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E_1939_Zeitung_Nr.080

E_1939_Zeitung_Nr.080

Ein amtliches Echo

Ein amtliches Echo Nationalrat Grimm, der Chef der Sektion für Kraft und Wärme, äussert sich zu den Ideen Oberst Vallottons. Bereits in unserer letzten Nummer haben wir auf das Schreiben hingewiesen, worin Nat.-Rat Grimm, der Chef der Sektion für Kraft und Wärme, zu den von Oberst Vallotton in der «Automobil-Revue» entwickelten Vorschlägen Stellung bezieht. Konnten wir damals aus technischen Gründen nur noch den Abschnitt dieses Briefes wiedergeben, der sich mit der Frage des Sonntagsfahrverbotes befasst, so veröffentlichen wir heute dessen übrigen Inhalt, der sich mit anderen von Herrn Vallotton aufgerollten Problemen auseinandersetzt. Red. «Herr NationalratspräsMent Henri Vallotton hat in der Nr. 77 der «Automobil-Revue > (Nr. 41 des «Motorrad) eine Reihe interessanter Anregungen zu der Frage der Sicherstellung der Landesversorgung mit flüssigen Kraft- und Brennstoffen gemacht. Er hebt zunächst die wirtschaftliche Bedeutung des Autogewerbes hervor. Ich stimme diesem Teil seiner Darlegungen vollauf zu. Es handelt sich um eine Wirtschaftsgruppe, die einen etwas stürmischen Aufstieg genommen hat, erhebliche Mittel in Bauten und Einrichtungen investierte und einer noch grösseren Zahl von Menschen Brot und Arbeit verschafft, als beispielsweise der Personalbestand der Bundesbahnen ausmacht. Um so mehr darf nichts unversucht gelassen werden, was geeignet ist, die dem Autogewerbe jetzt drohenden Gefahren soviel als möglich abzuwenden und nicht unnötigerweise wirtschaftliche Existenzen zu opfern. Auch wenn alle tragbaren Massnahmen in diesem Sinne getroffen werden, dürften immer noch Schäden in einem erschreckenden Ausmass entstehen. Soweit Herr Vallotton die Frage der Kraftstoffversorgung behandelt, tut er es unter drei Gesichtspunkten, zu denen ich mich als Chef der Sektion für Kraft und Wärme in wenigen Sätzen äussern möchte. ÄNDERUNG DES GEGENWÄRTIGEN FISKAL- SYSTEMS. Herr Vallotton empfiehlt die « Abschaffung der kantonalen Steuern während der Dauer des Krieges und an deren Stelle die Erhebung eines Zuschlages auf Benzin, der dem Kanton durch den Bund zurückerstattet würde» Diese Aenderung soll auf Grund der bündesrätlichen Vollmachten vollzogen werden und auf 1. Januar 1940 bereits in Kraft treten. Ich widerstehe dem Versuch, diesen Vorschlag unter dem verfassungsrechtlichen und besonders unter dem föderativen Gesichtspunkt mit Herrn Vallotton zu diskutieren? Sollte aber eine zentrale Besteuerung aufgenommen werden, könnte sie sich vernünftigerweise nicht nur in einem Steuerzuechlag auf dem Benzin erschöpfen. Es miüeste eine Kombination zwischen dem Benzinverbrauch und dem Nutzlastgewicht gesucht werden, weil die schweren Wagen die Strasse mehr beanspruchen als die leichten Fahrzeuge. Vom Standpunkt der Kantone aus sind gegen den Vorschlag Vallotton gerade im jetzigen Zeitpunkt schwerwiegende Bedenken vorhanden. Auf welcher Basis soll der Ausgleich mit den Kantonen gefunden werden? Bisherige Einnahmen aus den kantonalen Automobilsteuern? Wahrscheinliche Einnahmen, unter Berücksichtigung der vorübergehend aus dem Betrieb entfernten Fahrzeuge? Berücksichtigung des Einflusses der requirierten Fahrzeuge auf die kantonalen Steuereinnahmen? Benzinverbrauch unter dem wechselnden Regime der Rationierung? Man braucht nur an diese Fragen zu denken, um zu wissen, dass der von Herrn Vallotton vorgeschlagene Uebergäng, der grundsätzlich nicht abzulehnen ist, stabile Verhältnisse im Strassenverkehr voraussetzt. LOCKERUNG DER RATIONIERUNG UND ANLAGE ZIVILER RESERVEN. Herr Vallotton schlägt vor: Sobald die Zufuhren es gestatten, soll jeder Motorfahrzeugbesitzer verhalten werden, 50 Liter (für Motorräder), 100 Liter (für Personenwagen) und 200 Liter (für Lastwagen) zu kaufen und in Fässern bei sich einzulagern. Dieser Vorschlag hört sich sehr schön an. Zu seiner Verwirklichung aber wäre doch wohl das Vorhandensein des erforderlichen Lagerraumes und schliesslich auch noch das nötige Kleingeld die Voraussetzung. Auch die Abstufung wäre mehr nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu wählen. Wesentlich aber ist, dass die Lagerung im Sinne der Sicherstellung der Landesversorgung nur dann Sinn und Verstand hat, wenn die so gelagerten Vorräte ihrerseits sichergestellt sind. Gerade was Herr Vallotton will: die freie Verwendung der zusätzlich gelagerten Vorräte, ginge nicht in Erfüllung. Will man aber die so gelagerten Vorräte sicherstellen, dann bedarf es dazu nicht nur der erforderlichen Garantien mittels eines Reverses im Einzelfall, man würde auch um einen reichlich komplizierten Kontrollapparat kaum herumkommen. Herr Vallotton hat mit seinen Vorschlägen das Transport- und Lagerproblem der flüssigen Kraftund Brennstoffe berührt. Diese Frage ist in der Tat von grösster Bedeutung für die Landesversorgung. Die Lösung muss aber vernünftigerweise in einem verständnisvollen Zusammenwirken zwischen der Armee und den kriegswirtschaftlichen Stellen bestehen und vor allem die Art und Weise der Benzinversorgung der militärischen Motorfahrzeuge nach neuen Blickpunkten ordnen. Die Diskussion dieses Problems bleibt besonderen Verhandlungen vorbehalten, die sich nicht für die Publizität, fiiffnen. Eine Sanierung des schweizerischen Automobilhandels wurde schon seit geraumer Zeit als Notwendigkeit erkannt, wobei auch die « Automobil- Revue » als Befürworterin einer solchen Aktion auftrat. Heute nun sollen, wie verlautet, Bestrebungen nach dieser Richtung hin im Gange sein. Angesichts der Bedeutung dieses Problems gerade in der gegenwärtigen Zeit steht zu hoffen, dass es gelingen werde, diese Bemühungen zu einem positiven Ende zu führen, um den ungesunden Verhältnissen in diesem Wirtschaftszweig erfolgreich auf den Leib zu rücken. Am 1. Februar 1939 wurde in der Tlefenaustrasse bei Bern ein Radfahrer von einem Motorlastwagen überfahren und getötet Der Lastwagenführer war auf einer Geschäftsfahrt vom Buchhalter der Firma begleitet gewesen und die beiden hatten während ungefähr 5 Stunden acht Wirtshäuser besucht und dabei zusammen 2% Liter Weisswein und je ein Kaffee mit Zwetschgenwasser, der Chauffeur auch noch einen Aperitif, getrunken. Dabei war der Vorschlag zum Einkehren bald vom einen, bald vom andern der beiden Fahrtgenossen ausgegangen und der Passagier hatte, mit Ausnahme des von einem Kunden angebotenen Kaffees, stets die Zeche bezahlt. Der Unfall führte zur Verurteilung nicht nur des Chauffeurs, sondern auch des Passagiers. Nach Art. 59 dee Motorfahrzeuggesetzes wird mit Gefängnis bis zu 20 Tagen oder Busse bis zu 1000 Fr. bestraft, « wer in angetrunkenem Zustand ein Motorfahraeug fülhrt >. Das Amtsgericht Bern und in oberer Instanz die I. Strafkammer des Berner Obergerichts verurteilten den Buchhalter wegen Gehilfenschaft beim Vergehen des Art. 59 MFG zu 14 Tagen Gefängnis unter Gewährung des bedingten Straferlasses. Der Verurteilte reichte Nichtigkeitsbeschwerde ein. Der Kassationshof des Bundesgerichts hat in Abweisung der Beschwerde das Strafurteil geschützt. Es handelt sich freilich um einen ganz eigenartigen Tatbestand: Art. 59 bestraft nicht etwa schon denjenigen, der sich einen Rausch an- j trinkt, sondern erst denjenigen, der in angetrunke- I Die Stillegung bedeutet die notwendige Folge dieses Zusandes, sofern sich der Automobilist, nur im Hinblick auf das im Wagen investierte Betriebskapital, nicht ein Spezialvergnögen leisten will. Für den Staat ergibt sich aus der Einstellung eines einzelnen solchen Wagens ein Ausfall der Autosteuer von Fr. 456.10 plus Benzinzollanteil, für die Versicherungsgesellschaft ein Prämienausfall von » 389.40 für die Haftpflichtversicherung und für die Feuerversicherung ein solcher von » "tä- Als weitere Folge erleidet der Geschäftsmann eine Verschlechterung in der Ausnutzung seiner Arbeitskraft, sofern er sich nicht zu einem Kleinwagen entschliessen will. Allein auch bei einem Kleinwagen wirkt sich bei den heutigen Umständen die Benzinrationierung katastrophal aus, wie die nachfolgende Kalkulation zeigt: III. BEISPIEL: Für einen billigen 2—4-Plätze* (0 PS) mit einem Einstandspreis von Fr. 4500.— ist mit folgender Belastung zu rechnen: A. Betriebsspesen: a) Kantonale Autosteuer (Luzern) Fr. 208.— b) Führerausweis » 10.— c) Haftpflichtversicherung » 262.40 d) Feuerversicherung > 25.— Total B. Allgemeine Spesen: a) Garagemiete pro Monat Fr. 20.— = Fr. 240.— b) Minimal - Amortisation von Anlagekapital, Unterhalt (Waschen, Schmieren, Oelen, Reparaturen und Zubehör) berechnet auf 18% des Einstandspreises » 810.— Total Totale Spesen pro Jahr Rechnen wir auch hier mit einer Fahrleistung von 15.000 km pro Jahr oder 1250 km pro Monat bei 8 Liter Benzinverbrauch pro 100 km, so stellen sich bei einem Verbrauch von 100 Liter und beim bisherigen Benzinpreis von 42 Rp. die monatlichen Benzinkosten auf Fr. 42.—. Demzufolge kommen 1250 km zu stehen auf Fr. 129.616 plus Benzinkosten von » 42.— = Die heutige Benzinrationierung mit 25 Liter pro Monat ergibt auch für den Kleinauto-Besitzer folgende unmöglich tragbare Situation: IV. BEISPIEL: A. Betriebsspesen: Sie bleiben gleich, betragen, also Fr. 505.40 B. Allgemeine Spesen: a) Die Garagemiete bleibt gleich » 240.— b) Für die Amortisation, den Unterhalt usw. müssen wenigstens 9% des Einstandspreises von Fr. 4500.— eingestellt werden = » 405.— Totale Spesen pro Monat somit Fr. 95.866 Bewilligter Benzinverbrauch pro Monat = 25 Liter ä 50 Rp., Preis somit » 12.50 Total der Betriebsspesen und allgemeinen Kosten plus Benzin pro Monat Fr. 108.366 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 31. OKTOBER 1930 — N° 80 Fahren in angetrunkenem Zustand Gibt es dabei eine Gehilfenschaft? (Aus dem Bundesgericht.) nem Zustande fährt. Das «Sichantrinken» ist noch nicht strafbar und nur hiebei hat der Beschwerdeführer dem Chauffeur, namentlich durch Zahlen der Zeche, geholfen. Kann trotzdem Gehilfenschaft vorliegen? Gehilfe ist nach Art. 21 des Bundesstrafrechts, « wer vorsätzlich die Vollbringung des Verbrechens durch Rat und Tat, z. B. durch Belehrung über die Art der Ausführung, durch Herbeischaffung von Mitteln zu derselben oder Entfernung von Hindernissen, welche ihr im Wege stehen ... befördert > Aus dieser Definition ergibt sich, dass die Beihilfe auch dem (Beginn der Ausführung der strafbaren Tat vorangehen kann, wie es hier geschehen ist. Allerdings ist nur die vorsätzliche Gehilfenschaft strafbar, aber es genügt der eventuelle Vorsatz, der den Eintritt des strafbaren Erfolges zwar nicht als sicher voraussieht, aber doch als möglich in Kauf nimmt. Hier bezog sich dieser Eventualvorsatz nicht nur auf die Möglichkeit, dass der Chauffeur betrunken werde, sondern auch darauf, dass er nachher in angetrunkenem Zustande noch eine längere Fahrt unternehmen müsse. Die vorliegende Bestrafung wegen Gehilfenschaft ist von grundsätzlicher Bedeutung. Gehilfe beim Vergehen des Art. 59 M.F.G. kann nicht nur der Passagier werden, sondern jeder andere Zechkumpan und auch der Wirt, der weiss, dass der Fahrer noch einen längern Weg vor sich hat. Sprechende Beispiele (Schluss von Seite 1.) Fr. 505.40 » 1050.— Fr. 1555.40 Totale Spesen pro Monat somit Fr. 129.616. Fr. 171.616 oder pro Vm auf 13,7 Rp. Totale Spesen pro Jahr Fr. 1150.40 Die bewilligten 25 Liter Benzin gestatten bei einem 8-Literverbrauch pro 100 km ca. 310 km. Es kommt demzufolge der Kilometer auf 34.9 Rappen zu stehen. (Bei der endgültigen Rationierung werden einem 9-PS-Wagen der Kat. D voraussichtlich 30 1 zugestanden, womit, auf das obenstehende Beispiel berechnet, der Kilometer noch rund 30 Rappen kosten würde.) Eine Fahrt Luzern-Zürich und zurück kostet demzufolge für den Kleinautobesitzer bei 106 km a 34,9 Rp. 36 Fr. 99; eine Fahrt Luzem-Hochdorf retour bei 44 km a 34,9 Rp. 15 Fr. 35. Eine solche Belastung ist für den Kleinautobesitzer, für den Geschäftsmann, für den Geschäftsreisenden usw. nicht tragbar. Eine Nachkontrolle durch Fachkundige wird ergeben, dass die eingesetzten allgemeinen Spesen und die Betriebsspesen das Minimum des Zulässigen darstellen und dass jede andere Kalkulation einem Selbstbetrug gleichkommt. Die Betriebsspesen sind gebrauchsbedingt und nur die allgemeinen Kosten lassen sich durch billigere Garagemiete oder ganz sorgfältige Plege" des Autos etwas reduzieren. Um das in ein Auto gesteckte Anlagekapital rentabel zu gestalten, muss der Gebrauch intensiviert, keinesfalls aber darf das Fahrzeug zur Untätigkeit verurteilt werden. Soll t r o t z der B e n z i n r a t I o n i e - r u n g das A u t o w e i t e r in B e t r i e b b l e i b e n , so m ü s s e n d e m z u f o l g e die V e r k e h r s s t e u e r n und die V e r - s i c h e r u n g s p r ä m - l e n eine ganz w e - s e n t l i c h e E r m ä s s i g u n g e r f a h r e n . Bei den Autosteuern setzt denn auch die Abhandlung von Oberst Vallotton in erster Linie an. Er weist die Folgen des heute geltenden verfehlten Pauschalsteuersystems nach PS nach und verlangt deren Abschaffung während der Kriegsdauer. An ihre Stelle soll eine Steuer auf dem Benzin treten. Der entsprechende Ertrag wäre den Kantonen zur Ausgleichung ihrer Steuerverluste zurückzuerstatten. Wir gehen mit diesem Postulat völlig einig, weil es gerecht ist. Es besteuert nicht den Wagen an sich, ob er arbeitet oder in der Garage stehen bleibt, sondern den Benzinverbrauch des Wagens und damit seine Arbeitsleistung, also den Ertrag aus dem im Auto investierten Kapital. Der Uebergäng zu dieser Besteuerungsmethode dürfte für das Autogewerbe und für den Staat Wunder wirken. Eine Grosszahl älterer und insbesondere auch grosse Wagen würden wieder in Betrieb genommen, wenn nicht der Besitzer vor dem 1. Januar eines neuen Jahres 800—1000 Fr. nur für Steuern und Versicherungen zu bezahlen hätte, bevor er auch nur einen Kilometer fährt. Beim heutigen Steuersystem wird die Flucht zum Kleinauto weiter andauern, mit dem Erfolg, dass wir sehr bald für die Mobilisation die grossen Wagen nicht mehr aufzutreiben vermögen. Wir möchten deshalb einen Schritt weiter gehen als Herr Oberst Vallotton und das System der Benzinsteuer auch für die Zukunft empfehlen. Am Auto- und Benzinverbrauch sind die Finanzen der Kantone und der Eidgenossenschaft ganz ausserordentlich interessiert. Bei einem schweizerischen Motorfabraeugbestand von gegen 120.000 Stück beziehen die Eidgenossenschaft: an Benzin-Zolleinnahmen gegen 58 Millionen, an Zolleinnahmen auf den eingeführten Motorfahrzeugen » 12 Millionen, die Kantone: an Motorfahrzeugsteuern und Gebühren » 30 Millionen und an Benzinzollanteil » 11 Millionen. Was es für Bund und Kantone finanziell zu bedeuten hat, wenn ein Drittel bis die Hälfte des Autobestandes infolge der geschilderten Verhältnisse aus dem Verkehr zurückgezogen und die restierenden, im Betriebe stehenden Fahrzeuge nur zum Teil mit Benzin versorgt werden, ist kaum auszudenken. Dass dies zu einer Zeit geschieht, in der täglich mehrere Millionen für die Mobilisationskosten ausgelegt werden müssen, lässt den Einnahmenausfall noch gravierender erscheinen. Die Stilllegung wird mit dem 1. Januar 1940, d.h. im Moment, da die neuen Fahrbewilligungen gelöst werden müssen, erst recht um sich greifen. Dr. 0. Hübscher, Luzern. Dringend notwendige Massnahmen Der Zentralvorstand des Automobil-Clubs der Schweiz, der die 27 Sektionen des A. C. S. repräsentiert, hielt am 21. Oktober in Bern eine ausserordentliche Sitzung ab. Nach eingehender Prüfung der infolge des Kriegsausbruches eingetretenen Situation im Strassenverkehr stimmte der Zentralvorstand einmütig dem vom Direktions-Komitee des A. C. S. vorgelegten Aktions-Programm zu. Aus den zahlreichen Tätigkeitszweigen des A.C.S. müssen drei Punkte dieses Programms besonders hervorgehoben werden, da sie nicht nur für die gegenwärtige, sondern auch für die zukünftige Entwicklung des Automobilverkehrs, sowie für die Vorbereitung des Wiederaufbaues unserer Volkswirtschaft im allgemeinen von grösster Wichtigkeit sind: Massive Herabsetzung der Zölle auf der Benzin- und Automobileinfuhr; Reduktion und Normalisierung der kantonalen Motorfahrzeugsteuern; Anpassung der Steuersätze und der Zahlungsmethoden an die durch die Mobilisation und die Verkehrsbeschränkungen geschaffenen besondern Verhältnisse; Schaffung eines gerechten Gleichgewichts zwischen der Höhe der Versicherungsprämien (Haftpflicht, Kasko usw.) und dem infolge des starken Rückganges des Verkehrsvolumens verminderten Risiko. Diese Postulate verdienen die Unterstützung nicht nur aller Automobilisten, sondern des gesamten Landes; denn sie entsprechen den wichtigsten und dringendsten Erfordernissen der Landesverteidigung; sie decken sich mit den volkswirtschaftlichen Gesamtinteressen; sie stützen sich auf wichtigste Grundsätze unserer Bundesverfassung. Der Zentral-Vorstand hat dem Direktions-Komitee im Hinblick auf die Vertretung und Verwirklichung dieser Postulate die nötigen Kompetenzen erteilt. Dabei soll die Unterstützung und die Mitarbeit aller andern interessierten Organisationen und Gruppen, insbesondere der Via Vita und der Strassenverkehrsliga, gesucht werden. Reaktionen auf die Aktion Oberst Vallottons Nochmals die Benzinsteuer während der Dauer des Krieges. Aus unserem Leserkreis erhalten wir folgende durch die Vorschläge von Nationalrat Vallotton angeregte Zuschrift: Die Idee des Herrn Vallotton, während des Krieges die kantonalen Verkehrssteuern durch einen Zuschlag auf den Benzinpreis zu ersetzen, scheint bei den zuständigen Behörden leider keine grosse Gegenliebe zu finden. Gestatten Sie mir deshalb, einen andern Gedanken in die Diskussion zu werfen, der vielleicht Aussicht darauf hat, gewisse divergierende Gesichtspunkte einander anzunähern. Wäre nicht eine Lösung vorzuziehen, wobei an Stelle eines Zuschlags pro Liter verkauften Benzins (eines Zuschlags, dessen Rückerstattung an die Kantone den Vorwurf der Wülkürlichkeit auslösen könnte) die Kantone selbst bei der Ausgabe der Rationierungskarten einen bestimmten Betrag pro Liter Benzin erheben würden ? Sie wünschen eine Karte für 200 Liter ? Macht so und soviel und Sie können Ihr Benzin in jedem beliebigen Kanton kaufen. Damit käme man nicht nur ohne Mehrarbeit aus, sondern es würde zugleich auch die Gefahr eines Papierkriegs vermieden, denn die Karten müssen ja auf jeden Fall ausgestellt werden. Zudem wäre diese Lösung gerecht, weil den Kantonen jene Beträge zuflössen, welche von den in ihrem Gebiet wohnhaften Automobilisten stammen. Wohlverstanden könnte für die Lastwagen ein anderes Regime gelten, in dem Sinne nämlich, dass sie ihre Steuern wie bisher bezahlen würden, unter Anrechnung des Betrages natürlich, den sie für die Karten entrichtet haben. Auf diese Weise Hessen sich m. E. die föderalistischen Bedenken zerstreuen, welche sich fegen eine eidgenössische Benzinsteuer erheben. Die Konkurrenz hatte freies Spiel. Eine drastische Illustration zum Kapitel « Erschwerung der Konkurrenzbedirtgungen für jene Unternehmungen des Autogewerbes, deren Inhaber und Personal zu den Fahnen berufen wurden», liefert das nachstehende Schreiben : Unser Betrieb, der wichtigste der Branche am Platze, der durchschnittlich 35 Pereonien beschäftigt (und wir haben grundsätzlich immer Schweizern den Vorzug gegeben, ohne dabei auf deren Militärdienstpfldcht abzustellen), sah sich im Augenblick der Mobilmachung zur Schliessung genötigt; denn unsere beiden Leiter, Herr G. und Herr F.. ebenso wie die Werkstättenchefs und der Grossteil des Personals mussten einrücken. Obwohl die beiden Leiter und die Werkstätteocbefs unter den Waffen blieben, haben wir unser Unternehmer auf Verlangen von Arbeitern, die au-s dem Dienst entlassen wurden und um sie vor Beschäftigungsloöig'keit zu bewahren, wieder geöffnet. Erst am 29. September konnte Herr G. «eine Arbeit wieder aufnehmen, währenddem Herr F. noch immer mobilisiert ist Unser Personal arbeitete während 18 Tagen ohne Direktion. Diese Situation hat für unsere Firma folgende Konsequenzen mit sich gebracht: 1. Da wir das einzige Geschäft unserer BrancbJe am Platz waren, das 6ich zur Einstellung seiner Tätigkeit gezwungen sah, hat sich die Konkurrenz der Sache bemächtigt und den Umstand der Schliessung unseres Betriebes ausgenützt, um Aufträge bei unserer Kundschaft hereinzuholen. 2. Die Umsatzziffer des vergangenen Septembers erreicht noch 15,2% derjenigen des Septembers 1938. Ausserdem eröffnen sich für die Zukunft sehr kritische Perspektiven; denn während der Abwesenheit dw leitenden Persönlichkeiten war es uns unmöglich, Arbedteaufträge für das Personal zu suchen. Es blieb uns deshalb nichts anderes übrig, als Leute zu entlassen, währenddem jene, die sich noch im Dienst befinden, bei ihrer Rückkehr nicht mit der Wiedereinstellung rechnen können, wenn sich die Lage nicht bessert. Aus diesen Erfahrungen heraus halten wir Ihre Intervention zugunsten der Aufhebung des Sonntagsfahrverbotes wie der Zuweisung von Reparaturen an requirierten Fahrzeugen an das private Gewerbe für vollauf angezeigt, genau so wie die gerechte Verteilung der Aufträge unter die einzelnen Firmen.

fJO 80 — DIENSTAG, 31. OKTOBER 1939 Uefeerwinternng der Batterie Infolge der Benzinrationierung und der Mobilmachung haben zahlreiche Fahrzeuge schon jetzt ihren «Winterschlaf» angetreten. Täglich werden wir nun von Lesern und Abonnenten mit Anfragen darüber bestürmt, was sie mit ihrer Batterie zu tun haben. Es scheint uns deshalb angebracht, das Thema «Ausserbetriebsetzung von Batterien» etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Red. Die Sulfatierung Eine unangenehme Erscheinung im Betriebe der Akkumulatoren bildet die Sulfatierung der Platten. Es entstehen dabei weissliche Kristalle aus schwefelsaurem BLei in der aktiven Masse der Platten, wodurch diese hart und brüchig werden. Die Sulfatierung wird begünstigt durch ungenügende Aufladung und durch Verwendung von Säure mit zu hohem spezifischem Gewicht. Durch eine Aufladung «mit Ruhepausen > lässt sich dieser unerwünschte Vorgang bekämpfen, aber man muss dabei die Säure erneuern. Wenn dann die Säuredichte nach einer solchen Behandlung gestiegen ist, d. h. wenn sie höher liegt als vorher bei normaler Aufladung, so ist die Sulfatierumg behoben, wobei es dann allerdings notwendig wird, das spezifische Gewicht der Säure durch Nachfüllen mit destilliertem Wasser auf einen normalen Stand zu bringen. Verschwindet das Uebel nach solcher Behandlung nicht, so wiederholt man das Verfahren. Verdunstet das in der Füllungssäure enthaltene Wasser allmählich, so trifft dies auf die Säure selbst zwar nicht zu, aber sie wird doch durch die Gasentwicklung bei der Ladung in kleinsten Teilchen mitgerissen. Eine Säurenachfüllung erweist sich nur dann als nötig, wenn die Säuredichte in einer vorgeladenen Batterie trotz Nachladung niedriger ist als in normalem Fall, denn bei geladener Batterie soll die Säure ein spezifisches Gewicht von 1,24 haben. Erreicht aber die Dichte der Säure einen höheren Wert als in normalem Zustand, dann heisst es destilliertes Wasser nachfüllen. Selbstverständlich muss der richtige Stand der Säure des Säurespiegels stets gewahrt bleiben : 10—22 mm über den Plattenrand je nach Vorschrift Das Nachfüllen von Säure hat sehr vorsichtig zu erfolgen (grösste Sauberkeit). Nötigenfalls mischt man Säure und Wasser vorher, und zwar wird die Schwefelsäure hl das Wasser gegossen, nicht etwa umgekehrt. Vorsicht.' Die Meiallteile der Batterie fettet man am besten ein, damit sie nicht durch die Säure angegriffen werden. Behandlung mit Ammoniakwasser macht Metallteile und Stoffe, welche durch Säure angegriffen worden sind, unschädlich. Ueberwlnterung. Auch wenn eine Batterie ausser Dienst steht, erfordert sie zweckmässige Behandlung. Die beste Methode besteht darin, sie aus dem Fahrzeug herauszunehmen und in einem frostfreien Raum aufzubewahren, sofern man nicht vorzieht, sie einem Elektriker oder Garagisten anzuvertrauen. Während der Aufbewahrungszeit bedarf die Batterie, wie aus nachfolgenden Darlegungen hervorgeht, jeden Monat einer Aufladung. Auch wenn ihr kein Strom entnommen wird, so treten doch chemische Aenderungen an den Platten auf, die eine Aufladung erfordern. Dabei hüte man sich aber vor den sogenannten Geheimmitteln oder Aufbesserungsstoffen, denn diese als Füllungsflüssigkeit oder als Zusatz dazu amgepressten Elixiere bringen den versprochenen Nutzen nicht, sondern sie schaden der Batterie eher, weil die überstarke Säure die Platten meist angreift. Ausserdem kommt der Spass sehr teuer zu stehen. Die Selbstentladung Ein vollgeladener Bleiakkumulator entleert sich infolge Selbstentladung allmählich, auch wenn er keinen Strom abgeben muss. Di© SeJbstentladurag beruht auf der Eigenschaft der Batterien : ihre Ladung im Laufe der Zeit zu verlieren, ohne benutzt worden zu sein. Worauf diese Erscheinung zurückgeht ? Auf chemische Vorgänge, die sich noch an der Oberfläche der Platten, vor allem der Minusplatten, abspielen, wobei die Sejbstentladung bei aus gutem Material hergestellten Batterien etwa 1/2 bis 1 % in 24 Stunden beträgt. Unreinheiten in der Flüssigkeit und das Vorhandensein von Fremdstoffen, wie Eisen, Platin, Kupfer usw. erhöhen, selbst wenn sie nur in Spuren vorkommen, diesen Prozentsatz sehr stark. Glücklicherweise nimmt die Selbstentladung im Winter oder in Räumen mit niedriger Temperatur kleinere Ausmasse an als im Sommer oder bei hohen Wärmegraden. Vor einigen Jahren fand die « stille Aufbewahrung » nach Füllung mit destilliertem Wasser eine gewisse Anhängerschaft. Heute AUTOMOBIL-REVUE ist man davon wieder abgekommen, vor allem bei einer langen Ausserbetriebssetzung der Batterie. Die Sache ist nämlich die, dass die Platten trotzdem suMatieren können, da es auch bei gründlichstem Spülen nicht restlos gelingt, die kleinsten Teilchen der Säure aus den Poren der Platten herau&zuwaschen. Wie die stille Aufbewahrung vor sich geht ? Batterie zuerst mit dem zehnstündigen Ladestrom aufladen, die Säure ausgiessen und durch destilliertes Wasser ersetzen, darauf die Batterie mit dem gleichen Strom nochmals ca. 6 Stunden laden, dann Wasser ableeren und nochmals destilliertes Wasser nachfüllen, bis die Platten gut damit zugedeckt sind. Batterie nach Einschrauben der Verschlussstopfen stehen lassen, und zwar in einem Raum, in dem die Temperatur nicht auf 0° C sinken kann, weil sonst das destillierte Wasser gefriert und man riskiert, dass der Batteriekasten auseinanderspringt. Nach Beendigung der Aufladung muss die Säure nochmals auf die vorgeschriebene Dichte einreguliert werden, um die Verdünnung zu beseitigen, welche durch das in den Poren der Platten befindliche Wasser eingetreten ist Ȧls empfehlenswert verbleiben danach folgende zwei Möglichkeiten: 1) die Dauerladung; 2) die Nachladung der zu Überwinternden Batterie. Worin das Wesen der Dauerladtmg besteht ? Darin, dass die Batterie dauernd mit einem ganz gernigen Strom geladen wird, um die Wirkung der Selbstentladung Vom Januar bis September 1939 insgesamt 282.892 Einreisen, d. h. ca. 75 3»'der Ziffer von 1938. Im September: 2431 Eintritte — rund 5%'. Die Dauerladung Int. Autotourismus nach der Schweiz Seit geraumer Zeit schon spiegelte sich m den Ergebnissen der Statistik über die zu vorübergehendem Aufenthalt in der Schweiz eingetroffenen (Motorfahrzeuge die Beunruhigung der weltpolitischen Lage wieder, Heute, da die Kriegsfakel entbrannt ist, verzichten wir darauf, die Einreiseziffern zu kommentieren und begnügen une mit der Feststellung, dass die Zahl der fremden Motorfahrzeuge, welche im September unsere Grenzern passiert haben, auf 4,76% des Kontingents vom September 1938 zurückgegangen iet. Für die ersten 9 Monate des laufenden Jahres stellte sich die Frequenz auf 7-4,47% derjenigen von 1938. Grenzyerkehr Fernverkehr Motorräder Motorräder Autocars Gew. Personen- Lastu. gew. Per- automobile wagen eonenautos 1939 1938 1939 1938 1939 1938 1939 1938 1939 1938 1939 1938 Prov. Eintrittskarte — — 69 930 — — 1023 22202 — — 1092 23132 Freipass 77 650 6 124 8 592 326 7 337 21 229 437 8 932 Triptyk 30 134 4 239 4 502 140 4322 5 137 163 5 334 Grenzpassierscheinheft — — 21 241 7 275 689 12 931 2 37 719 13 484 Kontrollschein — 3 — 120 — — — — — — —- 123 Soptembre 107 787 99 1654 19 1369 2178 46792 28 403 2431 51005 Januar 473 472 132 539 128 207 10 234 14 588 316 881 11281 16 687 Februar 617 485 298 575 215 198 12 256 15 912 356 791 13 742 17 961 März 690 755 287 926 283 256 13 710 21714 345 695 15 315 24346 April 958 1009 698 1047 532 378 23 344 29 556 559 451 26 091 32 441 Mai 1023 1080 895 850 649 653 21580 25 671 581 580 24 728 28 734 Juni 1145 1132 1963 1760 1877 1467 31467 35908 641 577 87 093 40844 Juli 1588 1170 2714 2973 3647 2972 56 462 56 656 704 575 65115 64346 August 1040 1160 3409 3899 4183 3653 77 960 94 274 504 481 87 096 103 467 Septembre 107 787 99 1654 19 1369 2178 46792 28 403 2431 51005 Total 7641 8050 10495 14223 1153111053 249191341071 4034 5434 282 892 379 831 Total aufzuheben. Der Ladestrom richtet sich nach der Kapazität der Batterie und der Grosse ihrer Selbstentladurag. Eine Batterie von 120 Amp/St. und einer täglichen Selbstentladung von 0,75 % z. B. benötigt einen Dauerladestrom von 120X0,0075 : 2A = 0,0375 Amp. In der Praxis wird der Ladestrom so gewählt, dass die Ladespannung der Batterie unverändert zwischen 2,2 und 2,3 Volt bleibt. Die Nacbladung Nachladen heisst, die Batterie von Zeit zu Zeit an eine besondere Station zur Ladung zu geben, die den Verlust durch eine Selbst entladung kompensiert. Dabei raten wir Ihnen, diese Ladung alle 4 bis 6 Wochen (für Batterien in gutem Zustand) vorzunehmen und daneben noch alle 8 bis 12 Wochen die Batterie teilweise mit einem zehnstündigen Entiadeström zu entladen und dann wieder aufzuladen. Dieser Entlade- und Ladestrom berechnet sich nach der Formel: Kapazität der Batterie in Amp/St.: 10 = Entlade- oder Ladestrom. Selbstverständlich erfordert 'die Ladung mehr Zeit als die Entladung. Slvaisen Mobilmachung and bleibende Werke. Man bittet uns um Aufnahme folgender Zeilen: Als der deutsche Kaiser im August 1914 seine Soldaten mit den Worten verabschiedete: «Wenn die Blätter fallen, sehen wir uns wieder », schlössen die Engländer in aller Gemütsruhe in Frankreich Mietverträge auf drei Jahre ab. Der Weltr krieg hat dann mehr als vier Jahre gedauert. Wenn nicht ansserordentliche Umstände eintreten, eo wird leider audh im neuen Weltkrieg mit einer längeren Dauer gerechnet werden müssen. Mit grosser Genugtuung hat das Schweizervolk während der letzten langen Grenzbesetzungszeit von der Schaffung bleibender Werke, wie die Strasse von Pierre- Plertuis. am Hondrich und am Monte Ceneri u. a. m. Kenntnis genommen. Mit der«Hauptaufgabe uneerer •Landesverteidigung und der Kriegsertüchtigung unserer Truppen wurden auf diese Weise. Werke von volkswirtschaftlichem Werte erstellt, die wiederum für manchen Soldaten eine angenehme Abwechslung ond vielfach nützliche Beschäftigung in das Einerlei einer monatelangen Mobilmachung brachten. Wir zweifeln nicht daran, dass der vom Vertrauen des ganzen Schweizervolkes getragene General, gestützt auf seine umfangreichen Vollmachten während der kommenden langen Mobilieationezeit, neben der Kriegsbereitschaft unserer Truppe noch in vermehrtem Masse solch nutzbringende Arbeiten anordnen wird. Als derartige Aufgabe dürfte beispielsweise betrachtet werden eine Verbindungsstrasse Habkern-Schangnau, die innert kürzester Zeit und mit relativ geringem Aufwand durch Pioniertruppen hergestellt werden könnte. Die sofortige Inangriffnahme dieses Projektes als wichtige strategische Kommunikation würde unserer Landesverteidigung dienen und ist von massgebenden Militärs längst als absolute 'Notwendigkeit verlangt worden. W. M. Strasse Addis Abeba—Rotes Meer dem * Verkehr übergeben. Der italienische Minister für öffentliche Arbeiten hat dem Regierungschef einen Bericht über die Eröffnung der neuen Strassenverbindung unterbreitet, welche von Assab am Roten Meer durch die Danakilwüste nach Addis Abeba verläuft. Es handelt sich dabei um eine Autostrasse modernster Prägung, deren Benützung auch schwersten Lastwagen mit Anhängern vollkommene Sicherheit bie- Defekte Wattexien und schlechte Zum düng vethUtdexn ein ootlständiqes Aus: Hülsen de* Vec&cennungsfotaß des USenzUis. £assen Sie den Wagen einmal divtch einen tüchtigen Mechaniken untersuchen. tet, und deren Erstellung die Möglichkeit gewährt, die Kosten für die Beförderung von Waren vom Roten Meer nach der Hauptstadt um die Hälfte zu reduzieren. In 2ü Jahren ist damit ein vorbildliches strassenbaulicb.es Werk erstanden, an dessen Erstellung durchschnittlich 32.000 Mann arbeiteten. 80 grosse und etwa 1500 kleinere Brücken liegen im Zug der neuen Strasse, deren Bedeutung vor allem unter 'wirtschaftspolitischen Gesichtspunkten gewürdigt werden muss. Auf der 861 km fangen Strecke verkehrten während des Monats August im Tagesdurchschnitt 100 Lastwagen und 28 Personenautos. Jkussfellunsl^n Überraschend grosser Erfolg des New Yorker Autosalons. Der diesjährige N«w Yorker Auto-Salon, dem amn selbst in Fachkreisen mit einer gewissen Skepteia entgegensah, hat alle Erwartungen über dien Haufen geworfen und sich als glänzender-Erfolg erwiesen. Die Besucherzahl hat jene des vorjährigen Salons um 60% überstiegen; die Verkaufszdffer ist so enorm, dass die Gesamtzahl der im laufendien Quartal verkauften Wagen nach fachmännischen Schätzungen mit zirka 1,240,000 um 22% Ober dem Varjahresresultat im gleichen Zeitraum üegen dürfte. Schon bei Eröffnung der Ausstellung hatte die Mehrzahl der Fabriken den besten Auftragsbestand seit einer Reihe von Jahren vorliegen. Die Verhältnisse in Europa haben auf den Geschäftsgang augenechieinlich nicht den geringsten deprimierenden Eindruck ausgeübt.