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E_1940_Zeitung_Nr.023

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Damit im Zusammenhang

Damit im Zusammenhang erledigt sich auch die Frage der Mietgeldentschädigung während dieser Reparaturperiode. Wird die Reparatur vom Militär besorgt, dann bleibt somit das Fahrzeug solange in militärischen Diensten. Demzufolge läuft bis zur definitiven Abschätzung auch die Mietgeldentschädigung. Dies ist ein wichtiger Punkt, weil bisher bei Auszahlung einer Entschädigungssumme das Fahrzeug als entlassen galt und demzufolge jegliches Mietgeld in Wegfall kam. Aber auch die Versicherung läuft bis zur endgültigen Abschätzung zu Lasten der Militärversicherung. Bessere Einschätzung bei der Requisition Führte bis zur neuerlichen Generalmobilmachung die zu niedrige Einschätzung von Stellungspflichtigen Motorfahrzeugen häufig zu Beanstandungen und Protesten, so scheinen sich die Dinge seither teilweise zum Bessern gewendet zu haben. Die Intervention namentlich der Aspa bei den militärischen Instanzen zeitigt damit offenbar ihre Früchte, denn nicht nur, dass die Experten jetzt sowohl den Wagenzustand als auch in der Zwischenzeit vorgenommene Verbesserungen in Rechnung stellen, währenddem vorher etwas einseitig nur nach dem Alter des Fahrzeugs eingeschätzt wurde, sondern auch der ehemalige Anschaffungswert, d.h. der Katalogpreis findet jetzt angemessene Berücksichtigung. Die Rolle des Motorfahrzeugs der Evakuierung In der Absicht, uns über die Rolle zu orientieren, welche dem Motorfahrzeug im Rahmen der Evakuation zugedacht ist, haben wir uns an die Behörden gewendet, in deren Händen die Vorbereitung dieser Massnahme liegt. Was wir dabei in Erfahrung bringen konnten, lässt sich wie folgt zusammenfassen : Bei der Evakuation spielt das Motorfahrzeug eine sehr bedeutsame Rolle, muss man doch auch auf das letzte zählen können, zumal in diesem Fall keine Garantie für die Aufrechterhaltung des Bahnverkehrs mehr besteht. Sollte sich nämlich der Konflikt auf unser Land ausdehnen, dann gehörten Bombenangriffe auf die wichtigen Bahnhöfe wohl zu den ersten Kampfhandlungen eines Angreifers. Zurzeit existiert in bezug auf die Motorfahrzeuge keine andere Vorschrift als Art. 7, lit. c, des Bundesratsbeschlusses vom 10. Mai 1940 über die allgemeine Wiedermobilmachung der Armee : < Es sind auf Pikett gestellt : alle nicht von der Armee in Dienst genommenen Fuhrwerke, Karren, Motorfahrzeuge aller Art und Luftfahrzeuge.». Indessen erhebt sich unter dem Gesichtspunkt der Evakuation die Frage der obliga- torischen Erstellung der Fahrbereitschaft samtlicher gegenwärtig stillgelegten Fahrzeuge, denn nicht nur wird es notwendig sein, sie in den Dienst der Fortschaffung von Frauen, Kindern, Greisen sowie von Waren zu stellen, sondern Autos und Motorräder müssen auch als solche evakuiert werden. Die Lösung dieses Problems gestaltet sich recht delikat, weil sie in den Kompetenzbereich der Kantone fällt. §«IBW< 1174 Fahrbewilligungsentzüge wurden 1939 in der ganzen Schweiz ausgesprochen. Auf unsere Anfrage hin gibt uns die Polizeiabteilung des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements in zuvorkommender Weise die Totalziffern der in den letzten sieben Jahren angeordneten Führerausweisentzüge bekannt. Die entsprechenden Zahlen lauten '• Entzüge Jahr Total davon wegen Angetrunkenheit 1933 973 484 1934 1594 652 1935 2013 736 1936 1803 634 1937 1592 645 1938 1723 710 1939 1174 551 Bereits haben zwar einzelne unter ihnen Vorkehrungen in diesem Sinne getroffen, doch fragt es sich immerhin, ob nicht der Bundesrat, gestützt auf seine Vollmachten, einen bezüglichen Beschluss* fassen sollte. Darüber ist weiter kein Wort zu verlieren, dass das Landesintefesse verlangt, dass gegebenenfalls sämtlich© Motorfahrzeuge sofort zur Verfügung stehen. Jede Verzögerung, jede Verspätung, und wäre sie noch so gering, bedeutete eine Beeinträchtigung dieses Interesses. Bleibe sich deshalb jeder Halter der Pflicht bewusst, seinen Wagen oder sein Motorrad ständig bereit zu halten. Bei den zuständigen Stellen macht man sich durchaus kein Hehl, dass damit für zahlreiche Fahrzeughalter Auslagen verbunden sind, aber es gibt Opfer, vor denen keiner zurückscheuen darf, wenn es sich um das Land handelt. Unsere Soldaten haben auch nicht über den Mobilmachungsbefehl diskutiert; sie haben gehorcht. Mit den Fahrzeugen allein ist es jedoch nicht getan. Notig ist auch die entsprechende Zahl von Fahrern. In vielen Ortschaften erreicht sie nicht einmal 50 % der verfügbaren Fahrzeuge. Immerhin haben die Kantone, namentlich in der Ostschweiz, auch nach dieser Richtung hin Vorsorge getroffen. St. Gallen z. B. organisiert Fahrunterrichtskurse, an welche der Kanton einen Beitrag leistet, und der Aargau befasst sich mit einem ähnlichen Projekt. Ja est gibt sogar Gemeinden, wie beispielsweise Wädenswil, die junge Leute voni 16 Jahren im Fahren ausbilden und dabei, wie es den Anschein hat, gar keine schlechten Erfahrungen machen. Schlug die Kurve des Totais der Entzüge von 193S—1937 eine absteigende Richtung ein, um 1938 wieder stärker nach oben zu weisen, so fiel sie 1939 neuerdings, und zwar recht deutlich. Nicht dass man sich dadurch nun etwa zur Folgerung verleiten lasse, die Verkehrsdisziplin sei entsprechend gewachsen, vielmehr erklärt sich diese anscheinende Wendung zum Bessern in der Hauptsache aus dem Rückgang des Verkehrsvolumens, bedingt die Requisition, Rationierung und andere seit dem 1. September 1939 eingetretene Einschränkungen. Zurückhaltung bei der Erteilung von Zusatzrationen Mit Rücksicht auf die politische Lage hat der Chef der Sektion für Kraft und Wärme, Nationalrat Grimm, an sämtliche kantonalen AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 4. Juni 1940 — N° 23 Den Stein ins Rollen gebracht und die Angleichung von Gesetz und Verordnung an die Zeitumstände ausgelöst zu haben, ist nicht zuletzt das Verdienst der ASPA. Am 10. Mai richtete sie, das mag festgehalten sein, eine Eingabe an den Bundesrat, worin sie, auf der Tatsache fussend, dass eine bis ins Letzte gehende rationelle Ausnutzung des von der Requisition nicht erfassten Lastwagenparks eine dringende Notwendigkeit darstelle, die Unhaltbarkeit gewisser Verschriften der Arbeits- und Ruhezeitverordnung für Chauffeure (darunter auch des Nachtfahrverbotes), der Bestimmungen über die Höchstgewichte von schweren Lastwagen und Anhängerzüge, sowie des Verbotes der Neuanschaffung von Zweiachsanhängern darlegte. Die Begründung dieses letzterwähnten Begehrens entbehrt übrigens nicht der Pikanterie, hebt die Eingabe doch hervor, wie auffällig es wirke, dass gerade die Zweiachser sozusagen restlos von der Armee requiriert worden seien, während sich die Privatwirtschaft mit den Einachsern begnügen müsse. Mit triftigen Argumenten wusste die ASPA (überdies auch eine der gegenwärtigen Lage besser Rechnung tragende Regelung der Gewichtstoleranzen für Holztransporte zu befürworten, wobei sie sich auf die Tatsache stützte, dass es sich bei den wegen Ueberschreitung der Gewichtslinien verhängten Bussen vielfach ausgerechnet um Armeelieferungen oder um Lieferungen an Gemeinden für Luftschutzbauten handle. Völlig zutreffend stellt der Schlusspassus fest, die strenge Einhaltung eines für die Friedenszeiten geschaffenen Gesetzes sei unter den jetzigen ausserordentlichen Bedingungen, denen sich Armee und Wirtschaft gegenübersehen, eine Unmöglichkeit. Und der Erfolg dieses Vorstosses ? Nach Konsultierung der interessierten Departementes hat der Anpassung der Gesetze (Schluss von Seite 1.) Bundesrat die Vorschläge der ASPA Punkt um Punkt als wohlfundiert anerkannt und ihnen auf der ganzen Linie entsprochen. * präzisiert In einem das Kxeisschreiben Eidg. Justiz- und Polizeidepartement an die Kantone einzelne Artikel des Bundesratsbeschlusses über das Höchstgewicht der schweren Lastwagen usw., der sich im Nachstehenden in extenso abgedruckt findet, ebenso wie jener über die Modifikation der Arbeits- und Ruhezeitverordnung für die Berufschauffeure. Was die Heraufsetzung des Gewichts des schweren Lastwagens auf 13 Tonnen anbetreffe, so liege in dieser Massnahme ein Mittel, um eine höhere Nutzlast zu befördern und so aus der Leistungsfähigkeit des Wagens noch ein mefareres herauszuholen. Die Halter solcher Fahrzeuge, welche Anspruch auf ein II Tonnen überschreitendes Gesamtgewicht erheben, werden bei der kantonalen Automobilkontrolle ein dahin gehendes Gesuch einreichen müssen. Selbstverständlich könne die Gewichtserhöhung nur im Rahmen aller andern Vorschriften über die Festsetzung des Gewichts (Belasihing des Fahrgestells, Reifendruck, Achsbelastung) erfolgen. Daneben sollten die Experten auch der Einhaltung der Bremsvorschriften ihre besondere Aufmerksamkeit schenken. Kriegswirtschaftsämter die Weisung ergehen lassen, bei der Behandlung von Gesuchen um zusätzliche Benzinrationen Zurückhaltung zu üben. Für Fahrzeuge der Kategorie D erlischt der Anspruch auf Zusatzkontingente und auch was die Kategorie C anbetrifft, so können nach unsern Informationen hier Zusätze nur noch ausnahmsweise bewilligt werden, in jenen Fällen nämlich, da der Gesuchsteller ein dringendes kriegswirtschaftliches Bedürfnis nachzuweisen vermag. Auch die Berücksichtigung anderer Zusatzbegehren bleibt inskünftig an die Voraussetzung geknüpft, dass der Nachweis des dringenden Bedarfs einwandfrei geleistet wird. Für freiwillige Evakuation dürfen im übrigen keine Zusatzmengen mehr bewilligt werden. Nicht ohne leichtes Staunen erlebt man den Wandel der Auffassungen massgebender Instanzen, hinsichtlich des Zweiachsanhängers. Sties« dessen Neuzulassung bisher auf ein hartnäckiges Nein, so scheinen die Experten heute entdeckt zu haben, dass e,r punkto Verkehrssicherheit sogar bessere Garantien bieten dürfte als der Einachser... Auch der Richtigkeit der Ton der ASPA in bezug auf die Holztransporte ins Treffen geführten Gründe vermag eich das Departement nicht zu verschliessen. Von seiner Ermächtigung Gebrauch machend, die Gewichtstoleranzen für derartige Fuhren zu bestimmen, ersucht es die Kantone vorderhand, für diese Gattung von Transporten eine Gewichtstoleranz von 1 0—1 5 % im Verhältnis zu dem im Einzelfall in Betracht fallenden Höchstgesamtgewicht zu gewähren. Im übrigen unterstreicht das Rundschreiben, dass bestehende Gewichtsbeschränkungen für bestimmte Strecken nach wie vor in Kraft bleiben. Indessen können die Kantone für den gegenwärtig — mit Ausnahme von Touristikgepäckanhängern an Personenwagen — verbotenen Verkehr mit Anhängern auf Paßstrassen in besondern Fällen eine Spezialbewilligung erteilen. Bundesratsbeschluss über das Höchstgesamtgewicht der schweren Lastwagen und der Anhängerzüge sowie über die Zweiachseranhänger. (Vom 28. Mai 1940.) Der schweizerische Bundesrat, gestützt auf Art. 3 des Bundesbeschlueses vom 30. August 1939 über Massnahmen zum Schütze des Landes und zur Aufrechterhaltung der Neutralität; gestützt auf Art. 69, 4bs. 2, lit. n, des Bundesgesetzes vom 15. März 1932 über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr; in Abweichung von Art. 23, Abs. 1, des erwähnten Gesetzes sowie von Art. 10, Abs. 1, 63, Abs. 2, und 65, Abs. 2, lit. a, der Vollziehungsverordnung dieses Gesetzes, beschliesst: Art. 1. Da« Höchstgesamtgewicht eines schweren Lastwagens darf dreizehn Tonnen nicht übersteigen. Art. 2. Schwere Lastwagen dürfen anch einen Zweiachseranhänger zum Gütertransport mit sich führen. Art. S. Das Höchstgesamtgewicht de« Anhängerzugs, bestehend aus einem schweren Lactwagen und einem Anhänger, beträgt: a) wenn der Zugwagen einen EinachseTanhänger mit sich führt, 18 t; b) wenn der Zugwagen einen Zweiachseranhänger mit sich führt, 20 t. Art. 4. Das Justiz- und Polizeidepartement wird ermächtigt, für Holztransporte Gewichtstoleranzen festzusetzen und die zur Kontrolle notwendigen Verfügungen zu treffen. Art. 5. Vorbehalten bleiben die Einschränkungen nach Art. 3 des Bundesgesetzes vom 15. März 1932 über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr und Art. 62, Abs. 5, der Vollziehungsverordnung dazu vom 25. November 1932. Art. 6. Diese. Vorschriften werden im Interesss der Kriegswirtschaft und zum Sammeln von Erfahrungen erlassen. Der Bundesrat wird nach der Demobflmaehung der Armee den Zeitpunkt bestimmen, an welchem dieser Beschluss ausser Kraft tritt. Zugleich wird der Bundesrat mit Rücksieht auf die Abschreibung der auf Grund dieses, Beschlusses zugelassenen Zweiachseranhänger einen Zeitpunkt festsetzen, bis zu welchem sie noch verwendet werden dürfen. Art. 7. Dieser Beschluss tritt am 1. Juni 1940 in Kraft. Die Kantone haben die für die Durchführung notwendigen Massnahmen zu treffen. Er reisst ein Blatt aus seinem Notizheft, überlegt noch einen Augenblick, dann wirft er mit dem Bleistift ein paar Worte auf den Zettel. Er winkt dem Kondukteur: « Geben Sie das Telegramm auf. Aber erst morgen abend. Gegen sieben. > Römer legt den zehnfachen Betrag der Telegrammkosten auf den Tisch. « Ihr Zug, Monsieur !... Er kommt! Sie müssen auf die andere Seite, über die Schienen! » «Danke, ich sehe >, sagt Römer und geht gerade, um ein wenig aufrechter noch als sonst, wie immer, wenn er verärgert ist, über die Geleise und steigt in seinen Zug. Der Kondukteur aber zahlt sein boc und einen Mazagran und sagt sich, dass er noch nie für einen so grossen Herrn die Zeche gezahlt hat. Else Römer sitzt dem Betriebsingenieur auf der Terrasse der väterlichen Villa gegenüber. «Es war wirklich nett von meinem Bruder, Sie einzuladen. Hätte er längst tun sollen... Seit Haris in seinen Universitätsferien im Büro arbeitet und Mutter in der Klinik ist, ist es furchtbar still um mich herum... Meine Freundinnen sind ja noch alle verreist!... Dabei die ständige Unruhe um Mama — wird sie operiert werden müssen oder nicht? » «Können Sie nicht die Rückkehr Ihres Herrn Vaters abwarten? > « Der kommt doch erst in ein paar Wochen! » « Telegraphieren Sie ihm doch. » Karsten betrachtet während dieser Worte aufmerksam eine vollaufgeblühte, blaue Hortensie, möchte dem jungen Ding da nicht zeigen, dass Direktor Römers alljährliches geheimnisvolles Verschwinden das Tagesgespräch in der Fabrik ist. Else Römer ist rasend auf den Bruder. Warum war Hans nicht geblieben?... Er hätte das Gespräch unmerklich so gelenkt, dass das, was Karsten wusste oder ahnte, unweigerlich zur Sprache gekommen wäre. So — war die ganze Geschichte zwecklos ! Aber Hans hatte gesagt: ,Ach, ihr Weiber versteht das viel besser! ... Ihr habt immer so kleine Plötzlichkeiten, die einen Mann aus der Fassung bringen. Glaube mir, Karsten spricht nur, wenn er aus der Fassung gebracht wird!' Else denkt: mein Gott, gib mir eine Plötzlichkeit, irgend eine Plötzlichkeit... ach, der Hans ist auch nichts anderes als ein « Dummer Junge », sagt sie laut, aus ihren Gedanken heraus. « Wie bitte? » Else lachte auf: « Ich habe nur laut gedacht». Und lacht weiter, weil sie denkt, dass das, was ihr da passiert ist, so eine Plötzlichkeit' ist...? Sie sagt beruhigend: « Anwesende ausgeschlossen!» Karsten wirkt in dieser Umgebung, dem jungen Mädchen gegenüber, wie ein grober, tapsiger Bär. «Das will ich hoffen, gnädiges Fräulein. Sonst könnte ich mich bei meinen Arbeitern nicht in Respekt setzen.» Albern, so ein junges Mädel — denkt er — aber zum Ausruhen von der Arbeit ganz nett!... «Versteht es Hans, sich in Respekt zu setzen, ähnlich wie Vater ? > Karsten lenkt ab. «Wollen wir nicht lieber was anderes reden, gnädiges Fräulein? Nicht immer von der Fabrik? » « Warum haben Sie eigentlich immer so eine komische Art, wenn Sie von Vater oder mit Vater sprechen? » < Nicht, dass ich wusste», sagte Karsten kalt Ihm wird unbehaglich zumute. Hatte man ihn herbestellt, um ihn auszuhorchen... ? Hatte der Fehling, dieser Schwachkopf, gequatscht?... Na, Gott sei Dank, morgen trat Stössel wieder an. Dann brauchte man ja seine Unterschrift nicht mehr... da konnte er in seinen Werkstätten bleiben, wo er hingehörte ! < Ich glaube, Herr Karsten, Sie sind der einzige, der sich vor Vater nicht fürchtet! Sagen Sie mal, ist Hans sehr beliebt in der Fabrik ? > Karsten fühlt sich abgestossen. Er spürt genau, dass der ganze Tee — schon die in der Frühstückspause durch Hans Römer vorgebrachte plötzliche, ganz unbegründete Einladung hatte ihn verblüfft — einen Zweck hatte... sie sollten ihn gern haben, alle miteinander. — Wenn einer gestänkert hatte — ein Kerl wie er kam überall unter!... Er sieht auf die Uhr. « Es wird Zeit, gnädiges Fräulein.» « Antworten Sie doch erst: ist mein Bruder beliebt?» (Fortsetzung folgt)

N° 23 — DIENSTAG, 4. Juni 1940 AUTOMOBIL-REVUE Bundesratsbeschluss betr. Abänderung der Arbeits- und Ruhezeitverordnung für Berufschauffeure. Der Bundesratsbeschluss vom 21. Mai 1940 betr. eine vorübergehende Abänderung der Verordnung vom 4. Dezember 1933 über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer, wovon wir in unserer letzten Nummer noch kurz berichten konnten, bietet sich in seinem Wortlaut wie folgt dar: Der schweizerische Bundesrat, gestützt auf Art. 3 des Bundesbeschlusses vom 30. August 1939 über Massnahmen zum Schütze des Landes und zur Aufrechterhaltung der Neutralität, bes ch Hess t, Art. 1. Wenn während des Aktivdienstzustandes das Interesse der Wirtschaft und der Landesversorgung es erfordert, können zwecks rationeller Verwendung der nicht von der Armee belegten Motorfahrzeuge für befristete Zeiträume nachstehende Abweichungen von den Vorschriften der Verordnung über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer (im folgenden Verordnung genannt), die im übrigen in Kraft bleibt, in Anspruch genommen werden. Das eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (im folgenden Departement genannt) stellt das Bedürfnis fest und bezeichnet den Beginn und das Ende der befristeten Zeiträume. Art. 2. Für die dem Art 3 der Verordnung unterstellten Motorfahrzeugführer darf, ohne Rücksicht auf die Art der auszuführenden Fahrten im Ausgleich zweier aufeinanderfolgender Wochen die wöchentliche Arbeitszeit auf 60, die wöchentliche Arbeits- und Präsenzzeit* auf 66 Stunden ausgedehnt werden. In dringenden Fällen und insbesondere wenn Mangel an Fahrzeugführern besteht, kann an einzelnen nicht aufeinanderfolgenden Tagen der Woche die tägliche Arbeitszeit auf zwölf, die Arbeits- und Präsenzzeit zusammen auf vierzehn, der Dienst am Lenkrad auf zehn Stunden erhöht werden. Die Vorschriften über die tägliche Ruhezeit und über die Pausen sind in allen Fällen einzuhalten. Art. 3. Kann von den dem Art. 3 der Verordnung unterstellten Motorfahrzeugführern die Zahl der höchstens 17 Ruhetage, an denen die wöchentliche Ruhezeit auf 20 Stunden verkürzt werden darf, nicht eingehalten werden, so ist eine Erhöhung der Zahl dieser verkürzten (Ruhetage auf 34 im Kalenderjahr zulässig. Von den verbleibenden 24stündigen Ruhetagen sollen zwölf, und zwar monatlich einer, auf einen Sonntag oder Feiertag fallen. Kantonale Vorschriften, die den Verkehr an Sonn- und Feiertagen von Motorfahrzeugen zum Gütertransport einschränken oder verbieten, treten jeweils für die Dauer der vom Departement bezeichneten Zeiträume (Art. 1) ausser Ktalt. Art. -4. Das Nachtfahrverbot gemäss Art 8 der Verordnung fällt jeweilen für die Dauer der vom Departement bezeichneten Zeiträume dahin. Dasselbe gilt für allfällige kantonale Nachtfahrverbote, sofern durch sie der Zweck der vorstehend vorgesehenen Erleichterung beeinträchtigt würde. Art. 5. Zur Führung des Kontrollheftes gemäss Art. 3 der Verordnung verpflichtete Motorfahrzeugführer, die nur im Lokalverkehr fahren, dürfen di» Arbeits- und Präsenzzeit unausgeschieden im Kontrollheft eintragen. Im Ueberlandverkehr ist die Ausscheidung vorzunehmen. Art. 6. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften dieses Beschlusses unterliegen den Straibestimmungen der Chauffeurverordnung. Auf den Gütertransport mittels Anhängern «m leichten Motorwagen (Bundesratsbeschluss vom 19. April 1940) findet Art. 3 der Verordnung und der gegenwärtige Beschluss nicht Anwendung. Art. 7. Die Durchführung dieses (Beschlusses liegt den Kantonen ob. Das Departement übt durch Vermittlung des Kriegs-Industrie- and Arheits- Amtes die Oberaufsicht aus und kann es ermächtigen, den Kantonen verbindliche Weisungen zu erteilen. Art. 8. Dieser Beschluss tritt am 22. Mal in Kraft. Dazu hat da« Eidg. Volkswirtschaftsdepartement am 22. Mai folgende Verfügung erlassen : Das Eidg. Volkswirtschaltsdepartement, gestutzt auf Art. 1, Abs. 2, und Art 7 des Bundesratsbeschlusses vom 21. Mai 1940 betreffend eine vorübergehende Abänderung der Verordnung vom 4. Dezember 1933 über die Arbeits- und Ruhezeit im, berufsmässigen. Motorfahrzeugführer verfügts Art. 1. Von den in AH. 2, Art 3, Ab». 1, nnd Art. 5 des Bundesratobeschlusses betreffend eine vorübergehende Abänderung der Verordnung über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer vorgesehenen Erleichterungen kann bis auf weiteres und ohne besondere Bewilligung Gebrauch gemacht werden, «sofern die in Art. 1, Abs. 1, des Beschlusses umschriebenen Voraussetzungen erfüllt sind. Die kantonalen Amtsstellen können die Anwendung dieser Erleichterungen im einzelnen Fall untersagen, wenn die genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind. In Streitfällen entscheidet das Kriegs-Industrie- und -Arbeitsamt endgültig. Art. 2. Das in Art 3, Abs. 2, tind Art. 4 des Bundesratsbeschlusses vorgesehene Ausserkrafttreten kantonaler Vorschriften, die den Verkehr an Sonn- und Feiertagen von Motorfahrzeugen zum Gütertransport einschränken oder verbieten, eowie des Nachtfahrverbotes gemäss Art. 8 der Verordnung vom -4. Dezember 1933 und allfälliger kantonaler Nachtfahrverböte setzt mit der amtlichen Bekanntgabe dieser Verfügung ein. Art. 3. Das Kriegs-Indüstrie- und -Arbeitsamt wird ermächtigt, den Kantonen für die Handhabung des Beschlusses und dieser Verfügung verbindliche Weisungen zu erteilen. Die Kantone haben dem Kriegs-Industrie- und Arbeitsamt anzugeben, welche Amtsstellen mit den in Art. 1 dieser Verfügung vorgesehenen Befugnissen betraut werden. Art. 4. Diese Verfügung tritt am 20. Mai 1940 in Kraft. Das Ende der Anwendung des Bundesratsbeschlusses wird seinerzeit durch besondere Verfügung festgelegt TOURISTIK Achtung Zolldokumente! Die gegenwärtigen Ausnahmezeiten und die in fast unablässiger Folge erlassenen, erschwerenden Vorschriften der meisten europäischen Staaten legen es allen Automobilisten und Motorradfahrern dringend nahe, ihren Zolldokumenten grösste Aufmerksamkeit zu schenken. Vor allem sind sie sicher aufzubewahren. Das Abhandenkommen oder der Verlust hat nicht nur Scherereien und erhebliche Kosten für die alsdann vorzunehmende Löschung zur Folge, sondern es kann leicht auch vorkommen, dass entwendete Dokumente noch unrechtmässig verwendet werden, was schliesslich auf den früheren Inhaber zurückfällt. Finden sich die Zolldokumente des Fahrzeugs nicht mehr vor, so ist sofort der Verband, der sie seinerzeit ausgestellt hat, zu avisieren, damit er die- nötigen, einen Missbrauch verhindernden Schritte und die Löschungsmassnahmen anordnen kann. Ohne Hemmung, ohne Müh Fährt's hinauf, auf Berg undFlüh Dem Motor geht's besonders wohl, Wenn in ihm zirkuliert „Autol", Bei Verkauf des Fahrzeugs dürfen die Zolldokumente nicht dem neuen Eigentümer überlassen werden, vielmehr schicke man sie unverzüglich an den ausstellenden Club zurück. Wichtig ist aber vor allem, dass sich jener Inhaben von Zolldokumenten in diesen Zeiten fortwährend davon überzeugt, ob darin alle für die bei Verfall nötige Löschung erforderlichen Eintragungen und Stempel der in Betracht gekommenen Grenzzollämter vorhanden sind. Oft kommt es nämlich vor, dass das letzte Ausreisevisum fehlt, so dass dann Wagenvorführungen bei einem Schweizerzollamt nötig sind, was Zeitverlust und Unkosten verursacht. Wer sich da bezüglich der notwendigen Visa nicht auskennt, konsultiere sein Verbandssekretariat, das gerne die nötige Nachprüfung vornimmt. Eine genaue Kontrolle resp. Beachtung des Verfalldatums der Dokumente zwingt sich heute mehr denn je auf. Verfallene Zollpapiere nützen dem Inhaber nichts. Verlängerungen der Gültigkeitsdauer erfordern oft mehrere Wochen Zeit und kosten bekanntlich viel Geld, oft bis zu 50 Fr. Beförderung von Automobilen als Gepäck durch die Alpentunnels Verzeichnis der lüge, gültig vom 11. Mai 1940 an bis auf weiteres (während der Dauer des Kriegsfahrplanes) G OTTO ARD Züge Stationen G§ G&P G&P G&P G&P G&P G*P Göschenen ab 6.23 8.53 11.13 13.33 17.13 19.33 22.13 Airolo an 6.65 9.15 11.35 13.55 17.35 19.55 22.35 G&P G&P G&P G§ GAP G&P G&P Airolo ab 6.63 7.53 10.33 10.43 13.53* 16.33 19.13 Gösohenen an 6.15 8.15 10.55 11.15 14.15 16.55 19.35 SIMPLON G&P P* G&P§ P* P* G&P§ Pf G P* G&P Brig ab 6.30 11.10 12.10 14.22 17.23 17.25 18.10 18.55 21.05 21.10 Domodossola an 7.10 11.43 14.00 15.04 18.02 18.55 18.59 20.23 21.45 22.37 G&P G P* P* G*P G&P§ G P* G*P G Domodossola ab 7.45 8.55 10.00 12.33 12.42 14.29 16.15 17.04 17.40 18.35 Brig an 9.00 10.12 10.47 13.16 14.00 16.12 17.36 17.47 18.55 19.56 LÖTSCHBEKG P P P P P P P Frutigen ab 6.40 8.30 9.40 11.40 13.00 16.01 19.32 Kandersteg ab 7.10 9.00 10.10 12.01 13.30 16.25 19.56 Brig an 8.24 9.66 11.24 12.48 14.44 17.10 20.43 Die Autolprodukte sind aus den hochwertigsten Rohmaterialien des Weltmarktes hergestellt und in unserer Schweizer Fabrik mit schweizerischer Sorgfalt veredelt. AUTOL-EXTRA, AUTOL- VALVE und AUTOL-GOLD - DIESEL sind Höchstleistungs- MarkenSle, die durch Widerstandsfähigkeit, Schmierwert und Sauberkeit konkurrenzlos sind. — AUTOL (ges. gesch. seit 1901) ist das erste und älteste europäische Automobil-Marken-Oel. P* G*P 19.45 20.50 20.30 22.14 Wff" P P P P P P P Brig ab 7.05 8.25 11.25 14.30 15.25 17.35 19.05 Kandersteg an 7.58 9.26 12.19 15.18 16.26 18.23 20.06 Frutigen an 8.25 10.11 12.42 15.42 17.11 18.48 20.51 AIBULA Nur für Automobile bis zu 8 Sitzplätzen. Züge Stationen . Zug« P P P P P P P P P P 18.23 21.23 8.23 11.23 14.53 18.23 20.53 ab Tiefencastel ... an 8.23 11.53 14.23 17.56 20.55 8.55 9.30 11.55 12.30 16.03 15.25 18.55 19.30 21.25 22.00 „ Filisur Bergün „_ 7.30 7.55 11.00 11.2513.30 13.55 17.30 20.30 10.10 13.10 16.40 20.10 22.40 „ Preda . . . . . . . 7.01 10.31 13.0117.01 20.01 10.27 13.27 16.57 20.27 22.57 an Bevers ab 6.41 10.11 12.41 16.41 19.41 10.60 13.50 17.20 20.50 23.20 an St. Moritz . . . . ab 6.20 9.50 12.2016.20 19.20 an Sonn- und Zeichenerklärung: P = Personenzug; G = Güterzug; § = Nur an Werktagen; t «=-Nur allgemeinen 'Feiertagen; * =» Soweit die Zugbelastung es gestattet. AUTOL A.G. BASEL 19 Verlangen Sie in Ihrer Garage die AUTOL-Produkte, Sie werden hiermit am besten bedient/ Aus Fahrzeugen, die mffitäri»eh requiriert werden, sind die Zolldokumente vorher wegzunehmen, da deren Verbleib später häufig schwer feststellbar ist. Unbenutzte Papiere müssen bei Verfall an den ausstellenden Club zurückerstattet werden, denn der Eigentümer haftet bei allfälligen Reklamationen auch in diesem Falle für den garantierten Zollbetrag, der meist in die Tausende von Franken geht Leider messen zahlreiche Automobilisten und Motorradfahrer der Behandlung der in ihrem Besitz befindlichen Zolldokumente (Triptyks, Grenapassierscheinhefte, Freipässe, Zollquittungen, Acquit-ä-caution nur ungenügende Bedeutung bei. Wer aber schon einmal einen solchen Schadenfall selbst erlitten hat, dem bleibt er eine Lehre. Gerade die heutigen Zeitverhältnisse, die die amtlichen Gebührn des In- und Auslandes namhafte Heraufsetzungen erfahren haben, bilden eine dringende Ermahnung, mit diesen scheinbar nicht so wichtigen Papieren sorgfältig umzugehen. V Auch für dieses Jahr wieder Ausländerbenzin. Der Bundesrat hat seinen Beschluss über die Abgabe verbilligten Benzins an ausländische Automobil- und Motorradfahrer bis zum 31. Mai 1941 verlängert. Die Zollermässigung beträgt 12 Rappen je Liter Benzin, was gegenwärtig einer Reduktion um 21,8% entspricht. Grosse .praktische Bedeutung wird dieser Massnahme angesichts der heute herrschenden Schwierigkeiten im Reise- und Devisenverkehr vom Auslande her wohl nicht zukommen, aber der Bundesrat konnte kaum anders, als auch den mit dem Motorfahrzeug eintreffenden fremden Feriengästen, dieselben Erleichterungen zuzugestehen wie Jene, die er den Bahnreisenden hat gegenüber eingeräumt Auslandische Wagen werden vom Fahrverbot in Italien nicht betroffen. von dem ab 1. Juni in Italien in Kraft getretenen Fahrverbot werden Wagen mit ausländischen Nummern nicht betroffen. Ausländische Automobile können wie bis anhin frei in Italien zirkulieren und erhalten auch das notwendige Benzin auf Grund der von den ENIT-Grenzbüros abgegebenen Benzingutscheinen. Spovf Im \usland Streichungen Im italienischen Rennkalender. Was nach dem auf 1. Juni in Kraft tretenden Verbot des privaten Automoblverkehrs in Italien vorauszusehen war, hat sich prompt erfüllt: die im italienischen Remnkalender für Juni und Juli figurierenden Rennen sind durchs Band weg abgeblasen worden. Es handelt sich daibei um die Coppa Ascoli, das Bergrennen Panma-Poggio di Berceto, die Coppa Principessa Pienionte in Neapel, das Rundrennen von Biella, das Monte Bodoneund das Stilfserjoch-Bergrennen. Damit ist auch für den italienischen Automobilsport, der sich bisher als einziger auf unserm Kontinent noch durch eine gewisse Aktivität auszeichnete, das Signal zur Einstellung gefallen. Indianapolis-Rennen geht wiederum an Wilbur Shaw auf Maserati. Seinen Kulminationspunkt ersteigt der amerikanische Automobilsport Jahr für Jahr am 30. Mai, dem « decoration day », im 500-Meilenrennen, dessen Schauplatz die Piste von Indianapolis bildet. Sind in Europa mit Ausnahme des Grossen Preises von Italien, der Coppa Giano und der Coppa Acerbo sämtliche Grands Prix dem Kriegsausbruch zum Opfer gefallen, eo nimmt der Rennsport drüben über dem grossen Teich seinen normalen Fortgang. Womit bereits gesagt ist, dass die bisherige Serie der «Indianapolis Speedway Races» auch heuer keinen Unterbruch erlitten. Wie im Vorjahr schon, stand das Rennen wieder unter dem Regime der internationalen Grand-Prix-Formel (deren Lebensdauer übrigens mit dem laufenden Jahr erlöschen sollte, sofern die Internationale Sportkommission nicht etwas anderes beschliesst). Also: maximaler ZylinderinhaJt für Kompressorwagen 3 Liter bei einem Mindestgewicht von 850 kg. Abermals ging die tolle Jagd über 200 Runden zu je 4 Kilometern. € Toll» ist der adaequate Ausdruck für das, was sich da vor den Augen der sensationshungrigen Zuschauer abspielt, denn nicht nur, dass die iBacksteinbahm. phantastische Geschwindigkeiten zuläest, sondern es passiert auch fast immer etwas, trotzdem es sich die Veranstalter ange-i legen sein lassen, die Piste ständig zu verbessern. Den vorliegenden Berichten nach zu schliessen kamen die sensationshungrigen Amerikaner diesmal allerdings nicht auf die Rechnung, indem sich das Rennen wie am Schnürchen ohne besonders gravierende Zwischenfälle abwickelte. Sieger in dieser wichtigsten automoWlaportlichen Veranstaltung jenseits des grossen Wassers wurde, wie schon im Vorjahre, der kleine blonde Amerikaner Wilbur Shaw, der wiederum den 8-Zylinder-Kompresoor-' Maserati, Typ 1939, ins Treffen führte, und die Amerikaner Rex Mays und Mauri Rose hinter sich Hess. Die von ihm erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit kommt an die letztjährige nicht ganz heran und beträgt «nur» 183,871 km/St, woraus man wohl nicht mit Unrecht die Folgerung ziehen darf, dass der Sieg unter wesentlich leichteren Umständen errungen wurde wie damals, wo das Mittel nach hartnäckigem Ringen bis zum tödlichen Unfall von Floyd Roberts bei 194 km/St, gelegen hatte, um dann bis zum Ende auf 185,128 km/St, zu sinken. Die übrigen europäischen Konkurrenten, Dreyfus und Raph, die ebenfalls auf Wagen der Bologneser IWerke in den Kampf gezogen waren, vermochten in keiner Phase des Rennens ein entscheidendes Wort mitzureden, ebensowenig wie der Italo-Argentinier Riganti, der auf einer 1940er Konstruktion der gleichen Marke ins Rennen ging. Resultate. 1. Wilbur Shaw (USA) auf Maserati 8 Zyl„ 804,6 Kilometer in 4:22:16 = 183,871 km/St. 2. Rex Mays (USA). 3. Mauri Rose (USA).