Aufrufe
vor 4 Monaten

E_1934_Zeitung_Nr.099

E_1934_Zeitung_Nr.099

'V iW. Schu. Mit einer

'V iW. Schu. Mit einer Plötzlichkeit, die den zum ersten Male im Gebirge Wandernden seltsam ergreift, wechseln in den Bergen die Temperaturen. Man fährt auf einer Zahnradbahn zwischen Pfingstrosen und Ginster berghinan und erlebt auf dem Gipfel das Ueberraschende, wie in wenigen Minuten eine augenblicks heransegelnde, drohend die Sonne verfinsternde Schneewolke Frühling und Duft auslöscht, den ganzen Berg mit wirbelnder Hast verschlingt. So geschah es auch uns; wir waren eine Reisegesellschaft von zehn, elf Köpfen, die wir uns vor dem hereinbrechenden Schlechtwetter in das kleine Berggasthaus flüchten mussten. Da sassen wir nun auf 4er hellerleuchteten Glasveranda und sahen uns von Zeit zu Zeit und im Gefühl des Geborgenseins den ungemütlichen Szenen-Umbau im Halbdunkel da draussen an. Wir waren meist jüngere Menschen, und nur ein älteres Ehepaar war unter uns; ein Doktor S., Besitzer einer Autofabrik in einer grösseren Stadt, weisshaarig und wettergebräunt, Typ des unverwüstlichen Sportsmanns, mit seiner dunklen, aus der Toscana stammenden Frau, für deren südlich-grazile Schönheit wir ausnahmslos mehr oder weniger entflammt waren. Da sassen wir also beisammen; allerlei Mären wurden aufgetischt; alle Herren unserer Runde hatten schon ihr merkwürdigstes Erlebnis in den Bergen erzählt, die Reihe, war jetzt bei dem weisshaarigen Doktor. «Ich'hätte Ihnen am liebsten etwas erzählt, das ausserhalb unseres sportlichen Lebens liegt, > sprach er, < so eine tolle Schulbubengeschichte, eine Jugendtorheit oder ähnliches. Aber sehen Sie, meine jungen Freunde, dieser erregende Abend heute! Dieser Vorstoss des Winters, er bringt mich auf ein Erlebnis, das nun allerdings schon ziemlich lange zurückliegt. Ich war damals ein junger Mann von einigen zwanzig Jahren, ein richtiger Draufgänger. Ich hatte Ferien und reiste mit einem winzigen Köfferchen und mächtigen Skiern ins Hochgebirge. Und nun erzählte er die höchst ungewöhnliche Geschichte einer Gletscherreise, die mit dem unbeschwerten Glück des von Quellengemurmel, Vogel- Bang und dem dunkeln Orgelbrausen der Kiefernwälder begleiteten Anstiegs begann und an der Grenze des Wahnsinns enden sollte ... «Ihnen brauche ich nicht das Hohelied des Skifahrens zu singen, nicht wahr, Sie kennen diesen Rauschzustand, da oben in der reinsten Luftschicht vogelfrei unter dem Himmel hinauf- und hinabzuschweben — na, und ich in meiner tollen Stimmung! Schliesslich schnallte ich, in einer jähen Laune, die Bretter in der Nähe eines dachförmigen Felsvorsprungs ab, steckte sie mit den Stöcken in den grobkörnigen Schnee und wanderte ein Stück in die weisse Einsamkeit, in die unglaubliche Stille. » Was geschah weiter? Zunächst nicht mehr, als Stelle finden», und er stösst den Pickel in den Schnee. Es knirscht. Kein Halt. «Robert, bitte, tu's nicht. Mir zuliebe.» Einen Augenblick sieht er sie erstaunt an, dann: «Vera, du bist doch sonst nicht ängstlich.» «Du darfst nicht.» «Lass mich.» Und er schlägt die kleine Wächte durch, wo er sich hinunterlassen will. Da, ein Aufschrei. Robert wirft sich vor, greift ins Leere. Das Seil ist plötzlich ins Rutschen geraten, dem Abgrund zu, ist hinabgefallen. Hans packt Robert am Rock und zieht ihn zurück. Beinahe hätte Robert das Gleichgewicht verloren. Keiner begreift, wie das geschehen konnte. Was nun? Seit vielen Stunden liegt einer und wartet auf Hilfe. Und jetzt macht ein Zufall alles zunichte. Aber dort an dem Vorsprung ist das Seil hängen geblieben. Roberts Hände zittern, wie er mit dem geborgenen Seil zurückkommt. Sein Gesicht ist fahl geworden. Nicht die körperliche Anstrengung ist das. Nur Hans bemerkt es: «Was ist mit dir?» Robert schweigt. Dann geht er mit stummer Verbissenheit ans Werk. Und es gelingt. Notdürftig geschient und gelabt ist der Verletzte. Aus Skiern und Stöcken ein Schlitten soll ihn talwärts bringen. Aber der Schnee ist tief, bis zu den Hüften versinken sie oft. Und müde sind sie, hinlegen möchten sie sich in den Schnee und schlafen. Die »Mädels sollen voraus in die Hütte, und einheizen, und wenn eine es noch könnte, zum nächsten Bauernhaus fahren. Grau sind ihre Gesichter, tief in den Höhlen die Augen. Jetzt sind sie am Ziel. Bauern mit einem Hörnerschlitten warten schon. In der Hütte richtet Vera ihnen Tee. Anni und Gertrud schlafen schon. Erwin schläft ein, angezogen wie er ist. «Robert, was tust du?» Vera sieht, dass er Dinge in den Rucksack packt, ihn schliesst. Mit langsamer, müder Bewegung hängt er ihn um. Rasch tritt sie vor ihn. Wohin er wolle? Sein Blick ist unsagbar traurig. Streicht langsam über ihr Gesicht. «Dass du das tun konntest, Vera.» Die Türe hat sich hinter ihm geschlossen. Zwei metallische Töne. • Die Strammer der Bindung sind eingeschnappt. Dann nichts, mehr. Robert fährt talwärts. Er achtet nicht auf den Weg, sieht ihn kaum. Er sieht immer nur eines, fortwährend: den Fuss, der das Seil hinabstösst in den Abgrund. Veras Fuss. Die Nacht auf dem Gletscher Ein Erlebnis in den Bergen. Wir empfehlen Ihnen, diese Wintersports- Nummer aufzubewahren. Das Wlntersportprogramm auf Seite 12 wird Ihnen jederzeit willkommene Orientierung vermitteln. dass der Himmel in kurzer Zeit voller schmutziger Wattebäusche hing und darauf ein Schneesturm losbrach, der in wenigen Minuten alles in ein undurchdringliches Dunkel hüllte. Dem jungen Mann erschien die Situation nicht weiter gefährlich, er gedachte sich seine Skier anzuschnallen und auf kürzestem Wege ins Tal zurückzukehren. Aber er fand seine Bretter nicht mehr, er verlor jede Orientierung. Menschen und Siedlungen waren nicht in der Nähe, die nächste Hütte wohl eine Stunde weit, alle Spuren, Schneebahnen und Bergspitzen vollkommen verschüttet, begraben, in unendliche Massen Schnees eingetaucht. Nur der Sturm brauste jetzt durch die lichtlose Oede, und es war ihm zumute, als versänke die Erde und der Weltraum sei restlos erfüllt von diesem unaufhörlich herabbrandenden, eisig kalten Weiss, um ihn endlich lebendig einzuschaufeln. Aber er wollte leben, er war ja so jung, er musste aus diesem Chaos einen Weg ins Licht und ins Tal finden. Er holte aus der Tasche seine Streichhölzer hervor und bemühte sich umständlich, eine Kerze zu entzünden. Der Sturm, blies sie aus. Er versuchte es dreimal, zehnmal; vergeblich. Nun begann er angestrengt zu denken, den Wegen nachzuspüren, die nach unten führten* Und er wanderte, obwohl er bis über die Knie int den lockeren Schnee sank, er wanderte, nur mjt, Eispickel, Thermosflasche und einer Skibindung ausgerüstet, und spürte in sich die Kraft, sjch au^ der Hölle des Schneesturms zu retten. Mit dem Mü| und der kämpf gewohnten Frische seiner junge» Jahre stampte er Stunden über Stunden durch, den' immer höher ansteigenden Schnee, bis es Abend' und nun fast völlig dunkel wurde. Das Schneetreiben hatte endlieh aufgehört, aber als schon die Sterne der Nacht über ihm standen, fasste ihn lähmendes Entsetzen: war er nicht im Kreise gegangen? Stundenlang, sinnlos, kräfteverzehrend, immer rundherum? Uebermenschlich muss der Verzweiflungsmarsch über Felsen und durch grundlosen Schnee gewesen sein, das fühlten alle um unsern Tisch, die an den Lippen und Augen des Doktors hingen. Es war auch eher ein Kampf denn eine Wanderung, ein Kampf mit Graten und Schluchten, die überall, un-; kenntlich geworden durch die Schneedecke, auf Opfer lauerten; aber auch ein Kampf der allen Widerstand überwindenden Seele mit dem gebrechlichen Körper, der immer aufs neue von einem unbändigen Daseinswillen aufgestachelt werden musste. Wenn Schlaf die Sinne des Ermüdenden befiel, gab seine Seele das Alarmsignal: höchste Gefahr 1 Denn Ausruhen wäre das Ende gewesen. Zuweilen schien es ihm, als drehe sich auf seiner Netzhaut die Welt im Kreise, eine chaotische Urwelt, die ohne Anfang und ohne Ende war. Seine Augen brannten von dem eintönigen nächtlichen Weiss des Schnees und den krampfhaften Versuchen, die Nacht in die AUTOMOBIL-REVUE 1934 - Ferne hin zu durchbohren. Er quälte sich wieder stundenlang vorwärts, da tauchte wieder vor ihm ein Felsvorsprung auf, der abermals jenes Aussehen hatte wie jener, von dem er ausgegangen war. Er lag da, nun völlig erschöpft, von innen ausgehöhlt, keuchend und verzweifelt, den messerscharfen Schmerz des Eises im verklebten Gesicht. Ein unfassbares Brausen war in der Luft, aus den Tiefen des Gletschers, dieses sich langsam vorwärtsbewegenden Eisgebirgs, stieg ein vulkanisch grollender, orgelnder Donner, ein Knistern und Knacken, manchmal auch ein schweres Brechen wie von zermalmten, einander zermahlenden Felshlöoken < traf sein überempfindliches Gehör. Das Eisungetüm schien von geheimem Leben zu pulsen und zu bersten. Von deil Graten, die unverrückbar bisher wie stumpfe Posten in der Wüste gestanden, wälzte es sich plötzlich drohend heran, eine kapuzenbehangene, das Gewölbe des Himmels mit Pfeifen und Gurgeln erfüllende Schar von Riesen. Der elende Wurm da im Schnee stiess sie mit den Füssen von sich, er schrie ihnen, der Raserei nahe, seine fiebernden Gebete entgegen. Der Sturm brauste lange durch seinen erschlafften Körper; das Fieber rettete ihn vor der Erstarrung. Als es von ihm abfiel, kam noch einmal eine grosse Klarheit in seine zerrissenen Gedanken. Er wollte sich Gewissheit verschaffen: an eine vorragende Steinspitze hängte er die Thermosflasche, seitlich davon an einer geschützten Stelle stiess er den Eispickel in den grobkörnigen Firnschnee und auf einem einsam hervorragenden Felsblock befestigte er die Skibindung — zum drittenmal würde er nicht mehr zum Narren gehalten werden! So trat er wieder den Marsch an, vielleicht den dritten gleichen Marsch. Kein Stern war über ihm, kein Lebewesen in seiner Nähe. Nur das dunkle Sturmbrausen rollte durch die Stille, brach sich an den Firnwänden, verfing sich singend in den Gletschertöpfen; oder auch ein Schurren und Brummen, das aus der Tiefe der Erde aufzusteigen schien, wo die schwerfälligen Gleitbewegungen des Gletscherkolosses zu ungeheuren Quetschungen führten. Todmüde war der Bergsteiger, aber seine Sinne waren überwach, krankhaft empfindlich. Zuversicht zog wieder in seine Brust ein, Hoffnung, dass er nun endlich aus dem Karussel der Sinnestäuschungen ausbrechen und talwärts zu einer Hütte gelangen, nie mehr die Spuren dieses letzten Marsches zurückpilgern werde! Seh weiss brach ihm aus auf der Stirn, seine Hände befiel ein Zittern, seine Beine erkalteten, er fühlte, dass dies die letzte Etappe sein müsse. An einer Stelle zog er seine Taschenuhr: sie stand still. Sie musste schon sehr lange stehen geblieben sein, denn als es ihm gelang, ein Streichholz zu entzünden, standen die Zeiger auf halb zehn. Nach wenigen Schritten stolperte er, aber es war keine Wurzel, wie er zuerst glaubte, es war der Körper eines Menschen, einer hier kraftlos zusammengebrochene», vom Schnee halb begrabenen Frau, die, wie um sich der todbringenden Umklammerung zu entziehen, beide Arme schräg in die Höhe gestreckt hatte. « Wie konnte ich nur der Unglücklichen helfen? Ich, der ich selbst völlig erschöpft war! » sagte der Doktor mit beinahe gehauchter Stimme. « Wäre ich überzeugt gewesen, dass sie tot sei, nun, ich hätte bedenkenlos weiterziehen können. Aber ich fühlte ja, dass sie noch leben müsse, ohne dass ich Anzeichen für meine Annahme gehabt hätte. Eine Stimme sagte mir, dass ich aller Aussichtslosigkeit zum Trotz helfen müsse, und ich hob sie mit meinen letzten Kräften auf meine Schultern. > Die Polizei wirft Juckpulver. Bei einer Demonstration von Hafenarbeitern in San Franzisko wandte die Polizei ein neues Abwehrmittel an. Ueber die Demonstranten fielen handgfanätenähnliche Bomben, die'sich öffneten und grosse Mengen Von Juckpulver verstreuten. Es dauerte nicht lange, so wälzten sich die Demonstranten am Erdboden, juckten und kratzten sich. Bei einer ähnlichen Demonstration kündete die Polizei wiederum an, dass sie mit Juckpulver werfen würde, worauf sich die Ansammlung von selbst auflöste. Staatsgespräch mit einem Dienstmädchen. Zur Eröffnung des automatischen Fernsprechbetriebes in Lissabon sollte der portugiesische Staatspräsident, General Carmona, das erste selbstgewählte Gespräch führen, und zwar mit dem spanischen Ministerpräsidenten. Auf allen Plätzen von Lissabon hatten sich die Menschen angesammelt, denn das Staatsgespräch sollte durch Lautsprecher übertragen werden. Das Gespräch kam auch zustande und Präsident Carmona machte nach Madrid Mitteilung von der Eröffnung des Selbstanschlussbetriebes in Lissabon. Von drüben antwortete jedoch statt des spanischen Ministerpräsidenten eine Mädchenstimme mit ländlichem Dialekt: «Ich werde mich sicher nicht daran gewöhnen, das neue Ding zu benutzen !» Der Präsident verlor zwar einen Augenblick die Fassung, erklärte dann aber heiter, sie werde sich schon daran Jetzt wurde des Doktors Rede öfters zusammenhanglos, zu gross war des Herzens Aufruhr, als dass er alle Vorgänge der furchtbaren Nacht noch logisch hätte aneinanderreihen können. Er sprach gehetzt, gedämpft und sprunghaft, wie wohl auch die Ereignisse sich damals überschlugen und seinen Verstand schliesslich verwirrten. Wie er immer wieder mit der Last hinstürzte und sich wie durch ein Wunder doch wieder aufrichten konnte und wieder ein Stück weiter keuchte. Von fernher prasselndes Gestein, dumpfe Aufschläge, die aus der Tiefe ein mächtiges Echo in den Himmel emporwarfen, kündeten ihm den Sturz von Lawinen. Hätte er mit hinabrollen können! Aber er war ja in Sicherheit, in einer entsetzlichen Sicherheit, wie auf einer langsam durch das All schwimmenden Insel. Mit einemmal verliessen ihn die Kräfte. Die Gewalt der Kräfte ausser ihm drückte ihn ins Knie und wieder entsank ihm die Last. Da zog er sein Taschenmesser und kerbte tiefe Schnittwunden in seine Linke, damit der Schmerz ihn wach halte, das warme Blut seine trockenen Lippen und die Zunge erfrische. Noch einmal vermochte er die nun schon seltsam teure Last zu heben. Aber es war ihm, als stiege er in sein eigenes Grab, als er den Eispickel wiedererkannte, den er vor drei Stunden in den Firnschnee gerammt hatte, als nacheinander wie Boten des Todes alle andern Gegenstände auftauchten und die Konturen des Felsvorsprungs schwach sichtbar wurden. Dreimal war er von hier aufgebrochen — Spiegel der Zeit dreimal zurückgekehrt. Von völliger Hoffnungslosigkeit niedergedrückt, wühlte er sich wie ein sterbendes, von Dämonen gejagtes Tier in den Schnee, er schrie und schluchzte, und seine Linke blutete aus vielen Wunden. Vor seinen entzündeten Augen begannen die Sterne, die Berge und fern stürzenden Lawinen einen irren Tanz, aber auch die Frau neben ihm, der Eispickel, die Thermosflasche, die Skibindung und der Feldkocher kreisten mit, und wenn der Sturm sich über die Grate wälzte, empfand er es in seiner Zerstörung, als flögen lange Vogelzüge um den Gletscher, unendliche Züge von Raben, die gierig nach seinem Leichnam krächzten. Den der Tod damals wie ein Geier umschwirrt hatte, schloss nun still und erschöpft: « Hilfe, die kam gegen morgen. Sie kamen auf Skiern, mit Fackeln und einer handlichen Bahre. Ich wurde gerettet; gesund wurde ich freilich erst nach vielen Jahren, in denen ich an einer richtigen Bergpsychose und an Schlafwandel litt. Ich konnte lange nur in der Ebene leben, musste mein Schlafzimmer nachts wie einen Kerker sichern lassen. » Wir schwiegen lange, als der Doktor geendet hatte. « Und die Frau? Was ist mit ihr geschehen? » fragte endlich einer aus der Runde. « Auch sie lebt, » erwiderte er mit einem Lächeln um die schmalen Lippen, mit dem Kopf und einer leichten Verbeugung freundlich auf seine Frau weisend, die dunkel, mit fernen, entrückten Augen in die Nacht der Berge hinaussah. gewöhnen, denn sie sei dann viel leichter und schneller zu « errufen ». Die Lissaboner vor den Lautsprechern haben selten so herzlich gelacht. Nachträglich stellte sich heraus, dass der spanische Ministerpräsident gerade abwesend war, als Präsident Carmona ihn anrief. Das Dienstmädchen hatte dem Staatspräsidenten treuherzig geantwortet, ohne die geringste Ahnung davon zu haben, mit wem sie « die Ehre hatte ». Was Jedes Mädchen weiss. In Amerika sollte statistisch festgestellt werden, was der Bildungs- und Interessenkreis des jungen Mädchens umfasst. Eine Umfrage unter 1000 Studentinnen ergab, dass es drei Gegenstände gibt, die alle interessieren und über die sie imstande waren, sich fliessend zu unterhalten, nämlich: Schönheitspflege, Film und Flirt. neue ©enerafion »ertoenbet sutn SRajteren toeber $ßttt|el nod) Seife mejjr. 3Me Creme SRastrite f)at «H btes erfe^t. Wart ftreidjt fte mit bem ginget in einem Slugenblttf auf bie jjaut, unb bas SRaFiermeffet gleitet jofort. Sdjtufc mit ben Srfjnitten unb Neigungen. 3m ©egenteiL ein ßmpfinben von feljr angenfjtner gtifdje. gfür feljt ijarte SBärte »or Slnroenbung gut an?eutfjten. gatts 3I)t 2ie» feront biefen Stitifel nicfjt füljrt, fenben Sie, Bitte, 8fr. 1.50 in SBttefmatfen an bie Hamann« (Enraub 21. ©., ©enf, bie SJjnen eine $106etufce für 30 mal aufenben Iafjen toirb. w&s Beim Einkauf Ihrer Aussteuer und zum Ergänzen Ihrer Bett-, Tisch- und KOchenwäsche verlangen Sie im Detailgeschäft W & S Leinen, die Ware ist mit obiger Schutzmarke bezeichnet Fabrikanten: Worb * Scheltlln A.-Q., Burgdorl Die aparten Geschenke für die DAME Maison Colette, Zürich Rennweg 24 Telephon 70.387 Göschenen BAHNHOF BÜFFET Umladestelle tür die Autos nach und von Airolo. Kalte und warme SpeiseD zu jeder Tageszeit. Auskunft über Fahr- und Transportverhältnisse. Tel. 11. (Nicht zu verwechseln mit Hotel Bahnhof.) Höfliche Empfehlung Steiger-Gurtner. Kleider v. Fachmann für Damen u. Herren nach Maß 70 bis 130 Fr. in feinen bis feinsten Stoffen. Garantie für moderne Ausführung und einwandfreien Sitz. Sehr große Auswahl auch in fertigen Sachen. U.Stutz Kasernenstraße 15 TELEPHON 35.515 Zürich Kindermädchen und Krankenpflegerinnen Seriöse und gewinnbringende Laufbahn f. Töchter. Stellenvermittlung. Verlangen Sie Auskünfte durch Ecole de puericulture Chemin des• Grangettes — Grange-Canal, GENEVE. £rka auf kleine Raten — erster Schritt zu grossen Taten Fr. 30 Anzahlung genügen zum Kauf der neuen Erika; den Best bezahlen Sie in bequemen Monatsraten. Es gibt keine bessere tragbare Schreibmaschine. Erika, die kleine Maschine für grosse Leistung, besitzt dieselben Vorzüge wie eine grosse Bureaumaschine, kostet jedoch nur halb soviel. Erika ist die erste Kleinmaschine mit automatischem Setztabulator. Derselbe bedeutet beim Schreiben von Aufstellungen, Rechnungen, Listen usw. eine grosse Erleichterung. Generalvertreter: V. HMUäLER-ZEPF • ÖLTEN Verlangen Sie sofort den ausführlichen Gratisprospekt und die Adresse der nächsten Erikavertretung.

«Tn Ali iOQA Revue der Wintersport-Mode Die modernen Skikostume. Die Mode redet auch beim Wintersport ausgiebig mit, Paris kümmert sich eifrig darum, und reichliche Sportkollektionen wurden erst kürzlich wieder gezeigt. Wir unterscheiden praktische-formschöne Sportausrüstung, worunter wir vor allem die Skikleidung verstehen, und sehen uns zugleich um unter all den Neuheiten, die für kleine Touren, zum Skifahren auf gebahnten Strassen, ja oft nur als Kurorttenue zu werten sind. Echtes Sporttenue muss vor allem aus ganz wasserdichten und doch etwas porösen Stoffen hergestellt werden, ferner müssen die Schnitte grösste Bewegungsfreiheit garantieren; dabei sollte vermieden werden, was entweder zu warm oder zu wenig schützend sein könnte. Dank der Mode, die jedoch ihre Grenzen genau zieht, wo es sich um ernsten Sport handelt, erhielt der Skianzug schon vor einigen Jahren seine adrette, kleidsame Form. Und das Schuhwerk, das in Uebereinstimmung mit der Skibindung stehen muss, wurde zum geschmeidigen Sportswerkzeug. Auch heute behält der dunkelblaue Skianzug, entweder mit Veston oder mit kurzer Jacke, wenn nicht mit der in der Taille festsitzenden Skibluse seine Geltung. Noch stehen die überfallenden, ziemlich weiten, sogenannten Norwegerhosen obenan. Immerhin wird auch zum ernsten Sport etwas mehr der Knickerbockeranzug getragen; die verkürzte Hose hat mehr Bedeutung bekommen. Es wird sich zeigen, wie diese Neuerung sich auswirkt. Ueber die langen Strümpfe noch weit heraufreichende Wickelgamaschen als Schneeschutz zu tragen, ist nicht jedermanns Sache. Neben Dunkelblau erscheint auch Braun als beliebte Skianzugsfarbe. Doch ist auch von helleren Tönen in starken gabarindeartigen Stoffen die Rede. Immer noch gibt es auch Sportsleute, die sich von ihrem segeltuchartigen, wasserdichten Anzug nicht trennen. Diesem sehen die neuen Stoffe ziemlich ähnlich. Was die Skijacken anbetrifft, so werden immer solche den Vorrang besitzen, die gut zu schliessen sind und das Eindringen von Nässe und Schnee verhindern. Alle Kragen sind zum Hochschliessen gearbeitet, die Taschen mit Patten oder doch mit Reissverschluss versehen. Zwei- und Einreiher stehen zur Auswahl bereit, gegürtete und ungegürtete Fassonen. Weniger dagegen sehen wir den Blitzverschluss, an dessen Stelle die durchgeknöpften Modelle treten. Schon mehr zum eleganten Tenue gehören modische Anzüge, wie dies von den aufgehellten Braun, den hellen Grau, Blau, Grün und weiteren, empfindlichen Nuancen in Skituch gilt. Dagegen werden auch auf grösseren Touren dann und wann Ensembles mit abstechender Hose und Jacke erscheinen. Helle Jacken gesellen sich zu den aus praktischen Gründen dunkler gewählten Beinkleidern. Damen und Herren werden die Knickerbockerhosen dienen, und in ihrem Bereich wird es verschiedene Schnitte und Beinlängen geben. In den Pullovern herrscht neuerdings die Rollkragenfasson vor, die bei mehr phantasievollen Kleidern, dem kragenlosen Kostüm als Abschluss dient. Unis haben den Vorrang und dunkelblaue Modelle sind sogar Lieblinge der Skimode. Viel Rippen und Reliefstrickerei bereichern sie. Daneben werden Westenmodelle getragen, und sehr viele weiche, nicht zu grosse Wollecharpen, am schönsten in Trikot oder aufgekratztem Wollgewebe in Kasbmirwolle. Herrliche weiche Farbtöne schwingen obenauf. Die Vorliebe der Mode für schottische Stoffe dehnt sich über Skijacken, Pullover, Beinkleider und Halstücher aus. Doch genügt gewöhnlich ein Stück als wirksame Belebung des Anzuges. Originell und den Frauen reserviert bleibt ein dreiteiliger Anzug, bestehend aus Ski- Muse, einer Knickerbockerhose und einem darüber getragenen Rock, der, wie die Jacke, vorn in der Mitte ganz durchgeknöpft ist und zum Skifahren abgelegt wird. Die Blusenfasson sieht den vor einiger Zeit Mode gewesenen Trenchcoats ähnlich, hat dieselben Epauletten und Lederknöpfe. Wieder eine andere, noch femininere Note lebt in einem Modell, bestehend aus hüftlanger Pelerine und Pumphose auf, wozu ein feines Gilet und eine Mütze aus weichstem Caracul getragen werden. Aus der Weste sieht eine feine Bluse heraus. So erscheint die Dame am Sportplatz zum Tee. Die Toilette auf dem Eisfeld. Zum Schlittschuhlaufen dienen verschiedene Anzüge. Da ist einmal der Tailleur mit kurzer, auf den Hüften gut sitzender Jacke und einem genügend weit geschnittenen, fest sitzenden Hosenrock. Dann sehen wir einzelne Hosenröcke oder auch glockige Fassonen, zu denen ein Pullover getragen wird. An sonnigen Tagen dürfte dies das angenehmste Kostüm sein. Oft wird es mit einem leichten Skihemd vervollständigt oder mit einer schönen, sportlich geschnittenen Seidenbluse. Dann gibt es ganze Kleider, mit weitem Rock aus tuchähnlichen oder ganz feinen Duvetinegeweben, dann solche aus dem klassischen Material für Schlittschuhtoiletten, aus Samt, mitunter aus geripptem, was extra sportlich aussieht. Wenn schon der Knickerbocker zum Skilaufen der Dame ebenso wie dem Herrn dient, wird er auch bald auf dem Eisplatz erscheinen, wo er für die Herren längst Standardtenue bedeutet. Da können sich dann bei Damen und Herren alle Strumpfmoden entfalten und die schönsten Echarpen werden herumflattern, wie auch allerlei Mützen ihre Farbflecken ins Bild werfen dürften. Auch Eishockey wird in Knickerbocker gespielt, in Pullovern, die vor allem Uni sind und ihre Eleganz ausser dem guten Schnitt den Finessen der Strickerei verdanken. Der Sportschuh. Sowohl für den Skilauf wie für den Eissport sind die Schuhe eminent wichtig. Da handelt es sich um ein ernst zu nehmendes Instrument, soll der Sport nicht zum Risiko werden oder überhaupt ohne rechtes Gelingen bleiben. Was die Skistiefel anbelangt, so müssen sie genügend gross gewählt werden. Sie sollen zwei Paar wollenen Socken Raum bieten und müssen immer in tadellosem Zustand erhalten werden. Denn das beste, wasserdichte Leder verliert seine vor Nässe schützenden Eigenschaften, wenn es nicht richtig gepflegt, feucht aufbewahrt, in feuchtem Orten aufgehoben wird. Immer von Zeit zu Zeit mflssen die Skistiefel, auch wenn sie Ferien haben, wieder eingefettet werden, damit das Leder nicht austrocknet! Nur so erhält der Schuh seine Geschmeidigkeit. Skischuhe sollen nur in bester Qualität gekauft werden, doch bringt unsere führende Industrie jetzt vorzügliche Schuhe zu recht bescheidenen Preisen heraus. Bestes Rindleder, der Schuh ganz kalbledergefüttert, das Sohlleder eichengegerbt, bieten Gewähr für Haltbarkeit, wozu noch die sorgfältige Verarbeitung kommt. Der Absatz muss gekehlt sein, um die Bindung aufzunehmen, die Lasche ist seitlich angenäht und verhindert das Eindringen des Schnees. Wichtig sind auch die von Hand genähten Pechnähte. Die Sohle steht etwas vor und verhütet das Drücken der Skibacken. Eine Schluppe an der Rückseite erleichtert das An- und Ausziehen des Schuhs. Zu vermeiden ist Oelfutter, da es die Ausdünstung der Füsse verhindert. Was nun die Schlittschahstieiel angeht, so werden sie aus weichem Boxcalf angefertigt, beste Rahmenarbeit und ein mit dem Schuh fest verschraubter Absätz bieten Gewähr für genügenden Halt beim Laufen. Die Schlittschuhe werden mit dem Schuh fest verschraubt. Auch da stehen die sportlichen Anforderungen vor den modischen. Einzig gewisse Varianten in Schaftschnitten, etwas Perforationen als diskrete Garnituren zollen der Mode ihren Tribut am Damenschlittschuhstiefel. Jetzt Winter-Mäntel kaufen! Die kalten Wochen kommen erst! Neue, grosse Auswahl in schweren Qualitäten mit oder ohne echte Pelze. — Vorführungen jederzeit und unverbindlich. Modell an« meinet Kollektion Fr. 120. H. BBÄNDL.I, ZÜRICH, ZVH LEONHASDSGCE Ecke Zähringer.fraise-Seilergraben AUTOMOBIL-REVUE Der für Eishockey dienliche Stiefel muss nachstehende Eigenschaften aufweisen: Er besitzt eine Kappenverstärkung aus weichem Filz, und einen eigens eingearbeiteten, runden Knöchelschutz. Die Lederzunge unter der weit nach vorn reichenden Schnürung ist filzgepolstert und die Sohle besteht aus stärkstem Kernleder. E. Seh. Falten sind modern! Falten sind die grosse Mode, allerdings nicht im Gesicht, das muss sofort festgestellt werden, um Miss Verständnissen vorzubeugen. Aber fast alle Röcke haben Falten, die ziemlich tief plaziert sind, unterhalb der Knie, um den Bewegungen beim Ausschreiten eine harmonische Weite zu verleihen. Sie sind entweder ringsherum verteilt oder gruppenweise angebracht, eine vorn, eine an der Seite, eine rückwärts. Oft rahmen die Falten auch ein Tablier ein, das sowohl vorn als rückwärts plaziert ist. Die Erweiterung der Hüftlinie durch gesteppte Falten, die unterhalb derselben eingelegt werden, sieht man gleichfalls häufig. In geschmeidigen Stoffen lassen sich Gruppen von drei oder fünf sogenannten «Nonnenfalten» sehr gut anführen. Sie sind ziemlich breit und Rand gegen Rand angebracht. Bei Glockenschnitt werden sie seitlich verwendet und laufen von oben bis unten. Das unterstreicht die Hüften ein wenig, nicht etwa bis zur Verbreiterung der Silhouette. Dieser Effekt ist ungemein schick. Die Zeiten wandeln sich. Vor noch nicht allzu langer Zeit war das Automobil gewissermassen ein Dorn im Auge all derer, die eich der Natur verbunden fühlten, weil sie in ihm etwas sahen, das nach ihrer Meinung nicht in die heroische Landschaft unserer Berge passt. Wie hat sieh doch diese Einstellung gründlich geändert! Das Automobil ist Sommer und Winter auf unseren Bergstrassen unentbehrlich geworden, ja es hat viele entlegene, sonst wir mühselig zu erreichende Sportplätze, vorab im Winter, erst eigentlich erschlossen. Durch das Vorstossen der Postautomobile in die verschneiten Bergtäler wurden die Strassen geöffnet, und das Privatautomobil folgte bald nach. Längst ist es kein Luxusgegenstand privilegierter Klassen mehr, sondern für viele Menschen eine selbstverständliche Notwendigkeit, nicht nur, weil die hastige Zeit dazu zwingt, die Gechäfte rasch abzuwickeln und so einen iWagen zii verwenden, sondern weil da« Auto dazu dienen, soll, den Menschen hinwegzuführen aus der Hast in die Landschaft, in die Ruhe und Ausgeglichenheit der Berge. Mit dem Automobil zum Skilauf zu fahren, ist nicht mehr ein gewagtes Unternehmen -wüe einstmals. Zur selbstverständlichen Voraussetzung — speziell für ein winterliches Fahren im Gebirge — gehört eine einwandfreie Ausrüstung des Wagens. Ohne mich in Details einlassen zu wollen, verweise ich rasch auf das Notwendige und auf das Angenehme: Schneeketten, Gefrierschutzmittel, elektrisch geheizte zweite Scheibe, Nebellampe, Schaufel, Schleppseil usw. Willkommen ist selbstverständlich ein Wagen, der eine Gelegenheit zum Unterbringen der Ski und des Gepäckes bietet. Irgend eine Möglichkeit zum Verstauen der Ski wird sich ja immer finden. Bei einer Limousine ist das Dach der geeignete Platz, beim Cabriolet kann man zwischen Koffer und Reserveräder hinten eine Art von «Schirmständer» anbringen, in den die Ski aufrecht gesteckt werden. Ausserdem kann das Trittbrett oder der Kotflügel benutzt werden (Spitzen nach hinten). Hier gibt es eine ganze Anzahl von zweckmässigen Konstruktionen, die man in Spezialgeschäften vorfindet. Mit etwas Geschick und gutem Willen ist es sehr wohl möglich bei den meisten Wagen, vier Paar Ski und die entsprechende Anzahl von Stöcken und Rucksäcken unterzubringen. Es ist natürlich eine irrige Meinung zu glauben, dass Schneeketten unter allen Umständen vor dem Schleudern schützen. Es gibt .wohl hie und da einen guten harten Schnee, der sie sogar entbehrlich scheinen läest. Aber angenehmer ist doch das Gefühl grösstmöglichster Sicherheit, die freilich auch je nach der Schneebeachaffenheit nur eine relative sein kann. Es gibt tatsächlich Schnee, bei dem jeder auch mit guten Ketten versehene Wagen bei schnellem Tempo und vorab beim Bremsen sehr unangenehm ins Schleudern kommen kann. Tiefer weicher Schnee kann fast ebenso tückisch sein wie blankes Eis. Es gibt Verhältnisse, bei denen eine Geschwindigkeit, die sich über dreissig bis vierzig Stundenkilometer steigert, nur mit werden ist gefährlich. Beginnen Sie noch heute eine Kur mit Dr. Weinreichs Schlankheitstee LEOBAL. Aus erlesenen Kräutern zusammengestellt erneuert er das Blut, regelt die Verdauung und ist vollkommen unschädlich. Kurpackung Fr. 8.-. Vt Kurpackung Fr. 4.25: Wochenprob« Fr, 1.10. In allen Apotheken oder'durch dla Herttell.: Löwen>Apocheke, Basel, wo auch Gratlsproba bei Einsen. 4uni die»» Inserate« erhlUllch U«, In den Kollektionen der grossen Schneiderhäuser sieht man häufig Röcke mit beweglichen Tabliers, die man nach Belieben vorn oder rückwärts tragen kann. Solche Tabliers weisen verschiedenartige Falten auf. Manchmal rahmen sie das ganze Tablier ein, dann wieder werden sie horizontal gelegt, bis zur halben Höhe, der übrige Teil bleibt glatt. Auch Plisse Soleil und PIiss6 Accordeon in vertikaler Richtung kann man sehen, ebenso Gruppen winzig kleiner Fältchen. Aber das ist schwer auszuführen und bedarf spezialisierter Hände. Zahlreiche Dreiviertel-Vetements ebenso wie lange, zeigen Falten im Rücken. Besonders die Mantelempiecements mit senkrechten oder waagrechten Falten sind ungemein verbreitet. Die Capes und Mantelets, die man über den Kopf anzieht und rückwärts knöpft haben fast alle eine Watteaufalte im Rücken, die niedergebügelt ist oder eine breite •Quetschfalte, die sich nach unten zu erweitert. Man kann auch seitlich eingelegte Falten als Panneaux anbringen. Sie machen schlank und man unterstreicht die Falten, iadem man sie steppt. * Bei den geschlitzten Röcken und es sind fast alle geschlitzt, gleichviel ob es Trotteur-, Nachmittag- oder Abendkleider sind — wird die Spalte häufig durch einen simulierten Unterrock ausgefüllt. Dieser, ein dem Rock angenähte Teil ist plissiert oder besteht aus plissierten Volants. Tourismus Wintersport und Automobil Aufgabe d«r unumgänglichen Sicherheit erlauft werden kann. Bei Glatteis wird man oft genug gezwungen sein, selbst unter zwanzig Kilometer tu gehen. Rechtfertigen nun die Strassenverhältnisse, verbunden mit den Unbilden der Witterung im Winter dennoch das Fahren mit dem Wagen? Hier möchte ich mit einem klaren «Ja> antworten. Die Vorteile sind zu offensichtlich: Dass man samt Begleitern und Gepäck, ohne sich um ein Umsteigen und um einen Fahrplan kümmern zu müssen, bis zum Ort seines Wunsches gelangt, welche Annehmlichkeit! Sicher ist, dass man bei einiger Uebung auch auf der verschneiten Strasse heimisch ist und fcald mit dieser vom Sommer etwas abweichenden Art des Fahrens vertraut wird. Es liegt in unserer Zeit, dass der iWinter seine Schrecknisse verloren hat. Immer mehr Bergstrassen wurden in den letzten Jahren dem Auto geöffnet Sie führen den Fahrer bis an die weissen glitzernden Hänge ihrer Wünsche. Wenn auch längst nicht alle Winterkurorte mit dem Wagen zugänglich sind, manche nur kombiniert mit Auto und Bergbahn wie Wengen, Murren, Scheidegg und viele andere, eo ist für den Automobilisten doch die Frage nach Sportplätzen, die er direkt mit dem Wagen erreichen kann, berechtigt. Schauen wir uns nun um vom Osten bi« zum Westen unseres Landes! Da ist einmal die seit langer Zeit schon geöffnete Strasse durch das Toggenburg nach Buchs mit den beiden beliebten Plätzen Unterwasser und Wildhaus, die ein ausgedehntes Skigebiet, vor allem in den Churfirsten erschliessen. Auch Anden über dem Walensee ist für das Auto zugänglich. Wichtig ist die fahrbaTe Strasse vor allem für das Bündner Winterparadies. Hier wurde in den letzten Wintern Wertvolles geleistet. Dass heute der Julier freigehalten wird, kommt nicht von ungefähr. Lange schon war St. Moritz dem Wasren offen, allerdings nur von Süden über die Maloja. Gerade an der Julierroute aber liegen eine ganze Anzahl von erstklassigen Wintersportplätzen: wir nennen nur ihre Namen, die für sich sprechen: Churwalden, Parpan, Lenzerheide, Savognin, Bivio, ganz abgesehen von Engadin selbst, das nun mit St. Moritz, Silvaplana, Samaden, Celerina, Pontresina, Sils Maria, Maloja usw. in den Bereich des Autos gelangt ist. Nicht vergessen sei auch das Unterengadin, wo vor allem Schuls-Tarasp, Fetan, Zuoz etc. zu erwähnen sind. An weiteren Strassenzügen in Graubünden sind zu erwähnen: Ghur - A r o s a, wobei in den letzten Wintern zum mindesten der Wagen bis Langwies benützt werden konnte. Chur-Reichenau-Flims, das Prätigau bis Klosters, wobei man auch das St. Antöniertal erreichen kann. Wichtig ist vor allem auch die Route durch das Hinterrheintal nach Splügen mit seinen Hochgebirgsskigelände. Von Süden her (Bellinzona-Mesocco) kann man den Kurort San Bernardino gewinnen. Per Auto leicht erreichbar ist Nicht teurer u. doch viel vorteilhafter sind die elektr. Heizkissen, Marke weil Sie überall, zu Hause, auf der Reise, im Hotel, als Bettwärmer und gegen Erkältungen, Rheuma, Magenbeschwerden eto. benützt werden können. Grosse 25 x 35 om 30 X 40 em Fr. 24.— Amtlich geprüft! Fr. 28.— BadiostSrlret! Bally-Apparatebau, Bassersdorf-Zürich