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E_1939_Zeitung_Nr.048

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Sfrassen

Sfrassen Subventionierung der Pragelstrasse. Der Ständerat behandelte letzte Woche die Vorlage der Subventioraierung der Pragelstrasse. Im einleitenden Referat betonte der Kommissionsreferent Ackermann (Appenzell A.-Rh.) die militärische Bedeutung der Strasse als Rochadelihie wie als Verbindung der Zentralschweiz mit der Ost- und Nordostschweiz. Nach verschiedenen Konferenzen mit den Vertretern der beiden Regierungen wurde bekanntlich der Bau einer Güterstrasse mit einer Totalstrassenbreite von 4,6 m, erweiterten Kunstbauten und genügenden Verbreiterungen beschlossen. Das 6 m breite Strasseraprojekt musste aus finanziellen Gründen fallen gelassen werden. Die Kosten der Güterstrasse belaufen sich auf 22 Millionen Fr., woran der Bunde 1,5 Mill. leisten soll, und zwar 1,36 Mill. Fr. an den Kanton Schwyz (70%) und 240.000 Fr. (60%) an den Kanton Glarus. Die Differenz in den Prozentsätzen wird mit der unterschiedlichen Baulänge begründet, indem die Schwyzer eine dreimal so grosse Strecke zu erstellen haben als die Glarner, wobei auch die notwendigen Kunstbauten vornehmlich auf schwyzerisches Territorium entfallen. Für den Bau sind 5 Jahre vorgesehen: mit den Arbeiten hofft man innert Jahresfrist beginnen zu können. In der Detailberatung stellte der Vertreter des Kantons Schwyz, Ständerat Suter, den Antrag auf einen 75prozentigen Bundesbeitrag. Hefti (Glarus) weist auf die erheblichen Belastungen seines Kantons durch Strassenbauten hin und hält den Antrag Suter als zu weitgehend. Im Interesse der Sicherung des Baues glaubt der glamerische Vertreter eine 72prozentige Bundessubvention als angemessen erachten zu können. Eingehend kam Bundesrat Obrecht auf die 70prozentige Bundessubvention zu sprechen und wies darauf hin, dass an den Bau der Strasse Schwyz- Muottatal ausnahmsweise 70 % der Lohnsumme gewährt wurden. Die projektierte Güterstrasse wird dem Grundbesitz eine grosse Wertvermehrung bringen. Trotzdem bleibt für denselben nur noch ein Beitrag von 5% zu leisten übrig. Der Bundesrat werde unter keinen Umständen mehr als 70% zustimmen. Mit 25 gegen 4 Stimmen entschied der Rat eventuell für 72 gegen 75 %; m definitiver Abstimmung werden mit 24 gegen 6 Stimmen 70 % beschlossen. Als Ganzes erzielte der Bundesbeschluss mit 24 Stimmen unbestrittene Annahme. \^WM*4&MMB Und wieder pöbelhaftes Benehmen. Die Tagespresse hat ausführlich darüber berichtet, dass die unter Führung offizieller Behördevertreter gestartete Nordflug-Einladungsexpedition der Schweizerischen Landesausstellung auch in Berlin Halt gemacht und die deutschen Behörden wie das deutsche Volk eingeladen hat, möglichst zahlreich unsere grosse Landesschau zu besuchen. Man weiss ferner, dass Bestrebungen im Gange waren, um den deutschen Besuchern der Schweizerischen Landesausstellung ein erhöhtes Devisenkontingent zukommen zu lassen. Tatsache ist ferner, dass man im Zuschauerwagempark der Limmatstadt zahlreiche Wagen mit dem D-Nationälitätsschild sehen kann, ein Beweis für das Interesse, das man auch jenseits des Rheins unserer Ausstellung entgegenbringt. Um so betrüblicher ist es, feststellen zu € Kein Aber ! Glaube nicht, dass ich nicht verstehe, daSs für deine Geschäfte die Diskretion aller Beteiligten notwendig ist. Ich will dir nicht drohen, aber du musst mich mitnehmen, Charles.» < Wenn du darauf bestehst, Mammy —». Charles sieht ein, dass er Lady Constanza nicht noch mehr reizen darf und ausserdem — vielleicht ist es nicht unangenehm, wenn bei der Einreisekontrolle Lady Troy mit zur Gesellschaft gehört. « Doch es ist keine Zelt für die geringsten Vorbereitungen», warnt er sie trotzdem noch einmal. «Ich will lieber ohne Zahnbürste reisen, als Peggy im Stich lassen •», sagt Lady Constanza und fährt in den Mantel, den ihr Major Law hinhält. Der zermartert inzwischen sein Gehirn nach einer Ausrede. Er kann doch unmöglich von Charles verlangen, dass er ihn zu Muriels Schütze mitnimmt. Immerhin begleitet er vorläufig unaufgefordert die beiden andern zu dem Auto, das etwas seitwärts vom Haupteingang hält, um die Vorfahrt nicht zu behindern, die vor dem grossen Hotel die müssen, dass sich die Klagen über Anrempelungen gegenüber deutschen Automobilisten wieder mehren. So weiss die Winterthurer Presse davon zu berichten, dass ein bayrischer Gesellschaftswagen eines Konditorenverbandes, der bei der Zürcher Sektion des Schweizerischen Konditorenverbandes zu Gast war, bei der Durchfahrt durch Winterthur von Schulbuben mit Steinen beworfen worden sei. Nicht zu Unrecht schreibt das Winterthurer Blatt, dass, während einerseits Regienmgs- und Stadträte kostspielige- Propagandareisen machen, freundnachbarüche Reden halten und — auch die Deutschen zum Besuch der Landesausstellung einladen, ein paar Lümmel die Leute belästigen und beschimpfen zu glauben müssen, welche der Einladung Folge geleistet haben. Wenn die Schweiz ihren bisherigen guten Ruf als gastfreundliches Reiseland nicht verlieren will, ist es nun an der Zeit, dass die Behörden der Wiederholung solcher Unfreundlichkeiten einen Riegel schieben, wobei namentlich, die Frage: Wie geniesst der Automobilist ein© schöne Aussicht? Antwort-. Er hält vorher an. Frage: Wenn man nachts von einem entgegenkommenden Automobil geblendet worden ist, was tritt dann ein? Antwort: Man hat mit Sicherheit zwei Velofahrer mit dreckigen Katzenaugen vor sich. Frage: Was hat man vor sich, wenn man einen Hügel hinauffährt, Ober dessen Scheitelpunkt man nicht hinwegsieht? Antwort: Einen qualmenden Rohöl-Lastwagen und Gefahr. Frage: Was tut man, wenn man in einer engen Gasse einem grossen Lastwagen begegnet und man sieht ein, dass man nicht an ihm vorbeikommen wird? Antwort: Man stellt den Wagen quer und macht die Augen zu. Frage: Was tut man, wenn der Wagen mot-' gens nur wenige Zentimeter weit fahren^will?^ Antwort: Man macht die Garagentür auf. % Frage: Was hältst du von diesem Satz: Er fuhr behutsam auf die Kreuzung zu, bremste ab und vergewisserte sich sorgfältig, ob auch ja von keiner Seite Gefahr drohe, ehe er über die Kreuzung wegfuhr? Antwort: Der Satz ist erlogen. Frage: Wie behebt man das lästige, unauffindbare Quietschen der Karosserie? Antwort: Man fährt mit achtzig gegen' einen Baum. Frage: Wenn zwei Automobile sich auf einer Paßstrasse begegnen und die Stelle ist so ganze Nacht über nicht aufhört. Solange sie im Licht der Bogenlampen und im Blickfeld der Hotelgäste und Angestellten ist, zügelt sich Lady Constanza, doch sobald es um sie dunkler wird, eilt sie in grosser Hast auf den wartenden Cadillac zu. Dem Himmel sei Dank ! Im Fond des Wagens, sorgsam in Decken verpackt, lehnt Peggy, und ihre ruhigen Atemzüge beweisen, dass sie, obwohl noch betäubt, doch nicht ernsthaft krank ist oder Schmerzen hat. Muriel tritt der erregten Mutter wortlos ihren Platz neben Peggy ab. Die beiden Südamerikaner drücken sich ins tiefere Dunkel. Sie möchten sich am liebsten unsichtbar machen, und was Lady Constanza anlangt, gelingt es ihnen auch, denn sie werden von ihr mit unnachahmlicher Selbstverständlichkeit übersehen. « Wir müssen sofort und ohne Verzug losfahren », belehrt inzwischen Charles den Dr. AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 13. JUNI 1939 — N° 48 Schiibehörden energisch eingreifen und Remedur schaffen müssen. Es berührt sonderbar, wenn man von deutschen Automobilisten zu hören bekommt, sie werden in Frankreich stets sehr korrekt und anständig behandelt, während sie sich anderseits fragen müssen, ob sie sich in die Schweiz überhaupt wagen dürfen. Der deutsche AC 'hatte diesen Sommer nicht weniger als sechs Schweizerreisen seiner Gaue Saarpfalz, Baden, Thüringen, Berlin und Hamburg vorgesehen. Die erste Reise wurde anfangs Mai bereits abgesagt, und zwar mit Rücksicht auf die «unfreundliche Haltung gewisser Schweizerkreise ». Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass auch den fünf andern Reisen das nämliche Schicksal beschieden sein wird, wenn man sich bei uns nicht zu anständigem Verhalten zurückfindet. Und dabei weiss man heute, dass in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres die Einreisen ausländischer Autogäste bereits um 25.000 Wagen oder fast 30 % zurückgegangen sind.. * V Automobilistische Matu ritätsfragen Zusammengestellt von Fridolin. eng, dass an eirv Kreuzen nicht mehr zu denken ist, was tut man da? * Antwort: Dann steigt man aus und bietet'dem andern höflich einen Tausch der Wagen an. Frage: Wenn man auf der Landstrasse Signale hinter sich hört von einem Wagen, der augenscheinlich vorfahren will und schneller ist, was tut man? Antwort: Man fährt möglichst Mitte bis links auf der Strasse und weist die Insassen an, nach hinten zu winken, zu lachen, Grimassen zu schneiden und die Zunge herauszustrekken. Frage: Was weisst du über die Uhr im Wagen zu sagen? Antwort: Sie ist ein Instrument mit einem Zifferblatt und zwei Zeigern, die ewig zwanzig Minuten nach elf Uhr anzeigen. Frage: Wozu sind die Radfahrwege da? Antwort: Man sollte meinen für die Radfahrer. Frage: Wie viele Menschen kommen in der Schweiz auf ein Automobil? Antwort: 23. Einer, der fährt; zwei, die vom Rücksitz aus Anweisungen erteilen; einer, der das Auto wäscht, schmiert und einen englischen Schlüssel unter der Haube liegen lässt; einer, der Benzin ein- und danebenfüllt; einer, der hässliche Wörter in den Staub auf dem Koffer schreibt; einer, der den Wagen periodisch gegen einen neuen antauscht; elf, die sich an Kreuzungen mit ihren Velos am Auto halten; drei,, die ewig mitten auf der - Strasse vor dem Auto stehen bleiben; einer, der sich mit dem Ellbogen aufs Verdeck lehnt, wenn er mit einem Bekannten spricht, : v und einer, der mit der Hand die Kotflügel, —abstaubt, wenn-er um den geparkten Wage/w s »'herumgehen, muss — macht zusammen 23. Frage- Was hat es zu bedeuten, wenn ein Velofahrer vor Dir herfährt? Antwort: Es kann heissen: Ich fahre nun weiter geradeaus; oder: ich bin zu faul, Zeichen zu geben; oder: ich werde jetzt plötzlich nach links abbiegen und dann wieder zurück nach rechts; oder: ich werde jetzt kehren und wieder zurückfahren, wo ich herkomme, denn ich habe etwas vergessen. Frage: Was bedeutet es, wenn ein Automobilist vor dir plötzlich den linken Arm aus dem Fenster streckt? Antwort: Das kann heissen: Mein Winker ist kaputt. Es kann heissen; ich fahre nun bald nach links; oder: ich muss die Asche von meiner Zigarette abstreifen; oder: «dort wohnt unser Buchhalter>; oder: fach, es hat aufgehört zu regnen! >; oder: ich fahre nach links, wenn es aber die falsche Strasse war., so komme Ich sofort rückwärts wieder auf die Strasse zurück. Frage: Wenn ein Automobilist plötzlich aus einer engen Nebenstrasse hervorschlesst, schnurstracks über die stark belebte Hauptverkehrsstrasse hinübersaust, aufs Trottoir rennt, durch die Türe knallt und erst mitten im Restaurant zum Stehen kommt, riskiert er eine Strafe? Antwort: Nur wenn er sein Auto bei sich hat. Martinez, « ich habe oben Nachrichten vorgefunden. Aguillar hat den Liegeplatz des Schiffes entdeckt. > «Spielen Sie ein falsches Spiel?» zischt der Arzt zurück. '•« Unsinn! Es ist mir selbst höchst unangenehm. Glauben Sie, ich lege Wert auf Komplikationen ? » «Und wer ist die Dame, die ins Auto gestiegen ist ? » «Die Mutter des jungen Mädchens, das Sie entführt haben >, sagt Charles trocken. Dr. Martinez begreift, dass er unter diesen Umständen keine Einwendung machen kann. Sir Andrew hat inzwischen Muriel die Hand gedrückt. «Ich möchte Sie so gern begleiten », flüstert er. «Ist das Ihr Ernst ? > Das ist mehr eine rhetorische Frage. Muriel sieht ihm am Gesicht an, wie sehr er sich wünscht, sie nicht verlassen zu müssen. «Können Sie den Radscha noch sprechen ?» fügt sie nach kurzer Ueberlegung hinzu. «Glauben Sie, dass er uns zwei starke Wagen leihen würde ? » « Sicher ! » ruft Sir Andrew erlöst. Er versteht, dass Murlel ihm den Weg freimacht. «Wenn Sie nur einen Augenblick warten — > Radscha Nikhil sitzt noch im Rauchsalon und spielt eine Meisterpartie Schach nach, «h« Muss dieser Entscheid nicht nachdenklich stimmen? Es spielt keine Rolle, wenn bei einem Occasionswagen-Verkauf der Kilometerzähler 100.000 km zu wenig anzeigt Das bernische Handelsgericht hat am 9. Juni a. c einen weittragenden Entscheid gefällt. Ein, Käufer einer Peugeot-Occasion 401, 4-Zyl.HMotor, 8,98 PS, Limousine, Vierplätzer, laut Kilometerzähler 22.652 km gefahren, erklärte nachträglich den Kauf wegen Irrtum, Täuschung und Uebervorteihing als unverbindlich und verlangte den Kaufpreis von 3700 Fr. zurück, nachdem er erfahren hatte, dass der Wagen gerade 100.000 km mehr gefahren war, als der- Kilometerzähler anzeigte. Obwohl er auch nachweisen konnte, dass der Vertreter der Verkäuferfirma sowohl ihm als auch seinem Sachverständigen ausdrücklich erklärt hatte, der Kilometerzähler zeige die effektive Zahl der mit dem Wagen gefahrenen Kilometer, wurde der Kläger mit seinem Anspruch dennoch nicht geschützt. Die Richter nahmen den Standpunkt ein, dass die Anzahl der mit dem Wagen gefahrenen Kilometer kein Kriterium für die Bewertung eines Wagens bedeute, dass auch ein Wagen, der sogar 200.000 km zurückgelegt habe, immer noch ein gutes, brauchbares Fahrzeug sein könne. Ausschlaggebend sei die Behandlung des Wagens UTMJ dessen Zustand. Das Auto — so wurde festgestellt —, das der Käuferfür 3700 Fr. erworben hatte in der Annahme, es sei 22.653 km gefahren, repräsentiere diesen Wert auch dann, wenn es 122.652 km gefahren sei; die 100.000 mehr gefahrenen Kilometer spielen somit keine Rolle. Veranstaltungen. Vor dem Kongress der « Route Blanche », wie bekannt, ist aas endgültige Datum ffir die Abhaltung des diesjährigen Jahreskongresses der «Route Blanche» auf die Tage vom 24 und 25. Juni festgesetzt. Das Programm dieser wichtigen Tagung bietet sich wie folgt dar: Die Eröffnung des Kongresses findet am Samstag, 24. Juni, 15.30 Uhr, durch den Präfeiten der Cote d'Or, Herrn Chevreu, in D i j o n, statt. An dia Begrüssung der Teilnehmer schliefst sich die Berichterstattung über die .Tätigkeit des Komitees, der « Route.- Blanche,* seit • dem letztjährigen Kongress inVGerif durch den Präsidenten, Herrn Boutelain, sowie der finanzielle Geschäftsbericht an. Im weiteren figurieren auf der Tagesordnung die Berichte von Herrn Meyer-Gayla (Genfer Komitee der «Route Blanche») über die schweizerische und genferische Mitarbeit, des Herrn Simonin (Verkehrsverein Boligny) über eine touristische Zeitschrift « Jura-Cote d'Or>, des Generalsekretärs, Herrn Collot, über die vom Komitee vorgesehenen sportlichen Veranstaltungen, von Herrn Grosfilex, Maire von Gex, über die Vereinfachung der Zollformalitäten an der französischschweizerischen Grenze, des Herrn alt Staatsrat Bron (Genf) über den gegenwärtigen Stand des Projektes eines Strassentunnels durch den Mont- Blano und von Herrn Laurent Monnier über dl« an der «Route Blanche» gelegenen Orte. Am Schluss der Sitzung wird der schweizerische Konsul in Dijpn, Herr Oechslin, da« Wort ergreifen. Abends findet im Rathaus von Dijon das von dieser Stadt den Genfer Behörden angebotene offizielle Bankett statt. Für den Sonntag sind Besichtigungen und ein Empfang vorgesehen. - Verkehrsunfälle im Kanton Thurgau. Der thurgauischen Kantonspolizei sind im Mal 1939 insgesamt 42 Verkehrsunfälle zur Kenntnis gelangt (gegen 37 im April). Dabei wurden 27 Personen verletzt, währenddem gich der Sachschaden auf rund 12.000 Fr. beläuft. Beteiligt waren an diesen Unfällen 12 Personenwagen, 6 Motorräder, ein Lastwagen und zwei andere Motorfahrzeuge, 17 Fahrräder, zwei Fuhrwerke und zwei Fussgänger. Von den 42 Unfällen ereigneten sich 23 beim Einhiegen oder Uaberholen, acht wegen Benützung der unrichtigen Strassenseite, je vier wegen zu hoher Geschwindigkeit und Unachtsamkeit und drei am verschiedenen Gründen. als Sir Andrew ihn aufsucht. Er ist sofort bereit, zwei Wagen zur Verfügung zu stellen. < Ich möchte mich auch selbst für ein paar Tage beurlauben», sagt der Major etwas zögernd. Er hat kein ganz gutes Gewissen dabei. « Bitte ! Bitte ! > lächelt Fürst Nikhil nicht ohne Ironie, « Ich werde versuchen, mich ohne britische Aufsicht zu behelfen. Und Indien ist ja weit.» «Immerhin —», Sir Andrew weiss nicht recht, wie er seine Bitte vorbringen soll, doch der Radscha liest seine Gedanken. « Ich werde Paris in Ihrer Abwesenheit nicht verlassen, mein Lieber », verspricht er ohne weiteres, «Sie können ganz ruhig sein. Es gefällt mir sehr gut hier. > «Vielen Dank, Hoheit I» Sie Andrew tauscht einen Händedruck mit dem Inder, der ihre Freundschaft endgültig besiegelt Dann stürzt er zur Garage. (Fortsetzung folgt.)

NO 48 DIBNSTAa, ia JUNI 1089 AUTOMOBIL-REVUE S Bergrennen an der Vue des Alpes Blancpain, Frlbourg (Maserati 1,5 I) fährt mit 99,128 km/St, die beste Zeit des Tages. — De Montfort, Lausanne (Bugatti) landet bei den Sport- und Tourenwagen einen Doppeisieg. — Tadellose Organisation der Erstlingsauflage des Rennens. — Unfallfreier Verlauf. Hatte die schweizerische Automobilsportsaison dieses Jahr im allgemeinen mit dem Schnee-Rallye zum Genfer Salon ihren Auftakt genommen, so wurde die Vierer-Serie der Bergprüfungsfahrten im besondern (Vue d«s Alpes, Rheineok-Walzenhausen. DeveMer-LesRangiers und Maloja) am vergangenen Sonntag mit dem glänzend besetzten Bergrenaien Valaogin-Vue des Alpes gestartet. Zum erstemal brachte die Sektion Montagnes-Neuchäteloises des A.G.S, auf dieser landschaftlich sehr reizvoll gelegenen Strecke eine automobilsportliche Veranstaltung zur Durchführung und man darf ihr lind den verantwortlichen Instanzen in den diversen Komitees für da« organisatorische Können und die Routine, die sie unter Beweis gestellt haben, ohne jede Einschränkung das Prädikat « Sehr gut» zuerkennen. Schon am Samstag beim Training erhielt man den Eindruck, dass hier bis in alle Einzelheiten hinein alle« vorgekehrt worden sei, um der Erstauflage dieses Rennens zu einem Bombenerfolg ea verhelfen. Nicht weniger als 150Polizeimänntr hatte man für den Streckendienst aufgeboten und unter der Leitung von Dr. Ch. Borel wurden 42 Samariter und Krankenschwestern auf acht verschiedene Posten verteilt, um nötigenfalls sofort zur Stelle zu sein und die erste Hilfe leisten zu können. Fügen wir gleich bei, dass dieser Apparat glücklicherweise nicht in Punktion treten musste, dass 6ich vielmehr — von wenigen Ausnahmen abgesehen — alles wie am Schnürchen abwickelte und nichts den einwandfreien Ablauf dieses sportlichem Grossanlasses störte als etwa die 'Wetterregie, welche am Sonntag in Form von herumschleichenden Nebelschwaden und ab und zu recht heftigen Regengüssen dafür sorgte, dass die im Training in der Renmwagenfcategorie erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit von über 100 km/St, im Rennen selbst ein unerfüllbarer Wunsch blieb. Schade, dass die im übrigen ausseist gelungene Veranstaltung von Wetterumschlag am Wochenende in Mitleidenschaft gezogen wurde; bei trockenem Wetter hätte man in den einzelnen Klassen und Kategorien ohne Zweifel mit durchwegs höheren Bestzeiten rechnen dürfen. Das Publikum indessen lies« «ich vom Besuch des Rennens bezeichnenderweise nicht abhalten: es hatte der Aufforderung, den spannenden Kämpfen beizuwohnen, recht zahlreich Folge geleistet und «ah sein Interesse und seine Ausdauer durch teilweiie hervorragenden Sport belohnt. Unsere, an Hand des Streckenplane« in der Freitafnummer gestellte Prognose, man gehe wohl nicht fehl, wenn man eine schnelle« Rennen erwarte, wurde durch die Wirklichkeit in vollem Umfange bestätigt. Beta Parccmri Valangin-Vu« des Alpes, der erst in seinem letzten Teil, also ab Hauts-Geneveys, einige kitzlige Kurven aufweist, handelt es eich um eine ausgesprochen schnelle Strecke und es gelang denn auch im Training dem nachmalten Tagessieger Blancpain aus Fribourg mit relativer Leichtigkeit, ein Stundenmittel von Ober 106 km herauszuholen, was am Sonntag infolge der weniger günstigen atmosphärischen Verhältnisse ein Ding der UnmötUobkeit war. Immerhin, mit der vom Genannten registrierten Durchschnittsgeschwindigkeit von nahezu 100 km/St, (genau 99,128 km/St.) wurde das Bergrennen auf die Vue des Alpes mit einem Schlag mm «weitschnellsten seiner Art in der ganzen Schwei* gestempelt, wenn man« die bezüglichen Resultate im Verlauf der letzten fünf Jahre in Betracht zieht Gäraceiola (Mercedes-Benz) kam 1934 am Klausen auf 83,9 km/St., Pietsch (Alfa Romeo) fuhr im gleichen Jahr Montreux-Caux mit 69,352 km/St., Biondettl (Alfa Romeo) schuf 1936 einen D e v e - lier-Les R an gier s-Rekord mit 120,343 km/St., der aus d*ra Jahre 1937 stammende Strekkenrekord für Rheineck-Walzenhausen (Ruesch auf Alfa Romeo) ßteht auf 81,193 km/St, und Stuck (Auto-Union) erklomm den Maloja- Pass 1938 mit 72,727 km/St. Dies einige Vergleiche zum eben aufgestellten Vue dei A1 p e • - Streekenrekord. Anhand der am Freitag veröffentlichten Meldeliste war ea dem Leser möglich, sich von der ausgezeichneten Besetzung des Rennens ein Bild zu machen. Die 62 Konkurrenten, die sich für die Teilnahme am ersten Berglauf der Saison eingeschrieben hatten, erschienen fast ausnahmslos am Start und auch die Ausfälle bewegten sich, wie aus dem eigentlichen Rennbericht und der Resultat' tabelle hervorgeht, In sehr erfreulichem Rahmen. Tagessieger blieb, wie bereits erwähnt, der.Fribourger Amateurfahrer B. Blancpain auf einem 1,5-Liter-Maserati-Rennwagen, mit dem er die 9,85 km lange Strecke bei einer Höhendifferenz von 634 Metern in 5:55,9 (= 99,128 km/St.) bewältigte. Bei den Sportwagen und Tourenwagen schwang mit 6:19,6 (B= 62,939 km/St.) bzw. 6:48,6 (=s 86,848 kro/St.) beidemal der Waadtländer U. dl Montfort auf BußaHi oben aus- Aus Raumgründen ist es uns nicht möglich, in dieser kurzen Betrachtung auch die Namen all jener zu erwähnen, die gleichfalls hervorragenden Anteil am sportlichen Gelingen des sonntäglichen Sportanlasses haben; sie werden im anschllessenden Rennbericht kurz «behandelt». Alles in allem darf der einheimische Automobilsport ausserordentlich stolz sein auf die neue Strecke, die für ihn im Neuenburger Jura «entdeckt» worden itt und man kann nur hoffen, d*M das Bergrennen Valangin-Vue des Alpes auch in den kommenden Jahren zum eisernen Bestand der schweizerischen Automobilveranstaltungen gehören werde, Das Training. Am Freitagabend schon, und erst recht am Samstagvormittag zogen die eintreffenden Konkurrenten und die dröhnenden Motoren ihrer Fahrzeuge alles in ihren Bann, was sich in der Uhren- Metropole La Chaux-de-Fonds irgendwie für den Automobilsport und seine Begleiterscheinungen interessiert In langer Schlange wurde nach 1 Uhr am Samstagvormittag Valangin erreicht, wo die Wagen für die um 2 Uhr beginnenden und bis 6 Uhr dauernden Trainingsfahrten bereitgestellt wurden. Eine drückende Hitze lastete über dem Lande, als Herr Perrin in zweiminütigen Intervallen die Konkurrenten zum ersten Berglauf entliess. Beim zweiten Probegalopp jedoch im spätem Nachmittag ging ein sinthflutartiger Regen nieder, der für die Piloten nicht wenig hinderlich war. — Von wenigen harmlosen Zwischenfällen abgesehen, verliefen die Rekognoszierungsfahrten durchaus reibungslos. Frau Meyer auf Peugeot nahm bei Hauts- Geneveys eine Kurve zu eng und streifte dabei die Absperrung, wobei sich der rechtsseitige hintere Kotflügel selbständig machte, was Jedoch die Pilotin nicht hinderte, ihre etwas unsanft unterbrochene Fahrt fortzusetzen und nach 8:22,7 durchs Ziel zu gehen. Weniger glimpflich lief der zweite Versuch Büttikofers auf Talbot ab, der in seinem Uebereifer eine Kurve regelrecht verpasste und beim darauffolgenden Anprall einen grösseren Schaden in der Steuerung in Kauf nehmen musste. Im übrigen sei notiert, dass die schnellsten Zeiten (inoffiziell) in den einzelnen Klassen von folgenden Piloten gefahren wurden: Tourenwagen; 1100 ccm: Stich auf Fiat in 7 ; 33,6. "'"' 1500 ccm: Seitz auf Lancia in 8 :12,4. 2000 ecm: Baehler auf Citroen in 7 :42,2. 3000 ccm: Weber auf Bugatti in 7 :16,3. Ueber 3000 ccm: Büttikofer auf Talbot in 708,9. Rennwagen; 1500 ccm: Blancpain auf Maserati in 5 :24,7 = ca. 106 km/St 2000 ccm: Christen auf Maserati in 5 :56,3. Bei den Sportwagen zeigte es sich sofort, dass keine verbissenen Kämpfe zu erwarten waren, lagen doch in jeder der fünf Klassen nur 2 Anmeldungen vor. Die Wagenabnahme ging am Sonntagmorgen ab 6.30 Uhr beim Schihaus Cretets in La Chaux-de- Fonds reibungslos vonstatten. Bei dieser Gelegenheit wurde der als Tourenwagen von Waeffler (Basel) gemeldete B.M.W, zu den Sportwagen umgeteilt und ein gleiches ordneten die Kommissäre für den Delahaye-Kompressor des Zürchers Eggler an. Fünf Piloten hatten Forfait erklärt, nämlich bei den Tourenwagen Dellsperger, Locher und Rossetti, und bei den Sportwagen Patthey und Gampolongo. Nach 8 Uhr bewegte sich die lange Kolonne der Konkurrentenwagen nach Valangin hinunter, wo um 9.30 Uhr in zweiminütigen Abständen zum ersten Lauf gestartet wurde. Anfänglich macht es den Anschein, als ob die Sonne siegreich durchbrechen wollte, aber schwere Wolken ballen sich je länger je mehr am Himmel, und schliesslich ergiesst sich das Nass aus offenen Schleusen auf die bexgwärts sausenden Automobile und die standhaft ausharrenden, zahlreichen Besucher. Das grösste Interesse gilt ohne Zweifel den Tourenwagen, weil Wer am meisten Konkurrenten zum Kampf um Rang und Zeit antreten. Zu einer Schlacht zwischen kleinen Fiat gestaltet sich die Klasse 1100 ccm, wo der Chaux-de-Fonnier J. Stich als erster Experte mit" einer respektablen Zeit aufwartet, und auch der sich in Front klassierende hinter dem Pseudonym «Arrtt» verborgene Amateur darf sich sehr wohl sehen lassen. In der Anderthalbüter-Klasse sind es die Lancia von Seltz (Amateur) und Mergy (Experte), die den Rahm obenabschöpfen, und bei den 2-Liter-Wagen vermag Baehler (Basel) auf Citroen ausgezeichnete Fahrerqualitäten zu demonstrieren, indem er den nächstplacierten Experten um nahezu 30 Sekunden distanziert. Interessant ist das Resultat bei den Amateuren, wo der Zürcher Dr. Pfosi auf Peugeot flinker ins Ziel gelangt als Bloch (Chaux-de-Fonds) auf Citroen, der die Piste wie seinen eigenen Hosensack kennt. Einen verbissenen Kampf liefern sich die in der Klasse bis 3000 ccm startenden acht Konkurrenten, von denen je 4 auf Amateure und Experten entfallen. Sauthier (Martigny) auf dem neuen 6-Zylinder-Citroen schiesst bei den Amateuren mit Eleganz den Vogel ab, während der Aargauer Weber mit Altmeister Scheiblers Bugatti bei den Experten erwarteterweise erfolgreich bleibt. In der Klasse über 3000 ccm endlich bewältigt de Montfort, Lausanne, auf Bugatti, die Strecke als Amateur in einer Zeit, die jene des nachfolgend klassierten Konkurrenten um mehr als 1 Minute unterbietet, und der. Basler Portmann auf Ford beherrscht das Feld bei den Experten. Wie man nach Schluss des Rennens vernimmt, haben der Berner Vermeiden Sie dies mit Mobiloil E wollen Benzin und Oel spaten r Sorgen Sie tut richtige Schmierung. Verwenden Sie Mobiloil seiner 2 grossen Vorteile halber: Mobiloil gewährleistet reichhaltige und ausgiebige Schmierung (es ist durch neuartige Verfahren hergestellt). Es hält den Motor sauber (durch die Clirosol-Raffination sind ihm ALLE unbeständigen Anteile entzogen worden). Ihr Garagist wird «» Ihnen sagen: Mit Mobiloil fährt jeder Wagen bester. Verwenden Sie deshalb nur Mobiloü : es lohnt sich. Hält den Mofor SAUBER Der erste IZauf. OEL-SCHMUTJ? IM MOTOR STIEHLT IHR BENZIN! VACUUM OIL Co. A.-G. BASEL Mnhilni Verlangen SU b*i Ihrem GaragUten d*n"SPEZIAL-SCHMlERDIENST M0B1L01L" Der Freiburger Blancpain, auf seinem 1,5-Llter- Maserati-Rennwagen der schnellst« Mann tn der Vue des Alpes. Schäfer und sein Dodge in der ersten Kurve vor dem Hotel de la Balance mit einer kleinen Mauer Bekanntschaft geschlossen, die jedoch für den Fahrer glücklicherweise ohne Folgen blieb, währendeine Reparatur des Wagens bis zum zweiten Lauf am Nachmittag ausgeschlossen erscheint. Besagte Mauer hat übrigens im Laufe des Tages geradezu Berühmtheit erlangt, bildete sie doch den «Treffpunkt» mehrerer Konkurrenten, die hier die Kurve zu weit nahmen und in die Büsche sausteh. Bei den ! Sportwagen stehen eich nur wenig« Konkurrenten gegenüber. Vermelden wir vorab die schneidige Bergfahrt des Zürchers Kessler auf BMW und jene des Waadtländers de Montfort, der seinen Bugatti wiederum als schnellster Amateur der Passhöhe zusteuert. Dieses Rennen ist im übrigen an interessanten Phasen nicht eben reich und so harrt man mit Spannung dem Lauf der Rennwagen entgegen, wo die mangelnde «Quantität» der Fahrer ebenfalls durch entsprechende Qualität wettgemacht wird. Blancpain, der im Training die beste Zeit gefahren hatte, startet ato Favorit, aber Kessler und Christen, zwei alte Routiniers am Berg, sind dennoch als gefährliche Rivalen in Rechnung zu stellen. Für Blättltr (Basel), der auf seinem Maserati als Erster von dannen,,zieht,.wird, nach einem grossartigen «Schwenker» in ^er Kurve beim Hotel de la Balance eine Zeit von 6:11,8 registriert. Und nun ist Blancpain fällig und bald darauf sogar überfällig und wie man sich über sein langes Ausbleiben allerhand Gedanken macht, teilt der Lautsprecher mit, dass der Maserati des Freiburgers in einer Kurve bei Hauti- Geneveys über die Umzäunung hinausgerast jft. Christens Maserati unterschreitet die 6-Minuten- Grenze in rasanter Fahrt, Kessler benötigte rund eine halbe Minute mehr, während die einzige bei den Rennwagen konkurrierende Dam«. Frau Stürzanger aus St. Gallen, mit ihrem Bugatti B% Minuten unterwegs bleibt. Noch werden Noverraz (Bugatti) und Mandlrol« (Maserati) erwartet, von denen der erstere mit 6:08 am besten tibsebneidet. Der zweite Lauf. Wahrend des zweiten Laufes häufen sich die Zwischenfälle, denn der immer stärker niederrauschende Regen hat die Strasse glitschig gemacht und zahlreich sind die Rutscher in den Kurven sowohl all auch an deren Ausgang. Trotzdem erfahren, entgegen aller Erwartungen, die Zeiten eine Verbesserung, mit gewissen Ausnahmen allerdings bei den kleinen Tourenwagen, die wegen ihre« leichten Gewichtes bei noch itirkerem Aufdrehen zuviel riskiert hätten. Vor allem ist es die berüchtigte Kurve vor dem Hotel de la Balance, die manch einen der Konkurrenten im Strassengraben landen sieht, weil ea ihnen nicht zeitig genug gelingt, den Wagen abzufangen. Einige verbeulte Karosserien sind die Folge davon, aber dabei bleibt es auch und körperlichen Schaden nimmt bei diesen Eskapaden niemand. Als Erster macht Pauly, der Pechvogel diese« Tages, Bekanntschaft mit dem Straßengraben. Schon am Morsen hat er bei seinem ersten Lauf aufgeben müssen, weil er von der Strasse getragen wurde; alle seine Hoffnungen setzt er deshalb auf den zweiten Lauf. Allein dau Glück will ihm nicht und wie er die Kurve mit etwas zuviel Elan angeht, gerät er neben die Piste hinaus, und wenig genug fehlt, so überschlüge sich sein Wagen.. Kurz darauf ereilt Dr. Pfoay dasselbe Missgeschick. Er nähert eich der Kurve mit solchem Tempo, dass ihm nicht einmal die Zeit bleibt, sie zu nehmen. Geradeaus prescht er in die Sägemehlsäcke und draussen im Feld erst kommt er zum Stand. Glücklicherweise ist das Intermezzo aber noch glücklich abgelaufen, denn einige Minuten später setzt er sich wieder in- Bewegung und fährt den Rest der Strecke zu Ende. Bähler, der seine Zeit vom Vormitttag um jeden Preis verbessern will, sieht seine, Absichten durch einen mechanischen Defekt vereitelt, der ihn in der Gegend von Hauts - Geneveys zur Aufgabe zwingt. Dasselbe Schauspiel wiederholt sich später bei Maradan, und zwar an der nämlichen Stelle, Immerhin bringt auch er seinen Citroen wieder flott und beendet, freilich mit etlicher Verspätung, den zweiten Lauf, Wie bei den Touren wage», 10 behalten auch die Vormittafssieger bei den Sportwagen ihre Plätze. Die grosse Ueberraachung dei Tages jedoch bildet Blancpain, dem es gelungen iet, seine Maschine zu reparieren und der es, seine Leistung beim Training wiederholend, fertig bringt, alle seine Gegner abzuschütteln und in bravouröser Fahrt mit 5'55,9" (Std.-Mittel 99,128 km) die beste Tageszeit zu erzielen. Jedermann gönnt ihm diesen Erfolg von Herzen, denn allerdings wäre es ein perfider Streich des Geschicks gewesen, wenn er sich um eines banalen Maschinendefektes willen der Früchte seiner Mühen beraubt gesehen hätte.