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E_1934_Zeitung_Nr.043

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2 AUTOMOBIL-REVUE

2 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - Unsere befahrbaren Abenpässe. Mit Ausnahme des Grossen St. Bernhard, der Grimsel, Furka, Oberalp, Splügen, Albula, Bernina und des Umbrails sind alle schweizerischen Alpenpässe dem durchgehenden Automobilverkehr geöffnet. In Bälde werden auch einige dieser Pässe schon in den allernächsten Tagen dem Verkehr erschlossen werden. Ueber die Pfingsttage hatten namentlich diejenigen Passtrassen, deren Oeffnung sicher feststand, einen recht ansehnlichen Verkehr zu verzeichnen. Im Vordergrund dürfte der Klausen stehen, der dieses Jahr bekanntlich besonders leicht und frühzeitig fahrbar gemacht werden konnte, der Pfingstsonntag und -Montag von etwa 1500 bis 2000 Automobilen passiert wurde. Von Samstagmorgen bis Dienstagabend, d. h. vom 19. bis 22. Mai haben rund 3000 Wagen den Gotthard überfahren, was gegenüber dem Vorjahr einer Frequenzverminderung um etwa 1000 Automobile gleichkommen dürfte. Einerseits hängt dieser Rückschlag mit der Unsicherheit über die definitive Oeffnung zusammen, anderseits waren die letztjährigen Pfingstfeiertage zwei Wochen später als 1934. Einen recht bescheidenen Verkehr hatte dann allerdings der Simplon zu verzeichnen, indem seit Oeffnung des Passes (Samstag, den 22. Mai) täglich nur je 25 bis 30 Wagen diese Route benützten. Diese kleine Frequenz steht im Zusammenhang mit der nur wenigen Automobilisten bekannten Passöffnung, vor allem aber in den stets unsicher lautenden Mitteilungen über den Stand der Freilegungsarbeiten. Solche Unsicherheitsfaktoren lassen sich in den Fahrprogrammen nicht unterbringen und aufs Geratewohl fährt niemand gern bis auf eine Passhöhe hinauf, um letzten Endes dennoch umkehren zu müssen. Besonders starken Besuch hatten auch die Bündnerpässe aufzuweisen. Ueber den Julier dürften etwa 700 Automobilisten den Weg eingeschlagen haben. Nach einer in Churwalden (Chur-Lenzerheide) vorgenommenen Zählung wurden am Sonntag 12 Postautos, 14 Gesellschaftswagen und 405 Personenwagen, am Montag 22 Post- und 16 Gesellschaftswagen, sowie 307 Personenautomobile registriert. Sehr lebhaft war auch der Verkehr auf der St. Bernhardinstrasse. Das gleiche gilt namentlich auch für den Flüelapass, wo bis spät in die Abendstunde hinein ein reger Verkehr zu konstatieren war. Aufgefallen ist uns speziell ein starkes Kontingent ausländischer Fahrzeuge, Im besondern scheinen die Franzosen unsere Alpengebiete in immer stärkerem Masse zu besuchen, doch konnte man aber auch zahlreiche deutsche Wagen bemerken. Ueberall wo wir uns im Bündnerland erkundigten, war man mit dem diesjährigen Pfingstautoverkehr zufrieden. In vielen Talschaften hat man sich geradezu im Anschluss an die langen Wintermonate nach dem Automobilverkebr gesehnt -rny- < Alles inbegriffen » — auch für das Auto. Bekanntlich sind dank einer Vereinbarung zwischen den Bahnen, dem Hotelierverein und, der Verkehrszentrale mit Wirkung ab 1. April dieses Jahres unter dem Schlagwort < Alles inbegriffen» billige Pauschalreisen vereinbart worden, welche dazu bestimmt sind, die Feriengäste in vermehrtem Masse zu einem längeren Aufenthalt in unserem Land zu veranlassen. Wir sahen uns veran- Iasst, diese an und für sich sehr begrüssenswerte Neuerung etwas näher unter die Lupe zu nehmen, da die Vorteile aus diesem Pauschalarrangement sonderbarerweise nur den Eisenbahnreisenden zugute kam. Wir wiesen damals schon auf die nachteilige Auswirkung dieser Einseitigkeit für den schweizerischen Reiseverkehr hin, die um so ungerechtfertigter war, als in den letzten Jahren einzig und allein der Autoreiseverkehr eine nennenswerte Zunahme zu verzeichnen hatte. Nunmehr erhalten wir von massgebender Seite die erfreuliche Nachricht, dass dieser beträchtliche Schönheitsfehler im Rahmen der nationalen Verkehrswerbung ausgemerzt Das Ende der NAG-Werke. Wie wir hören, beabsichtigen die deutschen NAG-Werke die Produktion von Motorfahrzeugen nicht mehr weiterzuführen und lediglich den Bau der vor einigen Monaten begonnenen neueren Serie zu beenden. Z. lt. schweben noch mit den Büssing-NAG-Werken Verhandlungen über die Abvermietung der Oberschöneweider Produktionsanlagen. Der Braunschweiger Betrieb der Büssing- NAG Vereinigte Kraftwagen A.-G. wird nach Berlin verlegt werden. Neue Rennwagen in aller Welt. Im Rennwagenbau ist in verschiedenen Ländern zur Zeit eine rege Tätigkeit festzustellen. Nach Deutschland und Italien kamen Frankreich und England, und nun will auch Spanien nicht länger zurückstehen. Der letztes Jahr erstmals in Erscheinung getretene 12-Zylinder-National Pescara wurde weiter entwickelt und zu einem 16-Zylinder-Wagen von 4000 ccm ausgebaut. Die Maschine ist mit Vierradantrieb und automatischem Schaltgetriebe ausgestattet und soll 500 PS leisten. Die ersten Versuchsfahrten von Zanelli verliefen sehr befriedigend. Auf der Suche nach dem Volkswagen. Nach einer Mitteilung des deutschen Reichsverbandes der Automobilindustrie betreibt dieser mit äusserster Energie und Beschleunigung die Lösung des Volkswagenproblems. Er werde zu gegebener Zeit die Oeffentlichkeit über seine Arbeit unterrichten. — Diese Mitteilung bestätigt die Meldungen, nach denen die Automobilindustrie eine Forschungsund Studiengemeinschaft zu gründen beabsichtigt und mit der Konstruktion des neuen Wagens den bekannten Konstrukteur Dr. Porsche beauftragen werde. Für das zu konstruierende Fahrzeug wird eine Höchstgeschwindigkeit von 80 kmlSt. und ein Preis von RM. 1000.— bei einer Auflage von 70,000 Stück genannt. werden solle, indem die zwischen unseren Automobilverbänden und den übrigen massgebenden Verkehrso>rganen bereits stattgefundenen Besprechungen demnächst zu einem glücklichen Abschlttss kommen dürften. Demzufolge würden in allernächster Zeit diese Pauschalreisen «Alles inbegriffen ? auch auf die Autotouristen ausgedehnt. Siehätten also gleich wie die Eisenbahnreisen» den künftig die Möglichkeit, bei einem mindest siebentägigen Hotelaufenthalt die vergünstigten Pensionspreise, welche zwischen 55 und 120 Fr. abgestuft sind, ebenfalls zu beanspruchen, wobei in diesen Preisen nicht nur Wohnung und Mahlzeiten (jedoch ohne Getränke), sondern auch Licht, Heizung, Besorgung des Gepäcks, Trinkgelder, Kurtaxen etc. inbegriffen sind. Nachdem wir die ersten waren, um diese Erweiterung auf die Automobilreisenden anzuregen, freut es uns doppelt, dass sie sobald ihre Verwirklichung gefunden hat. ß Am nächsten Sonntag: Erster Start der neuen deutschen Rennwagen beim Avusrennen. Wieder steht der internationale Automobilsport vor einem der grössten Ereignisse der sport in steigendem Masse wieder zu pflegen reich und Italien, nach Kriegsende den Auto- Saison. Auf der Avus treffen am nächsten begannen, sah sich Deutschland durch seine Sonntag die besten Rennfahrer aus 7 verschiedenen Ländern zum schnellsten Rengreifen. Die Schwere der Nachkriegs jähre Niederlage ausserstande, erneut aktiv einzunen Europas zusammen. Dem Berliner Laufe verunmöglichte die Konstruktion neuer Rennmaschinen, so dass die Vertreter des — der schon allein hinsichtlich der Besucher- deut- zahlen immer neue Rekorde bringt ••— kommt dieses Jahr eine ganz besondere Bedeutung zu, die ihn zu einem Markstein in der Geschichte des Autosportes werden lassen. Zum ersten Male nach Jahrzehnten greift Deutschland am Sonntag mit neuen Produkten seiner hochentwickelten Autoindustrie in das internationale Ringen um die sportliche und technische Vorherrschaft ein. 1914 stand Deutschland noch an der Spitze der sportlich tätigen Nationen. Die Katastrophe des Weltkrieges verhinderte dann weitere friedliche Rüstungen auf dem Gebiete der Technik. Als verschiedene Länder, wie Frank- stischer Neue belgische Kraftverkehrssesetzgebung. Soeben ist das neue belgische Gesetz für den Kraftverkehr verkündet worden, das vor allem Bestimmungen über Art und Ausmasse der Lastfahrzeuge und Ueberlandautobusse vorsieht. Als Neuerung tritt zum ersten Male die Einführung einer Verkehrslizenz in Kraft. Eigene Automobilproduktion In Jugoslawien. Der erste jugoslawische Personenwagen wurde, wie aus Ljubljana gemeldet wird, fertiggestellt. Chassis und Motor dieses ersten Wagen heimischen Erzeugnisses stammen von einer deutschen Fabrik, so dass es sich im Grunde nur um eine Montageausführung handelt. Allerdings sollen auch Motor und Chassis später in Jugoslawien hergestellt werden. In diesem Jahr noch soll die Herstellung zunächst so gesteigert werden, dass 100 Wagen geliefert werden können. Moderne Ausfallstrassen als nochbahnen. Die Stadt Chikago beabsichtigt den Bau eines grossen Ausfallstrassennetzes mit einer Gesamtlänge von 256 km. Der immer stärker werdende Verkehr von und nach der Stadt zwingt zu der Massnahme, die bestehenden Strassen zu entlasten und die neuen Ausfallstrassen als Hochbahnen über die alten Strassen zu verlegen. Bei diesen neuen Hochautobahnen wird Richtungsverkehr eingerichtet. Die voneinander getrennten Fahrbahnen haben je 6 m Breite. Die Hochautobahnen liegen etwa 4% m über der Erde. Spos*tnaeh?icfe$e3& Internationaler Grosskampf auf der Avus schen Autosportes schliesslich mit wenigen Ausnahmen gezwungen waren, mit ausländischen Fabrikaten die internationalen Veranstaltungen zu bestreiten. Deutschland wurde immer mehr aus dem Rennbetrieb ausgeschaltet und zählte im Ausland praktisch höchstens noch durch seine Fahrer und seine bereits über ein gewisses Alter verfügenden Rennfahrzeuge, die hin und wieder noch erfolgreich blieben. Durch die politischen Umwälzungen wurde eine völlig neue Situation geschaffen. Alle fascistisch organisierten Staaten sind darauf bedacht, ihr Land technisch auf möglichst NO 43 hohes Niveau zu bringen und leistungsfähig zu machen. In dieser Richtung liegen auch die starken Bestrebungen des nationalsozialistischen Staates, den Automobilismus zu fördern. Dies zeigen die mannigfachen Erleichterungen, die heute dem deutschen Motorfahrzeugbenützer gewährt werden, der Bau von zahlreichen Autostrassen und eben auch die tatkräftige Unterstützung des deutschen Rennsportes. Plötzlich wusste die autosportliche Welt, dass mit Deutschland wieder gerechnet werden muss, und innert verhältnismässig kurzer Zeit haben die Auto- Union und Mercedes-Benz die Konstruktion neuer Rennmaschinen zustande gebracht. Dem neuen Deutschland ist der Gedanke, im Autosporte — wo es neben den Leistungen des Fahrers auch auf das Können der Industrie ankommt — hintenan stehen zu müssen peinlich, und deshalb sind auch die Anstrengungen erklärlich, mit denen seit Monaten die deutschen Wagen fast ununterbrochen Prüfungen auf den verschiedensten Bahnen und Strassen unterzogen werden. Man hat es bis jetzt in Deutschland vermieden, die neuen Maschinen irgendwo einzusetzen. Nur der Stundenweltrekord Stucks mit dem P-Wagen zeigte eine erste Fühlungsnahme mit den Ereignissen im internationalen Autosport. Der Avus sollte es vorbehalten bleiben, das erste Zusammentreffen zu liefern, und so stehen wir heute am Vorabend einer Auseinandersetzung, auf die man in weitesten Kreisen ungeheuer gespannt ist. Jahrelang rangierte bei den grossen Rennen auf den ersten Plätzen fast immer nur die Namen Bugatti, Maserati und Alfa Romeo. Von nun an kann dies (unter Umständen wenigstens) anders werden. Der Autosport erhält durch das Eingreifen Deutschlands eine neue Aktivierung, die an seine berühmtesten Zeiten vor dem Weltkriege erinnern lässt. Es sei zwar gleich an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass man trotz allen Vorbereitungen in den deutschen Sportskreisen nicht ganz so siegessicher ist, weil man sehr gut die unerhörte Leistungsfähigkeit der italienischen und französischen Konkurrenz kennt. Man will deshalb deutschen Massen auf eine eventuelle Niedei läge ganz schonend vorbereiten, auch wenn dies nach unserem Erachten durchaus nicht erwartet werden muss. Der Führer des deutschen Kraftfahrsportes, Obergruppenführer Hühnlein, rief kürzlich die Pressevertreter zu sich und bemühte sich dabei, Richtlinien zu erteilen, die, wie es sich nach dem Studium der prompt gehorchenden deutschen Presse zeigt, offensichtlich darauf hinauslaufen, alle Erwartungen herabzudämpfen. Wartet eine Niederlage auf die deutschen Fahrer, dann ist die Enttäuschung in diesem Falle kleiner, endet das Rennen mit einem Sieg, dann wird der Triumph umso grösser. Ob die deutsche Flagge am Siegesmaste hochgehe, sei nicht das Entscheidende. Entscheidend für den deutschen Kraftfahrsport und das deutsche Volk sei die Tatsache, dass ihm endlich die Waffen geschmiedet wurden, die ihn wieder zum vollwertigen Einsatz seiner Kräfte bei den grossen internationalen Wettkämpfer befähigen. Man sieht, der Sport ist im Dritte.. Reiche zu einer Angelegenheit der Nation geworden. Die ausländische, auf unzähligen Rennen erprobte Konkurrenz setzt selbstverständlich alles daran, dem neuen Gegner Stand halten zu können. Das Ausland ist ebenfalls gut vertreten, so dass das Avusrennen ohne weiteres als das grösste Rennen seit Jahresbeginn bezeichnet werden darf. Italien entsendet nach Berlin sowohl eine offizielle Alfa Romeo- wie eine Maserati-Mannschaft. Die neuen Alfa Romeo 3000 ccm-Maschinen befinden sich in den Händen von Chiron, Varzi, Graf Trossi oder Moll. Maserati sah für den Start auf der Avus den Römer Taruffi vor. Durch dessen Sturz beim Grossen Preis von Tripolis wurde der Platz frei, so dass nun Zehender und Nuvolari auf den neuen Maserati-Monoposto 3000 ccm in den Kampf gehen. Nuvolari wird tatsächlich das Avus- wisse es nicht. Mehr fragte er nicht. Trotzdem er die verfängliche Frage auf den Lippen hatte... ob sie allein verreist sei? Andere Fragen schwebten ihm auf den Lippen, deren Beantwortung ihm voraussichtlich über manches in der Zeit seiner Abwesenheit Aufklärung gebracht hätte. Erleichterung, Beruhigung. Aber vielleicht auch das Gegenteil. Allein er drängte alles in sich zurück in der Befürchtung, er könne dadurch die Aufmerksamkeit oder gar das Misstrauen des Hausmädchens erwecken. Er werde doch nichts tun, was seine Frau blosstellen könne. In dem verdunkelten Zimmer lag der Professor regungslos in seinem Lehnstuhl. Nur einmal hob er lauschend den Kopf, ihm war, wie wenn er im Zimmer über sich Schritte höre. Es war das Zimmer seiner Frau. Sollte sie doch nicht zur Ruhe gegangen sein? Er zündete ein Streichholz an und sah nach seiner Uhr. Mitternacht. Gespannt horchte er... nichts. Der Kopf sank ihm in Ermüdung zurück und mit geschlossenen Augen träumt er sich wieder in die letzten Tage zurück, in die Erwartung ihrer Rückkehr, die er wie eine Erlösung herbeisehnte unter dem Drucke der Ungewissheit, was sie ihm bringen würde. Er bedauerte es, ihr seine Ankunft verschwiegen zu haben,' und schalt sich anderseits einen Feigling, der nicht den Mut fand, den Tatsachen ins Auge zu sehen. Ruhelos wanderte er nach seiner Rückkehr durch die verlassenen Wohnräume, zusammenschreckend bei jedem Rollen eines Wagens, das von der Strasse heraufdrang. Am zweiten Tag raffte er sich zu einem Entschluss auf. Er griff nach seinem Hut und ging zu Dr. Heckmann. Es zog ihn dorthin. Wenn in der Zwischenzeit seine Frau käme, schöne Grüsse von ihm, er sei nur für einen Sprung nach der Klinik. Er käme sogleich wieder zurück. Die letzten Nachrichten, die er von Dr. Heckmann noch nach Batavia bekommen hatte, waren gerade nicht erfreulich. Alles kam ihm zusammen. Als er eintrat, sah Dr. Heckmann mit zusammengekniffenen, kurzsichtigen Augen durch ein mit einer hellen Flüssigkeit gefülltes Glasröhrchen, das er gegen das Fenster hielt. Fast wäre ihm vor Ueberraschung die Eprouvette aus der Hand gefallen. Unzählige Fragen und Antworten gingen hin und her. Allem vorausgehend hatte er dem Assistenzarzt erzählt, seine Frau sei verreist, kein Wunder, denn sein Telegramm sei nicht angekommen. Seine Frau habe ihm seinerzeit geschrieben, sie plane im Frühjahr eine Reise nach Italien, womit er natürlich sehr einverstanden gewesen sei, und nun falle diese gerade jetzt mit seiner Ankunft zusammen. Schade! Keine Miene verzog er, als er diese Lüge erzählte. Absichtlich lenkte er sogleich von diesem Thema ab. Es lag ihm nicht, sich in Unwahrheiten zu ergehen. Nur Unerfreuliches bekam er zu hören. Es sei ein glücklicher Zufall, dass der Herr Professor zurückgekommen sei. Er zuckte unwillkürlich zusammen. Mit gerunzelter Stirne hörte er Heckmanns Berichte, forschende Zwischenfragen stellend, Aufklärungen verlangend, Bedenken aussprechend, Anregungen gebend, bald zustimmend, bald widersprechend, aber wenn er alles, was er hörte, zusammenfasste, so führte es nur zu unerwarteten Enttäuschungen. Alles, was Heckmann unternommen, hatte versagt. Vermehrung, Verminderung der Dosierungen, Aenderungen in anderer Richtung, Vergrösserung und Verkleinerung der Zeitabstände der Impfperioden, alles vergeblich. Vor allem rätselhaft und ungelöst die Verschiedenheit der Wirkung im einzelnen Krankenindividuum. Dauernde Erfolge, dann wieder nur vorübergehende Augenblickserfolge, die zu Täuschungen führten, anfängliche Besserungen mit bösartigen Rückschlägen. In der letzten Woche zwei Fälle mit letalem Ausgang. Die Leitung der Klinik stehe nun auf dem Standpunkt, weitere Versuche mit dem Neutrachinin endgültig einzustellen. Kein Wunder. (Fortsetzung folgt.)

43 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE rennen bestreiten, trotzdem sein in Alessandria gebrochenes Bein noch lange nicht fertig geheilt ist. Man muss die Willenskraft diese Mannes bewundern, der sich zu diesem Entschluss aufgerafft hat und unter Umständen eine den andern Fahrern ebenbürtige Leistung zeigen kann. Der bedauernswerte Italiener wird sein linkes Bein natürlich überhaupt nicht gebrauchen können. Auf jeden Fall scheinen sehr triftige Gründe vorzuliegen, die Nuvolari zu dem Start in Berlin bewegten. Ob die Aerzte mit dem Plan des Rekonvaleszenten ganz einverstanden sind, darf man bezweifeln. Viele Sportsleute werden vielleicht ebenfalls finden, ein solche: Unternehmen bedeute Herausforderung an das Schicksal und eine Unverantwortlichkeit sich selbst gegenüber. Wie wir noch im letzten Augenblick erfahren, hat Bugatti für das Rennen abgesagt. Die 2800 ccm-Wagen sollen nochmals Aenderungen unterzogen werden. Die Auto-Union anvertraut den einen ihrer P-Wagen Stuck, den anderen Prinz Leiningen. Der dritte Fahrer ist im Augenblicke noch nicht bestimmt. Der erste Pilot von Daimler-Benz ist v. Brauchitsch, der zweite Fagioli, den dritten kennt man ebenfalls noch nicht. Selbstverständlich verfügt das Avusrennen auch wieder über eine grosse Zahl von bedeutenden Einzelfahrern, wie E. Howe auf Maserati 3000 ccm, Paul Pietsch auf Alfa Romeo 2600 ccm, Siena auf Maserati 3000 ccm usw. Der Amerikaner Peter de Paolo hat seinen Miller-Spezialwagen ebenfalls angemeldet. Die Schweiz ist mit Hans Rüesch auf Maserati 3000 ccm am Avusrennen gut vertreten. Die kleine Wagenklasse ist beim Avusrennen jedes Jahr hervorragend besetzt. Auch diesmal kommt diesem Lauf grosse Bedeutung zu. Die Schweiz hat an diesem Rennen schon deshalb Interesse, weil hier erstmals die drei Zweitakt-Rennwagen des in Deutschland lebenden Konstrukteurs Zoller erprobt werden. Die Maschinen sind den Deutschen Ernst von Delius, Gerhardt Macher und ^Herbert Wimmer anvertraut. Noch eine wei- /-? 3re Konstruktion wird bei diesem Rennen der Kleinwagen zu sehen sein. Der Deutsche Stösser baute sich eine eigene Maschine mit einem obengesteuerten B. M. W.-Motor mit Kompressor. Das mit einer Aluminium-Karosserie versehene Fahrzeug wiegt nur 500 Kilogramm. Als Favoriten starten der Deutsche Burggaller und der Franzose Veyron, beide auf 1500-cctn-Bugatti. Der Franzose Vagniez besitzt einen Maserati 1500 ccm, auch der Konstrukteur Maserati ist auf einem 150O-ccm-Wagen seiner Firma gemeldet und Earl Howe verfügt über den schnellen 1500-ccm-Delage. Zu erwähnen ist auch noch der italienische Graf Castelbarco mit seinem 1500-ccm-Maserati. Die kleinen Wagen haben 10 Runden, demnach 196,5 km, zu bewältigen. Die Rennen werden auf der berühmten Avusbahn in Berlin-Grünewald durchgeführt. Die Strecke dient bekanntlich als ideale Ver- "-^indungsstrasse zwischen Berlin und Potsdam. Sie wird gleichzeitig auch als Autoprüfungsstrecke verwendet. Unmittelbar nebeneinander ziehen sich die 9 km langen und 10 m breiten Strassenbänder dahin, die nur am obern und untern Ende durch erhöhte Haarnadelkurven verbunden sind. Die Bahn ist bekanntlich erneut ausgebaut worden und wird in diesem Jahre höhere Stundenmittel als je erlauben. Eine neue Avus-Probefahrt mit dem P-Wagen, die vor wenigen Tagen vorgenommen wurde, gibt im übrigen einen Begriff von den Geschwindigkeiten, mit denen man in diesem Jahre zu rechnen haben wird. Trotzdem die Wagen wegen letzten Bahn-Umbauten wenige Sekunden an Zeit verloren, legte Stuck eine Runde in 4 Min. und 59 Sek. zurück. Er kam somit an den phantastischen Durchschnitt von 236 km/St, heran. Stuck hatte bei dieser Fahrt ein sehr kitzliges Abenteuer zu bestehen. Bei sehr hoher Fahrt platzte ihm ein Pneu. Man hatte bisher angenommen, dass im Falle eines Reifenschadens bei solcher Geschwindigkeit der Wagen kaum auf der Bahn zu halten sei. Stuck behielt jedoch das Fahrzeug in der Gewalt und brachte es ohne jeden Zwischenfall zum Stehen. Man rechnet damit, dass die Reifen nicht mehr als 10 Runden aushalten. Da das Rennen der grossen Klasse über 15 Runden der 19,5 km langen Bahn, demnach über 294,4 km, führt, so muss mit einem Reifenwechsel gerechnet werden. Wer nicht zu wechseln braucht, der wird unter Umständen Sieger. Die Avus stellt an Motoren und Pneus gleich hohe Anforderungen. Die Bahn steht im direkten Gegensatze zu einer solchen wie in Monte Carlo oder Montreux. Die Strapazierfähigkeit des Motors wird hier unter Beweis gestellt Dabei muss der Fahrer verstehen, mit seiner Maschine gewissermassen «haushälterisch» umzugehen. Forciert er zu Anfang ohne Bedenken gleich darauf los, so wird er seinem Ungestüm mit einem Defekt des überbeanspruchten Motors hiissp.n müssen. Srtirvn Trinnlic hat rlfintlir.fi «gezeigt, dass auch die neusten Rennwagen Mühe haben, auf sehr schnellen Spezialbahnen andauernd hohe Stundenmittel zu halten. Nachdem bekanntlich das Avusrennen 1932 mit dem Ueberraschungssieg von Brauchitschs auf dem Mercedes-S. S. K. geendet hat, kam letztes Jahr Varzi auf Bugatti 4900 ccm an die Spitze. Der Italiener erreichte einen Stundendurchschnitt von 206,9 km/St. Caracciola am Start! Wie wir in letzter Minute aus Berlin erfahren, wird Rudolf Caracciola entgegen allen Meldungen über dessen endgültigen Rückzug vom Autosport am nächsten Sonntag erstmals wieder auf der Berliner Avus an den Start gehen. Der Deutsche wird dabei für die Daimler-Benz-A.-G. fahren. Gestern Donnerstag trainierte er mit einem neuen Mercedes-Benz und erreichte dabei das erstaunliche Stundenmittel von 230 km in der Stunde. Die Nennungen: Klasse über 1500 ccm: Hans Stuck (P-Wagen) Prinz von Leiningen (P-Wagen) X (P-Wagen) Manfred von Brauchitseh (Mercedes-Benz) Fagioli (Mercedes-Benz) Caracciola (Mercedes-Benz) Zehender (Maserati 3000 ccm? Earl Howe (Maserati 3000 ccm) Tazio Nuvolari (Maserati 3000 ccm) Peter de Paolo (Miller 5200 ccm) Paul Pietsch (Alfa Romeo 2600 ccm) Hans Rüesch (Maserati 3000 ccm) Eugenio Siena (Maserati 3000 ccm) Achille Varzi (Alfa Romeo 3000 ccm) Louis Chiron (Alfa Romeo 3000 ccm) Guy Moll (Alfa Romeo 3000 ccm) Wagen bis 1500 ccm: Walter Bäumer (Austin 750 ccm) Werner Bäumer (Austin 750 ccm) Willy Briem (Amilcar 1100 ccm) A. Brudes (M.G. 750 ccm) E. G. Burggaller (Bugatti 1500 ccm) Graf Castelbaroo (Maserati 1500 ccm) E. v. Delius (Zoller-Wagen 1500 ccm) Ph. Fork (M.G. 1100 ccm) Earl Howe (Delage 1500 ccm) R. Kohlrausch (M.G. Magic 750 ccm)' Gerhardt Macher (Zoller-Wagen 1500 ccm) Maserati (Maserati 1500 ccm) Sandri (Maserati 1500 ccm) W. Seibel (Bugatti 1500 ccm) H. Simons (Bugatti 1500 ccm) B. Soika (Bugatti 1500 ccm) E. Stösser (B.M.W.-Spezial 1100 ccm) Andre Vagniez (Maserati 1500 ccm) Pierre Veyron (Bugatti 1500 ccm) H. Wimmer (Zoller-Wagen 1500 ccm). fco. Grosser Preis der Picardie. Neben dem Avusrennen findet in Frankreich am 27. Mai auch der Grosse Preis der Picardie auf der Rundstrecke von Perotme statt. Trotz der gewaltigen Konkurrenz des Berliner Rennens verfügt der Grosse Preis der Picardie über eine ganze Anzahl erstklassiger Fahrer wie Sommer (Maserati 3000 ccm), Etancelin (Maserati 3000 ccm). Brunet (Bugatti 2300 ccm), Benoit Falchetto (Maserati 3000 ccm), Chinetti (Alfa Romeo 2600 ccm), sowie Mme Itier (Bugatti), Girod (Salmson) Jahan (Salmson), Decaroli (Bugatti) usw. in der kleinen Klasse. Die Rundistrecke von Peronne, auf der bekanntlich vor einem Jahre Bouriat und Trintiimant tödlich verunglückten, ist auf das sorgfältigste ausgebaut worden. Am Mittwoch Indianapolis - Rennen. Am nächsten Mittwoch findet erneut das grösste amerikanische Rennen, der Grosse Preis von Indianapolis, statt. Für dieses 500-Meilen- Rennen haben sich 53 Konkurrenten gemeldet, die zuerst eine Reihe von Ausscheidungsläufen zu bestehen haben. Zu dem Rennen sind nur 33 Wagen zugelassen. Das Reglement des amerikanischen Rennens unterscheidet sich stark von den europäischen Bestimmunigen. Während bei uns das Gewicht limitiert ist, gelten in Amerika besondere Vorschriften für den Brennstoffverbrauch. Der Zylinderinhalt der Wagen darf 6000 ccm nicht übersehreiten. Viertaktmotoren dürfen höchstens 208,3 1 Brennstoff verbrauchen und Zweitaktmotoren 253 1. Der Brennstoffbehälter darf nicht mehr als 78 1 fassen und während des ganzen Rennens können höchstens 29,5 1 Oel verbraucht werden. Bei den Ausscheidungsläufen müssen die Maschinen minimal ein Mittel von 160 km/St, erreichen. 20 gemeldete Wagen verfügen über 4 Zylinder, 29 über 8, 3 über 16 und nur einer über 6. Zwei Wagen sind mit Vierradantrieb und 8 mit Vorderradantrieb zu sehen. Im fernem sind auch zwei Dieselwagen gemeldet, von denen der eine mit einem Zweitaktmotor sehr schnell sein soll. Der in Tripolis gestartete Lou Moore meldete einen «Foreman Axle Special». Alle bekannten Amerikaner sind am Start: «Deacon» Litz, Louis Meyer, H. W. Stubblefield, Bill Cummings, Wilbur Shaw, «Red» Schafer, Russell Snowberger, Fred Frame, Ralph Hepburn, «Shorty» Cantlon und weiterhin: «all the boys». Das Bol d'Or-Rennen. Ex aequo-Sieg von ChevalHer (Chevallier) und Maillard-Brune (M.G.) Das klassische Bol d'Or-Rennen im Walde von St-Germain-en-Laye bei Paris wurde diese Pfingsten wieder mit grossem Erfolge „Ich bin nicht reich genug, um billige Ware verwenden zu können —" hören Sie heute von wirtschaftlich denkenden Leuten mehr denn je. Das klingt paradox, findet aber sofort seine Erklärung, wenn Sie sich Ihrer eigenen Erfahrung erinnern, dass billige Ware nur scheinbar billiger ist als Qualitätsware. Stossen Sie sich deshalb nicht an dem etwas höheren Einstandspreis, denn nicht dieser ist massgebend, sondern die Kosten pro gefahrenen Kilometer, Pferdekraftstunden usw. 1 Eine auffallende Verminderung des Reparaturen-Kontos und eine Erhöhung der Betriebssicherheit kommen noch dazu, wenn Sie.für Ihren Wagen, ob Personen- oder Lastwagen, ausschliesslich das altbewährte Motoren-Oel der ältesten Marke der Welt i.voisne Limmatquai 1 Trade Mark verwenden. .-G„ Zürich durchgeführt. Nach dem Rennen der Motorräder starteten die Dreiräder und Sport- und Rennwagen bis 1100 ccm am Sonntagabend zu ihrer 24 Stunden langen Fahrt. 36 Wagen beteiligten sich an der Konkurrenz. Das Hauptinteresse der grossen Zuschauermassen konzentrierte sich selbstverständlich auf die Rennwagenklasse 750 und 1100 ccm, da hier erfahrungsgemäss jeweils der Sieger zu finden ist. Die erste Stunde führte bereits Chevallier mit seinem selbst konstruierten Chevallier-Vorderantrieb-Wagen an. Nach einiger Zeit ging Blot auf Amilcar an die Spitze vor, die dieser dann während eines grossen Teiles der Nacht ununterbrochen halten konnte. Nach %. des Rennens musste der Amilcarfahrer wegen Maschinendefektes aufgeben. Zuerst wurde Lemaltre auf einem E. H. P. 1100 ccm-Sportswagen Erster, doch bald ergriff Poulain auf Amilcar in der Rennwagenklasse bis 1100 ccm die Führung. Drei Stunden vor Schluss des Rennens fiel auch dieser aus, und nun lag bis zum Schluss Chevallier an der Spitze. 13 Minuten vor Ende des Rennens musste Chevallier mitten auf der Strecke wegen eines kleinen Defektes anhalten. Seine Chancen schwanden zusehends; schon schien sein Sieg verloren. Der ausgezeichnete Fahrer Maillard-Brune holte mit seinem M. G. in der 750 ccm Klasse mächtig auf, und so kam es, dass Chevallier und Maillard-Brune zur gleichen Zeit durchs Ziel Schossen. Sie wurden damit Ex-aequo-Sieger des Bol d'Or. Die Resultate. > Dreirad 500 ccm: f. Albert (Trelba), 323 Runden, 1350 km (Stundenmittel 52,2 km/St.), neuer Rekord. 750 ccm: 1. Remond (Sandford), 362 Runden, 1471,360 km (Stundenmittel 61,306 km/St.) 1100 ccm: 1. Fleury (Darmont), 362 Runden, 1513,160 Im (Stundenmittel 63,048 km/St.) Cyclecars 500 ccm: 1. Bertholon (Renaud), 290 Runden, 1212,200 km (Stundenmittel 50,508 km/St.) Rennwagen 750 ccm: 1. Maillard-Brune (M. G.) 434 Runden, 1814,120 km (Stundenmittel 75,588 km/St.), neuer Rekord. 1100 ccm: 1. Chevallier (Chevallier), 434 Runden, 1814 km (•Stundenmittel 75,5 km/St.) Sportwagen 500 ccm: f. Colin (Colin), 276 Runden, 1153 km (Stunden^ mittel 48 km/St.), neuer Rekord. 1100 ccm: 1. Lemaitre (E. H. P.), 431 Runden, 1801 fcra (Shindenmittel 75 km/St.) Die Pfingstrennen in Brooklands. die in eine ganze Reihe kurzer Handicau - Einzelläufe zerfielen, ergaben sehr schöne sportliche Leistungen. Besonderes Aufsehen erregte der Start Sir Malcolm Camobells auf einem 12-Zylinder-Sunbeamwagen, mit dem der Weltrekordmann den Brooklands-Klassenrekord der 5000-ccm-Wagen mit 123 km/Std. aufstellte. Sein Duell mit Raymond Mays (Riley 1500 ccm) gehörte zum Spannendsten der ganzen Veranstaltung:. Sehr interessant war auch der Zweikampf Oliver Bertram auf einem 12 - Zylinder - Delage 10.500 ccm und Kaye .Don mit dem 4900 ccm-Bugatti. Earl Howe gewann in überlegener Weise mit seinem 2300-ccm-Bugatti das Gold-Star-Rennen. Er etablierte dabei mit 208 km/Std. den Rundenrekord seiner Klasse. Die verschiedenen Handicap-Rennen ergaben die Siege von Aldington (Frazer Nash 1500 ccm), Mrs.. Petre (Bu$ratti 2000 ccm), Cormac (Alfa 1100 ccm). Harker (Harker Special 1500 ccm), Horton (M.G. 1300 ccm), Lord Howe (Bugatti 1200 ccm), Lucas (Riley 1100 ccm), Ecöles (Bugatti 2200 ccm), Embiricos (Bugatti 2300 ccm) und Everitt (M. G. 750 ccm). f *»«»•»# In de» Sdvweaat Grosser Preis von Montreux. Aenderungen der Nennliste. Unmittelbar vor Blattabschluss werden aus Montreux weitgehende Veränderungen der Nennliste gemeldet. Bugatti ist mit den Ergebnissen, die er mit seinen neuen 2800 ccm- Wagen erzielte, nicht zufrieden und hat alle Nennungen bis zum 1. Juli, dem Tag des Grossen Preises von Frankreich, zurückgezogen. Damit wird Montreux keinen offiziellen Start der Bugatti-Equipe bringen (wie auch das Avus- und das Eifelrennen nicht). Die welschen Organisatoren konnten sich als Ersatz bereits die Teilnahme des neuen 4- Zylinder-Maseratis sichern, der in Monte arlo unter Taruffis Leitung ein sehr vielversprechendes Debüt ablegte. Diese Maschine wird Zehender anvertraut. Als Sensation kann ferner gemeldet werden, dass voraussichtlich auch Chiron für die Scuderia- Ferrari startet. Da auch Varzi und Trossi, Moll oder Lehoux fahren, kann schon aus diesem Grunde mit einem grossen Kampf gerechnet werden. Als Einzelfahrer bleiben: auf Maserati: Etancelin, Straight, Hamilton, Braillard, Falchetto und Sommer, sowie Veyron auf Bugatti und Chinetti auf Alfa Romeo. Die Fahrer werden Mitte nächster Woche in Montreux eintreffen und dort ihr Training aufnehmen.