Aufrufe
vor 9 Monaten

E_1938_Zeitung_Nr.102

E_1938_Zeitung_Nr.102

2 AUTOMOBIL-REVUE

2 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 20. DEZEMBER 1938 — N° 102 nächst die Zweckmässigkeit jener Gleichberechtigung anbetrifft, ist darauf hinzuweisen, dass schon die fahrtechnischen Eigenarten der verschiedenen Gattungen von Vehikeln und noch mehr die Eigenschaften der nichtfahrenden Strassenbenützer (Reiter, Viehherden und marschierende Kolonnen) Unterschiede im Verhalten auf der Strasse bedingen, die selbst die ausgesprochenste formelle Gleichstellung nicht aus der Welt zu schaffen vermag. Gewicht und typische Schnelligkeit der einzelnen Vehikel, ihre Beherrschbarkeit durch den Menschen, vor allem aber als nicht auszuschaltende Faktoren die rein tatsächliche Verkehrsbedeutung und die wirtschaftliche Wichtigkeit führen notwendigerweise zu einer Differenzierung zwischen den verschiedenen Arten der Fortbewegung auf der Strasse, die sich im praktischen Ablauf des Verkehrs zwangsläufig durchsetzen und aus jener Ebenbürtigkeit vor dem Gesetz erhebliche Rangunterschiede machen. Darin liegt für den Lenker eines Fuhrwerks, den Radler und Reiter, den einfachen Mann an seinem Handwagen eine Tatsache, die seinen menschlichen Wert keineswegs herabsetzt. Sicher aber kommt die Oeffentlichkeit nicht darum herum, die gewissennassen « natürlichen » Unterschiede zwischen den einzelnen Fahrzeugen anzuerkennen und zu berücksichtigen. Diese Einsicht führt unausweichlich zur Forderung einer gewissen rechtlichen Abstufung in den Ansprüchen der verschiedenen Katego- Schweizerische Rundschau Die CIA hat am letzten Mittwoch in Bern eine Sitzung abgehalten, in deren Mittelpunkt die Frage der Schaffung von Benzinreserven stand, die im ganzen Land herum angelegt werden müssen und gewisse Veränderungen in der Struktur des Benzinpreises hervorrufen. Durch die Kosten der für die Brennstofflagerung benötigten Einrichtungen erhöht sich der Literpreis um 0,1—0,2 Rappen, doch wird diese Verteuerung beinahe vollständig aufgefangen durch eine Reduktion der Frachtspesen, die von Fr. 1.75 pro Zentner auf Fr. 1.61 herabgesetzt werden können. Die Möglichkeit dazu bietet die zweckmässige Verteilung der Reservoirs längs der Bahnlinien oder die Schaffung von Verbindungen zwischen den einzelnen Benzinlagern durch pipe lines. Zur Vermehrung der Benzinvorräte erfahren wir aus dem Bundeshaus weiter, der Bundesrat habe in seiner letzten Sitzung einen Beschluss gefasst und ab 1. Januar 1939 in Kraft gesetzt, durch welchen die Landesversorgung mit Benzin und Benzol für den Fall der wirtschaftlichen Absperrung oder des Krieges sichergestellt wird. Dieser Beschluss fusst auf dem Bundesgesetz über die Sicherstellung der Landesversorgung mit lebenswichtigen Gütern vom 1. April 1938, durch das der Bundesrat beauftragt und ermächtigt wird, für die Anlegung von Vorräten an solchen Gütern zu sorgen, welche zur Aufrechterhaltung der Wirtschaft und damit für die Landesverteidigung unentbehrlich sind. Zu diesen Gütern gehören heute unbestritten die motorischen Treibstoffe. Sowohl die gegenwärtig in der Schweiz vorhandenen Benzinvorräte wie auch ihre geographische Verteilung vermögen, kriegswirtschaftlich be- rien von Verkehrsteilnehmern an den Verkehrsraum. Und wir können als Beispiel gleich vorausschicken, dass sich ja seit Jahrzehnten, ja seit bald einem Jahrhundert, wohl kein Vernünftiger mehr daran stösst, dass etwa die Eisenbahn, wo sie bei Strassenübergängen mit dem sohienenfreien Verkehr zusammentrifft, nicht nur kraft ihrer öffentlichen Geltung, sondern auch vermöge ihrer technischen Natur ein weitgehendes Vorrecht beansprucht Aber diese Differenzierung ist längst auch in den Strassenverkehr selber eingedrungen. Verkehrswege werden für einzelne Arten von Fahrzeugen gesperrt, andere für ganz bestimmte Gruppen neu geschaffen (Autobahnen, Radfahrwege); unterschiedliche Geschwindigkeitsvorschriften werden aufgestellt und den Lastwagen Fahrten zur Nachtzeit verboten usw. Aber an jeder Kreuzung (immer die Hauptstrassen mit beidseitigem Vortrittsrecht ausgenommen) herrscht vollkommene formale Gleichberechtigung aller, wie unterschiedlich sie auch sonst auf der Fahrbahn behandelt sein mögen, und eines Radfahrers wegen, um eines kleinen Handwagens willen, vor einer langsamen Lastfuhr und einem störrischen Rind, sofern sie nur von rechts kommen, muss jedes in rascher Fahrt befindliche Auto, der schwere Lastzug mit seinen 10 Tonnen oder mehr und der an seinen Fahrplan gebundene öffentliche Autobus kraft heutigen Rechtes unweigerlich anhalten, um jenem den Vortritt zu gewähren. trachtet, nicht zu befriedigen. Zur raschen und durchgreifenden Korrektur der bestehenden Verhältnisse setzt der Bundesratsbeschluss als neue Bedingung für die Kontingentszuteilung vom 1. Januar 1939 an die vertragliche Vernichtung der Einfuhrberechtigten, beständig mindestens einen Viertel ihres Jahreskontingents auf Vorrat zu halten. Der Bund fördert die Lagerhaltung dadurch, dass er den Importeuren die Hälfte des notwendigen Tankraums unentgeltlich zur Verfügung stellt. Die den Importeuren aus der zusätzlichen Lagerhaltung und dem technisch bedingten Umschlag der Vorräte entstehenden effektiven Kosten werden unter Mitwirkung der Eidg. Preiskontrollstelle im Importpreis berücksichtigt werden. TJeber die Einzelheiten der Lagerhaltung schliesst das mit der Durchführung des Bundesratsbeschlusses beauftragte Eidg. Volkswirtschaftsdepartement gleichlautende Verträge mit den Importeuren. Die Vorratshaltung an Dieselöl und Gasöl, soweit es sich dabei um motorische Treibstoffe handelt, ist vorläufig durch eine Bereitschaftserklärung der Importeure zur Haltung von Mindestvorräten sichergestellt. Sie soll in nächster Zeit in ähnlicher Weise wie die Vorratshaltung von Benzin und Benzol auf vertraglicher Grundlage geregelt werden. Zur Benzinfrage. (Schluss folgt.) Auch eine Folge des hohen Benzinpreises. Das soeben vom Genfer Grossen.Rat angenommene Staatsbudget des Kantons für 1939 enthält ein Detail, das die Benzinfrage schlaglichtartig beleuchtet Im Voranschlag des Handels- und Industriedepartements für den Genfer Flughafen von Cointriri ist nämlich der Betrag der Einnahmen dieser Stelle aus dortigen Benzinverkäufen für das kommende Jahr auf die Hälfte der im Budget für 1938 vorgesehenen Summe, nämlich von 20.000 auf 10.000 Fr. herabgesetzt worden. Wie der Bericht bemerkt, ist schon seit mehreren Monaten die Beobachtung gemacht worden, dass die Luftverkehrsgesellschaften sich in immer geringerem Mass in Genf mit Brennstoffen versehen, da sie das Benzin im Ausland billiger bekommen. Das zuständige Departement prüft daher im Augenblick Mittel und Wege, um eine erneute Belebung der Benzinverkäufe im Flughafen von Cointrin herbeizuführen. b. Neuenburg wird energischer einschreiten gegen gewisse notorische Radfahrersünden. Dass es mit den Sünden der Radfahrer, vornehmlich mit der Blenderei durch unrichtig angebrachte Lampen und mit der Nachlässigkeit bei der Befestigung der Reflexlinsen wirklich etwas auf sich hat, beweist neuerdings wieder das Rundschreiben des neuenburgischen Departements der öffentlichen Arbeiten an die Velohändler. Darin wird auf die Gefährdung des Verkehrs durch diese beiden Mißstände hingewiesen und anschliessend festgestellt, eine strengere Handhabung der Vorschriften des M.F.G. hinsichtlich der Radfahrer lasse sich nicht länger umgehen. Das Zirkular bringt denn auch den Velohändlern Art. 68 der Vollziehungsverordnung in angelegentliche Erinne- 1 -' rung, jene Bestimmung, wonach da« Fahrrad mit einem nicht blendenden, fest^angebrachten Licht versehen sein müsse, um eine Veränderung der Strahlenrichtung zu verunmöglichen. Nach einigen präzisierenden Erläuterungen über die praktische Handhabung dieses Gebotes zitiert das Rundechreiben das 2. Alinea des Art. 68, das Beschaffenheit und Anbringung des Rückstrahlers nach Strich und Faden regelt. Auch hier redet das Departement den Velohändlern ins Gewissen, es mit ihren Pflichten bei der Montage der Reflexlinsen genau «u nehmen, denn allzugross sei die Zahl jener «Katzenaugen», die wegen zu hoher Placierung oder echleohter Einstellung den gesetzlichen Erfordernissen nicht genügen. Versuchsweise Zulassung von Motorschlittenzügen. Nach einem Beschluss des Bundesrates erhalten die Kantone die Erlaubnis, auf bestimmten Strecken, die sich dazu eignen, Motorschlittenzüge, bestehend aus Traktor mit Gummiraupenbändern und Sohlittenanhängem, zum Transport von Personen unter bestimmten Bedingungen zuzulassen. Mit diesem Versuch sollen während der Wintersaison 1938/39 Erfahrungen gesammelt werden. Unsern Informationen zufolge hat sich der Bundesrat zu diesem Vorgehen hauptsächlich mit Rücksicht auf den Kanton Graubünden, genauer gesagt auf den Kurort Flims entschlossen, der beabsichtigt, während des Winters einen von einer schweizerischen Firma gebauten Motorschlittenzug in Betrieb zu nehmen. AKTUELLES Unerfreuliche Vorzeichen. Anstatt Unterhandlungen: vollendete Tatsachen. Die SBB haben kürzlich beschlossen, für Transporte von Futtergetreide usw. ab Basel eine Frachtermässigung von 30'/» zu gewähren, jedoch nur dann, wenn sich — wie sie in ihrem Zirkular ausdrücklich betonen — der Verbraucher verpflichtet, seine bezüglichen Transporte ausschliesslich per Bahn zu verfrachten. In automobilistischen Kreisen empfindet man diese Massnahme, die ausgerechnet in jenem Moment dekretiert wurde, da sich die in der neuen Automobiltransportordnung vorgesehenen allgemein verbindlichen Tarifvereinbarungen in Vorbereitung befinden, als ausgesprochene Unfreundlichkeit. Die Treuhandvereinigung des Autotransportgewerbes hat daraus denn auch die einzig mögliche Konsequenz gezogen, indem sie gegen den Erlass energischen Einspruch erhob. Mit der nämlichen Angelegenheit befasste eich übrigens am letzten Mittwoch auch die Sitzung der Via Vita. Sie stellte fest, dass es eich dabei um ein Manöver zu handeln scheine, gegen das die Strassentransporteure um so entschiedener Front machen müssen, als sie im Begriff stehen, mit den Bahnvertretern am grünen Tisch zusammenzusetzen, um sich über die Durchführung der Verkehrsteilung schlüssig zu werden. Die Via Vita war sich einig in der Auffassung, dass es eine Ungehörigkeit darstell«, wenn vorgängig jeder Diskussion eine der beiden Parteien zu Kampfmassnahmen greife, welche den ganzen Verständigungplan gefährden können. Denn allerdings lässt es sich nicht bestreiten, dass die von den SBB ohne Rücksicht auf ihre chronische Defizitwirtechaft proklamierte Tarifsenkung einen schweren Einbruch in die Existenzgrundlagen jener Autotransportunternehmer bedeutet, welch« bisher die in Frage stehenden Linien bedienten. Für die Schaffung und Erhaltung des Tariffriedens bildet das Vorghen der SBB ein schlechtes Omen. Die Via Vita hat deshalb beschlossen, unverzüglich beim eidgenössischen Post- und Eisenbahndepartement Schritte zu unternehmen, um Ordnung in diese anormale Situation zu bringen. Die « Lura-Initiative » im Verkehrsausschuss der freisinnig-demokratischen Partei. Durch den allzufrühen Tod Dr. Fritz Ehrenspergers, des Gründers des Schweiz. Fremdenverkehrsverbandes, hat die Tätigkeit des ständigen Verkehrsausschusses der freisinnig-demokratischen Partei der Schweiz, worin der Verstorbene ebenfalls den Vorsitz führte, eine Unterbrechung erlitten. Letzter Tage nun trat diese Instanz unter Dr. Wey (Luzern) wieder zusammen, um eine Orientierung über den .gegenwärtigen Stand aktueller Verkehrsprobleme entgegenzunehmen. Dabei referierte der Litra-Präsident, Ständerat Käser, über die Gütertransport-Initiative. An seine Ausführungen, die übrigens nichts Neues brachten, schloss sich eine Diskussion, deren Resultat dahin zusammengefaßt werden kann, dass der Ausschuss die Erwartung auf baldige Verwirklichung der SBB-Sanierung und der Hilfe an die Privatbahnen aussprach. Eine Stellungnahme zur Gütertransport-Initiative unterblieb jedoch, weil der Litra-Vertreter die Möglichkeit einer Berücksichtigung «berechtigter Wünsche» (gemeint sind wohl die Forderungen der Bahnen nach weiterer Einschränkung des motorischen Strassenverkehrs) bei der definitiven Gestaltung des Verfassungsartikels in Aussicht stellen konnte, der bekanntlich dem Bunde die Kompetenz zu einer Regelung des Gütertransportes auf der Strasse nach « volkswirtschaftlichen » Gesichtspunkten, übertrafen solL Stl»£B*S«n Die Sprengzeiten für den Ausbau der Gotthardstrasse zwischen Amsteg und Intsohi wurden wie folgt festgesetzt: Mittags zwischen 12 bis 13 Uhr, nachmittags zwischen 15.30 und 16.30 Uhr. Es wird jeweilen zu Beginn dieser Sprengzeiten gesprengt, und es kann vorkommen, dass die Strasse hernach für den Verkehr für kurze Zeit gesperrt ist. Nach Ablauf der Sprengzeit wird sie in der Regel wieder passierbar sein. In den meisten Fällen wird die Strassensprenguag nicht über eine halbe Stunde dauern. Zürcher Strassenfragen. Mit der Oeffnun* des Alpenquais hat eine wichtige Ausfallstrasse des linksnfrigen Stadtteiles ihre Funktion als Träger des Verkehrs wieder aufgenommen. Auch die Arbeiten an der Verbreiterung der Quaibrücke schreiten rüstig weiter, während über das Tempo der Verbreiterung der Seinaustrasse berechtigte Beschwerden geltend gemacht worden sind. Die günstigen Witterungsverhältnisse vermochten die Arbeiten an der Unterführung der Seestrasse in Wollishofen wesentlich zu fördern. Der Anschluss der Unterführung dürfte im Frühjahr erfolgen wobei von Seiten der Verkehrsinteressenten erneut das Verlangen gestellt worden ist, während dieser Uebergangszeit keine totale Verkehrssperre an der Seestrasse durchzuführen, sondern durch eine zweiteilige Führung die Befahrbarkeit des neuen resp. alten Trasses zu ermöglichen. Die Vorlage des Stadtrates für die Schaffung von Parkplätzen für die Schweiz. Landesausstellung im Kostenbetrag von rund Fr. 160000 liegt nun vor dem Gemeinderat, Mit Rücksicht darauf, dass sich auch Jetzt wieder Stimmen melden, die uns anfragen, ob die Weihnachtshilfsaktion für arme Gebirgsbewohner von unserm Blatt auch dieses Jahr durchgeführt werde, haben wir uns entschlossen, Gaben, welche uns zugehen, an die Adressen bedürftiger Familien weiterzuleiten. Erwünscht sind vor allem Kleider, Lebensmittel, Wäsche, Schuhe, Kinderspielzeug. Redaktion. der zur Prüfung eine Kommission eingesetzt hat. Es ist zu wünschen, dass das grosszügige, von den Polizeiorganen ausgearbeitete Projekt auch die Genehmigung des Stadtparlamentes finden wird, da von einer befriedigenden Lösung der Verkehrsregelung der Erfolg der Ausstellung zu einem wesentlichen Teile abhängt V 3062 km Autobahnen standen am 16. Dezember in Deutschland dem Verkehr zur Verfügung. Von der Erdbewegung, die dafür erforderlich war, vermittelt ein Vergleich mit den Aushubarbeiten am Panamakanal einen anschaulichen Begriff, nur dass die 290 Millionen m 8 , welche beim Bau der Autobahnen ihren « Lageort» wechselten, besagten Panamakanal weit in den Schatten stellen. In gigantischen Zahlen schwelgt auch der Zementverbrauch: die 5,3 Mill. Tonnen, welche bisher von den Autobahnen geschluckt, ergäben in Güterwagen verladen, einen Zug von Athen bis zum N'ordkap. Dazu kommen 530,000 t Stahl und Eisen und 15,5 Mill. Beton.. Schliesslich bedingte der Bau der Autobahnen die Erstellung von nicht weniger als 5700 grösseren und kleineren Brücken, deren Gesamtlänge 514 km beträgt. Mit der Vollendung der neuesten Teilstrecken hat eich u. a. auch der Berliner Autobahnring geschlossen, womit nun alle nach der Hauptstadt führenden Autobahnen untereinander verbunden sind. Bei Fertigstellung des Schlußstückes für die Umfahrung Berlins bedeutet zugleich auch die Schaffung einer durchgehenden Autobahnverbindung von der Ostsee bis Salzburg. «Durchaus nicht. Ich habe viel für Kommunisten übrig; dieser aber hatte ein bürgerliches Heim und war genötigt, darin zu leben, der arme Mann. Uebrigens war sein Club in Houndsditch und nicht seine Wohnung. » Frau Cleveland machte ein Gesicht, als ob sie nicht wüsste, was sie von alldem denken solle, und ich wechselte schnell das Thema. Ich hätte mir denken können, die Weekes werde nicht den Mund halten. Als die übrigen Familienmitglieder erfuhren, was sich abgespielt hatte, waren sie sehr betroffen und sehr dankbar, dass Hester aus dieser Torheit herausgerissen worden war. Mädchen machen heutzutage solche Streiche; aber niemand will eine Art gesellschaftlichen Selbstmords in seinem eigenen Hause. Hester war zwar noch immer reichlich exzentrisch, aber in ihrem neuen Freundeskreise lachte man sie nur aus. Gestern erzählte sie mir, man hätte ihr gesagt, dass sie als Modezeichnerin viel Geld verdienen und in einem Atelier in Paris Unterricht bekommen könnte. Diese Idee gefiel mir ganz gut: nur ein Aufenthalt Hesters in Paris bedurfte der Ueberlegung. t Es wird alles in schönster Ordnung sein», sagte Tante Betty plötzlich und blickte Frau Cleveland dabei so an, als ob sie einen Widerspruch voraussetzte. «Ich habe Vertrauen zu Doktor Netherby. > Als wir nach Hause kamen, zeigte es sich, dass Tante Bettys Vertrauen gerechtfertigt war. Die jungen Leute waren eben eingetroffen. Sie erzählten, dass sie auf einer Nebenstrasse eine Panne gehabt hatten und genötigt waren, ein paar Kilometer zu Fuss zu laufen, um Hilfe zu holen. Die Reparatur habe sich als langwierig herausgestellt; inzwischen seien sie hungrig geworden und hätten in einem Restaurant gespeist. Beide machten einen ausserordentldch vergnügten Eindruck. Als Nicholas sie fragte, warum sie nicht in Rosecassa angerufen hätten, antworteten sie, dass sie es versuchten, aber niemand habe sich gemeldet. Tante Betty sagte, sie sei überzeugt gewesen, dass nichts Unangenehmes passiert sei, und erleichterte damit den jungen Leuten ihre Eröffnungen. c Etwas ist doch passiert», sagte Dr. Netherby. < Ich habe Jane auf der einsamen Landstrasse einen Heiratsantrag gemacht und sie hat ihn angenommen.» < Kein Mensch konnte mich diesmal unterbrechen », sagte der junge Mann, zu mir gewandt. » / Wir gingen all« sehr spät zu Bett, und als wir Sally ani nächsten Tag von Janes Verlobung erzählten, sagte sie, sie hätte lieber auf Hester verzichtet. Im Laufe des Vormittags kam Celia auf dem Weg zur Kirche zu uns, und Frau Cleveland, die in ihrer Gesellschaft war, lernte Herrn Doktor Netherby kennen. «So unscheinbar hatte ich ihn gar nicht mehr in Erinnerung », sagte sie bei der ersten Gelegenheit halblaut zu mir. « Ich bin nicht Ihrer Ansicht», sagte Tante Betty, die für ihr Alter ein unglaublich feines Gehör hat. c Er hat ein sehr ausdrucksvolles Gesicht und sehr intelligente Augen. Und dann ist er der Sohn, eines der reichsten i Männer Nordenglands.» < Aus dem Kaufmannsstand, nehme ich an. > « Genau wie Sie. » « Wie kommt es, dass man ihn in Porthlew so wenig gesehen hat, wenn er aus erster Familie ist ? > «Er arbeitet sehr angestrengt, er hat keine Zeit für Vergnügungen.» < Ach wie schrecklich für Jane. » c Ja, ein Haken ist überall», sagte Tante Betty verschmitzt. Etwas später eröffnete sie mir, sie werde Hester die Reise nach Paris ausreden; sie müsse den Sommer bei ihr in Yorkshire verbringen, und wenn dann Frau Spoon und sie die Sache ernstlich in die Hand nehmen, dann garantiere sie unbedingt für den Erfolr. Ende. In der nächsten Nummer beginnt unser neue, spannende Roman „Rätsel um Marier

N° 102 — DIENSTAG, 20. DEZEMBER 193« AUTOMOBIL-REVUE In der Zeit vom 7.—11. Februar veranstal- tet die ONS ihre Kraftfahrzeug-Winterprüfung für Automobile und Motorräder mit und ohne Seitenwagen. Sie bezweckt die Förderung und Vervollkommnung der Winterfahrbarkeit der Motorfahrzeuge durch die Prüfung ihrer unbedingten Betriebsbereitschaft bei jeder winterlichen Witterungslage. Teilnahmeberechtigt sind die Inhaber der für das Jahr 1939 gültigen Fahrerlizenz der ONS. Die Fahrzeuge erfahren folgende Einteilung : Automobile (zweisitzig): 1100, 1500, 2000, 2500 und über 2500 ccm. Motorräder: 100, 125, 250, 350 und über 350 ccm. Motorfahrräder: 100 und 125 ccm. Motorräder mit Seitenwagen: ohne Begrenzung. Start und Ziel der 1. Etappe (7. Februar) befinden sich in Bad Altheide. Länge der Strecke für Automobila 300, für Motorräder 250 km. Start der 2. Etappe (8. Februar) in Altheide, Ziel in Zittau. Länge der Strecke für Automobile 280, für Motorräder 240 km. Start der 3. Etappe (9. Februar) in Zittau, Ziel in Karlsbad. Länge der Strecke für Automobile und Motorräder 200 bis 300 km. Start und Ziel der 4. Etappe (10. Februar) in Karlsbad. Länge der Strecke für Automobile 220, für Motorräder 180 km. Start zur 5. Etappe (11. Februar) in Karlsbad, Ziel in Linz. Länge der Strecke für die Automobile 400, für die Motorräder 350 km. Vor Beginn jeder Tagesfahrt findet eine Startprüfung statt. Fahrer, die am Schluss der Konkurrenz bis 10 Schlechtpunkte aufweisen erhalten die goldene Medaille; für 10—25 Schlechtpunkte wird die silberne und für 25—50 die eiserne iMedaille zugesprochen. / f Schweizerischer Sportkalender 1939 (Von der Delegiertenversammlung des ACS vom 17. Dezember genehmigt.) Datum 4. März 11. Juni 1./2. Juli 9. Juli 15. Juli 23. Juli 19. August 20. August 20. August 3. September 23./24. September 8. Oktober 8. Oktober Die vom Engländer C. S. Staniland am 20. resp. 26. Oktober auf Multi-Union in Brooklands aufgestellten internationalen Rekorde der Klasse D (2000—3000 ccm Zylinderinhalt) sind von der AIACR wie folgt anerkannt worden : 5 flieg. Kilometer: 1:20,17 = 224,5 km/St 5 flieg. Meilen: 2:08,69 = 225,1 km/St 10 flieg. Kilometer: 2:40,25 = 224,6 km/St 10 flieü. Meilen: 4:19,13 = 228,6 km/St Beim Multi-Union handelt es sich um einen 8-Zylinder-Motor, Bohrung 68,5, Hub 100, Hubvolumen 2946 ccm. Veranstaltung Kationale Schnee-Sternfahrt nach Genf Bergrennen Valangin-Vue des Alpes Gelände- und Orientierungsfahrt/Auto-Ski- Meeting Gletsch Bergrennen Rheineck-Walzenhausen-Lachen Internationale Sternfahrt nach Montreux Bergrennen Develier-Les Rangiers Preis von Bremgarten in Bern Preis von Bern Grosser Preis der Sehvreiz Bergrennen am Maloja Schweiz. Zuverlässigkeitsfahrt Grosser Landesausstellungspreis in Zürich Preis von Zürich Weihnachtskonkurrenz Siders-Montana-Crans 24. Dezember Wallis TSR T «= Tourenwagen, S = Sportwagen, R » Rennwagen, A •» Aotocars, R-IF *- Internationale Grand-Prix- Formel; die halbfett wiedergegebenen Konkurrenten haben internationalen Charakter. Ausser den internationalen Veranstaltungen und der Weihnachtskonkurrenz Siders-Montana-Crans zählen sämtliche Anlässe für die Schweizermeisterschaft. Homologierte Klassenrekorde. Der Grosse Preis von Pau, Die ONS gibt bekannt, dass für die deutsche Rennwagen-Meisterschaft des Jahres 1939 das internationale Eifelrennen (21. Mai), der Grosse Preis der den Reigen der nächstjährigen internationalen Rundrennen eröffnet und zu dem das Reglement von Deutschland (23. Juli) und der Grosse Berg- von Deutschland auf der soeben erschienen ist, findet auf der 2 km 769preis Gros&glocknerstrasse langen, kurvenreichen Rundstrecke des kleinen Pyrenäenstädtchens am 2. April statt. Es bleibt auch diesmal wieder — wie schon mitgeteilt — den nach der geltenden Grand-Prix-Formel konstruierten Boliden reserviert, wird also Rennwagen mit Kompressor-Motoren von maximal 3 Liter und kompressorlosen Motoren von maximal 4,5 Liter Hubvolumen am Start sehen. Die Konkurrenten, die sich für die Teilnahme bis 1. März (mit einfachem Nenngeld von ffrs. 150.— für Private und von ffrs. 250.— für Konetrukteure) oder bis 15. März (unter Bezahlung des doppelten Nenngeldes) bei M. Maurice Henry, 269, Avenue Daumcsnil, Paris, anmelden müssen, haben insgesamt 100 Runden = 276 km 900 zurückzulegen, wobei ihnen folgende Preise winken: Sieger ffrs. 40.000.—, Zweiler ffrs. 20.000.—, Dritter ffrs. 12.000.—, Vierter ffrs. 8000.—, Fünfter ffrs. 3000.—, Deutsche Kraftfahrzeug- Winterprüfung Der 2. Grosse Preis von Antwerpen, der am 21. Mai 1939 stattfindet, gelangt nach einer neuen Formel zur Durchführung. Die Konkurrenten starten zu drei Läufen über 100 km und die Gesamtwertung erfolgt durch Addition der gefahrenen Zeiten. Weitere Meldungen für das Monte-Carlo- Rallye. Die Organisatoren veröffentlichen die Namen weiterer 52 Teilnehmer die zur Internationalen Sternfahrt nach Monte Carlo starten werden. Unter ihnen befinden sich u. a. Quinlin / Horvilleur auf Matford, Hofmans/Jacobs auf B.M.W., Dr. Wessely auf Steyr, Paul/Contet auf Delahaye, van der Hoek/ Ton auf Ford, Lahaye/Quatresous auf Renault, Mme Simon auf Hotchkiss, Wisdom auf Ford, Miss Amy Johnson auf Ford, Klinke auf B.M.W., Lamberjack/ Mme Siko auf Matford, F. S. Barnes auf Vauxhall, ran Strien/van Hassel anf Ford, Fletcher auf Railton, Wisdom auf Vauxhall, Sprenger van Eijk auf Lancia, Lord Waleran auf Humber, Maj. Douglas Morris auf SS Jaguar und Vial auf Matford. Deutsche Meisterschaftswettbewerbe 1939. (6. August) zählen. ACS-Sektlon Genf MontagneS Neuch&teloises noch unbestimmt St. Gallen/Appenzell Waadt Les Rangiers Bern Bern Bern Graubünden Waadt Zürich Zürich Kategorie T TSR TSR A TSR TSR R 1600 ee. R-IF TSR R-1P R 1500 ee. Querschnitt durch den obern Teil des von der englischen Zeitschrift «The Motor» geplanten Sechszehnzylinder-Rennmotors für den projektierten, englischen Rennwagen. Es wird vorgeschlagen, an Stelle einer Ventilsteuerung die Gase durch einen Drehschieber zu steuern, wie ihn der Engländer Cross entwickelt hat Unser Bild zeigt rechts zwei der vier Kompressoren, davon einen im Schnitt. Links ist ein Schnitt durch den Zylinderkopf dargestellt Ferner wird für die kommende Saison auch eine Sportwagen-Meisterschaft ausgeschrieben, um die im Hamburger Stadtparkrennen (7. Mai), im Eifelrennen (21. Mai), im Rennen «Rund um Schotten» (9. Juli), im Kurpfalz-Rennen bei Hockenheim (15. Oktober) und im Grossen Bergpreis von Deutschland (6. August) gekämpft wird. Südafrika-Rennen nicht mehr nach der Vorgabeformel. Die Anfang Januar in Südafrika stattfindenden Grossen Automobilpreise in East London und Kapstadt werden, entgegen den bisherigen Gepflogenheiten, nicht mehr nach der Handicap-Formel ausgetragen. Es starten somit alle Konkurrenten gleichzeitig. Insgesamt haben sich für beide Rennen 15 Piloten eingeschrieben, und zwar starten auf ERA Lord Howe, P. Aitken, P. Whitehead und R. Hesketh, auf Maserati W. B. Meyer, M. R. Meyer, Chiappini und Mario (alle Südafrika), ferner L. Villoresi, F Cortese, P. Taruffi, Gerard, der Schweizer Hug und der Deutsche Pietsch und auf Riley die Engländerin Miss Taylor. Der Winter Der Winter ist da Der Automobilist legt die letzte Hand an die Vorbereitung seines Wagens für die kalte Fahrsaison: Schneeketten zu Sicherheitszwecken, Gefrierschutzmittel in den Kühler, leicht flüssiges Oel zwecks rationellerer Schmierung usw. Aber wenige denken daran, dass sie auch einer anderen grossen Schwierigkeit begegnen werden: Dem Starten des Motors bei niedriger Temperatur. Wie mancher Automobilist bringt seinen Motor nur dadurch zum Anspringen, dass er den Akkumulator fast vollständig entleert oder sich sogar dazu entschliessen muss, die veraltete Handkurbel zu Hilfe zu ziehen. Woher stammt diese Schwierigkeit? Sowohl von der Verbrennung wie von der Zündung. Die Vergaserfabrikanten haben durch Schaffung der sogenannten Startvorrichtung bereits das ihrige zur Verbesserung der Vorbedingungen beigetragen. Dagegen wurde in Sachen Zündung überhaupt noch nichts dergleichen getan - bis vor kurzem wenigstens, d.h. als nämlich die PEM- Kerze geschaffen wurde. Sie bedeutet nichts anderes als die Lösung des Starrproblems bei niedriger Temperatur, und zwar dank ihrer messerscharfen, kreisrunden Elektrode aus Edelmetall-Legierung Ultradium. Diese Vorrichtung ermöglicht die Erzielung eines mehr als genügend starken Funkens, selbst wenn die Batterie wegen der Inanspruchnahme durch das Anlassen des kalten Motors bereits stark beansprucht war. Dadurch erfolgt eine durchgreifende Entzündung des Benzingemischs und der Motor springt sofort an. Jene, die bereits die P EM-Kerzen an ihren Wagen montiert haben, hatten bereits Gelegenheit, sich von der hervorragenden Arbeitsweise dieser Kerzen selbst zu überzeugen. Zahlreich sind jene, die, freudig überrascht, den Startschwierigkeiten endlich entronnen zu sein, uns spontan die hervorragende Wirkung der P EM-Kerze bezeugen. Es braucht nicht zu Verwundern, wenn die P EM-Kerzen sich tagtäglicher Erfolge freuen können, weil die zufriedenen Käufer es ihren Bekannten weitererzählen: Die PEM-Kerze sichert einen sofortigen Start auch bei kaltem Wetter, ermöglicht ein einwandfreies Langsamfahren im direkten Gang, gibt dem Motor eine unvergleichliche Elastizität sowie eine hervorragende Beschleunigung und ermöglicht, dank der verbesserten Leistungsfähigkeit des Motors, Einsparungen an Brennstoff und Oel zu machen. Sie ist ohne Zweifel besser als die beste. Binnen kurzem werden wir Ihnen an dieser Stelle gleichzeitig mit weiteren Details die Technik des «Kaltstartes» erklären und stehen den Lesern für alle wünschbaren weiteren Auskünfte auf Verlangen gerne zur Verfügung. Pricision Electro - M'ecanique S.A., Delsberg ictraj Damenprüfungsfahrt Parls-St. Raphael. Vom 7.—12. März 1939 wird der XI. Tourenwettbewerb Paris - St. Raphael für Damen zum Austrag kommen, wobei die Schweiz wiederum berührt werden soll . Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Teilnehmerinnen an dieser Konkurrenz im Anschluss an Genf auch Bern und Zürich einen Besuch abstatten werden. Jkmmf09 MWCI Fiskus Hollands Regierung zur Frage der Benzinbelastung. Die holländische Regierng hat in Aussicht genommen, den auf Grund eines am 1. Januar 1939 ablaufenden Gesetzes festgelegten besonderen Einfuhrzoll auf Leichtkraftstoffe, der bisher ausser dem normalen Einfuhrzoll für Benzin erhoben wurde, mit Beginn des kommenden Jahre« in eine ständige Verbrauchsabgabe umzuwandeln. Dieser Plan hat die davon betroffenen Kreise veranlasst, eine Revision des Gesetzentwurfs in der Richtung einer Ermässigung der Benzinl^elastungen anzuregen. Hierzu haben sich die staatlichen Stellen jetzt in abschlägigem Sinne geäussert. Ihre Argumentation entbehrt nicht der Originalität Eine Herabsetzung der Benzinbesteuerung — belsst es unter anderem — würde zu einer plözlichen, starken Zunahme des Autoverkehrs fuhren, deren Folgen für die Allgemeinheit nur nachteilig sein könnten! Die Strassen würden derartig überlastet, d^ss nicht allein ein erhebliches Anwachsen der Verkehrsstauungen, sondern auch der Unglücksfälle zu gewärtigen wäre. Diese Gefahr sei nur durch bedeutende Mehransgaben für den Strassenbau abzuwenden. Weiter müsste eine Senkung der Benzinbelastung nicht nur eine Aenderung in den Konkurrenzverhältnissen gegenüber den Eisenbahnen herbeiführen, sondern auch gegenüber dem Verkehr mit Diesel-Lastwagen und mit nicht mechanisch getriebenen Fahrzeugen (womit allen Ernstes auf Pferdefuhrwerke angespielt zu sein scheint). In ihrem Pessimismus geht die Regierung so weit, eine Stilliegung der inländischen Fabrikation von pieselwagen vorauszusehen. Was zunächst den letzten Punkt betrifft, so ist die jetzt geäusserte Befürchtung einer Benachteiligung der Dieselfahrzeuge um so bemerkenswerter, als sie die Regierung vor zwei Monaten keineswegs gehindert hat, die Fahrzeugsteuern für diese Wagenkategorie zu verdoppeln;; und dies mit der ausdrücklichen Begründung, eine zu stPike Bevorzugung der von Treibstoffabgaben befreiten Schwerölfahrzeuge vor den Benzinautomobilen zu vermeiden. Wenn die Regierung also nun glaubt, durch eine Senkung der Benzinbelastungen die Wettbewerbsfähigkeit der Dieselwagen zu schwächen, so hätte sie das einfache und logische Mittel in der Hand, jene erwähnte Sonderbelastung der letzteren wieder aufzuheben und damit deren Rentabilität wiederherzustellen. Die Sorge vor der Ueberbelastung der Strassen durch ein stärkeres Anwachsen de« Automobilismus ist nicht weniger erstaunlich, wenn man sich vergegenwärtigt, dasg in den letzten Jahren bedeutende Ausbauten erfolgt sind und daes auch für die kommenden Jahre der Strassenbau eines der wichtigsten Arbeitsbeschaffungsmittel sein wird. Man sollte also meinen, dass Staat und Oeffentlichkeit alles Interesse daran haben müssten, diesen Strassen durch einen regeren Autoverkehr auch ein hohes Mass von Ausnutzung zu sichern. Dies um so mehr, als Holland mit einer Automobildichte von 58 Einwohnern je Fahrzeug auf einem Motorisierungsniveau steht, das hinter demjenigen sehr vieler anderer europäischer Staaten nicht unbeträchtlich zurückbleibt. Die Gründe dafür liegen vor allem gerade in der starken Belastung des Strassenverkehrs. Die Furcht der staatlichen Stellen vor einem Anwachsen des Automobilverkehrs ist demnach nicht verblüffender als die Motive, auf die sie sich stützt. Sie stehen auf sehr schwachen Füssen. Oelsuchs nun auch In Dänemark. Für die nächste Zeit schon sind in Dänemark umfassende und methodische Bohrungen, hauptsächlich nach Oel, geplant. Ob die Versuche fündig sein werden, darüber tappt Man völlig im Dunkeln, weil der Boden des Landes bisher noch nie nach solchen Schätzen durchforscht wurde. Aber man riskiert einmal einige Millionen.