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Denkstoff_de_No2

FMC DENKSTOFF N°2 Auf

FMC DENKSTOFF N°2 Auf einen Blick Die Rollen der Patientinnen und Patienten ändern sich. Künftig werden deren Eigenverantwortlichkeit und die Patientenzentrierung der Gesundheitsfachpersonen einen deutlich höheren Stellenwert haben. Das gilt für die Gesundheitsversorgung im Allgemeinen und für die Integrierte Versorgung im Speziellen. Wir gehen davon aus, dass künftig unterschiedliche Formen und Ausprägungen von Eigenverantwortlichkeit und Patientenzentrierung verlangt sind. Dafür stellen wir die vier Patientenbilder von Nicole, Emma, Thomas und August zur Diskussion. Sie sollen beispielhaft darstellen, • dass Menschen ganz unterschiedlich mit Krankheiten und Informationen dazu, mit Fachpersonen und den Möglichkeiten zur Selbstbestimmung umgehen; • dass diese Verhaltensweisen im Laufe des Lebens und im Verlauf einer Krankheit – ja sogar in Abhängigkeit des Gegenübers – variieren; • wie sich diese Verhaltensweisen auf die Patientenzentrierung in der integrierten Behandlung und Betreuung auswirken können. Das Verhalten des Patienten gegenüber der eigenen Krankheit ist Die Erwartungen des Patienten an die Kommunikation der Fachpersonen sind Die Art des Patienten, den eigenen Präferenzen Ausdruck zu geben, ist Der Umgang mit der Informations asymmetrie zwischen Patient und Fachpersonen ist resilient offen, einbeziehend, wertschätzend klar, kongruent partnerschaftlich pessimistisch, passiv zurückhaltend, schonend gehemmt, unbestimmt hilfesuchend fordernd, aktiv rasch, klar, umfassend, bestimmend, fordernd rivalisierend, fordernd fremdbestimmt wechselnde Erwartungen unbekannt unterschiedlich Das Interesse des Patienten an Informationen und die Bereitschaft, aktiv danach zu fragen, sind Die Fähigkeiten des Patienten, Informationen über Abklärungen, Diagnose, Behandlungen und Verlauf zu verarbeiten, sind gross, Grund lage zur Auseinandersetzung mit der Krankheit aktiv gering, weil sich bedroht fühlend passiv gross, Grundlage für eigene Vorstelungen zu Diagnose und Therapie beanspruchend variabel verschieden Die Möglichkeiten des Patienten, über Ab klärungen und Therapien mitzuentscheiden, sind situationsbezogen, differenziert selten und zurückhaltend immer und fordernd divergierend 10

PATIENTENBILDER Emma Nicole Thomas August 11

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