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LIDO3

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LIDO<br />

N o 3<br />

+++++ DAS DONAUSTADT MAGAZIN +++++<br />

WENIGER IST MEHR<br />

Beherzt ausmisten<br />

und Gutes tun<br />

DRUCK AUF MIETER<br />

Abriss von Altbauten<br />

macht Wohnen teurer<br />

Report:<br />

SCHULEN!<br />

DIE QUAL<br />

DER WAHL<br />

Kinder testen die Donaustadt<br />

Teil 3: Friseure


Bezahlte Anzeige<br />

EINE STADT,<br />

DIE DIR HÖHEN GIBT.<br />

WIEN KANN.<br />

© Kletterhalle Wien<br />

Sport ist in Wien kein ausschließliches Schönwetterprogramm.<br />

Die drei Sport & Fun Hallen unserer Stadt sind täglich für alle Sportbegeisterten<br />

geöffnet – mit Angeboten zu diversen Ballsportarten über<br />

Klettern und Bouldern bis hin zu eigenen Fitnessbereichen. Die dafür<br />

benötigten Sportgeräte können gegen Vorlage eines Lichtbildausweises<br />

kostenlos ausgeborgt werden.<br />

Eine Übersicht der Angebote der drei Wiener Sport & Fun Hallen<br />

finden Sie unter www.sport.wien.at


AUF EINEN<br />

Inhalt I LIDO<br />

BLICK<br />

4 32<br />

Nachbarn sein<br />

KIND sein<br />

Bezirksteile .................................. 4<br />

Sperre des Strandcafés, erster Gemeindebau neu in<br />

der Seestadt und Umweltpreis für den Seebogen.<br />

Report: Schulen im Bezirk ............. 14<br />

Alles über Angebote und ausgewählte Standorte in<br />

der Donaustadt. Plus Experteninterviews.<br />

Tipps für Kids .............................. 34<br />

Mit diesen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten sieht<br />

man Wiens größten Bezirk aus der Kinderperspektive.<br />

Kampf um Kaisermühlen ............. 8<br />

Wegen der Spekulation mit Altbauten streiten Stadt<br />

Wien, Investoren und Mieter um Lösungen.<br />

Psychologie ...................................27<br />

Expertin Mag. Petra Erber hat Rat in kniffligen<br />

Lebenslagen. Diesmal: Schulbeginn.<br />

Kinder testen den Bezirk .............. 36<br />

Die LIDO-Kinderdetektive haben getestet, wo das<br />

Haareschneiden keine Langeweile kennt.<br />

Politikforum ................................ 10<br />

Die Turbo-Zustellung kommt. Wie schützen wir<br />

Donaustädter Geschäfte vor Amazon?<br />

Termine ........................................ 30<br />

Wer was erleben möchte, muss nicht weit wegfahren,<br />

sagt dieses Best of der Donaustädter Freizeitevents.<br />

Service: Ausgemistet .................... 46<br />

Die besten Adressen für Ausrangiertes: Flohmärkte,<br />

Second-Hand-Läden und mehr in der Donaustadt.<br />

Ombudsforum ...............................12<br />

Wir helfen, beraten und finden es heraus – damit<br />

keine Frage über den Bezirk unbeantwortet bleibt.<br />

Homestory .................................... 50<br />

Für diese Großfamilie ist der Traum vom Haus mit<br />

Garten in Süßenbrunn in Erfüllung gegangen.<br />

IMPRESSUM<br />

Rezepte ........................................ 56<br />

Auf die Bleche, fertig, Mahlzeit: So gelingt der<br />

heurige Einstieg in die Backofen-Saison.<br />

Herausgeber: LIDO e.V. (ZVR-Nr.: 1100271255) Medieninhaber: Escos Automation GmbH, Lichteiche 6, 3011 Purkersdorf,<br />

UID: ATU36801500 Geschäftsführer: Ing. Oliver Kessler, Reinhard Schlossar Redaktion: Lisann Amon, Erich Nuler,<br />

Luiza Puiu, Gisela-Legath-Gasse 5/1, 1220 Wien Druck: DGS – Druck- und Graphikservice GmbH, Hardeggasse 69/Top 21,<br />

1220 Wien Erscheinungsort: Wien Coverfoto: Adobe Stock Blattlinie: Umfassende Berichterstattung über die Entwicklung<br />

und Weiterentwicklung des 22. Wiener Gemeindebezirks, die Förderung von Transparenz und Bürgerbeteiligung sowie<br />

das gleichberechtigte Mitwirken von Personen und Institutionen am Gemeinschaftsleben. LIDO ist unabhängig von politischen<br />

Parteien, Institutionen und Interessengruppen und wendet sich an alle Leserinnen und Leser, die hohe Ansprüche an<br />

eine gründliche und umfassende Berichterstattung unter Wahrung höchster journalistischer Ansprüche legen.<br />

Offenlegung gem. §25 Mediengesetz: Vollständige Offenlegung ständig und unmittelbar unter www.lidowien.com<br />

03<br />

WWW.LIDOWIEN.COM


SÜSSEN-<br />

BRUNN<br />

KAISER-<br />

MÜHLEN<br />

KAGRAN<br />

HIRSCHSTETTEN<br />

BREITEN-<br />

LEE<br />

ESSLING<br />

STADLAU<br />

ASPERN<br />

LOBAU<br />

04<br />

WWW.LIDOWIEN.COM


Nachbarschaft<br />

Wir nehmen unter die Lupe, was sie beschäftigt<br />

Damit die Infrastruktur mit dem großen<br />

Wachstum Schritt hält, werden wichtige<br />

Projekte auf die Beine gestellt.<br />

1 2 3<br />

Bildungs-Superbau Leistbarer Neubau Neue Öffi-Offensive<br />

In der Berresgasse in Breitenlee<br />

entsteht mit dem Bildungscampus<br />

derzeit die modernste Bildungseinrichtung<br />

mit einem zwölfgruppigen<br />

Kindergarten, einer 17-klassigen<br />

Ganztagsvolksschule und einer<br />

zwölfklassigen ganztägigen Neuen<br />

Mittelschule. Das bedeutet,<br />

dass Kinder von 0 bis 14 Jahren an<br />

einem Standort von- und miteinander<br />

lernen können! Im September<br />

wurde Dachgleiche gefeiert. Eröffnung<br />

ist im Herbst 2019.<br />

Langsam nimmt der Bau der „Gemeindebauten<br />

neu“ Fahrt auf.<br />

Jetzt wurde der erste Gemeindebau<br />

in der Seestadt fixiert: Direkt<br />

an der U2 entstehen Am Seebogen<br />

75 Einheiten in der Größe<br />

von 35 bis 70 m². Eigenmittel sind<br />

nicht zu bezahlen. Die Monatsmiete<br />

beträgt 7,50 Euro/m². Die<br />

Zuteilung erfolgt über das transparente<br />

Vergabesystem Wiener<br />

Wohnen. In einem Jahr ist Baubeginn.<br />

Fertigstellung: Herbst 2021.<br />

Sternförmige U-Bahn-Linien und<br />

tangential (also quasi quer dazu<br />

verlaufende) Straßenbahnlinien<br />

zeichnen das große Öffi-Netz der<br />

Donau stadt. Ans Eingemachte geht<br />

es freilich darunter: bei den Bussen.<br />

Um hier mehr Kapazität zu schaffen,<br />

wird ein altes Konzept auf neue<br />

Achsen gestellt: Die Gelenkbusse<br />

kommen – in neuester Machart mit<br />

44 Sitz- und 122 Stehplätzen. Seit<br />

Schulbeginn fahren welche, 62 Exemplare<br />

werden 2019 ausgeliefert.<br />

Bezirksnews. Geballte Informationen auf den folgenden 8 Seiten.<br />

05<br />

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u<br />

LIDO I Bezirksteile<br />

Pro<br />

Die Schließung hat sicherlich viele<br />

überrascht. Aber dass die Anrainer<br />

keine Freude haben, war klar.<br />

Überall, wo es lauter, stinkiger<br />

oder zugebauter wird, wehren<br />

sich die Menschen. Das ist das<br />

gute Recht von allen, im Rahmen<br />

der Gesetze. Ich denke, das Lokal<br />

ist einfach zu groß. Es gab ja<br />

auch während des Umbaus einen<br />

behördlichen Baustopp. Alles wird<br />

immer kommerzieller. Wo sind die<br />

ruhigen Tage hin, als noch nicht<br />

alles überlaufen war?<br />

Senad V. (43)<br />

u<br />

EN<br />

Das Strandcafé ist (vorerst) Geschichte.<br />

70 Jobs und Millioneninvestitionen<br />

hängen damit am seidenen Faden.<br />

DETAIL<br />

Contra<br />

Die Schließung mag rechtens<br />

sein, aber sicher nicht gerecht.<br />

Für die 70 Leute, die uns hier<br />

immer super bedient haben,<br />

dürfen wir jetzt Arbeitslosengeld<br />

bezahlen, weil einer viel Energie<br />

hat zum Streiten. Tatsache<br />

ist, dass Städte wachsen, und<br />

Alteingesessene müssen mit der<br />

Veränderung leben lernen. Nur<br />

weil ein paar in der Stadt nördliches<br />

Waldviertel spielen wollen,<br />

darf schöne Gastronomie an der<br />

Alten Donau nicht verunmöglicht<br />

werden. Mich nervt dieser<br />

Egoismus. Sobald die Hütte wieder<br />

aufsperrt, reserviere ich!<br />

Helmut K. (29)<br />

u Paukenschlag. Es traf Belegschaft<br />

und Gäste aus heiterem Himmel:<br />

Ohne jede Vorankündigung<br />

wurde das neu übernommene und<br />

deutlich vergrößerte Lokal am<br />

10. September „vorübergehend<br />

geschlossen“. Ursache ist die Aufhebung<br />

der Betriebsanlagengenehmigung<br />

durch das Landesverwaltungsgericht.<br />

Streitpunkt ist die<br />

Abluft des „größten Indoor-Holzgrills<br />

Mitteleuropas“, über dem allerdings<br />

auch eine der leistungsfähigsten<br />

Filteranlagen dieser Art in<br />

Europa angebracht ist. 70 Mitarbeiter<br />

sind mittlerweile gekündigt.<br />

Die Chancen für eine zeitnahe Wiedereröffnung<br />

mittels neuer Anlagengenehmigung<br />

sind schwer zu beurteilen<br />

– eine Verfahrensdauer von<br />

mindestens einem halben Jahr gilt<br />

in Fachkreisen jedoch als fix. Von<br />

Betreiberseite her zeigt man sich<br />

zerknirscht: „Schon während des<br />

Umbaus sind wir auf die Anliegen<br />

des klagenden Anrainers eingegangen<br />

– leider ohne Erfolg.“ Jedenfalls<br />

ist der seit 1921 bestehende Betrieb<br />

in der Florian-Berndl-Gasse 20 um<br />

ein Kapitel reicher.<br />

Fotos: PID/ Martin Votava, Adobe Stock, Rupert Steiner<br />

06<br />

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Bezirksteile I LIDO<br />

WOHNEN<br />

MACHT<br />

SCHULE<br />

u Kombi-Bau. Um kurzfristig hochwertigen Schulraum<br />

trotz begrenzter Finanzmittel anbieten zu können, geht<br />

Wien neue Wege: In der Wagramer Straße 224 eröffnete<br />

im September eine Ganztagsschule für 225 Schüler.<br />

Neun Klassen teilen sich Erdgeschoß und ersten Stock;<br />

TOP<br />

NEWS<br />

in den darüber liegenden Stockwerken sind Wohnheimappartements<br />

entstanden. Die Errichtungskosten tragen<br />

die Bauträger wbv-djp und Migra. Die Stadt Wien mietet.<br />

1<br />

u Aspern. Mit dem<br />

„Augenzentrum<br />

Donaustadt“ neben<br />

dem SMZO stehen<br />

seit Kurzem herausragende<br />

Spezialisten<br />

mit vergleichsweise<br />

kurzen Wartezeiten<br />

zur Verfügung.<br />

2<br />

u Kagran. Vom Misserfolg<br />

einer privaten<br />

Firma zum regionalen<br />

städtischen Wahrzeichen<br />

hat sich das 68<br />

Meter hohe Rinterzelt<br />

gemausert. Es weicht<br />

2019 einem Neubau.<br />

DER SEEBOGEN IST<br />

FIT FÜR HUNDSTAGE<br />

u Klimawandel. Die Rekordhitze<br />

aufgelockerte Struktur. So wird die Bildung<br />

von Hitzeinseln vermieden. Das ist<br />

wichtig, denn das „Mikroklima“ in den<br />

Gassen der Stadt hat großen Einfluss<br />

auf das menschliche Wohl befinden. Für<br />

3<br />

u Seestadt. Die<br />

gute Konjunktur zieht<br />

auch in die Seestadt:<br />

Hydraulik-Konzern<br />

Hoerbiger, das<br />

3D-Labor und andere<br />

Technologiebetriebe<br />

florieren.<br />

2018 hat es gezeigt: Die Stadt steht vor<br />

klimatischen Herausforderungen. Wie<br />

in Zeiten des Klimawandels die Straßen<br />

der Zukunft aussehen könnten, zeigt<br />

die Straßenraumgestaltung im Quartier<br />

Seebogen in der Seestadt Aspern. Hier<br />

sorgen Sickerbecken, großkronige Bäu-<br />

das gelungene Konzept erhielt die Seestadt<br />

den diesjährigen Mobilitätspreis<br />

des Verkehrsclubs Österreich. Bezirksvorsteher<br />

Ernst Nevrivy dazu: „Clevere<br />

Mobilitätskonzepte tragen zum<br />

Erreichen von Klimazielen bei. Hierbei<br />

ist die Seestadt beispielhaft für ganz<br />

4<br />

u Hirschstetten.<br />

Die OASE 22 (beim<br />

Genochplatz) wächst<br />

um drei Hektar.<br />

Neben günstigem<br />

Wohnraum entsteht<br />

so auch Platz für<br />

weitere Arztpraxen.<br />

me und Aufenthaltsbereiche für eine<br />

Österreich.“<br />

5<br />

u Kagran. Die<br />

U-Bahn bringt Kaufkraft.<br />

Ein Indiz ist die<br />

Aufstockung vorhandener<br />

Gebäude, so<br />

auch der hellblaue<br />

„Matratzenkomplex“<br />

gegenüber dem<br />

Rennbahnweg.<br />

07<br />

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LIDO I Politik<br />

Diese zeitgenössische Karikatur sieht Kanzler Kurz<br />

und Vizekanzler Strache als Teil der „Vier im Jeep“.<br />

Fotos: Archiv, BMDW/Christian Lendl, Lisi Specht, Karikatur: Gerhard Mang<br />

Kampf um Kaisermühlen<br />

Altbauten sind derzeit begehrt, Altmieter weniger. Deren<br />

Absiedlung lässt bei Mieterschützern die Sirenen heulen.<br />

as gibt es nicht jeden Tag: Im beschaulichen Kaisermühlen,<br />

im Eissalon Trento, rückt die Fernsehkamera<br />

D in Position. Was Donaustadts Nationalrätin Mag.<br />

Ruth Becher (SPÖ) ins Mikrofon spricht, überrascht: „Die<br />

Spekulanten haben den Sprung über die Donau gemacht. In<br />

Kaisermühlen werden intakte Althäuser von Menschen leergeräumt<br />

und durch Spekulationsbauten ersetzt.“ Ein Betroffener<br />

(er möchte namentlich nicht genannt werden) berichtet<br />

danach von Einschüchterungen bis hin zu Drohungen: „Beispielsweise<br />

haben sie gesagt, es wäre gut möglich, dass in<br />

den leergeräumten Wohnungen daneben unangenehme Leute<br />

einziehen. Meine Freundin bekam große Angst.“ Derartige<br />

Methoden kennen Mieterschützer. Andere Betroffene nahmen<br />

angebotene Prämien in der Höhe von bis zu 20.000 Euro an,<br />

um ihre günstigen Verträge zu kündigen. „Du bekommst eh<br />

eine Gemeindewohnung“, haben sie ihnen gesagt. Die gibt es<br />

bei freiwilliger Kündigung freilich nicht. Mittlerweile hat die<br />

Stadt Wien mit einem gesetzlichen Abriss-Stop für Altbauten<br />

wirksam die Notbremse gezogen, woran Eigentümervertreter<br />

jedoch scharfe Kritik üben.<br />

Niemand will über Ausverkauf reden<br />

Im Brennpunkt der Vorwürfe von Nationalrätin Becher steht<br />

aber das im Sommer beschlossene Jahressteuergesetz der<br />

Bundesregierung: „Während Häuslbauer Grunderwerbsteu-<br />

08<br />

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politik I LIDO<br />

„Ich habe viel Geld in die<br />

Wohnung investiert und<br />

wollte um mein Recht<br />

kämpfen. Am Ende war<br />

der Druck aber zu groß.“<br />

Spekulationsopfer M.<br />

Gefragt<br />

KR Margarete Schramböck (ÖVP)<br />

Wirtschaftsministerin<br />

er zahlen, sind in Firmen eingebrachte Gebäude ausgenommen.“<br />

Die ÖVP spricht hingegen von einer „gesetzlichen Klarstellung“.<br />

Jedenfalls sind Immobilien beliebt. Hier kommen<br />

auch ausländische Investoren ins Spiel. Hinterfragt wird daher<br />

von vielen auch der Freundschaftsvertrag der FPÖ mit der<br />

Kreml-Partei „Einiges Russland“. Auf LIDO-Anfrage, inwieweit<br />

dieser Vertrag Investitionen in den Wohnbausektor betrifft,<br />

gab der FPÖ-Parlamentsklub bis Redaktionsschluss keine Antwort.<br />

Die Statistik zeigt, dass die Direktinvestitionen in die heimische<br />

Wohnbaubranche 2017 sprunghaft angestiegen sind.<br />

Verkäufer profitieren von Investoren. Dass die Konkurrenz von<br />

Wohnungssuchenden mit Anlegern den Preis treibt, belegt der<br />

Fundamentalpreisindex der Oesterreichischen Nationalbank:<br />

Um die spekulative Nachfrage bereinigt müssten Wiener Wohnungen<br />

aktuell um über ein Fünftel billiger sein. Die Zeichen<br />

stehen also, auch in Kaisermühlen, nicht auf Entlastung. Der<br />

Anreiz, Vorsorgewohnungen zu bauen, bleibt also.<br />

u<br />

u<br />

INWIEWEIT KÖNNEN AUSLÄNDISCHE<br />

INVESTITIONEN ZU LEISTBAREM EIGENTUM<br />

UND ZU LEISTBAREN MIETEN AUF DEM<br />

HEIMISCHEN SEKTOR BEITRAGEN?<br />

Verstärkte Investitionen in den Sektor Wohnen<br />

führen grundsätzlich zu mehr Angebot und wirken<br />

daher preisdämpfend. Das Regierungsprogramm<br />

sieht zudem eine Reihe Wohnbaukosten senkender<br />

Maßnahmen vor, an denen gearbeitet wird.<br />

Mag. Walter Rosifka<br />

Wohnrechtsexperte, AK Wien<br />

WER PROFITIERT IN WIEN VOM ABRISS<br />

INTAKTER ZINSHÄUSER?<br />

Wir beobachten, dass an der Stelle von Gebäuden,<br />

die unter die Mietzinsbeschränkung des Mietrechtsgesetzes<br />

fallen, danach Häuser mit hohen Mieten<br />

entstehen. Oft handelt es sich dabei um Luxuswohnungen<br />

oder Anlegerwohnungen, die von Käufern<br />

nicht bewohnt werden. Die Altmieter können sich<br />

diese Wohnungen in der Regel nicht mehr leisten.<br />

Sie sind dann auf geförderten Wohnbau angewiesen.<br />

Bei dieser „Bewirtschaftung“ von Altbauten<br />

entsteht keine neue Wohnung. Es verteuert Wohnen.<br />

Nationalrätin Ruth Becher und Betroffener M.: „Um<br />

gute Häuser abzureißen, werden Mieter verdrängt.“<br />

09<br />

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LIDO I POLITIK<br />

Fotos: Brügner, z.V.g., Adobe Stock<br />

Amazon: Tod in Paketform?<br />

Mit den superschnellen eigenen Zustellern sorgt der Shopping-<br />

Gigant für verängstigte Geschäftsleute und ratlose Politik.<br />

Online &<br />

mit Shop<br />

Der US-Gigant (Börsenwert: über 1 Billion<br />

Dollar) mit Sitz im steuergünstigen<br />

Luxemburg unterhält Großverteillager in<br />

West- und Osteuropa. Er ist innovativ. In<br />

20 Städten können viele Produkte „same<br />

day“ bzw. binnen ein bis zwei Stunden<br />

geliefert werden. Mit „Amazon Go“ gibt es<br />

in den USA auch einen „echten“, volldigitalen<br />

Supermarkt ohne Kasse – Computer<br />

erfassen den Einkauf und buchen das Geld<br />

automatisch vom Käuferkonto ab.<br />

ieser Konzern ist so groß wie verschwiegen: Das Privatvermögen<br />

D<br />

von Gründer Jeff Bezos stellt das Bruttoinlandsprodukt von 134<br />

Ländern in den Schatten – nur 58 Länder haben mehr. Der reichste<br />

Mann der Welt kann es knallen lassen. Wenn es um Wien geht, wird es<br />

ruhig. Auf Anfrage werden Berichte über die Teilkündigung der Post als Auslieferer<br />

und ein eigenes neues Vertriebscenter in Mistelbach als „Spekulation“<br />

abgetan. Gegenüber LIDO wird aber eingeräumt: „Amazon Logistics<br />

bietet lokalen Lieferpartnern die Möglichkeit, mit Amazon zu wachsen. Sie<br />

bringen zusätzliche Kapazität und Flexibilität für die letzte Meile.“ Heißt so<br />

viel wie: Eigene Lager vor Ort und möglichst viel Kapazität für die Endauslieferung.<br />

Das ist auch nötig, denn der Umsatz steigt. Selbst Essen und Klopapier<br />

liefert Amazon, auf Wunsch auch wiederkehrend als „Abo“, aus. Das<br />

entzieht Nahversorgern Umsatz und bremst den heimischen Einzelhandel.<br />

10<br />

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POLITIK I LIDO<br />

?<br />

Wie schützen wir<br />

Donaustädter<br />

Geschäfte vor Amazon?<br />

u<br />

Thomas Hüttner<br />

FPÖ, Bez.-Rat, Stv. Klubobmann<br />

Hier ist ein lokaler Patriotismus gefordert: Fahr nicht fort,<br />

kauf im Ort! Lebensmittel werden zumindest mittelfristig<br />

beim Einzelhandel bleiben, auch weil die Mengen flexibler<br />

wählbar sind. Wo dieser aber auf verlorenem Posten steht,<br />

ist die Produktvielfalt und die Produktverfügbarkeit. Dazu<br />

kommt die bequeme Zustellung nach Hause. Um hier<br />

gegen Amazon einigermaßen bestehen zu können, muss<br />

der Einzelhandel auch die Möglichkeit bieten, online zu<br />

bestellen und auch prompt zu liefern. Auch Amazon Prime<br />

mit seinem Expressversand, Fernsehen, Filmen, Radio usw.<br />

für knapp 8 Euro/Monat wird schwer zu schlagen sein.<br />

Christian Stromberger<br />

SPÖ, Bez.-Rat, Bezirks-GF<br />

u<br />

u<br />

Gudrun Kugler<br />

ÖVP, Abg.z.NR, Bezirksobfrau<br />

Online-Shopping macht vielen das Leben leichter. Es<br />

wird bleiben. Amazon ist so stark, weil es kaum Steuern<br />

bezahlt! Das muss die EU lösen! Die Bundesregierung soll<br />

anstatt der Aushöhlung des Mietrechts faire Geschäftsmieten<br />

garantieren – davon profitieren kleine Nahversorger,<br />

die sich durch Spezialisierung und Service gute Nischen<br />

auftun. Erst ab dem Tag, an dem Steuergleichheit herrscht,<br />

wird das Angstgespenst Amazon in der Donaustadt zu<br />

einer sinnvollen Ergänzung im Einzelhandel schrumpfen.<br />

Der Handel steht vor der größten Herausforderung der<br />

letzten Jahrzehnte. Die Politik unterstützt durch Entlastung<br />

und Entbürokratisierung: muss Auflagen, Gebühren und<br />

Lohnnebenkosten senken und Steuergerechtigkeit für<br />

Onlinehändler im Ausland herstellen. In einer Zeit, in der<br />

viele Menschen einsam sind, könnte der Handel Orte der<br />

Begegnung schaffen und mit persönlicher Ansprache und<br />

kompetenter Beratung punkten. Der Wirtschaftsbund und<br />

die WKÖ bieten unseren Unternehmern Vernetzung und<br />

Hilfe an.<br />

Heidi Sequenz<br />

Grüne, Bez.-Rätin, Klubobfrau<br />

u<br />

u<br />

Ferdinand Maier<br />

NEOS, Bez.-Rat, Klubobmann<br />

Sehr einfach können wir die Geschäfte der Donaustadt schützen,<br />

indem wir grundsätzlich möglichst lokal einkaufen. Das<br />

Argument „Amazon ist billiger“ stimmt erstens oft nicht und<br />

zweitens erübrigt sich dieser Gedanke, wenn Konsumenten genau<br />

überlegen, ob sie das und jenes überhaupt brauchen. Ein<br />

ehrlicher Preis für jene Dinge, die wir wirklich brauchen, lässt<br />

die wichtige Nahversorgung überleben. Apropos billig, das<br />

Xte €5 T-Shirt in unseren Kästen hat einen langen Weg hinter<br />

sich, vom Anbau der Baumwolle bis zum Nähen. Jemand in<br />

Afrika oder Bangladesch zahlt den Preis für „Geiz ist geil“.<br />

Der Onlinehandel ist heutzutage omnipräsent und in seiner<br />

Dynamik natürlich auch nicht aufzuhalten. Trotz der vielen<br />

Vorteile, die dieser Handel bietet, sollten die Donaustädter<br />

Nahversorger und Fachhändler mit ihren Beratungsleistungen<br />

keinesfalls außer Acht gelassen werden, sondern<br />

im Fokus stehen. Denn speziell für Kleinbetriebe sind die<br />

Anforderungen von Verwaltung und Behörden immer<br />

schwerer zu erfüllen. Bürokratieabbau und mehr Freiheit<br />

für die Wiener Unternehmer wären ein erster wichtiger<br />

Schritt, damit sie nachhaltig wirtschaften können.<br />

11<br />

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LIDO I MITBESTIMMUNG<br />

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Sie fragen, wir sagen<br />

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Wo drückt der<br />

Schuh? Was<br />

nervt oder bewegt<br />

Sie? Wenn<br />

es die Donaustadt<br />

betrifft,<br />

finden wir die<br />

Ursache ganz<br />

bestimmt.<br />

Sport machen, Freunde finden …<br />

Rebecca T., 41 Jahre<br />

Seit unserem Umzug in die Donaustadt<br />

schmollt meine Tochter, weil<br />

ich sie nicht mehr in ihre Ballettschule<br />

bringen kann – woanders<br />

passt es mit den Trainingszeiten<br />

für uns nicht. Welche Alternativen<br />

kann ich ihr anbieten?<br />

So viele Wohnungen, so wenig Überblick<br />

und keine Lust, darauf zu warten …<br />

von Nicolay C., 17 Jahre<br />

Ich möchte von meinen Eltern wegziehen und eine günstige<br />

Wohnung haben. Jetzt frage ich mich, was der Unterschied<br />

zwischen einer Smart-, Start-, Gemeinde- und Gemeindebau-neu-Wohnung<br />

ist und wie man dazu kommt.<br />

Wir haben mit Google drei Ballettschulen in der Donaustadt<br />

gefunden – freilich muss das terminlich harmonieren. Aber es gibt<br />

auch eine rege Vereinsszene mit Donaustädter „Lokalkolorit“!<br />

So haben sich Vereine für Cheerleading, Line Dance, Irish Dance<br />

und Musicals hier sehr gut etabliert, aber auch Turnen und viele<br />

Mannschaftssportarten werden angeboten. Wir empfehlen Ihnen,<br />

die aktuelle Sportbroschüre der Bezirksvorstehung Donaustadt<br />

(Schrödingerplatz 1, 1. Stock) abzuholen – darin sind unglaubliche<br />

121 Donaustädter Sportvereine erklärt. Da findet sich<br />

bestimmt was!<br />

Als Start-Wohnungen bezeichnet man kleine Wohnungen für<br />

Singles, meint aber oft Gemeindewohnungen, die im Rahmen<br />

der JungwienerInnen-Aktion vergeben werden. Das sind kleine<br />

Gemeindewohnungen oder SMART-Wohnungen (also kompakte<br />

Wohnungen von gemeinnützigen Bauträgern), für die man sich<br />

schon mit 17 Jahren anmelden kann. Geförderte Wohnungen<br />

(auch SMART-Wohnungen) bekommen Sie vom jeweiligen Bauträger.<br />

Einen Teil der neu errichteten Wohnungen bieten die<br />

Bauträger aber auch zentral über das Wohnservice der Stadt<br />

Wien an. Dort bekommen Sie das Wiener Wohn-Ticket, mit dem<br />

Sie auch für „alte“ und „neue“ Gemeindewohnungen qualifiziert<br />

sind. Wie lange es dauert, hängt unter anderem davon ab, wie<br />

lange Sie schon in Wien gemeldet sind. Die Wohn-Beratung Wien<br />

erreichen Sie unter Tel.: 01/24 111. Wir wünschen viel Erfolg!<br />

Fotos: Adobe Stock<br />

12<br />

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Schreiben Sie uns!<br />

Wir bei LIDO – Das Donaustadt Magazin setzen uns für ein *bing*<br />

besseres Miteinander in der Donaustadt ein. *bing*<br />

Das bedeutet, dass wir uns um Ihr Anliegen kümmern, *bing*<br />

wenn Sie keine geeigneten Ansprechpartner oder Experten *bing*<br />

kennen. Wir finden es für Sie heraus. *bing*<br />

Wenden Sie sich vertrauensvoll an uns. *bing*<br />

Für Sie gilt das Redaktionsgeheimnis. *bing*<br />

Schreiben Sie an post@lidowien.com<br />

19<br />

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In 32 Volksschulen starten<br />

hunderte junge Donaustädter<br />

ihre Schulkarriere und die nächste<br />

Einschreibezeit naht bereits mit<br />

großen Schritten. Doch welche ist<br />

die passende Schule für das Kind?<br />

Der<br />

erste<br />

Schritt ins<br />

Schulleben<br />

Foto: Adobe Stock<br />

14<br />

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Schule I LIDO<br />

n der Volksschule wird der Grundstein für die<br />

I<br />

gesamte Schullaufbahn gelegt. Nicht nur Interessen<br />

und Begabungen kristallisieren sich heraus,<br />

sondern auch die Einstellung zu Schule und Lernen wird<br />

geformt. Kein Wunder also, dass sich viele Eltern mit der<br />

Frage plagen, welche Volksschule die passende für ihr<br />

Kind sein könnte. Denn Schule ist heute nicht mehr gleich<br />

Schule. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich sehr viel<br />

verändert und wenn Eltern an ihre eigene Volksschulzeit<br />

zurückdenken, können sie kaum mehr Parallelen zum heutigen<br />

Unterricht erkennen. Die Schulglocke wurde vielerorts<br />

von Liedern abgelöst oder komplett gestrichen, gearbeitet<br />

wird nicht mehr in Tischreihen, sondern je nach<br />

Platzmöglichkeit in Tischgruppen oder gar ganz nach freier<br />

Platzwahl, und Frontalunterricht, wie er anno dazumal<br />

Usus war, reduziert sich zusehends. Dazu kommen zahlreiche<br />

Schwerpunkte, von musikalisch über sportlich oder<br />

naturwissenschaftlich bis hin zu bilingual, ergänzt um diverse<br />

Betreuungsformen wie Ganztagsvolksschule, Offene<br />

Volksschule oder Hort. Und gerade in einem Wachstumsbezirk<br />

wie der Donaustadt mit rund 32 Volksschulen haben<br />

Eltern die Qual der Wahl.<br />

„Jede Schule ist anders, deshalb empfehlen wir, den Schulführer<br />

anzufordern und sich viel Zeit zu nehmen für die<br />

Tage der offenen Tür in der Umgebung“, sagt der Donaustädter<br />

Pflichtschulinspektor Rudolf Reiner. Entscheidend ist<br />

dabei nicht nur der Eindruck der Eltern, sondern auch das<br />

Bauchgefühl des Kindes.<br />

Und wenn es eine Schule mit speziellem Schwerpunkt werden<br />

soll, die etwas außerhalb der Wohngegend liegt?<br />

„Grundsätzlich sind wir verpflichtet, in Wohnortnähe einzuschreiben,<br />

aber wenn bei der Anmeldung ein großer<br />

Wunsch aufgrund eines speziellen Schwerpunktes deponiert<br />

wird, dann werden wir versuchen, diesen zu berücksichtigen“,<br />

so Reiner.<br />

Auch der große Tag der Einschreibung bereitet vielen<br />

Eltern Kopfzerbrechen, oft sehen sie diesen als die erste<br />

Prüfung im Leben des Kindes, auf die sie hintrainieren. In<br />

vielen Haushalten wird sogar schon Rechnen und Schreiben<br />

geübt. Direktoren aber sagen unisono, dass es neben<br />

der Feststellung der Schulreife nicht darauf ankommt, ob<br />

ein Kind bereits die Buchstaben kennt, vielmehr werde auf<br />

Sozialverhalten, Konzentrationsfähigkeit oder motorische<br />

und graphomotorische Fertigkeiten geachtet.<br />

Exemplarisch für Schulen<br />

mit speziellen Schwerpunkten<br />

und Betreuungsformen<br />

haben wir uns fünf Schulen<br />

genauer angesehen.<br />

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LIDO I Schule<br />

Montessori<br />

Löwenschule, Oberdorfstrasse 2<br />

ilf mir, es selbst zu tun!“. Das wohl bekannteste<br />

H<br />

Zitat der Pädagogin Maria Montessori ist in der<br />

Löwenschule gelebter Alltag. In 12 der 17 Klassen<br />

wird Montessori-orientiert gearbeitet – aus Überzeugung,<br />

mit Engagement und viel Liebe zum Detail. Eine schier unendliche<br />

Vielfalt an bunten Materialien steht den Kindern<br />

zur Verfügung, um sich eigeninitiativ zu entwickeln und die<br />

angeborene Freude am Lernen zu erhalten. „Nicht überall,<br />

wo Montessori draufsteht, ist auch Montessori drinnen. Ich<br />

verstehe darunter keinesfalls ein Abarbeiten von Wochen-<br />

n nim eaqui blacerae<br />

por sumquid<br />

quo<br />

und Tagesplänen. Bei uns haben die Kinder jeden Tag zwei<br />

Stunden Freiarbeit, um sich mit den Dingen zu beschäftigen,<br />

die aus ihrem Interesse kommen. Dafür braucht es eine geeignete<br />

Umgebung mit vielen unterschiedlichen Materialien.<br />

Kinder lernen dabei spielerisch, wie sie sich selbst Wissen<br />

aneignen“, sagt Direktorin Silvia Haberler.<br />

Jeder Winkel der Schule wird genutzt<br />

Das bedeutet aber nicht, dass man monatelang nur rechnen<br />

kann, wenn man möchte. „Wir sind eine öffentliche Schule<br />

und müssen den Lehrplan erfüllen“, so Haberler. Deshalb<br />

gibt es in jeder Freiarbeit einen Pflichtteil. „Wortarten,<br />

½ Seite Mathe, In-Sätzchen“ steht zum Beispiel an der Tafel<br />

der 3c. Wenn die Kinder diesen Pflichtteil erfüllt haben,<br />

können sie frei wählen, womit sie sich als Nächstes beschäftigen.<br />

So ist es keine Seltenheit, dass an einem Tisch ein<br />

Kind malt, ein Kind Schreibübungen macht und das dritte<br />

experimentiert. Art, Dauer und sogar der Ort der Tätigkeiten<br />

werden von den Kindern selbst bestimmt. Jeder Winkel<br />

wird zum Arbeiten genutzt: Klassenzimmer, Vorraum oder<br />

Freibereich. In der Expositur der Schule (sie wurde aus<br />

Platzgründen in der Langobardenstraße 178 eingerichtet)<br />

steht sogar jeder Klasse ein eigener Freibereich zur Verfügung,<br />

in dem in und mit der Natur gearbeitet wird.<br />

Das Highlight im Haupthaus ist neben der großen Bibliothek<br />

die erste Forscherwerkstatt Österreichs. Hier befinden<br />

sich Regale voller Forscherkisten mit Anleitungen und<br />

Materialien für unterschiedliche Versuche wie den Unterwasservulkan,<br />

den Zauberbrunnen oder die Backpulverrakete.<br />

Nachdem die Versuche aufgebaut und untersucht<br />

wurden, werden sie im Forscherrat besprochen, es werden<br />

Hypothesen aufgestellt und anschließend im Forscherheft<br />

beschrieben oder gezeichnet. „Im Kindergartenalter findet<br />

eine Explosion in der Entwicklung der Kinder statt, sie<br />

wollen experimentieren, mit unterschiedlichen Materialien<br />

hantieren und Stoffe mischen. Unsere heutige Gesellschaft<br />

nimmt den Kindern aber dieses Neugierverhalten<br />

16<br />

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Schule I LIDO<br />

Eine Klassenlehrerin<br />

turnt in<br />

der Pause mit<br />

ihren Schülern im<br />

Garten.<br />

Fotos: Brügner<br />

Experimentieren, Malen,<br />

Schreiben an einem Tisch<br />

und auch unsere Umgebung ist nicht mehr darauf ausgerichtet.<br />

Insofern ist es wichtig, diesen Bereich in die Volksschule<br />

zu holen und die Brücke zwischen Kindergarten<br />

und weiterführender Schule zu schlagen, um das Interesse<br />

aufrechtzuerhalten. Denn gerade Physik und Chemie werden<br />

für die nächsten Generationen wesent lich sein“, sagt<br />

Silvia Haberler. Besonders viel Möglichkeit zum Experimentieren<br />

bekommen die Kinder der Löwenschule in den<br />

Leonardino-Projektklassen, die sich in einer zusätzlichen<br />

naturwissenschaftlichen Stunde einem Jahresschwerpunkt<br />

wie z. B. Luft widmen – mit Erfolg: Beim wienweiten Leonardino<br />

Contest im Technischen Museum holte die Löwenschule<br />

Gold in die Donaustadt.<br />

Silvia Haberler<br />

Direktorin<br />

Steckbrief<br />

Schulform: Halbtagsvolksschule<br />

17 Klassen (12 Montessoriklassen, davon vier Integrationsklassen<br />

und eine Mehrstufenintegrationsklasse)<br />

Schwerpunkte: Montessori, Forschen, Integration, Lesen<br />

Schulzeiten: Unterricht von 8 bis 12 bzw. 13 Uhr<br />

Zusatz: Forscherwerkstatt, Leonardino-Klassen<br />

2021 soll die Löwenschule inkl. Expositur in ein neues<br />

Gebäude in der Langobardenstraße 139 übersiedeln.<br />

17<br />

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LIDO I Schule<br />

Campus<br />

Alle Schulklassen sind<br />

mit digitalen Whiteboards<br />

ausgestattet,<br />

auf den Gängen gibt<br />

es „Marktplätze“ für<br />

die Freizeitstunden.<br />

Hannah-Arendt-Platz<br />

m September 2015 wurde der Campus Seestadt<br />

I<br />

mit 37 Klassen- und Gruppenräumen für über 700<br />

Kinder bis zu 10 Jahren aus der Taufe gehoben,<br />

Kindergarten und Volksschule sind hier in einem riesigen<br />

Gebäude untergebracht. „Der Übergang vom Kindergarten<br />

in die Volksschule wird den Kindern dadurch besonders<br />

einfach gemacht. Sie kennen den Campus, sind schon vielen<br />

Lehrern begegnet und die meisten Klassenkameraden sind<br />

noch aus den Kindergartengruppen bekannt“, sagt Martina<br />

Meister-Wolf, Direktorin der Ganztagsvolksschule. Vertraut<br />

ist hier freilich auch die Umgebung der Schule, fast alle Kinder<br />

wohnen in der Seestadt, vor dem Schulgebäude steht<br />

eine Armada von Tretrollern, mit denen sich die Schüler täglich<br />

auf den Schulweg durch den neuen Stadtteil machen.<br />

Topmodern ist auch der Campus selbst: In den Klassenräumen<br />

gibt es digitale Whiteboards statt Kreidetafeln, der<br />

8.500 m 2 große Garten ist mit rollstuhlbefahrbaren Spielgeräten<br />

ausgestattet und auf den Gängen der Schule gibt<br />

es sogenannte „Marktplätze“, die in Pausen, Freistunden<br />

und auch während des Unterrichts von den Kindern genutzt<br />

werden können. Wie bei anderen Ganztagsvolksschulen<br />

wird auch hier nach einem verschränkten System, bei dem<br />

sich Unterrichtseinheiten mit Freizeitstunden abwechseln,<br />

gearbeitet. Haben die Kinder gerade keinen Unterricht,<br />

können sie aus kreativen oder sportlichen Angeboten der<br />

Freizeitpädagogen wie der Basketballstation, einer Rollerskates-Bahn<br />

oder einem Fahrradparcours auf dem großen<br />

Vorplatz der Schule wählen. Oder sie gehen in den Garten,<br />

in die Forscherwerkstatt, in die Bibliothek oder besuchen<br />

einen Englischkurs. Nach Schulschluss um 15.30 Uhr werden<br />

Räume von Vereinen gemietet, die den Kindern Judo,<br />

Musik oder Tanz anbieten.<br />

Ein Schwerpunkt des Campus liegt<br />

in der Integration von Kindern<br />

mit körperlichen Behinderungen.<br />

Für sie wurden modernste Therapieräume<br />

mit Musik, Wasserbetten,<br />

Licht- und Bewegungsspielen<br />

eingerichtet.<br />

Steckbrief<br />

Martina Meister-Wolf<br />

Direktorin<br />

Schulform: Ganztagsvolksschule<br />

24 Klassen, davon 1 Mehrstufenklasse<br />

Schwerpunkt: Integration und Inklusion<br />

Schulzeiten: Abwechselnde Lerneinheiten<br />

und Freizeitangebote von 8 bis 15.30 Uhr,<br />

Früh-/Spätdienst von 7 bis 17.30 Uhr<br />

18<br />

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Schule I LIDO<br />

Offene Volksschule<br />

Am Kaisermühlendamm 2<br />

u<br />

Schreibwerkstatt und Spaziergehklassen (Freinet), Stammklasse,<br />

mit dem Angebot in andere Kurse auszuschwärmen<br />

(Jena), Pensenplan, Pflicht- und Wahlfächer (Dalton) und<br />

Materialien für Mathematik und Deutsch aus der Montessoripädagogik:<br />

In der Offenen Volksschule am Kaisermühlendamm<br />

kommen mit Freinet, Jenaplan, Daltonplan und<br />

Montessori gleich vier reformpädagogische Konzepte zum<br />

Einsatz. Und das nicht vereinzelt, sondern alle vier in jeder<br />

Klasse! Das setzt nicht nur jede Menge Zusatzschulungen,<br />

sondern auch eine ordentliche Portion Organisationsgeschick<br />

der Lehrer voraus: „Jedes Kind hat in den offenen<br />

Arbeitsphasen ein eigenes Pensum zu erarbeiten und zum<br />

Beispiel den Auftrag, das 1 x 1 im Zahlenraum 100 zu<br />

festigen, währenddessen bieten Lehrer Kurse an und alle<br />

zwei Monate gibt es eine Unterrichtsabschnittsfeier zu<br />

einem aktuellen Leitthema, bei denen sich Kinder gegenseitig<br />

ihr Gelerntes präsentieren“, erklärt Direktorin Petra<br />

Feldhofer-Mahmoudian.<br />

Beurteilt wird mittels Lernfortschrittsdokumentation, bei der<br />

zuerst die Kinder am Zug sind, um sich selbst einzuschätzen,<br />

danach geben die Lehrer Feedback und korrigieren<br />

bei Bedarf.<br />

Das, was die Volksschule aber per Definition tatsächlich zu<br />

einer Offenen Schule macht, ist die Betreuungsform: Nach<br />

dem Unterricht am Vormittag werden die Kinder direkt in<br />

der Schule weiter betreut – mit Mittagessen, Lernkursen<br />

und freizeitbetonten Wahlmodulen wie Musical, Englisch<br />

oder Tischtennis. An welchen Tagen die Kinder zu welcher<br />

Uhrzeit am Nachmittag abgeholt werden,<br />

geben die Eltern am Anfang des Schuljahres<br />

an. „Da es keine Hausübungen<br />

mehr für daheim gibt, können sich<br />

Eltern mit ihren Kindern auf die Beziehungsebene<br />

konzentrieren, das<br />

Lernen übernehmen die Lehrer“, sagt<br />

Feldhofer-Mahmoudian.<br />

Petra Feldhofer-Mahmoudian<br />

Direktorin<br />

Steckbrief<br />

Fotos: Brügner<br />

Schulform: Offene Volksschule<br />

10 Klassen, davon 2 Mehrstufenklassen<br />

Schwerpunkt: Reformpädagogik mit<br />

Inklusion (alle Lehrpläne)<br />

Schulzeiten: Unterricht von 8 bis 12<br />

bzw. 13 Uhr, Betreuungsangebote von<br />

7.15 bis 17.30 Uhr<br />

Zusatz: Experimentierwerkstatt,<br />

OECD-Schlüsselkompetenzen, Dual-Language-Programme,<br />

enge Kooperation<br />

mit der benachbarten Sportmittelschule<br />

19<br />

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Fotos: Brügner<br />

Bilingual<br />

VBS Donaucity, Leonard-Bernstein-Strasse 2<br />

20<br />

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Schule I LIDO<br />

in Gefühl von Licht, Luft und Weite durchflutet das<br />

E<br />

Gebäude in der Donau-City. Wer hier lernt, tut<br />

dies in einem architektonischen Juwel unter Wiens<br />

Schulbauten, errichtet von dem Wiener Architekten Hans<br />

Hollein, der unter anderem auch mit dem Haas-Haus in den<br />

90ern für Gesprächsstoff sorgte. Mit einer Galerieklasse<br />

auf zwei Ebenen, einer großen Bibliothek mit Leseterrasse,<br />

einer Mehrzweckhalle mit Bühne, Lichtanlage und Holzsitzstufen,<br />

einem großen Garten, einer teilbaren Turnhalle mit<br />

Zuschauertribüne und einem ausgeklügelten Farbkonzept,<br />

das sich durch die ganze Schule zieht, vermittelt das Gebäude<br />

den großzügigen Eindruck, als würde es einen ganzen<br />

Campus beherbergen.<br />

Tatsächlich werden hier nur zwei Klassen pro Jahrgang<br />

unterrichtet – eine davon bilingual. Dieser Schwerpunkt bedeutet<br />

für die Kinder, dass sie von zwei Klassenlehrern unterrichtet<br />

werden, einem österreichischen Volksschullehrer<br />

und einem geprüften Native Spea ker Teacher. Für mehrere<br />

Stunden pro Woche lernen sie getrennt: Die Englischgruppe<br />

wird vom Native Speaker alphabetisiert, die Deutschgruppe<br />

vom österreichischen Volksschullehrer und ein paar<br />

Stunden in der Woche arbeiten die Lehrer mit der jeweils<br />

anderen Gruppe in der Zweitsprache. Neben der Bilingualität<br />

ergibt sich dadurch noch ein weiterer, sehr großer<br />

Vorteil für die Volksschulkinder: der Unterricht in kleinen<br />

Gruppen mit maximal 13 Kindern. Fächer wie Turnen, Sachunterricht<br />

und Mathematik werden gemeinsam von beiden<br />

Lehrern unterrichtet. „Jede bilinguale Klasse besteht jeweils<br />

zur Hälfte aus Kindern mit der Erstsprache Deutsch<br />

und zur anderen Hälfte aus Kindern mit der Erstsprache<br />

Englisch“, sagt Direktorin Verena Freyler-Korninger. Voraussetzung<br />

für die Aufnahme in eine bilinguale Klasse sind<br />

Vorkenntnisse in der unterrichteten Zweitsprache. Wer einzelne<br />

Tiernamen kennt oder auf Englisch bis zehn zählen<br />

kann, erfüllt die Anforderungen nicht. „Das Kind muss sich<br />

für die Sprache interessieren, sich ausdrücken können und<br />

gut verstehen“, sagt Freyler-Korninger, die bei den Orientierungsgesprächen<br />

beim Einschreibetermin oft mit ambi­<br />

tionierten Wünschen der Eltern konfrontiert ist, die nicht mit<br />

den sprachlichen Fähigkeiten des Kindes übereinstimmen.<br />

„Volksschule soll Freude machen, das ist der Grundstock für<br />

die ganze spätere Lernkarriere. Wenn das Kind aber schon<br />

beim Eintritt Schwierigkeiten hat, dem Unterricht zu folgen,<br />

weil es die erforderlichen Grundkenntnisse in der Sprache<br />

nicht mitbringt, wird viel kaputtgemacht.“<br />

Neben der Bilingualität setzt die Schule außerdem Schwerpunkte<br />

auf Experimentieren und Lesen. So gibt es etwa im<br />

Foyer eine Bücherpyramide zum Austausch von Büchern,<br />

englische und deutsche Pflücktexte und seit letztem Jahr<br />

auch eine Forscherwerkstatt. Das pädagogische Konzept<br />

ist eine Mischform aus neuen Lernformen wie Tages- und<br />

Wochenplänen und Frontalunterricht, bei dem der Lernstoff<br />

gemeinsam erarbeitet wird.<br />

Die VBS Donaucity wird als Halbtagsvolksschule geführt,<br />

direkt an das Schulgebäude ist ein Hort angebaut. Nach<br />

dem Unterricht bietet die Schule kostenlose Kurse wie<br />

Computer, Experimentieren oder Fußball an und auch die<br />

Musikschule Wien gibt hier Einzelmusikunterricht.<br />

Verena Freyler-Korninger<br />

Direktorin<br />

Steckbrief<br />

Schulform: Bilinguale Halbtagsvolksschule<br />

8 Klassen<br />

Schwerpunkte: Bilingualität, Lesen,<br />

Experimentieren<br />

Schulzeiten: Unterricht von 8 bis 12 bzw. 13 Uhr<br />

Zusatz: Goldenes Sportgütesiegel,<br />

Forscherwerkstatt<br />

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LIDO I Schule<br />

Ganztagsvolksschule<br />

Kirschenallee, Viktor-Wittner-Gasse 50<br />

ie Viktor-Wittner-Gasse, oder vielen besser bekannt<br />

als Kirschenallee, ist eine der ältesten Ganz­<br />

D tagsvolksschulen in der Donaustadt. Die Glocke<br />

läutet hier um 8 Uhr, danach erst wieder um 15.30 Uhr,<br />

wenn der Schultag beendet ist. Dazwischen wechseln sich<br />

Lerneinheiten und Freizeit ab, die Einteilung des Unterrichts<br />

können die Lehrer selbst gestalten. „Aufgrund der besseren<br />

Konzentration der Kinder finden Rechnen, Schreiben, Lesen<br />

eher am Vormittag statt und Turnen, Musik oder Werken am<br />

Nachmittag“, erklärt Direktorin Ilse Pfeiffer.<br />

Zwischen den Unterrichtseinheiten können die Kinder aus<br />

einer breiten Angebotspalette wählen, ihren Interessen<br />

nachgehen und Talente entdecken – in Freizeitklassen, Rückzugsorten<br />

oder auf dem großen Spielplatz im Schulgarten,<br />

der täglich genutzt wird. Auch in Form von Freiluftklassen im<br />

Unterricht, die vor allem im Sachunterricht und fürs Zeichnen<br />

sehr beliebt sind. Wenn Eltern ihre Kinder nach dem Schultag<br />

abholen, empfangen sie ein rundum versorgtes Kind,<br />

das gelernt, geübt, Hausaufgaben erledigt und gesund gespeist<br />

hat.<br />

Auch diverse Kurse wie Musik, Englisch, Jiu-Jitsu, Fußball,<br />

Schach, Kinderknigge, Religion, Yoga, Bewegungsrummel<br />

oder Tennis werden nach Ende des Schultags direkt im<br />

Gebäude angeboten. „Mit den Angeboten in der Schule<br />

entlasten wir die berufstätigen Eltern bestmöglich. Das Einzige,<br />

was zu Hause noch erledigt werden sollte, ist das gemeinsame<br />

Lesen, das kann man nie ersparen, und hin und<br />

wieder das Einmaleins üben“, sagt Ilse Pfeiffer.<br />

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Schule I LIDO<br />

Fotos: Brügner<br />

Moderner Unterricht: Kinder<br />

arbeiten hier allein oder<br />

gemeinsam, meistens gemütlich<br />

auf dem Teppichboden.<br />

Die Klassen der GTVS Kirschenallee sind nach drei unterschiedlichen<br />

Konzepten eingerichtet: Jahrgangsklassen mit<br />

Kindern im gleichen Alter, Mehrstufenklassen, in denen<br />

Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse gemeinsam unterrichtet<br />

werden, und Lerngruppen („modifizierte Grundschule“)<br />

mit zwei Jahrgängen pro Klasse. Frontalunterricht<br />

findet kaum mehr statt, vielmehr können sich Kinder ihre<br />

Arbeit mit Wochenplänen selbst einteilen.<br />

„Wenn ich könnte, würde ich jede Klasse zu einer Mehrstufenklasse<br />

oder Lerngruppe machen. Die Vorteile, die sich<br />

durch die Altersdurchmischung und die höhere Anzahl an<br />

Lehrern in der Klasse ergeben, wie individuellere Förderung<br />

von schwach bis hochbegabt, mehr Rücksichtnahme,<br />

weniger Konfliktpotenzial und die Selbstständigkeit der<br />

Kinder, bestätigen sich auch in den Wünschen der Eltern<br />

bei den Einschreibungen. Von 100 Anmeldungen wollten<br />

nur 30 Eltern ihr Kind für eine traditionelle Jahrgangsklasse<br />

anmelden, für Lerngruppen und Mehrstufenklassen haben<br />

wir doppelt so viele Anmeldungen wie Plätze“, sagt die<br />

Direktorin und blickt mit Sorge in die Zukunft: „Bis 2025 sollen<br />

diese Schulversuche auslaufen und ins Regelschul wesen<br />

übergehen. Aber ohne Ressourcen kann ich das System<br />

nicht aufrechterhalten. Mehrstufenklassen und Lerngruppen<br />

sind mit nur einem Lehrer nicht durchführbar!“<br />

Ilse Pfeiffer<br />

Direktorin<br />

Steckbrief<br />

Schulform: Ganztagsvolksschule<br />

18 Klassen, davon 2 Mehrstufenklassen<br />

und 6 Lerngruppen<br />

Schwerpunkte: soziales Lernen,<br />

kreatives Gestalten<br />

Schulzeiten: Abwechselnde Lerneinheiten<br />

und Freizeitangebote von 8 bis 15.30 Uhr,<br />

Früh-/Spätdienst von 7.15 bis 17.30 Uhr<br />

Zusatz: Wasserschule, Monsterfreunde<br />

23<br />

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LIDO I Schule<br />

Volksschulen im 22ten<br />

Interview<br />

ÖFFENTLICHE VOLKSSCHULEN Tag der offenen Tür<br />

VS Asperner Heldenplatz 3 23.11.2018<br />

VS Eßlinger Hauptstraße 97 21.11.2018<br />

VS Klenaugasse 12 31.10.2018<br />

VS Natorpgasse 1 14.12.2018<br />

VS Schrebergasse 39 9.11.2018<br />

VS Brioschiweg 3 23.11.2018<br />

VS Oberdorfstraße 2 13.11.2018<br />

VS Schukowitzgasse 89 23.11.2018<br />

VS Georg-Bilgeri-Straße 13 10.10.2018<br />

VS Markomannenstraße 9 2.10.2018<br />

VS Konstanziagasse 24–26 10.10.2018<br />

VS Mira-Lobe-Weg 4 10.10.2018<br />

VS Prandaugasse 5 23.11.2018<br />

VS Schüttaustraße 42 10.10.2018<br />

VBS Meißnergasse 1 9.11.2018<br />

VBS Leonard-Bernstein-Straße 2 21.11.2018<br />

OVS Am Kaisermühlendamm 2 6.11.2018<br />

ÖFFENTLICHE GANZTAGSVOLKSSCHULEN<br />

GTVS Wulzendorfstraße 1 24.10.2018<br />

GTVS Pastinakweg 10 23.11.2018<br />

GTVS Wagramer Straße 27 9.11.2018<br />

GTVS Pirquetgasse 6b 7.12.2018<br />

GTVS Viktor-Wittner-Gasse 50 22.11.2018<br />

GTVS Hammerfestweg 1 30.11.2018<br />

GTVS Attemsgasse 9.11.2018<br />

GTVS Campus Hannah-Arendt-Platz 8 9.11.2018<br />

GTVS Wagramer Straße 224<br />

<br />

PRIVATE VOLKSSCHULEN<br />

PVS Jüptnergasse 4<br />

PVS Hardeggasse 65 (Maria Frieden)<br />

PVS Kagraner Platz 27 (Life-Family-Work)<br />

PVS Straße der Menschenrechte 1<br />

(Vienna International School)<br />

PVS Wagramer Straße 175<br />

(International Christian School of Vienna mit ÖR)<br />

PVS Schödlbergergasse 20 (Salvator)<br />

u<br />

Foto: Stefan Hopmann<br />

Angst ist ein schlechter Ratgeber – dennoch fühlen sich viele<br />

Eltern bei der Wahl der „ersten“ Schule unter Druck. Was ist<br />

der richtige Zugang zu dem Thema?<br />

Die Angst ist verständlich, schließlich geht es um einen der<br />

entscheidenden Übergänge im Leben. Die Spätwirkungen<br />

des Erstunterrichts lassen sich durch die gesamte Schulzeit<br />

verfolgen. Der beste Zugang ist, sich die jeweiligen Schulen<br />

zum Beispiel am Tag der offenen Tür anzuschauen und nach<br />

Möglichkeit mit anderen Eltern und Kindern zu sprechen,<br />

die schon Erfahrungen mit dieser Schule haben. Gute Schulen<br />

werden sich auch bei späteren Nachfragen gerne für<br />

einen zweiten Besuch und ein Gespräch öffnen. Achten Sie<br />

dabei immer darauf, wie Ihr Kind in der Schule empfangen<br />

wird: Wird es ignoriert oder angesprochen? Fühlt es sich<br />

wohl? Kann es mitreden und mitspielen?<br />

Eltern urteilen aufgrund ihrer eigenen Volksschul-Erfahrung.<br />

Kann das gut gehen?<br />

Was sagt die Wissenschaft<br />

zum Thema Volksschule?<br />

Wir haben Wiens führenden<br />

Experten dazu befragt.<br />

Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann<br />

Bildungswissenschaftler<br />

Nicht wirklich: Die Volksschulerfahrung der Eltern liegt meist<br />

Jahrzehnte zurück, und in dieser Zeit hat sich viel verändert.<br />

Aber trotzdem ist die eigene Erfahrung wichtig: Auf das,<br />

was ihnen damals Freude bereitete oder Schmerz verursachte,<br />

werden Eltern wieder reagieren, wenn es ihrem<br />

24<br />

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Schule I LIDO<br />

„Die besten Noten nutzen nichts, wenn das Selbstvertrauen in die<br />

eigene Lernfähigkeit beschädigt wird. Dazu brauchen Kinder vor<br />

allem eins: das unbedingte Vertrauen und den Rückhalt in der Familie!“<br />

Kind widerfährt. Es ist also durchaus wichtig, dass die neue<br />

Schule nicht nur dem Kind gefällt, sondern auch den Eltern.<br />

„Es steht und fällt mit dem Lehrer“ hört man oft. Bleibt die<br />

Volksschul-Wahl letztlich eine Lotterie?<br />

Auch wenn wir nicht so große Qualitätsunterschiede bei den<br />

Schulen und Lehrkräften haben wie viele andere Länder:<br />

Dass die gleiche Lehrkraft für das eine Kind den Himmel und<br />

für ein anderes Kind die Hölle bedeutet, kann vorkommen.<br />

Das lässt sich auch bei der klügsten Schulwahl nicht ausschließen.<br />

Wichtig ist dann, nicht zuzuwarten: Wenn man<br />

merkt, dass es überhaupt nicht passt, erst das Gespräch mit<br />

der Lehrkraft und der Schule suchen, und wenn das nicht<br />

hilft, nach Möglichkeit die Klasse oder gleich die Schule<br />

wechseln. Die meisten unserer Lehrkräfte tun sicher ihr Bestes.<br />

Aber keine ist in der Lage, allen gerecht zu werden.<br />

Abseits der Fächer: Was sollten Kinder in der Volksschule<br />

wirklich erlernen?<br />

Tatsächlich sind Lesen, Schreiben und Rechnen nicht das<br />

Wichtigste, was in der Volksschule gelernt wird. Es kommt<br />

auf zwei Entwicklungsaufgaben an: Zum einen muss man<br />

lernen, mit dem Schulbetrieb zurechtzukommen. Man muss<br />

mit anderen, die man sich nicht ausgesucht hat, an Aufgaben,<br />

die man nicht selbst bestimmt hat, mit Zeitvorgaben auf<br />

ein Ziel hinarbeiten, das andere festlegen, die dann auch<br />

noch die Leistung bewerten. Das ist eine arge Zumutung, die<br />

ziemlich viel Anstrengung erfordert. Dabei kommt es zweitens<br />

darauf an, ein gesundes Selbstvertrauen in die eigene<br />

Lernfähigkeit zu entwickeln. Die besten Noten nutzen nichts,<br />

wenn dieses Selbstvertrauen beschädigt wird. Dazu brauchen<br />

Kinder vor allem eins: das unbedingte Vertrauen und<br />

den Rückhalt in der Familie!<br />

Wo stehen wir qualitätsmäßig im internationalen Vergleich?<br />

Nicht so schlecht, wie uns PISA & Co einreden wollen, aber<br />

auch nicht so gut, wie wir sein könnten. Tatsächlich gehören<br />

die österreichischen Schulen zu den erfolgreichsten in<br />

der Welt, wenn wir nicht auf irgendwelche Testresultate<br />

schauen, sondern darauf, wie vielen eine erfolgreiche Schullaufbahn<br />

und ein guter Start ins Berufsleben gelingt. Abe r<br />

unsere Schulen sind immer noch viel zu wenig auf die Unterschiedlichkeit<br />

der Schülerinnen und Schüler eingestellt. Immer<br />

noch dominiert die aus dem 19. Jahrhundert stammende<br />

Organisation, bei der eine Lehrkraft ein Fach oder eine<br />

Klasse allein verantwortet. Nicht die Vielfalt der Kinder ist<br />

das Problem, sondern diese Einfalt des Schulbetriebes. Wir<br />

bräuchten sehr viel mehr klassen- und fächerübergreifende<br />

Teamarbeit, flexible Schultage, variierende Unterrichtsorganisation,<br />

kurz gesagt: eine Schule, die ständig auf die<br />

wechselnden Herausforderungen reagiert. Da fehlt es nicht<br />

so sehr an Geld oder Personal als an der Bereitschaft der<br />

Verantwortlichen, eingefahrene Bahnen zu verlassen und<br />

Neues zu wagen!<br />

Der Wiener Schulcampus ist interdisziplinär und vielstufig.<br />

Ihre Meinung dazu?<br />

Es kommt immer darauf an, wie ein Schulcampus im Alltag<br />

funktioniert. Gerade für Volksschüler sind überschaubare<br />

soziale Räume und Bindungen wichtig. Das kann auf einem<br />

großen Campus schwierig werden, wenn da nicht klare<br />

Grenzen gesetzt werden.<br />

u<br />

25<br />

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LIDO I Schule<br />

u<br />

Welche Position gebührt Privatschulen?<br />

Privatschulen sind im Durchschnitt nicht besser oder schlechter<br />

als öffentliche Schulen, sondern im besten Falle eine zusätz liche<br />

Wahlmöglichkeit – wenn man sich die leisten kann. Es gibt in<br />

Wien ebenso wie bei den öffentlichen Schulen einige ausgezeichnete<br />

kirchliche und private Schulen, die sich durch besondere<br />

pädagogische Schwerpunkte (Musik, Sprachen, Sport,<br />

Projekte usw.) unterscheiden. Es sollte aus Elternsicht dann auf<br />

diese Programme ankommen, nicht auf die Trägerschaft. Man<br />

sollte aber bei dieser Entscheidung auf jeden Fall überlegen,<br />

wie wichtig für das Kind der Kontakt in der Nachbarschaft ist,<br />

der durch den Besuch einer weiter entfernten Schule geschwächt<br />

werden kann.<br />

Reformpädagogik ist in aller Munde. Ist das ein momentaner<br />

„Hype“ oder ein Gesamtumbau unseres Schulsystems?<br />

Die „Reformpädagogik“ ist so alt wie die Schule selbst. Sie ist<br />

der immer wieder erneute Versuch, die unvermeidlichen Spannungen<br />

des Schulbetriebs erträglicher zu gestalten. Das Meiste,<br />

was da als Neuerung einherkommt, ist ebenso schon in der Geschichte<br />

der Schule mehrfach probiert worden: manchmal mit<br />

Erfolg, selten auf Dauer erfolgreich. Leider gibt es heutzutage<br />

in Wien auch Schulen, die unter dem Deckmantel „Reformpädagogik“<br />

ideologische, esoterische, spirituelle oder rassistische<br />

Weltanschauungen verbreiten. Also aufpassen: Wer Ihr Kind<br />

„ganzheitlich“ erziehen will, will vielleicht nicht nur den Schulauftrag<br />

erfüllen, sondern Ihr Kind nach eigenen Vorstellungen<br />

umformen.<br />

Bei Montessori fürchten viele Eltern Probleme beim Übergang in<br />

die AHS. Was sagt der Experte?<br />

Die Montessori-Methode ist ebenso populär wie umstritten. Sie<br />

baut auf viele entwicklungspsychologische und pädagogische<br />

Annahmen, die sich in der Forschung nicht bestätigen lassen.<br />

Mit Sicherheit eignet sich die Methode nicht für jedes Kind und<br />

für jeden Schulinhalt. In kluger Dosierung genutzt, kann sie aber<br />

ein den Unterricht belebendes Moment sein. Sie kann dann zu<br />

Übergangsproblemen in gleich welche Schulform führen, wenn<br />

sie einseitig und ohne ausreichende Sicherung des gemeinsamen<br />

Lernfortschritts angewendet wird. Oft müssen Eltern dann<br />

ergänzen, was im Schulbetrieb zu kurz gekommen ist.<br />

Fotos: Brügner, Adobe Stock<br />

26<br />

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LIDO I Schule<br />

Kolumne<br />

von Psychotherapeutin<br />

Petra Erber<br />

Das ABC des guten Schulbeginns<br />

alentina hatte einen wunderbaren Einstieg in die<br />

V<br />

ersten Schulwochen, doch eines Tages begrüßt sie<br />

ihren Papa nach der Schule mit den Worten: „Ich<br />

will nie wieder in die blöde Schule!“ Papa begibt sich auf<br />

Augenhöhe, da rinnen schon dicke Tränen aus Valentinas<br />

Augen. Papa umarmt Valentina und meint: Na, erzähl mir<br />

einmal, was heute los war. Damit hat Papa schon wunderbar<br />

reagiert, jetzt kann Valentina erzählen, dass sie nicht<br />

neben David sitzen will, so wie ihre Lehrerin es möchte …<br />

Fangen wir ganz von vorne an, es ist ja recht vorhersehbar:<br />

Ein Kind kommt auf die Welt und etwa sechs Jahre<br />

später wird es eingeschult. So weit, so gut, jedoch der Weg<br />

zu einem erfolgreichen Schulleben beginnt noch viel, viel<br />

früher. Er beginnt mit Ruhe und Geborgenheit, mit Zuwendung<br />

und Struktur, mit diesem „Rucksack“ ist ein Kind bereit<br />

für den Kindergarten. Der Kindergarten ist sozusagen das<br />

Vorzimmer der Schule. Lernen, spielen, Konflikte und ihre<br />

Lösungen, Struktur, all das wird im Kindergarten trainiert.<br />

Sind diese Fähigkeiten gut verankert, ist ein gelassener<br />

Schulstart möglich. Es liegt in der Natur des Kindes, lernen<br />

zu wollen. Wenn wir Eltern es schaffen, diese Natur sozusagen<br />

zu erhalten, ist viel gelungen.<br />

Aber Vorsicht, es ist ein langer Weg und einige Stolpersteine<br />

warten darauf, übersprungen zu werden. Konflikte<br />

mit Mitschülern, Konflikte mit Lehrern, problematisches<br />

Verhalten der Kinder – wie sollen Eltern da reagieren?<br />

Gelassenheit, Großzügigkeit, Eigenverantwortung sind die<br />

Zauberworte. Interessiertes Zuhören, Verständnisfragen stellen,<br />

Möglichkeitsraum vergrößern und immer wieder den<br />

Kindern vermitteln, dass wir Eltern an sie und ihr Potenzial<br />

glauben. Nur in schwerwiegenden Situationen rate ich zur<br />

Familientherapie oder zu einer individuellen Unterstützung<br />

für Kinder oder Eltern durch einen Therapeuten.<br />

Immer wieder werde ich von Eltern kontaktiert, die verzweifelt<br />

darüber sind, dass ihre Kinder keine Verantwortung für<br />

ihre schulischen Belange übernehmen wollen, und mich fragen,<br />

wie sich dies ändern lässt. Nun, das Fundament für<br />

verantwortliches Handeln in der Schule wird früh gelegt<br />

und lässt sich durch konsequentes Handeln der Eltern steuern.<br />

Einerseits kann dem Kind früh vermittelt werden: Du<br />

schaffst das! Andererseits gilt es, aufmerksam mit dem Kind<br />

in Beziehung zu bleiben. Schaffen Sie eine liebevolle und<br />

ruhige Atmosphäre nach der Schule, zeigen Sie sich interessiert<br />

an den Inhalten. Treten Sie nicht als Anwalt Ihrer<br />

Kinder in Erscheinung, aber stützen Sie Ihr Kind, indem Sie<br />

liebevoll dranbleiben. In der Pubertät rate ich zu diversen<br />

Praktika und Sommerjobs, um einen realitätsnahen Zugang<br />

zu späteren Lebensentscheidungen zu ermöglichen. Falls<br />

Sie einmal unzufrieden mit Ihren Kindern sein sollten: Kinder<br />

lernen an ihren Vorbildern, und das wichtigste Vorbild<br />

sind ihre Eltern. Begeben Sie sich auf die schulische Reise<br />

mit Ihren Kindern und Sie werden noch viel lernen dürfen.<br />

Petra Erber ist Psychotherapeutin in der Donaustadt (Bellegardegasse 1/8, 1220 Wien, Tel.: +43 (0)664/540 34 54, www.psychotherapiepraxis-wien.at)<br />

27<br />

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Foto: Pertramer<br />

Bildungsstadtrat Jürgen<br />

Czernohorszky über aktuelle<br />

Herausforderungen für Lehrer<br />

und die Schule der Zukunft.<br />

„Alle neuen Volksschulen<br />

sind ganztägig“<br />

WIE HABEN SICH DIE ANFORDERUNGEN AN DIE<br />

VOLKSSCHULE VERÄNDERT?<br />

Die Anforderungen an die Räume – für die wir als Stadt zuständig<br />

sind – ändern sich natürlich mit neuen Entwicklungen<br />

in der Pädagogik und die Architekten lassen dies in ihre Planungen<br />

einfließen: Beispiele dafür sind Klassen mit eigenen<br />

Bereichen für Gruppenarbeiten, aber auch Rückzugsmöglichkeiten<br />

oder mehr Gemeinschaftsflächen für klassenübergreifendes<br />

Arbeiten. Natürlich sind auch Freiflächen ein wichtiges<br />

Thema – bei den meisten neu gebauten Schulen haben Klassen<br />

einen direkten Zugang ins Freie, wo auch Schul stunden<br />

stattfinden können. Auch in der Donaustadt entsteht derzeit<br />

ein neuer Bildungscampus in der Berresgasse.<br />

28<br />

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Schule I LIDO<br />

VOR WELCHEN HERAUSFORDERUNGEN<br />

STEHEN LEHRER HEUTE?<br />

Gerade in Ballungsräumen stehen Lehrerinnen und Lehrer<br />

vor einer Vielzahl von Herausforderungen: So sind sie<br />

beispielsweise mit unterschiedlichsten sozialen Problemen<br />

konfrontiert – mit Schülerinnen und Schülern, die von ihren<br />

Eltern nicht genügend unterstützt werden oder auch die<br />

Sprache Deutsch nicht gut genug beherrschen. Wir haben<br />

hier als Stadt eine Reihe von Unterstützungsangeboten –<br />

von der Gratis-Nachhilfe bis hin zu Sprachförderung und<br />

Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern. Es ist aber sicher<br />

notwendig, diese Angebote auszubauen und gezielt an<br />

Schulen zu bringen, die große Herausforderungen haben.<br />

Deshalb haben wir auch mit großem Unverständnis auf die<br />

Streichung von Integrationsmitteln für Schulen durch den<br />

Bildungsminister reagiert.<br />

Standorten neue Volksschulen, die gemeinsam mit Kindergärten<br />

und – wo möglich – auch mit Mittelschulen gemeinsame<br />

pädagogische Konzepte entwickeln.<br />

WIE KÖNNEN DIE VOLKSSCHÜLER VON DER<br />

DIGITALISIERUNG PROFITIEREN?<br />

Kinder profitieren vom Umgang mit digitalen Medien vor<br />

allem dann, wenn man gezielt Medienbildung mit ihnen zu<br />

diesem Thema macht: Wir haben mit dem Wiener Bildungsserver<br />

ein eigenes Kompetenzzentrum, das unterschiedlichste<br />

Projekte entwickelt und umsetzt. Für Kinder steht<br />

dabei unter anderem das Webportal www.kidsweb.wien<br />

zur Verfügung. Im Rahmen des Jahres der digitalen Bildung,<br />

das 2018/19 ein Schwerpunkt in den Schulen ist, wird der<br />

Wiener Bildungsserver auch beim Wiener Ferienspiel 2019<br />

eigene Workshops anbieten.<br />

GIBT ES EINEN TREND IN RICHTUNG<br />

PRIVATSCHULEN?<br />

Tatsache ist: Die besten öffentlichen Schulen sind sicher<br />

gleich gut oder sogar besser als die besten Privatschulen.<br />

Und auch in der „Breite“: Das öffentliche Schulsystem ist<br />

attraktiv, da es in Summe umfangreichere infrastrukturelle<br />

und pädagogische Möglichkeiten bietet als Privatschulen.<br />

Die oft behauptete „Flucht in Privatschulen“ hält auch den<br />

Tatsachen nicht stand: Bei Volksschulen und in AHS-Unterstufen<br />

ist der prozentuelle Anteil an Privatschülerinnen und<br />

-schülern im Sinken. Natürlich haben aber auch die Privatschulen<br />

in unserem Schulwesen ihren Platz. Und wenn<br />

Eltern meinen, ihr Kind in eine Privatschule geben zu wollen,<br />

ist dies zu respektieren. Mehr noch sind die Privat schulen –<br />

etwa jene der Katholischen oder Evangelischen Kirche,<br />

aber auch die Vienna Business Schools – gute Partner des<br />

Stadtschulrats und oft – etwa beim Ganztagsschulmodell –<br />

wichtige Unter stützer pädagogischer Reformen.<br />

WERDEN ALLE NEU GEBAUTEN SCHULEN<br />

GANZTAGSVOLKSSCHULEN?<br />

Alle neuen Volksschulen sind Ganztagsschulen. Derzeit entstehen<br />

unter anderem im Rahmen von neuen Bildungscampus-<br />

WIE SIEHT DIE SCHULE DER ZUKUNFT AUS?<br />

Das ist eine Schule, in der das Kind im Mittelpunkt steht<br />

und alle Angebote auf das lernende Kind ausgerichtet<br />

sind. Eine Schule, die es versteht, Lernen mit Begeisterung<br />

und Freude zu verbinden – und auch mit viel Spaß. Das<br />

ist eine Schule, die alle Kinder bestmöglich fördert und<br />

ihnen Chancen eröffnet und nicht verschließt. Wir haben<br />

uns auf den Weg zu diesen Zielen gemacht und tun schon<br />

sehr viel in diese Richtung – der Weg ist aber natürlich nie<br />

zu Ende!<br />

Tag der<br />

Wiener Schulen<br />

Am 10. Oktober 2018 findet zum zehnten<br />

Mal der „Tag der Wiener Schulen“ statt.<br />

Er bietet die Möglichkeit, Einblick in<br />

Konzepte, pädagogische Zielsetzungen<br />

und Schwerpunkte der Schulen sowie in<br />

ihre Angebote und Betreuungsformen zu<br />

gewinnen. Während der Unterrichtszeit<br />

können sich Eltern und Kinder ein Bild vom<br />

alltäglichen Schulleben machen.<br />

29<br />

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LIDO I EVENTS<br />

„Der Weibsteufel“<br />

am 28. & 29. 10. im<br />

Veranstaltungszentrum<br />

Donaustadt<br />

Wiener Wahnsinn<br />

9., 10. 11. 2018<br />

20 Uhr<br />

Orpheum, Steigenteschgasse 94b<br />

Mit ihrem neuen urwienerischen<br />

Rock’n’Roll „Gar ned so deppert“<br />

bringt die Donaustädter Band waschechten<br />

Austropop ins Orpheum. Die<br />

Lieder der großen fünf wie Ambros,<br />

Danzer, Fendrich, Ostbahn Kurti<br />

und Peter Cornelius können sie hier<br />

im Schlaf auswendig singen – von<br />

Donaustädtern für Donaustädter.<br />

www.orpheum.at<br />

Tipp!<br />

Fotos: Lukas Beck, Alexi Pelekanos / Volkstheater<br />

30<br />

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EVENTS I LIDO<br />

Terminkalender<br />

Was Sie in den nächsten Wochen keinesfalls verpassen sollten!<br />

7 herausragende Herbst-Highlights im Überblick.<br />

Griechische Nacht Obstbäume pflanzen Biber-Wanderung<br />

12. 10. 2018 13. 10. 2018 20. 10. 2018<br />

19 Uhr 14–16.30 Uhr 14 Uhr<br />

KostBAR, Eßlinger Hauptstraße 66 Donauinsel, Nahe U2 Donaustadtbrücke nationalparkhaus wien-lobAu, Dechantweg 8<br />

In Kooperation mit dem Verein „Kultur<br />

im Wohnzimmer“ veranstaltet die<br />

KostBAR einen griechischen Abend<br />

mit Lesungen und Musik. Unter dem<br />

Titel „Mittags singen die Zikaden“<br />

lesen die österreichischen Autoren des<br />

1. Wiener Lesetheaters Geschichten<br />

über Griechenland, danach singt die<br />

Griechin Olga Kessaris.<br />

Die Lokale Agenda in der Donaustadt<br />

sucht zusammen mit der MA 45 (Wiener<br />

Gewässer) und dem Ökosozialen<br />

Forum nach Baumpaten! Anlässlich<br />

des dreißigjährigen Jubiläums der<br />

Donauinsel werden im Rahmen eines<br />

kinderfreundlichen Festes gemeinsam<br />

30 unterschiedliche Obstbäume<br />

gepflanzt.<br />

Nach mehr als 100 Jahren ist der<br />

1869 in Österreich ausgerottete Biber<br />

erneut in den Fluss- und Auenlandschaften<br />

beheimatet. Die Teilnehmer<br />

der Exkursion „Biber – Landschaftsgestalter,<br />

Forstarbeiter und Bauherr“<br />

durchstreifen ein Biberrevier und<br />

erfahren so mehr über das Leben und<br />

den Nutzen der scheuen Tiere.<br />

www.treffpunktessling.at www.agendadonaustadt.at Tel.: 4000-8042<br />

Der Weibsteufel Ausstellung Adventmarkt<br />

28., 29. 10. 2018 bis 31. 10. 2018 22. 11. bis 23. 12. 2018<br />

19.30 Uhr ganztägig Do, Fr, Sa, So, Feiertag, 10 bis 20 Uhr<br />

VZ Donaustadt, Bernoullistraße 1 Schrödingerplatz Blumengärten Hirschstetten, Quadenstraße 15<br />

Der Weibsteufel, eine Art Tiroler Alpenwestern,<br />

zählt zu Karl Schönherrs<br />

meistgespielten Stücken und wurde<br />

mehrfach verfilmt. Nachdem es bereits<br />

in den 80er- und 90er-Jahren für das<br />

Volkstheater in den Bezirken inszeniert<br />

wurde, widmet sich nun die Schweizer<br />

Regisseurin Christina Rast dem Stoff.<br />

und tourt damit durch Wien.<br />

Am Schrödingerplatz vor der Bezirksvorstehung<br />

ist eine Ausstellung über<br />

den rund 1.000 Hektar großen Naturund<br />

Erholungsraum zu sehen, der in<br />

den nächsten Jahren und Jahrzehnten<br />

in der Donaustadt entsteht. Die Schau<br />

widmet sich den Plänen, dem Leitbild<br />

und den bereits umgesetzten Maßnahmen<br />

des Jahrhundertprojektes.<br />

Neben einem großen Weihnachtsmarkt<br />

mit vielen geschmückten<br />

„Standln“, köstlichen Naschereien<br />

und einem umfangreichen Kulturprogramm<br />

steht die florale Weihnachtsausstellung<br />

heuer unter dem Motto<br />

„Glanzvoller Advent“. Jeden Sonntag<br />

ab 16 Uhr gibt‘s ein Kinderprogramm<br />

mit Basteln und Keksebacken.<br />

www.volkstheater.at Tel.: 4000-22114 Tel.: 4000-8042<br />

31<br />

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32<br />

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Kind sein<br />

Wir nehmen unter die Lupe, was sie beschäftigt<br />

Outdoor-Tipps, Friseurtest und Adressen zum<br />

Loswerden alter Kindersachen: Wo sich junge<br />

Donaustädter (und ihre Eltern) im Herbst treffen.<br />

1 2 3<br />

Theaterwild:Werkstatt Kirangolini Halloween<br />

Von Oktober bis Mai 2019 können<br />

Kinder von 9 bis 13 Jahren einmal<br />

pro Woche in die vielfältige Welt<br />

des Theaters eintauchen und unter<br />

professioneller Leitung ein Stück erarbeiten.<br />

Einmal wöchentlich wird<br />

2 Stunden lang im B.R.O.T. ASPERN<br />

(Hannah-Arendt-Platz 9) geprobt,<br />

das fertige Stück wird ab 7. Mai<br />

2019 in 4 bis 5 Vorstellungen auf<br />

der Bühne im Dschungel Wien gezeigt.<br />

Anmeldung und Infos:<br />

tickets@dschungelwien.at<br />

2007 wurde von den Büchereien<br />

Wien „Kirangolini“ ins Leben gerufen.<br />

Mittlerweile wird das Lesefrühförderungsprogramm<br />

an 29<br />

Standorten angeboten. Auch in<br />

der Donaustadt wird bei den Kleinkinderveranstaltungen<br />

für Kinder<br />

zwischen 0 und 3 Jahren einmal<br />

im Monat gesungen, getanzt, musiziert<br />

und erzählt. Der nächste<br />

Termin ist am 16. 10. in der Bücherei<br />

Aspern, Siegesplatz 7. Infos unter<br />

Tel.: 01/280 84 10.<br />

Während sich Eltern noch fragen,<br />

ob Halloween tatsächlich nach<br />

Wien gehört, wachsen Kinder<br />

längst damit auf und freuen sich auf<br />

den Gruselspaß am 31. Oktober.<br />

Neben vielen Festen ist auch die<br />

Vorbereitung für den Nachwuchs<br />

schon eine große Freude: Kürbis<br />

schnitzen, Verkleidung aussuchen<br />

oder selber machen und natürlich<br />

die Route für die Süßigkeiten-Tour<br />

in der Nachbarschaft überlegen.<br />

Seiten Sie gewappnet!<br />

Junge Donaustädter. Geballte Information auf den folgenden 22 Seiten<br />

33<br />

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LIDO I KInder<br />

Regen -<br />

Tipps<br />

u Winddicht,<br />

wasserdicht und<br />

atmungsaktiv sind<br />

die Regenhosen von<br />

Tchibo, die im Herbst<br />

in den Farben Blau<br />

und Beere um 13 Euro<br />

erhältlich sind.<br />

www.tchibo.at<br />

RAUS MIT<br />

EUCH!<br />

Die Donaustadt bietet Familien viele<br />

Möglichkeiten, den Herbst an der<br />

frischen Luft zu genießen.<br />

¥ Regenlacken<br />

spritzen lassen<br />

u „Lion“ ist eine<br />

Regenjacke, die sich<br />

bei Nässe verfärbt –<br />

mit Kapuze und einem<br />

reflektierenden Logo<br />

für bessere Sichtbarkeit<br />

im Straßenverkehr. Von<br />

SquidKids um 69,90<br />

Euro bei<br />

www.tausendkind.at<br />

u Mit der Maus in den<br />

Weltraum und dabei<br />

festen Halt am Boden<br />

dank griffiger Profilsohle.<br />

Reflektoren an<br />

der Rückseite erhöhen<br />

zudem noch die Sicherheit<br />

im Dunkeln oder<br />

bei schlechtem Wetter.<br />

Ab 24,99 Euro von<br />

Playshoes<br />

¥ Geocaching<br />

in der Natur<br />

Eine spannende Outdoor-Aktivität für<br />

Kinder ist Geocaching, eine Art elektronische<br />

Schnitzeljagd. Mit einem<br />

GPS-Tracker ausgestattet sucht man<br />

sogenannte „Caches“, die sich an<br />

versteckten Orten befinden. Nicht nur<br />

die Kleinen packt dabei der Ehrgeiz,<br />

wenn es darum geht, sich als erfolgreicher<br />

Finder zu verewigen und kleine<br />

Goodies zu erhalten.<br />

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende<br />

Kleidung. Also rein in die<br />

Gummistiefel und raus zu den Regenlacken:<br />

Neben einem Hüpfparcours<br />

bieten sich die Pfützen auch an, um<br />

kleine Schiffchen, zum Beispiel aus<br />

Kastanien, schwimmen zu lassen.<br />

¥ Igelbett<br />

bauen<br />

Igeln fehlt oft das passende Quartier<br />

für den Winterschlaf. Kinder können<br />

helfen, indem sie einen Laubhaufen<br />

anlegen oder Äste übereinanderschichten.<br />

Die Haufen aus Laub oder<br />

Ästen sollten mindestens einen Durchmesser<br />

von 1,5 Metern haben und<br />

einen halben Meter hoch sein.<br />

Fotos: Hersteller, Adobe Stock, pexels<br />

49<br />

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"<br />

KInder I LIDO<br />

¥ Schatzsuche<br />

in der Lobau<br />

¥ Drachen<br />

steigen lassen<br />

Drachen steigen lassen zählt zu den<br />

absoluten Klassikern unter den Herbstaktivitäten,<br />

da das windige Wetter die<br />

perfekten Bedingungen dafür mit sich<br />

bringt. Wichtig: Unbedingt auf großflächige<br />

Wiesen ohne Hindernisse wie<br />

Strommasten oder Bäume gehen.<br />

An einem sonnigen Tag durch den<br />

Wald spazieren, Schätze wie Kastanien,<br />

Blätter, Bockerln oder Äste sammeln<br />

und Eichhörnchen beobachten –<br />

der Herbst ist die perfekte Jahreszeit<br />

für einen Entdeckerspaziergang durch<br />

die Lobau. Und wenn’s früher dunkel<br />

wird, auch am Abend spannend!<br />

FAMILY<br />

GUTSCHEIN<br />

FÜR EINE MAGISCHE<br />

SCHNUPPERSTUNDE<br />

Eine zauberhafte Idee für Groß und Klein: Während Sie<br />

in aller Ruhe im Donau Zentrum Ihre Einkäufe erledigen<br />

können, wartet auf Ihre Kids von 3 – 11 Jahren Spiel & Spaß<br />

im Dachboden Zauber. Übergeben Sie einfach Ihre Kinder<br />

in die Hände unserer professionellen Betreuer.<br />

MAGISCHE<br />

SCHNUPPERSTUNDE<br />

MAGISCHE<br />

SCHNUPPERSTUNDE<br />

MAGISCHE<br />

SCHNUPPERSTUNDE<br />

Gutschein für betreutes Spielen<br />

im „Dachboden Zauber“<br />

Gutschein für betreutes Spielen<br />

im „Dachboden Zauber“<br />

Gutschein für betreutes Spielen<br />

im „Dachboden Zauber“<br />

Über 800 m 2 laden zum Spielen ein mit einer Leseecke<br />

zum Ausruhen, einem Bastelzimmer, Forscherzimmer,<br />

Spielezimmer und Puppenhaus, um der Kreativität freien<br />

Lauf zu lassen. Probieren Sie es aus, die erste<br />

Stunde ist gratis mit diesem Gutschein.<br />

Nähere Infos auf donauzentrum.at/family<br />

U1 KAGRAN


LIDO I Test<br />

Teil 3: Friseure<br />

Kinde r<br />

testen<br />

die Donaustadt<br />

In jeder Ausgabe prüft unser junges Detektivteam den<br />

22. Bezirk auf seine Kinderfreundlichkeit. Diesmal: Friseure.<br />

Ein Friseurbesuch ist für Kinder etwas Aufregendes.<br />

Während sich die einen davor fürchten, können es andere<br />

kaum erwarten. Auch das Stillsitzen ist für die meisten<br />

keine leichte Aufgabe. Wenn dann aber die Stirnfransen<br />

schon den Blick einschränken und Mamas Schneidekünste<br />

nicht mehr ausreichen, ist es Zeit für den Profi.<br />

Die Anforderungen an diesen sind aber doch etwas<br />

andere als an den Topstylisten für Erwachsene.<br />

Kreative Strähnchentechniken werden von den kleinen<br />

Kunden nicht verlangt, vielmehr braucht es<br />

freundliche, geduldige Friseure, die keine Angst vor<br />

vielen Fragen haben, und natürlich einen praktischen<br />

Schnitt, der Sport und Spangerl zulässt.<br />

Fotos: Adobe Stock, Brügner<br />

36<br />

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Zara, 4 Jahre<br />

Test I LIDO<br />

Die ehrlichsten Tester der Stadt<br />

Die prinzessin<br />

Die Tapferen<br />

Alice, Sonja, Livia, 4 Jahre<br />

Angst vor dem Friseur überwinden<br />

war die Aufgabe beim<br />

Termin mit den eineiigen Drillingen.<br />

Mission accomplished.<br />

Der Beau<br />

Florian, 5 Jahre<br />

Einfach kürzere Haare? Nicht<br />

bei Florian. Ihm ist wichtig,<br />

was er auf dem Kopf trägt,<br />

und beim Schneiden ist er<br />

voll bei der Sache.<br />

Kleider schwingen lassen,<br />

schmücken und das süßeste<br />

Lächeln aufsetzen gehören zu<br />

ihren Königinnendisziplinen.<br />

Der Friseurbesuch war da die<br />

Kirsche auf der Torte.<br />

Der Fussballer<br />

Lukas, 5 Jahre<br />

Der Routinier<br />

Rudolf, 6 Jahre<br />

Als begeisterter Stammgast<br />

in seinem Salon bekommt er<br />

nicht nur sportliche Haare,<br />

sondern kann auch Rennen<br />

gegen sein Spiegelbild<br />

fahren.<br />

Der Neugierige<br />

Luis, 5 Jahre<br />

Fasziniert von der Art, wie<br />

Menschen Geld verdienen, ist<br />

er auf der Suche nach seinem<br />

Berufswunsch. Also was macht<br />

ein Friseur eigentlich?<br />

Seine große Leidenschaft ist<br />

Fußball – und zwar mit allem,<br />

was dazugehört: Spielen,<br />

schauen, mitfiebern, Dressen<br />

tragen, Poster aufhängen.<br />

Was fehlt: die Fußballerfrisur.<br />

Die nachwuchs-friseurin<br />

Annelie, 3 Jahre<br />

Nach dem ersten Selfmade-<br />

Haarschnitt mit der Bastelschere<br />

freute sich Annelie<br />

darauf, sich die Tricks der<br />

Profis abzuschauen.<br />

37<br />

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LIDO I Test<br />

Kinderfriseur<br />

Salon EVA<br />

Schiffmühlenstrasse 53<br />

TESTER: Florian, 5 Jahre<br />

SERVICE: Schneiden, Styling<br />

PREIS: 6 Euro<br />

FAZIT: Ein Capri-Sonne zur Begrüßung,<br />

ein roter Roller als Friseurstuhl und für<br />

die Lektüre zwischendurch gibt’s Kinderbücher<br />

über den Friseurbesuch –<br />

der Salon Eva ist voll und ganz auf<br />

Kinderkundschaft eingestellt. Selbst<br />

für den Bruder gab’s Friseurspielzeug,<br />

während Florian geschnitten wurde.<br />

Das Ergebnis war für Mama und Sohn<br />

gleichermaßen zufriedenstellend.<br />

38<br />

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Test I LIDO<br />

Entspannte Atmosphäre<br />

Hair Style<br />

Seestadt<br />

Maria-Tusch-Strasse 15<br />

TESTERIN: Annelie, 3 Jahre<br />

SERVICE: Waschen, Schneiden, Föhnen<br />

PREIS: 6 Euro<br />

FAZIT: Nicht nur die Mähnen von Puppen,<br />

Ponys und Teddybären werden im<br />

Salon Annelie gekürzt, auch bei sich<br />

selbst sorgte sie für den ersten Haarschnitt<br />

mit der Bastelschere – höchste<br />

Eisenbahn für den Friseur. In sehr entspannter<br />

und freundlicher Atmosphäre<br />

wurden die Haare der jungen Kundin<br />

gewaschen, geschnitten und geföhnt.<br />

Ihre Aufmerksamkeit galt nicht nur den<br />

Fertigkeiten der Friseurin, sondern auch<br />

ihren faszinierenden Fingernägeln, Tattoos<br />

und langen Zöpfen. Währenddessen<br />

wurde die Wartezeit für den Bruder<br />

mit einer Spielzeugbox verkürzt.<br />

39<br />

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LIDO I Test<br />

Haare schneiden wie im Flug<br />

Brigitta<br />

Esslinger Hauptstrasse 122<br />

TESTER: Rudolf, 6 Jahre<br />

SERVICE: Schneiden, Styling<br />

PREIS: 18 Euro<br />

FAZIT: Als Stammkunde fühlt sich Rudolf<br />

schon fast zu Hause im Friseursalon<br />

Brigitta. Hier wird er nicht nur immer von<br />

Diana, der Friseurin seines Vertrauens,<br />

gestylt, sondern kann nebenbei noch Rennen<br />

gegen sein Spiegelbild gewinnen. Mit<br />

dem Lenkrad in der Hand bleibt der Blick<br />

natürlich stets nach vorne gerichtet und<br />

das Haaremachen vergeht wie im Flug.<br />

40<br />

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Test I LIDO<br />

Gestylt wie die Großen<br />

Peter Vogelauer<br />

Wagramer Strasse 134<br />

TESTERINNEN: Alice, Livia, Sonja, 4 Jahre<br />

SERVICE: Waschen, Schneiden, Föhnen, Styling<br />

PREIS: 15,50 Euro<br />

FAZIT: Für die Drillinge Alice, Livia und Sonja<br />

war der Friseurbesuch im Vorfeld mit etwas<br />

Bauchweh verbunden, Haarewaschen gehört<br />

nicht zu ihren Lieblingsdisziplinen. Doch schon<br />

an den Waschplätzen wurde die Angst abgelegt<br />

und sie genossen die exklusive Betreuung<br />

und Verschönerung in vollen Zügen. Mit geglätteten<br />

Haaren, Flechtfrisuren und einer kleinen<br />

Tapferkeits-Belohnung verließen die Drillinge<br />

glücklich den Salon von Peter Vogelauer, der<br />

bereits für die Modenschau „Kids in Fashion“<br />

junge Models gestylt hat.<br />

41<br />

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LIDO I Test<br />

Siegerfrisur<br />

Bohac<br />

Am Bahnhof 13<br />

TESTERIN: Luis, 5 Jahre<br />

SERVICE: Schneiden, Styling<br />

PREIS: 13 Euro<br />

FAZIT: Als Luis’ Haarschnitt<br />

im ältesten Friseursalon der<br />

Donaustadt an der Reihe war,<br />

durfte er gleich auf den Stuhl<br />

vor Daniel Bohac klettern, der<br />

im Juni 2018 als Sieger aus dem<br />

österreichischen Bundeslehrlingswettbewerb<br />

hervorgegangen<br />

war. Noch schnell den coolen<br />

Bikermantel umgeworfen, und<br />

schon wurde ambitioniert an seinem<br />

Kopf gearbeitet. Zügig und<br />

ohne viel Tamtam bekam Luis<br />

eine sportliche Kurzhaarfrisur.<br />

42<br />

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Test I LIDO<br />

Für strahlende Prinzessinnen<br />

Mey<br />

Alfred-Kubin-Platz 4/7a<br />

TESTERIN: Zara, 4 Jahre<br />

SERVICE: Schneiden, Fönen<br />

PREIS: 8 Euro<br />

FAZIT: Ein Prinzessinnentraum ist für<br />

Zara bei ihrem ersten Friseurtermin<br />

wahr geworden. Schon seit Wochen<br />

wollte sie an diesen Ort, an dem sie<br />

noch schönere Haare bekommt. Dass<br />

sie dann auch noch durch einen opulenten,<br />

leuchtenden Spiegel beobachten<br />

durfte, wie ihre Locken geschnitten<br />

wurden, beim Föhnen helfen durfte<br />

und zum Schluss noch etwas Rouge<br />

auf die Wangen bekam, verzauberte<br />

die kleine Prinzessin. „Mama, wann<br />

kommen wir wieder her?“<br />

43<br />

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LIDO I Test<br />

Für große & kleine Männer<br />

Schimarik<br />

Hirschstettner strasse 79<br />

Bellegardegasse 22<br />

TESTER: Lukas, 5 Jahre<br />

SERVICE: Schneiden, Styling<br />

PREIS: 12 Euro<br />

FAZIT: Spielzeug und buntes Entertainment<br />

sind hier Fehlanzeige. Lukas<br />

ist aber auch nicht gekommen, um<br />

Spaß zu haben, sondern um auszusehen<br />

wie ein echter Fußballer. Beim<br />

Männerfriseur Schimarik ist er dafür<br />

genau richtig, schließlich lassen sich<br />

hier auch Fußballstars ihre Köpfe verschönern<br />

– zum Beweis hängen ihre<br />

signierten Dressen an der Wand.<br />

Nach einem perfekten Schnitt bekommt<br />

Lukas noch eine Autogrammkarte<br />

von Tarkan Serbest.<br />

44<br />

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FÜR SIE ERREICHT:<br />

Abriss-Stopp für Altbauten<br />

Sanieren statt abkassieren!<br />

Neue Bauordnung gegen<br />

Kurzzeitvermietung kommt<br />

Weil Wohnungen keine Hotelzimmer sind!<br />

Mag. Ruth Becher<br />

SPÖ-Donaustadt-Vorsitzende<br />

Türkis-blauer Ausverkauf von gemeinnützigen<br />

Bauvereinigungen in Wien untersagt<br />

Der Schutz der Mieter hat Vorrang!<br />

FÜR SIE VON DER BUNDESREGIERUNG GEFORDERT:<br />

Rücknahme des Steuerzuckerls für Spekulanten!<br />

Grunderwerbsteuer für Konzerne wieder einführen,<br />

nicht nur Häuslbauer zur Kasse bitten!<br />

Stopp für ausländisches Kapital!<br />

Wohnungen zum Wohnen, nicht für Großanleger<br />

Einheitliches Wohnrecht mit<br />

fairen Mietobergrenzen!<br />

Damit Mieten und Wohneigentumskosten wieder sinken<br />

Bezahlte Anzeige


LIDO I KINDER<br />

ENDLICH AUSGEMISTET!<br />

UND JETZT?<br />

Es ist ein wunderbar befreiendes<br />

Gefühl, das Aussortieren<br />

von alten Gegenständen<br />

und Kleidung hinter sich<br />

gebracht zu haben. Doch<br />

wohin mit den Sachen, wenn<br />

die Spreu erst mal vom Weizen<br />

getrennt ist? Gerade in<br />

Kinderzimmern haben die<br />

Dinge oft nur eine kurze<br />

Verweildauer. Auf den<br />

nächsten Seiten finden Sie<br />

Adressen, wo Sie Ausrangiertes<br />

loswerden können.<br />

62<br />

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KINDER I LIDO<br />

1<br />

Fotos: Adobe Stock, Brügner<br />

Flohmärkte<br />

2<br />

Gerade größere Kinder haben oft Spaß daran, beim Ausmisten tatkräftig mitzuhelfen<br />

und sich auf Flohmärkten die ersten Euros zu verdienen. Wer keine<br />

Möglichkeit für einen privaten Verkauf hat, kann sich mit anderen zusammentun<br />

oder auf einem der großen Flohmärkte im Bezirk einen Stand organisieren.<br />

3<br />

1) Gewerbepark Stadlau<br />

Jeden Sa. & So. von 5 bis 14 Uhr<br />

Gewerbepark Stadlau<br />

Keine Anmeldung erforderlich<br />

Standgebühr: 27 bis 42 Euro<br />

Info unter: office@veru.at<br />

4) Merkur-Parkplatz<br />

Sonn- & Feiertage, 9 bis 16 Uhr<br />

Julius-Ficker-Straße 91<br />

Standgebühr: 20 Euro<br />

Keine Anmeldung notwendig<br />

Info unter Tel.: 0664/887 26 142<br />

4<br />

2) Wagenwerk in der Metastadt<br />

Jeden Sonntag, 7 bis 16 Uhr<br />

22., Stadlauer Straße 41a<br />

Anmeldung: info@metamarkt.at<br />

Standgebühr: 15 bis 20 Euro<br />

3) Kika-Parkplatz<br />

Sonn- & Feiertage, 10 bis 16 Uhr<br />

Wagramer Straße 246<br />

Standgebühr: 10 Euro<br />

Keine Anmeldung notwendig<br />

Info unter Tel.: 0699/13 03 39 39<br />

5) Conrad-Parkplatz<br />

Sonn- & Feiertage, 4.30 bis 18 Uhr<br />

Gewerbeparkstraße 12<br />

Keine Anmeldung erforderlich<br />

Standgebühr: 15 bis 35 Euro<br />

5<br />

47<br />

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LIDO I KINDER<br />

Online<br />

Auch im Internet gibt es mittlerweile<br />

sehr viele Möglichkeiten, seine<br />

Sachen zu verkaufen:<br />

www.flohmarkt.at<br />

Österreichweiter Online-Flohmarkt<br />

www.momox.at<br />

Ankauf von Büchern, CDs, DVDs<br />

und Spielen zu Festpreisen<br />

www.mamikreisel.de<br />

Secondhand-Plattform für Kindersachen<br />

www.ebay.at<br />

Internationaler Online-Marktplatz<br />

www.willhaben.at<br />

Größter Online-Marktplatz Österreichs<br />

www.bonavendi.at<br />

Plattform für den Verkauf von<br />

Gebrauchtwaren<br />

www.shpock.com<br />

Flohmarkt-App für unterwegs<br />

Tauschbörsen<br />

Kleidung, Spielzeug, Bücher, Sportartikel und vieles mehr kann<br />

in einem Second-Hand-Shop in Kommission gegeben werden, wo<br />

die Produkte in weiterer Folge verkauft werden. In der „ Papillon<br />

Tauschboutique“ etwa wechseln jedes Jahr über 160.000 Waren<br />

den Besitzer. Nach einer Terminvereinbarung werden neuwertige,<br />

gewaschene und gebügelte Kleidungsstücke, die nicht<br />

älter als zwei Jahre sind (keine Waren von Billiganbietern oder<br />

Diskontern), sowie funktionstüchtige, vollständige und saubere<br />

Gegenstände übernommen.<br />

PAPILLON Tauschboutique<br />

Tokiostraße 7<br />

Tel.: 01/734 20 70<br />

E-Mail: info@papillon22.at<br />

KLEIN, ABER FEIN Second Hand<br />

Bergengasse 6/3 (Wulzendorfstraße 83/6/3)<br />

Telefon: 01/264 45 77<br />

E-Mail: email@kleinaberfein.at<br />

Kleidung, Schleich-Tiere, Kinderski,<br />

Bücher & Co: In der Tauschboutique<br />

Papillon werden jährlich mehr als<br />

16.000 Artikel verkauft.<br />

Fotos: Brügner<br />

48<br />

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Im Shop des Effenberg Help-Clubs<br />

können Sachspenden wie Kleidung<br />

& Co abgegeben werden.<br />

Karitative Abgabestellen<br />

Nicht jeder steht vor dem Luxusproblem, zu viel Gewand zu<br />

haben und nicht zu wissen, wohin damit. Viele Menschen<br />

sind – besonders in den kälteren Monaten – auf Unterstützung<br />

angewiesen und der Bedarf an Sachspenden ist groß.<br />

Eine unkomplizierte und bereichernde Möglichkeit, sein<br />

aussortiertes Gewand loszuwerden, ist die Abgabe in einer<br />

karitativen Einrichtung im Bezirk.<br />

Volkshilfe-Shop<br />

Obachgasse 6<br />

Telefon: 01/370 77 34-406<br />

www.volkshilfe-wien.at/spenden<br />

Getragene Kleidung sowie Sachspenden können auch in kleineren Mengen direkt in<br />

den Volkshilfe Second-Hand-Shops abgegeben werden.<br />

Größere Mengen an Kleiderspenden können im Alttextiliengroßhandel des Sozialökonomischen<br />

Betriebs in der Modecenterstraße 10 im 3. Bezirk abgegeben werden.<br />

Effenberg Help-Club<br />

Langobardenstraße 59<br />

Telefon: 0664/152 77 61<br />

www.effenberghc.at<br />

Der Franz-Karl Effenberg Help-Club hilft notleidenden Familien in der Donaustadt.<br />

Bedürftige werden finanziell, beratend oder durch Betreuung unterstützt. Im Help-<br />

Shop können Sachspenden wie Bekleidung, Schuhe, Taschen, Babywäsche, Haushaltsgeräte<br />

u.v.m. abgegeben werden, die zu sehr günstigen Preisen verkauft werden.<br />

Caritas-Container<br />

Telefon: 01/256 98 98<br />

www.caritas-wien.at/spenden-helfen<br />

Die Caritas sammelt gut erhaltene und gepflegte Kleidung für Kinder, Frauen und<br />

Männer. Auch Textilien wie Bettwäsche oder waschbare Wolldecken werden benötigt.<br />

Die Spenden können in 19 Kleidercontainern im Bezirk oder direkt in einem Second-<br />

Hand-Shop (z. B. carla nord, Steinheilgasse 3) abgegeben werden.<br />

Intakte Möbelstücke werden von der Volkshilfe zu einem Unkostenbeitrag von 15 Euro<br />

abgeholt. Gut erhaltene Kleinwaren wie Textilien, Geschirr, Hausrat, Spielzeug etc.<br />

werden kostenlos abgeholt.<br />

48er-Tandler-Box<br />

Percostraße 4,<br />

Mühlwasserstraße 2,<br />

Breitenleer Straße 268<br />

Telefon: 01/546 48<br />

48ertandler@ma48.wien.gv.at<br />

Für einen guten Zweck können auf den Mistplätzen in der „48er-Tandler-Box“ funktionstüchtige<br />

Altwaren wie Geschirr, Möbel, Kleidung und dergleichen zur Weiterverwendung<br />

abgegeben werden. Die gesammelten Altwaren werden im Altwarenmarkt<br />

der MA 48, dem 48er-Tandler, weiterverkauft oder an karitative Einrichtungen übergeben.<br />

Auch die Verkaufserlöse kommen karitativen Zwecken zugute. Abgegeben<br />

werden können Spielwaren, Kleidung, Elektrogeräte, Bücher, CDs und DVDS, Küchenartikel,<br />

Sportartikel, Werkzeuge und Musikinstrumente.<br />

49<br />

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DIE VIERERBANDE<br />

AUS SÜSSENBRUNN<br />

Das Leben als Großfamilie unter einem Dach<br />

bietet viel Freiheit – wenn Phantasie beim Umbau<br />

und große Unternehmungslust im Spiel sind.<br />

50<br />

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Homestory I LIDO<br />

er Stress vermeiden möchte, macht es wie die<br />

W<br />

Vogerln: Zuerst Nest bauen, dann Nachwuchs anschaffen.<br />

Für uns Menschen sind Kinder und Wohnen<br />

aber zwei Dinge, die mehr vom Gefühl als vom Verstand<br />

gesteuert sind. Im Fall von Claudia (35) und Clemens (37)<br />

führte aber das Glück Regie. Das Haus der Schwiegereltern<br />

bot 2010 reichlich Platz für die Diplomkrankenschwester<br />

und ihren damaligen Freund, den sie in der Krankenpflegerschule<br />

des SMZO kennen und lieben lernte. Mit Sarah (6)<br />

und Florian (5) stellte sich auch bald Kindersegen ein. Mit<br />

den häufigen Kinoabenden war es dann vorerst vorbei – der<br />

Hollywood-Hochzeit mit Regie-Einladungskarten und Filmrollen-Deko<br />

zum Trotz. „Da hat uns Clemens die Filme in Form<br />

eines liebevoll gestalteten Heimkinos nach Hause gebracht“,<br />

freut sich Claudia, „mit der Leinwand hinter zwei roten Theatervorhängen<br />

machen wir jetzt Kino zu Hause.“<br />

Das Haus wird zum Zauberwürfel<br />

Foto: Luiza Puiu<br />

Gut, dass das Architektenhaus der Schwiegereltern reichlich<br />

Platzreserven für den Nachwuchs und den Schwieger eltern,<br />

dem studierenden Cousin und den Kindern genug Freiraum<br />

bietet: „Wir leben alle unter einem Dach und verstehen uns<br />

prächtig. Wir haben natürlich einige Zimmer getauscht und<br />

umfunktioniert, damit alles gut klappt.“ Vor eineinhalb Jahren<br />

klopfte der Klapperstorch noch einmal ans Fenster und brachte<br />

Zwillinge. Mit zwei kleinen Mädchen ist der Aktionsradius<br />

heute natürlich etwas geringer als zuvor: „Vier Kinder anziehen,<br />

um nach draußen zu gehen, ist natürlich etwas ganz anderes.<br />

Daher sind wir sehr glücklich, dass sich das Geschehen<br />

dank ausreichend Platz auch ins Innere verlagern kann.“ Die<br />

Wohnküche mit der breiten Glasfront nach draußen ist seither<br />

mehr denn je Lebensmittelpunkt für die drei Generationen<br />

u<br />

51<br />

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LIDO I Homestory<br />

Foto: Luiza Puiu<br />

Im Wohn-Zimmer und Wohn-Garten ist<br />

immer was los, die anderen Räume dienen<br />

nur als Schlaf- und Rückzugsort.<br />

u<br />

umfassende Familie. Hier wird gespielt, gegessen, getratscht und Kaffee<br />

getrunken. Bei den Kindergeburtstagen zählt man hier auch schon mal<br />

15 Gschropperln. Ein paar Freunde zu Besuch zu haben kommt mehrmals<br />

die Woche vor. Opa und Oma sind oft dabei und holen auch regelmäßig<br />

die Kinder ab.<br />

Wohnen in<br />

Süßenbrunn<br />

Süßenbrunn war bis 1938 eine eigenständige<br />

Gemeinde. Dieser Ortsteil der Donaustadt ist<br />

gleich von drei Seiten durch Niederösterreich<br />

eingekapselt.<br />

Die zentrale öffentliche Anbindung ist die<br />

Schnellbahnlinie S1, die unter anderem am<br />

Praterstern und am Wiener Hauptbahnhof<br />

hält und halbstündig verkehrt. Daneben fahren<br />

Bus und Anrufsammeltaxi.<br />

Zu den bekannteren Bauwerken zählt hier<br />

das Schloss Süßenbrunn, in dem die Ludwig<br />

Reiter Schuhmanufaktur beheimatet ist.<br />

Wohnen am Rand der Stadt, inmitten der Natur<br />

So quirlig es drinnen manchmal zugeht, so aufregend ist auch das Geschehen<br />

im eigenen Garten. Den Mittelpunkt bildet der schöne Ahornbaum,<br />

der im Sommer mit sattem Rot und im Herbst mit grünen und<br />

gelben Blättern aufwartet und sich duldsam als Kletterbaum anbietet:<br />

„Wenn es warm ist, findest du Clemens und mich abwechselnd drinnen<br />

kochend oder draußen sitzend, während die Kinder ihren Spaß im Freien<br />

haben. Dank Schaukel, Trampolin und Sandkiste brauchen wir den Spielplatz<br />

nicht lange zu suchen – wir haben ihn im eigenen Garten.“ Und<br />

wenn es einmal besonders ruhig ist, ruft die Natur in Erinnerung, wie<br />

lebendig sie hier am Stadtrand ist: Ab und zu betreten Rehe das Gelände<br />

und lassen sich von den Kindern aus der Nähe beobachten. Claudia:<br />

„Das ist schon ein besonderes Naturschauspiel, bei dem die Kinder ganz<br />

ruhig und fasziniert innehalten. Das gibt es wahrscheinlich nur hier regelmäßig<br />

zu erleben.“<br />

52<br />

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Idyllisches<br />

Eigentum<br />

im Grünen<br />

LÄNDLICHES WOHNEN IN DER WIETHESTRASSE 76<br />

Die SIEDLUNGSUNION errichtet in 1220 Wien, Wiethestraße<br />

76 insgesamt 12 freifinanzierte Wohneinheiten im gereihten<br />

Wohnen, mit einer Wohnnutzfläche von 118 bis 124 m². Die<br />

Häuser verfügen über eine Terrasse und Garten. Die Wohnhausanlage<br />

liegt in einer fast dörflich ausgebildeten Zone des<br />

Bezirksteils Essling, in einer städtischen Randstruktur, die in<br />

ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet übergeht.<br />

Für jedes Haus stehen ein Kellerabteil und in der Tiefgarage<br />

ein PKW-Stellplatz zur Verfügung. Die Tiefgarage ist teilweise<br />

vom Haus begehbar. Jedes Haus verfügt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe.<br />

Diese realisiert in einem einzigen System<br />

das Heizen und die Warmwasserbereitung in ihrem Wohnbereich.<br />

Sie ist eine attraktive, kostengünstige und äußerst<br />

effiziente Variante zu herkömmlichen Heizungs- und Warmwasseraufbereitungssystemen.<br />

Öffentlich ist die Anlage durch die Autobuslinien 26A<br />

und 98A sowie im nahen Umfeld durch die Linien U1<br />

und U2 sehr gut erschlossen. Einkaufsmöglichkeiten und<br />

mannigfaltige Dienstleistungsbetriebe befinden sich im<br />

nahe gelegenen Ortskern von Essling. Auch sind in der<br />

unmittelbaren Umgebung Schulen, Kindergärten, Ärzte<br />

und Apotheken situiert und decken die infrastrukturell<br />

orientierten Bedürfnisse der zukünftigen Nutzer ab.<br />

Bei Interesse besuchen Sie uns gleich auf<br />

www.siedlungsunion.at/wohnen/inbau<br />

oder wenden sich direkt an Frau Kisshauer unter<br />

Tel. 203 12 46 DW 21 bzw. per Mail an<br />

kisshauer@siedlungsunion.at<br />

Bezahlte Anzeige


LIDO I LESEN<br />

Vorlesen<br />

aus dem Buch „Sagenschatz aus Österreich“ von Friedl Hofbauer<br />

Die dankbare Donaunixe<br />

Die Autorin<br />

Friedl Hofbauer<br />

Friedl Hofbauer<br />

(1924–2014)<br />

wurde in Wien geboren.<br />

Sie studierte Germanistik<br />

und zählt zu den<br />

renommiertesten österreichischen<br />

AutorInnen im<br />

Bereich der Kinder- und<br />

Erwachsenen literatur.<br />

Für ihre Publikationen<br />

erhielt sie zahlreiche Preise<br />

und Auszeichnungen –<br />

darunter auch den Österreichischen<br />

Staatspreis für<br />

Kinderlyrik, das Ehrenkreuz<br />

für Wissenschaft und Kunst<br />

und den Professorentitel.<br />

Sagenschatz aus<br />

Österreich<br />

Friedl Hofbauer<br />

Nilpferd im G&G Verlag<br />

m Strudengau, diesem Stück Donau voll von gefährlichen Strudeln und<br />

I<br />

Untiefen, zeigten sich früher viel mehr Nixen als heute. Sie saßen gern<br />

vom Wasser umrauscht auf der einen oder anderen Felsspitze mitten in<br />

der Donau, kämmten sich und winkten den Leuten, die dieses gefährliche Stück<br />

der Donau befuhren. Es gingen Geschichten um, dass die Nixen Menschen unter<br />

Wasser zögen, wenn sie ihnen zu nahe kämen. Nun, wie auch immer, einmal<br />

ruderten ein paar übermütige Burschen in ihrem Boot in der Nähe einer Nixe<br />

vorüber und zeigten ihr die lange Nase. Da fing die Nixe zu weinen an. Seht ihr<br />

nicht, dass sie sich kränkt?“, rief ein junger Fischer, der am Ufer saß, ärgerlich zu<br />

den Burschen hinüber. Die fuhren lachend weiter.<br />

Einige Jahre später war Krieg im Land und mit ihm kamen alle seine Grausamkeiten<br />

und Schrecken. Eines Abends klopfte es an die Tür der kleinen Hütte am<br />

Ufer, in der der Fischer mit seiner alten Mutter wohnte. Der Fischer öffnete die<br />

Tür und sah eine vornehme Frau mit einem kleinen Kind auf dem Arm draußen<br />

stehen. Sie flehte ihn an, er solle sie und ihr Kind in seinem Boot über die Donau<br />

rudern. Sie wäre auf der Flucht vor dem Krieg und hätte am anderen Ufer Verwandte,<br />

die ihr weiterhelfen würden.<br />

Es war schon finster und die Nacht war stürmisch. Die Donau strudelte und<br />

rauschte um die gefährlichen Klippen. Der Fischer bedachte sich einen Augenblick,<br />

dann setzte er die Frau mit ihrem Kindchen in sein Boot und brachte sie gut<br />

hinüber.<br />

Die Frau bedankte sich, sagte: „Nun finde ich schon allein weiter“, und verschwand<br />

mit ihrem Kind in der dunklen Nacht.<br />

Der Fischer wendete sein Boot, um zurück an das andere Ufer zu fahren. Aber<br />

der Sturm war noch stärker geworden und trieb das Boot unaufhaltsam auf die<br />

Klippen zu. Der Fischer gab sich schon verloren.<br />

54<br />

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LESEN I LIDO<br />

Da kam plötzlich über die wild wogende<br />

Donau ein lichter Schein gewandert<br />

und der Fischer erkannte die<br />

Donaunixe, die er damals vor den<br />

fremden Burschen in Schutz genommen<br />

hatte. Die Nixe schwebte auf den<br />

Fischer zu, kam heran und legte ihre<br />

Hand auf die seine. Da drehte sich<br />

das Boot wie von selbst und glitt leicht<br />

und sicher dem Ufer zu.<br />

Als der Krieg vorüber war, kam die<br />

fremde Frau zurück und belohnte den<br />

Fischer reichlich. Die Donaunixe aber<br />

hat er niemals wiedergesehen.<br />

Mit freundlicher Genehmigung von Nilpferd im G&G Verlag<br />

55<br />

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LIDO I GENUSS<br />

Herbstküche<br />

Auf die Bleche,<br />

fertig,<br />

Hunger und Gusto auf etwas richtig<br />

Köstliches, aber zu erledigt, um jetzt<br />

noch groß aufzukochen? Abwechslung<br />

bringen Blechrezepte: Einfach ein paar<br />

Zutaten auf ein Backblech legen,<br />

in den Ofen schieben und relaxen.<br />

Mahlzeit!<br />

Ein blech Alles auf Das Blech<br />

kein stress 1 Blech Kochbuch<br />

Daniel Schimkowitsch Molly Shuster Kate McMillan<br />

„100 geile Rezepte“, die man so garantiert<br />

noch nirgends gegessen hat, verspricht das<br />

Kochbuch von Autor und Sternekoch Daniel<br />

Schimkowitsch – mit dabei auch süße Blech-<br />

Varianten und Blech-Ideen für den Grill.<br />

Umschau Verlag<br />

Dieses Kochbuch lotet neue Möglichkeiten<br />

für Ofengerichte aus, führt aber auch<br />

Rezepte für klassische Aufläufe, Gratins,<br />

Saucen oder Braten auf und vermittelt ein<br />

einfaches Schema für die Zubereitung.<br />

at Verlag<br />

50 Rezepte zeigen, wie sich im Handumdrehen<br />

geschmackvolle Gerichte auf den Tisch<br />

bringen lassen. Fisch, Fleisch, Gemüse und<br />

andere Zutaten werden auf dem Blech ganz<br />

unkompliziert zu einem köstlichen Essen.<br />

CALLWEY<br />

56<br />

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Foto: Gregor Ott aus „Ein Blech. Kein Stress. 100 geile Rezepte“, Umschau Verlag 2017<br />

Genuss I LIDO<br />

GESCHMORTE entenkeulen<br />

MIT STEINPILZEN<br />

Zutaten:<br />

Zubereitung:<br />

4 Entenkeulen<br />

2 EL Olivenöl<br />

400 g Schalotten<br />

4 Knoblauchzehen<br />

3 Karotten<br />

2 EL Tomatenmark<br />

200 ml Weißwein<br />

400 ml Entenfond<br />

1 Dose passierte Tomaten<br />

250 g Steinpilze<br />

3 Lorbeerblätter<br />

1 EL scharfer Senf<br />

1 EL gehackter Estragon<br />

50 ml geschlagenes Schlagobers<br />

Salz, Pfeffer aus der Mühle<br />

Für 4 Personen<br />

Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.<br />

Die Entenkeulen im Gelenk halbieren und mit Salz und<br />

Pfeffer würzen. In einem Bräter das Olivenöl erhitzen<br />

und die Keulen darin von allen Seiten anbraten. Schalotten<br />

und Knoblauch schälen, die Karotten in Stücke<br />

schneiden. Die Keulen aus dem Bräter nehmen und<br />

das Röstgemüse darin anbraten. Das Tomatenmark<br />

zugeben und mit Weißwein, Entenfond und passierten<br />

Tomaten auffüllen. Nun die Entenkeulen dazugeben,<br />

den Bräter verschließen und für 75 Minuten in den<br />

Ofen schieben.<br />

Den Deckel abnehmen, die Steinpilze (kleine Pilze<br />

ganz lassen, größere in Stücke schneiden) und die<br />

Lorbeerblätter zugeben und den Bräter ohne Deckel<br />

für weitere 75 Minuten in den Ofen schieben. Vor dem<br />

Servieren Senf, Estragon und das geschlagene Obers<br />

unterrühren und die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.<br />

Mehr Rezepte auf den nächsten Seiten<br />

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LIDO I GENUSS<br />

Cassoulet VOn<br />

WEISSEN BOHNEN MIt<br />

CHORIZO UnD BASILIKUM<br />

Zutaten:<br />

200 g getrocknete weiße Bohnen<br />

1 Zwiebel<br />

1 Knoblauch<br />

2 EL Olivenöl<br />

2 TL brauner Zucker<br />

2 EL Pimentón de la vera picante<br />

(scharfes geräuchertes Paprikapulver)<br />

2 EL edelsüßes Paprikapulver<br />

600 ml Geflügelbrühe<br />

200 g passierte Tomaten aus der Dose<br />

100 g Chorizo<br />

1 EL Ajvar (scharfe Paprikapaste)<br />

2 Stangen Staudensellerie<br />

2 EL fein geschnittenes Basilikum<br />

Salz<br />

Für 2 Personen<br />

Zubereitung:<br />

Die Bohnen über Nacht in Wasser einweichen.<br />

Den Backofen auf 165 °C Umluft vorheizen. Zwiebel<br />

und Knoblauch schälen und würfeln. In einem<br />

Topf in Olivenöl anschwitzen, salzen, dann den<br />

Zucker zugeben und leicht karamellisieren lassen.<br />

Scharfes und süßes Paprikapulver zugeben, mit<br />

Geflügelbrühe auffüllen, Tomaten und Ajvar unterrühren<br />

und den Topf vom Herd nehmen.<br />

Chorizo halbieren und in Scheiben schneiden,<br />

ebenso den Staudensellerie. Die Bohnen abgießen<br />

und in eine tiefe ofenfeste Form füllen, Chorizo,<br />

Staudensellerie und Paprikasugo darübergeben.<br />

Im Ofen etwa 60 Minuten garen.<br />

Vor dem Servieren mit Basilikum bestreuen.


Genuss I LIDO<br />

Fotos: Gregor Ott aus „Ein Blech. Kein Stress. 100 geile Rezepte“, Umschau Verlag<br />

GESCHMORTER PULPO<br />

MIT KICHERERBSEN UND KAROTTE<br />

Zutaten:<br />

200 g getrocknete Kichererbsen<br />

1 Pulpo (etwa 800 g, küchenfertig)<br />

2 Zwiebeln<br />

2 Karotten<br />

1 Stange Staudensellerie<br />

5 Knoblauchzehen<br />

400 ml Weißwein<br />

20 ml Rotweinessig<br />

20 ml Noilly Prat (weißer, trockener Wermut)<br />

1 Lorbeerblatt<br />

4 Wacholderbeeren<br />

1 EL gehackte Petersilie<br />

1 EL gehacktes Koriandergrün<br />

Salz, Pfeffer aus der Mühle<br />

Zubereitung:<br />

Die Kichererbsen über Nacht in einer Schüssel mit<br />

Wasser einweichen.<br />

Einen großen Topf mit kräftig gesalzenem Wasser zum<br />

Kochen bringen. Den Pulpo hineinlegen und die Hitze<br />

reduzieren. Den Pulpo 45 Minuten ziehen lassen.<br />

Herausnehmen und zerteilen, dabei das Kauwerkzeug<br />

entfernen.<br />

Den Backofen auf 165 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.<br />

Die Zwiebeln schälen und hacken, Karotten und Staudensellerie<br />

würfeln, die Knoblauchzehen schälen und<br />

vierteln. Die Kichererbsen abgießen.<br />

Alle Zutaten – mit Ausnahme der frischen Kräuter – in<br />

ein hohes Blech geben, mit Salz und Pfeffer würzen<br />

und für etwa 3 Stunden in den Ofen schieben, bis keine<br />

Flüssigkeit mehr vorhanden ist. Vor dem Servieren<br />

mit Petersilie und Koriander bestreuen.<br />

Für 4 Personen<br />

59<br />

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LIDO I GENUSS<br />

Panzanella<br />

mit Garnelen<br />

Zutaten:<br />

200 g altbackenes Brot,<br />

in mundgerechte Stücke zerteilt<br />

12 mittelgroße Garnelen, geschält<br />

1 EL Olivenöl<br />

Meersalz, Pfeffer aus der Mühle<br />

250 g Kirschtomaten, halbiert<br />

3 EL Balsamicoessig<br />

1 Knoblauchzehe, in Scheiben<br />

geschnitten<br />

1 kleiner Bund Basilikum,<br />

grob geschnitten<br />

1 kleiner Bund Petersilie,<br />

grob gehackt<br />

3–4 EL plus 1 EL Olivenöl extra<br />

Für 2 Personen<br />

Zubereitung:<br />

Fotos: Lauren Volo, AT Verlag / www.at-verlag.ch<br />

Den Backofen auf 175 °C vorheizen. Die<br />

Brotstücke in einer Schicht auf einem Backblech<br />

verteilen und im Ofen 10 Minuten<br />

backen. Die Brotstücke wenden und auf<br />

eine Seite des Blechs schieben, sodass ein<br />

Drittel des Blechs frei wird. Die Garnelen<br />

mit 1 Esslöffel Olivenöl vermischen und<br />

auf das Blech geben. Salzen und pfeffern.<br />

Im Backofen 5–7 Minuten braten, bis die<br />

Garnelen gar und die Brotstücke knusprig<br />

sind. Die restlichen Zutaten hinzufügen.<br />

Gut vermischen, salzen und pfeffern.<br />

60<br />

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Huhn alla<br />

puttanesca<br />

Genuss I LIDO<br />

Zutaten:<br />

800 g gehackte Tomaten aus der Dose<br />

65 g Kalamata-Oliven, grob gehackt<br />

3 Knoblauchzehen, fein gehackt<br />

2 EL Kapern, abgespült, abgetropft<br />

½ Zwiebel, gehackt<br />

4 EL Olivenöl<br />

Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle<br />

450 g Hühnerbrustfilet, in Streifen geschnitten<br />

85 g Spinatblätter<br />

Für 2 Personen<br />

Zubereitung:<br />

Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. In einer großen<br />

Auflaufform Tomaten, Oliven, Knoblauch, Kapern,<br />

Zwiebel und Olivenöl vermischen.<br />

Salzen und pfeffern. Im Backofen 35 Minuten schmoren.<br />

Dann das Hühnerfleisch hinzufügen, alles gut umrühren<br />

und noch 10 Minuten garen. Die Spinatblätter<br />

hinzufügen und 2–3 Minuten zusammenfallen lassen.<br />

Vor dem Servieren abschmecken.<br />

Bratäpfel mit Crumble<br />

Zutaten:<br />

2 Äpfel (z. B. Fuji, Gala)<br />

50 g Haferflocken<br />

40 g brauner Zucker<br />

40 g Walnüsse, fein gehackt<br />

3 EL Butter, geschmolzen<br />

½ TL gemahlener Zimt<br />

Für 2 Personen<br />

Zubereitung<br />

Den Backofen auf 175 °C vorheizen. Die Äpfel quer in drei<br />

Scheiben schneiden. Mit einem Pariserlöffel das Kerngehäuse<br />

entfernen. Die restlichen Zutaten in einer Schüssel miteinander<br />

vermischen. Die Äpfel auf ein Backblech setzen<br />

zwischen die Apfelringe die Crumblemischung geben und<br />

leicht andrücken. Die Apfelringe mit Zahnstochern fixieren.<br />

Die restliche Crumblemischung oben auf die Äpfel verteilen.<br />

Im Backofen 40–50 Minuten backen, bis die Äpfel weich<br />

sind und die Füllung goldbraun ist. Kurz abkühlen lassen.<br />

Vor dem Servieren die Zahnstocher vorsichtig entfernen.<br />

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LIDO I GENUSS<br />

EICHELKÜRBIS MIT<br />

LAMMHACKFLEISCH<br />

& GRANATAPFELKERNEN<br />

Zutaten:<br />

2 Eichelkürbisse, längs halbiert und entkernt<br />

3 EL natives Olivenöl extra<br />

grobkörniges Salz<br />

frisch gemahlener Pfeffer<br />

650 g Lammhackfleisch<br />

abgeriebene Schale von 1 ½ unbehandelten Zitronen<br />

½ kleine Zwiebel, gerieben<br />

3 Knoblauchzehen, gehackt<br />

3 EL frisch gehackte glatte Petersilie<br />

3 EL frisch gehackte Minze, zzgl. ganze Blätter zum Garnieren<br />

1 EL gemahlener Kreuzkümmel<br />

1 EL gemahlener Koriander<br />

1 Msp. Zimtpulver<br />

200 g Vollmilchjoghurt<br />

1 ½ EL frisch gepresster Zitronensaft<br />

30 g Granatapfelkerne<br />

Für 4 Personen<br />

Zubereitung:<br />

Foto: Ray Kachatorian<br />

Den Ofen auf 200 ºC vorheizen. Ein Backblech mit Alufolie auslegen.<br />

Die Kürbishälften mit der Schnittseite nach oben auf das<br />

Backblech legen. Die Hälften innen und außen mit 2 Esslöffeln<br />

Öl bestreichen und das Innere mit Salz und Pfeffer würzen. Den<br />

Kürbis 30 Minuten im heißen Ofen garen, bis er goldfarben und<br />

gabelzart ist.<br />

Lammhackfleisch, Zitronenabrieb, Zwiebel, Knoblauch, Petersilie,<br />

2 Esslöffel Minze, Kreuzkümmel, Koriander, Zimt und das<br />

restliche Öl in einer großen Schüssel vermengen. Mit Salz und<br />

Pfeffer würzen und behutsam mischen.<br />

Die Kürbishälften mit dem Hackfleisch füllen und weitere 15–18<br />

Minuten im heißen Ofen braten, bis das Fleisch gar ist. Herausnehmen<br />

und leicht abkühlen lassen.<br />

Joghurt, Zitronensaft und die restliche gehackte Minze in einer<br />

kleinen Schüssel verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und<br />

über die Kürbishälften träufeln.<br />

Das Gericht mit den Granatapfelkernen und den ganzen Minzeblättern<br />

garnieren und servieren.


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