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E_1929_Zeitung_Nr.110

E_1929_Zeitung_Nr.110

Neue Aufgaben des

Neue Aufgaben des Hotels. Wenn ich nach Basel oder nach Genf fahren muss, dann weiss ich, wo ich übernachten werde. Entweder habe ich ein Hotel, das ich kenne, oder ich sehe in meine Zeitung und suche mir aus den Anzeigen eines heraus, das mir zusagt, oder ich notiere mir drei, deren Namen mir geläufig sind, und nehme mir die fünf Minuten Zeit, sie nach der Ankunft von aussen zu begutachten, in jedem Falle weiss ich, dass ich dort, wohin ich will, ein Unterkommen finden werde. Normalerweise, wenn keine aussergewöhnlichen Fälle eintreten. Auch wenn ich mit dem Auto reise, weiss ich, wo ich schlafen werde, aber ich weiss noch nicht, wo mein Wagen ausruhen wird. Denn die Mehrzahl der guten alten Hotels in den Zentren der grossen Sjädte hat sich, trotz grosser Mühe, die sie sich gaben, in die alten und engen Höfe keine Garagen einbauen können, sie stehen in der heutigen Zeit, die das Auto bei uns erst kommen sieht, garagenlos da. Das ist peinlich. Auch in ihrer unmittelbaren Nähe ist oft kein Platz, sie müssen Gäste, die ankommen, an fremde Garagen für die Unterstellung der Wagen vern AUTOMOBIL-REVUE 1929 — 110 liehen Versicherung enthalten. Hierher gehört auch die im Entwurf fehlende Formel zur einheitlichen Bemessung der Stärke des Motors. Die Wichtigkeit dieser Formel rechtfertigt das Verlagen zur Aufnahme in das Gesetz und nicht nur in die leicht abänderbaren Verordnungen. Führerausweis: Hier fehlt eine Bestimmun? über die Einheitlichkeit für ein einheitliches Mass der Schwierigkeiten bei der Durchführung. Bisher waren die Anforderungen in den einzelnen Kantonen sehr verschieden (Stadt- und Landkantone!). Periodische Prüfungen der Motorfahrzeuge: Dadurch würden wohl viele ältere Fahrzeuge ausgeschieden, andererseits dürfte es für die Experten schwierig sein, innert kurzer Zeit über die Betriebssicherheit vieler Fahrzeuge zu entscheiden; ausserdem kann diese nametlieh bei altern Wagen innert •wenig Zeit sieb ganz anders gestalten. Stichproben •wären kaum zum Nachteil gewissenhafter Fahrer. Entzug der Fahrbewflligung: Die Bestimmung, dass die Fahrbewilligung entzogen werden kann. •wenn Verkehrsvorschriften «schwer verletzt« oder «wiederholt übertreten» worden sind, ist insofern als unglücklich zu bezeichnen, als dass die meisten Gerichtsbehörden auch eine «leichte» Debertretung. •welche «schwere» Folgen zeitigt, als «schwere» Verletzung ansehen Besser dürfte folgende Fassung sein: «Der Führerausweis kann zeitweilig entzogen •werden, wenn der Führer in trunkenem Zustand ein Fahrzeug führt oder Verkehrsvorschriften während eines Jahres wiederholt überschritten hat. wodurch die Sicherheit anderer Strassenbenützer erheblich gefährdet wurde.» 2. Betriebssicherheit und Verkehrsvorschriften. Uebcrmüdunn des Automobilführers. Im Kanton Luzern ist für die Chauffeure von Taxametern und Gesellschaftswagen eine zusammenhängende Ruhezeit von 10 Stunden vorgeschrieben. Diese Beschränkung ist weitgehend. Die «Uebermüdung» ist ein sehr subjektiver Begriff; sie tritt bei einem früh beim andern spät ein und wechselt sehr nach Umständen Durch die Schaffung des Begriffs «Uebermüdung» als Vergehen wird die Gefahr ermöglicht, dass bei einer Kollision jeder Dorfpolizist sich berufen fühlt. «Uebermüdung» festzustellen. Belichtung. Die Bestimmung: «Jedes Automobil muss vom Beginn der Dämmerung an Lichter führen», sollte im Gesetz erweitert und klar umschrieben sein; im besondern dass Automobile und Motorräder mit Seitenwagen unbedingt zwei Scheinwerfer und ein rotes Schlusslicht besitzen müssen, dass die Scheinwerfer abblendbar und auch in abgeblendetem Zustand sichtbar sein müssen. Wenn nur ein Scheinwerfer abgeblendet wird, weiss der Entgegenkommende nicht, welche Breite das andere Fahrzeug einnimmt. Auch sollte im Gesetze eine Bestimmung enthalten sein, wonach beim Parken auf öffentlichen Grundstücken nur dann die Parklichter brennen müssen, wenn nicht die Oertlichkeit durch die öffentliche Beleuchtung genügend erleuchtet ist. Warnsignale: Auf die Frage des Departements, wann Warnsignale gegeben werden sollen, ist zu antworten, dass viele Warnsignale nur Verwirrung echaffen, und es wäre zu bestimmen, dass Warnsignale nur gegeben werden sollen, wenn es die Verkehrssicherheit erfordert werke. Bezüglich der Fussgänger schlägt das Departement die Fassung vor: «Der Fussgänger hat die Fahrbahn der Strasse, soweit tunlich, für Fahrzsuge frei zu lassen.» Einzelheiton wären der Verordnung zu überlassen. Es wäre jedoch zu überlegen, ob nicht auch eine Bestimmung Aufrahme finden könnte, wonach, wie zum Beispiel in Italien, die Fussgänger auf allen Strassen, die keine Trottoirs besitzen, auf der linken Strassen 1 Seite zu gehen hätten, damit hätte der Fussgänger stets die Fahrzeuge, die auf seiner Seite fahren, vor Augen. 3. Automobilhaftpflicht. Nach dem heutigen Stand der Gesetzgebung haftet der Automobilist nach dem Prinzipe des Verschuldens. Freilich wird in der Praxis ein Verschulden des Automobilisten sehr leicht gefunden, so dass der Unterschied von der kommenden Kauealhaftung nicht mehr gross ist. Bei der Kausalhaftung haftet grundsätzlich der Automobilist, wenn durch den Betrieb eines Autos ein Mensch körperlich verletzt oder getötet, eine Sache beschädigt oder zerstört wird. Der Automobilhalter hat also für allen Schaden, den sein Fahrzeug anrichtet, aufzukommen. In Art. 32 waren indessen zugunsten des Automobilisten einige Ausnahmen vorgesehen, in welchen Fällen er von der Ersatzpflicht befreit war, nämlich: wenn der Unfall durch höhere Gewalt, oder durch grobes Verschulden des Geschädigten selbst oder durch Verschulden eines Dritten unter Ausschluss des Besitzers selbst (Strolchenfahrten, Lernfahrten) herbeigeführt worden ist. Mit der Einführung dieser erweiterten Haftpflicht dürfte zu rechnen sein, sie würde für den Automobilisten allerdings eine Erhöhung der Versicherungsprämie bringen, ihn dafür aber von vielen Scherereien entbinden und auch den übrigen Strassenbenützern grosse Vorteile bringen. 4. Versicherungen. Hinsichtlich der Frage, welche Personen gegen Haftpflicht versichert sein müssen, werden wohl kaum Aenderungen eintreten, nämlich alle mit Ausnahme der Ehegatten und der Blutsverwandten in aufsteigender Linie. Jedoch sollte ausdrüchlich im Gesetz vorgeschrieben sein, dass auch die Insassen in die Haftpflichtversicherung eingeschlossen sein sollten mit Ausnahme der Blutsverwandten. Der Selbstbehalt, wie er im Konkordat noch besteht, jedoch in unserm nt-uon kantonalen Gesetz aufgehoben worden ist, sollte auch im eidgenössischen Gesetz in Wegfall kommen. Hinsichtlich der Minimalversicherungssummen hat sich das kantonale Gesetz in vorteilhafter Weise an das verworfene eidg. Gesetz angeschlossen, und dürften die darin eingeführten Summen auch im neuen Entwurf Aufnahme finden, nämlich: für Automobile : Fr. 30,000 für einzelne Personen Fr 100,000 für mehrere Personen betreffendes Ereignis und Fr. 5000 für Sachschaden; für Motorräder • entsprechend Fr. 30.000. Fr. 50,000 und Fr. 3000. S. Vorschriften Ober Fahrräder. Das Konkordat und das verworfene Gesetz haben die Regelung des Verkehrs mit Velos ebenfalls aufgenommen. Nachdem aber die Radfahrerverbände nach wie vor energisch für' die Abschaffung der Velo-Kontrollschilder eintreten, wird man erneut mit Schwierigkeiten zu rechnen haben, wenn die Vorlage abermals an den Kontrollschildern der Velos festhalten will. Man sollte auf diese KontTollschilder nicht verzichten, jedenfalls nicht im Inter- Maximalgeschwindigkeiten, Obschon das Konkordat auf dem Papier immer noch zu Recht besteht, haben im Kanton Luzern und anderswo die Polizeibehörden schon längst eingesehen, dasa die daselbst angeführten Geschwindigkeiten den Verhältnissen nicht mehr entsprechen. Bei gerichtlichen Fällen muss allerdings gebüsst werden, weil esse der Automobilisten. Wir haben ein Recht, auch von den übrigen Strassenbenützern zu verlangen, dass sie sich legitimieren können, und dass die gesetzliche Vorschrift immer noch in Kraft ist. Auch im Kanton Luzern brachte das neue Gesetz vom 14. Mai 1929 keine Aenderung trotz der begründeten diesbezüglichen Eingabe der Sektion ihre Fahrzeuge mit wirksamen Bremsen, Warnvorrichtungen und zulänglichen Lichtern versehen Waldstätte des T. C. S. Heute stellt sich uns die sind. Würden die Bestimmungen im neuen Gesetz Alternative entgegen: Wollen wir überhaupt eine über Ausweichen, Kurvennehmen, das Verhalten zahlenmässige Begrenzung der Geschwindigkeit oder bei Unfällen nicht auch dio Velofahrer Anwendung wollen wir es mit dem Grundsatz bewenden lassen, finden, so werden oder bleiben die Velofahrer die «dass der Fahrer stets die Geschwindigkeit seines Verkehrsanarchisten. Fahrzeuges beherrschen muss und dass er den Mit dem Wunsche, dasa die neue Vorlage- modern Lauf nur zu verlangsamen oder nötigenfalls anzuhalten hat. wenn das Fahrzeug Anlass zu einem Regelung des Verkehrs sich nicht verschliessen sein werde und die Allgemeinheit einer modernen Verkehrshemmnis oder Unfall bieten könnte»? werde, denn nur eine solche könne im Interesse und zum Wohle der Gesamtheit der Strassenbenützer sein, schloss der Vortragende seinen Vor- Zu empfehlen wäre eine Mittellösung, dahingehend, die Geschwindigkeit innerorts auf ein Maximum von 40 km zu beschränken und sie aussertragorts überhaupt freizugeben. Davon würde Art. 24 Herr Helmlin, Präsiden der Sektion Waldstätte, nicht betroffen, wonach die Geschwindigkeit zu verlangsamen ist bei Strassenbiegungen, Strassenkreu- dankte dem Redner für seine ebenso interessanten wie iehrreichen Ausführungen und eröffnete die zungen, Begegnungen zweier Fahrzeuge, bei unsichtigem Wetter, beim Zusammentreffen mit Truppen- Diskussion, welche sehr ausgiebig benützt wurde. Es beteiligten sich daran die Herren Meyer-Burri. abteilungen, Umzügen und Viehherden. kant. Automobilexperte, E. Koch, Dr. Real. Albisser, Süess, Epper, Dr. Zeiger, Marek. Wangler, Bei der Beurteilung dieser Fragen ist nie aus- Helmlin, deren Voten in der Hauptsache mit den «er acht zu lassen, dass es sieb um die Regulierung des Verkehrs in unserem Lande und bei unben in einzelnen Punkten erläuterten und weiter Ausführungen des Referenten einig gingen, dieselsern Strassen handelt, die meist eng und kurvenreich sind und an weiche man nicht ohne weiteres Zeitgemässes zu schaffen mit grosszügiger Grund- ausführten. Man war einig in der Grundidee, etwas den grossen Massstab unserer Nachbarländer anlegen darf. vor sich zu haben. Im besondern glaubte man. auf lage, um nicht nach einigen Jahren ein Flickwerk Die Bestimmungen über Ausweichen und Vorfahren entsprechen den Anforderungen eines gegeschwindigkeit verzichten zu müssen Im Augen- die zahlenmässige Festhaltunjr einer Höchstordneten Strassenverkehrs und dürfen ohne Bedenken in das neue Gesetz aufgenommen werden. autos mit Schnellganggetriebe auf Ueberlandstrekblicke, wo städtische Omnibusse innerorts und Post- Dasselbe gilt bezüglich der Regelung für Fuhrken gewissermassen tonangebend und die Geschwin- Das Gesicht des Toten war nicht im geringsten verändert, höchstens war es etwas von Erde und Sand schmutzig geworden. Der Mediziner packte mich am Arm. « Sehen Sie ihn nur an,» sagte er. :«Was gibt es denn?» « Sehen Sie sein Gesicht, es lächelt > « Mir kommt es völlig ausdruckslos vor,» antwortete ich. Der Mediziner sah den Toten lange an. «Er hat gelächelt,» murmelte er; «ein Hohnlächeln glitt über sein Gesicht, gerade ehe ihn der tödliche Schlag traf.» , t Der Mediziner schlug vor, das Gesicht des Toten mit dem Jagdhut zu bedecken; dies geschah. Vier Mann trugen so den Toten bis zur Sandgräberhütte, deren dunkelgrüne Aussenseite wir vor einem braunen, mit Heidekraut bestandenen Hügel erkennen konnten. Zur Seite ging der Amtsvorsteher, ich hielt mich etwas zurück, denn ich habe stets eine unüberwindliche Abneigung gegen Leichen und Begräbnisse gehabt. Aber wo war der Mediziner? Ich wandte mich um. Wahrhaftig, lag er da nicht auf allen Vieren, an der Mordstelle und schnüffelte wie ein Hund auf der Erde umher? Ich musste lächeln. Es war ein junger Bursche von kaum neunundzwanzig Jahren. Vermutlich hatte er allerhand Räubergeschichten in sich hineingeschlungen und wollte nun den Detektiv spielen. Er untersuchte die Spur, als ob man auf diese Weise heutzutage den Verbrechern nachspürt! Ich legte die Hände wie ein Sprachrohr an den Mund und rief seinen Namen. «He, Sie!» gellte meine Stimme über die Heide. Wollen wir denn nicht mitgehen? » Er erhob sich langsam; klopfte den Schmutz von den Knien und schlenderte auf mich zu. « Eine sonderbare Sache,» sagte er. « Es kann nicht lange her sein, dass er getötet wurde.» Nunmehr begannen also die Ueberlegungen; das Stadium der Beobachtungen war vorüber, Neues gab es in dieser Hinsicht nicht mehr. Unsere Gedanken wanderten rückwärts; die erste Frage, die auftauchte, lautete: Wann ist es geschehen? Die nächste würde unwillkürlich lauten: Wie ist es geschehen? Ich antwortete: « Wir wollen im Hotel feststellen, wann er ausging, ich habe ihn zum Frühstück nicht gesehen.» Als wir zu den Damen kamen, die in einem digkeit des allgemeinen Verkehrs regulierend auftreten. Als wünschenswerte Einzelheiten wurden die obligatorische Einführung des Richtungsanzeigers und die Vereinheitlichung der Fahrprüfungen gewünscht Als der Zeiger schon gegen 12 Uhr rückte, schloss Herr Helmlin die interessante Diskussion und dankte dem Referenten für seine Mühe sowie den Mitgliedern für das bewiesene Interesse. Während wir Städter froh waren, bei der einsetzenden Winterkälte bald zu Hause zu sein, hatten andere noch einen weiten Weg, der sich bis Scbwyz. Sursee und Hitzkirch erstreckte. Ob für Ernst oder Scherz, wer im Touring-Club ist, stellt seinen Mann. Dr. R. Z. Der T. C. S. und das schweizer. Strassen Verkehrsgesetz. Der Verwaltungsrat des T.C.S. hat unter Vorsitz seines Präsidenten, Herr Dr. Henneberg, zu der Rundfrage des Justiz- und Polizeidepartementes vom 21. September 1929 endgültig Stellung genommen. Der bedeutsamen Sitzung wohnten die folgenden Herren bei: Quinclet, Generalsekretär, Fürsprecher Bautngartner, Präsident der Sektion Bern, de Meuron (Lausanne), Cramer, Mochard, Droz, Quartier (Neuenburg), Perrin, Bussy, Gafner, Desert, Helmlin, Präsident der Sektion Waldstätte, Lehner, Dr. A. Patry, Censi, Präsident der Sektion Tessm, Taquet, Nationalrat Lachenal, Neher, Roesgen, Schlapbach, Strehler, Präsident der Sektion Seeland, Firmenich, Casai, Rusca und Jenzer. Als neue Mitglieder des Verwaltungsrates wurden begrüsst Karl Brenner, Präsident der Sektion Solothurn, Albert Marro, Präsident der Sektion Freiburg und Herr Edmund Fehr, Präsident der Sektion Thurgau. An Stelle des entschuldigten Präsidenten, Herrn Fehr, vertrat Herr Dr. Meyer-Wild die Sektion Zürich; Herr Otto Fierz die Sektion St. Gallen-Appenzell. Wir haben seinerzeit gesagt, dass der T.C. S. auf die Rundfrage des Polizei- und Justizdepartementes eine eigene Antwort ausarbeitet, sich also nicht der Antwort der Strassenverkehrsliga anschliesst. Nachdem nun, wie schon bekannt ist, das Bureau des T.C.S. in Genf die Sektionen auf dem Zirkularwege um ihre Meinungsäusserung in der Angelegenheit ersucht hat — bekanntlich haben die deutschen Sektionen am 17. Nov. den von den Rechtsbeiständen der Sektion Zürich, den Herren Dr. Meyer-Wild und Dr. Elsener, ausgearbeiteten Entwurf genehmigt — ist nunmehr die Kollektivantwort des T.C.S. nach eingehender Diskussion ratifiziert worden. Der Inhalt des Antwortschreibens wird vorläufig noch sorgfältig behütet. Soviel steht fest, dass es sich um eine sehr eingehende und fachmännische Stellungnahme handelt. Wo ruht mein Auto aus? weisen. Das bringt Nachteile mit sich, wenn man das nicht vorher weiss, das bringt Nachteile mit sich, wenn das Hotel kein Abkommen mit einer Garage in der Nähe hat, die auch wirklich dem Hotelgast die Unterbringung des Wagens sichert. Das bringt auch den Nachteil, dass man nicht weiss, was dio Garage kostet. Das moderne Hotel muss daher heute, genau so wie es den Zimmerpreis angibt, auch den Garagensatz anzeigen, es muss ehrlich sagen, dass es keine eigene Garage hat, dass es aber seine Kunden bitte, diese oder jene nahegelegene Garage zu benutzen, das muss man aus allen Ankündigungen des Hotels mühelos erfahren. Man muss einen Ausweis vom Portier erhalten, dass man im X-Hotel abgestiegen ist, und daher den Hotelgaragenpreis bezahlt, der am besten in einem bestimmten Schlüssel Verhältnis zum Zimmerpreis steht. Es ist schon vorgekommen, dass das Bett weniger kostet als die Box. Das soll nicht sein. In wenigen Jahren wird es doppelt so viel Wagen geben, wie heute, bis dahin muss das Garagenproblem nach jeder Richtung hin gelöst sein. rtm. Das Automobil, Hauptträger der amerikanischen Wirtschaft. Nicht wenige der grossen, grundlegenden und verarbeitenden Industrien der Vereinigten Staaten haben bereits seit vielen Jahren ihren sichersten Rückhalt in der ständig zunehmenden Verbrauchskapazität der Automobilindustrie des Landes gefunden. Man darf sagen, dass ohne die letztere der glatte Verlauf der Kurve der allgemeinen Wirtschaftskonjunktur der U.S.A. keineswegs im gleichen Masse denkbar gewesen wäre und dass der Qrossverbrauch dieser Spezialindustrie mit ihren -Neben- und Zubringerindustrien in ungeahntem Umfange belebend und ausgleichend auf den Beschäftigungsgrad der beliefernden Industriezweige gewirkt hat. Dies wird klar, wenn man die tatsächlichen Ziffern betrachtet. Der Verbrauch von Rohmaterialien bei der Erzeugung von Personen- und Lastkraftwagen in den Vereinigten Staaten zeigt folgendes Bild: Insgesamt in Mill. m f /o der Gesamt- Erzeugung der UlS-A. 1927 1928 1927 1928 Stahl (tons) 4.4 5.6 14 16 Gummi (tons) 0.3 0.4 82 85 Spiegelglas (Qu. Fuss) 70.4 65.0 63 60 Polsterleder (Qu. Fuss) 37.7 42.2 60 65 Hartholz (Fuss) 825.1 975.0 13 15 Aluminium (Pfund) 42.0 120.0 26 40 Kupfer (Pfund) 220.0 250.0 11.6 13 Blei (tons) 0.13 0.14 16.7 18 Nike] (Pfund) 0.8 11.5 29 29 Aus diesen Ziffern wird die riesige Bedeutung einer hochentwickelten und über glatten Absatz verfügenden Automobilindustrie deutlich erkennbar. Von Interesse in diesem Zusammenhang ist auch ein Einblick in die Nebenproduktionen, die, zum grössten Teil in eigener Regie befindlich, zur Erzeugung der Fordbetriebe beitragen. So wurde im Jahre 1928 von den Nebenbetrieben der Ford Motor Co. produziert: 13 y 2 Millionen Gallonen Steinkohlenteer, 17,000 Tonnen Ammonium Sulphat, 13 V 2 Millionen Gallonen Benzol, 17 Milliarden Kubikfuss Gas und 1,1 Mill. Tonnen Koks. Alle diese Mengen wurden in den Fordbetrieben selbst verbraucht bezw, an die Fordkundschaft abgegeben. Dazu traten noch grosse Mengen von Holz, Holzkohlebriketts, Holzspiritus, Portlandzement und schliesslich noch Spiegelglas, von welch letzterem in den verschiedenen Fordwerken mehr als 14 Mill. Quadrafuss hergestellt wurden. Die Fordsche Papierfabrikation bezifferte sich auf 4400 Tonnen, Eisen auf 625,000 Tonnen und die eigene Kohlenförderung auf 2,800,000 Tonnen. Es ist nicht verwunderlich, dass der Automobilismus als Grossverbraucher der wich- Haufen zusammenstanden und sehr verstört schienen, befragten wir sie, aber niemand hatte den Forstmeister gesehen; er pflegte zeitig aufzustehen, weit früher als die anderen Gäste. Eine halbe Stunde später fanden wir uns auf der Veranda des Hotels zusammen. Der Mediziner war nach dem Telegraphenamt gefahren, wir warteten alle auf seine Rückkehr und spähten den Weg entlang. Der Amtsvorsteher radelte in grosser Eile vorbei, der eine oder andere Mensch kam herzugelaufen. Nun war die Begebenheit überall bekannt und das unheimliche Gerücht lief wie ein Lauffeuer von Gehöft zu Gehöft. Wir konnten sehen, dass das Volk seine Arbeit auf dem Acker unterbrach, und einige gingen rasch nach Hause, ihre Gerätschaften auf dem Rücken. Ein Gattertor klang. Es war der Mediziner, der vom Telegraphenamt zurückgelaufen kam. Er schwang seine Mütze, so dass ihr rotes Seidenfutter in der Sonne leuchtete, und rief schon von weitem: «Ich habe mit ihm telephonisch gesprochen! » Er war aufgelöst vor Erregung und zitterte vor Eifer. «Ich habe selbst mit ihm durch das Telephon gesprochen,» wiederholte er, als er lärmend auf die Veranda gepoltert kam. Zwar nannte er den Namen des Polizeibeamten nicht, aber wir wussten ja alle, wen er meinte. « Kommt er? » fragten wir wie aus einem Munde. « Ja, er kommt so schnell wie möglich, aber er konnte nicht genau sagen, wann.» , Ich warf eine Bemerkung dazwischen. « Wenn wir uns nur nicht über den Sachverhalt täuschen? Wer weiss, ob es ein Mord ist? > « Was denn sonst? » «Vielleicht ein unglücklicher Zufall.» «Unmöglich, undenkbar!» riefen einige, und wir sprachen lange hin und her über die Sache. Plötzlich fragte eine der Damen: « Aber wer in aller Welt hat ihn getötet?» « Ja, wer? Das war das Rätsel. Der Forstmeister hatte schlechterdings keinen Feind, soweit wir wussten Er war ein friedfertiger, allerdings ziemlich verschlossener Mensch, der am liebsten keinen Umgang mit den andern Gästen wünschte, selten während der Mahlzeiten sprach und lange Ausflüge allein unternahm. (Fortsetzung folgt J.

N° 110 - 1929 AUTOMOBTL-REVUE tigsten Wirtschaftsgüter in den Vereinigten Staaten geschätzt und in jeder Weise gefördert wird. Es wird gut sein, wenn man auch in der Schweiz, mit der bescheidenen Automobilindustrie, sich diese Einstellung Amerikas vor Augen führt SPORTLICHES Die nächste A.D.A.C.-Auslands-Toureniahrt wird von 22. April—16. Mai 1930 von Freiburg i. B. nach Frankreich und Spanien durchgeführt werden. ey. Die Nationale Sportkommlsslon tritt Freitag den 10. Januar 1930 zu einer Sitzung im Clublokal der Berner-Sektion zusammen, fiauptgegenstand der Tagesordnung ist die Organisation der Sportsaison 1930. Herr Decrauzat, der Präsident der Kommission, wird weiterhin über die Sitzungen der Unterkommission der A.1-A. in Paris berichten. Neue Versuche mit Raketenantrieb unternahm auf der Grunewalder Rennbahn der bereits bekannte Ingenieur Valier. Als Antrieb wurde statt der mit Pulver geladenen Raketen ein flüssiger Betriebsstoff verwendet. Das Resultat war überraschend gut. Dem Führer gelang es, seihen Wagen während des ganzen Versuches absolut zu beherrschen. + Die schnellste Frau. Die französische Rennfahrerin Mlle HellS-Nice hat am 18. Dezember in Montlhery auf einem Bugatti über 5 Kilometer 196,871 Stundenkilometer, über 5 Meilen 195,505 Stundenkilometer, über 10 Kilometer 195,259 Stundenkilometer und über 10 Kilometer mit stehendem Start 194,266 Stundenkilometer erreicht. In ihrer besten Runde erzielte sie 197,700 Stundenkilometer, für eine Frau eine bisher wohl einzig dastehende Leistung. v. Italienische Sportnotizeit BriHi Peri und Varzi, neben Campari und Borzzachini die erfolgreichsten italienischen Rennfahrer grosser Klasse, haben für die nächstjährige Sai son einen Kontrakt mit der Firma Alfa Romeo abgeschlossen. Sie werden für die erfolgreiche italienische Marke ein Minimum von fünf Schnelligkeitsrennen absolvieren, worunter das Tausendmeilenrennen und die Targa Florio. — Die Materassi-Equipe ist mit der Ausscheidung Brilli Peris und Arcangelis führerlos geworden, lieber ihre Neubesetzung besteht noch keine Gewissheit. — Die Marke O. M. hat für das Mille Miglia-Rennen drei Equipen genannt: Minoia-Morandi, Rosa-Coffani, Foresti-ßassi. -f- Ein spezieller Parkplatz muss in der Nähe des Basler Zoologischen Gartens erstellt werden, angesichts der ständig anwachsenden Zahl der aus allen Gegenden der Schweiz und zum Teil auch aus dem Ausland kommenden Automobilisten. Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat, hiefür einen besonderen Kredit von 50,000 Franken zu bewilligen. ry. Zahl der Autos in Basel. Die Anzahl der Motorfahrzeuge per 20. Dezember 1929 betrug: Personenautomobilo 2733 Lastautomobile 471 Lieferungsautomobflo 601 Traktoren (Zugwagen) 58 Dreiräder 10 Motorräder 1323 Mit der Abänderung der Gebührenordnung für Motorfahrzeuge befasste sich der Landrat von Baselland in seiner Sitzung vom 23. Dezember. Nach den Meinungen verschiedener Redner sollten die Lernbewilligungen statt auf zehn Tage, wie sie die Regierungsvorlage vorsieht, auf 15 Tage ausgestellt werden. Ein Antrag ging sogar dahin, die Lernbewilligung für 20 Tage auszustellen, jedoch ohne eine Erhöhung der Gebühr eintreten zu lassen. Der Verlängerung der Lernbewilligung auf 15 Tage wurde vom Rat zugestimmt und die Verordnung wurde im übrigen genehmigt. -ey. Um das aargauische Strassennetz dem Motorfahrzeugverkehr besser anzupassen, hat der Kanton Aargau innert sechs Jahren über [16 Millionen Franken ausgegeben. Es wurden nun auch Forderungen laut, die dahin gingen, ebenfalls Rücksicht auf den Fussgängeryerkehr zu nehmen und aus diesem Grunde sind im Grossen Rate wiederholt Forderungen auf Erstellung von Trottoirs laut geworden. Diesem Verlangen wollte die Regierung bisher aus finanziellen Erwägungen heraus nicht entsprechen. Heutzutage befürwortet sie aber die Erstellung solcher Trottoiranlagen an jenen Landstrassen, die eine besondere Verkehrsdichtigkeit aufweisen. Es wird sich allerdings nur um einseitige Trottoiranlagen handeln können, an welche der Staat 25—40 Prozent der Kosten leisten wird. Die von ihm subventionierten Trottoirs gehen aber in das Eigentum des Staates über, wäh- rend der Unterhalt und die Reinigung der Trottoirs innerorts den Gemeinden und ausserorts dem Staate obliegen wird. Es sollen in einer ersten Bauperiode 100 Kilometer Gehwege an Landstrassen gebaut werden und die Regierung will hiezu einen erstmaligen Kredit von anderthalb Millionen Franken bewilligen. Man sieht auch hier, dass die Regierung des Kantons Aargau für neuzeitliche Verkehrsfragen vollstes Verständnis zeigt. -ey. Dle Verkehrsverhältnisse in Binningen bildeten kürzlich die Ursache zu einer Aussprache im basellandschaftlichen Landrat. Auf der viel zu schmalen Brücke in Binningen wurde Im letzten Oktober ein Knabe durch einen Lastwagen gegen das Geländer gedrückt und eingeklemmt, wobei derselbe den Tod erlitt. Diese viel zu schmale Brücke bildete den Ausgangspunkt zu einer Diskussion im Rate. Alle Tage wird diese beanstandete Brücke von unzähligen Passanten benützt und zahlreiche Lastautomobile verkehren auf dieser gefährlichen Strecke. Im Interesse der Sicherheit sollte, auf Antrag von Herrn Nationalrat Surbeck, eine Korrektion dieser Brücke durchgeführt werden. Auf diese Interpellation anwortete Herr Baudirektor Mosimann, welcher mitteilte,, dass die staatlichen Organe bereits beauftragt seien, die Frage der Verbreiterung der zu schmalen Brücke zu studieren. Der Staat lasse in der Gemeinde Binningen übrigens bereits andere grössere Arbeiten durchführen, welche beträchtliche finanzielle Opfer verlangen. So sei z. B. die Korrektion der oberen Hauptstrasse in Binningen für den Staat eine recht teure Angelegenheit. Aber trotzdem werde der Staat auch die Verbreiterung der Staatsstrasse bei der Bottmingermühle und die Anlegung eines Trottoirs auf der Bruderholzseite wohlwollend prüfen. — Das vom Interpellanten erwähnte Wegstück sei aber eine private Weganlage, deren Unterhalt laut Beschluss des Bundesgerichtes der B. T. B. Überbunden sei. Vielleicht könne die Gemeinde Binningen dieses Wegstück übernehmen. Dann würde es Qemeindestrasse und die Gemeinde Binningen als Eigentümerin wäre unterhaltungspflichtig. Es könne sich aber nicht darum handeln, dass der Staat dieses Wegstück übernimmt, weil sich der Durchgangsverkehr wegen den Geleiseanlagen der B. T. B. nicht abwickeln könne. — Von den gegebenen Auskünften erklärte sich der Interpellant.nicht befriedigt. R. Vefkeh» Der Postautokurs Kyburg-Kemptthal, eher im August 1926 eröffnet wurde, wird dank der befriedigenden Frequenz, ab Neujahr einen grössern 14plätzigen Wagen er. halten. rm. Ein Autokurs nach Dielsdorf und eventuell Regensberg wird von den Inhabern des konzessionierten Autokurses Zürich-Regensdorf geplant ry Der Postautokurs Arbon-St Gallen, der noch vor kurzem in Gefahr stand, aufgehoben zu werden, erfreut sich andauernd einer wachsenden Frequenz. Von der Oberpostdirektion ist deshalb die Führung eines weiteren Vormittagskurses bewilligt worden. Der neue Kurs wird in St. Gallen wichtige Anschlüsse vermitteln und die Postautolinie Arbon-St. Gallen wird dadurch die einzige thurgauische Postautolinie mit vier regelmässigen Tageskursen sein. r. Wlnter-Autopostverkehr Im Schwarzwald In allen Gebieten des Schwarzwaldes werden in diesem Winter die Autostrassen ständig für den Verkehr vom Schnee freigehalten werden, um die Autopostlinien auch im Winter für den Wintersportverkehr aufrechterhalten zu können. Diese Massnahme ist vorgesehen im Nordschwarzwald auf den Strassen von Baden-Baden und Bühl zur Hundseck, von Ottenhöfen zum Ruhestein und im Kniebisgebiet, im Mittelschwarzwald von Triberg nach Schonach, Schönwatd und Furtwangen und im südlichen Schwarzwald im Feldbergmassiv mit den Orten Titisee, Hinter zarten, Bärental, St. Blasien, Todtmoos, Todtnau usw. Im Autopostverkehr Triberg-Furtwangen wurden ab 1. Dezember besondere Kurse für den Wintersportverkehr eingelegt rdv. Die Sammlung e'nes Fonds zur Errichtung eines Denkmals für Carl Benz wird von St. John Nixon, Mitglied des Nineteenth Century Motorists Circle, im englischen «Motor» vorgeschlagen. Es ist zu erwarten, dass seine wärmen Worte bei seinen Landsteuten starken Widerhall finden werden. Als Zeichen englischer Fairness und der Kriegsgefühle darf man sich dieser Handlung freuen. ri. der Reifen der langen Lebensdauer Gewiegte Transportunternehmer haben längst die Vorteile des starken Firestone Gum-Dippcd-Reifens erkannt and sie auszunützen verstanden. Dass in der Schweiz mehr AUSLANH Brasilien — ein aussichtsreicher Automobilmarkt. Brasilien ist nach Argentinien derjenige südamerikanische Staat, welcher als Absatzgebiet für Kraftfahrzeuge bislang am raschesten an Bedeutung gewonnen hat und auf diesem Gebiet in Zukunft die besten Aussichten zu gewähren verspricht. Die brasilianische Automobileinfuhr ist von 22,589 Einheiten im Jahre 1926 auf 25,129 Einheiten im Jahre 1927 gestiegen, während das verf.ossene Jahr, nach den bisher vorliegenden vorläufigen Ziffern zu schliessen, eine Einfuhr von mindestens 30,000 Automobilen mit sich gebracht haben wird. Während der nächsten fünf bis zehn Jahre steht eine weitere und anhaltende Verbesserung der Aufnahmefähigkeit jenes Marktes für Kraftfahrzeuge zu erwarten. Dies hängt in erster Linie mit der grossen Betriebsamkeit zusammen, welche in Brasilien neuerdings auf dem Gebiete des Automobilstrassenbaues zu verzeichnen ist, wodurch sehr ausgedehnte Landstriche im Innern des Landes verkehrstechnisoh erschlossen werden, wie auch der Verkehr zwischen den einzelnen Produktions- und Handelszentren eine ständige Förderung erfährt. Nach dem «World Census of Motor Vehicles» waren in Brasilien zu Beginn des verflossenen Jahres insgesamt 136,000 Kraftfahrzeuge registriert, und zwar 95,000 Personenautomobile, 40,000 Lastkraftwagen, 1000 Omnibusse und 800 Motorräder. Der Prozentsatz der amerikanischen Marken betrug bei den Personenautofnobilen nicht weniger als 98 Prozent, bei den Lastkraftwagen 80 und bei den Omnibussen 60 Prozent. Das Verhältnis von Kraftfahrzeugen zur Bevölkerungsziffer stellte sich auf 1 zu 264. Während den letzten paar Jahren ist ein geradezu erstaunliches Anwachsen des brasilianischen Bedarfs an Lastautomobüen zu konstatieren. Bis zum Jahre 1923 erstreckte sich die Nachfrage auf kaum 200 Lastautomobile jährlich; zurzeit stellt sich der Jahresbedarf des Landes auf nicht weniger als bereits 14,000 Lastautomobile. Der Eintonnen-Wagen macht bei weitem das Gros der zum Import gelangenden Lastautomobile aus- Der noch immer sehr empfindliche Mangel an geeigneten Fahrstrassen ist der Hauptgrund für die ablehnende Haltung des Brasilianers gegenüber den schweren Wagen, doch dürfte die rasch fortschreitende Verbesserung und der Ausbau des dortigen Automobilstrassennetzes hierin in nicht allzu ferner Zeit eine merkliche Wandlung bringen. Die gegenwärtig getätigten Umsätze erfolgen in der Hauptsache für die Rechnung der Kundschaft im Innern des Landes, welche sich im wesentlichen aus Kaffeeplantagenbesitzern rekrutiert, die sich zwecks Beförderung ihres Erzeugnisses nach den Eisenbahnstationen immer mehr des Lastaotomobils bedienen. Die Absatzgelegenheiten für schwere Lastkraftwagen sind zurzeit in den Holzdistrikten im südwestlichen Teil von Sao Paulo noch am günstigsten. Dieselben sind fast ausschliesslich europäischer Herkunft Die Lage von Automöbilbau und -fiandel in Kanada. Die kanadische Automobilproduktion bewegt sich zurzeit weiterhin in absteigender Richtung und übertrifft nichtsdestoweniger die gegenwärtige Nachfrage noch immer bei weitem. Die vom kanadischen statistischen Zentralamt soeben veröffentlichten Ziffern weisen für den Monat Oktober eine Gesamterzeugung von 14,523 Einheiten auf im Vergleich von 18,536 Einheiten in demselben Monat des verflossenen Jahres, was somit einer Verminderung von 21 Prozent entspricht. Obwohl diese Ziffer die erste Aufwärtsbewegunig se : (t Aprfl 1929 be- schwere Lastwagen m. Firestone Gum-Dipped-Reifen ausgerüstet sind, als mitdeutet, ist die Erzeugung von Personenkraftwagen auch in diesem Monat weiterhin zu- irgend einer andern Marke, ist eine natürliche Folge rückgegangen und hat im Oktober den niedrigsten Stand seit Januar 1928 erreicht. Im ihrer hervorragenden Kilometerleistungen. April 1929 anderseits hat die Höchstziffer Ihre nächsten Reifen werden deshalb Firestone sein. verzeichnet werden können, in welchem Monat 42,000 Personenautomobile gebaut worden sind; seitdem ist die Erzeugung unaufhörlich zurückgegangen und steht zurzeit auf dem niedrigsten Niveau des ganzen Jahres. Nichtsdestoweniger sind in Kanada innerhalb der eisten zehn Monate des laufenden Jahres insgesamt 258,000 Kraftwagen gebaut worden, eine sehr ansehnliche Steigerung gegenüber der Produktion in demselben Zeitraum des verflossenen Jahres in der Höhe von 221,000 Einheiten, welche Zunahme der Tatsache zu verdanken ist, dass die ersten 4 Monate eine so umfangreiche Produktion mit sich gebracht gebracht haben, wie sie in der Geschichte des kanadischen Automobübaues bislang auch nicht annähernd zu verzeichnen gewesen Jst. ,i Was die gegenwärtige Lage der einzelnen; Automobilfabriken in Kanada anbelangt, so muss festgestellt werden, dass sämtliche grossen Unternehmungen, einschliessüch! Ford, Chrysler. OeneTal Motors und Studebaker, ausnahmslos unter der schweren Ab-