Johann Nestroy Ring der Stadt Bad Ischl für Nicholas Ofczarek 2012

schodterer

PREISTRÄGER DES JOHANN NESTROY RINGS 2012 Die Jury, bestehend aus dem Präsidenten der Internationalen Nestroy-Gesellschaft Dr. Heinrich Kraus, dem Urgroßneffen von Johann Nestroy, Dr. Otmar Nestroy, sowie Bad Ischls Bürgermeister und Kulturreferenten Hannes Heide, wählte einstimmig den Schauspieler Nicholas Ofczarek (Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters und seit 2010 genialer Salzburger Jedermann) zum Preisträger des Johann-Nestroy-Ringes 2012 der Stadt Bad Ischl. Nicholas Ofczarek habe sich im Sinne des Verleihungsstatuts durch außerordentliche und herausragende Leistungen um die Pflege der Werke von Johann Nestroy auf höchster künstlerischer Ebene verdient gemacht, so die Begründung der Jury. Zudem vermochte er durch eine dem Geiste des Dichters verwandte, satirisch kritische, fantasievolle künstlerische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Anliegen unserer Zeit wichtige und allseits beachtete Akzente zu setzen. Er habe immer wieder mit großem Erfolg in Nestroy-Werken gespielt und sich damit für die Auszeichnung empfohlen. Die festliche Verleihung des Johann-Nestroy-Ringes fand am Vorabend des 150. Todestag von Johann Nestroy am 24. Mai 2012 im Lehár Theater in Bad Ischl statt. Die Laudatio zu Ehren des Johann-Nestroy-Ring-Preisträgers hielt der Direktor des Theaters in der Josefstadt, Schauspieler und Theaterregisseur Herbert Föttinger.

Johann-Nestroy-Ring

DER STADT BAD ISCHL

2012

Fotos: Binh Truong / Wolfgang Stadler

Nicholas Ofczarek


PREISTRÄGER 2012

Preisträger des Johann-Nestroy-Ringes 2012

Die Jury, bestehend aus dem Präsidenten der Internationalen

Nestroy-Gesellschaft Dr. Heinrich Kraus, dem Urgroßneffen von

Johann Nestroy, Dr. Otmar Nestroy, sowie Bad Ischls Bürgermeister

und Kulturreferenten Hannes Heide, wählte einstimmig

den Schauspieler Nicholas Ofczarek (Ensemblemitglied

des Wiener Burgtheaters und seit 2010 genialer Salzburger

Jedermann) zum Preisträger des Johann-Nestroy-Ringes 2012

der Stadt Bad Ischl.

Nicholas Ofczarek habe sich im Sinne des Verleihungsstatuts

durch außerordentliche und herausragende Leistungen um

die Pflege der Werke von Johann Nestroy auf höchster künstlerischer

Ebene verdient gemacht, so die Begründung der

Jury. Zudem vermochte er durch eine dem Geiste des Dichters

verwandte, satirisch kritische, fantasievolle künstlerische

Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Anliegen unserer

Zeit wichtige und allseits beachtete Akzente zu setzen.

Er habe immer wieder mit großem Erfolg in Nestroy-Werken

gespielt und sich damit für die Auszeichnung empfohlen.

Die festliche Verleihung des Johann-Nestroy-Ringes findet

am Vorabend des 150. Todestag von Johann Nestroy am

24. Mai im Lehár Theater in Bad Ischl statt.

Die Laudatio zu Ehren des diesjährigen Johann-

Nestroy-Ring-Preisträgers hält der Direktor des

Theaters in der Josefstadt, Schauspieler

und Theaterregisseur Herbert Föttinger.

Bedeutungsvolle Ehrung großer Persönlichkeiten

Nicholas Ofczarek wird damit Teil einer langen Reihe großer

Persönlichkeiten wie Helmut Qualtinger, Leopold Lindtberg,

Gustav Manker, Hans Weigel, Gerhard Bronner, Alexander

Steinbrecher, Peter Wehle, Axel von Ambesser, Otto Basil, Elfriede

Ott, Attila und Paul Hörbiger, Herbert Lederer, Lukas Resetarits,

Werner Schneyder, Robert Löffler, Kurt Sowinetz, Hans Kann,

Heinz Petters, Lore Krainer, Fritz Muliar, Josef Meinrad, Erich Sokol,

Inge Konradi, Christine Nöstlinger, Trude Marzik, Manfred Deix,

Dolores Schmidinger, Helmuth Lohner, Hilde Sochor, Norbert

Pawlicki, Karl Paryla, Karl Schuster, Houchang Allahyari, Otto

Schenk, Gusti Wolf, Heli Deinboek, Robert Meyer, Roland

Neuwirth, Elizabeth T. Spira, Peter Gruber, Marianne Mendt, Willi

Resetarits, Otto Tausig, Brigitte Swoboda, H. C. Artmann, Louise

Martini, Susi Nicoletti, Gertraud Jesserer, Paul Angerer, Reinhard

Tramontana, Christine Ostermayer, Josef Hader, Gustav Peichl,

Erwin Steinhauer, Karlheinz Hackl und Karl Markovics.

Sie alle sind Träger des Johann-Nestroy-Ringes, der - von der Internationalen

Nestroygesellschaft verliehen - von 1976 bis 1999

von der Stadt Wien zur Verfügung gestellt wurde. Seit 2005 wird

er von der Stadt Bad Ischl in Auftrag gegeben, zum Gedenken

an Johann Nestroy, der viele Sommer in seiner Ischler Villa lebte,

und viel Zeit im Lehár Theater, sowohl als Gast im Publikum

als auch als Darsteller auf der Bühne, verbrachte.

Die Stadt Bad Ischl, die den Nestroy-Ring als Auftraggeber von

der Internationalen Nestroygesellschaft zugesprochen bekam,

beauftragte den Ischler Goldschmied Gerold Schodterer, ein

neues Konzept zu entwickeln, das der Bedeutung dieses Preises

gerecht wird. Sein Entwurf stellt eine Verbindung zwischen

dem Genie Nestroys, der Stadt Bad Ischl, den Verleihungskriterien,

dem jeweiligen Preisträger, dessen Persönlichkeit und

dessen künstlerischem Anliegen her.

Bedeutungsvolle Ehrung großer Persönlichkeiten

Foto: Binh Truong


KONZEPTION und GESTALTUNG

Gestalt ist mehr, als die Summer der einzelnen Teile

Die Zahl 5 spielt im Konzept für den Johann-Nestroy-Ring

eine tragende und verbindende Rolle. 5 Kriterien werden

von der Jury als Grundlage für die Verleihung des Ehrenringes

herangezogen.

••

Pflege von Nestroys Erbe

••

Höchste künstlerische Ebene

••

Zeitkritik

••

Satire

••

Phantasie

Das Werk Nestroys ruht auf den 5 Säulen seiner Begabungen.

Diese 5 Säulen bilden den Johann-Nestroy-Ring und

verbinden sein Werk, die Stadt Bad Ischl und die Kriterien,

die zur Wahl des Johann-Nestroy-Ring-Trägers führen.

••

Lehrtätigkeit

••

Schauspiel

••

Gesang

••

Komik

••

Dichtkunst

I nstruktion

S chauspiel

C ouplets

H umor

L yrik

Die Welt des Johann Nestroy war die Bühne

So schwebt über dem Ring eine Bühne, auf der der jeweilige

Johann-Nestroy-Ring-Träger auftritt. Form und Gestaltung der

Bühne werden individuell auf seine Persönlichkeit abgestimmt.

Unter der Bühne wirkt „Nestroys Geist“

Johann Nestroy - der es wie kein anderer verstand, den Menschen

seiner Zeit einen Spiegel vorzuhalten, der im Laufe

der Jahre nichts an Klarheit eingebüßt hat - gibt sich im Ring

durch den Spiegel zu erkennen.

Dieser Spiegel durchdringt aber auch die Bühne, wird an der

Oberfläche sichtbar und stellt so den Bezug zwischen Nestroys

Vermächtnis und dem Künstler und Ehrenring-Träger her.

Die außergewöhnliche und bizarre Formensprache des

Johann-Nestroy-Rings, mit seiner „schwebenden” Bühne,

unterstreicht die für Johann Nestroy so typische Ausdrucksweise

und nimmt Bezug auf seine unvergleichlichen Satzgebilde,

die trotz ihrer Tiefe und Treffsicherheit vollkommen leicht im

Raum zu schweben scheinen.

So, wie Nestroy auf der Bühne stand und so, wie jeder Preisträger,

der im Sinne Johann Nestroys wirkt, im Leben und

auf der Bühne steht, stellt auch der Johann-Nestroy-Ring

sein „Stehvermögen” als Kleinskulptur unter Beweis, wenn er

nicht als Ring getragen wird.

Johann Nestroys Welt war die Bühne


AUS DEM FINDEN DER ROLLE WÄCHST DIE FIGUR

Aus dem Finden der Rolle wächst die Figur.

„Durch den Beruf meiner Eltern bin ich praktisch im Theater aufgewachsen. Von klein auf bin ich

mit der Bühne und allem Drumherum vertraut“, erzählt Nicholas Ofzcarek, der die Bühne auch

als seine Heimat bezeichnet und man kann in seinen Augen lesen, dass für ihn das Schauspielen

zum Lebensinhalt, zur Berufung geworden ist. Aber gerade weil ihm die Welt der Bühne in die

Wiege gelegt wurde, weiß er um die Mühen, die dieser Beruf mit sich bringt, wird nicht müde zu

betonen, dass Schauspiel in erster Linie ein „Handwerk“ sei, das es bis zur Meisterschaft zu erlernen

und so zu verinnerlichen gilt, dass bei der Probenarbeit kein Darauf-Besinnen mehr nötig ist.

Die Erarbeitung einer Rolle beginnt für Nicholas Ofzcarek beim „Unterbau“ eines Stückes. „Wichtig

ist für mich das Verstehen des tieferen Sinns und des Zusammenhangs. Wenn das steht, kann

ich beginnen, meine Rolle zu erarbeiten“, meint der Schauspieler, auf den Text und Rollenbuch

eine fast „diabolische Wirkung“ ausüben und Qual bedeuten, weil es ihm unmöglich ist, den Text

eines Stückes einfach auswendig zu lernen. Lieber überfliegt er diesen, um ihn dann beim

Proben zu vertiefen. „Mit der Bewegung kommt der Text in mich, ich hab ihn dann einfach“,

erklärt er und hält dabei die Hände so, als würde er gerade etwas auffangen.

Das Erarbeiten eines Stückes beschreibt er als eine Weltreise, denn er gehe meist mit einem bestimmten

Gefühl, wie die Figur angelegt werden könnte, in die erste Probe. Im Lauf der Proben

würde die Rolle dann immer wieder diskutiert, verändert und probiert und am Schluss spiele er

die Rolle so, wie er sich das am Beginn der Probenarbeit ausmalte, aber eben mit dem Wissen

und der Erfahrung der gesamten Erarbeitung.

Nicholas Ofczarek vergleicht seine Arbeit mit dem Besteigen eines Berges, weil ihm das Ziel –

meist sehr weit oben und sehr schwierig zu erreichen – wohl bekannt ist, und er gar nicht anders

kann, als um es zu erreichen, weit über seine Grenzen zu gehen. Überhaupt begleitet ihn während

der Erarbeitung einer Rolle eine gewisse Unruhe, der er sich schwer widersetzen kann. „Die

Rolle beschäftigt mich ständig, sie kriecht in mich hinein, greift in die verschiedensten Lebenssituationen

ein“, erzählt er.

Seine berufliche Laufbahn beschreibt Nicholas Ofczarek als ständiges „Auf und Ab und Auf“.

Seinen Beruf empfindet er als ein Ringen um Halt, um Struktur, denn das sei etwas, das er aus

seiner Sicht in zu geringem Maß besitze, weshalb er ständig darum kämpfen müsse. „Ich bin

auch immer unsicher, ob ich‘s nicht noch besser hinkriegen könnte“, meint er. Aber gleich darauf

erzählt er vom immer wieder erlebten Eintauchen in das „Unwegsame“, das er in der Folge als

eine nicht zu beschreibende fast göttliche Energie bezeichnet, die er auch oft bei Opernsängern

beobachten kann, wenn er bei einer Aufführung plötzlich das Gefühl bekommt, diese würden

nicht selbst singen, sondern eine größere Macht würde durch sie hindurch wirken.

Braucht man da noch völlige Klarheit, wenn man die Fähigkeit besitzt, so tief in eine Rolle einzutauchen,

dass die vollkommene Hingabe unbewusste Kräfte zum Wirken bringt? – Dennoch

kommt Nicholas Ofczarek ein zweites Mal auf das Gefühl fehlender Struktur zu sprechen und

zeichnet in sehr klaren Worten ein sehr scharfes Bild: „Können Sie sich eine Black Box vorstellen, so

ein Raum in dem völlige Dunkelheit herrscht und durch diese Dunkelheit schneidet ein scharfer,

greller Lichtstrahl – das ist für mich das Idealbild für vollkommene Klarheit und Struktur.“

(Zusammenfassung des Gesprächs von Gerold Schodterer mit Nicholas Ofczarek)

Foto: Binh Truong

Foto: Binh Truong


DIE SYMBOLIK

Ein Funke Göttlichkeit

Das, was durch dich arbeitet…..

Als Bühne für den Auftritt des grandiosen Schauspielers dient

nicht – wie bei seinen Vorgängern – das Rollenbuch, denn

der Text ist für ihn nicht das Vorrangige.

Die Bühne wird durch einen welligen, Höhen und Tiefen wiedergebenden

chaotisch geformten Spiegel gebildet, der vor

allem das Anliegen Nicholas Ofczareks aufzeigt, sowohl tiefen

Sinn als auch Zusammenhang eines Stückes verstehen zu

müssen, um an seiner Rolle arbeiten und dem Stück gerecht

werden zu können. Zudem steht die Welle für die Fähigkeit,

Text und Stück durch das Tun, die Bewegung, zu verinnerlichen.

Sie lädt den Schauspieler ein, das scheinbare Chaos

zuzulassen, weil in ihm die Kraft von Spontaneität und Intuition

wohnt, die im – wie Nicholas Ofczarek es bezeichnet –

„Unwegsamen“ ihren Ausdruck findet.

Über den Wellen schwebt ein aus schwarzem Onyx – dem

Lieblingsstein Nicholas Ofczareks – bestehender Würfel, der

von einem gebündelten Lichtstrahl durchdrungen wird. Die

so klar skizzierte „Black Box“ – die sich im Äußeren genau so

lichtlos schwarz zeigt, wie in ihrem Inneren – steht in dieser Interpretation

nur der Gedankenwelt offen.

Nicholas Ofczarek (* 30. Mai 1971 in Wien)

Seine Eltern Roberta und Klaus Ofczarek waren Sänger. So

verbrachte er seine Kindheit und Jugend, bedingt durch die

Engagements der Eltern, in Graz und in der Schweiz.

Seine Ausbildung erhielt er am Konservatorium Wien Privatuniversität

bei Prof. Elfriede Ott. Seine ersten Engagements führen

ihn in die freie Wiener Theaterszene (Theater in der Drachengasse

und Theater der Jugend 1991-1994), anschließend wurde

er von Claus Peymann ans Wiener Burgtheater verpflichtet,

dessen Ensemble er bis heute angehört. Dort arbeitete

er mit Regisseuren wie Andrea Breth, Claus Peymann, Karin

Beier, Sven Eric Bechtolf, Jan Bosse, Martin Kušej und Stefan

Bachmann.

Er war u. a. als Herzog von Alba in Schillers Don Carlos,

als Danny in Simon Stephens’ Motortown, als Richard III. in

Shakespeares Die Rosenkriege und als Junger Grenzgänger

in Schönherrs Der Weibsteufel zu sehen; für diese Rolle erhielt

er 2009 den 3sat-Theaterpreis. Zurzeit ist er u. a. als Alfred in

Horváths Geschichten aus dem Wiener Wald, als Professor

Dr. Flint in Schnitzlers Professor Bernhardi sowie als Sir Tobi in

Was ihr wollt von Shakespeare zu sehen.

Nicholas Ofczarek

Einer Welt, in der die Suche nach tiefem Sinn, nach Klarheit

und Struktur stattfinden kann, deren Funde von den Wellen an

den Strand des Bewusstseins gespült werden, um sie aufnehmen,

begreifen zu können.

Der gebündelte Lichtstrahl, dessen Quelle ein göttlicher Funke

sein könnte, wird vom Wellenspiegel reflektiert, durchdringt die

Dunkelheit der „Black Box“ und endet

hinter den Gipfeln eines sehr hohen

Gebirges, setzt an seinem Ende sein

inneres Leuchten frei, wird zu Zielpunkt

und Herausforderung, zum erlebbaren

Facettenreichtum des aus sich Herauswachsens,

das seinen Ausdruck im Erstrahlen

der Vollendung, im Erfüllt-Sein des Augenblicks

findet.

Eine Reihe von Auszeichnungen begleiten seinen Weg:

1999 erhält er die Josef-Kainz-Medaille für seine Rolle des

Eberhard Ultra in Frank Castorfs Inszenierung von Johann

Nestroys Krähwinkelfreiheit, seit 2003 ist er Träger des Wiener

Schauspielerringes, 2005 und 2006 erhält er den Nestroy-

Theaterpreis als bester Schauspieler, 2009 folgt der 3SAT

Theaterpreis für die schauspielerische Leistung in Der

Weibsteufel, 2012 folgen gleich mehrere Ehrungen, die ihm

den Titel „Herr der Ringe“ einbringen – für die Darstellung

des Kasimir in Ödön von Horvaths Kasimir und Karoline im

Residenztheater München erhält er den Gertrud-Eysoldt-

Ring und für die außerordentliche Leistung um die Pflege

von Johann Nestroys Werk erhält er den Johann-Nestroy-Ring

der Stadt Bad Ischl, im April 2012 wird er mit der Romy als

beliebtester Schauspieler ausgezeichnet.

Foto: Binh Truong


KULURSTADT BAD ISCHL

Bad Ischl ist Kultur

Keine Stadt in vergleichbarer Größe kann ein derart vielfältiges,

qualitativ hochstehendes Kulturprogramm anbieten wie Bad

Ischl. Die Stadt bekennt sich dazu Kulturstadt zu sein. Aus ihrer

historischen Bedeutung heraus hat Bad Ischl die Möglichkeit, ja

Verpflichtung ihre kulturellen Wurzeln zu pflegen und Bewusstsein

dafür zu schaffen, welche Chancen daraus erwachsen.

Bad Ischl verbindet dabei durchaus Tradition und zeitgemäße

Zugänge, wie das Lehár Festival exemplarisch verdeutlicht, das

Jahr für Jahr neue Erfolge bei Publikum und Kritik feiern kann.

Auch die Chance, dass mit der europäischen Einigung ein

gewachsener Kulturraum wieder entstanden ist und belebt

werden will, nutzt Bad Ischl. In zahlreichen von der europäischen

Union geförderten Projekten knüpfte die Stadt internationale

Partnerschaften im Kulturbereich und legt dabei Wert

darauf, besonders junge Menschen einzubinden. Daneben

spielt die Volkskultur eine herausragende Rolle – sie wird nicht

nur gepflegt, sondern vor allem gelebt.

Bewusstsein und Identität schaffen, ist Aufgabe der Kultur. Jenes

Bewusstsein zu schaffen, dass auch der große österreichische

Dichter, Schauspieler und Satiriker Johann Nestroy untrennbar

mit Bad Ischl verbunden ist, gelang in den letzten Jahren. Mit

Theaterabenden und Lesungen, der Benennung der Johann-

Nestroy-Schule, der Enthüllung einer Büste und vor allem der Verleihung

des Johann-Nestroy-Ringes der Stadt Bad Ischl an Künstlerpersönlichkeiten,

die im Geiste von Johann Nestroy mit einer

satirisch kritischen, phantasievollen Auseinandersetzung mit den

gesellschaftlichen Anliegen unserer Zeit Akzente setzen konnten.

In diesem Sinne darf ich Nicholas Ofczarek auf das herzlichste

zur Auszeichnung mit dem Johann-Nestroy-Ring der Kulturstadt

Bad Ischl gratulieren!

Ihr Hannes Heide – Bürgermeister

Der Goldschmied

• geboren am 12.August 1956 in Bad Ischl

• Ausbildung bei Vater Robert Schodterer

• Gesellenprüfung 1975 / Meisterprüfung 1980

• Abstrakte Schmuckgestaltungen bereits in der

Lehrzeit seit 1990 zeitgenössischer Unikatschmuck

mit philosophischem Hintergrund in Verbindung mit Lyrik

„Meine besondere Begabung liegt im Finden neuer

Formen und Möglichkeiten, wobei sich der Gestaltungsprozess

meist vollkommen spontan aus dem Gespräch

oder dem Tun heraus entwickelt.“

Gerold Schodterer

DIALOG wird GESTALT

Fotos: Wolfgang Stadler

Fotos: Wolfgang Stadler


Die Johann-Nestroy-Ringe der Stadt Bad Ischl seit 2005:

2005

Erwin Steinhauer

„Ich will berühren, berühren auf allen drei

Ebenen die ich bespiele. Auf der Kleinbühne,

auf der ich begonnen habe, der

Großbühne, wie dem Burgtheater und

der größten Bühne, dem Film.“

2007

Karlheinz Hackl

2008

Pe t e r Tu r r i n i

2010

Karl Markovics

„Wenn ich mir mein Leben so anschau,

ich glaub‘ ich bin der Herr von Lips. Ich

war schon immer ein Zerrissener. Ich

muss die Figuren im Probieren erarbeiten,

mich in die Rolle hinein fühlen, nur mit

dem Hirn allein kann ich niemals Leben

hineinbringen.“

„Im Grunde bin ich ein Handwerker wie

mein Vater, nur dass meine Werkzeuge

Bleistift und Schreibmaschine sind. Als

‚Katzlmacher-Bua‘ wurde ich immer ausgeschlossen,

durfte nur zuschauen – und

daraus hab‘ ich eine Würde gemacht

und habe genauer hingeschaut.“

„Am liebsten sind mir wahrhaftige Rollen,

die ich mit Leben füllen kann, die ein Geheimnis

haben. In sie einzutauchen um

als Figur heraus zu wachsen aus dem

Werk, den Menschen Erkennen schenkend“.

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Goldschmiedeatelier Gerold und Karoline SCHODTERER

Atelier für fantasievolle Schmuckunikate und Unikat-Eheringe

4820 BAD ISCHL, Pfarrgasse 11, T +43 6132 23729-0, M +43 664 3575004 od. 2253646

office@schodterer.at / www.schodterer.at / www.unikat-eheringe.at

Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 9.30 bis 18.00 Uhr,

Sa. 9.30 bis 17.00 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung

Fotos: Nicholas Ofczarek - Binh Truong, www.2-pix.de / Goldschmiede / Kultur - Wolfgang Stadler, www.artpaper-photo.at

Text: Gerold Schodterer, BGM Hannes Heide / Gestaltung: Karoline Schodterer, ARTist Werbegestaltung, www.sinn-bilder.at

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