VNW-Tätigkeitsbericht - 2017

vnwschirg

Der VNW-Tätigkeitsbericht für das Jahr 2017 enthält alle wichtigen aktuellen Zahlen und eine Reihe von Beispielen, wie gut geförderter Wohnungsbau ist.

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GEMEINSAM IM NORDEN

FÜR GUTES UND

BEZAHLBARES WOHNEN

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AUF EINEN BLICK

VNW-Mitgliedsunternehmen Ende 2017

Gesamt Genossenschaften Gesellschaften Sonstige Fördermitglieder

Hamburg 109 50 16 1 42

Mecklenburg-Vorpommern 151 70 72 0 9

Schleswig-Holstein 81 48 21 1 11

Insgesamt 341 168 109 2 62

Wohnungsbestand der Mitgliedsunternehmen Ende 2017

Gesamt Eigener Bestand Verwalteter Bestand

Hamburg 303.000 300.000 3.000

Mecklenburg-Vorpommern 261.000 235.000 26.000

Schleswig-Holstein 168.000 138.000 30.000

Insgesamt 732.000 673.000 59.000

Gesamt

Investitionen der Mitgliedsunternehmen 2017 in Mio. Euro

Neubau 697

Instandhaltung 663

Modernisierung 302

Insgesamt 1.662

141

GESAMT

872

371

92

GESAMT

402

122

69

GESAMT

388

204

360

188

115

Hamburg Mecklenburg-Vorpommern Schleswig-Holstein

Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e. V.

Hamburg – Mecklenburg-Vorpommern – Schleswig-Holstein

Tangstedter Landstraße 83 · 22415 Hamburg

Telefon 040 / 520 11-0 · Fax 040 / 520 11-201

Prüfungsdienst Fax 040 / 520 11-266

E-Mail: info@vnw.de

www.vnw.de

Geschäftsstellen

Graf-Schack-Allee 10a · 19053 Schwerin

Telefon 03 85 / 489 37-500 · Fax 03 85 / 489 37-505

E-Mail: mv@vnw.de

Fabrikstraße 7 · 24103 Kiel

Telefon 04 31 / 5 15 69 · Fax 04 31/ 55 16 94

E-Mail: sh@vnw.de


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GEMEINSAM IM NORDEN

FÜR GUTES UND

BEZAHLBARES WOHNEN

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Andreas Breitner, Verbandsdirektor, und WP/StB Gerhard Viemann,

Direktor für den Prüfungsdienst

INHALT

02 VNW auf einen Blick

05 Gemeinsam im Norden:

Für gutes und bezahlbares

Wohnen

10 Franz-Josef Höing:

Hamburg ist anziehend

12 Roland Methling:

Schneller wachsen können

14 Hans-Joachim Grote:

Eine Erfolgsgeschichte

16 Wohnungsbau in Norddeutschland

18 Wohnen in Hamburg

22 Wohnen in Mecklenburg-

Vorpommern

26 Wohnen in Schleswig-Holstein

30 Highlights 2017 / 2018

32 Schwerpunkte der VNW-Verbandsarbeit /

Interessenvertretung und Beratung

34 Der Prüfungsdienst im VNW

36 VNW-Gremien

38 Unsere Vielfalt des bezahlbaren

Wohnens

39 Impressum / Fotohinweise

40 Verbandsorganisation

DER JAHRESBERICHT 2017/18

IM INTERNET

Der aktuelle Jahresbericht steht

online auf der VNW-Homepage

zur Verfügung und kann als PDF

heruntergeladen werden.

www.vnw.de/publikationen/

taetigkeitsbericht

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GEMEINSAM IM NORDEN: FÜR GUTES UND BEZAHLBARES WOHNEN

SEHR GEEHRTE LESERIN, SEHR GEEHRTER LESER,

bezahlbarer Wohnraum ist derzeit in aller Munde. Bis zum Jahr 2020 wird der bundesweite Bedarf

an neugebauten Wohnungen auf bis zu 400.000 geschätzt. Die neue Bundesregierung stellt in den

kommenden Jahren rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung, um die Lage auf dem Wohnungsmarkt

zu entspannen. Dazu kommt ein Baukindergeld in ähnlicher Größenordnung.

Auch Bundesländer lassen sich nicht lumpen und steuern Fördergelder bei. In vielen Gemeinden stehen

die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und kommunale Wohnungsgesellschaften bereit,

mehrgeschossige Wohnhäuser zu bauen. Die staatlichen Genehmigungsbehörden kommen dem Andrang

kaum noch nach.

Dennoch ist nicht alles Gold, was glänzt. In den sogenannten Hotspots werden die bebaubaren Grundstücke

knapp. Die Baupreise klettern und klettern. Politiker wiederum versprechen seit Jahren den

Abbau von Bürokratie und die Entschlackung der Bauordnungen – allein, die Fortschritte halten sich

in Grenzen. Das alles erschwert den Bau bezahlbarer Wohnungen.

Trotzdem können die nunmehr 341 Mitgliedsunternehmen des VNW auf ein erfolgreiches Jahr 2017

zurückblicken. 1,662 Milliarden Euro investierten sie in den drei Bundesländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern

und Hamburg in den Neubau, die Instandhaltung und die Modernisierung bezahlbaren

Wohnraums. 2.532 Wohnungen wurden von VNW-Unternehmen im Jahr 2017 fertiggestellt.

Zudem sind die im Verband organisierten Unternehmen der Garant bezahlbaren Wohnraums. So liegt

die durchschnittliche Kaltmiete pro Quadratmeter bei 5,74 Euro. 39 Prozent aller Mietwohnungen in

den drei Bundesländern werden von einem VNW-Unternehmen angeboten. Insgesamt verwalten die

Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften 732.000 Wohnungen.

Tue Gutes und rede darüber. Seit fast 120 Jahren existiert der VNW nun schon, und doch gibt es immer

noch Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung, die uns wenig kennen. Das wird sich ändern,

denn in einer jüngst fertiggestellten Imagebroschüre werden die wichtigsten ethischen Grundsätze

vorgestellt, die den „Verband der Vermieter mit Werten“ auszeichnen.

In der Broschüre wird auch deutlich, dass der VNW und seine Mitgliedsunternehmen für die Politik und

die staatliche Verwaltung die wichtigsten Ansprechpartner sind, wenn es um das bezahlbare Wohnen

geht. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen die Landesregierungen ihre Fördergesetze überarbeiten

oder darüber gestritten wird, wie eine „perfekte“ Bauordnung auszusehen hat, sind die Erfahrungen

aus der Praxis besonders gefragt.

Dass die Praktiker gehört werden, ist eine wichtige Voraussetzung, soll der Bau von bezahlbaren Wohnungen

gelingen. Die Erfahrungen der Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften sind

das Fundament, auf dem die Arbeit des VNW ruht. Vielen Dank für Ihr Vertrauen!

Andreas Breitner

Verbandsdirektor

WP/StB Gerhard Viemann

Direktor für den Prüfungsdienst

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GEMEINSAM IM NORDEN: FÜR GUTES UND BEZAHLBARES WOHNEN

01

02

05

6


03

06 04

01 Wohnanlage und Geschäftsstelle

Landwehr / Hinrichsenstraße Borgfelde,

WV Hamburg von 1902 eG • 02 Sanierung

Lomonossowallee, WVG Greifswald

mbH • 03 Barrierefreies Wohnen,

Wohnquartier am Mühlenholz, NEU-

WOBA eG • 04 Denkmalgeschützte

Wohnanlage Clemens-Schultz-Straße,

Schiffs zimmerer eG, • 05 Wohnen

am Wasserturm, SBV Flensburg eG •

06 Lückenschluss in der Gleviner Ecke,

WG Greifswald • 07 Generationsübergreifendes

Wohnen Am Alten Sportplatz

Scharbeutz, Wobau Ostholstein

mbH

07

7


GEMEINSAM IM NORDEN: FÜR GUTES UND BEZAHLBARES WOHNEN

08

09

12

8


Eine weitergehende Beschreibung der Projekte finden Sie auf Seite 38.

10 11

10

14

13

08 Reihenhäuser Husum Hockensbüll, GEWOBA Nord eG •

09 Wohnen in der HafenCity, Am Lohsepark/Steinschanze,

Bergedorf-Bille eG • 10 Familiengerechtes Stadthaus Finksweg,

Finkenwärder-Hoffnung eG • 11 Generalmodernisierter Plattenbau

Messestraße Rostock, WG WARNOW eG • 12 Hauptverwaltung

der GEWOBA in Schleswig • 13 Wohnungen in Passivhausqualität

Friedrich-List-Straße Wilstorf, EisenbahnBV Harburg eG •

14 Modernisierung Ziolkowskistraße Neubrandenburger Oststadt,

NEUWOGES mbH

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HAMBURG

IST ANZIEHEND

Hamburg ist anziehend. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen und wird in den kommenden

Jahren weiterhin so sein. Die prognostizierten Bevölkerungszahlen sind eindrucksvoll:

Im Jahr 2030 wird Hamburg mehr als 1,9 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner

haben. Manch einen mögen diese Zahlen sorgenvoll stimmen. Wir sprechen über mindestens

10.000 zusätzliche Wohnungen pro Jahr, wenn man der hohen Nachfrage gerecht

werden will. Und man ist – davon bin ich überzeugt – gut beraten, diese Bedarfe ernst zu

nehmen. Denn wenn man möchte, dass Hamburg für alle Menschen bezahlbar bleibt,

dann braucht es weiteren Wohnraum.

Der Trend zurück in die Stadt ist ein Phänomen, mit dem viele Großstädte konfrontiert

sind. Die Hansestadt hat sich allerdings deutlich früher dieser Herausforderung gestellt.

Während in anderen Städten noch von moderatem Wachstum, Stagnation oder gar vom

Rückgang der Bevölkerung die Rede war, hat Hamburg früh und konsequent das Schaffen

von Wohnraum zu einem der wichtigsten politischen Ziele definiert. Ich will gar nicht

verhehlen, dass ich in der Vergangenheit öfter beeindruckt nach Hamburg geschielt habe –

eben weil die Stadt das Wachstum angenommen hat und so offensiv gestaltet.

Während andernorts noch über das Ob und Wie diskutiert wird, schafft Hamburg mittlerweile

die Voraussetzungen für 10.000 neue Wohnungen jährlich – ein Kraftakt für die

Stadt und eine Herausforderung für viele Hamburgerinnen und Hamburger. Das Wachstum

lässt sich nicht mit wenigen großen Flächen bewältigen, sondern findet gleichzeitig

an vielen Orten in der Stadt statt. Es verändert ganz konkret die bauliche und räumliche

Lebensumwelt der Menschen. Das wird nicht immer als Bereicherung oder Verbesserung

wahrgenommen. Es wird umgebaut, aufgestockt, nachverdichtet, abgerissen, neugebaut,

Maßstäbe verändern sich, vertraute Stadtansichten und Bilder verschwinden und

werden durch neue Quartiere, Häuser und Hüllen ersetzt.

Dennoch wird sich das Gesicht von Hamburg nicht grundlegend verändern. Die Sorge,

dass man die Stadt bald nicht wiedererkennt, ist aus meiner Sicht unbegründet. Schaut

man genauer hin, verändert sich die Stadt in erster Linie auf Brachen, Gleisfeldern,

ehemaligen Hafenflächen und untergenutzten oder nicht mehr genutzten Arealen.

Kurz: Hamburg bleibt eine grüne Stadt am Wasser mit hoher Lebensqualität.

Neu ist, dass wir wieder über das Bauen von Quartieren am Rand von Hamburg diskutieren.

Das hat die Stadt lange Zeit nicht mehr gemacht. Sie hat sich bis vor wenigen Jahren

auf die Entwicklung der inneren Stadt konzentriert und dort vor allem auf die Belebung

zentral gelegener Brachen, wie z. B. der HafenCity, der Mitte Altona oder dem sogenannten

Sprung über die Elbe.

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GASTBEITRAG

Es ist vollkommen richtig, sich zunächst mit der Innenentwicklung

zu beschäftigen und die unter ökologischen

Aspekten wertvollen Freiräume am Rande der

Stadt zu schonen. An dieser planerisch sinnvollen Grundhaltung

hat sich bis heute nichts verändert, sie sollte

auch in Zukunft Richtschnur für unser weiteres Vorgehen

sein. Die Entwicklung eines neuen Stadtteils wie

Oberbillwerder bleibt also weiterhin die Ausnahme.

Die Genossenschaften spielen bei der Wohnraumversorgung

eine mehr als wichtige Rolle in der Stadt. Sie sind

stabile Akteure am Wohnungsmarkt. Sie denken langfristig

und sind Garanten für eine bezahlbare Stadt. Ich

setze auf ihr hohes Engagement in den kommenden

Jahren – bei der schrittweisen Sanierung ihrer Bestände

mit Augenmaß und einer aktiven Rolle beim Neubau.

Das Bauen von Wohnungen allein reicht nicht aus. Die

große Herausforderung besteht darin, auch die soziale

und verkehrliche Infrastruktur mitwachsen zu lassen.

Der Wachstumsschub darf nicht als Belastung wahrgenommen

werden. Daher sind das Sanieren von Straßen,

der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, der

Bau neuer Schulen oder das Schaffen neuer Freiräume

ganz entscheidend. Und bei aller Notwendigkeit, die

Stadt zu erweitern: Es geht an vielen Stellen auch darum,

nicht zu bauen, Freiräume zu erhalten und neue

anzulegen. Wenn wir diesen scheinbaren Widerspruch

geschickt angehen, können wir alle davon profitieren.

Franz-Josef Höing

Franz-Josef Höing

Oberbaudirektor in der Behörde für Stadtentwicklung

und Wohnen der Freien und

Hansestadt Hamburg

Dipl.-Ing., geb. 1965 in Gescher, Studium der

Raumplanung an der Uni Dortmund. Von

1994 bis 1999 war er Assistent am Institut für

Städtebau und Raumplanung der TU Wien,

1999 und 2000 Assistent am Lehrstuhl für

Städtebau und Landesplanung der RWTH

Aachen. Ab 2000 war er persönlicher Referent

des Hamburger Oberbaudirektors und

von 2003 an Leiter der Projektgruppe Hafen-

City. Zwischen 2004 und 2008 arbeitete er

als Professor für Städtebau an der FH Münster

und von 2008 bis 2012 als Senatsbaudirektor

in Bremen. Franz-Josef Höing wechselte

2012 nach Köln und war dort bis Ende

2017 als Dezernent für Stadtentwicklung,

Planen und Bauen tätig. Seit dem 1. November

2017 ist er Hamburger Oberbaudirektor.

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SCHNELLER

WACHSEN KÖNNEN

Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock wächst. Nachdem im Zeitraum von 1988 bis 2002

die Einwohnerzahl um rund 23 Prozent zurückgegangen ist, können wir seit dem Jahr

2003 wieder einen stetigen Zuwachs verzeichnen. Die 200.000er-Marke hat Rostock, das

1988 immerhin knapp 254.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählte, im Jahr 2010 überschritten.

Nach der aktuellen Haushalts- und Wohnungsnachfrageprognose ist bis zum

Jahr 2035 mit einem Anstieg auf über 230.000 Einwohnerinnen und Einwohner zu rechnen.

Das ist eine erfreuliche Botschaft. Doch sie ist Auftrag zugleich, dieses Wachstum auch in

allen Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge zu ermöglichen. Diesem zu erwartenden

Bedarf müssen Kinderbetreuungsangebote und Schulen, die medizinische Versorgung,

der Nahverkehr und insbesondere attraktive und vielfältige Wohnangebote entsprechen.

Bereits seit 2005 ist eine sinkende Leerstandsquote zu verzeichnen. Die wohnwirtschaftlich

gebotene Fluktuationsreserve von vier Prozent wird seit 2010 unterschritten. Die

niedrige Leerstandsquote ist Ausdruck dafür, dass ein Mangel an Wohnraum in der Stadt

vorhanden ist und Handlungsbedarf besteht. Im Jahr 2015 wurde in der Hanse- und

Universitätsstadt eine Wohnungsbauoffensive mit dem Ziel gestartet, in den kommen -

den Jahren jeweils bis zu 1.500 neue Wohnungen zu bauen.

Durch die Bürgerschaft wurde im September 2017 die Bildung eines „Bündnisses für

Wohnen“ beschlossen. Im Januar 2018 fand dazu die Auftaktveranstaltung statt. Dem

Bündnis gehören neben Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung

zahlreiche Rostocker Wohnungsunternehmen, Verbände und Vereine wie Kammern

und stadtwirtschaftliche Betriebe an.

Zunächst verständigten sich die Teilnehmenden zu den wichtigsten Bündnisthemen und

zur Bildung entsprechender Arbeitsgruppen. Schwerpunktthemen der Wohnungsbauoffensive

sind die Bereitstellung von Grundstücken, die Schaffung und der Erhalt von

bezahlbarem Wohnraum, eine integrative Wohnungspolitik, Energieeffizienz und das

Monitoring.

Besonderes Augenmerk wird auf den Neubau von Wohnungen gerichtet. Bis 2035 sollen

26.000 Wohnungen gebaut werden, darunter in den nächsten sechs Jahren 9.600 Wohnungen

nach dem derzeit geltenden Flächennutzungsplan.

12


GASTBEITRAG

Ein weiterer Baustein zur Schaffung von bezahlbarem

Wohnraum ist die durch das Land Mecklenburg-Vorpommern

im Februar 2017 veröffentlichte Richtlinie

„Wohnungsbau Sozial“. Danach werden durch das

Land Zuwendungen zur Schaffung von Mietwohnungen

bereitgestellt. Die Zuwendung ist mit einer Belegungsbindung

über 20 Jahre durch Vergabe an Inhaber

von Wohnberechtigungsscheinen und eine Einstiegsmiete

von 5,50 Euro pro Quadratmeter (netto kalt) verbunden.

Bisher hat nur ein Wohnungsunternehmen

eine Zuwendung erhalten. Es ist jedoch zu hoffen, dass

weitere Vermieter auf dieses Programm zurückgreifen,

da die letzte Bewilligung zur Bereitstellung von Fördermitteln

zum Wohnungsneubau bereits vor 15 Jahren

erfolgte.

Die Arbeitsgruppen haben mittlerweile ihre Tätigkeit

aufgenommen und zunächst Handlungsfelder herausgearbeitet,

zu denen unter den gegebenen Rahmenbedingungen

Ziele definiert und Vereinbarungen getroffen

werden sollen.

Wenn die Hanse- und Universitätsstadt Rostock ihre

Chancen als wachsende Stadt nutzen will, müssen jetzt

die Weichen für weiteres Wachstum gestellt werden.

Die Wohnungswirtschaft ist dabei neben dem Arbeitsmarkt

die wohl entscheidendste Säule. Mit dem „Bündnis

für Wohnen“ haben wir in Rostock ein Instrument

geschaffen, das in diesen Prozess alle wichtigen Partner

transparent und gleichberechtigt einbezieht und

so die vorhandenen Kompetenzen und Kapazitäten

bündelt.

Roland Methling

Roland Methling

Oberbürgermeister der Hanse- und

Universitätsstadt Rostock

Roland Methling wurde am 9. März 1954

in Tessin bei Rostock geboren. Nach dem

Schulbesuch studierte er von 1972 bis 1976

an der Universität Rostock mit dem Abschluss

als Diplom-Ingenieur für Technische Kybernetik

und Automatisierungstechnik. Daran

schlossen sich verschiedene Tätigkeiten im

Rostocker Überseehafen an. Ab 1990 war

Roland Methling zuständig für die Organisation

der Hanse Sail Rostock und verantwortete

die Organisation weiterer Großveranstaltungen

wie des 777. Stadtjubiläums

1995 und der Millenniumsfeierlichkeiten

1999/2000. Roland Methling ist seit der Wahl

im Jahre 2005 und nach seiner Wiederwahl

seit 6. Juli 2012 für weitere sieben Jahre

Oberbürgermeister der Hanse- und Universitätsstadt

Rostock.

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EINE

ERFOLGSGESCHICHTE

Im Flächenland Schleswig-Holstein mit unterschiedlichen Regionen, Rahmenbedingungen

und Perspektiven der Wohnungsmärkte in den Städten und Gemeinden muss das

Thema Wohnungsneubau genauso wie die Modernisierung und Revitalisierung älterer

Bestandsquartiere konsequenter angegangen werden. Das war ein Grund dafür, im neu

strukturierten Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration (MILI) neben

den Zuständigkeiten für Stadt- und Ortsplanung, Baurecht, Bautechnik, Städtebau- und

Wohnraumförderung auch diejenigen für Landesplanung und die integrierte ländliche

Entwicklung zu bündeln. Es gilt, die zur Verfügung stehenden Instrumente und Förderprogramme

so auszurichten und gut aufeinander abzustimmen, dass der Wohnungsbau

weiter auf hohem Niveau betrieben werden kann. Die wesentlichen Voraussetzungen,

aber auch die größten Herausforderungen für ausreichenden Neubau sind eine gezielte

Baulandpolitik der Kommunen sowie die Bereitstellung von ausreichendem Bauland.

Mein Anliegen ist es, dem ländlichen Raum wieder eine stärkere Rolle bei der weiteren

Entwicklung des Landes zu geben. Gemeinden mit guter Infrastruktur können zur Entlastung

von städtischen Regionen mit Wohnraumknappheit beitragen. Denken in Regionen

und Stadt-Umland-Kooperationen wird damit bedeutsamer. Eine ausgewogene interkommunale

Vernetzung ist somit notwendig, um vorhandene Stärken und Poten ziale

auszubauen und Defizite andernorts auszugleichen. Zugunsten eines größeren Entwicklungsrahmens

auch kleinerer Kommunen wird als eine der ersten Maßnahmen aktuell

der Landesentwicklungsplan in diesem Sinne fortgeschrieben.

Eines der wichtigsten Ziele dieser Landesregierung ist es, bedarfsgerechten Wohnraum

in allen Regionen des Landes für alle Bevölkerungsgruppen zu schaffen. Allerdings sind

die Entwicklungen im Land sehr heterogen: Die großen Städte und das Hamburger Umland

sind stark wachsende Gebiete. Im ländlichen Raum hingegen sind Abwanderungstendenzen

zu verzeichnen. Insgesamt brauchen wir nach der aktuellen Wohnungsmarktprognose

bis 2030 mehr als 100.000 neue Wohnungen. Insbesondere in den nächsten

beiden Jahren werden jährlich bis zu 15.000 neue Wohnungen gebraucht, vorwiegend

bezahlbare Geschoss- und altengerechte Wohnungen.

Diese Ziele und Anforderungen stehen vor dem Hintergrund einer insgesamt recht positiven

Entwicklung, insbesondere auch im sozialen Mietwohnungsbau. Seit 2013 wurden

in Schleswig-Holstein mehr als 66.000 Wohnungen genehmigt, mehr als 40.000 wurden

fertiggestellt. Auch der geförderte Wohnungsbau hat deutlich zugelegt. Das derzeit

laufende Wohnraumförderungsprogramm 2015–2018 mit dem größten je beschlossenen

Fördervolumen von 780 Mio. Euro zielt auf eine bedarfsgerechte Versorgung mit bezahlbarem

Wohnraum in sozial stabilen Quartieren und setzt erstmals auch Zuschüsse im

Neubau ein – jeweils 20 Mio. Euro pro Jahr. Auch die Mietobergrenzen wurden moderat

angepasst, und der zweite Förderweg wurde für alle Regionalstufen geöffnet. Seit Pro-

14


GASTBEITRAG

grammstart 2015 sind bislang über 4.000 Wohneinheiten

gefördert worden oder für eine Förderung vorgesehen,

über 1.700 konnten 2017 neu in die Förderung

aufgenommen werden – eine Verdopplung gegenüber

2016. Dass die Wohnungswirtschaft ihrer sozialen Verantwortung

in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen

nachkommt, belegen die über 435 Mio. Euro

vergebenen Fördermittel und über 900 Mio. Euro Investitionen.

Denn das bezahlbare Wohnen kann nicht

allein durch geförderten sozialen Wohnungsbau erledigt

oder mittels restriktiver Ordnungsmaßnahmen

erzwungen werden.

Als Vorsitzland der Bauministerkonferenz in diesem

und im nächsten Jahr wollen wir unsere regional bedeutsamen

Themen wie den Kostenanstieg im Wohnungsbau

auch dort platzieren. Zudem unterstützen

wir weiter den Prozess, Einsparpotenziale beim Wohnungsbau

zu identifizieren, den die „Baukostensenkungs-Kommission“

des Bundes und das „Bündnis für

bezahlbares Bauen und Wohnen“ gestartet haben.

Auch wird weiter auszuloten sein, inwieweit das Ordnungsrecht

vereinfacht und die energetischen Vorschriften

in einem praktikablen neuen Energieeinspargesetz

zusammenführt werden können.

Ich bin davon überzeugt, dass die Wohnungspolitik

von partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Verbänden

getragen sein muss und von dem gemeinsamen

Interesse, zum Wohle des Landes auch weiterhin

für guten und bedarfsgerechten Wohnungsbau zu

sorgen. Ich bin zuversichtlich, die begonnenen Gespräche

mit dem Verband und einzelnen Mitgliedsunternehmen

zukünftig in diesem Sinne weiter vertiefen

zu können.

Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und

Integration in Schleswig-Holstein (mit der

Abteilung Bauen und Wohnen)

Am 30. April 1955 in Paderborn geboren.

Nach dem Abitur in Paderborn machte er

eine Ausbildung für den gehobenen nichttechnischen

Dienst in der Stadtverwaltung

Paderborn. 1978 Abschluss zum Diplom-Verwaltungswirt.

Grote war in den Jahren von

1978 bis 1995 als Abtei lungs- und Amtsleiter

in der Stadtverwaltung Paderborn tätig. Er

war der Geschäftsführer der Landesgartenschau

1994 sowie Geschäftsführer mehrerer

kommunaler Gesellschaften. 1995 folgte der

Umzug nach Norderstedt, wo er zunächst

Baudezernent und 1. Stadtrat Norderstedts

war. Von 1998 bis 2017 war Grote Bürgermeister

beziehungsweise Oberbürgermeister

Norderstedts. Seit dem 28. Juni 2017 ist der

CDU-Politiker Innenminister von Schleswig-Holstein.

Hans-Joachim Grote

15


01 WOHNUNGSBAU

IN NORDDEUTSCHLAND

1,66 Mrd.

Gesamtinvestitionen

872 Mio.

Investitionen

402 Mio.

Investitionen

388 Mio.

Investitionen

INVESTITIONEN

Die 341 Mitgliedsunternehmen des VNW sind ein wichtiger wirtschaftlicher und

sozialer Faktor in der Metropolregion Norddeutschland. Im Jahr 2017 investierten sie

rund 1,662 Milliarden Euro in Neubau, Modernisierung und Bestandspflege (Hamburg:

872 Millionen Euro, Mecklenburg-Vorpommern: 402 Millionen Euro, Schleswig-

Holstein: 388 Millionen Euro). Mit ihren Investitionen sichern sie rund 25.000 Arbeitsplätze

im Baugewerbe und geben rund 1,5 Millionen Menschen ein Zuhause.

HAMBURG

2017 haben die 109 Mitgliedsunternehmen in Hamburg 872 Millionen Euro investiert.

Die Fertigstellungen sind von 1.723 Wohnungen im Jahr 2016 auf 1.202 im Jahr 2017

gefallen. Gründe liegen in einem hohen Bauüberhang. Für 2018 planen die Unterneh -

men, 2.251 Wohnungen fertigzustellen.

MECKLENBURG-VORPOMMERN

2017 haben die 151 Mitgliedsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern 402 Millionen

Euro investiert. Die Neubautätigkeit ist von 431 Wohnungen in 2017 auf 538

deutlich gestiegen. Die Unternehmen planen für 2018 die Fertigstellung von 699

Wohnungen.

SCHLESWIG-HOLSTEIN

2017 haben die 81 Mitgliedsunternehmen in Schleswig-Holstein 388 Millionen Euro

investiert. Sie haben 792 Wohnungen neu gebaut, in 2016 waren es 946 Fertigstellungen.

In 2018 sollen 1.378 Wohnungen fertiggestellt werden.

(Angaben in Euro)

16


30.000

168.000

Wohnungen

138.000

26.000

261.000

Wohnungen

235.000

3.000

303.000

Wohnungen

300.000

WOHNUNGEN

eigener Bestand

verwalteter Bestand

341

Mitgliedsunternehmen

gesamt

732.000

Wohnungen

5,74

Euro durchschnittliche

Nettokaltmiete / m²

HH

303.000

43

MV

261.000

52

SH

168.000

25

Wohnungsbestand

Ende 2017

Anteil am

Mietwohnungsbestand in %

6,46

5,13

5,62

durchschnittliche

Nettokaltmiete/m² in Euro

17


WOHNEN IN HAMBURG

18


Die Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eG hat im

Jahr 2017 40 öffentlich geförderte Wohnungen, ein Viertel

davon allein an die Baugemeinschaft „Gemeinsam älter

werden Finkenau“, übergeben. Das Gebäude am Martha-

Muchow-Weg in Uhlenhorst stellt für die fluwog in technischer

Hinsicht ein Novum dar: Die Beheizung sowie die

Erzeugung des Warmwassers erfolgen über Wärmepumpen,

die dem Erdreich durch 20 etwa 100 Meter tiefe

Bohrungen Wärme entziehen. Quelle: FLUWOG-NORD-

MARK eG / © 19 Daniel Sumesgutner


WOHNEN IN HAMBURG

Wohnanlage und Geschäftsstelle

Landwehr/Hinrichsenstraße

Borgfelde. Quelle: Wohnungsverein

Hamburg von 1902 eG /

Foto: Arndt Haug

WOHNUNGSMARKT IN HAMBURG

Das Bündnis für das Wohnen in Hamburg entfaltet seine

Wirkung. Die Zahl der zum Bau genehmigten Wohnungen

steigt kontinuierlich und hat die Zielzahl von

10.000 Baugenehmigungen aus dem Bündnis deutlich

überschritten. 2017 wurde in Hamburg der Neubau von

insgesamt 13.411 Wohnungen genehmigt. Im Vergleich

zu den Vorjahren (2016: 12.471, 2015: 9.560) ist dies

eine Steigerung um rund 7,5 Prozent. Auch der geförderte

Wohnungsbau befindet sich weiterhin auf

hohem Niveau. In 2017 wurden 3.165 neue Mietwohnungen

mit Mietpreis- und Belegungsbindungen gefördert.

Die VNW-Mitgliedsunternehmen haben 2017 rd.

1200 Wohnungen fertiggestellt, davon etwa 1.100 öffentlich

geförderte Wohnungen.

ARGE-BAUKOSTENGUTACHTEN

Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen hatte

die Erstellung eines Gutachtens zu Baukosten in Hamburg

in Auftrag gegeben. Das Gutachten wurde von der

Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V., Kiel,

erstellt. Die Ergebnisse wurden im Oktober 2017 vorgestellt.

Für Hamburg sind 129 Projekte mit 6.500 Wohnungen

in die Auswertung mit eingeflossen. Annähernd

60 Prozent der Daten kommen aus VNW-Mitgliedsunternehmen.

Das Gutachten kommt zu dem Schluss: In Hamburg wird

mit hoher Qualität und werthaltig gebaut. Eine Handlungsempfehlung

des Gutachtens lautet, „den derzeitigen

Qualitätsstandard des Wohnungsneubaus beizubehalten

und […] kostenoptimierend weiterzuentwickeln“.

Im Hinblick auf die Ursachen für hohe Baukosten ist festzuhalten,

dass eine ganze Reihe von primären Kostenfaktoren

bedeutend ist.

Wir haben uns zum ARGE-Baukostengutachten in verschiedenen

Gremien und mit unseren Mitgliedsunter-

Baubeginne im Jahr 2017

2.296

1.895

BÜNDNIS FÜR DAS WOHNEN IN HAMBURG

Im Jahr 2016 wurde ein neues „Bündnis für das Wohnen in Hamburg“

geschlossen. Der Senat und die Bezirke verpflichten sich, jährlich Baugenehmigungen

für 10.000 Wohnungen zu erteilen. Zudem sollen Jahr für

Jahr 3.000 öffentlich geförderte Wohnungen errichtet werden – 1.000

mehr als zuvor. In keinem anderen Bundesland werden im Verhältnis zur

Einwohnerzahl mehr Sozialwohnungen gebaut als in Hamburg.

1. Förderweg 2. Förderweg

20


ca. 1,82 Mio. Einwohner

2.411 Einwohner pro km²

755,22 km²

Quelle: Statistikamt Nord

nehmen ausgetauscht. Wir befassen uns auch weiterhin

mit den Handlungsempfehlungen, insbesondere mit der

Baukostenfolgeabschätzung, Kostenvorteilen der seriellen

Bau weise sowie den Themen „Bauen für 1.800 Euro“

und „8-Euro-Modellausschreibung“.

Investitionen 2017

in Mio. Euro

Wohnungsbestand

Ende 2017

3.000

„BÜNDNIS FÜR DAS WOHNEN IN HAMBURG“

WIRD WEITER UMGESETZT

Das „Bündnis für das Wohnen in Hamburg“ wird seit

2011 in Kooperation mit Senat, Behörden, Bezirken,

Wohnungswirtschaft und Verbänden erfolgreich umgesetzt.

2016 wurde ein neues „Bündnis für das Wohnen

in Hamburg“ geschlossen. Anstatt bisher jährlich 6.000

Baugenehmigungen zu erteilen, sollen im neuen Bündnis

10.000 Baugenehmigungen erteilt werden. Ab 2017

sollen davon 3.000 Wohnungen, anstatt bisher 2.000

Wohnungen, öffentlich gefördert werden. In keinem

anderen Bundesland werden im Verhältnis zur Einwohnerzahl

mehr Sozialwohnungen gebaut als in Hamburg.

Ziel des Wohnungsbaus ist ein Drittelmix aus frei finanzierten

Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und geförderten

Mietwohnungen.

Um die Kosten des Wohnungsbaus in Hamburg zu reduzieren,

wurden bereits erste Schritte eingeleitet: Dazu

zählen die Abkehr vom Höchstgebotsverfahren bei der

Vergabe von Grundstücken, die Entwicklung von Typenhäusern,

die Beschleunigung der Planverfahren, die Vergabe

von Grundstücken für Modellvorhaben im 8-Euro-

Wohnungsbau und die Abschaffung der Stellplatzverordnung.

Im vergangenen Jahr haben wir Potenziale bei der Senkung

der Bau- und Wohnkosten erarbeitet. Es haben

Fachgespräche zu den Themen Dachgeschossaufbau,

Ver dichtung, vordringlich Wohnungsuchende und Flächenverfügbarkeit

und Konzeptausschreibungen stattgefunden.

Im Fachgespräch „Flächenverfügbarkeit und

Konzeptausschreibungen“ haben wir das Verfahren optimiert

und mehr Flexibilität bei den Konzeptausschreibungen

erreicht. Zudem wurde zur Beschleunigung der

Baugenehmigungsverfahren ein Leitfaden erstellt, um

die Servicequalität der Bauaufsichtsbehörden zu verbessern

und zügige, transparente und verlässliche Baugenehmigungsverfahren

zu garantieren.

BAUGENEHMIGUNGEN

WOHNUNGSNEUBAU

141

360

12.000

10.000

8.000

6.000

4.000

2.000

Neubau

Instandhaltung

Modernisierung

+7,5 %

0

8.000

6.000

4.000

2.000

0

GESAMT

872

371

GESAMT

303.000

eigener Bestand

verwalteter Bestand

2017 wurde in Hamburg der Neubau von insgesamt 13.411 Wohnungen

genehmigt. Im Vergleich zum Jahr 2016 ist das eine Steigerung

um rund 7,5 Prozent.

2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 * 2017

2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017

300.000

* Quelle: Behörde für Stadtentwicklung

und Wohnen, Hamburg

Quelle: Statistikamt Nord

21


WOHNEN IN MECKLENBURG-VORPOMMERN

22


Die Wohnungsgenossenschaft Am Bodden eG Ribnitz-

Damgarten hat 2017, zum 60. Jubiläum ihres Bestehens,

eine neue Geschäftsstelle mit zehn Wohneinheiten bezogen.

Das Gebäude ist barrierefrei erschlossen und energieeffizient,

verfügt über eine Tiefgarage und ist an den

historischen Kontext angepasst worden. Quelle: „Am

Bodden“ eG Ribnitz-Damgarten / Visualisierung bastmann +

zavracky bda 23 architekten gmbh rostock


WOHNEN IN MECKLENBURG-VORPOMMERN

Generalmodernisierter

Plattenbau, Messestraße Rostock,

WG WARNOW eG

AUSGEZEICHNETE WIRTSCHAFTLICHE LAGE

Das Jahr 2017 war branchenübergreifend für die Betriebe

ein ausgezeichnetes Jahr. Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

steht deshalb zu Beginn des Jahres

2018 sehr gut da. Umsätze und Beschäftigung legten

gegenüber dem Vorjahr weiter zu. Die Bereitschaft für

Investitionen und Einstellung weiterer Mitarbeiter ist

gestiegen. Dies soll sich im Jahr 2018 fortsetzen.

Das große Problem ist der Fachkräftemangel. Fast zwei

Drittel der Unternehmen haben bei der Aufstockung

ihres Personals Probleme. Die duale Ausbildung, der

Ausbau beruflicher Weiterbildung, aber auch die Integration

von Flüchtlingen sollen diesem Mangel entgegenwirken.

Auch die Vereinbarkeit von Familie und

Beruf gewinnt an Bedeutung.

Das Bruttoinlandsprodukt von Mecklenburg-Vorpommern

lag der amtlichen Statistik zufolge im Jahre 2016

bei rund 41,4 Milliarden Euro. Für das Jahr 2017 gibt es

noch keine amtlichen Zahlen. Allerdings gehen Schätzungen

von Experten davon aus, dass im vergangenen

Jahr ein reales BIP-Wachstum von 1,5 Prozent möglich

gewesen sei. Der Anteil am gesamten BIP Deutschlands

lag damit bei 1,3 Prozent.

Hintergrund der guten Entwicklung ist die Tatsache,

dass die deutsche Wirtschaft ihren konjunkturellen Aufschwung

fortsetzte und 2017 kräftiger wuchs, als noch

zu Beginn des Jahres vermutet wurde. So zeigte sich die

deutsche Wirtschaft sehr robust gegenüber den Risiken,

die von Brexit-Auswirkungen, Wahlen in den Niederlanden

und Frankreich ausgingen.

HOHE NACHFRAGE NACH FÖRDERPROGRAMM

FÜR PERSONENAUFZÜGE

Die Wohnraumförderung in Mecklenburg-Vorpommern

schafft lebenswerte Wohnverhältnisse. Dabei konzen-

MIKROZENSUS FRAGT NACH BARRIEREFREIHEIT Im Rahmen des Mikrozensus 2018 werden erstmals auch

Merkmale zur Barrierefreiheit von Wohnungen erhoben. Von den Ergebnissen erhofft man sich Erkenntnisse

über den baulichen Anpassungsbedarf. In Mecklenburg-Vorpommern lebten im Jahr 2016 im Durchschnitt

372.000 Menschen, die älter als 65 Jahre alt sind, in privaten Wohnungen. Das waren rund 23 Prozent der Bevölkerung.

Im Jahr 1996 lag der Anteil dieser Altersgruppe noch bei 13,4 Prozent. Die Barrierefreiheit einer

Wohnung schützt vor Unfällen und ermöglicht dem Bewohner, möglichst lange eigenständig zu wohnen.

Beim Mikrozensus 2018 wird beispielsweise gefragt, ob Haus- und Wohnungstüren ausreichend

breit, alle Wohnräume stufenlos erreichbar sind und der Duscheinstieg ebenerdig ist.

24


trieren sich die Anstrengungen der Unternehmen auf

die nachfragegerechte und qualitativ hochwertige Modernisierung

der Wohnungsbestände. Das Programm

für Personenaufzüge und Lifte sowie barrierearmes

Wohnen wird für die Anpassung bestehender Gebäude

im gesamten Bundesland stark genutzt. Im Fokus stehen

zudem Haushalte mit mittleren und geringen Einkommen,

die günstigen Wohnraum benötigen.

ca. 1,6 Mio. Einwohner

69 Einwohner pro km²

23.211 km²

Quelle: Statistisches Amt

Mecklenburg-Vorpommern

Die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften

und Wohnungsgesellschaften investierten im vergangenen

Jahr rund 402 Millionen Euro in den Neubau, die Instandhaltung

und die Modernisierung von Wohnungen.

538 Wohnungen wurden fertiggestellt. Im Jahr 2018 ist

die Schlüsselübergabe für rund 700 Wohnungen geplant.

Investitionen 2017

in Mio. Euro

Wohnungsbestand

Ende 2017

26.000

ALLIANZ FÜR DAS WOHNEN FORTGESETZT

Im November 2017 wurden die Gespräche für die „Allianz

für Wohnen mit Zukunft“ im Ministerium für Energie,

Infrastruktur und Digitalisierung unter der Federführung

von Minister Pegel fortgesetzt. Es war das achte Treffen

seit dem Jahr 2013. Im Mittelpunkt standen dieses Mal

„Wohnen und Digitalisierung“ sowie die ersten Erfahrungen

mit Förderprogrammen im Wohnungsbau.

Durch den rasch voranschreitenden demografischen Wandel

steigt der Bedarf an Dienstleistungen und innovativen

Technologien im Bereich des Wohnens. In Wohnungen

integrierte alltagsunterstützende Assistenzsysteme

für älter werdende Menschen werden unverzichtbar. Nur

so können Komfort, Sicherheit und Selbstbestimmung

in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden.

Dazu wurde die Projektidee „Rollende Musterwohnung“

vorgestellt, die unterschiedliche Smart-Home-Lösungen

präsentieren soll. An der Umsetzung des Projektes besteht

im Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen

e.V. großes Interesse.

WOHNKOSTEN

Eine differenzierte Betrachtung der Betriebskosten ergab,

dass die Preise für Heizöl im Januar 2018 bezogen

auf Januar 2017 sich um 7,2 Prozent verteuerten. Zudem

stiegen die Kosten für Instandhaltung und Reparatur von

Wohnungen und Wohngebäuden um 2,7 Prozent, gefolgt

von Strom (1,8 Prozent), Fernwärme (1,7 Prozent) und

festen Brennstoffen (1,2 Prozent). Die Preise für Gas sanken

hingegen im Vergleichszeitraum um 0,3 Prozent.

Bei den kalten Betriebskosten stiegen mit 0,4 Prozent

die Kosten der Wasserversorgung am meisten. Laut dem

Sta tis ti schen Amt Mecklenburg-Vorpommern sanken

die Kosten der Müllabfuhr im Vergleichszeitraum um

0,1 Prozent. Die Nettokaltmieten stiegen im Vergleichszeitraum

um 0,7 Prozent.

BAUGENEHMIGUNGEN

WOHNUNGSNEUBAU

92

7.500

5.000

2.500

7.500

5.000

2.500

Neubau

Instandhaltung

Modernisierung

0

0

GESAMT

402

188

122

14,5 Mio.

Euro

GESAMT

261.000

eigener Bestand

235.000

verwalteter Bestand

Baukostenzuschüsse gewährte das Land Mecklenburg-Vorpommern

2017 im Rahmen des Förderprogramms „Wohnungsbau Sozial“.

Dadurch konnte der Bau von 347 Sozialwohnungen in Greifswald,

Neubrandenburg, Rostock, Waren und Bad Doberan gefördert

werden. Für das Jahr 2018 stehen Mittel in Höhe von 20,6 Millionen

Euro bereit.

2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016

2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016

2017

2017

Quelle: Statistisches Amt

Mecklenburg-Vorpommern

25


WOHNEN IN SCHLESWIG-HOLSTEIN

26


Die Norderstraße, bekannt für ihre „baumelnden Schuhe“,

bildet das Zentrum eines der buntesten und quirligsten

Viertel Flensburgs und liegt in unmittelbarer Nähe zur

Stadtmitte und zum östlich gelegenen Hafen. Die SBV-Häuser

passen sich mit ihren verputzten und weiß gestrichenen

Fassaden gut in das Ensemble der historischen Gebäude mit

den vorherrschenden Satteldächern ein. Die Dachgeschosse

sind ausgebaut, sowohl die senkrechten Träger als auch die

Pfetten bestehen 27 aus Holz. Quelle: SBV Flensburg eG


WOHNEN IN SCHLESWIG-HOLSTEIN

Die Wankendorfer Baugenossenschaft

hat ehemalige Büroräume

in der Steinbrückstraße in Itzehoe

wieder in Wohnraum umgewandelt.

Quelle: Wankendorfer

WOHNUNGSMÄRKTE BLIEBEN 2017 STABIL

Auch im Jahr 2017 war die Entwicklung der Wohnungsmärkte

in Schleswig-Holstein in der jeweiligen Regionalität

stabil. Dank hoher Investitionen in Instandhaltung/Modernisierung

und regional weiter anziehender

Nachfrage konnten die Mitgliedsunternehmen den

Leerstand auf niedrigem Niveau halten oder weiter reduzieren

(im Durchschnitt 1,6 Prozent). Die Fluktuation

blieb mit durchschnittlich 9,4 Prozent kaum verändert.

Auch das Niveau der Nettokaltmieten im Bestand ist

weitgehend stabil geblieben. So erhöhten sich die Durchschnittsmieten

der Mitgliedsunternehmen in der Regel

investitionsbedingt nur leicht. Die durchschnittliche

Nettokaltmiete lag zuletzt im Bestand bei 5,41 Euro pro

Quadratmeter. Zuvor waren es 5,38 Euro gewesen.

Auf der Angebotsseite hat die Marktbeobachtung des

Landes aktuell eine durchschnittliche Nettokaltmiete

von 7,01 Euro pro Quadratmeter ermittelt (+2,5 Prozent

zum Vorjahr / 2015). Es gibt allerdings erhebliche

regionale Unterschiede (unter fünf bis deutlich über

neun Euro). Vor allem in einigen Kommunen des Hamburger

Umlands, vereinzelt auch in anderen Wohnungsteilmärkten

ist mit weiter steigenden Angebotsmieten

zu rechnen. Diese Entwicklung ist der hohen Nachfrage

und den hohen Kosten im Neubau geschuldet.

Nach einer leichten Delle hat sich der Preisanstieg im

Wohnungsbestand auch in den oberen Segmenten fortgesetzt.

Dem allgemeinen Trend – wenn zuletzt auch

mit etwas weniger Dynamik – folgt auch das preiswertere

Angebotssegment. Die Angebotsmietenentwicklung

im Neubau ist weiter aufwärtsgerichtet, hat aber deutlicher

an Dynamik verloren.

Die Zunahme älterer Haushalte, das wachsende Interesse

am urbanen Wohnen sowie die weiter hohen Studierendenzahlen

wirken sich auf die Wohnungsnachfrage

aus. Auch die gerade in den Städten zahlreichen

SGB-II-Haushalte fragen vor allem kleine und günstige

Wohnungen mit guter Anbindung an die Infrastruktur

nach. Das verschärft die Konkurrenz in diesem Marktsegment.

HOHER NEUBAUBEDARF IN SCHLESWIG-HOLSTEIN

Die Landesregierung schätzt den Neubaubedarf auf gut 154.000 Einheiten bis zum

Jahr 2030. Allerdings müsste der Großteil der Wohnungen schon bis zum Jahr 2020

errichtet werden (78.000). Der größte Bedarf an neuem Wohnraum besteht in den

kreisfreien Städten (mit Unterschieden) und in den Kreisen am Hamburger Rand.

28


WOHNUNGSBAUFÖRDERUNG WIRD REALITÄTEN

ANGEPASST

Der Bestand an Sozialwohnungen in Schleswig-Holstein

ist infolge der Bindungsverkürzung durch das SHWoFG

auf 49.320 Einheiten gesunken (2016). Der Bindungsabbau

wird teilweise durch den Aufbau neuer Bindungen

kompensiert (+5.400 2011 / 2016). Ohne Berücksichtigung

des geförderten Neubaus bzw. von Belegungsrechtsankäufen

würde der Sozialwohnungsbestand bis 2030 um

rund 60 Prozent zurückgehen. In der Hauptsache ist es

unverändert die Wohnungswirtschaft, die in dieses Wohnungsmarktsegment

investiert.

ca. 2,88 Mio. Einwohner

178 Einwohner pro km²

15.763 km²

Investitionen 2017

in Mio. Euro

Wohnungsbestand

Ende 2017

30.000

Quelle: Statistikamt Nord

Seit Beginn der laufenden Periode 2015/2018 wurden

3.442 preis-/belegungsgebundene Mietwohnungen gefördert

– davon 56 Prozent im Hamburger Umland. Dazu

beigetragen hat vor allem das abgelaufene Jahr.

Auch dank des Investitionszuschusses konnten allein

2017 gut 1.500 Wohnungen in das Förderprogramm

aufgenommen werden. Der absehbare Bedarf (bis 2020)

im geförderten Wohnungsbau wird auf jährlich rund

1.600 Einheiten veranschlagt.

Allein im Jahr 2017 (und ausschließlich auf die Förderung

bezogen) wurde ein Investitionsvolumen in Höhe

von 211 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Hinzu

kommt das mit den geförderten Wohnungsbauprojekten

regelmäßig verbundene freifinanzierte Investitionsvolumen.

Das Land Schleswig-Holstein hat im laufen den

Förderprogramm 2015 / 2018 rund 760 Millionen Euro

zur Verfügung gestellt. Darin sind 400 Millionen Euro

aus dem Sonderprogramm „Erleichtertes Bauen“ enthalten.

115

69

GESAMT

388

204

Neubau

Instandhaltung

Modernisierung

GESAMT

168.000

eigener Bestand

138.000

verwalteter Bestand

rd. 760 Mio. Euro

hat das Land seit dem Jahr 2015

für die Förderung des Wohnungsbaus

zur Verfügung gestellt.

In Anpassung an die Marktrealitäten wird erstmals auch

für den Neubau ein Investitionszuschuss von 250 Euro

pro Quadratmeter geförderter Wohnfläche gewährt.

Grundsätzlich werden Förderkonditionen zügig an veränderte

Investitionsrahmenbedingungen angepasst.

INVESTITIONEN DER WOHNUNGSUNTERNEHMEN

BLEIBEN HOCH

Die schleswig-holsteinischen Mitgliedsunternehmen investieren

im Interesse nachhaltig marktfähiger Bestände

kontinuierlich und auf hohem Niveau. Nach vorläufigen

Hochrechnungen wurden auch 2017 rund 388 Millionen

Euro in die Modernisierung, die Instandsetzung, den

Neubau und in Wohnumfeldmaßnahmen investiert.

Überwiegend werden die entsprechenden Aufträge an

regionale Bau- und Handwerksbetriebe vergeben. Das

macht Wohnungsunternehmen zu einer wichtigen Säule

für den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein.

BAUGENEHMIGUNGEN

WOHNUNGSNEUBAU

16.000

14.000

12.000

10.000

8.000

6.000

4.000

2.000

0

16.000

12.000

8.000

4.000

0

2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016

2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016

29

2017

2017

Quelle: Statistikamt Nord


02

HIGHLIGHTS

2017 / 2018

15

Tagungen

121

Seminare

3.747

Teilnehmer

JUNI

JUNI

SEPTEMBER

NOVEMBER

Verbandstag

9. Fachforum

Rechnungswesen /

Unternehmenssteuerung

Arbeitstagung

5. Norddeutscher

Mietrechtstag

15. Juni 2017

Hamburg

26. / 27. Juni 2017

Boltenhagen

25. – 27. September 2017

Rostock-Warnemünde

13. November 2017

Lübeck

„Innovation,

Zukunft,

Digitalisierung“

248 Teilnehmer

131 Teilnehmer

867 Teilnehmer

„Modernisierung –

Chance oder Risiko?“

123 Teilnehmer

30


JANUAR

FEBRUAR

FEBRUAR

APRIL

20. ManagementForum

Infotag Asbest

4. Fachtagung

Digitalisierung in der

Wohnungswirtschaft

VNW-Genossenschaftstag

16./17. Januar 2018

Lübeck

8. Februar 2018

Helmkehof Hannover

28. Februar 2018

Hamburg

16./17. April 2018

Hamburg

„Digital. Menschlich.

Wertvoll“

126 Teilnehmer

„Blick in die Zukunft“

182 Teilnehmer

150 Teilnehmer

210 Teilnehmer

31


SCHWERPUNKTE DER VNW-VERBANDSARBEIT

03

INTERESSENVERTRETUNG

UND BERATUNG

Der VNW vertritt die Interessen seiner Mitglieder in Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit

und bietet ihnen umfassende Dienstleistungen wie Beratungen, Fort- und Weiterbildungen

an. Für Wohnungsgenossenschaften ist er als gesetzlicher Prüfungsverband tätig.

Das Schwerpunktthema 2017/2018 war „Digitalisierung“. Dazu wurde im vergangenen

Verbandsjahr im Auftrag des VNW eine Umfrage bei den Mitgliedsunternehmen vom Beratungsunternehmen

Analyse & Konzepte, Hamburg, durchgeführt. Die Ergebnisse der

Studie zeigen, dass uns die Digitalisierung in den kommenden Jahren weiter begleiten

wird. Sie stellen gute Handlungsempfehlungen für die weitere Verbandsarbeit auf diesem

Gebiet dar und dienen als Hinweise, um auf die Mitgliedsunternehmen zugeschnittene

Lösungen zu entwickeln. Am Verbandstag im Juni 2018 beginnt das Schwerpunktjahr

„Quartier inklusiv“.

Rechtsberatung

Wie in den Vorjahren haben die Beratungen der Wohnungsunternehmen zu deren rechtlichen

Fragen einen großen Stellenwert. Neben den bisherigen Schwerpunkten wie dem

Miet- und Betriebskostenrecht sowie dem Gesellschaftsrecht hat sich das Datenschutz -

recht als weiteres umfassendes Rechtsgebiet etabliert. Hierzu wurden diverse Seminare

und Schulungen angeboten. Am 23. Oktober 2018 wird darüber hinaus eine Fachtagung

Datenschutz und Datensicherheit in Lübeck stattfinden. Ebenfalls etabliert hat sich der

Norddeutsche Mietrechtstag, mit über weit mehr als 100 Teilnehmern im Jahr. Der 6. Norddeutsche

Mietrechtstag findet am 19. November 2018 in Lübeck statt. Im Rahmen des

Schwerpunktes Digitalisierung befasst sich der Fachausschuss Recht mit Datenschutz und

IT-Sicherheit sowie Fragen zum Smart Home bis zur digitalen Mieterakte.

VNW-Genossenschaftstag

2018

16.–17. April 2018,

Hamburg

Eine starke Idee!

Genossenschaften – eine starke Idee! Dieses

Motto bildete die Klammer um die

Themen, die beim Genossenschaftstag

2018 angeboten wurden. In seinem Einführungsvortrag

erläuterte Josef Zolk,

stellvertretender Vorstandsvorsitzender

der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft,

was den Begründer der

Genossenschaftsidee vor 200 Jahren antrieb.

Auf festem christlichem Fundament

stehend habe Raiffeisen auf die Eigenverantwortung

eines jeden Menschen und

auf dessen Mitgefühl für andere gesetzt.

In weiteren Vorträgen erhielten die gut

200 Gäste Anregungen, wie diese genossenschaftlichen

Werte in aktuellen Projekten

umgesetzt werden.

SOZIALMANAGEMENT UND

QUARTIERS ENTWICKLUNG

Betriebswirtschaft

Digitale Instrumente

der Nachbarschaftsförderung

sowie Assistenzsysteme

mit technischer

Unterstützung

wurden in einem Workshop vorgestellt und diskutiert. Wohnen

für ein langes Leben mit digitaler Unterstützung ist ein

wichtiges Thema im demografischen und gesellschaftlichen

Wandel, das den Fachausschuss auch weiterhin begleitet.

Unter dem Motto des diesjährigen Schwerpunktjahres wurde der

Stand der Digitalisierung für den Prozess „Workflow von Eingangsrechnungen“

untersucht. Im Ergebnis wäre die Festlegung eines einheitlichen

digitalen Rechnungsstandards notwendig. Ziel sollte ein

einheitlicher digitaler Workflow sein. Eine Arbeitsgruppe aus den

VNW-Fachausschüssen Betriebswirtschaft/Steuern, Wohnungswirtschaft

und IT wird sich diesem Thema annehmen und Lösungen mit

Versorgungsunternehmen und ERP-Anbietern suchen.

32


Kommunikation

Schwerpunkt des Referats Kommunikation war die Umsetzung der Imagebroschüre „Grundriss des

Lebens“. Damit soll Entscheidern in Politik und Verwaltung verdeutlicht werden, dass die im VNW

organisierten Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften und ihr Verband die entscheidenden

Partner sind, wenn es um bezahlbaren Wohnraum und sozialen Frieden in der Gesellschaft

geht. Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es, diese Botschaft über Zeitungen, soziale Medien sowie

Rundfunk- und Fernsehanstalten zu verbreiten. Ferner wurden die inhaltliche Überarbeitung und

äußere Neugestaltung des VNW-Magazin gestartet. Bei der Erstellung des Magazins soll der Fachausschuss

Kommunikation künftig eingebunden werden.

Wohnen.

Grundriss der

Gesellschaft.

VNW. Verband der Vermieter mit Werten.

Technik und Energie

In der Juli-Sitzung 2017 konstituierte sich der Fachausschuss

Technik und Energie mit 35 Mitgliedern neu. Eine

zuvor durchgeführte Klausursitzung hatte ergeben,

dass die Mitglieder dem fachlichen Austausch während

der Sitzungen gegenüber externen Vorträgen mehr Zeit

und Gewicht verleihen wollten. Beiträge aus der Praxis

bilden die Grundlage für den Transfer neuer Ideen, Erkenntnisse

und Verfahren.

Besonderes Augenmerk lag auf der Entwicklung des Seriellen

Bauens und Sanierens, der Methodik des „Building Information

Modeling“ BIM, der Optimierung der Anlagentechnik, der Elektromobilität

im Zusammenhang mit dem Wohnen sowie dem Umgang

mit asbesthaltigen Putzen und Spachtelmassen. Im Zeitraum

zwischen März 2017 und März 2018 fanden vier Sitzungen des

Fachausschusses Technik in Hamburg, Schleswig, Harburg und

Kiel statt.

BETA Nord

Im Projekt BETA Nord soll in der Praxis geprüft

werden, ob die dauerhafte (externe)

Betriebsführung der haustechnischen Anlagen

ein Schlüssel zur Betriebseffizienz und der

damit verbundenen Energieeinsparung sein

kann. Inzwischen wurde das Projekt konzept

entwickelt. Ein Förderantrag bei der Deutschen

Bundesstiftung Umwelt für die wissenschaftliche

Begleitforschung durch die HAW

Hamburg wird derzeit erarbeitet. Gegenwärtig

befinden sich 80 Anlagen von 17 VNW-

Mitgliedsunternehmen im Projekt.

IT / Multimedia

BILDUNG UND PERSONAL

Im Fokus stand die Qualifizierung unterschiedlicher Zielgruppen in

Wohnungsunternehmen. Der VNW bietet ein breites Portfolio an

praxisorientierten Seminaren, Workshops, Lehrgängen und Tagungen

für Auszubildende und Führungskräfte, Kaufleute und Techniker,

Sozialarbeiter und Kommunikationsexperten an. Und die Teilnehmerzahlen

sprechen für sich. Der Lehrgang „Qualifizierter Quartiersentwickler/Qualifizierte

Quartiersentwicklerin in der Wohnungswirtschaft

(VNW)“, entwickelt von Praktikern aus dem Fachausschuss

Quartiersentwicklung, war und ist ein großer Erfolg und wird von den

Mitgliedsunternehmen gut angenommen. Im Fachausschuss Personal

ist die Veränderung von Kompetenzprofilen, Karrieremodellen, Arbeitsinhalten

und Arbeitsplätzen durch die Digitalisierung weiterhin

ein Schwerpunkt.

Network feiert 2018 sein

10-jähriges Jubiläum

Agiles innovatives digitales Denken und Handeln birgt große Potenziale, nicht nur für die

Wohnungswirtschaft. Optimierte effiziente IT-gestützte Unternehmensprozesse, eine vielfältige

technische Ausstattung sowohl im Wohnumfeld als auch in den Wohnungen sind

bei vielen Wohnungsunternehmen immer selbstverständlicher.

Der Fachausschuss hat sich im Jahr 2017 einen Überblick verschafft, wie Wohnungsausstattung

zukünftig aussehen könnte und wo digitale Assistenten schon etabliert sind. In einem

Workshop wurden bestehende digitale Lösungen zu den einzelnen Unternehmensfeldern

zusammengestellt und grundsätzliche Inhalte für einen Praxisleitfaden erarbeitet.

Für 2018 stehen die Erstellung eines FAQ als praktische Handlungshilfe zur EU-DSGVO auf

dem Plan sowie die Standardisierung eines digitalen Rechnungseingangs in Kooperation

mit den Fachausschüssen Wohnungswirtschaft und Betriebswirtschaft/Steuern.

Mit seiner innovativen Idee des

Lernens hat das Netzwerk bis heute

nichts von seiner Attraktivität

verloren und ist aktuell wieder mit

20 Potenzialträgern am Start.

33


PRÜFUNGSDIENST

04

DER PRÜFUNGSDIENST

IM VNW

Die Durchführung von Prüfungen nach §53 GenG für die im

VNW organisierten Genossenschaften ist gesetzliche Kernaufgabe

des Prüfungsbereiches und war auch in 2017 Schwerpunkt

der Tätigkeit. Es wurden 151 Prüfungen für Genossenschaften

und 18 Prüfungen für Unternehmen in anderer Rechtsform

durchgeführt. Die Prüfungen wurden auf Grundlage einer detaillierten

Prüfungsplanung unter Verwendung der wohnungswirtschaftlich

zugeschnittenen Prüfungssoftware AuditSolutions

planmäßig durchgeführt. Überhänge für 2018 bestanden bis auf

wenige Ausnahmen, die zwischenzeitlich abgearbeitet sind,

nicht. Die Prüfungen für das Geschäftsjahr 2017 zeigen ganz

überwiegend geordnete wirtschaftliche Verhältnisse unserer

nachhaltig wirtschaftenden Mitgliedsunternehmen und bestätigen

die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Sofern Bestätigungsvermerke

zu erteilen waren, wurden diese ohne Einschränkung

erteilt.

WP/StB Gerhard Viemann,

Direktor für den Prüfungsdienst

Die mit dem vdw Niedersachsen und Bremen vereinbarte Kooperation der Prüfungsbereiche

hat sich verfestigt und bewährt. Dies zeigt sich insbesondere in gemeinsamen und einheitlichen

Maßnahmen zur Sicherung der Prüfungsqualität und der Praxisorganisation, in gemeinsamen

Back-Office-Bereichen der Berichtskritik und der Prüfungsberichterstellung, in

der gemeinsamen Entwicklung von Beratungsangeboten und in der gemeinsamen Prüferfortbildung.

Der gegenseitige Prüferaustausch ist wesentliche Grundlage der Personaldisposition

in beiden Verbänden. Durch die Kooperation werden positive Synergieeffekte

erzielt, die auch die Ertragslage des VNW positiv beeinflussen.

Der Prüfungsbereich des VNW hält neben der Prüfungstätigkeit für seine Mitgliedsunternehmen

ein umfassendes und in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebautes

Dienstleistungsangebot mit den Schwerpunkten betriebswirtschaftlicher Beratung und

Fortbildung vor. Die prüfungsnahe Beratung im IT-Umfeld der Unternehmen gewinnt an

Bedeutung und wird zunehmend nachgefragt. Hierzu gehören insbesondere die Migrationsprüfungen

im Zusammenhang mit dem Wechsel der ERP-Software und die Überprüfung

der Einhaltung von Anforderungen der Finanzverwaltung hinsichtlich des digitalen

Datenzugriffs. Prüfungsnahe Beratungsleistungen wurden darüber hinaus in 2017 insbesondere

im Zusammenhang mit Immobilienbewertungen, Unternehmensrestrukturierungen

und Neugründungen von Genossenschaften erbracht. Die in den letzten Jahren gemeinsam

mit dem vdw Niedersachsen entwickelten Beratungsangebote im Bereich Unternehmensplanung

(WiFiP) und der Investitionsrechnung (VoFi) wurden an aktuelle

Entwicklungen, z. B. im Bereich der Förderung, angepasst.

Die am 25. Mai 2018 in Kraft tretenden Regelungen der Datenschutzverordnung haben

bei den Mitgliedsunternehmen zu hohem Informations- und Beratungsbedarf geführt.

Hierauf hat der VNW mit diversen Informationsschreiben und mit mehreren Informations-

34


Unternehmen

Name

Name

Name

Tel. / Fax

E-Mail

Unterschrift

Neustadt

Travemünde

Lübeck

A1

A1

Grömitz

L332

Puppenbrücke

An der Untertrave

OSTSEE

BOLTENHAGEN

Boltenhagen

Klütz

Wismar

Grevesmühlen

EMPIRE

RIVERSIDE

HOTEL

Kühlungsborn

Rostock

A19

A20

VNW

Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

Tangstedter Landstraße 83 • 22415 Hamburg

Tel.: 040 / 520 11 - 0 • Fax: 040 / 520 11 - 201

E-Mail: info@vnw.de • www.vnw.de

Berlin

Laeizhalle

veranstaltungen ausführlich reagiert. Zusätzlich wurde gemeinsam mit dem vdw Niedersachsen

ein Mitarbeiter extern zum Datenschutzbeauftragten qualifiziert und das Beratungsangebot

„Datenschutz-Check“ gerade für kleinere und mittlere Wohnungsunternehmen

entwickelt.

Die Steuerabteilung des VNW wird mit Niederlassungen in Schwerin und Hamburg geführt.

Neben der laufenden Beratung einschließlich der Erstellung von Steuererklärungen

umfasst die Steuerberatung die Erstellung von Steuerbilanzen, steuerlichen Planungsrechnungen

sowie in 2017 insbesondere die Erstellung der E-Bilanz. Wesentlicher Beratungsschwerpunkt

in 2017 waren die Erstellung und Überprüfung von Tax-Compliance-Systemen

für die Mitgliedsunternehmen. Die Steuerabteilung des VNW bietet darüber hinaus, unter

Beachtung der Regelungen zur Unbefangenheit, die Unterstützung bei der Buchführung

und der Jahresabschlusserstellung sowie bei der Durchführung von Lohn- und Gehaltsbuchhaltung

an.

Die Durchführung der umfangreichen Prüfungs-, Steuer- und betriebswirtschaftlichen

Beratungsleistungen wurde in 2017 mit insgesamt 33 Mitarbeitern im Prüfungsdienst einschließlich

des Innendienstes und 2 Mitarbeitern der Steuerabteilung erbracht. Für alle

Mitarbeiter des Prüfungsdienstes, insbesondere für die jüngeren Mitarbeiter, wird ein umfangreiches

Fort- und Ausbildungsprogramm vorgehalten.

Die Durchführung von Bildungsveranstaltungen für die Mitgliedsunternehmen

anmelDung

ist

Veranstaltungsort

weiterhin

wesentlicher Bestandteil der Angebotspalette des VNW-Prüfungsbereiches. Die

bitte bis zum 9. Juni 2017

Iberotel Boltenhagen

per Fax an

Tel. 038825 / 384-0 • Fax 038825 / 384-8701

040 / 520 11-201

E-Mail: info@iberotelboltenhagen.de

Mitarbeiter

des VNW haben auch in 2017 unter hohem persönlichem Einsatz

oder per E-Mail an

www.iberotelboltenhagen.de

haase@vnw.de

Ja, ich/wir nehme/n verbindlich am

9. FachForum Rechnungswesen

über

/

400 Teilnehmer/innen

informiert und trainiert. Umfangreiche Seminar- und Weiterbildungsangebote

Unternehmenssteuerung

am 26. / 27. Juni 2017 in Boltenhagen teil.

waren in 2017 das aus 7 Modulen bestehende Weiterbildungsprogramm „Qualifizierter

Aufsichtsrat VNW“ sowie die an 4 Veranstaltungsorten stattfindende Seminarreihe „Jahresabschluss

und Lagebericht 2017“. Das Fachforum „Rechnungswesen/ Unternehmenssteue-

ZimmerreserVierung

eingerichtet.

Stichwort: VNW

Rate: 135 Euro / Einzelzimmer inkl. Frühstück

rung“ in Boltenhagen wurde in 2017 mit 130 Teilnehmern durchgeführt. ansprechpartner Führungskräfte

zum 28. April 2017.

Andreas Daferner, Kerstin Haase

Tel.: 040/520 11-212 • E-Mail: haase@vnw.de

teilnahmegebühr

der Mitgliedsunternehmen, insbesondere aus den Bereichen Rechnungswesen, informieren

sich hier über aktuelle und grundsätzliche Fragestellungen und nutzen die Gelegen-

440 Euro je Teilnehmer/in für Mitglieder

500 Euro je Teilnehmer/in für Nichtmitglieder

(inkl. Unterlagen und Verpflegung, ohne Übernachtung)

heit, den fachlichen Austausch mit Referenten und Kollegen zu pflegen.

Baltische Allee 1, 23946 Ostseebad Boltenhagen

Im Tagungshotel haben wir ein Abrufkontingent

U

Bitte reservieren Sie Ihr Zimmer direkt im Hotel bis

Die Sicherung und weitere Verbesserung der Prüfungsqualität und die Ausweitung der

Angebote im betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Bereich werden auch in den kommenden

Jahren zu den Hauptaufgaben des Prüfungsverbands gehören. Dabei spielt die

Digitalisierung der Abschlussprüfung eine immer größere Rolle. Mit der Einführung der

vollständig digitalen Prüferakte hat der Prüfungsbereich bereits begonnen. Hinzu kommt

in 2018 und 2019 eine grundlegende Erneuerung der eingesetzten Prüfungssoftware auf

der Grundlage der Standardsoftware AuditTemplate.

S

9. FachForum

26./27. JUNI 2017 / BOLTENHAGEN

Rechnungswesen/

Unternehmenssteuerung

9. Fachforum

Rechnungswesen /

Unternehmenssteuerung

26./27. Juni 2017,

Boltenhagen

35


VNW-GREMIEN

05 VERBANDSORGANE

VNW-VERBANDSAUSSCHUSS

Jana Kilian (Vorsitzende)

HANSA, Hamburg

Marcel Sonntag (stellv. Vorsitzender)

NEUE LÜBECKER, Lübeck

Dieter Vetter (stellv. Vorsitzender)

SWG, Stralsund

Sven Auen

WOGE, Kiel

René Gansewig

NEUWOBA, Neubrandenburg

Arno Gutzmer

WIG, Bad Doberan

Matthias Herter

meravis, Hamburg

Dr. Thomas Krebs

SAGA Unternehmensgruppe, Hamburg

Kai Lorenz

Neue Gewoge, Pinneberg

Uta Meckert

Torgelower gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft

Wilfried Pahl

BG Mittelholstein, Kiel

Rüdiger Sokolowski

Wohnungsgenossenschaft Rostock-Süd

Ingo Theel

BGFG, Hamburg

Uwe Wirries

ADLERSHORST, Norderstedt

Ralf Zimlich

WIRO, Rostock

Marko Lohmann

(beratendes kooptiertes Mitglied),

Bergedorf-Bille, Hamburg

VNW-PRÜFUNGSAUSSCHUSS

Dem Prüfungsausschuss des Verbands-

ausschusses gehören an:

Wilfried Pahl (Vorsitzender)

René Gansewig

Dr. Thomas Krebs

Ingo Theel

Dieter Vetter

Uwe Wirries

VERBANDSVORSTAND,

VORSTAND IM SINNE DES § 26 BGB

Verbandsdirektor

Andreas Breitner

Direktor für den Prüfungsdienst

Gerhard Viemann

Wirtschaftsprüfer/Steuerberater

Ulrich Stallmann

Walddörfer, Hamburg

36


VORSTÄNDE DER

LANDESVERBÄNDE

VNW VERBAND NORDDEUTSCHER WOHNUNGSUNTERNEHMEN

LANDESVERBAND HAMBURG E.V. – VORSTAND

Marko Lohmann

Marko Lohmann (Vorsitzender)

Michael Wulf (stellv. Vorsitzender)

Torsten Gerke

Matthias Herter

Dr. Hardy Heymann

Dirk Hinzpeter

Dr. Thomas Krebs

Claus-Dietrich Scholze

Wilfried Wendel

Kooptiert: Monika Böhm

Vorsitzende des Arbeitskreises Hamburger

Wohnungsbaugenossenschaften e.V.

Geschäftsführerin: Dr. Iris Beuerle

VNW VERBAND NORDDEUTSCHER WOHNUNGSUNTERNEHMEN

LANDESVERBAND MECKLENBURG-VORPOMMERN E.V. – VORSTAND

Dieter Vetter (Vorsitzender)

René Gansewig (stellv. Vorsitzender)

Arno Gutzmer

Uta Meckert

Klaus-Dieter Thauer

Martin Wiechers

Dieter Vetter

Gäste: Gerda Behrend

Ralf Zimlich

Geschäftsführer: Steffen Laser

VNW VERBAND NORDDEUTSCHER WOHNUNGSUNTERNEHMEN

LANDESVERBAND SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V. – VORSTAND

Marcel Sonntag

Marcel Sonntag (Vorsitzender)

Dr. Ulrik Schlenz (stellv. Vorsitzender)

Jürgen Möller (stellv. Vorsitzender)

Detlef Aue

Sven Auen

Jörg Mach

Dr. Matthias Rasch

Holger Timm

Geschäftsführer: Christoph Kostka

37


PROJEKTE AUS DEN MITGLIEDSUNTERNEHMEN

UNSERE VIELFALT DES

BEZAHLBAREN WOHNENS

01 02 03 04 05

06

07

08

09

10

11

12

13

14

01 Der Wohnungsverein Hamburg von 1902 eG hat 2016 die Wohnanlage und Geschäfts stelle Landwehr / Hinrichsenstraße

Borgfelde fertiggestellt. Die 62 Wohnungen wurden im 1. Förderweg erstellt. Neubau und Altbestand fassen einen

begrünten Innenhof. Neben Tiefgarage und Abstellplätzen findet sich im Souterrain überdies eine Gäste wohnung.

Quelle: WV Hamburg von 1902 eG / © Arndt Haug

02 Die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH Greifswald hat das Wohnhaus in der Lomonossowallee 33/34 in

den vergangenen Jahren weitestgehend umgestaltet und saniert. Es sind 36 barrierearme Wohnungen mit Loggia und

ebenerdiger Dusche oder Vollbad entstanden. Die Erschließung der Innenhöfe und die Schaffung von Freiräumen hat

dem Quartier mehr Aufenthalts- und Wohnqualität zugeführt. Quelle: WVG Greifswald mbH

03 Das Wohnquartier am Mühlenholz der NEUWOBA, Neubrandenburger Wohnungsbaugenossenschaft eG, ist in unmittelbarer

Nähe des Stadtzentrums gelegen. Die 15 barrierefreien Wohnungen verfügen je über einen Pkw-Stellplatz, Fußbodenheizung

und Parkett. Wärm edämmsysteme und Niedertemperaturheizungen lassen den Wärmebedarf der Gebäude

weit unter den Anforderungen der EEV liegen. Quelle: NEUWOBA eG

04 Das Wohnhaus in der Clemens-Schultz-Straße (St. Pauli) wurde im Jahr 1898 erbaut. Seit 1978 gehört das unter Denkmalschutz

stehende Gebäude zum Bestand der Schiffszimmerer-Genossenschaft. Im Wohnhaus befinden sich 12 Wohnungen,

mit Grundrissen zwischen 2 und 3,5 Zimmern bzw. 47 – 87 m 2 . Quelle: Schiffszimmerer eG / © Markus Tollhopf

05 Das Neubauprojekt des Selbsthilfe-Bauverein eG „Wohnen am Wasserturm“ erstreckt sich über ein Areal von insgesamt

30.000 m² Fläche. Der SBV bietet dort 50 Mietwohnungen an, zusammen mit Häusern weiterer Partner sind es insgesamt

150 Wohneinheiten. Die Gebäude liegen zentral und ruhig am Volkspark, mit einem wunderschönen Blick über Flensburg.

Quelle: SBV Flensburg eG

06 Mit dem Lückenschluss der Wohnungsbau-Genossenschaft Greifswald eG in der Gleviner Straße 14 ist 2017 der letzte

Bau abschnitt der „Gleviner Ecke“ fertiggestellt worden. Es sind 10 großzügig geschnittene Wohnungen entstanden, die

über eine Terrasse oder einen Balkon und einen Aufzug verfügen. Im Vorjahr sind an der Gleviner Ecke mit der Gleviner

Straße 16 sowie der Langen Straße 26 die ersten zwei Baulücken geschlossen worden und 7 neue, moderne Wohnungen

sowie eine Gewerbeeinheit entstanden. Quelle: WGG

38


07 Die Wohnungsbaugesellschaft Ostholstein mbH errichtet am Alten Sportplatz Scharbeutz eine Wohnanlage mit 35 barrierefreien

Wohnungen und 18 Reihenhäusern, 20 Prozent der Wohneinheiten sind durch die Gemeinde gefördert. Die Anlage

verfügt über ein Unterflur-System für die Abfall- und Wertstoffsammlung, einen Gemeinschaftsraum mit Kochinsel und eine

daran angrenzende Teichanlage. Quelle: Wobau Ostholstein mbH

08 Die GEWOBA Nord Baugenossenschaft eG hat im Oktober 2015 den Neubau eines ganzen Quartiers mit 59 Zwei-Zimmer-,

23 Drei-Zimmer-Wohnungen sowie 13 Wohneinheiten in Reihenhäusern in Angriff genommen. Alle Wohnungen sind mit

eigener Terrasse oder eigenem Balkon versehen. Die Mehrfamilienhäuser sind an allen Aufgängen zudem mit einem Aufzug

ausgestattet. Das zukunftsorientierte Energiekonzept sorgt durch Nutzung regenerativer Energien in einer eigenen Heiz -

zen trale sowie höchste Dämmstandards für niedrige Nebenkosten. Quelle: GEWOBA Nord eG

09 Die Gemeinnützige Baugenossenschaft Bergedorf-Bille eG hat am Lohsepark / Steinschanze Ende 2015 ein besonders vielfälti -

ges Projekt fertiggestellt. Neben 58 genossenschaftlichen Mietwohnungen für Familien, darunter auch die ersten 15 öffentlich

geförderten Mietwohnungen in der HafenCity, wurden eine Kita, zwei Gewerbeobjekte und ein Quartiers treffpunkt realisiert.

Dem Projektpartner, der Firma Otto Wulff Projektentwicklung GmbH, wurde für das Baufeld 70 – Wohnen am Lohsepark – der

3. BDA Hamburg Architektur Preis 2016 verliehen. Quelle: Bergedorf-Bille eG

10 Die Baugenossenschaft Finkenwärder-Hoffnung eG hat am Finksweg in Finkenwerder 2015 10 attraktive, moderne Wohnungen

realisiert. In den Baukörper ist ein familiengerechtes Stadthaus integriert. Ein besonderes Augenmerk wurde auf energetische

Aspekte, qualitativ hochwertiges Bauen und die barrierefreie Erschließung der Wohnungen im Erdgeschoss gelegt. Quelle:

Finkenwärder-Hoffnung

11 Die Wohnungsgenossenschaft Warnow hat industriell gefertigte Plattenbauten an der Messe straße in Rostock Evershagen

rundum erneuert. Die Gebäude wurden energetisch ertüchtigt, es wurden Balkone angebaut, Wohnungszuschnitte verändert

und Aufzüge eingebaut. Quelle: WG WARNOW eG / © Luptscho

12 Hauptverwaltung der GEWOBA in Schleswig. Die GEWOBA Nord eG feierte im vergangenen Dezember ihr 10-jähriges Gebäudejubiläum.

Quelle: GEWOBA Nord eG

13 Der Eisenbahnbauverein Harburg eG hat in der Friedrich-List-Straße 2 c und 2 d 21 WE als Passiv häuser errichtet. Die freifinanzierten

Objekte sind als Nachverdichtungsmaßnahme auf ehemaligem Gartengelände realisiert worden. Das Objekt ist als

auto armes Wohnen genehmigt und verfügt über 79 Fahrradstellplätze. Die hochwertige Ausstattung umfasst Aufzug, Einbauküche,

Parkett- und Fliesenböden, Wannen- und Duschbereich, die Wohnflächen liegen zwischen 55 und 110 m². Quelle:

EisenbahnBV Harburg eG

14 Die Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft mbH hat in der Ziolkowskistraße 9/11 in der Neubrandenburger Oststadt insgesamt

110 Wohnungen modernisiert. Neben dem Dach, der Fassade, der Heizungsanlage, einer Erweiterung und Modernisierung

der Aufzugsanlage sowie dem Neubau und der Sanierung von Balkonen wurden auch die Sanitär- und Elektroanlagen

erneuert. Quelle: NEUWOGES mbH

Impressum

Herausgeber:

Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen

e. V.

Hamburg – Mecklenburg-Vorpommern –

Schleswig-Holstein

Tangstedter Landstraße 83

22415 Hamburg

Redaktion:

Oliver Schirg, v.i.S.d.P.,

Andrea Schwoch, Dr. Anne Schulten

Konzept und Gestaltung:

Klötzner Company Werbeagentur GmbH,

www.kloetzner.de

Lithographie:

Alsterwerk

Druck:

MPW Media-Print Witt

Fotohinweise

Kristina Becker (13)

Bina Engel (11)

Pressebild.de / Bertold Fabricius

(4, 30/31, 32)

Dörthe Hagenguth (34)

Frank Peter (15)

Aktuelle Informationen finden

Sie unter www.vnw.de

39


VERBANDSORGANISATION

VERBANDSTAG

Vertreter der Wohnungsunternehmen

VNW Verband norddeutscher

Wohnungsunternehmen

Landesverband

Hamburg e.V.

VNW Verband norddeutscher

Wohnungsunternehmen

Landesverband Mecklenburg-Vorpommern

e.V.

VNW Verband norddeutscher

Wohnungsunternehmen

Landesverband

Schleswig-Holstein e.V.

Bezirksarbeitsgemeinschaften

Bezirksarbeitsgemeinschaften

Westmecklenburg

Landkreis Rostock

Mecklenburgische Seenplatte

Vorpommern-Rügen

Vorpommern-Greifswald

Rostock

Nord

Mitte

Süd-West

Süd-Ost

VERBANDSAUSSCHUSS

18 Mitglieder

VERBANDSVORSTAND

Geschäftsbereich I

Verbandsdirektor

Andreas Breitner

Geschäftsbereich II

Direktor für den Prüfungsdienst

WP/StB Gerhard Viemann

Verwaltung

Geschäftsstellen:

Hamburg, Schwerin, Kiel

Interessenvertretung und Beratung:

Aus- und Weiterbildung / Projekte

Genossenschaften / Quartiersentwicklung

Kommunikation

Medienrecht / Betriebskostenrecht /

Veranstaltungen

Recht

Technik und Energie

Wohnungswirtschaft

Prüfungsdienst:

Prüfungsplanung

Prüfungsdurchführung

Berichtskritik

Berichtserstellung

Steuerberatung

betriebswirtschaftliche

Beratung

40


VNW-MITGLIEDSUNTERNEHMEN

„WIR SIND MIETPREISBREMSE“

5,74

Euro durchschnittliche Nettokaltmiete / m 2

WIR BIETEN: EIN SICHERES ZUHAUSE

UND BEZAHLBARE WOHNUNGEN

1,622

Mrd. Euro Investitionen in den Neubau sowie

in die Modernisierung und Instand haltung der

Wohnbestände

VNW ALS WIRTSCHAFTLICHER

UND SOZIALER FAKTOR

1,5

Mio. Menschen bieten die VNW-Mitgliedsunternehmen

gutes und sicheres Wohnen und

sind damit ein wichtiger wirtschaftlicher und

sozialer Faktor in Norddeutschland.

39

Prozent Anteil an

allen Mietwohnungen

440

Auszubildende

VNW AKTION ENERGIEWENDE

-15

Zwischen 2005 und 2015:

Senkung des spezifischen Energieverbrauchs

um ca. 15 Prozent

rd.

ARBEITGEBER

7.500

Beschäftigte sind in den

VNW-Mitglieds unternehmen angestellt.

DER VERBAND

GENOSSENSCHAFTLICHE PRÜFUNGEN

INFORMATIONEN

151

nach § 53 GenG für unsere

Mitgliedsgenossenschaften in 2017

90

7

GESAMT

332

132

103

SEMINARE & TAGUNGEN MIT MEHR ALS

3.747

Teilnehmern

Rundschreiben

Rundbriefe

Presse-Infos

Steuer-Infos

41


VNW

Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

Hamburg – Mecklenburg-Vorpommern – Schleswig-Holstein

Tangstedter Landstraße 83 • 22415 Hamburg

Tel.: 040 / 520 11 - 0 • Fax: 040 / 520 11 - 201

E-Mail: info@vnw.de • www.vnw.de

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