pma Ausgabe 1/2018

langhama


Diese Ausgabe steht ganz im Zeichen der Integrated Systems Europe. Sie erfahren alle Fakten zur diesjährigen internationalen Leitmesse für Systemintegration und AV und dem Rahmenprogramm.

Die Heavy-Metal-Stars von Metallica sind mit ihrer 360-Grad-Bühne auf "WorldWired-Tour". Wir haben mit dem Production Co-Ordinator und dem Lichtdesigner der Tour über die Lichttechnik und das Bühnendesign der Show gesprochen.

Seit einigen Jahren ist das Gebäude-Mapping ein Top-Thema in der Branche. Wir haben uns in unserem Beitrag Projection-Mapping mit zwei absoluten Profis in diesem Bereich unterhalten.

Weitere Themen:
In den pma Basics geht es um das Thema Bühnenmonitoring, im pma Venue Guide haben wir das Estrel in Berlin unter die Lupe genommen und wir zeigen das spannende Beschallungskonzept des BR3 Dorffests.

Im Test:
db Technologies ES 1203
LD Systems MAUI G2 & MAUI 28 G2
Mackie Thump Serie
Zoom LiveTrack L-12
JTS CX-500 DUO Set
Eurolite Color Chief
Showtec Shark

Hands-on Test

LD Systems MAUI 11

Im Porträt

Ralph Nassenstein (BTL)

Amper Slam

Das Finale

Branchenforum

Neuigkeiten aus der Branche

www.p-m-a.de

Das Reportage-Magazin für die Veranstaltungsbranche

1/2018

B 48825

8,50 €

Deutschland

Metallica

Heavy Metal Lightshow

pma Venue Guide:

Estrel Berlin

Projection Mapping:

Gebäude-Projektion

BR3 Dorffest:

mit d&b Audio

pma Basics:

Bühnenmonitoring


THE

FUTURE

OF

THE

LINE

ARRAY

IS

STRAIGHT

FOHHN FOCUS VENUE

BEAM STEERING FOR CONCERT SOUND

Gerade geflogen oder gestackt.

Abstrahlverhalten per Software in Echtzeit eingestellt.

Einfach perfekten Live-Sound erleben.

Infos unter: www.fohhn.info/focusvenue


EDITORIAL

D8PLUS STAGE OPERATOR

Alles im Blick

Liebe Leser,

das Jahr 2018 verspricht viele spannende Entwicklungen in den Bereichen

der Veranstaltungs-Technologien und Top-Events. Gleich zu Beginn des

Jahres richten sich die Augen der Technik-Branche nach Amsterdam auf

die Integrated Systems Europe. Auf Seite 40 erfahren Sie alle Fakten zur

diesjährigen internationalen Leitmesse für Systemintegration und AV.

Alles im Blick haben auch die kalifornischen Heavy-Metal-Stars von

Metallica auf der 360-Grad-Bühne ihrer „WorldWired-Tour“. Wir haben

mit dem Production Co-Ordinator und dem Lichtdesigner der Tour über die

Lichttechnik und das Bühnendesign der Show gesprochen. Die ganze Story

finden Sie ab Seite 52.

Gebäude-Mappings sind ein stetig wachsender Trend in der Eventtechnik

und zaubern ein Leuchten in die Augen der Zuschauer. Wir haben

uns in unserem Beitrag Projection-Mapping auf Seite 42 mit zwei absoluten

Profis in diesem Bereich unterhalten, die spannende Einblicke in ihre Arbeit

gewähren.

Auch die Ohren kommen in dieser Ausgabe nicht zu kurz. In der

Rubrik pma Basics geht es um die Ohren der Musiker und Künstler auf der

Bühne, die nur mit einem optimalen Bühnenmonitoring eine perfekte Show

abliefern können. Alle Grundlagen und neue Technologien im Bereich Monitoring

fínden Sie ab Seite 62.

• Für Kettenzüge in Direktsteuerung

oder mit Schützensteuerung

• Linkbare Motorverteilungen

auf Netzwerk-Basis

• Integrierte Software

zur Anlagenkonfiguration

• Passwortverwaltung

• Lasterfassung mit Gruppenabschaltung

• Import von Hallenplänen

• Integrierter Manual-Modus

• Touchscreen-Fernbedienungen

bis 17“ erhältlich

• Funkfernbedienungen erhältlich

CHAIN HOISTS • CONTROL SYSTEMS • SOLUTIONS

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Ihr Chefredakteur

Steffen Sauer

pma bei facebook!

www.facebook.com/pmamagazin

info@chainmaster.de

P.S.: Schreiben Sie uns Ihre Meinung unter red@pma-magazin.de

CHAINMASTER BÜHNENTECHNIK GMBH

Uferstrasse 23, 04838 Eilenburg, Germany

Tel.: +49 (0) 3423 - 69 22 0 Fax: +49 (0) 3423 - 69 22 21

E-Mail: info@chainmaster.de www.chainmaster.de


INHALT

TALK

08 News

Neue Produkte & Produktionen, Branchentalk,

Termine, Personelles

BRANCHENFORUM

20 Brancheninfos

Produkte, Technologien & Events

MESSE

40 Vorschau

Integrated Systems Europen (ISE)

THEMA

42 Projection Mapping

Gebäudefassaden als Leinwand

46 Amper Slam Band Battles 2017

Das große Finale

52 Metallica

Alles zur Lichttechnik der „WorldWired”-Tour

58 Das BR3-Dorffest 2017

Die Beschallung auf dem Bayern 3 Dorffest

62 pma Basics

Bühnenmonitoring

68 pma Venue Guide

Estrel Berlin

PORTRÄT

72 Köpfe

Ralph Nassenstein

HANDS-ON TEST

78 dB Technologies ES 1203

80 LD Systems MAUI 11 G2 & MAUI 28 G2

84 Mackie Thump Serie

86 Zoom LiveTrak L-12

88 JTS CX-500 DUO SET

90 Eurolite Color Chief

92 Showtec Shark

46

Das große Finale

der Amper

Slam Band

Battles

SERVICE

03 Editorial

94 Branchenverzeichnis

96 Anzeigenindex

98 Vorschau, Impressum

4 pma 01/18


Nebel ist

unsere Sache!

Vom akkubetriebenen Mini-Nebelgerät zum

Einbau in Requisiten über leistungsstarke

Dunst- und Nebelmaschinen bis hin zum

9kW-Gerät für Hallen und Stadien, einer

leistungsstarken Bodennebelmaschine als

High Pressure und Low Pressure-Version sowie

eines Vorsatzgerätes zur Erzeugung von

Bodennebel können wir genau das richtige

Gerät für den von Ihnen gewünschten Effekt

liefern.

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Akkubetriebene Mini-Nebelmaschinen,

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Dunsterzeuger DMX, 1500 W

52

Alles über die Lichttechnik der

„WorldWired”-Tour von Metallica

© Ralph Larmann

Viper S, Viper nt, Viper 2.6 & Orka

Nebelgeräte DMX, 650 W, 1300 W, 2600 W &

9000 W

Cryo-Fog

Bodennebelgerät 2300 W als Hochdruck- oder

Niederdruck-Variante

62

pma-Basics

Bühnenmonitoring

Cryo-Gate

Vorsatzgerät zur Bodennebelerzeugung zur

Nutzung mit bereits vorhandenem Nebelgerät

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TALK News

ADAM HALL GROUP

Gravity LTS 01 B Laptop-Ständer jetzt verfügbar

Die Adam Hall Group-Marke Gravity

präsentiert auf der Winter NAMM

Show 2018 den Gravity LTS 01 B

– eine Tabletop-Halterung für Laptops

und Controller aus den Bereichen DJ

und Musikproduktion. Die NAMM Show

2018 findet vom 25. – 28. Januar 2018

in Anaheim, Kalifornien, statt.

Der Gravity LTS 01 B hat die Adam

Hall Group einen durchdachten Laptopund

Controller-Ständer für DJs, Musikproduzenten

und weitere Anwender mit

hohen Anforderungen an das eigene

Equipment entwickelt. Mit patentiertem

Design basiert der Ständer auf einer

leichtgewichtigen Aluminium-Konstruktion,

die auch härtere Tasten- und Buttonanschläge

nicht aus der Ruhe bringt.

Zudem lässt sich der LTS 01 B ohne weitere

Hilfsmittel auf ebenen Oberflächen

aufstellen oder – dank des abnehmbaren

Stativfußes – über eine im Lieferumfang

enthaltene Klemme an Tischkanten platzsparend

befestigen.

Für die perfekte Ausrichtung des

Laptops bzw. Controllers sorgen zwei

im Winkel anpassbare Auflageflächen.

Diese sind darüber hinaus mit gummierten

Pads versehen, die ein Verrutschen

und Verkratzen des Equipments und der

Standfläche verhindern. Für den komfortablen

Transport und die platzsparende

Aufbewahrung lässt sich der LTS 01 B

schnell und einfach zusammenklappen.

Der LTS 01 B eignet sich für Laptops

mit 12-Zoll- bis 17-Zoll-Bildschirm-

Der Laptop-

Ständer Gravity

LTS 01 B von

Adam Hall

diagonale sowie zahlreiche Musikproduktionscontroller,

darunter das Novation

Launchpad, die Native Instruments Maschine

und der Ableton Push.

www.adamhall.com

AED GROUP

Die AED Group lud zu den Customer Nights in Belgien und

Deutschland ein

Die AED Group veranstaltete am

13. und 14. Dezember eine weitere

Ausgabe der AED Customer Nights.

Mit erwarteten 1.500 Teilnehmern aus

der internationalen AV-Branche fan in

den AED Studios im belgischen Lint bei

Antwerpen das zweitätige Event statt

– es kombiniert eine AV-Messe, Keynote-

Seminare, sowie einen Branchentreff mit

Get-together, Dinner und der berühmten

AED-Party im Anschluss.

Die Customer Nights der AED Group

Bei den AED Customer Nights

haben die Teilnehmer an beiden Tagen die

Möglichkeit, neben der Präsentation aktueller

Produkte und Technologien aus dem

AED-Portfolio, einem einstündigen Seminar

von Patrick Woodroffe beizuwohnen. Der

international renommierte Lichtdesigner

war unter anderem für die Gestaltung der

Tourneen von Michael Jackson, den Rolling

Stones, Peter Gabriel, Lady Gaga und

Elton John, sowie die Eröffnungs- und Abschlussfeier

der Olympischen Spiele 2012

in London verantwortlich.

Die AED Group lud im Anschluss an

das Ausstellungs- und Seminarprogramm

alle Teilnehmer zum großen Dinner in den

Räumlichkeiten der Barco Virtual World,

gefolgt von einer Keynote des AED Geschäftsführers

Glenn Roggemann, der das

Jahr 2017 Revue passieren ließ und einen

Ausblick auf das kommende Jahr gibt.

Abgerundet wird der erste Tag der

Customer Nights von der mittlerweile legendären

AED Customer Nights Party.

Speziell für die deutschsprachigen

Kunden veranstaltet AED Germany

am 25. und 26. Januar 2018 am

Deutschland-Standort im rheinlandpfälzischen

Bannberscheid einen eigenen

Customer Nights-Event.

Speziell für Kunden aus dem

deutschsprachigen Raum veranstaltet AED

Germany am 25. und 26. Januar 2018

am Deutschland-Standort im rheinlandpfälzischen

Bannberscheid einen eigenen

Customer Nights-Event.

Anmeldungen für beide Customer

Nights unter: http://www.aedcustomernights.com/customernightsbelgium.html

www.aedgroup.com

6 pma 01/18


ABO+Prämie

Gravity LTS 01B Laptopständer

Ihre Vorteile im Abo:

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und früher als am Kiosk

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TALK News

CHRISTIE DIGITAL

Christie stellt neue Crimson-Serie vor

Ein 3DLP Laser-Phosphor-Projektor von Christie

Auf der LDI 2017 stellte Christie die

aktuelle Crimson-Serie vor. Hierbei handelt

es sich um 3DLP Laser-Phosphor-Projektoren,

die bis zu 25.000 Lumen bei 60Hz

Bildverarbeitung liefern – neben der Christie

BoldColor-Technologie wird ein kompaktes,

robustes Design sowie niedrige Gesamtbetriebskosten

für Rental-Staging-Anwendungen

und Festinstallationen geboten.

Eins ist klar: Nutzer werden von der

ultraschnellen Bildverarbeitung der Christie

TruLife Elektronik und den integrierten

Christie Twist Warping- und Blending-Funktionen

begeistert sein. Durch die BoldColor

Technologie, einer Kombination aus zusätzlichen

blauen und roten Lasern, überzeugt

die Crimson-Serie durch eine lebendige

und natürliche Farbwiedergabe. Zudem

kann durch eine zusätzliche Nutzung von

Christie Mystique die erforderliche Zeit für

die Kalibrierung von Multiprojektorsystemen

von Stunden auf Minuten verkürzt

werden – somit sparen die Kunden Zeit

und auch Arbeitskosten.

Crimspon-Projektoren bieten mit einer

nach IP5X versiegelten Festkörper-Laserlichtquelle

einen langjährig zuverlässigen,

kostengünstigen und nahezu wartungsfreien

Betrieb bei lebendigen, natürlichen

Farben für den Einsatz in Freizeitparks,

Sporthallen und Outdoor-Stadien – oder

auch bei Großveranstaltungen, Events auf

öffentlichen Plätzen und vieles mehr.

Das Crimson-Gehäuse ist fast

baugleich mit dem der beliebten Christie

Boxer-Serie und die Lichtquelle bietet eine

Lebensdauer von 20.000 Stunden – damit

eignen sich Projektoren der Crimson-Serie

für den rauen Bühnenalltag unterwegs

und Anwendungen mit intensiver Nutzung.

Kunden, die höhere Bildfrequenzen

und bis zu 120 Hz für 3D-Visualisierungen

oder Simulationsanwendungen benötigen,

werden durch die neuen Modelle

Christie Mirage HD25 und Mirage WU25

begeistert sein.

Curtis Lingard, Senior Product Manager

bei Christie meint: „Zuschauer werden

mit Christie Crimson einen deutlichen

Unterschied sowohl in der Farbvielfalt als

auch in der Helligkeit wahrnehmen."

Im Raum EMEA (Europe, Middle

East, Africa) wird Christie Crimson erstmals

auf der ISE 2018 am Christie-Stand

öffentlich vorgestellt. Christie Crimson

wird voraussichtlich ab Februar 2018

erhältlich sein.

www.christiedigital.com

AREA FOUR INDUSTRIES

Area Four Industries Germany stärkt seine technische Kompetenz

Der Weg für Area Four Industries wurde

1994 geebnet, als Milos Structural

Systems in der Tschechischen Republik

gegründet wurde. Das Unternehmen

entwickelte sich schnell zu einem der

größten Fachwerkhersteller in Europa und

erweiterte mit der Gründung von Milos UK

und Milos America – sogar in China wurde

eine Produktionsstätte von Milos eröffnet.

Area Four Industries Germany freut

sich bekannt zu geben, das Team um den

neuen Projektingenieur André Schniedergers,

B. Eng., erweitern zu können. Zu

seinen Hauptaufgaben zählen die Projektentwicklung,

das Erstellen statischer Berechnungen

und die Kundenbetreuung auf dem

deutschen Markt. Er unterstützt Ihre Projekte

von der Entwicklung des ersten Tragwerksentwurfes

und einer Vordimensionierung

über die Erstellung des Angebotes und dem

Engineering der Details bis hin zur statischen

Berechnung. Alle Aufgaben der Kundenbetreuung

liegen somit in einer Hand.

André ist ein qualifizierter Allrounder,

der über eine umfangreiche

Ausbildung und Erfahrung in der Veranstaltungsbranche

verfügt. Im Anschluss

an eine Ausbildung zum Veranstaltungstechniker

studierte er an der Beuth Hochschule

in Berlin Veranstaltungstechnik und

–management. Nach mehr als zweijähriger

Tätigkeit bei einer der größten Produktions-

und Verleihfirmen Deutschlands

war er als Statiker bzw. Projektingenieur

bei einem renommierten Ingenieurbüro

für Veranstaltungstechnik beschäftigt.

André Schneider

verstärkt das

Team von Area

Four Industries

Sowohl das umfangreiche theoretische

Wissen als auch die praktische

Erfahrung die André zu Area Four Industries

Germany mitbringt, stellt für die

Kunden auf dem deutschen Markt einen

großen Mehrwert dar.

www.areafourindustries.com

8 pma 01/18


ARRI RENTAL

Neuer Managing Director für ARRI Rental

UK und Kontinentaleuropa

News TALK

UDX.

Unbelievable

Die weltweit agierende ARRI Rental

Gruppe verkündet heute Änderungen

in ihrer Geschäftsführung. Jannie van

Wyk wird neuer Managing Director von

ARRI Rental UK und Kontinentaleuropa.

Er tritt seine Aufgabe am 15. Januar 2018

an. Thomas Loher, bisheriger Executive

Director der ARRI Rental Gruppe und Managing

Director von ARRI Rental Deutschland,

hat sich auf eigenen Wunsch dafür

entschieden, seine erfolgreiche, mehr als

20 Jahre dauernde Karriere bei ARRI zu beenden

und das Unternehmen Ende 2017

zu verlassen.

Jannie van Wyk ist sehr etabliert in

der Film -und Verleihgeschäftsbranche. Er

arbeitete als CEO zweier Verleihgeschäfts-

Unternehmen: Von 1993 bis 2000 war

er für MCC tätig, von 2000 bis 2015

für die Media Film Service in Südafrika.

MCC unterstützte ARRI tatkräftig bei Vertriebs-

und Verleihgeschäftsprojekten in

Südafrika, und Media Film Service war ein

strategischer Partner von ARRI Rental. Zuletzt

war Jannie van Wyk daran beteiligt,

die neue Atlantic Studio Stage-Anlage im

südafrikanischen Kapstadt zu errichten.

„Es ist mir eine Ehre, für ARRI

Rental zu arbeiten – gemeinsam mit den

vielen Freunden, die ich dort im Lauf der

vergangenen 25 Jahre kennengelernt

habe. Ich werde mich meiner neuen Herausforderung

mit vollem Einsatz stellen”,

sagt van Wyk.

„ARRI ist eine treibende Kraft in

der Filmindustrie, aufgrund seiner visionären

Führungskräfte und der unermüdlichen

Bemühungen seiner engagierten,

leidenschaftlichen Mitarbeiter. In den

vergangenen Jahren hat sich ARRI Rental

neu aufgestellt und durch eine fokussierte

Strategie wurden die Weichen für die

Herausforderungen der Zukunft gelegt.

Ich werde mein Bestes geben, um darauf

aufzubauen und um unsere Kunden bestmöglich

zufrieden zu stellen.“

Die neue Rolle, die van Wyk einnehmen

wird, umfasst das Management

von ARRI Rental UK und der acht Standorte

von ARRI Rental Deutschland in Europa

und wird dadurch die Zusammenarbeit

der einzelnen Standorte weiter verstärken.

Die ARRI Rental Gruppe verfolgt weltweit

neue Geschäftsmöglichkeiten.

„Jannie van Wyk ist schon seit

langem ein Freund von ARRI Rental, und

wir freuen uns, ihn in unserem Team begrüßen

zu können”, sagt Martin Cayzer,

CEO der ARRI Rental Gruppe. „Er hat

umfangreiche Erfahrungen in der Verleih-

Branche, und seit jeher weiß er die Bedürfnisse

der Kunden an erste Stelle zu setzen

und großartige Teams zu bilden. Deshalb

passt er perfekt zu ARRI Rental. Unser

aufrichtiger Dank geht an Thomas Loher

für seine Kompetenz, seine Führungsstärke

und seinen großen Einsatz für ARRI über

die Jahrzehnte hinweg. Er übergibt ein

erfolgreiches, gut geführtes und etabliertes

Unternehmen mit einem fantastischen

Team, das gut aufgestellt ist für weiteres

Wachstum und Erfolg.”

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4K Laser Phosphor 31K Lm projector

Der neue Managing Director Jannie van Wyk

www.arri.com

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TALK News

D&B AUDIOTECHNIK

Generationenwechsel bei d&b audiotechnik

Kay Lange und Jens Nilsson

Nach 31 Jahren bei d&b übergibt Kay

Lange die Aufgaben des Chief Financial

Officer (CFO) an die nächste Generation.

Lange traf diese Entscheidung

in Absprache mit den Investoren und

der Geschäftsführung bereits 2016; den

Schritt wollte er aber erst tun, wenn ein

Nachfolger gefunden ist. Am 1. Dezember

2017 wurde nun Jens Nilsson zum CFO

und Geschäftsführer ernannt. Er ist damit

neben Amnon Harman (Chief Executive

Officer) and Markus Strohmeier (Chief

Operations Officer) der dritte Geschäftsführer

bei d&b audiotechnik.

„Kay Lange‘s Beitrag zu Wachstum,

Erfolg und Spirit des Unternehmens

ist unbeschreiblich hoch. Wir

verdanken ihm sehr viel.”, sagt CEO

Amnon Harman.

Kay Lange kam 1986 zu d&b.

Damals waren die Firma und ihre zehn

Mitarbeiter gerade aus einer Korber Garage

in ein vormaliges Möbelgeschäft

umgezogen. Mit seinem Diplom in technisch

orientierter Betriebswirtschaft von

der Universität Stuttgart wurde er schnell

zum finanziellen Gewissen für das junge

Unternehmen. 1989 war die Anzahl der

Mitarbeiter bereits auf über 20 gestiegen,

und Lange musste innerhalb von drei

Monaten einen neuen Firmensitz suchen,

den er auf dem Gelände der ehemaligen

Spinnerei von Eugen Adolff in Backnang

fand. Dieser Schritt zahlt sich noch heute

aus, denn d&b hat sich auf über 25.000

qm ausgedehnt – aktuell hat d&b mehr

als 350 Mitarbeiter in der stetig wachsenden

Firmenzentrale in Backnang.

Aus der langen Reihe von Lange‘s

Erfolgen sticht besonders die d&b Finanz-

Serie heraus, die 2009 in Form von international

und individuell konfigurierbaren

Kaufverträgen mit Ratenzahlung begründet

wurde – ein Ansatz, der damit erstmals seinen

Weg aus anderen Branchen wie der Autoindustrie

in die Pro-Audio-Branche fand.

Jens Nilsson, der neue CFO und

Geschäftsführer bei d&b, ist zuständig für

Finanzen, Vertriebsfinanzierung, IT und Facility

Management. Der gebürtige Schwede

ist schon seit über 20 Jahren in Deutschland

in führenden Positionen in den Bereichen

Finanzen und Controlling sowie Vertrieb

und Marketing tätig.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit

mit Jens Nilsson als neuen CFO

bei d&b audiotechnik.”, sagt Harman. „Er

bringt die richtige Erfahrung mit und wird

das Management Team auf dem Weg von

einem Lautsprecher-Systemhersteller zum

Anbieter von Audio-Technologien und Lösungen

weiter stärken.”

www.dbaudio.com

ART EVOLUTION SERVICE

Neuer Partner von Art Evolution Service in Spanien

Die spanische Firma Albadalejo ist

einer der Marktführer im Bereich Produktion

und Events. Mit mehr als 25

Jahren Erfahrung hat sich Albadalejo zu

einem bekannten Unternehmen etabliert.

Nun zählt der Eventdienstleister ab sofort

zum Kundenkreis der Frankfurter Veranstaltungsprofis

von Art Evolution Service.

Der in Barcelona und Tarragona

ansässige Eventdienstleister Albadalejo ist

einer der wichtigsten Spezialisten für das

Lichtdesign von Events in Spanien. Mit

der langjährigen Erfahrung in der Branche

ist er zudem einer der größten Dry-Hire-

Anbieter auf der iberischen Halbinsel. Ab

sofort zählt Albadalejo zur Familie des

Veranstaltungsspezialisten Art Evolution

Service aus Deutschland.

Als führender Lieferant von Beleuchtungslösungen

für Veranstaltungen

war Albadalejo auf der Suche nach innovativen

Scheinwerfern, die mobil, akkubetrieben

und IP-zertifiziert sein sollten.

Fündig wurden sie im umfangreichen

Portfolio von Art Evolution Service mit den

angesagten LED-Lösungen von Astera.

Das Ergebnis der neu geschlossenen

Partnerschaft wird ab sofort bei vielen

Projekten in Barcelona und ganz Spanien

zu erleben sein: Von Fashion Shows über

Albadalejo ist eine spanische Veranstaltungsfirma

Weihnachts-Events bis hin zu Businessveranstaltungen

aller Art.

www.art-evolution.de

www.albadalejo.com

10 pma 01/18


VISIONSTAGE

Mit dem Ayrton Ghibli durch

die Sternstunden Gala

Das BR Fernsehen produzierte auch in diesem Jahr erneut die

Sternstunden Gala aus der Frankenhalle in Nürnberg. Moderiert

von Sabine Sauer und Volker Heissman zeigte sich in der dreistündigen

Live-Sendung deutlich die Beliebtheit der Chartiy-Veranstaltung.

Ein neuer Spendenrekord in Höhe von 7,77 Millionen

Euro wurde erreicht.

Charly Pauli, seines Zeichens Lichtdesigner, sorgte für die

entsprechende Lichtgestaltung als 1. Kameramann bei der Sternstunden

Gala. Dabei entschied er sich unter anderem für den

Ayrton Ghibli, nachdem er diesen zuvor bereits intensiv getestet,

gemessen und mit herkömmlichen Spots der 1.400W-Klasse

verglichen hatte. Das Fazit von Charly Pauli: „Der Lichtoutput ist

enorm und übertrifft sogar vergleichbare Movingheads mit HTI

Leuchtmittel. Die hohe Lichtleistung, eine sehr gute Farbwiedergabe

und eine abwechslungsreiche Goboauswahl machen den

Spot besonders auch für Beameffekte interessant. Selbst für das

Personenlicht der Künstler und Moderatoren haben wir ihn eingesetzt

und waren mit dem Ergebnis außerordentlich zufrieden.“

Der schlanke und designtechnisch ansprechende LED-

Spot der französischen Marke Ayrton trumpt mit kräftigem

Output, einem High-CRI-Mode und einem rotierbaren 4-Wege-

Blendenschiebersystem. Außerdem beinhaltet der LED-Spot noch

eine CMY-Farbmischung, stufenlosen CTO, 8:1-Zoom und einer

kompletten Effektsektion samt zweier Goboräder, Iris und Prisma.

Dennoch bleibt der Ghibli mit seinen 35,6 kg das leichteste

Fixture in seiner Klasse. Ayrton wird in Deutschland durch den

Vertrieb VISIONSTAGE GmbH vertreten.

Seit über 24 Jahren übernimmt Sternstunden Verantwortung

für kranke, behinderte und in Not geratene Kinder in

Deutschland und der ganzen Welt.

www.visionstage.com

www.sternstunden.de

More art.

Less noise.

dbaudio.com/moreart-lessnoise

© Charly Pauli

Die Sternstunden Gala in der Frankenhalle in Nürnberg


TALK News

EHRGEIZ LICHTTECHNIK GMBH

100 Jahre Finnland – Größte Lichtinstallation der Welt

Die EHRGEIZ Lichttechnik GmbH ist

eine deutsche Firma, die hochwertige

Produkte mit einzigartigem Design

und innovativer Technik für die professionelle

Lichtindustrie entwickelt.

Dieses Jahr sorgten Scheinwerfer aus dem

Hause EHRGEIZ auf dem Unabhängigkeitsjubiläum

Finnlands für die Erleuchtung

des Berges Saana.

Der finnische Berg Saana wurde

zum 100-jährigen Unabhängigkeitsjubiläum

des skandinavischen Finnlands in der

Nationalfarbe hell erleuchtet. Es ist bisher

die größte, temporäre Lichtinstallation.

Die technische Leitung und kreative Führung

für diese einmalige Lichtinstallation

übernahm der finnische Lichtkünstler

Kari Kola. Unter dem Motto Luminous

100 wurden in den vergangenen Wochen

verschiedene Lichtinstallationen in

Finnland realisiert und fanden nun ihren

Höhepunkt am Berg Saana.

Auf der Suche nach dem geeigneten

Scheinwerfer für diese Anwendung

entschied sich Kari Kola nach verschiedenen

Tests unter Extremsituationen für den Chro-

Der Berg Saana erstrahlte in der Nationalfarbe von Finnland

ma Scheinwerfer der deutschen Ehrgeiz

Lichttechnik GmbH. Nur Ehrgeiz konnte ein

Gerät zur Verfügung stellen, dass die eisigen

Temperaturen von bis zu - 20°C übersteht

und trotzdem eine hohe Lichtstärke

zur Verfügung stellt um den Sanaa in dieser

Helligkeit auszuleuchten. Insgesamt wurden

für die Lichtinstallation lediglich 136

Stück des, mit speziell für diesen Einsatz mit

blauen LEDs bestückten, Chroma benötigt.

Steven Braun, Geschäftsführer der

Ehrgeiz Lichttechnik GmbH meint: „Es war

ein unglaubliches Projekt unter härtesten

Einsatzbedingungen. Die größte Lichtin-

stallation die es jemals gab und wir sind

stolz mit unseren innovativen Scheinwerfern

ein Teil davon gewesen zu sein.“

„Für das Luminous 100 Projekt

hatte ich ein super Team und die besten

Geräte, die es für eine Anwendung in diesem

Maßstab benötigt. Wir haben die bisher

größte, temporäre Lichtinstallation der

Welt realisiert und ich bin froh mit Ehrgeiz

einen langjährigen verlässlichen technischen

Partner an meiner Seite zu haben.“,

ergänzt Kari Kola.

www.ehrgeiz.com

CORDIAL

Adapterkabel für modulare Synthesizer von Cordial

Das Cordial-Produktportfolio ist sehr

weitreichend: Instrumenten-, Mikrofon-

und Lautsprecherkaper über

Multicore-Systeme und Adapter bis

hin zu DMX-, MIDI- und Digital-Audiokabeln

ist alles vorhanden. Die Produkte

von Cordial sind innovativ und folgen

Die Mono-Variante CPI PZ erweitern das

Adapterkabel-Sortiment von Cordial

den aktuellen Trends – aber sie setzen

auch oft selbst neue.

Anhänger modularer Synthesizer

besitzen oft nicht nur ein Tonerzeugungs-System,

der Reiz liegt in der Vielfalt

der inzwischen erhältlichen Modelle.

Dafür werden im Übergang Kabel mit

unterschiedlichen Steckergrößen benötigt.

CORDIAL erweitert daher sein

Adapterkabel-Sortiment um die Mono-

Variante CPI PZ.Konfektioniert wird

mit handverlöteten REAN 3,5mm und

6,3mm Vollmetallklinkensteckverbindern.

Im Gegensatz zu bisher marktüblichen

Kabeln mit angeschweißten Plas-

tiksteckern werden Einstreuungen somit

auch auf den letzten Zentimetern verhindert.

Die für Adapterkabel ungewöhnlich

massive Meterware CIK122 besitzt innen

einen zusätzlichen Schirm aus leitendem

Kunststoff zur Minimierung elektrostatisch

verursachter Störgeräusche.

Lieferbare Längen:

1 , 2 , oder 3 Meter

Empfohlener VK inkl. MwSt.:

UVP = 1m 8,00 Euro / 2m 8,90 Euro /

3m 9,70 Euro

www.cordial.eu

12 pma 01/18


Jetzt

erhältlich

DIGITAL 6000

Wenn jeder auf deine Arbeit zählt,

mach’ keine Kompromisse.

Leistet mehr, arbeitet schneller, rechnet sich

sofort: Wir haben Digital 6000 entwickelt, um

die Erwartungen von Soundprofis ebenso zu

übertreffen wie die von Businessmanagern.

Deshalb bleibt unsere neue Serie in anspruchsvollsten

HF-Umgebungen verlässlich und

ermöglicht – da intermodulationsfrei – selbst

in schmalsten Frequenzräumen mehr Kanäle.

Für Zuverlässigkeit und Übertragungsqualität

bürgt die Technik der Meisterklasse

Digital 9000: Digital 6000 arbeitet mit dem

bewährten Long-Range-Modus und dem

legendären Sennheiser Audio Codec. Digitale

Integration (AES3, Dante) ist ebenso selbstverständlich

wie ein Nutzerinterface, das alle

Funktionen des Zwei-Kanal-Empfängers

souverän bereitstellt.

Mehr entdecken:

www.sennheiser.com/digital-6000


TALK News

FEINER LICHTTECHNIK

Zoom-Profilscheinwerfer von PROLIGHTS: Der GALLERY ECLIPSE

Der neu entwickelte Zoom-Profilscheinwerfer

von PROLIGHTS bietet

eine Kombination aus hochwertigem

optischen System der Theaterwelt

und dem eleganten Gehäusedesign

für Museen und Ausstellungen.

Ab sofort ist der GALLERY ECLIPSE im

Handel verfügbar.

Bilder oder Ausstellungsstücke lassen

sich durch die scharf begrenzte Abbildung

und den eingebauten Blendenschiebern

randscharf akzentuieren. Auch Gobos

können damit hervorragend projiziert

werden. Ein sehr homogenes Lichtfeld mit

hoher Qualität wird durch die 19º bis 36º

Zoom-Optik ermöglicht. Falls erwünscht,

kann man die Abbildung auch weniger

randscharf stellen, wodurch die Leuchte

sehr flexibel einsetzbar wird.

Eine extrem effiziente weiße Hochleistungs-LED

liefert einen beachtlichen

Lichtstrom von 1.792 Lumen bei Kunstlicht

(Farbtemperatur 3.000K, CRI 91Ra) und

bei Tageslicht sogar 2.297 Lumen (5.100K,

CRI 81Ra). Eine neutralweiße Variante ist

zusätzlich erhältlich, die Farbtemperatur beläuft

sich hier auf 4.000K, CRI 92Ra.

Zum Beispiel ergibt sich bei Neutralweiß

in drei Metern Entfernung eine

Beleuchtungsstärke von 926 Lux, bei einem

Abstrahlwinkel von 36º. Bei einem Abstrahlwinkel

von 19º ergibt sich eine Stärke

von 3.739 Lux.

Über drahtloses Funk-DMX erfolgt

die Ansteuerung – oder direkt manuell an

der Leuchte. Ein WDMX-Funkempfänger

(Wireless Solution) zur Steuerung der

Scheinwerfer über DMX ist serienmäßig

eingebaut. Alle Modelle sind zudem auch

mit 3-Phasen-Stromschienenadapter erhältlich.

Der GALLERY ECLIPSE eignet sich

hervorragend für den Einsatz in Galerien,

Museen, Shops und Ausstellungen.

Der GALLERY ECLIPSE von PROLIGHTS

Listenpreise zzgl. gesetzlicher MwSt:

Gallery Eclipse TU oder DY (schwarz)

495 Euro

Gallery Eclipse TU oder DY (weiß)

498 Euro

www.feiner-lichttechnik.de

EHRGEIZ

B-Musik setzt auf EHRGEIZ SuperNova RGBW

Seit der Gründung Jahr 2005 wurde

aus der anfänglich sehr kleinen Firma

B-Musik mit einem Kellerraum als

Lager ein großes Unternehmen, das

sich bis heute über das vollste Vertrauen

der Kunden freuen kann. Mittlerweile hat

B-Musik 26 Mitarbeiter, bildet in drei Aus-

Das Team von B-Musik

bildungsberufen aus und verfügt über eine

eigene 3D-Grafik- und Planungsabteilung.

Nun hat das Unternehmen den Bestand

um ein Produkt des Herstellers EHRGEIZ

erweitert.

Das in Berlin ansässige Unternehmen

B-Musik hat den Eigenbestand um

die Supernova RGBW der Firma EHRGEIZ

erweitert. B-Musik, gegründet von Robert

Schlegel, bietet von Eventservice über

Videoproduktionen bis zur Festinstallation

alles aus einer kompetenten Hand.

Seit bereits 12 Jahren geht man

als professioneller Full-Service-Dienstleister

im Hause B-Musik bei der Produktauswahl

für Kundenveranstaltungen keinerlei Kompromisse

ein.

Robert Schlegel über die Neuanschaffung:

„Wir sind wirklich sehr

beeindruckt über den enormen Output

der Supernova RGBW, dagegen sehen die

Mitbewerberlampen wirklich dunkel aus.

Dazu bietet der pixelfreie, homogene Output

viele Einsatzmöglichkeiten. Auch den

Feuchtigkeitstest haben sie gleich bei der

ersten Veranstaltung unter Beweis stellen

müssen und mit Bravur bestanden.“

Abschließend meint Schlegel: „Die

Ehrgeiz Supernova RGBW erfreut sich

bereits jetzt großer Beliebtheit in unserem

Materialpool. Aufgrund ihres enormen

Output und den universellen Einsatzmöglichkeiten

als Washlight, Blinder oder Strobe

wie auch der schon erwähnten Outdoor

Fähigkeiten, macht sie für uns zu einem

sehr gelungenen Alleskönner.“

www.veranstaltungstechnik-event.de

www.ehrgeiz.com

14 pma 01/18


News TALK

LEDIUM

Charly’s Checkpoint investiert in neue XR-3 MK2 Serie von LEDium

Das Unternehmen Charly’s Checkpoint

ist ein Full Service Event Dienstleister

und realisiert seit den 80er

Jahren große und kleine Veranstaltungen

in ganz Deutschland. Neben

technischer Betreuung und Planung von

Events agiert die Charly’s Checkpoint

GmbH außerdem noch als klassischer

Verleiher von Veranstaltungstechnik. Nun

investiert das Unternehmen in die neue

Panel-Serie von LEDium.

Die LEDium GmbH stellte im August

2017 die neue XR-3 MK2 Serie vor,

welche sich unter anderem durch ihre IP65

Zertifizierung, Leuchtstärke und den geringen

Pixelabstand auszeichnet. Die Charly’s

Checkpoint GmbH investierte im ersten

Schritt in 200 Panels dieser neuen Serie

und gehört somit zu einem der ersten

Käufer dieses Systems.

Es ist nicht die erste Investition in

Produkte der LEDium GmbH, entschied

man sich bereits 2014 in die R7, 2015 in R3

und 2016 in die XR-5 Serie zu investieren.

Herbert Langendorf, Geschäftsführer

der Charly’s Checkpoint GmbH: „Nach

den rundum positiven Erfahrungen die

wir bereits mit den Produkten von LEDium

Die XR-3 MK2 Serie von LEDium

sammeln konnten, entschieden wir uns

in einen neuen – noch höher auflösenden

LED Screen von LEDium zu investieren.

Auch auf Grund der kommenden Fußball

Weltmeisterschaft 2018 und die damit

verbundenen Public Viewing Events die wir

betreuen fiel uns diese Entscheidung nicht

schwer. Den ‚alten’ XR-5 Screen werden

wir dennoch behalten um der steigenden

Anzahl an Aufträgen sowie den verschiedenen

Anforderungen der Kunden gerecht

werden zu können.“

Neben der Charly’s Checkpoint

GmbH entschieden sich auch weitere

Firmen für die neue Serie und so wurden

bereits insgesamt 520 Panels aus diesem

Batch verkauft und weitere 400 Panels sind

vorbestellt.

Dies ist ein nicht zu unterschätzender

Vorteil, wie Herbert Langendorf weis.

„Durch die große Verfügbarkeit der Serie

am Markt haben wir die Möglichkeit je

nach Bedarf noch weitere Panels zu mieten

und das zudem mit der gleichen Farbwiedergabe

auf Grund des gleichen LED

Batches.“

www.ledium.de

www.charlys-checkpoint.de

YOU‘VE GOT THE SKILLS

WE‘VE GOT THE TOOLS

Christie Pandoras Box ist die perfekte Hard- und

Softwarelösung für interaktives Echtzeitcompositing.

Besuchen Sie uns auf der ISE 2018 in Amsterdam

Halle 1, Stand H70

www.christiepandorasbox.com


TALK News

GERMAN LIGHT PRODUCTS

Die Erfolgsstory geht weiter: GLP auf der LDI 2017

Für GLP war die dreitägige LDI in

Las Vegas wieder einmal ein voller

Erfolg. Erneut ging der Preis für den

besten Messeauftritt an das Karlsbader

Unternehmen, zusätzlich heimste das

neue JDC1 den Gold Star Award für das

beste Strobe ein.

Neben dem Preisträger JDC1 und

dem neuen Force 120 gab es auf der

diesjährigen LDI auch einen exklusiven

Blick auf den ultrakleinen impression

FR1 zu erhaschen. Und es gibt noch

mehr Grund zum Feiern:

Seit nunmehr 10 Jahren ist die

impression Serie von GLP nun auf dem

Markt und von den führenden Produkten

weltweit nicht mehr wegzudenken.

Auf der LDI gab es am Stand von

German Light Products die gesamte

Produktpalette zu sehen. Rund um

den Stand waren großformatige Bilder

von Shows aus den vergangenen zehn

Jahren zu sehen, bei denen die impression

Serie einen bleibenden Eindruck

hinterlassen hatte, dazu gab es kurze

Quotes und Erfahrungsberichte von

renommierten Lichtdesignern zu ihren

Erfahrungen mit der impression Serie.

Die mitreißende Liveshow von

Matt Shimamoto war erneut das Highlight

der Messe. Auch in diesem Jahr

sorgte der Lichtdesigner von Volt Lites

für eine atemberaubende Liveshow

- 650 Scheinwerfer von GLP in Aktion,

mit dem neuen JDC1 als Star der Show.

„Einmal mehr: Alle 30 Minuten

eine Vollgas-Show und jede Sekunde

neue Highlights. Für unsere Besucher

gab es extra die JDC1 Sonnenbrillen

am Stand“ so Mark Ravenhill. „Jede

Show war bis zum letzten Platz besucht“

freut er sich über die Resonanz

Kabeln und Steckern zusammenstellen. Die

angegossenen M12- und RJ45-Stecker garantieren

eine schnellere und zuverlässigere

Inbetriebnahme im Bereich Schaltschrank,

Maschine und Feld – in Verbindung mit

leistungsstarken Datenkabeln in Übertragungsraten

von bis zu 10 GBit/s. Dabei ist

die Auswahl der Kabel-Stecker-Kombination

unmittelbar mit der Applikation des

Kunden verbunden und unterteilt sich in

festverlegte, gelegentlich bewegte oder

hochflexible Anwendungen.

Helukabel bietet den umspritzten

M12-Stecker als D-kodierte und X-kodierte

Version in den Kategorien 5 und 6A

an, wodurch höhere Datenübertragungsraten

mit bis zu 10 GBit/s abgedeckt

werden können. Durch ihr Metallgehäuse

sind Stecker und auch Buchse besonders

robust und in gestecktem Zustand verv.l.:

Udo Kuenzler, Matt Shimamoto,

Mark Ravenhill

auf den Messeauftritt und die neuen

Produkte.

Wer nun die LDI und den Messeauftritt

von GLP verpasst hat, für den

gibt es in Kürze ein Video der Show

und laufend aktuelle News rund um

GLP.

www.glp.de

HELUKABEL GMBH

Neue Plug and Play-Lösung im Industrial Ethernet-Bereich

Das Unternehmen Helukabel bietet ab

sofort vorkonfektionierte Anschlussund

Verbindungsleitungen für den

Bereich der industriefähigen Ethernet-

Verkabelung an. Mit den umspritzten

Industriesteckern M12 und RJ45 kann

mansich alle möglichen Kombinationen von

Die neue Plug and Play-Lösung von Helukabel

schmutzungs- und feuchtigkeitsresistent

nach IP67.

Der RJ45-Stecker eignet sich speziell

für Industrieanwendungen. Er unterstützt

Datenraten von bis zu 10 GBit/s und eine

Bandbreite von bis zu 500 MHz. Der Stecker

ist als zentrale und gewinkelte Ausführung

verfügbar. Somit ist er für den Einsatz

bei engen industriellen Platzverhältnissen

geeignet. Durch die UL/CSA-Zulassung

können die Produkte problemlos auch in

Maschinen und Anlagen, die für den Export

in die USA und Kanada vorgesehen sind,

eingesetzt werden.

Die Helukabel GmbH hat sich seit

ihrer Gründung vor fast 40 Jahren zu einem

der international führenden Hersteller und

Anbieter von Kabel, Leitungen und Kabelzubehör

entwickelt.

www.helukabel.com

16 pma 01/18


News TALK

LAWO

Online Academy für Lawo-mc 2 Konsolenschulungen gelauncht

Lawo, ein deutscher Hersteller von zukunftsweisenden

Audio-, Video- und

Steuerungslösungen, ergänzt die Lawo

Academy Schulungsprogramme um eine

neue Online-Produktschulung: Erstmals

wird ein Kurs mit kostenlosem mc² Audio

Console Tutorial angeboten.

Christian Struck ist leitender

Produktmanager Audio Production bei

Lawo und äußert sich über das neue

Kursangebot der Online Academy: „In

diesem videobasierten Tutorial können

neue Benutzer lernen, wie man eine Lawo

mc²56-Konsole bedient. Und da die

Arbeitsabläufe aller Lawo mc²-Konsolen

sehr ähnlich sind, wird dieser Kurs auch

den Betreibern helfen, mit jedem mc²36,

mc²66 oder mc²96 zu arbeiten.“

Der Kurs ist in sechs Kapitel gegliedert

und dauert insgesamt ungefähr drei

bis vier Stunden. Die Kursteilnehmer können

ihren Unterricht jederzeit unterbrechen

und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen.

Um eine Verbesserung der Lernerfahrung

zu bieten, folgt jedem Kapitel ein

kurzer Test, um das neugewonnene Wissen

richtig umsetzen zu können. Am Ende des

Audio Console Tutorials können die Teilnehmer

auch eine Prüfung ablegen und bei

Bestehen ein Zertifikat erhalten.

Interessierte Audio-Profis können

HIER oder über die Lawo Homepage auf

die Lawo Online Academy zugreifen und

sich das Tutorial einmal genau ansehen.

www.lawo.com

Das Lawo mc 2 -Console Tutorial ist online und

kostenlos

pma 01/18

17


TALK News

SENNHEISER

Für Robin Schulz Fans: Limitierter HD 25 mit Signatur des Star-DJs

Sennheiser bringt mit der HD 25 Robin

Schulz Edition eine weiße Version

des berühmten Monitorkopfhörers

HD 25 heraus – mit der Signatur des

deutschen Star-DJs. Auf wenige Hundert

Exemplare limitiert ist dieser Profihörer

exklusiv in den Sennheiser-Onlineshops

sowie in den Sennheiser Flagship Stores in

Berlin, Singapur und am Stammsitz in der

Wedemark erhältlich.

Robins Original-HD 25 ist seit vielen

Jahren an den Turntables dabei. „Der

Der HD 25 mit der Signatur von Robin Schulz

Kopfhörer ist ein treuer Begleiter während

meiner gesamten Karriere“, sagt Schulz.

Für ihn darf der HD 25 bei keinem

Gig fehlen. Die jetzt limitiert aufgelegte

Robin Schulz Edition hat die gleichen inneren

Werte und technischen Daten wie der

Original-HD 25 und überrascht durch sein

strahlendes, stylisches Weiß.

Der DJ-Klassiker aus der

Tontechnik

Seit bald 30 Jahren ist der HD 25 einer

der beliebtesten Monitorkopfhörer der

Welt. Ursprünglich wurde er von Tontechnikern

am Filmset und für Außenaufnahmen

genutzt, doch schon bald

begannen DJs, den Hörer bei ihren Sets

einzusetzen. Sie schätzen den geschlossenen

Kopfhörer wegen seines kraftvollen

Klangbildes,des geringen Gewichts und

der unkomplizierten Robustheit.

Der limitierte HD 25 Robin Schulz

Edition ist exklusiv über die Sennheiser

Flagship Stores und die Sennheiser-Onlineshops

verfügbar.

Der HD 25 sorgt mit dem charakteristischen

Spreizkopfbügel für einen

sicheren Sitz. Der Kopfhörer besitzt eine

schwenkbare Ohrmuschel für das Monitoring

mit einem Ohr; leichte Aluminiumspulen

sorgen für eine exzellente Impulswiedergabe.

Mit einem Frequenzgang von 16 bis

22.000 Hz, einer Impedanz von 70 Ohm

und einem Grenzschalldruckpegel von 120

dB ist das Sondermodell für alle Monitoraufgaben

bestens gerüstet – oder das Musikhören

unterwegs und zu Hause.

Dem HD 25 liegt ein Klinkenadapter

für das einseitig geführte, 1,5 m lange

Stahladerkabel bei.

Der HD 25 Robin Schulz Edition

ist ab sofort zum Preis von 249.- EUR

(UVP) in den Sennheiser-Onlineshops

und in den Sennheiser Flagship Stores

erhältlich.

www.sennheiser.com

WILHELM & WILLHALM EVENT TECHNOLOGY GROUP

Wilhelm & Willhalm baut Vertrieb und Marketing aus

Die Wilhelm & Willhalm event technology

group versteht es, mit ganzheitlicher

Veranstaltungstechnik

einen Rundumservice aus einer Hand

zu bieten. Dazu zählen die Beratung,

Planung, Visualisierung, Audiosimulation,

Umsetzung und letztendlich das Qualitäts-

und Kostencontrolling. Jetzt baut

das Unternehmen die Bereiche Vertrieb

und Marketing weiter aus.

Lars Heinrich ist seit Anfang Oktober

ein neuer Vertriebs- und Marketingmitarbeiter

bei der Wilhelm & Willhalm event

technology group. Diese neu geschaffene

Position schließt alle Tätigkeiten in Bezug

auf die Außendarstellung der Unternehmsgruppe

mit ein – darüber hinaus wird sich

Lars Heinrich ebenfalls um den Vertrieb mit

dem Schwerpunkt der Marke L-Acoustics

kümmern und dies betreuen.

Geboren in Hannover geht Heinrich

nach 14 Jahren Branchenerfahrung bei einem

deutschen Lautsprecherhersteller nun

neue Wege und wird den Bereich Marketing

bei Wilhelm & Willhalm ausbauen

und zusammen mit Christoph zur Loye den

Vertrieb von L-Acoustics, Shure und AV

Stumpfl vorantreiben.

Christoph zur Loye, technischer

Vertriebsleiter, äußert sich zu diesem geplanten

Ausbau des Vertriebsbereichs: „Wir

möchten noch mehr vor Ort bei unseren

Kunden sein. Mit Lars haben wir eine

ideale Doppelposition gefunden, auf die

wir uns sehr freuen, das Gesicht der Wilhelm

& Willhalm event technology group

Lars Heinrich hat Erfahrung in seinem Beruf

noch weiter nach außen zu bringen.“ Lars

Heinrich wird sich in den ersten Monaten

hauptsächlich um den Bereich Marketing

kümmern, um dann ab Anfang nächsten

Jahres voll in den Vertrieb einzusteigen und

diesen mit zu betreuen.

www.wwvt.de

18 pma 01/18


PROFESSIONAL

PROFESSIONAL

ShowMatch DeltaQ Lautsprecher bieten

bessere Coverage für außergewöhnlich

klare Stimmenwiedergabe.

©2018 Bose Corporation.

Durch die DeltaQ Technologie fokussieren die neuen ShowMatch Array Lautsprecher

den Direktschall in Festinstallationen als auch im mobilen Einsatz präzise auf

das Publikum. Jedes Array-Modul bietet austauschbare Waveguides für

unterschiedliche symmetrische und asymmetrische Abstrahlmuster.

Das Ergebnis ist bestmögliche Klangqualität und Klarheit in der

Stimmenwiedergabe für jeden Sitzplatz im Auditorium.

Erfahren Sie mehr unter SHOWMATCH.BOSE.COM

Bose kontaktieren: pro_de@bose.com

NEXT-GENERATION

ARRAY TECHNOLOGY


ARRI GROUP

ARRI feiert Eröffnung von ARRI CT France

Die ARRI Group ist eine global tätige Unternehmensgruppe der Film- und Medienbranche

mit weltweit rund 1.500 Mitarbeitern. In diesem Jahr feierte ARRI 100-jähriges Jubiläum

und das Feiern nimmt kein Ende: In Frankreich wurde nun die Tochtergesellschaft ARRI CT

France gegründet.

Das deutsche Filmtechnikunternehmen

ARRI feierte mit einem

großen Empfang am 30. November

2017 die Gründung der Tochtergesellschaft

ARRI CT France

– das CT steht hierbei für Cine Technik.

Rund 300 Gäste waren dazu in die

neu eröffneten Räumlichkeiten von

ARRI in Paris gekommen. Darunter

Produzenten, Regisseure, Kameraleute,

Händler sowie Postproduktions- und

Rental-Profis überwiegend aus der

französischen Filmbranche.

„Die steigende Nachfrage nach

unseren Produkten und Dienstleistungen

in Frankreich erfordert einen Standort,

an dem wir unseren Kunden praktische

Erfahrungen und Präsentationen anbieten

können.“, ergänzt noch Stephan Schenk,

Managing Director von ARRI Cine Technik

und verantwortlich für die Business Unit

Camera Systems.

Portfolio-Ergänzung in

Frankreich

Von Paris aus ist Natasza Chroscicki –

gemeinsam mit Stephan Schenk und

Markus Zeiler Managing Director von

ARRI CT France – für die Aktivitäten von

Camera Systems in Frankreich verantwortlich.

Das war sie bereits für viele

Jahre mit ihrer Firma Imageworks, bei

der sie ebenfalls von Natacha Vlatkovic,

jetzt Business Development Manager

von Camera Systems, unterstützt wurde.

„In dieser neuen Konstellation

bleibt die lokale Kompetenz, die ARRI

Kunden in Frankreich schätzen und

gewohnt sind, erhalten. Mit unserem

neuen Büro in Paris freuen wir uns auf

eine noch intensivere Zusammenarbeit.“,

betont Natasza Chroscicki.

Im Zuge der Gründung von ARRI

CT France ergänzt ARRI das Portfolio in

Frankreich um weitere Dienstleistungen.

Als Senior Director Business Development

treibt Christian Léonard die Aktivitäten

der Business Unit Lighting im Broadcastund

Theaterbereich in der Region EMEAI

mit Fokus auf Frankreich voran.

„Die Expansion nach Frankreich

stärkt nicht nur die Marke ARRI, sondern

begünstigt ebenso Synergien zwischen

den verschiedenen Geschäftsbereichen

unseres Unternehmens. Wir rücken näher

zu unseren Kunden und bieten Systemunterstützung

bei Broadcast-Lösungen

20 pma 01/18


BRANCHENFORUM

ebenso wie Produktschulungen an.“,

bestätigt Markus Zeiler, General Manager

der Business Unit Lighting.

Diese Synergien spiegeln sich

im neuen Büro von ARRI im Herzen von

Paris wider. Ein Showroom zeigt die verschiedenen

Produkte der Business Units

Camera Systems und Lighting, wobei sich

das Equipment in einem Studiobereich

testen lässt. Obwohl es sich bei der neuen

Niederlassung nicht um einen Rental-

Standort handelt, ist ebenso das nur

bei ARRI Rental erhältlich Kamerasystem

ALEXA 65 zu sehen. Ebenfalls angeboten

werden High-Dynamic-Range-(HDR-)

Demonstrationen und Workshops, bei

denen ein UHD-TV neuester Generation

zum Einsatz kommt.

Außerdem stellen die neuen

Räumlichkeiten eine Begegnungsstätte

für die französische Film- und Medienbranche

dar. Schließlich legt ARRI

seit Anbeginn großen Wert auf enge

Beziehungen zu den Kreativen und will

ihnen genau die Technologien bieten,

ARRI eröffnete

in Frankfreich

die Tochtergesellschaft

ARRI

CT France

die sie für die Umsetzung ihrer Ideen

benötigen.

www.arri.com


BRANCHENFORUM

ETC

Bonner Kulturtempel mit ETC erleuchtet

Seit nunmehr 30 Jahren hat das Pantheon in Bonn einen festen Platz in der deutschen Theater-

und Kabarett-Szene. Letztes Jahr ist die Kulturinstitution in Nordrhein-Westfalen in eine

größere Spielstätte umgezogen – dabei wurde vom Haustechnik-Team die Lichtanlage mit

LED-Systemen von ETC erneuert.

Nach 30 Jahren ist das nach dem berühmten

antiken Bauwerk benannte

Bonner Theater in eine neue, größere

Location in die Siegburger Straße

gezogen – und ein Umzug bedeutet

auch gleichzeitig eine Pause für Veranstaltungen

und Aufführungen. Aus diesem

Grund haben sich die Verantwortlichen

der bundesweit bekannten Spielstätte entschlossen,

den Neustart nach dem Umzug

mit einem technischen Update der Lichtanlage

zu verknüpfen.

Markus Friele, Technik-Berater

und externer Lichttechniker hat den

Spielstättenumzug als selbstständiger

Fachplaner mit begleitet.

„Die bestehende Anlage bestand

aus Scheinwerfern, die teilweise über 40

Jahre alt waren. Es war schnell klar, dass wir

moderne Leuchtmittel wollten – also LEDs.“

Und bei der Auswahl der Lichtsysteme

war man wählerisch, natürlich durften

es nicht irgendwelche sein. Die neuen

Systeme mussten einige anspruchsvolle

Kriterien erfüllen: Sie sollten, neben exzellenter

Performance und Zuverlässigkeit,

auch maximal flexibel sein. Und sie sollten

sich in das bereits bestehende Lichtkonzept

integrieren lassen. Noch dazu musste man

gewährleisten können, dass nach Möglichkeit

jeder Haus- und Gasttechniker mit den

Geräten schnellstmöglich zurecht kommt.

Markus Friele dazu: „Das Pantheon ist ja

ein Gastspieltheater, das heißt: jeden Tag

eine neue Produktion. Jeden Tag ein neues

Lichtkonzept.“

Man sei vor diesem Hintergrund

„ganz schnell auf ETC gekommen, so Friele.

Durch das Equipment von ETC wird jede Show im Bonner Theater zu einem Erlebnis

Er beschreibt den Entscheidungsprozess

wie folgt: „Wir haben von dem ETC-

Vertriebspartner Werning Theatertechnik,

Recklinghausen, ETC-Mustergeräte bekommen.

Darunter den ColorSource Spot.“

Ein ‚modernes, sehr effizientes’ Tool, sagt

er, und dazu ein Produkt mit unzähligen

Möglichkeiten. Insgesamt habe das Theater

in zehn ColorSource Spots investiert – sechs

Profiler mit fester Brennweite und vier mit

Fresneladapter. „Bei der Menge an Adaptern

lässt das unzählige Optionen zu.“

Der Licht-Profi führt als weitere

ETC-Pluspunkte die weitaus höhere Abbildungsgenauigkeit,

die Energieersparnis um

rund 80 Prozent, sowie die hervorragenden

Handling-Eigenschaften.

„Wir können sie problemlos im

Farbwechselmodus betreiben. Dabei lassen

sich die gewünschten Farben vom Pult aus

bequem anwählen.“

Dafür benötige man nur einen einzigen

Kanal, somit ist dieser Steuerungs-Komfort

selbst mit kleinen Pulten realisierbar. Für

die vielen Gasttechniker sei das ein großer

Vorteil : „Sie müssen nicht aufwändig Patchen

oder sich groß Gedanken über die

Integration der Lampen machen. Es funktioniert

alles reibungslos und unkompliziert.“

Das Fazit von Markus Frieles

über das Licht-Upgrade fällt entsprechend

positiv aus: „Mehr Leistung,

mehr Möglichkeiten, bessere Performance

– und dazu extreme Energieersparnis.

Besser geht’s nicht.“

www.etcconnect.com

www.pantheon.de

22 pma 01/18


BRANCHENFORUM

GERRIETS

Gerriets liefert Hauptvorhang und

Hauptvorhangsystem Berliner Staatsoper

Anfang Oktober konnte das Ensemble der Berliner Staatsoper ‚Unter den Linden’ wieder

das historische Opernhaus beziehen – nach sieben Jahren Generalsanierung. In der 1742

erbauten, ehemaligen ‚Königlichen Hofoper’ von Friedrich II wurde unter anderem die

Bühnentechnik erneuert, wobei die Wahrung des historischen Charakters des Opernhauses

eine wichtige Rolle spielte.

Da der historische Charakter nicht

verloren gehen sollte, wurde auch

der Hauptvorhang vom Unternehmen

Gerriets nach historischem Vorbild

und in sorgfältiger Handarbeit angefertigt

– aus dem Bühnenvelours CLIVIA

600 in einem exklusiv für die Staatsoper

definierten Rotton. Edle goldene Applikationen,

wie beispielsweise filigrane Stickereien,

elegante Sonderfransen und eine feine

Zahnbordüre ziehen den 22 Meter breiten

und 10 Meter hohen Hauptvorhang, dessen

Design von dem Architekturbüro HG

Merz entwickelt wurde.

Es sollte mit einer Steigerung der

Nachhallzeit (von 1,1 auf 1,6 Sekunden)

eine akustische Verbesserung im Zuschauersaal

erzielt werden. Daher entschied man

sich, aufgrund der schallreflektierenden

Wirkung von Holz, gegen eine textile Soffitte

und für eine bemalte Holzschabracke

– als Malvorlage für die Schabracke diente

ein von Gerriets im Original-Rotton gefertigtes

Muster des geplanten Schmuckvorhangs.

Die Öffnung des Hauptvorhangs

erfolgt entweder horizontal griechisch oder

vertikal deutsch. Zur Sicherstellung das ein

gleichmäßiger Faltenabstand beim Öffnen

und Schließen vorhanden ist, wurde Gerriets

von Theatertechnische Systeme GmbH

mit der Lieferung eines 20 Meter langen,

modular konzipierten und motorisierten

Scherenzugsystems FENCE beauftragt. In

geparktem Zustand kann der Hauptvor-

Die Berliner Staatsoper mit dem neuen Hauptvorhang der Firma Gerriets

hang in Schutztaschen aus Bühnennessel

CS hängend verstaut werden.

Es kann während der Umbauzeiten

von Bühnenbildern zur akustischen

Trennung der Hauptbühne und des

Zuschauerraums ein 7-lagiger Schallvorhang

vertikal aufgefahren werden,

die Außenanlage des schallabsorbierenden

Vorhangs wurde ebenfalls aus dem

schwer entflammbaren Bühnenvelours

CLIVIA 600 gefertigt.

Der glatthängende Trennvorhang

wird zur Stabilisierung und Ausspannung

seitlich mithilfe von speziellen Leitrollen an

einem bauseitigen Stahldraht geführt. Mit

einer Breite von 17,5 m und einer Höhe

von 12,5 m überdeckt der Schallvorhang,

der über ein Schalldämmmaß von

18 dB verfügt, die Bühnenöffnung und

sorgt damit für eine optimale akustische

Abschottung.

Für die Probebühne 1 lieferte

Gerriets über ARTTHEA Bühnentechnik

außerdem diverse Vorhänge aus schwarzem

akustisch hochwirksamem Bühnenvelours

ASCONA 570 mit umlaufenden

TRUMPF 95 Schleuderschienen.

www.gerriets.com

www.staatsoper-berlin.de

24 pma 01/18


EUROPAS TOR

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AV BRANCHE

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BOSE GMBH

Kundenliebling: Bose Professional

ShowMatch Systeme

Das System ShowMatch von Bose entwickelt sich rasch zur ersten Wahl – und zu einer

klugen Geschäftsentscheidung für die führenden Rental und Touring Companies. Die

Klangqualität, die kompakte Größe, die unterschiedlichen Abstrahlwinkel und die Skalierbarkeit

bilden die Grundlage für verschiedenste Beschallungsanwendungen.

Unzählige Sound- und Audio-/Videosystemverleiher

aus aller Welt haben

sich schon für das neue Bose Professional

ShowMatch Compact Line Array

System mit DeltaQ Technologie und

variablen Abstrahlwinkeln entschieden.

Sie sehen darin eine perfekte Lösung

für ihren Verleihsystembestand.

In den USA hat beispielsweise die

Total Production Group (TPG), ein Full-

Service-AV-Verleiher mit Sitz in Cerritos

(Kalifornien), die ShowMatch Systeme in

ihren Bestand aufgenommen. Eigentümer

und Teilhaber Steve McAllister erklärt,

dass die Entscheidung für ein ShowMatch

System ganz leicht fiel:

„Im Laufe der Jahre habe ich

viele verschiedene Systeme gehört, und

die Coverage und die Klarheit des Bose

ShowMatch Systems haben mich sehr

beeindruckt. ShowMatch ist für uns das

ideale System, da wir das Array mühelos

an sämtliche Situationen anpassen können,

von kleinen Firmenveranstaltungen

bis hin zu Shows in Stadien – und das in

überragender Qualität. Es ist klein und

kompakt und wird einer Sinfonie ebenso

gerecht wie einer EDM-Show. Wir müssen

lediglich die Lautsprechermodule neu

konfigurieren. In letzter Zeit sind kleinere,

mittelgroße Systeme für uns interessanter,

weil sie für uns und unsere Kunden flexibler

sind und sich leichter von Show zu

Show transportieren lassen.“

In Europa gehören ShowMatch

Systeme zum Angebot von mehr als zwei

Dutzend Rental Companies, die Produktionen

für Produkteinführungen, Unternehmensveranstaltungen,

Feierlichkeiten und

Rockshows übernehmen.

Einige Beispiele: Der Verleiher Xeos

(Straßburg, Frankreich) organisierte kürzlich

eine Reihe von Veranstaltungen für

den französischen Autohersteller Peugeot.

In Italien zeigte sich Sonique Live für den

Klang beim Konzert der britischen Rockband

Marillion im Teatro Degli Arcimboldi

in Mailand (2.400 Sitzplätze) verantwortlich,

und Star Service (Mailand) unterstützte

die Open-Air-Veranstaltungsreihe Piano City

Milano an ihren verschiedenen Veranstaltungsorten.

Star Service hat seinen Bestand

vor Kurzem mit einem Bose ShowMatch

Line Array System mit 24 Modulen und

26 pma 01/18


BRANCHENFORUM

Group (Quito, Ecuador) hat vor Kurzem

eine ShowMatch Schulung und Zertifizierung

für regionale Eigentümer und Betreiber

von Rental Systemen abgehalten, an

der auch lokale Techniker für Beschallungssysteme

beteiligt waren. Hier wurde auch

die neue Bose Systemlösung mit Powersoft

DSP und Verstärkern vorgestellt.

In Australien hat der FOH-Engineer

Anatole Day jüngst seine Show

mit dem Popsänger Guy Sebastian im

Newcastle Civic Theater auf einem

Bose ShowMatch System in Ground-

Stack-Konfiguration abgemischt. „Das

war definitiv auf der ganzen Tour die

Show mit dem besten Klang“, bemerkte

Anatole begeistert.

www.bose.com

Dario Frigerio, Besitzer der Firma Star Service

aus Mailand

zwölf SMS118 Subwoofern ergänzt.

In Asien betreut der AV-Komplettsystemverleiher

Really A/V (Shanghai, China)

mehrere Kunden in der Wirtschaft und

der Unterhaltungsbranche, beispielsweise

Victoria’s Secret und die Alibaba Group,

ihres Zeichens führendes E-Commerce-

Unternehmen in China. Really A/V hat

kürzlich 24 ShowMatch Line Array

Module und zwölf SMS118 Subwoofer

erworben. Vincent Gu, Toningenieur des

Shanghai Chinese Orchestra, hat auf dem

ShowMatch System abgemischt. „Dieses

Orchester ist einem westlichen Sinfonieorchester

sehr ähnlich, arbeitet aber mit

besonderen, in China gebräuchlichen Instrumenten.“,

erläutert Gu.

„Das Bose System bereicherte

unser Konzert im Opernhaus von

Shanghai mit einem extrem klaren

Klang und einer ausgezeichneten

Schallverteilung. Ich freue mich schon

darauf, dass immer mehr lokale Rental

Companies dieses System anbieten.“

Auch in Lateinamerika steigen

mehr und mehr regionale Rental Companies

für Live-Konzerte und Festivals auf

die ShowMatch Systeme um. Die T&S

Tragbare Akku-LED-Leuchte zur Akzentbeleuchtung mit 4 x 8W RGBW LED

SMARTBAT

schwarz /weiß

Case für

9 Smartbats

L I C H T T E C H N I K

SmartBat

Kabellose Batterieleuchte

Nylontasche für

4 Smartbats

Wifi-DMX

Kompatibel mit

IOS/Android App

Wifibox DMX/App

to Wifi Sender

www.feiner-lichttechnik.de

Feiner Lichttechnik GmbH • Donaustauferstraße 93 • D-93059 Regensburg

Fon: +49 941 60405-0 • Fax: +49 941 60405-8 • info@feiner-lichttechnik.de


LAWO

Opernhaus Zürich modernisiert mit

IP Audio-Mischpulten von Lawo

Seit Beginn der Opern- und Theatersaison 2017/18 kann im Opernhaus Zürich nun auch

mit einer neuen tontechnischen Ausstattung produziert werden. Neben der notwendigen

Modernisierung der Workflows beschreitet man im Rahmen der technischen Erneuerung

auch bei der Beschallung neue Wege – und zwar mit dem Audiospezialisten Lawo.

In der Tonregie und im Saal kommen

statt der bisherigen Lösung mit dem

Lawo mc²66 seit der technischen Modernisierung

jeweils ein mc²56 zum

Einsatz, wobei das Tonregiepult und das

Saalpult als Spiegelpulte konzipiert worden

sind. Jetzt sind Konfigurationen, Snapshots

und Anpassungen der Parameter im Spiegelbetrieb

der Konsolen auch am anderen

Pult abrufbar – dadurch wird eine effiziente

Vorbereitung von Aufführungen, bei

welchen vermehrt Mikroport-Systeme eingesetzt

werden, gewährleistet.

An neuer Lawo Technologie kommen

im Regieraum ein mc²56 mit 48 Fadern

– eine 32-Fader-Konsole mit 16-Fader-

Extender, der auch ans Saalpult angeschlossen

werden kann – und ein mc²56 mit 16

Fadern als Saalpult zum Einsatz, die beide

einen gemeinsamen Core nutzen. Dieser

Core des zuvor dort installierten mc²66

Mischpults bleibt das Herz der Anlage und

ist mit Wave SoundGrid mit Gold Bundle

und mit zusätzlicher Dante-Karte erweitert

worden. Die Kapazität der redundant ausgelegten

Routingkarte beträgt 8192 x 8192

Monokanäle; vier DSP-Karten bieten eine

Rechenleistung von 192 DSP-Kanälen.

Im Opernhaus Zürich kommt darüber

hinaus die Wellenfeldsynthese zur

Anwendung, bei der über die Lawo-Pulte

32 mögliche Hörpositionen angesteuert

werden. Die große Kreuzschiene ermöglicht

es, 3D Sound SSW (Spatial Sound Wave)

von Fraunhofer IDMT für Surround- und

raumakustische Anwendungen – aktuell

88 Kanäle – problemlos zu integrieren. Die

SpatialSound-Wave-Technologie des IDMT

ermöglicht die objektbasierte Audiowiedergabe

und bietet gegenüber herkömmlichen

Wiedergabesystemen beispielsweise einen

erweiterten Sweet-Spot sowie die Möglichkeit,

eine Audioproduktion kompatibel für

beliebige Lautsprecher-Setups zu erstellen.

„Ich schätze vor allem die Klangeigenschaften

der Lawo Signalverarbeitung;

die Möglichkeit, den SoundGrid mit Waves

Plugins zu integrieren, erleichtert uns das

Live-Mischen sehr. Auch die fast unbegrenzten

Möglichkeiten der Kreuzschiene

sind wichtig für unsere langfristige Planung

und Weiterentwicklung.“, zeigt sich Oleg

Surgutschow, Leiter Tonabteilung beim

Opernhaus Zürich, zufrieden mit seinen neu

installierten Lawo Komponenten.

www.lawo.com

www.opernhaus.ch

28 pma 01/18


BRANCHENFORUM

LMP LICHTTECHNIK

Erste ELATION Proteus-Lichtbrücke zum

Reformationsjubiläum in Worms

Die deutsche Stadt Worms, die eine zentrale Rolle in der Bewegung der Reformation vor

500 Jahren spielte, zelebriert das Jubiläum dieses Ereignisses ein ganzes Jahr lang:

Vom 27. Oktober bis 01. November wurde eine „Ökumenische Brücke des Lichts“ zwischen

dem Petersdom und der Lutherkirche errichtet – mit Hilfe von ELATION Professional Proteus

Hybrid Movinglights.

verschiedene große Entladungslampen

getestet hat. Er stellte fest, dass sie nicht

die gewünschter Power hatten, ihnen

fehlte es an Durchschlagskraft – die erste

Idee war zu umständlich und die zweite

schließlich nicht hell genug.

ELATION Proteus als

Problemlöser

Ein unfassbares Spektakel: Worms erstrahlt in hellem Licht

Der Lichtdesigner Thomas Gerdon

war von der Stadt Worms kontaktiert

worden – er sollte den katholischen

Dom mit der evangelischen

Lutherkirche in einer Lichtbrücke

verbinden, die das Band zwischen

Katholiken und Protestanten zum Ausdruck

bringen sollte. Gerdon bringt

mit seinen Worten die Bedeutung des

Projektes auf den Punkt: „Auch wenn es

sich um getrennte Glaubensrichtungen

handelt, so sind sie doch eng verbunden.

Die Brücke des Lichts sollte die Verbindung

der beiden großen Glaubensrichtungen

als eine Begegnung in enger

Partnerschaft visualisieren.“

Gerdon hatte ursprünglich die

Idee, traditionelle Suchscheinwerfer

als Lichtbrücke zu verwenden, da die

Leuchten jedoch hoch oben in den

Türmen installiert werden mussten,

waren Gewicht und Größe der Lampen

ein Hindernis.

„Es wäre fast unmöglich, so

große und schwere Vorrichtungen nach

oben zu bekommen. Zudem gab es

nicht viel Platz zum Arbeiten, und auch

die Stromversorgung wäre ein Problem

gewesen. Das alles machte es recht

kompliziert.“

Bei dem Projekt war eine hohe

Lichtausbeute ein Muss, sodass Gerdon

Doch dann rief Marc Librecht, Sales

Director bei Elation Professional Europe,

Gerdon an. „Er sagte mir, dass der

Proteus Hybrid fertig sei und fragte

mich, ob ich einen Blick darauf werfen

wolle, was ich natürlich tat. Neben der

Tatsache, dass er 40 Prozent leistungsfähiger

ist als einige andere Leuchten,

die wir uns angesehen hatten, bringt

er alle Vorteile von IP 65 mit. So nahm

ich eine Leuchte mit nach draußen

und richtete sie in den Himmel. Es war

erstaunlich! Der Proteus Hybrid hatte

genauso viel Kraft wie ein 2K-Scheinwerfer

– bei zehn Prozent der Leistungsaufnahme

und einem Bruchteil

des Gewichts! Er war die Lösung.“

Der preisgekrönte Proteus

Hybrid ist nicht nur leistungsstark,

kompakt und mit Schutzklasse IP 65

ausgestattet, er verfügt außerdem über

zahlreiche Effekte und ist multifunktional

in der Spot-, Beam- oder Wash-

Funktion einsetzbar. 50 Meter über

dem Boden setzte Gerdon je sechs

30 pma 01/18


Stagedesign.

Die „Ökumenische Brücke des Lichts” wurde zwischen dem Petersdom und der Lutherkirche errichtet

Leuchten in die Türme beider Kirchen

ein, dann richtete er sie auf den jeweils

gegenüberliegenden Turm aus.

„Die sechs Geräte sind versetzt

platziert, drei in der ersten Reihe, drei

in der hinteren Reihe, wobei alle sechs

zur anderen Kirche ausgerichtet sind.

Als ich sie zum ersten Mal im Domturm

sah, war es unglaublich, wie viel

Leistung sie lieferten“, berichtet der

Lichtdesigner über die 23.000 Lumen

Lichtleistung und zeigt sich begeistert.

„Wir haben die Lutherkirche mit

Lichtstrahlen vom Dom und umgekehrt

beleuchtet, eine Entfernung von etwa

1.200 Metern. So entstand die spektakuläre,

mehrfarbige Lichtbrücke, wie

wir sie geplant hatten.“

Während der Eröffnungsveranstaltung

am 27. Oktober wurde die

„Ökumenische Brücke des Lichts“ erstmals

errichtet. In den sechs Tagen bis

zur letzten Vorführung am 1. November

fanden in beiden Kirchen einige gemeinsame

Veranstaltungen statt. Die Lichtbrücke

hatte jeweils 40 Minuten Bestand

und war Teil einer stündlich für 20 Minuten

laufenden Lichtshow mit Ballyhoo-

Effekten und Farbwechseln.

Die Leuchten waren jeden

Abend von 18:00 Uhr bis Mitternacht

eingeschaltet. „Wir schalteten sie am

ersten Tag ein und am letzten Tag aus.

Dazwischen hatten wir keine Probleme.

Die Scheinwerfer waren dem

Wetter ausgesetzt – Wind, Regen,

kalte Nächte. Trotzdem arbeiteten sie

bis zum Schluss fehlerfrei“, so Gerdon.

Die Lieferung der Geräte erfolgte über

den deutschen ELATION-Vertrieb LMP.

„Marc Petzold und sein Team sind

immer sehr hilfsbereit und unterstützen

gern. Auch bei ELATION war jeder mit

vollem Einsatz dabei.“ Gerdon arbeitete

bei dem Projekt mit dem lokalen Eventund

Medientechnik-Unternehmen Dawnconcepts

zusammen.

Das Lichtbrückenprojekt wurde

von den Wormser Bürgern nicht nur

als Verbindung zwischen Christen, sondern

auch als eine schöne Komposition

aus Licht und Himmel in der Stadt

empfunden und dementsprechend gut

angenommen.

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BRANCHENFORUM

L-ACOUSTICS

Helene Fischer mit L-Acoustics und

Soundhouse auf großer Hallen-Tournee

Sie ist DAS deutschsprachige Pop-Phänomen der letzten Jahre: Helene Fischer. Ein Abklingen

des gigantischen Erfolgs ist nicht in Sicht. Mit der Stadion-Tournee „Farbenspiel“

im Jahr 2015 legten das Show-Multitalent und ihr Produktionsteam die Messlatte für

große Bühnenproduktionen eine ganze Ebene höher. Für den Sound zeichnet erneut

Soundhouse verantwortlich, die Helene Fischer ein umfangreiches L-Acoustics-System

auf den Leib schneiderten.

oberen Einheiten zusätzlich als Delay für

die Hauptbühne dienen – und um einen

einzelnen 6er-K2-Hang erweitert.

Komplexe Anforderungen

Helene Fischer mit ihrer Bühnenshow auf der „Farbenspiel“-Tour 2015

Doppelte Anzahl an

Lautsprechern

Die Ton-Abteilung um Head of Sound

Udo Fleischmann und Alex Spengler (FOH

und Technische Leitung) musste im Vergleich

zur Stadion-Tournee die Anzahl der

eingesetzten L-Acoustics-Einheiten nahezu

verdoppeln.

Insgesamt 32 K1- sowie 96 K2-

Systeme beschallen unter anderem die

durchweg ausverkauften Shows. Zu den

Hauptgründen gehören eine zweite, aus

dem Dach herunterfahrbare, Bühne sowie

die ausschließliche Verwendung von Full-

range-Systemen. Alle Zuschauer sollen von

jedem Beschallungspunkt der Halle aus mit

Fullrange-Signalen versorgt werden.

Auf der Hauptbühne setzt Soundhouse

auf drei vollwertige Hangs, bestehend

aus jeweils 11x K1 und 6x K2 für die

Main-L/R-Beschallung sowie einem geflogenen

Center aus 10x K1. Ergänzt wird

diese Konfiguration durch ein Center-Fill

aus 5x Kudo. Als Side-PA fungieren jeweils

12x K2. Um die Hallen auch aus Richtung

der herabfahrbaren B-Stage vollumfänglich

abzudecken, hat Udo Fleischmann insgesamt

60 K2 in vier 15er-Hangs in einem

Kreissegment angeordnet – von denen die

„Die Systeme der A-Stage durften auf keinem

Platz eine Sichtbehinderung auf das

Bühnengeschehen und nur minimale Einschränkungen

auf die LED-Flächen erzeugen“,

erläutert Udo Fleischmann. „Für die

Auftritte auf der B-Stage mussten wir eine

komplett eigenständige Beschallungssituation

mit separater Ortung schaffen. Ähnlich

wie bei den Stadionkonzerten der 2015er-

Tour mussten wir zudem darauf achten, die

Laufstege vor der Bühne möglichst auszusparen,

um ein Maximum an Gain-before-

Feedback zu erhalten, da Helene Fischer

in jeder Situation live singt (was in dieser

Größenordnung nicht üblich ist).“

„Genau wie bei den geflogenen

Systemen galt es zudem, die Subs visuell

möglichst unauffällig in die Main Stage zu

integrieren“, ergänzt System-Operator Alex

Becker. Das Ergebnis: Im Halbkreis unter

und neben der Bühne angeordnete, cardioide

2er- und 3er-Stacks aus L-Acoustics KS28

Subwoofern. Um die größten Hallen der

Republik mit Tiefton-Power zu beschallen,

benötigt das Ton-Team lediglich 20 Sub-Einheiten.

„Unsere geflogene PA liefert schon

einen großen Teil des für unser Programm

notwendigen Drucks und Low Ends, so dass

32 pma 01/18


BRANCHENFORUM

wir mit dieser verhältnismäßig geringen Zahl

an Subs locker hinkommen.“ so Becker.

Keine Subs auf der B-Stage

Die komplexe Beschallungskonfiguration

für die Helene Fischer Hallenproduktion

hat viele Besonderheiten. Eine davon ist die

Tatsache, dass die B-Stage komplett ohne

zusätzliche Subwoofer auskommt. Zudem

werden alle L-Acoustics-Verstärker geflogen

und sind direkt an den Bumpern montiert.

„Diese Anordnung basiert auf der Tatsache,

dass wir auf dem Boden keinen Platz für

zentrale Amp Cities haben. Zudem müssen

aus Sichtgründen alle Kabel im Dach übers

Mothergrid laufen. Dies erleichtert nicht nur

die Verkabelung durch sehr kurze Kabelwege,

sondern spart am Ende auch Zeit bei

der Installation.“, bestätigt Alex Becker.

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Das umfangreiche L-Acoustics-System sorgt für einen großartigen Sound

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VOSS+FISCHER realisiert Helmut Schmidt

Journalistenpreis in Frankfurt

Zum zehnten Mal in Folge realisierte VOSS+FISCHER am 26. Oktober 2017 die Verleihung

des Helmut Schmidt Journalistenpreises. Seit 2008 verantwortet die inhabergeführte Kommunikations-Agentur

bereits die Gestaltung, Organisation und Durchführung des renommierten

Journalistenpreises.

Das innovative, fortschrittliche

und moderne Design der ING-

DiBa wurde vom professionellen

Veranstaltungskonzept von

VOSS+FISCHER widergespiegelt.

Nick Jue, der Vorstandsvorsitzende der

ING-DiBa, eröffnete mit einer Rede und

gab so die Gesprächsrunde mit prominenter

Besetzung frei.

Die festliche Preisverleihung war der

Höhepunkt des Abends, eine hochkarätig

besetzte Jury hatte zu vor die drei besten

Journalisten und Medienwissenschaftler

ausgewählt. Insgesamt 191 Bewerbungen

gingen für den begehrten Journalistenpreis

ein. Die Gewinner konnten sich auf Preise in

Höhe von 15.000, 10.000 beziehungsweise

5.000 Euro freuen.

Den ersten Platz belegten Till Krause

und Hannes Grassegger mit ihrer im

SZ-Magazin erschienenen Reportage #insidefacebook,

in der sie über die Arbeit der

Menschen im Löschzentrum für Facebook

berichten.

Der zweite Preis ging an Lutz Ackermann,

Benedikt Becker, Manuel Daubenberger,

Philip Faigle, Karsten Polke-Majewski,

Felix Rohrbeck, Christian Salewski und

Oliver Schröm für ihren Beitrag „Milliarden

aus der Staatskasse: Die Steuerräuber“.

Den dritten Preis teilten sich

Karsten Krogmann, Autor des in der

Nordwest-Zeitung veröffentlichten

Beitrags „Abgehoben – die Geschichte

der EWE-Krise“, sowie Svea Eckert, Jasmin

Klofta und Kollegen für ihre NDR-

Produktion „Nackt im Netz: Millionen

Nutzer ausgespäht“.

Dieses Jahr wurde auch erstmals

der Helmut Schmidt Nachwuchspreis

für Journalisten bis 30 Jahre, welche

nicht in einem redaktionellen Arbeitsverhältnis

mit Festanstellung stehen,

vergeben. Vorab wählte die Jury unter

allen Bewerbern die drei Finalisten aus.

Während der Preisverleihung

kürte das Publikum per Live-Voting

Vanessa Wu und Caroline Wiemann

mit ihrem Artikel „Abschottung 4.0“

in der Wochenzeitung „Freitag“ als

Gewinner-Duo.

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34 pma 01/18


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BRANCHENFORUM

SENNHEISER

Sennheiser Digital 6000 bei

Nena Tribute-Fernsehshow

Am 7. Oktober 2017 wurde das 40-jährige Bühnenjubiläum der Pop-Ikone Nena gewürdigt:

Zahlreiche nationale und internationale Stars interpretierten bekannte Songs aus der langjährigen

Karriere der Sängerin – begleitet von einer hochkarätig besetzten Band. Bei Live-

Performances und Sprachbeiträgen sorgte im Hamburger Mehr!-Theater die neueste Technologie

für einen exzellenten Sound. Sennheisers Digital 6000 Drahtlossysteme bescherten

das Publikum im Theater und auch das an den heimischen Fernsehbildschirmen mit einer

unfassbaren Soundqualität.

Aluminium-Kupfer-Schwingspulen und

einen transparenten Sound auszeichnen.

Als kompakte Taschensender wurden

ästhetisch gestaltete SK 6000 genutzt.

Zahlreiche Sennheiser HSP 4 Kondensator-

Nackenbügelmikrofone waren mit einem

Frauenchor auf der Bühne zu sehen.

Drahtlose Taschenempfänger, die von SR

2050 IEM Doppelsendern über zirkular

polarisierte A 5000-CP Wendelantennen

adressiert wurden, vervollständigten die

Sennheiser Funkausstattung bei der vielbeachteten

Fernsehshow.

Spacing mit 400 kHz

Die erfolgreichen Songs der deutschen Pop-Ikone werden zum Besten gegeben

32 digitale Sendestrecken

PRG (Production Resource Group AG) hatte

20 Strecken, zehn von NicLen gelieferte EM

6000 Doppelempfänger, gemeinsam mit

L 6000 Ladestationen in einem 19“-Rack

installiert. Über Nenas Produktionsfirma

Laugh + Peas kamen fünf EM 6000 Doppelempfänger

von Sennheiser hinzu. Zwei

weitere Strecken eines Digital 6000 Systems

brachte Nena mit – die Sängerin hat sich

nach einem Test für den Erwerb von Sennheisers

wegweisendem Wireless-System

entschieden und verwendet bei Shows einen

nach ihren Wünschen dekorierten SKM

6000 Handsender. Insgesamt befanden

sich bei der in Deutschland, Österreich und

der Schweiz ausgestrahlten Sendung 32

Funkstrecken des Sennheiser Digital 6000

Systems im Einsatz.

Als Handsender fanden durchweg

SKM 6000 mit MD 9235 Kapseln (nierenförmige

Richtcharakteristik) Verwendung,

welche sich durch besonders leichte

Die Sendestrecken des Sennheiser Digital

6000 Systems wurden im Frequenzbereich

A1-A4 (470 bis 558 MHz) betrieben. Als

Besonderheit waren die Übertragungsstrecken

in einem vergleichsweise engen

Frequenzraster mit Intervallen von 400

kHz angeordnet, wie ein Blick auf die

Bedienoberfläche der Sennheiser WSM-

Software belegte.

„In der Praxis hat sich das Spacing

mit 400 kHz als absolut betriebssicher

herausgestellt - wir hatten keine Probleme

mit Einstreuungen oder unerwünschten

Intermodulationsprodukten“, berichtete

Tontechniker Flo Keinert, der für Einrichtung

und Betreuung der Drahtlostechnik bei der

TV-Gala verantwortlich war. „Ursprünglich

36 pma 01/18


BRANCHENFORUM

wollte ich die Frequenzverteilung konventionell

wie bei analogen Geräten planen,

um auf der sicheren Seite zu sein. Aufgrund

besonderer Umstände mussten wir uns in

Hamburg jedoch auf einen Arbeitsbereich

von 88 MHz beschränken und haben uns

nach Rücksprache mit Sennheiser für ein

Spacing mit 400 kHz entschieden. Insbesondere

angesichts der großen Zahl von

Drahtlosstrecken war ich sehr angenehm

überrascht, dass eine Anordnung der Sender

in derart geringen Abständen reibungslos

funktioniert.“

Hundert Funkstrecken

in Hafennähe

Sebastian Bläsen, freier Projektleiter im

Auftrag der PRG, war bei der Show in

Abstimmung mit Nenas Produktionsfirma

als Fachplaner für den Bereich Ton verantwortlich.

Bei der Produktion im Hamburger

Mehr!-Theater auf analoge Drahtlostechnik

zu setzen, wäre gemäß seiner Aussage

„schwierig“ geworden. Bläsen: „Insgesamt

kommen wir auf rund 100 Sendestrecken,

was auch die durch den Ü-Wagen und

den Betriebsfunk genutzten Frequenzen

beinhaltet. Derart viele Strecken in Hamburg

und dann auch noch in der Nähe des

Hafens unterzubringen, wäre schwierig

geworden. Vor dem Hintergrund einer

Sennheiser stattet die Nena Tribute-Show mit Equipment aus

solchen Herausforderung ist die Sennheiser

Digital 6000 Serie eine sehr praktische Lösung!

Wir haben uns bei Sennheiser rückversichert,

dass ein Spacing mit Intervallen

von 400 kHz möglich ist – hier in der Halle

funktioniert die Übertragung mit den Digital

6000 Systemen trotz des eng gesetzten

Rasters intermodulationsfrei und vollkommen

ohne Probleme.“

TV-Gala für eine deutsche

Pop-Ikone

„Nichts versäumt“ lautete der Titel der

von Thomas Gottschalk moderierten TV-

Sendung in Anlehnung an einen Hit von

Nena. Zur Freude der Fans wurden bei

der Samstagabendshow allseits bekannte

Songs in eigens für den Anlass neu geschriebenen

Arrangements präsentiert.

Beim Wiedersehen mit musikalischen

Weggefährten gab es zahlreiche, noch nie

da gewesene Duette zu hören. Freunde,

Familie und Zeitzeugen blickten auf die

Karriere von Gabriele Susanne Kerner alias

Nena zurück, und Einspielfilme gewährten

Einblicke in das Leben der Sängerin.

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LMP LICHTTECHNIK

Beim Kölner Springinsfeld Festival wird

auf ELATION gesetzt

Das Springinsfeld Festival am Fühlinger See feierte am 19. August 2017 Premiere – bei

dem Electronic- und EDM-Event, welches vom Bootshaus Köln-Deutz ins Leben gerufen

wurde, gaben sich namhafte Künstler wie Fritz Kalkbrenner oder Don Diablo ein

Stelldichein und lieferten den rund 20.000 Besuchern auf insgesamt drei Stages eine

eindrucksvolle Show.

Die technische Betreuung des Springinsfeld

Festival übernahm eine Kooperation

der Firmen LaserFrame und

Entec Rental. Für das Kerpener Veranstaltungstechnik-Unternehmen

LaserFrame war

der Lichtdesigner Guido Schütz im Einsatz,

der Planung und Umsetzung der Stages realisierte

– unter Berücksichtigung der örtlichen

Gegebenheiten und der Technik-Rider.

Das Bühnenset durfte dabei vor allem eines

nicht sein: gewöhnlich!

Schütz bekräftigt dieses

Vorhaben:„Wir wollten keine 08/15-Bühnen

auf dem Festival haben.“ Die Lichtriggs

standen allen Acts gleichermaßen

zur Verfügung und umfassten insgesamt

90 Platinum FLX, 40 Paladin und 16 Cuepix

Blinder WW4, sowie weitere Produkte

von ELATION. Ziel des ganzen Setups

war es, den Besuchern des erstmalig

stattfindenden Events vor allem den ganz

besonderen „WOW-Effekt“ zu vermitteln

– dieser soll möglichst viele von ihnen im

kommenden Jahr wieder zum Fühlinger

See locken.

„Das eigentliche Setup war nicht so

wichtig. Mit einer guten Lampe und dem

richtigen Operator ist es völlig egal, wie gut

das Design ist. Es gefällt am Ende sowohl

den Acts als auch dem Publikum, wie das

Feedback zum Springinsfeld eindrucksvoll

beweist.“, sagt Schütz. Dem Lichtdesigner

hatte es vor allem der Platinum FLX aus

dem Hause ELATION angetan – er arbeitete

in der Vergangenheit schon häufiger mit

dem Schwesterprodukt Platinum HFX und

war überaus begeistert.

„Damit war klar, dass wir uns

auch mit dem FLX beschäftigen würden

– erfreulicherweise mit demselben

Ergebnis. Und da wir gerne möglichst

konsequent mit einem Hersteller arbeiten,

haben wir – bis auf einige wenige

Ausnahmen – auch beim restlichen Lichtequipment

auf ELATION vertraut.“

38 pma 01/18


G

Blac

Whi

Beim Springinsfeld-Festival wurde auf Elation gesetzt

12,000 LUMEN LED SPOT

FULL FEATURED COMPACT DESIGN

Der Platinum FLX ist ein komplett

ausgestatteter 3-in-1 Scheinwerfer, der als

Beam-, Spot- oder Wash genutzt werden

kann. Im Beam-Modus reicht der Zoom

von 1,8° bis 18°, im Modus Spot von 2,9°

bis 25° und als Wash kombinierbar mit

einem Frost-Effekt von 6° bis 42°.

Der IP-65-zertifizierte ELATION

Paladin bildet ein leistungsstarkes Hybrid-

Gerät, das sich als Vollfarb-Stroboskop,

lichtstarkes Washlight, kräftiger Blinder

oder auffälliges Effektlicht einsetzen

lässt. Sein motorischer Zoom im Bereich

von 6° bis 32° ermöglicht die Anpassung

des Beams an nahezu jede Anwendung.

Beim Springinsfeld Festival kam der

ELATION Paladin nur als Washlight zum

Einsatz. „Wir haben die Paladin speziell

zur Bühnenausleuchtung, als Platzbeleuchtung

sowie Hintergrund Ambient

eingesetzt“, erklärt Schütz.

Der Cuepix Blinder WW4 ist ausgestattet

mit vier warmweißen (3.200

Kelvin) 100 Watt COB LEDs mit einem

Abstrahlwinkel von 60°. „Die Cuepix wirken

in der Anmutung zwar nicht exakt

wie konventionelle Binder, aber ihr Effekt

war für mich vollkommen zufriedenstellend.

Wenn ich die Wahl hätte, würde

ich mich immer wieder für den Cuepix

entscheiden.“

In Zukunft werden LaserFrame

und auch Guido Schütz auf Lichttechnik

von ELATION vertrauen. Nach eigenen

Angaben tut dies der Kerpener schon ein

ganzes Jahrzehnt – da das Setup aus ELA-

TION-Produkten auch beim Springinsfeld

Festival zu überzeugen wusste, dürfte

sich daran wohl nichts ändern.

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MESSEVORSCHAU – INTGRATED SYSTEMS EUROPE (ISE)

Größer und besser

Vom 6. bis 9. Februar findet die 15. Ausgabe der Integrated Systems Europe (ISE) in

Amsterdam statt. In diesem Jahr bietet die interntionale Leitmesse für AV und Systemintegration

eine brandneue Halle und ein noch umfangreicheres Rahmenprogramm

als in den Vorjahren.

Die Integrated Systems Europe ist

auf Wachstumskurs. Bereits im letzten

Jahr konnte die ISE mit 1.129 Ausstellern

in 14 Hallen insgesamt 73.413 Besucher

in die Hauptstadt der Niederlande locken.

In diesem Jahr meldet die ISE

über 1.200 Aussteller und rechnet mit

mehr als 75.000 Besuchern. Um den

zusätzlichen Ausstellern genügend Platz

für ihre Präsentationen bieten zu können,

wurde eine neue Halle im RAI Center

für die Messe geöffnet.

Mit der Halle 15 erweitert die ISE

ihre Fläche um 4.000 Quadratmeter. 180

neue Aussteller werden zum ersten Mal

an der ISE teilnehmen.

Umfangreiches Rahmenprogramm

Bereits einen Tag bevor die ISE ihre Tore

für die Besucher öffnet, präsentiert die

Audiovisual and Integrated Experience Association

AVIXA, Miteigentümer der ISE,

die TIDE Konferenz. TIDE steht für Technology,

Innovation, Design, Experience.

Es geht um die kreativen Kräfte und die

Entscheidungen, welche die AV Industrie

geformt haben und welchen Einfluss das

Auf der ISE 2018 in Amsterdam wird es ein umfangreiches Angebot an Neuheiten geben

40 pma 01/18


Vorschau – Integrated Systems Europe MESSE

Eine brandneue Halle steht für die Integrated Systems Europe in Amsterdam zur Verfügung

Business auf diese Konzepte hat. Die TIDE

Konferenz findet im Okura Hotel nahe

dem RAI statt. Die World Masters of Projection

Mapping ist ein neuer Wettbewerb

für Mapping-Künstler, der vom 14. Januar

bis 9. Februar 2018 stattfindet und dessen

Finale auf der ISE ausgetragen wird.

Fünf Mapping-Künstler zeigen in dieser

Zeit ihre Werke auf der extravaganten

Fassade des EYE Filmmuseums in Amsterdam.

Die Finalisten werden ihre Projekte

am 8. Februar den Juroren vorgestellt und

am 9. Februar auf der ISE bekanntgegeben.

Veranstaltet wird die World Masters

of Projection Mapping vom Amsterdam

Light Festival, der Integrated Systems

Events und dem RAI Amsterdam.

Mit der XR Summit ISE findet

eine B2B-Strategy-Konferenz mit dem

Fokus auf Virtual Reality (VR), Augmented

Reality (AR) und Mixed Reality (MR) im

Rahmen der ISE statt. Die Veranstalter der

ISE AVIXA und CEDIA werden erneut ihr

Fortbildungsprogramm anbieten.

XR Technology Zone

Im Park Foyer des RAI wird die XR Technology

Zone ihren Platz finden. Auf

300 Quadratmetern geht es um neue

Technologien wie Virtual Reality (VR),

Augmented Reality (AR). Das Herzstück

der XR Technology Zone wird von der

VR-Firma Holovis präsentiert.

Bereits im Oktober fand, als Auftakt

für die XR Summit und die XR Technology

Zone, das VR Days Europe Festival in Amsterdam

statt. Laut den Veranstaltern ein

Erfolg, der die Veranstaltungen auf der ISE

anfeuerte und deren Relevanz bestätigte.

Alle wichtigen Themen

der Pro-AV-Industrie

Neben den neuesten Technologien aus

der Eventtechnik und den Bereichen

VR und AR sind die Hauptthemen der

ISE auch in diesem Jahr wieder Digital

Signage, Smart Building und Unified

Communications.

Text: Steffen Sauer

ALLE INFOS AUF EINEN BLICK

Integrated Systems Europe

06.02.–09.02.2018

RAI Amsterdam, Europaplein 24

1078 GZ Amsterdam

Öffnungszeiten:

Di, 06.02.2018

10:00–18:00 Uhr

Mi–Do, 07.–08.02.2018

09:30–18:00 Uhr

Fr, 09.02.2018

09:30–16:00 Uhr

www.iseurope.org

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THEMA Projection Mapping

PROJECTION MAPPING

Gebäudefassaden als Leinwand

Bereits seit einigen Jahren ist das Projection Mapping auf Gebäudefassaden ein Trend.

Durch die immer ausgefeilteren Mediaserver- und Projektor-Technologien sind dem Mapping

inzwischen kaum mehr Grenzen gesetzt.

Die Firmen AV Active und Burmester

sind unter anderem im Bereich Projection

Mapping tätig. Sie zeichnen sich

verantwortlich für die beeindruckenden

Mappings beim Festival of Lights in Berlin

oder erst kürzlich bei den Schlosslichtspielen

in Karlsruhe. Wir haben mit Benjamin

Brostian von AV Active und Nik Burmester

über über das Thema Projection Mapping

gesprochen.

pma: Sie sind vor allem technischer

Dienstleister. Sind Sie beim Projection

Mapping auch an der inhaltlichen

beziehungsweise kreativen Seite beteiligt,

also bei der Ideenentwicklung

oder beim Storytelling?

Benjamin Brostian: Im generellen sind

wir in der Planung und Entwicklung von

komplexen Mediensystemen verankert.

Da sich das Thema Projection Mapping

seit mehreren Jahren in der Branche hält,

die Anwendungen immer komplexer werden

(z.B. Projektionen auf sich bewegende

Objekte und Skulpturen) ist das ein

eigener „Fachbereich" in der AV-Branche.

Beginnend bei der Projektionsplanung,

3D-Scan der Objekte, Simulation von Helligkeiten,

Verzerrungen und Pixelgröße bis

hin zur Erstellung der Produktionsvorlagen

für Künstler und Content-Erstellung, all

diese Schritte umfassen unseren speziellen

Arbeitsbereich.

Seit zwei Jahren ungefähr, werden

wir immer wieder auch für die Medienproduktion

mit an Bord geholt, um

sowohl beratend als auch umsetzend

dahingehend zu wirken. Letztes Ergebnis

dieser inhouse Medienproduktion war

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Projection Mapping THEMA

Leistungsschau internationaler Lichtdesigner: Die Schlosslichtspiele in Karlsruhe finden seit 2015 jeden Sommer statt

während der Schlosslichtspiele 2017 in

Karlsruhe zu sehen.

pma: Welche Mappings von welchen

Künstlern betreuen Sie beim Berliner

Festival?

Benjamin Brostian: Beim Festival of Lights

betreuen und planen wir seitdem FoL 2016

den Berliner Fernsehturm, der 2016 zum

ersten mal projiziert und bespielt wurde.

pma: Wie groß ist der Anteil Ihrer

Kunden im Bereich Projection Mapping

im Vergleich zu Ihren anderen

Tätigkeitsfeldern wie zum Beispiel

Digital Signage, Augmented und

Virtual Reality, 3D oder 360 Grad

Projektionen?

Benjamin Brostian: Diese Bereiche sind

fließend und können nicht dediziert voneinander

getrennt werden. Projection

Mappings werden sowohl temporär, als

auch in festen Installationen eingesetzt.

pma: Was waren Mitte des Jahres,

die Beweggründe, sich zusammenzuschließen

und Kompetenzen am

Standort Berlin zu bündeln?

Benjamin Brostian: Videoinhalte und

Medienserver sind heute ein elementarer

Bestandteil von Live-Produktionen und

Festinstallationen. Dementsprechend steigen

die Anforderungen von Kunden und

Agenturen stetig. Kurzfristige Entscheidungen

und Änderungen am technischen oder

auch inhaltlichen Konzept bleiben trotz stetig

wachsender Komplexität der Installationen

nicht aus und sind das Nadelöhr jeder

Veranstaltung.

Das führt oft dazu, dass sich Programmierer

unter Zeitdruck mit einer Vielzahl

von variablen Faktoren auseinander

setzen müssen: mit falschen Auflösungen,

falschen Codecs, nicht passenden Formaten,

nicht eingehaltenen Fristen und natürlich

Änderungen von Inhalten und der Programmierung.

Ein gut eingespieltes Team, das sich

von Anfang an mit der Produktion von Inhalten,

deren Handling und allen angrenzenden

planerischen Aspekten beschäftigt, ist ein

elementarer Faktor für reibungslose Produktionsabläufe

und für erfolgreiche Projekte

sowie zufriedene Kunden.

Die aus der Zusammenarbeit beider

Unternehmen resultierenden Vorteile betreffen

die personelle Ebene und das eingesetzte

Material gleichermaßen.

Nik Burmester: Gut gepflegtes und gewar-

Kompetenzen gebündelt: Benjamin Brostian und

Nik Burmester (v. l.)

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THEMA Projection Mapping

Berühnte Architekten wie Zaha Hadid wurden eingeladen, die komplette Schlossfassade zu bespielen

tetes Material ist die Grundvoraussetzung für

einen erfolgreichen Einsatz. Fremde Maschinen

sind oftmals in einem sehr schlechten

Zustand und können in einem zeitkritischen

Umfeld zu massiven Problemen führen.

Gemeinsam können wir ein hochwertiges

Gesamtpaket anbieten: Intensive Kundenbetreuung

und fachliche Expertise in der Beratung

und Projektplanung, fachmännisches

Programmieren und Operating sowie die

zum individuellen Anwendungsfall passende

Hardware. Der große Vorteil an unserer

Kooperation besteht darin, dass von der

ersten Machbarkeitsanfrage über die Visualisierung,

Beratung, Planung, Anfertigung,

Umsetzung und Betreuung vor Ort alles in

einer Hand – und nun auch in einem Büro

– bleibt. Wir sind damit weitestgehend unabhängig

von Dritten, auf deren Leistung wir

nur bedingt Einfluss haben. Das ist unsere

Art, das Optimum des technisch Machbaren

zu garantieren.

pma: Können Sie ein erstes Fazit der

noch jungen Zusammenarbeit ziehen,

wie viele Projekte haben Sie seither

gemeinsam abgewickelt und welche

Erkenntnisse konnten Sie daraus für

die künftige Arbeit ziehen?

Benjamin Brostian: Die Zusammenarbeit

im generellen ist nicht neu – wir arbeiten

bereits seit mehreren Jahren eng zusammen.

Das größte Projekt im vergangenen

Jahr, war bestimmt die Expo 2017. Das

Projekt hat uns gezeigt, dass die kooperativen

Strukturen zwischen Burmester und AV

Active genau das leisten, was wir uns als Resultat

gewünscht haben. Wir sind stolz, ein

derart umfassendes Projekt von der ersten

Anfrage bis zur Dokumentationsübergabe

unter einem Dach umgesetzt zu haben“.

pma: Konzentrieren Sie sich im Bereich

AR und VR weitgehend auf den Automotive-Bereich

oder gibt es auch andere

Branchen, die Sie im Auge haben?

Ist der Messe- und Tagungsbereich

wichtig für Sie? Rechnen Sie damit,

dass dieser Bereich in den kommenden

Jahren zum Kerngeschäftsfeld für Ihre

Unternehmen wird?

Benjamin Brostian: Die Bereiche VR und

AR haben definitiv ein riesiges Potential

und wir werden in den nächsten Jahren

zunehmend mehr Anfragen aus diesen

Bereichen bekommen, da bin ich mir sicher.

Das wird branchenübergreifend

stattfinden und sich sowohl in Forschung

und Entwicklung bis hin zu Messe und

Kongress abzeichnen.

Einen kompletten Wechsel des Geschäftsfelds

sehe ich nicht – wohl aber ein

Wachstum und einen Bedarf sich diesem

Markt zu widmen. Wir haben die Entwicklung

und Möglichkeiten in den Bereichen

VR und AR bereits seit mehreren Jahren aufmerksam

verfolgt. Wir kommen nun in eine

Zeit, in der wir dank leistungsstarker Rechnersysteme

und hochaufgelösten HMDs

(Head Mounted Displays), Welten kreieren

können, die sich visuell sehr nahe an der

Wirklichkeit bewegen.

pma: Stehen Sie in einem harten Wettbewerb

mit anderen Unternehmen?

Ist es schwer, sich in Nischen am Markt

zu behaupten? Wie wichtig sind da

Alleinstellungsmerkmale, um sich abzuheben?

Benjamin Brostian: Wir können intern

alle Sparten bedienen, die zur Planung

und Durchführung von „komplexeren

nicht alltäglichen“ Installationen notwendig

sind. Wir bringen Erfahrung aus vielen

verschiedenen Anwendungen mit. Ob es

nun Projection Mappings sind, auf Fassaden,

Autos, Schiffe oder auch Möbel, die

Bespielung von LED Wänden mit unkomprimierten

Bildinhalten, jenseits der 4K

Auflösung, Festinstallationen zum Beispiel

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Ditto.

dbaudio.com/moreart-lessnoise

in einer Kuppel mit über 50 Projektoren,

3D Realtime Präsentationen, die eine

größtmögliche Flexibilität gewährleisten

– Stichwort Ventuz oder das Tracking von

sich bewegenden Objekten..

Wir bringen das Wissen und die

Erfahrung aus all diesen verschiedenen Projekten

mit ein, weisen auf Besonderheiten

hin und zeigen dafür eine Lösung auf. Wir

sind gerne Dienstleister und ich denke, dass

sich dieser Service bewährt hat.

Die allabendlichen

Projektionen begeisterten

im vergangenen

Sommer

mehr als 250.000

Besucher

pma: Können Sie uns verraten, was Sie

nach dem Festival of Lights in Angriff

nehmen? Gibt es schon Projekte für

2018?

Benjamin Brostian: 2017 war ein tolles

Jahr für uns. Es hat sich gezeigt, dass die

Zusammenlegung unserer Kapazitäten den

Erfolg gebracht hat, den wir uns vorgestellt

haben. Für 2018 haben wir schon einige

Projekte auf die wir uns vorbereiten und die

in jedem Fall herausfordernd und spannend

werden. Unsere Berufssparte lebt ebenso

von den unerwarteten und spontanen Projekt-

Anfragen - das macht unseren Branche

so spannend und abwechslungsreich.

Text & Interview: Thomas Korn

Fotos: ZKM, AV Interactive


THEMA Amper Slam Band Battle Finale

AMPER SLAM BAND BATTLE FINALE

Amper Slam Band Battles 2017 –

Das große Finale

Ein Open Air im August 2017, zwei Abende lang die Vorrunden der Band Battles und ein Finale.

Das Amper Slam hat sich in den letzten Jahren für einen jährlich Band-Contest bekannt

gemacht. Am 09.12.2017 fand schließlich das Finale der diesjährigen Band Battles statt.

Bereits am Tag vor dem großen Finale

der Band Battles, ist es im Jugendzentrum

Fürstenfeldbruck nicht

ruhig: Das Team und die Helfer bereiten

größtenteils schon alles für den nächsten

Tag vor. Christoph Burghart stellt das Licht

ein, Uli Schwass und Johannes Mittermaier

richten gemeinsam die Bar her und füllen

die Kühlschränke mit Getränken.

Die Helfer schauen ob im Backstage-Bereich

alles passt, schließen die

Kaffeemaschine an den Strom und legen

die Snacks auf zwei Biertische.

Raphael Schütze kommt im Jugendzentrum

an – und macht sich gleich daran,

die Tontechnik auf der Bühne vorzubereiten.

Bühnenverkabelung, Lautsprecher und Monitore

testen und Mikrofone aufstellen. Alles

muss passen, nichts darf ausfallen!

Auch am Tag des Finales sind alle

beschäftigt: Christoph Burghart und

Jan Seemüller werkeln am Lichtpult, Uli

Schwass und Johannes Mittermaier kontrollieren

den Kassenstand und begrüßen

die Bands, die zum Soundcheck nach

und nach im Jugendzentrum ankommen.

Auf der Bühne steht Raphael

Schütze von der Tontechnik und stellt

gerade die Mikrofone auf. Diesmal hat er

neue Unterstützung: Leander „Bombi“

Häussinger, selbstständiger Tontechniker

seit 2015. Er hat Erfahrung mit Bandauftritten

in Jugendzentren und weis genau,

was er machen muss, damit alles klingt

wie gewollt.

Zwischen dem Aufbau der Tontechnik

und dem Soundcheck hat er

kurz Zeit, sich mit uns über seine Tätigkeit

als Tontechniker zu unterhalten.

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Amper Slam Band Battle Finale THEMA

Über eine GrandMA 2 onPC steuern Christoph und Jan das Licht

Leander Häussinger und Raphael Schütze sorgen für guten Sound

pma: Herr Häussinger, wie lange sind

Sie schon als Tontechniker tätig?

Leander Häussinger: Meinen ersten Gig

habe ich schon im Jahr 2010 in einem örtlichen

Jugendzentrum gemischt. Selbstständig

gemacht habe ich mich aber erst

im Oktober 2015 und arbeite seither fest

in der Veranstaltungstechnik.

pma: Was hat Sie dazu bewegt, in

dieses Berufsfeld einzusteigen?

Leander Häussinger: Schon während

meiner Schulzeit habe ich leidenschaftlich

gerne Musik gemacht und mit 16 habe

ich meine erste Band gegründet. Mir war

aber von vorneherein klar, dass sich mit

Musik nur schwer oder nur mit viel Glück

ausreichend Geld verdienen lässt. Deshalb

habe ich mir andere Tätigkeiten gesucht,

die zwar auch mit Musik zu tun haben,

in denen das Brötchen verdienen jedoch

etwas leichter und abgesicherter ist.

pma: Ist das denn der gelernte Beruf

oder sind Sie ein Quereinsteiger?

Leander Häussinger: Ich habe an der SAE

in München studiert. Dieser Studiengang

war jedoch sehr auf Studioarbeit fokussiert,

daher habe ich mich anschließend selbst in

die VA-Technik eingearbeitet – „learning by

doing“ quasi. Zunächst mit weiteren kleinen

Gigs in Jugendzentren. Als festangestellter

Stagehand konnte ich dann auch schon bei

wirklich großen Produktionen reinschnuppern

und viel lernen. Zum Beispiel war ich

bei Guns’n’Roses im Olympiastadion oder

bei den Toten Hosen in der Olympiahalle in

München mit dabei.

pma: Welches Equipment wurde für

den Ton beim Amper Slam Band Battle

Finale benutzt?

Leander Häussinger: Wir haben mit einem

X32 Rack von Behringer gearbeitet,

auf dem mehrere Tablets eingeloggt waren.

So konnten wir den Sound vor und auf der

Bühne gut hören und wie wir es brauchten

mischen. Es sollte schließlich alles gut

zu hören sein, was auf der Bühne von den

Bands kommt.

pma: Wie sind Sie in das Team vom JuZ

Nord für das Finale der Band Battles

gekommen? War das Zufall oder bestand

schon Kontakt?

Leander Häussinger: Ich kenne den

Christoph Burghart seit einigen Jahren aus

der Münchner Bandszene. Wir haben bereits

bei diversen Events schon zusammengearbeitet.

Nachdem jetzt beim Amper

Slam ein Tontechniker ausgefallen ist, hat

er mich gefragt ob ich einspringen möchte.

pma: Mit welchem Tool arbeiten Sie

besonders gern?

Leander Häussinger: Ich persönlich bin

totaler Allen&Heath-Fan was Pulte angeht.

Ich selbst besitze eine QU32 und bin eigentlich

auch von der GLD-Serie wirklich angetan.

Leider fällt die aus dem Rahmen meines

Budgets. Und ich bin auch Anhänger von

"echten Pulten" mit Fadern, da ich meinen

Mix gerne "in der Hand haben" beziehungsweise

"unter den Fingern spüren" möchte.

Tablets sind zwar gute Tools, wenn

es mal darum geht auf der Bühne an der

Fehlerbehebung, Monitoring oder ähnliches

zu machen, bei dem man mobil sein

muss. Für den Mix habe ich allerdings immer

gerne ein Pult am FoH stehen, an dem

ich arbeiten kann. Was PA-Systeme angeht,

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THEMA Amper Slam Band Battle Finale

Die Gruppe „My little Mayhem“ rocken mit ihrem Auftritt das JuZ Nord

geht nichts über ein schönes L-Acoustics

System, aber wer von uns kleinen Tontechnikern

kann sich das schon leisten (lacht).

Im kleineren Rahmen sind aber die aktiven

Systeme von RCF auch super.

Das große Finale

Der Soundcheck verlief reibungslos, die

Bands sind mit dem Sound und dem Licht

zufrieden. Auch Uli vom JuZ-Team gönnt

sich eine kurze Pause. Am Vorabend hatte

er noch bis spätabends ein Problem zu

lösen: Die eigentliche Opener-Band hatte

kurzfristig wegen Krankheit abgesagt.

LICHTTECHNIK

Steuerung: GrandMa 2 OnPC

Movingheads:

2 x MHX-25 von Stairville (Spot)

2 x Eurolite LED THM 14 (Zoom Wash)

2 x Involight LED Bar als Bannerbeleuchtung

Dazu 2 x Involight SBL-3000 (LED 4er Bar)

4 x PAR 64 als Frontlicht

1x SBL-3000 als Backlight

Außenbereich: JB Lighting P7 mit Metallgobo

(Logo des Amper Slam Band Battles an Hauswand)

Was nun? Eine neue Band musste her

und zwar schnell! Da man sich im Landkreis

Fürstenfeldbruck meist sehr gut kennt

und auch dementsprechende Kontakte hat,

wenn man ein solches Event veranstaltet,

war dies kein Problem. Bereits am Vormittag

des 09.12. steht schon ein Mitglied der

eingesprungenen Band auf der Matte und

geht die Setlist mit der Tontechnik durch.

Unplugged sollte es werden, hauptsächlich

weil es nur zwei Personen auf der Bühne geben

wird. Die anderen Bandmitglieder hatten

so kurzfristig leider keine Zeit, aber das

hindert die zwei Jungs nicht im Geringsten

daran, dennoch im Duo aufzutreten.

Sogar ein professionelles Kamerateam

hat sich im Jugendzentrum eingefunden

und baut das Equipment auf. Jede

Band wählt einen Song aus ihrer Setlist aus,

der aufgenommen und aufbereitet wird.

Das ist so Brauch bei den Band Battles und

bringt auch viel Freude bei den Bands auf.

Wer freut sich denn nicht über ein gutes

Musikvideo von einem Auftritt?

Uli Schwass öffnet die Pforten

des JuZ Nord und draußen stehen schon

ein paar Gäste, die sich auf einen entspannten

Abend mit guter Musik freuen.

Als Besonderheit hat Christoph den

Movinghead Spot P7 mit Metallgobo von

JB-Lighting auf dem Dach der Fahrradständer

aufgestellt. Das Amper Slam-Logo

prankt nun auf der rechten Wand neben

dem Eingang zum Jugendzentrum und

rotiert abwechselnd gegen und im Uhrzeigersinn.

Ein wahrer Blickfang – so kann

jeder der vorbeikommt sehen, was heute

im JuZ geboten wird.

Regionales auf die Ohren!

Die Stimmung der Gäste ist ausgelassen

und man wartet gespannt auf die Bandauftritte.

Die Unplugged-Version der eingesprungenen

Opener-Band bildet einen

gelungenen Start für das Finale: Das Publikum

feiert die etwas sinnfreien Texte und

schwingt zu den Klängen von Gitarre und

Akkordeon im Takt mit.

Im Anschluss betreten die Mitglieder

von Springstories die Bühne.

Die Band hat bereits in den Vorrunden

bewiesen, dass sie für gute Stimmung

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Amper Slam Band Battle Finale THEMA

Das Band Battle-Logo wird mit einem P7 von

JB-Lighting auf die Hauswand geworfen

Gute Stimmung: „Queener“ legt eine Performance erster Klasse hin

sorgen kann und dies wird auch heute

nahtlos aufgenommen – gute Stimmung

zu guter Musik. Bei der Cover-Version von

„Gives You Hell“ der Gruppe All-American

Rejects geht sowohl die Band als

auch das Publikum vor der Bühne noch

einmal richtig ab, die Sängerin animiert

die Leute zum mitsingen.

Auch My Little Mayhem haut auf

der Bühne noch einmal richtig auf den

Putz und begeistert die Gäste mit ihrem

Sound, begleitet von zwei Saxophonisten.

Gute Laune ist hier Programm und

auch das Team des JuZ Nord feiert mit.

Nachdem die Band ihren letzten Song

gespielt hat, wird hinter dem weißen Vorhang

fleißig von Christoph, Leander und

Raphael umgebaut. Als nächste Band stehen

Queener auf dem Plan, die Mitglieder

bereiten sich hinter der Bühne auf ihren

Auftritt vor, während vom Team alles vorbereitet

wird.

Queener setzt zu ihrem Auftritt in

den Vorrunden noch einen drauf und die

Musiker zeigen, was sie können. Man sieht,

dass sie Spaß an der Musik haben und diese

Stimmung schlägt von der Bühne aus auch

auf die Gäste und die Amper Slam-Crew

über. Die Münchner Gruppe legt mit fetzigem

Alternative Rock einen unfassbaren

Gig hin, alle sind begeistert – auch die Band

selbst. Sie sind gern hier, sind gern Teil der

Die Ausstattung der Tontechnik ist überschaubar, aber effektiv

Amper Slam Band Battles und freuen sich

über den Support des Publikums.

Als letzte Band des Band Battles

2017 tritt Fudge auf, die mit ihrer Bühnenshow

unterstreichen, dass sie eine Synth-

Metal-Band sind: Ein Grabstein mit dem

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THEMA Amper Slam Band Battle Finale

Headliner des Abends war die Band „Lost Rose“

TONTECHNIK

Mikrofone/Abnahme:

4x Shure SM58 (Gesang)

4x Sennheiser e604 (Toms, Snare Bottom)

3x Shure SM57 (Gitarren, Snare Top)

1x Shure PG52 (Bassdrum out)

1x Shute Beta91 (Bassdrum in, Grenzfläche)

5x LD Systems LDI 02 Aktiv-DI-Box (Keyboard,

Sampler, Akustik Gitarre, Bass)

Mischpult:

Behringer X32 Rack (16 in, 8 out)

Behringer S16 Digital Snake (16in, 8 out)

(verbunden über AES-EBU, 1x Ethercon)

Fritz!Box für WLAN, Remotesteuerung über

2x Samsung Tablet

Monitoring:

2x Dynacord A112 (Stage Center, Gesang)

2x EV SX100+E (Stage Side, Keyboard, Gitarren)

1x Mackie Thumb18s (Drums, Aktiv Bassbox)

1x Mackie Thumb12 (Drums, Aktiv Topteil)

2x 400 Watt Endstufe (Noname, für Stage Front)

Kabel:

24 in, 8 out Multicore (Drumriser)

6 in Multicore (Front Mikrofone)

8 out Multicore (Mischpult – Amprack)

Fudge-Logo steht auf der Bühne, Chris

Techritz und seine Bandkollegen haben

sich in ihre extravaganten Bühnen-Outfits

geworfen – einer der Jungs hat eine

leuchtende Krawatte um, der andere eine

Leucht-Brille. Mit ihrer Maskerade, der

Performance und dem gesamten Auftritt

ernten sie viel Zuspruch der Menge vor der

Bühne. Bereits in den Vorrunden haben sie

gezeigt, dass sie für die Musik leben und

alles geben.

Spannung bis zum Schluss

Headliner des Abends ist die Band Lost

Rose, welche auch schon bei den Band

Battles mitgemacht hat und den Preis

im Jahr 2016 gewonnen hat. Und auch

auf dem Open Air im August 2017 war

die Gruppe mit von der Partie. Sie freuen

sich sichtlich, wieder beim Amper Slam

zu Gast zu sein und präsentieren eine

geniale Performance.

Die letzten Töne von Lost Rose

verklingen und hinter der Bühne steht

auch schon Christoph, um den Gewinner

der diesjährigen Amper Slam Band

Battles zu kühren. Mit dabei hat er eine

eingerahmte Schallplatte, welche der

Gewinner-Band als Trophäe überreicht

werden soll. Es wird ruhig im Jugendzentrum,

der Scheinwerfer ist auf Christoph

gerichtet. Er hält die Liste mit den

Platzierungen der Bands in der Hand –

die Spannung steigt.

Nacheinander werden jeweils

zwei Bands auf die Bühne gerufen,

um den Platz der jeweiligen Gruppe zu

verkünden. Trotz der Aufregung ist die

Stimmung immer noch freudig und man

erkennt, dass jedes einzelne Bandmitglied

Spaß hatte: Es werden Hände gehalten

und Arme über Schultern gelegt.

Jeder drückt jedem die Daumen!

Um die Spannung noch aufrecht

zu erhalten, klappert Christoph

nicht einfach die Liste vom vierten

Platz zum ersten Platz ab. Er grinst

frech in das Publikum, als er sagt:

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Amper Slam Band Battle Finale THEMA

„Springstories“ freuen sich über den Ersten Platz bei den Band Battles 2017

„Ich fange jetzt nicht von Platz Vier aus

an und gehe gleich zu Platz Drei. Denn

das wäre ja langweilig, wir wollen doch

die Stimmung noch ein bisschen mehr

aufheizen.“

Als er die letzten beiden Bands auf

die Bühne holt, Queener und Springstories,

ist die Spannung den Bandmitgliedern

dann doch etwas anzusehen. Man will die

Bands nicht weiter auf die Folter spannen:

Erstplatzierte Band und somit die Gewinner

der Amper Slam Band Battles 2017 ist

die Band Springstories!

Gegönnter erster Platz

Die Mitglieder sind überrascht, freuen

sich aber dennoch sehr über den ersten

Platz. Von Neid ist bei den anderen Bands

kein Bisschen zu spüren, es werden Hände

geschüttelt, Schultern geklopft und

sich umarmt. Man gönnt sich gegenseitig

das Glück, bei einem Contest zu

gewinnen – wichtig ist der Spaß an der

Sache und das man gibt, was man kann.

Christoph überreicht den drei

übrig gebliebenen Mitgliedern von

Springstories die eingerahmte Platte

und gratuliert mit Handschlag. Dann

bedankt er sich bei allen Helfern des

Amper Slam und entlässt das Publikum

und die Bands in die Aftershow-Party.

Um halb zwei Uhr nachts verabschiedet

sich der letzte Gast. Uli und

Johannes sind müde, aber glücklich. Die

Stimmung war super, die Bands waren

toll und auch die vielen Helfer werden

gelobt. Das große Ganze ist wieder einmal

gelungen, sogar in doppelter Ausführung:

Das Amper Slam Open Air als

Jubiläum im August 2017 und gleich

darauf folgend die jährlich stattfindenden

Band Battles. Alle sind vollauf zufrieden

und freuen sich auf den wohlverdienten

Feierabend.

Doch vorbei ist es noch lange

nicht! Bereits in Kürze wird über das

Jahr 2018 gesprochen, die Band Battles

werden geplant und vorbereitet – hier

steht nichts still, denn „nach der Show

ist vor der Show“.

Vorerst verabschiedet sich das

Amper Slam jedoch in eine verdiente

Pause und das Team freut sich auf die

bevorstehenden Planungen.

Uli schließt die Tür zum Jugendzentrum,

Christoph schaltet den Movinghead

aus, der das Amper Slam-Logo

an die Hauswand geworfen hat und die

Helfer machen sich auf den Heimweg.

Man freut sich auf ein Wiedersehen,

aber jetzt heißt es erstmal Pause

und Ruhe – bald geht es weiter, bald

sieht man sich wieder!

https://www.facebook.com/

juznord.furstenfeldbruck/

https://www.facebook.com/cbuevent/

Text, Interview und Fotos:

Lisa Schaft

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Thema Metallica – Heavy Metal Lighting

Metallica

Heavy Metal

Lighting

Metallica ist eine der erfolgreichsten

Metal-Bands der Welt und hat längst

Kultstatus erreicht. Ihre Shows sind

mehr als reine Rockshows. Sie vereinen

den harten und puren Metal-

Sound der Band mit beeindruckenden

Showelementen und dem Besten was

die modernen Event-Technologien zu

bieten haben. Wir haben mit dem Production

Co-Ordinator Dan Braun und

dem Lichtdesigner Rob Koenig über

das Lichtdesign der Show gesprochen.

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Metallica – Heavy Metal Lighting Thema

© Ralph Larmann

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THEMA Metallica – Heavy Metal Lighting

Durch die Positionierung von Movingheads im Publikumsbereich werden ganz neue Abstrahlwinkel möglich

Metallica gelten als die Mitbegründer

des harten Genres Thrash-Metal und

sind bis heute eine der erfolgreichsten

Metal-Bands der Welt. Ihre Live-

Shows sind nicht selten ausverkauft – und

das nicht nur wegen dem harten Sound

der Kalifornier. Die Shows sind multimediale

Spektakel.

Seit Sommer 2017 sind die

Thrash-Metaller mit ihrem aktuellen Album

„Hardwired... to Self-Destruct“ auf

Welt-Tournee. Wir haben die Show in der

Londoner O2 Arena im Oktober 2017

unter die Lupe genommen und mit den

Machern des Bühnen- und Lichtdesigns

gesprochen.

Die Band spielt die WorldWired-

Tour auf einer 360-Grad-Bühne in der

Mitte des Publikums und ist so von allen

Seiten gut zu sehen. Auf diese Bühnenanordnung

ist auch das Licht- und Video-

Setup ausgelegt. Auf den ersten Blick ist

für den Zuschauer kaum Bühnentechnik

sichtbar, da es keine klassischen Front-

und Back-Truss gibt. Das Trussing für die

Technik ist in der gesamten Halle verteilt.

Auffällig sind die drei dutzend

Videowürfel, die über der Rundbühne

schweben und mit passendem Video-

Content zu den Songs aus den vier Jahrzehnten

Bandgeschichte bespielt werden.

Mal sind es alte Tour-Plakate, mal

Totenköpfe oder alte Röhrenfernseher

mit Schwarz-Weiß-Bildern vergangener

Auftritte. Die Würfel sind beweglich und

werden während der Show in verschiedene

Muster gefahren.

Unter jedem Würfel ist ein Movinghead

angebracht. Je nach Stellung der

Würfel sind damit beeindruckende Lichteffekte

möglich. Weitere Scheinwerfer sind

auf den ersten Blick nicht zu erkennen.

Ein ausgefallener und besonderer

Show-Effekt kommt beim Hit „Moth Into

Flame“ zum tragen: Dutzende von Mikro-

Drohnen schwirren in Formation um die

Bühne und über den Köpfen der Musiker,

ausgestattet mit je einer LED-Lampe um

den Effekt von schwirrenden Motten zu

erzielen.

INTERVIEW MIT PRODUCTION

CO-ORDINATOR DAN BROWN

pma: Was war die Grundidee hinter

dem Bühnen- und Licht-Design?

Dan Braun: Als die Band die Arbeit am

Album „Hardwired... to Self-Destruct“ beendet

hatte, überlegte ich mir eine neue

Bühne für die Show. Ich probierte durch

das Zusammenfügen einfacher Formen

komplexe Designs zu erhalten, inspiriert

durch verschiedene Kunstinstallationen

oder Teilen von Skulpturen, die meine Aufmerksamkeit

erregten. Eine davon war eigentlich

ein industrieller Kronleuchter. Ich

arbeitete zwei der eher interaktiven Ideen

aus – und eine davon kann man hier als

aktuelles Bühnen-Setup sehen.

Alle Teile des Show-Designs wurden

von Grund auf so entworfen, dass

sie perfekt zusammenpassen. Die PA,

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Metallica – Heavy Metal Lighting THEMA

© Ralph Larmann 3x

Die 360-Grad-Bühne ermöglicht dem Publikum einen perfekten Blick auf die Bühne von allen Seiten

das Licht und die Videoelemente spielen

perfekt zusammen um die Szenerie zu

erschaffen. Es gibt keine einzige traditionelle

Licht-Truss im gesamten Aufbau. Als

wir die Videowürfel entwarfen, erlaubte

ich die Installation von Movingheads unter

ihnen. Das sind die einzigen Scheinwerfer

über der Bühne. Die Installation

der Scheinwerfer an den Videowürfeln

bedeutet, wir haben Movingheads, die

wir individuell bewegen können. Das gibt

Rob Koenig, dem Lichtdesigner der Band,

eine weitere, noch nie dagewesene Achse,

auf der er die Lampen bewegen kann. Ich

habe den Rest der Lampen von der Bühne

in die Ecken auf den Arena-Boden verlegt.

Wir haben mit dem Konzept schon bei einer

vorherigen Tour gespielt und es fühlte

sich gut an damit zu arbeiten. Die gesamte

Arena wird so zu einem Teil der Bühne.

Die Entscheidung die Lampen weiter weg

von der Bühne zu installieren, gibt Rob

auch mehr Platz und verschiedene neue

Winkel für seine Arbeit.

Unter den Videowürfeln sind Movingheads angebracht, die so eine weitere Bewegungsachse bekommen

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© Ralph Larmann 2x

Für die Show wird keine einzige klassische Lichttruss an der Hallendecke verbaut

Auch die PA steht nicht für sichselbst

– alles arbeitet in einem ineinander

verflochtenen Set-Design zusammen.

Wenn die Fans vor der Show in die Halle

kommen frage ich mich ob sie sich denken:

„Wo ist all das Zeug?“. Aber sobald Metallica

anfängt zu spielen, verstehen sie es.

pma: Hat die Band das Design der

Lichtshow stark beeinflusst?

Dan Braun: Die band ist an allem beteiligt!

Das bedeutet nicht, dass sie diktieren,

welche Lampe an welcher Stelle im

Song an- oder ausgeschaltet wird. Aber

sie drücken zu allem ihre Meinung aus.

Eine großartige Sache an der Arbeit mit

Metallica ist die Möglichkeit, mit Neuem

zu experimentieren. Wir sind ständig gefordert,

jede unserer Entscheidungen in

Frage zu stellen. Wir genießen einen sehr

großen kreativen Freiraum, der aber auch

mit großer Verantwortung einhergeht.

Die Band war noch nie mit weniger, als

der bestmöglichen Präsentation ihrer

Show zufrieden.

pma: Gab es beim Setup Einschränkungen

oder besondere Herausforderungen?

Dan Braun: Das Gewicht, das wir bei der

Show herumfahren, hat uns in einigen

Hallen sehr gefordert. Zum Glück haben

John „Lug“ Zajonc, der Produktionsleiter

der Band, und der Tour-Rigger Chad Koehler

einen unglaublich guten Job gemacht

und uns durch dieses und andere Probleme

manövriert.

Wegen der Gewichtsprobleme arbeiteten

diese Jungs hart an der passenden

Positionierung vieler Lampen im Publikumsbereich,

wo man sie erst bemerkt,

wenn sie angeschaltet werden. Außerdem

arbeiteten sie mit Rob daran sicherzustellen,

dass die automatisierten Follow-Spots

in einer effektiven Position gehängt werden,

die nicht die empfindliche Gewichtsbalance

durcheinander bringen. Wie man

sich vorstellen kann ist diese Show Teamarbeit.

Jeder trägt seinen Teil dazu bei und

jeder teilt den Erfolg, den wir haben. It

takes team work to make the dream work.

pma: Waren Sie mit ihrem eigenen

Equipment in Europa unterwegs,

oder haben Sie es zugeliehen?

Dan Braun: Wir bringen das gesamte

Equipment mit. Mehrere Vertriebe unterstützen

die Tour in verschiedener Art und

Weise. Tait stellt die Bühne und die Automation

und zusammen mit Verity die Drohnen.

Premier Global Productions stellt die

Lichttechnik, Ultrasound und Meyer Sound

das Audio Equipment und dessen Support.

PRG stellt das Video-Equipment, Five Points

Production Services das Rigging und Guardian

Barriers die Barrieren für das Crowd

Management. Beat the Street und Trans-am

Trucking fahren das Personal und das Equipment.

Legacy Power stellte die Transformatoren

und den Elektrotechnik-Service.

INTERVIEW MIT DEM LICHTDESIGNER

ROB KOENIG

pma: Welche Scheinwerfer nutzen

Sie für die Tour und warum?

Rob Koenig: Wir haben 72 Robe BMFL

WashBeams dabei. Je einer ist unter jedem

Videowürfel installiert, und 20 zusätzliche

WashBeams nutzen wir mit dem Spotrack

Spotlight Control System. Der WashBeam

ist unserer Meinung nach der robusteste

Großformat-Hybrid-Scheinwerfer auf

dem Markt. Die Genauigkeit und die Helligkeit

der Lampen ist exakt das, was wir

brauchen um mit dem Spotrack-System

zu arbeiten.

56 pma 01/18


Metallica – Heavy Metal Lighting THEMA

Des Weiteren haben wir 32 Martin

Axiom dabei. Diese Scheinwerfer werden in

den Ecken der Arena, am Boden genutzt.

Diese Positionierung gibt uns Winkel die

man selten bei Arena-Shows sieht. 44 Solaris

Flares nutzen wir um das Publikum zu

beleuchten, es aber nicht zu blenden. Die

Band liebt es das Publikum zu sehen.

Die 26 GLP JDC-1 sind Last-Minute-Lebensretter.

Sie kombinieren die Elemente

eines LED Wash/Strobe und einem

LED-Strobe im Entladungslampen-Stil in

einem Gehäuse. inklusive Neigungsbewegung.

Sie halfen dabei, die Probleme mit

den Abständen zu verringern, die wir auf

der Bühnenoberfläche hatten.

pma: Welche Konsolen nutzen Sie für

die Shows?

Rob Koenig: Für diese Tour nutzen wir

zwei MA Lighting GrandMA 2 Control

Konsolen und acht MA Lighting NPU.

pma: Wird die Show per Timecode

gefahren, oder von Hand?

Rob Koenig: Ich fahre die Show manuell,

da Metallica ohne Klick, Timecode oder

Band spielt. Das Tait Navigator System

wird während der Show hauptsächlich

durch die GrandMA 2 Konsole geseuert,

ebenso wie einige Video-Elemente vom

D3 Server.

Perfektes Teamwork

Wie Dan Braun bereits anmerkte ist eine

Produktion dieser Größenordnung nur mit

perfektem Teamwork möglich. Darauf wird

bei Metallica sehr großer Wert gelegt. Das

zeigt sich auch in den beeindruckenden

Zahlen, die uns der Metallica Production

Manager John „Lug“ Zajonc verrät. An der

Produktion sind 75 Personen beteiligt, 23

LKW-Fahrer uns sechs Busfahrer. Je nach

Location kommen zusätzlich 24 Rigger und

36 Stagehands für den Load-In dazu. Der

Die Videowürfel sind der optische Hauptbestandteil

des Bühnendesigns

Load-In dauert normalerweise 10 Stunden

bis zum Line-Ceck.

Text: Steffen Sauer

Fotos: Ralph Larmann

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THEMA d&b audio

D&B AUDIO

BAYERN 3 Dorffest 2017:

Openair-Megaparty in Oberfranken

Bereits zum neunten Mal fand im September 2017 das BAYERN 3 Dorffest statt. In einem

vom gleichnamigen Radiosender ausgerichteten Hörerwettbewerb konnte sich Teuschnitz

im Landkreis Kronach als Austragungsort für Bayerns größtes kostenloses Musikfestival

qualifizieren.

Bekannte Acts wie Sarah Connor und

Beth Ditto lockten trotz streckenweise

regnerischem Wetter mehr als

30.000 Fans in die oberfränkische

Provinz. Das attraktive Line-up wurde

durch Chartstürmer Álvaro Soler und die

„Bayern 3 Band“ komplettiert.

Um die Beschallung des Events

kümmerte sich zum wiederholten Mal

die WBLT Veranstaltungstechnik GmbH &

Co. KG in enger Zusammenarbeit mit der

M-Kubik GmbH. Für exzellenten Sound

auf der Openair-Großveranstaltung sorgten

im aktuellen Jahr erstmals leistungs-

starke Lösungen aus dem Portfolio von

d&b audiotechnik.

WBLT: Klare (Equipment-)

Linie

„Mit Produkten von d&b audiotechnik fühlen

wir uns für ganz unterschiedliche Aufgaben

bestens aufgestellt“, erklärt Jochen

Graf, geschäftsführender Gesellschafter

der WBLT Veranstaltungstechnik GmbH &

Co. KG. „Im Segment der kompakten Lautsprecher

ist das Angebot bei d&b sehr breit

gefächert, was uns im Corporate-Bereich

viel Flexibilität eröffnet. Selbstverständlich

sind im d&b Portfolio aber auch Lösungen

für Großbeschallungen zu finden, welche

sich perfekt für Aufgaben wie das BAYERN

3 Dorffest eignen.“

WBLT-Gründer Walther Bednarz ergänzt:

„Im Lauf der Firmengeschichte haben

wir bei WBLT Beschallungslautsprecher

ganz unterschiedlicher Hersteller im Einsatz

gehabt. Für uns ergibt es inzwischen Sinn,

unsere tontechnische Ausrüstung durchgängig

auf eine klare Linie zu bringen. Eine

homogene Ausstattung, die in unserem

Fall von d&b audiotechnik stammt, ist in

vielerlei Hinsicht praktisch, und Material

58 pma 01/18


d&b audio THEMA

anderer Hersteller, das wir noch im Lager

haben, stoßen wir sukzessiv ab. Wir wollen

sozusagen das Markendickicht lichten und

bei WBLT nach einem Systemwechsel ab

sofort konsequent auf die gesamte Range

von d&b audiotechnik setzen.“

„Hammerboxen!“

Im Frühjahr 2017 hat WBLT in 24 Topteile

aus der d&b Y-Serie investiert, welche im

Bassbereich durch 16 neu angeschaffte

V-SUB ergänzt werden. Bereits vorhanden

waren Lautsprecher aus der d&b T-Serie

sowie M4-Monitore, deren Bestand im

Rahmen der Neuanschaffung aufgestockt

wurde. Zweiwege-Hochleistungslautsprecher

des Typs E12 werden von WBLT gemäß

Aussage der Geschäftsführer ebenfalls

sehr gerne eingesetzt, und E8 sowie

E4 mit weißen Gehäusen bewähren sich

regelmäßig bei Messeeinsätzen. Die passiven

d&b V10P Dreiwege-Lautsprecher,

die auch beim BAYERN 3 Dorffest 2017

zum Einsatz kamen, bezeichnet Walther

Bednarz als „Hammerboxen!“, welche bei

kompakten Abmessungen einen enormen

Schalldruck erzeugen und sich vielfältig anwenden

lassen. „Mit den V10P bekommt

man bei einem geringen Materialeinsatz

schon sehr viel beschallt …“, fasst Bednarz

prägnant zusammen.

„Ich bin immer schon ein großer

Fan von ArrayCalc“, konstatiert Jochen

Graf, der einen Bachelor of Arts (Honours)

im Bereich Audio Production besitzt.

„ArrayCalc lässt sich ebenso einfach wie

schnell bedienen und bildet in Verbindung

mit der R1 Fernsteuer-Software eine äußerst

effektive Lösung. Zeitersparnis ist in

unserer Branche immer wichtig, was insbesondere

für Industriebaustellen gilt, auf

denen der Ton keinen besonders hohen

Stellenwert genießt. Video steht bei Industriekunden

immer sehr im Fokus, doch

Lautsprecher soll man möglichst nicht sehen

- trotzdem muss der Sound natürlich

perfekt sein.“

Gute Gründe für d&b

WBLT setzte beim Dorffest auf die gesamte Range von d&b audiotechnik für die Beschallung

Die von WBLT aufgeführten Gründe für

den Umstieg auf Lösungen von d&b audiotechnik

klingen plausibel: „Lautsprecher

und Endstufen von d&b haben sich

in der Vergangenheit bei uns durchweg

als sehr zuverlässig erwiesen - technische

Probleme traten nie auf“, erklärt Walther

Bednarz. „d&b ist der Qualitätsstandard,

den wir haben wollen!“

Jochen Graf: „Für uns ist es wichtig,

dass ein Produkt ausschreibungsfest

ist. Bei unseren Auftraggebern wird oft

Wert auf bestimmte Lautsprechermarken

gelegt, und d&b audiotechnik gehört zu

den Unternehmen, bei deren Produkten

es nie zu Diskussionen kommt. Für uns ist

das ein wichtiger Aspekt.“

Dass sich der Firmensitz von d&b

in Deutschland befindet, wird von Jochen

Graf als weiterer Vorteil gesehen, und er

spricht von „einem kurzen Dienstweg“.

Walther Bednarz gefällt das ausgeklügelte

Rigging, wie er sagt, und er bezeichnet die

Anwenderfreundlichkeit der d&b Systeme

als „super“. „Es geht ja immer auch darum,

Zeit zu sparen und ebenso schnell wie sicher

auf- und abbauen zu können“, erläutert der

Meister für Veranstaltungstechnik.

„Der Systemgedanke ist für uns

ein immens wichtiger Punkt“, sagt Jochen

Graf. „Es ist nicht nur so, dass die unterschiedlichen

Lautsprecher aus der d&b

Range bezüglich ihrer Klangbilder kompatibel

zueinander sind, sondern ich empfinde

es auch als großen Vorteil, dass man

mit einer Endstufe wie der D80 sämtliche

Lautsprecher aus dem Portfolio von d&b

antreiben kann. Das vereinfacht die Disposition

und die Handhabung enorm!“

Beschallung für ein

XXL-Dorffest

In Teuschnitz wurden beim BAYERN

3 Dorffest links und rechts der Bühne

Line-Arrays mit Elementen aus der d&b

J-Serie geflogen. Zum Einsatz kamen

pro Seite dreizehn J8 (oben) und drei

J12 (unten). Die Outfills setzten sich

aus je acht Y8 zusammen. Vier Nearfills

des Typs V10P wurden als Besonderheit

in Stereo betrieben; in den Nahbereichen

links und rechts des ins Publikum

führenden Catwalks war somit ein

Stereo-Image zu vernehmen. Für das

Monitoring der Bühnenakteure sorgten

diverse M4-Wedges. Die Sidefills setzten

sich pro Seite aus einer hochkant

aufgestellten V10P sowie zwei V-GSUB

pma 01/18

59


THEMA d&b audio

Es wurden insgesamt 36 J-SUBs vor der Bühne verteilt und als horizontales Bass-Array betrieben

zusammen und kamen vorrangig unterstützend

zum Einsatz, da viele Künstler

mit In-Ear-Hörern auftraten.

Um der Dimension des 13,7 Hektar

großen Terrains gerecht zu werden, hatte

WBLT zwei Delay-Lines mit jeweils zwei

Towern aufgebaut: In einer Entfernung

von etwa 65 Metern vor der Bühne kamen

Arrays mit zehn V8 und zwei V12 zum

Einsatz, welche im tieffrequenten Bereich

durch vier kardioid abstrahlende Hochleistungssubwoofer

des Typs V-GSUB ergänzt

wurden. Die hinteren Delay-Tower waren

in einer Distanz von 130 Metern zur Bühne

aufgestellt und mit zwölf Y-Topteilen versehen,

welche durch vier V-GSUB komplettiert

wurden.

Für eine definierte Basswiedergabe

sorgten beim BAYERN 3 Dorffest 36

J-SUB, die sich in Form von 2 x 6 Dreier-

Stacks auf dem Boden entlang der vorderen

Bühnenkante verteilten und mit passend

gewählten Delay-Zeiten als horizontales

Bass-Array betrieben wurden. Hinter

den beiden Main-Hangs wurden darüber

hinaus jeweils acht V-SUB als Linie geflogen

– die vertikalen Bass-Arrays sorgten

via Beam-Steering dafür, dass die Bässe

weit trugen und auf dem ausgedehnten

Gelände eine homogene Bassabdeckung

erreicht wurde. „Wir mögen die d&b

Formulierung „Democracy for Listeners“,

denn sie fasst sehr gut zusammen, was

man als Beschaller erreichen möchte“,

merkte Walther Bednarz an. Der Lautsprecheraufbau

in Teuschnitz berücksichtigte

Wünsche, die von Sarah Connors Produktionsteam

im Vorfeld der Veranstaltung

geäußert worden waren.

Die Verstärker verteilten sich in

Teuschnitz auf zwei Amp-Cities. Zum

Einsatz kamen leistungsstarke d&b D80-

Endstufen, welche über DS10 Audio Network

Bridges mit AES/EBU-Signalen gespeist

wurden – beim BAYERN 3 Dorffest

konnte auf diese Weise ein durchgängig

digitaler Audioworkflow realisiert werden.

Für eine optimale Pegel- und Frequenzverteilung

sorgte ArrayProcessing,

dessen Möglichkeiten in den Worten von

Jochen Graf zu einem „hervorragenden

Ergebnis“ führten. Graf: „Am Vorabend

der Veranstaltung war unser äußerst

musikaffiner Kunde beim finalen Soundcheck

zugegen, und seine Aussage lautete,

dass der Sound noch besser und

druckvoller sei als im vergangenen Jahr.

So etwas hört man von Kundenseite natürlich

äußerst gerne.“

Überzeugende

Performance

Produktionsleiter Jörg Müller, Geschäftsführer

der M-Kubik GmbH, begleitet das

BAYERN 3 Dorffest von Beginn an und

hat die Entwicklung von überschaubaren

Anfängen mit knapp 5.000 Besuchern

bis zur heutigen Dimension hautnah

miterlebt. Müller spricht von einem

„Schneeballeffekt“: 2017 brachten 57

Reisebusse Gäste aus anderen Dörfern,

die sich um die Ausrichtung des Events

beworben hatten, ins oberfränkische

Teuschnitz.

Über die 2017 erstmals zum Einsatz

kommende Beschallung mit Produkten

von d&b audiotechnik äußerte sich

Dipl.-Ing (FH) Jörg Müller begeistert:

„Mir gefällt es, dass auf dem Platz

die Lautstärkebegrenzungen eingehalten

werden und der Sound trotzdem sehr

druckvoll ist. ArrayProcessing kann seine

Vorzüge in Teuschnitz auf ganzer Linie

ausspielen; die umfangreichen Klanggestaltungsmöglichkeiten

sind ein großer

Vorteil. Ich gehe davon aus, dass das

BAYERN 3 Dorffest auch im kommenden

Jahr mit Equipment von d&b audiotechnik

beschallt werden wird. Der Soundcheck

am Vorabend der Veranstaltung hat

mich wirklich überzeugt - gegenüber der

letztjährigen Veranstaltung konnten wir

bezüglich des Klangs noch einmal eine

deutliche Verbesserung erzielen!“

Feste feiern auf dem Land

Die finale Entscheidung für den Austragungsort

des Festivals fällt erst

zwei Wochen vor dem Event, was für

die beteiligten Gewerke eine besondere

Herausforderung darstellt: „Vom

Wettbewerbsfinale bis zum Beginn des

Aufbaus haben wir nur acht Tage Zeit“,

berichtet Jochen Graf. „Die Gewinnergemeinde

wird samstags ermittelt, und

60 pma 01/18


d&b audio THEMA

am darauffolgenden Montag finden

bereits erste Besprechungen mit Behörden,

BRK, THW, Feuerwehr, Polizei

sowie den beteiligten Gewerken statt.

In ländlichen Regionen wird dabei in aller

Regel ein ausgeprägtes Engagement

den Tag gelegt, und meist erbringt das

gesamte Dorf zahlreiche freiwillige Leistungen,

welche ein Festival in dieser

Größe in derart kurzer Zeit überhaupt

erst möglich machen.“

Erfreulicherweise ist die Begeisterung

über das BAYERN 3 Dorffest stets

hoch, so dass keine Klagen über eine

Lärmbelästigung durch in der Nähe lebende

Anwohner zu erwarten sind. „Ein

Erlebnis wie das Dorffest schweißt die

Gemeinde zusammen - man ist stolz darauf,

bis zu 70.000 Gäste in der eigenen

Heimat begrüßen zu können.“, weiß

Jörg Müller. „Das Engagement der Teuschnitzer

in diesem Jahr war der pure

Für das Monitoring sorgten M4-Wedges von

d&b audiotechnik

Wahnsinn – quasi das halbe Dorf stand

jeden Tag auf der Wiese und hat mit angepackt,

wo immer es erforderlich war.“

www.dbaudio.com

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pma 01/18

61


THEMA pma Basics – Monitoring auf der Bühne

PMA BASICS

Monitoring auf der Bühne

Musiker können nur dann eine perfekte Show abliefern, wenn sie die perfekte Kontrolle

über ihre musikalische Performance haben. Ohne das passende Monitoring ist das nicht

möglich. Welche Möglichkeiten es gibt, einen perfekten Monitorsound zu kreieren, haben

wir in diesem Beitrag zusammengestellt.

Musik muss perfekt intoniert sein,

auf den Punkt kommen und grooven.

Das ist nur möglich, wenn der Musiker

sich auch hört. Vor Allem Sänger brauchen

die eigene Stimme klar und deutlich

im Zusammenspiel mit den anderen Instrumenten.

Aber auch Instrumentalisten

müssen sich und den Rest der Band auf

dem Schirm, bzw. im Ohr haben. Eine

Band ist schließlich ein Team, das perfekt

zusammenarbeiten muss.

Aus diesem Grund ist das Bühnenmonitoring

ein entscheidender Faktor

für eine gute Performance. Bei großen

Produktionen sorgt ein eigener Monitor-

Techniker für den Sound auf der Bühne.

Um den Sound richtig beurteilen zu können

und um eine bessere Kommunikation

mit den Musikern zu gewährleisten, steht

der Monitormann mit seiner Konsole bei

den Künstlern auf der Bühne. Jedoch außerhalb

des Sichtbereichs des Publikums.

Das ist der Idealfall. Bei kleineren

Gigs kann man auch an der FoH-Konsole

einen mehr als brauchbaren Monitor-Mix

erstellen. Wichtig ist in beiden Fällen, dass

man sich die Zeit nimmt, ein passendes

Monitoring-Konzept zu erarbeiten und

gewissenhaft auszuführen.

Möglichkeiten für ein gutes Monitoring

gibt es viele. Für jede Anforderung,

alle Vorlieben der Bands und auch für jedes

Budget.

62 pma 01/18


pma Basics – Monitoring auf der Bühne THEMA

© Shutterstock 2x

Klassische Monitor-Anwendung mit zwei Wedges pro Musiker

Konventionelles

Monitoring

Die am weitesten verbreitete und meist

auch günstigste Variante ist die Verwendung

von Monitorlautsprechern. Oft sind

sie in Wedge-Form konstruiert, damit sie

platzsparend und im idealen Abstrahlwinkel

hin zum Musiker auf dem Bühnenboden

platziert werden können. Das Standard-

Setup ist ein Monitor-Wedge pro Musiker.

Für mehr Power oder eine bessere

Flächenbeschallung können auch zwei

oder mehrere Wedges pro Künstler aufgestellt

werden. Allerdings sollte man dabei

auf die vertikalen Abstrahlwinkel der Lautsprecher

achten, um keine Auslöschungen

oder Phasenprobleme an dem Punkt

zu riskieren, an dem sich die Schallwellen

beider Lautsprecher kreuzen.

Sind die Musiker auf größeren

Bühnen viel in Bewegung, können extra

Wedges oder Side-Fills dabei helfen, die

komplette Bühne relativ gleichmäßig zu

beschallen. Side-Fills sind entweder PA-Tops

im Fullrange Modus oder komplette kleine

PA-Anlagen mit Basslautsprechern – je nach

Bühnengröße und benötigtem Sound.

An Monitore für Schlagzeuger

werden andere Ansprüche gestellt. Der

eigene Drum-Sound eines akustischen

Schlagzeugs ist sehr laut – gerade bei

härteren und rockigeren Musikrichtungen.

Auch benötigt der Drummer oft den

Bass-Schub der Kickdrum um ein richtiges

Gefühl für sein Spiel zu bekommen.

Die sitzende Position, umgeben

von Drum-Hardware, erfordert oft eine

andere Form von Monitor als den Wedge.

Auch hier sind kleine PA-Stacks, bestehend

aus Top und Bass meist die beste Wahl.

Nicht selten sieht man sogar zwei Stacks,

z.B. je eines pro Seite, an den Drums stehen.

Manche multifunktionale PA-Topteile

sind an einer Seite bereits passend angeschrägt

um auch sitzende Musiker perfekt

zu beschallen.

Konventionelles Monitoring benötigt

also jede Menge Lautsprecher auf der

Bühne, die mit der passenden Leistung

für de Bühnengröße und den Musikstil

ausgestattet sind. Ein Nachteil dieser Variante

ist also leicht zu erkennen: Es wird

laut. Die Monitore müssen schließlich die

Backline übertönen. Das erhöht auch die

Gefahr pfeifende Feedbacks zu generieren

und treibt bei kleineren Locations auch die

Lautstärke des FoH-Sounds in die Höhe.

Konventioneller

Monitor-Mix

Sauberes Arbeiten ist natürlich die Voraussetzung

für jeden Mix. Doch besonders

der Monitor-Mix für die Bühnenlautsprecher

erfordert eine strukturierte Arbeitsweise.

pma 01/18

63


THEMA pma Basics – Monitoring auf der Bühne

KLANG:fabrik Hardware und Software, die Softwareoberfläche zeigt einen 3D-Mix

Wie eine PA muss auch eine

Monitoranlage auf die räumlichen und

akustischen Begebenheiten angepasst

werden. Beim sogenannten „Einpfeifen“

einer Monitoranlage werden Frequanzen,

die Feedbacks erzeugen, mit Hilfe eines

31-Band-Equalizers oder einem vergleichbaren

Werkzeug abgesenkt. Dazu ist auf

der Bühne ein mit Gehörschutz ausgestatteter

Kollege mit einem Mikrofon nötig.

Dabei wird jeder einzelne Monitor auf

Sound und Feedback-Gefahr geprüft.

Gefüttert werden die einzelnen

Monitore hauptsächlich aus den Aux-

Wegen der FoH- oder Monitor-Konsolen.

Natürlich Pre-Fader, damit die Faderfahrten

des FoH-Technikers nicht auch im Monitor-Mix

erscheinen. Manche Monitor-

Techniker nutzen auch die Stereo-Summe,

Einfach zu bedienender Personal-Monitor-Mixer

Allen&Heath ME-1

Subgruppen oder die Matrix des Pultes

um Side-Fills oder Drum-Fills zu beschicken.

Ein weiterer Vorteil einer eigenen

Monitor-Konsole auf der Bühne.

Mit Kompressoren sollte man bei

einer konventionellen Lautsprecher-Anordnung

vorsichtig sein. Denn man fordert

mit diesen Dynamik-Tools auch gerne

das ein oder andere Feedback heraus.

Reverbs für die Gesänge werden äußerst

selten auf den Monitorwegen verwendet,

da der Sound aus vielen Lautsprechern in

einen etwas „verwaschenen“ Sound resultieren

kann, was zusätzlicher Hall noch

verstärkt. Allerdings gilt wie bei jedem

Mix: Erlaubt ist, was funktioniert!

Wichtig ist für den Techniker, auch

zu überprüfen, was bei den Musikern

wirklich ankommt. Dafür gibt es Kopfhörer.

Auch ein kurzer Gang über die Bühne

während des Soundchecks hilft dem Mischer

einen Eindruck vom Bühnensound

zu bekommen. Monitor-Techniker haben

oft einen weiteren Wedge neben dem Pult

stehen, um auch während dem Gig einen

realistischen Eindruck ihrer Mixes zu bekommen.

Säulen statt Wedges

Bei modernen Säulensystemen sind viele

Lautsprecher mit kleinen Membranen zu

einem Array zusammengefasst. Die Idee

dahinter stammt von der Line-Array-Technik

ab. Die wohl bekanntesten Vertreter

der kompakten PAs sind die L1 Serie von

Bose und die MAUI Serie von LD Systems.

Die Vorteile dieser Systeme sind

neben der kompakten Bauform die breiten

Abstrahlwinkel und der homogene

Sound an allen Hörpositionen. Während

kleine Bands und Alleinunterhalter die

Säulensysteme gleichzeitig als PA und

Monitorsystem nutzen, sieht man sie auch

auf größeren Bühnen immer wieder als

reine Monitor-Anlagen.

Auch wenn viele Säulensysteme

aufgrund ihrer Bauweise nicht besonders

Feedback-anfällig sind, sollte man doch

aufgrund der hohen Abstrahlwinkel und

der Höhe der Säulen äußerst vorsichtig bei

der Positionierung sein. Ein Mikrofon direkt

vor einer Säule wird ab einem bestimmten

Pegel immer anfangen zu pfeifen.

Ein optimaler Anwendungsbereich

für Säulensysteme auf größeren Bühnen

ist der als Side-Fill.

In-Ear-Monitoring

Für deutlich weniger Lautstärke auf der

Bühne sorgt das In-Ear-Monitoring. Allerdings

sind für den Monitor-Sound direkt

im Ohr nicht alle gängigen Ohrhörer

geeignet. Es sind auf jeden Fall spezielle

In-Ear-Hörer notwendig. Günstige Modelle

sehen den Consumer-Hörern sehr

ähnlich und werden mit verschieden großen

Ohrstücken aus weichem Plastik oder

Schaumstoff dem Ohr angepasst.

Optimalen Sound und perfekte

Passform erreicht man jedoch nur mit

speziell dem Ohr und Gehörgang angepassten

Hörern. Dazu wird z.B. von einem

Hörgeräteakustiker oder Ohrenarzt ein

Abdruck des Ohrs gemacht, der dann an

den Hersteller der In-Ear-Hörer weiterleitet

wird. Das ist alles in allem natürlich nicht

die billigste, dafür aber die wohl eleganteste

und beste Lösung. Es gibt so gut wie

keinen Gig eines Weltstars, der ohne In-

Ear-Monitoring läuft.

Durch die gute Schall-Abschirmung

der In-Ear-Hörer klagen manche

Musiker, dass sie die Nähe zum Publikum

64 pma 01/18


pma Basics – Monitoring auf der Bühne THEMA

© Shutterstock

Die Profi-Variante: perfekt an das Ohr des Künstlers angepasster In-Ear-Hörer

verlieren, da sie deren Reaktionen nicht

mehr hören können. Dieses Problem ist

relativ leicht zu beheben. Mit Mikrofonen,

die ins Publikum gerichtet an der Bühne

installiert und nur auf die In-Ear-Mixes geschaltet

werden.

Natürlich kann das In-Ear-Monitoring

auch mit konventionellem Monitoring

kombiniert werden. Nicht selten sieht

man gerade auf großen Bühnen Side-Fills

oder Drum-Fills. Bei den Drum-Fills werden

dann oft nur die Bässe übertragen um

den Druck der Bassrum für den Drummer

spürbar zu machen. Möchte der Drummer

auch ohne zusätzliche Lautsprecher

seinen Sound fühlen, kann man auf sogenannte

Bass-Shaker zurückgreifen. Diese

werden unter den Hockern der Schlagzeuger

angebracht und verwandeln die tiefen

Frequenzen der Kickdrum in deutlich spürbare

Vibrationen.

Durch die Funkübertragung der

Monitor-Mixes auf Bodypacks, an denen

die In-Ear-Hörer angeschlossen werden,

kann sich der Künstler nahezu frei auf der

Bühne und im Publikum bewegen. Die

einzige Einschränkung ist die Reichweite

der Funkanlagen.

Sobald Funk auf der Bühne im

Spiel ist muss man sich natürlich auch

über die Vorschriften bezüglich der Nutzung

von Funkfrequenzen in Deutschland,

oder dem Land in dem die Systeme eingesetzt

werden, informieren. Nicht alle Frequenzen,

die bei den großen Funksystemen

anwählbar sind, sind auch kostenfrei

oder überhaupt zur Nutzung freigegeben.

Durch den Ausbau des mobilen Breitband-

Internets kann es in Ballungszentren auch

gut sein, dass nicht alle Frequenzen auch

verfügbar sind. Mit Messgeräten und

Frequenz-Management-Software sorgen

die Profis für einen reibungslosen Funkbetrieb.

Auch bei Funkstrecken gilt: je professioneller

das Equipment, desto sicherer

und vielseitiger ist es einsetzbar. Es gibt

schon günstige In-Ear-Funkanlagen für

wenige hundert Euro. Allerdings ist die

Frequenzwahl hier deutlich eingeschränkter

als bei den Profi-Systemen, die mit

mehreren tausend Euro pro Funkstrecke

zu Buche schlagen. Wer nur wenige Funkstrecken

gleichzeitig betreiben möchte

und auf das ein oder andere Profi-Feature

verzichten möchte, kann also auch günstig

funken.

Schlagzeuger, Keyboarder oder

andere Künstler, die sich nicht über die

ganze Bühne bewegen müssen, oder wollen,

können ihr In-Ear auch kabelgebunden

an Kopfhörerverstärkern betreiben.

In-Ear-Mix

Im Prinzip funktioniert der Mix für In-Ear-

Monitoring genau so wie bei der konventionellen

Bühnenbeschallung. Allerdings

hat der Mischer ein paar Freiheiten mehr.

Der Einsatz von Kompressoren ist sehr viel

pma 01/18

65


© Shutterstock 2x

Zwei PA-Topteile und Basslautsprecher als Drumfill sorgen für einen druckvollen Monitorsound

unproblematischer und auch Hall und Effekte

können problemlos genutzt werden.

Hall ist auf den Stimmen sogar zu

empfehlen, da durch die Ohrhörer der

räumliche Eindruck des Gesangs, wie ihn

der Bühnenmonitor im Raum wiedergibt,

nicht vorhanden ist. Durch die Möglichkeit

In-Ears auch mit Stereo-Mixen zu beschicken,

kann ein sehr lebendiger Monitor-Sound

erzeugt werden.

Da der Künstler die Lautsprecher

des In-Ear-Hörers direkt im Ohr trägt,

muss der Techniker am Pult mit besonderer

Vorsicht arbeiten. Feedbacks, Knackser

durch unvorsichtiges ausstecken von Kabeln

oder andere Pegelspitzen im Monitor-Signal

können das Gehör des Musikers

schädigen.

Viele In-Ear-Systeme haben daher

Limiter verbaut, die solche Situationen

entschärfen. Trotzdem trägt der Techniker

eine Verantwortung, derer er sich auch

bewusst sein sollte.

3D-Monitoring

Eine ganz besondere Möglichkeit für einen

realistischen und dynamischen In-

Ear-Sound ist das 3D-Monitoring. Die

Firma KLANG:technologies bietet mit der

KLANG:fabrik und der KLANG:vier die

Möglichkeit den Monitor-Sound nicht nur

Stereo, sondern sogar in 3D zu erleben.

Die einzelnen Instrumente können

nicht nur im Stereobild nach links

und rechts verschoben, sondern auch vor

und hinter dem Hörenden positioniert

werden. Durch die deutlich bessere Staffelung

der einzelnen Signale im 3D-Bild

erlebt der Musiker ein viel realistischeres

und transparenteres Klangbild als bei normalen

Stereo-Mixen.

Berechnet wird das 3D-Panorama

in der KLANG-Hardware, die mit den einzelnen

Instrumenten-Signalen via MADI,

Dante oder ADAT gefüttert wird. Das

Flagschiff KLANG:fabrik kann bis zu 16

Monitor-Mixes ausgeben, das kleinere

KLANG:vier bis zu fünf Monitorwege via

Dante, die ersten vier davon auch analog.

Natürlich können die Systeme für größere

Setups kaskadiert werden.

Die Steuerung der Mixes findet in

der KLANG:app statt, die für iOS, Android,

MacOS und Windows erhältlich ist. Die

Smartphones, Tablets oder PCs werden per

WiFi oder LAN mit der KLANG-Hardware

verbunden. So ist es auch möglich den

Musikern selbst Zugriff auf ihre Monitor-

Mixes zu geben. Auch können sie über die

App in das Monitoring der Kollegen reinhören

um ihren Mix zu verbessern oder

um gemeinsam Fehler im Mix zu finden.

Zur einfacheren Gestaltung des Setups für

die Musiker können auch Kanal-Gruppen

angelegt werden, die wie VCA-Gruppen

funktionieren.

Das User-Interface zeigt einen Mixer,

der mit einer Besonderheit aufwartet:

Wird ein Instrument oder eine Instrumen-

66 pma 01/18


pma Basics – Monitoring auf der Bühne THEMA

Manche PA-Topteile können dank ihrer Form auch seitwärts liegend als Monitor für sitzend spielende Musiker genutzt werden

ten-Gruppe lauter gedreht, regelt der

Mixer zudem alle anderen Kanäle etwas

leiser. So lässt es sich vermeiden, dass die

Musiker alle Quellen immer nur lauter machen

und am Ende einen undurchsichtigen

Mix am Lautstärkelimit fahren.

Über ein weiteres Fenster können

die Signale und Gruppen im 3D-Bild um

den Musiker herum positioniert werden.

Hier entsteht der eigentliche 3D-Mix. Mit

dem Gyroskop-Sensor, der in allen modernen

Smartphones oder Tablets verbaut ist,

kann sich der Musiker auch testweise selbst

im 3D-Bild seines Mixes bewegen. Hat der

beispielsweise die Drums hinter sich positioniert

und dreht sich mit seinem Smartphone

in diese Richtung, wandern die Drums mit

und erscheinen direkt vor ihm. Er hört also

genau das, was er sieht. Dieses Tracking

soll auch von einem zukünftigen Produkt

namens KLANG:vektor ermöglicht werden.

Wer sich einen Eindruck der Möglichkeiten

und des einzigartigen Sounds

des 3D-Monitorings verschaffen möchte,

kann sich die KLANG:app kostenlos auf

sein Smartphone oder Tablet laden. Darin

ist ein ausführlicher Demo-Modus mit

einem vorprogrammierten Mehrspur-Mix

enthalten.

Personal Monitoring

Auch bei normalem In-Ear- und konventionellem

Monitoring ist es möglich, die

Künstler selbst an ihrem Monitor-Sound

schrauben zu lassen. Die Technik dahinter

nennt sich Personal Monitoring.

Natürlich kann man Personal Monitoring

auch mit kompakten Mischpulten

umsetzen. Diese überfordern allerdings

sehr schnell die technischen Skills mancher

Musiker. Außerdem sollen sich die Künstler

auf ihre Performace konzentrieren, nicht

auf komplexe Monitor-Mixes. Abhilfe schaffen

spezielle Personal-Monitoring-Systeme,

die auf die Bedürfnisse der Musiker zugeschnitten

und einfach zu bedienen sind.

Ein Beispiel dafür ist die Allen&Heath

ME Serie. Die Personal Mixer ME-500 und

ME-1 können direkt an alle Allen&Heath

Digitalmischpulte angeschlossen werden

und 16 (ME-500) bzw. 40 (ME-1) Kanäle

verwalten. Über den Allen&Heath ME-U

Hub können auch Mixer anderer Hersteller

per MADI, Dante, Waves oder EtherSound

angeschlossen werden.

Die Handhabung für die Musiker ist

sehr einfach und übersichtlich gehalten. Die

Kanäle werden per Kanal-Taste gewählt und

können mit einem Drehregler lauter oder

leiser gedreht werden. Auch das Panorama

kann für Stereo-Mixe bearbeitet werden.

Um den Künstler nicht mit zu vielen

Kanälen zu überfordern, können beim

ME-1 mehrere Kanäle zu Gruppen zusammengefasst

werden – z.B. die Drums oder

Bläsersätze. Der Musiker steuert dann nur

noch den Master der Gruppe.

Text: Steffen Sauer

pma 01/18

67


ESTREL BERLIN

Las-Vegas-Feeling an der

Berliner Sonnenallee

Ursprünglich war die Doppelgänger-Show „Stars in Concert“ nur für vier Monate geplant.

Mittlerweile ist die Show längst ein Selbstläufer unter dem Dach des größten Kongresszentrums

der Hauptstadt geworden – dem Estrel Berlin. Mehr als 5,5 Millionen Besucher aus

aller Welt haben die bisher über 8.500 Vorstellungen besucht.

Jährlich finden in dem Megakomplex,

zu dem 1.125 Hotelzimmer gehören,

rund 1.800 Veranstaltungen mit über

350.000 Gästen statt. Dazu gehören

nicht nur Tagungen und Messen, TV-Shows

und Sport-Events. Auch internationale Politik-

und Wirtschaftsgipfel, Parteitage, Gala-

Abende oder Konzerte mit prominenten

Stars sind hier im Programm. Etwa 550 festangestellte

Mitarbeiter und weitere 150 von

externen Firmen sorgen, unterstützt durch

modernste Event-Technik, dafür, dass der

24-Stunden-Betrieb im Berliner Südosten

reibungslos läuft.

70.6 Millionen Euro erwirtschaftete

Deutschlands größtes und umsatzstärkstes

Hotel im Jahr 2016. Mit dem 175

Meter hohen Estrel Tower will Eigentümer

Ekkehard Streletzki die Erfolgsgeschichte

nun fortschreiben und nicht weniger

als Berlins größten Wolkenkratzer bauen.

Mit rund 814 Zimmern auf 46 Etagen.

Gleich daneben sollen zusätzlich noch eine

Kongresshalle, ein Bürogebäude sowie

ein Parkhaus direkt gegenüber dem heute

bestehenden Estrel-Komplex errichtet

werden. Nach der Messe Berlin will der

Erfinder des Event-Hotels auf dem Gelände

eines ehemaligen Kabelwerkes den

zweitgrößten Kongress- und Tagungsstandort

der Hauptstadt betreiben. In etwa

drei Jahren soll eröffnet werden. Ab dem

Jahr 2022 bekommt das Gelände mit der

Verlängerung der Autobahn A 100 dann

noch eine Autobahnanbindung zu den

Flughäfen in Schönefeld und Tegel.

68 pma 01/18


THEMA

Gut gerüstet: Die Technik im Estrel Convention Center erlaubt das Durchführen großer Events und TV-Shows

Für das Umsatzplus im Estrel sorgte

in den vergangenen Jahren maßgeblich der

Veranstaltungsbereich, der im Herbst 2015

im Estrel Congress Center, das inzwischen

gleichzeitig bis zu 12.000 Veranstaltungsgäste

beherbergen kann, modernisiert und

um rund 10.000 auf aktuell 25.000 Quadratmeter

erweitert worden war. Seitdem

legte der Eventbereich gleich an der Sonnenallee

225 merklich zu - um 23 Prozent.

Herzstück des Congress Center im

Estrel sind die Convention Hall I und die Convention

Hall II, die aktuell genügend Raum

für jeweils bis zu 5.200 Gästen bieten. Ausgestattet

sind sie mit modular einsetzbarer,

innovativer Kommunikations-, Bühnen- und

Medientechnik.

Vor drei Jahren hatten die Verantwortlichen

um den Technischen Leiter Thomas

Herzberg entschieden, für die erweiterten

Veranstaltungsflächen des Hauses das

nötige moderne Equipment anzuschaffen.

Um noch flexibler und schneller auf die

Anforderungen der Kunden vor allem bei

großen Events und Produktionen adäquat

reagieren zu können, orderte Herzberg

mehrere Movecatsysteme, um auch in Zukunft

für höchste Ansprüche in der Eventbranche

gerüstet zu sein.

Zusammen mit dem Partner Movecat

installierten Herzberg und seine

Mannschaft im Estrel zweisträngige Movecat

PLUS² 1000 Kettenzüge gemäß D8

Plus mit aktiver Eigenüberwachung. Letztere

erfolgt durch integrierte dynamische LME-

Lastmesssysteme. In der neuen Convention

Hall II hängen nun insgesamt 96 Movecat

Pluslite 1250 D8 Plus Elektrokettenzüge –

Technik, die laut Herzberg „state of the art“

ist. Ein computergestütztes System für das

Monitoring der Lasten ermöglicht zudem die

Rund-um-die-Uhr-Aufzeichnung und sekundengenaue

Auswertung der Lastereignisse,

die gezielt am Bildschirm bis zu 90 Tage im

Nachgang dokumentiert werden und jederzeit

gezielt nachvollzogen werden können.

Eine langjährige und vertrauensvolle

Zusammenarbeit pflegt Thomas Herzberg

auch mit anderen Herstellern und Dienstleistern:

„Das ist wichtig, damit wir durch

regelmäßigen Austausch vom Know-How

und den Erfahrungen externer Kollegen

profitieren können.“ In Sachen Lichttechnik

arbeitet Herzberg daher seit Jahren mit den

Experten von Lightpower zusammen: „Die

Kollegen kommen bei Bedarf zu uns, um

unsere Fachkräfte in Inhouse-Workshops zu

schulen und wissensmäßig auf dem laufenden

zu halten.“ Einen guten Draht hat Herzberg

beispielsweise auch zum renommierten

Berliner Dienstleister Blackbox Music.

Fachkräfte werden in Inhouse-Workshops regelmäßig

geschult

pma 01/18

69


Eine ausgefeilte Ton- und Lichttechnik sorgt im Estrel für das gewünschte Ambiente

Im Hotelbereich stehen außerdem

der 1.050 Quadratmeter große Estrel Saal

sowie weitere 75 Tagungsräume zur Verfügung.

Eine der beiden Bars im Atrium bietet

eine Besonderheit: Sie lässt sich multifunktional,

etwa morgens zum Frühstück,

tagsüber als Coworking-Table und abends

als Cocktailbar, nutzen.

Das weitläufige Foyer stellt die Verbindung

zum Festival Center mit dem „Stars

in concert“-Showroom her. Dort standen bislang

nicht weniger als 120 Doppelgänger aus

zehn Ländern auf der Bühne. Neben „Stars

in Concert“ werden außerdem Shows und

Musicals über das Leben von Superstars wie

Abba, den Beatles, Elvis Presley,m Tina Turner

und anderen Showlegenden produziert.

Übrigens geht Produzent Bernhard

Kurz mit „Stars in Concert“ immer wieder

auf Auslandstournee. Vorstellungen gab

beziehungsweise gibt es beispielsweise in

der englischen Küstenstadt Blackpool oder

im Doppelgänger-Mekka Las Vegas, im

„Boulevard Theater“ am Las Vegas Strip.

Wenigstens zweimal im Jahr reist Kurz

in die US-Glitzermetropole in der Wüste

von Nevada, wo er für die Doppelgänger-

Shows nach neuen Talenten Ausschau hält.

Für das gewünschte Ambiente im

Eventbereich des Estrel sorgt tagtäglich

Die Show "Stars in Concert" haben in zwanzig Jahren bereits mehr als 5,5 Milionen Zuschauer gesehen

eine ausgefeilte Ton- und Lichttechnik. Die

Akustik im Haus kann auf jede Raumvariante

optimal abgestimmt werden. Einen

raschen Umbau gewährleistet die vorhandene

mobile Technik, etwa Moving Lights,

Laufschienen mit abhängbaren Traversen im

Deckenbereich, eine große versenkbare Hebebühne

sowie flexible Verkabelungs- und

Anschlussmöglichkeiten. Die neun Meter

hohe Decke der Convention Hall I und die

11,5 Meter hohe Decke der Convention Hall

II verfügen über mehrere Trägerachsen mit

fest positionierten wie frei positionierbaren

Hängepunkten, an denen sich verschiedene

Traversensysteme anbringen lassen.

Für die Beschallungen werden je

nach Anforderung Systeme von unter

anderem L-Acoustics, Meyer Sound oder

Duran Audio eingesetzt, der Sound kann

über analoge wie digitale Mischpulte geregelt

werden, drahtlose Mikrofone und

eine große Auswahl von Effektgeräten

ergänzen den Equipment-Pool.

Die Lichttechnik im Estrel Congress

Center erlaubt nahezu unbegrenzte

Möglichkeiten der Veranstaltungsinszenierung

– von der kameratauglichen

Bühnenausleuchtung über atmosphärische

Raumgestaltung bis hin zu Show-

Produktionen. So kommen bei Showund

Effektlicht Moving-Light-Systeme

von High End, clayPaky, Robe, SGM oder

Varylite (VL1000, VL3000) zum Einsatz.

70 pma 01/18


pma Venue Guide THEMA

Die Lichttechnik im Estrel erlaubt unbegrenzte Möglichkeiten der Veranstaltungsinszenierung

Thomas Herzberg setzt auf regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit externen

Spezialisten

Show-Produzent Bernhard Kurz

hat zusammen mit dem Licht-Designer

Patrick Murray eine flexibel einsetzbare

Bühnentechnik ausgewählt. So lässt

sich mit Hilfe von drei Projektoren das

Bühnenbild in Sekundenschnelle verändern,

wechselnde Projektionen sorgen

für neue Möglichkeiten bei der Bühnen-

nutzung für unterschiedlichste Showproduktionen.

Text: Thomas Korn

Fotos: Estrel Congress

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KÖPFE Ralph Nassenstein

RALPH NASSENSTEIN

Wissen schafft

Vertrauen

In den Führungsetagen der Veranstaltungs-Dienstleister

werden Konzepte und Design entwickelt und

wegweisende Entscheidungen getroffen, die ausschlaggebend

für den Erfolg dieser Unternehmen

sind. Ralph Nassenstein ist seit vielen Jahren Leiter

des Frankfurter All Service Dienstleisters BTL.

Einer der selten beleuchteten Aspekte

im Bereich der Veranstaltungsplanung

und Entwicklung ist

die Frage nach den Hintergründen

und Abläufen, wie der Kunde mit dem

technischen All-Service-Dienstleister zusammenkommt

und dabei im Speziellen

der Weg von der Idee zum Event bis hin

zum finalen Design der Veranstaltung.

Anfangs ist davon auszugehen,

dass sich beide Parteien gar nicht kennen.

Wie also funktioniert diese erste Kontaktaufnahme?

Sehr häufig geschieht so etwas

über Agenturen oder Ausschreibungen, auf

welche sich dann die technischen Veranstaltungs-Dienstleister

bewerben. Kommt dann

ein erstes Meeting zwischen Kunde und

Dienstleister zustande, muss bereits eine

erste Vorstellung von Design und der Umsetzung

existieren, die im Idealfall auch das vorgegebene

Budget berücksichtigt. Das Ganze

muss dann als Paket so überzeugend und

unmittelbar rüberkommen, dass der Kunde

überzeugt ist, mit diesem Unternehmen die

einzig richtige Wahl getroffen zu haben.

„Wer in unserer Branche von einem 9-to-5-

Job träumt, ist falsch in der Veranstaltungsbranche.

Man muss schon das gewisse

Herzblut mitbringen und dafür brennen.“

Dieses Ziel zu erreichen ist die Aufgabe

generalisierter Spezialisten wie Ralph

Nassenstein, Leiter der Dependance Frankfurt/Main

des All-Service-Dienstleisters

BTL. Dieses Unternehmen besitzt neben

dem Stammsitz in Düsseldorf, noch über

fünf weitere Zweigstellen im Bundesgebiet

sowie einem weiteren Ableger in Poznan

(Polen). Jährlich zeichnet sich BTL für annähernd

4500 Veranstaltungen weltweit

verantwortlich.

Zum Auftakt des Geschäftsjahres

2018 hatten wir Gelegenheit mit Ralph

Nassenstein über die sonst eher unbekannten

Vorgänge und Abläufe in den

Etagen der Planer und Entscheider zu

sprechen.

pma: Können Sie uns einen kurzen

Überblick über Ihren beruflichen

Werdegang und Qualifikationen vor

der Zeit bei BTL geben?

Ralph Nassenstein: Erste Berührungspunkte

mit der Veranstaltungsbranche

ergaben sich bereits während meiner

fortgeschrittenen schulischen Laufbahn.

In dieser Zeit war ich regelmäßig an Wochenenden

als DJ unterwegs und in der

Schule habe ich einige Theateraufführungen

und Karnevalsveranstaltungen

technisch ausgestattet und betreut. Eine

Vorliebe für Technik und deren Einsatz-

72 pma 01/18


Die Kunststoffmesse Düsseldorf 2016 – BTL realisierte für die Schweizer Firma Ferag eine Animation der Flagge auf einer Decke aus LED-Kacheln

möglichkeiten hatte ich schon damals,

als Rookie und Autodidakt. Durch einen

privaten Kontakt habe ich dann diverse

Veranstaltungen bei uns in der Stadt

mit umsetzen dürfen. Hier war ich unter

anderem bei Schützenfesten, Stadtfesten

und auch Partys im Einsatz. Daraus

ergab sich dann auch unweigerlich der

Wunsch, gerne eine Ausbildung in genau

diesem Bereich machen zu wollen.

Leider war zur damaligen Zeit der Ausbildungsberuf

Veranstaltungskaufmann

noch nicht weit verbreitet und steckte

noch in den Startlöchern. Also entschied

ich mich für die Berufsausbildung des

Hotelkaufmanns im Hilton Hotel Düsseldorf,

was aus meiner Sicht einige

Parallelen aufwies. Eher zufällig erhielt

ich dann kurz vor Abschluss meiner Ausbildung

ein Jobangebot seitens der BTL

Veranstaltungstechnik.

pma: Neben Ihrer Funktion als langjähriger

Niederlassungsleiter der Dependance

BTL Frankfurt sind Sie einer

der leitenden Köpfe mit Prokura und

ebenso überregional für den Bereich

Sales & Vertrieb verantwortlich. Das

klingt nicht gerade nach einem Acht-

Stunden-Tag. Wie kann man sich den

Ablauf Ihres Tagesgeschäfts vorstellen?

Ralph Nassenstein: Wer in unserer Branche

von einem 9-to-5-Job träumt und

glaubt, regelmäßig freie Wochenenden

zu haben, ist falsch in der Veranstaltungsbranche.

Man muss schon das gewisse

Herzblut mitbringen und dafür brennen.

Mein Tagesgeschäft läuft erst

einmal mit der ersten Tasse Kaffee an.

Kurz die ersten Mails checken und schon

steckt man mittendrin. Welche Projekte

müssen noch vorbereitet werden, damit

diese an die weiter verarbeitenden

Abteilungen weitergeleitet werden können?

Gibt es spezielle Anforderungen in

zukünftige Projekte, für die Bestellungen

getätigt und Lieferzeiten beachtet

werden müssen? Sind in dem Projekt

schon die benötigten Hotelzimmer gebucht

und auch im Projekt hinterlegt?

Wie entwickelt sich das Projekt in Hinsicht

auf den Deckungsbeitrag und muss

ich da eventuell gegensteuern? Kann ich

der Produktion noch unterstützend zur

Seite stehen?

Zwischendurch das ein oder andere

Meeting oder in Telefonkonferenzen

den Kunden auf den neusten Stand zu

bringen und auch in finanzieller Hinsicht

immer wieder zu definieren.

Da aber nur durch Projektanfragen

mögliche Folgeaufträge generiert

werden können, müssen Kunden angerufen

und mögliche Projekte „abgefragt“

werden. Neukunden-Anfragen bedürfen

einer intensiven Beantwortung, unter

anderem auch schon erste Ideenfindungen

einer späteren Umsetzung mit

dem Kunden am Telefon oder im direkten

Kontakt vor Ort. Ausschreibungen

sind auch ein großes Thema, welchem

ich mich konstant widmen muss. Hier

verschaffe ich mir einen kurzen Überblick

und entscheide, welche Ausschreibungen

Sinn machen oder nicht.

pma 01/18

73


KÖPFE Ralph Nassenstein

Das 49th Annual Meeting der Asian Development Bank im Jahr 2016, zeitgleich auch als Eröffnungsfeier in der Festhalle Frankfurt

pma: Wie viel kaufmännisches Know-

How und welches Potential an veranstaltungstechnischem

Wissen benötigt

man in Ihrer Position um effektiv wie

erfolgreich arbeiten zu können?

Ralph Nassenstein: Zunächst sollte man

im kaufmännischen Bereich schon einmal

wissen, dass man Waren und Dienstleistungen

teurer verkaufen sollte, als man

sie einkauft. Desweiteren braucht man einen

Überblick über die gesetzlichen Vorschriften,

die dann direkten Einfluss auf

die späteren Projektkalkulationen haben.

So zum Beispiel das Arbeitsschutzgesetz,

die Lenkzeiten oder Arbeitshilfsmittel

und nicht zuletzt sollte man die seitens

des Controlling kalkulierte Kennzahl des

Deckungsbeitrages kennen. Denn nicht

automatisch bedeutet teurer verkaufen

auch, dass man Geld verdient.

Da ich in meiner Position mitunter

auch für sämtliche überregionale Großprojekte

zuständig bin, muss schon ein

umfangreiches veranstaltungstechnisches

Wissen vorhanden sein. Dies ist zudem auch

die Grundlage, um seine Kunden souverän

beraten und auch in kürzester Zeit ein erstes

technisches Konzept ausarbeiten zu können.

Der Kunde merkt ganz schnell, ob man Ahnung

von der Materie hat oder nicht. Wissen

schafft Vertrauen. Manchmal würde

ich mir wünschen, dass die Kunden direkt

auf mich hören würden. Es geschieht nicht

selten, dass ich ein Gesamtkonzept anbiete,

der Kunde aber dann erst einmal alles zusammenstreicht,

um am Ende aufgrund der

Nachbesserungen bei meinem ursprünglich

beschriebenen Planungskonzept zu landen.

pma: Wie schwierig ist bei derart viel

Verantwortung die Balance zwischen

Kontroll-Freak und delegieren können?

Ralph Nassenstein: Den Kontrollfreak

gibt es bei mir nicht. Innerhalb der 13 Jahre,

die ich mittlerweile bei der BTL Veranstaltungstechnik

bin, lernt man seine Kollegen

mit Ihren Ecken und Kanten sehr gut

kennen. Ich arbeite mit einem sehr guten

und professionellen Team zusammen, auf

das ich mich verlassen kann. Andererseits

wissen meine Kollegen, welchen generellen

Anspruch ich an die technische Um-

setzung habe. Und darüber stehen wir im

stetigen Austausch. Sollte mir auffallen,

dass etwas nicht läuft wie geplant und besprochen,

stimme ich dies direkt mit dem

zuständigen Projektleiter ab.

Bei bis zu 200 Veranstaltungen im

Jahr, für die ich alleine verantwortlich bin,

kann man nicht dauerhaft erwarten, dass

jeder beteiligte Mitarbeiter jedes Detail eines

Projektes bis ins kleinste verinnerlicht hat. In

diesen Fällen ist es an mir zu delegieren.

pma: BTL arbeitet auf dem Corporate-,

Messe- und Industriesektor. Sind dies

die Geschäftsfelder auf denen im Gegensatz

zum Touring-Bereich und Dry

Hire-Geschäft noch positive Perspektiven

zu verzeichnen sind?

Ralph Nassenstein: Für uns verzeichnen

die Geschäftsfelder im Corporate- und Industriesektor

weiterhin positive Perspektiven,

da wir merken, dass sich die Bedürfnisse der

Kunden ändern – dies schafft Raum für neue

Gestaltungsideen. Manchmal sehen die

Kunden auf einer anderen Veranstaltung etwas

umgesetzt, das ihnen gefällt und wollen

74 pma 01/18


Ralph Nassenstein KÖPFE

dies dann auch für das eigene Event haben.

Im Geschäftsbereich Messen kommt es in

erster Linie auf den visuellen Auftritt an. Da

sind definitiv die großen namhaften Messestände

weiterhin sehr interessant und bieten

auch hier noch positive Entwicklungsmöglichkeiten.

Nicht zuletzt auch deswegen, da

bei diesen Bauten der Einfluss, der sich stetig

weiter entwickelnden LED-Technik in punkto

Beleuchtung und Projektion deutlich zugenommen

hat.

Was die kleinen Messestände, den

Touring-Bereich sowie Dry-Hire-Bereich anbelangt,

so sehe ich hier kaum noch Potential.

Aus meiner Sicht findet hier keine

Wertschätzung der teilweise sehr hochpreisigen

Technik mehr statt. Unvorstellbar zu

welchen Preisen hier die Technik teilweise

auf die Straße geht. Und mit Blick auf das

Touring-Geschäft, ist die Schnelllebigkeit

von Produkten wie Moving-Lights derart

rasant, dass sich diese realistisch betrachtet

nicht amortisieren. Und dieser Effekt wird

nicht selten seitens der verantwortlichen

Lichtdesigner bestimmt. Was auf der aktuellen

Tour noch als innovativ und außergewöhnlich

gepriesen wird, interessiert im

darauf folgenden Jahr nicht selten niemanden

mehr, da es bereits wieder neue Lampen

auf dem Markt hat, die dann als das

absolute non-plus-ultra gehandelt werden.

pma: Was bedarf es Ihrer Ansicht nach

um in diesen Bereichen mit bisweilen

äußerst exklusiver Kundschaft erfolgreich

bestehen zu können? Welche

Maßnahmen müssen ergriffen werden,

um Präsenz zu vermitteln, die

von den potentiellen Kunden auch

wahrgenommen wird?

Ralph Nassenstein: Unserer Klientel

kommt es sehr auf Beständigkeit und Persönlichkeit

an. Zudem wird großen Wert

auf die bestmögliche Umsetzung gelegt. Es

reicht nicht aus, es wild blinken zu lassen,

Locations willkürlich zu beschallen oder mit

veralteter RGBHV-Technik Bilder an die Wand

zu projizieren. Da gilt ein ungeschriebenes

Gesetz „der Technik auf Industriestandard“.

Wir versuchen die Veranstaltung medientechnisch

zu designen, denn diese Klientel

BTL zeichnete sich für die gesamte Veranstaltungstechnik der Tagung der Asian Development Bank aus

hat einen hohen Anspruch und will sich

auch nach außen genau so präsentieren.

Bei vielen dieser Kunden sind

mittlerweile ebenso sicherheitsrelevante

Themen in den Vordergrund gerückt, die

auch deutlich thematisiert werden und

dementsprechend umgesetzt werden

müssen. Aus meiner Sicht tun dies bis

dato leider nur die Wenigsten. Und dann

kommt es am Ende auch nicht mehr darauf

an, dass man möglicherweise nur ein

wenig teurer ist.

Da einige Aufträge bisweilen auch über

Planungsbüros vergeben werden beziehungweise

diese entscheiden, welcher Pool

an Technik-Dienstleistern angefragt werden,

müssen schon marketingtechnische

Aktivitäten umgesetzt werden. Allerdings

halte ich persönlich nichts von den branchenüblichen

Messen, bei denen man einer

unter vielen Anbietern ist – es sei denn

man präsentiert ein besonders innovatives

Produkt. Da sind hausgemachte Veranstaltungen

viel zielgerichteter. Die sozialen Medien

können da als ergänzendes Mittel die

Marketingaktivitäten unterstützen.

pma: Wie verhält es sich mit dem

nicht immer vorhersehbaren Bedarf

an qualifiziertem Personal, sprich

Human Resources, in den doch sehr

diversen Gewerken welche im Corporate-,

Messe- und Industriesektor zum

Einsatz kommen?

Ralph Nassenstein: Leider wird dieses

Thema von Jahr zu Jahr schlimmer. Den so

bezeichneten Allrounder gibt es heutzutage

nicht mehr. Mittlerweile sind aufgrund der

gestiegenen Anforderungen immer mehr

Fachtechniker für ein spezielles Gewerk tätig

oder müssen bei Einsatz von bestimmten

Equipments dazu gebucht werden.

Verschärft wird die Situation außerdem

dadurch, dass die Entscheidungsprozesse

seitens der Auftraggeber bisweilen

sehr spät abgeschlossen werden. Teilweise

liegt zwischen Bestellung und Durchführung

nur eine Woche. Oder Projekte explodieren

regelrecht, weil sich die entsprechenden

Fachabteilungen der Kunden auch erst kurz

vor knapp mit den Inhalten der Veranstaltungen

beschäftigen. So kommt es zum Beispiel

regelmäßig zu diversen Nachbestellungen.

pma 01/18

75


KÖPFE Ralph Nassenstein

Das Corporate Event 2017 in der Convention Hall des Estrel Hotels Berlin – einer der 50 Räume, die von BTL technisch ausgestattet und betreut wurden

So kann aus einer einfachen Videosteuerung

schnell mal eine komplexe Showregie werden,

zu der dann das entsprechende Fachpersonal

benötigt wird.

pma: Wie hoch ist der Prozentsatz an

fest angestelltem Personal im Verhältnis

zur Anzahl an freiberuflichen Technikern,

die auf den Produktionen für

BTL im Einsatz sind?

Ralph Nassenstein: Wie immer lässt

sich dies nicht eindeutig beziffern, da dies

sehr stark von der temporären Auslastung

abhängt. Die BTL Veranstaltungstechnik

betreut jährlich europaweit ca. 4.500 Veranstaltungen,

die häufig sehr personalintensiv

sind. Da kann das Verhältnis Festangestellter

zu freiberuflichen Technikern

auf einer Produktion unvorhergesehen

stark variieren.

pma: Dem Rhein Main-Gebiet wird

aufgrund des anstehenden Brexit

und einem damit zu vermutenden

Umzug vieler Banken und Unternehmen

in die Mainmetropole Frankfurt,

ein Boom im Bereich von Konferenzen

und artverwandten Veranstaltungen

vorhergesagt. Hat sich dies

Ihrer Ansicht nach bereits bemerkbar

gemacht?

Ralph Nassenstein: In den letzten Monaten

haben wir verstärkt Konferenzen für

Beratungsfirmen und Finanzdienstleister in

Frankfurt erfolgreich umgesetzt. Das Thema

des anstehenden Brexit war selbstverständlich

dabei immer vertreten und wurde

intensiv und teils heftig diskutiert. Wir bereiten

uns schon jetzt auf die kommenden

Veranstaltungen im Jahr 2018 vor und

werden sicherlich in den nächsten zwei bis

drei Monaten absehen können, inwieweit

der Brexit weitere Veranstaltungen nach

Frankfurt bringen wird.

pma: BTL hat sich in den vergangenen

Jahren mit seinen fünf deutschen

Standorten erfolgreich im

Bereich der führenden Technik- und

Service-Dienstleister etabliert. Ein Erfolg

aufgrund des flächendeckenden

Netzwerks?

Ralph Nassenstein: Sicherlich sind unsere

Standorte ein Grund dafür, um überhaupt

von unseren Kunden wahrgenommen zu

werden. Aber auch die zukunftsorientierten

Investitionen, wie LED-Scheinwerfer im

Konferenz-/Messebereich oder rahmenlose

Panoramaleinwände sowie diverse Spezialprodukte

ermöglichen uns bei den Kunden

zu punkten. Wir vermieten nicht nur die reine

Medientechnik, sondern versuchen dem

Kunden ein ganzheitliches Gesamtkonzept

anzubieten und sind stets bestrebt die Technik

in ihrer Präsenz soweit als möglich im

Hintergrund wirken zu lassen.

Ein zunehmendes Geschäftsfeld

sind Großproduktionen, bei denen wir uns

in den letzten Jahren im Markt deutlich

bemerkbar gemacht haben. Dies sind Veranstaltungen,

die bei uns unter Sonderprojekten

laufen, da diese in ihrer Besonderheit

nahezu einmalig sind. Seit einigen Jahren

statten wir über mehrere Tage hinweg das

komplette Estrel Hotel in Berlin mit über 50

Konferenzräumen und den beiden großen

Convention-Halls für über 2.000 Kongress-

Besuchern komplett aus.

76 pma 01/18


Optimale

Akustik für

kleines Geld

pma: Welche Passion verfolgt Ralph

Nassenstein privat, wenn er mal nicht

gerade für BTL zwischen mehreren

gleichzeitig stattfindenden Veranstaltungen

unterwegs ist?

Ralph Nassenstein: Seit gut fünf Jahren

habe ich mich mit meiner Familie häuslich

niedergelassen. Daher kann ich schon fast

sagen, dass ich fast wunschlos oder ziellos

glücklich bin. Privat sind unsere Freunde und

unsere Nachbarschaft sehr wichtig, mit denen

wir uns regelmäßig treffen und etwas

unternehmen. Ansonsten gehen wir sehr

gern zu Konzerten, Musicals und diversen

anderen Aufführungen. Wobei dann doch

immer wieder das Herz für die Veranstaltungsbranche

durchkommt und ich mir die

technischen Umsetzungen vor Ort sehr genau

anschaue.

Banken im Umbruch

im Kap

Europa der Messe

Frankfurt. BTL war

auch hier für die

Bühnengestaltung

zuständig

So gestalten Sie Ihr Studio akustisch

optimal und erreichen zudem eine

gute Dämmung gegenüber den

Nachbarn – auch mit wenig Budget.

Inkl. Berechnungshilfen auf CD-ROM.

ISBN: 978-3-95512-079-5

28,00 EUR

Text & Interview:

Ray Finkenberger-Lewin

Fotos: BTL / Ralph Nassenstein /

Ray FInkenberger-Lewin

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HANDS-ON TEST dB Technologies ES 1203

DB TECHNOLOGIES ES 1203

Stark, schlank, flexibel

Es lässt sich vielseitig einsetzen, überzeugt durch ein praktisches

Konzept und hat eine hohe Leistung – das Säulen-

PA-System ES 1203 von dB Technologies. In unserem

Hands-on Test haben wir das Schmuckstück auf Herz und

Nieren geprüft.

Die ES-Serie des italienischen Herstellers

dB Technologies wird ausgebaut.

ES steht für Entertainment System und

beschreibt unter anderem die anvisierte

Zielgruppe: Unterhaltungsmusiker, die sich

selbst um guten Sound kümmern.

Das ES 1203 sorgt nun, neben den

kleineren PA-Systemen ES 602, ES 802 und

ES 503, für eine starke Leistung bei mittleren

Beschallungsaufgaben. Außerdem

lässt sich dieses Säulen-PA-Konzept äußerst

flexibel handhaben: Zum einen ist der

Stereobetrieb mit einem Subwoofer und

zwei kompakten Säulen-Topteilen möglich,

zum anderen der Mono-Einsatz, bei dem

die beiden Säulenelemente zu einer größeren

Säule zusammengesetzt werden. Der

Doppel-Stereo-Einsatz bietet sich als dritte

Variante an, bestehend aus zwei kompletten

Mono-Systemen. Die Musiker sollen so

für alle Eventualitäten gerüstet sein.

Das Säulen-PA-System ES 1203

von dB Technologies besteht aus mehreren

Komponenten: Dem aktiven System-Subwoofer

und zwei Säulen-Topteilen.

Zusätzlich gehören zum Lieferumfang

eine mehrteilige, ausziehbare

Distanzstange, Speakon-Kabel und

maßgeschneiderte Transporttaschen.

Letztere lassen sich zu einem kompakten

Taschen-Set kombinieren. Für den

2.1-Stereo-Betrieb bietet sich als Zubehör

das Stativ-Set SK 36TT für 95 Euro

an. Wer das System mono oder zwei

Systeme im Doppel-Stereo-Betrieb einsetzt

und eine durchgängige Säulen-

Optik bevorzugt, findet im Design Pole

DP-ES1203 einen schicken Ersatz für

die Distanzstange.

Subwoofer

Das Zentrum und der Antrieb des dB

Technologies ES 1203 ist der aktive System-

Subwoofer: Er ist gerade einmal 36 cm

breit. In ihm finden zwei 12-Zoll-Tieftöner

und die gesamte Leistungs- und Steuerungselektronik

Platz.

Die Front ziert ein durchgehendes

Lochblech – Tragegriffe sind links, rechts

und oben integriert. Oben befindet sich

auch das M20-Gewinde, in das die mitgelieferte

Distanzstange eingeschraubt

wird. An der Unterseite des Subwoofers

findet man die obligatorischen Gummifüße,

die in Aussparungen des optionalen

Rollbretts passen und für rutschfesten

Stand am Veranstaltungsort sorgen.

Die Rückseite des Subwoofers zeigt

eine gerippte Metallplatte, welche die

Wärme der Leistungselektronik lüfterlos

ableitet. Hier sind auch Stromanschluss

und Speakon-Ausgänge für die Säulen-

Topteile integriert.

An der hinteren, oberen Kante

schräg eingelassen sind die Signaleingänge

und das Display mit seiner

One- Knob-Bedienung. Kanal 1 ist für

Mikrofon- oder Instrumentensignale

ausgelegt, die Kanäle 2 und 3 für Mikrofon-

oder Line-Pegel-Signale. Kanal 4 ist

ein eingebauter Bluetooth-Empfänger.

Die Kanäle 2 und 3 lassen sich entweder

kombiniert einsetzen oder einzeln – in

diesem Fall sind sie mono geschaltet.

Die beiden Säulen-Topteile können mit dem

Subwoofer kombiniert werden

Säulen-Tops

Die zwei Säulen-Topteile messen jeweils 11

cm in der Breite, 46 cm in der Höhe und

16 cm in der Tiefe. An einer Seite ist jeweils

ein 36-mm-Flansch zu finden, um die

Säulen-Tops auf Stative zu stecken. An der

gegenüberliegenden Gehäuseseite findet

man einen Verschlussmechanismus aus

Metallstiften, Schnappern und elektrischen

Kontakten. Hierüber können die beiden

Säulen-Topteile zu einer Säule verbunden

werden. Die Verbindung ist mechanisch

sehr stabil. Auch elektrisch wird die Säule

dadurch zur Einheit. Ein einzelnes Säulen-

Topteil hat eine Abstrahlung von 97 Grad

horizontal und 60 Grad vertikal. Sind die

beiden Tops zur großen Säule kombiniert,

lässt sich die vertikale Abstrahlung im Systemmenü

über „Digital Steering“ steuern.

Durch Laufzeitunterschiede zwischen den

einzelnen Lautsprechern wird die Säule

quasi akustisch geneigt.

Drei Einstellungen sind vorgesehen:

„Up“ richtet den Schall nach oben und eignet

sich für Auditorien, bei denen das Publikum

in den hinteren Reihen erhöht sitzt.

„Far“ ist eine Einstellung ohne Neigung.

78 pma 01/18


dB Technologies ES 1203 HANDS-ON TEST

„Down“ richtet den Schall nach unten. Weniger

Schall wird hierbei an die Decke abgestrahlt.

Stehen die Boxen erhöht auf einer

Bühne und das Publikum sitzt darunter,

haben die vorderen Reihen so mehr vom

akustischen Erlebnis aus den Boxen.

Technik

Der DSP der ES 1203 bietet neben dem

erwähnten „Digital Steering“ jede Menge

weiterer praktischer Features:

Auf System-Ebene gibt es die Möglichkeit,

Settings zu speichern und wieder

abzurufen. Diese enthalten z.B. Einstellungen

für den System- EQ, der auf das

Gesamtsignal wirkt. Dies ist ein 3-Band-EQ

mit Shelving-Filtern für Bass/Höhen und

einem halbparametrischen Mitten-Filter.

Auch ein Passwort lässt sich setzen, um das

System gegen Verstellen zu sichern.

Man bewegt sich im Mixer-Menü

hingegen häufiger: Pro Kanal lässt sich

der Gain-Wert einstellen und global der

Ausgangspegel des internen Mixers.

Darüber steuert man die Lautstärke des

Säulen-PASystems.

Über den Parameter „Type“ stellt

man pro Kanal ein, welche Art von Signalpegel

verarbeitet werden soll. Pro Kanal

gibt es einen 3-Band-EQ mit Einsatzfrequenzen

bei 120 und 4700 Hertz für Bass

und Höhen. Das Mittenband ist stimmbar.

Dieser EQ greift, wenn der Kanaltyp auf

Instrument- oder Line-Pegel eingestellt ist.

Im Mikrofonbetrieb arbeitet der EQ mit

einem Highpass-Filter, das zwischen 50

und 200 Hertz eingestellt werden kann.

Daneben gibt es ein Antifeedback-Filter,

das sich zwischen 500 und 12.000 Hertz

einstellen lässt. Hier wird schmalbandiger

eingegriffen (abgesenkt), und der Klang

wird dabei nicht so stark verfärbt. Auf diese

Weise wird verhindert, dass Anwender

über den EQ versuchen, nicht vorhandene

Klangfülle in der Stimme zu erzeugen.

Neben den Mischverhältnissen der

Inputs lassen sich auch die Outputs steuern.

Das betrifft zum einen die Main-Lautstärke,

zum anderen lässt sich der Subwoofer in

seiner Lautstärke separat steuern. Auch lassen

sich die Kanäle zu einer Aux-Mischung

zusammenfassen und per XLR ausgeben.

Hierüber ließe sich z.B. eine Monitormischung

erstellen, die dann an ein aktives

Monitoring-System geleitet wird. Der Aux-

Weg lässt sich wie bei einem Bühnenmischpult

zwischen Pre- und Post-Fader umschalten.

Als Verstärkermodul kommt ein Digipro

G4 Class-D-Amp zum Einsatz. Dieser

leistet laut Datenblatt 1200 Watt RMS und

2400 Watt im Maximum. Der DSP schützt

die Komponenten durch Peak-, RMS- und

Temperatur-Begrenzungseinrichtungen.

Praxis

Die zwei Säulen-Tops steckt man auf

Lautsprecherstative und verbindet sie

über die beiden sieben Meter langen

Speakon-Kabel (im Lieferumfang) mit

dem Subwoofer. Auch der Aufbau des

Mono-Systems ist intellektuell und handwerklich

leicht zu bewerkstelligen. Der

Verschlussmechanismus arbeitet zuverlässig

und verbindet die beiden Topteilelemente

zu einer schlanken Säule. Diese

wird über das 2,5-m-Speakon-Kabel an

den Subwoofer angeschlossen und von

diesem als Säule erkannt. Dann stehen

die entsprechenden Zusatz-Parameter im

DSP-Menü bereit. Für den Praxistest wurde

das PA-System mit unterschiedlichsten

Signalen beschickt. Den Auftakt machten

Musikzuspielungen über Bluetooth von

einem iPad aus. Die Verbindung war fix eingerichtet,

das Klangerlebnis dann allerdings

durchwachsen. In den Höhen fehlte der

Glanz. Die gleichen Stücke über eine Kabelverbindung

ins System eingespeist klangen

aber deutlich frischer und brillanter.

Für Live-Musik leisten auch die Breitband-

Lautsprecher der Säulen-Topteile genug.

Die Sprachverständlichkeit des Systems ist

sehr gut, die Arbeit mit dem Anti-Feedback-Filter

erfordert etwas Übung – brachte

im Test dann aber auch die gewünschten

Ergebnisse.

Fazit

Mit der ES 1203 bietet dB Technologie ein

attraktives Beschallungssystem, am oberen

Der Subwoofer mit

12-Zoll-Basslautsprecher

Die Topteile

werden über

einen Verschluss

zu einer Säule

verbunden

Ende seiner ES-Serie – und es überzeugt

noch dazu in viPunkten.

Das Mixing-Modul macht in Minimal-Besetzungen

externes Equipment fast

überflüssig. Beim Bluetooth- Modul würde

aptX für noch bessere Audio-Qualität sorgen.

Ansonsten ist der Klang der PA jedoch

tadellos und für den Live-Einsatz bestens

geeignet. Für empfohlene 2.790 Euro kein

Schnäppchen, aber jeden Euro wert.

Text: Ulrich Simon

TECHNISCHE DATEN

Das PA-

System ist

kompakt und

portabel

Leistung: 1.200 W RMS

Schalldruck: max. 132 dB SPL

Anschlüsse: 1x Mic/Instrument-in (Kombibuchse),

2x Mic/Line-in (Kombibuchse),

Bluetooth-in, XLR-out

Übertragungsbereich: 35 – 20.000 Hz

@ -10 dB

Abmessungen: Sub – 36 x 68 x 54,5 cm

Säulen-Top – 11 x 46 x 16 cm

Gewicht: Sub – 29,3 kg, Säulen-Top – 3,3 kg

Preis: 2.790 Euro

Vertrieb: dB Technologies,

www.dbtechnologies.de

pma 01/18

79


HANDS-ON TEST LD Systems MAUI 11 G2 & MAUI 28 G2

LD SYSTEMS MAUI 11 G2 & MAUI 28 G2

Die neue Säulen-

Generation

Mit den neuen Säulen-Systemen MAUI 11 G2 und MAUI

28 G2 stellt LD Systems eine neue Generation der bereits

bewährten, aktiven Lautsprecher-Systeme vor. In unserem

Test haben wir aufgeführt, was die Adam Hall Group, zu

der LD Systems gehört, an den Lautsprechern geändert

hat und mit welchen neuen Features die zweite Generation

überraschen wird.

LD Systems, eine Marke der Adam

Hall Group, hat sich in wenigen

Jahren zu einer bedeutenden Audio-

Marke mit zahlreichen Produktreihen

etabliert. Die in Deutschland

entwickelten, professionellen Audio-Systeme

werden wegen ihrer Zuverlässigkeit

und ihrem erstklassigen Klang weltweit

geschätzt.

Unter der Bezeichnung MAUI

bietet LD Systems eine Reihe von aktiven

Kompakt-PA-Systemen in Säulenform an.

So auch die beiden neuen Systeme MAUI

11 G2 und MAUI 28 G2, mit denen LD

Systems nun die zweite Generation der

bereits in der Praxis bewährten Systeme

ins Rennen um den heiß umkämpften

Markt kompakter Säulensysteme schickt.

In unserem Test haben wir beide Systeme

auf den Prüfstand gestellt.

Spielbereit in

Sekundenschnelle

Der ansprechende Aufdruck der zwei

stabilen Kartons, in denen das MAUI 11

G2 und MAUI 28 G2 Säulen-PA-System

geliefert wird, verrät bereits was sich

im Inneren befindet: Stabile Styropor-

Formteile halten die kostbare Fracht in

der Mitte des Kartons und verhindern ein

Verkratzen oder Verrutschen.

Jedem System liegt eine ausführliche

Bedienungsanleitung in Druckform

bei. Die einzige Kabelverbindung der beiden

Systemen ist das Netzkabel, das zum

Lieferumfang gehört und dem Subwoofer

beigelegt ist. Da sowohl das MAUI 11

G2, als auch das MAUI 28 G2 System mit

einem automatischen Schaltnetzteil ausgerüstet

sind, kommen die Systeme mit

Wechselspannungen von 100 Volt bis 240

Volt bei 50 Hertz oder 60 Hertz klar und

sind daher problemlos auf der ganzen

Welt einsetzbar.

Auch die Montage der Säulenteile

gestaltet sich einfach und problemlos:

Logischerweise gehört die Säule mit Anschlüssen

an beiden Enden nach unten

und wird als erste auf den Subwoofer

aufgesteckt. Dabei sorgen vier Stahlstifte

für eine saubere Führung und festen

Halt des Säulenelements. Der elektrische

Anschluss erfolgt automatisch über

einen zentrierten, länglichen Multipin-

Steckverbinder mit großen, geschützten

und daher zuverlässigen Kontaktflächen.

Jetzt noch schnell das letzte Säulenelement

aufgesteckt und fertig ist die

Der MAUI 28 G2

Montage des gesamten PA-Systems.

Schneller und bequemer geht es wirklich

nicht mehr.

Umfangreiches Zubehör

Die verfügbare, umfangreiche Palette an

Zubehör für beide Systeme beinhaltet

nicht nur gepolsterte Tragetaschen und

Rollbretter für den mobilen Einsatz –

unter anderem auch Wandhalterungen

und Stative für die Säulenelemente sind

vorhanden, sowie Verbindungskabel

zwischen Subwoofer und Säulen für eine

getrennte Wand- und/oder Bodenmontage.

Dies zeigt, dass die beiden Säulen-

PA-Systeme MAUI 11 G2 und MAUI 28

G2 von LD Systems nicht nur für den

mobilen Einsatz, sondern außerdem für

die Beschallung von Konferenz- und Multimedia-Räumen

gut geeignet sind.

80 pma 01/18


LD Systems MAUI 11 G2 & MAUI 28 G2 HANDS-ON TEST

Lautstärke des Subwoofers, von oben zugänglich

sind. Ebenfalls auf der Oberseite

des Subwoofers befindet sich die Grundplatte

mit den vier Führungslöchern und

dem Multipin-Steckkontakt für Anschluss

und Montage der zwei Säulenelemente.

Während das untere Säulenelement nur

als Distanzhalter dient, befinden sich im

oberen Säulenteil alle Mittel- und Hochton-Lautsprecher.

Es wurde an alles gedacht

Die vier Kanäle sind jeweils für unterschiedliche

Anwendungsmöglichkeiten ausgelegt

Rank und Schlank

Optisch ist der Subwoofer des MAUI 11

G2 Systems etwas schmaler und höher

als der des MAUI 28 G2 Systems. Dafür

verantwortlich sind die drei übereinander

montierten 6,5-Zoll großen Tieftonlautsprecher

mit 1,5-Zoll-Schwingspule und

Ferrit-Magnet. Um eine optimale Basswiedergabe

zu erreichen, wurde von LD

Systems ein Bassreflex-Gehäuse entwickelt,

dessen Reflexöffnungen nach vorne gerichtet

sind und sich links oben sowie rechts

unten in den Gehäuseecken befinden. Da

Holz immer besser als Kunststoff klingt, hat

man das Subwoofer-Gehäuse aus robustem

Holz gefertigt. Interne Verstrebungen

sorgen für bestmögliche Resonanzfreiheit

und Festigkeit des Gehäuses.

Für den Schutz der Oberflächen

wurden diese mit einem strapazierfähigen,

schwarzen Strukturlack beschichtet,

der ihnen einen matten Glanz verleiht

und sehr edel wirkt. Die Lautsprecherfront

schützt ein schlichtes, leicht gebogenes

und mattschwarz beschichtetes

Stahllochblech, dessen einzige Zierde das

LD Systems Logo am unteren Rand ist.

Eingelassen in die Rückseite des Subwoofers

finden wir die Mixereinheit mit dem

1.000-Watt-(Peak)-Verstärker, von der die

Kontroll-LEDs und die beiden wichtigsten

Regler, für die Gesamtlautstärke und die

Jeder Kanal des 4-kanaligen Mixers ist anders

ausgelegt. Der erste Kanal „Mic“ bietet

eine XLR-/6,3-mm-Klinkenkombibuchse

für den Anschluss eines dynamischen

Mikrofons. Die Eingangsempfindlichkeit

beziehungsweise Lautstärke von Kanal 1

kann über einen entsprechenden Regler

eingestellt werden. Kanal 2 „Line“ ist als

Stereo-Kanal für Line-Level-Signale ausgelegt

und bietet zum Anschluss zwei

XLR-/6,3-mm-Klinkenkombibuchsen sowie

zwei Cinch-Buchsen. Beide Stereo-Signale

werden über einen gemeinsamen Regler

eingestellt. Dieser Eingang dient zum

Beispiel dem Anschluss eines Keyboards

oder eines externen Mischpultes. Kanal 3

„Hi-Z“ ist als regelbarer „Hi-Z“-Eingang

ausgelegt und kann beispielsweise für den

direkten Anschluss von E-Gitarre oder E-

Bass genutzt werden. Kanal 4 „MP3/Bluetooth“

ist ebenfalls regelbar und bietet als

Anschlussmöglichkeit eine 3,5 mm Mini-

Stereo-Klinkenbuchse oder den Empfang

eines Bluetooth-Signals.

Dieser Eingang ist also auch für

das Streamen vom Handy oder einem

MP3-Player gedacht. Wie bereits erwähnt,

bieten zwei weitere, von oben

zugängliche Regler die Möglichkeit, sowohl

die Gesamtlautstärke des Systems,

als auch die Lautstärke des Subwoofers

getrennt zu justieren. Zusätzlich bietet

ein XLR-Ausgang auf der Rückseite die

Möglichkeit, das über den Mixer zusammengestellte,

hörbare Signal an einen

weiteren, aktiven Lautsprecher oder einen

Der MAUI 11 G2

Recorder weiterzuleiten. Hier wurde wirklich

an alles gedacht!

Wie klingt das MAUI 11 G2?

Zum Start des Tests wurde der Bluetooth-

Eingang des Systems verwendet, der via

Smartphone bespielt wurde. Nach einem

Druck auf den „Link“-Button meldete

sich das MAUI 11 G2 System sofort beim

eingesetzten Smartphone. Der gesamte

Verbindungsprozess dauerte nur wenige

Sekunden. Bei den Einstellungen war der

Regler für den MP3/Bluetooth-Kanal voll

offen, der Subwoofer-Lautstärkeregler

etwa halb offen und der „Main Level“-

Regler voll geschlossen.

Nach dem Start des Musikprogramms

wurde der „Main Level“-Regler

langsam geöffnet. Selbst bei leiser Zimmerlautstärke

klang das System ausgewo-

pma 01/18

81


HANDS-ON TEST LD Systems MAUI 11 G2 & MAUI 28 G2

und Multimedia-Räumen heranziehen.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei

beiden Systemen ausgezeichnet.

Text: Michael Hennig

Die Rückseite des Subwoofers

gen mit einem wirklich kräftigen Low-End.

Die Anlage produziert eine wirklich hohe

Lautstärke, klingt aber immer noch ausgewogen.

Hier wurde sehr deutlich, dass das

System in der Horizontalen einen weiten

Abstrahlbereich hat (120° x 20°, H x V)

hat. Steht das System direkt vor einem

sitzenden Publikum, so haben die ersten

Reihen nicht den vollen Höhenreichtum,

da die Hochtöner sich nur am oberen Säulenende

befinden, was aber die sehr gute

Sprachverständlichkeit nicht wirklich beeinträchtigt.

Zum Ende des Test der MAUI

11 G2 hatte man den „Main Level“-Regler

noch etwas weiter aufgedreht, sodass die

rote Limiter-LED dauerhaft leuchtete. Als

Ergebnis wurde das System zwar noch

lauter, aber auch wesentlich schriller. Man

sollte also wirklich nicht in den „roten

Bereich“ kommen, wenn man Wert auf

einen guten Klang legt.

Und wie klingt das

MAUI 28 G2 System?

Um direkte Vergleichswerte zu haben,

wählte man auch beim MAUI 28 G2 System

den MP3/Bluetooth-Eingang zum Anschluss

an das Smartphone. Auch die System-Einstellungen

wurden 1:1 übernommen.

Kanal-Regler voll offen, Sub Level

halb offen und Main Level geschlossen.

Das Säulensystem besteht aus drei größeren

Elementen

Nach dem Start des Musikprogramms

öffnete man den Main Level Regler etwas,

sodass Zimmerlautstärke zu hören war.

Das Klangbild in dieser Lautstärke war einfach

nur hervorragend! Kräftige, trockene

Bass-Wiedergabe, klar definierte Mitten

und seidige Höhen, insgesamt sehr offen

und raumfüllend. Man merkt, insbesondere

wenn es etwas lauter wird, wie mühelos

das MAUI 28 G2 System aufgrund

der hohen Verstärkerleistung arbeitet.

Heiße Eisen

LD Systems hat mit beiden Systemen

wirklich zwei heißen Eisen im Feuer!

Insbesondere das nur um 250 Euro

teurere MAUI 28 G2 System hat uns

klanglich voll überzeugt. Beide Systeme

klingen sehr gut und ausgewogen, zumal

man die Stärke des Low-Ends nach

Geschmack individuell regeln kann. Die

Systeme bieten sich an als All in one

Säulenlautsprecher für PA- und Monitoranwendungen

an. Zudem eignen sie

sich als Begleiter für Akustik-Combos,

Solo-Künstler und Hochzeiten. Gerade

für Letzeres sei angemerkt, dass beide

Systeme auch in weißer Ausführung

erhältlich sind. Man kann beide Paare

aber durchaus auch für Festinstallationen

in Musik-Cafes oder Konferenz-

TECHNISCHE DATEN

LD Systems MAUI 11 G2

Verstärkerleistung: 500 W (RMS),

1.000 W (Peak), Class D

Schalldruck (max. SPL): 124 dB (Peak)

Frequenzgang: 50 – 20.000 Hz

Subwoofer: 3 x 6,5-Zoll-Custom-Made-

Tieftöner mit 1,5-Zoll-Schwingspule und

Ferrit-Magnet in Bassreflex-Gehäuse aus

15 mm Holz

Säulen: 8 x 3-Zoll-Custom-Made-Mitteltöner

mit 1-Zoll-Schwingspule und Ferrit-Magnet

sowie 2 x 1-Zoll-Hochtonhorn mit Waveguide,

1-Zoll-Schwingspule und Neodym-

Magnet

LD Systems MAUI 28 G2

Verstärkerleistung: 1.000 W (RMS),

2.000 W (Peak), Class D

Schalldruck (max. SPL): 126 dB (Peak)

Frequenzgang: 45 – 20.000 Hz

Subwoofer: 2 x 8-Zoll-Custom-Made-Tieftöner

mit 2-Zoll-Schwingspule und Ferrit-

Magnet in Bassreflex-Gehäuse aus 15 mm

Holz

Säulen: 16 x 3-Zoll-Custom-Made-

Mitteltöner mit 1-Zoll-Schwingspule und

Ferrit-Magnet sowie 2 x 1-Zoll-Hochtonhorn

mit Waveguide, 1-Zoll-Schwingspule und

Neodym-Magnet

Preise: MAUI 11 G2 – 749 Euro (black),

769 Euro (white)

MAUI 28 G2 – 999 Euro (black),

1.149 Euro (white)

Hersteller/Vertrieb: Adam Hall Group,

www.ld-systems.com/mauig2

82 pma 01/18


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HANDS-ON TEST Mackie Thump Serie

MACKIE THUMP SERIE

Ordentlich Dampf trotz

Leichtgewicht

Mackie hat mit der neuen Thump-Lautsprecher-Serie das

Zeug, um bei den aktiven PA-Lautsprechersystemen ganz

vorne mitzuspielen. Wie sich die Neulinge schlagen und ob

sie sich in der Praxis bewähren, erfahren Sie in unserem

Hands-on Test.

Die Lautsprecherbox 12A der Thump-Serie

Neben einem 1.200-Watt-starken

18-Zoll-Subwoofer umfasst die

neue Thump-Serie von Mackie noch

zwei Fullrange-Lautsprecher – mit

12- oder 15-Zoll-großen-Woofer und

einen 1,4-Zoll-Kompressions-Hochtontreiber.

Die BST-Lautsprecher – kurz für

„boosted“ – bieten noch eine Reihe

weiterer Zusatz-Features. Für den Praxistest

standen jedoch die Thump-12Aund

Thump-15A-Fullrange-Lautsprecher

zur Verfügung.

Nützliche Features in

elegantem Design

Das sehr geringe Gewicht der Speaker

fällt sofort beim Auspacken auf – ebenso

die nützliche Eigenschaft, dass alle vier

Seiten über eine bequem zugängliche

Griffmulde verfügen. So lässt sich der

Lautsprecher gut anheben oder tragen.

Das Gehäuse hat eine Trapezform und

eignet sich bei horizontaler Aufstellung

ideal als Bodenmonitor mit einem Abstrahlwinkel

von 45 Grad. Durch den

in den Boden eingelassenen 35-mm-

Flansch lassen sich die Boxen auch sehr

gut auf einem handelsüblichen Stativ

oder auf einer, in dem Subwoofer steckenden

Distanzstange montieren. Bei

vertikal aufgestelltem Lautsprecher

befindet sich oben ein Kompressions-

Hochtontreiber mit einer 1,4-Zoll-großen

Membran aus Titan. Darunter ist beim

Thump 12A ein 12-Zoll-großer und beim

15A ein 15-Zoll-großer Tief- beziehungsweise

Mitteltonlautsprecher eingelassen.

Beide sind mit einem Ferrit-Magneten

ausgestattet.

Dank Mixer flexibler

Links oben beim Thump 12A und 15A

kann man sich mit einem Taster durch die

vier fest vorgegebenen EQ-Presets schalten.

Diese beginnen mit „Music“ (viel

Bass und leichte Mittenabsenkung), gefolgt

von „Live“ (geringe Bassanhebung)

und „Mon“ (Mittenabsenkung wegen

Feedback beim Einsatz als Monitor) bis

zu „Sub“ (High-Pass-Filter für Einsatz mit

Subwoofer). Das nach unserer Meinung

ehrlichste und beste Klangergebnis liefert

bei hohen Lautstärken der „Live“-Modus.

Der „Music“-Modus ist nur bei geringen

Lautstärken zu empfehlen.

Rechts von dem EQ-Preset-Taster

befindet sich der Ein-/Aus-Schalter für

die Front-LED sowie eine „Limit“-LED, die

aufleuchtet, wenn das Eingangssignal

zu stark ist und der integrierte Limiter zu

arbeiten beginnt. Darunter befindet sich

die Mixer-Sektion mit zwei Eingängen,

die als XLR-/6,3-mm-Klinkenkombibuchse

ausgelegt sind und über einen sehr

großen Dynamikumfang verfügen, der

individuell regelbar ist. An den XLR-Anschluss

kann entweder ein dynamisches

Mikrofon oder ein symmetrisches Line-

Signal angeschlossen werden, wogegen

der 6,3-mm-Klinken Anschluss unsymmetrisch

(TS) ist und über Wide-Z verfügt.

Die Impedanz beträgt beim symmetrischen

XLR-Anschluss acht Kilo-Ohm,

beim unsymmetrischen Klinkenanschluss

ein Milli-Ohm.

Interessant ist auch, dass das Eingangssignal

mit dem „Gain“-Regler nicht

nur bis zu -35 dB abgesenkt, sondern

auch bis zu +18 dB angehoben werden

kann. Die „Normal“-Stellung ist daher die

12:00-Uhr-Stellung des „Gain“-Reglers.

Anders verhält sich der „Main“-Regler, der

die Gesamtlautstärke beider Eingänge und

somit die Lautstärke des Lautsprechers

regelt. Dieser erreicht die Null-dB-Marke,

wenn er voll aufgedreht ist und kann bei

einer Drehung nach links das Signal ausschließlich

absenken.

Am XLR-Ausgang unter dem

Main-Regler, liegt das Signal beider

Eingänge an und kann so symmetrisch

beispielsweise an zusätzliche aktive

Lautsprecher oder einen Recorder zur

Aufnahme weitergeleitet werden. Für

die Stromversorgung sorgt eine Kaltgerätebuchse,

an die das Netzkabel angeschlossen

wird und ein kleiner Ein-/Aus-

Schalter. Alle Thump-Lautsprecher sind

mit einem Schaltnetzteil ausgerüstet, das

mit einer Eingangsspannung von 100

Volt bis 240 Volt Wechselstrom mit einer

Frequenz von 50 Hertz oder 60 Hertz

84 pma 01/18


Mackie Thump Serie HANDS-ON TEST

Durch die Trapez-Form können die Satelliten

auch als Monitor-Boxen verwendet werden

Die 15A-Box von Mackie

Auf der Rückseite können alle Einstellungen an den

Thump-Aktiv-Lautsprechern vorgenommen werden

arbeitet. Die Umschaltung von 110 Volt

auf 220 Volt erfolgt automatisch, sodass

man da nichts verkehrt machen kann.

Satt und rund

Für den Test haben wurde zunächst je

ein Thump-12A-Lautsprecher an die

beiden „Main Out L/R“-Ausgänge eines

Mischpultes angeschlossen, welches mit

einem CD-Player verbunden war. Beim

Anschluss von Line-Signalen sollte man

beachten, dass der Pre-Amp-Regler auf

10 Uhr gestellt ist, um ein Übersteuern

im Input zu vermeiden. Zum Start

wurde mit etwas Elektro-Pop versucht

und bei normaler Zimmerlautstärke die

verschiedenen EQ-Presets durchgeschaltet.

Das erste Preset, genannt „Music“

lieferte einen enorm satten Bass. Am

wohlsten fühlt man sich aber mit dem

zweiten Preset namens „Live“. Dieses

Preset lieferte ebenfalls ein sattes Low-

End und blieb selbst bei sehr hoher

Lautstärke verzerrungsfrei, auch wenn

schon manchmal das „Limit“-Lämpchen

aufleuchtete. Die Lautstärke, die der

Thump 12A dabei produzierte war nahe

an der Schmerzgrenze. Voller, runder

Bass mit hervorragendem Attack, klar

definierte Mitten und kristallklare, seidige

Höhen. Charakteristisch für einen

12-Zoll-Lautsprecher kamen die unteren

Mitten besonders gut durch, wobei es

aber etwas an den Tiefbässen fehlte.

Daher die Empfehlung, den Thump-

12A-Speaker mit dem Subwoofer

Thump 18S zu ergänzen. Dieser positive

Gesamteindruck des Thump 12A bestätigte

sich auch bei einem Wechsel der

Musik-Genres.

Auch wenn der 15A nur etwas

größer ist als der 12A, so liegen klanglich

doch Welten dazwischen. Die Tiefbässe,

die bei der 12A-Variante etwas

vermisst wurden, waren jetzt voll da!

Der Punch in der Magengegend war

fühlbar. Ansonsten war das Klangbild

sehr ähnlich, wie bereits oben beim

Thump 12A beschrieben.

Fazit und Einsatzempfehlung

Mackie hat mit der neuen Thump-Serie

aktive Lautsprecher an den Start gebracht,

bei denen keine Wünsche offen

bleiben. Die Thump-Serie liefert bei

Fullrange-Systemen einen runden, ausgewogenen

und offenen Klang – durch

die hohe Verstärkerleistung wird eine

enorme Lautstärke erzielt. Der Thump

12A kann zum Beispiel sehr gut als

persönlicher Monitor oder, in Verbindung

mit dem 18S-Subwoofer, auch als

Fullrange-PA-System eingesetzt werden.

Der 15A bringt selbst ein ausreichendes

Low End mit und kann daher auch ohne

Subwoofer als Fullrange-PA-System

arbeiten. Die einfache Bedienung und

das für Mackie typische, sehr gute Preis-

Leistungs-Verhältnis in Verbindung mit

den umfangreichen Schutzschaltungen

machen die Lautsprecher der neuen

Thump-Serie sicher bald zum Liebling

von PA-Verleihern, Bands und Musikern.

TECHNISCHE DATEN

Text: Michael Hennig

Tieftonlautsprecher: 12-Zoll-Custom-Woofer

mit Ferrit-Magnet (bei Thump 12A), 15-Zoll-

Custom-Woofer mit Ferrit-Magnet (bei Thump

15A)

Hochtonlautsprecher: 1,4-Zoll-Kompressionstreiber

mit Titan-Membran

Schalldruck (max. SPL): 126 dB beim

Thump 12A, 127 dB beim Thump 15A

Übergangsfrequenz: 2.000 Hz

Frequenzumfang: 50 Hz–23.000 Hz

bei Thump 12A, 32 Hz–23.000 Hz bei

Thump 15A

Mixer-Eingänge: 2 x XLR-/6,3-mm-Klinkenkombibuchse

mit individuellem Lautstärkeregler

und Master-Lautstärkeregler

Mixer-Ausgänge: 1 x XLR (symmetrisch)

Line-Ausgang

Preise (UVP): Thump 12A – 403 Euro

Thump 15A – 439 Euro

Vertrieb: LOUD Technologies,

www.mackie.com

pma 01/18

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HANDS-ON TEST Zoom LiveTrak L-12

ZOOM LIVETRAK L-12

Mittendrin statt nur dabei!

Das Zoom LiveTrak L-12 Mischpult hat alles an Bord, was man für schnelles Aufnehmen,

Mischen und Wiedergeben braucht. Es handelt sich hierbei um eine mobile Recording-

Konsole mit Fokus auf Live- und Session-Recording.

Eine Kombination aus einer digitalen

12-Kanal-Mischeinheit (acht Monound

zwei Stereo-Eingänge), einem

digitalen Multitrack-Recorder und einem

14-in/4-out USB-Audio-Interface.

Das Mischpult bietet professionell

ausgestattete Channel Strips inklusive

Kompressor (Monokanäle) sowie die

Möglichkeit, bis zu 5 individuelle Monitormischungen

zu erstellen. Der integrierte

Digitalrecorder kann entweder auf

SD, SDHC oder SDHX-Karten bis zu 14

Spuren gleichzeitig als WAV-Datei (24

Bit/96 kHz) aufzeichnen oder die Signale

der aufzunehmenden Kanäle über die

vorhandene USB-Schnittstelle an eine

externe DAW weiterleiten.

Insgesamt 16 editierbare Delay-/

Hall-Algorithmen für die Soundbearbeitung

werden durch ein internes Effektgerät

angeboten. Die Mischeinheit verfügt in den

ersten 8 Monokanälen über hochwertige

Mikrofonvorverstärker mit einer maximalen

Eingangsverstärkung von + 60 dB. Darüber

hinaus ermöglicht jeder Monokanal

eine Phantomspeisung für die Verwendung

von Kondensatormikrofonen, einen

3-Band-Equalizer mit semi-parametrischen

Mittensektion sowie Low Cut Filter und

eine 1-Regler-Kompression.

Für Kanal 1 und 2 stellt das Live-

Trak L-12 jeweils einen Hi-Z Input für den

direkten Anschluss von Instrumenten wie

z. B. Gitarre oder Bass bereit, die Kanäle

3-8 verfügen über einen (-26 dB) PAD-

Schalter. Für die Eingänge stehen 8 Kombibuchsen

(XLR/Klinke 6,3 mm) sowie 2

Klinken- und 2 Cinch-Eingänge (Kanal

9/10, 11, 12) zur Verfügung – ausgangsseitig

gibt es 2 Master Outs (L/R, XLRM

und Klinke 6,3 mm) sowie 5 weitere

Kopfhörerausgänge.

Auf der Rückseite des Geräts

finden sich die Auswahlschalter für

den Betriebsmodus des LiveTrak L-12,

die Samplingrate sowie den Compliant

Mode, der dem LiveTrak L-12 auch die

Verbindung mit IOS-Geräten ermöglicht.

Den Überblick über die Signalzustände im

Gerät verschaffen euch 12 Segment-LEDs

in den Kanälen, im Masterausgang sowie

im Effekt-Return. Das LiveTrak L-12 passt

in jede Tasche und erfüllt damit schon

mal das Mobilitätskriterium. Das Kunststoffgehäuse

lässt ausreichend Platz für

alle Bedienelemente und Anschlüsse und

macht einen robusten Eindruck.

Alle 12 Eingangskanäle verfügen

über je einen Kanalfader, eine Mute-Taste

und Tasten für Aufnahme und Wiedergabe

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Zoom LiveTrak L-12 HANDS-ON TEST

Die Rückseite des Zoom LiveTrak L-12 beherbergt das Anschlussfeld

(REC/PLAY) sowie Select (SEL). Über die Select-Taste

wird im jeweils ausgewählten Kanal

der Channel Strip involviert und ermöglicht

über separate Regler die Änderung der

Werte für EQ, Panorama und Effekt Send.

Die Aufnahme des gewünschten Kanals

wird über die REC/PLAY-Taste aktiviert.

Über den SEND-EFX-Regler steuert ihr den

Lautstärkeanteil des ausgewählten Kanals

zum internen Effektgerät. Hier wird der gewünschte

Effekt mittels eines Auswahlpotis

(TYPE) angewählt und durch einmaligen

Druck auf das Potis bestätigt. Über die Potis

TONE/TIME und DECAY/FEEDBACK andern

sich die Parameter des ausgewählten Effekts,

über den Regler EFX RETURN den

Effektanteil zum Originalsignal. Über den

Fader-Mode können die Mischungen für

den Main-Bus sowie die Monitorausgänge

erstellt werden. Ein Klick auf die jeweilige

Rubrik (Master oder A-E) ermöglicht euch,

über die Kanalfader die Lautstärke der gewünschten

Eingangssignale für den jeweiligen

Mix einzustellen. Der Recorder kann

bis zu 12 aufgenommene Spuren wiedergeben.

Zusätzlich dazu ist das LiveTrak L-12

mit einem Talkback-Mikro ausgestattet.

Verschiedene Szenen –

ein Werkzeug

Im Speicher des L-12 können bis zu

neun unterschiedliche Recording-Szenen

schnell und simpel abgespeichert

werden. Zu einer Szene gehören die

Kanal-Lautstärkeeinstellungen für den

Master-Bus sowie die fünf Monitorausgänge.

Durch Druck auf die Taste SAVE

blinken alle neun Speicherplätze in Rot.

Durch erneuten Druck auf die Nummer

des gewünschten Speicherplatzes

speichert man die Szene ab. Zum Wiederaufruf

einer Szene betätigt man die

Taste RECALL, gefolgt von der Nummer

des gewünschten Presets.

Die pro Kanal und Rubrik gespeicherte

Position der Kanalfader

visualisiert das LiveTrak L-12 hierbei in

der LED-Anzeige durch eine permanent

leuchtende LED im jeweiligen Kanal.

Schlussendlich muss man die Kanalfader

dann nur noch in die entsprechende Position

bewegen, die LEDs erlöschen und

das Ergebnis ist die korrekte Kanallautstärke

für das ausgewählte Preset.

Für Drummer der Hammer

Das USB-Audio-Interface und der interne

Multitrack-Recorder machen das Pult

zu einem nützlichen Begleiter in allen

Lebenslagen:

Die Menüsteuerung für die Recordereinstellungen,

sowie für die Projektspeicherung

und den Wiederaufruf,

agiert über einen Menütaster, ein Poti

mit integriertem Taster, sowie traditionellen

Tasten für Aufnahme, Start-/

Pause, Stop und Skip. Die Bedienung ist

intuitiv und wird durch ein beleuchtetes

LC-Display unterstützt. Der Recorder

verfügt auch über ein internes Metronom,

das euch bei der Timing-genauen

Aufnahme eurer Instrumente hilft. Das

Setup des LiveTrak L-12 ist daher besonders

auch für Trommler interessant, da

die 8 Mik rofoneingänge für die meisten

Sets locker ausreichen.

Für einen Test wurde mit dem

Mischpult eine Session mitgeschnitten:

Auf Kanal 1 und 2 Bass und Gitarre

direkt ins Pult, auf Kanal 3 – 5 die Bass-

drum, Snare und Hi-Hat, auf 6 und 7

lagen die Overheads und für den Sänger

wurde Kanal 8 reserviert.

Für jeden Musiker wurde

gleichzeitig auf den Monitorwegen ein

zusätzlicher Klick ausgespielt. Bei der

anschließenden Wiedergabe können

alle Kanäle mit wenigen Handgriffen

bearbeitet werden – mittels der internen

Effektsektion kann man noch akustisch

aufwerten.

Das Soundergebnis kann sich

wirklich „hören“ lassen und das Gesamtbild

des Zoom Livetrak L-12 überzeugt.

Es ist klein, handlich und hat für einen

attraktiven Preis alles, was man für unkompliziertes

Recording und Mischen in

kleinerem Rahmen benötigt.

TECHNISCHE DATEN

Text: Frank Rorack

Anschlüsse:

- 8x Mic-Eingänge (XLRF)

- 4x Klinke 6,3 mm

- 2x Main Out (XLRM)

- 5x Kopfhörerausgang

Hi-Z-Input:

Kanäle 1 – 2

Effekte:

intern digital

Maße:

70,5 x 445 x 282 mm

Preis (UVP):

599 Euro

Vertrieb:

Sound Service, www.sound-service.eu

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HANDS-ON TEST JTS CX-500 DUO SET

JTS CX-500 DUO SET

Viel Mikrofon auf

kleinstem Raum

Es braucht wenig Platz, lässt sich mühelos

installieren und einrichten: Eine Kombination aus

zwei Mikrofonen. Das JTS CX-500 DUO SET soll jede

Schwingung von akustischen Instrumenten aufnehmen –

in unseren Hands-on Tests haben wir das kleine Kerlchen

etwas genauer unter die Lupe genommen.

Man nennt sie auch die Königsdisziplin eines Tontechnikers:

Die Abnahme von akustischen Instrumenten. Das

Schwingungsverhalten jedes einzelnen Bereichs ist komplex

und bildet immer wieder aufs Neue eine Herausforderung beim

Mikrofonieren. Am Ende soll es so klingen, als würde das Instrument

rein akustisch gespielt – nur eben mit deutlich höherer

Lautstärke. Auf der Bühne liegt hier aber genau das Problem: Je

lauter die Umgebung ist, desto größer ist die Feedbackgefahr

bei einer professionellen Abnahme, welche meist mit mindestens

zwei Mikrofonen arbeitet.

Integration ist alles

Viele bekannte Probleme umgeht das Set aus Doppel-Mikrofon

und Spannungsversorgung mit integriertem Mixer durch seine

Konstruktion. Es findet eine Kombination auf engstem Raum

Verwendung, die sich aus einem Elektretmikrofon und einem

Kontaktmikrofon zusammensetzen. Das Kontaktmikrofon

CR-25 wird mittels Klebefolie auf dem Instrument fixiert, kann

aber leicht wieder entfernt werden. Das Elektretmikrofon ist

kaum größer als eine Erbse und wird mit einer Klemme über

dem aufgeklebten Kontaktmikrofon gehalten. Es sind also die

beiden gängigsten Arten der Abnahme von akustischen Instrumenten

in einer Einheit miteinander kombiniert. Das zweiadrige

Kabel endet jeweils in 4-poligen Mini-XLR-Steckern, die

an die Spannungsversorgung PS-510M angeschlossen werden.

Diese ist ungefähr so groß wie eine Zigarettenschachtel und

funktioniert gleichzeitig als Mixer.

Kein Netzteil für Bewegungsfreiheit

Durch einen 9-V-Block oder über Phantomspeisung des verbundenen

Mischpults erfolgt die Spannungsversorgung. Um die

Bewegungsfreiheit auf der Bühne zu erhalten, wurde am Gerät

ein Gürtel-Clip angebracht. An den Seiten befinden sich Lautstärkeregler

der beiden Mikrofone und ein Kopfhörerausgang,

über den sich mehrere Möglichkeiten für das eigene Monitoring

realisieren lassen.

In der Praxis ist das Instrument in nur wenigen Sekunden

verkabelt. Sofern das Mikrofon-Set im Rahmen einer Tour

fest am Instrument installiert ist, müssen lediglich die beiden

4-poligen Stecker mit der Lautstärkeregelung am Gürtel verbunden

werden. Als Ausgang ist am PS-510M eine einzelne

XLR-Buchse angebracht. Lästige Mikrofonständer fallen weg,

wodurch sich der Sound auch bei Bewegungen des Musikers

nicht verändert.

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Jetzt auch

In der Praxis ergänzen sich die beiden Mikrofontypen

ideal und bieten viele Möglichkeiten. Dabei verkörpern beide

Mikrofone die typischen Grundeigenschaften ihrer jeweiligen

Bauart. Während es dem Kontaktmikrofon isoliert betrachtet

an natürlicher Wärme fehlt, ist das die Stärke des CX-500,

das wohl bei normalen Anwendungen den größeren Teil

des Sounds reproduziert. Bewährt hat sich beim Versuch an

der Mandoline eine Installation in Steg-Nähe, unterhalb des

F-Lochs, wobei das Mikrofon in Richtung des Halses ausgerichtet

sein sollte. Je nach Instrument gilt es am Anfang, die ideale

Position herauszufinden.

digital lesen!

Ein ideales Mischungsverhältnis

Ein ideales Mischungsverhältnis ist situationsabhängig und kann

verschiedene Funktionen eines Instruments herausheben. Bei

einer rein akustischen Performance wird das Elektret-Mikrofon

CX-500 mit seinem natürlicheren Klang von größerer Bedeutung

sein, da es gerade im Bass-Bereich deutlich authentischer klingt.

Das Kontaktmikrofon kann im Bandgefüge oder innerhalb eines

Ensembles für mehr Durchsetzungsfähigkeit sorgen. Da das

Mischungsverhältnis mit den beiden Reglern am Gürtelclip jederzeit

nachgeregelt werden kann, besteht die Möglichkeit, das

Wunschverhältnis direkt beim Soundcheck oder auch in kleinen

Spielpausen selbst zu bestimmen.

Alles in allem ist das JTS CX-500 DUO SET eine sehr

gelungene Plug&Play-Lösung. Es müssen durch die von außen

angebrachte Konstruktion keine kostbaren Instrumente für

feste Pickup-Systeme mehr umgerüstet und entwertet werden.

Trotzdem können sie auf der Bühne für akustischen Glanz sorgen,

welcher genügend Lautstärkereserven bietet.

Trotz den zwei Mikrofonen wird nur ein Mischpultkanal

benötigt, was auch den Mann hinterm Mixer freut. Dank

der Befestigungskombination auf geringem Raum ist die Mikrofonierung

beim Spielen nicht im Weg und in Kombination

mit der Lautstärkeregelung und Spannungsversorgung am

Gürtel so gut wie unsichtbar.

Text: Gerrit Hoss

TECHNISCHE DATEN

Typ: Kondensator-Mikrofon

Frequenzgang: 20 – 20.000 Hz

Schalter: Phantom Power/Batterie/Mute

Eingänge: 2x 4-Pol Mini XLR

Ausgänge: Kopfhörer (3,5 mm), XLR

Gewicht: 81 g

Maße: 92 x 23 x 65 mm

Preis (UVP): 179,90 Euro

Vertrieb: Monacor International, www.monacor.de

Hier downloaden

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HANDS-ON TEST Eurolite Color Chief

EUROLITE COLOR CHIEF

König der Farben

Die meisten Bands arbeiten mit den schon fertigen Scheinwerferbars, an denen

vier einzelne LED-Spots hängen. Nun hat Eurolite einen eigenen Controller speziell

für solche Strahler-Arrays entwickelt – er kann außerdem auch problemlos andere

Scheinwerfertypen steuern.

Der Häuptling macht mit seinem farbigen

Federschmuck eine gute Figur.

Allerdings ist damit nicht nur das Symbol

des neuen Eurolite-Controllers gemeint,

sondern auch das Pult selbst.

Allein die Verarbeitung macht direkt

auf den ersten Blick einen sehr hochwertigen

Eindruck, das 19 Zoll breite und

drei Höheneinheiten messende Gehäuse

ist aus stabilem Blech gefertigt. Es kann

entweder auf einem Tisch abgestellt oder

in ein Rack eingebaut werden. Auch das

Design ist sehr gelungen. Die hinterleuchteten

Gummiknöpfe und die teils farbige

Bedruckung machen eine Orientierung auf

dem Controller sehr einfach und geben

ihm einen modernen Look. Zudem ist das

farbige Display sehr übersichtlich gehalten

und auch wenn es etwas klein geraten ist,

kann man dennoch alles gut ablesen.

Betrachtet man die Rückseite,

findet man die Anschlüsse des Geräts:

Der Color Chief verfügt über einen dreipoligen

XLR-Ausgang, rechts daneben

befinden sich der Anschluss für das

mitgelieferte Netzteil sowie ein Hauptschalter.

Links ist der Audio-Eingang

verbaut. Der Color Chief von Eurolite

kann sowohl darüber als auch über ein

eingebautes Mikrofon die Musiktaktung

empfangen, was ein genaues Ergebnis

der Farblichter erzielt.

Leichte Einrichtung

Um das Licht einstellen zu können,

muss man zuerst gepatcht, also eingerichtet

werden. Dies funktioniert beispielsweise

ganz bequem bei den Eurolite-KLS-Systemen

und bei einfachen

LED-Scheinwerfern mit Farbmischung

– denn diese sind bereits in der Gerätebibliothek

des Color Chief vorhanden.

Sollte man also Geräte verwenden, die

bereits in der Bibliothek eingetragen

sind, müssen diese lediglich angewählt

werden. Nun noch eine Startadresse

festlegen und sie den Scheinwerfern

zuteilen. Jeder Scheinwerfer kann bis

zu 30 DMX-Kanäle haben, 24 davon

für die Farben.

Insgesamt werden sechs Farben auf

die vier ansteuerbaren Knöpfe aufgeteilt. Ein

Kanal kann dabei als Farbrad definiert werden,

was bei einem Effekt mit verbautem

Farbrad besonders praktisch ist – oder wenn

man nur einen DMX-Kanal zur Ansteuerung

von verschiedenen Farben zur Verfügung

hat. Außerdem gibt es einen Kanal für die

Gesamthelligkeit und einen zur Ansteuerung

des Shutters und des Strobe-Effekts. Drei

weitere DMX-Kanäle können frei belegt werden

und lassen sich später über drei Drehregler

einstellen. Im Großen und Ganzen muss

jedoch einfach nur das DMX-Protokoll des

jeweiligen Scheinwerfers den Funktionen

des Color Chief zugeordnet werden.

Welche Geräte lassen sich nun aber

verwenden beziehungsweise im Color Chief

anlegen? In erster Linie sind dies natürlich

LED-Scheinwerfer mit bis zu sechs Farben

und Scheinwerfersysteme mit bis zu vier

Spots und ebenfalls bis zu sechs Farben

pro Spot. Aber auch die meisten einfachen

Lichteffekte, Stroboskope, Weißlichtscheinwerfer

oder auch DMX-Nebelmaschinen

können wunderbar eingerichtet werden.

Auch LED-Leisten mit bis zu vier Sektionen

lassen sich ganz einfach als ein Gerät ansteuern.

Sollte die LED-Scheinwerfer keinen

extra Dimmerkanal benötigen, dann kann

man auch davon vier Stück als ein Gerät anlegen.

So kommt man dann auch auf eine

ganz beachtliche Anzahl an Scheinwerfern.

Ein Überblick der

Bedienelemente

Wenn die Geräte angelegt sind, kann man

auch gleich loslegen. Dazu wählt man

ganz links in der vertikalen Anordnung von

Knöpfen eines oder mehrere der Geräte

90 pma 01/18


Eurolite Color Chief HANDS-ON TEST

Auf der Rückseite des Color Chief von Eurolite findet man die Anschlüsse

an. Daneben befinden sich vier waagerecht

angeordnete Taster. Mit diesen werden die

einzelnen Spots des Geräts an- oder abgewählt.

Für die Farbeinstellungen stehen

dann zudem noch sechs einzelne Drehregler

zur Verfügung. Diese sind endlos ausgeführt,

sodass man auch beim Umschalten

zwischen verschiedenen Scheinwerfern

immer beim aktuellen Wert anfängt.

Die sechs Regler stehen für die

sechs möglichen Farben: Rot, Grün, Blau,

Weiß, Amber und UV und sind farblich

auch entsprechend gekennzeichnet. Mit

Hilfe dieser Regler können stufenlos jede

technisch mögliche Farbe erzeugt werden.

Darunter befindet sich ein horizontal angeordneter

Schieberegler für die Farbrad-

Steuerung. Mit ihm kann die Farbe eurer

Scheinwerfer gesteuert werden.

Rechts davon befinden sich zwei

vertikal angeordnete Schieberegler, von

denen der linke für die Dimmung, also

die Lichthelligkeit, zuständig ist. Auch für

Scheinwerfer, die nur über eine Farbmischung,

aber nicht über einen eigenen Dimmerkanal

verfügen, kann über diesen Regler

ein Dimmer simuliert werden. Der zweite

Vertikalregler steuert den Shutter. Dieser

muss bei einigen Scheinwerfern aufgezogen

sein, damit überhaupt Licht erzeugt wird.

In den meisten Fällen steckt hinter diesem

Regler aber die Stroboskop-Funktion.

Auf Knopfdruck Licht

Beim Color Chief existieren noch acht

FX-Knöpfe, auf denen acht vorprogrammierte

Lauflichter liegen. Man kann also

einfach Scheinwerfer anwählen und einen

dieser Knöpfe betätigen. Das Schöne

hierbei ist, dass die Effekte intelligent zwischen

den Scheinwerfern und den einzelnen

Knöpfen ablaufen. Dazu errechnet der

Color Chief für alle beteiligten Geräte den

optimalen Ablauf. Es ist also egal, ob zwei

einzelne Scheinwerfer oder acht Geräte

mit jeweils vier Spots angewählt wurden,

der Effekt ist immer für die jeweilige Anzahl

idealisiert. Alle Einstellungen können

selbstverständlich auch komfortabel abgespeichert

werden – sogar ohne in einen

extra Speichermodus wechseln zu müssen.

Wer kennt es nicht: Man hat eine

schöne Einstellung erstellt und vergisst

dann, in den Speichermodus zu gehen.

Nicht so beim Color Chief: Hier drückt man

einfach die Taste „Store“ und schon wird

abgespeichert.

Das Abrufen ist dann kinderleicht.

Einfach den jeweiligen Programmplatz

drücken und das Programm läuft ab. Für

die Zeitsteuerung kann man entweder mit

dem Chase-Speed-Regler die Laufgeschwindigkeit

einstellen oder die Taptaste drücken.

Wird diese zweimal im Takt gedrückt, übernimmt

der Color Chief die Taktgeschwindigkeit.

Mit einem zweiten Schieberegler

lässt sich auch die Fade-Time einstellen,

mithin also bestimmen, ob die Übergänge

zwischen den einzelnen Schritten hart oder

weich verlaufen sollen und wie lange eine

weiche Überblendung gegebenenfalls dauern

soll. Das Tolle daran ist, dass diese Einstellung

für jeden Speicherplatz individuell

vorgenommen werden kann.

Ein USB-Port ist mit

an Bord

In dieser Preisklasse durchaus nicht selbstverständlich

ist auch die USB-Schnittstelle

des Color Chief. Über sie lassen sich Soft-

ware-Updates realisieren, vor allem aber

lässt sich das komplette Pult mit allen Einstellungen

und Programmen abspeichern,

sprich absichern. Somit können verschiedene

Shows oder Zusammenstellungen

ganz bequem verwaltet und immer wieder

verwendet werden.

Der Eurolite Color Chief ein toller

Controller, der einfachste und intuitive Bedienung

mit effektiven Ergebnissen verbindet.

Seine absolute Stärke liegt dabei in der

Steuerung von farbigen LED-Scheinwerfern.

Aber auch für einfachere Lichteffekte ist er

gut geeignet und nicht zuletzt lassen sich

über den farbigen Häuptling auch Weißlicht

oder Nebelmaschinen gut steuern.

Auch für Clubs oder Festinstallation ist der

Eurolite Color Chief übrigens hervorragend

geeignet.

TECHNISCHE DATEN

Steuerbare Geräte:

8

Maximale Kanäle pro Gerät:

30

Speicherplätze:

24

Abmessungen:

482 x 132 x 85 mm

Gewicht:

2,2 kg

Preis (UVP):

139 Euro

Vertrieb:

Steinigke, www.steinigke.de

Text: Erik Schröder

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HANDS-ON TEST Showtec Shark

SHOWTEC SHARK

Im Haifisch-Becken

Auch auf der Bühne fühlen sich Haie wohl – zumindest die

Shark-Moving-Heads von Showtec. In insgesamt fünf verschiedenen

Modellversionen stehen die kleinen Schwenkköpfe

zur Verfügung, vier davon durften sich in unserem

Test beweisen.

Der Showtec Shark Spot One ist uns

als erstes ins „Netz“ gegangen. Alle

Geräte der Shark-Serie sind grundsätzlich

ähnlich aufgebaut und gleich verarbeitet.

Gehen wir daher am Beispiel dieses Geräts

etwas näher auf die Details ein.

Die Verarbeitung ist für diese Preisklasse

ausgesprochen gut ausgefallen. Für

sämtliche Abdeckungen wurde ein stabiler

Kunststoff verwendet.

Die Anschlüsse und Bedienelemente

befinden sich an der Basis, die

Anzeige erfolgt über ein einfaches, vierstelliges

OLED-Display. Über vier Knöpfe

wird die Bedienung vorgenommen

– grundsätzlich sehr einfach. Für die

Anschlüsse sind dreipolige XLR-Buchsen

sowie eine Kaltgerätebuchse vorhanden.

Das nötige Kaltgerätekabel ist dabei

ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Einen

Stromausgang zum Weiterschleifen

an weitere Geräte gibt es leider nur bei

der Beam-FX-One-Version.

Die Shark-Moving-Heads machen bei ihrem

Einsatz auf der Bühne eine gute Figur

Bei allen Geräten ist eine Infrarot-

Fernbedienung beigelegt. Mit ihr lassen

sich nicht nur grundsätzliche Einstellungen

vornehmen, sondern auch direkt Gobos,

Farben, Positionen oder andere Funktionen

ansteuern. Hat man eine Einstellung vorgenommen

und nimmt den Strom weg,

fährt der Scheinwerfer, sobald er wieder

Strom hat, diese letzte Einstellung auch

wieder an. Lediglich die riesige Anzahl der

Knöpfe auf der kleinen Fernbedienung

macht die Bedienung etwas schwierig.

Ein Bügel, an dem der Scheinwerfer

aufgehängt werden kann ist ebenfalls

im Lieferumfang mit enthalten. Der Bügel

wird mit Ibus-Schrauben fest mit dem

Scheinwerfer verbunden und an ihm kann

dann beispielsweise eine Schelle befestigt

werden. Zusätzlich kann der Scheinwerfer

über das so genannte Safety gesichert

werden, ein Sicherungsseil, welches durch

eine entsprechende Öse am Gerät gefädelt

wird und so den Scheinwerfer im

Notfall an seinem Platz arretiert.

Shark Spot One

Die Helligkeit des Shark Spot One ist für

die geringe Größe des Geräts wirklich

überzeugend. Auch bei der Ausstattung

wurde nicht gespart, so befinden sich im

kleinen Gehäuse ein Farbrad, ein Goborad,

ein motorisierter Focus und ein Prisma. Die

Farben und die Gobos sind sehr abwechslungsreich

gehalten und insgesamt sehr

gut gewählt.

Die Gobos des Shark Spot One

können sogar stufenlos rotieren. Ein sehr

Showtec Shark Combi Spot One

schöner Effekt, wenn man etwas Dynamik

in der Lichtstimmung haben will, ohne

dass es gleich hektisch wirkt. Der motorisierte

Focus sorgt dabei für die richtige

Abbildungsschärfe und mit dem Prisma

kann die Abbildung vervielfacht werden.

Insgesamt verfügt der Shark Spot One

über eine tolle Ausstattung und eine hohe

Lichtleistung, die man in dieser Preisklasse

nicht vermutet hätte.

Zoom Wash One

Nun zum Shark Zoom Wash One: Auch

dieses Washlight überzeugt mit einer tollen

Lichtleistung. Die Farbmischung aus

Rot, Grün, Blau und Weiß funktioniert

hervorragend und lässt so gut wie keine

Wünsche offen. Herausragend in dieser

Größenordnung ist aber der Zoom. Mit

einem engen Abstrahlwinkel von nur 6°

lässt sich mit ihm hervorragend ein scharf

abgegrenzter Strahl im Nebel erzeugen.

Auf breite 36° aufgefahren können dann

aber auch ganze Fläche sehr effektiv ausgeleuchtet

werden.

Combi Spot One

Der Shark Combi Spot One wurde als

nächstes getestet. Diesen Moving Head

vereint ein Wash- und ein Spotlight miteinander.

In der Mitte ist eine große Linse

angeordnet, hinter der eine 30-Watt-

Weißlicht-LED sitzt. Diese kann mit einer

Auswahl an Gobos und Farbgläsern bear-

92 pma 01/18


Showtec Shark HANDS-ON TEST

Showtec Shark Spot One

Showtec Shark FX Beam One

Showtec Shark Zoom Wash One

beitet werden und so kommt Farbe und

Struktur in die Abbildung. Schade ist, dass

es keinen Focus gibt, auch nich manuell.

Dennoch ist die Abbildung im Nebel mehr

als brauchbar. Um die Linse herum sitzen

noch sechs zusätzliche Dioden. Diese strahlen

breiter ab und erzeugen ein weiches

Licht, dass sich dank RGBW-Farbmischung

beinahe beliebig gestalten lässt.

FX Beam One

Der letzte in der Runde ist der Shark FX

Beam One. Dieser ist mit einem Frontteil

ausgestattet, auf dem drei Linsen sitzen.

Die Besonderheit ist hier, dass man besagtes

Frontteil auf und ab verfahren und

somit den Abstrahlwinkel verändern kann.

Man kann das Frontteil rotieren lassen

und auf diese Weise mehrere Strahlen

Mit dem Shark Spot One lassen sich tolle

Abbildungen auf alle erdenklichen Oberflächen

projizieren

erzeugen – eine Mischung aus klassischem

Washlight und Strahleneffekt.

Das Gerät kann sehr ruhige, weiche

Stimmungen erzeugen und im nächsten

Moment eine irrsinnig turbulent bewegte

Stimmung zaubern. Die drei rotierenden

Strahlen fahren dabei immer wieder erneut

auseinander und wieder zusammen. Die

Strahlen teilen sich also nicht in die einzelnen

Mischfarben auf, sondern erzeugen

wirklich eine gewünschte Farbstimmung.

Die Sharks als Familie

Jedes der Geräte verblüfft auf seine ganz

eigene Art und Weise. Es ist nicht zuletzt

erstaunlich, was für eine überraschend

hohe Lichtleistung aus diesen kompakten

Scheinwerfern heraus gezaubert werden

kann. Jedes Gerät verblüfft auf seine ganz

eigene Art und Weise und es ist nicht

zuletzt erstaunlich, welch überraschend

hohe Lichtleistung aus diesen kompakten

Scheinwerfern heraus gezaubert werden

kann. Ob nun Motorfocus, rotierende

Gobos und das Prisma beim Spot One,

der Zoom beim Zoom Wash One, die

Kombi aus Wash- und Spotlight beim

Combi FX One oder die Bewegung und

der Zoom beim FX Beam One.

Text: Erik Schröder

TECHNISCHE DATEN

Shark Spot One

LED-Leistung: 60 W

Farben: Farbrad mit sieben Farben

Abstrahlwinkel: 15º

Strombedarf: 10 W

Gewicht: 6,2 kg

Abmessungen: 270 x 140 x 380 mm

Shark Zoom Wash One

LED-Leistung: 7 x 15 W

Farben: RGBW-Farbmischung

Abstrahlwinkel: 6 – 36º

Strombedarf: 80 W

Gewicht: 4,3 kg

Abmessungen: 200 x 147 x 330 mm

Shark Combi Spot One

LED-Leistung: 30 W & 6 x 8 W

Farben: Farbrad und RGBW-Farbmischung

Abstrahlwinkel: Spot 13º, Wash 25º

Strombedarf: 110 W

Gewicht: 4,2 kg

Abmessungen: 205 x 145 x 330 mm

Shark Beam FX One

LED-Leistung: 3 x 40 W

Farben: RGBW-Farbmischung

Abstrahlwinkel: 4 x 60º

Strombedarf: 135 W

Gewicht: 6 kg

Abmessungen: 250 x 170 x 350 mm

Preise (UVP):

Shark Spot One – 395 Euro

Shark Zoom Wash One – 349 Euro

Shark Combi Spot One – 339 Euro

Shark Beam FX One – 475 Euro

Vertrieb: Highlite, www.highlite.nl

pma 01/18

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BRANCHENVERZEICHNIS

HERSTELLER & VERTRIEB

HERSTELLER & VERTRIEB

HERSTELLER & VERTRIEB

Hansen GmbH

Norderstr. 1, D-25855 Haselund

Tel. 04843 – 2009 0, Fax. 04843 – 2009 33

Mail: info@hansen-neon.de, Web: www.hansen-led.de

Seit über 30 Jahren steht die Firma Hansen für innovative Produkte

im Bereich der Lichtwerbung. Mit einem Team von über 80 Mitarbeitern

findet die komplette Wertschöpfung und Produktion in Nordfriesland

statt. Das Produktportfolio erstreckt sich über Licht- und

Steuerungssysteme für ein breites Kundenspektrum.

Hansen ist der Spezialist für kundenspezifische Lösungen

Die eigene Entwicklungsabteilung entwirft maßgeschneiderte LED-

Produkte für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche. Speziell

das Hansen Flächenlicht und die LED-Profile sind durch die kundenspezifische

Bauweise in den unterschiedlichsten Bereichen - wie in

Hotel und Gastronomie - sehr erfolgreich.

Qualitätsmerkmal „Made in Germany“

Entwickelt und produziert wird seit 1984 ausschließlich in Deutschland

am Hauptsitz in Haselund.

KLING & FREITAG GmbH

Junkersstraße 14

30179 Hannover

Tel.: 0511 969970

Fax.: 0511 673794

Mail: info@kling-freitag.de

Web: www.kling-freitag.de

Als deutscher Hersteller bieten wir hochwertige Lautsprechersysteme

für professionelle Anwendungen in allen Bereichen. Wir haben

für jede Aufgabe die passende Lösung: Egal ob mobile Anwendungen

(K&F pro.Rental), Installation & Integration in Architektur (K&F

pro.Install) oder klassische Beschallung (K&F pro.Classics)¬- KLING

& FREITAG Sound Systems steht für höchste Klangqualität in allen

Dimensionen.

Wir unterstützen Sie als Anwender, Veranstalter, Fachplaner oder

Architekt gerne in allen Bereichen mit unserem großen Produktportfolio

und unseren Serviceleistungen.

Look Solutions

Bünteweg 33

30989 Gehrden

Tel: +49 (0) 5108 - 91 22 10

Fax: +49 (0) 5108 - 91 22 111

Mail: info@looksolutions.com

Web: www.looksolutions.com

„Nebel ist unsere Sache“ – unter diesem Motto vertreiben wir

erfolgreich Nebel- und Dunstgeräte „made in Germany“ für den

Profibereich – und das weltweit. Unser Label steht für Geräte, die

sich durch hohe Qualität zu guten Preisen auszeichnen.

Die Produktpalette umfasst Geräte, die die gesamte Bandbreite des

Marktes abdecken: Nebelgeräte wie die Viper-Serie, Geräte für spezielle

Anforderungen wie die 9kW-Maschine Orka oder die weltweit

einzigartige Tiny-Serie – akkubetriebene Nebelgeräte, die im Theater-

und Bühnenbereich ihren Einsatz finden. Bei den Dunsterzeugern

setzt die Unique2.1 nach wie vor Standards. Mit der Cryo-Fog

ist auch der Bereich der Bodennebel-Erzeugung abgedeckt.

HERSTELLER & VERTRIEB

HERSTELLER & VERTRIEB

SERVICE & DIENSTLEISTUNG

SMOKE FACTORY

Fog, Smoke & Haze Factory

Schulze- Delitzsch-Straße 8a

30938 Burgwedel – Deutschland

Tel: +49 (0) 511 – 51 51 02 0

Fax: +49 (0) 511 – 51 51 02 22

Mail: info@smoke-factory.de

Web: www.smoke-factory.de

Robust, zuverlässig und langlebig. Dafür stehen Smoke Factory

Nebelmaschinen seit 1990. Wir haben uns voll und ganz der Herstellung

von qualitativ hochwertigen Nebelmaschinen verschieben.

Einsatzgebiet unserer Maschinen ist überall da, wo ein hoher

Anspruch an das Equipment gestellt wird, um eine reibungslose

und stressfreie Veranstaltung durchführen zu können. Um ein

jahrelanges Arbeiten mit unseren Geräten zu garantieren, halten wir

alle Ersatzteile lange Zeit auf Vorrat und bieten ein ausgebildetes

Service Team um schnell und unkompliziert helfen zu können. Bei

einem Ausfall helfen wir gern mit Ersatzgeräten aus, denn gute

Beratung und After Sales Service steht bei uns seit 25 Jahren an

vorderster Stelle.

Ultralite Deutschland

Härle Lichttechnik

Marie-Curie-Straße 4

89584 Ehingen

Tel.: +49 7391 7747 - 0

Mail: info@ultralite.eu

Web: www.ultralite.eu

Ultralite Deutschland ist der Großhandel für professionelle Beleuchtungstechnik

in Ehingen an der Donau im schönen Schwabenländle.

Unser Vertriebsprogramm erstreckt sich in erster Linie auf Qualitätsprodukte

der professionellen Beleuchtungstechnik und auch

ausgewählte DJ- Produkte. Wir sind autorisierter Vertrieb zahlreicher

namhafter Hersteller, wie z.B. ARRI, Avenger, Fantek, Interactive

Technologies, Lee-Filters, Manfrotto, Litec, Zero88 und v. a.

Wir sind autorisiertes ARRI-Servicecenter und führen auch anfallende

Garantiereparaturen für ARRI aus. Wir halten hier ein umfangreiches

Lager der Artikel aus unserem Vertriebsprogramm bereit, um

für Sie eine kurzfristige Verfügbarkeit derselben zu gewährleisten.

Ingenieurbüro Runtemund

Ingenieurbüro Runtemund

Hüfferstraße 14

48149 Münster

Tel.: +49 (0) 251 / 490 940 - 72

Mail: info@runtemund.de

Web: www.runtemund.de

Als spezialisiertes Fachbüro für Fliegende Bauten und Veranstaltungstechnik

findet hier jede statische Herausforderung die

passende Lösung. Erfahrung, Kreativität und Herzblut sind die

Hauptzutaten für ein erfolgreiches Projekt. Fordern Sie uns heraus:

Mit den statischen Berechnungen oder der Konstruktion Ihrer Ideen.

Selbstverständlich Deutschlandweit und international, dabei erstellen

wir unsere technische Dokumentation auf Deutsch, Englisch

oder Spanisch ohne externe Übersetzer.

Portfolio: Rigs, Bühnen, Tribünen, PA-Tower, LED-Tragwerke, Zelte,

Gerüstbauwerke, Membranstrukturen, Seilwerke, Messestände usw.

Unterstützung bei Gebrauchsanleitungen, Konformitätserklärungen

oder Prüfbüchern.

Das pma Branchenverzeichnis vernetzt die Branche

Das pma Branchenverzeichnis liefert die wichtigsten Adressen

des Markts auf einen Blick. Unterteilt in die Bereiche „Hersteller &

Vertrieb“ und „Service & Dienstleistung” finden Sie den richtigen

Ansprechpartner in der Branche.

Eintrag Print: 135 EUR pro Ausgabe

Eintrag Online: 135 EUR pro Laufzeit der Ausgabe

Eintrag Print & Online: 260 EUR pro Ausgabe

Jahresbuchung (8 Ausgaben) Print & Online: 1.999 EUR

Das Branchenverzeichnis finden Sie auch online unter

www.pma-magazin.de

INSERIEREN SIE IM BRANCHENVERZEICHNIS DES

PMA MAGAZINS

Der Eintrag umfasst ein Logo in Farbe, die Firmenanschrift und Platz

für Ihr Portfolio oder eine kurze Beschreibung Ihres Unternehmens

(maximal 700 Anschläge inkl. Leerzeichen) auf 1/9 Seite im Heft

und / oder auf unserer Homepage www.pma-magazin.de.

Unser Anzeigenleiter Jürgen Auselt

berät Sie gerne.

Telefon: +49 (0) 8131/56 55-64

juergen.auselt@pma-magazin.de

94 pma 01/18


Das neue Theater Sonderheft

Jetzt direkt bestellen unter www.ppvmedien.de

Bestellhotline: 0 81 31 56 55 65 | Fax: 0 8131 5655965 | bestellung@ppvmedien.de


ANZEIGENINDEX

Anzeigenindex

ADAM HALL GmbH

U3

Highlite International BV 21

Megaforce GmbH 33

AED Rent 9

Bose GmbH 19

ChainMaster Bühnentechnik GmbH 3

Christie 15

d & b Audiotechnik GmbH 11, 45

Elation 39

ISE ntegrated Systems Europe 25

Kabeltronik Arthur Volland GmbH 96

Kaiser Showtechnik 23

LOOK Solutions 5

LTT-Versand e.K 31

Magic Sky GmbH 61

mipro Germany GmbH 37

MSB Messe Show und Bühnentechnik 29

PPVMEDIEN GmbH 7, 71, 77, 83, 89, 95, 97

Sennheiser 13

VIDELCO GmbH 17

VISIONSTAGE GmbH 35

FEINER Lichttechnik GmbH 27

Malecon LTD.

U4

Fohhn Audio AG

U2

MEGA AUDIO 57

Richtig gute

Verbindungen

Distribution und Fertigung von Spezial- &

Standardkabel-Lösungen. Kundenspezifi sche

Sonderkon struktionen auch in kleinen Chargen.

Gerne erreichen Sie uns unter:

info @ kabeltronik.de | www.kabeltronik.de

Alle News zu den spannendsten Technologien der Veranstaltungsbranche finden Sie auch online unter

www.pma-magazin.de oder auf www.facebook.com/PMAmagazin

96 pma 01/18


Ausgabe verpasst?

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Nr. 05/2017 Nr. 06/2017 Nr. 07/2017 Nr. 08/2017

Ich bestelle die angekreuzten Ausgaben der pma einmalig wie gekennzeichnet

frei Haus (bei Versand innerhalb Deutschlands, ansonsten zzgl. Versandkosten).

Es entstehen für mich keine weiteren Verpflichtungen. Bitte Coupon einsenden

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08131-5655-965 oder telefonisch unter 081315655-65.

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Nr. 01/2017 je 8,50 v Nr. 02/2017 je 8,50 v Nr. 03/2017 je 8,50 v

Nr. 04/2017 je 8,50 v Nr. 05/2017 je 8,50 v Nr. 06/2017 je 8,50 v

Nr. 07/2017 je 8,50 v Nr. 08/2017 je 8,50 v

Nr.

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pma 1/18


VORSCHAU pma 2/2018

Vorschau

www.pma-magazin.de, red@pma-magazin.de

erscheint achtmal in der

© Shutterstock 2x

Light Up 2018

Eine Licht-, Laser- und

Wassershow der

Superlative war zum

Jahreswechsel am und

vor dem Burj Khalifa in

Dubai zu sehen. An der

gesamten Fassade des

momentan höchsten

Bauwerks der Welt waren

Scheinwerfer und Laser

installiert, die zusammen

mit den LED-Screens am

Gebäude eine eindrucksvolle

Show lieferten – und

dabei neue Weltrekorde

aufstellten. Wir haben mit

den Machern über das

Mega-Projekt gesprochen.

pma Basics:

Tools für Techniker

Live-Techniker, egal in

welchem Gewerk, sind

oft Problemlöser. Und

um die Probleme und

Herausforderungen moderner

Produktionen fachgerecht

lösen zu können,

gibt es eine ganze Menge

von Tools. Welche Tools

das Leben „on the road“

erleichtern und in keinem

Toolcase fehlen dürfen,

verraten wir in der kommenden

Folge der pma

Basics.

PPVMEDIEN GmbH

Postfach 57, 85230 Bergkirchen

Telefon +49 (0) 8131/5655-0, Telefax +49 (0) 8131/5655-10

www.ppvmedien.de, info@ppvmedien.de

Geschäftsführung Thilo M. Kramny

REDAKTION

Chefredakteur (verantwortlich für den redaktionellen Teil)

Steffen Sauer, steffen.sauer@pma-magazin.de

Redaktion

Lisa Schaft, lisa.schaft@pma-magazin.de,

Ray Finkenberger-Lewin, ray.finkenberger-lewin@pma-magazin.de

Regelmäßige redaktionelle Mitarbeiter

Thomas Korn, Oliver Künzner

Titelfoto Ralph Larmann

Marketing David Kramny, david.kramny@ppvmedien.de

ANZEIGEN

Anzeigenleitung

Jürgen Auselt (verantwortlich für den Anzeigenteil)

juergen.auselt@pma-magazin.de

Anzeigenverkauf

Carina Anzenberger, carina.anzenberger@pma-magazin.de

Büro USA Joe Statuto

603 Haven Lane, Clarks Summit, PA 18411 - USA

Phone +1 570 587 4734, Cellphone +1 570 604 1111

jostat@hotmail.com

Büro Japan Japan Music Trade Co., Ltd.

4th Floor, Gakki-Kaikan, 2-18-21

Soto-kanda, Chiyoda-ku, Tokyo 101

Phone +81 3 3251 7491, Fax +81 3 3251 8744

Büro China Melanie Xu

MICE CULTURAL DIFFISION (Shanghai) Co. Ltd.

12 F, 15Fl. Yongtai Rd. Pudong, Shanghai, CHINA

Phone +86 181 2121 2826, olivia126@126.com

Gültig ist die Anzeigen-Preisliste Nr. 20 vom 01.01.2018

DRUCK | GESTALTUNG | VERTRIEB | ABO

Druck Druckhaus Gera GmbH,

Jacob-A.-Morand-Straße 16, 07552 Gera

Art Director Christoph Zettel

Layout/Gestaltung Elke Mader

Vertrieb MZV Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH & Co. KG,

Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim, www.mzv.de

Tel.: +49 (0) 89/319 06-0, Fax: +49 (0) 89/319 06-113

Abo-Verwaltung und -Vertrieb, Leserservice,

Nachbestellung von Einzelheften Michaela Trinkl

Telefon: +49 (0) 8131/5655-65, Fax: +49 (0) 8131/5655-10,

abo@pma-magazin.de

PREISE | INFORMATIONEN

Copyright bzw. Copyright-Nachweis für alle Beiträge bei der PPVMEDIEN

GmbH. Nachdruck, auch auszugsweise, sowie Vervielfäl tigungen jeglicher

Art nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Für unverlangte

Einsendungen übernimmt der Verlag keine Gewähr. Namentlich gekenn -

zeich nete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Verlags wieder.

Einzelbezugspreis 8,50 EUR,

Jahresabonnement Inland 58,00 EUR,

Jahresabonnement Ausland 64,80 EUR (zzgl. 10,40 EUR Versandkosten),

Auszubildende- und Studentenabo Inland 40,90 EUR,

Auszubildende- und Studentenabo Ausland 40,90 EUR (zzgl. 10,40 EUR

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Bei der PPVMEDIEN GmbH erscheinen auch die Zeitschriften Soundcheck,

Guitar, Guitar Acoustic, GuitarDreams, DrumHeads!!, Tastenwelt, Keys,

Recording Magazin, Das Musikinstrument, Shanghai Show Daily, LPI Lighting Press

International, Licht + Wohnen, FliegerRevue, FliegerRevueX, Aero Daily sowie die

Buchreihe der PPVMEDIEN Fachbuch und Edition Bochinsky.

Vertrieb für The Strad für Deutschland, Österreich, Schweiz.

ISSN 1437-5699 HRB 73930 München

Inhaber der PPVMEDIEN GmbH ist Thilo M. Kramny mit 100% der

Geschäftsanteile. Veröffentlichung gemäß §8 Gesetz über die Presse (Bayern).

Die pma 02/2018 erscheint am 28.02.2018

98 pma 01/18


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BIT 11°/25°/40°

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