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E_1938_Zeitung_Nr.060

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stens unsern welschen

stens unsern welschen Miteidgenossen das vorzuenthalten, was ihnen Oberst Ruf zu sagen gehabt hätte, dann ist ihnen diese Spekulation misslungen, vorbeigeglückt deshalb, weil nämlich die automobilistische Fachpresse der französischen Schweiz den Vortrag inzwischen bereits veröffentlicht hat. Wie es nicht anders kommen konnte, nehmen sich auch die Tagesblätter der Angelegenheit an. So schreibt die «Suisse»: €Die Meldung hat in den waadtländischen Kreisen, -welche mit unserer Landesverteidigung und mit dem Automobilwesen verknüpft sind, jenen Eindruck hervorgerufen, den man sich vorstellen kann. Bisher ist die Nachricht nicht dementiert worden, •wohl aber ist es uns selbst zu Ohren gekommen, dass der in Frage stehende Vortrag in der welschen Schweiz nicht stattfinde. Wir haben umso eher Veranlassung, der Richtigkeit dieser Meldung Glauben zu schenken, als zwei automobilistische Publikationen unseres Landesteils mit der vollständigen Publikation des Referats begonnen haben. Uebrigens hat die grundsätzliche Frage, jene Her «Druckausübung der SBB auf die politischen Behörden» auf dieser Seite keine eine Dementierung erfahren. Ein offizielles Dementi wäre indessen sehr zu begrüssen. Erfolgt es nicht, dann erheben sich schon im gegenwärtigen Argenblick zahlreiche Fragen. Stehen vielleicht die SBB plötzlich an der Spitze unserer Armee? Sollte es inskünftig verboten sein, öffentlich auf den Wert und die Notwendigkeit der Heeresmotorisierung hinzuweisen? Vergisst man, dass die Millionen, welche das Volk für die Wehranleihe aufgebracht, eben diese Motorisierung unmittelbar interessieren, die mit einen Bestandteil der Armee-Reorganisation bildet? Plant man vielleicht bei den massgebenden Stellen der Bahn die Einführung einer neuen Taktik, derjenigen der Schweigepflicht? Es wäre an der Zeit, zu erfahren, ob unsere Bahnen wirklich ein Wort dabei mitzureden haben, welche Richtung unsere militärischen Vorbereitungen nehmen und in welcher Weise die Oeffentlichkeit darüber aufgeklärt wird.» Und der «Courrier de Geneve> glossierte das Gerücht mit folgenden Worten: «Sollte es sich herausstellen, dass die Dinge tatsächlich so liegen, dann •werfen diese Vorgänge ein merkwürdiges Licht auf die Mentalität der obersten Landesbehörden hinsichtlich dor welschen Schweiz». Not Zürcher Strassenverkehrsfragen. An der Kantonsratssitzung vom 11. Juli nahm der Rat vom Regierungsrat die Mitteilung entgegen, dass das Volksbegehren für ein neues kantonales Verkehrsgesetz nach den Feststellungen des Statistischen Amtes mit total 37 -402 gültigen Unterschriften zustande gekommen ist. Berücksichtigt man, dass seinerzeit 37 727 Unterschriften eingereicht worden sind, so muss das Total der ungültigen Stimmen mit nur 325 als ein sehr kleines bezeichnet werden. Der Kantonsrat hat nun die Initiative dem Regierungsrat zur materiellen Behandlung und Antragstellung überwiesen. Man wird in den Kreisen der zürcherischen Verkehrsinteressenten vom schleppenden Gang in der Behandlung des dringenden Volksbegehrens wenig erbaut sein. Es sieht ganz danach aus, als sei man bestrebt, dessen Erledigung möglichst hinauszuziehen, damit ja die Volksabstimmung nicht vor Jahresende stattfinden und eine Aenderung der Verkehrssteuern sowie die Einführung der dringend nötigen Erleichterungen nicht auf Anfang 1939 in Kraft treten kann. Die vermehrte Rückgabe der Kontrollschilder auf Ende 1937 hätte doch den verantwortlichen Behörden etwas zu denken geben sollen. Denn wenn der Initiative nächster Zeit keinerlei Folge gegeben wird, dürfte der kantonale Fiskus das Echo in Form einer noch stärkeren Rückgabe der Schilder auf Ende des laufenden Jahres zu spüren bekommen Die meisten Kantone haben, zum Teil in kürzerer Zeit, fühlbare Erleichterungen in der finanziellen Belastung der Motorfahrzeughaltung vorgenommen, nur der grosse Kanton Zürich, der oft so sehr auf seinen fort- die Luftgrotte erreicht hatte, legte sie sich neben Ambrose und SaMy flach auf den Bauch und starrte in die unergründliche, brodelnde Tiefe hinab. Schade, dass diese Erzählung kein Kriminalroman werden soll, denn hier hätte ein Mord leicht und gut ausgeführt werden können. Es wäre eine Spielerei für zwei von uns gewesen, Tante Betty bei den Beinen zu packen und sie unerbittlich das Felsenufer hinabzuschleudern. Die See hätte sie verschlungen, und wir hätten gesagt, es war ein Unfall. Nichts hätte zu ihrer Rettung unternommen werden können, denn selbst wenn einer von uns so mutig und geschickt gewesen wäre, die Klippen hmabzuklettern, wäre die arme Teure durch die tobende Brandung bereits in Stücke gerissen gewesen, bevor der Held unten anlangte. Diese Gedanken lösten ein solches Unbehagen in mir aus, dass ich leise an die Luftgrotte heranschlich, Sally plötzlich bei den Beinen packte und vom Rand zurückzog. Ich glaube, ich habe sie erschreckt; aber sie hätte nicht ein solches Getue machen dürfen, dass mich Tante Betty vor meinen fünf Kindern nichts mehr und nichts weniger als eine dumme Pute nennen musste. « Einer von uns hätte in die Tiefe stürzen können», sagte sie. Ich unterliess es, ihr zu sagen, dass der Gedanke, sie hinabzustossen, mich veranlasst hatte, Sally zurückzuziehen. Den Tee hätte ich gern an einem anderen Platz genommen; aber Tante Betty sagte, Seh ein Jeder selbst, ob sein Licht brennt. Nach den neuen deutschen Vorschriften über die Beleuchtung der Motorfahrzeuge muss im Körper des Scheinwerfers eine kleine Oeffnung angebracht sein, die vom Führersitz aus festzustellen gestattet, ob das Licht brennt. Die Lampenstärke bleibt auf 35 Watt beschränkt und die Birnen müssen von derselben Farbe sein. Ein Betrieb mit 21,000 Wagen. Die deutsche Reichspost hat gegenwärtig 21.000 Motorfahrzeuge in ihren Diensten stehen und darf damit wohl als der grösste Fahrzeughalter Europas gelten. 1600 Werkstätten sorgen für Pflege und Unterhalt dieses Parks. Wieder einer weniger. Im Departement Eure et Loire haben die Citroen-Werke ein umfangreiches Gelände erstanden, das für die Durchführung von Versuchsfahrten benützt werden soll. Damit verliert die Piste von Montlhäry einen langjährigen, treuen Kunden. Aber die Citroen- Leute behaupten, Montlhiry liege zu nahe bei Paris und eigne sich wegen seiner leichten Zugänglichkeit nicht für « experimentelle Arbeit », die unter dem Siegel der Verschwiegenheit vor sich gehen müsse. Amerikas Altwagengeschaft floriert. Mehr als sechs Millionen gebrauchte Wa- 4% =36%. gen haben 1937 in den Vereinigten Staaten Amerikanische Statistiken enthüllen dieeinen Liebhaber gefunden. Das entspricht, Tatsache, dass 4 % aller Autofahrer nicht weniger als 36 % aller Verkehrsunfälle auf dem Verhältnis von 7 alten zu 4 neuen Wagen. auf die Verkaufsziffern übertragen, einem Kerbholz haben. Woraus sich der Schluss Anders bei den Lastwagen und Autobussen: ziehen lässt, dass es tatsächlich geborene hier erreicht der Anteil der gebrauchten Pechvögel mit ausgesprochener Unfallneigung Fahrzeuge nur 85 Prozent des Umsatzes an gibt. schrittlichen Geist pocht, hinkt bald als Letzter hinten nach. Staub aufgeworfen hat die letzte Woche durchgeführte Schliessung des Mythenquais, der wichtigen linksufrigen Ausfallstrasse. Die Schwierigkeiten, die sich bei den Vorarbeiten und Verhandlungen für die Unterführung der Seestrasse bei Wollishofen ergaben, haben die Inangriffnahme der Bauarbeiten derart verzögert, dass die Strassenunterführung noch für geraume Zeit nicht wird benützt werden können. Nachdem nun auch der Mythenquai wegen des Beginns der Bauarbeiten für die Schweiz. Landesausstellung 1939 dem Verkehr entzogen werden musste, ist man für den Lokalund Durchgangsverkehr Zürich-linkes Seeufer wieder auf den früheren Niveauübergang Wollishofen allein angewiesen. Man hat noch von früheren Jahren her die unhaltbaren Verhältnisse, die sich durch das häufige und oft lange andauernde Schliessen der Barrieren für die Strassenbenützer ergaben, in bester Erinnerung, so dass es zu verstehen ist, wenn die heutige Sachlage etwelchen Unmut auslöst. Auf die vom ACS und TOS unternommenen Schritte hin ist allerdings bekannt geworden, dass der Beginn der Bauarbeiten für die Landesausstellung nicht mehr länger hinausgeschoben werden konnte, so dass es an der Schliessung des Mythenquais nichts mehr zu rütteln gab. Unter diesen Umständen bleibt nur der Wunsch übrig, dass die Arbeiten an der Strassenunterführung Wollishofen derart gefördert werden, dass diese neue Strassenverbindung möglichst bald dem Verkehr geöffnet werden kann. V ' dass sie lieber nicht in solcher Eile vom Toi Pedn weg möchte, zumal sie ihr Skizzenbuch mitgenommen habe. Die See glitzerte im Sonnenschein, und das Aufschlagen der Wellen drang einschläfernd an unser Ohr, es regte sich kaum ein Lüftchen, und die Sonne war angenehm warm. Ich döste und erwachte, döste wieder ein, wurde wieder wach. Nancy erzählte eines ihrer Erlebnisse aus der Klinik und schlief dann auch ein. Die Kinder begannen sich in aller Freundschaft zu balgen, hatten aber nicht die Energie, den Kampf auszutragen. Von dem Platz aus, wo ich lag, konnte ich die braunen Segel der Fischerboote sehen, die sich kaum vom Fleck rührten. Celia und Martha hatten Bücher mit, die sie als Kopfkissen benützten. Tante Betty sass kerzengrade aufgerichtet, mass mit ihrem Pinsel die Perspektive der mächtigen Felsenkonturen und schlug die Zähne entschlossen aufeinander. So wurde es vier Uhr, einige von uns erklärten, dass sie Durst -hätten, und Celia machte sich daran, den Teekorb auszupacken. « Tante Betty, hast du auch Wasser auf die Liste gesetzt ? » fragte ich etwas beunruhigt. « Das natürlich nicht, sogar so ein Strohkopf wie die Weber muss wissen, dass man zum Tee Wasser braucht. > « Es ist aber keines da.» Einen Augenblick lang war Tante Betty verblüfft; aber schnell fasste sie sich. «Es AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 26. JULI 1938 — N° 60 Nehmen ist für den Fiskus seliger denn geben. Im Jahre 1937 haben die englischen Motorfahrzeugbesitzer dem Fiskus insgesamt 80 Millionen Pfund an Steuern, Abgaben usw. entrichtet, rund ein Elftel der gesamten Staatseinnahmen. Nicht gerade ein Pappenstiel, aber die Schröpfkur wird im Laufe dieses Jahres « vermöge » der Erhöhung der Benzinsteuer noch verschärft, so dass es sich der Fiskus leisten konnte, in seinem Budget 1938 den Erlös aus dem motorischen Strassenverkehr auf 94 Millionen Pfund zu veranschlagen. Im Durchschnitt darf der englische Automobilist heute 27 £ abladen, gegen 18 £ im Jahr 1928. Als Gegenleistung dafür hat der Staat von den 130 Mill. £, welche im Zeitraum 1935—40 für zusätzliche Strassenbauarbeiten aufgewendet werden sollten, bis heute noch nicht einen Penny ausgegeben. Eine Analyse der Einkommensverhaltnisse von Arbeitern der amerikanischen Automobilfabriken hat ergeben, dass sie ihr Höchsteinkommen im Alter zwischen 45 und 60 Jahren erreichen. Die eigentliche Spitze liegt zwischen 50 und 55, wo sie im Jahresdurchschnitt 1680 Dollar verdienen. I neuen. i s t i s c h e r Bauunternehmer und Strassenverkehr. Es ist an dieser Stelle bereits auf die bei Strassenbauten oft fehlende Rücksichtnahme der Bauunternehmer auf den Durchgangsverkehr (lies Automobilverkehr) hingewiesen worden. Die Klagen, wonach durch Arbeiter und sogar Aufsichtsbeamte der Verkehr oft weit mehr als nötig unterbunden, 'ja schikaniert worden sei, wollen nicht verstummen, wobei gleichzeitig betont wird, dass alle Reklamationen bei den zuständigen Behörden ohne positives Resultat gebliehen sind. Vor allem machen sich immer und immer wieder Klagen bezüglich der Kerenzerbergroute geltend, wo oft Verkehrserschwerungen gemeldet werden, die das Mass des Annehmbaren überschreiten und die, speziell nachdem der internationale Automobilreiseverkehr bereits tüchtig eingesetzt hat, im Ausland für die Schweiz keine gute Propaganda bilden dürften. Es wird geklagt, dass die Durchfahrt der Autos oft unnötig lange unterbunden bleibt, dass von Anordnungen für eine möglichst reibungslose Verkehrsabwicklung überhaupt nichts zu sehen sei dass die Arbeiter die durchfahrenden Automobilisten, auch wenn diese sich durchaus korrekt verhielten, wenig höflich und korrekt behandelt haben und dass sogar Schimpfworte fielen. Analoge Klagen vernahm man auch hinsichtlich der untern linken Zürichseestrasse, ebenso von der Gotthardroute, beides Strassen, die jeweils starken internationalen Verkehr aufweisen. Gewiss, es gibt auch Automobilisten, die vielleicht bei wichtigen Strassenbauten nicht die nötige Rücksicht auf die Bauarbeiten nehmen und glauben, wird doch irgendwo ein Bach sein», sagte sie, aber nun waren wir alle von dem Gefühl beherrscht, das Tante Bettys vierzehntägiger Aufenthalt unweigerlich uns eingeimpft hatte, nämlich dass Cornwall keinen Vergleich mit Yorkshire aushält — es war kein Bach da. «Ambrose, du musst zum Hause des Strandwächters gehen und eine Kantie Wasser holen», sagte Tante Betty. «Warum können wir nicht alle dahin gehen und dort irgendwo Tee kochen?» fragte Celia. Das schien mir eine so vernünftige Lösung des Problems, dass ich den Teekorb wieder einzupacken begann; auch die andern waren dabei, sich marschfertig zu machen. Celia starrte auf zwei sich nähernde Gestalten, die sich vor uns vom Horizont abhoben. Es waren zwei Herren, einer sehr gross, der andere klein und zart, beide begannen den glatten Abhang in einem halsbrecherischen Tempo herabzulaufen. Sechstes Kapitel. Der ältere, breiter gebaute Herr rannte nicht so schnell wie sein zarter Begleiter und behielt so sein Gleichgewicht. Der andere stolperte, soweit wir es beurteilen konnten, über ehren Stein. Jedenfalls stürzte er kopfüber mit Wucht auf seine linke Schulter und stiess, anstatt sich zu erheben, einen Schmerzensschrei aus. Der andere Herr eilte ihm zu Hilfe. Wir, die wir bereits alle auf den Beinen waren, gingen auf sie zu und sahen, wie der kleine Herr sich aufsetzte und die betreffenden Stellen in jedem Tempo befahren zu können. Es ist aber unzulässig, wenn die Bauunternehmungen auf diese räudigen Schafe abstellen möchten, um dann das Gros der Automobilisten darunter leiden zu lassen. Wenn die zuständige kantonale oder kommunale Behörde bei Bauarbeiten den Verkehr in einer oder sogar beiden Richtungen zulässt, dann hat sicher auch der Bauunternehmer die «verdammte» Pflicht, dafür zu sorgen, dass auf diesen Verkehr Rücksicht genommen wird, damit er sich ohne grosse Zeitverluste und ohne Gefahren für eventuelle Wagenbeschädigungen abwickeln kann. Vor allem muss eine klare und gut funktionierende Verkehrsregelung her, auch wenn es zu deren Bewältigung eines, zweier oder mehrerer Arbeiter bedarf. Ein Beispiel, wie es gemacht werden soll und gemacht werden kann, zeigt die gegenwärtige Verkehrsregelung beim Ausbau der rechtsufrigen Zürichseestrasse unterhalb Uetikon. Durch einen Arbeiter bediente Signaltafeln weisen die Fahrtrichtung, wobei die Regelung für den Automobilisten ohne nennenswerten Zeitverlust erfolgt. Ein Gleiches sollte auch an der Kerenzer- und Gotthardroute und anderswo möglich sein, man, muss nur wollen. V &u cl«m Kantonen Genf wird zupacken. Wie wir hören, trägt sich das Justiz- und Polizeidepartement Genfs mit der Absicht, energische Massnahmen gegen die unverbesserlichen Verkehrssünder zu ergreifen, die eine ständige Gefahr für sämtliche Strassenbenützer bilden. Die Vorkehrungen der Behörden würden sich hauptsächlich in der Richtung einer Verlängerung des Fahrbewilligungsentzugs und einer Veröffentlichung der Namen der Fehlbaren bewegen. Nach 22 Jahren wird nicht mehr gehupt! Also spricht der Freiburger Gemeinderat Kampf dem Lärm — mit diesem Kennwort hätte man die Debatte überschreiben können, die bei einer der letzten Sitzungen des Freiburger Gemeinderates entbrannte. Nicht nur den Radiobesitzern, die an ihren Genüssen so freigebig auch andere teilnehmen lassen, nicht nur den kreischenden Zeitungsverkäufern soll mehr Rücksicht auf ihre Mitwelt beigebracht werden, auch die Hupensignale der Motorfahrzeuge haben von 22 Uhr an zu verstummen (womit Freiburg weiter geht ala Art. 40 der Vollziehungsverordnung zum MFG, der innerorts den Gebrauch der akustischen an Stelle der optischen Signale erst von 23 Uhr an vorschreibt und dabei erst noch bis zum Eintritt der Tageshelle die akustischen Signale in Notfällen als zulässig erklärt Red.). Vea»l««!»l*B» Wieder ein Sieg des Trolleybus. Die Stadt Trier hat den Beschluss gefasst, sämtliche Trams innerhalb des Stadtbereiches durch. Trolleybusse zu ersetzen. Es ist vorgesehen, insgesamt 10 Jahre auf die Umstellung zu verwenden, die in drei Bauabschnitten vor sich gehen soll. Ein Netz von Strassenlautsprechern für den Großstadtverkehr. Zur Bewältigung des gewaltig gesteigerten Verkehrs während des Sokolkongresses waren in den Hauptverkehrsstrassen von Prag an allen wichtigen Punkten Lautsprecher installiert worden. Diese Einrichtung hat sich so über alles Erwarten gut bewährt, dass man an den zuständigen Stellen alles daran setzt, sie für die Dauer beizubehalten bzw. sogar systematisch auszubauen. Nach dem Autoradio das — Veloradio. Ein englischer Radiobastler hat sich für sein Fahrrad einen kleinen Radioempfänger mit Lautsprecher konstruiert, der tadellos funktioniert Diese Neuerung hat die englische Verkehrspolizei vor das schwierige Problem gestellt, ob die Anbringung von Radioapparaten an Fahrrädern gestattet werden kann bzw. ob es eine Handhabe gibt, sie zu verbieten. Jedenfalls herrscht die letztere Tendenz vor, da man deswegen eine untragbare Vermehrung des Strassenlärms befürchtet. seinen linken Arm schützte, als ob er verhüten wollte, dass sein Begleiter ihn anrührte. Tante Betty, die in jeder Gesellschaft, die sie verschönt, die Führung übernimmt, ging voraus und sprach als erste mit ihnen. «Ihr Freund hat sich wohl verletzt», sagte sie. «Können wir etwas tun?» «Sie können Ihres Weges gehen», sagte der kleinere in einem nicht misszuverstehenden Tone, und zu seinem Freund gewandt: «Sag ihnen, dass sie gehen sollen. Ich will nicht, dass mich sechs Weibsleute angaffen.» «Armer Junge! Er spricht im Delirium», sagte Tante Betty. «Ach Unsinn», mischte sich Nancy ein, die die Forschheit ihrer Grosstante geerbt hatte und im der Familie allgemein als herrschsüchtig galt. «Natürlich will er nicht, dass ihn eine ganze Versammlung anstarrt. Geht alle los und wartet auf mich; es kann eine Weile dauern.» Sie sprach über die Schulter zu uns, während sie auf die beiden jungen Männer zueilte. Wir standen einen Augenblick still, aber wir waren nahe genug, um zu sehen, was Nancy tat, und auch zu hören, was sie sprach. «Nancy nimmt sich immer viel zu viel heraus», sagte Tante Betty. «Er muss seinen Rock ausziehen und sein Hemd ebenfalls», hörten wir Nancy sagen. «Elisabeth!» sagte Tante Betty, mich entgeistert anstarrend, «das kannst du doch nicht zulassen.» (Fortsetzung folgtJ

60 — DIENSTAG, 26. JULI 1938 AUTOMOBIL-REVUE XI. Grosser Preis von Deutschland Von Brauchitsch, an der Spitze liegend, in der 17. Runde beim Tanken durch Brand des Wagens um den Sieg gebracht. — Der Engländer Seaman und Caracciola/Lang landen für Mercedes-Benz einen Doppelsieg. - Auto-Union mit Stuck und Nuvolari auf den Ehrenplätzen. Dreyfus (Delahaye) an 5. Stelle. - Die beiden Alfa ausgefallen. Das Training am Samstag. Nürburgring, 23. Juli. Wiederum ist ein goldener Tag ins Land ge zogen. Heiss brennt die Sonne über der Eifelland- Schaft mit ihren bewaldeten, kegelförmigen, vulkanartig sich erhebenden Hügeln. Auf den Zufahrtsstrassen und -wegen zum Nürburgring vom Rhein- und Moseltal her hat der Anmarsch der Zuschauermassen eingesetzt, die morgen Sonnta Zeuge des klassischen, zum 11. Male stattfindenden Grossen Preises von Deutschland sein wollen Zu abendlicher Stunde, da wir diese Zeilen niederschreiben, wälzen sich Tausende und Abertausende, zu Fusa und auf allen erdenklichen Vehikeln in langen Schlangen dem Schauplatz dieser grössten und wohl bestbesuchtesten motorrennsportlichen Veranstaltung der ganzen Welt entgegen und da Camping in Reinkultur wird diese Nacht runduir und innerhalb des Rings wahre Triumphe feiern Im Gegensatz zu alther gebrachten Gepflogen heiten herrschte heute während des ganzen Tages — Von 8—12 und 2—6 Uhr — ein intensiver Trainingsbetrieb, an dem alle am sonntäglichen Gross Der Engländer Dick Seaman brachte beim Grossen Preis von Deutschland seinen ersten Sieg für Mercedes-Benz unter Dach. ereignis teilnehmenden Konkurrenten in gleicher Weise partizipierten. Ursprünglich hatte es gar nicht in der Absicht der Rennleitung gelegen, den Grand-Prix-PUoten am Vormittag Trainingsmöglichkeit zu verschaffen. Da jedoch der italienische Alfa-Romeo-Mann Dottore Farina auf der ca. 8 km langen Strecke vom Bergwerk bis zum Schwalbenschwanz am Freitagnachmittag ungeheuer viel Oel verloren und damit die übrigen Fahrer einer grossen Schleudergefahr ausgesetzt hatte, brach man das Training vorzeitig ab und gab den Piloten heute früh von 8—10 Uhr Gelegenheit, das Versäumte nachzuholen. Ueber Nacht wurden die Oelspuren, sei es durch Auftragen von Basaltstaub, sei es durch Abbrennen mit Benzin entfernt und der Staub in den frühen Morgenstunden weggefegt, so dass sich die Strecke bis zum Trainingsbeginn erneut in bestem Zustand präsentierte. Am eifrigsten waren wohl von den grossen Rennställen die Fahrer der Auto-Union unterwegs, von denen sich Nuvölari, der für die Zwickauer Werke als «Geschwaderführer» startet, mit 10:13,4 (133,9 km/St.) vor Müller (10:19,3 = 132,6 km/St.), Hasse (10:27,1 = 130,9 km/St.) und Stuck (10:40,4 = 128,1 km/St.) als der Schnellste entpuppte. Wie wir übrigens vernehmen, ist Müller, der die Folgen des Zwischenfalles von Reims vollkommen überstanden zu haben scheint, an Stelle von Christian Kautz endgültig als Fahrer des vierten Auto-Union- Wagens auserkoren worden. Was die Leute des Untertürkheimer Werkes anbetrifft, so erfahren wir von Direktor Sailer, dem Schöpfer des neuen Mercedes-Benz-Kompressor-Rennwagens persönlich, dass nur die Hausmannschaft (Garacciola, v. Brauchitsch, Lang, Seaman) im Rennen eingesetzt werden soll und man die Nennung für den 5. Wagen zurückgezogen hat, nachdem der Nachwuchsfahrer Bäumer am Donnerstag in der Südkehre leicht gestürzt ist und man den bei diesem Zwischenfall beschädigten Soliden nicht starten lassen will, ohne die Möglichkeit gehabt zu haben, ihn auf ev. «innere Defekte> wie Risse etc. zu untersuchen, wozu die Zeit nicht mehr ausreichte. Die Fahrer der Dreizackkonstruktion drehten, und zwar ausschlieselich auf einem Trainingswagen, nur noch wenige Runden, um mit dem Parcours ein letztesmal Kontakt zu nehmen, hatte man doch die eigentlichen Rennwagen schon am Freitag als callright» befunden. Farina und Biondetti auf dem 12-Zylinder-Alfa, sowio Dreyfus mit dem neukarossierten und Comotti mit dem Zweiplätzer-Delahaye, waren ebenfalls nicht müssig, kamen jedoch bei weitem nicht an die Zeiten ihrer deutschen Gegner heran, •was selbstredend auch von den Privatfahrern zu sagen ist. Als grossen Favoriten erachten wir nach •wie vor Mercedes-Benz, während Nuvolari auf dem Heckmotorwagen der Auto-Union nach Möglichkeit als eigentlicher Animator des Rennens wirken und unter Umständen sogar eine Chance für einen der vorderen Plätze haben dürfte — dann nämlich, •wenn bei seiner starken, favorisierten Konkurrenz nicht alles nach Wunsch klappen sollte. Vergessen •wir nicht, dass bei diesem ausserordentlieh heissen Wetter und den zu erwartenden phantastischen Geschwindigkeiten mitunter auch die Reifenfrage auf Erfolg oder Misserfolg der einen oder andern Marke einen entscheidenden Einfluss ausüben kann Die Spannung ist ganz enorm gross und obwohl diejenigen zahllos sind, die am Vorabend des Rennens einen mehrfachen Mercedes-Benz- Sieg schon als etwas Feststehendes, Unabänderliches hinnehmen, eo verstummen doch auch jene nicht, die — so oder so — für Nuvolari orakeln! — Der morgige Tag wird die Entscheidung bringen. Für heute sei nur noch kurz eine irrtümliche Mel-' Eigener Bericht der A.-R. düng in der Freitagausgabe berichtigt. Rosemeyers auf dem 6-Liter-Auto-Union aufgestellter Rundenrekord stand nicht auf 9-47, sondern auf 9:55 (= 138,01 km/St.), was nichts anderes heisst, als dass Brauchitsch am Donnerstag dieses Optimum mit dem 3-Liter-Mercedes-Benz um sage und schreibe 6,6 Sekunden auf 9:484 = 139,6 km/St, verbessert hat Ein dramatisch bewegter Kampf. Der XI. Grosse Preis von Deutschland, der am vergangenen Sonntag im Anschluss an ein nationales Rennen für Sportwagen und Motorräder auf dem landschaftlich überaus malerisch gelegenen Nürburgring unter dem Regime der neuen Grand-Prix-Formel vor rund 300.000 Zuschauern ausgefahren wurde, sollte Anhaltspunkte dafür erbringen, ob die in den letzten Monaten gerade durch die Inkraftsetzung dieser Formel hervorgerufene Krise im internationalen Rennsport als endgültig behoben betrachtet werden könne oder ob sie vielmehr in einen chronischen Zustand ausarte. Wenn schon der Stimmen nicht wenige waren, welche auf Grund des Nennungsergebnisses die Zeit der Absage von Rennen als überwunden erklärten, so ist es uns leider nach dem Ausgang des sonntäglichen 500-km-Rennens nicht möglich, diesen Optimismus zu teilen. Eine Krise freilich scheint liquidiert, die innerdeutsche Krise nämlich, hat doch die Auto-Union durch ihr sehr ehrenvolles Abschneiden bewiesen, dass mit ihr an den internationalen Grand Prix inskünftig wieder gerechnet werden tnuss, wenn auch gleich beizufügen ist, dass ihre Heckmotor-Wagen vorderhand und vermutlich bis auf weiteres den Kampf mit Mercedes- Benz nicht mit Aussicht auf Erfolg aufnehmen können. Hingegen hat es sich am Sonntag erwiesen, dass die Ausländer, wie der neue Alfa und der Delahaye'gegen die Konstruktionen der Untertürkheimer und Zwickauer Werke nichts zu bestellen haben. Es erscheint als völlig ausgeschlossen, dass sie in absehbarer Zeit den Vorsprung Deutsch- ; lands wettzumachen imstande sein werden. Mit diesen einleitenden Zeilen haben wir auch schon durchblicken lassen, dass der Rennwagen mit dem Dreizackstern heute zum drittenmal in dieser Saison einen grossen Tag gehabt und seinen bisherigen Triumphen einen neuen beigefügt hat, wobei zu bemerken wäre, dass sich bei normalem Rennverlauf der Mercedes-Doppelsieg mindestens zu einem dreifachen Erfolg hätte gestalten müssen. Mit sensationellen und dramatischen Momenten war das Rennen stärker geladen als jedes andere in den letzten Jahren. Kaum sind die 20 Boliden dem Blick der Zuschauer entschwunden und haben sie über die Quiddelsbacher Höhe das Karussell erreicht, landet auch schon Biondetti (Alfa) in einem Graben und lässt sich von den Zuschauern auf die Piste zurückschieben, was seine Disqualifikation zur Folge hat. Und noch ist die Startrunde nicht beendet, so gerät auch Nuvolari bei Kilometer 23 neben die Piste, weil seine Brille von einem vor ihm liegenden Konkurrenten einen Oelspritzer erwischt, was den zähen Mantuaner, dem wir für einen der Ehrenplätze sicher nicht zu unrecht eine Chance einräumten, der Sicht beraubt. Aus diesem Zwischenfall resultierte schliesslich ein Getriebeschaden, der in der 3. Runde zum definitiven Ausfall des italienischen Campionissimo führt. In der 3. Runde bleiben Berg (Maserati 1,5 Liter) und Comotti (Delahaye), in der 4. Farina und Taruffi (beide auf Alfa) auf der Strecke. Abermals eine Runde später streicht der einzige Schweizer de Graffenried auf Maserati die Segel. Nach anfänglicher Führung ist Lang infolge Kerzenschadens in der 4. Runde auf den 7. Platz zurückgefallen und seine Teamgenossen Brauchitsch, Seaman und Caracciola liegen vor Hasse, Müller und Stuck in Front. Caracciola vermag heute, obwohl er ein Jubiläum feiert, startet er doch zum zehntenmal im Grossen Preis von Deutschland, nicht zu seiner alten Form aufzulaufen. Brauchitsch's Pechsträhne. In der 10. Runde lässt er sich durch Lang ablösen, der zwei Runden vorher durch den Nachwuchsfahrer Bäumer am Steuer seines Wagens ersetzt wurde. Im Stil eines alten Routiniers legt Brauchitsch wieder Runde um Runde hin und niemand hegt Zweifel darüber, dass sich der 31jähr. Hamburger ins Goldene Buch dieses weitaus bedeutendsten deutschen Rennens eintragen werde. Doch mit des Geschickes Mächten... Wie schon 1935, als ihm wenige Hundert Meter vor dem Ziel durch eine Reifenpanne der sichere Sieg an Nuvolari verloren ging, spielt ihm auch dieses Mal das Pech übe] mit. Am Ende der 16. Runde fährt er zum zweiten Tankhalt an die GROSSEN PREIS VON DEUTSCHLAND BOSCH-KERZEN BOSCH-ZÜNDUNG Wählen Sie Bosch-Kerzen mit dem richtigen Wärmewert — Ihr Wagen zieht besser und braucht weniger Benzin Boxe,. Durch ein unglückliches Manöver ergiesst sich ein langer Strahl von Brennstoff über das Heck des Wagens und beim Anlassen und Ausströmen der Auspuffgase fängt das Zeug Feuer. Hohe Flammen lodern empor, Brauchitsch wird aus seinem Sitz gerissen, ein halbes Dutzend Wasserspritzer und Feuerlöschapparate treten in Funktion und bekämpfen den Brand mit Erfolg. Kaum ist es' soweit und hat man festgestellt, dass der Wagen selbst keinen Schaden genommen, sitzt Brauchitsch auch schon wieder am Steuer und braust los, an den Tribünen vorbei und in wahnwitzigem Tempo die Gegengerade hinauf, begeistert umjubelt vom Publikum, das diesen dramatischen Augenblicken beigewohnt hat. Männiglich freut sich, ihn bald wieder vorüberfegen zu sehen, als der Lautsprecher meldet, dass er aus der Bahn getragen worden sei und aufgegeben habe. Ein Motordefekt setzt in der 17. Runde den Wagen Bäumers, der heute von Mercedes-Benz zum erstenmal in einem Rennen eingesetzt wurde, ausser Gefecht. Seaman, der mit 10 Min. 09,2 Sek. (134,8 km/St.) die schnellste Runde des Tages gebucht und überhaupt ein grossartiges Rennen geliefert, gewinnt, sicher nicht nur für ihn selbst, sondern überhaupt für jedermann völlig überraschend und eigentlich programmwidrig, den Grossen Preis vor dem immer gleich überzeugend fahrenden Lang. Stuck schnellster Mann der Auto-Union. Holen wir noch kurz nach, was sich inzwischen bei der Auto-Union getan. Hasse, Müller und Stuck demonstrierten nach dem Ausscheiden Nuvolaris ein sehr eindrucksvolles und regelmässiges Equipenrennen, wobei wir nicht wüssten, welchem der drei Piloten wir für seine Leistung mehr Lob und Anerkennung zollen sollten. In der 11. Runde wird Müller, für den das Durchstehen eines 500- km-Rennens nach seinem Unfall in Reims noch eine zu grosse Anstrengung bedeutet hätte, von Nuvolari abgelöst, der sich mit dem Heckmotor ausgezeichnet versteht. Durch Hasses Ausfall wegen Motorschaden in der 17. Runde und durch das Verschwinden Brauchitschs' rückt der Mantuaner an die 3. Stelle vor, muss sich aber in der letzten Runde wegen Kerzetidefekt vor Stuck beugen, der seit dem Grossen Preis von Italien 1937 erstmals wieder am Steuer eines Rennwagens sitzt und beweist, dass er als Fahrer noch immer zur Sonderklasse gehört. So finden wir im Schlussklassement des Grossen Preises zwei Mercedes vor zwei Auto-Union in der Spitzengruppe, wobei Stuck als schnellster Mann des Zwickauer Stalls für die 22 Runden (501,8 km) rund 9 Minuten mehr benötigte als Seaman, der allerdings nach dem sensationellen Ausfall Brauchitschs keine Ursache mehr hatte, in den letzten Runden besonders aufzudrehen, weshalb auch sein Gesamtdurchschnitt um zirka 4 km/Std. unter dem vorjährigen liegt. Als Fünfter klassierte sich mit einer Runde Rückstand Dreyfus auf dem kompressorlosen Delahaye und als Sechster mit 20 Runden der Deutsche Pietsch, der für sein mutiges Fahren, womit er sich den ersten Rang unter den Privatfahrern holte, einen Sonderapplaus einheimsen durfte. Der Film des Rennens. Unter Wetterbedingungen, wie sie sich Organisatoren und Publikum nicht besser träumen konnten, nimmt kurz nach 2 Uhr das Rennen seinen Anfang. 20 Konkurrenten stellen sich am Start auf; nach Massgabe der Trainingszeiten ergibt sich dafür nachstehende Reihenfolge: 16 Seaman 14 Lang 12 v. Brauchitsch Merc.-Benz Merc.-Benz Merc.-Benz 2 Nuvolari 10 Caracciola Auto-Union Mercedes-Benz 4 Stuck 8 Müller 6 Hasse Auto-Union Auto-Union Auto-Union 26 Biondetti 24 Farina Alfa-Romeo, 12 Zyl. Alfa-Romeo, 12 Zyl. 40 Pietsch 20 Dreyfus 28 Taruffi Maserati, 1,5 1 Delahaye A.-Romeo, 8 Zyl. 30 Ghersi 36 Hyde Alfa-Romeo, 8 Zyl. Maserati 38 Berg 44 Cortese 42 Belmondo Maserati, 1,5 1 Maserati, 1,5 1 Alfa-Romeo 32 Graffenried 22 Comotti Maserati Delahaye Der fünfte Mercedes-Benz fehlt, weil die Nennung dafür, wie oben erwähnt, zurückgezogen wurde, und ebenso hat sich der Ungar Festeticz (Alfa Romeo) nicht am Start eingefunden, zumal sein Wagen beim Freitags-Training havaTiert wurde. Er geriet auf einem Oelfleck, der vom Alfa des Italieners Farina stammte, ins Rutschen, doch kam der Fahrer mit heiler Haut davon. Schon heulen und brummen, donnern und klirren die Motoren auf. Der Startschuss kracht und die Envolee, der wir beiwohnen, bietet eines der eindrucksvollsten Bilder, die wir je bei einem Massenstart erlebt haben. Geschlossen, ohne die geringste Positionsverschiebung, setzt sich die Meute in Bewegung. Lang biegt vor Hasse, Nuvolari und Seaman als erster in die Südkurve ein, und in der Reihenfolge Lang, Hasse, Nuvolari und Caracciola stieben sie über die relativ kurze Gegengerade hinein m die Nordkurve, um dann in rasanter Fahrt die Quiddelsbacher Höhe zu erklimmen. Am Karussell ist das Mercedes-Benz-Team mit Lang, Seaman, Caracciola und Brauchitsch schon als kompakte