen imponierten

auch die vorgestellten Mutter-Tochter-Gespanne in

Typ und Funktionalität. Sie alle sind das Ergebnis

des langjährigen und wohl überlegten Einsatzes regionaler

Rotbuntgenetik bei Besamung und Natursprung.

Auch die vergleichsweise junge Schwarzbuntzucht

des Betriebes Bolten präsentierte sich

eindrucksvoll.

Eine Auswahl rot- und schwarzbunter Kühe aus der Bolten-Herde

im Ring mit Kommentator Günter Koch Fotos: Zettler

Als letzte Klasse betraten sieben rot- und schwarzbunte

Färsen den Ring, die es im Rahmen des

Zuschauerwettbewerbs zu rangieren galt. Dies gestaltete

sich jedoch nicht leicht, da „Itzehoer“, der

Vater aller sieben jungen Kühe, einen deutlichen

Die glücklichen Gewinner der drei ersten Plätze des Rangierwettbewerbs:

Carsten Starck, Daniela Fels und Jörg Göttsche (v.l.n.r.)

Stempel auf seinen Töchtern hinterlassen hatte.

Dies dürfte den Züchter sicherlich erfreuen, stellte

die Wettbewerbsteilnehmer jedoch vor eine schwierige

Aufgabe. Nachdem Günter Koch die offizielle

Rangierung verkündet hatte, folgte der geselligere

Teil des Abends mit Bratwurst, Steak und (Hopfen-)

Brause. Viele drehten auch am „Glücksrad“ der

Firma Trede & von Pein, dem Hauptsponsor des

Abends, und wurden mit vielen wertvollen und

praktischen Gewinnen für Heim und Hof belohnt.

Endlich folgte mit der heiß ersehnten Verkündung

der Sieger des Zuschauerwettbewerbs ein weiterer

Höhepunkt des Abends. Dabei wechselten

wiederum wertvolle Preise aus dem Sortiment des

Sponsors die Besitzer. Überreicht wurden diese von

Torsten Rosburg, dem Ansprechpartner im Bereich

Rinderfütterung der Firma Trede & von Pein.

Zu den Gewinnern des Wettbewerbs zählten sowohl

„alte Bekannte“ als auch „neue Gesichter“.

Ein sehr guter vierter Platz ging mit Gerd Rehder

aus Dammfleth an einen nicht zuletzt berufsbedingten

„Kuh-Fachmann“. Platz drei errang Daniela

Fels aus Kaaks, die gemeinsam mit Detlef

Bolten den Wilstermarscher Jungzüchtern vorsteht

und somit ebenfalls vom Fach ist. Auf den zweiten

Platz schaffte es mit Karsten Stark aus Beidenfleth

erfreulicherweise ein „Newcomer“. Auf dem obersten

Treppchen platzierte sich Jörg Göttsche aus

St. Margarethen, der mit nur zwei Abweichungen

von der offiziellen Rangierung das beste Ergebnis

des Abends erzielte. Er durfte sich über eine Tonne

Liegeboxeneinstreu freuen, nachdem sein Vater

Heinrich Göttsche sich ebenfalls unter den besten

10 Teilnehmern platziert hatte und mit einem Preis

aus dem Trede & von Pein-Sortiment belohnt worden

war.

Mit diesem Geschenkeregen endete der offizielle

Teil des Züchterabends, doch trotz des etwas ungemütlichen,

aber immerhin weitestgehend trockenen

Wetters blieben noch Viele, um die Jungzüchter

weiter durch einen ordentlichen Getränkeumsatz

zu unterstützen, und ließen dabei das Klönen sicher

nicht zu kurz kommen.

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Mitwirkenden,

darunter besonders an die Familie Bolten

für die perfekte Vorbereitung und Durchführung

des Abends, Torsten Rosburg und die Firma Trede

& von Pein für das großzügige Sponsoring, den

Kreisverein zusammen mit den Jungzüchtern sowie

die Mitarbeiter der RSH eG. Sie alle machten diesen

Züchterabend zu einer rundum gelungenen Veranstaltung.

C. Zettler

// Rind im Bild 3/2011 51


52

// Rind im Bild 3/2011

// Kreisvereine

Verein der Rot- und Schwarzbuntzüchter

in den Kreisen Steinburg und Pinneberg

ehrte 100.000 l Kühe

100.000 l Kuh „Uri“

bei Familie Thomas Göttsche in Brokdorf

Große Freude herrschte Anfang April auf dem

Zuchtbetrieb von Familie Thomas Göttsche, denn

die 16 Jahre (!) alte Johann-Tochter „Uri“ überschritt

die magische Grenze von 100.000 l Milch.

Zu diesem Anlass erschien eine Abordnung des

Kreisvereins und überreichte Urkunde und Blumen.

„Uri befindet sich in der 13.Laktation und hat bis

jetzt 15 überwiegend Kuhkälber zur Welt gebracht,

die ausschließlich Spitzenvererber wie Roels, Boliant,

Origin, Ludox, Joyboy u.v.m. zum Vater haben.

Ihre bisherige Durchschnittsleistung liegt bei 7973

kg Milch, 4,50 % Fett und 3,16 % Eiweiß.

Große Freude herrschte Anfang April auf dem Zuchtbetrieb von Familie Thomas Göttsche, denn die 16

Jahre (!) alte Johann-Tochter „Uri“ überschritt die magische Grenze von 100.000 l Milch

Die Patrick-Tochter „Zikade“ aus der Zuchtstätte von Jochen Rave durchbrach die Schallmauer von

100.000 l Milch

100.000 l Kuh „Zikade“

bei Familie Jochen Rave in Grevenkop

Nachdem Anfang letzten Jahres die Kuh „Zwetsche“

die Schallmauer von 100.000 l Milch durchbrach,

gelang diese außergewöhnliche Leistung

nun einer weiteren Kuh aus der Zuchtstätte von

Jochen Rave – ein klarer Beweis für das enorme

Leistungsniveau auch in Bezug auf die Nutzungsdauer

dieser Herde. Die Patrick-Tochter „Zikade“,

die aus einer Hannibal-Mutter stammt, brachte es

bis jetzt mit 11 Laktationen auf eine Durchschnittsleistung

von 9542 kg Milch bei 3,99 % Fett und

3,23 % Eiweiß.

100.000 l Kuh „Zuna“

bei Familie Heiko Meifort in Beidenfleth

Auch in Beidenfleth gab es allen Grund zum Feiern.

Hier war es die Jupiler-Tochter „Zuna“ die es mit

ihrer enormen Leistung geschafft hat die 100.000

l Marke bereits in der 9. Laktation zu knacken. Sie

kann dabei auf eine durchschnittliche Milchleistung

von 10192 kg Milch bei 4,07 % Fett und 3,13 %

Eiweiß verweisen.

So war auch dies Anlass genug, um mit einer Abordnung

des Kreisvereins der Familie Meifort einen

Besuch abzustatten um die herzlichsten Glückwünsche,

sowie Urkunde und Blumen zu überbringen.

„Zuna“ hat die 100.000 l Marke bei Familie Heiko Meifort bereits in der 9.

Die Preval-Tochter „Borneo“ von Stefan Kruse hatte die 100.000 l Schallmauer bereits vor über

einem halben Jahr durchbrochen Fotos: privat


100.000 l Kuh „Borneo“

bei Familie Stefan Kruse in Rellingen

Und „last but not least“ wurde es Zeit auch der

Preval-Tochter „Borneo“ von Stefan Kruse einen

Besuch abzustatten, denn diese hatte die 100.000

l Schallmauer bereits vor über einem halben Jahr

An einem Montagmorgen gegen 8.00 Uhr auf

dem Pendlerparkplatz in Kaltenkirchen. Die ersten

Jungzüchter der Rinderzucht Schleswig-Holstein

warteten auf ihren Bus. Dieses Jahr sollte es einmal

in Richtung Norden gehen. Dänemark war das

Ziel unserer 5 tägigen Reise. Die Letzten stiegen in

Schuby zu und nun ging es auch schon, mit dem

vollbesetzten Bus, über die Grenze nach Dänemark.

Nach ca. 2 Stunden Fahrzeit erreichten wir unser

erstes Ziel, den Betrieb Hojager Holstein im Süden

von Jutland. Eric Hansen ist hier seit einigen Jahren

Betriebsleiter, vorher hat er 15 Jahre für Viking Genetics

als Klassifizierer gearbeitet. Mittlerweile werden

auf dem Betrieb 200 Holsteins, mit einer durchschnittlichen

Milchleistung von 11.112 kg im Jahr

(365 Tage), gemolken. 1997 zogen die ersten Kühe

vom damaligen Anbindestall in den jetzigen Laufstall

um. Dort wurde zunächst biologisch gewirtschaftet,

doch mit zunehmendem Flächenmangel

wurde nach 10 Jahren wieder auf die konventionelle

Produktion umgestellt. Trotz der beachtlichen

Größe werden auch regionale und nationale Schauen

durch Hojager Holstein erfolgreich beschickt,

wovon wir uns selbst überzeugen konnten.

Pünktlich erreichten wir dann gegen späten Nachmittag

unsere Bleibe für die nächsten Tage, die Jugendherberge

in Randers.

Am Dienstagmorgen hieß es um viertel vor 9.00

Uhr Abfahrt zur Bullenstation von Viking Genetics.

Dort sollten wir einen kleinen Einblick in die tägliche

Arbeit erhalten. Aufgrund der strengen Hygienevorschriften,

konnten wir die Ställe nicht von

innen besichtigen, aber aus einem Observationsraum

den Bullenpflegern bei der Spermaentnahme

und dann bei der Weiterverarbeitung im Labor zugucken.

Nächster Anlaufpunkt war der Rotviehbetrieb

der Familie Jensen in Hammel. Im Jahr 2000

kaufte Familie Jensen den jetzigen Betrieb mit 30

// Kreisvereine

durchbrochen. Die äußerst willensstarke „Borneo“

ist im Jahr 2000 geboren und befindet sich momentan

in der 9.Laktation. Ihre höchste Leistung

erreichte sie in ihrem sechsten Kontrolljahr mit einer

305-Tage Leistung von über 14.000 kg Milch.

Sie wurde im letzten Jahr mit VG 85 eingestuft und

// Jungzüchter

Landesjungzüchterfahrt 2011

Kühen in Anbindehaltung

und einer Leistung

von ca. 8000kg Milch.

2002 wurde der neue

Boxenlaufstall gebaut

und bezogen. Durch

stetiges Wachsen werden

mittlerweile ca. 200

Rotviehkühe auf dem

Betrieb gemolken. Auch

die Milchleistung wurde

deutlich gesteigert, auf

derzeit ca. 11.500kg

Milch. Allein die Umstellung

auf dreimaliges

melken 2005 brachte

durchschnittlich 1000kg

Milch/Kuh mehr. Auch bei

Familie Jensen konnten wir

die eine oder andere regionale

und nationale Schaukuh

bewundern. Zum

Abschluss des Tages besichtigten

wir den Roboterbetrieb“

Tiris Holstein

in Kjellerup. Dort übernehmen

Roboter nicht nur das

Melken, sondern auch

die Fütterung der 120

HF Kühe, mit einer Leistung

von ca. 11000kg

Milch. Des Weiteren

konnten wir wohl eine

der Exterieur stärksten

Holstein Herden in

Dänemark anschauen.

Nicht nur die Siegerfärse

der Landesschau

in Herning 2011 wurde

Junge Färsen auf dem Betrieb von Eric Hansen

Erfolgreiche Spermaentnahme

Der Rotviehbetrieb der Familie Jensen in Hammel

präsentierte sich in erstaunlich vitalem Zustand.

Wir gratulieren allen fünf Familien ganz herzlich zu

ihren Ausnahmekühen und wünschen weiterhin alles

Gute und noch viele züchterische Erfolge!

B.Wiencken

// Rind im Bild 3/2011 53


54

uns präsentiert, auch Tiere aus der Familie des RSH

Bullen Calysto wurden uns vorgestellt. Erst vor 4

Jahren bezogen die damals 50 Kühe des Bestandes

den heutigen Laufstall. Bis dahin standen sie im jetzigen

Jungviehstall in der Anbindung.

Am Mittwochmorgen um 8.00 Uhrsaßen alle im

Bus und wir machten uns auf den Weg nach Hobro

um dort ein Werk der Arla-Gruppe zu besichtigen.

Nach einer kurzen Einfüh-

Komponentenlager der automatischen Fütterung bei Tiris Holstein

Fütterungsroboter

Der 2008 bezogene Boxenlaufstall von Tiris Holstein

// Rind im Bild 3/2011

// Jungzüchter

rung in das Unternehmen durften wir alle Produktionsabläufe

einmal aus der Nähe betrachten und im

Anschluss das eine oder andere Produkt aus dem

Sortiment probieren. Ab Mittag stand nun unser

Programm ganz unter dem Motto „Spaß und Aktion“

im Djurs Sommerland, Vergnügungspark. Hier

konnten sich alle einmal ordentlich austoben.

Der HF Betrieb „Bakkegarden Grena“ war unser

erstes Ziel am Donnerstagmorgen.

Dort konnten wir den neuen Stall

für 400 HF Kühe besichtigen. 1966

wurde der Betrieb mit damals 20

Kühen und 20 ha Landfläche gekauft.

Derzeit hält Mogens Jensen

324 Kühe in dem 2007 gebauten

Laufstall und bewirtschaftet

400 ha Landfläche. Nach dem

Wegfall der Quote ist eine Aufstockung

auf 500 Kühe bereits

geplant. Die Durchschnittliche

Leistung der schwarzbunten

Herde liegt bei ca. 11.000kg

Milch. Um eine weitere, in

Dänemark ausgeprägte Rasse

etwas besser kennenzulernen,

besuchten wir den Jerseyzuchtbetrieb

von Anders

Levering in Fjellerup. Anders

Levering kaufte vor 20

Jahren den jetzigen Betrieb,

dort wollte er dann HF Kühe

melken. Dies war durch die

vorhandene Quote jedoch

nicht möglich, da diese einen

höheren Fettgehalt hatte und

nicht ungerechnet werden

konnte. So blieb Familie Levering

nur die Möglichkeit auch

weiterhin Jerseys auf dem

Betrieb zu halten. Was, wie

er sagt: „Das Beste war das

ihnen passieren konnte.“ Mittlerweile

melkt Familie Levering

ca.190 Jerseykühe und besucht

erfolgreich viele regionale und

nationale Schauen. In einer

kleinen Präsentation konnten

die Schaukühe auch uns voll

von ihrem Potential, aber vor

allem durch ihre Ausstrahlung

überzeugen. Nachmittags

machten wir uns mit einer

Stadtführerin daran, Aarhus

und seine alte Stadt „Den

Gamle By“ zu erkunden.

Dies sollte dann auch unsere

letzte Tat in Dänemark sein,

Wieder vollbesetzt: Die 42 Teilnehmer der Landesjungzüchterfahrt

bevor wir am nächsten Morgen unsere Heimreise

antraten.

Heimreise stimmt vielleicht nicht ganz, da noch

zwei Betriebe in Schleswig- Holstein auf unserem

Programm standen. Zum einen lag die Fichtenheim

GbR in Dörpum noch auf unserer Route. Anke und

Jens Möllgaard melken derzeit 165 schwarzbunte

Holsteins mit einer durchschnittlichen Leistung von

Einheitskleidung bei der Werksbesichtigung von Arla


ca. 10.500 kg Milch. 2009 verlängerte Familie

Möllgaard den vorhandenen dreireihigen

Jungviehstall um ein beträchtliches

Stück um ihr für die Kühe nutzbar zu machen.

Der Stall wurde außerdem gespiegelt

und mit einem neuem Melkzentrum (20er

Swing Over Melkstand)ausgestattet, um

Kühen und Mitarbeitern auch weiterhin einen

komfortablen „Arbeitsplatz“ zu bieten.

Wirklich letzter Anlaufpunkt unserer Reise

war der Betrieb von Johann Koll in Kropp.

Der offene Boxenlaufstall für 200 Kühe

aus dem Jahr 2005 mit Tiefstreuboxen und

das 2010 gebaute Melkzentrum (Doppel

14er Side by Side) mit Abkalbebereich

beeindruckten uns bei einem

schönen Hofrundgang und bildeten

einen gelungen Abschluss.

Abschlussfazit: Auch der Norden ist

immer eine Reise wert. Es hat allen

viel Spaß gemacht und wir konnten

viele neue Eindrücke mitnehmen.

Ein großes Dankeschön an alle Betriebe,

die uns so herzlich empfangen

haben. M. Nobbe

Mahlzeit

// Jungzüchter

Augen zu und durch: The Wave im Djurs Sommerland

Wir bekamen exterieurstarke Jerseys zu sehen

Leider war im Bus kein Platz mehr für das ein oder andere Jerseykalb

Das neue Melkzentrum bei Johann Koll in Kropp

Anstrengend wars Fotos: Nobbe

// Rind im Bild 3/2011 55


56

// Rind im Bild 3/2011

// Jungzüchter

Die Angler und Wanderuper

Jungzüchter zusammen unterwegs

Wir trafen uns um 10.30 Uhr auf dem Betrieb

von Hans Andresen in Böklund („Ostseefjord-Holsteins“).

Hans Andresen führte uns über seinen Betrieb

und erwähnte, dass im Jahr 1980 die damals

29 Kühe des Betriebes bei einer durchschnittlichen

Herdenleistung von 6.700 kg Milch mit 4,21 % Fett

und 3,56% Eiweiß lagen. Bis zum Jahr 2000 konnte

der Betrieb kontinuierlich erweitert werden. Auch

die Leistung der damals 88 Milchkühe wurde auf

ca. 10.000 kg Milch gesteigert. Momentan werden

im Betrieb 140 Milchkühe gemolken, die 10.400 kg

Milch mit 4.10% Fett und 3,40% Eiweiß produzieren.

Des Weiteren wurden uns einige züchterisch

Ein kleines Dankeschön für Familie Andresen

Tagesfahrt des Jungzüchterclubs

Steinburg/Pinneberg

Am 25.06.2011 fand die alljährliche Tagesfahrt statt. Zuerst besuchten wir

den Betrieb Hof Hackelshörn von den Familien Ratjen und Bahlmann in Horst.

Die rund 150 Doppelnutzungsrinder werden mit zwei Melkrobotern gemolken.

Außerdem verfügt der Betrieb über eine automatische Fütterungsanlage. Damit

werden nicht nur die Kühe, sondern auch die Kälber gefüttert.

Als nächstes ging es zu dem Betrieb Fischer in Kaaks. Der Betrieb verfügt über

einen Neubau, dort werden 180 Schwarzbunde Kühe gemolken. Nach den Besichtigungen

am Vormittag gab es für alle eine Stärkung auf dem Sportplatz

in Kaaks.

Zum Abschluss ging es noch einmal sportlich zur Sache und wir vergnügten

uns im Hochseilgarten in Hanerau Hademarschen und konnten hier in luftigen

Höhen unseren Mut unter Beweis stellen. Y. Schlodfeldt

wertvolle und hochinteressante Kühe präsentiert.

An Hand dieser Kühe schilderte der Hans Andresen

uns worauf er in seiner Herde großen Wert legt.

Nach dieser interessanten Betriebsbesichtigung gab

es einen kleinen Imbiss. Danach fuhren wir weiter

zum Betrieb der Milch GbR Sorgenfrei. Hier werden

ausschließlich Angler Milchkühe gemolken. Die

Herde besteht aus 210 Angler Herdbuchkühen, die

knapp 9.000 kg Milch mit 4,54% Fett und 3,60%

Eiweiß erbringen. Die Herde entwickelte sich von

1971 mit 23 Kühen mit gut 5.000kg Milch und

5 % Fett stetig weiter. Großen Fortschritt brachte

dabei der Einsatz neuer Genetik aus dem Angler

Zuchtprogramm. Auch auf diesem Betrieb wurden

uns einige interessante Zucht- und Schaukühe gezeigt.

Des Weiteren konnten wir die im November

2009 ans Netz gegangene 250 KW Biogasanlage

besichtigen.

Wir bedanken uns bei Familie Andresen in Böklund

und Familie Matthießen in Sorgenfrei, dass wir auf

ihren Betrieben herzlich willkommen waren. Es hat

allen gefallen und viel Spaß gemacht!

C. Jacobsen

Volle Ränge bei der Anglerpräsentation auf den Betrieb der Milch GbR Sorgenfrei

Fotos: Henrik Jensen

Teilnehmer der Tagesfahrt Foto: privat


Jungzüchter

Jahreshauptversammlung des Jungzüchterclubs

der Kreise Steinburg und Pinneberg

Am Mittwoch, den 9. März 2011 fand die Jahreshauptversammlung

der Jungzüchter Kreis Steinburg

und Pinneberg in Neuenbrook statt.

Der 1. Vorsitzende Fabian Offt begrüßte die Gäste

und fuhr mit seinem Jahresbericht fort. Mit vielen

Bildern berichtete er über die Aktivitäten im vergangenen

Jahr. Die Kassenwartin Wencke Reimers

berichtete über die Kassenentwicklung und Haupteinnahmen

und –ausgaben des Vereins.

Es folgten die Wahlen. Als erstes wurde Fabian Offt

als 1. Vorsitzender wiedergewählt. Anschließend

wurde auch die Kassenwartin Wencke Reimers in

ihrem Amt bestätigt. Das Amt von Maria Schnepel

als Pressewartin wurde neu besetzt. Sie hatte 4 Jahre

aktiv im Vorstand mitgewirkt und schied nun auf

eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Als Dankeschön

für ihre Arbeit im Vorstand erhielt sie ein

kleines Präsent. Für sie wurde Yvonne Schlodfeldt der RSH eG über das Brunsterkennungssystem Hea-

zur neuen Pressewartin gewählt. Im Anschluss an time und der aktive Landwirt Volker Hardt berichte-

die HL Wahlen Anzeige folgte Rind ein Vortrag im Bild von Heinz 4_2011b:HL Danger von 13.04.2011 te über seine Erfahrungen 12:51 Uhr mit Heatime. Seite 1

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Bei einem kleinen Imbiss wurde dann noch weiter

über dieses Thema diskutiert und die Jahreshauptversammlung

beendet. Y. Schlodfeldt

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// Rind im Bild 3/2011 57


58

// Rind im Bild 3/2011

// Für Sie gelesen

Rückläufiger

Rindfleischkonsum erwartet

Auch wenn die Nachfrage nach Rindfleisch in

Deutschland 2010 noch leicht gestiegen ist, rechnen

die Marktexperten der Landwirtschaftskammer

Niedersachsen mit einer Umkehr dieses Trends. Als

Grund nennen sie die gestiegenen Verbraucherpreise,

die den Konsumenten vermehrt zu preisgünstigerem

Geflügel- und Schweinefleisch greifen

ließen. Wie die Kammer in einer Pressemitteilung

weiter mitteilte, ist 2010 der Pro-Kopf-Verbrauch

der Bundesbürger an Rindfleisch nur um 100 g

auf 12,5 kg gestiegen. Dagegen habe sich der

Verbrauch pro Person in Europa um 800 g erhöht,

Gute Aussichten am deutschen Milchmarkt

Über die aktuelle Preisverbesserung hinaus sind

die Milcherzeuger vor allem darauf angewiesen,

dass die Molkereien mittel- und langfristig durch

eine gute Auszahlungsleistung überzeugen. Das

hat der Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-

Verbandes (RLV), Friedhelm Decker, vor rund 80

Teilnehmern beim RLV-Fachforum „Milchproduktion

zwischen Weltmarkt und Erzeugermacht“ in

Wesel festgestellt.

Der Milchmarkt habe sich nach dem dramatischen

Preissturz der Jahre 2008 und 2009 inzwischen

wieder deutlich stabilisiert. Nach der spürbaren

Erholung der Weltwirtschaft seien gerade vom Ex-

Bonanzas Kuhfamilie überzeugt durch 6 x EX in direkter Generationenfolge und steht für sichere Leistungs-

und Exterieurvererbung

so dass der Durchschnittseuropäer mit fast 17 kg

mittlerweile rund 4,4 kg mehr Rindfleisch verzehre

als der deutsche Konsument. Die hohen Preise sind

nach Angaben der Kammer das Ergebnis geringer

Rindfleischmengen auf dem EU-Markt. Es sei nicht

nur die europäische Produktion zurückgegangen,

sondern es habe sich außerdem das Importverbot

für brasilianisches Rindfleisch bemerkbar gemacht

und zu einer knappen Versorgung geführt; das habe

insbesondere auf Edelfleisch wie Steaks zugetroffen,

erläuterte die Kammer. Sie erwartet, dass die

deutsche Rindfleischproduktion auch in diesem Jahr

port entscheidende Impulse für die Nachfrage und

damit für den Milchpreis ausgegangen. Zugleich

belasteten aber exorbitant gestiegene Preise für

Energie, Futtermittel oder Dünger die Betriebe.

Auch deshalb bedürfe die Erholung der Erzeugerpreise

der Verstetigung, betonte Decker. Aus Sicht

von Prof. Michael Schmitz, Direktor des Instituts für

Agrarpolitik und Marktforschung der Justus-Liebig-

Universität Gießen, herrscht aktuell große Dynamik

an den Weltagrarmärkten. Auch langfristig bestünden

gute Aussichten am Markt, insbesondere

für Milchprodukte, unterstrich der Wissenschaftler.

Allerdings seien kurzfristige Einbrüche nicht auszu-

leicht zurückgeht. Der Selbstversorgungsgrad bleibe

mit 120 % aber weiterhin unverändert hoch. Die

Erzeugung im eigenen Land dürfte den Verbrauch

voraussichtlich um ein Fünftel überschreiten. Auch

EU-weit soll sich die Produktion von Rindfleisch

rückläufig entwickeln, die Importe dagegen kräftig

steigen. Da die Rindfleischpreise 2011 EU-weit insgesamt

hoch bleiben dürften, rechnet die Kammer

mit einem Dämpfer für den Konsum in Deutschland

und Europa. AgE adr-informationen 17/11

schließen. Die deutsche Milchwirtschaft sei jedoch

von einer hohen Leistungsfähigkeit hinsichtlich

der Standorteigenschaften und Unternehmerfähigkeiten

geprägt. Umso entscheidender sei ein

innovations- und investitionsfreundliches Umfeld in

der Wirtschaftspolitik; der angestrebte Abbau von

Bürokratie und Wettbewerbsverzerrungen allein

reichten nicht aus.

Einen Überblick über die Vorschläge der EU-Kommission

zur Stärkung der Erzeugerinteressen gab

der Leiter der Abteilung Ländliche Entwicklung und

Agrarmärkte im Bundeslandwirtschaftsministerium,

Dr. Theodor Seegers. Demnach bildet ein Schwer-

Fodulo gehört derzeit zu Deutschlands höchsten Fidelity Söhnen. Neben überragender Milchmenge

sollte er überragend im Eiweißgehalt vererben und dabei Nachkommen mit besten Fundamenten und

guter Funktionalität bringen Fotos: Arkink


punkt das Thema Vertragsgestaltung zwischen

Milcherzeuger und Molkerei. Schriftliche Verträge

seien in Deutschland etwas Selbstverständliches;

auch bei den genossenschaftlich organisierten Molkereibetrieben

sei dieses Kriterium über die schriftlich

formulierte Satzung sowie die ergänzenden

Lieferordnungen erfüllt, erklärte Seegers.

Die Bundesregierung wolle aus diesem Grund die

bestehende Praxis der freien Vertragsgestaltung

nicht antasten.

Darüber hinaus ermögliche der Kommissionsvorschlag

Erzeugerorganisationen durch die Möglichkeit

der stärkeren Angebotsbündelung die Chance

auf eine größere Verhandlungsmacht.

// Für Sie gelesen

China sucht engere Kooperation

mit deutscher Rinderzucht

Eine hochrangige Fachdelegation des nationalen

Tierzuchtdienstes der Volksrepublik China (NAHS)

besuchte Ende Juni Deutschland, um sich über die

deutsche Rinderzucht zu informieren und die weitere

Zusammenarbeit im „Deutsch-Chinesischen

Kooperationsprojekt zur Weiterentwicklung der

Rinderzucht in China“ zu besprechen. Das Fachprogramm

beinhaltete den Besuch verschiedener

Zuchtbetriebe der Rassen Fleckvieh, Holstein und

Braunvieh, einen intensiven Informationsaustausch

mit Vertretern deutscher Rinderzuchtorganisationen

sowie ein Treffen im Bundesministerium für

Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

in Berlin.

Dort wurde die Delegation von Dr. Dietrich Guth,

Leiter der Abteilung 6 EU-Politik, Internationale Zusammenarbeit,

Fischerei, empfangen. Der Generaldirektor

des NAHS, Herr Xirong Li, zeigte sich sehr

zufrieden, dass mit dem nun begonnenen deutsch-

Deutsche geben nur gut

11 Prozent für Lebensmittel aus

Der Anteil der Nahrungsmittel an den gesamten

Konsumausgaben der Bundesbürger nimmt seit

Jahren ab. Wie der Rheinische Landwirtschafts-

Verband (RLV) mitteilte, gaben die privaten Haushalte

im Jahr 2009 in Deutschland nur noch 11,2 %

ihrer Konsumausgaben für Lebensmittel und 3,2 %

für Genussmittel wie alkoholische Getränke und

Über die aktuelle Lage in Frankreich berichtete

Denis Ramspacher, Milcherzeuger aus dem Elsass.

Während in der Milchproduktion die durchschnittlichen

Betriebs- und Bestandsgrößen denen in

Deutschland ähnelten, sei in Frankreich die Verarbeitungsseite

stark von Privatmolkereien geprägt.

Unterschiedlich sei zudem das System der Übertragung

von Milchquoten, während sich beide

Nachbarländer bei den Erzeugerpreisen inzwischen

stark angenähert hätten. Großen Wert lege man in

seinem Land auf das Thema Absatzförderung und

Kommunikation, die aus der Milchbranche heraus

organisiert werde, erklärte Ramspacher. RLV-Vizepräsident

Wilhelm Neu wies darauf hin, dass das

chinesischen Kooperationsprojekt zur Rinderzucht

eine Phase der konkreten Zusammenarbeit eingeleitet

wurde. Einbezogen sind die drei Rinderrassen

Fleckvieh, Holstein und Braunvieh, die in China eine

große Bedeutung haben und bei denen Deutschland

eine international führende Position in der Rinderzucht

einnimmt. Neben der fachlichen Zusammenarbeit

möchte die chinesische Seite den Import

deutscher Rindergenetik ausweiten, indem zukünftig

neben Rindersperma auch Rinderembryonen

aus Deutschland zum Import zugelassen werden

sollen. Beide Seiten vereinbarten für den Herbst

2011 eine Auftaktveranstaltung in China, indem

das deutsch-chinesische Kooperationsprojekt einer

breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.

Das „deutsch-chinesische Kooperationsprojekt

zur Weiterentwicklung der Rinderzucht in China“

ist das erste konkrete Vorhaben im Rahmen der

deutschchinesischen Zusammenarbeit in der Tier-

Tabakwaren aus. Der Grund für den langfristigen

Rückgang des Anteils liegt nach Einschätzung des

RLV an den Einkommenssteigerungen auf der einen

und am unterdurchschnittlichen Anstieg der

Nahrungsmittelpreise auf der anderen Seite. Der

höhere Lebensstandard kommt besonders in zunehmenden

Ausgaben für Wohnen, Freizeitaktivi-

Spannungsfeld für eine nachhaltige und zukunftsfähige

Milchproduktion nicht geringer werde. Die

Landwirtschaft sehe sich einer zunehmenden Klima-

und Tierschutzdebatte gegenüber. Gerade in

Zeiten von Klimawandel und Energiewende sei

jedoch eine effektive und ressourcenschonende

Landwirtschaft wichtiger denn je, betonte der RLV

Vizepräsident.

Es sei daher notwendig, dem Verbraucher in nachvollziehbarer

Weise die Klimaschutzleistungen der

Landwirtschaft und den hohen Stellenwert des Themas

Tierkomfort für die Milcherzeuger zu verdeutlichen.

AgE adr-informationen 25/11

zucht, die zwischen dem BMELV und dem chinesischen

Ministerium für Landwirtschaft im Januar

2010 vereinbart wurde. Das Projekt sieht vor, ausgewählte

chinesische Rinderzuchtbetriebe unter

Nutzung deutscher Rindergenetik, deutscher Technologie

und deutschem Know-how zu leistungsfähigen

Demonstrationsbetrieben zu entwickeln.

Das Vorhaben ist ein Wirtschaftskooperationsprojekt

im Rahmen des bilateralen Kooperationsprogramms

des BMELV.

Die Projektplanung und -durchführung erfolgt mit

maßgeblicher Unterstützung und aktiver Beteiligung

der deutschen Rinderzuchtunternehmen

Bayern-Genetik GmbH, Besamungsverein Neustadt

Aisch e.V., German Genetics International GmbH

und Masterrind GmbH. ADT Projekt GmbH

adr-informationen 26/11

täten und Gesundheitspflege zum Ausdruck. Der

Anteil der landwirtschaftlichen Verkaufserlöse an

den Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel inländischer

Herkunft lag dem RLV zufolge 2009/10

bei nur mehr 21 %.

Anfang der siebziger Jahre hatte der entsprechende

Anteil mit 47,5 % noch gut doppelt so viel betra-

// Rind im Bild 3/2011 59


60

gen. Demzufolge wirkt sich der rückläufige Trend

der Erzeugerpreise in einem ständig geringer werdenden

Anteil an den Nahrungsmittelausgaben

aus. Bei Milch und Milcherzeugnissen belief sich der

Anteil laut RLV zuletzt auf 34,4 %. Bei Fleisch und

Fleischwaren sank er sogar auf 20,4 %.

Am niedrigsten war der Erlösanteil der Landwirte

bei Brotgetreide und Brotgetreideerzeugnissen mit

// Rind im Bild 3/2011

// Für Sie gelesen

Erarbeitung neuer Merkmale zur Beschreibung

des Wohlbefindens von Tieren wird von der

deutschen Zucht und Besamung unterstützt

Die Zucht- und Besamungsorganisationen in

Deutschland, Österreich und der Schweiz sind an

einem Projekt beteiligt, das sich mit der Erarbeitung

von Merkmalen beschäftigt, die das Wohlbefinden

von Tieren beschreiben können. Zu Beginn des Projektes

werden Untersuchungen durchgeführt, die

eine Grundlage dafür schaffen, wie man das Wohlbefinden

beim Rind und Schwein definieren kann

und die helfen werden, den Zusammenhang zwischen

Leistung und Wohlbefinden genauer zu beschreiben.

Ausgehend von Verhaltenstests werden

Merkmale entwickelt, die als Hilfsmerkmale für das

Wohlbefinden beim Nutztier dienen können.

4 %. Wie der RLV berichtete, sind die Löhne seit

1950 um das Zwanzigfache und die Brotpreise um

knapp das Neunfache gestiegen, während die Getreidepreise

deutlich zurückgingen.

In der Folge konnte sich ein Industriearbeiter für

seinen Stundenlohn 2008 mehr als doppelt so

viel Brot kaufen wie noch vor etwa 60 Jahren. Der

Weizenerzeugerpreis lag laut RLV 2009 um ein

Da die Aufnahme von Verhaltungsmerkmalen durch

Personen beeinflusst wird, werden im weiteren Verlauf

des Projektes Parameter erfasst, die Merkmale

des Wohlbefindens objektiv beschreiben können.

Dazu werden Parameter auf genetischer und postgenetischer

Ebene analysiert. Es wird ermittelt, ob

diese Parameter in der Milch oder dem Blut nichtinvasiv

zu messen sind. Wenn diese Möglichkeit der

Merkmalserfassung besteht, können diese objektiv

erfassten Merkmale im Rahmen der Zucht in die Selektionsentscheidung

aufgenommen werden.

Das Projekt Phänomics wird von Herrn Prof. Dr.

Manfred Schwerin, Universität Rostock, koordi-

Rinderbestände rückläufig

Das statistische Bundesamt hat die Zahlen der

Viehbestände für Mai 2011 veröffentlicht.

Bei den Rinderbeständen zeigt sich im Vergleich

zum 3. November 2010 ein leichter Rückgang um

Stall-Nr. 203 v. Leporello, Besitzer: H. Stolley, Breiholz

0,8% auf rund 12,7 Millionen Tiere. Auch die Anzahl

der Rinderhaltungen sinkt um 0,8% auf rund

175.000. Stabil blieb demgegenüber die Zahl der

Milchkühe bei rund 4,2 Millionen Tieren. Allerdings

Katze (2. LA) v. Sternum, Besitzer: H. de Vries, Kronsmoor

Drittel unter dem Niveau von 1950; bezogen auf

das Endprodukt erlöste der Landwirt nur 5 bis 6 %.

Demgegenüber waren es 1950 noch zwei Drittel

des Brotpreises. Wären die Weizenpreise seit 1950

genauso stark gestiegen wie die Inflationsrate,

dann hätten die Erzeuger für einen Doppelzentner

Weizen 2009 etwa 81 Euro erlösen können.

AgE adr-informationen 29/11

niert und über 5 Jahre vom Bundesministerium

für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die

Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis

garantiert eine ausgewogene Gestaltung der Projekte

und eine effiziente Umsetzung der Ergebnisse

in die praktische Tierzucht.

Die Zucht- und Besamungsorganisationen in

Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstützen

dieses Projekt durch den Förderverein Biotechnologieforschung

e. V. (FBF). Ziel des FBF ist

die gemeinsame Unterstützung und Durchführung

von Forschungsprojekten im Bereich Genomanalyse

und Reproduktion beim Rind und Schwein.

haben gegenüber Mai knapp 2.000 Betriebe die

Milchkuhhaltung aufgegeben. Dies ist ein Rückgang

von rund 2,1%. Mehr unter www.destatis.de

adr-informationen 27/11


Personalien

Jubiläen bei der RSH eG

10 Jahre

Jan Brumund

15 Jahre

Antonia Kolakowski

20 Jahre

Wiebke Timm

30 Jahre

Klaus-Dieter Thomsen

35 Jahre

Günter Richter

Auf 35 Jahre sehr erfolgreiche

Tätigkeit als

Tierzuchttechniker kann

Günter Richter aus dem

Zentralbüro Sievershütten

zurückblicken.

Herr Richter war nach dem

Realschulabschluss, landwirtschaftlicher

Lehre und

Tätigkeiten auf dem elterlichen Betrieb 1976 in den

Dienst des Besamungsvereins Sievershütten getreten.

Nach erfolgreicher Ausbildung und intensiver Einarbeitung

in alle Belange des Stationsbetriebes folgten

die ersten Schritte in der Mitgliederbetreuung.

Herr Richter hat dann mit den Kollegen bis zur großen

Fusion zur RSH 1992 neben der Besamungsdurchführung

Aufgaben in der täglichen Betreuung des Bullenbestandes

und der Laborproduktion übernommen.

Lange Zeit als Jüngster in einer Gruppe altvorderer

Pioniere der Besamungstechniker tätig, ist Herr Richter

heute der mit Abstand dienstälteste Techniker im

Team der Kollegen in Sievershütten.

Mit der nötigen Ruhe und Abgeklärtheit ist er souverän

für das Samendepot im Zentralbüro verantwortlich

und hat maßgeblichen Anteil an der positiven

Atmosphäre im Zentralbüro.

Die Mitgliederbetreuung von Herrn Richter lässt keine

Wünsche offen. Engagiert, zuverlässig, stets freundlich

und ausgeglichen im Umgang werden alle Aufträge

abgearbeitet. Dabei erfolgt die Beratung der Mit-

glieder durch Herrn Richter genauso qualifiziert wie

die Kompetenz seiner Arbeit an guten Besamungsergebnissen

zu erkennen ist. Exaktheit im Auftreten

ebenso wie in der Besamungsdatenregistrierung oder

Bestandskartenführung zählen zu seinem Markenzeichen,

was von den Mitgliedsbetrieben sowie im

Innenverhältnis sehr geschätzt wird.

Herr Richter setzt sich über seine Tätigkeit als Techniker

hinaus für die Belange der Kollegen in der Betriebsratsarbeit

ein und ist dabei stets auf praktikable

Lösungen bedacht.

Im Namen der betreuten Mitgliedsbetriebe, Gremien

der RSH sowie aller Mitarbeiter und Kollegen bedanken

wir uns für 35 Jahre erfolgreiche, engagierte und

motivierte Tätigkeit für die Genossenschaft und ihre

Mitglieder.

Für die Zukunft wünschen wir Herrn Richter und seiner

Familie alles erdenklich Gute und freuen uns auf

eine weiterhin so angenehme Zusammenarbeit bei

guter Laune. Dr. E. Hasenpusch

In den Ruhestand

Hans-Jürgen Kroeger

Am 30.06.2011 endete

die aktive Tätigkeit als Tierzuchttechniker

von Herrn

Kroeger. Zuvor hatten die

langjährig betreuten Betriebsleiterfamilien

eine

beeindruckende private

Verabschiedungsfeier für

Herrn Kroeger anlässlich

seiner letzten Besamungstour als Zeichen des Dankes

und in Anerkennung des unermüdlichen akribischen

Einsatzes über die vielen Dienstjahre organisiert.

Herr Kroeger hatte 1969 eine Ausbildung zum Tierzuchttechniker

im Rahmen einer Umschulungsmaßnahme

in der Station Rendsburg durchlaufen und

begann nach einigen Jahren Tätigkeit in einem anderen

Besamungsfeld am 01.01.1975 auf der Station

Altenhof seine Arbeit als Techniker.

Zu dem Zeitpunkt wurden auf der kleinen Station

alle anfallenden Aufgaben im Stall und Laborbereich

von den Technikern soweit wie möglich miterledigt.

Es folgte dann eine Ortsveränderung durch Fusion

mit der Station Borgwedel. Im Weiteren folgten die

Vereinigungen zur RB Nordwest und im Anschluss zur

heutigen RSH. Die organisatorischen Veränderungen

hatten aber keinen Einfluss auf den Bezirk von Herrn

Kroeger, dieser blieb aufgrund hoher Besamungsdichte

und guter Struktur konstant. So hat Herr Kroeger

in all den Jahren aufgrund seinerzeit zu hoher Besamungszahlen

ein Dorf aus seinem Bezirk abgegeben,

das er in den letzten Dienstjahren, so wie er es formuliert,

„wieder zurückerobert“ hat.

Herr Kroeger hat in seinem Berufsleben mit außergewöhnlichem

Ehrgeiz und hohem Sachverstand sowie

eiserner Disziplin „seine“ Mitglieder betreut. Umfassende

Beratung in Zuchtfragen zum Bulleneinsatz

ebenso wie die intensive Belieferung mit Agrarartikeln

oder die Aufnahme von zu vermarktenden Zuchttieren

waren selbstverständliche Aktivitäten von Herrn

Kroeger, die er mit großem Engagement als Dienst am

Kunden wahrgenommen hat.

Herr Kroeger hat seinen Beruf als Berufung gelebt

und die Mitgliedsbetriebe hervorragend betreut –

nicht ohne dabei seinen Standpunkt deutlich zu machen

und nötigenfalls auch darüber zu diskutieren.

Innerbetrieblich hat sich Herr Kroeger intensiv in die

Ausbildung von jungen Kollegen eingebracht und

über Jahre als Sprecher der Techniker zu Nordwestzeiten

oder als Mitglied des Betriebsrates in der RSH

für die Belange der Kollegen eingesetzt.

Im Namen der Mitgliedsbetriebe, Gremien der RSH

sowie aller Kollegen und Mitarbeiter bedanken wir

uns bei Herrn Kroeger für eine hervorragende Arbeit,

stets kollegiales Verhalten und stete Treue zum Unternehmen.

Für die Zukunft wünschen wir Herrn Kroeger und seiner

Familie, die wir ausdrücklich in den Dank mit einbeziehen

möchten, alles erdenklich Gute, Gesundheit

und Herrn Kroeger viel Freude im Jagdrevier.

Dr. E. Hasenpusch

Neu bei der RSH eG

Janina Greve

Wir begrüßen zum

01.09.2011 als neue Auszubildende

Frau Janina

Greve. Frau Greve ist 19

Jahre jung, sie hat sich

nach bestandenem Realschulabschlussweitergebildet

und ist staatlich

geprüfte Kaufmännische

Assistentin. Die bisher erworbene Theorie möchte

Frau Greve bei der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

im Rahmen der Ausbildung zur Bürokauffrau in die

// Rind im Bild 3/2011 61


62

Praxis umsetzen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit

und wünschen Frau Greve eine erfolgreiche

Ausbildung bei der RSHeG! J. Ahlert

Jan Behrens

Am 15. Juli 2011 ist Herr

Jan Behrens in die Ausbildung

zum Tierzuchttechniker

eingetreten. Herr

Behrens hat nach dem

Realschulabschluss eine

landwirtschaftliche Lehre

auf verschiedenen Betrieben

absolviert und im Anschluss

die Fachhochschulreife erworben.

2006 schloss er als staatlich geprüfter Wirtschafter

die Landwirtschaftsschule in Osterrönfeld ab und im

Anschluss die Höla als Agrarbetriebswirt. Bis zum Beginn

bei der RSH war er als Herdenmanager in einem

großen Milchviehbetrieb tätig.

Jörg Haarmann

Am 01. August 2011 begann

Herr Jörg Haarmann

mit der Ausbildung zum

Tierzuchttechniker.

Herr Haarmann absolvierte

nach der Schulausbildung

eine landwirtschaftliche

Lehre. Anschließend erwarb

er den Abschluss

zum staatlich geprüften Wirtschafter und qualifizierte

sich im Rahmen der Höla-Ausbildung in Rendsburg

zum staatlich geprüften Landwirt.

Bis 2007 führte er den elterlichen Milchviehbetrieb,

den er größenbedingt aufgab. Bis zum Eintritt in die

RSH war Herr Haarmann in zwei großen Milchviehbetrieben

als Melker tätig.

Wir wünschen beiden neuen Kollegen eine erfolgreiche

Ausbildung und viel Freude an der Arbeit im

Team der RSH. Dr. E. Hasenpusch

Heinz Meier

*01.12.1930 22.04.2011

Nach langer schwerer Krankheit verstarb

unser langjährig als engagierter Tierzuchttechniker

in Ostholstein tätiger Heinz Meier.

Unser besonderes Mitgefühl gilt der Familie. Im

Namen der Kollegen, Mitarbeiter und Gremien

der RSHeG. Dr. E. Hasenpusch

// Rind im Bild 3/2011

// Personalien

Ernst Petersen

*06.07.1934 25.05.2011

Nach kurzer schwerer Krankheit ist Ernst

Petersen von uns gegangen. Er hat über Jahrzehnte

als Tierzuchttechniker in Angeln unermüdlich

in den Mitgliedsbetrieben gewirkt.

Wir werden ihm ein ehrenvolles Andenken bewahren.

Im Namen der Kollegen, Mitarbeiter

und Gremien der RSHeG. Dr. E. Hasenpusch

Personalien

beim LKV

Geschäftsführerwechsel

beim LKV Schleswig-Holstein

Der Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e. V.

hat seit dem 1. Juni 2011 eine neue Geschäftsführung.

Der bisherige Geschäftsführer Gerd Schulz ist

am 31. Mai 2011 in den Ruhestand getreten.

Als Nachfolger wurde sein bisheriger Stellvertreter,

Hergen Rowehl, berufen. Herr Rowehl ist bereits seit

1998 beim LKV tätig und war als Leiter des Zentralen

Milchuntersuchungslabor Schleswig-Holstein für den

gesamten Bereich der Milchanalysen, der Milchgüteprüfung

und der Durchführung des Qualitätsmanagementsystems

Milch verantwortlich.

Die Position des stellvertretenden Geschäftsführers

wurde mit dem bisherigen Leiter der Abteilung Datenverarbeitung,

Dr. Jörg Piepenburg, ebenfalls durch

einen langjährigen Mitarbeiter neu besetzt. Dr. Piepenburg

ist seit 1988 beim LKV Schleswig-Holstein

tätig und u. a. auch für die Durchführung der Zuchtwertschätzungen

bei Rindern zuständig.

Gerhard Sieck

Neue Leiterin

des LKV-Labors

Seit dem 01.08.2011 ist die Leitung des Zentralen

Milchlabors (ZML) innerhalb des LKV in neue Hände

übergeben worden. Mit Frau Dr. Monika Brandt hat

der LKV eine Mitarbeiterin gewinnen können, die tief

in der Landwirtschaft Schleswig-Holsteins verwurzelt

ist und sich während ihrer Ausbildung die notwendigen

Qualifikationen erarbeitet hat.

Frau Dr. Brandt stammt von einem Milchviehbetrieb

und hat nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung zur

Tierarzthelferin absolviert. Anschließend studierte sie

an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Agrar-

wissenschaften und schloss dieses zunächst erfolgreich

mit dem Bachelor ab. Ihre Kenntnisse erweiterte

sie zusätzlich in einem Master-Studiengang mit dem

Schwerpunkt Milcherzeugung. Kurz vor dem Arbeitsbeginn

beim LKV beendete Frau Dr. Brandt erfolgreich

ihre Promotion.

In ihren drei praktischen Examensarbeiten hat Frau

Dr. Brandt jeweils sehr aktuelle Themen bearbeitet,

die für viele Landwirte von Bedeutung sind. So hat

sie sich in ihrer Promotionsarbeit mit der „Erkennung

von Euterentzündungen durch aktuelle Sensortechniken

auf Betrieben mit automatischen Melksystemen“

beschäftigt.

Im Labor des LKV werden neben den Proben im Rahmen

der Milchleistungsprüfung auch die amtlichen

Anlieferungsmilchproben im Rahmen der Milch-

Güteverordnung untersucht. Da diese Grundlage für

die Bezahlung der Milch sind und darüber hinaus zur

Beurteilung der Hygiene in den Betrieben dienen,

kommt diesen Untersuchungen große Bedeutung

zu. Darüber hinaus bietet der LKV seinen Mitgliedern

seit einigen Monaten die Identifizierung von Mastitiserregern

mit der PCR-Methode an.

Ich wünsche Frau Dr. Brandt viel Freude in ihrer neuen,

vielseitigen Aufgabe. Hergen Rowehl


Personalien

25 Jahre im Labor des LKV Beim LKV ausgeschieden

Gero Finken

Bereits seit 25 Jahren

beschäftigt sich Herr

Gero Finken mit der

Analyse von Milch. Am

01.08.2011 konnte Herr

Finken aus dem Zentralen

Milchlabor (ZML) des

Landeskontrollverbandes

sein Dienstjubiläum feiern.

Im August 1986 begann Herr Finken seine Ausbildung

zum milchwirtschaftlichen Laboranten im

damaligen Institut für Tiergesundheit und Lebensmittelqualität

(ITL) der Landwirtschaftskammer

Schleswig-Holstein, die er im Juli 1989 erfolgreich

abschloss. Aufgrund seiner guten Leistungen und

seines Engagements erhielt er im Anschluss an die

Ausbildung eine feste Anstellung im ITL und war

dort in der Milchinhaltsstoffbestimmung und der

Mikrokoloniezählung tätig. Sein technisches Verständnis

ermöglichte es, dass Herr Finken sehr früh

in die damals noch neue Technik der Keimzahlbestimmung

am Bactoscan-Gerät eingearbeitet wurde.

Ab August 1996 erweiterte Herr Finken seine

Kenntnis für ein Jahr auf das Gebiet der Vitamin-

und Mykotoxinuntersuchung in der früheren LUFA.

Nach der Zusammenlegung der Untersuchungskapazitäten

für die Rohmilchanalysen vom ITL und

dem LKV am Standort Kiel-Steenbek wechselte

auch Herr Finken ab 01.10.1997 in das ZML und

übernahm wieder die nach der Milch-Güteverordnung

vorgeschriebene Untersuchung der Keimzahl.

Mit Hilfe seines guten Fachwissens konnte bereits

1998 die noch heute aktuelle Gerätetechnik vom

Typ Bactoscan FC beim LKV eingeführt werden.

Wegen seiner Zuverlässigkeit und seiner Beliebtheit

im Kollegenkreis wurde Herrn Finken die Aufgabe

eines Schichtleiters übertragen, womit er auch Verantwortung

für den Laborbetrieb und die jeweiligen

Mitarbeiter übernahm.

Heute erledigt Herr Finken neben seinen Aufgaben

in der Keimzahluntersuchung und der Schichtleitung

auch eine Vielzahl von Wartungsarbeiten an

den empfindlichen Infrarot-Analysenautomaten im

LKV-Labor und wirkt an den im Dienstleistungsauftrag

für einige Meiereien erstellten Milchgeldabrechnungen

mit.

Für die langjährige Tätigkeit im Interesse der Milch-

erzeuger und des Landeskontrollverbandes wurde

Herrn Finken die Ehrenurkunde des Landeskontrollverbandes

überreicht. Alle Kollegen wünschen ihm,

dass die vor ihm liegenden Berufsjahre genauso

erfolgreich sein werden wie die bisherigen 25 Jahre.

Hergen Rowehl

Sönke Holmsen

Am 9. Juni 2011 konnte

der Milchleistungsprüfer

Sönke Holmsen aus Tielen

im Kreis Schleswig-Flensburg

auf eine 25-jährige

Tätigkeit beim LandeskontrollverbandSchleswig-Holstein

e. V. zurückblicken.

Herr Holmsen ist

in dem landwirtschaftlichen

Betrieb seiner Eltern aufgewachsen und hat

nach dem Schulbesuch eine landwirtschaftliche

Ausbildung mit dem Abschluss staatlich geprüften

Wirtschafter erfolgreich absolviert.

Danach suchte er eine Tätigkeit im Bereich der

Landwirtschaft, bei der er auch weiterhin den eigenen

Familienbetrieb bewirtschaften konnte, und

fand sie in der Milchleistungsprüfung (MLP). Nach

der Einarbeitung übernahm er 1986 den Bezirk

Erfde und Umgebung mit 22 Betrieben in den Ortschaften

Erfde, Bargen, Scheppern, Pahlhorn und

Christiansholm. Bedingt durch die Einführung neuer

Prüfverfahren und neuer Melk- und Messtechnik

wie die MLP mit dem LactoCorder und dem Melken

mit dem Melkroboter hat sich die Zusammensetzung

des Kontrollbezirkes im Laufe der Jahre ständig

verändert.

Herr Holmsen führt seinen Familienbetrieb mit

Milchviehhaltung auch heute noch. Deshalb betreut

er vor allem Betriebe mit einem B-Prüfverfahren. Als

Mitglied der Tarifkommission des ADM, der Arbeitnehmerorganisation

der Leistungsprüfer, hat Herr

Holmsen sich darüber hinaus über viele Jahre dafür

eingesetzt, dass seine Kolleginnen und Kollegen

eine angemessene Vergütung erhalten. Neben der

Tätigkeit als Milchleistungsprüfer ist Herr Holmsen

seit vielen Jahren auch kommunalpolitisch aktiv

und übt seit Januar 2006 in der Gemeinde Tielen

das Amt des Bürgermeisters aus.

Verbunden mit Worten des Dankes für die geleistete

Arbeit in den 25 Jahren seiner Tätigkeit beim LKV

überreichte der zuständige Außendienstmitarbeiter,

Zuchtwart Claus Sierck, Herrn Holmsen im Rahmen

einer Feierstunde die Urkunde für langjährige Dienste

auf dem Gebiet der Milchleistungsprüfung.

Ich bedanke mich bei Herrn Holmsen für die langjährige

Tätigkeit zum Wohle unserer Mitglieder und

des LKV. Für die Zukunft wünsche ich ihm weiterhin

Erfolg und Freude bei der Arbeit und gesundheitliches

Wohlergehen. Hergen Rowehl

Hans-Otto Struve

Am 1. August ist Hans-

Otto Struve aus Tappendorf,

Kreis Rendsburg-Eckernförde,

nach

langjähriger Tätigkeit

beim LKV ausgeschieden.

Herr Struve begann

seine Tätigkeit beim LKV

am 1. Dezember 1994 in

dem Kontrollbezirk Haale/

Lütjenwestedt mit 34 Betrieben in den Ortschaften

Embühren, Haale, Lütjenwestedt, Tackesdorf-Süd

und Hamweddel mit durchschnittlich 66 Kühen.

Mit einer landwirtschaftlichen Ausbildung sowie

durch seine vorherige Tätigkeit als Milchwagenfahrer

war es für Herrn Struve nicht schwer, sich in die

Tätigkeit in der MLP und den Umgang mit den Mitgliedsbetrieben

einzuarbeiten. Durch sein korrektes

Verhalten und seine tadellose Arbeitserledigung hat

er schnell das Vertrauen der Mitglieder gewinnen

können. Obwohl Herr Struve insgesamt nur etwa

17 Jahre beim LKV tätig war, war auch seine Arbeit

durch ständige Änderungen und Neuerungen geprägt.

Dazu zählt unter anderem der Wechsel vom

handschriftlichen Taschenbuch zu den Aufzeichnungen

mit dem EZI-Scanner und Datahandler im

Betrieb sowie die damit verbundene Datenmeldung

per PC.

Durch den Wechsel der Betriebe zwischen den vom

LKV angebotenen Prüfverfahren und das Ausscheiden

von Mitarbeitern und Mitgliedsbetrieben war

der Umfang der von Herrn Struve zu betreuenden

Mitgliedsbetriebe ständigen Schwankungen unterworfen.

In den letzten Monaten seiner Tätigkeit hat

er die MLP in 62 Betrieben mit durchschnittlich 105

Kühen in den verschiedenen Prüfverfahren durchgeführt

wurde.

In einer kleinen Feierstunde wurde Herr Struve

durch die Geschäftsführung und die Außendienstleitung

in der Geschäftsstelle des Verbandes in Kiel

verabschiedet.

Ich bedanke mich bei Herrn Struve für die langjährige

Tätigkeit und das Engagement zum Wohl der

betreuten Mitglieder und des Landeskontrollverbandes.

Für die Zukunft wünsche ich ihm Gesundheit

und Zufriedenheit im Ruhestand.

Hergen Rowehl

// Rind im Bild 3/2011 63


64

Am 25.05.2011 fand im Norden von Schleswig-

Holstein die Jahreshauptversammlung statt.

Zunächst besuchten wir die Meierei in Witzwort. In

der Meierei wurden wir von dem Geschäftsführer

über die Abwicklung der Milch vom Bauern bis zur

Ladentheke ausführlich informiert. Im Anschluss

// Rind im Bild 3/2011

// Personalien

Neues vom Verein Schleswig-

Holsteinischer Tierzuchttechniker e.V.

Am 17. und 19.05.2011 fand ein Kuhbeurteilungsseminar

mit Günter Koch von der RSH eG

statt. Im südlichen Bereich von Schleswig Holstein

fand das Seminar bei Volker Kaack in Mözen und

im nördlichen Bereich bei Knud Andresen in Haurup

statt.

Wir wurden ausführlich über die Merkmale der optimalen

Kuh in allen Bereichen informiert, so dass

wir, wenn wir auf die Höfe kommen, den Bauern mit

Rat und Tat zur Seite stehen können.

Im südlichen Bereich hatten sich leider nur 7 Personen

eingefunden und im nördlichen Bereich

waren es 18 Personen. Im Anschluss gab es eine

Gulaschsuppe und Getränke als Ausklang beim

Klönschnack auf den Höfen. Wir bedanken uns

hiermit noch einmal herzlich bei Volker Kaack und

Knud Andresen sowie bei Günter Koch. Die teilnehmenden

Kollegen waren begeistert. K. Schnoor Kuhbeurteilungsseminar bei Knud Andresen in Haurup

Klönschnack im nördlichen Bereich

Die Teilnehmer im südlichen Bereich Fotos: privat

Jahreshauptversammlung Verein

Schleswig-Holsteinischer Tierzuchttechniker

ging es weiter mit einem Rundgang durch die Meierei,

der bei Kaffee und Käsebrötchen endete. An

dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank dafür. Wir

wünschen der Meierei weiterhin gute Geschäfte,

damit die Bauern optimale Milchpreise erzielen.

Danach fuhren wir zur Jahreshauptversammlung

nach Oldenswort zur Gaststätte Marschenblick bei

Dirk Spreckelsen. Sönke Schaumann begrüßte die

Mitglieder und Gäste. Es waren mehr passive als

aktive Mitglieder gekommen. Der erste Vorsitzende

Sönke Schaumann schilderte im Tätigkeitsbericht,

was das ganze Jahr über stattgefunden hat, von

den BTB Treffen in Thüringen und im Emsland, von

Dänischen Kollegen und im eigenen Bundesland.


Besuch der Meierei in Witzwort

An Wahlen stand der Kassenwart wieder an. Henning

Thiele wurde wiedergewählt. Als Ersatz-Kassenprüfer

wurde Werner Soltau vorgeschlagen und

In der August-Zuchtwertschätzung konnten die

bekannten Vererber ihre Zuchtwerte überwiegend

bestätigen. Während bei Schwarzbunten einige

neue Vererber ins Rampenlicht rücken, sind bei den

Rotbunten kaum Neue dazugekommen.

Schwarzbunt

Die Nr. 1 der deutschen TOP-Liste ist weiter Snowman

mit jetzt 10 Punkten Abstand (RZG 156). Die

jetzt 790 Töchter stammen aus dem Supersampler-

einsatz in drei Ländern. Sperma von Snowman ist

nicht mehr verfügbar.

Unverändert an Nr. 2 ist der Leistungsvererber

Omega mit RZG 146 von der RMV, ein Oman-Sohn

mit überragendem Leistungspotential, der funktionelle

Kühe bringen sollte.

Durch deutliche Steigerungen in Leistung (RZM

135), Eutergesundheit (RZS 124) und Exterieur

steigt der späte Ramos-Sohn Ramado (MV: Aaron)

auf Nr. 3. Mit seinem RZE 107 (Euter 106, Fundament

102) wird er jedoch kaum als Bullenvater in

Frage kommen.

Zu den Gewinnern gehören die interessantesten

// Personalien

gewählt. Ehrungen fanden diesmal nicht statt. Wir

planen unsere Nachmittags-Sommer Tour nach Hohenfelde

zur Straußenfarm. Herr Erik aus Dänemark

// Zucht

Jahreshauptversammlung in Oldenswort Fotos: privat

Aktuelle Zuchtwertschätzung bestätigt die Vererber der RSH eG

Goldwin- und Shottle Söhne

auf dem Vormarsch

berichtet, was in Dänemark so passiert zurzeit. Zum

Schluss gab es selbstverständlich noch einen Imbiss.

K. Schnoor

Lorka v. Graffito, Besitzer: E. Harm, Melsdorf - Der RSH-Vererber Graffito (RZG 130) konnte seinen genomischen Zuchtwert nun auch auf

Töchterbasis bestätigen Foto: Arkink

// Rind im Bild 3/2011 65


66

Neueinsteiger und Goldwin-Söhne vom April: Guarini

und Gunnar von der RBB und der RMV, die

als Austauschbullen im NOG-Programm verfügbar

sind. Guarini (Nr. 5, MV: O-Man) steigert sich in der

Leistung auf RZM 128 (+4, Eiweiß +0,16 %) bei

jetzt 142 Töchtern. Im Exterieur (RZE 130), Eutergesundheit

(RZS 126) und Nutzungsdauer (RZN

122) hält er seine guten Anfangszahlen. Trotz der

für einen Goldwin-Sohn ungewöhnlichen Stärke

und Tiefe (Körper 118) ist Guarini für Rinderbesamungen

geeignet.

Auch Gunnar (Nr. 7, MV: Ford) steigt 4 Punkte

im RZM auf jetzt 129 bei unverändertem RZE 134

(Euter 133, Körper 116) sowie RZS 116 und RZN

114. Auch er ist mit 117 Töchtern bereits sehr sicher.

Beide Bullen zeigen ein außergewöhnliches

Linearprofil, sind in den funktionellen Merkmalen

überzeugend und werden als Bullenvater bei der

RSH eG eigesetzt.

NOG Guardi (Nr. 55) ist ein exterieurstarker Goldwin

aus Ramos mit starken Inhaltsstoffen (+0,43

%-Fett, +0,15 %-Eiweiß, RZM 113). Mit RZE

134 gehört er insbesondere zu den besten Eutervererbern.

Auch für Eutergesundheit (RZS 113),

Nutzungsdauer (RZN 125) und Töchterfruchtbarkeit

(RZR 112) notiert er hohe Zahlen und ist für

Rinderbesamungen geeignet. Er dürfte trotz etwas

knapperer Milchmenge eine interessante Anpaarungsalternative

darstellen.

Der RSH-Vererber Graffito RZG 130 (Goldwin x

Jocko Besn) konnte seinen genomischen Zuchtwert

nun auch auf Töchterbasis bestätigen. Er ist

ein solider Milchmengenvererber mit guten Inhaltsstoffen,

der funktionelle Laufstallkühe mit besten

Fundamenten und sehr guter Nutzungsdauer und

Fruchtbarkeit bringen wird.

Goldri (Goldwin x Marshal ET) zeigt eine ähnliche

Leistungsvererbung, hat seine Stärken aber eher in

der überragenden Eutervererbung.

Leko (Nr. 14) steigt zwei Punkte im RZM auf 125

und bleibt der höchste Laudan-Sohn (RZE 126, RZS

121, RZN 123).

Gleich dahinter Lonar, der ebenfalls leicht steigt

(RZM 117, RZE 133, RZS 123, RZN 132). Mit dem

RSH-Vererber Lemmna wird unser Angebot der

Laudan-Söhne komplettiert. Er bringt leistungsstarke

Kühe, die sehr funktionell sind und überragende

Fundamente haben.

Sherlock kann sich in Leistung (RZM 126) und

Exterieur (RZE 127) verbessern und ist damit einer

der interessantesten Shottle-Söhne (Mutter: BW

Marshall x Lantz x Emory), der als DTG-Bulle zum

Einsatz kommen wird.

Sestertz (Shottle x Adam) RZG 136, Suarez

(Shottle x Jocko Besn) RZG 133 und Schaffner

(Shottle x Rubens RF) RZG 132 komplettieren die

Riege der Shottle-Söhne in unserem Angebot. Für

Shottle-Söhne sind sie außerordentlich leistungs-

// Rind im Bild 3/2011

// Zucht

Keitum v. Brigade, Besitzer: J. F. Jacobsen, Boren - Der sehr uniform vererbende RSH-Vererber Brigade bestätigt den starken Einsatz

Foto: Geverink

stark und überzeugen in allen Exterieurbelangen.

NOG Saiko (RZG 125) mit Vorzügen im Fundament,

der Nutzungsdauer und der Fitness, steht für

funktionelle Laufstallkühe und rundet das Angebot

der Shottle-Söhne ab.

Aktuell stehen bei der RSH eG die besten Titanic-

Söhne der deutschen TOP-Liste. Mit Terbium

(Titanic x Rudolph) steht ein außergewöhnlicher

Vererber zur Verfügung, der sich permanent in

der Zuchtwertschätzung verbessert hat. Mit RZG

132 ist er ein absoluter TOP-Bulle, der Leistung

mit gutem Fundament und Euter mit spätreiferen

Milchtypen verbindet. Seine uniforme Vererbung ist

seine größte Stärke.

Leider ist Tunderbolt (Titanic x Convincer) von der

RSH eG tot und nur ein begrenzter Spermavorrat

vorhanden. Mit RZG 132, RZN 116 und seinem

RZM von 132 ist er ein TOP-Leistungsvererber

(+2.130 kg-Milch), der funktionelle, fundamentstarke

Kühe bringt.

Folk ist auch international einer der allerersten

Fortune3-Söhne (v. Durham) und stammt aus einer

ostfriesischen Stormatic-Tochter, die zum zweiten

Kalb VG 88 bewertet wurde. Folk ist ein guter Allrounder

mit RZM 122 sowie RZE 122 mit starken

Fundamenten (120) und fest aufgehängten Eutern,

der im DTG-Austauschprogramm zu finden ist und

über ein Outcross-Pedigree verfügt.

Von den bisher 30 Toystory-Söhnen ist NOG Tosco

mit RZG 127 (Nr. 193) der höchste Sohn und dabei

sehr ausgeglichen. Er verbindet eine hohe Milchmenge

(+1.806kg, RZM 121) mit mehr als solidem

Exterieur (RZE 119). Das Linear kennzeichnet ihn

als Kraft- und Kapazitäts-Vererber. Die Euter werden

von einem starken Zentralband gehalten und

haben eine sehr gute Strichplatzierung. NOG Tosco

stammt aus einer Riverland und davor Manfred

und Bryant.

Bei Brigade (RZG 128, RZM 121, RZE 129) verändert

sich mit den Töchtern in der 2. Laktation wenig.

Der sehr uniform vererbende RSH-Vererber aus

der Patrick-Familie bestätigt den starken Einsatz.

Wer Eiweiß und tadelloses Exterieur sucht, sollte

Brigade benutzen.

Erstmals (mehr) Wiedereinsatztöchter hat jetzt

Zabing. Zabing hält sich absolut konstant (RZM

103, RZE 136, RZS 114). Seine außergewöhnlichen

Typqualitäten und die soliden Zuchtwerte in den

funktionellen Merkmalen machen ihn neben seiner

Outcross-Abstammung zu einem weiterhin

gut einsetzbaren Bullen. Gleiches gilt für Labiate,

Jannik, Fotograf und NOG Salem, die mit großer

Töchterzahl ihre Leistungs- und Exterieurqualitäten

bestätigen konnte.

Es erwartet Sie ein starkes Angebot der töchtergeprüften

Vererber, die keine Wünsche offen lassen

sollten.

Rotbunt RH

Bei Rotbunt halten sich die Neuigkeiten in Bezug

auf Neueinsteiger mit nur zwei neuen Top-25-Bullen

in Grenzen.

Tableau setzt seinen Siegeszug mit nochmals +4

Punkten RZM (nach +5 im April) fort und ist jetzt

mit RZG 135 Listenführer (RZM 126, RZE 124, RZS

109). Seine 137 Töchter sind jetzt bereits am Ende

der zweiten Laktation und auch die konstant guten

Zahlen für Nutzungsdauer (RZN 122) werden

immer sicherer.

Obwohl auch der höchste Neuling vom letzten Mal,


Liek (Ludox x Lee) von der RSH eG, in Leistung

(RZM 137) und Exterieur (RZE 113) jeweils zwei

Punkte zulegt, reicht es auch diesmal nur zur Nr. 2.

Er ist ein überzeugender Leistungsbulle mit sehr viel

Körper und Milchtyp und sollte an starke Euterkühe

angepaart werden.

Maximo-Red steht auf Platz 3.

Jerudo bekommt wiederum wenige neue Zweiteinsatz-Töchter

hinzu und kann Dank einem Punkt

Gewinn auf RZG 133 an Nr. 4 steigen.

Der bisherige Listenführer und Leistungsvererber

Tocar gibt leicht nach und steht jetzt an Platz 5

(RZM 140, RZE 108).

Damit kann er sich noch knapp vor Malvoy (Nr.

6) als höchstem Wiedereinsatzvererber behaupten.

Malvoy steigt mit Verdopplung seiner Töchterzahl

auf 2.390 weiter im RZM (129, +3). Die positive

Entwicklung bei den Eutern (107, +2) und Fundamenten

(125, +1) kam nach der sehr starken Töchtergruppe

auf der Deutschen Holstein-Schau nicht

unerwartet.

Tonikum (Nr. 18, RZM 109, RZE 138) bleibt konstant

mit seinem RZG von 125. Seine solide Leistungsvererbung

und sein überragendes Exterieur

in allen Merkmalen (RZE 138) machen ihn zu einem

vielgefragten Anpaarungsbullen der Extraklasse.

Leporello ist ein neuer Ludox-Sohn der RSH eG

an Nr. 32 (MV: Rubens Red), der damit seinen Vater

an Nr. 31 nur ganz knapp verfehlt. Während Ludox

allerdings fast 7.000 Töchter hat (RZM 120, RZE

112), muss sich Leporello noch mit 52 Töchtern

begnügen, die ihn auf RZM 119 und RZE 110 bringen.

Er ist wie Liek ein Paradebeispiel dafür, dass

die ersten genomischen Informationen bereits sehr

// Zucht

zuverlässig den späteren töchterbasierenden Zuchtwert

wiedergeben, da beide bereits auf Basis genomischer

Zuchtwerte angeboten wurden.

Mit Litera bietet die RSH eG einen der ersten

Lichtblick-Söhne mit Zuchtwerten auf der Basis von

Töchterinformationen an. Mit über 1.000 kg-Milch

und solidem Exterieur reiht er sich mit RZG 114 im

guten Mittelfeld ein und stellt eine interessante Anpaarungsalternative

dar.

Comar und Castory, beides Colby Söhne von der

RSH eG, konnten Ihre Zuchtwerte in etwa halten.

Laube v. Faromir (2. LA), Besitzer: Hollmann GbR, Österdeichstrich - Der RSH-Vererber Faromir unterstreicht mit zwei Punkten Gewinn im

Exterieur (RZE 115) bei Verdopplung der Töchterzahl auf 767 den guten Eindruck der Töchtergruppe auf der DHV-Schau 2011

Foto: KeLeKi

Kirsche v. Liek, Besitzer: H. Heuer, Bargenstedt – Liek ist ein überzeugender Leistungsbulle mit sehr viel Körper und Milchtyp

Foto: Arkink

Beide sind sichere Leistungsvererber mit guten Fundamenten.

Mit den Testtöchtern in der dritten Laktation verändert

sich bei den Exterieurvererbern Keel (RZM 108,

RZE 136) und Aval (RZM 107, RZE 126) wenig. Auf

Grund der Blutführung sollten Sie weiter gezielt zur

Exterieurverbesserung eingesetzt werden, da ihre

Blutführung viele Anpaarungsmöglichkeiten bietet.

Der RSH-Vererber Faromir unterstreicht mit zwei

Punkten Gewinn im Exterieur (RZE 115) bei Verdopplung

der Töchterzahl auf 767 den guten Eindruck

der Töchtergruppe auf der DHV-Schau (RZM

109). Er ist wie Vincente ein hervorragender Allroundvererber,

der breit eingesetzt werden kann.

Vincente bestätigt nachhaltig mit seinem soliden

Zuchtwerten den breiten Einsatz. Die Jungtiere zeigen

viel Typ, sind gut entwickelt und haben beste

Fundamente. Bravisi, Jordarin sowie die Rubens-

Söhne Rachtus und Runaway haben ihre Zuchtwerte

ebenfalls bestätigt und runden das Angebot

der töchtergeprüften Vererber ab. M. Leisen

Rotbunt DN

An der Spitze der Rotbunt-Doppelnutzung-Interbullliste

haben sich kaum Veränderungen ergeben.

Alte und neue Nr. 1 ist Baltimore, der neben den

phantastischen Inhaltsstoffen mit hervorragenden

Werten für Eutergesundheit und Nutzungsdauer

aufwarten kann.

Es folgt Rudolf DN, dessen erste Töchter aus dem

Wiedereinsatz abgekalbt haben. Sie bestätigen das

hervorragende Bild bezüglich DN-Typ, Rahmen und

Euter.

Oskur an Nr. 3 bleibt der Spezialist für Milchmenge.

Im Exterieur überzeugt er mit viel DN-Typ und

// Rind im Bild 3/2011 67


68

Körper, die Euter müssen bei der Anpaarung beachtet

werden.

Der Albert DN-Sohn Adriaan kann ebenfalls mit

viel Milch überzeugen. Ein Einsatz scheitert aber an

der Fundament- und Eutervererbung.

Der 1994 geborene Buster hält sich an Position

fünf und über seinen Sohn Bester werden seine Enkel

demnächst in den Testeinsatz gehen.

Mark 44, Hero und Markus haben zu schlechte

Exterieurzuchtwerte, so dass ein Einsatz nicht in

Frage kommt.

Direkt in die Top Ten kam Maxime DN. Der Marnuel-Sohn

stammt aus einer Silo-Mutter und geht

auf die bekannte Dikkie-Familie zurück. Bei guter

Milchmenge bringt Maxime DN positive Eiweißgehalte.

Im Exterieur kann er mit viel Bemuskelung,

Substanz und Stärke überzeugen.

Die Top Ten werden von dem bekannten Matthijs

abgeschlossen.

Seinen starken Einsatz rechtfertigt Owen, der vor

allem im Körper und Euter überzeugen kann.

Rebroff-Sperma ist leider aufgebraucht, aber ein

Rebroff-Sohn ist in der Aufzucht und wird demnächst

wohl in den Testeinsatz gehen.

Als neuer Milchmengenvererber kommt Dadius

in den Wiedereinsatz. Dadius ist ein Dorus-Sohn

aus der bekannten Nardo-Tochter Wilma von Otto

Braker, Schönbek. Dadius bringt viel Milch, etwas

knappere Milchinhaltsstoffe und ist auch in der

Eutervererbung positiv. Dadius macht normale bis

leichte Abkalbungen.

Ebenfalls neu in das Angebot aufgenommen wurde

der Dorus-Sohn Daylight. Er stammt aus der langlebigen

Parole-Tochter Assi von Karl-Heinz Stürtz

aus Wöhrden-Walle. Hervorzuheben ist die positive

// Rind im Bild 3/2011

// Zucht

Eiweißvererbung. Dadius und Daylight haben hochpositive

Zuchtwerte für die Fleischleistung.

Das Angebot Rotbunt DN runden die bekannten

Bullen Mathador und Marvist ab.

Insgesamt steht den DN-Züchtern in der neuen Besamungssaison

ein breit aufgestelltes Angebot zur

Verfügung. G. Koch

Angler

Das Team für die neue Besamungssaion

steht fest. Angler Vererber bestätigen ihre

Zuchtwerte

Linda v. Haithabu, Besitzer: K.P.Henningsen, Esgrus - Haithabu ist der große Gewinner dieser Zuchtwertschätzung und stieg in der Topliste

um 12 Plätze auf Rang 3 Foto: Arkink

Korni v. Maxime DN, Besitzer: Karstens GbR, Tensbüttel-Röst – Maxime DN kann im Extereiur mit viel Bemuskelung, Substanz und Stärke

überzeugen Foto: Geverink

Elegier steht mit RZG 123 an der Spitze. Der Valedo

Sohn vererbt mittelrahmige, robuste Laufstallkühe

mit guten Fundamenten. Seine größte Stärke ist

die Eutergesundheit, mit einem RZS von 126 ist er

in diesem Merkmal spitze. Der Nutzungsdauerwert

von 116 weist auf das Durchhaltevermögen seiner

Töchter hin.

Halma ist der höchste Milchmengenvererber auf

der Angler Bullenkarte. Der Baldo-Sohn konnte die

Milchmenge weiter auf nun +1236 kg erhöhen und

bietet insgesamt +109 kg Fett und Eiweiß. Die Werte

für Eutergesundheit, Nutzungsdauer und Melkbarkeit

sind ebenfalls positiv. Bei der Anpaarung

sollte die Eutertiefe, sowie die vordere Strichplatzierung

beachtet werden.

Haithabu ist der große Gewinner dieser Zuchtwertschätzung.

Der Allrounder aus der Kombination

R Ascona x Zion legte 5 RZG Punkte zu und

stieg damit in der Topliste um 12 Plätze auf Rang 3.

Es sind mittlerweile 129 Töchter in Milch, die seine

Leistungszahlen bestätigen und im Exterieur weitere

Pluspunkte verschaffen.

Die im Januar in Neumünster gezeigte Gruppe

konnte voll überzeugen. Viele Töchter haben bereits

zum zweiten Mal gekalbt und haben sich gut weiterentwickelt.

Das lineare Profil ist ausgeglichen.

Die Töchter sind überwiegend rot. Die Zahlen für

den Kalbeverlauf lassen normale Geburten erwarten.

Hexer - der Baldo Sohn aus der Kombination Cadon

x Pyllbeg x Torpane konnte seinen RZG halten.

Im Nutzungsdauerzuchtwert ging es sogar um 1

Punkt rauf (RZN 104). Hexer bleibt der Spezialist für

Inhaltsstoffe + 0,74% Fett und + 0,15% Eiweiß.

Viele seiner Töchter befinden sich nun in der zweiten

Laktation und sehen gut aus. Bei der Anpaa-


ung sollte Beinwinkel und -stellung beachtet werden.

Für Rinderbesamung ist Hexer nicht geeignet.

Graham mit 50% SRB Blut bietet der B Jurist Sohn

eine Alternative zu vielen Holsteinlinien. Der Zuchtwert

von 119 Töchtern ist stabil. Als Färsenbulle hat

er bereits in der abgelaufenen Saison viele Besamungen

gemacht.

Elkor steigt im RZG um einen Punkt, da die Nutzungsdauer

sich auf 111 (+2) erhöht hat. Die mittelrahmigen

Töchter überzeugen in Fundament und

Euter mit je 124 Punkten.

Dagufa nachdem nun die Töchter aus dem Wiedereinsatz

den Zuchtwert beeinflussen, ist Dagufa

(Stadel x Ingemar) um 2 RZG Punkte gestiegen.

In der Nutzungsdauer liegt er mit 122 (+1) an

der Spitze der Angler Vererber. Die Zellzahlen und

Inhaltsstoffe sollten bei der Anpaarung beachtet

werden.

Hybrid hat durch den überregionalen Einsatz bereits

150 Töchter in Milch, so dass die Sicherheit

bei über 90% liegt. Bei mittlerer Milchmenge sind

die Informationen für Fett und Eiweiß positiv. Der

gute Geburtsverlauf qualifiziert ihn für Färsenbesamungen.

Eritrea – der Dragomir Halbbruder kann die hohe

Milchmenge von knapp 1000kg weiter halten und

sollte hier zur Verbesserung eingesetzt werden. Die

Exterieurwerte sind durchweg positiv, die Vorzüge

liegen im Körperbau. Strichplatzierung und Melkbarkeitsdaten

empfehlen ihn für Roboterbetriebe.

Gobax – der Zober Sohn soll in der neuen Saison

die Aufgaben seines Vaters übernehmen. Als An-

Bullenväter August 2011

Auf Basis der August-Zuchtwerte wurden die

Bullenväter für die nächsten Monate festgelegt.

Dabei ist es nicht verwunderlich, dass Goldwin-

Söhne sich weiter in den Vordergrund drängen. Ne-

Bullenväter Schwarzbunt (töchtergeprüfte Vererber)

// Bullenväter

ben den töchtergeprüften Vererbern werden auch

einige Bullen mit genomischen Zuchtwerten zum

Einsatz kommen um den Zuchtfortschritt weiter zu

beschleunigen.

paarungspartner für etwas schmalere Kühe eignet

sich der Allrounder hervorragend. Sehr trockene

und parallel gestellte Beine, sowie feste, hoch angesetzte

Euter mit etwas längeren gut platzierten

Strichen sind seine Stärke.

Centini hat 100 neue Töchter hinzu bekommen.

Die Leistungszahlen sind in der Milchmenge im

mittleren Bereich bei gutem Fett: Eiweißverhältnis.

Im Zellzahlzuchtwert steigt er auf 115 (+2)

Das neue Angebot hat also wieder für jeden Milchviehhalter

etwas zu bieten. Weitere neue Vererber,

sowie die Spitzenbullen aus Dänemark, Schweden

und evtl. Kanada werden die Bullenkarte ergänzen.

C.-P. Tordsen

Nr. Name HB-Nummer Abstammung RZG Milch Fett Fett Eiw Eiw Si RZM RZS Mtyp Kör Fund Eut RZE RZN RZR

kg % kg % kg %

1 Sudan 506532 Jammer x Sailor 143 + 1245 + 0,30 82 + 0,07 50 82 132 116 103 115 124 112 123 121 101

2 Guarini 811141 Goldwin x O-Man 143 + 1044 - 0,03 40 + 0,16 52 94 128 126 110 118 110 131 130 122 108

3 Crown 506479 Goldwin x O-Man 143 + 1042 + 0,12 55 + 0,12 48 84 128 120 105 110 116 113 118 127 112

4 Massey 889073 Mascol ET x Bret II 143 + 1036 + 0,05 48 + 0,14 49 78 127 126 92 102 107 118 113 124 114

5 Altima USA 137954458 Encino x O-Man 142 + 2431 - 0,28 69 - 0,13 69 72 140 116 106 117 115 106 116 101

6 Gunnar 804049 Goldwin x Ford 142 + 1386 - 0,07 49 + 0,05 52 93 129 116 120 116 115 133 134 114 111

7 Danillo 500491 Goldwin x O-Man 142 + 867 + 0,10 46 + 0,14 43 85 124 115 110 118 133 128 138 119 110

8 Energy USA 63285235 Mascol ET x Marshall 139 + 1760 - 0,01 71 - 0,13 47 70 128 118 109 113 122 112 123 103

9 Artes 506551 Goldwin x BW Marshall 135 + 1482 - 0,11 49 - 0,07 43 82 123 111 123 111 122 129 134 114 101

10 Sherlock 822198 Shottle x Marshall 134 + 1769 - 0,26 45 - 0,09 50 92 126 120 115 107 123 122 127 111 95

11 Admiral 506595 Goldwin x Allen 134 + 1220 + 0,06 56 - 0,02 40 73 123 112 106 110 113 124 124 118 108

Bullenväter Schwarzbunt: lineare Exterieurbeschreibung (töchtergeprüfte Vererber)

Nachstehende Bullen sollen hierbei bevorzugt

als Anpaarungsbullen zum Einsatz kommen:

Nr. Name HB-Nummer Abstammung Grö MCh KTi Sta BNe BBr HBW Kla Spg HbS Bewg HEu ZBA SPlv SPlh EAu ETi SLa

1 Sudan 506532 Jammer x Sailor 117 108 109 113 110 112 84 113 105 116 120 101 109 105 104 111 110 90

2 Guarini 811141 Goldwin x O-Man 113 102 116 112 83 101 113 102 113 96 116 123 128 97 103 121 124 102

3 Crown 506479 Goldwin x O-Man 114 99 101 103 103 98 95 109 113 104 113 105 108 106 102 107 111 104

4 Massey 889073 Mascol ET x Bret II 96 92 97 109 92 110 96 101 102 107 108 110 91 116 107 113 120 98

5 Altima USA 137954458 Encino x O-Man 117 106 116 113 102 105 90 109 0 106 112 108 99 91 82 106 108 97

6 Gunnar 804049 Goldwin x Ford 113 117 111 100 96 100 91 108 109 98 115 128 117 105 104 127 116 100

// Rind im Bild 3/2011 69


70

// Rind im Bild 3/2011

// Bullenväter

Bullenväter Schwarzbunt: lineare Exterieurbeschreibung (töchtergeprüfte Vererber)

Nr. Name HB-Nummer Abstammung Grö MCh KTi Sta BNe BBr HBW Kla Spg HbS Bewg HEu ZBA SPlv SPlh EAu ETi SLa

7 Danillo 500491 Goldwin x O-Man 119 103 111 113 90 100 91 115 116 114 131 121 119 104 113 124 117 105

8 Energy USA 63285235 Mascol ET x Marshall 113 110 106 102 97 111 87 111 0 117 123 114 100 103 109 102 110 100

9 Artes 506551 Goldwin x BW Marshall 124 125 106 93 109 105 100 110 118 105 116 135 127 94 102 112 118 116

10 Sherlock 822198 Shottle x Marshall 105 112 100 96 96 106 104 112 117 112 111 122 124 112 119 103 111 91

11 Admiral 506595 Goldwin x Allen 103 107 117 110 90 101 88 101 0 106 116 115 119 115 110 119 111 89

Neben dem Outcross-Vererber Sudan, der sich weiter

in der Zuchtwertschätzung verbessern konnte

und ein sehr ausgewogenes Vererbungsbild zeigt,

Bullenväter Schwarzbunt: Jungbullen mit gen. ZWS

dürften Guarini, Crown, Danillo und Gunnar als

Goldwin-Söhne stärker eingesetzt werden. Auf

Grund der recht engen Blutführung mit Goldwin

und O-Man wird ein Schwerpunkt auf genomische

Jungbullen gesetzt, die sich hinsichtlich der Abstammung

deutlich unterscheiden.

Nr. Name HB-Nummer Abstammung RZG Milch Fett Fett Eiw Eiw Si RZM RZS Mtyp Kör Fund Eut RZE RZN RZR

kg % kg % kg %

1 Maxim 261380 Man-O-Man x Goldwin 153 + 1582 + 0,19 85 + 0,15 69 73 144 114 119 124 115 114 125 119 111

2 Manpower 568557 Man-O-Man x Goldwin 150 + 1146 + 0,28 76 + 0,25 64 72 140 112 113 112 116 114 121 121 107

3 Bonanza 568582 Planet x Goldwin 148 + 1146 + 0,08 56 + 0,12 51 73 129 124 116 111 106 133 128 127 114

4 Bordun 804258 Bolton x O-Man 147 + 1598 + 0,13 80 + 0,05 59 73 137 125 104 116 113 121 124 119 100

5 Pioneer 832498 Planet x Shottle 146 + 1642 - 0,33 32 - 0,11 45 73 121 123 104 102 118 130 127 133 117

6 NOG Mavali 491103 Man-O-Man x Goldwin 144 + 1725 - 0,10 60 + 0,02 60 72 135 105 108 104 119 124 125 118 104

7 NOG Jefrim 491115 Jeeves x Laudan 142 + 1477 - 0,16 44 - 0,07 43 73 122 117 105 98 112 121 118 133 114

8 Monreal 473821 Man-O-Man x Shottle 140 + 1211 + 0,15 65 + 0,07 48 73 129 126 115 133 118 129 138 117 94

9 Ledanks 568558 Legend x Shottle 138 + 947 + 0,13 52 + 0,13 45 73 126 121 107 122 119 109 122 117 111

10 NOG Josef 491106 Jake x Encino 137 + 1972 - 0,22 57 - 0,03 64 72 136 102 108 120 120 113 124 107 96

11 NOG Fabri 491022 Fibrax x Laudan 135 + 1416 - 0,24 33 - 0,05 42 73 120 107 110 100 118 119 121 124 106

+++ Aktuelle Bullenväter August 2011 +++ Aktuelle Bullenväter August 2

Gunnar

Manpower


Bullenväter Schwarzbunt: Jungbullen mit gen. ZWS

// Bullenväter

Nr. Name HB-Nummer Abstammung Grö MCh KTi Sta BNe BBr HBW Kla Spg HbS Bewg HEu ZBA SPlv SPlh EAu ETi SLa

1 Maxim 261380 Man-O-Man x Goldwin 125 118 113 107 104 112 97 105 113 104 113 111 120 119 117 100 110 83

2 Manpower 568557 Man-O-Man x Goldwin 110 113 106 100 95 106 97 112 109 103 116 113 123 109 109 107 106 85

3 Bonanza 568582 Planet x Goldwin 109 116 103 98 94 106 109 91 114 101 109 120 124 109 108 127 125 91

4 Bordun 804258 Bolton x O-Man 118 102 105 108 106 105 99 110 105 101 110 114 103 111 103 112 123 103

5 Pioneer 832498 Planet x Shottle 101 100 91 101 94 104 101 103 115 107 116 117 117 120 112 122 123 92

6 NOG Mavali 491103 Man-O-Man x Goldwin 102 107 103 99 78 109 90 115 111 102 115 121 125 114 116 114 113 97

7 NOG Jefrim 491115 Jeeves x Laudan 100 103 97 93 100 97 97 106 106 103 109 112 111 116 110 114 117 94

8 Monreal 473821 Man-O-Man x Shottle 143 112 123 124 104 122 92 123 97 109 117 114 124 129 119 117 124 109

9 Ledanks 568558 Legend x Shottle 122 101 117 123 106 103 86 128 98 104 117 100 102 108 96 106 108 98

10 NOG Josef 491106 Jake x Encino 117 108 117 112 99 102 87 113 105 107 115 113 98 99 93 112 108 96

11 NOG Fabri 491022 Fibrax x Laudan 108 110 97 95 86 99 100 107 112 111 113 116 117 107 103 110 111 93

Die Man O-Man-Söhne Maxim, Manpower, NOG

Mavali und Monreal zählen zu dem Besten, was wir

derzeit züchterisch nutzen.

Insbesondere der RSH-Vererber Manpower mit seinen

überragenden Qualitäten in allen Merkmalen

bis hin zur Kalbigkeit und der komplette Bulle NOG

Mavali dürften als Allrounder zum Einsatz kommen,

während die Stärken von Monreal eindeutig im Exterieur

sind.

Mit dem RSH-Bullen Bonanza und dem leistungsstarken

Pioneer kommen zwei Planet-Söhne zum

Einsatz, die für Zuchtfortschritt in der Milchmenge,

011 +++ Aktuelle Bullenväter August 2011 +++ Aktuelle Bullenväter Augu

Dertour

der Nutzungsdauer und in der Euterqualität stehen.

Bordun sollte als Bolton-Sohn eine interessante

Anpaarungsalternative mit sicherer Funktionalität

sein. Ergänzt wird die Liste mit Ledansk als Legend-

Sohn, NOG Jefrim (v. Jeeves), NOG Josef (v .Jake)

und dem Fibrax-Sohn NOG Fabri, die sich durch ein

ausgeglichenes Vererbungsbild auszeichnen.

Durch die unterschiedlichen Abstammungen und

Vererbungsschwerpunkte sollte die Basis für eine

breite Auswahl geeigneter Anpaarungsbullen gelegt

sein, die weiterhin genügend Vielfalt bei der

Auswahl erwarten lassen.

Liek

Rotbunt

In der Rotbuntzucht wird der Schwerpunkt deutlich

stärker auf den genomischen Jungbullen liegen, da

wenig neue töchtergeprüfte Vererber mit Bullenvaterqualitäten

verfügbar sind.

Neben den bekannten Vererbern Tableau und Liek,

wird der Canvas-Sohn Lilac, der aus einer Durham-

Mutter stammende Marmax-Sohn Axion Red und

der Royalist-Sohn Peul etwas eingesetzt werden.

Auf Grund der Abstammungen sind alle Bullen interessante

Alternativen, von denen bis heute nicht so

viel Nachkommen in der Red Holstein-Population

sind.

// Rind im Bild 3/2011 71


72

Bullenväter Rotbunt: Milchleistung (töchtergeprüfte Vererber)

// Rind im Bild 3/2011

// Bullenväter

Nr. Name HB-Nummer Abstammung RZG Milch Fett Fett Eiw Eiw Si RZM RZS Mtyp Kör Fund Eut RZE RZN RZR

kg % kg % kg %

1 Tableau 916966 Talent 2 x Faber 135 + 1193 - 0,33 21 + 0,18 56 95 126 109 109 98 121 124 124 122 88

2 Liek 917028 Ludox x Lee 134 + 1353 + 0,25 80 + 0,17 62 89 137 95 128 122 102 103 113 112 97

3 Lilac 298059 Canvas x Stadel 134 + 2338 - 0,50 47 - 0,13 66 85 134 89 109 104 120 116 121 110 91

4 Axion-Red USA 137056628 Marmax RF x Durham 132 + 1640 - 0,26 47 + 0,02 58 75 129 98 118 104 118 106 116 112 107

5 Peul NLD 416094053 Royalist x Kian 131 + 718 + 0,11 39 + 0,10 32 78 115 123 91 100 126 121 123 118 99

Bullenväter Rotbunt: lineare Exterieurbeschreibung (töchtergeprüfte Vererber)

Nr. Name HB-Nummer Abstammung Grö MCh KTi Sta BNe BBr HBW Kla Spg HbS Bewg HEu ZBA SPlv SPlh EAu ETi SLa

1 Tableau 916966 Talent 2 x Faber 100 105 95 92 110 100 91 101 119 109 110 127 123 112 116 112 105 91

2 Liek 917028 Ludox x Lee 123 124 112 101 100 105 105 98 102 106 97 97 108 107 107 94 104 99

3 Lilac 298059 Canvas x Stadel 112 110 102 99 111 98 90 112 105 114 121 116 105 120 119 101 103 94

4 Axion-Red USA 137056628 Marmax RF x Durham 113 119 106 94 101 94 99 111 0 111 117 106 111 117 112 98 96 94

5 Peul NLD 416094053 Royalist x Kian 87 91 107 116 101 94 73 110 0 116 131 109 105 118 110 124 113 80

Die genomischen Jungbullen, die als Bullenväter

zum Einsatz kommen werden dominiert von Fiction-Söhnen.

Hierbei ist Fodulo von der RSH eG sicherlich einer

der Komplettesten. Der Destry-Sohn Dertour von

Bullenväter Rotbunt: Jungbullen mit gen. ZWS

der RSH sollte auf Grund der überragenden Exterieur

Eigenschaften stärker eingesetzt werden. Ergänzt

wird die Liste der ausgewählten Jungbullen

durch den Sahara-Sohn Salve, den Lawn Boy-Sohn

Amor Red und den typstarken Destry-Sohn Dixieland.

Durch die breite Auswahl an Bullen, die nach jeder

Zuchtwertschätzung ergänzt wird, ist sichergestellt,

das auch zukünftig interessant gezogene genomische

Bullen und sicher geprüfte Leistungsvererber

im großen Umfang zur Verfügung stehen.

M. Leisen

Nr. Name HB-Nummer Abstammung RZG Milch Fett Fett Eiw Eiw Si RZM RZS Mtyp Kör Fund Eut RZE RZN RZR

kg % kg % kg %

1 Falster 923412 Fiction x Mr. Burns 144 + 2123 - 0,11 78 - 0,03 69 73 140 103 98 123 124 115 126 113 96

2 Morris 917362 Fidelity x Spencer 2 144 + 1273 - 0,09 45 + 0,28 68 73 136 111 107 105 129 115 124 113 102

3 Fodulo 599473 Fidelity x Mr. Burns 142 + 1500 + 0,19 81 + 0,26 76 73 145 105 101 105 123 106 116 105 90

4 Firmament 917354 Fiction x Canvas 141 + 2895 - 0,42 76 - 0,11 88 73 150 106 100 107 107 105 108 101 88

5 Salve 917342 Sahara x Baxter 2 141 + 1165 + 0,42 87 + 0,06 45 73 128 124 115 112 121 113 123 122 103

6 Dertour 599474 Destry x Malvoy 138 + 1100 - 0,21 27 + 0,15 51 73 123 101 109 113 126 137 140 115 109

7 Amor Red 473942 Lawn Boy x Goldwin 138 + 674 + 0,13 39 + 0,25 44 73 122 103 116 99 119 133 131 122 110

8 Dixieland 923422 Destry x Shottle 137 + 1316 - 0,04 52 + 0,10 54 73 128 117 121 121 119 130 136 111 97

Bullenväter Rotbunt: Jungbullen mit gen. ZWS

Nr. Name HB-Nummer Abstammung Grö MCh KTi Sta BNe BBr HBW Kla Spg HbS Bewg HEu ZBA SPlv SPlh EAu ETi SLa

1 Falster 923412 Fiction x Mr. Burns 119 94 109 117 109 108 89 122 104 113 120 108 115 111 112 107 108 98

2 Morris 917362 Fidelity x Spencer 2 109 107 98 97 107 101 81 116 112 113 124 116 106 109 102 104 110 84

3 Fodulo 599473 Fidelity x Mr. Burns 101 101 102 102 94 111 91 113 109 118 120 109 111 119 122 99 95 91

4 Firmament 917354 Fiction x Canvas 104 102 104 106 110 105 98 106 97 102 112 107 101 112 106 100 93 93

5 Salve 917342 Sahara x Baxter 2 112 114 108 101 113 96 91 113 104 108 118 118 127 98 115 105 100 97

6 Dertour 599474 Destry x Malvoy 119 106 102 101 92 106 90 115 109 107 126 129 125 112 117 127 127 103

7 Amor Red 473942 Lawn Boy x Goldwin 119 111 87 88 109 88 105 103 120 101 117 130 122 108 115 122 123 96

8 Dixieland 923422 Destry x Shottle 130 116 107 107 86 109 102 117 106 108 118 114 127 117 125 122 127 103


Zucht

Ergebnisse der Ungelenkten

Feldprüfung Fleischleistung 2011

Die Rotbunten werden in Schleswig-Holstein

seit 1992 in zwei getrennten Herdbüchern

züchterisch bearbeitet. Im Gegensatz

zur milchbetonten Rasse Red Holstein (Rotbunt-RH)

werden die Tiere der Zuchtrichtung

Rotbunt-Doppelnutzung (Rotbunt-DN)

hierbei als echte Zweinutzungsrasse gezüchtet.

Im Zuchtprogramm findet daher neben

der Milchleistung auch die Fleischleistung

auf der Basis von entsprechenden Zuchtwerten

Beachtung. Basis hierfür sind die Ergebnisse

aus der seit 1997 durchgeführten

„Ungelenkten Feldprüfung Fleischleistung“.

Leistungsinformationen

und Zuchtwertschätzung

Einmal jährlich im Juli erfolgt durch die Landwirtschaftskammer

eine Zuchtwertschätzung

Fleischleistung. Grundlage der Zuchtwertschätzung

sind Informationen zu geschlachteten Jungbullen

(Schlachtgewicht, Handels- und Fettklasse), die von

den Unternehmen VION und ZNVG zur Verfügung

gestellt werden.

Diese Daten werden für die Berechnung der Zuchtwerte

mit den beim Landeskontrollverband Schleswig-Holstein

(LKV) registrierten Geburts- und Abstammungsinformationen

zusammen geführt.

Die Zuchtwerte für die Fleischleistung werden mit

einem Mehrmerkmals-Tiermodell geschätzt, wobei

als Leistungsinformationen die Merkmale „Tägliche

Nettozunahme“ und der „Handelswert“ der

geschlachteten Mastbullen verwendet werden. Der

Vaterrasse

Anzahl

Schlachtbullen

Kalla v. Daylight, Besitzer: K. Stoeven, Tensbüttel-Röst – Daylight wurde neu in das DN-Angebot mit aufgenommen und weist wie auch

Dadius hochpositive Zuchtwerte für die Fleischleistung aus Foto: Arkink

„Handelswert“ ist der sich aus der Handels- und

Fettklasseneinstufung ergebende monetäre Erlös

pro kg Schlachtgewicht. Die Auswirkungen der Umwelteinflüsse

Mastbetrieb, Mastsaison und Mastdauer,

die das genetisch bedingte Leistungsvermögen

verschleiern, werden durch das verwendete

Schätzmodell ausgeglichen. Die Zuchtwertergebnisse

für Nettozunahme und Handelswert werden

einheitlich für alle Rassen in Relativzuchtwerte umgerechnet.

Diese werden wiederum in einem Ver-

Tabelle 1: Übersicht zum Umfang der Ungelenkten Feldprüfung Fleischleistung

hältnis von 4:1 zu einem Gesamt-Fleischleistungs-

Zuchtwert (Relativzuchtwert Fleischleistung, RZFL)

zusammengefasst.

Die Relativzuchwerte sind jeweils so skaliert, dass

ein durchschnittliches Vatertier einen Wert von 100

erhält. Die Streuung der Relativzuchtwerte beträgt

hierbei 12 Punkte. Diese Skalierung erfolgt über alle

Rassen, so dass die Zuchtwerte aller Bullen unabhängig

von der Rasse unmittelbar vergleichbar sind.

Schlachtgewicht Nettozunahme Handelswert Handelsklasse 1) Fettklasse

unbekannt 194.574 354 556 499 2,36 2,82

Schwarzbunt 126.237 352 558 488 1,97 2,82

Rotbunt-RH 71.758 354 570 497 2,28 2,84

Rotbunt-DN 16.915 360 579 511 2,81 2,82

Angler 5.047 350 537 492 2,08 2,87

Fleischrind-Rasse 2.880 372 609 515 2,98 2,78

Fleckvieh 1.666 379 636 512 2,85 2,85

Braunvieh 773 364 601 508 2,69 2,81

Gesamt 419.850 361 581 503 2,50 2,83

1) E=5, U=4, R=3, O=2, P=1

// Rind im Bild 3/2011 73


74

Die Tabelle 1 gibt Aufschluss über den Datenumfang

und die Rohmittelwerte der in der Zuchtwertschätzung

berücksichtigten Schlachtinformationen

für Jungbullen gruppiert nach der Rasse des Vaters.

Die Daten von Tieren mit unbekanntem Vater werden

in der Zuchtwertschätzung zwar berücksichtigt,

leisten aber aufgrund der nicht herzustellenden

Verknüpfungen zu den Leistungen verwandter Tiere

nur einen relativ geringen Beitrag zur Genauigkeit

der Zuchtwertschätzung.

Zuchtwertergebnisse

Die mittleren Zuchtwerte der Bullen nach Rasse sind

in Tabelle 2 dargestellt. Ein Vergleich der beteiligten

Rassen zeigt erwartungsgemäß die Überlegenheit

der Rotbunt-DN Bullen bei der Fleischleistung, die

insbesondere auf die bessere genetische Veranlagung

im Merkmal „Handelswert“ beruht.

Dr. Jörg Piepenburg

Abteilung Tierzucht und Tierhaltung

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

Tel: 0431-339 87 22

E-Mail: pi@lkv-sh.de

// Rind im Bild 3/2011

// Zucht

Tabelle 2: Mittelwerte und Streuungen der Zuchtwert-Ergebnisse „Fleischleistung“

(Bullen mit > = 50% Sicherheit der ZWS)

Rasse Merkmal Mittelwert StdAbw

Rotbunt-DN

(n = 142)

Rotbunt-RH

(n = 517 )

Schwarzbunt

(n = 812 )

Angler

(n = 40)

Anzahl Söhne pro Bulle

Zuchtwert-Nettozunahme (g/Tag)

Relativ-ZW Nettozunahme

Zuchtwert-Handelswert (Ct./kg SG)

Relativ-ZW Handelswert

Relativ-ZW Fleischleistung (RZFL)

Anzahl Söhne

Zuchtwert-Nettozunahme (g/Tag)

Relativ-ZW Nettozunahme

Zuchtwert-Handelswert(Ct./kg SG)

Relativ-ZW Handelswert

Relativ-ZW Fleischleistung (RZFL)

Anzahl Söhne

Zuchtwert-Nettozunahme (g/Tag)

Relativ-ZW Nettozunahme

Zuchtwert-Handelswert(Ct./kg SG)

Relativ-ZW Handelswert

Relativ-ZW Fleischleistung (RZFL)

Anzahl Söhne

Zuchtwert-Nettozunahme (g/Tag)

Relativ-ZW Nettozunahme

Zuchtwert-Handelswert(Ct./kg SG)

Relativ-ZW Handelswert

Relativ-ZW Fleischleistung (RZFL)

Nachzuchten für Sie gesehen

Faromir 596291 (1. LA, Wiedereinsatz)

Faber x VG 88 Koerier x VG 87 Stollberg

gRZG 121 gRZM 109 gRZE 115

gRZS 103 gRZN 113 gRZR 111

Die von der RSH gezeigten sieben Faromir-Töchter

unterstrichen das sichere Vererbungsmuster des

von Hartwig Magens in Kollmar gezogenen Faber-

Sohnes und beeindruckten besonders durch ihre

Uniformität.

Bei gewünschter Körpertiefe und -stärke sowie harmonischen

Übergängen gefielen speziell die offene

Rippe und die ideal geneigten funktionellen Becken

dieser mittelrahmigen rotbunten Nachzucht.

Faromir`s Stärken in der Fundamentvererbung wurden

von den in Oldenburg gezeigten Töchtern mit

ihren ideal gewinkelten und parallel gestellten Hinterbeinen

sowie den klaren Sprunggelenken einmal

mehr untermauert. Sie bewegten sich entsprechend

flüssig auf hohen Trachten, was der überaus einheitlichen

Nachzucht-Gruppe im Ring sicherlich

weitere Sympathien einbrachte.

Alle sieben Faromir-Töchter präsentierten sich mit Die Nachzucht des RSH-Vererbers „Faromir“ überzeugte mit großer Ausgeglichenheit im Ring

100,6

12,0

108,8

10,5

121,3

112,6

117,4

-3,2

97,6

-4,0

91,9

95,9

125

-1,0

99,3

-0,5

99,0

99,2

77,3

-5,1

96,2

0,1

100,1

97,6

0,0

12,8

9,4

3,4

6,9

7,2

249,2

13,5

9,9

5,0

10,1

8,5

369,6

14,8

10,8

4,4

8,9

9,0

54,8

15,7

11,5

4,9

9,9

9,5


Die 6 zweikalbigen Töchter des Titanic-Sohnes aus der Zucht der SH Wendell GbR in Beringstedt

präsentierten nach Terbiums erfolgreichem Debut auf der Schau Rind aktuell im März diesen Jahres

auch in Oldenburg die Stärken des RSH-Vererbers in idealer Weise

fest aufgehängten und langen Voreuter sowie überdurchschnittlich

hohen und breiten Hintereutern.

Positiv fielen auch die zwar etwas weiter platzierten,

jedoch deutlich längeren Striche sowie die

feine Eutertextur auf.

Fazit: Diese Merkmale seiner Nachzucht gepaart

mit der guten Leistung, den positiven Inhaltsstoffen

sowie den sehr guten Zuchtwerten in den Sekundärmerkmalen

machen Faromir zu einem Garant

für stabile Laufstallkühe, was sich in der ungebrochenen

Nachfrage nach diesem rotbunten RSH-

Vererber wiederspiegelt.

Besichtigt durch: Claudia Zettler, RSH eG

Terbium 566635 (2. LA, Testeinsatz)

Titanic x VG 88 Rudolph x VG 87 Blackstar

gRZG 132 gRZM 124 gRZE 113

gRZS 108 gRZN 114 gRZR 106

Die 6 zweikalbigen Töchter des Titanic-Sohnes

aus der Zucht der SH Wendell GbR in Beringstedt

präsentierten nach Terbiums erfolgreichem Debut

auf der Schau Rind aktuell im März diesen Jahres

auch in Oldenburg die Stärken des RSH-Vererbers

in idealer Weise.

Die rahmigen Kühe zeigten bei genügend Stärke in

der Vorhand sehr viel Typ und bestachen im Seitenbild

durch eine offene und tiefe Rippe, harmonische

Übergänge und eine straffe Oberlinie. Die tendenziell

etwas ebener gelagerten und langen Becken

waren von gewünschter Breite.

Besonders hervorzuheben sind die Fundamentqualitäten

der Terbium-Nachzucht. Sowohl Hinterbeinstellung

als auch Winkelung waren optimal und

ermöglichten den Terbium-Töchtern eine sehr gute

Bewegung auf überdurchschnittlich hohen Trachten.

Auch in der Knochenqualität gefielen ihre mehr

als funktionellen Fundamente.

// Zucht

Bei den Eutermerkmalen stachen vor allem die breiten

und hoch angesetzten Hintereuter sowie die

extreme Drüsigkeit ins Auge. Trotz variierender Voreuterlänge

wussten die leistungsbereiten Terbium-

Euter durch starke Zentralbänder und die durchweg

gute Platzierung der weit überdurchschnittlich langen

Striche zu gefallen.

Besichtigt durch: Claudia Zettler, RSH eG

Alliance 142272 (1. LA, Wiedereinsatz)

Allen ET x VG Lee x VG 86 Rudolph

RZG 112 RZM 96 RZE 137

RZS 118 RZN 107 RZR 110

Die Töchter des VOST-Vererbers Alliance hinterließen

bei den Besuchern der diesjährigen DHV-Schau

sicherlich einen bleibenden Eindruck. Die 8 sehr

hell gezeichneten typvollen Kühe imponierten besonders

im Körper durch ihre überdurchschnittliche

Größe und Länge sowie viel Schärfe im Widerrist.

Sie zeigten viel Kraft und eine tendenziell etwas

rundere Rippe von gewünschter Tiefe. Die nicht zu

breiten Becken waren tendenziell leicht ansteigend

gelagert.

Die Alliance-Töchter bewegten sich trotz der etwas

nach hinten verlagerten Umdreher gut auf ihren in

Hinterbeinwinkelung und -stellung fehlerlosen Fundamenten,

die über klare Gelenke und gewünscht

hohe und geschlossene Trachten verfügten.

Die Euter der Alliance-Nachzucht gefielen durch

die extrem hohe und feste Aufhängung sowie die

langen, festen Voreuter, wirkten jedoch insgesamt

etwas leblos. Letzteres kann mit der Leistungsvererbung

von Allinace (RZM 96, + 145 kg) in Zusammenhang

gebracht werden, obwohl die Einsatzleistungen

der in Oldenburg gesehenen Töchter mit

durchschnittlich 30 kg durchaus in Ordnung waren.

Dies dürfte jedoch auch den Leistungen ihrer Müt-

Die uniforme Carall-Gruppe von sechs rahmigen Einkalbskühen aus dem Zuchtgebiet der RUW zeigte

sich von überdurchschnittlicher Qualität in allen Merkmalen

ter mit bis zu 13000 kg in der Spitze zuzuschreiben

sein. Das stark ausgeprägte Zentralband sorgte für

eine engere Platzierung der knapp durchschnittlich

langen Striche.

Insgesamt zeigten die Alliance-Töchter überragende

Exterieur-Qualitäten, die zur Verbesserung

von Rahmen, Länge und Typ ganz gezielt auf leistungsstarke

Kühe angepaart werden sollten.

Besichtigt durch: Claudia Zettler, RSH eG

Carall 674599 (1. LA, Testeinsatz)

Shottle x EX 95 Rubens RF x VG 88 Stardom

RZG 131 RZM 115 RZE 131

RZS 117 RZN 120 RZR 102

Die uniforme Gruppe von sechs rahmigen Einkalbskühen

aus dem Zuchtgebiet der RUW zeigte

sich von überdurchschnittlicher Qualität in allen

Merkmalen, was vom Publikum in Oldenburg mit

der Kür der Carall-Töchter zur besten Nachzucht

der DHV-Schau 2011 honoriert wurde. Die Carall-

Töchter wurden im Ring gemeinsam mit Aha

Rubens RF Carla EX 95, der Mutter des Shottle-

Sohnes, präsentiert, die in der Klasse der Kühe mit

5 und mehr Kalbungen auch am Schauwettbewerb

teilnahm.

Die überwiegend hell gezeichneten Kühe verfügten

über viel Typ, was sie sicherlich nicht zuletzt ihren

im Milchtyp teilweise exzellent bewerteten Müttern

zu verdanken hatten. Auch ihre tiefe Rippe und die

breiten, überwiegend korrekt gelagerten Becken

machten Eindruck.

Die ideal gewinkelten und parallel gestellten Fundamente

mit guter Trachtenhöhe ermöglichten ihnen

eine flüssige und raumgreifende Bewegung.

Ein weiterer Pluspunkt der Fundamente der Carall-

Töchter war die sehr gute Knochen- und Sprunggelenksqualität.

Absoluter Glanzpunkt dieser Nachzucht waren

// Rind im Bild 3/2011 75


76

jedoch die drüsigen, extrem hoch und breit angesetzten

Euter, die von einem starken Zentralband

gehalten wurden. Letzteres bedingte eine etwas

engere Platzierung der gewünscht langen Striche.

Anhand der in Oldenburg ausgestellten Töchtergruppe

ist der junge Schaffner-Vollbruder Carall

als Allround-Talent mit besonderen Vorzügen in der

Eutervererbung zu bezeichnen, was sich ganz mit

seinem linearen Profil deckt.

Besichtigt durch: Claudia Zettler, RSH eG

Guarini 10.811141 (1. LA, Testeinsatz)

Goldwin x VG 87 O-Man x VG 88 Jesther

RZG 140 RZM 124 RZE 131

RZS 126 RZN 122 RZR 106

Die sieben in Oldenburg ausgestellten rahmigen

Guarini-Töchter in der ersten Laktation verfügten

über Milchtyp, eine überdurchschnittliche Rippentiefe

und genügend Stärke in der Vorhand. Die

Lagerung der knapp durchschnittlich breiten und

mittellangen Becken variierte von eben bis leicht

ansteigend.

Die Guarini-Töchter bewegten sich gut auf tendenziell

etwas stärker gewinkelten und meist parallel

gestellten Fundamenten. Diese hinterließen in der

Knochenqualität insgesamt einen nicht ganz so feinen

Eindruck, verfügten jedoch über einen guten

Klauenwinkel.

Die mit einem starken Zentralband ausgestatteten,

festen und drüsigen Euter gefielen durch eine

überdurchschnittliche Hintereuterhöhe und -breite,

zeigten jedoch nicht immer die gewünschte Länge

im Voreuter. Die tendenziell kürzeren Striche waren

etwas weiter außen unter den Vierteln platziert,

was sich im linearen Profil Guarinis wiederfindet.

Besichtigt durch: Claudia Zettler, RSH eG

Juwel 632734 (1. LA, Wiedereinsatz)

Jesther x EX 90 Lord Lily x EX 90 Luke

RZG 126 RZM 117 RZE 116

RZS 116 RZN 116 RZR 97

Auch die sieben in Oldenburg gezeigten, durchweg

dunkel gezeichneten Töchter des Bullen Juwel

passten sehr gut in das Bild, das die meisten Besucher

der diesjährigen DHV-Schau von diesem ZBH-

Vererber bereits gehabt haben dürften.

Die feinzelligen Kühe im mittleren Rahmen gefielen

durch ihre jugendliche Frische mit viel Entwicklungspotential

und zeigten eine durchschnittlich

tiefe, offene Rippe und genügend Stärke in der Vorhand.

Besonders beeindruckten die mittelbreiten

Becken durch ihre perfekte Lagerung.

Bei etwas mehr Winkel und guter Beinstellung bewegten

sich die Juwel-Töchter sehr gut auf ihren

trockenen Fundamenten.

Die Euter der Juwel-Nachzucht spiegelten das

Vererbungsprofil ihres Vaters deutlich wider. Bei

// Rind im Bild 3/2011

// Zucht

Einsatzleistungen von über 35 kg ließen die Euter

etwas an Festigkeit vermissen. Dementsprechend

sollte bei der Anpaarung Juwels auf Euterqualität

geachtet werden. Die gut unter den Vierteln platzierten

Striche waren tendenziell kürzer, was sich

ebenfalls zu 100 % im Linearprofil des absoluten

Leistungs-, Nutzungsdauer- und Zellzahlvererbers

Juwel wiederfindet.

Besichtigt durch: Claudia Zettler, RSH eG

Malvoy 916301 (1. LA, Wiedereinsatz)

Marmax RF x EX 92 Celsius x VG 89 Leader

RZG 130 RZM 126 RZE 118

RZS 97 RZN 107 RZR 108

Nach den erfolgreichen Auftritten von Töchtergruppen

aus dem Wiedereinsatz des Bullen Malvoy

anlässlich des Highlight Sale in Hamm Anfang des

Jahres sowie der RUW Färsenschau in Krefeld im

März 2011 konnte die in Oldenburg gezeigte Nachzucht

erneut voll überzeugen.

Die sieben gut mittelrahmigen Einkalbskühe, die

alle bereits zwischen dem 05.08.2010 und dem

25.01.2011 gekalbt hatten, zeigten sich ihrem fortgeschrittenen

Laktationsstadium entsprechend im

Typ nicht mehr ganz auf dem Punkt, imponierten im

Körper jedoch durch eine offene Rippe und lange

geneigte Becken von gewünschter Breite.

Die schlichtweg tadellosen Fundamente, die die

Malvoy-Töchter auf dem Stand vorwiesen, ließen

einen etwas besseren Bewegungsablauf erwarten,

als sie im Ring zeigten.

Trotz der hohen Einsatzleistungen, die bis auf zwei

Ausnahmen im Schnitt weit über 30 kg lagen, überzeugten

die Malvoy-Töchter durch deutlich über

dem Sprunggelenk getragene, feste Euter mit guter

Strichplatzierung und überdurchschnittlicher Strichlänge.

Sie unterstrichen so in Oldenburg erneut die

Qualitäten, die Malvoy bei gezielter Anpaarung

nach wie vor zu einem der interessantesten Rotbunt-Vererber

machen.

Besichtigt durch: Claudia Zettler, RSH eG

Stylist 632644 (1. LA, Wiedereinsatz)

Steven x VG 86 Gibbon x VG 88 Mascot

RZG 132 RZM 135 RZE 114

RZS 100 RZN 104 RZR 85

Das Vererbungsmuster des Wiedereinsatzbullen

Stylist wurde von den auf der DHV-Schau 2011

gezeigten Töchter aus dem Zuchtgebiet der WEU

erfolgreich untermauert und teilweise sogar übertroffen.

Besonders zu gefallen wusste die Gruppe von acht

mittelrahmigen, sehr feinzelligen und milchtypischen

jungen Kühen durch ihre Uniformität. Bei

etwas weniger Stärke in der Vorhand zeigten sie

eine überraschend tiefe und offene Rippe, sehr gute

Übergänge und eine straffe Oberlinie. Die knapp

durchschnittlich breiten Becken waren meist eben

bis leicht ansteigend gelagert.

Stylists Potential in der Fundamentvererbung wurde

von seinen in Oldenburg gezeigten Töchtern hervorragend

bestätigt. Alle acht Kühe zeigten eine

sehr gute Knochen- und Sprunggelenksqualität und

bewegten sich sehr gut auf fehlerfreien Fundamenten.

Die tadellos aufgehängten, festen Euter mit optimal

platzierten, durchschnittlich langen Strichen rundeten

das durchweg positive Bild der Nachzucht des

Leistungs- und Inhaltsstoff-Vererbers Stylist ab.

Besichtigt durch: Claudia Zettler, RSH eG

Wizzard 255575 (1. LA, Wiedereinsatz)

Webster x VG 89 Cash x EX 90 Glow

RZG 138 RZM 132 RZE 108

RZS 96 RZN 113 RZR 114

Die harmonische Gruppe von acht entwicklungsfähigen,

mittelrahmigen Töchtern des sicheren Vererbers

aus dem Zuchtgebiet der OHG zeigte sich solide

im Typ und verfügte bei etwas weniger Stärke in

der Vorhand über eine gute Körpertiefe. Die meist

ebenen bis ansteigend gelagerten Becken waren

durchschnittlich in Breite und Länge.

Einen sehr soliden und funktionellen Eindruck

machten die Wizzard-Töchter auch mit ihren gut

gewinkelten, parallel gestellten und dabei trockenen

Fundamenten.

Für Funktionalität sprachen auch die Euter der

Wizzard-Gruppe. Tadellos in Festigkeit und Hintereuterhöhe

gefielen die Euter trotz eines etwas

schwächer ausgeprägten Zentralbands durch eine

optimale Strichplatzierung. Die Aufhängung der

Voreuter variierte von gut bis etwas loser.

Insgesamt hinterließen die Wizzard-Töchter den

Eindruck funktioneller Gebrauchskühe, die in Anbetracht

der sicheren Leistungs- und deutlich positiven

Inhaltsstoffvererbung sowie der sehr guten

Nutzungsdauer und Fruchtbarkeit eine hohe Produktivität

versprechen.

Besichtigt durch: Claudia Zettler, RSH eG

Lirio 917103

Lichtblick x VG 89 Stadel x EX 91 Cadon

gRZG 125 gRZM 122 gRZE 115

gRZS 102 gRZN 112 gRZR 94

Die Töchter von Lirio zeigten sich als gut mittelrahmige

Kühe mit leichten Unterschieden in der Stärke

und Tiefe des Körperbaus.

Bei fester Oberlinie fiel die durchweg gute Lagerung

und Länge des Beckens auf.

Einheitlich zeigte sich auch die Vererbung der Fundamente

mit korrekten, sehr trockenen Sprunggelenken

und kurzen, geschlossenen Klauen.

Eine gut sichtbare Tendenz war auch für die Euter-


vererbung zu erkennen: bei guter Hintereuterhöhe

und mittlerem Zentralband überzeugten die Vordereuter

durch ihre Länge, Eutervolumen und Textur

mit etwas Variation. Besonders positiv fiel die Vererbung

der Strichmerkmale auf, die generell vorn

und hinten sehr gut platziert waren und durch die

Tendenz zur überdurchschnittlichen Strichlänge für

alle Melksysteme optimal geeignet sind.

Fazit: Von Lirio sind sehr leistungsbereite Kühe

zu erwarten, die aufgrund der positiven Vererbungstendenz

aller wesentlichen Fundament- und

Euterkriterien den Anforderungen der Betriebe entsprechen.

Besichtigt durch: EUROGenetic-Partner

Leko 811087 TL TV

Laudan x Jockobesn x Mtoto

gRZG 139 gRZM 125 gRZE 126

gRZS 121 gRZN 123 gRZR 99

Vorgestellt wurden 10 Kühe, davon waren bereits

7 in der 2. Laktation. Vom Kalbezeitpunkt her präsentierten

sich die Kühe sehr unterschiedlich: Von

alt melkenden Färsen bis frisch abgekalbte Zweitkalbskühe.

Die Kühe präsentieren sich milchtypisch mit sehr

viel Harmonie und guten Übergängen in den Körperpartien.

Auffallend ist die sehr gute, feste Oberlinie

mit schräger Rippenstellung. Die Knochenqualität

entspricht dem milchtypischen Gesamteindruck.

Die Größe der Kühe ist bei etwas Varianz insgesamt

als gut durchschnittlich zu beschreiben, ebenso die

Stärke in der Vorhand. Die Tiere verfügen über eine

gute Körpertiefe, auffallend ist hierbei die gute Vorhandtiefe.

Die Beckenneigung ist als passend zu beschreiben,

mit einer Tendenz zu eher etwas ebenen

Becken. In der Beckenbreite zeigen sich die Kühe

durchschnittlich, in einzelnen Fällen etwas knapper.

// Zucht

Körper- und Beckenlänge sind passend. Das gute

Seitenbild der Kühe vermittelt auch die Frische im

Körper.

In der Hinterbeinwinkelung zeigen die Kühe eine

Tendenz zu etwas mehr Winkel (entspricht nicht

dem Linearbild). Die Trachtenhöhe ist überdurchschnittlich

hoch. Auffallend gut sind die trockene

Sprunggelenksqualität und die sehr parallele Hinterbeinstellung.

Daraus resultiert auch ein sehr

guter Bewegungsablauf der Kühe.

Die Hintereuter sind hoch, breit und fest aufgehängt

und verfügen über ein sehr deutliches Zentralband.

Die Vordereuter zeigen im Übergang zur Bauchdecke

deutlich mehr Variation als die Hintereuter und

wirken vereinzelt etwas kugelig, bei guter Festigkeit

in der Aufhängung. Strichlänge, -form und -platzierung

sind sowohl im Vorder- als auch im Hintereuter

als optimal zu beschreiben. Einzelne (3) Kühe verfügen

über wenig Drüsigkeit im Euter. Die Euterhöhe

ist durchschnittlich.

In der Eutervererbung zeigt der Bulle mehr Streuung

als in den anderen Merkmalen.

Fazit: Die Kühe sind auffallend ruhig im Umgang,

zeigen ihre Leistungsbereitschaft und eine Weiterentwicklung

im Körper von der 1. zur 2. Laktation.

Besichtigt durch: DTG-Partner

Die sieben in Oldenburg ausgestellten rahmigen Guarini-Töchter in der ersten Laktation verfügten

über Milchtyp, eine überdurchschnittliche Rippentiefe und genügend Stärke in der Vorhand

Sheffield 674370

Shottle x VG 87 Jesther x VG 87 Design

gRZG 132 gRZM 120 gRZE 120

gRZS 124 gRZN 116 gRZR 104

Es wurden acht Kühe in acht Betrieben in der ersten

Laktation vorgestellt, die die Vererbungstendenz

des Bullen deutlich erkennen ließen.

Die meist mittelrahmigen langen Sheffield-Töchter

zeigten entsprechend dem Linearprofil des Bullen

einen durchschnittlichen Milchcharakter mit etwas

weniger ausgeprägter Rippentiefe. Bei unterschiedlicher

Stärke war einigen Kühen mehr Festigkeit in

der Mittelhand und der Schulter zu wünschen.

Die Becken waren mittelbreit und leicht geneigt.

Das Fundament der Sheffield-Töchter wies keine

wesentlichen Mängel auf, wobei die Knochenqualität,

wie von Shottlle bekannt, als durchschnittlich

zu bezeichnen ist. Insgesamt fiel die Hinterbeinwinkelung

etwas stärker aus bei meist korrekter Hinterbeinstellung.

Der beobachtete Klauenwinkel lag

entgegen dem hohen Wert im Linear des Bullen im

mittleren Bereich.

Die Sheffield-Töchter zeigten trotz ihrer sehr hohen

Leistung kleine, festsitzende Euter mit viel Bodenabstand.

Die Hintereuter waren mittel bis hoch

angesetzt mit überdurchschnittlicher Breite und

mittelstarkem Zentralband. Die Vordereuter waren

fest angesetzt und überwiegend mittellang. Auffallend

waren die hinten etwas kürzeren Striche bei

gleichzeitig normaler Strichlänge vorne, wobei eine

optimale Strichdicke und eine funktionsgerechte

Platzierung gegeben waren.

Fazit: Die Sheffield-Töchter präsentierten sich als

jugendlich wirkende funktionelle Kühe mit Entwicklungspotential,

die die hohe Leistung offensichtlich

ohne Probleme erbringen und deren Euter Haltbarkeit

erwarten lassen.

Besichtigt durch: Dr. Hagena, ZBH

Goldboy 822201

Goldwin x Ford x Metro

gRZG 130 gRZM 111 gRZE 138

gRZS 120 gRZN 119 gRZR 106

Vorgestellt wurden 10 Töchter, die sich in der 2.

Hälfte der 1. Laktation befanden und ein sehr einheitliches

Vererbungsmuster des Bullen demonstrierten.

Die in Oldenburg gezeigte Nachzuchtgruppe des Bullen Malvoy konnte voll überzeugen

Fotos: Winder

// Rind im Bild 3/2011 77


78

Die Kühe präsentierten sich im gewünschten Milchtyp

mit harmonischen Übergängen.

Zum Teil waren sie etwas überbaut, was noch Entwicklungspotenzial

erwarten lässt. Zwei der gezeigten

Töchter waren etwas feiner (Goldwin-Typ).

Bei passender Größe zeigten sie einen guten Rahmen

mit genügend Vorhandstärke und guter Breite

und Tiefe. Die Färsen hatten passend breite Becken.

Die Nachkommen zeigten eine sehr gute Rippenstruktur

und verfügten über mittellange Becken,

die passend gelagert waren und eine gute Breite

zeigten. Vereinzelt kann man den aufgesetzten

Schwanzansatz beanstanden.

Die Goldboy-Töchter hatten ein klares Skelett,

ein passend gewinkeltes Bein und eine sehr gute

Knochenqualität. Die Hinterbeine waren sehr gut

eingeschient und zeigten stets eine gewünschte

parallele Stellung. Bei sehr guten Bewegungsabläufen

zeigten sich die Fesseln z. T. etwas elastisch. Die

Klauen waren gut, variierten aber vereinzelt in ihrer

Ausprägung.

// Rind im Bild 3/2011

// Zucht

Die Eutervererbung ist eindeutig der Glanzpunkt.

Die Hintereuter sind hoch, breit und fest aufgehängt

und verfügen über ein sehr deutlich ausgeprägtes

Zentralband. Durch das starke Zentralband

war vereinzelt die Strichplatzierung hinten etwas

enger. Ansonsten waren die Striche mit Tendenz zu

etwas mehr Länge optimal gestellt und platziert.

Die Euter waren auch vorn gut aufgehängt und

konnten mit einer sehr guten Textur überzeugen.

Fazit: Goldboy ist ein Bulle, der zur Verbesserung

von Typ und Euter eingesetzt werden sollte.

Besichtigt durch: DTG-Partner

Sherlock 822198

Shottle x BW Marshall x Lantz

gRZG 134 gRZM 126 gRZE 127

gRZS 120 gRZN 111 gRZR 95

Es wurden 10 Töchter in 10 Betrieben besichtigt,

alle in der ersten Laktation. Es sind gut mittelrahmige,

feinzellige und jugendlich wirkende Färsen

Dänische Nationalschau

Ascona Töchter räumen ab

Vom 30. Juni-2. Juli fand in Herning die dänische

Nationalschau statt. Mit knapp 2.400 Stück Vieh,

wie Schafe, Ziegen, Pferde, Ponys, Kaninchen und

Geflügel ist die Ausstellung für die Tierzucht die

größte in Nordeuropa.

Bei den Rindern waren 16 Fleisch-und 4 Milchrinderrassen

vertreten. Neben den Schwarzbunten

und Jersey wurden natürlich auch Kühe der Rasse

Rotes Dänisches Milchrind (RDM) ausgestellt.

Das Preisgericht bestand auch dieses Mal aus dem

Gespann Mogens Madsen (Chefklassifizierer RDM)

und Kristoffer Kappel (Landwirt aus Hurup).

In den 13 Klassen waren insgesamt 121 Kühe

gemeldet. Die Palette an Bullen bestand auf der

Vaterseite aus 29 verschiedenen Vererbern, wobei

R Ascona mit 25 Töchtern bei den älteren Kühen

und R David mit 26 Töchtern der jungen Klassen

dominierte. Mit 6 1a Platzierungen sowie 9 mal 1b

oder 1c war der Tulip Sohn R Ascona jedoch am erfolgsreichsten.

Die ausgestellten Töchter von R Bangkok (7) überzeugten

durch glasklare Fundamente und breite

Hintereuter. Die R Degn-Töchter waren in allen

Eutermerkmalen überzeugend, jedoch in der Hintereuterhöhe

besonders gut.

Bei den alten Kühen siegte eine vier Mal gekalbte

R Avensis Tochter aus einer Fyn Cent Mutter. Die

leistungsstarke Kuh von Gert Aude, Ebeltoft wurde

später Reserve-Sieger der gesamten Rotviehkollek-

tion. Den Reservesieg bei den alten, mittleren und

jungen Kuhklassen errangen Ulla und Benny Hornshoj-Hansen

aus Ebeltoft, in diesem Fall mit einer R

Ascona x R Colon.

Bei den mittleren Kuhklassen siegte eine R David x

R Ethan von Ernst Leif Norgard, Viborg knapp vor

einer R Bangkok x Vest Andy.

Bei den jungen Kühen ging Sieger und Reservesieger

Titel jeweils an eine R Ascona-Tochter. Den

Reservesieg errang eine Färse aus einer Oda Best

Mutter. Die Nase vorn hatte die Kuh 01808, eine

mit einer schrägen, offenen Rippe.

Die Becken sind mittelbreit und bis auf zwei korrekt

gelagert. Stärke und Körpertiefe variieren.

Die Fundamente sind parallel gestellt, tendierten zu

ein wenig mehr Winkel. Die Knochenqualität war

sehr trocken. Die Bewegung war gut.

Die Euter waren sehr drüsig und hoch angesetzt mit

einem sehr starken Zentralband. Die Strichplatzierung

war korrekt, bis auf vier Färsen bei denen die

hintere Strichplatzierung etwas enger war.

Fazit: Vom Erscheinungsbild her ähneln die Töchter

von Sherlock eher den BW Marshalls als den

Shottles. Wenn die Zuchtwerte sich im August bestätigen,

kann er für die DTG vorgeschlagen werden.

Besichtigt durch: DTG-Partner

Miss Dänemark 2011 Foto: Tordsen

sehr harmonische Färse mit viel Ausstrahlung und

perfektem Euter. Die junge Siegerkuh von Sören

Holger Hansen aus Brorup wurde zum Rassechampion

bei den RDM Kühen gewählt und errang 2

Tage später den Sieg über alle Rassen und erhielt

damit den Titel Miss Dänemark.Die beste Betriebssammlung

hatte der sieggewohnte Ernst Leif Norgard

aus Viborg.

Die Qualitätsdichte der Schaukühe war im Vergleich

zum Vorjahr noch mal besser und überzeugend.

C.-P. Tordsen


Rotbunt DN

Sunrise Sale 2012

Verkaufstiere melden!

Die Vorbereitungen für den nächsten Sunrise

Sale, der wiederum in Verbindung mit der RMV-

Verbandsschau ausgerichtet wird, laufen jetzt an.

Gemeinsame Veranstalter dieser Top-Genetik-

Auktion, die am 20. März 2012 in 19395 Karow

stattfindet, sind Holstein Forum, RMV und die Rinderzucht

Schleswig-Holstein e.G.

Angemeldet werden können Spitzentiere aus hochinteressanten

Kuhfamilien. Ganz sicher werden für

den Käufer die genomischen Zuchtwerte von entscheidender

Bedeutung sein.

Lassen Sie daher ihre vorgesehenen Verkaufstiere

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Dr. H. Kahle

Rapide DN 10.599469 TV TL 06.01.10

Zü: Niederlande

V: Rudolf DN

M: Carolien 29 (3) VG 87 v.Mark 44

3/3 La. 8702 4,93 429 4,06 353

HL 3 10407 4,89 509 3,95 411

MM: Carolin 27 (1) VG 87 v.Robel

5/4 La. 8413 4,94 416 3,97 334

Mo 10.589923 TV TL 23.12.09

Zü: Felsen, Böel

V: Didolum

M: Helga 04/86-86-86-86/86 v.Baldo

4/3 La. 9117 5,3 483 3,72 339

HL 3 10540 5,07 534 3,71 391

MM: Fallerie 04/85-84-85-84/84 v.Zamba

6/6 La. 7956 5,37 427 4,06 323

// Zucht

Comestar Goldwin Jolie ist die Mutter des RSH-Spitzenbullen “Manpower” gRZG 151. Aus ihrer Vollschwester, Comestar Goldwin Jerri,

verkaufte Hans-Joachim Halske, Schönwalde, auf dem vorigen Sunrise Sale eine Man-O-Man-Tochter für 7.700,- Euro Foto: Geverink

// Testbullen

Bartok DN 10.599472 TV TL 03.06.10

Zü: Niederlande

V: Bester

M: Martha 288 (1) EX 90 v.Matthijs

5/4 La. 10632 4,29 456 3,91 416

HL 3 11639 4,36 508 3,91 455

MM: Martha v.Herbert

2/2 La. 7385 5,06 374 3,87 286

Madura 10.589958 TV TL 21.04.10

Pl RZG: 110 Pl RZM: 107 PI RZS: 107 PI RZE: 108

Zü: Fuschera-Petersen, Fahrdorf

V: Ristourn

M: Hawai 03/89-89-85-82/85 v.Baldo

4/3 La. 9722 5,01 487 3,71 361

HL 2 11092 4,90 543 3,70 410

MM: Creta 02/85-85-83-83/84 v.Ustor

5/4 La. 8425 4,87 410 3,80 320

Mobility 10.589982 TV TL 03.06.10

Pl RZG: 111 Pl RZM: 114 PI RZS: 100 PI RZE: 108

Zü: Paulsen-Schlüter, Tolk

V: Ristourn

M: Fibrille 04/89-90-88-88/89 v.Zober

4/4 La. 12616 4,78 603 3,54 447

HL 4 13213 5,09 673 3,56 470

MM: Camille 01/84-82-85-87/85 v.Ranger Red

2/2 La. 8455 4,98 421 3,61 305

Mental 10.589959 TV TL 18.05.10

Pl RZG: 115 Pl RZM: 116 PI RZS: 92 PI RZE: 112

Zü: Henningsen, Glücksburg

V: A Linne

M: Amsel 03/91-90-85-89/89 v.Laredo Red

4/4 La. 11332 4,66 528 3,38 383

HL 3 11981 5,10 611 3,39 406

MM: Ulrike 03/89-90-90-93/91 v.Caveman

7/6 La. 8130 4,74 385 3,83 311

Angler

// Rind im Bild 3/2011 79


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