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E_1940_Zeitung_Nr.026

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Sfvas «»wv«*»» !*«?§••• AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 25. Juni 1940 — N° 26 Die Alpenstrassen gehen wieder auf! Alpenstrassen auch für den Zivilverkehr geöffnet. Für die Notwendigkeiten unserer Landesverteidigung bringt der Automobilist volles Verständnis auf. Willig fügt er sich den behördlichen Anordnungen, aber trotzdem kann man es ihm nicht verargen, wenn er — wie in der letzten Nummer der « A.-R. » dargelegt — den Wunsch hegte, dass jene Alpenstrassen, die ihm bisher aus militärischen Gründen verschlossen blieben, soweit angängig auch für den zivilen Verkehr freigegeben werden möchten. Wie wir aus zuverlässiger Quelle vernehmen, sind nun die Pässe der Zentralschweiz — denn um sie handelte es sich — auch für den zivilen Verkehr als offen erklärt worden, wenigstens in dem Mass, als es gelang, die Schneeräumung zu Ende zu bringen. Damit werden Gotthard, Oberalp und Furka auch für private Fahrzeuge wieder fahrbar. Was die Grimsel anbetrifft, so befinden sich die Freilegungsarbeiten noch im Gang, so dass die Strasse für durchgehenden Verkehr einstweilen noch nicht benutzbar ist. Auch der Lukmanier steht dem Zivilverkehr offen, mit der Einschränkung immerhin, dass das Befahren mit Lastwagen eine Voranmeldung beim Strassenkommando in Disentis erfordert. Zeitweise kurze Sperrungen der hier genannten Paßstrassen, bedingt durch Bauarbeiten oder andere Gründe, bleiben indessen zu gewärtigen. TOURISTIK «Dahin möcht ich mal wieder.» Unsere Kollegin, die in Berlin erscheinende «Allgemeine Automobil-Zeitung» ist auf den Gedanken verfallen, eine Handvoll ihrer Mitarbeiter ein bisschen auszuhorchen über ihre Reise- und Feriensehnsüchte. Wo sie mal wieder hin möchten, so lautete die Frage, geboren aus der Erkenntnis, dass das, was früher vielleicht eine reizvolle Erinnerung war, heute für manchen der Inbegriff glücklichen Erlebens wird. Und dabei offenbart es sich, dass unser kleines Land von der lockenden Kraft seiner Berge, Seen und Täler noch Dangio an der Lukmanierstrasse (Blenio-Tal). Behördlich »bewilligt am 17. 6. 40. nichts eingebüsst hat, dass das Sehnen nach ihm wach ist wie je zuvor. Aber sie mögen selbst sprechen, die Antworten, darin die Mitarbeiter der « AZZ » gestehen, wo sie «mal wieder hinmöchten». Den «Gangles> zieht es nach dem Süden. Aaer durch «das Land der Schwyzer> cniisste die Fahrt gehen. Wie er sie sich träumt? «Ueber Zürich zum Vierwaldstättersee, herrlichster Tummelplatz meiner Jugendzeit und für mich, heute die Perle aller Seen. Ob (bei Bergmanns in der Sägemühle das Ho'lz noch so wundervoll riecht? Mal nachriechen. Uferfahrt bei Sturm und wolkenlosem Himmel am Urnersee — lichtgrün mit Weiss das Wasser, nadelklar die Bergspitzen des Urirotstocks, breit und gewaltig das Gotthardmassiv Herrliche Wälder, •wunderbare Ausblicke. Teufelsbrücke — diesmal werde ich meine Mütze festhalten; zwei hat mir der Wind da schon weggepustet. Rauf auf den Gotthard, runter vom Gotthard, Bellinzona, Lugano, hinüber an den Qpmersee .. .> Ebenso lobpreisende Töne schlägt «Thero» an, ein mächtig weitgereister Herr und in autotouristischen Dingen ein auegekochter Schweiz, genauer gesagt dem Riffelberg bei Zermatt, gilt sein Verlangen. Und man glaubt'es ihm Auf der Fahrt aufs Wort, wenn er seine Erinnerungen an dieses Erlebnis auskramt und die Köstlichkeit jener Tage zurückruft, da er, an einem klaren Sommermorgen von der Furka herkommend, in Stalden auf die Zermatterbahn hinüberwechselt und wie ihn dann der «Berg aller Berge», das Matterhorn, völlig in seinen Bann schlug, vom Augenblick an, da es sich ins Landschaftsbild aus dem Waggonfenster schob. Doch lassen wir ihn selbst reden und erklären, weshalb er «mal wieder dahin, genau dahin möchte»: «In einer halben Stunde geht die Gornergratbahn. Sie zuckelt im Fussgängertempo, aber das ist noch viel zu schnell. Da unten liegt Zermatt in immerhin 1620 m Seehöhe; von Minute zu Minute wird die Auspicht überwältigender . Schliesslich sind wir auf dem Gornergrat. Die 3100 m merkt man doch, alle« keucht während der wenigen Minuten vom Bahnhof zum Hotel. Das hier oben ist die schönste Aussicht, die man in den Bergen haben kann. .. . Inzwischen ist draussen die Nacht hereingebrochen; es ißt klirrend kalt. Wir gehen nach dem Essen die wenigen Schritte zum Aussichtspunkt und geniessen das Bild von heute nachmit- — aber diesmal in der Nacht: Vollmond Hase. Dertag über Gletschern und Gipfeln, darüber ein Sternenhimmel mit tausend Lichtpunkten mehr ate wir es von der durch's Goms im Oberwallis. Furkastrasee nach dem Umbau. Behördlich bewilligt am 17 6. 40. Stadt her gewöhnt sind. Auf den silbernglänzenden Eisfeldern des Lyskammes gegenüber liegt grünliches Mondlicht. Lawinen und Steinschläge, die den ganzen Tag über hörbar waren, 6ind durch Frost gebunden und still. Die Ruhe hier oben ißt unheimlich. Und im Westen steht hineinragend als trutzige Silhouette in den Sternenhimmel «Dämon Matterhorn» und der Mond leuchtet die Schneefahnen an, die hell vom Schweizergrat wehen. — Als ich mich am andern Morgen rasiere, da guckt über meine Schulter — das Matterhorn. Ich frage Sie: ,Wann haben Sie sich schon mal den Bart geschabt unnd im Spiegel stand das Matterhorn?' ... Da liegt das Hotel Riffelberg mit steinbeschwertem Dach, alt, einfach, eigentlich nur ein Gasthof. Gott sei Dank «nur». ...Die Luft geht mild und rein, die Sonne brennt heiss, kein Lüftchen regt sich, wir sind ganz allein mit unserm Matterhorn da drüben. Eine schnelle Umfrage bei den Beteiligten ergibt, dass allseits das Zufriedenheitsbarometer auf 100 steht; also höher geht's nimmer. Und wenn doch, dann werden wir verrückt vor Glück und das Barometer platzt. Sehen Sie, dorthin möchte ich noch einmal und nochmal und immer wieder, genau auf jene wenigen Quadratmeter, die das Photo hier nebenan zeigt!» BADEN BEI BAD-HOTEL BÄREN Telephon 2 21 ACS-Mitglied auch heute der bevorzugte Ort für Kurand Ferien an ruhiger Lage*, mit allem Komfort Quellen und Bäder im Hause. 78 Pension ab Fr. 10.—. Zimmer ab Fr. 4.—. Restaurant. Prospekte durch Familie K. Gugolz-Gyr. Fahrten in den Sommer Baar Hotel Lindenhof CHUR Hotel Steinbock füngen-Bahn Hotels Fürigen und Bellevue Strandbad Fürigen Telephon 6 72 54 Herrliberg Hotel Raben Restaurant am Bahnhofplatz. Aller Komfort. Zimmer mit messendem Wasser ab Fr. 8 . Gäste schätzen die leckeren Bündner Spezialitäten und die sehr gepflegten Weine. Mit höflicher Empfehlung: C. Meier* vormals Grand Hotel Altein. Aroea. Fürigen T. C. S. ILC.t. Treffpunkt der Automobilisten. Zimmer mit flies«. Kalt- and Warnwasser. Gesellschaftssäle. Eigene Metzgerei. Parkpl. Garage. Tel. 4 12 2a Jos. Kaufmann. 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N° 26 — DIENSTAG, 25. Juni 1940 AUTOMOBIL-REVUE Bildet der Motorbetrieb mit gasförmigen Treibstoffen den Uebergang zum Wasserstoff-Motor? (Schluss)* c) Betriebsresultate mit Gas. Veröffentlichungen von Resultaten über Versuche mit Treibgas sind selten. Die nachstehenden Angaben mögen indessen vielleicht einiges Interesse bieten. Betrieb mit Treibgas (ausgenommen Leuchtgag, Azetylen und Wasserstoff): Der Betrieb der Motoren wird grösstenteile nach der bereits beschriebenen Betriebsart B durchgeführt. Voraussetzung dafür bildet aber die Organisation der Flaschen-Tankstellen, die reibungslos arbeiten muss. Theoretische Berechnungen ergeben, dass ,1 kg Gas gleichviel leistet wie ,1744 1 Benzin (von mittlerem spez. Gewicht). In der Praxis zeigte es sich dann, dass dieses Verhältnis sich noch zugunsten des Gasbetriebes verschiebt. Die Verbesserung ist deshalb möglich, weil im allgemeinen die Benzinmotoren zu fett eingestellt sind. Messungen haben folgende Werte geliefert? 1 kg Flüssiggas entspricht 1,65 bis 1,70 Liter Benzin (15"/o günstiger als der theoretische Verbrauch). 33 kg Flüssiggas entsprechen 48 Liter Benzin- Benzolgemisch (Aral). 12—13 kg Dauergas entsprechen 17—18 Liter Benzin-Benzolgemisch (Aral). Ein Lastwagen mittlerer Grosse, der mit 7 Hoehdruckflaschen versehen war, welche Motor-Methan bei 300 kg/cm* enthielten, erzielte einen Aktionsradius von 400 km. Betrieb mit Leuchtgas: In England führte Erren Versuche durch, bei welchen ein AEC-Motor (Bohrung 110 mm und düng des Gemisches eintritt (bei 380—400° C). Der zum Betrieb notwendige Gaszueatz variierte von 1,5—8 %>. Die Explosionsdrücke beliefen sich auf 25—30 kg/cm'. Um ein höheres Verdichtungsver- wo Torher im gleichen Motor mit Benzinbetrieb ein Druck Ton 2 kg/cm* erreicht wurde. Die Verbrennungsgrenzen des Wasserstoff-Luftgemisches liegen bei 6—74% zwischen 0—220 atü. Die Brdnngeschwindigkeit ist bei 4O°/o ca. 100 m/Sek. (mit Luft von 21 Vo Sauerstoff und 78 % Stickstoff). Der MotorenbetrieK mit Wasserstoff zeitigt die günstigsten Ergeibnisse, wenn die Verdichtung auf 1:10—1:12 heraufgesetzt wird. Bei dieser Verdich- hältnis beibehalten zu können, wurde — mit gutem Resultat — Wasser in fein zerstäubter Form mittelt tung wurde ein spez. Verbrauch von 180 g/PS/l er- dem Gemisch beigemengt. Versuche, Azetylen als Zu erwähnen wäre in diesem Zusammenhang Motorentreibstoff zu verwenden, wurden vor Jah-noch, dass Zusätze verbessernd auf die Verbrennung wirken können. So haben Versuche gelehrt, daes im Falle der Beimischung von Ammoniak oder Wassergas zum Wasserstoff weitere Vorteile im Betrieb mit Wasserstoff realisierbar sind. Aber abgesehen davon kann bereits als erwiesen betrachtet werden, ,da ss bei der Verwendung Von Wasserstoff als Treibgas" die gleichen Vorteile erhalten bleiben, wie sie im allgemeinen bei Gasbetrieb in berug auf die Verbrennung festgestellt wurden. ren durch verschiedene Firmen durchgeführt und als betriebsfähige Systeme ausgebaut. Davon sind folgende Systeme bekannt: (Saurer (mit Gasfilter und Wasserzusatz), Azetylen-Motoren-Industrie, Basel, Landis, Zürich. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Azetylen, zu anderen schwer verdatnpfbaren Brennstoffen gemischt, die Möglichkeit bietet, diese Brennstoffe in gewöhnlichen Motoren zu verarbeiten. Dae Azetylen dient in diesem Fall als Initial- d) Die Bedienung. Die Bedienung eines Motors mit Gasbetrieb un- sich nicht wesentlich von einem solchen, zünder beim Verbrennungsvorgang. Auch als Zu-terscheidesatz zu Benzol-Spiritus gemischt zeigte Azetylen der mit Benzin betrieben wird. gute Verbrennungseigenschaften. (Verwendet wur- Anlassen, Abfahren, Schalten, alle» bleibt unverändert. An Stelle der Kontrolle der Benzinuhr tritt die;-Kontrolle des- Vorratsdruckes. Das .Ben- den Gemische von 60 %> Benzol und 40 %> Spiritus oder 70% Benzol und 3O°/o Spiritus). Bei diesem Versuch stellt sich speziell heraus, dass die Oelkqhle, die eioh auf den Kolben gebildet hatte, verschwand. Reiner Spiritusbetriöb ist ungünstig; trieben wurde. Die Betriebsart C (Gas einblasen) ergab bei einer Tourenzahl von 2000 Umdrehungen pro Minute eine Mehrleistung von 37 °/o gegenüber reinem Saugbetrieb. Es iet von Vorteil, wenn dem Gemisch fein zerstäubtes Wasser zugesetzt wird. Auf diese Weise lässt eich die Verdichtungs-Endteenperatur tiefer halten und der Verbrenungsvorgang günstig beeinflussen. Versuche mit Stadtgas (Leuchtgas und Koksofengas) bei einer grossen ausländischen Omnibusgesellschaft ergaben folgende Werte: Benzinverbrauch 0,47 1 pro km (3520 Wärmeverbrauch). Stadtgasverbrauch 1,018 m*/km (3550 Wärmeverbrauch). Der Schmierölverbrauch fiel um 96°/o. In einer anderen Stadt betrug die Ersparnis an Treibstoffkosten 28 %. Im Durchschnitt kann man rechnen, daes 2—2,5 m' Leuchtgas einem Liter Benzin entsprechen. Betrieb mit Azetylen: Die in der Schweiz durch Herrn Prof. Keel durchgeführten Versuche nach Betrie'bswert B zeigen, dass bei reinem Azetylenbetrieb die Verdichtungsdrücke nicht mehr als 2—3 kg/cm* betragen dürfen, weil bei höheren Drücken die Selbstentzün- * Siehe Nr. 24 und 25. zinfüllen wird ersetzt durch den Bezug gefüllter Gasflaschen oder neuerdings durch die Wiederauffüllung der Flaschen, wie £s itö Flugbetrieb mit durch die auftretende Essigsäure werden die Mo-Pressluftorenteile angegriffen, Stahl und Eieen werden j wird. Statt des Benzinhahns öffnet man das Gas- und Sauerstoff schon längst praktiziert stark rostig. ventil. Betrieb mit Wasserstoff: Die Störungsmöglichkeiten in der Anlage bleiben Ueber Motoren, welche mit Wasserstoff betrieben wurden, berichten Ricardo, Burstal und Erren. die gleichen wie beim Benzinhetrieb. Die Betriebssicherheit hängt in erster Linie davon ab, dass die Der Erfinder Erren liess Motoren nach Betriebs- j Apparatur gut durchkonstruiert und mechanisch einwandfrei hergestellt ist. art B und Cl laufen und schreibt darüber: Hub 130 mm) nach der Betriebsart B und G be- «Wasserstoff besitzt als Treibstoff, im Gegensatz zur allgemeinen Ansicht, hervorragende Eigenschaften, entweder in Verbindung mit Luft oder mit Sauerstoffe Erren schlägt auch vor, einen Motor ohne Frischluft, nur mit Wasserstoff und Sauerstoff, zu betreiben (U-Boote); beide Gase könnten in Hochdruckbehältern mitgeführt werden. Uebereinstimmend wird von Riccardo, Burstal und Erren festgestellt, dass der thermische Wirkungsgrad günstiger liegt als bei Benzinbetrieb, und zwar: 1933, Ricardo: 43 %> bei n = 1500 U/Min. Verdichtung 1:7 1937, Burstal: 38,3 °/o bei n = 1000 U/Min. Verdichtung 1.7 1932, Erren: 42—45 %> bei n = 2000 U/Min. Verdichtung 1:10. Ricardo schreibt in seinem Buch über Verbrennungsmotoren, dass der Wasserstoff sehr günstige Eigenschaften aufweist und in dem neuen Buch «Treibstoff für Verbrennungsmotoren», von Dr.-Ing. Fr. Spoueta, wird festgestellt, dass im allgemeinen Gasöle um so wertvoller sind, je höher ihr Wasserstofgehalt liegt. Dies lässt ebenfalls darauf schliessen, dass auch der Wasserstoff allein für die Verbrennung günstige Eigenschaften besitzt. Erren konnte bei seinen Versuchen mit Wasser- Stoff einen mittleren Druck von 8 kg/cm'.erzißlen, 3. Beschaffung und Kosten. Die Brennstoffbeschaffung. Die Versorgung mit festen (ausgenommen Holz) und flüssigen Brennstoffen erfolgt für uns durch das Ausland. Diese Abhängigkeit kam uns neuerlich zum Bewusstsein. Es ist anzunehmen, dass es auch nach Kriegsschluss noch einer gewissen Zeit bedarf, bis die Tran6portverhältnisse und Kosten wieder normal werden. Anderseite dürfte die Nachfrage nach diesen Brennstoffen stetig zunehmen. Die Motorisierung der Technik steht in ihren Anfängen, die Ausnützung der Brennstoffe in Motoren ist nicht wirtschaftlich genug. Immer mehr werden die neuen Möglichkeiten, aus Brennstoffen hochwertige Kunßtprodukte herzustellen, ausgebaut. Deshalb müssen wir uns rechtzeitig um Treibstoffe umsehen, die wir im Lande haben. Und wir haben Wasser und Wasserkraft in grossem Auemass zur Verfügung. Beide vereinigt können Brennstoffreserven liefern, welceh unseren Bedarf vollständig decken. Das Wasser, dae in geeigneter Weise durch elektrischen Strom aufgeteilt wird, liefert in grossen Mengen Wasserstoff und Sauerstoff. Beide Gase «ind verwertbar. Wasserstoff erzeugt man in der Praxis bereits mittels Hochdruckelektrolyse, ohne Verwendung von mechanischen Kompressoren. Bei diesem Verfahren wird der Wasserstoff unter einem Druck von 200—300 kg/cm* gewonnen und direkt in Stahlflaschen abgefüllt Unsere grossen Elektrizitätswerke sind ohne weiteres in der Lage, mit dem billigen Nachtstrom oder anstatt das Wasser ungenützt den Berg hinunterlaufen zu lassen, das für unseren Bedarf notwendige Wasserstoffquantum zu produzieren. Die Herstellung kann daher in allen Teilen des Landes erfolgen, ohne daas man an eine Fundquelle gebunden wäre. Die Kosten: Die gegenwärtigen Brennstoffpreioe (April 1940) stellen sich wie folgt: Preis pro Liter in Fr. Benzin 0.55 Benzol 0.90 Gasöl 0.42 Spiritus 0.80 Butan 1.50 Leuchtgas 0.20 Wasserstoff a.— Sauerstoff 1.50 Man rechnet, daes 1,8—2 m s Gas einem Kilo Benzin entsprechen. Der Preis von Wasserstoff lässt sich bestimmt so weit «Senken, dass er demjenigen des Dieselöles oder jedenfalls dem Benzinpreis gleich kommt. Die Verwendung dee Wasserstoffs als Motortreübmittel ist technisch möglich, aber die praktische Verwertung bleibt an zwei Voraussetzungen gebunden: 1. dass die Elektrizitätsgesellschaften bereit sind, den Wasserstoff zu einem annehmbaren Preise herzustellen, 2. dass eine Organisation entsteht, welche die Gasflaschen beschafft, füllt und betreibt, und das alles zu einem für den Verbraucher tragbaren Preis. Da unser Land dicht bewohnt ist und keine grossen Distanzen zu bewältigen sind, dürfen die geographischen Voraussetzungen für einen solchen Service als gegeben betrachtet werden. Ausblick. Dem Ga^betrieb sagt man einige Nachteile nach, so z. B. schwerfälliges Tanken; die Gefahr, dase die Leitungen undicht werden; geringere Nutzlast. Es ist aber nicht daran zu zweifeln, dass die Technik Mittel und Wege findet, sämtliche noch pendenten Fragen zu lösen. Je besser die Zusammenarbeit zwischen Verbraucher, Hersteller und Konstrukteur, desto rascher wird man zu einer befriedigenden Lösung gelangen. Und nur an Hand von Betriebserfahrungen entwickelt sich ein Produkt. Deshalb muss einmal ein Anfang gemacht sein. Ob sich der Uebergang vom Treibgasbetrieb zum Wasserstoffbetrieb verwirklichen lässt, hängt auch davon ab, ob unsere Forschungsinstitute und die Industrie diese Frage aufgreifen und ob eich die notwendigen Mittel finden lassen, um die vorgesehenen Versuche durchzuführen, die Versuche, welche dazu, dienen, betriebsfähige und betriebssichere Motoren und Anlagen zu entwickeln. Unsere Industrie ist sicher imstande, alle erforderlichen Apparate, wie Mischer, Reduzierventil, Drosselschieber, Hochdruckflaschen und Brennstoff herzustellen, so dass wir, vollständig unabhängig vom Ausland, die Motorisierung des Landes und damit der Armee in jeder Beziehung ausbauen können. Wann also wird der erste Wasserstöffmötor'in der Schweiz laufen? V; Bernerland Ein Kleinod für Ferien und Erholung iit und bleibt die Pension FRIEDEGG in Aeschi ob Thunersee. Pension ab Fr. 7.50. Pauschal ab Fr, 60.—. Prospekte und Referenzen. Tel. S 8012. Garage. A. C. S. T.C. S. I. Ghisla-Gast. Gstäad T.C. S. Bestbek. Haus Im Zentr. der Ortschaft. Zim. mit Iliess. Wasser. Massige Preise. Soign. Küche. Lebende Forellen. Garage. Parkpl. Tel. 48. 0J. Burri-WOthrich, Bes. Frick Hotel National Mittelschweiz T. C. 8. Direkt an der Strasse Zürich-Basel. Zimmer mit messend. Wasser zu Fr. 3.-. Zentralheizung. Gutbürgerl. Küche. Garage. Telephon 30. Fr. ROlenacht, K'chel. Holderbank an d. Durchgangsstr. 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Beim Kauf und Tausch eines Automobile will jedermann -•wissen, was er für «ein Geld bekommt Eine vergleichende Zusammenstellung der wichtigsten Konstruktionskennzeichen und Abmessungen der in der Schweiz gehandelten Fahrzeuge interessiert : deshalb wohl allgemein. Di« soeben erschienene - - -* gibt von den ca. 200 Marken und Typen des regulären schweizerischen AutomobiThandele die technischen Einzelbetten, sowohl der Personen- ale der Lastwagen, nach folgendem Vergleichung und Uebereicht erleichterndem Schema wieder: Steuer-PS Brsms-PS Drehzahl/Min. Zylinderzahi Bohrung mm Hub mm Hubraum ccm Kompressionsverhältnis Kurbehwellenlager Ventile Vergaser: Marke and Typ Brennstoff-Förderung Zündung Getriebe Gange Freilauf Grundsätze beim Automobilkauf Illustrierte Autotnob il-Re v ue 1940 Motor Kraftübertragung Antrieb Hlnteraeht-Unfmetzung Hinterach«-An trieb Chassis Radsfartu* mm Lenkung Lenkradius m RadaufhingunH vorn Radaufhängung hinten Fussbremse Handbremse Chassis-Gewicht kg Wagen Wanenrj« wicht kg Brennstoffverbrauch 100 km Höchstgeschwindigkeit km/Std. Pneus usw. KATALOGPREIS; Der Preis dieser Nummer mit ihrem einzigartigen, sonst nfrgenos zn findenden « Generalkatalog » der Objekte des Automobilhandels unseres Landes beträgt nur Fr. 150. 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