Gelb. Die Kundenzeitung von Klingspor - Ausgabe 1|2018

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Die neue Kundenzeitung von Klingspor!

Gelb.

Die Kundenzeitung

von Klingspor

Ausgabe 1|2018

Los gehts!

Gewinnen Sie eine Wanderausrüstung.

Seite 3

Es kommt nicht nur auf die Größe an. Wie dick

oder dünn die richtige Trennscheibe sein muss,

entscheidet der Anwender. Seite 4

Dick oder dünn?

SONDERBEILAGE

ZUM JUBILÄUM

Erfahren Sie, warum bei Klingspor Tradition

und Innovation Hand in Hand gehen.

1, 2, 3 – schalenfrei

Schleifbänder von Klingspor im Einsatz in einem

Kartoffelschälbetrieb. Seite 7


2 VERPACKUNG Gelb. Die Kundenzeitung von Klingspor 1|2018

Rundum geschützt

Dosenverpackungen, die Klingspor für Premiumprodukte der Special-Linie anbietet,

schützten Trennscheiben vor Umwelteinflüssen und erhalten so ihre Leistungsfähigkeit.

Runde gelbe Kunststoffdosen mit schwarzem

Deckel: Man sieht sie in der Metallindustrie

und im Anlagenbau, in Schlossereien

und auf Baustellen. Gut geschützt warten

darin die Premiumtrennscheiben von Klingspor

auf ihren Einsatz. Und wenn es dann heißt: ran

an das harte Material – ob Stahl, Edelstahl oder

Titan, Stangen, Rohre oder Platten – liefern sie

präzise, saubere und nahezu gratfreie Schnitte.

Schnell und über eine lange Zeit hinweg.

„Mit der Kronenflex Box haben wir seit 2014

eine Verpackungsvariante für ausgewählte Premiumprodukte

im Programm“, berichtet Ralf

Partsch, Produktmanager bei Klingspor. „Dank

der luftdichten Verpackung kommen diese

Trennscheiben mit rund 40 Prozent mehr Leistung

im Vergleich zu den herkömmlich gelagerten

Produkten beim Kunden an“, sagt er und

zieht eine Parallele zum Transport von Autos.

„Normalpreisige Neufahrzeuge werden ohne

viel Schutz auf den Zügen transportiert, je höherwertiger

die Autos sind, desto aufwendiger

werden sie vor Witterung und Beschädigung geschützt.“

Manchmal kommt es eben auch auf die

Verpackung an.

Dass Umwelteinflüsse dem Material zusetzen,

ist keine neue Erkenntnis. Im unternehmensinternen

Prüflabor werden alle Produkte

regelmäßig getestet. Bei den Trennscheiben erfassen

Robotersysteme die Anzahl der Schnitte.

„Fest steht: Durch die Luftfeuchtigkeit verringert

sich die Leistung der Trennscheiben in den ersten

sechs Wochen ab dem Zeitpunkt der Herstellung,

bleibt danach aber bei ordnungsgemäßer Lagerung

über die gesamte Zeit der Haltbarkeit stabil“,

erläutert Ralf Partsch. Verpackt man die Scheiben

direkt luftdicht, behalten sie ihre höchstmögliche

Leistung bei. Die Voraussetzung für den langen

Erhalt der Leistung ist, dass die Dose nach der

Entnahme einer Scheibe wieder verschlossen wird.

„Bei 25 Scheiben pro Verpackungseinheit profitieren

vor allem die Anwender in der Industrie davon,

da sie die Scheiben schnell aufbrauchen“,

stellt der Produktmanager fest.

Neu im Dosensortiment

Doch die klassische Kartonverpackung

hat längst nicht ausgedient und bietet

vielerorts einen soliden Schutz – selbst im

harten Baustellenalltag. Nur, wenn es regnet

oder schneit, liegt die Dose wieder klar im Vorteil.

Besonders gefragt sind die in Boxen verpackten

Trennscheiben von Klingspor übrigens

in Südostasien, wo extrem hohe Luftfeuchtigkeit,

gepaart mit hohen Temperaturen, herrscht.

Pünktlich zur Eisenwarenmesse erweitert

Klingspor sein Dosensortiment: Die A 946 TZ,

verfügbar in Durchmessern von 100 bis 230 Millimetern,

kommt nun im gelb-schwarzen Kunststoffgewand

auf den Markt. „Die Verpackungsboxen

von Klingspor werden in Polen hergestellt,

nur 800 Meter von unserem Produktionsstandort

für Trennscheiben“, berichtet Ralf Partsch. ■

Premiumprodukt: Stück für Stück aus der Dose entnehmen

und von rund 40 Prozent mehr Leistung profitieren.

Diese Produkte sind in der Kronenflex

Box erhältlich:

‣ A 980 TZ 115 und 125 mm

‣ A 960 TZ 115 und 125 mm

‣ Z 960 TX 115 und 125 mm

‣ K 960 TX 115 und 125 mm

Neu ab März 2018:

‣ A 946 TZ von 100 bis 230 mm


Gelb. Die Kundenzeitung von Klingspor 1|2018

DIE WELT VON KLINGSPOR

3

Aktionspakete

zum Frühjahr

Gewinnen Sie eine

Wanderausrüstung!

Die Gewinnfrage:

Wie heißt das Schälen von Kartoffeln mit Schleifpapier?

Die Antwort finden Sie in dieser Ausgabe vonGelb“. Schon entdeckt?

Dann können Sie mit etwas Glück ein Wanderset gewinnen. Darin enthalten

sind ein Tagesrucksack Modell GoGo von Deuter, hochwertige Black-

Diamond-Trail-Wanderstöcke und eine Alutrinkflasche von Sigg.

Mitmachen ist ganz einfach:

Schicken Sie die richtige Lösung mit Ihrem Namen und Ihrer Adresse:

per Mail an: gewinnspiel@klingspor.de

oder mit einer ausreichend frankierten Postkarte an:

Klingspor Management GmbH & Co. KG, Hüttenstraße 36, 35708 Haiger

Einsendeschluss ist der 20. August 2018. Das Los entscheidet. Der Rechtsweg

ist ausgeschlossen. Persönliche Daten werden vertraulich behandelt.

Zeichen für Qualität

Arbeitssicherheit. Produkte rund ums Schleifen und Trennen müssen

besonders sicher sein, um den extremen mechanischen und thermischen

Belastungen standhalten zu können. Schließlich haben Anwender hierbei

oft mit hohen Umlaufgeschwindigkeiten des rotierenden Werkzeuges zu

tun. Leider gibt es keine weltweit verbindlichen Sicherheitsanforderungen

für Schleifwerkzeuge. Klingspor hat im Jahr 2000 gemeinsam mit anderen

Schleifwerkzeugherstellern die Organisation für Sicherheit von Schleifwerkzeugen

e. V. – oSa – gegründet. Das oSa-Zeichen steht für Qualitätsprodukte.

Im Rahmen ihrer firmeninternen Qualitätsmanagementsysteme

überprüfen die Hersteller, dass strenge Auflagen eingehalten und ausschließlich

sichere, qualitativ hochwertige Produkte hergestellt werden.

Die Organisation für die Sicherheit von Schleifwerkzeugen e.V. bestätigt

diese Selbst verpflichtung durch die Vergabe des weltweit geschützten

oSa-Markenzeichens an die Mitgliedsunternehmen. ■

Impressum

Herausgeber Klingspor Management GmbH & Co. KG;

Handelsregister: Wetzlar, Nr. A 7011;

vertreten durch: Klingspor Verwaltungs GmbH;

Handelsregister: Wetzlar, Nr. B 3020; D-35708 Haiger,

Gemeinsamer Sitz: Hüttenstraße 36, 35708 Haiger,

Deutschland

Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Jan Gaj, Dipl.-Kfm. Olaf ter

Jung, Dr. rer. pol. Hoang Duy Nguyen,

Dr.-Ing. Hans-Jörg Seifert

USt-ID-Nr. DE 267856784

Kontakt: E-Mail: gelb@klingspor.de, Tel.: 02773-922-0

Verantwortlich im Sinne des Presserechts

Alexander Wagener

Realisation muehlhausmoers corporate communications

gmbh, www.muehlhausmoers.com;

Redaktion: Elena Berhausen, Vivien Lenzen; Gestaltung:

Manfred Wirth, Katrin Kemmerling; Produktion: Michael

Konrad

Druck braun-network GmbH, www.braun-network.com

Auflage 25.000

Bildnachweise Titel und Seite 4–5: gettyimmages/

Fuse; Seite 2: Thomas Otto/Fotolia; BQ-Studio.ru/

Fotolia; Seite 3: Deuter Sport GmbH/Paolo Sartori;

Seite 7: Börde Vita. Die Rechte aller nicht genannten

Bilder liegen bei Klingspor.

Kunden- und Werbezeitschrift der Klingspor Gruppe.

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit

der Inhalte kann nicht übernommen werden. Zitierte

Meinungen und Inhalte müssen nicht der Meinung

der Redaktion oder des Herausgebers entsprechen.

Urheberrechte: Alle Rechte vorbehalten, all rights

reserved, Klingspor Management GmbH & Co. KG,

Hüttenstraße 36, 35708 Haiger

Die Inhalte einschließlich ihrer Teile (wie Layout, Bilder,

Grafiken usw.) sind urheberrechtlich geschützt. Sie

dürfen nur zum privaten Gebrauch und zum Zweck der

Information kopiert und ausgedruckt werden, wenn

sie einen Copyright-Hinweis enthalten. Ohne vorherige

schriftliche Genehmigung der Klingspor Management

GmbH & Co. KG dürfen die Inhalte nicht vervielfältigt

oder in eigenen Publikationen genutzt werden. Wir

erlauben ausdrücklich und begrüßen das Zitieren unserer

Inhalte bei korrekter Quellenangabe sowie das Setzen

von Links auf unsere Website.

wie

Lack

Ein Lack besteht aus Lösemitteln

und nicht flüchtigen

Bestandteilen – Bindemitteln,

Ölen, Harzen, Füllstoffen,

Additiven und Pigmenten.

Während der Trocknung

verdunstet das Lösemittel,

die nicht flüchtigen Bestandteile

bleiben als glatter, fester

Film auf der Oberfläche

haften. Neben der optischen

Wirkung sowie dem Schutz

vor Umwelteinflüssen und

mechanischer Abnutzung

kann Lack die Eigenschaften

von Oberflächen – zum

Beispiel elektrische Leitfähigkeit

– verändern. Um das

Abblättern von Lack zu verhindern,

soll der Untergrund

gut gesäubert, entfettet und

entrostet werden. Mehr zum

Schleifen von Lack finden

Sie auf Seite 6. ■

356

Seiten umfasst die

brandneue Preisliste

2018 von Klingspor

das sind 32 mehr als in

der Vorjahresausgabe.

Vielseitig ist auch ihr Inhalt.

Denn die Preisliste

von Klingspor beinhaltet

viel mehr Informationen

als ein üblicher Produktkatalog

mit Preisen.

Der Nutzer findet hier

wichtige Grundlageninfos

von A wie Anstellwinkel

beim Trennen bis

Z wie zulässige Höchstdrehzahl.

Enthalten sind

zudem Anwendertipps,

Sicherheitshinweise,

Entscheidungshilfen,

Hinweise zu Bauformen

für jeweilige Maschinenhersteller

und vieles

mehr. Überzeugen Sie

sich einfach selbst! ■

Frühlingsangebot. Drei Aktionspakete hat Klingspor für seine Kunden

geschnürt. Der Clou: Zu jedem Paket gibt es als Gratisbeigabe einen hochwertigen

Tagesrucksack von Deuter mit 25 Litern Fassungsvermögen. Ob

in der Stadt oder beim Outdoorsport – das Airstripes-Rückensystem sorgt

allerorts für hohen Tragekomfort. Das Aktionspaket „Trennen“ (Bild unten)

kostet 199 Euro netto und beinhaltet 200 1-Millimeter-Trennscheiben

A 60 TZ sowie 50 1-Millimeter-Trennscheiben A 960 TZ – jeweils mit einem

Durchmesser von 125 Millimetern. Im Aktionspaket „Trennen & Schleifen“

sind 200 1-Millimeter-Trennscheiben A 60 TZ sowie 50 Schleifmopteller

SMT 624, Korn 40, enthalten – beide Produkte in 125 Millimeter Durchmesser.

Dieses Paket ist zum Preis von 239 Euro erhältlich. Das Aktionspaket

„Diamant“ zum Preis von 269 Euro besteht aus zehn Diamanttrennscheiben

DT 350 U mit 230 Millimeter Durchmesser. Alle Pakete sind ab dem 1. April

2018 bei teilnehmenden Fachhändlern erhältlich. ■

Gut.

Sicher.

Gelb.

Aktionspaket „Trennen“

Das trägt man diese Saison!

Komplett-Anlieferung im Aktionskarton

für einfaches Handling und eine sichere

Verpackung.

Von links: Dirk Köpsel, Vertriebsleiter Deutschland bei Klingspor,

mit den Gewinnern Liana Langenbach, Eckhard Langenbach,

Achim Schlautmann und Martina Schlautmann.

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‣ Immer übersichtlich gepackt dank

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Schlüsselhalter sowie zwei Außentaschen

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Tragekomfort

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Gelb“-Gewinner

beim BSD-Event

Herzlichen Glückwunsch. Ein unvergessliches Wochenende am

Königs see erlebten die glücklichen Teilnehmer des Gewinnspiels aus der

Ausgabe 2/2017. Sie wussten die richtige Antwort – Hackl Schorsch – und

erhielten VIP-Tickets für den Bob & Skeleton Weltcup 2018. Die sportlichen

Erfolge des deutschen Teams flankierte ein tolles Rahmenprogramm. ■

339376


4

TRENNSCHEIBEN

Gelb. Die Kundenzeitung von Klingspor 1|2018

Dick oder dünn?

Bei der Auswahl von Trennscheiben fällt die Entscheidung oft nicht leicht. Neben vielen offensichtlichen

Faktoren wie Maschine oder Einsatzgebiet spielen dabei auch unterschiedliche

Vorlieben eine Rolle. Doch worauf kommt es wirklich an?

E

s ist eine Millimeterentscheidung.

Nein, hier geht es nicht um ein Fotofinish

im Bahnradsport, sondern um

Trennscheiben. Wer in Deutschland professionell

Edelstahl, Metall oder andere Werkstoffe schneidet,

steht vor der Wahl: 0,8 Millimeter, 1,0 Millimeter,

1,6 Millimeter, 2,0 Millimeter oder 2,5

Millimeter. Auch Klingspor produziert Trennscheiben

unterschiedlicher Dicke. Doch welches Modell

hat nun die Idealmaße? Einer, der es wissen

muss, ist Anton Bodrin. Der 36-Jährige arbeitet

im Produktmanagement von Klingspor und stellt

mit einem Lächeln klar: „Eine einfache Antwort

auf diese Frage gibt es nicht. Es kommt darauf

an, was der Anwender mit der Trennscheibe vorhat,

mit welcher Maschine und wo er arbeitet,

welches Material er bearbeiten will, um nur einige

Faktoren zu benennen.“

Die Diskussion um die richtige Scheibendicke

ist nicht neu. Seit Klingspor 1954 erstmalig eine

hochtourig anwendbare, faserstoffgebundene

Schleifscheibe produziert und mit dieser Innovation

die gesamte Trenntechnologie grundlegend

verändert hat, ist auf dem Markt einiges passiert.

Waren die Scheiben zu Beginn noch etwas kräftiger,

begann vor rund 15 Jahren unter den führenden

Herstellern das Wettrennen um die Modelle

von 1,0 Millimetern und dünner zur Verwendung

auf Winkelschleifern mit einem Durchmesser von

100 bis 125 Millimetern.

Vorteile je nach Anwendung

Heutzutage sind Trennscheiben von 2,5 Millimetern

Dicke und mehr hauptsächlich im Do-ityourself-Bereich

zu finden. Die Profis nutzen die

dünneren Varianten. Deren Vorteile liegen auf

der Hand, vor allem, wenn es darum geht, teure

Materialien wie Edelstahl zu schneiden. „Das Arbeiten

mit einer dünnen Scheibe ist grundsätzlich

präziser und erfordert weniger Kraftaufwand. Das

Testen und weiterentwickeln

Die Ansprüche der Kunden an die Qualität der

Schleifmittel wachsen immer weiter. Im Forschungszentrum

von Klingspor ist daher modernste Technik

im Einsatz, um höchste Qualitätsstandards zu gewährleisten

und Weiterentwicklung zu forcieren. Der

Schleifroboter im Bild simuliert unterschiedlichen

Anpressdruck beim Schneiden. Gleichzeitig wird

das Verhalten der Trennscheiben dokumentiert und

analysiert. Denn die Bedürfnisse der Kunden sind

individuell, und jeder Anwender arbeitet anders.

zu bearbeitende Material wird weniger erwärmt

und vor allem weniger verschwendet, die Gratbildung

wird reduziert, es entstehen weniger Funken

und Vibrationen“, erläutert Bodrin.

Doch auch die etwas kräftigeren Modelle

punkten in bestimmten Bereichen: Beim Schneiden

von dickerem Material ab fünf Millimeter

Stärke zum Beispiel sind dickere Scheiben stabiler

und somit sicherer für weniger Geübte oder

bei der Arbeit in einer Position, in der die Gefahr

des Verkantens besteht. „Sicherheit wird bei allen

Trennscheiben großgeschrieben – egal, ob

dick oder dünn – wir arbeiten nach modernsten

Normen und Anforderungen“, betont Anton

Bodrin.

In der Forschungs- und Entwicklungsabteilung

von Klingspor kommt modernste Technik

zum Einsatz, um alle Eventualitäten der Nutzung

zu berücksichtigen. Schleifroboter mit

Force-Control simulieren unterschiedlichen Anpressdruck,

da dieser von Nutzer zu Nutzer stark

variiert. Eine Thermokamera zeigt die jeweilige

Temperaturentwicklung im Schnitt. Aber auch

Fachhändler und Industriekunden sind regelmäßig

im Schulungszentrum in Haiger zu Gast,

um selbst Hand anzulegen, zu testen und zu vergleichen.

„Nur so kann die Beratung optimiert

werden, denn schließlich entscheidet jeder Anwender,

was für ihn bei der Auswahl der Scheibendicke

am wichtigsten ist“, stellt Bodrin fest.

Diese Entscheidung will Klingspor seinen

Kunden künftig vereinfachen und hat dafür den

Produktfinder neu aufgelegt. Schritt für Schritt

kann der Kunde seine Auswahl eingrenzen, um

schnell festzustellen, was für seine Arbeit das geeignete

Werkzeug ist (siehe rechts). ■


Gelb. Die Kundenzeitung von Klingspor 1|2018

TRENNSCHEIBEN

5

Entscheidungshilfe:

der Produktfinder

1. Welche Maschine?

Auf welchem Winkelschleifer soll die Trennscheibe

genutzt werden? Je leistungsstärker die Maschine, desto

höher die Drehzahl. Die Spezifikationen des Arbeitsgeräts

sind das erste Entscheidungskriterium für die

Frage, welche Scheibe zum Einsatz kommen soll.

Winkelschleifer mit 100 bis 150 Millimeter

Durchmesser und einem Leistungsumfang

von 600 bis 1.700 Watt

Winkelschleifer mit 180 bis 230 Millimeter

Durchmesser und einem Leistungsumfang

von mehr als 1.700 Watt

2. Welches Material?

Weich, hart oder besonders empfindlich gegenüber

Hitze? Jedes Material hat unterschiedliche Eigenschaften,

die es bei der Auswahl der passenden Trennscheibendicke

zu berücksichtigen gilt. Was wird geschnitten?

Stahl

Edelstahl

Aluminium oder anderes Nichteisenmetall

Gusseisen

3. Welches Werkstückprofil?

Biegsame dünne Bleche erfordern eine andere Herangehensweise

als stabile Profile oder Vollrohre. Die Wahl

der richtigen Trennscheibendicke hängt auch davon

ab, welche Form geschnitten werden soll.

Blech

Rohr, Vollmaterial

L-, U- oder T-Profil

„Ob dickere oder dünnere

Trennscheiben – letztendlich liegt

die Entscheidung immer

beim Anwender.“

Anton Bodrin, Produktmanagement Klingspor

4. Sicherheitsanforderungen?

Hinweise zur Arbeitssicherheit mit der Maschine müssen

ebenso berücksichtigt werden wie die Instruktionen,

die den Trennscheiben beiliegen.

Materialfixierung

Arbeitshöhe

Hier geht es zum

Produktfinder:

www.klingspor.de


6 PRODUKTHIGHLIGHTS

Gelb. Die Kundenzeitung von Klingspor 1|2018

So geht der Lack ab

PS 73 W ist ein bewährtes Schleifprodukt für die Bearbeitung von lackierten Oberflächen. Das Geheimnis

ist die Wirkstoffbeschichtung, die das Zusetzen der Kornzwischenräume verhindert.

Diese Schicht macht den Unterschied: Unter dem Mikroskop sieht

die Stearatbeschichtung der PS 73 W wie Schnee auf den Bergen

aus.

Mehr Infos zu unseren

Spezialprodukten

für den Lackschliff:

www.klingspor.de

Wer zu Hause schon mal ein altes

Fenster vor dem Neuanstrich

abschleifen musste, hat

es vermutlich selbst erlebt: Die zähen

Restepartikel setzen sich im Schleifpapier

fest und machen es im Nu unbrauchbar.

Dort, wo gerade noch Schleifkörner spürbar

waren, ist alles glatt verklebt. Schlimmer

noch: Das unschöne Schliffbild bleibt

oft auch nach dem Neulackieren sichtbar.

Profis aus dem Maler- und Lackiererhandwerk,

der Möbelindustrie, dem Kunststoffformenbau,

aber auch aus dem Car-

Repair-Bereich greifen daher zu Spezialprodukten

wie dem PS 73 W von Klingspor.

„Das W steht für Wirkstoffbeschichtung“,

erläutert Wolfgang Kaiser, Leiter

Testfeld und Service in Haiger. „Eine

Schicht aus Kalziumstearat wird im letzten

Arbeitsschritt auf das Produkt aufge tragen

und verringert das Zusetzen.“ Unterschiedliche

Korngrößen – von 40 bis 1.500

– decken ein breites Feld an Anwendungen

ab. Die Schleifscheiben mit den Körnern,

die feiner sind als Mehl, kommen etwa

in der Automobilindustrie zum Einsatz,

denn Fehler beim Lackieren unterlaufen –

buchstäblich – auch Robotern. Erst nach

dem zum Teil notwendigen Nachschleifen

von Fehlerstellen ist das Ergebnis perfekt.

Auch Windenergie sei ein wichtiges Anwendungsgebiet,

berichtet der Testfeld-

Leiter. Die Rotorenblätter müssen eine

absolut glatte Oberfläche haben. Kleinste

Dellen, die etwa infolge von Hagel entstehen,

verursachen Luftverwirbelungen,

die den Wirkungsgrad senken. Wenn die

Arbeiter in windiger Höhe Lackreparaturen

ausführen, zählt die hohe Standzeit

der Schleifmittel und die Verringerung der

Rüstzeiten im besonderen Maß.

Innovative Entwicklung

Die Innovationsschmiede von Klingspor

läuft deshalb auf Hochtouren. Seit zweieinhalb

Jahren arbeitet ein Entwicklungsteam

mit Hochdruck an einer neuartigen

Antihaftbeschichtung auf Basis von

Polymer-Coating.

Das innovative Produkt kommt demnächst

auf den Markt. „Bevor wir in Serie

produzieren, führen wir Vorversuche mit

Prototypen durch – nicht nur im Prüflabor,

sondern natürlich auch mit den Anwendern

in der Praxis. Schließlich gilt hier

wie im Fußball: Entscheidend ist auf dem

Platz. Darum wollen wir unsere Kunden mit

echter Leistungssteigerung überzeugen“,

betont Kaiser und lüftet das Ergebnis der

bisherigen Tests: „Die Standzeit wird sich

im Vergleich zu ähnlichen Produkten je

nach Anwendung verdoppeln.“ ■

Kaum Haftung – mit Gewähr!

PS 73 BWK ist ideal zum Schleifen von Gel-Coats und Lacken

Werkstoffe

▶ Lack, Spachtel

▶ Grundierungen

▶ Holzbeschichtung

▶ Kunststoff

▶ Aluminium

Eigenschaften

▶ Sehr gute Druckverteilung

▶ Hohe Flexibilität und

Anpassungsfähigkeit

▶ Geringes Zusetzen dank

Stearatbeschichtung

Ganz schön schnittig

DT 612 UT Supra ist eine universelle Diamanttrennscheibe für anspruchsvolle Anwendungen auf der Baustelle, wo sie

unter anderem mit hohen Standzeiten bei armiertem Beton und anderen harten Materialien überzeugt.

Erst seit Mitte 2017 ist die DT 612 UT Supra auf

dem Markt, doch es zeichnete sich schnell

ab: Diese Diamanttrennscheibe hat das

Zeug zum Topseller. Neben dem universellen

Einsatzspektrum sind es hohe Standzeit

und hohe Schnittgeschwindigkeit, die

sie attraktiv für viele Anwendergruppen

macht. „Bei der Entwicklung der

DT 612 UT Supra hatten wir neben

dem Baugewerbe vor allem die Garten-

und Landschaftsbaubetriebe im

Fokus. Diese Anwender schätzen aggressive

und schnelle Trennscheiben,

denn sie müssen neben konventionellen

Gehwegplatten aus Beton auch harte und

teure Natursteinplatten schneiden und

legen deshalb großen Wert auf Qualität“,

sagt Frank Treichel, Marktsegmentmanager für

Diamanttrennscheiben bei Klingspor. Entwickelt in

Haiger und produziert in Europa ist die DT 612 UT Supra

wie alle Diamanttrennscheiben von Klingspor lasergeschweißt.

Der klar lackierte Stahlkern ist ein

weiteres Zeichen für hervorragende Qualität.

Kühlbohrungen im Stahlkern sorgen dafür,

dass die Scheibe nicht überhitzt – das ist

beim Schneiden von armiertem Beton

wichtig. Die spezielle Schneidgeometrie

kommt üblicherweise nur bei den

Premiumprodukten zum Einsatz: Die

schrägen, zwölf Millimeter hohen Turbosegmente

reduzieren Reibung und

sorgen für eine höhere Schnittigkeit

im Vergleich zu den herkömmlichen

Diamanttrennscheiben. „Wir haben mit

dieser Scheibe ein Produkt mit Topeigenschaften

zu einem moderaten Preis auf den

Markt gebracht und freuen uns, dass es so gut

ankommt“, betont Treichel. ■

Mehr Infos zu der

DT 612 UT Supra

gibt es unter

www.klingspor.de

Anwendung

Die DT 612 UT Supra ist verfügbar

in 115 mm, 125 mm, 180 mm und

230 mm Durchmesser.

Hoch aggressiv, geeignet für

▶ Baustellenmaterialien

▶ Beton, Altbeton

▶ Armierten Beton

▶ Kalksandstein


Gelb. Die Kundenzeitung von Klingspor 1|2018

KARTOFFELSCHÄLFABRIK

7

Heutzutage gehören Kartoffeln zu den

Grundnahrungsmitteln der Deutschen.

Doch es war keine Liebe auf den

ersten Blick. Als Mitte des 17. Jahrhunderts

die Kartoffel nach Deutschland

kam, war die Bevölkerung äußerst skeptisch

gegenüber der südamerikanischen

Knolle. 1756 verordnete König Friedrich

II. den Anbau der Kartoffel sogar per Gesetz.

Und er musste die Bürger vor dem

Rohverzehr ausdrücklich warnen.

Mehr Infos zu

Schleifbändern

nach Maß:

www.klingspor.de

Der Schliff mit Pfiff

Die Schleifprodukte von Klingspor sind auch dort im Einsatz, wo man sie nicht unbedingt erwartet. Die

Firma Börde Vita aus Sachsen-Anhalt nutzt sie zum Schälen von Kartoffeln – im Karborundverfahren.

V

erschiedene Metalle, Kunststoff, Holz –

geschliffen wird alles Mögliche, aber dass

sogar Kartoffeln geschliffen werden,

das war mir bis vor Kurzem tatsächlich neu“, gibt

Micha Weidenfelder zu. Der Außendienstmitarbeiter

von Klingspor ist seit Herbst vergangenen

Jahres unter anderem für die Firma Börde Vita

zuständig. Dort hat er das Schälverfahren Karborund

zum ersten Mal live gesehen. „Es ist

wirklich spannend zu beobachten, wie die Kartoffeln

beim Fahren über das Schleifmittel, das

auf den Laufrollen der Maschine befestigt ist,

nach und nach ihre Schale verlieren“, berichtet er.

Für Dirk Jäger, Produktionsleiter bei Börde

Vita, ist das hingegen seit Jahren Arbeitsalltag.

Die Börde Vita GmbH aus Wanzleben im Herzen

der Magdeburger Börde ist ein junger Kartoffelschälbetrieb

mit 30 Mitarbeitern. „Die Karborundschälung

ist das schnellste und praktischste

Verfahren, das am wenigsten Abfall erzeugt. Die

überwiegende Mehrheit der Kartoffelschälbetriebe

in Deutschland nutzt es“, sagt der 46-Jährige.

Die Vorteile der Arbeit mit dem Sandpapier

liegen auf der Hand: Viel weniger Produktverlust

im Vergleich zu einer Messerschälung, nicht mal

ansatzweise so hoher Energiebedarf wie bei einer

Dampfdruckschälung.

Bevor Dirk Jäger 2015 zu Börde Vita kam,

war er 15 Jahre lang in einem anderen Kartoffelschälbetrieb

beschäftigt. „Dort habe ich mit

den Schleifmitteln von Klingspor gearbeitet und

habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Darum habe ich mich dafür eingesetzt, dieses

Schleifpapier auch bei Börde Vita zu nutzen. Der

Wechsel zu Klingspor war für mich eine Entscheidung

für Qualität“, betont Jäger.

Sauber geschält

Rund 60 Tonnen Kartoffeln aus dem eigenen

landwirtschaftlichen Betrieb verarbeitet Börde

Vita – täglich. Bevor die Kartoffeln in die Schälanlage

dürfen, passieren sie Qualitätskontrollen,

werden gewaschen und von Steinchen befreit.

Danach folgen mehrstufige Schälungen. Sechs

Walzen je Schälstufe sind in den Maschinen halbrund

angeordnet. Jede Walze ist mit 25 Metern

Schleifpapier beklebt – alles geprüft lebensmittelecht

– und reibt durch Drehung die Kartoffelschalen

ab. „Das Schleifmittel auf Unterlage,

das wir an Börde Vita liefern, wird mit spezieller

Bandabmessung angefertigt“, berichtet

Micha Weidenfelder. Dabei verwendet Börde Vita

Schleifpapiere unterschiedlicher Körnung – von

16er- bis 36er-Körnung.

Dirk Jäger erläutert: „Je höher die Zahl,

desto feiner ist die Körnung. Dementsprechend

unterscheidet sich auch der Verschleiß. Bei einer

16er-Körnung müssen wir die Bänder nach

zehn bis 15 Tagen wechseln, Sandpapier mit einer

feinen 36er-Körnung arbeitet ein halbes Jahr

einwandfrei.“

Sind die Kartoffeln sauber geschliffen, folgt

der Zuschnitt in unterschiedlichste handelsübliche

Formen – von Vierteln über Würfel bis hin zu

Scheiben. Von hier aus gelangen geschälte und

zugeschnittene Kartoffeln in die Großmärkte und

später in Schulküchen, Altenheime, Krankenhäuser

und Restaurants.

„Unsere Firma gibt es ja erst seit 2012, also

hoffen wir, noch weitere Kunden zu gewinnen

und unsere Produktionsmengen steigern zu können.

Wir setzen dabei auch in Zukunft auf die

Produkte von Klingspor“, sagt der Produktionsleiter

von Börde Vita. ■

„Der Wechsel

zu Klingspor war

eine Entscheidung

für Qualität.“

Dirk Jäger,

Produktionsleiter Börde Vita GmbH

Erst werden die Kartoffeln sortiert und von Steinchen

befreit.

Nach einem Bad geht es der Schale an den Kragen. Sauber geschliffen wandern die Knollen zum Zuschneiden. Gut verpackt ist die Ware bereit für die Auslieferung.


8

STÜTZTELLER

Gelb. Die Kundenzeitung von Klingspor 1|2018

Ihr Profipartner

Schleifen wie die Profis

Jede Fiberscheibe braucht einen passenden Stützteller. Er sorgt für Stabilität, optimale Kräfteverteilung

und Sicherheit beim Arbeiten. Ist der Teller verschlissen, leidet darunter die

Leistung der Schleifscheiben – höchste Zeit zum Wechseln.

Folge 3:

Der

Haltgeber

Fiberscheiben, korrekt: Vulkanfiber-Schleifscheiben,

sind das Mittel der Wahl, wenn ein hoher

Abtrag und gleichzeitig eine schöne Oberfläche

gewünscht sind. Sie sind weicher und flexibler als herkömmliche

Schruppscheiben und kommen vorwiegend

in der Metallbearbeitung zum Einsatz. So wie FS 964 und

FS 966, Premiumfiberscheiben mit keramischem Korn

von Klingspor. Auf dem Winkelschleifer werden sie zusammen

mit einem Stützteller aufgespannt. Dies ist

nach DIN EN 13743 vorgeschrieben und darüber hinaus

sinnvoll, denn ohne würde das Schleifen gar nicht funktionieren.

Die flexible Fiberscheibe braucht Gegendruck,

damit sie nicht ausweicht oder reißt. Erst mit dem

Stützteller kann der Anwender den nötigen Druck auf das

zu bearbeitende Material aufbauen“, erklärt Wolfgang

Kaiser, Leiter Testfeld und Service bei Klingspor.

Gefertigt sind die Stützteller aus einem thermoplastischen

Kunststoff. Bei der Auswahl ist die Anwendungsart

ausschlaggebend: Wer Schweißnähte einebnen will,

nimmt eine grobe Fiberscheibe bis Korn 50 und passend

dazu einen harten Stützteller. Wer hingegen Oberflächen

oder Konturen feinschleifen und auf Farbauftrag

vorbereiten will, nutzt Fiberscheiben mit einer feineren

Körnung in Kombination mit einem weichen, flexiblen

Stützteller. Ein abgenutzter Stützteller ist der Grund

dafür, dass die Leistung der Fiberscheiben um bis zu

einem Drittel sinkt. Ein harter Stützteller verformt sich

durch den häufigen Temperaturwechsel, die Scheibe

liegt nicht mehr plan auf, der Druckaufbau ist nicht

wie gewünscht möglich. Ein weicher Stützteller verliert

seine Elastizität. Regelmäßiges Austauschen ist deshalb

wichtig. Wann es so weit ist, lässt sich nicht pauschal

beantworten. „Es gibt Anwendungen, da ist der Stützteller

nach nur 50 Scheiben verschlissen, und es gibt

Anwendungen, bei denen es erst nach 500 Scheiben

so weit ist. Daher ist Sichtkontrolle das A und O“, betont

Kaiser. Der genaue Blick auf die Fiberscheibe hilft,

Abnutzung frühzeitig zu erkennen (Fotoreihe unten).

Dann ist es an der Zeit. ■

Der Profitipp

„Wer alte, verformte

Stützteller nutzt, verliert

bis zu 30 Prozent der

Leistung“, sagt Wolfgang

Kaiser, Leiter Testfeld.

1

2

1

Gut

2

Zeichen

3

Die

4

Mit

in Form: Die Fiberscheibe in Kombination

mit einem neuen Stützteller verschleißt schön

gleichmäßig.

des Alterns: Wenn die Fiberscheibe an

manchen Stellen „verbrennt“, während

andere Stellen wie neu aussehen, lässt die Leistung

nach.

richtige Wahl: Zum Abtragen von

Schweißnähten ist eine grobe Fieberscheibe bis

Korn 50 und passend dazu ein harter Stützteller

ideal. Zum Feinschleifen von Oberflächen

oder Konturen sind Fiberscheiben mit feinerer

Körnung in Kombination mit einem weichen,

flexiblen Stützteller geeignet.

Gefühl: Die Fiberscheibe flach ansetzen und

darauf achten, dass die Kante des Schleifgerätes

nicht in das Werkstück einsticht. Sonst leidet

sowohl die Scheibe als auch der Stützteller.

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Mehr Infos zu unseren Fiberscheiben:

www.klingspor.de

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