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E_1938_Zeitung_Nr.001

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 4. JANUAR 1933 — N° 1 der Personenwagen-Besitzer der Schweiz für das Jahr [1938 Die jährliche Revision des Nummernverzeichnisses zum Automobil-Kalender verursacht bei seinem heutigen Umfang nicht weniger als 40,000 Äenderungen, um es als Zentral- Register der Personenwagenbesitzer der Schweiz in genaue Uebereinstimmung mit dem gegenwärtigen Stand der amtlichen Eintragungen der einzelnen kantonalen Register zu bringen. Zu den Handänderungen und Neukäufen sind jeweils auch die Streichungen und Äenderungen an Berufen und Adressen der Eigentümer zu berücksichtigen. Die Erfassung des amtlichen Standes der Automobil ~Bes : tzer auf den Jahresschluss, wie sie durch den Charakter unseres Jahrbuches als Kalenderwerk bedingt ist, und cUssen Wiedergabe in der Reihenfolge der kantonalen Kontrollschilder gibt einem derartigen Verzeichnis universelle Bedeutung und Gebrauchsbereitschaft. Schon früh im folgenden Jahr tritt der grösste Teil der Wagen mit unveränderter Nummer in Verkehr, in diesem Moment steht dann unsere Liste der Wagenbesitzer aufschlussbereit da. Wenig kann es den Buchgebraucher anfechten, ob im Buche Wagen aufgeführt sind, die selbst während der Fahrsaison noch nicht in Verkehr kommen. Nicht sie, sondern die kursierenden Wagen machen ja durch sich selbst oder das Verhalten ihrer Besitzer in gutem oder schlechtem Sinn das Nachschlagen notwendig und diese sind auf alle Fälle im Buch zu finden, sofern sie vor 1938 in den kantonalen Registern immatrikuliert sind. Wo unser Verzeichnis mit seinen Berufs- und Adressenangaben aber zu mehr geschäftlichen oder statistischen Zwecken herangezogen wird, kommt es nicht darauf an, ob der Wagen zu jenem Moment in Benützung steht oder nicht, wohl aber, ob er noch im Besitze der im Verzeichnis aufgeführten Person oder Firma ist. Den diesjährigen Revisionsarbeiten ist sowohl von der Setzerei, als auch von den kantonalen Automobilbüros die grösste Sorgfalt und Aufmerksamkeit zugewendet worden, so dass unser Gesamtverzeichnis die Oifizin als getreue Kopie der amtlichen Eintragungen nach den Angaben der Besitzer selbst verlässt, nur mit dem Unterschied, dass in ihm auch seitherige Adressänderungen berücksichtigt sind. Als Resultat dieser peinlich genauen Arbeit können wir nun den HH. Automobilisten für das Jahr 1938 ein Verzeichnis übergeben, an dessen Zuverlässigkeit und Vollständigkeit die höchsten Ansprüche gestellt werden können. Neben dem Besitzer Verzeichnis bringt der Automobil-Kalender Eignern und Fahrern auch dieses Jahr wieder die nötigen Vordrucke und Tabellen. Tausenden war er in seinen bisherigen 21 Jahrgängen mit seinen ungemein zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten ein nützlicher Helfer, er wird es im neuen Jahr nicht minder sein. Wer unser zum allgemeinen Informationswerk ausgebautes Kalenderbuch noch nicht kennt, mache für 1938 einen Versuch damit, er wird es bald zur unentbehrlichen Wagenausrüstung rechnen. Der Automobilkalender 1938 ist bei Buchhandlungen und Clubsekretariaten, sow.e beim Verlag direkt zu Fr, 7.50 prompt lieferbar Einsenden an Ihren Buch- • händler, Automobil - Club oder an den Verlag. Senden Sie sofort per Nachnahme EX. Automobil Kalender 1938 mit Verzeichnis d. Personenwagenbesitzer zum Preise von Fr. 7.50. Verlag Automobil-Revue Bern Breitenrainstrasse 97 Name : ., _ Strasse: „ Ort etc.:

II. Blatt BERN, 4. Jan. 1938 II. Blatt BERN, 4. Jan. 1938 RückMick und Ausblick: Wieder ein „Rutsch" voran im Automobilbau Die Kraftübertragung scheint jetzt doch ernst machen zu wollen mit der Automatisierung. In Frankreich rüsten bereits verschiedene Firmen ihre Wagen serienmässig oder gegen Berechnung eines Aufpreises mit Vorwählergetricben System Wilson oder Cotal aus. Jetzt machen sich auch die Amerikaner mächtig dahinter, hier aufzuholen. Begnügen sich die einen damit, die Getriebegänge nicht mehr mechanisch, sondern durch die Wirkung des Vakuums (im Ansaugrohr des Motors) einrücken zu lassen, sobald das Kupplungspedal niedergetreten und der Schalthebel umgelegt wird, so verwenden Schnellgänge führen sich in vermehrtem Masse ein. Hier die von Chrysler seit Jahren bevorzugte Bauart im Schnitt. 1) Elastische Kupplung; 2) Planetenräder des Schnellgangs; 3) Zontrifugalgewichte; 4) Freilauf, 5) zur Kraftübertragung; 6) Hing zum achsialen Verschieben der Getriebewelle. andere, darunter die bisherigen Vertreter dieser Getriebebauarten, die « Electric- Hand », deren neueste Version wir unlängst detailliert beschrieben. Sie besorgt auch das Kuppeln selbsttätig. Bald werden uns aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten gar vollautomatische Getriebe präsentiert •werden. Daneben erobern sich Schon- oder Fortsetzung von Seite 1. Spargänge in vermehrtem Masse die Gunst der Käuferkr-eise, denn sie helfen tatsächlich sparen, indem sie nicht nur den Verschleiss des Motors, sondern auch den Brennstoffverbrauch vermindern. Im Hinterachsbau hat sich in den Vereinigten Staaten die Hypoidverzahnung so gut wie vollkommen durchgesetzt. Infolge des grossen fabrikatorischen Aufwandes, der zu ihrer Anfertigung notwendig ist, haben dagegen die europäischen Konstrukteure bisher nur vereinzelt von ihren Vorteilen Gebrauch gemacht. Das Chassis zeigt im allgemeinen mir wenig Veränderung. Bemerkenswert ist immerhin, dass sich bei den Kleinwagen nun auch verschiedene orthodoxe Vertreter der Starrachse dazu bekehrt haben, an ihren neuen Kleinautonwiellen vorn Einzelabfederung vorzusehen. Bei den mittleren und schweren Typen hat sich diesbezüglich das Bild nicht allzusehr verschoben. Die Amerikaner bekennen sich nach wie vor mindestens zur Abstützung der Hinterachse als Anhänger der Halbellyptikblattfeder. Eine Ausnahme macht neuerdings einzig Bnick. der jetzt vorn wie hinten ausschliesslich die in Eu- Die Hypoid-Hinterachse hat sich in Amerika beinahe allgemein eingeführt Sie gestattet eine Senkung des Wagenbodens. Links: Schematische Darstellung eines HypoidHHdnterachsantriebs. Das Ritzel greift unterhalb der Hinterachsmitte ein. Rechts: Bei der spiralverzahnten Hinterachse schneiden sich die Achsen von Ritzel und Tellerrad. ropa schon längst erfolgreich eingeführte Schraubenfeder verwendet. Die Karosserien sind nunmehr durchwegs mindestens vorn mit Sicherheitsglas ausgerüstet, das in den meisten Ländern durch Gesetze vorgeschrieben ist. Die äusseren Lin ; en haben sich, abgesehen von der Kühlerfront, im allgemeinen wenig verändert. Würden sich nicht die Scheinwerfer, die Türgriffe und andere vorstehende Teile immer mehr in die «Wagenhaut» zurückziehen, so m.üsste man fast von einem Stillstand des Stromliniengedankens sprechen. Ausnahmen, welche d ; ese Regel bestätigen, finden sich in zwei deutschen Neuschöpfungen, deren eine, nämlich den Adler 2.5-Liter-Wagen, wir Ihnen kürzlich vorgestellt haben. Steigerung des Fahrtkomforts aller Wageninsassen. In dieses Gebiet « schlagen» die besonders von englischen Konstrukteuren neuerdings sogar bei Klein- Ausziehbare Lenksäulen sind in England beliebt. ste gestatten eine,Anpassung der Position des Lenkrades an die Gestalt des Fahrers. Bei Riley lässt sich die Lenksäule zudem noch um eine horizontale Achse an ihrem untern Ende schwenken, die Stellung des Volants also gleichzeitig auch in der Höhe regulieren. autos vorgesehenen Luftpolsterungen der Sitze. Auch nicht zu verachten sind die Wagenheizungen, deren Einbau meist, dank entsprechender Vorbereitung, sich gegen einen geringen Aufpreis leicht bewerkstelligen lässt. Bereits offerieren eine ganze Reihe europäischer und amerikanischer Firmen Vorwänlgetrlebe gewinnen immer mehr Boden. Hier der Vorwählhebel der sogenanntem «Elektrischen Hand» von Benclix, die von Hudson seit langem eingebaut wird. Dieses Vorwählgetriebe besorgt auch das Kuppeln automatisch. für ihre Modelle standardmässige Heizkörper. Gross ist die Liste jener Neuerungen, welche d?e Aufgabe des Fahrers erleichtern. Die Automatisierung zieht dauernd weitere Kreise. Bereits sind ihr die Getriebeschaltung, die Betätigung der Kupplung, die Bedienung des Startknopfes, die Verstellung der Zündung und noch anderes mehr « zum Opfer gefallen ». Der Winker ist auf dem besten Weg, bald allgemein beim Zurückdrehen des Lenkrades oder nach Ablauf einer bestimmten Zeit selbsttätig wieder zurückzugehen. Viel ist für die < über- und unterdimensionierten» Fahrer getan worden, um auch ihnen und nicht nur dem < Durchschnittsproportionierten » das Fahren angenehm zu machen. In Längsrichtung und gleichzeitig in der Höhe verstellbare Vordersitze sind zur Selbstverständlichkeit geworden. Um das Lenkrad der jeweiligen Sitzhaltung anzupassen, sehen besonders englische Firmen eine ausziehbare Lenksäule vor. Riley geht neuerdings gar so weit, seine Lenksäulen gleichzeitig noch schwenkbar zu machen, Die grosse Liebe der Mona Lisa Von Serge Raffalovich and H. M. Mons In Florenz entsteht das weltberühmte Bild Leonardo da Vincis, hier entfacht sich die Liebe des schon an der Schwelle des Alters stehenden grossen Meisters zu seinem Modell. Im Kampf um diese Liebe, welche Leonardo in das Bildnis hineinmalt, und in der Flucht vor ihr erhält sich die Reinheit und Grosse ihrer Seelen und löst sich die Tragik ihrer Geschicke. Sechs Frauen und ein König Heinrich VIII. von England Von Paul Rival Vor unseren Augen ersteht vor allem das menschliche Schicksal Heinrichs VIII. In jeder seiner sechs Frauen erleben wir ihn neu. Skrupellos lässt Heinrich durch seine Hofleute Material zusammentragen, um seine Frauen «rechtmassig» auf die Seite schaffen zu können Im König ringen Furcht. Gewissensqual, Erinnerung, ja sogar religiöse Probleme; nm sie zu vergessen, geht er zur Geliebten, die wieder seine Frau wird. Der Leser erlebt Heinrich VIII. als Herrscher seines Landes und als Despot der Liebe. Das französische Original hRt 25 Auflagen erreicht. Gibt es einen stärkeren Beweis dafür, dass es sich be? diesem Werk um etwas ganz Aussergewöhnliches handelt? Soldat in Afrika Vom Fremdenlegionär zum marokkanischen Freiheitskämpfer Von Fridolin Zehnder - Herbert Volck. Als Fremdenlegionär. Flüchtling, Freund und Dolmetscher eines Sultans, Vorbeter und bettelnder Priester erlebt Fridolin Zehnder 15 Jahre lang Afrika, bis ihm die neue Wüstenheimat wieder verloren geht. Im dörrenden Sonnenbrand, halbtot vor Durst, das Gesicht zu einer verbrannten Maske der Erschöpfung geschrumpft, flieht Zehnder von den Bombenwürfen französischer Flieger verfolgt, in Schuhen aus alten Autopneus, zu den Spaniern an der Westküste Afrikas. Ich war der Koch des Negus Drei fahre am Kaiserhof von Addis Abeba Von Erwin FaUer • Herbert Volck Fesselnde Schilderungen gefährlicher Jagden mit dem Negus und merkwürdige Begebenheiten voll dunkler Mystik wechseln ab mit eingehenden Berichten über das Hofleben mit seinen Intrigen. Ueberfall Gefangenschaft. Flucht folgen sieb in tollem Wirbel, bis der Koch mit knapper Flucht dem Tode entrinnt Preis («des Bandes; geb. Fr. 6.S0, broschiert Ft. 4.80 Zu beziehen durch die Buchhandlungen, wo nicht, vom VERLAG IIALLWAG BERN SPEZIAL- SERVICE Tel. Nr. AMRISWIL Ritzi & Wagner, Central-Garage 500 Ritzi & Wagner, Garage Kasinoplatz 37.777 Ceresole & Co., Länggaßstrasse 95 28.805 Paul Lindt, Garage Elite, Murtenstrasse 17 26.222 HUTTWIL Graedel & Co., Central-Garage 65.333 LANGKÄU i. E. W.Wüthrich üfisb rücke LIESTAL Konrad Peter A.-G. Gasstrasse 72.606 ST. GALLEN Ritzi & Wagner Centralgarage 32.00 SOLOTHURN Werkhof-Garage AG., Werkhofetr. 13 21.848