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E_1938_Zeitung_Nr.093

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II Automobil-Revue —

II Automobil-Revue — N° 93 Eine Einmannzeitung im Wilden Westen « Etwa 50 Jahre alt, bärtig, brummig, herzensgut, — ein Kulturpionier, wie es ihn kaum noch einmal geben dürfte», — das wäre eine allgemein gehaltene, aber treffende Beschreibung von Dewey Scott, der auf einer gottverlassenen Farm in Vanity Springs in Nevada, mitten im wildesten Wilden Westen und 150 Kilometer von der nächsten Bahnstation entfernt, die widersprechenden Berufe eines Weizenbauers und eines Journalisten in sich vereint. Ursprünglich war er weder das eine noch das andere: bis vor anderthalb Jahrzehnten quälte er sich mit einem schlecht gehenden Kurzwarengeschäft in New York ab. Dann entsann er sich der Tatsache, dass seine Ahnen vom Lande stammten, nahm das Geld, das ihm nach dem Konkurs verblieben war, ging zwei Jahre zu einem Bauern «in die Lehre» und kaufte sich dann eine Farm in Vanity Springs, um sie gemeinsam mit seiner Frau und seinen drei Kindern zu bewirtschaften. Das erste Jahr brachte den zu erwartenden Misserfolg und eine Zufallsentdeckung: der Weizen, den die Farmer in Nevada gebrauchten, eignete sich gerade zum Eigenkonsum; wenn man ihn aber mit einer anderen Art, dem sogenannten «Green Sheet» kreuzte, der im Süden angebaut wurde, so ergab sich eine .reichtragende, wetter- und krankheitsbeständige Mischung, die es mit jeder Konkurrenz aufzunehmen vermochte. Vom Weizenzüchter — schon im dritten Jahre seines Farmerdaseins hatte Dewey Scott die beste Ernte in einem Umkreis von 300 Meilen — zum Journalisten war nur ein, wenn auch ein weiter Schritt. Scott gehört nicht zu der Art von Menschen, die ihre Erfolge nicht mit den Mitmenschen teilen wollen. Er machte sich zum Propagandisten seiner neuen Weizenrasse, die die miserablen Aecker der Nevada-Farmer beleben und ihre Taschen füllen sollte — zum Wohle des ganzen Staates. Er besuchte seine Nachbarn, setzte sich nächtelang mit ihnen zum Saufen hin und überredete sie, den neuen Weizen auch auszuprobieren. Sein Saatgut war nicht teurer als das anderer Musterfarmen. Die Bauern waren schwerfällig, wollten die Vorzüge des Neuen nicht recht einsehen. Ein Jahr verging, wieder hatte Scott die schönste Weizenernte in halb Nevada — Ich habe sonst eigentlich nicht viel mit der Schriffstellerei zu tun. Das überlasse ich denen, die mehr Politur haben als ich. Es schien mir immer, dass es das Grossartigste auf der Welt wäre, die Fähigkeit zu haben, sich hinzusetzen und seine Gedanken aufzuschreiben, vorausgesetzt, dass man welche hat. Aber ich war noch nie besonders tüchtig darin, fürchte ich. In letzter Zeit, wenn es Sie interessiert, habe ich eine ganze Menge an einem Film gearbeitet, der „Bandit von Arizona> heisst und den meine Gesellschaft, die Metro-Goldwyn-Mayer, gedreht hat. Ich spiele da einen ziemlichen Schurken, der nicht viel Freunde hat und sich auch keine macht, der aber das einemal, wo er als Freund handelt, im Stich gelassen wird. Neulich nacht habe ich daran gedacht und mich gefreut, dass meine Freunde nicht so gewesen sind. Mein Vater war, glaube ich, der erste Freund, den ich hatte. Er war ein Polizist in einem der gefährlichsten Viertel von Kansas City. Ich glaubte, er wäre selbst ein ziemlich gefährlicher Bursche, bis ich alt genug war, um ihm ein bisschen tiefer ins Herz gucken zu können. Danach wurden wir Freunde. Einmal hatte ich einen andern Freund, den ich nicht vergessen werde. Er war Lokomotivführer. Er führte eine Rangiermaschine zwischen den Bahnhöfen von Kansas City, und manchmal brachte er einen Frachtzug bis zum nächsten Knotenpunkt. Ich war damals ein kleiner Knirps und hatte mich entschlossen, von zu Hause auszukneifen. Dieser alte Maschinist kannte mich. Er kannte meine Verwandten auch. Er holte mich als blinden Passagier aus einem Frachtzug heraus und redete mit mir. Ich werde dieses Gespräch nicht vergessen. Ich schämte mich vor ihm und vor mir und fing an zu heulen. Dann ging ich wieder nach Hause. Ich werde immer daran denken, dass dieser Mann mein Freund war. Einer meiner besten Freunde war ein Elefantenbulle namens «Maggie". Er und ich, wir arbeiteten zusammen im Zirkus, als ich noch sehr jung war. Ich liebte Maggie, und er liebte mich. Eines Nachmittags befreite sich ein schwarzer Panther gerade vor der Vorstellung. Ich war gerade in der Vorstellung. Ich war gerade in der Manege, als ich > ihn kommen sah. Er raste direkt auf mich zu. Maggie war draussen im Menagerie-Zelt, und da setzte er sich hin und schrieb seine Erfahrungen nieder. Es wurde ein Pamphlet, wie es jeder Großstadtredaktor zurückgewiesen hätte, voll von Kernsprüchen und Flüchen, aber von Herzen kommend und zu Herzen gehend — wie sich herausstellte, als er den Artikel vervielfältigt und an fünfzig Farmer verteilt hatte: die ersten Saatgutbestellungen kamen! Scott überlegte sich die Sache mit der Zeitung, die er jetzt gründen wollte. Kosten durfte sie nicht viel. Er fuhr in die nächste Stadt und erwarb eine alte Handpresse; Leistungsfähigkeit: 1400 Exemplare pro Stunde. Tagsüber war er von nun ab Farmer, nachts lernte er Setzen, Nach zwei Wochen war die erste Nummer des «Vanity Spings Star» fertig. Scott nahm seinen Ford, besuchte alle Farmer in der Nachbarschaft und lieferte seine Zeitung ab. Die erste Seite war voll von Weizen, die zweite auch. Die dritte gab praktische Haushaltratschläge, etwa der Art: «Was mache ich, wenn ich mir einen Finger abgehackt habe?», und auf der vierten gab er persönliche Erlebnisse wieder, nicht immer ganz stubenrein, aber stets fesselnd. Die Farmer verschlangen das Blatt — und kauften Saatgut. Die nächste Nummer der Zeitung erschien, ergänzt durch einen Weizen-Handelsteil, den Scott den Radio-Informationen verdankte, die seine Frau mitzuschreiben hatte. Und jetzt erscheint in Vanity Springs schon seit mehr als 6 Jahren eine Einmannzeitung, die von Weizen handelt, über den Sport schreibt, über Börse, Politik, Liebe und Haushaltkniffe, und die auch Inserate bringt, die Scott gern annimmt und sich gut bezahlen lässt. Die Auflage des «Star» ist auf über 1000 gestiegen. Aus Saatgutverkäufen, durch das Inseratengeschäft, durch bezahlte. Ratschläge ist aus dem Aussenseiter-Farmer ein wohlhabender Mann geworden} aber er lässt es sich noch immer nicht nehmen, jeden Dienstagnachmittag mit dem Satz zu beginnen, jeden Mittwochmorgen zu drucken und jeden Mittwochnachmittag bei allen Farmern im Umkreis eigenhändig die kuriose Weizenzeitung abzuwerfen, deren Inhalt tatsächlich dazu beigetragen hat, dass sich die Ernten in Vanity Springs und Umgebung verdoppelt haben. ..«. Meine Freunde und ich Von Wallace Beery. ich rannte durch den Verbindungsgang, was ich konnte. Ich erreichte Maggie genau In dem Augenblick, als die grosse Katze mich erreicht hatte. Der Panther riss mir gerade noch den Aermef und ein bisschen Haut auf, bevor ich mich hinter Maggies riesigem Schutzwall verstecken konnte, und das bedeutete das Ende des Panthers. Maggie fasste ihn mit seinem Rüssel und schleuderte ihn durch das ganze Zelt. Ich werde immer an Maggie denken. Er hiess wie eine Dame, aber er war ein Mann und ein echter Freund. Lon Chaney war ein guter Freund von mir — einer, den ich nie vergessen werde. Als es mir dreckig ging — eins von den vielen Malen, die im Schauspielerberuf so häufig vorkommen, denn da geht es mal ganz hoch hinauf, dann wieder ganz tief hinunter —, hatte ich ein langes Gespräch mit Chaney. Wir sassen hinter den Kulissen in einem Atelier, und Chaney sagte mir —< na, ich werde Ihnen nicht wiedererzählen, was er sagte. Aber er sagte eine Menge von sich und dem, was er durchzukämpfen hatte, und das gab mir neuen Mut. Ich wollte schon aufgeben — dass ich es nicht tat, daran war er schuld. — Alles was mir von dieser Freundschaft sichtbar übrigblieb, ist ein Bündel Photographien von Chaney mit Widmungen, aber das, wovon niemand weiss^ ist viel mehr. Es war eine der Freundschaften, wie sie nur zwischen Männern entstehen —, sie entstand gleich das erstemal als wir uns sahen. Ich könnte niemand erklären, was seine Freundschaft für mich bedeutete und wie mich sein Tod erschütterte. Er war mein Freund. Mehr weiss ich nicht. Wenn ich von meinem Freund spreche, darf ich nicht die vergessen, die ich nicht kenne, und die mir doch immer wieder beweisen, dass sie Freunde sind. Es sind die Freunde in der Welt, die meine Filme sehen und die mir dann manchmal schreiben. Es sind gute Briefe, die ich von ihnen bekomme, und sie tun mir gut, weil es ein wundervolles Gefühl ist, zu wissen: draussen, wo man selbst niemals gewesen ist und vielleicht auch niemals hinkommen wird, sind Menschen, die dich kennen und dir Freundschaft entgegenbringen. Auch ich bringe ihnen Freundschaft entgegen: was ich meinen Filmen an Hingabe und Freude mitgebe, gebe ich ihnen für sie: für die Freunde in der Welt. JCmiasa Katzen bekommen Pension In Amerika und Frankreich wird die Katze über den Hund gestellt. Den Katzen ist in beiden Ländern, in Amerika wie auch in Frankreich, ein wichtiges Betätigungsfeld zugewiesen. In USA sind sie Postangestellte und beschützen die Pakete auf den Postämtern vor den Angriffen der Ratten und Mäuse, Daher auch erscheint in der Budgetvorlage der Vereinigten Staaten ein Kapitel, das jedesmal ohne Diskussion verabschiedet wird, es nennt sich: Katzenernährung, Es ist ein rührend kleines Finanzkapitel und bereitet den Wirtschaftlern die geringsten Sorgen. Das Postministerium in USA weist den Postämtern die Beträge an, die für die Ernährung der in staatlichen Diensten stehenden Katzen bestimmt sind. Wenn eine Katze Junge bekommt, dann werden sie vom Staate erhalten und später bekommen sie automatisch ihre Staatsposten zugeteilt. Aber noch besser ergeht es ihren Amtskolleginnen in Frankreich. Sie haben ein erweitertes Betätigungsfeld, das sich bis in die französischen Häfen erstreckt, sie sind sozusagen Spezialisten ihres Berufes und obliegen in den Hafenmagazinen dem Rattenfang. Eine Katze, die sich Jahre hindurch für den französischen Staat gerackert hat, dabei alt und behäbig geworden ist, geniesst, wenn sie die Altersgrenze erreicht hat, alle Vorteile der Staatsangestellten, Sie erhält eine angemessene Pension, die Hälfte ihrer vollen Monatsbezüge und ist so für ihren Lebensabend aller Sorgen enthoben. Sie hat allen Grund, sich dessen zu freuen, dass sie die Dankbarkeit des Staates empfängt, der wiederum allen Grund hat, sie ihr zu erweisen. Die staatlichen sozialen Einrichtungen arbeiten auch für sie und sie kann in einem Pensionshaus für amtsmüde Katzen ein befriedigtes und sorgenfreies Alter verbringen. (Pr. T.) Briefträger als Wellenreiter Ein wohl in der Welt einzig «dastehender» Postbote bedient die Yachten, die in Hermosa Beach (Kalifornien) vor Anker liegen. Er heisst John Campbell. Für seine «Dienstgänge> benützt er einen Aquaplan, das heisst eines jener Bretter, mit denen man hinter ..einem Motorboot her in sausender Fahrt über die Wellen reitet. Der tägliche Besuch des Briefträgers bildet regelmässig eine Sensation für alle Besatzungen der in der Bucht liegenden Schiffe. Mit Pferd und Wagen begraben In der Nähe von Venedig, bei Agria, hat man ein Grab entdeckt, das eine ganz besondere Sensation bot. In dem Grab fand man nämlich ausser der Leiche eines Mannes einen Rennwagen und die Skelette von 3 Pferden. Die Skelette waren so gut gebettet, dass sogar das Zaumzeug noch um Schädel und Hals lag. Auch alle kleinen Metallstücke der Panzerung waren noch vorhanden. Es ist das erstemal, dass man in Italien eine derartige Grabstätte fand, in der nicht nur der Lieblingswagen des Toten, sondern auch 5>beruhigtl Kohl«* Unterhaltsaitve; spannende Romane und Kurige- die Lieblingspferde mit begraben waren, damit sich der Tote niemals von ihnen zu trennen brauchte. Die Sitte erinnert an ähnliche Gebräuche, die man in Aegypten beobachtet hat. Hier wurden die Pferde und teilweise sogar die Hunde und Katzen der Verstorbenen präpariert, um dem Toten auf seinem langen Weg ins Jenseits Gesellschaft zu leisten. Budievtisdi Hans Leuenberger und Lydia Oswald: «Seltsames Asien.» (Im Auto von den Alpen zum Gelben Meer.) Gebunden Fr. 9.50. Verlag Hallwag Bern. Die Verfasser des vorliegenden Buches sind 17 Monate im Automobil unterwegs. Auf dieser strapazenvollen Fahrt quer durch Asien vergleichen sie aufmerksam die Völker untereinander mit dem, was dicke Bücher über ihr» Religionen, Philosophien und Kunstwerke zu uns brachten. Das Buch trachtet allen Seiten gerecht zu werden und schreckt nicht vor der nackten Wahrheit zurück, die uns den ständigen Alltag der tausend Millionen Asiaten am nächsten bringt. Nur durch dies alltägliche Geschehen können wir auch die vergangene Lebensgeschichte dieser Völker verstehen und ihren Weg in die Zukunft vorausschauen. Die Verfasser scheuen sich nicht, auch die erschütterte Position der Weissen in Asien zu schildern und deren Ursachen aufzudecken. Hundertzehn glänzende photographische Aufnahmen zeigen gleichzeitig in Bildern Land, Volk und Kultur des durchfahrenen Erdteils, führen uns beim Beginn der Reise auf ungewöhnlicher Route über Albanien nach Konstantinopel, dann durch die Türkei, Irak, Indien, Siam, Indochina, China und Japan. Den interessanten, unterhaltsamen und aufschlussreichen Textkapiteln reihen sich diese bisher unbekannten und einzigartigen Aufnahmen würdig an. Das vorliegende Werk dürfte gerade in der heutigen Zeit regstem Interesse begegnen. Die Ernte. Schweizerisches Jahrbuch für das Jahr 1939. Herausgegeben von der «Garbe»- Schriftleitung. Druck und Verlag von Friedrich Reinhardt in Basel. In gediegenem Ganzleinenband Fr. 4.25. «Die Ernte», dieses ausgezeichnete, von Rudolf von Tavel begründete schweizerische Jahrbuch erscheint nun bereits in ihrem 20. Jahrgang. Sie hat in den zwei Jahrzehnten ihres Bestehens eine brosse Zahl wertvoller Beiträge unserer besten godenständigen Schriftsteller und Künstler gebracht und auch vielen jungen ^Talenten zum Durchbruch geholfen. Aus dem reichen Inhalt des 20. Jahrganges können wir nur einiges wenige herausgreifen. Eröffnet wird das Jahrbuch durch ein schlichtes, vollendetes Gedicht «Zum neuen Jahr» von Albert Fischli. Ein Stück Mittelalter wird lebendig in Helene von Lerbers «Regiswindis». In die Vergangenheit führt auch die knappe, eigenartige Erzählung Tina Truogs von dem Bündner Gast des Dogen. Mit großer Anschaulichkeit schildert Hermann Hesse ein sommerliches Reiseerlebnis, während Josef Maria Camenzind, dessen Art an Heinrich Federer gemahnt, uns erzählt, wie er in China der Pest entrann. Maria Waser ist durch ein paar schöne Blumengedichte vertreten. Eine eigenartige, stark empfundene Weihnachtsgeschichte stammt von Ida Frohnmeyer. Von den jüngeren Mitarbeitern seien genannt Ernst Otto Marti mit einem Hochgebirgserlebnis, Wolf Schwertenbach, Peter Kilian und die noch wenig bekannte Helene Jacky, deren knappe Novelle «Judith» mit zum Besten zählt. Auch der Dialekt ist vertreten durch gemütvolle Beiträge von Emil Balmer und Hermann Hutmacher. In den illustrierten belehrenden Beiträgen erzählt Dr. G. Lendorff von Urs Graf und seiner Zeit, während Hermann Aellen vom Vogelflug und seiner Erforschung spricht. Originell ist Flugkapitän Walter Ackermanns «Schweizerkreuz am Himmel Europas». Ein besonderes Lob verdienen die prächtigen, teilweise mehrfarbigen Kunstdrucktafeln, die uns wertvollstes Gut von Schweizermalem aus der Gegenwart und Vergangenheit in vollendeter Wiedergabe vermitteln. Dr. Arnold Ptister erläutert die Bildtafeln interessant und anschaulich. Alles in allem, der 20. Jahrgang der «Ernte» ist ein Buch, das in keiner gebildeten Schweizerfamüie fehlen sollte. l7iiBiPMI nFWFNSTR.*

N°93 — Automobil-Revue Hi< Kommende Ereignisse | (Aenderungen Torbehalten.) Basel: 19. Nov.: Stadttheater: G&sttpM Alb. Busannann. Uraufführung «Der Magie», Schauspiel Ton Rob. Faesi. 20. Nov.: Tanzmatinee D0II7 und Willy Flay-Waldvogel (Stadttheater). 22. Nov.: Hans Kuber-Saal: Kammermusik-Kreis Scheek- Wenzinger. Bern: 19. Nov.: Kursaal: Jahresfeier des T. C. S„ Antosektion Bern. 19. NOT.: Grosser Jubilaumsball, anl. seines 28jihrigen Bestehens zugunsten des Stadttheaters (BelleTue- Falace). »I.NOT.: Stadttheater: Sacharoff-TaragmstspieL 22. NOT.: Populäres Symphoniekonzert d. Bern. Musikges. Leitung: Luc Balmer (Kasino). Genf: 23. NOT. : Abonnementskonzert des «Orehestre de la Suisse romande». Direktion: Emest Ansermet. Solist: Ch. Panzera, Bariton (Grand Thö&tre). Zürich: 19. NOT.: Grand HJtel Dolder: Poly-Baü. 22. NOT.: Stadttheater: Abonnementskonzert. Solist R. Casadesus (KlaTier). 25. NOT.: Konservatorium: Liederabend Ria GmsWr/Hermann Schey. Am Flügel: Dr. O. Schoeck. Vor dem Winter Der Hochgebirgswinter als Arzt Die heilenden und kräftigenden Wirkungen des Hochgebirgswinters sind bekannt. Ihre Ursachen liegen vor allem in dem anregenden, die Organe zu erhöhter Tätigkeit anspornenden Reizklima, wie es die Spannweite der Temperaturen innert 24 Stunden, die Verminderung des Sauerstoffgehaltes in der Luft und die stärkere Strahlungsintensität mit sich bringen. Doch wie ein guter Arzt zwar energisch eingreift und heilsame Reaktionen zu provozieren sucht, anderseits aber gleichzeitig beruhigend auf seinen Patienten einwirkt, so auch der Rochgebirgswinter. Den Reizfaktoren des Winterklimas stehen seine Beruhigungsfaktoren gegenüber: die Trockenheit der Luft, die weit weniger Erkältungsgefahr in sich birgt als die feuchte, nebelschwere Luft des Tieflandwinters, und die meist ruhige, nicht durch kalte, feuchte Winde getrübt» Atmosphäre der hohen Regionen. In der Schweiz mit ihrer grossen Zahl zwischen 800 und 1800 m hoch gelegener Winter-Kur- und Sportplätze lässt sich bei dem reich differenzierten Winterklima der Ferienprt besonders gut nach den Bedürfnissen des einzelnen wählen. svz. Ra tsd* lEcr&te Kreuzworträtsel mit Moral 2)umme fhaqen—JUuqjt Antworten Damme Frage. Ich kenne eine Frau von 75 Jahren, die Zwüinge bekommen hat.» - «Das ist doch unmöglich I» - «Wieso? Vor 45 Jahren!» Bei den Kleinen. «Wir haben unsere Zahlen von den Arabern und unseren Kalender von den Römern entlehnt. Kann mir einer von euch andere Beispiele nennen?» - «Ich, Herr Lehrer! Wir haben das Waschseil von Müllers und die Leiter von Meiers.» Im Paradies. In einer nordböhmischen Volksschule erzählt die Lehrerin den siebenjährigen Mädchen vom Adam und Eva und von den Engel mit dem Flammenschwert, der das Tor des Paradieses bewachte. Nach einer kurzen Pause des Schweigens fragt die Lehrerin, um den Eindruck ihrer Worte festzustellen: «Was glaubt ihr, haben Adam und Eva gedacht, als sie sich so aus dem Paradiese vertrieben sahen?» Pause. Plötzlich meldet sich ein kleines Mädchen: «Wenn er wag is, do giehn mr wiedr neijn» (hinein). In der Schule sagt der Lehrer: «Nennt mir einen Satz, den wir dann in die Befehlsform setzen können!» - Rudi meldet sich: «Das Pferd zieht den Wagen.» - «Nun setze den Satz in Befehlsform!» - Rudi: -Hüh!» Wer jetzt durch's Seva-Schlüsselloch • •. Der „Zibelemärit" — ein Berner Volksfest In der schweizerischen Bundesstadt Bern werden Zwiebeln, Knoblauch und Nüsse an einem bestimmten Montag im Wintermonat, dies Jahr am 28. November, auf den Markt gebracht. Dieser «Zibelemärit» ist jedes Jahr ein Volksfest. Da halten nicht nur die Bauern aus dem Seeland Zwiebeln feil, sondern auch in den Schaufenstern der Konditoreien, Kolonialwarenläden, Schokoladengeschäfte und Spezereiläden prangen Zwiebelkränze und Fruchtkörbchen mit hübsch nachgeahmten Zwiebeln und Gemüsen aus Schokolade, Zucker und Marzipan. Beim Eindämmern und bis in die Abendstunden findet in den Strossen und in den für Bern so charakteristischen «Lauben» (den Strassenarkaden) eine Konfettischlacht statt, an der sich vor allem die studierende Jugend zu beteiligen pflegt. Am Abend aber wird auf allen Tanzbühnen getanzt. Da in der Schweiz die Sonntagsbillette zur Hinfahrt am Samstag und Sonntag, zur Rückfahrt am Sonntag und Montag gültig sind, bietet sich die Möglichkeit, mit einfachem Billett, das zur Gratisrückfahrt berechtigt, zum Berner Zibelemärit zu fahren. svz. Der Rätselonkel erklärt: Wefch ein Glück, dass wieder einmal ein Druckfehler mit im Spiel war und das «Leichte Silbenrätsel» um ein paar Kleinigkeiten erschwerte I Der Setzer sorgt also dafür, dass ihr's nicht allzu ring habt, wenn's der Onkel allzu gut meint. Selbstverständlich: «Chargierte» und nicht anders. Heute habt ihr die Moral von einem Kreuzworträtsel zu fischen, und vielleicht kann dieser oder jener sogar aus den Fragezeichen in der Figur etwas zusammenbucbstabieren. guckt, nimmt wahr, dass »aion Ziehungs-Vorbereitungen getroffen werden. SBBBHfe Und welche Lehre ist wohl daraus zu ziehen? Jene Tausende, die bei früheren Tranchen kurz vor der Ziehung noch Lose kaufen wollten und keine mehr erhielten, kennen sie genaui Di« Zeit fliegt, deshalb heute schon handeln) Die 10-Los-Serle. Sie birgt mindestens 1 Treffer und 9 weitere Chancen. Sichern Sie steh also eine Serie mit einigen Freunden, Kameraden oder Kollegen. Auf Wiedersehen also an der Ziehung, wenn Seva den I.Treffer von Fr. 100000.- und 20964 übrige pünktlich, wie immer, ausschütten wird. 1 Los Fr. 5.- (eine 10-Los-Serte, mit sicherem Treffer, Fr. 50.-) pfus 40 Rp. für Porto auf Postdieck III 1OO26 - Adr.; Seva-Lotterie, Genfergasse 15, Bern. (Bei Vorbestellung der Ziehungsliste 30 Rp. mehr.) Lose auch in bem. Banken sowie Privatbahnstationen erhältlich. Louis XIV Louis XV Louis XVI ist's ihm am Lenkrad wohl Beschlag gibt's nicht dank Ein neues, flüssigesMittel gegen das Anlaufen und Gefrieren der Scheiben, von verblüffender Dauerwirkung. • Ohne Seife, Glyzerin, Wachs oder Lack. • Flasche Fr. 3.60, zuzüglich Porto. _ Regionale Alleinvertreter gesucht. BAHNHOF BÜFFET Umladestelle für die Autos nach und von Airolo. Kalte and warme Speisen zu jeder Tageszeit. Auskunft über Fahr- und Trantportrerhältnisse. Tel.2.11. (NiohtzuTerweohaeln mit Hotei Bahnhot.) Höfliche Empfehlung Stelger-Gurtner. 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Ein alttestamentlicher Mundschenk, etwa 400 vor Christo. 29. Englischer Adelstitel. 30. Hütet euch ?? Morgarten! 31. Ein Ton. 34. Hauptsache am Elefanten. 37. Zimmer. 39. Hauptstadt eines innerSchweiz. Kantons. 41. Männlicher Vorname. 42. Stadt in Kleinasien. 44. Deutsche Hansestadt. 45. Persische Rohrflöte. 46. Ich chume nüd ???? 47. Abschiedswort in Gedichten. 48. Elend. 50. Gegenteil von billig. 52. Ohne ohne h. 53. Nachtlokal. 54. Religiöser Maler, t 1911. 55. Strom in Indien. 56. Eine Sprosse der Tonleiter. 57. Um?????. Senkrecht: 1. Deutscher Schriftsteller mit bekanntem Namen, aber ungelesenem Werk. 2. Teile eines Schauspiels. 3. Schiffsseüe. 4. Schneid. 5. Was man ungern bezahlt. 6. Ein gar nicht beliebtes Getränk. 7. Alter Mann. 9. Gekocht. 11. Männlicher Vorname, Koseform. 12. Fiebermittel. 14. Spanisch Fluss. 17. Gegenteil von nicht kommen." 19. ???- sprech. 20. Autozeichen für Haiti. 22. Autozeichen für Appenzell A.-Rhoden. 24. Saiteninstrumente. 25. Hutränder. 27. Alter Name für die Stadt Urfa. 28. Packe ????. 32. Eidechsenarten. 33. Gesichtsteü. 35. Form von laugen. 36. Erste Stufe des Berufslebens. 37. Militärische Abkürzung für «Gebirgs-». 38. Gemeinste Verbrechen. 40. Koralleninsel im Stillen Ozean. 43. Ein geplagter Mann im alten Testament. 46. ??. 49. Was zwischen zwei Nächten liegt. 51. Lateinisch: Folglich. 52. Ein beschwingtes Gedicht. (ch = 1 Buchstabe.) Bei richtiger Lösung nennen die Wörter 3, 13 waagrecht, 46 senkrecht, 30 w. t 55, 57 w., 1 w., 31 w., 19 s., 28 s., 17 s., 50 w. einen Spruch, den sich alle Automobilisten gemerkt haben. Die richtige Lösung zählt 4 Punkte. Wer das aus den Fragezeichen in der Figur m sammenzusetzende Wort errät, kriegt 6 Punkte Einsendetermin: 26. Norembex, Auflösung des leichten Silbenrätsels. 1. Wotan. 2. Augen. 3. Stettin. 4. Schaufel. 5. Tristan. 6. Antibes. 7. Eichel. 8. Reichtum. 9. Krone. 10. Eisen. 11. Nomaden. 12. Intrige. 13. Chargierter. 14. Habakuk. 15. Tandem. 16. Kantine. 17. Aufstand. Was Staerke nicht kann, tut Behendigkeit. Liste der richtig eingesandten Lösungen: J. Aebischer, Merenschwand; A. Bachofen, Gl*- rus; Frau B. Baerlocher, St. Gallen; E. Benz, Goldach; M. Bertschmann, Basel; Frl. M. Bossert, Lenzburg; Frau M. Canale, Brienz; Frl. M. Epple, St. Gallen; Frau C. Fravi, Rapperswil; Frau H. Gerber-Baumann, Aarwangen; Ch. Gebhardt-Bucher, Basel; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; Frau L. Grünvogel, Horw; J. Gustin, Schönenwerd; Frl. A. Hagmann, St. Gallen; Frau J. Hopf, Bern; Frau Hörn, Bem; Frau J. Hunziker, Kirchleerau; Frau T. Hunziker- Aichele, Riehen; Frau R. Kallen, Grenchen; K. Keusen, Biel; G. Laepple, Basel; J. Leimer, Bettlach; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti, Ölten; P. Meier, Bern; F. Meier, Zürich; M. Nievergelt, Zürich; J. Nussbaumer, Benzenschwü; Frau L. Rock, Basel; Frau C. Schulthess-Fuhrer, Basel; H. Schwank, Ossingen; Frl. M. Vetsch, Buchs; Frl. A. Weidmann, Münchenstein; F. Wenger, Bern; Fr. E. Winteler, Glarus. G. Brunner, Zürich.