Pluradent Symposium 2018

bmebit

Dentale Zukunft
Wissen. Erfolgreich. Anwenden

Programm

Dentale Zukunft

Wissen. Erfolgreich. Anwenden.


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Pluradent Symposium 2018 • Dentale Zukunft • 3

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir begrüßen Sie ganz herzlich zum

Pluradent Symposium 2018 Dentale Zukunft

– Wissen. Erfolgreich. Anwenden.

Auch mit der dritten Veranstaltung möchten

wir wieder Akzente für Sie setzen!

Welche technischen Entwicklungen gibt es,

die zu Ihnen und Ihrem (zukünftigen)

Praxiskonzept passen? Wichtige Impulse

und wegweisende Konzepte erfahren Sie in

dieser Veranstaltung. Auch in unserer

Zukunftsausstellung haben Sie die Möglichkeit,

sich mit Experten zu unterhalten

und den Vorträgen wichtige Impulse zu

entnehmen.

Der oft zitierte Workflow in einer Praxis

funktioniert nur dann optimal, wenn jeder

Beteiligte weiß, was zu tun ist und mit viel

Motivation dabei ist. Daher wird sich die

Veranstaltung auch weiterhin der Personalentwicklung

Ihres Teams widmen.

Hinzu kommt, dass der Markt vor großen

Veränderungen steht. Viele Ihrer Kollegen

werden in den nächsten Jahren ihre Praxen

abgeben oder schließen. In städtischen

Bereichen werden immer mehr und größere

Praxen gegründet, während momentan

eine echte Landflucht zu beobachten ist.

Wie können Sie sich – vor dem Hintergrund

Ihrer individuellen Ziele – in diesem Umfeld

erfolgreich platzieren?

Das Symposium gibt Ihnen Ideen für die

unterschiedlichsten Bereiche – in Theorie

und Praxis. Damit Sie für sich die richtigen

Konzepte ableiten können oder auch nur

eine Bestätigung für Ihre Vorgehensweise

erhalten. Einen Rundumblick zu ermöglichen,

gemäß dem Motto von Aristoteles:

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner

Teile.

Wir wünschen Ihnen daher auch viele

interessante Gespräche im Kollegenkreis,

eine entspannte Zeit sowie wertvolle

Impulse beim Pluradent Symposium 2018.

Freundliche Grüße

Uwe Jerathe, Vorstand (Sprecher)

Herbert Liebl, Vorstand


Inhalt

Ihr Programm 5

Wie wir aufeinander wirken 20

Die mySymposium

Veranstaltungen im Überblick 6

3D-Druck – angekommen

in der Zahntechnik 22

Ihre Moderatoren und Referenten 8

Was bringt die Zukunft? 12

Warum „Change“ Alltag ist

und Routine Stillstand bedeutet 14

Neue Materialien und innovative

Behandlungskonzepte in der

festsitzenden Prothetik 17

Change is Chance: Veränderungen

sind Geschenke des Lebens 18

Klarheit als Schlüssel zu

erfolgreichem Personalmarketing

und Mitarbeiterbindung 24

PRAXISRELAUNCH by Pluradent 25

Neue Möglichkeiten in der Diagnostik

dank Augmented Reality Technologie 26

Aussteller und Themengebiete

der Zukunftsausstellung 28

Ausstellerverzeichnis 30


Pluradent Symposium 2018 • Dentale Zukunft • 5

Ihr Programm

Freitag, 20. April

13.30 –14.00 Uhr

Begrüßung durch den Pluradent

Vorstand Uwe Jerathe

Vorstellung der Moderatoren Miriam

Lange und Prof. Dr. med. Dr. med. dent.

Nils-Claudius Gellrich

Ort: Bonhoeffer-Saal

14.00 –15.00 Uhr

Was bringt die Zukunft?

Referent: Sven Gábor Jánszky

Ort: Bonhoeffer-Saal

15.00 –15.30 Uhr

Kaffeepause, Zukunftsausstellung

Ort: Bonhoeffer-Foyer

15.30 –16.15 Uhr

Wissen. Erfolgreich. Anwenden.

Referent: Dr. Peter Bongard

Ort: Bonhoeffer-Saal

16.15 –16.45 Uhr

Kaffeepause, Zukunftsausstellung

Ort: Bonhoeffer-Foyer

16.45 –17.30 Uhr

mySymposium Vorträge

Orte: siehe Folgeseiten

ab 19.30 Uhr

Get Together in der Zukunftsausstellung

Ort: Bonhoeffer-Foyer

ab 20.00 Uhr

Pluranight mit Live-Act

Ort: Bonhoeffer-Saal, -Foyer und Restaurant

Samstag, 21. April

07.00 – 09.30 Uhr

Frühstück

Ort: Restaurant

09.30 – 10.00 Uhr

Begrüßung & Brief Summary

„mySymposium“ vom Vortag

Referenten: Miriam Lange und Prof. Dr.

med. Dr. med.dent. Nils-Claudius Gellrich

Ort: Bonhoeffer-Saal

10.00 –10.45 Uhr

Von der Praxis ins Labor –

Herausforderungen und Limitationen

im computergestützten Workflow

Referent: Zahntechnikermeister

Vincent Fehmer

Ort: Bonhoeffer-Saal

10.45 –11.15 Uhr

Kaffeepause, Zukunftsausstellung

Ort: Bonhoeffer-Foyer

11.15 –12.00 Uhr

Neue Materialien und

innovative Behandlungskonzepte

in der festsitzenden Prothetik

Referent: Prof. Dr. Daniel Edelhoff

Ort: Bonhoeffer-Saal

12.00 –12.45 Uhr

Vom Solo zur Sinfonie – das Orchester

als Erfolgsmodell

Referent: Christian Gansch

Ort: Bonhoeffer-Saal

12.45 –13.00 Uhr

Überleitung durch die Moderatoren

in die mySymposium Veranstaltungen

am Nachmittag

Ort: Bonhoeffer-Saal

13.00 –14.00 Uhr

Mittagessen

Ort: Restaurant

14.00 –16.00 Uhr

mySymposium Seminare

Orte: siehe Folgeseiten

Änderungen vorbehalten.


6 • Pluradent Symposium 2018 • Dentale Zukunft

Die mySymposium

Veranstaltungen im Überblick

mySymposium Vorträge

Freitag, 20. April 2018

mySymposium Seminare

Samstag, 21. April 2018


Dentale Zukunft

gestalten

FR01A Digitale Implantatplanung –

3D-Implantatworkflow

step by step

PD Dr. Jan-Frederik Güth

Ort: Ebene U3, Raum 3036

FR02A Monolithisch vs. verblendet –

gehören Chippings der

Vergangenheit an?

Zahntechnikermeister

Vincent Fehmer

Ort: Ebene U3, Raum 3025


Personal

entwickeln

FR01B Körpersprache – Ihr Erfolgsinstrument

in der Kommunikation

Miriam Lange

Ort: Ebene U3, Raum 3312

FR02B Motiviert, kompetent, selbstbewusst

– wie Unternehmer

ticken und wie sie führen

Dr. Susanne Klein,

Pluradent AG & Co KG

Ort: Ebene U3, Raum 3334


Unternehmerisch

wachsen

FR01C Mache es einfach! Die Chancen

von Veränderung nutzen

Ilja Grzeskowitz

Ort: Ebene U3, Raum 3234

FR02C Dentrepreneur – Zahnarzt

oder Unternehmer?

Carsten Schlüter

Ort: Ebene U3, Raum 3212


Dentale Zukunft

gestalten

SA01A Vom Wachsmesser zur Maus

Zahntechnikermeister

Steven Trautmann und Ralph

Dietrich, Pluradent AG & Co KG

Ort: Ebene U3, Raum 3004

SA02A Hellseher in der digitalen

Technik – die Zukunft der

Risikominimierung

heißt predictive service

Carsten Smollich,

Pluradent AG & Co KG

Ort: Ebene U3, Raum 3005

SA03A Praxisbegehung – hoffen oder

handeln. Wie Emotionen das

Ergebnis beeinflussen

Thomas Weidler,

Pluradent AG & Co KG

Ort: Ebene U3, Raum 3006

SA04A Praxishygiene-Anforderungen

an die Organisation und

Dokumentation – wer soll da

noch durchblicken?

Melanie Pohl,

prodent consult GmbH

Ort: Ebene U3, Raum 3007

SA05A Senioren: Die zahnmedizinische

Zukunft!

Dr. Dirk Bleiel

Ort: Ebene U3, Raum 3010

SA06A Komplexe implantatgetragene

Rekonstruktionen – Happily ever

after oder endless nightmare

Zahntechnikermeister

Vincent Fehmer

Ort: Ebene U3, Raum 3013

SA07A Herausforderungen und Limitationen

der digitalen Abformung

PD Dr. Jan-Frederik Güth

Ort: Ebene U3, Raum 3014

SA09A Ich sehe was, was du nicht siehst

Tipps & Tricks Intraoralröntgen:

Mit der richtigen Technik zum

perfekten Bild

Nicole Bachler

Ort: Ebene U3, Raum 3018

SA10A Einfluss der dentalen Volumentomografie

auf den chirurgischen

und implantologischen Workflow –

aktuell und in der Zukunft

Dr. Jörg Mudrak

Ort: Ebene U3, Raum 3019


Pluradent Symposium 2018 • Dentale Zukunft • 7

SA11A Die digitale Zukunft in der

Endodontie

Dr. Marc Münster, M. Sc.

Ort: Ebene U3, Raum 3028

SA12A Gestalten Sie Ihre DIGITALE

Zukunft

Dr. Sascha Cramer von Clausbruch

Ort: Ebene U3, Raum 3029

SA14A Fusion digitaler Daten in der Zahnheilkunde

– Mehrwerte in

Prothetik und Kieferorthopädie

Dr. Dr. Stephan Weihe und

Dr. Peter Bongard

Ort: Ebene U3, Raum 3036


Personal

entwickeln

SA01B Beweglich, lernfähig, aktiv –

agile Methoden für die Praxisund

Laborführung

Dr. Susanne Klein,

Pluradent AG & Co KG

Ort: Ebene U4, Raum 4001

SA02B Bewerberinterviews professionell

führen: Ihre Kandidaten im Fokus.

Zielgenau neues Praxispersonal

einstellen!

Bernd Litzenberger,

Pluradent AG & Co KG

Ort: Ebene U4, Raum 4002

SA03B Erfolgreiche Mitarbeiterführung –

Impulse für Recruiting und Bindung

Gudrun Mentel,

prodent consult GmbH

Ort: Ebene U4, Raum 4007

SA04B Der Dreiklang der Führung:

Wahrnehmen – Entscheiden –

Handeln

Christian Gansch

Ort: Ebene U4, Raum 4008

SA05B Erfolg beginnt im Kopf und

Motivation auch

Beate Recker

Ort: Ebene U4, Raum 4011

SA06B Erfolgsfaktor Personal:

Trainieren, Tadeln, Trennen

Dr. Jens-Peter Damas

Ort: Ebene U4, Raum 4012


Unternehmerisch

wachsen

SA01C PRAXISRELAUNCH – schreiben

Sie Ihre Erfolgsstory!

Carsten Schlüter

Ort: Ebene U2, Raum 2012

SA02C Arbeiten Sie in Ihrer Traumpraxis.

Gestaltung trifft Funktionalität

Gundula Lang,

Pluradent AG & Co. KG

Ort: Ebene U2, Raum 2013

SA03C Größer – Schneller – Besser?

Mit gesundem Wachstum zu

nachhaltigem Erfolg

Diana Haber, FIBU-doc

Praxismanagement GmbH

Ort: Ebene U2, Raum 2014

SA04C Anamnese – 01 – Praxiskonzept.

Der sichere Weg in die Existenzgründung

Dr. Manuel Waldmeyer und

Ulrich Münster,

Pluradent AG & Co KG

Ort: Ebene U2, Raum 2015

SA05C Was ist (m)eine Praxis wert?

Prof. Dr. Thomas Sander

Ort: Ebene U2, Raum 2017

SA06C Praxisabgabe im Wandel –

Zukunft gestalten oder Praxis

behalten?

Thomas Thiel,

Pluradent AG & Co KG

Ort: Ebene U2, Raum 2018

SA07C Der dentale Markt im Wandel –

Herausforderungen annehmen

und Chancen nutzen.

Lars Berger, Pluradent AG & Co KG

Ort: Ebene U2, Raum 2020

Stand: 06. April 2018. Änderungen vorbehalten. Informieren Sie

sich auch in der PluradentApp über mögliche Änderungen.


Ihre Moderatoren

und Referenten

Miriam Lange

Prof. Dr. med. Dr. med. dent.

Nils-Claudius Gellrich

Dr. Peter Bongard

Dr. Sascha Cramer von

Clausbruch

Dr. Jens-Peter Damas

Ralph Dietrich

Dr. Jan-Frederik Güth

Diana Haber

Sven Gábor Jánszky

Gudrun Mentel

Dr. Jörg Mudrak

Dr. Marc Münster

Ulrich Münster

Carsten Smollich

Thomas Thiel

Steven Trautmann


Nicole Bachler

Lars Berger

Dr. Dirk Bleiel

Prof. Dr. Daniel Edelhoff

Vincent Fehmer

Christian Gansch

Ilja Grzeskowitz

Dr. Susanne Klein

Gundula Lang

Bernd Litzenberger

Melanie Pohl

Beate Recker

Prof. Dr. Thomas Sander

Carsten Schlüter

Dr. Manuel Waldmeyer

Thomas Weidler

Dr. Dr. Stephan Weihe


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Die App zum Symposium

Mit der PluradentApp haben Sie jederzeit alles Wichtige im Blick.

• Orientierung: Programm, Referenten, mySymposium Seminare, Lagepläne u.v.m.

• Information: aktuelle Neuigkeiten rund um die Veranstaltung in Echtzeit

• Interaktion: Teilnehmer- und Referenten-Chat, individualisierbare Agenda

Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz. Unter den 10 besten Teilnehmern verlosen

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Schenken Sie uns 5 Minuten Ihrer Zeit und geben Sie uns Ihr persönliches

Feedback zum Pluradent Symposium 2018. Nutzen Sie zur Teilnahme an unserer

Befragung bitte einfach den QR-Code oder klicken Sie in das Feld „Eventumfrage"

Ihrer PluradentApp.

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Viel Glück und vielen Dank für Ihre Teilnahme!

*Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; Pluradent Mitarbeiter

und Industrieaussteller können nicht am Gewinnspiel

teilnehmen. Teilnahmeschluss ist der 30.04.2018. Die

Gewinner werden im Mai 2018 per E-Mail benachrichtigt.

https://www.survio.com/survey/d/

L7Q/symposium2018


12 • Pluradent Symposium 2018 • Dentale Zukunft

Was bringt die Zukunft?

Ob Roboter, Apps oder die Cloud: die Technologie

wird unsere Arbeit massiv verändern. Kundenbedürfnisse

werden besser erkannt und die daraus resultierenden Chancen

effizient genutzt.

Personalisierte Medizin ist ein Thema,

das die Branche in den kommenden

Jahren prägen wird. Treiber sind die stark

in Quantität und Qualität wachsende

Datenmenge, die breite – und nicht mehr

auf Heilberufe beschränkte – Verfügbarkeit

von Analytik und Expertenwissen, die

steigende Leistungsfähigkeit medizinischer

Technologie sowie das Eindringen neuer

nationaler und internationaler Unternehmen

in den Gesundheitssektor und die

dadurch ausgelösten Veränderungen der

Patienten- und Kundenerwartungen.

Ein Gesundheitssystem, bei dem die personalisierte

Medizin einen größeren Raum

einnimmt, bringt viele Veränderungen mit

sich; es wird durch eine neue Beziehung

zwischen dem Patienten und dem Arzt oder

Apotheker geprägt. Die Datenflut muss

kanalisiert und genutzt werden. Und nicht

zuletzt werden neue Produkte entstehen

und sich neue Märkte öffnen. Dies stellt

neue Herausforderungen für Patienten, für

Mitarbeiter in allen Berufsgruppen im Gesundheitswesen,

bei Pharma-, Biotechnologie-

und Diagnostikunternehmen, Herstellern

der Medizintechnik, für Krankenkassen

und nicht zuletzt für die Politik dar.

Um diese Vision eines personalisierten

Gesundheitssystems Realität werden zu

lassen, müssen bestimmte Voraussetzungen

erfüllt werden. Dies betrifft vor allem

Fragen der Finanzierung von medizinischen

Leistungen. Denn selbst wenn medizinische

Verfahren für die Anwendung am

Menschen zugelassen und damit auf dem

Gesundheitsmarkt prinzipiell verfügbar

sind, besteht für die meisten Patienten nur

dann ein Zugang, wenn die Behandlungskosten

von ihrer Krankenkasse übernommen

werden. Aber es betrifft auch die

Regulierung von Forschung, Zulassung

und die Herstellung von Produkten. Personalisierte

Medizin stellt unsere Gesellschaft

zudem vor ethische Fragen: Wie sollen

medizinische Leistungen verteilt werden?

Wer trägt welchen finanziellen Beitrag?

Welche Verantwortung muss der Einzelne,

müssen Krankenkassen, müssen Unternehmen

übernehmen? Diese Fragen müssen

diskutiert werden, um das Zukunftsbild

weiter zu schärfen. Viele Entwicklungen

sind denkbar und lassen sich plausibel

erklären, aber sind sie auch wünschenswert?

Diese Diskussion wird die Zukunft

der personalisierten Medizin maßgeblich

mitgestalten und eröffnet die Chance, Innovationen

für die Gesellschaft nutzbar zu

machen.

Gerade in der Zahnmedizin wird der Standardkunde

mit seinem bislang bekannten

Dreiklang aus Hoffnung, Angst und

Unwissenheit verschwinden. Stattdessen

gewinnt die „Teilung“ des Marktes in zwei

unterschiedliche Kundensegmente an

Bedeutung: Zum einen PREDICTIVE

DENTAL: Ein datengetriebenes Massensegment

in dem der Zahnarzt auf Basis täglicher

Echtzeitdaten des Kunden zu einem

ständigen Begleiter und Coach wird. In

diesem Segment werden die Produkte und

Services noch individueller als individuell,

also adaptiv! Zum anderen IDENTITY DEN-

TAL: Ein größer werdendes Premiumsegment,

in dem Kunden ihre Zähne benutzen,

um ihren Mitmenschen zu beweisen, dass

sie besonders sind. In diesem wachsenden

Bereich der ästhetischen Leistungen wird

der Zahnharzt zum „Identitätsmanager“.

Sven Gábor Jánszky

Zukunfts- und

Trendforscher


14 • Pluradent Symposium 2018 • Dentale Zukunft

Warum „Change“ Alltag ist

und Routine Stillstand bedeutet

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner in

einem Konzertsaal, nachdem Sie Wochen zuvor teure Eintrittskarten für

ein symphonisches Konzert erworben hatten. In bester Stimmung erwarten

Sie den Auftritt des Orchesters. Während die Musiker auf die Bühne

kommen und ihre Instrumente stimmen, steigert sich Ihre Vorfreude auf

die künstlerische Darbietung von Sekunde zu Sekunde. Endlich der

Auftritt des Dirigenten – Applaus!

Er verbeugt sich, wendet sich mit

Schwung dem Orchester zu und hebt

seine Hände. Volle Konzentration bei Musikern

und Zuhörern. Doch kurz bevor der

Maestro den Einsatz gibt, dreht er sich

nochmals in Richtung des Publikums und

spricht folgende Worte: „Schön, dass Sie

gekommen sind, sehr geehrte Damen und

Herren. Bevor wir beginnen, eine kleine

Bemerkung in eigener Sache: Gestern hätten

sie uns hören sollen, gestern waren wir

super!“

Die gesamte Zuhörerschaft würde enttäuscht

aufseufzen, viele würden sofort den

Saal verlassen und ihr Eintrittsgeld zurückverlangen.

Mit Recht. Denn die Zuhörer

von heute interessieren sich niemals für das

Konzert von gestern. Und das wissen alle

Musiker dieser Welt, ob in der Klassik, im

Jazz oder im Pop. Daher streben sie nach

nichts anderem, als das aktuell anwesende

Publikum zu erobern und zu begeistern,

gänzlich unabhängig davon, welche Erfolge

sie in den Tagen und Wochen zuvor

errungen haben.

Exzellente Orchester zeichnen sich dadurch

aus, dass sie niemals in triste Routine verfallen:

Im Alter von 25 Jahren spielte ich

als Mitglied der Münchner Philharmoniker

ein unvergessliches Konzert bei den Berliner

Festwochen. Vor dem Wiederholungskonzert

zwei Tage später in Paris sagte der

Dirigent zum Orchester: „Ich danke Ihnen

für das großartige Konzert in Berlin. Jetzt

besteht allerdings unsere größte Herausforderung

darin, dass wir Berlin gemeinsam

vergessen, damit wir Paris gerecht werden.

Wenn wir aus der Erinnerung heraus musizieren,

wie schön Berlin war, werden wir

heute nur eine schlechte Kopie sein!“ Ich

bin überzeugt, es gilt für alle Branchen:

Routine ist Stillstand. Nicht das Gestern,

nur das Heute zählt!

Neugierig und offen bleiben

Obwohl der kontinuierliche Wandel ein

nicht zu leugnender Aspekt unserer Lebenswirklichkeit

ist, hoffen manche Menschen

irritierenderweise, ihr Arbeitsleben müsse

sich jahrzehntelang innerhalb vertrauter

Strukturen und Prozesse abspielen – selbst

wenn ihr Privatleben über die Jahre augenscheinlich

enormen Veränderungen ausgesetzt

war: Nachdem man ins Berufsleben

eingestiegen ist, hat man irgendwann einen

Lebenspartner gefunden, viele haben Kinder

bekommen, was einen Umzug erforderlich

machte, und schließlich hat man über

die Jahre manche Freunde aus den Augen

verloren und neue hinzugewonnen. Dennoch

sträuben sich nicht wenige in ihrem

Berufsalltag gegen Veränderungen aller

Art, obwohl sie diese im Privaten als selbstverständlichen

Bestandteil ihres Lebens

empfinden.

Wer im Beruf nicht neugierig und offen

bleibt, sich nicht den sich stets wandelnden

Herausforderungen, Umständen und Bedingungen

stellt, wird im Unternehmen zu

einem innovationsfeindlichen Bremser und

Blockierer. Dennoch spulen manche lieber

bequem ihr altes Programm ab, anstatt

neue Erfahrungen in ihr Leben zu lassen.

Auf diese Weise verfallen sie einer Routine,

die ausschließlich von der Vergangenheit

lebt und die Zukunft ignoriert. Wenn man

eine solche Geisteshaltung einmal aus ganz

anderer Perspektive betrachtet, erscheint

sie ziemlich eigenartig und unverständlich:

Kein Fußballfan würde seiner Lieblingsmannschaft

jemals leidenschafts- und

seelenlose Spiele verzeihen, kein Konzertpublikum

den Künstlern nach einer langweiligen

Darbietung begeistert Applaus

spenden. Beide Gruppen würden den fantasielosen

„Dienst nach Vorschrift“ mit

gutem Grund heftig kritisieren. Und am

nächsten Tag gehen manche dieser Kritiker

mit einer ebenso öden Einstellung wieder

ihrer Arbeit nach, ohne ein schlechtes Gewissen

zu bekommen.

Meiner Erfahrung nach gibt es mehrere

Gründe, warum Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Change-Prozesse als unliebsame

Störung routinierter Abläufe empfinden:

Erstens werden die notwendigen Veränderungen

bisweilen von den verantwortlichen

Führungskräften nicht ausreichend

kommuniziert und im Detail begründet.


Aber nur wenn die Mitarbeiter das „Warum“

verstehen, wollen und können sie die

Zukunft engagiert mitgestalten. Andernfalls

erwecken manche Forderungen nach

Veränderung den Eindruck, willkürliche

Handlungen von Vorgesetzten zu sein. Und

im schlimmsten Fall könnte der Eindruck

entstehen, dass sich manche mit ungewöhnlichen

Methoden und Strategien lediglich

profilieren und vom Vorgänger

abheben wollen. Zweitens lösen Veränderungen

Ängste und Unsicherheiten aus.

Wenn diese nicht ernst genommen, sondern

unter den Teppich gekehrt werden,

entsteht eine allgemeine Frustration, die in

der Folge jeden Veränderungsprozess zu

einer mühsamen Tortur werden lässt. Dann

dominieren nicht mehr Inhalte und Visionen,

sondern die Macht einzelner Personen

und Interessensgruppen, während die Mitarbeiter

das beklemmende Gefühl beschleicht,

nicht nachvollziehbaren Prozessen

heillos ausgeliefert zu sein. Das Motto

muss lauten: Inhalt vor Ego! Daher gehört

es zur Kernkompetenz von Führungskräften,

sich auf die Sorgen der Mitarbeiter

einzulassen und diese ausgiebig mit Empathie

zu moderieren. Wobei die Initiative

von den Führungskräften ausgehen muss,

damit die Mehrheit der Mitarbeiter abgeholt

und mitgenommen und nicht von

vagen Gerüchten im Vorfeld irritiert wird.

Vom Kopf in den Bauch

Und drittens ist entscheidend, dass Veränderungsprozesse

auf ein Ziel ausgerichtet

und dann auch „emotionalisiert“ werden.

Wenn man neue Strukturen ausschließlich

mit nüchternem Pragmatismus kommuniziert,

den Fokus allein auf die Funktionalität

strategischer Veränderungen legt und

diese mechanisch und seelenlos präsentiert,

darf man sich über mangelndes Verständnis

der Mitarbeiter nicht wundern. Selbst

wenn man nie alle Menschen wird überzeugen

können, darf man ihnen dennoch

nicht die Chance verwehren, auch gefühlsmäßig

nachzuvollziehen, wo es hingehen

soll. Die Verantwortlichen müssen dafür

Sorge tragen, dass ein Change-Prozess

„vom Kopf in den Bauch“ gelangt. Dabei

helfen weder Tabellen noch PowerPoint-

Folien! Nur wenn Mitarbeiter mit Leidenschaft

für Veränderungen gewonnen und

auf inspirierende Art und Weise überzeugt

werden, weil man sie als Menschen aus

Fleisch und Blut betrachtet und nicht als

Schachfiguren, die man nach Belieben

herumschieben kann, werden sie bereit

sein, sich auf neue Erfordernisse einzulassen,

auch wenn der Weg steinig wird.

Deswegen benötigen Veränderungsprozesse

stets die Balance von intellektueller

Einsicht und emotionaler Identifikation.

Christian Gansch

Dirigent, Musikproduzent


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Pluradent Symposium 2018 • Dentale Zukunft • 17

Neue Materialien und innovative Behandlungskonzepte

in der festsitzenden Prothetik

Komplexe prothetische Rehabilitationen

mit Veränderung der Vertikaldimension

der Okklusion (VDO) stellen eine besondere

Herausforderung an das restaurative

Team. Moderne Fertigungstechnologien

ermöglichen heute die Verwendung zahnfarbener

Okklusionsschienen, deren Materialqualität

und -eigenschaften sich deutlich

von herkömmlich gefertigten Schienen

unterscheiden. Diese unter standardisierten

Polymerisationsbedingungen gefertigten

Materialien weisen eine extrem hohe Homogenität

auf, die zu zahlreichen Vorteilen

führt. Dies sind: eine höhere Passgenauigkeit

durch Umgehung der Polymerisationsschrumpfung,

eine höhere Langzeitstabilität

von Form und Farbe, eine günstigere

Biokompatibilität, ein geringerer Verschleiß

und ein besseres ästhetisches Erscheinungsbild.

Der verbesserte Tragekomfort

kombiniert mit einer akzeptablen Ästhetik

und Funktion hat zu einer erheblich verbesserten

Compliance der Patienten gegenüber

der Schienentherapie geführt. Damit

werden ausgedehnte „Probefahrten“ mit

einem modifizierbaren Prototypen der

vorgesehenen Versorgung ermöglicht und

eine bessere Vorhersagbarkeit geschaffen.

Im Wesentlichen lassen sich heute drei

Vorbehandlungskonzepte für die Überprüfung

einer neu definierten Vertikaldimension

der Okklusion unterscheiden:

1. Konventionelle herausnehmbare Repositionierungsschienen

aus PMMA

2. zahnfarbene herausnehmbare CAD/CAM-

Schienen aus Polycarbonat

3. Festsitzende zahnfarbene Schienen in

Form einzelner adhäsiv befestigter

PMMA-Restaurationen

Zahnfarbene herausnehmbare CAD/CAM-Schienen

aus Polycarbonat

Gefräste herausnehmbare Okklusionsschienen aus

zahnfarbenem Polycarbonat für den Ober- und

Unterkiefer. Das Material zeichnet sich durch eine

extrem hohe Flexibilität aus und ist selbst bei extrem

dünner Ausarbeitung (0,3 mm) sehr frakturresistent.

Darüber hinaus kann bei der Umsetzung in

die spätere definitive Versorgung segmental

vorgegangen werden. Mit anderen

Worten: eine komplexe Rehabilitation kann

nach der Probefahrt mittels zahnfarbener

Schienen in einfacher zu beherrschende

Teilbehandlungsschritte aufgeteilt werden.

Auch für die Umsetzung in definitive Restaurationen

sind dank der rasanten materialtechnischen

Weiterentwicklungen auf

dem Gebiet der keramischen Restaurationen

sowie der Adhäsivtechnik völlig neue

Behandlungsmöglichkeiten verfügbar, die

sich in einem erweiterten Indikationsspektrum

und weitaus weniger invasiven Präparationen

widerspiegeln.

Prof. Dr. Daniel Edelhoff

Klinikdirektor, Poliklinik

für Zahnärztliche

Prothetik, Klinikum der

Universität München

Transfer in definitive Restaurationen nach Beendigung

der Probefahrt

Nach Präparation des 1. Quadranten kann die

Polycarbonat-Schiene mittig in zwei Hälften getrennt

werden. Mit einer eingegliederten „halben“ Schiene in

der noch nicht präparierten Kieferhälfte (2. Quadrant)

kann nun eine Kieferrelationsbestimmung vorgenommen

werden. Nach der Präparation des 2. Quadranten

kann die Bestimmung der Kieferrelation auf den ganzen

Kiefer erweitert werden.


Change is Chance: Veränderungen sind

Geschenke des Lebens

„Früher war alles besser!“ Na, erkennen Sie sich wieder? Egal, wo ich auch

hinkomme – mir sind im Laufe meines Lebens schon viele Menschen

begegnet, denen das Wort Veränderung gehörige Bauchschmerzen bereitet.

Klar können Sie die Stirn in Falten legen,

auf die Digitalisierung schimpfen

und sich die gute, alte Zeit zurückwünschen.

Doch das wird nichts ändern! Unsere

Welt befindet sich im Wandel, nichts

bleibt gleich. Weder die Gesellschaft, noch

die Wirtschaft – und ganz besonders nicht

unsere individuellen Arbeitsplätze. Daher

spielt es auch überhaupt keine

Rolle, wie Sie den Wandel bewerten.

Egal, ob Sie ihn nun gut oder

schlecht finden – es ist sowieso,

wie es ist. Sie können nichts daran

ändern! Entscheidend ist

daher vor allem Ihre Reaktion. Ja,

richtig gelesen! Sie haben es in

der Hand: Entweder belassen Sie

alles beim Alten, oder Sie bereiten

sich bestmöglich vor und stellen die

Weichen für die Zukunft. In diesem

Zusammenhang fällt mir ein wunderbares

Sprichwort ein, das ich vor Jahren von

einigen Surfern in Kalifornien aufgeschnappt

habe: „Du kannst die Welle nicht

verhindern. Aber Du kannst lernen, sie zu

reiten.“ So sieht es aus. Die Frage ist nicht,

ob Sie vom immer intensiver werdenden

Change betroffen sind, sondern ausschließlich,

wie gut Sie darauf vorbereitet sind

und wie Sie damit umgehen. Natürlich

können Sie nie wissen, wie groß und wie

steil die nächste Welle sein wird. Ein bisschen

Angst gehört dazu, das ist menschlich.

Doch entscheidend ist, dass Sie sich

nicht davon lähmen lassen! Denn Veränderung

ist keine Bedrohung, sondern eine

großartige Möglichkeit zu wachsen, besser

zu werden und die riesigen darin versteckten

Chancen zu nutzen. Sie müssen nur

richtig hinsehen und beherzt zugreifen.

Veränderung beginnt bei Ihnen

Veränderungen sind das Salz in der manchmal

trüben Suppe des Lebens. Doch damit

der Alltag so bunt, abwechslungsreich und

intensiv wie möglich wird, ist es notwendig,

sich aktiv zu verändern und die Zukunft

nach den eigenen Bedürfnissen zu

gestalten. Klingt eigentlich ganz spannend,

oder? Doch leider ist es eher die Ausnahme,

dass sich Menschen darum reißen, die Ärmel

hochzukrempeln und einfach loszulegen.

Egal, ob in unserer Gesellschaft, im

Unternehmen oder unserem persönlichen

sozialen Umfeld – Sie werden meist ähnliche

Aussagen zu hören bekommen: „Warum

sollte ausgerechnet ich anderen Menschen

helfen?“, „Dafür haben wir keine Zeit

und keine Ressourcen!“ oder „Warum soll

ich etwas verändern, wenn die Kollegen

immer nur passiv abwarten und danach

mosern?“ Motivierend ist definitiv anders.

Tja, das ist auch so eine Sache mit den

Veränderungen. Meist weht Ihnen nämlich

ein ziemlich unangenehmer Gegenwind ins

Gesicht. Lassen Sie sich davon nicht entmutigen,

sondern nutzen Sie Ihren persönlichen

„Wind of Change“ als Auftrieb!

Entscheidend ist, dass Sie Verantwortung

übernehmen und einfach loslegen. Warum?

Weil Sie es können. Nicht weil Sie es müssen

oder weil andere es von Ihnen verlangen.

Und auch nicht, weil Sie etwas im

Gegenzug dafür erwarten. Sondern einfach,

weil Sie es können. Das ist unternehmerisches

Denken. Das ist Selbstbestimmung.

Trauen Sie sich, die Welle zu reiten.

Wenn nicht jetzt, wann dann?


Pluradent Symposium 2018 • Dentale Zukunft • 19

Mut zur Verantwortung

Verantwortung ist mein Lieblingsthema.

Denn meist ist das der entscheidende

Knackpunkt, wenn es um Veränderungen

geht. An nichts scheitern so viele Menschen.

Sicher kennen Sie das von sich

selbst, oder? Sie sind voll befähigt, eine

Aufgabe zu übernehmen – trauen sich aber

nicht, den Mund aufzumachen und sich zu

committen. Warum? Weil Sie dann für Ihre

Ideen, Entscheidungen und Taten gerade

stehen müssen. Für die Erfolge, aber eben

auch für die Dinge, die nicht so gut gelaufen

sind. Klar, niemand gibt gerne zu, dass

er etwas verbockt hat. Doch wir alle machen

Fehler! Und es ist immer noch hundert

Mal besser, mit der eigenen Idee daneben

zu liegen, als aus lauter Angst überhaupt

nichts versucht zu haben. Erinnern Sie sich

noch an die Mathearbeiten zu Ihrer Schulzeit?

Sicher hat Ihnen Ihr Lehrer auch

immer wieder eingebläut, es zumindest zu

versuchen. Denn auch der Rechenweg gab

schon Punkte, selbst wenn das Ergebnis am

Ende falsch war. Sie haben es in der Hand.

Flüchten Sie sich nicht in Ausreden und

geben Sie anderen die Schuld, sondern

entscheiden Sie sich bewusst, zu handeln.

Sie können weder die äußeren Umstände

noch die Menschen um sich herum ändern.

Doch es gibt einen Menschen, über dessen

Verhalten Sie zu einhundert Prozent die

volle Kontrolle haben. Schauen Sie mal in

den Spiegel. Sie haben die Verantwortung.

Egal wie zufrieden Sie mit Ihrem Job, Ihrer

Beziehung, Ihren Finanzen oder Unternehmen

sind. Es waren Ihre Ideen, Entscheidungen

und Taten, die Sie in Ihrem Leben

an diesen Punkt gebracht haben. Daher

können auch nur Sie etwas ändern und

bestimmen, wie es weitergehen wird.

Verbrennen Sie Ihre Boote!

„Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme

nur so selten dazu!“ Kommt Ihnen das auch

bekannt vor? Fakt ist, wir vollbringen unsere

großartigsten Leistungen immer dann,

wenn wir uns zu hundert Prozent einer

Sache verschreiben, uns voll drauf einlassen

und eine echte Entscheidung treffen.

Sie wissen schon – ein bisschen schwanger

geht eben nicht. Sie wollen endlich abnehmen?

Dann ist der tägliche Besuch bei

McDonald’s ab sofort gestrichen. Sie wollen

Ihr Unternehmen umkrempeln und fit

für die Zukunft machen? Dann ist es auch

an der Zeit, sich von lieb gewonnenen, aber

nicht mehr zeitgemäßen Prozessen und

Angeboten zu verabschieden. In diesem

Zusammenhang gibt es eine wunderbare

Geschichte, die das prima auf den

Punkt bringt. Sie wurde schon Sun Tzu,

Hernando Cortez oder auch Alexander

dem Großen zugeschrieben. Wer es genau

war, spielt für uns gar keine Rolle. Ein

großer Heerführer landete mit seiner Armee

an der Küste des Feindes. Die eigene Armee

war zahlenmäßig hoffnungsvoll unterlegen,

das Gelände unübersichtlich und das

Wetter schlecht. Und dann geschah das

Erstaunliche. Trotz der hoffnungslosen

Aussicht auf einen Sieg gab der große

Heerführer einen einzigen Befehl: „Verbrennt

unsere Boote!“

Wow, Gänsehaut. Das nenne ich mal volles

Committment! Denn die drei Worte des

Heerführers ziehen eine klare Konsequenz

nach sich: Entweder wir siegen – oder wir

werden sterben. Ich würde mir wünschen,

dass wir diese einfache Entscheidungsstrategie

viel öfter in unserem Alltag anwenden

würden. Hören Sie endlich auf damit,

sich sämtliche Optionen offen zu halten!

Um etwas Außergewöhnliches zu erreichen,

müssen Sie sich festlegen. Nichts hat

so eine Kraft wie ein eindeutiger Fokus und

eine konsequente, hundertprozentige Entscheidung.

Klar ist das riskant – doch im

Business wie im Leben werden immer

diejenigen belohnt, die kalkulierte Risiken

eingehen, mutige Entscheidungen treffen

und mit Vollgas an der Erfüllung ihrer

Träume arbeiten. Das Schicksal belohnt die

Wagemutigen. Trauen Sie sich, Ihre Boote

zu verbrennen, entzünden Sie Ihr inneres

Feuer der Veränderung!

Ilja Grzeskowitz

Change Experte, Autor

mehrerer Bestseller und

international gefragter

Keynote Speaker


20 • Pluradent Symposium 2018 • Dentale Zukunft

Wie wir aufeinander wirken

Wie wir ticken, interessiert die Menschheit

schon viele tausend Jahre. Das

zeigen das chinesische Horoskop und die

Sternbilder genauso wie beispielweise die

Säftelehre aus der Antike. Hinter diesem

Interesse liegt der Wunsch, sich selbst besser

verstehen zu können, und das Verhalten

anderer Menschen besser einschätzen zu

können, um das Zusammenwirken zu verbessern.

Alle Systeme haben gemeinsam,

dass jeder Mensch zwar ein Individuum ist,

sich aber Gruppen finden lassen, die ähnliche

Verhaltenspräferenzen beschreiben.

Im letzten Jahrhundert wurde vor allem im

Bereich Psychologie das Thema Verhaltenspräferenzen

aufgegriffen, das bestehende

Modelle überprüft und weiter ausdifferenziert.

Durchgesetzt haben sich Modelle mit

vier Feldern oder Gruppen. Ergänzt wurden

diese vier Felder durch eine stabile fünfte

Dimension, die das Thema Verhalten unter

Stress aufnimmt. So unterschiedlich verschiedene

Methoden verkauft werden, so

ähnlich funktionieren sie in ihrem grundlegenden

Gedanken: Es geht immer um

eine Präferenz im Verhalten. Die Beschrei-

bung zielt auf eine konkrete Entscheidung

in einer bestimmten Situation. Die meisten

Modelle nutzen Achsen wie „extrovertiert“

und „introvertiert“ und quer dazu die Achse

„aufgabenorientiert“ und „menschenoder

beziehungsorientiert“. Daraus ergeben

sich die vier Felder, denen unterschiedliche

Farben und Bezeichnungen zugeordnet

werden. Es finden sich Beschreibungen, die

zum einen die Selbsterkenntnis unterstützen

und zum anderen die „Benutzeroberfläche“

des Gegenübers beschreiben.

extrovertiert

aufgabenorientiert

• hohes Selbstbewusstsein,

dominant

• Problemlöser, leistungsbereit

• extrovertiert, schnell

• motiviert durch

Herausforderung

• bestimmend

• optimistisch, begeisternd

• spontan, interaktiv

• initiativ, offen

• motiviert durch

Anerkennung

• unorganisiert

menschenorientiert

• gewissenhaft und genau

• ernsthaft und vorsichtig

• motiviert durch Einhaltung

von Standards/Prozessen

• erwartet viel von sich

und anderen

• hohe Selbstkontrolle

• pragmatisch – familienund

teamorientiert

• motiviert durch bewährte

Abläufe

• hilfsbereit, kooperativ

• zurückhaltend

• beständig

introvertiert


Die meisten Menschen, die einen solchen

Test machen oder sich selbst kritisch betrachten,

stellen fest, dass sie zwei Präferenzen

haben. Sie fühlen sich beispielsweise

mit rot und gelb gleichermaßen gut

beschrieben. Jede Kombination ist hier

möglich und jede Zusammenstellung hat

ihren Reiz. Anstatt nun Menschen in die

rote oder blaue Kategorie zu stecken, unterstützt

dieses Tool dann besonders Kommunikation

und Zusammenarbeit, wenn

wir schauen, wo das Gegenüber aus der

eigenen Perspektive steht. Fühlt man sich

selbst etwas rot, das Gegenüber ist vielleicht

stärker rot, dann verhält man sich

zwar ähnlich aber noch lange nicht gleich.

Dies gilt auch für alle anderen Farben.

Ausgangspunkt der Wahrnehmung ist immer

das eigene Profil. Und jedes Profil wird

außerdem vom Kontext beeinflusst. Treffen

wir beispielsweise auf eine Mitarbeitergruppe,

mit sehr vielen grünen Anteilen,

dann wird diejenige Person am ehesten ein

Teammeeting moderieren können, die etwas

rot in ihrer Mischung hat und diejenige

am besten auf die Struktur in Teammeetings

achten können, die neben grün auch

blaue Anteile aufweist.

Sich und andere besser einzuschätzen, soll

das Miteinander unterstützen. Der Fokus

liegt darauf, die Stärken des anderen erkennen

und würdigen zu können. Intuitiv

finden wir Menschen, die anders ticken als

wir selbst eher anstrengend aber auch interessant.

Ähnlichkeit macht die Zusammenarbeit

leichter. Gleichzeitig nehmen

wir bei hoher Ähnlichkeit bestimmte Themen

nicht wahr und deshalb schleichen

sich in Unternehmen, in denen nur ähnliche

Menschen arbeiten, systematische

Fehler leichter ein. Die Unterschiedlichkeit

der Personen produktiv nutzen zu können,

ist deswegen eine Voraussetzung, um stärkenorientiert

im Team zusammen zu arbeiten

und um gute Erfolge zu ermöglichen.

Verhaltenspräferenzen entscheiden auch

über die Berufswahl. So finden wir in Berufsgruppen

tendenziell ähnlichere Menschen.

Das verwundert nicht. Schon in der

Schule finden sich ähnliche Typen freundschaftlich

zusammen. Die Wahl der Ausbildung

oder des Studienfachs schärft das

Profil nochmals und mit abgeschlossenem

Studium oder abgeschlossener Ausbildung

werden wir feststellen, dass wir uns in

unserer Berufsgruppe – vorausgesetzt es

war die richtige Wahl und nicht jemand

anderes wollte, dass wir diesen Beruf ergreifen

– sehr wohlfühlen. Die uns umgebenden

Menschen ticken ähnlicher als der

Bevölkerungsdurchschnitt. Sobald wir

dann in einer Klinik oder in einer Praxis

arbeiten, haben wir es mit verschiedenen

Berufsgruppen zu tun: Die Unterschiedlichkeit

steigt wieder. Und das nachdem wir

viele Jahre nur unter Gleichen verbracht

haben.

Diese Herausforderung gilt es zu meistern

und Präferenzmodelle können die Augen

dafür öffnen, welche Stärken andere mitbringen,

die bei einem selbst nicht so

ausgeprägt sind. Diese können dann im

Sinne des Unternehmens eingesetzt werden.

Sich darüber zu beklagen, dass andere

Menschen anders sind, ist dann eher

ungünstig, auch wenn es mitunter erleichtert.

Interessanter wird es schon, wenn wir

versuchen herauszufinden, was andere so

anders und dadurch auch so besonders

macht. Was ist der Vorteil einer roten,

blauen, gelben oder grünen Präferenz? Wie

kann diese Stärke Patienten, Team und

Abläufen zugute kommen? Was können

wir an eine andere Person abgeben, weil

diese das viel besser kann und auch noch

gerne macht?

Erst mit diesen Überlegungen beginnen

wir, die Ressourcen, die uns im Team gegeben

sind zu nutzen, Synergien können

entstehen und Defizite können gegenseitig

ausgeglichen werden.

Arbeiten wir dauerhaft in einem Umfeld,

das uns in unseren Stärken fordert, dann

bleiben wir fröhlich und gesund. Umgekehrt

können wir körperlich und psychisch

geschwächt werden, wenn wir dazu gezwungen

sind, in einem Umfeld zu arbeiten,

in dem wir für unsere Stärken getadelt

werden und unsere Schwächen der Maßstab

sind. Das macht nicht nur keinen Spaß,

sondern tatsächlich krank. Zudem fühlen

wir uns in einem Umfeld, in dem unsere

Stärken gefragt sind, sicherer. Wir sagen

unsere Meinung und wagen uns mehr.

Dadurch entwickeln wir das Umfeld weiter

und können unsere Stärken noch effektiver

einbringen. So wirkt das Team auf den

Einzelnen und der Einzelne auf das Team.

Um Mitarbeiter in ihren Stärken zu entwickeln

ist es notwendig, für die Unterschiedlichkeit

Raum zu geben. Das Abgeben von

Aufgaben gehört genauso dazu wie Mitarbeitern

etwas zuzutrauen, geduldig und

unterstützend zu agieren, sie anzuerkennen

und insgesamt für eine positive Stimmung

zu sorgen. Sich auf die Unterschiedlichkeit

einzustellen ist nicht immer ganz einfach,

wenn viel zu tun ist. Gut also, wenn man

außerdem weiß, wie man selbst unter Stress

funktioniert. Denn die eigene Benutzeroberfläche

wirkt maßgeblich auf andere

und beeinflusst deren Verhalten. „Wie habe

ich dazu beigetragen?“ ist deswegen die

wichtigste Frage, wenn etwas nicht so

funktioniert, wie wir uns das wünschen.

Dr. Susanne Klein

EMCC Master Coach,

Leiterin Führungskräfteentwicklung


22 • Pluradent Symposium 2018 • Dentale Zukunft

3D-Druck – angekommen

in der Zahntechnik

Die Anwendungen im 3D-Druck sind

nach dem abflauenden Hype erwachsen

geworden und haben neben dem industriellen

Einsatz inzwischen auch den

medizinischen Bereich erfasst. Die rekonstruktive

Chirurgie nutzt biokompatible

Druckmaterialien für die Wiederherstellung

von Gesichts- und Schädelstrukturen von

Unfallopfern und ersetzt defekte Knochenstrukturen

durch gedruckte Hüftprothesen

und Wirbelsäulenimplantate aus Titan.

Inzwischen forschen Institute sogar an der

Nutzung der Printtechnologie für den Ersatz

von Blutgefäßen und künstlichen

Organen.

Auch die digitale Zahnheilkunde und

Zahntechnik hat den Nutzen des 3D-

Druckverfahrens erkannt. Ob Metalle, Harze,

Kunststoffe oder in bedingtem Umfang

auch Keramik: die Druckverfahren bleiben

ähnlich. Das 3D-Objekt wird mittels Software

in horizontale Layer zerlegt und anschließend

im gewünschten Material

Schicht für Schicht aufgebaut. Während

Metallsinterverfahren aufgrund der Investitionskosten

eher Spezialdienstleistern

vorbehalten sind, scheint sich in der Laborlandschaft

die SLA- und DLP-Technologie

bei Desktopgeräten zu etablieren, da

sie konstant hohe Auflösungen und genauere

Ergebnisse liefern als ähnliche Printverfahren

wie z. B. die Extrudertechnik von

Filamentdruckern.

Die Stereolithographietechnik ( SLA ) nutzt

einen Laser bestimmter Wellenlänge, der in

einem photosensitiven Polymerbad die zu

druckenden Bereiche aushärtet und Schicht

für Schicht miteinander verbindet. Dabei

wird die erste Schicht direkt mit der Bauplattform

„verklebt“, die jüngsten Schichten

miteinander verbunden und so das

Objekt kopfüber im Kunststoffbad erstellt.

Der Laserstrahl ist motorgesteuert und

zeichnet in Reihen von Punkten und Linien

die Konturen des Bauobjektes nach.

Somit steht der Zeitaufwand für die

Schicht-für-Schicht-Belichtung in Abhängigkeit

zur Auslastung der Bauplattform.

Bei Desktopgeräten mit geringem Bauabstand

der Laserquelle zur Druckebene, kann

es in den äußeren Randbereichen der

Bauplattform zu leichten Verzerrungen

kommen.

Die DLP-Technik unterscheidet sich zu

vorgenannter durch die Lichtquelle. Sie

nutzt einen Projektor, der die einzelnen

Layer in einem Vorgang belichtet. Der

Vorteil dieser Projektortechnologie liegt in

der kürzeren Bauzeit, da es für die Gesamtbelichtung

unerheblich ist, ob die Bauplattform

komplett ausgenutzt ist oder nur ein

Element gedruckt wird. Am Ende des

Bauprozesses beider Verfahren müssen die

Objekte mit UV-Licht nachgehärtet werden.

Die Anwendungsbereiche sind vielfältig. In

der digital abformenden Kieferorthopädie

ersetzen Printer Modelle sowie gefräste und

tief gezogene Aligner und Schienen. In der

restaurativen und chirurgischen Zahnheilkunde

substituieren sie Modellgussobjekte,

Provisorien sowie Bohrschablonen. Dabei

ermöglichen unterschiedliche Printmaterialien

verschiedene Indikationsgebiete. Besonderes

Augenmerk ist auf die Medizinprodukteklasse

der Materialien zu richten,

welche in geprinteter Form temporär im

Mund verbleiben und nicht durchgängig

der Klasse IIa entsprechen. Ebenso sind

verschiedene Dentaldrucker hinsichtlich

der Materialien offen während andere Modelle

nur die Verarbeitung bestimmter

Materialien zulassen.

Eine pauschale Aussage welches System

das Richtige ist, lässt sich ohne genaue

Kenntnis der Einsatzzwecke nicht treffen.

Am Besten sichert eine Beratung durch

unsere CAD/CAM-Laborspezialisten Ihre

Investitionsentscheidung ab. Hierbei erhalten

Sie vertiefende Informationen zu Technologien,

Einsatzgebieten und ökonomischen

Parametern der DLP-Drucker für Ihr

individuelles Indikationsspektrum.

Matthias Beck

Produktmanager

Einrichtung,

Pluradent AG & Co KG

3D-Druck

Bereit für Serienanwendungen

Die Anwendungsbereiche sind vielfältig.

Von Schienen, Bohrschablonen, Aligner

über Modelle, Provisorien und Modellgussobjekte

reichen die derzeitigen Indikationen

zahntechnischer Drucker, die

sich perspektivisch erweitern.


Buchen Sie einen Termin

mit unseren Spezialisten

über die PluradentApp und

sprechen Sie mit ihnen über Ihre

dentale Zukunft. Sie erkennen

die Spezialisten auch

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Wissen Sie, was morgen

wichtig sein wird?

Wir beraten Sie umfassend zu allen Zukunftsthemen:

Pluradent hat erfahrene Spezialisten für die Bereiche

Digitale Praxis, Dentale Volumentomographie, Laser, CAD/

CAM, Intraorale Scanner, Soft- und Hardware, Mikroskopie.

Nutzen Sie die Chancen der technologischen Innovationen

für Ihre Praxis.

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30 Niederlassungen und auch in Ihrer Nähe.

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24 • Pluradent Symposium 2018 • Dentale Zukunft

Klarheit als Schlüssel zu erfolgreichem Personalmarketing

und erfolgreicher Mitarbeiterbindung

Es sind die Mitarbeiter, die den Unterschied

ausmachen: mit ihrer Qualifikation

und ihrer Motivation bestimmen sie

maßgeblich den Erfolg einer Praxis bzw.

eines Labors. In Zeiten des Fachkräftemangels

stellen die Auswahl passender und die

langfristige Bindung motivierter Mitarbeiter

eine besondere Herausforderung für die

Praxisleitung dar.

Ein klares Profil zeigen und den Kunden

dadurch deutlich aufzeigen, welche Leistungen

sie in der Praxis erwarten dürfen

und was diese Praxis von anderen Praxen

unterscheidet – was für die Ansprache von

Patienten gilt, hat sich auch bei der Suche

nach und bei der Ansprache von Mitarbeitern

bewährt. Erfolgreiche Praxen stellen

bei ihren Recruitingmaßnahmen deutlich

heraus, was sie als Arbeitgeber auszeichnet

und was sie damit von anderen Mitbewerbern

auf dem Arbeitsmarkt unterscheidet.

Dabei sind die Angebote an die Mitarbeiter

ebenso wichtig wie die Ansprüche, die man

als Arbeitgeber an die Bewerber stellt.

Klarheit im Bewerbungsprozess führt u. a.

dazu, dass sich jene Bewerber angesprochen

fühlen, die zu dem Profil der Stelle

und der Praxis passen. Im Umkehrschluss

erkennen andere Bewerber, dass ihre Qualifikationen

und Ansprüche nicht zu denen

der Praxis passen und sehen von einer

Bewerbung ab. Eine Win-win-Situation für

beide Seiten, wenn die gegenseitigen Erwartungen

vom ersten Kontakt an klar

beschrieben werden.

Klarheit bedeutet auch, die Ressourcen der

Praxis bzw. des Labors zu schonen, da

weniger Anzeigen gestaltet und geschaltet

werden müssen und so geringere Kosten

entstehen und weniger Zeit investiert werden

muss. Die Erfahrung zeigt, dass gerade

in der Dentalwelt eine gezielte Auswahl an

geeigneten Onlineportalen eine große

Reichweite der Anzeigen erwirkt.

Klarheit bei der Anzeigengestaltung selbst

bedeutet, die zentralen Aspekte, die für den

Bewerber wichtig sind, zielgruppengerecht

und deutlich zum Ausdruck zu bringen.

Hierbei spielen gerade präzise Formulierungen

eine große Rolle. Was versteht der

Arbeitgeber unter Flexibilität? Dies zu

konkretisieren ist einer der Erfolgsfaktoren

im Recruiting. Ist eine zeitliche oder eine

inhaltliche Flexibilität bei dieser Stelle

gemeint?

Klarheit im Recruiting ist ebenso wichtig

wie nach dem Recruiting: Den Erwartungen,

die ein Arbeitgeber bei den Bewerbern

durch den Auftritt im Recruitingprozess

erzeugt, sollten nach dem Eintritt in die

Praxis unbedingt entsprochen werden.

Nicht selten werden Zusagen gemacht oder

Erwartungen geweckt, die später im Praxisalltag

nicht aufrechterhalten werden. Dies

führt nicht nur bei den Mitarbeitern, die

neu in die Praxis eintreten, zu Enttäuschungen,

sondern auch bei dem bestehenden

Team.

Klarheit bei der Mitarbeiterführung bedeutet

langfristige Bindung an die Praxis.

Mitarbeiter möchten wissen, was die

Praxisleitung von Ihnen erwartet und wünschen

sich konkrete Rückmeldungen zu

ihrem Verhalten. Mit einem gleichermaßen

wertschätzenden wie konkretem Feedback

kann sich jeder Mitarbeiter weiterentwickeln

und sich im Sinne der Praxisziele

verhalten.

In unserem Workshop zeigen wir Ihnen

eine Reihe von erfolgreichen Tipps für

Klarheit beim Personalmarketing und der

Mitarbeiterbindung auf.

Im Zentrum stehen dabei die Fragen:

• Wie kann ich die Bewerber ansprechen,

die zu mir und meiner Praxis passen?

• Wie kann ich die Mitarbeiter motivieren

und zielgerichtet führen?

Gudrun Mentel

Consultant Personalentwicklung,

prodent consult

GmbH


Pluradent Symposium 2018 • Dentale Zukunft • 25

PRAXISRELAUNCH by Pluradent

Als Relaunch bezeichnet man im

Marketing die Überarbeitung eines am

Markt eingeführten Produktes – in diesem

Fall also Ihre Praxis. Hier gilt, dass ein

Praxisrelaunch mehr ist, als ein Umzug

oder eine Renovierung der Räumlichkeiten.

Das ganz klare Ziel ist die Steigerung des

Praxiserfolgs und die Fragen: Was lässt

sich optimieren? Wie geht es weiter?

Die Wege dazu können ganz unterschiedlich

sein.

• Ein neues Ambiente, das zu einer besseren

Wahrnehmung Ihrer Leistung führt.

• Mehr Platz für ein Wachstum Ihrer Praxis.

• Eine andere Ausstattung, die Ihnen

erlaubt, spezialisierte Leistungen zu

erbringen.

• Die bessere Lage, die den Zugang zu einer

anderen Klientel eröffnet.

Die Motive für einen Praxisrelaunch können

vielfältig sein. Zu Beginn der eigenen

Karriere werden häufig noch Kompromisse

hingenommen. Man beginnt zunächst

vorsichtig. Das vorhandene Praxiskonzept,

die Räumlichkeiten und die

Ausstattung bleiben größtenteils

bestehen. Oftmals entspricht dieser

Rahmen im Laufe der Zeit

aber nicht mehr Ihren ursprünglichen

Erwartungen.

Unabhängig davon, ob sich

eine Praxis ganz neu erfindet

oder eine Übernahme geplant

ist, entwickelt Pluradent gemeinsam

mit dem Zahnarzt das

passende Raumkonzept und begleitet

den komplexen Prozess der

Praxisplanung von der Entwurfsskizze

bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe.

Dabei wird konsequent darauf geachtet,

dass Design, Ergonomie und Workflow eng

mit den Kundenvorstellungen zusammen

entwickelt werden. Es geht darum, individuelle

Ideen umzusetzen, um so ein ideales

Arbeitsumfeld zu schaffen.

Gestalten Sie Ihre Umgebung so, dass Sie

sich täglich auf Ihre Praxis freuen können.

Davon profitieren auch Ihre Mitarbeiter –

und nicht zuletzt Ihre Patienten.

Seit vielen Jahren begleiten wir nun Praxen

schon bei ihren Veränderungsprozessen. Im

Wesentlichen geht es dabei um die Dinge,

wie z. B. die Suche nach der richtigen Immobilie,

die optimale Raumplanung oder

Renovierung bis hin zur Einrichtung der

Praxisräume.

In Wahrheit geht es aber um mehr – nämlich

um die Umsetzung Ihrer Idee von

Zahnmedizin und um den Platz, an dem

Sie gerne gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern

und Patienten einen erheblichen Teil

Ihres Lebens verbringen.

Egal welche Ziele Sie mit Ihrem Relaunch

verbinden: Mit unseren Experten im Unternehmen

und unseren Partnern im Markt

sorgen wir gemeinsam dafür, dass auch Ihr

Praxisrelaunch eine Erfolgstory wird.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

www.praxisrelaunch.de

Louisa Serwuschok

Marketing Manager,

Pluradent AG & Co KG


26 • Pluradent Symposium 2018 • Dentale Zukunft

Neue Möglichkeiten in der Diagnostik dank

Augmented Reality Technologie

Der Planung und Diagnostik kommt in

der Zahnmedizin und Zahntechnik

eine für den Erfolg grundlegend entscheidende

Rolle zu. Wird die Diagnostik konsequent

durchgeführt und umgesetzt, lässt

sich das Risiko für technische wie auch

klinische Komplikationen minimieren und

im besten Fall ganz vermeiden. Auch für

den Patienten, der mit seinen Wünschen

z. B. für eine ästhetische Verbesserung seiner

Zähne in die Praxis kommt, ist es von

großem Vorteil noch vor der eigentlichen

Behandlungsphase eine Visualisierung des

geplanten Endergebnisses in Form eines

Mock-ups zu erhalten. Dies hat nicht nur

den Effekt, dass der Patient seine zukünftige

Zahnform, Zahnlänge und Zahnfarbe

visualisiert bekommt, sondern ist auch

noch sehr motivierend zu Beginn der Behandlung.

Bisher war die Erstellung der Mock-ups mit

einigem Aufwand seitens des behandelnden

Teams verbunden. Für die Erstellung

eines konventionellen Mock-ups müssen

Situationsmodelle hergestellt werden, diese

müssen dann einartikuliert werden damit

darauf ein Wax-up erarbeitet werden

kann. Diese Schritte sind mit Zeit und

Kosten verbunden. Möglicherweise gefällt

dem Patienten die erste erarbeitete Version

aber gar nicht, und es müssen Anpassungen

vorgenommen werden, was wiederum

mit Aufwand und Zeit verbunden ist.

An dieser Stelle wäre es also von immensem

Vorteil auf ein Tool zurückgreifen zu

können, dass es dem behandelnden Team

ermöglicht, dem Patienten die neue Zahnform,

Zahnfarbe oder Zahnstellung virtuell

zu visualisieren, ohne konventionelle Abformung

und die Notwendigkeit ein Waxup

und ein Mock-up zu erstellen.

Durch die Einführung neuer Augmented

Reality Technologien und die in ihrer

Leistungsfähigkeit immer stärker werdenden

Smartphones und Tablet Computer ist

es heute möglich, mit bestimmten Applikationen

eine erweiterte Realität zu visualisieren.

Denn wo in der Welt des Lifestyles Applikationen

wie „Pokémon Go“ Menschen

dazu motiviert werden, mit Smartphones

in der Hand auf der Suche nach Monstern

durch die Straßen zu ziehen, ist die Augmented

Reality nun mit der Software-

Technologie von Kapanu (Ivoclar Vivadent,

Schaan, Lichtenstein) auch in der dentalen

Welt angekommen. Sie ermöglicht es, den

Patienten vor Beginn der eigentlichen Behandlung

mittels einer Echtzeitvisualisierung,

einen Blick auf die möglichen, zukünftigen

Zahnformen, Zahngrößen und

Zahnfarben zu werfen. Das Unternehmen

setzt hier einen komplett neuen Impuls für

die Diagnostik. Um weitere Trends nicht

aus den Augen zu verlieren, ermöglicht die

Applikation jede Intensität von Bleaching,

die bis in den Bereich von California White

geht. Zudem können Aligners und Brackets

zur Visualisierung möglicher Therapieoptionen

eingeblendet werden. Das Ziel ist

Planungsvarianten mit offenen STL-

Schnittstellen zu erstellen, die eine einfache

Integration und Alltagstauglichkeit

ermöglichen.

Vincent Fehmer

Zahntechnikermeister


Save the

date!

Free-Fax: 0800 8298333 oder schreiben Sie an: symposium@pluradent.de

Ich bin interessiert am Pluradent

Symposium 2020. Bitte senden

Sie mir – sobald verfügbar –

eine per sönliche Einladung zu.

Ansprechpartner

Telefon/E-Mail

Adresse/Stempel

Pluradent AG AG & Co Co KG KG• Kaiserleistraße 3 • D-63067 Offenbach

Tel. Kaiserleistraße 069/82983-0 3 • D-63067 Fax 069/8 Offenbach 29 83-271

www.pluradent-symposium.de

www.pluradent.de

Kunden-Nr.

Ort/Datum/Unterschrift


28 • Pluradent Symposium 2018 • Dentale Zukunft

Aussteller und Themengebiete

der Zukunftsausstellung

Praxis- und

Laborconsulting

Existenzgründung,

Planung & Innenarchitektur

Technische Services

Abform-, Füllungs-,

Befestigungs- und

Einbettmaterialien

Pluradent,

prodent consult

(Foyer Eingang)

Qualitätsmarke

PluLine, Pluradent

Services

(Treppe)

Funktionsdiagnostik

Straumann

orangedental

GC

Ultradent/

Zeiss

VDW

Morita

Ivoclar

Vivadent

Hu-Friedy

Kappler

Med & Org/

MELAG

Dürr

Dental

Implantologie, Prozesslösungen

und Bio-Materialien

Verbrauchsmaterialien

Praxis- und

Labormöbel

Praxis- und Laborversorgungstechnik

Behandlungs einheiten

Labortechnik, Öfen


Pluradent Symposium 2018 • Dentale Zukunft • 29

Hier sehen Sie eine Übersicht aller Themengebiete und Aussteller sowie die

Anordnung der Ausstellungsflächen in unserer Zukunftsausstellung. Gehen

Sie, ähnlich wie bei einem Fahrplan, die Linien entlang und sehen Sie, welches

Unternehmen welches Thema ausstellt – und umgekehrt.

Kleingeräte und

Instrumente

Röntgendiagnostik,

Diagnose-Software,

Mikroskopie

Pluradent Einrichtung,

Meet the Specialist

(Treppe)

KaVo Kerr

Investitionspakete

für Praxisgründer

Dentsply Sirona

CAD-Software,

Intraoral- und

Modellscanner,

3D-Drucker, Fräsen

Hygienetechnik/-

Dokumentation

Endodontie

Die hier dargestellten Themen betreffen nur die Zukunftsausstellung,

nicht das komplette Produkt- und Dienstleistungsportfolio

der Aussteller.


30 • Pluradent Symposium 2018 • Dentale Zukunft

Ausstellerverzeichnis

Carl Zeiss Meditec

D-73447 Oberkochen

www.meditec.zeiss.de

Dentsply Sirona

D-64625 Bensheim

www.dentsplysirona.com

Dürr Dental

D-74321 Bietigheim-

Bissingen

www.duerrdental.com

GC Germany

D-61348 Bad Homburg

www.germany.gceurope.com

Hu-Friedy

D-60528 Frankfurt am Main

www.hu-friedy.de

Ivoclar Vivadent

D-73479 Ellwangen

www.ivoclarvivadent.de

Kappler Med+Org

D-72285 Pfalzgrafenweiler

www.kappler.de

KaVo Kerr

D-88400 Biberach

www.kavokerr.de

MELAG Medizintechnik

D-10829 Berlin

www.melag.de

Morita

D-63128 Dietzenbach

www.morita.com/europe

orangedental

D-88400 Biberach

www.orangedental.de

Pluradent

D-63067 Offenbach

www.pluradent.de

prodent consult

D-63067 Offenbach

www.prodent-consult.de

Straumann

D-79111 Freiburg

www.straumann.de

Ultradent

D-85649 Brunnthal

www.ultradent.de

VDW

D-81737 München

www.vdw-dental.com

Änderungen vorbehalten.


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